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G E S C H I C H TE

DER

GRIE C HI S C H EN P H I L O S OP H I E —

DE A .
30 H W E G L E R .

H E R AUS G E G E BE N

VO N

DR KA R L K O S TL I N
P R O FE S S O R . I N T U B 1N G E N

D R ITTE VE R ME H R TE UN D VER BE S S E R TE AUF L AG E

FR EIBUR G I/
ß UN D TUBI N G E N 18 8 2
.

AKAD E M I S C H E VE R L AG S BUC H H AN D L UN G VON J . o. B. M O H R

( P AUL S IE BE C K)
Vo rvv o rt
'

Die v o n m ir aus d em N a c hla ss S chwegl er s h era usge geb ene ’

G e sc hi c hte d er grie c hi sc hen Philo sophie er sc hei nt hier in d ritte r


B earbeitung I c h habe b ei d er selbe n wie sc ho n bei d er ,

z weite n m ir ha up t s ä c hli c h d ie ss z um Ziel e e s etzt d ieje ni ge n


,
g ,

Stelle n und A b sc h n itte wel c he bisher n o c h z u kur z beha ndelt


,

ware n gehö ri g z u v er v o ll stä nd i ge n s o weit der U mfang d es auf


, ,

ü ber si c htli c he Z usa m m e nfass ung d es Sto ffe s a n ele te n B uc h s


g g
es ge stattete N e uer e For sc hunge n si nd d abei ü be rall b eruck
.

sichtigt wor d e n .

G ro ssere Z usatz e und Er weite runge n h abe ic h v o r Alle m


bei Plato für noth we nd ig geh alte n Hi nzugeko m m e n ist h ier .

ei nm al ei ne ge nauere Ausfuhrung d er hi stori sc h ge neti sc he n -

Ueber si c h t uber E nt steh ung und Zeitfolge d er plato ni sc he n


S ch ri fte n ; b ei d ie se r A usführ ung ko nnte ic h m i c h fa st d urc h
h n d s an d as v o n S c h we ler H err uhrend e a nsc hlie ss e n d
g e e g a ,

ic h wie er d ie K F r H erm ann sc h e Ansic ht stet s al s d ie im



. .

W e se ntli c he n ri c ht ige be t ra c htet h abe Ebe nso habe ic h d ie .

Lehre n Plato s v o n d en I d ee n und v o n d er Materie ei ngehe nd er


’ —

1) Eine griechische U eb erset z ung d er ersten Auflage ist 18 67 in Athen


herausgek om m en n . d . T . : I o mo ptoc m g n ocp

El hn . c cl o o o c coc
oz p p g o o v
*
cocx%en
o oc

n ev w: o Al ß epco n E o ueyl spco u,


*
ö t ö oc% co p0
*

g x occ noc8 ny v rro o mg cpzl o o o cpwzg ,


ö wc

o nenoco % eco oc Be u w. o nv rel eo %eco oc uno Kapo l oo Ko naml cv co u, Ö LÖ OLW CO PO Q m . noc


u

8 v gy v rco n mg épcl o o . é v To ß wm, m it ausführlichen Q uel l enh el egen und v ie l e n


a er
nd n Zusat z en v erm ehrt ,
A nnmpro u A luno
e € ocv ö po o X a v r Ce
.
pv g
,
ö cö ocwco po g

Ä o o o cpzocg,
1: 7; g cpu ev A& 1q v o ug, r uno u; X N m o l o cö o n <IJ cl ocö el cps <ng 18 6 7
. . .
IV V orwort .

behand elt Bei d er letz te m ha be ic h d er Ab wei c hung m ei ner


.
,

Ansi cht v o n d en gegenwartig v orherr sche nd en Anschauunge n


m ir wohl be wusst d ie The si s zu be gr ü nd e n ge s uc ht
,
d a ss d ie ,

pla t o ni sc he Materie al s reale S ubstanz zu fa sse n ist A uc h .

d ie ss z usam m entrelfend m it S c h wegler s o fer n a uc h ihm wie


, ,

die er ste A ufla ge z ei gt je d e Art v o n i d eal i sti sc her Auffa ssung


,

d er Lehre d es Tim äus ü ber die Mate rie allm älig zw ei felhaft
.

gewor d en war Ausser d e m habe n insbe sond ere d ie ethi sc he n


.

Lehre n d er grie c hi sc he n Philosophe n eine v oll stä nd i gere Dar


stell un
g als in d en z wei er ste n A ufla ge n erh alte n
, ,
.

Möge d as S chwegl er sch e W erk auc h in d ie ser no c h m al s


er weiterte n G e stalt d as Seini ge zum St ud i um d er grie chisc he n


Philo sophie beitragen

T "

ub ing
‚ en 18 . Septe m ber 18 8 1 .

Ko stlin .
I nhal t .

Vorwort
Einleit ung 5 . 1 . B egriff und M ethod e d er G eschicht e d er P hi10 30 ph ie
2 . D ie Quell en und B earbeitunge n d er G eschicht e d er
grie chische n Phil osophie
5 3 . E int h eil ung d er G e schicht e d er g1 iechisc hen P h i

l o so ph ie
E r st er Ab sc h ni tt . D i e o r s o k r a ti s c h e P h i l o s o ph i e
v .

4 E inth eil ung d er v orsok ra tisc hen P h il o s0 phie


D ie J o nier
Thal es
Ana xi m and er
Ana xim enes
Uebergang auf d ie S y st em e d er C ausal it at
1 Herak lit
1 D as heraklitische P rinz ip d es W er d e ns
.

2 D er P roc e ss d es W er d ens
.

3 D as F euer
4 H erak lit s L ehre v o m M
.

.

enschen
11 . E m pe d o k l es :

S ein L eben
N E m ped ok l es L ehre v o m W erden
3 ’

E m pe d ok les L ehre v o n d en El em enten


0
0

Em ped ok l es L ehre v o n d en bewe gen d en



P-
1

Kr ä ft en
D ie W e ltperiod en
1
0

0 Uebergang auf Anax agoras


3

5 12 . Ana x agora s .

S ein L eben
2 A nax ag0 1 as L ehre v o m W er den ’
.

3 Anax agora s L ehre v o m v o ug



.

4 Anax agoras L ehre v o n d er W eltbil d un g



.

5 Ueberg ang auf d ie At om istik


.

D ie At om i stik .

1 D ie Stift er d er A t o m enl eh re
.

2 D em ok rit s L ehre v o n d en Atom e n



.

3 D er G r und d er B ewe gung


.

D er P y th ag o reism us .

Py thagoras
2 . D er py tha goreische Bund
3 G e ne sis d es P y th ago reism us
.
Inhalt .

4 . G eschicht e d es P y th ago reism us


5 . D ie py tha goreische Z ahl enl ehre
6 . D ie Kosm ogonie u nd Kosm ol ogie
7 . D iePsy chologie und Ethik d er Py thagoreer
D ie Elea ten
Xe nophanes .

1 S ein L eben
.

2 S eine L ehre
.

Parm enid es .

1 S ein L eben
.

2 S eine S c hrift
.

3 D ie Philosophie d es P arm e nid es


.

Z eno .

1 S ein L eben
.

2 S eine P hil osophie


.

M eli ssus
D ie S ophistik
'

l . W esen d er S ophis tik


2 . Zusam m enhang d er S ophistik
D er m it d en Sitten u nd

C ul t urz ust ä nd en ihrer Z eit .

3 Beurth eil nng d er S ophistik


.

20 . D ie berühm ten S ophist en .

1 Prot agor as
.

2 . G orgia s
3 P ro dikus
.

4 . Hippias
Z we it er Ab sch nitt . D i e Sy stem e d es B e g r i ff s .

21 . Uebergang auf S okr at es


22 . S ok rates .

1 S ein L eben und seine P erso nlich k eit


.

2 D ie Phil oso phie d es S o k rat es


. .

a) D ie Q ue ll e n fü r d ie E rk ennt niss d es sok ra tisc he n

P h il o so ph ir ens
b) D ie Richtung
okratischen P hil o so ph irens
d es s

c ) Prinz ip d er sokrat isc he n P hilos o phie

d ) D ie so k ratische M et ho d e
e) D ie sok ratische Ethik
f) D ie S c hu l e d es S ok rat e s
A ntisthenes und d ie C y nik er
Arist ipp und d ie C y ren aik er o d er H e d oniker
E uk l id es d ie M egariker
un d

Uebergan g auf Pl ato


Pl ato s L eben und S chrift en

E inth eilung d er pl at onische n Philoso phie


Inha lt .
V II

D ie pl at oni sche D ial ek t ik o d er d ie W isse nschaft d er I d een .

1. B egriff d er D ia l ek tik
2 . D ie G enes1s und . d ie M otiv
e d er pl at onischen I d eenlehre
3 Pl at o s L ehre v o n d en I d een

.

4 B ed eutung und W erth d er pl a t onischen I d eenlehre


.

D i e pl at onische Phy sik .

1 Pl a to s Begrifl v o n d er M at erie
'

.

2 D ie N a tur
.

3 D ie S eel e
.

D ie pl at oni sche Ethik .

1 D ie L ehre v o n d en G utern
.

2 D ie Tu gend
.

3 D er St aat
. .

a) B egriff d es St aa t s

b) D ie V erfa ssung d es St aat s


c ) D ie Einricht ungen d es St aa t s

d ) All gem eine B em erk ungen über d en pl at onischen St aat


6 ) D er Tim aus d er Kritias und d ie G ese t z e
,

D ie a lt ere Ak a d em ie
Arist ot el es
D ie S chrift en d es A risto t el es
D er a ll gem eine C harak t er d es aristot e l ischen P h il o so ph irens
E inth eil ung d er arist ot e l ischen Phil o sophie
D ie arist ot el ische L ogik
D ie arist ot elische M et aphy sik .

B egriff d er npcrcn cptl o o o cp£oc


'

Kritik d er pl at onischen I d eenl ehre


B egriff d er arist ot e lischen o öc £oc
D ie b egrifl li ch e F orm u nd d er St off
'

1 .

U P ot enz ia litä t und A ctual it ä t


1

® D ie bew egend e Ursa che


'

< D as gö ttliche W e se n
I

C
D Kritik d er arist ot e lischen G ott e sidee
D ie Phy sik d es Arist ot e l es
1 D ie G rund be griffe d er arist ot e lische n P hy sik
.

2 D as W e lt geb ä ud e
. .

3 D ie orga nische N a t ur
.

4 D er M ensch
.

D ie Ethik d es Arist ot el e s
1 D as hö chst e G ut
.

2 D ie Tugend
.

D ie Po litik d es Arist o t e l es .

D er B egrifl d es St aat s

2 D ie St aat sv erfassungen
.
V III I nhalt .

S ei t e

5 41. D ie Poetik d es Arist ot e l e s 335


e e e B em erkungen überd ie aristotelische Philosophie
A ll g m in 345
D ie S chul e d es Ari st ot el es 347
D ritt er Ab sc h ni tt D i e n a c h ar i s t o t e l i s c h e P h i l o s o p h i e
'

42 All gerneiner Ch arak t er d er nac h a ist o tel isch en Philosophie 349


‘ '

. r

g 43 G eschicht e d es altern S to icism us


. 35 4
g 44 D er a ll gem eine St and punk t d er stoischen Philoso phie
. 35 7
g 45 D ie stoische L ogik
. 35 9
5 46 D ie st oische Phy sik
.
.

1 D ie stoische L ehre v o m W irk lichen ub erh aupt


.

2 D ie l et z t e n G ründ e d es S eins d ie G ottheit u nd d ie


.
,

M at erie
3 D ie Theol o gie
.

4 D ie Kosm ologie
.

5 D ie A nthropol ogie
.

47 D ie Ethik d er St oik er
.
.

D as ob erst e M oral prinz ip


2 D ie L ehre v o n T ugend und G l uck sel igk eit
. G utern .
,

und U eb el n

Tugend und Pflicht


3 . .

4 D er st oische W eise
.

D ie spä t ern Stoik er .

D er S to icism us b ei d en R o m ern
D er

E pikureism us .

1 . Epikurs L eben
2 . D er St and punk t epikureischen Philosophie
d er
3 D ie
. E int h eil u ng d er Phil osophie
4 D ie
. epikureische Kanonik .

5 . D ie epik ureische Phy sik


6 . D ie epik ureische Ethik
5 51 . D er S kepticism us .

allgem eine St and punk t d es S kepticism us


D er
2 D er ält ere S k epticism u s
.

3 D er j ü ngere S k ept icism us


.

5 5 2 D ie m ittlere und neue Akad em ie


.

Vier t er Ab sc h nitt D e r N e u p l a t 0 n i s m u s
'

. .

g 5 3 Ueb ergang au f d en N eupl at onism u s


.

5 5 4 G eschicht e d es N eupl a tonism us


.

g 55 S y stem d es N eupl atonism us na ch Pl otin


. .

1 D as S chauen d es Ab so lut e n
.

2 D as W e sen d es Ab sol ut en
.

3 D ie E nt st ehung d es S eiend en
.

4 D ie St ufenfol ge d es S eiend en
.

5 D as subj ectiv e G eist esl eben


.
E i n l e i t u ng .

l . B egr ifi u nd M et h o d e d er G esc h i c h t e d er P h il o so phi e .

Die Philo sop hie ist d e nk end e Betra c ht ung d er Di nge


1 . .
»

S ie unter sc he id et si c h v o n d en b eso nd ern W i sse nsc ha ft e n d a


d ur c h d a ss S ie ni c ht die Er for sc h ung und Dar stell ung e 1ne s
,

e m piri sc h G e g ebe ne n z um G e ge nstand un d Z we c k ha t wie z B .


,
. .

d ie N at u r wisse nsc ha ft e n und die G esc h iC h tswiss ensc h aft s on d er n ,

v iel m ehr ü b er d ie E r fahr ung hi n a ussc hreitet z u r Er forsc h ung


d er let z te n G r und e d es r e ale n Sei ns und G e sc he h e ns Je d e an .

d ere W i sse nsc haft ha t Vora usset z unge n d ie sie u nbe wie se n auf , _

ni m m t : so s etz t die P h si k d ie Be riffe Ur s a c h e und W ir k ung


y g ,

W e se n und Er sc heinung Raum und Zeit st ill sc h w ei ge nd v o r


,

ra us ; für d as C i v il und C rim inal rec h t ist d er Be gri ff d es E ige n


th u m s ein ge geb ener Be gri ff Er st di e Philo so phie stel lt
Unt ersuc hungen ü b er d ie se Be gr iffe und Vora ussetz ungen an und ,

es ist d ie ss ihre eigenthüm lich e A ufgabe Z war lä sst si c h


J ur i s t z B set z t ohne W eit eres v orau s d ass es E igenthum


1) D er . .
,

gibt ; al s C i v i l i s t u nt er su c ht er d as R ech tsv erh ä l t nis s v o n M ein u n d .

D ein u nd set z t R e ge l n fe st für d ie R e c ht sstreit igkeit e n über d as E ige n


thurn ; al s C r i m i n a l i s t set z t er Strafen fest für V erl et z unge n d es _

E ig enth uizns : o b es ab er v ernü nft i g ist d a ss es E igen thu m gib t o b wie


, , ,

d ie C o m m unist en sage n d as E ig en thurn D ieb st ah l i st o d er nic ht


,
d as
u nt ersu c ht d er R e cht s hil o so h
p p ‚ nic ht d er Jurist ; d a ss es E igent h urn gib t ,

ist ihm V o rau sset z u ng Th at sac h e


, D er P h y s i k e r wend e t d ie Ka t e
.

g o rie v o n Ursa c he u nd W irkii ng an aber unt ersucht sie nic ht ; o b eine


,

end l o se Reihe v o n Ur sac hen u nd W irk ungen od er ein u pä no v m v o ö v anz u


nehm en sei d as z u er fo r sc he n ist ni c ht S ache d es Ph siker s E be n so sind
,
y .

d ie B e griffe v o n R a um un d Z eit für d en P hy sik er V o rau ssetz u ng fü r


d en Phil oso phen Prob l em .

2 ) E benso d efinirt A r i s t o t e l e s d ie Philosophie D ie W issenschaft .

S chw gl e G s h d g i h P hil o s p h i
er , e c . . 3 A ufl
r ec . o e.1 . .
2 Einl eitung .

i hen d er Philo soph ie und d en b eso nd ern W i sse nsc haft e n


z w sc

k ei ne fe ste G re nz l inie z iehe n ; a uc h h abe n uber d en Um fa ng


d er P hil o s0 ph ie z u v er sc hie d e n e n Zeite n v er sc hie d e n e Ansic h t e n
eherr sc h t so d ass d ie G re nz e n d e ss e n w as in d ie G e s c h ic hte
g , ,

d er Ph il o sophie gehört nic h t na c h e iner fü r alle Ze it e n gle ic h;


,

ble ibe nd e n N orm ge m esse n w er d e n k ö nne n I m All ge m ei n e n


a b er lässt sic h hier ü ber fol ge nd e N or m aufstel le n : d ie G e sc hi c h t e
d er Philo soph ie habe z u ihre m G e ge nst a nd d iej e ni ge n w i sse n
sc ha ft l ic he n Unter su c h un e n
g wel c he im La ufe d er Z ei t ü ber ,

d ie le t z te n Ur sa c he n und ober ste n G e set z e ü ber W e se n und Z u ,

s am m enh an
g d er gei st i ge n und na t ü rli c he n W el t ange stell t
w or d en si n d .

2 Die P hil o s0 ph ie h at e ine G e sc hi c h t e o d er z ei t li c he E nt


.

wi c kl ung Sie ex istirt ni c ht al s fer ti ge s Sy ste m d es W i ssens


.
,

s o nd er n nur in d er For m v er sc h i e d e ner aufein and erfo l gei d er


r
Z eit phil o so phieen E s ha t d ie ss d ari n s ei ne n G r und d a ss die
"

.
,

Philo soph ie d e m selben G eset z e allm ä liger E nt wi c kl ung unter


steht wie d as G e ist e slebe n d er Me nsc hhei t ü berha upt und d a ss

, ,

sie m it d ie s e m u nd s ei ner E nt wi c k l ung aufs e ngs te z usa m m e n

hängt D as G ei st eslebe n d er M e nsc hhei t ist ni c ht m it ei ne m


.

Male fer t i g und st eht nie und nirge nd s still ; wir sehe n es v iel
m ehr im La uf d er W el t ge sc h ic h t e in steter l a ngsa m erer o d er
sc h nellerer A end erung be gri ffe n ; wir s ehe n w e nn wir d ie v er ,

sc h ie d e ne n Epo c he n d er W el t ge sc hi c h t e u nt e r e ina nd er v ergl ei

c he n d a ss in ih ne n au c h v er s ch ie d e ne A nsc h a uu nge n v o m W e
,

sen d er Di nge o d er v er sc h ie d e ne W el t a ns c h a uunge n geherr sc ht

h abe n und w ir k ö nne n nic h t v er k e nne n d a ss d ie se v e rsc h ie


, ,

d e ne n En t wic kl ungsst ufe n im G ro ss e n und G a nz e n z ugle ic h


ei ne n Fort sc hr it t d es m e nsc hlic he n G ei ste s z u ei ner st e t s z u

un t erscheid e t sic h n ac h ih m v on d er E rfahrung d urch d as Ä o y o v execv ,


'

d a d ur ch , d ass sie ö Ö LÖ C L air £ ocv w ähre nd d ie E m pirie



'
% occ

c

nur d as ö u weiss ( Arist . M et . I


h fo l glic h d ie P h i
, 1, Es bewegt sic

l o so ph ie n pi pxo g I 1 2 5 G ena uer sie ist d ie


‘ ‘ ° '

iu x l

pä> r oc 7c
o g 1: c oc c
*
e t oc oc z
c oc , , . :

W isse nschaft d er oberst e n o d er l et z t en Ursa che n u nd G r ünd e 1 61v a pot ,

C)V n h
T 1 oc d £ wv S wpmm i; I 2 14
o
*
c e , ,
.

3) E s ist in al t e n Z eit e n Viel e s ur P hil o s0 ph ie gere ch net w o r d en z ,

w as he ut z ut a ge eine be so n d ere W issensc haft bil d et Bei Arist o tel es Z o o .

l o gie u s w ; no ch b ei C artesius d ie M echa nik


. . . .
Begriff d er G eschicht e d er Phil o sophie .
3

neh m e nd e n Berei c her ung und Vertiefung e ine s W i ssens v o n s

si c h und v o n d er W el t d ar stelle n Daran nun hat u nd ni m m t . .

d ie P hi lo sophie d en i nni gste n A ntheil Da sie d e nk e nd e Be


'

t rach tung d er D i nge o d er Er for sc hung d6 r l e tz te n Pri nz ip ien


d er Di nge ist so hat sie d ie z u d ie ser Er for sc h ung gehöri ge n
,

Problem e im La ufe d er Zeit i m m er v oll st änd i ger aufge suc h t


i'
u nd z u m Be wusst s ei n gebra c ht u nd im n er wie d er n e ue Ver
suc he z u ih rer L ö sung ge m a c ht sie ha t z u all er Zeit d i e Ha upt
'

un d G r und fra ge n d es Er k e nne ns w el c he si c h d em d e nk e nd e n ,

G ei ste be sti m m ter Epo c he n aufd rangt en ins A uge ge fa ss t und ,

d ie s elbe n in G em ä ssh eit d er j e d e sm al ige n Bil d ungsst ufe d er


Me nsc hheit z u bea nt wor t e n gesuc ht kur z sie ist stet s w eite r , ,

u nd weiter ge sc hritte n Ha nd inHand m it d er m e nsc hli ch e n


G esam m t entwic klung N ur d ar f m an d ie se I d ee or gani sc he n
.

F o rtsch rittes ni c ht so übertreibe n wie v o n H e g e l ge sc hehe n ,

ist . H e gel beha upte t in d er G e sc hi c hte d er P h ilo so phie h err


,
/

sc he e ine lo gi sc h e N o t hw endigk eit ; sie st elle ei ne n stre n


g ge
setz inä ssigen Pro c e ss d ar u nd d ie z e itli c h e A ufei nand er fol e d er
, g
philo sophi sc hen Sy ste m e entsmech e d er lo gi sc he n A ufei nand er
fo l ge d er rei ne n B e gri ff e Allein d i ese A nsi c ht lässt si c h

4) G eschicht e I 43 ich behaupt e d ass d ie Aufein


d er P h i10 30 ph ie ,
: ,

and erfo l ge d e r S y st e m e d er Phil osophi e in d e G esc hic ht e d iesel b e ist r ,

al s d ie Aufeina nd er fol g e in d e l ogischen Abl eitung d er Beg iffsb estim


r r

m u nge n d er I d ee ( S ein W er d e n D asein F ürsich sein Q uant i tät G ra d


, , , , , ,

M a ass W e sen un d E rscheinung


,
S ub st anz C aus alit ä t W e chse l wirk ung , , ,

Z weck ) I c h behaupte d ass w enn m an d ie G r und begriffe d er in d er G e


.
,

schic ht e d er P h il o s 0 pli i e er sc hie ne ne n S y st e m e rein d e sse n entk l eid e t w as ,

ihre ä usse l ic h e G est a lt u ng bet riff t


r so erhält m an d ie v ersc hi ed enen
,

St ufen d er B estim m ung d er I d ee selb st in ihrem l ogischen B egriffe U m .

gek ehr t d en l o gis c hen F or t gang f ür sic h g enom m en s o h at m an d arin


, ,

n a c h seinen H aupt m o rnent en d en F ort g a ng d er ge sc hichtl iche n E rs c h ei

n ungen Aber es i st ga nz u nm ö glich j ed e s S y st em d er Philoso phie auf


.
,

einen l ogis chen G rund begriff z u ück z ufuh ren Z e l l e r J ahrb d er G egenw
r . . .

18 43 O c t N r o 5 3 5 D ie se Ansicht H e gel s i st eine V erk ennung d es eig en


. . .

t h üm l i ch en Charak t ers d er G e sc hicht e eine V erm ischu ng d es L ogischen


,

u nd His torisc hen


. D ie L o gik h at
. u ih rem G e g e nst an d z nur d as R eic h

d er ab s tr ac t en B egriffe noc h ab gesehen v o n ihrer Verwirk l ichung in N a


,

t ur u nd G eist ; d iej enige Spe c ul a tion d a gege n d ie G e ge nst and d er G e


schicht e d er P hil oso hie ist ist auf d as g anz e G ebiet d es S eie nd e n ge
p ,

richt et D as S y st em d e Philo sophie beginnt m it d em ab strac testen B e


. r
Einleitung .

w e d er bewei se n no c h oh ne W ill kü r und G ewal t thatigk eit m it


"

d em v orlie ge nd e n hi st ori sc he n Th at b est and in Ei nkla ng s et z e n


. .

D ie G e sc hi c hte d er M e nsc hheit un d ihrer I d ee n stellt aller d i ngs


ei nen Fort sc hritt d ar aber k ei ne n st et ige n so nd er n nur im
, ,

g ro ss e n G a nz e n ; im Klei n e n be w e gt sie si c h in S c hlange nli ni en ,

o ft in Rü c ks c hrit t e n o ft in Spr ünge n ,


So wei st auc h d ie grie .

c hisc h e Philo s ophie z w ar ei ne gro sse G e set z m ä ssi gk eit d er E nt


wi c kl ung aber k eiri en st e t ige n glei c h m ä ssi ge n Fort sc hritt auf
, , ,

s o nd er n sie ha t H and in Ha nd m it d em ü b rige11 G eistesl eb en


d er G rie c he n v er sc hie d e ne Lebe nsalter d u r c hlaufe n ge k ei m t ge , ,

bl ü ht und geal tert D ie v or sok rati sc he P hilo sop hie stellt ge


'

wisserm assen d ie Juge nd z ei t d ie plato ni sc h ari stoteli sc he Phi


,
-

l o so phie d as Ma nne salter d ie ne uplato ni sc he Philo sophie d as


,

G ré isenth um d es grie c hi sc he n G ei ste s d ar Unt er d ie sen Um .

sta nd e n m u ss e s fü r d en G esc h ic h t sc h r eib er d er Philo sophi e d ie

er ste A ufgabe sei n d en h istori sc hen Th atb est and z u erinittel n


, ,

was nur auf d em W e ge d er hi stori s c h k riti sc h e n For sc h ung ge -

sc h eh en k a nn Erst wenn d as hi stori sc he Material in m ö g


.

li eb st er Voll st änd i gk eit ge sa m m elt und k riti sc h fe st ge st ell t ist ,

k ann in z weiter R e ihe d ie F rage eirit ret en ob und wie we it ,

und in w el c her Be z ieh ung ein j e d e s Sy st e m e ine n Fort sch r itt “

in Er fa ssung d er ph110 30 ph isc h en I d ee bil d e .

er D ie Q uel l en
. und Bearb ei tungen d er G esc h i c h te
d er gr i ech i sc h en P h il o s0 ph i e .

Die Q uelle erer Kenntniss d er grie c hi sc he n P hil o s0 phie


uns

si nd nat urlic h in er ster Reihe die S c hri fte n d er grie c hi sc he n


Ph ilo sophe n selb st Vo n d ies en ha t si c h j e d o c h nur ein v er
.

h ä l tnissm ä ssig sehr klei ner The il erhalte n : v o n d en fr uc htbar


grifl d ie G eschichte d er Philosophie gera d e m it d em C o ncretest eu m it ,

e r ht ung d es sinnl ichen D aseins He gel hält auc h seinen Kano n


d er B t ac .

g ar nic ht fest u nd gibt ih n bal d gä nz lich auf


,
D ie J o nier d ie a uch er .
,

an d ie S pit z e s te llt habe n z um P rin ip d ie M a t er ie d ie erst am S chl ü sse


,
z ,

d er L ogik z um V orschein k o m m t D ann k o m m en d ie Py tha goreer m it


'

d em Prin ip d er Z ahl d ie im Sy st em d er L o gik v ie l spät er k om m t al s


z , ,

z. B d as Prinz ip d es W erd ens ( Herak lit ) D as Z usam m ent reffen hö rt


. .

sehr ba l d au f S ein Eleaten W erd en Heraklit F ürsich sein


,
At o ,

m istik .D am it i st d er P ara ll elism us z u E nd e .


Q uell e n .
5

s te n g rie c hi sc he n Philo sop he n ei n e m De m o k rit C h r sipp


y , )
2

ist auc h ni c ht ei ne ei nz i ge S c hri ft auf uns gek o m m e n : ü ber


haupt steht quantitativ anges ehe n d as Erhal t e ne ausser alle m
, ,

Verh äl tniss z um Verlor ene n so reich war d ie Philo s ophie d es


'
*

rie hi he n Vol k s E i t u nter d ie s e n Um stä nd e n ein G lu c k


g c sc s s .
,

d a ss w e ni gste ns d as wi ss e ns c ha ftli c h Be d e ute nd ste uns gerettet


we rd en ist : die plato ni sc he n S c hri fte n v oll stä nd i g v o n d en ari ,

sto t elisc h en z war nu r d er k lei nere et wa ein S ech sth eil aber , ,

wi e es sc hei nt wi c hti gere Theil ; auc h d en N eupl ato nism us und


,

d e n sp ätere nS t o icism us und S keptic is m us k e nne n wir aus d en


Origi nalquelle n selb st F u r d ie übri ge n grie c h isc he n P hilo so
.

phe n d a gege n si nd wir auf z wei sub si d i ä re Q uelle n be sc hränkt ,

nä m li c h : 1 Beri c h ter statt unge n Dritter 2 ) A usz ü ge und Cita t e


) , ,

d u r c h d ie uns Br uc h stü c k e d er v erlore ne n S c hri ften erhalte n


w or d e n si nd .

1 Beri c hte u ber d ie Sy stem e d er fruh ern Philo soph en ge


.

b en a usser X e n o p h o n sch o n P l a t o nnd A r i s t o t e l e s ,

aber bei d e ni c ht in hi stori sc he m sond er n in d o gm ati sc hem I n ,

t eresse: d h ni c ht in d er Ab si c ht d ie Lehre n ihrer Vor gänger


. .
,

o bj ec t iv d arz ustelle n so nd er n z u d em Z w e c k d as W ahre d ara n


, ,

für i h re n ei ge ne n G ebra uc h ab z uson d er n o d er d u r c h W i d er


__
,

le gung d er selbe n d ie ab w ei c hend e ei ge ne Lehre z u b egr ünd e n .

So b eginnt z B Ari stotele s seine M etaphy si k m it einer aus


'

. .

füh rli c h en hi stori sc h k riti sc he n Ei nleit ung i n w el c her er d ie


v ier G r und pri nz ip ie n d ie er aufstellt d ur c h die N a c h wei sung


, ,

z u r e c ht ferti e n suc ht d a d i Pri n z ipie n sä m m tl ic h er fr ü here n


g s s e ,

Philo soph en si c h auf d ie se v ier r ed uc iren la sse n Die se N a c h .

wei sung so werth v o l l sie für uns ist ist d o c h k ei n stre ng hi


, ,

st o risc h er Beri c ht d a Ari stotele s in d er D ar stell ung d er frü


,

b ere n Philo sophe m e m it gro sser Freiheit v er fähr t und d ie s elbe n ,

m ei ste ns in sei n e ei ge ne Term i nolo gie ub ersetz t Ari stotele s .

hat ausser d em auc h ei gene Monographie n ü ber d ie py th ago rei


sc he Philo sophie ü ber Ar c hyta s d ie Eleate n G or gia s d ie pla
, , , ,

to ni sc he n I d een u s w ge sc hrieben (D L V 2 2 . . . d o ch . .
, .

lä sst si c h d er Charakter d er selbe n aus d en w e ni gen B ruch stuc ken ,

1) D io genes gh aer tius IX


' '

, 46 ff .

2) D . L V II
. 18 0 .
6 E inl e1tung .

d ie d av o n ub rig si nd ni c ht b eurth eil en Die S c h uler d es Ari


,
.

s to t el es habe n d er reali st i sch en G e si nnung ihre s Mei ster s ge


,

treu d ie se hi stori sc h philo soph isc h e n St ud ie n fl ei ssi g gepfle gt


,

.

Unter ihnen hat beso nd er s T h e o p h r a s t u s z ahlrei c he und .

um fa ss e nd e S c hri fte n z ur G e sc hi c hte d er Philo s ophie v er fa sst

( D L. V 4 2.
,w ohl di e m ei s te n N oti z e n d i e w i r bei spä ,

t ere n S c hri ftsteller n find en si nd aus ih m e ntleh nt : be so nd er s ,

h äufi g c itirt ihn Si m pli c i us in s ei ne m C o m in entar z ur aristo t e


lisc h en Phy si k A nd ere P erip at eti k er d ie W erk e bio graphi
.
,

sc he n I nhal ts hi nterliesse n v o n d e nen wir m e ist d ur c h Dio ,

ge ne s v o n Laerte Kund e habe n si nd A r i s t o x e n u s K l e a r


'

, , _

c h us P h a n ia s
,
St r ato Be so nd er s rei c h an S c hri ften
, .

n epi 1: 1IW x oc t oc <pcl o o o cpiav a ipé o eco v o d e r n epi iö u x öo c



ö C COV cpu
‘ '


v

x
Äo o öcq war d ie al ex and rinisclh e L it eratur : alle d ie s e G esc hic h ts
wer k e sind v erlore n lie ge n aber d en auf uns gek o m m e ne n C o m

pil atio nen z u G r und Re ic he n Sto ff be so nd er s für d ie G e sc hi c hte


.
,

d er stoi sc he n u nd epi k u rei sc he n Le h re e nthalte n P l u t a r c h s ,

( u n ter Ha d ria n) m o ral is c he A bha n d l un g e n : d o c h k a n n d ie k u r ze

G e sc hi c h t e d er Philo sophie d ie unte r Pl utar c h s N a m e n auf


C CÖV &peo x öv r wv
uns geko m m en ist
(sie führt d en T it el u epi
'

ro i g cpcl o o öc mg hrer ro e O k d Z a
p ) b i i b fl hli h i t m
'
e
g ss n , er ä c c e u n u s .

m enh angsl osigkeit ni c ht für ein a c hte s W er k Pl utar c h s



so n ,

d er n nur im be ste n Fall für ei ne n A usz ug aus ei nem sol c he n


gelte n A ch unter d es Arz tes G a l e n u s ) W er k en befind et
u .
3

si c h e1n e klei ne G e sc hi c hte d er P hil o s


w hi e d ie j e d o c h b is auf

d ie er ste n Capitel m it d er a nge führte n S c hri ft Pl utar c h s ü be r ’

einsti m m t und aus ei ne m und d e m selbe n ausführli c heren W er k e


,

ex c erpirt z u sei n sc hei nt Aus a nd erer Q uelle sta mm e n d ie .

unte r d en S c hri ften d es Kir c h e nv ater s O r i e n s ü berlie f e rte n


g e

P hil o so ph um ena d ie si c h j etz t al s Theil ei ne s rö ss ern ge ge n


, g ,

d ie gno stisch en H ä resen geri c h t ete n W er ks a usge wie se n haben


'

-
,

aber glei c h fall s nur eine o b erfläc hlic h e Uebersi c ht geben ( A usgabe n
v o n M iller Ox for d 18 5 1 ; v o n D unc k er und S chneid ewin G ötti n
, ,

g e n 18 5 9 ; v o n C r ui c e Par Unter d ie se n Um ständ e n ist d as


.

W er k d es D i o g e 11 e s L a e r t i u s (v o n L aörte in C ilic ien wahr ,

sc h einl ic h unter S e tim ius Se v er us 7ce i iwv


) p ß , yn ö ot

p o m o d o mo c
p

3) geb . 131, L eibarz t d es Kaisers Com m od us .


Q uell en .
7

ü e? noirwv ’
C (I) V é v c c o o o cpi c sö ö o m
pÄ q pn ‚
. c oiv r wv
[ (
343 M oc ö é x oc A us a b en
( g
v o n M enagius 16 6 4, M eib o m 16 92 ,
H üb ner 18 2 8 G obet 1 8 5 0 ) ,

unsere Ha uptqu elle d a er s o unk r iti sc h


,
er a uc h z usam m e n
,

trägt d o c h d ur c h v erh äl tnissm ässige Ausfü hrl ic hk e it sic h aus


z ei c h n et und d ur c h d ie h aufige N e nnung s ei n er G ewä h rsm ä nner


,

d o c h Anhalt sp unk te fü r h istor isc he Kri t i k in si c h trä gt Sei ne .

c hro nolo gisc he n A ngab e n hat Dio ge ne s grö sst ent h eil s aus A p o l

o o r Chr etri sc h ab ge fa sster Chro nik


(

[ d s u m 140 v ) m . .
ge
sc h ö p ft . A uc h unter d en rö m isc hen S c hrift st eller n si nd v o n
ro se m Bela n f u r d ie G e sc hi c hte d er grie c hi s c he n Philo sophie
g s g
L u c r e t i u s (in s eine m Lehr ge d i c h t d e nat u ra rer um ) C i c e r o ,

un d S e n e c a .

2 Sy stem ati sc he Ausz uge aus d en S c hri fte n d er griechi


.

sc he n Philo s ophe n v er d a nk e n W 11 d em J o h a n n e s v o n S t o b i
'

M ah r c he inl ic h au s d em en Ja hrh und er t d er


( in a c e d o ni e n w s ,
6 t
c hri stl ic he n Zeitre c h nung) d er ge ge n fü nfhund ert grö sstenth eils
,

v erlore n e Di c hter und Pro sai ker ex c erpirt u nd d ie s e E i c erpt e ,

unter ge wi ss e R ubri k e n z usam m e nge stellt h at Seine Ausz üge .

bil d e nin d en Hand sc hri fte n z we i v er sc h ie d e ne W erk e v o n d en en ,

d as ei n e d en T itel » phy si sc h e und m orali sc he E cl o gen « (A usg .

v o n B e er en 1792 ff Mei ne k e 18 6 0 d as a nd ere d en Ti t el


. .
,

» Florile i u m « o er » S erm o nen « A G a sfor d Ox or d


g d ( u s g v o n i f .
,

18 2 2 Mein e k e 18 5 5 ff ) führt
, ,
A uc h d er N e uplatoni k er S i m
. .

p l i c i u s u m 5 30 hat in d en gelehrte n C o m m ent aren d ie er ,

z u m e h rere n S c hri fte n d es Ari stotele s und n a m e ntli c h z u d e ss e n .

Physi k v er fasst h at sc h ätz bare Br uc h st ü c k e aus d en S c hri fte n


,

d er ältere n b e so nd er s d er v ors o kr a t i s c he n Philo sophe n aufb e


,

wah rt ; äh nli c h sc ho n früher ( im d ritte n Jahrh und ert n Ch ) . .

d er S k epti k er S e x t u s d er Em piri ker E nd li c h habe n si c h in


d ie s er Be z ieh ung a uc h ei nige Kir c he nv ater v er d i ent ge m a c ht ,

besond er s C l e m e n s v o n A l e x a n d r i e n in sei ne n 2 1 911111 041 05 ,


0 r i g e n e s in s ei ner W i d erle gung d es Cel sus und E u s e b i u s ,

in sei n er P r aepar at io e v a ngeli c a S c hriften d ie in apo l o ge ,

tisc h p ole m i sc hem I nt ere sse z ahlrei c he Ausspruch e grie c hi sc her


-

P hilo sophe n c itiren


'

3 Bei d e Q u elle n d ie resum irend en Beri c hte und d ie wort


.
,

li c he n Citate er gänz e n ei nand er und d ie ne n si c h ge ge nseit ig


, ,

z um R e ulati v Dabei bleibt z war d er subj ec tiv en B eurth ei


g .
8 Einl eit ung .

l ung o h ein weite r Spielr aum ub r1g ; abe r im G a nz e n d ür fe n


n c

wir uns v er sic hert halte n d ur c h sor gfälti ge Be nüt z ung bei d e r ,

Quelle n und ge na ue A usm it t l ung d er i nnern Bez ieh unge n z wi


s c he n d en Sy ste m e n e in klare s und v oll stä nd i e s Bil d v o n d en
g
Ent wi c klunge n d er grie c hi sc hen P hilo sophie e nt werfen z u
k ö nne n .

4 N e uere Bearbeit unge n d er G e sc hi c ht e d er g rie c hi sc h en


.

Philo sop h ie
a) v o m Stand p unk t d er wo l f sch en und k ant sc h en S c h ule
’ ’
* .

T i e d e m a n n G ei st d er spec ulativ en P hil o s0 ph ie 17 91 ff


, , .

(wo l fisc h e Phi l o sop hie ) .

B u h l e Lehrb uc h d er G e sc hi c hte d er P hilo sop hie 1 7 96 ff


, . .

( litt hi stor isc he G elehr sa m kei t )


. .

T e n n e m a n n G e sc hi c hte d er Philo sophi e 17 8 8 if (k an


,
. .

tisc h .

R e 1 n h o l d G esc h d er Philo sophie 18 2 8 ff (D e ss L ehrb


, . . . ; .

Fries , G e sc hi c hte d er
Philo sop hie 2 B d e 18 37 18 40 . . . .

b sc h elling sc h e und sc hleier m a c her sc he S c h ule


’ ’

A s t G r und ri ss
, 18 0 7 2 te Aufl 18 2 5
. . . .

R i x n e r 3 Bd e l ste A ufl 18 2 2 2 te Aufl 18 2 9
, . . . . .

W i nd i s c h m ann d ie Philo sophie im Fortgang d er ,

W elt ge sc hi c hte 4 Thl e 18 2 7 1 8 34 .



.

S c h l e i e r m a c h e r G e sc hi c hte d er Philo sophie h eraus , ,

ge gebe n v o n Ritter . 18 39 .

R i t t e r G e sc hi chte d er alte n Philo sophie 4 Bd e 1st e


, . .

Au fl 1 8 2 8 . 34 2 te Aufl 18 36 39 —

, .

.

B r a n d i s Hand b uc h d er G e sc hi c hte d er grie ch i sc h r om i


,
-

s c h en Philo sop h ie I B d 1 8 35 II 1 18 44 II 2 1 , . . .
, . .
, , .

1 8 5 3 2 18 5 7 G e sc hi c hte d er E nt wi ckl unge n d er grie


. . .

c h isc h en Philo soph i e 1 8 6 2 18 6 4 . .

0 Vh e el sc he S c h ule :

g
H e g e l Vorlesunge n 3 Bd e 18 33 36 2 te Aufl 18 40 42
, . .

. .

W e n d t ne u e Bearbeit ung v o n Tennem ann 1r Bd 18 2 9


, . . .

M a r b a c h L eh rb d er G esch d er Philo sophie 1 18 38


, . . . . .

2 . 18 41 .

B r a n i s s G e sc hi c hte d er Philo sophie seit Kant 1r


, ,
Bd .

( G e sc hi c hte d er Philo sophie b is auf Kant) 18 42


10 E intheil ung .

d as grie c hi sc he P h il o so phiren d ie se n A usga ngsp unk t ge no m m e n


h at , ist v oll k o m m e n er k lärl ic h : d e nn es l ie gt in d er N a t u r d er ‚

Sa c he d a ss d er Mensc h z uer st d a sj e ni ge z um G e ge nst and seine s


,

N a c h d enk e ns m a c ht w as v o r s ei ne n A uge n l ie gt d ie ihn u m


, ,

e h en d e W elt d as Sei n u nd d a ss e r s e in e Reflexio n er s t v iel


g , ,
.

später auf si c h s elb s t auf d as I nner e d es G e is te slebe ns ri c htet


, ,

und ü ber d ie s e s z B ü ber die Mö gl i c h keit u nd die Bed ingun


,
. .

g e n

d es Er k e nn e n s und W i sse ns n a c h z u d e nk e n be gi nnt , .

Die P hil osophe n d ie s er Perio d e habe n a uc h D as m it ei nand er


e m ei n d a s s ie v o r Alle m na c h e in e m let z te n Pr inz ip d er N a
g , s

t ur for sc hte n aber in d er D ur c hführ ung d e sselbe n d ur c h d ie


,

c o nc re t e n S ph aré n d es Da sei ns ü ber v erh ä lt nissm ä ssig d ü r ft ige

A nfänge ni c h t h inausge kom m en si nd E s lä sst si c h d essh alb .

d ie Lehre e ine s j e d e n Philo sop he n d ie s er Perio d e in ei ne k ur z e


The se z usam m e nfa sse n So r ed uz irt sic h d ie Philo sophie d es
.

Thale s auf d en Sat z : A lle s ist aus W asser ; d ie pyth agorei sc he


P hilo s ophie auf d en Satz : All es ist Zahl ; d ie el eatisc h e Ph ilo -

s ophie auf d ie The se : nur d as unv eränd ert Seie nd e o d er d as


» E ins << ist M an ka nn d ah er d ies e er st e Perio d e d er griech i
.

sc he n Philo soph ie d ie Perio d e d er Pri nz ip ie n ne nn e n .

b ) Die Per io d e d er I nt ell ec tual sy st em e d er Sy stem e d es ,

Begri ffs die v o n d rei im Verhä ltniss v o n Lehrer n und S c hü


, ,
.

ler n z u ei na nd er st ehe nd e n Philo sophe n v o n S o k r a t e s P l a t 0 , ,

und A r i s t o t e l e s r eprä sentirt ist, Vo n d ie se n d rei Männe rn .

hat S o k r a t e s d en G r und ge d ank e n aus d em die bei d e n gro s ,


.

s en Sy st e m e s e in e r N a c h fol er er wa c h se n si nd a sge spro c he n ;


'

g u ,

er ging v o m Obj e c t z um S ubj e c t v o m Sei n z um W i sse n z ur üc k ; ,

er er klärte d ie Fra ge na c h d er M ö gl ic h k ei t und d en B edingun


gen d es W i sse ns fü r d ie we se ntli c h ste A ufgabe d er Philo sophie
und lehrte d a ss nur die E rkennt niss d es Be gri ffs ein wahre s

wir kli c hes W issen sei P l a t o sofort hat in d ie ser Lehre d es


'

Sok rate s wie d er um ein Prinzip fü r d ie E rkenntniss d es O bj ec


tiv en gesuc ht ; er h at aus ihr die F o l ger ung gez o ge n d ass d ie ,

I dee o d er d as all ge m eine und bleibe nd e W e sen d er Di nge wie ,

wir es im Be gri ffe er fa sse n ni c h t nur d as w ahre Obj e c t d es


,

W iss e ns so nd er n a uc h d as wahre Sei n sei und er hat v o n


, , .

d ie ser G r und a nsi c ht aus in sei ner I d ee nl ehre die F und a m e nte
alle s philo sop h i sc hen Id eali sm us gele gt A r i s t o t e l e s end .
E int h eil ung .
1

li c h hat d iese A nsi c ht Plato s d ass d er Begri ff d as W e se n d er


Dinge sei z war geth eil t und er steht so m it auf Ei nem Bo d e n


, ,

m it ih m ; aber d as Verh äl t niss d es Be gr iffs z ur ge gebe ne n W ir k '

li c h k e it h at er and er s besti m m t als P l at ö f W ährend nä m li c h


,

Plato I d ee und E r sc h einungswel t in G e gensat z z u e inand er


.

stell t u nd d ie D inge nur al s u nv oll ko m m e n e A bb il d er d er v o n

ihne n getrennt für sic h be st ehe nd e n I d ee gelte n lä sst sieht ,

Aristotele s in d em B egriffe d ie For m d er Di nge selb st er be ,

t ra c h tet ih n al s d as in d er M a t erie t h ä tige For m pr inzip wel ,

c he s si c h s elb st z u d er ga nz e n M a nnigfalti gk e it v o n Arte n und

Stufe nd es gegebene n Sei ns S pez ifizirt und d aher ni c ht al s d er


-

G e ge nsat z so nd er n a l s d ie i m m anente b elebe nd e Seele d er W ir k


,

li c hk eit ge d a c h t w er d en m uss .

0 ) Die d ri t te Perio d e bil d e n d ie Sy ste m e d er S u bj ec t iv ität ,

d ie sic h v o n d en S y st em en d er v o ra nge gange n e n Perio d e d a


d u r c h unter sc hei d e n d ass es ih n e n ni c ht s o w ohl um die c hj ec
,

t iv e E rkenntniss d er reale n W elt al s um die Auffind mig und


Aufstell ung ei ne s Pr inz ip s o d er prac t isc h en R egul ativ s fü r d as
subj e c ti v e Lebe n z u th un ist Sie haben kein theoreti sc he s
.

I ntere ss e an d en Di ngen so nd er n d ie W i ssensc h aft ha t n a c h


,

ih nen nur d ie Bil d ung d es Me nsc h e n z ur T uge nd und G l ück


s eli gk eit z um Z w e ck : wessw egen sie d as Haupt ge wi c ht auf d ie

Ethi k l ege n H ieh er gehören z w ei philo sophi sc he Sy stem e : d er


.

S t o i c i s m u s und d er E p i k u r e i s rnu s
. Z u r Seite s teh t.

ih nen d er S k e p t i c i s m u s d er sc ho n d ur c h fr ühere äh nli c h e


, ,

Ri c htunge n v orbereitet d ie Mö gl ic h k ei t alle s o bj ec tiv en Er


,

k e nn e ns le ugne t .

d ) Die v ierte Perio d e bil d et d as n e u p l a t o n i s c h e Phi


l o s0 ph iren d as ei ner seit s w ie d ie Sy ste m e d er d r itte n Perio d e
, , .

v om subj ec tiv pr actisch en B ed ürfniss d es Me nsc he n a usgeht ,

and rer s eit s wie d ie d er z wei t e n ein i d eale s Pri nc ip d er o bj ec


, ,

t iv en W elt aufstell t und so d ie Be streb unge n d er bei d e n v o r


a ngehe nd e n Epo c hen ln si c h z ur Einh eit z usam m erlfasst .
E r s t e r Ab s c h n itt .

D ie v o rs o kratische P hilo so phie .

M ul 1a c h F ra gm ent a P hi10 30 ph o rum


,
G r aeco rum Vo l. . I . 18 6 0 Vo l
. . II . 18 6 7 .

5 4
. E int h ei l ung d er v o r so k r at i sc h en P h i l o s0 ph ie .

D ie orsok rati sc he Philosophie stellt si c h in d rei philo so


v

p h is c h en Ri c ht un ge n o d er S c h ule n d a r d ie fa st glei c h z eiti g


,

nebe n ei nand er gebl üht habe n Die se d rei R i ch t unge n sind


.

a
) d ie P h 110 30 phi e d er J 0 11 i e r b ) d ie Philo
, s o ph ie d er P y t h a
go r e e r c ) d ie Philo sophie d er E l e a t e n
,
Die Philo sophe n .

d ie ser d rei S c h ulen habe n Ei ne s m it ei na nd er ge m ei n : näm li c h ,

d a ss sie na c h d em W e se n d er Di nge na c h G r und u nd Pri nz ip ,

d es Uni v er sum s ge for sc ht habe n ; sie unter sc hei d e n si c h aber


,

d a d ur c h v o n ei nand er d a ss sie {d ie se s W e s e n und Pri nz ip d er


,

D i nge v er sc hie d e n be sti m m e n Die J o n i e r find e n die S ub stanz


.

und Ur sa c he d er Di nge in ei n e m m aterielle n si nnli c he n G r und


.

s to ffe aus d em alle s ei nz el ne Sei n


,
e nt stehe Die P y t h a g o .

r e e r führe n d as Reale ni c ht auf ein stoffli c he s so nd er n auf ,

em m athe m ati sc he s Pri nz ip z ur ü c k auf d ie Zahl u nd lasse n ,

aus ihr d ie W elt und ihre Or d nung und B e w e gung her v or gehe n:

Die E l e a t e n e nd li c h fasse n d ie W elt al s rei nes d h al s ,


. .

ewi ge s unv erä nd erli c hes und allerorte n si c h selb s t glei ch es


,

Sei n auf und arbeite n d am i t bereit s d e nj e ni ge n Sy ste m e n ei ner


spät ern Zeit v o r wel c he ü ber d as v er ä n li c he und we c h s el nd e
, g g
sinnli c he Sei n si c h z u erhebe n e u ht habe n D en Ueber
g s c .

ga ng v o n d ie se m v or so k rati sc he n P h il o so phiren z u d en Syste


m en d er z wei t e n Perio d e bil d et d ie S o p h i s t i k W ähre nd .

näm li c h d ie v or so k rati sc he Ph ilo soph ie bi sher unm ittelbar auf

d ie E rkenntniss d es Obj e c t s losge ste uert war in d er unb efan ,


Vorsokr atische Philosophie .
13

e n e n Vora u ss etz ung d a ss d as S ubj e c t d ie obj e c ti v e W elt c i


g ,

k e nne n kö nne oh n e v orher d ie Mö gli c h k eit und d ie B edingun


,
.

g e n d es W i ss e ns z u unter su c he n : w ir ft d ie Sophi sti k die Fra ge

na c h d ie s er Mö gli c hk eit auf u nd stellt d ie Be fähi gung d es


Mensc h e n z ur o bj ec tiv en E rk enntniss d er Di nge in Z wei fel .

Da j e d o c h d ie Sophi st i k hie d ur c h die intell ec tualistisch en S y


ste m e d er z w eite n Perio d e nur ne gati v ni c ht po siti v v o rb e
'

, ,

r eitet so wir d sie ri c hti ger z ur er ste n al s z ur z w eite n Perio d e


,

gere c h net .

5 . D i e J o nier .

I nnerhal b d er j o n i s c h e n P h i l o s o p h i e lass en si c h z wei


Ri c ht unge n unt er sc hei d e n die sc ho n Ari sto t ele s ( Met I 3 16 ff )
,
.
, , .

un ter sc hie d e n hat Die ältere n J o nier haben d ie S u b s t a n z


.

d er D inge d as G r und w e se n z u e nt d e c k e n ge suc ht aus wel c he m


, ,

d ie Di nge her v or gehe n d ie j u ngeren habe n n a c h d en b ew e ,

e n d e n U r s a c h e n na c h d e m G r und d e s E nt s t eh ens und


g ,

Ver gehe ns d er D inge ge for sc ht nnd v o n d ie se m G e si c ht sp unk t ,

aus a uc h d en Ur sto ff d er selbe n be st i m m t F ü r j e ne w ar wie .


,

Ari stotele s si c h ausd r üc k t d ie 6171 o d er d as ö n o x eipev o v für


,
.

d ie se d ie d emt fig m v vp ewg d as G r und p roble m W ir untersch ei


'
.

d en hier na c h i nnerhalb d er j o nisc h en Philo sophie a) Sy ste me


d er S u b s t a n z i a l i t ä t ( Thale s Anaxim a nd er A naxi m e ne s)
_
, ,

b ) System e d er C a u s a l i t ä t ( Herak lit E m p e d o kl es Anax a , ,

g ora s D
,
em o k rit ) .

6 . T h al es .

a) Spit z e d er G e sc h i c hte d er grie c hi sc he n P hil o so


An d ie
phie wir d v o n d en Alte n i nsgem ein T h a l e s v o n Milet ge stellt .

Er wir d z war auc h d en siebe n W ei se n b eigez ahlt v er m ö ge ,

sei ner Ri c ht ung auf ethi sc h poli ti sc he W ei sheit ; und s elb st -

Plato sc hei nt ih n no c h ni c h t z u d en ei ge ntli c he n Philo sophe n


z u re c h ne n i nd e m er ih n wege n sei n er te c h ni sc he n Erfind ungen
,

lobt u nd m it Anach ärsis d em S eythe n z usa m m enstellt


,
. Ari
Pl at Re X6 0 0 , a : &M o ioc ö i} eig

1) ?spy oc c o cpo ü ö w ö pö g
'

.
p , p
. .

) l o d é n £v o no a m d eönv gxocv o c sig 1: é xv ocg


'

u v a g ä l l ocg 7t poc€ ecg l é v o v rocc , dß o a ep


'

046 8 64715 6) TS 7t é pt 1 0 6 M 1M o io c M o d A v ocxocpo co ;



2 2 68 0 11
'
. .
14 T h al e s .

sto tel es d a ge ge n
bez ei c h ne t ihn be sti m m t al s d en A nfä nger
se m Ur t h ei l
( px w )
2
& r ö g p h ilo s ophi sc her N a t u r for sc h ung ) d ie
sind d a nn a u c h die spä t ere n G esc hic h ts c h rei b er ge fol gt

b ) D as G eb u rt sj ahr d es Thale s wir d v o n d en al t en O b ro


no l o gen in Olym p 6 40 v C h r s e in To d e sj ahr in Olym p
. . .
, .

5 48 5 45 v C h ) ge set z t

D en si c her st en c h ro no lo gi
. .

sc he n A nhal t sp u nkt bietet d ie A ngabe d es Hero d o t ( I ,

T h ale s habe d ie S o nnenfinsterniss v orher ge s agt d ie währen d


7

ei ner S c hla c h t z wi sc he n d en L y d ern u nd M e d er u ei ngetrete n


s ei .Die se S o nn enfinsterniss fäll t na c h d er Bere c h nung ne u erer
A strono m en ins Jahr 5 8 5 w as z u d er obi ge n Zeita ngabe
re c ht wohl p asst Die m annigfa chen Z üge p rak tisc he n Ver
.

und poli t i sc her W ei she it


6
sta nd e s ) d ie v o n ih m ü berlie fert ,

r
2 ) A ist M et . . I , 3, 7 : ® ocl fig ö c7; g r o cocircr; g
* *

(d . h . d er n ach d em G rund
s t off fo rschend en) &pxr wb g cp17ko c o cpiocg .

3) Z B D io g L I , 12 2
. . .And ere . . St ell en b ei M enag e zu D io g . L aert .

I , 24 2 7
. .

4) Apo ll o d o r b ei D io g . L I .
, 37 . Z ustim m end H e r m a n n d e p il h .

j o n. ae a
t t 18 49, p 2 2
. . .

5 ) D ie v on d en Alt en i n
Verbind ung m it hist orischen Ereignissen
erwähnten F insternisse bil d en d ie sicherst e G r und l age für d ie Chrono logie .

Sol che Finst ernisse sind : d ie S o nnenfinst erniss beim A uf bruch d es Xerxes
au s S ar d es Her o d ot V II 37
,
d ie M o nd sfinst er niss am Tag v o r d er S chl ac ht
.
,

b ei Py d na u a I n B ez iehu ng hier auf gab d ie fürstl ic h J ab l o no wskisc h e


. .

G esell schaft z u L eip z ig d ie Preisaufgabe : es so ll en d i e w ichtigste n F in


s t ernisse d ie a us d em Al t erth um überliefert sind
, bere chnet werd e n , .

D iese Preisa ufga b e h at Z e c h gel ö st : Astro no m ische U ntersuchu ngen »

d er w ichtigere n F inst ernisse wel che v o n d en S chr ift ste ll ern d es c l assisch en
,

Al terth um s erw ähnt w ercl en 18 5 3 D ie S o nnenfinst erniss d es Thal es . « .

nun se t z t Z e ch a a O S 5 7 ins J ahr 5 8 5 v


. . C hr 2 7 M ai w as z u d en
. . . .
, .
,

c hrono logis che n A ngaben uber T hal e s gut pa sst E ine Vo rhersagung auf .

einen ganz bestim m ten Z eitpunk t w ar j ed o ch d ie d es Thales nicht e r


hatt e nur ei ne E po che d h eine R eihe v o n J ahren bere chne t innerhal b . .
,

wel c her eine t o t al e S o nnenfinsterniss wied erk ehre n w er d e und d ie Finst er ,

n iss w ar wirk l ich i n d em l etz ten J ahre j ener Epo che einget reten S o .

nach Herod o t I 74 H M ar tin in d e r R ev ue arché o l o gique P ar 18 64


,
. . .

S 17 0 ff ( angeführt v o n Z e l l e r I
. .
,

6 ) Arist P o l I 11 : . Al s m an d em Thal es w e gen seiner Arm u th


.
,
»

v o rw ar f d ass d ie Phil os o phie n ut z l os sei s o ll er d a er m itt e l st d er A st ro


, , ,

l o gie eine ergiebige Ol i v en E rnd te v orhersah noch v o r Abl auf d es W in -


,

t ers alle O elpressen in M il et gepacht e t habe n Al s sod ann d ie Ol iv en .

E rnd te h er b eigek om m en und eine a ll gem eine N achfrage na ch O el pressen


-

,
Thal e s .
15

we la sse n sch lie sse n d ass er unter s e inen Zei t ge no ssen eine
r d en, ,

h er v orra ge nd e Stell ung e inge n o m m e n h at So wir d v o n ih m .

er z ählt er habe be im U eb ergange d es C rö sus uber d en B e lys


,

d ie Ab d ä m m ung d ie s e s Fl usse s gelei t e t ( H d t I 7 5 U l o g L I .


, , . .
,

u nd d en v o n d en Per s er n be d rä ngt e n J o nier n z ur E rr ic h


.

t ung ei ne s B und e s ra t h s in Teo s gerat h en ( E d t I .


,

(3) W as al s P h il o s0 ph ie d e s Thale s glau b h a ft ü berlie fer t

wir d be st e h t in d em Ei n e n Sat z e : Alle s s e1 aus W a s s e r d as


, ,

W asser sei d er G r und st o ff d er Di nge W ie er d ie s e n Satz


begr ünd e t w ie er die ei nz el ne n N a t u rer sc hei nunge n und N a
t urv erä nd ei ungen aus d em v o n ih m angeno m m o nen G r und sto ff
ab geleitet j a ob er ei ne sol c he A bleit ung ü berhaupt v ersuc h t
, ,

hat d ie ss h abe n sc ho n d ie Alte n nic h t m ehr ge wusst und ,

e ee
g w s n sei , habe er d ie v onih m gepacht et e n Pre ssen z u hohem Preise
v erm iet h et u n d au f d ie se W eise v ie l G el d zu sam m e ngebr acht E Khabe .

hied urch d en B eweis geführt d ass es für d ie P hil oso phen l eicht ist reich , ,

zu w er d e n w e nn sie n u r w oll e n ; nu r s ei eben d as nicht d e G e enst a n d


, g r

ihre s Strebens D asselbe D io g L I 2 6 .E in G egenst ü ck hlez u bil d e t


« . .
, .

d ie E z ah l ung ub er Th al es b ei Pl a t o Th eaet 1 7 4 a : T ha les soll einst


r

.
, ,

al s er A st ronom ie t rieb u nd
ge gen d en Him m e l s ah in eine C ist er ne ,

gefa ll en sein d a soll ih n eine t h ac is ch e S el a v in au sge l a ch t habe n


, äg r , >
‘ ‘

év

n öpocv d> a po %o p npo c ii ev ocö co ü noch n ocp& a ö ö ocg


'
coc .o i ro eiö ev o 8 éZp
'
ev o u,
*

l ocv d ocv o z
' ’
. n
oc1 öv .

Pl t u . d e pl ac .
ph il o so ph o rum , 3, I l : eg ö ö oct ö g cpv o c n otv coc etw a
g
*

r oot eig ö ö wp a ocv roc


öwa l üec d oa1 C ie A c ad


. . II 37 : Thales ex a qua clix it
.
,

c o ns tare om nia . D en Term inus dct s o ll er st A nax im a nd er gebrau cht

haben (s .

r ot eles sagt M et I 3 8 : V i e l l e i c h t (to wg) sch o pft e er seine


8 ) A ist .
, ,
»

An sicht d ara us d a ss d ie N ahr ung all er D inge feu cht ist u nd d as W arm e
, ,

sic h aus d em F eu cht e n e nt wi c k e lt ferner d araus d a ss d e S am e al l er r


, ,

D inge eine feucht e N a tur h at D iess a l so nur Verm ut h ung d es Aristo . «

t el e s nicht positiv e U eb erl ieferung And ere M o tiv e l eihen ih m S pätere


, .
,

z .B S im plic in Phy s fo l 8 @ kfig ig Ö Y ÖV | V (Z eugungsk raft) m d


. . . . : oc e
"
C L J.O

p pm v ( N ährk raft ) m ai o v x u x ö ( v erbin d e nd e m d Cco n ö v (be lebe nd e


'

r oc o c e v x

Kraft ) a ö ün w v ( Bil d sam k e it) A ll ein es fra gt sich


occ s ö ö é g &n i ö v
*
c ro oc o e e .
,

o b er seine A nsic ht w irk lich in d ie ser Ar t


phil o so phis ch b e gr ün d e t h at ‚
.

Er lehr te au ch d ie Erd e schwim m e auf d em W a sser (Arist M et I 3


, . .
, ,

7 D e c oe l II

y ijv é p ö ö at o g &n prjv ocro iv v iel l eic h t h ä ngt


'

: c o ec s occ. .
,

seine L ehre d ass d ie W elt au s d em W asser ent st and en sei


, m it d ieser
Ansicht z usa m m en .

9) N a ch I h eo ph rast h at z u e r s t Anaxim e ne s d en P r o cess d es W er


r ‘

_
16 Thal es .

es gib t hi eru b er k ei ne s i c here U eb erlieferung U eb erh aupt ist .

Alle s was v o n d en philo sophi sc he n A nsi c hten d es Thale s be


,

ri c htet wir d no c h gänz li c h sa genhaft ; ei ne S c hri ft v o n ih m


,

wir d nir ge nd s a ngeführt und Ari stotele s ne nnt wo er v o n ,


.

ihm sp ri c ht im m er nur d ie Sage al s sei ne Q uelle W e nn


'

ih m d aher spätere Beri c hter statter sehr e nt w ic k elte P hilo so

p h e m e z B d ie I d,
ee ei n er
. W el t s eele o d er . ei ne s w eltbil d e nd e n
12
G e iste s ) ( v o üg) d ie U nsterb lic h k eit sl eh re ) u s w z usc h rei
13
,
. . .

b en so si nd d ie ss A ngabe n d ie ni c ht aus a c hter U eb erl ieferung


, ,

s t am m e n m it a usd r üc k li c he n Er klär unge n d es Ari stotele s im


,

W i d er sp r uc h S tehe n und d aher k eine n G laube n v er d ie ne n ,


.

N a ch Ari stotele s d em ei nz i g si c her n G e wä hr sm ann hat si c h ,

d ens au s einer Verd icht ung un d Vé rd unnung d es Urstoffs hergel eit et


( ap S im pl . . in Phy s fo l . .

10 ) A ist d e r . anim . l, 2 : äo m e m d ® ocl üg ,


5 5 ien; d a 0 11 11 np c . 3 o no n,
v e 1

m v mm ö v wir; 1b ö no l ß e ins p rt v M80v (M agnet st ein) ?é cpn


’ ’

11 ( 10 oc e tv ,

äxew, ou
'
c0 v

c iö v
; po v m v et . D io g . L I .

,
u v ocg o üy y pocnp.oc x occé 7l m ev
*

o ööé v .

11) M . Anm . zu M et . l , 3, 8 . Z B . . Arist M et . . I , 3, 11 : ® oc7l fig 71 é


De oel II 13 : m

'’
18

C ou c hu ng d no cpfiv occ d occ . c .
,
'
v ecc ö ö oc co g nei o h o )
u,

&pxo aö coc co v na ps c7w; cpocnev EÖV l ö y o v , ö v cpoco w einei v ® oc7kfiv


'
r o ü co v TÖV M cl fio co v
* ' ' ’
.

P o lit I .
, 11 : G oal fig nev 0 6v Ä é y e c oc c m l

*
.

12 ) C ie d e N . . D . I , 10 Tha l es M il esius a quam d ixit esse initium


:

rer um d eum aut em m e nt em quae ex aqua c unet a fingeret Sto b


'

, eam , . .

E cl o g , p 56: . I . 8 00 67; g v o üv 10 6
'

% o o po u "

co v S eö v ,
'
co

s nö w s n
öa

cpo x o v d pa
" ’'


noch S eä w nl v ; pe g . D ie L ehre v om G eist e find et sic h zu erst b ei Anax agoras .

13) B i g L , 24 o . . I .

o
14) G und l s ist esr
auch wenn B r a n d i s v erm uth et Thales ,

habe z u d em Urstoff eine Urkraft hinz uge d a cht Er folgert d iess aus .

d en v o n A rist o t e l es ub erl iefer ten B ehaupt ungen d es T hal e s notv roc 7W} p7)
'

, 75

8 611 eiv
3 1All e s s ei v oll v o n G ö tt ern ( d e anim I
occ , u nd d er M a gne t .
,

habe eine S ee le weil er d as Eisen bewege ( d e anim I 2 o b Anm , . . .

A us d iesen A u ssa gen lä sst sich j ene F o l geru ng nicht z iehe n D ie .

z w eit e d erselb en be sagt v ielm ehr b los d ie ss : Th fuhr t d ie Kra ft et wa s .

z u bewegen au f eine cp o xi; ur ück ; d ie erst ej d ehnt d iess d ahin aus z ,

d a ss über all in d er W elt h o h er e seel enh aft e W e sen sind d ie in ih r be ,

l ebend und sch afl end wirk en Thal e s l ehrt d urchgängige B eseeltheit d er


'

M a t eri e (Hy l o oism us) weit er nicht s Arist o t el es l ä ugnet ausd rü ck lich d a ss
z , .
,

d ie ält est en Phy siologen d ie be wege nd e Ursa che v o m S t o ß unt erschie d en


h aben ( M et I 3 15 u nd s agt v o n Anax a ora s er habe m it seinem
.
g , , .
,

wel t o rd nend eu v o üg eine gro sse N euerung aufgebracht ( I 3 , ,


18 Anaxim and er .

d er Or d nung d er Zei t « tie fsi nni ge n Ausspr uc h I n d ie se m


v oll al t er th ü m l ic h en G eprages er sc he int alle s e nd l i c he be stimm te , ,

s elb st s t ä nd i ge Sei n Leb en und W irk e n al s Stör ung und Trü ,

b ung d es r uh igen har m o ni s c he n Z usa m me nse ins d er D inge im


Ur gr und al s ge ge nse iti ge Fei nd sc haft al s R aub und U ngerech
, ,
=

t igk e it für w el c he d as E inz el sein d a d ur c h B uss e z u le iste n


,

ha t d a ss es na c h d er ku rz e n Fre ud e fursichs eiend en Lebens


,

wi e d er im Ur gr und u nter ge h t .

2 Je d o c h ni c ht nur b egrifl lic h


. a uc h m ateriell hat Ana ,

x im and er s e in Ur we s e n t ie fer g e fa ss t al s Thale s W ähre n d .

Thale s ein be st im m t e s Ele m ent z um Pr inz ip gem ac h t hat t e ,

g eht A n ax i m a n d er u ber die be s t i m m t e n Ele m e nt e al s e in Se ,

c und ares hi naus und set z t al s Erst e s ein Pri us o d er e ine Vor
, ,

s t ufe d es el em entarisc h en Da s e i ns e i ne n q ualitä tsl o sen U rsto if ,

( D i o
g L II . Z w. ar si nd d ie Al t e n ni c h t ei nig d arüber , wie
,

m an si c h d as Ur w e se n d es A naxi m and er n äher z u d e nk e n h abe

( S c hl eierm S 1 7 5 . W e nn j e d o c h A r istotele s be sti m m t


.

a ngibt A nax im a nd er la sse d ie el e m ent arisc h en G e gensatz e aus


s e in e m U rs to fl si c h aussc he id e n und w e nn er ihn in d ie ser

Bez iehung d e nj e nige n Phy sik er n e nt ge ge nset z t w el c he d ie ,

Elem e nt e d ur c h Ver d ü nnung und Ver d i c h t ung d es Urstoffs ent


st ehe n la sse n so ist z u v erm uth en d a ss d ie s er U rsto fl sel bst
'

, ,

ni c ht s A nd ere s w ar al s d er P o t enzz u stand d er E l em ent argegen ,

sa t z e d ie c he m i sc he I nd iffere nz o d er d ie no c h ungesc h ied en e


,

u nd be s t i m m ungslo se E inhe it d er s elbe n F ur d ie se A uff a ss ung .

spri c h t a uc h d a ss Ari stotele s e inm al ( M et XII 2 5 ) d ie Ur .


, ,

m i sc h ung (t o pi7 p04) d es A naxi m a nd er al s Be isp iel für d en Be


g

r ff s p ote nz ielle n Sei ns 120 0 5 6 1102 131 öv ro g) a nführt Da


g i d e ( 1 ss

4) S im pl ic in . Phy s . f . 6: eg div öé y é v ec ig é c u ro t g 0 ip) 60 4 , x oci t

cpS o g
> ocv

é; r oc6 w
y iv eo h o n we nde co xpeu1v

‘ '
°
ö cöö v occ y oop 046t 02 TIO LV m ai ö £m ; v

. .

&ö m iocg m rsac C O U x po v o o r oc€w


t ip
' '
"
) .

5 ) Ar . Phy s I .
, 4: 0 5ö

é x. 1 0 6 é v ö g é v o üc ocg 1 0cg é v a v u ö r mocg ( d as 1Varm e
un d Kalt e) é a a piv ec d oei cpocc w, Cöo a ep A v ocäinocv ö po g ’
.

6) ö v co g y iy v e coct no w

1 é VCO L 1117 ö v é
' '
*
r oc, ö o v oenen 1
'
co g
*
ö v epy eiq .

ao d co 6 1:
*

é crcw E pa eö o x l é o ug
' ’

ni v aco m d Av a äcnotv ö po u Vgl



. . Irenaeus
c ontra h aeres es II , 14 : A nax im and er h o c q uod im m ensum est om ni um
initi um subj ecit , hab ens in sem et ipso om nium genesin D ie
sem inal it er .

s cho n b ei S im l ic iu s u A erwähnt e Ansic ht A s Prin ip sei ein neroc€ b


p . .
,
z

z wischen W a sser u nd L uft S i A r ist P h s f e a er i &öcö


( n y g n u : e n . . . .
An a xim and er .
19

d as Ur we se n d es A nax im a nd er al s s to ffli c h al s 6171 z u d e nk e n ,

ist und ni c h t al s d y na m i sc he s Pr inz ip


,
is t unz wei felha ft d a , ,

A naxi m and e r i nsge m ei n z u d en Physi k er n (co o m o i) gez ähl t wir d


( zu d e n c o c w o i re c h net
p ih n Ari stotele s Phy s I
. 4 ; z u d en .
,

uo co l öy o c Der s I I I Unge na u d r üc ke n si c h Spä tere (z B


cp .
, .

D io g L I I 1) so aus : An axi m a nd er habe sta tt d es W a ss er s


'

. .
,

o d er ei ne s a nd er n be st im m te n Ele m e nt s d as Un e nd li c he T Ö ,

d a s npo v , z um Pri nz ip ge m a c h t G era d e d ari n be st a nd wie Ari .


,

sto t el e s w ie d erholt eri nnert ( s 11 1 A nm z u Met I 5 d er . . . .


, ,

Haupt unt er sc hie d z wisc he n d en j o nisc h en Phy siolo ge n und d en


Pyth a goreern d ass d ie Let z te m d as U ne nd li c he al s s ol c he s
,

z u ei n e m Pri nz ip d er Di n e e a ht habe
( 0461 0 T ? P )
) ÖiTC£ZL O V -

g g m c n ,

währe nd Je n e ein m aterielle s S ub strat unter stellte n d em sie ,

nu r d as P rad ic at d er Une nd li c h k eit beile gte n D as Letz t ere .

ist a uc h d er Sta nd p unk t A n ax im and ers : w e nn er s ei ne n Ur


r un d u n e n d l ic h n e nn t so b e z ei c h n et er d a m it nu r d esseh un
g ,

e rsc h ö pfl ic h e E rz eu gungsfä higk eit ( Pl ut d e pla c phil I 3 4 °


. . .
, ,

d as Ur w e s e n ist d a :: cpo v , (v on ij yé v s o u; pm ö é v é l l einrg)
-
.

3 A naxi m a nd er z ei gt s o fort wie d ie wir kli c he n Di nge aus


.
,

d em une nd lic he n Ur gr und her v or ge ga nge n si nd Er lasst aus .

s e inem q ual itä t sl o sen Ur sto ff v er m ö g e d er e wi ge n Be w e un


g g , ,

5 10 1: 7; g 0ccö io o x wfi ( S im pl in Phy s f d ie d e m s elben


’ ' ‘

o ecng
*
. . . .

in wo h nt die ober st e n el em ent aris ch en G e ge nsä t z e ( äv av u örnr eg)


, ,

d as Kalte und W ar m e sic h a ussc hei d e n u nd aus d i e s e m G r und , ,

e g e n sat z d es Kal t e n un d W ar m e n lä ss t er s o d a nn f reil i h


g c ,

m i tt el st pha nt a s t i sc her A nnah m e n in w el c he n si c h d ie Ki nd heit ,

d er d am ali ge n N at u r for sc h ung sp ie gel t d ie w irk li c he W el t h er ,

v or gehe n D as une nd li c he Ur we se n ist aber d em Anax im an

nev uö cct o g l em o rs po v , 1 0 6 ö e &é po g n ux v o 1zepo v ( S in Ari st d e


'

pLG C Ö V n ,
‘ ' ' ‘

6

. 10 . .

c o el o f . ist m it grosser G r ünd l ichk eit w ie d er aufge no m m e n u nd v er


d e1 S c hrift v o n D r L ü t z e , U eber d as A n ecpo v A nax im an
"
t h eid igt in .

d er s ’

, 18 7 8 . A ll in : d e a ss A .

s wie qu antit ativ ä necpo g, so qualit ativ
e esen ist v o n Th eo ph rast ( S im pl Ar Phy s fo ]
&0 pcc r o g g w
'

, . . . . Porphy r
(f 32 ) u A ( S chl e ierm acher S 17 5 ) so e nt schied en bez e ugt
. . . .
,
d a ss j en es
1 im m er no ch u best im m t l au t et u nd d as Ä em p0 11 ö ö oc o g
'

ner € 6 oc . z ot s r ,

epo v ä é po g auf R e chn un g d er I nt er ret e n k om m e n u m uss e n s cheint


no x v or z
p
(s b ei L selb st S
. . .

7 ) D ie E r d e gebier t l eben d e W ese n d ie aus W a sserb l a se n her or ,


v

w a chsen u nd m it einer d or nige n R ind e u m gebe n sind ( pl o t g n pn x 6


, c co s e «

nev 0c D iese Rind e spri ngt m it d er Z eit Pl ut Pl a c V 1 9 , . .


, .
20 axim enes
An .

d er i ht blo s d er G r und al l e s Ent stehens s ond er n auc h alle s


n c

Ver gehe ns kraft d er e wige n Be w e gung d ie ihm inwo h nt Alles


, ,
.

Ent st a nd e n e geh t im Ur we sen wie d er unter um d ie U ngerech ,

t igk eit s e iner So nd erexi ste nz z u b ü sse n und es herr sc ht im ,

Univ er sum ein une nd l ic her p erio d i sc her W e c h sel o d er Krei sla uf
d es E nt st ehe ns und Ver gehe ns M it d ie s er A nnah m e ei ne s pe .

rio d isch en W e c h s el s d es Ent stehe ns u nd Ver gehe ns so wie d er ,

e wi ge n Bew e gung ist Anax im and er d er Vorläufer Hera klit s


,
.

D ie Behaup t ung unz ähl ig v ie l er W el t e n ( x ö o no c a nerpo c) , d ie


d em A naxi m and er z uge sc hriebe n wir d is t v iellei c h t ebe n auf ,

d ie s e un e nd li c he S uc c e ssio n unt er gehe nd er un d n euentsteh end e r


W el t e n z u be z iehe n
8 . A nax im enes .

A nax im a nd er fol gt d er Z ei t na c h s ei n Land s m a nn d er


A uf
.
,

M ile sier A n a x i m e n e s Er wir d v o n d en A lte n ge wö hnli c h


.

al s S c h ü ler o d er N a c h fol ger ( a ud it or &a o o o rrj g é m ipo g 5 1025 0 , , ,

x )oc d es A n axi m a nd er be z ei c h ne t S e in To d e sj ahr s e t z t Apol .

lo d or (D io g L II 3) um d ie Zeit d er Erobe r ung v o n Sar d e s


. .
, ,

wo m it nur d ie z we ite Bela ger ung d ie s er S ta d t u nter Dari us ,

im Jahr 5 0 0 v C h r ge m e int s ei n k a nn
. .
,
Se in e Lehre über .
,

w el ehe er e i ne e ige ne S c hr ift ge sc hriebe n hat war im G anz e n ,

e ine Verk nüp fung d er philo s ophi sc hen Stand p unkt e sein er bei
d en Vor gä nger .

1 I n d er all gem el nen Fa ssung s e ines G rund prinz ips sc hlo ss


.

s i c h A n axi m e n e s an A naxi m and er an Er d a c hte sic h se in .

G r und w e se n unbe g re nz t (d a scpo v ) all u m fa ss e nd ( 71: 02t a e cé o v


p x ) ,

und in e wi ger Be we gu ng be gr iffe n ( d ei m v o ün ev 0v : Be ti


.
) s m
m unge n d ie er oh ne Z w ei fe l v o n sei ne m Vor gä nger e nt leh nt h at
, .

2 I n d er m aterielle n Fa ssung s ei ne s Pri nzip s d a ge ge n


.
.

k e h r t e er wie d er näher z ur Ans c ha uung d es Thale s z ur ü ck in ,

d em er wie d ie ser ,
s t at t e in e s be st im m ungslo se n Ur sto ffs ein
,

be st im m te s Ele m e nt und S ub s t ra t d e r D inge s etz te und z war ,

d ie L u f t » W ie uns ere Seele « s o la ute t d as ei nz i e a c hte


.
g
D er en sc h ist aus d em Thier herv o rgew achsen E r bewo hnt e anfa ngs
M .

i n F isch ge st a lt d as W a sser gieng d a nn au fs Tro cke ne über


, und reift e ,

zu m enschl iche n G e st a lt heran ( Pl u t Q uaest c o nv iv V III


r erster . .
,

D a r w i n i s m u s i n d er N a t urphil oso phie


.
.

D ie er st e u nter Cy r us 5 46 v C h r Vgl j e d och Z e l l e r I 2 19 f


: . . .
,
.
Anaxim e nes .
21

Br uc hstü c k se iner S c hrift d as auf uns ge k om m e n ist » L uft , ,

s eie nd u ns z usa m m e nhält so um fa ss t Ha uc h und L uft die ,

ganz e W elt « Die A nalo gie d es thierisc hen Leb e ns d as d urc h ,

L uft und A thm en be d ingt ist war es hieh ac h was d en Ana , ,

xi m e nes b ewe gen ha t d as Lebe nspri nz ip d es Uni v er sum s in d er,

L uft z u suc hen Dass er hiebe i e in e and ere als die atm o sphä
.

ri sc he L uft n ä m li c h ein fein ere s sinnl ic h ni ch t w ahr neh m bare s


, ,

Elem e nt im Auge gehabt h at wie Brand is und Ritter a nneh ,

m en lässt sic h ni c ht erw ei s e n


,
.

3 E nd li c h h at A naxi m e n e s naher na c h z uwei se n ge suc ht


.
,

wie d ie W elt aus d i es em Ur w e se n h erv o rge gangen ist D en


G r und ihrer Ent steh ung fi nd et er wie A naxi m and er d ari n d a ss , , ,

d as Ur we s e n al s Pri nz ip d es Lebe ns in be stä nd i ger Be we g ung


, ,

und S el b stv er w an d l ung be gri ffe n ist ; d en Pro c e ss d er Ver w a nd

l ung lässt er d ur c h Ver d ic ht ung (nüx v co m g) und Ver d ü nnung



) d es Ur sto ffs v o r sic h gehe n Verd ünnt wird
'

(n w

oiv on g 0cpo aco m g
, .

n a c h ihm d ie L uft z u Fe u er v er d i c htet z u St ur m N ebel W as , , ,

s er ,
Er d e und Stei n aus w el c he n Sto ffe n so d ann die ü br igen
,

Korp er her v or gehen ( S im pl Phys fo l . . .

E r g e b n i s s : D ie d re i er sten j enisc he n N aturph il 0 30 ph en


habe n som i t 1) d ie S ub sta nz o d er d as G r und w e se n d er Di nge
a ufge suc ht ; 2 ) d ies e S ub st anz in e in e m m ateriale n G r und sto ff ,

d en sie v er sc hie d e n be sti m m te n gefund e n ; 3) aus d i e se m Ur ,

st o fi d ie G r und for m e n u nd G r und unt e rseh ie d e d er N at u r ab z u .

leiten ge suc ht .

5 9
. U eb ergang auf d i e S y st em e d er C aüsal it ä t .

W ar d as N a ch d e nk e n d er älte ste n Philo sophe n or z ugs v

wei s e d ara uf geri c htet gewe sen d en let z te n S t off d er Dinge z u ,

ergrürid en so m usst e ei n e for t ge s et z te Reflexio n d ara uf führe n


, ,

die Th atsac h e d a ss alle s ex ist irend e Sei n d em G e set z d es W er


,

d e ns d er Veränd er ung d es w e c h s el nd e n E nt ste h e ns und Verge


, ,
.

h ens unt er wor fen ist ( wie t h eil weise seho n Anaxim and er geth an)
,

ins A uge z u fa ss en und na c h d en G rü nd err h iev o n z u fra ge n

2 ) P lut . d e pl ac .
phil o so ph o ru m I , 3, 6 . Stob . E c lo g . I , p 2 96 :
. 0 10 1»
c uxiq i) f)ii 8 t é pd 61110 60 01 fin0cg öl o v a v e6 nad

h ned ö o no v
"

c ny a porcei noc
’ ‘
0 .
, . c0 v x
'
.

d i)p nepté xs t
_
.

1) Arist . M et . I , 3, 14 ff .
22 An axim enes .

Daher hat e1ne z weite Reihe v o n Syste m en d ie Frage na ch d en


b e w e g e n d e n U r s a c h e n d as Proble m d es W e r d e n s an
,

d ie Spitz e ge stellt und v o n d er Bea nt wort ung d ie ser Fra ge d ie


,

nähere Be sti m m ung d es sto ffl ic he n Pri nz ip s abhä ngig ge m a c ht .

E s k on nte a b e r z ur Lö sung d ie se r Fra ge ein d opp elter

W eg ei nge sc hla ge n w er d e n : d er W eg d er d y n a m i s c h e n
und d er W eg d er m e c h a n i s c h e n N at urer klär ung Die m e .

c h anisc h e N at u r er klär ung l ä ugnet ein wir kli c he s W er d e n ei n e ,

wir k li c he ( qualitati v e ) Veränd er ung d er Sto ffe al s ei ne lo gi sc he


Unm ö gl ic hk ei t E s ist und enkbar sa ge n E m p e d o kles und Ana
. , .

x ago ras ,
d a ss aus N ic ht s Et wa s u nd Et wa s z u N i c ht s wer d e ;

Daher er klärt d ie se N at uransi c ht alle s W er d e n fü r blo sse Orts


v erä nd er u n fü r v erä nd erte Mi sc h un le t z ter unv erä nd erli c her
g , g ,

S to ifth eil c h en Hie d u r c h gla ubt sie sic h aber in d ie sen ihre n
.
,

er st e n Vertreter n genö th igt d em Sto ffe eine be we ge nd e Kraft


, ,

z ur Seite z u s telle n d ur c h w el c h e j e ne Ver ä nd er ung d er M 1


,

sch u ng herbei ge führt wir d D ie d y na m i sc he N at ura nsi c ht d a ge ge n


.

ni m m t e in wir kl ic he s W er d e n an i nd e m sie ni c ht ei nz el ne fe st e
,

u nv erä nd erli c he Sto ffe so nd er n e ine s to fferz eugend e und sto ff


,

v er wa nd el nd e N at u r kra ft al s Er ste s und Ur sp r ün li c he s s et z t


g ,

und d ah er , statt Sto ff u nd be we e nd e Kra ft z u tre nne n


g die ,
_

best im m te n Sto ffe nur als w e chsel nd e fü r si c h sub sta nz lo se Er


,

sc h einungen d er all ge m ei ne n G r und kraft ansic h t Je d e d ie ser


.

bei d e n ei nand er ge ge nü ber stehend e n Theorie n hat ihre Vertreter


e fun d e n d i e d y na m is c he N at ura nsic ht an Hera klit d ie m e c ha
g ,

ni s c he l n st ufe nw ei s er A usbil d ung an E m p e d o k le s an Anax a ,

g ora s u nd an De m o k r it w el c her le tz tere aber ei ne b e s o nd ere


,

be we ge nd e Kraft ni c ht m ehr aufstellt und hie m it Vertreter d er


rei n und ab sol ut m e c ha ni sc he n W elter klär ung ist


. .
H erak lit .
23

M ensc h env eraeh tung or wir ft so s i nd d ie s e A n abe n wah r


g v

seh einl ic h ni c ht aus besti m m ter U eb erlieferung so nd ern aus


d em Chara kter s ei ner Philo sophie und aus ei nz el ne n se iner .

Aeusserungen ge sc höp ft Sei ne ar isto kra t isc he G esi nnung und .


s ei ne Vera c ht ung d es gro sse n Ha ufe ns sp ri c ht er aller d i n s in


g
m eh rere n Stelle n sei ner S c hri ft in s c hro ffer W ei se aus A uc h
so nst wir d aus sei ner S c hri ft m a nc her A usspr uc h v oll stol z er

De rbheit ü berlie fert ; so wol ü ber die Di c hter d er Vorz eit als ,

ü be r Philo s ophe n s einer eigeneri Epo c he ä usserte er si c h m it _

v iele r G e ri ngsc hätz ung »V i el wisserei so lautet ei ne s s ei

ne r Fra gm e nte bil d et d en Si nn ni c ht ; wü r d e sie es so ,

hatte sie auc h d en H esio d o s belehrt und d en Pythagora s und


d en X e nophane s « ( D L IX 1) I m G e ge nsatz ge ge n d ie se
. .
,

Viel wi ss er be z ei c hn ete er sic h selb st al s A uto did act en d er Alle s ,

aus si c h s elb st e s höp f t habe ( D L IX d em d ie Vertie


g c . .
,

fung ins ei ge ne Selb st d ie ei nz i ge Q u elle d er W ei sheit gewesen


s ei
( 5 5 1C 0 02 7 )
n n p ic h f ra gte bei m i r s elber
gi eng bei ,

m ir s el b er in d ie S c hule F ragm 7 3 bei S c hleier m a c h er v gl ,


.
-

,
.

S c h ust er Heraklit S D aher tr ug er s ei ne Lehre n m it


.

eine m Selb st ge fühl und einer Z u v er si c h t v o r d a ss Ari stotele s ,

5 703611) 17011 0 v nui > v *

Bio v . J uv . S at . X , 28 : de s apientib u s a lt er ri d eb at ,

quotiens d e limi ne m o v erat unum pro tul er at q ue pe d em fleb at c öntr arius ,

a uct or S chol z (1 St : d uo phil o s0 phi D em ocritus e t Hera c litus erant


. . . . . ,

quor um D e m oc ritus a c tus h o m inum om nes rid eb at H er aclitu s v ero fleb at


'

.
,

S en d e ir II 10 : Hera c l it us quo tiens pro dier at fl eb at : m iser eb at ur em


. .
, ,

nium q,ui sib i l ae t i fel i eesq u e


'

o cc u rr eb ant D e m o c rit um con t r a aj unt .

nunquam sine risu in pub lic o fuisse D erse lbe d e t ranq anim 15 . . . .

2 ) D L IX 1 : ney ocl o cppwv y é ( o v e n0cp ö wcwo 6 v m d 6ue pö m ng IX 2 8


' ’
°
.
. .
, ,

6a epo m m ö g 1: 6 w necQ0 wnv T atia n G rat ad G rac e 3 5 6101 1 0 « 6170 666042 1 0 1


'

. . .
»

eiv ocz noch 6n pv g


.
e cpo wov T im o’

n b ei D L IX 6 :
. 0 xl o l o iö o eo g W om it zu . .
,
.

v ergl eiche n d as F ra gm e nt A rist Et h N ic X 5 : einem E se l ist Spreu . . .


,
»

l ieber al s G ol d und F ragm 5 b ei S chl eierm acher ( S


«
,
d ie Hund e
. .
»

bell en auch d en an d en sie nicht kennen , . «

3) D L IX 2 . .
, .

4) D L IX 1 : 1: 0 v L6 O nnpo v äcpocc msv 06510 1 3% &v e w wv é x ß oc7tl ec


' ' '
’ '
. . »
,

80 a ueci 0047c£ € sc10 a 1 .

5) N o ch ein ber Py thagora s D L V III 6 :


U rth eil u . .
, H 0 0 0cy ö p ng M W )
(W issenschaft) h a nc v d v h pc6u mv nt) ucr oc
'

c ocpxo o famo piv gv c e o c 11 021


/e noci t a l e
'

€ 0cnev o g m i nor; &g yy poccpocg é a o wio occo 5 016 1 0 6 ao l o noc0 £ nv , w mo


c o cpi v ,
t oo
n
rexv hq v (W eisheit Viel wisserei Pfuscherei)
, , .
24 Herak lit .

s age n ko nnte ,
H erakl it v ert raue ebe nso fe st s ei ne n Mei nunge n ,

al s And ere ihre m W i sse n E th N ic V II 5 : i5v co c m o reüo uo w -


. .
, ,

"
fit t o v eig 5 0 502C0 6 <5 1V f) é rcio t o c

o ö öé v ,
f e ig o u

67110 1 5
H poix l erco g

.

Sei ne Lehre le gte Hera klit in ei ner S c hrift nie d er d ie b ei ,

d en Alte n in gro ssem A ns ehe n sta nd Sie wir d unter v erschie .

d e ne n Titel n a ngefü hrt ; ur spr üngli c h fuh rt e sie wie es sc hei nt , ,

d en Titel a epi cpüo ewg Ueber ihre D unk elheit wir d v o n d en


Alte n v iel gek la gt Heraklit erhiel t dav o n d en Beina m en » d er
D unkle « ( ö 0 x 0 cecv é g z uer st P seud o arist d e m u nd o Aber
'

*
.

e ine ganz leere Vor stell ung spä t erer S chr iftst elle r ist es H e

r aklit habe ab si c h t li c h d unk e l ge sc hriebe n d a m i t s ei n e S c hri ft ,

d er unph ilo sophi sc he n Me nge unz ugä ngli c h bleibe ( D L IX . .


,

Die D unk elheit d er selbe n erkl är t sic h z una c hst aus d er Unbe
h ü lfl iehkeit d er äl t e s te n Pro sa d ie be so nd er s in d er W o rtfü ,

g un g n o c h s ehr roh u nd u n a u s ebil d e t


g w ar , wesswe en a uc h
g
A ri st otele s k la gt es sei so s c h wer H erak l it s Sät z e ri c ht ig z u
, ,

c o ns truiren Fer ne r ha tt e d ie äl t e st e Pro sa d a sie sic h erst ,

aus d er Poe sie herausbil d e t e und d er d ial ec tisc h en Ferti gk eit


n o c h e nt behrte ei ne N eigung z ur b il d l ic he n m ythi s c h e n gn
, o , ,

m enartigen A usd r uc k sw ei s e So herr sc hte a uc h in d er S c hri ft


'

Heraklit s die Bil d er spra c he v o r sie war re ic h an d erbe n G lei ch ,

ni sse n re ic h an t re ffe nd e n Si nnspr üc he n v oll s c hla ge nd er Kraft


, .

H iez u k a m e nd li c h Herak lits philo soph isc he s N at urell d er ,

Drang se 1ne s G ei st e s d ie G e d anke n in unv er m i t telter Tiefe ,

a usz uspre c he n Aus d ie ser G ei st esr ic ht ung e nt stand sei ne ab ge


.

rissen e s e nte nz iö s e in orak elhaft e n Bil d ern sic h fort b e we ge nd e


'

, ,

Dar stell ung die aber ebe n hie d ur c h ni c h t selte n sc h wungv oll
,

und erhabe n wir d Hera klit war oh n e Frage d er tie fsinni gste
und ge nia l ste D e nk er u nter d en v or so k rati sc he n Ph ilo sophe n .

So k rate s soll ü ber sei ne S c hri ft geäussert haben was er d av o n ,

v er st a nd e n habe s ei v or t re ffli c h , und v o n d em was er ni c ht , ,

v er st a nd e n d ass es ebe nso sei ; allei n die S ch r ift


gla ube er
, ,

6) D . L IX
. 5 .

7) ociv 1m i q im o n ap. D . L IX.


, 6 . 13 16 . .

8 ) A ist r . Rhet III .


, 5 : 1 06
°

H po mke tco o *
5 1a 0 t 65 041 . ep o v ,
y CÖ
'

ä ö nl o v

i
s v occ, n o ree<n a pö o uev co a, t d) ucrcepo v n pö t epo v .

9) Ä ann pcö g D . L IX.


, 7 .
26 Herak lit .

d as Fe uer sei Pri nzip d er D inge W ie Thale s d as W asser Ana


.
,

xi m e ne s d ie L uft so m a c hte
,
s a t Ari stotele s Me t
g I 3 12 .
, ,

d er E ph esier Hera kl it d as Fe u er z um Pri nz ip So aufge


fasst wü r d e Hera kl it ga nz in Ei ne Reihe m it d en alt ere n


J o niern z u st ehe n k o m m e n A l l e in d ie se A uffa ssung ware ej n
.
_ _

ro ss e s M issv ers tä nd niss s ei ner Ph ilo soph ie D e nn ebe nso ein


g .

s t i m m i g wir d ihm d ie Beha upt ung z uge sc hriebe n alle D inge ,

se ie n in e wige m F lusse in r uh el o ser Be w e gung und W a nd e


, .

l ung be griffe n und ihr Beharre n sei nur S c hein ; auc h die E nt
,

s teh un d er Di nge aus d e m Fe u er er klärt er d a d ur c h d a ss d as


g ,

Fe uer sich fortwäh re nd v er wand le in ih m selb st entgegenge


s et z te For m e n d er Exi ste nz ( W a ss er Er d e 11 s währe nd . .

d ie ältere n J o nier nur s ol c he Um ge stalt unge n d es U rsto fl s


k e nne n ,
bei w el c he n d ie ser s elb st unv eränd ert bleibt was er ,

ist. W e nn d ie ss sic h so v erhält so ist es Heraklit k ei ne sw e gs


,

blo s und k eine swe gs in er ster Li nie um d ie A ngabe e 1ne r S ub


stanz z u t h un ge we s e n au s w el c her d ie W elt e nt sta nd e n sei ;
,

v iel m ehr ist d as W e s e ntli c h s te s ei ner A nsc ha uung d ie ss d a ss ,

er d as Uni v er s um al s Pro c e ss d es W er d ens a ufge fa sst habe n ,

d a ss er d ie I d ee d es W er d e ns in d ie Philo sophi e ei nführe n und


aus ihr d ie W el t er kläre n wil l W ähre nd d ie ge wöh nli c he
.

Vo rst ell ung$ weise d ie W elt als ein r uhe nd e s Sei n ansieht inner ,

halb d e ss e n nu r e inz el ne Verand erungen v or gehe n oh ne d as ,

lei c h för m ig e Beharre n d es G a nz e n z u al t eriren w ill Hera k l it


g ,

d e n Me nsc he n d ie A uge n d arü b er ö ffn e n d a ss in d er That,

Alle s Ver ä nd er ung Alle s e wiger W e c h sel Alle s unaufho rl ic h


, ,

k rei se nd er L eb enspro c ess sei D as Fe uer ist ihm nur d esswegen


.

Pri nz ip we il er ein Pri nz ip be d ar f d as nic ht r uhend e S ub stanz


, , ,

s o nd er n s elb st ni c ht s ist al s r uh el o s e s Be we e n r u helo se s


, g ,

W er d e n r uhelo se s Ver wand el n alle s De sse n wo m it es in Be


, ,

r ühr ung k om m t in n e u e G e st al t und For m r uhelo se sS ch affe n


, , ,

Zer störe n und N eub ild en Al so : Hera kl it will ei ne n G r und


. .

st o ff w el c her d ur c h sei n W e se n Pri nz ip d er Be we gung o d er


be we ge nd e Kraft sei Er ist d a d ur c h z ugleic h d er er ste Dyna
.

m ik er unter d en grie c hi sc h e n Philo sop h e n 9) und Haup t


v ertreter d er Philo soph ie d er C ausalitä t

Herakli t hat sei n Pri nz ip d es W er d e ns in d en m annigfal


tigsten Bil d er n a usge spro c he n » I n d ie se l be n Strö m e
. sa gt er ,
Heraklit .
27

( F r 7
. 2 tei gen wir hi nab und stei ge n auc h ni c ht hi nab
s .

De nn ( Fr 2 0 2 1) in d enselbe n Stro m v er m ag m an ni c ht z wei


. .

m al z u stei ge n so nd er n i m m er z er stre ut und sam m elt es si c h


wie d e r i m m er st rö m t es z u und str ö m t es ab c


,
Aueh P l ate —
.
,

d er älte ste Ze uge gibt d as W e se n d er hera kliti sc he n W ei sheit


,

d ah i n an d a ss Alle s sic h wie ein S t ro m be we ge )


,

d ass die
Di nge gehe n und ni c hts fe st bleibe d a ss al so nie m al s ir ge nd
et wa s e ige ntli c h sei so nd e r n Alle s i m m er nu r w er d e ,
Fol ge
ri c hti g m usste Heraklit d er S innenwah rnehm ung so fer n sie ,

u ns ein beharre nd e s Sei n d er E inz el d i nge v or spie gel t d ie G la ub ,

wü r d i gk ei t ab smec h en D ie selbe n Si nn e A ug und Ohr w el c he



.
, ,

d er E l eat P ar m e ni d e s be sc h ul d igt e d a ss sie uns statt d es wan ,



d ello sen Sei ns fäl sc hli c h ein W er d e n v or spie gel n k l agt Hera klit ,

d es e nt ge g e nge s e t z t e n Betr ugs an na m li c h d a ss sie d as v er ,

fliessend e W er d e n in ein ruhe nd e s Sei n v er wa nd e ln N ur


wer e ine gebil d ete Seele hat w el c he hint er d em S c hei n d as W ahre

z u er k e nne n wei ss k a nn aus d er S innenwah rneh m ung ri cht i ge


,

E rkenntniss sc höp fe n u nd wir d d urc h sie ni c ht irre geführt

2. D er P r o c ess d es W er d e ns.

Eine Lehre Herak lit s v o m e wi ge n


w e se ntli c he Fol ge d er
’ ‘

Krei sla uf d es W er d e ns w ar d ie d a ss Alle s ni c ht blo s in Be ,

w egung ü be r haupt so nd er n zugle ic h in G egeneinand erb ewegung


,

o d er G egeneinand e rl auf 5V04V1 40 5 90 11404) und d aher


'

a uc h in W i d er streit und Ka m p f b egrifien ist 1) Aus d er u n .

erseh 0 f lic h en Lebe nd i k eit d es W er d e ns er ibt si c h v o n s el b st


p g g ,

d a ss d as Urpri nz ip alle m ö gli c he n G e s talt unge n d er Exi ste nz

11) Th eaet .
p . 16 0 .

p 40 1 : 6 61 0 4 H po4141 5 11 0 11 04V i w
’ °

12 ) C r at y l 14040
' ‘
. .
x5 0 0v0 1 4 04 0 o i v 1 o 1 04

p 40 2
°

1 5 7 5 4 TC O D H potnl en1 o ; , 0 1 4
'

ié v o44 15 11 04v 1 oc 14044 115 115 42 0 66 5 v . . :



xwpet o öö é v Li)
'

&115 41404C40 v 1 04 0111 04 715 7 5 4,


'

7104V1 04 115 115 4 , 04 041 11 0 1 041 0 6 00 g ;


1 0 v 0461 0 1) 0 1m
‘ ’

61; 5; 11 0 1 04 0 v n 5 111
3046n; .

13) Th eaet .
p 15 2
. .

14) F r 42 : . 0 0411041 0 ; 5 0 1 w 0 2 00 04 é y eph é v 1 5 ; 0 05 0 n5 v (weil wir ü berall


Feste s Starres
, zu erblick en gl auben) I n die sem S inn . ist auc h d ie A n
a e
g b D io g . IX , 5 richtig : 2 1 0 904 41) 1 60 0 0 1 1 0 115 5 044 .

15 ) Fr . 22 : K04040 4 notp1 o pe;


&v 99d111 0 10 w 0 cph a l


no i 5 1 04
14041 4 Ba pß oipo n;
5 x0v 1 wv .
28 H era k lit .

aus s c h i her v orbri ngt


o m it ü b erall Di nge v o n e n t g e g e n
,
u nd s

z t e r B es c h aff enh eit e ina nd er


g e s e t ge ge nü ber stehe n ; z u Alle m ,

was ist ist a uc h se in G e ge ns a t z se in \ Vid erpar t d a


, 2 ) Aus ,
'

d em e wi ge n W e c h s el d er Z uständ e w el c hem Alle s w as ist unter ,

lie gt er gib t si eh gle ic h fall s v o n s el b s t d ass ü berall Ueber ga ng


, ,

ist v o n Ei ne m Z us tand in ei n e n a nd er n ih m e nt ge ge nge set z t e n ,

u nd d a ss so m i t überall a uc h d er C o nfli c t u n d Ka m p f sic h er

zeu t d e r m it sol c he n U eb e r ä n en z w i s ehe n e nt e ge nge s e t z te n


g , g g g
Z ust ä nd e n noth we nd ig ge gebe n ist ; j e d er Z usta nd d er d a ist , ,

t ragt s ei ne n Ueber ga ng in d en ih m e nt gege nge s e t z te n s o m i t .


,

d i e s e n s e l b s t in si c h und h at m it ih m z u k äm p fe n b is er ,

d en Ueber ga ng in ih n wir kli c h v oll z o ge n hat ; so käm p fe n


ü berall Lebe n u nd Sterbe n W a c he n m it Er m ü d ung Sä t ti gung , ,

m it d em i m m er wi e d er neu er wa c he nd e n H unger u s f . . .

» D as Ei ne s ti m m t wid er stre ite nd m it si c h sel b er d h . .

es ble ibt stet s d a sselbe aber nur in d er W ei s e d a ss es si c h , ,

stet s spaltet in Exi st e nz for m e n wel c he ei na nd er e nt ge ge nge set z t ,

s ind u nd
g ge e n ei na n d er w i1 k e n ; d as G a n z e is t n i c ht d a d u r c h
e ins m it s ic h s elb st d a ss e s k e ine n Unter sc hie d in si c h z ulässt
,

( w ie d a s el e at is c h e Ei n s) s o nd e 1 n d a d u r ch d a ss e s s o l c he n i n , ,

aller W ei se aus si c h her v or t reibt und in si c h z usam m e nhält .

» D ie Har m o ni e d er W el t ist e ine rü c k wärt s e w e n d ete w i e d ie


g ,

d er Lyra und d es Bo ge ns d h d ie W e l t ha t aller d ings H ar «



. .

m o nie fe st e Or d nung
, aber d ie s e Har m o nie ist nic ht to d te ,

R uhe so nd er n Har m onie w el c he st e t s ruc k wärts wie d er v o r


, , ,

wä rts wie d er r üc k wärt s geht 11 s f


, d h ei ne Har m o nie . . .
, . .
,

w el c he z u er st Die ss d a nn ihm ge genuber Je ne s h er v orbri ngt


, ,

16 ) D io g L . IX
y iv e0 3cu 11 04V1 04 14 041 5 v 04v 1401 7; 1 a 7 : 0 404 1 10 ; ev o4v 1 4o
, 8 : .
' ’
.

001
1 0 0 0“
044 ö v 1 04 A is t d e m u n d 5 : 5 14 r
T t O
.C VC LO V 5 1
1 m d 5 ; 5.v 0; o '
'
'

'

71 04 V1 04 O ig p il o so p
. r h
,
h IX
9 : 11 0 715 140 ; 7t 04VLCD V 115 1) 11 041 100 5 0 1 4 , 11 04V1 <1W
.
'
’ '
'

05 14041 1 0 6 ; n5 v 8 5 0 6; 5 0 5 455 , 1 0 6 ; 0 5 04V0 0 03710 0 ; , 1 0 6 ; 11 5 1;


0 0 6710 6 ; 5 11 0 17 10 5 , 1 0 6; 0 5 5 715 6 0 5 0 0 6 ;
17 ) Herak lit d r üc k t di e ss in s einer r
p ä gn nt n W is a e e e g era d ez u so

aus : 1 04 6 1 0 1 0 C I») 14041 1 5 0 10 1140 ; 1 0 5 pv; y o pb ; 14041 1 0 v 50 v


y
TEO4Ä LV ne1 ocn5 0 0 w o4
'

44 041 04 0 1" 1 020 5 öc 04 0 V 5 41104 5 0 1 4 x d x ei v oc


7
7 10 4 y p |J 5 1 115 0 1 04
. 44 5

1 0461 04 (Pl ut . c o nso l .c . e l e he


d sg ic n : 0 0 5 0 ; haé pv ; 5 6cppö m , 11 0 1 5 1
10 ;
ö po g Ä 411 0 ; (O rig P h IX G o tt (N atur) ist so Tag wie
'

x . .
,
»

N acht Krieg wie F ried en Sättig ung


, , wie H unger «
, wei l d iess Alles st e t s
sich abl ö st Vgl Anm 2 3 . . . .
Herak lit .
29

wel c h e nic ht
Ei ner Li nie so nd er n in st et s e nt ge ge nge s et z ter
in ,

Ri c ht ung st e t s G e gensät z e e ina nd er ge ge nü ber st elle nd v e rgeh t


, ,

bal d d ahi n bal d d orth in ausweic h t u nd d o c h d ie ss All es in


, ,
.

u nwa nd elbare m Z us a m m e nha n g u nd Z usa m m e nwir k e n m it ein

and er erhält ; so ist es bei Lyra und Bo ge n : sie si nd ei nge


ri c hte t z u ei ner Be we gung u nd z war z u einer Be we gung w el , ,

c h e z una c h s t ni c ht gera d e v or wä rt s s o n d er n ( bei m A nzi eh e n ,

d er Saite und d er Seh ne ) z uer s t rü c k warts d a nn er st v or wärt s , ,

wie d er ruc k warts geh t 11 s f al so z wisc he n s ch l ec hthi n ent . . .


,

n tz t en Ri c ht un e n h inund h ersc h win t s j e d o h d a


g g g
e e ese
g g o c ss , ,

d i e se s H inund h erseh wingen w e d er v o r n o c h rü ck wärts z u we it


a ussch wei ft s o nd er n in stet s gl eic h fo rm iger W ie d erk eh r bleibt
,

( w eil Sai t e und Seh n e in d ie Lyra und d en Bo gen fe st ei nge


)
spa nnt si nd ; d ie s e Har m o nie ei ne s in G e e nsät z e aus ei nand er
g
w ei c he nd e n aber d i es e s A useinand er w eic h en in fe ste m G lei c h
,

ge wi c ht halte nd e n S ic h b ewegens ist wie sie in Lyra u n d Böge n ,

ist auc h im gro ss en Univ er s um


, Und d ie s e s G e ge nei na nd er

18 ) F l at . S y m p p 18 7 A :
. . 10 5 11 n
cp 0 4 0 404405 90 115 v 0 v 0461 0
6 € upcpé
0461 4

95 0 0 044, (60 11 5 0 &ppo v io4v 1 0 5 0 0 1 5 14041 S ophist .


p 2 42
. C: 10 0 1) 0 404
épepo nev o v
'

€ o ncpé p5 1 oc4 u Is . Pl t . . et O sir . 45 : 7£ 04Ä CV C O V O


Q &pno v iv ; 14 0 0

110 6 ,
0 14010 715 0 04041 C Ö O D .

€ O rig Phil IX . .
, 9: 0 6 € o v £ 040 4v [1 0 11 04V ]
0 404495 p0 }1 5 V0 V 5 40 61 6) 0 110 710 7 5 5 4 11 04746V 1 040 n0 v £7 ; 07
'

p0 11 0 ; . 0 ) 0 715 p
Ä üpng .
_
eite n Auflage hatte ich m it d en m eiste n N euem o b
I n d er zw ,

s chon nic ht
ganz ohne B e d enk en d ie V ergl eic hung m it d er H ar m onie ,

d es B ogens und d er L y ra auf d ie F orm d ie ser I nstr um ent e be z o gen


( wie B und L nicht ab st ra ct einheitliche Form habe n so nd er n n ach
» . .
,

beid en S eit en in 2 Arm e v o n stark ausgeb o g ener Kurv e auseinand er


gehen u nd ebe n d a d ur ch d ass s ie s o aus scheinb ar aus einand erstreben
,

d en Theil en sich z u sam m e nset en ein har m o nisc he s G ebi l d e sind w as


z , ,

z. B ein gera d es St üc k Hol nicht w äre w eil in ih m k ein G ege nsat is t


. z , z ,

so i st d as E ine U
pr inc ip d es W e lt a ll s in d er A rt m it sic h eins d a ss es
r
,

sic h in G e ensa t e
g palt e t u s I c h g l a ube n unm eh
z s «d a ss d ie s e. . r ,

B ez iehung auf d ie F orm nicht u ha lten ist S ie h at etwa s G esucht es z .


,

an sic h und be sond ers b ei eine m Phi l o so h e n w ie Herak l it sie stim m t


p ,

nicht d a z u d a ss er seine V er l eichu n en nicht


, g g ger n i m Kü nsü ich en au f
s uc ht und d a ss er
, gew iss gera d e hier eine po pulär an schauli che Vergl ei
c h ung a ufst ellen wi ll Z u einer sol chen ( wie z u H s philosophischer ‘

. .

D enk weise ) passt nu d ie E i nweis un


g auf d ie B e w e g u n g
r u we lcher ,
z

B u nd L eingerichte t sind Auch d as Ä iV p


. .
; s tim m t h iez u be sser
. 71: 04 1 0 71 0
. .

A eh nl ic h S c h l e i e r m a c h e r S 6 6 f : m H s S ruch wir d m it d er Zu ’

p . . »

sam m enfu un
g g d er L eier und d es B ogens v erglichen d ie Z usam m en
30 Herak lit .

st rebe n d er Exi ste nz for m e n und Z usta nd e ist ni c ht etwa ein


Uebel o d er et was d as ni c ht se in sollte Viel m ehr ist es Be ,
.

d ingung d es Lebe ns d es E inz el ne n, wie d es G a nz e n ; » d er Krie g


ist d er Va t er v o n Alle m « wäre ni c ht d ie s e Spa nnung d er

e e n sä t z li c he n Existe n z e n u nd Z usta nd e so w äre es m it d e m


g g ,

Lebe n aus es wäre k ei ne M a nni gfalti gk eit also k ei n G anz e s


, ,

v o n Di nge n und es wäre k ei n Z usa m m e nwir k e n v o n Versch ie


,

s o m it k ei n Leben m ehr d a es wu r d e z u to d ter ,

R uhe er sc hlafft und er st arrt >> Alle s d ah ingehen und z u _

2 1
n i c h t e w er d e n ) d ah er Heraklit d en Ho m er sehm ahte we ge n
/
4
,

s ei ne s W unsc he s d a ss d er Streit aus d er W el t v ersc h wind en


,

m o ge Und z ud e m lö st sic h alle s G egeneinand erstreb en d er


.

D i nge und ihrer Z ust ä nd e im m er w ie d er in Harm o nie auf ge


ra d e w as sic h ent ge ge nsteht , geh t unt er si c h z usam m e n aus ,

d er Ver sc hie d e nheit er z eugt si c h Ei nkla ng und fr uc h t bar es Z u


s am m e nwirk en Und d ar um sa gt H e ra klit soll m an er ,

k e nne n d a ss Vi ele s was uns ub el sc hei nt es ni c ht ist so nd er n


, , , ,

v iel m ehr gut is t w eil es z u d e nj eni ge n G e ge nsä t z e n gehör t


, ,

d ere n Z usa m m e ns ei n und S ieh b egegn en d as Lebe n im G a nge


erh ä lt und Har m onie in d as Lebe n bri ngt

fugung d er W elt bal d Auseina nd ergehen und G espannt werd en


. d as
n ach irge nd eine r S eit e bal d wie d er Z ur ü ck t re t e n in d en v o r igen St and ,

u nd N ac h g el assenw erd en m ac h t w ie d i e g a nz e Th at igk eit d e L y ra u nd ,


r

d es B o gens so a uch d as ganz e L e b e n d er W elt aus


, . «

19) s. A nm . 16 .

2 0) 0 614 5 67 044 ”
P ) 0 55 0 ; 14 041 60495 0 ; v gl . Anm . 22 .

2 1) 0 5 0 0 044 7 040 40710 4


O ix ig * ” 04 04
1 11 Fr . 32 .

2 2) r
A ist E t h E nd V . . . II , 1:

H . 5 7141 41104 1 61 710 4710 04v 1 4


'

„ d) ; 5 94; 5 14 15

&v 0 punw

6 7 049 04v 5 1V044 &pno v io w ni; 0 V1 0 ;
' ‘

0 5 46 1) 04041 v 641 0 710 41 0 0 0 55 0 ; 04041

ß a peo ; 0 6 05 1 045 46 04 04115 0 0 71715 0 ; 14044 04005 110


; 5 v 04v 1 401v ö v 1 wv A is . r t . E th N ic . .

V III , 2 : 10 &VTC€ O UV c o ncpe po v


'

5 14 6 11
14 0 404495 p0 1) 1 0 » 14 04711 40 1 7) V & pno v io4v 14041

7404111 04 14041 5 041) 14 615 0 0 044 .

2 3) St o b S erm III . .
, 83 : Oi l/0 946740 4; 7 4
115 0 0 044 0 14 0 0 04 0 5 710 0 0 41
) 0 614 04115 4

; 04V0474046 0 41I
'

040 0 V, 714nö ; 14041 041 0



VO V

v 0 60 0 ; 6 fl 5 404v 5 710 4710 5 1) 606 14044 00( 440 0 0 v ,
.

F r agm 32 : 0 5 0 5 46 0 605 1 0461 04 0 5 4V04,


'

. 11 0 715 1
1 0 4 14041 1104x044 fini v 0 0 145 1, 14 6
7 049 047404V1 04 0 0 5 0 ; 710 0 ; ä pno v io4v 0 1 40 11 0
1 4 0 6 p405 0 0 1/1 04,

0 0 171 5 715 ? 6 1; o ia nön


'

14 40 v o »

041404404, dé i/0 0 40 140 4


°
H 90414 715 41 0 ; 715 7 5 4, 46 ; 1 61 115 1; 0 140471& 11 04V1 04 04044
' ’

0 11 5 0 14041 5 46
05 p5 v 040 40404 61 5 471040040 4, 04 05 0 61404404 .
Herak lit. 31

3 . D as F euer .

Ele m e nt in w el c he m d ie Kraft d es W er d e ns w al t et
D as ‚ ,

d as Ele m e nt aus wel c he m d urc h sie d ie S t o ffe und D i nge d er


,

W elt in e wige m Fl uss in ew iger W a nd el ung und Um se t z ung ,

herv ortrete n ist na c h Hera kli t d as Fe u er


,
W as ih n be wo ge n .

h at d em Fe u
,
er d ies e Rolle anz uw ei s en 13t d ie be we gl ic he N a , _

tur d ie s e s Ele m e nt s v er m ö g e d er es al s ,
d as t re u e ste Abbil d
ruh elo se n Lebe ns er sc he int u nd z w ar ge na u er s eine eb en so be
*

fr uc hte nd e und belebe nd e al s aufl ö se nd e z er s e t z e nd e , v erz eh


re nd e ne ue Bil d ungen und Verb ind unge n be wirk end e Kra ft ;


,

und z uglei c h la u b t e Hera k lit w ohl a us d i e s e m f e ins te n d er


.
g ,

Ele m ente m it tel st e ine s Pro c esse s sei ner Um wa ndlung in gro .

bere St o ffe d ie ganz e Manni gfal t i gk eit d er in d er E rS c h é inungs


w elt ge gebe n en S ub s tanz e n am be ste n ablei t e n z u kö nne n Alle s .

ist aus d em Fe uer Alle s ist Ver wa nd lung d es Fe u er s ( 04140 4071


,

746 0 ; D io
0 g IX 8 ;
. 746 0 ;
0 ,
Fr 2 5 S c h l eierm ) W ie d as . .

Ei nz el ne in d er W elt in ste t e m W er d e n und W e c h sel ist so ,

zu allerer st d as E l em ent arfeuer v o n w el c he m A ll e s sta mm t ; es ,

ist in ei ne m ewige n Pro c e ss d er Ab nah m e und W ié d erz unah m e


s ei ner Kra ft d es » Erlö sc he ns un d W ie d era uffla m m e ns «


,
d es
E rk al ter1s und Er star re ns d es wie d er w ar m fl üssi g und b e weg
l
, ,

l ic h W é rd ens be gri ff en D ur c h d ie sen Pro c e ss e nt stehe n d ie


.

S to ffe aus wel c he n d ie W el t be steht ; d as F eu er v er wand el t


si c h na m li c h in d e m M aasse in w el c h e m s ei n e warm end e Kraft ,

ab ni m m t in gröbere For m en d er Exi ste nz es ges tal t et si c h


, ,

st ufe nw ei se um z uer s t z u W a ss er, d a nn z u Er d e ; ge wi nnt es ,

wie d er um d as U eb ergewic h t ü ber d ie s e N egat io n s e in er ursprüng


l ic he n Exist e nz so le gt es d en umge k ehrte n W eg
, ‚

D en e rst ere n Pro c e ss d as stufe nw e is e Erlö sc he n d es Fe u er s z u


,

W a sser und Er d e
. ne nnt H era k li t d en W eg n a c h unte n ( w o
,

hin di e sc h were n Stoffe si c h s e nk e n) 14024 4) d en Z we it e n ,


4

2 4) S pat ere schiebe n al s v iert e Stufe d ie L uft ein , d ie b ei H selb st »


/
.

theils m it d em Feuer , d er w arm en, theils m it d em W a sser, d er feuch t d u n


stigen S ub st anz , am m enfällt (M a c
z us r . Au rel . I V 46 ,
: D ie L uft l eb t d en
To d d es F e uers , d as W asser l ebt d en To d d en L uft , die E rd e d en d es
W a ssers W} ; 0 04v 047 0 ; 60 0 10 7 5 v 5 0 8 044,
,
«
1404L 60 041 0 ; 0 0211047 0 ; 645 004 7 5 115 0 0 044, 140 %
3
445 00 ; 746 0 , 14044
32 Heraklit .

Pro c ess eubeleb ung d es Fe uers d en W eg nac h oben


, d ie N , ,

04V46 0 0 0; D as Uni v er sum ist i hm folgli c h ni c h t Fe uer
s c hle c ht we g s o nd er n e in in
,
steter Ver wand l ung be griffe ne s
Feuer ; d as W el t le b e n stellt ei nen u nunterbro che ne n Pro c e ss
v o n Ve rwand lungsstufen (4 0 0 74045) d es F e uer s d ar Heraklit h at .

d ie se n G e d a nk e n a uc h in d em Satz a usge spro c he n : » d ie W elt


hat Kei ner d er G ötter no c h d er Me nsc he n j e ge sc haff e n so n
d ern sie war i m m er und wir d i m m er sei n e in e wigl eb en d es ,

Fe ue r d as in b estim inten Maasse n si c h e nt z ü nd et u nd


,

wie d er erli sc h t « Bei d e P roc e sse w e c h sel n na c h Herakli t in


e wi ge m Krei sla uf m it ei nand er ab I n d er ei ne n W el t
p erio d e herr sc ht d er W eg na c h unte n d as st ufenw ei se Erstarre n ,

d es U ni v er sum s z u W a sser und Er d e in d er a nd er n d er W eg ,

na c h obe n o d er die A u flö sung d er W elt in Fe u er v o r Da ss .

H erakli t ei n e p erio d i sche W el tv erb r ennung gelehrt hat beri c h -


t en d ie Al t e n se it Ari st o t ele s ) ei ns ti m m i g und es is t k ei n

G r und v orha nd e n ih m d ie s e Lehre ab z uspre c he n wie S c hleier


, _
,

m a c her geth anhat Sie wi d e r spri c ht a uc h sei ne m Sy ste m ni c ht


.
,

w o fer n nä m li c h s ei ne Mei nung n i c h t d ie war d ie W elt bleibe ,

al sd a nn Fe uer so nd er n d ie es be gi nne in d e m selben Auge n


'

, ,

bl ick e W O d ie W el t v erb rennung v olle nd et ist ei ne ne ue W el t


, ,

bil d ung d ur c h Ver wa nd l ung d es Fe u er s in W a sser und E rd e .

Die Leh re v o m gro sse n ( 18 90 0j ährige n) W eltj ah r d ie Herakli t ,

z u e sc hriebe n w ird ( S c hl e ier m S hä n t oh n e Z w ei fel m it


g g . .

d ie ser Vor stell ung v o n d en al ternirend en W el t perio d e n zu


samm en

25 ) D Begriff e ines Elem e nt s im smat eren S inne d es W ort s d h


er , . .

in d er B ed eutung eines beharrl ic h z u G r und l ie gend en Sto ffs ist a ls o ,

Herak lit fre m d E r weiss nur v o n E ntwick l ungsst ufen welche d as N atur
.
,

l eben d urchl ä uft .

2 6 ) F r 2 5 : 140 0 0 0 1) EÖV 0464 0 1) 45474 0114 011 0 0 4 5 4 4; 0 5 46 11 0 64 5 &V390371303V


.
'
1 ! '

5 740 1110 5 v fgv 045 1


'

14041 5 0 4 044 74 6 0 045 1C40 0 V 0 5 4 0 44 14041 (3


4740 0 35 W
1 6
0 5 v 0 v 0 5 4 0 14 .

2 7) D . L IX
.
, 8 .

28) Ph y s III 5 : ( 1 0 745 0 H po414745 44 0 ; 40110 4


.
, 1
° '

1 1v 5 0 0 041 740 4 5 746 0 ,


4 .

2 9) D L IX 8 . S ch l S 95 ff
.
, . . . .

30 ) Herak lit v er gl eicht d en Z eus i n se iner welt b il d end e n Th atigk eit


m it einem spie l e nd e n Kind 74044; 74041Q01V C lem Al ex P aed ag l 5 L u cia n
, ,
. . .
, . .
H eraklit .

4 H . e r ak l its L eh re

v om M ensc h en.


D asDetail d er Phy sik Her akli t s ist ha upt säc hli c h e ine
fol geri c hti ge D urch fuh rung d er G r und i d ee sei ne s Sy ste m s d a ss ,
\

d as Fe ue r d as Pr inz ip alle s L ebe ns alle r Kraft alle s G üt en '

sei. Der W erth und d ie Reali t ä t eiues j e d e n Di ngs ri c hte t si c h


na c h d em M aasse d es ih m i nn e wohne nd e r1 fe u ri ge n Lebe ns
'

elem e nt s Je m ehr W ärm e d e st o m ehr Be we gung und Lebe ns


. ,

k ra ft ; j e m ehr N äss e und Kälte d e sto m ehr S t arr hei t und To d


'

, .

Auc h d ie Seele d en Mittelp unk t d er Lebe nskraft und Sel bst


,

be we gung stellt Heraklit unt er d ie sen G e sic h t sp unk t : e r h ält


,

sie fü r tro c k e ne n D unst S ch l S . .

und er klärt d ie t ro c k e n e See l e fur die w e ise s t e un d be ste

A us d e m s elbe n G rund e v er d a m m t er d ie Tr unke nheit weil sie ,

d ie Seele na ss m a c h t ( Fr d ie N ässe aber der Seele To d


.

ist ( Fr .

G ro ssen W ert h le gt Hera klit glei c h falls in Ei nst im m ung


m it d en ober ste n G r und sä t z e n s e ine s P hil o so ph irens d ara uf ,

d ass d ie Seele ih re n Z usa m m e nha ng m it d em all ge m e ine n Pri n


zi
p d es Lebe ns und d er Or d nung in d er W elt be wahre d a ss
d em nur ei ne be sc hrä nk te und v o iub er
,

sl e ni c ht am Ei nz el ne n ,

gehe nd e S c he inexiste nz z uk o m m t fe st k lebe so nd er n Da sj e nige , ,

er k e nne be fol ge und w olle was alle in unter d em r uhelo se n


, ,

W e c h sel fl üch tiger Er sc hei nunge n W ahrhei t und Be s tehe n h at,


nä m l ic h d ie al l ge m ei ne n und unabä nd erl ic he n G e set z e in wel
.
,

c he n alle s D aseien d e s ic h be we ge n m uss Hera kli t fasst d iess .

s o wohl phy sik ali sc h al s ethi s c h Physi kali sc h lehr t er d a ss


, .
,

d ie Seele aus d er in d er ga nz e n W elt v erbre it e t e n v er nü nft ige n


F euersub stanz v o n wel c her sie selb st ein The il ist stets ne ue
, ,

N ahr ung an sic h z iehe n m uss wie d er Korper aus nie d er n ,

S t offen ; wie Kohlen v erlö sc hen w e nn sie z u lang v o m Fe uer ,

entfer nt ble iben aber in se ine N ähe gebra c h t si c h e nt zünd en


, ,

ähnl ic h ist es a uc h m it d er Seele ; sie ble ibt d a d ur c h v er nü nft ig ,

d a ss sie sic h d er v er nünft ige n W el t s ub sta nz ö ffne t u nd sie in


sic h a ufni m m t was n a c h Herakli t d ur c h d en At h m ungspro c ess
,

33) Fr . 61 : Q 0 0 404114 014 1; 14041 04010 4 17.


04617 C UX1 P
'
Vgl . Fr . 60 : » wo d a
s L nd a
trock en ist d ie Seel e di e w is e est e u nd b este . «
E m ped ok les .
35

u nd d ur c h d ie S inneswerk z euge ge s chieht ; im S c hla fe , wo die


le t ztere n si c h v er sc hlie ss e n , nim m t d aher d ie Ver nünft igk ei t
ab be ginnt d ie M a c ht subj ect iv er Ei nbil d unge n ; die W a
u nd

s a gt Herakli t h abe n e ine und d ieselb e ge m ei nsam e


c h end en , ,

W elt d ie S c hlafe nd e n aber z iehe n sic h je d er in s e ine ei ge ne


,

W elt Aber auc h d er w ac h e nd e M e nsc h ist d er G e


fahr unter wor fe n d a ss si c h d ie Ver nunft in ih m iso l ire
, sic h ,

v o m All ge m ei n e n u nd W ahre n l o sreisse d en Vor spie gelunge n ,

d er per sö nl ic he n Ei nbil d ung und Le id e nsc ha ft anhei m falle ; d e nn


Mei nung Blind heit d es W ah ns und d es Affe kt s ist es was d ie
, ,

Me nsc he n so wie sie v o n N a t ur si nd z unä c h st beherr sc ht


, ,

Daher stellt Herakl it d ie ethi sc he For d er ung ub erall nur d er ,

Vernunft und z war ni c ht d er ei ge ne n s o nd er n d er all ge m ei ne n


, ,

Ver nunft z u folgen wel c he d as W ahre be sser erk e nnt al s d er ,

Einz el ne er er m ah nt z ur Selb st be sc hrä nkung z ur Fol gsam ,

k ei t ge ge n d as G e se t z d a nic h t s v er d erbli c her s e in k ann/ fü r


,

A lle al s U eb er m uth und W ill kür M aassh al ten ist d ie grö sste
T uge nd wei se ist nur wer d ie N atur d er Di nge v er steh t un d ,

aus ihr W ahrhe it sc höp ft fü r Re d e n u nd Han d el n w er i nsbe ,

s o nd ere er k e nnt d a ss im gro sse n G anz e n auc h d as sc h ei nbare


,

Uebel zum G ute n m i twir k t und alle s Lebe n so wie al le s frohe


G e fü hl d e ss elbe n d ur c h d en st ete n W e c h sel e ntge ge nge s e t z ter
Z uständ e und Thä tigk eiten be d i ngt ist

5 10 . E m ped o kl es .

1 . S e in L eb en .

Em pe d okle s wur d e z u Akragas in Si c il ie n einer d ori sch e n ,

Pflanz sta d t gebore n und soll um d ie 8 4ste Oly m pi ad e


, 444 ,

34) S ext E m p ad v M ath VI I


. . . .
, 12 7 ff . Plut arch . de superst . 3 .

35 ) Fr 6 6 : 750 0 ; 04V0 0 46745 40 1/ 0 5 1



. 614 5 x5 4 y v aönnv , 0 5 40 1» 0 5 5 x5 4
» 0 . 48
6 ÄÖY O U (E) ; 10 4041
'

40 C 4110 6 0 41/
'
/ ex o 1»4 s ;

58 : 0 6 0 40 0, 44 7 040 011» )( 00Q0 1

Fr . 57 : 73

0 0; D io g I X, 7 . : 4 71
v 45 0 &v 5 745 y 5 .

36 ) Fr . 48 : 0 5 1 5 745 0 0 044 44 0 ( v gl Anm


. . Fr . 18 : 561» 745 7 0 1»
10 )( 6 01C5 0 0 044 xph 746 10 xo
'

4 04;

44 0 74041/4 41W ,
0 1446 0 745 0 14 041 740

0 0 4 5 0 46 ;
37 ) Fr 16 : 613041 x0q O BS VVO€ W
. »

*

0 0474740 1/ 71
4

38 ) St ob S erm I I I 8 4 :
. .
, 14041 0 0 4011} 745 7 5 41»
36 Em ped o k les .

v . C h r ) geb luh t h abe n ( D .L


. V III Er wir d v o n d en .
,

Alte n gewöh nli c h d en Pytha goreer n z uge z ählt ( D L VIII . .


,

Allei n wenn er au c h in seine n prakt isc he n G r und sät z e n M an


c he s m it d em P y th ago reism us ge m e in ha t wie d e nn z B sei n , . .

Verbo t d es Flei s ch und B o h nenessens so w1e seine Lehre v o n


d er Seele nwa nd er ung und d en D ä m o ne n W ahr sc he inli c h py th a
o reisc h en Urswungs ist s o grei ft die pytha orei sc he Philo
g
g
30 phie d o c h nir ge nd s in d en Z usam m enh an seines Sy ste m s ein
g .

Auc h d en Eleat e n ist er ni c h t zuzure c h n e n ob wo h l se ine An ,

si c ht v o n d er U nm ö gli c hk ei t d es E nt stehe ns u nd Ver gehe ns auf

d i ese zuruc kgeh t ; er gehört v iel m ehr ob wohl ni c ht im e ngere n ,

Si nne J o nier m it Heraklit und d e sse n j o nisch en N ac h fol ger n


in E ine Klasse z usa m m e n ( v gl Z e l l e r I 7 5 6 E m pe d okles.
,

war ein Ma nn bei w el c he m unge wöh nli che Ke nnt ni ss e m it re


,

ligiö sem M y stic ism us si c h v erband e n Sei n Lebe n ist d aher


m it m anni gfa c he n Farbe n ausgesc h m uckt werd en in d e n e n er ,

die Rolle ei ne s ge walti ge n Za uberer s d er uber W ind und W etter ,

G e walt hat ei ne s Ar z te s d er To d e a u fer we ck t ( D L V III


'

.
, , .
,

eine s wei ssa gend en Seher s kurz ei ne s W und e rm anne s spielt ,

( VIII 5 9 60 E m ped ed Kar ste n v 42 4


, . . . . E r selb st b e . .

si n t sic h ( in A n spiel ung auf d ie Seele nwa nd er un ) al s ei ne n


g g
unsterbli c he n G ott d er in P riestertrac h t einh erwand el t in alle n
, ,

Stä d ten d ie er betr itt m it Ehr fur c h t a ufge no m m e n und v o n


, ,

N o th l eid end en aller Art um H ül fe a nge fleht wir d (v 38 9


Er v er sc h m ähte weltli che W ü r d e und Ma c ht ob wohl er b ei ,

d em gro sse n A nsehe n d as er in s ei ner Vater st a d t um s e ine s


,

v or neh m e n G e sc hle c h t s ( D L V III s ei n e s R.e ic h t h


. um s , ,

s e iner Frei gebi gk eit u nd s ei ne s uneigennutz igen G em einsinnes

w ille n ge no ss le ic ht hätte z u hohe n Ehre n gelange n kö nne n


,

( D L VIII 7 3 63
. .
, Ueber sei ne n To d ist v iel Ab en
.

t euerl ic h es gefab el t w or d e n (D L VI I I 6 9 7 0 Se ine . .


, . .

Haup t sc hri ft ist sei n in ep isc her For m ab gefa sste s Lehr ge d i c ht
745 1 4060 5 46 ; E s z ählte 5 0 0 0 Ver s e v o n d e ne n ge ge n 45 0
0

14041 14044 04 4060 4V ib . 83 : y iv 5 0 0 044 14. 4 . 74


. s . ob.

A nm . 23 .

1) D . L V III
.
, 77 d as G e d icht 14040 040 1
10 1 (rel igio se Reinigungen) ist
b ei d ie ser Angabe m it d em 745 01 4060 5 46 ; z us am m engerechnet .
E m ped ok les . 37

auf uns e k o m m e n si nd F ragm ent sam m l ungen v on Sturz


g
18 0 5 K a r s t e n 18 38 S t e i n 18 42 M u l l a c h
, , ,
fragm p hil
. .

G rae e I , 1.

14 .

2 . E m pe d o kl e s ’
L eh r e v om W e r d en.

Die hatte n d em S innensc h eine fol ge nd ein wirk


J o nier , ,

li che s W er d e n a nge no m m e n und still sc h we ige nd v ora usge set z t ,

e ine reale Ver wa nd l ung d er S to fie ein Ueber ga ng d erselbe n in ,

ei na nd e r sei mö gli c h Ebe n d ie se M öglic hk eit nun be streit et


,
.

E m p e d okle s E in wirkli che s W er d e n al s Ueb er gang eine s Seien


.
,

d en ins N ic htseiend e und d es N ic htseiend en ins Seie nd e ist ,

na c h ihm und e nkbar ; was ist ka nn ni c h t ni c h t s wer d e n es , ,

tri t t im m er wie d er ein ne ue s Sei n an d ie Stelle d e sj e nige n Seins ,

wel ch e s v er sc h wind et ( Mull v 10 3 un d au s d em was ni c ht


. .
,

ist kö nnte nie m al s ein Seie nd e s her v or gehe n (v


,
es
g ibt .

we d er E nt st ehe n no c h Ver gehe n ( v 92 alle s sch ei nb are .

W e r d e n ist nur v erä nd erte Zusam m ensletz ung let z t er ei nfa c her
G r und sto ffe o d er Ele m e nt e Er d r uckt d ie se n G e d anke n m it.

fol ge nd en W orte n aus ( v 98 > ein W er d e n


gibt
. es v o n >

ni c ht s n o c h ein Ver gehe n so n d er n n ur Mi sc h ung und E nt ,

m i sc hung d es G em i sc h t e n ; W er d e n aber ne nnen es die M e n


'

sc he n « Die uner sc höp flic he Ma nni gfalti gk eit d er E rsc hei


nunge n hat bei d ie ser A uffa ssung ihre n ei nz i ge n E rkl ä rungs

r un d i n d en v er sc h ie d e ne n M isc h un sverh ä l t niss en d er Ur sto ffe


g g ,

auf w el c he E m pe d o kle s so fort m it her v o rs te c h e nd e m Si nn fü r ,

Beoba ch t ung und gr ünd l ic herer Vertie fung ins E m pirisc he d ie ,

N at urer sc hei nunge n z ur ückz ufü hre n ge suc ht hat .

3. E m pe d o l e s
k ’
L ehr e v on d en E l em ent en.

ei nem Begrifi v o m W er d e n er gab si ch fur Em p e d okle s


Aus
'

v o n s elb s t e i ne Mehrhei t v o n Ur sto ffen Die Annahm e e ine s .

e inzi ge n Ur sto ffs ist nur d ann z ulä ssig w enn m an die Mö gli c h ,

k eit ei ner q uali t ati v e n Verä nd er ung d ie se s Ur sto ffs z ugibt ; w er


d ie se M ö gli c hk eit l äugnet u nd d o c h d as Viele und M annigfal

2 ) Bei S t ur z 418 , b ei K a r s t e n 448 , b ei S tein 45 1 , b ei M ul

1 a c h 46 1 .

3) Arist d e oel III ’


. c .
, 7: 0 1 745 0 1 E 0 745 0 0 14745 04
0464 0 1 0464 0 6; 06 5 5 &ÄÄ 7 )Ä LO V 0 5 1mv 7 5 v 5 0 4v
'

400441»0 .
38 E m ped ok l es .

t ige d er Erschei nu ngs welt erkl ä re n will d er m uss nothwend ig ,

e i ne Mehrhei t v er sc h ie d e ner Ur st offe v orausset z e n Die ss th ut .

auc h Em pe d okle s un d zwar h at er j e n e M ehrheit zuer st als


Vierh e1t ) be st im m t : Fe uer L uft W a sser Er d e
4
Ob und wie “

, , , .

er se ine Vier z ahl v o n E le m e nte n (er ne nnt sie 04C46| 4044 04 v 5 9) .


,
.

ab geleit e t und b egrund et hat lä sst si c h aus d en Br uc hst ücke n ,

sei n er S c hri ft ni c h t m ehr er sehe n D as W ahr sc he inli c h ste ist .


,

da ss er sie still sc h wei ge n d al s e ine E rfah run sth atsac h e


g aus d er ,

em pir isc he n A nschauung a ufge n o mm e n hat Die se v ier Ele m e nte .

s i nd u nge wo rd en e wi g und u nv eränd erli c h ; aber sie kö nnen


,

Mi sch unge n alle r Art e ingehe n und d a d urc h sind sie d ie W urz eln ,

d er ga nz e n M a nni gfal t igk eit v o n D inge n wel c he wir in d er ,

W elt erbli cke n .

4 . E m pe d o k l es’ L eh r e v on d en b ewe gend en Kr ä ft en .

erhebt sic h d ie Frage : was bewirkt d en Pro c e ss d er


N un

M i sc h ung und Ent m isc h ung je ner v ier Ur s to ffe ? I n d er j o ni


sc he n P hilo s oph ie w ar d er Pro c e ss d es W er d e ns aus ei ner d em

Urstoff inwo h nend en Kraft ab gele it et wor d e n Diess k onnt e .

E m pe d o kle s nicht d a nac h ih m d er Stoff kei ner q ual itativ e n


,

Verä nd er ung so nd er n nur v erä nd erter Z usa m m e nsetz ung fähi g


,

ist Er w ar al so genö thigt S t off u nd be we ge nd e Kraft z u


.
,

tre nne n d em Stoff e ine be w e ge nd e Kraft z ur Seite z u se t z e n


, ,

was d as c hara kter ist isc he Mer km al d er me c ha ni sc he n N aturer


klär ung ist E m pe d o kle s nah m je d o c h nic ht blo s Ei ne bewe
.

e nd e Kra f t s o nd er n ei ne Z weihe it v o n Krä fte n an D e nn


g ,

d a ihm d as W er d e n ein d oppel t er Pro c e ss ist ei n Pro c e ss d er ,

M i sc hung und ein Pro c e ss d er E nt m isc h ung so glaub t e er auc h ,

d ie be w e ge nd e Kra ft in e ine Z we ihe it v o n Ri c ht unge n e ine ,

v erbi nd e nd e und ei ne tre nne nd e Kra ft spalte n z u m ü sse n : d ie ,

er st ere na nnte er L iebe 0 4 0 0fl


) A 4 0 04
00 4 7) ,
°

4) v . 60 : 746 0 14041 60 46 0 14044 7 04104 74041 0440 500 ; 04741 5 4 0 1/ 641


10 ; 11 . s.

Bei Aristo t el e s t eht 0400 für Ari st M et l , 3, 12



s 0440 00 . . . : E 0 745 0 0 14747) ; 4 04

4 5 44 04004, 74 00 ; 4 0 4; 5 40m45 v 0 4; 740 0 0 4 40 5 4; 4, 11 : 4 04

( i) ; 5 1» 5 40 5 4 0 4 0 4x5 404 4 5 4 4 040 04 740 4


6 40 ;
5 ) A ist r . M et I 4 10 : E 0 0 0 1474ä;
.
, ,

745
1
74 040 04 4 0 6; 74 0 0 4 5 0 0 1 06 4 0
» 74 4
; 4 0464 7 V
)

4 f)1» 0444 4041»
( d ie be wegend e) Ö Ä (IW LB 06
14 4041/

0 5 46 ; 0474Ä 5 4 5 004; 45 14 041 5 1»04v 4 404; .
E m ped o k le s .
39

a nd ere Strei t (V5 4740 ; ex&o ;


die 5 770 445 ) A uc h , ,

d ie s e Krä fte ni m m t E m pe d o kle s aus d er Erfahrung auf Er .

sagt v 8 2 ff : » Alle Sterbl ic he n wi sse n d a ss ih ne n 4041404 ein


.. .
,

ebore n ist w el c h e s ie e ina n d er a nnäher t un d sie unter si c h


g ,

v erb ind e t « ; » nur d as wiss e n sie ni c ht d a ss sie d ur c h d as ga nz e ,

W el t all sic h w i nd et d a ss sie w el td urch d ringend e


«

Kraft ist Vo n d er ent ge genge se t zte n Kraft d em Stre it gilt natür


.
,

l i c h d a sselbe ; auf ihr ü berall wir ke nd e s Vorhan d e nsei n brauc h t e


E m pe d o kle s ni c ht aus d ruc kl ic h hinz uwei s e n d a Kam p f Zer , ,

se t z un
g A uflö,su n g u s f g l ei c h fall s
j g
a a n z be so nd er s Er
. . .
,

sch einungen s ind d ie Je d er m a nn al s d u r c h Alle s h ind u r c h gehe nd e


,

k e nnt Der Streit hat j e d o c h bei E m pe d o kle s nic h t blo s ne gat iv e


.
,

z er s etz e nd e s o nd er n a u c h s c ha ffe n d e Be d e ut un ; E inz el we s e n z B


, g . .

( Pfla nz e n Thiere Me nsc he n) wü r d en ni c h t e nt steh e n we nn nic ht


, ,
-

v orher d ur c h d en Stre it d ie Ele m e nt e e s c hie d e n und z er stre ut


g
wäre n ; sol c her d iscret ae par t e s be m ä c h t i gt si c h d ie cp4Ä£ou und
bil d et aus ih ne n selb stst änd i ge lebe nsfähige Einz elwe s e n (v 15 5 .

195

5 . D i e W el t per i o d en.

Die bei d en bewege nd e n Kräft e d a c h t e sic h E m pe d okle s in


al t ern1 rend em U eb er ewich t 90 Ur pr li h
g ( v f 14 7 s ü n g c . .

waren na c h ihm d ie v ier Ele m e nte n o c h nic h t ge s o n d er t v o n


ei na nd er beisam m e n und z war in Kugel for m al s S p h a i r o s , , .

I n d ie se m S phairo s wa l t ete nur d ie Liebe es w ar ein Z ust a nd ,

v ollko m m e ner R uhe und Har m o nie A lle s w ar Ei ns ( 5 v ) eben , ,

d am it aber ware n a uc h no c h k ei ne Ei nz el we se n v orha nd e n I m .

Laufe d er Z eit d ra ng d er Streit d er b is d ahin d rausse n ge sta n ,

d en hatte v o n d er Per ipherie


, aus in d en S ph airo s ein und
spre ngte ih n Dam i t gie ng d ie Einheit in d ie Vielheit ausein
.

and er ; es be gann d ie Perio d e d er G e gensä t z e d er Verä nd er ung , ,

d er E nt m i sc hung und M isc h ung es e nt st an d d ie j et zi e W elt


g ,

in wel c her Liebe und Strei t m it e inand er ri nge n ; d ie L iebe


ei ni gt d ie v o m Streite aus ei nand er ge wor fen en Ele m e nte im m er
6) E m p . v . 68 f u . . s. D io g . L V III
.
, 76 : 40474404, oo
y piv e4 o a,
x 74044 v et

5
4 ö 40474 0 415 4 044 \
.

7) Arist M et III 4, 2 1 : 4 i)v 5v 740 047 4 040 4v , 5 44 60 1



. .
, 5 V5 4740 ; |
%
)v 847400 14 04, Ci) ; cpv o 4v
; .
l
40 Em ped okl es .

wie d er e e Bil dunge n theils d auernd erer Art wie d as


zu n u n , ,

Uni v er sum the il s v er gä ngli c h und we c h se lnd wie d ie ele m en


, ,

tarisc h en und or ga ni sc he n Ei nz el we se n ( v 147 Aber a uch .

d ie se W el t k ehrt w e nn ihre Ze it ab gelaufe n ist wie d er in d en


, ,

S phairo s z ur ü c k (v 6 2 E Ari st Phy s V III


. . Die ser perio . .
,

d i sch e W e c h sel d er W eltb il d ung aus d em S phairo s und d er


R ückkehr d er W elt in d e nselbe n d auert ins E nd lo se fort d a ,

k ei ne d er bei d e n bewe ge nd e n Krä fte d ie a nd ere z u v er d rä nge n


v er m a g .

D as Detail d er em ped o kl eisc h en


Phy sik ist ni c ht ohne na «

t urwissensc haftl ich es I ntere sse d ur c h ihre Ver suc he aus d er ,

N a t ur d er Ele m e nt e d ie Pro c e ss e d es or gani sc he n Lebe ns b e ,

so nd er s d ie E m p f i n d u n
g un d W ah rn e hm un
g z u erkl aren , .

Die Em pfind ung beruh t na c h Em pe d okle s d arauf d ass d ie 4sto E ,

l i c he Z usa m m e nsetz ung d er o bj ec tiv en W elt und d es S ubje c ts


d ie selbe ist ; sie e nt steht d ur c h fei ne S to ffth eil e wel c he v o n d en ,

Obje c t e m si c h ablö s e n und m it d en glei c h ar ti ge n S ub sta nz en d er


Si nne sor ga ne d es Körper s z usam m entreE en U eb erall wir d G lei .

c he s v o n G le ic he m erkannt : » m it Er d e se h e n wir Er d e m it ,

W a ss er W a sser m it Ae t her Ae t her m it Fe uer Fe uer m it Liebe


, .
, ,

Liebe m it Streit Strei t << (v 37 8


, auc h die Em pfind ung ist
.

ei ne M i sc hung ein I neinand erfiiessen d er Ele m e nt e wie alle s


, ,

nat ü rl ic he G e sc hehe n Selb st d as be wusste Vors telle n d as d en


.
,

k e nd e Er k e nn e n k o m m t auf d ie se m W e ge z u St and e ; >> Alle s


h at Ei nsi c ht und Ver stand << ( v d as d e nk e nd e E rk e nne n
.

ist ein Attrib ut d es m aterielle n Sei ns ü berhaupt Bei m M en .


_

sc he n hat es s e ine n S itz ha upt sä c hli c h im Bl ut e d a i n d ie se m ,

die Ele m e nte am v oll stä nd i gste n gem i sc ht si nd und s om it in


ihm am m ei ste n R ec eptiv it ät für die Aufnah m e je d er Art v o n
W a h r neh m unge n v orhand e n ist (v 37 3 E Th eo phrast d e se nsu
'

. . .

Die r e l i g i ö s e n Lehre n d es Em pe d okle s v o n ei ner seligen


Pr ä exi ste nz d es Mensc he n in ei ne m hö hern gott glei c he n Zu
'

s ta nd e v o n d em Verl ust d er s elb e


, n in Fol ge v o n Fre v el n d ur c h ,

w el c he die ur spr üngli c he Har m o nie aller W e se n ge stört und


d er M e nsc h z um Lebe n in d er nie d er n ir d i sc he n R e gion wo ,

Stre it Fe ind sc ha ft und Elend v orh err sche n v e rd am m t wurd e


, ,
42 Ana x agora s .

k rie ge n w a nd erte er v o n Kl az o m ena na c h Athe n aus und v er ,

fl a n z te d ahi n d ie P h ilo s op h ie d ere n Si t z un d M it t elp unk t j e ne


p ,

Sta d t seit d ie ser Zei t blieb W ähre nd seines Aufe nthalts in .

Ath e n stand er m it d en be deute nd ste n Männer n je ner Epo c he \

in per sö nli c her Verbi nd ung be s o nd er s m it Perikle s d esse n


Lehrer er ge na nnt wir d ( D io d XII 39 : AVO4E047 45004V 4 5 V o o

.
, _

4046 4 7 11, 5 45 040 74041W A u c h auf Eur ipi d e s ub t e


)
er wie m an d e utli c h aus d e sse n Dram en sieht e nt schie d e n e n
, ,

Ei nfl uss aus And e rerseits z o g ihm sei ne Verbi nd ung m it


'

Peri kle s a uc h Fe ind e z u : er wur d e ange kla gt und soll ins G e ,

fängniss ge wor fe n wor d e n se in Ueber d as N ah ere d er Ankla ge .


,

die oh ne Z wei fel v o n d en politi sc he n G e gner n d es Peri kle s aus


e a n e n i st la ute n d ie N a c hri c h t e n sc h wa nk e n d N u
g g g r so

v iel sc h ei nt fe stz usteh en d a ss S i e v or z ü gli c h ge ge n sei ne n an ,

5 5 5 404
g ebli c he n Athei sm us s ei ne 044
o
0 g eri c htet war ( D io d L XII , , ,

39 : d) g 040 5 (30 6 V4 04 5 4; 5 0 0 % 0 4004V4 0 0 V) E s wur d e ih m



.

nam e nt li c h v or ge wor fe n er habe die So n ne fü r e ine n S t ei n un d ,

d en Mo nd für ei ne Er d e auc h ha t te er wunder


bare Anz ei c he n b ei Op fer n für gewo hnlic h e N at urersc heinunge n

"
V060 3044, 740 0 ; 4 41404 5 45 0 40 4 6 144 04,
; 44
140 1 641 1 0 1)
5 1 0 44 0 7 5 115 0 5 044 1 5 115 14 0414 4 4; f ) 444)

7 5 15 0
1 9044, 40 6 9 0 15 044 4 5 1» 0 430 041/ö 1/ 74044 4411) 745 04 4 0V 5 740 11 146 0 0 0 1;
« 5 441 7 4 0 54 0 ;
05 44 5 145 745 1» T i) v 0440 5 0 41) gi 5 4 o 4 4444041)

p5 v 4 0 6 C‚
fiv
’’
. 14 v0; .

4) Val ck enari D i atribe in E urip . r el i


p 2 7 E ed
q . . . . L ips . E uripid e s
hul d igt e d er L ehre d es Anax agora s e er schö nen S child e ,
u nd h at in s in
.

r ung d es Phil o so phen d e rein v o n S chm ach und S chuld d ie unst erbliche , r

N at ur d er W elt erfo rsch e wi e sie geword en ist ( ap Cl em Alex Stro m , . . . .

I V p 6 34 Val c k enaer D iat r p


. . w ahrscheinl i c h seinen F re und Ana
. . .

x a o r as z u v erherrli chen b e ab sich ti t


g g .

D io d XII 39 D L II 12 , . . .
, .

6 ) D L II 12 . .
, .

7 ) F l at Ap 2 6, d 1 45 0 14 4040 41: 5 4VO44, 4 43 747) W ) 1i y üv


'

4 5 11 55
445 17
'

. . :
7
11 05 .

Av a äo w
o po o
'

411 404745 M 5 1 7 )4 5 ah
N c L II 8
D . . . . . 12 15 ist
.

d ie S o nne ein M ö ö po ; eine gl ühe nd e Eisen o d er L av am asse I n .

B ez iehung auf d en M o nd D . L II 8 431 747) m 4 7) 4; 5 x 411 6 1 1 04 44 4


.
, : 4 » o5 v 0 74 o5 5 ,
4 04

04044 40040 04 7 04; O rig P h il o s I , 8 5 40 7) Y niv nv 11 o e?


efv a44 4 41 wjv nv , 5 x5 411
'

4
1 . . :

45 5v 0464 0
7

745 5 404 44044 cpo40 0


'

wy ocg . b
i id . : 45 14044 o 5 747 v 73
v ) 74044 7404V4 04 4 04

640 4 004 5 41 044 047471405 5 V4 04; (in Um schwung ge setz t) 6745


°
001
1745

( unt erhalb )

0445 5 00 ; M )W )V 74044 40 4 5 0 44) 40 6


7
4 q 1» 05

5 745 0 5 xe4v 55 45V II 5 740 740 W Y)0 0 V O ig . r .

a . a . O . : 45 55 05 M )W )V
'

M) 45 40 14 5
x5 4v , 047474

04740 4 0 6 5 7141 5 4745 41!
as k / wm

45V 5 737440 1/ o eb iv n; &v 4 4400 0444 0 0 0 7) ;
7
A na x a goras .
43

erkl art ( Pl u t P ericl d en Mythe n Ho m er s ei ne n m orali sc he n


. .

S inn unt ergele gt und die N am e n d er G ö t ter alle gorisc h ge d e utet


D L II D r h d i Ver e d ung des Perikle s aus d em
( . . u c ,
e w n

G efä ngniss frei gela sse n z o g si c h A n axa gor as na c h L am psak us


z ur ü ck w o er ho c hgeehrt im 7 2 ste n Lebe nsj ahre starb
,
Sei ne .

S c hri ft ü ber die N a tur aus d er uns be so nd er s Sim plic ius schät z ,

bare Br uc hst ücke erhalte n hat war z u Plato s Ze it sehr v er ’

breitet und ge no ss i m A lt erthum gro sse n R uh m Die auf .

uns gek o m m e ne n Fragm e nt e d er s elbe n ha b e n z uer s t S c h a u

b a c h und S c h o r n ge sa m m elt

2 . Anax ago r as’ L ehr e v om W e r d en .

D ie Philo sophie d es A naxagora s teht wie d ieje ni ge d es s ,

E m pe d okl e s auf d em Bo d e n d er m e chani sche n N at ura nsic ht


, .

A uc h A naxa gora s l äugnet w ie E m pe d o kle s e in W er d e n im


'

, ,

st re nge n Si nne d es W e rt s Er t h ut d ie ss m it gro sser B estirrim t .


heit in d em A usspr uc h : » Da ss es ein E nt st ehe n un d Ve rgehen


gebe , n eh m e n d ie Helle ne n m it Unre c ht an : d e nn kei n Di ng
e nt steht n o c h v er geh t es sond ern aus v orha nd e nen Di nge n wir d ,

es
g e m isc h t un d ent m isch t un d s o wu r d e m a n d as E n t stehe n ,

ri c htig G em isc htwerd en d as Ver gehe n Z ersetz t werd en ne nne n ,

De nselben G e d anke n d r ückt A naxa gora s a uc h so aus : ein E nt


s tehe n aus N ic h ts eie nd em un d ein Ver ehe n v o n Seie nd e m ist
g
unm ö gli c h » d a die S um m e d er Di n e si c h i m m er l eic hb l eib t
, g g ,

8) Pl at . A pol . 2 6, d :

Av 045a y ö po o
’'

o 4s4 46 c0 4715 M 5)11) 4 5 , 14044

0 64 411 14044 04400 0 115 4; 4 63145 5 14044 0464 0 6 ; 04745 40 0 6 ; 040 0 044 40 1: 5 4v 044, 41
30 4 5 0 614
, ,
7 0

5 45 5 v 0 a, 5 44 4 04 A 1/045047 6 0 0 6 [34674404 l 5 11 14044 4 145 0 4


'

40 64 0 W o
y co v ; 14044 0

740 1 1 0

4 046 4 04 74 040 500 6 5 55 5 4 41) 5 1 40 4 5 ,
5 4 7404114) 6 ,
5 9°‘XP 749 5 14
O r chestra d es d iony sischen Theat ers wo wenn
( aus d er , ,

ni cht ge spie lt wur d e ein B u c hha nd e l war Bö c k h S t aat shaush a


, lt I 68 , ,
. .

15 3 Z usät z e 13 I V) 740 404145 1 0 4; 21411140 044 0 6 ;


. .
1

9) An ax ago rae fragm ent a co ll S c h a n b a c h L ips 18 17 An ax ago rae . . .

et D io genis Apo ll o niat ae fr agm d ispo sit a et ill ust rat a a G S c h o r n . .


,

B onnac 18 2 9 Auch : B r e i e r d ie P hil o so ph ie d es Anax agor as na ch


.
,
f

Arist ot el es B er l 18 40 M u l l a c h fragm ph gr aec I 2 48 E


, . . . .
_
.
, .

10 ) S im pl in Phy s 34 ( M ull Fr . 45 5 5 14044 04746 711 6 0 6 044


. . .


0 614 vo n£ Co o o w 0 4 E l 747)145 ; 65 5 14 7 040 xpfipog 0 65 5 7 4115 4 044
0 . . 0 65 5 047407 4

710 12044 , 64711 64746 5 0v 4 00 v )( 07144044 46 V


'

o on nrio y e4 04£ 4 5 14044 5 404140 6 5 4 044 14044 0 64 441;


ö4v 6 06 66 ; 1404740 45 v 4 6 y iv 5 0 6 044 5 6 4 44

44 0 7 5 0 6 044 14044 4 6 &N ÖÄÄ 0 0 3OLL 5 404140 4115 0 6 044


'
.
44 An axago ras .

und Z uwa c h s n o ch A b nah m e erlei d et «


we d er Aus d ie ser
A nsic ht d ass alle s E nt stehe n Mi sc hung alle s Vergehen E nt
,

m isc h ung let z ter unv er ä nd erli c her S to E th eil e sei er gab sic h fü r ,

A naxagora s v o n selb st d ie N o thwendigkeit d ie se m S to E e ei ne


be we ge nd e Kraft z ur Seite z u setz e n .

3. Anax ago ras ’


L eh r e v om

Aber d as W e sen d es bewegend en Prinz ip s besti m m te Ana


x a o ras a nd er s als E m pe d okle s i nd e m er in Betra c ht d er S c hö n
g , ,

h eit Or d n ung un d Z we ckm ä ssigkeit d er N at ur


, d en B egriE
d es z we ck m ä ssi ge n Thuns in d en Be gri ff d er b ewegend eri Ur
s a c he a u fnah m Er be sti m m te d ie be wege nd e Kra ft als ein in
.

telligentes n a c h Z we ck e nha nd el nd e s W e se n d as er 110 6 ; n a nnte


, , .

A naxagora s hat d am it d en Be griff d es G ei ste s in d ie P hil o so


phie eingefuhrt Die At tribute die Anaxa goras sei ne m 110 6 ; ,

beile gt ergebe n sic h v o n selb s t aus d en Mo t iv e n aus d e nen er


, ,

d as Da s ein ei ne s s ol c he n V es ens a nge no m m e n hat


V
Der 110 6 ; .

ist ih m G r und d er Be we gung ob wohl selb st


un be we gt d h ni c ht d urc h a nd ere Di nge al s er selb st be
, . .

wegt , sc hle c hth in v o m S t o E e ge s o nd ert m it ,

k ei ne m Di nge ge m i sc h t 0 65 5 1 4 une nd l ic h ,

für si c h be stehe nd ( 445 110 ; 6611 5 40



frei wal tend
und al l b eh errsc h end (7404 114 46 1» . De nn
w äre er ni c ht für si c h be stehe nd s a t A naxa go ra s
g s o nd er n , ,

m it d en Di nge n v erflo chten und ih ne n be ige m isc ht so kö n nte

er uber k ei n Di n
g so Ma c ht habe n w i e al s d a nn we nn er al lei n , ,

11) S im pl . in Phy s . fo l . 33 (F r . 4 0 6 4 5 46 1» 55 0 64 40

7 47 4430 145 41» 65 5 1» 5 1 040 0 44) 5 0 4 41» 65 5 74 1 5 46 06 7 040 647 6 0 4 5 11 7404v


'

x073, 544 7404114 04 0 0

4 46 11 741 5 46 5 47 044, 6411 04 7404114 04 40 04 645 4 .

12 ) Arist M et . . I (
,
e
3, 2 2in e z weit e R eihe v o n Phil osophe n
es k am ,

w el che nach d en bewegend en Ursachen forschte) : 0 6 7040 6 74 4 14041 46 ; 4 5 04


4 04 5 x5 411 4 04 5 5 y £ y v 5 0 6 o a 4 46 V ö VCO ’
. W 0 645 7 711 0 64 041 1 0
64 5 74 60 0
7
6 11
44

130 40 5 v 0 614 5 4145 ; 0444 40 11 5 411044 046 4 46 0464 0 44044 40 14044 4 77 4 6m;

0 65 5 11 '
0 65 40

0 0 6 4 0 11 m404 14041 4
6 4x5 7 0 6 1» 5 7) 4 4; 5 47446 11 5 115 411044 14 4 1.

740 0 .
; 5 1» . .

13) D . L . I I, 6 : 6 40
740 4 ; 47 7 61 7) 110 6 11 Arist . M et . I , 3, 2 3

( v gl . Anm . v 0 6 11 5 7) 4 4; 8 4112t 14045 04745 0 5 11 4 0 4; C46 0 4; , 14044 5 11 7


47

04

4060 5 4 4 5 11 0444 40 7 40 6 14044 1 04 5e 0 1» 5 4004117) 74 040 5 4147


7
Ä é Y O VC OC ;
' '
40 6;
14) Fr . 6 . Br a nd is I , 2 46 f .
An ax a gora s . 45

fur i h s c Um d as innere W e se n
e ine s 110 6 ; ausz ud r uck e n, s

le gt er ih m d ie E ige nsc hafte n d er Ei nfa c hhei t


.
Rei nheit u nd ,

Fei nheit Die s e P rä d ic ate k ö nnte n d a sie d en Be griff ,

d er I m m aterial it at ni c h t ent sc hied efl genug ausd r ü ck e n aller


d i n gs no c h Z we ifel ü br ig la sse n ob si c h Anaxa gora s sein en ,

7 0 6 ; al s ein unkörperli c he s rei n ge isti ge s W e se n ge d a c ht h at ,

aber je d e n Z wei fel hier ü b er v erba nne n z wei a nd ere A t trib ute ,

die er sei ne m 7 0 6 ; be ile gt d as A t t rib u t d es De nk e ns ( 7 47 7 460


-

145 47 ,
5 445 47 ) ) und d es bewusst zwe c km ä ssi ge n Th uns
17

Mi t d en W orte n 74027 4 04 5 45 145 0 44740 5 7 0 6 ; sc h reibt


er ih m d ie zwe ck m ä ssi ge Ein ri ch t ung und A nor d nung des Uni
_ .

v ersum s z u D aal so A n axa gora s sei ne n 7 0 6 ; al s W el to rd ner


.

be greift so sollte m an glaube n er habe d as zwe c k m ässige Ver


, ,

fahre n d es welto rd nend en 7 0 6 ; an d er Z wec k m assigkeit d er W elt


einri c htung n aher na c hgewie s e n Allei nd ie ss t hat A naxa gora s .

ni ch t und es ist d ie s s ei ne l nk o ns eq ue nz sei n er Phil o so phie


,
.

Sei n v o 6 g ob w ohl er ihn al s zwe ck m ä ssi g hand el nd e I ntellige nz


,

be sti m m t spielt bei ihm d o ch nur d ie R o lle eines ersten Be


wegers ; er gibt nur d en er ste n A nsto ss d er Be we gung ein ,

innere s Ei ngr eife n in d as W e sen und d ie G e stalt ung d er Di nge


k o m m t ihm nic ht z u D ie Or d nung d er W el t we lc he er her .
,

v orbri ngt be steht (3 u ) blo s d ari n d ass d u r c h d ie v o n ihm


, . .
,

in d ie ursmünglic he Ma sse no c h unge sc hie d e n er S to fie gebra c hte


'

Bewe gung na c h rei n m e c ha nisc he m o d er blo s p hy sik ali schem

1 5 ) S im pl in . Phy s . f 35. .
(F r . 70 6; 445 444144 044 0 65 5 7 4 44074 44044 4, 047474454

5 40 6 4 0 6 547 , 54747404 4 4114 5 445 444144 0


440 6 7 0 ; 0464 5 ; 5 40 5 40 414 0 6 5 0 4 47 4474 4 040 5 40


54

547474441, 445 4 5 6445 7 547 45474047 4 4417 140 7444 044 46 7 , 14044 5 1446 746 5 7 547 0464 5 7 4 04 0 0 4 4 5 44 45 7 04
44 4 7 4 ,

46 0 4 5 4 35 7 5 ; xp7444044 0 ; 140044 5 5 47
' ’
4 74 46 ; 14044 4
40 6 7 0 7 5 5 7 4 04 5 44
1 5 4416 4 0 6 .

16 ) Plut . P ericl .
. 4: 5 4a 140 0 4
4 74
0 5 40 ;
'

4747
040 4 7 0 67 5 745 0 4 740 5 14 046 040 5 7 14 044

54140 044 0 7 . S im pl ic in . Phy s . fo l 33 : 5 0 4 4 7 540 745 744 5 4 044 5 7


. 45 74047 4 4417

f 2 85

. : A11045047 5 0 04; 45 7 7 0 67 544 5474740 6 7 6745 35 4 0
4 4474 14044 4 .

Arist d e . a nim I .
, 2 445 7 0 7 7 0 6 7
: 0 47
407 4 0464 5 7 (4 5 11 7 0 67 ) 6 11
44 5 7 4 40 7 5474740 67
5 47 044 14044 &4LLY7} 45 14 044 14043040 5 7 .

1 7 ) A ist r . de anim . I , 2 : 6474 0 5 45 40 0 4 43


444 4044) 7
47 0464 74
7 47 7 46 0
"

45 45

145 47 74 044 4 5 7447 5 67 . S im pl ic in . Phy s . f . 33 : 7 7 46 4 7 745 04 74 047 4 5 ; 74 640 047 40 5 4


4 74 ,
44 .

18 ) 11047 4 04 5 45 145 0 44740 5 70 6; S im pl ic . in P y s fo l 35h . Pl t P h aed 97


. . a . .

A7 0450445 0 0 6 745 7 0 7 4 0 45

, 46 ; 544
104 70 6; 5 0 4 47 5 5 404140 0 444
67 45 14044 74 047 4 4417

C r at y l 40 0 ; 7 0 6 7 4 5
.
4747
14044 416 4 4 5 47 044 4 74
7 5 404140 0 440 6 0 047 . 413 :
5 7 4 04 74044 0 65 5 7 4 4
45 4 45 7 0 7
447 4 74047 4 04 407 0 47
4 0464 5 7 45 47
140 0 4 4 64 740 04 4 5 464
4 4 044 04
74047 4 40 7 45 7 4 04 .
46 An ax agoras .

G e setz d as Unglei charti ge si c h tre nnt d as G lei c harti ge si c h ,

v e rei nigt und so d as W elt gebäud e m it sei nen v er sc hie d e ne n


.

» Ele m e nte n «
( W asser u s W elt körper n und E inz el we se n . .

e ntsteht A uf d iesen W i d er spr uc h hab en scho n d ie A l t e n na


.
,

m entlic h Plato und Ari s t otele s aufm erksa m ge m ac ht 8 0 er , . r

z ahlt d er plato ni sc he So k rate s ( P h aed er habe in d er H o ff .

nung ü ber d ie v era nla ss e nd e n o d er Mit tel ur s ac h e n hi naus z u


,

d en E nd ur s a c he n geleitet zu wer d e n und ü berall die Z we c k


m ä ssigk ei t d er N at ur na c hge wie s e n z u fi nd e n d as B uc h d es ,

Anaxagoras m it gro sser N e ugier d e z ur Ha nd ge nom m en aber


bi tt er enttausc ht statt ei ner wahrha ft teleolo gi sc he n überall nur .

ei ne m e c hani sc he E rkl arung d er N a t ur ge fund e n N i cht d en .

G ei s t gebra uc he A naxa gora s z ur E inri c htung d er Di nge


. so n ,

d er n L uft Ae t her und W a sser gebe er als Ur s a c he an d h


, ,
. .

é r bleibe bei d en Mi ttelur sa c he n stehe n ( 99 b) stat t .b is z u ,

d en E nd ur sac he n v or zu d ri nge n W ie Pl ato so klagt a uc h Ari


'

.
,

sto t el es d en A naxa gora s an d a ss er z war d en G ei st als letz te n ,

G r und d er Di nge setz e aber zur Erklär ung d er N aturersch ei ,

nunge n ihn wie e ine n De us ex m a c hi na z u H ü lfe n eh m e

d h da
. . wo er die N aturer sc hei nunge n ni c ht aus n a t ü rli c he n
,

Ursa c he n z u erkläre n wisse .

4 Anax ago r as
.

L eh r e v on d er W e l tb il d ung.

D em Or d ner o d er W erk m eister ni cht S ch 0 pfer


d er nur ,

d er W elt ist st eh t na c h A naxa gora s al s glei c h ur spr üngli c h


,

d ie Ma t erie z ur Seite Dies e Materie war ehe d er 7 0 6 ; seine .

so nd ernd e und or d ne nd e Th ätigkeit bega nn in ungeor d neter ,

Mi sc h ung in ei ne m c haotisc he n Z ustand Mit d er S c hil d erung


,
.

d ie se s Ur z usta nd e s erö ffnete Anaxagora s s ei ne S c hri ft Sie be .

a nn m it d en W orte n : > Alle Di n e w are n bei s a m m e n u n en d


g g > ,

lic h an Me nge und Klei nheit « Dieser Urm isc h ung m a chte

19) M et . I , 4, 7 :

A7 045047 5 0 04; 440 744 044 6
44 6
74 740 5 ; 4 74 40 740 44d 7
7 140 0 4

(ein au s d en Einricht ungen d es Theat ers entl ehnte s Bil d ) , 14044 5 4 047 54740

0 44, 5 404
0 74
4
44
7 0444 4047 5 5 047 0441474; 5 0 4 4, 4 545 5 74145 4 0464 5 7 ,
74040 4 57 5 5 4 0 4; 0474740 4;

74047 4 04 4 0474740 7
4 0444 44
4 5 7 4417 74 7 0 67
404 7 0 4 744 044. 4 4
6 7
4
.

2 0) Bi g L o, 6 . . II
S im pl in P y s f 33 . . h . .
(Fr . 5 440 6 74047 4 04
X07444 044 04
'

67 , 54745 40 04 74044 74747430 ; 14044 0 44414 05 4 744 04 Bei Pl . a to 0 ft ers



4 5 4 0 6 A7 0450445 0 0 41

5 40 6 74047 4 04
„ 4 z . B P h aed 72 . . .
An axagoras .
47

d er 7 0 6; ein Er gab d er c haoti sc h en Me ngung d er


Urstoffe die b ewe gungslos une nd l ic h la ng ger uht ha tt e ei ne n
, ,

erste n S t o ss v er set z t e sie in V irb elb ewegung


,
un d fü hrt e
V

hie d ur c h i nd em d ies e Be we gung si c h i m m erw e it er fo rtpfianz 4e


, ,

d ie Ausso nd er ung d es G le ich ar t ige n und d a m it d ie Ent s teh ung .

d es je tz ige n W el tzus4and es herbei Die v er wa nd te n Stoffe


sc h ie d e n sic h v o n d er M e n un
g g a u s tra t e n in g rö ssern und ,

kl ei ne m Ma sse n z usa m m e n d ie fei ne n t ro ck e ne n h elle n S t offe , ,

bi ld e t e n d en Aether d ie d i c hter n d unkl e m fe uc hten die L uft , , , ,

aus w e l c her d ur c h d ie Kra ft d er Be we u n w ie d er u m d as W as


g g
ser aus d ie5 5 m d ie Er d e si c h a ussc hie d ;
, erk al t e nd e Er d m a sse n
b il d e t e n sic h zu S t e inen ; einz el ne S t ei nm a sse n d ur c h d en m ä c h ,

ti ge n Um sc h wung d er st et s fort d auer nd e n Bewegung na c h obe n


g eri s se n und d u r c h s ie selb st in Be w e un erhalte n si nd die
g g ,

G e stir n5 w el c he v o m Ae t her d ur c h gl ü h t d ie in d er Mi t te d es
,

W eltalls r uhe nd e Er d e bele uc hte n und be fr uc h t et


v o n d en urs
müngl ic h in L uft und Ae ther e nt h alte ne n Ke im e n
d es Or ga ni sc he n er z e ugte die Er d e Pfla nz e n und d ie h ö h ern
lebe nd e n W e se n d ie na c h A naxa gora s bei d e be s ee l t si nd ,

nur in v er sc hie d e ne m G ra d e Pflanz e n und C46 04 sind na c h


ihm d ie W e se n in wel c he n nebe n d em körperli c he n S t o ff auc h
,

Seele G ei st al s Prinz ip d er E m pfind ung Be we gung Selb st


, , ,

thatigk eit d es Vor stelle ns un d Er k e nne ns ist nur in d en e ine n


, ,

ein » kl ei nerer « in d en a n d er n ein > grö sserer G ei st <<


, sie si n d >

d ie W e se n in wel c he n si c h d er all ge m ei ne W el t gei st zuglei c h


'

z u d er For m i n d i v id ueller Ei nz elexi ste nz b eso nd ert .

2 1) O rig Ph ilos I 8 :
. .
, 5 7 4 0 17 74047 4 4417 5 440 6 70 6; 5 745 1 34417 5 45 145 0 44740 5 7 .

2 2 ) Arist Phy s VI I I . .
, 1: 44 0
17 4 4 54
40 6 74047 4 4417 5 7 4 017 14044

7405 440 67 4 4417 45 7 64745 40 0 7 xp5 7 0 7 , 14 4


7 74
0 47 5 44740 4740 044 45 7 70 67 14044 5 40414047 044 . Be
wegungsl o s : d a d er Stoff k ein inwo h n end es Prinz ip d er B ewegung h at ,
so m uss d ie B w g ung e e v on a ussen her in ih n k o mm en .

2 3) F .1 1 6 9 r .

.

2 4) Th eo ph r . b ist pl nt . a . III, 2 : 457 045 0 04 74 047 4 4417 5 x5 47 0 745 04


4044 04, 14 044
4 0464 04 L II
.

6 65 044 4 7 5 7 7 047 4 54 40414 O4 D 9 : Q46 04 7 5 7 5 0 3044


'
44 . . .
,

5 5 6 40 0 6
1
14044 35 0 440 6 14044 60 4 5 0 0 7 5 5 5 5 041 1 74
1 40 7 .

2 5 A istr . 745 0 4 44 6
1414 4 7 I , l : An ax agoras , D em o kr itus un d Em ped okl es
14 044 7 0 67 14044 6 0 47 4740 7 4 04 400 4 04;
774 5 A C 46 04 5 47 044 14044 745 5 0 3044
. 14044 1 41
745 40 3044 5 4745 , 04740
74 05 0 74 4 46 7
"
. 4 45 40611 4417 14044 4 6 046 57 0 5 4 4 0 6 4 0
4
2 6) Fr . 6 : 750 ; 55 74 04; 40 45 ;
04 5 0 44 14044 5
445 v 14044 5 5 1 0444 4417 .
48 Anaxa go ra s .

Die se Lehre v o n d er W eltbil d ung h at auf d en er ste n An


bli ck grosse Aehnlic hkeit m it d er Lehre d es E m pe d okle s : aber
d er U nter sc hie d beid er Theorie n ist n o c h grö sser als ihre Ueber

ei nst i m m ung E m pe d okle s setz t al s d as Ur spr üngli c he ei nfa c he


.

G r und stoffe d ie v ie r Ele m e nte : und er st d ur c h die Misc h ung


, .

d ie ser Ele m e nte lä sst er die c o nc re t e n Di nge z B Flei sch , . .


,

Kno che n e ntstehe n A naxa gora s d agege n sc hl ug wohl aus


, .
-

Anlass ge nauerer N aturbeobac htung wel che ihm d ie Ueber


g g ge gebe n hatte
z e u un d a ss die so ge na nnte n v ier Ele m e nte
,

k ei ne ei nfa c he n Sto ffe s i nd ei ne n a nd er n W eg ein bei wel c he m , ,


'

ni c ht Mi sc h ung so nd er n S c hei d ung d er U rsto fl e d as Pri us w ur d e


, _

und er st auf d ie s e S c hei d ung d as Z usa m m e ntrete n d er glei ch


l
arti ge n Stoffe z u grö ssern o d er k ei nere n Ma sse n er fol gte
er glaubte d ie wirkli c he W elt m it ihrer une nd li c he n M ann1g
fal t i gk eit v er sc hie d e ner Sto ffe nur er kläre n z u kö nne n, d urc h
d ie Annah m e d a ss d ie se Manni gfaltigk eit ei ne urspr üngli che
,

sei ,
d a ss d ie B estand th eil e d er W el t sc ho n v o n Anfa ng an D as
e e se n seie n w as sie j etz t si nd ; was seit d er E ntm i
j g g
e n i e w , ,

sc h ung d er u r spr ü ngli c he n Ver m e ngung G ol d ist d as m uss


sc h o n i m Z usta nd e d er U rm isch ung G ol d ge we s e n sei n ; d ie
Entm i schung d er Urb estand theil e hat ei nz i g die Folge d ass d ie ,

lei ch ar t i ge n Best and th eil e v o n d er Ver m e ngung m it unglei c h


g
arti ge n freier w er d e n al s v orher und sic h m it ei nand er v e rbin
'

d en so d a ss d ie W el t ni c ht m ehr ein Chao s ist so nd er n aus


, ,

d ie se m ein in v er sc hie d e n e Rei c he und For m e n d er Exi ste nz


Aether L uft W a sser E r d e or a i sc h e W e se n e lie erte
( , , g n , ) gg d
, s ,

( i ns o fe rn al ler d i ngs w ohl geor d nete s) U ni v er sum si c h e nt falte t .

W ähre nd al so d em E m pe d okle s d ie E ntsteh ung d er c o nc re te n


Dinge d as letz te Ergeb niss d es M ischungspro c esses ist häl t
Anaxagoras d as Co nc rete für d as U rsprungl ich e und was d em ,
.

E m pe d okle s d as Ur spr üngl ich e Ei nfa c he und G l eich theil ige ist , ,

die v ie r Ele m e nte e r sc hei nt A naxa ora s al s ein Z usam m enge


, g
setz t es al s unaus esch ied enes A re at sc ho n or ga ni
g gg g

2 7 ) P l ut P . eric l . 4: ( Anax agoras) 5 404140 0 447; 0 5 441g 640t 5 745 0 4 73


05 7 0 67

54740 140 47 0 7 4 04 4 04g 5 44 0 40 445 05 404g . S im pl ic in


. Phy s . fo l . 67 (F r . 5 0 0 7 5 144
057
7 71 5 7 50 9, 74547 4 0 64 0
50 An ax agoras .

ora s ber ie f si c h fur d ie se n Sa t z n a m e ntl ic h auf die Er fah r un


g g ,

d a ss in d er N at ur » aus Alle m Alle s Alle s i n Alle s ,

s elb st ins Ver sc hie d e ns te und E nt e en eset z t est e si c h v erw an


g g g
d el n k a nn was ni c ht m o gl ic h sei n wür d e we nn ni c h t in Alle m
, ,

Alles a uc h sei n G egenth eil late nt m itenthal ten wäre D ab ei


, , .

a uch d as bek annt e Para d oxo n d es Anaxagoras d er S c h nee se1 ,

sc hwa rz weil er aus W a sser be stehe d as W a sser aber d unk ler


, ,
.

Art sei Al le s Ei nz el ne in d er N atur ist hier na ch ei ner seit s


u ne nd li c h c o nc re t a nd r er seit s a ufs e ngste unter si c h v er wa nd t

, ,

nur d ur c h fiiess end e c o nt in uirlic h e U nt er sc hie d e


ge t re n nt ; die

Leh re d es Anaxagora s eri nnert d am it an die Leib ni t z s c he n Mo
na d e n v o n d e ne n gle ic h fall s je d e d as ga nz e Uni v er sum in si c h
'

ab spie gelt und d o c h k eine d er a nd er n v oll k o m m e n gl ei c h ist


. .

E in weiterer Ha up t unt er schie d v o n E m pe d okle s ist d ie Lehre ,

d a ss E rkenntniss und Be we gung ni c ht Th ä tigkeiten d er M aterie _ ,

s o nd er n ei ner ei ge n e n gei st ige n S ub sta nz d es d en E inz é lwesé n ,

i m m ane nte n 7 0 6 g si nd ; auc h hier geht d ie P hilo s0 phie d es ,


.

A naxa gora s auf scharfe Auseinand erhal tung d es q ualitati v Ver


sc hied enen aus ei n e Ric h t ung we lc he Em pe d okles auc h e inge
, ,

sc hla ge n ab e r nic ht folgeri c h t i g ü berall d ur c hgeführt hat


,
.

U eb ereinstim m end m it d ie ser Beto nung d er S el b stand igk eü


d es gei sti ge n Ele m e nts im Univ er su m ist auc h d as W e ni ge ,

was ü ber d ie prak t isc he Lebe nswei sheit d es A naxa gora s beri c h

t et wir d Er soll d as äussere G l ück fü r et wa s I nd ifierent es


erklär t habe n w o m it s ei ne sc hon er wahnte A eusserung ü ber


,

einsthnm t d a ss d ie Betra c h t ung d es Hi m m el s und d er Or d nung


,

d es W el t a ll s d em Lebe n d en hö c h ste n W er t h v erleihe ; in wi ss e n


sc h aftl ich er W ei se h at j e d o c h a uc h er d ie prakti sc he Seite d er

Philo soph ie no c h ni c ht a ngebaut .

8 1) Fr . 6 : 4 54 445 7 541 1 04 ( ausser d em 70 6 45 ) 0


74 47 4 5 9 440 40 047 4
4 5 4 5 x5 4

57 74 047 4 4 74047 4 5 4
; 440 40 04 5 7 5 0 4 4 . Fr . 13: 0 6 745 4446040 4 044 4 54 5 7 4 61 5 7 4 745 0 44 44
) 0 65 5
5474 0 745 740 744 044 745 1 5 745 4, 0 414 5 45 95 0 445 7 54745
« 40 6 4
440 4
40 0 6 0 414 5 4
4 5 440 4
405 7 54745 40 6
5 5 0440 6 .A ist P y s r , 11 :
. h
5 4 40 6 7 4 617 4 III
4417 5 47 044 4
4 0 04
. 40 40 1g 4 61 74 047 4 4,
4 04 5 4
447 4

5 454 4 5 5 0547 5 4 40 6 7 5 5 5 4 0 410 6 7 7 47 7 5 4445 7 0 7 .

32 ) S xt E m p Bye .
, . rrh I
13 : A 4 61 1 5 4174447 5 47 044 4 447 4445 7 04 547 45 4 45 5 4,
. .

5 4 4 74 444517 65 4410 5 0 44 745 74747 5 g,


7
45 4 5 1 047 ,
5 5 65 4410 5 0 4 4 4 74044 74 444617 540 04 44 5 1 047
5 0 4 4 C ie L uc ull c 2 3. 31
'

. . . . .
D ie Ato m istik .
51

5 . U eb er gang auf di e At o m istik .

A naxagoras b egieng d en W i d erspr uc h z ur Erkl ä rung d es ,

W er d e ns ein ge ist ige s Pri nz ip aufz ustellenL d ie s e s Prinz ip aber


d o c h nur al s m e c ha ni sc he Ur sa c he wirk e n z u lasse n Ueb er .

d ie ss S pielt bei ihm d er 7 0 6 4 d ie s e Rolle ei ne s be we ge nd e n


Prinz ip s nur im Be gi nn d er W eltbil d ung er gibt nur d en
erste n Ansto ss wirk t nur al s er ster Be we ger als 04044747447 740 5 419;
, , 4

im wei t e m Verlaufe d er W eltbil d ung tritt er ganzl ich z u r üc k ,

und d ie N atur ge stalt et s i c h selb st n a c h blo s phy si kali sc he n


G e set z e n E s war d aher v o m Sta nd p unk t d er m e c ha ni sc h en
.

N aturerkl aru ng aus nur c o nseque nt w e nn ei ne and ere die ato , ,

m isti sch e Philos op h ie v o n k e in e m id eelle n B ewegungsminz ip


d ie ser Art d as d o c h nur wie d er m e c h ani sc h wir kt et wa s wi ss e n
, ,

wollt e und v iel m ehr d en Ver suc h m a c hte d ie m e c h anisc he N a ,

t uransich t auf ihre m ei ge ne n Bo d e n ohn e Z uhül fenahm e ei n e s


ü ber nat ü rl ic he n o d er ge isti ge n P ri nz ip s r ei n d ur c h zufüh ren, d as

W er d en und die Be we gung aus d er N at ur d er Mat erie s elb st


ab zuleite n d ie N at ur aus si ch s elb st z u erk läre n Die Ato m i
,
.

stik ist d ie Volle nd ung d es v or s o kr ati sc he n N aturreali sm us .

13 D ie
. At o m i stik .

1. D i e S ti ft e r d er At o m enl eh r e .

Die Stifter d er Ato m i stik si nd L e u c i p p u s und D e m o


kritus Bei d e Mä nner wer d e n v o n d en Alte n na m e ntli ch
.
,

v o n Ari sto t ele s g e wöh nli c h zu sam m en enannt


, g d er Eine als d er ,

Urheber d er A nd ere al s d er wi ss e nsc haftli che Ausb il d ner d er


,

ato m isti sc he n Lehre W eit e r als d ie se s W e ni ge ist v o n L eu


.
, ,

c ipp ni c ht bek a nnt ; auf sei ner Per s o n und s ei n er Lehre r uht

t iefe s D unkel S chri ften v o n ihm wer d e n z war a ngeführt aber


.
,

ihre A ec h th eit wur d e sc ho n im Al terth um bez w ei fel t E s ist


kei n Br uc h st üc k d er selbe n auf uns ge ko m m e n Da wir ihm .

r
1) A ist . d e Xeno ph . G or g M eliss 6 :
. . 74046 0474
55 0 57 4 0 44
; A5 4174474740 41 7404

1 0 0 445 7 0 44; 1 5 7 0 44; 7 5 7 0 04744 044 D . . L IX .


, 46
M é y ocg A404740 0 440 g, 5 7 0 4 745 04 8 5 5
:
'

400 040 4 0 7 A5 4174474740 41 40040 47 5 57 044


'

. D a e e r
g g n wi d d er M é y o4g A404740 0 440 g ge
'

wö h nl ich , z . B . D io g . L aert IX .
, 39 und 46, b ei Suid . v . A74445 np44 0 g, d em
D em okri t z ug sc e hrie ben .
D em ok rit .

s i ht s E igenth um l ieh es z uschreibe n k onne n so fallt für


om it n c ,

uns se ine Le h re m it d erje nige n d es De m ok rit z usa m m e n .

D e m o k r i t v o n Ari s totele s ( Met I 4 12 ) als 51: 04t0 0 g


, .
, ,

d es L eucipp be z ei c h net ist in d er thrac isc h en Sta d t Ab d era , ,

ei ner j o nischen Colo nie gebore n ; er war wie er selb st v o n sic h , ,

sa t
g ( D L IX 4 1) ier i Jahre j er l A axa or S ii
'

ü
'

i

, v
. z
g . ng a ,s n g a s é r .

Vater soll so rei c h ge we se n sei n d a ss er d en X erxe s auf sei ner ,

Rückkehr nac h A sie n in Ab d era b ewirth en k o nnt e ( D L IX . .


,

Dem o krit aber v er wand te s ei n v äterlic hes E rb th eil auf


"

Re isen d ere n er si c h selb st in e inem auf uns ge kom m e ne n


Bruc h stück e rü hm t worin er sagt : » Vo n alle n Me nsc h e n m ei ,

n er Zeit habe ic h d as m ei ste Land d urc h irrt die m eiste n L uft ,

stri c he und La nd er
ge sehe n un d d ie m ei ste n unterri c htete n ,

Mä nner geho rt und in d er G eom etrie neb st Bew ei s ha t m i c h


,

N ie m a nd ü bertroffe n selb st ni c ht die W ei se n d er A egy ptier


"

.
,

bei d e ne n ich fünf Jahre in d er Frem d e ge we se n bin « ( G le m -


.

Alex Strom I 15 6 9 ; Mulla c h Dem o o r p


. .
, D ur c h d ie se
, . . .

R ei se n un d d ur c h ununt erbro c h ene s uner m ü d li c he s S t ud i um

er warb sic h De m okrit ei ne so gro ss e Ma sse v o n Ke nntni ssen ,

wie sie k ei n a nd erer d er fr üh ere n Philo sophe n und unt er d e n


spä t ere n nur Ar s totele s be se ss e n ha t an sieht d ie ss v o rz ü g
i M .

li c h aus d em Verz eic h niss ) s ei ner äusserst z ahlrei c he n S c hr ift e n


3 '

in w el c he m ni c ht nur v iele eth ische und phy sische S c hr ift e n


all gem eine n Inh alts a ufgeführt we rd e n s o nd er n auc h S c hr ifte n ,

ü ber ei nz el ne Proble m e d er N aturk und e uber Mathem at ik ,

A st ro no m ie G eo graphie ü ber Musi k und Poe sie ü ber A r z ne i


, , ,

ku nst G ram m at ik M al erei und s ogar ü ber Kriegswisse nsch aft


, ,
.

M an d arf a nneh m e n d a ss d ie se S c hri fte n d en ganz e n Um fa ng ,

d es d a m al ige n W i sse ns um fa sst habe n Lei d er sind v o n ihne n


'

s ehr we ni ge Br uc h st ü ck e auf uns ge k o m m e n d ie M u l l a c h ,

( Berl 1843) ge sa m m elt hat A uc h d ie Dar stell ung De m o krits


. .

L IX
2) D 39
. D io d o r v o n S icil ien
. , . erwah nt eines funfj ah rigen
Aufe nth a lt s d es D em ok rit in A egj pt en 98 . Aeli an Var Bist . . IV ,
20 :

74
745 7 7404t 74 0 0 g m b; Xo4l ö ocio o g 74041 B a ß o l ä woc 74 041 71: p t ab; M oty o o g 74 041

Auch
Strabo bez eugt er habe einen gro ssen

7EOÖ g 1: 0 i7; 7 40 4 04;
0 0 44 1 677 I v öä w .
,

Theil e
Asi ns d u r chstreift , Strab X V 1 38 p 7 0 3 : 740 M 747 1: 74g A0 £04g
.
, , . .
"

,

-

745 7474047 74
415 7 0 7 .
'

3) D io g . L IX .
, 46 —

49 .
D em okrit .
53

wir d v on Be zieh ung auf Rhyt hm us und G lanz d er


d en Alte n ‘

in
I

Re d e gelobt C ic G rat 2 0 d e ora t I l l E s fällt unter die


, . . . .
, .

sen U m stä nd e n auf und ist a uc h sc h on d en Al t en a ufgefalle n


,

d a ss Plat o d er fa st alle fr ühere n Philo s op h e n irge nd ei nm al


er wähnt d en N a m e n d es De m ok r it nie ne nnt Die s e o ffe nbar
,
.

efliss entlic h e N ic htbea c ht ung h at w ohl d ari n ihre n G r und


g ,

d a ss Plato sei ne n philo sophi sche n S t a nd p unkt v o n d e m j e ni ge n


d es De m ok rit d ur c h ei ne allz utiefe Kluft getre nnt sah Hö ch
ste ns k ö nn te ei ne i nd ire kte Be z ieh ung auf De m okrit in d en
i en Stelle n d es T h nd Sophi ste s ge fund e n w er d e n
j g
en eätet u ,

in wel c he n Plato ei ne n alle s U nsi c htbare l äugnen d en Materia


lism us be streitet Aus d em glei c he n G r und e u m d es m ate ,

rialistisc h en Cha ra kter s s ei ner Lehre wille n hat De m ok rit auch ,

v o n ne uere n G esc hic h tsc hreib ern harte B eurth eilungen er fahre n

m üsse n be s o nd er s v o n Rit t er d er ih n in Ei ne Kla sse m it d en


, ,

Soph isten stellt ihm Ruh m re d i gk e it und A nm assung unph il o


, ,

S O phisch e Viel wisserei g r u nd sät z li c h e Zer stör ung aller w ahre n

W i sse nsc haft Ma ngel an philo sophi sc he m Z usa m m e nha ng und


, .

N ie d ri gkei t d er sittli c h e n G e sinnung v or wir ft : lei d e nsc ha ftli ch


üb e rtriebe ne A nk lage n die Zeller I 8 42 ff auf ihr ri c htige s , , .

Maa ss z urückgeführt hat W i ss e nsc haft li c her Er ns t leuc htet .

aus Alle m her v or w as uns v o n D e m okr it beri c htet o d er m it


,

s ei ne n ei ge ne n W orte n überlie fert w ir d Sei ne Philo sophie hat .

alle Mä ngel aber auc h alle Vor züge ei ne s c o nseq uenten Mate
,

rial ism us:

4) D . L . I X, 40 .

5 ) Vgl D L . ogar d ie S age P l ate habe D em okrit s


. . a. a. O . wo s ,

S chriften so v iel e er ihrer z usam m enbringen k onnt e v erbrennen gewollt ,


'

sei j e d o c h v o n z wei ih m befre und et en Py tha oreer n d a v on ab em ahnt


g g
w or d en weil d ie B ucher D em okr it s bereit s e ine z u gro sse V erbreit ung

gefund en .

6 } S o ph p 2 46 a : 0 5 445 7 s ig 7 747 5 5 0 60 047 0 6 74041 4 0 6


. .
, 74 647 04 4

5 74740 410 4 ö 440 x410 £ £ 0 7 4044 40 64 0 4467 0 7 74040 5 4 5 4 74 0 0 0 80 Ä747 5 74040 74


7
0
4
4 47 04 ‚

( w as anget astet od er berührt wer d en k a nn) , 4 0464 0 7 0 614104 74044 0 60 4047


450 4
4
264
15 7 0 4, 4 617 5 5 641 744117 ,
407 0 4
4 5 x0 7 5T
7 044, 74 044 04400 0 7 0 6 7 1 5 4
; 40

1404 0214047
0 . 15 5 , e : ( es gibt P hil osophen) 0 438 5 7 621 740 0 10 415 7 0 4
Th eaet .

74 0 5 647 0 07017 4 044 43 ; 4 0 T7 x5 0 0 f7 Ä 04[35 0 9 044 , 14 647 65 4 0 640 0 044 0 7 0 5174 54440 65
4740 44

xö 445 7 0 4 (i) ;

57 0 410 £ 04g
415 05 4 .
54 e o r
D m k it .

2 . D em o k rits L eh r e v on d en At o m en.

Die Ato m enl eh re Dem okrit s ber uh t auf d e nselbe n Vo raus


s et zun e n v o n d e n e n s ei n e bei d e n Vor gä nger E m pe d o kle s un d
g , ,
.

A naxa gora s ausge ga nge n si nd Auc h er lä ugnet al s und enk


,
.
,

bar ein wirkl iche s W er d en


,
ein W er d e n aus ni c ht s A uc h .

er behaup t et ) v o n d en ursprunglic h en Stoffe n kö nne keiner


8

in d en a nd er n ub ergeh en k ei ner zu G r und e gehe n ; alle s W er ,

d en sei nur v erä nd er t e Z usa m m e ns et z ung le t zt er unv erä nd er


li c her G rund st offe Fer ner stim m t er m it A naxagora s d ari n
ü berei n d a ss er ei ne une nd li c he Anz ahl s ol c her unv erand er
,

li c her U rsto fie a nnim m t Die se Urstoffe si nd na ch ih m da


'

her ne nnt er sie 044 0 4404 ) 10


unth eil b ar obwohl ausge d eh nt ,

und raum erfüll end a ber wege n ihrer Kle inheit ni c ht s i nnli c h ,

wahr neh m bar ( 040 0 044 04) I st De m ok r it bis h ieh er Ha nd in


H and m it Anaxa goras gega nge n so wei c h t er d ari n v o n ihm ,

ab d a ss er seine n Atom e n alle qualitati v e Be sti m m theit ab


,

S pri c h t E s ist d ie ss das unter sc he id e nd e Ha up tk e nnz ei c he n d er


.

A t o m i sti k Die A to m e d es De m ok rit untersc hei d e n si c h v o n ein


.

a nd er nicht d ur c h ihre Q ualität sond er n ei nz ig d ur c h ihre ,


'

7) D . L IX.
, 44 . Arist . de 0 0 6 1. III , 7 : 0 4 745

04 E 44745 60 7415 04 74044 A7444 0


740 44 0 7 1 047 0 047 0 0 0 47 4;
0404 0 4 0464 0 1 ‚ 04
1 7 5 7 5 0 47 5 5 0470 474
744417 00 0 404 400447 0
445 7 747 45 7 5 0 47 .

8 ) A ist r . Phy s III .


, 4 : A74440 740 44 0 ;
' '

0 06 5 7 5 4 5 0 0 7 5 5 5 4 5 0 0 0 7 47 7 5 0 0 044 4 617

740 44
14 0 17 407 0 4
4 7.
9) A ist r . d e gen . e t corr I .
,
2 : A74440 740 44 0 ;
'

74044 A5 14 74474740 ;
'

, 4
74 0 47 0 047 45 ;
4 04 0 4474
44 044 04
(8 . u. ) 4 74
7 0470 40 44410 47 74 044 4 74
7 4 5 7 5 0 47 5 74 4 0 4
14 4417 740 40 6 0 4, 6404740 4
054

445 7 74044 0 41 4 74 40 5 4
4 0 7 5 7 5 0 47 74 044 400 0 0047 , 4 0455 4 65 74044 9 5 0 5 4 0470 40 44410 47 , 8 . I
0 417 40 4 04 45 7 04
4 445 7 7 5 7 5 0 47 740 45 4 ( d ie ) , 6 4041 0 0 44 5 7 04 65 At o m e 400 0 0 047 . de c oel .

III , 4 : 4 0 4 617 740 614 40 7


445 45 0 617 (4 617 044 0 444417 ) 0 4144741 0 7473
"

7 5 7 7 040 0 0 4.

10 ) C ic . d e fin . I , 6 : D em ocritus at o m o s quas appell at , id est c o rpora


ind iv id ua . S im pl ic in . Phy s . F0 1 8 : 4 04 5 1 044440 114 04
404 74 0 4
4
0 0344044 04 044 0 4
404 7404

10 67 4 5 ; A ist r . M et . VII , 13, 17 : e o r


( D m k it ) 4 04 445 4 5 0 74
7
4 04 044 0 4404 0 00 404;
740 45 4. Plut Co l o t p 1110 : 0 430 404; 044 0 440 41; Auch sonst k om m t 044
. ad v . . .

044 0 440 4 v o r z B D L IX 44 : 4 04; 044 45 40 41; 04745 40 0 41; 5 47 044 74044 04 74747 0 0 ;
, .
4 . . .
4 ,

1 1) Pl ut ad v Colot p 1 110 5 4 4 040 745 7 5 4 A74440 74044 0 ; ; 0 00 404; 04745 4 0 41;


7 . .
0 .

40 044 0 440 4
1 ; 4 5 74044 6 404400 0 41g 5 4 4 65 04740 40 41; 74044 0474040 5 4; A rist d e
'

0 ,
.

gen et c o rr I 8 : 04745 4004 4 0 74747490 4


. .
; 74044 040 0 044 04 6 404 0 444740 04 7 44 04 4 4
, 717 0 7 74417 4 .

d e co el III 4 : 4 04 740614 04 4 45 5 0 7 74747 9 5 4 45 7 04 5 40 04 4 45 7 5 0 4


5 4 6 5 04640440 5 4 04
4 4 4 4 74
.
, ,
.
e o
D m kri t .
55

G ro sse owie d urc h d ie m it d er G ro ssenv erschie


u nd G e stalt , s

d enh eit ge gebe ne v er sc hie d e ne S c h were Ihrer m aterielle n


Besc h affe nheit na ch sind sie si c h alle glei c h sie be stehen aus
ei ne m und d e m selbe n Stoff Ebe nso hat weiterhi n d ie Verschie .

d enh eit d er Dinge v o n ei na nd e r d ie M a nni gfalti gkeit d er Er ,

sc h einungswel t ihre n G r und ei nz i g in d er v er sc hie d e ne n Fi gur ,

Or dnung und Stellung d er z u G r uppen v erbund e ne n Atom e ,

wel che d ie Di nge bil d e n ni c ht aber in ir ge nd wel c her q uali t a ,

tiv e n Differe nz So hat De m ok rit alle Unter sc hie d e d er


Q ualität auf d en Unter sc hie d d er Q ua ntität z urüc kge fü hrt ; die
quantitati v e Be sti m m theit ist d as Urspr üngl ic he d ie Q ual itäte n ,

d as Abgeleitete .

3. D er G r und d er B eweg ung .

D as W
er d e n und Ver gehe n be steht nac h De m ok rit d ari n ,

d ass d ie Ato m e si c h bal d m it ei na nd er v erbi nd e n bal d v o n ,

ei nand er tre nne n N un fra gt sic h worei n d er G r und d ie ser ,

Bewe gung und w e c hsel nd e n G ruppirung d er Ato m e z u s et z e n


ist . De m okrit suc ht ihn st att wie A naxagor as m e 1nem im ,

m ateriellen Pri nz ip in d en A to m e n s elb st z u fi nd e n , Die un .

e nd li c h v iele n Ato m e befind e n si c h nä m l ic h in d em unbegre nz t


ro sse n >> l eere n « Ra d e er i d r d ie Be we un
g u m ; i s st es , e g g d er
At o m e erm ö gli c ht D ie Realität d es leere n Raum s ist ein Ha upt
.

satz d es ato m i st i sc he n Sy s t e m s d en De m o krit i


m g G e e nsat z ,

e
g g e n d ie el eatisc h e Lehre auc h so a us d r ückt : » D as S eie nd e

15
sei um ni c ht s m ehr al s d as N ic h ts eiend e «
) und » d as Volle

12 ) S im pl . in Phy s . fo l . 10 6 : 4 74
17 6 404400 0 047 044
14 617
( d er A t om e) 74044 04

pé y e0 o g 74044 0

x 744404 4 40 5 44
5. r
A ist . d e g en . et co rr I
.
, 2 : 4 04 0 4404404 04745 4004
x73
'

5 740 473
0 047 .

13) A ist r . M et . I , 4, 14 ff . : 4 049 745 40 0 0 47 547 044 4 0 5 4g, 0 x7fi4104 45

0 5 0 47

74044 4 04 47 5 74044 6 404405 0 5 47 7 040 40040 4 4 0 07 0410 41 40 74044 74044

40 4
'

440 7 0 7 14 4417 65 0 445 7 0410 440 4; 0 x 744404 5 0 4 47 , 74 65 6 4040 47 4) 4 0454g , 65 4 0 0 744;


*

'

0 5 0 4g
6404405 05 4 44 040 40 157 A N
" '

4 4 0 41 0 x7444044 4, 40 65 A N 40 0 N A 4 04 5 4,
5 40 65
Z 40 6 N 0 50 5 4 .

14) A i st r . d e gen . et corr I .


, 8 : 1 7 40 4 0445 7 04
04
4 445 7 7 5 7 5 0 47 740 45 4, 640474410
445 7 04 6 5 400 0 0 047 .

15 ) M 7} 40 65 7 74 4 0 447465 7 547 044 Pl ut . ad v . Co lo t .


p 1109
. .

Arist M et . . I , 4, 12 .
56 e o r
D m k it .

nl d i ht s m ehr al s d as L eere
h d ie Ato m e) um
(

to fi peg , . . n c

U d ie po si t iv e Realität d es Leere n era


( T Ö m zu v n

sc h aul ic h en be z ei c hnet es D em ok rit bi sweilen im G e ge nsatz


, ,

e e e Er füllt he it d er Ato m e al s d as D unne (pocv öv


16
g g n d i -

) ) ,
.

Die S c h were d er Ato m e bewirkt d a ss sie ni c h t r uhe n sondern , ,

im l eere n Ra um si c h >> ab w ärt s « bewe ge n ; die Ver sc hie d enheit


d er S c h were d er ei nz el ne n Ato m e aber ha t z ur Fol ge d a ss sie ,

s i c h ungl eic h m assig be we ge n u nd d aher ei na nd er sto sse n und

d rä nge n und so ist d e nn die ga nz e uner m e ssli c h gro ss e Ato m e n


m a sse v o n Ewi gk eit her in ei ner sc h wi nge nd e n wirbe lnd e n ,

Be wegung (öiv n) begriff e n I nnerh al b d i eser e wi g fortgehe n


d en Be we gung e nt stehe n i nd e m G lei c he s und G lei c he s si c h an

z ieht allerorte n G ruppirungen o d er Co m plexe ) v o n Ato 19

m en : d as si nd d ie Körper d ie ei nz el ne n Di nge wel c he d as , ,

Univ ersum e nthal t wel c he aber 1nsgesam m t nur v o rnh ergeh end e ,

Ato m enz usam m ensetz ungen sind (so auc h d ie Seele w el c he aus ,

d en fe inste n un d b ewegl ich sten Ato m e n d en Fe ueratom e n be , ,

st eht ) F reili c h w ar m it d ie se n S ät z e n d ie so une nd li c h m an


.

nigfaltige Be we un
g g und G e stalt ung d er D i nge k ei ne swe gs
wahrha ft und v oll stä n d ig ab geleitet und erklärt Auch bleibt ,

l o r uvrioc o wt v w n ia) und die h ied urch


.

we nn d er G egensto ss ( &M n

herbei gefü hr t e W irbelbew e gung ( 5 6m) d er Ato m e d er e i nzi ge

16 ) Ar ist : M et -
. I ‚ 4, 12
-
.

17) D . L IX . . 44 ; cpé psc ß ocz


. év t t)? ö 7up ö wo o né v oc; mocg

IX , 45
t fig ö £v ng och: é ocg o ö o
q
*
g 1: 7 g
} y ev é o ewg notv rwv

. S ekt
E m p l X‚ 113: dig äl eyo v
. .

é pc Anpanpn o v ö £w; g x wei to u ö % o o po g St ob


‘ ' ’ ’ ' '

ot noch ö no
‘ '

7u ,
nocc *
ocv ocy q . .

E cl o g . I , p 8 48 :
. x weto &occ

coc 7t pärcoc
"
o d> porcoc wwc & Ä Ä nl o r un i oc v é v I Q)
’ "

Bil d ung d er Ato m enco m pl ex e erk l arlsD em o krit aus d er Vör


D ie
ausset z ung d a ss G leiches m it G leichem sich z usa m m en fi nd e Z ur B e
, .

st ä tigung d ie ser Annahm e führt er an


(S ext E m p ad v M ath . . . .

d a ss au ch gleichartige Thiere sic h z u eina nd er ha lte n ebe nso b eim W o r ,

fel n d es G etraid es gl eic h gro sse Kö rner sic h z u sam m enfind en .

19) Ar ist d e c o e l I I I , 4 : t ?) ro ircwv od er 6 1 6


'

t ä) V npcr cco v pey e&ö V


f
. . 4

ov ) mcl o m7; noch nepm l é en n ocv t oc y ew öco d occ



é
'

pn ou .

2 0 ) Arist M et l 4, 16 : ae m v vjo ewg, ö& ev Önocpxet n o der,


'
. .
, nepl W T) ; 1

na d
. 0 5 1 0 i na pocnl no tco g m fg ä l 7l o zg é qc&üpwg &cpeto o w . . S im plic in . Phy s . 74
8 napt Anp.öx pv co xß d ico m ö co pov co o bt
wö £v v n noch 1 q

ti p
' ‘

ö co mpt

0 *
% ( V7 10 W
* “
cpoc v r v
_

v o wo w m at x occp igo oco av w}v ö e


co v eig cnv t otfi


cv cö nä v
* * * *
.
58 Py thagoras .

d er s w er d e n wir d ie ss fi nd e n in d erje ni ge n Philo sophie , zu wel


ch er wir nun ü ber gehe n, in d er pythagorei sc hen .

14 . D er P y t h ago r eism us .

1. P y th ago ras .

In Pythagoras hat Sage früh z e itig d as B il d e ine s hei d ie


l ige n wund erth ä tigen in ei ne m v ertrautere n Verh ält niss zu den
, ,

G ö tt ern stehe nd e n Ma nne s a usge m alt ; sie h at sei n Lebe n m it


Fabel n und Er d i c htunge n all er Art ge sc h m ückt Z wei P l ato .

niker Porphyr ( 1 um 8 0 5 n Chr ) und J am b lic h (um


°

. .
,

haben d ie se sagenh afte n U eb erlieferungen ge sa m m elt und v er


.

arbeite t : bei d e Biographie n si nd auf uns gek om m e n ) sie 1

lass e n ni c ht z weifel n d ass wir in ih ne n eine n h i st or isc he n R 0 ,

m an v o r uns habe n D as Fabelha ft e und W und erbare uber .

wiegt in Pytha gora s Lebe n so s ehr d a ss m an d araus sogar



,

Ver d a c h t ge gen sei ne hi stor isc he Per sö nli c hk eit sch 0 pfen könnte
d o c h ist d ie se d a d ur c h si c her ge stell t d a ss sc ho n X e nopha ne s ) 2
,
4
und Heraklit später Hero d ot ) s ei ner Er w äh nun th u n und
g ,

d ie Rö m er ihm z ur Zeit d er S am niterkriege ( um 3 2 0 v C hr ) . .

ein Sta nd bil d


ge s et z t habe n W as v o n ih m gla ubha ft ü ber
liefert wir d be schrankt si c h d arauf d a ss er auf d er I nsel S a
, , ,

m o s gebore n si c h na c h m al s z ur Ze it d es Tyr anne n P o ly krates


, ,

( g
v .l Porphyr in d ie unt erital isc h e P fl anzstad t Kroto n ü ber
.

e sie d elt u n d d ort z um Beh ufe sittli c h so c ial er Re fo rm e n in


g ,

d ie ser so wie später in a nd er n grie c hi sc he n Colo nie n U nterita


,

lie ns ei ne n Verei n G lei c h ge si nnte n d en » pytha gorei sc hen Bund « ,

1) J am b l it P y th A ccedi t P o rph d e v it P y th ed Ki essling


. de v . . . . . .
_

18 15 ed W esterm ann in G obe t s Ausg d es Bio g L aert


. . R o h d e , d ie . . .

Quellen d es J am b l ic h us in seiner Biographie d es Py thagoras, Rheinisches


M useum für Phil o l o gie Bd XX V I S 5 5 4 if XX VII S 2 3 ff , . , . .
, . .

2 ) Biog L V II I 36 . .
, .

3) D io g L VIII 6 IX 1 v gl o h S 2 3
. .
, .
, . . .

. .

4) E d t I V 95 : E l l viv wv 0 0 t ig 7 H o tl ocyö pn
) d o ö ev eo wcu p o o cpco cr
° " '
*
. .
,

5 ) P lin H N XXXI V 12 2 6 : inv enio et P y th ago r ae et Al cib iadi


. . .
, , ,

i n c o rnib us c o m it ii po sit as esse statua s cum bello S am nit i Apo ll o Py thius ,

j u ssiss et fo r t issim o G rai ae ge ntis e t a lt eri sa pient issim o sim ul a c ra c e l ebri

loco d ic ari : ea stetere d onec S ull a dictat or ib i curiam fac eret


,
.
Py thagoras .
59

g e sti ft et hat Sei n e B l u th


. e fällt z wisc h e n die 6 0 und 7 0 Olym . .

pia d e 5 40 5 0 0 v Chr I m U eb rigen r uht auf sei ne m Leben


,

. .

tie fe s D unkel : d e nn was v o n d en wei te n R ei se n e rz ählt wir d


d ie er in d er Ab si c ht unter no m m e n habe n s oll d ie unt er d ie ,

v er sc hie d e ne n Völ k er d er Er d e v erth eil t e W i sse nsc ha ft in si c h

z u v erei ni e n
g ist gro ssenth eil s z wei felha ft un d n nv erb ürgt ;
we ni ger d as was v o n s ei ne n E nt d e ckunge n in d er Math e m a t ik
, ,

Akusti k und A stro no m ie ü b erlie fert w ir d d a er wie d er Vor


.
, ,

wur f d er Vielwisserei (no l uuocd in) be wei st d en Heraklit ih m ,

m a c h t je d e nfall s ungewöh nli c he Ke nnt nisse be s e ss e n habe n m uss


, .

W as e nd li c h v o n sei ner W ir ks am k eit in Kroto n v o n d em E in ,

d ruck d en er d ort d ur c h sei n er ste s A uftrete n se ine B erecl


, ,

sam k eit und G e stalt herv or gebr ac ht v o n d er göt t er glei c hen ,

Vereh r ung d ie er d aselb st ge fund en v o n d er plötzli c he n Sitten


, ,
.

v er ä nd er un d i er in d e r ü ppi e n Sta d t herbe i e führ t habe n


g e , g g
soll erz ahl t wir d ist id eal isirt d ur c h rhetor isc h e Au sm al uri g
,
.

N o c h tie fere s D unkel lie gt auf sei ner Lehre D a ss er kei ne .

S c hri ft h interla sse n hat wir d ausd ruckl ich be z e ugt ) u nd m uss 8
,

a uc h aus d em Stillsc h weigen d es Aristotele s und d er A risto te


li ker ge sc hlosse n wer d e n Ja es wi rd ihm ni ch t ei nm al ein .
,

be stim m ter Lehr sat z philo sophisch e n I nhalts z uge sc hriebe n


Ari stotele s re d et wo er pytha gorei sc he Lehre n be spri c ht
, nie ,

v o n Pyt ha or as selb st so nd er n i mm er nur v o n d en P th a


g y
g o re e rn Plato führt ihn Rep 6 00 b unter d en M änner n . _
,

6 ) N ur die Reise d es Py tha goras


a h Aegy pt en ist nicht unwahr n c
sc h einli ch d a G rie che nl and und b esond ers S am os z u seiner Z eit in V er
,

k ehr m it A egypten sta nd en ; auc h ist d ieselbe v erh ä l tnissm assi


g gut be
z eugt ( l so cr Busir c 1 1 C ie d e F in V 2 9 O f E d t II 8 1
. . . . . .
, . . .
, .

7) P o rph c 18 J am b l 37 ff Just in XX 4
. . . . . .
, .

8 ) P o rph c 5 7 . Plut d e Alex f or t I 4


. . . . .
, .

9) M it Ausnahm e v o n M a gu M o r I 1 : aber d iese S chrift ist nicht . .


,

v o n Arist ot el e s v erfa sst .

10 ) D ie St ell e M et I 5 10 i wel cher P er ähnt wird steht k ri


n w .
, , , .
,

tisch ni cht ganz fest S onst k om m t P b ei A b lo s Rhet o r I P 2 3 v o r


.
. . .
, ,

hier aber nicht m it bestim m t er Be iehung auf philoso phische W irk sam z

k eit Zu v ergl eichen ist j ed och d ie B eweisf ü run Z e l l e r


h

444
.

g s ,
we l che z eigt d ass d ie G rund ged anken d es pythagoreischen Sy stem s
, » <<
,
d ie L ehre v o n Z ahl W eltharm o nie u d l n u f P e lb t z urück e
g , r au s s
g
. .
.

führt werd en k ö nnen .


60 Py tha goreischer Bund .

auf , d ie wie
er si ch a usd ruc kt ei ne eigenthum liche Lebe ns
, ,

wei s e ( öö o v o d er t pöit 0 V 150 0 860 0 ) ge s ti fte t habe n



'
M an ka nn .

daher m it W ahr sc hei nli c hkeit blo s so v iel sage n d ass er d er ,

Sti ft er ei ner si ttli c h reli giö se n G e no sse nscha ft gewe sen ist ir? ,

nerh al b d ere n si c h d ie so e na n nte py th a gorei sc h e Philo soph ie


g ,

d h d ie Zahle nlehre sam m t d en d a m it v erb und e ne n ko sm o lo gi


. .

sc he n S pe kulatio ne n e nt wi c kelt hat , .

2. D er py th ago r isc h e e B und .

M an m uss ub erhaupt d en G e si c h t sp unkt fe sthal t e n, d a ss


d er P y th ago reism us ni c h t e in e philo sop h i sc he S c h ule im e nge m
Si nne d es W or t s , so nd er n ei ne Lebe nsge m ei ns c haft G l eic hge
sinnt er
g e w e se n is t D as Ba n d d a s ih n z.u s am m e nhielt w a r , ,

ni c ht ei ne philo sophi sc h e D o k tri n so nd er n ein prak ti sc he s I n ,

teress e d ie ge m ei ns am e Ver fol gung ethi sc her und politisc her


, .

Z we cke .

a) Der ursprungl ic he Z we ck d es pythagore isc hen B und e s


war d ie si t tli c he Er z ieh ung d ie gei stige und m orali sc he För d e ,

r ung sei ner G e no sse n A uf stre nge Z uc ht d es Le be ns und d er .

G e sinnung zwec kten alle Ei nr ic htunge n d es pytha gorei sc he n


B und eso rd ens ab D ie Ta ge s or d nung war stre ng gere gel t ;
.

Fr üh stück Mahl z e it Bad Spazierengehen G ym nasti k Musik


, , , ,

alle s hatte sei ne be stim m t e Tage sz ei t ; so gar be so nd ere Spei s e


v eror d nun e n soll Pytha ora s hi nterla sse n habe n w e nn lei h
g g g c ,

d ie N a c hri c hte n hier über n a m e ntli c h ü ber d as py t ha gorei sc he


,

Verbot d es F lei sc h Fi sch und Bo hnenessens sc hwanke nd und


'
,

wi d er sp r e c h e nd si nd D ie Mitglie d er d es B und e s v erband

11) Einige S chrift steller berichten d ie Py thagoreer hatten sich


a ller Fleischspeisen enthalt en D L V III 37 44 Aristo x enus d agegen , . .
, ,
.

( aus T arent m it Py tha goreern wo ] bek annt ) sagt Py tha go ras habe ,

sä m m tl ich e Fl eischspeise n er l a ub t ( n awm CÖÜ Ä OC c o v xwpet v é 0 8 £ew äucpo xoc)


'
'

m it Au snahm e d es a ckern d e n Stiers u n d d es W id d ers D L VI II 2 0 .


, . .
, .

Athen X p 4 18.
,
Aristot e l e s : gewisser Theil e d er Thiere D L V III 19
. .
, . .
, .

G ell I V 1 1 5 1 : o pinio v etu s fal sa o ccupav it e t c o nv al uit P y th ago r am


.
, , ,

ph il o s o ph u m no n esit av isse ex anim al ib us item ab stinnisse fabul o quem , ,

x b ocpo v G r aec i ap e ll ant 11 : Aristot el es scripsit d e P y t h ago ricis quod


p .
,

no n ab stinuerunt ed undis ani m alib us nisi pau c a c a m e q uad am nä m l ich , ,

d er G eb ärm utter d es H erz ens u s w ( s j ed o ch G ö t t l i n g G es Ab


, . . . .
, .

hand l S 313 R o h d e Rhein M useum XXV I S 5 5 8


. . .
, D en G enuss
.
, .
Py tha go reischer B und .
61

d ie e ngste G e no sse nsc haft , d ie d ur c h d ie ge m einsc ha ftli c he n


Ueb ungen d es Leib es und G ei ste s be sond e rs aber d ur c h die ,

e m ei n s c ha ft li c he n Mahl z eite n ( o uo o ir n
oc
) v er m i t tel t w ar So g ar
g .

G ü t erge m ei nsc ha ft soll unter ih ne n geh é rrsc ht h ab en d o ch


"

r ei ne übertre ibe nd e
13
ist d ie se N a c hri c ht wahr sc hei nli c h ) n u

F olger ung aus d em py tha gorei sc he n G r und satz d en Fre und e n ,

sei Alle s A uc h d as kl ingt sage nha ft w as v o n d er ,

Aufnahm e in d en B und erz ahlt wi r d ; nam li c h d ie Aufz uneh


m e nd e n seie n stre nge n P ru fungen z uer s t ei ner phy sio gno m i ,

sc h eil d a nn ei ner m or al isc he n P rufung d u r c h zw eij ähr i ge s


o d er gar fünfjährige s ) S c h w eige n unter wor fe n wor d e n Da ss
“ .

es im pytha gorei s c he n B un d e j e n a c h d em G ra d e d er W e ihe n , ,

m ehrere O rd enskl assen ge gebe n h at d ie ge wöh nli c h unt er d em


'

N a m e n d er Exoteri ker und Esoteri k er unt er sc hie d e n wer d e n


ist ni c ht unWah rsch einl ich un d d em C harak ter s ol c her gehei m e n
'

Verbi nd unge n ga nz a nge m e sse n N ur d ar f m an d ar um ni c ht .

g la ube n d ie Py t
,
ha g oreer hät t e n ei ne a u ss c hlie ssli c h u nt er d en
E soteri ker n fo rtgepfianz te G ehei m wi sse nsc haft gehab t I hre G e _
.

h eim l ehre be st and t h eil s in ihre n Or gie n o d er ihre m gehe im e n


G otte sd ie nste t heil s in sym bol isc he n Spr ü c he n und rel igiö s
,

ascetisc hen G la ube nss ät z e n und Vor sc hri fte n N ur auf ste

d er Bohnen soll Py thagoras na ch d en Einen em pfohl en nach And ern ,

Verbo t en habe n G e ll I V 1 1 4 D L V III 2 4 34 . K r i s c h e d e so ciet


.
, , . . .
, . . .

P y t h scopo po litic o p 33 b estreit et ent schie d en d as an geb liche py th a


. .

go r eisch e Fl eischv erb o t al s ein e E r d ic htun g ; eben so p 35 d as B ohnen .

v erbot D as L e tz t ere erk lär t er fü r ei n M issv er st änd niss d er py t h Vo r


. .

schrift x o d pco v &né xeo 8 ocn . d er d e m ok ratischen Ab stim m ung d h V er , . .

fassung .

12 ) P o rph . v . I 9 P . 20 . D . L VI II .
, 16 . G e ll .
, .

13) Vgl K r i s e h e d er sie p 2 7 if wid er l egt


.
, . . .

14 ) D L VI I I 10 wo o q é l mv V III 2 3 YÖ LO V un8 é v fiy t 8 c
‘ ‘

c c c
:
. .
, : x o o .
, : e o oc .

15 ) G e ll I 9 2 : Py thagora s a pri ncipio a d o l e sc ent e s


.
, , q ui se se ad ,

d isc end um o b tul er ant é po no v a v c l d v erbum signific at m ore s nat u


'

,
c o o s .
,

ra sque h o mi num c o nj ect at io ne q uad am d e oris et v ultus ingenio d e que


t o tius c orpo ri s h abit u scisc it ari J am b l 7 1 Vgl Apu l d e M ag p 48 . . . . . . .

Bip no n ex om ni lig no ut Py tha go ra s d ic eb at d eb é t M er curius e sculpi


. : , , x .

16 ) J am b l 94 G ell I 9 3 f . D io g L a ert V III 10


. .
, , . . .
, .

17 ) O rig Phil o s I 2 . .
,
.

18 ) E ine d ie ser V orschrift en war z B : k ei nen To d ten in wo ll enen . .

Kl eid ern z u best a tt en H d t II 8 1 S ie erinnert an Aegy pt en , wo .


, .
62 Py thagoreischer B und .

reo type t ra d it io nelle S a t z u ngen o d er Sprü c he d ie ser Art , i ht


n c

au f wi sse nsc ha ftli c he Unter suc hunge n kann Lehre n u nd sic h

auc h d as ber ü h m t e » ocö t 0 g äc oc be z o e n habe n D ie wo hl b e


p g « .

z e u te Th a tsac h e d a ss selb s t F raue n an d en G ehe im nisse n d er


g ,

S c hule The il ge no m m en haben lässt glei chfalls fol ger n d a ss ,

d ie se G ehei m ni s s e ni c h t in ph ilo sophi sc he n s o nd er n in reli giö s en ,

Lehre n G ebräuc he n und W eihungen be stand e n


,
.

b ) N ebe n s ei ner e t hi sc h so c ialen Tend e nz hatte d er py tha -

reisc h e B und aber a uc h ei ne n p oliti sc he n Z we ck S c ho n v o n


g o .

Pythagor as wir d er z ähl t er h abe si ch d ur c h politi sc he W irk ,

s am k eit h er v o rgeth an habe in Kroto n an d er Spi t z e e ine s Ver


,

eins v o n 30 0 Mä nner n d en Staat habe e nd li c h d en


Kro to niaten so wie a nd er n Stä d te n U nter italie ns G e set z e ge gebe n
,

D L V III 3
.

. Die se n N a c hr ic hten wi d er spri cht j e d o c h d as
, .

Z eugniss Plato s d es älte ste n und unt errichtetsten G ewährsm anns



, ,

d er d en Pytha gora s al s Sti fter ei ner eigenthü m lich en W ei s e d es


Pri v atlebe ns be z ei chnet , und ihn als s ol c hen v o n d en S taats
m ä nner n und G e set zgeber n z B v o n Solon und C haro nd as , . .
_ ,

unter sc he id et ( Rep X D as d agegen fi .ist hi storisc h v er


, /

b ü rgt d a ss d er py t hago rei sc he B und i m Laufe d er Zeit ei ne


,

a usgebreitete politisc he W irksam k ei t und grosse n Einfluss auf


d ie unteritalischen Staate n ausge übt hat Die m eiste n Staats .

m änner d er grie c hi sc he n Colo nie n Unterital ie ns sind aus ihm


her v or gegange n ( P o ly b II Die politi sc he Te nd e nz d es
.
,

B und e s w ar e ntsc hie d e n ari stokra t i sc h ; s ei n I d eal die Herr sc haft


d er Be ste n W o er Bo d e n ge w a nn gi ng sei n Be strebe n d arauf
.
, ,

d ie d ori sc h ari sto kra t i sc he n Ver fa ssungsfor m e n ge ge n d em o kra


-

ti sc he N euer unge n aufre cht z u erhalte n o d er wo d e m okrati sc he , ,

Ver fa ssunge n be sta nd e n sie in ari sto krati sc he um zubil d e n , .

8 . G enesis d es P yt h ago r eism us.

Aus d er wei t en Verbre itung die d er P y thago reism us in


,

U nt er it alie n ge wa nn, und aus d em gro sse n Ei nfl uss , d en er auf


d ie öffe ntli c he n Verh al tniss e ausübte , fol gt v on s elb st , d a ss er
h er a h I I 12 3 a uch
n c , d ie L ehre d er Py thagoreer v o n d er S eel enwand e
r ung entlehnt war . .

19) D . L VI II .
, 41 . Jam b 2 67 . .

2 0) D . L V III .
, 3 . Just XX 4 .
, . J am b l . 2 5 4 2 60 . .
P y th ago reism us .
63

i e and er n Urspr ung geh ab t und auf ei ner a nd er n Ba si s be


e n n

ruh t h at al s ei ne ge w öh nli c he P h il ö so ph ensch ul e Die se sei ne



.
,

Basi s war d er d ori sc he S tamm sch arakter al s d e sse n E rz eugniss ,

und gei st i ge B l üth e er a nge seh e n wer d e n m u ss Mit R e c ht —

h at m an d ie py t ha gore isc he Philo soph ie in ne uerer Ze it als d ie


d o ri sc he Ph ilosoph ie z u betra c hte n a nge fa nge n A l s A us
fluss d es d ori sc he n G e ist e s er sc hei nt d er P y th ago reism us z uer st
v er m ö ge sei ner v orherr s c he nd e n Ri c h t ung auf d as E t hi sc he :

d e nn gera d e d ie s e R ic ht ung auf d ie sittli c he Er z ie h ung und


Ausb il d ung d es S ubjek ts d er I n d i v id ualität war ei ne c harakte
,

ristisc h e E igenthü m l ic h keit d es d ori s c he n Sta m m s Daher er .


_

i nner n d ie I nstitute d er Pyth agoreer ihre D iscipl in und Tage s ,

or d nung z B ihre S y ssitien ) ( ge me insc haftli c he n M ahl z eite n)


,
. .
22
,

so v iel fa c h an die e nt spre c he nd e n Ei nri c ht unge n d er Sparta ner ,

u nd a uc h die Sage d e ute t auf d ie se n Z usa m m e nha ng hin i nd e m ,

sie beri c htet Pyth agora s habe sic h in Kreta und S parta a uf
,
/

eha l te n u m d i e d or ti ge n G e s e t z e k e nn e n z u ler ne n J amb l 2 5


g , , . .

D orisc h e Sinne sart b eurk ml d et d er P y th ago reism us fer ner in


s ei ner poli t i sc h e n Ric h t un ei n er e n t sc hie d e ne n Vorliebe fü r
g s ,

die ari stokrati sc he Ver fa ssungs for m d ie s ei n p oli t i sc he s I d eal ,

war und d ie er ü berall a ufre c ht z u erhal t e n o d er h er z us telle n


,

suc hte . Vor z ügl i c h abe r z e ugt fü r d en d ori sc he n Ur s pru ng d es


P yth ago reism us die be d e ute nd e Rolle w el c he d er C ult d es A pollo , ,

d ie ser c hara kteri st i sc he C ult d es d ori sc he n S t am m s bei d en P y ,

th ago reer n ge sp ielt hat B em erkens werth ist in d ie s er Hi nsi c ht


.

be so nd er s d as Bestrebe n d er Pythagoreer d ie Per so n d es P y ,

th ago ras und die Ei nri c ht unge n d es py t ha gorei sc he n B und e s


auf Apoll o z u r ü c kz uführe n M an e rz äh l te si c h . Pythagoras
s t a m m e v o n Apollo ab u nd d ie Satz unge n d es v o n ih m t if
'

es
, g
t ete n B und e s h ab e er v o n d er d elphisc he n Prie steri n The m isto
_

kl eia ü ber k o m m e n ( D L V III 8 2 1 P o rph c . .


, Ac h u
. . . .

l ic h soll L ykurg sei ne Sat zungen ( d en sparta ni sc he n % öo no g)


v on d er d elphi sc he n Pythia ü ber ko m m e n habe n ( E d t I . .

De nselbe n Si nn hat die Sage v o n Pythagoras gol d e ner H ü fte ’


,

2 1) O . M u ller , D o rier I 368 ff B o c k h Philol S


, .
, . . 39 : » D er
P y th ago reism us ist d ie ä ch t -
d orische F o rm d er Phil o so phie . «

2 2 ) E uo o £n a ( St rab V I .
, 1 . 12 .
p 2 63
. . J anib l 98 ) . .ö£u oc
cpz d er S par
t aner (Plut . Lyc . Krisch e p 32 . .
64 P y th ago reilsm us .

un d Be z iehung in wel che er


d ie ,
Apo ll o priester A bari s ge
z um

s e t z t wir d Der Apo llo cult z wec kt e v or z ü gl ic h auf Rei mi

Be s ä nft i un d Le id e G em ü th s u nd
gung ( )
x oid oc o : g
p g g d es
er n

sc ha ft e n ab und d essh alb w ar d ie M usik


,
we il sie sol che R ei ,

nigung und Har m o nie im G em ü th be wir k e n s oll t e e in Ha upt ,

b estand theil d es apolli ni sc he n Cult s A uc h auf d ie se m P unk t e .

ber ührt si ch d er P y th ago reism us m it d er apolli ni sc hen Rel igio n


die Pytha goreer le gte n auf die Musi k d en grö sste n W erth und ,

m a c h t e n v o n ihr d en fl eissigsten G ebrauc h aus d em gl ei c he n ,

G rund e we il sie d as G em ü th rei nige s t ärk e und


, ,

An d en d ori sc he n S tam m sch arakter eri nnert auc h d ie gea c htete


Stell ung wel c he d ie Fraue n bei d en Pythagoreer n einnahm e n so
, ,

wie die Vorliebe d er Pythagoree r für Si nnsprü c he und G no m e n

2 3) Ael . Var . Hist II .


, 26 :

p l
ng Ä ey at 67co uö
r o ré

v Kpo ml v wnö v '


t ÖV

H 0 8 a y o po w Anö l ) .wv oc ö nepß o peno v
' '

npo o ocy o pebso tl occ D io g . . L V III


.
, 10 : er
o
s ll v o n h h
o c st eh rw urd igem Ans ehen , o epv o npené c rocro g, g w e esen sein ,
m al
moct ö ö € o w elxo v t 35 Y nepß o öé wx* &cpw
°

né v o g

oc8 a ept oarco ö , ä) g str; A nöl 7l wv 3

of n .

G ö ttling , G es Ab b . bo lischen Sinne ist d ie


. S . 2 7 9 : in d em selben sy m

S a ge z u v erstehen d ass Py thagoras um Z eichen seiner gei stigen Ab


, z

k unft v o m h y perb o reisc h en Apo ll o se ine gol d ene Hüft e gez eigt habe ,

d e nn d as G o l d w ar S ym bo l d es H y perb o reerl and es woher Apoll o nach ,

d er M y the st am m t e u nd d ie H üft e ist S y m bol seiner Prod uk tionsk raft ,

d h seines geist igen Verm ö gens


. . D L V III 2 1 : Aristipp sagt 110 0 0: . . .
, ,

ourcö v ö v o nao d üv occ , 511 dl fi8 a ocv fiy o psuev äu o v 110 8 60 0



o öx
' '

y o pocv .

0 . M u ller , D orier I
Priest er d es Apo llo ( Virg Aen
, 2 2 1 : P anth us ist . .

II 318 f1
,


.W ir gewinne n d ad ur ch L icht über d ie w und erl iche und
r ä t h selh aft e G e schicht e wie Py t ha gora s im H erä o n z u Ar gos d en S chil d
,

d es P anth o id en E uph o rb o s al s sei nen erk ennt u nd sich d a d ur ch al s die sen ,

Heros in fr üherem L eben erweist D enn d en E uph o rb o s wählt e er aus .

k einem an d er n G r und e al s w ei l er ihn w ie sich sel bst al s Apo l lo priester


, , ,

betra cht ete Vgl a uch K r i s c h e p 6 8


. Abar
. is w ar im H y perb o , . .

reerl and geb o ren ; d ie S agen über ih n u nd P s J am b l 9l 14 1 . . . . .

2 4) Q uintili an IX 4 12 : P y th ago reis c ert e m o ris fuit e t c um ev i


.
, , ,

anim o s ad l y ram
gil assent , ex cit are, q uo essent ad agent um erec t io r es ;

et c um so m num
peterent , a d c a e nd m p ius l ni m nt s r e re e e ut si quid
fuisset t ur bid io rum co git at io num , c o m po nerent . M ehr b ei Krisc h e p 39 . .

25) Fl at Prot . . 343: 0



EpÖ TC O Q figv nö v n al a cä w 1: 7) g cpcl o o o cpiocg,

ß pocxo l o y toc Ueb er d ie S y m b o l a d es Py thagoras s G ö t t


ng l anwv m v} : .

l i n g gesam m elt e Abhand l ungen 18 5 1 S 2 7 8 316 D ie S y m b o l a waren


, , .

.

rein prak tischer ethischer N at ur und be zogen sich auf d ie A usübung


, ,

d er C ard inal tugend en .


66 P y th ago reism us .

Die tü rm t e , W l e es h ei sst unt e r Kyl o ns


d e m ok ra t i sc he F arthe l s ,

Anführ ung d as H a us d es M ilo n in w el c he m d ie p y t hagore isc he ,

G e sell sc haft v er sa m m el t w ar ste c k t e es in Bra nd und v ertrieb ,

d ie P y t ha goreer aus d er S t a d t J am b l c l 35 Porphyr 54 fl ,


. . .
°
>

D L V III 39 C o nflikte d ie s er Art habe n si c h in d er Fol ge


'

. .
.
,

z e it ö fter er ne uer t A uc h P olyb ius ge d e nkt ( II d o c h oh ne .


,

e a ere A abe d er Ze it s c hv v erer Ver fol u n e n d e e n d ie


'

n u n g g n
g g , ,

Py t ha goreer in G ro ssgriec henland a usge se t z t w aren und wobe i „

d ie Ve rs am m lungso rt er d erselbe n e ingeä sc her t wur d e n D ie se


Verfo lgunge n d ie sic h uber ga nz Unter it al ie n er st re c kt e n hat t en
, ,

z ur Fol e d a ss die Py t ha goreer a uswand erten und na c h G rie


g ,

c he nl and z o e n
g E s w ir d d ie ss na m e nt lic h v o n d e n P th a o
y .
g
re ern L y s i s un d P h i l o l a u s erz ahl t wel c he Bei d e Thebe n
zu ihre m W oh nsi t z wäh l t e n ; Philola us w ar Ze it ge no sse d es
Sokra t e s ; d ie bei Sok ra t e s To d e a nwe se nd e n S im m ias und Keb es ’

hatt e n ih n z uv or in Thebe n geho rt Ph ilolaus ist wie ,

g la u bha ft beri c h t et w ir d d e r er s t e Py tha goreer d er e tw a s , ,

S c hri ftl ic he s ü ber py t hagorei sc he Philo s ophie v er fa sst hat

27) P o ly h . II , 39 : % oc0

o ög po bg
xou év 1 0 19 11 011 05

I 1 ocl io w 1 o no cg,
'

q v M e y od l nv E l l ocö oc C Ö C$ n po o a y o geo o né v nv , é v é npno o w 1 ao o ev é ö ptoc 1<ö v


‘ ‘ ' ° ' ‘
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x oc1 oc 1

H 0 8 a y o pe iwv 118 1 01 1016 1 01 y s v 0 pé v o o % 1v 7; noc1 o g ö l o o xepo ö g ( ll g m in) 718 0 1


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' ’ ‘

7101000 10 n o o v e v; é x eiv o ug 1 e 0 g 1 0 71 0 0 c
; 11 6

Ä acg &v o ml no 8 fiv o u cpo v o u o 1 oco s wg x 0ct n o w1 o ö ocmäg 1 ocpocxfig E igenth üm


'
' '

. % occ
. .

lich ist d ie Au ffassung d es po l itis che n W irk ens d er Py tha go reer b ei A p


pia n Bel l M it h r 2 8 : noch e v I 1 ocl iqc 1 ö 1 n 0 8 a y o pco otv 1 wv 0 0 0 1 npa y nocu o v
’ '
*
. . .

él w pocv v euo ocv ö nö 1 epo v 1 upocv v wv


ß
' '

é ö o v oto 1 e uo otv noch é 5 1» 10 100 1 m


"

oc o v 1 o , 13 11 .

28) Plut . de G enio S o cr . 13 é net é 5é n so o v a i '


x oc1 0c 71 07 15 1g

é 1o u
.
ptocc 1 00 v
H u%ocy o m ä w c 1 oco er p011 710 w ev M e1 o mo xmp
'

é v u 0 11, ä1 1 o uv eö paüo o
'

x . % 1 0 1g 0 0 v e0 1 610

ow év o tx £ o‚
c lt ö p

o f Ko l u wswz
'

a s pcé 0 nx ocv ,
x occ

ö : é cp0 e rpo w é
. v 31 0)
10 1 n otv 1 ocg,

m at Aüc aö o g , mc ö uncsocpé v wv
'

it t ® :l o l oco u v é wv ö v 1 wv 31 1 öcb np a act x o o q 301 .

10 7169. e I n At hen
Py thago reer z ur Z eit d er m ittlern Ko m ö die m ü ss n d i e
in grö sserer A n ahl sich au fgeh alte n habe n d enn sie w ur d en v o n d en
z ,

Ko m ö d iensch r eib er n z um G egenst a nd eige ner St üc k e gem ach t D L V III , . .


,

37 . 38 .

2 9) F l at P h aed 6 1, d ol ö Ké ß ng wb g Ä é y ecg, ii)


'

: 7) p€ 1 0 i v ocö1 ö v 10 61 0
°
. .

Z cbx poc1 e é 10 S e nc1 ö v siv a n, é w1 0 v [3101C6 0 0 011 ; Ké ß ng, 0 0% &a m


'

, o 15 ö oci,
ö oc1 e 0 m d 2 1pptocg 71 5 01 1 ä> v D 1710 7101q 1 wy ey o v ö 1 eg; 7 15 71 e y lo y s
'

01 0
'

x 0 15 . . 1 0 10 W ( c

S nap ö v ö n 0 0 710 0 0 *
ö vg1 ä 1 o , di g 0 öé o c

71 011 l l o l oto o ipc o ö o oc, ö 1 e

fint v
'

v .
1
I >c 71ap 0

10 61 0 n o cei v .

30 ) D . L . V III , 15 .
Py thago reer .
67

B ruc hstuc ke ei ner S chrift si nd auf uns gek o m m e n


s sie si nd

d ie ei nz i ge d ire k t e Q uelle unserer Ken nt nis s d er py t ha gorei sc he n


Philos ophie E twa s später als Philolaus wirkte in Thebe n d er
.
, ,

Pytha goreer L y s i s d er Lehrer d es Z u Pla


t o s Ze it war d er P y th ago re ism us in G ro ssgriec h enl and wie d er
z ur B l ü th e e l a ngt ; an d er Spi t z e v ieler Staate n sta nd e n P y
g
th ago reer und aus d er A nsc hauung d ie ser Z ustand e m ag Pla t o
,

d ie I d ee gesc h 0 pft habe n d en S t aa t e n k o nne ni c ht eher ge ,

h o l fen wer d e n al s b is in ih ne n Ph ilo sophe n ,


E iner
d er ber üh m t e ste n Py t ha goreer d ie ser Zei t w ar A r c h y t a s in
Tare nt Er ge no ss d as Ver t ra ue n sei ner Mi t bürger in hohem
. .

G r ad bekle id e t e s e c h s o d er s ieben m al d as Am t ei ne s Stra t e ge n


, ,

und s oll al s Fel d her r nie be sie gt w or d e n s e in Vo n s ei ner .

M ä ssigung S anftm uth un d Herabla ssung wer d e n v iele An ec d o ten


,

er z ähl t Er s oll ei n e philo soph isc he S c hule geh al t e n h abe n ;


unt er s e in e n S c h u ler n wir d er a uc h Plato Ueber
d ie Philo sop h ie d es A r c hyta s h at A ri stotele s ei ne eige n e S c hr ift
in d re i B ü c her n ge sc hr iebe n wora us her v or geht d a ss er ,

philo so ph i sc he S c hrift e n v er fasst h at ; aber d ie unter se ine m


'

N a me n auf uns ge ko m m e ne n Br uc h st ü c ke si nd säm m tl ic h o d er

d es P yt h ago ireers L ehren nebst d en B ruc h



31) B o c kh ,
P h il o l ao s
t
s uc k n e
eines W erk s 18 19 s , . D ie A ech t h eit d er F ra gm ent e ist neuerd ings
arig efo c h t en w or d en ; v gl j e d o ch Z e l l e r I 2 5 9 if .
, .

32 ) D L V III 7 C orn N ep E pam 2 phil o so phi ae praec ept o rem


. .
, . . . . :

habuit L y sim Ta entinum P y th ago reum ; c ui qui d em sic fuit d edi tus
r , ,

ut ad o l esc ens tri st em a c sev erum senem om nib us aeq u al ib u s suis in fam i
.

l i arit at e ant epo su erit ne que priu s a se d im isit quam in d o c trinis t ant o
, ,

ant ec essit c o nd isc ipul o s u t fa cil e int el l igi po sset pari m o d o super at u um , , r

om nes in c eteris artib us N ac h Plut d e gen S o cr 8 13 liess er ih n . . . . .

gar ni c ht v o n sic h sond er n L y sis l eb t e in E a m inond a s H au se b is z u


p ,

seinem To d u nd w ar d in T heben be grabe n


, . .

33) D io C h ry so st G rat 49 :

I 1 ocl t c

. . OE ö 1 cct ne1 oc ö no v o iocg noch


ei pr w; g ) än o l : 1 eöo ocw o , ö o o v é x ei v o : ( d ie Py thagoreer) 1 ocg n o l stg ö ce cn o v
' ‘ ' '“

xpo v o v .

34) C ie Tus c . . IV , 36 : ex q uo il l u d l au d at ur A rch y t ae , q ui


q uu m
v illico fa c t us esset ir at io r , »
q 110 te mod o , inq ui t , ac c epissem , nisi ir at u s

essem !« A elian Var . . Hist XII .


, 15 : 710 711 0 0; äxu> v o iz é 1 oog 1 0 1; no u

ö poc é 1 é pnet o , 115 1 66


'

ö £ 0 rg . 71 02v 0 o cpo 1 6111


35 ) C ie d e fin . . V , 2 9, 8 7 . B riefw echse l z w sc i hen B eid en D . L V III
.
,

80 . 81 .

36 ) D . L V .
, 25 : a epc 1 71
g
‘ ’
A pxö 1 o o l o o o qo i x
cpu g .
68 Pythagoreer .

m it we ni ge n
A usnah m e n E in a nd erer berüh m ter
Py tha goreer j e n er Zei t war T i m a u s d er L o krer d er in d em ,

le c h na m i ge n D ialo ge n Pla t o s d as W or t führ t Die e ’

g i s n

j ü ngern sch r ift st el leri sc h th atigen Py t ha goreer n d ie zu Sokra t e s ,

un d P lato s Zei t gebl ü ht habe n v or z ü lic h d e m Philola us


g ist ,

die philo s ophi sche Aus b il d ung d es P y thago reism us na m e ntli c h ,

d er Zah l e nlehre z uzusc hreibe n , .

5 . D ie py th ago reisc h e Z ahl enl eh r e .

rund ge d a n ke d es P y th ago reism us ist : D ie ganz e W el t


D er G
ist Zahl u nd H ar m o nie U nd z war ist es zuna c h st die Z u
r ückführ ung al les Seie nd e n auf die $ Z a h l was d ie E igenthü m ,

l ic hkei t d es py th a gorei sc he n Syste m s aus m a c ht .

A ri sto t ele s erklärt d ie Ar t und W e ise wie d ie Pyth agoreer ,

z u d ie ser A ns c ha uung ge ko m m e n si nd Met I 1 if fol gen , .


, .

d erm aassen : » Die Pytha goreer ware n die Er ste n w el c he d ie ,

Ma t he m at i k m it Er fol g be t rieben Hie d ur c h leb t en sie sic h .

in d ie M at he m ati k hi nei n und k am e n auf d en G e d a nk e n d as, ,

Pri nz ip d es Math e m ati sc he n die Zahl sei d as Pri nz ip d er Di nge , ,

ü berh aupt D a sie an d e n Zahle n v iele Aeh nlic hkeit en m it


.

d em was d a ist und wir d wahr zuneh m e n glaubt en und z war


, , ,

m ehr A eh nl ic h keit en al s an Fe uer Er d e und W a sser [ d en , ‚

&pxoci d er j o nisc hen Ph ilo sophe n und d es E m pe d o kle s] d a s ie ,

d e sgle ic he n er k a nnte n d a ss d ie Unt e rsc hie d e un d Be z ieh unge n


,

d er Tö ne zu ei na nd er auf Zahle nv erhäl t ni sse n ber uhe n so fan ,

d en sie d ie Zahl sei d as Er ste in d er ga nz e n N a t ur


,
sie sei ,

Pri nzip (&pxfi) d er D inge u nd ihrer G e st alt unge n und Verhalt


ni sse u nter ei na nd er sie sei d as W e se n ( d ie 0 0 0 506) v o n Alle m «
,
.

Diese Ablei t ung ist r ic hti g aber z u all ge m ein ; m an m uss z u ,

37 ) H a r t e n s t e i n, d e Arch y t ae T arentini fr agm ent is phil o so phicis


18 33 . G r u ppe ,
üb er d ie Fragm ent e d es Ar ch y t a s un d d er ä l t ern P y
t h ago r eer, 18 40 .

Pl at
?
1 71g é v I 1 oc7l top
Tim 2 0 , nw1 oc1 vgg d w 71 071e
'

38 ) . . a: T ino uo g ö ö e, s öv o

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0 t é öö ö ö o 1 epo g 1 G> v ex ec , e y to 1 ocg n


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1 e m d 1 1n
*
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&npo v &n oco ng é l fil u% ev


’ '

eu .

39) A ist r . M et . I , 5 , 3: 1 0V öl ov o öpocv öv äcpno v £ av i


e v ocz ö né l ß
oc o v m al
&01311 0 v
'

.
Pyt hag oreer .
69

ihr hi nz uneh m e n, d ass d er we se ntli c h e Z usam m e nha ng zwi sc hen


d en B egrifl en M a a s s und Zahl es war was d ie Py t ha goreer ,

z u d er A nsc ha uung be sti mm te >> d as Pri nz ip d es Mathe m ati sc he r1


, _

sei d as Pri nz ip d er D i nge ü berhaupt « E in M aassv erh ä ltniss .

ka nn nur in Zahle n a usge d r ü c k t wer d e n Daher ko nnt e n die .

Pythagoreer d en G e d ank e n d a ss d as Uni v er sum ein Sy s t e m v o n,

M aassv erh äl tnissen s ei a uc h so a usd r üc ke n d as U ni v er sum sei


, , .

nac h Zahle nv erhäl t ni ss e n ge sta lte t und geor d net o d er k ur z we g, ,

es sei Zahl d as W e se n d er Di nge be s t ehe in d er Zahl


, Auf .

d ie se G e ne si s d er Zahle nlehre führe n d ie G r und e w el c he die ,

Pythagoreer fur sie a ngebe n Sie m a c he n ei nm al d ara uf auf .

m erksam d a ss nur m it d er Zahl ein klare s und si c here s Pri n


,

z ip d es De nk e ns un d Erk e nne ns ge gebe n sei Al le s was er . >>


,

k annt wir d « sa gt Ph ilola us ( Fr 2 S 5 3 und F r: 18 S 141 . . . . . .

145 ) > e nthält Zahl


> d e n n oh ne Zahl k a nn ni c h t s ge d a ch t
,

n o c h er k annt wer d e n oh ne sie is t Alle s und e utli c h und unklar


, ,

d ie Zahl aber m a c ht i nd e m sie d ie Di nge m it d er See l e h ar


,

m o niseh fügt es m ö gli c h


. d a ss Alle s e r ke nnbar und na c h sei
, ,

nem Verhält niss u nter s i c h b e sti m m bar w ir d « G äbe es z B . . .

k ei ne Zah l 30 ware k ei n De nke n und E rk e nne n d es R ä um l ic he n


,

u nd Ma t erielle n m ö gl ic h ; d as Rä um li c he u nd Ma t er ielle bliebe


d unk el ununter sc hei d bar w e nn es si c h nic ht z u Fla c he n und
, ,
-

Körper n v o n be sti m m ter u nd unter sch ei d barer Art b eso nd er t e ;


U nter schei d barkeit d er Flä c he n und Körper aber ber uht auf
'

ihrem nur in Zahle n a uszud r ücke nd e n v er s c hie d e ne n G rö sse n


m aa ss , und auf d em Maa ss d er A nz ah l ihre r Seite n ( Dreie c k ,

Viere ck ; Pyra m i d e Kub us) ; alle s R ä um li che ist al so er st d urc h


,

Zahl et wa s Be st i m m t e s u nd Erk e nnbare s o d er die Zahl ist d as ,

ei nzi ge E rkenntnissprinz ip d er Di nge Aber sie ist ni c ht blo s .

E rkenntnissprinz ip sond er n a uc h Realpr inz ip >> d u


, f ährt
Philolaus fort > die N at ur und Ma c ht d er Zahl a uc h in all en
,
>

m e nsc hli c he n W er ke n und G e d a nke n so w ohl in alle n ha nd werk ,

lic he n Künste n al s in d er M usenkunst « d h es kann ni c h ts , . .

Taugli c he s und Bra uc hba re s v er ferti gt wer d en oh ne exac te s


Maa ss o d er oh ne Zah l ; es gibt k eine To ne ohne ein in Zahle n
auszud r üc ke nd e s Maa ss v o n S c h wi ngungen d es tö nend e n Kö r
per s ; glei c he s o d er unglei c he s Z eitm aass [ R hyth m us und Me
trum , ist wie d erum ni cht s als Zahl K ur z : all es Sei n ist nur .
70 Pyt hagoreer .

ein in Zahle n ausz ud r uc k end e s Maass v o n Q uantität und all e ,

Unter sc h ie d e und Verhältni sse d er Di nge red uciren sich auf


v er sc hie d e ne ei na nd er e nt we d er glei che o d er ungleic he ei nand er
, ,

e nt we d er e nt spre c he nd e o d er e nt ge ge nge se t z te M aasse d er Q uan «

t ität . E in Haupt gr und e nd li c h fü r ih r Z ählpr inz ip war d en *

Pythagoreer n in d em Um s tan d e ge gebe n d a ss sie sic h die E nt ,

stehu ng d er W el t n ur in d er Ar t er kläre n z u kö nne n gla ubte n

d ie W elt sei z usa m m enge se t z t aus z we i Ele m e nte n oé necpoc und


n epa iv o v r oz o me: pcoc un d 7 é pocg d h aus U n b e g r e n z t e m und


'

1 . .
, ,

B e g r e n z e n d e m D ie S c hri ft d es Philolaus b e gann m it d em


.

Satz e : > es ist no t hwe nd ig d a ss d ie Dinge e nt we d er alle be


>
,

g re n z e nd o d er,
alle unbe gre nz t , o d er so wohl be g re nz e n d al s

unbe gre nz t w ora uf ( na c h e ine m ni cht m ehr v orha nd e ne n


Zwi sc h e nsätz e ) die E ntschei d ung fol gt d a ss we d er d as Er ste ,

n o c h d as Z weite s o nd er n nu r d as Dri tt e die Z us a


,
m m e nset z ung ,

d er W elt aus n s pociv o v w und ä n e: poc z um al a nz uneh m e n s ei .

A nd ere Pytha goreer z ählte n fol ge nd e d ur c h al l es Da sei n h in


d ureh geh end e G e ge nsatze auf 1) G re nz e und Unbe gre nz t e s ,

2 ) U ngera d e s und G era d e s 3) Eins u nd Viele s 4) Re c h t e s und , ,

Li nk e s 5 ) M ännl ic he s und W eibl ic he s 6 ) R uhe nd e s und Be


, ,

wegt es 7 ) G era d e s und Kr um m e s


, 8 ) Li c ht und F insterniss .
, ,

9) G ute s u nd Bö se s 10 ) glei ch sei t ige s und ungleiehseitiges


,

( i c ht d ur c h E in G rund m äass be st i m m t e s) Viere c k


n A lle
d ie s e G ege ns ät z e ( die auf z ehe n a nge se t z t si nd we ge n d er H ei
l igkeit d er Zeh nz a hl ) k o m m e n w ie bei d en m e ist e n ga nz v o n ,
42
se l b s t
) erhell t z u r ü c k auf d e n e r,s te n au f d en d er G re n z e ,

und d es U nbe re nz t e n ; d as » Viele « ist d ie n o c h ni c ht be st im m t


g
be gre nz te Me nge ge ge nü ber d er Ei nheit « d ie nic h t m ehr und »
,

nic ht we ni er al s ebe n Ei ns s o m it be gre nz te Q ua ntität ist ;


g ,

40 ) Vgl . r
A ist . M et . I , 5 ,
28 : o f II . 0 00

1 ocg

icg
0cpxr .i
=
z r
pp coc
'

c ml

nenepoco né v ov ‚ zart 1 0 ä necpo v .

41) A ist r . M et . I , 5, 9: 71 é pocg 11 041 nepc1 1 0 v öip1 co v , ev x ocl


t
z en

71 1 7)30 0 5 510 1» m at

g, ocpco 1 e pö v ,
06005 1» 11 011 0 73
10 , ?; peno ö v noch m v 0 0 nev o v , 0 0 8 0

m al % oc n0 7ko v ö cm o 1 0 wo mö v , wwv o v noci é 1 epö nnx eg


‘ '

n noch
‘ '

,
cpc g z oc: g, 1 e1 po .

42 ) Vgl A ist E th N ie
. r , 5 :
. 1 0 no mö v 1 0 0
«
. . II (3
1115 60 0 0
( gehö rt z um
Co g 0 6 H 0 0 a y ö peto r
l ei z oc5 0 v , 1 0 0 &y oc0 0 v 1 0 0 n ens poco pé v o 0 Hi wi d a u s

. er r
d rucklic d as G ut a ls S p c i s d em n enepoco pé v o v al s d em all gem ei
h e e e .

n ern B egriff sub o rd inirt .


Z ahlenl ehre .
71

d as >> R uhe nd e « ist , we il r uht i nnerhalb be sti m m ter G re nz e ; es ,

d as » Be we gte is t Da sje ni ge w as sol c he fe ste Be gre nz ung ne


«
, _

irt d as » G era d e « eht v o n E ine m P unk t e in festb egrenz ter


g ; g
Ri c htung ei ne m a nd er n P unk t e z u , d as s c h we ift

n a c h alle n R ic ht unge n ab ; ist d as was sic h i nnerhalb ,

d er ih m ange wie se ne n S c hra nk e n halt d as was sie uber , ,

s c hrei t et ; d as ibt A lle m Be re nz un


g g g ,

lö sc ht alle Unter s c hie d e aus ; d as > Re c hte « und d as > Männlic he > > «

wer d e n (in U eb ereinstim m ung m it Vor st ell u nge n w el c he wir ,

a uc h sonst im Alter th um fi nd e n) z um > Begrenz e nd e n « gerec h >

net weil sie d as Krä fti gere d as Beherr sc he nd e sind ( v gl Anm


, ,
. .

Vo n d ie se m G e ge nsatz e d es Be gre nz e nd e n und d es U n be


g re nz te n fa nd e n nun die P tha oreer
y g d a s s er nir e nd s m ehr
g ,

sic h wie d erfind e al s in d er Zahl Alle Zahle n z er falle n in un


, .

g era d e u n d g era d e o d er : U n gera d u n d G era,


d s in d d ie 0 10 1
e oc

1 0 0 020 10 1 0 0 A ri t Me t I 5 i Ele e te d Zahle welt ;


1 ( s d e m .n er n .
, ,

d as Unger ad e a be r fa nd e n s ie w ei t er sei v o n d er N at u
,
r d es ,

n epo: iv o v o d er wenepoco u é v o v , d as G era d e v o n d er d es 0inecpo v ;


d as G era d e na m li c h la sse si c h ins Unbe gre nz te fort hä l ft ig


theile n d as U ngera d e d age ge n la sse d ie s e une nd li c he hälft i ge
,

Theil ung ni c h t z u weil bei Di v i sio n ei ner u ngera d e n Zahl


,

d ur c h Z wei d ie er s tere fort w ä hre nd wie d er h erausk o rrim t al s


Zähler d es Br uc h s d er sic h bei a lle n sol c he n D iv isio ne n e r gibt ;
,

d ie gerad e Zahl ist s o m it v er sc h wi nd e nd e d ie u ngera d e is t fe st ,

stehe nd e Z ahl gro sse u nd h at d ie Kra ft d urc h A d d itio n (z B ,


. .

4 3) je d e gera d e glei c hfall s z u e iner s ol c he n fe st stehe nd e n


Zahl z u erheben ( 7 ) Dies e Lehre fa sst z war m a t hem a t i sc h
b e t ra c htet nur et wa s A euss erl ic h es ins A uge und sie hie ng bei ,

d en Pytha goreer n z ud e m m it ganz fre m d ar t i gen und un m athe


'

m atiseh en Vor stell unge n d er Al t e n ü ber d en Ve rz ug d es U nge

43) S im pl ic . in Arist . Phy s III .


, 4 . fo l . 10 5 : 10 ä netpo x» 1 0 1; 6601 10 1)
&0 10 p0 v äl ey o v 0 10: 1 0 1100 1 nev ötp1 10 v , di g cpoco w O Z é g Ö LP€ ÜG
'

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ny n ,
1 occ e g 1o oc LOC

1 0 0 0 eig £o oc ö wcc o b sv o v
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p n ocp sie ; LG OL
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né c n 0 101505 0 19 é n ä netpo v 1 0 0 0 nepc1 1 0 v 710 00 1 38 01; 71epoc£v ez 0101 0 m o

x ocl
'

. .
,

Pl ut
‘ ‘

l ö st y ace 0101 0
'

0 eig 1 6: 10 ö zocipeo w uaest . ro m . D ie


:
1q v ‚
0: . . .
q un

g erad e Z ahl i st m ännlich , y ö v mo g 7 010 0 0 1 1 x ocl 31 0 011 6 ? 10 0 (3


10 1 60 0 0 0 V1 10 é
Kocc 0 10: 10 0 0 né w0 v

eig 1 öcg
'

p0 v ocö ocg 0 nev ä pt t o g , 11 018 0


'

pev o g
. . . mep 10 710 ,
8 73
xeöpo w ps 1 0450. x ev i7v 0v 0 £ 0 <0 0 1, 10 0 00 715 0111 0 0 nö pco v &et 1 c nl fipeg ö a o l eine1 o n .
72 Py thagoreer .

ra d e n v o r d em G era d en zusa m m e n aber es sc hien nun eben


d en Pytha goreer n d er U m stand d a ss d er d ur c h alle Sp h äre n d er ,

W elt hi ndur c h gehe nd e G e ge nsat z z wi sc he n 71é pocg und 0£716 : 0 0 V


°

auc h im Reic h d er Zahl si c h al s G rund gegensatz wied erfind er ,

wi c h t ig ge nug u m ih ne n al s Bew e is d a fü r z u d ie ne n d a ss die


, ,

Zahl für alle s Da sei n d as Be st im m e nd e sei o d er d a ss d ie Zahl ,

v erhält niss e z uglei c h W el t v erh äl tnisse s eie n Ebe nso klar ist .

aber auc h hier d ass d en Pytha goreer n al s Le t z te s ü be rall d ie, ‚

Id ee d es M aasses v or sc hwebt D as Be gre nz e nd e ist ni c h t s A n .

d ere s al s d a sj e ni ge was in die Di nge fe ste M aasse br ingt d as , , „

Unbe gre nzte aber d a sj e nige w as ei ne s sol c he n fe ste n M aasses ,

e ntbehr t ; Maa ss u nd Be gre nz theit M aassl o sigk eit und G renz ,

l o sigk eit sind im W e se ntli c he n ga nz d ie s elbe n Be gri ffe .

Z e l l e r I 45 1 D as N ah er e ist (v gl Anm 43) d iess : D ie un


44) , . . .

g era d e Z ah l b l eib t b ei d er H al b irung d ie m an v ornehm en wi ll st ehe n , , ,

sie S prin gt b ei j ed er H al b iru ng wie d er hera u s al s Zähl er d es B r uchs d er ,

d eswe gen herau sk om m t weil d ie D iv isio n nich t aufgeht ( 3 , ,


brig sie k ann d urch ih r b l eib t
"

ein all ez eit


u s . >>
nö pw v n7rfipe g v on ü «
,

H al b i ung ni cht w e ggebra cht w er d en ; sie ist al so eine Z ah l gest al t d ie


r ,

in ihrer S elb st st and igk eit sich b eh aupt et sic h ni c ht aufl ö se n lä sst ; d ie ,

ungera d en Z ahle n sind unv er ä n d er l ic h fe st e H al t unk t e od er G ro sse n


p
v o n fest b eg enzt em U m fa nge im Z ahlensy st e m e
r sie sind u nab ä nd erliche ,

I nd iv id ual grö ssen And ers ist e s b ei d er gera d en Z ahl . D iv id ir t m an .

sie m it Z w ei s o geht d ie D iv ision j e d erz e it auf


, es bleib t v o n d e d iv i , r

d ir te n Z ahl nicht s übrig 6 4 z erfällt in z wei 32 32 in z wei 16 16 in


, , ,

z w ei 8 u s f (i nd em d as b ei
. . herau skom m end e 1 b ei d en P auch
. .

g era d e i st s S d ie gera d e Z ahl se t t al so d er Aufl o sung in k l einere


,
. . z

T heil e k einen W id erst and entgegen sie ist haltlos sie lä sst sich in d er , ,
»

M itt e ent z w ei seh neid en


« sie ist nur Z ah l grö sse überha upt nicht fe st e
, ,

Z ahl s ie ist nu Ko m pbsit um aus Theil en nic h t b e grenz t es Z ahl ind iv i


,
r ,

d uu m Z u b em erk en ist d ass 6 12 u s w d esgl eichen 10 14 und ä h n


. , , . . .
, ,

liche Z ahl en in d enen nicht bl o s z wei so nd ern ein ungerad er F ak tor


, ,

( 3 5 7 ) st e ck t b ei d en P nicht um &p 10 v sond ern um ge m ischt en


, , , . z 1 ,
z

G enu s d es &p 10 é 0 0 0 geb o ren ( Z e l l e r I S 32 1


1 11 N un k ann m an
1 0 v , .

freilich sagen : auch u ngera d e Z ahl en k a nn i ch so d iv idi en d a ss j ener r ,

Rest nicht herau skom m t z B 3 d urch 3 ( 1 u s 5 d urch 5, . .


, . .

( 1 ,
u s aber
. E i n U nt erschie d ist d a
. 3 ( 9 2 7 u s f ) k a nn i c h : , . . .

nur d ur c h 3 5 (2 5 7 5 u s f ) nur d ur ch 5 in d e angegebene n W eise


, , . . . r

d iv id ir en d h ich k ann d ie u ngera d e n Z ahl e n nicht h alb ire n wie d ie


, . .
,

gerad e n ich k ann sie auseinand erl e ge n ( 3


, 1 1 aber nicht ein
f ac h z er l egen ; h iegegen ha lt e n sie St an d sie sind z u be stim m t z u k o n , ,

kret d az u W eit ere s Z e l l e r S 32 3 P r a n t l Arist ot e l es Phy sik S 489



. . . . .
,
74 Py thagore er .

tre nnt Ei ns v o m Ei ns so d a ss z wei r äumli ch e nt fer nte


d as ,

P unkt e u nd d ur c h sie d ie L inie e nt s teh t ; ebe nso häl t d as 01715 1

0 1) d ie L inie n aus w el c he n d ie Flä c he d ie Flä c he n aüs wel


0 , , ,

c he n d er Körper er wa c h st r aum l ic h u nd d am it s o aus ei n a n d er ,

d a ss Flä c he und Korper wir kli c h e nt stehe n R aum ausd eh nü ng -

wir kl ic h z u Ta ge t re t e n k a nn 115 0011; und 01715 10 0 1! z usa m me n .

sind al so Pri nz ip d er W el t na c h Sub sta nz und For m D ie . .

Ele m e nte aus wel c he n d ie si c htbare N a t ur be s teht führte n die


, ,

Py tha goreer glei c h fall s auf Fi gure n auf di e fünf regel m ä ssige n ,

Körper d er G eo m e trie und d a m it auf Zahle n z urü ck Die Er d e ,


.

soll t e aus k ub u sfö r m igen Ko rpern b es tehe n 11 s w ei ne Lehre . . .


, ,

m it w el c her bere it s d ie W ill kü r in d ie s i c h d ie se s m ath em ati ,

sc he E rkl arungsprinz ip ba l d v erliere n m usste sehr sta rk z u ,

Tage t rit t Bei d er weite m Anwe nd ung d e sselbe n waren d en


.

Py t ha go reer n ha upt sä chli c h d ie Verhäl t ni sse d er Zahle n unt er


e ina nd er selb st d as M aassgeb end e wo m i t sie j e d o c h z uglei c h ,

auc h ihre m u s i k a l i s c h e Be d e utung v erba nd e n D ie ein .

fac h st en aber in ihrer Be d e ut u ng univ ersell ste n Zahle n sind


,

1 2 3 4 d a m it ihne n alle R eal itat be ginnt


, , , ,
Die er ste d ie .
,

U rz ahl ist d ie E i n s ( 1 0 5 v ) ; aus ihr sta m m e n ü berha up t alle


Zahle n und d am it auc h alle s Se in ; sie ist in d ie ser Be z iehung


n am e nt li c h d a d ur c h v o n W i c hti gkeit d a ss sie na c h py thago ,

reis c h er Leh re s o wo h l u ngera d e al s gera d e ist und d a ss sie , .

so m it a uc h d ie W u r z el u nd Q uelle d er k o s m i sc he n G run d egen


g
s ät z e d er G re nz e un d d es Unbe gre nz te n ist Ei ne we itere

s ruch d en Z e l l e r ( l 35 5 ) in obiger Stelle fi nd et d a ss d as 01715 po v (715


p , , , 1

v ) hier al s t re nnend e s so m it be grenz end e s P rinz ip a uftre t e erl edigt


'

v 0 , ,

sich d a d ur ch d a ss unt er T rennung v iel m ehr d ie A useinand e h al tung z u


,
r

v er st ehe n ist D as 01 0 1; spa nnt d ie D reiheit z ur Flä c he d ie Vier z um


. 715 1 0 ,

Kö r per gl eichsam aus schiebt sich hinein wisc hen d ie Z ahl e n wie es
,
z ,

in d ie W e lt ü berhaupt hineingeht u nd m a cht so d ie an sic h b l o s m ath e


'

» «
,

m at isch en Z ahl e n u Prin ipie n d es Kö rper li c he n freil ich eige ntlic h b l os


z z ,

z u P rinz ipie n d er G r ö sse o d er d er ab st rak t e n Au sd ehnung noch nic ht ,

aber auch d er M asse nhaftigk eit und S chwere ( Arist M et I 8 Vgl . .


, , .

P r a n t l z ur Ste ll e Phys I V 6 S 499 T re nnung ist ni c ht .B egren , . . .

z u ng ;
j ene ist b los ne gativ S cheid ung (St o h l Begrenzung ab er ist , .

U m sch l iessung E infügung in ( ir ge nd we l che ) F or m


, .

48 ) Arist M et I 5 8 : 1 0 0 5 0 0 30 0 0 1 0 1 x 101 0
. .
, 0 10 v 71011 0
, 0 1 1 1 0 01 5 1 15 01 1 1
’ ‘
01 00 1; 05 5 v 5 6 0q 1c00 1 5 0 10 1/
' '

715 0 111 0 v , 10 10 0 5V 715 71 5 0 0: 0 0 5 V0 V, 10 05 10 0


Z ah l enl ehre .
75

Haupt zahl ist d ie D r e i d a sie z uer st Anfang M itte und End e , ,

h at o d er Zahl e 1ne s l n sic h a b ge sc hlo ss e ne n G a nz e n ( z B d er . .

Fi gur) ist au c h die V i e r s o fer n in d en v ier er ste n Zah le n

z usa m m e n 4 1 bereit s d id v ollk o m m e n e Zahl


( 1 2 3 0 )
-

Zehe n e nthalte n ist F ü n f ist d ie er ste Zahl w el c he d urch


.
,

A d d ition aus d er er st e n gera d e n Zahl ( Z we i) und d er er ste n


ungera d e n
( D rei ) e nt steht w ie S e e h s d ur c h M ulti pli c a t io n ,

d ie ser be id e n ; sie si n d so m it d ie er ste n Zahle n in wel c he n d as ,

G era d e ( Unbe gre nz te Unbe sti m m te Sto ff li c he ) und d as U nge


, ,

ra d e ( Be gre nz e nd e Besti m m e nd e ) untre nnbar v erei ni gt si nd


,
.

Ver wand t m it ih ne n ist d ie S i e b e n aber v er schie d e n v o n d er ,

F unf d a d ur c h d a ss sie nic ht wie d ie se Fa c tor ei ner Zahl inner


,

halb d er Deke s ( d er Zehe n) ist v o n d er Se chs d a d ur c h d ass , ,

sie k ei ne n Fa c tor h at >> m u t terlo s «


( selb st ständ i ge n N atur) ist
, ,

v o n bei d e n d a d ur c h d a ss sie d ie Kra ft d er Drei und Vier in


,

sic h v erei ni t ; d ie Ac h t z a h l e n t s pri c ht w ie d er d er W ur z el


g
d es reale n Sei ns d er Vier und ist die Zahl d es har m o ni sc he n
, ,

Einklangs ; die N e u n z ahl theilt m it d er Vier d ie G lei chheit


d er F ac to ren d ur c h d ie sie e ntsteh t
, die Z e h n z ahl ist d ie
d er Zahle nreihe ihre G re nz e s et z e nd e sie w i ed er z ur Ei nheit ,

z usa m m e nfa sse nd e Zah l d a alle s w eitere Zähle n nur W ie d er ,

hol un g d er z eh n er ste n Zahle n ist sie e nthält so m it d ie N atur ,

u nd Kra ft aller Zahle n in si c h und sie ist d ie Zahl d es Ab ,

s chl uss e s d er Volle nd ung d er ho c h s te n Or d nung in d ie A lle s


, , ,

si c h fü ge n m uss d as ober ste M aassv erh ä ltniss d es U niv er s um s


,

Di e se n Verhältni sse n d er Zahlen unter ei nand er soll nun so ,

w eit n a c h d en m a ngelha fte n Q uellen hier ü ber geurth eil t wer d e n


k a nn ihre k o sm i sc he Be d e ut ung e nt spre c he n
, W ie aus d en .

5 111011 1 0 01 10 1; ( 71 011 7 010 0101 10 1)


’ '

71 011 1 0V 0 010 10 110 1; 5 71 10 0 5 v 0 g,


010 10 0 0 0 g 0 5 1 01» 0 710 1» 0 0011»0 V
'

. 0 .

49) Arist de eo el o I 1: 10 71011 1 01


'

.
, 71 00 1 1 0 0; 1 010 11» (0 0 10 1 011 15

1 5 0 1 13 7 010 0 5 0 0 11

71 011 71 011 010 xq *


1 0 1» 010 10 110 1» 5 x5 1 1 0V 1 0 0 71011/1 0 g, 05 1 0v

1 71g 1 0 1010 0 g .

5 0 ) Alle d ie se Angaben Vier u s w theil s b ei d en C o m u ber d ie . . .

m ent at o r en d es A rist ot e l es ( M et I theil s in ( J am b l ieh s) Th eo l o gu .


,

m ena arithm etic es ( ed A st ) Vgl Z e l l e r I 36 8 ff


. . .
, .

5 1) Arist M et I 5 6 : 1 5 715 10 1
. . 0 5 71 0 9
, , 0 0 715 1 71 011 71 010 011 71 5 0 15 1717)» »

cpé v o11 1 03v 010 10 0 071 100 0 1v Philol fr 18 ( Bö kh S 139


» .
ne y o11 01 7 010 71 011 . . .
'

71011»1 5 M 71 011 71 01v 1 0 5


;g 0 rö g 71011 0 5 110 71011 01v 0 0 10 71 11»10 8110 010x171 71011
*
76 Py thago reer .

v ier er sten Zahle n d as ko rperlic h e Sei n e nt steh t so ist ) F unf ,


52

die Zahl d er b estim m t ern q ualita t i v e n Be sc ha ffe nheit und G e


s t al tun d er D in e Se c h s d ie Zahl d er Be seel t h ei t d r Be fa sst
g g ,e ,

he it d es ( für si c h unbe s ti m m te n) m ateriellen Sei ns unter ein \

es zu s a m m e nhalte n d e s und sei ne Be we ung r e el nd e s u nd 4 7e


g g
sti m m e nd e s i nnere s Lebenspri nz ip S iebe n d ie Zahl d er
Helli gk eit d er G e sund heit d er Ver nunft Ac ht die Zahl d er
, , ,

L iebe Fre und sc haft Klughe it E rfind ungsgab e ( d es har m oni


, , ,

s c he n Z usa m m e nfü ge ns d er G e si nnu nge n und G e d a nk e n ; N e un


)
a h A er ier ) s 01p19 110 g 10 0271 1g 10 0 g Z ahl d er G erec ht i
( n c n d n v al , g , _

k e it d er gle ic he n a usglei c he nd e n W ied erv ergel t nng


, , Zehe n
d ie Zahl wel c he d ie G l ie d er ung d es Uni v er sum s d ie Zahl d er
, ,
.

Hi m m el skörper be sti m m t w ie Dre i d ie E inth eilung d e sselben ,

in 0 10 11110 ; ( d as Fe uer d er Per ipher ie) Köo po g ( d ie Re gio n , .

5 5
d er G es tir ne ) und d ie ir d isc he Re gio n unter d em Mo nd e )
W irkl ic h wiss e nsc haftli c h e Be st imm unge n lie sse n si ch na t ur
'

li c h auf so lc hem W e ge nic ht gebe n ; j e m ehr m an ins Ei nz el ne


g ie ng d e sto w illkü rli c her
,
je m ehr m an d ie Zahl v erh ä l tnis se ,

auf G ei st ige s a nwa nd te d e sto hohler un d si nnlo ser wur d e Alle s , ,

u n d die s patern Py tha gore er v erlore n sic h d aher in ei ner ebe nso

tro ck ene n als a ussc h weife nd e n Zahlen h antastik i nd e m d er


E ine d ie se d er A nd ere wie d er and ere Anwe nd unge n d er ein


,

z el ne n Zahle n auf die W irkli c hke it m a c hte

6 . D ie Ko sm o go nie und Ko sm o l o gi e d er P yth ago r eer .

Auf d em G r und ihrer Zahle nlehre baue n nun d ie P y tha

52) Theol . Arith m .


p . 56 : ( 317107 1010 ; 05 , 115 1 01 10 no10 nno11 171 0 v ué y e&o g
0 1010 1 01v 5 v 1 5 1 p010 1, 71 011 xp1b 5 71 105 € 01né w; g cpüo eco g 5v

1 p1xg
*
o 1v 71 5 v

© 0xwo 1v 05 5 v 5 5 010 1 , v o üv 0 5 71011 ö y ie1o1v 71011



10 0 11 6 l
'

0101 0 ey o nev o v

o w 5 0 10 1 01 71 011 cp171101v 71 011 71 011 5 71 1V0 101V
' ‘

q
cp ) g 5 v 5 30 0 p010 1 , n5 1 171
. cpn uv ; 1 1v
5v ß vj v 011 1 o 1g 0 5 0 1v
'

o on .

5 3) Asc l epia d es z u Arist M et I 5 ( Z e l l e r I . .


, ,

EÖ V 05 1 5 1 1 01901

64101 6171 Ä 10 9 , 71 5 v 1 5 10 10 05 5 5 10

010 19növ 5 l eyo v 10 0 C ÖV 05 cpuo 1710 v 0 13
3p.01 ,

5 n1[ao xo v .

5 4) A ist r . M a gna M o r . I l , . 34 . N ic . V , 8 . A l ex and er zu Arist M et . .

I ,
5 : 1 0 1; 10 0171 1g
’'
10 0 v 01p19p0 v
°

b 1ov
n p1 äÄ € Y O V 5 1v 011 1 0 61 0 v 05 0 1

p5 v
. 1 0v 1 5 0 0 01p01 el e v o v , 0 1 05 1 0v 5 W 5 01 .

5 5 ) Vgl unt n S 7 9 ff . e . .

e
5 6) Vi l so l c s M at i he er al b ei Th c o n v on S m y rna , N ik o m ach us v on

G era sa, in d en Th eo l o gum ena arith m et ic es, b ei M ak ro b ius u . s. f


.
Ko sm o gonie .
77

r eer ei ne Lehre U n i v e r s u m auf wel che ni ch t we niger


v om

eigent h ü m lich ist al s je ne Die W el t ist ih n e n ein n a c h .

M aassgab e d er Zahlen v erhäl t ni sse har m o ni sc h geor d ne t e s G an —

ein 71 00 1 10 g ein Ausd r uc k d en P fih ago ras z uer st z ur


, ,

Be z e ic h nung d er W el t gebrauc h t habe n soll Ph ilola us be


a nn s ei n e S c hr ift m it d er E nt w i ckl un d es G e d a nk e ns d a
g g ss ,

d as Uni v er sum al s e in e Verbi nd ung v o n G e ge nsä t z e n ein h ar


m o nisc h es G a nz e s sei Aus S t rei t e nd e m u nd E ntgegengesetz . >>

sa gt er ( Fr 3 S be steh t d as Se ie nd e und d ar um
. . . >>
,

hat es billi g Har m o nie in sic h d e nn Har m o nie ist d es Viel ,

e m i hte n Ei n hei t u nd d es Z wi e t rä c h t i e n Zu sam m en stim m un «


g sc g , g
I n F ragm 4 ( S 6 2 ) suc h t er zu z e ige n d a ss d ie Har m o nie die
. .
,

Form sei unter wel c her allei n d er Ko sm o s habe e nt st ehen


.

kö nne n : » d e nn d a d ie U rgrü nd e ( d as Be gre nz t e u nd Unb e


g re nz t e ) ei na n d er w e d e r äh nli c h n o c h Ei n e s S t am m e s ware n , ,

s o w äre es ih ne n u nm ö li c h e w e se n z u ei ne m w o h l eo rd né t en
g g g ,

G anz e n z u wer d en w are ni c h t d ie Har m o nie in sie ei nge ga nge n «


, .

W ie Let z t ere s ge na uer zu d e nk e n sei d arub er er fahre n wir frei ,

5 9
li c h nur we ni g N a c h ei ner S t elle d es Arist o t e l e s ) ist d as
.

Erst e was e nt sta nd d as Eins (1 0 fév ) d as sowohl d as For m


, , ,

prinz ip d es 115 d al s d as in si c h ent h ielt Sofor t ,

na c h d e m d as Ei ns e nt st a nd e n war be ga nn d er Pro c e ss d er Be ,

wäl tigung u nd G e st al t ung d es 0171 5 190 V d ur c h d as 115 p01; ( v o m


Ce ntr um d er D i nge aus wo d as ev sei ne n Ort h at) Auf d ies e , .

W eise bil d ete sic h die W el t ; sie ist be gre nz t ( ni c ht une nd li ch


wie bei d en A t o m iste n) u nd h at die G e stal t d es n a c h alle n


Seite n glei c h m ässig S ich erstreckend en d ie G e s t al t d er Kugel , .

5 7 ) D io g . L V III 33 :
.
,
71 010

&pno v 1o1v
'

0 0 V5 0 1 01V011 1 01 07111 . V II I , 85 : 0 0 715 1


0

( d em Phil ol aus) '

7101v 1 01 01v 0
'

w 71 g
7
71 011 ä pno v 101 7 115 0 0 011 Vgl F l at
7
. . .

G org 5 0 8 ,. a: 10 010 1v 0 1 0 0 100 1, 71 011 0 00 01v 0 v 71011 y fi 3 71 011 01v 0 p1071 0 0 g


v 71011 0 5 0 0 1

710 1v wv 101v 71011 cp1k 101v wcppo o üv nv 0 1710110


1 r1 o uv é xe 1v 1 101 7 1
71011 710 0 1 1 0; 71 011 0 71 011
7
v

1 41 01 , 71 011 1 0 öl ov 10 6 1 0 0 101 1 0161 01 71 0 0 p0 v 7101Ä 0 0 0 1v ,


0 071 0 171 0 0 n101x1 0 00 5 0171 0

7ko1c 1o1v . Xen M ena . . I l


, ,
11 : 0 71 01710 0 n5 v 0 g 0 110 5 v
0 0 1010 1 1 71 0 0 n0 g D ie ser
.

A usd ruck m u ss a lso S ok rat es Z eit no ch’


nic ht all gem ein gebräu chli ch
'

zu

gew e sen se in .

5 8 ) D L VIII . .
, 48 .

5 9) s. Anm . 46 .

60) 8 . Anm . 48 .

6 1) 5 . A nm . 46 .
78 Py thagoreer .

U m gebe n ist d ie W el t kugel v on d e m j e nige n Theil d es 0171 5 10 0 v ,


d er n i c h t in d ie W el t b il d un
hereinge z oge n g » « wor d e n ist ; d ie se s
01115 1 0 V 5 510 1 0 0 > Leere « 71011

5 50 xvpz u n d v o n
'
i d
’'

0 s t a s >
,

ih m wir d w ei t er ge sa gt : die W elt athm et aus ihm e in d as >>

Leere d en Hauch und d ie Ze it d ie se gehe n aus d em 01115 10 0 \J


, ,
'

in sie ein , u nd wie s ie aus d em (3


1715 190 V ei nath m et ,
so athm et

sie a uch wie d er aus <<


in d a sselbe D as he isst wo h l : D er
auss erwel tlic h e u nbe gre nz te Ra um e nt hält al s sol c her in sic h
d as Ausge d eh nte o d er d as » Leere « in d em S inn e d er rä um li c he n
Expansio n wo z u auc h d er Be gr iff » Ha uc h <s ge se t z t wir d ,

w eil d ie se A usd eh nung al s sic h b é wegend ge d a c h t ist ; d ie se s


expansiv e Elem e nt s t rö m t for t währe nd in d ie W el t ein um ihr ,

n e ue s B il dungsm at er ial z uz ufü hre n wo ge ge n um gek ehr t d ie ,

W el t d ie v erbra uc hte n S t offe in d en unbe gre nz t e n Aussenraum


fo rtwahr end ab se t z t e ine v o m O r ga ni sc he n Lebe n entno irnm ene
,

A nsc ha uung d ie aber a uc h wie d er z e igt


, w ie ü berall d er G e ,

d a nk e d er Be wäl t i gung und G e s t al t ung d es For m lo s e n d ur c h


d as Pri nz ip d er For m d ie py t ha gorei sc he G r und id ee ist ; a uc h
d ie Zei t « k o m m t aus d em 01115 10 0 \ in d en 71 00 p0 ;
» w e il er st I .
,

d ur c h die se n for t w ä hre nd e n G estaltungsmo c ess in W ahrheit ein


Zeit l ebe n in d er W e l t ist W ir sehe n h ieraus z ixgl eich d a ss

.
_ ,

d ie I d ee d es W er d e ns d e m py t ha gorei sc he n Syst e m so we nig


fre m d ist al s z B d em herakl itisc he n un d d em o kritis0h en ; d as
,
. .

01115 1p0 V sc hl ie sst a uc h d as Ele m e nt d es sic h Be we ge nd e n d es ,

W e c h sel n d e n und Verä nd erl ic he n in d as nun aber frei


lic h d ur c h d as 71 5 001g o d er d as For m pr inz ip b em eistert un d in
Or d nung und Harm onie gebra c ht wir d J a so ho c h st eht d em .

pythagorei sc he n Syste m d ie Be we gung d a ss es d ie Lehre v o n ,

d er Bewe gung sä m m tl ic her W el tk örper a uc h d er E rd e a ller


'

, ,

r
6 2 ) A ist . Phy s IV . 6 : 1
5 10 11 0

5 90 010 011» 71 011 0 1 II . % 8 VÖV, 71 011 5 71 5 10 15 71011
11 71011 1 0 0 0 10

1 13 o
2 ö po1v ® 5 71 10 6 0171 5 190 1) 71: V8 0 1LOUC O Q
. 01v 0171 v 5 0 v 71 5 V0 V,

p1€ 5 1 1 01g 100 0 5 1g. St o b . E el . I , p 38 0 : . 1 0V 0 0 0 01v 0 v (hier , w ie in d er ari

sto t el isch en Stelle ,


W elt ) 5 1v 011 5 v 01,

0 5 71 10 0 0111 5 10 0 1) xp0 v o v
15 7 1 011 nv o i; v 71011 1 0 715 v o v
'

. Pl ut .
pl ac II
.
, 9, 5 711 0 g 10 0 71 0 0 1
1 0 1) 10 71 5 v 0v ,
5 1g 0 &v oca v s1 0

710 0 n0 ; 71 011 55 0 5 . Vgl B o c k h ,


. Philo l S . . 10 9,
6 3) s. Anm . 47 .

6 4) s. S . 71 . Recht bem erk t P r a n t l z u Aristo teles Phy sik


M it

S . 4 99, d er » u nbegre nz t e H au ch erinnere fast an O r i e n t a l i s c h e s « .


Kosm o logie .
79

d ings in k rei sför m i ge n , -


sam m tl ich d ur c h E in Ce ntrum b estim m
t en Bah ne n in Ko sm olo gie eingef ühr t h at
d ie .

Die Leh re d er Py t ha goreer v o m B a u und v o n d er B e _

we gu n g d er W el t zu d ere n Z u st a n de k o m m e n ihre nur


.
,

u n v oll st ä nd ig ü berl ie ferte n Vor st el lunge n v o n d en ph y s ikali


"

s c he n Ele m e nt e n un d ihre a stro n o m is c he n Theorie n m i t ge wir k t

habe n ist fo l ge nd e
, .

I n d er M i tt e d er W el t befi n d et si c h d a sje nige w as d er ,

Ausga ngsp unkt d er ga nz e n W el t bil d ung war d as E ins um , ,

we l c he s si c h sam m tl ic h e V el tkö rper ( 0 100119011) im Kre is e be


V

we ge n D ie ser M i tt elp unkt d er W el t häl t d ie ga nz e N a t ur


.

z us am m e n u nd is t Si t z d e s so e na nn t e n C ent ralfeuers v o n wel


g ,

c he m Er l e uc h t u ng u nd belebe nd e Er w ä r m ung in d ie W el t aus

e h t Philo l a u s n e n nt d aher die se s Ce n t r um d er W e l t die 5 0 1 101


g .

1 0 0 71 01v 1 0g d en H eerd d es All s


,
m it A nsp iel un g auf d en Al t ar ,

d er He s t ia d er sic h im Mit t elp unkt e d er S t aate n


,
im P r t
{y a ,

ne u m be fa nd und auf w e lc he m d as e w i ge Fe uer d ie L ebe ns


, , ,

fiam m e d e s S t aate s bra n nt e ; a uc h H aus o d er W a c he d es Ze us


, ,

M utt er d er G ö tt er wir d es ge nannt Da ss wir d ie s e C en


tral feuer n i c h t sehe n h at d ar in s ei ne n G r und d a ss w ir auf d er
, ,

v o n ih m ab ek ehr t e n Er d hä l ft e w oh ne n ; s e in Li c h t e m p fa n e n
g g
w ir auf m ittelbare m W e ge d ur c h d ie v o n ih m e rle uc h t ete So nn e .

Der V el tkö rper si nd es z ehe n w eil die D ek as d ie v o l lko m


V
,

m enst e Zahl ist : na m l ic h z u ober st ( am e nt fer n t e ste n v o m C en


t ral feuer) die F ix sternsph are d a nn die f ünf Pla n e te n h iera uf , ,

die So nne unte r ihr d er Mo nd s o d a nn d ie Er d e und e n d l ic h


, ,

65 ) Phil o l . b ei S t o b E cl l , 46 8 : . . 1 0 71 0 011 0 v 010 n0 0 0 5 v 10 ev 5v 11 5 115 0 19


c

E 0 1 101 71 01715 11 011. I , 48 8 : I 710 71010 g


<> 1 710 p 5 v n5 0 1p 71 1 0
715 1 71 5 v 1 po v ,
0 715 0
c

E 0 1 101v

0 7101V1 0 g 7101715 1 71 111 A10 ; o 1710 v 71011 p7q 1 5 pa 0 5 6671, [3wno v


'

71 011 0 0 v 0
>dq v
10 . 15 71 011

11 5 1 0 0 1) 1000 e ; auch A10 9 100 710171 7} Arist . de c o el oII 13 Z 0 g nö py g


, , 01v o

(Z e l l e r I , Al s G rund d afür , d a ss d as fe urige Elem ent seinen S it z

im C entrum d er W e lt h at wird , Ari st . de co el o I I 13 an ge geben


, :

1 111110 1 011 0)
'

1 iq v
' °
'

11 0 0 0 7p1 5 1v 0 7101px5 1v xcb pocv ,


s 1v 011 05 71 6 0 n5 v
1 4111131 5
7 7113 10 05 ( 1 111 11171 5 0 0 v )
°
715 0 01g 1 6777 115 1 0150 10 0
7
7 1 011 1 0
0 0 11, , 5 0
)( 011 0 V 115
.

00v 115 0 011; (d as p5 0 0 v i st


. 715 0 011
; u nd d aher v o rz üglicher al s 1 p 10 5 1 01
.
€ 0 d er,

Zwischenraum e hem d ie E rd e und


,
in w l c sic h b e d ie übrigen St erne
w egen ) a p g . ist ab er a uch d as
s o1

d er ä u sserst e Umk reis d er
W elt wo d aher ein weit e s d em C ent ral feuer ent sprec hend es F euer d as
, z , ,

F euer d er Periph erie sich befind e t ( s S , . .


80 Py thagoreer .

ein v o n Pyth agoreer n se i s blo s d er Zeh nz ahl zu lieb o d er


d en

z ugle ic h au s a nd er n G r und en a ngeno m m e ne s z eh nte s G e stir n


z unä c h st d em C entralfeuer d ie so g G e ge ner d e Je nse its ,
.

d er F ix sternsph ä re um gibt d em C entral feuer e nt spre c he nd d as , ,

Fe uer d es Um krei se s (1 0 715 0 15)( O V 71 0 0) die W elt (Anm 6 5 ) .

und tre nn t sie v o n d em um sie her lie ge nd e n 61715 1p0 V ( leere n

Raum ) D ie ge gense it ige n A b st ä nd e d er W eltko rper sind wie


.

d er u m d ur c h d as G e s et z d er Har m o nie be d i ngt ; sie e nt spre c he n


e n a u d e n I nter v alle n d er m u si kal isc he n O c ta v e D a nun je d er
g .

re gel m ässi g sc h winge nd e Körpe r e inen To n v o n si c h gibt so ,

er z eugt d ie G esam m tb ewegung d er H im m el sko rper eine n Ac c or d


v on Tö ne n w el c h er d er m usik al isc he n Harm o nie e ntspric ht
, .

E s ist d ie ss d ie pytha goreis c he Sphäre nhar m o nie Da ss wir .

d ie se Sphäre nm u si k ni c ht höre n hat seine n G r und in d er Ver ,

wö h nun g unsere s G ehör s ; w ir ub erho ren sie weil w ir sie v o n ,

G eb ur t an z u hore n ge wö hnt si nd «
Die Um kreisung d es
C ent ral feuers le gt die Sonne in jährli c hem d er Mo nd in m o nat ,

l ic h em d ie Er d e in t ä gli c h e m U m la uf z uruc k ( Bö ckh Ph S


,
. .

W ir st o ss e n h ier zum er ste nm al auf d ie Beha uptung d a ss die ,


Erd e sic h be wege N ur d ar f m an d ar um nic ht a nnehm e n


. ,

P hilola us habe d ie Ax enb ewegung d er Er d e geleh rt Bei Philo .

laus ro tirt d ie Er d e we d er und si c h s elb st no c h um d ie Sonne , ,

s o nd er n u m d as C ent ral fe uer Die Ax end rehung d er Er d e lehr .

t en er st d er S y rac usaner H iket as un d d er Py t ha goreer E kph antus ,

d ie Ax end reh ung sam m t d er Be w e gung um die So nne d er Sam ier


'

A r ist ar c h u nd nac h ih m m it h inz uge fügt e r Be gr ü nd ung Se


, , ,

l eukus aus E ry th rä d er e ige ntli c he Vorlä ufer d es ,

6 6) Arist . de II 13 711
c o el o , : 1 » 0 5 y fiv , 171)
5 71 1 1 ö10 1:pwv 371711p 1pé
711

p5 0 0 011 71 5 01 0 n
1 é 0v Stob E cl I
0 . . .
, p 48 8 : 71 5 p1 1 0 n5 0 0 v 0 5 71 01 0 117p1011 01 0 5 101
.

o ö po1v ö v ( F ix st er ns h äre ) 5 1p (T

TCÄ OLVY) TOC Q , n D 0 5 7171v n
' '

50
'

01
5g
x0 05 175 1v , p , v,

Aris t M et I
’ ’

ö cp 1 071 ö cp 1 77v 61v 1 1x0 0 v 01 . . .


, 5, 6 : 5 71 5 1 05
71 019 5 11 011 0 0 71 5 1 71011 711
1 0 011» 71 5 717 ) 5 V 71 171»
» 11
1 010 10 n1 100 0 1v 71 011 1 01 105 00
3 0 15 1 10 011 1 1 7v ,

01 71011 11 1 0 0 p01v 0 v W e lt ) 0 5 71 01 115 11 5 11011


' '

p5 v 11 0 7
cpo10 1v ,
0 v 1 10 v 05 5 v v 5 01 p0 v o v .

0 113
1 10 61 0
'

0 5 71 011 q 7
v 1

7

qv 01v 1 1x0 0 v 01

D ie 01v 1 1x0 00 v ist in



e e
Y 717 w ie

ere E r d e ( Arist d e c o el o II
u ns u nd d a sse lbe gilt v o n d en .
,

übrigen W e lt k ö rper n ( St o b l .
,

6 7 ) Arist d e c o el o II 9 .
, .

6 8) B ö c k h Phil o l S 12 2 Ueber H ik et as E kph antus H erakl id es


, . . .
, ,

v o n P ont u s Arist ar ch v o n S a m o s hand elt B ö c k h üb er d as k osm ische


, ,
P y tha goreer .

r e gio ne n sind gleic h v oll ko m m e n ( v gl S es


g ibt a u c h . .

s ol c he in w,
el c h e n die M ater ie ge ge n For m und Or d nung sic h
s trä ub t in d ie Har m o nie d es All s z u f üge n sic h w ei gert ; z u
ih n e n gehör t die Er d e ; und d as Lebe n auf d er Er d e is t d aher \

ein unv oll ko m m e n er Z us t and in w el c he n d ie Seele d ie an sic h , ,

>> Har m o nie ist nic ht v o n N a t ur


« s o nd er n
, nur d ur c h e ige ne ,

S c h uld ge kom m e n sei n kann und wel c he n s1e d aher wie d er ab ,

s t re ife n m uss um z u d en rei ne m Re gio ne n w oher sie st a m m t


, , ,

z u r ü c kk ehre n z u d urfen .

W ie in d er ur spr üngl ic he n py t hagore isc he n P hilo s0 ph ie d ie


Lehre v o n d er G otthe it sic h ge st alte t e und in welc hes Ver ,

h ä ltniss d ie selbe z u d er Lehre v o n d em er st all m ä lig im Laufe


d er Ze it sic h bil d e nd e n W el t all ge s etz t w ur d e ist ni c h t be ,

k annt d a die S c h ri ft e n d es Ar is to t ele s ü ber d ie Py tha goreer


,

v e rlore n si nd .

Die E t h ik d er Py thagoreer h at ei ne st ar k e rel igiö se F ar


b ung Sie lehrte n d a ss d ie M e nsche n ein Besitzthum gleic h
.
, ,

s am ei n e Heer d e d er G öt t er s e ie n ( P h aed 6 2 b ) d a ss d ie G ötter .


, ,

fur d ie M e nsc he n sor ge n ( ebe nd a s ) d a ss d as h ö c h ste G e s e t z .

und G ut d ari n be s t ehe G o t t z u folge n d ie Or d nunge n d er , ,

G ött er z u ehre n v o n aller Ver unre inigung d ur c h Begier d e und


,

Lei d e nsc haft sic h fre i z u m ac he n d ur c h A usüb ung stre nger ,

T uge nd G ot t ah nl ich z u w er d e n S ie for d er t e n Bewahr ung d es .

M aasses ( o upprsr pioc) in Alle m Beherr sc h ung d es Affe kt s geo rd , ,

n ete Lebe nswe ise Be för d er ung d er Or d nung und Har m o nie in
,

d er W el t 2 B d urc h Tre u e und W o r th alt en d ur c h Ehr fur c h t


"

, . .
,

v o r A el teren und El t er n d ur c h H eiligh altung d er Ehe d ur c h , ,

d as Be strebe n > ni c h t Fre un d e z u Fe in d e n> s o nd eri1 Fe in d e z u ,

Fre und e n zu d ur ch Ka m p f m it d er U nge set z l ic h k e i t


u nd E inst ehe n fü r d as G e se t z Aber w i sse nsch aftl ic he Be
d e ut ung ko m m t d er E t hi k d er Py t ha goreer n o c h ni c h t z u Sie .

habe n z war ei nz el ne Tuge nd e n be gr iffl ic h z u be st im m e n ge


su c h t z ,B d ie T uge nd selb st al s Har m onie d efiuirt ebe ns o
. .
,

d ie Fre und s c ha ft al s har m o nisc he G lei c hhei t é v on0 pöv co g ,

7 3) P h aed . 62 , b : 0 né v ro r 60 0 102 130 65 y é no n ö o x e f, ä) Ké ß v gg, 8 5 Ä é yeo


0 .
'

10 0 eo bg sfv o u iq pä> v CO Ö Q é m nel o upé v o o g, n och


"
ro b g d v 0 pd mo o g äv
-
.

w m nnov cwv 0 5 0 C g s?v a c D L VIII 2 7 : npo v o eto ö ocn 1 0 v man


'

rä 0 sö v

"
. . .
,
/.

7 4) D L V I , 2 2 2 4 . . II —
. 33 Stob E cl o g E th p 6 4
. . . . . ff
.
El eaten .
83

( L V III die G er ec ht igk eit a l s W ie d er v er geltu ng ( 0 w



D . .
,

1 17c5 7t 0 70 0g Ari st Eth N ic V s o nst aber sic h be nü t


. .
g g d ie .
, ,

ethi sc hen Be gr iffe auf Zahle n z uruckz ufü hren ein Ver fahre n ,

bei W elc he m d ie wi sse nsc haftl ic he U nfr uch t bark e it d es Zahl


pri nz ip s am grell st e n h erv or t ri t t I m Ueb rigen aber behaup t et .

d er P y th ago reis m us ei n e a usge z ei chnete Stelle in d er E nt wic k


l ung d er grie c h isc he n Philo sophie er hat m it Re c ht d ie phy
sik al is c h e u nd k o sm olo gisc he Be d e utung d er Q uantit äts und
M aass v erh äl tnisse her v or gehobe n er hat in a c h t grie ch i s cher ,

W ei s e d as Pri nz ip d er ge st al t e nd e n und or d ne n d e n For m für


d as w e s e nt l ic he Pr inzip d er W eltb il d ung er klär t u nd er hat ,

m it d er A ufst ell ung d es G e ge ns at z e s z wi sc h e n d ie se m Pri nz ip


d er For m und d em for m lo se n Ele m e nt d es 0én ecpo v d er p l a t o

ni sc he n Ph ilo s op h ie v orgearbei t e t w el c he nur in a nd erer W e is e ,

d ies e D u a l i t ä t e i n e s i d e a l e n F o r m p r i n z i p s u n d
.

e i n e s m a t er i e l l e n f o r m l o s e n S u b s t r a t s z ur G r und la ge
ihrer W el t ansc hauung ge m a c h t ha t .

5 15 . D ie E l eat en .

W ie d er um g ei ne be d e u te
e1 nd e Ri c h t un
enth um l ic h g d es

D e nk e ns t ri tt auf i n d er el eatisch en Ph ilo sophie D ie se P hi lo .

s o hie hat ni h t d n id eale n Z u d py t ha orei s c he n ; aber


p c e g er
g
sie z ei gt in ge w iss er B ez ieh ung ein m it d e m selbe n v er wa nd te s
S trebe n Sie ist näm li ch in ihre n G r und leh re n ni c h t m ehr
.

Spek ula t io n auf N a t ur for sc h ung ge grü n d et wie d ie ü bri ge n ,

v or s o kr at i sc he n Sy s t e m e ) ( a uc h d as pytha gorei sc he m it sei ner


1

m a t he m a t isc he n G r und la ge ) es si nd s o nd er n sie ha t e in e n s u b ,

j e c t i v e n A u s
g ga n sp u n k t : s ie Will n u r v o n ei ne m r e i n e n

Se in e t was wi sse n d h v o n eine m Se in an u nd in wel c he m


,
. .
,

k ei ne N e ga t io n ke in E nt stehe n und Ver gehe n k e in e Ver and e


, ,

r ung k eine end li c he Be sc hrä nkung ist d as v iel m ehr e wi g d as


, ,

selbe u nd s c hle c h t hi n allum fa ss e nd ist I n fo l gerec ht er For t .

7 5 ) A i st r . M et . I , 5 , 2 9: 735 01 10 6 t i eo t t. Ä é y e w % cct ö piCeo 0 oac,


np€ ocv co
*

N o w8

ö m) .ä> g é n a py par eü0 nc oez . XIII , 4, 6 : ne pc u v wv ö l iy co v , (in; r o hr

; 710
t ”
'

0 t i é o ci x occpö g 7 ) t b ö iv o u

y g
o e eig; ro e & t
g p p g 0 0 ocv fim o v ,

o ov
*

‚ ov 7 0cpo g . . .

l) D aher Aristoteles di e El eat en ni c ht cpeo m o é n nne t , wie d ie Jo nier


P hy s . I 4 III 4
, .
,
.
84 E leat en .

bil d ung d ie ser Lehre kam d ie el eatisch e S c hule z u d em Sat z e ,

d a ss alle W and elba r k ei t und alle Vielheit und Ma nni gfalti gkei t ,

wel c he wir z u be m erk e n gla uben t rü glic h er S c hei n sei


, un d ,

d a ss ebe n h ier in d ie ss z ur E rkennt niss z u br inge n d ie A ufgabe


, ,

d es ph ilo sophi sc he n De nk e ns be ste h e .

Die el eatisch e Philosoph ie ha t in d rei auf ei na nd er fol gen


d en G e nera t io ne n d re i Stuf e n d er E nt wi c klung d ur c hl aufe n .

D en G r und z u ih r ha t X e n o p h a n e s gele gt s e ine Phi .

10 30 p h ie ha t ei ne n reli giö se n Ausga ngsp unk t er v erla ngt d a ss , ,

m an d ie G o t the it al s ein ihre m W e s e n na c h sc hle c hth in ab so


l ute s Sein d e nk e und er fa sst m it d ie ser G ottheit die W elt z u
, ‚

E ine m G a nz e n z us a m m e n P a r m e n i d e s stellt d en Begriff


.

d es Sei ns selb st an d ie Spit z e ; er be w ei st d a ss es k ei n N i c ht ,

se in gebe n k ö nne u nd d ass d a h er d as Sei n al s nie m al s ni c ht


,

s eie nd so nd er n al s un ewo rd en un d e wi al s nie und ni r e nd s


, g g , g
s ic h v erä nd ernd s o nd er n si c h selb st st ets glei c h b l ei b e nd
, un d ,

al s ein G anz e s d as untre nnbar in sic h z usa m m e nhä ngt und in


,

nerh al b s ei ne s gesam m te n Um fangs ü berall d ie s elbe v olle Rea

litat hat o d er al s unth eilb ares und id enti sc h es E ins ge d a c ht


'

wer d e n m ussé . Z e n o e nd li c h wid erlegt ml em isc h d en S c hei n


und d ie Mei nung d a ss Verä nd er ung und V ielhei t e t wa s Rea
,

l es sei.

Die S ch ule hat ihren N am e n v o n d er grie ch i sc he n P fianz


sta d t El ea o d er Velia in L u c anien ( U n t er ital ie n) wo Xeno ph a ,

nes al s Ei nwa nd erer Parm e ni d e s und Ze no al s Eingebore n e


,

leb t e n Elea war e ine G run d ung d er tapfern und freih eitslie
.

be nd e n P h o k aer die ihre Vat er sta d t P h o k äa v erla ssen hatte n


, ,

um n ic ht in d ie Kn e c ht sc ha ft d er Per ser z u gerat he n E dt I , .


,

1 6 4 16 7
. . Aus d ie ser S inne s art d er P ho k aer erkl art es sic h
auch v iel l ei c ht w ie d ie sonst ni c h t be d eute nd e Sta d t d er Sit z
,

t ie ferer B il d ung und d a m it auch e iner so ei nfl ussre ic he n phi lo


so ph is c h e n S c h ule hat wer d e n k ö nne n Auc h Ma ssilia ei ne
.
,

a nd ere C olo nie d er P h o käer war ei ne d ur c h W issensc haft u nd


,
'

ei t i e B il d u n a us e z ei c h nete Sta d t
g s g g g .
Xenophane s .
85

5 16 . X eno ph anes

1. S ei n L eb en .

Der Sti fter d er eleatisch en S c h ule Xen0 pham s wur d e z u , ,

Kolophon ei ne r j e ni sche n Sta d t Kle ina sie ns gebore n F ruh


, ,

z ei t i g au s se iner Vater s ta d t v ertriebe n bra c hte er s ei n u b riges ,

Lebe n i n grie c hi sc he n Stä d te n Si c ilie ns und Unteritalie ns und ,

so a uc h in Elea z u Er selb s t sagt in ei ne m auf u ns ge


ko m m en en G e d ic h t es s eie n jet zt 6 7 Jahre ,
d a ss er unstet im ,

helle ni schen Land e um h erirre un d d ie se s V and erl eb en habe er ,


V

im 2 5 ste n Lebe nsj ahre a nge trete n Er stand folgli c h im ‚

93ste n Lebe nsjahre als er d ie se s G e d i c h t v er fa sst e


,
Auf j e ne n .

W and er unge n s oll er i n d er W e ise d er al t e n Rhap so d e n seine


G e d ic hte selb st v or getra ge n habe n D L IX 18 Die A ngabe n ,
. .
, .

ü b er s ei ne Lebe nsz eit gehe n w e it ausei na nd er ; es lä sst si c h nur ,


/

so v iel sa ge n d a ss er in d er z weite n Häl ft e d es se c h ste n Jahr


,

hund erts gebl uht ha t ; er war alter al s Herakli t (v gl S . .

Se ine ph ilo soph isc he Lehre h at er in ei ne m ei ge nen G e d i c ht


v or etra e n
g g d as v o n S pä tern u nter d em Titel 7t 5 pi cpüe s wg c itirt
,

wir d . Die w e nigen Bruc hst ück e se iner Di c ht unge n d ie auf uns ,

g e k o m m e n s in d h at z uer s t d e
,r Hollä nd er K a r s t e n g e s a m m elt
( 8 30 ) ausser d e m M u 11 a c h I 10 1 ff
1 ,
.

2 . S e i ne L eh r e .

Die no c h v orha nd e ne n Bruch stucke d er Di c ht unge n d es


X e nop h an es be z iehe n sic h ha upt säc hli c h auf d as W e se n G otte s ,

d e sse n Ab soluthei t und U nv eran d erl ichk eit er ge ge n d ie anthro

po m o rphistisc h en Vo rstel l ungen d er Vol ksreli gio n gelte nd m a c ht


'

Sei ne Aeusserungen ü ber d as W e se n G ott e s la ute n so : > E in >

G ot t ist unter G ötter n und M e nsc he n d er H o ch ste d en S terb


‚ ,

l i c he n we d er an G e stalt v er glei c hbar no ch an G e d a nk e n G anz .

A uge ist er g a nz Ver sta nd


, g a n z Ohr M ü helo s be we gt er
,
.

Alle s d ur c h sei n e s G e ist e s De nk e n I m m er v erharrt er in d em .


selbe n Sta n d e und be w e t si c h ni m m er « W e d er W er d e n


'

1) D . L IX.
, 18 .

2) D . L IX.
, 19 .

1) Fr . 1 —
4: e ig 0 5 0 9 ev 0 5 0 10 1 nad

0cv 0 0 037c0 10 1 pé v ccrco g,
. 0 151 5 651101;
86 Xeno phanes .

n co h Ver gehen k o m m t irgend welc h em t te z u Die M en ‘

s eh en aber d e nke n si c h die G öt t er m e ns c he n äh nli c h ebe nso wie ,

die Lö w e n we nn sie m ale n kö nnte n d ie G ö tt er l ö we nar ti g bil


, ,

d en wu r d e n ( Fr 5 Be so nd er s Ho m er und He sio d habe n . .


\

d ie G ö t ter gesc h m ah t un d h erab gewür d igt ind e m sie ihn e n , ,

w as A lle s bei d en M e nsc he n ei ne S c h a n d e is t a nd i c hteten , ,

D ieb stah l Ehebr uc h und Be t r ug ( Fr ,


A uss er d e m wir d nun .

aber ber ic hte t Xe nopha ne s habe gelehr t A lle s sei E ins 5v , , ,

5 01011 1 0 71 01V und d ie s e s allum fa ss e nd e Ei ns sei G o t t ) S c ho n


"
3
,
,

P late d er al teste Ze uge sa gt d ie v o n X e no pha n e s be gr ü nd e t e


, , ,

el eat isc h e S c h ule eh e v o n d er A nsic ht aus A lle s sei E ins


g ,

A ri st o tel es fügt h inz u : X e n opha n e s er kl är t e z uers t Alle s sei '

»
,

Eins ,auf d ie ga nz e W el t se ine n B lic k r ic h te nd sagte er ,

d as Ei n s sei G ot t W ie d ie s e I ne inss etz ung v o n G ott und <<

W el t z u d e nk e n ist d ar ü ber ist k e ine A ngabe v orhand e n. Xe ,

no phan es l ehr t e d ie r ä um l ic he Une nd l ic h k e it d er W el t er

0 41 0 10 11» 0 p0 110 g 0 0 1 5 0 0710 1; 0 901 , 0 01 0 0 0710



0 7„ g 05 0111 0 0 5 1,
" ‘

v o et 05
1
v 101 .
, ; 1
’ ’
0170 1 0111 01v 5 0 0 5 710 v 0 10 A 15 1 0
'

>19010 011V5 1. 5v 1 010 1 1


v 0 0 0 epsy 1 710 W1 c1 0 0 5 né v e1v


% 1V0 0115 VO V 0 005 v , 0 00 5 11 1v 01Ä Ä 0 0 5 V 0170 117 .

2 ) A ist r . Rhet . I I , 2 3: E . 0 1 1 0 p0 110 g 610 5 00 0 0 0 ;


. 0 6 y ev é 0 0 011 19010
0g 0 5 0 0 9 0171 0 0 01v stv Ä é y o u0 w
'

1190 1 5 910 9 7 019 o enß ociv e1 pv q 5 1v 011


11 0 0 0 1 1 0 1 0 19 (511

71 0 1 5 0 5 0 0g . Ebend a : ’
E 715 011 011g 5 910 1 10 0 0 1, 5 1 00 0 0 1 1 % 115 0 11 0 0 5 0; 11 011 0 973111}
-

0 .

1 95 v 0 5 0 V 071 0 7101| 1[301V0 0 0 1 11 f} ’


1 0 0111

0 0 0 0 1v 5 . 5 0 910
110 v

3) S im pl . in A ist r . Phy s . fo l . 5 : „10111 1 0 1» 019t 01 0 1 ev 10 0v 11011 71011)

E ev o cpo1wzv C ie A c a d X
'

0 710 1 10 5 0 0 011 19170 111 0 . (95 0 199010 1


10 9 . . I I , 37 : . unum

esse o m nia d ixit , n equ e id esse m ut _ abil e et , id esse D eum . S ext . E mp .

H y po t . 225 : 5 0 0 7 11 011 1Q5 5v 5 1v 011 1 0 71 01v 11011 1 0 V 0 5 0 1) 1190


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