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Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 k a P s i · l a a

Südasien-Tag

an der Universität Hamburg

24.11.2007

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Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 Vorstellung
Südasien-Tag
an der Universität Hamburg
24.11.2007
Vorstellung

In diesem Jahr findet der Südasien-Tag an der Universität Hamburg bereits zum fünften Mal statt. Mittlerweile zur festen Institution geworden, bietet er der Hamburger Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über die Perspektiven Südasiens und die für Deutschland und Europa wachsende Bedeutung dieser sich außerordentlich dynamisch entwickelnden Region zu informieren.

Das Jahr 2007 bietet mit dem 60-jährigen Jubiläum der Unab- hängigkeit Indiens und der Gründung Pakistans einen besonderen Anlass, einmal mehr das Augenmerk auf die Region Südasien zu richten.

Nachdem der letztjährige Südasien-Tag mit dem Schwerpunkt „South Asian Association for Regional Cooperation (SAARC)“ in einer Podiumsdiskussion insbesondere die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit im Rahmen einer multilateralen Organisation thematisierte, wird sich die diesjährige Veranstaltung mit dem sehr aktuellen Themenkomplex „Umwelt und Energie“ beschäftigen. Damit wird eine Problematik angesprochen, die in engem Zusammenhang mit der sich rasant entwickelnden Wirtschaft und Industrie der südasiatischen Staaten steht.

Das Nachmittagsprogramm zum Thema Sprachen Südasiens im Spannungsfeld zwischen Kultur und Politik umfasst Gespräche, Vorträge und weitere verschiedenartige Präsentationen über die Sprachsituation und Sprachkultur in sieben Ländern Südasiens.

International renommierte Wissenschaftler, Politiker, Journalisten und Künstler werden als Teilnehmer und Gäste Beiträge zum 5. Südasien- Tag leisten. Der ersten Podiumsdiskussion Konflikt: Umwelt- erfordernisse und Energiebedarf in Südasien geht eine Stellung- nahme der diplomatischen Vertreter der sieben Länder voraus. Als Referenten konnten wir u.a. Prof. Dr. Kreutzmann (Institut für Geographische Wissenschaften, FU Berlin) und Herrn Prof. Dr. Nüsser (Südasien-Institut, Heidelberg) gewinnen.

Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 Programmablauf
Südasien-Tag
an der Universität Hamburg
24.11.2007
Programmablauf

Vormittag

10:00 Uhr Raum 221

Eröffnung und Begrüßung

10:30 Uhr Raum 221

Erklärungen der diplomatischen Vertreter der südasiatischen Staaten zum Thema:

Energie und Umwelt in Südasien

11:30 Uhr Raum 221

Podiumsdiskussion Konflikt: Umwelterfordernisse und Energiebedarf in Südasien

Moderation:

Dr. Hans-Georg Wieck (Botschafter a. D., Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V.)

Teilnehmer:

Prof. Dr. Hermann Kreutzmann (Zentrum für Entwicklungsländerforschung, Institut für Geographische Wissenschaften, FU Berlin)

Prof. Dr. Marcus Nüsser (Südasien-Institut, Universität Heidelberg)

 

u.a.

13:30

Uhr

Mittagspause -

Kulinarisches aus Südasien

10:00

bis

Ausstellungen,

Büchertische, Informationsstände,

17:00

Uhr

Parallelprogramme

Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 Programmablauf
Südasien-Tag
an der Universität Hamburg
24.11.2007
Programmablauf

Nachmittag

15:00 Uhr Raum 221

Sprachen Südasiens im Spannungsfeld zwischen Kultur und Politik

Moderation:

 

Dr. Heinz Werner Weßler (Universität Bonn)

Teilnehmer:

 

Dr. Sonja Gippert-Fritz (Universität Frankfurt am Main)

Dr. John Peterson

(Universität Osnabrück)

Kurzvorträge:

Prof. Dr. Harunaga Isaacson, Universität Hamburg Dr. Dehqan Zehma (Afghanistan) Dr. Dorji Wangchuk (Bhutan) Dr. Ram Prasad Bhatt (India) Dr. Arjun Acharya (Nepal)

u.

a.

18:00 Uhr

Abendessen - Kulinarisches aus Südasien

19:00 Uhr Foyer

Kulturprogramm Musik, Tanz und Gesang aus Südasien

Baultanz und lkslieder aus Bangladesch: (Berlin)

Wahid Aman Khokon und Chowdhury Pitu

Vo

Musik aus Afghanistan:

Tempeltanz aus Sri Lanka: Tanzgruppe der Schule für

Theatertanz und Tanzpädagogik Erika Klütz (Hamburg) Klassische Musik und Lieder Indiens und Pakistans:

Ensemble Anubhav (Köln)

Volkstanz aus Nepal:

Sadozai

und Gruppe (Hamburg)

Mamata und Manisha Gautam

, Rina und Roshani

Chautari Samaj

Nepali, European Himalaya Association (Münster)

(Recklinghausen);

Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 Podiumsdiskussion
Südasien-Tag
an der Universität Hamburg
24.11.2007
Podiumsdiskussion

Konflikt: Umwelterfordernisse und Energiebedarf in Südasien

1. Die Belastung von Natur und Umwelt durch das Wachstum von

Bevölkerung, Wirtschaft und Armut

Die Bevölkerung in Süd- asien ist seit 1950 von weni- ger als 500 Millionen Men- schen auf mehr als 1,5 Mrd. angewachsen. Nach Jahr- zehnten der relativen Stag- nation beschleunigt sich in Südasien in eindrucksvoller Weise das wirtschaftliche Wachstum mit Zuwachs- raten zwischen sechs und zehn Prozent jährlich. Inner- halb der nächsten zwanzig Jahre steigt beispielsweise der Energiebedarf Indiens um das Vierfache. Können Natur und Umwelt die mit dieser Entwicklung einher-

gehenden dramatisch stei- genden Belastungen verkraften oder steuern wir auch in Südasien auf eine ökologische Katastrophe zu?

wir auch in Südasien auf eine ökologische Katastrophe zu? Teilnehmer der Podiumsdiskussion am 4. SAT:

Teilnehmer der Podiumsdiskussion am 4. SAT:

Die Zukunft Südasiens - Welche Rolle spielt die SAARC?

(v.l.n.r.: Dr. Dr. habil. Chr. Wagner (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin), Chr. Ruck (MdB), Dr. H.-G. Wieck (Bot- schafter a.D., Vorsitzender DIG), Dr. W.-P. Zingel (Uni Hei- delberg), Dr. J. Quigley (Editor EurAsia Bulletin, European

Institute for AsianStudies, Brüssel)

Wer kann jedoch aus ökologischen Gründen dem Wohlstand in Asien eine Absage erteilen, aber im gleichen Atemzug in der „alten, der postin- dustriellen Welt“ den individuellen Wohlstand und die Steigerung der industriellen Produktivität als selbstverständlich verteidigen und einfach fortentwickeln?

Die erschreckende Zunahme der Belastung der Umwelt ergibt sich in Südasien nicht nur aus der Zunahme des CO2-Ausstoßes (Stickstoff) von Industrie und Verkehr, sondern auch als Folge des Wachstums der Bevölkerung selbst, der Zunahme des individuell erwirtschafteten Wohl- stands, aber auch infolge der zwar prozentual abnehmenden, aber quantitativ doch zunehmenden Armut. In den Megastädten drohen

Epidemien wegen unzureichenderAbwasser- undAbfallbeseitigung. Die bestehenden Klimazonen werden mit weitreichenden Folgen für die Bevölkerung vorhersehbaren Veränderungen ausgesetzt werden (Trockenheit, Erosion, Überschwemmungen, Migrationen aus den gefährdeten Zonen, Kampf um Ressourcen).

2. Umweltverträgliche Strategien zum Klimaschutz und zur Sicherung des Energiebedarfs

Kann die Menschheit den sich abzeichnenden und zum Teil schon einge- tretenen Veränderungen wirksam begegnen - zum Beispiel durch die Um- setzung der 1992 auf der Klima-Gipfelkonferenz in Rio de Janeiro verein- barten Programme? Gibt es neue Strategien zur Bewältigung dieser kardinalen Frage der Menschheit?

(1) Die

ten der SAARC) werden über die Politik und die Programme ihrer Regie -

rungen berichten, mit denen das starke Wachstum gesichert, Umwelt - schäden vermieden und auf regionaler und internationaler Ebene im Wege regionaler und globaler Zusammenarbeit den vom Menschen für das Klima ausgehenden Gefahren begegnet werden soll, um Sicherheit für das Leben und die Bewirtschaftung des Raumes zu gewinnen. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von der Strategie der „Human Security“

wird nach einer

Aussprache über die heutige Lage und die Perspektiven für die Zukunft

(2) Das mit

-

offiziellen Vertreter der südasiatischen Staaten

(Mitgliedstaa

Sachverständigen besetzte Podium

nationale und internationale Problemlösungen in Theorie und Praxis diskutieren .

Es ist zwar unbestritten, dass die uns bedrängenden Umweltfragen für das Überleben der Menschheit in dramatischer Weise an Bedeutung gewonnen haben. Aber die Bewusstseinslage der Menschen und die politischen Entscheidungen der Regierungen werden in der Wirklichkeit von heute weiterhin stärker von den Bemühungen um die Entfaltung des Lebensstandards, des kontinuierlichen Wirtschaftswachstums und vom täglichen Kampf um das nackte Überleben in den regionalen Armuts- zonen und Armutsschichten der Bevölkerung geprägt als von den Erfor- dernissen einer grundsätzlich neuen, schon kurzfristig unvermeidbar wer- denden Klimapolitik, um lokale, regionale und globale Katastrophen zu verhindern.

Wie ist „die“ Katastrophe zu vermeiden? Was lehrt uns die Entwicklung in Südasien?

Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 Im Focus
Südasien-Tag
an der Universität Hamburg
24.11.2007
Im Focus

Sprachen Südasiens im Spannungsfeld zwischen Kultur und Politik

Jedes Wort, das er (der Mensch) redet, wandelt die Welt. (Wörterbuch des Unmenschen)

In diesem Forum wird darüber diskutiert, inwieweit die Sprachen Süd- asiens die Welt tatsächlich wandeln bzw. potentiell wandeln können. Zu den wichtigsten Fragen gehören:

- Welche sozialen und kulturellen Rollen spielen die Sprachen der Länder Südasiens?

- In welchem Verhältnis stehen sie zueinander: Welche Sprachen sind machtvoll und welche weniger?

- Wie werden sich die Sprachen zukünftig entwickeln?

Die sprachliche Vielfalt in Südasien ist heute nach wie vor beachtlich, obgleich sie stetig abnimmt. Den allgemeinen Statistiken zufolge sind in Südasien ca. 600 Sprachen beheimatet. Sprachen, die dank ihrer Zugehörigkeit zu politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentren machtvoll sind, „unterdrücken“ jene Sprachen, die lediglich die regionalen Kulturen bedienen. Selbstverständlich sind Sprachverhältnisse eine Folge von sozial-politischen Verhältnissen. Diese Folgen können jedoch nicht genau vorhergesagt werden. Rückwirkungen der Sprachsituation auf die Gesellschaft sind noch schwieriger zu pro- gnostizieren. Die Spitzenränge der „Sprachen-Machtpyramide“ gehören den überregionalen Amtssprachen: Dari und Paschto in Afghanistan; Bengali in Bangladesch; Bhutanesisch (Dzongkha) in Bhutan; Hindi und Englisch in Indien; Maldivisch auf den Malediven; Nepali in Nepal; Urdu und Englisch in Pakistan; Singhalesisch, Tamil und Englisch auf Sri Lanka. Je angesehener eine Sprache ist, desto nachteiliger wirkt sich dies auf untergeordnete Sprachen aus, die an die Peripherie der sozialen Kom- munikation verdrängt, oft nicht überleben können. Globalisierungspro- zesse und die IT sind dominante zerstörerische Faktoren. Paradoxer- weise werden heute die Kleinsprachen in ihrem Kampf gegen die stärkeren Gegner durch selbige Faktoren gestärkt. Viele komplexe soziolinguistische Entwicklungen lassen im Jahr 2007, dem Jahr der Sprachen, eine fundierte Diskussion über die Gegenwart und Zukunft der Sprachen Südasiens als erforderlich erscheinen, zumal 1,7 Mrd. Menschen diesem Erdteil zugehören.

Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 Kulturprogramm
Südasien-Tag
an der Universität Hamburg
24.11.2007
Kulturprogramm
an der Universität Hamburg 24.11.2007 Kulturprogramm Akash Sultan (4. SAT) Shalaka Valiavila (4.

Akash Sultan (4. SAT)

Shalaka Valiavila (4. SAT)

Internationale und Ham- burger Künstler lassen den Südasien-Tag mit farben- frohen Tanzaufführungen und stimmung s vollen Musikdarbietungen aus den klassischen Traditio- nen und der Folklore der südasiatischen Länder in der festlichen Atmosphäre des Asien-Afrika-Instituts ausklingen.

nen und der Folklore der südasiatischen Länder in der festlichen Atmosphäre des Asien-Afrika-Instituts ausklingen.
Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 Informationsstände
Südasien-Tag
an der Universität Hamburg
24.11.2007
Informationsstände

Die Vorträge und Diskussionen des Haupt- und Nachmittagspro- gramms sind ganztägig von Ausstellungen begleitet. Büchertische und Stände der asiatischen Länder sowie verschiedener Organi- sationen und Firmen bieten interessierten Teilnehmern reichhaltiges Informationsmaterial.

Teilnehmern reichhaltiges Informationsmaterial. Länderstand Bangladesch (4. SAT) Kulinarisches In

Länderstand Bangladesch (4. SAT)

Kulinarisches

In den Essenspausen am Mittag und am Abend werden Spezialitäten der ve rschiedenen Küchen Südasiens serviert. Kleine Erfrischungen, Tee und Kaffee sind ganztägig erhältlich.

der ve rschiedenen Küchen Südasiens serviert. Kleine Erfrischungen, Tee und Kaffee sind ganztägig erhältlich.
Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 Veranstaltungsort
Südasien-Tag
an der Universität Hamburg
24.11.2007
Veranstaltungsort

Das zentral gelegene Gebäude des Asien-Afrika Instituts der Universität Hamburg, direkt am Bahnhof Hamburg- Dammtor, ist mit allen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen. Es bietet moderne Vorlesungsräume für Vorträge und Diskussionsveranstaltungen in einem repräsentativen Rahmen. Zugleich ist für die südasiatischen Länder ausreichend Raum vorhanden, um sich in einer ansprechenden Atmosphäre zu präsentieren. Das großzügige Foyer ist Begegnungs- stätte, Ausstellungsraum und Ort des abendlichen Kulturprogramms gleicher- maßen.

und Ort des abendlichen Kulturprogramms gleicher- maßen. Almuth Jayaveera & Gruppe (3. SAT)
und Ort des abendlichen Kulturprogramms gleicher- maßen. Almuth Jayaveera & Gruppe (3. SAT)

Almuth Jayaveera & Gruppe (3. SAT)

Adresse:

Universität Hamburg Asien-Afrika-Institut

Edmund-Siemers-

Allee 1

Flügelbau Ost

20146 Hamburg

Südasien-Tag an der Universität Hamburg 24.11.2007 Veranstalter
Südasien-Tag
an der Universität Hamburg
24.11.2007
Veranstalter

Der 5. Südasien-Tag wird organisiert von:

Abteilung für Kultur und Geschichte Indiens und Tibets Asien-Afrika-Institut, Universität Hamburg

in Zusammenarbeit mit:

Bangladeschi-Deutsche Gesellschaft e.V.

Mitveranstalter:

Afghanische Gemeinschaft Deutsche Bhutan Himalaya Gesellschaft e.V. Deutsch-Indische Gesellschaft e.V. Chance for Life in Nepal e.V. Pakistanische Gemeinschaft Gemeinde Sri Lankas in Hamburg

Impressum

Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut Abteilung für Kultur und Geschichte Indiens und Tibets

Edmund-Siemers-Allee 1 Hauptgebäude D-20146 Hamburg

Tel.: 040 / 42838-3385 Fax: 040 / 42838-6944 Email: indologie@uni-hamburg.de

Webseite: http://www.suedasien-tag.uni-hamburg.de

Fotos (4. SAT): Yasmin Alvi Fotos (3. SAT), Gestaltung: Till Bornemann