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Bündnis Bio Fachschaften (BBF) Liste 2

Programm zur Wahl des FACHBEREICHSRAT BIOLOGIE 2019

„Der Biologie kommt heute in unserer Gesellschaft eine Schlüsselrolle zu: Die Sicherung der Welt-
ernährung und die Bekämpfung von Krankheiten erfordern gleichermaßen fundierte biologische
Kenntnisse wie auch die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Biodiversität.“
(Leitbild der Biologie an der UHH)

„Jedes Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.“


(Jean Ziegler, ehem. UN-Sonderberichtserstatter für das Recht auf Nahrung)

Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der UN, die erklärten Nachhaltigkeitsziele (fast)
aller Länder der Erde, rufen auf was die drängenden Themen unserer Zeit sind:
Für ein Leben in Gleichheit, Freiheit und Solidarität ohne Sorgen um Gesundheit, Nahrung oder
Wohnen müssen Armut und Hunger, Klimakatastrophen und Kriege gestoppt werden. Zudem
bedürfen Bildung, Medizinwesen, Energie, nachhaltige Landwirtschaft und mehr sehr und dringend,
dass sich die Weltgemeinschaft dafür einsetzt diese zum Wohl aller Menschen zu wenden.
Bei uns an der Uni zeigt sich diese Systemkrise u.a. durch drastische Unterfinanzierung, Bachelor/
Master als Turboausbildung für den Arbeitsmarkt, Konkurrenz in der Exzellenz und Demokratie-
verlust durch Anpassung. Um dies zu ändern bedarf es der Aufklärung, Verständnis für die
untrennbaren Zusammenhänge von sozialer, ökologischer und Friedensfrage und konsequentes
Eingreifen von uns. Denn diese Probleme basieren auf einer sozialen Ungleichheit, hergestellt
durch eine eskalierende Profitanhäufung einzelner Personen, die auch durch uns Menschen wieder
geändert werden können.
Internationale Diskussionen um ein Grundrecht auf Wohnen oder die
Demonstrationen der Fridays for Future zeigen, dass viele sich mit den aktuellen
Gegebenheiten nicht abzufinden bereit sind und im Gegensatz für ein besseres
Leben für Alle streiten.
Weltweit kommt den Wissenschaftler*innen und damit insbesondere den Uni-
versitäten dafür eine besondere Verantwortung zu. Ob in der Ausbildung
mündiger Menschen, der notwendigen gesellschaftlichen Aufklärung oder der
wissenschaftlichen Suche nach Lösungen und Umsetzungsmöglichkeiten für
oben genannte Aufgaben - wir alle als Mitglieder der Universität sind
herausgefordert uns einzubringen.

Bildung - Studienreform - Demokratie


In diesem Sinne wirken wir interdisziplinär und in kooperativer Zusammenarbeit wider Konkurrenz,
Exzellenzhudelei und Verwertungsorientierung. Auf Basis offener Diskussionen entwickeln wir Ideen
und Aktionen. Mit Flugblättern, Aushängen und Go-In´s schaffen wir Aufklärung und fordern zum
gemeinsamen Engagement auf. Mit Anträgen wirken wir demokratisch u.a. für die Erweiterung
studentischen Mitwirkens.
• Ein Studium Generale soll allen Studierenden ermöglichen, sich ergänzend
und erweiternd verschiedene gesellschaftliche Perspektiven anzueignen.
• Wir setzen uns für einen Ausschuß für Lehre und Studium (ALSt) auch auf
Fachbereichsebene ein für eine inhaltlich, konzeptionelle Studienreform zur
Entfaltung statt unternehmerischer Qualitätszirkel.
• Der Master muss zum Regelabschluss werden.
• Wir sind für eine Reduzierung von Prüfungen, ihre unbegrenzte Wiederhol-
barkeit („Bielefelder Modell“) und arbeiten perspektivisch für ein Studium ohne
Prüfungen und Noten.
• Der Mittwoch soll wieder als verbindlicher Gremientag in der Fakultät eingeführt werden, damit
allen ermöglicht wird sich beteiligen zu können.

Soziales - Kultur - Antifaschismus


Das universitäre Erbe kolonialer und faschistischer Ausbeutung von Mensch und Natur erfordert
die kritische Auseinandersetzung auch der Historie unseres Fachbereichs und seiner Bauten.

• Der Kosswig-Saal bedarf einer Umbenennung, da aktuelle Recherchen zeigen, dass Curt
Kosswig zeitlebens die inhumane Ideologie der Rassentheorie beim Menschen mit weiterent-
wickelt und vertreten hat.
• Hingegen wollen wir als Würdigung von Inhalt und der fortwährend positiven Bedeutung des
politischen Wirkens über Martin Luther King verstärkt informieren.
Frieden
Die Klimakatatrosphe verschärft die globale, soziale Ungleichheit und führt vermehrt zu
gewalttätigen Auseinandersetzungen, Landfluchten und Kriegen. Als Zivilgesellschaft sind wir in der
Verantwortung klar und entschieden dagegen zu wirken.
• Durch Anregung und Mitwirkung bei der Ausrichtung der anstehenden
Neupositionierung der Leitung des ZNF (C.F. von Weizsäcker-Zentrum für
Naturwissenschaft und Friedensforschung) hin auf ein interdiszplinäres,
kooperatives Forschen, Lehren und Bilden statt eines „meins, meins, meins“. Wir
meinen: nur so kann Friedensforschung und - bildung hin zu einer gewaltfreien
Welt wirklich erfolgreich sein. Dies wollen wir weiter verfolgen und mit
Öffentlichkeitsarbeit begleiten.

Ausfinanzierung
Die bereits jahrelang währende Unterfinanzierung der Universität lässt sich in ihren Auswirkungen
längst nicht mehr verbergen. Das Studierendenwerk muss für alle seine Aufgaben vollumfänglich
ausgestattet werden, so dass unter Anderem auch an allen(!) Standorten eine bedarfsgerechte
Essensversorgung gewährleistet werden kann. Sanierungsstaus an maroden Bauten, auch in der
Biologie, zu große Seminargrößen, prekäre Beschäftigungen der Mitarbeiter oder das Sparen an
Gebrauchsmittel in Laboren, die zu unwissenschaftlichen Ergebnissen führen, sind nur einige
weitere Beispiele aus dem Alltag an der Uni.
Wir treten dafür ein, dass nicht nur die vielen Symptome behoben werden, sondern insbesondere
die Ursachen erkannt und überwunden werden. Deshalb unterstützen wir die Kampagne
„International Solidarisch - Schluss mit Austerität!“ wider die Schuldenbremse und den
Volksentscheid „Schuldenbremse Streichen“ (schluss-mit-austeritaet.de).
Der Erhalt der Holzwirtschaft zeigt, dass Opposition wirkt!

So zeigt sich:
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Produktiver Austausch - im
Fachbereich wie gesamtuniversitär - benötigt und befördert interdisziplinäre
Kooperation, offenen wissenschaftlichen Streit, ziviles, gesellschaftlich
verantwortliches Eingreifen aller Universitätsmitglieder und dafür zuträgliche
Bedingungen. Deshalb streiten wir auch im Fachbereich für eine internationale,
sozial offene Universität und für eine ihrer öffentlichen Aufgaben zuträglichen
Finanzierung. Eine lebendige, gesellschaftlich eingreifende Universität als
Republik schaffen all‘ ihre Mitglieder, die hinterfragen, arbeiten, kämpfen,
forschen, sich organisieren und ihre Interessen, und damit auch Stadt- und Weltpolitik, in ihren
universitären Gremien diskutieren und mitbestimmen!

Informiert euch! Diskutiert! Wählt! Engagiert euch!

Kandidierende 2019
Liste 2: "Bündnis Bio Fachschaften"- gebundene Liste

Platz Hauptvertretung Stellvertretung


1 Mader, Victoria (FSR HoWi, MIN-FAR, FBR, BAE!) Reisch, Christoph (FSR HoWi, FBR, Institutsrat)
2 Zeimet, Timo (FSR Bio, CampusGrün) Chaluppa, Despina (FSR Bio, FBR,ISSMA,BAE!)
3 Timm, Christoph (FSR Biologie) Kaiser, Lisa-Renata (FSR Biologie)
4 Leuffert, Frederic (FSR Bio, LAGYM) Konnow, Anselm (Biologie, BAE!)
5 Gross, Max (FSR HoWi, Treeclimber) Joma da Silva, Emilin (HoWi,International, BAE!)
6 Tete, Prince (FSR Biologie) Schmidt, Goran (HoWi, ver.di, Die LINKE)

Eine Dokumentation unseres bisherigen Wirkens und mehr auf der Website des BBF unter:

www.bbf-uhh.weebly.com

V.i.S.d.P.: Victoria Mader, c/o FSR Biologie, Martin-Luther-King-Platz 2, 20146 Hamburg / Mail: bbf-uhh@web.de