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Prims: Ein möglicher holozäner Meteoriten-Impaktkrater im Saarland,
Westdeutschland
von Werner Müller, edumueller@t-online.de

Zusammenfassung. - Funde von verschiedenartigen Gläsern, Schmelzgesteinen und anderen
ungewöhnlich beanspruchten Gesteinen deuten auf einen möglichen jungen meteoritischen
Impakt im Gebiet der saarländischen Prims hin. Anzeichen von Schockeffekten und Funden
von vermutet meteroritischem Material wird mit weiteren Analysen nachgegangen.
Einführung
Während ehrenamtlicher archäologischer Feldarbeiten 2009 erregten zahlreiche Funde von
grünlich-bläulich-blauschwarzen Glasbrocken einige Aufmerksamkeit, da solches Material
bisher in dieser Region (Abb. 1) unbekannt war. Zunächst wurde das Glas mit keltisch-
römischen Glashütten in Verbindung gebracht, aber der zum Teil erhebliche Magnetismus der
Proben machte stutzig im Hinblick auf einfaches frühgeschichtliches Glas. Trotzdem
beharrten Wissenschaftler einiger Universitäten, die zum Ursprung der Gläser befragt wurden,
umgehend auf anthropogener Herkunft. Diese Einschätzung war der Auslöser für weitere,
detaillierte Geländeuntersuchungen, die weit mehr fremdartiges Material und eigenartig
deformierte Gesteine mit Merkmalen z.T. extremer Temperaturauswirkungen zu Tage
brachten, was mit den gewöhnlichen und gut bekannten archäologischen und geologischen
Konstellationen der Region nicht in Einklang zu bringen war.


Abb. 1. Karte für den Ort des vermuteten Impaktes (Pfeil).

Nachdem eine vorläufige Untersuchung einer Probe Anzeichen von Schockeffekten
(Schockmetamorphose) zeigte und andere Funde in erster Näherung auf meteoritisches
Material hindeuteten, entstand zum ersten Mal die Idee eines Impaktes in junger geologischer
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Zeit, vermutlich im Holozän, das umso mehr, als viele der sonderbaren Funde eine
überraschende Verwandtschaft zu Merkmalen eines meteoritischen Impaktes aufwiesen, über
die im Zusammenhang mit dem holozänen, so genannten Chiemgau-Impakt berichtet worden
ist (Rappenglück et al. 2004, Ernstson et al. 2010 a, Hiltl et al. 2011, Rappenglück et al.
2011).
In jüngster Zeit sind junge, holozäne Meteoritenimpakte kontrovers diskutiert worden (z.B.
Bobrowski & Rickman 2009 und dortige Zitat) mit der Tendenz, die Häufigkeit solcher
Ereignisse und die daraus resultierende Bedrohung für die Menschheit zu unterschätzen. In
dieser Debatte spielt die Statistik eine wesentliche Rolle, und ganz offensichtlich können neu
entdeckte junge Impakte die Statistiken erheblich verändern.
Im Hinblick auf dieses wachsende Interesse für holozäne Impakte wird hier der
wissenschaftlichen Gemeinschaft über einen möglichen neuen Impakt berichtet, wobei einige
wesentliche Basisdaten mitgeteilt werden.
Verständlicherweise wird momentan der genaue Ort des vermuteten Impaktes unter
Verschluss gehalten, um eine mögliche Ausplünderung durch Mineralien- und
Meteoritensammler zu verhindern. Wissenschaftler, die ernsthaft an dieser Sache interessiert
sind, dürfen sich über e-Mail an den Autor wenden.

Befunde
Die Mehrzahl der Funde wird auf einer Fläche von einigen hundert Metern Ausdehnung
gemacht, ohne dass eine morphologisch eindeutige Kraterstruktur erkennbar wird. Dies mag
durch eine junge (alluviale) Überprägung in der existierenden Senke erklärt werden, kann
aber auch auf besondere Bedingungen im Ablauf des vorgeschlagenen Impaktereignisses
zurückgeführt werden.
Das hier vorgestellte besondere Material kann in drei Gruppen aufgeteilt werden:
-- metallische, stark magnetische Brocken, die an sog. "iron shale" stark verwitterter
Eisenmeteorite erinnern (Abb. 2). Ein Nickel-Schnelltest erwies sich als positiv, und eine
polierte Scheibe deutet auf sog. Neumannsche Linien.
-- verschiedene Gläser und glasartiges Material: Glas in Form von dichten bläulichen,
grünlichen und blauschwarzen Bruchstücken (Abb. 3); bräunliches, unreines blasiges Glas
(Abb. 4), das an Glas anderer meteoritischer Impakte erinnert (wie z.B. Chapadmalal, Abb.
4); Bruchstücke und Fetzen von Glas als Komponenten in polymikten Brekzien (Abb. 5);
Glas als Matrix von Schmelzgesteinen mit verschiedensten Gesteinsbruchstücken (Abb. 6)
ähnlich Impaktiten z.B. des Monturaqui-Meteoritenkraters in Chile (Abb. 6); Glas, das
organisches Material in Form von Holzkohle und vermuteten Knochensplittern enthält (Abb.
7); glasähnlicher Kohlenstoff (Abb. 8). Anzumerken ist, das der Begriff Glas im weiteren
Sinne gemeint ist, also auch rekristallisiertes Glas umfasst.
-- Gerölle mit Anzeichen mechanischer Beanspruchung und starker Temperatureinwirkung in
Form von Glasummantelung und Glas, das das Gestein (meist Sandsteine/Quarzite) z.T. dicht
durchsetzt (Abb. 9-12).
Die nachfolgenden Bilder zeigen typische Proben aus dem vermuteten Impaktgebiet, wobei
jeweils kurze Beschreibungen hinzugefügt sind.
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Abb. 2. Eisenmetallische, stark magnetische Proben (eine im Anschnitt), die an "iron shale"
erinnern. Münzdurchmesser 21 mm.



Abb. 3. Dichte, leicht magnetische Gläser mit vielen Blasenhohlräumen. Die grünlichen,
bläulichen und schwarzblauen Farben rühren vermutlich von Eisenoxiden her. Über ein sehr
ähnliches Glas hat Koeberl (1988) vom pleistozänen Zhamanshin-Impaktkrater in Kasachstan
publiziert. Koeberl beschreibt das Impaktglas als von ausgesprochen blauer Farbe mit
Bänderung und zahllosen kleinen Blasenhohlräumen. Und über die blaue Farbe wird gesagt,
dass sie sich lagenweise von opakem Türkis zu sehr dunklem Blau verändert. Nahaufnahmen
der Gläser vom Prims-Areal zeigen die Abb. 3 A und 3 B.
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Abb. 3 A. Glasfragment vom Prims-Areal mit farblicher Bänderung. Millimetermaßstab.



Abb. 3 B. Glass vom Prims-Areal mit ausgeprägter Bänderung. Bildbreite 3 cm.
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Abb. 4. Blasiges, schlackeartiges Glas (links) ähnlich dem Impaktit-Glas von Chapadmalal
(Argentinien), das auch als Scoria [(e)scoria = spanisch Schlacke] bezeichnet wird (rechts).



Abb. 5. Polymikte Brekzie mit Gesteins- und Glasfragmenten in einer vorherrschend sandigen
Matrix. Die eingeregelten Komponenten mögen ein Fließgefüge anzeigen. 28 mm breiter
Anschnitt; Detailaufnahme in Abb. 5 A.

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Abb. 5 A. Nahaufnahme der polymikten Brekzie. Die meisten der Komponenten sind
Glasspartikel, manche davon in Form von Sphärulen.


Abb. 6 A. Schmelzgestein mit polygenetischen Gesteinspartikeln in einer Glasmatrix. Anschnitt.

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Abb. 6 B. Schmelzgestein mit monogenetischen Gesteinspartikeln (Quarzit) in einer Glasmatrix.
36 mm breiter Anschnitt.


Abb. 6 C. Zum Vergleich: Impaktit aus dem Meteoritenkrater von Monturaqui (Chile).
Anschnitt, 22 mm breit.
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Abb. 7 A. Vermutlich Knochensplitter in einer blasigen Glasmatrix. Ein Holzkohlepartikel, das
auf der anderen Seite steckt, zeigt Abb. 7 B. Anschnitt, Bildbreite 3 cm.



Abb. 7 B. Holzkohlefragment in der Glasmatrix der Probe von Abb. 7 A. Die Pfeile zeigen
Stellen an, an denen eine Umwandlung in glas-ähnlichen Kohlenstoff zu beobachten ist.

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Abb. 8. Vermutlich glass-ähnlicher Kohlenstoff vom Prims-Areal; Millimetermaßstab. Glas-
ähnlicher Kohlenstoff ist von meteoritischen Impakten beschrieben worden wie z.B. von dem
postulierten Impakt der Jüngeren Dryas-Zeit in Nordamerika (Firestone 2009) und dem
Chiemgau-Impaktereignis (Ernstson et al. 2010 b). In Nordamerika wurde ein Stück
Kiefernholz beschrieben, das direkt in glas-ähnlichen Kohlenstoff übergeht, und beim
Chiemgau-Impakt soll glas-ähnlicher Kohlenstoff ein Endglied in einem schock-produzierten
Kurzzeit-Inkohlungsprozess sein. Abb. 7 B mit der Holzkohle, die partienweise in glas-ähnlichen
Kohlenstoff überzugehen scheint, mag ein Dokument für einen solchen Prozess sein.


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Abb. 9. Glas-ummantelte Sandstein-Gerölle vom Prims-Areal. Vergleichbare Funde wurden von
einigen Kratern im Chiemgau-Impaktstreufeld beschrieben und mit einem extrem kurzen
Aufheizen in einer Impakt-Explosionswolke erklärt (Ernstson et al. 2010 a). Der Glasfilm ist in
allen Fällen nicht dicker als der Bruchteil eines Millimeters, was darauf hinweist, dass die
Gerölle nur sehr kurze Zeit einer extremen Hitze ausgesetzt sein konnten. Mit Produkten aus
einem Ofen lässt sich das nur schwer vereinbaren.


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Abb. 10. Anschnitt eines glasummantelten Sandstein-Gerölls, das von einer Schar subparalleler
Risse durchzogen wird, die mehr oder weniger vollständig mit Glas gefüllt sind. Zwei
Bildungsmöglichkeiten sind zu erörtern, die sich nicht notwendigerweise ausschließen müssen.
Das Glas kann sich in situ gebildet haben durch das Schmelzen von Lagen aus Glimmern und
Feldspäten unterhalb des Schmelzpunktes von Quarz, der nunmehr die "Matrix" des
glashaltigen Gesteins bildet. Alternativ handelt es sich bei dem Gefüge um reelle Zugbrüche
(Nahaufnahme in Abb. 10 A), die offensichtlich keine normale Klüftung darstellen. Sie können
durch den Mechanismus der sog. Spallation als Folge einer dynamischen Schockdeformation
erklärt werden, wenn ein kompressiver Schockimpuls an der freien Gerölloberfläche als
praktisch gleichstarker Zugimpuls reflektiert wird, der das Geröll auseinanderzieht und dem
Glas zu intrudieren erlaubt. Hat sich aber das Glas bereits im Inneren gebildet, könnte eine
hinzugekommene Spallation es der Schmelze erleichtert haben, zusammenzufinden und längs
der offenen Risse zu fließen.
Der einzelne, vermutlich auf Spallation zurückzuführende Riss mit anderer Orientierung im
linken Teil der Schnittfläche wird in Abb. 10 B besprochen. Die lange Achse des Gerölls beträgt
36 mm.





Abb. 10 A. Nahaufnahme eines glasgefüllten Risses im Geröll der Abb. 10.


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Abb. 10 B. Der einzelne offene, leicht gebogene und glasgefüllte Riss ist besonders typisch für
Spallation in rundlich geformten Geröllen. Aus geometrischen Gründen spiegelt der
Spallationsriss bis zu einem gewissen Grade die Oberfläche, an der der dynamische
Kompressions-Impuls als Zug-Impuls reflektiert wird. Zum besseren Verständnis wurde der
offensichtlich angehaltene Bruch mit der gestrichelten Linie weitermarkiert.





Abb. 11. Ein weiteres glasummanteltes Sandsteingeröll vom Prims-Areal mit ausgeprägten
glasgefüllten Brüchen, die wahrscheinlich das Resultat von Spallation sind. Breite der
Schnittfläche 35 mm.

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Abb. 12. Schichtung von Glas und Gestein, wahrscheinlich als Folge von weit offenen
Spallationsrissen. Ursprünglich mag der ausgeprägte, linsenförmige Spalt ebenfalls vollständig
mit Glas ausgefüllt gewesen sein. Breite der Schnittfläche 41 mm.



Diskussion und Schlussfolgerungen

Gemäß dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Einvernehmen gilt ein Meteoriten-
Impaktkrater (oder eine Impaktstruktur) dann als anerkannt, wenn einige Bedingungen erfüllt
sind. Abgesehen von der direkten Beobachtung des Meteoritenfalls (wie es 2007 beim
Carancas-Impakt in Peru mit der Bildung eines 13 m-Kraters geschah), werden Funde von
Meteoritenstücken, die die Verdampfung des Projektils beim Einschlag überlebt haben, sowie
Schockmetamorphose und andere Schockeffekte (z.B. Shattercones) in Gesteinen und
Mineralen als überzeugend angesehen. Als nicht ganz so zwingend gelten Funde anderer
Hochdruck- und Hochtemperatur-Auswirkungen, auffällige Brekzien, ungewöhnliche
Gesteinsdeformationen, geophysikalische Anomalien und eigenartige, besonders ins Auge
stechende geologische Phänomene.

Im vorliegenden Fall kann ein meteoritischer Einschlag, der sich in der Prims-Region ereignet
haben könnte, bisher nicht klar und eindeutig bewiesen werden. Deshalb wird es vorgezogen,
von einem möglichen Impakt zu sprechen. Zwar gibt es Hinweise auf meteoritisches Material,
das im Gelände aufgesammelt werden kann, und eine allererste Dünnschliffuntersuchung hat
Schockeffekte aufgezeigt, aber die Meteorite sind analytisch zu verifizieren, und
Schockeffekte sollten möglichst in mehreren Proben aus dem Gelände nachgewiesen werden.

Andererseits verleihen die hier beschriebenen vielen eigenartigen Funde und Befunde der
Impakthypothese einigermaßen Gewicht, und dazu zählen die verschiedensten Gläser in den
unterschiedlichsten Konstellationen, die glashaltigen polymikten Brekzien, die bei
Schocknachweis den Charakter von Sueviten hätten, die Schmelzgesteine, bei denen es sich
(bei Schocknachweis definitionsgemäß) um Impakt-Schmelzgesteine handeln könnte, das
Glas mit eingelagertem organischem Material, der glas-ähnliche Kohlenstoff sowie auch die
typischen Spallationsbrüche als Hinweis auf dynamische Schockbeanspruchung. Das ist
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insofern auch bemerkenswert, als die hier beschriebenen Merkmale entsprechende
Gegenstücke in vielen anderen, besonders auch jungen Meteoritenkratern haben.

Ein Schwierigkeit wird weiterhin bleiben, die typisch für vermutete Impaktstrukturen in dicht
und seit langer Zeit besiedelten Regionen ist, in denen man frühe Belege für Verhüttung,
Kalkbrennen und viele andere menschliche Aktivitäten antrifft. Das ist auch der Grund für die
in der Regel rasche Ablehnung von Funden zu vermuteten Impakten - genau wie es in der
Einleitung für den hier vorliegenden Fall beschrieben ist. Aber meteoritischer Impakt ist ein
rein statistischer Prozess, und ein kosmisches Projektil kann jederzeit und überall
herabstürzen, selbst in ein Gebiet voller menschlicher Hinterlassenschaften. Deshalb
schließen Funde von Gläsern, Schlacken und merkwürdigen metallischen Objekten einen
Impakt nicht aus, aber mahnen zur Vorsicht, und häufig wird es nicht einfach und manchmal
sogar unmöglich sein, eine Unterscheidung von kosmischem und irdischem Material zu
treffen, solange nicht Isotopen- oder andere aufwändige Analysen zu der einen oder anderen
Meinung tendieren.

Eingedenk dieser Sachlage werden die Untersuchungen im Prims-Gebiet fortgesetzt mit
besonderem Blick auf eine Datierung. Bisher wird ein holozänes Alter einfach dem
Augenschein nach, den das Gelände vermittelt, sowie mit Blick auf die sehr frisch
erscheinenden Gläser genannt. Bei neuen Erkenntnissen, die das Impaktereignis stützen (oder
aber auch in Zweifel ziehen), wird dieser Artikel eine entsprechende Überarbeitung finden.


Danksagung. Als Heimatforscher ohne vertiefte Kenntnisse zu den Geowissenschaften weiß
ich die engagierte Unterstützung durch lokale und regionale Geologen und Mineralogen (Dr.
Friedwalt Weber, Dr. Michael Morbe) ungemein zu würdigen. Ich bedanke mich bei Prof.
Dr. Kord Ernstson für anregende Diskussionen und die Hilfe, mit der eine frühere Version des
Artikels beträchtlich verbessert werden konnte.

Literatur

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