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Sprachführer

Schwäbisch
Extra: Mini-Sprachführer zum Mitnehmen
flirten & fluchen

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Sprach

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S n
flirte

Das Wichtigste
auf 32 Seiten
:42
16 12
01.04.

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2016
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01-16_
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Book
Sprachführer

Schwäbisch

Mini-Sprachführer
zum Mitnehmen
2 in 1:
flirten & fluchen
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Sprach

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flirte

32 Seiten zum
Mitnehmen.
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4 Einführung

4 Ha, kennat Se koi Schwääbisch?


4 … und äbbes über die Aussprache

6 Bildwörterbuch

28 Kurzgrammatik

31 Allgemeines

32 Begrüßung & 35 Sich kennenlernen


Verabschiedung 37 Uhrzeit
32 Verständigung 38 Datum

40 Unterwegs im Ländle

41 Mit der Bahn, dem Bus … 45 Per Anhalter


42 Zu Fuß & mit dem ­Fahrrad 46 Die Fahrschule
42 Mit dem fahrbaren 48 Mit dem Flugzeug
­Untersatz

49 Unterkunft

50 Im Gästehaus oder Hotel 53 Camping


51 – Ein paar Mängel … 54 Ferien auf dem Bauernhof
52 – Frau Wirtin, eine Frage …

58 Z’essad õnd z’drenggad

59 Im Restaurant und Café 64 Weinprobe


62 – Schwäbische Fein- 66 Die Speisekarte
schmecker …

68 Einkaufen

69 Im Laden & auf dem Markt


71 Körper- & Kleiderpflege

2
Inhalt

73 Besichtigung

74 Schlossbesichtigung

77 Urlaub aktiv

78 Zu Fuß unterwegs 83 – In der Sauna (bei den


78 Wetterkapriolen ­Damen)
79 Sportarten 84 – Wichtige Gespräche …
80 Badefreuden 86 – Nach der Sauna
82 – Im Mineralbad 86 – Beim Masseur
82 – Wellness

88 Freizeit & Unterhaltung

89 Unterwegs 92 Gartenparty
90 – Cannstatter Wasa 92 – Man kommt sich näher
91 – Wilhelma 93 Fernsehabend
91 – (Sport-)Feste 95 In der Oper

97 Schwäbischer Alltag

98 Häusle & Garten 107 Beim Optiker


101 Zum Geburtstag 108 In der Bank & auf der Post
101 Am Stammtisch 110 Bei der Polizei
104 Beim Arzt & in der 111 Antrittsbesuch der neuen
­Apotheke Mieter

115 Reisewörterbuch Deutsch – Schwäbisch

128 Impressum

3
Bildwörterbuch

Fahrkardaschaldr Oußweiß Fliagr, Flugzeig

Zuug Schlôôfwaga Schiff

Gepäggoufbewarõng Schliassfach (Omni)Buss

Schdrôôßabãh U-Bãh Soilbãh

Taxe, Taxi Modóorrad, Mobed Fahrrädle, Drootesel

6
Bildwörterbuch

Schdaddblãh Oudo, Karra Tschiip

emmer dr Nôß nôôch rächz nõm abbiaga le ngs nõm abbiaga

zrigg fahra, omdräa Pargblätzle Badderie

Roifa Wärgschdadd Tankschdell

Eel Wassr Roifadrugg

7
Kurzgrammatik
Keine Bange – hier erwartet Sie keine Die Artikel
ausführliche und komplizierte Gram-
Der bestimmte Artikel (der, die, das)
matik. Wir möchten Ihnen nur ein
kann in jedem Kasus (Fall) unter-
paar wichtige Grundregeln der schwä-
schiedliche Formen annehmen, je
bischen Sprache mit auf den Weg ge-
nachdem, ob er mehr oder weniger
ben. Diese sollen Ihnen helfen, allzu
betont ist. Die gedehnte Form wird
grobe Schnitzer zu vermeiden, wenn
bei stärkerer Betonung verwendet.
Sie dann im Ländle unterwegs sind
und mal mitschwätzen wollen.
• Männlich, Einzahl von »der Stein«
Nominativ: dr, betont där Schdoi
Genitiv: siehe links unter Beugung!
Die Beugung Dativ: am, m’, deem Schdoi
­(Deklina­tion) der Akkusativ: da, deen Schdoi
Hauptwörter • Weiblich, Einzahl
von »die Fliege, die Mücke«
Im Schwäbischen gibt es nur drei Nominativ: d’, betont: di(a) Mugg
­Fälle: Nominativ (1. Fall), Dativ (3. Fall) Genitiv: siehe links unter Beugung!
und Akkusativ (4. Fall). Dativ: dr, derra Mugg
Der Genitiv (2. Fall) wird meist durch Akkusativ: d’, di(a) Mugg
die Präposition »von« und das Haupt- • Sächlich, Einzahl von »das Kind«
wort im Dativ ersetzt: dr ­Deggel vom Nominativ: ’s,
Dopf = der Deckel des Topfes. betont: deß, deeß Ke nd
• Zeigt der Genitiv aber ein Besitz- Genitiv: siehe links unter Beugung!
verhältnis an, so sagt man besser: Dativ: am, deem Ke nd
am Lährer sai Buach = das Buch des Akkusativ: ’s, deß,
Lehrers, dr Dãnde ihr Huad = der stärker: deeß Ke nd
Hut der Tante. • Mehrzahl (alle drei Geschlechter)
• Bei zwei aufeinanderfolgenden Nominativ: d’, betont: di(a) Schdoinr
­Genitiven hört sich das dann so an: (Mugga, Ke ndr)
am Wird saira Alda ihr Bääßle = die Genitiv: siehe links unter Beugung!
Cousine der Frau des Wirts. Dativ: de, deene Schdoinr
• Entsprechend wird auch die Frage (Mugga, Ke ndr)
gebildet: Wem sai Hõnd isch deeß? = Akkusativ: d’, di(a) Schdoinr
Wessen Hund ist das? (Mugga, Ke ndr)

Seitenblick
Däädsch
bedeutet »würdest du« (tätest du) – und so sagt man denn von einem
schwäbischen Ruheständler: Der isch jetz au schõ em Däädsch-Alder!
­War­um? Weil seine Frau nun ständig zu ihm sagt: Däädsch-mr nedd
g’schwend helfa, auf d’Boschd gãnga, da Garda giaßa (und so weiter)!

28
Kurzgrammatik

Seitenblick
Achtung, Fußangeln!
gehen (zu Fuß) heißt auf Schwäbisch laufa, sonst allgemein ganga.
laufen (rennen) heißt schbrénga, stärker: saua. So darf ein Enkel ungestraft
rufen: Sau, Oma, sau!
springen wiederum heißt hopfa (= hüpfen)!
schmegga (schmecken) heißt auch riechen! Daher eben der Ausdruck
»a Reigschmeckter« (ein Zugereister; einer, der ins Ländle reinschnuppert)
oder die Wendung »Den kõh i nedd schmegga!« (den kann ich nicht aus-
stehen oder riechen).
heeba (heben) bedeutet im Schwäbischen (fest)halten. Das hochdeutsche
hochheben heißt dagegen lupfa!; aufheeba bedeutet neben aufklauben
auch aufbewahren! Also: Der Nagel, das Fleisch, der Anzug heebd nõh
lang, und heeb den Briaf jô guad auf!
»I kõhs ne mme verheeba!« heißt: Ich muss mal dringend verschwinden!
Ich kann’s kaum erwarten! Ich muss es einfach sagen oder tun!

Der unbestimmte Artikel (ein, eine, • wir: mir, unbetont oder nach­
eines) lautet im Nominativ aller drei gestellt: mr
Geschlechter gleich: a. ihr: ihr, nachgestellt: ’r
• Nominativ: a Schdoi, a Mugg, (geht ihr? = gãnged’r?)
a Ke nd sie: se
• Genitiv: von amma Schdoi,
von’ra Mugg, vom’ma Ke nd
• Akkusativ: an Schdoi, a Mugg, Bezügliche Fürwörter
a Ke nd
• Wichtig zudem: Im Gegensatz zur • derjenige, welcher: där, wo
Schriftsprache versieht das Schwäbi-
• diejenige, welche: di(a), wo
sche auch Personennamen mit dem
• dasjenige, welches: deß (deeß),
wo, z. B.:
Artikel: dr Eigen (Eugen), d’Lodde
Deß Ze mmermädle, wo mai Bedd
(Lotte), ’s Mariele (Mariechen).
gmacht hôt (das Zimmermädchen,
• Und noch etwas: manche Haupt- das mein Bett gemacht hat).
wörter haben im Schwäbischen ein
anderes Geschlecht als in der Schrift-
sprache, z. B.: dr Budder (die Butter),
dr Radio (das Radio), dr Schogg­laad
Hinweisende
(die Schokolade), dr Sófa (das Sofa)! ­Fürwörter
Sie stimmen mit der betonten Form
Persönliche Fürwörter des Geschlechtswortes überein:
• Männlich: där, deem, deen
• ich: i; du: du; er: är, nachgestellt: ’r • Weiblich: di(a), derra, di(a)
(ist er = isch’r); sie: se, ländlich: sui • Sächlich: deeß, deem, deeß
• es: deß, unbetont oder nach­ • Das unbestimmte Fürwort »man«
gestellt: ’s (es brennt = ’s brennd; lautet »mr«: man hat gehört = mr hôt
brennt es? brennt’s?) gheerd
29
Allgemeines  Begrüßung & Verabschiedung, Verständigung

Begrüßung & Verabschiedung


Guten Morgen! Guada Morga!
Guten Tag! Grißgodd!, (liebevoll) Grißgoddle!
(modern auch) Hallóle!
Guten Abend! Guada-n-Ôbed!
Gute Nacht! Guad Naachd!, (liebevoll) Guad’s
Nächdle!
Auf Wiedersehen! Ade!, (liebevoll) Adéle!, (modern,
neuschwäbisch) Tschißle! (von
Tschüss)

Verständigung
Wann ist (sind) … geöffnet? Wenn hôdd (he nd) … offa
(breit: uff)?
Wann wird (werden) … ­ Wenn machd (mached) … zua?
geschlossen?
Wie komme ich nach (zum, zur) …? Wia kommd-mr nôch
(zõmm, zurr) …?
Wie lange wird das dauern? Wia lang daured deeß?
Wann findet … statt? Wenn isch …?
Wo bekomme ich …? Wo griagd-mr …?
Geben Sie mir bitte …! Gäbbat-Se mr bidde …!
Haben Sie auch …? He nt-Se au …?
Ich brauche … I breichd …
Ich möchte … I mechd …, i hedd gärn …
Ich würde gern … I dääd gärn …
Am liebsten würde ich … Am gärnschda dääd i …
Wie viel kostet das? Wa(ß) machd deß?
Wie viel kostet ein …? Wa(ß) koschd a (betont: oi) …?
Das gefällt mir nicht! Deß gfelld-mr nedd!
Das ist zu teuer! Deesch-mr z’deier!
Haben Sie nichts Preis­werteres? He nt-Se nedd äbbes Billichers?
Wie heißt das auf Hochdeutsch? Wia hoißd deß uff Hochdeidsch?
32
Allgemeines

Wichtige Wörtla
anders(herum) ãnderschd(rõm)
außen drussa, (hier außen) hussa
damals dômôlz, selbichsmôl
dann nôh
dort dô drõmma, dôhãnda
draußen drussa, draußa
drin(nen) dre nna, (hier drin) he nna
(da) drüben (dô) drõmma oder drieba
drunten drõnda, breit: dõnda
etwas äbbes, (ein wenig) a bißle
gegenüber wißawih
herab, herunter raa, rõnder
herauf ruff
herein rai
hin nôh, (kaputt) he e
hinab, hinunter nãã(be), nõnder
hinauf nuff, nauf
hinein nai
hinüber nõmm, õmme
immer e mmer, äll(a)weil
innen dre nna, (hier drin) he nna
jetzt jetz, etz, (j)etzedle
nach Hause hoim
nächstes Mal ’s näggschdmôl
nicht nedd, edda
nicht mehr ne mme
nichts nix, nex
nie(mals) nia, (keinesfalls) em Läba nedd
oben õba
ohnehin oinawäg
plötzlich uff oimôl, auch õms
Nõmmgugga
rücklings ärschle ngs, he nderschefihr
sowieso oinawäg
überhaupt nicht iiberhaubd nedd, koi bißle
umsonst õmmasõnschd
unten õnda, (drunten) d(r)õnda
vorwärts firsche, nôre
wann? we nn
wenn wãnn, we nn
wessen? wem sai (Oudo isch deeß?)
wohin? wo nôh?
zuerst zeersch
zumal (da) volle nz weil

33
Z’essad õnd
z’drenggad
Im Restaurant & Café  Z’essad õnd z’drenggad

Im Restaurant & Café


Können Sie mir ein gutes ­Restaurant Ke nnat-Se mr a guade
empfehlen? Wirdschafd saga?
Oder eine gemütliche ­Kneipe? Odder a gmiadliche Boiz?
Ich brauche einen Tisch für fünf I breichd en Disch fir fe mbf Leid!
­Personen!
~
Dürfen wir uns zu Ihnen ­dazusetzen? Derfad-mr õnz zu Eãhne nôhogga?
Fräulein, die Speisekarte ­bitte! Frailain, d’Schbeißkard bidde!
Bringen Sie mir (uns) bitte … Bre ngat-Se mir (õnz) …

Ich nehme (wir nehmen) … I ne m (mir ne mmad) …


ein Bauernfrühstück ’s Baurafriehschdigg
die Ochsenschwanzsuppe d’Oxaschwânzsubb
einen Rostbraten mit Spätzle en Roschdbrôda midd Schbätzla
Leberklöße mit Kartoffelsalat Läberschbatza midd Kardofflsalaad
zwei Spiegeleier mit Spinat zwoi Oxaauga midd Schbinaad
einen Bückling den Biggling
dreimal Seezunge dreimôl d’Seezõng
Käsespätzle d’Käßschbätzla
das Eintopfgericht deß Aidobfgrichd
den Ochsenmaulsalat den Oxamaulsalaad
und einen gemischten Salat õnd ãn gemischda Salaad
eine Pfannkuchensuppe a Flädlesubb
eine Wurstsuppe a Metzelsubb

Was ist das denn: Shrimp-Cocktail? Wa isch nôh deeß: Schrimb-Koggdail?


Immer was Neues! Ällaweil äbbes Neiß!
Krebse und solches Zeug esse ich Gräbbs õnd soddichs Glõmb
aber nicht! äß i fai nedd!
Und ja keine Artischocken oder Õnd bloß koine Ardischogga oddr
­Avocados! Afokadoß!
Ich bin nicht sehr hungrig! I hãn koin rächda Hõnger!
Ich bin sehr hungrig! I hãn an Sauhõnger!
Und was wollen wir zum Trinken Õnd waß dre ngga-mr?
­nehmen?
Ein Fläschchen Rotwein! A Fläschle Rooda!
Ich nehme ein Glas ­Trollinger … A Virdale Drollinger …
… und für mein Töchterchen einen … õnd fir mai Gloine en
Grapefruitsaft! Grabbfruidsafd!

59
Schwäbischer Alltag  Beim Optiker

Nein, diese fünf stehen mir überhaupt Noi, wia’n-i mid denne fe mbf ­aussäh!
nicht! Schrecklich! ­Groußlich!
Diese hier drückt sehr auf meinen Di dô druggd me abbr arrg uff dr
­Nasenrücken! Nôôß!
Diese Fassung sieht gar nicht übel aus! Deß Gschdell dô wär nedd schlächd!
Ich setze sie mir nochmal auf! I setz se mr nõmôl uff!
Die nehme ich! Vielen Dank! Dia will i hãn! Õnd dãnggsche e !

In der Bank & auf der Post


Bank
An welchem Schalter kann man Geld An wellem Schaldr käh-mr Gäld
wechseln? ­wäxla?
Würden Sie mir bitte diesen Däädet-Se mr bidde den Schai dô
Geldschein wechseln? wäxla?
Wie viel bekomme ich für …? Wa griagd-mr fir …?
Unterschreiben Sie bitte hier! Õnderschreiba, dôhãnda!
Ich brauche einen Ein­zahlungsschein! I breichd ãn Aizahlõngsschoi!
Ich möchte 100 Euro auf mein I mechd hõnderd Euro uff mai
Sparbuch einzahlen! ­Schbarbiachle lega!
Diese Handschrift ist Deß käh jô koi Sau läßa!
ganz unleserlich!

Seitenblick
Der schwäbische Gruß
Das berühmte Zitat aus Goethes »Götz von Berlichingen« ist natürlich in
allen deutschen Landen verbreitet, aber – abgesehen von Bayern – fast
überall nur als Ausdruck der totalen Ablehnung.
Im Schwäbischen hingegen hat das Kraftwort mehrere feine Nuancen,
­besonders als Ausdruck
a) der Verblüffung oder großen Überraschung: »Lägg mi am Aarsch, wo
kommsch nôh her?«
b) heller Freude: »L. m. a. A., i hãn em Loddo gwonna!«
c) höchster Anerkennung: »L. m. a. A., deß war abber sauguad!«
d) tiefer Enttäuschung: »L. m. a. A., deß isch danäbagãnga!«
Ein Schwabe, der sich in einem bösen Dilemma befand, fragte einen guten
Freund um Rat, was er denn tun solle. Der meinte nur: »Nemm doch da
goldena Middlwäg – saag oifach: Lägg mi am Aarsch!«

108
In der Bank & auf der Post  Schwäbischer Alltag

Ich will einen Betrag von meinem I muaß äbbes võ maim Kõndo
­Konto abheben! ­raane mma!
In kleinen Scheinen bitte, und ein I hedd gärn gloine Schoi õnd äbbes
­wenig Kleingeld! Gloigäld!
Dieses Formular ist völlig ­ Ous dem Zäddl dô kommd jô
unverständlich! koi Sau drauß!
Das lasse ich mir nicht ­gefallen. Deß laß’ i mir nedd gfalla.
Ich werde mich über Sie ­ I wärd mi ieber Sia beschwära!
beschweren!
Wo ist das Büro des Filial­leiters? Wo isch ãm Direggder sai Bíro?
He, das ist mein Kugel­schreiber, Hanó, deß Schreiberle
klar? gheerd fai mir!
Samstags haben die Banken Gell, sãmschdichs he nd
­geschlossen, nicht wahr? d’Bãngga zua?
Dann muss ich eben den Nôh muaß-e’ß hald ous am
­Geld­automaten benutzen! ­Audomada ­rauslassa!

Post
Wo ist das nächste Postamt? Wo isch d’näggschd Boschd?
Zuerst brauche ich 50 Fünfund- Zeersch gäbbet-Se mr fuffzich
vierziger-Marken! ­fenfavirzger-Briafmarga!
Dann noch einige Paket­karten! Nô breichd-i nõh a baar
­Pageddkärdla!
Dieses Päckchen möchte ich ­ Deß Päggle mechd-e uffgäba!
abschicken!
Haben Sie auch Sonder­marken? He nd-Se au nôh Sondrmarga?
Und da wäre noch eine Drucksache! Õnd dô hedd-e nõh a Druggsach!
Wie hoch ist das Porto für eine Wa muaß-mr uff a Boschdkärdle nôch
­Postkarte nach ­Österreich? Eschdreich bäbba?
Eine Telefonkarte, bitte! A Telefõhkard, bidde!
Ein Ferngespräch nach ­Tübingen I mechd a Färngschbräch nôch
­bitte! Die Nummer hab’ ich nicht Diebe nga ãhmelda! D’Nõmmer woiß
mehr  im Kopf! i ne mme!
Der Amtsfernsprecher ist ­kaputt! ’S Télefõh e m Amd isch he e ! Nôh
Dann gehe ich eben zu einer Telefon­ gãng-i hald e n a Télefõhheißle e n dr
zelle auf der Straße! Schdrôß!
109
Richtig! Arbeiten Sie auch? Schde mmd! Schaffed Sia
au äbbes?
Aha, Pädagogik haben Sie studiert? A-wá, Lährere he nt-Se
schdudierd?
Aber keine Aussicht auf eine Abber koi Schdell, ojée!
­Anstellung!
Nun, im Haushalt gibt es schließlich Ha, em Houßhald gibt’s Gschäfd
auch jede Menge zu tun, nicht wahr? graad gnuag, gell?
Kochen, Waschen, Bügeln, Flicken, Kocha, Wäscha, Biegla, Fligga,
­Putzen … Butza …
Apropos Putzen – in Stuttgart wurde Weggam Butza – z’Schduegerd
ja die Kehrwoche abgeschafft, aber he nt-se jô d’Kehrwoch abgschaffd,
wir hier halten noch daran fest! abbr mir se nd e mmer nõ drfir!
Hauptsache, es ist sauber! Haubdsach souber!
Die Fenster reinigen wir wöchentlich D’Fe nschdr butzad-mr äll Woch amôl,
einmal, freitags, besonders die zur freidichs, bsõnders zur Schdrôôß
­Straße hinaus! nauß!
Ansonsten dreht es sich eben ums Sõnsch gôht’s hald õms Drebbahaus,
­Treppenhaus und die Holztreppe zum õm d’Schdiag zur Be ãhne nuff,
Dachboden, die Kellerstufen, das d’Källerschdäffala, õm da Suddräh
­Kellergeschoss und die Garage! (= Souterrain) õnd d’Garaasch!
Jede zweite Woche sind also Sie Alzo, äll ãnder Woch se nt Sie drôh!
an der Reihe!
Der Gehsteig muss auch ­gefegt ’S Droddwaar mueß au kheerd ­werda,
werden, und der Rinnstein! au d’Kãndl!
Ach so, Sie nehmen dann eine Ah-só, Sie wellad dô drzua
­Reinemachefrau? a Butzfrau ne mma?
Außer einem Abfallbehälter brauchen Außerem Kudderoimer brauchet-Se
Sie auch noch Müllmarken! au nõh ­Millmärgla!
Die Tapete für den Flur ­können Sie Die Dabéed em Ẽãrn ke nnat-Se sich
sich selbst aus­suchen! sälbr ­raussuacha!

Seitenblick
Alte Spruchweisheiten
A Õnggl, wo Sach hôdd, isch besser alz a Dãnde, wo Glafier schbield!
(Ein Onkel, der Sachwerte besitzt, ist besser als eine Tante, die Klavier
spielt!)
A Geizhals õnd a fädde Sau sénd ersch nôch-em Dood äbbes wärd!
(Ein Geizhals und ein fettes Schwein sind erst nach dem Tod etwas nütze!)

112
Antrittsbesuch der neuen Mieter  Schwäbischer Alltag

Auf der Veranda dürfen Sie aber Uff-dr Werãnda dirfat-Se aaber koi
­keine Wäsche ­aufhängen! Wesch ­uffhe nga!
Wie? Einen Hund haben Sie? Ha-jétz! En Hõnd he nt-Se au nõh?
Naja, so ein kleiner ­Dackel geht Hanó, so a Daggele isch jô nedd
ja noch! schle mm!
Aber Kinder haben Sie keine, Abber Ke nder he nt-Se koine, gell?
nicht wahr?
Nanu, Sie wünschen sich eins? Ja-wáaß, Sie welled oiß?
Auch noch gleich zwei? Gar ­Schdigger zwoi?
~
Aber eins merken Sie sich: Abbr oiß sag-i Eãhne glei:
­Untervermietet wird nicht! ­Õndermiedr gibt’s fai nedd!
So steht’s ja auch im ­Mietvertrag! Schdôhd jô au so em
Mietvrdraag!
Wenn uns mal etwas missfallen sollte, Õnd wann õnz amôl waß nedd baßd,
werden wir uns schon melden! saga-mr’s schõ!
Wie, was? Sie verstehen mich Wá-isch? Sie vrschdãnded-me nedd
schlecht? rächd?

113
B bleich bloich
Baby Bäbi blind ble nd
Babyfläschchen Bäbifläschle Blockschokolade Bloggschogglad
Bad Baad 50 blöd bleed
Badeanzug Badãhzug 20, 80 Blumen(laden) Blõãma(laada) 21
Badehose  Badhõõß  20, 80, 81 Bluse  Bluß, Blihßle  18, 35, 72
Bäckerei Beggerei 18 Blut Bluad 51
Bahnhof Bããhoof 41, 50 Bockwurst Boggwurschd
Bahnsteig Bãhschdoig 41 Boden Booda
Bank Bãngg 108 böse beeß
Bargeld Baargäld Boot Bood(le)
Batterie  Badderie  7, 21, 43, 45 Boutique Budigg
Baumwolle Baumwoll braten brôôda
Bedienung Bedienõng 37, 64 Brathähnchen  (brôôdas) Geggale
beide  boide, baide Brauchtum Brauchdõm
Bein(e)  Fuaß, pl Fiaß  71, 105 breit broid
Beleuchtung Beleichdõng Bremse Bremß 43
Berg  Bärgg, Buggl  23, 78 brennen brenna
bergauf  (dã Bärgg) nuff Brezel  Brätzl  12, 61, 66, 111
Beschwerde Beschwärd(e) 106 Brief(kasten) Briaf(kaschda) 25
Besichtigung Bsichdigõng 74 Briefmarke Briafmarg 25, 109
Besitzer Bsitzr Brieftasche Briafdasch
besonders bsõndrß Brille Brill 107
besorgen bsorga Brötchen  Breedle, pl Breedla;
Besteck Bschdegg 10 Weggle, pl Weggla  12, 69
bestellen bschdella Brosche Brosch
bestimmt bschde mmd Brotzeit Väschbr 9
bestreiten beschdreida Bruder Bruedr
Bestseller Beschdsällar Brücke  Brigg  75, 79, 107
beten bäda Brunnen Brõnna 75
Betrag Bedraag Buch(handlung) Buach(laada) 
Betriebsstörung  Bedriebs­schdeerõng 18, 70
Betrug Bedruug Bucht Buchd
betrunken bsoffa Bürgermeister Birgermoischdr,
Bett Bedd 50 Schultes  61, 102
Bettdecke Beddegge Büro Biro
BH Bee-haa 70 Burg Burrg
Biergarten Biergarda Bus(bahnhof) Buss(bãhhof) 
Bierzelt Bierzäld 6, 41
Bildungslücke Bildôngsligge Butter  (der) Buddr  12, 66
billig billich 32
Birke Birrg C
bis biß Café Kaffe 24, 59
bis dann  biß bald Campingplatz Ke mbingblatz  10, 53
bisschen, ein  bißle, a Computer Kõmbjudr
bitte  bidde, biddsche e Cousin(e)  Kussäh (Kusiene), Veddr
Blechschaden Blächschada (Bääßle)  57, 100
116
Deutsch – Schwäbisch Reisewörterbuch

D Dusche Dusche 8
da dôh duschen duscha
dafür drfihr Düsenflugzeug Diesafluagzeig
dagegen drgeega
daheim drhoim(da) E
damals dômôlz Ebene Eebane
Damen Dããmã 26 echt ächd
danach he ndrhäär Ecke Egg
danke(schön)  dãngge (dãnggsche e ) Edelstein Edlschdoi
dann nôh Ehefrau Frau
dasselbe  ’s gleiche Ehemann Mãh
Datum Daadom 38 Ehepaar Ehebaar
Decke Degg(e) Ehrenbürger Ährabirgr
defekt  defäggd, he e Eichhörnchen Aichhe rrnle
Delikatesse Dellikadeß eigenhändig õigahe ndich
deshalb drom Eimer Oimer 53
deutsch deidsch Eingang Aigãng
Deutschland Deidschlãnd einige  a baar
dick digg einkaufen aikaufa 68
Diebstahl Diebschdahl 27 Einkaufszentrum Aikaufsze ndrõmm
Dienstag De nnschdich, Dinsch- einladen ailada
daag 39 einmal oimôl
Dienstbote De nschbodd einparken aiparga
diese(r, -s)  selle(r, sell), däär, deß einsam ainßamm
Ding De ng Eintritt(skarte) Aidridd(zkard) 65
Direktor Direggder einverstanden aiferschdãnda
Diskothek Disko 25, 89 Einwohner Aiwõhner
Donnerstag Dõnnerschdaag, Eisenbahn Eißabãh
Dôôrschdich 39 Elektrohandlung Eleggdrogschäfd
doof bleed Eltern Eldern
Doppelleben Dobbllääba E-Mail (des) Mäil 25
doppelt dobbld empfehlen  e mbfähla
Dorf Derfle Endstation  Ẽndschadziõh
dort  dô drõmma, dôhãnda Enkelkind Enggale
Dosenöffner Dosaeffner Entschuldigung Endschuldigõng 34
Drachenflieger Drachafliegr entwickeln  e ndwiggla
Draht Drôôd Erbse Ärbs
draußen  droußa, drussa Erde Ärrde
Drecknest Dräggnäschd Erdgeschoss Ärrdgschoß
dringend õhbede ngd erfrieren vrfriera
drinnen dre nna Ergebnis Ärgäbniß
Drogerie Droggerie erkälten vrkellda
drücken drigga erschöpft ärschebfd
dünn dinn Erwachsener Ärwaxenr
dumm dõmm Erzählung Gschichd
dunkel dõnggl Essen Ässa 59
Durst Durschd etwas äbbes
117
Sprachführer

Schön, verstanden zu werden


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