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-

EISTET EN -

S Z
ER ST ER THE I L.

G r am m a t i k.
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oder

G r a Im Im a t i k

persischen Sprache,
--- --
------

nebst vergleichender Berücksichtigung der mit dem Persi


schen verwandten Sprachen, namentlich des Sanskrit und
des Slawischen, und einem Anhange zum Uebersetzen,
sowohl aus dem Deutschen ins Persische als
auch aus dem Persischen ins Deutsche.

Ein Lehrbuch
für academischa Worlesungen,
h er aus gegeben
- W O Il

PAUL- ANTON FED OR POSSART,


ordentl. Mitgliede der Mittwoch'sprediger-Gesellschaft zu St. Nicolai.

Fs

Leipzig, 1831.
Verlag von Ludwig Schumann

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Leipzig,
gedruckt bei J. B. IIirschfeld.

Baye-che
Ste2 sei iOihek
MüLL en
- Sr. Excellenz
dem

Königl. Preussischen wirklichen Geheimen


Staatsminister
fiir die

geistlichen Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten,

H e r r n

Frei h er r n V on St ein
zum Altenstein,
Ritter des rothen Adler-Ordens erster Classe und des eisernen Kreuzes,
Ehrenmitgliede der Academie der Wissenschaften und der Academie
der Künste, Mitgliede der Gesellschaft der naturforschen
den Freunde,

dem weisen und grossen Beschützer der Wissenschaften

widmet dieses Buch

unterthänigst und ehrfurchtsvoll

der Herausgeber.
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Sein e m

werthen Freunde und Lehrer,


d e m H e r r n

Dr. Ernst Friedr. Carl Rosenmüller,


ordentlichem Professor der Theologie und der morgenländischen Spra
chen und Literatur an der Universität zu Leipzig,

widmet dieses Buch

mit Liebe und Dankbarkeit

der Herausgeber.
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Seinem Werthen Freunde

dem Herrn

Dr. F r a n z B o p p,
ordentlichem Professor der morgenländischen Sprachen und Literatur
an der Universität zu Berlin und Mitgliede der Königl. Preussischen
Academie der Wissenschaften,

widmet dieses Buch

mit Liebe und Hochachtung

der Herausgeber.
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Seinem Werthen Freunde
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dem H e r r n

Dr. Friedrich Schmitthenner,


ordentlichem Professor der Geschichte und der Staatswissenschaften
an der Universität zu Giessen,

widmet dieses Buch

mit Liebe und Hochachtung

der Herausgeber.
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Vor r e d e.

Die persische Sprache ist so melo


disch, schön und reichhaltig, dass sie von
den gebildesten Fürsten Asiens zur H ofsprache
erhoben wurde. Um so befremdender ist es daher,
dass man bis jetzt für das Studium und die Be
förderung dieser Sprache so wenig gethan, da
sie doch eine so reiche Literatur, und so treff
liche Geisteswerke ihres Volkes aufzuweisen hat.

Der Grund hiervon ist jedoch wohl leicht einzusehen.


Viele glauben die Sprache sei sehr schwer; da
wenig gedruckt ist, so könne auch nicht viel von
Literaturda seyn Aad ere meinen wieder gerade
zu, es sei unnütz, sich mit dieser Sprache zu be
schäftigen, und so bringt man noch viele andere
(jedoch leere) Entschuldigungen vor. 2
XII

Ein anderer Grund, warum die persische

Sprache so wenig betrieben wird, ist auch der:


weil die persischen Werke selten und auch theuer
sind. Um daher zum Studium dieser Sprache et
was beizutragen, entschloss sich Unterzeichne
t er zur Herausgabe dieses Werkes. Was nun die

Bearbeitung selbst betrifft, so wird man finden,

dass der Herausgeber hie und da von seinen Vor


gängern (deren Arbeiten er jedoch dankbar benutzt
hat) abgewichen ist, und zwar desshalb, weil er
manches Wichtige vermisste, und auch vieles Un
richtige fand. Ausserdem ist auch auf die verwandt
schaft mit anderen Sprachen aufmerksam gemacht
worden, welches gewiss dem Sprachforscher
nicht unangehm seyn wird. Da man nur eine
Sprache dadurch gründlich erlernt, wenn man fleis
sig liest, und aus seiner Muttersprache in die
fremde Sprache übersetzt, so hat der He rausge
ber Uebungsstücke zum Uebersetzen aus dem Deut
schen ins Persische und aus dem Persischen

ins Deutsche gegeben, und bei letzteren auf


YKIII

die Regeln der Grammatik verwiesen, damit man


die praktische Anwendung der Regeln sehe.
Gern wären die Uebungsstücke zum Ueberse

tzen aus dem Persischen ins Deutsche ver

mehrt worden, wenn nicht der Herausgeber in Ver


bindung mit seinem werthen Freunde, dem Herrn
Dr. Wullers eine persische Chrestomathie her
auszugeben gedächte, und der Preis dieses Werkes
um ein Bedeutendes vielleicht erhöht worden wäre.

- Für die Correctheit des Buches ist die grösste


Sorgfalt getragen worden, dem ungeachtet haben

sich aber doch einige Druckfehler eingeschlichen,


die man gütigst zu verbessern bittet. Die Sans
krit Buchstaben wird man etwas geschmacklos
finden, allein in Stempel, (welche zu viel koste
ten), konnten sie nicht geschnitten werden, zumal da
schon vorher der für die Wis senschaften th
tige und sorgsame Herr Verleger bei Unter
nehmung dieses Werkes bedeutende Kosten hatte.
So möge denn dieses Werk zum Studium
der persischen Sprache etwas beitragen, und
XIV

nachsichtsvolle und freundliche Beurtheiler finden.

Da Unterzeichneter (so er Leben und Gesund


heit hat) später ein ausführlicheres Werk über
die persische Sprache, (worin auch das Alt
Persische berücksicht werdeu soll) noch zu
schreiben gedenkt, so wird ihm j ede gründliche
Beurtheilung, so wie jeder gute Wink, so
fern er in dieser oder jener Hinsicht geirrt,
sehr willkommen seyn.

Leipzig, den 16. Juni 1831.


/

Paul Anton Fedor Possart.


I m h a l t.

Erst e r T h e i 1.
Seite

Einleitung in die persische Sprache - - - -


Erster Abschnitt.
14
§. 1. Von den Buchstaben . . . . . . .
-
2. Von den Classen der Buchstaben . . . 16
– 3. Von der Aussprache der Buchstaben . 17

– 4. Von der Eintheilung der Buchstaben - 21

– 5. Von der Verwechselung der Buchstaben


– 6. Bemerkungen über einige Buchstaben . 24
– 7. Von den verschiedenen Arten des Lg . 25
26
– 8. Von den Vocalzeichen . . . . . . .
– 9. Von den Lesezeichen . . . . . . . . 29
–10. Von dem Zahlwerth der Buchstaben d 31

– 11. Von den Schriftzügen . . . . . . 32

Zweiter Abschnitt.
Von den Redetheilen . . . . . . . . .
§. 12. Vom Hauptwort und dessen Geschlecht
– 13. Von der Zahlwandlung . . . . .
– 14. Von den Fällen oder der Fallwandlung
– 15. Von dem Artikel . . . . . . . . .
– 16. Vom Beiworte . . . . . . . . . . 45
– 17. Von der Steigerung der Wörter .. 46
– 18. Von den Zahlwörtern . • • • • • 49

- 19. Von dem Fürworte S - sº Ed d d G & * 52
Von dem persönlichen Fürworte . . . . .
§. 20. Von dem Besitz anzeigenden Fürworte 59
XVI

§. 21. Von dem zurückführenden Fürworte . . . .


– 22. Von den zeigenden Fürwörtern . . . . .
– 23. Von den beziehenden Fürwörtern . . . . .
– 24. Von den fragenden Fürwörtern . . . . .
– 25. Von dem Zeitworte . . . . . . . . . .
– 26. Von den verschiedenen Arten des Zeitworts. -

– 27. Von den Zahlen und Personen . . • • • •

– 28. Modi und Tempora . . . . . . . . . .


– 29. Von der Bildung der Zeiten und Modi - e «d

– 30. Vom Charakter des Zeitworts . . . . . .


– 31. . Von der Abwandlung der Zeitwörter . . .
A. Abwandlung des Verbi substantivi definitiv ſ
ich bin • • • •• • • • • • - - -
Abwandlung des Zeitworts ſº«. ich bin . .
Abwandlung des Hülfzeitworts G-293 seyn -
Abwandlung des Hülfzeitworts Gºx. seyn,
werden . . . . O - e - e e « e -

Abwandlung des regelmässigen Zeitworts


G°fs fragen • • • • • • • • • •

A. Activum . . . . . . . . . . . .
B. Passivum e - « - • • • • • • • • ® 103

Unpersönliche Zeitwörter . . . . . . . 106


Von dem Bindeworte e - a - e e - - d 111
Von dem Empfindungsworte . . . . . . . 112

Dritter Abschnitt.
Von der Wortbildung . . . . . . . . . 113
Von der Wurzel der Wörter . . . . . . 114
Von der Bildung der Hauptwörter von Haupt
- -
wörtern h
v
e - e - « : « - e G e e d e e e 115
Von der Bildung der Hauptwörter von Bei
wörtern • • • • • • • • « - O & 119
XVII

Seite
§. 40. Von der Bildung der Hauptwörter von Zeit
wörtern • • • • • • • • • • • . . 120
– 4. Von der Bildung der Beiwörter . . . . . 121
- 42. Von der Zusammensetzung . . . . . . . 123
- 43. Von den Arten der Zusammensetzung . . .
An h an g.
– 44. Von arabischen Wörtern und Redensarten, wel
che oft vorkommen • • • • • • • • • 133

Vierter Abschnitt.
Von der Syntax e e. G. e e sº d e e d e d s d 136
§. 45. Was lehrt die Syntax - - - - - - - - -
- 46. Vom Hauptwort überhaupt . . . . . . .
- 47. Vom Gebrauch des Nominativs. Subject und
Praedicat. e • e |e s • e e - - - - 138
– 48. Vom Wocativ s 9 - - O s d d - d . • - 140
– 49. Vom Dativ. . . . . . . . . . . . .
– 50. Vom Accusativ . . . . . . . . . . . 143
– 51. Vom Ablativ . . . . . . . . . . . . 145
– 52. Vom Je relationis und dem Genitiv - - - - 146
– 53. Von der Wiederholung desselben Worts . . 149
– 54. Von dem besonderen Gebrauch des Jaj wahdet
uud des Worts BU. G d • • • • • • • 150
– 55. Von den Vergleichungsstufen . . . . . . 151
– 56. Von den Zahlwörtern . . . . . . . . . 152
– 57. Von den persönlichen und Besitz anzeigenden
Fürwörtern e e e e G sº d O d e d O 154
–58. Von den zurückführenden Fürwörtern . . . 155
– 59. Von den zeigenden Fürwörtern . . . . . 156

5 – 60. Von den beziehenden Fürwörtern . . . . .


– 61. Von den fragenden Fürwörtern . . . . . 157

9 – 62. Von dem unbestimmten Fürworte man . . . 158


– 63. Bemerkungen über einige Zeitwörter . . . -
-
- 2x 2 :
XVIII

Seite
§. 64. Von dem Infinitiv • • • • • • • • • • 159
– 65. Vom Gebrauch des Aorist's . . . . . . . 160
– 66. Vom Gebrauch des Futurum simplex und pe
riphrasticum &b 6 d G « G e e. G. e. 161
– 67. Vom Gebrauch des Subjunctiv's . . . . . 162
– 68. Vom Gebrauch des Optativ's . . . . . . . 163
– 69. Vom Gebrauch des Participiums . . . . . 165
– 70. Vom Gebrauch des Imperativ's . . . . . . –
– 71. Vom Gebrauch des Jaj lijaket . . . . . . 166
– 72. Von der Anrede . . . . . . . . . . . 167
– 73. Vom Gebrauch der Vor- und Bindewörter . 168
– 74. Von der Verneinungspartikel 8 5 und ſ“ - - 169
Fünfter Abschnitt.
Vermischte Idiotismen des persischen Styls.
§. 75. Von den Ellipsen . . . . . . . . . . 170
– 76. Von dem Pleonasmus . . . . . . . . . 171
– 77. Von dem Wortspiele . . . . . . . . . –
- A. nh a n g.
§. 78. Von der Prosodie . . . . . . . . . . 172
– 79. Von der Länge und Kürze der Sylben . . . . –
– 80. Von den Versfüssen . . . . . . . . . 175
– 81. Von dem Metrum . . . . . . . . . . –
– 82. Von den verschiedenen Arten der Dichtkunst. 176
– 83. Von der Bedeutung der Gedichte . . . . . 177

Zweiter Theil.
Praktische Anleitung zur Erlernung der persischen
Sprache.
Erste Abt h eilung.
Praktische Uebungen zum Uebersetzen aus dem Deut
schen ins Persische . . . . . . . . . 179
XX

Zweiter Theil. - -

Zweite Abt h eilung.


Seite
Praktische Uebungen zum Uebersetzen aus dem Persi
schen ins Deutsche E s G - s e S & G, 194

Prosaische Stücke.
Kurze Erzählungen. • • • • • • • • • • • • 196

Sa a d i.
Aus dem Gulistan - - - - - - • • • • e e 199

D s c h a m i.
- - - -

Aus dem Beharistan • • • • • • • • • • • -


K h on dem i r.

Theophrastus • • • • • • . . . . . . .
Po et is eh es ü cke. :

Feri-Eddin-Attar.
Aus dem Pend-Nameh . . . . . . . . . . . .
Sa a d i.
Aus dem Pend-Nameh G O & G O e. G. e e e e 206

Vocabeln zu den Uebungsstücken.


Prosaische Stücke G S O Gº G O e. G. e e. G. e G 208

Poetische Stücke • • • • • • • • • • • • • 211

Verzeichniss der gebräuchlichen Wörter


und Redensarten.
1. Von den Mineralien und Metallen . . . . . . 212
2. Von den Pflanzen und Früchten . . . . .
3. Von den Speisen und Getränken . . . . . 214

4. Von den menschlichen Gliedern . . . . .


5. Von den Krankheiten und Gebrechen - - - 215
YY

Seite
6. Von den Kleidungsstücken der Männer und den
Sachen, welche Frauenzimmer gebrauchen 216
7. Von der Stadt, den Gebäuden und ihren
Theilen etc• • • • • • • • • • • • 217
- 8. Von den Haus- und Landwirthschaftsgeräthen 218
9. Von den Handwerkern, Künstlern u. a. Personen –
10. Von der Verwandtschaft . . . . . . . . 220
11. Von den Schimpfwörtern, den Fehlern u. s. w. –
12. Von dem Schreiben und Lernen . . . .. . 221
13. Vom Kriege . . . . . . . . . . . . 222
14. Von den Künsten und Wissenschaften . . . 223
15. Von der Astronomie . . . . . . . . . –
16. Von der Welt und Zeit . . . . . . . . –
17. Von den Religions- und Kirchensachen. . . 224
18. Von den Thieren . . . . . . . . . . 225
19. Von der Musik . . . . . . . . . . . 226
20. Verschiedene Wörter . . . . . . . . . –
21. Beiwörter . . . . . . . .. . . . . . 228
22. Zeitwörter . . . . . . . . . . . . . –
23. Redensarten . . . . . . . . . . . . 230
Einleitung in die persische Sprache.

Die alte persische Sprache bestand aussie


ben Dialecten, von denen der Parsi (cs“. s) oder
der des eigentlichen Persiens, der Pehlwi („2AEA)
oder der, welcher zuerst in Medien oder Parthien,
der Zend (OG_) über welchen viel gestritten wor
. den ist *), und der Dari ( 9 ) ) oder der, welcher in
, M. den am wenigsten besuchten Theilen des Reichs ge
- sprochen wurde, die wichtigsten sind.
2. Das Parsi wurde unter den Sassaniden (von
– 222–642) die herrschende Sprache Persiens, aus
23)

*) Ueber das Zend ist viel gestritten worden; Einige meinten,


es sei die Sprache Georgiens, Jrans und Azerbidschans
gewesen; so Anquetil du Perron; Andere die des nördlichen
Mediens, wie Kleuker sagt, oder nach la Croze war es von dem
heutigen Armenischen nicht verschieden. Nach Wahls Gesch. der
morgenländischen Sprache S. 203 ff. gehörte das Zend dem Priester
dienste an. Nach Neueren ist es die Sprache Baktriens, Mediens
und Persiens gewesen. Vgl. Rhode, heilige Sage des Zendvolks.
Frankfurt a. M. 1820. 8. Rask: Ueber das Alter und die Echtheit der
Zendsprache, übers. von der Hagen. Berlin 1826. 8. Vgl. Hall.
Literaturzeitung 1827. Nr. 22. S. 169 ff. Dorns Verwandtschaft
des pers., germ. und griech.-latein. Sprachstammes. Hamburg 1827
bei Meissner. 8. & - - - -

1
2

welchem sich dann das Neupersische bildete. Die


ser Dialect ist besonders mit dem Sanskrit ver
wandt. Rein und nicht sehr vermischt mit dem
Arabischen finden wir das Parsi in den Schrif
ten Firdus's und Tarik Teberi's. Diese Einmi
schung des Arabischen in das Parsi erfolgte, als
die Araber Persien eroberten, und deren Sprache
die gelehrte Sprache Persiens wurde. Daher ſin
det man oft bei den persischen Schriftstellern
nicht nur arabische Wörter, sondern auch ganze
Redensarten. Auf diese Art entstand dann das Neu
persische. Die arabischen Wörter im Neu
persischen blieben theils unverändert, theils
wurden sie nach persischer Art verändert. –
Vgl. C. F. Richter: Histor. krit. Versuch über die
Asarciden- und Sassaniden-Dynastie. Leipzig 1804.
8. Memoires sur diverses antiquités de la Perse et
sur les medailles des rois de la dynastie de Sassani
des etc. Par Sylvestre de Sacy. Paris 1793. 4.
Was die persische Sprache im Allgemeinen
betrifft, so ist sie nicht nur wie oben schon gesagt
worden, mit dem Sanskrit, sondern auch mit
dem Deutschen und dessen Dialecten, mit dem
Griechischen, Lateinischen, Slawischen,
weniger aber mit dem Keltischen, Thraci
schen, Koptischen und Armenischen ver
wandt. Die Aehnlichkeit mit dem Deutschen ist
aber nicht so gross, dass man, wie Leibnitz behaup
tete, ganze persische Verse sogleich verstehen
Z

könnte. Sie beweisst nur, dass die Deutschen


auch aus Asien stammen. Beispiele von der Ver
wandtschaft des Persischen mit den genannten
Sprachen sind z. B. - ſäb, Wasser, sanskrit apa,
wa Iachisch apa, altdeutsch au; / abru,
Braue, Augenbraue, sanskrit bruwa, russisch
6poBB (brow); fºr? brader, Bruder, sans krit brat,
lateinisch frater, griechisch pgato, italie
nisch fradre, russisch 6pam b, serbisch 6pamr
(brat); 25 gau, Kuh, sanskrit gau, englisch
cow (cau), holländisch koe (kü), armenisch
Inl (gow); CX3 bud, böse, englisch bad (baed),
armenisch uu (wad); jſ ez, lateinisch ex,
griechisch §; G2é-; Khan, Kanne, neugrie
chisch xavat ; JÄG- difter, griechisch Öq 9éga
Pergament *). Andere Verwandtschaften im gram
matischen Bau der persischen Sprache, mit an

*) Vgl. Dorn a. a. O. S. 137–187. Schlegels Sprache und


Weisheit der Indier. Heidelberg bei Mohr 1808. 8. Vgl. Winer
Jahrb. der Literatur VIII. Band 1819. Murray history of the Eu
ropean languages. Edinburg 1823. 2 Bde. 8. Klaproth Asia poly
glotta. Paris 1823. 4. Rakowiecki Prawda ruska. Warschau 1820.
8. Lelewel Dzieie starozytne Indyi. Warschau 1823. 8. Klaproth
Mémoires relatifs à l'Asie. Paris 1824. 8. S. 214 ff. S. 422 ff. Joh.
Sev. Vater’s Proben deutscher Volks-Mundarten nebst andern Sprach
forschungen etc. Leipzig 1816. S. 171–194. F. Schmitthenner's
Ursprachlehre. Entwurf zu einem System der Grammatik mit be
sonderer Rücksicht auf die Sprachen des indisch-deut
schen Stammes: das Sanskrit, das Persische, die pe
lasgischen, slavischen und deutschen Sprachen. Frank
furt a. M. 1826. §. 29. S. 29 – 38. S. 53–59. 8.
1*
dern sprachen ,
werden an den passenden Orten be
merkt werden; an Einfachheit kommt sie mit dem
Englischen und Holländischen überein.
Die persische Literatur hat in den alten
Mundarten noch wenig aufzuweisen, und die per
sep olitanischen Inschriften sind zum Theil un
verständlich *). Hin sank die persische Bildung
in den ersten Zeiten als die Araber Persien be
herrschten; erst unter den Abassiden um 749 fing
wieder eine Blüthezeit der persischen Literatur
an. Diese dauerte bis ins 13te Jahrhundert auf
Dschingiskhan; im 16ten erlosch sie ganz, nach
dem sie schon vorher von Timur im 14ten und
Von den Türken im 15ten Jahrhundert in Verfall
gekommen war. Da Persien viele Bedrückungen
erfahren, so sind die Wissenschaften noch nicht wie
der aufgeblüht. Ausgezeichnet haben sich blos in
neuerer Zeit der König von Aude, welcher ein
persisches Wörterbuch und eine persische Gram
matik herausgegeben hat, und der Dichter Blab
Phelair, welcher 1825 starb *). Was indess die
*) Besonders verdient haben sich um das Zend gemacht: Hyde
(Vgl. Historia religionis veterum Persarum. Oxonii MDCC. 4. Prae
fat.), Georg Bourchier, Frazer, Anquetil du Perron; in neuern
Zeiten besonders. Rask, Rhode, und besonders Olshausen in Kiel
durch sein: Vendida d. Zend-Avestae Pars XX. adhuc super
stes. E codd. Msc. Parisinis primum edidit, varietalem lectionis ad
jecit. Partic. I. Hamburg, bei Perthes 1829.
*) Einen kurzen und recht guten Abriss der persischen Li
teraturgeschichte findet man: in den Flowers of Persian Litera
5

persische Literatur überhaupt anbelangt, so hat sie


aus ihrer Blüthezeit viele schöne Werke (namentlich
in der Geschichte, Geographie und Poesie)
aufzuweisen. Ein sehr schönes Werk zur Kenntniss
der Dichter hat Joseph von Hammer in Wien heraus
gegeben, unter dem Titel: Geschichte der schönen
Redekünste Persiens, mit einer Blüthenlese aus zwei
hundert persischen Dichtern. Wien 1818, bei Heub
ner und Volke, 4. -
Unter den Dichtern zeichneten sich zuerst Ru
degi (Abul-hassan) aus, Essedi aus Tus, der epi
sche Dichter Firdus, aus Tus, dessen Name bald
ein Jahrtausend in der Dichtkunst glänzt. Hammer
sagt von ihm a. a. O. S.50: „Poesie und Historie
sind die unerschütterlichen Pfeiler seines ewigen
Ruhms, die Herculessäulen in die sein Genius das
Nicht mehr weiter für die staunende Nachwelt
gegraben;“ und Rousseau a. a. O. S. 9: „The work
of Furdoosee remains entire, a glorious monument
of Eastern genius and barning; which if ever it
should be generally understood in its original Ian
guage, will contest the merit of invention with
Homer himself, whatever be thought of its subject
or the arrangement of its incidents.“ *). Schade
nur, dass Firdusis &«U5 3U Schah Nameh, oder Kö

ture etc. By S. Rousseau. London 1801. 4. S. I: Essay on the


language and Literature of Persia. /

*) Rousseau a. a. O. hat eine recht gute Biographie von Fir“


dusi geliefert. - . -
6

nigsbuch, noch nicht ganz herausgegeben ist. Ein


zelne Bruchstücke daraus haben Jones, Hammer,
Wahl (in den Fundgruben des Orients) u. a. über
setzt. Sehr wichtig ist das Schah – Nameh für
die alte persische Geschichte, und es wäre
sehr zu wünschen, dass dieses kostbare Werk ganz
herausgegeben würde, wozu man aber wenigstens
eine Zeit von zehn Jahren verwenden müsste, da
die Manuscripte sehr incorrect und ungleich sind.
Ausserdem ist noch nach Firdusi berühmt, Anssari
der Dichterkönig. Als Lyriker zeichnete sich aus:
Enweri + 547 (1152); Wisami † 576 (1180); Kha
kani † 582 (1186), der beinahe den Pindar in der
Ode übertrifft; Dschelaleddin Rumi als mystischer
Dichter (von dem einige Stücke in den Fundgruben
des Orients abgedruckt sind); übersetzt wurde meh
reres von ihm von Hammer, Jones, Tholuck (Blü
then morgenländischer Dichtkunst) u. a. Unter den
didaktischen Dichtern nehmen Feri-eddin Attar,
geb. 613 (1216) und Saadi, gest. 691 (1291) die erste
Stelle ein. Von ersterem hat Hammer in der Gesch.
der schönen Redekünste einiges übersetzt, sein
Pend – Nameh gab Sylvestre de Sacy nebst einer
sehr guten Uebersetzung und gutem Commen
tar, nebst Text, Paris 1819, heraus. Von Saadis
Werken übersetzten Olearius und Gentius den Gu
listan oder Rosengarten, ausserdem in neuerer
Zeit: Ross unter dem Titel: Saadi's Guli
stan translated into english, with an Essay on the
7

life and genius. London 1823; Uebersetzungen von


Bruchstücken, von Jones, Hammer u. a., gute Aus
gaben mit Text und Uebersetzung sind die von Gla
duin, unter d. Titel: Persian classics, containing the
Gulistan of Sady, with an english translation and
notes. II Volumes. in roy. 4. Calcutta 1806; von
Dumoulin: The Goolistan of Sheikh Saadi with an
english translation. Calcutta 1807.4.; die neueste
Ausgabe von Semelet. Paris 1829; aus dem Bostan
oder Fruchtgarten übersetzten: Hammer, Jones
und Supinton; das Pend – Nameh, Gladwin in s.
Persian Moonshee. Calcutta 1801. fol. Erhaben sind
die Sprüche dieser beiden Dichter, ihre Moral greift
tief ins Leben, und man findet in ihnen echt
praktische Lebensphilosophie. Für das Studium
der Psychologie sind diese Dichter gewiss von
Wichtigkeit. In der Ode hat sich besonders Hafi
† 791 (1389) ausgezeichnet; Uebersetzungen von ihm
sind von Hammer, Hindley, Wott, Jones, Scott, Ouse
ley, Tholuck u. a. Nicht minder berühmt ist Was
saf, er schrieb um 711 (1311), pries den Sultan
Abussaid, und schrieb die Geschichte der Nachkom
men dieses grossen Eroberers bis auf Ghasan in
fünf Büchern. Der letzte grosse Dichter Per
siens ist Dschami, der sich durch sein roman
tisches Gedicht Jussuf und Sulecha, und seine Fa
beln vornehmlich, berühmt gemacht hat; Ueber
setzungen von Jussuf und Suleicha sind die von
Ouseley, Hammer und von Rosenzweig, welcher
/
8

letztere auch den Text, Wien 1828. fol. heraus gab;


die Fabeln übersetzte Rousseau.
Ausserdem giebt es noch viele Sammlungen von
Gedichten, so auch Werke in Prosa, als Fabeln,
Mährchen und Erzählungen. Hierzu gehört z. B. das
Anwari Soheili, das Bahar – Da nu sch, das
Tuti-Nameh. Letzteres gab Hadley und Glad
win, unter d. Titel: Tooti-Nameh or tales of a
parrot, pers. and engl. London 1801, heraus *).
Auch in der Geschichte, Geographie und
Statistik besitzen die Perser ausgezeichnete Wer
ke. Unter den Geschichtsschreibern sind be
rühmt Tarik Teberi, Abu-Said um 1276, welcher
eine Geschichte von Adam bis auf seine Zeit schrieb;
pers. und latein. herausgegeben von Andr. Müller,
Mirchond um 1741, Bruchstücke von ihm sind mit
getheilt in Wilken's Chrest. persica, von Jenisch in
der „Historia Regum Persarum,“ Wien; von Syl

*) Ueber die Dichter vergleiche man Hammer's schon angeführte


Gesch. der schönen Redekünste. An Dichtern ist Persien sehr reich,
aber leider hat man noch wenig von ihnen herausgegeben. Schöne
Manuscripte sind auf den Bibliotheken zu St. Petersburg, Mos
kau, Königsberg (vgl. Hasse's bibl. orient. Aufsätze. Königsberg
1793.8. S. 1 ff.), Berlin, Breslau, Bonn, Göttingen, Wien,
(vgl. Fundgruben des Orients II. Bd. ff.) Dresden, (von denen
der gelehrte Herr M. Fleischer einen Catalog jetzt verfertigt), Leip
zig (auf der Universitäts- und Rathsbibliothek; Herr Dr. Rosen
müller besitzt eine schöne Handschrift von Hafiz Oden, und Saadis
Bostan und Gulistan), Wolfenbüttel (besonders Bibl. Aug. 5, 3.
61. 9. Extr. 275. 48. 21.) München, Gotha, Weimar, Pa
ris, London, Oxford, Turin, Rom etc.
7
9

vestre de Sacy in s. Memoires sur diverses antiq. etc.;


die Historia Samanidarum, von Wilken, Göt--
tingen 4.; und von Jourdain in seiner „Notice de
l'histoire universelle de Mirkond,“ Paris 1814; Khon
demir (seine Werke sind unedirt); Mohamed Ka
fim Ferischtah, übersetzt von Alex. Dow (History
of Hindostan. London 1768. 3 Bde. 4.), von Scott
(History of Dekkan 1794. 2 Bde. 4.; von dem Kaiser
Dschihan-Guir das Tuzuki Dschih an Guir, aus
welchen Gladwin in s. Asiatic miscell. Auszüge lie
ferte; von dem Vezir Abul Fazl das Akbarnameh,
Bruchstücke übersetzt von Gladwin; von Asem Kuf
gab Ouseley in s. Orient. collections Auszüge, etc.
Viele andere Werke liegen noch unbenutzt auf den
Bibliotheken; indess hat sich in neuerer Zeit die
Society of translation in London um die
persische Literatur sehr verdient gemacht.
Unter den Geographen verdienen genannt zu
werden: Hamdallah al Mestuft, aus dessen Wer
ken Ouseley einiges übersetzte; Sheikh Mohamed
Ali Hozein, Bruchstücke ebenfalls von Ousely etc.
Unter den Aerzten ist besonders berühmt: Abul
mansur Mowafik Ben Ali, die Pharmacologie des
selben ist von Seligmann. Wien 1830.4. heraus
gegeben. Auch in der Astronomie und Geome
trie sind die Perser nicht unthätig gewesen. Reli
giöser, grammatischer und lexicalischer
Werke giebt es viele.
Der Nutzen der persischen Sprache ist ge
V
10

wiss gross, besonders für die Geschichte; ausserdem


ist sie auch nützlich zum Verstehen der Bibel, na
mentlich zum Hohenliede, den Sprüchwör
tern und zum Buche Jesus Sirach. Vgl. Boh
len: Symbolae ad interpretationem S. Codicis ex
lingua persica. Lipsiae apud Barthium 1822. 4.
Hülfsmittel zur Erlernung der persischen Spra
che sind:
1) Gravii: Elementa linguae persicae etc. 1649. 4.
2) Ignati a Jesu: Grammatica linguae persicae.
Romae 1661. 4. -

3) Castelli: Lexicon heptaglotton etc. Londini


1661. fol. may.
4) Angelia Josepho: Gazophylacium linguae Per
sarum. Amstelodami 1684. fol.

s) Podesta: Cursus grammaticalis Ling. O. O.


Pars III. Persismus et Arabismo-Persismus.
Viennae 1691. 4.
6) Ludovici de Dieu: Rudimenta linguae persicae.
Lugd. Batav. 1739.
7) Wieyra: Brevis, clara, facilis, ac jucunda non
solum arabicam linguam, sed etiam hodiernam
persicam addiscendimethodus. Dublini 1789.4.
s) Meninski: Institutiones linguae turcicae cum
rudimentis paralellis linguarum arabicae, et
persicae etc. Vindobonae 1756. 4.
9) Moises: The Persian interpreter. Newcastle
1792. 4.
11

10) Gladwin: The Persian Moonshee. Calcutta


1801. fol.
11) Dombay: «FAS GÄ ---- rºs Gram
matica linguae persicae, accedunt dialogi, hi
storiae, sententiae et narrationes persicae. Win
dobonae apud Camesinam 1804. 4.
12) Wilken: Institutiones ad fundamenta linguae
persicae, cum Chrestomathia maximam partem
ex auctoribusineditis collecta et Glossario lo
clupleti. Lipsiae sumtibus Crusii (Vogelii),
MDCCCV. 8. "

13) Lumsden: A Grammar of the Persian Lan


guage; comprising a portion of the elements
of Arabic inflexion; together with some ob
servations on the structure of either language,
considered with reference to the principles of
general Grammar. 2 Volumes. Calcutta prin
ted by T. Watlay 1810. -

14) Jones: A Grammar of the Persian Language.


The ninth edition by Samuel Lee.- London
printed by Nicol. 1828. 4. - -

Unter den Wörterbüchern sind folgende wichtig:


1) das von Ardeschir, -

2) das von Castellus bei dem seinigen zu Grunde


gelegte: Neaemet allah (Deliciae Dei).
3) Sehr berühmt ist das Ferhangi-Dschihanguir
und Ferhangi-Schuuri.
4) Meninski Lexicon arabico-persico-turcicum,
adjectis ad singulas voces et phrases signif. lat
„-
12

ad usit. etam italica. (Wien 1680–87.) sec.


cur., recogn. et auct. a Bh. de Jenisch. Wien
1780–1802. 4 Vol. fol.
5) Rousseau: Persian vocabulary. London 1802.
8. (mangelhaft).
6) Richardson: Dictionary persian arabic and eng
lish etc. a new edition, with numerous edi
dition and improvements by Ch. Wilkins. Lon
don 1806. 2 Vol. Einen Auszug daraus hat
Hopkin 1810 in I. Bande geliefert.
7) ſAG Uxis. The seven Seas a Dictionary and
- Grammar of the Persian Language by his Ma
- jesty Äs e-f“zu 9. W «« „ia/ 2sſ
„Älä BUG-Us J.-A.-> eV The King of Oude,
in seven Parts. II Volumes. Printed his Maje
sty's Press in the City of Lucknow 1822. fol.
Unter den Grammatiken sind die von Jones
und Lumsden die besten; nur fehlt es in beiden an
einer guten Uebersicht, namentlich bei Lumsden.
Gladwin Persian Moonshee enthält auch manches
Gute; Wilkens und Dombay’s Grammatik sind dürf
tig; doch hat sich dem ungeachtet Wilken manches
Verdienst durch sein Werk erworben, obgleich es
manches Unrichtige enthält. Schade, dass nicht ein
Sylvestre de Sacy, Chèzy, Hammer, Rückert, Frey
tag oder Bohlen eine persische Grammatik her
ausgegeben haben. – Unter den Wörterbüchern
sind die von Meninski, Richardson und das vom Kö- -
13

nig von Aude die besten. Besonders das letztere,


welches sehr vollständig ist. Die neueste persi
sche Grammatik ist von dem Perser Abbas Kuli
Aga. Die russische Regierung hat befohlen, diese
Grammatik ins Russische zu übersetzen, und
500 Exemplare derselben auf Kosten des Ministe
riums der auswärtigen Angelegenheiten drucken zu
lassen. Vgl. Leipziger Zeitung vom 28. Juni 1830.
AXIT
GX- Sº

Grammatik der persischen Sprache.

ERSTER ABSCHNITT.
S. 1.
Von dem Buchstaben und Lesezeichen.-

Die Perser haben nicht nur die Religion von


den Arabern, sondern auch ihre Schriftzeichen; le
sen ebenfalls von der Rechten zur Linken; zählen
aber nicht wie die Araber 28, sondern 32 Buch
staben. Sie sind folgende:
-
Verbun- Unver- In der Zu An
den. | bunden. Mitte. fange. Namen. Bedeutung.
--^>-< -->-<

1| ſ | ſ | U ſ e_Jſ Elif |N A
2 | - -” H. P Cx? oder Uz B - B
oder bä
3 – Vrz" H | | (F. P zt P (rus
-, - - sisch)
4 | UX QT «A- S sus T od, täne T
5 C & | # 3 Q3 Uš Thi | 9 Th
oder thä (griechisch)
6 F Z QS
- Q-
e --- Dschim wied.
1E (I. ital.g
1 S2
vor e und i

7 S G F S- GSfº-Tschi- (russisch)
odér tschim
15

Verbun- Unver- In der Zu An


- den. |bunden. Mitte. | fange. Namen. Bedeutung.
-^S-

8 S Z | = = => F„ n H.
- - e • e S- | -| oder
9 C S = e- (xe- º
1O | CX. UP CX. e» Oſo Däl - D
11 | CX 3 | CX 3 Oſ5 Dsäl | Ds
12 Jſ J uſ „D ºb - a
l 13 j j Uf J „) bz vz oder

- «". «". «". J. «". . «". ru sisch


- ---
h- 15 U“ (U" MA " | E). " Sin ÜS
16 UF U- Ä is ca. Schin | U Sch
= 17 Ua O° WO. «o eue Säd vW Z -
18 Ca 93 | ä & GUS Zäd Dd
– 19 h - | h - UL Tä 2 T
20 h - | k k» Us Tzä Tz Dd
21 | 8 8 K. c | Gºc Ain 9
(rus A2 & & 5. é Gaé Ghain 5 G, Gh
sº 23 C. Cº & 5 cs. US Fºod.fä|D F
T 24 C es | # # ÜÄs Käf PK
rechisch 25 EL ST | Sod. Tod. Cäf
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.. 26 GCo. Gö. L F e_U“ Gäf 3 G
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russisch 28 f ſ «- „W) ſº.“ M7m. Q M
16 -

=-
Verbun- Unver- In der Zu An
den. | bunden. Mitte. | fange. Namen. Bedeutung.
-->-"> - S-“S.

29 G G | # 5 E3' Mün ? N
30 G c | > > >> Waw W
31 | & G "v 6 8 sº Us. HT hän H.
32 x „ & Gº Lº Ji jä| j
JW XY M Sº e Jſ FM Lam La
elf -

“- §. 2.
Von den Classen der Buchstaben.

Die Buchstaben der Perser sind von den Gram


matikern in drei Classen getheilt worden. Von
der ersten Classe „ſº/“ Mesrüri, giebt es funf
zehn Buchstaben, von welchen jeder durch zwei
Buchstaben ausgedrückt wird, als: Us bä, Us pä,
US tä, US tha, U> dscha, U> ha, US- kha, rä,
/ zä, j schä, U- tä, U- tzä, Us fa, UK hä,
U jä; öfters geht aber a in i über, als: (s? Öf, CH
t7 etc. Diese Art von Veränderung wird &JUeſemct
leh, genannt. Von der zweiten Classe alsº2 X«
melfützi, giebt es vierzehn Buchstaben, jeder von
ihnen wird durch drei Buchstaben ausgedrückt, als:
e_Uſ elf, fº- dschim, Oſo däl, Oſé dsät, ca.
sin, Gºschin, oU- säd., GUS ddad, Gae ain,
Gé ghain, GG käf, GT ef, GH gif, PN
läm. Die dritte Classe C,32xO- moktübi, deren
Anfangs- und Endbuchstaben dieselben sind, als:
s 17
ſº mim, G 23 mün, »ſ, wau. Diese drei Buchsta
ben nennt man „2x« – »Wä» moklub mostewi.
§. 3. - -

Von der Aussprache


-
der Buchstaben.

1) ſ. Elf, ein leiser Hauch, kann mit allen Vo


calen gesprochen werden. -

2) - Be, ist B, als: As bär, die Last.


3) „ Pi, wie P, als: Cººrs pursisch, die Frage.
4) C Ti, wie ein gelindes T, als: CCS tenk, eng.
5) & Thi, wie das englische Th, oder grie
chische 9, oft auch wie s, wie in dem eng-,
lischen Worte sin; als: e,5 tserad, das Ge
schlecht. -

6)F Dschin, wie das italienische G vor ,


als: U3- dscha, der Ort.
7) S Tschim, wie Sch, als: -Kº tschenk, das
Treffen.

8) Z Hi, ein Gurgelhauch und vom s unterschie


den, als: CA2> heijat, das Leben.
9) 2. Khi, wie kh, oder wie ein schweizeri
§ches ch, als: GGG- khakan, der König,
Kaiser.
10) o Dal, wie D, als: Jo dil, das Herz. Um
es richtig auszusprechen stösst man die Spitze
der Zunge gegen die Vorderzähne.
11) G Dsal, wie ds, als: - Sc5 dseheb, das Silber.
12) ſ. Ri, wie R, als: G2/ rewan, fliessend.
13) j Zi, wie Z, als: E923j zebün, schwach.
2
< 18
-14)j Schi, wie das französische j in jour,
oder koptische x, als: 83j dschäleh, der
Thau.
15) U.» Sin, wie S, als: 8 - sajeh, der Schatten.
16) C. Schin, wie Sch, als: L& scheb, die Nacht.
-17) U2 Std, ein scharfess oder ss, als: sº
suft, der Mönch. : : :: ::
18) US Zad, wie das französische z oder ss,
.2 als: GL-3 zeman, die Gunst.
19) - Tat, wie ein starkes T, als: ---- tuti,
–; der Papagei. - - - -

-20) s Tza, etwas stärker als j und O3, als:


–2 Ä- =efer, der Sieg. -
21) 8 4in, ein a in der Kehle, welchen Laut man

jedoch nur von den Eingebornen richtig lernen


kann. Es ist ein sehr tiefer Guttural, ohne
er hörbare Aspiration *).. -

– º) Ueber die Aussprache des 2 bemerkt Sylvestre de Sacy in sei


Grammaire Arabe. Paris 18fö. R. 43. p. 21.: „L'artieulation
particulière au ne peut être exprimée par aucune des lettres usi
1ées chez les peuples de l'Europe , auxquels cette articulation est ab
söfüment inconnue. Elle se produit en retirant l'air extérieur vers
le gosier, et ce mouvement me paroit avoir quelque rapport avec
celui que Pon fait pour la déglutition quand on avale Peine, soit
à cause de quelque gonflement dans les amygdales, soit parce que
ce qu'il sagt davaler est d'un volume un peu considérable, ou d'une
substance sèche qui ne se prète pas à la deglütition. Hy a beau
comp de rapport entre la prononciation du & et celle de I'élif avec

le hamza f
ou du hamza seul*, sice n'est que lee s'articule
plus fortement. La figure méme du ha mza, qui n'est autre chose
-
• 19
22) & Ghain, wie gh, ebenfalls ein starker Gut
tural, als: f* ghem, der Kummer.

qu'un petit c, indique cette analogie." L'articulation du c est moins


forte lorsqu’elle se trouve au commencement ou au milieu des mots,
que lorsqu’elle se trouve à la fin. “ - -

- Lumsden in s. Grammar of the Persian language sagt:


, There is no letter, in the English alphabet, the sound of which
has any resemblance to that of c, and the name of this letter can
not be more nearly represented, in English characters, than by the
word Ain. By endeavouring to pronunce the letter A in this word,
from the middle of the throat, and by compressing the parts of the

sound represented by this letter, when it is moveable by the vo


. 3. - - 2. c >

wel Zubur; and in the words cyºf: Ibrut (advice) and c;!”c
Osrut (poverty) in which it is moveable by the other two vowel
points, a similar idea may be formed, by pronouncing the two short
vowels I, and O, at the beginning of these two words, from the
same place, and will the same precaution. The lettre quies
cent may form a dipththong, with any of the vowel points, as in
* Cº a .* C,

the words J3. Maabur (a ferry), J” Meabur (a ferry boat),


and cuº. Mooataud (usual); and the sound of it, in each of these
examples approaches to that of the Alif quiescent, from which
it is distinguished, in my opinion, merely by that strong contraction
of the muscles of the throat, which is necessary to its proper enun
ciation, and by its capacity to form a dipththong with all three vo
wel points, in opposition to the letter Alif quiescent, which
never follows any vowel but Zubur. Let any one endeavour to
A

pronounce the letter Alif in the word c\} Baud (wind), with that
contraction of the muscles of the throat, which is necessary in the
pronunciation of 8. and it will be converted into the Arabic word
C, e.

CAxy Baad (after). “ -

Meninski: *8. estivox vituli matrem voc antis. “


2*
20 -

23) -3 Fe, wie F, als: C-As fars, Persien.


24) Cs Kaf, ein K, in der Kehle, als: U«ö ke
fes, der Vogelkäfig.
25) UT Kef ist sanfter, als: ÄT kam, der Wille.
26) U“ Gaf, wie G, als: „U“gaw, die Kuh.
In Manuscripten hat Ü“öfters keine Punkte.
27) Ü Läm, wie L, als: GCX j-/ erziden, zittern.
28) Min., wie M, als: J.Lº mar, die Schlange.
29) G Mün, wie W, als: GU5 nan, das Brod. Nach
einem langen Vocale ſ 2 oder „g hat G einen
kaum bemerkbaren Nasenlaut, am Ende einer
Sylbe und vor U“ ist dieser Laut hörbar; vor
- wird es wie im Arabischen, wie m ge
- -- -
lesen, als: exºST kombed, Thurm. Ein sol
JL 3 9

.. ches Nasa Inun nennt man &ä G25 Wun


ghunnah. Etwas anderes ist aber im Sanskrit
Guna, und nicht mit jenem zu verwechseln.
Vergl. Bopps Lehrg, der Sanskrit –Sprache
R. 33. S. 26.
30) & He, wie ein gelindes H, ein leiser Aspirat,
ga- mutzhar genannt, als: „exº hindi, der
Indier; am Ende der Wörter ist es oft nicht
aspirirt, und heisst dann Gä- khafi, Cº, Evo
muktaf oder L =- mukhafft ; als: &ST kih,
welches; steht es am Ende und ist es mit
h - ..
zwei Punkten versehen, wie S, só lautet es
Wie t. * -

30 2 Wau, wie W, ist eigentlich u.


21

32) „s Je, ist zu Anfange einer Sylbe ein j,


dann wird es auch als Vocal gebraucht. Mit
Teschdid (“) wird es jj. z.

§. 4.
Yon der Einth
-“
eilung der Buchstaben. -

Die Buchstaben Werden eingetheilt:


1) in Kehlbuchstaben, gutturales, diese sind:
* éS & Z f

2) in Gaumbuchstaben, palatinae, diese sind:

3) in Zahnbuchstaben, dentales, diese sind: -


Cº e und - 3 &; *

4) in Lippenbuchstaben, labiales, diese sind:


- ſº L5 SP - -

5) in Zungenbuchstaben linguales oder Zisch


laute: diese sind: O G U5 U- U- U- j / .
S. 5.
Von der Verwechselung der Buchstaben.
-“T -

1) Die Kehlb uchstaben werden oft verwech


selt, und zwar wird ſ vertauscht mit „s als: Glºyſ
armeghan, oder GUX-9rº irmeghan, ein Geschenk;
oft wird auch ſ im Anfange eines Worts weggelas
Sen, als: „Sº schikem für „Sººſ ischkem, Bauch.

Dieses Elif wird 3.2, LM elf wez, Elif der


Verbindung genannt. Das - geht oft in das ver
wandte & G oder " über, als Äs takh, oder Äs
22

tag, der Name eines Baumes; 2U4-Ets- tschaekmakh,


oder C3LXS- tschekmak, Feuerstein; Gué- chaman,
oder GUST keman, Bogen; ë geht oft in Cs oder U“
über, als: Ägſ aeyagh, oder Gſ aegak, Becher;
FU) ligham, oder r-G ligam, Zaum; 8 in ſ - oder
Z als: Sº hitsch, oder Fºſ itsch, irgend einer;
BU« mah, oder -Lo madsch, Mond; Fºº hiz, oder
- /> hiz, eine am
2) Die Gaumbuchstaben werden vertauscht
und zwar: z mit Cº L j U- oder ET, als:
As taradsch, oder es 2G tarat, Beute; &> >>
ischudscheh, oder 8 2S- tschuzeh, Hühnchen; FT
kadsch, oder FT kadsch, Fichte; Sºº-ſ ahschidsch,
oder CC - akschik, Gegner; E mit j 5 C- und
U9, als: FIT ketsch, oder FIT kedsch, krumm;
SC Ftz pitschischk, oder GOÄs pizischk, Arzt;
d,>L katschi, oder Gºl kaschi, Schiff; Gº-tschin,
oder Gº'º zin, Runzel; Ls oder UT mit dem ver
wandten z oder é, als: 8 FTUel schamaktscheh,
oder &S-Uel.: schamakhtscheh, das Brustband einer
Frau; »UFT kedschgaw, oder 2.5Fé gedschgaw,
eine Art junger Ochsen; S“ mit ſ, ZF, é und -3,
als: zº-" gustakh, oder z-UX.ſustakh, klug; U -

aug, oder z 2ſ awdsch, Gipfel; 80-J“ gululeh,


oder &W-Aé ghululeh, Kugel; e-Är“ serkin, oder
G4-j- sergin, Dünger.
3) Die Zahnbuchstaben werden vertauscht
und zwar o mit C, als: zfe doradsch, oder z,”
23

oradsch, der Name eines Vogels; es mit o, als: exz


bud, und CXs but, Götze.
4) Die Lippen buchstaben werden vertauscht
und zwar - mit -3 oder 2, als: Glf zuban, und
G\f zufan, Zunge; -f ab, oder ſ aw, Wasser;
- mit E-B, als: Jºs pil, und Jº3 fil, Elephant;
C mit 2, als: PUs fam, oder ſ- > wam, Schuld;
ſ“ mit G), als: --- khumbere und drº- Khumbere,
kleines Gefäss; 2 mit e- oder -, als sº 25 na
wischteh, oder &Xä4-5 mebischteh, ein Schreibender.
5) Die Zungen buchstaben werden ver
tauscht und zwar ſº mit O, als: ex-ſ alwend, oder
CX52./ſ arwend, Berg; ſ, mit Z U“ oder ê» als:
j 2.3 ru=, oder Zºf rudsch, der Tag; j\gſ «jaz
oder U-lºſ ajas, ein Name; Är-Jºgurie, oder &# -
gurgh, Flucht; j in Z" als: jr Kadsch, oder zº
kadsch, ein Schielender; U- mit
Z U oder 8, als:
U° Ofº- khurus, oder z?fº- khurudsch, Hahn; ºys
fristeh , oder 8x- firischteh, Engel; O-Leſ amas,

oder Usſamah, eine Beule; U mit U- G oder z.


als: CC-« mischk, oder CC»« misk, Moschus; Gºlz
paschan, oder GUA; padschan, streuend; U mit ſ
als: eſ zelu, oder 2./ſ zeru, Arzt.

An merk. Aehnliche Verwechselungen finden auch in den


Semitischen Sprachen statt. Eben so im Griechi
schen, Slawischen, Koptischen und Sanskrit.
So geht z. B. auch im Griechischen ſº in p über;
24

im slawischen e (s) in III (sch) z. B. mMCamM (pi


sati) schreiben, IIIIIIIeM (pischem) ich schreibe. Vergl.
Jos. Dobrowsky: Institutiones linguae Slavicae dialecti
veteris. Vindobonae sumtibus Antonii Schmid 1822.
gr.8.; im Koptischen x (j) in 6“ (sch) als: >.<R wo8N
(gamul) und 6&uo N (schamul), Kamel; R (b) in
I (p) als geßgyuß und geIgow Gehepchop);
W in H (f) beim Artikel II5 und F- Vergl. Chr
Scholtz: Grammatica Aegyptica utriusque dialecti,
edidit Woide. Oxonii MDCCLXXIIII. 4. Ueber das
Sanskrit vgl. Bopp. a. a. O. R. 56 ff S. 37 ff.
§. 6.
Bemerkungen über einige Buchstaben
Die Buchstaben es é S s - 04 Z & sind
von den Arabern hergenommen, und kommen
grösstentheils nur in den Wörtern vor, die aus dem
Arabischen sind. VonC 9den
C, C 9 -
persischen Eigen
-C 9

namen C s- und Cro» ST welche hiervon eine


es um sº weit
Ausnahme zu machen - scheinen,
c. 9 C -
wird gesagt, dass
C 9C 3 -

man sie vor Alters Urſ 2-gs und C-2


geschrie
ben habe. Es giebt hiervon noch andere Ausnah
men, aber sie sind gewiss nicht zahlreich, wie
se»- tuti, Papagei; Cºas schast, Haken; OXºo
sad, hundert, welches letztere Wort aus dem Sans
krit kommt, als: sata. Vgl. Lumsden a.
a. O. Part. I. S. 28.
Anmerk. Firdusi hat diese Buchstaben im Schah - Na
meh wenig gebraucht, eben so Tarikh Taeber in sei
25

nem Werke von Kobadºs Tod, welches den Titel


hat: „U3 Cº- GS--- Fé-- und noch älter als
Firdusi's Schah-Nameh seyn soll. -

Die Buchstaben U“ j G und S- sind den Per


sern eigen, und werden deshalb «s“fUs oder
(s«-Suc, d. h. persisch genannt; die übrigen Schrift
zeichen, welche Perser und Araber mit einander

gemein haben, heissen „ÄUS, oder sººpe, d. h.


arabisch.

§- 7. -

Von den verschiedenen Arten des „

Es giebt verschiedene Arten des „s, von wel


chen weiter hin noch die Rede seyn wird, näm
lich: 1) CGLéſ „l: jajizafet, Jeannexionis, z. B.
eſ-Aks „Als paschai Bagdad, Bassa von Bagdad;
2) C-X>> „sº jaj wahdet, oder U 23-Fº „.. Je
unitatis wie GF-" gurk , ein Wolf; 3) „l:
ſexa« jaj masdar, Je substantivi, wie Ärº- dusti
Freundschaft; 4) Cºx«5 „U: jaj nisbet, Je relatio
nis, als: «Äg - isfahani, Spahanensis; 5) „l:
-Was- jai chytab, Je secundae personis, als: „-A“ſ.
residi, du bist gekommen; 6) CAS> „sº jai hi
kajet, Je narrationis, als: „OAA“ residi, er kam;
7) /Sé „A: jaj tenkir, Je vagüm, non determi
natüm, als: cs-SU-Us padischahi, ein gewisser
König- - -

Anmerk. 1. Wohl zu bemerken ist, dass wenn das vor


hergehende Wort auf einen quiesciren den Buch
26

ſº oder 2, nach Dhamma (?) endigt, immer das


staben

- Zeichen Hamza (*) vor „g gesetzt werden muss, z. B.


ſc XS- khoda, Gott, ca- khodaj, vgl. Sylvestre de
Sacy: Pend-Nameh de Feri- eddin Attar. Paris 1819.
gr. 8. p. XXXVIII der Vorrede; ausgenommen vor ei
nem quies cirenden 8, wo U“ an dessen Stelle ist,
z. B. &GUS- Haus, GOG-Ähanesi das Haus betreffend.
Anmerk. 2. In Jane Grammar of the persian Language.
9te edition by Samuel Lee p. 30. steht: „We often find
mention of a /
Sx „..., a C g of the first per
d «d

son, in the native Grammar; as in d,8UIT XX 5 MY


-- / /

place of worship; meaning MY father: Where C g


G.-- ſeX>, MY
issupposed to have this power; so,
-- -
-- - p o 9 - - U „A“ 9

only deity, «„Äääe, MY friend; „-XH2-Aé-, MY

Lord, etc.“ Dies ist falsch, denn es ist arabisch.

S. 8.
Yon den Focalzeichen.
1) Die Perser bedienen sich eben derselben
Vocalzeichen, deren sich die Araber bedienen, und
haben ebenfalls lange und kurze Vocale. Die lan
gen Vocale und Diphthonge werden durch ſ* - und
es ausgedrückt, die kurzen Vocale durch einen klei
nen Strich über oder unter dem Buchstaben. Sie
- Cº. -

heissen rº Zeber, (bei den Arabern &s=t L5 Fat - -

hah), als: - (ba oder be); Urºf Zihr (bei den Ara
- O -

bern 8 -- - - - i. und Äx Pisch ei


-

- - kosro), wie Gºbi und Gasrisch (b


- - - - -
27

den Arabern es Zam, oder & 3 Zammah), Wie


C bu.

2) In denjenigen Sylben, welche auf Conso


nanten endigen, ist Zeber e, wie z. B. in allen
Infinitiven, wie Geſamtden, kommen.

3) Bezeichnen ſ» „ lange Vocale, d. h. a, ,


i, oder Diphthonge so quiesciren sie, oder ru
hen, d. h. so werden sie nicht ausgesprochen, und
sind ihren Vocalen homogen; geht dagegen 2 oder
„ ein Zeber (L) vorher, so wird die Sylbe ein
Diphthong, und - oder es sind ihren Vocalen nicht
homogen, z. B. CA. aubasch, Schwelger; „Ss
peiker, Treffen, ſ kann dagegen nie Diphthong seyn.
4) Bisweilen geschieht es auch, dass wenn dem
2 Pisch, (*) vorhergeht, - wie o gelesen wird, wie
j 2 ) roz, oder ruz, Tag; „g mit vorhergehendem
Zihr (7) bisweilen wie ae, als: r schür, oder
schir, Löwe. Diese Laute kennen die Araber nicht
/ /

und werden deswegen „Ästazi, oder sºYe arabi,


- -- “, - 4. -

C 9 C -
d. h. arabisch, bisweilen auch –-/- maruf,

d. h. bekannt, oder wie die Perser sagen:


- C - f
Äs
** -

farsi, Ex-FXe adschmi, d. h. persisch, oder


JÄ. medschul, d. h. unbekannt, genannt.
5) Oft haben auch die Vocale Hamza bei sich
(S. 9.), besonders zu Anfange eines Worts oder einer
28

Sylbe. Hamza kann bei ſ 9 und „g stehen, und


quiescirt dann z. B. U 5 ras, Kopf; Cº bus,
Unglück; ist es dagegen mobile, d. h. lautbar
durch die Vocale, oder steht es zu Anfange eines
Worts, so ist es soviel wie Elif und hat auch den
Laut desselben, als: x-f uschtur, Kamel. Soll es
Hamza vorstellen, so lässt man die Punkte unter
ç„ Weg, als: -9. - -

6) 2 verliert aber auch bisweilen ganz seinen


Laut, nämlich wenn - vorhergeht, und dieses Ze
ber (auch bisweilen Zij Pisch) hat, und
ſ oder die Buchstaben „ O 3 ſ U“ U- G „s oder
8 quiescens, folgen. Z wird dann so ausgespro
chen, als wenn es mobile durch einen kurzen
Vocal wäre, welcher beinahe wie Pisch klingt.
Ein solches 2 wird r-Lºſ 22 wau ischmam, oder
&J2-Ax« »9 wau maSdulah, genannt, d. h. das
auf eine ungewöhnliche Art gebrauchte
Wau. Beispiele sind º chod, selbst; /Ä chor,
Sonne; ſÄs- chazem, Dunst; Cº- chosch, schön;
--- chab, Schlaf.
7) Die Nunnation (*) (47), welche biswei
len vorkommt , ist nicht persisch, sondern blos
im Arabischen und Türkischen gebräuchlich.
8) Jeder Buchstab » der einen Vocal hat , wird
J, - 9
C.FX-
/
mutahari
-
-- k, oder mobile genannt; und
-"
29

zwar ist mobile der erste Buchstab jedes Worts


und jeder Sylbe; quiescens der letzte Buchstab
jedes persischen Worts. Jeder Consonant, der
kein Vocalzeichen hat (2 und „g ausgenommen) wird
mit Zeber gelesen. -

Anmerk. 1. Zwei homogene Buchstaben, von denen der


erste ein quies ciren der ist, kommen nie am Ende
eines persischen Worts zusammen, was aber im Arabi
schen öfters geschieht. – Vgl. Lumsden a. a. O. Part. I.
p. 8 seq. 12. 17 seq. -

Anmerk. 2. Die Dichter setzen oft statt des langen Vo


cals, den kurzen , und schreiben z. B. 5 ra, statt 8ſ-)
rah, Weg.
Anmerk. 3. In den Manuscripten, wie auch meistens
in den gedruckten Büchern, sind die Vocalzeichen
weggelassen, dies verursacht oft grosse Schwierigkeiten;
man muss daher die Vocalisation namentlich bei den Dich
tern aus dem Metrum ersehen, oder sich eines Wörter
buchs (wie das von Meninski) bedienen. Bei Wörtern,
die aus dem Arabischen sind, ist weniger Schwierig
keit verbunden. So heisst z. B. JJ“ gul, Rose, und
ÖJ“ gil, Koth.

S. 9.
Von den Lesezeichen.

Die Perser haben mit den Arabern die Zei

chen Medda Ö, sokun oder Dschezma (C),


Hamza (*) und Teschdid (C) gemein.
1) Das Zeichen Medda (f) wird zu Anfange
30

eines Worts über ſ gesetzt, und zeigt an, dass


ein doppeltes Elif, das erstere durch den Vocal
Zeber, mobile, das zweite quiescens, seyn
soll, z. B. Lºſ ab, oder Lºſ ab, Wasser.
2) Das Zeichen So kun (*) wird über den
Consonanten gesetzt und zeigt das Ende einer Sylbe
an, oder dass der Consonant ohne Vocal gespro
chen werden soll, z. B. ##
tir, Pfeil. In Manu
scripten ist dieses Zeichen oft ausgelassen.
3) Das Zeichen Hamza (*) steht bei ſ und s,
wenn letzteres am Ende eines Wortes zu stehen
kommt, wo dann v wie „s ausgesprochen wird.
Das Nöthige hierüber ist schon in §. 8. bemerkt
worden.
4) Das Zeichen Teschdid (“) kann auf jedem
Buchstaben, ausser auf Elif stehen, und zeigt an,
dass der Consonant verdoppelt werden soll, und der
erste Consonant dann keinen Vocal hat, als: r
khurrem, fröhlich. In der Poesie wird Tesch did
oft des Metrums wegen weggelassen. Beispiele hier
von, sind besonders viele in Dschami's Jussuf und
Suleicha, so C. II. Beit. 15, steht „Sº rs, anstatt
ÄT JÄ» C. III. Beit. 15, CC, statt CVC.
Anmerk. Das Zeichen Wesl (*) kommt nur im Arabi
schen vor, nie im Persischen.
-
-- -
-
31

: S. 10.
Von dem Zahlwerth der Buchstaben.
Die persischen Buchstaben haben auch Zahl
werth, folgende Ordnung wird dieses deutlich ma
1 chen.
e 1, S 2, z 3, 9 4, - 5, 26, F 7, z 8, -9,
)- „s 10, UT20, U 30, F 40, G 50, U- 60, S 70,
W- L 80, 02 90, Cs 100, 200, U 300, C 400,

& 500, - 600, 9700, 0-800, - 900, ë 1000.


d Die Art, die Buchstaben nach ihrem Werth zu
1D verbinden, wird D- - U«> hisabi dschummal
ird
genannt. Dieses D>
L\«> wird öfters in der
ºk - . .
Poesie gebraucht, wie in folgenden Versen:
. . .
U- -- -- Dº 8-F- - - -

sº Sº r-Ae Lſ exeſ &z=u ſo - -

-. *. . . -
- --
ſee 8- e- ºf Ua ſº

„Die Versammlung zu dieser Abtheilung, Bu Sali sind


w in Schadscha (373 der Hedscira) entstand aus Nicht-Seyn
im Leben: in Schasa (391), er studierte alle Wissenschaf
laſ ten; und in Takaz (427) bot er der Welt ein Lebewohl.“

– Vgl. Lumsden a. a. O. Part. I. p. 37 und 38.

ab GeFs J 2” fºs sº.“ &ST


JW--- --- Mºë-o - US- ſº >>
32

„Ein Licht war er eines strahlenden Glanzes, als


Mosella sein gewählter Wohnsitz war, wünschte er die
Zeit seines Todes.“ Gºa-9
Hier ist -$ US- und eine

Zahl, nämlich 791. Dies kann man so darstellen:

791

- - §- 11.
Von den Schriftzügen.
Die Perser haben wie die Araber und Tür
ken verschiedene Schriftzüge. Die gewöhnlichste
Art zu schreiben ist mit Wischkhi ( =t,5), Taglik
(LÄx5), d. h. die hängende und Schikesteh (8x-Sº),
d. h. die gebrochene Schrift. Mit Taglik
schreiben die Perser ihre poetischen Werke, und
gut, ist es sehr schwer zu schreiben; Schikesteh
wird gewöhnlieh in Briefen gebraucht, und ist sehr
unregelmässig. -

Anmerk. 1. Die Engländer haben viele andere Werke


in T a&lik herausgegeben; in Deutschlan d ist da

gegen der erste Versuch damit 1829 von dem berühmten


33
V

und gelehrten Joseph von Hammer in Wien gemacht wor


den. Vgl. Wien’s erste aufgehobene türkische Belage
rung etc. von Joseph von Hammer. Pest 1829 bei Hart
leben XX. 174 S. Recension: Wiener Jahrbücher
47ter Band 1829. S. 186–208, worin sehr schöne Be
merkungen über die TaSlikschrift, besonders S.200.
Das Taëlik in Hammer’s Werke ist sehr schön.

Anmerk. 2. Der Anfänger übe sich früh das Taëlik zu


lesen, da es von Nischi hie und da bedeutend abweicht.
Gute Lesestücke findet man besonders in Gladwin: Per
sian Moonshee. Calcutta 1801. Jones Grammar of the

pers. language hat auch Abbildungen des Taëlik; Lums


den hat sich auch desselben in seiner Grammatik bedient.
An merk. 3. Ein sehr schöner Brief mit Schike steh ge
schrieben findet sich auf der Wolfenbüttler Bibliothek.

ZWEITER ABSCHNITT.

ron dem Redet heilen.

Die Redetheile bestehen: aus dem Nomen sub


stantiv um, Nomen adjectivum, (Zahlwort),
Pronomen, Verbum, Adverbium, Praepo
sitionen, Conjunctionen und Interjectionen.

§ 12.
Yom Hauptwort und dessen Geschlecht.
Ein Hauptwort (Substantivum) ist jedes Wort,
welches etwas für sich Bestehendes ausdrückt, doch
kann auch das Beiwort (Adjectivum) als Haupt
- 3
34

wort gebraucht werden. Was das Genus oder Ge


schlecht anbetrifft, so unterscheiden die Perser
wie die Engländer eigentlich keins. Da aber
im A11g emeinen die Sprache dem als persön
1ich Dargestellten, und zwar dem Kräftigen,
Erzeugenden männliches, dem Schwachen,
Empfangenden und Enthalten den weibli
ches Geschlecht zuschreibt, so hat auch die per
sische Sprache bei Nominibus der Menschen und
Thiere das Geschlecht unterschieden, und jedem
einen besonderen Namen gegeben, z. B. r«. puser,
Knabe, ÄT keniz, Mädchen. Bisweilen wird auch
das Geschlecht durch die Wörter J” mer, männlich
und sol« madeh, weiblich bestimmt, z. B. J**
schaer, Löwe, ist Name für Löwe und Löwin;
steht aber „3 -, schaeri ner, so heisst dies der
Löwe und sou« raº schaeri madeh, die Löwin;
J* Jé- khari ner, Esel; 8-U« Jº- khari madeh,
Eselin.
–-
-
---

Anmerk. 1. Es kommen öfters Feminina vor, welche


sich auf 8 oder C endigen, diese sind aber arabisch,
wie CS2äx-0 macschuk, Freund, &S2äx-9 oder Cºe.ax
maschuket, Freundin. -

Anmerk. 2. J” ist das griechische ávg mit elidirtem a.

§. 12. -

Von der Zahlwandlung.


1) Unter Zahl wandlung versteht man die
innerliche Beugung des Wortes zur Bezeichnung der
35

diskreten Quantität. Diese ist entweder Einheit


oder Mehrheit, und die Zahlform (Numerus
oſ-Xcſ) auch zweifach, nämlich Einzahl (Sin
gularis) oder Mehrheit (Pluralis). Die Dualform
ist als ein Luxus der Sprachen anzusehen, und fin
det sich im Griechischen, Sanskrit, in eini
gen Slawischen Dialecten, und in den Semiti
schen Sprachen, im Persischen fehlt sie.
2) Obgleich sich die innern Unterschiede der
Zahl wandlungen eigentlich nach dem Ge
schlechte bestimmen, so macht doch die persi
sche Sprache, wie die englische, hiervon eine
Ausnahme; sie bildet die Mehrzahl durch die Syl
ben eſ an, U2 ha oder GU“ gan. * -

3) Nomina, welche lebende Wesen andeu


ten, bilden ihre Mehrzahl durch die Sylbe Gſ; be
deuten aber die Nomina leblose Dinge, so endigt
die Mehrzahl auf Us, z. B. esºrº merd, Mann, Gſ.ºr
merdan, Männer; & /« murgh, Vogel; GUé - "urg
han, Vögel; fºſ roz, Tag; Uºf 2 ſ rotha, Tage;
ſo der, Thür; Usſo derha, Thüren.
4) Tritt indess der Fall ein, dass ein Nomen,
welches die Mehrheit auf Gſ haben sollte, auf ſ
oder 2 endigt, so bildet es die Mehrheit durch die
Sy Ibe G\: jan, endigt es sich auf ein 8 quies
cens, so behält es entweder v, oder verwandelt
es in U“ z. B. U…? GAUA- Gº 2°-- G-Gr
exxº- GA- G- . * Gº-T 9 GSº meine
- - - 3*
36

Söhne und Verwandte, Freunde und Nachbaren, und


die, welche mit mir verbunden waren (Freundschaft
hatten). Instit. des Timur. – Hier hat U ſº
daschna, Verwandter, die Mehrheit auf Gºº; &Suz
betscheh, Kind; GCCFs betschegan, Kinder. No
mina, welche auf ein 8 quiescens endigen und
1eblose Dinge anzeigen, werfen in der Mehrheit
das 8 weg, z. B. &ölé- chaneh, Haus; U65\é- cha
neha, Häuser. Dies liegt indess in der Natur des
d, da es als Guttural nicht verdoppelt werden
kann.
5) Einige Nomina haben beide Formen der
Mehrheit, wie: 8x„s frischte, Engel; G-Cº,
firischtegan, die Engel, „XX schutur, Kamel; Grº
schuturan und Us C schuturha, Kamele; / 2 ſ roz,
Tag, und GUSj 2 ſ rozhan, Tage; - sº scheb, Nacht
G\g - schebha, und Ug- & schebha, Nächte; – SfO
diracht, Baum; GUXºſº dirachthan und gººf» di

rachtha, Bäume; s» - mive, Frucht; G-J A-9 mi


wegan und Lºº- miweha, Früchte; -4-ſesp, Pferd;
GA-ſ espan und Ugº-ſespha, Pferde. -

6) Man findet auch die Mehrheit auf Cºſat,


oder CA3- dschat, besonders in neuern persischen
Büchern (z. B. im Leben des Wadir Schahi), wenn
nämlich die Einzahl auf ein 8 quiescens endigt,
z. B. Cºf 25 nuwazisch, Schmeichelei, Cºf-5 TNTL=

wazischat, Schmeicheleien; &_x_A_5 kaels, Burg,


cls=uxWS kaeedschat, Burgen. Diese Endungen sind
aber eigentlich arabische.
*.

37
A

Anmerk. 1. Bezeichnen die Wörter „wser und Gºr."


gérden, den Kopf und den Hals, so haben sie die
Mehrheit auf US , bedeuten sie aber Befeh Isha e

ber und Anführer, auf Gſ.


Anmerk. 2. Die Wörter LAxsſ afitab, Sonne und Blo
mah, Mond, bilden ihre Mehrheit durch die Sylbe
Gſ, wie: Glzugsf afitaban, und GUSU0 mahan.
Anmerk. 3. Bisweilen ist ein Wort sowohl Einzahl als
Mehrheit z. B. ſº mirdem, Mann und Männer;
wird dieses Wort aber in der Einzahl gebraucht, dann
ist die Mehrheit G-99/º mirdeman Die Endung r
em, ist vielleicht eine Collec ti vform.
Solche En
dungen finden sich auch im Hebräischen z. B. E3
Mücken, Exod. 8, 16. 17. 18. Vergl. Gesenius Lehrge
bäude der hebräischen Sprache;: Leipzig, bei Vögel
1815. S. 517. Ebenso erhalten im Syrischen einige
Nomina, welche Singularia sind, das Zeichen der
Mehrheit und werden als Collectiva gebraucht, wie:
faë, Rinder, vergl. Uhlemann's syris che Sprach
lehre §. 6. und §. 44. Anmerk. 7. - -

Anmerk. 4. findet man auch die Iehrheit auf


Bisweilen
U (Elif), wo dann ein - ausgefallen ist, dieses ist
aber auch arabish z. B. As G Ca- Ä «Sº
jekiez khutebba ani kaelim, einer von den Khutaebbas
(Predigern) dieser Gegend. Saadi's Gulistan, - - -

Anmerk. 5. Die Endungen der Mehrheit entsprechen den


gothischen auf a, wie: waurd, Wort; waurda, Wor
te; den angelsächsischen, wie: sun, Sohn; sunna,
Söhne; - den teutonischen, wie : bruodra, Brüder;
den östreichischen Volksmundarten, wie: Schlan
38

gan, Schlangen; den holländischen auf en, wie:


de kinderen, die Kinder; den schwedischen auf en,
wie: aple, Apfel; aplen, Aepfel. Vgl. Sjöborg’s schwe
dische Sprachlehre. Stralsund bei Löffler 1829.8.

S. 14.

Von den Fällen oder der Fallwandlung.


1) Unter Fall wandlung versteht man die
Beugung der Haupt- und Beiwörter zur Bezeich
nung der Verhältnisse, in welche sie in der Rede
treten. Die Perser haben sechs Fallformen, und
zwar einen Nominativ, Genitiv , Dativ, Ac
cusativ, Vocativ und Ablativ. -

. . 2) Zur Bildung dieser Fallformen bedienen


sich die Perser entweder kleiner Partikeln, oder
des Vocals Zihr (T), den sie dem vorhergehenden
Worte anhängen. Der Nominativ hat keinen sol
chen Zusatz; den Genitiv drückt man durch ein
Zihr, oder durch die Partikel ſez, ſ) ra, oder
f, bisweilen auch durch CL9 mal, aus, wie es
ſexé- merdi choda, Mann Gottes. Endigt das vor
hergehende Wort auf ſ oder 2, so wird ein „U:
CSU eſ Jaj izafet (vgl. S. 51.) Je annexionis noch
hinzugefügt, z. B. =- „Ä tiui sahra, Rebhuhn
des Feldes; endigt aber ein Nomen auf - oder s
quiescens, so wird Zihr mit Hamza hinzuge
setzt, wie E-9 --J rui men, mein Gesicht. Die
Partikel OL» wird gebraucht, um einen Besitz an
zuzeigen, J“s ÜL« – »ſaspi mal puser, Pferd des
- 39

Knabens. Der Dativ wird durch die Partikel


&s - be, oder durch ſyra, der Accusativ eben
falls durch ſ) oder durch die Partikel r« mer, (was
bisweilen auch bei dem Dativ geschieht); (doch
ist er auch bisweilen wie der Nominativ); der
Vocativ durch die Partikel - sſaj, \: ja und
Ugſ aja, oder durch ein hinzugesetztes ſ, und der
Ablativ durch die vorgesetzte Partikel fſ oder L
ausgedrückt. -

Beispiele: CX» OS- „U3) ---- - >, Un


bescholtenheit ist die Quelle von Gottes Wohlgefal
len. Saadi Gul. 1. Th. Erzähl. 17. - an Ä. 2 ist
hier „s Je substantivi und Nominativ, an US )
ist Genetiv, weil sich das Wort auf ſ endigt, da
her Jaj izafet. – Vocativ: U 32- .ex- Ci-J“
GUX«s, er sprach: o Gott! nimm ihm sein Leben.
Saadi Gul. I. Th. Erzählg.9. – Vocativ auf
U-O-. – Dativ Ägs CX> h &A- - US Kobad
f -- -

bezeichnete dem Hareth die Grenze. Tarik Taberi.


– Hier ist ſ) CA2- - mer harethra , Dativ ;
steht aber hier pleonastisch. Andere Beispiele, wo
und ſ ) zusammen vorkommen, findet man noch
bei Saadi und Firdusi – Accusativ G-X3/> &«U5
nameh kheriden, Bücher kaufen. Saadi Gul. – Hier
ist ſy weggefallen bei &«U5, weil von Büchern im
Allgemeinen gesprochen wird. Doch fällt auch
ſy weg, wo das Subject bestimmt ist, z. B. r-f
LxºST <ssſz=s sexy Gsſ, wenn du diesen Sclaven
40 - - A

zu tödten wünschest. Saadi Gul. 8CX3 hier, für:


ſ3 sexy. – rex- Ufº > GÄ- - -ºº- > Gre,
ich habe Irak und Indien, und Khorasan und Per
sien gesehen. Rafeddin. Ein anderes Beispiel
des Accusativs ist: 9 G-f&# ex„ſjeſ
ſy Gºf im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Genes. 1, 1. (Uebersetzung der Londoner Bi
belgesellschaft). – Hier steht G.»f ohne 3:
in der alten Uebersetzung steht: ſcXé- CX3„f J. Jº
E ºf G- 9 GU-ſ G- hier kommt zweimal J“
vor. Beispiele des Dativ’s sind mit U3, rx-U“ QºS- Uz
C - c

ich sagte zu mir selbst; mit D, /s. „ÄGes:


* / /

ºr“ 3Uhe &º 2) ein gelehrter Mann übergab


einem Specereihändler tausend Rupieen. – Voca
„--“. 7.-. C- 9 - - - « ---

tiv, CXöſ «Kö“ &ST / /


es - e_sſ Cx Fer sprach:
4. - -

Kind! hast du nicht gehört was sie gesprochen ha


ben? Saadi Gul. III. Th. Erzählg. 28. Hier ist
f“s eſ ai puser, Vocativ. Ein anderes Beispiel
ist: ſººº - „Xeºré- / Mo, o mein Herz! wenn
du weise und klug bist. Saadi. Pend-Nameh. –
Hier ist zu Ö. dil noch ein ſ gesetzt, daher So
dila, o Herz! – Beispiele des Ablativ sc„a=t&
G 23 jſ „Er“ – „%-P Ci-J“ _9 C35 Blºols U ºz
exeſ G- 85 - Jº Jºjº, es kam Jemand zu einem
König und sagte: in vergangener (letzter) Nacht
41

kam ein Mann von des Königs Armee mit Gewalt


in mein Haus. – Hier ist z. 25 ſez fudsch, Abla
tiv. – E-Fi“ ſº 8 Toſexº fſ (sazinº ºf CAS>

«X - –-_) 9 - 93 GÖLaº. Es erzählt einer


von Bagdad, welcher in Worten wahrhaftig war
und das Rechte sagte. Cod. Dresd. –

Beispiel der Fa wandlung -

- Einz a h I.
Nom. -- esp, das Pferd.
Genit. D -- espra, oder -“ſespi, oder -4-j,
des Pferdes.

Dat. D -- espra, oder -- sº beh esp, oder


-“Us besp (/-), dem Pferde. -T

Acc. ſ) – “ſespra, oder - »ſesp, oder - «ſ J-9


mer esp, das Pferd. –
Voc. -- „sſ aj esp, o Pferd. -

Abl. -- Lſ ez esp, oder f zi, von dem Pferde.


Mehr za h 1.

Nom. GU.»ſ espan, die Pferde.


Genit. ſ ) GL- espan ra, oder GL-ſ espan, oder
G\x» - ſº der Pferde. - -

Dat. ſ ) GU- espan ra, oder GL- &s beh espan, –


(oder rº) oder Gººs baspan, den Pferden.
Acc. 3 G - espan ra, oder Gl- oder G.-- --
mer espan, die Pferde. - - -"
42

Voc. GL- „eſ ajespan, o Pferde! :


Abl. GU-ſ jſ ez espan, von den Pferden.
Nach diesem Schema gehen alle übrigen Nomina.
Anmerk. 1. Die Partikel jſ entspricht dem hebräi
schen (H), wodurch auch bisweilen der Genitiv be
zeichnet wird. Vergl. Gesenius Lehrg. §: 175. S. 674.–
Der Vocativ Us und C eſ ist gleich dem türkischen,
welcher auch dort dem Nominativ immer vorgesetzt
wird, wie: fſ „eſ aj er, o Mensch! Vergl. Jaubert:
Elémens de la Grammaire Turke. Paris 1823. 4.
p. 20., ja lautet auch der Vocativ im Chinesischen
wie ja sjin, o Mensch! Vgl. Fundgruben des Orients
III. B. p. 283. – Dasſ des Wocativs entspricht dem
gothischen auf a, wie: gaurs, traurig, gaura. Im
Hindustanischen wird auch der Voeativ durch die
Partikel « gſ ausgedrückt. Vgl. Garcin du Tassy: Ru
dimens de la langue Hindoustani. Paris 1829. 4. S. 33.
Anmerk. 2. Eine besondere Fallform zum Ausdrucke
für den Punkt im Raume, oder der-Verhält
nisse des Raumes, wo etwas ist, (Localis genannt)
fehlt den Persern; sie bedienen sich daher statt des
sen, des Dativ s oder gewisser Praeposition en.
Der auf diese Art ausgedrückte Localis dient aber auch
zugleich als Tempo ralis und Instrumentalis oder
Modalis, da auch diese Fall formen im Persi
schen fehlen. Beispiel: PU &A- ſ) º C-J“
H CSA-Ci-Jº" Cºſe» cs*
/- BU« 85 sſ-) &S S
Y sº A- Äg, sie ſagte, welchen Namen er

dem Knaben geben wollte? Er sprach: Curier, deswe


- * gen, weil er eineReise von neun Monaten in vier Mo
naten zurück gelegt hat. – Hier ist vuoſºg> J
43

der tsehehar mah Temporalis. – Im Sanskrit, im


Armenischen (Vergl. Cirbied: Grammaire de la lan
gue Arménienne. Paris 1823. 8. S. 53 und 54), und in
den slavischen Sprachen, wie im Russischen, Pol
nischen, Serbischen, Windischen ist die Beu
gung dieser Fallformen eine innerliche: und der Lo
calis - lautet im Alt - Slawischen und in einigen
Declinationen des Neu – Slawischen, wie im Böh
mischen, Windischen etc., wie der Dativ. Der
Loca lis wird auch im Slawischen mit einer Prae
position gebraucht, z. B. in Krain, Stey ermark,
Kärnten, im Polnischen etc., und zwar mit der
Praeposition per, pri (bei), v', na, po (in, auf, nach),
doch können v', na, po, nach Umständen, entweder
den Localis oder den Accusativ, so wie sa , nad,
pred, pod, med, (hinter, auf, vor, unter, zwischen)
den Instrumentalis, oder den Accusativ nach
sich haben.

Vergl. Dobrowsky institutiones etc. p. 460. – dessen


Lehrgebäude der böhmischen Sprache. S. 164. –
Bandtke's polnische Grammatik. 3te Aufl. Breslau bei
Korn 1824. 8. §. 46. S. 45 ff. §. 347. S. 336 ff. –
Dainko's Lehrbuch der windischen Sprache. Graetz
bei Kienreich 1824. 8. S. 261 und 284. – Puchmayer's
Lehrgeb. der russischen Sprache. Prag bei Hase
1820. 8. S. 206 und 267 ff. – Kopitar’s Grammatik der
slawischen Sprache in Krain, Kärnten und
Steye rmar k. Laibach bei Korn 1818. 8. – Schmitthen
ner's Ursprachlehre § 127. S. 264 ff. – Bopp's Lehrg.
der Sanskrita-Sprache S. 86 bis 97. – Das S1a
wische stimmt in dem, was so eben angemerkt ist, dem
nach sehr mit dem Persischen überein. Mit Recht
bemerkt daher Schlegel in seinem Buche: -Sprache
44

und Weisheit der Indier S.32: „Wer das Per


sische zu seinem Hauptstudium wählen will, sollte sich
auch die slawische Sprache zu eigen machen suchen.“
Anmerk. 3. Im Alt-Persischen endigten die männ
1ichen Eigennamen auf s im Nominativ, da aber
–, diese ursprüngliche Appellative sind, so war ein aus
lautendes s das allgemeine charakteristische
Kennzeichen der männlichen Nominative in der
persischen Sprache. Herodot I, 139: Ka töös ä..o
op ööe ovuzténroxe ylreo3at, ró IIégo.ag uév aöroög 2én
Ge, juéag uèv rot oö. oövóuará opt, éövra öuoia root od
uao «a ä usyaorgenen, reevröo zärra : rövrö yoéu
ua, tö Aogtéeg uév Bºy walkovo, Toveg öé Xyua. ég roëro
öjusvog söpjoerg Televrävra Tóv IIegoélov rä oövóuar«, oö
rä ué», rä de oé, ºé nárra öualog. Vgl. die gehalt
volle Abhandlung in Aug. Wilh. von Schlegel's Indi
scher Bibliothek II. Band. S. 308–314. Bonn, bei
Weber 1827. 8.

S- 15.
Von dem Artikel.
Die Perser haben blos den unbestimmten
Artikel, welcher durch ein „ C-X>> „.. jaj
wahdet, Je vagum, ausgedrückt wird, d. h. es wird
dem Worte, welches etwas unbestimmtes aus
drücken soll, ein „g noch hinzugefügt. - Endigt ein
Wort aber auf ein s quiescens mit vorhergehen
dem kurzen Vocal, oder auf „s, so wird * oder
* hingesetzt. Auch drückt man den unbestimm
ten Artikel durch das Wort SC jek, aus, wel
ches dem hebräis chen TS, dem chaldäischen
45
"n und syrischen „, entspricht, z. B. rs 7,8
ein Widder. Vgl. Gesenius Lehrg. S. 166. S. 655.
Beispiele: GZO GUUöſo fſ „sº“ 8F º2? E ſº
ſ) - US exºſ, in dieser Zeit geschah es, dass ein
in der Religion erfahrener Mann zu ihm kam. –
Hier ist es an ºr“ merd, der unbestimmte Arti
kel. – 23 Solº-ſ cs*DJ“ Jº «sº ls 2ſ, ein Fuchs
stand am Eingange eines Weges. Dschami. Fa
beln. – «R/ >>- f“ &ST O...» cssº f- G-G Cx-º
Q2äx« CX> jf- U 4) > ºfſ-Ax« , eine Nacht
fand ein Kazi in einem Buche, dass der, welcher
einen kleinen Kopf und einen längen Bart habe,
ein Dummkopf sey. – º, Crºas „reº („fº D»
eines Tages hatte ein Dichter einen Fehler began
gen. – 99ä2,5 Ass DJ“ EC Us, eine Rose macht
keinen Frühling. Diese Redensart ist gleich dem
Griechischen: uia zeuôöv ag oö totet, eine
schwalbe macht keinen Frühling – - - - -
C -

- - «Ah, er wurde als (ein) Esel geboren,


lebte als Esel und starb als Esel. (Von einem Men
schen gesagt, der weder sich selbst, noch andern
etwas nützt.)

§. 16.
Vom Beiworte.
1) Das Beiwort oder Adjectivum bestimmt
das Hauptwort der Qualität nach, und bezeichnet
46 /

nicht nur ruhende, sondern auch sich äussernde


Eigenschaften, innere Zustände etc. Von den Bei
wörtern ist im Persischen folgendes zu bemer
ken: a) folgt das Adjectiv dem Substan
tiv, so bekommt letzteres ein Zihr z. B. Lºſ
G24$ espikebud, graues Pferd; folgt dagegen b) das
Substantiv dem Adjectiv, so wird Zihr nicht
gebraucht, als: -- 294 kepudesp. Etwas Ähn
liches findet auch bei den Substantivis statt;
sagt man z. B. der König der Welt, so über
setzt man dies Gºgº- A schah dschehan, sagt man
/

aber: der Welt König, so drückt man dies durch


dU, GL3> dschehan schah, aus.
2) Wird einem Substantivo ein Adjectiv
beigefügt, so bekommt ersteres ein - - welches
aber auch oft ausgelassen wird (vergl. §. 14. 2.).
Wird aber ein Adjectivum als Substantivum
gebraucht, so wird es auch wie letzteres in der
Zahl- und Fallwandlung verändert; eben so, wenn
es nach dem Substantiv steht, wo es dann auch
die Partikel ſ) bekommt. Im Ungarischen fin
det dagegen das Gegentheil statt, wie: jo ember
nek, guter Mensch; jo embernek, gutem Menschen.

S. 17.
Von der Steigerung der Wörter.
1) Drücken die Beiwörter Merkmale der
Dinge aus, so sind diese Merkmale entweder solche,
47

die einem Dinge nur allein in Vergleichung mit an


dern, oder solche, die ihnen ohne irgend eine Ver
gleichung zukommen. Jene nennt man relative,
diese absolute Merkmale. Ein solches Merkmal
nun, das einem Subjecte nur im Verhältnisse zu
andern zugesprochen wird, ist gradueller Be
stimmungen fähig. Zuerst kann man ein Merkmal
angeben, ohne zu bestimmen, welches der Grad
des Merkmals sei. Geschieht dies, so sagt man,
das Beiwort stehe in der Grundform oder im Po
sitiv. Der Grad des Merkmals kann aber auch
im Verhältniss zu den übrigen ausgedrückt wer
den, und dieser Grad kann ein höherer oder nie
derer, der höchste oder niedrigste seyn. Der
höhere und niedere Grad wird Comparativ,
der höchste und niedrigste Superlativ ge
nannt. Im Sanskrit und Persich en giebt es
zwei Coëfficienten, d. h. Gradzeichen. Der
Comparativ nämlich wird durch die Sylbe J”
ter, (sanskrit ZIT tara, Fem. FTTI taraa,
griechisch tsgog), der Superlativ durch die
Sylbe Giº terin gebildet; als: L 2é- chob, schön;
Jº- chobter, schöner; C) Pº 25- chobterin, am
schönsten; &§ beh,gut; JÄgs behter, besser; E):?Ägs –
behterin, am besten. Die arabischen Beiwörter,
welche im Persischen vorkommen, werden auf
gleiche Weise gesteigert, wie: - « - saech, schwie
rig; J” - X-2, schwieriger; Gr Lºx.o, am schwie
48

rigsten. – Beispiele: 23 e-X»f -25- G-0 Jºsé


Cº- Girº- » J* S- Jºsé-, meine Schwester
ist schön, deine schöner, seine Schwester ist am
schönsten. – -

2) Der Positiv von Ks gut, wird auch als


Comparativ gebraucht, und zwar sehr oft, bei
Saadi z. B. 229 Ci-U“ sº G-M3 &Y - «Axº3 G
Urs ex AG 85T & GUS, hast du nicht gehört was
Plato gesagt? Diejenige Ameise ist die beste, wel
che keine Flügel hat. – Sº sºrs Gſe. Besº
CXA 3 ich sagte: der Feind ist der beste, welcher
... e ? ?
nicht gut sieht. Gul IV. Th. Erzähl. 1. – --
---
C- a e= Lſ &s Schweigen ist besser, als
Böses reden. –

-2- j C- Jºg? ºxºſ Lähls


„C - -

--- ---- - sº 25 f -2°


Durch die Sprache ist der Mensch besser als das
Thier; das Thier ist besser als du, wenn du nicht das
Rechte sagst. Gul. Vorrede. – Hier kommt &z und JÄG?
vor. – Anderer Beispiele kommen noch viele in Saadi's
Gulistan, Bostan, und Pend- Nameh vor.
3) Eine Steigerung wird auch bewirkt durch
die Wörter:-flºs bisjar, viel, sehr, gross, er
per, voll oder CC3 nik, gut, z. B.- ex JU.« bis
jar bad oder ex: CL5 mik bad , sehr böse; Lums
den Grammar Part I. p. 434. nennt diese Steige
rung: ,,The intensive Superlative.“
49

4) Bisweilen sind auch Comparativ und Su


perlativ mit einander verwechselt, so heisst z. B.
GU«-rº ÄSº nikteri mirdemam, oder E):/ S3
G----- niktrin mirdeman, der beste der Menschen.
Anmerk. Der Comparativ Xgs besser, entspricht dem
englischen better, dänischen bedre, holländi
schen beter.

§. 18.
Von dem Zahluyörtern.

Obgleich die Zahlwörter mehr in das Wör


terbuch als in eine Grammatik gehören, so wird
es doch nicht unnützlich seyn, denselben eine Stelle
in der Grammatik einzuräumen, da noch in der
Syntax von ihnen die Rede seyn wird. Die be
stimmten Zahlwörter (Numeralia cardinalia)
oder Grundzahlen , so genannt, weil ihr Begriff
dem aller übrigen zuGrunde liegt, sind folgende:
1) EC jek , 1; >> du, 2; sº seh, 3Ägs
tschehar oder ſº
tschar, 4; Fºs pendsch, 5; Uéº
schesch, 6; Cº heft,7; Cºas hescht, 8; 85 neh,
9; - deh, 10; sºfº jazdeh, 11; 8-jſ-ºduzdeh, 12;
* RA“ sizdeh, 13; 8-flg> tschehardeh, 14; soHºs
panzedeh, 15; 8.Äs schanzdeh, 16; 3CXLsd hefdeh,
ſº 17; 8-XLoss heschdeh oder *** hedschdeh, 18; B-Ä23
j 16;
zauzdeh oder nuwezdeh, Cº.? bist, 20; Cº.?
EC- oder -Sº bist jek, 21; 2. C-3 bist du,
22 etc.; 4x“ si, 30; Jgº tschehel, 40; ÄFts pen
- 4
*-
50

dschah, 50; Cº. schescht oder CAxa, schasd, 60;


e\X sº heftad, 70; GUXÄ8 heschtad, 80; G25 nuwed,
90; CXoo sad , 100; ----- dusad, 200 etc.; exa5\z
pansad, 500; exa5\ schansad, 600; -X»- Cid heft
sad, 700 etc.; ſº hezar, 1000; Jºs 89 hazar
deh, 10,000; JZº CX» sud hezar oder EXU lek,
100,000. - - - - - - -

2) Die Ordnungszahlen (Numeralia ordina

lia), durch welche ein Einzelnes, aus einer Reihe


hervorgehoben wird, werden im Persischen aus
ser der ersten Ordnungszahl,- durch Anhängung eines
an die Grundzahl gebildet, als: Cº.«Stö nu
chust , oder GÄ5 muchustin, (selten «Sº jekum)
der erste P2- du wem, der zweite u. s. w.; „S
C. «A3- jekum bistu, der ein und zwanzigste. –
3) Im Pentateuch wird oft noch ein „g zu ſ
gesetzt, wie: (sº 242- dujumi, der zweite. In der
neuen persischen Uebersetzung der Genesis der
Londoner Bibelgesellschaft, ist dies jedoch
nicht der Fall. . –
4) Die Zutheilungszahlen (Numeralia di
stributiva), durch welche eine bestimmte Anzahl
für das Einzelne angegeben wird, werden entweder
durch die Mehrheit der Grundzahl oder durch
Verdoppelung derselben in die Mehrheit, als:
GWS jekan oder GWS GWS. jekan jekan, je einer,
oder auch durch die E inz ahl der Grundzahl ge
bildet, als: EC GC jek jek. Oft schiebt man
auch ein ſein, wie ESAS jekajek, oder setzt Us
51

ba dazwischen, wie: 29 U 23 du ba du, oder setzt


ein „g hinzu: wie: „20.
5) Vermehrungszahlen (Numeralia multi
plicativa), sind: –Kºstek, UXK: jekta, einfach; USze»
duta, zweifach. etc. -

6) Zahladverbien (Adverbia numeralia), auf


die Frage wie viel? sind: A3 –Sº jekbar, und
«-Sº jeki, einmal; Äs 29 du bar, zweimal.
7) Die Zahlen selbst werden im Persischen
durch folgende Zeichen ausgedrückt: ſ; f; “; “;
”; “; v; A; 1; “; ſ, etc.; “ etc.
Beispiele: --- -K: Als »s J? C&J“
ã- >> 8.KA C-J“ er sagte: du hast eine Esels
last aufgeladen. Er antwortete: ja, gar die von zwei
Esel. – CC, Cis esſex- /+ Uš Gſex«sº fſ von
Hamadan bis zur Stadt Asedabad sind sieben Phar
sangs. Hamda IIah a Mestufi. – sº «A\ U
CX-Us » 2é- f. CºBUXi J“ 9 JºſeÄT zuerst ist es nöthig,
dass seine Handlungen und Worte die seinigen sind.
Instituten des Tim ur. 93-F- 8XA- ſGH
die neunte Classe. Geschichtsschreiher. Instit.
des Timur.
>

Anmerk. 1. Verwandtschaften der Zahlen mit andern Spra


chen sind: CL, sans krit. TSF aeka; bucharisch
jak; ungar. egg; 2- sans krit. f (dui); hin
dust. 9-9; latein. duo; roman. dus; griech. ööo;
goth. twai; engl. two (tu); walach. duoi; slaw.
4*
52

dwa; Jgº, sanskrit. TFTC (tschatur); kurdisch

tschar; hindust. flº; Sºs sanskrit, TFIA (pan


tschan); hin du st. Fºs; griech, tévre, dor. 7téyxe;
zend. peantsche; peh 1w. pandsch; türk. Us besch;
poln. piec, (pien); UÄs, sanskrit. STS (scha
- - GTS.

scha); kurd. tsches; hebr. Tº P; rom. sis; proven


zal. sei oder ses; wal a ch. sese; got h. saihs; alt
sächs. sés; althochd. und mittelhochd.sehs; hol
länd. zes; schwed., dän. und lat. sex; griech. #;
franz. six; deutsch sex; a ltd. sehs, vgl. Nibelungen
Lied 1042; poln. szešc; russ. IIEem (schest), (ebenso in
den andern Dialecten); Cºsd, griech. ézträ; zend.
apte; kurd. haft; LKäsd, zen d. aschte; p eh 1w.
ascht; griech. öxrd; latein. octo; ungar. het; 83,
-*

hin du st. 25; kurd. nah; franz. neuf; latein. no


vem; roman. nov; ita I. nove etc.; dän. ni; so,
kurd. deh; griech. öéxa; schwed. tio; dän. ti;
80 Äſ«e». s anskrit.
/ 9-3 HTTOTE (duatsan);); LXx2
9

s anskrit. DTI sata; walach. suta.

Anmerk. 2. Die Bildung der Zutheilungszahlen durch Uz,


entspricht dem englischen by, z. B. three by three.

s. 19.
Von dem Fü r wort.

Das Für wort (Pronomen) steht anstatt eines


Hauptwort’s, um die öftere Wiederholung desselben
zu Vermeiden.
53

ist Yom persönlichen Fürwort.


- Die erste und reinste Form des Fürworts
* ist die dritte Person desselben, denn das Es ist
dem Menschen weit eher bekannt, als das Ich,
er und des Menschen Bewusstseyn ist nicht sogleich
d ein deutliches, sondern ein dunkeles, wie z. B. bei
07- den Kindern. Die dritte Person wäre daher die
naturgemässe, obwohl man gleich die Kinder ge
wöhnen könnte, von sich in der ersten Person zu
reden; ja man hat selbst erlebt, dass Kinder nur
u, ungemein kurze Zeit sich in der dritten Person
* nannten. (Vergl. Rudolphis Grundriss der Physio
“ logie. IIter Band. Berlin bei Dümmler 1823. 8.
. §- 325. S. 247. Schulzes psychische Anthropologie.
3te Ausgabe. Göttingen bei Vandenhoek und Rup
n recht 1826. 8. §. 19. S. 30 ff.). Nicht mit Unrecht,
, aus den so eben genannten Gründen, hat die se
1 mitische Grammatik die dritte Person als die
reinste Form des Fürworts aufgefasst. Erwacht in
dess das Bewusstseyn, so stellen wir uns der Welt
gegenüber, wird dann das Es zum Du, so entsteht
uns der Begriff des Ichs. Aus letzterem Grunde
Tund zu einer leichteren Uebersicht, wollen wir da
her mit der ersten Person beginnen. Die erste
Person des persönlichen Fürworts wird im Persi
schen folgendermassen abgeändert:
ei Einz a h 1.
e E-0 men, ich.
rº mera oder E-0 f ez men, meiner (von mir).
54

-- oder C4-0 bemen, mir (zu mir).


-- mich.

Me h r za h 1.

U« ma, seltener GUU« majan, wir.


Uefſ, uns (von uns)
ſ ) U« mara, oder Lºs bema, uns (zu uns).
ſ) U« wir.

Anmerk. Eigentlich wäre r» radica I er Consonant, der


Stamm steht aber im Persischen schon im Nomina
tiv, daher G-«, und trifft mit dem sanskrit. Accu
sativ IT mam, zusammen. Der gelehrte Bopp
bemerkt (in den Jahrbüchern der Berliner Acad. 1824.
S. 136) mit Recht: ,, Im Sanskrit lassen sich ma und
me als abwechselnde Stammsylben der obliquen Casus
des Singulars annehmen, und alle verwandten Spra
chen, Griechisch, Lateinisch, die Germanischen, Let
tischen und Slawischen Sprachen, bieten, in Ueberein
stimmung mit dem Sanskrit m als radicalen Consonan
ten in allen obliquen Singularendungen dar.“ So lau
tet z. B. im Serbischen die erste Person: Nom. ja;
Gen. MéHe, Me; Dat. MéHM (men), Mehe und MII;

Acc. Mehe und Me; Instr. MHoM; Loc. Mehm.


Vergl. Dobrowsky instisut. S. 490 ff. – Ge ich, heisst
im Koibalischen mon, und im Motorischen mon,
im Hindustanischen E)--0- - U« wir, heisst im
Slawischen und Ungarischen mi. – Genitiv
und Dativ ſ,« ist im volksthümlichen main'r, miär,
mer, enthalten; im Hindustanisch en heisst es:
55

r- es, «. – U« ist das östreichische ma und


neu griech. uäg, welches im gemeinen Leben für just:
gebraucht wird.

Das Fürwort der zweiten Person lautet:


- Einz a h l.
tut, du.
4

tura, oder 25 jſ es tu, deiner, oder von dir.


oder 2Xs betu, dir und zu dir.
5 dich.

- - Me h rz a h 1.

U«, schuma, GUS tan, (poet) ihr.


U f ez schuma , euer oder von euch.
ſD.“ schumara, oder Lºs beschuma, euch und
zu euch.
ſDU“. , ihr.

Anmerk. Das Fürwort der zweiten Person 25 heisst


„A“ 9

zend. te; im Hindustan. Gas und 2S; griech.


d orisch. t Ö; lat ein. , walach., span., portug.,
italien. und provenzal. tu; franz. tu; roman. ti;
got h., angels., a ltfries., altnord. thu; alt
hochd., mittel hoch d. , schwed. und dän. du;
engl. thou (tau); sanskrit. S twam, slaw. ti; sy
raem. tö; buchar. tu; der Dativ Ä ist unser dir;
„A“

hin du st. 3 und ſ-x3. – U4 ist mit dem sans

krit. Nominativ STEI jujam, verwandt, denn U...


- er S

ist Uebergang von TI und zwar wie Bopp (in den Jahr
OS. -
56

büchern der Berliner Academie von 1824. S. 141) be


merkt: ,, wenn man die Aussprache des Französi
schen j, vergleicht.“ Ju, lautet auch die Mehrheit von
dem Fürwort der zweiten Person im Lettischen
und AIt-Preusischen. Für Bopp's Meinung stimmt
auch das Slawische, in welchem das mit "dem j ver
wandte T (g) oft in K (wie j in jour) übergeht, z. B.
Khura-khukel. --

Das FürWort der dritten Person lautet:


«-

d Einz a h 1.

- »ſo, u, jener, er.


2 jſ ez u, oder 2fſ ezo, seiner oder von ihm.
ſ) 2 ora oder »ſs bao, „2s buvej, ihm oder
zu ihm.
ſ) »ſ ihn.

Mehr za h 1.

Glºsſ ischan, oder GUS schan, sie.


Glaſ Hſ ez ischan, ihrer oder von ihnen.
ſy Gºsſ ischan ra, ihnen.
ſ_y Glººſ ischan ra, sie.
Beispiele: Gé G. -- Cxi-U“ sº 85 xöſo
LF- weisst du, was diesen Morgen die Nachti
gall zu mir sagte? Saadi. Gul. II. Th. Erzäh
Iung 26. – ſºlo Cº-ve Glºs 2 und ich ver
einigte mich (hatte Freundschaft) mit ihnen, In
stit. des Timur.
57

Anmerk. 1. Das Fürwort der dritten Person 2ſ heisst


im Hebräischen und Chaldäischen IT, im Grie
chischen Genet. oö, dor. eö; im Scandinawi
sch en o, ho; Englischen he (hi); im Hindusta
nischen º2. – Glºsſ heisst im Zend. osch.
An merk. 2. G\\« und G\\“. als Mehrheiten der

ersten und zweiten Person findet man auch, doch


nie bei guten Schriftstellern. Bisweilen gebraucht man
auch Gº ſ wenn man von Personen redet, welche ab
wesend sind, doch ist dieses selten. Glºsſ ist vielleicht
eine Zusammensetzung aus Eiſ in und Gº; Glºſ
&US » und Gº, z. B. Gº Ä» _3 Ä Ä.
ich kam und zerschlug ihren Helm (Mark). Firdusi. –
Anmerk. 3. Nach Vorwörtern steht oft „2 und (-99

für »ſ, z. B. exº „3 eS U5 e_sſ das Wasser


kam bis an seinen Leib. Dschami. Fabeln. Oft geht
aber auch kein Vorwort vorher, wie z. B. «A 9J“_9

9
«_X5Ä. «Aºf „95 &S nnd er sagt: dass der Araber ihn
/

floh, und die Ursache zu tödten, diese war, weil er ein


Gelübde gethan. Tacrik Teberi. Man merke, da in die
sem Beispiele zwei gleichlautende Wörter vorkommen,
folgenden Unterschied: 9xa-J“ geschten, heisst: wer
den, entkommen, fliehen; GÄÄT kuschten, tödten und
ex-J“ gischten, säen.
Anmerk. 3. Um den Hiatus zu vermeiden, wird öfters
nach dem Vorworte S-” ein - eingeschoben, wie z. B.
9-X? bedu, für 2.3 bau, wie: „Sº &ST X-UT 9-Xs
• /
58

- gº Us ich sagte zu ihr, (bist du) Moschus oder


. Ambra. Saadi Gul. Vorrede. – G-8AO ſº„D aº
- - C

-Ä 2.3 nachdem der römische Kaiser einen Brief

ihm geschickt hatte. Mirchond Gesch. Tod des Cali


fen Mamun, – G2-25 UT Ci-J“ 2-3 Gºº
der Brahmane sprach zu ihm: junger Mann. Aus dem
Bars un am eh; GſcXz bedan, für GL. Bisweilen fin
det man aber auch „2.2, („25 und GÄs. Nach den

Praepositionen JO der und j ez, wird auch manchmal


ſ weggeworfen, wie: - ſº der u, Gºs fe? der ischan,
2f es u; Glä? f ez ischan. Man verwechsele jedoch
nicht GUS, J- mit Glºs/z» welches Wort bewegt
-* 9 9
heisst. wie z. B. U3 . » „Lºs – exº
.
-, („9. )-P >> E) Ä “ e. d

JAP» und die Erde wurde bewegt wie der Fluss Nil.
Firdusi. -

Anmerk. 5. Wenn das Fürwort der zweiten Person mit


U „ſ est, ist verbunden wird, so wird es gewöhnlich
D º ... º . c » G

mit Cºwſ contrahirt, z. B. C. «Sº Gº C-29 mein


/
und dein Freund.
Anmerk. 6. Die Redensart: ich habe mit dir nichts
zu schaffen, wird im Persischen ausgedrückt durch
Twx5 A$ «S U3 ſ.-o. Hiermit stimmen ziemlich
überein das griechische t Äuo xa ool, Joh. 2, 4.;
das hebräische r=22) 22-FH 2. Sam. 16, 10. und
das syrische: – AS --> so.
59

§. 20. -

Yon dem Besitz anzeigenden Fürwort.


Die Perser gebrauchen die persönlichen
Fürwörter auch als Besitz anzeigende, indem sie
entweder dem Hauptwort angehängt, oder von dem
Hauptwort getrennt werden; das Hauptwort be
kommt dann ein Jaj izafet. Die Suffixa sind ſº –C
und Cº. – Spuren von pronominibus separa
tis finden sich auch im Hebräischen, wie z. B.
Nah. 2, 9: Nºn YOO für TOYO; Jes. 34, 16: Nan D.

Einz a h 1.

G- ºr« oder ſºr“ merdem, mein Mann. –-

25 ºr« oder Cº- merdet, dein Mann.


2 B- oder „Sº“ oder Uººr“ merdesch, sein
Mann.

Me h rz a h 1.

U« Geº merdeman ma , unsere Männer.


GUS oder U- GU«.ºr« merdeman schoma, oder tan,
eure Männer. -

GU oder Gººgſ Geºr« merdeman ischan, oder


schan, ihre Männer.

Beispiele: g 25 rºs –«9-’» ich bin dein

alter Freund. – --> L sº --- 25 (Mé 4x5GLé


23, Chakani, dein Sclave ist trunken von deinem
Becher. Chakani – 85 exº Gº- 20 «sºusºlºs
4
60

a3 soxs - Äg & rus, ein König sah im


Traume, dass alle seine Zähne ausgefallen waren. –
ſ-ſ s&A IT CWſ ºf pſ sº es SG-, ich habe deine
Cypressen ähnliche Gestalt gesehen, ich habe einen
«". 9

tiefen Seufzer gehört. – Cºa-J" U« G_yſcx«U3 ZD


ºD), die Wangen unserer Helden (Berühmten) wur --C 9 - - Cº. -

den blass. Firdusi. – es »ſ Us -Vºrs Uºſº


sie brachten dann her seinen Speer zu ihm. Aus
dem Bars unameh. – –é 3 Ä5
ſOX - Us 9 2?

9- 33 bei Gott wohnet Tag und Nacht mein Sinn.


Aus dem Barsunameh.

Anmerk. 1. Nach einem jeden Worte welches auf 8 en


digt, wird gewöhnlich ein ſº eingeschoben, wenn auf
Zeber nämlieh der Aspirat folgt; folgt aber Zihr
auf dem Aspirat so wird anstatt ſ, ( 9 hinzugefügt, eben
so wird es eingeschoben, wenn das Wort auf ſendigt,
z. B. Eſ 8-5 namehi at, dein Buch; ſºlae Seji
, mein Stock. – Bisweilen werden auch die Casus obli
qui der Nomina welche Suffra haben, durch ſ) aus
gedrückt. -

An merk. 2. ſº – entspricht dem türkischen ſ' » wie Wé


oghlum, mein Sohn; (9-0, dem griechischen uög. .

S. 21 -
Von dem zurückführen den Fürwort.
Das zurückführende Fürwort ist im Per
sischen 22 - chod, Cºcº2º- chodesch, oder „s» -
-
61

chui oder U 425- chuisch oder GXä3 25- chuischten


selbst, und auf alle Personen anwendbar.
Nom.
º2º- oder Cºcº 2é
„2é-, E-Xººº- oder U 55
«Vé- e- men chod, ich selbst.
Q3 - 23 du selbst.
º2é- »ſ er selbst.
Dat. u. Acc. D 225- -

D e-Xººë- oder D U.ºº- * -

22é- U« ma chod, wir selbst. ".

º2é- u. ihr selbst.


32 - Glºsſ sie selbst.
2) Auch wird o2é- mit jeder Person des Zeit
Worts verbunden, wie:
rx- G2é- chod amedem, ich selbst bin ge
kommen.

es-xºf 22é- du selbst bist gekommen.


“ ,

exeſ º2é- chod amed, er selbst ist gekommen.

rººf 32é- chodamedim , wir selbst sind ge


kommen.

exxeſ > 2é- ihr selbst seid gekommen.


o2é- chod amedend, sie selbst sind ge
kommen,

3) Wird dieses Fürwort mit einem Hauptwort


verbunden, dann wird es ein Besitz anzeigendes Für
wort, wie: Q2- O. deli chod, dein Herz.
62

«A" C.

Bei spiele: f ÄFF>\º USÄgº /


Csº 85
Gº!» - du würdest keinen fehlerhafter sehen, als
dich selbst. Saadi. Gul. II. Th. Erzähl. 17. –
„* - «A" „A“ 9

CX52é- Cºº- „Dé- ºx 3 G-D wenn ein Sclave


seinen Gott ruft. Saadi Gul. II. Th. Erzähl. 17. –
„95 ? C. “ 25- Cš é r-Xºº 2S als ich zuletzt
sah, (dass) du selbst der Wolf wärest. Saadi Gul.
II. Th. Erzähl. 20. – GL eX5 jſ U --- ,
9.-- U
9 - » --> -
-

º2 º. 95- º2é- hierauf befahl er hundert An


führern von seinen Genossen. Tohfet al Mudscha
lis. – Cxi-C- Q9é- Uz CsaaSaº „ H>„D eines Ta

ges sagte Jemand zu sich selbst. – 2 - exas 83


3 GWä3 - Fé- «se der Anspruch Machende sieht
C

keinen, ausser sich selbst. Saadi. – *** &ST /*


/
- C C )
GS&ºº- 8jf jſ der welcher seinen Gott fürchtet.
Feri- Eddin Attar. Pend-Nameh.

- S. 22.
Von den zeigen den Fürwörtern.
-
1) Die zeigen den Fürwörter sind Giſin, die
A- - *“

- ser und Gſ an, jener, und zeigen die Personen


- - - - - - - - ---- e. - - - »--- - - -

oder Sachen an, wovon man redet.


– : . - - Ein za h I. - --- -

- Nom. Gsſ dieser, diese, dieses.


Dat. u. Acc. „g inra. -- - -
63

Nom. Gſ jener, jene, jenes.


Dat. u. Acc. Äſ anra, jenem, jenen etc.

Mehrheit.
e s - -. ." . ."
Nom. GUsſ inan, (vernünftige Wesen), W3. inha, (un

. . - - vernünftige Wesen), diese. . -


Dat. u. Acc. „U. inanra (vernünf. W.), ſyggſ
inhanra (unvernünft. W.), dieser, diesen.
Nom. GEſ anan (vernünft. W.), lasſ anha (unver
nünft. W.), jene. - -

Dat. u. Acc. „E ananra (vernünft. W.), ſ3\g5 CLT

hanra (unvernünft. w.), jenen, jene.


2) Wird es mit einem Hauptwort verbun
den, so wird es in rºſ im, zusammen gezogen, wie
z. B. LÄoſ imscheb, in dieser Nacht; jºr- imruz,
heute. Das zeigende Fürwort wird daher als Ar
tikel gebraucht; dies findet auch im Hebräischen
statt z. B. E*T heute; nººn diese Nacht, vergl.
Gesenius Lehrgeb. § 166. S. 654; und im Latei
nischen wie hodie, contrahirt aus hoc die.

Beispiele: „e jº- ---- sº - ich


habe heute fröhliche Zeit. Enwer. Divan. –
993 fºs Gſ Jé
„re 8F5ſ e-º.-oſ X - er sah
in dieser Nacht das, wegen welches er in seinem
- C 3 .“.
Leben schlaflos war. Dschami. Divan. – 9. 2-J
/T
C- - -

–- «sº-D- &O G Yº man sagt (dass) es in die


6.

ser Gegend einen Baum giebt. Aus der Beschrei


ºn der sieben Klimas. – º.-F. - – eſ

so sºvº gewähre mir diese Nacht einen Zufluchts


Ort. Lºsem Kuf. Annalen. -

Anmerk. 1. Die Mehrheit 3 findet sich im Oest


reichischen wie: ihnri, ihn ra. –
Anmerk. 2. Wird diesen Fürwörtern das Vorwort L.
vorgesetzt, so wird auch hier um den Hiatus zu ver
meiden eines eingeschoben z. B. exzexs und Gſexz
ebenso nach andern Vorwörtern, wie jſ uf? Ile Se W.

§. 23.
Yon den beziehenden Fürwörtern.
1) Die beziehenden Fürwörter sind im Per
sischen 85 kil und 8S tscheh, von welchen er
steres auf Personen, letzteres auf Sachen
bezogen wird. Diese Fürwörter erleiden keine Ver
änderung; im Casu obliquo bekommen sie aber wie
die Hauptwörter die Partikel ſ), wo dann s weg
geworfen wird. -

Nom. 85 welcher, welche. &> welches, was.


Dat. u. Acc. F kerat. rº tschera.

2) Sollen die Fälle ausgedrückt werden, so


wird oft noch das persönliche Fürwort, dem ſ )
angehängt wird, hinzugesetzt; bisweilen ist aber
auch das persönliche Fürwort überflüssig. Mit
dem persönlichen Fürworte würde 8ST demnach
folgendermassen abgeändert: s
65

%. Ein zah I.
Nom. ' 8ST welcher, welche.
Genit. 2, a kiezo, dessen, von welchem.
Dat. D - 85 Ki ora oder 2x: 85T ki bedu,
welchem, welcher.
Acc. ſ ) 2 8L , welchen, welche.
Mehrza h 1. -

Nom. 8L ki, welche. -

Genit. GU& Lſ 8L kiez ischan, deren, wel


cher, von welchen. -

Dat. ſHºſ 85 ki ischanra oder GU U3 8L ’


ki baischan, denen, welchen.
Acc- „sº &Y, welche.
3) Unser welcher immer, wer es auch
sei, wird durch * her und G* heran, wer da
nur (wer was), jeder, welcher durch * *
* * &S * und sº Fºº ausgedrückt.
Beispiele: «S ex &S Q23 U“S Ae der
jenige (Mann) ist weise, der nichts Böses thut.
Saadi Gul. IV. Th. Erzähl. 9. 05 Jºe 8SGf
95 A3 U-. die, welche am reichsten sind, sind
am ärmsten. Saadi. Gul. I. Th. Erzähl. 10. –

C-29 A 9 Cſ ex“) 85 32-G SCs es dieser be


rühmte Bote, welcher aus dem Lande meines Freun
des gekommen ist. Hafiz – exiſ 8xi-J“ G-Vº“
exºls – rº CXXsſ &ST Wº-Jº R93 vºr? 8.Trº die

- 5
66

Weisen haben gesagt: „Der, welcher keinen Bru


der hat, ist an jedem Orte, wo er hingestellt wird,
ein Fremder.“ Verf. des Anvari Soheili. –
– º2 -2.) «AFG (s“* 8. eX5ſ -re Gſ ſº es Ci-Jº
er sagte: diese Räuber sind Araber gewesen, wel
che Tag und Nacht umher laufen. Taërik Tabert. –

S. 24
Von den fragenden . Für wörtern.
1) Diese F ürwörter braucht man um nach
einer Person oder Sache zu fragen. Im Persi
schen werden die beziehen den Fürwörter &$
und &S, auch als fragende gebraucht und mit ſ)
declinirt. Man verbindet diese Fürwörter gewöhn
lich mit C.ſ est, ist, und dann wird 8 in „g ver
- ) wandelt, wie C.«AY wer ist es? LÄ«, A. Was
ist es.

Beispiele: LEIT Gºſ C.ſ, wem ist dieses


/ /

Buch? – sº - - &S 25 was sagt du? – Cx-F


ſ- Sº COU Ci-J“ sº, > er sprach: wer
bist du? er antwortete: ich bin der Todesengel. –
Tohfet al Mudscha 1 is.

2) raT kodam, welcher, welcher von beiden


ist auch ein fragendes Fürwort, wie z. B. raf
C.» CS2 wie viel Uhr ist es?
Anmerk. Die beziehenden und fragen den Fürwör
ter entsprechen den lateinischen qui und quis, den
V.
67

italien. che und chi, den provenzal. qui, que und


che; den span. und portug. que; den franz. qui und
que; dem ungar. ki; 85 heisst türk. 8L & „IT oder
Gé ghi; sans krit. fSF (kam); russ. koñ (ko);
erb. kö; wind. ki; &S russ. und serb. Umro (schlo);
wind. kaj; poln. co; chines. dsche. – rſexT ist
vielleicht mit dem slawischen kdo; verwandt.

§. 25. –=T
Von dem Zeit worte.

Das Zeitwort drückt ein Seyn, Thun und


Leiden aus. Der Unterschied des Thuns, wel
cher seinen Ursprung im Subjecte hat, und des
Leidens, welches die Thätigkeit eines andern Ob
ject es voraussetzt, giebt die beiden Hauptfor
men, unter welchen die Zeitwörter erscheinen,
die Thuns- und Leidensform (Activum und
Passivum).

S. 26.
Von den verseh iedenen Arten des
Zeit worts.

1) Zu der Activform gehören: a) die Verba


transitiva und b) die Verba intransitiva oder
neutra. Erstere, drücken eine solche Handlung
aus, die sich an einem andern Gegenstande aus
1ässt, auf ihn übergeht, wie z. B. G-X - diden, se
hen; letztere, eine Thätigkeit oder einen Zu
5 .
68

stand aus, der in dem Subjecte bleibend ist z. B.


E 3 ) reften, laufen; Geººr“ murden, sterben. Die
verba neutra haben nie ein Passivum. Verba
passiva sind GCX schoden, seyn; G-23 buden,
seyn, werden.
2) Es giebt aber auch Zeitwörter, welche
zugleich transitive und in transitive Bedeu
tung haben, diese kann man communia oder de
ponentia nennen, z. B. C & «é- chasten, verwun
den und verwundet werden; GoläY kuschaden, er
öffnen und eröffnet werden; G3Ueſ amaden, berei
ten und bereitet werden.

3) Eine abgeleitete Verbalform sind die Ver


ba causalia oder hiphilitica, welche das t hä
tige Bewirken einer Handlung, eines Zustandes
oder einer Sache ausdrücken. Diese Verbalform kann
also a) von einem Zeitworte abgeleitet werden,
z. B. Geº IT jerden, machen, Gº», ſoºf kjerdaniden,
bewirken; G-Pººy residen, kommen; Gºº) 7°CSCL
niden, schicken. b) Von dem Hauptworte z. B.
von -- scheb, Nacht, wird GCXax schebiden, über
nachten, Nacht machen. Die Bildung dieser Verba
causalia stimmt ziemlich mit dem Hebräischen,
z. B. 722, Hiph. 7-Fr; und dem Sanskrit,
z. B. HIT I von HI brennen. Vergl. Bopps
Lehrg. R.515 ff. S. 240 und 241. c) Ausserdem
giebt es noch:

-
69

a) Hü1fszeitwörter (Verba auxiliaria)


diese sind im Persischen: G-23 buden und
E)-XL schoden, seyn, werden. Ersteres dient,
um die Zeiten des Activi, letzteres um die
Zeiten des Passivi, zu bilden; durch Ex«ſ»é
chasten oder G-XA32é- kahiden, wollen oder
wünschen bildet man die zusammengesetzten
Zeiten des Futuri.

b) Mangelhafte Zeitwörter (Verba defe


ctiv a) wie: ſ- em, ich bin.
c) Unpersönliche Zeitwörter (Verba im
personalia), wie: CAUs bajed, man muss;
eXA schajed, es geziemt sich, schickt sich.
d) Zusammengesetzte Zeitwörter (Verba
composita), wie: G-, sº
jahu kjerden,
Abschied nehmen; G-/ CA -- sid kjerden, an
geln etc.
Man kann auch die Zeitwörter nach ihrem
Stamme einth eilen, und zwar in:
- c Y.
a) Verba primitiva, wie: G-/? sterben;
-C -

b) derivativa verbalia, wie: G-2,


- Cº. - Uſ
machen;
Gººſéº, bewirken.

c) Denominativa, welche von Hauptwörter her


kommen, wie: G-X55 - kanden, lesen, von G
kan, Leser.
-

Anmerk. Im Persischen giebt es Partikeln und Prae


positionen (die man aber nicht mehr erkennen kann)
70

welche mit Wurzeln verwachsen sind, z. B. Go24,3


peimuden, messen, lösst man die Sylbe pei, hier ab,
so hat man die Sanskrit wurzel WTI ma, messen.

S. 27.
Von den Zahlen um d Personen.
Die Zeitwörter haben im Persischen zwei
Zahlen, nämlich Einzahl und Mehrzahl, und
jede dieser Zahlen hat drei Personen.

§. 28.
Modi und Tempora.
1) Die Redeweise und Redeform ist theils im
Dienste des Erkenntnissvermögens (Modus enun
ciativus), theils im Dienste des Begehrungsver
mögens (Modus imperativ us). Wenn wir etwas
darstellen, so kann dies ferner entweder als ein
Gegenstand unseres Vorstellungsvermögens aufge
stellt, oder nach einem Acte des Urtheilsvermö
gens behauptet werden. Demnach ist die Rede
form theils eine behauptende (Modus Indicativus),
theils eine aufstellende (Modus Potentialis).
Der Modus Potentialis steht, da er etwas
aufstellt, in dem blossen, möglichen unbestimmten
und ungewissen Satze, und theilt sich seinem Be
griffe nach in drei Unterarten.
a) Fügeweise (Modus Subjunctivus), als die
jenige Redeform, wo Subject und Prädicat
bloss zusammengestellt werden. -
71

b) Bedingungsweise (Modus Conditionalis),


wo in den blossen Satz noch das Moment des
Bedingens aufgenommen wird.
c) Wunsch weise (Modus Optativus), durch
welche der blosse Satz als erwünscht darge
stellt Wird. - -

Der Immperativus steht immer als Ausdruck


einer Begehrung. Zu diesen Modis kann man auch
noch das Participium rechnen, welches die ver
schiedene Beschaffenheit der Handlung oder des Lei
dens ausdrückt, obwohl es eigentlich der Form nach
ein Beiwort (Adjectivum) ist.
Mit einiger Einschränkung, kann man aber im
Persischen nur fünf Modi annehmen und zwar
1) den Modus I ndicativus ; 2) Modus Sub
junctivus; 3) Modus Optativ us oder Mo
dus Conditionalis; 4) Modus Imperativ us;
5) Modus Infinitivus. – -

2) Was die Zeiten oder Tempora betrifft,


so giebt es im Persischen, wie in den meisten
andern Sprachen drei Haupt-Zeiten; nämlich die
gegenwärtige (Praesens), vergangene (Imper
fectum) und zukünftige Zeit (Futurum). Diese
Zeiten kann man mit Recht tempora absoluta
nennen, weil bei ihnen auf keine weitere Bezie
hung abgesehen wird. ..

Von jedem dieser angegebenen Zeitpunkte,


kann man sich aber wieder eine Gegenwart, Ver
gangenheit und Zukunft denken. Die hier
72

aus wieder entstehenden Zeitformen heissen tem


pora relativa, weil die dargestellte Handlung in
Beziehung auf eine andere dargestellt wird.
A. Zeitformen der Gegenwart sind: a) das
Praesens; b) Imperfectum; (Gegenwart
in der Vergangenheit); c) Futurum sim
plex.
B. Zeitformen der Vergangenheit sind: a) das
Perfectum; b) der Aorist *); c) das
Plusquamperfectum; d) Futurum
eXa C tu m.

C. Zeitformen der Zukunft sind: a) das Fu


turum periphrasticum; b) Futurum
in Praeterito; c) Futurum in Futuro
- -

Anmerk. In Beziehung auf die Schreibart könnte man


noch die Zeitformen eintheilen: a) in Tempora
graphica, oder Beschreibformen; b) in Tempora hi
storica oder Erzählformen; c) in Tempo ra pro
phetica oder verkündende Formen.

*) D. H. muss bemerken, dass in den Werken von Lums


dem, Gladwin und Jones, das Praesens Conjunctivi zum
Aorist gemacht worden ist. Wilken p. 64. hat auch den Begriff
des A orists nicht entwickelt. Dombay erwähnt gar nichts von
ihm. Es giebt aber einen Aor ist im Persischen. Ueber den
Gebrauch desselben sehe man die Syntax. Wie man etwas so
Wichtiges übersehen konnte, ist nicht zu begreifen. Vergl. über die
Tempora und Modi des scharfsinnigen Herrmanns Werk: De
emendanda ratioue graecae grammaticae. Lipsiae apud Gerh. Flei
scherum 1801. p. 180–227.
73

- §. 29.
Von der Bildung der Zeiten und Modi.
Die persischen Infinitive endigen alle auf
-

G» den oder Gsten *), und stihmmen daher hin


sichtlich ihrer Endungen mit den deutschen über

*) Lumsden Part. I. p. 49. bemerkt: But if a termination can


be used, only for the purpose of varying or modifying a sense which
previously existed in the antecedent, and if it cannot bestow a
new sense where none existed before, then the letter c) can alone
be considered as the sign of the infinitive; since the proceding letter,
whether it be y or Cs, often forms a component part of the an
tecedent, the meaning of which would be entirely lost, if it were
taken away.
Thus, if the syllable G6 were rejected from the verb GF to

strike, nothing would remain but the letter L;; and the meaning
of the verb would be entirely destroyed. The letter G, on the
contrary, may invariably be rejected without destroying the sense
of the verb; since the third person singular preterite and
the abstract substantive noun, are both formed from the in
finitive by rejecting the letter E). This letter, alone, has there
fore been generally considered, as the sign or termination, which
- C 9.
indicates infinitive. Examples: GX-U“ to speak, C-J“ He spor
ke, C. “ Speech etc. – But if the existence of a termination
be a proof of the preexistence ofits antecedent, the infinitive, in that
case, cannot be the root of the verb; but must, on the contrary, be
itself derived from its antecedent, by adding the letterc). -

This consideration has induced many grammarians to reject the


infinitive, and to assign the third person singular preterite, and the
second person singular of the imperative, as the two general sour
ces of derivation in all Persian verbs. Such a refinement, howe
ver, whether it be just or not, can be attended with no practical
advantage to the learner; and it will therefore be unnecessary, in
74.

ein, wie Eye»ºrº burden, tragen; ex J“guften, sagen.


Der Infinitiv us ist im Persischen, immer Sub
stantiv, und stimmt insofern sehr mit dem Indi
schen überein.

1) Von dem Infinitivus wird zuerst der Aori


stus gebildet, indem man die Endung E) in r ver
wandelt, daher wird ſºrs pursidem, ich habe
gefragt.
2) Von dem Aoristus wird a) das Imper
fect um, indem man die Partikeln cx« oder CA48 -Ts -- /

vorsetzt, als:
v“
Ox«
F5
rºs
ich fragte; und b) der
Modus Optativus gebildet, indem anr noch ein
- C 9

es gehängt wird, wie: «sºrs ich möchte fragen.


-- / d -

3) Von dem Infinitiv us wird das Partici


pium Praeteriti gebildet, indem man G in 8 ver
-* C. 9 -

wandelt, wie: *-ºrs /U *


geantwortet. Von diesem
Participio werden vermittelst der Hülfszeitwör
- 9 - 9

ter Gºss und exº, seyn, werden, ſich bin, zu

this work, to derivate from the usual system of grammarians, in


which the infinitive has been considered as the source, from which
all the other parts of a verbare necessarly derived.“ Lumsden
hat hierin ganz recht; doch könnte man vielleicht von dem Praete
rit um die übrigen Zeiten ableitet, wenn man von jedem Zeitworte
die Wurzel auffinden könnte. Vielleicht liesse sich z. B. mit G-f
die Sanskritwurzel H2 vergleichen, welche causal. caedere heisst,
G“-

doch bliebe hier immer noch Ä.


75

sammengesetzte Zeiten und das Passivum gebildet.


Zu den zusammengesetzten Zeiten gehören:
a) Das Perfectum, wie: r
sºrs pursideh
em, ich habe gefragt;
b) das Plusquamperfectum, wie ſº? vºrs
purside budem, ich hatte gefragt;
c) das Futurum exactum, wie: ſºlº vºrs
2 Üurside baschem, ich werde gefragt haben;
a) alle passive Tempora, wie: sº sexxºps
ſº“ purside mi schavem, ich werde gefragt etC.
4) Der Imperativus wird gebildet indem man
die sylben X, O oder E) wegwirft, wie Uºrs purs,
frage du. Doch giebt es hiervon viele Ausnahmen,
je nachdem der Charakter des Verbi ist (vgl. §. 30.).
Oft hat der Imperativus das Praefixum - wie
z. B. --- begu, sage, dann wird der folgende Vo
cal oft weggelassen. Will man einen Imperati
vus bilden, welcher eine Dauer ausdrückt, so setzt
man die Partikel Cso vor das Participium und
nach letzterem die zweite Person, des Im perativs
des VerbiG-23, wie: Uës vex.“ºfs (s“ fahre du fort
zu fragen, z. B. Ä. CSU- LGL CSU WEP

ehre und diene der Gottheit. Setzt man ſ zwischen


der penultima und dem Endbuchstaben des Sub
junctiv’s der dritten Person der Einzahl, so wird
hierdurch ein Imperativus gebildet, welcher in
Gebeten gebraucht wird, wie: o. $ mag er geben;
76

- 9 - 9

er. mag er sterben; oUSTmag er thun; o2s oder


/ - - - - C 9 -*

os mag er seyn; z. B. º.-$ 2 G2S 85 E) Gr*


GL möge kein Weib leben, die ihr nicht ähnelt.
Wird die Partikel &z einem Imperativ vorge
setzt, dessen erster Buchstab durch den Vocal Zom
ma mobile ist, so bekommt diese auch den Vocal
- - 9

Zomma, wie z. B. GºY thun, Imperat. GS


3-3

oder GS.
Ist dagegen der erste Buchstab nicht
mobile durch den Vocal Zomma, so muss die Par
tikel &z den Vocal Zihr erhalten, wie: GF
schlage du.
Setzt man vor die zweite Person der Ein
zahl und Mehrheit des Imperativ's das Prae
fixum r», welches durch den Vocal Zeber mo
bile ist, so wird dadurch ein verbietender Im
9 -

perativ gebildet, wie: 2/-“ gehe nicht. Bei den


übrigen Personen dieses verbieten den Impera
tiv’s, so wie auch zu jeder, der andern Zeiten des
Verbi, setzt man E) vor, welches durch den Vocal ,
O 9 -
Zeber mobile ist, wie: 5 lasst uns nicht ge
- O. - - 3 ºf- 8
hen; eſ stö er ass nicht.

Beginnt ein Wort mit einem ſ und hat es die


Praefixa ſº.» Sº oder 85, so wird ſ in „º verwan
C - O

delt, wie: CLé-ſ-Xöſer warf; FX - werfe nicht etc.


/

Beginnt dagegen ein Wort mit einem ſ mit dem


77

Zeichen Medda (f), welches wir schon bemerkt wor


den ist, für zwei Elif steht, so wird das erste
Elif in 㼠verwandelt, und das zweite bleibt,
Wie: oder As bringe du; A. bringe nicht;
- -*-*

ex«U5 er kam nicht etc.


5) Von dem Imperativus werden gebildet:
a) der Modus Subjunctivus, indem die Per
sonalendung 3 angehängt wird: wie ſºfº
pursim, ich frage oder möchte fragen;
b) das Participium Praesentis, indem man
die Sylben ſ-, G oder 3 G anhängt, wie: G.ºf?
pursan, oder sX-ºfs pursende, fragend;
c) das Futurum simplex, indem - vorge
setzt wird, wie: ſ“ sº bepursem, ich werde
fragen.
6) Von dem Modus Subjunctivus wird ge
bildet:

das Praesens, indem man Oxo oder CA48 vor


setzt, wie ſººfs sº mi purem, ich frage.
Die Partikeln Cro oder Crºss werden entweder
mit dem Verbo verbunden 9 oder von demselben ge
trennt. -

7) Um das Futurum periphrasticum, Fu


turum in Praeterito und Futurum in Futuro

zu bilden, bedient man sich des Verbi G-XAsſ25


chuwahiden oder GÄ-Lé- chasten, us stv, wün
schen, wollen, indem man von den Infinitivus
78

E) wegwirft, wie: «Aºrs sºs-khahem pursid,


ich werde oder will fragen; -ºrs r-A*--- kahi

dem pursid, ich wollte fragen; Qººrs ſºl-Fs ich

werde fragen wollen. – Zu diesem §. verdient ver


glichen zu werden: Bopp: Ueber das Conjugations
system der Sanskritsprache in Vergleichung mit
jenem der griechischen, lateinischen, persischen und
germanischen Sprache. Herausgegeben von Dr. K.
J. Windischmann. Frankfurt a. M. in der An
dreäischen Buchh. 1816. 8. S. 116. 136.

Anmerk. Im Pehlwi endigt sich der Infinitiv us auf


a atan, en und an; im Goth isch e n auf an. Der Im
perativus ist die kürzeste Form und schliesst sich an
das Germanische und Griechische an. Der Op
tativus ist dem griechischen ähnlich, im Persi
schen endigt er sich auf Gºo, im Griechischen
ebenfalls auf u, wie: zünrou. Im Slawischen giebt
es für den Optativ us keine eigene Form; er wird
nämlich gebildet indem man zu dem Participio die
Partikel 6BI (bi) hinzugesetzt, wie: H AaXb6HI ich
möchte oder würde geben. Vergl. Dobrowsky instit.
p. 391. – Im Wendischen liegt der Optativus in
der ersten Person des Dual und Plur. des Impe rat.
Vergl. Seiler's Grammat. der Sorben - Wendischen
Sprache. Budissin bei Weller 1830. S. 45; eben so im
Japanischen im Imperativ, zu dem man die Par
tikeln kasi oder gana hinzugesetzt. Vergl. Rodriguez:
Elémens de la Gramm aire Japonaise. Paris à la
librairie orientale de Dondey - Dupré etc. Paris 1825. 8.
§. 52. S. 16. Das griechische Augment findet
79

sich auch im Persischen, wie :


werde fragen. fºrd? bepursem, ich
-
"o-

§. 30.
Vom Charakter des Zeit worts.

Die Grammatiker (wie Lumsden, Jones, Glad


win) haben die Zeitwörter in eilf Classen ge
theilt, je nachdem die Buchstaben f 3 3 r G - „s
/

der Endung des Infinitivs auf Eye» oder die Buch


staben Z U“ U- oder L3 der Endung auf E5 vor
hergehen. Wir wollen, dem Griechischen ähn
lich, diese Buchstaben den Charakter des Zeit
worts nennen. Die Lehre von diesem Charak
ter des Zeitworts ist für die Bildung des Im
perativ’s wichtig. Folgendes mag dieses deutlich
machen:

1) Die erste Classe, welcheſ zum Charak


ter hat, bildet den Imperativ regelmässig, in
dem sie die drei letzten Buchstaben wegwirft,
z. B. GOÄ stehen, Imperat. C.«ºſ stehe du.
/ -

Hiervon sind folgende Ausnahmen:


a) Gºs geben, Imperat. 80.
- - - Y.“. - 9.-.
b) GOÄ Föffnen, – „A&J
c) GOLºſ füllen, – es ºf
Letztere Zeitwörter haben eigentlich keinen
- 9«. -* A

Imperativ, denn „läJ“ und „Leſ sind regelmäs


80

G -* -e 2 %. - c 9A
sige Imperativ von GEO“ und Gº2-oſ nach der
Regel der sechsten Classe.
2) Die zweite Classe, welche ) zum Cha
rakter hat, bildet ebenfalls den Im perativ re
gelmässig, von dem Infinitiv, indem die zwei
letzten Buchstaben weggeworfen werden, wie:
- C - 9 C 9
G-2/ 2é- essen, Imperat. J » - iss du. Ausnah
men sind:

a) Gººſ bringen, Imperat. F.


- C 9 /

b) Gºrº tragen, – fº
- C 9

c) Geº-o sterben, -- Yve

- rº
d) GOº, thun, – GST
Das Zeitwort Gººſ hat zwei Imperative Eſ
und Äſ, der erste ist regelmässig. Der Impera
- C 9

tiv von C) ?J? ist blos insofern unregelmässig, dass


der Vocal Zomma mit Zeber vertauscht wird.
3) Die dritte Classe, welche H und vierte
Classe, welche r zum Charakter hat, hat nur ein
Verbum, nämlich:
-*
- - A- A
Gº schlagen, Imperat. E)j »
G-Xoſ kommen „eſ. -

4) Die fünfte Classe, welche G zum Charak


ter hat, bildet ohne Ausnahme den Imperativ
von dem Infinitiv, indem die zwei letzten
- C -

Buchstaben weggeworfen werden, wie: GeXX5 gra


ben Imperat. OST
81

5) Die sechste Classe, deren Charakter


- - c »
»
ist, verwandelt dieses 2 in „ſ, als Gºº“ tragen
Imperat. „U» trage du. Ausnahmen, deren es
aber nur wenige giebt, sind:
- C 9 - 9 -* 9

a) Gººº od. G-X. seyn, Imperat. Sº oder 25


/ c 9 9 - - - - 9 9 9

ö) G-2jä
-c » »
schlafen, – 2Äé – 2Äé
e“ - 9

c) G99 )-" sammeln, – 2 )./ – 9 9 2 )-


- oder 2 D-'-
- C, 9 9 - - - ---- ? 22
d) E)-22 º. hören, - _2. oder 2ºº
- 2 9 ", 9

e) G-> 23 seyn, – U-As – Sº.


Die Unregelmässigkeit dieser Wörter besteht also
darin, dass die zwei letzten Buchstaben des In
finitivs weggeworfen und die Vocale bisweilen
vertauscht werden. Der Imperativ > ist selten
gebräuchlich; der Subjunctivus aber, welcher
davon abgeleitet ist, kommt in den Schriften alter
persischer Schriftsteller oft vor.
6) Die siebente Classe, welche „s zum Cha
rakter hat, bildet den Imperativ regelmässig,
indem die drei letzten Buchstaben des Infinitiv s
- Cº. -

weggeworfen werden, z. B. G°is fliehen, Impe


rat. js fliehe du. Ausnahmen hiervon sind:
-* 3 .. G | 3 ...
a) . CX32-J" wählen. Im perat. ... 2-J.
- C. v. C

Ö) G-XAS sammeln,
/
- EAS
f

6
82 -,

G Ca

c) GWÄf erschaffen, Imperat. Gºr.


- C

d) E)-Agº
/
sehen, – E)--3-
/

- -
e) G-Yº hören, - 3. oder 2.2 ? -
-

Der Imperativ von Gexxº ist eigentlich Im


- c 9 9

perativ von Go2 º, welches Zeitwort zur fünf


ten Classe gehört.
7) Die achte Classe bildet den Imperativ
regelmässig von dem Infinitiv, durch Vertau
schung des Buchstaben Z mit H, w. z. B. e, Ä-G
werfen, Imperat. ſexöſ werfe du. Ausnah
men sind folgende:
- C -- - -* -
see : - AK - - Ä."
a) GXS-UX einsehen, Imperat. U-UL.
- C c » : - c - 3.
b) E-XS-2A* kaufen, - U-2P
- c G 9.-, - 2,
c) c) XSEA«-UTbrechen, /
– J“-J
/
- C - -”

d) EXSFU« wiegen, – F“.


„A“ s c 9 - 0 c 9 .

e) GXS-29 melken, – Cº2-º-


Die drei letzten Imperative, sind eigentlich
- C 3 .. - C - C

Imperative von E-AAA«-UT


/ /
brechen, GCX Szu, wie
- c C ) „

gen, und Gexx 29 melken, welche zu der sieben


/

ten Clässe gehören.


8) Die neunte Classe, welche U- zum Cha
rakter hat, bildet den Imperativ regelmässig,
83
indem von dem Infinitiv die drei letzten Buch
staben weggeworfen werden, z. B. GºB leben,
Im Perat. „). Ausnahmen giebt es hier viele,
sie sind folgende:
a) GÄH verkleinern, Imperat. SUST
Ö) ex-25- wünschen, – Ä.
c) ex. springen, – sº.
d) e, entwischen, * - "3-
- U 9 - (U 9

e) GÄ«º waschen, «- „25 F>-


- O 3 C 3 . v.
Jf) E X« - suchen, – „89--
- d. » Co 3

g) EX« ) wachsen, - „sº ).


- G- - - /A

J) GX-Dſ «-, „Dſ.


e LÄ3
. . .
zieren, LÄ.
i) G-Pº -s

(-9) rs
-A-3-

- C- - Q, - G - e- Q -

K) Gººs verbinden, - -X5 3


7) exº binden, – exº.
m) GÄSC brechen, /
– e»O. -

. .
C
m) GÄS-
«- -*

aufstehen, e- d

/
- - -
-
o) GÄs sitzen, d=- E) “.º---
-
/
/ /,
- -* 3.. 3.-.
p)
-
e-TÜ brechen, Jº-Jº/
- C- - 3.-.

Der Imperativ von E-X«-U"


2 «.
brechen, ist - C-

eigentlich Imperativ von G-Ä-J. /

6*
84

9) Die zehnte Classe, welche Cº- zum Cha


rakter hat, bildet den Imperativ von dem In
finitiv regelmässig, indem der Buchstabe U5 in D
s - Ö - - -

verwandelt wird, wie: GÄCG /


schreiben, Impe
rat. 3CG. Hier giebt es einige Ausnahmen, als:
Q /

a) es, /
schreiben. Imperat. U“ 25. / - -
/ C. / c

b) E Xä8 befreien.
/
– Jº (von G-XA). / /

c) j (v. Gº'O“ ).
GÄÜ“ umdrehen. -

d) 9## erheben. – Ä (v. 9ÄÄ). A U


-

Die Zeitwörter exº mischen, GXäéſ auf / / / u.

lösen, haben keinen Imperativ. GXÄLT tödten, hat /

auch keinen Imperativ, man nimmt ihn indess


oft von GÄH, Imperat. JUH
10) Die eilfte Classe, welche L5 zum Cha
rakter hat, bildet den Imperativ von dem In
finitiv, indem L5 in Lº verwandelt wird, wie:
/ L U 9
- Q 9

GX2 schlagen, Imperat. -- Ausnahmen


sind:
& «" d C. «
a) Gºº“ greifen, Imperat. fº
1./v / d

Ö) EX3r: ,'.“ annehmen, – Jºs:


/ - / /

c) GX5 ) laufen, – 2 )-
d) G## sprechen, – „2C
85

/ C. » - »
e) E XL« bohren, Imperat. --- (von
/ C, G 9

E-A---)-
/ . » «. » '
f) c) CZ- schlafen, – e-g«é- (von
/ U U 9

-
G-Axº-)-
– ;
-g » -

Das Zeitwort c5 g5 verbergen, hat keinen Im


/

perativ, g:und
»
ist vielleicht nur eine Contraction
- C- W

von E-AAK„65
. .

§. 31.
Von der Abwandlung der Zeitwörter.
-

A. Abwandlung der Verbi substantivi A

definitiv i ſ- ich bin.

Das Verb um substantiv um „ſ wird zur

Bildung der Zeiten und Personen gebraucht,


und mit Hauptwörtern, Beiwörtern oder
Mitte 1 Wörtern verbunden.

Einzahl. Mehrzahl.

r em, ich bin. im, wir sind.


* oder „sſ i, du bist. eſ id, ihr seyd.
C- C»-

JX»ſ est, er ist. X5ſ end, sie sind.

Anmerk. Verwandt mit ſ sind: das sanskrit. ZIfFH


asmi; armen. Eſ (em); is 1änd. eg em; englisch W

I am; das goth. im; 1atein. sum; griech. eu; wind.


86

sem; krainische smi; serb. cäy, russ. ecMB;


wend. ßym; böhm. gſem; – oder „ſ, das goth.
is; griech. Ä; latein. es; armen. Fu (es); wind.
und krain. si; serb. ci; russ. eci; böhm. gſi;
hindustan. (s* 25; s anskrit. NTTF asi; – mit

C.ſ, das goth. ist; Iat ein. est; wa Iach. este;


griech. Zor; serb.jecm; russ. ecms; poln. jest;
sanskrit. ZITF asti; – fº- dor. Äuul; hindu
/
stan. EAS ſº; provenzal. em; – mit CXGſ, das
dor. Evr; sanskrit. HF santi; goth. sind; Ia
tein. sunt.

Wird ſ mit einem Hauptwort, Fürwort


oder Beiwort verbunden, so verliert es das ſ.

Beispiele:
Einzahl. Mehrzahl.
ſºfº pirem, ich bin Greis. ſºrs Wir sind Greise
C

-9,-..
ſº du bist ein Greis. «Airs ihr seyd Greise.
- C- G D G G

e_X«rº:
f er ist ein Greis
ºrs sie sind Greise.
V.

ſº.» menem, ego sum. ſei.» majim, nos su


IYAU1S •

S „25 tu es.
9. U. vos estis.
Cº- ille est. «X 5Lºgſ illi sunt.

ich bin ſºlº


rºt schaden,froh. schadim, wir
sind froh.
87

„solº du bist froh. CA: U. ihr seyd froh.


-X-Glº er ist froh. «X5 U. sie sind froh.

Beispiele: 23 „F ºf Sº voUXsſ rº – ſº
alle Nächte liege ich dahingestreckt vor deinen Hause.
Emir er Divan. – ſº.“
ºr Chosru. Sſ 5 . ...“
o2 ex-J“
UXXJT
1 V ZR IN

rfs G- º» er sprach: ich bin ein unglücklicher


Mensch und habe einen Feind. Asem Kuf. Anna
- -Q

Ien.
sº G -22 G-20 ܺj G - ich bin
jener schreckliche Elephant, und ich bin jener Lö
wenstarke. – Dauletschah. Leben der Dichter

2) Die Endungen - es ſº «As «X5 welche zur


Abwandlung des persischen Zeitworts gebraucht
werden , sind von den Grammatikern als Prono
minal-Nominative des Zeitworts betrachtet wor
den, und hauptsächlich in der Poesie. Bisweilen
sind diese Endungen auch weggelassen. Die En
dung ſº ist auch bisweilen ausgelassen nach C. Sº
-
/
C - - -- -

wie z. B. CEO sºº25 &«sd wir brachen unsere Ge

lübde der Reue – Cº. KG ist hier vielleicht eine


Contraction von e. Sº – Solche Beispiele
sind indess selten, und es mag das Weglassen der
Pro nominalen dungen als eine poetische
Freiheit betrachtet Werden.
1>
88

B. Abwandlung des zeitworts ĺ ich bin.


1) Dieses Zeitwort ist von ſ- dadurch unter
schieden, dass es allein gebraucht wird; wird aber
die negative Partikel 85 mit diesem Zeitwort ver
bunden, so wird v in „s verwandelt.
Einzahl. Mehrzahl.
- -° C - C, C -

– «X«d.hestem , ich bin. Ä«& hestim, wir sind.


- een, ich rººs, estim,
C - O U - - -

C„Ä„d du bist.
** -
CAA. «8 ihr seyd.
/

C - D - 6, - • 9

LX«d er ist. CXXX.«d sie sind.

- CC C- C

ſº /
mistem, ich bin
-
ſº /
5 nistim, wir sind
/

nicht. nicht.
Q C , C. C
C„Ä«,5 du bist nicht.
-- / /
ºxºs / /
ihr seyd nicht.
C-C- U - C-C-

e_X«a,5 er ist nicht. CXXX«a,5 sie sind nicht.


- /

Anmerk. »X«sº etc. ist ähnlich dem belutschischen:


menik hestjan; tik hestik; enik hest; miniken hestin;
tiken hestit, aiken hestent. – UK.«sd entspricht auch
dem buch arischen hast. – -

-- " - 0 ---

Beispiele: GeX C- & SUI ) s“ /*


erkenn' zuerst wie einer ist. Jemin Ferju
C- C

mendi. – » F- Cº, Fºº 2 - «º „Sº 8ST

denn er ist der Einige und keiner ist ausser ihm.


Seyd-Ahmed Hatif.
-
89 -
2) Dieses Zeitwort ist eigentlich seiner Ab
wandelung nach, eine vergangene Zeit, wenn
es auch die Bedeutung des Praesens hat. Ein
Beispiel aus dem Bostan des Saadi mag dieses
deutlich machen. –
V A.

- “2 .“ v. 22 „g - *
„Er“ s“- f-T sº re- 2S- 2

2 1 -- - 3 ., -
G- gº Gºgº-2- sº „º -
Gleich Hatim; denn wäre es nicht wegen seiner Macht
geschehen, so würde der Name Taj's in der Welt unbe
kannt gewesen seyn. – --
*** - - -

C. Abwandlung des HülfszeitW orts


-o.»
»Ye Y a B SG WTIle
Gº sen:
“ I. Indicativus. –
Praesens. . . . . -

- - G '-

Einz. ſº... /
mibaschem, Mehrz
-
Me In rZ- ſº
* -
* - -
a - /
-

-0 Wir sind
WIr S1nC1
-

ich bin.
- C- -- . . c - - C.
(h - s - * * * h « su - sº

GºLºº du bist.“
-- /
CX U 20 ihr seid. /
- . .
- - KV . . . " (- - - -
G . - - - - - - • • C-. s G

&UA-o er ist.“ - -
CX.EU o sie sind.
. . .

Anmerk. Dieses Praesens kommt selten vor, so z. B.


bei Mirchond in der Historia Samanida rum: - 2é
«Aº.U. « es ist schön. – Glºſ Jºſ U=öf &K-
«Aº.U. « SML- die Einwohner dieses Orts sind Leute
von wahrem Glauben und Rechtschaffenheit, Scheikh
Ali Muhamed Hoz ein. Reisen und Memoiren. Vgl.
ousey oriental Collections Vol. II. p. 36.
90

- Imperfect um.
Einz.
-
«Äudem
-- -
oder rº Cro mi budem,
-- /

ich war.
Cº. oder „sº s” du warst.
o» e»
e_%293 d
oder „º24 s“ er war. G

o C3
Mehrz. ſºººº Cro etc. wir waren.
/ -- /

.. .. .: C 2,
º sº
-

ihr waret.
C- - C, 9 C -C 9

eXGº 23 sº oder „AG - sie waren. / /

Perfectum.
-* - C, 9
Einz. r 8023 bude em, ich bin gewesen.
- o» - - -c»
ſ So«3 oder *so«3 du bist gewesen.
-
es sº oder - sº au " gew
C - - (- 9 - - -

– Cº» vo2s er ist gewesen.


- U 9 -

Mehr z. fº
«sſ 83M9-
«3 wir sind ge
gewesen.
- - -

- C., 9

exz vº»s ihr seyd gewesen.


/ -

C.--* - C, 3

eXöſ sº.23 sie sind gewesen.

-O 9
- - Aoristus.
Einz. rº u 9
ich war oder ich bin gewesen.
„sº2s du bist gewesen etc.
C, 9

º2s er ist gewesen


91
Meh C, 9 e - d et - - -

- wir sind gewesen


rz. 3 sº g etc. * -

U 9 d - - -----

«A3223 ihr seyd gewesen etc.


/
- - -

. .
- O3 . .
«X&Yºg sie sind gewesen etc.
. . . . .. .. . . .
Plusquamperfectum.
e - - C, 9 - e» . -- - -
Einz. rºs sº? ich war gewesen.
«„P323 8223 du warst gewesen.
uya I 8-Pa-3 – * * tº
er* Warge WeSen. * *
253 829- gewesen.
Mehrz, rºs º2s wir waren gewesen. -

«A - 2? Bººs ihr waret gewesen.


.
ex5.223 8223 sie waren gewesen.
- -

- - « - e

Futurum simplex. -
/ . . ."

TEinz. es baschem, ich werde seyn.


/ G

G- du wirst seyn.
- /- /
-

ex. U er wird seyn.


Ö, / - - -

Mehrz. Ä- /
wir werden seyn.
-
C -
-
exa, U3 ihr werdet seyn.
/
Q---- -

ex A3 sie werden seyn.


Futurum exactum.
-- - - Q 3

Einz. ſº so2s ich werde gewesen seyn.


„As sººs du wirst gewesen seyn.
ex Ag sº.2s er wird gewesen seyn.
92

Mehrz.
W
A3 83-s wir, werden gewesen seyn.
CAEAs sº.23 ihr werdet gewesen seyn.
«Xººls sº? sie werden gewesen seyn.
- -
Futurum periphrasticum.
Einz. º E- kahem bud, ich werde oder
"will seyn. –
º, sº kahi bud,- G -
du willst seyn etc.
Xºs exºſ»é- er will seyn.
- - c: C- - : - "
Mehrz. o2 Asſº- wir wollen seyn. .

ºs º” f,- ihr
ihr woll
Mollet seyn.
E: A C-

º2s x82é- sie wollen seyn.

Futurum in Praeterito.
Einz. G rº-5- kahidem bud, ich wollte seyn.
Q2- es - du wolltest seyn.
º2? aºſ- er wollte seyn.
Q Cº C -
Mehrz. L)ººs
a3 sdſ« -
es-ºb- wi wollten
wir 1lt seyn 9

Q9? - - - - ihr-wolltet seyn.

«29? «&ºl- sie wollten seyn.


93

Futurum. in Futuro.
-* C - -

es ſºl-Fs bekahem bud, oder ſºlºé- ich


-
werde
“.
seyn wollen etc. d

Vergl. Futurum periphrasticum.


. . - - - *
-- J.
- - II. Potentialis. *
*
-

- » -- - -

, Ǽr 3 -

a) Subjunctivus Praesentis.
. . . . . . . . . . 2.. .. . . ,-
Einz. pºs buvem, oder ſºs baschem, oder sº
* *
-* L.
Äs „*
mi baschem, ich sey.
USU -9 oder GEA
... ... “ -
G-9

etc., du seyst.
A
- - - C. -- - - -

«". – CX-U» --« er sev.


Lº – ºº - s
Mehrz, eA A.
- ſººº Go Wir
* 4.
seyn.
O -* s

CX.EU etc., ihr seyd.


/
c -.- G - - - - -
XEAs etc., sie seyen. -

: Ö) Optativus. - -

Einz. «G budemi, ich wäre, möchte oder


-- / würde seyn.
º du wärest etc.
c 9 >

„º2s er wäre etC.


“ , -

C, C 9 e pe

Mehrz. sº-s wir wären etC.


-- /
C- U-

X3. º ihr wäret etC


-

C - - 9

„sex5.22s
“ ,
sie- - wären
- > etc.
94

Imperativus.
Einz. Ä sº oder Ä. oder es lasst mich

seyn

UA qx? – UA oder > sey du.


>A (s? - exÄ - eG oder „sº.
- / oder G. ersey (soll º).
O, - C- -*

Mehr z. es /
Cro oder
--
Äs
/
lasst uns seyn.
C. - G - -

«X A cº“ – eXººls seyd (ihr sollt seyn).


/ -- / /
G --- C -- -

«Xººls Gº – CXGA, sie sollen seyn.


-- /

Infinitiv us.
- C, 9 e 9

Praes. Gººsbuden, contrah. º2 seyn.


- U 9 - C., 9
Pret. E)-29? Sº 2? bude buden, gewesen seyn.
Fut.
-
º 9. - - /
kahiden bud, seyn werden.
-

Participia.
Praes. UA bascha, seyend.
Praet. º bude, gewesen seyend.

Anmerk. Mit dem Aorist ſººº? ist das sans krit.

WTAF abhuvam, verwandt; die dritte Person Q2?


heisst im Sanskrit ZTHA abhut etc. – Von
95

E)-292 ist die Wurzel im Sanskrit. A bhu. Vgl.


Bopp's Lehrg. R. 414. S. 203. – Im Slawischen fin
det sich auch die Wurzel, so heisst seyn, serb. 6mm
(biti); russ. 6himb; poln. bydé; wend. wycz;
böhm. byt; wind. und krain. biti. Es ist zu
bemerken, dass die Endungen ti und dz oder cz im
Slawischen die Endungen des Infinitivs sind. –
Der Imperativ Uës heisst im Polnischen badz
bonkdsch); im Wendischen byd §; 5- ist verwandt mit
dem serb. 6yAM (bud); russ. 6yAH; böhm. bud;
krain. und wind. bodi; – oUs oder e_olz mit dem
serb. 6yAe (bude); russ. 6yaenib; böhm. bud;
w in d. und krain. bodi. – Bei dem Aufsuchen der
slawischen Wurzeln muss man sehr vorsichtig seyn.
Eine Anweisung wie man die Wurzeln aufsuchen kann,
findet man in Dobrowsky’s Slovanka. Prag in der
Herrlschen Buchh. 1814. 8. S. 27– 54. dessen Ent
wurf zu einem allgem. slawischen Etymologicon. Prag.
1812. 8. Auch im Griechischen, Deutschen, La
teinischen und dessen verwandten Sprachen findet

man Wörter, die mit den slawischen Wurzeln sehr


verwandt sind. Vergl. Dr. Ch. S. Theod. Bernd: Die
Verwandtschaft der german. und slaw. Sprachen mit
einander, und zugleich mit der griech. und röm.
Bonn bei Weber 1822. 8. – Observations sur la
ressemblance frappante que l'on découvre entre la lan
gue des Russes et celle des Romains. Milan chèz A. F.
Stella et Compagnie 1817. 60 S. in Fol. Wenn Frencel
in seiner Schrift: De origg. linguae Sorabicae. Budissin
1693. die Slawen für Hebräer und ihre Sprache für he
bräisch hielt, so dürfte er sich wohl hierin sehr ge
irrt haben. Ueber die Abkunft der Slawen ist das beste

V
96

Werk, von dem berühmten und gelehrten Schaf


farick: Ueber die Abkunft der Slawen, nach Lorenz
Surowicki. Öfen 1829. 8. eben dess. Geschichte der
sIaw. Sprache und Literatur nach allen Mundarten. Ofen
1826. gr. 8. S. 2.
D. Abwandlung
- - »
des Hülfszeitworts -

G-Xº,»
- Kºr“ seyn, Werden
yn, werd 9 - - -

A. Indicativus.
- - *

- Praesens.

Einz. ſº“ --
mi schavem, ich werde.
sº z.» du wirst.
„z Es
eva. z ºo er wird.
2- sº -
Mehrz, sº
G lT"Z. „..} Cs «
O

wir werden.
den.
-
Fº“ “ ,
- v - - - - - - - -

- QXaº ihr werdet. - -


e - “ - - -

- eX sº Go sie werden.
-- - - ". . Y - -- - -

Imperfectum. --
.» »
Einz. Gºex schodem oder ſº exº
“ / ... - . - - • •
/
mi schodem
ich wurde etc.
- c 9
Mehrz.
G l "Z ſº“ ºx m «°• schodim
se , wir wurden etc.
9

Vergl. das Imperf. von G-BA.


Perfectum.
- ->
Einz... r sex.. schadehem, ich bin geworden etc.
97

Aoristus.
Einz. rº schödem, ich werde oder bin ge
worden.

sº du bist geworden etc. -


9

Exx er ist geworden etc.


C, 9
Mehrz. 4-. schodim, wir sind geworden etc.
/ º

C 9

CX.X. ihr seyd geworden etc.


2 . .
XöcX; sie sind geworden etc.
- - - -
- - - - -
-

Plusquamperfectum.
- 9 - 9

rººs sº.“ schodeh budem, ich war gewor


den etc.

Futurum simplex ist nicht im Gebrauch.


Futurum periphrasticum.
9 -C -

exº *2- kahem schod, ich werde seyn etc.


Futurum eXactum.
- - - 9

ſºs 3CX : ich werde geworden seyn etc.


Futurum in Praeterito.
9 - C- C -

rex.asſº - ich wollte seYn.» werden.


CA. rº-

B. Potentialis.

a) Subjunctivus.
/ ) /

Einz. ſº” x? oder es ich werde etc.

7
Bayerische
Staatsbibliothek
München
b) Optativus.
- 9

Einz. Fºx schodemi, ich möchte oder würde


/ werden.
9 -

(_ç A. du möchtest werden.


-- ,

? --

C_çe X& er möchte werden.


-- ,
C- 9 -

Mehrz. C + XL wir möchten werden.


-- / /
- C- 9 - - - - -

ÜX3 XL ihr möchtet werden. -

/ M

C, - 9
d_g.X5, Xº sie möchten werden.

Imperativu. c)
Einz. e“ oder e“ lasst mich werden.
- - sº z oder » Cy“ werde du. -

G. – º oder º“ oder º“ - er
soll werden.
U - C, -

Mehrz. ſº z“ sº oder Fºy” Werdet.

*** Cx“ – ºzº ihr sollt werden.


- U. - - C- - -

ºx 2“ sº – 9- sie sollen werden.


d) Infinitivus.
- 9 -

Praes. E)-XL schoden, werden.


- c ) - 9

Praet. G-2? 8x geworden seyn.


-
--
99

Participia. -----.
Pra es. Gé schawe, werdend (selten).
Praet. Lé geworden.

E. Adwandlung des regelmässigen Z eit-, - C, U 9 r

worts (9°fs fragen.


- - A. ---

- - - - - -

A. Activum. -
:
I. In dic a tivus. e.
"
- U 9
Praesens. . . -
Einz. mi pursem. ich frage.
ſºrs sº " p » -----“s
- 9

Ärº sº du fragst.
/ /
-

- -
.. - C, 9 - - - “:
: " . . . ... « an Prºsa er - - - -- - - -
ºfs - er fragt. -
U C 9 - - • -

Mehrz, rºrs sº mi pursim, wir fragen.


C C 9 ihr fra .
QX..“ 1Il|P et. . . . . .
C - U ) - - - v - -
exºrs - sie fragen. - - - - - >
« --
/ - . .
-
- ------ -- " , - -
- - - - *** -
-

-
Imperfectum. - v...
- -

- U C 3
Einz. r-Hºfs C„o mi pursidem, ich fragte.
ſ j, “ - - - - - -
- -
. . “. eX“rº
/ Äfz-
cre du
.
fragtest
* wº - - -
:
-- - - - - . . .“
*

C C 9 , -
-ºfs sº er fragte.
„v * F , , ,
«" C C ) -- . . -
Mehrz. wir fragten. ,
7
100 v

C C 3 d -

°fs sº ihr fragtet.


AJ * * /

. - es » . . .
93-Nºrs Cxo sie fragten.
„v * F / - - 2 -

- -.
Perfectum.
- C 1 C 3. ) - - - -

Einz. rſ sºrs puride em, ich habe gefragt.


- sc»- - es »
„ ºrs «Er ers du hast gefragt.
-X- º-A- s er hat gefragt.
Mehrz. 3 sºr wir haben gefragt.
exzſ sexÄrz, ihr habet gefragt.
CXöſ vºrs sie haben gefragt.

Aoristus -
- c c )
Einz. rºrs pursdem- ich fragte oder habe
gefragt.
C- Cº.?
„ºfs du hast gefragt etc.
/ /\/ *

«Aºys er hat gefragt etc.


G c 2
Mehrz. Ärs wir haben gefragt.
***rs ihr habet gefragt.
93-Nºrs sie haben gefragt.
Plusquamperfectum.
- C 9

Einz. Gj sºrs purideh budem, ich hatte


- gefragt.
„ºs sºrs du hattest gefragt.
ºs sºrs er hatte gefragt.
101
Mehr z. ſº? "Asºz wir hatten gefragt.
° --- 9-Mººrs ihr hattet gefragt.
«AB 223 "Aºrs sie hatten gefragt.

Futurum simplex.
« - G 3- -

Einz erº bepursen, ich werde fragen.


C, 9- - R - --

cs“, sº du wirst fragen.


-
/
- --
- C- 9 - --
-
exºrº er wird fragen. "

C, C., 9 - -

Mehrz. fºr- wir werden fragen.


/ " . -
..
C U 9- - -

«Aºr?
/J "
ihr werdet fragen. -- - -- -- , -
Co- U 3 - d f
>. «-- si n fragen. "
°-ºf- sie werden tragen.
Futurum exactum.
-* „ -* e“ 9

Äs ÄÄ pursideh baschem, ich werde ge


/ fragt haben etc.
Futurum
C, O 9 - -
periphrastieum.
A. - >

Einz. «Aºs ſºlº- kahem pursid, ich werde oder


- - Will fragen. A
-/
- - - C 9 - - -- • - 4

- - a-ºfs gº2º- du wirst oder willst fra


U * *

gen etc.

Futurum in Praeterito.
Q C- 9 - L- -*

°z exºsſ,5- kahidem pursid, ich wollte


. .“ 2 fragen etc. -
102

Futurum in Futuro. - - - - - --
es ſº[2=u ich werde fragen wollen
C C, 9 .,
-
- - -

etc.

' II. Potentialis.


- - V

a) Subjunctivus Praesentis.
-Ö 3
Einz. ſºfs ich frage.
9
du fragst.
sº 8
«Aºrs er fragt.
Q- 9

Mehrz. sºw, wir fragen.


ſºrs s
- 9
exx»-s ihr fraget.
sº ºr fºr
ºrs sie fragen.
- b) Optativus.
Einz. - /
Ä /
ich möchte oder würde fragen.
A e-Ärz du möchtest fragen.
U- c, 9

/ /V * -

- C., C 3 - - - -

-- >
Ä
“- - - -
er möchte fragen etc.
Mehrz, sºrs wir möchten fragen etc.
- „exº-Aºfs ihr möchtet fragen etc.
„ºfs sie möchten fragen etc.
Imperativus.
Einz.
1 Il Z. -- Sº oder
oder -ſº“rº lasst mich ftragen.
lasst mich
e, es - - >

Uºfs - Uºfs? frage du. ,


-C 9 - C 9

9./s – «rs er soll fragen.


*
C, C., 9 - - -

Mehrz. ſºrs lasst uns fragen. -

O 9

e-ºfs ihr sollt fragen.


C -C 9
CXX“f# sie sollen fragen.

Infinitivus.
- C, C, 9 - c c9
Praes. G-A-/s pursiden, zusammengez. Pºs
/* " J.*
fragen.
-C.) - C

Praet. G-23 ÄÄ gefragt haben.

Participia.
- C 9 - C C9

Praes. Gºrº und vºr einer der da fragt.


- C C 9

Praet. 8 Xa.»/# gefragt oder gefragt habend.


Eine andere Form des Praesens, die aber sel
- C. - C C) C- / C C 9 c -c c»
ten vorkommt, ist: 2» s“-A4-j, –-Dºs
ſº.“ ſº?
Cc C c9 .. ,“ ,?

B. Passivum.
---
-

I. In dic a ti vus. " -

Praesens. ---

- O C 3
Einz. º“ cs *.ºs ich werde gefragt.
- c Q 9

„e“ «s "Dººs du wirst gefragt.


9 2“ (sº sºr er wird gefragt.
104

- Mehrz. Ä” cs“ vºrs wir werden gefragt.


9.2. (sº sºrs ihr werdet gefragt.
«A 2“ (sº ºfs sie Werden gefragt.
Imperfect um.
- 9 - - C

ſº sº “
sº. *
ich werde gefragt.
- - -

„%-A* (sº vºr: du wurdest gefragt etc.


Perfect um.
- 9 -Ö C, 9

r "exº ***s ich bin gefragt worden etc.


Aoristus.
- 9 - O U 9

ſº va“/. ich wurde gefragt oder ich bin


/ *

gefragt worden etc.


Plusquamperfectum.
-e» -»
- e «»
-
fº- ſº ich war getrag
e» - 8. A. veXººr: gefragt „W. e
worden etc.

Futurum simplex.
9 -* -* - C, C.)

***2é- veX-# ich werde gefragt werden etc.


Futurum exactum.
-* - 9 „- C, G 9
Äs 8Xº "Aºs ich werde gefragt worden

seyn etc.

Futurum periphrasticum.
9 - - - C, C. 9

«As ſººº- ºxº-/. ich muss (soll) gefragt wer


“ den etc.
105

Futurum in Praeterito.
9 -* C- -. - Q C- 3. d -

CAº r>* - ºrs ich sollte gefragt wer


den etc.

Futurum in Futuro.
- - - c C 9 d -

er,=ts vº“r
/ *
ich werde sollen gefragt
werden etc.
/

II. Potentialis.
a) Subjunctivus Praesentis.
--* - C- C, 9
ſº“ SCA?“ºfs ich werde gefragt etc.

Subjunctivus Perfecti.
- „A” - 9 " - C- C, 9 -

&Us sex. 8xx“-


ſ“- 8 worden
Ärs ich sei 8gefragt Il etc.
GTC

b) Optativus.
- -» - e c»
sº sºrs ich möchte oder würde gefragt
werden etc.

c) Imperativus.
- C, C. D
Einz. Äs . . s ºfs lass mich gefragt
Werden.
2 oder sº. sº exº ***ºfs du sollst

gefragt werden.
exÄ sº z“ vºrs er soll gefragt
-
--- - - - --
werden.

-
106

Mehrz eºs vXº. gx" vºrs wir sollen gefragt


- werden.
ex A3 veXº (sº ºfs ihr sollt gefragt
werden.

°. As vº Gº vºrs sie sollen gefragt


werden.

d) Infinitivus.
- 9 - Es c9

Praes. E)-X. "Dººrs gefragt werden.


/V * -

- C. 9 - 9 - C» u 9

Praet. G-53 Sexº *-ºfs


V *
gefragt worden seyn

Participia. -

Praes. 2: vºrs einer der gefragt wird.


Praet. 8 Xº ºfs einer der gefragt worden ist
- oder war.

F. Unpersönliche
–-
Zeitwörter.
Diese sind (wie schon S. 25. bemerkt worden
ist): exzls man muss, und eXA, es geziemt sich.
C. - - - -- . c 9

Beispiel: LG ) exUs -- ich muss gehen. – GW-W


- - - - - - G - c C9 -- - (U -C-

>=t - z. (sº &M


eſ«-Ets CAUs
es 85/ CAS-ag.“„
rs 32\s (3.3Axºſ
Fºº Gº
den weisen Fürsten Bajazed fragte man: was er
C -
wünschen müsste? Aus dem Negaristan. – ºr»
Jº 2° Jº,9 exS exAs ºf der freie Mann muss
nicht zwei Dinge begehren Jemin Ferjumendi.
*
107

Anmerk. Das Praesens Indicativi verliert biswei


len die Partikeln („o und crºss, und im Futuro
fällt oft das Praefcum- weg; nach dem verneinenden
Praefcum c) beinahe immer.

§ 32.
Von dem Webenworte.
(Adverbium) ist das Bestim
Das Neben Wort
mungswort des Zeitworts. Die Perser haben
wie die Araber eigentlich keine bestimmte Form
für das Neben Wort; Wörter,
die zu diesem Be
huf gebraucht sind, werden meistens mit oder
" . . .
ohne Partikeln verbunden.
1) Nebenwörter der Beschaffenheit und
Grösse (Adverb. qualitatis et quantitatis).
UÄ- chosch» gut, wohl; Xs bad, schlecht;
e_x-) rast, gerade, wohl; 8GX-29 dostaneh,
freundschaftlich; &Gſºre merdaneh, männlich;
85°s pederaneh, väterlich; Uĺs pisch, mehr;
viel mehr; Fºº niz, ebenso; f..“? bisjar, viel;
- - ESGſ endek, wenig; Gºss hemin, nur, allein;
. ſ* hem, oder ſ64 behem, zugleich; xD tschend,
.

oder Gſex I tschendan, wie viel? nur; U.« bes


genug; GCº- nezdik, beinahe.

2) Nebenwörter des Orts (Adverb. loci).


UEFuz indscha, hier, hierher; UFusſ fſ ez in
dscha, dort; U-Föf andscha, daselbst, dort; -ſ
UEF5ſ es andscha, von dannen; UEFT kudscha,
108 -

wo? UEFLTFſ ex Kudscha, woher? wohin? Ususſ


8. andscha ki, wo; 2« G3 in su, hier; 2«5ſ
2«g ansu insu, hier und dort; U> /* her dscha,
und sº“ /* her suji, überall; USST ſº her
kudscha, wo auch immer; Ms bala, hinauf;
ML 2ry ziru bala, herabwärts; MU jſez bala,
von oben herab; Gºroderun, oder G3-Gſ en
drun, drinne, von innen; Gºr- birun, draussen;
U“s pes, von hinten; UÄrº der pisch, zu
vor, vorher; U-s - der pes, zurück; -SMH
nezdik, nahe bei; 220 dur-fern; -- 9 2-3
tschepurast, zur rechten Hand. -

3) Nebenwörter der Zeit. - -

oſº, bamdad, morgen, früh; ſºlº scham, oder


s-C-U schamgah, abends; „ kei, wann? zu
welcher Zeit? gººdj, und jº.) „so dj ruz, ge
stern; L 239 duseh, gestern, abends; ſºrs ferda,
morgen; ſº ) rº her ruz, täglich; jy? fº ) rux
beruz, von Tage zu Tage; G-5 ſeknun, Ä2>
halija, und G2 I kenun, jetzt, sogleich; J2-s
hemwar, immer, beständig; jº.) 2- & schebu
ruz, Tag und Nacht; fº dir, spät; rº.“ he
mandem, sogleich; Usta, bis, biss dass; fJ“/*
her gez, immer; „ 2.3 barj, einmal; -- sº he
muz, bisher; Gf jſ exx? begadez an, nachmals,
nachher; ÜU» J* her sal, jährlich; 2) zu, bald;
8ST sU“ - her ga ki, so bald als; AJ A-J“gah
109

gah, dann und wann; A C- U?ba magah, bei


Zeiten- a: . . . - -- - - -

4) Nebenwörter der Frage (Adverb.interrogandi).


2 ku oder ko, wo? HS- tschera, weshalb; Gº
tschun, wie? sº-Cºschgune, wie oder was?
exº-tschend und Gſ«Ag tschendan, wie viel?
sº AS tschi maeSani , warum das? >> tschu
und E>> tschun, wann? „F**S- tschi bera,
wofür. -2 - - - -

5) Nebenwörter der Bejahung und Vernei


nung (Adverb. affirmandi et negand). –
- ſar- ja, fürwahr ; Gºre bedurust wahr 9

haftig; ſº r“? beserutschesm, sehr wohl; (x?


G-J“ bi geman, ohne Zweifel; s na oder 85
neh, nein; * - Fºº hitschgune, auf keine
Weise. - -

-
6) Nebenwörter der Anzeige (Adverb. demon
- –
strandi). - .
EC inek und %,3ſari, siehe. “:

7) Nebenwörter der Zahl (Adverb numerandi).


J\s exºS tschend bar, wie oft? flºs GſexStschen
dan bar, so oft; JUs A.“? bisjar bar, oft; USA?
barha, öfters, manchmäl; As JºWs kalit bar,
- selten; * hem und Ä” nie, wiederum.
8) Nebenwörter des Wunsches. (Adverb op
tundi). .. e : 2a
CAI kasch, „KAI kaschki und 8SG kaschki,
o dass doch!
110

Anmerk, Gaſ-AGſ heisst im Buchar. anderun; U“? bu

char. pess; 25 sanskrit. SF (kawa); FS- s erb.

jep.; 85 heisst in vielen Sprachen na oder no, oder ne.

S-33
. . . . . Von dem Vorworte.
s – -
- –- -- - • "se

Das Vorwort (Praepositio), bezeichnet die


Verhältnisse der Dinge, und regiert im Persischen
immer den Nominativ.
Lºſ es, oder L zi von; Us ba, mit; &s beh, oder
e- bi, zu, in; Jº? ber, und es eber, über, an,
neben; sº bi, ºhne Jº der, an, von Uss
pisch, vor, zu, bei; r” furu, oder ºy” furud,
- - : - - - - Ed - dh d

unter; U“s pes» nach, hinter; ºf- mezd, bei;


J# zir, unter; „Ägspehlwi, neben; GU-0 mi
jan, unter, mitten, zwischen; Le sºi, ZU,
gegen; „H Lſ ez berai, Cg=s bedschiheti,
für, wegen; Cgº-j es dschiheli, wegen; Gºrº
birun und EYº berun, ausserhalb; 2“ Gſ an
– su, jenseits.
& «
Anmerk. jſ heisst griech. Ex, lat. ex, althochd. uzs, im
Slaw ischen mc (iz); rºſ entspricht dem engl. over;
angelsächs. ofer, dän offver, schwed. ofver, mö
sogoth. ufar; althochd. ubar; altnord. uppar; goth.
ufaro, griech. örtég; J? wind. verh
» -,
e. - - - - ---------- - , x -
111

S- 34
- Von dem Bindeworte. - -
Die Bindewörter (Conjunctiones) drücken
nicht nur das Verhältniss zwischen den Gliedern eines
einzelnen Satzes, sondern auch zwischen ganzen
Perioden aus. -

_2”- oder 9 w oder Ul» stimmt mit dem semi


tischen _3 überein; es oder A auch » also;

U: ja, oder; J-J" ger, J-Y ſ eger, oder Jſ er,


Wenn; Girººs benaberin, daher, desshalb; U-s
pes, daher; 8H ki, weil, dass; GK liken, oder
oder -KJlik, aber, dennoch; rº zira, und 8 j
ziraki, weil, denn; 8Hu-FöfBf deswegen, weil;
Usta, dass, bis; ſoU-« mebada, damit nicht;
C - -* J - Cu -* -*e"e
» C- -*.“. e

«AS /*, **/*, Är- , &S-T 8ST obgleich;


J3 bel, oder < aber
/ -
s Fäls / f
oder sSLI
/
9 c / „C 9 c- C- G - c-
2 F-«d, E2Ft«d, Gºº» /
• Fº; G
/
Fuss, wie; J» wer
-

obschon, ohwohl; Arzt bedschuz, ausserdem;


2. - -
Uſ emma, aber, dennoch.

–4 nm erk. Us heisst auch im Türkischen U., serb. ja;


sº rº/ türk. ebenso, US türk. ebenso; slaw. Aa;
UM - - *. *

Uoſ türk. ebenso. - - - -

“ - - -- - - - - - - -
112

§ 35
Yon dem Empfindungsworte.
Die Empfindungswörter (Interjectiones),
sind die ersten Bestandtheile der menschlichen
Sprache. Denn der Mensch drückte anfänglich den
Zustand seines Innern durch Ausrufungen der
Freude, des Schmerzes der Verwunde
rung aus.
„f ah, ach; „ºf aj, U. ja und ſaja, o!
derigh, und Us: ſº dirigha, o wehe! „sº waj,
wehe; U3 bija, fort! 2 3 tefit und tufu, pfui.
Diese Wörter stimmen mit vielen andern Spra
chen überein.

An merk. Der Mensch ahmte auch die Ausdrücke des


Lautes, oder Geräusch es äusserer Gegenstände nach,
daher kommt es, dass in den verschiedenen Sprachen auch
-
Wörter für diese Gegenstände gebildet wurden. Fol
gende Wörter sind im Persischen merkwürdig:
CL- CL- Gezwitscher der Vögel; „“ Är Gur
/ A.

ren der Tauben; Sº SF


/ /
Gelächter (vielleicht
kommt von diesem Worte das deutsche Wort: kichern);
CL CL das Zischen des Lichtes, wenn der Docht
nass geworden ist; UTU> UTU> das Geräusch von
Schlagen mit Degen, oder anderer klirrenden Instru
mente; CL CU das Zischen mit Spiessen, Lanzen,
Speeren etc. – Mit diesen Wörtern sind folgende aus an
dern Sprachen zu vergleichen: zvon, podperda, rega, ko
kot; Nachahmung des Glockentons, des Geschreies der
113

Wachtel, der Laubfrösche, der Stimme der Hühner im


Slawischen. Ovidius drückt das Quaken der Frösche
ebenfalls sehr schön aus: „Quamvis sint sub aqua, sub
aqua maledicere tentant.“ Metamorph. lib. VI. S. 376.
In dem neu griechischen Lustspiele: tö xogaxtotuxá
# öóodoot rfg jouaixis yéoong, das Kauderwälsch
oder die Verbesserung der neugriechischen Spra
che, findet sich auch manches, was hierher gehört,
z. B. III. Act. IV. Scene: xoöx... xoix der nachahmende
Ton des Hustens: F-F-Fö «ox... xoix... xoix.. Töne,
um das Räuspern beim Hinunterschlucken einer schwer
zu verschluckenden Sache nachzuahmen. Hiermit kön
nen noch verglichen werden die englischen Wörter:
crack, bauz, krach! dash, patsch; slap, klapps; snap,
ritsch, klirr! – When the hurly burly's done. Sha
kespeare Macb. I. Act. I. Scene; hurlyburly, heisst
Getöse, Wirrwarr, wie unser volkst hümliches
hur Id” pur I.

D RITT ER ABSCHNITT.

- §. 36.
Von der Wortbildung.
Die Wortbildung (Etymologia) lehrt, wie
die Form, von welcher man in der Formenlehre
ausgeht, entstanden ist. Die Bildung der Wörter
aus schon vorhandenen geschieht entweder durch
Ableitung mittelst gewisser Endungen, oder durch
Zusammensetzung.
8
114

s. 37.
Von der Wurzel der Wörter.
„-

1) Wurzeln heissen, die in ihrer Sonderheit


nicht erscheinenden Elemente, aus denen sich dass
Ganze der Sprache, sammt seinen Stämmen und
Zweigen entwickelt hat. Alle Wurzelwörter wa
ren aber ursprünglich nur ein sylbig, viele der
selben nicht vollkommen und wohlklingend ausge
bildet; oft liess es sich auch schwer entscheiden,
welches eigentlich das Wurzel- und welches das
abgeleitete Wort sey, später wurden sie erst bei
der Ausbildung der Sprache zwei- und mehrsylbig.
Was war aber überhaupt Wurzel? jeder Stimmlaut,
so wie jede Verbindung eines Stimmlautes mit Mit
lauten; denn jeder Laut den der Mensch sprach,
war immer in Beziehung auf einen innern Zu
stand ausgesprochen, und hatte demnach Bedeu
tung. Im Persischen giebt es wenig einsylbige
Wurzelwörter, öfters sind auch die Wurzeln
mit Praefixis so verwachsen, dass man sie (wie
schon beim Fürwort bemerkt worden ist) kaum
mehr erkennen kann. Bei den neu ern Forschun
gen eines Bournouf und Olshausen über das Zend
ist indess zu hoffen, dass sich über die Wurzelwör
ter der persischen Sprache, noch vieles Dun
ke I e wird aufhellen lassen; da auch das Sans
krit so vieles Nützliche zur Erklärung und Begrün
dung der persischen Grammatik, dargeboten
115

hat. Keine Sprache hat ihre Wurzelwörter so treu


und in ihrer Einfachheit erhalten, als die S ans
krita – Sprache und die semitischen Spra
chen, und von den neuern Sprachen möchte hierin
das Slawische dem Sanskrit am nächsten kom
men. Vergl. Rosen: Radices Sanscritae. Berolini
impens. Dümmleri 1827. 8. Bopps Lehrgeb. etc.
R. 106–114. S. 71–82. – Dobrowsky: Die Bild
samkeit der Slawischen Sprache an der Bildung
der Substantive und Adjective in der Böhmischen
Sprache dargestellt. Prag 1799 in der Herrlischen
Buchhandlung. 4.; desselb. Lehrgeb. der böhmi
schen Sprache. – Rakowiecki schon angeführtes:
Prawda ruska. - -

2) Es giebt aber auch Modificationen der Wur


zel und zwar: a) das Hauptwort, b) Beiwort,
c) Zeitwort und d) die PartikeI.

§. 38.
Von der Bildung der Hauptwörter von
Hauptwörtern *).
1) Nomina abstract a werden von concre
-

tis durch Anhängung eines „s GÄ.) gebildet, wie

*) Lumsden a. a. O. Part. I. p. 406–414. und Jones p. 85.


haben hier eine andere Ordnung befolgt. D. H. dieser Gramm. ist
von diesen beiden Grammatikern abgewichen, weil man die Bil
dung der Wörter so besser überschauen kann. Die Wortbildung
ist bei Lumsden und Jones überschrieben: „Of the Hasili Masdar
8*
116

Cº. Freund, sº Freundschaft. End gt ein No


men primitivum auf ein aspirirtes v, so wird
auch „º angehängt, wie: slos König, Gººs
Königthum. Arabische wörter werden auf gleiche
Art umgebildet, z. B. O-sºo, 2 º occupatio, so
heisst es in Mirchond's histor. Samanidarum:

sººº Gºº“B.
2) Auch bildet man von einem Nomen primi
tivum Wörter, welche eine Eigenschaft oder Be
schaffenheit des primitivi, von dem sie abge
leitet sind ausdr
G1TGT
ückenn,, ve
au ruCKe
SIIl
wie e-- Mensc h. . Är
Mensen, . .
Menschheit, Jº- Esel, - Ä- Dummheit.

3) Wörter, welche einen Ort anzeigen, wer


den durch folgende Sylben gebildet: Gus, „, CF
s-AG GUX-, Gs, Gſo, oder U- und die, welche eine
Menge anzeigen, durch die Sylben: A, A, G
oder ſ, wie: Gº, C Bildersaal, Gºs Früh
e - Ö, 3.-. -“C - -

lingsgarten, GUX«AJ Rosenhayn, Gº - Zucker


- C 3 ... - C, 3 C 3
kasten, G4XJ Rosenstrauch, GX.X.E Hiacynthen /

Jº-Xa-9 JU-> 66 Lumsden sagt: ,,The f-awa-o is defined to be


anoun used to denote the name of an event with reference to its
occurence and to that relation which exists between it and these
mouns with which it is naturally connected.“
117

garten,Gºº Löwengegend, Gºº Feenland,


ÄÜRosenbeet, Ä Tulpenrand, AG. An
betungsort, »Sº Vergnügungsort, - GE
Schlafzimmer, A 95 ein Ort der reich an Flüs
sen ist, W. ein daemonenreicher Ort.
4) Wörter, welche Handwerker, Künstler etc.
anzeigen, werden durch die Ü“ wörter AF oder

gebildet, wie: r-G Goldschmied, -Lºis Kefsch


ger, Schuster. - -

5) Verkleinerungswörter (Diminutiva) bil


det man, indem man die Endungen E -, az. » 85
- U 3Q - - „ / /

&D, oder L5 ſa anhängt. Die Sylbe SYZ wird


ºr -- -- Innºg. "sº º.
gewöhnlich primitivis, welche lebende, 82, wel
che leblose Sachen anzeigen, angehängt; & F.:
wird bei Sachen, die etwas Lebendes oder auch -
Lebloses anzeigen, gebraucht, als: Jºs Vater, EFG
- 9 - - 9 A*

Vaterchen; J“s Sohn, Sºf“s Söhnchen; ës Gar

ten, & StéUs Gärtchen. Endigt ein Nomen primi


- - -- - - - ;- - 9 - „C

tivum aber auf ein quiescirendes s (Liste „Us)


und geht eine lange Sylbe vorher, so wird s in
U“ verwandelt, wie: 8 A- Kleid, GLÖCL Kleid
chen; geht aber keine lange Sylbe vorher, so wird
118

Cssº verwandelt, wie: TF-«


O
G

II
- Leckerbissen.9 -sºJ-9-

Leckerbisslein. -

- "
Die Endung .j kann nur Wörtern, die 1eb
lose Sachen anzeigen, angehängt werden, wie :
-* - - / C /

Gſo oder &öſe. Korn, 5 sº Körnchen. Verkleinerungs


G 9U / / G / 9

wörter auf -3-yº- 22 kommen selten vor, wie J“s /


«.

Sohn, # Söhnchen; Äs Tochter, Ä. Töch

terchen. Die Endungen der Verkleinerungswörter


/ / / /

auf *é, &º-, ºrs und ſ kommen sehr selten vor,


wie: &#s Rohrpfeifchen.
/ U. /"- / /
An merk. 1. Die Wörter GÄ-G, Gººg und

/ O 3.«. / / /

GUX-U“ sind Titel von Büchern; das erste ist ein


/

Werk in Prosa und Versen; das zweite von Dschami


und das dritte von Saadi. Vgl. Hammer’s Gesch. der
schönen Redekünste Persiens. S. 207. Lumsden a. a. O.
Part. I. S. 430–432. – Das Wort GE bezeichnet
/

bisweilen auch die Zeit oder Jahreszeit, wie:


GX-5 die Zeit der Kälte, d. h. der winter Gé
/

wird gewöhnlich einem Worte angehängt, um ein


Futteral oder eine Büchse zu bezeichnen, wie:
/ / C, - /

GlºPaº Räucherbüchse, GſCX-UXIT Bücherfutteral.


Anmer. 2. Die wörter JU“ oder „ST entsprechen den
deutschen, engl., holl. etc. auf er, und den s Ia
wischen auf ar, z. B. zlatär, Goldarbeiter.
119

An merk. 3. Die Endungen der Verkleinerungswör /

ter auf GT und XS entsprechen den türk. auf EWS


/ -
/ /
EC- oder UK2- oder C# und es, den deutsch. auf

chen, den altd. auf ken, den griech. auf toxn, toxog,
wie: tauôtoxn; den latein. auf cio wie: homuncio; den
w a la ch. auf utiu, den italien. auf uccio und uc
cio, wie: soldatuccio; den span. auf ico und ica, wie:
perico, Hündchen; den slaw. auf eKb, Ka, und Na,
den ungar. auf ka, ke, tska, tske, wie: kutyäts
ka, Hündchen; den.. sans krit. auf SF wie: FFFh
S
Bäumchen.

§. 39.
Von der Bildung der Hauptwörter von
Bei wört er n.

1) Hauptwörter werden von Beiwörtern


ebenfalls durch Anhängung eines „s GÄs) gebil
det, wie: GLÄs gut, «Sº Güte; s\, schwarz,
«sº schwie - - / /

“ 2) Endigt ein Beiwort auf ein quiesciri


rend es 8 (Lös. „A) so muss ebenfalls s in «s-J"
verwandelt werden, wie: 8XLºs neu, e, G. Lºs
Neuheit. : " / /

3) Endigt ein Beiwort aufſ oder 2, so muss


vor dem Endbuchstaben „g ein gelindes
-L 3 -Gº - ºd - -
Hamza G

(8XX 5-s) eingeschoben werden, wie Go weise,


. -
120 -

------- . . . . -6 e. - e - - -

“,
5ſe Weisheit; UÄssehend, Ägs Gesicht. Folgt
* * - f. "/ . / - - - -

dem Buchstaben - aber ein Zeber, so Wird das

gelinde Hamza weggelassen, wie 25 neu, Leº


- - - c - e“: - /

Neuheit. Dieses „g wird „Lexa-o „.. d. h. Je Sub


*
/ / -

stantivi genannt.“ -

4) Abstracta werden auch gebildet, indem


man einigen Beiwörtern ein ſanhängt, wie: Ärº
ang, ſº
lang, Frº Länge:
ange G5
- 2 tief.
ue, tºo -
GF Tiefe. Diese IESES

ſ entspricht den deutschen Wörtern auf e wie: kalt,


Kälte. s

5) Hauptwörter werden auch von einigen


- >
Beiwörtern durch Anhängung der Sylbe „Uöge
/ /- C /

bildet, wie GLS enge, ÄSS Enge.


§. 40.
Von der Bildung der Hauptwörter von
Zeitwörtern. -

1) Hauptwörter werden auch von der drit


ten Person Singularis Perfecti gebildet, wie
C oa -
–e-P - - Handel. Wörter dieser Art giebt es
e“. *
9

sehr viele, doch können sie nicht von allen per


sischen Zeitwörtern ohne Ausnahme gebildet
werden. -

2) Hauptwörter werden von der dritten


Person Sing. Perfecti gebildet, indem man die
121

sylbe j anhängt, Wie: f&º Angesicht, ALF


- C. - /

Sprache, Bewegung. Ax
3) Hauptwörter werden von dem Impera
tiv
- -
gebildet,
:
wie:
--
sº Unterhaltung Es Un
- -
9
“ –7

tersuchung. Ebenso wenn man an die dritte Per


son Sing. Imperativi ein U- oder die Sylbe
U sº mit darauffolgenden Zihr, anhängt, wie:
- - -
-
2".
-L 3 s
- -

U“fs Frage Cº- Ruhe. - -


-

4) Hauptwörter; welche handelnde Per


sonen anzeigen, sind gewöhnlich Participia ac - " - C.- - -

tiva, welche- so
sich auf 893 endigen, wie: 3 x U.
“- 3.-. - - - - -

Componist, ------ Sprecher, Redner. -

- **.

- - - S- 41. -

Von der Bildung der Beiwörter.


1) Einige Beiwörter werden von Haupt
wörtern durch Anhängung der Sylbe G3 gebildet,
Ö, C /-

wie: Gºlf golden, Gºsſ feurig-


/ / - - A - * - - - -
?
- - - R. * -

2) Beiwörter, die eine Farbe anzeigen, wer


den durch die wörter A und GF gebildet, wie:
A 3 oder G&C-Fs rosenfarbig, rssº schwarz
farbig. -- --

3) Will man Beiwörter bilden, die einen Be


sitz ausdrücken, so setzt man die arabischen
122
9 - C, - -

Worte: 25 habend, besitzend, „Aºyſ oder e->U-


- - -
- *
".
Besitzer, Herr, und Jºſ begabt, ausgestattet, vor,
- -- 9 - -* -

wie: OM2- 25 majestätisch, OL43-e->Ue mit Schön -

/ /

-Cº

G -lºſſ äussere Gestalt ha


heit ausgestattet,

bend --> Jºf weise, mit Weisheit begabt.


9

4) Beiwörter, welche einen Besitz, eine


Fülle oder Menge anzeigen, werden durch die
C ..."- Cº .“. C - - - 9 -

Wörter Gºs-Uſ, Gº-J


/
Jº-,
CX-9, MÜ, J>- JP3» „s
- CO- C -- Cº. -
C- - /

und ºfº gebildet, wie: f-ºf“ schamhaft, G-Lé

kummervoll, e, Ff ſº beschämt, exÄ33 gelehrt,


GTUL traurig, Gº- hoffnungsvoll, G. Leben

habend,
-
- **
„Fas
/ /
indisch, Ä A- /
schwärzlich,

Uöſe» weise. --
5) Beiwörter, die eine Aehnlichkeit bezeich
nen, werden durch die Wörter U“- 9 US9 A und

UJ, U-, ſº gebildet, wie: Ujf Äs ambraartig,


/ C. /
- / A- L 9 / C- -

U- Cº. moschusartig, uF zauberartig, Lºs


mondgleich, o-Ä gleich der Sonne, , Ä
zirkelartig. /

Anmerk. Setzt man ein quiescirendes s zu Ende eines


U -

Wortes, so wird ein Relativum gebildet, wie: UX«o


123

Hand, sº. eine Hand voll, zur Hand gehörig, G.,


Mann, 25. gleich einem Manne muhig.

S. 42.
Von der Zusammensetzung.
Die Perser haben grosse Freiheit bei der Zu
sammensetzung der Wörter, und übertreffen
hierin noch die Röm er und Grie chen; daher giebt
es im Persischen eine grosse Anzahl von zu
sammengesetzten Wörtern, wie man fast in kei
ner Sprache findet. - - - - -

§. 43.
Von den Arten der Zusammensetzung.
1) Beiwörter aus zwei Hauptwörtern zu
sammengesetzt.

cº 2 ſah tschesm, Hirschaugen habend, d. h.


weisse Augen habend.
22.) fº peri rui, von Gesicht schön wie ein
Engel.
J-Ls ºfi per pejker, engelgestaltet, Gestalt
eines Engels habend.
FUS fº peri ruchsar, engelwangig, Engel
wangen habend.
vMST eXa 43- dschemschid kulah, einen Diadem
von Dschemschid habend.
124

- G4- jº zuhre dschebin, eine der Venus ähn


-

- liche Stirne habend. - - ***

CSU- Gº“- simin sak, silberbeinig.


Ax_“ G-2- tuti guftar, die Stimme eines

. Papageys habend. - -

Ös 2“ serw kadd, eine Cypressen ähnliche Ge


- stalt habend."
E - - -
gulruch, rosenwangig.“
Ü! Sº scheker eb, zuckerlippig:
„sº Gº“ semenbuj, Jasmingeruch habend. -

Jº G.“ semen ber, einen Jasmin ähnlichen Bu


sen habend. -

„ºAJ gulruj, ein Rosengesicht habend.


sº Sº muschbuj, Moschusgeruch habend.
– E-YU: jakut leb, rubinenlippig, Rubinen
- lippen habend. «
O- Jº” löwenherzig, ein Löwenherz habend.
. Beispiel: -- Cº. - # e-º. J»)
O! Rubinengesicht, Jasminbusen, wogende Cypresse,
wer bist du? Chakami. -
2) Wörter aus Beiwörtern und Hauptwör
i- tern zusammengesetzt. . .
„2 ) - 2é- ein schönes Gesicht habend.
- O3 &ästeschneh dil, dürstenden Herzens, d. h.
- begierig. - - -

„25- y Luz pakise chuj, gute Absicht habend,


„g»-Fu&2é- choschchuj, guten Charakter habend.
125

GeſcXYUs pakdamen, keusch » rein.

jºſ Cº-cho awas, gute Stimme habend.


8= .. ) --- chob raiha, Geruch schaffend.
GUs-Uſ US- chosch elhan, mit einer schönen
Stimme begabt (Epitheto n der Nach
tigall). -

JUX39 U 2é- chosch reftar , anmuthig einher


3
-

schreitend.

AS :rº schirinkar, angenehme Sitten habend.


E) de? Gr” schirin dehan, mit einer lieblichen
Stimme.

ſº GU“ sijah tschesm, schwarzäugig.


3) Beiwörter aus Hauptwörtern und Mittel
wörtern zusammengesetzt.
GU«3ſ JJ“ gul efsan, Blumen streuend.
GU«3ſ 39 durr efsan, Perlen streuend.
GU«Sſ J*»-IT goher efsan, Edelsteine streuend.
Gu«sſ & 3 tighefsan, Pfeil werfend.
GU«3ſ G2é- chun efsan, Blut tröpfelnd.
JF A-
Oo dil azar,
„ * Herz verwundend.
Jjſ G2-dschan azar,
GKG LUs tabefken, Flammen streuend.
GSGſ Fºs. bich efken, Wurzel ausreissend.
e Köſ CC. senk efken, Steine werfend.
GKG s» koh efken, Berg umreissend.
e SG ºr« merd efkend, Männer zerstreuend.
126

es “f Jºe amber agin, ambravolI.


Gº-Yf 2“ surur agin, freudevolI.
A- *
J> e- murad auer, Wunsch erfüllend.

Eſ O. dil awer, Herz raubend.


A- „Ua s

D GG“ "" weit schmückend.


ſyſ We alem Sara,
ſ ºf O. dil ara, Herz schmückend, Herz er
freuend.
ſ- ºf O. dil aram, Herz erquickend.
Ujf ºr- neberd azma, Schlachten kundig.
U„f Z 2 ) ruh asa, Seelen beruhigend.
u.f EU - dschan asa,
ºfſ ALT kar azmude, in Sachen erfahren.
º»ſ G2é- chun alud, Blut bespritzt.
ºſ fLéghubar alud, mit Staub bedeckt.
ºſ Uas- chata alud, mit Sünden befleckt.
s Z23 ruh efza, Geist erfrischend.
s CL-Figs dihdschet efza, Heiterkeit vermeh
rend.
Sººſ/8“ schehir aschub, Städte beunruhigend
(Epitheton der Schönheit).
G2/3 - 23 ruz efun, Tage zunehmend.
jP J“ serefra, mit aufgerichtetem Kopfe
- einherschreitend.
127

f, E)-P - gerden efraz, den Hals ausstreckend.


jºr „We Salem efruz,
jº„ eg- dschihan efruz, Welt erleuchtend.
Ärº Gº-J“ giti «frus, weltall erleuchtend.
Ärº * - maërike efruz, in den Kampf ge
hend. -

Ärº Gºes bostan efruz, den Garten entflam


mend (Epitheton der Anemone).
- º-f UÄöſe danisch amuz, in den Wissenschaf
ten erfahren.

Ä»-ſ ALT gar amuz, Geschäfts kundig.


Feſ "GF- medsche amiz, mit angenehmen Nach
richten vermischt.

„Fºſ C>ſ) rahmetamiz, Ruhe gewährend.


Jººſ ſº sitem amiz, drohend.
Jººſ exg shehd amiz, süss wie Honig
Jºsſ OLG) renk amiz, täuschend, betrügerisch.
jſ-Gſ sº pertew endas, Strahlen werfend.

Flexiſ C, so dischet endaz, Furcht einjagend.


fſexöſ Cºſ atesch endaz, Feuer werfend.
flexöſ fº tir endaz, Pfeil werfend.
fº-AGſ Cx. - zulmet enduz, Finsterniss verbrei
tend (Epitheton der Nacht).
fº-AGſ Cºre Sibret ende-, Bewunderung er
regend. -
128

F-S e>U Miltifat engiz, Achtung erregend.


F-G 022- chulus engiz, Aufrichtigkeit be
- - fördernd.
--- & X5 fitne engiz, Aufruhr erregend.
--J.-- -XXSté-chadschlet engiz, Schaam er
d weckend.
F-G GUös-chafakan engiz, Herzklopfen ma
chend. -

A G GU 3 irschad engiz, Sicherheit gewährend.


J\3-ſ ſºr“ merdum awbar , Männer verschlin
gend. -

erſ GU2- dschan aferin, Seelen erschaffend.


f? O. dil ber, Herz raubend.
Jº/# & U«, sajeh perwer, im Schatten erzogen.
J %/s U«We Salma perwer, gelehrte Mämmerer
nährend.
Jº/# es ten perwer, Körper nährend.
Als Läre Sisk baz, mit der Liebe tändelnd.
Jººs U 52s puzisch pedsir, Entschuldigung an
- nehmend. -

jſººfs 83,5 terane perdaz, Töne zusammensetzend


(Epitheton des Musikus).
jºrs c-Szw. sachum perduz, Wörter zusammen
setzend, Redner.
exis Jä5 nakt pend, Erzählungen sammelnd,
Historiker.

ex: 2 xe Sadu bend, Feinde entwaffnend, Sieger.


Fºº & X5 fitne biz, Aufruhr verbreitend.
129

JA4 /he Satar biz, Geruch verbreitend.


rº ſoU3 nadire pira, wunderbare Dinge sam
melnd.

«Xºººº Gefasman pejwend, den Himmel er


reichend.

-UXJe Salemtab, den Erdkreis erleuchtend


(Epitheton der Sonne).
„g»FXJ29 deuºletdschuj, Glückseligkeit wün
schend.

E-AR- DJ“ gul dsehin, Blumen sammelnd.


E). Sº * - Cº schugufe dschin, Blumen abschnei
dend.
Jºé- F- sahar chiz, früh aufstehend.
G2=t 25- choschchan, angenehm singend.
JºſexBlgº- dschihandar, Welt besitzend.
Eyſeo &XX-5 nucte dan, in Spitzfindigkeiten er
fahren.

G_y Gst«, saechun ran, die Rede ausdehnend.


G-Y kamran, seine Wünsche erreichend.
„F) Gºº- chun riz, Blut vergiessend.
JF) AS- scheker riz, Zucker tröpfelnd.
UP: ) e-KLſ eschk riz, Thränen vergiessend.
UPD rg-" guher riz, Edelsteine streuend.
ſº ä ghamzeda, Sorgen vertreibend.

ſcf C.Als zulmet zeda, Finsterniss vertreibend.


E/*.) rehzen, den Weg unsicher machend,
Räuber.
9
130

jU«. f=-shir 8(tz, Bezauberung bereitend.

GW„Jo dilistan, Herz raubend.


J «Jo dilsuz, Herz entflammend.
AS. Gº- dschan schikar, Herzensjäger.
L\K. Ye Sumr schikaf, Leben raubend,
Ted.
GK CL- saf schiken, die Reihen durchbre
chend. v

J\“ e=5 enschum schumar, gleich den Ster


nen in der Zahl.

U-AE JAL gar schinas, ausser Geschäften.


UºP „Sº scheker ferusch, Zucker verkaufend.
WäJ“2. Jºgischwer gischa, Provinzen erobernd.
Gaº CCr» awreng nischin, auf dem Throne
sitzend. -

GººB sºr- wirane mischin, eine Wüste be


wohnend. -

u sº y rehnuma, den Weg zeigend.


j25 –rº ghirib nuwaz, freundlich gegen
S.
Freunde.

j25 hºf- berbut nuwaz, die Laute spielend.


4) Wörter aus Partikeln zusammengesetzt.
Die Partikeln - und USU5, bilden, wenn sie
einem Worte vorgesetzt werden, auch zusammen
gesetzte Worte, welche Gesellschaft und Ver
traulichkeit bezeichnen.
GUALU. sd hemaschijan, von demselbe Neste.
CCsus hemahenk, von derselben Neigung.
ſº 48 hembezem, von demselben Gastmahl.
131

&sſ2=us hemchawbe, zusammen schlafend.


ſº Asº hemdum, ausruhend.
ZU1SHIMIY) EIl

U2U3 82-2é- chewadscheh nasch, von demselben


Lehrer, Mitschüler.
Zu bemerken ist, dass die Partikel ULUB türkisch ist.

5) Zusammengesetzte Zeitwörter.
Die persischen Zeitwörter sind entweder mit
Haupt-, Beiwörtern, Vorsetzwörtern oder
Partikeln verbunden. Folgende Zusammensetzun
gen sind wichtig:
Gº, Ä irar Hjerden, bekennen.
E)-2ÄT Akxiſ intizar kjerden, warten.
G-, S 2-3 rudschuê kjerden, zurückkehren.
egºr (Lºs temam kjerden vollständig machen.

G-, „I kem jerden, abbrechen.


Gº, 22 jahu kjerden, Abschied uehmen.
Gº, CX 59 renk kjerden, färben.
E)-º, C-25 newahet kjerden, complimentiren.
E)-?? „Sº scheker kjerden, danken.
E)-Pºf EY Us ſ_) Csº? bini ra pak kjerden, die
Nase wischen.
G-, U55 zena kjerden, Unzucht treiben.
ORF Gº rº ber jan kjerden, eine Gesundheit
austrinken.
- vºr J? ber kjerden, füllen.
G-E- ſ»-Fº hudschum au'erden, angreifen
9 3k
132

Gººſ ol: jad awerden, erinnern.


Gºxeſ exºs pidid ameden, erscheinen.
Gºxeſ ſº der ameden; hineinkommen.
9xeſ J? ber ameden, hinauf steigen.
GeXºoſ º2H ferud ameden, hinabsteigen.
G-ſº J“ ser daden, verbannen.
G-»ſo - >> dschab daden, antworten.
ex ſo U«sſ» wepesh daschten, zurückhalten.
Gºſo j- baz daschten, zurückhalten, vor
enthalten. -

exºſº – Fue 8adscheb daschten, sich wundern.


GXºſe Jº-Ax» meedsur daschten, entschuldigen.
Gºr? GXxeſ etikadburden, glauben.
G-- --> chesed burden, beneiden.
G-K - GU«>ſ ichsam diden, nützlich seyn
G-22é- ſº gem chorden, kränken.
E)-Rºsé- ex-G- saukend chorden, schwören.
GX-U« Gº») ruschen sachten, erleuchten.
Gº-U- ” ter sachten, nass machen.
GºY Akx5 intizar keschiden, erwarten.

G-AxºST 2 Us o2o dudi tebaku keschiden, Ta


bak rauchen.
G-245 CAxiſ iltikat numuden, schätzen.
e.ºº U-pººfs perwërschjaften, erzogen werden,
(9 xs: ſº der jaften, verstehen
133
Gºº? Ué gena buden, durch die Nase reden.
e-G) solaz pejade reften, zu Fuss reisen.
Eºſ Ärº neSareh zeden, laut rufen.

AN HA N G.
S. 44- . 5.
Yom arabischen Wörtern und Redensarten,
welche oft vorkommen.
Es kommen bisweilen arabische Wörter
und Redensarten bei den persischen Schrift
stellern vor, die der Anfänger sich merken muss.
Die Mehrzahl dieser Redensarten ist aus dem Ko
ran, doch sind auch viele Wörter aus dem gemei
nen Leben.
1) Verbindung zweier Wörter durch Vorsetzung
des Artikels J; J-Öf jetzt; &äÖf kürzlich;
GSf jetzt; Cºx=öf siehe die Worte des Prophe
ten sS ichen Text im Koran.
2) Durch Vorsetzung des Vorworts -, dem
der Artikel oder der Genetiv, oder ein Für
wort folgt; wie: FÖ, /
in toto; CſöWs persön / ,-

- - - . . " , " -9.- ... PR


Iich; &ÜUs bei God; Gºº!- Ü.... s

mit meinem

-
-
- .
- ...? -.:
Kopf und meinen Augen; &S
/
Xs persönlich;
- -
-
sº.“
/ /
134

in toto;
-- - */
Ä. 9Äf söfe, im Namen
/V / . . . - -- - / - *- / - / *
Gottes

des Allerheiligsten und Allbarmherzigsten;


3) durch Vorsetzung der Partikel E-0, wie:
Faſ 6- seit morgen; aº. e- nachher;
4) durch Vörsetzung der Partikel es als:
8, „ in Wirklichkeit; J-M es unmittelbar
Gº- cs” zwischen ; Ä. sº mit Eile sº s
GMG in einem solchen Jahre; - -

5) durch Vorsetzung der Par tikel ſº , als:


(Mf Äé über ihn sei Friede (diese Redensart
kommt sehr oft, wie z. B. im Negaristan von
- -

- - - - - - -- - -

Alt ben Taifur Bostam); FW- CLÄé Friede sei


dir; C-Ä=d Äé vornehmlich, besonders; Ä
Ä in Eile
6) durch Vorsetzung der Partikel „ſ, als:
W. - -

»UX es Ä. am Tage des Gerichts; Öf


bis jetzt; - - -

º.
7) durch Vorsetzung der Partikel ÄS, wie
8) durch Vorsetzung des Buchstabens U., z. B.
JGUF wie er gesagt hat; rº. SG gleich dem
Blinken eines Auges;
135

9) durch Vorsetzung verschiedener anderer Par


tikeln, wie N, U, es z. B. JS er VerWelkt
nimmer; ſº Y es geht kein Mittel, Äs S nein,
be Gott; – ee keck Gé aus diesem Grunde;
8Üſ sº um Gottes Willen;
10) durch Vorsetzung der Partikeln es, 9»

«Xie, C oder U«-6-9, als: 9 Ce - sº WEINI ES

nur möglich ist; sº, bei God; S und Wenn nicht;


sº Leim Angesichts Gottes o-ºº- unter

Menschen - /

11) durch Vorsetzung eines Infinitivs oder


Hauptworts, oder Beiworts, als
si & Cº um
Gottes willen; Äf GÄ gnädiger Gott; /

12) durch Vorsetzung des beziehenden Für


Worts, wie: SF SU unaussprechlich.

Redensarten: sä
/ --
Ä=Öf Gott sei gelobt (gepriesen)!
- * - -* Aº A- - - Q-- - 3. - LC---
GUST U.ST GÖ wie es war, so ist es; fK-Ae FW-W
dir e Friede «é ich meine, es Ä. Gemis
- --
ott möge
ir sei Friede ! » – cſ ich meine;
/ s 9 „* - C,-

euch allen Friede geben; &Wſ UCXx»ſ Gott segne


dich! etc.
136

vIERTER ABs CHNITT.


- - Von der Syntax.
- §.. 45. - - - - -

Was lehrt die Syntax ?


Die Syntax lehrt nicht nur den Gebrauch
der verschiedenen Formen, deren Bildung in
dem ersten Abschnitt der Grammatik gezeigt
worden ist, sondern auch die Art die einzel
nen Wörter richtig zu verbinden.

S. 46.

Yom Hauptwort überhaupt.


1) Wird ein Hauptwort gebraucht um den
Namen einer Species zu bezeichnen, so steht es
gewöhnlich in der Einzahl, und drückt etwas un
bestimmtes aus, wie: UX«ſ A- Ds ſ) Jºs Wä
ter haben viel Honig, d. h. Nachsicht.
2) Will man aber ein Hauptwort näher be
- Cº - F - -

stimmen, so bekommt es ein Jaj wahdet (CCX>> „slº) - „C „A“

d. h. Je unitatis, oder ein Jajtenkir (Ä cs.),


--
- C., 9

d. h. Je vagum non determinatum, wie: sº sº-)


-* - G- -* - C, - Cº. - -- /
923 des X-ſ csºſB Jº Jº ein Fuchs stand am Ende

eines Weges. Dschami. – DH GaſJUST & F.


137
Gi- zu welchem Zweck kommt zu dir ein Ro
senkorb (wörtlich: von Rosen ein Korb)? – Be
zeichnet ein Hauptwort den Namen irgend ei
nes Individuums, so dass dieses, jedem andern
Individuum derselben Classe entgegengesetzt ist,
so bekommt es ebenfalls im Anfang der Rede ge
- C - Lº - C 9 c

wöhnlich Jaj wahdet, wie: r-Ä- sº - ich


kaufte heute ein Pferd. Dichter setzen indessen

statt des Jaj wahdet oft G Bei Dichtern steht


Jaj wahdet oft auch überflüssig, so z. B. in Dscha
mi's Jussuf und Suleicha C. 67. Beit. 32.:
Gé- sºÄſ --> f Cxi-C sie sprach: über ein
Bedürfniss bin ich seelenbekümmert (wörtlich: ich
bin eine Bekümmerte, statt ich bin bekümmert),
vergl. C. 30. Beit. 26. C. 72. Beit. 1 und 26.
3) Wird ein Hauptwort gebraucht, um den
Namen eines lebenden Wesens auszudrücken, so
steht es gewöhnlich in der Mehrzahl, wenn das
ihm darauffolgende andere Hauptwort, den
Namen eines Ortes bezeichnet, z. B. C4A G
- - - -
: Ce 9

die Vögel des Gartens. Bezeichnet aber ein Haupt


wort etwas Lebloses, so steht es gewöhnlich in
der Einzahl, wenn das folgende Hauptwort
auch in der Mehrzahl steht, wie: Gr4-T-F> GG
die Zungen der Kritiker. Oder steht das erste
Hauptwort in der Mehrzahl, so pflegt oft das
zweite in der Einzahl zu stehen, oder beide
138

können sowohl in der Einzahl als auch in der


d, C- - - - C

Mehrzahl stehen, wie: Uĺſº 83 - oder S


Gººf» oder Ägs- die Häuser der Armen.
-

4) Mehrheitswörter (Nomina collectiva) ha


ben gewöhnlich ein Zeitwort in der Einzahl,
bisweilen aber auch in der Mehrzahl bei sich, weil
man sich in einem solchen Worte immer mehrere
Subjecte denkt. Hierin stimmt das Persische
demnach sehr mit dem Griechischen und Slawi
schen überein, wie z. B. äg péoav i tySüs, so
sprach die Menge. -

5) Die Eigennamen (Nomina propria) kön C. „“ C,

nen auch ein Jajtenkir erhalten, wie: sºr- ein


"" / / /

Abraham, d. h. einer der Abraham ähnlich ist.

. S. 47.
Yom Gebrauch des Wominativs.

Subject und Praedicat.


Jeder Satz muss zwei Hauptbegriffe ent
halten, nämlich den von einer Person oder Sa
che, von der etwas in dem Satze gesagt wird, d. h.
Subject, und das was von jener Person oder
Sache ausgesagt wird, d. h. Praedicat. Folgen
des ist wichtig:
1) Ist Subject und Praedicat ein und das
selbe Wort, und sind beide durch ein Hauptwort,
Fürwort im Genitiv, oder mittelst eines Vor
W
139

worts verbunden, so steht das Subject gewöhn


C - C - "

lich voran, z. B. C-3 e-4-ſ G-9 - «ſ mein Pferd


/ / - -

ist dein Pferd. - - - - -

- 2) Werden mehrere Hauptwörter mit ein


ander durch eine Copula.verbunden, so steht das
Zeitwort in der Mehrzahl. Zeigt das Subject
etwas Léblöses an, so steht gewöhnlich das Zeit
wort in der Einzahl.
3) Zeigt ein Hauptwort Lebloses an, und
hat es die Mehrzahl auf Gſ, so steht auch das Zeit
wort in der Mehrzahl; endigt das Hauptwort aber
auf Use oder auf eine arabische Endung so steht *
- C - -

das Zeitwort in der Einzahl, z. B. GUXsſo


& P- C- - . E- -

C&CC oder oö. Cº GXS ſº die Bäume haben


/ / K

C, - -*-* - - - Cs «.
geblüht. – e_X3 ) 2-s E).4 F- ÄgC“ die Rosen des

Gartens sind vergangen. – Zu bemerken ist noch,


dass der Nominativ die Fallform für das in
der dritten Person stehende Subject ist. –
Vergl. Lumsden a. a. O. Part. II. p. 149 ff.
- - -

An merk. Regel 4 hat Aehnlichkeit mit dem Slawis chen.


Stehen nämlich zwei oder mehrere leblose Sub
jecte im Satze, so stimmt das Praedicat gewöhn
lich mit dem nächsten Subjecte überein, wie fol
gendes Beispiel aus dem Windischen zeigt: „Hrast,
jesenovec ino brezje je vsehnulo, die Eiche, Esche und
-- der Birkenwald dorrete ab. - -
140

§. 48.
Yom Yo c a tiv.
Der Vocativ ist die Fallform für das in der
zweiten Person stehende Subject. Folgen
des verdient bemerkt zu werden:

1) Statt des Vocativ’s steht oft der Nomi


nativ, wie z. B. 3-f“GLſ «ºf a Tººl jº «ÄU
OKnabel bringe den Wein, denn die Rosenzeit
ist gekommen. Hafiz.
2) ſ bei Eigennamen fällt gewöhnlich weg,
und kommt selten vor, z. B. C-3 „29 _25 Es
kas- es ist deiné Arzenei, deine Arzenei, o Hafiz.

Anmerk. Die Partikeln Ugſ und Us kommen eigentlich


selten vor, ebenso > und das hindustanische Wort

„fl
/

§. 49.
Vom Dati v“).
Der Dativ drückt denen tfernteren Gegen
stand aus, auf welchen eine Handlung oder Be
schaffenheit sich bezieht, oder mit andern Wor
ten: er bezeichnet das Ziel der Handlung, die
*) Eigentlich sollte der Genitiv folgen; da aber beim Ge
nitiv zugleich vom Jaj izafet geredet werden muss und dieses
noch öfters vorkömmt, so wollen wir weiterhin, beim Gebrauch
des Jai izafeth, zugleich über den Genitiv das Nöthige be
merken.
141

Person oder Sache, auf welche der Begriff des


Zeitworts gerichtet ist. T- - - -

1) Wörter die im Persischen mit dem Da


tiv construirt werden, sind fast dieselben wie im
Deutschen z. B. sagen, rathen, befehlen, gehor
chen, helfen, begegnen, geben, überlassen; die Bei
wörter: nützlich, schwer etc. z. B. ſ )
C 3C, -
º»- Jº
º2-ºr”. er befahl seinen Hauptleuten. Tohfet al Mud
schalis – - - -

2) Der Dativ steht auch bisweilen bei Zeit


bestimmungen auf die Frage wann? und wird
daher als Temporalis gebraucht, so z. B. ſºg.
BU3 /gº- CX«Us am achten (Tage) kam König
Menotscheh. Firdusi exº-eſ US 2 -9 (sºs- FUS83
in der Stunde des Unglücks sei nicht ohne Hoff
nung. Wisami. Doch bedient man sich gewöhn
Iich der Vorwörter um den Temporalis aus
zudrücken.

3) Der Dativ steht auch als Localis und In


strumentalis; doch steht auch statt des Dativs 83
bisweilen die Praeposition 19, j, J?» Welche
dann ebenfalls einen Localis und Instrumenta

1 is ausdrücken, wie z. B. CG) 22é- &öl=ts feſ


der Emir lief in sein Haus.
s” - ſº sºr? „ſy
e» 23 8X«&3 eines Tages sass ein Vogel auf einem
Baume. – CG & Äs EC- GVs..? Je? A- es fand

Jemand in einer Wüste einen hungrigen Hund.


142
-

saadt Bostan. – Cé ---tödten.


Ä es– Jº”
3 GH
diesen will ich mit einem Pfeile &P

Instrumentalis. -

4) Der Dativ drückt auch die Richtung


irgendeiner Handlung nach einem Gegenstande aus;
diese Richtung kann nun eine eigentliche in die
Sinne fallende oder eine uneigentliche seyn,
wie z. B. ſexè- &s Gº, Äs zu Gott beten.

Anmerk. Mit der persischen Sprache stimmt im Ge


brauch des Dativ’s das Slawische sehr überein.
Denn auch dort dient der Dativ als Temporalis, (oder
vielmehr der Locativ als Temporalis,) wie in fol
gendem Beispiele: w tey godzinie, in dieser Stunde. Vgl.
Bandtke’s poln. Gr. §. 348. S. 336 ff. Was den Loca
lis und Instrumentalis betrifft, so ist schon §. 14.
bemerkt worden, dass die Perser diese Fallformen
durch Vorwörter ausdrücken. Dies geschieht auch
beim Localis im Slawischen, z. B. im Russi
schen, wie: HMIIIb 3a Top0A0Mb, ausserhalb der
Stadt wohnen; hier ist Ba, Vorwort. Ueber den Ge
brauch des Localis im Sanskrits s. Wilkins Sanskrit
Grammar. R. 1270. p. 631. ff. – Man könnte, da meh
rere Fälle im Persischen durch Praepositionen aus
gedrückt werden, mit Recht einen Instrumentalis
und Localis oder Temporalis annehmen. Dafür
stimmt (wie schon bemerkt worden ist) nicht nur das
Slawische, sondern auch das Armenische, wo
auch öfters der Dativ statt des Localis steht. Auch
wird der Dativ und Localis im Armenischen durch
gleiche Partikeln ausdrückt, nämlich durch: "b], un
143
'b, Jy wie z. B. 'Upuf in der Sache vergl. Crbied a.
a. O. p. 406. vgl. p. 52 und 54. Man vergl. auch das
Sanskrit Bopp. a. a. O. R. 123. 127. 131. S. 86–90.
Diluvium Ws. 2. a. Vs. 3. a.

S- 50. * -

Wo m. A c c u s a t i v.
Der Accusativ bezeichnet das leidende ob
ject und wird daher von transitiven Zeit wör
tern regiert. Folgendes ist über den Gebrauch die
SEI" Fallform zu bemerken:

1) Folgt dem Object eines transitiven Zeit


worts, kein Beiwort, oder folgen ein oder meh
rere Hauptwörter, mit denen das Object verbunden
- 9 G

so folgt º Partikel ſ), wie z. B. U“s °y


ſ“-A4- ſ_y EMG ich sah Zejd, den Sohn eines sol
/

chen Maunes. In der Poesie wird jedoch, wenn


es das Versmass erfordert, zwischen mehreren
Hauptwörtern und dem folgenden Beiwort auch
ſ_) gesetzt. - -

2) Ist der Object eines transitiven Zeit


worts ein Fürwort, welches mit einem andern
Hauptwort verbunden werden kann, d. h. dient das
Fürwort als Suffix, so wird ſ ) gewöhnlich wegr
gelassen. Ist aber das Object ein Fürwort, wel
ches nicht als Suffix gebraucht werden kann, so
wird ſ) eingeschoben, wie z. B. Esſ er brachte
144
- - c 9 -

mich. Dieselbe Regel gilt beim Fürwort º2s- wie


LäF ſ) Q2é- er tödtete sich selbst.
3) Bezeichnet ein Zeitwort eine Handlung,
die einem vernünftigen Wesen eigenthüm
lich ist, wie z. B. kaufen, so wird ſ_y gewöhn
lich weggelassen, wenn nämlich das Object ein un Q-
9 C -

vernünftiges Wesen ist, wie z. B. º2é- e-4-ſ exiſ " /


C- G9 49

Cº-P Zejd kaufte sein Pferd. Doch wird ſ ) auch


oft nicht ausgelassen, wie: Als Jé ſ_) Gºl esſ
/ S U3 /
fº-P diesen Fisch kaufte ich auf dem Markte.
4) Bezeichnen Subject und Object etwas
U / /

Lebloses, so fällt ſ) auch gewöhnlich weg. Cºsſo


Gj“ (ſ) Ä der Baum bringt Früchte hervor.
Hauptwörter dieser Art, welche mit einem persi
schen Hülfs zeitwort verbunden sind, wie z. B.
mit GR, Gº-L“, G-2+5 verlieren auch ſ), wie:
E)-P'FT C3E
plündern. Wird aber zu einem sol
chen zusammengesetzten Zeitworter, ein Wort noch
hinzugesetzt, so steht bisweilen ſ ) oder irgend ein
Vor Wort.

5) Verlangt ein Zeitwort zwei Objecte, so


bekommt das erste ſ) oder es wird ein Vorwort
hinzugesetzt, um das erste Object zu bezeichnen;
das zweite Object indess bekommt nicht ſ ), z. B.
C- Co - C -

r&### | # ich gab zejden Geld.


145

§- 51.
Wo m A 5 1 a tiv.
-

Der Ablativ bezeichnet den Ort, woher et


was kommt, und steht auf die Frage: woher?
von wem? wovon? Er wird gesetzt wie im La
teinischen:

1) Bei den Zeitwörtern, welche ein Ent


fernen, Ab halten, Befreien oder eine Tren
nung ausdrücken: wie z. B. GÄ fliehen, als:
Aj r- jſ eF-“ ich fliehe von den Menschen
dieser Zeit. Aus dem Barsunameh. Vgl. Wil
kins Sanskrit Grammar. R. 1297. p. 643.
2) Den Ablativ regieren auch einige Zeitwör
- C, C 3 - U C -
G &

ter, wie G-Pºrs fragen, G-Hºf


// * /
fürchten, E-Aid
/ /

hören, es &Ö“ z. B. eXºrs Gº-Möſ jſ Gaziº


es fragte Jemand Plato. Uºf” > Uºf” ſeX - fſ
GU . . jſ fürchte Gott und fürchte nicht deine
Feinde. Feri-Eddin Altar. Pend Nameh. Рȼ
a&º- CAS> G2S 4x5 jſ höre die Flöte, wie is
erzählt. Dºchela-Eddin Rumi, Mesnevi. – fſ
Jºs jſ exaſ - UEFS woher kommt ihr? vom
Vater.

Anmerk. 1. E-A“rº entspricht ganz dem lateinischen


quaerere ab oder er aliquo, doch steht E) .a.ºfs auch

10
*

146

oft ohne jſ und regiert dann den Accusativ wie das


lateinische quaerere aligen Gººs wird gerade
- so wie das hebräische NTY construirt, dem H folgt
welches ganz dem persischen jſ entspricht. Vergl.
Gesenius Lehrgeb. §. 220. S. 817. Vgl. Cirbied gramm.
armenienne p. 609 ff. Das Zeitwort fragen, bit
ten, wird auch im Syrischen mit Sº construir,
welches ebenfalls dem pers. f entspricht. Vgl. Uhle
mann a. a. O. S. 183 ff. -

Anmerk. 2. In der Poesie steht oft für f, wie:

E-Fi“ ſº„D -re- „Hºvºr? ich erzähle nun von Barsu


Suhrabs Sohn. Aus dem Bars uname h.

§. 52.
Vom Je relation is und dem Genitiv.
- –-“

- Der Genitiv steht auf die Frage wessen?


und wird gebraucht, wenn man zwei zur Ein
heit verbundene Begriffe scheiden will, die aber
in ihrer ersten Ei genschaft, in einer innern un
mittelbaren Beziehung gedacht werden. Er
dient daher gleichsam zur Ergänzung. Den Geni
tiv drückt man im Persischen oft durch ein Jaj
izafet (CGUS „A), d. h. Je relationis aus.
Folgendes ist hierüber zu merken:
1) Durch den Genitiv drückt man die äus
sere oder innere Eigenschaft eines Gegenstandes
C, „A“ „A“

aus, wie: ſº.“


/
Äé- ein silberner Ring, oder ein
-

Ring von Silber. Hier ist Zihr in - Jajizafet.


147

2) Iai zafet steht auch bei einigen Vor


wörtern, wie bei: LMUs über, „º unter, sº
9 CºMº über» - unter Äas
-- - T.“ . . . . . . . - 9. “: .
. .
-

vor, U“ hinter, Gl«xº mitten,


-

CLÄ nähe; als:


- - :: sº“: - 7:4; ::::::::::
-C - -- - -- c - - ** c | e - - --
GL..ſ „Ms über den Himmel; Gºf Jºſ unter der
- ," U,"",
:: . - d T. . . . . ."
Erde; Gº-G Uºs vor dem Richter; 85 - U- hin
- -- / / /
;-
- *
-
- - ---
- - ---
.-G.---- - Cº e. - - - S " .
ter dem Hause; GÄS GU«...e in der Mitte der
e- -/ ..
Soldaten; E-0
-*

CLÄ5/
mir
-

/
/
nahe.... - -
- -

-
-

3) Werden zwei Wörter mit einander verbun


den, so bekommt das erste oder das Nomen re
- 2-
gens, Izafet h, wie: Jº Lºs das Buch des Va
. . . > > ..“- * 7 :erie -
e. /F ſ . . . 22. e

ters. –Jº º? erz ºxºss- -

denn Greises

wort ist angenehm dem Herzen. Aus dem Barsu


nameh.
- - -
4) Kommen ſoder 2 maruf oder medschui ZAY.

Ende des Hauptwörts in dem Satze vor, so er


hält dieses „g mit den Laut eines gelinden Hamzas,
/ c ) / / -

wie: Cº. - ae der Stab Moses. Folgt aber „s


einem quies eirenden wie: „e Fuss, oder dem
/ W. -

Vocal Zeber wie: (s” Wein, oder 2 maruf oder

medschu, wie es Gesicht, so stellt es selbst Jaj


x izafet vor, und hat den Ton eines gelinden
Hamzas. Steht Jaj maruf am Ende eines Worts,
10*
148

-- - - :: c » °? „..
so bekommt es Zihr, wie St.-
.“ . - -
Gºy
-- -
Licht des
Morgens (Morgenlicht). º

. ... In der Poesie wird aber dieser Buchstabe ver


doppelt, wenn es das Versmass erfordert.
- , Jajizafet wird aber auch oft weggelassen
und zwar: - - -- :, -

/ / / 9 C 9

a) bei f* jeder, & sº alle, FF> neben, und E992,


diese Wörter haben selten Jajizafet; nur &«s
steht bisweilen damit; . . .
b) in der Poesie, wenn es das Versmasser
- fordert, wenn Jaj mukhaffaf am Ende eines
:: -
Hauptwort welches Subject ist, vorkommt;
c) wenn ein verbindendes Fürwort in der Mehr
- - - - /

- zahl folgt, wie: GU, C). für GU Oo, in neue / / /

- rer Poesie steht es aber bisweilen;


d) nach dem Worte A wenn dieses mit andern
C 3.». /
Wörtern verbunden ist z. B. d2-J" J“ nach
-
/

- - >U- in gewissen Fällen, und nach e- º;


/

e) bei den Wörtern: A Gº- König der Welt;


sº Kºé Asyl der Welt. Vergl. Lumsden.
d /

- - Part. II. P• 251.;


jf) bei Wörtern, welche eine Zahl, ein Maass
oder Gewicht anzeigen, wie z. B. Ä. **
U«L hunderttausend Personen.
149

5) Statt Jaj izafet steht auch der Genitiv


mit jſ, wie in vielen andern Sprachen, um eine
Materie oder eine Eigenschaft, Beschaffen
heit zu bezeichnen, wie z. B. zº jſ Cézé ein
Thron von Elfenbein.
6) Auch um das Ganze, aus welchem etwas
hervorgehoben wird, auszudrücken, steht der Ge
nitiv mit jſ, oder Jaj izafet. Dies geschieht bei
allen Wörtern, welche eine Zahl ausdrücken, eben
so bei Comparationen (vergl. §. 54.) , wie z. B.
«Aºrs ſ) „s-Asle Gºlºls fſ Sº Einer (d. h.
einer der) von den Königen fragte einen Abid.
Saadi. Gul. Th. II. Er zähl. 31. – &X43- r
–X-ſ rº GEL- der Löwe ist das Haupt alier
Thiere (d. h. unter allen Thieren). Saadi. Gul.
Th. I. Erzähl. 21.

Anmerk. 1. Für Jajizafet stehen oft die Wörter


/ / C, 9
-
f-P» J2» E> > > so wie auch oft ſ) z. B. J“ ſ_) rºs
für J-As º
/
der Kopf des Vaters.
-

Anm erk. 2. Ein Jajizafet findet sich auch im Hebräi


schen, wie z. B. "g-23 Mann Gottes, "NY3r Gnade
Gottes, "N): Richter Gottes. Vergl. Gesenius Lehrg.
§. 123. S. 520 ff.
§. 53.
Von der Wiederholung desselben Wortes.
Es geschieht bisweilen, dass ein Wort ohne Co
pula wiederholt wird, und zwar um eine Ver
150
- c -

stärkung (CAYVS) auszudrücken, oder etwas nä


* - - - - A.

her zu bestimmen, wie z. B. E-o rº ich hörte,


/ /
9 „* «A* * „A”

-- e-rº ich hörte, ich selbst; Z * z“ viele

zweige; U. Wº die meisten.


Anmerk. Solche Wiederholungen desselben Wortes, kom
men auch in den semitischen Sprachen vor, wie z. B.
DYOT DYHOT Joel. 3, 14. Vergl. Gesenius Lehrg.
§ 173. s. 668 ff.
§. 54.
Von dem besonderen Gebrauch des Jaj
wahdet und des Wortes Äs.

1) Schon § 15. ist das Nöthige über den Ge


brauch des Jaj wahdet bemerkt worden; doch
steht es auch manchmal um eine grosse Ehrer
bietung oder Achtung, Bewunderung auszu
drücken, so z. B. Cºx eGº." &L «,5Ueveſ G
diese (ruhmwürdigen) Priester, welche mit Eifer ge
arbeitet haben. Vergl. Pend - Nameh de Feri
Eddin Attar von Sylv. de Sacy p. 13–15.
2) Das Wort sº König wird oft andern Wör
tern vorgesetzt, um etwas Grosses oder Ausge
zeichnet es auszudrücken, z. B. o, sU ein breiter
Weg oder eine Landstrasse; Jº“ BU ein guter Rei
ter, Cavallerist. . -
151

§- 55.
Von den Vergleich ungsstufen.
„–--

Das deutsche als nach dem Compa rativ


wird durch die Partikel fſ, f, oder 8ST ausge

drückt, Beispiele sind schon § 17. angegeben


worden. Folgendes ist jedoch noch zu bemerken:
1) Werden zwei Wörter mit einander ver
glichen, so muss das letzte Jajizafet (vgl. §. 51.)
erhalten; dies findet auch bei Mehrheis Wörtern
statt. Eine Ausnahme hiervon ist folgendes Bei
sº1 ſ f f. C - C. .» « » J I
spiel: LX« - aS- (.yre" .3„XX-, C-X“ OSG) Il
piel: C- - Grºs G.S -- Josep
ist der schönste von seinen Brüdern.

2) statt ff steht bisweilen beim Comparativ,


Jajizafet (oder der Genitiv); auch wird die
Vergleichung manchmal weggelassen, wenn die
Auslassung leicht ergänzt werden kann.
3) In der Prosa steht gewöhnlich fſ, dagegen
in der Poesie j, wie z. B. eAxºn» - f U 45/ XF

Cºrºſ denn ihr Antlitz ist glänzender als die


Sonne. Aus dem Bars unameh.
4) Die Endung G3 des Superlativs wird bis
e d « »2; -* „A-

weilen weggelassen, wie: Ugl. fſ KT º2ºoſ --


-- - Q, „A“
“V/

ÄLFU- es &AU« der Andere erklärte, dass von


den Schatten, der Schatten der Weide am ange
nehmsten sey. Alben Taifur Bostami. Negar ist.
152

5) Ein Superlativ wird auch ausgedrückt,


durch Wiederholung eines Worts, wie z. B. AKTU
König der Könige. Solche Superlative kommen
auch in den semitischen Sprachen vor, vergl.
Gesenius Lehrg. §. 180. S. 692 und 693.
Anmerk. No. 2. stimmt mit dem Griechischen und Sla
wischen überein, denn auch dort steht bisweilen der
Genitiv statt als: wie z. B. xáAuov uoö öeug du singest
schöner als ich. – oHb cmäpfe npdmIMEb MeHi
er ist älter als (gegen) ich.

§. 56.
Von dem Zahluyörtern.
/ –-

Von den Zahlwörtern ist zu merken, dass nach


ihnen immer das gezählte Wort, wenn es etwas
Lebloses anzeigt, wie auch das Zeitwort in der
Einzahl steht. Zeigt das gezählte Wort aber et
was Leben des an, so steht die Mehrzahl, wie
z. B. - flºgI. jſ exx nach vier Monaten. – Jºlº
º Glagº Jx3 CW as- vier Dinge sind Werke des
Teufels. Feri – Eddin Attar. Pend-Nameh LÄc
-X“ --- d,5U) exº- º2 - D die Liebe selbst hat
hundert andere Sprachen (Zungen). Cod. Lipsiens.
869. h. h. Geht aber das, was gezählt ist, voran,
– so bekommt es Jajtenkir, wie z. B. 20 sº
zwei Abschnitte. Das Wort CX> einige hat eben
falls das Zeitwort in der Einza h 1 nach sich:
153

wie z. B. º2? G-9 CL-T-9 ſº Aſº sº einige Per


sonen waren in meiner Gesellschaft. Saadi. Gul. –

„r Cº - „ºf Gºa- - >> -- * Fºrº 29


(„CºCº- GU» As sº - es waren zwei Brüder,
der eine diente dem König und der andere ass Brot
durch die Arbeit seiner Hände. Saadi. Gul.

Anmerk. 1. In der ungarischen Sprache findet sich et


was dieser Regel Aehnliches. Es steht nämlich das
Hauptwort, welches durch das Zahlwort bestimmt
wird, mit der Grundzahl gewöhnlich in der Einzahl,
wie z. B. tegnap két ezer katona mentjtt keresztül,
gestern sind zweitausend Soldaten hier durchpassirt. Die
Mehrzahl wird selten gebraucht. Im Coptischen
steht bei dem Gardinalzahlen das Hauptwort in der
Einzahl und das Zeitwort oft in der Mehrzahl, wie
z. B. TWEOGOTT odc75vs ßT es waren zwei Weiber.
Anmerk. 2. Der Eine – der Andere wird durch GS
GS – oder durch 5- - «-Sº ausgedrück,
-

wie z. B. «X-9-ſeº «-Sº 9 GLools „Sº der Eine


fröhlich und der Andere traurig. – 2 jr.” “ „Sº
JU“. US- GSº der Eine erhöhet und der Andere er
niedrigt. Saadi. Pend –Nameh. – G8- bedeutet aber

auch oft: ein Mensch, Jemand, wie z. B. GSº


–X5. EC- GALA Jº ein Mensch fand in der Wüste
einen durstigen Hund.Saadi. Bostan. – Einer wird
auch bisweilen durch GSº G ausgedrückt z. B. eſ

Sº -ſº fº xºf Sº Einer (oder ein Mensch)


klopfte (wörtl. kam zu klopfen) an der Thüre seines
Freundes. Dschelal-Eddin Rumi. Mesn evi.
154
§. 57.
Von den persönlichen und Besitz anzeigen
den Fürwörtern.“
-

1) Werden die persönlichen Fürwörter


mit einem Zeitwort verbunden, so werden sie auch
- - -

gewöhnlich von demselben regiert, wie z. B. UÄLoe)


ich schlug ihn Gaxi- aº -3 GÄ als es Tag
war, sagte ich zu ihm. Saadi. Gul.
2) EU wird oft als Nominativ gebraucht,
wie z. B. J.Lº GE Uc 2 " ) ſº Gé siehe die

Damen, welche in den Strassen gehen. Chosru.


Dies kommt indess selten vor.

3) Die Besitz anzeigenden Fürwörter


stehen in der Poesie oft statt 22é-, wie z. B. Ä
- 3 F Cº. - U- . . jage ihn deshalb nicht
weg von seiner Thür; für: G- D 2 G-5- Je f
Misumi.

4) In der Poesie werden die Fürwörter auch


oft weggelassen, wie z. B. 93.-L.
E- f. „Eſ
exº Gº. - er wendete sein Gesicht von mir weg,
und ging davon. – «Axºf Gºſlº G“s jſ cs Sº
UL - »f J-As U es einer von den Söhnen der Z

Harun Raschid kam vor seinen entrüsteten Vater.


Saadi. Gul.
155

§. 58.
Von den zurückführenden Für wörtern.
A

1) Das Fürwort Gºs- selbst drückt oft eine


-

Verstärkung aus, wie z. B. ſºººº * 22é- E-o ich


selbst ging (vergl. §. 52.). Von diesem Fürworte
“ findet man bisweilen eine Mehrheit auf Usd, jedoch
ist dieses selten, und kommt nur bei den Einge
bornen Indiens vor.

2) Bisweilen steht auch o2é- oder U 32- statt


eines Besitz anzeigen den Fürworts, wie z. B.
ºr“ – Cs“? U-2°- „AGF- er zählte seiner eige
nen Worte viel. Aus dem Barsunameh. Bezeich
net aber das Für Wort nicht ein und dieselbe
Person, so wird das Besitz anzeigende Für
- C - C -

wort gebraucht, wie z. B. r-Pië- -- ich


kaufte dein Pferd.
3) Oft ist es nicht recht deutlich, auf was sich
es 25- bezieht, wenn nicht noch ein persönliches
Fürwört dabei steht, wie z. B. rºs- sº- ſº -
-e «Azo- „exº du sahest mich oder Amr sah mich,
in meinem eigenen Hause.
3) Oft bekommt 325- noch das Suffix U- und
zwar wenn es auf die dritte Person anwendbar
ist, wie z. B. exeſ U-Zoº - er selbst ist gekommen.

-
156

§. 59.
Von den zeigen den Fürwörtern.
1) Werden die zeigen den Fürwörter mit
persönlichen durch Jaj izafet, wie: e G /

verbunden, so werden sie als Besitz anzeigende


Fürwörter gebraucht. -

2) Diese Fürwörter stehen immer vor ihrem


Hauptworte, wie z. B. Glg> Gsſ diese Welt. –
- - A- h 3 C- -

ſº » CLX.« G C3U: CX-Sve G92 als Mahmud die


sen König und die Schätze fand. Cod. Lipsiens.
No. 869. h. h. -

§. 60.
Von den beziehenden Fürwörtern.
1) Den beziehen den Fürwörtern geht ent
weder ein Hauptwort oder Fürwort vorher, wie
z. B. 8STf“s der Knabe, welcher.
2) Das dem Fürworte &S vorhergehende Wort,
kann Jaj med.schul bekommen, wie: 8KJo oder / / /

&L O. das Herz, welches. Soll der Fall ausge


drückt werden, so wird gewöhnlich ein persönli
ches Fürwort noch hinzugesetzt, wie z. B. J“s G
yſ »ſ ÄF &S den Knaben, welchen ich getöd
tet habe. -

3) Das Fürwort &Z wird bisweilen von beleb


ten Dingen gebraucht.
157

Anmerk. Bisweilen wird das Fürwort 8ST, wenn es mit


einem zeigenden Fürworte verbunden ist, contrahirt, wie
z. B. GUST für XST eſ.

§. 61.
Von den fragenden Fürwörtern.
1) Folgt den fragenden Fürwort sº die
Partikel ſ ) so heisst es: weswegen? warum?
wie z. B. exºf rº warum kommt er. Bedeutet &S.
aber was? und ist es Object eines transitiven
Zeitworts, so kann nicht ſ ) folgen.

2 statt der genitiv egºwina r-G


c - -- - -

wie z. B. e-X»ſ Jº rex Gr“ Eiſ von was ist


dieser Wein gemacht.
3) Oft wird auch 82 gebraucht um eine Art
von Bewunderung auszudrücken, wie z. B. &> Eiſ
– sº &A. J. was für eine himmlische wohnung
ist das?

4) 83 wird auch mit andern Zeitwörtern, aus


zer e_x„ſ, verbunden, und verliert dann das s,
wie z. B.:
2 85 x-“Gºs 8 . . . Sº
r-Fe- G- 2 e- A 9
Was kann ich thun, dem ich sagen kann, dass er
in meiner Umarmung ist, aber ich getrennt? Saadi Gul.
158

- §. 62.
Von dem unbestimmten Fürworte man.
* -

Die Perser haben kein bestimmmtes Wort für


unse deutsches man. Sie drücken es durch das
Zeitwort aus, und zwar: durch die dritte Per
son, wie z. B. GLÄ5 Gº F º. CA in

Iran sah man von ihnen keine Spur. Aus dem Bar
sunameh. – D flºſ º-F- Gla- &ST eXöſ º
- C, U 9 -

zºſe – “9- AL. erzählt, dass Sultan Mah


IMZN.

mud den Ijaz sehr liebte. – - ' .

Anmerk. Das Persische stimmt hierin ebenfalls sehr mit

dem Griechischen, Lateinischen und Slawi


schen überein. -

-
- - - - -

-- S. 63.
Bemerkungen über einige Zeitwörter.
1) Das Zeitwort
- C-
ſ- -
ich bin, ist Contraction
l
von X-; die alte Form ist aber selten, und fast
nie gebraucht; ausgenommen in Verbindung mit
einem andern Zeitwort, wie : 2“ Sº.
- 2) ſº wird als ein verbum perfectum
und ſ- als ein Verbum imperfectum gebraucht
um Subject und Praedicat mit einander zu ver
binden. - - - ]
3) Durch G-23 wird oft unser deutsches: es
giebt ausgedrückt. --- -
t
159
- •"- - C- - 9..
4) Das Zeitwort Gº-T oder E) Xºº-UT wer
den, ist selten mit einem Participio Passivi
verbunden, wie z. B. Ca. 8x J“ für ex, 8x Jºer
wurde geschlagen.
- C. -ºº- -

5) Das Zeitwort ex«.3 können, im Stande seyn,


erfordert eine negative Partikel, und ist oft sy
- G - 9

nonym mit GX«525 können, im Stande seyn.


6) 9ÄUwerden, wird oft statt Gº223 gebraucht,
wie z. B. ºxº-Jº ºrº EPS als ich ein Mann war.

1 Cor. 13, 11.

§. 64.
Von dem Infinitiv.
Infi "

1) Der Infinitiv wird im Persischen (wie


in vielen andern Sprachen) oft als Hauptwort
gebraucht, wie z. B. LäJ“ B r“s E-Rºyé- A*z
nach dem Essen sprach er zu dem Knaben, -

2) Er steht häufig auch, wo die Lateiner ad


mit dem Gerundio oder das Partic. auf dus
setzen, um eine Absicht, Bestimmung oder
einen Zweck anzuzeigen, wie z. B. ſ) sºlº?

Ihörte von einem König, welcher den Wink (das


Zeichen) gab einen unschuldigen Gefangenen zu töd
ten. Saadi. Gul. 1. Th. Erzähl. I.
160

U 35- J. rº &T & cºs

Stillschweigen ist besser als das Geheimniss des Her


zens Jemanden zu sagen, und zu sprechen: sage nichts
davon. Saadi. Gul. VIII. Th.

3) Nach den unpersönlichen Zeitwörtern


wird der Infinitiv gewöhnlich abgekürzt, wie:
z. B. Y" GES man kann thun.

§. 65.
Vom Gebrauch des Aorist’s.
---

1) Der Aoristus setzt die gegenwärtige Zeit


ganz aus den Augen, und erzählt nach einander
das Geschehene, wie z. B. sº J“s sie gebar
einen Knaben. ---- ------

2) Der Aoristus steht bisweilen für das Im


perfectum, wenn man dieses in der erzählen
den Form, von beendeten Dingen gebraucht, wie

z. B. A& ex - Yº sº jrº - „Fºº


exºxº CT? (sº - ein Kameel und ein Esel rei

sten zusammen, kamen an das Ufer eines breiten


Flusses. Dschami. – Jº JU- Fus Gä. E99R 9
&XGUL. in-Eus 8. asſ jſ U fºs Cº-J“ als er noch

nicht fünf Jahr alt war, kam sein Vater von Af


schaneh nach Bockhara. Khondemir

3) Der Aoristus steht auch für das Perfe


ctum und Plusquamperfectum, wie z. B. 22
161

exº U6-St» Gºſ rºy dº als Barsu diese Worte


vom Greise gehört hatte. Aus dem Barsunameh.
Vergl. Sophocles Aj. V. 536: -

êtivso ëoyov zot tgövotav, jv ëGov.


Vergl. Wilken instit. p. 64–65. – Hermann de
emend. ratione etc. p. 186 ff., worin man sehr
schätzbare Bemerkungen über den Aorist findet.
- -
- -

§ 65.
Vom Gebrauch des Futurum simpler
und periphrasticum. - - - - - -
-

A. Das Futurum drückt eine zukünftige


Handlung aus, und steht im Persischen: 1) C,statt
- „“ - - - G 9--
des
Praesens, wie z. B. 9. °E - Uzi -.-242 er
küsst die Erde vor dem Heeresfürsten. Aus dem
9 C 9 „A“ „“ - -

Bars unameh. /4e /4e > 04 - Jº st* *G ...? .


der Wind legt auf die Hyacinthen Ambraduft. Ka
tran Edscheli. - -

2) Steht das Futurum bisweilen für den Im


perativ, wie z. B. exºSuz ſ ) UÄÄÄ25 sie sollen
sein Fleisch essen. - -

B. Das Futurum periphrasticum wird im


Persischen, eben so wie im Griechischen ge
braucht, und im Deutschen, durch ich will,
bin im Begriff, ich sol 1, muss, ausgedrückt,

er sagte, welchen Namen der Knabe haben sollte.


11
162

Vergl. Schmitthenner a. a. O. S. 179. Die griechi


sche Sprache, umschreibt dieses Futurum durch
ué suv, und nur das Lateinische hat eine reine
Form für diese Zeit. –

§. 66.
Vom Gebrauch des Subjunctiv's.
Der Subjunctivus steht gewöhnlich nach
Bindewörtern (Conjunctionen), wie z. B. US
&C Folgendes Beispiel mag den Gebrauch des
Subjunctiv us deutlich machen, -ſ Gſ. GM... »

CXÄ5 und trinken die Elephanten von diesem Was


ser, so werden sie so betrunken, dass man sie leicht
fangen kann. Aus den sieben Climas (LXss
e.s) – “I Ca$ 3 *As Gl- sFr ºx-fich
bin gekommen, damit ich mich deiner unreinen
Seele bemächtige. Tohfet al Mudschalis. – Im
ersten Beispiele steht der Subjunctivus nach
3M, weil ein so vorausgeht, worauf der Nach
druck liegt; im zweiten steht der Subjuncti
vus, weil &$ eine Absicht ausdrückt. – Das
Praesens des Subjunctiv’s steht bisweilen statt
des Futurums.
163

- ** . • §. 67.

- * * -
Vom Gebrauch des 0ptativ* s *).
- - _—

Der Optativ wird im Persis chen da ge


braucht, wo andere Sprachen das Imperfectum
oder Perfectum des Conjunctivs gebrauchen ;
er zeigt, als de rjenige Modus, der das von dem ,
Redenden selbst Gedach te ausdrückt, einen
VW un s c h an, oder er dient dazu, um einen Satze
den Ausdruck. der Ungewissheit, , des Zwei
fe 1 s, einer blos sem V erm ut hung, oder Mög

*) Hermann a. a, O. p. 207 ff. bemerkt sehr richtig über den


O p t a ti v: ',,Nam quum nihil aliud notet, * quam cogitari aliquid
sine repugnantia posse, non est alio verbo opus, quo indicetur, quare
aliquid recte cogitari queat. Quippe ad hanc rem ipsa tantum co
gitatione usus est. ' Igitur illa, £yoig äv, iotc àv, proprie signi
ficare videntur, dice re possim, i r e p ossis, vel, omissa,' λ£
7οιμι , iouc, dic e re p os sum, ire p o tes. '* Ex hac autem signi
ficatione orta est optandi vis, e qua nomen huic modo accessit. Nam
quum nihil optemus, nisi quod aliquo modo fieri posse viedeatur,
quia hoc ipsum, optare, velle est, ut aliquid sit, quod esse si non
posset ; optari non posset: tamen, qui aliquid optant, non quaerunt,
utrum aliquid re vera fieri possit, sed utrum fieri -illud cogitari queat:
propterea quia saepe fit, ut optemus ea, quae re vera fieri nequeunt.
Ita optare aliquis, ut numquam moriatur, potest, quamvis re ipsa,
ut non moriatur, fieri non possit. Quapropter merito Graeci non
eum verbi modum, quo aliquid re vera fieri posse significatur, sed
illum, qug indicatur, aliquid cogitari posse tanquam quod fiat, op
tandi potestate instruendum censuere.
* Sed quando optativus modus non adhibetur optandi causa, sane
plerumque refertur aeque ut conjunctivus ad ea , quae non solum co
gitari, sed etiam re vera fieri possunt. Quem quidem optativi usum
inde natum esse patet, quod pleraque propterea cogitantur tanquam
quae fieri possunt, quia caussa aliqua sit, ex qna colligamus ea fieri
re vera posse. — Vgl. p. 208—214. -'
- • 11 *
164

lichkeit zu geben, oder, er steht bei Willens


äusserungen um etwas nur als Neigung aus
zurücken, z. B. Gººº sºººº G-8-U2° 85 -
cssºr aäſ CC ) wenn ich nicht diesen Gast
fürchtete, so würde ich den Gast auf einen einzi
gen Bissen verschlingen. Dschami. Beharistan. –
„-23 U 2é- & D „---- U 5 D sºlºs - WEINIl
kein Unglück im Reiche wäre, wie schön würde
das seyn. Saadi. Gul. 1. Th. Erzähl. 30. In
diesen Beispielen folgt nach r-"ſ der
Optativ, wie
nach sº im Griechischen, und zwar wenn der
Sinn ist: ich halte es für möglich, dass es
so ist, oder wenn die Bedingung überhaupt pro
blematisch ist.
sº-ſº JS= Crs J9 sº
Crººº“ GL“- f? F5 -
Könnte ich eine Nacht an deinem Busen ruhen, er
götzt würde ich mein Haupt bis zum Himmel erheben.
Firdusi.

Sonst folgt gewöhnlich auf /J“ der Indica

tiv: - aºs GS- sº.- Jº-Jºsé wenn du nicht

reich bist, so sei nicht bekümmert. Saadi, Pend


Nameh. Zur Erläuterung des Optativs vgl. Her
mann ad Viger p. 834. Poppo Pr. de usu partic. äv
apud Graecos. Frcf. a. V. 1816. 4. Reisig de vi
et usu äy particulae bei s. Ausg. von Aristoph. Nu
bes. Lpzg. 1820. 8. p. 97–140. Hermanni de par
-
165

ticula äv libri quatuor. Lipsiae sumtibus G. Flei


scheri 1830. 8.

–4 nm erk. Einen Optativ giebt es noch, ausser im Grie


chischen, im Koptischen, wie z. B. wap.vos
ich möchte sterben.

§- 68.
Wom Gebrauch des Participiums.
Das Participium wird im Persischen eben
so gebraucht, als in andern Sprachen, und gewöhnlich
durch die Wörter: als, da, weil etc. aufgelöst,
wie z. B. Cºgº- ſ ) 2
C - - O.
Z -- -- “Ä2 8X f | 2 UF 3
- -

exBox“. &Xäsſ sººº «Ae als er nach Bokharage


kommen war, schickten sie ihn mit dem Titel eines
Aufsehers, nach der Burg Afschaneh. Khondemir.

§. 69.
Vom Gebrauch des Imperativs.
Der Imperativ wird im Persischen wie in
andern Sprachen, bei Befehlen, Bitten, An
reden etc. gebraucht, wie z. B. Gsſ Us GU5U3
2äº U23 ſº- 8x«K& Geliebte sey nicht treulos
gegen dieses mein zerbrochenes Herz. Chosru. Bis
weilen steht der Imperativ auch statt des Subjun
ctivus oder des Futurums, wie z. B.:
e- 9 - Sº s***
--- .bºe - >> Gºº
166

Wie magst du andere dann mir dafür geben, wenn


mein Herz Cypresse Dilara begehrt. Aus dem Bar
sunameh.

3. Sº ſXSvaB 2-J“ GUX-20 sage (den) Freun


den, dass sie mich nicht erinnern. Saadi. Gu I.
W. Th. Erzähl. 4.

An merk. 1. §. 29. ist schon bemerkt worden, dass die


persische Sprache auch eine Form für einen Im
perativ hat, der etwas verbieten des ausdrückt;
doch steht des Persisch e hierin dem Griechischen
und Armenischen nach. Letzteres hat drei besondere
Formen des Imperativs; nämlich einen Imperativ,
welcher eine Bitte, wie uuu sage; einen Impera
tiv, welcher einen Befehl, wie uuuutu sage, und
einen Imperativ, welcher ein Verbieten ausdrückt,
wie lutuhl sage nicht. Vergl. Crbied a. a. O.
p. 222 ff.
Anmerk. 2. Das deutsche Wort mögen, kann im Sans
krit durch einen besondern Modus ausgedrückt wer
den, nämlich durch den Pra e cativus, welcher in
Gebeten oder bei Segnungen gebraucht wird. Vgl.
Bopp a. a. O. R. 470 ff. S. 223 ff. Wilkins a. a. O.
R. 1320. p. 655 cll. R. 367. p. 289.
§. 70.
Wom Gebrauch des Jaj lijaket.
will man im Persischen ein lateinisches
Participium auf dus ausdrücken, so setzt man
ein „º an den Infinitiv; dieses „ nennt Lums
den a. a. O. Part. II. p. 421.; LSU) „sº wie z. B.:
167

G39 - 303 03 --Ais 8º- „fſ


Gº - - >>> Gºs
Warum dein Herz an diese verächtliche Welt fesseln,
da du nicht geschaffen bist, auf ihr zu bleiben. Feri
Eddin Attar. Pend -Nameh.

§. 71.
Von der Anrede.
-

1) Im Umgangston reden sich gewöhnlich


die Perser durch die zweite Person der Ein

zahl an, wie z. B. „Ä52=5 rº warum hast nicht


gelesen. – cs-, G- CGſ „SX- Na-C- stei
nernes Herz, grausamer Tyrann, Lebensverderber,
wer bist du? Chakani. –

2) Oft reden sich aber auch die Perser durch


die zweite Person der Mehrzahl an , wie: jſ
exxxeſ zT woher sind Sie gekommen?
3) Auch gebraucht man die dritte Person
der Mehrzahl, namentlich in Briefen eſ slºs
-Gº-ºr ſy – der König befahl ihm, vergl. Saadi.
Gu 1. III. Th. Erzähl. 28.
-° C -

4) Das Wort Cra- wird auch zur Anrede ge


gebraucht, wie z. B. Lºs Crae- Eure Herrlichkeit.
Anmerk. 1. Mit dem Persischen stimmt hier das Sla
wische sehr überein. Im vertrauten Umgange
oder gegen geringe Personen wird z. B. im Russi
schen die zweite Person der Einzahl IIIHI, gegen
168

solche dagegen, welche einander entweder gleich


sind, oder einen höhern Rang haben, die zweite
Person der Mehrzahl BHI, gebraucht, wie z. B.
6pämeüb! xdem b AM MH1 Mmm imporyambambcn co
MHöro? Mein lieber Bruder! willst du mit mir spazieren
gehen? TocyAäpb Moñ, Bh eé umfene Eb pykaxb
mein Herr, Sie haben ihn in der Hand. – Will der Sla
we jemandem eine Hochachtung bezeigen, so setzt er,
wenn auch die Person in der Einzahl steht, die dazu ge
hörigen zahl- und geschlechtsfähigen Redet Keile
in die Mehrzahl, aber ins männliche Geschlecht,
wie z. B. Va8a mati so dobri bili, eure Mutter ist gut
gewesen. – Im Polnischen ist die Anrede anders
als in den übrigen slawischen Diale cten. Vergl.
Bandtke a. a, O. S. 295–297. § 302.
Anmerk. 2. Oft steht auch die zweite Person der Ein
zah 1, statt der zweiten Person der Mehrzahl,
wie z. B.: „agº „25) veXis jſ wenn Ihr
eine Falschheit von eurem Sclaven- gehört habet. Saadi.
Gul. I. Th. Erzähl. 24.

§. 72.
- Wom Gebrauch der Vor- und Bindewört er.
„–- -,

1) Ueber den Gebrauch der Vor- und Binde


wörter ist das Wichtigste folgendes: fſ von,
wird gebraucht 1) um eine Trennung eines Theils
vom Ganzen; 2) die Ursache, wodurch etwas ist;
3) das Mittel, wodurch etwas geschieht, anzu
zeigen; auch steht jſ bisweilen für ſo in oder Exxº
nach, so auch für Jajizafet, vgl. § 51. ſ vor f
ist oft weggelassen, so z. B. HT für F 853 in der
169

Poesie steht - oft stattfſ, wie schon anderwärts


bemerkt worden ist. – Us mit, bezeichnet 1) eine
Verbindung, wie Cº-ſ U« U ſexé-Gott ist mit uns;
2) ist es soviel als &.. wie: ex-" » Us ich sagte
zu ihm. Der Gebrauch der Vorwörter ist leicht
und man kann denselben derselben leicht aus dem
Zusammenhang der Worte ersehen.
2) Das Bindewort „J“ſ wenn, wird in der
Poesie bisweilen in ſ contrahirt, wie z. B. X4A
exS JJ“ –A- «Aſsº 25 „gºſ J Wenn die Nach
tigall dein Gesicht sehen sollte, so würde sie nicht
die geliebte Rose suchen. Saadi.
Anmerk. Die Vorwörter haben bisweilen ein anderes
Vorwort nach sich, wie z. B. / 2 ) 9. A- jſ U«: nach
mehreren Tagen. Scheikh Muhamed Ali Hozein. –

§. 73. -

Von der Vereinigung spartikel 85 und


ſ“ nicht.

1) Ueber die Vereinigungspartikel X5 ist


schon §. 29. S. 76. das Nöthige bemerkt worden.
Was den Gebrauch von ſ“ anbetrifft, so kann diese
Partikel nur beim Imperativ stehen, dies stimmt
sehr mit dem Griechischen überein, wo u auch in
affect vollen Sätzen des Befehlens steht,
wie: uh 7tgouéguuväts.
2) Unser deutsches weder – noch wird
durch & 5 – 8.5 ausgedrückt, wie z. B. "Es &5
170

LÄ- 85 e_Wºſ&ST er hat weder Datteln noch Steine


hinterlassen. - -

3) Folgen zwei Negationen in einem Satze


hinter einander, so wird die zweite bisweilen nicht
übersetzt, wie z. B.: UÄ3 W XH2ä5 cs-S ) ſºaº- >>
«X5-Y* „As zwei Feinde werden nicht vereinigt,
bis sie vor dem Richter gehen. Saadi. Gul. VIII. Th.

FÜNFTER ABSCHNITT.

Vermischte Idiotismen des persischen Styls.


§. 74.
Von den Ellipsen.
1) Sehr oft fehlt das Verbum substanti
C - C.-

vum, wie z. B. C-3 Cº-Yº G4, sº die Stadt


Babylon ist rechter Hand. – Yºr- sº Us oſCA. fſ
GC-, ve» von Bagdad bis zum Dorfe Serser sind
zehn Pharasangen. Hamdallah al Mestuft. Diese
Regel hat Aehnlichkeit mit dem Griechischen;
denn steht dort der Nominativ ohne Verbum,
so ist gewöhnlich das Verbum slvat zu suppli
ren, wie z. B. 'Elyv éya ich bin ein Grieche.
2) Das Wort &CÖf zu dieser Zeit, wird auch
bisweilen weggelassen. Beispiele kommen mehrere
in Saadi's Gulistan etc. vor. Bei den Monatsta
171

gen fehlt sehr oft das Wort an Tag. Werden in


einem Satze Wörter durch ein Vorwort mit ein
ander verbunden, so fällt das Vorwort bei den
übrigen Wörtern weg. -

§. 75.
Von dem Ple on a sm u s.
–-

Bisweilen geschieht es, dass ein Wort über


-* - L

flüssig in einem Satze steht, wie z. B. ſº Agº /

exeſj\ FSG Uëas ſo & ich habe gehört dass er


(auf einer Strasse) vor dem Richter kam. Saadi.
Gul. V. Th. Erzähl. 20. Hier ist Us pleona
stisch, exeſ heisst schon: er kam; A ist über
haupt sehr oft pleonastisch gesetzt, besonders wenn
es einem Zeitwort vorgesetzt ist.

S- 76.

Von dem Wort spiele.


Wortspiele kommen bei den persischen
Dichtern häufig vor, namentlich bei Feri – Ed
din Attar, wie in folgendem Beispiele: 3 F.**
Uël ---> U-Ws ſº G59- wie ein Sofi mit einer
wollenen und seidenen Kleidung. Vergl. Pend
Nameh p. 75. /
172

A N HA N G.

§. 77.
Von der Pro so d ie.

Die Verslehre ist im Persischen von sehr


grosser Wichtigkeit, namentlich für die Kritik,
und es ist daher nöthig, dass man sich beim Lesen
der Dichter recht vertraut mit ihr mache. Man
chen trefflichen Wink hat der gelehrte Rückert
in Erlangen gegeben, und zwar in seiner Recension
von Dschami's Jussuf und Suleicha, übersetzt von
Rosenzweig. Vergl. Berliner Jahrbücher für wis
senschaftliche Kritik. Juli 1828. 4. Vergl. Schmitt
henner a. a. O. S. 293 ff. – Gladwin: Dissertations
on the Rhetoric, Prosody and Rhyme of the Per
sians. Calcutta 1798. 4.

§. 78.
Von der Länge und Kürze der Sylben.
1) Eine Sylbe oder Spelle kann entweder
kurz oder lang seyn. Lang ist jede Sylbe, wel
che auf einen quiescirenden Buchstaben endigt,
wie z. B. ls bä, 23 bü, sº b. Das quiescirende
s (- --- Ä2) wird indess nach Gefallen lang und
kurz ausgesprochen, wenn es nämlich nicht am
Ende einer Zeile steht.

2) ſ wird, wenn man scandirt, durch Medda


(ſ) in zwei Elif verwandelt, wie: exeif für ex
17Z

Ebenso werden Buchstaben die Teschdid (*) ha


ben, ausgeschrieben und Tesch did weggelassen,
wº 9 - 6, 9

wie ſººº ſºré-- -

3) Eine lange SyIbe wird kurz, wenn noch


ein Vocal damit verbunden ist, z. B. Oo dil, mit
Jajizafet, wie Gºo O. dili men.
//
/

4) Zwei quiesciren den Buchstaben, kann


nicht derselbe Vocal folgen; kommt dies jedoch vor,
so merke man sich folgendes: a) ist der erste sol
cher Buchstaben ſ oder 2, so wird er weggewor
fen, wie z. B. & für slº; b) der letzte von zwei
quiescirenden Buchstaben, von denen der erste
ſ, 2 oder „g ist, bekommt Zihr, wenn es nicht
- L- -

am Ende einer Zeile ist, wie: „UXsſſ oder


/
LGf /
Cu -

oder -UXGſ. Dasselbe geschieht, wenn der zweite C

Buchstab ein anderer Consonant ist, wie: Cº...»


- C A.

für CL.cº; c) folgt dem letzten solcher quié sci


renden Buchstaben nicht ſ» oder „s, und kommt
er nicht am Ende einer Zeile vor, so wird er beim
Scandiren weggeworfen, wie: U...» für CX.o.
5) G ist quiescirend, wenn es nach ſ 2 oder
„g steht, denen ein Buchstab mit einem Vocal
vorhergeht, wie z. B. in den Wörtern e222, Gº
und EAS, wie in folgendem Beispiel:
- ſº.' Gº > * G- 2 . Gºs
soandirt: pºpcº “Ylº- ſº Gº
174

Kommt E) am Ende eines Hemistichiums vor,


so wird es ebenfalls als quiescirend betrachtet,
wie z. B.: -

G2) - 23 - 2=Fºo «As „s


scandirt: G2 ), - /2. ---> O-„exS-sſ
6) Ein „g in der Mitte kann nach Belieben weg
genommen werden, wie: r-Wº für „Cº. Dies ge
schieht jedoch bei wenigen Worten.
7) J-2 LU oder Elif der Verbindung, so
genannt, weil es den Ton der vorhergehenden und
darauffolgenden Buchstaben zu haben scheint, kommt
in der Mitte eines Hemistichiums vor, und kann
nach Belieben weggelassen werden, wie z. B.:
*- CA 25 G„Sº Y LÄſ &« sº) 2)
scan dirt: «X&CX5 „S-OY W)-- sºfº)
- 8) Geht einem quiesciren den „g (9L U- „Ag)
ein äccentuiretes ſ vorher, so wird es nicht aus
gesprochen. Ist dagegen „g betont, so wird es beim
Scandiren nicht weggelassen.
9) 8 in der Mitte eines Hemistich iums wird
oft weggelassen, wie z. B. :
E-0 *&' -- d, L &S scXºº
scandirt: G-06 sº - sº Cº-.
175

§. 79.
Von den Versfüssen.
Die Versfüsse, aus welchen man Versar
ten bildet, haben nach dem Worte J«5 und dessen
Ableitungen folgende Namen:
03 -. - -

1) GW, 5 Faeulon. – – u)

2) ÄÄ5 Failon. -- z -

2C- , . ?
3) EAelio Mufailon. – – – »
4) G-Ä Mustaflon. – – –
/

5) GäAL Mufailaton. – –»
6) Äel L. Mutafailon. – « – o •

7) Ä-G Failaton. – – –
3 - 3 : -
8) EN2xie Mufalato. « –– –
Anmerk. Der erste Fuss des ersten Hemistichiums
wird JCX- suder, und der letzte Usee Sarus, ge
nannt. Der erste Fuss des zweiten Hemistich iums
heisst ſexXyſ ibteda, und der letzte - zurb. Die
in der Mitte seyenden Füsse beider, heissen 2ä> hoschu.
-

§- 80.
Von dem Metrum.

Das Metrum (25-3) ist die Regel, nach wel


cher der Rhythmus gemessen wird. Es giebt im
Persischen 19 Arten des Metrums, als:
176

1) Jº- Tewil. 11) - EXXo Muktezob.


2) eX: Xºo Medid. 12) LÖWESEL. Mudschtos.
3) ag«? Besit. 13) 8“ SeriaS -
4) Jº- Wafir. 14) CA-X> Dschedid.
5) J-LT Kamil. 15) – F” Kerb.
6) Z F* Hezudsch. 16) –a Z- Kheff.
7) F-3 Redschoz. 17) Yua-Moschakil,
8) O-9 Remol. 18) - 2XX« Motakarib.
9) ZJ“- Munserch. 19) EGſexx« Motedarik.
10) SfLä• Mozaraë.
Von diesen Metrums sind das 14te, 15te und
17te den Persern eigenthümlich, die fünf er
sten sind arabisch, und die übrigen eilfe wer
den im Persischen und Arabischen gebraucht.
Vergl. Jones Grammar p. 195 ff. Gladwin p. 67 ff.
Grammar of the King of Oude.
-
-

. 81.
Von den verschiedenen Arten der
Dichtkunst.

Es giebt im Persischen zehn verschiedene Ar


ten von Gedichten, und zwar 1) OZé Ghazel,
2) s.» «as Kaside, 3) - 4 5 Tuschbib, 4) 8xhs
Ketse, 5) se 9 Rubasi, 6) ºr” Fird, 7) Leº
Mesnevi, 8) Saºf” Tirdschisa, 9) a“ Mosonmot,
10) Ä«• Mostezad. ... . . . . . -
r -

- - - -
177

§. 82. - -
. Von der Bedeutung der Gedichte.
1) Das Wort C# Ghazel oder Ode, heisst:
sich einer verliebten Rede bedienen. Ein Ghazel darf
eigentlich nicht mehr, als zwölf Distichons ent
halten; obgleich einige persische Dichter noch
mehr Distichons gemacht haben. Der Gegenstand
eines Ghazels ist gewöhnlich: die Schönheit der
Geliebten, und die Leiden ihres Liebha
bers und Lob der Liebe und Freundschaft.
Bisweilen handelt es auch von Lehren der Sufis,
von der Empfehlung des Weins und der Fröh
Iichkeit, wie z. B. bei Hafiz. Gewöhnlich ist
das Ghazel an die Geliebte oder an irgend eine an
dere Person gerichtet. Der Dichter nennt seinen
Namen gewöhnlich in den letzten Strophen.
2) Die Kaside (s.AA-aS) oder Idylle, hat Aehn
lichkeit mit dem Ghazel, und ist dadurch von letz
terem unterschieden, dass sie aus mehr denn zwölf
Distichons besteht. Sie enthält gewöhnlich Satire
oder Lobpreisungen, Moral oder andere Dinge.
Die Kaside hat gewöhnlich zwei oder drei Disti
ch ons, welche aus gereimten Hemistichiums
bestehen. - -
3). Das Wort e-4- º3 heisst: die Gestalt eines
Frauenzimmers loben. Tuschbib ist eine Art von
Ghazel.
4) 8xkas Ketsae, sind Distichen, welche in
Versmass und Reim mit einander übereinkommen.
12
v
178

5) Das Rubasi (esel) oder Tetrastichon


besteht aus zwei Distichons, die sich im Tonfall
einander entsprechen; es ist jedoch nicht nöthig,
dass sich das dritte Hemistichium mit dem
vierten reime. -

6) Fird es,5 ist ein einfaches Distichon


oder Beit Cºas, dessen Hemistichiums sich reimen,
oder nicht, wie es nun dem Dichter gefällt.
7) Das Mesnevi -2 Co besteht aus Distichons,
die im Versmass mit einander übereinkommen; je
des besteht aus ein Paar Reimen.
8) Mosomet a.«« nennt man ein Gedicht, wel
ches ein und dasselbe Vermass und demselben Reim
hat, und das letzte Hemistisch mit dem vorherr
schenden Reime schliesst.
9). Mostezad «Ä« nennt man ein Gedicht,
worin nach einem Hemistichium oder Disti
chon eine Zeile Prosa vorkommt.
10) Tºrdschza, ess ist ein Gedicht, wel
ches aus verschiedenen Theilen und jeder Theil
aus einer gleichen Zahl von Distichons besteht,
aber nie weniger als aus fünf, und nie mehr
als eilf. Der Reim jeder Stanze ist verschieden.
Ueber andere poetische Ausdrücke vgl. Glad

win a. a. O. p. 7–64. Vgl. Freytag: Dastellung der


arabischen Verskunst. Leipzig in Commission bei
Cnobloch 1830. 8.
ZWEITER THEIL.

Praktische Anleitung
ZU I"

Erlernung der persischen Sprache.

Erste Abtheilung.

Praktische Uebungen zum Uebersetzen


aus dem Deutschen ins Persische.

1Q *
**
-
-
*
·
•ą
----
Praktische Uebungen.
- 1.

Ueber den Gebrauch der Fälle und den unbe


stimmten Artikel.

Der Aufgang") der Sonne – Das Pferd des


Vaters. – Die Wärme *) des Ofens *). – Die Bäume
blühen *) – Der Dudelsack *) des Mannes. – Der
Wein *) stärkt 7) den Magen *). – Gott ist der
Menschen Vater. – Die Vögel des Gartens *). –
O mein Herz! – Die Tochter * *) sprach **) mit dem
Arzte. – Das Scepter **) des Königs. – Ich kom
me**) aus meinem Hause. – Die Ahle **) des
Schuhmachers **). – Es sind Meuchelmörder **) in
diesem Lande "7). – Er kaufte **) einen Ring **)
von Gold. – Ich habe **) Stiefel **) und mein
Freund hat Schuhe **). – Die Singvögel **) des
Knabens **). –
1) 8 2.2. – 2) - JF – 3) 9+ J –
4) exö-C sº. – 5) 8 23.–6) vol. – 7) ſo ºf.
–8) - ĺ. – 9) Ä. – 10) „º. – 11) Ci-J
– 12) U-Fºxº. – 13) raº. – 14) UÄ9. –
15). Caiº –16) ºrz – 17).» –18)e.“
– 19) „rº-G. – 20) rºſº «sº. – 21) Ärº.–
22) Lºsz. – 23) 22-J– 24) -z. –
182

2.

Einer von meinen Freunden. – Ein Knüttel *)


von einem Strauche *). – Ein Lichtzieher *) und
ein Aufwärter“). – Ein Affe *), ein Fuchs *) und
eine Gemse 7) liefen weg*). – Ich hörte °) von
einem Sophisten **). – Die Chausseen **) des Lan
des. – Mein Schlafkammerad **) ging zu Bette **)
und sah **) einen Lichtstrahl **). – Die brüderli
che * *) Liebe * 7) meiner Kinder. Die Stille * *)
der Nacht. – Ich suche **) die Lichtputze *°) das
Licht **), und einen Brief **) seines Freundes. –
) Gs. – 2) G.--. – 3) j- Sº. –
4) A-XX«exº- – 5) Gº“-- 6) Gºº23.–7) exy
– 8) exºzy J. – 9) ſcº. – 10) Gº 8xS. –
11) ºb GC-. – 12) º2-Sus. – 13) xx53 -----
ging zu Bette. – 14) eXºo. – 15) Ärz. – 16) „Herº
–17) „33. – 18) pfſ. – 19) %. - «se. –
20) r.“Dº – 2) s. – 22) exº. –
v

3.

Ein Weib *) kam *) zu *) einem Richter *). –


Es hatte Einer *) eine Börse *) mit Dinaren 7) in *)
seinem Hause verloren. *) – Er beklagte **) sich
beim Kellner **). – Ein König sah in einem Trau
me**), dass **) ihm alle **) seine Zähne * *) aus
gefallen waren **). – Eines Tages sass 7) ein Vo
gel auf **) einem Baum. – Er sagte: ich will die
183

sen mit dem Pfeile **) tödten **). – Er kaufte - )


einen Papagei. Die Löwin **) ist grausam -*).
– Die Engel **) des Himmels - *). Die Ka
meele **), die Eselinnen *7) und die Jäger **). –
O Alexander **)! wer bist du? – Die Stachelbee
ren**), die Tulpen **), die Palmbäume * *) und
Linden **).
1) G5. – 2) – B. – 3) Cész. – 4), SUS.
5) Dº.– 6) - – 7) AP. – 8) 9.–
9) CX. ſº er hatte verloren. – 10) º, J*. –
11) G----- – 12) - Sé-fº. – 13)&C – 14) ſ-Us.
– 15) Gſex50. – 16) CXöſ voUXsſ. – 18) /2. –
19) /S. – 20) CºTººls- *T ich will tödten. –
21) erzº – 22) vergl. §. º– 23) feſ (ss. –
24) vergl. §. 13. – 25) GU.«ſ. – 26) und 27) vgl.
s. 12. – 28) ÄCº. – 29) raS-– 30) .“
– 31) - N. – 32) -- **. – 33) Äs. –
4.

In zwei Monaten *). – Mit dem Messer *) töd


tete er ihn. – Die Engländer *) treiben mit den
Indiern *) Handel *). In China *) sind viele 7)
Maler *). – Ich fürchte *) das Schwert * °), die
Flinten **) und die Tyrannen **). Er fragte **) den
Georg **). – Die Buchbinder **) erhalten **) von
den Buchhändlern" ) gute Bücher **). – Viele Men
184

schen trinken **) Schnapps*°) und viele Wein. –


Der Baron **) ist ein Feind **) der Schwelgerei.**).
1) A- vgl. S. 56. – 2) AL. – 3) -- G.
– 4) 2 xº. – 5) exºH - CAF streiben Han
del. – 6) GAA. – 7) ſ. «3. – 8) ex-ÄB.
9) vergl. §. 51. – 10) fº“. – 11) „23. –
12) ASX- – 13) vgl. § 51. – 14) U-Sº. –
15)r-ſº- – 16) exºxºſo ex«. – 17) Uºr” – XY
– 18) – T. – 19) x3x 23. – 20) -, Sº.
– 21) CC. – 22) 9-9. – 23) 933 –
5.
Ueber die Beiwörter, (vergl. §. 16 u. §. 54.).
Die Braut *) des Apothekers *) ist ein schö
nes *), junges Mädchen. – Der blinde *), arme *)
Mann. – Er ist reich 7), reicher als der Baumei
ster *). Du bist sehr dick °). – Die kostbaren * 9)
Edelsteine **) und die hellen **) Feuerbrände **). –
Wir haben bessere Wallnüsse **) als ihr. – Der
Löwe war wild **), der Tiger **) wilder und die
Hyäne *7) am wildesten. – Dieser Gesandter **)
ist ein sehr grosser **) Dummkopf *°). – Der
Hut **) ist besser als die Mütze **). – Er ist der
furchtsamste **) aller Menschen. – Die Handlun
gen **) des Candidaten **) sind edel **), die des
Pastors *7) am edelsten. –
1) 3 3. – 2) r-G-Fus. –3) E9é-. – 4) G2é-.
- 185

– 5) - C – 6) ſexJ – 7) ſoJu« – 8) /J“Us.


– 9) GUS. – 10) G-J– 11) „º-J–12)eºſ.
– 13) - Cº. –14) >> oder GUB-J–15) exis.
– 16) CC 3. – 17) AxiC – 18) „Fºg. –
19) GMC – 20) GoG. – 21) Gas AG. – 22) MIT
– 23) U3. – 24) AN – 25) ACOX-2-. –
26) UF 3. – 27) Gº & C –
6.

Ueber die Fürwörter.

Sie haben von ihm gesprochen ). – Eure Ka


lender *) sind klein *). – Ihr Bisthum *), unser
Vorzimmer *) und dein Haus. – Von Zeit zu Zeit °)
reise ich zu Fuss 7), komme zum Schenkwirth *)
und spreche mit meinem Trompeter*). Er selbst

hat sich gerechtfertigt**). – Diese Krebse **), diese


Butter **), diese Trüffel **) und jene Fleischbrü
hen **). – O mein Freund! zu allen Zeiten * *)
warst du uns angenehm **). – Welche Prachthim
mel* 7). – Jener Knicker **) ist gestorben **). –
Mein Sopha *°), dein Stuhl **) und euer Polster **).
– Ihr selbst nehmet Abschied **). – Was ist das
für eine Grille **)? – Was ist das für ein Rit
ter **)? – Alle Denksprüche **), alle Antworten *7).
– Was ich habe, gebe **) ich den Armen. –
1) 93 8x5-J – 2) 8-5 23. – 3) ºp»-. –
186

7) ºr“ - 3 – 8) «FÄ-Ä«. – 9) Äs.


– 10) C- sº TU-Fºs. – 11) CCS-. – 12) &«.
– 13) UT – 14) \3/2“. – 15) 9-5/*. -

16) arz. – 17) GA-.-18) AL* -.-19) vºr«


Laºſ. – 20) &L2. – 21) cs“, 22) UÄs. –
23) exº, sº sº. – 24) ... sº. – 25) />“.
– 26) scxzé-U“ Ci-J– 27) S-As. – 28)rºſo gº.

7.

Er wird ihm geben *) Handschriften *), Rech


nungen *) und Armbänder *). – Ich kenne ihn
nicht *). – Zur Morgenzeit *) frühstücke ich 7)
Brod *), Käse °) und Käsekuchen **) mit seinem
Vetter **). – Er verlangte ** Buttermilch **) von
mir. – Jener Bürger **) schnupfte **). – Was Po
panz **)? rief ich *7). Der, welcher zufrieden **)
ist, hat genug **). – Unser Wirth **) ist grob **).
– Dieser Caffee **) ist gemischt **), und jener
Thee **) süss **). – Warum **) will er unsere und
eure Kleider *7) waschen **)? – Man trug **)
Körbe °°), trocken Brot **) und Brotkorn **) in
diese Strasse **). – Bis diesen Tag kämpfen wir **)
mit Hunger ** und Durst **). – Diese Nacht wachte
ich auf *7), und ass **) Kuchen **). –

1) *** – 2) -- Cº. 3) fL“. -

4) ºfº. – 5) 5x“. – 6) F- CCs Jº. –


7) -& Gº Ux-G. – 8) GG. – 9) Jººs – 10)/h.
187

– 11) - Ärz. – 12) ------- 13) sº. –


14) -gas. – 15) --Yeºn F*. – 16) O2
z. – 17) ry- CG. – 18) C- f. Gº. –
19) U-3 – 20) fas-se. – 21) zºº. – 22) 93.
– 23) C- 8x=--. – 24) ,s. – 25) Girº. –
26) vgl. §. 61. – 27) C. CA82é-. 28) *Az.
– 29) exºr. – 30) xx“. – 31) EC- Gº.
32) 85ſo. – 33) 2C – 34) e S- GºY –
35) Äxas. – 36) ºr Cº. – 37) raº ſexy –
38) - Bºx-. – 39) 8 FAW
8.

Ueber die Zahluörter.


Drei Burgvoigte *), zwei Dudelsackpfeifer *)
und vierzehn Stutzer *) sangen *), und hundert
Briefe *) wurden geschrieben. – Es waren zwei
Brüder, der eine hiess *) Leopold 7) und der andere
Alexander. – Der Erste hatte dreissig Pfeile *) und
der Zweite vier Armbrüste °). – Wie viel Solda
ten * *) waren in der Stadt **)? – Fünf Zündru
then *) sind beim Staatsverwalter **). – Am fünf
ten donnerte es **). – Ich reise Tag und Nacht **),
und einer von diesen Sclaven begleitet "*) mich. –
Einer von den Erzbischöfen "7). –
1) ass jº“.– 2)f- &&P. – 3) Gºſs -----
4) ase“ –5)93 x 2 Es-E-–6)sº-s
188

C-. – 7) sºs-s. – 8) rs. – 9) -G-G


– 10) EU“. – 11) rgº. – 12) 8x.3. – 13) GUrs
aſ- – 14) ºf fºx 5. – 15) ſ“, fº- Ä2) 2 «-----
16) scXy. – 17) CG) s“. – 18) Cºesfº- -

9.

Uebungen über alle Regeln der Grammatik *).


Eines Tages ging ein König und sein Sohn *)
auf die Jagd *); da das Wetter *) heiss*) war, so
legten *) sie ihren Wettermantel *) auf die Schul
ter 7) eines Spassvogels *). – Es ging Jemand *)
zu **) einem Derwisch und legte ihm drei Fragen
vor **). – Es hatte Jemand eine Zusammenkunft **)
mit dem Teufel **), dem er einen Klapps ins**)
Gesicht gab **). – Ein Mann kaufte einen Papagei
und lehrte "*) ihn die persische Sprache 7). – Ein
Moghul **) kaufte diesen Vogel und fragte **) ihn:
bist du hundert Rupieen *°) werth **)? – Jeden **)
Tag kaufte er sechs Brodte **). – Weswegen **)
verfolgst du mich? –
1) vº, U. Königssohn. 2) Cº ) JUKX. ging
auf die Jagd. 3) 2*. – 4) prº 5) xBo65.
– 6) vo\x). 7) Cººrs auf die Schulter. –
8) C+-«. – 9) ga=u. – 10) Uëºs. – 11) U2
º, legte Fragen vor. 12) GR, CASML0 eine

*) Bei den Zeitwörtezn ist grösstentheils der Infinitiv hier


angegeben.
189

Zusammenkunft haben. – 13) GWhº. – 14) fº


– 15) Gºf «AA" einen Klapps geben. – 16) CS-2-oſ
– 17) sºs Glf die persische Sprache.–18) (A&º-
– 19) §. 51. – 20) &as 23 – 21) Ä«sº CS &
bist du werth. – 22) §. 52. S. 148. – 23) GU5. –
2) s. 6. – 25). -- 9- Urs verfolgst du mich
10. T –-

Diese Worte ") redete Jesus *) und hob seine


Augen *) auf *) gen Himmel*) und sprach: Vater
die Stunde *) ist gekommen 7).– Wachet *), stehet *)
im Glauben **), seyd männlich" *) und stark**). –
Gerechter **) Vater! die Welt kennet**) dich nicht,
ich aber kenne “) dich. – Und alles was mein
ist **) das ist dein, und was dein ist, das ist mein,
und ich bin in ihnen verkläret * 7). – Ich bin vom
Vater ausgegangen **) und gekommen in die Welt;
wiederum **) verlasse**) ich die Welt, und gehe**)
zum Vater. – Diese Worte habe ich zu euch ge
geredet, damit **) ihr in mir Frieden habet **). –
Und ich bin nicht allein **) denn der Vater ist bei
mir. «- - - - -

1) G=-. – 2) G“ge. – 3) ſº. – 4) > As


R. – 5) G.-- -2-3. – 6) ---- =7) Gº-3-
– 8) «AA flºad. – 9) Jººs. – 10) Glºſ. –
11) sºr«. – 12) sº. – 13) O> O-le. –
14) Cé-UÄ5. – 15) ſ- &X>Lº. – 16) vergl. §. 3.
*
190

– 17) - ex-Jºº – 18)rxſerº –19)A-


– 20) ex-&Y – 21) 9x3. – 22) 85 5. –
23) ex <s rºſ. – 24) ex-3 lºs. –
-- - 11.
Nimm *) dir an Anderer Schaden *) ein Bei
spiel*), damit *) nicht Andere an dir ein Beispiel
nehmen *). – Der Religiöse *) ohne Gelehrsam
keit 7), ist ein Haus ohne Thüre *). – Der welcher
lügt *), hat ein schwarzes **) Gesicht **); der die
Wahrheit **) sagt, ein weisses **) Gesicht. – Der
Weise **) ohne Werk**), ist eine Biene **) ohne
Honig * 7). – Der Weise ohne gute Werke, ist ein
Baum ohne Frucht **). – Nicht das, was dein Herz
will **) geschehe **), sondern das was Gott will. –
Der, welcher keine Geduld **) hat **), hat auch
keine Weisheit * *). – Es schickt **) sich nicht, ein
Wort im Geheimen **) zu reden, was bei der Ver
sammlung **) der Menschen nicht erlaubt *7) ist zu
sagen. – - . *

1) 9x J– 2) – Vas. – 3) exis – 4) G.
– 5) «ÄG. – 6) exaſ. – 7) We – 8) 9.
– 9) „2-J“ & 2/0. – 10) ...“. – 11) „ºf. –
12) –x»). – 13) * Ä«. – 14) Ne- – 15) Jºe.
– 16) ſº4-j-- 17) J«e- - 18) Jº- – 19) E-K-2é--
– 20) E)-Xö. 21) --- 22) vergl. §. 23. –
23) CX.S>. – 24) exÄ5. – 25) G65 ſo. –
26) E-45Fü. – 27) CAA\ä3. – - *
12.
Kurze Erzählungen.
Es kam ein Mann zu *) einem Arzte*), und -
sagte: mein Leib *) thut mir weh “), gieb mir ein
Arzneimittel *). Der Arzt fragte: was hast du heute
gegessen? Er antwortete: gebranntes Brod *). Der
Arzt wollte ihm ein Arzneimittel für 7) die Augen
geben; der Mann sagte: O Doctor! in was für Be
ziehung*) steht der Leibschmerz mit den Augen?
Der Doctor antwortete: zuerst *) ist dir eine Augen
arznei nöthig, weil **), wenn dein Auge gesund **).
wäre, so hättest du nicht gebranntes Brod gegessen
1) s. – 2) ---- -3) rºs. – 4) 73
G-, wehe thun, schmerzen. 5) Gº sº ein
Arzneimittel geben.–6) 8x-2-Gs gebranntes Brot.
– 7) ſo. – 8) - - – 9) Cº. – 10) ... =
U 9 9

11) Cºjº. –
- 13.
sº -

Es nahm *) Jemand den Turban *) eines Der


wisches, und entfloh *). Der Derwisch lief zu dem
Kirchhof*) und setzte sich *). Das Volk sagte zu
ihm: jener Mann, der dir den Turhangenommen *),
lief gegen 7) den Weingarten *), weswegen sitzest
du hier, und was machst du? Er antwortete: er
wird auch *) endlich **) hierher **) kommen, des
halb **) habe ich mich hierher gesetzt. : 5
192

1) ex-ſ – 2) Ax«. – 3) ex+ J –


4) ex-2-J 5) Gº. - 6) ſ“- vergl. §. 12.

S. 37. – 7) – a. – 8) Äs. – 9)/3. –


10) fº-. – 11) zºg. – 12) --- Gj. –
s

- - -- - 14.

Ein Mann hatte eine grosse *) Würde *) erlangt *);


ein Freund kam wegen *) des Glückwunsches *) zu
ihm. Jener fragte ihn: wer bist du, und weswegen
kommst du? Der Freund war erstaunt *) und sagte:
kennest 7) du mich nicht ? ich bin dein alter *)
Freund und kam wegen der Beileidsbezeigung*) zu
dir, ich habe gehört, du seyest blind geworden.
1) Gºrº. – 2) 84-9. – 3) „rº.
GXG... – 4)
– 5) – 6 G. 6) exiſ – 7) Gº-Gº.
8) - S. – 9) – Fºs. – 10) Gºgº. – 11) cºº
E)-X - -
15.

Psalm CXXI.

– Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen *), von


welchen mir Hülfe *) kommt. Meine Hülfe kommt”)
von dem Herrn, der Himmel und Erde geschaffen *)
hat. Er wird deinen Fuss nicht geleiten lassen *)
und der dich behütet °) schläft 7) nicht. - Siehe! der
Hüter Israels schläft und schlummert *) nicht. Der
Herr behüte dich, der Herr ist dein Schatten *) über
deine rechte.**) Hand **), dass dich am Tage **)
193

die Sonne nicht steche **), noch der Mond des


Nachts **). Der Herr behütet vor allem Uebel *),
er wird behüten deine Seele. Der Herr behüte dei
nen Ausgang *7) und deinen Eingang **) von nun
an bis in Ewigkeit * *).

1) eV – 2) ºz – 3) C-. – 4) 9x/ſ.
–5) CºſéJ“exºzet 3.–6) 9x ſo Ja.– 7) GÄé--
– 8) G4-3- – 9) Gº U«x:5. – 10) &U«. –
11) –X»). – 12) CX-9. – 13) fºſ ſo am Tage.–
14) G-Axºjº“. – 15) –* ſo des Nachts. – 16) „exz.
– 17) GX3 ) Gyrº- – 18) GeXºoſ Gºf-AGſ. – 19) OÄſ
CAſ US xx? von nun an bis in Ewigkeit. –

16.

Lucas II.

Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem ),


mit Namen *) Simeon *), der war fromm *) und
gottesfürchtig *), und wartete *) auf den Trost 7)
Israels, und der heilige *) Geist *) war in ihm, und
es von dem heiligen Geist offenbart **) worden,
dass er den Tod nicht sehen werde, bevor **) er
nicht den Messias **) gesehen, und kam aus An
regen **) des Geistes in den Tempel **), zu der
Zeit * *), da die Eltern **) das Kind *7) Jesum in den
Tempel brachten **), dass sie für ihn thäten **),
wie es geziemendes *°) Gesetz **) ist. Da nahm
er ihn auf seine Arme **) und lobte **) Gott und
13
194

sprach: Herr **), nun lässest du deinen Diener **)


fahren **), wie du gesagt hast. Denn meine Augen
haben deinen Heiland *7) gesehen **), welchen du
bereitet hast **) vor allen Völkern **), ein Licht **)
zu erleuchten **) die Heiden **) und zum Preise **)
deines Volkes **) Israel. -

1) e.º.-2) G-.-3)G“.–4)./aº.
– 5) Lºs Gº. – 6) G2-Häx“. – 7) U„Mo.–
8) Dº.-. – 9) Gs z» – 10) 9.Feº. –
11) f Uºz. – 12) SA“. – 13) exFA-X5. –
14) JS*. – 15) --Vº Jo. – 16) J-Lº - faz.
– 17)/-s – 18) 9-ºſº. – 19) >* * FU
ſ ) - dass sie für ihn thäten. – 20) Läsſ2«. –
21) “3. – 22) 9xºſéXI Cº- er auf den Arm
nehmen. – 23) Gº YU. – 24) exzes –
25) 8 A3. – 26) Gº, Cº-D- – 27) St.-J. –
28) – «ſ 8.x - haben gesehen. – 29) Är Use. -

30) J.Lº GS.* L29 ) Uºs Jo vor allen Völkern.


–31) - 23. – 32) 9:2. – 33) - JF-34).Wº-.
– 35) (23. – -
ZWEITE R THE I L.

Zweite Abſtheilung.

Praktische Uebungen zum Uebersetzen


aus dem Persischen ins Deutsche.

13 *
Uebungen zum Uebersetzen
aus dem Persischen ins Deutsche.

Prosaische Stücke.
I.

K u r ze E r zäh l u n g e n.
1ste Anecdote. - - -

- es sei rº - ) sº)
– Bºb-3° -- –SU- aA. “Eſ Cx, ')
ºFF acº - - - - - - - Sorr
As es - so L- - - Ä Wº Fº eS")
E- - Ä es vºr. E F * * * *
Lºº Gº Gº G. *) - - > 955 º. - *
exF 2 -Ä& ar ex. J* Gº- 9) «K- *)
-
s: «Äs 7

Anmerk. 1) §. 15. - 2) §. 14. Anmerk. 2. S. 43. vgl.


§. 49. S. 141.
-, 3) §. 30. S. 84. 4) §. 51.
- 5) §.38.
-

- C, 39
– 6) Guss von Gº245 zeigen, vergl. §. 31. S. 81.
und S. 77. – 7) Sº VOW. Gº, mit e„ Praefixum.
Vergl. §. 30. S. 80. 8) (2) --? Imperat. VOn E)-Atº
-
198

sehen § 30. S. 82. – 9) x K-0 oder exIT «-9 von


E)-PÄ. – 10)§. 14. Anmerk. 1. S. 43. – 11) eXX5UM,5
von E LU finden, mit der Negation G. – -

- -
Ein Dieb lief in Jemandes Wohnung, um ein
Pferd zu stehlen. Durch Zufall wurde er gefan
gen. Der Eigenthümer des Pferdes sagte zu ihm:
,,Wenn du mir die Beschaffenheit des Pferdedieb
stahls zeigst, so lass' ich dich loss.“ Der Dieb
nahm (dies) an, lief zum Pferde und legte die Fuss
stricke ab; hierauf nahm er den Zügel, dann be
stieg er das Pferd und trieb es fort, und rief:
„Siehe, auf diese Art wurde der Diebstahl began
gen.“ So viel Menschen ihn auch verfolgten, so
fanden sie ihn (doch) nicht. * - -

- 2te Anecdote. - - -

„r AS – so Gºº ) sº“, sº
es – 8ST °ºrs Gº- „ºf 29é- G 2

cº Gº-Y e GEÄ ') f Cxi-U“ – «A *)


$ as - e- „29 / 8 rf - Sº
Anmerk. 1) S. 118. Anmerk. 1. – 2)§. 24. S. 66.
- §. 12. No. 4. S. 35. –

Ein Arzt verhüllte (wört I. that einen Schleier


um) seinen Kopf und sein Gesicht, wenn er auf
den Kirchhof ging. Die Leute fragten: was die
Ursache wäre (dass er sich verhüllte)? Er ant
199

wortete: ich schäme mich wegen der Menschen


, dieses Kirchhofs, weil sie von meiner Arzenei
starben.

- S A A D I.
II.
Aus dem Gu l i st a n.

8XQ

–xi- º.- Sº Dé sº Äé aëF3 «Sº


-- C. 3 G- d

C 2. JL 93 C. e

--- *) D Cº.+, Jº Leº L )


º Gº U... cs“* *+ Jºe - „ſº
Anmerk. 1) wie wird J>-- Biene, ausgesprochen? vgl. §. 3.
- S 3.

S. 20. – 2) „25 Imperat. von GXJ"vergl. § 30.


S. 84. – 3) Ey” Imperat. von E-f schlagen mit
ſ“ Vergl. §. 29. S. 76.
dem Praefix

Man sagte zu Jemanden: ,,Wem ist der Ge


Iehrte ohne Thaten ähnlich?“ Er antwortete: „der
Biene ohne Honig.“
Beit. Sage zu der unbesonnenen (unhöflichen)
Biene; s, weil du nicht einmal Honig zeigest, so
steche auch nicht.“
200

- III.
- 2.
A" «º A- „º «“O,- A- Cº. -

2 GS ) /* -- * Gef Gº S3
-C) 9- sº -- -* - 2 d - c 2. eL- -

Anmerk. 1) Warum hat EC,5 die Mehrheit auf Gſ?

Mit dem Schlechten Mitleiden haben, das ist


Ungerechtigkeit gegen den Guten, und den Unter
drückern zu verzeihen, ist Härte gegen den Unter
drückten.
F

IV. /

& G Sº
ve z Jºs
“ Gerº
Gºrº- Gas
U- - - 9
Cºlº Cºlº Cºs G5 J> - Ä „sº - ) C- C.

.. CºMº - -- * Lºgº Fºº


Lºº
Q C. + - -- - - w 9 - »C- 3

Cº-, *) Ä«Sº „sº- 2-Ac Gºº - *)


- - - Ö» -.-. - C

Anmerk. 1) „ſº- Gott, das es wird L. „Äs genannt,


und den Wörtern angehängt, welche sich auf ſ oder
endigen, und zwar der Euphonie wegen. – 2) LL.«A,5
statt Uxaſ &5, 8 wird aber in Ug contrahirt.
Es brachte Jemand zu Nuschirwan dem Gerech
ten die gute Nachricht, dass der grosse und ruhm
volle Gott seinen Feind weggenommen habe (wört I.
„“
201

empor gehoben habe). Er sprach (der König);


hast du nicht gehört, ob er mich auf immer über
gehen wird?
Beit. Ich habe keine Gelegenheit mich über
den Tod meines Feindes zu freuen (wörtl. mir ist
keine Gelegenheit der Freude), denn auch mein
Leben wird nicht ewig währen (wörtl. ist nicht
ewig). –
-

V.

«A? > ſ ) Zººs Gas


Äs jſ ) „Sº (s?

Ci-J“ C- Fººs *) reº gºº F sº ays


Asbesº" - so oſºvº- es CL-F
8xkas

Fºr es ree & D «Äs


* - Gas-) Cº- sº G. Cz.“
– ſº j JÄg? Gas- &
- U 9 - .-.--* E- - U 3 CA
VS Ky ºf“ G-J X55 a GU-Föſ -
–Zºe merk. 1)§. 52. S. 149. – 2) Cod. Jºãöſ – 3) An
dere Ausg. haben blos Gſ J0. - 4) Andere Ausg. ha
ben U- Sº, da LKWS- folgt, so kann man wohl die
ses weglassen. – 5) Uslºé- - - 2é- mit dem Suff.

U - -
202

Einer von den ungerechten Königen (wörtl.


von den Königen ohne Gerechtigkeit) sah einen
Frommen, (und) fragte: welcher Gottesdienst ist
der vorzüglichste? Er sagte: was dich betrifft, die
Hälfte Schlaf des Tages, damit du während dieser
Zeit das Volk nicht belästigst.
KittSeh. Ich sah einen Tyrann die Hälfte des
Tages schlafend, ich sagte: dieser ist ein Unglück,
der Schlaf bekommt ihm wohl. Dem, welchem
Schlaf besser ist als Wachen, ist der Tod auf diese
Art besser als ein schlechtes Leben.

D S C H AM I.
VI.

Aus dem Beh a r | s t an.

CO- 9 sº )
Der Fuchs und der Hund.
- G 9

- - - - - - #“- - . 2-1- -- "T- ) &## AG


d 4
-- - - -
a C 3- --
f fºë- ſº. - CC. U FUSS E9 I- &S" ----- *)

&º GÄs U –xº, ') ag- “) –xi-Yessºrs 9

& 2 85 sº) º-) ... - *) ar Ex-5


- sº **) 3 - 25 85 2 exº *)
N03

8xkas

/ C., 9 9

sº Gſ &«ºf **) –X>\« G25 &A - Jºzº


A C- Z-C / c 9

sº Tjºe CºS- Jſ ſ* - Sºj * 8


Anmerk. 1) Cod. –x_“ſ) 25-JGL0. – 2) - fehlt
/ C C 9"-
in einigen Codd. – 3) Ä» «Lºs Imperat. von exº-2-oſ
lehren. Vgl. §. 30. S. 82. – 4) 80 2» fehlt in einigen
Codd. – 5) -ºº- statt -X«ſ Gºr. – 6) Jº
fehlt in einen Codd. – 7)§ 58. S. 155. – 8) c„gººz
von EX«ä5 bleiben, vergl. §. 30. S. 83. – 9) exas
von Exx - sehen, vergl. § 30. S. 82. – 10) Genitiv.
von allen d. h. unter allen, vergl. §. 52. S. 149.
Ein junger Fuchs sagte zu seiner Mutter: „Lehre
mich einen Betrug, damit, wenn ich im Streit mit
dem Hunde nicht mächtig bin, ich mich von ihm
befreie.“ Sie antwortete: es giebt viel Betrug,
aber der beste von allen ist der , dass du in deiner
Wohnung bleibst, damit er dich nicht sieht und du
ihn nicht siehst. -

Kitt Seh. Wenn du einen Feind hast, so ist


es von dem Verständigen nicht verächtlich, seinen
Feind List und Ränke zu bereiten. Wenn man tau
send Kunstgriffe ersinnen sollte, so ist von allen
dieser der beste, dass man sowohl den Frieden als
den Krieg fliehet.
204

K H O ND EM I R.

Theophrastus.

Guº F C- o.ÄÄ., 9Är, sº j


/ / / / 6 / /

rº - Ä5. FC 3 ar«AAA - ººººº


r, 2 x 5 - - - - - - b O. srs. Sº
Gºr- ºxº- 2 -Lºo Gº LÖ – U- ar. A5
Anmerk. 1) Cºſ statt Cºwſ »ſ, vergl. §. 20. S. 59. –
Theophrastus ist einer von der Zahl der Schü
ler des Aristoteles. Eins von seinen Worten ist:
sey nicht eifersüchtig und beneide nicht einen ty
rannischen König, und den Reichen ohne gute Ord
nung, einen Redner, der nicht das Rechte spricht,
und den Geber, welcher seinen Reichthum durch
andere Ausgaben verthut, noch einen Gelehrten,
der nicht das Rechte kennt.

Poetische Stück e.
F ER I - ED DIN A T TA R
I.
Aus dem Pend – Wa meh.

„Ä- sº Fº Fº Gº - c/ / 9
205

Cu C - C,

C_ - “C .“. «º C A.

e - „º Ur-") sº ex-Fºs -
C- - - C- -

Cº Lºſ") ÄÄ5 J C- oš
C-F ) - 5 US- F ) Gº,
ºg - Guº - ---*) - - &#
sº- U Cº. <s Cäsſe
Anmerk. 1) UK„ſexé- stätt UX„ſ ſcXé-. – 2) Ur-Y
Imperat. von es / /
mit dem Suff. U. vgl. § 30.
S. 84. No. 10. – 3) –x-Bºsſ statt UK„ſ Gºs -

4) s. 21. S. 6. No. 3. – 5) C-3-F statt GºF


UX„ſ. – 6)§. 24. S. 66. No. 1. – 7) Uºfs «-

ſº mit dem Suff. U

Vier Tugenden giebt es, welche Geschenke des


Allgütigen sind: zu Dir spreche ich Redlicher! er
innere dich ihrer. Die erste ist: den Vorschriften
Gottes zu gehorchen; die zweite: seinen Eltern
dankbar zu seyn. Welche Vorschrift ist die andere?
mit dem Satan zu kämpfen (wörtl. mit dem Sa
tan der Kampf). Die vierte ist: Gutes zu thun den
vielen Unglücklichen. -
Q06

S A A D I.
II.
Aus dem Pend-Nameh.

A Cº. ºs „º- Fs

GS- FUS) AT ºs „G-


GM - *s es Ex A

es sº OS sº) . -
Q9? «sº es 2 Gº J3 85

-- F. º .-
C- Äſ) zär LÄÄH
Anmerk. 1) (9Mex-AU- statt GNo L>U- der Verstän
die, vergl. s 8. – 2) 8 verg, s!“. Anmerk",
s. 42. 5.49 s 140 . – 3) / heint Ehre Ruhm,
zusammengesetzt aus Lſ Wasser und (-23.) ruj, Gesicht,
>yºſ ebru, heisst Augenbraue. «D

Wenn Geduld dein Helfer ist, so wirst du blei


benden Reichthum erlangen. Geduld ist die Eigen
schaft des Verständigen. Geduld ist die Kunst der
Glücklichen. Geduld ist in jeder Lage vorzüglich,
denn ihr Begriff ist viel umfassend: Geduld ist das
Schloss der Thüre des Wunsches, die Eröffnerin
der Reiche und des Ruhmes.

-
207

III.
Aus dem Pend- Wameh.

CL A F sº es sº e GS
9 9 C -

CC3 A - 5 F 9.3 sº )
JW- - A= Hºse“
- sOLF CX U3 GÄ5 - - sº 8
Anmerk. 1) Vergl. §. 29. S. 76. Imperat. -d 2) çx”
statt Cro &3. – -

Thue nichts böses, damit du nicht böses von


einem guten Freunde erfahrest; es wächst nicht von
bösen Saamen gute Frucht. Finde nicht Vergnü
gnügen an Pracht und Glanz, denn ohne Furcht vor
Abnahme ist keine Vollkommenheit.
«
Vocabeln zu den Uebungsstücken.
Prosaische Stücke.
I.

K u r ze E r z ü hl u n g e n.
1ste Anecdote. -

Bjº Dieb. r-U- maekam a. Wohnung. –


-

Ga=- Jemand. – G-X3 ſo dezdiden, stehlen; das


Hauptwort heisst „sºfº dezdi, Diebstahl. – GUS
ittifaeka, a. durch Zufall, von ohngefähr. – Ax„“
Gefangener. – e->\xo sahib, a. Eigenthümer, Be
sitzer. – C.S> hikmet, a. Ursache, Geheimniss.
- GÄ. Äf befreien, frei lassen. – GºY J>
kaebul kjerden, annehmen, gut heissen. – E-«) resen,
Strick, Seil. – „As Fuss. – GOLºS ablegen. –
rUS Zügel. G-X ſº“ das Pferd besteigen. –
> schnell, eilig- E)-Xö ) forttreiben. Jº
taewr, a. Art. – CX> so viel. – GºY e-Slºs
verfolgen. –
2te Anecdote. -

- - taebib, a. Arzt. – Gxºn»-Cº Kirchhof.


- E)-)º, Jols verhängen, verhüllen. – „saſ Ge
sicht. – e--«. a. Ursache. – vº- Todter. – ſºr”
(c) -?ÄT sich schämen. – „sº Arznei. – Gºre mur
den, sterben.
209

S A A D I.

II.

Je Salem, a. Gelehrter. – Jºe aeml, a. Ho


nig. – G-GL- ähnlich seyn. – Cº“ a. unhöf
lich (inurbanus). – „ſº wenigstens. – UÄ5 G35
stechen. –

III.

Gººſ „2-3 Mitleiden haben (wörtl. Mitleiden


tragen). – «Xº schlecht. – ſº Unrecht, Ungerech
tigkeit. – G3, 2äe verzeihen, vergeben. – „Uss
a. einer der Unrecht thut. J>> a. Ungerechtig
keit, Unrecht, Härte. ſeh- maezlum, a. ein
Unterdrücker. –

IV.

s“ Jemand. – O-Uca. gerecht. – Gº-ſººf


gute Nachricht bringen. - Ä= a. höchste. – J>
a. ruhmreich. – Gººſe»ºrº emporheben. 9yº rück

wärts. – E XLºſexS übergehen. – C- murg, Tod.


- - - „s- Ort, Gelegenheit. –
a. Feind. –

d, UeGU Freude. – x-JX35 Leben. – Gſo-UI


ewig. – Y

W.

UCL9 a. König. – L3Uasſ a. Gerechtigkeit. –


Uryls Fromme. Colge a. Gottesdienst. – JSG
14
210

vorzüglichste. – -2é- Schlaf 3 Hälfte. –


CS2 waekt, a. Zeit. LWé- a. Volk. – Gºofſ be
lästigen, quälen. – „U- a. der Ungerechte, Ty
rann. – &X - schlafend. – & X5 a. Uebel, Strafe.
– fſcº wachend. –

D S C H A M I.
VI. --

&Fs Kind. – &F : 3:2) ein junger Fuchs. –


&L=> a. Betrug, List.– U = $ Streit.– Gex vºr."
ohnmächtig, nicht mächtig seyn. G>.58 ) be
freien, entreissen. – G2,3 viel, zahlreich. – "aé
a. Widersacher, Feind. – 8XL« a. Schlechtigkeit;
verächtlich. – °°- Einsicht, Urtheil. – CL22as
a. Streit, Feind. – „Sº List, Rank. – Gº TA
bereit. – GÄé-U“ machen, erdichten, ersinnen. –
St. - a. Friede. CO- Krieg. – G-ºf FP
sich hüten, meiden, fliehen.

K H O N DE M I R.
- VII. -

ÄTU Schüler – G+. a. Wort. GUhl


König. – JU- a. ungerecht, grausam. – „ſau«
reich, der Reiche. – G«> a. gut. – rººs a. Ord
nung, Leitung. – C.ſ) das Rechte. – 8 x «s=tz
Geber- – Ovo a. Reichthum. – ré a. ander. –
-Pa« a. Ausgabe. – G225 - - verthun, anwen
211

den. – G. 3.5 Reichthum. – e- U 2 a. das Rechte.


„C
-

– G-2? „ſ) wissen, kennen. –

Poetische Stücke.

F ER I – E D DIN AT T A R.
I.
Uhe a. Geschenk. – ſº, a. gütig, – o?
exºr-Y“ im Gedächtnisse behalten, sich erinnern. –
ſº.“ O-Är a. Vorschrift. – LKo
a. der Redliche. –

Wahrheit; Gott. – Gºp-ſ ÄFs Gehorsam leisten,


gehorchen. – 93-J. a. die Eltern. – GºY - so
gefallen, dankbar seyn. – Sa. Vorschrift, Re
gel. = GUg- a. Kampf. – 9-5 a. der Unglück
liche. – LäWé-a. Mensch. – -

s A A D I. -
--- II. .. . . .
„ſº - Geduld. – ſº – «9 Helfer. – e_X«xs

K)-geſ erlangen.
– – sº a. bleibend, immerwäh
rend, – fW Beruf, Handlung, Kunst – sº
Kunst. – J45-9 a. der Glückliche. – 02> a. Lage,
Zustand. – „z vorzüglich. – Gº a. Inbegriff,
Begriff (complexus). – Es sº a. Sinn, Bedeutung A

– «Art. Schloss, Riegel. – 6 Thüre. – Ä


wunsch, Verlangen – sexÄs" Eröffner. – »T
Reich. – -- ..

14 *
212

„ III. -

Gex32) wachsen. – Fš Samen. – As Frucht.


- G-, cs Leo Vergnügen finden, sich ergötzen.
– 8\> a. Pracht. – OM> a. Glanz. C_59 - a.
Furcht. – Glaš5 Abnahme. – OLST a. Vollkom
menheit. – - - -
- -

--
-

--- --

-
-

-- *
-
-
-

Wörter und Redensarten zum Aus


wendiglernen. --

- 1. ron den Mineralien und Metallen.


: . . -

- ºfol Bezoarstein. – U? ÄT Bernstein. –


„Är- Or Amethyst. – ET Alaun – º-Gº“
Schwefel. – EC3 Salz. – „sos Beryll. – Enzº
Salpeter. – rº-Yº- Sandarach, rother Arsenik.
- zf oder FX-3 Vitriol. – Cº- CF- Arsenik.
– ex - Y-U“ Kreide. – G2-J“ſ Benzoegummi. –
-

- *

– 2. Von den Pflanzen und Früchten.


.. Cº- zº Hahnkamm. –
U“X- Pappel. –
9-4 oder 9-; oder G“, -- oder 9- Jas
min. – »J oder 23 H oder GCI Lattich, Salat.
– &ÄLs Veilchen. c-Kººr- oder SÄUFJ Ta –

mariske. – 3x of Schwalbenwurz. – Jºë Glºé


- -- E)----- Wall
oder escº Wallwurz «- -
Wurz. – Exxx» - -od
OC1GP

--
– 213
«R/>\> Weissdorn. – Gala …sſ oder Eax. «3ſ oder
EXF º Wermuth. – U-. 53 Krapp, Färberöthe.
- Jſ AAA“ Espe. – Stº: Esche. – als “ yº
Alraun. – &WM oder 8 x3 Tulpe. –&s=J Kraut –
SÄrº oder Gºrs Goldwurz, Asphodill. – LIT
Ä. z 22- 3-Ü“ F
Cº-C=ts Keuschbaum. – 24 S9 als Melisse. –
r* /22.
oder
Sºf.- Wasserlilie,
MandelbaumSeeblume
– je (lotos
Aence.nymphaea).
– Hºº
- - - - Raute. – U“, sº Kornblume. – (AT
&i=d Kohl. – eſ,'ſ Aloe. – «sºlas- J--- Ange
Pea- - Ä” oder G-A3 UIme. – L 4. Apfel. –
Jº2- JU Cocusnuss. – Jººs Nelke. – IT Sta
chelbeere. – Fºg“ spanischer Pfeffer. – S=5
leide, Heidekraut.– Czys LXsſ oder es „s-
Heliotrop, Sonnenwende. – Gºa- oder z-Wº stein
eiche – sº ... oder „so-Ysſ Hyacinthe. Sº
U-Le B-J“ oder Legº oder &sſ-AG & Jalappe. –
Zºf oder jl Wachholder. – & Fºz -Käc oder
- - Epheu. – U2-J oder sº» oder Us» welsche
Bohne – Gºrº Lärchenbaum. – ºr oder Gº
oder Gººf - Lavendel. – sy\éſ Linde. – Gºs
jºys Anemone. r-A-J“ Waitzen. – Jer Was
sermelone. – G-Jº-J“ oder F&e Ägº Wallnuss. –
UY oder IT Trüffel. – U- –X&fº Palmbaum. –
214

uas
beere –Cichorie.
z- oder–Urf
are ºx- oder
Saadebaum. SGa” Frº
– ſ» oder

----- flº StabWurz. – 92y- Birne. – JA3 Pfef


fer. – U 2c Birke. – X5ſo Brotkorn. – U-9Ä
wolfsbohne. – St.-A Chamille – lax XWBlu
menkohl. – ſº Möhre. – –– “

3. ron den speisen und Getränken.


„N oder 83 M Brei. – Jº” Lºſ Molken. – cs“
STſy Arrack. – G 2“. LTLimonade. – * - oder
WI - Essig – arwafelkuchen, Oblate. – x. Sº
Zuckerkraut. – Ähé- GU5 Kuchen. – GW5 Brot.
– 8K.«« Butter. \ºſº“ Fleischbrühe. – LÄUS 9.
ungesäuertes Brot. – rºs Käse - ſº Lecker

bissen. – Jºe Gº gesäuertes Brot.


/
– Ä2? Bier.

– 4. Von den menschlichen Gliedern


2\gs die Lende. - e_43 Lippe. – GLJBrust.
– SCJ Wade. – U5 Ader.– cºs Sehne, Flechse
– * oder Cº- oder - Haar – CJ Mark. –
5W- oder Äszäpfchen – Geº Uterus. – „sº
ſº Unterleib. – G3 Leib. – 8x8- Magen. - „J“
Hals, Schlund. – 84 S., Gedärme, Eingeweide -
es Auge. – ſº ſºr“ Augapfel. – „As Fuss. -
- 215

CCJX- oder CCWx Knöchel am Fusse. – 2/\g oder


Fº Arm.– „U3 »J. Gurgel.– Cº-O Hand. – CX523
C. Handgelenk, Faust. – Jés Achselgrube. –
Uö Pulsader. – Czºs Rücken. – Cºs GL-FX
Rückgrat.– Äs Luftröhre.– US- Ohr. – Cézé
Ohrläppchen. US02.) die Eingeweide. – G5 oder 9

AXX-5 der Hintere. – U23 „F- Harnröhre.


– Czº G. Finger. 9 Mºº- Cº-G der kleine
Finger. & U - Testikel, Hode. Cº-G CXX3
oder cs-M- exis Knöchel. – „ls Cº-G zehe. –
J” Cº-G grosse Zehe. – 852 Kinnbacken. –
CXJ das männliche Glied. – 25ſ) Knie. – „BB-“ -

Kniescheibe eſ Augenbraue. – -Vººs Urin.


– GC8Sº oder ä2. Schlucken. – ä2 ſ Rülps. –
Ä2 oder 2 Blähung, wind – erhirn
schale. – **5 Galle. – U... Lungen. –
-

5. Von den Krankheiten na Gebrechen.


„Sº Gºº Leibweh. – G-Go S59 zahnweh.
- r ºr“ Kopfweh. – Jel“ Äs- Keuchhusten.
– -ſ 94 H5 Wasserscheu. – 8. jſc 2» Hypochon
derie. U-AS- oder „r-" oder fºr das Jucken.
- ſºf Wunde. Gé-U ºfº Nagelgeschwür.
sexé Ueberbein, Auswuchs.
*-
G4- „UKÄ«ſ oder
216

„4- Ä- EF Windsucht. – Uès Bubone


(Beule). – je Pestbeule. – „GH Blindheit. –
GU“ \-- hitziges Seefieber. – - Krätze. –
LW-5-Lº Melancholie. – FA e-5 Fieber. – „U>
a&º- das dreitägige Fieber.– er« „U2> das vier
tägige Fieber. – SGLé-r“, 9Lºr- Rose Rothlauf
- yºf U- Gelbsucht. e-4x5 J9 UL aufge
brochene Frostbeule. – ------ Mondsucht. –

6. Von den Kleidungsstüken der Männer


und den Sachen, welche Frauenzimmer
gebrauchen.
&«U>\s Hosen. – & Fils Pumphosen. – Ä29
stiefel. – Ein Schuh. – MT Mütze. – GF
enger Rock, Leibrock. – &«.» Augenbrauenschmin
ke. – je rothe Wangenschminke. – O-Äs
Scheere. – EMK. Nachtmütze. – & A-2-0 Haar
zängelchen. – U-LJ Kleid. CAA Band, Binde.
– es - Haarband. – ſo oder RF Knopf. –
LY Haarlocke. – ſº Sandale, Schuh. – Cºss
Schuh. – U 223W3 Mantel. – r-Äs Halsgeschmeide.
– Dº-« Schürze. – pº- *&X«) oder JWS oder ->:
Garn. – 85UX: XGſ Fingerhut. – 2,5 ***ſº Leine
wand. – -
217
7. Von der Stadt, den Gebäuden und
ihren Theilen etc.

85é- „s oder ſºPé „A2-Abtritt. – &5 - Haus.


– 85 - C-Mé- Kabinet. – Cºé-Mauerstein. –
85 - ſº 5 Backhaus. – &ölé-85 Keller. – G-A-
Riegel. – 85UEL Zelle. 85 - Jºs Bordell. –
sº.- -rº Weinkeller. – 8.5Uá- & º- Arsenal. –
su C&A: Vorzimmer. – 85 - e-ÄY Buchladen. –
„“ oder ABC - Gasthof. – A-J“ uºus Amphi
theater. – C Wasserleitung – jls oder Als
JA: Bollwerk. – 85US- &A2- Arsenal. – as-S-C-
Hundestall. – «sºlº“ sºlé-Barracke. – Gr* oder
/25 Brennofen. – ers oder Lars Ziegelofen. –
UÄL 2- oder Gºº Gºº Ofenröhre. – 85 - 4xºp-ls
Küche. – FWG oder Äg Küchengarten. As" «-

J-Yº-Y *&5\é- Laboratorium. – Glaºs Vorzim


mer. – 854- ALT Werkstatt, Arbeitshaus. – 85- ſº
Fenster. – 23. Wand, Mauer. – sr-CIT Thürm
chen. – &ölé- U“ ſº Academie, Erziehungsanstalt.
– Gºal Balcon, Altan – Gas oder Gººf
Feuerheerd. – 85 Sºlº- oder – J.Lº Hospital. –
2,5- r-" Treibhaus. – &ölé- ºgº Caffeehaus. –

Jº- Lflº Thürpfoste. – 85- -ºº- Orchester. –


--
- . .
8.5Ué-
. --
Dº oder »-Cº- Theater – * - - Wein
*. -- . . . . .

haus. – ſºÄrº Querbalken. – 85UX»


- - - - - -
Thürschwelle.
. -
S- - -
218 -

8. Von den Haus- und Landwirthschafts


Gerät hen.

Ga-Cº oder sºx CºDreifuss. – Glºs Ta


pete. – Uls Pfanne, Bratpfanne. – ALT Messer
– 8 As Fussschemel. – UëJ. Kopfkissen. – 8 ºf
Spiegel. – G2é- Ax-3 Tischtuch. – Gexx. Leuch
ter. – «J“Y Lichtputze.– aus Licht, Kerze.
– Gus C- Hochzeitbett. – CC s Bette –
E =) Handbeken. – Gº s2gº Caffeetopf. – Geº
Theetopf. – EQ 455 Handkorb. – jſex- Schu
sterkneif. – „2A - Besen. – L 2KWL der alte Be
sen-- „2S- =5 Holzkohle. – äA oder G-äre
Lampe. – s“, oder 8X==5 Stuhl. – su- oder

jſexGſ Kelle. – -

9. Yon den Handwerkern, Künstlern


u. a. Personen.

- fºº- Buchbinder. – US- e_ÄST Buchhänd


ler. – J-Cº-Fºx- Apotheker Jº“ vº, Architekt. –

G4S Jºsſ Botaniker. – exº 25 ox. Schreibemei


ster. – Su- &º“ General-Feldmarschall, Feld
herr. –G---- Kellner, Mundschenk. – CC
oder - L. Baron, Freiherr. – r-Vºr- Zimmer
mann. – GAI &S Sophist, Wortklauber. – 8“
219

fu« Lichtzieher. – GºSUIT Bogenschütze. – --


fL- Cavalier. – U- ÄG Lieutenant. Gºrº -

oder E)) /55 Trompeter. – --- Silberarbeiter,


Goldschmidt. FJ l“ Alchymist. – 8CXÄsde! SG
Almosenpfleger. – Fºgſ Gesandter – Sº fºs
«ÄT Anatomist – sº - rxXU- Antiquar. – Är
fº- Krämer.–8X«3 Cé ſo Baumgärtner. – Äu?
Baumeister. – CJſexc Jºſ Assesor. – ºCº
Amtmann, Voigt. – rs GU5 Bäcker. – --- Ban

quier. – r-" cfo Diebfänger, Polizeiwächter. –


F23 U 55 Schuhmacher. – US- 2 U 5 Tabaks
händler, Tabaksspinner. – r-"OP? fſo Zaunma
cher. – Gſe» G43 Kräuterkenner. – Cº-Y G2xºM'
Spitzenhändler. – Cº.) Jºſ Linguist. – GFö=tº
Schenkwirth. – SºBUS -- Geschichtsschreiber.
-- „f-Cº Jäger.– jus fUS- 95 Jägerin. – ° ---
e_Tä5T Landwirth. – Cº =- Eremit. – JB”
oder „Wº Aufwärter, Marqueur. – MLPſ ala-s
scx IT Ortsbeschreiber. – vaLITZrº Notenmacher.
–02 -s Bischof. – Cºs J” Erzbischof. –
– Wººd J* Astronom. – 2-Ä- Sterndeuter. –

GLFBU Kaufmann. – &sſ2=us Schlafkamerad. –


G2Ägs Held. – sº.“ Soldat. – 2.) G-ºrs Staats

verwalter. – Wº ſº „Sie rº Admiral. – ſº ſºr


220 -

«„A3 82- f. Jos Viceadmiral. – veXXL G 33 Tod


tengräber. – Cré- Jºſ Censor. –

10. Von der Verwandtschaft.


J-As Vater. – «A-» Mutter. – 23 oder U-2-3
Braut. – x-OGs Bräutigam. – JOU- Busen
freund. – Jº- Bruder. – Fºº Jungfrau. –

fos- »Hºus Junggesell. – sººº Wittwe. - - -“


Zwilling. – Jexöſ J“s Stiefsohn. – JOGſ Jº- Stief
tochter. – so3,- / > s adoptirter Vater - G.*
Blutsfreundschaft. – & Ärz Vorfahr. – Jº* Ehe

IM3NII). – Jºlº- oder fº- Schwester. – JOGſ J-As


Stiefvater. – ſexöſ fou« Stiefmutter. – Je» & )
oder U-3»- Verwandter. - «A-Lººé- 95 oder
sººº- Cºe Verwandtin. –

11. Von den Schimpfwörtern, den


Fehlern u. S. w.

M2e Schurke. – As Ueo Bube, Schelm. –


er Ärº Narr. – 9 Cºs Bärenhäuter. – “
eu« u«: Dummkopf – ſºz Tölpel. - UX-2)
vo3 grober Flegel, Bengel. – &#“ &«U2-ſ g*
Lumpenkerl, Schuft. – ĺº- Höllenbrand. –
Uëo Betrüger. – «sº“-3 alte Mähre. - LSU- Lila
221

garstiges Mensch. – / Oxºs- Verräther. – U.«


oder O2-XG Faullenzer. – C-23 Pinsel, unwis
sender Mensch. – GAS E-Ew oder sexÄSTF- e_G\ºº
Ohrenbläser. – --- –e.“ Durchbringer. ºr
–X=-5 sº Wüstling. – Mºë- Cº- oder Ä)
– SS-9 Schmarotzer. – JULTU5) Ehebrecher. – G}
e_Xººſ ) Ehebrecherin. – S>W är-ºS Erztadler.

Äf Geiz. – Äs-Fir Blasphemie - Sex«J“


Anmassung, Dünkel. – „2-3 Schande. – „sols
Unwissenheit. – E- CXA oder «--- CAs Bösartig
keit. – sºlx« CA? oder „fſº'Y CXA Unsittlichkeit.

- Csé-2“ oder z=>UX«J“ Unverschämtheit. – paa


/

–XX520 Ungefälligkeit. – «s-ÄYss oder CC


sº Unmenschlichkeit. – Gººgae Ruchlosigkeit.
– „Aléo Büberei. – „fſexL3 Lausigkeit, Fil
zigkeit. – „s- Muthwillen. – s“Ärº) oder
---x- Tyrannei.– M Prahlerei. – 8.JX3 oder
Ä« Witzelei. – sJºgº Albernheit. –

12. Vom Schreiben und Lernen.

&«U3 Ä2.) Tagebuch, Kalender. – GUs) U22.)


Idiom, Mundart. – S-s Antwort. – Glä5 Ton,
Accent. – E=u« Wort. – sº ex-FCi.“ Denk
222

spruch. – «ACE) Apposition - ºf“ oder FS


Ton, Stimme. – &«U5 C:\X Anrede (im Briefe).
– Äg” - * Anecdote. – ex& Gº) indische
Sprache. – fº- ECM- UÄas vorletzte Sylbe. –
Guy Note, Anmerkung – dº” Brief. – - re
„Sgs Alphabet. – N.

13. Wom Krieg e.


„Frº Sieg. –CO2- A. Kriegsvorrath. –
GuF Armbrust. – Uººys Rüstung - GM
CÖ- Waffen. – „Sº Armee. – BU“ CeWe die
ganze Armee. – Cº2-Abº Musquete. – js Pfeil.

- Se- Artillerie. – f*** Schwert. -– Se” Jº


Canonenkugel. – „25 Geschütz» Flinte. – J-T
jſ-Xsſ Canonier. – asus oder e-4-2 2/2. Hurrah!
– x-O- oder - «sº Krieger. – U5 ols Fahne,
Flagge. – Fºº ſº oder *** Es wurfspiess. –
GU ous Infanterie. – Togº oder ſº“ Ritter. -
ºxas oder 8x-2» zündruthe – CO- - > Wºº
fenstillstand. – GF35 zº- zündloch. – GS9
Kriegslist. – ſou« Kriegsflotte. – G-ÄST Brigade
s-ºs Vorrücken. – Cº2-Ak? Carabiner. – fºs
e_g«ſ Schabracke. – J“ Degengehenk, Gürtel. –
Frº- Dolch. – G 22“ Cavallerie. -
- 223
14. Von den Künsten und Wissenschaften.
--> ſe Rechenkunst. – (s“. Wº „f Hydrau
ik – sei es oder -- - Theologie – es
– sº Astronomie. – cs-Wºr“ Arithmetik. – ſee
Fº» schöne Wissenschaften. – - -

15. Von der Astronomie

(-2-F5 - - Sternbeschreibung. – rºt- f“


der auffliegende Geier, d. i. das Sternbild des Ad
lers. – GºSºl Milchstrasse, d. i. der Strohzie
her. – &X-Ä« Jungfrau, d. i. die Aehre. «F
Wassermann. – Jº- zrs Widder (im Thierkreise).
– ºfAX- Sternbild, Gestirn. – J- rº “Äx- Ju
piter. – Gº“ oder GF- Zf? Wage. – „s3s
Venus. – Gº- E-Wendekreis des Krebses. –
>> Lewendekreis
„s- Ä ende es des
des steinbocks.
Steinbocks. – «s. -
- 85- -
der fallende Geier, d. h. das Sternbild der Leyer.
– svo Mond (altd. mane, vgl. Nibelungenl. Vs. 6493.

– -Ä Sonne – vºr aº Erdferne – ºx


fſ-X-99 Comet. –
- --
-
16. Von der Welt und Zeit.
Jvº Jahr. – 230- oder Ä23 23 Neujahr. -

2-4 j- Schaltjahr-– 8.Ju. J* oder Lºr- Jahrs -


.. “-,
- - -
– "... -
224

tag.– Ag? Frühling – vºr- oder Gx- G som


IMET. - Gºrgº oder Gé- Herbst. – L“ oder

GUX««5 Winter. – „2x Jºas Winterjahreszeit.


– e„2é- cU« Schlafzeit. – 8xis Woche (sieben).
/

U-ls &« CS» Nachmittag. – Gº- oder Ä«Glº


Jubeljahr. – „r” J- Mondjahr. – As» ALT ſº
Werktag. – &xºSº Sonntag. – & º2- Montag
– & Cº &« Dienstag. – &-ºfgº Mittwoch. –

& ÄFus sº ºf Freitag. – & Ä&
Donnerstag -

Sonnabend. – E-463 Januar. – & Fºxi- Februar.


- G4-Er März. – sº „ºfſ April. – -ſººº
-

Mai. – ÄJuni. – GR- Juli. – ers August


- Jº- September. Gyſ October – Jºsſ Novem
ber. – „so December.
UÄſ Feuer. – Lſ Was
-

SEIe -rº Schnee. – 24 Sonnenstrahl , Blitz.


– G3, Regen. – rºs oderjs Reif. – fº WOI


ke. – , 24- Wirbelwind. – AUF-Morgen
röthe. – - - - -- - - * -

17. Von den Retigions- und Kirchensachen.


. .
ſex- Gott. – Cº Götze. – sº Ä«s Bisthum.
-
4
"sºrs Engel. – f, Tºrº "sexy Erzengel. –
2:-) Dämon. – G-Cº Taufe.
- -
- sº Atheis -

IY) U1Se - GB“ O- catechesren.ÄS,-s ka –


-

tholisch. – „Béº oder ºgº-Jude. – º-F-“

-
225

So Blasphemie. – Wº U29 Popanz. – SAT Kobola.


ok – "H2) Fasten. – Cé,3 J-s Simonie. – UES
Sze. e_xºrs Feueranbeter. – sºCAs Anbetung. – Cºs. G
* Göttlichkeit. – exº- Ewigkeit. – 83-Wa Hallelu
«.
^
jah. – U 8.43 Altar. – exf Amen. – «LX:
çxºfs Götzendienst. – Lº Götze. – ºrs Götzen
diener. – „ſo )) Götterblut. – Cré –>U- Ze
- lot. – e- &« gess Religionsartikel. – Gº ºsºs
* Glaubensartikel. – «saac Jesus. –
N,


18. Yon den Thieren.

St=d schwarze Krähe. – 83u. Wachtel. –


LXXXJ Storch. –„slº eine Art Geier. – &ärz ëUr
Dohle. – & F.: J“ oder CCWU. Bachstelze –
&Xºººº- oder &A-2S Schwan. – Jºé- /Fs Flie
genschnepfe – aº Gans. – 8x-U Turteltaube.
– - UX- ſY Johanneswurm. – Ur'ſ Kornwurm.
- UëSºº- Wespe. – ºrs Schmetterling e

25 oder &S 2 - Blutigel. – 3 flºgº oder U-«. Schrö


ter. – 2ff Biene. – Uz J„d Wanderraupe. – ELé
flººrº 5 Kröte. – 8 AE Tarantel. – esſe- oder
Jº-Y CSU« Otter. FIGs unausgebildeter im
i ger Frosch oder Krite. sº reinhorn. * U
- E-

Katze. – fº-U“ junger Ochs. – 2-F Bull. –


15
226

&«AAA Eidechse. – Uºx“ Laus. – JU.» Schlange.


– JL9 Jäl« Natterschlange. – 2-JÄrº Camelo
pard. – U2Y Karpfen. – CX5) Gemse. – Ä2? Zie
genbock. – sºs oder Ös oder 852 / -- Thunfisch.
- ECs Frosch. – E)9+-9 Affe. – COg Crocodil.
Alligator. – EC- “s Wachtelhund. – A- „s»sſ
Antilope. J” Lººſ oder 2Äs Hirsch. – G-Y oder
-

ºp»-J“wilder Esel. – U 2-Ä- Haase. – „Mº. -4“ſ


Nilpferd. – AxiT Hyäne. – CO 2 Luchs. – OL&
oder JK OUXs Schakal. – SGé- Schwein. –
GALL• Henne. – EÄT Gluckhenne. – „BUs CC
Windspiel. –

19. Von der Musik.

«„5 Querflöte aus Gerstenrohr. – & F5L5 Bo


geninstrument, unsrer Geige ähnlich. – U2Ägrosse
Pauke. – ÄFT oder C23 Horn. – CCs Harfe.

- rº»U“ Trompete. –*EVA4- kleine Handtrom


mel. – JºWºº“ Panflöte. – Z J* Triller. - ZJ*
E)-9) trillern. – -

20. Verschiedene 7Yörter.


8ſ„D GC- Chausee. – 83Cºf Manifest. – ºr“
GÄs Stutzer. – Ä23 Bahre. – Jxº Sandel
227

holz. – Fuj Wasserfall. – Dj Casse, baares Geld.


– ex J“ Casematte. – „syſoU5 Bankerott. – Jº
J5) Bambus. – „solº Carousell, Ringelrennen. –
– «ºrg” Verzeichniss. – fº-Fºſ CA. Gé- y Ricinusöl.
– U. ſo Ahle, Pfrieme. – 8 WL“Morast, Sumpf.
– U JUs Polster. – „f” sº Grille, Einfall. –
23 Pöbel, Gesindel. – ſ»5ULT Kamper – &WHI
Ohrfeige. – R-Jºu Schulknabe.– CS exé Blase,
Blatter. – G.-- Strauch. – Gg Breite. – FF
Eimer, Sturmfass. – CY3 Schnabel (der Vögel).
– ſº Uséf Feuerbrand. – EC222- Knopfloch. –
>-Cºs Büchse. – sº Busen. – Gºeſ e- Ge
burtsort - z»fexST Bienenhaus. – 2Är Appetit.
– &56-J"U5 93- plötzlicher Tod.– p Stille. –
F&-CH Canal. – & Ft5) Lumpenweib. –=- - oder
Gs 3 Wette. – e->> Knüttel, Stock- - GULºſ».
Salzquelle.– ſº „f Salzwasser. – &eſols Puppe,
Nymphe. – „Sº es Zuckerrohr. – ºys Meu
chelmörder. -rF> Cº-Liebschaft – &«U3 fºs
Traumbuch. – sº ºf“ Capital, Fonds. – ſº Jºſ

Cameelhaar. – Ä29 xas Pfuscher, Flickschneider.


– z.“ Z/* Urmasse, Wirrwarr. – F3 Getöse,
KnaII. – –x-“ Arrest. - (xº- E> Lºſ Weinlese.
– 2 :) Leiter. – ECs Symphonie. – LK Zu
15 *
228

name, Titel. – «X& 2» Amboss. – - /* Reiz. –


(zºº- Freude. – Gas ſºº Telescop. – --- Jº
Hufeisen. – - * Lotterie. – CF- ſº Unsterb
lichkeit. – A 5 Bild. –

21. Bei wört er.

6.26as ungereimt. – &X«UA5 ehrlos, schänd


lich.– Stasv- U5 incorrect.– Uº - oder “º-
mürrisch. – ſaJ“ dürftig, arm. – ZFS- jovial,
lustig. - Fºſ F.- ironisch. – e-X») gerecht. –
CCW lahm. – ST krumm. – exas ST krumm
nasig – JSE s wohlgeboren.–STUs rein, keusch.
- ELs hart, rauh. – „fºr? brüderlich. – Gºº)
hell, glänzend. – 325 hurtig. – «s“A$ analog. –

22. Ze it wört er.


GR, Jººs betteln.

– oUXXcſ glauben.
– hä• den Hals brechen.
– FG- blenden.

– & S vermachen.
- puks in Reimen singen.
- P“ züchtigen.
- Jº CX-3 CCs2 die Farbe verändern.
- ºf“ singen.
- 229

GºYT –A- Cºf.“ s“ zu einem Duell heraus


fordern. -

«- r-F erwärmen, erhitzen.


– «5 miauen, grölen.
- e-ſº- UB stümpern. -

- H2 einen W... fahren lassen.


«- rºrs -- ein Pferd zureiten.
- Glgº Cºxºlº Kabalen machen.
a- MU- salben.

– A-J“ behexen.
– ſeAs zeugen.
– –Ärg” einen Catalog machen.
– USU5 schwatzen.
Geſe» ºs warnen.
– -2é- antworten.
G-5 –xº schlagen, Maulschellen geben.
- - 9 S oder E- ) Cº Stockprügel geben.
– U«X5 athmen.
– EC3 salzen.
– 25) die Kniee beugen.
E)-292 e- sº verfinstern.
– Ué durch die Nase reden.
ED-P245 „KG besinnen, bedenken.
- Gºrs die Stirne runzeln.
G-Aé-- rülpsen.
E)-Awo yſ einlullen, einsingen.
Ex- Sº schneiden, hauen.
230

ex-" u"Wº- zum Abführen nehmcn.


- – Cºyle borgen.
– E.º2 MH- schnupfen.
G-XA-GT prüfen.
G-AxºST FU Schimpfnamen geben.
GX2Y puffen, stossen.
GXS-25 liebkosen.
G-AFI weiden.
G-Ärº stückeln.
G-AxºST J*- & - ſº in Kindesnöthen seyn.
– 2 L 5 º- Tabak rauchen.
ex3D solºs zu Fuss reisen.
– e-ſº-Ets zu Bette gehen.
Gºſ v323U beschneutzen.
Gººſ CX5)rº niederkommen.
GXs-Uz &L=U-J“Us Karten spielen.
E-XANMG schnattern, gackern
Gºgº Zf” abschätzen, taxiren

Redensarten *).
23.

–- G4rº GU- das Leben ist süss. – e-Xcu. 82


zu welcher Zeit. – EC Sº fſ einer von beiden. –

*) Andere Redensarten findet man in Dombay’s Gramma


tik S. 61–67., und Gladwin's Persian Moonshee. Part the third
p. 3–56.
231
„J“ sU“ von Zeit zu Zeit. – ru r-Cº Jº zur
Abendzeit.– GL-3 „º zu allen Zeiten. – „Sº Us
bis wenn? – &k=ÜEC ſo in einem Augenblick.
– Ärº gestern. – Ärº z- gestern morgen. –
Ä. DJ“ F. es kam aus seinem Kopfe. – 09 J9
exeſ es kam in seinen Kopf. – «xx« &A zu wel
chem Ende. – ſexé- „r? ff um Gottes Willen. –
fºr * Jº unter einander, wie Kraut und Rüben.
– Jls exº wie oft? – exS-« ſº -- da ärgert
mich. – 23 x 2 ff zwei in hundert. – CÖsfº
topp! richtig, gut – ſº - fºgº- – ſº es ist

gegen vier Uhr. – JºWS GL95 ſº in einer kurzen


Zeit. –

– sº r- sind sie gesund? – Cº z“


oder CTU-9 z- oder sa z” und U...» Sſ Z/*
wie befinden Sie sich? – ſeX5- „Sº Gott sey ge
lobt. – C. «M« ->U- seid gegrüsst mein Herr. –
U-G- ex- lebe wohl. – aſ G“ UFS fſ wo
Her kommen Sie? – exg-AxºS 83 xas H Wa1"UIM.

haben Sie sich incommodirt? – L>U- GCX- „r?


um Sie zu sehen. – U. CASML0 „rº Sie zu be
suchen. – Cº A U- ſº Wie heissen Sie? –.

r-exº U 2é- U“ Gex - jſ ich freue mich, Sie zu


sehen. – Dºrs GUXiao ich verlangte darnach, Sie
232 -

zu sehen. – A SC- U --- vergessen Sie mich


nicht. – «fſo ex«M. ſº.- Gott erhalte Sie in Frie
den. – „ſo O2> &Z wie befindest du dich? –
exaſ sº.»é- -WS «AA z“A5 PB _9 ºhs Lſ welche
Bücher haben Sie im Persischen gelesen, Verse oder
Prosa? – UKuſ º/S Cººliº e-3 das Fieber hat
mich nicht verlassen. – x A. „ )-AG warte ein we
nig. – Gºsſº-C setzen Sie sich ein wenig –
e-X. 25 85 ſº (s“ ich weiss nicht was ich schrei
ben soll. – E5T &ä3 CXöſ denke nach. –
- - -
Zusätze und Verbesserungen.

(Bei aller Sorgfalt, sind dennoch einige Fehler stehen geblieben.)


Seite 33 Zeile 22 von oben lies: aus den Praepositionen.
34 5 von unten l. ávig.
e
39 11
v. o. 1. O-Ä» und ſex -.
40 v. u. l. S-. –
v. u. l. esp statt espi.
V. u... ESEU« st. ESEv.
v. u. l. Gºa-St« St. Gºa-Fu&
v. u. I. *223 St. Cs” U? /
v. u. fehlt nach walach das finn. sata.
v. u. I. institut. /

v. o. l. Preussischen.
5 v. o. fehlt: Vergl. Ueber einige Demonsrtativ
stämme und ihren Zusammenhang mit verschie
denen Praepositionen und Conjunctionen im Sans
krit und den mit ihm verwandten Sprachen von
Bopp. Berlin 1830. 4.
64 10 V. 0. I. (9.-A.
67 8 v. o. ist nach verwandt noch hinzuzufügen: denn
ſ ist blosse Endung.
89 Z v. o. l. Abwandlung.
1OZ 14 v. o. fehlt (Adverb. temporis)
109 Z v. u. 1. optandi.
128 14 v. u. l. Männer st. Mämmer,
128 6 v. u. 1. saechun.
129 10 v. u. l. E-F«
131 8 v. u. l. E-P'Y
144 8 v. u. l. Zeitworte.

153 Anmerk. Z. 7 v. o. fehlt nach gebraucht: Dies findet auch


im Finnischen statt, wie z. B. Ei ole kahta
ihmistä yhden näköista, es sind nicht zwei Men
schen einander gleich. Vgl. Strahlmanns fin
nische Sprachlehre. St. Petersburg, bei
Iversen 1816. gr. 8.
-

Seite 157 Zeile 4 v. u. l. KS>


169 §. 73. l. Verneinungspartikel
177 §. 82. Z. 13 v. u. 1. Kasside
192 Zeile 3 v. u. . und schläft st nicht schläft"). Hüter").
schlummert *).
– 192 u. 193 sind blos die Zahlen versetzt.
- C -- -
201 No. V. l. Ua soUxc
Ugo - 3 Cº

– 201 – - 1. GUsusſ

Ungleichheiten in der Rechtschreibung, und geringere Fehler, möge der


gütige Leser entschuldigen. Zur Erleichterung des Lesens sind hier und da
die YYörter vocalisirt worden.

I. Wer sich mit den slawischen Sprachen beschäftigen will, dem


rathe ich, zuerst sich mit dem Serbischen bekannt zu machen, da dies
der leichteste Dialect ist. Ueber andere slawische Sprachen wird man
in den genau angeführten Werken hinlänglichen Aufschluss finden. Für
das Russische ist auch sehr brauchbar : Schmidt's russ. Sprachlehre.
Leipzig bei Frohberger 1831. 8. Es wäre überhaupt sehr zu wünschen,
dass sich die Herren Orientalisten mit dem Slawischen beschäf
tigten. In der polnischen und russischen Literatur würden sie ge
wiss für ihre Mühe Entschädigung finden. Man glaube ja nicht, dass
das Slawische so schwer sey, es ist leicht, das Polnische nur aus
genommen. Wer sich vor den Consonanten und der Mühe über
haupt scheut, der rühme sich nicht seines deutschen Fleisses.
II. Da man für einen deutschen Buchstaben hat, so ist es in den WYör
tern, wo die Aussprache angegeben ist, beibehalten worden.