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Kollisionskurs
Hinweise für Lehrerinnen und Lehrer Wissen und Verstehen    Kometen haben keine kreisförmigen Umlaufbahnen. Kometen sind zu manchen Zeiten sehr viel näher an der Sonne als zu anderen. Wenn sie sonnennah sind, kann man sie sehen. Je weiter ein umlaufender Körper sich von der Sonne entfernt befindet, desto länger benötigt er für einen kompletten Umlauf.

Einführung Bei diesem Schüler-Forschungsthema lernen SchülerInnen, dass die Erde vor sehr langer Zeit mehrfach von massiven Körpern aus dem All getroffen wurde. Die SchülerInnen erhalten Informationen über Mutmaßungen zu Kometen- oder Asteroiden-Einschlägen in der Zukunft und über die enormen Folgen für das Leben auf dem Planeten. Sie werden gebeten, das Risiko eines solchen Geschehens zu ermitteln und Experimente durchzuführen, die Ihnen ermöglichen, den Sachschaden, den ein massiver Körper auf der Erde anrichten würde, abzuschätzen. Außerdem sollen sie erarbeiten, welche Beschlüsse (wenn überhaupt) gefasst werden sollten, um erdnahe Objekte zu erkennen und zu verfolgen und so eine frühzeitige Warnung einer bevorstehenden Kollision herauszugeben zu können. Übersicht zur Durchführung des Forschungsauftrages
Forschungsbericht M96002

Forschungsbericht M96003

Forschungsaufsätze 1-7

Forschungsbericht M96004

Forschung

Forschungsaufsatz 9

Forschungsbericht M96005

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Bezüge zur Inquiry Based Science Education  Verwenden von wissenschaftlichen Ideen und Modellen, um Phänomene zu erklären und diese kreativ weiter zu entwickeln. Hieraus Theorien aufstellen und prüfen. Belege aus Beobachtungen und Experimenten kritisch analysieren und evaluieren. Verwenden eines Spektrums wissenschaftlicher Methoden und Techniken zur Weiterentwicklung und Prüfung von Ideen und Erklärungen. Risiko einschätzen und sicher im Labor arbeiten. Planen und Durchführen von praktischen und forschenden Aktivitäten. Daten aus einem weiten Spektrum von Primär- und Sekundärquellen gewinnen, aufzeichnen und analysieren sowie deren Befunde verwenden, um Beweise für wissenschaftliche Erklärungen zu liefern. Verwenden angemessener Methoden, wie IKT1, um wissenschaftliche Informationen zu kommunizieren und sich an Diskussionen über wissenschaftliche Problemstellungen zu beteiligen. Einarbeiten in Themen der Astronomie und der Raumforschung, um einen Einblick in die Natur der beobachtbaren Bewegungsabläufe des Sonnenmondes, der Sterne und anderer Himmelskörper zu gewähren.

    

Dieses Projekt ermöglicht SchülerInnen außerdem:   zu forschen, zu experimentieren, sowie Argumente zu entwickeln und zu diskutieren, lebensechte Beispiele als Grundlage zu nutzen, um mehr über Wissenschaft herauszufinden.

Vorkenntnisse Vor Beginn dieses Forschungsauftrages sollten die SchülerInnen bereits einige Kenntnisse über das Sonnensystem, dessen Planeten und des Asteroidengürtels verfügen. Sie sollten außerdem etwas über Kometen und Meteoriten wissen.

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Informations- und Kommunikationstechnologien

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Die Aktivitäten durchführen A. Die SchülerInnen könnten während dieses Forschungsthemas in unterschiedlichen Gruppierungen arbeiten. Vorschläge hierfür sind:
Erste Instruktionen Einführende Berichte des Sternenzentrums Hintergrundinformationen ausgewählt aus 1-7 Forschungsbericht M96004 (Aufsatz 8) und Nachforschung Ergebnisanalyse Aufsätze 9 & 10 Kommunikation Ganze Klasse; Lehrkraft führt kurz in das Thema ein und setzt den Kontext für die Aktivität fest. Einzeln oder paarweise Einzeln oder paarweise Paare, Dreier- oder Vierergruppen (anhängig von der verfügbaren Ausrüstung) Paare, Dreier- oder Vierergruppen oder einzeln (mögliche Hausaufgabe) Einzeln oder Paare Sammeln der Berichte – einzeln oder Gruppen und Klassengespräch (optional)

B. Zeitplan Für diesen Forschungsauftrag sind mindestens drei Schulstunden einzuplanen. Er kann jedoch ebenso im Kontext einer außerunterrichtlichen Arbeitsgemeinschaft zum Thema Wissenschaft oder Astronomie genutzt werden. C. Aktivitäten Die Lehrkraft sollte den SchülerInnen das Schülerarbeitsblatt aushändigen, welches eine Zusammenfassung dessen gibt, was sie leisten sollen, während sie sich durch den Forschungsauftrag arbeiten. Die Checkliste erlaubt es jedem/r SchülerIn ihren Fortschritt zu kontrollieren. Die SchülerInnen erhalten im Anschluss den Forschungsbericht M96002 und M96003 des Sternenzentrums. Diese Aufsätze legen den Forschungshintergrund fest, umreißen das Thema, welches sie studieren sollen und listen die Aktivitäten, und ähnliches auf. Der zweite Aufsatz (M96003) teilt den Forschungsauftrag in vier Abschnitte ein. Abschnitt 1 - Hintergrundinformationen Sieben Informationsblätter werden in Form fiktiver Magazinartikel dargestellt: Aufsatz 1 – Der Weltuntergangszusammenstoß liefert Informationen darüber, welche wahrscheinlichen Folgen der Einschlag eines massiven Meteoriten auf die Erde hätte.

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Aufsatz 2 - Meteoriten 5 Autos 0 handelt von fünf Zwischenfällen von Meteoriten, die Autos treffen. Aufsatz 3 - Den Peekskill Meteoriten verfolgen gibt einen Einblick, wie Astronomen die Umlaufbahn eines bestimmten Meteoriten berechneten, der die Erde 1992 traf. Aufsatz 4/4a – Die größten Treffer der Erde erklären, wie moderne Bildgebungsverfahren die Lage massiver Meteoriteneinschläge aus vorgeschichtlichen Zeiten aufdeckten. Aufsatz 5 - Meteorit! Die Anfänge liefert Informationen über die Natur und Zusammensetzung von Meteoriten. Aufsatz 6 – Um die Sonne rocken. Alles über Asteroiden. Aufsatz 7 – Woher kommen Kometen? erklärt die Herkunft von Kometen. Die SchülerInnen müssen nicht alle Aufsätze lesen, sollten jedoch mindestens die Aufsätze 1, 4, 6 und 7 lesen und sich Notizen dazu machen. Manche Aufsätze könnten als Hausaufgabe verwendet werden. Abschnitt 2 - Risikobewertung In diesem Abschnitt wird den SchülerInnen die praktische Forschung überlassen. Aufsatz 8 (Forschungsbericht M960004 ) gibt Anweisungen dazu, wie die Auswirkung großer Meteoriteneinschläge auf die Erde simuliert wird. Dazu werden Murmeln, Kugellager, Golfbällen, etc. aus unterschiedlichen Höhen in eine mit Pulver gefüllte Schale fallen gelassen. Anschließend werden die Kratergröße und die Länge der Einschlagsstrahlen gemessen. Die Ergebnisse des Experiments, zusammen mit den Informationen aus Aufsatz 1, sollten es den SchülerInnen ermöglichen, die Auswirkung zu beschreiben, die ein großer Einschlag auf die Erde hätte. Aufsatz 10 (Forschungsbericht M960005) beinhaltet eine Tabelle und eine Grafik, die die Wahrscheinlichkeiten einer Kollision mit massiven Körpern aus dem All beschreiben. Diese sollten von den SchülerInnen zum Verfassen ihres Berichts genutzt werden. Abschnitt 3 - Aufspüren Aufsatz 9 liefert Informationen über Meteoriteneinschläge der oberen Atmosphäre, welche durch Satelliten des US-Verteidigungsministeriums zwischen 1992 und 2007 detektiert wurden. Aufsatz 10 erklärt, dass ein Programm namens ‘Weltraumwache’ d en Himmel auf erdnahe Körper überprüft. Abschnitt 4 - Empfehlungen

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Hier sollten die SchülerInnen sich entscheiden, welche Maßnahmen, wenn überhaupt, ergriffen werden sollten, um uns frühzeitige Warnungen vor Einschlägen durch Kometen und Asteroiden zu ermöglichen. Sind die Vorkehrungen gegen einen Einschlag hoch genug, dass wir es uns erlauben können, das Problem zu ignorieren? Sollten wir sichergehen, dass es ein umfassendes Überwachungsprogramm des Weltraums gibt, um erdnahe Körper zu entdecken und zu verfolgen? Wenn dem so ist, wie verhindern wir deren Zusammenstoß mit der Erde? Dies sind Fragen, welche die SchülerInnen beim Schreiben ihrer Berichte berücksichtigen sollten. Anmerkung: Einige bekannte Filme* haben dieses Szenario aufgenommen. Es könnte sich lohnen zu sehen, welche Empfehlungen Hollywood gibt, um mit dem Problem umzugehen. * 'Deep Impact' (1998) handelt von einem Kometen auf Kollisionskurs.
'Armageddon' (1998) befasst sich mit einem Asteroiden (“so groß wie Texas”) auf Kollisionskurs mit der Erde.

D. Details zur Nachforschung Forschungsbericht M960004 beinhaltet eine Auflistung möglicher Nachforschungen von Auswirkungen des Einschlags eines massiven Körpers auf die Erdoberfläche. Die benötigten Geräte, um Einschlagskrater herzustellen und auszumessen werden bereitgestellt, die SchülerInnen müssen jedoch entscheiden, wie sie vorgehen. Sie könnten sich in unterschiedliche Gruppen aufteilen, um die Auswirkung einer der vier unter der Überschrift ‚Forschungsoptionen‘ aufgelisteten Variablen zu erforschen. Um sicherzugehen, dass ihre Tests angemessen sind, sollten die SchülerInnen (einzeln oder in Gruppen) zu jedem Beispiel einen Plan verfassen, der aufzeigt, wie sie die Untersuchung durchführen werden. Wenn Pulver als Einschlagsoberfläche verwendet wird, ist es wichtig, vorher zu prüfen, dass dieses eine ausreichende Tiefe aufweist – für alle Höhen, von welchen die unterschiedlichen Einschlagskörper fallen gelassen werden sollen. Beim Messen der Kraterdurchmesser ist es besser, den Außenrand zu messen, als den inneren Durchmesser. Die praktische Arbeit mit Einschlagsstrahlen benötigt wahrscheinlich große Mengen an Pulver, welches nur ein paar Mal verwendet werden kann, bevor die Farbe das Pulvers zu sehr entfärbt. Es ist deshalb ratsam, die SchülerInnen für diese Experimente in größere Gruppen einzuteilen. Einschlagsstrahlen sind die Tr ümmerspuren, welche in ‚Sternenform‘ um einen Einschlagskrater fallen. Die Überschrift ‘Forschungsinterpretationen’ zeigt eine Auflistung von Fragen, welche durch das Ergebnis der Experimentarbeit beantwortet werden sollten.

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Die SchülerInnen werden daraufhin gebeten, ihre Ergebnisse zu evaluieren, indem sie die beiden unter der Überschrift ‚Forschungsdiskussion‘ aufgelistete n Punkte berücksichtigen. Anmerkung: Technische Details befinden sich im Forschungsbericht M960004. E. Sicherheitsfragen Bitte wenden Sie Ihre persönliche Gefahreneinschätzung an, die Sie auch sonst bei der Durchführung praktischer Arbeiten zugrunde legen. Bitte berücksichtigen Sie, dass Bälle an harten Oberflächen abprallen können (besonders Kugellager und Golfbälle) und dass möglicherweise Puderstaub eingeatmet wird. Tragen Sie einen Augenschutz und halten Sie mit dem Gesicht Abstand zum Einschlagsbereich, evtl. könnte eine Fernauslöse-Technik entwickelt werden. Weitere Forschungsmöglichkeiten Die SchülerInnen könnten Hintergrundforschung zu vergangenen Erdeinschlägen und deren Auswirkungen betreiben und eine Vorführung / eine Ausstellung entwerfen.

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Kollisionskurs
Arbeitsblatt für SchülerInnen
Aufbau Sie werden Wissenswertes über die massiven Kometen aus dem Weltraum erfahren, die vor langer Zeit auf die Erde stießen. Zudem werden Sie Informationen erhalten, die Ihnen helfen sollen, das Risiko eines erneuten Einschlags einzuschätzen. Sie werden Experimente durchführen, die es Ihnen ermöglichen, den Schaden abzuschätzen, der durch solch einen Einschlag verursacht werden würde. Sie werden gebeten, Empfehlungen abzugeben, welche Pläne gemacht werden sollten, um nahe massive Körper im Weltraum zu entdecken und zu verfolgen, sowie eine frühzeitige Gefahrenwarnung zu geben. Lerninhalte dieser Aktivität:    Kometen haben keine kreisförmigen Umlaufbahnen. Kometen sind zu manchen Zeiten sehr viel näher an der Sonne als zu anderen. Wenn sie sonnennah sind, kann man sie sehen. Je weiter ein umlaufender Körper sich von der Sonne entfernt befindet, desto länger benötigt er für einen kompletten Umlauf.

Ergebnisprüfliste Sie werden einen Forschungsbericht zum Thema Einschläge von Weltraumkörpern auf die Erde verfassen und sollen Ratschläge für Maßnahmen zur Abwendung einer möglichen globalen Katastrophe erarbeiten. Sie werden anhand von drei Forschungsberichten und einer Reihe Hintergrundaufsätzen durch den Auftrag geleitet. Während Sie sich durch die Aktivitäten arbeiten, sollten Sie folgendes verfassen: Forschungsberichte M96002 und M96003  eine Grundstruktur zum Schreiben Ihres Berichts  einen Entwurf der Forschungsanfrage 1. Forschungsaufsätze 1 - 7  kurze Notizen zu den Informationen aus den Aufsätzen 2. Forschungsbericht M96004  Forschungsplan  Forschungsergebnisse und Analyse 3. Ausarbeitung 9  kurze Notizen zu Meteoritenexplosionen in großen Höhen 4. Forschungsbericht M96005  kurze Notizen zur Weltraumwachen-Untersuchung

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Sternenzentrum
Forschungsbericht: M96002 Betreff: Kollisionskurs Von:
Direktor des Sternenzentrums

1994 stürzte der Komet Shoemaker-Levy mit einer Gewalt auf den Planeten Jupiter, die die Erde zerstört hätte. Die Kollision warf die unausweichliche Frage auf: Könnte dies hier auf der Erde auch geschehen? Am 15. Februar 2013 explodierte ein Asteroid mit einem Durchmesser von 17 bis 20 m im Südosten von Tscheljabinsk, Russland. Er setzte während seines Sturzes eine Energie von 500 Kilotonnen Trinitrotoluol (TNT) frei2. Das entspricht einer Energie, die das 30-fache der Sprengkraft der in Hiroshima gezündeten Atombombe übersteigt. Mehr als 1000 Verletzte mussten behandelt werden, Fenster zerbarsten kilometerweit und Dächer stürzten ein – und das, obwohl der Komet fast seine gesamte Energie im Bereich von 40 km bis 20 km Höhe bereits abgesondert hatte. Sie werden gebeten, die Problematik der Kollisionen von Weltraumobjekten mit der Erde zu beforschen und Vorschläge zu machen, welche Gegenmaßnahmen getroffen werden könnten, um ein globales Desaster zu verhindern. Ihr Forschungsbericht sollte einen durchdachten Rundumblick auf das Thema bieten und folgende Bereiche abdecken:         Belege für vergangene und neuere Einschläge auf die Erde Welche bestimmten Objekte stürzen auf die Erde und woher kommen sie? Auswirkungen von Einschlägen auf die Erde Ergebnisse Ihrer eigenen praktischen Untersuchungen von Kraterbildung eine Risikoeinschätzung von Kollisionen mit der Erde Methoden zur Aufspürung von Einschlagsobjekten im Weltall Methoden der Zerstörung oder Ablenkung von möglichen Einschlagsobjekten bevor sie eintreffen Empfehlungen für Maßnahmen, die getroffen werden sollten, sofern es diese gibt.

Um Ihnen bei der Forschung zu helfen, finden Sie im Anhang einige Dokumente aus den Datenbanken des Sternenzentrums. Es befindet sich unter den Dokumenten auch eine konkrete Untersuchung, die sie auffordert, eigene Ergebnisse im Bereich Kollisionen zu produzieren. Der Forschungsplan M96003 wird Sie durch diese Aufgaben leiten.

Genießen Sie die Erforschung dieses explosiven Aspektes unseres Sonnensystems.

Der Direktor

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1 Kilotonne Trinitrotoluol entspricht 4,185 x 10 12 Joule

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Sternenzentrum
Forschungsbericht: M96003 Betreff: Kollisionskurs Von:
Direktor des Sternenzentrums

Forschungsanfrage
Das Ziel dieser Forschungsanfrage ist es, dass Sie einen Bericht über die Wahrscheinlichkeit von Einschlägen auf die Erde verfassen, der konkrete Vorschläge für Maßnahmen enthält. Die angehängten Berichte wurden aus der Datenbank des Sternenzentrums kopiert und wurden so strukturiert, dass Sie erkennen, welche Dokumente für welchen Bereich von Bedeutung sind.

Forschungsplan – Vorbereitung des Berichts.

Bereich 1 – HintergrundInformationen

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Belege für Kollisionen mit der Erde in der Vergangenheit (Dokumente 1 - 4) Einschlagsereignisse in jüngster Zeit (Dokumente 2 - 4) Die Beschaffenheit von Einschlagsobjekten, was sind sie, woher kommen sie (Dokumente 3 – 7) Konkrete Untersuchung von Kraterbildung (Dokument 8) Auswirkungen von Einschlägen auf die Erde (Dokument 1) Häufigkeit und Kraft von Einschlagsereignissen (Dokumente 9 - 10) Detektion von möglichen Einschlagsobjekten – Ausrüstung, Methoden, Reichweiten (Dokument 9) Schutz – mögliche Wege der Zerstörung von Einschlagsobjekten bevor sie die Erde treffen (Dokumente 9 - 10) Ob Maßnahmen getroffen werden sollten, um frühzeitig vor Einschlägen zu warnen, und wenn, welche Maßnahmen, Kostenabschätzungen, Quellen der Finanzierung? (Dokument 10)

Bereich 2 - Risikoabschätzung

Bereich 3 - Detektion

Bereich 4 - Empfehlungen

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Dokument Paper 11
Sky Watch Magazine

Der Weltuntergangszusammenstoß
von Helen Clark Helen Clark diskutiert die Möglichkeiten der Wiederholung des Massen-Aussterbens von vor 65 Millionen Jahren: Könnte ein Komet erneut mit der Erde kollidieren? Zerstört ein Weltraumbrocken die Erde?
Er kommt schreiend vom Himmel wie eine Höllenrakete. Er ist wuchtiger als ein Berg und mit mehr Energie bepackt als das gesamte nukleare Arsenal der Welt. Er trifft 100-mal schneller auf die Atmosphäre als eine Gewehrkugel mit Maximalgeschwindigkeit. Eine Sekunde später kracht er mit einer Sprengkraft von ca. 100 Millionen Tonnen TNT in den Boden. Nach Astronomen ist genau dies ein Szenario, das uns bevorsteht, wenn ein Weltraumbrocken von 10 Kilometer Durchmesser mit der Erde kollidieren würde. Das ist die Größe des Kometen, von dem man annimmt, dass er vor 65 Millionen Jahren die Erde getroffen und dadurch die Dinosaurier sowie zwei Drittel allen Lebens auf der Erde beendet hat.

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Juli 2009

Der Stickstoff und der Sauerstoff reagieren zu Salpetersäure, und verseuchen die Luft mit einer Lösung, so säurehaltig wie das Innere einer Autobatterie. Schlimmer noch als die ursprüngliche Explosion sprengen Milliarden von Tonnen an Schutt in die Luft. Der Staub wird um die Erde getragen und verdunkelt unseren Planeten für Jahrhunderte. In die Dunkelheit gestürzt, kühlt unser Planet aus und gefriert in andauernder Nacht. Was wird vom Leben auf der Erde noch übrig bleiben – Jahrhunderte danach – wenn der Staub sich gelegt hat?

Möglichkeiten
Viele Astronomen glauben, dass eine solche Kollision nicht nur wahrscheinlich ist, sondern früher oder später sprichwörtlich unausweichlich. Tausende von kleinen Meteoriten treffen die Erde jedes Jahr und größere Weltraumbrocken passieren in regelmäßigen Abständen die Erde: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns ein größerer trifft. Am 23. März 1989 verfehlte uns ein Asteroid mit einem Durchmesser von rund einem Kilometer nur um eine Million Kilometer – und niemand hatte ihn kommen sehen. Wenn er nur 6 Stunden früher aufgetaucht wäre, hätte er unsere gesamte Zivilisation auslöschen können. Im Jahr 2126 wird der Komet SwiftTuttle die Erde dicht passieren und nur eine kleine Änderung im vorherberechneten Kurs ist notwendig, um ihn mit der Erde kollidieren zu lassen. 1994 krachte der Komet Shoemaker-Levy in den Planeten Jupiter mit einer Gewalt, welche die Erde zerstört hätte. Am 19. Juli 2009 stürzte wieder ein Objekt in den Jupiter. Niemand weiß, woraus er bestand, noch kannte man seine Umlaufbahn vor dem Zusammenprall – aber vermutlich hatte er einen Durchmesser von einem halben bis zu einem ganzen Kilometer. Diese neue Einschlagskerbe auf dem Jupiter hat beträchtliches öffentliches Interesse erweckt und führte auch zu einigen Vorschlägen, dass wir mehr Ressourcen in den Schutz der Erde investieren sollten.

Verdampft
Die Schockwelle würde vom Kollisionszentrum mit einer Geschwindigkeit von 30 000 Kilometer pro Stunde nach außen wandern und zunächst einmal in einem Radius von 200 Kilometer alles plattmachen. Durch die Hitze des Einschlags wird der Weltraumbrocken komplett zerstört und ein heißer Strahl verdampften Gesteins schießt in die Atmosphäre. Hoch oben in der Luft kühlt das verdampfte Gestein ab, kondensiert und fällt in Form Millionen kleiner Steine wieder zurück auf die Erde. Hier erhitzen sie sich binnen einer Stunde wieder und ihr Glühen färbt den Himmel rosa.

Handeln
Der Einschlag eines Kometen oder Asteroiden könnte alles und jeden auf der Erde töten. Aber wir haben heutzutage die Technologien, jeden bedrohlichen Felsbrocken aufzuspüren und möglicherweise zu zerstören. Die Regierung muss jetzt handeln: Wir haben die Technologien. Zunächst müssen Untersuchungen in Auftrag gegeben werden, um das tatsächliche Risiko

Flammen und Säure
Dampf zischt von grünen Blättern während die Pflanzen „kochen “. Bäume und Gebäude gehen in Flammen auf: Ein Gebiet von Taus enden von Quadratkilometern ist in Brand gesteckt. Andere Auswirkungen hingegen sind langfristig und betreffen den ganzen Globus.

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durch Weltraumobjekte abzuschätzen. Danach sollten zum Zweck des Aufspürens Spezialteleskope eingerichtet werden. Des Weiteren sollte jeder große Weltraumbrocken abgelenkt oder durch von der Erde oder einem Spaceshuttle abgeschossene Raketen zerstört werden. Wir sollten jetzt handeln, sonst könnten wir, genau wie die Dinosaurier, schon bald ausgelöscht werden.

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Dokument 2
Sky Watch Magazine
23 Juli 2009

Meteorite 5, Autos 0
von Geoffrey Smith Geoffrey Smith beschreibt die Auswirkungen, welche auf die Erde gestürzte Meteorite für 4 unglückliche Autofahrer hatte. Unglück? Oder großes Glück?
Am 25. September 2009 zerstörte ein golfballgroßer Stein eine Windschutzscheibe und dellte ein Garagentor ein. Entweder ist die Erde übervölkert mit Autos oder Meteoriten sind einfach nur sauer. Ganze vier Mal im späten 20. Jahrhundert und zwei Mal in nur zwei Jahren wählten Weltraumbrocken Autos als Ziele. Niemand wurde ernsthaft verletzt – ein extremes Glück für die Insassen und die unfreiwilligen Zuschauer.

Japanische Überraschung
Um Mitternacht des 18. Februar 1995 sahen viele Menschen einen Feuerball über dem Himmel. Am nächsten Morgen hatte Schulrektor Keiichi Sasatani keine Schwierigkeiten, den verantwortlichen Meteoriten zu finden. Er lag im durchlöcherten Kofferraum seines Wagens!

Wo alles begann
Am 29. September 1938 stürzte ein 1,9 kg Stein in Illinois, USA auf einen Pontiac Coupé. Dieser erste Auto zerschmetternde Meteorit wurde damals im Sky Watch Magazin porträtiert (Juni 1939, Seite 11).

Wie stehen die Chancen?
Meteorite treffen permanent auf die Erde, obschon die meisten sehr viel kleiner sind als diejenigen, die die Autos in dieser Geschichte demolierten. Die Chancen, dass ein Meteor von der Größe einer Faust ein Auto trifft sind sehr sehr klein – fast zu klein, um sie zu berechnen. Die Wahrscheinlichkeiten solcher Treffer innerhalb weniger Jahre sind kleiner, als ein doppelter Lotteriegewinn. Einige Menschen sind eben Glückspilze – oder auch nicht!

Asteroidenbruchstück
Ein Meteorit flog in Richtung Norden, die Ostküste der USA entlang - eine Feuerspur für Millionen sichtbar. Ein großer Teil des Asteroidenfragmentes verbrannte, als dieser die Atmosphäre traf. Ein Bruchstück überlebte und ging bei Peekshill, New York nieder, mitten auf den 1980er Chevrolet von Michelle Knapps. Das Auto stand in ihrer Einfahrt als der Meteor ein Loch durch den Kofferraum ihres Chevy Malibus und ein 10cm tiefen Krater in den Asphalt schlug. Michelle war sehr wütend über den Schaden an ihrem Chevy, bis ein Museum ihr $60.000 für den Meteoriten bot und ein lokaler TVSender $25.000 für Ihr einzigartiges Auto gab!

Himmelsmurmeln in Marbella
Am 21. Juni 1994 fuhren José Martin und seine Frau Vicenta von Madrid nach Marbella, als ein Stein von 1,4 kg durch die Windschutzscheibe krachte. Er traf das Lenkrad, brach Josés Finger, flog zwischen den Köpfen der beiden hindurch und landete auf dem Rücksitz. Später wurden über 50kg an Meteoritenbruchstücken in der Nähe des Einschlagsortes gefunden.

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Dokument 3
Science Now
Peter Brown und weitere Forscher an der Universität von West-Ontario haben die Umlaufbahn des PeekskillMeteoriten berechnet. Dies ist erst das vierte Mal, dass etwas Derartiges gemacht wurde.

September 2009

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Ortung des Peekskill-Meteoriten
Am Abend des 9. Oktobers 1992 sahen Tausende von Amerikanern einen Feuerball, heller als der Vollmond, über den Himmel fahren. Einige schafften es, die Spur des Meteoriten zu filmen oder zu fotografieren (Abb. 1). Diese Aufnahmen erlaubten es uns, die Umlaufbahn des ursprünglichen Asteroiden zu berechnen.

Abbildung 1

Abbildung 2

Die meisten Asteroiden verbrannten beim Sturz durch die Atmosphäre, ein 12 kg Bruchstück überlebte, um daraufhin auf ein Auto in Peekskill, New York zu stürzen (Abb. 2). Aus den Fotografien erhoben wir die folgenden Daten:     Eintrittsgeschwindigkeit: 14.7 km/sek (33 000 mph) Erster Video Clip: 46,4 km Höhe Zersplitterung beginnt in einer Höhe von 41 km Letzte messbare Geschwindigkeit: 5 km/sek (11 000 mph)

Aus den fotografischen Aufnahmen der Meteoritenspur errechneten wir die Umlaufbahn des Ursprungsasteroiden:     Mittlere Distanz von der Sonne: 225 000 000 km Umlaufzeit: 1,82 Jahre Neigung der Umlaufbahn: 5 Grad Exzentrizität: 0,41

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Dokument 3 (Fortsetzung)
Science Now
September 2009

66

Abbildung 3 – Die Darstellung der vier Meteoriten, deren Umlaufbahnen vor der Kollision mit der Erde berechnet wurden:

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Dokument 4
Natural Research
56 März 2008

Die größten Treffer der Erde
Grace McDonald des Scott Colleges beschreibt, wie neue bildgebende Verfahren Beweise enthüllen, die nahelegen, dass die Erde auch einiges an Meteoriteneinschlägen erlitten hat, auch wenn ihre Oberfläche nicht mit Kratern überzogen ist.

Mit Ferngläsern kann man die Krater auf dem Mond erkennen. Weltraumsonden ermöglichten es uns, Krater auf dem Merkur, dem Mars und den Monden der anderen Planeten zu sehen. Radaraufnahmen haben die Wolken der Venus durchdrungen und uns auch dort Krater gezeigt. Einschlagskrater von Meteoriten und Kometen liegen überall auf den Planeten und ihren Monden verstreut. Aber wo sind die Krater der Erde? Die meisten der Krater auf den Planeten sind sehr alt. Die Hauptkraterperiode endete vor 4 Milliarden Jahren, als die Planeten ungefähr eine halbe Milliarde Jahre alt waren. Die meisten der Asteroiden und Kometen, die Planeten formten, waren bis dahin schon wie weggefegt. Wir sehen die Krater auf anderen Planeten, weil auf ihnen in den letzten vier Milliarden Jahren zu wenig passiert ist, um sie wieder zuzudecken. Auf der Erde jedoch haben die Prozesse der Erosion und der Plattenverschiebung viele Krater wieder abgedeckt. Tektonische Aktivitäten – insbesondere durch Vulkane – haben Gesteinsschichten über die Krater gelegt. Andere Einschlagsstellen wurden durch Wind und Wasser abgetragen. Einige Einschlagskrater kann man immer noch klar sehen. Unter denen die am besten erhalten sind, ist der Meteorkrater in Arizona, USA Tabelle 1: Einschlags-Krater
Krater
Manicouagan Kar-Kal Wolf Creek Lonar Meteor crater

und der Wolf Creek in Australien. Sie wurden erst aus der Luft als Einschlagskrater identifiziert. Mittlerweile werden andere, wie Manicouragan in Kanada, über Satellitenbilder ausfindig gemacht. Heut e machen neue Techniken K rater sichtbar, die so bedeckt sind, dass sie durch Kameras gar nicht gesehen werden können. Computerbildbearbeitung wird auf Satellitenbilder angewandt. Durch die Überzeichnung der Höhenlinien tauchen dann Einschlagskrater auf. Geologen können tiefe Bohrungen vornehmen, um Gestein zu finden, welches durch den Einschlag verändert wurde. Beispiele sind rekristallisierte Steine, die beim Einschlag geschmolzen waren, und zerbrochenes Gestein, wie z. B. Shock Quartz. Eine andere Methode arbeitet damit, die örtliche Gravitation und die magnetischen Felder zu messen. Diese Technik wurde eingesetzt, um einen großen Krater mit 180 km Durchmesser an der Yucatan Küste von Mexico zu finden. Dieser Krater, genannt Chicxulub, könnte der Ort des Einschlages sein, der die Dinosaurier auslöschte. Geologen haben bis heute 139 Krater entdeckt, die von Kometen- oder Meteoritenkollisionen mit der Erde stammen.

Ort
Quebec, Canada Tajikistan Australia India Arizona, USA

Alter (in Millionen
212 10 0.3 0.05 0.05

Jahren)

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Dokument 4a
Natural Research
56 März 2013

Das Ende der Welt?
Am Freitagmorgen loderte ein Meteorit am Himmel über Russlands ChelyabinskRegion und löste eine atombombenartige Druckwelle aus, die mehr als tausend Menschen verletzte, Fenster platzen ließ und manchen Russen das Gefühl vermittelte, dies sei das Ende der Welt.

Am 15. Februar 2013 drang ein Asteroid über Russland in die Erdatmosphäre ein. Mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 18 km/s (40 000 mph), wurde der Meteorit zu einem blendenden Feuerball über dem südwestlichen Uralgebiet. Er explodierte über Chelyabinsk Oblast , etwa 15 bis 25 km (9,6 bis 16 Meilen) über der Erde, bildet e dabei kleine Meteoritenteilchen und eine starke Druc kwelle. Die Atmosphäre nahm den Großteil der freigewordenen Energie auf, welche beinahe 500 Kilotonnen TNT entsprach, 20-30 Mal stärker als jede Atombombe, die in Hiroshima und Nagasaki explodierte. Etwa 1500 Menschen wurden verletzt, zwei schwer. Alle V erletzungen waren vielmehr durch die indirekten Auswirkungen verursacht worden als durch den Meteoriten selbst, hauptsächlich durch Fensterglas, das durch die Druckwelle zersplittert war. Mehr als 4300 Gebäude in sechs Städten der Region wurden durch die Explosion beschädigt. Der Meteorit verursachte ein grelles Licht und Augenzeugen konnten die intensive Hitze des Feuerballs spüren. Mit einem geschätzten Gesamtgewicht von 11 000 Tonnen ist der Chlyabinskmeteorit der größte Körper, der seit dem Tunguskaereignis im Jahre 1908 in die Erdatmosphäre eindrang und der einzig bekannte Meteorit, der eine große Anzahl Verletzungen zur Folge hatte. Wobei es in Folge des großen Madridmeteoriten am 10.Februar 1896 ebenfalls einige Verletzungen gab, die allerdings durch die aufkommende Panik verursacht wurden. Ein neu entdeckter Asteroid wird knapp innerhalb der Mondumlaufbahn vorüberziehen, mit der höchsten Annäherung am 4. März 2013 um 07:35 Uhr UTC. Der Asteroid namens 2013ED hat mit etwa einer Weite von 10-17 Metern etwa die Größe des Allfelsens, der über Russland explodierte (der russische Meteorit wurde auf eine Weite von 15 Metern geschätzt zum Zeitpunkt des Eindringens in die Erdatmos phäre). 2013E C wird sich der Erde auf bis zu 396 000 Kilometer (246 000 Meilen) annähern, es besteht jedoch keine Gefahr, dass dieser Asteroid die Erde treffen könnte.

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Dokument 5
Science Now
August 2001 32

Gesteinsbrocken aus dem All stürzen öfter auf die Erde. Jim Barringer hat sie sich mal angeschaut.

Meteorit! Die Anfänge ……
Unsere Sonne wurde vor 5 000 000 000 aus einer Gaswolke, hauptsächlich bestehend aus Wasserstoff mit etwas Helium und einer kleinen M enge anderer Elemente, geboren. Um den neuen Stern herum begann eine Scheibe aus Gas, Eis und Staub die Planeten zu bilden. Weltraumbrocken, reich an Eisen von toten Sternen, stürzten zusammen, um neue Wolken zu bilden – kleine steinerne Planeten nahe der Sonne, große Gasplaneten weiter entfernt.

Weltraumbrocken
Die Planeten wurden durch zusammenprallende Weltraumbrocken gebildet. Einige Weltraumbrocken jedoch – die Asteroiden – blieben frei und umkreisten die Sonne zwischen den Umlaufbahnen der anderen Planeten. Die meisten umkreisen die Sonne zwischen M ars und Jupiter, andere jedoch haben Umlaufbahnen, die sie in das Innere des Sonnensystems und auf die Erde zu führen. M anchmal brechen einige Bruchstücke wie Sandkörner ab und hinterlassen eine Spur aus Partikeln im Weltall. Wenn die Erde sich in diese partiell hinein bewegt, verbrennen sie in unserer Atmosphäre als M eteore – „Sternschnuppen“.

Einschlag
M anchmal kommen Asteroiden – oder Bruchstücke von Asteroiden – auf die Erde zu. Wie bei den M eteoren lässt die Reibung mit der Atmosphäre sie aufglühen, während sie auf die Erde zufallen. Die äußeren Schichten verdampfen in einem Feuerball, aber wenn der Weltraumbrocken groß genug ist, überleben Bruchstücke und treffen auf den Erdboden – und wieder trifft ein M eteorit die Erde! Vor ungefähr 40.000 Jahren traf ein M eteorit von ungefähr 10 M eter Durchmesser auf Arizona. Sein Krater ist immer noch in der Wüste zu sehen, einen Kilometer im Durchmesser und 100 m tief.

Stein und Eisen
Es gibt drei Hauptkategorien von M eteoriten: Aus Stein, aus Eisen und aus Stein & Eisen. M eteorite aus Stein sind die häufigsten, aber auch die am schwierigsten zu findenden, da sie sich von den Steinen auf der Erde nicht unterscheiden. Sie bestehen aus Silikaten (Silizium), das gewöhnlichste gesteinsbildende M ineral auf der Erde, einige enthalten große M engen an Kohlenstoffverbindungen. Die seltensten M eteorite aus Stein und Eisen enthalten in M etall eingebettete Steinkristalle, während die Eisenmeteoriten meist in Form reinen Eisens und Nickels vorliegen. Einige M eteorite scheinen Teile des M ondes und des M ars ‘ zu sein. Vor langer Zeit wurden der M ond und der M ars selbst von M eteoriten getroffen. Bruchstücke des M ars ‘ und des M ondes wurden in den Weltraum geschleudert und fielen schließlich selbst als M eteorite auf die Erde.

Glückliche Flucht vor Killerasteroiden
Es ist nicht bekannt, dass jemand bislang von einem M eteor getötet wurde, auch wenn es Berichte aus China gibt, dass es in der Vergangenheit möglicherweise doch schon vorgekommen sei. Dennoch trägt die Erde, wie alle steinernen Planeten, die Narben von vielen M eteoriteneinschlägen. M anchmal sind die Krater einfach zu entdecken, besonders aus der Luft. Jedoch sind die meisten Krater durch die Erosion oder durch die tektonische Plattenverschiebung der Erde überdeckt worden. Jetzt zeigen neue wissenschaftliche Techniken versteckte Krater. Es gibt gute Belege für einen riesigen Krater, mit vielleicht 100 km Durchmesser, auf der Yucatan Halbinsel in M exico. Viele Wissenschaftler glauben, dass dieser Einschlag das Ende der Dinosaurier herbeiführte – vor 65 M illionen Jahren. Der Einschlag war so gewaltig, dass M illiarden Tonnen an M aterial in den Himmel geschleudert wurden. Das Klima wandelte sich unter den Staubwolken und die Dinosaurier konnten diesen Wandel nicht überleben. Wie lange wird es wohl dauern, bis ein weiterer riesiger Weltraumbrocken eine ähnliche globale Katastrophe hervorruft?

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Dokument 6
Sky and Space Mai 2003

Rocken im Sonnensystem
Paula Crowder wirft einen Blick auf Asteroiden – den Relikten eines frühen Sonnensystems. Kein explodierter Planet
Asteroiden, manchmal auch kleine Planeten genannt, sind kleine gesteinsartige Körper, die die Sonne umkreisen. Der erste Asteroid der gefunden wurde, war Ceres. Er wurde vom Italiener Giuseppe Piazzi am Neujahrstag 1801 am Himmel entdeckt. Ceres ist mit einem Durchmesser von 1000 km der größte Asteroid. Nur drei Asteroiden – Ceres, Pallas und Vesta – haben einen Durchmesser von über 500 km. Einige hundert haben einen Durchmesser von über 100 km und mindestens 100 000 sind 1km oder größer. Früher nahm man an, dass Asteroiden von einem zerschellten Planeten stammten. Aber wenn man alle Asteroiden zusammensammeln würde, ergäben sie einen kleinen Körper von bloß 1500km im Durchmesser – 5% der Masse unseres Mondes. Die meisten Astronomen stimmen darin überein, dass die Asteroiden überbleibende Gesteinsbrocken aus der Zeit der Geburt der Planeten vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren sind. Vielleicht verhinderte die Schwerkraft des nahegelegenen Jupiters das Zusammenkommen der Stücke und eine damit einhergehende Planetenbildung.

Nahaufnahme
Weil sie klein sind, sind Asteroiden, durch ein Teleskop betrachtet, nur winzig kleine Lichtpunkte. Im Oktober 1991 jedoch flog die Sonde Galileo auf dem Weg zum Jupiter am Asteroiden Gaspra vorbei. In einer Distanz von nur 1600 km gab uns Galileo die erste Nahaufnahme dieses Miniplaneten. Wie die meisten kleinen Asteroiden ist Gaspra unregelmäßig in Form und Maßen: 19 x 12 x 11 km.

Asteroidenumlaufbahnen
Die meisten Asteroiden umkreisen die Sonne zwischen Mars und Jupiter, ungefähr 2,8 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt. Eine Astronomische Einheit, AU, ist die Distanz zwischen Erde und Sonne, 150 Millionen km. Ceres, der größte Asteroid, braucht 4,6 Jahre um die Sonne zu umkreisen.

Figure 1 - Examples of asteroids

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Dokument 6 (Fortsetzung)
Sky and Space Mai 2003
Figure 2 – Das Innere des Sonnensystems, zeigt die Position der Asteroiden, ungefähr 5000 an der Zahl. Die meisten davon in einem entfernten „Hauptgürtel“ zwischen Mars und Jupiter. Nur 12 Asteroiden bewegen sich innerhalb der Umlaufbahn der Erde.

Einige Asteroiden haben elliptische Umlaufbahnen, welche sie zur Umlaufbahn der Erde hinführen. Die Amor-Asteroiden kommen bis in die Umlaufbahn des Mars. Die Apollo-Asteroiden kreuzen die Erdumlaufbahn während die Aten-Asteroiden Bahnen innerhalb der Erdumlaufbahn verfolgen. Einige dieser Objekte könnten alte Kometen sein, deren Eis schon lange Zeit ausgedampft ist. Diese Asteroiden sind mögliche erdnahe Objekte (NEOs) – Weltraumbrocken die nahe an unserer Erde vorbeiziehen oder sogar mit ihr kollidieren. 1968 passierte der Asteroid Ikarus die Erde in einer Entfernung von nur 6 Millionen km, seitdem hat es weitere Beinahe-Kollisionen gegeben. Der Treffer eines großen Asteroiden hätte einen zerstörerischen Effekt auf unseren Planeten.

Benennung von Asteroiden
Jährlich werden hunderte neue Asteroiden gefunden. Sobald die Umlaufbahn berechnet werden kann, wird der Asteroid nummeriert. Bisher wurden etwa 376 537 entdeckt. Von den 376 537 Asteroiden haben 159 366 Umlaufbahnen, welche so gut bekannt sind, dass man sie nummerieren kann, jedoch haben nur 13 805 von ihnen Namen. Zunächst wurden ihnen Namen aus der griechischen Mythologie gegeben, heute jedoch ist nahezu alles möglich. So gesellten sich Clapton und McCartney zu Mozart und Debussy und es gibt sogar einen Mr. Spock da draußen! Wie würdest du deinen Asteroiden nennen?

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Dokument 7
Science Now
Kometen sind eisb edeckte Körper, die manchmal eine spektakuläre Show b ieten, wenn sie in der Nähe der Sonne vorb eiziehen. Vladimir Melankov diskutiert wie der Ursprung von Kometen erklärt werden kann.

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Woher kommen die Kometen?
Vor 65 Millionen Jahren, so vermutet man, schlug ein K omet (oder möglicherweise sogar ein Asteroid) auf der Erde ein. Er schleuderte Milliarden Tonnen Erde in die Atmosphäre und wandelte das Klima. Als der Staub sich legte, waren die Dinos aurier, die damaligen Könige unseres Planeten, ausgestorben. Ein Komet änderte somit den Verlauf der Evolution – immer noch eine kontroverse Idee. Kometen könnten auch der Schlüssel zum Leben auf der Erde sein. In den ersten Milliarden Jahren des Sonnensystems könnte ein Schauer von Kometen, 100 000 an der Zahl, auf unseren jungen Planeten gestürzt sein. Ihr Ant eil an Eis könnte für einen Großteil des Wassers in unseren Ozeanen verantwortlich sein. Organische Moleküle, eingeschlossen im Eis, könnten die Zutat en für den Beginn des Lebens auf seiner evolutionären Reise gewesen sein. Aber woher kommen Kometen? Was könnte einen Schauer von Kometen auslösen?

In der Tiefkühltruhe
Als sich die Planeten um die neu geborene Sonne herum bildeten, formten sich in den kalten äußeren Regionen jenseits der Plant en Eisblöcke. Einige dieser Eisblöcke wurden von den Gas riesen geschluckt. Andere wurden durch die starke Gravitation dieser großen Planeten nach außen geschleudert. Immer noch durch die Schwerkraft der Sonne gehalten, umkreisten diese Berge von Eis die Sonne in Umlaufbahnen weit jenseits der Planeten.

Die Oortsche Wolke
1950, Der dänische Astronom Jan Oort vermutete, dass die großen Eisblöcke immer noch da sind. Sie bilden eine Sphäre von Objekten, die sich von 20.000 bis zu 100. 000 Astronomischen Einheiten (fast zwei Lichtjahre) um die Sonne herum entfernt gebildet hat. Jeder vereiste Körper ist ein Kometenkern, ein riesiger Brocken dreckigen Eises. Bis zu 2 000 000 000 000 Kometen könnten sich in der Oortschen Wolke befinden3.

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Das ist 281 mal so viel wie die derzeitige geschätzte Weltbevölkerung

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Dokument 7 (Fortsetzung)
Science Now Der Kuiper Gürtel
Die Analyse von Komet enumlaufbahnen legt die Anwesenheit einer weiteren Komet enregion nahe. Gerard Kuiper vermutete, dass diese Kometen aus einer abgeflachten Gegend kamen, welche heute der Kuiper Gürtel genannt wird. Der Gürtel beginnt gerade hinter Pluto bei ungefähr 35 Astronomischen Einheiten und dehnt sich bis zur Oortschen Wolke aus. Das Sonnensystem ist ummantelt von einem Reservoir von Kometen.

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Wer bewegt die Kometen?
Kometen folgen fröhlich ihrer Umlaufbahn, sowohl im Kuipergürtel als auch in der weiter entfernt en Oortschen Wolke. Irgendetwas muss Ihnen einen guten Zug in Richtung der Sonne geben. Kometen aus der Oortschen Wolke werden vermutlich durch die Schwerkraft eines Sterns, der uns erem Sonnensystem auf seiner Reise um die G alaxie sehr nahe kommt, von uns fortbewegt. Der eiserstarrte Kometenkern stürzt auf die Sonne zu und wird schließlich als Komet mit ‘Koma und Schweif’ sichtbar:

Daraufhin verschwindet er in den Tiefen des Raums, um nie wieder gesehen zu werden – ein Komet mit langer Periode. Der Kuiper Gürtel ist näher an der Sonne und es ist die Schwerkraft der äußeren Riesenplaneten, welche sie von ihrer Heimat entfernt. Diese richten sich in kürzen Umlaufbahnen von 200 Jahren ein und werden kurzperiodige Kometen.

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Dokument 7 (Fortsetzung)
Science Now
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Jenseits des Pluto
Kometen in der Oortschen Wolke sind so weit weg, dass man sie von der Erde aus nicht sehen kann. Der Kuiper Gürtel ist näher aber immer noch jenseits des Pluto, sodass die Chance, hier Objekte zu finden, sehr klein sind. Und dennoch, am 30 August 1992, gaben David Jewitt und Jane Luu bekannt, das s sie ein Objekt jenseits des Pluto gefunden hatten. Sie hatten das sich bewegende Objekt mithilfe des 2,2 Meter Teleskopes auf Mauna Kea, Hawai vor den Sternen des Sternbildes Fische gefunden. Das Objekt bekam die Nummer 1992 QB1, aber Jane und David nannten es “Smiley” nach den Romanen von John le Carré. Smiley hatte einen Durchmesser von 200 km und war das erste Mitglied des Kuiper Gürtels, das entdeckt wurde. Andere folgten, einige wurden mithilfe des Hubble Weltraumteleskops gefunden, mittlerweile hat man über 1000 Objekte ansehen können.

Ein Super-Komet
Am 19. Oktober 1977, entdeckte Charles Kowal den Asteroiden 2060. Es war bald klar, dass 2060 kein gewöhnlicher Asteroid war. Seine Umlaufbahn lag zwischen Saturn und Uranus, weit jenseits anderer Asteroiden. Er wurde Chiron genannt (Sohn des Saturn, und in der griechischen Mythologie der Urenkel von Uranus). Chirons Durchmesser wurde auf 200 km geschätzt. 1988 fing Chiron an zu zischen. Seine Oberfläche dampfte ab, je näher er der Sonne kam. Obwohl er zu Beginn als Asteroid klassifiziert worden war, zeigte er später das Verhalten eines typischen Kometen. Heute ist er als beides klassifiziert und folgerichtig ist er auch bekannt unter der Kometenbezeichnung 95P/Chiron. Chiron ist einigen Monden von Uranus und Neptun sehr ähnlich. Diese eisbedeckten Körper sind möglicherweise aus dem Kuiper Gürtel oder der Oortschen Wolke entkommen, nur um von den großen Riesenplaneten wieder eingefangen zu werden. Wie viele weitere Chirons gibt es da draußen wohl noch, vielleicht auf dem Weg zu unserer Sonne – oder zur Erde?

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Aufsatz 8

Sternenzentrum
Forschungsbericht: M96004 Betreff: Von:
Kollisionskurs Direktor des Sternenzentrums

Ziel : Untersuchen der Faktoren, welche die Größe und die Erscheinung von Kratern beeinflussen. Im
Anschluss an die Untersuchung können Vorschläge zu größeren Impaktoren gemacht werden.

Simulation: Einschlagsobjekte wie Murmeln, Kugellager oder Golfbälle werden verwendet, um Impaktoren wie z.B. Meteoriten zu simulieren. Pulver simuliert die Oberfläche des Planeten.

Materialien:
   

Einschlagsobjekte Oberfläche des Planeten Behälter Andere Materialien

Murmeln, Kugellager, Golfbälle, Knetmasse Mehl und Pulver, Farbe als oberste Schicht Plastikschale, Aluminiumschale oder Kartonage (mindestens 7,5 cm tief und 30 cm Fläche) Zeitungspapier – um den Behälter zum Auffangen des Pulvers Meterstab – zum Messen der Fallhöhe Lineal – zum Messen des Durchmessers und Tiefe des Kraters Waage – zum Messen der Masse der Einschlagskörper Sieb – zum Streuen von Pulverfarbe, wenn notwendig.

Vorbereitung der ‘Planetenoberfläche'
1. Füllen Sie den Behälter zu einer Mindesthöhe von 3 cm mit Mehl (abhängig von der Fallhöhe / Gewicht des Körpers benötigt man eventuell mehr Mehl – machen Sie deshalb einen Probedurchlauf). Ebnen Sie die Oberfläche und klopfen Sie gegen den Behälter, um das Pulver gleichmäßig zu verteilen. 2. Optional – nur für das Einschlagsstrahlenexperiment: Streuen Sie mithilfe eines Siebes Pulverfarbe über die Oberfläche.

Untersuchungsoptionen
Planen und führen Sie Experimente durch, um einen der folgenden Punkte zu erforschen: 1. 2. 3. 4. Die Die Die Die Auswirkung Auswirkung Auswirkung Auswirkung unterschiedlicher unterschiedlicher unterschiedlicher unterschiedlicher Fallhöhen auf die Kratergröße fallender Gewichte auf die Kratergröße Fallhöhen auf die Länge der Einschlagsstrahlen fallender Gewichte auf die Länge der Einschlagsstrahlen.

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Aufsatz 8 (Fortsetzung)
Forschungsauswertung
Was sagen Ihre Daten aus über: 1. Den Zusammenhang zwischen Kratergröße und Einschlagshöhe? 2. 3. 4. 5. 6. Den Zusammenhang zwischen Kratergröße und Gewicht des fallenden Körpers? Den Zusammenhang zwischen der Länge von Einschlagsstrahlen und Einschlagshöhe? Den Zusammenhang zwischen der Länge von Einschlagsstrahlen und Gewicht des fallenden Körpers? Die Kratergröße, die ein Einschlag aus 10facher Höhe Ihres höchsten Versuchsaufbaus verursacht? Die Kratergröße, welche ein Körper mit 10 x höherem Gewicht Ihres schwersten Körpers verursacht?

Forschungsdiskussion
1. 2. Welche üblichen Merkmale echter Einschlagskrater tauchten bei Ihrer simulierten Kollision nicht auf? Erstellen Sie eine Liste, warum Ihre simulierten Einschläge keine echten Meteoriteneinschläge auf die Erde darstellen können.

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Aufsatz 9

Verteidigungsministerium der einigten Staaten
Freigegebene Informationen : Einstige Einordnung Betreff
Veröffentlichungsdatum 1.Oktober 2008 AB/3 Streng geheim Meteoritenexplosionen in großer Höhe

Ver-

: :

Zusammenfassung
Satelliten des US Vereidigungsministeriums haben im Zeitraum von 1992 bis 2007 insgesamt 136 Explosionen in der oberen Atmosphäre entdeckt. Diese Einschläge wurden von Meteoriten verursacht. Diese sind vermutlich Teile von Kometen oder Asteroiden. Die Bruchteile zerstören sich selbst, beim Aufprall mit hoher Geschwindigkeit auf die obere Erdatmosphäre.

Energie und Geschwindigkeit der Meteoriten
Die Meteoriten schlagen mit einer Geschwindigkeit zwischen 15 u nd 20 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Ein Meteorit mit einem Durchmesser von 10 Metern würde etwa 100 Tonnen wiegen. Die Energie des Einschlags eines solchen Meteoriten entspricht eine r Bombe aus 20 000 Tonnen TNT, größer als die Atombombe, die 1945 auf Hiroshima fiel. Nichtmetallische Körper dieser Größe werden in Höhen zerstört, die zu hoch sind, um auf der Erde Schade anzurichten.

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Aufsatz 9 (Fortsetzung)
Analyse der Luftdetonation
Zwischen 1992 und 2007 wurden 136 Luftdetonationen entdeckt, was durchschnittlich 8 Einschlägen pro Jahr entspricht. Aufgrund von Übertragungslücken schätzen die Forscher des Verteidigungsministeriums, dass es in dieser Zeit tatsächlich etwa 10 Mal mehr Explosionen (mit Energien über 1 000 Tonnen TNT) gab. Es wird geschätzt, dass jährlich 80 Meteorit en unterhalb einer Kilotonne in der oberen Atmosphäre explodieren.

Einschläge hoher Energie
Drei konkrete Explosionen hoher Energie wurden aufgezeichnet und werden auf der Weltkarte dargestellt. Jeder Einschlag verursachte einen sichtbaren Blitz, der nur ein oder zwei Sekunden anhielt, jedoch so hell wie die Sonne war. Unten finden Sie ein Helligkeitsdiagramm für die Luftdetonation über Indonesien im Jahr 1992.

Detektoren des US Verteidigungsministeriums
Luftdetonationsmelder befinden sich an Bord von Satelliten, in einer Höhe von 38 000 km der geosynchronen Umlaufbahn. Ihre primäre Mission ist es, auf die Erde zu blicken, um Hitze von Raketenmotoren und ballistischen Geschossen zu entdecken. Die Hauptsensoren entdecken Infrarotstrahlung, aber auch Sensoren für sichtbares Licht.

Weitere Informationen bleiben geheim.

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Aufsatz 10

Sternenzentrum
Forschungsbericht: M96005 Betreff:
Kollisionskurs - Weltraumwache: Quelle - Dr. Martin Beech, Universität Ontario, veröffentlicht in Astronomy Now , Februar 1993

Von:

Direktor des Sternenzentrums

Weltraumwache
Einführung
Die Erde wird seit ihrer Entstehung von Kometen, Astero iden und Meteoriten getroffen. Einschläge solcher Körper werden unweigerlich auch in Zukunft geschehen – und die Konsequenzen für das Leben auf der Erde könnten verheerend sein.

Risikoeinschätzung
Wie also steht es um die Wahrscheinlichkeit eines lebensgefährdenden Einschlags auf die Erde? Studien über Erdkrater und Mondkrater liefern hier einige Ideen der Wahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios.
Abbildung 1. Risikoeinschätzungsdaten zu Asteroideneinschlägen Durchmesser des Asteroiden (km) 0.001 (1 Meter) 0.1 (100 m) 1 10 Geschätzte Anzahl von NEOs * 10 000 000 100 000 1 000 10 Einschlagswahrscheinlichkeit (einmal pro Anzahl der Jahre) 100 10,000 100,000 1,000,000 Einschlagsenergie (Megatonnen TNT#) 0.1 10 10 000 1 000 000 Größe des Kraters (km) 0.01 (10 m) 1 10 100

* NEO = Erdnahe Körper (Asteroide oder Kometen) # 1 Megatonne TNT = 1 000 000 Tonnen hochexplosive Stoffe (die Atombombe, welche auf Hiroshima fiel, entsprach 13 000 Tonnen TNT oder 0,013 Megatonnen).

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Aufsatz 10 (Fortsetzung)
Abbildung 2. Daten aus Abbildung 1 in einer Grafik dargestellt, um zu zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer globalen Katastrophe existiert, glücklicherweise jedoch gering ist.

Weltraumwache
Das Weltraumwachen-Programm der Kitt Peak Sternwarte in Arizona hat gezeigt, dass NEOs in einiger Entfernung zur Erde entdeckt werden können. Mit größeren Teleskopen wäre die Anzahl der Gesichteten noch besser. Nach der Weltraumbeobachtung ist es Zeit für Weltraumüberwachung. Die Weltraumwache ist ein System aus sechs 2,5 Meter großen Teleskopen, die monatlich 6 000 Gradfelder des Himmels überwachen können. Innerhalb der nächsten 25 Jahre sollten sie 90% der erdnahen Asteroiden mit einem Durchmesser von 1km oder größer entdeckt haben. Es gibt keine Zweifel, dass die Weltraumwachen-Untersuchung uns sehr viel genauere Daten über kleine Körper im inneren Sonnensystem liefert. Zudem könnte ein Meteorit entdeckt werden, welcher sich auf Kollisionskurs mit unserem Planeten befindet und es uns so ermöglichen, eine globale Katastrophe abzuwenden.