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Baugrund entpuppte sich als Lederdeponie Seite 1 von 3

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PROZESS 07.09.2005

Baugrund entpuppte sich als Lederdeponie


Der Traum vom Eigenheim ist für einen Grazer
zum Albtraum geworden. Der Baugrund, den er
von der Gemeinde Unterpremstätten erworben
hatte, hat sich als illegale Lederdeponie entpuppt.
Jetzt wird prozessiert.

Alte Schuhe statt Einfamilienhaus


Im Jahr 2001 kauften sich Leopold Schmallegger
und seine Frau ein Baugrundstück in der Gemeinde
Unterpremstätten. Das Ehepaar wollte dort ein
Einfamilienhaus bauen. Was Leopold Schmallegger
aber nicht wusste: Auf dem Grundstück befindet
sich eine Lederdeponie einer Schuhfabrik aus den
60er-Jahren.

Sofort wurde der Bauauftrag gestoppt und das


Grundstück wieder an den Vorbesitzer
übergeben. Dieser war jedoch nicht mehr
zahlungsfähig und auch nicht pfändbar. Leopold
Schmallegger klagt daher die Gemeinde
Unterpremstätten wegen Fahrlässigkeit bei der
Erstellung des Flächenwidmungsplanes.

Bis heute kein Geld erhalten


Leopold Schmallegger fordert jetzt 100.000 Euro
von der Gemeinde Unterpremstätten. Das umfasst
den Kaufpreis, die Zinsen und etwaige
Anzahlungen für Baufirmen. Bis heute aber hat
Schmallegger kein Geld bekommen.

"Nichts gewusst"
Bürgermeister Josef Eisner sagte am Mittwoch,
er habe nichts von der Deponie gewusst: "Die
Lederdeponie gibt's seit 40 Jahren dort und net
bös sein, ich bin seit 13 Jahren Bürgermeister,
es ist ein unglücklicher Umstand die ganze
Geschichte. Das sage ich einmal so."

Prozess vertagt
"Wäre es anders gewesen, dann hätte es die

http://steiermark.orf.at/stories/56473/ 07.09.2005
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Gemeinde im Flächenwidmungsplan ersichtlich


gemacht", sagte der Anwalt, der die Gemeinde
Unterpremstätten und Bürgermeister Josef Eisner
vertritt. Der Prozess am Mittwoch ist ohne
Ergebnis auf November vertagt worden. Dann
sollen auch Zeugen geladen werden.

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Steiermark darf nicht Kärnten werden..


barry08, vor 2 Stunden, 4 Minuten
.. aber viele eigenartige Steirer können einen
Jörg schon langsam das Wasser reichen!

Was jetzt?
wolfx, vor 3 Stunden, 9 Minuten
Wer war denn nun der Vorbesitzer? Zuerst heißt
es: "Der Baugrund, den er von der Gemeinde
Unterpremstätten erworben hatte..." und dann
"Grundstück wieder an den Vorbesitzer
übergeben. Dieser war jedoch nicht mehr
zahlungsfähig und auch nicht pfändbar." Das
würde ja heißen, die Gemeinde
Unterpremstätten ist bankrott.

Und wieder
steirerbubi, vor 3 Stunden, 56 Minuten
a ÖVP-Buagamasta mit an Skandal!

dem bürgermeister wäre dringend zu

http://steiermark.orf.at/stories/56473/ 07.09.2005
Baugrund entpuppte sich als Lederdeponie Seite 3 von 3

empfehlen
malocher, vor 4 Stunden, 15 Minuten
seine gemeinde in augenschein zu
nehmen.dreizehn jahre nur am
bürgermeistersessel geklebt und gepennt.wo hat
der den vorher gelebt? ist er zugezogen? wie
kommen solche ahnungslose leute dazu sich um
dieses amt zu bewerben und auch noch gewählt
zu werden.oder agiert er einfach nach dem
motto: mein name ist hase...

zlozale, vor 4 Stunden, 34 Minuten


also nach meiner laienmeinung gibt eine
gemeinde mit der flaechenwidmung "bauland"
die garantie, dass auf so einem grundstueck
gebaut werden kann, also sollte sie auch haften.

wär es so...
blattlaus79, vor 4 Stunden, 20 Minuten
...dann hätten aber alle die im
hochwassergebiet gebaut haben - auf
bauland - das Recht ihr Grundstück, ihr
Haus und die ganzen Nebenkosten von
der Gemeinde refinanzieren zu lassen um
woanders hinziehen zu können...

Mit Bauland erhält man die Garantie


bauen zu dürfen, nicht jedoch die
Sicherheit was darunter ist. Für diesen
Fall gibts eigens angefertigte
Kaufverträge und gutachter, welche
derartige risiken minimieren..

Übersicht: alle ORF-Angebote auf einen Blick

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