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Dieses Dokument (EN 1171:2015) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 69 „Industriearmaturen“
erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis März 2016, und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis März 2016 zurückgezogen werden.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Elemente dieses Dokuments Patentrechte berühren
können. CEN [und/oder CENELEC] sind nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen
Patentrechte zu identifizieren.

Dieses Dokument ersetzt EN 1171:2002.

Dieses Dokument wurde unter einem Mandat erarbeitet, das die Europäische Kommission und die
Europäische Freihandelszone dem CEN erteilt haben, und unterstützt grundlegende Anforderungen der
EU-Richtlinie 97/23/EG (DGRL).

Zum Zusammenhang mit EU-Richtlinien siehe informativen Anhang ZA, der Bestandteil dieses Dokuments
ist.

Die wesentlichen Änderungen gegenüber EN 1171:2002 sind die Folgenden:

die normativen Verweisungen wurden im Abschnitt 2 und im gesamten Text aktualisiert;

4.1.1, 4.1.2.1, 4.1.2.3, 4.2.1, 8.1, Anhang C und Tabelle ZA.1 wurden überarbeitet, um die
Übereinstimmung mit der EU-Richtlinie 97/23/EG (DGRL) zu erreichen.

Entsprechend der CEN-CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, die
ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island,
Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn,
Vereinigtes Königreich und Zypern.
Diese Europäische Norm legt die Anforderungen an Schieber aus Gusseisen mit Flanschenden, Muffenenden
oder Spitzenden fest.

Diese Europäische Norm ist anwendbar auf Schieber aus Gusseisen, die vorwiegend für industrielle und
allgemeine Anwendungen verwendet werden. Sie können jedoch auch für andere Anwendungen verwendet
werden, unter der Voraussetzung, dass die Anforderungen der zugehörigen Gebrauchstauglichkeitsnormen
erfüllt sind.

Der Nennweitenbereich ist wie folgt festgelegt:

DN 40; DN 50; DN 65; DN 80; DN 100; DN 125; DN 150; DN 200; DN 250; DN 300; DN 350; DN 400; DN 450;
DN 500; DN 600; DN 700; DN 800; DN 900; DN 1 000.

Der Bereich der Druckbezeichnungen ist wie folgt festgelegt:

isobar: PN 6; PN 10; PN 16; PN 25;

isomorph: PS 10 bar bis PS 1 bar, bei Raumtemperatur.

Die folgenden Dokumente, die in diesem Dokument teilweise oder als Ganzes zitiert werden, sind für die
Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene
Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments
(einschließlich aller Änderungen).

EN 19:2002,

EN 545:2010,

EN 558,

EN 736-1,

EN 736-2,

EN 736-3,

EN 1092-2:1997,

EN 12266-1,

EN 12266-2,

EN 12351,

EN 12516-3:2002,

EN 12516-4:2014,
EN 12570,

EN ISO 5210,

ISO 185:2005,

ISO 1083:2004,

ISO 2531:2009,

ISO 5922:2005,

Für die Anwendung dieser Europäischen Norm gelten die Begriffe nach EN 736-1, EN 736-2 und EN 736-3
und die folgenden Begriffe.

ANMERKUNG Die Begriffe „maximal zulässiger Druck, “ und „Prüfdruck, “ nach der EU-Richtlinie 97/23/EG
(DGRL) entsprechen den Begriffen „zulässiger Druck, s“ und „Prüfdruck, t“ nach EN 736-3.

Baureihe von Schiebern aus Gusseisen bestimmter Bauart und Konstruktion, mit Werten für maximal
zulässige Drücke, die mit zunehmender Nennweite kleiner werden (siehe Tabelle 2), und speziellen Flansch-
anschlüssen (siehe 4.1.3.2.1)

Baureihe von Schiebern aus Gusseisen bestimmter Bauart und Konstruktion mit einheitlichem maximal
zulässigem Druck für alle Nennweiten

Drehmoment, dem die Armatur standhalten kann, wenn es direkt auf den Betätigungsmechanismus oder,
wenn vorhanden, auf die Betätigungsvorrichtung aufgebracht wird.
Die Werkstoffe für Gehäuse und Oberteil müssen aus Tabelle 1 ausgewählt werden und nach
EN 12516-4:2014 konstruktiv ausgelegt sein.

ANMERKUNG Die in Tabelle 1 aufgeführten Werkstoffe entsprechen den Anforderungen von EN 1561 für Gusseisen
mit Lamellengraphit, von EN 1562 für Temperguss und von EN 1563 für Gusseisen mit Kugelgraphit.

EN 12516-4:2014 EN-GJL-200
Gusseisen mit Lamellengraphit
EN 12516-4:2014 EN-GJL-250
EN 12516-4:2014 EN-GJS-350-22-LT
EN 12516-4:2014 EN-GJS-350-22-RT
EN 12516-4:2014 EN-GJS-400-18-LT
Gusseisen mit Kugelgraphit EN 12516-4:2014 EN-GJS-400-18-RT
EN 12516-4:2014 EN-GJS-400-15
EN 12516-4:2014 EN-GJS-500-7
EN 12516-4:2014 EN-GJS-600-3
EN 12516-4:2014 EN-GJMB-300-6
Temperguss
EN 12516-4:2014 EN-GJMB-350-10

Die Werkstoffe für Gehäuse und Oberteil dürfen auch entsprechend den Anforderungen von
EN 545:2010, 4.4, aus Gusseisen mit Kugelgraphit bestehen.

Alle mit dem Medium in Berührung kommenden Innenteile müssen aus einem Werkstoff
hergestellt sein, dessen Korrosionsbeständigkeit gegenüber dem zu fördernden Medium mindestens der des
Werkstoffs von Gehäuse und Oberteil entspricht.

Werkstoffe für die Ausrüstung müssen eine chemische Zusammensetzung und mechanische
Eigenschaften aufweisen, die die mechanische Festigkeit der Armatur sicherstellen, und müssen in den
technischen Unterlagen des Herstellers angegeben sein.

Die Ausrüstung umfasst Folgendes:

a) Spindel;

b) Sitz des Abschlusskörpers;

c) Gehäusesitz;

d) Rückdichtung (bei Armaturen DN 50, falls eingebaut).

Schweißen und Imprägnierung von Gussstücken aus allen Werkstoffen sind nicht zulässig.
Die Druck-/Temperatur-Zuordnungen für die gleichwertige ISO-Werkstoffsorte müssen EN 1092-2:1997
entsprechen, mit der Ausnahme, dass Armaturen mit metallischem Sitz bei Temperaturen über 230 °C und
Armaturen mit Sitz aus weichem Material bei Temperaturen über 70 °C nicht verwendet werden dürfen.

Zur Bestimmung der gleichwertigen ISO-Werkstoffsorten für die in Tabelle 1 festgelegten EN-
Werkstoffsorten wird auf Anhang C verwiesen.

Die Druck-/Temperatur-Zuordnungen müssen den Angaben nach Tabelle 2 entsprechen.

PS (bar)

40 bis 80
100
10,0 9,0 8,4 8,0 7,4
125
150
200
250 6,0 5,4 5,0 4,8 4,4
300
350
400
4,0 3,6 3,4 3,2 3,0
450
500
600
2,5 2,3 2,1 2,0 1,9
700
800 1,6 1,4 1,3 1,3 1,2
900
1,0 0,9 0,8 0,8 0,7
1 000

Bei TS 10 °C müssen die Gehäuse und Oberteile aus den Werkstoffsorten EN-GJS-350-22-LT
oder EN-GJS-400-18-LT hergestellt sein. In diesem Fall darf die minimal zulässige Betriebstemperatur nicht
geringer als die in EN 12516-4:2014, Tabelle 7, festgelegte Temperatur sein.
Die Baulängen (FTF, en: face-to-face) von Schiebern mit Flanschenden müssen den in Tabelle 3 angegebenen
Grundreihen entsprechen.

(entsprechend EN 558)
Isomorph 40 bis 1 000 14
40 bis 500 14
PN 6, PN 10, PN 16
40 bis 1 000 3, 15, 29, 30
40 bis 600 19, 4, 15, 26
PN 25
40 bis 400 45

Die Baulängen (ETE, en: end-to-end) für Schieber mit Muffen- oder Spitzenenden sind in den technischen
Unterlagen des Herstellers angegeben.

Der Hersteller muss in seinen technischen Unterlagen die Gehäuseanschlussart und -maße mit der
zugehörigen Europäischen Norm angeben.

Flansche müssen EN 1092-2 entsprechen.

Flansche können integraler Bestandteil des Schiebergehäuses sein oder verstellbare Flansche auf einem
Bund. Flansche, die integraler Bestandteil des Gehäuses sind, dürfen mit Stützflächen versehen sein, die
einen festen Einbau des Schiebers ermöglichen.

Für Schieber der isomorphen Reihe müssen die Flanschdichtflächen- und Flanschanschlussmaße PN 10
entsprechen.

Spitzendenanschlüsse müssen der angrenzenden Rohrleitung entsprechen.

Muffenendenanschlüsse müssen der angrenzenden Rohrleitung entsprechen. Sie dürfen einen Freiraum für
die Aufnahme der Dichtung haben, um nach dem Einbau eine Abwinkelung zu ermöglichen.

Die Gehäuseanschlussöffnung muss kreisförmig sein. Bei Armaturen ohne Auskleidung darf der Innendurch-
messer des Gehäuseanschlusses den in Tabelle 4 festgelegten Nenn-Innendurchmesser nicht unterschreiten.

Für Schieber der isomorphen Reihe müssen die Maße für PN 10 angewendet werden.
Maße in Millimeter

40 40 40 38
50 50 50 50
65 63 63 63
80 78 78 76
100 100 100 100
125 125 125 125
150 150 150 150
200 200 200 200
250 250 250 250
300 300 300 300
350 343 343 336
400 394 394 387
450 445 445 438
500 495 495 488
600 597 597 590
700 695 695 692
800 800 793 788
900 900 889 889
1 000 1 000 991 991
Die maximale Höhe von Schiebern ohne Getriebe, Antrieb oder Stellungsanzeiger (siehe Bild 1) muss
Tabelle 5 entsprechen.
Maße in Millimeter
h1 h2

40 350 480
50 400 510
65 425 560
80 475 610
100 575 720
125 650 875
150 700 950
200 850 1 200
250 1 025 1 440
300 1 125 1 675
350 1 150 1 900
400 1 275 2 070
450 1 350 2 250
500 1 500 2 430
600 1 700 2 850
700 1 800 3 250
800 2 000 3 750
900 2 400 4 150
1 000 2 500 4 450

Wenn die Armatur mit einem Antrieb zu betätigen ist, dann muss der Anschluss des Antriebs an die Armatur
EN ISO 5210 entsprechen.

Die Armatur muss durch Drehen des Handrads bei Draufsicht in Uhrzeigerrichtung geschlossen werden.
Die Gehäusefestigkeit muss EN 12516-4:2014 entsprechen.

Wenn die Gehäusefestigkeit durch ein experimentelles Verfahren validiert wird, muss sie EN 12516-3:2002
entsprechen. Der experimentelle Prüfdruck pt,exp muss der größte Wert von pt,exp sein, berechnet entlang
der Druck-/Temperatur-Zuordnung.
ANMERKUNG Zur Übereinstimmung mit der Richtlinie 97/23/EG (DGRL) ist die Anwendung von EN 12516-3 auf
Armaturen begrenzt, bei denen PS DN 3 000 bar ist.

Die Sitzbohrung muss entweder vollen oder reduzierten Durchgang aufweisen. Bei vollständig geöffnetem
Schieber darf kein innenliegendes Bauteil den Durchfluss des Mediums beeinträchtigen.

Falls Nocken zur leichteren Befestigung von Sitzringen in die Bohrung hineinragen, muss dies in den
technischen Unterlagen des Herstellers ausdrücklich angegeben sein.

Der Abschlusskörper eines Keilschiebers muss so ausgeführt sein, dass die Sitzflächen des Abschlusskörpers
die Gehäusesitze erst unmittelbar vor dem Erreichen des Schließpunktes berühren. Wenn der
Abschlusskörper eines Keilschiebers geschlossen ist, muss sich der Keil in einer nach oben hin versetzten
Stellung befinden, um Verschleiß und durch Druck entstehende Verformungen zu berücksichtigen.

Es gibt folgende Sitzoberflächen:

a) metallische Sitze:
1) Sitz im Gehäuse und/oder Abschlusskörper;
2) Sitzring im Gehäuse und/oder Abschlusskörper;
3) gepanzerter Sitz im Gehäuse und/oder Abschlusskörper;

b) weichdichtende Sitze:
1) die Weichdichtungen können auf dem Abschlusskörper oder im Gehäuse befestigt sein.

Die Sitzoberflächen müssen von einem weichen Überzug auf dem Abschlusskörper gebildet werden.

Der Überzug muss die Gebrauchseigenschaften ermöglichen, die in den jeweiligen Gebrauchstauglichkeits-
normen gefordert werden.

Die zulässige Leckrate für die Prüfungen der Sitzdichtheit nach EN 12266-1 muss wie folgt sein:
Elastomer- oder Polymer-Sitze — Leckrate A;
andere Sitze — Leckrate B.

Die zulässige Leckrate für die Prüfung der Dichtheit der Rückdichtung nach EN 12266-2 muss Leckrate A
entsprechen.
Für Armaturen, die mit Handrad betätigt werden, muss die Mindestgröße des Handrads nach EN 12570
bestimmt werden. Die Größe des Handrads ist so zu wählen, dass die Armatur betätigt werden kann, wenn
der Flüssigkeitsdruck dem maximal zulässigen Druck bei 20 °C entspricht, und dass die Armatur unter einem
Differenzdruck geschlossen oder geöffnet werden kann, der mindestens dem maximal zulässigen Druck bei
20 °C entspricht.

Falls vom Auftraggeber festgelegt, darf ein niedrigerer Flüssigkeitsdruck und Differenzdruck als der maximal
zulässige Druck bei 20 °C angewendet werden.

Bei Prüfung nach Anhang B muss das Mindest-Festigkeitsmoment einer der vier in Tabelle 6 angegebenen
Kategorien entsprechen, die vom Besteller anzugeben ist.

In Newtonmeter

40 80 90 180 500
50 90 100 180 550
65 100 130 225 625
80 150 160 225 700
100 190 200 300 800
125 190 250 375 925
150 190 300 450 1 050
200 240 400 600 1 300
250 240 500 750 1 550
300 300 600 900 1 800
350 300 700 975 2 050
400 390 800 1 050 2 300
450 390 900 1 275 2 550
500 390 1 000 1 575 2 800
ANMERKUNG Die Kategorie 1 ist für Armaturen bestimmt, die mit Handrad betätigt werden, die
Kategorien 2 und 3 für Armaturen, die mit T-Schlüssel betätigt werden, und die Kategorie 4 für Armaturen,
die mit Ringschlüssel und Riegel betätigt werden.

Jede Armatur muss vor dem Versand einer Druckprüfung durch den Hersteller nach EN 12266-1
unterzogen werden.

Zusätzliche Prüfungen an fertigen Armaturen können auch nach den Anforderungen von EN 12266-2
durchgeführt werden. Der Auftraggeber muss festlegen, welche Prüfungen erforderlich sind.
Durch die Kennzeichnung der Armaturen mit der Nummer dieser Norm muss der Hersteller deren Überein-
stimmung mit dieser Norm erklären.

Schieber in Übereinstimmung mit dieser Europäischen Norm müssen durch folgende Angaben in
nachstehender Reihenfolge bezeichnet werden:

„Schieber“;
„EN 1171“;
Gehäuseanschlussart, d. h. Flansch, Spitzende, Muffenende;
Kurzzeichen „DN“ und die DN-Zahl;
PN-Bezeichnung;
Werkstoff von Gehäuse und Oberteil;
bei Armaturen mit Flansch die Nummer der Baulängen-Grundreihe (FTF);
Begrenzungen der maximalen Betriebstemperatur oder des maximalen Betriebsdrucks (siehe 4.1.2).

Die Kennzeichnung muss EN 19 entsprechen.

Die Druckklasse oder der maximal zulässige Druck des schwächsten Teils der Armatur muss auf der
Armatur angegeben sein.

Die folgenden zusätzlichen Kennzeichen müssen auf der Armatur angegeben sein:
a) maximale Betriebstemperatur (°C), nur falls über 70 °C, (Kennzeichen 7);
b) Norm-Nummer (Kennzeichen 11);
c) Baujahr (Kennzeichen 18).

Falls die Kennzeichnungen auf einem Schild angebracht sind, dann muss dieses aus korrosionsbeständigem
Werkstoff sein und sicher am Gehäuse durch Kleben oder mit Befestigungsmitteln angebracht werden.

Aus jeder Armatur müssen die Reste von Prüfflüssigkeit entfernt werden. Die Gehäuseenden müssen
geschützt werden, um das Eindringen von Fremdstoffen und Feuchtigkeit zu verhindern. Bei Armaturen mit
Sitzen aus Polymer oder Elastomer müssen die Sitze auch vor ultraviolettem Licht geschützt werden.

Werden Schutzkappen für Armaturen mit Flanschanschlüssen verwendet, müssen diese EN 12351 ent-
sprechen.

Armaturen mit Sitzen aus Polymer oder Elastomer müssen so ausgeliefert werden, dass der Dichtwerkstoff
nicht unter Druckspannung steht. Bei allen anderen Armaturen muss bei der Lieferung der Abschlusskörper
in geschlossener Stellung sein.
(informativ)

Bei der Anfrage und/oder Bestellung sollten folgende Angaben gemacht werden:

a) Nummer dieser Norm, d. h. EN 1171;

b) Gehäuseanschluss, d. h. Flansch, Spitzende oder Muffenende (siehe 4.1.3.2);

c) Nennweite der Armatur (siehe Abschnitt 1);

d) Druckbezeichnung (siehe Abschnitt 1);

e) Werkstoff von Gehäuse und Oberteil (siehe 4.1.1.1 und 4.1.1.2);

f) für Armaturen mit Flanschanschlüssen die Nummer der Grundreihe für die Baulänge (FTF) (siehe
4.1.3.1);

g) für Armaturen mit Spitzenden oder Muffenenden die Rohrart (Außendurchmesser) (siehe 4.1.3.2.3 oder
4.1.3.2.4);

h) Art der Betätigungseinrichtung (siehe 4.1.4.2);

i) Differenzdruck am Abschlusskörper, falls kleiner als der maximale Wert bei 20 °C für die jeweilige
Druckbezeichnung (siehe 4.2.4);

j) Kategorie des Festigkeitsmoments (siehe 4.3).


(normativ)

Die Anzahl der Umdrehungen für die Betätigung, die dem maximalen Hub des Abschlusskörpers
entspricht, muss vor der Prüfung bestimmt werden.

Der Abschlusskörper muss in vollständig geschlossener Stellung mit einem Differenzdruck gleich dem
maximalen zulässigen Druck (PS) der Armatur beaufschlagt werden. Bei diesem Druck muss das ent-
sprechende Festigkeitsmoment nach Tabelle 6 stufenweise aufgebracht werden. Bei Festigkeitsmomenten
der Kategorie 4 muss bei dieser Prüfung gleichzeitig ein Biegemoment von 1 500 Nm auf die Spindel-
abdeckung aufgebracht werden.

Das oder die gleiche(n) Festigkeitsmoment(e) muss (müssen) auf die Armatur mit vollständig offenem
Abschlusskörper aufgebracht werden.

Die Armatur mit ihrem Abschlusskörper in vollständig geschlossener Stellung muss dann einer
Prüfung der Sitzdichtheit unterzogen werden, wie in 4.2.3 beschrieben.

Nach diesen Prüfungen muss die Anzahl der Umdrehungen für die Betätigung, die dem maximalen Hub
des Abschlusskörpers entspricht, innerhalb 5 % der vor der Prüfung ermittelten Anzahl liegen und es darf
während des Betriebs der Armatur über den maximalen Hub kein Schaden festgestellt werden.
(normativ)

Zur Bestimmung der anwendbaren Druck-/Temperatur-Zuordnung nach EN 1092-2:1997 sind die folgenden
EN-Werkstoffsorten als gleichwertig mit den angegebenen ISO-Werkstoffsorten anzusehen.

Gusseisen mit EN 12516-4:2014 EN-GJL-200 ISO 185:2005 200


Lamellengraphit EN 12516-4:2014 EN-GJL-250 ISO 185:2005 250
EN 12516-4:2014 EN-GJS-350-22-LT ISO 1083:2004 350-22
EN 12516-4:2014 EN-GJS-350-22-RT ISO 1083:2004 350-22
EN 12516-4:2014 EN-GJS-400-18-LT ISO 1083:2004 400-18

Gusseisen mit EN 12516-4:2014 EN-GJS-400-18-RT ISO 1083:2004 400-18


Kugelgraphit EN 12516-4:2014 EN-GJS-400-15 ISO 1083:2004 400-15
EN 12516-4:2014 EN-GJS-500-7 ISO 1083:2004 500-7
EN 12516-4:2014 EN-GJS-600-3 ISO 1083:2004 600-3
EN 545:2010 EN-545-420-5 ISO 2531:2009 420-5
EN 12516-4:2014 EN-GJMB-300-6 ISO 5922:2005 B30-06
Temperguss
EN 12516-4:2014 EN-GJMB-350-10 ISO 5922:2005 B35-10
(informativ)

Diese Europäische Norm wurde im Rahmen eines Mandates, das dem CEN von der Europäischen
Kommission und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, erarbeitet, um ein Mittel zur Erfüllung
der grundlegenden Anforderungen der Richtlinie nach der neuen Konzeption EU-Richtlinie 97/23/EG
(Druckgeräterichtlinie) bereitzustellen.

Sobald diese Norm im Amtsblatt der Europäischen Union im Rahmen der betreffenden Richtlinie in Bezug
genommen und in mindestens einem der Mitgliedstaaten als nationale Norm umgesetzt worden ist,
berechtigt die Übereinstimmung mit den in Tabelle ZA.1 aufgeführten Abschnitten dieser Norm innerhalb
der Grenzen des Anwendungsbereichs dieser Norm zu der Annahme, dass eine Übereinstimmung mit den
entsprechenden grundlegenden Anforderungen der Richtlinie und der zugehörigen EFTA-Vorschriften
gegeben ist.

4.1.2, 4.2.1 2.1 Allgemeiner Entwurf


4.1.1.1, 4.2.1 2.2.3 Berechnungsmethode
4.2.1 2.2.4 Experimentelle
Auslegungsmethode
8.1 3.3 Kennzeichnung und Etikettierung

Für Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen, können weitere
Anforderungen und weitere EU-Richtlinien anwendbar sein.
[1] EN 1561, Gießereiwesen — Gusseisen mit Lamellengraphit

[2] EN 1562, Gießereiwesen — Temperguss

[3] EN 1563, Gießereiwesen — Gusseisen mit Kugelgraphit