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Erörterung

Viele Jugendliche geben eine Menge Geld für teure Markenkleidung aus. Was hältst du
davon?
Stoffsammlung
PRO: Kontra:
 meist Qualitätsware  oft Mehrpreis für Markenname
 gutes Image  Ausgrenzung anders gekleideter Leute
 gutes Gefühle, dem Modetrend  kein individueller Kleidungsstil möglich
entsprechend gekleidet zu sein  teils schlechtes Preis-Qualitätsverhältnis
Schlussfolgerung: Markenkleidung sollte gegenüber anderen Produkten nicht bevorzugt
werden. Kritische Konsumenten kaufen Markenkleidung nicht aus Statusgründen, sondern
nur, wenn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Fast täglich kann man beobachten, dass Mitschülerinnen und Mitschüler mit Einleitung
neuester Markenkleidung protzen und sich über andere, die sich diesen
teuren Spaß nicht leisten können oder wollen, lustig machen. Zwar kennen
wir alle die Redewendung „Kleider machen Leute", aber trotzdem ist es
fraglich, ob man sich diesem Trend unterwerfen soll oder nicht. Daher will ich
im Folgenden die Vor- und Nachteile gegenüberstellen und bewerten. Hauptteil
Zunächst einmal lässt sich sagen, dass sich der Kauf von Markenkleidung Pro-
lohnt, weil ein Markenzeichen symbolisiert, dass das betreffende Argument
Kleidungsstück von guter Qualität ist Man muss zwar mehr Geld investieren, 1
Markenkleidung kann aber wesentlich länger getragen werden als
herkömmliche Billigware. Bei meinem letzten Jeans-Einkauf konnte ich mich
nicht nur auf die einheitlichen Größen verlassen, wodurch sich auch die
Anprobe erübrigte, sondern ich hatte auch die Garantie, eine moderne und
hochwertige Hose erworben zu haben. Pro-
Für das Tragen von Markenkleidung spricht auch, dass man durch sie seine Argument
finanziellen Möglichkeiten und damit den gesellschaftlichen Rang 2
demonstrieren kann. Das gibt zwar kaum jemand zu, aber wahr ist es doch.
Da jeder die Marken und auch deren Preis kennt, kann man von der Kleidung
auf das Budget schließen. So weiß wahrscheinlich jeder, dass Schuhe von
einem bestimmten Designer kaum weniger als 200 Euro kosten. Pro-
Des Weiteren gehört man mit Markenkleidung zu einer Gruppe und es ist ein Argument
gutes Gefühl, wenn man spürt, dass man zu einer Gemeinschaft gehört. 3
Dem gegenüber ist jedoch zu bedenken, dass Markenkleidung im Vergleich Kontra-
zu „No-Name-Kleidung" oftmals viel zu teuer ist. Der Mehrpreis wird meist Argument
nur für den Namen aufgeschlagen, trotzdem ist die Qualität oft nicht besser. 1
Manchmal ist die Qualität der Billigmarken sogar der von Markenprodukten
überlegen.
Wegen des Mehrpreises werden Menschen, die finanziell sparsamer Kontra-
haushalten müssen, benachteiligt und vielleicht sogar ausgeschlossen. Die Argument
Türsteher mancher Diskotheken gewähren nur besser - das heißt teurer - 2
gekleideten Leuten Einlass.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die verloren gegangene Individualität Kontra-
derjenigen, die Markenkleidung tragen. Wenn man aufmerksam durch die Argument
Straßen geht, bemerkt man, dass sich die Menschen in ihrem äußeren 3
Erscheinungsbild kaum noch voneinander unterscheiden. Alle richten sich
nach denselben Modetrends. Die eigene Persönlichkeit kommt dabei nicht zur
Geltung, da viele nicht mehr das anziehen, was ihnen gefällt oder was zu
ihrem Typ passt, sondern nur Idole nachahmen.
In Anbetracht der oben genannten Aspekte komme ich zu dem Schluss, dass Schlussfolg
Markenkleidung zwar qualitativ hochwertig sein kann, was aber bei erung
sorgfältiger Auswahl auch bei anderen Produkten der Fall sein kann.
Das Image, das Markenkleidung verleiht, ist ziemlich zweifelhaft, da man
einen Menschen nicht nach seiner Kleidung bewerten sollte. Daraus ergibt
sich für mich, dass Markenkleidung nicht unbedingt notwendig ist und die
Vorteile den Mehrpreis eigentlich nicht rechtfertigen.
Wenn man glaubt, mit dem Erwerb eines Markenprodukts hochwertige
Qualität gekauft zu haben, kann man sich auch irren. Denn oft gelangen
minderwertige Imitationen zum Verkauf.
Schließlich aber soll es jeder und jedem selbst überlassen sein, für welches persönliche
Outfit sie oder er Geld ausgibt. Wenn es jemandem Spaß macht, sich r
modisch und mit Markenprodukten zu kleiden, und die Eltern bereit sind Standpunkt
diese Wünsche zu sponsern, spricht auch nichts gegen Markenprodukte.
Ich werde beim Kaufen von Fall zu Fall entscheiden, zu welchen Produkten ich
greife.

Quelle: Pramper, Deutschstunde 4, S. 59f