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HEIDENHAIN TNC 114 Manual

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HEIDENHAIN

Im
Betriebsanleitung

HEIDENHAIN TNC 114


Einfahrsteuerung
Inhalts-Übersicht

Seite
1. Lieferumfang und allgemeine Hinweise 4

2. Kurzbeschreibung 4

3. Bedienfeld 4
3.1 Gesamtansicht 4
3.2 Die Tastatur 5

4. mm/ZolI-UmschaItung/Anzeigeschritt 6

5. Die Betriebsarten 6
5.1 Betriebsart ,,Manuell” 6
5.1.1 Bezugspunkt-Festlegung 6
5.1.2 ReferenzmarkenAuswertung 8
5.2 Automatrsches Einfahren der Maschine in Betriebsart ,,Absolutmaß” bzw. ,,Kettenmaß” 9

6. Achsüberwachung während der Positionierung und im Stillstand 10


6.1 Positronrerüberwachung IO
6.2 Stillstandsüberwachung IO

7. Die Werkzeugradius-Korrektur 10

8. Fehler-Diagnose 11

9. Ausgangsbelegung und Hinweise zur Inbetriebnahme 12


9.1 Steuerungs-Rückseite 12
9.2 Netzanschluß 12
9.3 Ausgangsbelegung 13
9.4 Wegmeßsysteme 14
9.5 Maschinenparameter 15
9.6 Interner DIL-Schalter 16

10. Technische Daten 18

11. Anschlußmaße mm/Zoll 19

Bescheinigung des Herstellers


Hiermit wird bescheinigt, daß obiges Gerät in Übereinstimmung mit den Bestrmmungen der AmtsblVfg 1046/1984
funkentstört Ist.
Der Deutschen Bundespost wurde das Inverkehrbringen dieses Gerates angezeigt und die Berechtigung zur
tiberprüfung der Serie auf Ernhaltung der Bestimmungen eingeraumt.

Hinweis:
Wird vom Betreiber das Gerat in erne Anlage eingefügt, muß die gesamte Anlage den obigen Bestimmungen genügen

3
1. Lieferumfang

Lieferumfang
Einfahrsteuerung HEIDENHAIN TNC 114
Dichtung zum Gehäuseeinbau
Betriebsanlertung und Kontrollschein

2. Kurzbeschreibung

Die Steuerung TNC 114 Ist eine Einfahrsteuerung ohne Programmspercher, d h. sie ermöglicht das automatische Posrtlonieren
ohne Speicherung der abgearbeiteten Sätze. Das Anfahren von Werkzeug bzw. Werkstück-Positronen wird wesentlich genauer.
der Bedienungsmann wird entlastet und die Nebenzelten werden verkürzt. Das Ergebnis ist eine höhere Produktivität und
geringerer Ausschuß.
Zusätzlich bietet die TNC 114 folgende Moglichkeiten:
l Bezugspunkt-Festlegung (vier wählbare Bezugspunkte)
l Wiederfinden von Bezugspunkten durch die REF-Einrichtung
l Werkzeugkorrekturen
l mm/Zoll-Umschaltung
Diese Hilfsfunktionen ermöglichen, durch die einfache Bedienung der Steuerung, eine rationelle Fertigung Ihrer Werkstücke
und unterstützen Se bei der Lösung Ihrer Bearbeitungsprobleme.

3. Bedienfeld

3.1 Gesamtansicht
-

REF-Lampen

Anzeigelampe: ,,Posrtionrervorgang läuft”


Jen-Anzeige Anzeige für Eingabewert

Tasten für
-
Eingabewerte
und Achswahl

Bezugspunkt-
~ Tasten

~ Betriebsarten-
Tasten

/
1 ~
L- - Taste zum Abbrechen
Anzeigeschritt-Umschaltung
eines Positioniervorganges

L mm/Zoll-Umschaltung
Ie. Reproduzieren des Bezugspunktes
-~--~ Tastatur für Werkzeugradius-Korrektur

4
3.2 Die Tastatur

Tasten-Kennzeichnung Bedeutung

Zehner-Tastatur zum Eingeben ernes gewünschten Bezugswertes oder Sollwertes

Dezimalpunkt

Taste zur Eingabe des Vorzerchens

Löschtaste für Eingabewerte oder Fehleranzeige

Achstasten mrt Anzergelampen für ,,Posrtroniervorgang lauft”

Tasten zur Bezugspunktwahl

Taste: Betrieb als Positionsanzeige

Taste: Automatisches Positionreren ,,Absolutmaß”

Taste: Automatrsches Posrtronieren ,,Kettenmaß”

Tasten für Werkzeug-Radiuskorrektur

Taste zur ReferenzmarkenAuswertung


(Reproduzieren der Bezugspunkte nach dem Wieder-Einschalten)

Umschaltung ,,mm/Zoll”

0,01/0.005 mm Taste zur Umschaltung des Anzeigeschrittes


.0005/.0002 rnch

STOP-Taste zum Abbrechen eines Positionrervorgangs

5
4. mm/Zoll-Umschaltung / Anzeigeschritt

Umschaltung mm/Zoll
Die TNC 114 kann Positions-Sollwerte und Istwerte in mm oder in Zoll verarbeiten.
Zum Umschalten drent die Taste
Soll die Eingabe der Sollwerte und die Istwert-Anzeige in Zoll erfolgen, dann muß die Taste im gedrückt werden.
Die Lampe unter der Taste leuchtet. Wird in diesem Zustand die Netz-Spannung ausgeschaltet, so wird die m -Taste beim
Wieder-Einschalten automatrsch gesetzt
Die
m -Taste kann ausgeschaltet werden durch erneutes Drücken der Taste. Die Lampe unter der Taste erlrscht und die
TNC 114 arbertet wieder mit mm-Werten.

Umschaltung des Anzeigeschrittes


Der Anzeigeschritt der TNC 114 kann umgeschaltet werden.

Die Umschaltung erfolgt durch Drücken der Taste

0.01/0.005 mm
0.0005/0.0002 rnch

5. Die Betriebsarten

5.1 Betriebsart ,,Manuell”


In dieser Betriebsart kann die Maschine mrt den Handrädern oder mit maschinellem Vorschub positioniert werden.
Dre Steuerung arbertet als Positions-Anzeige.

5.1.1 Bezugspunkt-Festlegung
Durch das Bezugspunkt-Setzen werden den Positionen der Maschinenachsen bestimmte Anzeigewerte zugeordnet
Bel Verwendung der TNC 114 als 3-Achsen-Steuerung besteht ein Bezugspunkt aus drei Koordinatenwetten.

Beispiel :

Dre Fläche A. B und die Oberfläche C des oben dargestellten Werkstücks sollen als Bezugsflächen dienen.
Dazu ist wre folgt zu verfahren.

a) Fläche A antasten + X-lstwert-Anzeige auf Null setzen


Fläche B antasten + Y-lstwert-Anzeige auf Null setzen
Oberfläche C antasten + Z-Istwert-Anzeige auf Null setzen

oder

b) die bekannte Position D antasten, die Istwert-Anzeigen X und Y auf die betreffenden Positionswerte (X = 50; Y = 40)
setzen und anschließend die Oberfläche C antasten und die Istwert-Anzerge der Z-Achse auf Null setzen.

6
MitHilfederTasten~.~,~bzw.~ kann die TNC 114 vier verschiedene Bezugspunkte absperchern. wobei Jeder
Bezugspunkt aus den drei Koordinatenwerten für die Achsen X, Y und Z besteht.

Dies ist bei der Herstellung von Werkstücken vorteilhaft, da sich die Bemaßung elnes Werkstückes auf unterschiedlche
Bezugspunkte beziehen kann. So kann zum Beispiel der Bezugspunkt den Kanten des Werkstückes zugeordnet werden,
Q::
während sich die anderen Bezugspunkte z.B. auf inkremental vermaßte Zentrierpunkte von Bohrungen beziehen.

Beispiel:

Kante A. Kante B, Werkstückoberfläche C

Zentrierpunkt C, Werkstückoberfläche C

Bezugspunkt :: : Zentrierpunkt D, Werkstückoberfläche C


Q
Bezugspunkt Q:: ’ : Zentrierpunkt E, Werkstückoberfläche C

7
Beim Setzen der Bezugspunkte ist nach folgendem Schema vorzugehen:

Betriebsart wählen
IB

Bezugspunkt-Taste m, m, @I oder B drücken

t
Koordinatenwert in die Anzeige für Eingabewerte eingeben

c
Achstaste m ,m oder B drücken

Der in die Anzeige für Eingabewerte etngetrppte Wert erschernt in der Istwert-Anzerge
(der Vorgang wiederholt sich für jede weitere Achse)

Eingegebene Bezugspunkte bleiben auch nach Netz-Ausfall gespeichert und können nach dem
Wieder-Einschalten der TNC 114 reproduziert werden (siehe Kapitel 5.12).

5.1.2 Referenzmarken-Auswertung
Mit dem Ausschalten der TNC 114 oder bei Stromausfall geht die durch das Bezugspunkt-Setzen festgelegte Zuordnung
zwischen den Achs-Postionen und Istwert-Anzeigewerten verloren.
Um ein leichtes Wiederfinden der Bezugspunkte nach einer Stromunterbrechung zu ermöglrchen, haben die Längenmeß-
systeme aller Maschinenachsen Referenzmarken (fest auf dem Maßstab angebracht). Mit der Festlegung eines Bezugspunk-
tes werden auch diesen Referenzmarken bestimmte Anzeigewerte zugeordnet, die sogenannten REF-Werte.

Sollen die Bezugspunkte nach dem Abschalten der Steuerung reproduzierbar sein,
so 1st nach folgendem Schema vorzugehen:

Steuerung einschalten

Referenzmarken In allen drei Achsen überfahren

Bezugspunkte setzen

8
Reproduzieren der Bezugspunkte
-

Einschalten der Netz-Spannung.


Dte Steuerung ist automatsch tn Betnebsart ,,Manuell” ist angewählt. Nach ca. 1.5 sec
springen die Istwert-Anzergen auf jene Positionswerte, die den Meßsystem-Referenzmarken durch die Festlegung des
Bezugspunktes vor der Arbeitsunterbrechung zugeordnet wurden.
Fl::
Schaltet man auf m ,@ oder m um, so werden die Referenzmarken-Posrtionswerte bezüglich dieser Bezugspunkte
angezeigt.

/
t
/ 1
-Taste drücken: Die Istwert-Anzeigen sind gesperrt, die REF-Lampen in den Istwer+Anzeigen leuchten auf.
/

Die Maschinen-Achsen X, Y und Z nacheinander über die Referenzmarken fahren. Die zugehorigen REF-Lampen
erlöschen, die Istwert-Anzeigen beginnen zu zählen und zeigen die Posittonswerte bezüglich der gewählten Bezugspunkte
m,m,moderman.

Die m -Taste sollte eingeschaltet bleiben, da das Leuchten der Lampe unter der Taste m anzeigt, daß bei jedem Setzen
eines Bezugspunktes die REF-Werte (die den Referenzmarken zugeordneten Anzeigewerte) automatisch gespeichert werden
und nach einer Stromunterbrechung durch überfahren der Referenzmarken reproduziert werden können.
Kann jedoch eine Achse nicht über die Referenzmarke gefahren werden, z. B. wegen Kollisionsgefahr zwischen Werkstück und
Werkzeug. dann muß die Taste durch erneutes Drücken ausgeschaltet werden. Dadurch wird die Anzeigen-Sperre
dep
wteder aufgehoben. Dre Istwert-Anzeige zeigt dann rn der Achse, die nicht über die Referenzmarke gefahren wurde. falsche
Positionswerte bezogen auf den Bezugspunkt an. Dieser Bezugspunkt muß neu angetastet werden und kann, nach einer
Stromunterbrechung, nicht mehr reproduziert werden.

5.2 Automatisches Einfahren der Maschine in Betriebsart ,,Absolutmaß” bzw. ,,Kettenmaß”


Zunächst einige Hinwelse zu den Begriffen ,,Absolutmaß” und ,,Kettenmaß”.
Absolutmaße beziehen sich auf den ,,absoluten Bezugspunkt”, während bei Kettenmaßen jeweils die vorhergehende Position
als ,,relativer Bezugspunkt” dient

Absolutmaße Kettenmaße
BeIspIel: (ankrementale Vermaßung)
Beispiel:
r

absoluter absoluter
Bezugspunk1 Bezugspsg ~ 1s ~ 25 _ ,,
1,

‘.=
n

Werkstück Werkstück

i
Die Werkstuck-Ecke links oben Ist der ,,absolute Bezugs- Die Vermaßung erfolgt - ausgehend von der Werkstück-Ecke
punkt” für die Vermaßung. links oben - als Kette.
Dre Maschine Ist auf ein bestimmtes Maß zu verfahren: Die Maschine Ist um ein bestimmtes Maß zu verfahren. Sie
Sie fahrt auf den eingetippten Sollwert entfernt sich vom vorher erretchten Istwert um den einge-
tippten Sollwert.

9
Betriebsart ,,Absolutmaß” Cl.$? oder ,,Kettenmaß” $2 wählen.
Cl
/

Positrons-Sollwert mit der Eingabe-Tastatur In die Anzeige für Eingabewerte eintippen.

An dem externen Potentiometer die richtige Vorschubgeschwindigkeit ernstellen.

Eine der Achs-Tasten m 0Y oder 0 2 drücken, dadurch wrrd die Achse fur den folgenden Arbertsgang ausgewahlt.
Die Anzeige ,,Positronlervorgang läuft” leuchtet auf. Die Maschine verfährt und stoppt automatisch, wenn der Positions-
Sollwert erreicht wird.

Während des Posrtioniervorganges kann bereits ein neuer Sollwert vorgegeben und in der Anzeige für Eingabewerte ange-
zeigt werden. Eine neue Achse kann jedoch erst nach Beendigung des vorhergehenden Positioniervorganges (die Lampe
,,Positioniervorgang läuft” erlischt) angewählt werden.

Die Unterbrechung eines Posrtroniervorganges erfolgt durch Betätigung der m 1’ -Taste. Der Spannungs-Sollwert wird von der
TNC 114 abgeschaltet. Soll der Positionrervorgang fortgesetzt werden, so muß erneut die Achstaste angewählt werden.

Wird ein Kettenmaß-Posrtionrersatz mit der Taste m 1’ unterbrochen, dann wird der momentan
erreichte Posrtlons-lstwert als neuer Kettenmaß-Bezugspunkt für den nächsten Posrtionrersatz
verwendet!

6. Achsüberwachung während der Positionierung und im Stillstand

6.1 Positionierüberwachung
Zu Beginn einer Positronierung wird durch die Steuerung TNC 114 überprüft, ob die Maschine in der richtigen Achse verfahrt
Bei einer falschen Richtung schaltet die Steuerung nach einem Verfahrweg von 180 um den Spannungs-Sollwert ab. In der
Anzeige für Eingabewerte erscheinen u-förmige Symbole (s. Fehler-Diagnose Kap. 8).

6.2 Stillstandsüberwachung
Stillstehende Achsen werden von der TNC 114 uberwacht. Bei einer Posrtronsabwerchung von + 180 um wird der Spannungs-
Sollwert abgeschaltet. In der Anzeige für Eingabewerte erscheinen u-förmige Symbole (s. Fehler-Diagnose Kap. 8).

7. Die Werkzeugradius-Korrektur

Die TNC 114 kann mit Hilfe der Tasten @j,H bzw.m Werkzeugradius-Korrekturen verrechnen
Dazu Ist der Fraserdurchmesser in die TNC 114 einzugeben.

Durchmesser-Wert eingeben mit der Eingabe-Tastatur. Der Durchmesser-Wert erscheint In der Anzeige für EIngabewerte. i

El ’ -Taste drücken. Die Steuerung errechnet sich den Fraserradrus.


und wrrd gespeichert.
Dieser erscheint In der Anzeige für Eingabewerte ~

Beim Arbeiten mtt mehreren Fräsern ist der jeweilrge Radius nach dem Werkzeug-Wechsel ernzuspeichern.
Durch Drücken der ’ -Taste wird der eingespeicherte Fräserradius zum Maß In der Anzeige für Eingabewerte vorzeIchen-
m
nchtrg addiert bzw. durch Drucken der ’ -Taste vorzeichennchtrg subtrahrert. Bei zweimaligem Drucken wrrd jeweils der volle
m
Durchmesser addiert bzw. subtrahiert
10
8. Fehler-Diagnose

Bei Betriebsstörungen gibt die TNC 114 automatisch Fehlermeldungen aus und öffnet gleichzeitig den Kontakt
,,Reglerfreigabe”.

a) Meßsystem ist defekt


Beim Ausfall eines Meßsystems blinkt die zugehörige Istwert-Anzeige, Das NOT AUS Relais fallt ab
Laschen der Meldung:
Netz abschalten; nach Fehlerbeseitigung wieder einschalten.

b) Defekt in der Elektronik


Derartige Fehler meldet die TNC 114 codiert - es leuchtet eine/es leuchten mehrere LEDs über den Bezugspunkt-Tasten.
Löschen der Meldung:
Netz abschalten; erscheint nach erneutem Einschalten die Fehlermeldung wieder, dann muß die TNC 114 zur Reparatur
eingeschickt werden (mrt Angabe der Bezugspunkttasten, über denen dte LEDs leuchten).

c) Fehler der Positionierrichtung


Wird für eine gewählte Positionierrichtung in der falschen Richtung posrtronrert, erfolgt nach 180 um Verfahrweg dte
Abschaltung des Spannungs-Sollwertes. Ebenfalls wrrd der Spannungs-Sollwert In der Strllstandsüberwachung nach einer
Posrtronsabwerchung von + 180 um abgeschaltet. In beiden Fällen erscheinen in der Anzeige für Eingabewerte u-förmige
Symbole.
Löschen der Meldung:
CE-Taste drücken; anschließend neu starten.
9. Ausgangsbelegung und Hinweis zur Inbetriebnahme

Achtung!
l Unter Spannung keine Stecker lösen oder verbinden.

0 Installation
Alle erforderlichen Einbaumaße sind in der Anschlußmaßzeichnung angegeben. Das Gerät muß so angebracht werden, daß
die Anzeigen gut erkennbar sind und die Bedienung des Gerätes bequem und ohne Gefährdung - z.B. durch mechanisch
bewegte Teile, Zuführeinrichtungen usw. - möglich ist. Bei evtl. benachbarten Wärmequellen ist auf die Einhaltung der
zulässigen Arbeitstemperatur zu achten (s. ,,Technrsche Daten”, Kap. 10)

9.1 Steuerungs-Rückseite

X-Achse

Y-Achse

Z-Achse
‘I

Klemmleiste

l3 ” ‘I
.2I -g=== ;;
ib
Netzsrcherungshalter
und Spannungsumschalter

Netzanschlußklemme
!L
9.2 Netzanschluß
Die TNC 114 wrrd über eine Steckklemme an die Netzspannung angeschlossen. Dabei ist darauf zu achten, daß der Schutz-
leiter unbedingt angeschlossen werden muß.

Der Spannungswahlschalter ist bei Auslieferung auf 220/240 V eingestellt. Möglich sind folgende Bereiche:

IOOV- IIOV
12ov- 130v
220 V - 240 V

Zulässige Abweichung von der Normspannung - 15% + 10%.

Folgende Netzsicherungen sind vorgeschrieben:

T 0.5 A lOOV- IIOV


T 0.5 A 12ov- 130v
T 0.25 A 220 V - 240 V

Bitte überprüfen Sre vor jeder Inbetriebnahme Spannungswahl und Sicherung.

12
9.3 Ausgangsbelegung

~Klemmleiste /

f 15 V max. 2 mA

- NOT AUS

Last gegen 0 V:
R B 2.4 k
CS50 nF

negativ

j-q-- Verfahrrichtung
i-.-J
I
I -

-13t--- positiv

Steuern

Betriebsart

Manuell

Achsrelais Z

Achsrelais Y

- 21
Cl- I Achsrelais X

0 : Zentrale Betriebserde (Erdungsschraube)

mit mindestens 6 mm2 Cu mit zentraler Erdung der Maschine


verbinden, ebenso mit dem Antnebsverstärker.

13
9.4 Wegmeßsysteme
Wegmeßsystem-Eingänge
An den Wegmeßsystem-Eingängen der TNC 114 sind HEIDENHAIN-Wegmeßsysteme mit sinusförmigen Ausgangs-Signalen
von 20 um und 40 um Teilungsperrode anzuschließen, z.B. HEIDENHAIN-Längen-Meßsystem LS 303 und LS 603 (Teilungs-
periode 20 um) und HEIDENHAIN-Drehgeber ohne eingebaute Impulsformerstufe (z.B. ROD 450).

Steckerbelegung des Anschlußsteckers für die Wegmeßsysteme

7anschdose
Kontakt- 1 2 5 6 ~7 8 9”
bezeichnung - -
+ I - + + +
Belegung Lampe UL Meßsignal Meßsignal Referenz- Ab-
(O” el.) (90” el.) ~ markensignal schrr-
61 L2 I Ie0 mung
Eingangssignale 5Vk5% für Heidenhain-Längenmeßsysteme und
elektr. Werte ca. 120 mA Drehgeber ohne eingebaute Impulsformerstufe

* Innerer Schrrm an Stift 9


äußerer Schirm an Steckergehäuse
J

14
9.5 Maschinenparameter

Nach dem Einschalten sind die netzausfallsicher gespeicherten Parameter wirksam.


Die Parametereingabe ist nur in der Betriebsart Manuell möglich. Durch Betätigen von 2 Tasten. zuerst Taste und dazu
eine Zifferntaste (0, a oder m ) wird der gewünschte Parameter angewählt.

In der Presetanzeige erscheint die Parameternummer und der Parameterwert Mit der e3 Taste kann der Parameterwert
geändert werden. Dre Parameteranzeige kann ohne Änderung mit der Taste 0 verlassen werden, oder mit netzausfall-
sicherer Übernahme des angezeigten Parameterwertes durch Drücken der Taste

MP 1 .l Zählrrchtung X
MP 1.2 Zählrichtung Y 0 + positiv
1 -f negativ Anwahl. Tasten a + 0
MP 1.3 Zählrichtung Z

MP 2 Achse Y als 0 -Achse gesteuert


Positionsanzeige l 1 -f Positionsanzeige Anwahl: Tasten m + ß

MP 3 0 eingeben Anwahl: Tasten m + m

15
9.6 Interner DIL-Schalter .
Auf der Analogausgangs-Platine befindet sich der interne DIL-Schalter. Die Beschaltung des DIL-Schalters ermöglicht dem
Maschinen-Hersteller das Positionrerverhalten der Maschine einzustellen.

Achtung

Einstellungen am internen DIL-Schalter sind ausschließlich vom Maschinen-Hersteller vorzunehmen,


da eine unsachgemäße Einstellung zu schweren Schäden an der Maschine führen kann!

Belegung des DIL-Schalters


Schalter /l : kerne Funktion
Schalter /2: Kennlinie der Einfahrrampe
Schalter /3: Kennlinie der Ernfahrrampe
Schalter /4: unipolar/bipolar Analogausgang
Schalter /5: mit/ohne Anfahrspannung bei Start einer Posrtionierung
Schalter /6: ohne/mit Wartezeit 150 ms vor Reglerfreigabe
Schalter /7: immer offen
Schalter /8: Teilungsperiode 20 um/40 um

Beschreibung DIL-Schalter
Die Einfahrkennlinie für das Positionieren kann durch /2 und /3 auf vier unterschiedliche Rampenlängen eingestellt
werden. Die Startrampe ist linear fest eingestellt mit ca. 1 V/20 ms.

Einfahrkennlinie TNC 114

Kurve 2 0.32 0.94 18.44

9.22
Kurve 3 0.16 0.47
Kurve 4 0.8 0.23 4.61

Kurve 1: 12 und 13 geschlossen


Kurve 2: 13 geschlossen
Kurve 3: 12 geschlossen
Kurve 4: 12 und /3 offen

16
l Analogausgang-Umschaltung Schalter 4
Der Analogausgang kann von unipolar auf bipolar geschaltet werden
unipolar: 14 geschlossen
bipolar: /4 offen

l Anfahrspannung bei Start einer Positionierung Schalter 5


Mit DIL-Schalter /5 kann für Maschinen mit mechanischem Kupplungshebel für den Start einer Positionierung eine
Anfahrspannung von ca. 300 mV eingeschaltet werden.
Die Anfahrspannung wird für eine Verfahrstrecke von 200 um ausgegeben. Dies dient zum Überprüfen der Verfahrrichtung
und der Achse. Bet falscher Verfahrrichtung wird die Positronierung abgebrochen, bei richtiger Verfahrrichtung wrrd die
Posrtionierung mit eingestelltem Vorschub fortgesetzt.
Bei Maschinen mit automatischer Achsumschaltung wird die Anfahrspannung nicht benötigt.
mit Anfahrspannung: /5 geschlossen
ohne Anfahrspannung: 15 offen

l Wartezeit 150 ms vor Reglerfreigabe Schalter 6


Mit DIL-Schalter /6 kann eine Wartezeit von 150 ms zwischen der Ausgabe von Achse + Richtung und Regler-freigabe +
Analogspannung eingeschaltet werden. Die Wartezeit wird benötigt, damit die Kupplung der ausgewählten Achse in Eingriff
kommt, bevor die Analogspannung ausgegeben wird.
ohne Wartezeit: /6 geschlossen
mit Wartezeit: /6 offen

l Schalter 7
diesen Kontakt Immer offen halten

l Teilungsperiode, Schalter 8
20 um + Kontakt offen
40 um -f Kontakt geschlossen

BeIspiel: Schaltereinstellung

obige Schaltereinstellung entspricht folgendem Zustand:

- Kennlinie 1
- Ausgangsspannung unipolar
- Anfahrspannung nicht ausgeben
- Wartzeit 150 ms
- Meßsystem 20 um

17
10. Technische Daten

Steuerungsart 3-Achsen-Einfahrsteuerung für Zentralantrieb


2 Anzeige-Felder 7112.Dekaden-Anzeige für Positrons-lstwert X. Y. Z
8-stellige Anzeige für EIngabewerte
Eingabefeinheit bzw. Anzeigeschritt 0.01 mm/0,005 mm
bzw.
0.0005 z011/0,0002 Zoll
Sollwert-Eingang Spannungserngang ,,Vorschubgeschwindigkeit”,
geregelte Gleichspannung 0 bis +12 V.

Sollwert-Ausgang Analogspannung 0 brs +12 V


Belastbarkeit gegen 0 V
R L 2.4 k0hm. C I 50 uF
Steuerungs-Schaltausgänge Kontaktbelastung
48 VfO.3 A-IO.5 A
max. Schaltleistung 10 W
Arbeitskontakte Achsfreigaben X, Y. Z
Arbertskontakte Reglerfreigabe. NOT AUS
Umschaltkontakt Verfahrrichtung
Umschaltkontakt Betriebsart
Wegmeßsystem-Eingänge für ankrementale HEIDENHAIN-Längenmeßsysteme und -Drehgeber
(zwei um 90“ el. verschobene Photoelementen-Sinussignale und Referenzsignal.
20 oder 40 um Teilungsperiode)
Netzspannung (umschaltbar) 100 V - 110 V/120 V - 130 V/220 V - 240 V
Netzspannungstoleranz jeweils + IO/-15%
Netzfrequenz 48 bis 62 Hz
Netzsicherung 0.5 A träge (100 130 V), 0.25 A träge (220 240 V)
Leistungsaufnahme ca. 28 W
Arbeitstemperatur 0’ bis 45’ C
(max. Umqebungstemperatur)
Lagertemperatur -30° bis 70° C -
Gewicht ca. 5.6 kg

18
11. Anschld3maße mm/Zoli

__- z69;0.2 ~- -+
1059t.M)8"
281 --.. -
1106

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19
HEIDENHAIN
DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH
Dr.-Johannes-Heidenhain-Straße 5
0-83301 Traunreut, Deutschland
@ (08669) 31-0-1 56832
a (08669) 5061

236 789 03 0.2 9/97 S Pnnred an Germany Änderungen vorbehalten

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