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Anfangskapital

+ Prämien
– Schäden

0
Zeit
«Ruin»

-1

Gewinnmarge 3 Eigenkapital 3 Risikofreudigkeit


Selbstbehalt =
Fluktuationspotential

Selbstbehaltsbestimmung
Theoretische Überlegungen

1 1
Selbstbehaltsbestimmung
Theoretische Überlegungen
Inhalt

1 Bestimmungsfaktoren und Kriterien 3

2 Selbstbehaltsniveau auf Stufe Gesellschaft 4

3 Quantifizierung des absoluten Selbstbehaltsniveaus 6

4 Ein Zahlenbeispiel 8

5 Selbstbehaltsabstufungen 13

6 Selbstbehalt pro was? 16

7 Wahl eines optimalen RV-Programms 17

8 Abschliessende Bemerkungen 18

Anhang 19

2
1 Bestimmungsfaktoren und Kriterien

Die Gesamtheit der Erst- und/oder Rückversicherungsgeschäfte, die ein


Risikoträger akzeptiert, nennt man sein Bruttoportefeuille. Was ihm nach
Weitergabe an andere Risikoträger wie Rückversicherer oder Retrozessionäre
noch verbleibt, ist sein Nettoportefeuille, das heisst das Geschäft auf eigene
Rechnung oder, etwas pauschal ausgedrückt, sein Selbstbehalt.

Welche Risiken wie und in welchem Ausmass brutto zu akzeptieren sind,


ist Gegenstand der (Brutto-)Zeichnungspolitik einer Gesellschaft. Was für
eigene Rechnung verbleibt, wird durch ihre Selbstbehalts- und Rückversiche-
rungspolitik bestimmt. Beide Kriterien hängen insofern zusammen, als der
Rückversicherer die von ihm gewährte Deckung oft von gewissen Rahmen-
bedingungen für das Bruttogeschäft abhängig macht.

Selbstbehaltsniveau und -beschaffenheit werden von verschiedenen gesell-


schaftsexternen und -internen Gegebenheiten beeinflusst. Die Selbstbehalts-
bestimmung ist in der bisherigen Praxis oft mehr eine komplexe, «irrationale»
Angelegenheit und nur ausnahmsweise eine Sache der versicherungsmathema-
tischen Berechnung. Wichtigste Bestimmungsfaktoren sind in Stichworten:
– Solvenzvorschriften
– Zeichnungskapazität
– Kapitalkraft
– unternehmerische Risikobereitschaft
– Gegenalimentsforderungen
– Grossschaden- und Katastrophenschutz
– Resultatsausgleich
– Tradition
– Portefeuillebeschaffenheit
– RV-Markt

Im folgenden beschränken wir uns auf das technische Kriterium des Resul-
tatsausgleichs im Sinne einer Verminderung der Verlustanfälligkeit. Trotz der
erwähnten bisherigen «Irrationalität» der Selbstbehaltsbestimmung scheint
nämlich seitens der Erstversicherung ein wachsendes Interesse für technisch
sinnvoll angesetzte Selbstbehalte zu bestehen.

Die vorliegende Broschüre richtet sich in erster Linie an RV-Marketingleute,


die ihre Kunden bei der Wahl eines angemessenen RV-Programms zu beraten
haben. Sie kann auch für die interne Schulung verwendet und selektiv an
einzelne Kunden abgegeben werden.

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2 Selbstbehaltsniveau auf Stufe Gesellschaft

Pragmatisch lässt sich sagen, dass das absolute Selbstbehaltsniveau einer


Gesellschaft umso tiefer anzusetzen ist, je grösser ihr Rückversicherungs-
bedarf ist. Dieser ist seinerseits in erster Approximation umso grösser,
– je unausgeglichener das Bruttoportefeuille,
– je finanzschwächer die Gesellschaft,
– je grösser die unternehmerische Risikoabneigung.

Das sind ziemlich pauschale Aussagen, die wir fürs erste wie folgt etwas
genauer umschreiben wollen:

Die Unausgeglichenheit des gesamten Bruttoportefeuilles bezieht sich auf die


potentielle Fluktuation des Jahresresultates. Die Selbstbehalte unter den in
Frage kommenden Rückversicherungsprogrammen sind so anzulegen, dass
die im Netto verbleibenden möglichen Resultatsschwankungen für die Ge-
sellschaft tragbar werden. Dabei beschäftigen uns nur die möglichen negati-
ven Resultatsausschläge – gegen zufällige, ausserordentlich hohe Jahresge-
winne braucht man sich ja vom technischen Standpunkt aus nicht rückzu-
versichern (aus Steuergründen kann allerdings ein möglichst gleichmässiges
Resultat erwünschter sein als grosse Gewinnschwankungen). Es stellt sich
hier die Frage, wie Resultatsfluktuationspotentiale zu messen sind. Wir wer-
den darauf im nächsten Abschnitt und insbesondere auch im Rahmen des
Zahlenbeispiels unter Abschnitt 4 näher eingehen.

Unter dem Stichwort «finanzielle Schwäche» einer Gesellschaft könnte man


in Anlehnung an bereits praktizierte Solvabilitätskriterien etwa an das Ver-
hältnis «Nettoprämien : Eigenkapital» denken. Zusätzlich müsste eine solche
Kennzahl allerdings auch von folgenden Grössen abhängig sein: Von der in
den Originalprämien eingebauten Gewinn- bzw. Verlusterwartung, vom Preis
der Rückversicherung und schliesslich (durch die Festsetzung ihres noch
zulässigen Maximums – etwa im Rahmen der EU-Richtlinien) von der Ange-
messenheit der technischen Rückstellungen.

Ob eine Gesellschaft eher konservativ oder risikofreudig ist, hängt damit zu-
sammen, mit welcher Zuversicht oder genauer, mit welcher Wahrscheinlich-
keit das Management bereit ist, «das betriebsnotwendige Eigenkapital» aufs
Spiel zu setzen.

Während auf der einen Seite die drei Grössen «Unausgeglichenheit des Brut-
togeschäftes», «finanzielle Schwäche» und «unternehmerische Risikoabnei-
gung» den Rückversicherungsbedarf charakterisieren, gilt es auf der anderen
Seite, das Kosten/Nutzen-Verhältnis der in Frage kommenden Rückversiche-
rungsprogramme abzuschätzen. In der Praxis ist es nur dann sinnvoll, über
einen Selbstbehalt zu diskutieren, wenn eine entsprechende Rückversicherung
im Markt überhaupt und zudem zu annehmbaren Bedingungen erhältlich ist.

4
Mit anderen Worten: Ein Rückversicherungsarrangement oder vielmehr
-programm nützt umso mehr, je umfassender die Vertragsbedingungen sind,
so dass allfällige Resultatsausschläge möglichst gut abgefangen werden. Dabei
kommt es auf das Kosten/Nutzen-Verhältnis der fraglichen Rückversicherung
an. In allen realistischen Fällen sind die Schwankungen des Nettoresultates
auf die Dauer umso kleiner, je tiefer der Selbstbehalt angesetzt wird. Dem-
entsprechend ist auch der Preis der Rückversicherung höher. Eine Ausnahme
von dieser Regel können allenfalls Verträge mit variablen Prämien bilden.

5
3 Quantifizierung des absoluten Selbstbehaltsniveaus

Hier stellt sich die Frage, wie sich die Grössen «Resultatsschwankung»,
«Rückversicherungsbedarf», «unternehmerische Risikoaversion», «Rückversi-
cherungsnutzen», «Rückversicherungskosten» usw. in der einen oder anderen
Form technisch sinnvoll quantifizieren lassen, und in welchem gegenseitigen
Zusammenhang diese Grössen realistischerweise stehen sollten.

Es gibt hierfür naturgemäss kein universell gültiges Rezept, sondern lediglich


eine Vielzahl risikotheoretischer Modelle, aus denen sich mehr oder weniger
stark voneinander abweichende Regeln der Selbstbehaltsbestimmung ableiten
lassen. Wir halten uns im folgenden an eine einfache «Formel», um eine
einigermassen konsistente Quantifizierung der oben erwähnten Begriffe zu
erklären. Der an der zugrundeliegenden risikotheoretischen Formel interes-
sierte Leser sei an dieser Stelle auf den Anhang (S. 19) verwiesen.

Der Rückversicherungsbedarf, der den Selbstbehalt massgeblich bestimmt,


kann auf den ersten Blick als das Produkt von finanzieller Schwäche, Fluk-
tuationspotential des Bruttoergebnisses und unternehmerischer Risikoaver-
sion aufgefasst werden.

Finanzielle Schwäche: Es ist sofort klar, dass eine isolierte Aussage wie etwa
«Die Gesellschaft hat ein Eigenkapital von 100 Millionen CHF.» nicht weiter-
hilft, da für eine kleine Gesellschaft dieser Betrag sehr viel und für eine grosse
möglicherweise zu wenig sein kann. Um solche Angaben im richtigen Verhält-
nis sehen zu können, braucht es eine Bezugsgrösse wie zum Beispiel die Brut-
toprämie. Die neutralste Bezugsgrösse ist allerdings nicht die kommerzielle
(verdiente, vereinnahmte oder gezeichnete) Prämie, sondern die Brutto-Risi-
koprämie, das heisst die im langjährigen Mittel zu erwartende durchschnitt-
liche Bruttoschadenlast. Dieser sozusagen natürliche Massstab erlaubt es,
Gesellschaften oder Portefeuilles hinsichtlich ihrer Grösse zu vergleichen.
Wir messen also die finanzielle Schwäche mit dem Verhältnis «Brutto-Risiko-
prämie zu Eigenkapital».

Was ist jedoch unter dem Begriff «Eigenkapital» zu verstehen? Das publi-
zierte? Das betriebsnotwendige? Das inklusive stille Reserven effektiv vorhan-
dene oder das im Notfall realisierbare? Eine einfache Antwort darauf lautet:
Eigenkapital ist «das, was die Gesellschaft entsprechend ihrer unternehmeri-
schen Risikoabneigung bereit und imstande ist, im schlimmsten in Betracht
zu ziehenden Szenario aufs Spiel zu setzen». Mit anderen Worten: Was hier
unter dem Titel Eigenkapital einzusetzen ist, bedarf eines Entscheides.

Als nächstes ist das zukünftige Fluktuationspotential des Bruttoresultates zu


quantifizieren oder vielmehr das Ausmass der möglichen negativen Resultats-
ausschläge. Hier ist der übliche Massstab die sogenannte Varianz, das heisst
die im Mittel zu erwartende quadratische Abweichung der Jahresschadenlast
von ihrem langjährigen Durchschnitt. Aber wiederum ist Vorsicht geboten:
eine solche Varianz von sagen wir CHF 20 Mio. mal CHF 20 Mio. kann einer
kleinen Gesellschaft gefährlich werden und ist für grosse Unternehmen unter

6
Umständen ohne weiteres zu verkraften. Wieder ist die richtige Bezugsgrösse
anzugeben; sie lautet: «Brutto-Risikoprämie mal Brutto-Risikoprämie» oder,
wie man auch sagt, «Brutto-Risikoprämie im Quadrat».

Wir können uns ein Bild machen von möglichen zukünftigen Ergebnissen,
indem wir auf vorhandene Statistiken (am einfachsten über Jahresschaden-
lasten, etwas raffinierter über Schadenanzahlen und Einzelschadenbeträge)
zurückgreifen. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass man mit einer unkriti-
schen Vergangenheitsbetrachtung Gefahr läuft, die Varianz zu unterschätzen,
denn in einer sich verändernden Umwelt können die Fluktuationen der Zu-
kunft weit höher sein als die bisher beobachteten. Dazu kommt, dass einer
Gesellschaft, die neu in eine oder mehrere Branchen einsteigt, ein solcher
Blick in die eigene Vergangenheit gar nicht möglich ist, und doch wäre ge-
rade ein solches Unternehmen daran interessiert, sein Fluktuationspotential
zu bestimmen. Hier muss die Varianz mit anderen Mitteln abgeschätzt wer-
den, etwa mit Marktstatistiken – aber auch das nicht blindlings, sondern nur
so weit, als sie für die Zukunft als repräsentativ betrachtet werden können.

Und wie soll man schliesslich die unternehmerische Risikoaversion mit einer
Zahl bemessen? Es wurde bereits angedeutet, dass ein Unternehmer, der sein
Eigenkapital mit grosser Wahrscheinlichkeit aufs Spiel setzt, als risikofreudig
zu bezeichnen ist – ein Unternehmer also mit einer kleinen Risikoabneigung.
Die unternehmerische Risikoaversion ist folglich umso grösser, je kleiner die
vom Management «tolerierte Ruinwahrscheinlichkeit» ist. Dabei ist der von
den Versicherungsmathematikern üblicherweise verwendete Begriff «Ruin»
nicht sehr glücklich, da mit dem Ereignis «Ruin» gemeint ist, dass in einem
Schadenfall die für das fragliche Portefeuille bereitgestellten Mittel «Risiko-
kapital plus akkumulierte Gewinne» nicht ausreichen, diesen Schaden zu
finanzieren. Das bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass deswegen die
ganze Gesellschaft bankrott geht.

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4 Ein Zahlenbeispiel

Geschäftsjahr
Branche 1986 1987 1988 1989 1990 86 – 90

Feuer
Risikoprämie + Loading 700 700 700 700 700 3500
Jahresschaden 600 650 700 550 630 3130
Gewinnmarge 12%

Autokasko
Risikoprämie + Loading 300 300 300 300 300 1500
Jahresschaden 250 300 450 350 270 1620
Gewinnmarge –7%

Total
Risikoprämie + Loading 1000 1000 1000 1000 1000 5000
Jahresschaden 850 950 1150 900 900 4750
Gewinnmarge 5%

Bemerkung: Wir bezeichnen


– mit «Loading» die Prämie abzüglich Kosten und Risikoprämie
– mit «Gewinnmarge» das Verhältnis

durchschnittlicher Gewinn
Risikoprämie

wobei – vorausgesetzt, dass die Statistik repräsentativ ist – «Risikoprämie»


und «durchschnittlicher Jahresschaden» dasselbe sind.

Kommentar Man sieht sofort, dass es sich um ein künstliches Beispiel handelt. Trotzdem
widerspiegelt es einige Gegebenheiten, die manchmal auch in der Wirklich-
keit auftreten, etwa
– eine Branche ist in der Vergangenheit gewinnbringend, die andere negativ
verlaufen;
– eines der fünf Jahre, 1988, war katastrophal für beide Branchen
(z.B. wegen eines Hagelsturmes).

Wir nehmen im folgenden mindestens teilweise an, dass diese Zahlen für die
Zukunft repräsentativ sind, also insbesondere inflationsbereinigt, und versu-
chen, die Selbstbehaltsbestimmung «von oben nach unten», wenn auch nur
andeutungsweise, zu lösen. Wir bestimmen folglich zuerst den Gesamtselbst-
behalt und dann die Selbstbehalte pro Branche. Natürlich müssen hierzu zur
gegebenen Zeit auch Annahmen über die verfügbaren Rückversicherungen
erfolgen.

8
Zunächst zur Quantifizierung dessen, was weiter oben als «Rückversiche-
rungsbedarf» bezeichnet wurde, dem Produkt also aus den drei Faktoren «Re-
sultatsschwankungspotential», «finanzielle Schwäche» und »unternehmerische
Risikoaversion». Zu Beginn muss der richtige Massstab, die «natürliche Geld-
einheit» oder «Risikoprämie» (des Gesamtportefeuilles), festgelegt werden.
Diese beträgt 4750 : 5 = 950, also:

Risikoprämie = 950

Das Resultatsschwankungspotential ergibt sich als Varianz der Jahresschaden-


last, dividiert durch «das Quadrat der Risikoprämie». Als ihren Schätzwert
braucht man

(850–950)2+(950–950)2+(1150–950)2+(900–950)2+(900–950)2
= 0.0152
4 3 950 3 950

also:

Fluktuationspotential = 0.0152

Um ein besseres Gefühl für die praktische Bedeutung dieser Zahl zu bekom-
men, nehmen wir ihre Quadratwurzel (das heisst obenstehende Quadraturen
werden quasi wieder rückgängig gemacht), die 0.123 ergibt. Die einzelnen
Jahresschadenlasten weichen also im Mittel um plus oder minus 12% vom
langjährigen Durchschnitt (den wir mit 950 veranschlagt haben) ab. Das ist
ein beträchtliches Schwankungspotential, verursacht natürlich vor allem
durch das Katastrophenjahr 1988. In der Praxis würde sich sofort die Frage
stellen, inwieweit solche Annahmen realistisch sind, ob es wahrscheinlich ist,
dass ein Sturm wie der im Jahr 1988 alle fünf Jahre passiert, oder ob es sich
nicht um ein viel selteneres Ereignis handelt. Je nachdem wäre dann eine
Korrektur anzubringen. Käme man beispielsweise zum Schluss, dass ein sol-
cher Hagelsturm im Schnitt nur alle neun statt fünf Jahre eintritt, so würde
sich die Schätzung für das Fluktuationspotential auf 0.0095 verringern, wie
auf Seite 11 im Detail ersichtlich wird. In der Praxis tritt natürlich auch oft
der umgekehrte Fall ein, indem der Sturm in der Statistik ganz «fehlt».

Für die Quantifizierung der finanziellen Schwäche müssen wir wissen, wel-
ches Eigenkapital für die gesamte Versicherungsoperation Feuer und Kasko
aufs Spiel gesetzt wird. Nehmen wir an, es seien 200, also etwa 21% der Risi-
koprämie, was in der Grössenordnung den EU-Richtlinien entsprechen
dürfte. Aber Achtung! Es handelt sich hier nicht um genau dasselbe Verhält-
nis: Bei den EU-Richtlinien prüft man die Grösse «publiziertes Eigenkapital
durch Nettoprämie», im vorliegenden Zusammenhang gilt: «Brutto-Risiko-
prämie» dividiert durch «Eigenkapital» (nicht unbedingt das publizierte). Das
ergibt:

finanzielle Schwäche = 950 = 4.75


200

9
Bleibt die Quantifizierung der unternehmerischen Risikoabneigung, die wir
einfachheitshalber von der nachstehenden Tabelle ablesen:

tolerierte Ruinwahrscheinlichkeit 0.1% 0.5% 1% 2% 5% 10%


Risikoabneigung 3.45 2.65 2.30 1.96 1.50 1.15

(Der genaue Zusammenhang zwischen Ruinwahrscheinlichkeit und Risiko-


abneigung ist aus dem mathematischen Anhang ersichtlich.)

Auf den ersten Blick ist schwer zu sagen, was unter einer vernünftigen tole-
rierbaren Ruinwahrscheinlichkeit zu verstehen ist. Das spielt jedoch auch
keine grosse Rolle, da die zweite Zeile, die unternehmerische Risikoabnei-
gung, relativ unempfindlich auf Änderungen der Ruinwahrscheinlichkeit
reagiert. Wir nehmen für unser lllustrationsbeispiel eine tolerierte Ruinwahr-
scheinlichkeit zwischen 1% und 2% an und rechnen dementsprechend mit:

unternehmerische Risikoabneigung = 2.0

Damit lässt sich der Rückversicherungsbedarf durch eine Zahl ausdrücken,


nämlich:

RV-Bedarf = 0.0152 34.75 3 2.0 = 0.144

Diese Zahl muss nun zu den vorhandenen Rückversicherungsmöglichkeiten


in Beziehung gesetzt werden. Etwas präziser ausgedrückt: Dieser RV-Bedarf
stellt lediglich die eine Seite einer Gleichung dar, während auf der anderen
Seite so etwas wie das Kosten/Nutzen-Verhältnis der fraglichen Rückversiche-
rung zu quantifizieren ist. Dabei widerspiegeln sich die Kosten der fraglichen
Rückversicherung als «Brutto-Risikoprämie zu erwartetes Nettoresultat» und
deren Nutzen in der Reduktion der Resultatsschwankungen, das heisst im
Verhältnis «Varianz des Bruttoresultates zu Varianz des Nettoresultates».

Das denkbar einfachste Rückversicherungsprogramm besteht aus einer overall


Quote mit kostengerechter RV-Provision. In diesem Fall wird das Verhältnis
«Risikoprämie zu erwartetes Nettoresultat», also das, was mit den RV-Kosten
zu tun hat, einfach zu «1 geteilt durch Quotenselbstbehalt mal Gewinnmarge»;
der RV-Nutzen hingegen wird zu «1 geteilt durch Quotenselbstbehalt im Qua-
drat». Damit kann nun unsere Gleichung «RV-Bedarf = RV-Nutzen/Kosten-
Verhältnis» in diesem einfachsten Fall auch geschrieben werden als:

Gewinnmarge
Quotenselbstbehalt =
RV-Bedarf

10
Somit erhalten wir in unserem Zahlenbeispiel:

Quotenselbstbehalt = 0.05 = 35%


0.144
Dieses Resultat scheint tief zu sein. Tatsächlich ist die verwendete Regel der
vorgenommenen Approximationen wegen, die mehrheitlich auf der sicheren
Seite liegen, vermutlich sehr konservativ. Allerdings wäre das aufs Spiel ge-
setzte Eigenkapital in den vergangenen fünf Jahren ohne Rückversicherung
bereits einmal zu drei Vierteln konsumiert worden.

Wir ziehen also das berühmte «Underwriting Judgement» zu Rate, indem wir
annehmen, dass ein derartiger Hagelsturm nur alle neun statt fünf Jahre vor-
kommt. Das kann man «statistisch» so erreichen, dass man die Jahre ohne
Hagelsturm doppelt zählt- also den fünf effektiven Jahren noch künstlich vier
normale hinzufügt. Die derart durch «Underwriting Judgement» erweiterte
Statistik sieht dann für das Total so aus:
Jahr Risikoprämie Jahresschaden
+ Loading

1986 1000 850


1987 1000 950
1988 1000 1150
1989 1000 900
1990 1000 900
«1986» 1000 850
«1987» 1000 950
«1989» 1000 900
«1990» 1000 900
«86–90» 9000 8350

also neu:

Risikoprämie = 8350 = 928


9

Gewinnmarge = 9000–8350 = 8%
8350

2 3 f(850–928)2+(950–928)2+ 2 3 (900–928)2g + (1150–928)2


= 0.0095
8 3 928 3 928

Fluktuationspotential = 0.0095

11
928
finanzielle Schwäche = = 4.64
200

RV-Bedarf = 0.0095 3 4.64 32.0 = 0.088

und somit neu für den

Gewinnmarge 0.08
Quotenselbstbehalt = = = 91%
RV-Bedarf 0.088

Nehmen wir an, dass wir uns aufgrund der eben angestellten Rechnungen für
einen overall Quotenselbstbehalt von 75% entschieden haben. Natürlich können
auch noch weitere Varianten gerechnet werden, zum Beispiel ein Hagelsturm
pro sieben Jahre oder eine veränderte tolerierte Ruinwahrscheinlichkeit usw.
Auch gewisse Quervergleiche etwa mit den EU-Richtlinien oder besser noch
mit im Markt üblichen Respektabilitätsmargen sind hier von Nutzen: Wenn
wir in unserem Beispiel davon ausgehen, dass das Eigenkapital von 200 das
publizierte sei und wir zudem einen Kostensatz von 30% annehmen, dann ist
also:

publiziertes Eigenkapital 200


= = 20.5%
Nettoprämien 75% von 143% von 1000

In der Regel entspricht das ungefähr den EU-Richtlinien.

Das ist der einfachste Fall einer Quote mit kostengerechter RV-Provision. Es
wird gemäss Risikotheorie schon um einiges schwieriger im Fall einer Quote
mit einer RV-Provision, die nicht mehr den Originalkosten entspricht. Man
kann sich hier allerdings folgende Faustregel zurechtlegen: «Falls der Gewinn,
respektive der Verlust auf der RV-Provision so und so viel beträgt, muss eine
Änderung des Quotenselbstbehaltes um so und so viel erfolgen.» Wir möch-
ten auf diese «Methode» aber nicht näher eingehen.

12
5 Selbstbehaltsabstufungen

Ist das absolute Selbstbehaltsniveau festgelegt, stellt sich die Frage, wie dieses
allenfalls nach Risikokategorien (Branchen, Subportefeuilles, geographischen
Gebieten) abzustufen ist. Intuitiv leuchtet ein, dass von einer Risikokategorie
um so mehr in Rückversicherung gegeben werden sollte, je grösser das
Schwankungspotential ihres Jahresresultates ist. Umgekehrt wird man von
einer Risikokategorie weniger rückversichern wollen, wenn deren Rückversi-
cherung relativ teuer zu stehen kommt.

Es ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass wir bisher weder beim absolu-
ten noch beim relativen (= nach irgendwelchen Subportefeuilles abgestuften)
Selbstbehalt präzisiert haben, was unter dem Begriff «Selbstbehalt» zu verste-
hen ist. Wir wissen zwar aus der Praxis, was ein Quotenselbstbehalt ist, doch
schon die Bedeutung zum Beispiel der Priorität eines Schadenexzedentenver-
trages ist nicht mehr klar definiert. Ist ein Selbstbehalt pro Police, pro Risiko
oder pro Ereignis zu verstehen (wobei wir einmal annehmen, das «Risiko»
bzw. «Ereignis» sei unmissverständlich definiert)? Und was bedeutet schliess-
lich der Selbstbehalt unter einem ganzen Rückversicherungsprogramm?

Dazu im nächsten Kapitel einige (unvollständige) Bemerkungen. Hier wollen


wir zunächst auf obiges Zahlenbeispiel zurückkommen und uns folgende
Frage stellen:

«Nun gut, der overall Quotenselbstbehalt ist auf 75% festgelegt worden;
heisst das nun, dass man in jeder der beiden Sparten unter einer Quote je
75% halten soll, oder wäre es – gemäss einem noch zu spezifizierenden Krite-
rium – besser, in einer Sparte mehr und in der anderen dafür umso weniger
zu laufen?»

Eine Antwort (gemäss unserem «primitivsten» Risikomodell) lautet: «Die


Abstufung des Selbstbehaltes soll proportional zum RV-Preis und umgekehrt
proportional zum Fluktuationspotential der einzelnen Branche sein» (siehe
Anhang, letzte Zeile).

13
Um die oben erwähnte Faustregel anzuwenden, brauchen wir separate Vari-
anzschätzungen für beide Branchen: Wir rechnen wieder mit einer künstlich
erweiterten neunjährigen Statistik, also zum Beispiel mit:
Jahresschaden
Jahr Feuer Kasko Total

1986 600 250 850


1987 650 300 950
1988 700 450 1150
1989 550 350 900
1990 630 270 900
«1986» 600 250 850
«1987» 650 300 950
«1989» 550 350 900
«1990» 630 270 900
Risikoprämie 618 310 928

Somit erhalten wir Varianzschätzungen für:

Feuer

2 3 f(600–618)2+(650–618)2+(550–618)2+(630–618)2g +(700–618)2
= 2369
8

Kasko

2 3 f(250–310)2+(300–310)2+(350–310)2+(270–310)2g+(450–310)2
= 4175
8

Nach dieser Beurteilung trägt das Kaskogeschäft mehr zur Schwankung bei
als das Feuergeschäft, hingegen nichts zum Gewinn. Ein Verzicht auf Kasko
würde deshalb nicht nur die Schwankung reduzieren, sondern auch den Ge-
winn erhöhen. Wenn so drastische Sanierungsmassnahmen aber praktisch
ausgeschlossen sind, bleibt nur die Rückversicherung als Mittel zur Schwan-
kungsreduktion. In welcher Branche mehr Rückversicherung gekauft werden
soll und in welcher weniger, hängt vom Rückversicherungspreis ab. Gehen
wir von 7% in Feuer und 10% in Kasko aus (was einer durchschnittlichen
Marge von 8% entspricht), dann gilt für die Selbstbehaltsabstufung der
Schlüssel «RV-Gewinn bei 100% Quotenabgabe zu Varianzschätzung», also:

0.07 3 700 = 0.0207 für Feuer


2370

0.10 3 300 = 0.0072 für Kasko


4175

14
Das Verhältnis des Feuerselbstbehaltes zum Kaskoselbstbehalt sollte demnach
0.0207 oder rund 3:1 betragen.
0.0072

Man muss jetzt eine Zahl «S» so finden, dass:

2.07 3 S 3 700 + 0.72 3 S 3 300 = 0.75 3 1000

Es resultiert S = 0.45 und somit ein Quotenselbstbehalt von:

in Feuer = 0.45 3 2.07 = 93%

in Kasko = 0.45 3 0.72 = 32%

Über das Gesamtportefeuille gesehen werden wieder genau 25% in Rück-


versicherung gegeben.

Der gewiefte Risikotheoretiker wird nun hier sofort einwenden, dass die so
abgestuften Quotenselbstbehalte, nämlich 93% Feuer und 32% Kasko, wohl
kaum mehr der ursprünglich tolerierten Ruinwahrscheinlichkeit entsprechen,
welche zum overall Quotenselbstbehalt von 75% geführt hat. Vielmehr müsse
man (gemäss der Formel im Anhang) so verfahren, dass bei abgestuften Selbst-
behalten das Verhältnis «erwarteter Nettogewinn zu Varianz der Nettoscha-
denlast» dasselbe bleibt wie bei der overall Quote von 25% (nämlich gleich
dem Verhältnis «unternehmerische Risikoaversion zu Eigenkapital»).

Diese Argumentation stimmt, die entsprechenden Berechnungen sind aller-


dings etwas aufwendiger als die obigen, und man erhält auf diesem Wege –
ohne, dass wir hier auf die Details eingehen – eine bessere Abstufung von
100% Feuer und 65% Kasko. Diese Lösung hat zudem die Eigenschaft, dass
sowohl die Nettoprämien als auch der erwartete Nettogewinn grösser sind als
bei der overall Quote von 25%.

15
6 Selbstbehalt pro was?

Solange wir, wie in Kapitel 4, nur eine Quote über das ganze Geschäft be-
trachten, braucht man sich keine weitergehenden Gedanken darüber zu ma-
chen, was unter «Selbstbehalt» zu verstehen ist. Der Quotenselbstbehalt von
75% bedeutet nicht nur, dass der Erstversicherer von seiner Brutto-Jahres-
schadenlast 75% selber trägt: Auch von jeder einzelnen Police behält er 75%
der Prämie, der Versicherungssumme oder des EML’s (Estimated Maximum
Loss) und trägt von jedem Schaden 75%, gleichgültig, ob es sich um einen
Einzel-, Kumul- oder Katastrophenschaden handelt. Aber schon die «primi-
tive» Festsetzung des Quotenselbstbehaltes pro Branche in Kapitel 5 (93%
für Feuer, 32% für Kasko) deckt eine Schwierigkeit auf: Welchen Anteil
trägt nun ein Erstversicherer an einem Hagelsturmschaden, der Feuer- und
Kaskopolicen gleichzeitig trifft? Noch wesentlich verzwickter wird die Selbst-
behaltsbestimmung, wenn zusätzlich Summenexzedenten ins Spiel kommen.
Überlegungen, die denen in Kapitel 4 und 5 verwandt sind, führen dann zu
Selbstbehalten in Beträgen anstatt in Prozenten, z.B. 500 000 Selbstbehalt
für die Feuerbranche.

Dies bedeutet, dass der Erstversicherer in einem Schadenfall nicht mehr als
500 000 verlieren sollte. Worauf ist aber der Betrag von 500 000 anzuwen-
den? Was geht in einem Schadenfall verloren? Selbstverständlich ein Risiko,
aber was ist das? Behält der Erstversicherer von jeder Versicherungssumme je-
der Police 500 000, so riskiert er möglicherweise zu viel: Man denke etwa an
den Kumul der Werte aus Gebäude, Inhalt und Betriebsunterbrechung, die
durch drei verschiedene Policen gedeckt werden können. Während ein sol-
cher Kumul an sich noch leicht zu entdecken ist, verlangt die Kumulüberwa-
chung etwa im Fall von Hausratversicherungen in Hochhäusern schon eine
spezielle Infrastruktur des Erstversicherers.

Mit einem Selbstbehalt pro Versicherungssumme riskiert der Erstversicherer


aber möglicherweise auch weniger, als er eigentlich möchte, da ja die gleiche
Feuerpolice mehrere Gebäude an unterschiedlichen Standorten decken kann;
in diesem Fall wäre die Anwendung von 500 000 auf den EML eher geeignet.
Doch auch das hat seine Tücken: Eine gute EML-Schätzung veraltet als Folge
neuer Gefahren und Umweltentwicklungen.

Will der Erstversicherer seinen Schaden auch im Fall einer Naturkatastrophe


(Hagel, Windsturm, Überschwemmung usw.) begrenzen, so interessiert ihn
die Versicherungssumme einer einzelnen Police nicht mehr. Wichtig wird
dann die kumulierte Versicherungssumme in einem ganzen Gebiet und eine
darauf fussende, realistische Katastrophen-EML-Schätzung unter Annahme
wirklichkeitsnaher Szenarien.

16
7 Wahl eines optimalen RV-Programms

Gewisse Grundsätze sind unmittelbar einleuchtend, wie etwa:


– Von zwei RV-Programmen, die gleich viel kosten, ist dasjenige vorzuzie-
hen, welches die Resultatsschwankungen stärker reduziert.
– Von zwei RV-Programmen, die die Resultatsschwankungen gleich stark
reduzieren, wird man wohl das preisgünstigere wählen.

Auch das sind zwei unrealistisch vereinfachende Prinzipien, spielen doch in


der Praxis weitere Kriterien eine Rolle – zum Beispiel die Bonität der Rück-
versicherer.

Sobald das fragliche Rückversicherungsprogramm nicht nur Quoten, sondern


auch andere RV- Formen enthält – und dies ist die Regel –, braucht man na-
turgemäss detailliertere Informationen als die oben skizzierten Jahresstatisti-
ken: Handelt es sich um Summenexzedenten, so muss man etwas wissen über
die Verteilung der versicherten Summen (oder vielmehr der EML’s) und bei
Schadenexzedenten über die Einzelschadenverteilung, beziehungsweise über
die möglichen «Exposures».

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8 Abschliessende Bemerkungen

Wie aus der Praxis bekannt und aus den vorangehenden Überlegungen
ersichtlich, ist die Selbstbehaltsbestimmung eine komplexere Angelegenheit
als etwa die Prämienberechnung oder Reservebemessung.

Die vorliegenden Bemerkungen behandeln die Thematik denn auch nicht


erschöpfend. Wir haben lediglich versucht, einige grundlegende Überlegun-
gen aus der – einseitigen – Sicht des Kriteriums «Resultatsstabilisierung» zu
formulieren.

Auch wollten wir andeuten, dass es zwar kein universelles Rezept für die
Bestimmung von Selbstbehalten gibt, jedoch brauchbare quantitative Über-
legungen, die mindestens als «cross-check» oder Ergänzungen zu anderen
«Selbstbehalts-Berechnungen» dienen können.

Die technisch wichtigste noch verbleibende Frage ist die nach dem Vorgehen,
wenn es sich um ein noch komplizierteres Rückversicherungsprogramm han-
delt. Eine mögliche Antwort darauf lautet: Durch «trial und error» bis fol-
gende Gleichung aufgeht: «Erwarteter Nettogewinn zu Varianz der Net-
toschadenlast ist gleich unternehmerische Risikoaversion zu Eigenkapital».

Schliesslich ist auch noch zu bemerken, dass das bisher Gesagte vor allem für
feste RV- Prämien gedacht war. Bei RV-Programmen mit variablen, also vom
Schadenverlauf abhängigen Prämien, ist das Vorgehen zwar etwas komplizier-
ter, die neu hinzukommenden Schwierigkeiten sind aber nicht unüberwindbar.

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Anhang

1. Zum absoluten Selbstbehaltsproblem

Nach grösstmöglichen Vereinfachungen und Approximationen gilt:


~
E fZg – ln« Var fZg / Var fZg
3 v fZg 3 = -
U 2 E fZg/ E fYg
worin
Z = Bruttojahresschadenlast
U = (betriebsnotwendiges) Eigenkapital
« = tolerierte Ruinwahrscheinlichkeit
-
Y = Nettogewinn : = Gewinn nach Rückversicherung
~
Z = Nettojahresschadenlast
E fZg = Brutto-Risikoprämie = «natürliche Geldeinheit»

bedeuten und unter anderem folgende Interpretationen möglich sind:

E fZg
misst die finanzielle Schwäche der Gesellschaft
U (oder des betrachteten Portefeuilles)

Var fZg
v fZg : = misst das Schwankungspotential des Bruttoresultates
E2 fZg

– ln«
misst die Risikoabneigung
2

-
E fZg/ E fYg misst die Kosten der RV
~
Var fZg / Var fZg misst den Nutzen der RV

Der RV-Bedarf wird durch die linke, das Nutzen/Kosten-Verhältnis durch die
rechte Seite der Gleichung gemessen; der Selbstbehalt steckt in den Grössen
~
Var fZg und E fY-g, wobei letztere auch noch vom RV-Preis abhängt.

2. Zum relativen Selbstbehaltsproblem

Selbstbehalt der Risikokategorie No.j proportional zu


fE fY*jg/ Var fZjg,g

worin Y*j = Resultat des Rückversicherers, wenn 100% der Kategorie No.j
rückversichert werden.

(Nach E. Straub, Non-Life Insurance Mathematics, Springer 1988.)

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