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Klaus Köhler

Jahre
mit
Paukenschlägen

ISBN 978-3-00-025049-1

ISBN-3-00
9 783000 250491
Die Deutsche Bibliothek CIP Einheitsaufnahme
Ein Titeldatensatz für diese Publikation ist bei der Deutschen Bibliothek erhältlich.
ISBN 978-3-00-025049-1

© Klaus Köhler: Jahre mit Paukenschlägen


Eigenverlag, Dresden 2008
Editoren: Ulla Köhler, Ulrike & Dirk Proske
1. Auflage
Alle Rechte vorbehalten

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Klaus Köhler

Jahre mit Paukenschlägen


„Grüße von Haus zu Haus“ 2003

Der Vater zählt nun 70 Lenze,


ich denk das war’s noch nicht in Gänze.
Ich möcht’ euch danken fürs Erdachte
und ja so wundervoll Vollbrachte,
ich hätte es wohl nie geschafft
hier fehlte mir die Geisteskraft.
Ich nehme gern dies Buch zur Hand,
so sah ich einst mein Vaterland.
Es ist ein Stück gelebtes Leben,
in Versform zu Papier gegeben,
von Freunden, Reisen und Bekannten
der Klinik und auch Anverwandten,
auch was man dachte und empfand
und wie man sich auch selber fand.
Ich nehm es ab und an zur Hand
beim Lesen Manches neu erwacht
woran man lange nicht gedacht,
und was man selber nicht bedacht
Ihr habt das wunderbar gemacht.
Vorwort

Das vorangestellte Gedicht war ein Dank des Autors nach Veröffentlichung seines ersten Gedichtban-
des im Jahre 2003. Das nächste Fest ist nun herangerückt und damit sollte auch ein neuer Band auf
dem Gabentisch liegen. Wie auch beim ersten Buch hat nur eine Auswahl des reichen Schaffens Auf-
nahme in die vorliegende Sammlung gefunden. Die Auswahl, diesmal von Autor selbst getroffen, fiel
schwer, denn jedes Gedicht ist ein Stück gelebtes Leben, ein Stück seiner Sicht auf die Welt. So finden
sich in diesem Buch auch einige ältere Gedichte, die den Werdegang der Kinder oder einige denkwür-
dige Tagungen und Kongresse reflektieren.

In den letzten Jahren ist aber weiter viel geschehen. Viele Freunde und Mitstreiter haben runde Jubel-
feste hinter sich gebracht. Dies motiviert und inspiriert zur Rückschau und Bestandsaufnahme, zur
Erinnerung an gemeinsame Wegstrecken und geteilte Erlebnisse. Aber auch die neuen Hobbys, die in
den vergangenen fünf Jahren mehr Raum gewinnen konnten, finden ihr Abbild in Gedichten.

Eine wichtige Bereicherung für den Jubilar ist ohne Zweifel der Chorgesang. Nicht umsonst wird die-
sem geselligen, aber auch ganz neu fordernden Zeitvertreib ein eigenes Kapitel gewidmet. Wie schon in
den Gedichten der ersten Sammlung spürt man die genaue Beobachtung der Welt um ihn herum und
erlebt den treffenden Kommentator des Zeitgeschehens. Weder Regierungswechsel, noch Ölkrise, der
Krieg im Irak oder die Vogelgrippe entgeht seiner kritischen Reflexion. Allerdings mussten wir bei dem
stetig wachsenden Umfang seines Schaffens, ohne sein künstlerisches Œuvre einschränken zu wollen,
einige redaktionelle Kürzungen vornehmen. Wir wünschen nun vergnügliche Stunden bei der Lektüre
und würden uns nicht wundern, gelegentlich ein Schmunzeln im Gesicht des geneigten Lesers zu ent-
decken.

Die Herausgeber Dresden, Oktober 2008


Inhaltsverzeichnis

Familie......................................................................................................................................................................1
Als ich in diese Welt getreten...........................................................................................................................3
Zum 64. Geburtstag ..........................................................................................................................................5
Zum 70. Geburtstag ..........................................................................................................................................5
Zum 75. Geburtstag ..........................................................................................................................................6
Zum 42. Hochzeitstag.......................................................................................................................................7
C’est la vie – so ist das Leben ..........................................................................................................................8
Für Ulla zum 43. Geburtstag............................................................................................................................8
Für Ulla zum 65. Geburtstag............................................................................................................................9
Die Sammlerin..................................................................................................................................................11
Für Renate zum 50. Geburtstag.....................................................................................................................11
Jahr 2002 ...........................................................................................................................................................12
Jahr 2003 ...........................................................................................................................................................12
Leo zum Geburtstag........................................................................................................................................13
Leo zum 5. Geburtstag ...................................................................................................................................13
Leo wird 9 Jahre alt .........................................................................................................................................14
Lorenz zum 5. Geburtstag..............................................................................................................................14
Enkelsegen ........................................................................................................................................................14
Willi zum 4. Geburtstag ..................................................................................................................................15
Willi zum 5. Geburtstag ..................................................................................................................................15
Schulkind Leo...................................................................................................................................................16
Für Bärbel .........................................................................................................................................................16
Tobi zum 12. Geburtstag................................................................................................................................17
Tobi zum 16. Geburtstag................................................................................................................................17
Tobi zum 34. Geburtstag................................................................................................................................18
Tobi 2003 ..........................................................................................................................................................19
Kinder 1988 ......................................................................................................................................................20
Ulrikes Physikum .............................................................................................................................................20
Studienzeit.........................................................................................................................................................21
Ulrike zum 39. Geburtstag .............................................................................................................................22
Ulrike zum 42. Geburtstag .............................................................................................................................23
Ulrike zum 43. Geburtstag .............................................................................................................................24
Dirk zum 40. Geburtstag ................................................................................................................................24
Hochzeit von Ulrike und Dirk.......................................................................................................................26
Hochzeitsfeier im Spitzhaus...........................................................................................................................26
Freizeit ...................................................................................................................................................................29
Der Kurort Piestany ........................................................................................................................................31
Der erste Tag in Piestany 1988 ......................................................................................................................31
Schlammbad Piestany 1988 ............................................................................................................................32
Zur Kur in Piestany 1989 ...............................................................................................................................32
Flug 1996...........................................................................................................................................................32
Besuch in Leipzig 2003 ...................................................................................................................................33
Donaufahrt August 2006 ................................................................................................................................33
Neugier nach der Wende ................................................................................................................................35
Gewichtssorgen................................................................................................................................................35
Hiddensee .........................................................................................................................................................36
Konzert April 2004..........................................................................................................................................36
Klassentreff.......................................................................................................................................................37
Klassentreffen von U. 2005............................................................................................................................37
Pflaumenkuchen August 2007 .......................................................................................................................38
Spiel....................................................................................................................................................................38
Sächsische Schweiz 1995 ................................................................................................................................39
Urlaub 1989 ......................................................................................................................................................40
Wandern an der Loire .....................................................................................................................................42
Sommerwanderung..........................................................................................................................................44
Wandern............................................................................................................................................................45
Für Karin P. - Wanderfreundin .....................................................................................................................46
Für Agnes - Wanderfreundin 2008 ...............................................................................................................47
Goldenes Abitur Alexisbad 2008...................................................................................................................48
Wanderung in Saas Grund, Wallis 2008 .......................................................................................................50
Chor........................................................................................................................................................................53
Volkschor Graupa Januar 2005 .....................................................................................................................55
Chorprobe März 2005.....................................................................................................................................55
Auftritt im Kulturrathaus 2005......................................................................................................................55
Diskette Frühlingskonzert 2005 ....................................................................................................................56
Auftritt zum Elbhangfest 2005 ......................................................................................................................56
Auftritt Lohmener Kirche 2005.....................................................................................................................56
Auftritt im Schlosspark Pillnitz 2005 ............................................................................................................57
Auftritt Weihnachtsmarkt Körnerplatz ........................................................................................................57
Chor 2005 .........................................................................................................................................................58
Chorgedanken 2005.........................................................................................................................................59
Chorweihnachtsfeier 2005 ..............................................................................................................................59
Weihnachten im 2. Jahr...................................................................................................................................60
Der Vorstand....................................................................................................................................................62
Die Noten .........................................................................................................................................................63
Elbhangfest 2006 .............................................................................................................................................63
Musikfestspiele Dresden 2006 .......................................................................................................................64
Mittwochabend ................................................................................................................................................64
Moritzburg ........................................................................................................................................................64
Flyer 2007..........................................................................................................................................................65
Auftritt Pirna 2006...........................................................................................................................................65
Chor 2007 .........................................................................................................................................................65
Bad Muskau 2008.............................................................................................................................................67
Für Detlev.........................................................................................................................................................68
Für Inken ..........................................................................................................................................................69
Für Erika ...........................................................................................................................................................70
Für Gerold ........................................................................................................................................................72
Für Renate.........................................................................................................................................................74
Für Annelies .....................................................................................................................................................76
Für Jürgen W. ...................................................................................................................................................78
Für Dagmar W. ................................................................................................................................................82
Für Cornelia......................................................................................................................................................85
Für Karsten.......................................................................................................................................................86
Für Brigitte D. ..................................................................................................................................................88
Für Margit .........................................................................................................................................................89
Für Katrin .........................................................................................................................................................91
Für Bärbel .........................................................................................................................................................94
Für Marga..........................................................................................................................................................96
Für Irmgard ......................................................................................................................................................97
Für Klaus M......................................................................................................................................................99
Für Brigitte P. .................................................................................................................................................100
Für Sonnhild...................................................................................................................................................102
Für Birgit.........................................................................................................................................................103
Für Karl...........................................................................................................................................................105
Für Wolfgang..................................................................................................................................................106
Für Margarete .................................................................................................................................................109
Für Regine.......................................................................................................................................................111
Bäckerdynastie Hübner .................................................................................................................................113
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter ..............................................................................................................115
Für Frau P. (MTR).........................................................................................................................................117
Für Nasreddin (Radiologe) ...........................................................................................................................118
Für Prof. S. (Pharmakologe) ........................................................................................................................119
Bei Alan (Weihnachten) ................................................................................................................................120
Für Annemone (Tanzlehrerin).....................................................................................................................121
Für Eisi zum Runden ....................................................................................................................................122
Für Mazko (Internist, Maler, Künstler) ......................................................................................................123
Für Prof. S. (Internist)...................................................................................................................................124
Herrn E. (Computerlehrer) ..........................................................................................................................125
Ede, Fußballtrainer von Cottbus .................................................................................................................125
Für Jürgen E. (Radioonkologe)....................................................................................................................126
Für Prof. S. (Radiologe) ................................................................................................................................127
Für Renate (Pulmologin) ..............................................................................................................................128
Für Frau S. (Nachbarin)................................................................................................................................130
Für Frau B.......................................................................................................................................................130
Für Rosi...........................................................................................................................................................131
Gäste................................................................................................................................................................132
Für Familie K.-N. ..........................................................................................................................................133
Für Giesel zum Runden................................................................................................................................134
Für Giesel zum Unrunden............................................................................................................................137
Für Dietmar ....................................................................................................................................................139
Für Prof. G. (Pädiater) ..................................................................................................................................142
Für Dr. F. (Internist) .....................................................................................................................................143
Praxiseröffnung von Norbert & Matthias..................................................................................................144
Pfälzer Saumagen bei H................................................................................................................................145
Für Hans (Internist).......................................................................................................................................146
Für Markolf (Diabetologe) ...........................................................................................................................147
Für Volkmar zum 50 (Radiologe)................................................................................................................149
Für Dr. Tuan (Radiologe) .............................................................................................................................150
Resümee zur Tagung von H. P....................................................................................................................151
Für Heinrich zur Professur ..........................................................................................................................152
Für Heinrich zum 70 (Radiologe)................................................................................................................153
Für Heinze zum Jubiläum ............................................................................................................................155
Für Werner (Internist, Chemiker) ...............................................................................................................157
Für Isolde zum 70..........................................................................................................................................160
Für Jan zum Unrunden (Chirurg)................................................................................................................162
Für Jurek (Chirurg) ........................................................................................................................................164
Für Jürgen zum 65. ........................................................................................................................................166
Für Thomas K. (Radiologe) .........................................................................................................................168
Für Manne zum 70. .......................................................................................................................................169
Für Michael L. (Radiologe)...........................................................................................................................171
Jubiläum der Radiologenpraxis ....................................................................................................................173
Für Frau L. (Tanzlehrererin) ........................................................................................................................175
Für Bodo (Gynäkologe)................................................................................................................................176
Für C. W. (Maler)...........................................................................................................................................177
Klinik....................................................................................................................................................................179
Röntgen ...........................................................................................................................................................181
Röntgen-Filmautomat ...................................................................................................................................181
1995..................................................................................................................................................................182
Für Mathias S. (Radiologe) ...........................................................................................................................183
Einweihung neuer Röntgengeräte 1994......................................................................................................184
Ende der Strahlenkonferenz im Haus 9 .....................................................................................................184
Neuroradiologie - Ende ................................................................................................................................184
Medizin 1993 ..................................................................................................................................................185
Für Frau K. (MTR)........................................................................................................................................186
Für Frau M. (Chefsekretärin) .......................................................................................................................187
Für Frau O. (Röntgenaufnahme).................................................................................................................188
Für Frau P. (MTR).........................................................................................................................................189
Für Frau S. (Sekretärin).................................................................................................................................189
Frühstück ........................................................................................................................................................190
Für Frau K. zum Geburtstag .......................................................................................................................190
Für Frau B. (Strahlentherapie) .....................................................................................................................190
Für Frau H. (MTR Strahlentherapie) ..........................................................................................................190
Heimfahrt im November..............................................................................................................................191
Für Herrn Dr. D. (Strahlentherapeut) ........................................................................................................191
Für Prof. E. zum 70. (Radioonkologe) .......................................................................................................192
Für Herrn Dr. M. (Onkologe)......................................................................................................................194
Zur Habilitation von H.................................................................................................................................195
Für Herrn B. (GF der Klinik) ......................................................................................................................197
Hommage an die Humaine zum 15. ...........................................................................................................198
Für Herrn Prof. H. (HNO) ..........................................................................................................................200
Klinikalltag 1985 ............................................................................................................................................201
Für Frau K. .....................................................................................................................................................201
Für Frau P.......................................................................................................................................................202
Küchenumbau in der Humaine Klinik .......................................................................................................203
Mammographie-Kurs 1998 ..........................................................................................................................204
Zur herzlosen Entlassung der Moni ...........................................................................................................204
Der Oberschwester zum Runden................................................................................................................205
Für Prof. S. Rektor der MAD ......................................................................................................................206
Schubertstraße 1990 ......................................................................................................................................207
Student bei Carus 1987 .................................................................................................................................208
Für Dr. F. (MAD) (Internist) .......................................................................................................................209
Weihnachten der Mitarbeiter 1987..............................................................................................................209
Zur Promotion von Herrn K. (Radiologe) ................................................................................................210
Computertomographie..................................................................................................................................210
Für Katrin (Augenärztin) ..............................................................................................................................210
Der Einstand ..................................................................................................................................................211
Teilung der Klinik für Radiologie 1993 ......................................................................................................211
Für Herrn S. (Radiologe) ..............................................................................................................................211
Frühröntgen....................................................................................................................................................211
Weihnachten im Rektorat.............................................................................................................................212
Kongresse ............................................................................................................................................................213
RSNA Chikago 1996 .....................................................................................................................................215
Radiologenkongress 1985 .............................................................................................................................216
4. Bastei-Symposium 1994............................................................................................................................217
5. Basteisymposium .......................................................................................................................................218
8. Bastei-Symposium Hilton 1998...............................................................................................................219
10. Bastei-Symposium ...................................................................................................................................220
14. Bastei-Symposium (Radebeul) ...............................................................................................................221
15. Bastei-Symposium ...................................................................................................................................222
Ostseesymposium ..........................................................................................................................................223
Tagung im Belvedere Weimar......................................................................................................................224
Böblingen IPPNW-Tagung 1988 ................................................................................................................224
Japan ................................................................................................................................................................225
MTR-Tagung ..................................................................................................................................................226
China Röntgenreise 1984..............................................................................................................................227
Kongress in Bahrain 1997 ............................................................................................................................228
Echostudie HD 2001 ....................................................................................................................................229
Symposium des BZOS..................................................................................................................................230
Reisen ...................................................................................................................................................................231
Urlaub..............................................................................................................................................................233
Für E. u. S. H. Quito/Ekuador 1987..........................................................................................................234
Bahnfahrt 1990...............................................................................................................................................235
Reise nach Holland 1992 ..............................................................................................................................235
Flug auf die Kanaren 1995 ...........................................................................................................................236
Schweiz 1997 ..................................................................................................................................................237
Toscana Oktober 2000..................................................................................................................................238
Staffelstein, Frühjahr 2002............................................................................................................................238
Binz September 2003 ....................................................................................................................................239
Bodenseefahrradrundfahrt 2004..................................................................................................................240
Südafrika November 2004............................................................................................................................241
ARD-Büffet-Wanderung 2005.....................................................................................................................243
Rennsteig 2006 ...............................................................................................................................................244
Kanalinseln Juli 2006.....................................................................................................................................245
Boltenhagen Juni 2007 ..................................................................................................................................247
Rennsteigwanderung Juni 2007 ...................................................................................................................248
Mit S. in der Türkei........................................................................................................................................250
Saxerhüserl ......................................................................................................................................................251
Berlin Impressionen ......................................................................................................................................251
Sentenzen.............................................................................................................................................................253
Ein Baby..........................................................................................................................................................255
Der Büstenhalter............................................................................................................................................255
Der Fußball.....................................................................................................................................................255
Flashmob Blitzauflauf ...................................................................................................................................255
Packungsbeilage .............................................................................................................................................256
Die Zunge .......................................................................................................................................................256
Das Knie .........................................................................................................................................................257
Pankreas ..........................................................................................................................................................257
Die Kolik.........................................................................................................................................................257
Die Gallensteine.............................................................................................................................................258
Ultraschall .......................................................................................................................................................258
Koloskopie......................................................................................................................................................258
Der Poet ..........................................................................................................................................................259
Schwerkraft .....................................................................................................................................................259
Bauernregel .....................................................................................................................................................259
Wein.................................................................................................................................................................259
Gedanken zum Bildungswesen....................................................................................................................260
Zeitbetrachtung..............................................................................................................................................260
Zeitenlauf ........................................................................................................................................................260
Die Frage.........................................................................................................................................................260
Vergangenheit.................................................................................................................................................260
Die Lebensspur ..............................................................................................................................................261
Reifebetrachtung ............................................................................................................................................261
Das Jahr 2000 .................................................................................................................................................261
Impressionen 1993 ........................................................................................................................................261
1990..................................................................................................................................................................262
Schicksalsschlag..............................................................................................................................................262
Zum 45. Hochzeitstag...................................................................................................................................262
Altmarktgalerie ...............................................................................................................................................262
Vaterland .........................................................................................................................................................263
Digestiv............................................................................................................................................................263
Klassentreffen ................................................................................................................................................263
Herbstpatienten..............................................................................................................................................264
Alter .................................................................................................................................................................264
Vergangenheit.................................................................................................................................................264
Reife .................................................................................................................................................................264
Kosovo 2007 ..................................................................................................................................................265
Teuerung Sommer 2007................................................................................................................................265
Reichtum 2006 ...............................................................................................................................................265
Zeitgeschehen .....................................................................................................................................................267
Das Jahr 2001 .................................................................................................................................................269
Das Jahr 2002 .................................................................................................................................................270
Die Grünen.....................................................................................................................................................270
Das Jahr 2007 .................................................................................................................................................270
Lichtenstein.....................................................................................................................................................271
Das Wahlplakat 2004.....................................................................................................................................271
Dynamo Dresden - Meister 1989 ................................................................................................................272
Autos 1991......................................................................................................................................................273
DDR 1992.......................................................................................................................................................273
Osten 1993......................................................................................................................................................274
Superstars ........................................................................................................................................................274
Die Linken ......................................................................................................................................................275
Das Kapital .....................................................................................................................................................275
Feme des Linken............................................................................................................................................275
Freiheit 2003...................................................................................................................................................275
Der Ökosprit ..................................................................................................................................................276
Bush und Konsorten 2002 ...........................................................................................................................276
Der Irak-Krieg 2003 ......................................................................................................................................277
Irak April 2003 ...............................................................................................................................................277
Iraqui 2004 ......................................................................................................................................................277
Hochwasser 2002...........................................................................................................................................278
Flutfolge ..........................................................................................................................................................278
Hochwasser August 2002 .............................................................................................................................278
5. Jahrestag der Flut. 8.8.07 ..........................................................................................................................279
Der Staat mit seinen Millionären .................................................................................................................280
Die freie Welt .................................................................................................................................................280
Die Brücke 2007 ............................................................................................................................................280
Fledermaus......................................................................................................................................................280
Venus-Transit am 8.6.2004...........................................................................................................................281
Digital ..............................................................................................................................................................281
Diffamierer .....................................................................................................................................................281
Dioxinei...........................................................................................................................................................282
El Ninio...........................................................................................................................................................282
Gedankensplitter Juni 1994..........................................................................................................................283
Vogelpest und Vogelgrippe ..........................................................................................................................283
Impressionen zur Wende..............................................................................................................................284
Frau Merkel.....................................................................................................................................................284
Mugabe ............................................................................................................................................................285
Der Osten .......................................................................................................................................................285
Die Hinterbänkler 2008 ................................................................................................................................285
Kaffee 2008.....................................................................................................................................................286
Krise der Sachsenbank 2007 ........................................................................................................................287
Messies 2008...................................................................................................................................................287
Feng – Shui .....................................................................................................................................................288
Nokia 2008......................................................................................................................................................288
Schwellenland .................................................................................................................................................288
Reise der Harmonie - Olympiafackellauf ...................................................................................................289
Rüstung............................................................................................................................................................289
Senioren...........................................................................................................................................................290
Teuerung Mai 2008........................................................................................................................................291
Sportnation .....................................................................................................................................................291
Vergreisung.....................................................................................................................................................292
YSL ..................................................................................................................................................................292
Nelson Mandela 2008....................................................................................................................................293
Ossetien 2008 .................................................................................................................................................294
Datenschutz 2008 ..........................................................................................................................................294
Schilderwald....................................................................................................................................................295
Brückenzusatz ................................................................................................................................................295
Der Wessi sagt … ..........................................................................................................................................295
Patientenverfügung........................................................................................................................................295
Piercing............................................................................................................................................................296
Prekariat 2008.................................................................................................................................................296
Beliebtheit der Deutschen 2008...................................................................................................................297
Empörung.......................................................................................................................................................297
Papstwahl 2005...............................................................................................................................................297
Grillabend .......................................................................................................................................................298
Gesundheitskosten der Rentner ..................................................................................................................298
Kurt soll’s richten ..........................................................................................................................................298
Bankenkrise.....................................................................................................................................................299
Jahreszeiten..........................................................................................................................................................301
Neujahr 2004 ..................................................................................................................................................303
Frühling 1991 .................................................................................................................................................303
Frühling 2001 .................................................................................................................................................303
Frühling 2004 .................................................................................................................................................304
Frühlingswanderung ......................................................................................................................................304
März 2006 .......................................................................................................................................................304
Ostern..............................................................................................................................................................305
Pfingsten..........................................................................................................................................................305
Juni 2005 .........................................................................................................................................................305
Sommer 2006..................................................................................................................................................306
August 2003....................................................................................................................................................306
Der Garten......................................................................................................................................................307
Ende der Sommerzeit....................................................................................................................................307
Herbst ..............................................................................................................................................................308
Winter ..............................................................................................................................................................308
Advent .............................................................................................................................................................308
Weihnachten in den 80igern.........................................................................................................................309
Silvester 2006..................................................................................................................................................309
Das Jahr 2006 .................................................................................................................................................310
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Als ich in diese Welt getreten

Als ich in diese Welt getreten, auch Lenins Chef von Russlands Roten,
da hat es viel noch nicht gegeben. war ringsherum nicht anerkannt
Die Zeugung war so wie gewohnt, als Boss vom Proletarierland.
nicht handbefruchtet, nicht geklont, Als Führers Pimpfe jener Zeit
so wie wohl auf der ganzen Welt waren wir zum deutschen Gruß bereit.
in Lust und Liebe hergestellt. Die Hitlerjugend war ein Muss
Noch kreiste nicht am Firmament wie später dann die FDJ,
das Satellitenelement, der Mond verloren ging der liebe Gott.
noch nicht vom Mensch betreten, Noch kein Atomkern war gespalten,
doch überall ließ man uns beten. die Kettenreaktion nicht zu verwalten.
Die Nazis kamen grad zur Macht Erst später haben wir erlebt
und haben Weltkrieg zwei gebracht. wie schrecklich diese Erde bebt,
So vieles war noch nicht erfunden, wenn das Atom zur Bombe wird,
die Arbeit währte fünfzig Stunden, die Welt wie eine Scheibe klirrt.
der Sonnabend nicht arbeitsfrei. Organverpflanzung unbekannt,
Wir ehrten Eltern, Lehrer sehr, kein Kunstgelenk je eingerammt,
sonst nahmen sie den Rohrstock her. auch kein Gefäß, das eingeengt,
Kein Genmais zierte Bauernland, wurd mit dem Katheter aufgesprengt.
der Biosprit noch nicht zur Hand, Des Herzkatheters großer Segen
noch vieles wurde deutsch benannt, war damals uns noch nicht gegeben.
was uns als Healthcare heut bekannt. Der Weltraum war noch unbemannt,
Geldautomaten, nicht zugegen, die MIR und Shuttle nicht bekannt,
um Geld beliebig abzuheben. kein Fernsehbild vom Satelliten
Die Mütter hatten es sehr schwer, kam auf die Erde her geritten.
man brachte keine Pampers her. Kein SMS war zu versenden,
Die Windeln wurden noch gekocht, für Unicef gabs keine Spenden.
wonach dann auch die Küche roch, Den Jetset gab es auch noch nicht
sie wurden alle handgespült und auch noch nicht das Neonlicht,
und jede hat sich wohlgefühlt. der Radarschirm noch nicht genannt,
Kein Waschmaschinenautomat der Laserstrahl noch nicht zur Hand.
stand da der Frauenwelt parat, Das Treibhausgas kein Sündenbock,
kein Internet, kein Video, die Frauen trugen stets noch Rock.
zum Teil noch nicht mal Wasserklo Fußballer gaben alles her
und auch kein Fernsehen überm Bett. und waren nicht millionenschwer.
Penizillin zwar schon entdeckt, Die Tour de France mit ihren Helden
das die Bakterien tödlich schreckt, konnt damals Sensationen melden,
noch war es nicht verfügbar eben, ganz sicher dopte man auch schon,
zu retten kranker Menschen Leben. vom Fahrrad fiel ein Toter schon.
Der Müll wurde noch nicht getrennt, Gendoping kannte man noch nicht,
der gelbe Sack, der war uns fremd, Ohrringe trugen Männer nicht.
das Büchsenbier noch unbekannt, Die Pille stand nicht zum Verfügen,
desgleichen auch das Büchsenpfand. man musste noch mit Vorsicht lieben.
Auch Marx und Engels waren verboten, Die reife Jugend oft bedrückt,
sie kannte kein Viagraglück.
Die Tiefkühlkost noch nicht geboren.

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Hifi, TV, Laptop, I-Pot , auch Handy Mähdrescher boten Ernteschlachten,


klang wie ein Komplott, die wohl die Journalisten machten.
die Worte waren noch nicht gefunden, Vorbei die Erntezeitidylle,
wie konnten wir das Leben runden wo das Getreide in der Fülle
ganz ohne DSL und Pille, in Garben, Puppen aufgestellt
ertrug man diese Lebensstille, und trocken dann vom Erntefeld,
ganz ohne Gameboy, Disco, Pop, in Scheunen, Tennen eingefahren,
das Leben war doch wohl ein Flop. so war’s in unseren Kinderjahren.
Das Flateratesaufen unbekannt, Die Nachkriegszeit, wie schlimm sie war,
das Catering noch deutsch benannt, die schien für uns auch wunderbar.
und auch das Kernspinbildverfahren Vollgummi, welches Fahrradglück,
war noch nicht in die Welt gefahren. wenn Reifen damit voll bestückt,
McDonald kannte noch kein Kind, die Schuhe teils aus Igelit,
auch nicht den Wahn von Kalb und Rind. der Brotaufstrich aus Möhren, Rüben,
Was heute die Dritte Welt genannt, Enthaltsamkeit war leicht zu üben.
war meist in Europäer Hand, Im Krieg, erst recht zur Nachkriegszeit,
den Negern, Kulis wars forbitten da war der Mangel Vollbegleiter,
zu leben in der Weißen Mitten. das Leben schien uns dennoch heiter.
Kein GPS hat uns geleitet, Wir kannten zwar den Gameboy nicht,
kein Handy Tag und Nacht begleitet, wir spielten Murmeln, die zur Hand
auch Wärmetauscher nicht zur Hand, und Völkerball im Dorfverband.
Erdwärme war noch unbekannt. Ganz ohne Schuh von Adidas,
Auch die Genetik noch verschlafen, auch ohne Jeans, verstehst du das,
das Erbgut noch im Ruhehafen, auch ohne Joint und Ecstasy,
die Gene und die Basenpaare, war das nicht traurig, denken sie.
die waren noch keine Handelsware. Gewiss, es war nicht so wie heut,
Auch Hard und Software ohne Gunst, und dennoch hatten wir auch Freud.
das Faxen galt als schwarze Kunst. Wir teilten vom geringen Gut,
Latte Macchiato trank noch keiner, das tat den anderen wirklich gut.
der Mukefug war für uns reiner. Die Lebensmittel rationiert,
Wir, die nun immer älter werden, die Zukunft ganz neu programmiert.
und nicht bereit sind gleich zu sterben, Fünf Pfennig kostete ein Brötchen,
verprassen heute zuviel Geld. zehn Pfennig nur ein Kugeleis.
Sozialverträglich scheint es eben, Für’n Brief gabs Zwanzigpfennigmarken
gleich nach der Rente abzuleben und kostenlos wars Autoparken.
ins kostenfreie Himmelszelt, Wir, die den Weltkrieg überlebt,
das für uns schon bereitgestellt. durch Not und Hunger fest geprägt,
Senioren hört man nicht erst heuer, dazu im Osten aufgewachsen,
sind für das Lande doch viel zu teuer. immungestärkt als echte Sachsen,
Der Wandel, der uns vorgegeben, wollen auch gebührend lange leben,
veränderte im Land das Leben. man hat dem Land sehr viel gegeben,
Die Bauern wurden LPG, wir haben es mit aufgebaut,
im Winter fiel noch immer Schnee, man stolz auf seine Arbeit schaut,
die Kühe hatten Offenställe vieltausend Menschen mit geheilt
und wurden maschinell gemolken, und nie in der Tristesse verweilt.
auch wenn sie’s gerne anders wollten. Studenten Heilkunst beigebracht
Getreidefelder, wenn gereift, und sie zum Doktor noch gemacht.
toll mit Maschinen abgestreift, Ein ganzes langes Klinikleben

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dem Klinikum hier voll gegeben. verglichen mit der Rente West,
Im Osten wird das nicht geehrt, ein Bruchteil für den Lebensrest.
die Profusrente abgekehrt,

Zum 64. Geburtstag Zum 70. Geburtstag

Ein Jahr verbleibt im Zeitenlauf, Schaut man im Leben heut retour


dann hört für mich die Arbeit auf, und folgt der eigenen Röntgenspur,
dann geht es in den Ruhestand, dann kommt der alte Fritz hervor
ich bin auf das, was kommt gespannt. und mit ihm füllen diesen Chor,
Die Frau wird weiter Geld erwerben die OÄ Hennig, Sieber,
und sparen für das Wohl der Erben. Frau Clausnitzer im Angiofieber,
Vielleicht wird man jetzt öfter reisen, und Vroni Köhler leistungsstark,
in fremden Ländern Leckeres speisen. drang ihren Damen bis ins Mark.
Vielleicht plagt auch der Ischiasschmerz, Frl. Donath, Oberelse und Herr Erler,
der Blutdruck treibt dich klinikwärts, der Letzte wirkte meist im Keller,
das Herz hat Mühe, Blut zu pumpen, war Technikstern von Gottesgnaden.
man braucht Behandlung viele Stunden. Ein Virtuos im Röntgenland,
Vielleicht lacht auch das Lebensglück der die Defekte alle fand,
und man macht locker weiter mit. die sich des Öfteren eingestellt
Fährt Rad mit seinem Eheweib, in nachkriegsschwacher Technikwelt.
erholsam wird die Zweisamkeit. Man denkt an seine ersten Schritte,
Versucht die Kilos zu vertreiben, im großen Reich der Röntgenmitte.
dies wird sehr schwer, die wollen bleiben. War voll Respekt, was man hier sah
und war der Klinik doch ganz nah.
Die Assistenten jener Zeit
sind alle nicht mehr dienstbereit.
Nur Heinrich ist, wie ich zurzeit,
noch immer teilaktiv bereit.
Vormals in meinen Röntgentagen
musst man sich mit den Enzen plagen,
auch Tomos, Angios, Bronchos, Pneus,
die waren täglich hier dabei.
Die Prozedur des Retropneu
erzeugte immer große Scheu.
Die Endo und die Periluft
waren diagnostisch schnell verpufft.
Heut weiß man, was nur kurz bestand
und in Annalen schnell verschwand.
Dahin sind Kymo, Ence und Galle,
auch’s Magenröntgen macht bald alle.
Die Lympho, einst der große Hit,
die machte zwei Jahrzehnte mit.
Der Dreikassetten Angioritt

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hielt immerhin 10 Jahre Schritt. den US auch noch dazu,


Dann kam der Platten-Rollfilmwechsler Der Radiologe dank der Strahlen
manchmal ein arger Filme-Häcksler. kann’s Innenleben sichtbar malen
Obwohl man ihn einst prächtig fand. und schmerzlos Leidensherde finden,
auch dieser letztlich dann verschwand die Krankheitskerne leicht ergründen.
Heut tut man alles digital, vorbei die Doch mit den neuen Kernsequenzen,
Dunkelkammerqual und auch die ließ sich manch Neues noch ergänzen.
Braunbefleckten Kittel, durch Mit Perfusionen, Diffusionen
Röntgenfilmentwicklungsmittel sieht man wo kleinste Herde wohnen,
Nur unberührt bleibt das Skelett, die auch’s CT noch nicht erfasst.
auch’s Lungenröntgen geht nicht weg. Sah’s Gallefüllen, Schichten sterben,
Dahin, vorbei, Clementschitsch, Meyer, dies alles fremd den Röntgenerben
auch Schiller, Stenvers sind passe. Mit Freude sah ich Werden, Wachsen
Wer kennt den Rhese Goalwin noch den Radiologenstamm in Sachsen.
für die Eleven meist ein Joch. die heute dieses Fach vertreten
Auch Comberg ist nun längst vergessen und fachlich voll ihr Bestes geben
Frau Köhler hat hier viel gemessen in Dresden und verstreut in Sachsen,
Spezialaufnahmen hoher Kunst bis Franken, Hessen hingewachsen,
die fegte weg die Schnittbildzunft. ja auch in Bagdad und Hanoi
Auch‘s Schichten des Bronchialsystems ist mancher Spross von mir dabei.
ließ das CT mit untergehen Vorbei die Zeit wo man begehrt
Vergessen längst das Adaptieren, und auch fürs Fach geforscht, gelehrt,
das sich, mit dunklen Brillen zieren. ja man genießt den Ruhestand,
Der Magen, Darm im dunklen Raum durchreist das schöne deutsche Land.
war schwach erkennbar wie im Traum. Vergleicht Systeme die gewesen
Beim Colonröntgen gab’s schon Duft und sieht wies ist und wie’s gewesen,
zum Schneiden war zu weil die Luft. Es war mein Leben, meine Zeit
Der Bildverstärker hat’s gewandelt heut trägt die Welt ein bunteres Kleid.
im Hellen wurde dann gehandelt. Ich sehe die Klinik aus der Ferne,
Das Röntgenfernsehen half schnell weiter, dort Leuchten neue Röntgensterne.
besonders auf der Angioleiter. Schau wie das Röntgen sich entfaltet
Die Kobalt GUT hab ich erlebt und wie man manches neu gestaltet
und auch das Polytom gedreht. und was man anders, besser macht,
Hab das CT ins Haus geholt, woran man früher nicht gedacht.

Zum 75. Geburtstag

Ich hab das Röntgen mit gepflegt, umgeben von der dunklen Nacht,
als es durch rad und rem geprägt, die uns das Bild herbeigebracht,
war auch den Sievert, Gray gewogen erlebten dann den Bildverstärker,
und vielem was wir neu gebogen. alsbald das Fernsehen noch dazu,
Hab fünf Jahrzehnte nun im Blick, die Dunkelheit verschwand im Nu.
fürs Röntgen schon ein schönes Stück. Der Ultraschall und das CT,
Wir mussten uns noch adaptieren, die waren ein ganz neuer Dreh.
im Dunkelraum den Bildschirm führen, PEGs sind schnell entschwunden
den Magen-Darm-Brei kontrollieren, die Angio ist im Wert gesunken,
der Ultraschall verdrängt die Gallen,
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auch’s Nierenröntgen aus den Hallen, ganz gleich, wie tief versteckt sie wohnen.
ja auch die Kneise-Schober–Pfütze Sie kann uns vieles offenbaren,
ist heute nur noch wenig nütze. was undenkbar hier noch vor Jahren.
Auch Rhese-Goalwin, Stenvers, Meyer Auch der Gelenkebinnenraum
und manch Gekippte und Axiale, ist übersichtlich anzuschauen,
braucht man heut nicht mehr viele Male. selbst Knorpelrisse klein, versteckt,
Ganz wunderbar das MRT, die werden mühelos entdeckt.
mit seinem tollen Kernspindreh, Auch in den künftgen Klinikjahren
zeigt klar das Hirn und die Gefäße wunderbar, wird Schnittbildtechnik vieles tragen,
auch Aneurysmen stellt sie dar, das Röntgen selbst bleibt wohl bestehen,
und allerkleinste Hirnläsionen, wie wir an Knochen, Lunge sehen.

Zum 42. Hochzeitstag

40 Jahre und zwei mehr Doch am Donnerstage eben


marschieren wir im Eheheer, gibt es frohes Kinderleben,
welches bislang gut gehalten, wenn der Willi hier erscheint
wenn auch mal die Wogen wallten, und sich freut und gar nicht weint.
Freude war doch meistens stärker Abends ist dann die Familie
in dem langen Zweckverband, hier im Haus zum Abendschmaus.
wo Gemeinsamkeit stets stand. Über 40 Ehejahre
Freude an dem Kinderpaar, boten uns solide Ware
die du prächtig aufgezogen, in der trauten Zweisamkeit,
die du liebelvoll umhegt oft gab’s hier auch Einsamkeit.
und mit Sorgen groß gepflegt. Viele Dienste, viele Stunden
Sicher war’s nicht immer leicht, gab man hin der Klinikwelt
doch man hat so viel erreicht. und da warst du mit den Kindern
Haus und Garten hier vor Ort, ganz allein auf dich gestellt.
in Dresden schöner Hangeslage, Schaut man heut darauf zurück
wo die Pflege schon ‘ne Plage, gab es schon ein bisschen Glück,
wenn man an den Garten denkt, dass die Kinder gut geraten
der sich steil zum Tale senkt. hier als wackre Medizi
Längst ist’s Alter hier erreicht, und die Partner gut gewählt,
wo man den Arbeitspflichten weicht, dieses ist was doppelt zählt.
nur der Vater kann’s nicht lassen, Dank auch für den Enkelreigen,
hebt noch hoch die Kliniktassen, gern lässt er sich bei uns zeigen,
zieht noch dreimal früh um sieben wir empfinden es als Glück,
auf den Nachbarberg dort drüben hört man nur der Kinderschritt.
und die Mutter wandert munter Ich wünsche uns noch frohe Jahre,
Berge hoch und Berge runter. gesund und ohne Lebensplage,
ein gut Verstehen miteinander
und keinen Hader aneinander.

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C’est la vie – so ist das Leben Für Ulla zum 43. Geburtstag

Der letzte Tag im Klinikrund Frühling, Sommer, Herbst und Winter


gibt nun das Arbeitsende kund. plagen dich die lieben Kinder.
Vorbei, dahin die Klinikpflichten, Immer wirkst du unverdrossen,
die immer gern ich mocht’ verrichten. ob die Milch auch mal vergossen,
Mit Wehmut zieht man doch hinaus Ulrike übers Ziel geschossen,
aus seinem alten Klinikhaus. der Vater wieder mal gebrüllt,
Denkt gern an jene Zeit zurück, all dieses macht sie nicht mehr wild.
die voll bestückt mit Arbeitsglück. Sie wäscht’s Geschirr und unsere Strümpfe,
Erst in der Strahlenklinik drüben schaffst unermüdlich wie die Schlümpfe,
im alten Hause Neune, Sieben, klagt nie was sie zu leisten hat,
die in Jahren stark gewachsen, erledigst still die schwere Last
ganz imposant im Land der Sachsen, im Haus, im Garten und im Klo,
die namentlich sich oft gewandelt wir sind darüber wirklich froh.
wird heut als Institut gehandelt. Wir helfen ihr im neuen Jahr,
Ganz toll equipped, sophistiziert, ich hoff es wird auch wirklich wahr.
ganz toll ist man voran marschiert. Ja, was soll man denn erzählen,
Die Lehrer einst vom Röntgenland ja, so läuft’s nach dem Vermählen,
sind lange schon in Gotteshand, man pflegt die Kinder, zieht sie groß
sie haben uns viel beigebracht, und ist sie dann am Ende los.
wir haben mehr daraus gemacht. Sie schmückt die Wohnung,
Auch unsere Zeit ist nun dahin, pflegt den Garten,
wir hatten fachlich doch Gewinn, muss sehr oft auf den Vater warten,
die Schüler tragen vieles weiter Ja was treibt die brave Maid,
und machen nun das Röntgen breiter, denn die ganz Jahreszeit,
so dass man ohne Wehmut scheidet ständig bildet sie sich weiter,
und vieles noch von fern begleitet. baut das Klinikwirken aus,
Dank allen, die zugegen waren, bringt stets neues hier ins Haus.
den Wegbegleitern in den Jahren, Niemals spielt sie Lotto, Toto,
doch ganz voran der Frau, den Seinen, sammelt höchstens Kinderfoto,
den Kindern, Enkeln, den ganz Kleinen. scheint mit ihrem Los zufrieden,
mehr kann Vater ihr nicht bieten.
Hier am Schillerhang das Haus,
füllt ihr Dasein völlig aus,
noch dazu der große Garten
mit so manchem alten Baum
ist für sie der Lebenstraum.
Ihre Kinder gut geraten.
Vater voll mit Kliniktaten.
Alle Tage gleiches Wirken,
nur am Sonntag läuft es anders.
Sonntagmorgen erstes Läuten
Vaters Kaffeezubereiten,
zweites Läuten für Ulrike,
sicher hört sie Holger Biege,
hört das zweite Läuten nicht,
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das bedeutet schon Verzicht. wunderbar wie Käuzchen Kuhle,


Dann beim Abwasch gibt es Sorgen, trägt nur noch ganz schicke Sachen,
Kinderhilfe kommt erst morgen. Eltern haben nichts zu lachen,
Ach was wär noch nachzutragen ach die lieben guten Kinder
von Ulrikes vielen Klagen, sind doch manchmal wie die Rinder.
von der Schule, wo sie leidet, Liebe Ulla, lass uns enden,
dass man sie schon nicht beneidet, wir flechten dir mit unseren Händen
weil sie sich mit Pius streitet. einen bunten Blumenstrauß
Doch ihr Lernfleiß ist zu loben, Ulrike, Tobi und der Klaus.
singt zu Haus und in der Schule,

Für Ulla zum 65. Geburtstag


am Dienstag meist in vielen Stunden,
Du blickst heut sinnend gern zurück Ermattet kommst du dann nach Haus
und überdenkst dein Lebensglück, und streckst nun gern die Glieder aus.
was es dir bisher hat gegeben Am Abend in der Saunaglut
und wie erfolgreich denn dein Leben, da tankt der Körper frischen Mut.
in Schule, Liebe, und Beruf Die Jahre sind sehr schnell verronnen,
und der Familie die du schufst zwar hat man vieles zu gewonnen,
und mit den Kinder oben drein, hat manches auch nicht wahrgenommen.
die sollten wohl dein Bestes sein. voran den tristen Köhlerbau,
Was waren deine besten Taten ganz farbarm, ja ganz mausegrau.
auf deinen schönen Lebenspfaden? Da hat die Mutter sich entschieden
Betrachte deine Lebensspuren, hier neue Farbe anzubieten,
die sicherlich nicht schwer zu suchen, ein schönes Gelb hat sie gewählt
Noch bist du voll gesund auf Erden, das soll das Ganze doch verschönen
das soll so schnell nicht anders werden. und auch die Seele etwas tönen,
Du magst sie nicht die Langeweile, weithin strahlt nun das Gelb vom Haus,
auch Hektik nicht und große Eile und braune Läden für den Klaus,
Aktiver Urlaub muss es ein, man kann es heute kaum noch fassen,
Bewegung hält die Pfunde klein, dass wir das Grau solang gelassen.
vor allem, wenn man radelnd fährt Ich hoff der Wein hat nicht gelitten
und so die Muskelkraft verstärkt den Ulla hier so kurz geschnitten
am meisten geht’s die Elbe lang. ich denk er schlägt schon wieder aus
Im Mai ging’s um den Bodensee, und klettert neu die Wand hinauf.
auf Bergehöhen lag noch Schnee. Bist froh durch diese Welt gereist,
Zwei Tag gab es Sonnenschein, in fremde Küchen gut gespeist.
dann stellte sich der Regen ein In Asien und Amerika sowohl in Süd
und Gallenkolik ärgster Pein. wie auch in Nord
Zu Hause ging’s ins Krankenhaus und manchen ganz verschiedenen Ort,
dort holte man die Steine raus hast du verweilt, bist du gewesen
Per Endoskop mit kleinen Schnitten in Piestany auch zum Genesen
ist man zur Galle hin geritten auf den Kanaren, Emiraten,
hat sie samt Steinen disloziert, hast du im Sonnenschein gebraten
so dass kein Stein dich mehr traktiert. im Orient in Bagdad unten
Erbauung bringen Wandersrunden hast du zwei Jahr Quartier gefunden
In Japan, China sah man dich
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dort gab es mittags rohen Fisch dem Leo wagemutig kühn,


das war für dich kein Gaumenschmaus sieht man hier durch die Becken ziehen,
da hob die Zähne auch der Klaus. das animiert den Lorenz so,
Europas Norden mehr der Süden der springt dann wie ein Wasserfloh
der konnte dir Erholung bieten auch Willi ist hier keine Memme
Im Deutschen Land, das wunderschön, und stürzt sich mutig in die Schwemme.
gibt es noch immer viel zu sehen, Ermattet geht es dann nach Haus,
gewiss der Rhein ist dir bekannt, dann schlafen sich die Geister aus.
der Weserfluss vom Vaterland, Das Fest bedeutet innehalten,
die Elbe, Donau und die Saale, man schaut zurück auf das Vollbrachte.
die sahst du alle sintemale, Wie lief das Leben? War es rund?
am wunderschönen Ostseestrand War es so wie man sich’s gedacht,
da war das Zelten eine Bank. hast du das Beste draus gemacht?
Südafrika wird noch bereist, Die Kindheit dort in Anhalt Sachsen
weil man dort europäisch speist. ließ dich ganz froh und glücklich wachsen.
Der Ipo Lebenszeitbegleiter Erquicklich die Geschwisterschar
entschwand betagt die Himmelsleiter, mit der es immer fetzig war,
sein Gehen hat sie schwer betroffen, der Sohni war der Sonnenschein,
nun ist die Lücke neu geschlossen, Renate war noch viel zu klein.
Ein junges Kätzchen tollt durchs Haus, Denkst an die Schulzeit, erste Liebe
ganz quirlig, springend füllt sie‘s aus und sicher an die Fachschulzeit
erfreut die Enkel ob des Schnurren und an dein erstes langes Kleid
die Oma könnt gleich mit gurren. Erhieltst die Bildung auch in Sachsen
Der Felix jagt durch jeden Raum in dem Beruf bist du gewachsen
doch welcher Schreck fürs Katzenhaus, Die Ordnung liebt sie, hält sie ein,
Frau Schreder hilft hier nicht mehr aus, da kann sie schon recht grantig sein
sie will den Felix nicht versorgen, tut’s man nicht mit derselben Pein.
das macht der Ulla arge Sorgen, Mit Umsicht und mit Sachverstand
die Kinder sprangen sofort ein regiert sie hier das Köhlerland,
und hielten die Probleme klein. gestaltest mit Geschmack und Schick
Die Mutter ist der Kunst ergeben geht ständig mit der Mode mit,
Musik prägt lange schon ihr Leben ist nicht verspielt doch sehr bewusst,
ist Wagnerfan seit Kindesbein das Wandern bringt ihr wahre Lust.
und zieht sich gern die Klänge ein. Kann mit den Banken gut agieren
Auch das Theater schätzt sie sehr und das Vermögen auch verzieren,
manch Literaten noch viel mehr ist sehr bedacht, nie Hasardeur
Ein gutes Buch kann sie erquicken und holt so manche Zinsmark her.
begrenzt sind ihre Freizeitlücken. Was wünscht man sich von seinen Kindern?
Den Lesestunden lauscht sie gern Sie haben Enkel dir geschenkt
entdeckt dabei manch Lesestern, Wie freut sich da die Omama
kennt sich im Buchgeschehen aus Wenn alle hier gemeinsam da.
so gut wie hier im eigenen Haus Du musst agil, beweglich bleiben,
Montags geht’s ins Geipelbad denn um dich tobt der Enkelreigen
da sind die Enkel voll parat, die fordern dich ganz voll heraus
ziehen gerne mit der Oma los, und bringen Freude dir ins Haus.
denn Wasserplanschen ist famos. Drei Enkel wollen gratulieren,
Begeistert sind sie von dem Nass die den Familienstammbaum zieren,
denn Baden macht ihnen allen Spaß, das Familienglück vermehren,
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von denen wir genüsslich zehren. ständig bist du für uns da,
Lass dich loben, lass dich ehren, für die Kinder, den Papa,
gern wollen wir dein Glück vermehren, ganz voran den Enkelsegen,
denn du bist uns Sonnenschein, gern magst du sie hier erleben.
hältst uns die Probleme klein,

Die Sammlerin Für Renate zum 50. Geburtstag

Sie weiß Bescheid in allen Dingen, Sie zählt ab heut 50 Lenze,


mit den’ wir uns durch Leben ringen. dies scheint schon viel, so in der Gänze.
Gleich ob der Steuern, ob Allianz Sie kann es, will es gar nicht fassen,
und störenden Versicherungsschwanz, die 50 kann nicht zu ihr passen.
fürs Haus, fürs Auto, für die Reise Noch voller Jugend, voller Drang
und kennt dabei auch noch die Preise. und voll gefüllt mit Arbeitszwang.
Erstaunlich was sie aufgehoben Im Klinikum und auch zu Haus
von einst auf ihren Oberboden, füllt sie die Räume gänzlich aus,
das heute ihre Enkel schätzen, jagt die Mikroben hier vor Ort,
die gern auf diese Schätze hetzen, sorgt, dass kein Keim sich hier pflanzt fort.
vor allem Spielzeug und die Bücher, Wo sie’s Hygienereich gestaltet
auch Kindersachen jener Zeit und pure Sauberkeit entfaltet,
stehen heute immer noch bereit da haben Keime kein zu Haus,
Sie hat die Dinge gut gepflegt, sie treibt sie alle aus dem Haus.
sodass man sie heut wieder trägt. Man schätzt sie, trifft sie mit Respekt,
Der Leo trägt die Lederjacke, sie selbst wirkt immer wie geleckt,
die schon der Papi früher hatte. man schaut ihr nach ob der Frisur,
Für Willi ist ein Anorak besonders aber der Figur.
noch oben in dem Plastesack Der Weinberg vormals Datschengrund,
Für Lorenz eine Lederhose ward Bauland hier aus gutem Grund,
noch gut verwahrt in einer Dose. so reifte letztlich der Entschluss,
Man wundert sich wie gut erhalten, das man ein Haus hier bauen muss.
die Sachen sich fast neu entfalten. Die Grundstückpreise explodieren
und märchenhaft empor marschieren.
Ein Glück, dass sie das Land erworben,
zu Zeiten, wo sie ohne Sorgen.
Das Bauen war das Schwerste nun,
da blieb kaum Zeit sich auszuruhen,
hier stand der Jürgen seinen Mann.
Er hat beim Hausbau klar bewiesen,
welch ungeheuere Kräfte sprießen,
wenn seine Leistung so gefragt,
was er dann alles selbst vermag.
Er mauert, putzt, verschalt und streicht,
dass selbst das Grau der Wände weicht,
fliest’s Bad, legt selbst noch das Parkett
und abends fällt er tot ins Bett.
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Die Wendezeit wie meist im Land ward er als Leiter bald ernannt.
spült Arbeit weg wie Meeresstrand, Er musste lernen, neu studieren
Der Thermobau verschwand im Nu und oft nach Braunschweig hinmarschieren
und die Union auch noch dazu. kann Wessiwissen demonstrieren.
Die Wohnung die bequem gewesen Nun regelt er den Kreisverkehr,
erhöhte ständig ihre Spesen. studiert den Autofluss und mehr,
Der Straßenname zeitgebunden sperrt Straßen, lässt sie reparieren
ist so wie Marx ganz schnell entschwunden. und schildermäßig neu drapieren.
Ne neue Arbeit kam ins Haus, Der Sonneschein strahlt nun ins Haus
gesundheitsamtlich sah sie aus. und ruft laut nach Renate aus.
Hier prüft sie wer bedürftig sei Das Enkelkind ganz froh benannt
und hörte manchen Klageschrei, ist dominant im Hausverband,
doch diese Arbeit lag ihr nicht, beglückt, verwöhnt von allen Seiten,
gab diesen Posten alsbald auf so wunderschön und gut zu leiden.
und schaute nach was Besseren aus. Die Tochter wieder heimgekehrt,
Der Ehemann CDU-gebunden hat’s Lebensglück im Haus vermehrt,
hat einen Posten schnell gefunden. das eigene blieb ihr verwehrt.
Im Landratsamtverkehrsverband

Jahr 2002 Jahr 2003

Es war ein Jahr mit Paukenschlägen Das Jahr neigt sich dem Ende zu
besonders für den Enkelsegen, und man verweilt und hält mal Ruh
der Sommer trug den Lorenz her und überdenkt im Rückbetrachten,
und bald darauf kam einer mehr. was wir so alles denn vollbrachten.
Dank Urgewalt und Kraft der Wehen Was dieses Jahr uns neu beschert
konnt Willi auch die Welt erspähen, und ob es unser Glück vermehrt,
im warmen Herbst war es so weit. ob es der Menschheit Frieden brachte
Welch Freud für das Familienglück, und alle froh, gesund geblieben,
das Leben hat ‘nen neuen Tritt vor allem hier im Kreis der Lieben.
Die Bärbel nun schon abgeklärt Der Tobi hat ein Haus gebaut,
als Mutter zweier wackerer Knaben. wo die Familie nun vertraut
Ulrike immer noch befangen, schon Wochen sich es wohnbar macht
wird lange noch um Willi bangen, und immer wird noch nachgedacht,
das alles auch gar richtig läuft. wie man hier Atmosphäre schafft,
denn vieles will er selber machen,
zu teuer sind ja all die Sachen.
Viel Freude bietet der Kamin.
Noch sind die Wege nicht in Schuss,
der Schlamm vorm Haus kein Hochgenuss,
weil so der Vorraum mit verdreckt
und Schmutz sich in die Wohnung leckt.
Der Frost hat erstmals Halt geboten,
die Kinder können draußen toben.
Ja dieses neue, schöne Haus,
das füllen muntere Knaben aus,
der Lorenz jagt treppauf, treppab
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und folgt dem Leo meist im Trapp, ins Uniklinikum zurück,


ersteigt hier jede Treppenleiter zwei Tage nur, dass ließ sich sehen
zum Glück geht’s oben nicht mehr weiter. der Willi konnt’ zur Omi gehen,
Die Kinder fühl’n sich wohl im Haus dort fühlte er sich sichtlich wohl
und füllen es mit Freunden aus. und robbte durch das ganze Haus,
Wir hoffen, dass bald Wege kommen die Treppen hoch, die Treppen runter
und damit ist der Schlamm genommen. dort hielt er sich froh quiekend munter,
Für’n Dirk war es ein großes Jahr. schlief dann ermüdet auch mal ein,
Er ist nun Dr. Ing. geworden, wie herrlich wenn die Geister klein.
man hört es dort an allen Orten, Doch endlich kann er nun auch laufen,
hat noch dazu ein Buch geschrieben, denn Lorenz kann es lange schon.
das Spezialisten löblich lieben, Die Omi wandert froh und munter,
war sehr erfolgreich bei Kongressen, die Berge hoch, die Täler runter,
sein Beitrag wurde hoch bemessen, wird durch das Wandern informiert,
gar ausgezeichnet und geehrt. was in der Stadt hier so passiert
Hat ein Symposium selbst gestaltet, und wo man nächstens hin marschiert.
wo die Elite mit gewaltet, Der Opa steigt noch froh und heiter,
wo er gespürt, dass er gefragt, zur Klinik hoch die Stufen weiter,
so dass er bald ein Neues wagt. nur wenn der Frost die Treppen glättet
Ulrike tat den ersten Schritt wird sich ins Auto umgebettet.

Leo zum Geburtstag Leo zum 5. Geburtstag

Behände krabbelt er durchs Haus, Er ist schon kräftig von Gestalt,


ganz locker geht’s die Treppen rauf, kann malen, zählen, musizieren,
bis auf den Boden hoch hinauf. auch Fahrrad fahren und marschieren.
Er ist beweglich, fix und schnell Ist nett zu seinem kleinen Bruder,
und überall auch gleich zur Stell, doch manchmal ist er auch ein Luder,
prüft alles was er schon erreicht er liebt den Papa, die Mama,
und jedes Schubfach zieht er leicht. freut sich wenn Oma, Opa da,
Dabei geht manches in die Brüche, am meisten liebt er schon Geschenke.
vor allem in der Vorratsküche. Das neue Haus ist wunderschön,
Nun schafft er schon die ersten Schritte, dort kann er zu den Freunden gehen,
erreicht ganz schnell des Raumes Mitte, die nebenan als Nachbarn wohnen,
zieht sich an jedem Stuhlbein hoch er hat auch einen eignen Garten,
und staunt, ja, ja ich schaff es doch. dort kann er auf die Pflanzen warten,
und sieht sie sprießen, wachsen, blühen, reifen,
bald sind die Früchte dort zum Greifen.
Wir gratulieren dir zum Feste
und wünschen dir das Allerbeste,
Geschenke die dir Freude machen
und weit’re schöne, gute Sachen.

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Familie

Leo wird 9 Jahre alt Lorenz zum 5. Geburtstag

Er ist schon kräftig von Gestalt, Der Lorenz zählt nun schon fünf Lenze,
die Haare kurz, die Hosen lang, liebt Dinos feuerspuckend und mit Schwänzen.
sitzt gerne auf der Fernsehbank, Gehört nun schon zur großen Gruppe,
hat gute Noten in der Schule die Kleinen sind ihm völlig Schnuppe.
kann wunderbare Lieder spielen Er ist auch flott schon mit dem Mund
und herrlich in den Tasten wühlen, und gibt sein Wissen allen kund.
sehr rhythmisch toll die Trommel schlagen, Ruft öfter seine Omas an
beim Fußball manchen Torschuss wagen. und sagt was, er für‘n großer Mann,
Dem Fußballclub sagt er ade, was er sich wünscht zum Jubelfeste,
denn Tennis ist der neue Dreh. das ist natürlich stets das Beste.
Mit Mami geht’s zum Centrecourt, Liebt seinen Bruder, die Mama,
der ist nicht weit vom Wohnort fort. auch Papi, wenn er grad mal da.
Liebt Lorenz, seinen kleinen Bruder, Muss nur noch mehr die Ordnung wagen
der stört ihn oft, ist schon ein Luder. und hören, was die Eltern sagen,
Ein neues Fahrrad wünscht er sich, damit sie sich nicht mit ihm plagen.
es liegt schon auf dem Gabentisch, Auch am Klavier ist er zu Haus,
kann kräftig spurten, rasen, jagen bringt wunderschöne Töne raus,
und auch schon lange Reisen wagen. spielt besser als der Opa Klaus.
Doch oft ist Leo schon bequem,
soll hilfsbereit im Leben stehen,
bei Oma mal den Tisch mit decken, Enkelsegen
nicht hinter Lorenz sich verstecken,
der immer willig, schnell zur Hand, Man genießt den Enkelsegen
zu Haus und auch im Omaland. und ihr frohes Fortbewegen,
Der Leo liebt so die Natur sieht sie wachsen und gedeihen,
Und das Getier hier in der Flur. hoffentlich auch noch ihr Freien.
Freut sich, dass oben Vögel brüten Welche Freude hier im Haus bald
und fleißig ihre Jungen hüten, schauen dann gar dreie raus.
sie emsig füttern, schützen, hegen, Leo, Lorenz sind schon da,
im Vogelhaus ist lautes Leben. bald wird Rike Frau Mama.
Die Jungen weit die Schnäbel halten Ach das gibt ein munteres Treiben,
und ständig bringen hier die Alten, wenn sie bei der Oma bleiben,
Würmer, Insekten, damit sie wachsen, wie sie hier im Hause toben,
und bald die Flügel voll entfalten. auf und ab doch meistens oben.
Dem Leo zum Geburtstagsfest
viel Freude für das Lebensfest,
Gesundheit, guten Leistungstest
und immer fleißig schulisch Streben,
viel Freunde in dem Kinderleben,
dies wünschen dir von Haus zu Haus,
die Oma Ulla, Opa Klaus.

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Familie

Willi zum 4. Geburtstag

Willi Proske Musensohn, hat sich arg am Knie verletzt,


eurer Liebe schönster Lohn, die Rüstung wurde abgesetzt.
wunderbarer Sonnenschein, Nur bei Papi und Mama
wärmt die Herzen, stimmt sie ein, ist die Rüstung wieder da.
herrlich wenn sie hier zu dreien. Willi liebt den Gartengrund,
Vier Jahre wird der Willi jetzt, verbringt hier gerne manche Stund.
ist mit dem Vater voll vernetzt, Will mit Opi Erde sieben
nahm nun den Namen Proske an, und das Rasenmähen üben,
trägt weiter nun den Proskestamm auch den Rasen neu besäen.
und fängt schon früh mit Fechten an. Hilft den Humus mit verbreiten,
Der Onkel Uwe ist der Mann, ja, das mag er wirklich leiden.
der ihm das alles zeigen kann. Er hat einen starken Willen,
Willi. dieses Ritterlein, wenn`s nicht geht, hört man ihn brüllen.
will ein tapferer Ritter sein. Und er weiß, so wird’s gelingen,
Er liebt die Ritter, hält sie fest, denn Mami, Papi geben nach,
führt sie mit sich, als wärs das Best. für Eltern ist das keine Schmach.
Er besiegt den bösen Drachen, Er bestimmt was man heut macht,
will so allen Freude machen. auch wenn’s anders angedacht.
Rüstung, Helm und Kettenhemd, Willi ist der Chef im Haus
was beim Transport doch oft klemmt, und er baut dies weiter aus.
denn die Omi schafft es nicht, Wir wünschen unserer Willimaus,
dieses alles mitzuschleppen, sei lieb und artig hier zu Haus,
stolpert dabei über Treppen, folg immer fröhlich der Mama,
wenn der Papa auch nicht da.

Willi zum 5. Geburtstag

Willi hat die fünf vollbracht, mit Spielzeug, vielen schönen Gaben,
es ging viel schneller als gedacht. 2 Ritterburgen, 100 Rittern und Knappen,
Er bietet uns ein Ritterleben, Knechten, Bogenschützen und Geschützen,
mit Kettenhemd, mit Schwert und Schild ein Rammbock, auch Piratenschiffe
und manchen großen Ritterbild. ein Karren, der mit Gold beladen
Er liebt die Mama, den Papa, und DVDs und viele Bücher,
doch dieser ist nur selten da. fürs Naseschnupfen Taschentücher.
Er nutzt die Gunst, schlüpft in sein Bett, Er treibt auch Sport,
das macht für ihn das Fernsein wett. lernt Fußballspielen, Schwimmen
Schläft nicht in seinem Zimmerlein, und will sich auch im Kraftsport trimmen.
das Bett ist leer, steht dort allein. Den tapferen Ritter Mut und Kraft
Das Kinderzimmer voll beladen und das er alles richtig macht.

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Familie

Schulkind Leo Für Bärbel

Leo kann es kaum erwarten, Mami hat Geburtstag heut


dass sie in die Schule starten, für die Kinder eine Freud,
mit dem Simon hier vor Ort denn sie wollen gratulieren
zieht er morgens dorthin fort. und der Mutter imponieren.
Er wird lesen, schreiben, lernen, Leo wird dir etwas spielen,
greift im Wissen nach den Sternen, Lorenz sich mit Liedchen sielen,
kennt ja jetzt schon alle Zahlen, beides wird dir wohl erklingen.
kann auch schöne Bilder malen, Als Mutter von 2 wackeren Buben,
kennt so denk ich, auch die Uhr. die hier im Hause Lärmen, Tuten,
Dort muss er gerade sitzen, die dein Leben würzen, stärken
darf nicht durch die Gänge flitzen, und schon ganz geschicklich werken,
muss dem Lehrer folge leisten, die die Mami göttlich lieben
muss auch tun, was dieser sagt, und ihr viel Erbauung bieten,
auch wenn es ihm nicht behagt. die das Haus mit Freude füllen,
Herrlich du wirst eingeschult gleich wie laut sie hier auch brüllen.
und das Leben neu gespult, Beide sind gesund und munter,
wirst das Lesen, Schreiben üben rasen hier treppauf, trepprunter,
und das Rechnen 3 mal 7, sind ein unzertrennlich Paar,
zählen kannst du schon ganz gut, stärker wohl mit jedem Jahr.
für die Schule braucht man Mut. Du fühlst dich wohl in deinem Haus
Ja, da gibt es neue Pflichten, und schmückst es sehr geschmackvoll aus.
Schularbeiten zu verrichten, Achtest, dass der Farbton stimmt
stets ein braver Junge sein, und Gemütlichkeit auch glimmt.
ja dann ist die Schule fein. Vor allem auch ums Haus herum,
Stolz ist er auf seinen Ranzen, da toben gern die Kinder rum,
der wenn er gefüllt im ganzen, dort blüht und grünt manch Gartenstrauch
schon sehr schwer zu tragen sei, und Gras wächst hier als Rasen auch.
deshalb hält man ihn teils frei. Man sieht der Jahreszeiten Grün,
Herrlich ist die Zuckertüte, genießt es, wenn die Blumen blühen
vollgefüllt mit bester Güte, und sieht die Schmetterlinge ziehen,
wunderbare süße Sachen, erlebt den Herbst mit buntem Laub,
die dem Leo Freude machen, zur Weihnacht deckt der Schnee den Staub.
nebenbei noch ‘nen Computer, Hast einen Ehemann zur Hand,
‘nen Walky-Talky noch dazu der schafft im Hause sehr galant
und vielleicht noch andere Gaben, ‘ne wunderbare Bücherwand
die wir noch nicht gesehen haben. und Tische aus solider Hand,
vermag so vieles selbst zu tun,
nur wenig bleibt um auszuruhen.
im Klinikum gibt’s viel zu tun.

16
Familie

Tobi zum 12. Geburtstag

Tobi ist schon ganz schön pfiffig,


nur beim Lernen wenig griffig
jedoch immer hilfsbereit,
leider in der letzten Zeit
auch sehr maulig und sehr muffig
das fordert zur gegebenen Zeit
wohl wieder Vaters Handarbeit.
Auch den Tobi flechten wir
Eine Strauß aus Krepp-Papier,
wünschen für den Schulbetrieb
einen argen Leistungshieb,
wünschen lauter gute Noten
und nicht mehr so faule Pfoten,
damit die Saite lustig klingt
und der Staub sie nicht verstimmt.

Tobi zum 16. Geburtstag


Fleißig und auch hilfsbereit
Unser junger Supermann verbringt er seine Lebenszeit.
hängt sich seinen „Walkman“ an Putzt den Wagen von Papa,
lauscht und hört mit vollem Klang hilft beim Einkauf der Mama,
diesen Lärm vom Supermann. nur die Schuhe vorn im Flur
Das befreit von manchem Zwang, stören Mutters Frohnatur,
denn das Rufen der Mama weil sie dort nicht hingehören
kommt nicht mehr den Rufer nah, und das Eingangsantlitz stören,
denn die 90 Phon am Ohr denn im Kellertreppengang
lassen keine Rufe vor. steht dafür ein Doppelschrank.
In den letzten 50 Wochen Und dann wäre noch zu sagen,
Wuchsen kräftig seine Knochen mit dem Fahrrad welche Plagen,
Und es wuchs auch sein Verstand, einmal klemmt das Kugellager,
was man auch im Zeugnis fand. einmal hält die Bremse nicht
Mit dem Zeugnis von dem Jahr auch die Schaltung mit den Gängen
wo er mit der Beste war, führt zu manchen schlimmen Zwängen
doch er hat noch viel Reserven und verursacht Schreck an Hängen
zur Belastung seiner Nerven, auf der Platten-Leite gar
muss Vokabeln ständig lernen, tritt er hoch als Fahrradstar.
in Chemie die Formeln kennen Manchmal klemmt das Kettenrad,
und in Bio und in Sprachen, manchmal reißt der Seilzugdraht,
geht es ohne Fleiß an Kragen. manchmal bricht sogar der Rahmen
Soll die freien Abendstunden, öfter eiert’s Hinterrad,
nicht nur in den Diskorunden, weil die Speichen deformiert
sondern mit Kultur verbringen, und ‘ne Achte diese ziert.
dieses kann auch Freude bringen. Doch sein größtes Hobby da,
ist das Radio von Papa
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Familie

Tobi zum 34. Geburtstag

Der Umzug steht zurzeit ins Land viel schöner sind sie doch, wenn munter,
da muss man packen ganz rasant, ihr Spielen, Toben, Schreien, Weinen
in Kisten, Kästen, Sack und Tüten, lässt alle herzlich meist vereinen.
für den Transport ein Auto mieten, Er hat den großen Sprung gewagt,
um die Mobilien wegzuschieben, weil ihm das Umfeld nicht behagt.
ins neue, schöne, eigne Haus, Er wählte eine neue Welt,
wir freuen uns auf den Einzugsschmaus. die facherweiternd ihm gefällt,
Ein neuer Chef ist eingezogen wo er viel Neues auch erwartet.
und hat die Klinik aufgebogen Er ist beeindruckt von den Taten
dynamisch, drangvoll, unerbittlich die hier im Hause sich ergaben,
verlangt er voll was grenzwertig sittlich, erweitert so sein Wissen, Können
an Engagement, an Zeit und Stunden, und kann sich bald ein Meister nennen.
zu lang im Klinikreich gebunden. Wird anerkannt bei den Kollegen,
Er hat den Aufschwung mit zu tragen die sich noch fremd gewohnt bewegen,
in den bewegten Kliniktagen, wo Altersleiden sehr betreten
schafft Neues und baut Neues auf den reifen Menschen übel wollen,
in diesem Klinik Arbeitslauf. weil die Arthrosen Schmerzen bringen
Der Wandel in den Klinikhallen und ständig zur Behandlung zwingen.
kann Orthopäden nur gefallen Doch Freude bringt der Sohn ins Haus
wenn’s nicht so hart, frustrierend wär, er spricht noch nicht, das macht nichts aus,
käm man wohl noch viel lieber her, er ist beweglich, recht agil
denn’s operieren mag er leiden, und sehr beständig schon beim Spiel
ganz gleich zu welchen Tageszeiten erfreut die Omis hier und dort
doch etwas Schlaf braucht jeder Mensch, und kommt auch gern zum Schillerhort.
hat auch noch ein Familienleben, Wir wünschen zum Geburtstagsfest
muss man der Klinik alles geben? ein zünftiges Kanarenfest
Man will die Kinder wachsen sehen mit Weib und Kind und den Bekannten
und ihre Sorgen auch verstehen, und fern feiern die Anverwandten.
nicht nur beim Schlafen grad bewundern,

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Familie

Tobi 2003

Immer mit dem Mütterlein zu gegurtet wird nicht selten,


springst du ins neue Jahr hinein, je nachdem, was zu vermelden.
deshalb ist es auch gegeben, Ganz verrückt kann es dann werden
dass wir dieses Fest vom Leben wenn ein Massenunfallsterben
meistens miteinander feiern über euch hernieder bricht,
und ins Neue fröhlich eiern. Gottseidank geschah’s noch nicht
Erstmalig bei dir zu Haus, Herrlich kann er Holz gestalten,
da die Mutter nicht zu Haus, Segelschiffe gar entfalten,
weil sie ihre Stimme bildet, Tische und Regale bauen,
denn der Klang vom Alt ist schwer die ganz herrlich anzuschauen.
und da übt man etwas mehr. Ach und kochen macht ihm Mut,
Voller Pflichten ist dein Leben, tut’s wie’n Sternekoch so gut,
dass dir hier vor Ort gegeben. und da können alle Staunen,
Tag und Nacht wirst du gerufen und beim Essen gibt’s ein Raunen,
schwierig oft die Lebensstufen, Selbst die Kinder sind zufrieden,
die du hier besteigen musst, wer kann denn schon Besseres bieten.
dennoch gibt es keinen Frust. Leider kommt er spät nach Haus
Vorwärts geht’s in deinem Fach und dann hilft der Thai mal aus.
Teamwork ist allhier von Nöten, Stolz auf seinen neuen Wagen
die im Fachbereich gegeben, bringt für alle viel Behagen
wenn das Trauma, sehr rasant alle sitzen sehr bequem.
lockert‘s den Gelenkverband, auch das Ziel ist leicht zu finden
splittert Knochen, lässt sie Krachen, GPS kann es ergründen
große Weichteilschäden machen und die Dame hier im Wagen
Nerven und Gefäß lädieren, kann dir sehr exakt auch sagen,
ganz Teile wegrasieren. wo der Wagen sich befindet
Tobi muss es wieder richten wie man denn sein Ziel auch findet.
was die Radiologen sichten, Freude macht ihm auch sein Garten
wenn sie es perfekt erkennen wo Büsche, Sträucher Bäume warten,
und auch ganz korrekt benennen das Gras der Pflege auch bedarf,
Platten Schrauben sind zur Hand wo rundherum so vieles blüht
hier in deinem Fachverband worum sich dann die Bärbel müht.
Nägel, Drähte Drahtzerklagen Doch sie haben schon entdeckt,
Gips nur selten als Bandagen, vieles ist zu eng gesteckt.
Fixateure innen, außen, Freude im Familienrund,
Bohrmaschinen hört man sausen bleibt noch lange sehr gesund!

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Familie

Kinder 1988

Für Tobi war das alte Jahr Das Studium wird noch reichlich schwer,
ich glaub so richtig wunderbar. du wirst es schon erzwingen
Er hat das Abitur bestanden, mit forschen Leistungsringen.
konnt auf ’nem Studienplatz glatt landen. Ulrike lebt bedrückt im Haus,
Der Müsli ist nur noch ein Zwerg, sie will in ihre Welt hinaus,
als Alptraum ist er ganz entschwunden, will eine Wohnung haben,
er ist entspannt und stressentbunden. Beziehung müsst man haben.
Bei Carus in dem Frauenhaus, Sie hat es doch bequem zu Haus,
da füllt ihn jetzt die Arbeit aus. schaut auf die Stadt vom Fenster raus
Er lernt was man als Famulus und alles ist umsonst im Haus,
im Hause alles machen muss. sodass sie ohne Sorgen,
Er darf schon spritzen und punktieren, zumindest heut und morgen.
die Därme möglichst rein purgieren, Sie diplomierte nebenbei
muss Betten, Putzen, Wege gehen und hat auch Wissenschaft vollbracht,
er muss sich schon behänd bewegen den Doktor noch dazu gemacht,
und die Patienten helfend pflegen. das Studium mit ’ner Eins vollbracht.
Auch Haken halten darf er schon, Sie weiß nun schon, was sie mal will,
das ist für seinen Fleiß der Lohn. steht hier das Studium endlich still.
Mach weiter so, so fleißig heiter, Die Haut, die will sie heilen, pflegen,
auf deiner jungen Bildungsleiter. den Kranken weiter Hoffnung geben.

Ulrikes Physikum

Ulrike quält und schindet sich, wo diese Physiologen wohnen,


das Physikum ist fürchterlich, die blöde, unverständlich lehren
noch einmal tut sie’s sicher nicht, und so kaum Wissensstoff vermehren.
was man hier lernt schmeckt bitterlich. Die Chronaxie und Rheobase,
Vier Fächer, die so hart gesotten, Transmitter in der Leitungsphase
lässt ihr den Mut schon fasst verrotten, und dann noch Clearence in den Nieren,
doch GEWI wurde ihr erlassen, Hormone die den Zyklus führen,
da konnte wieder Mut sie fassen. dies alles in dem Buch gemischt.
In Histo und Anatomie, Mensch „Rüdi“ du belastest mich.
genauso wie in Embryologie, Das Essen schmeckt ihr längst nicht mehr,
das glänzte sie und hat bewiesen Gewicht verliert sie immer mehr,
Anatomie kann man genießen. sie mag die Physio gar nicht mehr.
Da kennt sie alle Leitungsbahnen Am Freitag 11 Uhr wärs soweit,
und alle Muskeln auch beim Namen, dann geht sie los, die Prüfungszeit.
weiß ihren Ansatz, die Funktionen Gezittert, ängstlich aufgerührt,
auch alle Knochen und Gelenke, die Kehle fast schon zugeschnürt,
von Leber, Lunge die Segmente, doch äußerlich schön hergeputzt,
heut kinderleicht, ja fast Geschenke. das hat der Prüfung schon genutzt.
Doch dann das Fach, mit viel Funktionen, Ne Eins in diesem schweren Fache,
nun sagt sie wars ’ne leichte Sache.
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Familie

Noch eine Prüfung steht ins Haus, Zuerst mit Vater und mit Mutter,
die schwerste, ich sag’s frei heraus. da gibt es reichlich Wurst und Butter,
Die große Zahl der Esterasen, dann wird sich vieles wieder Runden,
die hier zum Metabolus blasen. die Dünne wird alsbald gesunden.
Die Katecholamine heben Genieß noch die Berliner Stunden,
den Blutdruck hoch beim Wissensstreben. zwei Jahre sind so schnell vorbei,
Sie findet keine Ruhe mehr, in Dresden lebst du sorgenfrei.
den Wissensstress trägt man sehr schwer. Im Klinikum wird sich dann zeigen,
Doch auch dies wirst du überwinden wie nützlich all der Wissensreigen,
und dich dann in der Klinik finden, der dich gequält so viele Stunden,
wo man gelassener dann strebt wo du kaum Schlaf des Nachts gefunden.
und jede Krankheit miterlebt. Du hast’s geschafft, es ist vorbei,
Hast du das Physikum bestanden, die dritte eins war Spielerei.
dann machst du Urlaub mit Bekannten.

das wünschen wir von Herzen.


Studienzeit Der Sohn zieht in das zweite Jahr,
in seinem Studienleben,
Ulrike ist nun Assistent das heißt, jetzt zählt nur Streben.
und pflichtbewusst zur Arbeit rennt Das Physikum im Studiengang,
und auch begeisternd dafür brennt. die allergrößte Hürde,
Auf der 2b war der Beginn, wer fleißig lernt, der schafft
hier lernte sie den Arbeitssinn es auch mit Würde.
beim sehr gestrengen Zytofleischer, Ein Auto hat er sich gekauft
der machte ihr das Wissen reicher. im fernen Bayernlande,
Die Öse war nach ihrem Sinn, wo er im Klinikum geschafft,
der Fleischer nicht der Hauptgewinn dort fand er auch Bekannte.
und letztlich auch Frau Biester, Wir wünschen für die Studienzeit,
macht’s Leben trist und düster. der harten Lebensprobe, recht viel Erfolg,
Auch Telli, Doktorvater, es wäre ihm zum Lobe.
macht immer noch Theater, Frau Mutter sorgt für unser Wohl
er ändert dies und ändert das, nun schon das ganze Leben,
und manches wird gar neu verfasst, es kann wohl kaum ein anderer Mensch,
sodass auch noch das Jahr verrinnt, den Seinen noch mehr geben.
bevor man es zu Ende bringt. Das Haus so groß, das hält sie rein,
Doch nun sitzts im Computer, gestaltet es sehr wohnlich.
oftmals streikt jedoch das Luder. Sie träumt vom Wagen mit Komfort,
Wie schön war die Studentenzeit, vielleicht sogar vom Daimler,
ganz anders ist die Klinikzeit, der Wartburg, der bislang zur Hand,
man denkt, man ist vom Druck befreit, den wird der Tobi fahren,
doch lernen gilts die ganze Zeit. denn seiner, den er sich erwarb
Die Wohnung, die sie sich gewünscht, ist viel zu alt an Jahren.
ist farblich schon ganz hell getüncht Das Weihnachtsfest, das heut beginnt,
und wartet aufs Beziehen. das soll uns Freude bringen,
Die Wanne fehlt und manches noch, Gesundheit und Zufriedenheit
dann wird’s ein wohlig Lebensloch, und stets gutes Gelingen.
wo man erbaulich nisten kann,
hat man dazu den rechten Mann,
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Familie

Ulrike zum 39. Geburtstag

Der Willi, euer Sonnenschein, das wiederholt er immerfort,


passt nun schon in die Krippe rein, wenn er bei Oma, Opa weilt
er strahlt und scheint dort gern zu sein er gleich zur Kujatruhe eilt.
und quängelt nicht, geht gern dorthin, Oweihja ruft er ab und an
für die Entwicklung ein Gewinn. und Aua hängt er öfter dran,
Die Frau Mama zieht klinikwärts, auch Tieresstimmen kann er sagen
sie heilt die Kranken dort mit Herz, und öfter nach Mamam schon fragen.
kuriert die Haut, die aufgetrieben, Er freut sich, wenn er Bagger sieht,
infolge Juckreiz aufgerieben, was er auch zu verstehen gibt.
durch Schuppen, Krusten alteriert, Er war ganz selten richtig krank.
durch Erosionen oft verschmiert, Selbst wenn er mal infektbelastet,
Ekzeme und auch Dermatosen er emsig durch die Wohnung hastet.
und störend rote Nesselrosen, Gerötet dann das Nasenrund
die quälen Menschen oft sehr stark, und sabbernd tropft der feuchte Mund,
der Pruritus geht bis ins Mark. auch aus der Nase tritt hervor,
Die Frau Mama ist schon zufrieden, der Schnupfenschleim wie aus ‘nem Rohr.
kann sie den Kranken Hilfe bieten, Er strahlt, ist sonnig, jammert nicht,
wenn manchmal auch der Tag sehr lang, er ist das warme Sonnenlicht,
ganz gut, dass Willi wenig krank. scheint trotz der Temperatur zufrieden,
Im Notfall springt die Oma ein, obwohl sie messbar angestiegen.
der Dirk bleibt dann auch mal daheim. Er fühlt sich bei der Omi wohl
Nachmittags holt sie Willimaus und schätzt auch ihren Blumenkohl,
mit Freude aus der Krippe raus. wird hier verwöhnt selbst früh am Morgen,
Er strahlt und juchzt, kommt die Mama, sodass die Mama ohne Sorgen.
wie herrlich wenn auch Papa da. Sie muss verreisen in die Ferne,
Gleich herrlich warmem Sonnenlicht den Fujiyama säh sie gerne,
strahlt Willi ihr ins Angesicht. der hoch zum Himmel schneebedeckt
Mit seinen großen blauen Augen sicht sichtbar weit ins Land erstreckt.
kann er sich tief ins Herze saugen, Wir wünschen dort im fernen Ost
sie kost ihn, drückt ihn an ihr Herz, genießbar rohe Sushi–Kost,
die Liebe wärmt vor Glück ihr Herz. erlebnisreiche Urlaubstage.
Er spricht schon Worte wie Papa Der Willi wird euch sehr vermissen,
auch „Mama Arbeit“, sagt er ja, wir werden ihn für euch mit küssen.
doch Kuja ist sein liebstes Wort, Für’s neue Jahr für euch allein,
Zufriedenheit und Sonnenschein.

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Familie

Ulrike zum 42. Geburtstag

Wieder ist ein Jahr dahin weil Flecken, Pusteln, und Rhaghaden,
mit viel Lebenszugewinn, auch Schuppen, die so bunt geraten,
Freuden bringt der Willisohn, mitunter schmerzen, jucken, brennen,
wohl der größte Lebenslohn. man könnte gleich von dannen rennen.
Doch der Dirk ist zu weit fort, Über vierzig bist du nun,
fehlt ihr hier zu Haus, vor Ort, bist du auch zufrieden?
sicher wird sich dieses ändern, Sicher wird das Leben dir
dieses hin nach Österreich Schlendern noch viel Neues bieten.
kann doch nicht von Dauer sein, Jeder Tag ist voller Pflichten,
scheußlich ist es auch allein, schwierig oftmals zu verrichten.
denn der Willi braucht ihn sehr. Hier Patienten, dort Studenten,
Papa komm bald wieder her, die sich ständig an dich wenden.
sonst ist unser Haus so leer. Ja, so ist das Alltagsleben.
Der Beruf füllt sie voll aus, das ein Leben lang gegeben,
wäre öfter gern zu Haus, niemals auf der Stelle treten.
doch die Mutter hilft hier viel aus, Beinvarizen fingerdick
nimmt den Willi oft ins Haus. stören der Patienten Glück,
Er ist unser Sonnenschein, lassen oft die Beine schwellen
dieses kleine Ritterlein, und beim Drücken gibt es Dellen.
das der Vater produzierte, Davon musst du sie befreien,
ständig weiter ausgarnierte. du setzt sogar den Laser ein,
Du weißt ja, wenn man vierzigjährig, doch mit Strippen und Veröden
da ist die Lebenskraft noch bärig kannst du sie entfernen, löten.
und du gestehst dir ehrlich, offen, Doch auch jene, die allergisch,
vom Leben ist noch viel zu hoffen. füllen deine Räume merklich,
Stehst voll in deiner Lebensblüte vor allem in der Pollenzeit,
und dennoch bist du abends müde, wenn Gräser blühen, erblüht das Leid.
das Klinikum, die Mutterpflichten, Allen musst du täglich helfen
die fordern Dinge zu verrichten, und so geht es immer fort
die gar nicht leicht und oft belastend, hier an deinen Arbeitshort.
man sieht sie drum des Öfteren hasten. Zum Geburtstag nur das Beste,
Patienten klagen ob der Sorgen, wunderschöne Wiegenfeste
sie wollen Heilung, nicht erst morgen, bald den Mann ganz voll zu Haus,
sonst sieht es schon sehr traurig aus.

23
Familie

Ulrike zum 43. Geburtstag

Ein weiteres Jahr ist dir entglitten, auch Akne und Rosacea
man nähert sich der Lebensmitten, bringt’s Klientel dir täglich nah.
steht voll im Leben und Beruf, Auch Mutters Haut ist sehr empfindlich
ist stolz auf das was man schon schuf. und die behandelt sie sehr gründlich,
Freut sich des Sohnes Wohlgedeihen, doch immer öfter tritt was auf
noch ist er ja ein Büblein klein in ihrem Alltagslebenslauf.
und Mamis schönster Sonnenschein, Genießt erbaulich die Kultur,
übt Flöte schon ein bisschen gut, pflegt den Gesang in Hauschis Chor,
für noch mehr fehlt vorerst der Mut. übt Kantaten und Motetten auch
Doch Schwimmen kann er Brust und Rücken Oratorien und Choräle
und kann sich mit dem Frosch schon und füllen mancher Kirche Säle.
schmücken. Das fordert wöchentliches Üben
Nur schade, dass der Papa fort, meist in der alten Schule drüben.
in Wien an seinem Arbeitsort, Reist auch begeisternd zu Kongressen,
der Willi hätt ihn gern zu Haus, dort ist der Fortschritt zu ermessen,
die Mami find’s alleine graus. doch ihre Zeit ist knapp bemessen.
Doch diese Zeit geht bald zu Ende, Zum Geburtstag nur das Beste
dies bringt dann hoffentlich die Wende. und noch viele Wiegenfeste,
Die ganze Woche stets nur Kranke Glück, Gesundheit, frohes Leben
mit Erythemen, Borreliosen, sei dir alle Zeit gegeben,
auch Infektion von Wundesrosen, dies wünscht dir froh
von Haus zu Haus
Ullamama und Papa Klaus.

Dirk zum 40. Geburtstag

Dirk ein kluger Sohn aus Sachsen, Er hat weltweit probiert, studiert,
in Nünchritz ist er aufgewachsen, in Germany, in England drüben,
auch eingeschult und Sport getrieben, Fernost, Malaysia, Afrika,
dies stets im Kreise seiner Lieben. wo er die Brücken prüfend sah.
Hat hier studiert und promoviert, Half ihren Zustand mit ergründen,
ist fleißig so voran marschiert. ob sich vielleicht Defekte finden.
Als Maurer von der Pike an, So ist er durch die Welt gereist,
fing er dann seine Lehre an. sah wie man woanders speist.
Hat’s Abitur sehr gut bestanden Noch immer ist er nicht sessil,
und war per Pflicht zu jener Zeit die Fremde bleibt für ihn ein Spiel.
zu dreiJahr Waffendienst bereit, Der Intellekt war schon vorhanden,
um dann sein Studium zu beginnen das wussten auch die Anverwandten,
und neues Wissen zu gewinnen. die Praxis schien ihm nicht so toll,
Als Ingenieur im Baugeschehen, er war des Wissens übervoll,
da konnt man ihn hier studieren sehen drum sollte er auch gleich studieren
und Brücken bauen und auch prüfen. und in die Wissenschaft marschieren,
sollt forschen, lehren Bücher, schreiben
und meistens am Computer bleiben.
24
Familie

Mit Kniefall warb er um die Braut, Doch es gibt auch böse, schlimme,
hat sie erwartend angeschaut, hört man von des Vaters Stimme.
ein leises Ja kam zögerlich, Ach der Papi fehlt uns sehr,
die Runde strahlte froh und frisch. ständig ist sein Bette leer,
Ganz idyllisch an der Elbe was dem Willi nachts gefällt
wo die Hänge voller Wein und ihn bei der Mami hält.
stiegt ihr ohne Sonnenschein, Montags morgen mit dem Flieger
jedoch mit Verspätung Geht es vorerst immer wieder
in den Ehestand hinein. in die Alpenrepublik,
Nun nachdem das Ja vollzogen, denn in Wien, da forscht er mit.
kam die Sonne auch hervor, Will die Risiken ergründen,
strahlte wärmend auf euch nieder wo wir die Lawinen finden,
und den ganzen Hochzeitschor. wann Moränen talwärts wandern
Die Elbe trug die Hochzeitsmähr und wohin sie dann mäandern,
ganz prall gefüllt bis hin zum Meer, wie man das verhindern kann,
dass Willi nun kein Köhler mehr, setzt man kluge Formeln an.
er stärkt fortan den Proskestamm Kennt die Risiken im Leben,
im Nachwuchs stolz, der einzige Mann. die menschgemacht, nicht gottgegeben,
Ritterfans sind Vater, Sohn. die aus dem Kosmos uns ereilen,
100 Ritter hat er schon, wenn sich Zentralgestirne teilen.
vieles aus dem Mittelalter, Dirk schwebt oft in höheren Sphären,
wunderbare Zeitgestalter, will sein Betawissen mehren,
Ritterburgen, Wurfmaschinen, will die Welt komplex betrachten,
Kettenhemden, Ritterhelme mit Visier, Gammawissenschaften achten.
Streitaxt, Lanzen, Pfeil und Bogen, Kennt so viele Phänomene,
alles trefflich abgewogen. achtet wenig das Mondäne,
Reiter und auch Fußsoldaten, ist wie Sokrates zufrieden,
Knappen mit sehr kühnen Taten, will dem Chaos das hiernieden
dieses alles in Geschichten zwingend seine Stirn voll bieten.
kann er Willi gut berichten. Lieber Dirk, forsch fröhlich weiter,
Dinos noch aus alten Zeiten, steig auf deiner Wissensleiter
beide mögen sie gut leiden. recht erfolgreich und auch heiter
Langhals zählt wohl zu den Guten, zu den Wissensgipfeln auf,
das ist heute zu vermuten. so ist halt dein Lebenslauf.

25
Familie

Hochzeit von Ulrike und Dirk Hochzeitsfeier im Spitzhaus

Ach das Schönste ist vollbracht, Im Spitzhaus in den Lößnitzbergen,


was ihr heut hier gemacht, da fand man sich bei Sonnenschein
habt den Lebensbund geschlossen auf dem Terrassengarten ein.
und den Stammbaum hoch gestärkt Füllt jedem Gast Champagner ein
der als Proske hier vermerkt. und stimmt ihn für den Abend ein.
Aufgeregtheit ist gegeben Zu Füßen lag das Lössnitztal,
tritt man nun ins Eheleben, mit Rebenstöcken großer Zahl,
denn es kommen neue Pflichten, genoss den Anblick dieser Stadt,
die ganz ernsthaft zu verrichten. den man wohl selten besser hat.
Doch ich glaub in dieser Runde Erlebt den Abendsonnenschein
gibt es keine neue Kunde, und zog dann in die Halle ein.
vieles bleibt so wie es war Zuvor wurd jeder abgelichtet,
in den schön verbrachten Jahren. in einem Rahmen hergerichtet,
Willi stärkt den Proske–Stamm, fürs Album, zur Erinnerung,
in der Folge einziger Mann. das Ganze hatte vollen Schwung.
Wird den Namen weiter tragen Der Innenraum schön vorbereitet,
und damit der Nachwelt sagen, ein jeder seine Dame leitet
Proskes werden fortbestehen zum Platze, der wunderbar garniert,
und den Willi blühen sehen. ein Efeublatt den Namen ziert,
Diesbar wurde auserkoren, sodass sich keiner hier verliert.
dieser Ort fast weltverloren, Der Bräutigam begrüßt die Gäste
ganz verträumt am Elbestrand zu diesem frohen Hochzeitsfeste,
mit ’nem breiten Uferrand. lobt seine Frau und seinen Sohn,
Im Frühling blüht hier allerhand, gedenkt dabei der Eltern schon
der Heiratsmarkt ist landbekannt, heißt alle liebevoll willkommen,
drum wurd der Ort auch auserkoren, nachdem sie alle Platz genommen.
wo „Singledasein“ ging verloren, Dann wird die Suppe eingeschenkt,
wo man sich’s Wort fürs Leben gab, eh man sich zum Büfett hin lenkt.
im Leben wohl die schönste Tat. Er selbst eröffnet das Büfett,
Gekühlt ist der Champagnersekt, nun läuft von selbst der Abenddreh,
den man dem Paar entgegenstreckt. denn wunderbare Sinnesgaben,
Die Verwandten, Freunde, Gäste die Mund und Gaumen köstlich laben,
wünschen euch das Allerbeste, sind viel zu reichlich vorgegeben,
gutes Miteinanderleben, so ist das bei ‘ner Feier eben.
ein gesundes Fortbewegen, Die Braut lachsfarben, toll gestylt,
Wohlgedeihen für den Sohn, in einen traumhaft schönen Hochzeitskleid,
das wär schon ein schöner Lohn. desgleichen schmuck der Bräutigam,
passt sich ihr farblich bestens an,
auch Willi mit ’ner tollen Weste
verziert das Fest aufs allerbeste.
Nachdem man sich gestärkt beim Mahl,
wohl über 50 an der Zahl,
die Freunde aus der Jugendzeit,

26
Familie

auch alle schön im Festtagskleid. in Orient und auch in Sachsen,


Von nah und fern sind sie gekommen wo wunderbare Menschen wachsen.
und haben gern hier teilgenommen, Der Proske Stammbaum hoch geehrt,
aus Jena, Erfurt und Berlin, den Willi ja nun stolz vermehrt.
die meisten doch vom Land der Sachsen, Viel Kurzweil bot das Hochzeitsfest.
wo Braut und Bräutigam gewachsen. Die Tanzmusik, die lud nun ein,
Mit allen sind sie eng verbunden die reifere Jugend stieg voll ein,
durch lang Schul- und Studium-Stunden, die Jugend ließ manch Runde aus
zum Teil durch Uniklinikzeiten, und diskutierte voll zu hauf.
nur Susi rührt vom Urlaub her, Bei Wunderkerzenflimmerschein
stets braun gebrannt vom Ostseemeer. trug man die Hochzeitstorte rein,
Mit Power Point wurd demonstriert, die alsbald aufgeteilt, verzehrt.
wie unser Töchterlein marschiert, Das Fest verstrich, verflog im Nu,
was sie als Kind so einst erlebt, die Kindlein schlossen Augen zu,
wie sie als Kind so aufgewachsen, nun hatte auch das Brautpaar Ruh.

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Freizeit

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Freizeit

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Freizeit

Der Kurort Piestany Der erste Tag in Piestany 1988

Das Städtchen an der Vah gelegen, Am ersten Tag ganz aufgeregt,


hat sich den Gästen hingegeben. man zu der Nutzanwendung fegt.
Der Wohlstand kommt von unten her, Bemüht auch alles recht zu machen,
von einem heißen Untermeer, fragt man die allerdümmsten Sachen.
wo warme Quellen zahlreich sprießen, Ist man bei Irma eingetroffen,
die hier ganz wohlig zu genießen. kann man alsbald auf Hilfe hoffen.
Es gibt auch Schlamm nebst vielen Quellen, Man kriegt den Stempel für die Zeiten,
mit Schwefeldampf an manchen Stellen. wann täglich wir ins Wasser gleiten,
Es hilft den Gästen die hier säumen wann wir zum Schlamm beordert werden
und wieder von der Jugend träumen, und wann wir Schwimmen, Wassertreten
wo voll beweglich alle Glieder und wann die Speisen einzunehmen
und straff gespannt und prall das Mieder Du gehst zum ersten Mal dorthin
Die Therapie die man erhält, und hast nur Gutes selbst im Sinn.
die wird vom Arzt bereitgestellt, Du siehst die Tücher voller Schrecken,
damit die Schmerzen von Gelenken, die schlammbefleckt die Leiber decken.
den Rücken, Beinen und den Händen, Oh welcher Schreck denkst du vor Ort
verschwinden, uns nicht mehr begleiten, und treibst die Angstgefühle fort,
als lästig arge Altersleiden. die dich erfassen in den Hallen,
Man knetet, klopft, befummelt dich, wo nur gedämpft die Stimmen schallen.
ganz nackt wie einen Bratenfisch, Der Schlamm erwärmt dich ohne Harm
man packt dich dann in Linnen ein, und hilft den Muskeln und den Darm.
du fühlst dich wohl, so soll es sein. Bei Eva, diesem alte Becken,
Der Reizstrom kribbelt froh und munter, kann’s dich ein bisschen schon erschrecken.
den Rücken rauf, den Rücken runter, Das Wasser trüb und sichtgemindert,
durchflutet Muskeln macht sie locker, was manchen gar am Einstieg hindert,
du springst jetzt flinker schon vom Hocker. doch jenen die sich gern bewegen
Man kann das Kuren hier genießen, bringt Eva 1000 Metersegen.
derweil die Frühlingsknospen sprießen. Die Ulla und der General
Der Frühling weckt mit seinem Grün, die ziehen die Bahnen wie ’nen Strahl
das Land, lässt bunte Blumen blühen. und diese täglich 40 mal.
Die Sonne bräunt die Bleichgesichter,
die glühen schon wie Neonlichter.
Die Landschaft mit den nahen Bergen,
die sind nicht hoch und gleichen Zwergen.
Dort kann man wandern, sich erholen
und opfert seine Laufwerksohlen.
Ein Frühling, schön wie lange nicht,
dazu Bekanntschaft gut gemischt
und Speisen die uns runder machen,
verspeist man die gebotenen Sachen.

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Freizeit

Schlammbad Piestany 1988 Flug 1996

Im Schlamm verpackt sollst du hier schwitzen, Hoch in der Luft fliegt man schon Stunden,
es soll Skelett und Muskeln nützen ist fest an seinen Platz gebunden,
mit dem du dich sonst fortbewegst kann sich nur ganz begrenzt bewegen
oder sehr lange Schlange stehst. das ist nun mal der Jumbosegen.
Die Muskeln, Knochen und Gelenke, Die erste Klasse wenig weiter,
bewegt man wieder ganz behände, dort sind die Plätze spürbar breiter,
fast wie dereinst zur Jugendzeit, und auch im Service, wie man sieht,
man ist zu manchen Marsch bereit ist man schon um den Gast bemüht.
Der Bacchus scheint dir nicht mehr fern Der Monitor zeigt unsere Route,
du läufst dies runde Stündchen gern, lässt uns erkennen, wo wir sind
erholst dich dort beim Schoppen Wein und auch wie stark der Gegenwind,
und schlenderst quietsch vergnügt dann heim. wann wir am Ziel dann landen werden
Die Schmerzen die dich einst verstimmt und wann wir wieder dort auf Erden.
und deine Seele fast gekrümmt,
die sind dahin, sind fast verschwunden,
Dank schlammverpackter Ruherunden.
Du fühlst dich wohl, senkst dein Gewicht
und spürst dich gänzlich aufgefrischt.

Zur Kur in Piestany 1989

Zur Kur fährt der, der voller Leiden,


ganz gleich ob an den Eingeweiden,
den Muskeln, Knochen und Gelenken,
die sich zum Teil schon stark verrenken,
die rundherum schon abgenutzt,
man hofft sie werden aufgeputzt.
Massage, Schlamm und heißes Wasser,
auch Perl- und Spiegel- Wechsel-Bäder,
die man erwartungsvoll erhält,
auf die man längst schon eingestellt
sind messbar mit dem Ergometer,
kann so Erfolge registrieren,
wenn’s noch nicht reicht, noch mehr
marschieren.
Die Berge hoch die Berge runter,
die Muskeln schmerzen schon wie Zunder,
man steigt zur Wage will sich wiegen,
die Kilos sollten ja versiegen,
doch schwerlich senkt sich das Gewicht,
das liegt vor allem am Gericht,
die man uns mittags, abends bringt
und so den Hunger niederringt.

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Freizeit

Besuch in Leipzig 2003

Wer per Bahn die Stadt erreicht Hannelore will uns zeigen
macht sich’s Shoppen spielend leicht. dass das Flussbett neu erblüht,
Drei Etagen mit Boutiquen denn das kann nur herzlich eine,
hat der Bahnhof hier zu bieten die von Leipziger Geblüht.
Reich gefüllt für jedermann Altes Rathaus, alte Börse
fängt man erst zu kaufen an. Barthels Hof und Kaffee Baum
Fast vergessen war die Pleise Leipzigs schöne Altpassagen,
quer auf ihrer Innenstadtreise. neu erstandener Einkaufstraum.
Heute ziert sie Leipzig wieder Tief im Auerbachschen Keller
und erfreut auch die Gemüter, spukt Mephisto mittendrin.
dass man sie nun wieder hat Faustes Fassritt für die Zecher
sichtbar in der Messestadt, und Besucher ein Gewinn.
Kann mit Booten sie befahren Leipzigs Kirchen und Museen
unvorstellbar noch vor Jahren, hat sie uns vormals gezeigt
dass man dieses wieder kann, vorm Gewandhaus und der Oper
staut man sie ein bisschen an hat sich einst das Volk verneigt
Träge floss einst diese Brühe Dank von allen, die gekommen
wo sich Pleise Elster trafen und sich gern die Zeit genommen
früher wirkten sie verschlafen, Leipzigs Kleinod zu erkunden
nicht zur Zierde dieser Stadt, dank der schönen Bootesrunden
so dass man sie auch innerstädtisch Wo Entspannung uns gegeben
im Kanal vergraben hat. in der Hektik unseres Leben
Kulturgetränkt geht es nach Haus
Dienstags schreiten wir neu aus.

Donaufahrt August 2006

Langer heißer Sommertraum stieg um in Hof und Nürnberg unten,


füllte unseren Lebensraum der ICE war schnell gefunden,
und man hatte schon Bedenken der Himmel zeigt bald dunkle Wolken
wird man in der Sonnenglut dazu noch Blitz und Donner grollten
auch das Fahrrad fröhlich lenken, und Regenschauer wie erwartet
wird die Hitze uns nicht schaden, dann kurz vor Passau auch noch startet.
müssen wir gar öfter baden, Im Schlößlein bei den Jesuiten
doch es kam nicht wie erwartet, konnt man um Übernachtung bitten,
denn ein Regentief grad startet, erhielt ein Fahrrad, fuhr zur Stadt,
das die Sonne voll verdeckte, die auch schon manche Steigung hat,
jede Regenwolke leckte, erlebten die Dreiflüssestadt,
ließ die Donau kräftig schwellen die allerhand zu bieten hat,
und an vielen Uferstellen den Stephans-Dom barockgewaltig
auch den Fahrradweg versinken das Rathaus, Ober-Nieder-Feste
ja das war dann schon zum Stinken. und allerhand sakrale Bauten,
Von Dresden gings nach Passau hin, die hier als Kirchen auf uns schauten,
man saß sehr lang im Zuge drin, sie waren alle sehenswert,
33
Freizeit

manch Sünder wurde hier bekehrt. und hat ‘ne wunderbare Schau
Per Fahrrad ging’s die Donau lang, auf Melk, das imposant gelegen,
erwartend, ohne Liedgesang, ein Kirchenprotz aus Gold und Stein
man trat ganz fleißig ins Pedal, lädt Millionen Menschen ein.
es rollte leicht, war keine Qual. Dann ging’s nach Spitz ganz wacker weiter
Der erste Ritt nach Kramesau, an manchen Bäumen stand ‚‘ne Leiter
der Himmel noch betrüblich grau, um die Marillen abzupflücken,
noch gab es keinen Regenschauer, die durch die Last die Äste drücken.
die Sonn‘ durchbrach die Wolkenmauer, Marillen hier, Marillen dort,
so fuhren wir im Sonnenschein Marillenknödel stets vor Ort,
beglückt in die Wachau hinein. Marillenbrand nicht zu verachten,
Von Kramesau ging es dann weiter, was Kenner auch schon vor uns dachten.
das Wetter war nun nicht mehr heiter, Inzwischen leicht die Sonne lachte,
der Nieselregen wurde stärker, nun wird es besser, jeder dachtet.
man spürte doch schon leichten Ärger, Ein heftige Gewitterschauer,
in Obermühl hielt man dann Rast traf uns vor Spitz noch mal ganz toll,
bis uns der Leib des Schiff‘s gefasst, man sah schon wie die Donau schwoll,
sodass man dann im Trocknen saß vor allem auch die Bachgewässer,
und wohl den Regen teils vergaß. am nächsten Tag wurd es noch nässer,
In Linz gelandet, welcher Schauer, schier unerschöpflich schien der Regen
von ewig langer Regendauer, der uns vom Himmel hier gegeben,
im Bulk fuhr man quer durch die Stadt der unsere Häupter voll durchnässt,
die doch schon viel Gefahren hat, ein doch sehr feuchtes Fahrradfest.
man wollt den Tross ja nicht verlieren In Dürrnstein hat man’s voll erlebt
und muss bei rot sogar passieren. wie kraftvoll sich die Flut bewegt,
Das Marriott wurd doch erreicht, welch Treibgut sich am Ufer staut,
wir alle waren durchgeweicht. und schnell der Fahrradweg verbaut.
Die Fahrradtaschen welcher Schreck, Man stieg mit Fahrrad in die Bahn
auch die waren feucht und schienen leck. und fühlte sich dabei ganz lahm.
Per Schiff gings nächsten morgen weiter Der letzte Ritt von Spitz nach Wien
das Wetter war auch heut nicht heiter ließ noch einmal die Hoffnung blühen,
bis Grein sollt’uns das Schiff geleiten, der Himmel konnt‘ mit Sonnenstrahlen,
den Rest mit Fahrrad dann bestreiten, uns die Wachau ganz lieblich malen.
doch trotz des Regens fuhr man weiter Ins Krems begann der Regen wieder,
und blieb bis Ypps halt Schiffbegleiter wir stiegen dann zum Zug herüber
Fuhr radelnd dann, fasst ohne Regen und fuhren dann nach Wien herunter,
dem neuen, vierten Ziel entgegen. und sahen vor Ort, hier Radweg unter.
Maria Taferl, Wallfahrtsort, Per Fahrrad gings quer durch die Stadt,
für Gläubige ein seel‘ger Hort. die wunderbare Schätze hat,
Besuchte auch das Schloß Artstetten, wir kehrten zwischendurch auch ein
Franz Ferdinand und große Namen und fanden dann, erneut durchnässt
zu diesem Ort in Österreich kamen das Ziel von unserm Fahrradfest.
Der Hausherr wurde weltbekannt, Die 60 plus in dieser Gruppe war
nachdem gestreckt durch Mörderhand. schon ‚‘ne dufte Radlertruppe,
Vom Wallfahrtsort ganz hoch gelegen man trat ganz wacker ins Pedal
konnt man sich abwärts schnell bewegen wenn es mitunter auch ‘ne Qual
gottlob gab es noch keinen Regen. so ging es fort halt auch bei Regen
Genoss bewölkt so die Wachau denn unser Ziel heißt sich bewegen,
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Freizeit

schier unerschöpflich schien der Regen, schon ein ganz neues Tourerleben
der hier von Himmel uns gegeben das uns auf dieser Fahrt gegeben,
Im Rückbetrachten war es eben doch nur zu feucht, so war es eben.

Neugier nach der Wende Gewichtssorgen

Durch die Lande will ich reisen, Das Leben ist ein böser Schmaus
will die deutschen Fluren sehen, zieht man sich vor dem Spiegel aus.
auf die Dörfer, in die Städte Es stören sehr die Rettungsringe,
und berühmte Burgen gehen. man leidet unter dieser Zwinge
Auf die Hügel, Berge steigen die uns der Wohlstandsspeck versetzt
will mich zu den Wassern neigen, und so an der Gesundheit wetzt
von den Flüssen hier im Land, und wohl das Atmen gar erschwert
die bislang mir unbekannt. und so die Dringlichkeit erklärt,
Will den Ursprung deutscher Flüsse dass man nun aber Bremsen muss,
selbst an ihre Quelle sehen da sonst durch diesen Überfluss,
und wenn möglich an der Mündung, der Mensch es arg bezahlen muss,
dann im Meere verschwinden sehen. durch Hochdruck, Gicht und andere Pein
und alles soll nicht freundlich sein.
Man weiß es, will ja reduzieren,
möcht’ jedes Überpfund verlieren,
kämpft hierbei meistens ideell,
ist bei der Mahlzeit stets zur Stell,
träumt nachts vom Idealgewicht,
sieht man sich morgens ins Gesicht
ist man wie eh und je gebaut
man hat sich selber so versaut.
Man nimmt sich vor sich schlank zu kriegen
und sein Lüste zu besiegen,
solang man satt ist geht das leicht,
doch wehe wenn der Hunger kreischt,
man lautlos in die Küche schleicht.
Es erst mit Obst und Saft versucht,
dann letztlich dieses auch verflucht
und Wurst und Schinken voll genießt
bis dann die Sättigung dann sprießt.

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Freizeit

Hiddensee Konzert April 2004

Im späten Sommer steht das Land, Man setzt sich nieder wohl gedresst,
das mit dem Meer im Einklang stand. erwartet ein Orchesterfest,
Idyllisch träumt die Inselwelt sieht wie die Geiger so verteilt,
wo es den Vögeln so gefällt, meist von den Celli eingekeilt
die für den Flug nach Süden rüsten, und von den Bäßen seitumrandet,
vorbei die Zeit des Brüten, Nisten, Trompeten zwischendrin gestrandet.
schon wanderfroh erwuchs die Brut, Den Taktstock hebt der Dirigent,
die stark genug für’n Südenflug. dann geht es los ganz vehement
Gar klein erscheint das Eiland hier, Der Raum ist voller Notenklänge,
die Häuser schmuck und voller Zier, es dringt das ganze Tongemenge
den Gästen die sich eingestellt ans Ohr der Lauscher und der Hörer,
gefällt die heile Inselwelt. zuweilen auch der Hustenstörer.
Der Ort wo Hauptmann beigesetzt Orchesterklang ergreift ein jeden,
ward von der Künstlerwelt benetzt, wenn vordergründig Geigen schwelgen
was Rang und Namen einst besessen und Bläser sich dazwischen melden.
hat hier vormals gewohnt, gegessen. Die Kesselpauke ab und an
Herr Ringelnatz auch Einstein gar kommt lautstark auch dazwischen dran.
auch Brecht und Werfel waren da. Oboen klingen zwischen drein
und Felsenstein zur letzten Ruh. und dringen in die Seelen ein.
Die Celli heben das Motiv,
das rythmisch- klanglich sich erstreckt
und auch die letzten Schläfer weckt.

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Freizeit

Klassentreff

Wie schön sieht man sich doch mal wieder, Erzählt ganz kurz den Werdegang,
strahlt Freude aus, mit dem Gesicht, der ist ja nun schon reichlich lang.
denn alte Freundschaft hat Gewicht. Verkündet was man derzeit tut
Durchlebt erneut der Penne Zeiten, und das man ja noch voller Mut,
lässt auch die Lehrer uns begleiten. dass man nun Leiter sei ganz oben
Erinnert sich der ersten Liebe, und will sich dabei auch mit loben,
dem wunderbaren Spiel der Triebe, wie Frau und Kinder sich befinden
durchstreift was alles uns verbunden, und wie das Leben so zu finden.
dies dauert wohl so zwei drei Stunden, Das Treffen war ein Rückwärtsblicken
schon ganz Vergessenes ward gefunden. in die verbrachten Jugendlücken.
Fragt nach den Eltern, die einst waren, Man spürt wie fremd man sich geworden
die längs schon himmelwärts gefahren. und überbrückt’s mit schönen Worten.
Betont noch mal wie schön es war
und sagt Adieu bis nächstes Jahr.

Klassentreffen von U. 2005

Man trifft sich wieder in der Stadt noch sind sie meist erduldbar klein
wo man dereinst gewohnet hat, und lassen sich noch gut beheben
wo man geboren, groß geworden Hat man die sechzig fünf erstritten
und seine Bildung einst erfahren, wird hin zum Lebensrand geritten,
wo man die Jugendzeit verbrachte man rückt den Himmel immer näher,
und erster Liebe still gedacht er sendet ab und an schon Späher,
Lang ist es her, die Zeit verrann als Zipperlein, als Ischalgie,
man denkt an vieles kaum noch dran als Schmerz in Hüfte oder Knie,
doch heute wird viel auferstehen als Schwindel oder Herzattacke,
wir werden vieles wieder sehen, da hält man ängstlich seine Klappe,
was wir erlebt, wie wir`s getrieben noch kann man Schreiten, Fahrradtreten
und auch die Sehnsucht einst im Lieben. und sich auch leidlich fortbewegen
Die Lehrer werden kurz erscheinen, Das Alter wird ersatzteilpflichtig
die Schaberreien, großen, kleinen. ein Neugelenk oft lebenswichtig,
Auch mancher Streich den mal vollbracht da durch ein neues Hüftgelenk,
und wie wir alles so gemacht. die Fortbewegung nicht mehr klemmt
Inzwischen sind wir reif geworden und auch die Schmerzen voll entweichen,
und leben an verschiedenen Orten das ist ein neues Hoffnungszeichen.
und haben Kinder Mitte dreißig Wir stehen im Herbste unseres Lebens,
und diese sind auch wieder fleißig schätzen den Wein von guten Reben,
sie schenkten uns den Enkelreigen und spüren wie schnell die Jahre eilen
vor dem wir uns glückselig neigen. uns bleibt kaum Zeit noch zum Verweilen,
Beruf und Arbeit meist passe wie sollten unsere Zeit genießen
und vieles scheint uns kalter Schnee. und keine Traurigkeit vergießen,
Beim Reifen stellen sich Mühen ein, wir sollen diese Welt bereisen,
vorausgesetzt man hat das Geld,
denn teuer ist die Lebenswelt
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Freizeit

und die Tantieme sind bescheiden, lasst heut die Jugend noch mal sprießen.
die uns als Altersgeld begleiten. Ein Dank an Eike, seine Mannen,
Wir wollen diesen Treff genießen, die dies bereitet und erdacht
und wie man sieht sehr gut gemacht.

Pflaumenkuchen August 2007 Spiel

Wunderbar die Wanderrunde, Wenn man sein Tagwerk stolz vollbracht


insbesondere wenn die Kunde und langsam naht die schwarze Nacht,
von der Ulla wird vernommen trifft man sich öfter mit Bekannten,
heute könnt ihr zu mir kommen, auch liebgewordenen alten Tanten,
Pflaumenkuchen frisch gebacken, um sich Patiencen hier zu legen
oft ein Gläschen noch dazu, und so die Hirnzellen zu bewegen
wohlverdiente Wandersruh. oder das Rommeespielen üben.
Ja man hört die Damen sagen, Als Rommeespiel für die Betagten
ach wir komme gern zu dir, und sonst nicht mehr so sehr Gefragten,
köstlich schmeckt es ja bei dir. sind Legespiele sehr begehrt,
Den Pflaumenkuchen in der Runde weil man so die Kontakte mehrt.
führt man genüsslich dann zum Munde, 6 Joker sind der Kick im Spiel,
der Gaumen kann hier voll genießen ganz glücklich hat man davon viel.
dazu nen Kaffee, keinen süßen, Auch Scrabbeln, Ski-Bo, Bridge und Skat,
zum Teil mit Sahne aufgefüllt, auch manche andere noch parat,
die Galle schon erwartend brüllt, um sich den Abend zu gestalten,
bei denen, die sie noch besitzen. verliert man, spürt man Zornesfalten.
Nach einer runden Wanderschaft Der fromme Christ hasst Kartenspiel,
verbraucht man doch schon Muskelkraft, hier sei der Teufel mit im Spiel.
sodass die Sünden zu verzeihen, Wir sehens nicht so teuflisch ernst,
auch wenn die Stückchen nicht ganz klein. vergnügen uns die Abendstunden
Man fühlt sich wohl hier im Ambiente in netten, frohen Freundesrunden.
legt in den Schoß entspannt die Hände
nachdem man wieder aufgetankt
geht’s heimwärts so ganz frisch und frank.
Man freut sich auf das nächste Mal,
die Wanderschaft ist nie ’ne Qual.

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Freizeit

Sächsische Schweiz 1995

Man hat die Heimat neu entdeckt


ward in der Frühe schon geweckt,
zog froh in Kirnitzschtal dahin,
nach Wandern, Klettern stand der Sinn.
Der Ebs mit seiner lieben Frau
kennt diese Gegend ganz genau.
Vom Nassen Grund zur Eulentilke,
zur Wilden Hölle steil hinauf,
bequem und nicht im Dauerlauf.
Der Aufstieg schwierig, wie beschrieben,
Gelände gut, um sich zu üben,
vor allem wenn der Ischias quält
wird doppelt jeder Schritt gezählt.
Ist man dann in der Schrammsteinspur,
genießt man fröhlich die Natur,
begegnet ab und an ‘nem Wanderer
auf diesem Weg, der wie Mäander,
sich schlängelnd um die Felsen zwängt,
zuweilen schmal und eingeengt.
Man wandert Stunden, fühlt auch Durst
denkt auch im Rucksack an die Wurst,
zur Breiten Kluft lässt man sich nieder
und stärkt die müd gewordenen Glieder,
genießt den Blick, den Sonnenschein,
schaut weit in’s Land, fühlt sich daheim.
Hört Schwaben diese Schweiz betrachten,
vernimmt, dass sie es gar nicht dachten
wie reizvoll doch der Osten sei,
ein Glück, dass dieses Land nun frei!
Gestärkt, erholt geht es nun weiter,
es kommt noch manche Treppenleiter
bis hin zum Schrammsteinaussichtsblick
sieht man vom Land manch schönes Stück.
Am Aussichtstreff der eng bemessen,
hat man ganz eng gezwängt gesessen,
drängt sich voran auf schmaler Leiter,
der Ebs will hoch, er will noch weiter,
der Ausblick oben sei zu loben,
ich glaub er hat genug geboten,
Der Abstieg von dem Schrammsteinblick,
ist steil und fordert schon Geschick.
Verglichen mit den Aufstiegsmüh’n
lässt es sich locker heimwärts ziehen.
Wir danken Ebs und Frau Renate
für diese Elbsandsteinparade.
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Freizeit

Urlaub 1989

Die Urlaubszeit gibt dir zu denken, Der Wörthersee von oben her
wohin sollst du die Schritte lenken, ist Kärntens stolzes Heimatmeer.
um zu genießen viel zu sehen, Maria Wörth direkt am Wasser
um kraftvoll dann ans Werk zu gehen. entpuppte sich für uns noch nasser,
Die Reise, die wir hier gebucht der Himmel schien sich zu entleeren.
Hat mancher andere auch gesucht, Der nächst Tag voll Sonnenschein.
doch diesmal hat es uns getroffen, Nach Yoghurt, Saft und Schwarzkaffee
die anderen dürfen weiter hoffen. Verließ man Villach jene Stadt,
Am ersten Tag noch recht verhalten, die uns so feucht empfangen hat.
die allenthalben gut bestallten, Der Wolkenhimmel ließ vermuten,
die mit dem Geld so achtlos walten wenn wir uns auf der Reise sputen,
und solche teueren Reisen buchen könn’n wir noch den Großglockner sehen.
und Freunde in der Ferne suchen Von Bergen rechts und links begrenzt,
anstatt die Gelder zu vermehren sind wir durch die Natur geschlenzt.
um ihre Kinder zu ernähren. Heiligenblut auf halben Weg,.
Per Flugzeug ging es dann nach Wien. zum Glockner hoch ein Stoßgebet,
Der Flug war wahrlich kurz bemessen, der Glockner wie so manche Dame
man hatte grade Zeit zum Essen hielts letzte Stück versteckt im Schame,
und dann erschien am Horizont, ja selbst am Franzerls Josef Haus
der Ort für den wir viel gebongt. schaut er nicht aus den Wolken raus.
Vier Sterne werden angekündigt, Beim letzten Halt am Hohen Tor
Bellevue hat hier wohl arg gesündigt. blieb er verhüllt wie grad zuvor.
Drei Sterne zählt das Belvedere, Im Zell am See ne kurze Rast,
mehr gibt das Interieur nicht her. zum See ein Blick in aller Hast.
Marina führt uns durch Wien, Im Inntal ging’s dem Ziele zu,
wo allerorts die Blumen blühen. es drückten schon die Lederschuh.
Sie zeigt uns wie sie wächst die Stadt, Am Donnerstag ein Sonnenschein,
und was sie sonst zu bieten hat. so sollt’s den ganzen Urlaub sein.
Das Land so reizvoll, wunderschön Der Hafelekar der wurd’ bestiegen,
genoss man im vorübergehen. per Gondelbahn, fast wie im Fliegen
Die Häuser strahlend weiß getüncht, und welch ein Rundblick übers Land,
so wie man sich’s zu Hause wünscht, die Berge hatten sich enthüllt
mit Blumen rötlich bunt garniert, und voll mit Sonnenschein gefüllt.
sodass der Blick dorthin marschiert, Innsbruck, Olympiastadt, Tirol,
so ging es durchs Helental mit Freiheitshofer als Symbol.
und fremde Orte großer Zahl. Berg Isel fast ein Heiligtum,
In Graz genossen wir die Stadt, geschwängert durch Historienruhm.
die gleichfalls viel zu bieten hat. Zum goldenen Dachel, längst erwartet
Die Mur, die Burg, das Städtetreiben, sind wir vor Tisch noch hingestartet.
Aufforderung für uns zu bleiben. Zur Neuen Post dann voll gestärkt,
Besuchten auch den Dom von Innen ging jedermann privat ans Werk
und schauten dann auf Dach und Zinnen, um Sehenswertes aufzuspüren,
der alten, schönen Landesstadt, um sich mit Neuem vollzuschnüren.
die uns nur kurz als Gäste hat. Die Mozartstadt mit hoher Feste,
40
Freizeit

zum Festspielfest, das Allerbeste Erfrischung brauchte man in Fülle


gibt sich die Kunst ein Stelldichein und für die Kleidung leichte Hülle,
es muss beim Klang von Mozart sein. ermüdet kehrte man dann heim,
Auch Künstler aus dem Dresdner Land das nächst Mal könnt’s kühler sein.
sind hier in Salzburg gut bekannt. Der freie Dienstag wird gefüllt
Die alte Stadt barock geprägt mit ‘nem privaten Wanderbild,
wird durch den Fluss entzwei gesägt. das nicht so weit ins Land verführt
Man sah den Dom, das Mozarthaus und wo man nur bequem marschiert
und fuhr auch auf die Burg hinauf. auch etwas ruht, genüsslich speist
Der Sommer viel zu heiß und trocken, und auf den schönen Tag verweist.
da wars oft schwer durchs Land zu socken.

41
Freizeit

Nun schritt man wandernd durch das Land


Wandern an der Loire bis an des Schlossesmauerrand nach
Chambord, das so weltbekannt.
Bei wunderbaren Sonnenschein Mit vielen Türmen, vielen Zinnen
traf man in Frankreichs Hauptstadt ein. und erst die Räume innen drinnen.
Die Sonne stand hoch im Zenit Gigantomanig doch in Grau
und macht uns für das Wandern fit. empfing uns dieser Superbau,
In vorgerückter Abendstunde das auch von Sachsen einst bewohnt.
saß man in der Beratungsrunde Moritz von Sachsen ließ hier
im Novotel in Montparnas Manch Edlem Hörner wachsen,
und füllte Rotwein in das Glas. was ihm doch letztlich nicht bekam,
Am nächsten Morgen früh nach acht da man ihn bald das Leben nahm.
hat man sich auf den Weg gemacht. Nach einer langen Regennacht
Der Himmel zog sich langsam zu, hat man sich auf den Weg gemacht,
die Sonne hatte heute Ruh, ganz grau, tristes, das ganze Land,
als wir nach Orleans hin fuhren. was selbst depressiv empfand.
Des Himmels Schleusen gossen wieder Noch müde schienen die Gemüter,
viel Regen auf die Häupter nieder, manch einer schloss dabei die Lider
als wir zu Kathedrale schritten, In der Elise in Germigny des Pres,
direkt hier in des Stadtesmitten. da gab es schon den ersten Steh.
Die Kathedrale imposant, Nun ging zum Wasserschloss Sully,
die Zwillingstürme rank und schlank. mit ganz erstaunlich dicken Mauern,
Es hat hier Jean de Arc gehagelt, das konnt’s Belagern lange Dauern.
sie wird dir hier ins Mark genagelt. Der Duc Sully einst Hausherr hier,
Nach dieser Kathedralenrunde, war seiner Zeit ein hohes Tier.
von mehr als einer satten Stunde, Wandteppiche in großen Hallen,
war dann der Regen fort gegangen, die bieten heut noch wohlgefallen
der Himmel doch noch grau behangen, und auch der Dachstuhl von ganz oben
zu Fuß gings dann den Fluss entlang, ist heute noch als Stolz zu loben.
die Sonne uns nun wieder fand, Dies zu erhalten kostet Geld.
in dieser satten Auenflur Verarmung zwang die Frau Sully
bot reichlich Äpfel die Natur. sag zum Besitz doch bloß sally.
In Beaugency ganz kurze Rast, Sologne hin, Sologne her,
die Brücke beide Ufer fasst. wir zogen wandernd quer daher,
Nun ging’s per Bus hin nach Blois, durch Wald und Forst, auch Heideland,
wo man drei volle Tage war. wo man auch Moos und Flechten fand.
Holiday Inn nahm uns hier auf Meist flach und träge fließt dahin
in unseren Wander-Urlaubslauf. das Wasser in dem Flusse drin,
Bei warmen Morgensonnenschein mit vielen Inseln zwischendrin.
trat man früh in die Altstadt ein. Nur zwischen Steine und Geröll
Schritt kunstbelehrend zum Chateau. fließt dieser Strom oft teuflisch schnell.
Im Schlosshof zog man durch die Zeiten, Der Herbst bestimmt hier die Natur,
wo viele Stile sich verbreiten. gepflügt die Felder und die Flur,
Das C und F und H Oweh geerntet die Getreidefelder,
gab diesem Schloss den Zeitendreh. die Maisesstängel werden gelber.
Mann hörte viele, viele Namen, Am Festmenü am späten Abend,
die sich nur teils im Festnetz da konnt man sich genüsslich laben.
des Gehirnes bahnen. Heut morgen ging’s nach Ambois,
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Freizeit

der Himmel grau, nicht sonnenklar. hier an den Ufer der Loire,
Tourraine bewegte die Geschichte, da wohnte man schon wunderbar.
darüber gibt es viel Gerüchte, Nun zogen wir nach Villandry,
wie viel Ludwigs, Karls hier waren das durch die Gärten weltbekannt.
ist nicht vergessen in den Jahren. Am Schlossentree sah man die Pracht,
Auch der Da Vinci lebte hier die uns der Herbst hier zugedacht^.
und gab der Gegend seine Zier. Die Arrangements prachtvoll gestaltet,
Das Schloss doch imposant gelegen, zum Teil auch allegorisch frei,
konnt uns die Renaissance voll geben, dazu noch der Salon Amour
ein Kleinod auch das St Huber in seiner Spielart der Natur,
mit seinem Steinmetz Wunderwerk. dazu ein Rasen satt im Grün,
Nun zogen wir nach Chenonceau, kein Pflänzchen Unkraut sah man blühen.
das machte vielen Witwen froh. Nun zog man weiter in das Land,
5 Witwen aus der Zeitgeschichte, sah was noch auf den Feldern stand,
die gaben Clemenceau Gewichte. die Obstplantagen voll behangen,
Hier sahen wir dank König Franz, dann weiter stehen wie Soldaten
die Elegance der Renaissance. in Reih und Glied auch gut geraten,
Ein ganz beachtlich Bilderreigen die Reben traubendicht behangen,
konnt man in vielen Räumen zeigen. man konnte leicht nach ihnen langen.
Die Schlösser zeigten öfter Wandel, Der Höhepunkt im Wanderleben
mal friedlich durch korrekten Handel, war durch ein Piknickfest gegeben,
durch Ehebund, auch, Mord, Kabalen, jedoch der Herrgott ließ es regnen,
auch Feuerbrunst und Kriegesmalen. dennoch blieben wir ganz heiter
konnt man sich seinen Reichtum bahnen. und schritten mutig flusswärts weiter
Historienträchtig war die Stadt, und stiegen bald bei Balzac ein,
die man heut früh verlassen hat, das Schlösschen recht bescheiden klein,
wo man 3 Nächte gut campiert danach ging’s wieder mit dem Bus
und auch 4 Schlösser inspiziert. zu dem Chateau Azay le Rideau.
Auf unseren Wege nach Samur Adieu du schöne Stadt Saumur,
hielt man in Tours 2 Stündchen hier. heut morgen lacht die Sonne hier.
Per Eilschritt ging es durch die Stadt, Les Man galt unser nächster Ritt,
die Kathedrale schon ein Muss die Kathedrale gotikfein,
Spätgotik, welch ein Hochgenus. ein Wunderwerk aus Glas und Stein,
Per pedes ging es danach weiter es muss bald tausendjährig sein.
auf unserer Reisewanderleiter, Ein helles warmes Sonnenlicht,
die Traubenfelder waren Begleiter. sich durch die Gottesfenster bricht.
Am Ende gabs ein Degustieren, Nach kurzer Rast ging’s weiter fort,
des Weines den die Felder zieren. nach Chartre unseren letzten Ort.
Wir zogen in Saumure dann ein,
bei wunderbaren Sonnenschein,

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Freizeit

Sommerwanderung

Zum Teil in aller Herrgottsfrühe


wälzt man sich oft mit großer Mühe
aus seiner warmen Federnwelt,
da Weckruf unseren Schlaf erhellt,
dann rüstet man zur Wanderschaft.
Im Rucksack oder auch der Tasche,
die fest verschlossen durch ’ne Lasche,
ist Proviant fest eingebunkert,
bei Frühstück wird auch nicht geflunkert.
Der Sommer ist sehr heiß geraten,
das scheint zuviel der guten Taten.
Die Sonne strahlt erbarmungslos
und wärmt zu sehr den Erdenschoß,
zudem fällt noch der Regen aus,
vertrocknet scheint das Erdenhaus.
Die Blumen welken und die Blätter
bei diesem Hundstagsommerwetter.
Das Grün auf Feld und Weid und Garten,
worauf die Viecher gierig warten,
ist dürr und trocken, fast verbrannt
durchgehend hier im Sachsenland.
Die Ernte fällt zu mager aus
in dem zu trocknen Sommerhaus.
Die Bäche, die vor Jahresfrist
jahrhundersflutig aufgerüst’,
die gleichen einem Rinnsal, flach,
vergleichbar mit ‘nem Mühlenbach.
Die Bäder, die sind übervoll,
dort treibts die Jugend ganz schön toll.
Die Wälder brennen fern im Süden,
wo furchtbar heiße Brände wüten.
Auch hier im Lande droht Gefahr
viel stärker als vor manchem Jahr.
Wie Zunder lodert schnell der Wald,
drum heißt es für den Wanderer halt.
Nach dieser langen Sommerdürre
war man beim Wandern schon mal kirre.

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Freizeit

Wandern

Wir wandern schon jahrein, jahraus wie man sich durch das Land bewegt,
und strecken stets die Fühler aus, die herrlich, frische Luft, Natur,
nach neuen Routen, neuen Wegen hier atmet man ja Gesundheit pur,
um immer Neues zu erleben. stärkt, Muskel, Kreislauf und Gelenke
Man kennt so vieles vom Erwandern und meidet möglichst jede Schenke.
und manches durchs Gespräch vom andern. Ein jeder hält hier wacker mit
Stets dienstags zieht die Wandergilde im doch recht forschen Wanderschritt,
durchs Sachsens Land und Waldgefilde, hat auch einen Blick für die Natur,
kein noch so ferner Wanderpfad, entdeckt auch Pilze in der Flur.
den diese Gruppe nicht betrat. Dieser Tag bot Wanderwetter,
Ach wie herrlich ist das Sachsen, herrlich bunt gefärbte Blätter
wo so vieles schön gewachsen, und noch warmen Sonnenschein,
wenn man wandernd es durchschreitet auch der Wind blies kräftig rein.
und auch keinen Hügel meidet. Man wandert GPS geleitet,
Sehr oft ging’s in die Sächs‘sche Schweiz, wodurch man jeden Fehlmarsch meidet,
ein Landstrich mit besonderem Reiz, dazu wird jeder Schritt gezählt,
zum Königstein, zur Kaiserkrone, was dann noch das Bewusstsein stählt.
zum großen, kleinen Winterberg, Man spürt der Jahreszeiten Treiben,
zum Edmunds Klamm, zum Wasserfall, kann Frühling, Sommer, Herbst begleiten,
nur Sandgesteine überall. genießt das erste Maiengrün
Auch Maxen, Borthen, Hummelmühle und riecht wie duftend Blumen blühen,
erwecken Wanders Lustgefühle, erlebt die volle Sommerpracht
desgleichen Uttewald und Wehlen, die das Getreide reif gemacht,
auch Seifersdorf kann Freude geben, die Beeren, Früchte uns beschert,
auch’s Müglitz- und das Lockwitztal wo man auch gern den Kirschbaum leert.
erfreuen uns ein jedes mal. Erblickt den Herbst in seiner Fülle
Auch Frauenstein mit Herbstesfülle und hört der Hirsche Brunftgebrülle,
zeigt seine wundervolle Hülle. erlebt des Laubes Farbenpracht,
Nach Radebeul, zur Meißner Pflege, die Wunder sind naturgemacht.
ins Moritzburger Tiergehege, Das Laub verfährt sich gelb und rot,
die Bosel war ein Zwischenziel verkündet bald der Blättertod,
und bot der Überraschung viel, die leichthin all zu Boden schweben
denn Lisa und die Gisela, und später guten Humus geben.
die standen mit Verpflegung da, Der Winter hat auch seinen Reiz,
worüber sich ein jeder freute denn weiß bedeckt sind Wald und Flur
aus dieser ganzen Wandersmeute, man sieht ganz leicht des Wildes Spur.
verwöhnten alle mit ’nem Happen, Wir ziehen unsere eigne Spur,
nachdem die Wanderer gerne schnappen. muss auf des Weges Glätte achten,
Und ganz besonders ist zu loben, ist sehr bedacht, dass man nicht fällt,
dass Grillfest, das die Hermanns boten. weil reifer Knochen nicht gut hält.
Die Überraschung war perfekt Wie dringlich man das Wandern braucht,
als Freimut Stollen vorgestreckt. das zeigen uns die „Bachfrauen“ auch,
Einmal hab ich es miterlebt bemerkenswert, ein Unikat
und wohl die größte Wandertat,
die hier die Damen Bach vollbringen,
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Freizeit

die sich zum Frühaufstehen zwingen, Der Bernd, der Werner und die Kläuse,
da sie aus Leipzig weither kommen Wolfgang und Hermann, Bernd der Weise,
und dieses schon seit drei, vier Sonnen. bereichernd neu die Barbara,
Ein Dank an unsere Wanderbosse, die auch schon länger bei uns da.
die ganz voran wie stolze Rosse, Mit Umsicht und mit Sachverstand
den Riesenpulk ganz sicher führen führen sie uns durch das Sachsenland.
und niemals die Geduld verlieren, Gesundheit allen, dies vollbracht
die alle Strecken bestens kennen und auch viel Freude uns gemacht,
und uns auch Sehenswertes nennen, Gesundheit, Mut fürs Neue Jahr,
die teils historisch sehr beschlagen das Alte war doch wunderbar.
und auch Geschichtsexkurse wagen.

Für Karin P. - Wanderfreundin

Geburtstag ist ein Jubelfest, so konnt er alles dirigieren


hofft auf ’nen langen Lebensrest, und auch den Bau gar selber führen.
sieht das Vollbrachte herrlich sprießen, Du musstest immer nur verhandeln
will den Erfolg auch voll genießen. und manches Angebot auch wandeln.
Ein Haus, quadratisch toll gestaltet, Die Nerven lagen oftmals blank,
am Hanggelage voll entfaltet, zum Glück gab es keinen großen Zank.
mit einem Blick so wunderschön, Du selbst warst cool und souverän
um diese Stadt ganz voll zu sehen. und konntest auch noch wandern gehen
Die Sichtfront ganz mit Glas bestückt, und hieltest dich auch sportlich fit.
wodurch die Sonne euch beglückt, Obwohl nun schon im Ruhestand
im Sommer auch mit Wärme spickt. bist du doch immer hier zur Hand.
Nicht einfach war das Baugeschehen, Einmal in der Woche noch
oft hieß es da zu Ämtern gehen, sanierst du manches Zahnes Loch.
um alle Stempel beizutragen, Liebe Karin, steig froh weiter
bevor den Bau man konnte wagen. auf der schönen Lebensleiter,
Gottlob kannte der Herr im Haus fühl dich wohl im neuen Haus
sich in dem Baugeschehen aus, schaue hier nur glücklich raus.

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Freizeit

Für Agnes - Wanderfreundin 2008

Ein neues Fest steht dir bevor,


Geburtstag klopft erneut am Tor
und kündet dir, die Zeit läuft weiter,
ganz fröhlich auf der Lebensleiter,
steigt man noch leicht die Sprossen weiter.
Im letzten Jahr gab’s viel bewegen,
du bist im Volkschor eingetreten.
Hast viel geübt und dich probiert,
du hattest Sorgen und Bedenken,
werd ich das Ganze schaffen, lenken.
Doch Ullas Scheibe mit den Klängen
und all den ganzen Liedgesängen,
die halfen dir es zu erlernen.
Harald war dir auch zur Hand,
hat manche Scheibe dir gebrannt
und jedes Lied sitzt nun ganz fest,
das war für dich ein echter Test.
Erweitert wurd manch Abendstunde
durch eine nette Rommeerunde,
auch Reiner ist hierbei voll Kunde,
du hast schon manche „Hand“ vollbracht,
mein Gott, wie da das Herze lacht.
Das Wandern, jeden Dienstagmorgen
in eurer duften Frauenrunde,
gibt jede Woche neue Kunde,
lässt euch das Sachsenland ergründen
und immer neue Pfade finden.
Liebe Agnes wandere weiter,
bleib auch im Gemüt so heiter,
vieles wirst du hinterfragen
und den Widerspruch auch wagen.

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Freizeit

Goldenes Abitur Alexisbad 2008

50 Lenze sind verstrichen, Jeder sieht es ganz verschieden,


seitdem wir von der Penne wichen was so im Gehirn verblieben,
und 50 Jahre mehr verbraucht, wo man gern zurück noch denkt,
was uns zum Teil doch recht geschlaucht. was die Jugend einst gelenkt.
Ein drittes Mal traf man sich wieder, Eicke, Sportfan, muskelstark,
reifer wurden unsere Glieder, ist auch heute noch gern Quark.
wir schreiten nun ins letzte Drittel, Inge Zerbe wars verboten
bescheidener werden unsere Mittel, sich mit Eicke zu verloben,
das Reifen kann beschwerlich sein, heimlich hat sie’s doch getan,
es treten schon Wehwehchen ein, trotz des Vaters argen Walten
noch sind sie meist beherrschbar klein. hat die Ehe fest gehalten.
Ach, wie schön ist das Erinnern, Erstaunlich was man hier erfährt,
das Erlebte so zu zimmern, wie mancher sich doch so bewährt,
wie man es hier neu erfährt, welch Schwächen noch die anderen wissen.
was das Leben uns gelehrt. Wie Peter Zenker sich bemüht,
Schaut man am heutigen Tag retour das der Prometheus hinwärts blieb,
und folgt der alten Penne Spur, von einem stillen kleinen Ort,
erscheint der lange Schulhausflur. drangen hörbar hier die Verse fort,
Da tritt der ganze Lehrerchor was gar die Oma irritierte,
doch unterschiedlich stark hervor. die zu dem Peter hin marschierte.
Voran erscheint der Mausizahn Mensch Peter, alle aßen wir doch gleich,
auch Kätchen Hoffman war dabei, ist jetzt dein Stuhlgang doch so weich.
und Witschas aus der Künstlerei, Die Nanni einst das Mathe-Ass,
aus dem Chemiesaal mit Gestank, blieb diesem Fache nicht gewogen,
erspürt man Dr. Friedrich Frank, ist dann zur Medizin gezogen.
ja auch der Reschke aus der Ferne, Fürs Schlitzohr Ottchen, naseweis,
nicht alle mochte man gleich gerne. wurd's in der Schule viel zu heiß.
Verrauscht gar mancher Lehrer Namen, Widerborstig Ernstchen Fricke,
die zu uns einst zur Schule kamen, machte Schluss gleich in der Mitte.
die uns die Bildung beigebracht, Horst Lehman traf ein kalter Schreck,
woraus wir unterschiedlich viel gemacht. als er sich einst im Schrank versteckt,
Wie herrlich ist doch solch ein Treffen, den Mausizahn dann kippen wollte,
erneut erscheint, was längst vergessen. hier endete er die Revolte.
Erinnert sich der ersten Liebe Unvergessen Klassenfahrten,
und der Probleme mit dem Triebe, wo sich erste Liebchen paarten,
manch Mädchen dacht zu jener Zeit manche aber nur zum Schein,
wohl an ihr erstes langes Kleid. so legte man die Lehrer rein.
Vergessen viele Sorgen, Nöte, Manchmal wurde auch gezeltet,
das Üben von Klavier und Flöte. den Eltern Tolles dann vermeldet.
Ja, hinterfragt man in der Runde, Des Altgedächtnis tolle Pracht
was zählt mit zu der schönsten Stunde, ist hier bei Herbert K. erwacht.
die man als Schüler einst vollbracht, Weiß noch exakt, wer wo gesessen,
da wir ganz lange nachgedacht. er kennt den Klassenspiegel noch,
für viele wohl ein schwarzes Loch.
Ja leider kenn ich viele nicht,
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Freizeit

drum fehlen sie auch im Gedicht. bevor’s zur Feierstunde ging


Nur Ingrid Rickert streng gehalten, trat man noch mal zum Fotoring,
ließ darum manche Tücke walten, es wurden jene abgelichtet,
gab vor dass sie zur Ulla schreitet, die sich zum harten Kern verdichtet.
derweil sie bei Herzliebchen weidet. Am Samstag dann die Feierstunde,
Die Zahl der Damen schrumpfte sehr, für diese goldene Fünfziger Runde.
zum Schluss gabs keine fünfe mehr. Man schwelgte in Erinnerung,
Vollzählig sind sie heut dabei erfreulich so das Drum Herum.
beim dritten Treffen kurz vorm Mai, Ganz feierlich war das Gebaren,
wo man zum Brocken sich bewegt, nach immerhin rund 50 Jahren,
erlebt den Harz wie Heinrich Heine, als man uns abiturbestückt
nur schonte man hier seine Beine. ins Leben dann hinaus geschickt,
Von Sorge gings per Kleinbahn los, ja man empfand auch Dankbarkeit
die Dampflok gab manch schwarzen Stoß, für diese schöne Bildungszeit.
erreichte Elend, Drei Annen Hohne, Erstaunlich doch was man so hört,
fuhr plüschgepolstert uns zum Lohne, wie man als Schüler sich bewährt
stieg hier zur Brockenbahn herüber, und was man damals meist begehrt.
und spürte schon das Hexenfieber. Wir haben unser Werk vollbracht,
Die Sonne lacht schon ab und an für unser Land gelernt, gedacht
der Frühling ist hier noch nicht dran, und vieles mit vorangebracht,
im Tal’ blüht schon die Tulpenpracht. ’ne tolle Kinderschar gemacht,
Die Brockenbahn dampft so dahin, draus wachsen Enkel froh hervor
nun sind wir voll im Harze drin, und öffnen weit das Zukunftstor.
hält kurz noch mal in Schierke an Wir sind dabei nun schon ergraut.
und klettert nun den Berg hinan. Ja, Reife schaut uns ins Gesicht,
Noch schneebedeckt sind große Flecken, von denen die uns einst umgeben,
wo sich die Farne noch verstecken. in unserem frohen Penneleben.
Alsbald schaut s Bergmassiv hervor, Wie sie laufen diese Jahre,
der Brocken leicht in Wolkentüll, wie sie grauen, Bart und Haare,
noch gibt es reichlich Schneegemüll, doch die Lebensfreuden bleiben,
wohl obligat die Erbsensuppe, wenn sie sich auch abwärts neigen.
die hier ganz köstlich und berühmt, Am Nachmittag der Mägdegang,
sodass sich hier ein Imbiss ziemt. erbaulich schön der Selke lang,
Der Wind nicht stürmisch wie gewohnt, bis in des Ortes Bahnhofshalle,
sodass sich auch ein Rundgang lohnt, wo Kuchenschmaus dann für uns alle
mit klarem Blick ins Tal hinab, und Lieder mit viel Wohlgefallen,
zum Teil im Sonnenschein gelegen. ganz laut aus unseren Kehlen drangen.
Zurück per Kleinbahn bis nach Sorge, Zum Abschiedstag gab es noch ein Fest
wo Kurtchen Elsner auf uns wartet mit einem Armbrustschießentest,
und hier nen kleinen Rundgang startet, den Ulla souverän gewann,
mit schönen Blick zum Brocken hin, da schaute mancher Schützenmann.
auch Zeitgeschichte war mit drin. Wie schön, dass wir uns wieder trafen,
Und heut am frohen Samstagmorgen, in diesem wohl gesuchten Hafen.
nahm Sonnenschein von uns die Sorgen, Vielleicht gibt es ein nächstes mal,
in Dresden dann in gleicher Zahl.

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Freizeit

Wanderung in Saas Grund, Wallis 2008

Man schaut ins Internet verlegen, mit Gipfeln wunderbar bestückt.


was wird es für ein Wetter geben? Kreuzboden, tiefer faunareich.
Die Wetterforcast gab als Kunde Das Saastal ist ein Blumenthal,
nur Sonnenschein der Wanderrunde. mit Blumen übergroßer Zahl
Bei warmem Abendsonnenschein, und Kräuter ganz verschiedener Prägung,
traf man am Bahnhof Neustadt ein zieht hier der Herrgott in Erwägung
Frau Möller hieß uns hier willkommen, und Wurze differenter Art,
sagt’s Geld wird später abgenommen. stellt hier die Bergwelt uns parat,
Das erste Whooling gab’s im Bus, auch Binsen, Moose und viel Flechten
weil man ja viel verstauen muss. und Augentrost und Saturei
Die Plätze, alle nummeriert, sind im Geblüh hier auch dabei.
wodurch wir alle schnell platziert. Das Edelweiß, so oft bedichtet,
Nachdem der Bus ganz prall gefüllt wurd extra scharf hier abgelichtet
und mancher sich schon eingehüllt, und dann daheim noch mal gesichtet.
fuhr man erwartend in die Nacht Die Murmeltiere rund, figürlich,
und ab und an ward Rast gemacht die putzen sich hier ganz possierlich.
und auch die Augen zugemacht. Der Dienstagsmarsch hat viel geboten,
Die Nacht nimmt leider von der Schweiz nach Almagell von Kreuzboden oben,
den wunderbaren, tollen Reiz. jedoch man kann auch anders schreiten,
Montreux, Evian und auch Gruyere, von unten her nach oben steigen.
die boten uns ein Lichtermeer. Wer sich vorm Berge tief verneigt
Der lichte Morgen ließ erkennen, und Günthergleich nach oben steigt,
wie himmelwärts die Berge rennen, der ist ein Crack der Wanderzunft,
umgeben von ’nem Wolkenkranz, für ihn ist Wandern Lebenskunst.
vergleichbar einem Elfentanz. Erlebniswelt, welch schönes Wort,
Saas Grund im Wallis fern gelegen, für uns ist Wandern Leistungssport.
lebt gut von dem Touristenleben. An Hängebrücken, die sehr schwingen,
Es ist ein Ort so voller Reiz, da muss man seine Furcht bezwingen.
der Schönste in der Wallisschweiz, Wir, die wir etwas faul im Leben,
von Riesenbergen rund umgeben, wir lassen uns nach oben heben
die über die 4000 streben. und schreiten lieber dann nach unten
Herrlich ist die Welt der Berge, in immerhin sechs runden Stunden.
wo die Menschen klein wie Zwerge, Bei Kneipp gab’s Labsal fürs Gebein,
mühsam wandernd hochwärts steigen danach ging’s gondelabwärts heim.
und sich dann als Sieger zeigen. Viel Kurzweil wird dir hier geboten.
Die Berge hoch, die Täler weit, Man kann hier Wandern, Klettern, Rodeln,
ein Land perfekt für Wandersleut. auch Mountainbiking wird geboten,
Am ersten Tag gings hoch hinaus, alpines Gorchen voller Stress,
Hoh-Saas hieß dieses hohe Haus, auch Monstertrolli sind begehrt,
die Pust ging wohl keinem aus. mit dem man rasend abwärts fährt.
Über 3000 m hoch gelegen, Am Mittwoch dann ein neues Wunder,
kaum sichtbar noch ein Pflanzenleben. zum Felskinn hoch, zum Platjen runter.
Nur Felsgestein und Eis und Schotter, Brittania Hütte erste Rast,
doch ringsherum, soweit man blickt, die tolle Bergwelt voll erfasst,
Viertausender mit Schnee bedeckt,
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Freizeit

nur teils durch Sonne schwarzgeleckt. Isolde und die Gisela,


Schwer kletternd zog man durchs Geröll, die waren die Monte Moro Helden,
nicht gemsengleich von Stell zu Stell. lässt auch die Barbara vermelden.
Der Abstieg, leichter als gedacht, Christiane, Agnes, viele mehr,
obwohl man uns viel Angst gemacht, die gaben hier ihr Bestes her.
die Gletscher und Geröllmoränen, Für uns, die wir sehr bodenständig,
die zwingen Knie schon zum Stöhnen. ging’s einmal um den See herum,
Sah abstiegwärts ’ne Gemsengeis, danach waren auch 2 Stunden rum.
das Zicklein klein trat nah Noch mal die gleiche Stundenzahl
in unser Blickfeld ein. führt uns zurück ins Saasgrundtal.
Ein Gemsbock auf dem Felsblock thronte, Der sechste Tag, ein neuer Ritt,
so dass sich noch ein Foto lohnte. macht uns am Höhenwege fit.
Schon mächtig waren die Felssteinbrocken, Kreuzboden hoch, nach Gspon hinunter.
durch die wir hin zum Platjen sockten. Dank unserer Beine Muskelkraft
Der Günter hat uns sehr bedacht haben wir auch diesen Marsch geschafft.
ans vorgegeben Ziel gebracht. An Glockenläuten, Almenhütten,
Am vierten Morgen gegen neun sind wir geschwächt vorbeigeschritten,
Stieg man im Bus zum Wandern ein. teils gab der satte Lärchenwald
Saas Fee war Seilbahnausgangsort, den Hängen einen besseren Halt.
hier ging’s per Lift zum Hanning fort, Zum Ausklang gab am letzten Tag,
zu Fuß ging’s talwärts dann zurück, ’ne lange Sessel-Liftparade,
welch wunderbares Wanderglück. Heidbodma reichlich hoch gelegen.
Der Pfad mit Tafeln reich garniert, Hoch oben kamen Winde auf
worauf man Wissen uns serviert und Wolken zeigten sich zu Hauf,
über das Tal und die Kultur deshalb ging’s alsbald wieder runter.
und auch der Ahnen breite Spur, Furgstalden bot die letzte Rast,
wie sich entwickelt, wies gewesen, wo man noch Sonne voll gefasst.
dies alles war darauf zu lesen. Ein doppelter Coupe Dänemark
In Saas Fee wieder angelandet, und Cafe, ganz genüsslich stark,
gings mit der Bahn spielbodenwärts, Isoldes Kuchen Kirsch mit Quark,
hier pfiff ganz laut das Murmeltier den Höhepunkt beim Relaxieren
und bildete zum Teil Spalier, konnt Karin mit Raclette verzieren.
beim nicht sehr leichten Abwärtsgang. Ich glaube, man hat es gut gefunden
Zuvor gings hoch zur Gletscherwelt, in großen und in kleinen Runden.
die sich in Längfluh uns erstellt. Wir haben vieles hier erkundet
Am fünften Tage wie vorher, und manchen Höhenzug umrundet
ging’s Schritt für Schritt durchs Steinemeer. und Bergesgipfel teils erklommen,
Die Kühnen stiegen hoch empor soweit die Bahn uns mitgenommen.
zum schweren Monte Moro Tor. Erlebnisreich die Wanderwoche,
Ein halb Mal um den Mattmarksee von Gisela seht klug bedacht,
und dann nach oben „Jemine“. was jedem hier auch Freud gemacht.
Zum vierten Mal ist sie dabei, Wir werden es noch lang behalten.
die Gisela, die ist heut high, Wir sagen Dank, Adieu, Good by
sie will es wissen, sich beweisen und sind beim nächsten Mal dabei.
und endlich zu dem Pass hoch reisen.

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Chor

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Chor

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Chor

Volkschor Graupa Januar 2005 Chorprobe März 2005

Im Örtchen Graupa, hier in Sachsen, Man übt in später Abendstunde


da hört man die Kultur auch wachsen. in Wirrmanns froher Sangesrunde
Der Chor, gemischt von Männern, Frauen, den Stimmenklang vom Frühlingslied,
lässt von sich hören, auf sich schauen. der froh durch die Gemüter zieht.
Der Dirigent vollbringt hier Wunder, Der Meister treibt uns alle an
er heizt die Stimmen hoch und runter. und lockert Zwerchfell, Stimmband, Mieder
Der Chor, ein Menschenbindeglied, und dabei gleichsam die Gemüter.
erfreut die Menschen mit dem Lied. Durch Terzen, Quinten und Triolen
Vielstimmig, mehrfach noch besetzt, kann man die rechte Fitness holen.
Sopran und Alt und Bass, Tenor, Er stimmt uns hiermit klanglich ein
recht klangvoll dringt’ s an unser Ohr. und hofft, man tut es stimmlich rein.
Man singt von Liebe, Sorg und Freud Ganz nebenbei ist auch zu loben,
und Klängen der vergangenen Zeit. was dem Geburtstagskind geboten.
Ein Lob Herrn Wirrmann, der das pflegt, Ein netter Spruch, mit Herz gewählt,
und Menschen lustvoll noch bewegt, den uns Frau Krug charmant erzählt
das Liedgut stimmlich zu gestalten und obendrein ein schönes Lied,
und dabei Freude zu entfalten, ein herzlich nettes Bindeglied.
sowohl für Sänger wie für Hörer,
er ist für uns ein Kunstbekehrer.

Auftritt im Kulturrathaus 2005

In einer lauen Frühlingsnacht den das Gefieder morgens bietet,


wurd hier ein Liedgut vorgebracht. ohne‘ dass man es besonders mietet.
Im Herzen unsrer schönen Stadt, Ganz schmunzelnd klang die Speisekarte,
die man wohl nirgends besser hat. der Vino cantus noch dazu,
Direkt im Rathaus der Kultur, und auch Veronis Spargelwuchs,
da bot der Chor die Lieder pur. sowie des Müllers Wanderlust,
Ganz frohbeherzte Frühlingslieder da zieht der Frühling in die Brust.
erklangen auf die Gäste nieder. Mit wohl gewählten Frühlinsnoten
Der Chor bot einen grünen Hauch, wurd uns noch das Programm geboten,
so wie der Frühling eben auch, das Gitta passend, schön gewählt,
brach stimmlich mundig voll hervor was mit zu der Bereicherung zählt.
so wie des Frühlings Blütenflor. Ein Dank an alles „Sangesgraupen“,
Die Nachtigall zurückgekehrt, die uns mit dem Gesang erbauten.
hat so den Frühchoral verstärkt, Dazu ein Lob dem Dirigenten,
der ganz aktiv mit beiden Händen,
die Stimmen wundervoll geführt
und dadurch alle animiert.

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Diskette Frühlingskonzert 2005 Auftritt Lohmener Kirche 2005

Auf der Diskette feingerillt, In Lohmens hellen Gotteshallen


sind Frühlingslieder eingehüllt, da gaben mit viel Wohlgefallen,
die unser Chor vor Ort geboten, drei Chöre hier aus dem Verbund,
um Frühlingswiederkehr zu loben. ein Chorkonzert zur Abendstund.
Im Dresdener Rathaus der Kultur, Das Kirchenrund war gut besucht
da zog er klangvoll seine Spur. rund 150 eingebucht,
Ganz frisch und munter schallen Lieder zu lauschen diesen Frühlingsklängen,
auf Hörer in dem Raum hernieder nur für den Chor gab’s räumlich Engen.
und geben das Erwachen wieder, Per Frühjahrbotschaft hieß willkommen,
das die Natur uns jährlich schenkt Frau Pritsche, alle die gekommen.
und Blüten aus den Knospen drängt. Ich glaube, alle hatten Freud,
Es folgt ein Blühen und ein Werden, nicht nur die wackeren Sängersleut.
im Frühlingskreislauf hier auf Erden. Erneut erklang die Nachtigall
und auch des Müllers Wasserfall.
Der Jugendchor sang glockenhell
Auftritt zum Elbhangfest 2005 ein Abendlied an dieser Stell.
Die Harmonie aus Pirna drüben
Groß die Zahl der Ortsteilfeste, bot Madrigale zum Verlieben.
das am Elbhang sei das Beste. Gemeinsam füllten dann mit Schalle,
Alle die was auf sich halten, der Chöre drei klangvoll die Halle,
wollen es hier mitgestalten. die gut durchs Dirigat geführt,
So auch unser Chorverband was Sänger und auch Lauscher spürt.
hatte hier ‘nen Auftrittsstand.
Dieses wunderbare Fest
ist für’n Chor ein guter Test,
wo er sich beweisen kann,
stimmt er frohe Lieder an.
Da dies im Freien all geschieht,
wird oft gestört des Klanges Lied,
durch all der Menschen Wohlbehagen,
die das Befinden lautstark sagen.
Wenn dann ein Trommelzug noch naht,
dann wird das für den Chor ‘ne Plag,
und wenn man gar noch eingenäst,
dann schrumpft der Wert von diesem Fest.

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Chor

Auftritt im Schlosspark Pillnitz 2005 Auftritt Weihnachtsmarkt Körnerplatz

Welch ein herrliches Ambiente Advent, welch hoffnungsvolle Zeit,


bietet dieser Schlossparkgarten, und die Natur meist tief verschneit.
wo die Menschen gerne warten Da bringen frohe Weihnachtslieder
und erbauend sich erholen, auch Andacht zu den Menschen rüber.
wenn Klangkultur von uns geboten. Doch heuer war das Auftrittsfest
Altweibersommersonnenschein vom Herrgott her sehr durchgenässt.
lud hier zu dem Konzerte ein. Alle Sänger sehr verwegen,
Geschützt vom Blattwerk einer Buche standen mutig hier im Regen,
war man nach Schatten auf der Suche. sangen tropfend unverzagt.
In diesem blühend schönen Garten, Sicher hat das nicht behagt,
wo viele auf den Auftritt warten, denn die großen Regentropfen,
konnt man mit unsrem Liederreigen, die so auf die Noten klopfen,
den Hörern in die Herzen steigen. machten selbst das Lesen schwer
Mit Liedern, die der Herbst beschert, und das Singen noch viel mehr.
von den Besuchern gern gehört. Dennoch klangen Weihnachtsleider
Dass man dem Chore sehr geneigt, auf die Marktbesucher nieder,
ward applaudierend uns gezeigt. die zumindest schirmbedeckt,
vor dem Regen sich versteckt.

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Chor

Chor 2005

Ganz fleißig war man dieses Jahr, Ein heller Klang, ein schöner Ton
viel neue Lieder bot man dar, und frohe Herzen sind der Lohn,
in den Konzerten, die gegeben. wenn man ein Chorkonzert vollbracht,
Sie würzen ja des Chores Leben. vor allem wenn man's gut gemacht,
Es war ein Jahr mit Paukenschlägen was man am Applaus wohl verspürt,
durch 3 mal runden 70er Segen. weil guter Klang die Seelen rührt.
Auch eine 60 war noch drin, Den Jahreslauf in seinen Zeiten
mit reichlich Lebenszugewinn. wollen wir mit Liedern gern begleiten.
Ein 65er Hauptgewinn Mit dem Erwachen der Natur
schlich sich ganz lautlos so dahin. und erstem Blühen in der Flur,
Doch sicher brauch ich’s nicht bekunden, dem wogenden Getreidefeld,
die Bärbel wird sich auch noch runden dem bunten Herbst mit seiner Pracht
in diesem nicht mehr jungen Jahr. und Erntefülle reich bedacht.
Der Liederreigen dieses Jahr, Genießen dann die Weihnachtszeit
der war für alle wunderbar in tiefverschneitem Winterkleid.
Die Chorkonzerte allesamt, Mit Liedern, die das Fest hoch ehren
der Hörer höchst erbaulich fand. und so das Christenvolk bekehren.
Die Konzerte, die gegeben, Vom Christkind und dem Hirtenvolk,
die stärken das chorale Leben. und Nächstenliebe, die gewollt,
Wenn man danach auch noch verweilt die jedem Menschen Achtung zollt.
und nicht sofort von hinnen eilt, Geschichten um die Heilige Nacht,
so wie in Weesenstein vor Ort, die werden jetzt erneut gebracht.
wo wir beim Hopfen lang gesessen Maria und die stille Nacht,
und die Verbundenheit gemessen. an vieles Gute wird gedacht.
Dies alles klingt im Liede wieder
und schallt so auf die Menschen nieder.

58
Chor

Chorgedanken 2005

Das erste Jahr im Graupchen Chor


trägt alsbald nun ein Trauerflor,
da es im Zeitenraum entschwindet
und sich in den Annalen findet.
Wir wurden reifer, teils auch runder,
am Mittwoch war ein jeder munter,
wenn dann Herr Wirrmann straff gespannt,
uns führte in das Töneland.
Denn er bringt uns die Klänge bei,
wonach man singt so froh und frei.
Für uns war es ein Zugewinn,
wir fühlen uns wohl, ganz zwischendrin.
Nur kehrt die Schule teils zurück,
man spürt dann den gestrengen Blick,
wenn man den Klang nicht voll erfasst,
und auch den Einsatz gar verpasst,
der Meister jeden gleich entdeckt,
der hier beim Singen etwas leckt.

mit wunderbaren Päckchengaben,


Chorweihnachtsfeier 2005 an dem sich alle schmunzelnd laben,
die Männer an dem Digestiv,
Weihnachten kehrt immer wieder, die Damen an den Balsambeauty,
und der Weihnachtsmann recht bieder, die ihre Haut verjüngt, verschönt,
leert den Sack voll Gaben aus, sodass sogar der Mann noch stöhnt.
sicher nicht vor jedem Haus. So wurden alle doch verwöhnt.
Hier im Graupschen Chorverbund Ein Dank an jene, die es gemacht
war der Meister leiblich rund, und sich das Ganze ausgedacht,
zeigte sich doch sehr spendabel da es ja viele Mühe macht.
putzte uns recht proper raus. Ein Abend in so trauter Stunde,
Ein Schal von Farbe flammengleich auch gut beleuchtet war die Runde,
und auch geweblich locker, leicht, fürs Leibliche auch reichlich Schmaus,
schmückt nun die Damen selbstbewusst, so baute man gut die Pfunde aus.
das hebt die Stimmung und die Brust. Erfrischend war auch der Gesang,
Der Schal so wunderschön im Ton, der aus dem Raum nach außen drang.
wer hat denn so was Schönes schon? Auch Tanjas Ständchen vor uns allen
Auch Männer wurden aufgepeppt, genossen wir mit Wohlgefallen.
mit einer Fliege dunkelrot, Berieselt und zu laut beschallt
die sich auch ganz gefällig bot. vom Vogel für ein gut Gehalt.
Der äußere Glanz schlug sich auch nieder In Eschdorf war die Kirche kalt,
heut auf den Klang der Weihnachtsleider, die Kälte kroch mit viel Gewalt
sodass man dann ganz froh, zufrieden, ins Schuhwerk, ja bis ins Gebein,
den Weihnachtsmann hier konnte mieten. der Glühwein brachte Wärme rein.
Mit Liebe, Fleiß und wohl bedacht, Damit ist nun das Jahr vorbei,
hat man uns Freude noch gemacht zumindest mit der Sängerei.
59
Chor

Weihnachten im 2. Jahr

Das zweite Jahr im Chorverbund die Erika kam neu herein


tritt alsbald in den Zeitengrund, und füllte dieses Löchelein.
entschwindet lautlos in Äonen, Beim Monatsendemittwochschmaus
wo dann des Chores Taten wohnen. hört man schon mehr Privates raus.
Vergessen dann so manche Müh, Man kommt sich näher hier im Chor,
die uns die neuen Töne machten. hört was der Nachbar alles treibt,
Wir hatten Freude mit dem Chor wie viel für seine Freizeit bleibt,
und traten öffentlich hervor, ob Kummer gar im Herzen läutet
in Graupa, Pillnitz, Dresden, Lohmen, und was ihm denn der Chor bedeutet,
wo interessierte Hörer wohnen. wie man gesundheitlich zufrieden
Wir waren bedacht auch dieses Jahr, und was die Kinder, Enkel bieten,
dass unsere Lieder hell und klar, wohin man gern noch reisen will.
die Hörer und auch uns erfreuen, Wir wollen danken allen jenen,
das spannt uns jeden Mittwoch ein. die sich für unseren Chor sehr dehnen,
2 Wochenenden sind geblieben die sorgen, dass es stets gelingt
und 50 Mittwochsabendrunden, und das die Meisten gut gestimmt.
wo wir uns pünktlich eingefunden, Der Meister ist zuerst zu nennen,
wo uns der Meister Töne lehrt denn ohne ihn würd hier nichts brennen,
und auch zum Rhythmustakt bekehrt. auch Bärbel die das Ganze leitet
Immer wieder mahnt er an: und vieles hier mit vorbereitet.
fangt doch mit zu zählen an. Ganz wichtig sind wohl die Moneten,
Ja sie müssen Pausen halten, die an Marianne abzutreten.
um den Rhythmus zu entfalten, Auch Katrins Noten sind ganz wichtig,
denn auch Pausen sind Musik, denn ohne sie wär alles nichtig.
Takt und Ton sind nicht nur Glück. Ist mal der Meister nicht zugegen,
Ach, er findet es nicht gut, bringt Karsten Schwung in unser Leben,
wenn man viel zu lax hier ruht, der wird gestützt vom Karl daneben.
und er mag es gar nicht leiden, Für Ordnung wird hier auch gesorgt,
und das sagt er auch beizeiten, die Erika vermerkt hier jeden,
wenn man seine Beine kreuzt der hier zum Chore angetreten,
und ganz lauthals auch noch schnäuzt. wer fehlt, erkrankt und nicht zugegen.
Er fordert uns schon voll heraus Auch Gerolds Taten braucht der Chor,
und packt auch den Messias aus. er zeichnet auf und führt auch vor.
Welche Mühe macht das Üben Doch auch den Männern sei gedankt,
von Messias, den wir lieben, die fleißig stets mit starker Hand
denn Händel ist sehr anspruchsvoll, das Chorgestühl gut vorbereiten,
drum klang es anfangs auch nicht toll. in das wir leichthin nieder gleiten.
Ganz begeistert sang man bald, Für`n Schriftverkehr, Public Relation,
dass es auch korrekt erschallt: muss sich Maritta flott bewegen.
Erstaunlich, dass wir`s doch vollbracht, Dies alles tut sie für den Chor
und mit Zufriedenheit gemacht. und tritt kaum öffentlich hervor.
Der Chor wird reifer, wie man spürt, Frau Pritsche vom Gesangsverband
manch 70er den Reigen ziert. hat dann das Sagen in der Hand,
Die Marga ist vom Chor gewichen, vermeldet was der Chor nun singt,
nun ist er wieder ausgeglichen, geschmückt mit Texten, oft beschwingt.
60
Chor

Auch die Programme, die von Nöten, in der Kirche, in den Hallen,
hat sie im Druck uns stets gegeben. wo wir gern mit Wohlgefallen,
Wir waren bei Conny auch zu Gast dies den Hörern jährlich bieten,
die ihre 50 voll gefasst. weil wir dieses Fest auch lieben.
In Eschdorf gab`s ein Sommerfest, Ach, wie gut hat’s der Sopran,
man feierte den Sommerrest. er kann voll melodisch schwelgen.
Leider waren wir nicht zugegen, Andere müssen Noten melken,
deshalb hat’s keinen Vers gegeben. sonst könnte der Klangton welken.
Denn Traudel hat zur Sommerpracht Ganz wichtig ist die Extrastunde
die 55 voll gemacht. vor der Gesangesabendrunde,
Zwei wunderbare 70er Feste, wo man dann unsere Stimmen schult,
die boten hier das Allerbeste, danach läufts besser, wie gespult.
im Grünen Wald, bei Feuerschein, Beim letzten Wochenendgebaren,
da lud uns Klaus, der Meier ein. da ist der Teufel rein gefahren,
Hat uns von seiner Kunst geboten, weil leider nicht, wie festgelegt,
solch Mühen will man gerne loben. hier jede Stimme wurd geprägt.
Beim Chef waren wir daheim, zu Haus, Der Meister war schon irritiert,
er räumte seine Wohnung aus, weil uns die Zeit davon marschiert.
und bot uns tollen Gaumenschmaus. Durch seine Umsicht und sein Können,
Mit Sang und Klang waren wir zur Stell können wir uns doch noch Sieger nennen.
und tönten klanglich himmlisch hell. Wie schön, dass wir nach langem Üben
Herr Heine war uns sehr willkommen, uns auch `nen Jahresabschluss bieten,
er hat sich unsrer angenommen, wo man auch rückbetrachtend sieht,
um unserem Meister das zu bieten, welch wunderbares Bindeglied
was er an Liedgut scheint zu lieben. hier durch den Chor in Graupa zieht.
Frau Wirrmann schien von Angst bedrängt, Ein weiterer Auftritt steht noch aus
was sich hier in die Wohnung zwängt. in St. Marien Gotteshaus,
Ein jeder fand jedoch sein Plätzchen wo Chöre aus dem Ortsverband,
und dabei gab es keine Mätzchen. erfreuen Menschen hier im Land.
Entbot dem Meister beste Wünsche, Die Weihnachtsklänge offenbaren
die waren ehrlich, ohne Tünche. die Weihnachtszeit, wie schon seit Jahren.
Mit 70 nicht ganz roten Rosen Die Kirche wurde neu gemacht,
konnt man ihn sicher voll umkosen. das Netzgewölbe bildbedacht,
Ich glaub dem Meister hat’s gefallen, des Sandsteinaltars edler Glanz,
wie wir hier seines Hauses Hallen ein Meisterwerk der Renaissance.
mit vollen Tönen ausgefüllt Herr Meier Rekonvaleszent,
und klanglich wunderbar umhüllt. noch an die Krücken fest geklemmt,
Ich denk, er hat es hoch geschätzt, versucht die Chöre zu verbinden,
welch Mühe wir hier eingesetzt um prompt den rechten Ton zu finden.
um ihm zu danken und zu ehren Recht locker schien die Sängerrunde
und auch sein Wohlbefinden mehren. in dieser letzten Probenstunde.
Viel Freude bringt ein Festauftritt Man übte gut zwei Stunden lang
und alle machen gerne mit. den vorgegebenen Chorgesang
Hofft, dass das Liedgut gut gefällt, und hofft, dass es recht gut gelingt
der Menschen Sinne froh erhellt. und wundervoll im Dome klingt.
Wieder übt man Weihnachtslieder, Für uns war heut ein Höhepunkt
fröhlich klingen sie hernieder, in Graupas trautem Kirchenrund.

61
Chor

Der Vorstand

Ja der Vorstand konnt berichten dass wir hier mit im Chore drin.
wie wir denn die Dinge sichten, Ja, es gab ein Diskutieren
die wir letztes Jahr vollbracht und Termine Rumjonglieren,
und was heuer angedacht. dass es nicht zu schaffen sei,
Der Auftrittsplan und alle Lieder, da kein Wochenend mehr frei.
die schlugen sich schon schriftlich nieder. Doch ich kann es nicht verstehen,
Die dargebrachten Lieder, man soll uns hören, soll uns sehen.
allein und auch mit anderen Chören, Bärbel gab uns den Bericht,
die waren nicht schlecht anzuhören, hat uns noch mal aufgetischt,
und der Applaus der uns gegeben was wir letztes Jahr vollbracht
beflügelt auch des Chores Leben. und dass wir es gern gemacht.
Wie nützlich auch die Sangesstunden, Wunderbare die runden Feste,
die wir so wochenendgebunden alle gaben hier das Beste;
von Gastdozenten noch erhalten, und sie wurden voll beladen
um unsere Stimmen zu gestalten, mit den Wünschen und mit Gaben.
bereichern mit des Chores Klang. Blumenherzlich kam der Dank
Wir sind sehr gern hierher gekommen, für alle, die hier für’n Verband,
das sag ich frei, ganz unbesonnen. nahmen vieles selbst zur Hand,
Es ist ein schöner Teil vom Leben, mühten sich mit großem Fleiß,
wo Lebensfreude pur gegeben, der Erfolg ist hier ihr Preis.
wo Endorphine sich entfalten, Alles läuft hier ehrenhalber,
wenn wir den Liedklang richtig halten. auch der Sänger äußere Schein
Für uns ist es ein Zugewinn, trat in die Moderne ein.
Mit Umsicht, Fleiß und sehr bedacht
wird viel für Chores Wohl gemacht.

62
Chor

Die Noten

Ein querovales Notenrund Wird noch ein Kreuz davor gegeben,


gibt uns die schönsten Töne kund. lässt sich der Ton noch etwas heben,
Ein Hals am hohlen Notenkopf ein b davor nach unten streben.
erlaubt uns zweimal klopf, klopf, klopf. Dazwischen gibt es Pausenzeichen,
Wird diese wiederum halbiert denen darf man nicht entweichen.
und schwarz gefüllt, mit Hals verziert, Folgt darob ein Haltebogen
erlaubt sie einen ganzen Schlag. wird gar der zweite Ton verboten,
Doch steht der Hohlkopf ganz allein, auch Bindebögen helfen weiter
dann dürfen es 4 Schläge sein. und machen schon die Töne breiter.
Im Fünferlinienpaarsystem Der Takt, durch Brüche angegeben,
macht sich’s die Note sehr bequem, zeigt wie bewegt die Töne leben.
liegt drauf, auch drunter, zwischendrin, Das Lied das wir vergnüglich singen,
formiert sodann den Klanggewinn. muss man erst mal zustande bringen,
Am Anfang von dem Strichsystem muss Töne klangvoll gut verbinden
muss immer erst ein Schlüssel stehen, und in des Hirnes Kortex winden
der eine für die rechte Hand, und klanggerecht auch wiederfinden.
der Bass der linken zugewandt. Damit dies alles auch passiert
wird wöchentlich hier intoniert.

Elbhangfest 2006

Vom Veilchenweg zum Pillnitz-Schloss denn mancher Ton war falsch gesetzt,
entfaltet sich der Elbhangtross, da war der Meister schier entsetzt,
bei wunderbarem Sonnenschein, dazu der Einsatz und der Takt
lud man hier hunderttausend ein. von manchen hier sogar versackt,
Das Elbhangfest am Hang entlang das war für ihn nicht zu verstehen,
bringt reichlich Trödel, auch Gesang, das muss beim Auftritt besser gehen.
Viele waren auf den Beinen, Bei gleißend heißem Sonnenschein
denn Nahverkehr, gibt es ja keinen, trat man in die Arena ein.
per pedes, Fahrrad, geht’s voran, Da war das Murren schon zu hören,
oft mühsam bei dem Menschendrang die Hitze kann den Kreislauf stören,
Mit Umzug und mit Feuerwerk ja selbst den Hörern war’s zu heiß,
wird dieses Fest noch gut verstärkt. drum ausgedünnt der Hörerkreis.
Der Graupsche Chor war auch zu Gast, Der Meister traf dann den Entschluss,
die Hitze war hier eine Last. dass man doch in den Schatten muss.
Man sang sich ein im Rundgemach, Das war den Hörern auch bequem,
da gab es schon das erste Ach, nun ließen sich auch viele sehen
und alle waren angetan
vom Liedgut hier für jedermann.

63
Chor

Musikfestspiele Dresden 2006 Mittwochabend

Neben großen Klangorchestern, Der Mittwochabend fest gebucht,


Chören, auch von Krankenschwestern, wo man Herrn Wirrmanns Chor besucht,
trat der Graupsche Sangeschor um neue Lieder zu studieren
bei dem Feste mit hervor. und schon Bekanntes zu probieren.
Im Schatten unseres Domgemäuers, Hat man die Sangeslust befriedet,
da standen wir zum Singen heuer, dann auch die Küche noch was bietet.
wozu die Sonne brennend strahlt Einmal im Monat schmaust man hier,
und die Gesichter rot bemalt. ganz leckere Sachen, Wein und Bier.
Dank Schatten von dem Gotteshaus Gar mancher bietet aus der Küche,
hielt man es in der Hitze aus. recht sonderbare Wohlgerüche,
Das letzte Lied von uns gebracht da hier vor Ort, gegart, gebacken.
hat Glockenandacht mit gemacht. Dazu Salate feinster Art
Des Weber Chores Liedgesang und Käsesorten, ganz apart,
im Glockenläuten voll versank. auch Süßes bietet man in Fülle
Im prallen Abendsonnenschein in schmackhafter Pastetenhülle.
fand man sich auf den Treppen ein, Auch Obst in seiner Vielfalt eben
die Brühl zum Glanze einst erschaffen. wird noch garnierend beigegeben,
Hier stimmten viele Chöre ein. und Weine, sowie Softgetränke,
Frohe Klänge schöner Lieder erhält man hier wie in der Schänke.
klangen auf die Hörer nieder Der Schmaus an dem sich alle laben,
und es sangen tausend mit, ist ungesund, weil spät am Abend.
Volksliedersingen ist stets ein Hit.

Moritzburg
das Liedprogramm aus voller Brust.
Der Ort wird gänzlich neu gestaltet, Das Wetter war ausnehmend fein,
die Schlossallee sich breit entfaltet, nur unser Chor doch etwas klein.
300 junge Winterlinden Herr Wirrmann, der zurzeit verreist,
kann man zu beiden Seiten finden. bot als Ersatz ‘nen guten Geist.
Ein Fußweg die Allee begrenzt, Tabea Lempe stand uns vor
sodass man gern dahin hier schlenzt. und führte hier den Graupschen Chor.
Herr Pöppelmann, der‘s einst erdacht, Am Abend vor dem Schlossterrassen,
wär glücklich, dass es neu gemacht, die konnten kaum die Gäste fassen,
so breit, so hell und lindenlicht, da gab es dann das Abschlusssingen,
ja gänzlich neu das Ortgesicht. wo alle Chöre klangverstanden
In Moritzburg bei Sonnenschein Verstärkung durch die Bläser fanden.
traf man zum 1. Chorfest ein. Die vielen hundert Sangeshörer
In Adams großem Sommergarten, verstärkten lautstark mit die Chöre.
wo viele Gäste hungrig warten, Wir haben‘s wunderbar empfunden,
da boten wir mit Sangeslust nur waren zu kurz die Sangesrunden,
die hier das Abschlussfest bekunden.

64
Chor

Flyer 2007 Auftritt Pirna 2006

Ein Flyer ist nun doch entstanden! Der Chorauftritt zu aller Segen
Wie ihn wohl unsere Ahnen nannten? stand abermals erneut im Regen,
Gewiss, er ist einst von den Britten statt weihnachtlicher weißer Flocken,
in unsere Sprachwelt reingeritten. da fielen große „Regentropfen“.
Ist es ein Flugblatt? Gilt’s der Werbung? Umgeben von dem Weihnachtstrubel
Dient’s unserem Chor doch voll zur Stärkung. und Bahngeläut und Menschenjubel
Der Flyer sagt dir wer wir sind, erklangen unsere Weihnachtslieder
welch Lied von unseren Lippen schwingt, auf alle Marktbesucher nieder.
was unser Chor bereits gemacht Die meistens doch mit Andacht lauschten,
und was noch alles angedacht. zum Teil auch nur vorüber rauschten.
Auch die Konzerte zeitgebunden Belohnt durch eine große Wurst
wird dieser Flyer mit verkünden. und heißen Glühwein für den Durst,
Als Leporello dreigefaltet fand man sich vor dem Stande ein
ist dieser Flyer toll gestaltet, und wünschte gutes Fest daheim
so recht dynamisch, voll mit Leben, mit einer knusperbraunen Gans
kann jedem einen Eindruck geben. und recht besinnlich gute Stunden
Die Ines hat’s superb gemacht, und das wir nicht zu reichlich pfunden.
ich denk an alles auch gedacht. Nahm Abschied von dem Sänger-Jahr,
Ein Dank, ein Lob und ein Applaus, das rundherum manierlich war.
das Faltblatt bringt uns prächtig raus.

Chor 2007

Wir sitzen hier in froher Runde, die Ines hat sich sehr bemüht,
der Weihnachtsmann ist unser Kunde, dass er zum Chores Wohle blüht.
er lobt uns ob der vielen Stunden, Der Meister mahnt uns immer wieder,
die wir in Graupa fleißig summten ihr wisst wie wichtig doch ein Mieder,
und der Konzerte, die gegeben, dies braucht ihr um den Ton zu stützen,
in unserem frohen Sängerleben. vor allem ihn auch noch zu halten,
Das Jahr war voller Jahresfeiern, nur so kann man Gesang gestalten.
vor allem reift die Jugend nach. Der Chor, ein Kleinod hier in Sachsen,
Wir ließen sie auch hoch dann leben, ist stimmlich immer mehr gewachsen.
die reichlich Speis und Trank gegeben. Jedoch die Sänger werden reifer,
Die Vollersammlung hat erbracht wir brauchen Jugend, die mit Eifer
was wir im letzten Jahr gemacht, des Chores Klang erneut verstärkt,
wie gut wir denn als Chor gewesen, damit der Abgang kaum bemerkt.
zum Teil im Internet zu lesen. Der Meister hat nochmals betont,
Per Mausklick kannst du uns ergründen dass jeder Mittwochabend lohnt,
und vieles Wissenswertes finden. dass hier Bewahrenswertes ruht,
Der Flyer kreiste lange Zeit, das für die Menschen Gutes tut.
nun endlich hat er doch entbunden, Denn nur mit Fleiß und ständig üben,
als Teilwerk wieder aufgefunden, bringt man den Chorgesang nach drüben.
Die Bärbel dankte allen jenen,
65
Chor

die für das Chorwohl sich hier dehnen, dass wir beglückt, dass wir ihn haben,
die immer fleißig, froh bemüht, dass wir ihn schätzen, danken, ehren
dass unser Chor gedeiht und blüht. und lange, lange noch begehren.
Lobt Jürgen Wirrmann, unseren Leiter, Beim Üben ist er sehr korrekt
der pflegt den Chor und führt ihn weiter. und jeder Fehlton wird entdeckt,
Dankt auch den Männern vom Gestühl er hebt die Stimmen einzeln vor,
und der Finanzfrau mit Gefühl, möcht’ dass wir immer besser singen
kurz allen, die sich drehen und wenden, und in der Hörer Herzen dringen.
den Sängern, die sich stimmlich mühen, Zum Üben gings ins Nachbarland,
damit die Chorkonzerte blühen. dort waren die Knödlicki zur Hand.
Wenn dir der Ton mal schief entweicht, Das Ambiente sonst bescheiden,
wirst du vom Meister nachgeeicht, doch Freude konnte es bereiten.
um guten Klang von dir zu geben Maxicky voller Sonnenschein
hier in dem Graupschen Sängerleben. lud uns zum Proben, Üben ein.
Der Meister wurde hier geehrt, Von Bärbel herrlich vorgedacht,
denn 60 Monde führt er schon durch Meisters Helfer gut vollbracht.
im Graupschen Chor den guten Ton. Ein jeder sang aus voller Brust,
Stolz kann sich dieser Chor nun zeigen man spürte, es war pure Lust.
als Wirrmanns guter Klangesreigen. Katrein konnt mit dem Modereigen
Wir konnten dankend uns verneigen. hier wunderbare Hüte zeigen.
Er ist exakt, korrekt, genau, Es fehlte nur die Plastetüte
verbindlich, offen und auch frei, im kreativen Hutgefüge.
bringt uns die schönsten Klänge bei, Den Höhepunkt in Schäfers Garten
von Mozart, Bach und Wagner, Weber konnt hier Frau Benda glänzend starten.
und weiteren schönen Tönegeber. Es gab viel Kurzweil hier vor Ort,
Meistersinger Chor „Wach auf“ ist dran, man fuhr dann gern auch wieder fort.
hier kämpft ein jeder, Mann für Mann. Es war ein Jahr mit vielen Festen.
Erstaunlich, dass es doch schon klingt Vier wurden 50 in dem Jahr
und man es auch recht gerne singt. und eine stieg zur 60 ein,
Sagt stets wie wichtig‘s Atmen sei, `ne weitere gar zur sechzig fünf,
nach gutem Üben ist man frei. zwei Damen wurden siebzig fünf.
Er mag sie nicht, die Quatscherei. Wir möchten allen jenen danken,
Sie stört, lenkt ab, das hat er satt, bei den wir uns zum Schmause fanden,
denn nur mit Disziplin vor Ort denn jedes Fest, das wir begehen,
kommt man im Chor erfolgreich fort. stärkt uns auch im Zusammenstehen.
Was soll ich zu dem Meister sagen,

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Chor

Bad Muskau 2008

Nachdem man Prag uns abgesagt, mit Staus und kleinen Wasserfällen,
wo wir doch tschechisch uns geplagt, an sorgsam vorgedachten Stellen.
ein „u zamoste“ abgerungen, Und Sträucher, Bäume wunderschön,
was wohl auch leidlich gut geklungen, waren hier in diesen Park zu sehen,
blieb nun ein Wochenende frei, die meisten über hundertjährig.
und man entschied sich eins, zwei, drei, Im schönen Rot erstrahlt das Schloss.
mit all den Sängern zu verreisen Sichtachsen, die so schön gegeben,
und möglichst auch noch gut zu speisen. zeigen, wie gut das Schloss im Park gelegen.
Der Mai begann mit Sonnenschein, Nachdem man diesen Park erlebt,
man stieg froh in den Bus hinein. hat man das Stimmband neu bewegt
Der Frühling voller Blütenpracht und uns mit Sang hinwegbewegt.
hat jedes Herz ganz froh gemacht, In Rietschen gab’s ’nen Zwischenstopp,
man glitt erbaulich durch die Flur, mit Kaffee und ganz gutem Kuchen,
des Rapses Gelb tüncht die Natur. konnt’ die Geschäfte noch besuchen.
Der erste Stopp in Eschdorf oben, Auch hier ein Liedchen noch zum Schluss,
hier wurd den Letzten Platz geboten. für Katrin war’s ein Dankesgruß.
Bequem fuhr man durchs Sachsenland, Der wunderbare Sonnenschein,
wo mancher Ort uns nicht bekannt. der trübte sich dann heimwärts ein,
Bad Muskau wurde ausgewählt. und alsbald tropfte Regen nieder.
Ganz fern, am Rand von Sachsen, Wir haben diesen Tag genossen,
ließ Pückler dieses Kleinod wachsen, obwohls zum Schluss ganz stark gegossen.
das einzigartig, wunderschön. 15 wunderbare Lenze klingt es schon
Ja, auch das Schloss konnt neu erstehen. im Graupschen Grund und es wuchs
Als man in Muskau angekommen, die Sangesfreude Jahr für Jahr in diesem Rund.
hat man bei Königs Platz genommen, Leider sind die Chorbegründer
genoss sein Mahl in aller Eile, reifend schon im Ruhestand
danach wurde noch ein Lied geboten und man wünscht sich jungen Zugang
für Menschen, die zur Ehe zogen. für den Wuchs des Chorverbands.
Der Park in seiner großen Fülle, Freude fühlt die reife Jugend
ist eine schöne Landschaftshülle, hier in diesem Klangverein
von Neißearmen sanft durchzogen, und es hoffen wohl die meisten,
darüber Brücken, schön gebogen, lasst es lange noch so sein.

67
Chor

Für Detlev

Wer kennt des Detlefs Lebenslos?


Was soll ich über‘n Detlef sagen?
Schwer ist es hier Prognosen wagen,
mal kommt er und mal kommt er nicht.
Er gibt stets den Tenören Licht,
wenn er zugegen beim Gesang,
denn seine Stimm’ hat guten Klang.
Der Detlef stärkt den rechten Rand
von den Tenören, die zur Hand.
Wir möchten Detlef öfter haben,
das möchte ich für alle sagen.
Er ist der vierte in der Runde,
als jugendlicher Fünfziger Kunde,
der noch beruflich voll im Reigen,
drum kann er sich nicht immer zeigen.
Er wirkt gehetzt, gejagt, getrieben,
bleibt denn da Zeit um noch zu üben?
Hat man die 50 angeschnitten
tritt man fest in die Lebensmitten,
man ist voll fit, kann herzhaft lieben
und seiner Frau noch vieles bieten,
noch weit entfernt, und kaum zu ahnen
sind dir ganz fern die Reifungsbahnen.
Die Kinder unterschiedlich groß,
zum Teil noch fest in deinem Schoß,
der Älteste auch schon Papa
und Detlef junger Opapa,
welch Freude, dass ein Enkel da.
Sein junges Weib schon Omama.
Lieber Detlev, sei zur Hand
in dem Töneübungsland.
Die Tenöre brauchen dich,
auch der Meister freuet sich,
wenn du immer hier zugegen,
füllest der Tenöre Leben.

68
Chor

Für Inken

Sie trat in diese Erdenwelt wenn man zu lange darauf ruht.


in Dresden Striesen, gut gestellt, Kongresse sind dafür geschaffen,
als jüngstes, viertes Töchterlein. zu schärfen seines Geistes Waffen.
Sie sollte doch ein Knabe sein, Wenn neben Wissenszugewinn,
mit Mut und Kletterzwanggehabe sich dabei noch ein Partner findet
für Berge in der Sächs’schen Schweiz, mit dem man sich fürs Leben bindet,
für sie selbst hatte dies nie Reiz. dann ist dies doppelter Gewinn.
Die Inken, musisch sehr begabt, Zu diesem Mann fürs ganze Leben
hat früh den Flötenton gewagt, gab auch der Herrgott bald den Segen.
im Schulchor war sie schon Solistin, Es wuchs nun die Familie auch,
konnt’ wunderbar französisch nisten, bei Inken auch ein dicker Bauch,
sang orginal die Marseillaise, im Doppelpack zwei junge Damen,
trat auch mit Peter Rösel auf, die sprengten den Familienrahmen,
doch der kam später größer raus. die sich gesund hier eingestellt.
Das Abitur war bald bestanden, Angelika und die Annett,
sie wollt’ als Apotheker landen. die beiden liebevoll, adrett,
Doch fürs Verkaufen unbegabt, erfreuten voll die Frau Mama,
hat sie dem Job ade gesagt. natürlich auch den Herrn Papa.
Stieg in die Welt der Medizin, Inzwischen sind auch erwachsen
erlernte bald das Zähne ziehen. und glückhaft noch daheim in Sachsen.
In Halle, an der Alma mater, Viel Freude bringt der Enkelsegen,
begann nun’s Medizintheater, der aktiviert erneut ihr Leben.
erwarb sehr schnell das Basiswissen, Sie muss mit Tim Gitarre üben,
das alle Zahner wissen müssen. fährt ihm zu Fußballtraining drüben,
Nachdem das Physikum bestanden, nach Copitz zu dem Vfl.
wir sie in Dresden wiederfanden, Im Keller ist sie auch zur Stell,
bei Carus junger Alma mater, denn Ping pong klingt hier durch den Raum.
bekam sie auch ’nen Doktorvater. Ist dieses nun der Rentnertraum?
Die Studienzeit verflog im Nu Man hört, die Freizeit ist bemessen.
sie promovierte noch dazu. Die Inken stützt den Graupschen Chor,
Tratst auch noch in den Ehestand bringt wunderbaren Klang hervor.
und wurdest alsbald Frau Mama, Sie ist von Anfang an dabei,
die kleine Lydia war nun da. vormals Sopran und jetzt als Alt
In Pirna stieg sie mutig ein gibt sie den Stimmen dort den Halt.
und hielt der Menschen Zähne rein Das Singen macht sie froh und frei.
sie zog nach Heidenau dann weiter Es ist ein schöner Teil vom Leben,
und fasste Fuß in Graupa drüben, bringt Wohlbefinden, gottgegeben.
dort ist dann bis heut geblieben. Als Ärztin ist sie hoch geschätzt,
Der Ehebund war nicht von Dauer, nimmt sich stets Zeit, ist nie gehetzt,
danach sind die Betroffnen schlauer. gibt allen Mut und Zuversicht,
Fleißig, klug und stets bedacht, auch wenn’s Gebiss schon aufgemischt.
dass man fachlich Fortschritt macht, Sie weiß genau im Graupschen Grund
da Wissen ein verderblich Gut, wie gut die Zähne, wie gesund,
weiß, wie viele Brücken mancher trägt
und wie er seine Zähne pflegt.
69
Chor

Wo Implantate gar von Nöten was noch vor Jahren kaum verwandt.
und wie viel Mark sind abzutreten. Als Delinquent, verkrampft, bedrückt,
Wie herrlich, wenn der Zahn gesund wenn dich der Bohrer dennoch zwickt,
und weiß erstrahlt aus vollem Mund, möchte man dem Höllenstuhl entschwinden
denn 32 starke Beißer sind allerbeste und einen Kuschelplatz gar finden.
Nahrungsreißer, Und wenn die Zähne gar noch lose,
die Speisen kauend aufbereiten, bedingt durch Parodontose.
damit sie schlundwärts leichter gleiten. Wenn Zahnfleischtaschen noch vorhanden,
Doch wehe, wenn der Zahn mal muckt, wo häufig die Bakterien landen,
der Zahnarzt ganz bedenklich guckt sind diese tupfend zu sanieren.
und mit der Sonde gar entdeckt, Ein Granulömchen noch dazu
dass dort ’ne Cavität versteckt, raubt dir des Nachts schon längst die Ruh,
wo Schmelz, Dentin gar angenagt, weil’s an der Alveole nagt
auch nachts dich dieser Zahnschmerz plagt. und dich dadurch der Zahnschmerz plagt.
Die Karies, welche hier zugegen, Doch wenn die Zähne weiß, gesund
kann an den Pulpanerven sägen. und zieren deinen Rosenmund,
Da muss sie helfen, auskurieren dann kannst du sie auch lächelnd zeigen,
und jedes Löchlein voll sanieren. den vollen 32er Reigen.
Dazu setzt sie den Bohrer an, In Graupa ist sie lang zu Haus,
ganz klein wird der betroffene Mann. in ihrem wunderbaren Haus,
Obwohl man heute schmerzarm bohrt, es ist erbaulich hier zu wohnen.
ein Spritzchen ist auch schnell zur Hand,

Nur zweimal fuhr der Bus pro Tag,


Für Erika Ja, die Entfernung einst ‘ne Plag.
Die junge Dame ward erwachsen,
Erika, ein Kind der Sachsen, es ging voran, auch hier in Sachsen.
hier eingeschult und aufgewachsen. Verbunden fest der Graupschen Pflege,
Sie hat ihr Graupa nicht verlassen, kennt jeden Stein und Wanderwege.
sie konnte tiefe Wurzel fassen. Fand glückhaft hier im Institut
Sie hat in ihren Kinderjahren ‘ne neue Arbeit mit viel Mut,
des Krieges Schrecken voll erfahren. ward Sekretärin hier vor Ort
Der Vater und der große Bruder, und räumte viel Probleme fort.
die fielen für das Vaterland. Äußerst klug und schreibgewandt,
Welch Schmerz sie einst als Kind empfand, sie bald beim Chef ganz oben stand,
nur ihre Mutter voll verstand, als dessen flinke rechte Hand.
die sicher noch viel mehr gelitten, Wie Aphrodite, bildhaft schön,
kein Herrgott hört ihr Flehen, Bitten. konnt’ man das junge Mädchen sehen.
Sah Dresden brennend untergehen Die Männer träumten ihr zu Füßen,
und aus den Trümmern neu erstehen. sie konnte lächelnd alle grüßen,
Das junge Fräulein wunderschön, derweil die Mutter sehr bedacht,
sah man dann bald zur Lehre gehen, dass ja kein Schäfer unbewacht,
als Sekretärin, klug, gewandt, sich an der Maid zu schaffen macht.
400 Silben waren zur Hand. Hier im Forst im Institut
Weit war der Weg vom Graupschen Grund wuchs ihr Selbstvertrauen,
nach Dresden hin zur Arbeitsstund. und sie konnte wählerisch
70
Chor

die Männerwelt durchschauen, Ist genetisch gar bedingt,


wählte aus den vielen Freiern dass sie noch so jung und flink?
Hilmar aus zum Hochzeitsfeiern. Keiner zählt sie zu den Alten,
Und wie gut sie einst gewählt kann rüstig wie ‘ne „Jungsche“ walten.
sieht man, das es heut noch zählt. Tritt Fahrrad noch mit vollem Gang,
Sie hatten wunderbare Zeiten, und liebt und pflegt den Chorgesang.
nur wenig Grund sich mal zu streiten. Ein heller Klang, ein frischer Ton,
Hier im Haus in Graupas Pflege sind für das Herz ein schöner Lohn.
schritt’s du deine Lebenswege, Das hält sie jung, das schwellt die Brust,
deine Heimat, dein zu Haus das ist ein Teil der Lebenslust.
schmückst und putzt du trefflich aus. Man muss sie loben ob der Pflichten,
Sicher auch wie Meister proper, die sie hilft für den Chor verrichten.
doch du stößt ihn nicht vom Hocker, Vor allem hat sie es vollbracht,
dennoch glänzt es überall, dass uns die Räume zugedacht,
Sauberkeit, das ist dein Fall. wo uns der Raumklang Freude macht.
Ach, sie schätzt des Hauses Garten, Das Kartenspiel seit alter Zeit,
Frühling kann sie’s kaum erwarten, bringt manch Geselligkeit und Freud.
dass die Knospen Blüten treiben So würzen manche Abendstunde
und die Blumen Farbe zeigen, mit Doppelkopf die Freundesrunde,
dass die Stauden sich entfalten mit Kontra, Re und solo tout
und hier alles grün gestalten, bekommt der Spieler forschen Mut.
dass die Blumen voll erblühen Auch Scrabbeln, das mir unbekannt,
und in schönsten Farben glühen. wird hier gepflegt im Graupchen Land.
Sie mit ihrem Ökofinger Ach, sie hat so gerne Gäste,
stärkt den Wuchs mit Superdünger, nicht nur zum Geburtstagsfeste,
wirkt als Blumenvollentfalter. um sich gut zu unterhalten
Mit der Schere stets vor Ort und den Abend zu gestalten
schneid’ sie das Verblühte fort, und dabei auch zu dinieren
sodass stets ein Blütenmeer und was Gutes zu kreieren.
wächst im Garten um sie her, Jeder lobt dann ihre Küche
wohl vom Mütterlein geerbt, und die guten Wohlgerüche,
dass sich alles blühend färbt. die den Gaumen so entzücken,
Schaut man an diesem Tag zurück zuweilen dann den Bauch auch drücken.
und überdenkt das Lebensstück, Ganz wichtig ist ihr die Kultur,
dann kommt so vieles neu hervor, hier zieht sie eine lange Spur,
was man gedanklich fast verlor. sie ist der Kunst ganz voll ergeben.
Wie war denn unser Leben so? Musik prägt lange schon ihr Leben,
Waren wir im Osten nicht auch froh? auch das Theater schätzt sie sehr,
Sie konvertierte nach der Wende manch Literaten noch viel mehr.
direkt in die Verwaltungshände Ein gutes Buch kann sie erquicken,
und musste sich mit Kaderfragen und füllt so ihre Freizeitlücken,
im Institut, Präsidium plagen. kennt sich im Buchgeschehen aus,
Auch dieses tat sie sehr bedacht so gut fast wie im eignen Haus.
und hat es glänzend auch vollbracht. 70 Jahre wirkt sie schon
Sie ist rank und schlank geblieben, hier auf Gottes Erden
kommt es vom Singen, kommt’s vom Lieben und sie wird es weiter tun
oder kommt’s vom Fitnessüben? für das Wohl der Erben.

71
Chor

Für Gerold

Er wurd‘ in eine Welt geboren Nur einmal hast du dich bemüht


als wir den Weltkrieg grad verloren. und selber fest ins Zeug gekniet.
Es herrschte Hunger, schlimme Not, Das Schicksal teilt verschieden aus
wie herrlich roch ein frisches Brot. und haut bei manchen heftig drauf,
Der Vater war noch kriegsgefangen, stoppt den gewohnten Lebenslauf,
so musst allein die Mutter bangen, sodass man innehalten muss,
um diesen Winzling, zarten Sohn, das bringt schon Sorgen und Verdruss.
der Liebe wunderbarer Lohn. Solch Schicksalsschläge können zeigen,
Du bist in Sachsen zwar geboren, wie sich die Lebensläufe neigen.
doch deiner Eltern Heimatort, Du bist genesen vom Geschehen
den spülte kalt der Weltkrieg fort. und kannst nun manches freier sehen,
So bist du Sachsen zwar geworden, bist aus der Arbeitswelt geschieden,
doch lebtest an verschiedenen Orten. darüber ist man nicht zufrieden,
In Zehren, dann im Meissner Land, doch klug füllst du dein Leben aus,
er schulisch gute Bildung fand dank vieler Pflichten hier im Haus.
und auch das Abitur bestand. Mit einem Garten viel zu groß,
War früh der Technik schon ergeben, das ist nun mal Besitzerlos.
Funktechnik, ja das schien sein Leben. Hier rufen dich die Hausmannspflichten,
Als er die Lehre dann vollbracht, da gibt es vieles zu verrichten,
wurd an das Studium gleich gedacht der Rasen ruft nach einer Mahd,
und alsbald mit Erfolg gemacht. die Beete nach der Sommersaat,
Der Tanzmusik schon früh ergeben, da muss man früh mit Pflege starten,
die eigene Band, das war sein Leben. das Unkraut wächst, es lässt nicht warten.
Als DJ unterhielt er Gäste Und auch die Bäume, Sträucher, Beete,
zu manchem schönen Tanzesfeste, die brauchen permanente Pflege
nach interessanten Soundkreation und rundherum der Gartenzaun,
ließ er die Tänzer flott bewegen. da gibt es schon mal was zu bauen.
Gerold von Berufeswegen Mit 60 hat man viel vollbracht,
war Funk und Technik ganz ergeben. gelebt, geliebt, gescherzt, gelacht,
Und auch hier im Chorverband hat im Berufe sich bewährt
hat er die Technik in der Hand. und auch sein Umfeld mit gestärkt.
Hält den Ton in Rillen fest, Hat Halbzeit in der Lebenswelt,
häufig bei ’nem Auftrittsfest. in die man einst hineingestellt,
Brennt den Klang in Silberscheiben, man weiss nun, was das Leben will,
kann sie nach Bedarf vertreiben, hält zwischen drein auch manchmal still,
hofft, dass sie erhalten bleiben, weiss, dass 2/3 schon vorbei
die Konzerte von dem Chor, in dieser Lebensliebelei.
denn die gehen ja ins Ohr. Was wär von Gerold noch zu nennen
Der Gerold, einst ein flotter Hirsch, als morgens früh das lange Pennen.
ging ziemlich lange auf die Pirsch, Zur Hauses Wohn-Gemütlichkeit
hat dann ein schönes Weib gefreit zählt der Kamin schon lange Zeit,
in doch schon reifer Manneszeit. ums Feuer hier auch zu erhalten,
Du hast es dir bequem gemacht, da heißt es reichlich Hölzer spalten.
die Kinder wurden mitgebracht. Doch tut man es mal unbedacht
geschieht’s, dass man Verletzung macht.
72
Chor

Man hinkt dann, weil das Bein getroffen,


die Nachbarn denken, hat der gesoffen.
Herrlich ist der Haustiersegen,
dieser bringt auch Nachtbewegen,
wenn die Rammler sich entfernen
nachts bei Mond und hellen Sternen,
stürzt er gleich im Nachthemd fort,
bringt sie zurück an ihren Ort.
Doch es dauert lang das Suchen
und da hört man ihn schon fluchen.
Wichtig ist es sich bewegen,
laufen oder Fahrradtreten.
Doch ihr müsst es auch benutzen
oder habt ihr’s nur zum Putzen?
Gerold ist zu aller Zeit
für seine Freunde hilfsbereit,
wenn elektrisch was versagt
oder’s Radio nicht mehr mag,
das Fernsehen nur noch Zeilen bringt,
sodass man um Beherrschung ringt,
dann ist er willig hier zur Hand
und tut dies auch geschickt, gewandt
und setzt es letztlich auch in Stand.
Heut leihst du gern dem Graupschen Chor
deinen vollen Klangtenor.
Mit dem hellen Glockenklang
führst du mit die Tenöre an.
Kannst, wenn es einmal auch von Nöten
auch die Bärbel kurz vertreten
du mit deinem sanften Charme
nimmst die Dinge voll im Arme.

73
Chor

Für Renate

Ganz eilig kam sie einst zur Welt, bracht ihr das Wunder Kochen bei,
im Sturzflug fast ins Erdenzelt. viel mehr als nur Püree und Brei,
Die Heimatstadt schon zweigeteilt, auch Braten herrlich kross und braun,
die ward hier durch den Krieg zerkeilt. für Torten, Kuchen blieb noch Raum.
Die Elternwiege ostwärts drüben Und vieles was ihr unbekannt,
ist bei den Polen dann verblieben. gab Dorle ihr recht bald zu Hand.
Umrankt von Brüdern, jünger, älter, Wenn junge Menschen innig lieben,
sie dirigierte beide selber. geschieht es, dass sie Kinder kriegen,
War in der Küche schwer zu finden, ganz überrascht traf sie das Glück,
hier musste sich die Mutter schinden. und schwups tat Dirk den ersten Schritt.
Das Lesen bis spät in die Nacht, Im Liebesspiel hielt man sich fit,
hat ihr viel Freude stets gemacht. dann stand der Frank bald auf der Leiter,
Die Schulzeit ging recht bald vorbei, mit Kinderkriegen ging’s nicht weiter.
sie zog zur Kindergärtnerei, Noch wahr der Wohlstand recht bescheiden,
nach Pirna hin, weit von zu Haus, doch man war glücklich, jung, gesund,
hier baute sie die Freiheit aus. und lebte von der Hand zum Mund.
Vorbei des Vaters Gängelei, Gereist wurde zu allen Zeiten,
in Pirna schien sie frank und frei. die Ostsee mochten sie sehr leiden,
Doch sie war jung, schön und begehrlich, ein Campingwagen war zu Hand,
ein junger Mann meint ’s mit ihr ehrlich den parkte man am Ostseestrand.
und schwups, grad 16 Jahre alt, Der Dietmar energiegeladen,
fand sie in Dietmars Armen Halt. geschickt mit klugen Geistesgaben,
Der Liebesrausch so wunderschön, schuf eine Firma für das Leben,
der hätt auch später könnt geschehen, was konnte es denn Besseres geben?
doch wenn die Liebesvollsensoren, So kam ganz Neues auf sie zu,
die jungen Menschen toll erkoren, Bürokraft wurde sie im Nu.
folgt man wohl gerne den Gefühlen Mit Zahlen musste sie jonglieren
und liebt es in den Kissenwühlen. und Rechnungsschreiben ausprobieren,
Das Seminar stets interessant, doch beides ließ sich nicht vereinen,
das sie hier an die Schule band. mit Wehmut ging sie von den Kleinen,
Dies wurde spielend überstanden da war ihr spürbar schon zum Weinen.
in Kindergartenbildungslanden, Sie wurd’ die Seele vom Geschäft,
wo sie die Bildung voll genoss, führt in dem Haus des Geldes Heft
für ihren späteren Lebenstross. und ordert was von Nöten sei
Nachdem ’s Examen gut bestanden in so ’ner großen Klempnerei,
wir sie im Örtchen Lohmen fanden, wo Auftragsbücher übervoll,
wo ihr die Kinder anvertraut. mit Freizeit war es nicht so toll.
Mein Gott, waren dort die Kinder laut. Buchhalterin das wurd ihr Leben,
Ganz glücklich war sie mit den Lieben, dem Job hat sie sich hingegeben.
sie konnte gut mit ihnen üben, Weiß in der Klempnerei Bescheid,
und spielen, singen, sie erziehen, kennt von den Fittings alle Größen,
für sie war es kein schweres Mühen. weiß wann die Durchsicht dort gewesen
Dort war die Dorle ihr zur Hand, und welche Wartung nötig sei.
’ne Meisterköchin hier im Land. Beherrscht von den Blechen alle Normen,
Die führte sie ins Küchenland, weiß welche gut zu falzen, formen,
74
Chor

kann auch die Kunden selbst beraten locker wie aus der Retorte,
und hilft, wenn nötig auch mit Taten. was der Meister gar nicht mag,
Versteht der Kunden rechte Sorgen, weil Grundgeräusche ja eine Plag.
kommt denn der Klempner wirklich morgen? Sogar im Schützenbundverein,
Ganz scheußlich, wenn die Heizung streikt, soll sie beim Schießen leidlich sein,
dann macht die Kälte sich schnell breit, noch will es wohl nicht immer klappen
auch wenn die Leitung tropft und leckt und mancher Schuss geht in die Lappen.
und dies tief in der Wand versteckt, Der Wohlstand hat sie gut umhüllt
dann ist die Hilfe äußerst eilig. und viele Wünsche schon erfüllt,
Kennt sich in den Gesetzen aus den größten Teil der Welt durchreist,
und was der TÜV gar neu verlangt, fremdartig überall gespeist,
da ist die Mutter eine Bank. per Flugzeug, Auto, Schiff verreist,
Hat sich den Musen auch ergeben, erstaunlich was sie schon gesehen,
in ihrem vollen Arbeitsleben, so kann es ruhig weitergehen.
hat so ihr Maltalent entdeckt, Es rundet sich das Erdenleben,
das unbekannt, ganz tief versteckt. das jedem hier von Gott gegeben.
Mit Künstlerschwung, sehr elegant, Wie herrlich, wenn man frohbedacht
führt sie den Pinsel in der Hand hier eine runde 60 macht.
und zierte manche Bilderwand. Ein Hoch für das Geburtstagskind,
Herrlich solche Hobbies pflegen, voll weht dir frischer Lebenswind
neben seinem Arbeitsleben, ganz stimulierend ins Gesicht.
ja an solchen schönen Gaben, Als Gruß von uns dies Reimgedicht
kann man sich schon köstlich laben. und gute Wünsche für die Zeit,
Die Armgard hat sie dann gelockt, wo man es noch vergnüglich treibt,
zum Chor ist sie dann mit gesockt. auf Gotteserden hier in Sachsen
Erfreuliches ist zu erleben, wo weiter schöne Träume wachsen.
wenn wir zum Chor zusammentreten, Zum Geburtstag nur das Beste
die Stimmenbänder froh bewegen, und noch viele Wiegenfeste,
in unseren Mittwochssängerleben. Glück, Gesundheit, Gottessegen,
Renate, eine feste Bank, ein bewegtes Liebesleben,
hier im Sopran im Graupschen Land. ein Herz, das fröhlich weiter schlägt
Mit Lächeln tritt als Sonnenschein, und tief ins Jahr 2000 trägt,
sie strahlend in die Runde ein. das wünschen dir von Haus zu Haus
Zungenfertig fließen Worte, die Ulla und der Köhler Klaus.

75
Chor

Für Annelies

Welch wundervolle schöne Kunde Durch Netze flechten, knöpfen, weben


gibt Annelies in dieser Runde. verdiente sie ihr Alltagsleben.
Sie hat die siebzig fünf vollbracht, Doch das kanns nicht gewesen sein,
was schneller ging als je gedacht. sie zog in die Gemeinde ein.
Hat man die 75 erstritten, Ein Studium folgte obendrein,
tritt man zum Rand der Lebensmitten. ein Einserabschluß musst es sein.
Ein jeder ist dir voll gewogen, Dies edle Graupsches Urgestein,
es neigt sich doch der Lebensbogen, bracht viel für die Gemeinde ein.
man liebt das Leben wie zuvor, Als Kämmerer, Finanzverwalter
noch weit entfernt ist ’s Himmelstor. und für die Gelder Wohlgestalter,
Zufrieden schaut sie heut zurück hat Ortsgeschicke mit geprägt
und überdenkt ihr Lebensglück und auch ‘ne Menge schon bewegt,
auf dem bewegten Lebensritt, hat immer auch genau gewusst,
wo sie geliebt, geherzt, gelitten bei knappem Geld, da gibt’s auch Frust.
und auch mal mit dem Mann gestritten, Als Mutter einer Kinderschar,
die Kinder wundervoll erzogen die sie dem Helfried froh gebar,
und alles gütlich abgewogen. konnt sie durch wirtschaftliches Denken,
Hat drei Systeme mitgetragen Familienglück umsichtig lenken.
in ihren runden Erdentagen. Alles hat sie klug bedacht,
Den Krieg, Besatzung miterlebt das Beste stets daraus gemacht.
und sich doch stets nach vorn bewegt. Jedes Fleckchen in dem Garten
War meist zufrieden mit der Welt, kann auf gute Ernte warten.
in die man sie hineingestellt. 5 Kinder nannte sie ihr Eigen,
Gebürtig hier im Sachsenland, verdreifacht fast der Enkelreigen.
wo ihrer Ahnen Wiege stand. Das Haus kann kaum noch alle fassen,
Die Jugendzeit im Graupschen Grund, hat man denn auch so viele Tassen?
die Handelsschule in Pirna drüben, Für alle einen Platz am Tisch,
da konnte sie’s Verkaufen üben. denn wenig sind es wirklich nicht,
Auch schon in ihren jungen Jahren gar 35 zählt der Reigen,
hat sie das Liebesglück erfahren, wenn sie sich alle vor dir neigen.
bereits in der Tanzstundenzeit, Ganz sicher fehlen oft noch Stühle
das erste mal mit langem Kleid bei dem Familienfestgewühle,
hat sie den Helfried voll betört, wenn sich genannte Zahl der Seelen
der heiß und innig sie begehrt. durch Haus und Hof und Zimmer quälen.
Er folgte ihr auf Schritt und Tritt, Das Kochen, Backen, Bruzeln, Braten
nur zögerlich ging sie erst mit, sagt man, sei ihr stets gut geraten.
er hat sie nicht mehr losgelassen Vor allem liebt sie große Feste,
und konnte sie fürs Leben fassen. sie gibt das Letzte und das Beste,
Sie lebten nie in Saus und Braus, löst noch ein Rätsel zwischendrin,
solide war’s bei ihr zu Haus, das brachte ihr schon manch Gewinn.
sie pflegt der Eltern schönes Haus. Auch manche Reise ward gewonnen,
Der erste Spross kam bald zur Welt, so konnte sie sich südlich sonnen.
da war die Arbeit weggestellt. Sie liebt von klein auf die Musik
Noch waren die Kitas nicht zugegen, und tat für ‘n Chor den ersten Schritt.
da hieß es sich ganz neu bewegen. War sehr bemüht, dass er entsteht,
76
Chor

dass es in Graupa vorwärts geht. Hat viele Hobbys, die Musik,


Sie ist wohl Gründerin vom Chor privat liebt sie die Klassik sehr,
und ging dereinst von Tor zu Tor, ja auch fürs Herz lässt sich was finden,
trieb Werbung so von Mund zu Mund die Volksmusik, dort untern Linden.
und gab es in der Zeitung kund, Andre Rieu mit seinen Geigen,
um Sangesfreunde zu gewinnen, verführt sie oft noch zum Verbleiben.
die mit ihr froh ein Lied anstimmen, Und ihre Charts ganz vorne dran,
und gern am Mittwochabend singen, die führt Semino Rossi an,
dafür von allen großen Dank für den sie ganz besonders schwärmt,
Sechs Jahrzehnte singt sie schon weil er so schöne Töne lärmt.
froh und gerne Lieder, Sie reist so gern wie alle Graupen,
hell erklingt noch ihr Sopran der Süden lockt, man kann es glauben.
auf die Hörer nieder. Zypern, das Land der Zyprioten
Sie fühlt sich wohl in dieser Runde hat ihr schon allerhand geboten,
und fehlt nur selten eine Stunde. öfter hat sie dort gebucht,
Gemeinsam ist das Reifen schön, die Gestade heimgesucht.
bei Menschen, die sich gut verstehen, Heuer will sie hoch hinaus,
die einander lieben, achten zur Zugspitz, hin zum Fernerhaus.
und immer an den anderen dachten, Solang man sich’s noch leisten kann
die auch die Goldene schon erlebt, sieht man sich schöne Fleckchen an.
da sagt man, hat das Haus gebebt. Ein Mensch wie sie, voll Sonnenschein,
Hat man die 75 erstritten, führt volles Haus, ist nie allein,
hat man gelebt und auch gelitten hier fliegen alle aus und ein.
und manch Wehwehchen schon durchschritten In Hausarbeit sei sie perfekt,
an Niere, Galle oder Knie dort blinkt es immer wie geleckt,
und sicher zwickt es da und hie. man sieht sie schon in Herrgottsfrühe
Sie kann nicht mehr wie vormals schreiten, das Staubtuch schwenken ohne Mühe.
lässt ruhend sich zum Stuhle gleiten. Obwohl sie längst im Ruhestand,
Die Medizin konnt viel beheben, ist sie noch hier im Ort zur Hand.
so kann sie tapfer weiterleben. Bei Richard Wagner hilft sie mit,
Mühe macht ein jedes Alter, kassiert und hält die Räume fit.
man ist zwar Besitzverwalter, Im Borsbergbad sah man sie sitzen,
hat dadurch auch weitere Sorgen, auch noch in die Gemeinde flitzen.
die verschiebt man gleich auf morgen, Sie grämt sich, dass man nicht erhält,
Geld kann man sich nicht mehr borgen. was nötig für die Graupsche Welt,
Mein Gott, wie diese Zeit verrinnt. die Post dahin, die Kneipe zu
Es reift so jedes Menschenkind, und auch im Schwimmbad ist jetzt Ruh.
erlebt das Werden und Gedeihen, Ich glaub, wer sich so eingebracht
die wunderbare Zeit des Freiens, und für den Ort so viel gemacht,
das Mutterglück, die Omafreuden den muss man loben, muss man ehren
und immer neu, die Jahreszeiten. und lang noch für den Ort begehren.

77
Chor

Für Jürgen W.

Er trat in eine Erdenwelt, Er war vom Blasen so besessen,


wo es um die Musen gut bestellt, dass er den Namenstag vergessen,
wo man Musik, Gesang sehr pflegte, doch das Orchester hat’s bedacht
was seinen Lebensweg auch prägte, und einen Tusch für ihn gebracht.
denn Vaters, Mutters ganzes Leben Er war der Jüngste in der Runde,
war völlig hin der Kunst gegeben. Orchesterbaby hier im Munde.
Früh folgt er schon dem Musenpfad, Zurückgekehrt ins alte Dresden,
was er auch mit Gefallen tat. das noch von Trümmern voll gewesen,
Mein Gott, der Knabe ist begabt, da setzte er sein Studium fort,
hat schon der Vater früh gesagt. an Webers altem Musenhort.
Begann sehr bald das Horn zu blasen, Schon als Student dem Chor verbunden.
über Klavieres Tasten rasen. Im Flugzeugwerk, im Schlachthof drüben,
Ja, er tat es mit Vergnügen, half er den Chorgesang dort üben.
keine Mühe war das Üben. Vom Schlachthof gab es Deputat,
Er probierte alle Noten, was seiner Zeit schon ganz probat,
die im Elternhaus geboten, und auch der Küche gütlich tat.
sah die Großen seiner Zeit, Beim Einkauf mit der Frau Mama
hemdsärmlich und im Festtagskleid. kam ihm das Glück auf Erden nah.
In Bayreuth, dem Olymp der Töne, Als Aphrodite Blütenschön,
erlebte er als Kind das Schöne, sah er die Dagmar vor sich stehen.
das man von Wagner hören kann, Ja schon beim ersten Blickkontakt,
hier stand der Vater seinen Mann da hatte es ihn voll gepackt.
und führte die Hornisten an. Er lief dem Fräulein hinterdrein
Im Sommer durft er ihn begleiten und lud sie ins Theater ein,
und sich auch musisch vorbereiten. es sollt fürs ganze Leben sein.
Er konnte hier den Proben lauschen, Sie gleichfalls von der Musengilde,
genoss der Töne himmlisch Rauschen, aus dem Pallucatanzgefilde.
schlief ab und an auch dabei ein, Sie war so jung, noch nicht erwachsen,
er war noch Kind und auch noch klein, das Schönste was hier wuchs in Sachsen,
doch als die Neunte voll erklungen, drum hat er sie auch gleich gefreit
mit Stimmen, die so göttlich sungen, in ihrer schönsten Blütezeit.
Furtwängler auch den Stab noch führte, Die Liebe, die so herrlich war,
dann nach der Kunst er richtig gierte. wurd fruchtbar schon im nächsten Jahr.
Er hat studiert und stets probiert, Voll Überraschung ist das Leben,
dass stets der Klang die Note ziert, wenn Kinder gleich im Paar gegeben.
als Bläser und als Pianist, Der Herr Papa dachte, welche Not,
auch dirigieren stand auf der List. war überrascht vom Angebot,
Er hob sich aus dem Kreis heraus er hat es anfangs kaum erfasst,
und zog bald in die Ferne aus, man sagt, er sei dabei erblasst.
wo der Geysire heiße Quellen, Dann war die Freude doppelt groß,
da konnt er sich als Star schon stellen. er sah, es war das große Los.
In Island, dort in Reykjavik, Nachdem das Studium abgeschlossen,
da blies er philharmonisch mit, zog dann der Meister unverdrossen,
war als Hornist dort sehr gefragt, nach Thüringen an Erfurt Bühnen,
man sah, dass er doch hochbegabt. wo er auch einige Zeit geblieben.
78
Chor

Doch Dagmar musste noch studieren wo man die Dienstpost nur entleert,
und konnt dann hinterher marschieren. dies tat er täglich unbeschwert.
Die Tönekunst im Thüringerland Dort vor dem Biedenkopfchen Haus
lag lange Zeit in seiner Hand. sieht das dann schon ganz anders aus.
Das Thüringen, das mocht er lieben, Wird eine Tasche dort vergessen,
Nordhausen konnt ihm Neues bieten. so wird anders schon bemessen.
Die Dagmar Prima Ballerina, Man denkt dabei an Bombenleger,
der Meister hier als Dirigent vielleicht sogar an Attentäter.
im tollen Frack und weißen Hemd. Die Männer sind nicht zimperlich
Die echten Kinder hier aus Sachsen und gehen hart dann ins Gericht.
sind ihrem Lande sehr verwachsen Der Staatsschutz plustert sich gleich auf,
und wollten gerne wieder heim, doch letztlich ging es glimpflich aus,
per Riesa gings zurück nach Sachsen, man gab die Tasche wieder raus,
wo harter Stahl ganz kräftig floss, nachdem sie durchgeprüft, gecheckt
man froh auch die Kultur genoss. und keine Bombe drin versteckt,
Der Meister hat hier viel bewegt nur interessante Liedernoten,
und die Musikkultur geprägt. die waren als Inhalt hier geboten.
Ganz engagiert und vehement Voller Töne ist sein Leben,
hat er sich hier ins Zeug geklemmt. wunderbar von Gott gegeben,
Als Dirigent und Oberleiter stets gepaart mit hohem Fleiß,
war er Orchesterchefbetreiber der Erfolg hat seinen Preis.
von Riesas Sinfonieorchester. Welch ein herrlicher Beruf,
Hat guten Klassikklang verbreitet den man für die Noten schuf,
und Töne in das Herz geleitet den man auch noch pflegen kann,
und so den Menschen viel gegeben sind die Pflichten nicht mehr dran.
für ein erbaulich Klangerleben. Zählst du die Jahre, die verstrichen,
Ja, selbst die Kumpel dort im Stahl, dann ist der größte Teil gewichen
die traf er immer wieder Mal, von deiner Erdendaseinszeit,
die hatten harte Sprüche drauf doch du bist voll zu mehr bereit.
in ihrem Alltagsarbeitlauf. Du trittst nun in das letzte Drittel,
Die Kacke ist bei uns am Dampfen, bescheidener werden unsere Mittel.
da sollen wir mit Kultur noch klampfen. Man muss sich aktiv stets bewegen,
Es war Bereicherung fürs Leben, Gelenken, Muskeln Freiraum geben,
was er in Riesa konnt erleben. der Garten und dein schönes Haus,
Von Riesa ging es dann zurück, die fordern dich schon voll heraus.
jetzt tat er einen neuen Schritt, Auch ’s Ernten kann erbaulich sein,
jetzt konnte er was Neues zeigen. sind die Kartoffeln oft auch klein.
Als Chef vom Musikalienland Auch das Gehirn muss man trainieren
führt er bei Peters jetzt die Hand. und öfter Neues ausprobieren.
In Dresdens allerschönsten Lage, Noch scheint dir voll die Lebenssonne,
am Loschwitzhang ganz ohne Frage, genieß des Lebens ganze Wonne,
hat Viva musica geleitet die Jahre eilen schnell dahin
und Zeitgenössisches verbreitet, und läutern unseren Lebenssinn.
als Dirigent sehr viel kreiert, Was in der Jugend äußerst wichtig,
selbst Udos Schöpfung aufgeführt. wird beim Reifen doch schon nichtig.
Ein Mann, der pflichtbewusst, bescheiden, Besieht man seine Lebensspuren,
kann auch ins Fadenkreuz geleiten, die sicherlich nicht schwer zu suchen
als er die Tasche einst vergessen, so möchte man danken jenen jetzt,
79
Chor

die uns einst in die Welt gesetzt, der Quell des Fehltons hier geworden.
die uns die Werte klar gelehrt, Dennoch ist er so charmant,
die heut im Leben so begehrt. der Delinquent wir nicht genannt.
Und so erscheint dein Elternhaus, So pflegt er Musen, gibt sie weiter,
von dem du zogst ins Leben raus, bei uns im Chor als guter Leiter.
denkst an die Schul- und Studienzeit Ein Feingeist dieser Musenwelt,
und wie du Dagmar einst gefreit, um die es in Graupa gut bestellt.
bist auf die Kinder mächtig stolz, Sangesfreude ist gegeben
sie sind aus echten Wirrmanholz, bis hoch ins reife Menschenleben.
Hat es auch im Eheleben manches Diese frohe Sangesstunde
Auf und Ab gegeben, ist `ne Aktivierungsrunde,
heute strahlt aus Wirrmanns Haus für die Lunge, für das Herz,
Glück, Zufriedenheit heraus. trifft man voll die richtige Terz.
Schöne Kinder, frohe Enkel, Dem Swing, dem Gospel zugetan,
glätten jedes Hausgeplänkel. die pflegt er hier auch mit Elan.
Ein halb Dezennium ist vorbei, Er lockert unser Zwerchfell auf,
seitdem du von allen Pflichten frei, hat dafür tolle Übungen drauf,
die dir einst vormals auferlegt presst voll aus uns die Luft raus.
und die du pflichtbewusst gepflegt. Mit vielen Terzen und Akkorden
Diese kreative Zeit lässt er der Stimme Bänder tanzen,
ist nun schon Vergangenheit. bevor wir singen hier im Ganzen.
Man wird reifer, wird bescheiden, Welch erlesen schöne Lieder
erlebt bewusster Jahreszeiten. übt er mit uns immer wieder.
Er, der der Muse voll ergeben Mozart, Haydn, Brahms und Weber
bereichert unser Alltagsleben, sind dabei die Notengeber,
lehrt uns die Töne, Chorgesang von den wunderbaren Klängen,
und übt mit uns den rechten Klang, die sich hin zum Ohre drängen,
pflegt hier sein Hobby, die Musik die die Seele, Herz erweichen,
und hält so unsere Stimmen fit. mit des Klanges Musenzeichen.
Er ringt um Achtel-, Viertelnoten, Er joggt mit unseren grauen Zellen,
dass wir die Töne richtig loten, lässt sie erbaulich froh erhellen,
will vollen, starken Vierklangchor mit Notensätzen schöner Lieder,
und dafür lockt er alles vor. denn die erheitern die Gemüter.
Ja, sie müssen Spannung halten, Wunderbare Notenklänge
um den Klang voll zu entfalten bringen im Gehirn Gedränge,
und sie müssen zählen können, viele Operpartituren kann er
um dem Takt nicht fortzurennen. im Gehirn verbuchen.
Der richtige Ton, gepaart mit Takt, Webers wunderbare Weisen
wie herrlich, wenn man beides packt, pflegen voll im Hirn zu kreisen.
dann ist der Meister schon zufrieden Er beherrscht die Klanggebote
und kann uns neue Töne bieten. vorgegeben durch die Note,
Ängste aus den Schülertagen durch die Linien, durch den Takt,
können einen wieder plagen, ach, wie spielend er da packt.
ob man den Ton korrekt auch singt, Jeden Auftritt mit dem Chor
sodass es wie gewünscht auch klingt. bereitet er sehr sorgsam vor,
Ja, und was er alles hört, baut gar Wochenenden ein,
selbst wenn ein winziger Ton verquert, damit wir dann stimmlich rein
kann er den Delinquenten orten, unsere Lieder herrlich singen
80
Chor

und sie klangrein rüber bringen.


In der Mittwochabendstunde schätzt
er nur Gesang vom Munde.
Zaghaft zornig ob der Störer,
nicht geschätzten Lautvermehrer,
ach, er mag es gar nicht leiden,
wenn die Damen in der Runde
tuscheln fleißig mit dem Munde,
weil das doch ein wenig stört
und man diesen Background hört.
Wir danken unserem Meister heut
für diese wunderbare Zeit,
die durch den Chor uns hier gegeben
in unserem doch schon reifen Leben.
Die 70 hast du gut erreicht,
bis hierher war es ja auch leicht.
Wie’s weiter geht, kann keiner sagen,
du kannst auch nirgends hinterfragen.

81
Chor

Für Dagmar W.

Die Gräfin trat in diese Welt, mit einem Morgeneinkaufsgang,


als um uns Deutsche schlecht bestellt. beim ganz normalen Schlangestehen
Es herrschte Krieg im deutschen Land, sah Jürgen Dagmar vor sich stehen
am Himmel zog manch Flugverband, wie Aphrodite, bildhaft schön.
der Bomben warf auf Stadt und Land. Ein kühner Blick, so ganz in Ehren,
Ihr wunderschönen Kinderwagen, der Jürgen war voll von Begehren.
wurd vom dem Bombenschutt begraben, Schon nach dem ersten Blickkontakt
ihr Haus zerstört im Bombenhagel, hat es den Jüngling voll gepackt.
nun war das Leben voller Makel. Sie war blutjung, noch nicht erwachsen,
Drum zog man fort, nach Schibock hin, das Schönste was er sah in Sachsen
da schien der Angriff nicht so schlimm. Als sie den Kauf hier abgeschlossen,
Der Krieg war aus, auch hier in Sachsen, entfernte sie sich unverdrossen,
prächtig ist Dagmar aufgewachsen. er stieg dem Fräulein hinterdrein
Die Musen wurden voll gepflegt, und lud sie ins Theater ein,
sie hat sich tänzerisch bewegt, es sollt fürs ganze Leben sein.
sie liebte Tanz, die schönen Kleider Sie gleichfalls von der Musengilde
und das Bewegen macht sie heiter. aus dem Palucca Tanzgefilde.
Als sie dann ein Ballett erlebt, Sofort erblüht die erste Liebe,
da hat ihr Innerstes gebebt, das wunderbare Spiel der Triebe.
von da an stand für sie ganz fest, Drum hat er sie auch gleich gefreit
der Tanz, das ist mein Lebensfest. in ihrer schönsten Blütezeit.
Sie übte täglich hart zu Haus Die Liebe, die so herrlich war,
und schritt dann zur Palucca raus. war fruchtbar schon im nächsten Jahr.
Die Eignungsprüfung ward bestanden Als sie Palucca offenbarte,
und auch die Probehalbjahrbanden. dass sie in froher Hoffnung sei,
Elevin in den Tanzgefilden, war viel Verständnis mit dabei,
Palucca selbst half sie mit bilden. nur fragte sie ganz zaghaft an,
Ach, was musst sie lernen, üben, hast du dazu denn auch ’nen Mann.
die Gelenke strecken, biegen Die Frauen trifft es dabei schwer,
und sich nach der Seite wiegen, sie geben oft das Studium her,
springen, drehen, Schritte gehen, doch Dagmar, so vom Tanz besessen,
das Pas de deux in seinen Phasen, wollt dieses Studium nicht vergessen.
war schwerer als das Mähen von Rasen. Doch Überraschung kann es geben,
Auchs Pirouettendrehmoment tritt hier ein Zwillingspaar ins Leben.
probt sie ganz fleißig, vehement. Der Jürgen dachte, schlimme Not,
Die Arabesken, Attitüden, war überrascht vom Angebot,
die konnte sie bezaubernd bieten. er hat es anfangs kaum erfasst,
Fast elfengleich schwebt sie galant, man sagt, er sei ganz stark erblasst.
als träge sie ein Gummiband. Dann war die Freude doppelt groß,
Durch hartes Üben und Trainieren er sah, es war das große Los
konnt sie figürlich imponieren. und zog freudig die Haike
Dies alles ging nicht von allein, und die Kerstin groß.
sehr fleißig musste man schon sein. Dagmar hats Leben voll gefasst,
Bei Tutti Frutti fing es an, sie trug ja auch die größte Last.
Die Kinder in der linken Hand,
82
Chor

der Rest dem Studium zugewandt, Zu dem Erfolg kam weiteres Glück,
sie hat es mit Bravour geschafft. die Kinder waren nun zu dritt.
Ich glaub, es war Heroenkraft. Christine zog bei ihnen ein,
Die Kunst der ehelichen Pflichten, es war schon laut, wenn dreie schreien.
die waren nicht einfach zu verrichten, Familie, Ehe und Beruf,
noch waren die Pampers nicht zugegen, ein Brocken, den das Leben schuf.
der Windeltopf ein Teil vom Leben, Sie hat’s gemeistert wie man sieht,
die Waschmaschine nicht zur Hand das Leben hat stets voll geblüht.
und Nestle Kost noch unbekannt. Glück in der Liebe, Glück im Spiel,
Gottlob waren noch die Eltern da für einen Menschen nie zuviel.
und Hilfe kam von Frau Mama. Theaterball hier am Theater,
Ich glaub, allein wars kaum zu meistern, da kriegt manch Schwein sogar ’nen Kater,
denn Jürgen zog nach Erfurt fort, denn Dagmar zog den Hauptgewinn,
dem allerersten Wirkungsort. da war ein lebend Schwein darin.
Nachdem das Studium abgeschlossen, Wohin damit hier im Theater?
zog die Familie unverdrossen In einer Loge gut versteckt,
zu viert nach Erfurt zum Theater, mit Grubenfusel still geleckt,
er Dirigent, sie Ballerina, damit es grunzend ja nicht stört,
die meiste Zeit ging es auch prima. weil man dies auf der Bühne hört.
In Thüringen an Erfurts Bühnen, Beruflich stieg der Jürgen weiter
sind beide eine Zeit geblieben, noch höher auf der Künstlerleiter.
dann ging es nach Nordhausen weiter, Nach Riesa wurde er berufen
dort stiegen beide hoch die Leiter, auf allerhöchste Leiterstufen,
sie wurde Prima Ballerina, Chefdirigent im Land der Sachsen,
er Chefdirigent, Orchesterleiter, zur Riesa Sinfonie, die gut gewachsen.
tat nebenbei noch vieles weiter. Das Eheglück mit allen Pflichten
Die Harmonie im Eheleben, ließ den Beruf nicht mehr verrichten
die war die meiste Zeit zugegen. und somit ging der Tanz zu Ende.
Die Tempi sind die Kunst im Leben, Die Dagmar fand sofort ’ne Wende,
der Tempotakt ist vorgegeben sie fing ein neues Studium an.
und wichtig für das Schrittbewegen. In Leipzig, dort ließ sie sich bilden,
Doch wenn die Tempi beider Seiten in Physiotherapiegefilden.
erprobtes Schrittmaß gar zerreiben, War dann im Klinikum zu Haus,
dann ärgert dies die Ballerina füllt den Beruf mit Freuden aus.
und’s Eheglück ist nicht mehr prima. Und zwischendrin kam neues Glück,
Die Dagmar, die vom Tanz besessen, die Kinder waren nicht mehr zu dritt.
hat ihre Kunst voll ausgemessen, Mathias hat sich eingestellt,
als Julia thüringenweit bekannt, in die nun kinderreiche Welt.
hat sie das Publikum gebannt. Ja, ihre Kunst, ihr Künstlerleben,
Mit viel Ballett hier in den Hallen hat sie den Kindern, Mann gegeben.
hat sie dem Publikum gefallen. Sie hat einen Künstler als Ehemann,
Es galt, die Kinder zu versorgen, da hingen noch 4 Kinder dran,
man konnt sich keine Nanny borgen, das fordert sie als ganzen Mann.
musst in der Pause schnell nach Haus Auf Dauer soll’s nicht Riesa sein,
und schaute nach den Kindern aus, denn echte Dresdner wollen heim,
zum Glück wohnt sie ganz nah am Haus. denn wer in Dresden aufgewachsen
Hier beide recht erfolgreich waren, hat tiefe Wurzeln hier in Sachsen.
in ihren noch sehr jungen Jahren, Der Jürgen wurde großer Leiter
83
Chor

und Petersfachverlagbetreiber. wie die Jahre sich so schrauben


Man zog in Dresdens schönste Lage, und sich in die 60 drehen,
fühlt sich wohl dort, ohne Frage, ja das Leben bleibt nicht stehen.
direkt am Hang mit Blickterrasse, Hat man die sechzig fünf erstritten
das Wohnen hier war erster Klasse. tritt man zum Rand der Lebensmitten,
Auch Dagmar folgte hier neuen Pflichten. ist noch aktiv, steht voll im Leben,
Der Tanz, die Kunst, die waren eben, kann ständig noch nach Neuem streben.
rückschauend wichtiger Teil vom Leben. Schaut froh zurück auf das Vollbrachte
Die Wende, die so sehr begehrt, und auch an manches Angedachte.
hat sie vom Hang dann fortgekehrt. Mit jedem Pulsschlag rinnt das Leben,
Sie zogen dann ins Graupsche Land, gottlob, es kann so Schönes geben.
wo schnell ein neues Haus erstand. Die Reife bringt auch neue Freuden,
Mit Umsicht, Liebe, kluger Hand die dir die Enkel aufbereiten,
umsorgt sie hier ihr Wirrmannland. beglücken dich, wenn sie daheim,
Selbst beim Hausbau war sie rührend so wunderbar kann Reife sein.
und auch in der Planung führend, Frau Wirrmann war schon mal bedrängt
ständig auch darauf bedacht, und hier im Hause eingeengt,
dass man keine Miesen macht. als sich der Chor ins Haus gezwängt.
Der Garten ist ihr Domizil, Doch heute stehen wir nur davor
die Gartenpflege oft nur Spiel. und gratulieren als der Graupsche Chor
Beim Säen, Pflegen, Jäten, Gießen zu deinem runden Wiegenfeste,
kann sie Natur ganz pur genießen. mit Liedern, die das Herz erfreuen,
Beim Ernten dieser Gartenfrüchte, am Sonntagmorgen gegen neun.
da zählen nicht nur die Gewichte. Zum Geburtstagstag nur das Beste
Die wunderbare Gartenfrische und noch viele Wiegenfeste,
erscheint sofort in ihrer Küche. Glück, Gesundheit, Gottessegen,
Nachdem die Kinder nun hinaus Gelenke, die sich gut bewegen,
füllt innere Ruhe dieses Haus, ein Herz, das fröhlich weiter schlägt
genießt das kulturelle Leben, und weit ins Jahr 2000 trägt,
das Dresdennah so reich gegeben. das wünschen dir von Haus zu Haus
Hält möglichst fern von ihren Tagen die Ulla und der Köhler Klaus.
die Mühen mancher Alltagsplagen.
Erlebt Kultur in reicher Fülle,
schmückt sich dazu mit edler Hülle,
denn Dresden kann so vieles bieten.
Sehr oft leiht sie dem Graupschen Chor
erwartungsvoll ihr Künstler Ohr.
Sie hält sich jung, beweglich fit,
durch morgendlichen Joggingtritt.
Noch immer attraktiv und schön
sieht man sie voll im Leben stehen,
sie üben auch den Tangoschritt,
und halten ihren Körper fit.
Sind aktiv zwischendurch bei Kieser
als Anti-Aging für Genießer,
trainieren Muskeln und die Sehnen,
das kann die Endorphine heben.
Keiner mag es wirklich glauben,
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Chor

Für Cornelia

Im Hochland kam sie einst zur Welt, Der Sohn wohnt noch bei ihr daheim.
in Eschdorf stand ihr Heimatzelt. Die Tochter fernwärts, weg entwestet,
Die Nachkriegszeit war längst vorbei wo sie beruflich recht gut nestet.
und vieles gab’s schon markenfrei. Ein Kind der Technik von Beruf,
Das deutsche Land schon zweigeteilt die auch ihr Meisterwerk schon schuf.
und wir im Osten eingekeilt. Wer so mit Technik groß geworden
Ist dann nach Heidenau verzogen, Kann vieles bauen, nur Strom nicht horten.
hier wuchs sie auf und wurd erzogen. Noch fehlt im Haus der Enkel Schreien,
Von Kindesbein mit Strom vertraut, doch die Computer zogen ein.
hat viel vom Vater abgeschaut, Die elektronische Computermaus
sodass die Technik ihr nicht fremd ist hier bei ihr schon lang zu Haus.
und fast so nah wie’s Unterhemd. So kann sie surfen um die Welt
Die Schule, Studium und Beruf, und weiß, wie’s mit uns so bestellt.
sie spielend hier in Sachsen schuf. In wunderschöner Hangeslage
Sie war geschätzt, geehrt, geachtet, wohnt sie mit freiem Elbeblick,
weil sie so vieles klug bedacht. auch dies bedeutet Lebensglück.
Ja, der Beruf hat goldenen Boden, Ihr Hobby heißt sich ständig regen
darum soll man ihn auch noch loben, und ihren großen Garten pflegen,
soll sich stets auch weiterbilden auch’s Wandern mag sie sehr gerne leiden
und nicht nur ins Fernsehen glotzen. und kräftig durch die Auen schreiten,
Das Programm ist schier zum Kotzen. auch’s Fahrrad nimmt sie oft zur Hand
Hat man die 50 angeschnitten und fährt schnell durch das weite Land.
steht man fest in den Lebensmitten. Sie liebt Musik, die Kunst, Kultur,
Hat wohl den schönsten Teil vollbracht, zieht hier im Chor die Sangesspur,
kann sagen, was man gut gemacht, sie mag der Lieder schönen Klang
was man gar anders hätt soll machen und auch den schönen Chorgesang.
und über was man heut könnt lachen, Der Mittwochabend fest verbucht,
was man bereut, weil’s unklug war, wenn sie den Graupschen Chor besucht,
doch man war jung und unerfahren um neue Lieder zu studieren
so ist’s wohl allen widerfahren. und schon bekannte repetieren,
Die Wende, jedermanns Begehr, um dann beim Auftritt zu brillieren.
die brachte wohl die Westmark her, Damit der Chorklang bleibt erhalten
doch nahm den Arbeitsplatz hinweg, hilft sie CD’s auch mitgestalten
das war ein ungewohnter Schreck. und brennt in Rillen Töne ein,
Mit 50 blüht die Lebenslust, sodass man hat den Klang daheim.
noch gibt es keinen Altersfrust, Ein Hoch für das Geburtstagskind!
hat noch ein Riesenstück zu schreiten, Noch weht dir frischer Lebenswind
kann das, was kommt gut vorbereiten, ganz stimulierend ins Gesicht.
genießt der Kinder gut Gedeihen. Als Gruß von uns dies Reimgedicht.

85
Chor

Für Karsten

Mein Gott, wie jung ist man mit fünfzig, Doch ich putzte immer brav
wenn man’s aus meiner Ebene sieht, meine Kau- und Schneidezähne,
weil rückbetrachtend im Dezennium und dass ich es noch erwähne,
noch wonniglich das Leben blüht. jährlich zeig ich meine Beißer,
Auch Karsten ist ein Sohn der Sachsen, den Dentisten, Zahnentreißer,
in Chemnitz anfangs aufgewachsen um das Bonusheft zu pflegen,
und dann nach Jena hin verzogen. denn die Bonussonderpunkte
Er zeigt bereits als kleiner Knabe bringen zur Sanierungsrunde,
des Liedgesanges schöne Gabe. immerhin ganz gut Rabatt,
Im Kreuzchor fand man ihn dann wieder, wenn man sie noch alle hat.
beim Singen wunderschöner Lieder. Wenn Schmelz, Dentin gar angenagt,
Er war den Musen sehr gewogen, durch Löcher dich ein Zahnschmerz plagt.
durch Mauersberger voll geprägt, Hochtourig schrill pfeift die Turbine,
hat sich hier bildend fortbewegt. und glättet dir die Zahnruine,
Der Kreuzchor, ein Juwel der Stadt, die Angst, der Schmerz sind voll zugegen,
der stimmbegabte Knaben hat, du zitterst, darfst dich nicht bewegen.
zu denen zählte Karsten schon Schweißtropfen nässen deine Stirn.
als fleißiger begabter Sohn. Wie lange noch? fragt dich das Gehirn,
Er sang die Messen und Motetten musst du dies Grauen voll erleiden
und summt sie nachts noch in den Betten, und deine Ängste hier entbreiten.
auch Oratorien und Kantaten Leider sind die Zahnarztstühle
die immer wundervoll geraten. kein Liegeplatz für Wohlgefühle.
Im Kreuzchor trat er hell hervor, Schon wenn der Bohrer schrill erklingt
ist mit ihm durch die Welt gereist, und fasst bis hin zur Pulpa dringt,
hat landestypisch dort gespeist, dann lächelt er dir freundlich zu,
ist nicht entwestet, nicht geflohen, der Schmerz verschwindet gleich, im Nu.
ein Studium war des Fleißes Lohn. Hat er die Karies voll entfernt
An Jenas stolzer Alma mater und alles Schlechte ausgekernt,
begann das Medizintheater, kann er den Zahn dann wieder schließen.
hier lernte er das Basiswissen, Die Zeit, wo Gold sich voll bewährt
das alle Ärzte wissen müssen. und auch den Zahnarzt gut ernährt,
Als dann das Physikum bestanden, ist heut durch Porzellan ersetzt.
wir ihn in Dresden wiederfanden. Das Amalgam soll giftig sein
Er wollte zwar nicht Zahner werden, füllt man es in das Cavum rein,
wollt Häuser bauen auf Gottes Erden. darum stellt man dies gänzlich ein.
Ward Architekt vom Zahngebiss, Damit man auch ganz sicher sei
Wenn’s gut gepflegt, zeigt‘s starken Biss. ruft man ein Röntgenbild herbei,
Der Zahnarzt sieht es sicher gern, um Wurzel, Zahnfach zu bewerten,
nagt Karies hin zu Pulpas Kern, ob gar der Zahn vielleicht am Sterben
weil dann der Mensch mit Zahnesweh und gar nicht zu erhalten sei.
den Zahnarzt braucht, o jemine. Wenn das Gebiss dann voll saniert,
Die Nächte werden furchtbar lang, mit neuem Implantat verziert
schmerzt der Zahn pulsierend krank. und alle Zähne weiß, gesund,
Fand keine Ruhe, keinen Schlaf, hier füllen deinen Rosenmund,
seit mich dieses Zahnweh traf. dann spürst du einen Kontoschmerz,
86
Chor

der geht wie Zahnweh bis zum Herz, zeigt Wissen über die Kultur
weil nun manch Tausender dir fehlt, und vieles über Wald und Flur,
jedoch kein Zahndefekt dich quält. zugleich auch über die Geschichte
Der Zahnarzt ist auch voll zufrieden, und über Dichter und Gedichte.
du kannst ihm guten Wohlstand bieten, Du spürst, dass man auch 50ig jährig
doch Karsten zeigt sich schön bescheiden, mit seinen Kräften doch noch bärig,
mag Halsabschneider gar nicht leiden. du sagst es uns ganz ehrlich, offen,
Zählt auch zu jenem Menschendrittel, vom Leben ist noch viel zu hoffen.
wo Ehe wohl kein Dauermittel, So lange du noch vollbeschäftigt,
wo auch die Kinder nicht mehr kitten, bist du für‘n Staat recht steuerkräftig.
wenn Mann und Frau zu Haus zerstritten. Du steht jetzt auf des Lebens Höhen
Lebt nun erneut bei Mutter, Vater, mit einer Aussicht, die noch schön.
die für das Leben gut Berater. Nur eine Sucht ist dir geblieben,
Ist stolz auf‘s große Kinderpaar, das Rauchen kann man nicht verbieten.
das seine Frau ihm einst gebar, In Chor wird sehnsuchtsvoll gewartet,
die Claudia, Zahner wie der Vater, dass man bald in die Pause startet,
und Adrian wird Technikkader. denn dieser Dämon Nikotin,
Ist in der Medizin zu Haus, wird ihn sogleich nach draußen ziehen.
hier baut er wohl die Technik aus. Jede Pause wird genutzt
Der Rotwein zählt zu jenen Gaben, und ein Stäbchen weggepufft,
den er mit Käse gut kann laben, welch ein trefflich Hochgenuss,
weil er den Gaumen trefflich mundet wenn man inhalieren muss,
und manche Abendstunde rundet. um sich wieder froh zu stimmen.
Korrekt, penibel soll er sein, Er inhaliert in tiefen Zügen,
er hält sein Umfeld peinlichst rein, um viel vom Nikotin zu kriegen,
so muss ja auch ein Zahner sein. damit der Pegel aufgefüllt
Er ist geduldig, sehr verständig, und er sich in Zufriedenes hüllt.
sein Geist agil und sehr lebendig, In Graupa ist er tags zu Haus
vermag den anderen zuzuhören und baute seine Praxis aus,
und nicht beim Reden gleich zu stören. ist hochgeschätzt bei den Patienten
Ist interessiert und sehr belesen und kann der Zähne Leiden wenden.
und vielerorts schon selbst gewesen, Verstärkt den Chor im Graupschen Grund,
hat Faible für den deutschen Wald, er weiß, das Singen ist gesund.
besonders wenn die Bäume alt. Er führt des Basses Grundgewalt
Beim MDR dem Sonntagsraten und gibt den Bässen ihren Halt,
erfreuen ihn oft kluge Taten, er bietet manches Solo an,
gesuchte Klänge zu erraten, auch solo ist er jetzt als Mann.

87
Chor

Für Brigitte D.

Frau Dohnat aus Dohna im Sachsenland, Im Beruf ward Bildung ihr anvertraut,
wo man sie dereinst in der Wiege fand, auf Lehrlingsbildung hat sie geschaut.
als Jüngste im Kießlingschen Kinderverband. Immer war sie darauf bedacht,
Dort hat sie auch ihre Kindheit verbracht, dass die Schule im Leben auch Freude macht,
hier wurde geherzt, gespielt und gelacht wollte den Lehrlingen manches bieten,
und wohl auch mancher Unsinn gemacht. was privat seinerzeit nicht leicht zu kriegen,
Sie hat sehr früh das Klavier geliebt von der Reichsbahn ganze Züge mieten,
und auch zwanglos spielend geübt, durch die Nachbarlande reisen,
hat leidenschaftlich gern gesungen, bei den Tschechen Knödel und Goulasch
ist früh zum Kinderchor rüber geschwunge, speisen.
saß bald schon auf des Chores Bank, Singend durch die Berge wandern,
denn herrlich klang für sie der Gesang. und in großen Zelten ankern.
Geweckt durch ihrer Eltern Garten Wunderbar, was sie vollbracht
sollte sie zur Gärtnerin hin starten. und den Schülern Mut gemacht.
In Heidenau/Dresden begann die Lehre, Selbst in Galiläa drüben
die sie mit Freude voll genossen, konnte sie’s Bewässern üben.
bei Trockenheit wurde immer gegossen. Sah wie es die Juden machten,
Sie hat dann Gartenbau studiert, die Wüsten dort zum Blühen brachten.
wurde nach Quedlinburg hin delegiert, Vielerorts ist sie gewesen,
wo sie im Blumenstadt-Fachschulverband wie man weiß auch sehr belesen.
ergiebiges Wissen im Gartenbau fand. Ist der Askese voll ergeben,
Dort hat sie sich an der Kultur gelabt, mag nicht die Völlerei im Leben,
und gut studiert, sie ist ja begabt. ist unentwegt darauf bedacht,
Hat fleißig gesät, gepflanzt und pikiert, dass man keine Pfunde macht.
und manches Umfeld prächtig verziert. Immerfort ist sie auf Achse,
Du pflegtest nicht nur das Gartenbeet, zweimal Wandern, dreimal Sport
hast auch das Pilzmyzel bewegt. und noch englisch hier vor Ort,
Durch den Beruf hast du entdeckt mittwochs noch den Chorgesang
welch Gold in frischen Champignons steckt. zwischendrin Computerschule.
Die Champignonzucht in jenen Zeiten Wochenends geht’s nach Berlin
konnt dir viel Nutzen aufbereiten, um die Ehe zu vollziehen.
hat manches Märkel eingebracht, Ja sie ist kulturbeflissen,
und dir das Reisen leicht gemacht. kein Event darf sie vermissen.
Du hast den Osten voll bereist, Alles wird von ihr gebucht,
mit Wohnwagen zogt ihr durch die Lande was sich lohnt, wird auch besucht,
und traft manch Freunde und neue Bekannte. alles was die Stadt hier bietet
Dazwischen kamen die Kinder zur Welt, wird von dir auch angemietet.
sie hast sie prächtig hineingestellt.

88
Chor

Für Margit

Dein Heimatort ist kaum bekannt, Die Frau ist technisch sehr begabt,
das Gruno liegt im Beeskow-Land, drum hat sie den Beruf gewagt
sie sagt im schönen Schlaubetal, und auch per Studium sich gebildet,
ich selbst hört es das erstemal. denn Messen, Regeln, Programmieren,
Der Schulbesuch in Finkenwerder, kann nur wer klug ist, dirigieren.
dort im Eisenkombinat Studentenzeit, auch Zeit der Liebe,
man ihr ne gute Lehre gab. das wunderbare Spiel der Triebe,
Sie stammt schon sprachlich nicht aus Sachsen, wo sie den Schatz fürs Leben fand,
ist in der Lausitz aufgewachsen, sie gab ihn nicht mehr aus der Hand.
wo man das Deutsch ganz klar noch spricht, Nach dem per Ehe sie verbunden,
etwas Berliner eingemischt, hat man in Sachsen sie gefunden.
das „nee“ und „nu“ der Sachsen meidet In Graupa ließen sie sich nieder
und wenn, dann auch auf hochdeutsch streitet. bei Siegfried Rädel im Gefieder.
War der Gitarre früh verfallen Sie haben hier stetst programmiert
und spielte Lieder, die gefallen. und viel mit BMS verziert.
Es kam die Schul-Studentenzeit, Dadurch lief alles wie geschmiert,
fürs Tanzen gab’s ein langes Kleid. der Seidenglanz recht hochverziert,
Noch lange galt der Markenzwang, das meiste wurde exportiert.
dann kam auch die HO schon dran, Die Wende kam mit Sorgenfalten,
die machte nur die Reichen froh. denn Siegfried Rädel ward gespalten,
Das Schweinsohr gab’s für 2 Mark zehn, in Sand gesetzt und abgebaut,
so kann man’s heut fast wieder sehen. so dass man auf Ruinen schaut.
Obwohl kein Kind vom Land der Sachsen, Sie durfte es mit demontieren
ist sie dem Lande fest verwachsen. und mutlos dann nach Haus marschieren,
Sie ist die Kaiserin im Chor doch Hoffnung gab Renaselect,
und hebt den Alt geschickt hervor, für Dialysen ganz perfekt.
ist notenkundig, sehr beschlagen, Doch jetzt im März wurd abgespeckt,
kann viel mit dem Computer wagen, sodass sie wieder auf der Suche,
hat für die Noten ein Programm das formt die Lippen schon zum Fluche.
und wendet es auch nützlich an. Sie, die die 60 angeschnitten,
Ist Platzhirsch in der Sängerrunde, steht fest drin in den Lebensmitten,
für unseren Chef ein guter Kunde. sie ist voll fit, steht gut im Saft
Er baut auf sie, als Chefaltistin, und schafft mit voller Arbeitskraft,
um hier den Alt ganz fest zu nisten. gesetzt den Fall, sie bleibt erhalten,
Tritt einmal ein Wehwehchen ein, sonst rückt man näher zu den Alten.
dann hält sie dieses meistens klein. Sie tut auch viel für die Figur,
Auch wenn der Daumen schnappt und klemmt quält sich per Fahrrad durch die Flur,
und auch das Greifen spürbar hemmt, um so die Pfunde abzutragen,
dann geht’s nicht gleich zum Doktor hin. die öfter schöne Damen plagen.
Ein Schnapper geht nicht selbst zurück, Hat schon im Leben viel erfahren
der Handchirurg mit kurzem Schnitt in den verbrachten Lebensjahren,
macht sie darauf rasch wieder fit. nennt einen netten Kreis ihr eigen
Kann greifen, packen wie zuvor, und freut sich, was die Kinder zeigen.
verlor darob nie den Humor. vor allem wohl der Enkelreigen.

89
Chor

Der Chor als schöner Teil vom Leben Sie schätzt die gut gewürzten Speisen,
kann ihr so viel Erbauung geben, mit Knobi, den die Köche preisen,
tritt stimmlich hier auch stark hervor, doch wenn die Stimme voll erklingt,
als Chefaltistin mit Humor. er auch in andere Nasen dringt.
Hat stets auch H2O zur Hand, Bleib lange noch dem Chor erhalten
’ne Riesenflasche, noch mit Pfand, und führe weiter deine „Alten“.
frischt ihren Gaumen, ihren Schlund Das Reisen bringt ihr große Lust,
und hält dadurch die Stimme rund. mit Klappfix meistens ohne Frust,
Sie frönt der großen Leidenschaft quer ging es durch Europas Lande,
dem Liedgesang mit aller Kraft, die Levantine, Altbekannte,
sie nutzt dazu auch den Computer, ward länderweise heimgesucht,
mal streikt er auch, das alte Luder. jetzt wird wohl Frankreich voll gebucht.
Gibt voll vom Alt die Stimme ein, Voll genießt sie die Kultur,
so übt sie’s Singen stimmlich rein zieht durch die Theaterflur,
und tritt mit Fleiß im Alt hervor. lauscht der Staatskapellen Klänge,
War auch schon Vorstand vom Verband was sehr gut für Chorgesänge.
im Graupschen Chor, im Sachsenland. Ja ihr musisches Empfinden
Sie liebt das Haus, den Hof und Garten, lässt sie fest an Dresden binden.
kann dieses alles prächtig warten. Wir wünschen zum Geburtstagsfest,
Sauberkeit ist voll geboten, ’nen Dauerjob für‘n Lebensrest,
kein Staubkorn sei hier auszuloten. denn neben Glück, Gesundheit, Streben,
Ja selbst den Straßenrand vorm Haus, bleibt Arbeit schönster Teil vom Leben.
den putzt sie immer prächtig raus. Bring lang noch mit den Graupschen Chor
Stößt so wie Marga gleichfalls locker manch wunderbares Lied hervor.
den Meister Proper voll vom Hocker.

90
Chor

Für Katrin

Beim Opa ist sie aufgewachsen, lockt sie traute Töne vor .
in Nenntmansdorf, im Land der Sachsen, Manuale und Pedale,
wo ständig ‘s Schmiedefeuer glühte die traktiert sie viele male,
und’s Eisen drin ganz rot erblühte, konnt’ mit den Manubrien spielen
wo man die Pferde noch beschlug, und in den Registern wühlen,
verbrannter Huf, welch Horngeruch. um den Klangton zu gestalten
Der Bauernhof, ihr Domizil, und manierlich zu entfalten.
ein wunderbares Dorfidyll, Riesig diese Klaviatur,
ganz wunderbar das Kinderspiel. hier zog sie lang ihre Spur.
Hier schritt sie wacker in die Welt, Erlebnisreich waren Urlaubsreisen,
fuhr’s Kätzchen in dem Puppenwagen, konnt viel erleben, göttlich speisen,
der Ziegenbock schritt mit daneben, konnt sich verlieben und auch binden,
so war im Dorf damals das Leben. ‘nen Lebensabschnittsfreier finden.
Als Göre schon recht naseweis Ganz jung gefreit beim großen Bruder,
sprach sie mit im Erwachsenen Kreis, da führte sie auch schon das Ruder.
was wohl der Mutter nicht behagte, Als sie gefragt, ob sie bereit
die darob derbe Sprüche sagte. zur Ehe für die Lebenszeit
Nach Graupa zog sie mit Mama, kam laut ein „net“ von ihren Lippen,
ein neuer Vater war jetzt da. so klingt es dort nach deren Sitten.
Zum Studium ging’s nach Dresden fort, Woronzowa sollt sie nun heißen,
wo sie dann Heilgymnastin „wurd“. ganz liebevoll Frau „Wo“ geheißen.
Alle Muskeln musst sie kennen, Sie spricht das Russisch lupenrein,
Ursprung und auch Ansatz nennen, man meint, sie könnt ‘ne Russin sein.
Biceps, Triceps, Quadriceps. Zählt leider zu dem Menschendrittel,
Schwachstrom von verschiedner Sorte wo Ehe auch kein Dauermittel,
nutzte man dann hier vor Orte. doch als die Ehe dann vakant,
Nieder-mittel-hochfrequent, man sie als Fröde wieder fand,
spürbar, wenn die Haut leicht brennt. so dass sie nun zufriedener lebt,
Athletisch, sportlich die Figur, weil jetzt der Lebensraum nicht bebt.
drum trieb sie Sport auf breiter Flur. Ihr Sohn, ihr Lebensglück auf Erden,
Stoßen, werfen konnt’ sie prächtig, wird alles was sie hat, mal erben.
durch Training waren die Muskeln mächtig. Erfolgreich die Erziehungsmoden,
Die Kugel, die so herrlich rund, die sie dem Sohne so geboten.
der Diskus wog auch mehrere Pfund, Als er bei Tisch zu rülpsen pflegte
stieß sie rekordverdächtig weit, sie gleich darauf den Ausdruck prägte:
der Sport war ihre große Zeit. „Das war der Landfunk, mit dem Schwein“
Stolze Spartakiadesiege das prägte er sich gründlich ein.
zierten beinah ihre Brust, Ihr wunderschönes Mutter-Haus,
ja der Sport in jenen Tagen das baute sie ganz trefflich aus.
war für sie schon eine Lust. Der BMW, den andere fahren,
Auch die Muse war zugegen, schmückt schon ihr Dach seit vielen Jahren.
zog sie immer ans Klavier, Ach, sie liebt vor allem Tiere,
sang schon früh sehr gerne Lieder Hunde, die nicht allzuklein,
lies im Kirchenchor sich nieder. die sich Berhardiner nennen
Auch der großen Kirchenorgel und die in der Rasse rein.
91
Chor

Antje, diese brave Hündin können Leiden wegmarschieren.


schenkt ihr wunderbare Welpen, Hilfe bringt‘s Bewegungsbad,
Gewitterdonner macht ihr Ängste, welches angenehm, probat,
verkroch sich flugs im Ehebett auch Verspannung lösen mag.
und fraß auch mal den Braten weg. Dem Chore dient sie lange schon,
Heute ist sie hundefrei. empfindet dieses nie als Fron,
Nur ’ne Katze ziert ihr Haus, kopiert die Noten, ordnet sie
die geht nachts alleine aus. und keiner tut’s so gut wie sie.
Bescheiden ist sie stets gewesen, Sie ist die Stütze der Altisten,
Temp’ramentvoll ist ihr Wesen, kann im Klange richtet nisten,
ihre Schrift sehr gut zu lesen. hat ein wundervoll Gehör,
Doch recht zornig kann sie werden was will man denn als Sänger mehr?
läufts nicht gut auf Gottes Erden, Hier singt sie viele Sorgen fort,
dann können schon die Zornesfalten drum ist sie gern, allzeit vor Ort,
ihren Unmut laut gestalten, sie fehlt, wenn sie mal nicht zugegen,
ja dann kracht und plautzt die Tür, denn sie kann allerhand bewegen.
mit Getöse hinter ihr. Bringt zu Papier, was hier geschieht,
Doch der Zorn ist nicht von Dauer, wo man im Jahre aufgetreten,
Freundlichkeit hockt auf der Lauer, wie viel Konzerte man gegeben,
wenn die Türe feste zu, dies hält sie in der Chronik fest.
gibt sie alsbald wieder Ruh. Hat man die 50 grad erstritten,
Sie fastet und kasteit sich sehr, sitzt man fest in des Lebens Mitten
die Pfunde senken sich doch schwer. und steht auf guten Lebenshöhen,
Sie lebt gesund, tritt ins Pedal, mit einer Aussicht, die noch schön.
was wohl bergauf schon eine Qual, Ist im Berufe klug, erfahren,
doch immer ist sie hilfsbereit, denn hier wirkt sie schon seit Jahren,
zu jedermann, zu jeder Zeit. weiß, was das Leben kann und will,
Sie muss schon von Berufes wegen, genießt es und hält auch mal still.
den kranken Menschen Hilfe geben, Als Chefin von den Heilgymnasten
muss sie bewegen, lockern, trimmen sieht man sie durch die Klinik hasten,
und auch der Seele Hoch bestimmen. denn über 20 junge Damen
Mit Ultraschall, Diathermie die passen schwer in einen Rahmen,
behandelt sie das kranke Knie, die alle different im Wesen
mit Massagen, Walken, Kneten da kehrt man schon mit harten Besen,
sind die Massen zu bewegen, denn allen stets gerecht zu sein
bringt die Muskeln, die verspannt, ist wohl nicht einfach und bringt Pein.
wieder locker in das Land. Doch Katrin schafft es, müht sich sehr,
Wärme, Kälte, Strom und Licht die Kranken lieben sie noch mehr.
lindern Schmerzen oder nicht. Dem Elbhang ist sie fest verwachsen,
Taktile Reize sollen lindern, wie viele, die hier aufgewachsen.
die Rückenschmerzen überm Hintern. Kernig, herzlich, heimatfest,
Bobath, Vojta, Klappsches Kriechen, schätz sie nicht nur dieses Fest,
helfen Leiden mit besiegen. denn bei Frödes hier zu Haus
Glissonschlinge, Perlsche Schaukel lauert mancher gute Schmaus.
sind wohl mehr als nur Gegaukel, Sie bäckt ihr Brot, das köstlich schmeckt,
denn sie können Schmerzen lindern, nach Hausmannskost die Zunge leckt,
hoch am Hals, am Rücken, Hintern. doch alles muss natürlich sein.
Auch durch Lagern, Distrahieren, Auch Fasten tritt vor Ostern ein.
92
Chor

Lebt glücklich bei der Frau Mama,


ist ständig auch für sie dann da.
Morgens in der Herrgottsfrühe
steht sie auf ganz ohne Mühe,
5 Uhr ruft der Morgenwecker,
stört sie meist als Nachtvollstrecker
und dann eilt sie ohn‘ Verdruss
hin zum ersten Morgenbus
und dann geht’s zur Klinik hin
und kurz vor 7 Uhr ist sie drin.
Liebe Katrin leb so weiter,
steige auf der Lebensleiter,
bleib dem Chor noch lang erhalten,
hilf die Noten mit verwalten.

93
Chor

Für Bärbel

Bärbel wurd zur Heiligen Nacht Bringt die Muskeln, die verspannt,
auf diese Erdenwelt gebracht. wieder locker in das Land.
Ward später Doktors Töchterlein, Lange Jahre wirktest du
man dacht umhegt, als sie noch klein. dort in Pirna drüben,
In dem schönen Örtchen Struppen, hattest dich dem Krankenhaus
wuchs sie auf mit ihren Puppen. alle Zeit verschrieben.
Manche Träne brach aus ihr hervor, Vieles was du aufgebaut,
erreichte kaum der Mutter Ohr, ist hier auch geblieben.
die, wie sie erst spät hat erfahren, Bärbel hilft mit Herz und Hand
nur adoptive Eltern waren. heute im Seniorenland.
Nur zur Tante dort in Meißen Den Menschen, die alleingestellt,
mochte sie so gerne reisen, erweitert sie die Lebenswelt
die war herzlich, die war lieb, und bietet ihnen ein kleines Stück
weshalb sie auch gern dort blieb. vom schmal gewordenen Lebensglück.
Die Mutter hat sie spät gefunden, Ja, sie sorgt sich um die Alten,
als sie der Erde schon entschwunden. lässt hier viele Mühen walten,
Ganz spät taucht noch ein Bruder auf. kann schon Mut und Hoffnung geben
Zu ihrem Lebensbildungslauf, und sie auch mal durch bewegen.
zog sie dann bald nach Dresden raus. Hirn, Gelenke stimulieren,
Bei Carus wurde dann studiert, dass sie wieder losmarschieren,
die Physio-Heilkunst ausprobiert. auch die Sprache aktivieren.
Ich kenn sie noch so jung und schön, Gibt Senioren Selbstvertrauen,
so blühend frisch im Leben stehen, hilft hier vieles mit zu bauen,
hab ihr die Muskeln beigebracht, öfter ist sie hier zur Stell,
die menschliche Figuren macht, nie denkt sie ans eigene Fell.
die uns die Kraft im Leben geben Vom Minister hoch geehrt,
um sich recht stolz auch zu bewegen. in die Tasche nichts gekehrt,
Ach, sie musste viel studieren nur ein Orden schmückt die Brust
und auch alles ausprobieren, für ihr stetes Mühewalten
Klappsches Kriechen, kalte Güsse hier in diesem Kreis der Alten.
und Massagenvollgenüsse, heiße Bäder, Voll Tatendrang auch ohne Lohn,
Muskelschule, Strecken, dehnen, folgt sie dem Helferdrangsyndrom.
auch Ball und Keulen nehmen. Ja, sie fühlt sich wohl vor Ort
Auch den Strom verschiedner Sorte hier im Graupschen Grunde.
nutzte man dann hier vor Orte, Viele Jahre prägt sie schon
legte die Anoden an, dieses Chors Geschicke,
und führte so den Schwachstrom ran, schloss bei den Tenören hier
lässt so auch die Ionen wandern, eine tiefe Lücke.
von einem Pol bis hin zum andern. Bärbel sorgt sich um den Chor
Dies soll analgetisch wirken, steht ihm leitend, hilfreich vor
hilft, das Schmerzen wegmarschieren. müht sich, dass er fortbesteht
Mit Ultraschall, Diathermie, und sich alles redlich dreht.
behandelt sie das kranke Knie, Andere stehen ihr zur Hand
mit Massagen, Walken, Kneten, für den Graupschen Singverband,
sind die Massen zu bewegen. der den Menschen hier im Ort
94
Chor

dient als echter Lebenssport,


der die Menschen froh verbindet,
so dass man sich gern hier findet.
Mittwochabend in der Runde
klingt des Liedes schöne Kunde.
Stets korrekt, genau, perfekt,
meistert sie ihr Leben.
Lebensmut in ihrem Kreis
kann die Tochter geben.
Freude bringt dabei hinzu
stets der Enkelreigen.
Immer modisch, immer chic,
rank und schlank ist die Figur,
vom Wohlstandsspeck nicht eine Spur.
Ja, sie pflegt so die Askese,
schätz wohl Quark und Magerkäse,
meidet Wachstum von den Pfunden
und verhindert so das Runden.
und treibt Sport in vielen Stunden.

95
Chor

Für Marga

Marga ist kein Kind der Sachsen, Sie ist von Anfang an dabei
in Thüringen einst aufgewachsen, und macht sich stets für ‘n Mittwoch frei.
hat ihre Kindheit dort verbracht Viel Freude bringt in reifen Tagen,
und auch die Lehre einst gemacht. der Chorgesang, das muss man sagen.
4 Jahrzehnte lebt sie schon im Sachsenlande Sie trägt zum vollen Klangbild bei
und sie knüpfte hier im Ort feste Liebesbande. und fühlt sich dabei jung und frei.
Geburtstag ist ein Jubelfest, Korrekt führt sie hier Revision,
hofft auf ’nen langen Lebensrest, auch das gehört zum guten Ton.
der noch erwartend vor uns liegt Ihr größter Lebenszugewinn
und den man noch zum Leben kriegt. ist wohl die kleine Enkelin.
Das Leben lief, das Leben rann, Ihr Haus wird innerlich verjüngt,
es formte sich so manches an. sodass man neuen Raum gewinnt.
Sie war schon des Berufes wegen Die Kosten hat sie voll im Griff,
dem Gelde immer sehr ergeben, wird’s knapp, gibt sie ‘nen kurzen Pfiff.
denn Geldverwalten war ihr Leben. Sie schmückt ihr Haus mit Blumen aus,
Im Berufe sehr korrekt, so herrlich farbig rot und blau,
niemals heimlich Geld versteckt auch gelb und grün und helles grau.
und als Bankfrau sehr bedacht, Ganz bunt erscheint hier ihre Welt,
dass man reichlich Kasse macht. was wohl den Günters gut gefällt.
Höchst penibel, sehr genau Große Bäume in dem Grund
und im Rechnen äußerst schlau. bringen Laub zur Herbstesstunde.
Sie kennt sich aus mit Geld und Zahlen Löblich ist die Gartenpflege,
und kann exakt Prozente malen. gar kein Unkraut auf dem Wege
Sie hat in dem beruflich Leben und es blüht in einem fort.
den Menschen guten Rat gegeben, Im Wald und Forst der Günter Clan,
wie man das Geld vermehren kann der stand bekannt ganz oben dran,
und wo legt man es sicher an. so dass ganz stolz der Grünrock wallt
Sie weiß, die Schulden machen wild, im wunderbaren Graupschen Wald.
recht gut, wenn man sie alsbald tilgt. Schon bei den Vätern war es Brauch,
Ihr Cleanen und ihr Reinheitssinn so wie bei ihren Manne auch.
scheint für das Haus ja nur Gewinn. Dazu gehört ja auch ein Hund,
Hier stößt sie selbst den Meister Proper ein Dackel, der der Chef im Haus,
beim Cleanen klar von seinem Hocker. denn was er will, das führt sie aus.
Vom Keller bis zum Boden rauf Immer freundlich und bescheiden,
treibt sie den Staub und Schmutz heraus, zielbewusst, man mag sie leiden..
sie ist allhier Frau Saubermann
es glänzt und blitzt, packt sie es an.
In ihrer langen Lebensspur
war sie bedacht auf die Figur.
Zum akkuraten Bubikopf
formt sie korrekt des Haares Schopf,
ist immer proper, well gedresst,
so feiert sie ihr Jubelfest.
Auch dem Chore voll ergeben,
er ist ein Teil vom reifen Leben.
96
Chor

Für Irmgard

Wohl nicht gewünscht auf dieser Welt am meisten dort am Schwielochsee


betrat sie dieses Erdenzelt. da war‘s nicht ewig weit zur Spree.
Ein Findelkind aus Dresden, Sachsen, Zur Hohen Tatra, den Karpaten,
im Waisenheime aufgewachsen, dort sind sie öfter hin geraten.
von Vater, Mutter schnöd verlassen, Auch dort, wo Rübezahl zu Haus,
sie konnte dieses nie erfassen, da breiteten sie gern sich aus,
fand Pflegeeltern hier im Raum, verbrachten wunderschöne Tage,
die nett und lieb zu ihr und gut nur‘s Kronentauschen war ’ne Plage,
als wär es gar ihr eigen Blut. doch immer war ein Weg gefunden,
In Poschendorf wuchs sie dann auf, oft musste man sich Kronen pumpen.
ein ganz zufriedener Lebenslauf. So war es halt zu jenen Zeiten,
Als Göre kess und frisch und froh so ging es uns und allen Leuten.
und schnell beweglich wie ein Floh. Ein Höhepunkt ward ihr gegeben
Ganz fleißig, klug und lernbereit in ihrem Urlaubs-Reiseleben.
vollbrachte sie der Schule Zeit. Nach Mittelasien flog sie fort,
Da sie ganz fehlerlos im Schreiben in eine Welt die fremd und schön,
erlernte sie den Stenoreigen wo sehr viel Neues ward zu sehen.
und konnte dann als Stenotypistin Im Laienspiel war sie zu Haus
im Sekretariat der Chefs gut nisten, und machte sich ein Hobby draus,
konnt rasend schnell die Tasten schlagen war lange Zeit die Goldmarie.
und fasst 300 Silben wagen. Auch musikalisch recht begabt
Zuerst wohl in der Gießerei, hat sie’s Akkordeon geplagt,
im Nachbarort in Pirna drüben konnt herrlich in die Tasten greifen
und später auf dem Sonnenstein, und durch der Lieder Klänge schweifen.
stieg in die Luftfahrttechnik ein. In der Akkordeongruppe spielt sie mit
Verschiedene Stellen konnt sie meistern und hielt sich dadurch bestens fit,
und immer für ihr Fach begeistern. konnt wundervoll die Noten meistern
Inzwischen war das Mädchen flügge, und sich am Balg begeistern.
schaut nach den Männern auf der Brücke. Begeisternd hat sie dies gemacht
Beim Abendtanz hat sie‘s vollbracht und sich gefreut und viel gelacht.
und ihrem Wolfgang zugelacht. Und schaust du heute mal zurück
Man mocht sich leiden, herzlich lieben so gab’s im Leben doch viel Glück.
und später auch das Ja anbieten Du bist gesund bis heut geblieben
dann stand sie vor dem Traualtar und konnst‘ ein großes Zelt auch mieten
und hieß Frau Meyer seit dem Jahr, und deinen Gästen sehr viel bieten,
zog mit nach Graupa zu dem Gatten, die hier zur Goldenen Hochzeit blieben,
wo sie das Haus der Eltern hatten. ein Fest das immer sehr begehrt
Ein Sohnemann stellt sich bald ein, und wohl nicht jedem wird beschert.
aus reiner Liebe sollt er sein. Vollendet man der siebzger Mitten,
Die Meyers voll naturverbunden, hat man den größten Teil erschritten,
man paddelnd oft am See gefunden, hat viel erlebt und viel gesehen
im Saalefluß, am Havelstrand und hofft auf nochmals runde zehn.
und im Berliner Seenland. Du hast in all den Lebensjahren
Bald sollten sie bequemer reisen viel menschlich Leid, auch Glück erfahren,
im Campingwagen schlafen, speisen, hast noch als Kind den Krieg erlebt,
97
Chor

sahst Dresden brennend untergehen schaust froh zurück was man verbracht
und mühsam wieder auferstehen. und was man gerne so gemacht.
Der Krieg, der Hunger und die Not, Die Rente dünnt sich mit den Jahren,
das war dereinst das Zeitgebot. das zwingt die Alten schon zum Sparen,
So ist das nun im Leben halt, wollt oft ja noch nach Norden reisen,
man wächst, man reift und wird dann alt. hofft, dass im Fjord die Lachse beißen.
Betritt man nun das letzte Drittel, Zum Mittwochabends-Gaumenschmaus
bescheidener werden da die Mittel, packst du dann leckere Fische aus,
doch Reife kann erbaulich sein, die frisch von dir geräuchert worden,
stellt man sich richtig darauf ein. ganz köstlich, fern vom hohem Norden.
Doch meistens ist sie schon beschwerlich Vom Karl zerlegt und aufgeteilt
und wie man weiß, auch nicht begehrlich. er mit Genuss zum Gaumen eilt.
Es stellen sich Wehwehchen ein, Immer heiter, schalkgetrieben,
die gottlob alle noch sehr klein. kann sie laut den Pfeifton üben,
Der Rücken und auch die Gelenke wenn wir probend exhalieren
sind nicht mehr so wie einst behände. und den Zugklang imitieren.
Steifer werden unsere Glieder Ja, dann schmunzelt auch der Meister,
bücket man sich erdwärts nieder. hier ist die Frau Meier dreister.
Auch des Hirnes Ganglienzellen Vom Anfang an ist sie dabei
haben schon verdünnte Stellen. hier in der Graupschen Singerrei.
Man kann sich nicht mehr alles merken, Ist eine Säule hier im Alt,
Gingo, Ginseng soll sie stärken, sie pflegt den Tonklang mit Gehalt.
soll die Vergesslichkeit gar stoppen, Verpasst die Mittwochsprobe kaum.
will hier die Pharmazie uns foppen? Auch Bienenvölker sind ihr eigen,
Oder kann es doch geschehen? hier kann sie ihre Künste zeigen,
Nun wir werden es ja sehen! mit blumenreichen Honigreigen.
In der Reife deines Lebens Kann schleudern und die Bienen pflegen
soll‘s für dich nur Gutes geben, und sich für deren Hausrat regen.
lass die Sonne in dein Herz, Zum Geburtstag nur das Beste
Lebensreife braucht auch Scherz, und noch viel Wiegenfeste
und die Achtung vor dem Andern Glück, Gesundheit, Gottessegen,
für ein gut gemeinsam wandern. Gelenke, die sich gut bewegen,
Erbaulich ist das Rentnerleben ein Herz das fröhlich weiter schlägt
es kann uns noch manch Schönes geben, und dich gesund zur achtzig trägt.
die wunderbaren Herbstesgaben, Dies wünschen dir von Haus zu Haus
kannst dich an Kindern, Enkeln laben. die Ulla und der Köhler Klaus
Bist stolz auf deren gute Taten,

98
Chor

Für Klaus M.

Klaus Meier, stolzer Sohn der Sachsen, die uns Wohlbefinden geben.
in Zwickaus Umfeld aufgewachsen. Hat manchem Chor sein Stimm gegeben,
Von Musengenen dieser Stadt im Studium, auch im Forscherleben.
bekam er wohl ’nen Tupfen ab, In mancher frohen Studiennacht
denn Singen ward ihm früh gegeben, ward klangvoll Sangkultur gemacht.
so stieg er heiter durch das Leben. Ein Bier, ein Lied im Wechselspiel.
In Schumanns Heimatstadt in Sachsen Ja, Wohlbefinden war das Ziel.
ist dann sein Wissen angewachsen. Hat mit der Stimme auch präliert
Bestand vor Ort das Abitur, als der Kulturpalast kreiert.
zog als Studiosus seine Spur, Hier führte Kurt Masur den Stab,
kam zur TH nach Dresden her dort sang, wer stimmlich auch begabt.
und wurde Bauingenieur. Klaus zeigt eine hohe Quote,
Dem Studentenchor verbunden, wo er mit dem Ton im Lote,
den er als Heimstatt gefunden. Mittwochs ist er stetst zugegen,
Trat sangesfroh hier mit hervor um die Muse mit zu pflegen.
mit seinem hellen Klangtenor. Der Muse Musica verschworen,
Zog mit Singen durch das Land, das pflegt er auch bei Nachgeborenen.
auch zum Prager Singverband. Die Enkel, jeden Opas Stolz,
Ja, dort ging es drunter, drüber, wenn sie so trefflich gut geraten
Mädchen waren ihm damals lieber, und auch noch voller Musetaten,
so dass sein Koffer gar verschwand, mit Cello, Geige und der Drum,
derweil die Hanka ihm zur Hand. da steht sogar der Opa stramm.
Hat das Studium gut bestanden Auch das Liedgut der Scholaren
mit Diplom in deutschen Landen, pflegt er seit den Studentenjahren.
hat engagiert, dann projektiert, Stets zu den Semestertreffen
und manch Projekt das Land noch ziert. können sich die Stimmen messen.
Die Wasserwirtschaft letzten Ende, Dies erfrischt die alten Zeiten,
fiel dann für lang in seine Hände, die sie immerfort begleiten.
in Hosterwitz wurd er sessil Die Liedertexte großer Zahl
und trieb das harte Wasserspiel. die füllen im Hirn manch Areal
Trinkwasser, bestes Lebensmittel, und auch die Noten obendrein,
der Mensch besteht fast aus zwei Drittel. die zieren mit des Hirnes Rain.
Damit das Wasser rein und klar Damit er all dies nutzen kann
und letzten Endes keimfrei gar, steht er im Chor hier seinen Mann.
hat Klaus sich kräftig rein gekniet Der Mittwochabend würd ihm fehlen
und stets um den Erfolg bemüht. und gar die lange Weile quälen,
Das Wasser Lebenselexier wenn er nicht hier im Chorverbund
ist wichtiger als Lagerbier. verbringen könnt die Abendstund.
Damit es rein, genießbar bleibt Ein Mensch so freundlich, aufgeschlossen
wird es geklärt und aufbereit, und niemals traurig und verdrossen,
da dies allzeit von Nöten sei Erhöht des Chores Wohlbefinden,
betreibt man Wassercleanerei. solch Menschen sollt’ man öfter finden.
Hier war der Klaus ein Spezialist. Die Muse stimmt ihn froh und heiter,
Singen kann auch glücklich machen, drum singt er auch noch fröhlich weiter,
wenn die Endorphine lachen, Gesang bleibt lebenslang Begleiter.
99
Chor

Für Brigitte P.

Der Name Marx hat viel bewegt Kann auch mit Lene Voigt brillieren
und unser Leben voll geprägt. und viel Geschriebenes zitieren.
As Fräulein Marx kamst du zur Welt, Ja, sie braucht das Rampenlicht,
die Väter kämpften fern im Feld, zeigt sich gern per Angesicht.
noch hörte man von deutschen Siegen, Man mag sie gern, kann sie gut leiden,
doch Butter, Fleisch waren schwer zu kriegen. doch sicher kann sie sich auch streiten
Der Weltkrieg zwei, er ging verloren und immer weiß sie, was sie will,
und alles nun in Siegerhand, wenn’s sein muss, ist sie auch mal still.
geteilt in 4 besetzte Zonen Als Star im Graupschen Chorverbund
und bald darauf in Ost und West, verbringt sie gern so manche Stund,
die Mauer teilte uns dann fest. ist fast von Anfang an dabei,
Doch auch zufrieden war das Leben in dieser schönen Singerei.
dass ihr in Dresden hier gegeben, Hat wohl Herrn Wirrman auch gewonnen,
die Schule und das Abitur das war ein Glück wie tausend Sonnen,
lief wunderbar wie an der Schnur, für denn agilen Graupschen Chor,
als Teeny pflegte sie Gesang, hier knapp vor Dresden Eingangstor.
der in der Combo hell erklang Sie ist die Stütze vom Sopran
und dann kam die Studentenzeit und führt auch noch den zweiten an.
die tauscht’ sie gegen’s Hochzeitskleid. Ganz sicher und auch selbstbewusst
Begann die Fotographenlehre hält sie den Ton in ihrer Brust,
bei Willi ihren Mann zur Ehre kann herrlich Melodien halten
und schenkte ihm alsbald ’n Sohn und damit jedes Lied gestalten.
als ihrer Liebe größten Lohn. Sie kann ganz trefflich formulieren,
Danach sei sie recht rund geworden, mit Worten, Sätzen gut jonglieren,
von den Bekannten hört man sagen als Sprecher jeden Auftritt zieren
sie musste viele Kilos tragen, und so die Hörer informieren,
doch Ertail Gina Lieblingshund was dieser Chor zu bieten hat.
verhalf ihr zu dem Kiloschwund Die Bilderwelt ist noch ihr eigen,
durch täglich manche lange Rund. dies konnt ihr einst ihr Willi zeigen,
Nicht denkbar, wenn man sie heut sieht, sie tat es von Berufeswegen
wo wunderbare Rundung blüht. in ihrem ganzen Erdenleben.
Sie war dem Modegeist ergeben, Ihr Mann, ein Meister dieser Zunft,
trug Kittelschürzen gern fürs Leben, man schätzt sie noch im Sachsenland,
nahm eine selbst nach Graupa mit, nehmt nur den Löffler mal zur Hand.
das wäre wohl der letzte Hit. Geschickt, mit Unternehmergeist
Ich glaub, sie hatte einen Tic, ist sie durch diese Welt gereist,
sie machte sich mit Bürsten fit, kennt Hinz und Kunz und machen mehr
wo immer Bürsten waren zu haben, und sagt dir auch, wo kommt der her.
da musste sie ein „Bürschtel“ haben. Ja, sie kann sich alles merken,
Ergiebig kann sie in Balladen dieses zählt zu ihren Stärken,
großer deutscher Dichter waten, weiß, was jener dort gesagt
kann sie fließend deklamieren und was er sich dort gewagt.
und so manche Runde zieren, War lang in Oberloschwitz oben,
des Sängers Fluch und Schillers Glocke die Wende hat sie fortgeschoben.
fallen von den Lippen wie ’ne Flocke. Sie sind nach Graupe hin verzogen,
100
Chor

wo Bauland Bodo ihn geboten,


und ihnen auch ein Haus gebaut,
wo man auf grüne Wiesen schaut
und wie ihr wisst, in schöner Lage,
mit Gästewohnung ohne Frage.
So lebt sie hier, wohl ganz zufrieden,
das Leben kann ihr manches bieten.
Verreist sehr gern, doch nicht allein,
meist darf es jetzt die Schwester sein.
Auch Enkel Willi ist Begleiter,
er hält sie auf den Reisen heiter,
auch Bärbel ist schon mal dabei
auf ihrer Urlaubsreiserei.
Sie hängt an manchem alten Zopf,
sie füllt mit Rum den Früchtetopf,
bäckt Stollen noch wie einst die Mutter,
und nimmt dazu nur gute Butter.
Kann Geld, Vermögen, gut verwalten
und auch ihr Umfeld gut gestalten.

101
Chor

Für Sonnhild

Im Hochland kam sie einst zur Welt, und auch dem Vierstern-Futterklee.
wo Bauern noch mit eignem Feld, Gebar ein lieblich Töchterlein,
wo Landwirtschaft in voller Blüte, auch’s erstere war noch sehr klein.
erhielt sie auch die Zuckertüte. Trug Neuigkeiten durchs das Land
Zur POS in Schullwitz drüben, mit vielen Zeitungen in der Hand.
da sahen wir den Schneemann üben, Jeden Morgen in der Frühe
dort lernte sie das Schreiben, Lesen lief sie eilig ohne Mühe
und’s Zeitgeschehen vom besseren Wesen. hier im Ort von Haus zu Haus,
Was tut man denn in dieser Welt, trug die Tageszeitung aus.
wo Landwirtschaft klar bares Geld? War auf des Leibes Wohl bedacht
Sie, die im Lande aufgezogen, und hat bei Hübners mitgemacht,
schien wohl dem Milchvieh sehr gewogen, belieferte die Außenstellen,
trat hier dann in die Lehre ein, mit Brot und Brötchen, dunklen, hellen,
war zwar als Mädchen noch recht klein. war wieselflink und stets zur Hand
Sie pflegt der Kühe straffe Euter, und dieses nicht nur im Versand.
als Milch und Butter Zubereiter, Heute ist sie wohl zufrieden,
kannt all der Kühe Freßgebahren kann im Ort den Nachwuchs hüten.
und auch das Wiederkauverfahren, Liebevoll hegt sie die Kleinen
wußt, wieviel CO2 entsteht, in dem Kindertagvereinen,
das darmgegährt als Wind entbläht sieht sie wachsen und gedeihen,
und wie stark das Güllekonzentrat, übt mit ihnen Lied und Reim.
der Menschen Nasennerven plagt. In Eschdorf, ihrem Heimatort,
Konnt Kühe füttern und auch melken treibt sie aktiven Montagssport
und auch ganz laut mit ihnen schelten. und jeden Mittwoch zieht sie munter
Kannt jede Kuh bei ihrem Namen nach Graupa zum Gesang herunter.
und auch den Bullen zum Besamen, Als eine Stütze vom Sopran
und sah beim maschinellen Melken strengt sie sich immer mächtig an,
der Kühe straffe Euter welken dass sogar die Sinne schwinden
und hat die Menge klar vermessen, und wir sie kreislaufniedrig finden.
fasst eine Kanne, 20 Liter, Die erste Hilfe, die zur Hand,
gab jede Kuh dir täglich rüber. bracht sie zurück im Stuhlverband.
Ja, dieser Job war wirklich hart Zum Geburtstag nur das Beste
und wohl auch fraulich nicht apart. und noch viele Wiegenfeste,
Doch dann erschien für sie der Retter, Glück, Gesundheit, Gottessegen,
Thomas war ein wirklich Netter, ein bewegtes Liebesleben,
warb um ihre rechte Hand dies wünschen dir von Haus zu Haus
und dann ging’s zum Standesamt. die Ulla und der Köhler Klaus
Den Kühen sagte sie ade

102
Chor

Für Birgit

In Radeberg, wo’s beste Bier der Erde schäumt, auch hier war sie begrenzt zu Haus,
hat sie den Kindheitstraum geträumt, dann ging für sie das Geld dort aus.
ist eingeschult und aufgewachsen, Sie, die so frisch und kess im Leben
als fesche Maid im Land der Sachsen. und engagiert im Bildungsleben
Großerkmannsdorf die POS stand im Berufe oft daneben.
war lange Zeit ihr Bildungstreff, Ist es nicht traurig in der Welt,
der Technik früh schon zugewandt, wenn Wissenskader kaltgestellt,
ging’s Zeichnen ihr leicht von der Hand, die fleißig, klug, studiert im Land
Bauzeichner wurde sie im Leben, und wohl des Volkes Unterpfand,
Fernstudium ward ich ihr dann gegeben. das macht betroffen, macht auch krank
Als Dipl.-Ing. recht hoch gebildet, sitzt man abseits der Arbeitsbank.
kann rechnen, zeichnen, projektieren, Ganz Zyklothym schwankt dann die Seele
mit dem Computer losmarschieren. man fühlt sich leer, siehts mit Verdruss,
Hat Robotron mit aufgebaut, wenn man um Arbeit betteln muss.
worauf sie heut mit Wehmut schaut. Sie hat sich sicher von der Welt
Hat jung gefreit zu jener Zeit, weit Besseres hier vorgestellt,
ist stolze Mutter von 2 Kindern, sie glaubte ehrlich und ganz offen,
die zwischenzeitlich auch erwachsen, von dieser Welt sei viel zu hoffen.
mit Arbeitsplatz, gottlob in Sachsen. Vor allem, wenn man klug und weise
Die Wende kam und großes Hoffen, und nicht nur Gast auf dieser Reise.
doch leider ward sie arg betroffen, Im Chor singt sie die Sorgen fort,
die im Berufe hoch geschätzt drum ist sie gerne hier vor Ort.
wurd alsbald an die Luft gesetzt. Hat wunderbares Klanggefühl,
Ihr ging’s wie vielen nach der Wende, sitzt bei ’n Tenören im Gestühl.
der Arbeitsplatz ging in die Fremde, Begrenzt ist der Tenoren Zahl,
denn unsere Werke starben still da werden Damen erste Wahl,
und es gab kein Protest-Gebrüll. um diese Stimme aufzufüllen,
Sie, die vielseitig hoch begabt denn des Tenores heller Klang,
hat ob des Schicksals nie geklagt, bringt jeden Chor erst voll in Gang.
nahm jede Arbeit, die geboten Die Birgit ist hier beste Wahl,
und konnte sich verschieden loten, die Damen sind hier zwei an Zahl.
wurd mehrfach fachlich umgeschult Eigen ist den Laureaten,
und durch die ABM gespult. die heuer ihre fünfzig haben
In Graupa, in der Forstverwaltung , der Musendrang, Gesangesgaben
half sie mit in der Waldgestaltung, an dem sich dann die Hörer laben.
hat Waldentwicklung mit geplant Die Damen, die nun fünfzigjährig,
und ökologisch angebahnt. stehen in der Reife noch begehrlich,
In Rossendorf, das weltbekannt, sind sich des Wertes auch bewusst
sie auch fürn Jahr ‘ne Stelle fand, und tragen stolz die volle Brust.
hat mit entwickelt, projektiert, Sie ist botanisch interessiert,
den Kernreaktor mit verziert. da Pflanzenwelt das Heilen ziert,
Auch wo das Geld zu Hauf vorhanden, und in den Garten der Natur
bei den Sparkassen und Banken, zieht sie oft suchend ihre Spur.
hat sie die Technik aufgebaut, Bilsenkraut und Fingerhut,
worauf der Kunde voll vertraut, Minze, Wermut, Baldrian,
103
Chor

Arnika und Colchicum,


letzteres hilft gegen Gicht,
der Fingerhut stärkt kranke Herzen,
Lavendel wiegt dich in den Schlaf,
den Löwenzahn frisst gern das Schaf.
Auch die Kräuter der Provence,
Lavendel, Thymian, Rosmarin,
die dort am allerschönsten blühen,
die geben nicht nur Wohlgerüche,
verfeinern jede gute Küche.
Ein Kräutertee, ein Kräuterbad,
auch Kräuteröl ist sehr probat.
So kann man Körper, Seele pflegen
und die Vitalkraft spürbar heben.
Auch Kräuterwurz nicht zu verachten,
was vor uns schon die Alten dachten.
Sie lehrt die anderen, zu erkennen,
die Pflanzen, Kräuter zu benennen.
Ja, sie kennt sich trefflich aus
bei den Kräutern hier zu Haus.
Sie kennt ein jedes Krautgewächs,
geht mit ihm um als Kräuterhex,
kann jeden auch darob beraten,
verkauft die Kräuter auch im Laden.
Hat viel Rezepte hier zur Hand
und sammelt viele selbst im Land.
Die Wurzeln, Blätter, Blüten, Früchte,
enthalten Wirkstoff und Geschichte,
der heiße Aufguss, die Decocte,
die Emulsion, der feuchte Wickel,
die lindern Juckreiz, heilen Pickel.
So kann man sich in diesem Leben
auch selbst noch etwas Freude geben.
Wir wünschen zum Geburtstagsfest,
Gesundheit, Gleichmut in der Seele,
dass dir die Arbeit nicht mehr fehle,
und ständig nur die Sonne lacht,
dies sei dir fortan zugedacht.

104
Chor

Für Karl

Karl, ein braver Sohn der Sachsen, das tut gezierten Pflanzen gut.
in Chemnitz Nähe aufgewachsen. Er ist agil und voll alert,
Zu seiner Schul- und Kinderzeit wird ungern durch die Welt gezerrt,
trieb Deutschland argen Kriegesstreit, er mag es nicht das ferne Reisen,
der ging verloren wie bekannt, mag gern zu Haus im Garten speisen.
geteilt ward‘s deutsche Vaterland, Nur wenns der Garten grad erlaubt
die Menschen litten arge Not, wird sich was Fernes angeschaut.
Millionen Väter waren tot. Sein Hobby schon mit Kindesbein
Mit Russensiegern voll garniert ist die Musik, ganz klanglich rein.
ward seine Jugend dann geziert. Er pflegt mit Herz die Sangeslust,
So ist der Karl einst aufgewachsen das tut er gern, das hebt die Brust.
im schwer zerstörten Land der Sachsen. Mit seines Basses Grundgewalt
Er, der so sehr naturverbunden, füllt er des Chores Tongehalt.
hat seinen Wunschberuf gefunden, Dank Klugheit, Stimmkraft und Gestalt
studierte Landwirtschaft hat er die Schlüsselvollgewalt
an Leipzigs alter Alma mater, fürs Chorterrain und fürs Gestühl,
als Gärtner pflegt er im Ganzen sonst gäb es oftmals ein Gewühl.
zur Zierde wundervolle Pflanzen. Er sorgt sich um des Chores Wohl,
Der zweite, dritte Bildungsweg, denn ohne Karl wär manches hohl.
der hat den Karl dann voll geprägt, War mit ein Mann der ersten Stunde
du hast gelernt, studiert, gelehrt, in dieser Graupen Sangesrunde.
des Faches Wissen mit vermehrt, Du hast im Leben viel vollbracht,
zogst noch zu Humboldts Alma mater, das Beste was du je vollbracht,
dort wirkte ja dein Doktorvater. in heißer Liebe wohl gemacht
Du promoviertest dort ganz stolz ist deine stolze Töchterschar,
als Landmann aus solidem Holz. die deine Frau dir froh gebahr.
Doch weiter ging dein Forscherleben Und heute ist der Enkelreigen,
und das erfolgreich Vorwärtsstreben. der sich vorm Jubilar wird neigen,
Als Fachdozent in Pillnitz drüben, wie kann sich Glück denn besser zeigen?
da sah man dich das Züchten üben. Im eigenen Haus mit großen Garten,
Du hast der Jugend beigebracht, da kann man in die Reife starten.
was man beruflich besser macht, Du hast die 70 gut erreicht
wie man ganz neue Sorten züchtet, und sicher war’s nicht immer leicht.
und auch das Unkraut sichtbar lichtet. Der Zeitgeist hat sich oft gewandelt
Als Agronom auf dieser Welt und du hast fleißig mitgehandelt.
weißt du, wie es um sie bestellt Du schaust zurück an diesem Tag.
und was der Mensch mit ihr vollbringt, War’s Leben Freud, war’s zuviel Plag,
wenn er um Höchsterträge ringt war’s wie es sein soll, gut gemischt
und die Natur dabei nicht schont, und hat dich täglich neu erfrischt?
ob sich das für die Zukunft lohnt? Dein Garten ist dein Domizil,
Man sollte ökologisch pflanzen, die Arbeit dort ist für dich Spiel.
mit der Natur nicht teuflisch tanzen, Auch deine Bienen bringen dir
soll Bienen züchten, Honig schleudern ein Zugewinn als Honig hier.
und gegen Umweltsünder meutern, Leb weiter optimistisch heiter
so wie es Karl vor Ort hier tut, Und steig auf deiner Lebensleiter
105
Chor

Für Wolfgang

Ein braver Sohn vom Graupschen Land, und das Verlangen nach Bier und Wurst,
der hier in jedem Haus bekannt. die damals gar nicht leicht zu haben,
Ist hier geboren und aufgewachsen, noch gab es Marken für Dekaden.
verlies niemals sein liebes Sachsen. Die Mutter früh um fünfe rief
Ward hier getauft und konfirmiert als Wolfgang wie ein Bär noch schlief,
und mit ’ner schönen Frau verziert. denn weit der Weg zur Innenstadt,
Sein Vater fiel wie viele Väter, wo er vormals die Arbeit hat
man sagte stolz fürs Vaterland, und wo der Meister jeden rief,
wer nahm den Wolfgang an die Hand? der früh noch müde und gar schlief.
Dies tat allein sein Mütterlein, Ach mancher Mauer wurde krumm,
die trug den ganzen Schmerz allein. da tobte der Polier dann rum.
Der Junge wuchs, ward eingeschult, Verärgert er dann lauthals schrie:
der Schulbesuch war schon belastend, Welch krummer Hund hat das gemacht?
er musst den schweren Ranzen asten, Doch Wolfgangs Mauer standen exakt,
die Schiefertafel, die war schwer, er hat das Mauern voll gepackt.
noch war sein kleines Köpfchen leer. Noch ziert manch Bau die Innenstadt
Und ringsherum, da gab es Krieg, den Wolfgang mit gemauert hat.
es nahte der Alliierten Sieg. Kunstseidewerk in Pirna drüben,
Die Schule hat er dann bestanden da ist er lange dann geblieben.
und konnt bald in der Lehre landen. Ward Meister seiner Maurerzunft
Er war ganz froh, dass sie vorbei, und stolz darauf wie’n Hirsch zur Brunft.
es war ja oft ’ne Schinderei, Erst später kam der Plattenbau,
vor allem das Kyrillisch Schreiben, da nahm man’s Mauern nicht genau,
da fand er nie den rechten Reigen, da wurde nur Beton vergossen,
da blieb er oft im Regen stehen, im Wettbewerb bei den Genossen.
drum liebt er nicht das Schule gehen. In der ZV war er am Werken,
Ward Maurerlehrling, dann Geselle hier lernte er auch Kranke bergen.
mit einer riesengroßen Kelle, Wie jedes Kind fußballvernarrt
Das Land zerstört, Ruinenberge, gab’s für ihn bald den Mannschaftsstart
da gab es Arbeit nicht für Zwerge. Ein Fußball war nur schwer zu haben
Für Riesen mir ganz klugen Händen, und Fußballschuh die besten Gaben.
die sollten Trümmerberge wenden, Er war ein ganz agiler Spieler
zuerst in Pirna Sonnenstein, und beim Verteidigen ein Wühler,
dann ging es schon nach Dresden rein, war bei Chemie lange daheim,
denn Dresden musste neu erstehen, ja Pirna sollte Sieger sein.
hier konnte sich der Wolfgang drehen. Kämpft mit um DDR-Meisterschaft,
Hier setzte er einst Stein auf Stein, den 5. Platz hat man geschafft.
dazwischen kamen Fenster rein, Das Ping Pong Spielen viele lieben,
er baute Dresden teils mit auf der Wolfgang tut es heut noch üben
in seinem Mauerer Lebenslauf. und ist im Keller noch aktiv,
Ein Stein, ein Bier, manchmal auch vier, wo immer noch manch Spielchen lief.
das ist des braven Maurers Zier. Der Jüngling wuchs zum stolzen Mann.
Das Mischen so von Sand, Zement, Nun sprangen die Hormone an
strengt an und man verschwitzt das Hemd, und schaute nach ’nem schönen Weib
und so entwickelt sich der Durst nicht nur zum Liebeszeitvertreib.
106
Chor

Am Ostseestrand in Prerow drüben, wo man noch auf Kamelen wandelt,


wo sich die Nackten göttlich lieben, wie viel hat er denn ausgehandelt?
da fand er dann das Thealein Die Thea äußerst klug, bedacht,
und sagte sich, die soll es sein! hat Wölfchen Freude nur gebracht.
Er lies das Fräulein nicht mehr los Umsichtig wie jed’ braves Weib
und nahm sie gern auf seinen Schoß. vermied sie jeden Gram der Ehe
Er fuhr mit ihr nach Ilsenburg, und sorgt fürs leiblich Wohl und Wehe.
wollt dort ein Doppelzimmer mieten. Nicht jeder Mann kann froh verkünden,
Dies tat die Obrigkeit verbieten. dass er im Eheleben frei von Sünden,
Er wagte einen kühnen Sprung so wie es hier der Wolfgang tut.
und stimmte sie zur Heirat um, Für’n Maurer war es Ehrverhalten,
der Grund war, denk ich sehr verständlich sein Elternhaus neu zu gestalten
und wie wir wissen, äußerst menschlich. und nicht nur schlechthin zu verwalten.
Man wollte sie getrennt quartieren, Heut schauen drei Generationen raus,
sie aber nur vereint marschieren die sich hier alle Ziesche nennen
und dies hat sie in lauer Nacht und zu dem Opa voll bekennen.
dann schnell auf die Idee gebracht, Der Wolfgang, immer sehr erbötig,
warum nicht gleich zum Ehehafen, wenn fürs Gemeinwohl etwas nötig.
dann können wir gemeinsam schlafen? Er ist auch heut noch voll bemüht,
So schritten sie zum Standesamt dass viel zu Dorfes Wohle blüht.
und meldeten die Ehe an. Dank NAW und VMI zwang
Die war um 11 Uhr zehn vollzogen, er den Schlendrian in die Knie.
ganz ohne Rinde, ohne Geld, Der Wolfgang voller Tatendrang,
die Blumen von ’nem Rosenfeld. das Helfen ist ihm innerer Zwang,
Er hatte nichts und sie desgleichen, das Wagnerhaus, das schon marode,
reicht das, sich denn die Hand zu reichen braucht helfend neue Angebote.
für den Bund der heil’gen Ehe. Der Wolfgang tobte sich hier aus
Dennoch taten sie es gerne, und baut mit das Museum aus.
denn es glimmten Liebessterne Die Hohen Brücken, die verfallen,
und die Liebe voll Verlangen die half er gänzlich neu bestallen,
sie zu diesem Schritte zwangen. erbaute prächtige Arkaden,
Nun hatten sie ihr Ziel erreicht, die bis 12 Meter hoch geraten.
ein Doppelbett so herrlich weich, Die nun die Wege neu verzieren,
es war ein Lieben und ein Kosen, wo Wanderer ganz froh marschieren.
es welkten die geklauten Rosen. Stolz sichtbar sind des Wolfgangs Taten
Die Eltern wurden überrascht, beim wunderschönen Blumenladen.
der Wolf hat Thea schon vernascht. Half wo es Not tat, immer aus,
Und dieses Eheliebesband bei vielen Freunden mit zu Haus,
hat 46 Jahr Bestand auch bei Garagen, die entstanden,
und wenn’s der Herrgott gütlich meint, wir seine Truppe führend fanden.
wird dann zur Goldnen neu gereimt. Sein Tagewerk wird fortbestehen,
Inzwischen kamen Kinderlein, noch Generationen werdens sehen.
zuerst stellt sich der Steffen ein, Die Seide starb gleich nach der Wende,
die Anja kam beträchtlich später, der Arbeitsplatz fand hier sein Ende,
was schon bedenklich für die Väter. man lockte ihn nach Urach fort,
Inzwischen ist sie auch erwachsen, zur Bildung sei’s ein guter Ort.
verliebt sich fern im Morgenland, Er stieg dann noch bei Köhlers ein
wo Wolfgang seinem Eidam fand, doch dies sollte nicht von Dauer sein.
107
Chor

Vorbei, dahin das Baumallochen,


es geht ja mächtig auf die Knochen.
Drum ließ er’s mauern dann ganz sein,
trat so verfrüht in Ruhestand,
so ist das nun im deutschen Land.
Im Schützenclub ist er dabei,
er mag sie sehr, die Knallerei,
man muss ja auch sein Hobby nützen
und es gefällt ihm bei den Schützen.
Wolfgang wird nun langsam reifer,
ungebrochen doch sein Eifer
und ist ständig drum bemüht,
dass der Garten grünt und blüht.
Freut sich, dass der Enkelstern,
Tanja singt im Chore gern,
unseren Chor ganz toll verjüngt.
Ja das Enkelein wird auch flügge,
auf sie hält er alle Stücke.
Ist ganz stolz, wenn sie brilliert
und den Chorauftritt verziert.
Wie sie laufen unsere Jahre,
wie sie grauen unsere Haare,
doch die Lebensfreuden bleiben,
wenn sie sich auch abwärts neigen.

108
Chor

Für Margarete

Du zählst zu jenen Millionen, Auch wenn’s beim Kochen völlig gar,


die kriegsbedingt nicht mehr dort wohnen, so schmeckt es selten wunderbar.
wo deiner Kindheit Wiege stand, Doch auch hierin wurd sie perfekt.
verloren ging dies Vaterland, Die Musen von den Gaumenfreuden
ist heute in der Polen Hand. konnt ihre Ehe stets begleiten
Nach Sachsen hat es dich verschlagen und Wunderbares zubereiten.
bereits in deinen Kindertagen. Man sagt, dass es hier köstlich schmeckt.
Hast Krieg und Niedergang erlebt, Sie war in ihrem ganzen Leben,
das hat als Kind dich schon geprägt. dem Mann, der Praxis voll ergeben,
In Sachsen wurdest du erwachsen, vollbrachte alles mit Gewinn,
wo wunderschöne Menschen wachsen. sie war die erst früh vor Ort
Helfen, heilen, Schmerzen lindern, und nahm ihm die Probleme fort.
der Patienten Leiden mindern, Hat die Patienten so bestellt,
war dein Wunsch von Kindesbein dass Warten, was wohl nie gefällt,
und so sollte es auch sein. des Kranken Seele nicht vergällt.
In Arnsdorf und bei Carus drüben, Ganz zackig und beherzt im Leben,
da konntest du die Pflege üben, hat sie den Kranken Mut gegeben,
halfst Kranken, die zu jenen Zeiten, sie gab ihnen Hoffnung, nahm die Schmerzen
verzweifelnd an den Schmerzen leiden. und manches Leid ging ihr zu Herzen,
Du wurdest schnell damit vertraut, und wenn die Kranken dann zu Haus,
wie man den Menschen Hoffnung baut, zählte sie des Nachts die Scheine aus,
wie man die Kranken richtig lagert, musst mit der Kasse sich noch streiten,
gut füttert, dass er ja nicht magert, kein leichtes Los zu jenen Zeiten.
und auch die Schmerzen rasch verliert Erledigt alles was von Nöten,
und bald gesund nach Haus marschiert. verfertigt Rechnung von Privaten,
Nach dem’s Examen hier bestanden, dies und noch mehr, sind ihre Taten.
wir sie in Leipzig wieder fanden. Der Doktor hilfsbereit, bescheiden
Wie herrlich damals ohne Sorgen, ist Hüter aller Krankheitsleiden.
von einem Medicus umworben, Man ruft in tief in später Nacht,
er konnt ihr Wunderbares geben, wenn deine Galle Krämpfe macht,
erfüllte Träume ihres Lebens. wenn`s Kind in Fieber heiß sich badet,
Hat’s Prüfungsbangen miterlebt, er dann zu den Patienten watet,
bei den Testaten mitgebebt, selbst als das Bein einst frakturiert
ob man das Physikum besteht? und ihn ein Gipsbein störend ziert,
Ja, des Examens harte Zeit, ist er als Helfer losmarschiert,
die waren wacker zu bestreiten, lautlos ist sie vorausgeschlichen
es waren auch die schönsten Zeiten, und nie von seiner Seit gewichen.
so voller Liebe, ohne Streiten. So hat sie auch in mancher Nacht
Nur Kochen, diese Gottesgaben, die Hausbesuche mit gemacht.
die sollten Frauen früh schon haben, Es zählte auch zu ihren Taten
um den geliebten Mann zu laben hier alle Mütter zu beraten,
und ihm ein Schnitzel kross zu braten. damit die Kinder gut geraten,
Doch wenn man darin ungeübt dass sie die Präventionen nutzen
und es nur einen Kochtopf gibt, und später richtig Zähne putzen,
schaut wohl der Mann etwas betrübt. dass auch die Impfung eingehalten
109
Chor

und sich die Kinder froh entfalten.


Ja, dem Graupschen Kindersegen
konnte sie viel Hilfe geben.
Die Jugend hier im Graupschen Land
war wohl umsorgt durch ihre Hand.
Gebar die Kinder zwischendrin,
der Liebe schönster Zugewinn.
Nun musste sie die Liebe teilen,
musst bei den Kindern auch verweilen,
musst sie umsorgen und erziehen
und zwischendurch zur Praxis ziehen.
Voll hilfsbereit ihr ganzes Wesen,
kulturbeflissen, sehr belesen.
Erbauung bringt der Graupsche Chor,
hier tritt sie im Sopran hervor.
Bei Nordic Walking stets die Beste,
auch Fahrradtreten kann sie feste,
durch Sachsenland, am Donaustrand
und selbst in dem Masurensand.
Ja, wer sich so aktiv bewegt
und seinen Kreislauf so belebt,
den gibt der Herrgott schon ein Skonto
aufs große Lebenslangzeitkonto.
Verehrerin der schnellen Wagen,
liebt Formel 1 hört man hier sagen,
Ja, beim Dröhnen der Motoren,
ja, da scheint sie ganz verloren.
Selbst in tiefster dunkler Nacht
wird die Röhre angemacht,
kein Rennen darf ihr je entgehen.
Ja wenn Schumi und Gefährten
rasen hier auf Gottes Erden,
opfert oft die ganze Nacht,
kann sich daran so ergötzen,
sieht sogar die Reifen fetzten
und wenn der Schumi gar noch führt,
sie das Benzin im Blute spürt.
Wir wünschen zum Geburtstagsfest,
einen zufriedenen Lebensrest
Gesundheit, Glück und Gottessegen,
Gelenke die sich gut bewegen,
ein Herz das fröhlich weiterschlägt
und weit ins Jahr 2000 trägt.
Dies wünschen dir von Haus zu Haus,
die Ulla und der Köhler Klaus.

110
Chor

Für Regine

Im Holderhof, wo einst Nach jedem Stein muss man selbst fahren,


die Holdersträucher blühten, auch der Zement war oftmals knapp,
erblickte sie das Licht der Welt, das Holz, die Ziegel, vieles mehr,
als Krieg zerbarst die Erdenwelt. die holt man oft von weiter her.
Gottlob hat sie es kaum erfahren Doch peau a peau wurd es ein Haus
in diesen frühen Kinderjahren. und heut schaut ihr zufrieden raus.
Erhielt auch hier die Zuckertüte, Ein Kleinod mit ’nem Blumengarten,
der Eltern Glück sehr bald verblühte. dahinter schon die Schafe warten
Zog mit dem Vater von hier fort, und zwischendrin ein schöner Pool,
zum Harz, an einen fremden Ort, dies ist schon ein Erholungspfuhl.
und später dann nach Rheinsberg hin, Sie liebt die Tiere, hegt sie auch,
wo Bach, Tucholsky einst gewirkt, was oftmals schon ein schöner Schlauch.
der Ort von einem Schloss verziert. Pferde striegeln, Hufe schneiden,
Da war Regina kurz zu Haus öfter diesen Gaul auch reiten
und segelte oft zum See hinaus. und, wenn möglich, oben bleiben,
Doch ewig hielt sie es nicht aus, Hafer schütten und auch tränken
sie zog’s zum Mütterlein zurück, und die Arme nicht verschränken.
macht sich in Copitz schulisch fit. Auch den Stall, den muss sie misten,
In Heidenau, der Klinik drüben, täglich braucht sie neues Stroh,
da konnte sie das Pflegen üben, nur dann fühlt das Pferd sich froh.
die Bildung hier im Pflegefache, Arbeit macht schon jedes Vieh,
war für Regine Ehrensache. Regine zwingst nicht in die Knie.
Bestand das Schwesternfachdiplom, Sommers muss sie Heu bereiten
ein wunderbarer Lebenslohn. um es winters zu verbreiten.
Dem Heilen, Helfen, Kranke pflegen Tierliebe zeichnet sie voll aus,
war sie als Schwester voll ergeben. auch eine Katze wohnt im Haus.
Nachdem’s Examen gut bestanden, In der Wolle von den Schafen
wir sie bei Carus wiederfanden. sieht man oft das Kätzchen schlafen.
Die Chirurgie wurd hier ihr Reich, Sie war verschwunden aus dem Haus
die Pflichten waren nicht immer leicht. und sandte jämmerlich Miau.
Für Unfallkranke, schwer verletzt, Trotz des Miauens blieb sie hinweg,
hat sie sich opfernd eingesetzt. per Zufall wurde sie entdeckt,
Das Glück traf sie hier unerwartet, im Lichtmastrohre eingeklemmt.
wo’s Pflegen hin zur Liebe startet. Sie konnte nun gerettet werden,
Den Helmut hat sie sehr gepflegt, ansonsten würde sie dort sterben,
wobei sich beider Herz geregt. wenn nicht das Rohr schnell aufgetrennt,
Er bat sie bald um ihre Hand, wo Kätzchen ärmlich eingeklemmt.
als er dann wieder fester stand. Verließ alsbald die MAD,
Das Eheglück hat fest gehalten. denn Niedersedlitz war ihr näher,
Mit Fleiß begannen sie zu bauen dann holten sie von hier die Späher
und mutig in die Zukunft schauen, ins Altenzentrum hier vor Ort,
doch Bauen war nicht leicht wie heut wo sie noch immer Hilfe spendet
und oft sehr schwierig, ohne Freud. und manche Stunde dort verwendet.
Vergessen längst die argen Mühen, Ein Schicksalsschlag so voller Schrecken
die seiner Zeit gegeben waren. kann schon so viele Ängste wecken.
111
Chor

Doch glückhaft hat sie überwunden,


die schicksalsschweren Krankheitsstunden.
Nicht nur daheim tobt ihr euch aus,
zieht oft auch in die Ferne raus.
Ihr liebt das Wandern in den Bergen,
ganz gleich ob Österreich oder Schweiz,
sie bieten euch den gleichen Reiz.
Ihr schätzt des Südens Sonnenschein,
besonders dort auf den Kanaren,
wo ihr des winters hingefahren.
Doch Bayern ist euch lieb geworden,
denn dort lebt euer Töchterlein
und auch Jasmin, die noch sehr klein.
Was soll ich denn noch weiter sagen?
Ich seh von ihr zumeist den Rücken,
wenn wir nach vorn zum Meister blicken.

112
Chor

Bäckerdynastie Hübner

Ein Bäckermeister frohgemut, wurd Erich Chef der Bäckerei.


der Menschen täglich Gutes tut Man fuhr jetzt wieder übers Land,
mit frischen Brötchen, Brot und Kuchen, ein Lieferauto war zur Hand,
weshalb die Kunden ihn besuchen. verkaufte hier den Backbestand,
Der Bäcker schläft sehr kurz und schnell, vor allem dort in Wünschendorf,
ist nachts schon gegen 2 zur Stell, auch Gasthof Sturm war Großabnehmer
um Brot und Brötchen durchzukneten für Hübners Brot und Brötchengeber.
und in den Ofen dann zu heben, Der Sprössling Siegmar wuchs heran
um es dann morgens gegen 7 und ward alsbald auch Bäckersmann,
den Kunden duftend frisch zubieten. Geselle, Meister dieser Zunft
Auch leckerer Kuchen, Brezeln, Torte und kam als Jüngling in die Brunft.
hat man hier immer frisch vor Orte. Er hat die Trautel froh gefreit,
Ein Säkulum und 2 Dekaden doch nun kam noch die Fahnenzeit.
bäckt man bei Hübners Brotesfladen. Da lag die Bäckerei danieder,
4 stolze Bäckergenerationen der Vater hatte aufgegeben
im Hause von den Ahnen wohnen. sein voll aktives Bäckerleben,
In Eschdorf, dort am Triebenberg, sodass das der Backprozess einschlief,
begann Karl-August das Gewerk, als man ihn hin zu Fahne rief.
wo nun seit 120 Jahren Für Eschdorf war das schon ’ne Plag,
die Hübners hier nach Hause fahren. ganz ohne Brötchen, Tag für Tag.
Nach 3 Jahrzehnten und was später Im Jahre neunzehn siebzig fünf,
ward Sohn Kurt neuer Fachvertreter. ihr ward sehr fleißig wie die Schlümpf,
Er übernahm den Elternladen, seid ihr in das Geschäft gestiegen,
der bisher trefflich gut geraten. der Siegmar und sein Eheweib,
Die golden Twenties schrieb man grad, das Backen war ihr Zeitvertreib.
er hat ein Fuhrwerk hier parat, Die Trautel von Berufeswegen,
zog morgens früh mit Pferd und Wagen, wußt, wie herrlich doch der Kindersegen.
mit Brot und Brötchen vollgeladen Ihr habt in heißer Liebesnacht
nach Blasewitz, nach Dresden runter, ein Kinderpaar euch selbst gemacht,
da wartet man schon hungrig, munter. auf dieses seid ihr mächtig stolz,
Die Hübners haben überlebt, es ist ja auch aus eurem Holz.
der Krieg hat sie nicht weggefegt. In eure Brötchen, Kuchenwelt
Sohn Erich stieg als dritter ein, habt ihr sie voll hineingestellt
jetzt buck man Brötchen etwas klein. Ein neuer Bäcker wuchs hervor
Es waren die Nachkriegshungerjahre und steht nun wartend vor dem Tor.
mit rationierter Bäckerware. Ja, fasst vom Anfang an dabei
Ein Unglück kam auf Hübners nieder, ist Traudel in der Singerei,
‘ne Feuersbrunst hat über Nacht im wunderbaren Graupschen Chor,
den Seitenflügel platt gemacht. genau vor Dresdens Eingangstor.
Doch glückhaft wurd’s Mehl gerettet Kann klangvoll zur Gitarre singen,
und schnell und sicher umgebettet. lässt das Akkordeon voll erklingen,
Dank flotter Helfer hier vom Ort ist mit dem Herzen stets dabei
trug man es an ‘nen sicheren Ort bei unserer Graupschen Singerei.
Im Jahre neunzehn fünfzig zwei, Der Siegmar, noch in Saft und Kraft,
das Mehl war noch nicht markenfrei, hat hier Erstaunliches geschafft.
113
Chor

Will es dem Sohne übergeben, Selbst am Elbestrand, in Rathen,


schon Bäckermeister, selbst im Leben. ist Hübners Backprodukt zu haben.
Ihm steht die Mandy klug zu Hand Ganz trefflich’s Kuchensortiment,
gleichfalls ein Spross vom Hübnerland. das jeder schätz, der es auch kennt.
Diplomwirtwissen ist von Nöten, Die leckeren Brötchen und die Brote
um hier erfolgreich mit zu flöten. stehen hier zum Frühstück zu Gebote.
Sie ist in Pirna fest gebunden, Es ist nicht nur ‚ne Bäckerei,
wo sie ein Bäckereich gefunden. nein, auch ein Cafe ist dabei,
Im Sozialismus unverdrossen wo man die Gäste voll verwöhnt,
habt ihr den Absatz voll genossen. bei manchen gar der Gaumen stöhnt.
Ganz anders nach der Wendezeit, Ein Fischteich ziert noch das Gelände,
jetzt machten sich die Wessis breit. wo Karpfen, Schleie, Hechte, Zander,
Da musste man sich drehen, wenden, schwimmen ganz friedvoll miteinander,
um nicht im Trubel zu verenden. in Teichen hier am Schulwitzbach,
Mit viel Geschick, Umsicht, Verstand, durch Bäckerabfall fett gemacht,
der Siegmar gleich ‘ne Lösung fand, gedeihen sie als Weihnachtsbraten,
in Johannstadt ‘ne Vollfiliale. als eine von den Gottesgaben.
Auch Hänger waren bald zur Hand, Der Vater Siegmar liebt das Bauen,
so fuhren sie hier übers Land. man kann Erweiterung, Neues schauen,
In Schönfeld, Weißig stieg man ein, was er erfolgreich hier geschaffen
man stand nicht nur auf einem Bein. mit seinen Unternehmer Waffen.
Die Dörferrundfahrt war begehrt Der Backraum, technisch toll equipped,
und so der Umsatz auch vermehrt. mit bester Technik voll bestückt.
Die Hübner sind aktiv, bewegt, Der Backprozess voll programmiert,
ganz klug wird alles festgelegt. es läuft hier alles wie geschmiert.
Man kann sie auch auf Festen finden, Ein großer Fuhrpark ist sein Eigen,
der Weihnachtsmarkt in Dresden drin erfolgreich schließt sich Hübners Reigen
bringt reichlich Absatz und Gewinn. die heut ihr Jubelfest begehen
Siegmar, ein Bäckermeister von Gewicht, und 120 schon bestehen,
mit Umsicht und mit Zuversicht, in Hoppes Mimen-Hoftheater,
blieb nicht allein im Hochland sitzen, wo Siegmar Sponsor und Berater.
kann jetzt überall kiebitzen.

114
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Freunde, Kollegen und


Wegbegleiter

115
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

116
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Frau P. (MTR)

Das Jahr hat Schmerzen dir gebracht die wohl die besten Fachberater.
und mit Frakturen reich bedacht Ja, auch der Sohn recht gut geraten,
und dennoch hat’s dich froh gemacht. vollbringt beruflich gute Taten.
Verheilt, vergessen das Malheur, Zwanzig Jahre und noch mehr
nun fährst du auch kein Fahrrad mehr. übst du hier das Röntgen
Machst Reisen in die Neue Welt, und du kannst den Röntgenstrahl,
wo’s auch der Tochter gut gefällt, nach Belieben bändigen,
wo Burger King und Pizza Hut auch mit dem CT Betrieb
dir Gutes bietet, bis du satt. kamst du schnell ins Reine.
Der Gatte zog nach Afrika Riesig ist die Arbeitslast,
und war den Warzenschweinen nah, die man hier im Röntgen fasst.
hat manchem dem Garaus gemacht Mit Klugheit und mit Sachverstand
und Jagdtrophäen mitgebracht. regierst du hier das Röntgenland.
Die größte Freude heut im Haus, Beherrschst dein Handwerk, dein Metier,
die strahlt doch wohl die Tochter aus, kennst jeden klugen Röntgendreh.
durch ihren neuen Lehrvertrag, Man hört dich niemals stöhnen, klagen,
wird ihre Zukunft frei von Plag. die Arbeitslast sei nie zu tragen.
Welch Freude erst für Mutter, Vater, Du suchst nach Lösung sehr bedacht,
wie man so manches besser macht.

117
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Nasreddin (Radiologe)

Wer den Namen erstmals hört Spielt schon im Schnittbild eine Geige
ist vom Angesicht verstört, und baut auf eine Dauerbleibe.
weil er einen Fremden wähnt, Er hat sich schon ein Ziel gesteckt,
einen Mufti, einen Derwisch, sucht Kranzgefäße, die versteckt.
einen Moustach-Orientalen, Im Schnittbild noch nicht leicht zu finden,
mit ‘nem Bart und gar Sandalen. muss meist sich mit Katheter schinden,
Keinen blonden Europäer, was die Patienten misslich finden.
der ein feines Hochdeutsch spricht. Man soll sie schmerzlos, bildhaft schön,
Nasreddin, dereinst ein Schelm, im Schnittbild im Verlaufe sehen.
mit dem Turban stolz als Helm, Er muss den K-Raum segmentieren
hat den Sultan einst erfreut, und die Bewegung fest verfrieren
doch das war zu andrer Zeit und den 3-D-Satz akquirieren.
dort im fernen Morgenland. Will auch das Myokard erkunden
Eulenspiegel hier genannt. in seinen heißen Forschungsrunden,
Unser Nasri quickmobil, mit Cine-Mode und Perfusion,
stets präsent, der Weg sein Ziel, hier wär der Weg schon Ziel und Lohn.
ein nimmermüder Sonnenschein, Und dann kam noch per Zufall an
der von Gewüchs doch etwas klein. dieses kleine Restorgan,
Doch wenn der größer gar geraten, vomero nasal versteckt,
er wär wie tausend Kampfsoldaten. hat er nun auch beim Mensch entdeckt,
Er wär schon Chefarzt hier im Raum, das den Hunden eigen sei,
er braucht doch ‘nen Begrenzungszaun. wohl für’s Schnüffeln, für die Brunft,
Als Wessi einst zu uns gekommen gar für die Vermehrungszunft.
und herzlich hier auch aufgenommen. Er will forschen, publizieren
Mit bundesdeutscher Sendungskraft und bald ins erste Glied marschieren,
hat er sich einen Platz geschafft. will wirken in der Hochschulwelt
und will ins Professorenzelt.

118
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Prof. S. (Pharmakologe)

Eilig lief der Jahresreigen,


kann man sich zufrieden zeigen?
Ja, er steuert’s Carus-Schiff
knapp vorbei an jedem Riff.
Nun nach seinen Leitungsjahren
wird das Ernten Früchte tragen,
denn die ganzen Konzeptionen,
müssen sich doch endlich lohnen
und die vielen Analysen
muss das MHF begrüßen.
Warum hat der Arbeitstag
denn bloß Grenzen, welche Plag.
24 Arbeitsstunden würden ihm
schon besser munden.
Keine Ruhe mehr am Abend,
keine Ruhe in der Nacht,
was wird alles hier vollbracht?
Läuft das Baugeschehen weiter?
Ist das Jugendleben heiter?
Wird uns der Export gelingen?
Werden wir die Leistung bringen
in der Forschung und EA?
Sind auch Arbeitskräfte da?
Ganz voran führt die Partei
Und dann folgt als Nummer 2
unser Rektor, unser Leiter.
Er führt Wissenschaftler weiter,
um die Höhen zu erstürmen,
dass Probleme sich nicht türmen.
Ja, der Fortschritt kommt uns näher,
unser Rektor wirkt als Späher,
drängt die Informatik weiter.
Die Biomedizin allein,
das kann ja nicht die Lösung sein.
Genetik wird ganz groß geschrieben,
durch Technik stark vorangetrieben.
Man kann das Leben jetzt so biegen,
dass wir uns so wie einst noch lieben.
Nutzt auch Nootropica,
denn dann bleibt’s Gedächtnis da,
lässt Synapsen schneller schalten
und manch Geistesblitz erhalten.

119
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Bei Alan (Weihnachten)

Beim Nikolaus in Alanshausen, Auch ein Kalender ist erschienen,


da lässt sich trefflich plauschen, schmausen. mit Edel kann er sich jetzt rühmen.
Illuster ist der Gästereigen, Will nun den Ruhestand besteigen,
der sich hier wird vor dem Niklaus beugen. das werden erst die Jahre zeigen.
Die Dresdener Kunstwelt ist geladen Dabei auch Altmagnificus,
und Menschen mit viel guten Taten. einst clever und ein Pfiffikus,
Voran der Hausherr, gut bekannt, als Proktologe sehr begehrt,
vor allem hier im Carusland. hat die Studenten viel gelehrt.
Dort fuhr er einst das Carusschiff, Half allen, die in Nöten waren,
vorbei an jeden Wessiriff. vor allem in den alten Jahren,
Hats Klinikum voll mitkreiert war in der Wendezeit agil,
und die TU ganz gut verziert, war mutig und riskierte viel.
war Oberhirte der Humaine, Ist dann entwestet, waren’s die Kröten,
ließ dort am Berge viel entstehen. die sich im Westen dort erböten,
Er wollte zwar in Rente gehen, war’s der vergangenen Jahre wegen,
doch sah man ihn bei Heine drehen, ganz gleich, er liebt das volle Leben.
an Düsseldorfer Alma mater, Salzuflen hat ihm viel gegeben,
ward er dann Boss und Geldberater. nur eben ’s Mediziner Leben,
Doch diese Zeit ist auch vorbei, war fern vom Hochschulforscherleben.
er ist nun von den Pflichten frei. Hier gings um monetäres Streben,
Reist recht genüsslich durch die Welt, das hat er nicht gelernt, geliebt,
er hat ja doch ein bisschen Geld. dies gab ihm menschlich manchen Hieb.
Marita auf der Sonnenseite, Auch Heiner, jedem hier bekannt,
figürlich eine Augenweite, im Dresdner Frauenärzteland,
war sehr schnell DEFA liebstes Kind half vielen tausend hier zur Welt
und füllte unsere Kinohallen. auf der ’s den meisten auch gefällt,
Die Menschen hatten Wohlgefallen zupft gern der E-Gitarre Saiten
an wahren, ernst gemeinten Rollen besonders wenn wir ihn begleiten.
in Minna Barnhelm und Loths Weib Die Doris, gute Küchenfee,
und auch zur Sauerampferzeit. hat Wunderbares vorbereitet.
In Dresden der Elizastern, Eine leckere Weihnachtsgans,
man liebte sie, man sah sie gern, die man zum Gaumen hin geleitet,
sie war der Männer Abendstern. vorher gab ’s Stollen und auch Punsch,
Frivoles in der Abendstunde gestillt ward auch manch Weihnachtswunsch.
war die geliebte Muckenrunde, Es war wie immer schön vor Ort,
doch heut als Edith mehr bekannt man zog spätabends wieder fort.
mit Jacky Schwarz im Krimiland. Wir alle sind im Ruhestand
Sie, das Theaterurgestein, Manch einer geht noch hier zur Hand.
macht sich privat wohl viel zu klein. Hat man die 70 dann erstritten,
Der Mazko, Arzt und Musensohn, wird Richtung Sternenzelt geritten.
genießt die Welt mit reichlich Lohn. Noch kann man schreiten, Fahrrad treten
Liebt immer noch die Chinanadel, und sich zufrieden fortbewegen,
zählt längst zum Akupunktieradel. noch Schillers Glocke deklamieren
Doch mit dem Pinsel in der Hand, und hier und dort auch referieren.
vollbringt er Kunst an weißer Wand. Vorbei die Zeit wo man begehrt,
120
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

wo man fürs Fach geforscht, gelehrt. die uns das wahre Alter zeigen,
Ja, man genießt den Ruhestand die wir verwöhnen, die wir lieben,
und auch das schöne deutsche Land. wie schön, das sie uns Jugend bieten.
Erfreut sich an dem Enkelreigen,

Für Annemone (Tanzlehrerin)


Impressionen eines Anfängers 2007

Elegant dreht sie den Reigen,


kann uns tolle Schritte zeigen,
schwebt fast elfengleich dahin,
gibt Bewegungszugewinn.
Herrlich kann sie sich bewegen,
wenn Musik hier vorgegeben.
Ja, sie dreht sich so charmant,
hüpft und springt dazu galant,
ja, sie zeigt uns viele Male
die Bewegungsrituale,
die im Tanze vorgegeben,
Tanzen ist ein Teil vom Leben.
Auch noch in der Lebensreife
lockert Tanzen manche Steife,
reguliert das Gleichgewicht,
gut steht es uns zu Gesicht.
Gestik kann so vieles zeigen,
tanzen wir ‘nen flotten Reigen.
Tanzen als ein Teil vom Leben
kann dir viel Erbauung geben.
Gruppen-, Kreis- und Reihentanz
haben ‘nen besonderen Glanz.
Viele Tänze schwer zu nennen,
die hier nur die Kenner kennen,
bringen uns hier voll in Schwung,
schwups sind schon 2 Stunden um.
Viele Schritte kreuz und quer
machen mir das Leben schwer.
Schweißesperlen auf der Stirn
fordern nicht nur das Gehirn,
auch die Muskeln, die Gelenke
aktiviert man sehr behände,
auch die Beuger und die Strecker
zeigen sich als Lebenswecker.
Leichtfüßig würden wir gern schweben
und uns annemonen-like bewegen.

121
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Eisi zum Runden

Wieder ist ein Jahr vorbei nur was der Eisi sportlich treibt
und ein weiterer Lebensmai. bewirkt, dass er aktiv so bleibt.
Der Eisi, fest im Ruhestand, Noch quälen keine Altersleiden,
bereist nicht nur das deutsche Land. noch kann er kräftig vorwärts schreiten,
Er wandert durch die Dolomiten, muss nicht an der Arthrose leiden.
bergauf, bergab wird straff geschritten, Er schleppt kein Gramm zuviel Gewicht,
bis zu den schönsten Gipfel hin, verhindert so die schlimme Gicht.
ein Gipfelblick ist der Gewinn. Er meidet Butter, die wir lieben,
Ermüdet kehrt man abends heim, verzichtet auf den Alkohol
genießt ein Gläschen von dem Wein, und dieses tut ihm wohl auch wohl.
der an den Bergen gut gedeiht, Eisi sieht die Enkel wachsen,
als Tropfen für die Wandersleut. echte Eisis hier aus Sachsen,
Auch auf den teueren Luxusliner die dem Haus Impulse geben,
ist Eisi von den Gästen einer, wo 4 Generationen leben.
befährt die Mittelmeer Levante, Erfreut dich deine Enkelschar,
besucht die Orte, die am Rande. die deines Sohnes Frau gebar,
Schon bei den Griechen weltbekannt die du gedeihen, wachsen siehst
und die auch heute noch genannt, und so die Jugend mit genießt.
die Goethe seiner Zeit besuchte Auch wenn man heut ganz anders lebt
und in der Prosa dann verbuchte, und oft im siebten Himmel schwebt.
die Schliemann später ausgegraben, Denk, wie es einst bei uns mal war,
sodass wir sie heut wiederhaben. wir hatten Krieg fünf schwere Jahr.
Auch am Ostsee–Strandgestade, Die Not bleibt ihnen glückhaft fremd,
auf Hiddensee in guter Lage, sie leben frei und ungehemmt.
verweilst du oft, wohnst bei Bekannten, Eisi pflegt in reicher Fülle
die ihr längst eure Freunde nannten. seines Hauses äußere Hülle,
Du hast die 70 nun erstritten, auch den langen Korridor
trittst an den Rand der Lebensmitten, richtet er des Öfteren vor.
hast wohl das Beste hinter dir, Eisi, schätz den Sonnenschein,
trinkst ab und an ein gutes Bier. halt auch die Probleme klein,
Du bist aktiv und treibst noch Sport, übe Lächeln, wenn es auch klemmt,
treibst so die Altersleiden fort. denn Tristesse das Leben hemmt.
Im Fitnessraum, da perlt der Schweiß, Beim Pflegen von dem Haus und Garten
da werden alle Muskeln heiß, kannst du nicht auf die Enkel warten.
der Biceps schwillt, der Vastus spannt, Sie sind heut anders engagiert
der Rectus hält den Body schlank. und zeitlich rundum programmiert.
Einmal pro Woche quält er sich, Erhol dich auf den Urlaubsreisen
das hält ihn fit und jugendlich, mit teueren, respektablen Preisen.
genießt dann noch die Saunabank, Am Nordkap, hoch im Polbereich,
das macht ihn flott und rank und schlank. wo sommers Tag und Nacht fast gleich,
Das Anti-Aging unserer Zeit, die Sonne niemals untergeht,
das machen hier die Medien breit, sodass man stets im Hellen steht,
kein Sälbchen, keine bunte Pille, wo heiße Quellen sich entladen,
auch kein Hormonstoß in der Stille, da kann man Mitternacht noch baden.
wird wohl das Reifen unterbrechen, Was wünscht man sich für die Dekade,
122
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

das Leben schön wie Schokolade? lass sie beim Kochen schmackhaft würzen,
Noch etwas lieben, etwas kosen sie will dein Leben nicht verkürzen.
und öfter noch das Blühen der Rosen? Es reift der Eisi mit den Jahren
Für’n Garten Technik, die man braucht, und hat das Auf und Ab erfahren,
damit das Herbstlaub nicht so schlaucht. dass man auf Erden so erfährt,
Dass Herz, Gefäße lang noch halten, auch wenn man sich gesund ernährt.
dass die Gelenke schmerzarm walten. Was soll man wünschen, was gar schenken?
Sei nett zu deinem Eheweib, Genüsslich sich an Rotwein tränken,
du lebst mit ihr die ganze Zeit. soll froh an das Vollbrachte denken,
Sie ist der beste Freund im Leben, an seine Kinder, Enkelschar,
nur sie kann Mut und Hoffnung geben. an manches nette Freundespaar.
Verachte Omas Besen nicht,

Für Mazko (Internist, Maler, Künstler)

Ein Mensch, den so die Muse küsst, Es sei doch Paramedizin,


im Leben auch zufrieden ist. das sagte dieser Papst aus Wien.
Er heilt, er malt, liebt die Musik Doch heute ist sie sehr begehrt,
und spielt mit dem Harmonium mit. weil sie das Wohlbefinden mehrt
Kann Verse herrlich deklamieren und auch die Schmerzempfindung stört.
und sie auch noch mit sächsisch zieren. Du bist hier Pionier im Land,
Mazko ist ein Musensohn, als Nadelkünstler sehr gewand.
schöne Dinge sind sein Lohn. Wie war denn unser Leben so,
Er hat die ganze Welt bereist, waren wir im Osten nicht auch froh?
in Nord und Süd und Ost gespeist. Wir haben uns hier ausgelebt
Befuhr als Arzt die Weltenmeere, und viel in unserem Fach bewegt.
empfing dort Offizieressehre, Die Lebensjahre ziehen dahin
war sehr beliebt, weil klug, charmant, und bringen stets noch Zugewinn,
der Menschen Sorgen gut verstand. an Freuden und an schönen Dingen.
Per Moped und mit Altpneumant, Gewiss, man muss jetzt stärker ringen,
sahst du die Welt und wardst bekannt, denn nichts wird leichter, was geschieht,
als Arzt, als Künstler, Weltbeschreiber auch wenn man froh durch Leben zieht.
und Heiler vieler Menschenleiber. Man ist besorgt um die Figur,
Warst lange fern in Afrika, muss sich beim Essen stärker dämpfen,
da waren auch die Berber da. nur das hilft gegen Pfunde kämpfen.
Mit denen warst du gut vertraut, Man achtet stärker auf sein Herz,
die haben fest auf dich gebaut, wird ängstlich, spürt man dort ’nen Schmerz.
weil du die Kranken gut versorgt, Ganz wichtig sind in unserm Alter
du hast ihnen Hoffnung voll geborgt. die Freunde, Lebenszeitgestalter,
Akupunktur hast du gemacht, mit denen man so manches teilt
als Prokop sie noch ausgelacht. und frohgemut durchs Leben eilt.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Prof. S. (Internist)

Durch Forscherdrang sehr früh belebt Dann rangst du mit den Uratgebilden,
hast du bei Carus viel bewegt. die sich in den Gelenkgefilden
Der Kranken Schicksal war bescheiden, ganz schmerzhaft schwellend niederschlagen
wenn sie an Nierenversagen leiden. und den Patienten scheußlich plagen.
Die hast du hautnah miterlebt, Der Metabolus der Urate
was dich als Arzt, als Mensch bewegt. bringt auch ’ne Nierensteinparade,
Die Dialyse ganz allein die nebenbei ganz furchtbar zwickt
konnt hier Hoffnung, Helfer sein. und Tränen in die Augen drückt.
Hast in deiner Forschungswelt Auch metabolisch voll Behagen
dir ein hohes Ziel gestellt. begannst du Gicht und Rheuma jagen.
Metabolisch Kranke heilen, Ja, mit Tabletten, Spritzen, Pillen,
damit lang sie hier verweilen, meist gar nicht nach der Kranken Willen,
dass sie auch mobiler werden kannst du hier helfen, heilen, lindern
und nicht am Versagen sterben. und so den Leidensweg vermindern.
Für die Nierenclearence jener Zeit Der Wohlstandsmolly bringt uns Leiden,
warst du als Forscher kampfbereit. die kaum bekannt in kargen Zeiten.
Mit Aue zwei ging es einst los Hans Egbert mahnt die Klientel,
im Keller in der 19 drüben, die Völlerei, ein teuflisch Fehl.
da bist forschend lang geblieben Bewegt euch! Meidet Butter, Fett,
und solltest um Verbesserung brüten. tragt durch Bewegung Pfunde weg!
Dein Mut ließ dich hier nicht verzagen, Dann helft ihr mit, die Gicht zu dämpfen,
vergessen heut die Mühen, Plagen könnt so für die Gesundheit kämpfen,
und nichts fiel dir hier in den Schoß, könnt euren Arzt und Profus meiden
so ist es halt, des Forschers Los. und ihm bei Joggen gar begleiten.

124
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Herrn E. (Computerlehrer)

Der Mensch, der den Computer nutzt, und sie ins Internet dann hetzen,
hat sich auch geistig rausgeputzt. kann mit dem Browser weltweit fegen
Er surft im Internet daher und so sein Wissen neu belegen.
und weiß von allem immer mehr, Wir wollen unseren Meister ehren,
ist schon bei Byte und Bit zu Haus er half uns bilden, Wissen mehren,
und strahlt auch Selbstbewusstsein aus. er macht uns fit für diese Welt
Kann große Datenmengen speichern und dieses für bescheidenes Geld.
und so sein Wissen messbar reichern, Mit viel Geduld bringt er sich ein
kann mit Dateien operieren und keine Frage ist zu klein
und sie auf Wunsch auch komprimieren. und keine kann zu dümmlich sein,
Er lernt, sie sinnvoll zu verwalten damit wir im Computerleben
und auch zu schützen, zu gestalten, uns alsbald fachgerecht bewegen.
Disketten neu zu formatieren Und als Senioren miterleben
und wenn man will, auch noch kopieren. den Fortschritt, der der Welt gegeben.
Auch Textprogramme voll erstellen, Herr Eberhard hat uns gelehrt,
Tabellen gänzlich neu benennen wie man im Internet verkehrt.
und auch mit ihnen kalkulieren, Den Meister, dem wir das verdanken,
wenn nötig, sie auch formatieren den wollen wir loben, wollen wir ehren
und manche davon auch skalieren. er soll uns weiter bilden, lehren,
Kann Schriften nach belieben wählen denn ohne ihn gehen die Senioren
und sie auch fett, kursiv noch stählen. ganz drahtlos dieser Welt verloren.
Kann Bilder in den Text einsetzten

Ede, Fußballtrainer von Cottbus

Er lässt den Ossi auferstehen,


der mit Moral im Untergehen.
Er fordert viel und lebt es vor,
er freut sich über jedes Tor.
Doch dieses Jahr will’s gar nicht laufen,
du hast kein Geld für’n besseren Haufen.
Wir drücken dir ganz fest die Daumen
für wahrhaft bess’re Fußballpflaumen.

125
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Jürgen E. (Radioonkologe)

Wenn man von Leiden heimgesucht, erhelle deine Lebenswelt.


die als beherrschbar zwar verbucht, Wie schön wärs, durch die Schweiz zu wandern
doch chronisch bei den Kranken bleiben von einem Hügel hin zum anderen.
und ihn in enge Bahnen treiben, Doch dieses blüht noch in der Ferne,
dann ist das mehr als nur bescheiden. zwar besser greifbar als die Sterne,
Ja, der Ganglienzellenschwund doch durch die Heide zu marschieren
gibt sich äußerst störend kund. wird immer öfter wohl passieren.
Ja, du musstest dies erfahren, Und ein Rekord ward schon vollbracht,
diese Leiden schon seit Jahren du hast dich wieder aufgemacht
mit den schlimmsten Schmerzgebaren. um zur Humaine hin zu schreiten
Ein Höllental hast du durchschritten und keiner musste dich begleiten.
und Schmerzen schlimmster Art erlitten. Kaum einer hätte dies gedacht,
Doch Linderung, anfangs bescheiden, was du mit dieser Tat vollbracht.
konnt’ man dir letztlich aufbereiten. Auch Rasenmähen sieht man dich,
Die Orthopäden, Neurologen, hier fühlst du dich froh wie ein Fisch
die haben Heilkunst dir erboten und bringst dich aktiv wieder ein.
und es geht aufwärts scheibchenweise, Wie herrlich kann das Leben sein.
im noch begrenzten Lebenskreise. Lieber Jürgen, kämpfe weiter
Wir möchten helfen, möchten lindern auf der schweren Lebensleiter,
und Barrieren, die dich hindern, nur wer kämpft, kann auch gewinnen
so gerne fort- und wegbewegen und da gibt es kein besinnen.
für ein genehmeres Erdenleben, Immer mutig, kraftvoll heiter
damit ein weiteres Hoffnungsfeld schreitest du durchs Leben weiter.

126
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Prof. S. (Radiologe)

Falk, ein stolzer Sohn der Sachsen, und den Verband nun selbst verwaltet.
hier eingeschult und aufgewachsen. Sein Klinikum ist stark gewachsen,
Erwarb das Kreuzschulabitur ein Kleinod schon im Land der Sachsen.
und zog dann fort aus Dresdens Flur. Ganz „well-equipped“ im Schnittbildreigen,
Er siedelte nach Jena um, kann sich auch voll vernetzt uns zeigen,
zum Medizin Vorklinikum. ist digital voll ausstaffiert,
Er freite zwischendurch sein Weib, auch PACS ist hier schon etabliert.
welch wunderbare Liebeszeit. Ein Ritter ohne Furcht und Tadel
Nachdem das Physikum bestanden, vom alten Angiografenadel,
zogs ihn zurück zu Carusbanden. der siegreich den Katheter schwingt.
Die Studienzeit verflog im Nu, Du hast die Professur erklommen,
du promoviertest noch dazu. was wir mit Freude einst vernommen.
Studiosus, Famulus und weiter, Mit Meister Florek in der Runde
dann Assistent, Facharzt und Leiter. gab es gefäßwärts gute Kunde.
Bei Friedrich Sieber hier vor Ort, Man schiebt Aortenstents klug ein
da bildest du dich weiter fort. und hält damit Probleme klein.
Bei Werner Porstmann in Berlin, Und repariert so ganz galant
da sah man dich Katheter schieb’n, Läsionen der Aortenwand.
dort wurd’st du Meister dieser Zunft Als Senior und am längsten hier
betreibst sie wie der Hirsch die Brunft, traf dich das Leitungshochplaisier
lysierst so manchen Kreislaufstopp, von dem Klinikgroßverband
schließt manche Fistel ganz salopp. hier im Friedrichstädter Land.
Der Forschung, Wissenschaft im Leben War es Ehre, war es Ruhm,
warst du bei Porstmann voll ergeben. dieses noch dazu zu tun?
Die Charite von Ostberlin Wie schwer das Amt auch immer sei,
sah ihn als jungen Forscher blühen, es währt nur kurz, ist schon vorbei.
erwarb den Dr. med. habil., Schlußwärts waren es gut Zeiten,
doch Dresden war sein Lebensziel. du konntest noch das Ganze leiten,
Er kehrte heim ins Klinikum, gabst den Ton, die Richtung an,
ward Oberarzt und alsbald Leiter standest leitend deinen Mann.
und führt das Röntgen spürbar weiter. So peau a peau ganz über Nacht
Er hat gesiedelt und gebaut, hast du die sechzig fünf vollbracht.
ein Haus in Possendorf dort oben Ist nicht mehr jung und noch nicht alt,
mit Blick vom Poisenberg zu loben. hat die Gefühle in Gewalt,
Er nutzt das Fahrrad, quält sich ab, hat noch Ideen, Wünsche, Träume
hält Herz und Kreislauf so in Trapp, und plötzlich auch gar freie Räume.
tagaus, tagein bei Schnee und Regen Kann morgens nun auch länger Ruhen,
sieht man ihn fahrradseits bewegen. braucht nur noch was gefällt zu tun,
Nur wer die Steigung wirklich kennt, kann seine Hobbis voll genießen.
weiß dass dabei der Hintern brennt. Mit Wehmut schreitest du hier fort,
Im Sachsens Radiologenland es war dir Heimat dieser Ort,
war er postwendend hier zur Hand, den du geprägt und mitgestaltet
hat aufgebaut und mitgestaltet und wie man weiß, auch gut verwaltet.
Aus deiner Welt, aus deinem Haus,
gehst du nicht gern, doch stolz heraus.
127
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

So ist es allen uns ergangen, vieles habt ihr schon gemacht,


wir haben uns jedoch gefangen, doch noch Neues wollt ihr haben,
genießen jetzt das letzte Drittel, von den Freunden nette Gaben.
bescheidener sind nun die Mittel. Von der Welt noch schöne Flecken
Bedenk, der Herbst mit seinen Gaben wären von euch noch zu entdecken.
lässt auch den reifen Menschen laben. Übersee und auch down under
Mit wundervollem Früchtereigen sind gar echte Reisewunder,
wird sich der Herbst des Lebens zeigen. auch das schöne deutsche Land
Reist, genießt, lebt mit Bedacht, ist dir längs nicht voll bekannt.

Für Renate (Pulmologin)

In Eibenstock im Sachsenland wir sie bei Carus wieder fanden.


dereinst Renates Wiege stand. Das Studium ganz klar gemeistert,
Das Erzgebirg romantisch schön, war von der Heilkunst voll begeistert.
dort wuchs sie auf und blieb nicht stehen. Hat alsbald dann auch promoviert,
Der zweite Weltkrieg brach herein, ist im Beruf voran marschiert.
sie war als Kind doch noch sehr klein, In Aue konnte sie beweisen,
der Vater musste in den Krieg was sie erlernt auf ihren Reisen.
und starb für‘n deutschen Heldensieg. Hier lernte sie den Jürgen kennen
Allein mit ihrer Frau Mama und nicht nur ihren Lover nennen.
stand sie nun ohne Vater da. Er führte sie zum Traualtar
Das Land zerbombt und fremdbesetzt und glücklich wurde dies Ehepaar.
und was noch blieb, wurd ostversetzt. Die Kinder, die daraus entstanden,
So wuchs sie auf hier kriegsgeprägt die allerbesten Eltern fanden.
und hat sich kaum weit fortbewegt. Beruflich heilt sie Lungenleiden,
Sehr klug, begabt und hilfsbereit, die sich urban doch recht verbreiten.
durchschritt sie ihre Jugendzeit. Sie hat in ihrem Klinikleben
Mit 14 ging’s ins Internat und nicht nur von Berufeswegen,
im schönen Schneeberg, welche Stadt! den Kranken Hilfe stets gegeben.
Das Abitur wurd hier bestanden, Vor allem, wenn die Lunge krank,
nun ging es um Berufesbanden. und ’s Herz zu höherer Leistung zwang,
Sie wollte heilen, helfen, geben, dann konnte sie als Spezialistin
den Menschen, die erkrankt im Leben. erfolgreich in der Heilung nisten.
Da konnte sie in Jena landen, Pulmologen muss es geben,
an der bekannten Alma mater Pulmologen müssen sein,
begann nun ‘s Medizintheater. dringen oft mit Arosolen
Erwarb alsbald das Basiswissen, in die Alveologen ein.
das alle Ärzte wissen müssen, Wenn die Luft beim Atmen klemmt
Skelett und Muskeln, Leitungsbahnen und die Bronchien eingeengt
und vieles Neue, kaum zu ahnen. und das Atmen dich behindert,
Synapsen und auch Rheobasen, sucht du sie, die dieses lindert.
die mussten durch den Kopf nun rasen, Ja, sie heilt, kuriert die Leiden,
auch Nervenkerne, winzig klein, die in Lungen sich verbreiten,
gehörten zu dem Wissensschrein. die beim Atmen dich behindern,
Als sie das Physikum bestanden, dieses gibt’s auch schon bei Kindern.
128
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Dehnt sie Bronchien, Alveolen, und sieht es auch nicht nur als Pflicht.
fühlst dich frei, kannst wieder johlen. Hat man die 70 nun erstritten,
Atmest leichter ohne Giemen, ist man zum Lebensrand geritten,
du musst nicht mehr ständig pusten, hat viel erlebt und viel geschafft,
brauchst auch nicht so viel zu Husten, kein Großvermögen zusammengerafft.
wenn du Treppen steigen musst. Gar drei Systeme durchgestanden,
Fühlst dich freier in der Brust schätzt seine Freunde und Bekannten,
durch den Spray, den du erhalten, erfreut sich ob der guten Wünsche,
kannst du wie ein Junger schalten. die wohl gemeint und keine Tünche,
Gibst das Rauchen endlich auf begeht das Fest im Kreis der Seinen
für den weiteren Lebenslauf. und überdenkt sein Lebensglück
Auch wer allergiegeplagt und schaut dabei auch gern zurück.
und sich nicht ins Grüne wagt, Denkt an die Schul- und Jugendzeit
ist bei ihr gut aufgehoben. und an das erstes langes Kleid.
wie Patienten dankend loben. Bescheiden waren diese Jahre,
Privat ein Haus, das viel zu groß, auch rationiert die Lebensware.
seitdem man seine Kinder los. Die Menschen waren zu jener Zeit
Der Alexander ging nach West trotz Armut, Hunger, hilfsbereit
und baute dort ein warmes Nest, und Schritt für Schritt ging es voran,
sieht seine Eltern nur noch selten, du fingst alsbald das Studium an.
tut sich des Öfteren doch hier melden. Genieß die Reife deines Lebens
Hat Vaters Technik toll equipped, mit wunderbaren süßen Reben,
woran der auch genüsslich nippt. die gut gepresst als Sonnenschein,
Doch Thomas zog nun wieder ein vom Winzer dir als guter Wein
und fühlt sich wohl, bei euch daheim. die Lebenstage froh bescheren
Nur Enkel lassen auf sich warten, und so dein Wohlbefinden mehren.
wer wird zuerst wohl damit starten? Glücklich sollen die Tage reifen,
Der große Garten ringsherum die das Leben dir noch leiht,
bringt einen durch die Pflichten um. die Gesundheit dich begleiten,
Der Ehemann, ein wahrer Held, deine ganze Lebenszeit.
durchs Leiden etwas kalt gestellt, Wir wünschen zum Geburtstagsfest
ist dadurch auch nicht pflegeleicht einen wunderbaren Lebensrest,
und voll auf seine Frau geeicht. Gesundheit, Glück, auch Gottessegen,
Verehrt sein Weib an allen Tagen Gelenke, die sich gut bewegen,
und möchte sie gern auf Händen tragen, ein Herz das fröhlich weiter schlägt
wenn nur das schlimme Kreuz nicht wär, und dich vorerst zur achtzig trägt.
er gäbe für sie alles her. Dies wünschen dir von Haus zu Haus
Auch andersrum ist viel zu tragen, die Ulla und der Köhler Klaus.
nie würde sie darüber klagen, Juni 2007
sie tut es gern, erwähnt es nicht

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Frau S. (Nachbarin) Für Frau B.

Geburtstag ist ein Jubelfest, Die Zeit verstreicht im Sausewind.


hofft auf ’nen langen Lebensrest, Es reift dabei das Menschenkind.
der uns recht friedlich leben lässt. Auch Frau Bach reift in den Jahren
Genieß dein Haus und deinen Garten, mit wunderbaren, vollen Haaren,
wo bunte Blumen blühend warten, noch gertenschlank und voll mobil,
wo’s Biotop so bunt gemischt, erreicht sie schreitend jedes Ziel.
dich jeden Tag ganz neu erfrischt. Keine kann so munter wandern,
Ein Dank, dass sie so hilfsbereit keine so beredsam sein
für ihre linken Nachbarsleut, und so fröhlich aktivierend
vor allem, wenn sie fort auf Reisen und für jeden stimulierend,
und in der Ferne köstlich speisen, in dem Heimatschutzverband
war sie der gute Geist zu Haus quer durchs schöne Sachsenland.
und leert die Post und Zeitung aus. Leider ist sie weggezogen,
War um den Ipo stets bemüht, bleibt den Wandern voll gewogen,
auf dessen Grab nun Flieder blüht. kommt am Dienstag in der Frühe,
Ein Glück, wer so’ne Nachbarn hat, winters macht dies doch schon Mühe,
den macht niemals der Ärger platt. weil man dann in dunkler Nacht
Ein blühend Gruß von Haus zu Haus sich schon auf die Beine macht.
und vielen Dank und ein Applaus. Leider wird das Sehvermögen
Glücklich soll’n die Jahre reifen, in der Dunkelheit gehemmt
die das Leben dir noch leiht, und zum allergrößten Übel
die Gesundheit dich begleiten, auch die Straßen voll gedrängt.
deine ganze Lebenszeit. Ja, sie liebt das Wandern sehr,
kommt sogar per Bahn daher,
vornehm mit dem ICE,
wenn hier Glätte oder Schnee.
Wird von Monika empfangen,
um zum Startpunkt zu gelangen,
um den Wanderschritt zu üben
gleichfalls wie 2007.
Wir hoffen, dass dies lang noch hält,
und’s Wandern weiterhin gefällt.
Zum Geburtstag nur das Beste
und noch viele Wiegenfeste.
Viele frohe Wanderstunden
in den Dresdener Freundesrunden.

130
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Rosi

Wieder ist ein Jahr vorbei Reist mit Eisi um die Welt,
und ein weiterer Lebensmai. hat auch schon ein Schiff bestellt,
Lange schon im Ruhestand, um dort Schönes zu genießen,
zieht wandernd durch die Dolomiten, wo im Winter Blumen sprießen.
da wird bergauf ganz straff geschritten Man steigt auf seiner Lebensleiter
bis zum höchsten Gipfel hin, ganz frohgemut und letztlich heiter,
Weitblick ist dann der Gewinn. weiß nicht wie lang der Rest noch hält
Ermüdet kehrt man spät zurück und wann man letztlich runter fällt.
Und überdenkt das Wanderglück. Die Zeit verstreicht im Erdenlauf
Genießt ein Gläschen guten Wein, und hält auch deine Zeit nicht auf.
von Reben, die am Berg gedeihen. Die Jahre fegt dahin der Wind,
Auch die Mittelmeerlevante bescheiden, was man zugewinnt.
ist euch eine längst Bekannte, Genießt der Jahreszeiten Reigen,
dort auf großem Luxusliner kannst morgens länger liegen bleiben,
seid ihr von den Gästen einer. wird von der Mutter noch verwöhnt,
Wo die Schönen und die Reichen sodass man ganz genüsslich stöhnt.
sich gebräunt den anderen zeigen. Euer großes Eisihaus
Du reist, du liest, genießt Kultur, füllen voll die Eisis aus.
verfolgst der Enkel Lebensspur, Ihr genießt den Enkelreigen,
freust dich am Werden und Gedeihen, die sich sehr beweglich zeigen.
was kann im Alter schöner sein? Seht ihr Wachsen und Gedeihen
Treibst Sport und hältst dich dadurch fit, und alsbald wohl auch ihr Freien.
machst auch noch in der Liebe mit, Kurzweil prägt so euer Haus,
kochst und verwöhnst den Eisenklaus, manchmal stört den Eisenklaus
drum ist er auch so gern zu Haus. das Getöse hier im Haus.
Ihr meidet Butter, meidet Fett Doch für Eltern ist‘s Musik,
und auch das Salz, den Schweinespeck. Kinderlärm ist Liebesglück.
Eisi treibt hier die Askese, Alsbald zieht der erste fort
mag am liebsten Magerkäse. aus dem trauten Eisihort.
Nur in trauter Rommerunde Schneller laufen nun die Jahre,
achtet man nicht auf die Pfunde. grauer werden unsere Haare,
Speist, bevor die Karten wandern, doch die Lebensfreuden bleiben,
wechselnd hier und bei den anderen. wenn sie sich auch abwärts neigen.
Schmachkhaft bieten dann die Küchen Kleiner wird der Lebenshaufen
Speisen mit den Wohlgerüchen. von dem wir die Jahre raufen,
Rosi ist darauf bedacht, die uns noch gegeben sind
dass sie keine Pfunde macht. in dem rauen Lebenswind.
Trimmt sich, quält sich und fährt Rad, Glücklich sollen die Tage reifen,
macht im Fitness noch Spagat. die das Leben dir noch leiht,
Kämpft so gegen jedes Pfund, die Gesundheit dich begleiten,
nur die Brüste bleiben rund. bis an Ende deiner Zeit.

131
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Gäste

Ich grüße heut die Abendgäste Der Manne, vormals Hochschullehrer,


zu meinem runden Jubelfeste. und für Studenten ein Bekehrer,
Ich dank euch für die guten Wünsche, ein Forscher, der das Fach bewegt,
erkenne was davon auch Tünche, hat sich stets stark ins Zeug gelegt.
ich weiß, dass alles gut gemeint, Als Prorektor stark engagiert
da uns die Reife auch vereint. ist er bewusst voranmarschiert.
Da alle nun im Ruhestand Auch ihn traf dieser Wendestoß,
im neu vereinten Heimatland. so war er seine Stelle los.
Voran der Dietmar Chefsenior. Im Nachkriegsdeutschen Heimatland
Er führt ihn an, den Rentnerchor, er einen Job als Prüfer fand.
ließ die Kultur im Land der Sachsen Er untersucht nun Werk, Fabriken
bis hin zur Semperoper wachsen, und wo die allergrößten Lücken
hat sie geleitet und gelenkt. im Energie und Zeitverbrauch,
Zum Dank hat man ihn dann gesenkt. wo in den Firmen klemmt der Schlauch
Hat den Kulturpalast geprägt, und wie man richtig sparen kann,
auch der wird alsbald abgesägt. geht man vor Ort auch richtig ran.
Des Dietmars Leben würzt sein Weib Ihm steht die Moni froh zur Hand,
und schönt den Lebenszeitvertreib. sie pflegen gern ihr Gartenland.
Die Giesel, auch der Kunst verschrieben, Und reisen jährlich hin nach Wien,
ist auch bei Semper nicht geblieben. dann letztlich weiter zur Wachau,
Sie har die Maske dort geleitet in einen schönen Winzerbau,
und Schönheit in der Kunst verbreitet. wo edler Tropfen köstlich schmeckt,
Sie reisen beide durch die Welt, sodass man noch am Glase leckt.
5-Sternhäuser sind ihr Zelt. Der Werner, Jüngster in der Runde,
Dort schätzen sie das schöne Leben, verkündet sicher bessere Kunde.
was kann man sich denn sonst noch geben? Er hat den Posten doch erhalten
Der Jan, in Kamenz Chefchirurg, und konnt bis 65 walten,
erbaute sich ‘ne Gartenburg sogar ein weiteres Jahr dazu,
in Räckelwitz, im Sorbenland, nun ist ‘s vorbei, nun hat er Ruh.
wo seiner Väter Wiege stand. Er hat geforscht, gelehrt, gestritten,
Ist stolzer Opa, Großpapa, ist immer mit voran geritten.
ein Glück, dass nun die Enkel da. Seit er nun fort, wird’s dort auch stiller,
Mit Annerose, seinem Weib, es gibt dort nur noch Pausenfüller.
verbringt er nun die Reifezeit. Die Zeit ist knapp im Ruhestand.
Der Eisi, edler Internist, Er musst bedacht den Wohlstand mehren,
der auch schon nicht mehr tätig ist. muss dies die Kinder, Enkel lehren.
Der ganz für die Gesundheit lebt Ist Immobilienhausverwalter
und sich durch Fitness stark bewegt, und auch noch Gartenneugestalter,
senkt so die Kilos, hält’s Gewicht, dabei Isolde stets zur Hand,
bleibt rank und schlank von Angesicht. die hoch aktiv und stets charmant.
Auch Rosi, Eisis Eheweib, Sie hegt und pflegt den Engelsegen,
betreibt den Fitnesszeitvertreib, kann sich dadurch nicht weit bewegen.
hat viele Kilos schon verloren, Dennoch gehts quer durch Kanada,
beneidenswert klingt ’s in den Ohren. dort ist man dann so schön allein
und schweigt beim Reisen wie daheim.
132
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Wie schön ist da die Jaroßrunde und ihr braucht dort auch warme Sachen.
in froh bewegte Abendstunde. Wir freuen uns, dass ihr gekommen
Auch Storkow ruft, das Boot braucht euch, und euch für uns die Zeit genommen.
legt euch als Schiffer fest ins Zeug. Ich heb das Glas auf unsere Gäste
Nun ist es winterfest zu machen und weitere solche Altersfeste.

Für Familie K.-N.

Die Jugend wird beständig reifer Doch jetzt, wo alles abgeschlossen,


und übernimmt mit großem Eifer wird das Ambiente voll genossen.
der Eltern Haus mit großen Taten Hier leben Georg, Birgit nun
und was man sieht, ist gut geraten. und auch die Söhne werden ruhen
Hier auf der Schilli 4f oben in dieser neu erbauten Welt
hört man die Bauhandwerker toben, mit weitem Blick auf Stadt und Feld.
die klopfen, hacken, niederreißen, Verjüngung braucht die Schillerstraße,
das Dach mit neuen Sparren speisen, die für uns alle ‘ne Oase.
dabei die Straßenflucht verengen Mit euch verjüngt sich das Revier,
und den Verkehr ein wenig hemmen. ihr seid die Jüngsten nun dahier,
Dem Bauherrn stand dabei zur Hand so wie wir ’s auch einmal gewesen.
ein Mann mit klugem Sachverstand. Gewandelt hat sich doch die Straße,
Der plante, führte, dirigierte wie eine Rennstreckplatzoase.
und auch das Ganze kalkulierte, Von Wessis mit den großen Schlitten
dass nicht zuviel zerstört beim Bau, wird gnadenlos hindurch geritten,
denn er kennt Maurer ganz genau. vor allem vom Orlandohaus
Im ersten Stock, auch noch darüber, da spurten sie ganz schnittig raus.
da ging es drunter und auch drüber. Wir gratulieren zum Vollbrachten
Ein Glück, dass hier die Frau Mamma und sicher immer gut Durchdachten.
beim Baugeschehen grad nicht da.

133
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Giesel zum Runden

Wir haben uns hier eingefunden, Die Monika sehr erdverbunden,


um deinen Runden zu bekunden, hat sich in Handel eingefunden,
um dich zu feiern, dich zu ehren war Karstadt lange Zeit zur Hand
und auch mit dir ein Glas zu leeren. im Großeinkäuferfachverband.
Dort wurde Leckeres vorbereitet, Der Günter, Nestor der Musik
das Mund und Gaumen arg verleitet, für Tanz und Unterhaltungsglück.
sodass man auch nicht zögerlich Er machte sie auch hochschulfit,
und wandert mehrfach zu dem Tisch. ein jeder kennt die Hörig Band
Der Ort ist sorgsam ausgewählt, und Günter, seinen großen Leader
da er wohl zu den guten zählt, und seinen wunderbaren Swing,
die Dresden hier zu bieten mag, da sind die Lebensgeister drin.
ganz nah am Elbestrand gelegen, Die Marianne ganz agil,
des Sommers ein Erholungssegen. betreibt hier ein Besucherspiel,
Verbunden durch die Semper Welt, führt Fremde durch das Herz der Stadt,
zu Anderson die Freundschaft hält, vor allem Deutsche, Amis und Briten,
die nicht erschüttert in den Jahren, an deren Bomben Dresdner litten.
wo man manch Tiefschlag gar erfahren. Die Elke und der Herrich Klaus
Ein Mann mit Weisheit wohl bedacht sind an der Frauenkirch zu Haus,
hat Flair in diesen Raum gebracht. das beste was die Stadt hier bietet,
Auch Bodo ist ein alter Freund, dort haben sie sich eingemietet.
mit dem manch Trunk euch fest vereint, Das Argentum gut bekannt
gar manches Fläschchen ward geleert bringt wieder Silber hier ins Land.
und ’s Wohlbefinden so vermehrt. Klaus Sänger, Künstler, Musensohn
Ganz neu verjüngt ward diese Runde und auch ein kluger Ökonom,
durch Hildebrands, welch gute Kunde. hat die Königstraße voll erwacht,
Eure lieben Obermieter, Kultur und Lebensgeist gebracht.
letztlich hier im Haus Gebieter, Gestützt durch Elkes klugen Sinn
Barbara und Meister Klaus macht man im Haus auch gut Gewinn.
bauen eure Freundschaft aus. Auch Eva, unsere Künstlerin,
Sie sind die Herren über euch, für jede Runde ein Gewinn,
seid nett, verhaltet euch recht keuch, bereichert uns mit Pinselgaben,
vielleicht lässt sich die Miete senken, an denen sich die Wände laben.
das könnte euch ’ne Reise schenken. Raja Goldkind in der Runde,
Auch Ulla und der Köhler Klaus, kommt mit Bummelchen dem Hunde,
die füllen manchen Abend aus. lässt ihm nicht allein daheim,
Mit Kartenspiel und Schlemmerrunde, denn er ist ja noch sehr klein.
das schuf zu viele Körperpfunde. Unverwüstlich in der Runde
Alfred, der Meister mit dem Wort, und begehrt in eurem Bunde,
der hier als Mime lang vor Ort, sind die Flämigs lang schon Kunde,
der Menschen Herzen oft erfreut die dem Rommee auch verfallen.
mit Dichterworten seiner Zeit. Dienstags treffen sie meist ein,
In „My Fair Lady“ unvergessen, falls sie wieder mal daheim.
als Higgins, was ihm gut gesessen. Juergen, stets dein kleiner Bruder,
damals führtest du das Ruder.
Als erster Offizier an Bord
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fuhr er auf großen Meeren fort, die Küche, Fenster, die Toilette,
hat wohl die ganze Welt bereist, wenn nötig schüttelt er das Bette.
in jedem Erdteil schon gespeist. Ist Giesel immerzu zur Hand
Kein Gewinner nach der Wende im Haus und Küchenkochverband.
trotz geschickter, goldner Hände. Die wunderbare Karstadtwelt,
Ihr Lebenslauf schon oft erzählt, die euch meist vormittags gefällt,
sie hat mit Dietmar gut gewählt. verleitet oft zum kleinen Snack
Er schätzt wie sie, das schöne Leben, und schwups sind auch 2 Zehner weg.
wart stets bereit ihr viel zu geben, Gemeinsam ist das Reifen schön,
die schönen Reisen in die Ferne man muss sich schätzen und verstehen,
dort wo ‘s Ambiente voll 5 Sterne. man muss sich lieben und auch achten
Gern denkt man an die Zeit zurück, und auch noch nach den anderen schmachten.
wo man noch voller Schaffensglück, Die Giesel will vom Feinsten haben,
wo ihr im Dresdener Opernhaus betrachtet man nur ihren Tisch,
im Pflichtenkreisel voll zu Haus. der gut geschmückt, recht meisterlich.
Die edlen Opern Ruhmgestalten, Den sie designerhaft kreiert,
die halfst du sichtbar voll entfalten. der recht erlesen bunt verziert,
Du hast in deinem Künstlerleben dazu durch das Geschirr garniert.
den Kultfiguren Pep gegeben. Servietten künstlerisch gestaltet,
Manch Verdi–Oper hier im Haus, das Tischtuch wunderbar entfaltet,
auch die von Wagner und von Strauß, dazu die Gaben aus der Küche,
die aufgeführt mit viel Applaus, die machen den Genus bei Tische.
die trugen durch die Maskerade Von Dietmar immer unterstützt,
erheblich bei zu der Parade, der in der Küche immer nützt,
die du gestaltet und geprägt der diesen Stress auch etwas braucht,
und so den Zeitgeist mit bewegt. auch wenn’s die Giesel manchmal schlaucht.
So hast du Echtheit evoziert, Wir freuen uns immer auf die Stunden,
womit der Künstler voll brilliert. genießen gern die frohen Runden,
Im Semperhaus mit Sachverstand die hier im Hause froh geboten,
und sehr gewandter Maskenhand, um Giesel Jubelsfest zu pflegen,
wuchs Lohengrin und Telramund, da kann man immer was erleben.
erstaunlich für das Bühnenrund. Ein Traum ist immer noch zu träumen,
Auch den Hans Sachs und die Walküren sie möchte gern in Dubai säumen,
ließt du durch deine Kunst brillieren. wo Luxus pur, in Überfluss,
Ja, alle Mimen hier im Haus, dort mal zu weilen scheint ein Muss.
die putztest du ganz trefflich raus. Wo Gold und Silber reich vorhanden
Wie herrlich war das Jugendleben, dort kann man sicher ‘nen Diadem
doch auch die Reife, die gegeben, für Giesel preiswert noch erstehen.
ist reizvoll lockend und nicht trüb. Drum geht es bald zu diesem Ort,
Man hat noch seinen Partner lieb, wo winters Sommersonne lacht,
auch wenn er nicht wie vormals balzt, wo man dann große Augen macht,
er dennoch ’s Leben würzig salzt. wenn 7 Sterne sich erbieten,
Die Giesel liebt die schöne Welt um über Nacht mal einzumieten.
und hat zu Hause ein himmlisch Zelt. Der Reisefond wird stark gemindert,
Sitz gern beim Wein, genießt vergnüglich, durch Ulla Schmidts Reform behindert.
schenkt öfter nach, was durch aus üblich. Stets auf der Achse, auf der Suche,
Sie pflegt ihr wunderbares Ambiente. was steht vermeldet heut im Buche,
Der Dietmar cleant hier sehr behände was bieten TUI, Neckermann
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und andere Reisefirmen an. mit Fahrstuhl auch das Auto heben,
Wo gibt es wohlfeil Wohlbefinden, man möchte schon bequemer leben,
wo kann man sich recht günstig binden. dem Alter neue Freuden geben,
Welch Therme zeigt das Bestambiente, doch jeder Luxus kostet Geld.
wo gibt’s Massage-Superhände? Doch letztlich bleibt es schon dabei,
Ja, Giesels allerliebster Sport denn Träumen ist noch kostenfrei.
heißt Reisen zu dem schönsten Ort, Denn eure Wohnung hier vor Ort,
wo man entspannend kann verweilen, die bietet etwas Treppensport.
wo Reifezeichen gar enteilen Tritt man nun voll zur 70 hin,
durch Kraft thermaler, heißer Quellen, prüft man den Lebenszugewinn
sich Junggefühle neu erstellen, und kann dann ganz erbaulich sagen,
wo die Aktine dieser Zunft es war sehr schön, es gab auch Plagen.
verjüngen dich bis hin zur Brunft. Verschiedener Zeitgeist zog daher,
Mein Gott, wie diese Zeit verrinnt, bewegte Geist und Menschenheer,
zur Reife kommt ein jedes Kind. heut können wir bereichert sagen,
Leise klettert sie hinauf es war auch schön in unseren Tagen.
in ihrem Erdenlebenslauf, Durch schöne Reisen wohl garniert,
sicher und ganz froh und heiter seid ihr durch eure Zeit marschiert,
greift sie in die Stufenleiter, 5-sternig habt ihr euch erholt.
wo die siebzig sie erwartet Bei König Ludwig zum Verwöhnen,
und man in die Reife startet. bei Axel Mannstein gar zum Stöhnen,
Dezenter werden nun die Töne, denn Wellness wird hier großgeschrieben,
auch das Liebeslustgestöhne drum findet man euch oft dort drüben.
ist nicht mehr wie einst zu hören, Heute wollen wir gratulieren,
doch nicht gänzlich zu entbehren. wollen deine Reife zieren,
Anderes rückt vorne ran, wollen auf dein Wohl anstoßen
gutes Speisen, Wellenesskuren, und mit dir durch Leben tosen.
schöne Reisen klug zu buchen, Hoffen, dass die Rommerunden
gute Freunde zu besuchen, uns noch binden viele Stunden,
öfter die Gemeinschaft suchen hoffen, das noch lange Zeit,
und in lockeren Rommerunden uns als Lebenszeit verbleibt.
lässt man sich’s gourmetlich munden. Dein wunderbarer Lebensstern
Groß ist eure Freundesrunde, scheint von dem Jenseits noch sehr fern,
die versammelt hier im Bunde, er bietet dir noch Sonnenschein
um den Siebener zu begehen und hält auch die Probleme klein.
und dir hier auch beizustehen. Gemeinsam ist das Reifen schön,
Ein Wohnungsraptus kam neu auf bei einvernehmlich gut verstehen.
in ihrem siebener Lebenslauf, Glücklich sollen die Tage reifen,
man möchte so wie Alfred wohnen, die das Leben dir noch leiht,
den Rücken ohne Treppen schonen, die Gesundheit dich begleiten
per Fahrstuhl in die Höhe schweben, deine ganze Lebenszeit.

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Für Giesel zum Unrunden

Es ist ein Jahr mit Paukenschlägen, Ach ja, das Reisen euer Sport,
Dietmar vollbracht den runden Segen, trägt euch zu schönen Orten fort.
die siebzig fünf konnt er erleben Ich kann sie hier nur wiederholen,
Er hat sie hinkend zwar vollbracht, ich glaub ihr ward noch nie in Polen.
die nächsten fünf sind schon bedacht. Welch Therme zeigt das Bestambiente,
Du warst ihm ständiger Glücksbegleiter wo gibt’s Massage-Superhände,
auf seiner zweiten Lebensleiter, die Wohlbehagen voll entfalten
so geht es sicher immer weiter. und’s Ganze dadurch stimmig halten.
Die Jahre eilen zu geschwind, Ja, auch der Preis muss stimmig sein,
ein weiteres hängst du in den Wind, sonst loggen sie dort gar nicht ein.
lässt dich beschwingt in diesen Zeiten Ein Wellnestraum in Traumgefilden,
erwartend in die Zukunft gleiten. ringsum dezent und super schön,
Genießt mit Freunden schöne Stunden, mit Sphärenklängen zum Vergehen,
beim Kartenspiel und auch beim Pfunden. dazu auch Ruhe zum Relaxen
Dein Freundeskreis ist auserwählt, und zwischendurch gebratene Haxen
Humor und Ehrlichkeit viel zählt. und noch viel Feineres für den Gaumen,
Ein jeder Tag, der euch umhüllt, sodass dann alle Sinne raunen.
ist meist mit Freunden ausgefüllt. Hier kann man ganz erbaulich weilen,
Die Hildebrands ganz vorne dran, auch Reifezeichen sollen enteilen
die Nähe biete sich hier an, durch Kraft thermaler warmer Quellen
auch die Chemie stimmt wunderbar verteilt an allen Körperstellen.
bei dieser beiden Ehepaar. Man wird verwöhnt, der Leib bestrichen,
Die Köhlers durch die Enkelpflichten dadurch ist vieler Frust entwichen.
sind seltener jetzt hier zu sichten, Massagen ganz verschiedener Zunft
fast wöchentlich ein ganzes Mahl, verjüngen dich bis hin zur Brunft.
viel öfter war die frühere Zahl. Die Giesel liebt das Schöne, Feine,
Die Flämigs zweimal monatlich kommt mit dem Dietmar stets ins Reine,
bei vollgefülltem Speisetisch. ist gut verträglich, fein gesonnen
Auch Andersons sind liebe Gäste und schätzt des Lebens edle Wonnen.
und öfter hier als nur zum Feste, Sie macht sich chic, putzt sich heraus,
auch Bodo und sein lieber Hund auch ihre Wohnung hier im Haus.
sind häufig hier in dieser Rund. Das Feinste, was man haben kann,
Die Hörigs sind nicht zu vergessen, das schaffen sich die Uhlis an.
mit denen man sehr oft gesessen. Die Wohnkultur, die sie hier bietet,
Auch Eva ist stets Gast zum Feste man selten nur woanders mietet.
und bietet oft das Allerbeste. Beachtet man den Speisetisch,
Der Arni kommt doch ab und an den sie designerhaft kreiert,
mit Eigenzucht vom Garten an, der so erlesen ganz verziert,
läd öfter zu den Tschechen ein, auch das Geschirr ist sehr gediegen.
dort sind die Preise teils noch klein. Man achte, wie Servietten liegen.
Woronewskis in der Runde, das Tischtuch wunderbar entfaltet
Künstler aus der ersten Stunde, und alles mundgerecht gestaltet,
füllen den Bekanntenkreis. von Dietmar stetig unterstützt,
Brachten neue Spiele, der in der Küche immer nützt.
die halten das Gehirn wohl fit. Zu loben ist die gute Küche,
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die immer voller Wohlgerüche, und diese auch recht froh gestalten.
wo durch schmoren, brutzeln, braten Der Fitnessreigen scheint das Beste,
Speisen köstlich gut geraten, hält uns beweglich, schlankt die Weste,
sodass man hier gerne speist tut Rücken und Gelenken gut
und auch gern die Köchin preist. und gibt uns selber frohen Mut.
Doch immer wieder nett und frisch Auch Dietmar stieg hier zögernd ein,
ist abends unser Kartentisch. bewegt im Wasser Arm und Bein,
In der vertrauten Rommeerunde wir hoffen dies wird nützlich sein.
verbrachten wir schon manche Stunde, Trochanterschmerzen sind verschwunden,
verloren eine Menge Geld, dochs Kniegelenk, welch arge Pein,
das zum Verzehr bereitgestellt. ist längst noch nicht von Schmerzen rein,
Das Wichtigste in unserem Alter, behindert ihn, macht Schmerz und Kummer,
das sind die Lebensmitgestalter, bislang noch keine gute Nummer.
mit denen man gleiche Freuden teilt Wir freuen uns heut auf diese Runde,
und frohgestimmt durchs Leben eilt. genießen gern die Feierstunde,
Wir müssen unsere Zeit voll nutzen um Giesels Jubelfest zu pflegen
und unsere Jahresringe putzen, und oft sich zum Büffet bewegen.
uns fit für unsere Reife halten

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Für Dietmar wo Gerhard Hauptmann ihn begrüßt,


was seine Jugend stolz versüßt,
Gekühlt ist der Begrüßungssekt, genoss den schönen Ostseestrand
den man dem Gast entgegenstreckt und andere Orte hier im Land.
und den aufs eigene Wohl man trinkt, Du hast in deinen Lebensjahren
beim Anstoß hell das Glas erklingt. so manchen Zeitgeist miterfahren.
Dort wurde Leckeres vorbereitet, Der Kaiser war zu jener Zeit
das Mund und Gaumen arg verleitet, für Deutschland nicht mehr dienstbereit
Hat auch manches Neues hier erfahren, und Weimars schmale Republik,
was so passiert in all den Jahren, die machte nur noch Stunden mit.
wie oft man denn zum Doktor geht, Dann trug die Zeit ein braunes Kleid
wie’s um das Herz, den Blutdruck steht, und Deutschland machte Weltenstreit.
ob man nun chronisch krank gestuft, Der Dietmar hat so manche Nacht
welch Reisen man denn neu gebucht. im Bombenkeller zugebracht.
Wie schlecht die Politik im Land, Die Städte starben, die Soldaten
das Kapital geht außer Land, und wurden massenweise begraben.
Reformen sprengen alle Mieder, Die Heimatfront war gleichfalls bitter
den Schröder wählten wir nicht wieder. durch Bomben und Granatensplitter,
Nun ist die Angie Merkel dran, die Mütter wurden Kriegerwitwen
die hebt die Mehrwertsteuer an, und haben hart und schwer gelitten.
vielleicht wird man nun ausgemergelt, Dann kamen Sieger hier ins Land,
wenn sie wie der Schröder werkelt. das voll zerstört und ausgebrannt,
Dem Dietmar, Glück, Gesundheit, Geld sie nahmen mit, was noch vorhanden.
und ringsherum eine heile Welt, In Chemnitz waren’s die Alliierten,
mehr Reisen als im alten Jahr, dich sich mit reichlich Beute zierten.
dass doch schon recht beweglich war, Doch als die Russen, die dann kamen,
vor allem Wellness, gute Kuren sich noch das allerletzte nahmen,
und immer gute Schnäppchen buchen, sodass für uns nichts mehr geblieben.
man muss sehr intensiv jetzt suchen. Wer was besaß, der ging nach drüben.
Ja Thermenwärme, die tut gut, Man meinte dann, es wär am besten,
die löst Verspannung, macht auch Mut, es wurde dann der goldene Westen.
sie lindert der Gelenke Schmerzen, In diese harte Lebenswelt
hilft auch den Kreislauf und dem Herzen. Ward Dietmar so hineingestellt.
Sein Lebenslauf schon oft erzählt Er hatte sich auf Gottes Erden
er ist das dritte Mal vermählt. fest vorgenommen, was zu werden.
Er gehört zu jenen Helden, Hat stolz den Bauberuf erwählt,
die bei Frauen Glück vermelden, der seinerzeit sehr viel gezählt.
drei Ehen stehen ihm zur Hand, Doch fest den Musen zugewandt,
die mit Frau Giesel hat Bestand. nahm er das Singen in die Hand,
Zwei Töchter setzt er in die Welt, war eloquent mit seiner Zunge,
drei Enkel nennt er stolz sein eigen, dynamisch einst im Tanz und Sprunge,
die sich auch ab und an mal zeigen. hat diese Kunst dann auch studiert
Er ist bereits in Kinderjahren und wohl beim Mucken viel kassiert.
schon oft im Urlaub weggefahren, Erlernte Drehsprung, Pirouette
sogar bis nach Agnetendorf, und übte Kreuzsprung um die Wette,
desgleichen Schrittes Referenzen.
die durch Muttanzen zu ergänzen.
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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

So ausgebildet zog er los, Ausgerüstet mit Chemie,


fand beim Theater dann sein Los, zwingt er Schmutz tief in die Knie.
zuerst in Chemnitz, im Ballett, Doch sein Stolz das Gästeklo,
doch Dietmar wollte weiter weg. Sauberkeit macht Menschen froh,
Zog voller Drang nach Dresden rüber keine Klofrau reinigt besser,
und wurde hier auch engagiert dieses Klo-Urin-Gewässer,
und hat dazu Gesang studiert. das hier glänzt wie neu gemalt,
Doch Schlimmes ist ihm dann passiert. drum recht sorgsam beim Benutzen,
Der Morbus Koch, der streckt ihn nieder, sonst muss Dietmar wieder putzen.
das lähmte seines Tanzes Glieder, Die Welt, die sich gewendet hat,
der Husten quälte mit Attacken hat alte Sozialisten satt,
und zwischendurch auch Fieberzacken, gleich was er einst geleistet.
doch glückhaft konnte man ihn heilen Dietmar liebt es gern zu reisen
dank PAS und INH und auch gerne köstlich speisen,
waren alsbald auch Erfolge da. wo die Schönen und die Reichen
Die Jahre gingen so ins Land stets ihr bestes Outfit zeigen,
bis er erneut im Leben stand. wo im Winter Sonnenstrahlen
Mit der Kultur sehr eng verbunden wärmend deinen Körper malen.
hat er hier seinen Job gefunden. Er tät es öfter, wenn mehr Geld
Er diente von der Pieke auf sich auf sein Konto hingesellt.
im kulturellen Lebenslauf. Doch unsere Renten sind bescheiden,
Wir wissen, was er so vollbracht da muss man oft zu Hause bleiben,
und hier in Dresden auch gemacht. muss sparen, Dinge gut verwalten
Auch des Kulturpalastes Wachsen und alles gut zusammenhalten.
war Teil der Tätigkeit in Sachsen. Heut fährt er einen Nobelwagen,
War Vizechef im Opernhaus, so wie man’s braucht in unseren Tagen,
doch nach der Wende war es aus. mit allem Schnickschnack dieser Welt,
Vergessen, was er je vollbracht der ja bekanntlich gut gefällt.
und was er kulturell gemacht. Jedoch die Kälte kann ihn necken
Man setzt ihn in den Ruhestand. und Batterien niederstrecken,
Durchs viel zu frühes Rentnerleben sodass er keinen Mucks mehr sagt,
war reichlich Freiraum dir gegeben. was auch dem Dietmar nicht behagt.
So hat er in den Wendejahren Jedoch der Service sei zu loben,
den Freiheitssegen schon erfahren, sofort wurd hier Ersatz geboten,
durch Mietegäste hier im Haus mit Garantie für glatt drei Jahre,
baute er die Hausfinanzen aus. da sträuben sich wohl nicht die Haare.
Meist Gäste aus der Wessirasse, Es reift der Mensch mit seinen Jahren,
die damals noch bei guter Kasse, kann dabei’s Auf und Ab erfahren,
doch leider war dies nicht von Dauer, das man auf Erden so erfährt,
darüber war man doch sauer. wenn man sich dabei normal ernährt.
Er geht der Giesel stets zur Hand, Fast zwei Dezennien sind verflossen,
wär gerne Chef im Kochverband, seitdem sie weg, die Kampfgenossen,
hilft ihr die Soßen zu montieren, seit hier das Kapital zurück,
kann mit dem Beraten gut jonglieren. ja brachte es den Menschen Glück?
Bekannt als Meister Saubermann Blüht das Land nun allerorten
zieht er die Gummihandschuh an, wie von Kohl versprochen worden
ist besser als der Meister Propper, oder gibt es Nöte gar
den stößt er mühelos vom Hocker. mit der Arbeit Jahr für Jahr.
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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Ja, auch Mühen bringt das Alter Was soll ich noch zum Dietmar sagen?
und es stellen sich Leiden ein, Soll ich vielleicht ’nen Outlook wagen,
diese können lästig sein. wo er den 80. begeht,
Die Gelenke können störend schmerzen, wies dann um Knie und Hüfte steht,
oft zeigt sich Druck am Herzen, wohin er dann die Reisen bucht
leider steigt auch das Gewicht, und was er alles noch versucht?
leichter wird man leider nicht. Das kann uns nur der Herrgott sagen,
In diesen kalten Wintertagen, der lässt sich aber schwer befragen,
die nur zitternd zu ertragen, hält sich verschlossen und bedeckt,
kommen wir um Glück zu sagen, die Zukunft wird nicht vorgestreckt.
für das runde Lebensjahr, Drum lieber Dietmar, leb so weiter,
das doch sehr bewegend war. steig stetig auf der Lebensleiter,
Neue Hüfte, neues Knie, bleib optimistisch, guter Dinge
aber frage nicht nach wie. und weise, wie der Herr der Ringe.
Sicher kann er besser schreiten, Pfleg weiter eure Freundesrunde,
muss noch immer Schmerzen leiden, das bringt recht frohe Lebenskunde.
sonderlich dort am Trochanter Was kann man denn noch schöneres erben,
reiben Sehnen aufeinander als mit den Freunden alt zu werden.
und bereiten so den Harm,
der macht das Gemüt schon arm.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Prof. G. (Pädiater)

Ein Mensch betritt das Erdenrund, mit CPAP und Schub und Druck
ganz winzig klein, nicht mal drei Pfund, bekommt das Frühchen einen Ruck.
zu schwach um eigen fortzuleben, Beharrlich muss man Gmy schon nennen,
man muss ihn Hilfe, Wärme geben, für seine Klinik konnt er brennen,
muss seiner Atmung assistieren er schaffte, was man schaffen kann,
und arg mit Schläuchen ihn verzieren. für seine Klinik ständig an.
Aus Nase, Mund und aus dem Bauch, Recht technikschwanger ausstaffiert,
da lugen kleine Schläuche raus. so gutes Treatment garantiert.
In der Couveuse liegt er drin, Im Klinikum, wo er regiert,
denn da ist Mikroklima drin, da waren die Frühchen vorwärts orientiert.
doch die Beatmung über Zeiten Trotz Ziehsohn von Frau Rappoport
macht ne` Fibrose, Lungenleiden, zog es ihn von Preußen fort.
ganz früher machte diese Chose, Zu Carus wurde er berufen.
retrolental ’ne Retinose. Auf die Dozentenleiterstufen.
Hier hat er letztlich es vollbracht, In Radebeul, am Weinberg drüben,
dass auch das Frühchen sehend lacht. dort baute er für seine Lieben.
Er zwang die Retinopathie Ein Hundeviech aus Afrika
erfolgreich fort und in die Knie. ist schon für die Bewachung da.
Den Neonatologen, den hat er viel geboten, Ich wünsch Gesundheit, Zuversicht
hat hier Technik neu gestaltet und Hoffnung, die dir niemals bricht.
und so die Beatmung gut entfaltet,

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Dr. F. (Internist)

Geboren bist du zwar in Sachsen, diese kann er maßvoll lindern,


doch in der Lausitz aufgewachsen, Gicht und Diabetes zügeln
drum klingt dein Sprachklang sachsenrein, und die Altersleiden bügeln.
es mischt sich kaum das Sächsisch rein. Präsidenten und Minister
In Cottbus, deiner Kindheitsstätte, füllen sein Patientregister.
wuchst du mit anderen um die Wette. Auch sehr viele Professoren
Die Schule und das Abitur haben ihn sich auserkoren.
bewältigst du mit viel Bravour, Ja, man fühlt sich hier geborgen,
du wolltest Arzt, gar Forscher werden. mit den Leiden, mit den Sorgen,
In Leipzig konnst du dich bewerben, und der Angst was wird denn morgen?
studiertest an der Alma mater Zu viele laufen dir hier zu,
und nicht in Götting, wie dein Vater. du findest selbst ja kaum noch Ruh.
Die Studienzeit verflog im Nu, Reichlich die Gesellschaftspflichten,
du promoviertest noch dazu, die noch extra zu verrichten.
von Leipzig zogst du sogleich fort, Hast Marburgs Bund auch mit geprägt,
das Dresden wurd dein Arbeitshort. als Leiter ihn nach vorn bewegt.
Nachdem der Doktorhut erstanden, Du wirkst im Fakultätenrat,
zogs dich fest zu den Wissensbanden. bist wo es Not tut, stets parat,
Die Theorie, das Basiswissen, besuchst meist noch den Ärztetag.
schien dir von Nöten, um zu wissen, Ums Neue warst du stets bemüht,
welch Dosis hilfreich für die Kranken, hast für Verbesserung geglüht
wenn Elektrolytenwerte schwanken. Schufst mit den Ärztestandverband
Das Forschen an den Mäusen, Ratten, in Dresden, hier im Sachsenland,
konnt er nur kurze Zweit gestatten. hast hier die Kammer mitgegründet.
So schien die Pharmakunst Bei Carus dienst du schon seit Jahren
fürs Leben wohl nicht deine Zunft. und bist auch immer gut gefahren.
Das Röntgen hast du nicht gesucht, Hast Neues mit geprägt, geschaffen,
beim Vater dich nicht eingebucht, mit Weitsicht und mit Geisteswaffen.
du wolltest Arzt sein, nicht Befunder, Als Angiologe anerkannt,
der Internist erschien dir runder. der ITS voll zugewandt.
Hans Haller hat dir beigebracht, Der Aufbau dieser Notstation,
wie man das Heilen richtig macht, ich glaube schon, das war dein Lohn.
wie man Befunde klug erhebt Du sorgst dich auch um die Senioren,
und das Kurieren richtig pflegt. wo viel Hoffnung schon verloren.
Internisten muss es geben, Man schätzt dein Wissen, deine Art
Internisten müssen sein, und sucht auch immer deinen Rat.
dringen heut mit Ultrawellen Im Freiraum, der dir knapp gegeben,
in dein Innenleben ein, verbringst du bauend meist dein Leben.
können dadurch schon entdecken, Ist nicht dein Garten groß genug?
wo die Herde sich verstecken. Ist da die Datsche nicht ein Fluch?
Heilen und kurieren Leiden, Mir scheint, dein Hobby ist der Bau,
die sich körperweit verbreiten, man sieht es ja in Breitenau.
die Patienten stark behindern, Wenn Zorn mal sein Gemüt erfasst,
den er in sanfte Worte fasst.
Klein wenig traurig scheint er dann,
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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

ansonsten sieht man’s ihm nicht an. Die Fritz’sche Ärztedynastie


Vom Phänotyp dem Vater gleich, schmückt nun im dritten Glied allhier,
doch konsequent und gar nicht weich, seit Anbeginn die Carushallen.
steht er im Leben seinem Mann Dein Vater war einst Mitbegründer,
und er baut immer weiter dran. und Kobaltstrahlen Miterfinder,
Ward hoch beglückt vom Enkelsegen, hat das Zerstörte aufgebaut,
bei ihm kann sich der Nachwuchs regen. worauf ein jeder stolz heut schaut.
Die Enkel bringen Sonnenschein Die Fritzens werden fortbestehen,
in deinen Lebensalltag rein, die schon im dritten Glied hier stehen.
für Enkel hat er immer Zeit, Du hast das Alter nun erreicht,
da ist ihm auch kein Schritt zu weit. wo man der Jugend pflichtend weicht,
Hat man die sechzig fünf nun erstritten, du hast Studenten beigebracht,
tritt man zum Rand der Lebensmitten, was man im Fache besser macht.
hat Pläne hoffnungsvoll und groß, Mit Freude haben wir gehört,
man hofft, es wird noch sehr famos. du hast dich nicht ganz abgekehrt,
Bei Carus hört ’s mit Fritz nicht auf, bist weiter für die Kranken da
dein Sohn strahlt als Fritz drei heraus. dazu für uns ein laut Hurra.

Praxiseröffnung von Norbert & Matthias

Der Sozialismus ist dahin, Marburger Bund und Parlament,


Privatbesitz nur bringt Gewinn. da spannt schon mal das Unterhemd.
Ganz vorne dran stehen Norberts Team, Der Mamma war er einst verfallen
das in den Blasewitzer Pfründen in seinen Carus Bildungshallen,
die Röntgen- Praxis wird begründen. hat sich hier forschend auch bewegt
Ja, man muss dabei schon staunen und manches Neues vorgelegt.
und man hört ein deutlich Raunen, Doch der „habil“ lässt auf sich warten,
welches läuft von Mund zu Mund, doch hatte er hier gute Karten.
ob der High-tech hier im Rund. Auch Hupi hat bei uns gedient,
Ja, hier wurde aufgerüstet wie es den Assistenten ziemt,
und im Wessilook genistet. der vorwärts strebt und sich bewegt
Ein großer Tag für Blasewitz, und nicht hur selbstzufrieden lebt.
ach, sehe dies der alte Fritz, Er hat die Chefarztwelt verlassen,
den beide noch als Lehrer kannten, das kann so schnell nicht jeder fassen,
als sie den Weg zum Röntgen fanden. doch locken hier die besseren Chancen,
Norbert ging von Carus fort, er kann auch abends länger tanzen.
fand hier diesen goldenen Hort, Ich wünsche diesen Mannen hier
sprang sogleich auch nach der Wende, viel Kraft und ab und an ein Bier,
den Politnicks in die Hände. Patienten reichlich an der Zahl
und Mitarbeiter nur nach Wahl.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Pfälzer Saumagen bei H.

Wir sind bei Reichen eingeladen.


Nur durch die klugen Mannestaten
hat sich der Wohlstand so ergeben,
gewiss muss er dafür auch streben,
muss Reisen durch die weite Welt,
schläft selten noch im Heimatzelt.
Darob das Eheweib betrübt,
weil sie sich so alleine wiegt.
Zum Glück hat sie die Klinikwelt,
wo es ihr different gefällt,
doch wenn das MRT erst naht,
macht sie vor Freude ein Spagat.
Auch’s Röntgen wird sich wiederfinden,
denn der Transport ist oft ein Schinden,
denn Harnapp hat vor 40 Jahren
das Röntgen einst ins Haus getragen
um den Transport zu unterbinden.
Glaub mir, es wird sich alles finden.
Wir freuen uns auf den Sauenmagen,
ob wir ihn denn auch gut vertragen?
Er sei sehr schmackhaft, ohne Fragen,
mit Pfälzer Wein macht er Behagen.
Wir danken für die netten Stunden,
die wir bei euch im Haus gefunden.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Hans (Internist)

Ein Dezennium längst vorbei Gingst auf Reisen in die Welt,


seit du von den Pflichten frei, es war nicht üppig mit dem Geld.
die dir vormals auferlegt, Doch es waren schöne Stunden,
die du pflichtbewusst gepflegt, die am Tigris wir gefunden,
in der Forschung, in der Lehre, mit dem Tarek und mit Saad,
alles für die Carus -Ehre. niemals war die Zeit dort fad.
Diese kreative Zeit Lang ist dieses auch vorbei,
ist und bleibt Vergangenheit. später kam der Jubelschrei:
Reifezeichen stellen sich ein „Wir sind ein Volk, wir sind nun frei.“
und die können lästig sein. Vorbei, vergessen, längst passe,
Doch mit deiner Frohnatur der hier gewesene rote Schnee.
folgst du deiner Lebensspur, Ein Ritter ohne Furcht und Tadel
die dir wohl von Gott gegeben, vom deutschen Internistenadel.
für ein muntres Erdenleben. Er hat die halbe Welt bereist,
Auch im Ärztezweckverband und manchen Weltkongress gespeist,
warst du lange noch zur Hand. mit Wissen aus der Klinikwelt
Halfst mit deinem Rechtsverstand und seinem Metaboluszelt.
manchem hier im Sachsenland. Wo das Syndrom geprägt, umrissen
Längst verstrichen ist die Zeit, und sich per Forschung festgebissen.
wo man morgens dienstbereit Noch immer zieht der Nikolaus
hin zu Carus-Klinik fuhr, durch deinen Männertraum,
jeden Tag dieselbe Spur. für deine Wünsche zu dem Fest
Jung, dynamisch, weiß gekleidet, bleibt dir noch reichlich Raum.
für die Forschung gut bereitet Du hast die 80 gut erreicht,
und fürs ganze Klinikum, und sicher wars nicht leicht.
brachtest du dein Tagwerk um. Die Zeiten, die du miterlebt,
Man sieht der Alma mater Sterne war’n oftmals falsch geeicht.
heut nur verklärt, meist aus der Ferne. Der Wohlstand und der Überfluss,
Die Senker, die du einst gesetzt, der uns solange fremd,
die sind heut dort noch gut vernetzt. der wird hier jedem vorgeführt,
Doch anderswo sieht’s anders aus, ganz gleich wie stark er trennt.
da schaut kaum noch Bekanntes raus. Man speist heut Kaviar, trinkt Moet,
Denkst du zurück in deiner Welt, genießt ein edles Stück vom Reh,
um die es oft nicht gut gestellt, man feiert anders heut sein Fest,
erinnerst du dich deiner Tage genießt, doch hält die Zeit nicht fest.
und offen bleibt dann manche Frage, Weil man im Osten stets gelebt
warum man dies und das gemacht, trägt man das Mal auch jetzt
worüber man dann später lacht. und wird im Lohn und der Pension
Als du auf die Welt gekommen viel tiefer angesetzt,
hat der Kaiser voll besonnen, das kränkt und tut auch allen weh,
sich den Deutschen abgewandt, die so wie du gelebt
kaiserlos wars Vaterland. und immer für des Menschen Wohl
Du hast in deinen Lebensjahren im Leben nur gestrebt.
manchen Zeitgeist schon erfahren.

146
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Markolf (Diabetologe)

Markolf, echter Sohn vom Stamm der Sachsen, das du als Meister hier geschult.
hier eingeschult und aufgewachsen Du hast der Jugend beigebracht,
und hin zur Medizin marschiert, wie man so vieles besser macht,
wo er auch heute noch brilliert. wie man um neue Studien wirbt
In Leipzig bis zum Physikum und stets um Forschungsgelder zirpt,
Bracht’st du die Basisjahre rum. wie man die Lehre leicht gestaltet,
Alverdes, Strack und Bauereisen, Interesse für das Fach entfaltet,
die gaben’s Rüstzeug für das Reisen wie man die Studien klug verwaltet
in die ersehnte Klinikwelt, und letztlich auch für sich entfaltet.
die sich in Dresden aufgestellt. Vier Jahrzehnte sah man dich
Bei Müller, Fritz, Crecelius, Sprung, forschen, heilen, lehren
da hatte das Kolleg noch Schwung. und du halfst den Wissensschatz
Bei Vater Ahrens war es locker, spürbar mit vermehren.
er riss mit Sprüchen dich vom Hocker, Forschen war dein Lebensziel,
bot viele Dinge lustig dar Reisen war dabei das Spiel,
und machte so Hygiene klar. denn du trugst zu fernen Orten
Studiosus, Famulus und weiter, das, was Wissenschaft geworden.
dann Assistent, Facharzt und Leiter, In den Studien deiner Prägung
erklomm er hier die höchsten Sprossen gab es Neues, gab’s Bewegung.
wie mancher seiner Zeitgenossen. Fern nach Osten, Westen, Süden,
Die Studienzeit verflog im Nu, ab und an auch nach dem Norden,
er promovierte noch dazu. nach den Staaten, selbst Land unter
Nach Abschluss an der Alma mater flogst du nach Australien runter,
wurd er bald Ehemann und Vater. sah die Inseln der Molukken,
Die Kinder sind sein größter Stolz, konntest auch nach Thailand gucken.
sie sind ja auch aus seinem Holz. Warst fast überall zu Haus,
Doch seine Liebe in den Jahren breitest deine Studien aus,
ist in die Enkelin gefahren. warst doch überall begehrt,
In Riesa, Meißen wirktest du wo man dieses Wissen nährt.
und lerntest ständig noch dazu. Ständig sollst du dich bewegen,
Die Uni war nun dein Begehren, dies bringt metabolisch Segen,
du wolltest forschen, Wissen mehren. senkt den Zucker, killt das Fett,
Hans Haller nahm dich an die Hand bleibe nie zu lang im Bett.
und führte dich ins Zuckerland. Nur durch Muskelkraft im Leben
In den Jahren hast viel Neues dann erfahren, kann es Wohlbefinden geben.
du forschtest hier gewaltig mit. Selber treibt er fleißig Sport,
Er hat ein Haus mit Hof und Garten, hält sich fit durch Morgensport,
kann auch mit ‘nen Kamin aufwarten, läuft den Rennsteiglauf, welch Mord.
die Villa ist für zwei zu groß, Alle Fette soll man meiden,
drum ging hier das Vermieten los. die so durch den Körper schreiten,
Du hast das Alter nun erreicht, nur noch Öle von Oliven,
wo man der Jugend pflichtend weicht. niemals Fett mit Schweinegrieben,
Wo man auch rückbetrachtend sieht, nur was ungesättigt sei,
wie sich entwickelt jedes Glied, bringt wohl wenig Schererei.

147
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Metabolische Syndrome mit deinem „charming“ Eheweib


sind wohl deine Forschungskrone. und pflegt dein Biotop vorm Haus
Diabetes ist dein Leben, und bau den Kiwianbau aus.
vielen kannst du Hoffnung geben, Er zieht zu Kongressen von Ort zu Ort
gleich ob Typus eins und zwei, und hat geballtes Wissen an Bord.
Insulin macht alle frei. Genießt manch Meeting des Vorstandsboard,
Sodass man frohen Mutes weiter strebt der tagt meist an sehr erlesenem Ort.
und auch ganz zufrieden lebt. Er ist aktiv und kann nicht ruhen,
Du hast das Alter nun erreicht, muss immer noch was gutes tun,
wo man der Jugend pflichtend weicht er müht sich, forscht, studiert, probiert,
doch du willst die Freiheit nicht. wie man den Wirkstoff aktiviert.
Steht sie dir nicht zu Gesicht? Noch fern ist ihm der Ruhestand,
Du brauchst die Aktion, brauchst Bewegung er wird gebraucht im Carusland,
und das Gehirn noch reichlich Regung. denn keiner kann wie er es schaffen,
Du wirst die Forschung weiter tragen, dass dank der klugen Geisteswaffen
wirst dich mit neuen Studien plagen, die Firmen alle Schlange stehen.
denn Ruhe wird dir nicht behagen. Keiner kann wie er ergründen
Das Stehen ist nun längst passe, und der Droge Wirkstoff finden,
doch länger steht man heut, oh weh, keiner ist so eng verwandt
auch wenn die Straßen ohne Schnee. mit dem Insulinverband
Man hat heut ständig Straßenstau keiner hat so enge Bande
und ärgert sich dabei halb blau. zu der Pharmazie im Lande.
Ich wünsch dir für den Ruhestand, Aber auch in Übersee
genieß das schöne deutsche Land kennt er jeden Studiendreh.
vor allem zum Geburtstagsfest, Auch im großen Weltverband
‘nen riesenlangen Lebensrest, ist er helfend stets zur Hand,
Gesundheit, Glück auch Gottes Segen, prüfen und testen, ausprobieren
Gelenke die sich gut bewegen, welch Wirkstoff nützlich, trefflich sei
ein Herz das fröhlich weiterschlägt und welcher nebenwirkungsfrei.
und tief ins Jahr 2000 trägt. Das tut dem Markolf keiner gleich.
Genieß genüsslich diese Zeit

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Volkmar zum 50 (Radiologe)

Du hast die 50 angeschnitten, Mit nem schlanken Superstent


steht fest drin in des Lebens Mitten, wird das Lumen aufgestemmt.
hat bisher trefflich abgeschnitten Dem Chirurgenfachverband
und niemals echte Not gelitten. stehst du helfend oft zur Hand.
Du hast den Sport aktiv gepflegt, Bei Tumoren, die sehr bluten,
per Rad dich eilends fortbewegt, schließt du mit Katheterhand
denn Kanusport auch lang betrieben, Gefäße in das Tumorland.
der Tenniscour ist dir geblieben, Hast den Tips hier eingeführt,
gut ausstaffiert dein Fitnessraum, ‘ne Verbindung kannuliert,
dort stärkst du Muskeln wie im Traum. transhepatisch zum Portal,
Wie wir reifen ohne Frage, dies bringt Hilfe allemal,
greifen mächtig in die Jahre, die Varizen einzuschränken
selbst im Carus Röntgenhaus. und das Risiko zu senken,
Bist dort Meister deiner Gilde um nicht blutend zu ertränken.
in dem Angio-Reich-Gefilde, Doch du hast noch viele Hobbies
hast hier vieles aufgebaut, ganz voran steht wohl das Haus,
worauf man mit Achtung schaut. dieses baust du ständig aus.
Ein weiteres Jahr hast du vollbracht Bist dort Bauherr, Selbstgestalter,
und über vieles nachgedacht, optimaler Sachverwalter
‘nen neuen Chef hast du bekommen schufst ‘nen Keller für den Wein
und sicher viel dazu gewonnen, fachgerecht aus edlem Stein,
hast dich fürs Klinikum gestreckt der porös, erzeugt die Kühle,
und für das Fach viel aufgeweckt. die den Tropfen edel macht,
Hilfst hier den Kranken, die schwer leiden sodass dann der Gaumen lacht.
und nur noch mühsam vorwärts schreiten. Auch der Garten, fast ein Wunder,
Wenn’s Bein ganz blaß und ach schon kalt, sehr gefällig, immer bunter.
der Thrombus noch nicht ewig alt, Als Gartenkünstler sondergleichen,
ziehst du mit dem Katheter los schuf er ein Gartenreich, gleich Reichen,
befreit den Mann vom schweren Los, darin ein Fischteich mit ‘ner Brücke,
mit Lyse, Saugen oder Trümmern ein Pavillon schließt drauf die Lücke.
wirst du dich um das Leiden kümmern. Freudig treibt ein Rudel Hunde
Lyst für ‘nen guten Lebenszweck hier im Garten seine Runde,
diesen Teufels-Thrombus weg. Katzen schleichen zwischendrein,
Wichtig sind dir die Stenosen lautstark schreit der Papagei
an den Nieren, gleich Phimosen, in der ganzen Viecherei.
die sich hypertonisch zeigen Kommst recht forsch dahergeritten
hier als schweres Krankheitsleiden. auf den allerbesten Schlitten,
Die vermagst du zu kurieren und die größten Wagen, die es gibt,
den Blutdruck normoton zu führen. die hast du immer schon geleast,
Auch den kranken Karotiden, dank deiner Frau, die Werte schafft,
kannst du längst Paroli bieten. sodass im Leben vieles passt.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Dr. Tuan (Radiologe)

Von Fernost kam er her ins Land,


die Wissenschaft als Unterpfand.
Er sollte sich hier graduieren,
fand wenig Zeit zum Amüsieren,
er ging es ruhig, stetig an,
saß ständig an der Arbeit dran.
Er sprach sehr wenig, dachte viel,
die „B“, die war sein Lebensziel.
Er trug zusammen, was vorhanden,
was andere schon vor Jahren fanden,
er prägt Worte neu für mich,
Flussrückwärtsblut gab’s vorher nicht.
Er hat auf recht bescheidene Weise,
asiatisch still in diesem Kreise,
sein Ziel erreicht, es war nicht leicht.
Wir hier im Hause freuen uns mit,
es war fürwahr kein leichter Ritt.
Wir wünschen ihm Erfolg im Leben,
er kann sein Wissen weitergeben,
dass er erworben hier im Land,
wo er CT-Erfahrung fand.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Resümee zur Tagung von H. P.

Man traf sich in den Carus Hallen Der Nasreddin ein Forschergeist
wo Heinrich einst mit Wohlgefallen, ist hin zu Onkoray gereist,
geröntgt, geforscht und auch gelehrt hat Tracer jetzt auch selbst zur Hand
unds Röntgenwissen mit vermehrt. in seinem neuen Forschungsland.
Die Schüler, Freunde kamen alle Er zeigt uns was das PET so kann,
in die gewählte Vortragshalle setzt man es letztlich sinnvoll an
um Heinrichs Leistung hier zu ehren mit uptake value silly sluv
und auch ein Glas mit ihm zu leeren. baut er nun seine Forschung „uff“.
Man ließ das Röntgen neu erstehen Der Steffen hat hier klar vermerkt
und so durch die Jahrzehnte gehen, wie Heinrich mit Kernspin verfährt,
zeigte was in Röntgen hier geschaffen, er hat uns schmunzelnd vorgeführt
wie wunderbare die neuen Waffen wie man den Meister lobend kürt.
wie’s Röntgen völlig sich gewandelt, Die Faltung durch den Tanz gegeben,
dass man nicht mehr mit Filmen handelt, die lockerte das Vortragsleben.
das alles digital geschieht, Die Gabi hat uns demonstriert,
wie fruchtbar heut das Schnittbild blüht wies Kinderröntgen losmarschiert.
Konnt Heinrichs Anteil offenbaren Der Hietschi, der die Daten kennt
in seinen vielen Röntgenjahren, und die Systeme klar benennt
die er mit Erika vollbracht hat uns humorig offenbart,
und die Befunde kurz gemacht. was man mit EDV doch spart,
Der Thomas Kittner konnte zeigen, das man auch speichern, löschen muss,
welch wunderbaren Schnittbildreigen sonst gibt es reichlichen Verdruss.
er dort im Hause nennt sein eigen Der Nonne äußerst Kunst beflissen,
und wie er für das Röntgen brennt erweitert das Museumswissen,
wie einfach die Bewertung ist kann mit dem Schnittbild offenbaren,
wenn man T1, T2 Sequenzen wie tief der Wurm ins Holz gefahren
nach Heinrich Schnellbewertung misst, ob dieser Rembrandt wirklich echt
nur hell und dunkel muss es sein, oder für’ne Fälschung blecht.
das hält uns die Probleme klein. Der Micha konnt den Ausblick wagen,
Der Volkmar im Gefäß zu Haus wie wird’s in künft‘gen Röntgentagen,
baut Interventionelles aus. wie wird die Uni sich entfalten
Er lyst und blockt, hebt Kompressionen und sich das Röntgen hier gestalten,
die in Wirbelkörper wohnen, was uns erwartet, wie es wird
zeigt wie man die Stenosen sprengt und wie man mit der Zukunft flirt.
und so den Blutdruck messbar senkt. Ein Dank an alle, dies vollbracht
und die es gerne auch gemacht.
Ich glaub die Tagung hier im Rund
bleibt lange noch in vieler Mund.

151
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Heinrich zur Professur

Endlich hast du es erreicht,


bist als Profus nun geeicht.
Hurra ruft man, es ist so weit,
du bist von dieser Last befreit.
Der Titel ziert nun deinen Namen,
die mancherorts schon früher kamen.
Er ist Professor und auch Rat,
schafft leider nicht mehr den Spagat,
doch sehr beweglich hier im Haus,
hier bringt er tolle Dinge raus.
Kann vieles noch auf einmal tun,
wie schrecklich, muss er einmal ruhen.
Er braucht die Hektik immer mehr,
bringt ihm nur immer alles her.
Immer ist er hilfsbereit,
immer hat er für dich Zeit.
Er ist ein Meisterangiograph,
vieles schafft er schon im Schlaf.
Er ist äußerst nadelflink,
wenn er in die Arterie dringt.
Schiebt den Katheter ohne Mühe,
ins Hirn, in Herz oder die Lunge
und dieses flugs, mit einem Schwunge.
Seine riesengroße Stärke
sind Kittelflecken, frisch vom Werke,
die als braune große Tupfen
beim Entwickeln auf ihn „trupfen“.
Wer so wie er, von früh bis spät,
sich für das Wohl der Klinik dreht
und tausend Pflichten voll ergreift,
der ist als Profus längst gereift.

152
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Heinrich zum 70 (Radiologe)

Schaust du im Leben heut retour immer warst du dann parat.


und folgst der eigenen Lebensspur, Viel Symposien und Kongresse,
dann sind’s die Eltern die erscheinen, publiziert meist in der Presse,
vergessen längst das erste Weinen, hast du mit vorangebracht.
denkst an deine Kinderjahre, Unvergessen bleibt die Zeit,
die Jugend und Studentenzeit wo du klinikdienstbereit.
und wie du Ute einst gefreit, Die Klinik war dein wahres Leben,
sahst Dresden brennend untergehen hier konntest du dein Inneres geben.
und es auch wieder auferstehen. Es reift der Mensch mit seinen Jahren,
Die Promotion zum Dr. med., gar 70 sind ins Land gefahren,
das Leben einst im Röntgenhaus, die du auf Erden nun vollbracht
das fülltest du in Gänze aus. und die spielend auch gemacht.
Es kamen Pflichten, Leitungsjahre Du schaust zurück, bist auch zufrieden,
und peau a eau die grauen Haare, du konntest viel im Fache bieten,
die Klinik wuchs in dieser Zeit, du hast studiert und graduiert,
die Angio machtest du mit breit, dich wissenschaftlich profiliert,
dann kam alsbald auch der CT, du wurdest dann auch Jungdozent
der US noch Grieß und Schnee, im schlupfaktiven Unterhemd,
die Wende hat es dann vollbracht du hast erreicht, was du erstrebt
und auch den MRT gebracht. und was die Ahnen vorgelebt.
Dies alles hast du mitgestaltet Vier Jahrzehnte wirktest du in den Carushallen,
und dann geleitet und verwaltet. erst im Pathologenhaus, dann im Röntgen
Überall warst du vertreten, drüben,
überall konntest du was geben, damals noch die ganze 9 und die ganze 7.
manches gänzlich neu beleben, Reifer sehen die Menschen aus,
auch der GMR viel geben. die seinerzeit mit dir im Haus,
Hast dort entkrampft, jung und unerfahren hier die Eleven waren.
was stark verkrustet, Die uns das Röntgen beigebracht
wo man verklemmt, sind längst in den Äonen.
gehemmt gehustet. Die Mannschaft, die es heute trägt,
Ja Heinrich tat’s mit Lockerheit hat damals meist noch nicht gelebt.
zur Vor- und der Nachwendezeit. Das Schichten vom Bronchialsystem
Ob in Mainz bei Prüfungsfragen, ließ die CT mit untergehen,
oder bei den Röntgentagen, nur unberührt bleibt das Skelett,
auch im Dresdener Facharztreigen, auch’s Lungenröntgen geht nicht weg.
konntest du dich helfend zeigen. Das Schnittbild heut der große Hit,
Die Verordnung, neu im Röntgen, zeigt uns, obs Innenleben fit.
halfst du hier in Sachsen bänd’gen, Du hast das alles miterlebt,
selbst das Promotionsgeschehen Jahrzehnte haben viel bewegt.
konntest du mit vorwärts drehen. Man glaubt es kaum, er kann auch reisen
Stand ‘ne Wahl des Rektors an, kann in den fernsten Länder speisen,
warst du mit ganz vorne dran, hat Fidel Castro schon besucht
zähltest die Stimmen, die gegeben, und sich in Kapstadt eingebucht,
für das Fakultätenleben und die Levante heimgesucht.
oder gar fürn neuen Rat, Europas Norden mag er lieben,
153
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

da ist er längere Zeit geblieben. und auch den alten biernen Durst.
Genießt du nun den Ruhestand, Die Fette wurden stark gestreckt,
der dir vor Jahren unbekannt? die Kilos alsbald abgespeckt,
Nein, der Heinrich kann nicht ruhen, was wohl dem Herzen dienlich war
muss überall noch etwas tun, und dieses nun schon viele Jahr.
in Radeberg, bei Meisel drüben, Auch Dank des Volkesküchenessen,
die LÄK ist dir geblieben, das hier kalorisch klar bemessen,
auch Nonne kannst du Hilfe bieten, hältst du dich schlank die ganze Zeit,
dem Prüfungswesen-Fachverband hast’s Herz von dieser Last befreit.
reichst du noch immer deine Hand. Mit Tanzen hältst du dich noch jung
Die Weiterbildung in der KAK und drehst dich dort mit vollem Schwung
hängt dir noch an als schwerer Sack, und wirbelst so die Ute rum.
der Strahlenschutz ist noch dein eigen Bei Walzer, Fox, Skeif und Hipp Hopp,
hier kannst du dich als Gönner zeigen. das strenge schon an, das ist ganz flott.
Du kannst nicht Ruhen, musst dich regen, Wirst gar den Onkel Arthur toppen
du solltest doch dein Herze mehr pflegen und spielend hin zur achtzig socken.
und dich auch körperlich bewegen. Neue Freuden bringt das Alter,
Er aß so gerne ab und an, denn du bist Besitzverwalter,
soviel der Mensch nur essen kann. musst das Haus, den Garten pflegen,
Mit welcher Wonne, welcher Gier dich im Swimmingpool bewegen.
aß er einst Wurst, trank er einst Bier. Dein größter Stolz sind deine Knaben,
Im Essen war er schwer zu schlagen, die sich so gut entwickelt haben,
er konnt die größten Bissen wagen, der Uwe folgt des Vaters Schnur
ein Biss, ein Schluck und eins, zwei, drei, zieht medizinisch seine Spur,
du siehst nichts mehr, es ist vorbei. ist immerhin schon med habil,
Mit welcher Freud konnt‘st du speisen, worauf der Vater mächtig stolz,
ein Huhn beim Autofahren zerreißen, er ist ja auch aus seinem Holz.
zerlegtest es mit rechter Hand, Der Arne tuts dem Opa gleich,
die Linke hielt fest den Volant, bestreicht nun das Juristenreich.
vom Schillerplatz bis Carus hin Das Wunderbarste reif im Leben
war bäuchling schon ein Schenkel drin. ist offenbar der Enkelsegen,
Am Kittel konnte man es merken, der kann dir viele Freuden geben.
hier hattest du nicht deine Stärken. Die Helene hält dich jung,
Welch Fehden hat es hier gegeben, Frieda bringt dich voll in Schwung,
in unserem alten Klinikleben. jetzt kannst du erst voll ermessen
Mal nahm er ab, dann wieder zu, was du dereinst wohl vergessen.
dann hatte Hackepeter ruh. Als deine Söhne gleich alt waren,
Wer neu in unsere Klinik kam, bist du zur Klinik hingefahren,
erst seinen Namen dann bekam, hast vieles damals nicht erlebt,
wenn Einstand hier vor Ort gegeben, was dir heut glückhaft zugefegt.
dann ließ es sich erbaulich leben. Wie hat sich unsere Zeit gewandelt,
Der Wohlstandsspeck, der brachte Kummer, wie spielend wird heut hier gehandelt,
fürs Herz war es ‘ne böse Nummer Ruck zuck geht es ins Internet,
die Kilos waren eine Last. man tuts sogar zu Haus im Bett,
Da hast du den Entschluss gefasst, Mit www Google Punkt de
sie zu entsorgen, abzutragen, steht man per Klick schon an der Spree,
das fordert Mut und schweres Plagen. mit Doppelklick in Übersee
Er reduziert Fleisch und Wurst und wenn man will, im Arktisschnee.
154
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Ja auch galaktisch kann es sein, bis in Äonen man entschwirrt.


klickt man sich in die Sterne ein. Drum muss man’s Leben voll genießen
Die Jahre trug dahin der Wind, und jedes Fest auch gut begießen.
man staunt, dass es schon 70 sind, Ein edler Tropfen dir zum Fest,
damit zeigt uns die Lebensuhr, der ölt ein Stück vom Lebensrest,
wie ausgefahren unsere Spur. der dir noch lange sei beschieden,
Gleich was man hofft, fürs letzte Drittel, der dir noch schöne Jahre spendet
der Herrgott gibt dazu die Mittel, und Glück, Gesundheit reichlich sendet.
lässt uns im Zweifel, was nun wird,

Für Heinze zum Jubiläum


Zum 30jährigen Dienstjubiläum von
Herrn Kunsttischlermeister Heinze, Dresden vormals erwählter Kunde war.
Ja, er liebt die schönen Künste,
Drei Jahrzehnte schaffst du schon, nicht die herben Küchendünste,
hier in diesen Hallen, die Musik als Spärenklänge
alles was du hergestellt, und der Messen Hochgesänge,
findet auch Gefallen. fügt zu Bildern Musenton,
Hast das Holz zu Kunst geformt, Wohlbefinden ist der Lohn.
nichts ist dabei vorgenormt, Ja, da kann man relaxieren
wer wie er, das Holz so liebt und die Ganglienzellen spüren,
und es gar in Falten biegt, hier ist einer voll zu Hand,
wer mit Holz so enge verbunden, der mit Musen naherwandt.
täglich mehr als nur 8 Stunden, Mit seinen filigranen Werken
weiß auch, wie man’s spaltet, schält kann er das Wohngefühl verstärken,
und wie man’s nach Jahren zählt, mit so genialer Meisterhand
woraus man Intarsien macht, hier Altes, Edles neu erstand.
die vom Künstler selbst erdacht. Was Fürsten, Adel dereinst liebten,
Er schnitzt und hobelt, bohrt und sägt, kann er der Jetztzeit voll entbieten.
so wird dann das Produkt geprägt, Barock aus Sachsen, traumhaft schön,
das formschön, jedes Herz erfreut, sieht man in diesem Raum entstehen.
ganz gleich zu welcher Jahreszeit. Kommoden, Schränke und Vitrinen,
Ein Holzwurm von besonderer Prägung Sekretäre und Schatullen,
zieht leidenschaftlich in Erwägung, Pulte, die ganz leicht zu rollen
welch Holz für was das Beste sei, und ein Schrank fürs Kabinett,
für Renaissance, auch Spätbarock, letztlich auch fürs Schach ein Brett,
das Holz dazu aus feinstem Stock. alles kann man gar nicht nennen.
Ein Feingeist, der die Kunst so prägt, Auch Beschläge nach Motiven,
die durch das Holz hier neu entsteht. wie man vormals sie besaß,
Wer solche Kunst, die einst dem Adel ließ er fertigen nach Maß.
uns heute, ohne jeden Makel, Wer seine Werke kennt und mag
so prächtig, formschön, neu kreiert und sie auch nutzt hier, Tag für Tag,
und uns den Lebensraum verziert, empfindet dabei Wohlbefinden,
ist großer Meister seiner Zunft, denn sie sind nur begrenzt zu finden.
ja glücklich wer in seiner Gunst, Jedes wohl ein Unikat,
jedes eine Künstlertat,
155
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

überall ist er gefragt. wies so manchem Ossi ging,


Und er hat sich an die Künste, fand er eine neue Bleibe
selbst von Röntgen rangewagt. in der Werkstatt mitten drin.
Seine Kunst ziert große Hallen, Auch ein Hund ist sein Begleiter,
dort, im Grandhotel Berlin schützt die Dame und das Haus
und im Dresdener Maritim. und er füllt auch manche Stunde
Exposes an vielen Orten, voll von seinem Herrchen aus.
überall bekannt geworden. Man wohnt umgrünt, verkehrsbedrängt
Auf den Messen nah und fern und somit lautstark eingeengt.
sah man seine Künste gern. Doch welche edle Nachbarzunft
Doch das Schönste, was er schuf, von Wissenschaft; Kultur und Kunst,
fand wohl meist Privat Behuf. die Kunden meist von Carus drüben,
Ja, er liebt auch die Natur, sind ihm zum Teil noch treu geblieben.
sucht Motive in der Flur, Wir, die wir seine Kunst bewundern
sammelt Bilder die belebt und uns auch voll an ihr erfreuen,
und durch Landschaft meist geprägt. wir wünschen noch erfolgreich Schaffen
Aus der Wohnung fortgewendet, und allzeit weiter gut gedeihen.

156
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Werner (Internist, Chemiker)

Die 7 mal 10 hast du erreicht, sah wo der Vietkong gesiegt,


bis hierher war es doch ganz leicht, wo er den Ami klein gekriegt
die gleiche Zahl noch einmal mehr und was dort noch darniederliegt.
die gibt’s Genom wohl nicht mehr her, Genoss die feuchte Tropenwelt,
doch weitere 10 sind zu erwarten, der Prachtpagoden voller Zier
in deinem munteren Lebensgarten. und auch die Buddharundfiguren
Man möchte sie auch voll genießen waren hier in großer Zahl zu buchen.
und freut sich wie die Enkel sprießen, Flog mehrfach übern großen Teich
man möchte nicht nur im Sessel ruhen, ins alte Indianerreich,
will, wenn es geht, noch Gutes tun, sah vieles in den USA
das Haus den Garten ständig pflegen und war auch schon in Kanada.
und sich noch rüstig fortbewegen, Er musst es mit dem Van durchqueren
will weiter reisen um die Welt, und so sein Geowissen stärken
der Werner hat das nöt’ge Geld, Der Braunbär in den großen Weiten
will Freunde öfter um sich haben, kann sich dort schon ganz hautnah zeigen
berichten von erlebten Taten, Den Lorenzstrom, die großen Seen,
was man gemeinsam einst gemacht die hat er endlich nun gesehen.
und was man auch noch angedacht. In Afrika, die Pyramiden
Heut mit frischem, flotten Schwung auch Marrakesch, Marokkos Charme,
kegeln wir um Werner rum, bereiste er ganz ohne Harm,
wollen ihn feiern, wollen ihn ehren, genau so wie den Nahe Osten
sein erspartes Geld verzehren, hier trug die Wissenschaft die Kosten
wollen auf die Gesundheit trinken Ein Segeltörn im Blauen Meer,
und uns fest mit ihm verbinden, das wünscht er sich, das mag er sehr.
wünschen, dass noch viele Feste Zu eng die heimischen Gewässer,
und dazu auch liebe Gäste die Adria wär da schon besser.
Werners Jahrescheiben preisen Er braucht den Pep, den Segeltörn,
möglich mit ihm gar verreisen, so wie der Hirsch zur Balz ‘s Gehörn.
denn gemeinsam reist sich ’s besser Ja, um die Adria zu kreuzen,
selbst im Adriagewässer. da muss er sich schon stärker schnäuzen,
Der Werner reist so gern und mehr, muss fit sein in Gewässerkunde,
was gibt der Globus denn noch her? sonst darf man nicht zur Segelrunde.
Kaum noch ein Land, das er nicht kennt Muss nautisch sehr beschlagen sein
und wie er immer weiter brennt, und peilt sich ganz perfekt hier ein
noch Neues, Fernes zu erkunden, mit Radarschirm und GPS
vor allem fremde Kontinente, da geht es wohl ganz ohne Stress.
noch reicht dazu die Ossi-Rente. So wie in Storkow dort am See,
Sah Mexiko und die Azteken da kennt er jeden Segeldreh.
und was sie der Kultur gegeben, Die Jahre eilen pfeilgeschwind,
wie sie von Cortez ausgerottet, man staunt, dass es schon 70 sind,
was ewig wohl der Menschheit spottet. dass man auch ohne Carus lebt,
Der Machu Picchu kanns noch zeigen, obwohl man gern dorthin geschwebt,
hoch oben stand der Gottesreigen. dass man der Forschung voll entsagt
In Singapur und Thailand drüben und nicht ob langer Weile klagt.
da ist er kurze Zeit geblieben, Noch scheint dir voll des Lebens Sonne,
157
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

genieß dein Sein in voller Wonne. nicht nur mit trinkbar harten Sachen,
Du hast in deinen Lebensjahren auch Worten, die uns Freude machen.
so manchen Zeitgeist mit erfahren, Hier ist der Werner nicht zu schlagen,
sahst Deutschland siegend untergehen er kann uns das Erlebte sagen
und lange rote Fahnen wehen und jede Reise bildlich malen,
hast dann die Wende miterlebt weis auch Bescheid, was zu bezahlen
und was man alles weggefegt, und wo man wirklich sparen kann,
und was dir Kohl ganz laut versprochen setzt man den Hebel richtig an.
und wie er bald sein Wort gebrochen, Er steht zu Haus jetzt seinen Mann.
wie Schröder uns auch nur gefoppt Kann morgens spürbar länger ruhen,
und sich die Taschen voll gestoppt. brauchst nur noch was gefällt zu tun
Bei Gasprom treibt er seinen Schmaus und kann sich seiner Hobbies freuen
und holt für sich Millionen raus. und plötzlich ist es schon um neun.
Nun ist Frau Merkel erstmals dran, Ist nicht mehr zum Erfolg verpflichtet,
die hebt die Mehrwertsteuer an. sein Leben wird nun neu gerichtet.
Du überdenkst dein Forscherleben, Du musst den Garten mit versorgen,
Forschen war dein Lebensziel, das macht schon Mühe früh am morgen.
du triebst es hurtig wie ein Spiel. Der Werner wohnt in Hangeslage,
Du wolltest, dass Menschen nicht verkalken, das ist fürs Wohnen keine Plage,
wolltest sie recht lange jung erhalten, doch für das Mähen oft ‘ne Frage
hast lang vor dieser Zeit entdeckt, und wer es kennt ‘ne echte Plage.
was in dem Fisch verborgen steckt, Moderne Technik setzt er ein,
Omega dreie fandest du heraus, das macht die Mühen wieder klein.
es ist nicht nur ein Gaumenschmaus, Er will das Biotop erhalten
ist für Gefäße sehr gesund, und farblich den Bereich gestalten,
vermeidet den Arterienschwund. mit Blumen die so herrlich blühen,
Er spaltet die Lipide auf um die sich hier die Bienen mühen.
und prüft so deren Lebenslauf, Man will auch gerne hier verweilen
entdeckt so deren Fehlverhalten, und nicht nur in die Ferne eilen,
sieht was sie krankhaft umgestalten, auch die Bäume brauchen Pflege
wenn sie im Werte sich verändern und auch am Hange hier die Wege,
und der Gefäße Wandung rändern. deshalb ist die Gartenpflege
Ja, Lipide sind sehr wichtig, allerhöchstes Kampfgebot.
wenn die Werte klar und richtig, Er verwaltet und gestaltet,
pathologisch nicht vermehrt, was ihm erblich zu gefallen,
der Metabolus nicht gestört. Häuser mit teils großen Hallen,
Vorbei, dahin das Klinikstreben, stets ist er darauf bedacht,
vorbei ist deine Forschungswelt dass er keine Miesen macht.
und auch die Lehre, die oft gällt. Manche Mieter heutzutage
Die Bindung zu den Carus Hallen sind mitunter auch ‘ne Plage,
ganz sanft wie Herbstesblätter fallen, wenn sie nicht wie vorgegeben
denn fremder wird das Mutter-Haus, ihre Miete pünktlich geben.
ein neuer Geist ist dort zu Haus, Hier steigt die Isolde ein
nein, das ist nicht mehr dein zu Haus. und hält die Probleme klein.
Ja, so ist nun mal das Leben, Er kann den Wintersport nicht meiden,
das uns endlich vorgegeben. wenn nur die Folgen glimpflich bleiben,
Wir wollen unsere Zeit genießen recht jugendlich und ungestüm
und jedes Fest ganz fest begießen, sieht man ihn rasend talwärts ziehen.
158
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

man wünscht ihm Kraft und Stehvermögen


und den Gelenken langes Leben,
denn manches war schon malträtiert
und auch die Niere rupturiert
und trotzdem wird neu anmarschiert.
Werner hält sich geistig fit,
wagt so manchen Geisterritt,
plant und diskutiert mitunter,
bleibt dadurch als letzter munter.
Allem Neuen aufgeschlossen
so wie viele Zeitgenossen,
lernt die Musen noch genießen,
lässt sich mit der Kultur berieseln
und erfreut sich auch daran,
was man noch alles lernen kann.
Sein Pfeifchen schmaucht er mit Bedacht,
wenn auch der Qualm oft Ärger macht.
Isolde muss sich ständig mühen,
um guten Tabak herzuziehen,
damit die Düfte köstlich blühen.
Muss oft den Pfeifensack nachtragen,
sonst gibt es lautes Hinterfragen,
wo denn bloß sein Pfeifzeug sei,
denn Werner hat es nicht dabei.
Lieber Werner, mach so weiter,
bleib so froh und lebensheiter,
ruh dich auf den Erfolgen aus,
pfleg den Garten und das Haus,
putze alles trefflich raus.
Sei deiner Frau nun stets zur Hand,
verwöhne sie und sei sehr galant.
Genieß der Enkel Wohlgedeihen
und lade sie des Öfteren ein.

159
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Isolde zum 70.


Kleinzschachwitz, schöner Wohnverband.
In Rabenau stands Elternhaus, Ach, wie herrlich ist das Leben,
hier trat sie in die Welt hinaus, das uns einmal nur gegeben,
dort wuchs sie auf, ward eingeschult das uns viele Freuden spendet
und hat sich prächtig hoch gespult, und auch schöne Liebe sendet,
wurd MTA bei Carus drüben. das uns Kinderlein beschert
Ja, den Beruf, den muss man lieben, und durch Enkel noch vermehrt,
war im Labor hier voll zu Haus dass die Kinder gut geraten
und suchte sich den Werner raus. und man stolz auf ihre Taten
Der Arbeitsweg zum Carusreich war weit, und die Enkel gleichfalls Klasse
im Winter oft nicht leicht. eben gute Jaroßrasse.
Ein Roller musste deshalb her, Die Zeit verstrich und viele Pflichten
da war der Weg nur halb so schwer. musst sie im Klinikum verrichten,
Ach, ich kann mit gut besinnen, dazu Familie und ein Boot,
als wir noch bei Carus drinnen da kam sie schon in arge Not.
und Frl. Karsch ganz strahlend kam Zumal der Werner Zweitstudent,
und wir Blut vom Sternum nahm, sich noch in die Chemie geklemmt.
was ja schmerzhaft für Patienten, Isolde musste alles tragen,
doch Isolde sehr erfahren nie hört man sie darob klagen,
schon mit ihren jungen Jahren dass dies zuviel und nicht zu schaffen,
war die Chefin vom Labor, sie trug’s charmant mit ihren Waffen.
diesem stand sie lange vor. Es galt auch noch die Mutter pflegen,
Ja, sie kannte all die Zellen, da musste sie sich schon zu bewegen.
die sich dem Betrachter stellen, Mit Liebe hat sie dies vollbracht
die das Blutbild gar verändern und hat es stets auch gern gemacht.
und die Zellkonturen rändern Die Wende, jedermanns Begehr,
und ob stark vermehrt die Blasten die brachte schon Probleme her.
die im Blickfeld sichtbar rasten, Neu aufgefüllt mit Wessibossen,
ob die Leukos linksverschoben die nun den Osten voll genossen
und was krankhaft noch geboten, und sich auf gute Stellen drängten
ob gar Tumorzellen wachsen, und viele Ossis voll versengten.
alles hat sie gleich erkannt, Der Werner hat den Job behalten
immer war sie schnell zur Hand. nun konntet ihr euch voll entfalten,
Werner war Studiosus dort, der Eltern Erbstück neu gestalten,
verweilte gern an diesem Ort, auch bauen dort im Heimatort
in dem Zehner Keller drüben, auf Tante Gretels Erbschaftshort.
konnte dort das Lieben üben. Im Nu entstand ein neues Haus,
Hat Frl. Karsch alsbald gefreit, alsbald zogt ihr dann dort hinaus,
welch wunderbare Liebeszeit. nach Rabenau, wo du geboren
Sie beide liebten das Labor habt ihr das Domizil erkoren,
und standen ihm auch lange vor. in wunderbarer Hangeslage,
In Striesen fanden sie ein Heim wo’s Mähen oftmals schon ‘ne Plage.
bald stellte sich die Heike ein Das Jahr 02 bracht schlechte Kunde.
und kurz darauf die Ulli noch, Die Wasserflut in jeder Munde,
nun war zu klein das Wohnungsloch. die Weisseritz verrückt geworden,
Sie zogen fort zum Elbestrand, zerstört und flutet jene Orten,
160
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

die so am Fluss entlang gewachsen, konnte euch viel bieten.


ein Schreck für Bürger hier in Sachsen. Auch Marrakesch, Marokkos Charme,
Isolde ward auch mit betroffen, nahm euch ganz fest in seinen Arm
der Keller völlig abgesoffen. down under habt ihr voll erlebt
Mit Händefleiß und Mut und Kraft und euch zum Ayers Rock bewegt,
habt ihr die Folgen weggeschafft, Ostasien war der letzte Hit,
denn klug versichert zahlt sich aus, durch Vietnam, Burma ging der Ritt.
der Schaden hier an Hab und Haus. Kein Kontinent ist frei geblieben,
Die Kinder sind schon längst erwachsen nur Grönland wäre noch zu bieten,
und blieben gottlob hier in Sachsen, ihr habt es wohl noch nicht bereist,
sodass die Enkel dich bewegen weil’s viel zu kalt und meist vereist.
und du genießt den Enkelsegen. Ja, auch daheim kann man gut leben
Siehst froh ihr Wachsen und Gedeihen, und sich erholsam fortbewegen.
sie spannen dich auch voll mit ein. Ansonsten gibt es schon zu tun,
Die Bindung zu den Carushallen gewiss man kann jetzt länger ruhen,
sind sanft wie Herbsteslaub gefallen, braucht wenn man will auch gar nichts tun,
verfremdet ist das Mutterhaus, kann morgens frische Brötchen kosten,
ein neuer Geist strahlt von dort aus, man wird als Rentner schon nicht rosten,
drum ist die Welt im Carusreich, dann wär das Boot, das euch erwartet,
euch beiden sicher mehr als gleich. damit man mal ‘ne Rundfahrt startet.
Ihr lebt vergnügt im Ruhestand, Doch Storkow liegt nicht vor der Tür,
genießt das deutsche Einheitsland, da fährt man schon der Stunden vier,
reist um die Welt und fahrt zur See, von Dresden hin und her zurück,
im Winter lockt der Pulverschnee, es ist doch schon ein ganzes Stück.
denn Wintersport scheint euch ein Muss, Dank Werners schnellem, großen Wagen
der Abfahrtslauf ein Hochgenuss, kann man schon speedig manches wagen,
dass dieser auch Gefahren birgt, doch wunderschön ist’s auch zu Haus,
den Werner hats schon abgewürgt. die Pflichten fordern euch heraus.
Dann sind die großen Reisen noch, Der Garten braucht zu allen Zeiten
es gibt kaum ein Hoffnungsloch, ‘ne Dienerschaft, um schön zu bleiben,
das meiste habt ihr schon besucht, dass Blumen bunt, erfrischend blühen,
doch Neues wird hinzu gebucht. dass auch der Rasen kurz gemäht
Der Werner tut‘s auf eigne Faust, und jeder Baum gerade steht.
ist so weit durch die Welt gebraust, Hier ist der Werner schon gefragt,
er kann dabei ganz sparsam reisen, der mit Verschnitt noch äußerst zagt
bei diesen frechen, neuen Preisen. und dich begrenzen Enkelpflichten,
Ihr flogt fern übern großen Teich, die wohl für dich gern zu verrichten.
erforschtet das Kanadierreich. Sie würzen euren Ruhestand,
Ihr habt es mit dem VAN durchquert sie sind der Omi Unterpfand.
und so das Wissen neu gestärkt, Was sollen wir dir alles wünschen?
habt Fauna, Flora pur erlebt Gesundheit und Zufriedenheit
und euch auf Bärenspur bewegt. und ab und an ein neues Kleid
Den Lorenzstrom, die großen Seen, und Enkel schön dosiert zu Gast,
die hat er endlich nun gesehen. damit es Freude, keine Last,
Besuch der Niagarafälle ist stets von Werner oft ‘nen Blumenstrauß,
ein Muss an dieser Stelle. vielleicht führt er dich auch mal aus
In Afrika, die Pyramiden, Ägypten und viel Freude mit dem Haus.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Jan zum Unrunden (Chirurg)

Hat man die siebzig fünf erstritten, da hatte keiner Übermut,


steht man am Rand der Lebensmitten, bei Hauschild, Peiper, Bredt und Schröder
man kommt den Himmel immer näher, und manchen anderen Fachvertreter,
der sendet auch vermehrt schon Späher, erhieltest du das Klinikwissen,
als Zipperlein, als Ischalgie, das alle Ärzte wissen müssen,
als Schmerz ihn Hüfte, Rücken, Knie. um Kranke helfend zu versorgen,
Ja, auch des Schalles flotte Wellen, die voller Schmerzen, voller Sorgen.
die leicht durch Endolymphe schnellen, Die Studiumzeit verstrich im Nu,
die werden träge, störrisch, faul, du promoviertest noch dazu,
sodass die Ströme schwerlich fließen, nachdem dies alles überstanden
die zu den Hirnbezirken stießen, gabs Riesenjubel der Verwandten.
wo man die Töne rezipiert Dann gings nach Görlitz an die Pleiße,
und jeden Klang voll registriert. du konntest Polnisch, gut für Preise,
Schaust du in Leben heut retour kamst nach der Pflicht- und Landarztzeit,
und folgst der eigenen Lebensspur, zur MAD, zum Bildungsstreit,
dann sinds die Eltern, die erscheinen, wo dich der Meister Sprung genormt
und Räckelwitz im Sorbenland, und zum Chirurgen gut geformt.
wo vormals deine Wiege stand, Du hast in diesen Bildungsjahren
wo deine Ahnen schon gelebt, so manches Auf und Ab erfahren,
und einst den Webstuhl flink bewegt, es war nicht immer Sonnenschein,
ein bißchen Ackerbau betrieben als Assistent war man sehr klein,
und auch im Handel sehr gewandt, doch du drangst tief ins Fach hinein,
das hat der Jan noch gut zur Hand. und manche lange Kliniknacht
Doch Jan wollte nicht als Landmann sterben, hast du dann helfend hier verbracht,
er sollte schon was Besseres werden. bist mit Skalpell doch recht geschickt,
Zweisprachig ist er aufgewachsen, den Leiden auf den Pelz gerückt.
wie seinerzeit die Sorben-Sachsen, Du wurdest Facharzt, Chefarzt, Leiter,
die Schule teils im Tschechenland, in Kamenz Krankenhausbetreiber,
wo seine Schwester Heimat fand. hier heiltest du die kranken Leiber,
Nachdem das Abitur bestanden, du hast geholfen, operiert,
da drängten ihn wohl die Verwandten, den Kranken, der hereinmarschiert,
dass er doch möge Doktor werden, der unfallmäßig schwer verletzt,
das sei was Herrliches auf Erden. den Milz und Niere gar zerfetzt
Ja, der Arztberuf der lockte, und auch die Knochen noch gebrochen,
Jan zu Uni Leipzig sockte. so hast du manche lange Nacht
An Leipzigs alter Alma mater, den Menschen Hilfe hier gebracht,
da fand er gute Fachberater, den Knochenbruch verschraubt, fixiert
in diesem Medizintheater, und alles wieder repariert.
so brachte er sein Studium Hast manchen Tumor abgetragen,
mit viel Erfolg in Leipzig rum. und fortgeräumt die Seelenplagen.
Alverdes, Strack und Bauereisen, 3 Jahrzehnte solltest du hier die Klinik leiten,
die gaben’s Rüstzeug für das Reisen musstest dich für’s Krankenhaus mit den
in die ersehnte Klinikwelt, Oberen streiten,
die sich dem cand. med. dann stellt. alles was du hier getan,
Bei Bürger, Wildführ, Übermut für die kranken Seelen
162
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

wird man hier in dieser Stadt, da sahst du viel und’s gab auch Geld,
lange noch erzählen. hast Annerose mit genommen,
Vorbei, dahin die Klinikpflichten, so hat sie Seeblick auch bekommen.
die jetzt die Jüngeren verrichten, Ruhiger wird unser Leben,
denn denen hast du beigebracht, leiser werden unsere Töne,
was man im Fache besser macht. auch das Liebeslustgestöhne
Der Wandel in der Klinikwelt ist nicht mehr wie einst zu hören,
ist heut sehr teuer, kostet Geld. doch nicht gänzlich zu entbehren,
Du hast in deinen Lebensjahren anderes rückt vorne ran.
so manchen Zeitgeist schon erfahren. Schöne Reisen, Wellnesskuren,
Erst wars der Führer mit den Seinen Fernweh lässt sich teuer buchen,
der brachte über uns das Weinen maßlos ist der Überfluss,
und dann die Zeit der Sozialisten, wo liegt heute der Genuss,
die moskauhörig sich lang brüsten der den Menschen Freuden spendet
und dann erklang der Jubelschrei: und nicht nur lukullisch endet.
Wir sind ein Volk, wir sind nun frei! Ja, wir sollten auch bedenken,
Und so hat Kohl sich uns erboten, Askese kann auch Freude schenken,
vertrieb, verbot das Werk der Roten, dies sollten die Beleibten denken,
versprach ein blühend Gartenland, wenn man wie Jan so rank und schlank,
hat er Frau Breul denn nicht gekannt?, zieht man noch lange durch Sorbenland.
die setzt doch alles in den Sand. Lieber Jan, leb gleich so weiter,
Du hast jetzt Zeit, für dich, die deinen, steige auf der Lebensleiter,
kannst mit den Enkeln dich vereinen, mutig zu der achtzig hin,
sie lieben ihren Opapa, jeder Tag bringt neu Gewinn.
denn er ist immer für sie da. Wir wollen mit dir in großen Zügen
Nur schade, dass sie nicht vor Ort, aus kräftig voll gefüllten Krügen
um sie zu sehen, musst du weit fort. auf die Gesundheit fröhlich trinken
Ja, deine Töchter sind dein Stolz, und hoffen, dass der Lebensrest
sie sind aus echtem Bresan-Holz. mit dir uns noch oft feiern lässt.
Ein Dezennium trägst du schon Gemeinsam ist das Reifen schön
den Ruhestand als Alterslohn, beim einvernehmlich gut verstehen.
denkst gerne an die Zeit zurück, Lass Sonne in dein Herz hinein,
die Klinik war dein Lebensglück, das mach die Alltagssorgen klein.
bist stolz auf das was du vollbracht Wenig Sorgen in den Tagen.
und was du alles angedacht die wir noch zu tragen haben,
für Kamenz und fürs Vaterland Concordia mit dem Eheweib,
und den Chirurgenfachverband. für die ganze Lebenszeit.
Ein wenig warst du noch aktiv, Das wünschen dir von Haus zu Haus,
als man dich hin zur Seefahrt rief. die Ulla und der Köhler Klaus
Du zogst als Schiffsarzt um die Welt,

163
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Jurek (Chirurg)

Ein solches Fest braucht viele Feiern, Der Kaiser war zu deiner Zeit
es kamen Gäste selbst aus Bayern. für Deutschland nicht mehr dienstbereit.
Man reiste an aus fern und nah Auch Weimars bunte Republik,
und viele Gäste waren schon da. die machte dann schon nicht mehr mit.
Du hast das Alter längst erreicht, Dann kamen die Braunen, dann die Roten
wo man der Jugend pflichtend weicht, und dann hat Kohl sich uns erboten,
wo man den Ruhestand genießt, versprach ein blühend Gartenland,
wo auch noch etwas Hoffnung sprießt, hat er Frau Breul denn nicht gekannt?
dass Herbstes Wärme dich umgibt Und nun regiert das Vaterland
und dich dein Weib noch herzlich liebt, Herrn Schröders SPD Verband.
dass dich der Freundeskreis noch schätzt Obwohl bei Carus lang geführt,
und man sich oft zusammensetzt, bist du zum Western hin marschiert.
dass man die ferne Welt bereist War es das Geld, das dich so lockte,
und gern gourmethaft super speist. dass man so schnell von Hinnen sockte?
Schaust du im Leben heut retour Du hast in diesen Wessijahren
und folgst der eigenen Lebensspur, gehobenen Wohlstand schon erfahren.
dann sinds die Eltern die erscheinen, Du hast gespürt, dass der bestimmt,
erinnerst dich an’s erste Weinen der dort das meiste Geld gewinnt.
und sicher an die erste Liebe So schien auch manches nicht vom Besten,
und die Probleme mit dem Triebe, obwohl es doch der goldne Westen.
an dein Schul und Kinderzeit, Als dann der Ruhestand erschien,
das alles ist so fern und weit. wolltest du nicht mehr nach Dresden ziehen.
Bald kam der Krieg mit allen Nöten, Er, der Geselligkeit geschätzt
du sahst das Grauen und das Töten, hat sich aufs Land dann abgesetzt,
der Heimatort, wo du geboren, hat nun ein Haus am Waldessaum,
ging durch den Weltkrieg 2 verloren. genießt die Gottesfrohnatur
Warst Fremder dann im eignen Land, und zieht am Mittag seine Spur
denn Schlesien wurde Polenland, durch Wald und Feld in Lindthals Flur.
die alle Deutschen dann vertrieben, Ein Mensch, der diese Welt durchschritten
nur wenige sind dort geblieben. hat ganz beachtlich abgeschnitten,
Das waren Familien die von Nöten, hat mit dem Leben nie gehadert,
bei denen warst du eingespannt. obwohl er schon dabei geradert,
Hast dort gelebt und auch gelitten die Niere futsch, der Magem weg,
und dich für’s Deutschtum gar gestritten. der Kehlkopf krank, ein böser Schreck,
Hast dort gedient und auch studiert wie schnell ist da ein Stimmband weg.
und bist nach Deutschland dann marschiert, Ja, er hat reichlich viel geraucht,
so kamst du wieder heim, zurück die Lunge fast in Teer getaucht,
und nun begann dein Lebensglück. was sicher auch den Larynx schlaucht.
Hast freiend die Kristin befreit, Obwohl er dieses wissen muss
den Skoda für ein Hochzeitskleid raucht er so fort mit viel Genuss.
Hast dir Kristin hierher geholt. Viel Kurzweil bot manch Abendstunde
Ja, was hat denn dir dein Leben mit Speiß und Trank in Jureksrunde,
in den 70 Jahren gegeben? die meist gewürzt mit Lebenskunde,
die Jurekt uns dann offerierte
und oft das Zwerchfell attackierte.
164
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Ein Meter wurde doppelt lang, doch sicher wars nicht immer leicht,
die Maus groß wie ein Küchenschrank. der Zeitgeist hat sich oft gewandelt,
Der Führergruß nach zwei Promille du hast stets fleißig mit gehandelt.
erklang oft laut in Trankesfülle Warst immer oben, vorne dran,
und dann kam mancher an die Wand, das ist ganz typisch für’nen Mann,
der sich als Freund gar abgewandt. der aktiv sich hier fortbewegt
Kalaschnikow war oft bereit und nicht nur in den Tag rein lebt.
und maulgebraucht zu jeder Zeit. Der führen und auch leiten will,
Du hast die 70 gut erreicht, der ist nicht faul und steht nicht still.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Jürgen zum 65.

Als du in diese Welt geboren, mit Bindern Pferde vorne dran,


schien Weltkrieg zwei noch nicht verloren, in Garben Puppen aufgestellt,
im Kriegsjahr drei kamst du zur Welt gradlinig über jedes Feld.
die meisten Väter fern im Feld, Und dann in Fudern heimgefahren,
noch meldete man deutsches Siegen, gebanselt dann im Scheunenrund,
doch hörte man schon Bomber fliegen. das gab schon Schweiß gar manche Stund.
Die Brawag öfter Bombenziel, Zur Winterzeit wurd‘s dann gedroschen
da spürte man, dass Krieg kein Spiel. und Korn danach zu Mehl gemacht,
Als Spätlings-Sohn von Anhalt Sachsen, das Stroh den Tieren zugedacht.
hier eingeschult und aufgewachsen, Nur der kann diesen Fleiß ermessen,
der Scholle nicht so sehr verbunden, der dort gewirkt und mit gegessen.
die deine Ahnen hier gefunden, Das sollte nicht dein Schicksal sein.
der Bauernfleiß und reiches Leben Die Technik hat dich interessiert,
ward zwar im Wiegenbett gegeben, drum bist auch dorthin marschiert.
ein Bauernsohn nach Vätersitte Du wolltest mehr, wolltest studieren
tritt in des Vaters Spur und Mitte. und dein Talent auch ausprobieren.
Der Landmann, der die Scholle pflegt, Doch dieses war so einfach nicht,
sodass sie gute Ernte trägt, Großbauernsohn und noch studieren,
ward hoch geehrt im deutschen Land. da musste man schon recht jonglieren,
Er war des Volkes Unterpfand, doch dein Betrieb nahm dich zur Hand,
er hat die Menschen voll ernährt er hat dann alles dirigiert
und zu der Heimat sich bekehrt. und dich zum Studium delegiert,
Doch Landmann wolltest du nicht werden, was du erfolgreich abgeschlossen,
wer soll des Vaters Hof denn erben, warst besser als die Kampfgenossen.
der Zeitgeist machte es dir leicht Hast dich bewährt, warst hoch geschätzt,
durch den Kollektivierungsstreich. man dich vorne dran gesetzt.
Die LPG ward zwanggegeben, Das Schönste, was dir widerfahren,
vorbei das Einzelbauernleben. war Margit in den besten Jahren,
Der Zwang war schwer für deinen Vater, die dich umsorgt und herzt und liebt,
es hasste das Polittheater. dir wunderbare Stunden gibt,
Weil man ihm Hof und Ehre nahm, die dich auch sehr geschmackvoll kleidet
das spürten Bauern schon als Scham. und Gaumenfreuden zubereitet,
Du wolltest nicht wie ‘n Bauer leben die allerfeinsten Kuchen bäckt,
und heute sieht man, ist dein Leben der äußerst köstlich, bestens schmeckt,
doch ganz zufrieden dir gegeben. mit dir auch durch die Lande reist
Der Bauern harte Müh und Plag und gern auch mal woanders speist.
und dieses immer, Tag für Tag. Doch einfach war es anfangs nicht,
Kein Feiertag mag’s liebe Vieh, die Fahne wollte dein Gesicht,
sie brauchen Futter Stund um Stund, sodass das Zueinanderfinden
nur dann wächst Fleisch gar Pfund um Pfund und sich ganz innig zu verbinden
und rinnt die Milch voll aus dem Euter durch Trennung nicht ganz einfach war
und Hühner füllen Nester weiter. und dieses mehr als nur ein Jahr.
Du kennst ihn noch den Bauernfleiß, Du hast in deinen Lebensjahren
wo auch die Sommer noch sehr heiß, verschiedenen Zeitgeist schon erfahren,
wo das Getreide noch gemäht, als Kind den braunen Hitlerkrieg
166
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

und dann den Alliiertensieg Die eingespielten Dividenden


und lange Zeit die Welt der Roten ließ man durch Reisen stets verenden,
und dann hat Kohle sich uns erboten, genoss was man im Spiel erbracht,
der brachte Adel, Banken wieder, was Freude immerzu gemacht.
mit Raffgier kamen sie hernieder Doch heute ist man faul geworden,
und zogen viel in ihr Gefieder, man hockt zu Haus an seinen Orten,
was wir erschaffen und gebaut. reist nicht mehr mit der Rommekasse,
Bevor wir das Geschehen begriffen, vielleicht gibt es zu wenig Nasse,
war was von Wert schon abgegriffen. vielleicht läst ’s der Beruf nicht zu,
Wie wird der Jubilar gesehen, zumindest herrsch hier lang schon Ruh.
wie sieht man ihn durchs Leben gehen? Jürgen, ruhig und bedacht,
Exakt, genau, ja fast penibel, wurde zu’nem Fan gemacht,
pflegt er den Garten, was kein Übel, reist zu jedem Biathlon,
der Präzision ganz voll ergeben spornt selbst noch die Margit an.
schon durch Beruf und Arbeitsleben. Immerfort nach Oberhof,
Er kann sich schwer von Dingen trennen, ist das nicht ein bisschen doof?
die wir vielleicht schon wertlos nennen, Jürgen hat in doch zu frühen Jahren
von alten Schrauben, Haken, Ösen, arges Herzleid erfahren,
kann er sich nur ganz schwerlich lösen, die Chirurgen, sehr geschickt,
er hebt sie auf, recht gut sortiert, haben es zurecht gerückt,
verpackt in Schachteln, Dosen, Kisten, haben ihm auch Mut gegeben
den Inhalt namentlich noch listen. für ein frohes Liebesleben,
Die Margit würd‘ sie gern entsorgen, sodass er heut zufrieden lebt,
doch Jürgen braucht sie gar schon morgen, mit ‘nem Bypass in dem Herzen
drum lass ihn weiter Dinge horten. kann er wandern, lieben, scherzen,
Ruhig nett und auch bescheiden, hat die Manneskraft zurück,
jeder mag ihm drum gern leiden, ja, das nennt man Lebensglück.
setzt dich nicht durch quatschen matt, Lieber Jürgen, dir zum Feste
weshalb man ihn auch gerne hat. Glück, Gesundheit Gottes Segen,
Doch greift man ihn gar ärgernd an, Gelenke die sich gut bewegen,
wehrt er sich wie’n deutscher Mann. ein Herz das fröhlich weiterschlägt
In euerer netten Freundesrunde und weit ins Jahr 2000 trägt,
gibt’s manche heiße Rommestunde, das wünschen dir von Haus zu Haus,
gepaart mit leckerem Gaumenschmaus, die Ulla und der Köhler Klaus.
der fällt recht unterschiedlich aus.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Thomas K. (Radiologe)

Thomas, strammer Sohn der Sachsen, scheint mir, die ihm gut gefällt.
hier eingeschult und aufgewachsen. Wir wünschen dir auf deiner Spur
In Freital kam er einst zur Welt, alsbald ne Röntgenprofessur
wo’s Elternhaus ganz gut gestellt. und hier für jede gute Tat
Dort wuchs er auf, dort wurd er kühn, ein vivat, crescat, floriat
da sah man seine Jugend blühen. und privat ein gut gedeihen,
Die Besten einst zu seiner Zeit, für deine Kinder, die noch klein.
die waren für’s Ausland voll bereit. Der Sohn tritt bald ins Leben ein,
Kyrillisch, das ihm schon bekannt, noch ist er embryonisch klein.
sprach er dann im Bulgarenland. Nun trittst du in den Chefarztstand
So war der Anfang sicher schwer und bist honorig hier im Land,
im fremden Medizinerheer. muss dich um deine Mannen Sorgen
Nachdem das Physikum bestanden, und immer Mut und Hoffnung borgen.
gings glückhaft heim zu den Verwandten. Der Forschung warst du voll ergeben,
Bei Carus hat er absolviert und ich glaub es liegt dir auch, das Streben.
sofort dann auch promoviert, Du wolltest zeigen und ergründen,
war Assistent, Facharzt, OA was ist im Tumorlauf zu finden,
und stieg herauf die Wissensleiter. wenn man ihn different bestrahlt.
Es zog ihn in die Staaten fort Die Technik war dir hier zur Hand,
zum weltbekannte Forschungsort, gebündelt wie kaum wo im Land.
doch glückhaft kam er ja auch wieder Ja, das Milieu das hier gegeben,
und folgte seinem Forschungsfieber. ist wichtig für das Tumorleben.
Er gehört noch zu den Recken, Du hast dich hier fest eingegraben
die sich quer durch’s Röntgen strecken, und sammeltest alle wichtigen Daten.
die das alte noch erlernt, Mit Imagefusion war zu zeigen,
die die Nadel voll beherrschen wie sich Tumoren doch so beugen,
Herz und Lunge und Gelenke, wenn kombiniert gut therapiert.
Magen, Darm und die Gefäße, Wenn sich denn das Milieu verhält
hier brilliert Katheterkunst, wenn hier die Therapie gestellt,
ach, und erst die Schnittbildwelt das muss der Thomas uns noch sagen,
sonst werden wir bald hinterfragen

168
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Manne zum 70.

Du hast die 70 nun vollbracht, Doch plötzlich brach das Land entzwei,
nicht schlecht gelebt, geliebt, gelacht, der schwarzen Seelen Jubelschrei
hast dich gebildet und studiert brach manches Menschenglück entzwei,
und allsobald auch promoviert, negierte was man hier vollbracht
bist mutig stets voranmarschiert. und für die Wissenschaft gemacht,
Sehr lange war die Erdenwelt sie jagten alle jene fort,
für dich ein heiles Erdenzelt. die sich bemüht, bekannt vor Ort.
Wie herrlich war die Jugendzeit, Der Kehraus lockte Wessis her,
als du die Moni einst gefreit, die bilden heut das Hochschulheer,
Die Lehre und das Studium, das in der Leitung Ossileer.
die boten dir ein Fluidum, Der Zeitgeist deiner Lebenswelt
den Freiraum für ‘ne eigene Welt, sich doch sehr different verhält.
beim Rudern hast du dich gequält Die Braunen wüteten in Sachsen,
und deine Muskeln hart gestählt. als du als Kind hier aufgewachsen,
Und wie bescheiden du gewesen, du sahst das Sterben hier im Land
der gern die Klassiker gelesen, und auch wie Dresden niedergebrannt,
warst als Komparse hier im Land erlebtest dann die Siegermacht
den Musen liebend zugewandt, und was sie aus dem Land gemacht.
wurd’st Doktor an der Alma mater Es wurde hier sozial, gerecht,
und alsbald auch Familienvater zugleich auch Wodka arg gezecht,
und euer ganz privates Glück, auch Bildung bot man den Proleten,
das brachte dir die Moni mit. was stark belächelt und argwöhnt,
Schaust du an diesem Tag zurück, beim Studium wurde dann gestöhnt.
so überwiegt das Erdenglück. Ein neuer Zeitgeist kam ins Land,
Ein trüber Schmerz war schon dabei, hat Kunst, Kultur hier breit gespannt.
doch davon ist kaum einer frei. Für jedermann war nun zu haben,
Am schwersten war der Tochter Tod, was früher nur der Reichen gaben.
da spürte man die Lebensnot, Die Männer, die aus Eichenholz,
den Schmerz, der tief im Herzen verlieren selten ihren Stolz,
und diese Wunde bleibt bestehen, die bleiben aufrecht, kämpfen weiter
doch vieles andere wird vergehen. und tragen’s sichtbar, offen, heiter,
Familienkreis und Freundesbande, wenn innerlich auch arg verprellt
Berufserfüllung voll im Lande, und hochschulseitig kalt gestellt.
die zählten zu dem Wohlbefinden. Ja, heut regiert das Einheitsland
Mit Umsicht und mit Sachverstand die Dresdner und die Deutsche Bank.
warst du bei List hier lang zu Hand. Sie führen hier die Marionetten,
Du hast in Deinem Hochschulleben die tun als ob sie’s Sagen hätten,
der Alma mater Kraft gegeben, ganz gleich wer die Regierung leitet,
sehr ausgewogen und bedacht der wird vom Kapital geleitet,
hast du hier viel vorangebracht. denn das bestimmt, was hier geschieht,
Du warst geschätzt, gefragt, begehrt, wie stark die Industrie erblüht
hast leidenschaftlich gern gelehrt, und was man gern ins Ausland gibt,
den Wissensschatz dort mit vermehrt. weil der Gewinn ganz vorn rangiert.
Da dort die Kosten winzig klein,
fährt man so Großgewinne ein.
169
Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Du bist ein Mann solider Prägung, sieht man euch in die Datsche ziehen,
ziehst Wenn und Aber in Erwägung, das Gartenhaus in Bergießhübel
hast dir ‘ne neue Welt gebaut, gefällt uns gut, ist ja nicht übel.
auf die die Industrie schon schaut. Dort wachsen Bäume voller Pracht
Heut nutzt du die Computerwelt, und haben alles dicht gemacht,
stellt’s fest wie rationell das Feld, drum musst du lichten, Bäume fällen,
das du hier prüfst und auch ergründest, dann gibt es wieder helle Stellen.
siehst wo sich noch ein Euro findet, Des öfteren habt ihr schon gedacht,
den man grad noch ersparen kann, ob man noch lange weiter macht,
geht man noch effektiver ran. ob man es noch erhalten kann,
Du nutzt den Laptop zum Vergnügen, die Preise ziehen jährlich an.
kannst richtig mit dem Flugzeug fliegen, Man wird auch reifer mit den Jahren,
sitzt gern im Cockpit, der gefällt, die Rente zwingt uns auch zu sparen,
fliegst mit dem Airbus um die Welt wollt gerne noch ein bisschen reisen
und übst sehr oft das Starten, Landen, und ab und an genüsslich speisen.
dabei geht mancher Flug zu schanden. Die Jahre trug dahin der Wind,
Obwohl du längst im Ruhestand, man staunt, das es schon 70 sind,
geht dir das Schaffen leicht zur Hand, damit zeigt uns die Lebensuhr
man freut sich, dass man noch gebraucht, wie ausgefahren unsere Spur.
wenn‘s Reisen auch ein bisschen schlaucht. Gleich was man hofft für’s letzte Drittel,
Ja man genießt die Extramärker, der Herrgott gibt dazu die Mittel,
die machen im Gefühl uns stärker, lässt uns im Zweifel, was noch wird,
erlauben manchen Urlaubstrip, bis in Äonen man entschwirrt.
dadurch hält man sich länger fit. Noch ist es lange nicht so weit,
Uns wird ein Drittel nur gewährt ich wünsche dir noch recht viel Zeit
vom dem der Westprofessor zehrt, um schöne Dinge zu genießen,
der im Vergleich nichts eingezahlt die deine Lebenswelt versüßen.
und so als ein Beamter prahlt. Es wünschen dir zum Jubelfest
Ja, Ossis sind nicht zu beneiden ‘nen riesenlangen Lebensrest
im Bundesdeutschen Einheitszeiten. mit bestem Gruß von Haus zu Haus
Im Sommer, wenn die Blumen blühen, die Ulla und der Köhler Klaus

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Michael L. (Radiologe)

Dresden war vakant geworden, Wohl der Erste mit im Land


denn der Profus hier vor orten von dem MRT – Verband,
schritt schon in den Ruhestand der Signale stärken wollte,
und genießt das Sachsenland. Gadolinium fand man raus,
Viele hatten sich beworben baut Signale prächtig aus.
hier in Sachsen bei den Sorben, Er hat das Magnevist probiert,
28 gar von drüben! war es noch nicht voll arriviert,
Kann man denn den Osten lieben? hats für die Zukunft propagiert.
Sind die nicht zurückgeblieben, Er hat die Zeit selbst miterlebt
die im Lande hier verblieben? und letztlich sogar mitgeprägt,
Kann man nach dem Osten reisen, die durch das MRT gegeben,
weis man denn, wie die dort speisen? im neuen, tollen Schnittbildleben.
Gibt es denn dort auch Kultur? Zwanzig Jahre sind fast her,
hörte man in Wendejahren heute weiß man’s schon nicht mehr,
doch so manchen Wessi fragen. dass er’s erstmals applizierte
Tauscht den Neckar mit der Elbe, und damit nach vorn marschierte.
sicher ist das nicht dasselbe, Dann von Felix aus Berlin
doch die Stadt kulturgeprägt sah man ihn mit Clausen ziehen,
hat er dies gut abgewägt? hin zum schönen Neckarstrand
Ob man oder ob man nicht in das reiche Schwabenland.
dort die Zelte niederbricht? Wo er röntgte, forschte, lehrte
Leipzig war der erste Schritt und den Wissensschatz vermehrte
in dem Ordinarienritt. und auch seine Titel mehrte,
Und es folgte noch ‘ne Runde, konnte in dem Schnittbildreigen
München lockte, welche Kunde, seine Forschungstaten zeigen,
wo man sich erbieten konnte, was Enhancement letztlich schafft,
und als Chef auch gern sonnte, wenn die Diagnose klafft,
wenn die Herren der Juroren ob die Milz systembefallen,
einen dafür auserkoren. ob die Darmwand infiltriert
Jene Stelle sehr begehrt oder fistelinfiziert.
wo der Gerhard einst gelehrt. MRC hilft gleichfalls weiter
Auch bei Carus hier in Sachsen auf der Diagnostikleiter,
ist das Röntgen stark gewachsen, Gradientenechos, Haste-Sequenzen,
well equipped und gut trainiert, können vieles hier ergänzen.
ist man hier voranmarschiert. Dies konnte er uns offenbaren,
Hier hat er den Ruf erhalten, erfolgreich schon seit vielen Jahren.
kann nun sein Talent entfalten Er nutzt verschiedene Kernsequenzen
in der Röntgen-Schnittbildwelt, und lässt sie durch den Körper sensen.
die sich ihm als Leiter stellt. Mit RARE und HASTE sekundenschnell,
Michael hat in den Jahren hat er Befunde rasch zu Stell.
schon die Röntgenwelt erfahren. Der Micha spielt mit den Sequenzen
In Berlin im Virchowhaus und lässt sich dabei nicht bremsen.
zog er in die Forschung aus. Er bringt Befunde winzig klein,
als Leidensträger sichtbar ein.
Selbst auf der virtuellen Leiter
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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

spielt er genüsslich, mutig weiter. der Menschen operieren kann,


Mit Surface- ,Volum-Rendering Chirurgen, die bewundert man.
schaut er in Darmes Lumen rin. Doch er ist Dunkelmann geworden,
Kann man nicht die Internisten, kann jede Menge Filme horten,
die so endoskopisch nisten, kann Daten digital verwalten
letztlich aus dem Darm vertreiben? und räumlich vieles neu gestalten.
Dem Röntgenvolk in Dresden, Sachsen, Sein Lebenstraum sind seine Frauen,
ist nun ein Neuer zugewachsen, die auch das Glück zu Hause bauen,
man hört es an der Sprache schon, die ihn auch fordern, dringlich brauchen,
es ist kein echter Sachsensohn. bleibt da noch Zeit, auch mal zu rauchen?
Er kommt von fern, Nordrhein-Westfalen, Ich glaub, er scheint das Land zu lieben,
wo sprachlich sie ganz anders malen, was ihm die Sachsen hier entbieten.
wo man so trefflich hochdeutsch spricht Das Ambiente dieser Stadt,
und nicht die Silben so vermischt das Flair, Kultur und Künste hat,
und auch kein nu und nee benutzt durch Fluss und Hügel schön gestaltet,
und auch dem Deutschen Slang voll trutzt. das muss ein Mensch ganz einfach lieben,
In Düsseldorf am schönen Rhein selbst wenn er weit vom Westen drüben.
da trat er in das Leben ein. Viel Gesundheit, Lebensglück,
Bestand auch dort das Abitur, immer festen Röntgenschritt.
das Studium folgte auf der Spur. Lass so wie bislang in Sachsen,
Er sollte wie sein Vater werden, das Röntgen kräftig weiter wachsen.
ein großer Arzt auf Gottes Erden,

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Jubiläum der Radiologenpraxis

Nonne, braver Sohn der Sachsen, bei Carus bist du nicht geblieben.
hier eingeschult und aufgewachsen, Du bist den Künsten sehr ergeben
anfangs wohl durch Vaters Hand als wunderbarer Teil vom Leben,
der Technikwelt recht zugewandt. warst mit den Größen deiner Zeit
Doch alsbald hat er festgestellt, sehr oft zu einem Plausch bereit.
die Medizin wär meine Welt, Matz Griebel hast du sehr geschätzt,
man wird geschätzt und auch geehrt, manch Bier getrunken, auch geschwätzt.
trägt stolz den weißen Kittel, Von Dresdens Bildungsmutterhaus
bekommt Beziehung und auch Mittel. zogst du dann hier nach Freital raus,
Doch mit dem Technikabitur wolltest wie die Reichen besser Leben,
stoppt die Bewerbung die Quästur. dafür dein ganzes Wissen geben.
Er muss das Abitur erweitern, Der Nonne, der das Schöne liebt,
um in Latein ja nicht zu scheitern, auch gern in Dresden wohnen blieb,
dies tut er gleich, mit vollem Fleiß, schätzt neben der modernen Kunst
nun ist er für das Studium heiß. auch wunderbaren Küchendunst.
Zur Humboldt Uni in Berlin, Ist wie er sagt ein Meisterkoch
sah man ihn morgens emsig ziehen, und dieses Hobby pflegt er noch,
hier lernte er das Basiswissen, Gourmetgestylt ist seine Küche,
das alle Ärzte wissen müssen. wo allerfeinste Duftgerüche
Skelett und Muskeln, Leitungsbahnen sich hier in diesen Raum verbreiten,
und vieles Neue, kaum zu ahnen, die gab es nicht zu unseren Zeiten.
selbst Nervenkerne winzig klein, Den Loup de Mere kann er bereiten,
gehörten zu dem Wissensschrein. in Thymian und Salz einkleiden.
Das Physikum sehr bald bestanden, Er ist nicht nur ein Schnittbildass,
wonach wir ihn bei Carus fanden. versteht auch was vom Rebenfass,
Die Studienzeit verflog im Nu. ein Sommelier vom Freitalwein,
Bei Carus bist du stark gewachsen die hier in Pesterwitz gedeihen,
wie mancher Arzt im Land der Sachsen. Goldriesling soll ein guter sein.
Hast diplo- und auch promoviert Betreibt in Freital Röntgenkunst,
und bist ins Röntgen losmarschiert. verschwunden dort der Hüttendunst,
Du tratest in diese Strahlenwelt, das Stahlwerk wie so viel im Osten,
als Schnittbildleben schon bestellt, ist längst nicht mehr auf seinem Posten.
die Angio digital geworden. Well equipped mit den Verfahren,
Hast auch das MRT erlebt höchst modern in heutgen Tagen,
und hier manch Neues mit bewegt, Multislice Schnelldreh-CT,
hast hier gewichtet und geflippt, im Hinterhand zwei MRT,
an manchem Acronym genippt, auch die Therapieverfahren
du schätztest das Magnetenfeld übt er hier in all den Jahren.
und nutztest die Gradientenwelt Herr Pollack steht ihm hier zur Hand,
mit BOLD und perfusionsgewichtet den er als Mitbesitzer fand.
wurd mancher Hirnherd früh gesichtet Hochwasser brachte schlimme Schrecken,
und Wissenschaft daraus gedichtet es füllte aller Kellerecken
und auf Kongressen stolz berichtet. und schwemmte das Archiv hinaus.
Du wurdest Facharzt, Oberarzt, War das der Röntgenfilme aus?
hast dich dem Schnittbild fest verschrieben, Herr Pollack war für die Moderne,
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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

er baute PACS im Hause aus alles tat er sehr bedacht.


und digital wurd’s Röntgenhaus. Auch ein Chalet am Ostseestrand
Die Qualität wird hochgeschätzt, in Ahrenshoop im Darßer Land
ihr habt euch selbst das Ziel gesetzt, hat er schon lang in seiner Hand.
seid, wie im Hause jeder spürt, Neben seinem Großbesitz,
für teueres Geld zertifiziert. den er klug mit anderen teilt,
Das Röntgen schien euch hier zu klein, hat er sein privates Leben
drum nahmt ihr Dipps schnell noch mit rein. mustergültig eingeteilt.
Auchs Mammascreening ward gebunden, Ein wunderbares Eheweib
Frau Prasser pflegt hier das Befunden. zum schönen Liebeszeitvertreib
Vieles kann hier Nonne bieten, bracht ihm den tollen Kinderreigen,
Heinrich auch als Helfer mieten. mit dem kann er sich glänzend zeigen.
Nonne zählt heut zu den Großen, Großmütter sorgen um die Kleinen
well gedressed von Boss die Hosen, und halten alles hier im Reinen,
Musenfreund von vielem Schönen, pflegen rundherum das Ambiente.
Bildersammler zum Verwöhnen, Lieber Nonne, make so weiter
mit den Geistern unserer Zeit auf der schönen Lebensleiter,
hat er viel Gemeinsamkeit. 10 Jahre liefen schnell dahin
Wohnt in Dresdens schöner Lage, mit Fach- und Lebenszugewinn,
Jugendstil, ganz ohne Frage, du hast es alles klug bedacht
sei die Villa, die sein eigen. und wie man sieht, sehr gut gemacht.
Mir mocht er sie noch nicht zeigen. Für jede neue Kliniktat,
Nonne hat es weit gebracht, ein Vivat, Crescat, Floriat.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Frau L. (Tanzlehrererin)

Dein Dresden hast du nie verlassen ein Kreuzschritt und ein voller Dreh
hier konntest du die Bildung fassen ein voller Kreis, ein ganzer Reigen
verbrachtest Kinder - Jugenjahre kann uns schon Lebensfreude zeigen.
erworb’st auch hier das Abitur Ein Sonnenschein der Wärme spendet
und deine Liebe zur Natur Und diese auch zu anderen sendet
Geweckt durch deiner Eltern Garten Hilft denen die im reiferen Leben
wollst du zur Gärtnerin hin starten Sich nicht mehr emsig fortbewegen
empfandest Sinn für alles Schöne, Zuerst mit formen, modellieren,
fürs Blühen, werden der Natur da konnte sich mancher ausprobieren,
und das was grünt in Gottesflur hier formt sie mit geschickter Hand
Schaut man im Leben heut retour was mittels Töpferscheib entstand
und folgt der eigenen Lebensspur, und heiß im Ofen dann gebrannt
dann sinds die Eltern die erscheinen, an dem die Menschen Freude hatten
vergessen ist das erste Weinen, auch wenn es nicht so toll geraten
denkst an die Schul und Jugendzeit Hat man die 60 angeschnitten
und wie dich Klaus dereinst gefreit Steht man fest in der Lebensmitten
und an das schöne Mutterglück, man hat im Leben viel gesehen
ja daran denkt man gern zurück. kann voll auf seinen Posten stehen
Der Haushalt füllte dich voll aus man hat geliebt und auch gelitten
vier Männer gibt’s bei dir zu Haus, sich selten mit den Mann gestritten
da gab es keine Langeweile ist vier Dezennien glücksvereint
und vieles machtest du in Eile. und hat aus Kummer kaum geweint
Die Musen traten in dein Haus Sitzt selber gerne am Volant,
und füllten mit dein Leben aus gibt’s Steuer ungern aus der Hand
Der Tanz als Lebenselixier Geniest jetzt voll den Enkelsegen,
den pflegst du nun schon lange hier. der bringt Bewegung in ihr Leben,
Gibst Freude jenen in der Reife der tanzt mit ihr so manchen Reigen
vertreibst so manche Gliedersteife, hier kann sie sich als Gönner zeigen.
den Tanzen soll als ein Teil vom Leben Ist freundlich, offen, sehr charmant
der reiferen Jugend Freude geben. Den Worten immer zugewandt
Wir die noch neu in dieser Runde Sie sprich und plaudert gern mit jedem,
genießen die Bewegungsstunde, das hilft die Menschverbindung heben.
die du so wundervoll uns bietest. Sechs Jahrzehnte wirkt sie schon
Ein Dos a dos, ein pas de deux, hier auf Gottes Erden
und sie wird es weiter tun
für das Wohl der Erben.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für Bodo (Gynäkologe)

Bodo lebt gesund, bewusst, Vielleicht wirst du im häuslich Leben


vermeidet Speck und zuviel Frust. erneut Gemüsezüchtung pflegen,
Genießt alltäglich die Natur, wirst straff auch deinen Hund dressieren,
zieht mit den Hunden seine Spur, der Maxi wird wohl nichts passieren.
begrüßt die Nachbarn nebenan Sie hat das Alter doch erreicht,
und hält auch mal bei Ede an. wo man das Gnadenbrot erschleicht.
Ein Schwätzchen hier in allen Ehren Wogegen Rex, in besten Jahren,
ist sicher niemand zu verwehren. muss Herrchens strenge Hand erfahren,
Ein weiteres Jahr verstrich im Wind, damit er Jagdhundpflicht erfüllt
ganz klar, dass wir die Alten sind. und nicht zu ungestüm und wild
Die Ruhe prägt nun unser Leben, sich in dem Jagdrevier bewegt
man braucht nicht mehr fürs Fach zu streben, und Niederwild gar selbst erlegt.
kann morgens nun auch länger ruhen Die Jagd als große Leidenschaft
braucht nur noch, was beliebt zu tun. hat Bodo lange schon erfasst,
Du, der Triebkraft stets gewesen, sodass er nachts im Wald verbringt,
wirst ruhiger in deinem Wesen. das Wild beäugt und niederringt.
Zur Praxis sagst du einfach: quitt, Er hegt und pflegt auch ab und an,
ich höre auf, mach nicht mehr mit. legt seinen teuren Ballermann
Du hast in deinen Klinikjahren auf Hirsch und Reh und Schweine an
viel Leid und manches Glück erfahren, und es dann aufbricht, wenn erlegt
hast hier in Dresden aufgebaut, und ganze Stücke so zersägt,
worauf man heut noch immer schaut. dass es in Ingrids Truhe passt,
Patienten werden dich vermissen, die eine ganze Menge fasst.
du warst für sie auch Ruhekissen, Sie kann es schmackhaft zubereiten,
die gut behandelt, wohl betreut, wir lassen ’s durch den Gaumen gleiten.
das brauchen kranke Menschenleut. So schön ist das Seniorenleben,
Nun fehlt für sie Geborgenheit dass uns ja einmal nur gegeben.
in dieser kalten, neuen Zeit. Entscheidend, was man daraus macht
Wir wünschen dir nur gute Jahre und auch zufrieden drüber lacht.
und den Erhalt der letzten Haare.

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Freunde, Kollegen und Wegbegleiter

Für C. W. (Maler)

Der Meister hat mit zarter Hand


das Köpfchen aufs Papier gebannt.
Ganz elegant und federleicht,
hat er hier die Natur geeicht.
Bringt strahlend helle Kinderaugen,
die sich so voll ins Leben saugen,
die Glück verkünden, da zufrieden,
dies kann uns hier der Meister bieten.
Welch Genius, der dies so vollbringt
und in der Menschen Herzen dringt,
zum Staunen den Betrachter zwingt.
Was er im Kuppelrund vollbracht
und was er sich da ausgedacht,
die Frauenkirch so zu gestalten,
als wäre es noch von den Alten,
erhöht die Andacht und Erbauung,
denn wundervoll ist die Beschauung
von Hoffnung und Barmherzigkeit,
dies tragen die Apostel breit.
Noch dauern wird’s in hundert Jahren,
die Menschen werden stets erfahren,
was die Gemälde uns hier sagen,
die dieser Meister hier vollbracht
und was er sich dabei gedacht.

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Klinik

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Klinik

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Klinik

Röntgen

Ein alter Menschheitstraum wurd wahr X-Strahlen hat er sie genannt


Den man schon träumt seit tausend Jahr, und war auf alles sehr gespannt.
ins Menschen Innere zu sehen Er fands durch Zufall wie er sagte,
um Krankes leichter zu erspähen wenn man ihn nach den Zielen fragte,
Herr Wilhelm Conrad hat’s vollbracht er nutzte was die andern fanden
und hat uns transparent gemacht. und hab’s am Anfang nicht verstanden,
Er forschte mit Kathodenstrahlen, waren meine Sinne nicht mehr gut
fand das sie Körperschatten malen. und war es gar ein Geisterspuk,
Verschlossen, ruhig und bescheiden er prüfte, forschte hatte Zweifel,
war er zu allen Lebenszeiten, vielleicht vernarrt ihn gar der „Deibel“
ja selbst beim großen Nobelfeste Er sah die Knochen seiner Hand
war er beim Reden nicht der Beste. und die Gelenke im Verband.
Die großen Geister jener Zeit Er hat damit den Traum erfüllt,
die forschten mit den gleichen Strahlen den Menschen der in Fleisch gehüllt
um zu ergründen und zu klären wird transparent bis auf die Knochen,
was mag die Fluoreszenz uns lehren. er hält den Strahl im Bilde fest
Das Leuchten und das Fluoreszieren und sieht somit den Menschenrest.
das muss er gänzlich ausprobieren, Er zeigt uns wie der Knochen steht,
warum der Strahl die Wand durchdringt wenn fakturiert und gar verdreht,
und Licht in Fotoschichten bringt, wie stark die Lunge schon befallen
Er will es wissen, wills erfahren, und wie viel Steine in den Gallen,
was diese Strahlen offenbaren ob unsere Niere noch gesund
er sah, es muss was Neues sein oder schon Filiae kugelrund
und brachte nun das X hinein. sich gar als Tumorherde zeigen
Ein Lob ein Dank an jenen Geist
den man heut Megaforscher heißt.

Röntgen-Filmautomat

Ein Film, der Menschenschicksal trägt, was jeder Film der gut belichtet,
wir nicht mehr mit der Hand bewegt, für die Befundung uns berichtet.
benötigt keine Dunkelmaus, die ihn Der Film der liebevoll behandelt,
entwickelt und fixiert und mit ’nen hat seinen Lauf nun voll gewandelt,
Namen noch verziert. wird nicht mehr von der zarten Hand
Dank Kodak Tageslichtsystem, in einen Rahmen eingespannt,
kann man schon nach Sekunden sehen, Die Walzen drücken ihn jetzt platt,
und schieben ihn an handes statt
durch den Entwickler, das Fixier
so läuft er trocken ins Revier.

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Klinik

1995

Schaut man zurück im alten Jahr, Bei Kernspins werkt man in 2 Schichten
das rückbetrachtend friedlich war, Muss nachts den Notfall noch verrichten,
muss man doch dies und das erwähnen, doch Hoffnungssterne leuchten hell
man knirschte oft schon mit den Zähnen, und zeigen schon die neue Stelle
weil ja nicht alles spielend lief, wo man den neuen installiert,
gar manches ging dabei schon schief. der künftig unsere Klinik ziert,
Doch sagen wir was gut gelaufen, dann wird man mit den RARE-Sequenzen
da braucht man nicht die Haare raufen, flugseilig durch den Körper sensen,
da kann man stolz die Stimme heben dann wird die „BOLD-Sequenz“ uns lehren,
in unseren täglich’ Arbeitsleben. lässt sich das Hirn hier noch ernähren,
Die Rettungsstelle ist geworden, das apoplektisch arg betroffen
man wirkt dort selbst an vielen Orten, und ob wir gar auf Heilung hoffen.
nicht nur an dem Spiral-CT, Auch angiographisch waren wir wacker
auch weiter oben im Op. Und glätteten Gefäßesacker,
Die ITS die ruft nach uns, braucht der innen rau und eingeengt
täglich unsere Röntgenkunst, und störend so den Blutstrom hemmt.
weil man ja sofort muss Man lyst die Thromben, dehnt Stenosen,
wie ausgedehnt ist der Erguß, verödet reichlich Varikosen,
ob der Katheter richtig liegt, setzt Shunts im Portastromgebiet,
das und noch mehr damit das Blut zur Leber zieht.
kann’s Röntgen bieten. Blockt Aneurysmen zentral oben,
Die Schnittbildkunst ist sehr gefragt, die, kann man sie nicht völlig wenden,
hier ist meist viel zu kurz der Tag des Menschen Schicksal schnell beenden.
Dies alles und noch vieles mehr
gibt diese Mannschaft letztlich her.

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Klinik

Für Mathias S. (Radiologe)

Du hast ein Röntgen aufgebaut, kannst wieselflink den Rumpf umrunden


worauf man hier im Lande schaut. und eilig durch Gefäße hasten,
Ach, du röntgst so gerne Busen, und auch den kleinsten Herd ertasten,
die versteckt so hinter Blusen kannst emsig mit der Software spielen
voll des Weibes Hülle ziert und virtuell im Körper wühlen,
und den Mann auch oft verführt. denn volume, surface rendering
Er ist ein Meister dieser Zunft, bringt doch beachtlich Zugewinn.
betreibt die Kunst mit viel Vernunft. Du ziehst nun mit der Uni gleich,
Das Zentrum für des Weibes Brust, zumindest im Schnittbildbereich.
zeigt sich hier ganz selbstbewusst, Der 16-Zeiler hohe Klasse,
man schätzt ihn sehr bei uns in Dresden, der 64 iger höchste Rasse,
denn was er tut ist sehr erlesen. ja 16 Schnitte mit ‘nem Dreh,
Du hast ’nen Fachmann hier zur Hand, da jubelts Herz und ruft juchhe.
der operiert höchst anerkannt. Vermagst nun Krankes früh entdecken
Baschouri ist ein wahrer Könner, und bessere Heilungschancen wecken.
er bringt es hier auf einen Nenner Herr Schreiber ist darauf bedacht,
und macht es auch kosmetisch gut das stets das Beste wird vollbracht.
und gibt dadurch den Frauen Mut. Er selbst ist dafür ein Garant,
Mit Umsicht und mit Sachverstand auch hoch geschätzt im Röntgenstand.
erweiterst du den Röntgenstand, Zertifiziert ist’s Zentrum nun,
bist hier vor Ort ganz toll „equipped“ das ist beachtlich und bringt Ruhm.
und so ins vordere Glied gerückt. Das nötigt Achtung schon heraus
Mehrzeiler ist der letzte Hit, fürs Röntgen hier im Krankenhaus
wer ihn besitzt, mischt vorne mit, Für jede weitere neue Tat
du scannst den Mensch in Subsekunden, ein vivat, crescat, floriat.

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Klinik

Einweihung neuer Röntgengeräte 1994 Ende der Strahlenkonferenz im Haus 9

Wieder ist es mal so weit, es ist Übergabezeit. Man trifft sich heut zum letzten Mal
Carus wächst und reift von innen, in diesem öden Kellersaal.
Altes stirbt und geht von hinnen. Der Mittwochmorgen bleibt nun leer,
Nun bei Gmy und Ruppi drüben denn keiner zeigt Befunde mehr
kann man am Modernsten üben, von Kranken die Befunde tragen
was das Röntgen bieten kann und über Tumorleiden klagen.
für den braven Röntgenmann. Fast zwei Jahrzehnte war der Raum
Es wächst die Röntgenqualität, geeignet für ’nen Morgentraum,
mit jedem neuen Großgerät. für jene, die noch müde waren,
Es lässt sich senken, heben, kippen, war dieses Dunkel ein Behagen,
schiebt dann das Kind zentriert zur Mitten. sie ließen ihre Seele gleiten
Man tut dies hier „remote controlled“, in ihre morgens Arbeitszeiten.
sitzt fernt am Pult im Nebenraum,
und es geschieht fast wie im Traum.
Die Wände neu, die Räume hell, Neuroradiologie - Ende
man ist hier liebend gern zur Stell.
Ganz automatisch alle Daten, Lange Jahre saßen wir
sodass die Filme gut geraten. hier in diesem Keller,
Ich wünsche in den neuen Hallen, haben euch was vorgeführt,
ein Schaffen nur mit Wohlgefallen. danach ward ihr heller,
doch die Zeit ist nun vorbei,
wir sind nun entbunden,
denn es ward ein neuer Mann,
hier für euch gefunden.

184
Klinik

Medizin 1993

Die Medizin schritt kühn voran,


mit Conrad Röntgen fing es an.
Er ist der Radiologenvater,
mit ihm begann der Strahlenkater.
Er ließ die Röhren konstruieren,
aus den’ die Strahlen rausmarschieren,
die schmerzlos durch den Körper dringen
und die Organe bildhaft zwingen
aufs vorgegebenen Silberblatt,
das man dann zur Befundung hat
Fast runde 70 blieb es so,
wie es von Röntgen vorgegeben,
dann ändert’ sich das Röntgenleben.
Mit Hounsfield ging es sprunghaft weiter
auf unsrer Diagnostikleiter.
Der alte Traum der Medizin,
der konnte nun ganz voll erblühen..
Man kann mit dem CT erkennen
und es korrekt bei Namen nennen,
was krank im Hirn und in der Leber,
und ob schon Metastasengeber
im Körper gar gestreut vorhanden,
ob Blut, Tumoren, Kontusionen
in dem erkrankten Körper wohnen.
Nachdem die neuen Bildverfahren
so ganz rasant ins Land gefahren,
wie US und die CT, da lockt von fern
die MRT, erweitert unser Basiswissen,
sodass wir einen haben müssen.
Purcell, Bloch und Lauterbur,
schufen zwar die Basis nur.
Philipps hat’s dann angewendet
und der Medizin gespendet,
dieses Kenspinbildverfahren.
Man muss ganz anders jetzt befunden,
muss die Sequenzen sorgsam wichten
und gute Bilder zu errichten
kann nun das Myelon erkunden
und vieles im Gehirn befunden.

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Klinik

Für Frau K. (MTR)

Die Kütte ist ein Kind der Sachsen, ist telemäßig zu verschicken,
im Backbereich warm aufgewachsen, man braucht nur auf die Maus zu klicken.
hier eingeschult und dageblieben, Hast von der Pieke auf gedient
sie zog es nie nach Westen drüben. und weist was sich im Röntgen ziemt,
Sie hat das Roentgen sich gewählt du hast dein ganzes Arbeitsleben
weil es zu jenen Pflichten zählt, dem Röntgen hier im Haus gegeben.
womit man Menschen helfen kann, Du hast die 60 nun erstritten,
stellt man sich recht geschickt nur an. trittst an den Rand der Lebensmitten,
Der Dunkelkammer längst entschwunden verlässt auf Wunsch das Röntgenhaus
an die du anfangs fest gebunden. entfaltest voll nun dein zu Haus
Im Raume fünf der alten sieben wirst dich um die Mutter Sorgen
da konntest du ‘s Entwickeln üben. und dir dafür auch Hoffnung borgen,
die Kittel oft Fixier befleckt wirst ihr den Lebensabend schönen
entwicklerbräunig bunt gescheckt, und hörst dabei auch oft ihr Stöhnen.
die wurden samstags eingeweicht Du schaust an diesem Tag zurück
und dadurch wieder hell gebleicht. und überdenkst dein Lebensglück,
Nicht jeder Film war gut belichtet, was hat das Röntgen dir gegeben
was Kütte schon im Dunkeln sichtet, in deinem langen Arbeitsleben.
dann wurde fleißig abgeschwächt, 5 Chefs hast du hier miterlebt
so war der Film dann wieder recht. und sahst was jeder so bewegt.
Sie weiß wie’s Röntgen früher war, Hast Heinrich Fritz noch selbst gekannt
wie schwierig einst der Comber gar. und Oberelse vom Verband
Die überkippte Halbaxiale und durch Frau Köhler viele Jahre
versuchte man schon viele male. erhielst du erste graue Haare
Vorbei dahin Clementschitsch, Mayer, Du warst bescheiden, hielst dich klein,
wer übt den Rhese –Goalwin noch, trat’st nie ins Rampenlich hinein,
für die Eleven meist ein Joch. du wolltest nie die Leitung haben,
Ja selbst die Kneise Schober-Pfütze, trotz deiner Leistung, deiner Taten.
war diagnostisch einst ‘ne Stütze. Ja deine Umsicht dein Geschick,
Die Neune und die Sieben drüben, die waren für’s Röntgen hier ein Glück.
die sind uns nur zum Teil geblieben, ‘s Fixiergeld hast du gut verwaltet
sie waren unser Mutterhaus und’s Weihnachtsfest so voll gestaltet.
heut strahlen dort Nuklide raus. Und zum Beginn der Faschingszeit
Heut weiß man was nur Kurzbestand, stellst du Pfannkuchen stets bereit,
was man damals so prächtig fand. die Heinrich dann mit Senf gefüllt,
Vorbei die alte Röntgenzeit, wer drauf biss hat dann laut gebrüllt.
sie trägt heut schick ein Schnittbildkleid, Zu loben dein Finanzgebahren
ist digital verknüpft verbunden in all den langen Klinikjahren.
und an den Monitor gebunden Exakt, korrekt zum geht nicht mehr,
das Lachen fiel dir manchmal schwer.
Die leise, stille Barbara
war nie für Kompromisse da.

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Klinik

Für Frau M. (Chefsekretärin)

Zufrieden läuft ihr Leben weiter, Fern dahin Befundeschreiben,


sie klettert selbst die Bildungsleiter Tagespflicht in alten Zeiten.
immer fleißig noch nach oben, Man sieht die Klinik nur noch selten
dieser Fleiß ist hoch zu loben, auch wenig ist noch zu vermelden,
keine Ruhe, keine Zeit, was uns berührt, was uns betrifft.
immer wacker, tatbereit. Neue Streiter schauen raus
Frankohpon und frankophil, bauen es ganz anders aus.
deshalb ist ihr Reiseziel Auch Frau Dänhard ist gegangen,
öfter auch das Franzenland, selbst der Hartmut schied nun aus,
wo sie gute Freunde fand, drüben aus dem Neuner Haus.
will sich sprachlich auch fundieren Ja das alles ist passe
und den Sprachklang aufpolieren. und für uns nun alter Schnee.
Ordnung herrscht bei ihr im Haus, Wirst weiter deine Hobbies pflegen,
nur der Mann dehnt sich sehr aus, das Orgelmanual bewegen
stapelt Bücher am Spinett, zu deiner Kirchgemeinde Segen.
dieses findet sie nicht nett, Wirst deine Stimme weiter leihen
hindert‘s doch ihr musisch Walten den Chorgesang zu manchen Weihen,
und ihr künstlerisch Gestalten. wirst Neues tun und Altes pflegen
Er nur, kann sich frei entfalten, auch Unterricht sogar noch geben
im Computerkabinett an Schüler die in späten Tagen
direkt neben ihren Bett. sich noch an das Klavier ran wagen,
Nur noch selbstgewählte Pflichten was äußerst mühesam, wie man weis,
sieht man sie mit Freud verrichten. ja alles hat so seinen Preis.
Ganz der Musse hingegeben Trotz des ersehnten Ruhestand,
diese prägt auch voll ihr Leben. sind freie Stunden kaum zur Hand,
weil tausend selbsterwählte Pflichten
den Tagesablauf zeiteng dichten.

187
Klinik

Für Frau O. (Röntgenaufnahme)

Betritts du diese Röntgenwelt


bist du auf dich alleingestellt,
du fühlst dich klein kannst faßt verzagen
du musst dich melden, dich befragen.
Frau Opitz schmückt die Eingangspforte
hier tritt man ein, wenn man vor Orte
fürs Röntgen einen Freischein hat.
Sie hilft dir, sagt wo das CT, ob einfach
oder der mit Dreh, wo’s Lungenröntgen sich befindet,
wo man die Brüste untersucht
und wie man die Termine bucht.
Patienten klagen, währst zu lang,
sie sind in Sorge, wohl auch krank,
kann man es denn nicht heute machen
ein Brustbefund ist nicht zum Lachen.
Frau Opitz leitet schon die Pforte
an diesen schönen Röntgenorte
so lange wie kaum einer hier,
sie ist bekannt und kennt sich aus
und nicht nur hier im Röntgenhaus.
Sie hat vier Chefs hier überlebt,
Patientenströme z klug bewegt,
doch ihre Zeit läuft alsbald aus
dann geht sie aus dem Röntgenhaus.

188
Klinik

Für Frau P. (MTR)

Hat man die 50 angeschnitten nur ab und an siehts tröstlich aus


wird auf die Mitte zu geritten und mancher geht geheilt nach Haus
weiß was das Leben kann und will Weitere Jahre röntgst du nun
und hält noch lange hier nicht still. menschliche Gebeine,
Hat schon ein schönes Stück vollbracht selbst mit dem CT-Gerät
und hat es, denk ich gut gemacht, kamst du schnell ins Reine.
erfreust ob der Kindersegen Fühlst mit deiner Klientel
und ihr erfolgreich Fortbewegen, deren Schmerzen, Leiden
bist mit dem Manne voll zu frieden, und kannst durch dein Frohgemut
er kann dir frisches Wildbrett bieten, Hoffnung mit verbreiten.
hat auch dein Haus mit aufgepoppt Dienst in diesem Hause hier
und Urlaubs wird weit fortgelockt. wohl schon mit am längsten
Die Kinder lassen euch allein als es NVA noch war
und bleiben gern allein daheim. war es wohl am engsten.
Viel später steigen Enkel ein, Sicher war der Arbeitsplatz
die werden euch dann gern begleiten, in den alten Zeiten
doch dies folgt in den Reifezeiten. und man musste keine Not
Noch stehst du voll in Saft und Kraft, vormals hier erleiden.
bei Helios wird noch voll geschafft, Lang noch soll dein Schaffen hier
röntgst, scannst fortan die Menschenleiber, diesen Raum begleiten
doch die Befunde sind nicht heiter, und du sollst den Menschen hier
das Klientel in diesen Hallen findet die oft voller Sorgen
nur selten Wohlgefallen, mit der Tätigkeit im Haus
Optimismus borgen.
Das wünscht hier im Röntgenhaus,
dein alter Chef der Köhler Klaus

Für Frau S. (Sekretärin)

Immer fröhlich in der Runde


tippt sie hier die Arztbefunde
und das Röntgen noch dazu,
immer Hektik, niemals Ruh.
Auch das Ambulanzgeschehen
hilft sie hier mit vorwärts drehen.
Mit viel Umsicht und bedacht
wird hier alles schnell vollbracht.
Selbst wenn hier der Bandsalat
nur Gestammel brachte,
staunt man noch wie wunderbar,
sie daraus was machte.

189
Klinik

Frühstück Für Frau B. (Strahlentherapie)

Frühstück in der neuen Runde Immer freundlich immer nett,


Scheint für uns aus gutem Grunde äußerlich, charmant und adrett,
Nicht so einfach wie gedacht, sorgst du dich um deine Kranken
da die Zeit uns Beine macht. die hier zur Bestrahlung wanken,
So ein Teechen zwischen drein voller Angst und voller Sorgen
Greift in den Betrieb nicht ein fragen sie was wird denn morgen
Drängt uns nicht vom Bildschirm fort, können denn die schlimmen Strahlen
so dass man, kaum unterbrochen lindern meine Krankheitsqualen?
mal ein Kännchen schnell kann kochen Denen gibst du Hoffnung Mut
und es zwischendurch mit trinkt ach wie gut das ihnen tut.
so die Zeit auch niederringt.
Würden wir den Raum verlassen
Und woanders Kaffee fassen Für Frau H. (MTR Strahlentherapie)
Wär dies zeitlich unbequem
Und der Klinikfluss blieb stehen. Ach sie liebt das Kugelschieben,
. doch auch dafür muss man üben,
muss sich stärken, braucht auch Schwung
Für Frau K. zum Geburtstag und dann fallen alle um.
Doch wenn viel zu wenig fallen,
Die Zeit bracht Freude in das Haus findest dies kein Wohlgefallen,
Und füllte ‘s Kinderzimmer aus. mürrisch ist der Montag dann,
Welch Freude für den Herrn PAPA dies spürt auch der Nebenmann.
Dass nun die Anni endlich da. Hier in den Humainebereich
Inzwischen läuft sie froh und munter strahlt sie ganz exakt, geeicht
und macht das Leben wirklich bunter, um den Tumor zu zerstören
bewegt der Eltern Alltagsleben, und die Hoffnung zu vermehren
versteht hier Freude voll zu geben. bei dem Kranken hier im Raum
Verstrichen ist das Mutterjahr, und es wächst der Lebensbaum.
das auch für uns nicht einfach war,
wie gut, dass wir dich wieder haben
wir brauchen deine Röntgentaten,
du bist im Röntgen ja zu Haus
und füllst hier jede Lücke aus.
Liebevoll und pflichtbewußt,
gehst du hier zu Werke,
Umsicht und auch Mitgefühl
sind ja dein Stärke.
Die Patienten schätzen dich
und auch die Kollegen,
denn dein Fleiß und dein Pflicht
lassen dich bewegen, für das Krankenklientel
und für deren Segen.,

190
Klinik

Heimfahrt im November Für Herrn Dr. D. (Strahlentherapeut)

Das Tagwerk ist getan, vollbracht, Hurra die 40 sind erklommen


man hat ’ne Menge heut gemacht, er tat es leichthin, doch besonnen
will schnell nach Hause, steht im Stau hat nun im Leben das erreicht
und ärgert sich schon grün und blau was sich erfolgreich jeden zeigt.
ob derer die in Lücken springen Hat eine Praxis, eine Frau, 4 Autos
und sich so schneller vorwärts ringen, und ist klug und schlau.
dich dabei hart zum Bremsen zwingen. Er ist ganz stolz auf seinen Sohn
Man wartet, überdenkt’s Gemachte es ist des Lebens schönster Lohn,
und jenes, was noch nicht vollbrachte. der groß inzwischen, fast erwachsen
Rückt zwischenzeitlich etwas weiter, lebt in Berlin und nicht in Sachsen.
sieht wie der Wind die Blätter trägt Ein Meister seiner Strahlenzunft,
und flugs in alle Ecken fegt. bestrahlt Tumoren mit Vernunft,
Beim nächsten Schub könnt es gelingen, denn nur im Radiologenleben
das Kreuzungsgrün mit zu bezwingen. darf man nach harten Strahlen streben,
Die Lebenszeit, die rinnt dahin, kann Elektronen, bündeln, richten
das Warten verspielt den Lebenssinn. und die Tumoren voll vernichten.
Jetzt bin ich übern Schillerplatz, Bestrahlt von außen und von innen
die Brücke ist ein Kinderspiel um Tumorleiden zu bezwingen.
und schwups bin ich daheim, am Ziel. Fraktioniert und protrahiert,
gibt wenn nötig Wärme ran,
strengst sich täglich, stündlich an.
Niemals sieht man ihn gar ruhen
er will alles sofort tun.
Aktiv, beweglich hoch agil,
und immer hektisch, sehr mobil.
Zungenfertig fließen Worte
wohlgesetzt in einem forte
Er ist Meister flotter Sprüche,
geht verbal niemals in die Brüche
redet manchen an die Wand
lobt sehr gern ‘s Berliner Land.
Schnelle Autos, Zigaretten
können’s Leben schon verwetten
besser wäre mäßig sein,
kürz das Rauchen, stell’s gar ein.
Strahle hier erfolgreich weiter
bleibe stets des Haus’s Betreiber
baue deine Praxis aus, kill den Tumor
hier im Hau.

191
Klinik

Für Prof. E. zum 70. (Radioonkologe)

Vom Schlesierland, dereinst geboren, Bei Hauschild, Übermuth und Schröder


sind deine Eltern bald verzogen, und manchen anderen Fachvertreter
zurück ins Reich nach Anhalt Sachsen, erhieltst du dann das Klinikwissen,
dort bist du nur ein Stück gewachsen, das alle Ärzte wissen müssen,
dann ging’s in’ Pleißenland herrüber um Kranke heilend zu versorgen,
dort schien es dir noch besser, lieber die voller Schmerzen, voller Sorgen.
hier wurdest du dann auch erwachsen Du zogst nach Aue, bliebst in Sachsen,
wie alle Menschen hier in Sachsen. dort bist du ärztlich auch gewachsen.
Der Krieg mit seinen Bombenschrecken, Das Beste was dir widerfahren
da hieß es Kinder gut verstecken, war deine Frau in jungen Jahren.
zurück nach Anhalt hin nach Köthen Die vormals Auer Klinikzeit
in Obhut von den Opapa erbot dir manche Liebesfreude
da waren die Bomben nicht so nah hast dort dein Eheweib gefunden
wie in der großen Pleißestadt und dich auf Lebenszeit gebunden.
wo es viel Industrien gab. Grad heut nach soviel Lebensjahren
Der Vater fiel fürs Vaterland, kannst du Renate offenbaren,
so hast du ihn nur kurz gekannt. das du die Stunden nie bereut
Nachdem der Krieg verloren war, nach 40 Jahre Zweisamkeit.
war nur noch Schutt und Trümmer da Gebar die Kinder zwischendrin,
und Hunger, Elend, schlimme Not fürs Eheglück ein Zugewinn,
die Mannesjugend meistens tot. hat deren Werden gut gelenkt
Die Mütter waren männerlos, und Mutterliebe stets geschenkt
das war ein schlimmes Wittwenlos. Das Röntgen hat dich interessiert
Es galt die Kinder zu versorgen, drum bist her zum Fritz marschiert,
von wem war Hoffnung, Geld zu borgen? hier galt es Wissen zu erwerben
Zur Stunde null warst du g’rad acht um zu verhindern, dass sie sterben,
die Mutter hat euch groß gebracht. die Menschen die an Tumor krank,
Nach dem das Abitur bestanden die Strahlenkunst war eine Bank.
in Leipzigs Schul-Thomaner- Banden, Du wurdest Forscher, Hochschullehrer
zogst du zu Leipzigs Alma mater und für Studenten der Bekehrer,
erhieltest dort Basiswissen, in Dresdens Onko-Strahlenwelt.
das alle Ärzte haben müssen. Nachdem du dann habil geworden,
für einen guten Medikus. berief man dich zu den Halloren,
Das Basiswissen war nicht leicht dort ging der Röntgenboss verloren.
du hast das Ziel sehr gut erreicht. Ruhig und auch sehr bedacht
Synapsen und auch Rheobasen hast du diesen Job gemacht,
die sollten durch den Kopf nun rasen doch sein liebes Eheweib
auch Nervenkerne winzig klein war zum Umzug kaum bereit
gehörten zu den Wissensschrein. deshalb bist du heimgekehrt
Alverdes, Strack und Bauereisen hast die Therapie gestärkt
die boten ‘s Rüstzeug für das Reisen bis zur deutschen Wendezeit,
in die ersehnte Klinikwelt dann begann ‘ne andere Zeit.
die sich in Leipzig dir gestellt. So wie nach deutschen Väterbrauch
war Pflicht für dich ein Hauseskauf.
Du bist nun Haus -Besitzverwalter
192
Klinik

doch dies bringt Mühen auch im Alter des Reisens ist man noch nicht satt
dazu stell’n sich noch Leiden ein Sommers in der Urlaubszeit
und diese können lästig sein. zieht ihr los und reist sehr weit
Doch dein Bemühen ist zu loben zieht per pedes unbestritten
hier wird nichts weg und aufgeschoben, durch das Land der Dolomiten.
ein hartes Training Tag für Tag Berge hoch und Berge runter
hilft lindern diese Leidensplage. diese macht euch froh und munter
Früh in erster Morgenstunde letztlich der Gesundheit wegen
radelst du so manche Stunde nutz ihr dieses Fortbewegen.
in die Heide frisch hinaus Du reist, du liest, genießt Kultur,
und dann geht’s zurück ins Haus. beäugst der Kinder Lebensspur,
Drei Jahrzehnt wirktest du hier in Carus hallen genießt den Herbst in deinen Leben,
und das Wirken hier im Haus hat dir auch der möglichst voller süßer Reben,
gefallen. die reift gepresst als Sonnenschein
Heute in der Einheitszeit vom Winzer dir als guter Wein,
trägt mancher Mensch ein anderes Kleid. die Lebenstage froh bescheren
Die Uniwelt hast du verlassen und so dein Wohlbefinden mehren.
dies war für viele nicht zu fassen Ein Hoch für das Geburtstagskind
Hier in der Humaine oben für Rentner weht ein härterer Wind,
ist dein Schaffen nur zu loben Ich wünsch dir für den Ruhestand
hast die Strahlen etabliert genieß das schöne Deutsche Land
die heut diese Klinik ziert, nimm auch ein gutes Buch zur Hand
Du hast das Alter nun erreicht genießt die Klänge der Musik, die
wo man der Jugend pflichtend weicht, wohl ein Teil vom Lebensglück,
wo man geruhsam rückwärts schaut verwöhn’ dein liebes Eheweib
auf das was man so aufgebaut, in eueren Liebeszeitvertreib.
wo man noch manche Träume hat

193
Klinik

Für Herrn Dr. M. (Onkologe)

Drei Dinge sind dem Mann im Leben


als echte Pflichten aufgegeben,
ein Haus zu bauen, das ist vollbracht
und wie man hört auch gut gemacht.
Als zweites wär ein Baum zu pflanzen
um den die Kinder später tanzen,
ich denke dass der Baum schon steht,
mal sehen wie es nun weitergeht.
Als Drittes wär ein Buch zu schreiben
um in Annalen zu verbleiben.
Doch viele Dinge gibt’s im Leben
nach denen alle Menschen streben,
die Wohlgefühl und Glück ergeben.
Es ist nicht nur das schnöde Geld,
doch leider prägt es unsre Welt.
Er liebt den Sport, fährt gerne Rad
ist in der Klinik stets parat.
Doch auch des Winters schöne Zeiten
die mag er sportlich recht gut leiden.
Als As bezwingt er jeden Hang,
ist auch beim Abfahren vorne dran,
das hat der Allgäu ihm gebracht,
hier wurd er abfahrtsfit gemacht,
doch in Dührrröhrsdorf fehlen die Berge
und winters gibt es selten Schnee,
Er wirkt im Haus an allen Orten,
ist unentbehrlich hier geworden.
Er schallt, punktiert und legt den Port
und treibt gezielt den Tumor fort
nach Schemen die der Chef kreiert,
auch Neues wird hier ausprobiert
um Leiden, Schmerzen zu beheben
im schwer erkrankten Tumorleben.

194
Klinik

Zur Habilitation von H.

Hietschi ist ein Sohn der Sachsen nutzt man ihre Sendezeit auch des
In Glauchau ist er aufgewachsen Menschen harte Schale gibt uns
Hat dort das Abitur bestanden schwache Bildsignale, weil der Knochen
Studiert an Dresdens Alma mater der uns hüllt mit Protonen leicht gefüllt.
Ward Doktor und Familienvater Hietschi hat viel neu gemacht und
Bei FMD in Klotzsche drüben mit Computern uns bedacht
Konnt er das Forschen Lehren üben Hat uns verknüpft, vernetzt, verkabelt,
Wurd mit der EDV vertraut er hat uns digital gestaltet
und hat sie ständig ausgebaut und wie man weiß auch quergeschaltet,
Als du ins Röntgen rein geritten lässt uns auch kräftig on line walten,
wurd mit CT der Mensch zerschnitten. sodass wir Überblick behalten.
Absorbierte Röntgenstrahlen Man schimpfte, stöhnte schrie verflixt,
können klare Bilder malen wir sind vernetzt, verknüpft, verfitzt,
von des Menschen Innenleben, dahin die schöne alte Zeit,
besser tut’s Spiral- CT wo man zur Schriftnotiz bereit
mit ‘nen 64iger Dreh. was man geröntgt und auch befundet
Mittels Kernspintomographen noch lange Zeit geschrieben kundet.
sind Protonen, Der Fortschrittsgeist piept hier digital
die nie schlafen ein RIS braucht man hier allemal
letztlich alle gut zu fassen, Der Hitschi hat es ausgewählt, weil’s
zeigen uns Kontrast in Massen wie er sagt ‘s zum Besten zählt,
helfen mit, den Tumor orten, doch anfangs voller Müh und Qual
sagen uns was krank geworden, und diese täglich tausendmal,
zeigen uns wie schwer das Leiden, denn INNOMED so gut’s auch sei
die das Leben so begleiten. entlockt uns manchen Hilfeschrei
Bloch und Purcell haben entdeckt, man braucht den Hietschi hier und dort,
was sich im Atom versteckt ganz furchtbar, wenn er nicht vor Ort,
und sie fanden einst heraus, doch heute nach so vielen Jahren
Spins drehen sich im Sturmgebraus, scheint man damit ganz gut gefahren.
Protonen kreisen ungehemmt Was tut der Hietschi hier vor Ort,
in jeder Richtung, vehement. das spürt man erst, wenn er mal fort.
Schwere Supraleitmagneten Es hilft den Arbeitsfluss gestalten,
zwingen sie in rechte Bahnen, die Daten leichter zu verwalten,
wo sie letztlich bald erlahmen, die Filme immer aufzufinden,
damit die Stille nicht zu groß die neu zu printen, die verschwinden
gibt ein Impuls ihn einen Stoß. Bringt HIS, RIS, PACS ins Klinikleben,
Nun Energie und kraftgeladen und will uns Klinikfrieden geben,
sieht man sie munter weiter waden. keinen Suchen nach den Filmen mehr,
Sie relaxieren dann zurück auch die Befunde stets zur Hand,
im differenten Sauseschritt. wie herrlich ist’s im Röntgenland.
Ja des Menschen Innenleben Die Hietschi grübelt, rechnet, denkt,
vermag uns viel Signale geben wie wird denn ein Proton gelenkt?
Hirn und Auge Myelon profitieren Wie kann man denn die Spins traktieren,
längst davon, da sie reich an Flüssigkeit dass sie bildträchtig präzessieren
Mit klugen Formeln, Integralen
195
Klinik

kann er Physik in Zahlen malen, hebt er sich aus der Menge vor
kann so die Schnittbildwelt bereichern Er der recht modisch und bewußt
und uns die Daten ewig speichern. trägt Jeans Pullover voller Lust
Kein Physikus ein Pfiffikus, Stolz ziert ihn seine hohe Stirn,
betreibt den Job mit Hochgenus welch freier Raum da fürs Gehirn
genießt das Klinikforscherleben Nie geizig ist er mit den Worten,
und kann uns neues Wissen geben jedoch die Euros mag er horten.
durch biostatische Betrachtung Er sorgt sich um das Klinikwohl
und physikalische Beachtung und seine Worte sind nie hohl
konnt er uns die Impulse geben Müht sich um Arbeits, Strahlenschutz
fürs digitale Röntgenleben und wohl auch vielen Klinikschmutz,
Auch für das Leiten; Forschen, Lehren der Hietschi zählt schon zu den Alten,
ist Hietschi nicht mehr zu entbehren drum darf er vieles mit verwalten
ist für den Chef schier unentbehrlich und wenn möglich neu mitgestalten
weil vom Charakter wahrhaft ehrlich, Jeder schätzt dein Engagement,
tut alles fürs Computerleben, dem deine netten Seiten, deshalb kann man
heut ein hoher Stand gegeben, für neue dich im Haus, sicher auch gut leiden.
Technik hier im Haus Heute ziert dich der „habil“,
denkt Hietschi sich Begründung aus, sicher erst ein Zwischenziel.
auch jeder Forschungsneubericht Zieh weiter diese Lebensspur,
erhält durch ihn so recht Gewicht dann kommt auch bald die Professur.
Mit Witz und trockenen Humor

196
Klinik

Für Herrn B. (GF der Klinik)

Ein Mann der Geld vermehren kann ganz trocken in der Klinik runden.
ist auch im Rechnen vorne dran, Modern und farbig Häuser, Dächer
muss Leiter sein in dieser Welt, auch auf dem Parkplatz keine Löcher.
denn zum Erfolg gehört auch Geld. Supermodern das Küchenhaus,
Er muss die Arbeitsplätze halten dort kommen Wohlgerüche raus
und sorgsam das Budget verwalten, der Meisterkoch der ist zu preisen
muss sehen, dass nur schwarze Zahlen dank seiner wundervollen Speisen.
die Damen der Verwaltung malen. Der Garten, Park, ‘ne Extrapracht,
Muss klug voraus an morgen denken der sommers voller Blumentracht,
und richtig die Geschicke lenken, sodass ein Wohlgefühl entsteht
muss sparen fürs Humainegedeihen, wenn man hier durch’s Gelände geht.
denn man will weitere Häuser weihen, Doch auch der Weinberg ist zu nennen,
auch außerhalb der Landesgrenzen den sicher noch nicht alle kennen,
lässt sich das Geld noch gut ergänzen. wo Grauburgunder Trauben reifen,
Das Klinikum so schön gelegen, die Flaschen sind nur schwer zu greifen.
das konnte Dietmar trefflich prägen. Mit Brockmann Bernd dreht Dietmar Beyer
Ein Platz so blendend zum Gesunden erfolgreich hier die Leitungleier,
wird gleicher Art nur schwer gefunden. ganz klug, mit Umsicht und bedacht
Sein Wagemut, sein Vorwärtsdrang wie man es schwerlich besser macht.
zog viele mit in seinen Bann. Ein Hobby pflegt ein jeder Mann,
Kontaktstark, offen und galant er schaffte eine Yacht sich an,
mit lockeren Spruch am Zungenrand, befährt die Flüsse, Binnenseen,
so kennt man ihn vor Ort seit Jahren den Bodden, selbst das offne Meer,
mit typisch Beyerschen Gebaren. das gibt die Yacht ganz spielend her
Ja bauen, leiten, dirigieren Wir wünschen für das Seefahrtsspiel.
und die Humaine nach vorn bugsieren, Stets reichlich Wasser unterm Kiel
das gibt ihn Kraft, das macht ihn Mut, und wunderbare Abenteuer,
da fühlt er sich so richtig gut, vom Preis jedoch nicht allzu teuer.
er bündelt Kräfte die vorhanden, Betroffenheit zieht durch das Haus,
kann somit oft als Sieger landen Herr Beyer zieht nach Plauen aus,
Das Innenleben hier im Haus soll dort die Klinik leiten, stärken,
das baute er zweckdienlich aus. damit es alsbald alle merken,
Hat alle Häuser gangverbunden, dass die Humaine vor Ort im Land
so kann man auch in Regenstunden ganz kräftig wächst durch Dietmars Hand.
Recht ungern zieht er von hier fort,
den so geliebten Heimatort,

197
Klinik

Hommage an die Humaine zum 15.

Das Klinikum am Wachwitzberg Herr Beyer hat als Architekt


ist längst schon mehr als nur ein Zwerg die Häuser freundlich hell geleckt,
im Reigen Dresdener Onkologen die Dächer fröhlich rot gestaltet
wird Heilkunst feinster Art geboten. und’s Gangsystem ganz neu entfaltet,
Ein Teeny noch mit 15 Jahren, auch die Stationen hier im Haus
doch mit schon kräftigem Gebaren. die sehen schon fünfsternig aus
Das Klinikum wächst und gedeiht sodass man regensicher wandelt
und dieses schon die ganze Zeit. und keinen nassen Pelz einhandelt.
Ein Tumorzentrum ward geschaffen Gemeinsam mit dem Chefarzt hier
mit Brockmanns klugen Geisteswaffen, wuchs stetig s' Medizinrevier
das anerkannt im Sachsenland, Man wirkt in diesen schönen Hallen
es liegt so schön am Stadtesrand, zum Wohle jener die befallen
am Wachwitzberg in Dresden oben, von Tumorleiden, argen Schmerzen
wo Wein wächst und die Füchse toben denn dies betrübt Gemüt und Herzen.
Historienträchtig sind die Hallen, Nach Hirn und Herz an dritter Stelle
wo Weidner einst mit Wohlgefallen ist heut der Tumor Todesquelle.
das Haus als Sanatorium schuf, Der Tumor, der primär behoben
auch damals war sehr gut sein Ruf kann weiter durch den Körper toben
wo Linke, Fritsch sehr viel Bekannte, wenn Metastasen sich noch horten
auch Gerhard Hauptmann knüpfte Bande im Körper an verschiedenen Orten.
er war in Hause hier zugegen Selbst wenn auch Stahl und Strahl versagen
als Dresden starb im Bombenregen, kann man mit Chemo noch viel wagen.
hat das Inferno miterlebt Hier steigt die Klinik helfend ein
und diese Worte dann geprägt: und hält das Tumorwachstum klein,
„Wer das Weinen verlernt hat, kann manchen auch davon befreien.
lernt es wieder beim Anblick Die Mannschaft die sich helfend dreht
der untergehenden Stadt Dresden „ und Tag und Nacht zu Seite steht
Die Bank wo Hauptmann einst gesessen ist motiviert und hoch geschult,
steht fest und wird wohl nicht vergessen. sie kennt die Nöte, Schmerzen, Sorgen,
Lang war es dann ein Lazarett, sie kann hier Hilfe, Hoffnung borgen,
es reihten sich hier Bett an Bett. gibt allen die hier sehnend hoffen
Man heilte hier ganz unverdrossen und die vom Schicksal arg betroffen,
die lungenkranken Kampfgenossen dass sie ganz schmerzarm hier verweilen
Die NVA war hier Betreiber und dass wir lindern und auch heilen.
und gab es an den Bund dann weiter, Modern ist dieses Haus equipped
der wollte es nicht mehr nach der Wende mit bester Technik hoch bestückt
da nahm es Humaine in seine Hände. modernster Schall, Spiral-CT
Ein Ort idyllisch schön gelegen und endoskopisch feinsten Dreh,
mit einem Blick von Gott gegeben für Bronchien, Lunge, Magen, Darm
auf unsere schöne Dresdner Stadt klärt man sogleich der Menschen Harm.
den man wohl kaum noch besser hat. Auch harte Strahlen sind zur Hand
Bemerkenswert was hier gewachsen, hier in den Humaine-Verband.
am Wachwitzberg im Land der Sachsen. Auch Mannen aus der ersten Stunde
sind heut zugegen in der Runde.
Herr Schanz hat den Jour fixe kreiert,
198
Klinik

der heut noch die Humaine ziert. von diesem wunderbaren Tross,
Die Runde war stets handverlesen, er prüft was man verbessern kann,
die hier im Haus zu Gast gewesen. setzt man den Hebel anders an
Vorträge differenter Prägung, und spürt auch gar Reserven auf
die sagten uns was in Bewegung, in diesem Klinikarbeitslauf.
in Politik, Technik, Kultur, Wir advertisen jetzt mit Biss
auch Medizin in breiter Spur die Fahnen wurden schon gehisst
und was die Sachsen sonst bewegt durch Infosäulen neu garniert
und wie man die Historie pflegt. wird man jetzt sofort informiert.
Das Ganze wurde stets gekrönt Es wird vorwärts, voran marschiert
mit Speisen, dass der Gaumen stöhnt, wir sind bereits zertifiziert,
Wir hoffen, dass es lang so bleibt. sind voll verkabelt und vernetzt
Herr Kinzli wirkt als Übervater erreichbar in die Welt gesetzt
und lange schon als Chefberater und permanent prüft ein Outdit
zum Wohle des Humaine-Verband ist hier bei uns der Fortschritt fit.
und hat die Fäden in der Hand. Wir wünschen diesem Klinikum
Herr Jonas jetzt der neue Boss bringt gut die nächsten 15 um.

199
Klinik

Für Herrn Prof. H. (HNO) Die Poliklinik von weiter drüben


nahmst du zurück ins Mutterhaus
Ein Mensch der kaum nocht schmeckt und und bautest sie vortrefflich aus.
riecht Die BERA und die OAE
und auch beim Hören teils versiegt, sind heute schon ein alter Dreh.
gar einen schrillen Ton vernimmt Du forschst in Dresden mit Erfolg
und den ein Schwindel erdwärts zwingt und hast erreicht, was du gewollt,
der auch phoniatrisch arg gehemmt doch welchen Klang muss man vernehmen
weil der Recurrens eingeklemmt du willst nach Köln, man will dich nehmen,
der braucht die Kunst von Spezialisten Bist du mit Carus nicht zu frieden,
die hier bei Carus trefflich nisten. was soll man dir denn sonst noch bieten,
Geführt von Karl Bernd H.ink, damit du hier vor Ort verweilst
der stets um neue Wege ringt. und nicht ins Ruhrgebiet enteilst.?
In Essen kam er einst zur Welt Man kann zwar dort mehr Geld gewinnen,
hat sich bei Krupp nicht vorgestellt, als man in Dresden hier erhält
ward durch sein Elternhaus geprägt, doch denk an deine Forschungswelt
das ihn zur Medizin bewegt. Was hat den Köln, was wir nicht haben?
In Düsseldorf und Montpellier Sind es die Pfründe die dich laben?
hat er die Studienzeit verbracht Ist es das alte Heimatland,
danach die Promotion gemacht weil dort ne Stelle grad vakant.
als Stabsarzt diente er beim Bund Ein Centrum hast du hier geschaffen
gab sich als Fallschirmjäger kund mit besten Implantate -Waffen für Cochlea,
kann selber Fliegen und auch Springen fürs Mikrofon, der Kranke hört erneut den Ton
zeigt Mut, vermag die Angst bezwingen. Im Mittelohr bist du zu Haus
Wir kommen heut mit Unbehagen baust glänzend die Mechanik aus,
weil wir die Botschaft sehr beklagen, Hast Weltkongresse gar geschaffen,
du würdest einen Weggang wagen! mit viel Erfolg durch Geisteswaffen,
Wir wollen dich bei Carus halten, bist fachlich weltweit anerkannt,
die junge Manschaft auch wir Alten. man schätzt dich hoch im Sachsenland.
Bist einst gekommen mit Bedenken, Den Kranken die schlecht riechen, schmecken
lässt sich der Osten denn auch lenken und freudlos an den Süßen lecken,
ist nicht ein jeder der hier lebt hast du dich forschend zugewandt
ins Netz der Stasi eingewebt? schufst hier den Riech und Schmeckverband
Heut zählst du zu den Pionieren, die Olfakto und Gustologen
die mit die Carushallen zieren sind nun von hier ins Land gezogen.
Mit Schwung und mit Begeisterung Wer mutig hoch vom Himmel springt,
bautest du die beiden Häuser um, auch Forschungsziele spielend zwingt,
vom Keller bis zum Dach hinauf der ist bei Carus gut zu Haus
begann dein Dresdener Lebenslauf. das sagt der Röntgen Köhler Klaus.
Als Bauherr kannst du sichtbar zeigen Wird dir der Elbestrom nicht fehlen
den Doppelhausverbindungsreigen Die Dresdener Kunst mit allen Stelen
vorbei, Allwetter - Freitranport Man wird dich locken, will dich halten
frisch Operierte hier vor Ort. und dein Salär ganz neu gestalten.
Ein Glaspalast ziert die fünf und sieben Ich denk du wirst es überdenken
und deinen Weg nicht westwärts lenken.

200
Klinik

Klinikalltag 1985 Für Frau K.

Sag wie läuft denn unser Leben, Sie hat das Röntgen hier verjüngt,
das wir so in Himmel heben, der junge Schwung durch Hallen dringt,
wenn wir durch die Klinik schreiten, der jugendfrische Frohgemut
wo wir die Geschicke leiten, tut auch den Kranken ziemlich gut.
wo wir den Studenten lehren, Ganz frisch und frei und ungezwungen
straff ihr Wissen zu vermehren, hat sie hier Sympathien errungen,
in der Forschung uns verbrauchen, doch zwischendurch schien’s mal zu klemmen
nicht mal mehr ein Pfeifchen rauchen, da muss man es beim Namen nennen
für die Mitarbeiter sorgen, damit kein zickiges Gebaren
vom Rektor uns ’ne Stelle borgen, in diese Eintracht solle fahren
den Verdi nach der Wäsche fragen denn nur die Ehrlichkeit vor Ort
zum Teil Patienten selber tragen trägt die Probleme schnell hinfort.
und niemals uns dabei beklagen. Offen, herzlich zu den Kranken
2 Stunden im Kolleg verweilen, hält jene die beim Stehen wanken
dann schnell zu den Patienten eilen, macht Mut durch ihre Jugendfrische
bei den’ wir viel zu kurz verweilen. ist zimperlich beim Mittagstische
Doch man muss es auch einmal sagen, bemüht sich hart um die Figur
dass wir viel zu oft hier tagen, zu verspeist nur Obst, geschält und pur.
ungelösten Lebensfragen, zu Mängeln Greift zu wo Hilfe nötig ist
hier und Mängeln dort, man spürt, dass sie begeistert ist.
und dabei läuft die Zeit uns fort. sie soll durch Wirken, motivieren
Doch unsere Pflicht ist, heilen, lehren, und letztlich mit das Röntgen zieren.
durch Forschung Wissenszuwachs mehren. Sie fühlt sich wohl im Röntgenhaus
Drum macht uns frei vom Drumherum, und baut es gern mit weiter aus.
sonst bringt der Zeitraub uns noch um. Ach das jugendliche Reifen,
kann man später erst begreifen,
wenn man es mit Abstand sieht,
wie man wundervoll geblüht.
Wir wünschen zum Geburtstagsfest
ein ganz erbaulich Liebesnest,
viel Freude in dem Kreis der Deinen,
es möge stets die Sonne scheinen.
Zufriedenheit im Klinikstreben,
den Kranken immer Hoffnung geben,
mit den Kollegen Einvernehmen,
was kann es dann noch Besseres geben

201
Klinik

Für Frau P.

Das Jahr hat Schmerzen dir gebracht auch mit dem Spiralgerät kommt sie schnell ins
und mit Frakturen reich bedacht Reine,
und dennoch hat’s dich froh gemacht; sorgt sich um ihr Krankengut
verheilt, vergessen das Malheur gibt ihn Hoffnung, frohen Mut,
nun fährst du auch kein Fahrrad mehr, das mit Ängsten sehr bedacht
Machst Reisen in die Neue Welt, sich verständlich Sorgen macht.
wo’s auch der Tochter gut gefällt Riesig ist die Arbeitslast, die man
Der Gatte zog nach Afrika hier im Röntgen fast,
und war den Warzenschweinen nah schwer die Kranken zu bewegen
hat manchen ein Garaus gemacht können sie sich selbst nicht regen
und Jagdtrophäen mitgebracht. Mit Klugheit und mit Sachverstand
Zufrieden strahlt er nun zu Haus regierst du hier das Röntgenland
das reich geschmückt mit Jägerschmaus beherrschst dein Handwerk, dein Metier,
Die größte Freude heut im Haus könnst manchen klugen Röntgendreh.
die strahlt doch wohl die Tochter aus Man hört dich niemals stöhnen klagen,
durch ihren neuen Lehrvertrag die Arbeitslast sei nie zu tragen,
wird ihre Zukunft frei von Plag du suchst nach Lösung sehr bedacht
Welch Freude erst für Mutter, Vater wie man so vieles besser macht.
die wohl die besten Fachberater. Wir gratulieren dir zum Feste
Ja auch der Sohn recht gut geraten und wünschen Glück und nur das Beste,
vollbringt beruflich gute Taten. Gesundheit und viele Sonnenschein
Die Mutter hier im Röntgenhaus und bare Münze nicht zu klein.
die baut mit die Spirale aus.
Zwei Jahrzehnte röntgt sie schon menschliche
Gebeine

202
Klinik

Küchenumbau in der Humaine Klinik

Ein kleines Wunder ward vollbracht, verderblich Gut ist schnell vakant,
die Küche wurde neu gemacht. hat man ein Kühlhaus neu geschaffen
Ein Küchentraum ist wahr geworden mit Tiefkühlzelle noch dazu.
es blinkt und glänzt an allen Orten Ganz wichtig für die Küchenwelt
in Edelstahl die Arbeitsflächen ist, dass man sie auch sauber hält,
ganz nahtlos und sehr gut bemessen, dass man Geschirr und Töpfe spült
die Wände deckenhoch gefliest, und nicht zu sehr im Trüben wühlt,
so dass nichts in die Fugen sprießt. sorgt eine Bandspül-Clean-Maschine
Die Kühlung, Lüftung neu gestaltet von Meiko, teuer, bester Güter,
in Säcken wird die Luft entfaltet, bringt das Geschirr zu neuer Blüte.
ganz wirbelfrei senkt sie sich nieder Mit Gas, Elektrik wird gebraten
es zieht nicht mehr, kühlt nicht die Glieder. 6 flammig ist der Herd geraten.
Voll Frischluft sind die Küchenhallen Der Küchenumbau ist vollbracht,
für jedermann ein Wohlgefallen. man hat hier mächtig Dampf gemacht
Der Kochprozeß ein neuer Traum, und alles besser, neu erdacht.
welch eine Technik hier im Raum, Man hörte klopfen, hämmern bohren,
die Kippbratpfanne vormals schwer was sehr belastend für die Ohren
wird heut durch einen Knopfdruck leer auch Staub entstand beim Wände hacken
’ne „Druckpressäre“ feinster Güte vergessen schon wie schwer es war
mit Thermofühler für das Fleisch die Küche blüht jetzt wunderbar
der kündet uns wenn’s gar und weich, Ganz laut erklingt der Jubelschrei,
damit der Braten nicht zerfällt die kargen Zeiten sind vorbei,
und sich beim Schnitt im Ganzen hält von fremden Speisen und vom Brei.
wird angefrostet, wenn von Nöten. Ganz breit gefächert das Menü.
Auch Kombidämpfer mit Sensoren Die Suppen schmackhaft, gut geraten
sind hier im Hause neu geboren ganz lecker jeder Mittagsbraten,
und überwachen klug das Garen der Freitagsfisch sehr delikat
was unvorstellbar noch vor Jahren auch Nachtisch ist hier stets parat.
Die Arbeitstische kühl und hell Es loben auch die fremden Gäste
man ist hier gerne früh zur Stell die Küche sei das Allerbeste.
so wird das Ganze frisch gehalten Herr Freitag zaubert Gaumenschmaus
und kein Gemüse schlägt hier Falten. und putzt das Klinikum heraus,
Doch wenn die Speisen fertig sind man wird nun wieder ganz verwöhnt,
dann kühlen sie oft zu geschwind, so dass der Gaumen freudig stöhnt
damit sie heiß und würzig bleiben Der Küchenumbau ist nun vollbracht,
sind Wärmebrücken zu betreiben, auch neue Fenster, Türen, Dach
dadurch wird schmackhaft warm serviert, und jedes alte Küchenfach,
der Warmbereich den Ausgang ziert. auch ergonomisch ward bedacht
Damit auch Vorrat stets stets zur Hand dass man nicht unnützt Schritte macht
Die Mitarbeiter sind zufrieden,
Herr Beyer ließ hier Bestes bieten.

203
Klinik

Mammographie-Kurs 1998 Zur herzlosen Entlassung der Moni

Im Hause 9, im Keller unten, Oh Trauer zieht durchs Neuner Haus,


da hat man sich hier eingefunden. man schmeißt nun noch die Moni raus,
Um Neues heute zu erfahren, die gut geschützt und recht geborgen
was man heut von der Mamma weiß. die Ärztewäsche konnt besorgen,
Bekam die Inzidenz zitiert, die uns den Kaffe gut gebrüht
wie oft der Krebs die Brust touchiert, und um den Schabenkampf bemüht,
wie sicher man ihn früh entdeckt, die früher dort im Keller wohnten
wenn er durch Screening aufgeschreckt. und unser Frühstück nicht verschonten.
Man bot hier alle Bildverfahren, Die Schaben gibt es längst nicht mehr
mit den der Tumor schon seit Jahren, dafür kams Kapital daher, das löst nun
entdeckbar und erkennbar sei. was sozial gemacht, es wird nur an Gewinn
Erlebte wie man ihn markiert, gedacht,
dies wurd per Nadel demonstriert. die Schwachen bleiben auf der Strecke,
Hippokrates aus der Antike man sagt die Kassen seien leer
schuf für die Heilung schon die Wiege. so opfert man nun immer mehr
Man hört wie man’s später machte nimmt keine Rücksicht auf’s Geschützte,
und für die Heilung so erdachte. ja der Sozialgeist ist verschwunden,
Gleich ob mit Messer oder Strahlen ja wer Behindert, arm und krank,
zu lindern diese Tumorqualen. denn findet man dann auf der Bank,
Herr Hietschi warf ‚’nen Blick voraus weil er hier völlig chancenlos,
Wie sieht’s in 50 Jahren aus. ja diese Welt ist gnadenlos,
Ob dann noch diese Röntgenstrahlen der Menschenschutz in dieser Welt
für die Patienten Ängste malen? mit jedem Jahr noch mehr verfällt.
Herr Neumann vom Magnetenfeld Ja kalt ist dieses Land geworden
bot was man heute davon hält, man spürt es hier und vieler Orten.
wie sicher das Verfahren sei, Wir wünschen, Moni dir das Beste
und ob es schon der letzte Schrei. und immer eine warme Weste,
Ich hoff, dass sie in diesen Tagen wenn möglich einen neuen Job,
manch Neues von der Brust erfahren denn du bist jung und ganz salopp.
und ihren Wissensschatz vermehrt
Und jeder lange davon zehrt.

204
Klinik

Der Oberschwester zum Runden

Hurra die 50 sind vollbracht,


wer hätte dieses denn gedacht,
dass diese Zeit so furchtbar rennt,
dass sie uns nun im Rücken brennt.
Verjüngt verschönt ist die Frisur
Und auch verschlangt die Vollfigur,
agil, mobil wie eh und jeh
noch springt sie wie ein junges Reh
ist Vorbild für die Klinikwelt,
die Klinik ist ihr Lebenszelt
Du schaust Zurück und bist zufrieden,
bedankst dich gerne bei den Lieben
die dir dein Heim mit aufbereitet
und stets in Liebe dich begleitet.
Das Beste was du je vollbracht
in heißer Liebe einst gemacht
ist wohl dein stolzes Kinderpaar,
das du dem Gatten einst gebar.
Als guter Geist schwebst du durchs Land
im Höhenpark Humaine-Verband.
Du pflegst im Haus die kranken Leiber
und dirigierst die ganzen Weiber.
Mit Umsicht und mit Sachverstand
bist du stets allerorts zur Hand,
damit der Kranke gut umsorgt
und sich erfolgreich Hilfe borgt.
Als Oberin in diesen Haus
strahlst du für Kranke Hoffnung aus
und dass sie möglichst wenig leiden
hilfst du den Heilprozeß begleiten.
Die Pflege im Humaine-Verband
ist hier in Dresden stadtbekannt,
welch Fürsorg Kranken hier gegeben
in ihren schweren Tumorleben
ist unsere Elfi voll zu danken,
ihr Optimismus darf nicht wanken.
Ich wünsch dir zum Geburtstagsfest
‘nen riesenlangen Lebensrest,
Gesundheit und Zufriedenheit,
viel Freude, kaum Familienstreit
und gute Freunde um dich her
auch reichlich Geld, was braucht man mehr?

205
Klinik

Für Prof. S. Rektor der MAD

Rektor in der zweiten Runde, den er gehört per Angesicht,


mit so mancher schweren Stunde. von dem Minister in Berlin,
Er muss leiten, muss entscheiden, wohin monatlich Rektoren ziehen.
alles plantreu vorbereiten, Der Rektor offenbart hier allen,
ist in jeden Rat präsent, was kritisiert in jenen Hallen,
muss in allen Leitungsrunden wozu bislang noch nicht berichtet,
seine Meinung voll bekunden, weil die Befunde nicht verdichtet,
Konzeptionen gut begründen wer beispielhaftes schon vollbracht,
und den Weg zum Fortschritt finden. wer den Export schon überboten,
Dieser Posten ist auch Ehre, ein Tatbestand hier sehr zu loben,
ständig muss er diskutieren, wer wiederum zu viel gereist
Wissenschaftler animieren worauf er ungern nur verweist.
und zum Wissens-Höchststand führen. Ja es sitzt zu seiner Rechten,
Muss in allen Carusräumen stets der Chef von allen Forschungsknechten,
den Vorsitzplatz umsäumen, diesem wieder zugewandt,
gleich in welchen hohen Rat, Marianne vom Parteiverband,
ob Kollegium, ob Senat, diese wird geschlechtsverstärkt,
immer muss er etwas sagen von Annelies, die für die Gewerkschaft werkt.
und Entscheidungslasten tragen. Es gibt sogar noch eine Dritte hier
Doch der Rektor strahlt und spricht in dieser Leitungsmitte, die vom FDJ Verband.
stört mir meine Mäuse nicht, Zwischen diesen beiden Damen
da ist meine Forschungswelt Hängt der Horst sich in den Rahmen
und mein echtes Arbeitszelt. und erörtert mit Bedacht,
Achim Sch. ist sehr gefragt, was uns denn vorangebracht.
weil er ja zu Arbeit sagt. Drüben auf der Gegenseite
Er trifft früh als erster ein sitzt der Kaderboss mit Sorgen,
und geht auch als letzter heim. Arbeitskräfte möchte er borgen.
Er sitzt manche lange Stunde und der Pro von E.uA. sagt,
in der Prorektorenrunde, Studenten sind eins A.
vorne sitzt optimistisch heiter, und es endet dann die Runde
den er ist ja hier der Leiter wenn nach zwei dreiviertel Stunde,
Erst bietet er hier den Bericht, Klaus und Lothar laut vermerken,
es wird Zeit, dass wir uns stärken.
Ja so läuft das Leitungsleben
das bei Carus hier gegeben.

206
Klinik

Schubertstraße 1990

Zurück zum Jahre 19 fünfzig sieben,


da steht das erstemal geschrieben,
dass’ne Kanone Cobalt schwer
kam zu Behandlung einst hier her.
Die alte GUT gibt’s längst nicht mehr,
es ist auch schon Jahrzehnte her,
den Raum erwarb die Nuklmed
und schuf sich dort ein weiteres Bett.
Den alten Fritz war es gelungen,
er hat die Zauderer bezwungen,
dass man ein Cobalthaus erbaut
fernab vom Neuner Mutterhaus.
Man zog zur Schubertstr. hin
das brachte räumlich viel Gewinn,
hat hier ein Zentrum aufgebaut.
das strahlenmäßig gut betraut.
Ganz gleich bei welcher Jahreszeit,
waren sie zu Wanderschaft bereit,
um die Bestrahlung zu erhalten

207
Klinik

Student bei Carus 1987

Ja wie ist denn dieses Leben, Der Student als braver Mann,
das wir hier bei Carus pflegen, sieht sich seine Lehrer an,
wo wir stets nach Wissen streben, wittert wo man fehlen kann,
um als Ärzte dann zu leben. ohne das etwas passiert
20 Fächer muss man meistern, und man dennoch gut passiert.
alle sind nicht zum Begeistern. Doch bedenk als Assistent
Muss man den Kyrillisch schreiben, wird dir nie etwas geschenkt
hier als Arzt in unseren Zeiten jeder muss im Klinikleben,
oder GeWi wirklich wissen? fleißig lernen, alles geben
Die FDJ verlangt von dir, Kranke sind dir anvertraut,
studiere gut, trink wenig Bier, jeder auf dein Wissen baut.
dein Vorbild ist der Hochschullehrer, Zwischendurch Studentensommer
denn Professoren sind Bekehrer. und ein Lager der ZV
Auch Oberärzte, alle Leiter, und wenn dieses gar zu öde
die formen dich und bilden weiter, macht ein mancher dann auch blau.
du wirst ja morgen selber Leiter. Alle sind hier voll bemüht,
Dann kommt und fordert die Partei, das der Wissenszuwachs blüht.
tritt unserer Kampfgemeinschaft bei, Mühen sich um gute Noten,
dann kommt auch noch die DSF dann wird Leistungsgeld geboten,
und lädt dich ein zum Freundschaftstreff, wollen Beststudenten sein,
derweil hast du ganz andere Sorgen, denn das läuft das Promovieren
welch Fach betreibe ich denn morgen, simultan mit dem Studieren.
welches Fach ist denn für mich das rechte. Man verlässt die Alma mater,
meisten schon als Kindesvater.
Doch als Doktor ist man wer,
das gibt schon der Stempel her.

208
Klinik

Für Dr. F. (MAD) (Internist) Weihnachten der Mitarbeiter 1987

Damit der Rektor leiten kann Seid willkommen liebe Gäste,


muss basisnah der Verdi ran zu dem Weihnachtsjubelfeste,
Er plant die Gelder, schafft die Mittel, das wir heut begehen wollen.
doch meistens fehlt am Schluss ein Drittel. Selbst die Alten sind gekommen,
Ein Ökonom muss alles wissen, haben sich die Zeit genommen
was wir bei Carus leisten müssen. um das Fest hier zu begehen
Er schreibt Berichte, was sein kann, mit uns, die wir es heute leiten,
packt jeder frohen Herzens an. was sie aufgebaut vor Zeiten,
Er steht nicht einsam in der Leitung, wie der alte Meister Fritz,
er braucht hier reichlich Aufbereitung, der mit seiner Dohnatine,
der Dinge die zu lösen sind mehr als drei Jahrzehntelang
und oral löst er sie geschwind, herrscht auf der Leiterbank.
doch zeitlich dauerts meistens länger, Vieles wurde umgestaltet,
Termine werden eng und enger, neuer Geist vor Ort hier waltet,
des Öfteren auch ganz verschoben, selbst das Chefklo musste weichen
ein Tatbestand wohl kaum zu loben. heut weht hier das Fortschrittszeichen,
Er muss für alles grade stehen, auch die Treppe ist nicht mehr,
er kann es kaum noch übersehen. von dort kam der Chef meist her.
Wer so wie er, ganz eloquent, Wenige sind noch geblieben,
die Dinge hier im Banne hält. die die 30 hier vollbracht
Rhetorisch kann er voll begeistern, und das Haus mit groß gemacht.
wie wir die Grundprozesse meister, Ganz voran Veronika,
wenn’s Essen gut, die Wäsche rein die ist schon seit der fünfziger da.
und Reparaturen noch so klein Sie zeigt uns was man leisten kann,
termingerecht erledigt werden, steht man als Frau hier seinen Mann.
lobt man den Verdi hier auf Erden. Sie hat mit Fleiß und mit Geschick,
Ein Mann potent und klug wie er das Fach ins rechte Licht gerückt.
holt sich nur gute Männer her, Die Damen hier im Röntgenland,
die jetzt an Zahl schon soviel zählen die spürten ihre strenge Hand.
wie seine ganzen Werkerseelen, Die Schwäche die sie offenbart,
drum muss der Bauhof größer werden das ist ihr Rauchen, das ganz stark,
und’s Heer von seinen Maurern stärken. in ihren kleinen Kämmerlein,
Er muss vom Rektor angeregt, da saugt sie Benzpyrene ein.
Papier beschreiben, formulieren Doch dieses wollen wir verzeihen
und Konzeptionen intoniern Es soll ja gar nicht einfach sein,
damit wir froh voran marschieren, sich von dem Laster zu befreien.
damit auch jeder lesen kann,
wir packen diese Sache an.
Doch leider bleiben die Defekte
die vieler Orten hier zu sehen
auch 87 fortbestehen.
Trotzdem zu Geburtstag alles Gute.

209
Klinik

Zur Promotion von Herrn K. (Radiologe) Computertomographie

Endlich ist es nun so weit, Man sitzt erwartend am Computer


längst war Übergabezeit. und denkt, was mach den bloß das Luder,
Nach so langem Formulieren, wenn sich die Röhre nicht bewegt
sollte es doch schon passieren, und Zorn dann unsere Adern prägt.
dass der Doktorgrad dich ziert, Ist Kalibrieren gar von Nöten,
denn das Sammeln all der Daten um das Gerät doch zu bewegen.
ist vollendet gut geraten Ja, danach läuft die Röhre wieder,
und die Nachwelt wird es lesen, es glättet sich auch das Gefieder,
was dereinst hier mal gewesen, man scannt die ganze Menschenleiter,
wie das Röntgen hier im Haus man ist ja letztlich der Betreiber,
füllte diese Klinik aus. mal Hirn, mal Lunge, mal den Bauch
Wie die Schritte so getan, und auch des Darmes langen Schlauch.
wann der Bildverstärker kam Ganz nützlich ist für die Verstärkung,
und die Dunkelheit uns nahm. Kontrastenhancement zur Bewertung.
Wann per Angio die Tumoren
sichtbar im Gehirn geboren,
wann erfolgte mit CT Für Katrin (Augenärztin)
hier im Haus der erste Dreh.
Wann Entwicklungsautomaten, Katrin, die wackere Medica,
die heut rocken schon geraten, ist voll für die Patienten da,
sich ins Röntgen eingebracht, die nicht immer leicht zu führen,
was man sonst noch neu gemacht. wenn Hirn und Seele revoltieren.
US und EDV, MRT bringts sehr genau, Doch Katrin hat es gut verstanden
wann das Digitalverfahren und hielt sie gut hier in den Banden.
in die Klinik reingefahren, Sie stand hier wacker ihren Mann,
alles, alles ist zu lesen, ging klug, beherzt an alles ran.
wie es einstmals hier gewesen, Wär gern bei Carus noch geblieben,
wer und wann was neu gemacht man konnt ihr keine Zukunft bieten.
und auch wer es ausgedacht. So sagte sie sich einfach los
Dafür sei Herrn Karisch Dank, und wählte flugs ein besseres Los.
denn er schrieb es frei und frank, Sie stieg beim Augendoktor ein
wie das Röntgen sich gestaltet und heilt nun kranke Äugelein.
und bei Carus hier entfaltet. Kann klar den Hintergrund erkennen
Er wird von nun an stets zitiert, und Krankes voll beim Namen nennen,
damit scheint dieses Werk quittiert. kann spielend ektropionieren
und Liderdrüsen gut palpieren,
schon lasernd die Kornea runden
und Klarsicht schaffen in Sekunden.

210
Klinik

Der Einstand Für Herrn S. (Radiologe)

Jeder der im Haus gewesen, Ein Mensch zur Wissenschaft geboren


weiß hier speist man gern erlesen, hat sich das röntgen auserkoren,
meistens aber rustikal, fand dass die Strahlen voller Segen,
in dem Neuner Kellersaal. sie zeigen uns den Krankheitsherd,
Jeder Neue war gebeten der das Befinden hässlich stört.
einen Einstand auszugeben. Er trat in diese Schnittbildwelt,
Dafür sorgte Heinrich schon, die sich uns neu entgegen stellt
nun erst ist er Kliniksohn. und nutzte das Magnetenfeld
welch herrliche Gradientenwelt,
er wichtet, flippt, recht gut geschimmt,
Teilung der Klinik für Radiologie 1993 sieht wie der Mensch im Fette schwimmt,
mit STIR lässt er es gar verschwinden,
Vorbei ist die Gemeinsamkeit er perfundiert das Wohlbefinden.
der vormals großen Röntgenzeit. Obwohl bei uns das Spinverfahren
Was 70 Jahre hier gewachsen Noch jung gezahlt an Klinikjahren
im stolzen Land der Dresdner Sachsen, Hat er doch vieles ausprobiert
hat sich geteilt, wächst solitär und Doppelechos schon kreiert.
und hat nicht viel Gemeines mehr, Der Steffen der dies strahlend tut,
jedoch im alten Mutterhaus ideenschwanger voller Mut,
schauen oben Therapeuten raus. ist hier zum Kernspinfreak gewachsen,
Nur die Neun A ist uns geblieben, zusammen mit dem Hietschi-Sachsen,
verloren ging der Gang der Sieben, erwarb für’n Facharzt das Diplom,
weil Isotopen jetzt dort brüten. der Oberarzt der lockt nun schon.
Jedoch die Technik mausert sich, Ich wünsche für die Klinikzeit,
hier schämt man sich der Zukunft nicht, das vieles für die Forschung bleibt
für künftige Gemeinsamkeit und auch recht reichlich Schreiberfolg,
denk ich sind alle hier bereit. weil dem die Leitung Achtung zollt
und auch recht bald dann den Habil,
dann bist schon an deinem Ziel.

Frühröntgen

Hier gibt’s schon in der Morgenstunde


’ne Vielzahl Röntgenfrühbefunde,
wodurch man heilen, helfen kann,
stellt man die Röntgenröhre an.
Die Mägen die so früh erscheinen
sind meist noch weich auf ihren Beinen,
weil’s draußen noch schwarz dunkle Nacht,
die hätt man gern im Bett verbracht.

211
Klinik

Weihnachten im Rektorat

Heut zum Weihnachtsjahresfeste,


feiern wir und trinken feste,
essen was die Küche bietet
da wir diesen Raum gemietet.
Oberthoni vorne dran,
führt die ganze Truppe an
mit Frau Rieman und Frau Sprenger
und den Spatz den Doktorkenner,
der entscheidet wer und wann,
als nächster promovieren kann,
und dann kommen die von oben,
die exakt und haargenau,
Herr Eckart und die Hoppefrau,
die Dokumente vorbereiten,
wonach wir hier bei Carus leiten.
Dann wär’ der Nachbar nebenan,
der Justitiar, des Rektors Mann,
der für die Rechte redlich streitet
und dich auf rechten Weg geleitet.
Der Brandschutz und die Inspektion,
die fordern Ordnung öfter schon,
die prüfen wo Gefahren drohen,
die Sicherheit ist dann der Lohn.

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Kongresse

213
Kongresse

214
Kongresse

RSNA Chikago 1996

Das Land ganz frisch mit Schnee bedeckt Doch wenn man dann grad angekommen,
hat so den Winter neu geweckt wird man schon in Beschlag genommen,
Der Winterfrost hat seinen Preis, mit einer langen Limousine
die Flieger sind zum Teil vereist. geht’s rasend in die City rein.
Wir reisen mit United Air Die Zeitverschiebung hier vor Ort
im Bogen übers große Meer, trägt schnell die neue Welt hinfort,
der Himmel gänzlich wolkenleer, beim Rückflug ist sie schon zu spüren,
der Jumbo völlig überfüllt da zeigt der Jetlack feste Schnüren.
mit differentem Menschenbild, Man schläft erschöpft die erste Nacht,
die meisten sind wohl Radiologen, doch viel zu früh wird aufgewacht,
zum RSNA voll losgezogen. bereitet den Kongress noch vor
vor mir sitzt Vogel aus Berlin und steht zu früh am Eingangstor.
er lässt schon seinen Laptop glühen. Geregelt wird der Abtransport.
Die Siemensmannschaft auch an Bord, Per Bus gefüllt mit Radiologen,
sie stärkt den RSNA vor Ort. wird zu McCormick hin gezogen,
Obwohl der Abend zeitlich naht um sich zu bilden, auch zu lehren
strahl hier die Sonne noch probat, unds Wissen aller zu vermehren.
zu Hause ist schon dunkle Nacht, Hat man nach harten Bildungsrunden
hier steht der Tag in voller Pracht. sich in der Stadt dann eingefunden,
Man sitz im Flieger eingeengt, genießt man den Vorweihnachtstraum.
vom Nachbarn durch den Arm bedrängt, Die Weihnachtssterne, Weihnachtsbäume,
der Vordermann kippt seine Lehne erfüllen vieler Menschen Träume.
und stößt dich fasst bis an die Zähne, Bepackt sind alle mit Paketen,
belastend diese Unbequeme, die lautstark miteinander reden.
Das Fernsehen will die Reise würzen Man selbst genießt den Überfluss,
und sie durch einen Krimi kürzen. denn kaufen ist für uns kein Muss.
Beeindruckt von der Farbenpracht,
die man fürs Weihnachtsfest hier macht.

215
Kongresse

Radiologenkongress 1985

Wenn wir hier in Dresden tagen, wird nur per Computer gehen.
wollen wirs in Versen sagen, Datenträger werden kleiner
was uns alles so markant Unsere Wünsche immer reiner.
an unseren GMR –Verband. Lobenswert ist wohl das Leben,
Wie er lebt und uns bewegt das die Radiologen leben,
Und durch uns auch vorwärts strebt. so in ihren Alltagsstreben,
Röntgenstrahlen muss es geben, die die Informatio geben
Röntgenstrahlen sind sehr klein, über krankes Innenleben.
dringen völlig ohne Schmerzen Drückt es hier und zwickt es dort,
in dein Innenleben ein, trägt dich das Skelett nicht fort,
kommen dann auch wieder raus, ist das Knie gar eingeklemmt,
schwächer ohne Sturmgebraus. das es die Bewegung hemmt.
Radiologen muss es geben, Quält dich gar ein Gallenstein,
Radiologen müssen sein, manchmal nur unfassbar klein,
keiner von den Herrn Chirurgen, stoppt er noch den Gallefluss,
von der Schneiderzunft, gleich ob dass man operieren muss
Herz, ob Hirn und Magen keiner oder tritt ‚’ne Kolik ein
könnte sich allein ran wagen, hier von einem Nierenstein,
wenn nicht dieser Dunkelmann dann muss der Radiologe ran,
gäb dir den Befund gut an. er sagt dann auch den Klinikmann
Vieles ist schon längst passe` was man dringend machen kann.
Heute gilt nur noch CT. Mehrfach tagt im Jahr im Land,
Vieles ist schon nicht mehr wahr, der Röntgenvor- und Sachverstand.
was hier noch vor Jahren war, Will einer in den Vorstand rein,
all die ganze Pneumoluft dann möchte er schon Berliner sein.
ist doch lange schon verpufft. In den Vorstand wird beraten
Damals half die Angio weiter was wir zu beschließen haben.
in der Diagnostikleiter. Einmal geht es um die Wahl,
Unsere Röhren drehen sich schneller, für den Vorstand deiner Wahl
unsere Damen werden heller. und ‚’ne Stadt die wir gewählt
Der Standard ward bei uns erfunden die dann als Kongressort zählt,
ich frag euch alle unumwunden einmal geht’s ums Separieren
benutzt ihr ihn denn wirklich auch, ob die Isotopenjünger
ist er bei allen in Gebrauch. besser wohl alleine leben,
Bei Porstmann Charite Berlin wenn wir ihnen Gelder geben.
Das sah man Ganglienzellen glühen, Immer bringt Herr Schöneich dann,
hier wurde vieles vorgedacht, seinen Marktbericht noch an.
was uns auch weit vorangebracht. Herr Angerstein treibt Gelder ein
Ob im Norden oder Süden, und hält sie fest, als wären sie sein.
Filme steckt man noch in Tüten, Mahnt und klagt die Sünder an,
doch auch diese wird sich wenden das man doch bezahlen kann,
und auch die werden verenden, denn sonst folgt zum Überdruss
denn das Imaging System auch noch der Verbandsausschluss.
216
Kongresse

Regelmäßig in zwei Jahren, wurd der Tumor wirklich kleiner,


können wir dann wieder tagen, oder war es vielleicht keiner?
in einer die Stadt die wir gewählt Heute wollen wir jenen danken,
und die dann als Kongressort zählt. den’ wir unser Glück verdanken
Allen wollen dann beweisen, unseren lieben Ehefrauen,
das sie Wissenschaftler heißen den wir alles anvertrauen,
und hier klug mit diskutieren, die die Randbedingung schufen,
dass dann mancher sagen kann, dass ein mancher ward berufen.
ja das ist ein kluger Mann. Die, wenn wir erbaulich tagen,
Oft gibt man dann auch Applaus, sich zu Haus mit Kindern plagen.
für ’ne Leistung an der Maus. Laßt sie hoch und höher leben,
LD 50 angehoben, nehmt sie mit und macht sie froh,
Energietransfer verschoben, sie lieben euch ja sowieso.

4. Bastei-Symposium 1994

Das Röntgenvolk im Land der Sachsen wo Helden von Karl May gewachsen,
war seinen Pflichten stets gewachsen Old Shatterhand und Winnetou
und hat sehr früh sich dem gestellt, Und auch der alte Marabu
was Röntgen einst bereit gestellt. Auch Rih sein Pferd, der Superhengst
Die Technik die vonnöten war, Im Erzgebirg, das Buschgespenst.
die bauten Sachsen wunderbar. Er ließ die Rothaut auferstehen,
Herrn Koch & Sterzel kennt ein jeder als sie bereits im Untergehen.
als deutsche Röntgentechnikväter. Was je aus seiner Feder floss,
Im Reich der königstreuen Sachsen die Jugend richtig voll genoss.
ließ Schmorl die Knorpelknötchen wachsen. Ein kleines Grüppchen edler Recken
Er röntgte schon 2 Jahre später will für das Fach Interesse,
Skelette toter deutscher Väter. will zur Verbesserung der Konturen,
Er lockte Forscher, hielt sie fit, die Bildkontraste neu verbuchen.
auch Alban Köhler mischte mit. Aus Ost und West, aus nah und fern,
Nun doch schon zum vierten Male die meisten hier aus Sachsen,
tagt man hier im Land der Sachsen, wo Radiologen neuerdings,
wo die Trauben prächtig wachsen erfreulich üppig wachsen.
diesmal in den Lößnitzbergen, Der Josef aus dem Bayernland
Und Vater Weiß vom Ostseestrand,
Bernd H. vom Charitegelände,
die zeigten schon die Schittbildwende.

217
Kongresse

5. Basteisymposium

Hier in Dresden tagt man wieder


und relaxt die müden Glieder,
lässt sich wissentlich verwöhnen
und vergisst das Arbeitsstöhnen.
Vieles wurde hier geboten
von den neuen Kernspinmoden,
was man letztlich alles treibt.
Hier das Time of Flight-Verfahren,
weitverbreitet schon seit Jahren,
wo Herr Alart demonstriert
wie im Gefäß das Blut marschiert,
wo Stenosen es begrenzen
und wie nützlich die Sequenzen,
um dies bildlich darzustellen,
in sehr schweren Krankheitsfällen.
Herr Imhof zeigt mit Wiener Charme,
dass die Sequenzen ohne Harm,
der Hüfte Leiden offen legen,
dank des Protoneninnenleben.
Frau Gräfin rechts vom Isarstrand,
das erste Mal im Sachsenland,
hat uns per Kernspinbild gezeigt
wie sich das Kranke farblich zeigt.
Herr Rummeny spielt mit Sequenzen
und dabei war er kaum zu bremsen.
Mit Turboscan und Flash und Rare
Scannt er den ganzen K-Raum leer.
Herr Vogel dieser Kernspinhase
steckt gern den Finger in die Nase,
kommt damit klinisch spürbar weiter
auf seiner Diagnoseleiter.
Herr K. hat uns hier demonstriert,
wie man ins Myelon marschiert,
er setzt hier Fettsuppression an
und sagt was man noch machen kann.
Herr Gerhard aus dem Bayernland,
der leitete mit Sachverstand,
die Talkshow hier im Kernspinland.
Ganz klar hat er uns offenbart,
wann man sich mit dem Kernspin paart
und wann es primär nützlich sei,
er weiß es, er ist lang dabei.

218
Kongresse

8. Bastei-Symposium Hilton 1998

Man tagte hier wie letztes Jahr, der Kranke kann dann wieder heim.
ich hoffe, dass es nützlich war. Herr Vogel nannte große Zahlen
Erfuhr, wo man voranmarschiert, von Menschen mit Aortenqualen.
und was ganz neu das Wissen ziert, Er demonstrierte was man kann,
wie bislang unbekannte Ecken geht man ganz virtuell hier ran.
mit Krankheitsherden zu entdecken Herr Holsten zeigt mit Kernsequenzen
Herr Lissner bot den Röntgenwandel wie eng der Kranken Lebensgrenzen,
im ersten Hundertjahrehandel. wenn Aortenwandung disseziert
Herr Heuck ging schon ein Stückchen weiter und kein Chirurg mehr operiert.
auf unserer Diagnostikleiter, In Homburg geht man räumlich vor
schaut sich im Interstitium um durch Drehen die Gefäßbefunde
mit ganz modernen Kernsequenzen, gabs Angiogramm manch neue Kunde
ließ sich das Wissen hier ergänzen Laniado kann Patienten sagen,
Herr Bartel laut und eloquent, die in den Autocrash geraten,
im frisch gestärkten Oberhemd, ob Herz und Lunge malträtiert,
nutzt noch das schiere Röntgenbild, die Rippen gar noch frakturiert.
das uns noch reichlich viel enthüllt. Herr Röhnert, Klöppel und Frau Schleicher,
Herr Rauber ging per Übersicht, die machen die Befunde reicher
mit den Kriterien zu Gericht, von Polytraumen dieser Welt,
die uns die Embolien bieten. woran der Mensch sehr leicht zerschellt.
Aus Mannheim mit dem EBT, Herr Adam aspiriert drainiert,
bot Herr Georgi seinen Dreh. wodurch er Pus hinweglogiert.
Sagt uns wo’s besser, wo’s von Nöten Der Vortagsreigen ist vorbei,
um die Befunde zu entböten. nun sind wir für den Abend frei,
Ist dann die Klinik offenkundig, der Interessantes noch verspricht
dann stößt Herr Basche mit Katheter dazu ein tolles Leibgericht.
direkt in den diesen Thrombus rein Ein Dank an alle Mitgestalter
und fragmentiert ihn winzig klein, Und Referentensachverwalter,
dies Wochenende uns gegeben,
in dem gestressten Alltagsleben.

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Kongresse

10. Bastei-Symposium

Das 10. ist nun auch Geschichte, hilft zur Verdauung kräftig, tüchtig.
man gehe gnädig zu Gerichte Mit Ultraschall und MRT
man hofft das Sche..ing wie und auch mit dem Spiral-CT
wie bisher das 11. nährt und weitere mehr. scannt man das Leberparenchym,
Man tagte im Steigenberger. sieht Herde im Verborgenen blühen.
erfuhr was man neu ausprobiert Die Kernsequenzen die von Wert,
und wo man gut voranmarschiert. sind klangvoll acronymgestärkt.
Die Brust des Weibes schönste Zierde Spinecho braucht die meiste Zeit,
Der Ort des Mannes Lustbegierde, für RARE-Sequenz ’ne Kleinigkeit.
kann auch erkranken, welche Pein, Der Echotrain rast durch den Raum,
drum schaut man prophylaktisch rein, die Haste Sequenz die spürst du kaum.
mit Röntgenstrahlen, Ultraschall Der Turbospin codiert den Schritt
und MRT von Fall zu Fall. und hält so in der Phase mit.
Man ist bemüht beim Tumorleiden Auch FLASH 2D T1 gewichtet
die Brust nicht gänzlich abzuschneiden. wird hier in kurzer Zeit verrichtet.
Organerhaltung ist das Ziel, Die Milz im linken Oberbauch,
Herr Se.er sagt ein Kinderspiel. erkrankt zwar seltener, aber auch.
Er konnte mit Herrn H.mann zeigen, Die Kenner hier von diesem Feld,
was machbar heut im Tumorreigen. die haben es uns vorgestellt.
Die Nase Rachen und der Mund, Herr Holsten schildert sonnenklar,
die Nase, Larynx und der Schlund wie einfach Diagnostik gar
zählen, wenn erkrankt, seit alten Zeiten und auch Laniado von der Lahn
wohl zu den allerschlimmsten Leiden zeigt uns Befundkriterien an.
Der Oberbauch dient der Verdauung Der Vortagsreigen ist vorbei
Und bringt wenn wohlgefüllt Erbauung. Nun sind wir für den Abend frei.
Die Leber die Chemiefabrik Ein Dank an alle Mitgestalter
hält durch Fermente dich auch fit, Und Referentensachverwalter,
das Pankreas nicht minder wichtig, dies Wochenende hier verbracht
und auch so prächtig mitgemacht.
Ich lad sie für das Nächste ein,
es sollte dann das 11. sein

220
Kongresse

14. Bastei-Symposium (Radebeul)

Die Jahre trieb dahin der Wind, Vor allem unsere Frauenwelt
man staunt, dass es schon 14 sind, weil hier dann ziemlich junge Frauen
dass wir uns hier basteigebunden dies Tumorleiden früh befällt,
alljährlich wieder eingefunden. hier ist die Prävention gefragt
Nun wohl schon zum 6. Male wie uns Frau Kast und Viehweg sagt.
Tagt man hier im Lößnitztale Schulz-Wendland hat hier vorgebracht
Wo die edeln Trauben wachsen, wie man es digital heut macht,
die berühmt nicht nur in Sachsen. mit DQE zeigt er uns an
Ein kleines Grüppchen edler Recken wie gut man digital doch dran.
will für das Fach Interesse wecken. Hat auch den Schwachpunkt Mensch gezeigt
Aus Ost und West, aus nah und fern auf den sich schnell die Schranke neigt.
die meisten wohl aus Sachsen, Herr Bick mit CAD sehr gut vertraut
wo Radiologen neuerdings sehr hoffend auf die Zukunft baut.
doch wohl ganz üppig wachsen. Hat Algorithmen voll zur Hand
Laniado hat hier mit Bedacht in dem Befundungsmammaland.
die Mamma ins Gespräch gebracht Doch CAD wird sicher besser werden,
und er begrüßt mit warmen Worten sind wir entbehrlich dann auf Erden.
all jene die sich heut hier horten. Herr Heller macht das Screening klar
Zuerst Herr Friedrich aus Berlin Wie viele Frauen Jahr für Jahr
konnt wandelnd durch die Zeiten ziehen man mammographisch klären soll,
und machte hier in Schritten klar das ganze klingt noch reichlich toll.
wie die Entwicklung einstmals war. Herr Schulze-Wendland abermal
Fallstricke können teuflisch sein tritt an das Pult zum zweiten Mal
dies warf hier Müller Schimpfle ein und trägt brilliant und spritzig vor
Bei BIRADS 2, 3, vier und fünfe was wichtig schon für unser Ohr
da schwelgt genüsslich Müller Schimpfle. lässt sich gern an den BIRADS aus
MR gestützt kann man punktieren erhielt dafür auch viel Applaus.
und so den Herd gut bilanzieren. Zum Schluss Herr Kaiser, der erdacht
Herr Werner bringt aus Kliniksicht dass man heut Brust MR hier macht.
die Diagnostik zu Gesicht, Er gilt als Nestor des Verfahren,
zeigt wie man schonend operiert obwohl manch andere in den Jahren
und es dann plastisch auch verziert. hier vordergründig tätig waren
Herr Kunath der gut zählen kann und was man spektroskopisch macht,
gibt uns die Inzidenzen an dass hat er glänzend dargebracht.
wie oft die Frau erkranken kann. Vieles wurde heut geboten
Mutierte Gene die belasten, ich denk das Ganze sei zu loben
Ein Dank an alle dies vollbracht
und die es wieder gut gemacht.

221
Kongresse

15. Bastei-Symposium
Die mutig, kühn intervenieren
Wieder tagt heut die Bastei kathetermäßig vormarschieren,
es begann so gegen zwei. sodass man Gänsehaut bekommt,
Diesmal mitten in der Stadt sie sagen es lief alles prompt,
wo man kurze Strecken hat Abszesse, Fisten, gut drainiert
um Kultur und Kunst zu haben und dann der Kranke auch saniert.
womit Dresden voll geladen. Den eindrucksvollen Tumoreigen
Das Symposium der Bastei den konnte man in Bildern zeigen
bietet doch so mancherlei denn die Tumoren welcher Graus,
über Menschenbauchesleiden, heilen am Pankreas nicht aus,
an dem Kranke furchtbar leiden, hier bieten MRT, CT denn
zeigt was Neus aufgeboten etwa gleichen Leistungsdreh.
und was ferner noch geblieben Der Dünndarm viele Meter lang
von dem Kolon Dünndarmröntgen an Tumorleiden selten krankt,
und wie Dosen gut zu bänd‘gen. jedoch Polypen, Ileiten
von der Strahlen großen Dosen die kommen öfter angeritten,
die den Körper voll durchdosen die Sprue, der Crohn und Fistelgänge
die Herr Hietschold nachgemessen, verursachen schon arge Zwänge,
dabei ist nicht zu vergessen was früher uns der Sellingk bot
das CT als Multislice bietet das ist vorbei, man sagt ihn tot.
höchsten Dosispreis. Die Endoskopen drängen vor
12 Punkte spielt die Tagung ein mit dem flexiblen Dünndarmrohr,
im Weiterbildungsklangverein. das zweifach mit Ballon bestückt
Mit netten Worten ganz besonnen und so ganz durch den Dünndarm rückt
hieß uns Herr Laniado hier willkommen. das Kapselendoskop bedingt
ER stieg mit Luft als erster ein uns eine Diagnose bringt.
und zeigte Darmespiegelein Herr Düx, Jakobi streiten hart,
auch Kalk und Fett sei zu erkennen weil jeder anderswo verharrt
man sollte letztliches alles nennen und jeder manches anders sieht
und auch kein Bauchtuch übersehen wie man so zum Erfolg hin zieht.
wohin schon die Chirurgen spähen. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten
Wenn Bauchweh heut den Menschen quält hier muss das Schnittbild gänzlich walten
man alsbald dann das Röntgen wählt. ganz virtuell steigt man hier ein
Der Ultraschall steht vorne dran dank volume, surfes rendering
danach fängt man mit Röntgen an, bringt Multislice hier den Gewinn
Ja die CT kanns vieles finden und hier wird dann alles navigiert
oft des Leidens Kern ergründen und automatisch durchmarschiert
kann sagen was am Darm erkrankt durch der Gedärme Innenraum
und ob das Pankreas noch schlank so wie der Mensch im Weltenraum
ob‘s gar entzündet, abszediert Rogalla bot schon Zeilen,
vielleicht nekrotisch imbibiert, dann bleibt kaum Zeit noch zum Verweilen
ob gar ischaemisch hier der Darm erdrückend sind die Bilderzahlen
der schlägt so starken Schmerzalarm mit den wir Diagnosen malen
wie uns die Regenburger boten. ist hier der Fortschritt nicht ‚ne Qual.
222
Kongresse

Die Technik muss hier mit verwalten Es wird auch weiter vorwärts gehen
und das Archiv gleich mit gestalten und sicher gibts kein Stille Stehen
Herr Taupitz mit dem MRT wie wir es gestern, heut gesehen.
hat eine Dreier Tesla-Dreh Die Themen waren gut gewählt,
zeigt den Patienten gut verschnürt, wenn man nur die Besucher zählt,
den er hier in die Röhre führt die Referenten all zu loben,
Mit immer neue Kern-Sequenzen die gutes Wissen uns hier boten
kann man das Wissen neu ergänzen, und auch den Fortschritt avisierten
der Mensch per TIM wird aufgehellt und damit ihre Häuser zierten
und Krankes sichtbar dargestellt. nicht jeder hat nen soviel Zeiler
Auch Primovist kann Leberleiden und auch nen Dreier Teslakeiler.
recht hilfreich diagnostisch zeigen. Ein Dank an alle, dies vollbracht
OH teuere neue Röntgenwelt und die es wunderbar gemacht
Ist’s künftig um dich gut bestellt? Kurzweilig waren die Bildungs-Stunden
sind Mittel fürderhin vorhanden die alle nützlich hier empfunden.
um immer mit ganz vorn zu landen? .

Ostseesymposium

Die Ostsee lockt zu jeder Zeit, man dilatiert ja schon seit Jahren.
und ist auch stets empfangsbereit Auch wenn das Herz dich stechend plagt
für Gäste die die Wellen lieben ist heute Hilfe angesagt,
und ihren Körper Sonne bieten. oft tut es der Ballonkatheter,
Man ist sehr gern hierher gekommen, man dehnt die Engen auf wie Leder,
nachdem man das Programm vernommen, sodass die Herzgefäßkranzenge
will hören, was es neues gibt nun künftig ohne Schmerzenszwänge.
und wo der Fortschritt schon gesiegt. Und löst sich gar ein Embolus
Die Radiologen hier im Norden, Und hemmt dabei des Blutes Fluss
die können die Beschwerden orten, man sofort hier lysieren muss.
die manchen Menschen furchtbar quälen Streckt dich ein schwerer Kopfschmerz nieder,
und somit zu den argen zählen. setzt außer Kraft, den Geist, die Glieder
Der Krankheitsschmerz macht Höllenqualen, und ist die SAB der Grund, dann
Den selbst die Dichter teuflisch malen, kann man helfen noch zur Stund,
denn wo die Heilkunst oft verlegen, die Blutungsquelle sofort orten,
dann hofft man dann auf Gottessegen. Katheter die mit Coils beladen
Wie weit wir schon gekommen sind, lässt man zum Aneurysma waten,
das pfeift hier laut der Ostseewind. kann dieses ganz exakt verschließe,
Hier wurde trefflich vorgetragen, sodass die Heilungschancen sprießen.
was heut zum Schmerzbild sei zu sagen Doch wenn die Leber auch betroffen,
und wie man es behandeln kann, bei Menschen die zuviel gesoffen
lässt man nur den Erfahrenen ran. kann noch ein TIPSS kurz Hilfe bieten.
Wer schmerzlich an Gefäßen leidet H.D.Weiss aus Lübecks Landen,
und nicht mehr kraftvoll vorwärts schreitet, hat es hier sehr geschickt verstanden,
kann Hilfe hier direkt erfahren, im Schmerzsymposium das zu landen,
was Radiologen hier zu bieten,
was Neues letztlich hier kreiert,
womit man dann nach Haus marschiert.
223
Kongresse

Tagung im Belvedere Weimar Böblingen IPPNW-Tagung 1988

Nycomed hat eingeladen Wir denken gern an jene Stunden,


in den schönen Junitagen wo wir in frohen Friedensrunden
auf kulturgetränkte Stufen aus Ost und West zusammen fanden,
in das schöne Belvedere, wo Friedenssehnsucht uns verbanden
Goethe kennt es wohl nicht mehr. Herr. Dr. Schenck und Dr. Schmidt,
Dies Belvedere ist entstanden, auch ihre Frauen wirkten mit,
als sich Ost und West nicht kannten sie wollten dass Vernunftbegabte
man sorgsam pflegte Westverwandten. hier ehrlich ihre Meinung sagten.
Zum echten Belvedere daheim, Ein jeder hier in diesen Reigen,
da lud die edle Frau von Stein wollt sich als Friedensengel zeigen.
den Herrn Geheimrat Goethe ein Frau Liendörfer schlug die Brücken
und was sie plaudernd mitgeteilt um Menschen weiter zu beglücken.
heut durch der Welt Annalen eilt. Zwei Ärztedamen hoch von Rang,
Wir haben mit Erfolg getagt, die stehen hier ganz vorne dran
was man heut zum Kontraste sagt, und führen den Verband klug an.
wie man die Risiken verdrängt Sie fanden Zugang zu den Herzen,
und Nebenwirkung gänzlich senkt, um jene Angst mit auszumerzen,
wie man ganz optimal dosiert, die durch die Rüstung uns bedroht,
und was an Neuem so passiert damit wir nicht schon morgen tot.
Wir sahen viel vom Schwabenland,
was nur durch Buch und Film bekannt,
doch wie es wirklich lebt und lacht
und sich zum Stolz des Volkes macht,
dies konnten wir hier miterleben
und dieses hat uns Mut gegeben.
Wie sorgsam man hier Frieden pflegt
und über Grenzen, Brücken schlägt,
das prägen wir uns sorgsam ein
und sagen es bei uns daheim.

224
Kongresse

Japan

Zum 9. mal traf man sich hier hat man uns gleich zum Lunch gereicht,
Manch guter Wissenschaftskontakt dann ging ohne Pausen weiter
entstand aus beider Land Kontrakt. auf der gemischten Vortagsleiter.
Mit JAL ging es von Frankfurt los. Auch mancher Vortrag inhaltsschwer
Der Flug wie immer reichlich lang war oftmals vom Verstehen schwer.
auf viel zu enger Sitzesbank, Herr Liermann im Gefäß zu Haus
man quält sich durch die lange Nacht, Baut stentgespannt das Lumen aus.
hät gern die Augen zugemacht Derweil die Damen fröhlich munter,
den Flug dann voll im Schlaf vollbracht, fuhr man zum Hafen dann herunter.
doch letztlich ging auch die vorbei. Erlebten wie man leibt und lebt
Willkommen hieß man uns im Land, und sich in Japan so bewegt.
das vielen doch schon lang bekannt, Am Abend nach dem Vortragsreigen
ja selbst die Botschaft war vertreten, da konnten wir uns wieder zeigen
man wollte sich ja nobel geben. und trafen unsere Damen bald
Das Klima Dank El Nenius Kraft dort im Aquarium gab’s den Halt,
ward für uns extra heiß gemacht. wo man mit Speisen ward verwöhnt,
Man saß in airgecoolten Hallen, sodass heut noch der Gaumen stöhnt.
ließ sich den Wissensguß gefallen, Der Dienstag brachte reichlich Regen,
doch nach der ersten Vortragsrunde, nur mit Schirm gings Fortbewegen
gab’s „blackout“ bis zur Mittagsstunde, Es folgten wieder Referate.
es gab Getränke heiß und kalt Z.T gemeinsam, teils getrennt
und kürzte so den Zwangeshalt. Hat man sich in sein Fach geklemmt,
Man traf sich in der deutschen Runde man hat gezeigt was man gemach
In der gewonnenen Morgenstunde und was man alles ausgedacht.
Und prüfte was zu machen sei, Man war am Ende wohl zu frieden,
es gab so manche Eierei, denn zeitlich war nicht mehr zu bieten.
wie man in Zukunft denn verfährt Am Mittwochmittag wars vorbei,
und wie man Austauschstellen klärt, man war nun für das Touring frei,
ob man nur einen schickt pro Jahr sah was die Stadt zu bieten hat.
oder gar drei verteilt auf’s Jahr, Sah Reste vom Olympiareigen,
es gilt Kontakte zu verstärken, konnt uns die großen Schanzen zeigen,
vor allem für die Röntgenerben. wo kühne Springen, mutig, munter
Herr Kaufmann sprach von Heidelberg hoben vom Schanzentisch herunter.
und seinen Vorbereitungswerk Der Moiva Berg z.T. verhüllt,
fürs nächst Treffen vom Verband, das Tal der Stadt nebelgefüllt,
bei uns daheim im Badenland. man sah nur silhouettenhaft,
Ja der Blackout am ersten Morgen wie weit die Stadt das Land erfasst
war für die Gastherren voller Sorgen, Am Abend traf man sich beim Bier
da’s Reparieren wohl nicht leicht, Und briet sein Fleisch am Tisch vor Ort,
dann fuhren uns die Busse fort.
Man hat die Bande neu gestärkt
Im Deutsch-Japan’schen Röntgenwerk.

225
Kongresse

MTR-Tagung

MTRs und MTA sind für Radiologen da, Früher war er Jazztrompeter,
sie verzieren unser Leben, heute ist er Volksvertreter,
denn sie bieten gute Sachen, der mit Charme ganz elegant
wenn sie schöne Filme machen, alle Damen an sich bannt.
die Patienten registrieren, Um das Ganze gut zu leiten
gut belichten, archivieren, stehen 2 Damen an den Seiten,
wunderbaren Kaffee kochen, machen alles was von Nöten,
sodass unsere Herzen pochen. blasen auf ganz kleinen Flöten
Ja was wer unser Leben, manches Scherzo voll im Ton,
würd’es MTRs nicht geben. Ordnung ist der beste Lohn.
Keine Röhren würde glühen Als Boss der ganzen Röntgenknechte
und umsonst wär’ das Bemühen, ist Meinhardt Lüning grad der Rechte.
was die Radiologen zeigen, Willst du ihn persönlich fragen
wenn sie früh zur Klinik steigen. musst du große Reisenwagen.
Ja was wäre unser Leben Europawest, das hat er fest,
würde es kein Röntgen geben? da ist er auch so gut bekannt,
Wär das Röntgen nicht erfunden, wie im gelobten Freundesland.
wären wir hier nicht gebunden, Doch da wäre noch zu nennen,
wären Ärzte anderswo, einer den wohl alle kennen,
sicher wären wir nicht so froh. überall tritt er mit auf,
Doch Herr Röntgen hat entdeckt, überall ist er zu Haus.
womit man Diagnosen weckt. Früher war er Zuckerbäcker,
Nun zurück zur GMR. buck die Torten wirklich lecker.
Wer führt denn diese Damenwelt, Heute ist er Geldverwalter
die sich an den Anfang stellt Und zum Teil Kongressgestalter.
jeder guten Heilbehandlung, Ja ihr Mädchen hier im Saal,
in der Menschgesundheitswandlung sagt ja nicht, es ist egal.
hier im Lande wirksam an. Wer hat uns allen mehr gegeben
Nun wer ist den dieser Mann? Für unser täglich Arbeitsleben,
Herr Röntgen etwa ganz allein,
Herr Einstein oder Angerstein.

226
Kongresse

China Röntgenreise 1984

Einmal Peking einmal Ente und schlussendlich den Vertrag,


bringt im Leben manche Wende, den TUR mit China hier gewagt.
lässt es leichter gar ertragen, Man sah ganz viel vom großen Land,
dieses Hetzen, dieses Jagen, wo allerorts Kultur zur Hand,
bald kommt man zu dem Entschluss, älter oft als tausend Jahre,
dass man langsam gehen muss, manches älter ohne Frage.
ob in Shanghai im Hotel, Wundersam die Stadt Shanghai,
ob im Fragrant Hill Motel, der Huangpu teilt sie entzwei,
immer geht’s mit frohem Mut altherkömmliche Promenaden,
trägt man diesen grün en Hut. die laden ein, sich hier zu laben.
Danke möchte ich allen sagen, Der Bund noch aus der Briten Zeiten,
die das Ganze mit getragen, ein Platz um herrlich lang zu schreiten.
hier Jesse, dort Herr Krause Peking, dreitausend Jahre alt
jeder liebt ’ne Mao-Sause, hier herrschte mehrfach Krieg, Gewalt
auch Herr Kajan und Herr Merker noch voll geprägte Kaisertempel,
sind im Essen noch viel stärker, noch manches trägt von einst den Stempel,
gleich wo man sie finden kann, nicht mehr verboten ist die Stadt,
immer stehen sie ihren Mann. wo einst der Kaiser Zugang hat.
Streikt die Röhre, klemmt’s Relais, Der Himmelstempel, die Pagoden,
die Belichtung, oh herjeh, glückhaft erhalten durch die Roten.
für die Männer mit Erfahrung Ja es gab hier viel zu spähen
so die rechte Arbeitsnahrung. und ich hab auch sehr viel gesehen.
Eins, zwei, drei, schon ist’s behoben, Höhlen hier und Grotten dort
solche Meister muss man loben, und Tempel gar in einem Fort,
mit ’nem Zehner Essensgang, für Harmonie, Eintracht und Frieden
das macht kräftig, hält dich schlank. das sei fortan den Land beschieden.
Anfangs schien der Tag schon lang, Die roten Garden die vor Jahren,
mancher wurde dabei schlank, hier wütend durch das Land gefahren,
doch mit jedem neuen Tag die waren gottseidank gebannt,
wuchs die Arbeit und die Plag, ein Segen für das große Land.
ob im Children Hospital, Die Zeit im Reich der Mitte,
ob im Railway Klinikum, war eine Offenbarung und
eilig lief die Zeit herum. alles was man hier erfuhr
Seminare, Referate auch für TUR bereichert die Erfahrung.
stand ich noch Pate und Die Reise ihren Abschluss fand,
zwischendurch gab’s noch Beratung, mit Ente hier bei Krause
und zum Abschluss eine Tagung und morgen geht’s nach Hause.
Ich heb das Glas mit Reiswein an
auf diese gute Runde und sage Dank
für vieles hier, bis hin zur letzten Stunde.

227
Kongresse

Kongress in Bahrain 1997

Ob ABU DHABI ob BAHRAIN zentral versteckt dort saßen.


Herr Sakhel ließ hier viel entstehen, Ja auch die Radiologenwelt
Kontakte durch die Wissenschaft, hat sich hier mit dazugesellt.
gibt völkerbindend neue Kraft. Herr M.-ler zeigt was’s MR kann,
Beim Scheich, beim Emir und noch mehr setzt man sie an Gefäßen an.
auch der Minister kam mit her, Er nutzt ganz flotte Bildsequenzen,
bot seine Patronage hier an will so die DSA ergänzen.
und damit fing das Ganze an. Herr K.ler blockt das Nasenbluten,
Man tagt in airgecoolten Hallen, auf rein endovasalen Routen.
fand an der Wissenschaft gefallen. Damit der Mensch gut laufen kann
die die Bahrainis und Germanen baut man hier neue Pfannen an,
erbrachten hier in diesen Rahmen. doch neben fachbezogenen Fragen
Herr R.-.fuss von der Nasenzunft wollt auch die Botschaft noch was sagen,
bot allerfeinste Messerkunst lud uns auch ganz privatim ein,
und baute Nasen wieder an, in ein Ambiente superfein.
die abgebissen von’nem Mann, Auch der Minister seiner Gnaden
der in Arabiens Lustgebilden, hat zum Empfange hier geladen,
ward zugerichtet wie von Wilden. ja selbst die Wüste bot ihr Camp,
Herr Sakhel tunnelte Stenosen, mit viel Musik, nicht lärmgehemmt.
die als spinale Längsphimosen Der Emir bot dann ganz zum Schluss
die Nervenwurzeln arg beengen ’nen Supergaumenhochgenus.
an ihren schmalen Austrittsgängen, Man sah die Stadt, man sah das Land,
schafft Freiheit für’s spinale cord ward mit Bahrainis gut bekannt,
und treibt die Claudicatio fort. erfuhr wie sich’s im Lande lebt,
Wenn das Gehirn angiomverziert und sich die Medizin bewegt
und der Patient ’ne Blutung spürt, und was man gar von Deutschland weiß,
dann geht ganz kühn Herr H.-ler ran, dort sei’s im Sommer nicht so heiß.
entfernt was man entfernen kann, Ich wünsch dem jungen Zweckverband
schont das Gehirn und seine Bahnen, Im Orient und im Heimatland
wovon Patienten gar nichts ahnen. Ein gut Gedeihen, kräftig wachsen,
Ist gar die Leber angegriffen, vielleicht tagt man einmal in Sachsen.
dann kommt Herr S.-fi angepfiffen,
er reseziert die Metastasen, die tief

228
Kongresse

Echostudie HD 2001

Viele, viele kluge Reden Und er nannte viele Zahlen,


brauchen selten höheren Segen, die nicht alle auszumalen.
wenn sie nur Profundes bieten, Sylvia bot zu ersten Stunde
kann man’s am Erfolge wiegen Den Report der Hauptbefunde,
Wenn die Menschen reifer werden, die bei ECHOS hier gefunden.
kann das Laufen hier auf Erden Side effecte sind im Leben
schmerzhaft und beschwerlich werden, selbst bei Clivarine gegeben,
wenn Gelenke abgerieben welcher Schwere, welcher Art
kann man Ersatz den Menschen bieten. bot Herr Beier uns parat.
Auch beim besten Operieren Gründlich soll man untersuchen,
kann man Venen alterieren gute Phlebogramme buchen,
und Thrombosen vorbereiten, immer beide Seiten prüfen.
die dann in die Lungen gleiten Ultraschall soll nie allein
und dich himmelwärts vertreiben. Art der Untersuchung sein,
Dieses kann man wohl vermeiden wie Herr Weber klar vermerkte.
konnte „ECHOS“ spürbar zeigen. Aus dem fernen USA
Heut zum dritten, letzten male, war Fareed persönlich da,
trifft man sich in einem Saale, zeigt wie Heparin gestaltet,
um gemeinsam zu beraten, wie die Wirkung sich entfaltet
wie die Studie denn geraten. um Thrombosen zu vermeiden
Früh am Morgen gegen neun und dabei gesund zu bleiben.
trifft die Mannschaft strahlend ein. Vieles wurde noch gefragt,
Vorne links, von dort aus rechts Neues auch dazu gesagt.
sitzen beiderlei Geschlechts, Letztlich darf man doch wohl sagen,
alle Streiter von der Leitung, das man voller Wohlbehagen,
warten auf die Aufbereitung, wenn hier Clevarine gegeben
der Befunde die erstellt, für die Sicherheit im Leben,
in der Klinik –Forschungs-Welt. beim Replacement der Gelenke,
Ganz voran der Profus Bacher, tut mans klug und sehr behände.
Studienchef und auch der Macher Noch ein Lob ans Ambiente
Lobte Fleiß und auch Design, sagt: In dem Marriott Gelände,
„Heute fahren wir alles ein“ das Frau Reid wohl ausgesucht
Und er nannte auch die Namen, und dazu auch noch gebucht.
die aus different Landen Abgeschlossen ward das Ganze
sich in Heidelberg hier fanden. Mit `nem wilden Feuertanze
Interessant war zu erfahren, in der alten Schlossruine,
wie viel Zeit an Tag und Jahren, die beleuchtet in der Nacht
wir gebraucht um zu erkunden, imposante Schatten macht.
was wir hier herausgefunden. Sicher wird noch lang gedacht,
an die grelle Feuernacht,
die noch Winterfrost gebracht

229
Kongresse

Symposium des BZOS

Die Brust des Weibes schönste Zierde


und Ort des Mannes Lustbegierde,
ganz wundervoll auch anzusehen,
wenn herrlich rund und lieblich schön
kann tumorleidend auch erkranken
wodurch die Lebenshoffnung schwanken.
Doch hier in der Expertenrunde
erfuhren wir die gute Kunde,
das acht von zehn schon überleben,
wenn sie in gute Hand gegeben
und wie man sie auch früh erkennt
per Vortrag Näke, Schreiber nennt.
Wie man erfolgreich operiert
wurd’ von Chirurgen vorgeführt
Bachouri und Faridi, Heyl
die boten hier schon superfeil
was man kosmetisch machen kann,
nagt`s Carcinom die Mamma an.
Der Pathologe zeigt uns klar
ob die Op erfolgreich war.
Zum Schluß versuchten Internisten
den Tumor noch zu überlisten.
Dank Her2-neu und Infusionen
kann sich die Therapie auch lohnen
wenn fernab auch schon Knoten wohnen.
Ein Dank an alle dies gemacht,
recht klug und weise vorgedacht.
Es hat wohl jeden was gebracht,
auch das Ambiente hier vor Ort
war schon der rechte Tagungshort.
Mir selbst hat es sehr gut gefallen,
ich denke auch den anderen allen.
Auf das Nächste!

230
Reisen

231
Reisen

232
Reisen

Urlaub

Man denkt das Leben geht nicht mehr


kommt nicht sofort der Urlaub her.
Fährt nach dem Süden, steht im Stau,
beschimpft auch noch die eignen Frau,
die schuldlos sich wie du auch grämt,
weil die Bewegung jetzt gelähmt.
Man fuhr so wohlig Autobahn
auf einmal fängts zu stocken an,
es rollt nur zögernd der Verkehr
und plötzlich stockts, es geht nicht mehr
die Autobahn ist prall gefüllt und
wie man sieht in Blech gehüllt.
Man wartet Stunden voller Zorn
es hilft auch hier kein Nebelhorn
es gibt kein Vorwärts, kein Zurück
man hält sich meist mit Schweigen fit.
Die Nebennieren startbereit
Adrenalinstoß nicht mehr weit,
man ist zum Krampfanfall bereit
was man auch tut, will man auch starten,
es hilft nichts, man muss stehend warten.
Nach zwei drei Stunden geht es weiter
auf einmal wird das Leben heiter.

233
Reisen

Für E. u. S. H. Quito/Ekuador 1987

Wenn man in die Ferne zieht, ja Intermed bringt er voran,


wo man vieles Neue sieht, wie man’s als Chef nur machen kann.
braucht man Menschen die zur Hand Er war in dieser kurzen Zeit
in den anderen, fernem Land. für uns auch stets empfangsbereit,
Quito ist sehr hoch gelegen, damit man vieles sehen kann,
dennoch gibt es reichlich Segen, was dieses Land uns bieten kann.
für die Menschen die hier wohnen Ins Andenhochland hochgestiegen,
und sich nicht persönlich schonen. um’n Cotopaxi zu besiegen,
Dieses Land voll Überfluss die Luft ist dabei weggeblieben,
bietet Gaumenhochgenus, zum Urwald auch hinabgefahren,
Früchte, die man wohl kaum kennt, auch den Äquator überschritten
ist man diesem Lande fremd. und juxhaft auch darauf geritten,
Erwin schafft und wirkt für 2, die Otavalos heimgesucht,
immer ist er voll dabei, ein Stück der Inkas mitgebucht.
Intermed macht er bekannt Die Kliniken in diesem Land
und dies tut er ganz charmant. die zeigten hohen Bildungsstand
Immer freundlich aufgelegt, Man war bemüht von TUR aus Sachsen
auch wenn innerlich erregt, wo Mammatechnik neu gewachsen
biete wohlfeil alles an, die hier im Lande zu vertreiben,
was man hier gebrauchen kann. das war der Grund von unserem Bleiben.
Spät ist er hinaus gezogen, Die Mamma rund und wunderschön,
hat sich gut zurecht gebogen, für Männer gerne anzusehen,
handelsrätig wirkte er, die kann erkranken welche Pein
brachte Geld und noch viel mehr. drum schickt man Röntgenstrahlen rein
Sprachlich äußerst eloquent. um das Erkrankte aufzuhellen
Er kennt die Menschen, ihre Stärken, an den suspekten Mammastellen.
und kann sich auch die Schwächen merken Dies habe ich in vielen Stunden
und über zwanzig Vortagsrunden
der Ärzteschaft hier beigebracht
und manche Freundschaft auch gemacht.

234
Reisen

Bahnfahrt 1990

Man fährt durchs deutsche Einheitsland


und ist auf das was kommt gespannt.
Sitzt froh im Zug, genießt die Welt,
die sich uns so entgegenstellt.
Man sah noch nie das Alpenglühen,
die Berge in den Himmel ziehen,
den Tidenhub vom Nordseestrand,
den Rhein und’s Lüneburger Land.
Man will erspähen wie Deutschland ist,
was man so lange ja vermisst.
Erblickt die Dörfer, die verjüngt,
hell leuchtend, grad wie frisch geschminkt.
Die Felder klein, doch gut bestellt,
per Auge eine heile Welt.

Reise nach Holland 1992

Herr T.-mann hat sie vorbereitet


und uns persönlich auch begleitet.
Wir sind durch Tulpenland gereist,
ganz gut in Amsterdam gespeist.
„Fünf Fliegen“, welch ein Ambiente,
dort trifft sich die Vergangenheit
nicht nur in Form von alten Wänden,
rembrandtverziert, ganz toll bestückt,
in die Vergangenheit gerückt.
Die Küche ein Gourmetgeschenk
und köstlich auch das Weingetränk.
„Integris“ war der Reisegrund,
doch leider nur für drei-vier Stund.
Es war ein Zukunftsblick voraus,
den man erwartet bald zu Haus,
dass man es alsbald nutzen kann,
zum Segen für den kranken Mann.
Wenn Ph.. weiter so marschiert,
und unser Klinikum garniert,
dann wird man enger kooperieren
und diese Technik manches zieren.
Ein Dank Herrn T.-mann für die Stunden,
die wir sehr interessant gefunden.

235
Reisen

Flug auf die Kanaren 1995

Am Morgen noch in dunkler Nacht hier fehlt das weiße Winterzelt,


hat man sich auf den Weg gemacht, der Tejo kommt uns zu Gesicht
hob ab von Dresdens Fliegerbahn und spiegelt hell im Morgenlicht.
mit unerhörten Affenzahn, Die Wolkenfront die jählings bricht
sah unter sich das Lichtermeer man sieht die Hügel grau und matt.
und fand die Straßen autoleer. Die Täler sind noch zugehangen,
Das Wetter kühl, der Himmel klar, dort muss man noch um Sonne bangen.
der Käpten fand das wunderbar. Doch flacher wird die Welt der Berge
Flog Richtung Frankfurt ließ er wissen, die Hügel werden kleine Zwerge
man wird an Bord hier nichts vermissen. und Flüsse schlängeln sich durchs Land
Per Headphon und mit Bilddisplay von oben sind sie unbekannt.
vermittelt er des Fliegers Höh Meanderförmig, stark gewunden
und auch wie schnell man vorwärts fliegt sind sie bald hinterm Berg verschwunden.
und was links vorn am Boden liegt Die Felder kleben an den Hängen,
und welche Stadt wir überqueren. sind schmal und klein, mit engen Zwängen
5 Stunden wird das nun so gehen nur ab und an ein Häuserhaufen
dann wird man’s Ziel schon nahe sehen- und dünne Straßen grad zum Laufen
Am Horizont so um halb acht auch zwischendurch ein kleiner See
hat uns der Tag das Licht gebracht, und alle Berge ohne Schnee.
es zeigen sich die Sonnenstrahlen Um 9 wird Madrid überquert,
und fangen an die Welt zu malen. man sieht wie der Verkehr dort fährt,
Die Erde schlüpft ins Wolkenkleid, nach Reisbrett wurde sie gebaut
am Bord beginnt die Frühstückszeit, wie man es leicht von oben schaut.
sie war zwar karg und kurz bemessen Ganz karg erscheint das Hügelland,
ein sehr bescheidenes Frühstücksessen. das man ganz tief am Boden fand
Paris ward eben überflogen, die Flüssen spiegeln sich so sehr
der Himmel bleibt noch zugezogen, und blenden bis zum Flugzeug her.
das fewaweise Wolkenkleid Die Felder werden langsam grün.
macht sich am ganzen Himmel breit. Jetzt grad wir über Sevilla ziehen,
Die Sonnenstrahlen blendend hell, am Horizont naht schon das Meer
bestrahlen das dichte Wolkenfell. es bringt auch neue Wolken her.
Der Captain stellt sein Cockpit vor Des Flusses Mündung trichterbreit
und öffnet uns das Cockpittor, mit Klippen drin, die schaumbereit,
zeigt wie man startet, wie man fliegt ganz spiegelglatt erscheint das Meer
wenn man so hoch am Himmel liegt. der Himmel wird jetzt wolkenleer,
Die schönsten Düfte dieser Welt die Sonne lacht voll in den Morgen
hat dutyfree bereitgestellt. man kann sich eine Stunde borgen,
Chanell, Gaultier und Tiffany, dreht jetzt die Uhr auf neun zurück
Jil Sander und auch Lagerfeld ja so beginnt das Urlaubsglück.
die bietet uns die Bordkaufwelt. Am Horizont die Berge fliehen,
Am Horizont erhebt sich fern je weiter wir nach Süden ziehen.
Der dunkle Pyryinaenstern Man überfliegt jetzt Afrika,
Ganz karg entbietet sich die Welt sieht Berge am Sahararand
für uns ein furchtbar heißes Land.
Man sieht ne Insel voller Krater,
236
Reisen

ganz schwarz und alles Steintheater hier auf diesem Eilandlanden


zerfurcht durch tiefe Bergesschluchten, auch die Strände schwarz gefärbt
ganz wenig Grün zieht durch die Täler. hat man vom Vulkan geerbt.
Der Flieger setzt zur Landung an Man liegt am Pool und genießt die Strahlen
inzwischen kommt auch 12 ran. die bräunlich unsere Körper malen,
Ach die Sonne der Kanaren sucht bald den Schatten der geboten.
bräunt die Haut seit 1000 Jahren Weil wir sonst farbig wie die Roten
sicherer wohl schon längere Zeit verbrennen unsere edlen Stellen,
dieses Land voll Sommerzeit die sich dann bläschenförmig pellen.
Immer bunt im Blumenkleid Gottlob verdeckt Saharasand die
Wächst in seinem Baugeschehen Strahlen von den Sonnenrand
man kann nur noch Häuser sehen Und der Passat bläst munter mit,
In den Buchten an den Hängen man spürt den Staub bei jeden Schritt,
sieht man Häuserhaufen drängen, er zieht in jede Köperritze,
wühlt sie in den Berg hinein man schmeck ihn auf der Zungenspitze,
mühevoll ins Hartgestein, doch auch der Sandsturm flaut mal ab
das vulkanisch einst entstanden

Schweiz 1997

Man stieg die Berge hoch und runter


war auf dem Stanzer Horn ganz munter,
genoß den grellen Sonnenschein
und bräunte sich die Haut dort ein,
saß dort im Schnee faßt ganz allein.
Fand blauen zarten Enzian und bunte
Bergkrokusse wachsen und vollen gelben
Löwenzahn auch zarte Wiesenanemonen,
die dort im grünen Grase wohnen.
Stieg dann zu Fuß den Berg hinunter,
war nicht mehr wie am Anfang munter,
zog hungrig hin zum Migrosladen
erstand dort große Weihefladen
und Obst, Gemüse für’n Salat,
der hergerichtet schmackhaft, zart,
im Nu von uns verschlungen ward.
Das war der erste Ausflugstag,
der Fußmarsch war schon eine Plag,
doch vom Balkon im Sachserhaus,
sah alles wieder friedlich aus.

237
Reisen

Toscana Oktober 2000 Staffelstein, Frühjahr 2002

Am Samstagmorgen in der Frühe, Der Mensch der reift in seinem Leben,


fuhr man zum Süden ohne Mühe, hofft auf Gesundheit durch bewegen,
in einem Busse sehr bequem durch Pillen, Kuren und Diäten,
sah man das Land vorübergehen. er fährt zur Therme, zum Kurieren,
Die Alpen wurden überquert, sodass er leichter kann marschieren,
per Brenner, wo man günstig fährt. genießt des Wassers feuchte Wärme,
Die erste Nacht am Gardasee, vertreibt so manche Muskelhärme,
hoch in den Bergen lag noch Schnee. lässt sich per Wasserstrahl massieren
Am nächsten morgen ging es weiter, und kann im Kneippbad auch trainieren.
das Wetter leider nicht mehr heiter. Gymnastik dann im Wasserbecken
Geniest der Apenninenhöhen, hilft Muskeln und Gelenke strecken
nur neblig trüb das Tal zu sehen, und auch das Dampfbad führt zum Schwitzen,
erreicht das Meer zur Mitternacht, das soll den Kreislauf, stärken, nützen.
Vinzenso hat schon dicht gemacht. Im körperwarmen Wasserrund
Genießt Florenz im vollem Regen, verbringt man gern so manche Stund,
die Stadt hat Weltkultur zu geben. geht relaxiert nach 2-3 Stunden
Per Schiff ging es nach Elba rüber, zu Fuß noch ein par Straßenrunden,
erlebte voll das Inselfieber, ist dann ermüdet, legt sich nieder
hat manchen Reiz ihr abgerungen, und tat was für die schwachen Glieder.
nur Bonaparte blieb verschlungen. Am nächsten Tag der gleiche Trott,
Es wurde uns hier offenbart, nach einer Woche ist man flott.
der Italiener Lebensart Sehnt sich nach seinem Haus und Garten
es wurde uns privatim eben, und alle die auf einem warten.
das Innenleben preisgegeben.
So ging es täglich immer weiter,
fast eilmarschierend ging durch Rom,
natürlich auch zum Petersdom,
man trat bei hellen Sonnenschein,
ins Forum der Romanen ein.
Ruck Zuck ging’s nach Verona weiter,
zu Romeo und Julia, die lang schon tot
und nicht mehr da.

238
Reisen

Binz September 2003

In Binz am schönen Ostseestrand


durchquert man fahrradwärts das Land,
genießt der Sonne warme Strahlen,
die unseren Körper bräunlich malen.
Verzehrt ein Eis, bekommt nur Durst
und denkt dabei an Bier und Wurst.
Wenn hier die Sonne voll zu Gast
macht man sich auf ’nen Trip gefasst.
Zuerst die Promenade lang
zu Proras langer Häuserwand,
die arg gebeutelt durch die Zeit
zum Einsturz stückenweis bereit.
Man sieht den Hafen Neu-Muckran
Und will man dann nach Saßnitz hin
tritt man fest in die Pedale rin
denn lang geht es den Berg hinauf
und sausend dann nach Saßnitz runter,
das macht die müden Knochen munter,
genoss der Kreidefelsenpracht,
der leuchtend weit auf Meer hin lacht.
Per Fahrrad auch zum Schmachtersee,
man wollt nicht auf die Bergeshöh
so zog man radelnd hin nach Baabe
erlebt das Uferstranggestade
Der Fahrradweg die Straße entlang
vermieft durch Abgas-Gasgestanks
ein Nettoimbiss hielt uns munter
und danach etwas Sonnenschein,
der Rückenschmerz bereitet Pein.
die Sonne wolkendicht verhangen
ganz regennass der weißen Sand
und wenig schön das Badeland.
Stürmischer Winde durchpeitscht das Meer
und bringen gewaltige Wellen daher,
doch abends dann lockt ein Fischerschmaus
die hungrigen Fahrer ins Speisehaus
mal Zander, mal Dorsch, mal Scholle mal Aal,
welch köstliches, herrliches Fischer - Mahl
Der Urlaub verstrich, auch wie die Wolken im Wind
und bald ging’s nach Hause per Auto, geschwind.

239
Reisen

Bodenseefahrradrundfahrt 2004

Der Samstagmorgensonnenschein der macht die Stimmung etwas klein.


lud uns zu dieser Fernfahrt ein Der nächste Morgen grau in grau
700 lange Kilometer zum Teil man blieb am liebsten gleich im Bau
dabei drückt schon des Sitzes Leder, Doch wies auch sei, man musste weiter
die Wolken die recht schwarz geraten ob’s regnet oder sonnig heiter,
die waren mit Regen voll geladen da heut der Regen heftig schien
entleerten sich breit übers Land wollt man zur Bahn und mit ihr ziehen,
was man als fahrtbehindernd fand doch zwischendurch schien’s aufzuhören,
weil oft die Sicht stark eingeschränkt, so ließen wir uns voll betören
was uns dann zur Beschränkung zwängt. und stiegen mutig auf das Rad
Doch bald hörte der Regen auf, was wohl den Muskeln gütlich tat.
allmählich kam die Sonne raus, Doch Regen hier den ganzen Tag
die Landschaft war jetzt zu genießen das macht das Fahren schon zur Plag.
das Grün des Landes war im Sprießen, In Stein am Rhein ein Zwischenstopp
ganz gelb des Rapses weite Felder, dann ging’s nach Ramsen in Galopp
die Bauern düngen Rasen Wiesen, der Ort lädt auch im Sonnenschein
der Gülleduft schwer zu genießen. nicht grade zum Verweilen ein.
Irqsusis herzlicher Empfang Hier waren zwei Tage vorgemerkt,
nahm uns dann voll in ihren Bann. das hat die Stimmung nicht verstärkt,
Am nächsten Tag ging’s dann zum Start des Nachts litt Ulla Höllenqualen,
noch war das Wetter ganz apart kein Spasmolytikum zur Hand
Der Start begann in Friedrichshafen sodass eine Linderung fand..
wo wir die erste Nacht geschlafen Die Regenwolken hingen tief
Für Ulla war die Nacht ein Graus das Wasser voll vom Himmel lief
die Galle spukte Schmerzen raus, Der Regen war nicht aufzuhalten
und auch die Nahrung mit heraus doch unser Trip war zu gestalten.
Am Morgen war sie wieder fit Von Ramsen gings zum Rheinfall hin,
Nun ging es los im Wiegeschritt wir waren im Regen mitten drin
Am See entlang im Sonnenschein Ein Zwischenstopp in Altschaffhausen
bewölkt zog man in Bregenz ein ansonsten lief es ohne Pausen.
Ein kurzer Trip durch diese Stadt Zurück ein Stück per Eisenbahn.
die nicht so viel zu bieten hat. Von Wohlratshausen übern See,
Das Festspielhaus die Seetribüne vorbei an Mainau wo ein Test
wo sommers manche große Mime fürs 90. Geburtstagsfest
Besucher hier in Scharen lockt des Grafen wird grad vorbereitet
die man mit Preisen ganz schön zockt. und weiter geht’s im Fahrradtritt,
Am nächsten Morgen keine Sonne, per Schiff nach Überlingen rüber
da ist das Radeln ohne Wonne. nun ist die Fahrt auch bald vorüber.
Der Himmel zog sich völlig zu, Man strampelt hin nach Friedrichshafen
die Kühle spürte man im Nu Wo zum Abschluss göttlich schlafen
und Regen stellte sich dann ein

240
Reisen

Südafrika November 2004

Zur nassen kalten Jahreszeit Wie heftig sich die Schwarzen wehrten,
ist man zum Urlaub gern bereit weil man sie durch Vertrieb entehrte,
zieht fern in wärmere Gefilde. wie schlimm die Politik gewesen,
Der Flug war lang, der Flieger warm, für dieses Land, um zu genesen
das Essen ohne jeden Charme, und was hier Neues heut passiert
die Sitze eng und unbequem und was so alles wegmarschiert,
die Qualität am TV Screen wie Schwarz und Weiß sich heut vertragen
ließ keine große Freude blühen. und wie es wird in fernen Tagen.
Man quält sich durch die lange Nacht Wie imposant die Tiere waren,
und hat sie endlich durchgebracht. durch deren Reich wir auch gefahren,
Nachdem man froh gelandet war die Elefanten schwergewichtig und die
waren leider noch nicht alle da, Giraffen langhalssichtig. Die Hippos, Rhinos
man ließ uns warten 3 – 4 Stunden auch Kudu und Warzenschweine noch dazu.
bis sich dann alle eingefunden. Savannengras und Strauch und Baum
Der Werner hieß uns froh willkommen gibt Schatten und viel Lebensraum.
und hat uns etwas Mut genommen Die großen Fünf nicht leicht zu finden,
denn hier in Groß- Johannisburg die Löwen müde, langgestreckt
wird Sicherheit ganz groß gebucht, in Baumesschatten gut versteckt.
da „Krimi“ hier ein arger Fluch. Die Wassertränke nicht besucht,
Man soll hier nur in Gruppen gehen weil man nicht früh genug gebucht.
und nicht in Seitenstraßen sehen. Die Büffelherde kräftig stark
Ein Land so reich an Diamanten die geht uns doch schon bis ins Mark.
und Gold wie kaum in anderen Landen, Die Elefanten protzgewaltig trompeteten
mit Erz und Kohle reich bedacht, doch recht nachhaltig, wenn man in ihre Nähe
dass reichlich Reichtum eingebracht. kam.
Auch Farmen segnen gut das Land, Man fuhr durch Land und sah die Weiten,
Getreide, Obst und Wein zur Hand was Wertvoll war konnt Werner zeigen.
und reichlich, reichlich Zuckerrohr, Die Jakaranta, Flamboyant
der Waldesbaum wächst steil empor in blauer, roter Blüte stand,
voll astgestutzt fast wie ein Rohr. was man ganz wunderbar empfand.
Man ließ uns gut das Land verstehen Bei Neederburg wächst bester Wein,
und zeigte uns was hier zu sehen. man lud uns zum Probieren ein
Der Werner kennt die Fauna, Flora, Er hat das Land uns offenbart,
nannte uns die Namen vieler Pflanzen, gezeigt, das’s Leben doch recht hart,
die hier im Sonnenlichte tanzen, dass die Probleme Schwarz und Weiß
die Akapanthie, die Proteen, die hier erfordern noch manch Tropfen Schweiß.
in voller Blüte stehen. Am Kap hat er das Glas erhoben,
Hat uns historisch voll belegt, auf unser Wohl, das soll man loben.
was so die Weißen hier bewegt, In Kapstadt war das Ziel erreicht.
Vortrecker und den Kampf der Buren Der Tafelberg ganz unverhüllt,
um Lebensraum hier neu zu suchen, doch viel zu stark mit Wind umhüllt,
wie schrecklich, blutig alles war, sodass der Gondelhub gesperrt
wie schlimm die Briten Jahr für Jahr, und unsere Minen arg verzerrt.
den Buren Leiden zugefügt Der Zweitversuch war mit Erfolg,
und sie zum Schluss doch nicht besiegt. da war das Wetter uns sehr holt.
241
Reisen

Ein schöner Urlaub geht zu Ende mit reichlich Wissenszugewinn.


der uns bewegt durch viel Gelände, Man hat vom Lande viel gesehen
vom Krügerpark bis Kapstadt hin und kann auch manches jetzt verstehen.

242
Reisen

ARD-Büffet-Wanderung 2005
zum Tag der Deutschen Einheit in Oberhof
Oktober 2005 das plante diesen Wanderdreh.
Bergauf zog man die erste Stunde,
1. Tag es war der schwerste Teil der Runde,
Die Berge grün, die Täler weit man kam ins Schwitzen ob der Mühen,
ein Ort für jede Urlaubszeit. wenn man zum Rennsteig hin will ziehen.
Noch färbt der Herbst die Blätter nicht, Die Wanderzeit verflog im Nu
die Sonne sich in Wolken bricht, es drückte uns gottlob kein Schuh.
erbaulich wandert man durchs Land Drei Stunden später erste Rast,
wo vieles uns noch unbekannt. ‘ne Bratwurst mit Genus verprasst,
Der Rennsteig dieses lange Band, am Ende gings zum Kurpark runter
zieht hoch am Kamm durch grüne Land, das Kurprogramm war froh und munter.,
lässt Wanderer schwitzend, mutig schreiten Mit frohen, frischen Chorgesang, den stimmten
dabei auch noch ein Lied verbreiten. hier 5000 an, mit einem vollen, hellen Klang.
2.Tag,1.10.05 Es klang ganz toll und auch apart
Heute Morgen Sturm und Regen, so recht nach Fischerchöre Art.
dennoch heißt es sich bewegen, Die Köche von der ARD die boten gute
Wolken hängen tief im Tal, Küche,
wandern ist dabei ‘ne Qual. für uns die wir so stark marschiert,
Der Wind und Sturm den Schirm erfasst, gabs grad mal Wohlgerüche.
sodass man alsbald tüchtig nass. Es war ein wunderschöner Marsch,
Wir brauchen festen Regenschutz, der allen gut gefallen, den Wandrern
der auch den schweren Tropfen trutzt. die aus Ost und West, aus Süd und Nord
Im Sportgeschäft bei InterLuc und manchen unbekannten Ort
wird sich neu, passend ausstaffiert, zum Einheitsfest sich trafen,
sodann sind wir mutig losmarschiert. wer nicht dabei, hat sicher was verschlafen.
Der Rennsteigpfad arg aufgeweicht 4.10.
die Schritte dabei schlammig seicht. Der Ort in Wolken noch verhüllt,
3.10. mit Nebel jedes Tal gefüllt,
Ganz sorgenvoll ist das Gesicht, ganz ruhig ist der Montagmorgen,
der Himmel noch ganz grau und dicht. noch sieht man nicht die Einheitssorgen,
Vergessen dieser Regentest, die dieses Land, den Ort bewegen.
der uns am Vortag durchgenässt, Viel Neues ist allhier entstanden,
so zogen wir erwartungsfroh nur Industrien ganz verschwanden.
zur Rotteroder Bergeshöh Doch weltberühmt ist dieser Ort,
zum Start vom ARD-Büffet, durch seinen guten Wintersport.
Der Asse Namen sind bekannt,
ich denk nicht nur im deutschen Land.

243
Reisen

Rennsteig 2006

Der Rennsteig der so oft besungen zog man zum Trusetal hin
und millionenfach bezwungen und war im Walde mitten drin
als Wanderpfad doch weltbekannt genoss den frischen Wasserfall,
und von den Dichtern oft benannt schritt an der Truse dann entlang
wurd 13 hundert schon erwähnt, zurück auf unseren Heimwärtsgang
als Grenzpfad hin zum Land der Franken, sah Pilz hier in Massen wachsen,
damit die Stämme sich nicht zanken ich glaub noch mehr als sonst in Sachsen..
Wo die Hörsel in die Werra mündet Ein Pflaumenbaum ganz reich behangen
der Rennsteig sein Anfang findet hat uns ganz herzlich dann empfangen
von Hörschel bis nach Blankenstein mit seiner reifen süßen Frucht,
soll’ns 168 Kilometer sein für die Erschöpften war’s ’ne Wucht..
Der Rennsteiglauf die wilde Hatz, Am 2. Tag zum Inselsberg,
den schafft man nicht mit einem Satz, der hier im Wald ja wohl kein Zwerg,
noch länger als der Marathon, er steigt fasst auf die 1000 an
da schlägt das Herz wie’n Vibraphon, beim Aufstieg schwitzen Frau und Mann.
da geht es über Stock und Stein, Der Himmel grau die Wolken tief,
da wird manch Läufer schon ganz klein. als wenn man hier nach Regen rief.
Wir haben’s mit wandern neu versucht, Der Berg so wunderschön gelegen,
in Brotterode eingecheckt doch hässlich wenn hier Sturm und Regen,
wo auch der Tisch ganz reich gedeckt dazu in Wolken eingehüllt, das jede Sicht
haben wir den Pfad ganz neu entdeckt. uns voll verknüllt und uns mit Regentropfen
Von hier aus gings mit festen Schritt füllt,
und auch die Lisches machten mit sodass man bis zur Haut durchnässt
zum Inselsberg, ins Truseltal, das mindert dann das Wanderfest.
für uns wars Wandern keine Qual. Am Anfang gings zur Wartburg hin,
Am ersten Tag bei Sonnenschein stand als Besucher mittendrin
durchlebte mit hier die Gezeiten
und schlenderte durch Eisenach
die Stadt zeigt freundliches Gemach.

244
Reisen

Kanalinseln Juli 2006

Morgens früh, die Stadt noch still, immer ist sie uns zur Hand,
sagt man sogleich wohin man will, macht die Inseln uns bekannt,
den Fahrer der das Taxi lenkt, wie die Menschen hier so leben,
nach dem man sich hineingezwängt was sie den Besuchern geben.
und flugs fährt man zum Bahnhof hin, Am ersten Tage,
sehr rasch ist man im Zuge drin, grauer Himmel, Nieselregen,
fasst lautlos rollt der Zug dann fort, kein so guter Urlaubssegen,
zum ersten Urlaubszwischenort. um die Insel zu umrunden in den
Man sieht das Land vorübergleiten späten Morgenstunden.
in den noch frühen Morgenzeiten. Frau Pauline hier vom Strand
Die Sonnenstrahlen wärmen leicht, fuhr mit uns durchs Inselland.
denn ihr Schatten sind noch seicht, Ihre Sprache unverfänglich,
ein feiner Nebel deckt die Wiesen selbstbenannt von ihr als schwenglich.
wo saftig, grüne Gräser sprießen. Kirki (Kirche), Term (Turm) klang recht fremd,
Leipzig ist sehr schnell erreicht, doch sehr charmant, was sie uns da hier
die Sonne hier den Wolken weicht. benannt.
Erste, leichte Regentropfen an des Zuges Wirtschaft, Banken und Touristen
Fenster klopfen, zügig geht’s und wie viel hier jährlich nisten,
durchs deutsche Land, Schönes haben wir gesehen
Weimar, Erfurt sei genannt, und wir blieben öfter stehen,
weiter geht‘s nach Hessen rüber, Schroffe Felsen, Riesenquader,
noch spürt man nicht das Reisefieber, Westwallbunker, alter Hader.
dieses tritt am Airport ein. Rundgeschliffen Fels und Stein
Noch hat man Zeit um zu verweilen, so als Zeitenflutgestein.
man liest im Blatt die neuesten Zeilen, Tidenhub hier so gewaltig,
erfährt was in der Welt geschieht das Gestein so fremdgestaltig.
und was an uns vorüber zieht Und aus Westwoodge bunten Scherben
Die Chanel Islands, lovely, schön bauten hier die Christenerben
nicht einfach ist dorthin zu gehen, eine Chapel little klein,
von wenig Airports hier im Land kaum 10 Menschen passen rein.
fliegt man die schönen Inseln an, St. Peter Port romantisch schön,
die farbig, bunt, voll Blumenpracht, blumenreich, gut anzusehen
was den Besuchern Freude macht. Durch die Festung vor dem Hafen
Durch Ebbe, Flut ganz stark geprägt, konnte man Piraten strafen
die Strandgebilde steindurchsägt, die hier Böses angedacht.
dazwischen wunderbarer Strand Victor Hugo, war lang zu Gast,
mit herrlich weißen Meeressand. hat hier manch Masterpiece verfasst.
Hortensien, riesig, tellergroß Ein Denkmal hat er auch gesetzt
welch wundervoller Blütenschoß, den Guernseyfischern mit dem Netz,
auch Akapanthus schier gewaltig, die Miserablen vollendet,
und wundervoll schön blau gestaltig., die Welt hat Beifall ihm gespendet.
Lislen, fröhlich, freundlich, munter In Stein gehauen blickt er hier
führt sie uns bergauf, bergrunder, ganz sehnsuchtsvoll zum Hafenpier.
Das Eiland Sark ganz winzig klein,
soll heute noch Feudalstaat sein.
245
Reisen

Es lud uns zum Besuche ein, hier ganz super, gut geraten,
denn wir bringen ja das Geld dass die Fischerei vor Ort
was die Welfare hier erhält. für Gourmets ein wahren Hort.
Gar kein Auto, viel Traktoren Hummer, Krebse, Muscheln, Fische
summten uns dort um die Ohren, bietet lecker man zu Tische.
fuhren uns zum Hochplateau. Dass die Bunker und Kanonen
Per Pferdefuhrwerk gings durchs Land, sich im Krieg hier gar nicht lohnten,
was ich doch wildromantisch fand. kaum ein Schuss ward abgegeben,
Der Fähre Brummen heimwärts zu herrliches Soldatenleben.
zog manchen dann die Lider zu. Bis zur Steinzeit gings zurück,
Im Mittwochabendsonnenschein wann gar die Inseln einst geboren
fuhr man in Jerseys Hafen ein, und von dem Festland abgeschoren,
von kleinen Bussen schon erwartet dass Mammuts hier vor Ort bekannt
wurd zum Hotel Cristin gestartet. und das die Römer hier gewesen
Ernst der lange hier schon lebt auch von Normannen kann man lesen,
und für Wolters viel bewegt wann man die Eisenbahn gebaut.
konnte uns sehr viel erzählen, wann‘s erste Flugzeug hier gelandet
wie sie die Regierung wählen, und wann der Endsieg hier gestrandet,
und der Krone treu ergeben dass die Franzosen hier gewesen,
und wie wichtig die Finanzen, was deutlich noch zu hören, lesen.
nachdem hier wohl alle tanzen, Die Zeit verstrich auch hier zu schnell,
wie“important“ die Touristen, nun steht man wieder an der Stell,
wenn sie lang genug hier nisten, wo rasch der Flieger wird bestiegen
und wie stolz man auf die Kuh und wir gestärkt dann heimwärts fliegen.
mit dem „dumpfen Jersey-Muh“, Man hat viel Neues hier gesehen,
dass Kartoffeln köstlich schmecken, Adieu, good by, auf Wiedersehen.
dass die Blumen und Tomaten

246
Reisen

Boltenhagen Juni 2007

Boltenhagen Ostseestrand,
allerfeinster Ostseesand
und ganz toller Sonnenschein
luden zum Verweilen ein.
Vieles ist hier neu entstanden,
so dass alle gern hier landen
und das Ostseeflair genießen.
Vier Tage halfen Sonnenstrahlen,
den Körper röten, bräunlich malen.
Der Hundestrand, ganz fern vom Ort
war der gewählte Bräunungshort.
Am Mittwoch zogen Wolken auf
und änderten den Tageslauf,
man fuhr nach Poel zu Insel rüber
hat wunderbaren Fisch gespeist
und ist dann wieder heim gereist,
Der nächste Tag war sonnenarm
so suchte man den Landescharm,
besah die Schlösser die vorhanden
Das Bothmer Schloss, noch trist und grau
Schloß Lütgenhof z.T. im Bau.
Auch Travemünde ward besucht,
nach Priwal ein Transfer gebucht.
Man ließ es sich sonst gut ergehen
und konnte auch viel Neues sehen.
Genoss die Küche hier im Norden
und mehrfach fand man sich dann ein
beim Fischgourmet ganz köstlich fein.
Es gab nur Kurzweil in den Tagen,
wir fanden reichlich Wohlbehagen
mit Margit, Jürgen hier allein
und fuhren gern dann wieder heim
so soll ein schöner Urlaub sein

247
Reisen

Rennsteigwanderung Juni 2007

Am Sonntag in der Herrgottsfrühe und freut sich auf den Abendschmaus.


ward aufgestanden ohne Mühe, Brigitte vom Gesangsverein,
dann ging es flugs zum Bahnhof hin die gab schnell noch die Texte rein,
und schwups saß man im Zuge drin. vom Rennsteig und von anderen Liedern,
Freundlich heller Sonnenschein, wonach die meisten fröhlich sangen,
lud uns zum Verreisen ein. die Lieder froh im Stübchen klangen.
Ruhig glitt der Zug dahin Dienstag:
17 Wanderer waren mit drin, Der Himmel wolkengrau verhängt
mehrfach wurde umgestiegen hat uns heut Regen pur geschenkt,
in Ilmenau war man am Ende, fast regensicher etabliert sind wir
da stieg man in 3 Taxis ein, dann mutig losmarschiert.
nun gings nach Fehrenbach hinein. Rinnsalartig floss der Regen,
Dort lud das Werrafest uns ein. den Rennsteig lang und auch daneben.
Die Werraquelle gleich besucht, Schlamm und auch ganz große Pfützen
als erstes Highlight abgebucht. unsere Hosen arg bespritzten,
Montag: die schon ohnehin recht feucht,
Die Agnes, Reiner gegenüber so sind wir dahin gescheucht.
schon voll erfasst vom Rennsteigfieber, Dreiherrenstein ließ man links liegen,
Isolde stets darauf bedacht, der Regen war nicht zu besiegen.
dass nur noch Jugend um sie lacht. Bald Halt in einer kleinen Hütte,
Zur Sommerwiese fuhr man hin, hier gab’s die erste Wanderschnitte,
dann ging es in den Rennsteig rin. dabei ganz große Regentropfen
Am Beerenberg die erste Rast, aufs Dach der Wanderhütte klopfen.
ein Blick vom Umfeld voll erfasst, Per SMS hat man gesehen,
Stadt Suhl sah man in naher Ferne, in Meißen scheint die Sonne schön.
die Siebzehn wandern ja so gerne. Und weiter in den Tag hinein,
Am Schneekopf blies ein kalter Wind, zeigt sich bei uns kein Sonnenschein.
er trieb die Wolken weg geschwind, Das Wetter hat uns schlecht bedacht,
die dunkel und auch regenschwanger, denn Regen stürmisch dargebracht,
und unser Fühlen wurde banger. durchnässte Haut und jeden Pickel,
Die Schmücke wurde dann erschritten, die Hosen feucht bis hin zum Zwickel.
da spürte man den ersten Durst In Neustadt kehrte man gern ein
und dazu die erste Wurst in dem geheizten Gästeheim,
Man kam dann zu ‘ner Quelle hin erfreut sich am heißen Trunk
wo quellig, klares, frisches Nass und fuhr dann heim zur gleichen Stund.
in leere Flaschen ward gefasst Mittwoch:
Am Bhf Rennsteig heiße Schwüle, Von Limbach, alkoholgestärkt
Gewitter hat man im Gefühle, begann heut unser Wanderwerk,
‘ne kurze Rast, Kaffe und Kuchen alsbald lugt auch der Sonnenschein
ein Bunker war auch zu besuchen noch schüchtern zu den Wanderern rein.
und kurz darauf Gewitterregen, Der Rennsteig noch ‘ne Wasserfurt,
ganz kräftig wie ein Göttersegen das Wandern teils ein Wasserlauf,
Da brachte man uns schnell nach Haus das weichte unsere Schuhe auf.
Die Friedrichhöhe winzigklein,
soll Deutschland kleinstes Örtchen sein,
248
Reisen

es lud uns zum Verweilen ein. Stellen sich als guter Abschluss ein.
Ein Film erklärte uns das Werden, Freitag:
von diesem Fleckchen hier auf Erden, Von Masserberg gings wieder los,
zeigt uns wie herrlich Wald und Flur der Ort durch seine Luft bekannt,
und viele Stellen der Natur wohl einzigartig hier im Land,
Im Restaurant anbei daneben soll auch die Sehkraft wieder stärken,
hat‘s Köstliches zu Tisch gegeben Ob das den wirklich alle merken?
In weniger als einer Stunde Ozongestärkt die frischen Luft,
gabs Palatschinken in der Runde man atmet tiefer durch die Brust,
zum Vollerhalt der Lebenspfunde, so Asthma und Katarrh verpufft.
nur Agnes wählte eine Brühe, Den Wanderpfad gings rauf und runter,
dann lief das Schreiten ohne Mühe, dabei blieb auch ein jeder munter,
Brigitte war darauf bedacht, dabei ist man an vielen Hütten,
das man bloß keine Pfunde macht. auch ohne Rast vorbei geschritten.
Ein Aussichtsturm ward auch bestiegen, Zum Langertfelsen auch ganz schön,
man sah das Land zu Füßen liegen, konnt man über die Leiter gehen.
die Berge hoch, die Täler weit, am Nadelöhr mit Löchlein klein,
ein Land für jede Urlaubszeit. da passt ein Mensch hindurch, hinein,
Gemessen an dem Tag vorher naturpfadseitig wurd geschritten,
war heut das Wetter regulär. der Schröderfelsen stand inmitten,
Die Sonne schaute zwischendrein die Dachsbaukanzel zeigt das Ende
ganz freundlich zu den Wanderern rein. von dem Naturpfadmarschgelände,
Donnerstag: besucht die Kirche dann in Schnett,
Glasbläserkunst ward früh geboten, das Kirchenschiff bemalt, adrett.
auf Wunsch konnt man auch selber proben Durchschritt danach ganz satte Wiesen,
im Masserberg bei Meister Sachs, konnt die Natur ganz pur genießen.
verformt das Glas grad so wie Wachs. Beim Wandern konnte man jonglieren
Das Wetter heut auch nur durchwachsen und so sein Gleichgewicht taxieren.
für diese Helden hier aus Sachsen. Letztmalig machte man heut Rast,
Wer wandern will, der muss auch steigen in Heubach kehrte man dann ein,
und immer emsig vorwärts schreiten, nahm flugs Kaffee und Kuchen ein.
Beinmuskeln werden stark gemacht, Der Wirt gab fräsend mit der Säge,
der Quadriceps vor Freude lacht. dem Holz Gesicht-Figur-Gepräge
Heut gings durch Tannen über Wiesen, dies tat er künstlerisch, geschickt
sah wunderbare Blumen sprießen, was auch die Gäste schon entzückt.
genoß der Vögel Frohgesang, Summierend war es wunderschön,
sah’s Eichhorn dort am Baumesstamm. denn keiner ließ den anderen stehen
Vom Werraquell zum Werrateich, Frau Möller hat uns sehr bedacht
da war der Abstieg schlammig weich, den Rennsteig fassbar nahgebracht.
am Meisenanger fiel die Wende Sie führte uns sehr klug, charmant
durch regensschwangere Wolkenbänke, auf dieses grüne Rennsteigband,
drum ließ man Waffenrod fern liegen, so trägt ein jeder Zugewinn,
der Regen hat uns heimgetrieben. zufrieden mit nach Hause hin.
Im Schwarzen Adler welch Genus, Ich denk dafür sollt man sie loben,
Schneewittchenkuchen hier ein Muss, was sie uns alles hier geboten.
Eisbecher köstlich obendrein,

249
Reisen

Mit S. in der Türkei

Man ist gerüstet für die Reise, man braucht Bewegungszeitvertreib.


verzichtet auf ne schwere Speise, Die Nacht fällt früh schon übers Land,
lässt sich zum Airport hin chauffieren. die Sonne gleich nach 5 verschwand.
Alsbald wird man hier eingecheckt, Das Ambiente gut gepflegt,
nachdem am Körper nichts entdeckt. doch wer sich weiter fortbewegt
Der Koffer der recht prall gefüllt, und auch mal um die Ecke fegt,
wird durch das Röntgenlicht enthüllt. der ist dann sicher schon entsetzt,
Man wartet in ’ner Rentnertruppe, die Plastesäcke aufgewetzt.
Renate ist die jüngst Puppe, Man fuhr durchs Land, erlebte Berge,
man sieht im Dutyfree sich um die meist aus harten Karstgestein
erwirbt noch ein Flasche Rum. auf dem die Kiefern gut gedeihen.
Nachdem das Flugzeug abgehoben Die Täler und die Bergeshänge,
Wird eine Bordmahlzeit geboten. die sind durch Ackerbau bestellt,
Frau Ulla übt das Rätselraten, der Tabak wächst in dieser Welt,
dies zählt im Flug zu ihren Taten. auch Baumwollfelder stehen in Reife,
Die Stürzis welche gangseits sitzen, Olivenhaine weit und breit
die fangen an schon leicht zu schwitzen, in Kürze ist hier Erntezeit.
Renate hat die Nase voll sie findets Man wird des Fahrens langsam müde,
Fliegen nicht so toll. erreicht der Thermen warmes Herz,
An kann am Bildschirm leicht ersehen, Pomukkele am frühen Abend
wie hoch wir durch den Himmel gehen. Die Thermen erdwärts vorgewärmt
Ein Apfeltee ganz heiß serviert erwärmen Körper die gehärmt,
ganz mundig durch den Schlund marschiert. als Labsal sie die Leiden lindern
Noch eine Stunde wird uns bleiben sodass Krankheiten fernwärts sindern
hoch himmelwärts im Flugesreigen. Zu diesen heißen Erdenthermen
man ist gespannt was uns erwartet sieht man nur die Touristen schwärmen,
und wann man zum Hotel dann startet. dazu die Quader der Antike,
Dem UNESAPHIR strandnah gelegen dazwischen Hirten mit ’ner Ziege
ward fünfmal gleich ein Stern gegeben, es folgen Teppich, Goldbasar,
doch schaut man letztlich näher hin, dort sollst du kaufen meist in bar.
da waren wohl kaum viere drin. Mit jeder Fahrt und jeden Tag,
Ein Mastvertrag ward unterschrieben ’ne neue Einkaufsattentat,
und dabei ist es auch geblieben. ob Leder, Gold und Onyxladen
Man wählt sich die Portionen aus, wir steigern hier die Umsatzraten,
viel größer als im eigenen Haus, dazwischen fährt man wieder Bus
fühlt sich beengt, es spannt der Leib, das war hier halt das Urlaubsmuss.
Man war mal müd, doch meistens munter
Die Serpentinen rauf und runter.

250
Reisen

Saxerhüserl Berlin Impressionen

Die Berge hoch, die Täler weit, Gigantisches ist hier entstanden,
ein Land für jede Urlaubszeit. wo’s Mauermonster einst gestanden
Gemeinsam mit der Stürzileut Berlin verjüngt sich, wird modern,
war dieser Urlaub eine Freud. im Schatten des Merzedesstern,
Man fuhr durchs Deutsche Einheitsland, das Sony und das Beisheim-Center
das uns bislang noch unbekannt. und Cinemax mit Gehgeländer.
Zuerst nach Wimpfen, dann nach Baden, Das Rote Rathaus ist geblieben,
wo Jürgen ging im Bachli baden, geschliffen wurde weiter drüben.
und dann nach Stanz hin in die Schweiz, Die „Winzerstuben“ mussten sterben,
ins Saxerhaus mit seinem Reiz. verschwunden das Palast Hotel.
Hier breitete man sich wohlig aus Auch der Palast von Ossis Erben,
und zog ganz früh zum Wandern raus. liegt, wie man sieht, total im Sterben.
Am Abend war man voll Behagen, Man räumt im Ostteil stärker auf
nach voll erlebten Urlaubstaten. und gibt sehr schnell Bewährtes auf,
Man fuhr ins Berner Oberland, will hier Geschichte revidieren,
zu Bergen die so weltbekannt, mit vielen kann man hier brilliern,
den Eiger, Mönch, die Jungfrau drüben, die Dome, Oper, das Palais.
die sah man in der Sonne liegen. Lässt gar das Schloss neu auferstehen,
In Mürren, Wengen, Grindelwald denn Preußens Ruhm soll nicht vergehen.
war Zeit für einen Aufenthalt. Die Friedrichstraße putzt sich raus,
Die Berge die voll scheebedeckt, ganz neuerbaut manch tolles Haus
die haben unser Herz erfreut und den wohl allergrößten Satz
in dieser kurzen Urlaubszeit. den tat der Potsdamer Platz.
Die Zeit ist nur zu schnell verronnen, Am Reichstag und am Kanzleramt
wir hatten Wetter mit 10 Sonnen. sich alt und neu sehr gut verband.
In Frutt lag Schnee noch meterhoch, Auch die Museen inselwärts
das Melchtal konnte man genießen erfreuen der Berliner Herz
das erste Grün, der Blumen sprießen und erst das Brandenburger Tor
mit Pflümli Schnaps wollen wirs begießen. tritt als Symbol weltweit hervor.
Gendarmenmarkt wär noch zu nennen,
die Dome und das Schauspielhaus,
die bringen ihn ganz groß heraus.
Im Jugendstil teils neu erstellt,
der Hackehöfe schöne Welt
auch Alex Ku-Damm nicht vergessen,
daran ward einst die Stadt gemessen.

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Ein Baby Der Fußball

Viel Freude mit dem Babylein, Der Fußball, dieses Lederrund,


das noch viel schläft, da noch sehr klein, erfreut die Herzen viele Stund,
das kräftig trinkt und gut gedeiht, wenn Asse damit zaubern, tänzeln
nur wenn es hungrig wieder schreit. und ihn in Gegners Tor rein schlenzen.
Doch wenn der Gegner gleich und besser
und uns das Siegen gar vermiest,
Der Büstenhalter dann scheinen auch die Fans verbießt.
Man leidet, statt dass man genießt.
Der Büstenhalter, Allabendlich sieht man sich dann
der ist des Busens Schöngestalter. auch alle anderen Spiele an,
Bekannt auch schon in der Antike. freut sich, wenn auch die Kleinen siegen
Hob durch Korsage das Gefüge, und die Gesetzten arg verbiegen.
mit Binden, Bast und weichem Leder
war’s „Strophion“ der Formengeber.
Geschnürt ward lang des Weibes Leib, Flashmob Blitzauflauf
das hob den Busen, schönt’ das Weib
Doch Schnüren hinterlässt auch Spuren, Ein neuer Gag erschreckt die Massen,
als Furchen leberseits zu suchen wenn viele sich schnell fallen lassen,
und zwingt die Niere gar zum Wandern auf Plätzen, Räumen oder Gassen.
um beckenwärts sich zu verankern. Ganz grundlos mit dem Gong um sechs
Frau Hardt aus Dresden bracht ein Ende, sind die Passanten ganz perplex,
der argen Folterkomponente. weil 100 plötzlich lang sich strecken
Ein Leibchen sollt’ die Brust nun heben und so das Umfeld voll erschrecken.
und die gewünschten Formen geben. Der Flashmob schlägt urplötzlich zu
Doch das Korsett wollt nicht verschwinden, und stört die altgewohnte Ruh,
auch heute kann man es noch finden. durch Springen, Hüpfen, Jubeln, Schrein
Erst die Chemie in unseren Zeiten stimmt man sich in das Umfeld ein.
sollt sich vorm Busen voll verneigen. Der Stuss kommt sicher aus den Staaten,
Umhüllt ihn sanft mit Kunstgarnfaden, und wird ins Internet geladen
dadurch ganz formschön leicht geraten, und per Handy vorbereitet,
umhüllt er ihn und gibt Figur, wo man den nächsten Streich bestreitet.
betont des Weibes Vollnatur. Spontan, schier unerwartet, doch durchdacht
Die Vollerotikkomponente, wird so Verwirrung eingebracht.
die kam zu uns erst nach der Wende Die Menschen sind verduzt, erschreckt,
als toller „Mogelwonderbra“, wenn man sie so spontan hier neckt,
war er dann als Push up gar da. blitzartig kommt und geht der Spuk
Durch Seitenkissen, Schaum und Gel und sicher war es auch genug.
gelingt ein Busen ohne Fehl,
der voll des Mannes Augen bindet
wenn sich so’n Dekollete einfindet.
Des Weibes allerschönste Zierde,
weckt voll des Mannes Lustbegierde.

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Sentenzen

Packungsbeilage Die Zunge

Die Medizin, die heilsam ist, Die Zunge, die das Feinste schmeckt
erhält beim Nutzer manchen Riss, und gern an süßen Dingen leckt,
weil Nebenwirkungen, die vermerkt, mitunter auch den Nachbarn neckt
die Angst und Sorge schon verstärkt. liegt cavitär im Mund versteckt.
Der Beipackzettel voll Gefahren, Der Zungenrücken leicht gewölkt,
kann vielen in die Glieder fahren, mitunter sich der Umwelt stellt,
sodass allein beim bloßen Lesen, kann so den Arzt auch offenbaren,
der Blutdruck viel zu hoch gewesen ob dir was Krankes widerfahren.
und Schweißaustritt die Haut bedeckt, Die Himbeerzunge zeigt dir an,
sodass der Leser schweißbefleckt an Scharlach leidet dieser Mann.
und sich Symptome wieder finden, Doch wenn atrophisch, schmal und dünn
die rationell nicht zu begründen. deutet’s auf Blutes Schwäche hin.
Angstinduziert sind die Beschwerden, Am Zungenrücken, auch am Rand
die glaubhaft die Patienten merken. Papillen, Knospen voll zur Hand,
sodass sie alles schmeckt und spürt,
süß, sauer, bitter, heiß empfindet,
was alsbald wiederum verschwindet.
Als starkovaler Muskelkörper
nimmt sie am Saugen, Schlucken teil
und transportiert gekaute Nahrung,
da sie beim Schluckakt viel Erfahrung.
Ist für die Sprache unentbehrlich,
für’s Liebesspiel auch sehr begehrlich.
Sie ist jedoch auch sehr empfindlich
und schmerzt gar teuflisch, wenn verletzt,
was dich dann Tag und Nacht entsetzt.
Der Hypoglossus dirigiert,
was mit der Zunge so passiert.
Sorgt für Bewegung im Revier,
hilft, dass die Bissen sich verformen,
zumeist in vorgegebenen Normen,
damit die Völlerei geschwind,
zum Rachen, Magen hinwärts dringt.

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Sentenzen

Das Knie Die Kolik

Wenn krank und schmerzhaft das Gelenk Wie oft noch quält der Gallenstein
und die Bewegung eingeschränkt, den Menschen, der vor Schmerz schon klein
man nur behindert Treppen steigt und sich kaum wagt, noch was zu speisen,
und sich mit Schmerzen abwärts neigt, weil Kolikschmerzen furchtbar beißen.
muss man es schonen, lagern, kühlen, Man schreit nach Hilfe, Linderung,
um wenig Schmerzen hier zu fühlen. es scheint der Schmerz bringt dich noch um.
Nimmt Analgetika zu hauf, Ein Spasmolyticum kann lindern
vielleicht hören dann die Schmerzen auf. und diesen Kolikschmerz auch mindern,
Das Kernspinnbild zeigt ‘nen Erguss. doch will man endlich Ruhe haben,
Die Schonung sagt man, sei ein Muss, muss man zu den Chirurgen traben.
ödemdurchsetzt ist das Gewebe, Der holt sie endoskopisch raus
die Binnenstruktur in der Schwebe, und damit ist das Leiden aus.
‘ne Bakerzyste rupturiert,
die den Erguss wohl produziert.

Pankreas

Das Pankreas kann mal erkranken,


wenn sich die Hausfermente zanken.
Inhibitoren gar versagen,
das kann den Kranken schrecklich plagen.
Mit Schock, Nekrose, meist noch schlimmer,
kommt er sofort ins Krankenzimmer.
Wird intubiert und infundiert,
mit Cephalospirin injiziert
und künstlich Nahrung zugeführt.
Doch wenn der Internist am Ende,
nimmt der Chirurg es in die Hände.
Er operiert, wenn gar von Nöten,
um den Abszess hinweg zuheben.

257
Sentenzen

Die Gallensteine Ultraschall

Der Gallenstein macht Schmerz und Pein Der Ultraschall mit seinen Wellen
klemmt er sich gar im Gange ein. kann uns gar manches Leid erhellen.
Ein Krampf erfasst den Oberbauch, Von Leber Niere, nicht der Lunge
durch Kontraktion von Gang und Schlauch. und manchmal auch vom Grund der Zunge,
Man vomitiert ganz bittere Galle, auch von Gefäßen und dem Herz
es scheint die Galle wird nicht alle, klärt Ultraschall den Grund vom Schmerz.
dies wiederholt sich viele male
und dabei steigern sich die Qualen,
man kann es kaum mit Worten malen. Koloskopie
Die Schmerzen, die so furchtbar schlimm,
die nimmt der Kreislauf nicht so hin, Man liegt in fester Seitenlage
der Blutdruck steigt, der Schweiß bricht aus. und wird geplagt von einer Frage,
Ach, wär man schon im Krankenhaus, wird es verträglich, schmerzarm sein,
um diese Kolik abzutöten. führt man das Rohr ins Kolon ein?
Schmerzmittel sind jetzt sehr von Nöten. Gut vorbereit ist der Darm,
Der Ultraschall zeigt dann alsbald, das Abführen brachte Darmalarm.
ein Stein macht dort im Gange Halt. Das weiche Rohr ist lichtbestückt,
Das Bili steigt beträchtlich an, so dass man sieht, wenn’s weiter rückt,
ganz dunkel färbt Urin sich an, wie innen unser Darm bestückt.
acholisch zeigt sich auch der Stuhl, Kann rundum jedes Stück betrachten
man fühlt sich wie im Sündenpfuhl. und auch auf Böses sorgsam achten,
Die ERC kann offenbaren, kann Krypten, Falten, Schleimhaut sichten,
wo sich der Stein denn festgefahren, Polypen, Blutung gleich verrichten.
man schlitzt das Ostium, holt ihn raus, Inzwischen spürt man starkes Ziehen
man hofft, nun ist der Spuk wohl aus. und möchte sich gern nieder knien.
Doch alsbald gings von Neuem los, Hört dann die Kunde, nichts bedenklich,
das Pankreas erhielt ‘nen Stoß. nur fühlt sich doch noch etwas kränklich,
Lipase, Amylase stiegen, weil ja der Darm noch luftgebläht,
man muss ganz still im Bette liegen. der dann geräuschvoll sich entbläht,
Muss harren, infusionsvernetzt, sodass es einem besser geht.
bis sich die Reizung wieder setzt.
Am schlimmster sind erneut die Schmerzen,
im Oberbauch bis hin zum Herzen.
Was man auch gibt, es wird kaum besser.
Doch will man endlich Ruhe haben
muss man zu den Chirurgen waten.
Der holt per Endoskop sie raus,
dann ist der Spuk wohl endlich aus.

258
Sentenzen

Der Poet Bauernregel

Wer solche schöne Worte formt Die Bauernregel fast vergessen,


scheint von der Muse vorgenormt. die in der Ahnen Hirn gesessen,
Wer Menschen solche Freude macht teils Aberglaube, Wunsch und Traum
ist auch im Leben sonst bedacht, umrankt des Bauern Lebensbaum.
ist ausgewogen und gerecht Der Bauer der Natur ergeben,
und wohl kein arger Erdenknecht, denn diese prägte fest sein Leben,
teilt mit den Lieben, was er kann konnt die Erfahrung aus den Zeiten
und geht an alles froh heran. auf seine Nachwelt überleiten.
Erfahrungswerte meist von Wert,
weil in der Tat viel wiederkehrt.
Schwerkraft In Reimform wurde es geprägt,
was unsere Ahnen Welt bewegt.
Merkst du denn, dass die Erd sich dreht, „Kommt der Frost im Januar nicht,
wenn du vor deiner Haustür stehst? zeigt im März er sein Gesicht“,
Die Erde rast durchs Weltenall „Mairegen bringt Segen“,
und dreht sich um den Feuerball „Bringt der Juli heiße Glut,
und bietet uns die Jahreszeiten gerät auch der September gut“,
und mit dem Mond auch die Gezeiten. „Auf kalten Dezember mit reichlich Schnee,
Gewiss, sie dreht sich rasend schnell, folgt fruchtbares Jahr mit reichlich Klee“.
wir bleiben meist an gleicher Stell.
Die Drehung um die eigene Achse,
die bietet uns hier Tag und Nacht, Wein
so hat der Herrgott es gemacht.
Die Schwerkraft hält dich erdenfest, Man sitzt beim Wein, genießt vergnüglich,
dass du den Erdball nicht verlässt, schenkt öfter nach, was durchaus üblich.
wenn sie so durch das Weltall fegt Dabei wird jeder auch gesprächig,
und auch noch um die Achse dreht. erzählt auch Dinge, die banal
Du selber merkst dies alles nicht, und Sachen, die auch oft ‘ne Qual.
die Sonne spendet uns das Licht Lacht laut dabei, genießt die Stunden,
und wärmt der Menschen Angesicht. zu den man sich hier eingefunden.
Wir sehens Weltall hier auf Erden Spürt, das die Silben etwas Schleifen
bis zu dem Punkt, wo wir dann sterben. und hinterlässt dann Quasselstreifen.

259
Sentenzen

Gedanken zum Bildungswesen Zeitenlauf

Denk ich an das Bildungswesen, Der Zeitenlauf der lässt uns reifen,
glaub ich es ist gut gewesen. bedingt auch unsere Welt begreifen.
Keiner konnte hier was streichen, Aus der Verbindung Spermium, Ei,
gar noch der Chemie entweichen entstand der erste Menschenbrei.
oder auf Physik verzichten, Nach dem vollbrachten Erdenleben,
Russisch aus dem Lehrplan lichten. wird jeder himmelwärts entschweben.
Jeder hat für sich entschieden,
ob es lohnt, den Marx zu lieben.
Pioniere, FDJ waren hier der Alltagstrott. Die Frage
Auch Frau Merkel, wie wir sehn,
konnt’s erfolgreich überstehen. Du trittst nun vor den Herrgott hin.
Sicher war viel Gängelei Er fragt: Wie war dein Lebenssinn,
sehr belastend mit dabei. hast du genügend viel vollbracht
Ist die Bildung heut famos, und hat es dir auch Spaß gemacht,
ist sie denn auch kostenlos? hast du gefehlt gar manches mal,
war’s immer leicht, war’s manchmal Qual,
wars freudvoll wohl die meiste Zeit,
Zeitbetrachtung bist du zu Weiterem bereit?

Ein Jahr ist wieder abgelaufen,


ist es nicht zum Haare raufen, Vergangenheit
dass die Zeit so schnell verfliegt
und man graue Haare kriegt. Vergangenheit, das war das Gestern,
Dass man immer älter wird Erfahrung und Erinnerung,
und es immer kälter wird, Gelebtes Leben, vollbrachtes Streben.
dass die Freund auch mit reifen, Was war erscheint darin versteckt.
gleichsam in die Jahre greifen, Die Raumzeit nennt sie die Physik,
dass die Kinder längst erwachsen. darin ruht Leid und Menschenglück
Enkel schönen unsere Welt und auch der Erdgeschichtenlauf.
hier in diesem Erdenzelt. Vergangenheit, das waren die Eltern,
Auch unser Dresden hier in Sachsen die Kindheit, Schule, Studium,
ward schöner und ist stolz gewachsen. die Arbeit in dem Klinikum,
Die Jugend schwindet peau-a-peau. auch Liebe, Freude und auch Glück,
Es reift der Mensch in Jahresscheiben, die Angst, die Mauer waren ein Stück,
keiner wird ein Jüngling bleiben. auch Nöte und vielleicht auch Segen,
Jeder folgt dem Erdenlauf, vom bisher voll erlebte Leben.
wächst und lernt, reift, pflanzt sich fort, Ein jeder Pulsschlag pflügt das Leben weiter,
baut mit an dem Weltenhort. verbraucht die Gegenwart
Spürt bald, wie begrenzt das Leben, und macht das Perfekt breiter.
das uns auf der Welt gegeben. Man kennt nun die Vergangenheit,
die Zukunft bleibt uns tief verschneit.
Ich hoffe, dass das künftige Leben
noch viel Vergangenheit wird geben.

260
Sentenzen

Die Lebensspur Das Jahr 2000

In einer langen Lebensspur, Das neue Jahr ist eingezogen,


da ändert sich schon die Figur. es scheint den Menschen doch gewogen.
Es runden sich manch Körperstellen, Zumindest ist es nicht sehr kalt,
ja selbst der Bauch schlägt leichte Wellen. die Milde herrscht im Winterwald,
Die Lebensfurchen lassen zeigen, der Schnee zu Weihnacht nicht präsent,
dass sich so manche Dinge neigen, was man hier schon seit Jahren kennt.
die Haare lichter, grauer werden. Die Sorge nagt an vielen Herzen,
Man sieht jetzt vieles abgeklärt, was wird aus unseren Arbeitplätzen?
auch manches wird nicht mehr begehrt. Wird jeder so wie altgewohnt
Das Schreiten geht nicht mehr so leicht, von diesem Trauma doch verschont?
das Sehvermögen neu geeicht Kann er nach Herzenslust hier schaffen,
und die Gelenke die verschlissen, denn Fleiß und Klugheit sind die Waffen,
wird man zum Teil ersetzen müssen. mit denen sich die Menschen wehren,
um Glück und Wohlstand zu vermehren.

Reifebetrachtung
Impressionen 1993
Verschwunden sind die goldenen Jahre
und auch der Glanz der vollen Haare, Der deutsche Osten ward gewendet
gerundet was einst rank und schlank, und voll den Wessis hin gespendet,
man ruht jetzt öfter auf der Bank. die gut dotiert mit Westsalär,
Der Herbst wird bald vom Wind verweht, das für Ossis eine Mähr,
das Blättermeer im Sturm sich dreht, denn alle attraktiven Posten
wird hoch gejagt und breit geblasen sind nichts mehr hier für die vom Osten.
und bald deckt Schnee den ganzen Rasen. Denn alles ist in Wessihand,
was wertvoll hier in unserem Land.
Für uns blieb ein bescheidener Lohn,
ist so die Einheit nicht ein Hohn.
Das Arbeitslosenheer steigt weiter
auf dieser Wessiwohlstandsleiter,
auch Obdachlose nie gekannt,
im unvereinten Ossiland.

261
Sentenzen

1990 Zum 45. Hochzeitstag

Ist denn das neue deutsche Land 45 Jahre schon sind wir eh' verbunden
von nun an auch dein Vaterland? und trotz manchem Auf und Ab
Sind wir, obwohl vereint geboren, gab’ es nur schöne Stunden.
jedoch sehr different erzogen, Ein wunderbares Kinderpaar
durch diese Einheit, die gewünscht, beglückte uns die vielen Jahr,
vom Wessi an die Wand getüncht. bereichert durch den Enkelreigen,
Nach 40 Jahre deutscher Teilung der sich vergnügt bei uns kann zeigen.
kommt’s zögernd nur zur Einheitsheilung. Ein Heim, gepflegt von Frau Mama,
Zu tief waren die Gedankengänge von allem ist das Beste da.
im zweigeteilten Zeitgedränge, Mit viel Geschmack, sehr auserlesen
als dass man alles leugnen kann. und überall hat sie ‘nen Besen,
Wir bleiben Ossis, Mann für Mann sodass sie flugs den Staub entfernt,
was man nicht braucht, wird ausgekehrt.

Schicksalsschlag
Altmarktgalerie
Ein Schicksalsschlag kann Menschen plagen,
besonders in den guten Tagen, Ein Konsumtempel ist entstanden,
wenn man in voller Blüte steht der größte wohl in Sachsens Landen.
und sich erfolgreich vorwärts dreht, So vieles ist hierin vertreten,
so voller Hoffnung täglich lebt der Kauflust wird hier Raum gegeben.
und fast im siebenten Himmel schwebt. Ein Ambiente zum Verweilen,
Wenn unerwartet, nüchtern, kalt, um seine Euros zu verteilen.
ein Krankheitsruf ganz laut erschallt, Ganz hell aus Glas, voll Sonnenschein,
der dir ein Leiden laut verkündet, der strahlt von allen Seiten rein.
das selbst der Arzt als schwer empfindet. Ganz unten ist für Autos Platz,
Du bist verzweifelt, hoffnungslos, rolltreppenaufwärts geht’s zur Speisehatz
fragst dich, war das mein Lebenslos? und weiter aufwärts kann man sehen,
Die Medizin ist stets bemüht, was letztlich alles zu erspähen,
das immer wieder Hoffnung blüht. was man vielleicht gebrauchen kann.
Gerade bei den Tumorleiden Sinn Levers, Zara, Gerry Weber
kann man heut allerhand bestreiten. und viele neue Chic-Boutiquen,
Kann heilen, wenn es nicht zu spät, die bieten Mode zum Verlieben.
sodass man nicht vorm Abgrund steht. Ja auch der Gaumen muss nicht darben,
Du weist wie klein der Mensch dann ist, Dank Snackbars differenter Prägung,
wenn er ganz ohne Hoffnung ist. kommt unser Gaumen in Bewegung.
Auch wie belastend die Behandlung, Chinesen geben teils die Prägung,
die bringt dir echte Seelenwandlung. die Nordsee bietet tollen Fisch,
Du hattest Glück, wurdest geheilt. auch Antipasta gut gemischt
Nun stehst du wieder unter uns, und Käse aus den Niederlanden,
schaffst wieder wie in alten Tagen, ganz köstlich viele Käufer fanden.
du hast es mit Bravour getragen.

262
Sentenzen

Vaterland Klassentreffen

Nun haben wir das Vaterland, Wie schön sieht man sich doch mal wieder,
das neue deutsche Vaterland, strahlt Freude aus, mit dem Gesicht,
auf das wir alle sehr gespannt. denn alte Freundschaft hat Gewicht.
Macht es uns Angst, lässt es uns hoffen, Durchlebt erneut der Penne Zeiten,
zumindest sind wir voll betroffen. lässt auch die Lehrer uns begleiten.
Erinnert sich der ersten Liebe,
dem wunderbaren Spiel der Triebe,
Digestiv durchstreift was alles uns verbunden.
Dies dauert wohl so zwei, drei Stunden,
Ach, welch ein Labsal, welch Behagen schon ganz Vergessenes neu gefunden.
um zu Verhindern Blähungsplagen Fragt nach den Eltern, die einst waren,
durch noch ein Digestiv am Ende, die längs schon himmelwärts gefahren.
nach Weihnachtsgans und Weihnachtsente. Erzählt ganz kurz den Werdegang,
Die Weihnachtsgans, welch leckerer Braten, der ist ja nun schon reichlich lang.
besonders, wenn er gut geraten, Verkündet, was man derzeit tut,
verlangt vom Darm Verdauungspflichten, und das man ja noch voller Mut,
die oftmals nicht leicht zu verrichten. dass man nun Leiter sei ganz oben
Der Zahn zerkaut die saftige Keule, und will sich dabei auch mit loben.
sie wandert dann wie ein Beule Wie Frau und Kinder sich befinden
hinab im Speiseröhrenschlund und wie das Leben so zu finden.
und gibt sich so den Magen kund. Das Treffen war ein Rückwärtsblicken
Der speichert und durchmischt das Ganze in die verbrachten Jugendlücken.
mit Säure von den Funduszellen, Man spürt, wie fremd man sich geworden
wo durch Pepsin die Speisen quellen. und überbrückt’s mit schönen Worten.
Dank Kathepsin und Labferment, Betont noch mal wie schön es war
die Milch und auch das Fleisch verbrennt. und sagt Adieu bis nächstes Jahr.
Der Digestiv, der Säftelockerer,
macht das Verdauen leicht und locker,
vermeidet Druck und starkes Blähen,
lässt auch das Sodbrenn’n fernwärts gehen,
treibt Chymus in den Darm dann weiter
auf der Fermentespaltungsleiter.
Lock Saft aus Leber, Speicheldrüsen,
die dort im Bauch Peptide grüßen,
das Eiweiß und das Fett zerteilen,
so dass sie nicht so lang verweilen,
verdaut im Rektum, wird sich drängen
und alsbald sich nach außen zwängen.

263
Sentenzen

Herbstpatienten Vergangenheit

Es wird nun morgens immer schwerer, Das Plusquamperfekt, das Gestern,


die Bäume werden blätterleerer, das war das Spielen mit den Schwestern,
die Nacht langt in den Tag hinein. Erinnerung, gelebtes Leben,
Man fühlt sich nächtlich oft sehr klein, was dir bislang an Freud gegeben.
weil man nicht sieht was dort geschieht, Du kannst sie lieben, kannst sie mögen,
wenn nur das Mondlicht düster glüht. je nach Erfolg, der dir gegeben.
Patienten, die sehr früh bestellt, Es ist ein Rückblick auf die Zeit,
das Kommen auch schon schwerer fällt, es ist der Abschied vom Vollbrachten
und ab und an bleibt einer weg, und vielem auch nur Angedachten.
im Frühprogramm ein weißer Fleck. Vergangenheit, das war die Mauer,
das war der Krieg, mit seiner Not
und vieler lieber Menschen Tod.
Alter Man kann sie hassen, kann sie mögen,
sie birgt dein ganzes Erdenleben,
Schneller laufen unsere Jahre, das dir bislang hier ward gegeben.
grauer werden unsere Haare Mit jedem Pulsschlag rinnt das Leben,
doch die Lebensfreuden bleiben, das nur begrenzt uns vorgegeben.
wenn sie sich auch abwärts neigen. Ein jeder Herzschlag pflügt das Leben weiter,
Glücklich soll’n die Tage reifen, verbraucht die Gegenwart
die das Leben dir noch leiht, und macht das Perfekt breiter.
die Gesundheit dich begleiten
bis ans Ende deiner Zeit.
Reife

Im Sommer blüht die Gartenwelt,


die auch den Bienen gut gefällt.
Doch wenn im Herbst die Früchte reifen,
dann kann man in die Vollen greifen.
Wenn Bäume strotzend voller Frucht,
dann ist das Ernten eine Wucht.

264
Sentenzen

Kosovo 2007 Reichtum 2006

Kosovo ist Serbien, tönt es durch das Land, Die Deutsche Bank bringt Großgewinn,
doch Herr Bush, der Ami hat es in der Hand. Milliarden waren heuer drin.
Die Serben sind empört, entsetzt, 15 000 stößt sie locker
das man den Teil davon versetzt. von dem Arbeitssesselhocker
Das waren die Amis, die EU, aus dem Mitarbeiterkreis.
wird das denn ein ganz neuer Schuh. Es sind nur Menschen, welch ein Preis.
Nachdem das Russenreich zerfallen, Es zählt bei ihnen nur Gewinn,
verwaltet Bush nun die Vasallen. da ist kein Mitgefühl mit drin.
Umgrenzt die Russen mit Raketen, Die Dividende wird erhöht,
obwohl sich diese das verbeten. ganzgleich wie viel zu Boden geht.
Er schafft so neue Spannungsherde, Auch China hat jetzt Milliardäre.
an vielen Stellen dieser Erde. Bill Gates steht weltweit vorne dran,
shopped über 50 bisher an.
Auch 70 Frauen in der Welt,
Teuerung Sommer 2007 besitzen ein Milliardengeld.
Im reichen deutschen Heimatland
Mein Gott, der Handel füllt die Taschen. Sind 55 flott zur Hand,
Noch nicht betroffen sind die Flaschen. die einfach milliardenschwer,
Die Milch wird teuerer, wie man spürt, umgeben von dem Armutsheer,
auch Butter, Käse mitmarschiert, das mit Hartz IV ganz weich gebettet.
der Jogurt, Quark steigt um eine Viertel. Die Welt ist eben wie sie ist,
Der Landwirt ruft, das Korn wird knapp! gleich wie man auch sein Leben misst.
Das Brot zieht hinterher im Trapp, Unverändert rauscht das Wasser,
auch Gerste fehlt hört man hier rufen, anders läuft die neue Zeit,
das Bier steigt hoch des Preises Stufen. viele Menschen denken anders,
Die Felder stehen voll in Gelb, in dem neuen Einheitskleid.
der Raps bringt Bauern reichlich Geld,
dadurch wird’s für Getreide knapp,
so dreht sich hoch die Preisspirale
und dies zum wiederholten Male.

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Zeitgeschehen

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Zeitgeschehen

Zeitgeschehen

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Zeitgeschehen

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Zeitgeschehen

Das Jahr 2001

Die Westmark wird für ganz verschwinden Die Mette Mariet ward getraut,
Wir werden nur noch Euros finden obwohl sie vorher Mist gebaut,
und mit ihm die Verteuerung. mit Drogen und mit Findelkind,
Man sagt uns das es nützlich sei das schlug der Kronprinz in den Wind.
ist da nicht nur ’ne Mogelei Auch Dietmar Giesel waren nicht faul,
Vorbei, vergessen BSE sie ritten ihren Reisegaul,
dem Rinderwahn sagt man Ade, ganz wacker durch das alte Jahr.
das Keulen war doch nur ein Dreh, An 5 verschiedenen schönen Orten
um Überschüsse abzubauen, ist Geld zu Lebenslust geworden,
die Bauern in den Sack zu hauen, doch Ulla, Klaus die waren bescheiden
den Rindfleischpreis zu minimieren in ihren Jahresurlaubsreiten.
ums Hühnerfleisch hier zu hofieren. Die USA erlebt’ nen Schock
Cow disease vom Land der Briten Ein Flugzeug fliegt in oberen Stock
kam nur begrenzt zu uns geschritten. und dies gleich zweimal, welche Not,
Die Raumstation, der Stolz des Osten im Trümmerberg da lag der Tod.
begann wohl himmelwärts zu rosten Die Folge ließ nicht auf sich warten
Wurd „allverglüht“ nach 15 Jahren, man spielte mit verdeckten Karten.
da altersschwach und viel zu teuer, Zerbombte nun Afghanistan
schien sie im All nicht mehr geheuer. und hielt uns dann zum Spenden an.
Das deutsche Land soll sicherer werden, Im Nahen Osten herrscht ein Toben,
der Fingerabdruck hier auf Erden, dies Vorgehen mag wohl keiner loben.
genetisch gar gespeichert werden. Man tötet hier auf beiden Seiten
Die Ehe kommt auch in die Krise, sie mögen sich halt gar nicht leiden,
die Babs, der Boris machen Miese, Sharon ist wohl an vielen Schuld,
Die Schwulen werden Mann und Frau, die Amis helfen nur den Juden,
obwohl doch different im Bau da kann man Moslem-Zorn vermuten.
Die Billigmiete hier in Sachsen Die Ampel im Berlin Senat die platze
ist nur für Biedenkopfs gewachsen trotz Herrn Schröders Rat,
und gratis Service inklusiv, nun soll es Gysi letztlich richten
wie herrlich es doch alles lief doch Licht ist letztlich kaum zu sichten
Ikea-Sondergunstrabatt Auf Dresden schaut die Autowelt,
Setzt letztlich wohl die Biedis matt. was man hier gläsern hingestellt
Die Haupstadtschwarzen sind am Ende, ist eine Zierde für die Stadt,
die Moneypleite schuf die Wende, die nun auch Superklasse hat,
Ein Schwuli kam nun an die Macht, zumindest als VW Gefährt,
wer hätte dies vormals gedacht. das an Komfort wohl nichts entbehrt.
Auch Dresden wählt eines Haupt Hier gibt es nun statt Masse, Klasse
und hat‘s den Roßberg anvertraut. vorausgesetzt man hat die Kasse.
Das Jahr verging, die Westmark auch
und schmaler wird des Kontos Bauch.

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Zeitgeschehen

Das Jahr 2002 Das Jahr 2007

Die Welt ist toll, verrückt geworden, Das ganze Jahr 2007
die Ohnmacht lässt Touristen morden, was ist für uns davon geblieben,
doch keiner nennt die wahren Gründe, wir wurden reifer, wurden älter
die Ursach’ für der Menschen Sünde. uns unsere Haut auch etwas gelber.
Nur Lug und Trug, Rachsucht Gewinn, Das erste Jahr im Ruhestand,
die Treiben es im Leben schlimm. viel schneller als vorher entschwand
Die Amis überfallen Staaten Man ist gereist auch viel gewandert
obwohl die ihnen nie was taten, und durch die Sächsische Schweiz mäandert
und werten es als gute Taten, ist auf den Rennsteig lang gezogen,
Die Welt, die sich hier voll empört genoss der Ostsee schöne Wogen,
bleibt von den Amis ungehört. Fuhr Ski im schönen Südtirol
Kann man’s Betroffenen verwehren, und fühlt zu Hause sich recht wohl.
das sie sich hier dagegen wehren. Der Langlauf erst am Kronenberg,
Da sie sich für ihr Land bekennen, darauf ging es nach Obereggen,
wird man sie Terroristen nennen. zur Speicheralm ins Rheintal hin,
Die Armut hier, der Reichtum dort, nach Sexten Helm ins Fischleintal
besetztes Land an jedem Ort, und auch der Plosen war ne Qual,
ist dies die Ursach für den Mord? weil dort der Schnee ganz kärglich war
Erbaute sich am Chorgesang
und übte brav den Musenklang
Die Grünen erprobte auch den Reigentanz.
Des öftern kam die Rommerunde,
Die Bündnissgrünen sind bedacht, vorher gab’s Gaumenschmaus zum Munde.
dass man die Hühner glücklich macht. Computerkurs gar manche Stunde,
Sie klagen gegen Käfighaltung das Internet war mit im Bunde,
und viel zu enge Wohngestaltung. doch leider läuft es nur mit Störung,
Wo bleibt das Klagen, Protestieren da fühlt man innerlich Empörung.
wenn Menschen diesen Käfig zieren, Ließ auch am Haus manch Neues bauen.
wie es die Amis demonstrieren, Die Rollo jetzt motorbetrieben,
die Geisel gnadenlos traktieren, man muss nicht mehr mit Muskeln üben
gefesselt noch an Arm und Bein, Die Gartenmauer neu verstärkt,
das hält die Menschenwürde klein. was man per Ansicht gleich vermerkt,
Herr Bush kann tun was er will, der Gartenzaun vom Sturm geknickt,
da halten alle ruhig, still, ward aufgerichtet neu bestückt.
lässt seinen Bombendonner grollen, Ne Gartentreppe neu montiert,
fragt nicht was Völker selber wollen, Garagenausgang neu verziert,
geschehen fern am Hindukusch wenn man zum Garten hin marschiert.
und dann in Bagdad, Abu Ghreib So vieles wäre noch zu nennen,
das hat die Welt etwas bewegt. man spürt der Zeit zu schnelles Rennen,
Er hat kein Recht dort einzufallen fühlt sich zufrieden, noch gesund,
trotz Angies schlimmen Beifallslallen. auf diesen schönen Erdenrund.

270
Zeitgeschehen

Lichtenstein Das Wahlplakat 2004

Das Steuerschlupfloch Lichtenstein Man sieht, ‘ne Wahl steht grad bevor,
lädt Reiche zum Betrügen ein. es tritt viel Werbendes hervor,
Den Fiskus kann man hier umgehen, vor allem sieht man sichtbar klar,
der Arme bleibt im Regen stehen. wie gut doch die Regierung war,
Klassenlos sei das Gebaren, was andere per Bild bestreiten
ohne Steuern gut zu fahren, und sich nun als die Besseren zeigen.
Wertekrisen mag man’s nennen. Ein jeder lockt, komm wählt doch mich,
Zwielichtige Lichtgestalten ich mache für euch reinen Tisch,
können ominös hier walten, wir werden euch die Brücke bauen,
ganz so als ob es ihr eigen wär, dann werden wir schon weiter schauen.
die Ehrlichkeit bleibt eine Mähr. Die Kitas werden wir auch stützen,
Per Stiftung sei es ganz legal, das soll ja den Familien nützen.
für Millionäre allemal. Sprechblasen in der Überzahl
Stiftung hin und Stiftung her, an Straßen rechts und links am Pfahl
beim Fiskus sind die Kassen leer, und Konterfeis von Spitzen jeder Wahlpartei,
denn Steuern zahlt man nicht daheim, die mit Versprechen alle locken,
man parkt das Geld in Lichtenstein. damit wir auch zur Urne socken.
Ja, Seine Durchlaucht scheint empört, Doch keiner hält, was er verspricht,
weil das Geschrei den Reichtum stört. sie wollen ihre Pfründe halten
Herr von Zumwinkel reich bedacht und’s Land wie eh und je verwalten.
hat es wohl reichlich dreist gemacht. Plakate die recht teuer sind,
Er tat es wie die meisten Reichen, die bieten Flaches wie der Wind.
betrügen scheint ein Markenzeichen. Welch Hohn: „ Gerechtigkeit für Sachsen“
Milliarden können dort entweichen, wo kann nur solcher Unfug wachsen?
die wohl dem Fiskus zugedacht,
obwohl man’s weiß, tut man empört,
betont, dass es sich nicht gehört.
Doch diese kleine Lichtenstein
steht hierbei wohl nicht ganz allein,
schaut man nur in die Schweiz hinein,
hier ziehen die Müllers, Schumis rein
und stellen dem Fiskus so ein Bein.

271
Zeitgeschehen

Dynamo Dresden - Meister 1989

Fußball-Dresden jubelt wieder, dass Dresdener Herzen schneller schlagen


fest ergriffen von dem Fieber, und dann auch vieles leichter tragen.
das die Meisterschaft uns brachte, Der Fußballsport ist eine Macht,
wovon jeder träumte, dachte. vor allem wenn er gut gemacht.
Lange haben wir gewartet, Heut wollen wir jene loben,
sind schon oft zu früh gestartet, die den Bock so hoch gehoben,
dann war der BFC doch kesser, Ede, Alfons und die Spieler,
viel zwingender und spielte besser. die Stürmer und die starken Wühler,
Nun aber sind wir Fußballmeister. die Dresdens Fußballflair geschaffen,
Ede ist es doch gelungen, im Fußballrund, die Fans als Waffen,
diese Wunder mit den Jungen die hier die Ränge strotzend füllen
um den runden Lederball, und gern den Ball ins Tor rein brüllen.
der für Dresden Meisterball. Ein Lob auch hier den Medicus,
Fußballhungrig ist die Stadt, der Schmerzen, Wunden heilen muss.
wie man es nur selten hat. Er ist ein Kenner der Gelenke,
20... 30000 Seelen mit den die Spieler sehr behände,
schreien sich ganz wund die Kehlen, den Fußballzauber hier vollbringen
wenn Dynamo Tore macht, und Kontrahenten stets bezwingen.
so wies Ede vorgedacht. Wer so wie Ede oben steht
Kirsten, Gütschow, Trautmann, Minge und sich zufrieden rückwärts dreht,
Haben nur den Sieg im Sinne. der sieht im Spiegel unsere Zeit
Leider ist es oft sehr schwer, das Spiel war nicht nur Zeitvertreib.
mitunter tut man sich’s zu schwer. Ede muss als Psychologe an die
Ede schwitzt am Rasenrand, Kerngesunden ran.
mit Herz und Hirn vom Spiel gebannt. Er muss sie führen, muss sie leiten,
Er möchte, dass sie kreiseln, ringen wenn nötig auch mit ihnen streiten.
und spielend so den Sieg erzwingen Er muss die Jungen so erziehen,
und sich nicht hakend niederringen. dass sie vor Freude niederknien,
Die Mannschaftsleitung, klug erfahren, wenn sie in seine Mannschaft treten.
durch Hochs und Tiefs in all den Jahren, Sie müssen laufen, stürmen, schießen
doch diesmal können alle lachen, auf unseren grünen Fußballwiesen,
es ging ja gut trotz mancher Sachen. sie müssen Fußballkunst verbreiten
Ihr habt in Dresden das vollbracht, und nicht nur heut, zu allen Zeiten.
was Stimmung in den Häusern macht, Wir gratulieren heut hier,
mit einer Runde Lagerbier.
Wir wollen auf die Gesundheit trinken,
und die Moral darf niemals sinken.

272
Zeitgeschehen

Autos 1991 DDR 1992

Die Straßen voll in Blech gehüllt, Es ist ein Unrechtsstaat gewesen,


mit Secondhand-Cars überfüllt, ist heute überall zu lesen.
die schnell im Westen dort erstanden, Die Bildung frei für jedermann,
weil viele sie dort preiswert fanden, ein jeder hatte Arbeit, Brot,
doch viele waren wohl frisiert nicht jeder war hier teuflisch rot
und für den Osten präpariert. und keiner litt gar arge Not.
Der Slogan galt im ganzen Land Es herrschte Mangel vieler orten,
und der war landweit auch bekannt: das Land war trist und grau geworden,
„Fängt er an zu rosten, muss er in den Osten“. das Reisen westwärts eingeschränkt,
Neben diesem Autosegen das hat die Menschen sehr gekränkt.
ist auch unser Alltagsleben Zwar preiswert einst der Kinderhort
wieder voller Gottessegen. und kostenlos der Massensport,
Marx und Engels sind verschwunden. die Menschen dennoch unzufrieden,
die wir ganz normal empfunden. sie sehnten sich zum Westen, Süden,
Kirchenmänner weitgespannt, nur einmal Urlaub auf Kanaren,
Herrschen nun im Einheitsland. vielleicht wären sie zurückgefahren?
Doch nichts dergleichen war zu bieten,
spottbillig waren zwar die Mieten.
Beim Schulbesuch und auch der Lehre,
griff hier wohl keiner voll ins Leere.
Nun haben alle, was sie wollten,
obwohl sie dieses gar nicht sollten.

273
Zeitgeschehen

Osten 1993 Superstars

Die Wirtschaft hier im Land scheint tot, Die Superstars, die Megahelden,
denkt man an Treuhand, sieht man rot, die hier im Volke so vieles gelten,
das Arbeitslosenheer, das schwillt, die füllen täglich die Gazetten.
erbarmungslos zum Himmel brüllt. Jan Ulrich, Deutschlands größter Sohn,
Die Planwirtschaft, die gibt’s nicht mehr, stand göttergleich auf hohem Thron,
die Marktwirtschaft, die schafft zwar mehr, heut liegt er in des Hades Loch,
doch ostwärts sind die Kassen leer. weil er nach Dopingsünden roch.
Der Westen hat verdient, gewonnen, Die Pharmazie bracht vielen Segen,
im Osten alles eingenommen. sodass sich Kranke wieder regen
Eilfertig hat Frau Breul fungiert sie kann auch Sportlern manches bieten
und unsere Industrie planiert. und Muskelzuwachs gar vermieten.
Man lobt Herrn Späth, was er vollbracht, Man will den Sieger, will den Besten,
hat er denn Jena reich gemacht? im Osten und wohl auch im Westen.
Zeiss Jena ist von dort verschwunden, Man tut empört wenn einer dopt,
die Arbeitsplätze sind gesunken, obwohl’s jahrzehntelang erprobt.
von 30 000 und wohl mehr Die Reinheit fordert die Nation
gibt’s heute kaum 3000 her. Blutdoping sei ein bitterer Hohn.
Nach 13 Jahren Treuhandwalten Doch welche Mühen, welche Qualen
muss man den Osten neu gestalten. sich im Gesicht der Fahrer malen.
Was hier verkauft und aufgezehrt, Die Tour ist den Franzosen heilig,
den Wohlstand nur im Westen mehrt. man testet jene die sehr eilig
Artikel für das Alltagsleben, auf Frankreichs Straßen sich bewegen
selbst Butter, Milch, ja Fleisch und Rüben, und sicherlich ihr Letztes geben,
die kommen meistens doch von drüben. ja der Franzosen liebstes Kind,
sind Radler die schneller als der Wind,
auf jeder Tour durchs Land hin rasen.
Um hier der erste auch zu sein,
deshalb schluckt man gar manch Pillchen rein.
Das Epo ist gut nachzuweisen
und alles, was man nimmt zum Speisen.
Dopt man die Gene wird’s schon schwerer
das Unrecht hier auch zu erfassen,
man hofft, sie werden es ganz lassen.

274
Zeitgeschehen

Die Linken Feme des Linken

Die Schmuddelkinder der Nation, Gemobbt, gescholten und verfemt,


fürs Kapital ein wahrer Hohn. vom Westen völlig abgelehnt,
Man mag sie nicht, wer will sie schon, nicht akzeptabel, teuflisch rot,
im Osten doch ein Viertel schon, es wär’ schon besser sie wär tot.
Die SPD weiß strickt zurück, Vertreter wurden skelettiert
mit denen tun wir keinen Schritt. und ganz beschämend diffamiert
Frau Ypsilanti tönt ganz laut, dagegen blutbefleckte Richter,
mit uns haben sie auf Sand gebaut. aus vormals deutscher brauner Zeit
Herr Beck lässt leise gar vermuten, im Bundestag willkommene heut.
vielleicht können sie mal für uns tuten,
wir wollen in Hessen doch regieren.
Herr Huber, dieser Grandseigneur, Freiheit 2003
bekämpft sie wie ein Hasardeur,
verunglimpft sie nach Strich und Faden Die Freiheit wird ganz neu geprägt,
und lässt sie nur im Bösen waden. weil sie jetzt neue Werte trägt,.
die Bush der Welt mit Macht belegt.
Cruise missile, Splitter-Bombgranaten
Das Kapital und viele, viele Kampfsoldaten
erzeugen diese neue Recht,
Die Macht des Kapitals im Land bestimmen so was gut und schlecht.
hat alles straff in seiner Hand, das Kapital zum Öle drängt,
die Politik, die Polizei wird das was stört hinweggekämmt,
und fest auch die Juristerei. wird einfach diffamiert, bestritten
Im Rechtsstaat dieser Demokraten, als Böses, was uns nicht gefällt
ist vieles für das Geld zu haben, so in die Welt hineingestellt.
die Lobbyisten der Partei, das Kapital Weh dem der sich dagegen stellt,
ist dort dabei, wo Aktien, Renten und Devisen der ist ein Feind der freien Welt.
Gewinn erzielt, gibts keine Miesen. Die Künstler die die Stimme hoben
Am Markt, der Börse wogt ihr Spiel, und diesen Kriegsgang gar verboten,
Milliardenzuwachs ist ihr Ziel. die werden heute blackgelistet
Dem Kapital ist fremd Moral, und vom Erfolg hinweggemistet
lockt Mehrgewinn, Man soll sie alle boykottieren
benimmt sich’s schlimm, damit sie ihren Rang verlieren,
hat für Soziales keinen Sinn. auch dies sei Recht, hört man von drüben,
So wie es Marx vorausgesagt, wir müssen Patriotismus üben,
für Zugewinn wird Krieg gewagt, ganz gleich wie stark das Recht verbogen,
Irak, Afghanen geplagt. wenn man es braucht wird halt gelogen.
Die schlimmsten Waffen aller Zeit
die tragen doch ein Amikleid.

275
Zeitgeschehen

Der Ökosprit Bush und Konsorten 2002

Der Biosprit kann’s Klima retten Der Bush und Rumsfeld und auch Blair,
liest man erneut in den Gazetten, die rüsten ein Millionenheer,
jedoch der Regenwald geht flöten, um Saddam, sprich das Öl, zu greifen.
Ölpalmen und das Zuckerrohr, Angeblich, weil er nuklear,
die treten dort jetzt stark hervor. ein jeder weiß, das ist nicht wahr.
Die Landwirtschaft hat sich gewandelt, Der Putin, Schröder und Chirac
mit Ölprodukten wird gehandelt. sind gegen dieses Schurkenpakt.
Der Biosprit der hält uns fit, Die USA droht hier der Welt,
doch macht auch jedes Auto mit? es geht ums Öl, ums reine Geld.
Das Ethanol aus Biomasse Sie brechen jedes Menschenrecht
ertönte laut, sei erste Klasse, und halten die Gefangenen schlecht.
doch plötzlich hört man einen Schrei, Sie quälen, töten Taliban
der Biosprit macht Schererei. und dichten ihm Verbrechen an.
Es mag eben grad noch gehen.
Er gefährdet Automarken,
die schwachen, ja sogar die starken.
Mehr Klimaschutz durch Ethanol,
das wäre wohl zu aller Wohl.
Millionen Wagen wären betroffen,
die zuviel Biosprit gesoffen,
weil Plastdichtung korrodieren
und Alu-Teile destruieren.
Er lässt gar den Motor stehen,
wie soll man dieses noch verstehen,
wenn wir gefoppt im Regen stehen?
Die Biomassen ölwärts schreiten,
wodurch Cerealienpreise steigen
und Menschen in die Armut treiben,
die immer mehr an Hunger leiden.
Weizen im Tank
macht die Menschen schlank.
Hier ist die Politik gefragt,
die hoff’ ich, dass sie so begabt,
das Biospritgebaren schwenkt
und so des Brotes Preise lenkt.

276
Zeitgeschehen

Der Irak-Krieg 2003 Irak April 2003

Der Krieg ist nun 5 Tage alt, Der Irak ist besiegt, geschlagen,
Bush bombt im Land mit Urgewalt warum nur muss man sich wohl fragen,
Die Waffen, die so zielgenau, muss dieses Land den Krieg ertragen,
die treffen Kinder, Mann und Frau. der Männer tötet hier zu hauf
Ganz gleich wie viele hier auch sterben, so wie in jedem Kriegeslauf.
Herr Bush will Wiederwahl erwerben, Auch Frauen, Kinder müssen leiden,
weil er ein Held, ein Gotteskrieger, die wahrlich nicht für Saddam streiten.
mit seinen Waffen bleibt er Sieger. Herr Bush will dieses Land befreien,
Er, der die schlimmsten Waffen nutzt, weil Menschen dort nach Hilfe schreien?
weil er dem bösen Saddam trutzt, Doch ist nicht er am Elend schuld?
der Biowaffen hier versteckt, Hat er nicht Saddam aufgerüstet,
die USA bedroht und neckt. sodass er sich so eingenistet?
Herr Blix, der suchte Wochen, Stunden Gewiss, der Saddam ein Tyrann,
bislang sind sie noch nicht gefunden. schuf mit dem Teufel ein Gespann.
Urangeschosse, Splitterbomben, Die Sperre, die Herr Bush verhängt,
die lange schon in Bann und Acht, hat nur die Menschen eingeengt.
die hat der Bush ins Feld gebracht. Sie mussten darben, leiden, sterben,
Die Biowaffen hier im Land die Armut brachten US-Erben.
man einst in USA erstand. Nie ging es um den kleinen Mann,
Das alles ist verderblich, schlimm, den schaut ein Ölboss eh nicht an.
wo liegt der Menschheits-Zugewinn? Es geht ums Öl, um Milliarden,
US-Konzerne längst schon warten,
dass sie sich schnell hier etablieren
und dabei keine Zeit verlieren.
Die Petrodollars, die hier liegen,
die waren der Grund um hier zu siegen.

Iraqui 2004

Der Freiheit, die Herr Bush versprochen,


hat wohl dem Land das Genick gebrochen.
Belogen hat er alle Welt,
Atomgefahrgefahr dort festgestellt.
Die Ölreserven will man haben
und sich an dem Gewinne laben,
jetzt setzt man Marionetten ein,
kann das dem Volke dienlich sein?
Gewiss, der Saddam war Despot,
doch Gott sei dank war er nicht rot,
beschoss mit Amis-Giftgranaten“
das Nachbarland mit schwerem Schaden.
Nun sitzt er fest, wird hingerichtet,
inzwischen wird das Land vernichtet.

277
Zeitgeschehen

Hochwasser 2002 Flutfolge

Der Pegel fällt in Stadt und Land, Die Flut ist langsam abgeebbt,
verwüstet ist das ganze Land, der Fluss kroch in sein altes Bett.
das von den Fluten ward ergriffen, Zurückgeblieben Schlamm und Schlick,
und das so vieles weggerissen. Verwüstung bringt der erste Blick,
Geröll, Gerümpel türmt sich auf Geruch von Fäulnis und auch Moder,
vor jedem voll gelaufenen Haus. so wie vor Jahren an der Oder.
Das Wasser schwindet, auch die Fluten
aus vollgefüllten Kellern, Stuben,
Die Menschen, die gehofft, gebangt,
die trennen sich von Bett und Schrank.
Die Opfer dieser Wassermassen,
für viele sind sie nicht zu fassen,
denn auch die Kühl- und Waschmaschine
und alles was sich voll getränkt
wird nun zum Sperrmüll hin gezwängt.
Schlamm und Moder senden Düfte
und verpesten so die Lüfte,
locken Fliegen und auch Mücken,
die dann stechen, scheußlich zwicken.

Hochwasser August 2002

Der Elbestrom der teilt die Stadt lang sich überm Land entleeren
fließt sonst gemächlich eher matt und der Flüsse Pegel mehren,
ist frei von allen Stromesschnellen wenn gar Wolkenbrüche stürzen,
und auch riskanten Sturzgefällen, so dass Bäche, Flüssen steigen,
er zählt zur Zierde dieser Stadt, sich als wilde Reiser zeigen.
war Grund, dass man gesiedelt hat. Wehe, wenn die Wassermassen
Ja Wasser ist des Lebens Segen, ihr gewohntes Bett verlassen,
ohne’ Wasser gäbe es kein Bewegen wenn sie reißend überschießen,
ja Wasser ist halt unentbehrlich ja dann müssen viele büßen
im Frühling, Sommer sehr begehrlich wie bei uns zur Zeit in Sachsen,
fürs Werden, Wachsen in der Flur wo die Flüsse wild gewachsen.
und für das Blühen der Natur. Dieses Wassers Urgewalt
Jeder warme Frühlingsregen macht vor Nichts Geschaffenem halt.
fördert Wachstum, Pflanzenleben Bäume, Sträucher müssen weichen,
und auch jede Kreatur braucht für oftmals schon ein arges Zeichen,
ihre Frohnatur Wasser um hier zu bestehen, alles was nicht festgebunden
ohne würd` es schnell vergehen. wird im Flusse dann gefunden.
Herrlich wenn die Sonnenstrahlen Brücken werden fortgerissen,
bunte Regenbogen malen, Straßen gänzlich unterspült
doch wenn dicke Regenwolken und die Dämme aufgewühlt

278
Zeitgeschehen

ganze Dörfer gehen unter,


Wasser macht aus Mörtel Zunder 5. Jahrestag der Flut. 8.8.07
so verfällt gar manches Haus,
schrecklich sieht es danach aus. Flutmarken werden künftig zeigen
Welcher Schaden für das Land, wie schlimm dereinst der Wasserreigen
hier in unserem Sachsenland. 9 Meter vierzig stand der Pegel
2 Meter ist sonst wohl die Regel.
Die Bilder von dem Flutenstand
erschütterten das ganze Land.
Die Fluten in des Bahnhofshallen,
die fanden nirgends Wohlgefallen,
die Weißeritz, die umgeleitet
sich in ihr altes Bett verbreitet,
dazu gehört der Hauptbahnhof,
der Wiener Platz und vieles mehr,
es schien uns wie ein großes Meer.
Manch Klinikum versank darin.
Die Altstadt hatte nasse Füße,
der Zwinger ward zum Wasserschloss,
desgleichen im Landtag, Opernhaus,
da breiteten sich Fluten aus.
Die Sandsackwälle vieler Orten,
die mochten manches einzudämmen.
Der Menschenfleiß, des Volkes Spende,
beseitigten doch recht behände
die Schäden, die entstanden waren
und heut nach runden fünfer Jahren
ist vieles schöner als zuvor
und Dresden blüht erneut hervor.

279
Zeitgeschehen

Der Staat mit seinen Millionären Die Brücke 2007

Der Staat mit seinen Millionären Ich bin dafür, du bist dagegen,
will seinem Volk das Sparen lehren, so kann sich hier doch nichts bewegen.
angeblich so den Wohlstand mehren. 10 Jahre währt der Brückenstreit,
Die sogenannten Volksvertreter, im August sieben sei‘s soweit.
sind nur für sich die besten Geber. Geht uns das Erbe nun verloren,
Sie laichen sich Diäteneier davon, das wir ganz freudig einst erkoren?
träumt Bürger Müller, Maier. Unsummen wurden gar verschwendet,
Die volksgewählten neuen Reichen, noch scheint`s Debakel nicht beendet.
die sollten sich als Gönner zeigen, Die Bürger haben doch entschieden,
dies tun sie auch, doch nur für sich wollen Dresden eine Brücke bieten,
die anderen trifft der Steuerstrich. doch muss es grade diese sein,
Der Staat, das ist der Staat der Reichen, dazu sagt fasst ein jeder nein!
er borgt sich Geld, was ohne Gleichen, Die Formgestalt ist äußerst fraglich.
die Banken hohe Zinsen greifen, Dabei wird mir auch unbehaglich.
ihr Wohlstand wird so niemals weichen. Das stolze Erbe Weltkultur
Ja in dem Wirtschaftswunderland, gehört als Weltschatz in die Flur.
sind viele Sorgen dir zur Hand. Die Zweifler immerfort nur klagen
Das Arbeitslosenheer wächst weiter, und stellen auch ganz dumme Fragen:
das Kapital jauchst froh und heiter „ Wo fließt denn der Verkehr dann hin,
und steigt auch im Gewinn stets weiter. fährt man per Brück nach Striesen hin?“
Vorm großen Garten sei dann Schluss,
ist das denn wahr, stimmt dieser Stuss?

Die freie Welt


Fledermaus
Die freie Welt kann es nicht fassen,
der Bush wird wieder zugelassen. Die allerkleinste Fledermaus,
Condessa Rice vertritt das Land die macht der Brücke den Garaus.
mit einer Keule im Gewand Die Kinder singens auf der Straße,
und droht bereits den Mullahs wieder, es war die Hufeisennase,
das macht die Amis dort nicht lieber. die Dresden foppt, die Dresden narrt,
Noch bluten Bagdads tiefe Wunden, die stoppt erneut den Brückenstart.
da hört man Bushes neue Kunden, Die Fremden lächeln, schmunzeln, staunen,
das man, wenn nötig mit Gewalt, man hört ein schadenfrohes Raunen,
Iraner Pläne bringt zum Halt. ob soviel Possenungemacht,
Will er noch einen Krieg dort wagen, nun auch der letzte Zweifler lacht.
hat auf der Welt nur er das Sagen? Daraus kann man ganz klar erkennen,
Soll das die Welt schon wieder dulden, man kann sie keine Meister nennen,
macht er denn nicht schon reichlich Schulden? die solch ein Possenspiel bedingen
Vernichtungswaffen schlimmster Prägung und so was hier zustande bringen,
die zieht er immer in Erwägung. Millionen unnütz gar verschlingen.

280
Zeitgeschehen

Venus-Transit am 8.6.2004 Diffamierer

Kein Lebender hat’s je gesehen, Gott erhalt die Diffamierer


dies Fleckchen in der Sonne stehen. und die Zeitungsentenschmierer,
Die Venus heut in jeder Munde, die sich hier als Richter preisen
sie gibt von sich ganz seltene Kunde. und das Letzte noch zerreißen.
Durch ihre Sonnenfinsternis, Haben sie nicht hier studiert,
zeigt sie sich wie ein Fliegenschiss, kostenlos auf Volkes Kosten,
als winzig kleiner schwarzer Punkt lassen unsere Bildung rosten.
im gelben Sonnenfeuerrund. Sportrekorde unserer Zeiten
5 Stunden war sie dort zu finden, mögen sie schon gar nicht leiden.
um dann am Rande zu verschwinden. Besser, man streicht die Rekorde,
Mal Abend und mal Morgenstern, denn sie seien makabrer Sorte,
von unsere Erde ziemlich fern. produziert in der Retorte.
Sie kreist wie Merkur, erdengleich Und so tagt der Schwimmverband
auf gleicher Bahn ums Sonnenreich. mit der Streichung in der Hand.
Dank Venus -Sonden wurd gefunden, Petra Schneider, Schwimmtalent,
dass Winde diesen Stern umrunden sagt, ihr Sieg ist falsch gewesen,
und Eiseskälte dort besteht da sie doch gedopt gewesen
sodass kein Leben sich dort dreht. konnt’ ich in der Pressen lesen.
Auch Kristine Ottos Daten
sind in die Kritik geraten,
Digital sollen auf den Prüfstand kommen,
wird sie nun zur Brust genommen?
Die Welt ist digital geworden, Wo sind wir bloß hingekommen?
man sieht und fühlt dies allerorten,
Die Bits und Bytes sind leicht zu horten
und nach belieben wieder orten.
Das GPS, das gibt uns kund,
wo wir zur gegenwärtigen Stund,
es zeigt uns clever, flink und schlau
den Weg zum Reiseziel genau.
Was wäre unsere neue Zeit
Hät’ man ein Handy nicht zur Seit,
wär’ gar der Laptop nicht geboren,
wir wären wireless verloren.
Man könnte keine E-Mail senden
und sich so an die Freunde wenden,
könnt nicht mal chatten in der Welt,
das Internet ist unser Zelt.

281
Zeitgeschehen

Dioxinei El Ninio

Anabole Trimmsubstanzen Wer ist denn Schuld an diesen Stürmen,


mästen schnell den Schweineranzen, die Trümmerhaufen haushoch türmen?
weil das Fleisch dann schneller wächst, Ist denn das Wetter schon verrückt,
wenn man’s Schwein damit verhext. ruft hier der Teufel ganz entzückt,
Krebserregend Schweinfleisch, kommt eine Warmzeit angerannt,
weil es an Hormonen reich? ist das El Ninios Unterpfand.
Eier Dioxinbestückt, Die Winde blasen ungewohnt,
jetzt wird doch die Welt verrückt! sie haben Dresden grad verschont.
Grad von Hühnern, die frei laufen, Vor Dächern, die schon morsch und alt
weil das Freiland giftbelastet macht so ’ne Böe keinen Halt,
und das Huhn dort pickend rastet. sie lockert was zu lockern ist
Verbraucherschützer machen Mut, und trägt hinweg manch Dachgerüst.
das Frühstücksei bleibt weiter gut. Die Bäume werden umgeknickt,
In Käfigeiern wiederum sie liegen hier dann kreuz und quer
treibt sich kein Dioxin herum, und hindern voll den Fahrverkehr,
drum soll man lieber die verzehren. das ärgert Autofahrer sehr,
Die Norm liegt bei 3 Picogramm denn riesig ist oft das Malheur,
pro einem einzigen Eiergramm. das diese Stürme oft bewirken.
Man spürt, was man damit bezweckt,
der Käfighaltung gilt`s versteckt,
die man ja wohl verbieten will,
da halten Halter gar nicht still
und wehren sich mit Zeitungsenten,
um das Verbot noch abzuwenden.

282
Zeitgeschehen

Gedankensplitter Juni 1994 Vogelpest und Vogelgrippe

Und es haben Wessibrüder Vogelpest und Vogelgrippe


die nur auf Gewinn bedacht macht den Menschen zum Gerippe,
unter Lady Breul’s Geschwader wenn’s mutierend ihn befällt,
unsere Wirtschaft tot gemacht. vorerst tobt die Medienwelt,
Das was wertvoll, ist verschwunden, dass es uns wohl bald befällt
Immobilien westgebunden, daran stirbt die ganze Welt,
jeder Posten, der was wert lassen Medien so verkünden,
wurde lieben Wessibrüdern können so die Seelen schinden.
liebevoll sofort beschert. Panikmache, Zeitungsenten,
Unserer Hände Arbeitslohn die alsbald auch hier verenden
scheint mir wohl der größte Hohn, wie das BSE –Gebaren,
wurd als Altschuld bankgebunden das in Rindvieh einst gefahren
nun als Minus vorgefunden, und vergessen in den Jahren.
das wir abermals bezahlen, Bislang ist im deutschen Land
denn es blinken rote Zahlen. keiner an der Grippe krank,
Wir sind wieder die Verlierer die per H5N1 geboren,
wie im Weltkrieg Nummer zwei, keiner gar im Land verstorben.
doch wenn ihr damit zufrieden Ja, die Bundeswehr muss her,
denkt daran, ihr seit jetzt frei. sammelt so die Strände leer
Die Ossis-Seelen wund geschunden, von dem toten Federvieh.
die besten Stellen westgebunden, Alsbald kommen Vogelschwärme,
als Seilschaft alle importiert, machen Angst dir im Gedärme,
sodass die Führung funktioniert. da sie sicher virogen,
Ob Semperoper oder Zoo, kotend auch zu Boden gehen.
der Polizeichef sowieso, Hier in diesem Vogeldreck
ist Westimport, wie Rechtsanwälte, scheint das Virus gut versteckt.
man spürt landweit Monetenkälte. Sperrt sie ein und steckt sie weg,
Das Arbeitslosenheer wächst weiter, Gefahr droht nur vom Vogeldreck.
die Armut macht sich immer breiter, Diese 11% der Hühner, die noch
die Obdachlosen neu im Land glücklich Wümer picken,
sind unter Brücken angestammt. und zum Himmel aufwärts blicken,
Auch kriminell wird’s immer bunter, doch das meiste Federvieh
man traut sich abends kaum noch runter. sieht die Sonne eher nie.
Die Sicherheit von einst im Land, Kocht und bratet Gans und Chicken,
mit dieser Freiheit auch verschwand. dann könnt ihr das Virus kippen,
könnt das Frühstücksei genießen
und die Medienangst vergießen,
denn bedenklich, was sie sagen
und welch argen Outlook wagen,
übers Vogelvirusgen,
will man nur Gespenster sehen.
5 Milliarden Menschseelen
kann man auf dem Globus zählen
nicht mal 100 krank verschieden,
muss man das als Horror bieten?
283
Zeitgeschehen

Jedes Jahr im deutschen Land Warum sind die Medien still,


sterben tausend wie bekannt, hilfreich wäre ein Gebrüll,
an gemeinen Grippeviren, denn Geschwindigkeit begrenzen
die die Bronchien, Lungen zieren. stumpft schnell des Todes Sensen.
15 Tote jeden Tag Doch die Luxus–Limousinen
auf den deutschen Autostraßen, und die schnellen Porsche Spider
weil die Menschen zu sehr rasen, sind Geschwindigkeitsbetreiber,
dies ist tödlich, dies ist schlimm, wenn BMW und Benz nicht will,
warum nimmt man das so hin? dann halten auch die Medien still.
Speedlimit kann reduzieren Wir rasen weiter in den Tod,
dieses in den Tod marschieren. Geschwindigkeit ist Machtgebot.

Impressionen zur Wende Frau Merkel

Wir sind in eine Welt geboren Man fängt Frau Merkel an zu loben,
mit Weltkrieg zwei ging sie verloren. nachdem sie vorher wie Chaoten
Man hat es sich nicht ausgesucht, die Haarfrisur, die Hängebacken
welch Staatssystem für uns gebucht. verglichen gar, hier mit Schabracken.
Das Dritte Reich als Kind erlebt, Mit Hohn und Spott ward sie belegt
der Krieg hat Deutschland durchgesägt, und dennoch hat sie viel bewegt.
von Alliierten festgelegt. Herr Schröder sie unfähig nannte,
Nach 4 Jahrzehnten deutscher Teilung zu führen Politik im Lande,
erbot sich nun die Einheitsheilung, nachdem sie nun so glatt gewählt
nun will der Westen uns belehren auch die Kritik ganz anders zählt.
und mit Konsum den Absatz mehren. Mit Mut und Umsicht, Sachverstand
Er sagt uns was wir falsch gemacht regiert sie unser Vaterland.
und stets in Moskaus Sinn gedacht. Ja auch ihr Antlitz ward modern,
Er hat den Osten eingenommen, ich denke schon, man hat sie gern.
jetzt leuchten Wessi-Wirtschaftssonnen.
Fabriken starben und Betriebe,
des Ostens Wirtschaft erlitt Hiebe.
Neubauten wurden altverschuldet,
wir haben alles dies geduldet.
Mein Gott, was hat die Siegermacht
aus diesem Osten bloß gemacht.

284
Zeitgeschehen

Mugabe Der Osten

Mugabe, dieser schlimme Held, Der Osten ist zu fett, zu dick!


der mit Gewalt sein Volk verprellt, Ist das ein Wendemissgeschick?
er selbst millionenschwer bestückt, Die Ossis schlucken zu viel Pillen,
sein Volk in Armut tief gerückt. um ihren Leidensfrust zu stillen.
Diktator allerschlimmster Prägung Die Jugend, die gesund und rein,
zieht Machterhaltung in Erwägung. die klinkt sich dort im Westen ein.
Er lügt, betrügt, lässt foltern, morden Die Alten die im Osten bleiben,
und Angst verbreiten, die zeigen schon morbide Zeichen,
fast schlimmer als zu Stalins Zeiten. die schlucken, lutschen, kauen Pillen
Der Langzeitherrscher kann befehlen, und können sich dadurch auch killen.
ihr alle müsst mich wieder wählen, Durch Wechselwirkung der Tabletten,
dazu muss er die Stimmen stehlen, so liest man es in den Gazetten,
wenn nötig lässt er nochmals zählen, gibt’s jährlich 40 000 Tote.
muss wiederum das Volk betrügen, Beachtet dies, folgt dem Gebote,
erneut beim Stimmenzählen lügen. dass viel zuviel gar tödlich sei.
Er weiß, dass er verloren hat, Bewegt euch mehr, ernährt euch besser,
er lässt nicht von den Pfründen ab. seit nicht die unbotmäßigen Fresser,
Dies nimmt die freie Welt so hin, dann geht es euch im Leben besser,
ist das denn Freiheit? Ist’s nicht schlimm! ihr spart auch Geld, senkt den Verbrauch
und den Tablettenmissbrauch auch.

Die Hinterbänkler 2008

Die Hinterbänkler, jene Grünen,


die fahren jetzt auf schwarzen Schienen,
den Strickstrumpf hat man abgelegt,
man ist jetzt bürgerlich geprägt,
hat immer noch den Ökotouch.
Manch einer denkt, was soll der Quatsch.
Atomstrom muss man ja nicht mögen,
doch Biodiesel, welch ein Graus,
bringt Nahrungspreisen den Garaus,
bringt Hunger, Armut für die Welt
ob das den Grünen denn gefällt?
Die Welt, die Schwarze, Grüne trennten,
ist wie man sieht, schon am Verenden.
Man will zur Macht, mit wem es auch sei,
die Hauptsache ist, wir sind dabei.
Opfern ihr Weltbild, vorgedacht,
ganz rasend schnell der schnöden Macht

285
Zeitgeschehen

Kaffee 2008

Vom Jemen kam er in die Welt, macht das Getränk geschmacklich milder,
dort hatten Hirten festgestellt, seit 100 Jahren im Sachsenland
dass Ziegen nächtlich oft nicht schlafen, verschönt er unser Kaffeeland.
wenn sie von jenen Büschen fraßen, Wunderbarer Kaffeeduft,
den rote runde Früchte zierten. frisch gefiltert, heiß gebrüht,
Die Mönche fanden dann heraus, frühstücks durch die Nase zieht.
aus Früchten kam der Stoff heraus, Espresso trinken Italiener,
der sie belebte, aktivierte, Franzosen reinen French press,
die Zunge aber wenig zierte, die Türken, Griechen kochen ihn
sodass sie es ins Feuer spuckten, und lassen ihn ein bisschen ziehen.
wodurch Aromen so entstanden, Heute geht es maschinell,
die sie dann doch passabel fanden. Automaten sind zur Stell,
Und fortan wurde er geröstet, bringen uns auf neue Art
dies war der erste große Ritt, Kaffeekünste schnell parat.
den diese Bohne hier beschritt. Barista gibt es immer mehr,
Erst 5 mal hundert Jahre später sie zaubern dir ’nen Kaffe her,
ward er zu uns ins Land gebracht Espressos und noch vieles mehr,
und hier mit Argwohn reich bedacht, kreieren wahre Kaffeewunder
bevor er endlich Zugang fand, und machen den Genuss noch runder.
im königlichen Hofverband. Der Kaffeerausch in unseren Tagen
Lange Privileg der Reichen, bereitet vielen Wohlbehagen.
heute für jeden zu erreichen. Der Kaffeesatz wird auch geschätzt,
Etwa 150 Liter trinkt als Dünger wird er gern versetzt.
der Deutsche so im Schnitt, Er dient sogar der schwarze Kunst,
hält sich dadurch munter, fit. man könnt im Kaffeesatz ergründen,
Melitta dieser Kaffeefilter was wir in künftigen Tagen finden.

286
Zeitgeschehen

Krise der Sachsenbank 2007 Messies 2008


ADS-Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
Die Sachsenbank rutscht in die Krise,
das bringt dem Land Millionen Miese, Alles liegt hier durcheinander,
verkauft die Bank weit unterm Wert nichts hat einen rechten Fleck,
und das „Warum“ wird zugekehrt. alles muss so’n Mensch hier horten,
Herr Metz erklärt sich krisenfest überhaupt nichts wirft er weg.
und klammert sich ins warme Nest, In der Zeitung ist zu lesen
wie alle die so gut verdienen 2 Millionen solcher Wesen
und hier die Volksbeschützer mimen. gibt es hier in unserem Land,
Obwohl er schuldig wie so viele, ja sie nehmen überhand,
durch unbedachtes Geldgespiele. nichts geht ihnen von der Hand.
Der Vorstand tritt galant zurück, Welch ein Chaos in den Räumen,
macht sich für andere Posten fit, wo sich Plunder, Trödel säumen,
obwohl sie alle hier versagten Dinge meistens ohne Wert.
und Spielchen mit den Geldern wagten, Rechts ein Stapel, links ein Stapel,
die schwer verdient vom Volk der Sachsen. meistens höher als zum Nabel,
Herr Milbradt ist wohl der Versager, alle Schränke übervoll,
doch er darf weiter oben stehen. für Normale nicht sehr toll.
Ob dieser Schmach müsst jeder gehen. Rundherum nur Wüstenei
Die LBBW reibt sich die Hände, durch die kranke Sammelei.
viel Geld strömt in der Bänker Hände, Sammelt dies und sammelt das,
weil Männer, die das Land regieren hat für nichts mehr reichlich Platz,
die Bankgeschäfte scheußlich führten. selbst die Stühle, Sofa, Bett
nimmt ihm das Gerümpel weg,
kaum noch Platz um auszuruhen,
nichts wagt er je wegzutun.
Ordnung kann er schwerlich halten,
wohnlich keinen Raum gestalten,
unbetretbar jeder Raum,
schlimmer als ein schlechter Traum.
Sie spüren nicht, dass sie vermüllen,
sodass sie nicht nach Hilfe brüllen.
Pünktlichkeit ist ihm auch fremd,
wodurch’s auch mit den Pflichten klemmt.
Daran leidet mancher sehr,
isoliert sich immer mehr.

287
Zeitgeschehen

Nokia 2008
Feng – Shui
Gewerkschaft muss zusammenhalten,
Feng shui ist eine andere Welt, wenn kapitale Kräfte walten,
die den Chinesen voll gefällt, Fabriken, Werke einfach schließen,
lässt Energien freien Lauf weil fernab mehr Gewinne sprießen.
und baut so innere Kräfte auf. Man hat mit denen Mitgefühl,
Feng-shui will Harmonie im Leben die heute samt dem Werksgestühl,
und Wohlbefinden, Glück dir geben. ganz einfach vor die Tür gesetzt.
Vielleicht ist’s auch ne Glaubenssache, Man muss sich wehren und muss ringen,
von uns wohl unverstandene Mache. um sie davon gar abzubringen,
Beim Hausbau und beim Raumgestalten, damit der Arbeitsplatz erhalten.
muss man das Ganze so verwalten, Doch was geschah zur Wendezeit,
damit das Chi sich kann entfalten. Fabriken trugen Trauerkleid.
Grad für die letzte Ruhestätte Man möchte gerne jene loben,
prägt Feng-shui meist das letzte Bette, die seinerzeit die Hand gehoben,
damit der Ahne friedlich ruht als die Fabriken hier im Land
und niemand ihm was Böses tut. mit „Bundeskapitaler Macht“
Bei Mao war Feng-shui verpönt, ganz still gelegt und platt gemacht.
verboten und auch noch verhöhnt, Vieltausend sind es wohl gewesen.
weil Energien unbewiesen, Millionen wurden arbeitslos,
die menschgemacht angeblich fließen. ein bisher nicht g