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Pressemitteilung 201230

Was zu befürchten war


2021 kein Eisspeedway in Berlin

Wie ein Damoklesschwert schwebte die Absage über der für Anfang März
geplanten 48. Ausgabe des Eisspeedway Berlin. Nach einer außerordentlichen
(Online-)Vorstandssitzung am 29. Dezember ist genau diese Entscheidung nun
einstimmig so gefallen.
„Wir haben uns schweren Herzens endgültig dazu entschlossen, sämtliche
vorbereitenden Aktivitäten ruhen zu lassen und das vom 4. bis 7. März geplante
Eisspeedway Berlin mit WM und DM abzusagen“, erklärt Olaf Ehrke, der 1.
Vorsitzende der Eisspeedwayunion Berlin (ESU). Des Weiteren führt er aus: „Wir
haben auch zwischen den Feiertagen noch einmal versucht, mit den zuständigen
Ämtern und Behörden in Kontakt zu kommen, doch leider haben wir auf unser im
Oktober eingereichtes 53-seitiges Hygienekonzept bis heute keinerlei Rückantwort
bekommen – noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung. Wir sind sogar persönlich
vorstellig geworden und dabei jedes Mal lediglich auf die jeweilige Nicht-
Zuständigkeit verwiesen worden. Das war extrem frustrierend.“
Da per 1. Januar verschiedene Verträge mit Dienstleistern und Partnern wirksam
geworden wären, zog man nun die Reißleine. „Wir haben gegenüber dem Verein,
seinen Mitgliedern und allen Beteiligten auch finanziell eine große Verantwortung,
sodass die Entscheidung, wie sie jetzt gefallen ist, alternativlos war“, ergänzt Bernd
Sagert, der 2. Vorsitzende der ESU und zugleich Rennleiter. Und weiter: „Ab dem 1.
Januar wären diverse Vertragsstrafen fällig geworden. Dieses Risiko können und
wollen wir nicht eingehen. Vom Motorrad-Weltverband FIM haben wir im letzten
Vierteljahr lediglich eine Anfrage erhalten, ob wir wieder einen WM-Lauf ausrichten
würden. Das haben wir im Oktober und unter den damals denkbaren Szenarien
bejaht. Verständlicherweise war der Kontakt seit dem sehr begrenzt. Man muss aber
bedenken, dass die für alle Motorradserien verantwortliche FIM derzeit eine ganze
Menge Probleme hat. Wie es sich jetzt in Berlin darstellt, können wir nicht einmal das
Aufbau-Team und die Sportwarte halbwegs normal arbeiten lassen. Von Zuschauern
ganz zu schweigen. Auch deshalb haben wir mit dem Kartenvorverkauf noch gar
nicht begonnen. Dabei ist unser vereinseigene Corona-konforme Online-
Bestellsystem längst einsatzbereit. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich im
Namen des Vorstandes bei diesen Mitarbeitern recht herzlich bedanken.“
Da der ESU, anders als Mitte Dezember beim EM-Rennen in Polen, keine so großen
Sponsoren zu Verfügung stehen und man seitens des Sportministeriums auch
keinen so großen Rückhalt erwarten kann, wird es 2021 kein Eisspeedway in Berlin
geben. „Wir sind aber weiter voller Tatendrang und beginnen demnächst mit den
Vorbereitungen für den März 2022. Wir sind guter Dinge, dann das 48. Eisspeedway
im Horst-Dohm-Eisstadion in Berlin-Wilmersdorf mit einer Weltmeisterschaft in
Zusammenarbeit mit der FIM und einer DM mit dem DMSB durchführen zu können“,
so noch einmal Bernd Sagert.
Pressekontakt:
Eisspeedwayunion Berlin
Herr Thorsten Horn
Mobil: +49 (0)172 2575112
E-Mail: topspeed.horn@hb-werbung.de