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Bayerisches Staatsministerium für

Unterricht und Kultus

www.isb.bayern.de

Die Seminare
Die Seminare in der gymnasialen Oberstufe
in der gymnasialen
Oberstufe
Erarbeitet im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom Arbeitskreis
„Schulversuch Seminare in der Oberstufe“ am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB).

Herausgeber:
Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung
Schellingstraße 155, 80797 München

2. Auflage, 2008 (1. Auflage: 2007)

Mitglieder des Arbeitskreises:


Günter Manhardt, OStR (Leitung), Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung
Dr. Hans Werner Thum, OStD, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung
Karl-Heinz Bruckner, OStD, Gymnasium Parsberg, seit 01.08.07: Neues Gymnasium Nürnberg
Heinz-Peter Kempf, OStD, Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren, seit 01.03.07 StMUK
Achim Lebert, OStD, Gymnasium Ottobrunn
Richard Rühl, OStD, Gymnasium Kirchheim
Gert Weiß, OStD, Emmy-Noether-Gymnasium Erlangen

Redaktion:
Günter Manhardt, OStR
Hermann Ruch, StD
Staatsinstitut für Schulqualität
und Bildungsforschung

Gestaltung: Agentur2 GmbH, München

Fotos: Daniel Biskup, privat

Druck: Kastner AG, Wolnzach


Die Seminare
in der gymnasialen
Oberstufe
Inhalt

Die Seminare in der


gymnasialen Oberstufe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 5

Die neue Oberstufe des bayerischen Gymnasiums 6


1 Bildungsauftrag des Gymnasiums 6
2 Umsetzung zentraler Anliegen im neuen Lehrplan 6
3 Pflichtfächer, Wahlpflichtfächer und individuelle Profilbildung 8

Das Wissenschaftspropädeutische Seminar (W-Seminar) 12
Überblick 12
1 Ziel: Kompetenz in wissenschaftlichem Arbeiten 13
2 Leitfach, Lehrereinsatz und Rahmenthema 14
3 Methodik und Zeitplan 15
4 Lernort Bibliothek 17
5 Leistungserhebung 19
6 Konzepterstellung durch die Lehrkraft 27
7 Wahlprozess zur Einrichtung der Seminarkurse 28
8 Maßnahmen zur Qualitätssicherung 31
Kompakt: Das Wichtigste zum W-Seminar 32

Das Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminar) 33
Überblick 33
1 Ziel: Berufswahl- und Berufsweltkompetenz 34
2 Modelle der Durchführung 36
3 Allgemeine Studien- und Berufsorientierung 37
4 Projektarbeit 39
5 Neue Lehr- und Lernkultur 51
6 Leistungserhebung und Zertifikat 52
7 Konzepterstellung durch die Lehrkraft 62
8 Wahlprozess zur Einrichtung der Seminarkurse 63
9 Maßnahmen zur Qualitätssicherung 66
Kompakt: Das Wichtigste zum P-Seminar 67

Anhang 69

Benutzerhinweis:
Zu Beginn der Abschnitte zum W-Seminar und zum P-Seminar und zu Beginn des Anhangs finden sich detaillierte
Inhaltsverzeichnisse, die eine rasche Orientierung in den entsprechenenden Abschnitten ermöglichen.


Vorwort Vorwort

Vorwort

Ein wesentliches Ziel der gymnasialen Oberstufe prüfung. Dies eröffnet auch die Möglichkeit,
ist die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler aktuelle Entwicklungen im Unterricht aufzugreifen
auf die Anforderungen in Hochschule und und Schülerinnen und Schüler in ihrem Lernpro-
Arbeitswelt. Das Gymnasium soll sie befähigen, zess individuell zu begleiten. Das kreative Poten-
Verantwortung in der Gesellschaft von morgen zu zial der ganzen Schulfamilie kann im Unterricht
übernehmen. Veränderte Anforderungen machen genutzt werden.
eine Anpassung der Strukturen und Inhalte des
Gymnasiums notwendig, die sich nicht zuletzt in Die mit den Seminaren verbundene Freiheit
den beiden neuen Seminaren zeigt. bringt für Gymnasien und Lehrkräfte eine größere
Verantwortung mit sich und wirft viele Fragen bei
Neben der Betonung der grundlegenden Fächer der Umsetzung auf. Die in diesem Leitfaden be-
Deutsch, Mathematik und Fremdsprache im schriebenen Vorschläge greifen erprobte Ideen
Fächerkanon der Oberstufe werden in den Semi- aus den Versuchsschulen auf. Innerhalb des eben-
naren vor allem überfachliche Kompetenzen der falls dargestellten rechtlichen und pädagogischen
Schülerinnen und Schüler gefördert und gefor- Rahmens sind die Schulen aufgefordert, die Vor-
dert: Methodenkompetenz, Sozial- und Selbst- schläge ihren Bedürfnissen anzupassen, weiterzu-
kompetenz. An exemplarisch vertieften Fachin- entwickeln, mit eigenen Ideen zu bereichern und
halten soll das wissenschaftliche Arbeiten erlernt mit gymnasialem Qualitätsanspruch zu verwirkli-
und die für eine erfolgreiche Tätigkeit in Hoch- chen.
schule und Arbeitswelt notwendige Berufswahl-
und Berufsweltkompetenz entwickelt werden. Bei allem Ringen um den besten Weg hilft die
Orientierung an den Zielsetzungen des Gymnasi-
In einem Schulversuch mit 25 Gymnasien wurden ums: Schülerinnen und Schüler erhalten eine fun-
im Schuljahr 2005 / 2006 in 70 Seminaren verschie- dierte Allgemeinbildung und werden auf Studium
dene Varianten entwickelt und erprobt. Im Schul- und Beruf vorbereitet. Umfassende Kompetenzen
jahr 2006 /  2007 nahmen 44 Schulen mit 91 Semi- befähigen sie, ihrer Verantwortung für sich und
naren am Schulversuch teil. andere gerecht zu werden.

Ein am Staatsinstitut für Schulqualität und Bil- In den Seminaren wird Bewährtes weiterentwi-
dungsforschung (ISB) eingerichteter Arbeitskreis ckelt und gleichzeitig Neuland betreten. Dieser
koordinierte seither das Vorgehen und beriet über Leitfaden dient als Wegweiser, neue Wege entste-
die Struktur der Seminare und ihre Stellung inner- hen aber erst beim Gehen. Dabei wünschen wir
halb der neuen Oberstufe. In die Diskussion wur- allen Lehrkräften viel Freude und Erfolg.
den von Anfang an Vertreter von Schülerinnen
und Schülern, von Lehrkräften, Eltern, Hochschu-
len und der Arbeitswelt einbezogen. Allen Betei-
ligten auch an dieser Stelle ein herzlicher Dank
für ihren enormen Einsatz und den Mut, Neues zu
wagen.

Konsequente Kompetenzorientierung und die Zu-


sammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern vor
Ort erfordern einen großen Gestaltungsspielraum
OStR Günter Manhardt OStD Dr. Hans Werner Thum
für die Lehrkräfte. So gibt es für die beiden Semi- Leiter des Schulversuchs Leiter der Abteilung
nare keine Lehrpläne und keine zentrale Abitur- Seminare in der Oberstufe Gymnasium am ISB

 
Die neue oberstufe Die neue Oberstufe

Die neue Oberstufe des bayerischen Gymnasiums Kompetenzdimensionen

Fachkompetenz Selbstkompetenz (auch Personalkompetenz)


Bedeutung und Geschwindigkeit des wissen- ausgeprägte Methodenkompetenzen und der si- bezeichnet die Bereitschaft und Fähigkeit, Auf- bezeichnet die Bereitschaft und Fähigkeit, eigene
schaftlichen und technologischen Fortschritts chere Umgang mit traditionellen und modernen gaben und Probleme mit Hilfe fachlicher Kennt- Begabungen und Fähigkeiten zu erkennen und zu
nehmen im Zuge der Globalisierung stetig zu und Informationsmedien stellen hierfür unverzicht- nisse und Fertigkeiten zielorientiert, sachgerecht entfalten, Identität und durchdachte Wertvorstel-
stellen eine verantwortliche Bildungspolitik vor bare Voraussetzungen dar. Hinzu kommen Selbst- und selbständig zu bewältigen sowie das Ergebnis lungen zu entwickeln sowie Lebenspläne zu fassen
große Herausforderungen. Das Bayerische Staats- und Sozialkompetenzen, die für ein erfolgreiches zu beurteilen. und zu verfolgen.
ministerium für Unterricht und Kultus hat des- Studium und die Erfüllung anspruchsvoller beruf-
Methodenkompetenz Sozialkompetenz
halb 2004 damit begonnen, die Inhalte und Struk- licher Tätigkeiten unabdingbar sind.
bezeichnet die Bereitschaft und Fähigkeit zu ziel- bezeichnet die Bereitschaft und Fähigkeit, soziale
turen des bayerischen Gymnasiums den verän-
gerichtetem, strukturiertem und effektivem Vor- Beziehungen aufzubauen und zu gestalten, Zu-
derten Anforderungen seitens Gesellschaft, Hoch-
2 Umsetzung zentraler Anliegen gehen bei der Bearbeitung von Aufgaben und wendungen und Spannungen zu erfassen und zu
schule und Arbeitswelt anzupassen. Ziel ist es,
im neuen Lehrplan Problemen. Dazu gehört es, gelernte Denkmetho- verstehen sowie sich mit anderen rational und
die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die
den, Arbeitsverfahren, Lösungsstrategien sowie verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen und
Welt von morgen vorzubereiten. Die Neugestal- Die Neugestaltung der Oberstufe ist der Ab-
Lernstrategien fachlicher und überfachlicher Na- zu verständigen. Hierzu gehört insbesondere auch
tung wird nun mit der Reform der Oberstufe ab- schluss eines Reformprozesses, mit dem das
tur zur Bewältigung von Aufgaben und Problemen die Entwicklung sozialer Verantwortung und Soli-
geschlossen. bayerische Gymnasium auf die Anforderungen
selbständig anwenden, reflektieren und weiterent- darität.
der Wissens- und Informationsgesellschaft rea-
wickeln zu können. Methodisches Arbeiten um-
giert. Die zentralen Anliegen des Gymnasiums,
1 Bildungsauftrag des Gymnasiums fasst auch selbständiges Gestalten, Darstellen und
die den Lehrplänen der Jahrgangsstufen 5 bis 12
Bewerten.
Das bayerische Gymnasium baut auf einer langen zugrunde liegen, sind:
und erfolgreichen Bildungstradition auf. Es ist ISB: Kompetenz – mehr als nur Wissen. Informationsblatt 2006
der Maxime Wilhelm von Humboldts verpflichtet, Sicherung des Grundwissens
wonach der Mensch „so viel Welt als möglich zu Angesichts der rasanten Entwicklung des For- Handlungsorientierung nen offene Unterrichtsformen und die Öffnung
ergreifen sucht“. schungs- und Wissensstands lässt sich kaum pro- Wenn der Wissens- und Kompetenzerwerb nach- der Schule nach außen zentrale Bestandteile sind.
gnostizieren, welches Detailwissen für die Schü- haltig sein soll, muss Unterricht möglichst anwen-
Bildung und Erziehung am Gymnasium gehen lerinnen und Schüler in Zukunft von Bedeutung dungsbezogen und handlungsorientiert sein. Als
von einem Bildungsverständnis aus, das über sein wird. Jedes Fach muss daher den überdau- besonders wirksam erweisen sich hierfür „For-
Sicherung des Kompetenz-
bloße Wissensvermittlung hinausreicht und im ernden Kernbestand seiner Inhalte herausarbeiten men des situierten Lernens und didaktische Stra-
Grundwissens orientierung
Sinne der Persönlichkeitsbildung den ganzen und nachhaltig vermitteln. tegien der Projektarbeit, des Gruppenunterrichts
Menschen im Blick hat. Neben einer vertieften und des kreativen Übens“.1
Allgemeinbildung gewinnen die Schülerinnen Kompetenzorientierung
und Schüler kulturelle Identität. Sie erfahren eine In einer sich beschleunigt wandelnden Welt wird Fächerübergreifende Zusammenarbeit
mehr Gestaltungsfreiheit
Werteerziehung, die sie zur eigenständigen nicht nur danach gefragt, was und wie viel ein Im Zuge einer fortschreitenden Arbeitsteilung
und mehr Verantwortung
Urteilsbildung und zur Übernahme von Verant- Mensch gelernt hat. Neben einer grundlegenden und Spezialisierung muss eine allgemeinbildende
für die einzelne Schule
wortung befähigt. Fach- und Methodenkompetenz wird es insbeson- Schule dazu anleiten, den Blick über den Teller-
dere auch auf soziale und kommunikative Kompe- rand des einzelnen Faches zu richten und das in
Das Gymnasium vermittelt begabten und leis- tenzen ankommen. In der Oberstufe werden diese den Fächern erworbene Wissen zielgerichtet zu
tungsbereiten jungen Menschen die Bildung, die Kompetenzen, die bereits den Unterricht in der verknüpfen. Interdisziplinäres Denken, wie es in
Handlungs- fächerübergreifende
für ein lebenslanges Lernen nötig ist. Schüle- Unter- und Mittelstufe prägen, gebündelt und an der Hochschule und in der Arbeitswelt erwartet
orientierung Zusammenarbeit
rinnen und Schüler, die ein Gymnasium erfolg- exemplarischen Inhalten systematisch gefördert. wird, hilft fächerübergreifende Problemstellungen
reich abschließen, verfügen nicht nur über eine zu verstehen und zu bewältigen.
breite Wissensbasis, sondern auch über die Fä-
higkeit, ihr Wissen verantwortlich anzuwenden Für die Verwirklichung dieser Anliegen benötigen
und auf neue Fragestellungen zu übertragen. Sie die Einzelschulen mehr Gestaltungsfreiheit. Dies
sind in der Lage, sich selbständig in neue Be- und die damit verbundene höhere Verantwortung
reiche einzuarbeiten und Wissensgebiete mit- zeigen sich in der Oberstufe insbesondere bei Ein-
einander zu vernetzen. Ein solides Grundwissen, richtung und Durchführung der Seminare, in de-

1 Vgl. Franz E. Weinert: Neue Unterrichtskonzepte zwischen gesellschaftlichen Notwendigkeiten, pädagogischen Visionen und
psychologischen Möglichkeiten; in: Wissen und Werte für die Welt von morgen - Dokumentation zum Bildungskongress des
 Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst, München 1998, S. 101–125.

Die neue oberstufe Die neue Oberstufe

3 Pflichtfächer, Wahlpflichtfächer gangsstufen 11 und 12) künftig mit jeweils vier Die Seminare Im Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsori-
und individuelle Profilbildung Wochenstunden zu belegen. Sie sind verpflich- Die beiden Seminare orientieren sich an den in- entierung (P-Seminar) können durch die Zusam-
tende Abiturprüfungsfächer. Zusammen mit wei- haltlichen, methodischen, sozialen und personalen menarbeit mit außerschulischen Partnern schon
Über eine Reform des bisherigen Systems aus teren Pflichtfächern wird eine breite Allgemein- Kompetenzanforderungen von Hochschule und während der Schulzeit praxisnahe Erfahrungen
Leistungs- und Grundkursen wurde seit Mitte der bildung sichergestellt. Indem sich der Unterricht Arbeitswelt. Für die Inhalte beider Seminare gibt gesammelt werden. Das bayerische Gymnasium
90er-Jahre auch auf der Ebene der Kultusminister- auf wesentliche Inhalte konzentriert, wird eine es keine Lehrpläne. Der entstehende Gestaltungs- bietet seinen Schülerinnen und Schülern die
konferenz diskutiert. Die Beratungen wurden im allzu frühe Spezialisierung und Belastung mit spielraum erlaubt es, das jeweilige Schulprofil zu Möglichkeit, sich über drei Ausbildungsabschnitte
Juni 2006 mit einer neuen „Vereinbarung zur Ge- Detailwissen vermieden. schärfen sowie spezifische Angebote am Schul- hinweg intensiv mit der eigenen beruflichen
staltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekun- standort eigenverantwortlich wahrzunehmen.3 Zukunft auseinanderzusetzen und das für eine
darstufe II“ erfolgreich abgeschlossen.2 An die Das Angebot an Wahlpflichtfächern und Fächern verantwortliche Studien- und Berufswahl notwen-
Stelle der Grund- und Leistungskurse treten in zur individuellen Profilbildung (zwei Seminare Das Wissenschaftspropädeutische Seminar dige Orientierungswissen zu erwerben. Im
Bayern nunmehr Pflicht- und Wahlpflichtfächer und Fächer des Zusatzangebots) bietet den Ju- (W-Seminar, Propädeutikum) ermöglicht for- Rahmen einer ca. einjährigen Projektarbeit in
sowie Fächer zur individuellen Profilbildung, gendlichen die Möglichkeit, Schwerpunkte gemäß schendes Lernen und leitet im Kontext eines über- Kooperation mit Partnern aus der Arbeitswelt
die alle zwei-, drei- und vierstündig unterrichtet ihrer Begabung und ihren Neigungen zu setzen. greifenden Seminarthemas zu selbständigem wis- werden insbesondere die Selbst- und Sozialkom-
werden. Der Wahlpflichtbereich sichert, vertieft und er- senschaftlichen Arbeiten an. Die Schülerinnen petenzen der jungen Erwachsenen gefördert.
gänzt die im Pflichtbereich angelegte umfassende und Schüler erstellen eine individuelle schrift- Die Projektarbeit im P-Seminar baut unter ande-
Die Pflichtfächer unterstreichen die Notwendig- Allgemeinbildung. liche Seminararbeit zu einem Teilaspekt des Rah- rem auf den fachlichen und methodischen Kennt-
keit soliden Grundwissens und festigen zentrale menthemas und präsentieren ihre Ergebnisse. nissen auf, die die Schülerinnen und Schüler mit
Kernkompetenzen. In Bayern sind Deutsch, Die folgende Stundentafel gibt Auskunft über Der Arbeitsprozess kann während der vorgese- fächerverbindenden und fächerübergreifenden
Mathematik und eine fortgeführte Fremdsprache Belegungsmöglichkeiten und Wochenstunden in henen Unterrichtszeit von der Lehrkraft individu- Unterrichtsvorhaben bereits in der Unter- und
in der Qualifikationsphase der Oberstufe (Jahr- den Jahrgangsstufen 11 und 12: ell betreut werden. Zwischenberichte der Schüle- Mittelstufe erworben haben.
rinnen und Schüler zu ihrem jeweiligen Arbeits-
stand signalisieren den Beratungsbedarf.
Pflichtfächer Jgst. 11 12-1/12-2

Deutsch 4 4 Inhalte und Ziele der beiden Seminare


Mathematik 4 4

Geschichte und Sozialkunde 2+1 2+1


Wissenschafts- Projekt-Seminar zur
Religion bzw. Ethik 2 2 propädeutisches Studien- und Berufs-
Sport 2 2 Seminar orientierung

Wahlpflichtfächer Jgst. 11 12-1/12-2

Fremdsprache 1 (Englisch, Französisch, Latein oder andere) 4 4 Wissenschafts- Praxisorientiertes


orientiertes Arbeiten
Naturwissenschaft 1 (Physik, Chemie oder Biologie) 3 3
Arbeiten
Naturwissenschaft 2 oder Fremdsprache 2 oder Informatik 3 / 4* **

Wirtschaft und Recht oder Geographie 2 2

Musik oder Kunst 2 2 Fach- und Methoden- Seminararbeit Berufswelt- Projekt in


kompetenzen für ein und Berufswahl- Kontakt mit der
fächer zur individuellen Profilbildung Jgst. 11 12-1/12-2 Hochschulstudium kompetenz Arbeitswelt

Wissenschaftspropädeutisches Seminar 2 2 / 0

Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung 2 2 / 0

Weitere freie Wahlmöglichkeiten aus dem Fächerangebot der Schule 5 /4*

* Die Stundenzahl ist abhängig von der Fächerwahl. ** Das hier gewählte Fach kann auch in der Jahrgangsstufe 12 im Rahmen
des Profilbereichs gewählt werden.

2 Vgl. Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II 3 Die Arbeit in den Seminaren wird durch wenige Bestimmungen in der GSO (Inkrafttreten zum 01.08.2008)
(Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 07.07.1972 i. d. F. vom 02.06.2006) und durch eine ergänzende KMBek geregelt.
 
Die neue oberstufe Die neue Oberstufe

Schulversuch „Seminare in der Oberstufe“ Die folgenden Ausschnitte aus den abschließen-
Die Konzepte für die beiden Seminarformen wur- den Bewertungen der beteiligten Lehrkräfte zei- Standardliteratur, die bearbeitet werden muss, Sowohl der Wissens- als auch der Kompetenz-
den in einem Schulversuch in den Schuljahren gen, dass das bayerische Gymnasium mit dieser Termine für Gliederungen und andere Zwi- zuwachs der Schülerinnen und Schüler ist
2005 / 2006 und 2006 / 2007 an 48 Gymnasien in ca. Form des Unterrichts einen zukunftsweisenden schenschritte werden von einigen als Gänge- enorm. … Besonders erfreulich fand ich, dass
160 Kursen entwickelt und erprobt. Die teilneh- Weg eingeschlagen hat. Gleichzeitig wird schlag- lei empfunden. Dennoch sind sie sinnvoll und gerade die Schülerinnen und Schüler, bei de-
menden Gymnasien und die Seminarthemen sind lichtartig deutlich, worauf bei der Umsetzung können durch den Hinweis auf Benotung ver- nen man dies nicht erwartet hätte, sich un-
im Anhang ( M 14) aufgelistet. geachtet werden muss: bindlich gemacht werden. glaublich gesteigert haben. Ich denke, dass
(Gymnasium Oberhaching) dies ein Verdienst der nicht so an Schule
gebundenen Arbeitsweise ist. … Die Schüle-
Die Schülerinnen und Schüler lernen bei dieser Um einen noch größeren Zusammenhang zwi- Exemplarisches Arbeiten an einem Einzel- rinnen und Schüler brauchen viele Freiheiten,
Art des Unterrichts … sehr gut, sich selbst zu schen den einzelnen Seminararbeitsthemen zu thema bringt letztlich mehr fachlichen Wis- um sich entwickeln zu können, bei allen
organisieren, Kontakte mit Partnern außerhalb ermöglichen, müsste man u. U. bei der The- senszuwachs als die breite Stofffülle des Lehr- Risiken, die nicht geleugnet werden sollen.
der Schule zu knüpfen, unterschiedliche Mög- menwahl der Schülerinnen und Schüler noch plans im einzelnen Schuljahr. Insgesamt ist Es gibt leider auch Teilnehmerinnen und Teil-
lichkeiten, sich zu präsentieren, ihr Interesse bestimmter eingreifen und dafür die individu- festzustellen, dass eine 11. Klasse einfach nicht nehmer, die mit diesem Freiraum nicht um-
auf Institutionen außerhalb der Schule zu len- ellen Interessen zurückstellen. Andererseits mit einer 13. Klasse im Niveau zu vergleichen gehen können.
ken, sich mit Möglichkeiten ihrer weiteren Aus- war gerade aufgrund der weitgehend selbstbe- ist. Schülerinnen und Schüler dieses Alters ha- (Karls-Gymnasium München)
bildung nach dem Abitur zu beschäftigen. stimmten Themenwahl die Motivation größer. ben noch einen wesentlich höheren Grad an
(Emmy-Noether-Gymnasium Erlangen) (Gymnasium München-Moosach) Unselbständigkeit, was bei der Begleitung der Kontakte mit externen Partnern findet man
Arbeit zu berücksichtigen ist. Tipp: Einfach Mut eher, wenn man auf konkrete Partner mit
Die Schülerinnen und Schüler sind ein Stück Kompetenzzuwachs ergab sich vor allem bei haben zu neuen Erfahrungen mit neuen For- konkreten Wünschen zugeht, allgemeine An-
weit erwachsener geworden und haben – z. T. der Fähigkeit, eine komplexe Arbeit zu opera- men des Arbeitens. fragen nach Zusammenarbeit werden eher
erstmals – selbst Verantwortung für ihr Lernen tionalisieren. Dabei ist nach unserer Ansicht (Gymnasium Ottobrunn) abgelehnt. Der Lehrer muss sich seiner Bera-
und Arbeiten übernommen. Manche brauchten eine enge Führung z. B. durch von außen terrolle sehr bewusst sein und darf keinesfalls
sehr lange, um zu erkennen, dass die Lehrkraft vorgegebene Meilensteine der Arbeit sinnvoll, Schüler können unglaublich viel „fürs Leben zu früh eingreifen. Scheitern muss für Lehr-
wirklich nicht mehr ist als Coach, Berater und die Schülerinnen und Schüler haben auch mit lernen“: Planung und Durchführung eines kräfte, Schülerinnen und Schüler gerade im
Impulsgeber. … Die Vorstellung, über ihr selbst der Bewältigung der Arbeitsportionen noch größeren Vorhabens, Bedeutung von Zuver- P-Seminar erlaubt sein! Nachbereitung und
gewähltes Thema vor einer nichtschulischen genug zu tun. … Motivationsgrad und die lässigkeit und Pünktlichkeit, wie gelingt Kom- Reflexion nicht vergessen, nur so können
Öffentlichkeit zu sprechen, ist für meine Schü- Fähigkeit, eigenverantwortlich und eigenstän- munikation, welche Stärken und Schwächen Sozialkompetenz- und Selbstkompetenz erwei-
lerinnen und Schüler von Anfang an mindes- dig zu handeln, sind bei den Schülerinnen und bringe ich in ein Team ein. All das kann un- tert werden. Die Motivation der Schülerinnen
tens so aufregend gewesen wie die Erstellung Schülern sehr unterschiedlich ausgeprägt. glaublich schwierig und nervenaufreibend und Schüler steigt durch die hohe Verantwor-
einer Arbeit mit wissenschaftlichem Anspruch. Motivieren durch Teilnahme an Wettbewerben oder unglaublich produktiv sein. … Es treten tung für ihr Projekt sehr.
(Helene-Lange-Gymnasium Fürth) funktioniert insgesamt gut, da hier Team- ganz andere Probleme auf als im (Peutinger-Gymnasium Augsburg)
leistung zählt und Schwächere von ihren Mit- herkömmlichen Unterricht.
Die Seminarform stellt für einige Schülerinnen schülerinnen und Mitschülern mitgezogen (Klenze-Gymnasium München) Der Schulversuch ist uneingeschränkt zu emp-
und Schüler ungewohnte Anforderungen in werden können. Betreuungsangebote durch fehlen. … Auch die Atmosphäre beim „Unter-
Bezug auf selbständiges Arbeiten (Literaturre- schulexterne Experten (hier: Studierende und Eltern können über den Elternbeirat frühzei- richten“ war äußerst angenehm, ich habe
cherche, Präsentationstechnik, Erfassen we- Tutoren aus der Anglistik) wurden nur von tig in die Suche nach externen Partnern einge- mich auf jede Exkursion bzw. jede Sitzung ge-
sentlicher Aussagen wissenschaftlicher Texte). den engagierten und selbstbewussten Schüle- bunden werden. freut. Der menschliche Zusammenhalt in der
Deshalb scheint ein langsames Herangehen an rinnen und Schülern angenommen – für (Gymnasium Eckental) Gruppe einschließlich der Lehrkräfte ist unge-
die Form des Seminars sinnvoll zu sein … Die andere war die Hemmschwelle und der mein gewachsen.
Seminarform ermöglicht es den Schülerinnen (vermeintlich) damit verbundene Aufwand Nicht nur die Schülerinnen und Schüler sind (Justus-von-Liebig-Gymnasium Neusäß)
und Schülern, ihre Neigungen und Interessen vielleicht zu groß. an der Projektarbeit gewachsen, sondern
zur Geltung zu bringen. Dies steigert die Moti- (Ohm-Gymnasium Erlangen) auch ich als Lehrerin habe viel dazugelernt und
vation deutlich. … Leider ist die erforderliche zwar gerade durch den Kontakt mit den
Einsatzfreude nicht selbstverständlich und Projekt-Partnern.
muss entwickelt werden. (Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg)
(Gymnasium Kirchheim)

10 11
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

Das wissenschaftspropädeutische Seminar (W-Seminar) 1 Ziel: Kompetenz in wissen- Die bisher übliche mündliche Prüfung wird durch
schaftlichem Arbeiten eine Abschlusspräsentation ersetzt, in der die
Ergebnisse der Arbeit vorgestellt und „verteidigt“
Überblick Seite Selbständiges wissenschaftliches Arbeiten ist werden. Der gesamte Prozess der Erstellung der
1 Ziel: Kompetenz in wissenschaftlichem Arbeiten 13 eine Anforderung in jedem Studiengang. Die Seminararbeit, die schriftliche Arbeit und die ab-
2 Leitfach, Lehrereinsatz und Rahmenthema 14 Gewinnung und Verarbeitung von Informationen schließende Präsentation gehen mit bis zu 60
Leitfach und fächerverbindende Themenstellungen zu komplexen Zusammenhängen und ihre kom- Punkten in die Gesamtqualifikation ein.
petente Strukturierung und Darstellung ist eine
Beispiele für Rahmenthemen
unverzichtbare Fähigkeit in jedem anspruchs- Der Unterricht in der Unter-, Mittel- und Oberstufe
3 Methodik und Zeitplan 15
vollen Beruf. des Gymnasiums zeichnet sich durch eine zuneh-
Eigenständiges Arbeiten
mend an der Wissenschaft orientierte Auseinan-
Stundenplan und flexible Zeiteinteilung dersetzung mit den Fachinhalten aus. Im W-Semi-
Besprechung von Zwischenresultaten Wissenschaftlich arbeiten
nar erfolgt eine exemplarische Vertiefung und
Zeitplan fachwissenschaftliche Informationen Erweiterung der Kenntnisse aus den Jahrgangs-
4 Lernort Bibliothek 17 - recherchieren stufen 5 bis 12.

Wahrhaftigkeit
Schulbibliotheken - analysieren und abstrahieren

Präzision
- auf Wesentliches reduzieren Darüber hinaus sind wichtige Kompetenzen,
Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken
- strukturieren und argumentieren die die Schülerinnen und Schüler im W-Seminar
5 Leistungserhebung 19
- korrekt und vielfältig präsentieren erwerben, fächerübergreifender Art:
5.1 Leistungserhebungen in 11 / 1 und 11 / 2 19
kreative Wege und Lösungen finden
Anzahl Formalia und Zeitrahmen beachten zu einem Thema Informationen recherchieren
Formen und Bewertungskriterien und sammeln (z. B. Recherche mit digitalen und
Beispiele analogen Medien, Quellenstudium, fachspezi-
5.2 Abgabe der Seminararbeit und Abschlusspräsentation in 12 / 1 22 Seit den 1970er-Jahren schreiben alle bayerischen fische Verfahren wie vertiefte Text- und Werker-
Betreuung und Bewertung Abiturientinnen und Abiturienten in einem der schließung, experimentelles und empirisches Ar-
Transparenz von Bewertungskriterien beiden Leistungskurse eine Facharbeit. Eine Be- beiten, Werkentwicklung)
fragung der ersten Jahrgänge der Kollegstufe Informationen strukturieren und aufbereiten
- Inhalt
durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bil- (z. B. beschreiben, selektieren, analysieren, ver-
- Darstellung
dungsforschung (ISB) ergab, dass sie nach Eintritt gleichen, bewerten, zusammenfassen, in fachspe-
- Formalia
ins Studium insbesondere die Facharbeit als eine zifische Modelle und fächerübergreifende Zusam-
Gewichtung wichtige Vorbereitung auf die Anforderungen der menhänge einordnen)
Bewertungsbogen zur Seminararbeit Hochschule empfanden. Für die individuelle sich mit der Meinung anderer argumentativ
Abschlusspräsentation Betreuung blieb allerdings im Rahmen der Leis- auseinandersetzen und den eigenen Standpunkt
Gesamturteil tungskurse häufig nicht die erforderliche Zeit, da überprüfen sowie logisch begründen
Bewertungsbogen zu einer Präsentation dafür kein Raum im Stundenplan vorgesehen war. Erkenntnisse themen- und adressatengerecht,
Außerdem war der Stellenwert der Facharbeit in übersichtlich und sprachlich wie argumentativ
6 Konzepterstellung durch die Lehrkraft 27
der Gesamtqualifikation mit maximal 30 Punkten überzeugend darstellen (Einsatz von Visualisie-
Beantragung eines W-Seminars
relativ gering. rungstechniken: Tabellen, Graphiken usw.)
Integration von Wettbewerbsbeiträgen
ggf. kreative Wege und innovative Lösungen
Entscheidung über das Angebot der Schule Mit dem W-Seminar steht nun Unterrichtszeit finden
7 Wahlprozess zur Einrichtung der Seminarkurse 28 für die Förderung der oben genannten Kernkom- dabei präzise und fachlich korrekt arbeiten
Kurzbeschreibung zur Information der Schülerinnen und Schüler petenzen zur Verfügung. Die Schülerinnen und die Arbeitsweisen an den Hochschulen und bei
Ablauf des Wahlprozesses Schüler werden dabei von einer Lehrkraft betreut der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit be-
8 Maßnahmen zur Qualitätssicherung 31 und haben die Möglichkeit, auch aus ihren eige- achten (z. B. Umgehen mit Quellen und wissen-
nen Fehlern und von anderen Seminarteilneh- schaftlicher Literatur)
Vor Beginn des Seminars
merinnen und -teilnehmern zu lernen. Im Schul- den eigenen Arbeitsprozess in einem vorge-
Im Verlauf des Seminars
versuch hat sich eine Kursgröße von ca. 15 Schü- gebenen Zeitrahmen organisieren
Bei Abschluss des Seminars
lern bewährt.
Kompakt: Das Wichtigste zum W-Seminar 32

12 13
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

Je nach Fach und Thema können diese Kompe- die Schülerinnen und Schüler bei der Bearbeitung
Ethik Anthropologie und Menschenbilder
tenzen auch noch detaillierter aufgeschlüsselt ihrer Themen Möglichkeiten zur Kooperation
und ergänzt werden. Präzisierungen sollten in den (z. B. bei der Literaturrecherche) und Diskussion Geschichte „Kampf dem Korsett“
Fachschaften diskutiert und schriftlich festgelegt finden und die Ergebnisse in einen Gesamtzusam- Sozialkunde Wege zur Demokratie
werden. Solche Kompetenzkataloge stellen die menhang einordnen können.
Wirtschaft und Recht Geldordnung in der Marktwirtschaft
Maßstäbe bzw. Kriterien dar, an denen der
Erfolg einer Arbeit gemessen wird ( Kapitel 8: Das Rahmenthema kann auf den Themen der vor- Kunst Das Bild vom Menschen in verschiedenen kulturellen
Qualitätssicherung). angegangenen Jahrgangsstufen des Fachs auf- Zusammenhängen
bauen, aber auch Themengebiete der Jahrgangs- Musik Filmmusik
stufen 11 und 12 vertiefen bzw. erweitern. Außer-
2 Leitfach, Lehrereinsatz und Sport Aspekte des Ausdauertrainings
dem sind Themen möglich, die vom Fachlehrplan
Rahmenthema
losgelöst sind, an denen sich jedoch charakteristi-
Jedes W-Seminar ist einem Leitfach zugeordnet sche Methoden des Fachs erlernen lassen.
3 Methodik und Zeitplan Ablauf des W-Seminars
und wird von einer verantwortlichen Lehrkraft
betreut. Es ist aber auch möglich, dass sie insbe- Bei der Festlegung des Rahmenthemas muss Im Zentrum des W-Seminars stehen Unterrichts-
sondere bei fächerverbindenden und fächerüber- bedacht werden, dass in der Regel nicht alle Teil- methoden und Studientechniken, die eigenstän- 10 – 2: Wahl durch die Schüler aus dem
greifenden Themenstellungen weitere Lehrkräfte nehmerinnen und Teilnehmer des W-Seminars diges Arbeiten bzw. forschendes Lernen fördern Angebot der Schule

Arbeit am Rahmenthema
der Schule zur Betreuung hinzuzieht. gleichzeitig den entsprechenden Fachunterricht und fordern, z. B.: 11 – 1: Input, Einführung ins wissenschaft-
besuchen und umgekehrt. Die Ziele des Fach- Quellenarbeit, Textarbeit und Werkanalyse liche Arbeiten, Themenfindung, erste
Das Rahmenthema des Seminars unterrichts und der Seminare müssen also un- empirisches Arbeiten Recherchen
muss einerseits so weit gefasst sein, dass sich abhängig voneinander erreicht werden können. Versuch und Experiment 11 – 2: Eigentätigkeit der Schüler, Vor-
daraus ausreichend viele Themen für die individu- Eine zu enge Anlehnung des Rahmenthemas an Werkerstellung lage von Zwischenergebnissen und Bespre-
ellen Seminararbeiten aller Teilnehmerinnen und die Lehrplaninhalte des Fachunterrichts verbietet Referat / Präsentation und Diskussion chungen in der Gruppe, Beratung durch die
Teilnehmer entwickeln lassen; sich daher. Exkursionen und Erkundungen Lehrkraft
andererseits muss es so eng gefasst sein, dass Expertenreferate 12 – 1: Anfang Nov.: Abgabe der Seminar-
individuelles Arbeiten und Arbeiten im Team arbeiten; Nov., Dez., Jan.: Präsentationen

Es bietet sich an, im Stundenplan für alle Zu Beginn erfolgt eine gründliche Einführung in
Beispiele für Rahmenthemen in den verschiedenen Fächern W-Seminare gemeinsame Randstunden vorzuse- das Rahmenthema. Die Schülerinnen und Schü-
hen. So kann gewährleistet werden, dass z. B. Ex- ler erwerben dabei fachliche und methodische
Leitfach Beispiele für Rahmenthemen kursionen, die über die Unterrichtszeit hinausge- Grundkompetenzen und die für eine selbständige
Deutsch „Gute Seiten, schlechte Seiten“ hen, nicht den Fachunterricht beeinträchtigen. Die Erarbeitung ihrer individuellen Seminararbeits-
Kritik und Wertung literarischer Texte tatsächliche Unterrichtszeit kann flexibel den themen nötigen Kenntnisse zum Rahmenthema.
jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden. Bei
Mathematik Magie der Zahlen
der Planung von Veranstaltungen des Seminars Außerdem erfolgt im ersten Ausbildungsabschnitt
Englisch Immigration außerhalb der im Stundenplan vorgesehenen eine Einführung in das wissenschaftliche Arbei-
Unterrichtszeit sollte die zeitliche Gesamtbelas- ten. Die hierfür erforderlichen fachspezifischen
Französisch Les jeunes en France
tung der Schülerinnen und Schüler Berücksichti- und allgemeinen Methodenkompetenzen werden
Latein Die Römer in Bayern gung finden. eingeübt. Nach Möglichkeit erfolgen Exkursionen
Physik Physik in Wald und Flur zu wissenschaftlichen Einrichtungen, z. B. zu einer
Ein grober Zeitplan für den Ablauf eines Universitätsbibliothek. Externe Experten können
Chemie Zu Risiken und Nebenwirkungen …
W-Seminars ist in der folgenden Übersicht dar- in den Unterricht einbezogen werden.
Arzneimittel – Chemie die gesund macht
gestellt:
Biologie Aquatische Ökosysteme im Umfeld der Schule Zum Ende des Ausbildungsabschnitts 11 / 1 wählt
Kath. Religionslehre Erkenntnisse der modernen Gehirnforschung und das jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer in Ab-
christliche Menschenbild sprache mit der Lehrkraft ihr bzw. sein individu-

Ev. Religionslehre Evangelisches Leben in der Region ab 1945

14 15
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

elles Seminararbeitsthema. Der endgültige fährt. Die dabei gezeigten Leistungen können be-
Mai – Juli Zwischenpräsentationen, Kurzreferate, weitere Recherchen und selb-
Titel wird während des Ausbildungsabschnitts wertet werden ( Kapitel 5: Leistungserhebung).
z. B. über die Recherche-Ergebnisse, die ständiges Arbeiten
11 / 2 festgelegt.
grundlegenden Fragestellungen der Arbeiten Erstellen eines Exposés
Eine wesentliche Aufgabe der Lehrkräfte im
und die angewendeten Methoden; Aufzeigen Ausarbeiten der Gliederung;
Nach der Themenvergabe arbeiten die Schüle- W-Seminar ist es, die Schülerinnen und Schüler
von Zusammenhängen zwischen den einzel- Beginn des selbständige Verfas-
rinnen und Schüler eigenständig und legen zu in ihrem Lern- und Arbeitsprozess zu begleiten
nen Arbeiten sens der Seminararbeiten
bestimmten Terminen Zwischenergebnisse vor, und zu beraten. Hierbei spielen auch Einzel-
Abgabe von ausgearbeiteten Gliederungs-
z. B. Arbeitsplan, Gliederungsentwurf, Darstel- gespräche eine wichtige Rolle, in denen etwaige
entwürfen oder eines Exposés im Juni;
lung der Quellenlage, zentrale Hypothesen und individuelle Schwierigkeiten thematisiert und
Bespre­chung und Rückgabe Anfang Juli
Fragestellungen. Diese Zwischenberichte werden Lösungsmöglichkeiten im Dialog entwickelt wer-
in der Seminargruppe erörtert, wodurch das Rah- den. Ein detaillierter Zeitplan weist folgende Ein- 12/1 Sept. – Fortführung der Arbeit am Rahmenthema redaktionelle Abfassung der
menthema eine Erweiterung und Vertiefung er- zelschritte auf: Okt. und der Methodenreflexion Seminararbeiten
Begleitung und Beratung durch die Lehr-
Möglicher Zeitplan für den Ablauf eines W-Seminars kraft; gemeinsame und/oder individuelle
Klärung von Problemfällen (z. B. Zitierweisen,
Halb- Monate Seminarablauf eigenständiges Arbeiten der formelle Gestaltung)
jahre Schülerinnen und Schüler Nov. – in der ersten Woche nach den Herbstferien: Vorbereitung der Abschluss-

11/1 Sept. – einführender Unterricht mit fachlichen wie Vertiefung der fachlichen und Jan. Abgabe der Seminararbeiten präsentationen

Dez. me­tho­dischen Inhalten (Möglichkeit der Ein­ methodischen Grundkompetenzen ggf. Gelegenheit zur Übung der Präsentati-

be­zie­hung externer Referenten und Durchfüh- und der Kenntnisse zum Rah- onen; eine Vorbesprechung mit jeder Schüle-

rung von Exkursionen), insbesondere Erwerb menthema in häuslicher Arbeit rin und jedem Schüler

von Kenntnissen zum Rahmenthema des Einübung der für das wissen- individuelle, mündliche Abschlusspräsenta-

Seminars schaftliche Arbeiten notwendigen tionen mit Aussprache, Einordnen der Ergeb-

Einführung in das wissenschaftliche fachspezifischen und allgemeinen nisse in das Rahmenthema

Arbeiten Methodenkompetenzen
Ein konkretes Beispiel steht im Anhang (M2 und M3). Weitere Beispiele zu den verschiedenen Fächern finden sich unter
November: Vorstellung möglicher Seminar- www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de, zur Konzepterstelllung siehe Kapitel 6.
arbeitsthemen; Entscheidungsprozess bei den
Schülerinnen und Schülern für ein Thema
digitalisierte Medien (CD-ROM, DVD) bereit und
4 Lernort Bibliothek
Jan. – Weiterarbeit am Rahmenthema unter Einbe- Aufstellung individueller Arbeits- kann dadurch auch die Bedürfnisse unterschied-
Feb. ziehung der ersten Zwischenberichte pläne für die Seminararbeiten Dem Lern- und Arbeitsort „Bibliothek“ kann und licher Lerntypen berücksichtigen. Schülerinnen
(Erörterung der Zwischenergebnisse, Einbin- selbständige Recherchen sollte im Rahmen des W-Seminars eine bedeu- und Schülern ohne privaten Internetanschluss
dung in das Rahmenthema, methodische Hin- Dokumentation erster Ergeb- tende Funktion zukommen. Dabei bietet sich die und ohne private Flatrate stehen ggf. hinreichend
weise für die berichtenden Schüler, wenn nö- nisse, z. B. Arbeitspläne, Recher- Zusammenarbeit mit verschiedenen Arten von PC-Stationen zur Verfügung, die den Zugang zum
tig ergänzt durch Einzelgespräche) cheergebnisse, Besprechungspro- Bibliotheken an. Internet ermöglichen.
Formulierung der Themen der individuellen tokolle, Themenfindung
Seminararbeiten durch die Lehrkraft und die Schulbibliotheken Eine moderne Schulbibliothek ermöglicht im Ver-
Teilnehmerinnen und Teilnehmer Idealer Ort zur Förderung wissenschaftspropä- lauf des W-Seminars eine Vielzahl von Arbeits-
11/2 Feb. – Weiterarbeit am Rahmenthema unter Einbe- weitere Recherchen und selb- deutischer Kompetenzen und zur Erstellung einer formen. Entdeckendes, handlungsorientiertes,
April ziehung der ersten Zwischenberichte ständiges Arbeiten Seminararbeit ist eine zeitgemäß ausgestattete fächerübergreifendes, soziales und multimediales
Gruppe: Beratung und Begleitung der Teil- erster Gliederungsentwurf oder Schulbibliothek. Sie erweitert das Lernumfeld der Arbeiten lässt sich hier optimal mit dem wissen-
nehmerinnen und Teilnehmer bei der Erarbei- Themenskizze Schülerinnen und Schüler in der vom Konzept des schaftspropädeutischen Anliegen des W-Semi-
tung ihrer Themen durch die Lehrkraft (z. B. Dokumentation des Arbeitspro- W-Seminars erwünschten Weise und tritt gleich- nars verbinden. Der Lehrkraft bieten sich vielfäl-
Besprechung von Gliederungsentwürfen, Ver- zesses, z. B. Zwischenbericht über wertig neben Klassen-, Gruppen- und Fachraum. tige Gelegenheiten, die Seminargruppe und  /  oder
suchsanordnungen o. a.) die geplante Arbeit, Tagebuch, Eine moderne Schulbibliothek – ausgestattet mit einzelne Seminarmitglieder intensiv und vor Ort
mindestens ein individuelles Beratungsge- Darstellung der Arbeits- und Vor- enzyklopädischer Literatur, Fachlexika und the- zu betreuen – in arbeitstechnischer wie auch in
spräch mit jeder Schülerin und jedem Schüler gehensweise menbezogener Sekundärliteratur – hält neben den inhaltlicher Hinsicht.
traditionellen Printmedien audiovisuelle und

16 17
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

Entsprechende Öffnungszeiten vorausgesetzt, schaftlichen Bibliotheken als Lernorte an. Vieler- 5 Leistungserhebung recht, die Lernenden mit zu häufigen Prüfungssi-
kommt einer modernen Schulbibliothek auch orts werden bereits Workshops zum wissenschaft- tuationen zu konfrontieren. Lernorientierung und
außerhalb der Seminarstunden eine zentrale lichen Arbeiten für Schülerinnen und Schülern an- Die Sicherung des Lernerfolgs der Schülerinnen die Entwicklung einer „Kultur der helfenden Rück-
Rolle im W-Seminar zu. Sie ist Fundort und geboten. Hierbei stehen u. a. folgende Inhalte im und Schüler erfolgt auch durch die Formen der meldung“ stehen im Vordergrund. Es empfiehlt
„Tatort“, Ausgangsbasis und Rückzugsraum Vordergrund: Leistungserhebung und die dabei angelegten Kri- sich, die Zahl der Leistungserhebungen im Ausbil-
für terien. Da es für die Seminare keine Lehrpläne dungsabschnitt 11 / 1 gering zu halten.
affektives und analytisches, Literaturrecherche mit Hilfe von OPAC (Online und nur sehr wenige einheitliche Vorgaben gibt,
eigenständiges und betreutes, Public Access Catalogue, öffentlich zugänglicher kommt den Fachschaften und Schulleitungen Formen und Bewertungskriterien
punktuelles und sequentielles, Katalog einer großen Bibliothek) und ausgewähl- eine große Verantwortung bei der Qualitätssiche- Je nach Vorwissen der Schülerinnen und Schüler
fachbezogenes und fächerübergreifendes, ten Datenbanken rung zu, die sie z. B. durch Beschlüsse für schulin- kann es angebracht sein, in 11 / 1 „herkömmliche“
individuelles und soziales Lernen, professionelle Internet-Recherche terne Regelungen zu den Leistungserhebungen in Formen der Leistungserhebung, wie z. B. Steg-
Kommunizieren und Arbeiten. den Seminaren wahrnehmen können ( Kapitel 8: reifaufgaben, Rechenschaftsablagen und Kurzar-
Unter der Internetadresse www.informations- Qualitätssicherung). beiten, einzusetzen. Dafür stehen die üblichen
Das Internetportal www.schulmediothek.de der kompetenz.de/regionen/bayern/bibliotheksland- Bewertungskriterien zur Verfügung. Für andere
Expertengruppe „Bibliothek und Schule“ im karte/ hat die Arbeitsgemeinschaft Informations- Arten der Leistungserhebung sind in der Tabelle
5.1 Leistungserhebungen in 11/1
Deutschen Bibliotheksverband bietet wertvolle kompetenz des Bibliotheksverbunds Bayern (AGIK auf der nächsten Seite Beispiele angegeben.
und 11/2
Informationen zur pädagogisch-didaktischen Bay) Informationsangebote für die Gymnasien
Nutzung der Schulbibliotheken. Hierbei geht es zusammengestellt. Ein Klick auf die Bayernkarte Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Die hier genannten Formen und Kriterien zur
nicht zuletzt um die Vermittlung von Medien- und zeigt das Informationsangebot der jeweils nächst- den Ausbildungsabschnitten 11 / 1 und 11 / 2 ge- Leistungsbewertung haben sich bewährt; die
Informationskompetenz und damit die Einführung gelegenen wissenschaftlichen Bibliothek und eine hen als Halbjahresleistungen in das Abiturzeugnis Schulen können mit Blick auf die angebotenen
in das moderne wissenschaftspropädeutische Kontaktadresse. Ein entsprechendes Angebot der ein. Die Seminararbeit und die Abschlusspräsen- Rahmenthemen in geeigneten Fällen weitere For-
Arbeiten. öffentlichen Bibliotheken ist in Vorbereitung. Die tation, die während des Ausbildungsabschnitts men der Leistungserhebung entwickeln. Dabei
Seite www.informationskompetenz.de liefert dar- 12 / 1 erbracht werden, werden nicht als Halbjah- gilt stets der Grundsatz, dass nur geprüft werden
Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken über hinaus eine Materialdatenbank zur Litera- resleistung, sondern als eigenständige Leistung kann, was mit den Schülerinnen und Schülern
Ergänzend zur Schulbibliothek und weiterfüh- turrecherche sowie verschiedene Schulungs- und im Abiturzeugnis ausgewiesen. vorbereitet wurde.
rend bieten sich die öffentlichen und wissen- Kursangebote.
Anzahl Hinweis: Es dürfen auch Leistungen bewertet
In den Ausbildungsabschnitten 11 / 1 und 11 / 2 werden, die im Rahmen von Arbeitsaufträgen
erfolgen jeweils mindestens zwei kleine Leis- z. B. in häuslicher Arbeit erbracht werden. § 52
tungsnachweise pro Schülerin und Schüler Satz 2 der GSO bezieht sich nur auf die übliche
(vgl. § 53 (4) GSO und KM-Bek. zu den Semi- Form der Hausaufgaben, die zur Einübung des
naren); in jedem dieser Ausbildungsabschnitte Stoffes gegeben werden.
wird eine Halbjahresleistung (max. 15 Punkte)
gebildet (vgl. § 61 (2) GSO). Die Lehrkraft muss die Leistungen der Schüle-
rinnen und Schüler in geeigneter Form dokumen-
Die Lehrkraft legt vor Beginn des Seminars mit tieren und bewerten. Dies ist z. B. anhand von
Genehmigung der Schulleitung fest ( Kapitel 6: Beobachtungs- und Bewertungsbögen möglich.
Konzepterstellung durch die Lehrkraft), in welcher Beispiele sind im folgenden Kapitel und im
Form und Anzahl Leistungserhebungen durch- Anhang abgedruckt. Weitere fachspezifische
geführt werden, welche Bewertungskriterien zu Beispiele finden sich unter www.gymnasiale-
Grunde gelegt werden und wie die Gewichtung oberstufe-bayern.de.
erfolgt. Dies wird den Teilnehmerinnen und Teil-
nehmern zu Beginn des Seminars erläutert.

Es ist dabei zu beachten, dass die Schülerinnen


und Schüler im Ausbildungsabschnitt 11 / 1 fach-
liche und methodische Grundkompetenzen zum
Teil neu erwerben. Deshalb ist es nicht sachge-

18 19
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

Beispiele für Formen der Leistungserhebung und Bewertungskriterien


Zwischenbericht oder Exposé zur Inhalt – Darstellung – Formalia
Seminararbeit fachliche Auswahl, fachliche Richtigkeit, Vollständigkeit,
Formen der Leistungserhebung in Beispiele für Bewertungskriterien
zentrale Thesen und Fragestellungen Termintreue, Plausibilität, Kriterien für einzelne Bestandteile
Jahrgangsstufe 11 des W-Seminars
der Arbeit, Darstellung der Quellenlage, (Themeneingrenzung, Fragestellungen, methodische Her-
Analyse oder Inhalt (inhaltliche Richtigkeit und Ideenreichtum) – Gliederungsentwurf, methodisches Vor- angehensweise, Eigenleistung, Gliederung)
Interpretation einer Quelle Darstellung – Formalia gehen
Arbeitspläne Inhalt – Darstellung – Formalia Zwischenpräsentationen Erkennbarkeit von Arbeitsfortschritten, Fähigkeit auf Fra-
zur Anfertigung der Seminararbeit Aussagekraft, Realisierbarkeit z. B. unter bestimmten Aspekten gen einzugehen, Formulieren und Vertreten eines eigenen
Experimente Vorbereitung (fachliche Voraussetzungen), Versuchs- (methodisches Vorgehen, Strukturierung Standpunktes, ggf. Einblick in die Forschungslage und
beschreibung, Versuchsdurchführung: Aufbau, richtige der Arbeit, Auswahl der Quellen, erste Umgang mit Schwierigkeiten
Auswahl und Beherrschung der Geräte, klarer Ablauf, Wahl Zwischenergebnisse) siehe Bewertungsbögen bei Abschlusspräsentation
der Messgrößen, Sicherheit, Flexibilität; Aufbereitung der ( Kapitel 5.2 und Anhang)
Messergebnisse, Auswertung, Interpretation der Ergeb-
nisse; siehe auch Bewertungsbogen zu Präsentation mit
Experiment ( Anhang M 10)

Exzerpte Inhalt – Darstellung – Formalia


z. B. zu wissenschaftlichen Aufsätzen Erkennen von Schwerpunkten, Erfassen des logischen Auf-
baus und des Argumentationsziels, sprachliche Richtigkeit

Gliederungsentwurf Inhalt – Darstellung – Formalia


zur Seminararbeit logischer Aufbau, ausreichende Differenzierung, stilistische
Einheitlichkeit, Vollständigkeit, sinnvolle Schwerpunktset-
zungen (ungefähre Seitenangaben), aussagekräftige Über-
schriften, formale Korrektheit, Übersichtlichkeit

Glossar Umfang, fachliche Auswahl, fachliche Richtigkeit


zum Rahmenthema des Seminars,
ggf. als digitales Lexikon

Interview Kommunikationsfähigkeit, Fragestellung, Dokumentation


z. B. mit Experten oder Zeitzeugen

Materialmappe Umfang, Inhalt, Sauberkeit, Strukturierung, sinnvolle Aus-


wahl, Erkennen eigenständigen Arbeitens an der Mappe im
Verlauf des Jahres

Organisations- und Planungsleistungen Zeitplanung, Kommunikationsfähigkeit, Zielerreichung,


z. B. bei der Durchführung von Effizienz, Flexibilität
Exkursionen

Protokolle Inhalt – Darstellung – Formalia


z. B. über eine Seminarsitzung oder fachliche Richtigkeit, Vollständigkeit, Aussagekraft
zu einem wissenschaftlichen Vortrag

Recherche-Ergebnisse Inhalt – Darstellung – Formalia


zum Rahmenthema oder zum Richtigkeit und Genauigkeit, Aussagekraft, Interpretation
Thema der individuellen Seminararbeit der Ergebnisse

Vorbesprechung einer Präsentation Auswahl der Ergebnisse und Methoden der Arbeit, die
präsentiert werden sollen; Zeitplanung für die Präsentation,
Auswahl der Präsentationsmedien

20 21
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

5.2 Abgabe der Seminararbeit und leitungen kommt somit bei der Planung und Darstellung Gewichtung
Abschlusspräsentation in 12/1 Durchführung der Leistungserhebungen im Dieser Bereich wird oft auch mit dem Begriff Eine angemessene Gewichtung könnte z. B. sein:
Seminar insbesondere unter dem Aspekt der „Darbietung“ oder mit „Aufbau /  Struktur“ be- Inhalt : Darstellung : Formalia = 3 : 2 : 1
Durch die intensive Betreuung und differenzierte Qualitätssicherung eine bedeutende Rolle zu. zeichnet. Bei der Bewertung spielen folgende Letztlich bleibt die Entscheidung für eine Gewich-
Bewertung der Seminararbeit sowie der Ab- Geltende Vorgaben – zentrale und lokale – müs- Aspekte eine Rolle: tung aber der einzelnen Lehrkraft vorbehalten.
schlusspräsentation werden bei den Schülerinnen sen den Schülerinnen und Schülern sowie ihren sinnvolle Gliederung (Reihenfolge, Auswahl Dabei ist eine Gesamtwürdigung der Arbeit vor-
und Schüler zentrale Kompetenzen für den Erfolg Eltern rechtzeitig bekannt gegeben werden. und Gewichtung der einzelnen Teile, aussage- zunehmen, die den Verfassern transparent ge-
in Studium und Beruf gefördert und gefordert. kräftige Überschriften) macht und begründet werden muss. An den Gym-
Aus der langen Tradition der Facharbeiten in den Übersichtlichkeit und Anschaulichkeit der nasien sollten dazu von den Fachschaften oder
Betreuung und Bewertung Leistungskursen und den Erfahrungen der Kolle- Darstellung, Form und Aussagekraft der Skizzen, der Lehrerkonferenz einheitliche Festlegungen be-
Eine gute Betreuung der Seminararbeiten stellt ginnen und Kollegen an den Versuchsgymnasien Diagramme, Tabellen, Graphiken, Illustrationen schlossen werden, z. B. eine sog. Sperrklausel für
u. a. sicher, dass die Schülerinnen und Schüler schälen sich für die Bewertung von Seminarar- Klarheit im Ausdruck die Bewertung inhaltlich ungenügender Arbeiten.
mit den einzuhaltenden Vorgaben und mit den Er- beiten letztlich drei Bereiche heraus: Inhalt, Dar- Orthographie, Zeichensetzung, Grammatik
wartungen an Seminararbeiten vertraut gemacht stellung und Formalia. Zwischen diesen drei Be- korrekter Gebrauch der Fachterminologie Das folgende Beispiel für einen Bewertungsbogen
werden. Daher wird in Betreuungsgesprächen zu reichen gibt es Überschneidungen. Wiederum ist ist nicht als zentrale Vorgabe gedacht. Eine Ori-
Seminararbeiten rechtzeitig auf Fehlentwicklun- die notwendige Transparenz nur im jeweiligen Kriterien wie „schlüssige Argumentation“ oder entierung daran macht es aber Schülerinnen und
gen hinzuweisen sein. Die Beratung darf jedoch Seminar durch Absprache zwischen Lehrkraft und „Verknüpfung der Gedankengänge“ können ent- Schülern und den bewertenden Lehrkräften leich-
nicht so weit gehen, dass am Ende die eigenstän- den Seminarmitgliedern zu erreichen. weder hier aufgeführt oder dem Inhalt zugeordnet ter, die individuellen Leistungen zu vergleichen.
dige Leistung des Schülers nicht mehr erkennbar werden. Wichtig ist, dass sie in die Bewertung Die drei großen Kategorien Inhalt – Darstellung –
und bewertbar ist. Diese pädagogische Herausfor- Inhalt einbezogen werden und zu einer entsprechenden Formalia können schulintern noch weiter unter-
derung bestand auch bisher schon bei der Betreu- Ausschlaggebend für die Bewertung einer Semi- Gewichtung führen. gliedert werden ( Anhang M 9).
ung der Facharbeiten. nararbeit ist ihre inhaltliche Qualität.
Formalia
Wie bei den Facharbeiten an vielen Schulen Hier sind v. a. folgende Aspekte relevant: Zur Wissenschaftlichkeit gehört eine genaue und
üblich, könnten vorbildhafte Seminararbeiten Analyse des Themas bzw. Grad der sorgfältige Arbeitsweise, die sich auch in der Be-
gesammelt und den Schülerinnen und Schülern Themenerfassung achtung formaler Aspekte zeigt. Im Studium, aber
zugänglich gemacht werden. Voraussetzung hier- Urteilsfähigkeit auch später im Beruf sind die Einhaltung von
für ist das Einverständnis der Verfasserinnen und methodische Vorgehensweise Formalia und die dafür erforderliche Regelakzep-
Verfasser. schlüssige Beweisführung tanz, Sorgfalt und Korrektheit wichtige Aspekte
Literatur- und Quellenanalyse zur Einschätzung der Arbeitshaltung und der per-
Transparenz von Bewertungskriterien sinnvolle Verwendung geeigneter Literatur sonalen Kompetenzen einer Person.
Es ist nicht nur ein pädagogischer Grundsatz, Begründung des eigenen Standpunkts
sondern auch rechtlich geboten, dass Lehrkräfte Bewertung anderer Standpunkte Folgende formale Aspekte sind bei der Bewertung
von Anfang an festlegen, woran sie später die ggf. selbst gefundene Ergebnisse, eigene einer Seminararbeit insbesondere zu beachten:
Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler messen Beiträge /  Wertungen Inhaltsverzeichnis (einschließlich eines klaren
werden. Vollständigkeit der Darlegungen Strukturierungssystems)
Zitierweise
Einerseits bedürfen Seminararbeiten als Vorstu- Von Schülerinnen und Schülern ist nicht zu erwar- bibliographische Angaben in Fußnoten
fen wissenschaftlichen Arbeitens individueller ten, dass sie neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Literaturverzeichnis
Bewertungskriterien. Andererseits müssen die erarbeiten. In guten und v. a. in sehr guten Semi- ggf. ein Quellenverzeichnis für Abbildungen
Anforderungen an die Teilnehmerinnen und Teil- nararbeiten sollte aber durchaus ein eigenständi- Gestaltung des Titelblatts
nehmer der verschiedenen Seminare in der jewei- ger Umgang mit der für die Arbeit verwendeten Umfang (ca. 10 – 15 Textseiten ohne Graphiken,
ligen Schule und bayernweit möglichst gleichwer- Literatur bzw. mit Versuchsergebnissen zu erken- Anhang u. Ä.)
tig sein. Dazu ist es hilfreich, die Bestimmungen nen sein. vereinbarter Schriftsatz (Schrift, Ränder,
der Schulordnung (vgl. §§ 50 b, 53 (4), 56, 57 GSO Blocksatz u. Ä.)
und der ergänzenden KMBek) durch Beschlüsse Erklärung über das selbständige Verfassen
der Fachschaften bzw. der Lehrerkonferenz zu er- der Arbeit
gänzen. Lehrkräften, Fachschaften und Schul-

22 23
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

Beispiel für einen Bewertungsbogen zur Seminararbeit Welcher Notenschlüssel bei der Umrechnung der Das auf der nächsten Seite abgedruckte Beispiel
erreichten Bewertungseinheiten (BE) in Noten- für einen Bewertungsbogen wurde im Rahmen
punkte verwendet wird, z. B. lineare oder andere des Schulversuchs in einem Mathematikseminar
Verteilung, wird von den Maßstäben abhängen, erprobt, eignet sich prinzipiell – ggf. nach entspre-
die bei der Vergabe der Bewertungseinheiten an- chender Modifikation – aber auch für viele andere
gelegt werden. Fächer. Weitere Beispiele finden sich im Anhang
( Anhang M 10, M 11 und M 12) und unter
Grundsätzlich gilt: Der Einsatz eines solchen www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de.
Bewertungsbogens entbindet die Lehrkraft nicht
von der Verpflichtung, die Leistung einer Schüle- Gesamturteil
rin oder eines Schülers in pädagogischer Verant- Die Noten für den schriftlichen Teil der Seminar-
wortung als Ganzes zu bewerten. So kann es z. B. arbeit und für die Abschlusspräsentation werden
durchaus sachgerecht sein, eine inhaltlich völlig im Verhältnis 3:1 gewichtet (siehe § 61 (7) GSO).
unbrauchbare Leistung mit 0 Punkten zu bewer- Die Lehrkraft setzt die Gesamtnoten (max. 30
ten, auch wenn in den Bereichen „Darstellung“ Punkte) nach Abschluss aller Präsentationen fest.
und „Formalia“ einige Bewertungseinheiten Die dabei erreichte Punktzahl wird nicht als Halb-
erreicht wurden. jahresleistung gewertet, sondern eigenständig im
Abiturzeugnis ausgewiesen (Bestimmungen zu
Abschlusspräsentation Zulassungshürden siehe § 75 GSO).
Nach der Abgabe der Seminararbeiten Anfang
November (vgl. § 56 (1) GSO) stellt jede Schü-
lerin und jeder Schüler die wesentlichen Ergeb-
nisse der Arbeit vor und antwortet auf Fragen.
Die Lehrerkonferenz kann zu Anforderungen und
Dauer der Präsentationen schuleinheitliche Fest-
legungen treffen.

Für die Leistungsbewertung bei Präsentationen


hat sich im Schulversuch der Einsatz von Bewer-
tungsbögen bewährt. Je nach Fach und Aufga-
benstellung können unterschiedliche Beurtei-
lungsbereiche relevant sein, so könnte z. B. in den
Naturwissenschaften ein Vortrag mit Experiment
verlangt werden oder im Fach Kunst eine prak-
tische Arbeit im Mittelpunkt stehen. Zunächst soll-
ten deshalb die einzelnen Beurteilungsbereiche
mit geeigneter Gewichtung festgelegt werden.

Danach werden die einzelnen Beurteilungsbe-


reiche in verschiedene Kriterien unterteilt. Die Be-
wertung der einzelnen Kriterien und ihre Gewich-
tung erfolgt über die Festlegung von Bewertungs-
einheiten (BE). Dabei hat es sich als sinnvoll he-
rausgestellt, nur mit einer relativ kleinen BE-Zahl
je Beobachtungskriterium zu arbeiten, da eine zu
große Differenzierung bei vielen Einzelmerkmalen
kaum möglich ist und zu unnötigen Begründungs-
zwängen und Diskussionen führen kann.

24 25
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

Beispiel für einen Bewertungsbogen zu einer Präsentation 6 Konzepterstellung durch die Arbeitsphasen,
Lehrkraft die jeweils geplanten Leistungserhebungen und
die dafür anzuwendenden Bewertungskriterien
Jede Lehrkraft, die ein W-Seminar anbieten will, hervorgehen.
erstellt ein Konzept, aus dem
der Zeitplan, Ein Beispiel findet sich im Anhang M 3. Beob-
die Tätigkeiten der Lehrkraft und der Schüle- achtungs- und Bewertungsbögen sind ggf. bei-
rinnen und Schüler in den verschiedenen zufügen.

Formular: Beantragung eines W-Seminars

Lehrkraft: ______________________________________ Leitfach: ______________________________________

Rahmenthema: __________________________________________________________________________________

Zielsetzung des Seminars, Begründung des Themas (ggf. Bezug zum Fachprofil):
__________________________

Halb- Monate Tätigkeit der Schülerinnen/Schüler geplante Formen der


jahre und der Lehrkraft Leistungserhebung (ggf.
mit Bewertungskriterien)

11 / 1 Sept.  –
Dez.

Jan.  –
Feb.

11 / 2 März  –
April

Mai  –
Juli

12 / 1 Sept.  –
Nov. Seminararbeit

Dez.  – Präsentation
Feb.

mögliche Themen für die Seminararbeiten (bitte mindestens sechs Themen angeben):
1. __________________________
2. __________________________
3. __________________________
4. __________________________
5. __________________________
6. __________________________

weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:


_________________________________________________________________________________________________

Neben dem Rahmenthema sollten mindestens dass das Rahmenthema eine ausreichende Zahl
sechs Beispiele für Seminararbeitsthemen an- von Einzelthemen ermöglicht.
gegeben werden. Sie müssen erkennen lassen,

26 27
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

Integration von Wettbewerbsbeiträgen Übungsthema innerhalb des Rahmenthemas und Sollte sich im Verlauf des Seminars heraus- Die Oberstufenkoordinatorinnen und -koordina-
Da die Seminare ihre Themen und Organisations- erbringen hierzu die entsprechenden Leistungen stellen, dass das Konzept erheblich verändert toren führen einen Wahlprozess durch, der
form weitgehend frei wählen können, bestehen in den Ausbildungsabschnitten 11 / 1 und 11/ 2. Die werden muss, so ist dies in Absprache mit der sich an dem nachfolgend beschriebenen Ablauf
viele Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler an Ausarbeitung zu einer Seminararbeit kann dann Schulleitung möglich. orientieren kann:
Wettbewerbe heranzuführen. durch den Wettbewerbsbeitrag ersetzt werden.
Phase 1: Angebot von Seminaren durch die Schule
Die Teilnahme an einem Schülerwettbewerb wirkt Entscheidung über das Angebot der Schule
in der Regel sehr motivierend und kann die Team- Die Schulleitung entscheidet (ggf. unter Hinzuzie- Jahrgangsstufe 10 – Oktober bis Februar
bildung in der Gruppe unterstützen. Darüber hin- hung der Fachbetreuungen und der Oberstufen-
Nr. Prozess-Schritt Ausführende(r) benötigt Ergebnis
aus eröffnen Wettbewerbe den Schülerinnen und koordinatorinnen bzw. Oberstufenkoordinatoren),
Schülern die Chance, ihre Arbeit einer Fachjury ob das Konzept den Schülerinnen und Schülern 1 Aufforderung an die Oberstufenkoordina- Merkblatt mit wesent- Interesse der
vorzustellen und dabei mit Jurorinnen und Ju- zur Wahl gestellt werden kann oder ob noch Lehrkräfte, Seminare tor/in, Fachbetreuer / in, lichen Informationen Lehrkräfte wecken
roren von Hochschulen und aus der Arbeitswelt Modifizierungen notwendig sind ( Kapitel 7: anzubieten Schulleiter/in zum W-Seminar
Kontakte zu knüpfen. Wahlprozess und Kapitel 8: Qualitätssicherung). 2 Erarbeitung von Lehrkräfte Formblatt für Angebot
Seminarkonzepten Seminarkonzepte verschiedener
Es eignen sich insbesondere Wettbewerbe, an durch interessierte Seminare
7 Wahlprozess zur Einrichtung
denen einzelne Schülerinnen bzw. Schüler teil- Lehrkräfte
der Seminarkurse
nehmen. Ein mit einer Seminararbeit vergleich-
3 Überprüfen der Fachbetreuer / in, Ober- Seminarkonzepte mit Bewertung der
barer Wettbewerbsbeitrag kann diese ersetzen, Die Wahl der W-Seminare durch die Schülerinnen
Seminarkonzepte stufenkoordinator / in, den erforderlichen Seminarangebote
wenn der Wettbewerb vom Staatsministerium als und Schüler in der Jahrgangsstufe 10 bedarf ei-
Schulleiter / in Angaben
geeignet anerkannt wurde (vgl. § 56 Abs. 3 GSO). ner intensiven inhaltlichen und organisatorischen
Vorbereitung. Sie sollte zum Zeitpunkt der Vorlage 4 Entscheidung über Schulleiter / in Bewertung der Angebot der Schule
Dabei kann auf eine Anbindung an das Rahmen- der Vorläufigen Unterrichtsübersicht im Frühjahr das Angebot von Seminarangebote an W-Seminaren
thema verzichtet werden. Es ist aber darauf zu abgeschlossen sein. Seminaren
achten, dass die Wettbewerbsteilnehmerinnen
und -teilnehmer das Erstellen einer wissenschaft- Die Schülerinnen und Schüler werden anhand
lichen Arbeit erlernen. Eignet sich der Wettbe- von Kurzbeschreibungen nach folgendem Muster Phase 2: Wahl eines Seminars durch die Schülerinnen und Schüler
werbsbeitrag dafür nicht, erhalten sie dazu ein über das Angebot der Schule informiert:
Jahrgangsstufe 10 – Februar
Formular: Kurzbeschreibung zur Information der Schülerinnen und Schüler in Jgst. 10
Nr. Prozess-Schritt Ausführende(r) benötigt Ergebnis

Lehrkraft: ______________________________________ Leitfach: ______________________________________ 5 Bekanntgabe des Oberstufenkoordina- Aushang der Kurz- Information der
Seminarangebots tor / in beschreibungen Schüler/innen
Rahmenthema: __________________________________________________________________________________
6 Beratung der Oberstufenkoordina- Gespräche mit den Entscheidungshilfen
Zielsetzung des Seminars
Schüler / innen tor / in, Fachlehrkräfte, Schüler / innen für die Schüler / innen
_________________________________________________________________________________________________
Schüler / innen
mögliche Themen für die Seminararbeiten:
7 Wahl eines Seminars Oberstufenkoordina- Wahlzettel Anzahl der poten-
1. __________________________
durch die Schüler/ tor / in, Schüler / innen ziellen Seminarteilneh-
2. __________________________
innen (Erst- und Zweit- mer / innen
3. __________________________
wunsch)
ggf. weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:
_________________________________________________________________________________________________ 8 Auswahl der Seminare Oberstufenkoordina- Wahlergebnisse, Seminare der Schule
tor / in, Schulleiter / in Budgetinformationen

28 29
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

Phase 3: Einrichtung der Seminare an der Schule 8 Maßnahmen zur narkonzepte den Schülerinnen und Schülern zur
Qualitätssicherung Wahl gestellt werden
Jahrgangsstufe 10 – März
Die Qualitätssicherung in den W-Seminaren Im Verlauf des Seminars
Nr. Prozess-Schritt Ausführende(r) benötigt Ergebnis
erfolgt unter anderem durch folgende Maß- fortlaufende Betreuung der Schülerinnen und
9 Feststellung über- Oberstufenkoordina- Überlegungen zur Seminare, bei denen nahmen: Schüler durch die Lehrkraft
füllter Seminare tor/in, Schulleiter/in maximalen Schüler- Schüler / innen ab- Leistungserhebungen zu den erworbenen
zahl gewiesen werden Vor Beginn des Seminars Kompetenzen und dem Wissensstand der Schü-
müssen Auswahl geeigneter Lehrkräfte durch die lerinnen und Schüler
10 Auswahl der Schüler/ Oberstufenkoordina- Zweitwünsche, Semi- Ausgleich der Teilneh- Schulleitung Überprüfung der im Konzept und Zeitplan
innen, die nach ihrem tor/in nare, die noch Schü- merzahlen Ausarbeitung eines Seminarkonzepts durch ( Kapitel 6) vorgesehenen Schritte / Meilensteine
Zweitwunsch zugeteilt ler / innen aufnehmen die Lehrkraft ( Kapitel 6) durch die Lehrkraft, die Oberstufenkoordinatorin
werden müssen können - Festlegung eines Rahmenthemas, das eine oder den Oberstufenkoordinator bzw. die Fach-
hinreichende Zahl von individuellen Seminar- betreuung oder die Schulleitung
11 Behandlung von Oberstufenkoordina- Gespräche mit den Zuweisung zu einem
arbeitsthemen ermöglicht und die Erreichung
Problemfällen tor / in, Schüler / innen Schüler / innen Seminar
der genannten Ziele und Kompetenzen Bei Abschluss des Seminars
12 Tauschbörse Oberstufenkoordina- Schüler / innen, die endgültige Einteilung ( Kapitel 1) gewährleistet Befragung der Schülerinnen und Schüler über
tor / in, Schüler / innen zu einem Tausch der Seminare - transparente Darstellung der Arten der Leis- die Durchführung des Seminars
bereit sind tungserhebung sowie der Bewertungskriterien ggf. Überprüfung der Seminararbeiten
( Kapitel 5) Abschlusspräsentationen
Entscheidung der Schulleitung, welche Semi-
Anmerkungen zu den Prozess-Schritten Daher ist die Angabe eines Zweitwunsches
zu 2: Die Seminarkonzepte sollten Themen- sinnvoll.
bereich, erste Ideen für Seminararbeitsthemen,
Arbeitsmethoden und Grundsätzliches zu den zu 8: Die einzelne Schule muss entscheiden,
Leistungserhebungen enthalten ( Kapitel 6). welche Seminare sie unter Berücksichtigung
ihres Schulprofils und ihres Budgets einrichten
zu 3: Eine Überprüfung soll die Einhaltung will.
von Standards sicherstellen.

zu 7: Da das Angebot an Seminaren und die Literaturhinweis:
Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Manuel René Theisen: Wissenschaftliches
einem Seminar beschränkt sind, hat keine Arbeiten, München: Verlag Franz Vahlen,
Schülerin und kein Schüler Anspruch darauf, 13. Auflage 2006
ein bestimmtes Seminar besuchen zu können.

30 31
Das wissenschaftspropädeutische Seminar Das wissenschaftspropädeutische Seminar

Das Wichtigste zum W-Seminar [Propädeutikum]

Ziel: Ausbildungsabschnitt 12/1:


Vermittlung wissenschaftlicher Arbeitsweisen: Anfang November: Abgabe der Seminar-
exemplarische Vertiefung gymnasialer arbeiten
Fach- und Methodenkompetenzen November, Dezember und Januar:
Erstellung einer Seminararbeit Präsentationen
(Umfang: ca. 10 – 15 Textseiten) Korrektur der Arbeiten
Präsentation der Ergebnisse
11/1 – 12/1: Arbeit am Rahmenthema
Rahmenbedingungen und Organisation:
Seminarkurse mit einer Leistungserhebungen (LE):
verantwortlichen Lehrkraft In 11 / 1 und 11 / 2 sind z. B. möglich (Fest-
Leitfach legung durch die Lehrkraft mit Genehmigung
Rahmenthema der Schulleitung):
kein Lehrplan, keine Einbeziehung Stegreifaufgaben in der Inputphase (11 / 1)
in die Abiturprüfung schriftliche Quellenanalysen
Experimente
Durchführung: Gliederungsentwürfe
Jahrgangsstufe 10: Interviews
Konzepterstellung durch Lehrkräfte Referate
(evtl. Vorgaben durch Fachschaften bzw. Präsentationen
Lehrerkonferenz) Exposé (Zwischenberichte), z. B. mit Arbeits-
Überprüfung und Genehmigung der hypothesen, Beschreibung der Quellenlage
Konzepte durch die Schulleitung und des methodischen Vorgehens, Gliederung
Seminarwahl durch die Schülerinnen und ersten Ergebnissen
und Schüler jeweils mind. 2 LE in 11/1 und 11/2
Ausbildungsabschnitt 11/1: nicht zu viele Leistungserhebungen ansetzen
Inhaltlicher und methodischer Input
durch die Lehrkraft Halbjahresleistungen in
Findung der individuellen Seminar- 11 / 1  max. 15 Punkte
arbeitsthemen, erste Recherchen und
Ausbildungsabschnitt 11/2: 11 / 2 max. 15 Punkte
Eigentätigkeit der Schülerinnen und Schüler betreute Seminararbeit
Vorlage von Zwischenergebnissen (Punktezahl x 3)
Besprechung in der Gruppe, Einordnen der + : 2 max. 30 Punkte
individuellen Ergebnisse in das Rahmenthema Abschlusspräsentation
Begleitung und Beratung durch die Lehrkraft (Punktezahl x 1)

32 33
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Das Projekt-Seminar zur Studien- und


Berufsorientierung (P-Seminar)
Überblick Seite
1 Ziel: Berufswahl- und Berufsweltkompetenz 34
Übersicht über Inhalte und Ziele des P-Seminars
Allgemeine Studien- und Berufsorientierung
Projektarbeit
2 Modelle der Durchführung 36
Verteilung der Inhaltsbereiche
Stundenplan und flexible Zeiteinteilung
„Ein-Lehrer-Modell“ und „Mehr-Lehrer-Modell“
3 Allgemeine Studien- und Berufsorientierung 37
3.1 Systematische Orientierung und Unterstützung 37
3.2 Inhalte und Kompetenzen 37
3.3 Vorschlag für eine Unterrichtssequenz 38
Einsatz des BuS-Ordners
Selbsterkundungsprozess
Lerninhalte zur Studien- und Berufswahl
3.4 Leistungserhebungen 39
4 Projektarbeit 39
4.1 Bedeutung der Projektarbeit am Gymnasium 39
Ziele und Definition
4.2 Kriterien und Beispiele für Projektthemen 40
Kriterien
Beispiele für Projekt-Themen
4.3 Kooperation mit externen Projekt-Partnern 41
Partner der P-Seminare: die gesamte Arbeitswelt
Vermittler von Kontakten
Formen der Zusammenarbeit
Netzwerk
4.4 Phasen eines Schulprojekts 45
4.5 Projektmanagement in der Schule 46
Bereiche des Projektmanagements
Anforderungen an die Projektleitung
4.6 Arbeitsgruppen 47
Rollenverteilung
Arbeits- und Ablaufpläne
Zusammenarbeit
Kommunikation
Konstruktives Feedback
Expertenrunden

32 33
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

5 Neue Lehr- und Lernkultur 51


Übersicht über Inhalte und Ziele des P-Seminars
Veränderte Schülerrolle
Veränderte Lehrerrolle
6 Leistungserhebung und Zertifikat 52 Berufswahlkompetenz Berufsweltkompetenz
6.1 Individuelle Bewertung bei Teamarbeit 52
Leistungsbegriff des BayEUG Orientierung über
Projektarbeit
Individualisierung von Teamleistungen Studiengänge und
mit Bezug zur wissen-
6.2 Beispiele und Bewertungskriterien 53 Berufsfelder
schaftlichen und / oder
Formen der Leistungserhebung eigene Stärken und
beruflichen Praxis
Anzahl der Leistungserhebungen Schwächen

Beispiele
6.3 Sozial- und Selbstkompetenz 55
Sozialkompetenz
allgemeine spezielle
Selbstkompetenz
Studien- und Berufsorientierung
Beobachtung und Bewertung
Beispiel für einen Beobachtungsbogen
6.4 Portfolio und Abschlussgespräch 59
6.5 Gesamtpunktzahl und Zertifikat 60
Allgemeine Studien- und Berufsorientierung Studien- und Berufsorientierung und der Projekt-
7 Konzepterstellung durch die Lehrkraft 62
Die Schülerinnen und Schüler sollen Kenntnisse, arbeit vor allem folgende sich überschneidende
Beantragung eines P-Seminars
Einstellungen und Kompetenzen erwerben, Kompetenzen gefördert und gefordert
Integration von Wettbewerbsbeiträgen die sie befähigen, ihre Studien- und Berufswahl werden:
Entscheidung über das Angebot der Schule verantwortlich zu treffen ( Kapitel 3.2 Inhalte und überfachliche Methodenkompetenz, z. B.
8 Wahlprozess zur Einrichtung der Seminarkurse 63 Kompetenzen). Gleichzeitig lernen sie Anforde- Recherchetechniken, Themenerschließung,
Kurzbeschreibung zur Information der Schülerinnen und Schüler rungen der Hochschule und der Berufswelt Arbeitsplanung, Präsentations- und Moderations-
Ablauf des Wahlprozesses kennen. techniken, kritischer Umgang mit Prognosen
Selbstkompetenz, z. B.
9 Maßnahmen zur Qualitätssicherung 66
Projektarbeit Einschätzung eigener Stärken und Schwächen,
Vor Beginn des Seminars
Im Rahmen der Projektarbeit wird die Fähigkeit die Fähigkeit und Bereitschaft zur Erarbeitung von
Im Verlauf des Seminars
der Schülerinnen und Schüler zur zielgerichteten Alternativ-Strategien, Verantwortungs-, Einsatz-
Zum Abschluss des Seminars und systematischen Zusammenarbeit im Team, und Risikobereitschaft, Eigeninitiative, Selbstor-
Kompakt: Das Wichtigste zum P-Seminar 67 aber auch mit externen Partnern entwickelt. ganisation (Zeitmanagement, Zielorientierung,
Sie erwerben Kenntnisse und Kompetenzen des Selbstdisziplin, Zuverlässigkeit u. a.)
Projektmanagements und werden so auf eine in Sozialkompetenz, z. B.
der heutigen Arbeitswelt zentrale Organisations- Kommunikationsfähigkeit und Vermittlungskom-
1 Ziel: Berufswahl- und Im P-Seminar durchlaufen die Schülerinnen und form vorbereitet. Der Kontakt zu externen Part- petenz (schriftliche und mündliche Ausdrucksfä-
Berufsweltkompetenz Schüler einen individuellen Prozess der Studien- nern und die Projektarbeit sind wesentliche higkeit u. a.), Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit,
Das Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsori- und Berufsorientierung ( Kapitel 3) und wer- Elemente der im P-Seminar systematisch ange- Kooperationsfähigkeit
entierung (P-Seminar) hat seinen Schwerpunkt in den dabei von Lehrkräften begleitet. Sie arbeiten legten Studien- und Berufsorientierung. ( Kapitel 6.3 Sozial- und Selbstkompetenz)
der Vermittlung einer umfassenden Handlungs- in einem größeren Projekt mit ( Kapitel 4), das
kompetenz zur Studien- und Berufswahl und zur durch Kontakte mit außerschulischen Partnern Aufbauend auf den notwendigen fachlichen
Bewältigung der Anforderungen in der Berufs- geprägt ist. Kleinere Kursgrößen erlauben eine Fähigkeiten sollen im Rahmen der allgemeinen
welt. Neben der Vermittlung von Sach- und individuelle Begleitung und Förderung. Auf Grund
Methodenkompetenz ist die Förderung der der Erfahrungen im Schulversuch wird eine Grup-
Selbst- und Sozialkompetenz der Schülerinnen pengröße von ca. 18 Schülerinnen und Schülern
und Schüler eine zentrale Zielsetzung. empfohlen.

34 35
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

2 Modelle der Durchführung „Ein-Lehrer-Modell“: Es hat sich bewährt, im Rahmen der Studien- und kräfte, Hinweise auf weiterführende Literatur und
Eine Lehrkraft übernimmt die Betreuung ihres Berufsorientierung gemeinsame Veranstaltungen Internet-Adressen sowie Arbeitsmaterial, das im
Es wird empfohlen, für die allgemeine Studien- Seminarkurses bei der allgemeinen Studien- und für den ganzen Jahrgang zu organisieren, z. B. Schulversuch überwiegend mit sehr gutem Erfolg
und Berufsorientierung insgesamt ca. ein halbes Berufsorientierung und bei der Projektarbeit. Sie Berufsfindungsabende, Besuche von „Ausbil- eingesetzt wurde. Die Inhalte des Ordners stehen
Jahr und für die Projektarbeit insgesamt ca. ein ist während der eineinhalb Jahre für zwei Stun- dungsmessen“ und Universitäten. Die Inhalte der auch auf der Internet-Seite des ISB zur Verfügung
Jahr zu veranschlagen. Es sind aber auch Semi- den Unterrichtspflichtzeit verplant. allgemeinen Studien- und Berufsorientierung, bei (www.isb.bayern.de, Suchbegriff „BuS“ einge-
nare mit einer anderen zeitlichen Verteilung mög- In geeigneten Fällen kann das im Folgenden denen eine individuelle Betreuung notwendig ist, ben). Ein Exemplar dieses Ordners wurde bereits
lich, zumal diese beiden Bereiche auch konzeptio- beschriebene Modell zum Einsatz kommen: sollten aber in jedem Fall in kleineren Gruppen allen bayerischen Gymnasien zugeleitet.
nell miteinander verschränkt sind: Im Rahmen der unterrichtet werden.
Projektarbeit, die u. a. realitätsnahe Einblicke in „Mehr-Lehrer-Modell“: Durch eine systematische Studien- und Berufs-
die Arbeitswelt ermöglicht, werden stets Aspekte Die für das P-Seminar insgesamt zur Verfügung orientierung im P-Seminar sowie eine Orientie-
3 Allgemeine Studien- und
der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung stehenden Budgetstunden werden auf mehrere rung am Stadium des Berufsfindungsprozesses
Berufsorientierung
vertieft. Auch eine methodische Verknüpfung ist Lehrkräfte verteilt, die ihre Unterrichtsanteile fle- des Einzelnen kann ein ausgeprägter Wille zur
denkbar: Ein Bewerbertraining etwa ist dem xibel nach Aufwand abrechnen. So kann z. B. die Eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung der Studien- und Berufsentscheidung noch während
Modul „allgemeine Studien- und Berufsorientie- gesamte allgemeine Studien- und Berufsorientie- Studien- und Berufsorientierung stützt sich bisher der Schulzeit geweckt werden. Dann kann die
rung“ zuzuordnen; die dafür notwendigen sozi- rung für einen Jahrgang von einem darauf spezia- auf externe Angebote, die häufig als Einzelmaß- Auseinandersetzung mit Studienfach- und Berufs-
alen Kompetenzen können aber auch im Rahmen lisierten Lehrerteam angeboten werden. nahmen angelegt sind: Informationsveranstaltun- entscheidungen frühzeitig geführt werden und
von Teamübungen während der Projektarbeit gen der Universitäten und Fachhochschulen über muss nicht unter großem Druck in den letzten
trainiert werden. Im Ausnahmefall können statt Die Schülergruppen können in diesem Modell für Studiengänge, „Hochschulschnuppertage“, Be- Schulwochen erfolgen.
eines Gesamtprojekts auch zwei bis drei Einzel- die Projektarbeit und die allgemeine Studien- und rufsbildungsmessen, Betriebserkundungen, Infor-
projekte parallel oder hintereinander durchgeführt Berufsorientierung unterschiedlich zusammenge- mationsveranstaltungen von Berufsvertretern in Evaluationen im Schulversuch zeigen, dass die
werden. setzt sein. den Schulen, Berufsinformationstage mit Exper- Schülerinnen und Schüler dem P-Seminar einen
ten, Besuche in Berufsinformationszentren der Ar- guten Informationsstand verdanken. Sie verzeich-
Für die Einbeziehung externer Projekt-Partner ist Beispiel für die Verteilung der Budgetstunden beitsagenturen u. a. Die Vielfalt ist kaum mehr nen einen Zugewinn an Sicherheit für ihre per-
eine größtmögliche zeitliche Flexibilität notwen- im „Mehr-Lehrer-Modell“: überschaubar. Zu einer gezielten Auswahl und ef- sönliche Wahlentscheidung. Positiv wird hervor-
dig. Daher dürfen die Inhalte der beiden Teilbe- Hat ein Oberstufenjahrgang z. B. 64 Schülerinnen fizienten Nutzung muss deshalb das Informations- gehoben, beim Berufswahlprozess umfassend
reiche auf alle drei Ausbildungsabschnitte ver- bzw. Schüler, so ist in der Regel die Einrichtung angebot für die Schülerinnen und Schüler struktu- unterstützt worden zu sein.
teilt werden. Auf Grund der frühzeitigen exter- von mindestens vier P-Seminaren mit durch- riert werden.
nen Bewerbungstermine für Ausbildungsplätze ist schnittlich 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
es zweckmäßig, bereits im Ausbildungsabschnitt möglich. D. h. in Jahrgangsstufe 11 stehen acht 3.2 Inhalte und Kompetenzen
3.1 Systematische Orientierung
11 / 1 ein Modul über die Erwartungen der Arbeits- Budgetstunden zur Verfügung, in Jahrgangsstufe
und Unterstützung
welt und Bewerbungstrainings durchzuführen. 12 noch vier. Um ihre Studien- und Berufswahl selbstverant-
Eine Erhebung des ISB ergab, dass nur etwa 8 % wortlich treffen zu können, sollen die Schüle-
Im Stundenplan sollten für alle P-Seminare ge- Jedes Seminar wird von einer Fachlehrkraft über- der Befragten in den Jahrgangsstufen 12 und 13 rinnen und Schüler folgende Kompetenzen und
meinsame Randstunden vorgesehen werden. So nommen, die die Projektarbeit dieses Seminars wissen, „was sie nach dem Abitur machen wer- Einstellungen erwerben:
kann gewährleistet werden, dass z. B. Exkursi- betreut. Die dafür notwendigen Termine und Auf- den“. Zwischen 25 % (in Jgst. 13) und 40 % (in Kenntnisse über den gesellschaftlichen, wirt-
onen, die über die Unterrichtszeit hinausgehen, gaben können innerhalb der drei Ausbildungs- Jgst. 12) haben „noch wenig konkrete Vorstellun- schaftlichen und technischen Wandel und seine
nicht anderen Unterricht tangieren. Bei der Pla- abschnitte flexibel verteilt werden. Jede dieser gen darüber, was ich machen soll“, und wissen Auswirkungen auf die moderne Arbeitswelt:
nung von Veranstaltungen des Seminars außer- vier Lehrkräfte erhält dafür zwei Jahres-Budget- „auch nicht wirklich, wie ich so etwas angehen Globalisierung, Bedeutung von Schlüsselqualifi-
halb der im Stundenplan vorgesehenen Unter- stunden, entweder beide Stunden in Jgst. 11 oder soll.“6 Daher muss im Rahmen des P-Seminars kationen, moderne Anforderungsprofile u. a.
richtszeit sollte die zeitliche Gesamtbelastung der eine in Jgst. 11 und eine in Jgst. 12. der Prozess der Studien- und Berufsorientierung Informationen über Berufsfelder und Berufe:
Schülerinnen und Schüler bedacht werden. unter Einbeziehung wissenschaftlicher Erkennt- erforderliche Kompetenzen, Handlungsfelder,
Alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs nisse individualisiert und systematisiert werden. Arbeitsbedingungen, Verdienstmöglichkeiten,
Jedes P-Seminar ist einem Leitfach zugeordnet werden von einem weiteren Lehrerteam bei der Zugangsvoraussetzungen
und wird von einer verantwortlichen Lehrkraft Studien- und Berufsorientierung während der drei Hierzu eignet sich der BuS-Ordner7, der viele Vor- Kenntnisse über Wege in die Arbeits- und Be-
betreut. Nach den Gegebenheiten des jeweiligen Ausbildungsabschnitte betreut. Dieses Lehrer- schläge für die Unterrichtsgestaltung zur allge- rufswelt: Studiengänge, duale Ausbildungsgänge,
Gymnasiums sind verschiedene Varianten des team teilt die noch übrigen vier Jahres-Budget- meinen Studien- und Berufsorientierung ent- Ausbildungsberufe, Zugangsvoraussetzungen,
Einsatzes der Lehrkräfte möglich: stunden nach Aufwand unter sich auf. hält. Er bietet Hintergrundwissen für die Lehr- Auswahlverfahren (z. B. Hochschuleingangsprü-

6 Vgl. Beruf und Studium – BuS, Berufs- und Studienwahl an Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen in Bayern
[BuS-Ordner]; Hg: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München; Kastner AG, Wolnzach, 2005)
36 7 Vgl. BuS, a. a. O., Kapitel 4 37
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

fungen, Assessment-Center), Abschlüsse Lerninhalte zur Studien- und Berufswahl arbeit ( Kapitel 4 Projektarbeit) vorbereitet und 40 % ihrer Arbeitszeit nicht mehr mit (Routine-)
Fähigkeit zur zielgerichteten Nutzung von Infor- (Schiene 2): die bis dahin erworbenen Kompetenzen genutzt Tätigkeiten innerhalb ihrer Abteilung, sondern in
mationsquellen (z. B. Internet, Bundesagentur für Eine Auswahl ausgearbeiteter Projekte und Un- werden können. abteilungsübergreifenden Projekten. Zum Thema
Arbeit mit ihren Dienststellen) und Diagnose- terrichtseinheiten für diese Schiene findet sich im Projektarbeit und Projektmanagement gibt es
instrumenten (z. B. Selbsterkundungshefte des BuS-Ordner (vgl. Anhang M 6 Vorschlag für eine Hinweise auf das umfangreiche Informations- daher eine kaum noch zu überblickende Literatur.
BuS-Ordners oder anderer Anbieter) Unterrichtssequenz). Jede Lehrkraft gestaltet dar- material der Bundesagentur für Arbeit und ande- Einige Hinweise dazu finden sich im Kapitel 4.5.
Bereitschaft zu lebenslangem Lernen über hinaus ihr P-Seminar entsprechend den Be- rer Anbieter finden sich im Anhang M 7.
Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen dürfnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ziele
Bewusstsein für die Bedeutung der Studien- bzw. entsprechend eigener Schwerpunkte, den Auch in der Schule ist Projektarbeit als Unter-
3.4 Leistungserhebungen
und Berufswahl als eine wesentliche Entschei- Verbindungen zu außerschulischen Partnern, der richtsmethode nicht neu. Die pädagogische For-
dung für das Leben Materiallage usw. Bei der Vergabe von Notenpunkten bieten sich schung sieht die positiven Effekte von Unter-
Bereitschaft, sich für eine Studien-  /  Ausbildungs- z. B. an: richtsprojekten insbesondere in der Persönlich-
richtung zu entscheiden Auf Grundlage des BuS-Ordners kann die Stu- Unterrichtsbeiträge keitsbildung der Schülerinnen und Schüler. Die
dien- und Berufsorientierung von interessier- Referate, Präsentationen (z. B. Vorstellung eines Lerneffekte gehen hier tiefer als im regulären
ten Kolleginnen und Kollegen aller Fachschaften Berufsfeldes / des eigenen Wunschberufs) Unterricht. Projekte fördern die Selbständigkeit
3.3 Vorschlag für eine
durchgeführt werden. Den am Selbsterkundungs- Abschlussbericht zur persönlichen Studien- und Selbstorganisation, sie vermitteln Erfolgs-
Unterrichtssequenz prozess beteiligten Lehrkräften stehen die Be- und Berufswahlentscheidung erlebnisse und Zielorientierung.
Im Anhang wird ein Beispiel für eine Unterrichts- ratungslehrkräfte und die Schulpsychologinnen
sequenz zur allgemeinen Studien- und Berufs- und Schulpsychologen beratend zur Seite, ggf. im Die verschiedenen Formen, ihre Bewertungs- Im Rahmen des P-Seminars haben Projekte eine
orientierung gezeigt ( Anhang M 6). Die empfoh- Rahmen einer schulinternen Lehrerfortbildung. kriterien und ein Vorschlag zur Einbeziehung in weitere Zielsetzung: Schülerinnen und Schüler
lenen Materialien und Vorgehensweisen folgen die Gesamtbewertung sind in Kapitel 6 (Leis- sollen Kompetenzen des Projektmanagements
dem von einem Arbeitskreis aus Beratungslehrern Einzelne Teile des Vorschlags können auch varia- tungserhebungen) dokumentiert. Ein Teil der erwerben und so auf eine in der heutigen Arbeits-
am ISB erarbeiteten BuS-Ordner. bel an einen Projektablauf angepasst werden, der Tätigkeiten und Leistungen der Schülerinnen welt zentrale Organisationsform vorbereitet wer-
sich über alle drei Ausbildungsabschnitte und Schüler, insbesondere im Bereich der über- den. Insbesondere durch die Einbeziehung exter-
Sinnvoll erscheint ein Vorgehen auf zwei zeitlich erstreckt. Wichtig ist dabei, dass die Motivation fachlichen Kompetenzen, wird auch im Zertifikat ner Projekt-Partner kann ein Echtheitscharakter
parallel verlaufenden Schienen: für die Beschäftigung mit diesem Thema früh- beschrieben ( Kapitel 6.5 Gesamtpunktzahl und erzielt werden, der die Projekte in der Schule bis-
zeitig erfolgt und sich der Start des Selbsterkun- Zertifikat). her nicht zwingend bestimmt hat.
Selbsterkundungsprozess (Schiene 1): dungsprozesses sofort anschließt.
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten, je nach Definition
4 Projektarbeit
Stand des eigenen Berufswahlprozesses mit den Abhängig von der Erfahrung der Seminarteilneh- Ein Projekt ist ein Vorhaben, das im Wesentlichen
Heften A, B, C oder D des BuS-Ordners. Diese Ar- merinnen und -teilnehmer kann insbesondere Projekte haben mittlerweile an den bayerischen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer
beit wird in der Regel nicht während der Unter- die Informationsbeschaffung, -aufbereitung und Gymnasien einen festen Stellenwert. Nach dem Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z. B.
richtszeit, sondern zu Hause geleistet. In regelmä- -darstellung bereits projektorientiert unterrich- Lehrplan soll jede Schülerin und jeder Schüler in Zielvorgabe,
ßigen Abständen finden aber „Feedback-Stun- tet werden. Dies hat den Vorteil, dass die Schüle- jeder Jahrgangsstufe an einem fächerübergrei- zeitliche, finanzielle, personelle und andere
den“ zum Selbsterkundungsprozess statt. rinnen und Schüler auf die anschließende Projekt- fenden Vorhaben teilnehmen. Die Arbeit in Pro- Begrenzungen,
jekten in der Oberstufe kann also auf den in der Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben,
Inhalte des Bus-Ordners Unter- und Mittelstufe vermittelten Kompetenzen insbesondere zu Routine-Vorgängen, für die keine
aufbauen. Projekt-Organisation notwendig ist,
Zusammensetzung des Teams und eine
Materialien projektspezifische Organisation.8
4.1 Bedeutung der Projektarbeit
am Gymnasium
theoretische Damit werden Leitlinien für das Projekt im
Selbsterkundung
Grundlagen Bus- In der Arbeitswelt haben sich Projekte als eine P-Seminar vorgegeben, auch wenn sich in Schul-
Ordner
Organisationsform bewährt, mit der zentrale Ziele Projekten nicht immer alle Anforderungen ver-
einer Institution besser erreicht werden können wirklichen lassen und sie sich naturgemäß
Informations- Maßnahmen als mit herkömmlichen Organisationsformen. von Projekten in der Arbeitswelt unterscheiden.
quellen Mittlerweile verbringen Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeiter in der mittleren Führungsebene ca. 30 bis

8 Vgl. DIN 69901, zitiert nach http://www.ifp.uni-stuttgart.de/weiterbildung/gruendertag/ Impressionen2004/


Projektmanagement.pdf, aufgerufen am 12.11.2007
38 39
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

4.2 Kriterien und Beispiele für Projekt-Charakter


Konzeption einer Ausstellung oder Event- bzw. Kul- Kunst, Deutsch, weitere Fächer
Die Problemstellung lässt verschiedene Lösungs-
Projektthemen einer größeren Veranstaltung turmanagement themenabhängig
wege zu, erfordert aber eine zielgerichtete, Pla-
Ein geeignetes Projektthema für das P-Seminar nung mit verbindlichen Terminen für Zwischen- Konzeption und Betrieb eines Schülercafés Gastronomie, Wirtschaft und Recht, weitere
erfüllt die folgenden Kriterien: und Endergebnisse (sog. „Meilensteine“, Kapi- evtl. mit inhaltlichen Angeboten Unternehmens- Fächer themenabhängig
Handlungs- und Produktorientierung tel 4.5 Projektmanagement in der Schule). (z. B. Mathe-Café) führung
Am Ende steht ein gemeinsames Produkt bzw. Erstellung einer themenbezogenen Kommunikations- Kunst, Informatik, weitere
Ergebnis, z. B. Aufführung, Ausstellung, Zeitung, Bei der Suche nach geeigneten Projektthemen Homepage design Fächer themenabhängig
Internetauftritt, Exkursion, Dienstleistung. erweisen sich folgende Schritte als zielführend:
Erstellung eines Manuskripts von Lernhilfen Verlagswesen Deutsch, weitere Fächer
Komplexität und damit Notwendigkeit der Identifikation der anwendungsbezogenen Fach-
für die Unterstufe in Zusammenarbeit mit themenabhängig
Teamarbeit inhalte
einem Verlag
Ein gutes Ergebnis sollte nur durch eine intensive Berücksichtigung besonderer Kompetenzen und
Zusammenarbeit aller Mitglieder des Seminars Interessen einzelner Lehrkräfte Herstellung eines elektronischen Spielzeugs Ingenieurwesen Informatik, Physik
zu erzielen sein. Aufgreifen der Anregungen von externen Analyse einer Wahl Empirische Mathematik, Sozialkunde
Realitätsbezug Partnern Sozialforschung
Die obligatorische Kooperation mit externen
Projekt-Partnern bietet den Schülerinnen und Die nachfolgende Liste möglicher Projektthemen modellhafte Entwicklung eines kunden- Verkehrsplanung Informatik, Geographie
Schülern einen intensiven Einblick in mindestens wurde von Arbeitskreisen am ISB erarbeitet, die orientierten Fahrplans für den öffentlichen
ein Berufsfeld. sich an den Erfahrungen des Schulversuchs orien- Nahverkehr
tieren konnten: Organisation eines Fortbildungskurses Erwachsenen- Sprachen, Informatik, weitere
(mögliche Abnehmer und Partner: Unter- bildung Fächer themenabhängig
Beispiele für Projektthemen nehmen aus der Region, z. B. „Französisch
für Azu­bis“, „Optimierungsrechnung für
Projekt-Thema Berufsfeld mögliches Leitfach Angestellte einer Spedition“)
Erstellung einer Rundfunksendung in Journalismus Deutsch, weitere Fächer „Meine Gemeinde lebt – Artenschutzkartie- Natur- und Umwelt- Biologie
Zusammenarbeit mit einem Sender themenabhängig rung als Grundlage für den Naturschutz“ schutz
Vorbereitung und Durchführung einer Tourismus Geographie, Geschichte, Gepflegt und schön durch Chemie – Chemie, Unter- Chemie, Wirtschaft und Recht
Exkursion mit Führungen für ausländische Fremdsprachen Herstellen und Vermarkten einer eigenen nehmensführung
Gäste in Zusammenarbeit mit einer Produktlinie
Einrichtung der Tourismusförderung
Durchführung eines schulübergreifenden Event- und Sport- Sport
Erstellung eines fremdsprachigen Reise- Verlagswesen Fremdsprache Schulsportwettkampfs management
führers (z. B. für die Gäste des Schüleraus-
tausches) in Zusammenarbeit mit einem Weitere Beispiele finden sich unter www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de

Verlag

Entwicklung eines Konzeptes zur Nutzung Stadtplanung, Geographie, Kunst, Wirtschaft


Externe Projekt-Partner
eines denkmalgeschützten Gebäudes Architektur und Recht 4.3 Kooperation mit externen
Die Absolventinnen und Absolventen eines
Gründung einer Juniorfirma Unternehmens- Wirtschaft und Recht, weitere Projekt-Partnern Gymnasiums üben ihre spätere berufliche
führung, kauf- Fächer themenabhängig Damit die Schülerinnen und Schüler realitätsnahe Tätigkeit nicht nur bei Unternehmen der freien
männische Berufe Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt erhalten, Wirtschaft aus. Daher kommen für externe
Energieplanung für ein Wohnhaus Ingenieurwesen /  Physik, Chemie, Wirtschaft und soll die Projektarbeit zusammen mit einem oder Kontakte nicht nur Unternehmen in Frage, son-
Haustechnik Recht auch mehreren externen Partnern erfolgen. Die dern die gesamte Arbeitswelt:
konkrete Ausgestaltung wird wesentlich von den
Konzeption und Organisation soziale Berufe Religion / Ethik, Biologie,
Gegebenheiten vor Ort abhängen. Bei der Vorbe-
eines Generationentreffs Sozialkunde
reitung von Kooperationsvereinbarungen oder
anderen Vertragsverhältnissen führt die Schullei-
tung eine rechtliche Klärung herbei.

40 41
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Partner der P-Seminare Kirchliche Einrichtungen Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT


In den Schulreferaten der Ordinariate der Diöze- In über 70 bayerischen Regionen gibt es eine
sen steht jeweils ein eigener Ansprechpartner der langjährig bewährte Zusammenarbeit zwischen
kulturelle katholischen Kirche zu Verfügung. Unternehmen und Schulen im Rahmen eines
Unternehmen Einrichtungen Forschungsinstitute Für die Evangelische Kirche sind die Bezirksstel- Arbeitskreises SchuleWirtschaft. Eine Mitar-
len des Diakonischen Werkes Bayern e. V. und alle beit von Vertretern des Gymnasiums in diesem
Hochschulen Freiberufler Kirchenkreisschulbeauftragten Ansprechpartner. Gremium bringt in aller Regel eine Vielzahl von
Die gesamte Arbeitsagenturen Beziehungen mit sich. Eine Übersicht über die re-
Kliniken Arbeitswelt kirchliche Die regionalen Arbeitsagenturen können ihre gionalen Arbeitskreise findet sich unter
Einrichtungen Kontakte zu Unternehmen nutzen und Partner- www.schulewirtschaft-bayern.de.
soziale schaften vermitteln. www.sprungbrett-bayern.de
Einrichtungen Behörden Unternehmens- und Interessenverbände Diese Internetseite des Bildungswerks der Baye-
Vereine und
Vielfach sind Unternehmen in Verbänden organi- rischen Wirtschaft e. V. wurde in Zusammen-
Verbände
siert, z. B. Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft arbeit mit dem ISB erstellt. Sie dient der Herstel-
e. V. oder Verband der Bayerischen Metall- und lung von Kontakten zwischen Schulen und Unter-
Elektroindustrie. Diese Vereinigungen und ihre nehmen im Hinblick auf mögliche Praktika und die
regionalen Vertretungen benennen ggf. geeignete Anbahnung gemeinsamer Projekte.
Weitere Beispiele Vermittler von Kontakten Partner in der Region. Gleichermaßen können
Freiberufler, z. B. Ärztinnen, Architektinnen Um geeignete externe Kontakte aufzubauen, las- Gewerkschaften oder Verbände von Freiberuflern Formen der Zusammenarbeit
Kreis- und Gemeindeverwaltungen sen sich i. d. R. die Verbindungen der folgenden Ansprechpartner sein. In welcher Form und Intensität Gymnasien mit
soziale Einrichtungen, z. B. Krankenhäuser, Institutionen nutzen: Kammern ihren Projekt-Partnern zusammenarbeiten, hängt
Altenheime Die regionale Industrie- und Handelskammer von den individuellen Gegebenheiten und Bedürf-
Behörden, z. B. Arbeitsagenturen, Finanzämter, Elternbeirat sowie die Handwerkskammer können als Kontakt- nissen des Gymnasiums und des Partners ab.
Polizei Elternbeiräte können innerhalb der Elternschaft börse zwischen Betrieben und Schulen fungieren. Im Schulversuch und bei Kooperationen in ande-
kulturelle Einrichtungen, z. B. Volkshochschulen, nach Partnern suchen und Kontakte herstellen, ren Zusammenhängen haben externe Partner
Theater, Kino z. B. für den Aufbau einer Datei mit möglichen u. a. folgende Funktionen übernommen:
Vereine und Verbände, z. B. Branchen- und Partnern zu den verschiedenen Fachgebieten und
Interessensverbände, Sportvereine Berufsfeldern („Branchenbuch des XY-Gymnasi- Beispiel für Funktionen der externen Partner
kirchliche Einrichtungen, z. B. Diözesanverwal- ums“).
tungen, Pfarrgemeinden, Diakonie Förderverein
Jugendring Auch die Mitglieder des Fördervereins der Schule Sponsor
verfügen häufig über vielfältige Kontakte zur Berater, Auftrag-
Vielleicht wird es nicht immer möglich sein, einen Arbeitswelt. Referent nehmer
geeigneten Projekt-Partner in unmittelbarer Nähe „Ehemaligen“-Netzwerk Intensität der
zu finden. In diesem Fall bietet es sich an, ver- Manche Gymnasien pflegen intensive Bezie- Zusammenarbeit
variabel
stärkt moderne Kommunikationsmöglichkeiten hungen zu ihren ehemaligen Schülerinnen und Arbeit- Projekt-
zu nutzen, wie z. B. E-Mail, Kommunikationsplatt- Schülern. Sicher greifen einige davon der Schule geber Partner
formen im Internet, ggf. Videokonferenzen. gerne unter die Arme, stellen sich als externe Auftrag-
Partner zur Verfügung oder vermitteln Kontakte. geber
Beim Aufbau und der Pflege von externen Kontak- Kommunalpolitiker und Einrichtungen der Kom-
ten trägt die Schulleiterin bzw. der Schulleiter die munen
Gesamtverantwortung für die Schule. Die Koordi- Landräte, Bürgermeister, Kreis- und Gemein-
nation der Kontakte ist Aufgabe einer Oberstufen- deräte sowie kommunale Einrichtungen (Wirt-
koordinatorin oder eines Oberstufenkoordinators. schaftsförderverein, Amt für Wirtschaftsförde-
rung) kennen die heimische Wirtschaft und kön-
nen deshalb die Schulen bei der Suche nach Part-
nern unterstützen bzw. sich mit eigenen Einrich-
tungen zur Verfügung stellen.

42 43
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Sponsor Netzwerk nare informiert werden. Dazu steht eine Muster- 4.4 Phasen eines Schulprojekts
Der externe Partner ermöglicht mit seinen Res- Schulen müssen möglichst frühzeitig damit be- Präsentation unter www.gymnasiale-oberstufe-
sourcen die Realisierung von Projekten. Beispiel: ginnen, ein Netzwerk externer Partner aufzu- bayern.de zur Verfügung. Für den Ablauf von Projekten existieren in der
Ein Chemieunternehmen stellt Schülerinnen und bauen. Bereits bei der Festlegung von Projekt- Literatur zahlreiche Phasenmodelle. Für den
Schülern ein Labor zur Verfügung, damit themen sollte klar sein, mit welchen Partnern eine Viele Betriebe und Einrichtungen beschäftigen schulischen Gebrauch scheint das folgende –
diese chemische Analysen für ihr Projekt durch- Zusammenarbeit möglich ist, da diese wertvolle Abiturientinnen und Abiturienten und sind inter- relativ einfache – Ablaufschema geeignet:
führen können. Anregungen liefern können. essiert zu erfahren, wie diese künftig ausgebil-
Berater, Referent det werden. Bei solchen Veranstaltungen können Projektdefinition und -planung
Experten können ihr Know-how in die Schulen Der Einstieg kann über eine Informationsveran- Kommunalpolitiker als Schirmherren fungieren. (ca. 12 Unterrichtsstunden)
tragen. Beispiel: Ein Seminar möchte ein Com- staltung erfolgen, bei der Entscheidungsträger Dabei sollte festgestellt werden, wer grundsätz- Konkretisierung des Projektthemas mit den
puterprogramm entwickeln und benötigt dazu über die neue Oberstufe und die Idee der Semi- lich bereit ist, sich als externer Partner zur Verfü- Schülerinnen und Schülern
spezielle Programmiertechniken. Der externe gung zu stellen. In intensiven Gesprächen muss Erläuterung der Methode „Projektarbeit“
Partner stellt Referentinnen oder Referenten für Gewinnung externer Partner dann geklärt werden, ob und in welcher Form es ggf. fachlicher Input durch die Lehrkraft
Workshops mit Schülerinnen und Schülern. zu einer Zusammenarbeit kommt. Einteilung der Arbeitsgruppen
Arbeitgeber Zieldefinition durch die Arbeitsgruppen
Der externe Partner bietet Praktika an. Beispiel: Identifikation Eine Kooperation wird nur dann von Dauer sein, Klärung der Ressourcen (u. a. Arbeitszeit der
Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen eines möglicher Partner wenn sie auch dem externen Partner Vorteile Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Geld, Partner)
Projekts Freizeitangebote für Senioren entwickeln, bringt. Dieser wird eventuell darauf Wert legen, Planungen (Meilensteine, Termine) für das
können dabei in einem Seniorenheim Einblick in dass sein Engagement öffentlich kommuniziert Gesamtprojekt
die täglichen Abläufe einer solchen Einrichtung und gewürdigt wird. Erfolgreiche Projekte soll-
Einladung
erhalten. ten der Öffentlichkeit präsentiert werden, um die Projektdurchführung
Auftraggeber Chance, weitere Partner zu finden, zu erhöhen. (ca. 36 Unterrichtsstunden)
Der externe Partner vergibt einen Projekt-Auftrag innere Organisation der Arbeitsgruppen
an eine Seminargruppe. Beispiel: Eine Kommune Informationsveranstaltung Zur Pflege der Partnerschaften gehört es, dass am (Zuordnung der Rollen)
plant die Einrichtung eines Generationentreffs; an der Schule: Ende eines gemeinsamen Projekts ein Feedback Arbeits- und Ablaufplanung
ein P-Seminar soll dazu verschiedene Konzepte „Das neue Gymnasium“ erfolgt, das Schwachstellen aufzeigt, aber auch eigenständige Teamarbeitsphase, gesteuert
entwickeln. Denkbar ist auch, dass ein Unterneh- den Nutzen der Zusammenarbeit deutlich macht. über Arbeitspläne, begleitet durch die Lehrkraft
mer die Schülerinnen und Schüler beauftragt, Lö- und externe Partner
sungen für ein betriebliches Problem zu finden. Bei der Suche nach Partnern besteht die Gefahr, regelmäßige Treffen der Arbeitsgruppen
Kontaktdaten sammeln
Als Vermittler solcher Projekte steht die Stiftung dass Gymnasien, vor allem in Ballungsräumen, in Präsentation und Austausch von Zwischen-
TheoPrax zur Verfügung.9 Konkurrenz treten. Derartige Rivalitäten sind nicht ergebnissen im Plenum mit Ist-Soll-Analyse
Projektpartner wünschenswert und schaden der gemeinsamen
Beispiel: Das Seminar und die Untere Natur- Besuch bei potenziellen Zielsetzung. Benachbarte Schulen sollten sich da- Ergebnispräsentation und Auswertung
schutzbehörde führen gemeinsam ein Projekt zum Partnern her darüber verständigen, wer welche Kontakte (ca. 12 Unterrichtsstunden)
Umweltschutz durch. Eine solche Kooperation verfolgt. Der Austausch von erfolgreichen Koope- Ergebnispräsentation vor schulischem
ist auch zwischen Auszubildenden eines Betriebs rationsideen ist für alle Seiten gewinnbringend. und  /  oder externem Publikum
und Schülerinnen und Schülern denkbar. Erstellung, Abgabe und Besprechung der
ggf. Vereinbarungen treffen
Auftragnehmer Weitere wertvolle Hinweise zur Gewinnung von individuellen P-Seminar-Portfolios ( Kapitel 6.4
Ein Seminar arbeitet an einem Projekt, und die Projekt-Partnern aus der Arbeitswelt finden sich Portfolio und Abschlussgespräch)
Schule beauftragt den externen Partner mit der im Leitfaden „Kooperation mit externen Part- Nachbereitung:
Realisierung. Beispiel: Eine Seminargruppe Durchführung nern für das Seminar 2 in der neuen gymnasialen - Prüfung der Zielerreichung durch Schülerinnen
entwickelt ein Konzept zur Neugestaltung des der Projekte Oberstufe in Bayern“10. und Schüler, Lehrkraft, ggf. externe Partner
Schulgartens und -hofes. Unter Mitwirkung der - Analyse der förderlichen und hinderlichen
Schülerinnen und Schüler beauftragt der Sachauf- Faktoren
wandsträger ein entsprechendes Unternehmen.
Feedback,
ggf. Medienecho

9 Vgl. D. Krause, P. Eyerer (Herausgeber): Projektarbeit mit Ernstcharakter, TheoPrax-Stiftung, Karlsruhe, 2004; 10 Vgl. http://www.bildunginbayern.de/deutsch/schule/aktuelle-projekte/lehrer-in-der-wirtschaft.html
wertvolle Hinweise zur Projektarbeit finden sich auch unter www.theo-prax.de (Menüpunkt „download“) bzw. http://www.bildunginbayern.de/bib/upload/downloads/pdf/LidW_Leitfaden_Seminar.pdf
44 45
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

4.5 Projektmanagement in arbeit“ auseinander. Dabei spielt das Projekt- Anforderungen an die Projektleitung 4.6 Arbeitsgruppen
der Schule management11 als Aufgabe der Projektleitung Es ist wünschenswert, dass auch Schülerinnen
eine wichtige Rolle. Projektmanagement ist und Schüler Leitungserfahrungen machen. Hier Zu den ersten Aufgaben der Projektleitung bei der
Zu Beginn der Projektphase des P-Seminars set- die „Gesamtheit von Führungsaufgaben, Tech- ist das pädagogische Fingerspitzengefühl der Aufstellung eines Projektplans gehört die Bildung
zen sich die die Schülerinnen und Schüler mit niken und Mitteln für die Abwicklung eines Lehrkraft gefordert, die einschätzen muss, inwie- von Arbeitsgruppen, die die Teilthemen des Pro-
grundlegenden Aspekten der Methode „Projekt- Projekts“. weit sie, insbesondere bei komplexen Projekten, jekts bearbeiten und eine eigene Projektorganisa-
unterstützend eingreift bzw. die Projektleitung tion bilden.
Bereiche des Projektmanagements selbst übernimmt.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Arbeiten in
Über die genannten planerischen Aufgaben hin- Gruppen ist, dass sich Gruppen intern organisie-
Projektplanung aus sollte die Projektleitung idealerweise ren und Zuständigkeiten klären.
(„Wer macht was mit für ein innovatives Klima sorgen;
wem?“) wissen, wie man mit Spannungen und Kon- Die Rollenverteilung kann z. B. folgendermaßen
flikten umgeht, und über entsprechende Kommu- vorgenommen werden:
Projekt- Berichtswesen:
nikationsfähigkeiten verfügen; Die Leiterinnen bzw. Leiter dieser Gruppen wer-
steuerung Protokolle
Strukturen und Regeln festsetzen, um Unsicher- den durch Wahl bestimmt. Ihre Aufgaben
heiten zu entsprechen im Wesentlichen denen der Projekt-
Projektmanagement vermeiden; leitung (s. o.).
verschiedene Personen zusammenführen, damit Weitere Rollen werden mit den Teammitgliedern
daraus ein funktionsfähiges Team entstehen kann; besetzt, freiwillig oder durch Entscheidung der
Unterstützung der das richtige Verhältnis zwischen Struktur und Gruppe bzw. der Gruppenleitung:
Projektmitglieder Offenheit finden; - eine stellvertretende Gruppenleiterin bzw. ein
Ressourcenplanung den Teammitgliedern mit Offenheit und Ver- stellvertretender Gruppenleiter, die bzw. der
Terminplanung
(„Mit welchen trauen begegnen und diese in kritischen Phasen die Gruppenleitung unterstützt und für den Fort-
(„Bis wann?“)
Mitteln?“) unterstützen; gang der Arbeit bei deren Abwesenheit sorgt
fortlaufend überprüfen, ob die Zielvorgaben - Teammitglieder, die verantwortlich sind für den
erreicht werden. Zeitplan, die Erfüllung der Ablaufpläne und die
Erreichung der Meilensteine
Der Projektplan enthält alle notwendigen Maß- In dieser Aufzählung sind Idealvorstellungen Abhängig von den Aufgaben der Gruppe können
nahmen und die Einteilung der Arbeitsgruppen. Weitere Literaturhinweise: benannt, die auch von professionellen Führungs- noch weitere Rollen besetzt werden.
Daraus wird die genaue Terminplanung abge- Dörthe Krause und Peter Eyerer (Hg.): kräften nicht immer vollständig erfüllt werden.
leitet. Die Ressourcen- und Kostenplanung gibt Projektarbeit mit Ernstcharakter. Ein Hand- Es darf daher nicht erwartet werden, dass Schüle- Somit entsteht z. B. folgendes Organigramm:
darüber Auskunft, wann welche Mittel zur Durch- buch für die Praxis der Aus- und Weiter- rinnen und Schüler diese in vollem Umfang
führung der Arbeitsschritte benötigt werden und bildung in Schule und Hochschule. Karlsruhe: erbringen können.
ob die vorgesehenen Maßnahmen zu den ge- TheoPrax Stiftung 2., völlig neu gestaltete
planten Terminen realisierbar sind. Ergeben sich und überarbeitete Auflage 2004 Projekt-Organigramm
Widersprüche, muss die Projekt- und Terminpla- Mit vielen Praxisbeispielen, Arbeitshilfen
nung angepasst werden. und Checklisten zur erfolgreichen Umsetzung Projektleiter/in und Stellvertreter/in
der Projektarbeit als Lehr- und Lernmethode;
Das Wesentliche zum Projektmanagement in der siehe auch www.theo-prax.de Gruppenleiter/in und Gruppenleiter/in und Gruppenleiter/in und
Schule findet sich anschaulich und auf 30 Seiten Stellvertreter/in Stellvertreter/in Stellvertreter/in
kompakt beschrieben sowie mit nützlichen Bei- Jacques Boy, Christian Dudek, Sabine
spielen und Kopiervorlagen versehen in der von Kuschel: Projektmanagement. Grundlagen,
Terminüberwacher/in Terminüberwacher/in Terminüberwacher/in
der Gruppe 3 des Projekts „Lehrer in der Wirt- Methoden und Techniken, Zusammenhänge.
schaft“ des Bildungswerks der Bayerischen Wirt- Offenbach: Gabal Verlag 11. Auflage 2003
Aufgabe x Aufgabe y Aufgabe z
schaft e. V. erarbeiteten Broschüre Kurze, übersichtliche Einführung mit vielen
Projektmanagement - Schaubildern und Arbeitsblättern
... ... ...
Ein Leitfaden für die Schule.12

11 Vgl. DIN 69901, zitiert nach http://www.ifp.uni-stuttgart.de/weiterbildung/gruendertag/Impressionen2004/Projektmanagement.pdf


12 Vgl. http://www.bildunginbayern.de/bib/upload/downloads/pdf/LidW_Leitfaden_Projektmanagement.pdf
46 bzw. http://www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de
47
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Generell gilt, dass jedes Gruppenmitglied glei- halten fest, wer mit wem zusammenarbeitet; Es besteht die Möglichkeit, den Bereich der Ter- haben. Die Gruppenmitglieder können sich dann
chermaßen für das Gelingen des Projekts ver- planen, bis wann die Aufgabe erledigt sein min-, Aufgaben- und Ressourcenplanung elektro- entscheiden, ob sie in dieser Konstellation weiter-
antwortlich ist. muss, und nisch abzuwickeln. Dies würde der Realität eines arbeiten wollen oder nicht.
stellen am Ende fest, ob und mit welchem Projekts in der Arbeitswelt eher entsprechen.
Ablauf- und Arbeitspläne Ergebnis die Aufgabe erledigt wurde. Kompetenzen in diesem Bereich sollten aber Kommunikation
Ein wesentlicher Methoden-Baustein der Projekt- schrittweise aufgebaut werden: Zunächst lernen Teamarbeit fördert Kreativität, es entstehen
arbeit ist die Arbeit mit Ablauf- und Arbeitsplä- Jede Einzelgruppe formuliert für die verschie- die Schülerinnen und Schüler mit einem Arbeits- laufend neue Ideen. Daher ist es notwendig, dass
nen. Dabei denen Phasen des Projekts ihre Aufgaben und plan wie dem obigen zu arbeiten. Erst im zwei- alle Projektteilnehmer über wichtige Vorgänge
sammeln Schülerinnen und Schüler die zu erle- entwickelt einen Arbeits- und Ablaufplan. Daraus ten Schritt erfolgt eine Überführung in die elek- und verbindliche Festlegungen ständig informiert
digenden Aufgaben; wird deutlich, wie wichtig die zuverlässige Ein- tronische Abwicklung, die mit einer Schulung zur werden, z. B. durch
legen Zuständigkeiten fest; haltung von Terminen und Zusagen für die ge- entsprechenden Software verbunden sein sollte. Besprechungsprotokolle und Berichte,
klären, was für die Erledigung der Aufgaben meinsame Arbeit ist. Geeignet sind hier Programme wie MS-Outlook, Pinnwand,
notwendig ist; Mindmanager oder spezielle Projektmanage- E-Mail,
mentsoftware. Einträge auf einer Kommunikationsplattform
Beispiel für einen Arbeits- und Ablaufplan im Internet, z. B. bei www.digitale-schule-
Neben diesen eher technisch-organisatorischen bayern.de.
Nr. Aufgabe Methode Datum: Datum: verantwortlich Ergebnis Verfahren des Projektmanagements sind die emo-
Soll Ist tionalen Faktoren für den Erfolg eines Projekts Auch die zentralen, für alle verbindlichen Regeln
von hoher Bedeutung. Hier spielt die Zusammen- für das Projekt (Zeitplan, Benotung, Meilensteine,
1 Zielformulierung: Brainstorming; 18.2. 18.2. einzelne Team- Einzelziele der Grup-
setzung der Gruppen eine zentrale Rolle. Besprechungstermine, erwartete Außenkontakte
Formulierung von Abgabe der leiter / innen mit pen stehen fest.
u. a.) müssen schriftlich fixiert und leicht zugäng-
Einzelzielen der Ziele bei der Gruppe
Zusammenarbeit lich abgelegt werden.
Arbeitsgruppen Projektleitung
Bei der Arbeit in einem Team treten in der Regel
2 Budget: Kosten für Frage- 22.2. 21.2. zwei Gruppen- Kosten liegen fest. folgende Phasen auf: Konstruktives Feedback
das Projekt ermitteln bogen mitglieder In der Orientierungsphase müssen sich die Um als Team, aber auch als Person in einer
3 Budget: Erfassung Abfrage Schul- 25.2. 25.2. zwei Gruppen- Budget steht fest und Gruppenmitglieder finden. Gruppe erfolgreich agieren zu können, sind Re-
der zur Verfügung leitung, ggf. mitglieder deckt die Kosten. Danach folgt eine Konfliktphase, in der Grund- geln für die gegenseitige Rückmeldung hilfreich.
stehenden Gelder Förderverein, satzdiskussionen geführt und Standpunkte häufig Die wichtigsten Feedback-Regeln sind:
Sponsoren emotional vertreten werden. Feedback sollte möglichst unmittelbar auf ein
Erst in der Organisationsphase entwickelt sich Verhalten hin erfolgen. So kann die Empfänge-
4 Koordination der Plenums- 3.3. 3.3. Moderation Grob- und Einzelziele
Wir-Gefühl, die interne Arbeitsorganisation wird rin bzw. der Empfänger am besten verstehen, was
Ziele: Terminplan mit besprechung durch Grup- der Gruppen sowie
vereinbart, Zieldefinitionen werden vorgenom- gemeint ist. Doch sollte man Feedback nur in
Meilensteinen über Flipchart penleiter A zentrale Meilensteine
men. einer Situation geben, in der die Informationen
sind formuliert.
In der Leistungsphase sollten die Teammit- ruhig verarbeitet werden können.
5 Umsetzung der Gruppenbe- 10.3. Gruppe Teamleiter mit Arbeitspläne mit glieder gelernt haben, produktiv zusammenzuar- Feedback soll beschreiben, nicht interpretieren.
Einzelziele in den sprechungen A: 10.3. Gruppen den Meilensteinen, beiten und Verantwortung zu übernehmen. Verhaltensweisen werden durch möglichst klare
Gruppen in Arbeits- B: 8.3. Kosten sowie Termi- Fakten benannt (z. B. „Du hast mich jetzt zum
pläne C: 5.3. nen der Einzelgrup- Das Eingreifen der Lehrkraft ist insbesondere vierten Mal unterbrochen“ statt „Du bist mir zu
pen sind formuliert. dann gefordert, wenn deutlich wird, dass die autoritär“).
6 Entwicklung von Gruppenbe- 24.3. 17.3. Teamleiter mit Projektplan der Grup- Konflikte innerhalb der Gruppe die Leistung Feedback ist kein Zwang zur Änderung, sondern
Meilensteinen und sprechungen Gruppen pen und Arbeitsauf- des Gesamtprojekts negativ beeinflussen. – im Falle des „negativen“ Feedbacks – nur eine
Projektplänen in den träge in den Gruppen Um das Konfliktpotenzial zu reduzieren, ist es persönliche Bitte, ein bestimmtes Verhalten zu än-
Gruppen sind formuliert. sinnvoll, wenn Gruppen schon vor dem großen dern. Allein der Empfänger entscheidet, ob er sich
Projekt an einem kleinen Projekt (z. B. zur Studien- ändern möchte oder nicht. 13
7 Austausch über Plenum, Ab- 31.3. 31.3. alle Team- Abgabe Zwischen-
und Berufsorientierung) zusammengearbeitet
Ergebnisse in den gabe Texte mitglieder berichte für Portfolio
Einzelgruppen an Kursleiter

13 Vgl. z. B. http://www.learnline.nrw.de/angebote/umweltgesundheit/medio/unter/lehrer/method/metho_04.htm,
aufgerufen am 05.09.2007
48 49
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Ein negatives Feedback kann die Empfängerin der Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter die- 5 Neue Lehr- und Lernkultur mitgliedern Rückmeldungen über die Qualität ih-
bzw. den Empfänger in eine schwierige Situation nen. Zugleich ist es notwendig, dass die Schüle- rer Beiträge und lernen so, ihr eigenes Arbeitsver-
bringen, die mit dem Gefühl der Unterlegenheit rinnen und Schüler sich über Projektergebnisse Die Organisation des Unterrichts im P-Seminar halten realistisch einzuschätzen.
und der Belehrung verbunden ist. Als Beitrag und Erfahrungen innerhalb des Projekts austau- bewirkt eine Änderung der Lehr- und Lernkul-
zu einer konstruktiven Kommunikation innerhalb schen. tur, die sich auch in veränderten Rollen der Lehr- Im P-Seminar sollen die Schülerinnen und Schü-
des Seminars sollte daher u. a. folgender Tipp be- kräfte, Schülerinnen und Schüler niederschlägt: ler möglichst viel Eigenverantwortung überneh-
achtet werden: Hilfreich zum Informationsaustausch (Ziel: „Je- men. Für einen erfolgreichen Abschluss des Pro-
Verteidigen Sie sich nicht sofort, argumentieren der weiß das Wichtigste von jedem Thema“) sind Veränderte Schülerrolle jekts ist in erster Linie also nicht die Lehrkraft,
Sie nicht. Nehmen Sie sich Zeit, das Feedback sog. Expertenrunden. Voraussetzung hierfür ist, In der Projektarbeit erfolgt das schulische Arbei- sondern sind die Schülerinnen und Schüler selbst
zu „verdauen“. (Besser „Danke, ich denke drü- dass die Gruppen ihre wesentlichen Ergebnisse ten und Lernen in Teams. Dabei steht nicht das verantwortlich. Sie müssen ihre gewohnte Rolle
ber nach“ als „Ja, aber Du hast ja …“ oder „Ich schriftlich auf maximal einer DIN-A4-Seite zusam- systematische Erlernen eines bestimmten Stoffes als „Informationskonsumenten“ verlassen und
konnte ja nicht anders, weil Du …“). mengefassen. im Vordergrund, sondern das Erreichen eines ge- die notwendigen Informationen eigenständig be-
meinsam definierten Ziels. schaffen und auswerten.
Expertenrunden Das folgende Schaubild zeigt am Beispiel von
Für das Gesamtziel des Projekts ist es erforder- vier Teilthemen die Bildung von Expertenrunden Eine komplexe Projektidee lässt sich nur arbeits- Auch in der Phase der allgemeinen Studien- und
lich, dass die Arbeitsgruppen wissen, woran die (Mischgruppen) aus den Mitgliedern verschie- teilig verwirklichen. Einzelne Schritte müssen im- Berufsorientierung kann die Lehrkraft nicht jede
anderen Teams arbeiten und welche Ergebnisse dener Arbeitsgruppen: mer wieder aufeinander abgestimmt werden. So von den Schülerinnen und Schülern eingeholte
dort erzielt werden. Dem können Besprechungen werden soziale Fähigkeiten trainiert und ggf. bei Information überprüfen. Die Lernenden tragen
der Bewertung berücksichtigt ( Kapitel 6 Leis- hier ebenfalls ein hohes Maß an Verantwortung
tungserhebung und Zertifikat). für den eigenen Lernprozess.
Gruppeneinteilung und Expertenrunde
Während der Teamsitzungen erhalten die Teilneh-
Projektthema merinnen und Teilnehmer von den anderen Team-

4 Teilthemen Veränderte Schülerrolle

1 2 3 4
Vom „Informationskonsumenten“
und Einzelkämpfer
pro Thema eine 4er-Gruppe (Experten)
... zum selbständigen Beschaffen der notwendigen Informationen
1A1B 2A2B 3A3B 4A4B
... zum aktiven Mitgestalten
1C1D 2C2D 3C3D 4C4D
... zum Teammitglied
Mischgruppe (aus den Experten): ... zur Übernahme von Verantwortung für das Gesamtergebnis

1A2A 1B2B 1C2C 1D2D


3A4A 3B4B 3C4C 3D4D

Veränderte Lehrerrolle terrichtssequenz und Anhang M 6).


Eine wesentliche Aufgabe der Lehrkräfte im Aufgabe der Lehrkraft hierbei ist es, die Reflexion
P-Seminar ist es, die Schülerinnen und Schü- von Meinungen, Positionen und unbedachten Ent-
ler individuell in ihrem Studien- und Berufswahl- scheidungen auszulösen, die Selbsteinschätzung
prozess zu begleiten ( Kapitel 3 Allgemeine Stu- ggf. vorsichtig zu unterstützen und Hilfestellung
dien- und Berufsorientierung). Die Recherchen anzubieten, wenn der individuelle Erkenntnispro-
über Studiengänge und Berufsbilder, die Entwick- zess ins Stocken gerät.
lung von Kriterien für die Studien- oder Berufsent-
scheidung oder die Erarbeitung persönlicher Le- Bei der Projektarbeit wirkt die Lehrkraft als Fach-
bens- und Zukunftspläne erfolgen weitgehend ei- und Methodenexperte, Impulsgeber, Coach, Mo-
genständig. ( Kapitel 3.3 Vorschlag für eine Un- derator und Mediator. Darüber hinaus ist es ihre

50 51
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Aufgabe, die von den Schülerinnen und Schülern regungen zu geben und die gezeigten Leistungen Im P-Seminar wird in verschiedenen Gruppen denden Bewertungskriterien ( Kapitel 7: Konzept-
gezeigten Kompetenzen zu beobachten, den ein- zu bewerten. an einem oder mehreren Projekten gearbeitet, erstellung durch die Lehrkraft). Diese werden
zelnen Teammitgliedern Rückmeldungen und An- zum Teil auch außerhalb der Schule und ohne den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Beginn
Beobachtung durch die Lehrkraft. Damit die im des Seminars bekannt gegeben.
Veränderte Lehrerrolle Rahmen einer Gruppenpräsentation (gemein-
samer Vortrag, Plakat, Ausstellung, Film ...) er- Bei der Vorbereitung des Projekts muss die Lehr-
brachte Schülerleistung individuell bewertet wer- kraft u. a. klären, welche Kompetenzen gefördert
Begleitung und Beratung bei der Studien- und Berufsorientierung
den kann, müssen Aufzeichnungen über den werden und für die Problemlösungen notwendig
Hinterfragen von unreflektierten Entscheidungen initiieren
Anteil an der Teamleistung vorliegen. Hierfür sind und daher in die Bewertung einbezogen wer-
Fach- und Methodenexperte, Impulsgeber
kommen z. B. in Frage: den sollen. Soweit im Einzelfall erforderlich, kön-
Moderator und Mediator
Aufzeichnungen der Schülerin oder des Schü- nen bestimmte individuelle Leistungserhebungen
Beobachtung und Rückmeldung bzgl. der personalen Kompetenzen
lers (ggf. als fortlaufende Aufzeichnung für ein während des laufenden Seminars festgelegt wer-
Bewertung der Leistungen
Portfolio, Kapitel 6.4) den, z. B. nachdem zugeordnet werden kann, wel-
Aufzeichnungen der Lehrkraft während des che einzelnen Tätigkeiten die Schülerin oder der
Arbeitsprozesses (z. B. mit Hilfe von Beobach- Schüler übernimmt.
tungsbögen)
6 Leistungserhebung und Zertifikat Leistungsbegriff des BayEUG Teilergebnisse, die eindeutig einer Schülerin Anzahl der Leistungserhebungen
Im Sinne des Art. 52 des Bayerischen Gesetzes oder einem Schüler zugeordnet werden können Nach § 53 Abs. 3 Satz 3 GSO gilt: Im Projekt-
Für die im Lauf des P-Seminars von den Schü- über das Erziehungs- und Unterrichtswesen Kontrollfragen während einer Präsentation oder Seminar zur Studien- und Berufsorientierung wer-
lerinnen und Schülern zu erbringenden Leistun- (BayEUG) versteht man unter bewertbaren schrift- danach den insgesamt mindestens zwei kleine Leistungs-
gen werden insgesamt max. 30 Punkte vergeben lichen, mündlichen und praktischen Leistungen nachweise gefordert. Welche Zahl und welche
(„besondere Lernleistung“). Es erfolgt keine Zu- grundsätzlich individuelle Leistungen aus den Formen angemessen sind, hängt von den jewei-
6.2 Beispiele und Bewertungs-
ordnung zu den einzelnen Ausbildungsabschnit- Bereichen Fach-, Sach-, Methoden- sowie Kom- ligen Aufgaben im Projekt ab.
kriterien
ten. Die Gewichtung der Leistungen aus den Be- munikations- und ggf. Kooperationskompetenz.
reichen der allgemeinen Studien- und Berufs- Weitere Sozial- und Selbstkompetenzen dürfen In der Regel sind weder bei der Studien- und Be- Schülerinnen und Schüler werden zu Beginn des
orientierung und der Projektarbeit sollte in einem nicht benotet, sollen aber im Zertifikat gewürdigt rufsorientierung noch im Rahmen der Projekt- Seminars mit Anforderungen konfrontiert, die für
angemessenen Verhältnis stehen. werden ( Kapitel 6.5 Gesamtpunktzahl und Zer- arbeit Stegreifaufgaben oder Kurzarbeiten an- sie teilweise noch ungewohnt sind. Deshalb ist
tifikat). gemessene Prüfungsformen. Stattdessen soll- es nicht sachgerecht, die Lernenden mit häufigen
In jedem Ausbildungsabschnitt führt die Lehrkraft ten kleine Leistungserhebungen gewählt wer- Prüfungssituationen zu konfrontieren. Lernorien-
mit jeder Schülerin und jedem Schüler mindes- Die Leistung eines Schülers ist eine Ausprägung den, in denen v. a. Sach-, Methoden- sowie Kom- tierung und die Entwicklung einer „Kultur der
tens ein Gespräch über die bisherigen Beobach- seiner individuellen Fähigkeiten und Begabungen munikations- und ggf. Kooperationskompetenzen helfenden Rückmeldung“ stehen im Vorder-
tungen und den Stand der Bewertung. und kann nur individuell bewertet und benotet zum Ausdruck kommen ( Kapitel 6.3 Sozial- und grund.
werden. Die Benotung einer ganzen Gruppe mit Selbstkompetenz).
der Folge, dass diese Note dann bei allen Grup- Mögliche Formen der Leistungserhebung und
6.1 Individuelle Bewertung bei
penmitgliedern als Einzelnote gewertet wird, ist Formen der Leistungserhebung Beispiele für Bewertungskriterien sind in der fol-
Teamarbeit daher unzulässig. Das von der Lehrkraft erarbeitete und von der genden Tabelle dargestellt. Im Rahmen von Pro-
Die GSO sieht in § 55 Abs. 3 die Bewertung von Schulleitung genehmigte Seminarkonzept ent- jekten können auch überfachliche Kompetenzen
Projekten vor, macht ansonsten jedoch keine Aus- Auch die KMK legt für die Bewertung einer beson- hält eine Beschreibung der angestrebten Kom- in die Bewertung einfließen, soweit sie dokumen-
sagen zur Benotung der im Rahmen einer Grup- deren Lernleistung fest: Bei Arbeiten, an denen petenzen sowie eine Beschreibung der vorge- tierbar sind und Einfluss auf die Qualität der Bei-
penarbeit erbrachten Schülerleistungen. Eine mehrere Schülerinnen und Schüler beteiligt sehenen Leistungsnachweise und der anzuwen- träge bzw. das Projektergebnis haben.
schulische Leistung ist in pädagogischer Verant- waren, ist die Bewertung der individuellen Schü-
wortung nach der selbständigen und richtigen lerleistung erforderlich. Dies setzt voraus, dass
Anwendung der Kenntnisse, Fähigkeiten und sich die Leistung als Gruppenmitglied individuali-
Fertigkeiten sowie nach Art und Umfang der Dar- sieren und als solche beurteilen lässt.
stellung zu bewerten.

52 53
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Beispiele für Formen der Leistungserhebungen und Bewerungskriterien


Protokolle Inhalt – Darstellung – Formalia
z. B. über eine Seminarsitzung oder zu fachliche Richtigkeit, Vollständigkeit, Aussagekraft
Formen der Leistungserhebung Beispiele für mögliche
einem Experten-Vortrag
im P-Seminar Bewertungskriterien
Recherche-Ergebnisse Inhalt – Darstellung – Formalia
Abschlussbericht Inhalt – Darstellung – Formalia
z. B. als geschriebener Text, als Plakat oder Richtigkeit und Genauigkeit, Aussagekraft, Interpretation
zur individuellen Entscheidungsfindung Beschreibung des Prozessverlaufs und der gemachten
Präsentation im Rahmen der Projektarbeit der Ergebnisse
im Hinblick auf die Studien- oder Berufs- Erfahrungen, Entscheidungsbegründung, Alternative(n);
oder der Studien- und Berufsorientierung
wahl (Umfang begrenzen: schriftlich ca. 3 Plausibilität, Argumentation, Struktur;
Seiten, mdl. max. 10 Minuten) möglich ist z. B. die Bewertung der Dokumentation mit Unterrichtsbeiträge (z. B. in Team- Sach- und Fachkompetenz, z. B.:
vorgegebenen Bestandteilen: sitzungen) und Projektbeiträge fachliche Richtigkeit und Umfang der Beiträge
Finden der eigenen Perspektive (z. B. Experiment, Informationsbeschaffung, Relevanz der Beiträge für das Gruppen- bzw.
Zukunftsaussichten einzelner Studien- und -aufbereitung und -darstellung ) Gesamtergebnis
Ausbildungswege Dokumentation mit Hilfe von Methodenkompetenz, z. B.:
Eingrenzung auf spätere(n) Berufsweg(e) Beobachtungs- und Bewertungsbögen, zielgerichteter Einsatz der Fachmethoden
Notizen über das Jahr hinweg, Rück- korrekte Anwendung der Methoden
Analyse Inhalt (inhaltliche Richtigkeit und Ideenreichtum) –
meldungen aus Gruppendiskussionen, Problemlösungsfähigkeit (z. B. Kreativität,
oder Darstellung – Formalia
Aufzeichnungen der Schüler Einbeziehung von Expertenwissen)
Interpretation einer Quelle
Selbständigkeit der Anwendung
Bewerbungsmappe Inhalt – Darstellung – Formalia damit verknüpfte überfachliche Kompetenzen,
(bestehend aus Anschreiben, Lebenslauf Adressatenbezug, ggf. Kreativität z. B. ( Kapitel 6.3):
und ggf. weiterem Material) Kommunikationsfähigkeit, z. B. schriftliche und
Bewerbertraining Argumentation, Gesprächsführung, Flexibilität mündliche Ausdrucksfähigkeit; Fähigkeit,
z. B. Beteiligung an einem Assessment- adressatenbezogen zu arbeiten
Center in einer fortgeschrittenen Phase Kooperationsfähigkeit
Argumentationsfähigkeit, z. B. in Konflikten
Exzerpte Inhalt – Darstellung – Formalia
Erkennen von Schwerpunkten, Erfassen des
logischen Aufbaus und des Argumentationsziels Sobald die Aufgabenverteilung bei der allgemei- und Bewertungsbögen zu Präsentationen und
Glossar Umfang, fachliche Auswahl und Richtigkeit nen Studien- und Berufsorientierung und beim zu Unterrichtsbeiträgen, weitere Notizen) in ein-
z. B. als digitales Lexikon Projekt im Einzelnen festgelegt ist, erläutert die zelnen Mappen zu sammeln, um die vorgenom-
Lehrkraft, welche Beiträge mit welcher Gewich- menen Bewertungen transparent darstellen zu
Interview Kommunikationsfähigkeit, Fragestellung,
tung in die Gesamtbewertung eingehen. Ist im können.
z. B. mit Experten oder Zeitzeugen Dokumentation
Verlauf des Projekts eine Änderung der Arbeits-
Organisations- und Planungsleistungen Zeitplanung, Zielerreichung; Kommunikations- und pläne notwendig – wie dies bei der Durchführung
6.3 Sozial- und Selbstkompetenz
z. B. bei der Durchführung von Exkursionen Kooperationsfähigkeit, Effizienz, Flexibilität von Projekten durchaus vorkommen kann – muss
der individuelle Bewertungskatalog entsprechend Die Förderung der Sozial- und Selbstkompetenzen
Portfolio Umfang, Inhalt, Sauberkeit, Strukturierung, sinnvolle
angepasst und dies den betroffenen Schülerinnen ist ein besonderes Anliegen der Arbeit im P-Semi-
Auswahl, Erkennen eigenständigen Arbeitens an der
und Schülern mitgeteilt werden. Im Anhang nar. Diese zeigen sich insbesondere bei der Dis-
Mappe im Verlauf des Jahres ( Kapitel 6.4)
( M 13) finden sich zwei Beispiele für individuelle kussion in den Teamsitzungen. Unabhängig von
Präsentation siehe Bewertungsbögen ( W-Seminar, Kapitel 5.2) Bewertungskataloge. der Frage der Einbeziehung in die Bewertung las-
Protokolle und Berichte Inhalt – Darstellung – Formalia sen sich Sozial- und Selbstkompetenzen in
über einzelne Aktionen und Aussagekraft und Adressatenbezug Es empfiehlt sich, die Beobachtungen zu jeder folgender Weise gliedern und beobachten:14
Veranstaltungen, z. B.: ggf. Art der Erledigung von Aufträgen Schülerin und jedem Schüler (z. B. Beobachtungs-
Teilnahme an einem Praktikum
Teilnahme an einem „Probestudium“
Berufsfindungsmesse
Ausstellungen
Informationsveranstaltungen

14 Neben den Ergebnissen des Schulversuchs sind in diesen Abschnitt auch Ideen aus der Broschüre „Beobachtungshilfen
für pädagogische Diagnose und individuelle Förderung“ eingeflossen, die im Frühjahr 2008 im Internet veröffentlicht wird
54 (www. isb.bayern.de, Grundsatzabteilung/Materialien).
55
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Sozialkompetenz Selbstkompetenz

Kompetenzbereich Beispiele für beobachtbares Verhalten Kompetenzbereich Beispiele für beobachtbares Verhalten

Kommunikations- und bringt sich inhaltlich richtig in das Team ein Einsatzbereitschaft setzt sich ein
Kooperationsfähigkeit bringt sich sprachlich angemessen in das Team ein will dazulernen
reagiert auf die Äußerungen der Gruppe bringt eigene Ideen ein
stellt inhaltliche Bezüge her versucht, sein Wissen zu zeigen
Leistungsbereitschaft
hört anderen zu arbeitet konsequent auf gesetzte Ziele hin
gibt auch nonverbale Botschaften sucht neue Aufgaben
versteht nonverbale Botschaften
verliert Gruppenziel nicht aus den Augen Durchhaltevermögen bringt angefangene Aufgaben zu Ende

hält sich an vereinbarte Regeln braucht wenig Pausen

gibt den Teammitgliedern fachliche Impulse gibt bei Schwierigkeiten / Widerständen nicht schnell auf

gibt den Teammitgliedern methodische Impulse Selbständigkeit erkennt von sich aus, welche Aufgaben zu erledigen sind
übernimmt (Teil-) Aufgaben in der Gruppe entwickelt eigene Ideen und Vorschläge
bringt sich aktiv in die Gruppe ein (Können, Ideen usw.) setzt sich selbst Ziele
stimmt sich regelmäßig im Team ab verfolgt ihre / seine Ziele konsequent
reagiert angemessen auf Widerspruch
Gewissenhaftigkeit erledigt Aufgaben termingerecht
versucht verbal zu überzeugen
ist ein / e verlässliche / r Partner / in
ist kompromissbereit
entschuldigt sich rechtzeitig, wenn sie / er eine Vereinbarung
ist in der Lage, seinen Standpunkt zu erklären
nicht einhalten kann
übt konstruktiv Kritik
kontrolliert nach Auftragserledigung kritisch die Ergebnisse
wirkt an der Findung von Lösungen mit
Selbstsicherheit spricht offen vor der Klasse
Durchsetzungsfähigkeit begründet die eigene Meinung sachlich
reagiert sicher auf Zwischenrufe
vertritt in der Gruppe den eigenen Standpunkt verständlich
kann mit Störungen gut umgehen
argumentiert überzeugend
reagiert angemessen auf Meinungsäußerungen anderer Selbstwahrnehmung schätzt die eigene Arbeit und Ergebnisse selbstkritisch ein
schätzt eigene Fähigkeiten realistisch ein
Hilfsbereitschaft gibt Unterstützung
erkennt eigene Fortschritte
bietet von sich aus Hilfe an
Flexibilität kommt mit Terminänderungen gut zurecht
Toleranz geht vorurteilsfrei mit Mitschülern (z. B. aus anderen Nationen
improvisiert
und Kulturen) um
kann neue Vorschläge in ein bestehendes Konzept integrieren
achtet die Meinungen und Standpunkte der anderen
achtet die Leistung und Beiträge anderer

Empathie versetzt sich kognitiv in andere hinein Beobachtung und Bewertung tensweisen zu beobachten und zu dokumentieren.
vollzieht das Handeln des anderen nach Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten Daher sollte zu Beginn des Seminars gemeinsam
geht auf Gefühle anderer ein tragen zur Qualität von Unterrichtsbeiträgen und geklärt werden, welche Kompetenzbereiche und
übt Rücksicht zum Projekterfolg bei und sollen nach Möglichkeit Verhaltensweisen relevant sind und zur Notenbil-
in die Bewertung einbezogen werden. Dagegen dung herangezogen werden. Daraus kann ein Be-
ist die Benotung anderer Sozial- sowie insbeson- obachtungsbogen erstellt werden. Bewährt hat
dere von Selbstkompetenzen nicht zulässig. sich dabei die Auswahl von maximal vier Kom-
So entspricht z. B. die Einsatz- und Leistungs- petenzunterbereichen (z. B. Selbständigkeit) und
bereitschaft eines Schülers nicht dem Leistungs- von jeweils drei bis fünf beobachtbaren Verhal-
begriff des Art. 52 BayEUG ( Kapitel 6.1). Zudem tensweisen:
ist es nicht möglich, alle oben genannten Verhal-

56 57
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Beispiel für die Beobachtung von Unterrichtsbeiträgen im P-Seminar In den einzelnen Teamsitzungen sollte man sich spräche, in denen es zwischen Lehrkraft und
auf höchstens drei Schülerinnen und Schüler kon- Schülerin bzw. Schüler zum Austausch über den
zentrieren. Nur so können im Feld „Beobach- Leistungsstand kommt und mögliche Entwick-
tungen“ möglichst konkrete Eintragungen ge- lungspotenziale aufgezeigt werden. Zudem ergibt
macht werden (z. B. „drückt sich unklar aus, seine sich aus den Bögen eine fundierte Einschätzung
Idee wurde nicht verstanden“, „reagiert auf die für die Beschreibung der gezeigten Kompetenzen
Kritik von Sebastian mit Schimpfwort“, „greift die im Zertifikat ( Kapitel 6.5).
Idee von Julia auf und entwickelt sie weiter“).

6.4 Portfolio und


Die Beobachtungen können auf der Skala in der
Abschlussgespräch
rechten Spalte zusammenfassend eingeschätzt
werden. Die hier gewählte 4er-Skala zwingt zu Von jeder Schülerin und jedem Schüler muss eine
einer eindeutigen Aussage, ob das Verhalten eher schriftliche Dokumentation über die im Rahmen
positiv oder eher negativ eingeschätzt wird. des gesamten P-Seminars geleisteten individu-
ellen Beiträge gefordert werden: ein so genann-
Diese Dokumentationen können zur zusammen- tes „Portfolio“. Darin sammelt jede Seminarteil-
fassenden Bewertung in einer Unterrichtsbei- nehmerin und jeder -teilnehmer ihre bzw. seine
tragsnote herangezogen werden. Darüber hin- Beiträge zur Studien- und Berufsorientierung und
aus dienen sie als Grundlage für Rückmeldege- zum Projekt.

Portfolio

Das Portfolio enthält z. B.


die Bewerbungsmappe der Schülerin bzw. des Schülers,
Bescheinigungen über die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen
oder Beratungsgesprächen,
Recherche-Ergebnisse,
Präsentationen,
Protokolle über Betriebserkundungen,
Skizzen und Versuchsbeschreibungen.

In einem abschließenden Einzel- oder Gruppen- Entwicklungsprozess zu dokumentieren und zu


gespräch stellt die Schülerin oder der Schüler überdenken. Soweit die darin dargestellten Bei-
ihr bzw. sein Portfolio vor, erläutert die Ergeb- träge bereits einmal Gegenstand einer Leistungs-
nisse und antwortet auf Fragen. In diesem Ge- bewertung waren, erfolgt dazu keine weitere Be-
spräch sollten auch die während des P-Seminars wertung. Das Portfolio erfüllt in diesem Fall ledig-
entwickelten Studien- und Berufswahlentschei- lich einen Dokumentationszweck und ist Grund-
dungen im Licht der konkreten Erfahrungen re- lage für die Erstellung des Zertifikats.
flektiert werden.

Das Portfolio und das Abschlussgespräch dienen


in erster Linie dazu, den individuellen Lern- und

58 59
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Sollen das Portfolio (oder einzelne Bestandteile) Am Ende von Teil II werden die im P-Seminar er- Beispiel für ein Zertifikat
und das Abschlussgespräch als eigenständige zielte Note und die Punkte angegeben, die auch
Noten in die Gesamtpunktzahl einfließen, so ist im Abiturzeugnis erscheinen.
dies von der Lehrkraft im Seminarkonzept anzu-
geben ( Kapitel 7: Konzepterstellung). Im Teil III werden Kompetenzen aufgeführt, die
tatsächlich beobachtbar waren. Negative Formu-
Literaturhinweis: lierungen gilt es dabei zu vermeiden.
Ilse Brunner, Thomas Häcker, Felix Winter
(Hg.): Das Handbuch Portfolioarbeit. Eine sprachliche Differenzierung ist anzustreben,
Konzepte, Anregungen, Erfahrungen aus z. B. zwischen „stark ausgeprägter Sozialkompe-
Schule und Lehrerbildung, Seelze-Velber: tenz“, „ausgeprägter Sozialkompetenz“ oder nur
Erhard Friedrich Verlag, 2006 „Sozialkompetenz“; keine Erwähnung bedeutet,
Grundlegende Darstellung zur Portfolio- dass Sozialkompetenz nicht beobachtbar war.
Methode
Grundlage der Einschätzung der Sozial- und
Selbstkompetenz sind Beobachtungsbögen, die
mit den Schülerinnen und Schülern gemein-
sam erarbeitet wurden ( Kapitel 6.3 Sozial- und
6.5 Gesamtpunktzahl und
Selbstkompetenz). Die verbale Differenzierung
Zertifikat entspricht der 4er-Skala aus den Beobachtungs-
Zur Ermittlung der Gesamtpunktzahl im P-Semi- und Bewertungsbögen.
nar wird die durchschnittliche Punktzahl aus allen
gewichteten Leistungserhebungen (in allen drei Die vier Kompetenzdimensionen Fach-, Metho-
Ausbildungsabschnitten) verdoppelt. Das Ergeb- den-, Sozial- und Selbstkompetenz sollen gemäß
nis wird gerundet. Maximal können 30 Punkte er- ihrem Ausprägungsgrad benannt werden, z. B.
reicht werden. „stark ausgeprägte Sozialkompetenz“. Diese kön-
nen darüber hinaus spezifiziert werden, z. B.
Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler „stark ausgeprägte Sozialkompetenz, insbeson-
am Ende des Ausbildungsabschnitts 12  /  1 ein dere Kommunikationsfähigkeit“. Beispiele finden
Zertifikat, in dem Folgendes beschrieben wird: sich im Anhang M 8a und M 8b.

Teil I: Das Zertifikat ist kein Bestandteil des Abiturzeug-


Studiengänge und Berufsfelder, mit denen sich nisses.
die Schülerin bzw. der Schüler intensiv befasst
hat
Teilnahme an Maßnahmen der allgemeinen Literaturhinweis: Amt für Lehrerbildung: Leistung ermitteln,
Studien- und Berufsorientierung Thorsten Bohl: Prüfen und Bewerten im bewerten und rückmelden. Qualitätsinitiative
Offenen Unterricht. Weinheim und Basel: Beltz SINUS – Weiterentwicklung des Unterrichts
Teil II: Verlag, 3. Auflage 2005 in Mathematik und den naturwissenschaftlichen
Benennung des Projekts „Klassiker“ zum Thema Fächern. Materialien zur Schulentwicklung, Band
Tätigkeiten, die sie  /  er im Rahmen der Projektar- 39, Frankfurt am Main, 2005;
beit ausgeübt hat Liane Paradies, Franz Wester, Johannes Bezugsadresse: Amt für Lehrerbildung –
Greving: Leistungsmessung und -bewertung, Publikationsmanagement, Stuttgarter Str.
Teil III: Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor, 2005 18 – 24, 60329 Frankfurt am Main.
Kompetenzen, die sie /  er in besonderer Weise Ein Praxisbuch mit zahlreichen Beobachtungs- Best.-Nr.: 01039
zeigen konnte (in Auswahl) bögen unter besonderer Berücksichtigung Handreichung mit grundlegenden Ausführungen
projektorientierter Unterrichtsformen zum Thema, zahlreichen Materialien und Beispielen

60 61
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

7 Konzepterstellung durch die rinnen und Schüler in den verschiedenen wirkt in der Regel sehr motivierend und unter- zur Wahl gestellt werden kann oder ob Modifizie-
Lehrkraft Arbeitsphasen, stützt die Teambildung. Dabei ist die Teilnahme rungen notwendig sind ( Kapitel 8: Wahlprozess
die jeweils geplanten Leistungserhebungen mit der ganzen Seminargruppe möglich. In das und Kapitel 9: Qualitätssicherung).
Lehrkräfte, die ein P-Seminar oder einen Bereich und Seminarprojekt lassen sich aber auch Wettbe-
des P-Seminars (allgemeine Studien- und Berufs- die dafür anzuwendenden Bewertungskriterien werbsbeiträge (z. B. „Jugend forscht“) einzelner
8 Wahlprozess zur Einrichtung der
orientierung oder Projekt) anbieten wollen, erstel- hervorgehen. Schüler oder kleiner Gruppen integrieren und ggf.
Seminarkurse
len ein Konzept, aus dem Beobachtungs- und Bewertungsbögen sind als eigene Leistungserhebung berücksichtigen.
der Zeitplan, ggf. beizufügen. Beiträge zu einem vom Staatsministerium als Die Wahl der P-Seminare durch die Schülerinnen
die Tätigkeiten der Lehrkraft und der Schüle- geeignet anerkannten Wettbewerb können in die und Schüler der Jahrgangsstufe 10 bedarf einer
Bewertung einbezogen werden (vgl. § 61 Abs. 8 intensiven inhaltlichen und organisatorischen
Formular: Beantragung eines P-Seminars Satz 3 GSO). Vorbereitung. Sie sollte zum Zeitpunkt der Vorlage
der Vorläufigen Unterrichtsübersicht im Frühjahr
Lehrkraft: ______________________________________ Leitfach: ________________________________ Entscheidung über das Angebot der Schule abgeschlossen sein.
Die Schulleitung entscheidet (ggf. unter Hinzuzie-
1. Allgemeine Studien- und Berufsorientierung (11/1) hung der Fachbetreuungen und der Oberstufen- Die Schülerinnen und Schüler werden anhand
2. Projektthema (11 / 2 und 12 / 1) koordinatorinnen bzw. Oberstufenkoordinatoren), von Kurzbeschreibungen nach folgendem Muster
(Die Inhalte der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung müssen nicht ausschließlich in 11 / 1 ob das Konzept den Schülerinnen und Schülern über das Angebot der Schule informiert:
behandelt werden, wenn z. B. erste Arbeiten für das Projekt bereits in 11 / 1 notwendig sind.)

Begründung und Zielsetzung des Projekts (u. a. Beschreibung der speziellen Kompetenzen, die bei
Formular: Kurzbeschreibung zur Information der Schülerinnen und Schüler der Jgst. 10
den Seminarmitgliedern mit diesem Projekt erreicht werden sollen):
_________________________________________________________________________________________________
Lehrkraft: ______________________________________ Leitfach: ______________________________________
Halb- Monate Tätigkeit der Schülerinnen/Schüler geplante Formen der
Projektthema: __________________________________________________________________________________
jahre und der Lehrkraft Leistungserhebung
(ggf. mit Bewertungs- Inhalte und Methoden der allgem. Studien- und Berufsorientierung:
kriterien) und Beobach- - ________________________________________________________________________________________________
tungen für das Zertifikat
Zielsetzung des Projekts, Begründung des Themas (ggf. Bezug zum Fachprofil):
11/1 Sept. – - ________________________________________________________________________________________________
Feb. - ________________________________________________________________________________________________

11/2 März – Zeitplan im Überblick (Aufteilung der allgem. Studien- und Berufsorientierung und der Projektarbeit):
Juli
11/1
12/1 Sept. – 11/2
Jan.
12/1
Externe Partner, die voraussichtlich beteiligt sind:
Folgende außerschulischen Kontakte können / sollen im Verlauf des Seminars geknüpft werden:
_________________________________________________________________________________________________
- ________________________________________________________________________________________________
Weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:
_________________________________________________________________________________________________ Ggf. weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:
_________________________________________________________________________________________________

Die Lehrkraft erläutert den Teilnehmerinnen und ein Beispiel finden sich im Anhang M 1, M 4
Teilnehmern zu Beginn des Seminars die ge- und M 5. Weitere fachspezifische Beispiele stehen Wenn sich die Inhalte der Studien- und Berufs- dien- und Berufsorientierung beliebig zusammen-
planten Formen der Leistungserhebung, die Be- unter www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de. orientierung in den einzelnen P-Seminaren ei- gestellt werden.
wertungskriterien und Beobachtungen. Sollte sich ner Schule nicht wesentlich unterscheiden, wer-
im Verlauf des Seminars herausstellen, dass das Integration von Wettbewerbsbeiträgen den für die Wahlentscheidung das Projektthema Die Oberstufenkoordinatorinnen und -koordina-
Konzept gravierend verändert werden muss, so Im Rahmen eines P-Seminars bieten sich viele und /  oder der Fachbereich maßgebend sein. Beim toren führen einen Wahlprozess durch, der sich
ist dies in Absprache mit der Schulleitung mög- Möglichkeiten, an Schülerwettbewerben teilzu- Mehr-Lehrer-Modell ( Kapitel 2: Modelle der an dem im Folgenden geschilderten Ablauf orien-
lich. Ein Blanko-Formular, Ausfüllhinweise und nehmen (z. B. beim Wettbewerb „JUNIOR“). Dies Durchführung) können die Gruppen für die Stu- tieren kann:

62 63
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

Phase 1: Angebot von P-Seminaren durch die Schule Phase 3: Einrichtung der P-Seminare an der Schule

Jahrgangsstufe 10, Oktober bis Februar Zeit: Jahrgangsstufe 10, März


Nr. Prozess-Schritt Ausführende(r) benötigt Ergebnis
Nr. Prozess-Schritt Ausführende(r) benötigt Ergebnis
9 Feststellung über- Oberstufenkoordina- Überlegungen zur Seminare, bei denen
1 Aufforderung an die Fachbetreuer/innen, Merkblatt mit wesent- Interesse der Lehr- füllter P-Seminare tor/in, Schulleiter/in maximalen Schüler- Schüler/innen ab-
Lehrkräfte, P-Semi- Oberstufenkoordina- lichen Informationen kräfte wecken zahl gewiesen werden
nare anzubieten tor/in, Schulleiter/in zum P-Seminar müssen
2 Erarbeitung von Lehrkräfte Formblatt für Angebot verschie- 10 Auswahl der Schü- Oberstufenkoordina- Zweitwünsche, Semi- Ausgleich der
Seminarkonzepten P-Seminarkonzepte dener Projekte ler / innen, die ihrem tor/in nare, die noch Schü- Teilnehmerzahlen
durch interessierte Zweitwunsch zugeteilt ler / innen aufnehmen
Lehrkräfte werden müssen können
3 Überprüfen der Fachbetreuer/innen, Seminarkonzepte mit Bewertung der Semi- 11 Behandlung von Oberstufenkoordina- Gespräche mit den Zuweisung zu einem
Seminarkonzepte Oberstufenkoordina- den erforderlichen narkonzepte Problemfällen tor, Schüler / innen Schüler / innen P-Seminar
tor/in, Schulleiter/in Angaben
12 Tauschbörse Oberstufenkoordina- Schüler/innen, die zu endgültige Einteilung
4 Entscheidung über Schulleiter/in Bewertung der Angebot verschie- tor / in, Schüler / innen einem Tausch bereit der P-Seminare
das Angebot von Seminarkonzepte dener P-Seminare sind
P-Seminaren

Anmerkungen zu den Prozess-Schritten zu 7: Da das Angebot an Projekten und die Zahl


zu 2: Die Seminarkonzepte sollten Themen- der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem
Phase 2: Wahl eines P-Seminars durch die Schülerinnen und Schüler bereich, Arbeitsmethoden, die angestrebten Projekt beschränkt sind, hat keine Schülerin und
Kompetenzen, Grundsätzliches zu den Leistungs- kein Schüler Anspruch darauf, an einem bestimm-
Jahrgangsstufe 10, Februar erhebungen und Informationen über die Zusam- ten P-Seminar teilnehmen zu können. Daher ist
menarbeit mit den externen Partnern enthalten die Angabe eines Zweitwunsches sinnvoll.
Nr. Prozess-Schritt Ausführende(r) benötigt Ergebnis
( Kapitel 7: Konzepterstellung).
5 Bekanntgabe des Oberstufenkoordina- Aushang Information der
Projektangebots tor / in Schüler/innen zu 3: Eine Überprüfung soll die Einhaltung von
Standards sicherstellen.
6 Beratung der Oberstufenkoordina- Gespräche mit den Entscheidungshilfen
Schüler / innen tor / in, Fachlehrkräfte, Schüler / innen für die Schüler/innen
Schüler/innen

7 Wahl eines Projekts Oberstufenkoordina- Wahlzettel Anzahl der poten-


durch die Schüler/ tor/in, Schüler/innen ziellen Teilnehmer/
innen (Erst- und Zweit- innen an einem
wunsch) Seminar

8 Auswahl der durchzu- Oberstufenkoordina- Wahlergebnisse, einzurichtende


führenden Projekte tor / in, Schulleiter / in Budgetinformationen P-Seminare der Schule

64 65
das projekt-seminar zur Studien- und Berufsorientierung das projekt-seminar zur studien- und berufsorientierung

9 Maßnahmen zur Qualitäts- Überprüfung der erworbenen Kompetenzen Das Wichtigste zum P-Seminar
sicherung und des erworbenen Wissens der Schülerinnen
und Schüler durch entsprechende Leistungserhe- Ziele und Inhalte
Die Qualitätssicherung in den P-Seminaren er- bungen ( Kapitel 6)
folgt in den verschiedenen Phasen unter anderem fortlaufende Betreuung der Schülerinnen und Berufswahlkompetenz Berufsweltkompetenz
durch folgende Maßnahmen: Schüler durch Lehrkräfte

Orientierung über
Vor Beginn des Seminars Zum Abschluss des Seminars Projektarbeit
Studiengänge und
Auswahl engagierter Lehrkräfte mit Kompe- Befragung der Schülerinnen und Schüler mit Bezug zur wissen-
Berufsfelder
tenzen hinsichtlich der Themen Studien- und über die Durchführung des Seminars schaftlichen und / oder
eigene Stärken und
Berufswahl bzw. Berufsweltorientierung und hin- ggf. Abstimmung und gegenseitige beruflichen Praxis
Schwächen
sichtlich des Projektmanagements Evaluation / Beratung des Lehrerteams
Erstellung eines Konzepts durch eine Lehrkraft, Abschlusspräsentation zum Projekt
- das die Erreichung der oben genannten Ziele (als Ausstellung o. Ä.)
( Kapitel 1, Kapitel 3.2 und Kapitel 4.1) ge- Rückmeldung externer Partner
währleistet und in dem schriftliche Dokumentationen (Portfolio) Studien- und Berufsorientierung
- die bei diesem Seminar zu vermittelnden Inhalte jeder Schülerin und jedes Schülers über die im
Rahmenbedingungen und Organisation: Zusammenarbeit mit einem oder mehreren
und Kompetenzen sowie Seminar geleistete Arbeit ( Kapitel 6.4)
ein Leitfach Partnern aus der Arbeitswelt
- die vorgesehenen Leistungserhebungen und Abschlussgespräch zu diesem Portfolio
„Ein-Lehrer-Modell“ oder Förderung sozialer und personaler
Bewertungskriterien beschrieben werden ( Kapitel 6.4)
„Mehr-Lehrer-Modell“ Kompetenzen
Entscheidung der Schulleitung, welche Semi-
zeitliche Einteilung in den Ausbildungs-
narkonzepte den Schülerinnen und Schülern zur
abschnitten 11 / 1, 11 / 2 und 12 / 1 flexibel Leistungserhebungen (LE):
Wahl gestellt werden
kein Lehrplan, keine Einbeziehung in die Während der drei Ausbildungsabschnitte sind
Abiturprüfung z. B. möglich (Festlegung durch die Lehrkraft
Im Verlauf des Seminars
Kooperation mit externen Partnern mit Genehmigung der Schulleitung):
Überprüfung der Einhaltung der im Konzept
Präsentation z. B. eines Studiengangs
vorgesehenen Schritte  / Meilensteine durch die
Durchführung: oder Berufsfeldes
Lehrkraft, die Oberstufenkoordinatorin bzw. den
Jahrgangsstufe 10 Bewerbungsmappe
Oberstufenkoordinator, die Schulleitung, ggf. die
Konzepterstellung durch Lehrkräfte Organisations- und Planungsleistung
Fachbetreuerin bzw. den Fachbetreuer
(evtl. Vorgaben durch die Fachschaften bzw. die Unterrichtsbeiträge (Beobachtungen
Lehrerkonferenz) in Teamsitzungen)
Überprüfung und Genehmigung der Konzepte Projektbeiträge
durch die Schulleitung Portfolio und Abschlussgespräch
Wahl durch die Schülerinnen und Schüler aus
dem Angebot der Schule keine Halbjahresleistungen
insgesamt max. 30 Punkte
Allgemeine Studien- und Berufsorientierung insgesamt mind. 2 LE
Analyse der eigenen Stärken und Schwächen
(Selbst- und Fremdbild) Zertifikat: Bescheinigung über
Recherchen zu den Chancen und Heraus- Teilnahme an Maßnahmen zur Studien-
forderungen verschiedener Studiengänge und Berufsorientierung
und Berufsfelder Aufgaben im Rahmen der Projektarbeit
erzielte Punktzahl und Note
Projektarbeit beobachtete Kompetenzen (in Auswahl)
anwendungsbezogene Projektarbeit im
Team

66 67
anhang Anhang

Anhang

Inhaltsverzeichnis

M 1–  5 Formulare zur Beantragung eines W- oder P-Seminars: 70


M 1 Hinweise zum Ausfüllen der Formulare 70
M 2 Formular zum W-Seminars (blanko) 71
M 3 Formular zum W-Seminars (ausgefüllt) 72
M 4 Formular zum P-Seminar (blanko) 74
M 5 Formular zum P-Seminar (ausgefüllt) 75

M 6 Vorschlag für eine Unterrichtssequenz zur allgemeinen


Studien- und Berufsorientierung 79

M 7 Informationsangebote der Bundesagentur für Arbeit u. a.


zur Studien- und Berufsorientierung 81

M 8a/b Ausgefüllte Zertifikate zum P-Seminar 83

M9 Bewertungsbogen zur Seminararbeit mit Teilkriterien 85

M 10 Bewertungsbogen zu einer Präsentation mit Experiment 86

M 11 Bewertungsbogen zu einer Präsentation in einer modernen


Fremdsprache 87

M 12 Beobachtungs- und Bewertungsbogen zu einer Präsentation 88

M 13 Beispiel „Tatfunk“: Leistungserhebungen im P-Seminar 90

M 14 Gymnasien und Seminare im Schulversuch 92


„Seminare in der Oberstufe“
im Schuljahr 2005 / 2006 (Entwicklungsphase)
im Schuljahr 2006 / 2007 (Erprobungsphase)

Die folgenden Zertifikate, Formulare, Beobachtungs- und Bewertungsbögen stehen


unter www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de als Textdateien zur Verfügung und kön-
nen damit als Vorlagen verwendet werden.

68 69
anhang Anhang

Formulare zur Beantragung eines W- oder P-Seminars M2 Formular zum W-Seminar [blanko]

Lehrkraft: ______________________________________ Leitfach: ______________________________________


M1 Hinweise zum Ausfüllen der Formulare
Rahmenthema: __________________________________________________________________________________

Eine Untergliederung der folgenden Formulare zur Beantragung eines W- oder P-Seminars bei der Schul- Zielsetzung des Seminars, Begründung des Themas (ggf. Bezug zum Fachprofil):
leitung (M 2 – 5) nach den verschiedenen Ausbildungsabschnitten (Spalte 1) ist verpflichtend.

Halb- Monate Tätigkeit der Schülerinnen/Schüler geplante Formen der


Eine weitere Untergliederung nach Monaten (Spalte 2) wird in vielen Fällen sinnvoll, aber nicht in allen
jahre und der Lehrkraft Leistungserhebung (ggf.
Fällen notwendig sein.
mit Bewertungskriterien)

Qualitätssicherung erfolgt auch durch die Formen der Leistungserhebung und die dabei angelegten 11/1 Sept.  –
Kriterien. Dazu sind in der letzten Spalte des Formulars folgende Angaben zu machen: Dez.
die geplanten Formen der Leistungserhebungen, z. B.: mündliche Abfrage, Recherche-Protokoll, Mit- Jan.  –
schrift zum Beratungsgespräch, Zwischenbericht oder Exposé zur Seminararbeit, Referat, Vorbespre- Feb.
chung der Präsentation ( W-Seminar, Kapitel 4; P-Seminar, Kapitel 6)
die für jede Schülerin und jeden Schüler verpflichtende Zahl der Leistungserhebungen 11 / 2 März  –
April
Die Angabe von Bewertungskriterien zu den einzelnen Leistungserhebungen ist insbesondere dann sinn-
voll und notwendig, wenn es sich um wenig vertraute Formen der Leistungserhebung handelt (z. B. Bera- Mai  –

tungsgespräch, Zwischenbericht oder Exposé zur Seminararbeit, Vorbesprechung einer Präsentation, Juli

Organisationsleistung). Für die im jeweiligen Seminar häufig verwendeten Formen können ggf. die ent- 12 / 1 Sept.  – Seminararbeit
sprechenden Beobachtungs- und Bewertungsbögen mit abgegeben werden. Nov.
Weitere Beispiele finden sich bei www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de.
Dez.  – Präsentation
Jan.
Das Konzept zum W-Seminar sollte max. 2 Seiten umfassen, das Konzept zum P-Seminar max. 3 Seiten.
Mögliche Themen für die Seminararbeiten (bitte mindestens sechs Themen angeben):

1. _____________________________________________ 2. _____________________________________________

3. _____________________________________________ 4. _____________________________________________

5. _____________________________________________ 6. _____________________________________________

Weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

___________________________________________________________________________________________________
Datum und Unterschrift der Lehrkraft

___________________________________________________________________________________________________
Datum und Unterschrift der Schulleiterin / des Schulleiters

70 71
anhang Anhang

M3 Formular zum W-Seminar [ausgefüllt] Mögliche Themen für die Seminararbeiten (bitte mindestens sechs Themen angeben):
1. Das Haus des Trimalchio
Lehrkraft: OStR Mustermann Leitfach: Latein
2. Wasserversorgung in Rom
Rahmenthema: Wohnen und Städtebau im Rom der frühen Kaiserzeit 3. Stadtplanung im antiken Rom und in der Neuzeit
Zielsetzung des Seminars, Begründung des Themas (ggf. Bezug zum Fachprofil): 4.Theaterbauten in Rom
Wurzeln unserer Kultur in der Antike 5. Amphitheater – Propaganda und Selbstdarstellung
wissenschaftspropädeutisches Arbeiten in verschiedenen Wissenschaftsgebieten 6. Von der Basilika zur christlichen Kirche
(Philologie, Archäologie, Geschichte, Kunstgeschichte) möglich Weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:
Die Breite des Faches Latein wird an diesem Thema deutlich.

Halb- Monate Tätigkeit der Schülerinnen/Schüler geplante Formen der


jahre und der Lehrkraft Leistungserhebung (ggf.
mit Bewertungskriterien) ___________________________________________________________________________________________________
Datum und Unterschrift der Lehrkraft
11/1 Sept.  – einführender Unterricht: Methoden der Archäologie, eine Kurzarbeit
Dez. Sensationsfunde, jüngste Ergebnisse, Überblick über - mündliche Abfragen
___________________________________________________________________________________________________
verschiedene archäologische Institute, Methoden ein Rechercheproto-
Datum und Unterschrift der Schulleiterin  / des Schulleiters
wissenschaftlichen Arbeitens koll pro Schüler (mindes-
Expertenvortrag durch einen Luftbildarchäologen tens vier Quellen mit ei-
ner Auswertung bzgl. der
Jan.  – Entwicklung der individuellen Seminararbeitsthemen
Eignung der Quellen für
Feb. aus dem Rahmenthema
die Arbeit)
erste eigenständige Quellenrecherche
Jede / r Schüler / in entscheidet sich für ein Thema.

11/2 März  – weitere Recherchen durch die Schüler / innen mit dem Jede / r Schüler / in erstellt
April Ziel, ein Exposé über die geplante Arbeit zu erstellen ein Exposé zu ihrer / seiner
Beratungen in der Gruppe auch zum Rahmenthema Arbeit mit folgenden
mind. 1 individuelles Beratungsgespräch pro Schüler / in Inhalten:
vor den Osterferien: Abgabe der Exposés grundlegende Frage-
stellungen und Hypothe-
Mai  – Kurzreferate über die Recherche-Ergebnisse und die
sen
Juni grundlegenden Fragestellungen der Arbeiten
Zielsetzung der Arbeit
Aufzeigen von Zusammenhängen zwischen den einzel-
Darstellung der Quel-
nen Arbeiten
lenlage
Juni  – selbständige Arbeit der Schüler / innen Zeitplan für die Erstel-
Juli Abgabe von Gliederungsentwürfen Mitte Juli lung der Arbeit
Besprechung und Rückgabe vor den Sommerferien
regelmäßige Treffen in der Gruppe Referat von jeder / m
Schüler / in
Gliederungsentwürfe

Sept.  – Schreiben der Arbeiten Seminararbeit


Nov. regelmäßige Besprechungen mit einzelnen Schülern / 
12 / 1 -innen und in der Gruppe

Dez.  – Abschlusspräsentationen Vorbesprechung und


Jan. Gelegenheit zur Übung Präsentation
Vorbesprechung mit jeder / m Schüler / in

72 73
anhang Anhang

M4 Formular zum P-Seminar [blanko] M5 Formular zum P-Seminar [ausgefüllt]

Lehrkraft: ______________________________________ Leitfach: ______________________________________ Lehrkraft: OStRin Musterfrau Leitfach: Kunst


1. Allgemeine Studien- und Berufsorientierung
1. Allgemeine Studien- und Berufsorientierung
2. Projektthema: Untersuchung eines denkmalgeschützten Gebäudes
2. Projektthema: _________________________________________________________________________________ und Erarbeitung eines Nutzungskonzepts
(Die Inhalte der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung müssen nicht ausschließlich in 11/1 behandelt werden, wenn z. B. erste
Arbeiten für das Projekt bereits in 11/1 notwendig sind.)
Begründung und Zielsetzung des Projekts (u. a. Beschreibung besonderer Kompetenzen, die bei den
Seminarmitgliedern erreicht werden sollen):
Begründung und Zielsetzung des Projekts (u. a. Beschreibung besonderer Kompetenzen, die bei den
Architektur / Städtebau ist ein zentrales Lernfeld des Kunstunterrichts. Das Fachprofil weist darüber hin-
Seminarmitgliedern erreicht werden sollen):
aus darauf hin, dass „die Begegnung mit Originalen an außerschulischen Lernorten wie Denkmalen
besonders entscheidend“ ist. Die Auseinandersetzung mit einem Denkmal im Sinne einer Fallstudie
Halb- Monate Tätigkeit der Schülerinnen/Schüler geplante Formen der macht die Komplexität zwischen historischem Erbe und städtebaulicher Weiterentwicklung, zwischen
jahre und der Lehrkraft Leistungserhebung ästhetischer Qualität und funktionaler Brauchbarkeit sowie nicht zuletzt zwischen verschiedenen Inter-
(ggf. mit Bewertungskrite- essen besonders deutlich. Architektur, Städtebau und Denkmalschutz bieten breite Möglichkeiten für
rien) und Beobachtungen die berufliche Orientierung.
für das Zertifikat angestrebte Sach- und Methodenkompetenzen:
Analyse eines Objektes und deren Dokumentation in Skizzen, Zeichnungen und Photos
11/1 Sept.  –
Entwicklung von Gestaltungsideen unter Beachtung von Rahmenbedingungen
Feb.
Modellbau
11 / 2 März  – Konzeption und Durchführung einer Ausstellung
Juli angestrebte Sozial- und Selbstkompetenzen:
12 / 1 Sept.  – Portfolio und Abschlussgespräch Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
Jan. Fähigkeit zum Umgang mit Konflikten in der Arbeitsgruppe
Selbständigkeit und Selbstsicherheit (insbes. Kontaktaufnahme mit externen Partnern)
Externe Partner, die voraussichtlich beteiligt sind: Einsatz- und Leistungsbereitschaft

Weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:


1. Allgemeine Studien- und Berufsorientierung
Halb- Monate Tätigkeit der Schülerinnen/Schüler geplante Formen der
jahre und der Lehrkraft Leistungserhebung
(ggf. mit Bewertungskrite-
___________________________________________________________________________________________________
rien) und Beobachtungen
Datum und Unterschrift der Lehrkraft
für das Zertifikat

___________________________________________________________________________________________________ 11/1 Sept. einführender Vortrag zur Thematik der Studien- und (Von jedem / r Schüler / in
Datum und Unterschrift der Schulleiterin / des Schulleiters Berufsorientierung (Bedeutung, Kriterien, mögliche werden mindestens zwei
Vorgehensweisen) einzelne Noten im Lauf des
Vorstellung des Plans bis Februar, der Leistungs- Halbjahrs erstellt; Rückmel-
erhebungen und der Bewertungskriterien degespräche durch die be-
treuende Lehrkraft.)

Okt. Schülerselbsteinschätzung: Typ A, B, C, D nach keine Bewertungen in


BuS-Ordner dieser (sehr persönlichen)
Einführung in die Arbeit mit den Heften des Phase
BuS-Ordners Teilnahme wird im Zertifi-
zusätzlich Arbeit in Gruppen mit den BuS-Heften kat bestätigt.
(inkl. häuslicher Arbeit)

74 75
anhang Anhang

11/1 Nov. individuelle Recherchen über Studiengänge bzw. Bewertung der Ge- April  – künstlerische Untersuchung und Dokumentation des individuell erstellte
Berufsbilder sprächsbeiträge und der Mai Gebäudes Mappen zum Gebäude mit
Entwickeln einer eigenen, möglichst realistischen schriftlichen Dokumentation Photos, Zeichnungen und
beruflichen Perspektive und eines Alternativplans der Recherche-Ergebnisse Skizzen
Gelegenheit zum Gespräch und zum Austausch in (> Punktebewertung) eine Teilnote speziell
Gruppen (Kriterien: Umfang und auf die Qualität der Zeich-
individuelle, schriftliche Dokumentation der Ergeb- Genauigkeit der Recherche, nungen,
nisse, die auch den anderen Schülern als Informati- zielgruppenorientierte Dar- eine Teilnote auf die „zeich-
onsquelle dient stellung, Strukturierung der nerische Erfassung der
ggf. auch mündliche Präsentation der Darstellung) Räumlichkeit“
Ergebnisse Teilnahme wird im Zertifi-
Juni  – Kontaktaufnahme mit dem Lehrstuhl für Denkmal- Für die Punktbewertung
kat bestätigt.
Juli pflege der Universität Bamberg und mit einem Archi- (Beobachtungen durch die
Dez.  – Exkursionen in verschiedenen Kleingruppen (je nach Bewertung der Organisa- tekten (Bereitschaft zur Zusammenarbeit wurde im Lehrkraft: Kommunikations-
Jan. Interessenlage der Schüler / innen): Fachhochschule, tionsleistung der Schüle- Vorfeld durch die Lehrkraft festgestellt) fähigkeit, Dokumentation
Universität, betriebliche Informationsveranstaltung, rinnen und Schüler (Krite- Recherche in Kleingruppen in verschiedenen der Gesprächsergebnisse
Messe Abi_Einstieg.com, dabei gilt jeweils: rien: Grad der Selbständig- Ämtern und Archiven (Amt für Wirtschaft und Lie- mit den externen Partnern,
Vorbereitung und Organisation durch Schülerinnen keit, Kontaktaufnahme, genschaften der Stadt Bamberg, Vermessungsamt, Entwicklung von Ideen für
und Schüler (ggf. mit Hilfe einer Lehrkraft) Effizienz, Zeitplan, Informa- Stadtarchiv, Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg e. V., das Gesamtprojekt; Fähig-
Präsentation der Ergebnisse im Plenum tion der Teilnehmer) Baufirmen, Architekturbüros) keit, Gespräche zu struktu-
Einstellung der Ergebnisse in eine gemeinsame Jede Teilnahme wird im Befragung der externen Partner zu ihrem beruf- rieren und Diskussionen zu
Internetseite Rahmen des Zertifikats be- lichen Werdegang und Alltag sowie zu Chancen und leiten)
scheinigt. Risiken in ihrem Berufsfeld
regelmäßige Teamsitzungen Für das Zertifikat:
Feb. Möglichkeit zur Teilnahme an folgenden Maßnah- abschließender Bericht al-
Sorgfalt, Pünktlichkeit, Selb-
men: ler Schüler / innen über Er-
ständigkeit der Kontaktauf-
Psychologischer Test der Arbeitsagentur fahrungen, Entscheidungen
nahme
Bewerbertraining mit diversen Partnern und Alternativen (Kriterien:
(AOK, Raiffeisenbank, Versicherungsgesellschaft) Umfang und Strukturie- 12/1 Sept.  – Erarbeitung einer Nutzungsmöglichkeit für das
Projekt „Schüler im Chefsessel“ rung, Art der Darstellung) Okt. Gebäude, das die künstlerischen und historischen
Gegebenheiten berücksichtigt
wöchentliche Teamsitzungen
2. Projekt
Nov. Modellbau in Kleingruppen individuelle Beiträge zu den
11/2 Feb. – Einführender Lehrervortrag zur Problematik des Beobachtungen in den
Modellen
März Denkmalschutzes und Erläuterungen zum konkret ins gemeinsamen Sitzungen
Auge gefassten Gebäude (Einbringung von eigenen Dez. Erarbeitung eines Ausstellungskonzeptes Organisationsleistung und
Zieldefinition: Die Gruppe will ein Konzept zur Nut- Ideen, Beteiligung an Ge- Kontaktaufnahme mit der lokalen Presse mit dem individuelle Beiträge zur
zung des Gebäudes erstellen, das die Belange des sprächen; Besonderheiten, Ziel, öffentliches Interesse zu erzeugen Ausstellung und den Infor-
Denkmalschutzes berücksichtigt die das Projekt voranbrin- mationsmaterialien
Jan. Erarbeitung der Ausstellung (Plakate, Präsentationen,
Das Konzept soll dann den Verantwortlichen in der gen; Fähigkeit, auf andere Während der gesamten
Informationsmaterial, Modelle)
Gemeinde und der Öffentlichkeit präsentiert werden einzugehen) Zeit sammeln die Schüler
Ausstellung in der Schule und ggf. in anderen
(Ausstellung in der Schule, Einschaltung der lokalen ihre Beiträge und erstellen
öffentlichen Einrichtungen
Presse) Projektberichte für ihr indi-
Vorstellung des Konzeptes bei den Verantwort-
Festlegung der notwendigen Arbeitspakete viduelles Portfolio.
lichen der Stadt Bamberg (wenn möglich Stadtrat
Erarbeitung eines Zeitplans für das ganze Jahr, Die Teilnahme am Pro-
und OB)
einschl. der jeweiligen Meilensteine jekt und die dabei gezeigten
Abschlussgespräch zum Portfolio und zu den indivi-
Einteilung der Arbeitsgruppen Kompetenzen werden im
duellen Studien- und Berufswahlentscheidungen
Vorstellung der geplanten Leistungserhebungen Zertifikat beschrieben.
und der Bewertungskriterien

76 77
anhang Anhang

Externe Partner, die voraussichtlich beteiligt sind:


M 6 Vorschlag für eine Unterrichtssequenz zur allgemeinen
Lehrstuhl für Denkmalpflege der Universität Bamberg Studien- und Berufsorientierung [ca. 18 Doppelstunden]
Amt für Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Bamberg, Vermessungsamt, Stadtarchiv,
Stundenthema Unterrichtsverfahren
Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg e. V., Baufirmen, Architekturbüros
(Zeitbedarf je Einheit eine Doppelstunde)
ggf. Entscheidungsträger der Stadt Bamberg
Einstieg: z. B. einführendes Referat (vgl. BuS, Kap. 7, Kap.
Weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:
Bedeutung der Berufs- und Studienwahl als 9.1, S. 9), Vorstellung von Umfrageergebnissen
wichtiger Schritt der Zukunfts- bzw. Lebens- (vgl. BuS, Kap. 2, Kap. 5); evtl. als Informationsver-
planung anstaltung mit Eltern

___________________________________________________________________________________________________ Einleitung des gezielten Berufs- Selbsteinschätzung der Schüler bzgl. ihres Standes
Datum und Unterschrift der Lehrkraft und Studienwahlprozesses im BuS-Prozess, Zuordnung in Typen A bis D (BuS,
Kap. 8.1, S. 5) und Umfrage bzgl. gewünschter Hilfs-
___________________________________________________________________________________________________ maßnahmen (BuS, Kap. 5.4, S. 3), Ausgabe und Er-
Datum und Unterschrift der Schulleiterin / des Schulleiters läuterung der ersten Selbsterkundungshefte

Einflüsse auf die Berufs- und Studienwahl – Durchführung der Unterrichtseinheit 1 „Planungs-
ausgewählte Beispiele; methoden und Prognosen“ (vgl. BuS, Kap. 9.2.1,
Themenbereich 1: S. 4 – 24, ggf. Zeitbedarf höher als dort veranschlagt)
Reflektierter Umgang mit Informationen
zur Berufs- und Studienwahl
Bsp. 1: Planungsmethoden und Prognosen

Fortsetzung Ergebnisauswertung und Resümé

Fortsetzung Durchführung der Unterrichtseinheit 2;


praxisorientiertes Beispiel zur Trendextrapolation
(vgl. BuS, Kap. 9.2.1, S. 25 – 33; ggf.
Mathematik-Lehrkraft hinzuziehen)

Fortsetzung Durchführung des Unterrichtsbeispiels zur


Komplexität in Entscheidungssituationen,
vgl. BuS, Kap. 9.2.2, S. 1 – 4

Feedback-Stunde zum Erfahrungsaustausch in Kleingruppen anhand der


Selbsterkundungsprozess Startseiten zu den 4 Typen, vgl. BuS, Kap. 8.3

Themenbereich 2: Durchführung des Unterrichtsbeispiels


Koordination von Lebensplanung Berücksichtigung geschlechts- und schichtspezi-
und Berufs- und Studienwahl fischer Aspekte bei der Berufs- und Studienwahl,
familiäre Einflüsse, BuS, Kap. 9.1, S. 1 – 12

Fortsetzung Fortführung des Unterrichtsbeispiels, einschl. der


Planung einer Abendveranstaltung auch für Eltern

78 79
anhang Anhang

Feedback-Stunde zum Erfahrungsaustausch in homogenen Kleingruppen M 7 Informationsangebote der Bundesagentur für Arbeit u. a.
Selbsterkundungsprozess anhand der Startseiten zu den Typen A bis D, BuS, zur Studien- und Berufsorientierung
Kap 8.3
Einbeziehung der in den Seminarfachstunden www.arbeitsagentur.de Homepage des Arbeitsamtes mit folgenden Datenbanken:
gewonnenen Erkenntnisse, Sammeln von Wün- BerufeNet mit mehreren tausend ausführlichen Berufsbe-
schen, Informationen und Informationsquellen schreibungen
KURSNET: Suche nach schulischen Ausbildungen und Studien-
Themenbereich 3: Vorstellung aller in den Schulen obligatorisch gängen
Nutzung von Informationsquellen für die vorhandenen Druckmedien zum Thema (bes.
www.arbeitsagentur.de Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit
individuelle Recherche Studium und Beruf, abi-magazin der Bundesagen-
Stellen- / Bewerberbörse ermöglicht auch die Suche nach Ausbildungsplätzen bundesweit;
tur für Arbeit) und ausgewählten Internetseiten zur
Arbeits- und Ausbildungs- in der Suchmaske Auswahl „Ausbildung“, dann korrekte Berufs-
Studienwahl (vgl. BuS, Kap. 9.7.2, S. 7)
suchende bezeichnung und Ausbildungsbeginn (z. B. 01.09.2008) eintragen,
Themenbereich 4: Erarbeitung von Fragestellungen, individuellen Stellenangebote suchen Stadt auswählen oder PLZ eintragen – Suche starten
Veranstaltungen mit außerschulischen Erwartungen und Erkenntnisinteressen
www.studienwahl.de Datenbank zu Studienangeboten an deutschen Hochschulen;
Partnern: Betriebe, Universitäten, Fachhoch-
Hintergrundinfos zu aktuellen Themen; neue Studienangebote
schulen, Bundesagentur für Arbeit
www.abi.de Aktuelle Beiträge zu Themen der Berufs- und Studienwahl für
Durchführung von Betriebserkundungen abhängig von den jeweiligen Gegebenheiten,
Abiturienten (umfassendes Portal mit Verlinkungen auch zur
Kontakten etc.
Jobbörse, zu BerufeNet und Kursnet)
Nachbereitung der Betriebserkundung Erfahrungsaustausch in Kleingruppen anhand der
www.ba-bestellservice.de Bestellmöglichkeit für die zahlreichen (kostenlosen) Broschüren
Fragestellungen, Präsentation der Erkenntnisse
der Bundesagentur für Arbeit, Suchbegriff auswählen (z. B.
Informationen über Berufsfelder Organisation und Durchführung von Informations- Arbeitsmarkt), dann die passende Broschüre auswählen –
veranstaltungen zu verschiedenen Berufen und Stu- Download (meist als pdf) oder Bestellung möglich
diengängen (vgl. BuS, Kap. 9.3) mit Nachbereitung
www.ba-auslandsvermittlung.de Infos zu Studium, Jobs, Praktika und Arbeitssuche in Europa und
Abschluss-Feedback-Runde zum Klärung der Fragestellungen: Wo stehe ich jetzt im weltweit
Themenbereich 4 Berufs- und Studienwahlprozess, welche weitere
Hilfestellung oder Information brauche ich noch?

weitere mögliche Maßnahmen zum Bewerbungstraining, Vorbereitung auf Auswahl- http://www.arbeitsagentur.de/nn_178356/Dienststellen/RD-BY/RD-BY/Regionalinformationen/


Themenbereich 4 verfahren, vertiefte Erkundung bestimmter Ausbildung/Ausbildung-Berufs-und-Studienwahl.html
Berufsfelder oder Fachbereiche Informationen der Regionaldirektion Bayern zum Thema „Studium, Ausbildung und Beruf“, u. a. mit
Zugriff auf die Regionalbroschüren
„Alles klar“ (Ausbildung – schulisch, betrieblich, schulische Weiterbildung)
„Berufswahl – Wege nach dem Abitur“ (für Abiturienten)
„Abi & Praxis – Technik und Informatik“ (Alternativen zum Studium und duale Studiengänge;
für Abiturienten)
„Abi & Praxis – Wirtschaft und Verwaltung“ (Alternativen zum Studium und duale Studiengänge;
für Abiturienten)
„Berufsfeldatlas“ – 30 Berufsfelder im Überblick
„Orientierungshilfe zur schriftlichen Bewerbung“

www.studienwahl.de und www.berufswahl.de


online Version des Handbuches „Studien- & Berufswahl“
Die Internetplattform wird laufend aktualisiert und bietet neben umfangreichen Recherchemöglichkeiten
zum jeweils aktuellen Studienangebot der Hochschulen über 1.000 weiterführende Links zu Hochschulen
im deutschsprachigen Raum. Daneben erfolgen auch aktuelle Hinweise auf Informationsveranstaltungen,
die von den Hochschulen sowie der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt werden.

80 81
anhang Anhang

www.abi.de (neu ab 01.10.2007) M 8a


Internetplattform des Magazins „abi>>Dein Weg in Studium und Beruf“ Logo des
Es besteht die Möglichkeit, den abi>>Newsletter zu abonnieren, der monatlich erscheint und aktuelle
Zertifikat Gymnasiums
Beiträge zu den vom Abonnenten gewünschten Themenbereichen enthält. für
Mathilde Mustergültig
www.regionalinfo.ba-medianet.de
über die Teilnahme am Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung
Hier gibt es Informationen rund um „Ausbildung, Studium und Beruf“ in Bayern.

www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/ I. Schwerpunkte Nähere Betrachtung folgender Berufe/Berufsfelder und Studiengänge:


MB11-Angebot-Berufsberatung.pdf im Bereich der Architekt  /  in an der FH und an der Universität
Diese Broschüre richtet sich an Ratsuchende der Berufsberatung und ihre Eltern. Sie möchte zeigen, Studien- und Bauingenieur / in an der FH
welche Angebote wo weiterhelfen können, was sie von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit erwar- Berufsorientierung ggf. weitere bzw. spezielle Schwerpunkte:
ten können und was sie wissen müssen, damit der Start in Ausbildung und Beruf erfolgreich wird. Innenarchitektur, Modellbau
Praktika/praktische Übungen:
Sonstige empfehlenswerte Internetadressen: Zeichnen von Plänen
www.hochschulkompass.de Teilnahme an folgenden Veranstaltungen:
Umfangreiche Informationen über deutsche Hochschulen, deren Studienangebote, Ansprechpartner vor Studieninformationstag und Abi-Messe
Ort und internationale Kooperationen. Datenpflege erfolgt durch die Hochschulen (Fachhochschulen, Assessment-Center bei ...
Kunst- und Musikhochschulen sowie Universitäten). Internetplattform der deutschen Hochschulrektoren- Bewerbungstraining bei ...
konferenz. Hier besteht auch die Möglichkeit, den kostenlosen HRK-Newsletter zu bestellen. Teilnahme an einem Probestudium
www.ausbildung-plus.de an der Universität Bamberg
Bundesweiter Überblick über Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikationen und duale Studiengänge Teilnahme an der Sommerakademie der Universität Erlangen
sowie umfangreiche Informationen zur Berufsausbildung. Ein Projekt vom Institut der deutschen Wirt- vom 01.09.06 bis 05.09.06
schaft Köln II. Tätigkeiten im Rahmen Untersuchung eines Gebäudes mit künstlerischen Mitteln (freie Hand-
www.hochschule-dual.de des Projekts zeichnung und Photographie); Vermessung des Gebäudes und Zeichnen
Informationen über die dualen Studienangebote der bayerischen Fachhochschulen sowie die Partner- „Untersuchung eines von Plänen (Grundriss und Parallelperspektive)
unternehmen denkmalgeschützten Ge- Recherchearbeit in Bibliotheken, Archiven und im Internet
www.berufsakademien.de bäudes und Erarbeitung Durchführung von Interviews
Gemeinsame Homepage aller Berufsakademien eines Nutzungkonzepts“ Modellbau
Aufbau von Kontakten zu externen Partnern
Print-Medien Dokumentation
Handbuch Studien- & Berufswahl
Die in I. und II. gezeigten Leistungen wurden mit der Note „sehr gut“ (25 von 30 Punkten) bewertet.
Das Handbuch informiert über die vielfältigen Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten, die mit Hoch-
schulzugangsberechtigung offen stehen. Wird jährlich aktualisiert (z. Zt. 37. Auflage). und wird einmal in III. Kompetenzen, sehr ausgeprägte Fachkompetenz, insbesondere räumliches Vorstellungs-
der vorletzten Jahrgangsstufe kostenlos an alle Oberstufenschüler verteilt. Im Internet sind unter www. die die Schülerin bzw. vermögen und Kreativität bei der Lösung von Problemen
studienwahl.de sämtliche Informationen in einem weitgehend barrierefrei gestalteten Online-Dienst ver- der Schüler im Rahmen ausgeprägte Methodenkompetenz, insbesondere Organisationsgeschick
fügbar. des Seminars gezeigt und Präsentationskompetenz
Tipp: Innerhalb der Arbeit mit BuS gut einsetzbar – siehe Maßnahmenkatalog hat* soziale Kompetenzen, insbesondere Teamfähigkeit
Abi „Dein Weg in Studium und Beruf“ (neu ab 01.10.2007!) sehr ausgeprägte Selbstkompetenz, insbesondere Selbständigkeit und
Die Zeitschrift erscheint achtmal in Jahr und löst das alte „abi-Berufswahl-magazin“ ab. Dazu gibt es zwei Engagement
„abi-extra“-Ausgaben zu den Themen Ausbildung und Studium. Ein Elternheft wird zusätzlich angeboten. *Es handelt sich um eine Auswahl von Kompetenzen, die die Schülerin bzw. der Schüler unter den speziellen Bedingungen des Seminars
Im Internet sind die Hefte www.abi.de abrufbar. (u. a. Rollenverteilung in der Projektgruppe, Seminarkonzeption) zeigen konnte.

Tipp: Innerhalb der Arbeit mit BuS gut einsetzbar – siehe Maßnahmenkatalog

___________________________________________________________________________________________________
Datum und Unterschrift der Lehrkraft

___________________________________________________________________________________________________
Datum und Unterschrift der Schulleiterin / des Schulleiters

82 83
anhang Anhang

M 8b M9 Beispiel für einen Bewertungsbogen zur Seminararbeit mit Teilkriterien


Logo des
Zertifikat Gymnasiums Bewertungsbogen zur Seminararbeit
für Seminarfach: ____________________________________ Lehrkraft: _____________________________________
Markus Mittelmäßig
Schüler: _________________________________________________________________________________________
über die Teilnahme am Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung
Rahmenthema des Seminars: _____________________________________________________________________

Thema der Seminararbeit: ________________________________________________________________________


I. Schwerpunkte Nähere Betrachtung folgender Berufe/Berufsfelder und Studiengänge:
im Bereich der Chemieingenieur  /  in
Beurteilungskriterien Bemerkungen Bewertungseinheiten
Studien- und ggf. weitere bzw. spezielle Schwerpunkte:
(BE) erreicht/erreichbar
Berufsorientierung Besuch eines Labors
Praktika/praktische Übungen: Inhalt
Seifenherstellung im Schullabor Themaerfassung (Vollständigkeit, Kon-
Teilnahme an folgenden Veranstaltungen: zentration auf relevante Aspekte)
Schüler-Infotag der chemischen Industrie am 14.12.06 Sinnvolles Zitieren, angemessene
Assessment-Center bei ... Versuche, Auswahl der geeigneten (.… / 15)
Literatur, Argumentation … x 3 =.…/ 45
II. Tätigkeiten im Rahmen Recherche verschiedener Seifenrezepte im Internet
(Logik, Stichhaltigkeit, Unterscheidung
des Projekts eigene Herstellung von Seife
von Fakten und Meinungen, Werturteil,
„Gepflegt und schön Präsentation der wesentlichen Herstellungsschritte
Eigenständigkeit der Argumentation,
durch Chemie – Herstel- Ideenentwicklung für die Verpackung
Klarheit und Verständlichkeit ...)
len und Vermarkten einer
eigenen Produktlinie“ Darstellung
Aufbau (Sinnvolle Proportionierung in
Die in I. und II. gezeigten Leistungen wurden mit der Note „befriedigend“ (15 von 30 Punkten) bewertet.
Bezug auf Themenstellung, logischer
III. Kompetenzen, Fachkompetenz, insbesondere sorgfältiger Umgang mit Laborgeräten Aufbau ...)
die die Schülerin  /  der ausgeprägte soziale Kompetenz, insbesondere Kooperations- und (.... / 15)
Präzision und Anschaulichkeit der
Schüler im Rahmen des Kommunikationsfähigkeit x 2 =.…/ 30
Darstellung (Fachtermini, sprachliche
Seminars gezeigt hat* Selbstkompetenz Darstellung, Grammatik, angemessener
Wortschatz, Graphiken, Bilder,
*Es handelt sich um eine Auswahl von Kompetenzen, die die Schülerin bzw. der Schüler unter den speziellen Bedingungen des Seminars
(u. a. Rollenverteilung in der Projektgruppe, Seminarkonzeption) zeigen konnte. Tabellen …)

Formalia
Druckfertige Vorbereitung
___________________________________________________________________________________________________
(Seitenzählung, Formatierung …) …. / 15
Datum und Unterschrift der Lehrkraft
Äußere Gliederung (Inhaltsverzeichnis,
Klassifikationssystem, Herkunftsnach-
___________________________________________________________________________________________________
weise, korrektes Zitieren ...)
Datum und Unterschrift der Schulleiterin / des Schulleiters
Summe .... / 90

Worturteil: _________________________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________________________________

Notenpunkte: ____ Note: ____ Datum: ________ Unterschrift der Lehrkraft: __________________________

84 85
anhang Anhang

M 10 Bewertungsbogen zu einer Präsentation mit Experiment M 11 Bewertungsbogen zu einer Präsentation


in einer modernen Fremdsprache
Bewertungsbogen zur Präsentation
Seminarfach: ____________________________________ Lehrkraft: _____________________________________ Bewertungsbogen zur Präsentation
Seminarfach: ____________________________________ Lehrkraft: _____________________________________
Schüler: _________________________________________________________________________________________
Schüler: _________________________________________________________________________________________
Rahmenthema des Seminars: _____________________________________________________________________
Rahmenthema des Seminars: _____________________________________________________________________
Thema der Präsentation: _________________________________________________________________________
Thema der Präsentation: _________________________________________________________________________
Beurteilungs- Kriterien Bewertungs-
bereiche einheiten (BE) Beurteilungs- Kriterien Bewertungs-
erreicht/erreichbar bereiche einheiten (BE)
erreicht/erreichbar
Inhalt und Erfassung des Themas und Gewichtung der .... / 3
Aufbau Teilbereiche Inhalt und Erfassung des Themas und Gewichtung der Teilbereiche
(1/3) Inhaltliche Strukturierung .... / 2 Aufbau inhaltliche Strukturierung (.... / 5)
Sachliche Richtigkeit .... / 3 (1/3) sachliche Richtigkeit x 2 = ....  / 10
Ergebnissicherung (Handout, Bibliographie etc.) .... / 2 Ergebnissicherung (z. B. Handout, Bibliographie)

Darbietung Einstieg .... / 2 Darbietung Klarheit der Darstellung


(1/3) Klarheit der Darstellung, sprachliche Gewandtheit .... / 3 (1/3) Lebendigkeit des Vortrags
(....  / 5)
Lebendigkeit des Vortrags und Reaktion auf Fragen .... / 3 Interaktion
x 2 = ....  / 10
Auswahl der Präsentationsmittel, Beherrschung der .... / 2 Auswahl der Präsentationsmittel und Beherrschung der
Präsentationsmedien Präsentationsmedien
Experiment Auswahl (Geräte, Teilexperimente etc.) .... / 1 Sprache Aussprache / Intonation
(1/3) Beherrschung der Geräte (auch beim Aufbau) .... / 2 (1/3) allgemeine Ausdrucksfähigkeit (Wortschatz, Strukturen) (....  / 5)
Durchführung des Experiments (klarer Ablauf, Zahl der .... / 3 Sprachrichtigkeit x 2 = ....  / 10
Messpunkte …) Fachterminologie
Auswertung und Interpretation .... / 3
Summe .... / 30
Flexibilität .... / 1

Summe .... / 30

Notenschlüssel
BE 30 – 28 27 – 25 – 23 22 – 20 19 18 17 16 15 14 – 12 11 – 9 –
Notenschlüssel
29 26 24 21 13 10 0
BE 30 – 28 27 – 25 24  – 22 21 19 18 – 16 15 – 13 12 – 10 – 8 – 6 –
Note 1 2 3 4 5 6
29 26 23 20 17 14 11 9 7 0
Punkte 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
Note 1 2 3 4 5 6

Punkte 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
Notenpunkte: ____ Note: ____ Datum: _______________

Notenpunkte: ____ Note: ____ Datum: _______________ Unterschrift der Lehrkraft: ___________________________________________________________________________

Unterschrift der Lehrkraft: ___________________________________________________________________________

86 87
anhang Anhang

M 12 Bewertungs- und Beobachtungsbogen zu einer Präsentation Kontakt zum Hörer passende Wortwahl, ++ + - -- keinerlei Adressa-
Augenkontakt tenbezug und
Thema: ______________________________________________________________________ Datum: ____________
-kontakt
Referent/in: __________________________________________________________________ Punkte: ____________
Anregungswert Zuhörer werden anschaulich, ++ + - -- Vortrag trocken,
spannend, humorvoll unterrich- abstrakt, einschlä-
INHALT (Gewichtung z. B. 40 %) Punkte: tet, zeigen Interesse, stellen Zu- fernd, Hörer desin-
satzfragen. teressiert, keine
EINSTIEG weckt Interesse, gewinnt die ++ + - -- fehlt bzw. erzeugt Reaktionen
Hörer, zum Hauptteil hinfüh- Ablehnung; funkti-
rend, kurz onslos, zu weit aus- HILFSMITTEL (Gewichtung z. B. 20 %) Punkte:
holend

Folie, Tafelbild sehr gut lesbar und sichtbar, ++ + - -- unlesbar oder


HAUPTTEIL übersichtlich, anschaulich uneinsehbar,
Aufbau sachgerecht, folgerichtig, ++ + - -- völlig unklar überladen
roter Faden erkennbar keine Ordnung Folie, Experiment, Foto, interessant, informativ, ++ + - -- langweilig,
Prägnanz Wichtiges hervorgehoben ++ + - -- Wichtiges geht Simulation ... unterstützt das Verständnis belanglos
unter. Handout wenige, aber wichtige Informa- ++ + - -- zu wenige  /  zu viele
Argumentation je Gliederungspunkt eine ++ + - -- unpassende bzw. tionen; übersichtlich Informationen;
(doppelte Wertung) wesentliche Aussage zum unwichtige Aussa- strukturierte Darstellung unübersichtliche
Thema; Begründungen, gen, unvollständige Darstellung
Beispiele, Skizzen, Graphiken, Argumentation,
Versuche zielloses Gerede
___________________________________________________________________________________________________
Sachliche Richtigkeit korrekte Information ++ + - -- grobe Fehler
Datum und Unterschrift der Lehrkraft
Fachbegriffe werden erklärt, ++ + - -- unreflektiert ver-
souveräner Umgang wendet, kommen
nicht vor

SCHLUSS Zusammenfassung, ++ + - -- fehlt,


weiterführende Gedanken funktionslos

DARBIETUNG (Gewichtung z. B. 40 %) Punkte:

Auftreten natürlich, sicher ++ + - -- verkrampft, hilflos

Sprechweise deutlich, akzentuiert, mit ++ + - -- kaum verstehbar,


Sprechpausen, sprachlich monoton, hastig,
korrekt sprachlich fehlerhaft

Vortrag weitgehend frei ++ + - -- abgelesen

88 89
anhang Anhang

M 13 Beispiel „Tatfunk“: Leistungserhebungen im P-Seminar Beiträge des Schülers Markus Mittelmäßig zum Seminar „Tatfunk“

Beim Projekt Tatfunk erstellen die Schülerinnen und Schüler im Laufe eines Jahres eine Rundfunksen- Datum Notenpunkte
dung zu einem selbst gewählten Thema. Dazu gehören u. a. ausführliche Recherchen, Gewinnung von
Beiträge, die von allen Schülerinnen und Schülern
Interviewpartnern, Vorbereitung und Durchführung von Interviews, Moderation der Sendung, technische
des Seminars erwartet werden:
Abwicklung (z. B. Umgang mit dem Schnittprogramm) und die Gewinnung eines Senders, der die Sen-
Erstellung von zwei Protokollen zu Plenumssitzungen 11.02., 12.03. 7
dung ausstrahlt.
Präsentation von Recherche-Ergebnissen:
Dabei fallen Aufgaben an, die für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin ähnlich sind, aber auch solche,
Bericht von der Fachtagung „Gentechnik für Umwelt- und 19.03. 8
die nur von einzelnen Schülerinnen oder Schülern übernommen werden.
Verbraucherschutz“
Die folgenden Beispiele zeigen, wie die bewertungsrelevanten Leistungen einer Schülerin oder eines
Unterrichts- und Projektbeiträge 17.05. – 14.06. 6
Schülers zusammengefasst werden können.
Unterrichts- und Projektbeiträge 12.11. – 20.12. 10
Bewertungskriterien für die einzelnen Beiträge können der Tabelle in Kapitel 6.2 entnommen werden.
(Dokumentation anhand von Beobachtungsbögen)
Zur Dokumentation der Unterrichts- und Projektbeiträge können die Beobachtungsbögen aus Kapitel
Spezielle Beiträge der/des o. g. Schülerin/Schülers:
6.3 verwendet werden.
Leitung von zwei Plenumssitzungen 21.04., 05.07. 6
Technik  / Umgang mit dem Schnittprogramm 24.07. 7
ggf. Beiträge der/des Schülerin/Schülers aus der allgemeinen
Studien- und Berufsorientierung:
Beiträge der Schülerin Mathilde Mustergültig zum Seminar „Tatfunk“
Bewerbungsmappe 01.12. 5
Präsentation von Recherche-Ergebnissen zu einem bestimmten 19.10. 9
Datum Notenpunkte
Studiengang / Berufsfeld
Beiträge, die von allen Schülerinnen und Schülern
des Seminars erwartet werden:
Erstellung von zwei Protokollen zu Plenumssitzungen 18.02., 05.03. 14
Präsentation von Recherche-Ergebnissen:
„Einsatz von Gentechnologie bei Landwirten im südlichen 15.03. 13
Landkreis München“
Unterrichts- und Projektbeiträge 14.04. – 22.05. 13
Unterrichts- und Projektbeiträge 15.10. – 23.11. 12
(Dokumentation anhand von Beobachtungsbögen)
Spezielle Beiträge der/des o. g. Schülerin/Schülers:
Interviewvorbereitung und -führung 18.06. 13
Gestaltung der Geräuschkulisse  / Musikauswahl 01.07. 10
ggf. Beiträge der/des Schülerin/Schülers aus der
allgemeinen Studien- und Berufsorientierung:
Bewerbungsmappe 01.12. 11
Präsentation von Recherche-Ergebnissen zu einem bestimmten 05.10. 14
Studiengang  /  Berufsfeld

90 91
anhang Anhang

M 14 Gymnasien und Seminare im Schulversuch 125 Katharinen-Gymnasium Sk 2 Sozialer Wandel   /   politische


„Seminare in der Oberstufe“ Schuljahr 2005/2006 [Entwicklungsphase] Ingolstadt Strömungen und Utopien

Schul- Gymnasium Fach Semi- Titel des Seminars 129 Jakob-Brucker-Gymnasium B  / C 2 Chemische und biologische
Nr. nartyp* Kaufbeuren Betrachtung von Lebensmitteln

19 Peutinger-Gymnasium D 2 Friedrich Schiller, Maria Stuart: D 2 Argumentieren – Präsentieren –


Augsburg Ideal und historische Wirklichkeit Moderieren
(fächerübergreifend mit Englisch) Geo 1 Naturkatastrophen und
E 2 Mary Queen of Scots and Elizabeth I: Naturphänomene
Facts and Fiction (fächerübergreifend Geo 1 Naturkatastrophen und
mit Deutsch) Naturphänomene
Mu 1 Musik und ihr soziokulturelles Umfeld 134 Allgäu-Gymnasium Kempten M 1 Komplexe Zahlen
S 1 Zielorientiertes Training in den 139 Benedikt-Stattler-Gymnasium 1 Dramatisches Gestalten  /  Theater
Bereichen Kraft und Ausdauer Bad Kötzting
Sk 2 Frauenleben und Frauenbilder E 1 Weltsprache Englisch
im Wandel der Zeit
E 2 Literary London
54 Gymnasium Casimirianum D 1 Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts
M 1 Reelle Funktionen
Coburg und Leser heute – ein Kompetenz-
training WR 2 Existenzgründung

D 1 Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts S 2 Sport als Wissenschaft

2 Abitur und dann? Angewandte 144 Gymnasium Landau a. d. Isar D / Ku 2 Das 18. und das 20. Jahrhundert
Studien- und Berufsorientierung aus den Blickwinkeln des
(mit der gesamten Jgst. 12) Deutsch- und Kunstunterrichts

73 Ohm-Gymnasium Erlangen D 1 Umsetzung literarischer Vorlagen E 1 Großstadtproblematik


im Film am Beispiel New York

E 1 Weltsprache Englisch L 1 Stadtlyrik Rom

G 2 Erinnerungskultur – Geschichtspolitik WR 2 Strategisches unternehmerisches


Denken und Handeln
2 Einführung in das wissenschaftliche
Arbeiten Ku 2 Produktdesign

2 Planspiele und Befragungen 172 Ruperti-Gymnasium Mühldorf C /  Ph 2 Energie fächerübergreifend

87 Emmy-Noether-Gymnasium D 1 Mythologie des Unterhaltungsfilms 185 Klenze-Gymnasium München E  / Geo 2 Employment in a globalized economy
Erlangen
WR 2 Kompetenzen der beruflichen Orien-
Ev 1 Frieden und Gerechtigkeit tierung – businness@school, Berufs-
orientierung
G 1 Die industrielle Revolution im Raum
Erlangen 186 Luitpold-Gymnasium München Ku 2 Projektarbeit (Studienbuch, Praktika,
Werkstücke, Atelier- und Wertstatt­
M 1 Die Mathematik an den Finanzmärkten
besuche)
Ph 1 Schwingungen, Wellen, Akustik
215 Johann-Phil.-von-Schönborn- WR 1, 2 Bilinguale Sequenzen im
WR 2 Vorbereitung auf die Berufspraxis Gymnasium Münnerstadt Seminar 1 und 2
102 Max-Born-Gymnasium 2 Tatfunk 226 Arnold-Gymnasium 2 Modellpartnerschaft zur Studien- und
Germering >>> Neustadt b. Coburg Berufsorientierung in Oberfranken
(im Rahmen von Modus 21) >>>

92 93
anhang Anhang

248 Albrecht-Ernst-Gymnasium L 2 Digitale Aufbereitung und Publikation F 2 Französische Jugendliteratur –


Oettingen lateinischer Lektüretexte Filmprojekt

250 Gymnasium Ottobrunn G 1 Einführung in das K  /  Ev 2 Medizinethik


wissenschaftliche Arbeiten
Ku 2 Architektur
Inf 2 Durchführung eines Softwareprojekts
M 1 Fraktale Geometrie
WR 2 Praxisorientierte Betriebswirtschaft
Ph 1 Bezugssysteme, Rotation
252 Adalbert-Stifter-Gymnasium 2 Seminare zur Studien- und Berufsori- und Relativität
Passau entierung für die gesamte Jahrgangs-
WR 2 Juniorfirma
stufe; verschiedene Themen, abhängig
vom jeweiligen Kooperationspartner 972 Oskar-Maria-Graf-Gymnasium L 1 Aeneas Bavarus – die Deckengemälde
Neufahrn im Schloss Schleißheim und Vergils
280 Welfen-Gymnasium Schongau 2 Forschung und Entwicklung;
Aeneis als deren literarische Grund-
Kooperation mit Azubis  /  Ausbildungs-
lage
werkstätte der Fa. Hörbiger

2 „Basic Engineering“; Kooperation mit *Im Schulversuch war „Seminar 1“ der Arbeitstitel für das W-Seminar, „Seminar 2“ der Arbeitstitel für das P-Seminar.

der FH Augsburg

377 Gymnasium Parsberg E 1 American suburbia


Schuljahr 2006/2007 [Erprobungsphase]
G 1 Antidemokratisches Denken
in Deutschland
Schul- Gymnasium Fach Semi- Titel des Seminars
WR 2 Existenzgründung – Projektarbeit
Nr. nartyp*
und Berufswahlvorbereitung
9 Karl-Ernst-Gymnasium Eth 1 Die Idee von Freiheit, Gleichheit,
391 Gymnasium München-Moosach D  /  E 1 Medien, Sprache, Literatur
Amorbach Brüderlichkeit
M  / Ph 1 a) Navigation
18 Gymnasium bei St. Stephan Mu 1 Musik in unserer Zeit
b) Diskrete Mathematik
Augsburg
WR 2 Arbeitswelt und Studium
19 Peutinger-Gymnasium Augsburg S 1 Maßnahmen zur Verbesserung der
393 Hanns-Seidel-Gymnasium B / C 1 Planung und Durchführung allgemeinen und  / oder sportartspezi-
Hösbach einer wissenschaftlichen Studie fischen Fitness
D 2 Bewerbungstraining (ganze Jgst. 12) Sk 2 Sozialraumanalyse der Stadt Augs-
Mu 1 fächerübergreifendes Arbeiten burg – Empirische Sozialwissenschaft
in der Oberstufe und ihre Folgen für das soziale,
politische und ökonomische Handeln
954 Gymnasium Oberhaching E 1 Vermittlung von Kompetenzen im
in einer Stadt
Fach Englisch mit fachspezifischem
Anwendungsbezug G 2 Augsburg – 200 Jahre bayerisch

F 1 Lebenswelten von Kindern und 32 Franz-Ludwig-Gymnasium Ku 2 Untersuchung eines denkmalge-


Jugendlichen und deren Familien Bamberg schützten Gebäudes und Erarbeitung
in Deutschland und Frankreich eines Nutzungskonzepts
(zwei Seminare) 37 Maria-Ward-Gymnasium K 1 Gerechtigkeit und Frieden
971 Gymnasium Kirchheim C 1 Analytische Verfahren Bamberg
b. München 54 Gymnasium Casimirianum Geo 1 Methoden der Standortanalyse und
Coburg Raumplanung mit Schwerpunkt
D 2 Tatfunk >>>
Fernerkundung + GIS in der Region
Coburg >>>

94 95
anhang Anhang

Ph 1 Kinematische und dynamische 138 Gymnasium Bad Königshofen L 1 Städtebau und Wohnen im Römischen
Aspekte der Fernerkundung von Erde Reich in der frühen Kaiserzeit
und Planeten
139 Benedikt-Stattler-Gymnasium G 1 Historisches Arbeiten (2 x)
D 1 Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts Bad Kötzting

2 Schüler projektieren Studien- WR 1 Bilanzanalyse mit IHK-Wirtschafts-


und Berufsorientierung zertifikat

68 Gabrieli-Gymnasium Mu 1 Musik und Literatur  /  Geo 2 Geographische Informationssysteme


Eichstätt Musik und Bühne (GIS)

WR 2 Studien- und Berufswahl aktiv und S 2 Fitnesstraining


systematisch vorbereiten
2 Theater, Kommunikation und Film
72 Albert-Schweitzer-Gymnasium Ku 1 Die Kunst des 20. und 21. Jh. im Be-
144 Gymnasium Landau a. d. Isar Ku 2 Typographie und Layout
Erlangen zug zur Alltagsrealität und ihre Rezep-
tion durch Gesellschaft und Jugend Ku 2 Corporate Identity

73 Ohm-Gymnasium Erlangen Ph 1 Die Sonne K 2 Aktiv Christsein leben:


sehen – urteilen – handeln
G 1 Was ist deutsch?
172 Ruperti-Gymnasium Mühldorf Ph 2 Planung eines Niedrigenergiehauses
E 1 The English Family of Languages
C 2 Standortfaktoren und Berufsfelder
C 1 Energie der Zukunft
am Beispiel der OMV-Raffinerie
87 Emmy-Noether-Gymnasium B 1 Immunbiologie Burghausen
Erlangen
174 Karlsgymnasium München G 1 Medien und Geschichte
E 1 Leben und Gesellschaft im
Mu 2 Musikgruppen in Schule und Beruf
viktorianischen England
185 Klenze-Gymnasium München 2 Beratungsleitfaden „Career Coaching“
G 1 Medizin im Nationalsozialismus
von Schülern für Schüler
G 1 Die Industrialisierung im Raum
B 2 Ausarbeitung, Erprobung und
Erlangen-Nürnberg-Fürth
Herausgabe eines Experimentierbuchs
WR 2 Gründung eines  /  mehrerer virtueller für das Fach „Natur und Technik“
Unternehmen; Erstellung eines Busi-
WR 2 Schülerunternehmen Junior bzw.
nessplans und einer Homepage;
Theoprax
Überprüfung der virtuellen Erfah-
rungen im konkreten Berufsfeld Wirt- 186 Luitpold-Gymnasium München Ku 1 Das Bild vom Menschen
schaft und Verwaltung 193 Städt. Elsa-Brandström- D / Ku 2 Medienkunde
93 Helene-Lange-Gymnasium Ev 1 Weltreligionen in Deutschland – am Gymnasium München
Fürth Beispiel religiöser Gruppen in Fürth 199 Städt. St.-Anna- Ku / G 1 Geschichte und Architektur:
und Umgebung Gymnasium München Gedenkstätten
102 Max-Born-Gymnasium Mu 1 Filmmusik 215 Johann-Phil.-von-Schönborn- WR 1 Wirtschaftliche und rechtliche Grund-
Germering Gymnasium Münnerstadt lagen und Konsequenzen der
129 Jakob-Brucker-Gymnasium Geo 1 Naturkatastrophen und Natur- europäischen Einigung und der Glo-
Kaufbeuren phänomene (2 x) balisierung

134 Allgäu-Gymnasium Kempten M 1 Iterationsverfahren und komplexe 224 Justus-von-Liebig-Gymnasium Mu 2 Leben und Berufe rund ums Theater
Zahlen Neusäß >>>
>>>

96 97
anhang Anhang

226 Arnold-Gymnasium 2 Schüler orientieren sich im Bereich 323 Gymnasium Weilheim Eth 1 Anthropologie: Entwicklung und
Neustadt b. Coburg der Schnittstelle Gymnasium /  Ausformung unterschiedlicher
Hochschule  /  Berufswelt (2 x) Menschenbilder und ihre Auswir-
kungen auf verschiedene gesellschaft-
245 Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Inf 1 Grundlagen der Informatik
liche Bereiche
Oberasbach
377 Gymnasium Parsberg G 1 Aus der Geschichte lernen
250 Gymnasium Ottobrunn K 1 Kirche ökumenisch
E 1 Migration
Ev 1 Kirche ökumenisch
WR 2 Regina – Regionalmarketing
G 1 Revolutionen im 18. und 19.
Jahrhundert als Grundlage 391 Gymnasium München-Moosach D 1 Schriftsteller auf der Flucht – Deutsche
für die moderne Welt Literatur zwischen Verfolgung und Exil

Inf 1 Modellierung realer Systeme Geo 1 Stadtstrukturen, Stadtentwicklung,


Stadtplanung
WR 2 Entwicklung einer Geschäftsidee
WR 2 Arbeitswelt und Studium
Ku 2 Ein Film entsteht – Berufe im Umfeld
einer Filmproduktion am Beispiel der E 1 Literatur  /  Short Stories  /  USA
Neuverfilmung von „Krabat“
392 Burkhart-Gymnasium Mu 1 Analyse und Interpretation von Wer-
251 Gymnasium Leopoldinum Passau Mu 1 Musik und Literatur Mallersdorf-Pfaffenberg ken aus verschiedenen Epochen

252 Adalbert-Stifter-Gymnasium 2 Seminare zur Studien- und Berufsori- 393 Hanns-Seidel-Gymnasium C 1 Untersuchung von Böden und
Passau entierung für die gesamte Jahrgangs- Hösbach Lebensmitteln
stufe; verschiedene Themen, abhän-
Ev 1 Die Entstehung evangelischer
gig vom jeweiligen Kooperationspart-
Kirchengemeinden im Kirchenkreis
ner
Aschaffenburg
260 Ludwig-Thoma-Gymnasium Ku 2 Entwicklung und Realisierung einer
954 Gymnasium Oberhaching E 1 Immigration (2 x)
Prien künstlerischen Leitidee für den
Schulinnenhof und Schulparkplatz F 1 Frankreich und das Französische

265 Goethe-Gymnasium Regensburg M 1 Codierungstheorie M 1 Ausgewählte mathematische


Probleme
266 Werner-von-Siemens- M 1 Modellbildung und Simulation in
Gymnasium Regensburg Mathematik und Naturwissenschaften 971 Gymnasium Kirchheim D 2 Tatfunk
b. München
WR 2 Konjunktur und Arbeitsplatz
WR 2 Angewandte Betriebswirtschaft:
273 Ignaz-Günther-Gymnasium Ph 1 Weltbilder im Wandel – von Eudoxos
business@school
Rosenheim bis Hubble
Ku 2 Filmgestaltung
K 1 Erkenntnisse moderner Gehirn-
forschung und das christliche Ku 2 Innenarchitektur
Menschenbild B 1 Medizinische Diagnostik
282 Adam-Kraft-Gymnasium Ev 2 Die Frage nach der Würde des C 1 Analytische Chemie
Schwabach Menschen
Eth 1 Wirtschaftsethik
Ku 2 Kleidung
G / E 1 Postwar Europe
300 Gymnasium der Ursulinen- K 2 Lebensperspektiven und mögliche
S 1 Sportbiologie
Schulstiftung Straubing Berufsbilder – verantwortbar planen
und strukturieren >>> 976 Gymnasium Eckental Ev 2 Wahrnehmung – Wirklichkeit –
Medienwelten

*Im Schulversuch war „Seminar 1“ der Arbeitstitel für das W-Seminar, „Seminar 2“ der Arbeitstitel für das P-Seminar.

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