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Vorwort

Dieses Buch wurde so verfaßt, daß es sowohl für Therapeuten als auch für medizinisch interessierte Laien als kompakte Einführung in die Lehre der 5 Wandlungsphasen dient.

Auf detaillierte Therapiehinweise und Feinheiten bezüglich Querverbin- dungen der Wandlungsphasen untereinander haben wir deshalb bewußt verzichtet.

Interessierte Therapeuten wenden sich für eine Ausbildung in bioenergeti- scher Ganzheitsmedizin, die die Lehre der 5 Wandlungsphasen in ihrer ganzen Bandbreite beinhaltet, bitte an das International Mediterranean University College - Faculty of Bioenergetic Medicine - Martin Keymer (Adresse siehe Anhang).

Wir haben dieses Buch mit größter Sorgfalt zusammengetragen, gestützt auf unsere jahrzehntelange Erfahrung in der bioenergetischen Ganzheits- medizin.

Die aufgeführten Beispiele, Patientenschicksale und Analogien entspre- chen individuellen Ausgangssituationen. Sollten Sie sich, lieber Leser, in bestimmten Krankheitsverläufen wiederfinden, raten wir Ihnen, einen ent- sprechend ausgebildeten Therapeuten aufzusuchen.

Eine Liste von Therapeuten, die die bioenergetische Ganzheitsmedizin in unserem Sinne praktizieren und an unserem College ausgebildet wurden, finden Sie im Internet unter www.therapeutisches-haus.de.

Martin Keymer Otto von Bressensdorf

Die Geheimnisse der Rhythmik des Lebens und des Universums

Ihre Bedeutung für das Gesundwerden und Gesundbleiben

© Dermatologisches Privatinstitut Martin Keymer GmbH Raiffeisenstr. 1, 24211 Preetz

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, vorbehalten.

Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Dermatologischen Privatinstituts Martin Keymer GmbH reproduziert, in Vorträgen, auch auszugsweise, benutzt oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlaggestaltung:

Redaktion, Satz & Layout: PN Marketing & Solutions, Unterföhring

Martina Weininger, München

Herstellung:

Neue Nieswand Druck GmbH, Kiel

Printed in Germany

ISBN 3-00-014709-8 2. Auflage 2006

Besuchen Sie uns auch im Internet:

www.therapeutisches-haus.de

www.sunballs.de

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I.

Allgemeiner Überblick über die Wandlungsphasen

I.

Das Gesetz der Polarität - Das Leben in der polaren Spannung

II.

Die 5 Wandlungsphasen im jahreszeitlichen Rhythmus

III.

Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

IV.

Die 5 Reaktionsebenen des menschlichen Körpers

V.

Vom Prozeß des Krankwerdens und Gesundwerdens - Naturheilkunde vs. Schulmedizin

VI.

Die Bedeutung der Rhythmik des Lebens im Überblick

VII.

Die Bedeutung der Konstitution und der Sternzeichen - ihre psychischen Aspekte und ernährungsbedingten Abhängigkeiten

VIII.

Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren

IX.

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Farben

X.

Die 5 Wandlungsphasen in bezug zu den Wirbelsegmenten .

XI.

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane, Zähne, Tonsillen, Nasennebenhöhlen

XII.

Die Zuordnung körperlicher Symptome und Schmerzbilder zu den 5 Wandlungsphasen

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XIII. Die Aufgabenbereiche der einzelnen Wandlungsphasen in bezug zum Jahresrhythmus

Sommer - Feuerzeit - Steuerzeit Spätsommer - Erdezeit - Stoffwechselzeit Herbst - Metallzeit - Schleimhautzeit Winter - Wasserzeit - Zeit der Körperflüssigkeiten Frühjahr - Holzzeit - Entgiftungszeit

XIV. Die besondere Bedeutung der Fastenzeit

II. Die 5 Wandlungsphasen im einzelnen

XV. Die Wandlungsphase Feuer

XVI. Die Wandlungsphase Erde

XVII. Die Wandlungsphase Metall

XVIII. Die Wandlungsphase Wasser

XIX. Die Wandlungsphase Holz

XX. Die Lebensenergie, das Chi

Schlußwort

Verzeichnis der Abbildungen

Abb. 1

Die Wandlungsphasen im jahreszeitlichen Rhythmus

Abb. 2

Die Organuhr

Abb. 3

Die 5 Reaktionsebenen des Körpers

Abb. 4

Die Zuordnung der Sternzeichen zur 5-Elementen- und Meridian-Lehre

Abb. 5

Die Zuordnung der Chakren zu den Wandlungsphasen

Abb. 6

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Chakren nach Elementen

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Abb. 7

Die 5 Wandlungsphasen und Ihr Bezug zur Farbtherapie

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Abb. 8

Die Wandlungsphasen und ihr Farbbezug zu den Yin-Yang- Anteilen der Meridiane

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Abb. 9

Die Wandlungsphasen in bezug zu den Wirbelsegmenten

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Abb. 10 Die Wandlungsphasen und Meridiane

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Abb. 11 Die Meridianverläufe (am Beispiel Kopf)

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Abb. 12 Ernährungsempfehlungen für die Wandlungsphase Feuer

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Abb. 13 Psychocharakteristika für die Wandlungsphase Feuer

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Abb. 14 Ernährungsempfehlungen für die Wandlungsphase Erde

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Abb. 15 Psychocharakteristika der Wandlungsphase Erde

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Abb. 16 Ernährungsempfehlungen für die Wandlungsphase Metall

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Abb. 17 Psychocharakteristika der Wandlungsphase Metall

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Abb. 18 Ernährungsempfehlungen für die Wandlungsphase Wasser .

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Abb. 19 Psychocharakteristika der Wandlungsphase Wasser

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Abb. 20 Ernährungsempfehlungen für die Wandlungsphase Holz

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Abb. 21 Psychocharakteristika der Wandlungsphase Holz

Anhang

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Die Autoren

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Literaturverzeichnis

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Glossar

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Stichwortverzeichnis

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Die Produkte aus dem Therapeutischen Haus

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Bezugsadressen

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Einleitung

8 Einleitung Alles ist Schwingung. Alles wirkt in allem und wirkt auf alles.

Alles ist Schwingung. Alles wirkt in allem und wirkt auf alles.

Einleitung

Einleitung

D er menschliche Körper, die Tier- und die Pflanzenwelt bestehen scheinbar nur aus Materie. Alle Dinge, die wir fühlen, schmecken, sehen und/oder hören, bestehen scheinbar nur aus Materie. Der

Schein trügt jedoch: Das, was wir als „Materie“ bezeichnen, ist letztendlich nichts anderes als verdichtete Energie.

Wie kommt das? Jede Materie besteht aus Bausteinen, den Molekülen, die wiederum aus Atomen bestehen, den kleinsten Bausteinen der Materie. Und woraus bestehen die Atome mit ihrem Atomkern und ihren Elektronen? Hier gibt uns die Physik, genauer gesagt die Quantenphysik, die verblüffende Antwort: Die Atome bestehen aus nichts anderem als aus verdichteter Energie, den sogenannten Quanten. Schon das kleinste Wasserstoffmolekül besteht aus ca. 1 Milliarde Quanten. Und diese Quanten sind keine Materie, sondern reine Energie. Atome sind also nichts anderes als verdichtete Energie und keine Materie mehr. Somit bestehen alle Moleküle aus verdichteter Ener- gie. Die Moleküle bilden komplexe Gebilde, die belebt oder unbelebt die sog. Materie in der unendlichen Vielfalt der Schöpfung bilden - die fühl- bare, tastbare, sichtbare, schmeckbare Materie. Das Biblische „Am Anfang war das Wort“ erfährt somit also eine naturwissenschaftliche Bestätigung, denn das Wort ist nichts anderes als Information.

denn das Wort ist nichts anderes als Information. Querschnitt eines Atoms Ein interessantes Zitat von Max

Querschnitt eines Atoms

Ein interessantes Zitat von Max Planck (1927) lautet: „Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält. Da es aber im gesamten Weltall weder eine intelligente noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter die- ser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie.“

Schon Voltaire, der berühmte französische Schriftsteller und Philosoph, sagte einmal: Nichts ist so stark wie eine Idee, für die die Zeit gekommen ist. Wie wahr! Und doch ist es mit keinem materiellen Meßgerät möglich,

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Einleitung

eine Idee zu erfassen oder im streng wissenschaftlich-materiellen Sinn gar nachzuweisen.

Somit setzen sich also alle Wissenschaftszweige, die sich streng naturwis- senschaftlich nennen und sich nur mit der Materie beschäftigen, nur mit einem Milliardstel der Wirklichkeit auseinander! Wollen wir uns mit der Natur, mit der Materie und mit den Einflüssen auf unsere Wirklichkeit beschäftigen, haben wir also eine Milliarde gute Gründe, uns den energe- tischen Wirklichkeiten zu stellen, sie zu beachten und sie in unsere Denkweise zu integrieren. Gerade diese Wirklichkeit ist es, die die Brücke zwischen der westlich rationalen Medizin und der von uns vertretenen bioenergetischen Ganzheitsmedizin baut.

Der betörende Rhythmus des Lebens und der Natur, das stetige Auf und Ab, zeigt uns den ersten, wichtigsten Grundsatz, dem alles unterliegt und dem sich alles unterzuordnen hat:

Alles ist Schwingung. Alles wirkt in allem und wirkt auf alles.

So können wir Menschen mit Hilfe unserer Fähigkeit zu denken und zu entscheiden direkten Einfluß auf unsere Umwelt nehmen - im Guten wie im Bösen. Und doch unterliegen wir letztendlich den Abhängigkeiten, auf die das Universum, der Makrokosmos, reagiert. Wie hoch ist der Preis, den wir Menschen inzwischen für unsere negativen Einflüsse, z. B. hinsichtlich der Umweltverschmutzung, zahlen müssen. Die jährlich zweistellige pro- zentuale Zuwachsrate an chronischen Erkrankungen spricht eine deutliche Sprache. Wie sehr haben wir uns von den natürlichen Rhythmen entfernt, von dem natürlichen Zyklus! Unsere moderne Lebensweise entspricht nicht mehr dem natürlichen Tag- und Nachtrhythmus der Natur. Wie in einer perfiden Logik haben wir uns sogar auch mit unseren Nahrungsmitteln von der Rhythmik der Natur sehr weit entfernt.

Die Zunahme der psychischen Erkrankungen, der psychosomatischen Fehlreaktionen und natürlich auch der körperlichen Erkrankungen sollte uns dazu bewegen, in unserem Denken und unserem Leben eine Änderung zu bewirken und uns auf die natürlichen Rhythmen zurückzubesinnen.

Die Gesetzmäßigkeit „alles wirkt in allem und wirkt auf alles“ erscheint zunächst einmal als ein völlig chaotisches System. Und doch unterliegt die-

Einleitung

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ses Chaos einer sehr tiefgreifenden und übergeordneten Logik und Rhythmik, die schon die alten Ägypter erkannten und die insbesondere in das fernöstliche Gedankengut eingeflossen ist. So ist das Wesen allen Lebens auf unserer Erde die Wandlung, die Bewegung, die Schwingung, der Rhythmus. Dieser Biorhythmus entspricht dem Ordnungsprinzip des Universums und somit auch unseres Lebens.

Die übliche westliche Übersetzung der chinesischen Worte Wu Xing mit 5 Elementen zeigt schon die Problematik der westli- chen Sichtweise mit westlichen Augen. Wu heißt 5, Xing heißt aber nicht Element, sondern steht für gehen, sich bewegen und impliziert somit einen dynamischen Prozeß. Wu-Xing sind also 5 Arten von Prozessen, die untrennbar miteinander verbunden sind. Es geht hier also nicht um 5 ein- zelne Elemente, die statisch in sich selbst abgeschlossen sind, sondern um dynamische Phasen, die in unmittelbarer Beziehung zueinander stehen. Daher verwenden wir nachfolgend weitestgehend den Begriff „5 Wand- lungsphasen“.

weitestgehend den Begriff „5 Wand- lungsphasen“. Die Beachtung dieser 5 Wandlungsphasen in der Einheit

Die Beachtung dieser 5 Wandlungsphasen in der Einheit Körper - Geist - Seele ist der Schlüssel der bioenergetischen Ganzheitsmedizin und zeigt die Polaritäten des Individuums wie ein Spiegel an.

Die Beachtung der Rhythmen dieser 5 Wandlungsphasen, die Zuordnun- gen, die sich durch die individuellen Gegebenheiten logisch und automa- tisch ergeben, eben bio-logisch, bilden fast spielerisch die elementaren Ansätze für eine ursächliche, erfolgreiche Therapie und sind somit Voraussetzung zum Gesundwerden und Gesundbleiben.

Mit diesem Buch möchten wir Ihnen die Rhythmik des Lebens bewußt machen, Ihnen aufzeigen, was die Grundvoraussetzungen zum Gesund- werden und Gesundbleiben sind und wie Sie zu dem natürlichen Lebensrhythmus zurückfinden. Leben und arbeiten Sie in und mit dieser Rhythmik. Sie wird Ihnen helfen, Ihr Leben optimal zu gestalten und Sie in die harmonische Ordnung der Naturgesetze zurückzubringen.

zu gestalten und Sie in die harmonische Ordnung der Naturgesetze zurückzubringen. Martin Keymer Otto von Bressensdorf

Martin Keymer

Otto von Bressensdorf
Otto von Bressensdorf

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Das Gesetz der Polarität

12 Das Gesetz der Polarität Das Wesen des Lebens ist die Wandlung, die Bewegung, die Schwingung,

Das Wesen des Lebens ist die Wandlung, die Bewegung, die Schwingung, der Rhythmus.

Das Gesetz der Polarität

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Teil I

I

Das Gesetz der Polarität - Das Leben in der polaren Spannung

D as zweite wesentliche Grundgesetz zum Verständnis der energeti- schen Vorgänge des Universums ist das Gesetz der Polarität und die Tatsache, daß Leben immer in der Polarität stattfindet. Der

Gegenpol des Nordpols ist der Südpol, der Gegenpol des Tages ist die Nacht, wie der Winter zum Sommer, Leben zum Tod, Mann zu Frau, Vater zu Mutter usw. Die Chinesen drücken diese Polarität als Yin- und Yang- Kraft aus. Als Mutter-Erde-Yin zum Vater-Himmel-Yang. Das Ursymbol hierfür ist die chinesische Monade, die das einfachste und zugleich kom- plexeste Sinnbild für alle irdischen Lebensvorgänge auf allen Ebenen dar- stellt.

alle irdischen Lebensvorgänge auf allen Ebenen dar- stellt. Chinesische Monade Die Monade kennzeichnet das Zusammenspiel

Chinesische Monade

Die Monade kennzeichnet das Zusammenspiel von Yin und Yang und ist das Sinnbild der Polarität, in der alles Leben existiert. Nur diese Gegensätzlichkeit ist es, die durch die polare Spannung Leben ermöglicht.

Die S-förmige Schwingungskurve bildet sich durch ein Ineinandergreifen und Ineinanderschwingen der scheinbar so weit entfernten Pole. Doch zeigt der weiße Punkt im schwarzen Feld und der schwarze Punkt im

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Das Gesetz der Polarität

weißen Feld, daß es kein reines Yin oder kein reines Yang gibt, sondern daß der eine Pol immer den anderen in sich trägt und die beiden untrennbar miteinander verbunden sind. Das Leben trägt immer den Tod in sich, der Tod ist die Voraussetzung des Lebens. So wie jeder Mann auch weibliche Hormone und jede Frau auch männliche Hormone in sich trägt. In dieser Polarität, in diesem Kraftfeld, das ständig in Bewegung ist, entlädt sich die Energie niemals vollständig und erlischt auch nie. Leben ist immer polare Spannung! Auch hier erkennen wir: Alles wirkt in allem und wirkt auf alles.

Was bedeutet dies für das Gesundwerden und Gesundbleiben?

Tatsache ist, daß wir in zunehmendem Maße mit chronischen, kaum mehr austherapierbaren Krankheitsbildern konfrontiert werden. Die Krank- heitsbilder sind vielschichtiger (multimorbider) geworden und vor allem auch therapieresistenter.

Machen wir uns bewußt, daß die regelmäßige, widernatürliche antibioti- sche, antirheumatische, antimykotische Behandlungsweise unserer moder- nen Medizin allein schon durch den Begriff „anti“ dokumentiert ist. Anti- biotisch heißt übersetzt nichts anderes als gegen (anti-) das Leben (bios). Wir sind in zunehmendem Maße durch die Einflüsse der Umwelt und durch unsere „moderne“ Lebensweise blockiert!

Auch der Ansatz vieler naturheilkundlicher Therapeuten, Verfahren und Kuren wie Kochrezepte - wie z. B. an den meisten westlichen Akupunktur- schulen gelehrt - zu verschreiben, greift häufig nicht mehr. Auch die Königin der Naturheilkunde, die Homöopathie, gerät immer häufiger an ihre Grenzen und altbewährte Therapieverfahren, wie beispielsweise die Schröpftherapie, erzielen nicht mehr die erfolgreichen, häufig spontanen Ergebnisse wie vor 20 Jahren.

Was ist passiert?

Die Antwort liegt so nahe: Wir haben uns schon so weit vom Realen und Natürlichen entfernt, daß wir verlernt haben, die Natur zu begreifen und sie in ihrer Realität zu erfassen.

Das Gesetz der Polarität

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Die bioenergetische Ganzheitsmedizin als Ausweg aus der Krise

Was hat die polare Spannung verschoben, was hat innerhalb der polaren Spannung überhand genommen?

Die Nacht verbringen wir in unseren nicht mehr geerdeten Häusern, die durch Stahlbeton und Stahlträger den natürlichen Erdmagnetismus nicht mehr auf uns einwirken lassen. Die Bauweise in unseren Städten, die Asphaltierung unserer städtischen Umgebung, die tiefen Ausgrabungen, um Hochhäuser zu bauen, verändern zudem das natürliche Magnetfeld. Die Hektik (Yang) beginnt damit, rechtzeitig aufzustehen, uns mit Kaffee aufzuputschen, ins Auto zu setzen, um trotz morgendlichen Verkehrsstau rechtzeitig das Büro oder eine sonstige Arbeitsstätte zu erreichen. Die Notwendigkeit, unseren Lebensunterhalt verdienen zu müssen, prägt den Tagesablauf.

Unterbrochen wird dieser Ablauf nur von der hektischen Einnahme des Mittagessens mit vornehmlich toten, denaturierten, zerkochten Nahrungs- mitteln (Yang) in der Kantine. In den Abendstunden kehren wir im Stau wie- der zurück in unsere Wohnung, ver- bringen den Abend mit Abendessen und Fernsehen (Yang), ohne sonderlich weitere bzw. tiefgreifende Kommuni- kation (welche der Yin-Energie ent- sprechen würde). Dies tun wir täglich, über alle Jahreszeiten der Natur hin- weg.

wir täglich, über alle Jahreszeiten der Natur hin- weg. Unsere durch Kommunikationstechnik geprägte Welt (Yang) mit

Unsere durch Kommunikationstechnik geprägte Welt (Yang) mit ihren schier unendlichen Möglichkeiten, weltweit miteinander in Kontakt zu treten, führt dabei zur kommunikationslosen Gesellschaft mit wenig aus- sichtsreichen, positiven Perspektiven für die Zukunft. Wir leben nicht mehr in der ausgeglichenen polaren Spannung zwischen Yin und Yang, sondern in einer völligen Überhandnahme des Yang, das uns aus der Mitte der Polarität führt.

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Das Gesetz der Polarität

Unser Leben wird durch Streß, Hektik, Existenzängste, die Fülle an nega- tiven Nachrichten in den Medien, die Reizüberflutung durch Werbung, Fernsehen und Kommunikationstechniken, die denaturierte Nahrung, die zerkocht oder in der Mikrowelle aufbereitet sogar rein dem Yang-Prinzip entspricht, geprägt. Dabei auftretende Beschwerden wie Kopfschmerzen, die dem Yang entsprechen, werden durch antiphlogistische Maßnahmen (z. B. Schmerztabletten), die ebenfalls im Yang stehen, bekämpft. Ein Teufelskreis: Wir kommen gar nicht mehr aus der Yang-Überflutung her- aus!

Und genau hier ist der Ansatz zu sehen, den wir Ihnen mit diesem Buch geben wollen: Der Keim des universellen Gedankengutes der natürlichen Rhythmik des Lebens muß gestärkt und verbreitet werden. Die Naturheilkunde versucht zwar, Überbrückungen aufzuzeigen und den Keim zu fördern, schafft es aber wegen des mangelnden Verständnisses der Komplexität des vernetzten Fließgleichgewichtes der Natur und der dar- aus resultierenden Naturgesetze häufig auch nicht.

Wir verstehen die 5-Elementen(Wandlungsphasen)-Lehre als den Grund- stock der ganzheitlichen Medizin, die wieder in das Gesamtkonzept „Gesundheit“ integriert werden muß.

Wir müssen lernen, westlich geprägtes lineares Denken zugunsten eines ganzheitlichen, komplexen Denkens in vernetzten Strukturen aufzugeben.

Das Wesen des Lebens ist die Wandlung, die Bewegung, die Schwingung, der Rhythmus.

Der Biorhythmus des Lebens - mit seinen kleinen und großen Lebens- abschnitten - ist das große kosmische universelle Ordnungsprinzip, in dem auch das Kleinste zusammengefaßt und in Beziehung zueinander gebracht wird.

Sehr treffend hat es einmal der berühmte Arzt Dr. Ferdinand Huneke zu seinen Schülern gesagt: „Meine Damen und Herren, vergessen Sie all Ihr Wissen und kommen Sie endlich zum Wesentlichen.“

Und genau dies entspricht den alten überlieferten Weisheiten bis hin zur Lehre der 5 Winde der alten Ägypter. Bei ihnen finden wir eine Synthese von Erkenntnis und Glauben, von wissenschaftlicher Logik und meditati-

Das Gesetz der Polarität

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ver Weisheit.* Dieses Bild entspricht in etwa unserem Wissen vom Wesen der Energie im chemisch-elektrischen Potentialgefälle. Die Lehre verbindet also die materielle und immaterielle Ebene und bildet somit die Basis für die westliche und östliche Denkweise. Elementar ist hierbei:

Nur so kommen wir im Hier und Jetzt wieder zu einer ausgeglichenen Rhythmik der regulativen Funktionsverläufe. Nur so gelingt es uns, die starren Kräfte zu lösen und den Prozeß des Krankwerdens in die Zeit zurückzuverfolgen, in der der Prozeß noch nicht chronisch, sondern akut oder subakut war. Anders ausgedrückt: Der entscheidende Ansatz der Therapie ist hierbei, diese Grundbelastungen in die Hier- und Jetztzeit zurückzuholen und das Vergangene zu bewältigen.

Wir wollen chronisch-starre Kranke in akute, lebendige, im Rhythmus des Lebens schwingende Individuen wandeln - und sie somit auf den Weg zur Gesundung bringen.

Die zwei energetisch strahlenden Kräfte - Yin und Yang - durchfluten uns und haben in sich selbst, in ihrer Polarität, die notwendigen Bildekräfte, die das Bewußtsein - das psychische und das körperliche - wieder in die individuelle Persönlichkeit zurückwandeln können. Und da alles in allem wirkt, wirken wir somit auch auf unsere Umwelt ein.

* Um 2000 v. Chr. wurde die Ägypten sehr nahestehende sumerische Hochkultur durch eine Katastrophe vernichtet. Die überlebenden Einwohner (und mit ihnen ihr Wissen) waren gezwungen, das Land zu verlassen. Es ergab sich eine regelrechte Völkerwanderung, deren Spuren sich noch heute an Gemeinsamkeiten der verschiedenen Sprachen ablesen lassen. Ein Teil der Bevölkerung wandte sich nach Osten und Norden - speziell nach Finnland als neue Heimat. Hier entwickelte sich das eher materialistische Denken. Ein anderer Teil begab sich Richtung Osten und Süden, mit dem Industal als Eckpunkt. Eine weitere Gruppe wan- derte fast geradeaus nach Osten und erreichte China. Bei diesen beiden Gruppen entwickelte sich dann das mehr energetische Weltbild. Vergleichende linguistische Studien haben gezeigt, daß die finnische und die chinesische Sprache, ebenso wie die ungarische, bei eini- gen Lautzeichen Gemeinsamkeiten besitzen. Überdies ist die finnische Sprache eigenständig und überhaupt nicht verwandt mit irgendeiner nordischen Sprache. Gerade die Linguistik ist dazu geeignet, noch heute recht gut den Weg dieser Flüchtlinge zu rekonstruieren. Im Laufe der Zeit wurden diese Gruppen in die einheimische Bevölkerung integriert und mit ihnen auch ihr Wissen. Somit erklärt sich, warum die Lehre der traditionellen chinesischen Medizin, die Lehre von den Meridiansystemen und das Yin-Yang-Prinzip, die Akupunktur und letztlich auch das I-Ging, die chinesische Orakellehre, im 2. vorchristlichen Jahrtausend in China ganz allmählich entstanden ist. Im Grunde handelt es sich um Teile eines umfas- senden Wissensfundus, der in Sumer und in Ägypten vormals seinen Ausgangspunkt hatte.

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Das Gesetz der Polarität

Um es noch einmal zu verdeutlichen: Die großen Anstrengungen der modernen Medizin und der viel gepriesene medizinische Fortschritt wer- den auch im Zeitalter der Gentechnologie und der Transplantations- medizin zum Scheitern verurteilt sein, wenn wir uns in unserer Lebensweise nicht wieder an der Rhythmik der Natur orientieren.

Dies will in keinster Weise bedeuten, daß wir den ganzen Fortschritt ableh- nen, unsere Kommunikationstechniken nicht mehr nutzen und nur noch als Eigenbrötler auf unserer Almwiese leben sollen. Denn die Lösung ist nicht, jetzt nur noch das Yin zu beachten. Vielmehr plädieren wir für einen Aufbruch, die Polarität wieder auszugleichen, zu leben und die Natürlichkeit zu stärken, also alles, was uns Menschen von Mutter Yin gegeben wird: z. B. die Lebensmittel, die Ruhephasen, ja, die Natur selbst.

Jede der 5 Wandlungsphasen beinhaltet in strenger Zuordnung die aus der Akupunktur bekannten Meridiansysteme. Jeder Meridian ist wiederum ein in sich abgeschlossenes System. So gehört z. B. der Nieren-Meridian zur Wandlungsphase Wasser, ebenso wie der Blasenmeridian und das von dem deutschen Arzt Dr. Reinhard Voll entdeckte Lymphgefäß und Allergiegefäß. Alle vier Meridiane bzw. Gefäße zusammen bilden energe- tisch die Struktur der Wandlungsphase Wasser.

Der Meridian beinhaltet nicht nur den Bezug zum Organsystem, z. B. beim Nieren-Meridian zur Niere, beim Blasen-Meridian zur Blase und zum Urogenitalsystem. Auch hier finden wir wieder eine Yin-Yang-Polarität. Zum einen hat der Nieren-Meridian in sich eine vorrangig tragende Yin- Energie, aber er selbst enthält auch eine Yang-Energie. Ihm zugeordnet ist der Blasen-Meridian als sein Yin-Yang-Partner, denn der Blasen-Meridian enthält eine vorrangige Yang-Energie, enthält aber in sich auch die Yin- Energie. Der jeweilige Meridian definiert nun auch die energetische Stellung, wie sie z. B. die Niere im gesamten Fließgleichgewicht des Menschen einnimmt. Somit können wir auch dem Nieren-Meridian eine bestimmte Konstitution, eine psychische und eine geistige Ebene zuord- nen. Das direkt zugeordnete System des Nieren-Meridians ist zunächst einmal der Blasen-Meridian und die nächsten Zuordnungen finden sich im Lymph- und Allergiegefäß. Diese vier bilden, wenn man so will, eine eigene in sich abgeschlossene Familie, nämlich die Wandlungsphase Wasser. Und so findet sich diese strenge Ordnung im scheinbaren Chaos im gesamten Fließgleichgewicht Mensch wieder und zwar in bezug auf jede einzelne Wandlungsphase (siehe auch Kapitel XI).

Die 5 Wandlungsphasen im jahreszeitlichen Rhythmus

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II

Die 5 Wandlungsphasen im jahreszeitlichen Rhythmus

D ie 5 Wandlungsphasen sind voll im zyklischen Naturgeschehen integriert. Jede Wandlungsphase hat in ihrer Jahreszeit höchstei- gene Funktionen. Dies bedeutet, daß die diagnostischen und the-

rapeutischen Aufmerksamkeiten zum richtigen Zeitpunkt auf die entspre- chende Wandlungsphase zu lenken sind und somit in den Mittelpunkt

sämtlicher therapeutischer Maßnahmen rücken. Zu diesem Zeitpunkt durchflutet diese Wandlungsphase und mit ihr die dazugehörigen Meridiane das Maximum der Körperenergie und somit auch das Maximum der Regulations- und Heilungskräfte, die ein lebendes System, wie das Fließgleichgewicht Mensch, in sich trägt.

Das Wichtigste gleich vorab:

Alles, was in dieser Jahreszeit entsteht, ob Krankheit oder Gesundung, ist dynamisch mit dieser Wandlungsphase verknüpft und steht in dieser Zeit im Zentrum der Regulation des Fließgleichgewichtes Mensch. Daher ist die Beachtung der 5 Wandlungsphasen für den bioener- getisch-ganzheitlichen Ansatz auch im täglichen Leben unerläßlich.

Schauen wir uns also das zyklische Naturgeschehen am Beispiel einer Pflanze an. Die einjährige Pflanze durchläuft einmal alle 5 Phasen, ein Baum, wie auch der Mensch, wiederholt diese Phasen Jahr für Jahr (vgl. Abb. 1, S. 21).

Der betörende Rhythmus der Natur existiert entsprechend der klimatisch- kosmischen Situation des jeweiligen Lebensraums bei allen Lebewesen, also nicht nur bei der Pflanze, sondern auch bei Mensch und Tier.

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Die 5 Wandlungsphasen im jahreszeitlichen Rhythmus

Jede Wandlungsphase steht für eine Gruppe von genau definierten Funk- tionszuständen, Qualitäten und Entsprechungen im komplexen Zu- sammenhang kosmischer, irdischer und menschlicher Spiegelungen.

So ist auch hier alles in allem enthalten und wirkt in allem. Jeder Wand- lungsphase können aber exakt bestimmte Spezifitäten zugeordnet werden:

Wahrnehmungen wie Farben, Geschmack (auch Geschmacks- richtung), Gerüche, Laute

Einflüsse wie Himmelsrichtung, klimatische Einflüsse, Erdmagnetismus

kosmische Einflüsse wie Mondphasen und Sternzeichen

Psychocharakteristika und konstitutionelle Einflüsse

Entsprechungen in der Chakralehre, der Farblehre, der Homöopathie, der Phytotherapie und der Edelsteintherapie

Zuordnungen von Organen, Körperflüssigkeiten, Gewebsarten, Wirbelsegmenten, einzelnen Gelenken

Entsprechungen bei Lebensmitteln und bestimmten Ernährungscharakteristika

Aber die Jahreszeit hat die höchste Priorität und entspricht der Rhythmik, auf der die Natur basiert:

Die Zeiträume zwischen den einzelnen Wandlungsphasen, die keiner Wandlungsphase zugeordnet sind, entsprechen Übergangszeiten, in denen die Dominanz der abgelaufenen Wandlungsphase abnimmt und die fol- gende Wandlungsphase zunimmt.

Die 5 Wandlungsphasen im jahreszeitlichen Rhythmus

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Abbildung 1

Die 5 Wandlungsphasen im jahreszeitlichen Rhythmus

Element Feuer

Jahreszeit:

Sommer

jahreszeitlichen Rhythmus Element Feuer Jahreszeit: Sommer Optimale Einnahmezeit: 21. Juni - 30. Juli In der

Optimale Einnahmezeit: 21. Juni - 30. Juli In der Feuerzeit erfährt die Natur ihr höchstes Dasein in Farbe, Form und Blüte.

Element Erde

Jahreszeit:

Spätsommer

Optimale Einnahmezeit: 14. August - 23. September In der Erdezeit werden die Früchte angesetzt, um Fülle zu bringen.

Herbst

werden die Früchte angesetzt, um Fülle zu bringen. Herbst Element Metall Jahreszeit: Optimale Einnahmezeit: 28.

Element Metall

Jahreszeit:

Optimale Einnahmezeit: 28. September - 30. November In der Metallzeit reift die Frucht heran, um sich letzt- endlich im Samen zu verwirklichen. Das welke Blatt stirbt mit dem Ziel zu reifen.

Das welke Blatt stirbt mit dem Ziel zu reifen. Element Wasser Jahreszeit: Winter Optimale Einnahmezeit: 7.

Element Wasser

Jahreszeit:

Winter

Optimale Einnahmezeit: 7. Dezember - 19. Februar Die in das Erdreich entlassenen Keime mit all ihren Informationen und dem Maximum der potentiellen Energie werden durch Quellung und Dipolarisation in ihrem Energiepotential freigesetzt. Es entstehen Sproß und Wurzel.

freigesetzt. Es entstehen Sproß und Wurzel. Element Holz Jahreszeit: Frühling Optimale Einnahmezeit:

Element Holz

Jahreszeit:

Frühling

Optimale Einnahmezeit: 2. März - 3. Juni

Hier entfaltet sich das dynamische Wachsstumsstadium durch Herauswachsen und die Bildung von Blättern und Zweigen.

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Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

Das Leben ist immer polare Spannung von Yin und Yang

Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

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III

Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

D ie 5 Wandlungsphasen entsprechen, wie wir gesehen haben, dem jahreszeitlichen Rhythmus. Im tageszeitlichen Rhythmus (siehe Organuhr, Abbildung 2 auf S. 24) finden wir die 12 führenden

Meridiansysteme, die den einzelnen Wandlungsphasen zuzuordnen sind:

Element Feuer:

Herz-, Dünndarm-Meridian, Kreislauf/Sexus, 3E

Element Erde:

Magen- und Milz-Pankreas-Meridian

Element Metall:

Lungen- und Dickdarm-Meridian

Element Wasser:

Blasen- und Nieren-Meridian

Element Holz:

Gallenblasen- und Leber-Meridian

Wie in der Abbildung 2 dargestellt, zeigt uns der Kreis der 12 Meridiane die Bewegung der täglichen Lebensenergie. Auch hier bedeutet dies, daß jeder der 12 Meridiane innerhalb eines Tages, innerhalb des Energiekreis- laufs eines Lebenstages ca. 2 Stunden maximal von Energie durchströmt wird (= Maximalzeit) und danach in den nächsten Energiemeridian abfließt. Genau 12 Stunden entgegengesetzt finden wir die Minimalzeit. Zu der polaren Spannung fügt sich so der Faktor Zeit als nächste Dimension hinzu.

Die sog. Organuhr entstand durch die Beobachtung des täglichen Energie- kreislaufs. Wir leben mit der Zeit oder besser gesagt, die Zeit lebt eigent- lich mit uns, denn sie ist unabhängig von unserem Zeitempfinden. Stellen Sie sich einmal eine 15minütige Prüfungssituation vor, in der Sie krampf- haft versuchen, Fragen auszuweichen, die Sie nicht beantworten können. Und im Gegensatz dazu an eine 15minütige himmlische Vierhände- Ayurveda-Massage, die Sie genießen. Unser Zeitgefühl reagiert also sehr subjektiv und situationsbezogen. Wir empfinden die biologische Uhr im Sinne von Zeitraum im Gegensatz zur mechanisch-vektorischen Uhr in Sekunde nach Sekunde. Die Umstellung auf die Sommerzeit oder auch der Jetlag der Überseetouristen macht das besonders deutlich. Unser

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Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

Biorhythmus beschert uns ein reales Zeitempfinden gemäß unserer inne- ren biologischen Uhr, die mit dem Zeiger unserer mechanischen Uhr nicht konform geht. Die Monade in Kapitel I zeigt die unendliche Wellenbewe- gung von Tag und Nacht - Nacht und Tag, den unbeirrbaren, betörenden Rhythmus der Lebensmonotonie.

Abbildung 2

Die Organuhr

Abbildung 2 Die Organuhr

Schauen wir uns die Logik dieses Organuhrwerks in einem Tag-Nacht- Rhythmus an.

Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

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Um 3 Uhr morgens geht die Energie des Leber-Meridians (Yin) auf den Lungen-Meridian (Yin) über. Es ist die Zeit, in der die Entgiftung beginnt. Wir beginnen mit dem Aufwachen, der Atem des Lebens durchflutet uns und sammelt die Energien für unser Tagwerk. Wir erklimmen erfrischt den neuen Tag, von der durchlebten Traumwelt der Nacht geprägt und gestärkt.Um 3 Uhr morgens

Schließlich geht um 5 Uhr die Energie des Lungen-Meridians (Yin) auf den Dickdarm-Meridian (Yang) über. Keine Frage: nun Schließlich geht um 5 Uhr ist die beste Zeit der Entleerung gekommen. Stoffwechsel- produkte, die in ist die beste Zeit der Entleerung gekommen. Stoffwechsel- produkte, die in der Nacht angefallen sind, können jetzt via Darm und Harnblase ausgeschieden werden, damit wir den Tag voller Energie begin- nen können. Dies zeigt, wie wichtig die Ausleitung in den frühen Morgen- stunden ist bzw. welche Konsequenzen ein Stau der Ausleitung mit sich bringt. Viele leiden unter Obstipation (Verstopfung) und sind so unfähig, die natürliche Entgiftung des Körpers zu vollziehen.

Und dabei ist es in der Regel so einfach, dieses Problem zu lösen, denn die meisten Obstipationspatienten haben am Tag vorher so wenig getrunken, daß sie dem Körper keine Chance geben - ja, ihn dazu zwingen, die Flüssigkeit aus dem Stuhl herauszuziehen. Die Stuhlmenge wird verringert, wodurch aufgrund von fehlender Masse der entscheidende Impuls für das vegetative Nervensystem fehlt, die Ausscheidung zu bewirken, um die Schlackenstoffe aus dem Körper zu eliminieren. Gerade in dieser Zeit benötigen wir also eine Menge Flüssigkeit. Besonders morgens sollten Sie etwa 1 l vitales Wasser trinken, damit die Toxine sich binden und die Organfunktionsverläufe beschleunigt werden können - aber - und dies in aller Deutlichkeit - keinen Kaffee!

Wer morgens fiebrig auf die erste Tasse Kaffee wartet, um „in Gang zu kommen“, zeigt schon die gravierende Dysfunktion, die er in seiner Rhythmik hat. Der natürliche Wechsel von Vagotonus auf den Sympathikotonus kann nicht ablaufen, die Ausscheidung nicht stattfinden.

Zudem trocknet der Kaffee den Körper noch mehr aus und verhindert daher um so mehr den Ausscheidungsprozeß, der in Gang kommen möch- te. Bedenken Sie: Um einen halben Liter Kaffee in der Flüssigkeitsbalance des Körpers auszugleichen, benötigen Sie schon einen weiteren Liter Wasser - neben allem übrigen Flüssigkeitsbedarf.

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Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

Somit gilt es, das Element Metall mittels Wasser und anderer geeigneter Maßnahmen, wie z.B. einem Wandlungsphasen-Tee*, zu stärken und zu stimulieren.

Denken Sie auch daran, daß Sie schon über das Abatmen ausscheiden kön- nen. Somit heißt die Devise: aufwachen, noch im Bett ein großes Glas Wasser trinken (Tip: Stellen Sie sich bereits abends ein großes Glas Wasser ans Bett oder eine Thermoskanne Metall-Tee*, damit Sie es gleich morgens griffbereit haben), anschließend das Fenster öffnen und mehrfach kräftig durchatmen.

Liegt eine Obstipation vor, sollte man möglichst rasch einen viertelstündi- gen Spaziergang an der frischen Luft, am besten im Wald, machen. Die richtige Atmung bringt den Verdauungstrakt so in Schwung, daß die Obsti- pation in Verbindung mit dem Wasser in der Regel der Vergangenheit angehört und sich diese Patienten von den Altlasten befreien können. Wir könnten Milliarden an Kosten im Krankenwesen einsparen, wenn wir schon hier die richtige Einstellung zu unserer Organuhr hätten.

Laut Statistik erleiden ältere Menschen morgens zwischen 5.30 Uhr und 8.30 Uhr die meisten Schlaganfälle. Der Schlaganfall ist als toxischer Schock des Körpers und als Folge der Austrocknung und der mangelnden natürlichen Entgiftungsfähigkeit zu sehen.

Um 7 Uhr morgens übernimmt der Magen-Meridian (Yang) die Energie des Dickdarm-Meridians (Yang), und es erfolgt 7 Uhr morgens übernimmt der Magen-Meridian (Yang) die Energie des Dickdarm-Meridians (Yang), und es erfolgt der Wechsel des Energiekreislaufs von der Wandlungsphase Metall auf die Wandlungsphase Erde. Die Magensäfte kommen in Gang, die Zeit des Frühstücks ist gekommen. Dies ist aber auch die Zeit, in der wir am leistungsstärksten sind und am besten aufnehmen können. Zu keiner Zeit des Tages können wir so gut lernen und logische Rückschlüsse aus dem Gelernten ziehen. Zu keiner Zeit sind wir körperlich so leistungsfähig.

Dem Magen-Meridian (Yang) folgt der Milz/Pankreas-Meridian (Yin) von 9 Uhr bis 11 Uhr. Jetzt werden die Enzyme und die Katalysatoren der Verdauungsdrüsen produziert. 9 Uhr bis 11 Uhr. Jetzt werden die Enzyme und die Katalysatoren der Verdauungsdrüsen produziert.

* Nähere Informationen zu dem Medizinprodukt „Mehr Kraft für mein Element“, mit dem Sie die entsprechenden Wandlungsphasen stützen können, finden Sie auf S. 204.

Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

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Falls Ihnen Enzympräparate verordnet wurden, sollten Sie sie besonders in dieser Zeit einnehmen, um eine optimale Wirkung zu erreichen.

Die Bauern, die auf dem Lande einen Bauernhof alten Schlages versorgen, machen es richtig. Sie beginnen am frühen Morgen mit der Fütterung der Tiere, danach frühstücken sie und arbeiten auf dem Felde. Die Haupt- arbeit ist gegen 11 Uhr vormittags beendet, und das häusliche frühe Mittagessen bildet den Abschluß dieser Tagesphase.

Um 11 Uhr erfolgt der Energiewechsel zwischen der Wand- lungsphase Erde und der Wandlungsphase Feuer. Sie beginnt mit der Maximalzeit des Herzmeridians innerhalb des Energie- kreislaufs eines Lebenstages bis um 13 Uhr. In dieser Zeit werden die von den Pankreassäften aufgespaltenen Nahrungsmittel in die Zelle geschleust.Um 11 Uhr

Das Herz (Yin) steht also im Zentrum der Zellversorgung. Daher sollten Sie auch gerade in dieser Zeit orthomolekulare Substanzen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) einnehmen. Sie wirken wesentlich schneller und halten länger an. Daher ist es auch sinnvoll, besonders bei Herz- schwäche, eine schonende Mittagsruhe zu halten und sich am besten zu einem kleinen Mittagsschlaf hinzulegen.

Auch sollten Sie das Mittagessen in Ruhe einnehmen, denn das Herz ist ein Yin-Organ. Das Essen sollte somit ein Zentrum der Freude, des An- nehmens, des Sehens und Erkennens sein. Doch gerade hier zeigt sich eine Unsitte unserer Zeit.

Die hastig eingenommene Mahlzeit von toten Nahrungsmitteln in der Kantine, in der Imbißbude oder im Fast-Food-Restaurant ist genauso irr- witzig wie die Unsitte, das Mittagessen für geschäftliche Besprechungen zu nutzen. Typische Folgen von zu schnellem Essen, in Hektik zu sich genom- menen Mahlzeiten, während denen wir abgelenkt sind - sei es durch Fernsehen, vielleicht auch durch ein Telefonat mit dem Handy - sind Depressionen mit Zweifel und Unsicherheiten, Mißtrauen gegenüber Gesprächspartnern und Gedächtnisschwächen. Somit erreichen wir in der Mittagspause nicht die Erholung des Zellstoffwechsels und schon gar nicht den erhofften Erfolg unseres Geschäftsessens.

Um 13 Uhr folgt die Zeit des Dünndarms (Yang). Es ist die Zeit der Gewebshormone und 13 Uhr folgt die Zeit des Dünndarms (Yang). Es ist die Zeit der Gewebshormone und der Enzyme in unserem Körper. Es ist

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Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

die beste Zeit, die Gedanken treiben zu lassen und tiefgehende Gespräche zu führen, die über einen lapidaren Dialog hinausgehen.

Die besondere Bedeutung des Dünndarms ergibt sich aus der Tatsache, daß er die Stoffe, die im Magen noch nicht gespalten wurden, empfängt und verarbeitet. Er extrahiert die Nährstoffe und sendet sie über das Blut zur Leber und zur Milz, die Schlacken- und Abfallstoffe weiter zum Dickdarm, die trüben Flüssigkeiten über das Blut zur Niere und Blase. Irritationen des Dünndarms gehen häufig mit Bauchschmerzen, „Darmgluckern“, Durchfall und/oder Verstopfung einher. Auch die so häufig anzutreffende Mittagsmüdigkeit ist in der Regel auf den Dünndarm zurückzuführen.

ist in der Regel auf den Dünndarm zurückzuführen. Um 15 Uhr wechselt die Energie der Wandlungsphase

Um 15 Uhr wechselt die Energie der Wandlungsphase Feuer auf die Wandlungsphase Wasser. Der Yang-Meridian Blase ist nun der Herrscher der bewegten Flüssigkeiten. Es ist die beste Zeit für die Ausscheidung von Wasser im Körper.

Ihm folgt um 17 Uhr der Yin-Meridian Niere. Es beginnt die phy- siologische Dämmerstunde, die Speicherphase, physisch wie psy- chisch. In dieser Zeit sollten wir in uns gehen und den chaoti- schen Alltag mit seinen Freuden und Wehklagen in unseren Köpfen Revue passieren lassen und unsere innere Betriebsamkeit etwas abschalten, um in uns hineinzuhören. Wir sollten die Kerngedanken des Tages herausarbei- ten und sie verinnerlichen, uns noch einmal mit dem beschäftigen, was an diesem Tag nicht befriedigend gelaufen ist, was besonders schön war und den nächsten Tag und sein Tagwerk durchdenken.Ihm folgt um 17 Uhr

war und den nächsten Tag und sein Tagwerk durchdenken. Dies auch, weil es schließlich um 19

Dies auch, weil es schließlich um 19 Uhr wieder zum Wechsel der Energie auf die Wandlungsphase Feuer kommt und damit auf den Yin-Meridian Kreislauf. Dies ist die Zeit der geistigen Inspiration, die Sie durch die physiologische Dämmerstunde des Nieren-Meridians optimal vorbereitet haben. Das Gelernte, das Erlebte, die Faszination des Tages erfährt nun ihren spirituellen Höhepunkt. Es ist nicht die geschäfti- ge Energie des Tages, es ist die Ruhe der meditativen Energie, die den Tag zu Ende führt und die angespannte Energie des Sympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems), der die Hektik des Tages getragen hat, zur Ruhe kommen läßt.

Dies verdeutlicht, wie wir in unserer chaotischen Yang-geprägten Le- bensweise mit dem Fernsehen und dem um 19 Uhr und/oder 20 Uhr zu

Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

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hörenden Negativ-Bombardement der Nachrichtensender diesem Lebens- rhythmus entgegenwirken. Wenn wir schon Nachrichten hören wollen, dann sollten wir dies nicht ausgerechnet in dieser Zeit tun. Wohltuende Gespräche, gute Musik oder auch ein entspannendes, gutes Buch wirken besser als jede Beruhigungspille. Wohl denen, die es schaffen, vor dem Fernseher einzuschlafen.

Schließlich kommt um 21 Uhr die Zeit des 3-Erwärmers (Yang), und damit das Hormonsystem zum Tragen. Der Körper erholt sich nun durch die tiefgreifende neue Einregulation des Hormon- systems und der gesamten zentralen Regulation über Thalamus, Hypo- thalamus, limbisches System, Epiphyse und Hypophyse. Der Sympathikus mündet nun wieder in den verstärkten Energiefluß des Vagotonus ein, und wir empfinden die wohltuende Müdigkeit, die uns in einen erholsamen Schlaf im Einklang mit dem Hormonsystem und dem parasympathikoto- nen Nervensystem sinken läßt.Schließlich kommt um 21 Uhr

Der 3-Erwärmer steuert die Atmung, die Verdauung, den Urogenital- bereich, den Wärmehaushalt und den Stoffwechsel. Er wirkt auf alle Orga- ne ein und ist, wie der Name schon sagt, in drei Abschnitte (Äste) geteilt:

der obere Erwärmer, der Kopf, Brust und Herz einschließt, reguliert das Wasser im Körper. Der mittlere Erwärmer steht in Bezug zur Verdauung, insbesondere auch zu Magen und Milz. Der untere Erwärmer ist verant- wortlich für die Ausscheidung: Niere, Blase, Dünn- und Dickdarm.

für die Ausscheidung: Niere, Blase, Dünn- und Dickdarm. Um 23 Uhr geht die vitale Energie von

Um 23 Uhr geht die vitale Energie von der Wandlungsphase Feuer auf die Wandlungsphase Holz über. Die Katalysatoren für den Stoffwechsel werden in Bewegung gesetzt. Es ist die Zeit des Gallenblasen-Meridians (Yang).

Um 1 Uhr beginnt die Zeit des Leber-Meridians (Yin). Dies ist auch die Zeit der Energiespeicherung, Zellerneuerung und des potentiellen Wachstums.gesetzt. Es ist die Zeit des Gallenblasen-Meridians (Yang). Alle Entgiftungsvorgänge setzen sich in Gang, die Reinigung

Alle Entgiftungsvorgänge setzen sich in Gang, die Reinigung des Körpers erreicht nun sein Optimum, was die Voraussetzung der Zellerneuerung ist. Gönnen wir dem Körper diese Zeit der Regeneration, indem wir ihn nicht durch Yang-Reize (z. B. Fernsehen) an seiner Erholungsphase hindern.

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Die 5 Wandlungsphasen im tageszeitlichen Rhythmus

Überlassen wir uns den bewußten und unbewußten Traumwelten, die uns physisch wie psychisch regenerieren lassen. Bedenken Sie, daß die schlimmste Art der Folter der Schlafentzug ist. Eine Folter, die sich so viele durch ihr Fernsehschauen bis tief in die Nacht freiwillig täglich aufs Neue antun.

Schließlich beginnen wir um 3 Uhr erneut den Energiewechsel von der Wandlungsphase Holz auf die Wandlungsphase Metall. Jetzt, in der Lungenphase, wachen wir langsam wieder auf und erklimmen den neuen Tag erfrischt und gestärkt und zur Ausscheidung bereit.

wachen wir langsam wieder auf und erklimmen den neuen Tag erfrischt und gestärkt und zur Ausscheidung

Die 5 Reaktionsebenen des menschlichen Körpers

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IV

Die 5 Reaktionsebenen des menschlichen Körpers

U die Bedeutung der 5 Wandlungsphasen im Regulationssystem des

Menschen zu veranschaulichen, ist es wichtig, die Reaktionsebenen

verstehen, mit denen unser Körper auf Belastungen jeglicher Art

reagiert.

m

zu

Jeder von uns ist ein in sich abgeschlossenes Einzelwesen. Wir leben in der Umwelt und wirken auf sie ein - die Umwelt wirkt jedoch auch auf uns ein. Dies bedeutet, daß wir als Individuum unsere Individualität ständig nach außen behalten und behaupten müssen.

Wenn wir uns die Fülle an Faktoren vorstellen, mit denen wir von außen konfrontiert werden, so ist es unglaublich faszinierend, daß das einzelne Individuum als Mikrokosmos in diesem Makrokosmos überhaupt beste- hen kann.

Wir leben als Mikrokosmos im Makrokosmos Erde und bestehen dabei aus dem Makrokosmos Erde. Ein Beispiel hierzu: Wir bestehen zu etwa 70 % aus Wasser. Der Makrokosmos Erde besteht u.a. aus 40 Trillionen Tonnen Wasser und somit umgerechnet ebenfalls aus 70 % Wasser. Ebenso ist natürlich die Erde der Mikrokosmos im Makrokosmos Universum.

Wir sind also der Mikrokosmos des Makrokosmos und der Makrokosmos des Mikrokosmos.

Setzen wir diese Tatsache in Bezug zu den Wandlungsphasen, kommen wir zu folgendem Schluß: Wir leben im Holz und sind das Holz. Wir leben im Metall und sind das Metall. Wir stehen im Feuer und sind das Feuer. Wir schwimmen im Wasser und sind das Wasser.

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Die 5 Reaktionsebenen des menschlichen Körpers

Abbildung 3

Die 5 Reaktionsebenen des Körpers

Absolute Manifestierung des krankhaften Geschehens ca. 99 % der Belastungen werden fil- terähnlich ca. 99
Absolute Manifestierung
des krankhaften Geschehens
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ca. 99 % der
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Die 5 Reaktionsebenen des menschlichen Körpers

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Wir stehen auf der Erde und sind die Erde. Und alles verbindet sich zu der Struktur des individuellen Fließgleichgewichtes, das alle Einflüsse, die von innen und außen kommen, kompensiert. Machen wir uns bewußt, daß wir tagtäglich, ja sekündlich, einem wahren Bombardement von Einflüssen ausgesetzt sind, physisch wie psychisch.

So gilt es zum Beispiel, täglich unbeschadet dem Bombardement der Umweltgifte zu begegnen. Etwa 100 Umweltgifte sind so verbreitet, daß wir uns mit diesen garantiert täglich auseinandersetzen müssen. Darüber hinaus kann jeder von uns täglich mit schätzungsweise 30.000 verschiede- nen Umweltgiften in Berührung kommen. Dazu kommen Pilzsporen, bak- terielle, virale und parasitäre Einflüsse sowie Notprogramme, die das Individuum aktivieren muß, um zu überleben. Die denaturierte „moderne“ Kost, die wir zu uns nehmen, erschwert den Überlebenskampf des Orga- nismus zusätzlich.

Wie kann das Individuum dieses tägliche Bombardement überstehen? Nur, indem es ein streng geordnetes Reaktionssystem hat, das auf den verschie- denen Ebenen fast selbständig arbeitet.

Die 1. Reaktionsebene - die lokale Reaktionsebene

Sie dürfte die wichtigste Abwehrstufe unseres Körpers sein, denn sie arbei- tet im wesentlichen passiv. Die Haut mit den Hautdrüsen und die Schleimhäute bilden eine feste Barriere nach außen und somit eine stabile äußere Schutzhülle. Die wichtigste Barriere dürfte jedoch die Schleimhaut sein, deren Schleime die Toxine mit ihrer uns freundlich gesinnten bakte- riellen Barriere binden können. Billionen dieser Bakterien, mit denen wir in einer echten biologischen Gemeinschaft leben, besetzen die Schleim- häute unseres Körpers und stellen eine schier unüberwindliche Barriere für alle belastenden Stoffe dar. Sie schützen uns auch vor der Ansiedlung krankmachender Keime, Erreger, Pilze, Parasiten etc.

Der Körper unternimmt große Anstrengungen, um diese bakterielle Besiedlung der Schleimhäute zu schützen, zu pflegen und zu versorgen. Mit gutem Grund, denn der Aufwand an vitaler Energie, den der Körper hierfür bereitstellt, ist um ein Vielfaches geringer als er aufwenden müßte, wenn er allen Einflüssen schutzlos ausgesetzt wäre und ständig mit spezi- fischen Immunreaktionen reagieren müßte.

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Die 5 Reaktionsebenen des menschlichen Körpers

Über 99 % aller Belastungen, die den Körper betreffen, werden so durch diese unspezifischen Abwehrzonen eliminiert (denken Sie allein an die 30.000 Umweltgifte täglich) - also schlicht durch die Tatsache, daß der Körper hierauf gar nicht erst zu reagieren braucht, da sie nicht in ihn ein- dringen. Doch auch wenn es einzelnen Belastungen gelingt, diese Barriere zu überwinden, stehen in Haut und Schleimhäuten bereits bestimmte unspezifische Immunkörper parat, um diese eingedrungenen Belastungen sofort unschädlich zu machen.

Die 2. Reaktionsebene - die humorale Reaktionsebene

Wichtig zum Verständnis ist, daß das Funktionieren der 1. Reaktionsebene keine weiteren Reaktionen mehr bedingt. Erst wenn die 1. Reaktionsebene überwunden werden konnte, setzt die 2. Reaktionsebene ein. Reichen die lokalen Abwehrmechanismen nicht aus, kommt es umgehend zur Aktivierung der Körperflüssigkeiten, des Lymphsystems, des Immunsystems und der Gewebshormone, die durch ihre Aktivierung Abwehrmechanismen in Gang setzen, um die Belastung zu eliminieren. Gelingt das, ist das Problem damit bewältigt.

Auch auf dieser Reaktionsebene werden erneut etwa 99 % aller noch vor- handenen Belastungen kompensiert, ohne daß der Körper große Energien einsetzen muß.

Die 3. Reaktionsebene - die Meridianebene

Erst nach Überwindung der 2. Reaktionsebene kommt es zur Aktivierung der 3. Reaktionsebene. Nun wird die Reaktion des Körpers wesentlich systemischer, und es kommt auch zur Aktivierung von Reaktionssystemen, die vom Ort des Geschehens weiter entfernt sind. Im wesentlichen akti- viert sich nun die Meridianenergie in ihrer Gesamtheit, und damit akti- vieren sich alle daran gekoppelten Systeme, also z. B. das System Niere mit seiner Organaktivität und mit seinen weiten Verzweigungen in das Regulationssystem Mensch.

Mit dem Meridian reagiert auch sein Meridianpartner, also bei der Niere der Blasen-Meridian als Yin-Yang-Partner. Gemeinsam versuchen sie, das Problem zu bereinigen. Wenn dies gelingt, ist wieder alles in Ordnung.

Die 5 Reaktionsebenen des menschlichen Körpers

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Die 4. Reaktionsebene - die Reaktionsebene der jeweiligen Wandlungsphasen

Können Meridian und Meridianpartner dieses Problem auch nicht berei- nigen, kommt es zur Aktivierung des gesamten Systems, das innerhalb einer Wandlungsphase zusammengefaßt ist, also z. B. innerhalb der Wand- lungsphase Wasser oder der Wandlungsphase Feuer. Auch hier ist das allei- nige Ziel der Reaktion die Kompensation der Belastung. Gelingt dies, ist alles in Ordnung. Gelingt es nicht, kommt die

5. Reaktionsebene - die Reaktionsebene aller 5 Wandlungsphasen untereinander

zum Tragen. Nun werden auch die übrigen, noch nicht an der Reaktion beteiligten Wandlungsphasen mit in den Reaktionszyklus einbezogen, damit das gesamte Fließgleichgewicht mit all seinen Fähigkeiten und all seinen Kompensations-, Reaktions- und Regulationsmöglichkeiten der Belastung entgegenwirken kann.

Somit stellen die 4. und 5. Reaktionsebene die höchsten Reaktionsebenen unseres Körpers dar, was die Bedeutung der 5 Wandlungsphasen deutlich werden läßt.

Natürlich sind diese einzelnen Reaktionsebenen nicht als statische Ebenen zu verstehen - sie sind alle vielmehr dynamisch miteinander verknüpft. Die Ebenen veranschaulichen jedoch sehr gut die unglaubliche Fähigkeit des Individuums, auf äußere Einflüsse zu reagieren und diese zu regulieren und zu kompensieren.

Bei einer Überforderung des Systems kommt es zu chronischen Be- lastungen und Überlastungen. Gerade in solchen Fällen ist natürlich die Stabilisierung der jeweils überforderten Wandlungsphasen von besonderer Bedeutung. Sind doch gerade sie der Schlüssel, der ein schier unüber- windliches Problem kompensieren kann.

Dies ist auch der Grund, warum die bioenergetische Ganzheitsmedizin, unter Beachtung dieser energetischen Zusammenhänge, auch noch bei Krankheiten helfen kann, die nach allgemeinem schulmedizinischen Ansatz als unheilbar gelten.

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Vom Prozeß des Krankwerdens und Gesundwerdens

Die biologische Medizin zielt auf die Ingangsetzung der Selbstheilungsreaktionen ab und stützt deren Ablauf.

Vom Prozeß des Krankwerdens und Gesundwerdens

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V

Vom Prozeß des Krankwerdens und Gesundwerdens

Naturheilkunde versus Schulmedizin

D ie Logik der 5 Wandlungsphasen bringt Ordnung in die energeti-

schen Abläufe der bioenergetischen Ganzheitsmedizin und ihrer

diagnostischen und therapeutischen Ansätze.

Die Möglichkeit, eine als belastet erkannte spezifische Wandlungsphase mit ihren spezifischen Meridianen bei energetischer Schwäche durch geeignete Maßnahmen zu stützen, ist ein bedeutender Schritt zur wirklich erfolgreichen und nachhaltigen Stabilisierung der biokybernetischen Regelkreise.

Deutlich sei noch einmal darauf hingewiesen, daß es nicht um die unmit- telbare Therapie z. B. der Herz- oder Leberbelastung geht, sondern um die energetische Stabilisierung der Wandlungsphase und ihrer Eingliederung in das Fließgleichgewicht.

Um dies zu verdeutlichen:

Wie bereits schon in Kapitel I dargelegt, leben wir in der heutigen Zeit in einem massiven Yang-Überschuß. Hieran sind nicht nur die Hektik der heutigen Zeit, nicht nur unser stressiges Berufsleben, die Reizüberflutung durch die Medien oder unsere Yang-überschüssige Nahrung schuld, son- dern vor allem auch unser Lebensstil, der uns gar nicht mehr erlaubt, uns Ruhe zu gönnen, uns der Natur zuzuwenden und uns im wahrsten Sinne des Wortes zu erden.

Wenn es im diagnostischen und therapeutischen Ansatz der Schulmedizin im Gegensatz zur Naturheilkunde einen großen Unterschied gibt, dann ist

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Vom Prozeß des Krankwerdens und Gesundwerdens

es der, daß die Schulmedizin symptomorientiert diagnostiziert und thera- piert. Hierbei wird aber ein ehernes Gesetz völlig mißachtet, daß nämlich die Ursachen chronischer Krankheiten zumeist nicht dort liegen, wo die Symptome sind!

Hierbei gilt es zwischen den akuten und chronischen Erkrankungen zu dif- ferenzieren. Um es gleich vorweg zu nehmen: Von dieser Betrachtung ist natürlich die akute Notfallmedizin ausgenommen, denn hier gilt es, z. B. bei einem Herzinfarkt, mit unmittelbaren, lebensrettenden Maßnahmen möglichst rasch, zügig und konsequent lebenserhaltend zu reagieren.

Bei den akuten Erkrankungen ist dies sehr einfach. Man hat sich verkühlt und einen Schnupfen bekommen. Man hat zu lange auf einem kalten Stein gesessen und eine Blasenentzündung bekommen. Hier ist es natürlich rich- tig, Symptom und Ursache in Einklang zu bringen. Wenngleich auch doch nicht so ganz, denn der eine kann länger auf einem kalten Stein sitzen, ohne eine Blasenentzündung zu bekommen, als der andere. Also muß im Vorfeld etwas im Körper sein, das dazu führt, daß der eine anfälliger ist als der andere. Aber das lassen wir bei unserer Betrachtung einmal außen vor.

Fakt ist, daß weit über 85 % aller Erkrankungen chronischer Natur sind, auch wenn uns die akuten Erkrankungen viel bewußter sind. Chronische Erkrankungen laufen nach ganz anderen Gesetzmäßigkeiten ab, vor allem mit einer langen Vorgeschichte. Der Beginn der Erkrankung liegt häufig Monate und Jahre zurück und wird von den Betroffenen meist zunächst nicht bemerkt, weil wir ein „Problem“ erst erkennen, wenn sich Schmerz oder ein anderes Unwohlgefühl bemerkbar macht.

Es ist logisch, daß bei fast allen chronischen Erkrankungen die 4. und 5. Reaktionsebene, wie in Kapitel IV erläutert, mitbeteiligt ist, die Ebene 3 immer.

Ein schönes Beispiel dafür, wie sehr die chronischen Krankheiten aus dem schulmedizinischen Denken ausgeklammert bzw. verdrängt werden, ist das Großklinikum in Aachen. Dieses Klinikum ist eines der modernsten Klinikgebäude in Deutschland, ein gigantischer Komplex, der für die Versorgung des Großraums Aachen mit allem Aufwand gebaut wurde. Kurz vor der Fertigstellung stellte man jedoch fest, daß man ein Klinikum für die Akutmedizin gebaut hatte, und so mußte man noch vor der

Vom Prozeß des Krankwerdens und Gesundwerdens

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Eröffnung mit einem weiteren gigantischen finanziellen Aufwand das neu gebaute Klinikum umbauen, um es den Bedürfnissen der Bevölkerung anzupassen, denn schließlich sind mittlerweile 85 % aller Erkrankungen chronischer Natur. Das hatte man bei der Planung und dem Bau überhaupt nicht berücksichtigt!

Speziell die Beachtung, daß die Ursache chronischer Erkrankungen zu- meist nicht dort ist, wo die Symptome sind und daß chronische Erkran- kungen nicht einfach auf eine Infektion zurückzuführen sind, definiert den Ansatz der Naturheilkunde.

Man kann nicht durch ein Rheumafeld laufen und hat anschließend Rheuma. Rheuma, um ein Beispiel zu nennen, bedarf einer jahre- bis jahr- zehntelangen Fehlentwicklung und Mißachtung von Warnsymptomen, ehe sich diese furchtbar schmerzhafte Krankheit an den Gelenken oder im Gewebe manifestiert.

Die Suche nach den wahren versteckten Ursachen chronischer Erkrankungen ist also ein Hauptansatzpunkt des naturheilkundlichen Denkens.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen der Naturheilkunde und der Schulmedizin ist die Art der Vorgehensweise bei der Erkrankung. Während in der Schulmedizin versucht wird, die Krankheit mit den „Antis“ (Antibiotika, Antiphlogistika etc.) zu bekämpfen, versucht die Naturheilkunde und speziell auch die bioenergetische Ganzheitsmedizin, den Körper zu stimulieren und seine Selbstheilungsreaktionen in Gang zu setzen. Chronisch Kranke sind immer starr, die Selbstheilungsreaktion ist aber ein in Gang gesetzter, sich bewegender Prozeß.

Wichtiger Hinweis für Therapeuten zum großen Unterschied zwischen Ingangsetzung und Ablauf der Selbstheilungsreaktion:

Hierbei befindet sich auch der naturheilkundliche Ansatz in der Falle. Bei der naturheilkundlichen Therapie müssen wir zwischen der Ingangsetzung der Selbstheilungsreaktion und der Selbstheilungsreaktion selbst differen- zieren. Energetisch gesehen ist die Ingangsetzung der Selbstheilungs- reaktion eine Yang-Therapie. Der Ablauf der Selbstheilungsreaktion im Körper entspricht hingegen der Yin-Energie.

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Vom Prozeß des Krankwerdens und Gesundwerdens

Zunächst einmal gilt es, im Körper über die individuellen Notwendig- keiten der Lebensführung, wie sie in der Basis des Therapeutischen Hauses* (vgl. auch S. 195) niedergelegt sind, die Voraussetzung zu schaf- fen, daß sich eine Selbstheilungsreaktion überhaupt in Gang setzen bzw. ablaufen kann. Dies ist nämlich ein kräfteverzehrender, ein vitalitätsver- zehrender Prozeß, der auch Vitalität voraussetzt. Doch leider stellen wir heute auch in den naturheilkundlichen Praxen fest, daß viele Dinge, die noch vor wenigen Jahren hervorragend gewirkt haben, nicht mehr den ge- wünschten Erfolg bringen, so z.B. die Humoraltherapie, die Neural- therapie, die Eigenblutinjektionen, aber auch die Akupunktur und die Homöopathie sowie die Bioresonanztherapie. Woran liegt das?

Hier schließt sich der Kreis zu den in diesem Kapitel eingangs erwähnten Zusammenhängen. Die Ingangsetzung einer Selbstheilungsreaktion ent- spricht einer Yang-Energie. Die therapeutischen Maßnahmen, wie z. B. eine Bioresonanztherapie, eine Farbtherapie oder eine Magnetfeldtherapie entsprechen aber - aus energetischer Sicht gesehen - ebenfalls dieser Yang- Schiene. Somit ist es kein Wunder, daß wir mit unseren vornehmlichen Yang-Therapien zunehmend auf Therapieblockaden stoßen, weil die über- drehte Yang-Situation des Körpers auf den Yang-Impuls unserer Therapie gar nicht mehr genügend ansprechen kann. Somit hat sich die Natur- heilkunde im Grunde genommen selbst ausgetrickst. Therapien sprechen entweder gar nicht an oder haben nur kurzfristige Effekte.

Somit müssen wir uns also Gedanken über die Yin-Yang-Balance unserer therapeutischen Maßnahmen machen. Leben ist immer polare Spannung (Sie erinnern sich - Kapitel I), immer ein Gleichmaß zwischen Yin und Yang. Diesen Aspekt müssen wir auch in unsere Therapie einführen, indem wir uns wieder vermehrt den Yin-Energien zuwenden.

Somit gilt es also, die Basis des Therapeutischen Hauses zu schaffen und die Yin-Kräfte der Therapie zu fördern, wie dies mit der Homöopathie und vor allem auch mit der Phytotherapie, also mit den Mutter-Erde- Kuren, wie z. B. den Wandlungsphasen-Tees (s. S. 204), möglich ist. Das sind die wesentlichen Schlüssel. Hierzu noch ein weiterer sehr wichtiger Aspekt, den es zu beachten gilt:

* Weitere Informationen finden Sie unter www.therapeutisches-haus.de.

Vom Prozeß des Krankwerdens und Gesundwerdens

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Der Prozeß der Krankwerdung und der Gesundung läuft immer über drei Ebenen ab:

Energetische Ebene

Humorale Ebene

Humorale Ebene

Zellulär-biochemische Ebene

Zellulär-biochemische Ebene

Zur Verdeutlichung: Die Voraussetzung, eine chronische Krankheit zu bekommen, ist zunächst die Dysregulation auf der 1. Ebene, der ener- getischen Ebene. Erst wenn die energetische Ebene, aus welchen Gründen auch immer, irritiert ist und dies lange genug anhält, quasi ein krankhafter Resonanzboden in unserem Körper entstanden ist, ist die Voraussetzung zur chronischen Krankheit überhaupt erst gegeben.

Dem folgen dann auf der 2. Ebene die Körperflüssigkeiten: Blut, Lymphe, Gewebswasser, Zellwasser etc. Es kommt zu Veränderungen unserer Immunsituation, zum Auftreten bestimmter Immunkörper, zur Verlang- samung oder auch Beschleunigung bestimmter Körperfunktionen. Dies ist die Zeit, in der z. B. die Laborwerte grenzwertig werden oder bereits Irritationen zeigen, ohne daß der Betroffene sonderlich etwas verspürt.

Hält dieser Prozeß lange genug an, kommt es zu Veränderungen des Zellstoffwechsels und zum Auftreten der ersten Symptome bzw. der ersten sichtbaren und gefühlten Zeichen. Die 3. Ebene, die zellulär-biochemische Ebene ist erreicht, die Krankheit manifestiert.

Umgekehrt aber läuft der natürliche Gesundungsprozeß in der gleichen Reihenfolge ab. Zuerst muß die energetische Situation stabilisiert werden. Erst wenn dies gelungen ist, kommt es zur Stabilisation der Körper- flüssigkeiten. Und erst dann kann es zum Eintritt der Heilreaktionen, auch auf der zellulären Ebene, kommen.

Energetisch gesehen ist dies so zu verstehen: Zunächst müssen sich die Selbstheilungsreaktionen in Gang setzen. Dies entspricht der 1. Ebene und

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Vom Prozeß des Krankwerdens und Gesundwerdens

energetisch der Yang-Energie. Dann muß man darauf achten, daß diese inganggesetzten Selbstheilungsreaktionen im Körper aber auch wirklich ablaufen und der Prozeß der Gesundung eintritt. Dies entspricht der Yin- Energie auf der 2. und 3. Ebene, der humoralen und zellulär-biochemi- schen Ebene.

Die phantastischen Möglichkeiten der bioenergetischen Ganzheits-

medizin, z. B. über die Bioresonanz-, Farb- und Chakra-Therapie sowie der Akupunktur und auch der Einsatz der Ampullen der Vernetzten

Testtechnik

zielen im wesentlichen auf die Stabilisation der energetischen

Ebene ab. So phantastisch die Möglichkeiten auch sind, hier durch Ände- rung der energetischen Ebene die Selbstheilungsreaktion mittels eines Yang-Impulses in Gang zu setzen, so ist und bleibt es eine Tatsache, daß die inganggesetzte Selbstheilungsreaktion über die humorale bis in die bioche-

misch-zelluläre Ebene als Yin-Heilungsreaktion ablaufen muß. Und dies wiederum bedeutet, daß wir mit den 5 Wandlungsphasen eine phantasti- sche Möglichkeit haben, sowohl die 1. als auch die 2. und 3. Ebene zu erreichen, um aktiv nicht nur den Selbstheilungsprozeß in Gang zu setzen, sondern ihn auch von der Yin-Schiene her zu unterstützen. Alle übrigen begleitenden Maßnahmen, wie z. B. die Orthomolekulartherapie, die Therapie des Säure-Basen-Haushaltes usw. werden hierdurch optimal gefördert.

*

Die Rhythmik der Natur im Tages- und Jahreszyklus, die Beachtung der Konstitution und vieles mehr wird nun ebenfalls zur Steigerung der körp- ereigenen Regulationsfähigkeit, entsprechend der polaren Yin-Yang- Struktur, herangezogen. Sie ist quasi ein Verstärker und ein Mittler der inganggesetzten Resonanzreaktionen und Selbstheilungsreaktionen im Gefüge der Wandlungsphasen und ihrer daran gekoppelten Meridian- systeme.

* Diagnose- und Therapiesystematik in der bioenergetischen Ganzheitsmedizin, bei der die Testimpulse einer Substanz zur Diagnose und Therapie verwendet werden, ohne daß die entsprechende Substanz der zu testenden und behandelnden Person gespritzt oder auf die Haut appliziert werden muß. Die Vernetzte Testtechnik arbeitet im wesentlichen mit den elektromagnetischen Schwingungen der jeweiligen Substanz.

Die Bedeutung der Rhythmik des Lebens im Überblick

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VI

Die Bedeutung der Rhythmik des Lebens im Überblick

W enn, wie in den vorherigen Kapiteln erläutert, die verschiedenen Wandlungsphasen eine so tiefgreifende Bedeutung für das ener- getische Gleichgewicht zum einen und für die Reaktionsfähig-

keit des Systems auf Belastungen zum anderen haben, wird es um so deut- licher, daß die Beachtung des tages- und jahreszeitlichen Rhythmus für uns von so entscheidender Bedeutung ist.

Die schon einmal erwähnte Gesetzmäßigkeit

alles, was in der Jahreszeit entsteht, ob Krankheit oder Gesundheit, ist dynamisch mit der Jahreszeit verknüpft

soll nunmehr noch etwas näher erläutert werden. Wir wollen dies am Beispiel der Wandlungsphase Holz darlegen.

Die Leber ist unser größtes Chemielabor. Sie ist in der Lage, alle Belastungen des Körpers in ausscheidungsfähige Substanzen zu verwan- deln, um sie über die Gallenblase auszuleiten.

An das System sind zwei große Speichersysteme geknüpft: das Gelenk- system und das Fettgewebe. In diese lagert die Leber, wie in einem Zwischenlager, Dinge ein, mit denen sie zur Zeit, aus welchen Gründen auch immer, nicht fertig werden kann.

Im Frühjahr, der Jahreszeit der Wandlungsphase Holz, kann sich das System und das Fließgleichgewicht über die Organsysteme Leber-Galle, die vorrangig von Energie durchflutet werden, besonders gut entgiften. Stütze ich gerade in dieser Jahreszeit diese Organsysteme, so kann die Entgiftung vollständig ablaufen, der Körper von den Winterschlacken ge-

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Die Bedeutung der Rhythmik des Lebens im Überblick

reinigt und der Prozeß der Zellerneuerung und des neuen Wachstums gestärkt werden - ja, der Boden hierfür bereitet werden. Die so weitver- breitete Frühjahrsmüdigkeit ist somit häufig nichts anderes als ein Warnhinweis des Körpers, daß die Wandlungsphase Holz überfordert ist und mit den anflutenden Toxinmengen nicht fertig wird.

Die Tatsache, daß die Wandlungsphase Holz die Führung in der Energieverteilung des Körpers übernommen hat, bedeutet aber auch, daß die anderen Wandlungsphasen weniger Energie zur Verfügung haben. Treten also im Frühjahr Herzbeschwerden auf, haben wir dadurch auto- matisch den Hinweis, uns nicht nur das Herz, den Herz-Meridian, die Wandlungsphase Feuer anzuschauen, sondern uns auch die Frage zu stel- len, warum diese Herzbeschwerden gerade jetzt, gerade im Frühjahr, auf- treten. So kann z. B. eine Gallenblasenbelastung durch einen Stau der Galle in den Gallengängen Krämpfe hervorrufen, die sich auch auf das Herz auswirken.

Die alleinige Beachtung des Herzens als Ort des Symptoms, wie es die Schulmedizin praktiziert, würde somit an den wahren Ursachen vorbeige- hen.

Dies bedeutet natürlich auch, daß ich einen Herzschmerz im Sommer ganz anders beurteilen muß wie einen Herzschmerz im Herbst zur Metallzeit oder im Winter zur Wasserzeit. So kann z. B. die Schwäche der Niere im Winter auch die Schwäche des Herzens im Winter bedeuten und ohne Therapie und Stärkung der Niere und der Wandlungsphase Wasser könn- te ich diesen Herzschmerz nur symptomatisch bekämpfen - in der Regel ohne oder nur mit kurzfristigem Erfolg.

Umgekehrt heißt dies aber im positiven Sinne auch, daß ich gerade im Frühjahr die Möglichkeit habe, durch Anregung des Gallenflusses die Ver- krampfung und Verkrampfungsneigung der Blutgefäße zu reduzieren, um somit auf diese Weise den chronischen Herzschmerzen erfolgreich zu begegnen.

Zu keiner Zeit des Jahres kann ich auch die Entgiftung des Körpers so för- dern wie im Frühjahr. Alle Entgiftungs- und Entschlackungskuren, auch die Diäten, sollten in dieser Zeit gemacht werden, denn gerade in dieser Zeit wirken sie besonders langfristig und tiefgreifend.

Die Bedeutung der Rhythmik des Lebens im Überblick

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Stärke ich nun im Frühjahr die Wandlungsphase Holz, unterstütze ich die normale physiologische Funktion und sorge dafür, daß im Frühjahr die Wandlungsphase Holz das Maximum an Energie entwickeln kann. Dies führt zu dem nächsten positiven Aspekt, nämlich daß die Wandlungsphase Holz dieses Maximum an Energie im Jahreswechsel zwischen Frühjahr und Sommer auch an die Wandlungsphase Feuer weiterleiten kann! Mit diesem hohen energetischen Niveau kann dann die Wandlungsphase Feuer seine energetische Bedeutung für unser Gesundbleiben voll entwickeln.

Diese Synergien werden wir in den späteren Kapiteln noch sehr deutlich hervorheben, auch was die einzelnen Aufgaben der Wandlungsphasen sind. Doch wichtig ist, daß Sie sich diesen Satz merken und als Motivation für jede Jahreszeit zu nutzen wissen:

Alles, was in der Jahreszeit entsteht, ob Krankheit oder Gesundheit, ist dynamisch mit der Jahreszeit verknüpft!

Das gilt natürlich auch für den täglichen Rhythmus. Wann immer ein bestimmtes Meridiansystem, wie in Kapitel III beschrieben, das energeti- sche Maximum im Tagesrhythmus hat, können wir gerade dann die besten therapeutischen Impulse geben und gerade bei Störungen in dieser Zeit das jeweilige Organsystem, z. B. über den Wandlungsphasen-Tee (s. auch S. 204), stärken.

Auch die Jahre sind im rhythmischen Geschehen eingebunden und zwar in einem 2-Jahres-Zyklus. In den Jahren 2004 und 2005 befinden wir uns in der Wandlungsphase Holz, 2006 und 2007 treten wir in die Wandlungs- phase Feuer ein, 2008 und 2009 in die Erde-Zeit, 2010 und 2011 in die Wandlungsphase Metall, 2012 und 2013 in die Wasser-Zeit. Dann geht es wieder mit einem Holz-Zyklus weiter. Befinden wir uns z.B. in einem Holz-Jahr, sollte hier wieder besonders auf die entsprechenden Meridiane geachtet werden - zum Gesundwerden und Gesundbleiben.

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Die Bedeutung der Konstitution und der Sternzeic hen

Alles, was in der Jahreszeit entsteht, ob Krankheit oder Gesundheit, ist dynamisch mit der Jahreszeit verknüpft.

Die Bedeutung der Konstitution und der Sternzeic hen

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VII

Die Bedeutung der Konstitution und der Sternzeichen - ihre psychischen Aspekte und ernährungsbedingten Abhängigkeiten

S chon mehrfach haben wir bisher den Begriff der „Konstitution“ ver- wendet. Nun wollen wir uns einmal bewußt machen, was dieser im Grunde genommen bedeutet.

Schauen wir hierzu zunächst einmal in das Wörterbuch: „körperliche und seelische Verfassung, Widerstandskraft eines Lebewesens“ (Das Fremdwör- terbuch, Dudenverlag).

Die Konstitution ist also etwas höchst individuelles und definiert die Stärken und Schwächen, die jeder von uns besitzt. Die naturheilkundlichen Therapeuten machen häufig den Fehler, in der Konstitution immer nur die Schwächen zu sehen. Doch häufig liegt natürlich auch in der Schwäche eine Stärke. Es ist nie etwas nur schwarz oder weiß, es ist immer in der Polarität von Yin und Yang.

Habe ich z. B. eine konstitutionelle Schwäche des Magens, bedeutet dies natürlich zunächst einmal, daß ich um so eher einen empfindlichen und nervösen Magen habe, daß mir alles um so eher auf den Magen schlägt und daß ich natürlich auch zu Krankheiten des Magens, z. B. Magenschleimhautreizungen bis hin zu Magengeschwüren, neige.

Auf der anderen Seite aber besitze ich auch die unglaubliche Sensibilität und Feinfühligkeit, die in der Konstitution des Magens begründet ist. Sie läßt mich um ein Vielfaches sensibler gegenüber äußeren Einflüssen sein, in denen mich der Magen förmlich warnt, daß hier etwas nicht in Ordnung ist, was alle anderen Sinne noch gar nicht recht erfaßt haben. Und auch kann ich die Freude, die Befriedigung und das Wohlempfinden viel intensiver erleben und als positive Signale und Resonanzreaktion in meinen Körper senden.

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Die Bedeutung der Konstitution und der Sternzeichen

Abbildung 4

Die Zuordnung der Sternzeichen zur 5-Elementen- und Meridian-Lehre
Die Zuordnung der Sternzeichen zur
5-Elementen- und Meridian-Lehre

Die Bedeutung der Konstitution und der Sternzeic hen

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Wenn Sie immer wieder an einem bestimmten Organsystem Empfindungen haben, ja, Anfälligkeiten besitzen, dann haben Sie Ihre Konstitution schon etwas genauer definiert.

Die einfachste Zuordnung der Konstitution können Sie über Ihr Sternzeichen finden. Jedem der 12 Sternzeichen ist wiederum einer der führenden Meridiane zugeordnet, so z. B. der Zwilling dem Magen- Meridian. Diese Meridianzuordnung wiederum gibt uns die Zuordnung zu der jeweiligen Wandlungsphase vor. Wer also im Sternzeichen des Zwilling geboren ist, ist als eines der wichtigsten Konstitutionsmerkmale dem Magen-Meridian zugeordnet und somit der Wandlungsphase Erde.

Natürlich gilt dies auch in der Zuordnung des Aszendenten. Jeder, der sei- nen Aszendenten kennt, sollte in den nachfolgenden Kapiteln einmal nach- lesen, was für sein Sternzeichen und was für seinen Aszendenten gilt. Häufig trifft von beiden etwas auf ihn zu. Das, was überwiegt, sollte dann der Hinweis auf die Konstitution in den 5 Wandlungsphasen darstellen. Wenn nichts überwiegt, dann sind beide Wandlungsphasen für Sie persön- lich wichtig. Besonders wichtig ist es natürlich dann, wenn sowohl der Aszendent als auch das Sternzeichen zusammenfallen, denn dann ist die Zuordnung noch um ein Vielfaches klarer. Mit Hilfe der Abbildung 4 auf S. 48 können Sie einmal selbst Ihre Konstitution bestimmen.

Mit dem Sternzeichen und dem Aszendenten stärken Sie die physischen und psychischen Stärken und Schwächen Ihrer Person. So ist z. B. der Löwe (23.7. bis 22.8.) dem Herz-Meridian zugeordnet, dieser wiederum dem Element Feuer. Sind Sie z. B. ein Löwe, dann sollten Sie insbesonde- re in der Jahreszeit des Elementes Feuer den Feuer-Tee noch regelmäßiger trinken. In dieser Zeit entfaltet er seine Wirkung noch intensiver.

Fällt z. B. der Aszendent auf den Stier, der dem Dickdarm-Meridian zuge- ordnet ist und somit dem Element Metall, so stärken Sie das ganze Jahr über sowohl das Element Feuer (Sternzeichen Löwe) und das Element Metall (Aszendent Stier), denn beide zusammen spielen eine besondere Rolle für Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden, Ihre Ausgeglichenheit und die physische und psychische Leistungsfähigkeit Ihres Körpers.

Die wichtigste Stärkung im Jahresrhythmus ist auf jeden Fall die Stärkung der Wandlungsphase, die der Jahreszeit zugeordnet ist, in der wir uns gera- de befinden. Doch auch die Konstitution sollten Sie über das ganze Jahr hinweg stärken, auch unabhängig von der Zeitenregelung der Organuhr.

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Die Bedeutung der Konstitution und der Sternzeichen

Dies brauchen Sie nicht täglich zu tun, aber immer dann, wenn Sie beson- deren Belastungen ausgesetzt oder besonders gestreßt sind, sich besonders angespannt fühlen, oder einfach das Gefühl haben, daß Sie etwas Gutes für sich tun sollten. Besonders wirksam ist es natürlich, wenn Sie den ent- sprechenden Tee zu der entsprechenden Tageszeit der Organuhr (s. Abbildung 2, S. 24) zu sich nehmen.

Noch ein wichtiger Hinweis: Lassen Sie sich nicht davon irritieren, wenn die Wandlungsphase im jahreszeitlichen Rhythmus einer Jahreszeit zuzu- ordnen ist, die nicht unbedingt dem Sternzeichen entspricht. Der Grund dafür liegt einfach darin, daß die Zuordnung des Sternzeichens über den Meridian erfolgt, und der Meridian definiert die Zuordnung zur jeweili- gen Wandlungsphase und damit zur Jahreszeit. Aber natürlich hat eine Wandlungsphase nicht nur ihre Wirkung in der entsprechenden Jahreszeit, sondern über das ganze Jahr hindurch. Nur mit dem Unterschied, daß diese Wandlungsphase zu der bestimmten Jahreszeit das Maximum der Energiedurchflutung des Körpers hat und die Steuerung der Energie- verteilung im gesamten Regulationsssytem übernimmt.

Es ist ungeheuer spannend, die Menschen, ihr Erscheinungsbild und ihre Beschwerden in bezug zu ihren Sternzeichen zu setzen. Auch in bezug auf die später beschriebenen Psychocharakteristika können Sie hier Zusammenhänge erkennen, die immer wieder verblüffend sind. Die Konstitution ist als eine physisch-psychische Gesamtheit zu sehen.

Betrachen Sie z. B. den Löwe-Mann, der mit offenem Hemd und golde- nem Halskettchen zu Ihnen kommt. Er ist ein Sänger, ein Abenteurer, ein Archäologe oder ein Flieger, der Sie betörend in Beschlag nehmen kann.

Auch therapeutisch finden wir häufig ganz bestimmte Probleme, die den einzelnen Sternzeichen zuzuordnen sind. Es sind z.B. gerade die Steinbock-Frauen, die zu Hormonproblemen neigen, es ist gerade der Schütze, der bei Aufregung Kreislaufprobleme bekommt und die Schütze- Frau, die bei Aufregung öfter mit Ohnmacht reagiert.

Die Konstitution sollte insbesondere dann gestärkt und gestützt werden, wenn gerade auf den Organsystemen Probleme auftreten, die der jeweili- gen Konstitution zuzuordnen sind.

Und ganz besonders häufig finden wir gerade hier auch die Symptome und Wehwehchen des einzelnen. Natürlich spielen auch die chinesischen

Die Bedeutung der Konstitution und der Sternzeic hen

51

Tierkreiszeichen hier eine Rolle, wenngleich bei uns Europäern die Sternzeichen im Vordergrund stehen.

Uns ist es bewußt, daß einige der Leser an dieser Stelle etwas skeptisch werden, da sie nicht an die Horoskope in der Klatschpresse glauben. Das brauchen sie auch gar nicht. Diese „Horoskope“ basieren nicht auf der wissenschaftlichen Astrologie und somit auf keiner realen Grundlage.

Fakt ist aber, daß Sie sich, lieber Leser, im Moment Ihres ersten Atemzuges nach der Geburt, zu einem Einzelwesen des Lebens entwickeln. Lesen Sie hierüber auch in dem Kapitel XX, Die Lebensenergie, das Chi, S. 177. In dem Moment, in dem der Atem des Lebens über die Lunge die vitale Energie in den Körper eindringen läßt, definieren Sie sich als Teil des Mikrokosmos im Makrokosmos, und die Zuordnungen des Makrokosmos sind die Resonanzreaktionen, die Sie zu den Gestirnen haben. Nicht umsonst ist die Astrologie eine der ältesten wissenschaftlichen For- schungsgebiete - über alle Kulturen und philosophischen Verflechtungen hinweg.

Auch wenn über die Astrologie schon sehr viel Unsinn geschrieben wurde, können Sie doch selbst einmal den Versuch machen. Wählen Sie einfach fünf Personen aus, die Sie aus Ihrem Umkreis näher kennen, und lassen Sie sich von ihnen einmal ihre Schwachstellen und Beschwerden erzählen. Schauen Sie in den einzelnen Psychocharakteristika in den nachfolgenden Kapiteln nach, und Sie werden verblüfft sein, wie treffend und überein- stimmend die Dinge sind. Dies wird auch den skeptischsten Kritiker über- zeugen. Er muß nur offen dafür sein.

Uneingeschränkt bleibt jedoch stehen, daß die Stärkung des jahreszeitli- chen Rhythmus und der Konstitution einer der Grundvoraussetzungen zum Gesundwerden und Gesundbleiben ist - und damit haben Sie schon viel für sich und Ihre Gesundheit getan.

Über die Zuordnung der Konstitution finden Sie auch die in den nachfol- genden Kapiteln beschriebenen Ernährungshinweise der 5-Elementen- Lehre, die Sie ebenfalls berücksichtigen sollten. Diese zum Teil auch über das ganze Jahr und insbesondere zu der entsprechenden Jahreszeit.

52

Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren

52 Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren Alles fließt. (Panta rhei.) Heraklit von Ephesus

Alles fließt. (Panta rhei.)

Heraklit von Ephesus

griech. Philosoph, ca. 550 - ca. 480

Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren

53

VIII

Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren

N eben der Lehre der 5 Wandlungsphasen ist auch die Chakra-Lehre

eine der ältesten überlieferten Erkenntnisse der bioenergetischen

Ganzheitsmedizin.

Bei den 7 Chakren handelt es sich um Energieschaltzentralen, die die Energieverteilung im Körper steuern und hierbei eine strenge Zuordnung zu bestimmten Funktionen des Körpers unterhalten. Die Chakren sind den Elementen bzw. Wandlungsphasen untergeordnet.

Schon an den Wänden des Tempels der Göttin Sechmet in Luxor, Ägyp- ten, sind die 7 Chakren zu bestaunen. Besonders weiterentwickelt hat sich die Chakralehre dann in Indien. Sie bildet auch die Grundlage der Heilslehre von Ayurveda, der Therapie mit Heilölen und Edelsteinen u. v. m.

Die Chakren sind als Energiezentren zu verstehen, die für die Energie- verteilung unseres Körpers verantwortlich sind. Sie können sie sich als eine Art Schaltzentrale oder auch Schaltrelais der Lebensenergie vorstellen, die auch den einzelnen Wandlungsphasen untergeordnet sind. So finden wir alle Wandlungsphasen in den Chakren vertreten bzw. sind die einzelnen Chakren den Wandlungsphasen zuzuordnen. Hierüber finden wir die Meridianzuordnung der physischen Ebene und die Charakteristika der psychisch-geistigen Ebene.

Die Energiefülle oder Energieleere der Chakren bedingen somit, wieder- um völlig logisch, eben bio -logisch , tiefgreifende Irritationen im Zusammenspiel der Energien auf der energetischen Ebene mit den nach- folgenden Auswirkungen der humoralen und zellulär-biochemischen Ebene, wie in Kapitel V erläutert.

54

Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren

In Abbildung 5 (S. 55) sind die Chakren den Wandlungsphasen zugeord- net, in Abbildung 6 (S. 56) die Wandlungsphasen den Chakren, um Ihnen zunächst eine Übersicht zu geben.

Da es sich bei den Chakren um Energieverteilungszentralen handelt, ver- wundert es auch nicht weiter, daß gerade die Wandlungsphase Feuer eine so führende Rolle spielt.

In Kapitel XV erläutern wir die überragende Bedeutung des Elementes

Feuer in bezug auf die Steuersysteme des Körpers. Weshalb, wie in Kapitel

XIII definiert, die Feuerzeit, die Sommerzeit auch als die Steuerzeit

bezeichnet werden kann.

Das 1. Chakra, 1. Chakra,

das Wurzel-Chakra, ist rein dem Element Feuer zuzuordnen. Besonders entscheidend sind hierbei der Kreislauf/Sexus-Meridian und der 3- Erwärmer.

Auf der organisch-physischen Seite finden wir hier insbesondere unsere Sexualorgane und ihre Funktion, die Sexualdrüsen Testes (Hoden) und

Ovarien (Eierstöcke). Auf der psychisch-geistigen Seite steht das Wurzel- Chakra für die Verbindung der materiellen mit der emotionalen und men-

talen Ebene, das Geben und Nehmen, Akzeptieren der Körperlichkeit und

von sich selbst, die Selbstbehauptung, Liebe zu sich und zum Universum.

Das 2. Chakra , 2. Chakra,

das Sakral-Chakra, ist rein der Wandlungsphase Wasser zugeordnet, und somit dem Blasen- und Nieren-Meridian. Auf der organisch-physischen

Seite finden wir somit die Blase und Niere als Organsysteme, auf der hor-

monellen Seite die Nebenniere, auf der psychisch-geistigen Seite steht das Sakral-Chakra für das Kraftzentrum Unterleib, die Harmonie, Sicherheit, Geborgenheit und Weisheit.

Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren

55

Abbildung 5

Die Zuordnung der Chakren zu den Wandlungsphasen

7. Chakra (Scheitel-/Kronenchakra) Wandlungsphase Feuer 6. Chakra (Stirn-Chakra) Wandlungsphase Feuer 5. Chakra
7.
Chakra
(Scheitel-/Kronenchakra)
Wandlungsphase Feuer
6.
Chakra
(Stirn-Chakra)
Wandlungsphase Feuer
5.
Chakra
(Hals-Chakra)
Wandlungsphase Feuer
Überschneidet sich
mit Metall und Wasser
4.
Chakra
(Herz-Chakra)
Wandlungsphase Feuer
3.
Chakra
(Solarplexus-Chakra)
Wandlungsphase Feuer
überschneidet
sich mit Holz und Erde
2.
Chakra
(Sakral-Chakra)
Wandlungsphase Wasser
1.
Chakra
(Wurzel-Chakra)
Wandlungsphase Feuer

56

Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren

Abbildung 6

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Chakren

1. Chakra (Wurzel-Chakra) mit Kreislauf, 3-Erwärmer6 Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Chakren F e u e r 3.

Feuer

3.

4.

5.

Chakra (Solarplexus-Chakra) mit Herz und Dünndarmmeridian

Chakra (Herz-Chakra) mit Herz-Kreislauf

Chakra (Hals-Chakra) mit Herz-Dünndarm,

3-Erwärmer

6.

7.

Chakra (Stirn-Chakra) mit 3-Erwärmer, Kreislauf

Chakra (Scheitel-/Kronenchakra) mit 3-Erwärmer, Kreislauf

3. Chakra (Solarplexus-Chakra) mit Magen, Milz, PankreasChakra (Scheitel-/Kronenchakra) mit 3-Erwärmer, Kreislauf Erde 5. Chakra (Hals-Chakra) mit Lunge, Dickdarm Metall

Erde

5. Chakra (Hals-Chakra) mit Lunge, DickdarmChakra (Solarplexus-Chakra) mit Magen, Milz, Pankreas Erde Metall Wasser 2. Chakra (Sakral-Chakra) mit Blasen-,

Metall

Wasser 2. Chakra (Sakral-Chakra) mit Blasen-, Nierenmeridian 2. Chakra (Sakral-Chakra) mit Blasen-, Nierenmeridian

HolzWasser 2. Chakra (Sakral-Chakra) mit Blasen-, Nierenmeridian 5. Chakra (Hals-Chakra) 3. Chakra mit Gallenblase, Leber

5. Chakra (Hals-Chakra)

3. Chakra mit Gallenblase, Leber

5. Chakra (Hals-Chakra) 3. Chakra mit Gallenblase, Leber Im 3. Chakra, dem Solarplexus-Chakra , sind 3

Im 3. Chakra,

dem Solarplexus-Chakra, sind 3 Wandlungsphasen in der Energie- verteilung miteinander vereint. Erneut die Wandlungsphase Feuer, speziell mit Herz- und Kreislauf-Meridian, die Wandlungsphase Erde mit Magen, Milz-Pankreas-Meridian und die Wandlungsphase Holz mit Leber- und Gallenblasen-Meridian. Den Solarplexus bezeichnen wir auch als unsere energetische Mitte, der Mittelpunkt, in dem wir stehen.

Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren

57

Für die Wandlungsphasen Erde und Holz finden wir hier die einzige Chakrazuordnung. Entscheidend aber ist die Überschneidung mit der Wandlungsphase Feuer. Auf der hormonellen Seite finden wir insbesonde- re die Bauchspeicheldrüse, auf der psychisch-geistigen Seite steht das Solarplexus-Chakra für die Individualität, die Ich-Empfindung - auch spi- rituell, die Erdung und die Sensitivität, das Bewußtsein, die Kraft und das Durchsetzungsvermögen.

Das 4. Chakra , 4. Chakra,

das Herz-Chakra , ist wiederum ein reines Chakra der Wandlungsphase Feuer und speziell dem Herz-Meridian zugeordnet. Das Herz-Chakra ist eines der Schaltzentralen, das energetisch mit dem Hormonsystem, somit dem 3-Erwärmer und dem Immunsystem (speziell der Thymusdrüse) ver- bunden ist. Gerade das Herz-Chakra ist stark psychisch besetzt. Es steht für Kontaktarmut und Minderwertigkeitskomplexe und ist mit das wich- tigste Chakra der Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie, das nun end- lich auch in die Schulmedizin als Begriff Einzug genommen hat. Mit die- sem Modewort erkennt auch die Schulmedizin an, daß die Psyche, das Nervensystem, das Hormonsystem und das Immunsystem unverbrüchlich miteinander verknüpft und in ihren Funktionen unmittelbar voneinander abhängig sind.

Das Herz-Chakra ist eine Schaltzentrale der Energie und steuert die Energieverteilung direkt in die Zelle hinein und beeinflußt somit den Zellstoffwechsel. Die Buddhisten bezeichnen es als Kraftzentrum und als Spirale des Lebens und des Todes, im Yoga steht es für die Seinshingabe und für die Liebe, und somit für das höchste Ziel des Seins.

In der geistig-psychischen Zuordnung ist das Herz-Chakra das Chakra der Liebe, der Emotionen, des Vergebens und Vergessens und des Neuanfangs, des Muts und der Glückseligkeit.

Auch das 5. Chakra , 5. Chakra,

das Hals-Chakra , wird von der Wandlungsphase Feuer gesteuert, speziell dem Herzen, dem Dünndarm und dem 3-Erwärmer. Ebenfalls ist hier die Wandlungsphase Wasser erneut vertreten, wodurch die Wandlungsphase Wasser hier mit dem Steuerprinzip der Wandlungsphase Feuer verknüpft

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Der Bezug der 5 Wandlungsphasen zu den Chakren

ist. Somit hat das 5. Chakra den direkten Bezug zum 2. Chakra, dem Sakral-Chakra, das rein der Wandlungsphase Wasser zugeordnet ist. Hormonell ist dem 5. Chakra die Schilddrüse zugeordnet.

Dem 5. Chakra ist weiterhin, und zwar als einzigem Chakra, die Wandlungsphase Metall zugeordnet. Dies zeigt den Bezug zum Dickdarm- und Lungen-Meridian. Die besondere Rolle, die speziell die Lunge und die Nieren für die Lebensenergie spielen, entnehmen Sie bitte dem Kapitel XX, S. 177.

spielen, entnehmen Sie bitte dem Kapitel XX, S. 177. Das 6. Chakra , das Stirn-Chakra ,

Das 6. Chakra,

das Stirn-Chakra, ist wiederum rein der Wandlungsphase Feuer zuzuord- nen. Hier speziell dem 3-Erwärmer und dem Kreislauf-Meridian, wie auch schon beim 1. Chakra. Die hormonelle Zuordnung ist die Hypophyse, der Hormondrüse, die alle übrigen Hormondrüsen außer der Epiphyse steu- ert.

Die psychisch-geistige Zuordnung ist die Harmonie, die Intuition, die Erkenntnis und Annahme auch von Gegensätzlichkeiten, das Bindeglied zwischen Seele und Körper, der Sitz des 3. Auges.

Das 7. Chakra,

Seele und Körper, der Sitz des 3. Auges. Das 7. Chakra , das Kronen-Chakra , ist

das Kronen-Chakra, ist ebenfalls rein der Wandlungs- phase Feuer zuzuordnen, auch wieder speziell mit den Meridianen 3-Erwärmer und Kreislauf. Die hormonelle Zuordnung findet sich in der Epiphyse, die Einfluß auf alle zentralen Regulationsvorgänge hat. Psychisch-geistig steht das 7. Chakra für die Verbindung der spirituellen Ebene des Individuums zur universel- len und schöpferischen Energie.

Die übermächtige Präsenz des Elementes Feuer in der Chakra-Physiologie zeigt, daß jede Chakra-Therapie, gleichgültig zu welcher Jahreszeit ange- wandt, immer unter Berücksichtigung der Feuer-Energie durchgeführt werden muß. Dies bedeutet natürlich auch, daß gerade in der Sommerzeit durch diese Stärkung der Wandlungsphase Feuer die Chakren nachhaltig zu beeinflussen sind und zu nachhaltiger Regulation unseres Körpers führen.

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Farben

59

IX

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Farben

F arben sind physikalisch bestimmte Wellenlängen des Lichtes, die wir mit unseren Augen wahrnehmen können.

des Lichtes, die wir mit unseren Augen wahrnehmen können. Farben sind somit reine Information, die uns

Farben sind somit reine Information, die uns die Schönheit und die Vielfältigkeit der Natur erst bewußt machen. Kaum etwas wirkt so tiefgreifend auf unsere körperlich- geistigen Strukturen ein wie Farben. Farben können auf uns eine beruhigende Wirkung ausüben, sie können aber auch Aggressionen hervorrufen. Es gibt kaum etwas, nach dem wir einen so großen geistigen Hunger haben wie nach Farben, besonders wenn sich nach der langen, grauen Winterzeit der Frühling in aller Herrlichkeit präsentiert.

Farben können in der Psychodiagnostik verwendet werden, wie z. B. beim Lüscher-Test, wobei die Auswahl bestimmter Farbtafeln direkt auf bestimmte psychische Zusammenhänge, Störungen und Irritationen hin- weist.

Der Hunger nach bestimmten Farben läßt uns manchmal unsere Kleidung auswählen, die, obwohl wir uns sonst geschmackvoll kleiden, gar nicht recht zusammenpassen will. Besonders hat hier - in der typisch weiblichen Sensibilität - die Auswahl des Hals- oder Kopftuches, die Wahl des Nagellacks, des Lippenstiftes oder auch des Schmucks entscheidende Signalwirkung.

Die Farben, die wir wählen, sind ein Spiegel von uns selbst und geben unserer Umwelt ein direktes Signal. Nicht umsonst ist Rot die Farbe der Liebe, die Farbe des „hab-mich-lieb“, wir sprechen vom „Rotlichtmilieu“.

60

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Farben

Da die Liebe der Motor unseres psychischen Lebens ist, verwundert es auch nicht, daß gerade die Farbe Rot wieder dem Element Feuer zuzuord- nen ist (s. Abbildung 7).

Jede einzelne Farbe hat also eine sehr exakte Einwirkung auf unser Regulationssystem und damit auch auf unsere 5 Wandlungsphasen.

Doch wie aus Abbildung 8 ersichtlich, hat auch jeder Meridian eine Farbe in seiner Zuordnung, und da jeder Meridian, wie in Kapitel III dargelegt, sowohl einen Yin- als auch einen Yang-Anteil in der Polarität von Yin und Yang besitzt, sind die Farben jeweils spezifisch auch dem Yin- und dem Yang-Anteil eines jeden Meridians zuzuordnen.

Abbildung 7

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Farben

Zuordnung nach Elementen

Wandlungsphase Feuerund ihr Bezug zu den Farben Zuordnung nach Elementen Wandlungsphase Erde Wandlungsphase Metall Wandlungsphase

Wandlungsphase Erdezu den Farben Zuordnung nach Elementen Wandlungsphase Feuer Wandlungsphase Metall Wandlungsphase Wasser Wandlungsphase

Wandlungsphase Metallnach Elementen Wandlungsphase Feuer Wandlungsphase Erde Wandlungsphase Wasser Wandlungsphase Holz Rot Gelb Weiß

Wandlungsphase WasserWandlungsphase Feuer Wandlungsphase Erde Wandlungsphase Metall Wandlungsphase Holz Rot Gelb Weiß Schwarz Grün-blau

Wandlungsphase HolzWandlungsphase Feuer Wandlungsphase Erde Wandlungsphase Metall Wandlungsphase Wasser Rot Gelb Weiß Schwarz Grün-blau

RotFeuer Wandlungsphase Erde Wandlungsphase Metall Wandlungsphase Wasser Wandlungsphase Holz Gelb Weiß Schwarz Grün-blau

GelbFeuer Wandlungsphase Erde Wandlungsphase Metall Wandlungsphase Wasser Wandlungsphase Holz Rot Weiß Schwarz Grün-blau

WeißFeuer Wandlungsphase Erde Wandlungsphase Metall Wandlungsphase Wasser Wandlungsphase Holz Rot Gelb Schwarz Grün-blau

SchwarzFeuer Wandlungsphase Erde Wandlungsphase Metall Wandlungsphase Wasser Wandlungsphase Holz Rot Gelb Weiß Grün-blau

Grün-blauFeuer Wandlungsphase Erde Wandlungsphase Metall Wandlungsphase Wasser Wandlungsphase Holz Rot Gelb Weiß Schwarz

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Farben

61

Abbildung 8

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Farbbezug zu den Yin-Yang-Anteilen der Meridiane

Abbildung 8 Die 5 Wandlungsphasen und ihr Farbbezug zu den Yin-Yang-Anteilen der Meridiane

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Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Farben

Die Zuordnung der Farbe zu den jeweiligen Wandlungsphasen gibt uns auch eine wesentliche Richtschnur für die 5-Elementen-Ernährung, wie wir diese in den Kapiteln XV bis XIX in bezug zu den einzelnen Wandlungsphasen setzen.

Aus diesen Zuordnungen ergibt sich völlig logisch, warum die Farbtherapie zu einer der erfolgreichsten therapeutischen Maßnahmen der bioenergetischen Ganzheitsmedizin zählt.

Hier verweisen wir insbesondere auf die phantastischen Ausarbeitungen von Peter Mandel zu diesem Thema (s. Literaturverzeichnis).

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Wirbelsegmenten

63

X

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Wirbelsegmenten

D ie Wirbelsäule ist physisch wie psychisch gesehen das Rückgrat des Menschen. Über die Wirbelsäule und die austretenden Nerven aus den Wirbelsegmenten sowie den so wichtigen nervalen Reflex-

bögen, die wesentlich unseren Körper steuern, steht unser Gehirn in direk- ter Verbindung zu unseren Körperzellen. Gleichzeitig aber werden auch

alle Informationen in unserem Körper gesammelt und über die Nervenleitungen der Wirbelsegmente zu unserem Gehirn zurückgeleitet.

Somit ist die Wirbelsäule ebenfalls eine wichtige Schaltzentrale für unseren Körper. Man könnte sagen, daß sie nach den Wandlungsphasen und den Chakren, die 3. untergeordnete Ebene der Steuerung unseres Fließ- gleichgewichtes bildet.

Die Wirbelsäule des Menschen ist natürlich durch die Belastung beim auf- rechten Gang stark von der Statik des gesamten Bewegungsapparates und des Rückens sowie der Stellung der Wirbelkörper zueinander abhängig. Daher ist die Chiropraktik, die Lehre der Reponierung der Wirbelkörper, eine der ältesten naturheilkundlichen Tätigkeiten, um die Wirbelsäule wie- der in eine gesunde Statik zurückzubringen.

Da es sich bei den Wirbelsegmenten um ein Steuersystem unseres Körpers handelt, ist diesem natürlich wiederum das System der 5 Wandlungs- phasen übergeordnet.

Wie Sie der Abbildung 9 entnehmen können, präsentiert sich jede Wandlungsphase auch wieder in bezug auf einzelne Wirbelkörper und Wirbelsegmente. Bei Beschwerden in den einzelnen Bereichen gibt es immer auch einen direkten Hinweis darauf, welche Wandlungsphase gestützt werden sollte.

64

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Wirbelsegmenten

Abbildung 9

Die Zuordnung der 5 Wandlungsphasen zu den Wirbelsegmenten

Cervix (C) (7 Halswirbel) Thorax (Th) Sacrum (S) (Kreuzbein) Steißbein
Cervix (C)
(7 Halswirbel)
Thorax (Th)
Sacrum (S)
(Kreuzbein)
Steißbein

(12 Brustwirbel)

Lumbar vertebra (L) (5 Lendenwirbel)

Wandlungsphase Feuer

C

1

Th

5, 6, 7

S

1, 2, 3

Wandlungsphase Erde

C

3

Th

6, 11, 12

L

1

Wandlungsphase Metall

C

5, 6, 7

Th

1, 2, 3, 4

L

4, 5

Wandlungsphase Wasser

C

2

L

2, 3

S

4, 5

Wandlungsphase Holz

Th 8, 9, 10

Kreuzbein

Die 5 Wandlungsphasen und ihr Bezug zu den Wirbelsegmenten

65

Hierbei ist zu bedenken, daß die Reponierung der Wirbelkörper lediglich die Statik verbessert. Kommt die Statik der Wirbelsäule aber aus den Fugen, muß speziell unser Muskel- und Bändersystem die Wirbelsäule in dieser falschen Statik halten. Es kommt reaktiv zu Muskelverspannungen, so daß nach einer Reponierung eines Wirbelkörpers immer die Gefahr besteht, daß durch die Muskelverspannung, die noch anhält, die gerade in die gesamte Statik zurückversetzten Wirbelkörper wieder in die falsche Richtung gezogen werden. Daher wird ein guter Chiropraktiker beglei- tend zur Reponierung der Wirbel immer eine intensive Massage durch- führen. Um das Gewebe aber gut von den Schlackenstoffen zu befreien, die bei der Muskelverspannung auftreten, ist die unterstützende Stärkung der Wandlungsphase über den entsprechenden Tee oder mittels Tee- Umschläge sehr hilfreich, um der Muskelverspannung entgegenzuwirken.

Bei einer Veränderung der Statik kommt es zu Fehlinformationen auf die Organanteile, die dem Wirbelsegment zugeordnet sind. Um diese Fehlregulation zu kompensieren, sollte ebenfalls die Wandlungsphase des jeweiligen Wirbelsegmentes gestärkt werden.

Zusätzlich gilt es natürlich auch, die Statik der Wirbelsäule wieder zu sta- bilisieren. Hervorragend bewährt hat sich hier die aus Australien stam- mende Bowen-Therapie, die sich ausgezeichnet mit den Wandlungsphasen und der Bioresonanz-Therapie kombinieren läßt. Die Bowen-Therapie besteht aus sanften Griffen auf ganz bestimmte Punkte der Rückenmus- kulatur, wodurch bestimmte Rückenmuskeln gedehnt werden und über die Sehnenenden Einwirkung auf die Wirbelkörper und deren Statik ausü- ben. Außerdem werden zwischen den einzelnen Griffen kurze Ruhepausen eingelegt. Die Stimulation der Muskulatur wird über die Nervenbahnen dem Gehirn gemeldet, und so wird dem vegetativen System die Gelegen- heit gegeben, diese zu verarbeiten. Da unser Gehirn die zentrale Steuerungsstelle unseres Körpers ist, kann die Therapie eine dauerhaft gesundheitsfördernde Programmierung der Muskulatur und der Wirbel- säule erreichen. Die Bowen-Therapie konnte bereits an einer Fülle von Patienten erfolgreich durchgeführt werden. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie über den Autor Otto von Bressensdorf (Adresse s. Anhang).

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

Wenn wir die Natur auf das reduzieren, was wir verstanden haben, sind wir nicht überlebensfähig.

Hans-Peter Dürr

Dt. Physiker, Altern. Nobelpreisträger

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

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XI

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane und ihr Bezug zu den Zähnen, den Nasennebenhöhlen und den Mandeln

U m Sie noch weiter in die tiefgreifende Logik der 5 Wandlungs- phasen einzuführen, möchten wir nun die einzelnen Wandlungs- phasen und deren Bezug zu den Meridiansystemen erläutern.

Ein Meridian ist eine Energieleitbahn durch unseren Körper, wobei die Erregung nicht über Nervenbahnen erfolgt, sondern über eine Erregung von Zelle zu Zelle. Diese Bahnen sind sehr exakt vorgegeben und vielfach wissenschaftlich bewiesen worden.

In diesem Kapitel erfahren Sie, wie die Wandlungsphasen mit ihren jewei- ligen Meridiansystemen quasi eine Familie im Regulationssystem bilden und intensiv miteinander reagieren.

Natürlich stehen auch die Elemente untereinander in Kettenreaktionen zueinander, dargestellt durch die bogenförmigen und geraden Pfeile in Abbildung 10.

Es würde jedoch den Rahmen dieses Buches sprengen, sämtliche Einzelheiten hier darzulegen, denn dies hätte dann eher einen Lehr- buchcharakter und würde Sie, verehrte Leser, von dem unmittelbaren praktischen Nutzen, den Sie bei der Anwendung der hier aufgeführten Tips in Ihrem Leben haben, ablenken. Nicht umsonst veranstalten die Autoren für Therapeuten Fortbildungsseminare, die diese Zusammen- hänge im Detail aufzeigen. Um die Begriffe „Erzeugen“, „Übergriff“, „Zerstören“ und „Mißachten“ etwas näher zu bringen, mögen nachfol- gende Metaphern hilfreich sein.

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

Abbildung 10

Die Wandlungsphasen und die Meridiane

Abbildung 10 Die Wandlungsphasen und die Meridiane Al = Allergie He = Herz-Meridian Bi =

Al

= Allergie

He

= Herz-Meridian

Bi

= Bindegewebsdegenerationsgefäß

KS

= Kreislauf/Sexus-Meridian

Bl

= Blasen-Meridian

Le

= Leber-Meridian

Di

= Dickdarm-Meridian

Lu

= Lungen-Meridian

= Dünndarm-Meridian

Ly

= Lymph-Degenerationsgefäß

3E

= 3-Erwärmer

Ma

= Magen-Meridian

Fe

= Fettiges-Degenerationsgefäß

MP

= Milz-Pankreas-Meridian

Gb

= Gallenblasen-Meridian

ND

= Nervales-Degenerationsgefäß

Gd

= Gelenk-Degenerationsgefäß

Ni

= Nieren-Meridian

Ht

= Haut-Degenerationsgefäß

OD

= Organdegenerationsgefäß

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

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1. Erzeugen (akut Yin)

Entspricht der Weiterleitung des Energieflusses von einem Element zum nächsten. So wie Holz die Mutter von Feuer ist, ist Feuer die Mutter von Erde, Erde die Mutter von Metall, Metall die Mutter von Wasser und Wasser die Mutter von Holz.

Anders ausgedrückt:

Holz nährt das Feuer Feuer erzeugt die Erde (durch die Verbrennung zu Asche) Erde birgt Metall Metall erzeugt Wasser (Metall im erweiterten Sinne entspricht auch dem Element Luft, wobei in diesem Sinnbild der alte Begriff der Luft besser paßt, als der neuere Begriff Metall - gleiches gilt natürlich auch bei der Beachtung des Lungen-Chi in seiner Funktion) Wasser läßt das Holz wachsen

2. Übergriff (chronisch Yin)

Hier finden wir den Übergriff im Energiefluß auf das Vorherige. So ist z. B. Holz der Sohn des Wassers. Bei einem Übergriff ist das Kind stärker als die Mutter und saugt somit die Mutter energetisch aus.

Erweiterte Metaphern:

Feuer verbrennt Holz Holz saugt Wasser auf Metall gräbt Erde Wasser überflutet Metall Erde erstickt Feuer

3. Zerstören (akut Yang)

Bei diesem Sinnbild hat das jeweilige Element den zerstörerischen Aspekt auf das jeweils andere Element. So zerstört die Holzenergie die Erdenenergie. Oder in Metaphern ausgedrückt:

Holz verdrängt Erde Feuer schmilzt Metall Erde verschluckt das Wasser Metall spaltet Holz Wasser löscht das Feuer

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

4. Mißachten (chronisch Yang)

Holz mißachtet Metall. Anders ausgedrückt: Die gestörte Holzenergie wirkt sich schädigend auf die Metallenergie aus, indem die gestörte Holzenergie die Metallenergie nicht mehr zum Tragen kommen läßt.

In Metaphern ausgedrückt:

Holz macht das Metall stumpf Feuer verdampft Wasser Erde verschüttet (überdeckt) das Holz Wasser überflutet die Erde Metall widersteht dem Feuer

Ganz prinzipiell sind natürlich auch wieder zwei mögliche Störungen des jeweiligen Energieflusses möglich. Zum einen kann z. B. im Bereich des Erzeugens ein zu starkes Erzeugen energetische Störungen hervorrufen, aber auch ein zu schwaches. Oder ein zu starkes Übergreifen bzw. ein zu schwaches.

Auch hier haben wir wiederum natürlich die Polarität gewahrt oder anders ausgedrückt: der Körper funktioniert wie der Klangkörper eines Orchesters im Sinne des Fließgleichwichts. Hat das Orchester eine opti- male Besetzung mit Musikern und Instrumenten und einen perfekten Dirigenten, kann diesen Klangkörper nichts stören. In dem Moment aber, in dem der Dirigent krank ist, einzelne Instrumentengruppen nicht oder nur mangelhaft vertreten oder die Instrumente nicht aufeinander abge- stimmt sind, wird aus der wundervollsten Symphonie des Lebens eine krankhafte Katastrophe.

Jede Wandlungsphase enthält vier Meridiansysteme. Mit Ausnahme der Wandlungsphase Feuer, die vier Haupt-Meridiansysteme in sich vereint, gehören je zwei zu den anderen. Dabei wird wieder deutlich, daß insbe- sondere die Wandlungsphase Feuer die bedeutendste Wandlungsphase in der Regulation und somit der Steuerfunktionen ist.

Die einzelnen Meridiane stehen sich als Yin-Yang-Partner in der polaren Spannung gegenüber und ergänzen sich gegenseitig.

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane 71 Die Wandlungsphase Feuer Die Wandlungsphase Feuer beinhaltet die beiden

Die Wandlungsphase Feuer

Die Wandlungsphase Feuer beinhaltet die beiden Yin-Meridiane Herz und Kreislauf/Sexus sowie die beiden Yang-Meridiane Dünndarm und 3- Erwärmer. Als Yin-Yang-Partner stehen dem Herz-Meridian der Dünndarm-Meridian und dem Kreislauf/Sexus-Meridian der 3-Erwärmer gegenüber.

Yin

Yang

Herz-Meridian

Dünndarm-Meridian

Kreislauf/Sexus-Meridian

3-Erwärmer

Der Herz-Meridian steht zunächst einmal für das Organsystem des Herzens, dem großen Motor unseres Körpers. Wie in Kapitel III dargelegt, ist er aber auch für die Einschleusung der Nährstoffe in unsere Zellen ver- antwortlich. Gleichzeitig nimmt er auch die Schlüsselrolle beim Herz- Chakra ein, wie in Kapitel VIII erläutert. Das Herz steht für die Liebe und für die Annahme, die sich in der körperlichen Vereinigung im Kreislauf/Sexus auf der mütterlichen Schiene des Yin verwirklicht. Ebenso ist der Kreislauf für die enzymatischen Aktivitäten innerhalb unserer Zelle und unseres Körpers verantwortlich und bildet die Verknüpfung zu allen Gewebsanteilen.

Der Dünndarm-Meridian steht für die Aufspaltung der Nahrungsmittel. Er ist der „große Trenner“ der festen von den flüssigen Baubestandteilen und dient der Resorption von lebensnotwendigen Stoffen sowie der Trennung der lebensnotwendigen Stoffe von den Abfallstoffen. Auch ist er ein wich- tiger Mittler zum Immunsystem unseres Körpers.

Die Aktivität des 3-Erwärmers bezieht sich auf die zentralen Regulationssysteme unseres Körpers und ist der Mittler zwischen dem vegetativen Nervensystem und dem Hormonsystem. Die tiefgreifende Regulation unseres Körpers verlangt eine permanente Analyse und Synthese aller Körperfunktionen, quasi einen Mega-Computer, der den Ist-Zustand des Körpers bewertet, um dann durch Steuerimpulse das ganze System zu einem Fließgleichgewicht zu verbinden und in die Zukunft zu

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

führen. Somit ist der 3-Erwärmer quasi der Kopf des Fließgleichgewichts Mensch und seiner Fähigkeit zur Reaktion, Regulation und Kompen- sation.

Jeder Wandlungsphase sind bestimmte Zähne zugeordnet, dem Feuer das 8. Odonton.

Abbildung 11

Die Meridianverläufe (am Beispiel Kopf) Blase Gallenblase 3-Erwärmer Dünndarm Dickdarm Magen
Die Meridianverläufe (am Beispiel Kopf)
Blase
Gallenblase
3-Erwärmer
Dünndarm
Dickdarm
Magen

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

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Zähne spielen energetisch eine entscheidende Rolle und sind eine Art Sicherungssystem in ihrer reflektorischen Beziehung zu ganz bestimmten Organsystemen. Daher sind die Zähne bestimmten Organsystemen zuge- ordnet und somit auch den entsprechenden Wandlungsphasen. Der Wandlungsphase Feuer sind die Weisheitszähne oben und unten zugeord- net.

Das 8. Odonton ist einer der Hauptstörbereiche in unserem Körper und mit der häufigste Störbereich in der biologischen Zahnmedizin. Der unte- re 8er wirkt sich insbesondere auf den Energiehaushalt, auf die peripheren Nerven, auf Herz, Dünndarm, Schulter, Ellenbogen und Ohr aus. Speziell der rechte untere 8er ist für das so weitverbreitete Krankheitsbild der Nebennierenschwäche der Frau verantwortlich, die mit dem Mangel an peripherem Cortison einhergeht, das unmittelbar gravierenden Einfluß auf die Struktur und die Ver- und Entsorgungsmechanismen des Bindegewebes hat.

Speziell der obere 8er wirkt sich auf das zentrale Nervensystem, auf die psychische Stabilität, auf den Hypophysenvorderlappen sowie auch auf Herz, Dünndarm, Schulter, Ellenbogen und das Innenohr aus.

In bezug auf den Herzinfarkt gilt immer noch der unwidersprochene und unwiderlegte Satz von Herrn Dr. Türk, Bad Pyrmont: „Kein Herzinfarkt ohne Weisheitszahnanamnese.“ Tatsache ist, daß wir bei allen Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt haben, eine solche Weisheitszahnbelastung finden und daß gerade die Stabilität des Weisheitszahnes der beste Schutz vor einem Herzinfarkt ist (natürlich neben anderen Risikofaktoren).

Die besonders häufigen Störungen des Weisheitszahnes, vor allem die mangelhafte Entwicklung, die Unfähigkeit, sich in die Zahnreihe ein- zugliedern oder auch seiner Verlagerung oder Nicht-Anlage sind als deut- liche Zeichen der Schwäche der Wandlungsphase Feuer zu bewerten.

Als Schaltzentrale zum Schleimhautsystem gelten die Nasennebenhöhlen, die ebenfalls reflektorisch auf den Körper einwirken. Auch die einzelnen Nasennebenhöhlen sind streng bestimmten Wandlungsphasen zugeord- net. Bei der Wandlungsphase Feuer ist dies der Sinus cavernosus.

Eine weitere Beziehung besteht zwischen den Wandlungsphasen und den 5 Tonsillen des Waldeyerschen Rachenringes. Diese 5 Tonsillen sind wie-

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

derum Schaltzentralen zu unserem immunologischen System. Die Tonsilla lingualis, die Zungenmandel, ist hierbei der Wandlungsphase Feuer zuge- ordnet.

ist hierbei der Wandlungsphase Feuer zuge- ordnet. Die Wandlungsphase Erde Die Wandlungsphase Erde beinhaltet

Die Wandlungsphase Erde

Die Wandlungsphase Erde beinhaltet die beiden Yin-Meridiane Milz/Pankreas und Organdegenerationsgefäß sowie die Yang-Meridiane Magen und nervales Degenerationsgefäß. Hierbei stehen als Yin-Yang- Partner Milz/Pankreas-Meridian, Magen-Meridian und das nervale Degenerationsgefäß sowie das Organdegenerationsgefäß in einer synergisti- schen Polarität zueinander.

Yin

Yang

Milz/Pankreas Meridian

Magen-Meridian

Organdegenerationsgefäß

Nervales Degenerationsgefäß

Das Element Erde definiert sich insbesondere als das „nervige“ Element. Es ist das sensibelste Element, das zu Überreaktionen neigt und therapeu- tisch am schwersten zu beeinflussen ist.

Der Milz/Pankreas-Meridian beinhaltet die beiden Organsysteme Milz und Bauchspeicheldrüse. Die Milz erfüllt auch eine wichtige Funktion bei der Blutneubildung, Blutreifung und dem Abbau veralteter Blutkörperchen. Ebenso hat sie neben der Thymusdrüse einen wichtigen Anteil an unserem Immunsystem. Die Milz ist auch der Sitz unserer geistigen Inspiration, wie wir im Kapitel XX über die Lebensenergie darlegen werden.

Die Bauchspeicheldrüse ist eines unserer stummsten Organe, aber auch das Organ, welches uns den Streß der Yang-Gesellschaft am meisten übel- nimmt. In der Bauchspeicheldrüse vereinigen sich alle Stoffwechsel- impulse miteinander. Daher ist eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung immer auch durch den gravierenden Zusammenbruch des Stoffwechsels gekennzeichnet.

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

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Dem Yin-Meridian Milz/Pankreas steht der Magen-Meridian als Yang-Partner gegenüber. Der Magen ist unser sensibelstes, ja hypersensibelstes Organ. Am Magen und über den Magen nehmen wir alles auf, physisch wie psychisch und verarbei- ten alles. Nirgendwo zeigen wir eine solche Sensibilität wie am Magen.

Nirgendwo zeigen wir eine solche Sensibilität wie am Magen. Das Organdegenerationsgefäß definiert die

Das Organdegenerationsgefäß definiert die Stoffwechselsituation unseres Körpers und steht somit unmittelbar auf der Yin-Schiene mit dem Pankreas-Meridian in Einklang. Das nervale Degenerationsgefäß erfüllt auf der Yang-Schiene seine Aufgabe im Einklang mit dem Magen-Meridian. Nicht umsonst stehen sich Organdegenerationsgefäß und nervales Degenerationsgefäß als Yin-Yang-Partner gegenüber, denn gerade über das Organdegenerationsgefäß wird unser Stoffwechsel angeregt.

Im Zahnbereich ist der Wandlungsphase Erde das 4. und 5. Odonton unten sowie das 6. und 7. Odonton oben zuzuordnen. Die Verknüpfung zum Schleimhautsystem findet die Wandlungsphase Erde über die Kiefer- höhle, den Sinus maxillaris. Gerade über die Kieferhöhle wiederum kann eine Fülle von Kettenreaktionen und übergreifenden Reaktionen auch auf andere Wandlungsphasen gefunden werden.

Die spezifische Tonsille des Waldeyerschen Rachenringes ist die Kehlkopfmandel, die Tonsilla laryngea.

Rachenringes ist die Kehlkopfmandel, die Tonsilla laryngea. Die Wandlungsphase Metall Bei der Wandlungsphase Metall

Die Wandlungsphase Metall

Bei der Wandlungsphase Metall finden wir die beiden Yin-Meridiane Lungen-Meridian und Bindegewebiges Degenerationsgefäß und die Yang- Meridiane Dickdarm-Meridian und Hautdegenerationsgefäß. Hierbei ergänzen sich als Yin-Yang-Partner der Lungen-Meridian mit dem Dick- darm-Meridian und das Bindegewebige-Degenerationsgefäß mit dem Haut-Degenerationsgefäß.

Somit beinhaltet das Element Metall die beiden großen Entgiftungsorgane Dickdarm und Lunge.

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

Yin

Yang

Lungen-Meridian

Dickdarm-Meridian

Bindegew. Degenerationsgefäß

Haut-Degenerationsgefäß

Über die Lunge scheiden wir alle flüchtigen Schlackenstoffe unseres Körpers aus, somit ist sie ein wichtiges Organ für die Einregulierung des Säure-Basen-Haushaltes. Die gesamte Versorgung mit Sauerstoff erfolgt über die Lunge. Die Lunge ist die Pforte, durch die der Atem des Lebens in unseren Organismus eindringt (siehe hierzu auch Kapitel XX) und spielt daher energetisch für unseren Organismus eine große Rolle. Da die Lunge so selbständig arbeitet, wird sie von vielen naturheilkundlichen Therapeuten in ihrer Bedeutung für das Fließgleichgewicht sehr unter- schätzt.

Der Dickdarm ist mit einer Oberfläche von ca. 400 m 2 unser größtes Konzentrations- und vor allem auch Ausscheidungsorgan. Auf der Schleimhaut des Dickdarms haben wir die größte Ansammlung von uns positiv gesinnten Keimen und die unterschiedlichste Bakterienflora. Wichtige Nährstoffe und Vitamine können wir nur über den Dickdarm mit Hilfe dieser Bakterien resorbieren, und gerade hierüber scheiden wir den Großteil der Schlackenstoffe aus. Mit der Ausscheidung ist hier nicht nur der Stuhlgang gemeint, sondern vor allem auch die aktive Ausschleusung toxischer Stoffe durch die Schleimhaut in den Dickdarm, von wo sie in das Darmlumen weitergeleitet und schließlich über den Kot ausgeschieden werden.

Außerdem sind alle Schleimhäute, gleichgültig, wo sie sich in unserem Körper befinden, direkt von der Dickdarmfunktion abhängig. Über den Dickdarm definiert sich die Milieusituation der Schleimhaut nicht nur im Dickdarm, sondern auf allen übrigen Schleimhäuten des Körpers.

Somit kann es ohne eine stabile Situation des Dickdarms keine gesunde Lungen-, Vaginal-, Mund- und Nasenschleimhaut geben. Daher haben die naturheilkundlichen Ansätze sämtlicher Schleimhauttherapien immer am Dickdarm ihren Ausgangspunkt.

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridia ne

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Wie logisch ist es da, daß sich das größte kompensatorische Ausleitungs- organ unseres Körpers, nämlich die Haut *, ebenfalls in der Wandlungsphase Metall befindet. Auch die Haut ist in der naturheilkund- lichen Therapie häufig ein völlig unterschätztes System, obwohl sie das größte (Sinnes)Organ unseres Körpers ist.

Zum einen ist sie natürlich die äußere Hülle, die unseren Körper umgibt, zum anderen steht sie wiederum mit allen Organsystemen unseres Körpers über die sogenannten Hautreflexzonen in Verbindung. So können wir auf der Haut eine Leberzone, eine Milzzone, eine Gallenblasenzone usw. unterscheiden, die sowohl lymphatisch als auch über das Nervensystem mit dem jeweiligen Organsystem in Verbindung steht.

Viele naturheilkundlichen Therapieverfahren wie die Neuraltherapie, die Akupunktur, das Baunscheidtieren, das Schröpfen oder alle Reflexzonen- Therapien nutzen die Zusammenhänge der Hautreflexzonen mit dem daran gekoppelten Organsystem. Auch die Massage, die Lymphdrainage, die Wasseranwendungen des Sebastian Kneipp, alle Farbtherapien, Sauna- therapien, Basen- und Salzbäder basieren auf diesen Zusammenhängen.

Jede einzelne Hautzone steht jedoch nicht nur mit dem Organsystem in Verbindung. Vielmehr werden auch sämtliche von der Haut aufgenomme- nen Informationen ebenfalls zum Gehirn weitergeleitet und lösen hier zen- trale Regulationsvorgänge, wie z. B. Mehr- oder Minderdurchblutung der daran gekoppelten Organsysteme, aus.

Die Haut wird auch als „Spiegel der Seele“ bezeichnet und drückt unser physisches und psychisches Wohlbefinden aus. Doch damit nicht genug. Die Haut ist auch unser größtes kompensatorisches Ausleitungsorgan. Das bedeutet, daß alles, was der Körper z. B. über den Dickdarm nicht aus- scheiden kann, über die Haut ausgeschieden wird.

Die chinesische Medizin hat hierzu einen sehr drastischen, aber deshalb um so ernster zu nehmenden Spruch:

* Weitere Informationen über die Haut und die richtige Hautpflege finden Sie im Internet unter www.dermatologisches-privatinstitut.de/hautpflege.

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

Was Dickdarm und Lunge nicht ausscheiden können, muß die Niere ausscheiden. Was die Niere nicht ausscheiden kann, muß die Haut ausscheiden. Was die Haut nicht ausscheiden kann, führt zum Tode.

Es gibt deshalb kaum einen dümmeren Therapieansatz, als bei Hauterkrankungen nur die Haut zu diagnostizieren und zu therapieren! Hautprobleme sind immer innere Probleme. Sehr häufig sind es Aus- scheidungsprobleme und - im Zusammenhang mit der Wandlungsphase Metall - auch Dickdarmprobleme.

Somit kommt der Haut in der naturheilkundlichen Medizin die Funktion des wichtigsten Reaktions-, Regulations- und Kompensationsorgans zu.

Das Bindegewebe hat ebenfalls mehrere Funktionen. Als erstes dient es natürlich als Stütze und Halt unserer Organe und Gewebearten. Es gibt keine Zelle in unserem Körper, die nicht in Zusammenhang mit dem Bindegewebe steht. Gerade über das Bindegewebe laufen sämtliche Ver- und Entsorgungsmechanismen der einzelnen Organzellen ab. Nur ein funktionsfähiges Bindegewebe kann die Funktion der Körperzellen auf- recht erhalten. Mit anderen Worten: Die Körperzellen können so gesund sein, wie sie wollen, ohne ein intaktes Bindegewebe können sie weder ver- sorgt noch von ihren Schlackenstoffen befreit werden.

Außerdem ist der Körper in der Lage, alle Giftstoffe, die er über seine Ausscheidungsorgane Niere, Blase, Leber, Galle, Haut und Lunge nicht ausscheiden kann, im Bindegewebe wie in einem Zwischenlager zu depo- nieren, um sie dann bei Verbesserung der Ausleitungsfunktionen wieder zu mobilisieren.

Natürlich ist diese Fähigkeit der Ablagerung von Giftstoffen nicht unbe- grenzt. Je höher die Toxinablagerung im Bindegewebe, um so mehr wird auch die Funktionsfähigkeit des Bindegewebes bei der Ver- und Entsorgung der Organzellen behindert. Die alte Medizin bezeichnete das Bindegewebe als „Vorniere“.

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

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So gilt gerade am Anfang der Umstellung der Lebensweise und der Therapie die besondere Aufmerksamkeit der Wandlungsphase Metall. Die Schaffung einer leistungsfähigen Ausleitung über Dickdarm und Lunge ist die Voraussetzung, daß Giftstoffe wieder mobilisiert werden können, die Haut in ihrer Funktion gestärkt wird und das Bindegewebe sich ent- schlacken kann, so daß der Zellstoffwechsel sich regenerieren kann. Die Wandlungsphase Metall ist somit, gerade am Beginn einer naturheilkund- lichen Behandlung, zumeist der Schwerpunkt der therapeutischen Blickrichtung.

Die zur Wandlungsphase Metall gehörenden Zähne sind der 6. und 7. Backenzahn unten sowie der 4. und 5. Backenzahn oben.

Hierzu ein weiterer wichtiger Hinweis aus der biologischen Zahnmedizin. Statistisch ist es unleugbar, daß der 1. Zahn, an dem eine Karies entsteht, an den Backenzähnen und speziell am 6. Zahn in der Zahnreihe unten auf- tritt. Die Schulmedizin erklärt dies damit, daß dieser Zahn ja auch der erste Zahn ist, der herauskommt. Nach dieser Logik müßte dann aber der obere 6. Backenzahn, der als nächster herauskommt auch der nächste sein, der mit Karies befallen ist. Aber es ist der 4. oder 5. Backenzahn oben. Somit kann die schulmedizinische Erklärung nicht stimmen.

Für uns liegt die Erklärung auf der Hand: Da die Kinder viel zu früh mit Unmengen an Zucker, Weißmehlprodukten und denaturierter Nahrung belastet werden, entwickelt sich in aller Regel eine Störung des Darms bzw. kann sich die Darmsituation, speziell im Dickdarm, nicht normal ent- wickeln. Die Folge davon ist eine Schwäche der Wandlungsphase Metall, die Folge davon auch eine Schwäche des daran gekoppelten Zahnsystems 6, 7 unten, 4, 5 oben, und die Folge dieser Schwäche ist dann logischer- weise die Karies.

Die Kopplung mit dem Schleimhautsystem des Körpers erfährt die Wandlungsphase Metall über die zugeordnete Nasennebenhöhle, den Sinus ethmoidalis.

Wichtig als Bindeglied des Metalls zum Immunsystem ist auch die zuge- ordnete Tonsille des Waldeyerschen Rachenrings, nämlich die Seitenstrangtonsille, die Tonsilla tubaria, die seitlich am Hals zu finden ist. Gerade bei Funktionsstörungen des Dickdarms kommt es hier zu Stauungen, mit dem Ergebnis, daß sich die Lymphe in den Kopf zurück-

80

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

staut und Ursache für eine Fülle von Beschwerden des Kopfes ist, z. B. Kopfschmerzen, chronische Nasennebenhöhlenreizungen, Schilddrüsen- vergrößerungen, etc.

Auch hier zeigt sich wieder, dass die Ursache chronischer Erkrankungen häufig nicht dort liegt, wo die Symptome sind.

Erkrankungen häufig nicht dort liegt, wo die Symptome sind. Die Wandlungsphase Wasser Die Wandlungsphase Wasser

Die Wandlungsphase Wasser

Die Wandlungsphase Wasser beinhaltet die Yin-Meridiane Nieren- Meridian und Lymph-Degenerationsgefäß sowie die Yang-Meridiane Blasen-Meridian und Allergiegefäß. Hierbei ergänzen sich synergistisch als Yin-Yang-Partner der Nieren-Meridian und der Blasen-Meridian sowie das Lymph-Degenerationsgefäß und das Allergiegefäß.

Yin Yang Nieren-Meridian Blasen-Meridian Lymph-Degenerationsgefäß Allergiegefäß Somit ist die Wandlungsphase
Yin
Yang
Nieren-Meridian
Blasen-Meridian
Lymph-Degenerationsgefäß
Allergiegefäß
Somit ist die Wandlungsphase Wasser der Beherrscher der bewegten und
unbewegten Körperflüssigkeiten. Als dieser ist sie natürlich auch ein wich-
tiges System für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems und für die ele-
mentar so wichtige Ausscheidung aller gelösten toxischen Substanzen.

Eine führende Rolle bei die Lebensenergie hat der Nieren-Meridian, wie wir das in Kapitel XX ausführlich darlegen werden. Die Funktions- fähigkeit der Nieren fordert den größten Respekt ab, denn täglich produ- zieren sie 190 l (!) Urin, sogenannten Primärharn, den sie dann auf 1 bis 1,5 l Endharn reduzieren und dabei die toxischen Stoffe konzentrieren müssen. Die Nieren tun dies in der Regel völlig stumm und haben dazu scheinbar wie im Überfluß doppelt so viele Nierenfunktionseinheiten, die sogenannten Glomeruli, zur Verfügung, wie sie es für ihre Ausscheidungs- funktion eigentlich benötigen. Daher kann ein Mensch auch mit nur einer Niere leben, aber nur, wenn er gesund ist.

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

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Auf der anderen Seite aber nehmen uns die Nieren Entgleisungen sehr übel: Reduziert sich die Anzahl der Glomeruli unter eine bestimmte Menge, gibt es kein Zurück mehr. Sind mehr als 60 % dieser Nierenfunktionseinheiten zerstört, ist der Weg in die chronische Nierendegeneration vorgegeben und nicht mehr umkehrbar.

Um die Funktion der Nieren zu gewährleisten und sie gesund zu erhalten, bedarf es im wesentlichen nur eines: Wasser, Wasser, Wasser, und zwar Wasser in möglichst reiner, klarer und energetisierter Form. *

Als Organ ist dem Blasen-Meridian die Blase zugeordnet und damit die Funktion der Ausscheidung. Daran gekoppelt ist das Genitalsystem. Beachten Sie hierbei, wie in Kapitel VIII erläutert, daß das Sakral-Chakra, das ebenfalls das Genitalsystem steuert, einzig der Wandlungsphase Wasser zugeordnet ist und diese solitäre Zuordnung sonst nur beim Element Feuer zu finden ist. Somit ist die Wandlungsphase Wasser - neben der Wand- lungsphase Feuer - ein entscheidendes System zur energetischen Steuerung unseres Körpers. Die Koppelung der Wandlungsphase Wasser mit der Wandlungsphase Feuer findet im 5. Chakra, dem Hals-Chakra, statt und dies besonders intensiv im Zusammenhang mit dem Kreislauf/Sexus- Meridian der Wandlungsphase Feuer.

Auch die Lymphe hat Kontakt mit allen Körperzellen. Insgesamt werden täglich etwa 2,4 l Lymphe in den Lymphknoten wie in einer perfekten Kläranlage komplett gereinigt und entgiftet, um nachfolgend wieder als hochwertiges Körperwasser im Körper zu zirkulieren. Natürlich steht die Funktion der Lymphe im direkten Zusammenhang mit unserem Immunsystem, das im wesentlichen aus den Bauteilen Thymus, Milz und Lymphgefäße sowie Lymphknoten aufgebaut ist.

Unter „Allergie“ verstehen wir immer die allergische Reaktion auf Blüten, Pollen oder ähnliches. Hierbei müssen wir uns bewußt machen, daß diese Form der allergischen Reaktion die überdrehte Reaktion des Immunsystems auf eine Substanz ist, die im Grunde genommen nicht bekämpfenswert ist, wie z. B. die Lindenblüten, Gräserpollen oder ähn- liches.

* Weitere Informationen über Wasser und Trinken finden Sie unter www.therapeutisches- haus.de und in dem Buch „Bioenergie-Therapie“ von Martin Keymer u.a. (s. Literaturverzeich- nis) und S. 206.

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

Hierbei dürfen wir aber nicht vergessen, daß die allergische Reaktion als solche eine wichtige Immunfunktion unseres Körpers ist. Nur weil unser Körper in der Lage ist, allergisch im positiven Sinne zu reagieren, ist das Immunsystem fähig, in unglaublicher Geschwindigkeit Immunabwehr- reaktionen in Gang zu setzen.

Somit laufen also auch beim völlig Gesunden permanent positive, kon- trollierte allergische Reaktionen ab, und es liegt an diesen allergischen Reaktionen, warum wir z. B. nach einer durchgemachten Kinderkrankheit gegen diese Krankheit immun sind.

Je gestreßter unser Immunsystem ist, um so eher neigt es zu allergischen Überreaktionen. Somit sind die Ursachen der Allergien häufig wieder in ganz anderen Ursachen zu sehen, nämlich in Problemen, die das Immunsystem stressen, hormonellen Fehlreaktionen und ähnlichem. Die allergische Reaktion als solche ist also nur das Symptom, auch wenn ein Heuschnupfen-Geplagter fürchterlich darunter leidet.

Der Wandlungsphase Wasser sind das 1. und 2. Odonton oben und unten, also die Schneidezähne, zugeordnet. Die Verknüpfung zum Schleimhautsystem findet sich über die so wichtige Stirnhöhle (Sinus fron- talis). Bei den Mandeln ist die Rachenmandel (Tonsilla pharyngei) dem Wasser zuzuordnen.

die Rachenmandel (Tonsilla pharyngei) dem Wasser zuzuordnen. Die Wandlungsphase Holz beinhaltet die Yin-Meridiane

Die Wandlungsphase Holz

beinhaltet die Yin-Meridiane Leber-Meridian und fettiges Degenerations- gefäß sowie die Yang-Meridiane Gallenblase und Gelenkdegenera- tionsgefäß. Synergistisch in der Yin- und Yang-Polarität stehen sich hier der Leber-Meridian und der Gallenblasen-Meridian sowie das fettige Degenerationsgefäß und das Gelenkdegenerationsgefäß gegenüber.

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Yin

Yang

Leber-Meridian

Gallenblasen-Meridian

fettiges Degenerationsgefäß

Gelenkdegenerationsgefäß

Die Wandlungsphase Holz ist das entscheidende System für die Verarbeitung von toxischen Substanzen, die erst in einen ausscheidungs- fähigen Zustand gebracht werden müssen, um dann über die Galle, über den Dickdarm, die Haut oder die Niere entgiftet zu werden. Diese Entgiftungsvorgänge sind die Grundvoraussetzung dafür, daß der Körper sich erneuern kann. Hierbei müssen wir uns bewußt machen, daß wir alle, also auch Sie, lieber Leser, im Grunde genommen nicht älter sind als zwei Jahre. Etwa 99 % aller Körperzellen werden im Zyklus von etwa zwei Jahren komplett erneuert.

Diese Zellerneuerung ist natürlich in den einzelnen Geweben sehr unter- schiedlich. Leberzellen oder Schleimhautzellen werden um ein Vielfaches schneller erneuert als andere Gewebsarten. Nur die Nervenzellen bleiben uns ein Leben lang erhalten.

Lassen Sie uns hier noch etwas verweilen, denn dies ist eine der positivsten Botschaften, die die Natur für uns bereithält. Gleichgültig, wie alt Sie sind oder wie alt Sie sich fühlen, gleichgültig, unter welchen Beschwerden Sie leiden mögen: wenn Sie die Voraussetzungen für ein gesundes Leben schaffen, Ihre Körperzellen sich gesund erneuern und in einem gesunden Milieu regenerieren können, haben Sie nach zwei Jahren einen fast neuen Körper! Der natürliche Alterungsprozeß ist also nicht eine Frage des Alters Ihrer Zellen, sondern des Körpers in seiner Gesamtheit im Zyklus des Lebens.

Dies ist ein schönes Beispiel für die Yin-Yang-Polarität. Nur durch das Absterben von Zellen wird der Platz für neue Zellen geschaffen, somit liegt im Leben der Tod, so wie im Yin ein Yang und im Yang ein Yin ist. Ja, das Zellsterben ist sogar die absolute Voraussetzung zum Leben! Dies ist schon im Mutterleib beim heranwachsenden Kind so. Beispielsweise ermöglicht erst das Absterben ganz bestimmter Zellen, daß sich überhaupt erst die Finger bilden können. Das Geheimnis des Lebens ist also nicht der

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

ewige Erhalt von Zellen, sondern das ständige Wechselspiel zwischen der Yin- und Yang-Polarität, zwischen Leben und Tod.

Dreh- und Angelpunkt dieser Zellerneuerung ist die Wandlungsphase Holz, und hier insbesondere die Leber, die dem Yin zugeordnet ist. Beachten Sie hier auch die der Leber zugeordnete Bedeutung des Flusses der Lebensenergie, wie in Kapitel XX beschrieben.

Die Leber hat also die Aufgabe, toxische Stoffe in ausscheidungsfähige Substanzen umzuwandeln. Für natürliche Substanzen, wie z. B. das Bilirubin, hat die Leber einen natürlichen Ausscheidungsmechanismus, nicht jedoch für die Umwelttoxine, die seit Beginn der Industrialisierung in unsere Umwelt eingebracht worden sind. Für ein Pflanzenschutzmittel z. B. gibt es keinen eigenen Ausscheidungsmechanismus. Die Leber arbei- tet hier mit einem Trick, indem sie diese Umweltnoxen an ganz bestimm- te Proteine bindet und so ausscheidungsfähig macht. Dies bedeutet natür- lich, daß gerade in der heutigen Zeit der massiven Umweltbelastung durch toxische Stoffe der Arbeitsaufwand für die Leber ungeheuer gestiegen ist.

Wie schon dargelegt, werden über den Darm alle Nährstoffe aufgenom- men. Hierbei gelangen aber auch toxische Substanzen in unseren Körper. Das ist leider nicht zu verhindern. Daher fließt das ganze Blut aus dem Darm zur Leber, um hier zunächst einmal gereinigt zu werden. Die Nährstoffe werden in den Körper weitergeleitet und über die Leber kon- trolliert im Körper verteilt. Was dieses doch recht kleine Organ leistet, ist wirklich ungeheuerlich und stellt die Leistungsfähigkeit jeder noch so großen Chemiefabrik in den Schatten.

Die Gallengänge schließlich sammeln alle von der Leber vorbereiteten toxischen Substanzen und leiten sie in den Dünndarm. Der Gallensaft hat hierbei zusätzliche wichtige Funktionen in der Verdauung, speziell in der Fettverdauung.

Der Gallenblasen-Meridian ist der längste Meridian unseres Körpers. Kein anderer Meridian hat so viele Akupunkturpunkte. Außerdem haben diese Akupunkturpunkte Zustimmungspunkte zu allen übrigen Meridian- systemen. Somit kommt dem Gallenblasen-Meridian eine entscheidende Rolle bei den Steuerfunktionen unseres Körpers zu. In der Akupunktur werden daher die Gallenblasenpunkte besonders häufig therapeutisch genutzt.

Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

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Auch im psychischen Bereich hat der Gallenblasenmeridian eine große Bedeutung. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt er als der Sitz der Seele.

Es ist nur logisch, daß ein System, das in einem solchen Umfang für die Entgiftung verantwortlich ist, auch vor der übermäßigen Flut von toxi- schen Substanzen geschützt wird.

Besonders bei völliger Überforderung der Leber lagern die beiden Speicher-Systeme Fettgewebe und der gesamte Bereich des Bewegungs- apparates diese Giftstoffe wie in einem Zwischendepot ein. Beide sind der Wandlungsphase Holz zugeordnet und neben dem Bindegewebe perfekte Speicher für toxische Substanzen. Gewichtszunahmen und Ausweitung des Fettgewebes sind eben nicht nur auf zu viele Nahrungsmittel zurückzu- führen, sondern sind für den Körper auch eine legitime Möglichkeit, Toxine einzulagern.

Daher sollte jede Abmagerungsdiät mit Entgiftungsmaßnahmen kombi- niert werden. Auch die in der Regel nur kurzfristigen Erfolge irgend- welcher Diäten zeigen dieses Problem an. Der Körper ist gar nicht gewillt, seine Fettdepots zu reduzieren, sondern geradezu darauf erpicht, nach einer durch Diät erzwungenen Reduzierung der Fettdepots, diese wieder sehr rasch aufzubauen, da sonst die Wandlungsphase Holz überlastet wer- den würde.

Es gibt kein Problem des Bewegungsapparates, das nicht unmittelbar mit der Wandlungsphase Holz und mit der Leber-/Galle-Funktion verknüpft ist. Auch hier finden wir in der Regel über die Wandlungsphase Holz eine Toxinüberlastung, die, im Bewegungsapparat eingelagert, Schäden hervor- rufen kann. Rheuma ist z. B. keine Infektionskrankheit, sondern die Folge von jahre-, jahrzehntelanger Überlastung der Wandlungsphase Holz. Natürlich spielen auch andere Faktoren hier mit hinein, aber die eigentli- che, versteckte Ursache ist immer in den Belastungen des Leber-/Galle- systems und somit in der Schwäche der Wandlungsphase Holz zu suchen.

Im Zahnbereich sind der Wandlungsphase Holz die Eckzähne oben und unten, das 3. Odonton zuzuordnen. Die Verknüpfungsstelle zum Schleimhautsystem ist die Nasennebenhöhle Sinus sphenoidales, und die Verknüpfung zum Immunsystem die Gaumenmandel, die Tonsilla palatina. Die Gaumenmandel ist energetisch die führende Mandel des

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Die 5 Wandlungsphasen und die Meridiane

Waldeyerschen Rachenrings und auch energetisch das wichtigste Immun- gewebe. Dadurch erklärt sich auch, warum alle Leber-/Galleerkrankungen immer mit einer massiven Schwäche des Immunsystems, vor allem in der Reaktionsfähigkeit, einhergehen. Gerade das Immunsystem nimmt für seine Arbeit Unmengen an Zellverlusten in Kauf. Daher ist es auch logisch, daß gerade die Wandlungsphase Holz als das wichtigste System der Zellerneuerung der Tonsilla palatina, der führenden Tonsille unseres Körpers, zugeordnet ist.

Dies erklärt auch, warum die operative Entfernung der Gaumenmandel einen gravierenden Einschnitt in die immunologische Ausgangsleitung dar- stellt!

Die Zuordnung körperlicher Symptome und Schmerzbilder

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XII

Die Zuordnung körperlicher Symptome und Schmerzbilder zu den 5 Wandlungsphasen

W ie Sie im Kapitel X gelesen haben, werden ganz bestimmte Wirbelsegmente den einzelnen Wandlungsphasen zugeordnet. In Kapitel XI haben Sie viel über Organfunktionen im

Zusammenhang mit den einzelnen Meridianen erfahren.

Am Ende des Kapitels XI haben wir die Probleme des Bewegungsapparates und damit des Gelenkdegenerationsgefäßes in Bezug zu der Wandlungsphase Holz gesetzt. Die Verknüpfungen der einzelnen Wandlungsphasen untereinander lassen nun bestimmte Organ-Schmerz- bereiche direkt den einzelnen Wandlungsphasen zuordnen. Diese Zuordnungen erklären sich in der Regel über den Verlauf der Akupunkturmeridiane. Durch die Querverbindungen, die die Meridiane untereinander haben, sind diese Hinweise aber nur Hinweise und keine Zwangsläufigkeiten.

Hinweise aber nur Hinweise und keine Zwangsläufigkeiten. Wandlungsphase Feuer So finden wir bei Irritationen der

Wandlungsphase Feuer

So finden wir bei Irritationen der Wandlungsphase Feuer häufig den Schläfenkopfschmerz, die Trigeminusneuralgie, Schulter- und Nacken- schmerzen aller Art (speziell des Musculus sternocleidomastoideus), Muskelhartspann (Myogelosen) im Halswirbelsäulenbereich, schmerzende Finger, besonders der Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger, Beschwerden des Armes, besonders des Ellenbogens, speziell des Tennisarms, Schulterschmerzen, Schmerzen am Brustbein, Beschwerden des 5., 6., 7. Brustwirbels sowie des 1., 2. und 3. Steißbeinwirbels. Auch Beschwerden des Mastoids und des Mittelohrs sind häufig der

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Die Zuordnung körperlicher Symptome und Schmerzbilder

Wandlungsphase Feuer zuzuordnen, ebenso Beschwerden des Uterus (Gebärmutter), die gesamte Hormonirritation, speziell auch die der Schilddrüse, alle Blutgefäßerkrankungen und Irritationen von Herz und Dünndarm.

Wandlungsphase Erdeund Irritationen von Herz und Dünndarm. An Irritationen der Wandlungsphase Erde müssen wir bei

An Irritationen der Wandlungsphase Erde müssen wir bei Trigeminusneuralgien, besonders im 2. und 3. Ast, bei Entzündungen des Augennervs, bei dem sog. Karpaltunnel-Syndrom, bei Nackenproblemen, speziell bei Auf- und Abbewegung des Kopfes, Schmerzen am Zeige- und Ringfinger sowie bei der 1. und 2. Zehe, Schmerzen vor allem an der Beinvorderseite sowie Knieschmerzen und Probleme an der Kniescheibe, Probleme mit dem 3. Halswirbel, dem 6., 11. und 12. Brustwirbel sowie dem 1. Lendenwirbel denken.

Auch Halsschmerzen im hinteren Bereich, Brusterkrankungen und vor allem psychosomatische Reaktionen laufen häufig über die Wandlungs- phase Erde ab.

Wandlungsphase Metalllaufen häufig über die Wandlungs- phase Erde ab. Bei der Wandlungsphase Metall können Irritationen

Bei der Wandlungsphase Metall können Irritationen typischerweise Sehnenscheidenentzündungen hervorrufen, besonders auch den Tennisarm mit Schwerpunkt der Schmerzen im Innenbereich, Schmerzen des Musculus sternocleidomastoideus und Musculus deltoideus (Schulter und Rücken), Probleme mit dem Daumen und dem Zeigefinger, Hüftbeschwerden, Kreuz-Darmbein- und auch Kniebeschwerden sowie Beschwerden des 5., 6., 7. Halswirbels, 1., 2., 3., 4. Brustwirbels und 4. und 5. Lendenwirbels.

Auch Probleme mit dem Gehörgang, Blinddarm, mit fettigen und vor allem spröden Haaren, brüchigen Fingernägeln sowie sämtliche Bindegewebsschwächen deuten auf die Irritation der Wandlungsphase Metall hin.

Die Zuordnung körperlicher Symptome und Schmerzbilder

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Wandlungsphase WasserDie Zuordnung körperlicher Symptome und Schmerzbilder 89 Die Irritationen der Wandlungsphase Wasser rufen häufig

Die Irritationen der Wandlungsphase Wasser rufen häufig Trigeminusneuralgien des 1. Astes, Beschwerden des Musculus latissimus dorsi (Rücken), des kleinen Fingers, Ischialgien, Lumbalgien, Nacken- schmerzen, besonders bei seitlichem Drehen des Kopfes, Knieschmerzen hinten, Schmerzen in der Fußmitte und Sprunggelenksprobleme hervor. Häufig zeigen sich gerade hier die Ischialgien und Lumbalgien, die Irritationen des 2. Halswirbels, des 2. und 3. Lendenwirbels und des 4. und 5. Sakralwirbels. Sämtliche Irritationen des Unterleibs, sämtliche lym- phatischen und immunologischen Probleme sowie alle allergischen Reaktionen sollten uns speziell an die Wandlungsphase Wasser denken lassen.

Wandlungsphase Holzuns speziell an die Wandlungsphase Wasser denken lassen. Die Wandlungsphase Holz steht für sämtliche Probleme des

Die Wandlungsphase Holz steht für sämtliche Probleme des Bewegungsapparates und ist häufig auch bei oben benannten Problemen mit beteiligt. Besonders bei Knie- und Hüftschmerzen jeglicher Form, bei sämtlichen Bänderschwächen und bei Verspannungen der Muskulatur, besonders aber im Schulter-Armbereich. Auch bei Problemen der großen Zehe und der 4. Zehe, der Brustwirbel 8, 9 und 10, des Kreuzbeins sowie bei fettigen Geschwülsten oder übermäßiger Fetteinlagerung sollte die Wandlungsphase Holz Beachtung finden.

Einen direkten Hinweis auf die Wandlungsphase Holz, besonders auf die Gallenblase, bieten die Irritationen des 1. und 2. Halswirbels (Atlas, Axis).

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Die Aufgabenbereiche der Wandlungsphasen in bezug zum Jahresrhythmus

Wir müssen die Natur nicht als unseren Feind betrachten, den es zu beherrschen und überwinden gilt, sondern wieder lernen, mit der Natur zu kooperieren. Sie hat eine viereinhalb Milliarden Jahre lange Erfahrung. Unsere ist wesentlich kürzer.

Hans-Peter Dürr

Dt. Physiker, Altern. Nobelpreisträger

Die Aufgabenbereiche der Wandlungsphasen in bezug zum Jahresrhythmus

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XIII

Die Aufgabenbereiche der einzelnen Wandlungsphasen in bezug zum Jahresrhythmus

S o wie jede Wandlungsphase einer Jahreszeit entspricht (s. Kapitel II, S. 19), entspricht auch die Jahreszeit bestimmten Funktionszuständen in unserem Körper, die in der gesamten Jahresrhythmik von ent-

scheidender Bedeutung sind. Die maximale Entwicklung der Energie der einzelnen Wandlungsphase in ihrer Jahreszeit hat dadurch Auswirkungen auf alle übrigen Wandlungsphasen und auf die Weiterentwicklung der Lebensenergie (siehe Kapitel XX) sowie die Funktionszustände im Körper.

Jeder Jahreszeit in der Rhythmik der Natur können wir somit einen hauptsächlichen Aufgabenbereich zuordnen. Die Logik der energetischen Rhythmik läßt sich am besten darlegen, wenn wir mit dem Sommer begin- nen.

Sommerzeit - Feuerzeit - Steuerzeit

Wie wir insbesondere im Kapitel VIII in bezug auf die Chakra-Lehre dar- gelegt und im Kapitel XI ausgeführt haben, enthält das Element Feuer vier Hauptmeridiane. So ist die Sommerzeit und damit die Zeit der Wandlungsphase Feuer entscheidend für die Regulationsvorgänge in unse- rem Körper. Nachdem nun die Entgiftungsphase im Frühjahr durchlaufen und das dynamische Wachstum in Gang gesetzt worden ist, entwickelt und entfaltet sich, ja, explodiert die dynamische Kraft des Wachstums förmlich. Speziell die gesamte dreiteilige zentrale Steuerung mit der neurovegetati- ven Steuerung, der Steuerung der Körperflüssigkeiten (neurohumoral) und der Steuerung des Hormonsystems (neurohormonell) durchdringt den gesamten Körper und alle biokybernetischen Regelkreise über sämtliche Regulationssysteme hinweg. Die sich nun voll entwickelnde Fähigkeit des Körpers zu regulieren geht nahtlos in die Erdezeit, die Zeit der Enzyme, des Immunsystems, der Einregulierung des Blutes, des Stoffwechsels und

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Die Aufgabenbereiche der Wandlungsphasen in bezug zum Jahresrhythmu s

des Nervensystems über. Der Schwerpunkt sollte nun auf der Stützung der Regulationssysteme liegen. Alle Blockaden, die von außen auf diese Regulationssysteme einwirken, wie z. B. E-Smog, Geopathie, aber auch Medikamente, sollten gemieden werden. Zu keiner Zeit des Jahres kann die energetische Gesamtsituation so intensiv aufgebaut, die energetische Steuerung des Körpers so gut verbessert und die Funktion der biokyber- netischen Regelkreise zueinander so leicht geordnet werden, wie in der Sommer-, Feuer- und Steuerzeit.

Die Zeit des Verliebens, das Frühjahr, geht über in die Zeit der Liebe. Es kommt zur explosionsartigen Entladung der in der Holzzeit freigesetzten Aktivität, die jetzt kraftvoll und in alle Richtungen zu sprühen beginnt. Es ist die Zeit, in der wir Mut schöpfen, auch einmal aus uns herauszugehen, Grenzen zu überwinden, ja, sie förmlich zu überspringen, um voller Tatendrang und Akti- vität unser Leben auch in andere Bahnen zu lenken.

Akti- vität unser Leben auch in andere Bahnen zu lenken. Aber es ist auch die Zeit,

Aber es ist auch die Zeit, in der die Schmerz- und Schlafmittel sowie die Tranquilizer eine so verheerende Wirkung haben, denn gerade diese blockieren unsere zentralen Regulationsvorgänge. Wir müssen uns vor Überstimulation durch Streß und äußere Einflüsse schüt- zen, wir müssen unsere Psyche pflegen, Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee und stark stimulierende Gewürze meiden und die Fülle an Zusatzstoffen auf ein Minimum reduzieren.

Spätsommer - Erdezeit - Stoffwechselzeit

Nun konzentriert sich der betörende Jahresrhythmus der Energie- verteilung auf die Wandlungsphase Erde und damit auf die Stabilisation des Stoffwechsels und der Körperzellen. Die Bauchspeicheldrüse mit ihren Enzymen bewirkt eine optimale Ausnutzung des Speisebreis und sorgt für die Verteilung der Lebensmittel sowie eine optimale Nutzung der Nährstoffe innerhalb der einzelnen Zellen. Sinnbildlich dargestellt: wir ernten die Früchte der Erde.

Die Stärkung des Stoffwechsels bewirkt eine Stabilisierung des Immunsystems und des Blutes. Das Nervensystem - und damit auch der empfindliche Magen - können auf diese Reserven zurückgreifen, sie stüt- zen und stabilisieren. Wie die Frucht im Spätsommer heranreift, so kon-

Die Aufgabenbereiche der Wandlungsphasen in bezug zum Jahresrhythmus

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zentriert sich nun auch unsere Lebensenergie auf die Zeit der Reife - phy- sisch wie psychisch.

Herbst - Metallzeit - Schleimhautzeit

Da alle Schleimhäute vom Dickdarm abhängig sind, ist dies die Zeit, in der wir unsere Schleimhäute stabilisieren müssen. Sie stellen - gekoppelt mit der Lunge und der Haut - unsere Abgrenzung nach außen dar. Die Stärke der Schleimhaut bedingt eine Stabilität unserer inneren Werte, das Besinnen auf sich selbst, stabilisiert das Immunsystem, stützt unsere immunologische Ausgangsfähigkeit und stärkt uns für den Winter, die Zeit der Infektionen, aber auch der Ruhe in unserem Körper. Wir können die innere Einkehr des Winters nur dann voll durchleben, wenn wir uns nach außen gut abgrenzen können - denn dann sind wir wahrlich wir selbst.

Winter - Wasserzeit - Zeit der Körperflüssigkeiten

selbst. Winter - Wasserzeit - Zeit der Körperflüssigkeiten Der Winter ist die Zeit, in der wir

Der Winter ist die Zeit, in der wir alles verlangsamen. Es ist die Zeit, in der wir uns am besten auf unsere Yin-Energie zentrieren können, die in dem Nieren-Chi (siehe Kapitel XX) begründet ist. Es ist die Zeit, in der alles langsamer wird, in der alles nach innen geht, um hieraus die neue Lebenskraft hervorzubringen.

Es ist die Zeit aller bewegten und unbewegten Körperflüssigkeiten, also auch der Gewebs- und Zellflüssigkeiten, die sich nun regenerieren. Diese Regeneration ist besonders essentiell für uns, denn wir bestehen zu über 70 % aus Wasser. Es ist die Zeit unserer psychischen inneren Einkehr, indem wir das Erlebte des Jahres in das neue Jahr einmünden lassen, in der wir die Yin-Energie des Körpers stärken und somit die Polarität des Yin und Yang wiederherstellen. Damit entspricht der Sommer zum Winter der Polarität der Yang-Zeit Sommer zur Yin-Zeit Winter.

Frühjahr - Holzzeit - Entgiftungszeit

Der betörende Rhythmus der Natur, dem alle Lebewesen und damit auch wir unterworfen sind, mündet nun in die Wandlungsphase Holz. Der Winter neigt sich dem Ende zu, die eher trägere Aktivität der

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Die Aufgabenbereiche der Wandlungsphasen in bezug zum Jahresrhythmus

Körperflüssigkeiten und die Verlangsamung unseres Stoffwechsels setzen sich nun in das Energiepotential des Frühjahrs, in das Wachstum der Natur, um. Entscheidend hierbei ist, daß nun die im Körper abgelagerten Schlacken entgiftet und verstoffwechselt werden müssen, um die Wachstumsenergie voll entfalten zu können.

Niemals im ganzen jahreszyklischen Geschehen kann die Entgiftung so tiefgreifend in dynamische Energie umgesetzt werden wie in der Holzzeit des Frühjahrs. Kein Organ ist so prädestiniert dafür wie die Leber, und nie- mals im Jahreszyklus erreichen wir mehr die Fähigkeit über alle Wandlungsphasen und Meridiansysteme hinweg in diesen Entgiftungs- zyklus einzumünden.

Die Trägheit des Winters geht über in die Dynamik des Frühjahrs mit sei- nem natürlichen Kraftpotential. Das Frühjahr ist energetisch auch der Beginn des Jahres. Im Jahreszyklus ist es die Initialzündung zum Prozeß des Gesundwerdens und des Gesundbleibens. Niemals im Jahr wird die Bereitschaft des Körpers zur Ingangsetzung der Selbstheilungsreaktionen so groß sein, wie in dieser Zeit.

Aber auch zu keiner anderen Zeit im Jahreszyklus reagiert das Regulationssystem so überempfindlich auf blockierende, retoxische Medikamente. Mit anderen Worten: Was Sie im Frühjahr anregen, wird sich wie ein roter Faden durch den gesamten Jahreszyklus ziehen. Der dynamische Prozeß des Frühjahrs wird die Lebensenergie und Vitalität im ganzen Jahr tragen. Nicht umsonst war die Entgiftungszeit in der Holzzeit schon im alten Ägypten und in den Hochkulturen der Perser und Inder bekannt und setzt sich durch die Medizingeschichte fort. Die Frühjahrszeit ist die Entgiftungszeit und unmittelbar an die Aktivität der Wandlungs- phase Holz gekoppelt.

Die besondere Bedeutung der Fastenzeit

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XIV

Die besondere Bedeutung der Fastenzeit

A uch die Fastnacht als das Zeichen der Zeit der Freude und der

gegenseitigen Begegnung (eine absolute Yang-Zeit) zeigt das Ende

der Stauung und der mangelnden Bewegung der Winterzeit an. Sie

leitet in die Fastenzeit (eine absolute Yin-Zeit) ein, die nach dem Ausbruch der Lust und der Begierde, dem Verstecken der Gesichter durch die

Masken das Abstreifen der vergangenen Zeit symbolisiert und in die Veränderung einmündet. Nicht umsonst bedeutet die Übersetzung des aus dem Lateinischen kommenden carne vale „Fleisch lebewohl“. Wir fasten, um in das Heil der Entsäuerung zu kommen.

Fasten bedeutet Entschlacken und nicht unbedingt Gewichtsreduktion. Aber dies ist natürlich auch die klassische Zeit der Gewichtsreduktion und der notwendigen Diäten. Wie unselig ist der Diätenwahn nach der Völlerei des Weihnachtsfestes. Das ist der falsche Zeitpunkt. Jetzt ist die Zeit der Abspeckkuren gekommen.

Das Frühjahr ist die Zeit der Entsäuerung und damit die Zeit der basen- spendenden Nahrung. Zu keiner Zeit des Jahres hat die Eiweiß- überernährung und das klassische Weißmehl-Frühstücksbrötchen mit Butter und Marmelade, kombiniert mit Kaffee und Zigarette, einen so schädlichen Einfluß. Nun sollte die Wandlungsphase Holz durch den Holz-Tee gestützt und durch basenspendende Nahrung, entsäuernde Basen-Salz-Bäder, Kneippsche Waschungen und Gallenkuren unterstützt werden. Wir sollten uns bewegen, um Sauerstoff in den Körper zu bringen und den Lymphfluß durch die Muskelpumpe in Gang zu setzen.

Nehmen Sie sich vor, jedes Jahr Ihre Frühjahrskur zu machen, evtl. auch unter Zurateziehung Ihres naturheilkundlichen Therapeuten. Sie werden das ganze Jahr davon profitieren!

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Die Wandlungsphase Feuer

96 Die Wandlungsphase Feuer Sommerzeit - Feuerzeit - Steuerzeit

Sommerzeit - Feuerzeit - Steuerzeit

Die Wandlungsphase Feuer

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Teil II

XV

Die Wandlungsphase Feuer 97 Teil II XV Die Wandlungsphase Feuer 21. Juni - 30. Juli A

Die Wandlungsphase Feuer 21. Juni - 30. Juli

A m 21. Juni beginnt die Zeit des Elementes Feuer, und wir genießen

den Sommer, den Höhepunkt des floristischen Daseins in Farbe,

Form und Blüte.

Der chinesische Philosoph Laotse beschreibt das Feuer-Element wie folgt:

Der Mittagsstand der Sonne ist das hellste Licht. Doch ebenso ist der Schatten der Nacht in ihr enthalten. Mitternacht ohne Vollmond, Dunkelheit pur, doch ebenso reflektieren die Gestirne den Tag in die Dunkelheit. Das Feuer ist letztendlich das Kind des Holzes und die Mutter der Erde.“

Im jahreszeitlichen Rhythmus übernimmt Feuer die Energie, die sich in der Wandlungszeit Holz bilden konnte. Der Körper ist entschlackt, die Zellen können über das Bindegewebe mit allen Nährstoffen und Sauerstoff ver- sorgt werden. Alles ist vorbereitet und kann sich nun entfalten.

Wie

schon zuvor erläutert, speziell auch in Bezug zu den Chakren (Kapitel

VIII

und XIII), wirkt keine Wandlungsphase so umfangreich auf die übri-

gen Wandlungsphasen ein und verfügt über so tiefgreifende Verknüpfungen wie die Wandlungsphase Feuer. Zu keiner Zeit des Jahres kann die energetische Gesamtsituation und -regulation des Körpers so

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Die Wandlungsphase Feuer

intensiv aufgebaut, die energetische Steuerung des Körpers so gut verbes- sert und die Funktion der biokybernetischen Regelkreise zueinander so leicht geordnet werden wie in der Feuerzeit vom 21. Juni bis zum 30. Juli.

In dieser Zeit kann die Wandlungsphase Feuer den ganzen Tag über mit dem Feuer-Tee gestärkt werden, auch unabhängig von der Organuhr und der Minimal- und Maximalzeit. Trotzdem ist besonders in den Maximalzeiten zwischen 11 Uhr und 15 Uhr und zwischen 19 Uhr und 23 Uhr an Stützung zu denken (vgl. Abb. 2).

Ohne weiteres können Sie den Tee auch als Eistee genießen und so dem Bedürfnis nach kühlen Getränken im Sommer nachkommen. Besonders bewährt hat sich in den Abendstunden auch ein Fußbad mit dem Feuer-Tee.

Gehören Sie zu denjenigen, die abends zwar müde sind, aber Probleme haben, zur Ruhe zu kommen, weil Ihre Gedanken ständig kreisen? Sie würden gerne schlafen, aber Sie wissen genau, daß Sie nicht einschlafen können, wie ein unruhiger Motor, der einfach weiterläuft? Dann sind sol- che Fußbäder das ganze Jahr über zu empfehlen. oder zumindest an den Tagen, an denen Sie diese Unruhe verspüren.

Besonders positiv spricht die Wandlungsphase Feuer gerade in der Sommerzeit an, wenn das Wetter aus dem Süden kommt und das heiße Sommerwetter vorherrscht, gerade auch, wenn Vollmond ist.

Wenn Sie besonders empfindlich auf den Geruch von Verbranntem oder Brennendem reagieren, Sie einen bitteren Geschmack im Mund haben, zu starkem Schwitzen neigen, sind das weitere Hinweise, die Wandlungsphase Feuer zu stärken.

Eine besondere Rolle kommt der Zunge zu, denn auch sie ist dem Feuer zuzuordnen, besonders dem Herzmeridian. Die Zunge ist der Sproß des Herzens, das heißt, das, was wir fühlen und lieben, können wir über die Zunge ausdrücken. Chronische Reizzustände der Zunge, Aphten, eiterige Entzündungen, rezidivierende Herpes-simplex-Infektionen und auch aller- gische Reaktionen sollten hier berücksichtigt werden. Eine blasse Zunge weist direkt auf den Herz-Meridian und auf funktionelle Herzerkran- kungen hin.

Die Wandlungsphase Feuer

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Charakteristisch ist auch, daß die echten Herzschwächen ihren Beschwerdehöhepunkt in der Zeit des Herzens von 11 Uhr bis 13 Uhr haben. Als Gegenmaßnahme empfiehlt es sich, sich hinzulegen und eine schonende Mittagsruhe zu gönnen.

Das Herz ist natürlich auch ein durch Angst besetztes Organ, weshalb Herzbeschwerden häufig nicht organischen, sondern psychischen Ursprungs sein können, z. B. bei Überdrehtheit und hysterischen Zu- ständen, z. B. in Zusammenhang mit Prüfungsstreß, oder hysterischem, irrationalem Verhalten. Charakteristisch sind die jungen Mädchen mit Herzbeschwerden, die dabei glauben, daß sie sterben müssen.

Da die Minimalzeit des Herz-Meridians zwischen 23 Uhr und 1 Uhr liegt, kann auch das Herz bei Schlafstörungen, besonders Einschlafstörungen, beteiligt sein oder auch exzessive Träume hervorrufen.

Die Irritation des Herz-Meridians führt zu einer Verlangsamung des Blutflusses, was toxische Stauungen zur Folge haben kann. Eine typische Erkrankung dieser toxischen Stauungen ist die Psoriasis, die Schuppenflechte. Eine Psoriasis, die nicht juckt, ist charakteristisch für den Herz-Meridian und somit die Wandlungsphase Feuer. Denken Sie jedoch an die Wandlungsphase Holz, wenn sie juckt.

Wie sehr das Herz an den Überreaktionen des Körpers beteiligt ist, kön- nen Sie z. B. an der deutlichen Erhöhung des Pulsschlages nach dem Verzehr eines Nahrungsmittelallergens feststellen. Das Nahrungs- mittelallergen führt zur Reizung des Yin-Yang-Partners Dünndarm und hierüber zur Erhöhung des Pulsschlags.

Herzerkrankungen haben ihren Ursprung häufig in den Kinder- krankheiten, wenn sie unvollständig durchlebt wurden oder wenn bei der Erkrankung eine blockierende Therapie, z. B. ein Antibiotikum gegeben wurde. Auch Impfungen können diese Reaktionen langfristig hervorrufen, insbesondere ist hier an Masern, Scharlach und Diphtherie zu denken. Dies kann von einem entsprechend ausgebildeten Therapeuten diagnosti- ziert und therapiert werden.

Homöopathisch ist das Herz gut durch Natrium muriaticum, Thuja und vor allem Aurum (Gold), auch in Kombination mit dem Feuer-Tee, beein- flußbar. Aurum kann auch als Konstitutionsmittel der Wandlungs-

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Die Wandlungsphase Feuer

phase Feuer bezeichnet werden. Der edle Charakter von Gold zeigt sich schon durch sein Gewicht, die Schwere, das Erdhafte und das Materielle. Eine weitere Eigenschaft ist die Weichheit und Dehnbarkeit, z. B. beim Blattgold. Die Farbphänomene des Goldes weisen auch auf die Farb- therapie, wie in Kapitel IX beschreiben, hin. Gold hat eine Mittlerstellung zwischen dem irdischen und dem kosmischen Aspekt und entspricht damit der Funktion des Herzens - speziell dem rhythmischen Geschehen zwi- schen Anspannung und Loslassen des Herzschlags, der Polarität des Zusammenziehens und Auseinanderdehnens, der Stauung und der fließenden Beschleunigung. Dies bringt das Blut in die Peripherie und ist Motor der Stoffwechseltätigkeit.

Die in der Konstitution dem Feuer-Element zugeordneten Menschen sind vollblütig. Ein typisches Beispiel hierfür war ein bayerischer Landesvater, der sich voller Tatendrang ständig als Dreh- und Mittelpunkt empfand und bewegte, alles unternahm, um diese Stellung und Funktion einnehmen zu können, um Selbstgefühl und materiellen Besitz zu erlangen. In der weite- ren Entwicklung kommt es zur Verstärkung des inneren Gleichgewichtes und zur Selbstbesinnung. Es wird die Harmonie des Herzrhythmus erreicht, Güte und Herzwärme werden zum Zentrum der Entwicklung. Stellen Sie sich einen Franz-Josef-Strauß-Typ vor, der sich zu einem zufrie- denen Almbauern in der Natur entwickelt hat. Der Aurum-Typ steht letzt- endlich in der Entwicklung hoch auf dem Berg als Vermittler und als höch- ster Punkt zwischen Himmel Yang und Erde Yin.

Dieser fast quälende Prozeß bereitet ihm physische und psychische Beschwerden. Er neigt zu Hysterie, zu Zwangsneurosen, zu Selbstzerwürf- nissen.

Feuer-Typen sollten abends um 20 Uhr den Feuer-Tee mit 5 Tropfen Aurum D30 zu sich nehmen, und sie werden deutliche Besserung erfahren. Besonders positiv sprechen sie auch auf Gold- und Gelbtöne an, auch über die Farbtherapie.

Auch beim Altersherzen und den sich entwickelnden Herzklappen- schwächen sollten Sie an die Wandlungsphase Feuer denken und speziell um die Mittagszeit den Feuer-Tee mit Aurum D10 und Strophantus D4 trinken. Gerade Aurum wirkt hier ausgleichend auf das Altersherz, da der ältere Mensch durch sein erreichtes Alter schon in der Mitte des seelischen Ausgleichs steht.

Die Wandlungsphase Feuer

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In der Sommerzeit kommt es gerade durch Störungen des Dünndarm- Meridians zu den klassischen Sommerdurchfällen, auch im Zusammen- hang mit der typischen Darmunruhe bei einem zu ausgiebigen Sonnenbad.

Der Dünndarm steht als wichtiges Mitglied der Viererkonstellation Magen, Dünndarm, Bauchspeicheldrüse und Gallenblase. Der Magen nimmt die Nahrungsmittel auf, muß sie aber dann in den Dünndarm wei- terleiten. Bei einer Schwäche des Dünndarms kommt es im Magen zum Stau der Nahrungsmittel, was zu Magenbeschwerden führt, die aber im Grunde genommen auf der Dünndarmschwäche beruhen.

Die Dünndarmfunktion wird von den Säften der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse unterstützt und ist somit auch von ihnen abhängig. Andererseits kann aber die Schwäche des Dünndarms den Fluß der Ver- dauungssäfte hemmen und somit zu Stauungen und Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse und der Galle führen. Bei Störungen der Nähr- stoffaufnahme, besonders natürlich bei denen, die der Feuer-Konstitution zuzuordnen sind, ist immer auch an die Wandlungsphase Feuer und an den Dünndarm zu denken. Wenn Sie sich versuchsweise einmal einen heißen Wickel mit Feuer-Tee am besten zur Mittagszeit auf den Bauch legen und Ihre Beschwerden sich dadurch verbessern, haben Sie ein eindeutiges Zeichen, daß dieser Weg richtig ist.

Ein weiteres wichtiges Kapitel sind die Blähungen, hier vor allem die gestauten Blähungen. Der Bauch ist wie aufgedunsen, aber die „Winde wollen nicht abgehen“. Sie können sich dann am höchsten Punkt des Dickdarms, nämlich der linken oberen Dickdarmkurve ansammeln und solche Ausmaße annehmen, daß sie das Zwerchfell hochdrücken und dadurch das Herz abknicken. Folge davon ist eine akute Verschlechterung der Durchblutung der Herzmuskulatur, die mit Herzbeschwerden einher- geht (Roemheld-Syndrom). Die eigentliche Ursache für diese Herzbe- schwerden ist aber eigentlich die Dünndarmschwäche der Wandlungs- phase Feuer und nicht das Herz.

Der Dünndarm ist häufig auch der Ort, an dem sich Keime festsetzen und alte Infektionen unterschwellig wie in einem Reservoir gelagert werden können, das dann, bei Schwäche des Systems, besonders des Immun- systems, alte Infektionen hervorholen kann. Unsere Großmütter wußten von der Bedeutung des Einlaufs, gerade auch bei akuten Infektionen. Die gute Entleerung des Dickdarms bei einem akuten Infekt mobilisiert die

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Die Wandlungsphase Feuer

Keime aus dem Dünndarm. Wadenwickel mit dem Feuer-Tee und das Trinken von mindestens einem Liter Feuer-Tee können hier wahre Wunder bewirken und vor allem die wirklich nachhaltige Ausheilung. Sehr bewährt hat sich hier auch die Kombination mit Kalium phosphoricum. Bei akuter Infektion mit D6, je weiter fortgeschritten die Infektion, mit D12 oder auch D30.

Alle Probleme des Kreislaufs, der Arterien und der Venen sind dem Kreislauf-Meridian zugeordnet. So die Blutansammlung im Kopf, der Bluthochdruck, aber auch die Unterregulation des Blutdrucks, die von Symptomen wie Schwindel, Ängstlichkeit, Unsicherheit und blutdruckbe- dingter Leistungsschwächen begleitet wird. Alle Durchblutungsstörungen, wie z. B. der Morbus Raynaud (das plötzliche Absterben der Finger, ins- besondere bei Kälteeinfluß), sämtliche Formen von Bluterkrankungen, Blutarmut oder auch die verstärkte Durchblutung sollten uns auf die Wandlungsphase Feuer hinweisen. Natürlich auch die Venenleiden, Venenentzündungen, Hämorrhoiden etc.

Es gibt keine hormonelle Dysregulation in unserem Körper, die uns nicht auf die Notwendigkeit der Stabilisierung der Wandlungsphase Feuer und des 3-Erwärmers hinweist. Und natürlich auch alle daran gekoppelten Erscheinungen, wie z. B. die Impotenz, Frigidität oder auch sämtliche Frauenleiden wie Regelirritationen und klimakterische Beschwerden.

Hierbei ist auch von der homöopathischen Seite insbesondere an Aurum zu denken. Denn auch hier wirkt Aurum mit seinem ausgleichenden Charakter und unterstützt den Feuer-Tee in seiner Funktion. Sollten, aus welchen Gründen auch immer, Irritationen in der Scheide vorhanden sein, helfen Auswaschungen mit Feuer-Tee in Kombination mit Aurum. Auch bei zystischen Leiden, insbesondere auch der weiblichen Brust, besonders wenn die Betroffenen dem Sternzeichen der Wandlungsphase Feuer zuzu- ordnen sind, sollte Aurum zum Einsatz gelangen.

Das bisher Gesagte verdeutlicht, welche immense Bedeutung die Wandlungsphase Feuer für unseren Organismus hat. Kernstück, und das sei noch einmal betont, ist jedoch die Tatsache, daß die Wandlungsphase Feuer so unmittelbar mit den Regulationsvorgängen in unserem Körper verbunden ist und somit auf alle übrigen Wandlungsphasen Einfluß ausübt. Da das Element Feuer der Sonne und dem Sommer zugeordnet ist, ist auch die Bedeutung des Sonnenbadens in der Sommerzeit für die psychische

Die Wandlungsphase Feuer

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und physische Stärkung dieser Wandlungsphase wichtig. Das Sonnenbad hat eine unmittelbare Stärkung der Wandlungsphase Feuer zur Folge und ist, in Maßen genossen, sehr wichtig für die Stabilität aller Regula- tionssysteme unseres Körpers.

Ein guter Tip für alle diejenigen, die unter einer Sonnenallergie leiden. Verwenden Sie Aurum D30 2 x tägl. 10 Tropfen etwa 3 Wochen vor dem Sommerurlaub. Das wird Ihnen sehr helfen, diese lästige Allergie nicht zu entwickeln.

Ein weiteres wichtiges Homöopathikum für die Wandlungsphase Feuer ist Arnica. Zunächst ist Arnica das klassische Homöopathikum bei allen traumatischen Verletzungen, bei Neigung zu blauen Flecken, bei Kälte- gefühle im Körper, die auf mangelnden Blutfluß hinweisen oder auch bei typischer Hitze im Kopf. Bei Neigung zu Hautausschlägen sowie kleinen Furunkeln hilft Arnica in der Kombination mit Feuertee. Doch auch psy- chische Belastungen und Traumata können mit Arnica therapiert werden. Zum Beispiel Kinder, die mit einem psychischen Schockerlebnis nicht klar- kommen. Nehmen Sie Arnica und stärken Sie das Feuerelement - das Kind bekommt wieder eine leichte, ausgeglichene Seele.

Belladonna ist ebenfalls dem Feuerelement zugeordnet. Es hilft bei Äng- sten, z. B. Flugangst und bei Ängsten, die in einem das Gefühl hinterlas- sen, entfliehen zu wollen. Gerade Belladonna führt zu einer Stabilisierung, und die Überempfindlichkeit der Sinne läßt nach. Auch bei Verkrampfungen, z. B. bei übermäßigem Ehrgeiz, kann Belladonna in Verbindung mit Feuer-Tee ausgleichend wirken.

Die Ernährung in bezug zur Wandlungsphase Feuer

In der Feuerzeit des Sommers und wenn Sie über die Konstitution, das Sternzeichen oder den Aszendenten dem Feuer zugehören, sollten Sie bestimmte Dinge bei Ihrer Ernährung beachten.

Die charakteristische Farbe der Ernährung ist Rot, also alles Rote: rote Paprika, rot gereifte Erdbeeren etc.

Alles sollte möglichst natürlich gereift sein, mit einem hohen Gehalt an biologischer Energie.

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Die Wandlungsphase Feuer

Der Feuertyp ist besonders empfindlich gegenüber künstlich gereifter Nahrung, allem Denaturierten, wie z.B. Nahrungsmitteln aus der Mikro- welle, und Zerkochtem.

Besonders gut spricht er auf Mais und Blattgemüse, auf sonnengereiftes Obst, frische Salate, besonders Endivien und Radicchio, an.

Besonders bekömmlich ist eine gut gereifte Pampelmuse. Den Feuertyp unterstützen sämtliche Arten von Rohkost, Früchte, Salate, alle Süd- früchte, besonders Orange, Zitrone, Ananas, Banane, aber auch Roggen, Artischocke und rote Beete.

Bevorzugte Gewürze sind Rosmarin, Oregano und Thymian. Fleisch sollte er eher kurz gebraten essen. An alkoholischen Getränken sollte er vornehmlich Wermut und Altbier in Maßen genießen. Absolut schädlich für ihn sind tierische Fette, vor allem Schweinefette.

Er muß vorsichtig sein, daß er sich nicht überstimuliert, wie dies für den Feuertyp charakteristisch wäre. Daher sollte er auch vorsichtig mit Alko- hol, Kaffee und schwarzem Tee umgehen. Auch stark stimulierende Ge- würze wie Chili, Curry oder Paprika können ihn überdrehen.

Gänzlich meiden sollte er die Zusatzstoffe in der Nahrung, da er darauf besonders empfindlich reagiert.

Die Psychocharakteristika der Wandlungsphase Feuer

Hier ist vor allem die Spannung, die Aktivität, die Dynamik und die Spon- taneität zu benennen. Im Feuerelement kommt es zur explosionsartigen Entladung der im Holzelement freigesetzten Aktivität, die jetzt kraftvoller wird.

Die Energie im Feuer verläßt die geordneten Bahnen der Holzenergie und sprüht in alle Richtungen. Feuer bringt zum Glühen, was Holz hervorge- bracht hat. Ein Mensch im Feuer ist kontaktfreudig, spontan und fröhlich. Freude, Harmonie und Lachen sind für ihn charakteristisch. Er redet gerne und viel, und hat keine Probleme damit, sich zu offenbaren. Er tut dies nicht, weil er den anderen auf die Nerven gehen möchte, sondern weil ihm

Die Wandlungsphase Feuer

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Abbildung 12

Übersicht der wichtigsten Ernährungsempfehlungen für die Wandlungsphase Feuer

Charakteristika in der Ernährung

die Wandlungsphase Feuer Charakteristika in der Ernährung Schädigende Nahrung Unterstützende/ausgleichende Nahrung

Schädigende Nahrung

Unterstützende/ausgleichende

Nahrung

Schädigende Nahrung Unterstützende/ausgleichende Nahrung Charakteristisch ist die Farbe Rot: Tomate Pflaume

Charakteristisch ist die Farbe Rot:

Tomate Pflaume Kirsche Erdbeere Blattgemüse Sonnenobst frische Salate Obst: Pampelmuse Endivien, Raddicchio

frische Salate Obst: Pampelmuse Endivien, Raddicchio Gewürze: Rosmarin, Oregano, Thymian im Dressing Tierische

Gewürze: Rosmarin, Oregano, Thymian im Dressing

Tierische Fette

stark stimulierende Gewürze

(Chilli, Curry, Paprika) Alkohol Kaffee Schwarzer Tee Zusatzstoffe

Alkohol Kaffee Schwarzer Tee Zusatzstoffe Sämtliche Arten der Rohkost: Früchte, Gemüse und Salate

Sämtliche Arten der Rohkost:

Früchte, Gemüse und Salate Südfrüchte: Orange, Zitrone,

Ananas, Banane Salate: Endivie, Chicorée, Eisberg, Radicchio Getreide: Roggen Gemüse: Mais, Artischocke, Rote Beete, Paprika

Kräuter: Rosmarin, Thymian, Oregano Fleisch: kurz gebratenes

Getränke: Getreidekaffee, grüner Tee

(Alkohol: Wermut, Altbier)

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Die Wandlungsphase Feuer

die anderen wichtig sind und er sich mitteilen möchte, sich aber auch selbst finden möchte, um mit seiner Identität eins zu werden. Er braucht den Kontakt zu anderen. Einsamkeit oder das Gefühl, nicht dazu zu gehören, kann er nicht ertragen.

Seine Mitmenschen kann er oft nerven, aber seine offene, liebevolle, freu- dige und humorige Art ist unwiderstehlich.

Wenn jedoch die Hitze des Feuers zu stark wird, geht alle Energie nach außen. Seine Energie verpufft, er wird gestreßt, nervös und zerstreut. Er ist ständig in Bewegung, hat Schlafstörungen, ist überaktiv, er verliert die Freude und Harmonie, redet ständig und ist deutlich überdreht, was sich z. B. in einem überdrehenden Lachen äußert. Er fängt an, die anderen zu nerven und leidet darunter. Wie in einem Teufelskreis gefangen bemüht er sich noch mehr, sucht nach intensiveren Kontakten und wird schließlich

depressiv:

„Keiner mag mich“ - für ihn eine soziale Katastrophe.

Fallbeispiele

Fallbeispiel 1

Eine Patientin, Jahrgang 1956, kommt mit Herzschwäche in die Praxis. Vor drei Jahren hatte sie eine Herzoperation. Auch naturheilkundliche Therapeuten hatte sie schon zu Rate gezogen. Sie war müde, kraftlos, depressiv und der Lebenswille war nicht mehr da.

Wir testeten eine übergeordnete Störung der Wandlungsphase Feuer, spe- ziell des 3-Erwärmers, und eine starke Belastung der Nebenniere. Bereits nach vierwöchiger Therapie der Wandlungsphase Feuer mit dem Feuertee, intensiver Bioresonanz-Therapie und homöopathischen Mitteln hatte sie ihre alte Kraft wieder.

Fallbeispiel 2

Ein Patient beklagt sich bei uns, daß er mit seiner Frau nicht zurecht- kommt: „Immer am Nachmittag streiten wir uns.“ Der genaue Zeitpunkt des Streits lag in der Maximalzeit des Dünndarm-Meridians. Wir verord- neten ihm Feuer-Tee mit zusätzlicher Aurum-Gabe. Sehr rasch konnte er wieder konstruktiv mit seiner Frau sprechen - und sie mit ihm.

Die Wandlungsphase Feuer

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Fallbeispiel 3

Ein Patient, der sehr viel Streß hatte und sehr viel arbeiten mußte, fühlte sich völlig schlapp und ausgebrannt, konnte aber trotz seiner Müdigkeit abends nicht zur Ruhe finden und nicht einschlafen. Auch Schlafmittel wirkten nicht. Durch seine Schlaflosigkeit, verbunden mit den massiven Anforderungen in seinem Beruf, wurde er völlig übersteuert. Wir verord- neten ihm Feuer-Tee und auch Fußbäder mit Feuer-Tee vor dem Schlafengehen. Sein Zustand normalisierte sich umgehend.

Fallbeispiel 4

Die Patientin hatte einen gutartigen Speiseröhrentumor, der aber den Durchmesser der Speiseröhre verengte, so daß die Nahrungsaufnahme immer wieder durch Biopsien und Dehnungen der Speiseröhre ermöglicht werden mußte. In den letzten Jahren hatte sie über 100 dieser Biopsien und Dehnungen über sich ergehen lassen müssen, die extrem unangenehm sind.

Wir testeten eindeutig die Wandlungsphase Feuer, speziell den Dünndarm- Meridian. Wir verordneten mehrere Bioresonanztherapie-Sitzungen, spe- ziell mit den Ampullen der Vernetzten Testtechnik* und eine Reihe Homöopathika. Zusätzlich verordneten wir Bettruhe zwischen 13 Uhr und 15 Uhr mit einer Senfwickel-Feuertee-Auflage. Der gutartige Tumor ist, klinisch nachweisbar, um 80 % zurückgegangen.

Fallbeispiel 5

Die Patientin litt seit 5 Jahren an chronischem Schwindel. Selbst Spezialkliniken wußten nicht weiter. Zusätzlich litt sie unter Hitzewal- lungen und Schweißausbrüchen.

Deutlich zeichnete die Wandlungsphase Feuer, speziell über den Dünndarm und den 3-Erwärmer und eine deutliche Belastung durch die

* Diagnose- und Therapiesystematik in der bioenergetischen Ganzheitsmedizin, bei der die Testimpulse einer Substanz zur Diagnose und Therapie verwendet werden, ohne daß die entsprechende Substanz der zu testenden und behandelnden Person gespritzt oder auf die Haut appliziert werden muß. Die Vernetzte Testtechnik arbeitet im wesentlichen mit den elektromagnetischen Schwingungen der jeweiligen Substanz.

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Die Wandlungsphase Feuer

Abbildung 13

Abbildung 13 Psychocharakteristika der Wandlungsphase Feuer Beschreibung Spannung, Aktivität, Dynamik, Spontaneität. In

Psychocharakteristika der Wandlungsphase Feuer

Beschreibung

Spannung, Aktivität, Dynamik, Spontaneität. In der Wandlungsphase Feuer kommt es zur explosionsartigen Entladung der in der Wandlungsphase Holz freigesetzten Aktivität, die jetzt kraftvoller wird.

Die Energie im Feuer verläßt die geordneten Bahnen der Holzenergie und sprüht in alle Richtungen. Feuer bringt zum Glühen, was Holz hervorgebracht hat.

Ein Mensch „im Feuer“ ist kontaktfreudig, spontan und fröhlich.

Angespannte Feuerenergie

Weitere

Psychocharakteristika

Wenn die Hitze des Feuers zu stark wird, geht alle Energie nach außen, mit der Folge, daß der Mensch ständig in Bewegung ist, Schlafstörungen hat, überaktiv ist, ständig redet und überdreht lacht.

Streß Furcht Freude Harmonie Lachen Redefreudigkeit mit seiner Identität eins werden sich offenbaren Nervosität Zerstreutheit

Die Wandlungsphase Feuer

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Kupferspirale im Uterus. Eine spezielle Vorbehandlung, insbesondere durch die Stützung der Wandlungsphase Feuer und das Entfernen der Kupferspirale (wonach sie 3 Tage unter massivem Schwindel litt), führten

zu einer absoluten Stabilisierung. Die Patientin hat seit über einem halben Jahr keinen Schwindel mehr.

Fallbeispiel 6

Eine völlig verzweifeltes Ehepaar kam mit seinem 16jährigen Sohn zu uns. Seit drei Jahren war er nicht mehr gewachsen und mit 13 Jahren bei 1,49

m stehengeblieben.

Auch hier zeigte sich die Wandlungsphase Feuer klar als die eigentliche versteckte Ursache dieser Wachstumsstörung. Zusätzlich zum Feuertee erhielt er einige Homöopathika, um speziell das Hormonsystem zu stimu- lieren. Nach einem Jahr war er genau um 14 cm gewachsen. Die ganze Familie ist glücklich, ganz besonders der jetzt große Patient!

Fallbeispiel 7

Der 35jährige Patient, Fliesenleger, kam völlig verzweifelt zu uns, da er seine rechte Hand nicht mehr bewegen konnte. Es drohte der finanzielle Ruin.

Speziell der Dünndarm, begleitet von einer Magen-Dünndarm-Reizung, wurde als Ursache gefunden. Diese Entzündung hatte er sich vor 3 Jahren auf einer Urlaubsreise in Tunesien zugezogen. Neben der Therapie der Magen-Dünndarm-Entzündung ließen wir ihn die Hände täglich in Feuertee baden. Der Patient ist wieder voll berufsfähig.

Fallbeispiel 8

Die 40jährige Ehefrau eines Patienten hatte einen großen, noch nicht erfüllten Kinderwunsch.

Wir testeten übergeordnet Feuer mit einer Herzblockade. Aus Kostengründen gaben wir ihr den Feuertee sowie die Homöopathika Strophantus und Aurum - sonst nichts. Heute ist sie stolze Mutter eines 7 Monate alten Mädchens.

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Die Wandlungsphase Feuer

Fallbeispiel 9

Eine 35jährige Patientin leidet unter einer starken Nußallergie, bis hin zu gefährlichen Kreislaufattacken.

Es zeigte sich eine Belastung des Weisheitszahns, eine Schwäche der Wandlungsphase Feuer, die auf einer Nebennierenschwäche basiert, was von einer Spezialklinik bestätigt wurde. Die intensive Therapie von Feuer, speziell auch mit Aurum und Feuertee, führte zu einer langsamen Verbesserung der allergischen Reaktion bis zur gänzlichen Be- schwerdefreiheit.

Fallbeispiel 10

Eine 45jährige Patientin klagte über einen seit 10 Jahren immer wieder- kehrenden Herpes im Gesicht. Sie war schwach, müde, leistungsschwach und litt unter heftigem spastisch-krampfhaften Husten.

Da sie dem Sternzeichen Steinbock zuzuordnen war, stärkten wir das Feuerelement über den Feuertee und verordneten Arnica. Die Beschwer- den verschwanden rasch.

Fallbeispiel 11

Ein junges Mädchen kommt mit Herzbeschwerden, vegetativen Störungen und Kreislauflabilität in die Praxis. Besonders in den Abendstunden litt sie unter Herzklopfen und Herzrasen. Zudem hatte sie einen gefährlich aus- sehenden Hautausschlag entwickelt, weshalb sie Antibiotika einnahm.

Aurum war hier das Mittel der Wahl, um sie auszugleichen, und gleichzei- tig erfuhr sie die Stärkung des Feuer-Elementes über den Feuer-Tee. Rasch verschwand der Hautausschlag, und die Herz/Kreislauf-Probleme waren behoben.

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Fallbeispiel 12

Eine Patientin kam mit einer chronischen Ellenbogenentzündung in die Praxis, die seit 6 Jahren ohne Erfolg therapiert wurde.

Wir testeten übergeordnet das Feuer-Element und einen blockierten 3-Erwärmer, der deutlich in bezug zur dreiphasigen Anti-Baby-Pille stand. Wir setzten die Anti-Baby-Pille ab, therapierten mit Armbädern aus einem Absud von Feuer-Tee, verordneten den Feuer-Tee und Aurum. Der Ellenbogenschmerz war rasch behoben.

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Die Wandlungsphase Erde

112 Die Wandlungsphase Erde Spätsommer - Erdezeit - Stoffwechselzeit

Spätsommer - Erdezeit - Stoffwechselzeit

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XVI

Die Wandlungsphase Erde 113 XVI Die Wandlungsphase Erde 14. August - 23. September D er Spätsommer

Die Wandlungsphase Erde 14. August - 23. September

D er Spätsommer steht für die Wandlungsphase Erde. Die Zeit seiner maximalen Energie ist vom 14. August bis zum 23. September. Die Wandlungsphase Erde übernimmt nun die Energie des Elementes

Feuer und entfaltet ihrerseits die maximale Energie im Jahresrhythmus mit dem Ziel, diese Energie weiter zu entwickeln und zu stärken, um sie dann

an das Element Metall weiterzugeben.

Es ist die Zeit, in der der Stoffwechsel unseres Körpers sein Reifestadium erlangt, so wie auch die Frucht im Spätsommer die volle Reife entwickelt (s. auch Kapitel XIII). Es ist die Zeit, die die der Wandlungsphase Erde eigene Sensibilität schafft. Speziell über das Immunsystem findet die Abgrenzung nach außen statt - wir nehmen wahr, was körpereigen und körperfremd ist. Außerdem reift im Element Erde das Individuum heran, um sich der Umgebung mitzuteilen und sie zu beeinflussen.

Besonders gut zu beeinflussen ist die Wandlungsphase bei stabilen Wetterlagen, durchaus auch bei feuchtem Wetter. Die Mondphase der Wandlungsphase Erde ist der Neumond. Seine Sinneswahrnehmung ist der Geschmack, seine Körperöffnung ist der Mund. Deswegen sollten auch alle chronischen Reizzustände im Mund, wie z. B. Aphten etc., besonders in bezug zur Wandlungsphase Erde gesetzt werden.

Die Sensibilität des Erd-Elementes bedingt auch, daß gerade hier häufig Symptome auftreten, deren Ursachen ganz woanders liegen. Dies trifft ins-

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Die Wandlungsphase Erde

besondere auf den Magen zu, der dann mit Magenbeschwerden, z. B. Magenschmerzen, reagieren kann.

Erde zieht förmlich die Probleme an und erklärt sie als ihre eigenen, daher kann auch gerade Erde die Weiterleitung der Energie blockieren und zum Beispiel nachfolgend in der Metallzeit, im Herbst, Ursache für Probleme des Dickdarms oder der Lunge sein. Daher ist der Magen so prädestiniert für Reizreaktionen, wie Magenschleimhautreizungen bis hin zu Magengeschwüren.

Stauungen des Gallensaftes können auch zu Stauungen im Bauchspeichel- drüsengang führen, die bis in die Bauchspeicheldrüse hinein gestaut sein können und hier chronische Dysfunktionen der Bauchspeicheldrüse her- vorrufen, die sich dann sowohl in der Verdauung als auch in der Enzym- regulation im Körper auswirken können.

Entzündliche Reizungen des Magens können Toxine ausstreuen, die über das Blut auf andere Organsysteme transportiert werden, wie z. B. Niere oder Blase und hier Blasenentzündungen, Steinleiden und ähnliches her- vorrufen.

In der empfindlichen Verdauung und dem Zusammenspiel zwischen Ma- gen, Dünndarm, Bauchspeicheldrüse und Gallensaft sind mit Bauch- speicheldrüse und Magen gleich zwei Meridiansysteme im Element Erde beteiligt. Reizungen, auch Streßreizungen der Wandlungsphase Erde kön- nen die Verdauung empfindlich stören und auch wieder zu Durchfällen und Blähungen bis hin zu den Herzirritationen des Roemheld-Syndroms führen.

Außerdem gibt es noch ein weiteres, sehr wichtiges Zusammenspiel zwi- schen Magen und Bauchspeicheldrüse. Der Magen produziert die Magen- säure. Bei dieser Produktion von Magensäure werden die in großer Zahl anfallenden Basenstoffen an die Bauchspeicheldrüse weitergegeben. Die Bauchspeicheldrüse schließlich bringt das Säure-Basen-Gleichgewicht, ins- besondere des Blutes, hervor.

Übermäßige Reizung des Magens oder auch die Lähmung des Magens, vor allem aber auch die medikamentöse Hemmung der Salzsäureproduktion bei Magenübersäuerung, stören dieses empfindliche Regulationssystem. Sie führen dazu, daß weniger Basenstoffe gebildet werden, die dann der

Die Wandlungsphase Erde

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Bauchspeicheldrüse empfindlich fehlen. So kann es zu Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichtes kommen, die sich auf den ganzen Körper auswirken.

Gerade Erde kann sich blockierend auf die Wandlungsphase Metall (durch Mangel an ausreichender, weitergeleiteter Energie) und hier auf die Haut auswirken. Nicht umsonst heißt es Neuro-Dermitis (Erde-Nervensystem blockiert Metall-Haut). Alle Ausschläge der Haut, besonders die der Neurodermitis, sind unter Berücksichtigung der Wandlungsphase Erde zu verstehen.

Für die Lebensenergie (s. Kapitel XX) ist der Yin-Meridian Milz von ent- scheidender Bedeutung. Die Milz steigert die Energie des Blutes und leitet sie durch unseren Körper. Die Milz unterscheidet sich in zwei Funktionseinheiten: Die rote Pulpa und die weiße Pulpa. Die rote Pulpa ist für die Ordnung des Blutes verantwortlich. Daraus ergibt sich, daß alle Formen von Blutarmut und Störung der Blutzusammensetzung in bezug zur Wandlungsphase Erde und der Milz gesetzt werden müssen. Hierdurch können alle Arten von Blutungen, wie z. B. Gebärmutterblutungen, Blut im Stuhl etc. entstehen. So muß es nicht immer auf einen Tumor hindeu- ten, wenn sich Blut im Stuhl befindet.

Die Milz ist das „Tor des Geistes“. Die in der Milzenergie disharmonischen Menschen machen sich immer Sorgen und denken viel nach. Dies auch häufig unnötig.

Es sind die Mütter, die bis 4 Uhr morgens aufbleiben, wenn ihre Töchter so lange in der Diskothek sind. Es ist nicht ein Mangel an Vertrauen, es ist einfach die Angst und die Sorge, die sich alles mögliche, schreckliche aus- malt, was passieren könnte und die ihre Kinder nicht einfach in den Arm nehmen, wenn sie zu Hause sind, sondern ihnen in der typischen über- drehenden Reaktion des Elementes Erde Vorwürfe machen. Obwohl sie doch im Grunde genommen froh und glücklich sind, daß die Kinder wie- der heil zu Hause angekommen sind. Sie wissen, daß sie etwas falsch machen, vor allem mit ihren Vorwürfen, aber sie können in dem Moment nicht anders, und es tut ihnen hinterher unendlich leid. Wie viele Zwistigkeiten und Mißverständnisse könnten behoben werden, wenn sie zu ihrer eigenen Beruhigung und Stärke und Stütze eine Tasse Erde-Tee trinken würden, um sich so energetisch auszugleichen und in die Harmonie zurückzukommen.

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Die Wandlungsphase Erde

Nicht zu vergessen auch die Kinder, die aus den Sommerferien zurück- kommen und große Probleme haben, sich wieder in der Schule einzufin- den und sich zu konzentrieren. Stärken Sie die Erdenergie, und das Kind kann wieder besser lernen.

Eine Krankheit, die klassisch der Wandlungsphase Erde und der Bauchspeicheldrüse zuzuordnen ist, ist der Diabetes mellitus. Die massive Zunahme des Diabetes mellitus in den letzten hundert Jahren und die Tatsache, daß immer mehr junge Menschen schon Diabetes haben, sollte uns zum Nachdenken anregen und uns die Frage stellen lassen, ob dies nicht doch etwas mit der modernen Lebensweise zu tun hat.

Die Bauchspeicheldrüse ist neben dem Magen unser klassisches Streßorgan. So sind Magen- und Milz/Pankreas-Meridian Yin-Yang- Partner, die sich gegenseitig ergänzen - nur mit dem Unterschied, daß der Magen alles akut auslebt, wohingegen die Bauchspeicheldrüse ein sehr stummes Organ ist, aber gleichzeitig Entgleisungen langfristig sehr übel- nimmt. Gerade die Bauchspeicheldrüsenentzündung ist es, die dem Thera- peuten große Probleme in der Therapie bereitet. Die Bauchspeicheldrüse ist der Sitz aller Stoffwechselarten, und alle Stoffwechselstrukturen des Körpers sind von ihr abhängig. Eine echte Bauchspeicheldrüsenentzün- dung scheint nie wirklich auszuheilen. Es ist gerade der Streß, der die Bauchspeicheldrüse in Disharmonie bringt.

Der Sitz der Wandlungsphase Erde ist der zentrale Solarplexus und somit die Mitte von uns. Erde ist das Leben und das Leben ist die Liebe. Die Disharmonie des Erdelementes entspricht dem Zeitproblem der „Liebeserkrankungen“. Allein in München leben 51 % Singles, sehr zur Freude der Partnerschaftsvermittlungen. Die Unfähigkeit, sich zu binden, ist auch ein Ausdruck der mangelnden persönlichen Polarität zwischen Yin und Yang, zwischen Mann und Frau. Und dieses Problem ist ein Problem des Elementes Erde, und hier insbesondere des Streßorgans Bauchspeicheldrüse.

Ganz wesentlich ist der Diabetes auch im Zusammenhang mit unserer Nahrung, mit deren Aufbereitung und vor allen Dingen der Qualität der Nahrung verknüpft. In der „Geiz-ist-geil“-Philosophie müssen die Nahrungsmittel billig produziert werden, auch wenn dies langfristig tod- bringend ist. So ernährt sich der Großteil der Bevölkerung mit qualitativ minderwertigen Nahrungsmitteln, denn billig geht immer zu Lasten der

Die Wandlungsphase Erde

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was tun wir uns da an? Die katastrophalen Folgen dieser fata-

len Philosophie werden in vollem Umfang erst in der Zukunft abzusehen sein. Lebensmittel sollen Mittler des Lebens und keine Todesmittel sein. Die Art und Weise, wie wir unsere Nahrung aufnehmen, in Streß und Hektik in der Kantine und den Fast-Food-Ketten ist ein weiterer wesentli- cher Aspekt, denn die Verdauung der Nahrung hängt insbesondere von der Aufnahmebereitschaft des Magens und seiner zuvor beschriebenen Verknüpfung zur Bauchspeicheldrüse ab und damit mit der Eßkultur zusammen - physisch wie psychisch. Jede hektisch eingenommene Mahlzeit fördert somit die Streßsituation der Bauchspeicheldrüse und damit die Gefahr eines sich entwickelnden Diabetes.

Qualität

Werden wir hellhörig bei den ersten klassischen Symptomen, nämlich dem Heißhunger und dem Gefühl, „wenn ich jetzt nicht etwas zu essen bekom- me, werde ich schlapp, müde und gereizt.“ Dies ist schon ein klassisch prä- diabetogener Zustand, den es sehr ernst zu nehmen gilt. Denn, wie gesagt:

die Bauchspeicheldrüse ist zunächst lange Zeit stumm, aber außeror- dentlich nachtragend. Dabei ist unwichtig, ob bei einem Zuckerbe- lastungstest die Laborparameter bereits schon Irritationen aufweisen oder nicht. Wichtig ist allein schon dieses Symptom, das uns aufrütteln sollte, unsere Lebens- und Ernährungsgewohnheiten grundlegend zu ändern.

Andere Faktoren, wie z. B. ein Schock, ein psychisches Trauma, eine Lebenskrise, eine Partnerschaftskrise und ähnliches wirken sich hier natür- lich wie ein Turbolader aus.

Im gleichen Zusammenhang stehen die Eßstörungen im Sinne der Fettsucht oder im Gegensatz dazu die Appetitlosigkeit bis hin zur Mager- sucht. Hier ist natürlich auch der Abnehmwahn zu benennen, der jedem ein bestimmtes ideales Körpergewicht vorschreibt. Mode und Werbung tun ein übriges, um erneut die Bauchspeicheldrüse zu reizen. Dem Abnehmwahn folgt auch das schlechte Gewissen beim Essen, das die Nahrungsaufnahme verschlechtert, mit allen zuvor be- chriebenen Folgen.

Auch das Zusammenspiel von Milz und Pankreas kann einen negativen Teufelskreis auf unser Immunsystem auslösen. Die Streßreaktion des Pankreas fördert die Streßreaktion der Milz und letztendlich auch des Immunsystems, bis hin zu allen Formen allergischer Reaktionen. Die Über- forderung des Immunsystems führt zu Immunschwächen, einer erhöhten

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Die Wandlungsphase Erde

Infektneigung usw. Gerade deshalb ist auch bei chronischen Bauch- speicheldrüsenentzündungen das Immunsystem kaum zu regulieren und den Immunschwächen und Anfälligkeiten gegen alle Formen von Infektionen sind Tür und Tor geöffnet.

Der zweite Yin-Meridian der Wandlungsphase Erde ist das Organdege- nerationsgefäß und damit der Stoffwechsel selbst. Da nun der Stoffwechsel unmittelbar wieder von der Bauchspeicheldrüse und von unserem Immunsystem abhängig ist, finden sich hier alle Stoffwechselschwächen inklusive aller spezifischen Stoffwechseldegenerationen der Gewebsarten. Dem folgt die minimale Streßresistenz, die rasche Überforderung und auch die psychische Reizung, ja, man könnte sagen, die Angst vor der Überfor- derung. Intensiv ist auch die Beziehung zur Psyche im Sinne des bereits schon erläuterten Wortes Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie zu sehen. Das Nervensystem (Erde) und das Immunsystem (Element Erde im Sinne von Milz/Pankreas) zeigt hier den unmittelbaren Zusammenhang zur psychischen Labilität, die auf einer Schwäche der Wandlungsphase Erde beruhen kann.

Die Stoffwechselschwächen können bis in den degenerativen Bereich ent- arten und somit am Tumorgeschehen und an der Entstehung des Tumors beteiligt sein, diese zumindest begünstigen. Im intensiven Zusammenhang hiermit steht auch das nervale Degenerationgefäß, das dem Funktions- zustand des Nervensystem entspricht. Intensiv ist es mit seinem Yang- Partner Organdegeneration verbunden und somit auch wieder mit dem Begriff der Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie. Sämtliche Formen von Wahrnehmungsstörungen und alle damit verbundenen ausgeprägten Krankheitsbilder wie Hör-, Seh- und Tastschwächen sind hiermit im Zusammenhang zu sehen.

Diese Wahrnehmungsstörungen spielen für uns eine große Rolle, denn bei einer gestörten Wahrnehmung müssen die anderen Wahrnehmungen die gestörte Wahrnehmung kompensieren, damit wir uns täglich im dreidi- mensionalen Raum bewegen können. Dies ist ein unglaublicher Streß für das Nervensystem und so stehen die Wahrnehmungsstörungen auch in engem Zusammenhang mit den immer mehr um sich greifenden Beschwerden, besonders der Kinder, im Sinne des Aufmerksamkeitsdefizit- Syndroms, der Verhaltensstörungen, der Lese-Rechtschreibschwächen, der Rechenschwächen usw. Auch diese Erkrankungen sind vornehmlich über die Wandlungsphase Erde zu betrachten und ursächlich zu therapieren.

Die Wandlungsphase Erde

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Die so weitverbreitete innere Unruhe mit der Folge der nervösen Schlafstörungen, der übermäßigen Reaktion auf äußere Einflüsse, bis es schließlich zu einer Art gelähmten Empfindung des Betroffenen kommt, sind ein weiteres großes Gebiet der Symptome der Irritationen und Disharmonien in der Wandlungsphase Erde. Die Folge: Angst- und Panikattacken, Verrohung, Aggressivität und - mit zweistelliger prozentua- ler Zuwachsrate pro Jahr - Depression.

Der Magen ist verantwortlich für das Empfangen der bereits im Mund durch das Zerkauen und die enzymatische Aufspaltung des Mundspeichels vorbereiteten Nahrung. Er bereitet nun die weitere Aufspaltung vor und beginnt auch schon mit der Aufspaltung. Der Magen-Meridian wird in der chinesischen Medizin als Speicher-Meridian bezeichnet. Er läßt die Nahrung nach unten wandern und beherrscht somit das absteigende Energiefeld. Als Yang-Meridian hat er entscheidenden Einfluß auf den Dünndarm-Meridian, der ebenfalls Yang ist, die Gallenblase (ebenfalls Yang) und auf Milz und Pankreas, die Yin sind. Der Magen ist quasi das Tor, der Initiator der Verdauung selbst. Die Aktivität des Magens ist es, die die Verdauung erst richtig in Gang kommen läßt, den Speisebrei abtastet und für die richtige Zusammensetzung der Verdauungssäfte von Bauchspeicheldrüse, Galle und Dünndarm sorgt.

Der Magen-Meridian hat drei Äste. Der erste Ast steht für Schwäche und Kopfschmerzen, der zweite Ast für Ohrenschmerzen, Ohrensausen und für die Gesichtsnerven, und auch der dritte Ast ist für die Gesichtsnerven zuständig. Daher ist insbesondere an die Wandlungsphase Erde und den Magen-Meridian zu denken, wenn Kopfschmerzen auftreten. Ganz cha- rakteristisch hierfür sind die morgendlichen Kopfschmerzen zwischen 7 Uhr und 9 Uhr oder zu seiner Minimalzeit zwischen 19 Uhr und 21 Uhr.

Alle toxischen Substanzen, die sich auf das Nervensystem auswirken, sind besonders auch in bezug auf die nervale Degeneration und den Magen- Meridian zu sehen. Zum Beispiel das gefürchtete Borrelien-Toxin, das durch Zeckenbiß übertragen wird, aber auch besonders die steigenden E-Smog-Belastungen und bestimmte Umweltgifte, wie z. B. die Insektizide und Pestizide, die reine Nervengifte sind.

Kennen Sie übrigens die einfache Formel, mit der Insektizide und Pestizide dosiert werden? Hier kommt sie: Insekt klein = wenig Nervenmaterial,

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Die Wandlungsphase Erde

Mensch groß = viel Nervenmaterial.

nahmslos Nervengifte. Immer. Und sie wirken auch bei Ihnen!

Insektizide und Pestizide sind aus-

Diese simple Formel mag für einen gesunden, ausleitungsfähigen und sta- bilen Körper gelten. Aber wie ist es, wenn durch die Aufsummierung ver- schiedener Faktoren, wie z.B. auch mit Insektiziden und Pestiziden aus der Nahrung und dem Trinkwasser, schon eine große Grundbelastung vor- herrscht? Dann, ja dann, stimmt diese einfache Formel nicht mehr, und die Vergiftungssituation am Nervensystem und auch am Magen baut sich auf. Das gleiche gilt natürlich auch dann, wenn sich bereits in der Wandlungsphase Erde Belastungen durch nerventoxische Viren, Parasiten und Pilze aufgebaut haben. Das System wird immer sensibler. Daher gilt prinzipiell die Regel: meiden Sie, so viel Sie können. Und auch wenn es teurer ist, auch in den Zeiten des Paradigma „Geiz ist geil“: Greifen Sie auf die biologischen Nahrungsmittel zurück, um diesen unseligen Summationsprozeß zu unterbrechen. Ihre Gesundheit sollte es Ihnen wert sein!

Viele leiden unter der Zeitumstellung beim Jetlag oder auch nur bei der Umstellung der Sommer- auf die Winterzeit. Hierfür ist gerade der Magen- Meridian verantwortlich, der infolge seines leichten Erregungszustandes überreizt wird und somit glücklicherweise über die Wandlungsphase Erde, z. B. über den Erde-Tee, beeinflusst werden kann.

Generell gilt natürlich, daß ihm auch alle Formen von Magenbeschwerden zuzuordnen sind. Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen und Appetitlosigkeit, die mit dem Gefühl „ich kann nichts in mich hineinkrie- gen“ einhergehen, lassen uns direkt an die Wandlungsphase Erde denken.

Da nun der Magen-Meridian am unteren und oberen Pol der Schilddrüse wichtige Akupunkturpunkte hat, ist auch bei Schilddrüsenerkrankungen an den Magen zu denken: bei allen Formen von Über- und Unterfunk- tionen der Schilddrüse, beim Struma (Kropf) und ähnlichem.

Die Wandlungsphase Erde

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Die besondere Bedeutung der Wandlungsphase Erde im Zusammenhang mit geopathischen und E-Smog- Belastungen

Geopathische Belastungen sind Irritationen, die von durch den Erdmagnetismus gestörten Plätzen hervorgerufen werden. Solche Irritationen und Beeinflussungen finden Sie z. B. bei Wasseradern, bei Verwerfungen und ähnlichem. Besonders Magen, Milz/Pankreas und das

Nervensystem sind empfänglich für diese Irritationen, greifen sie auf und führen zu Disharmonien, besonders wenn unser Schlafplatz gestört ist. Als

der Mittler zu unserem Inneren und der Abgrenzung zu unserem Äußeren

kann die Reaktion an keinem anderen Ort so tiefgreifend ablaufen, wie in

der Wandlungsphase Erde.

Noch viel dramatischer ist eine Belastung durch E-Smog, besonders durch Handys und Mobiltelefone. Diese Irritationen wirken direkt auf die Wandlungsphase Erde ein, führen zu Überstimulationen der Yang-Energie und setzen in unserem Körper wahre Kettenreaktionen in Gang. Die Hauptleidtragenden sind dadurch die Wandlungsphase Feuer und die Wandlungsphase Wasser in ihrer überragenden Bedeutung für die Steuerfunktionen. Die Aufnahme und Überreaktion dieser Systeme sind jedoch auf die Wandlungsphase Erde begründet.

Homöopathika in bezug zur Wandlungsphase Erde

Die homöopathischen Hauptmittel für das Element Erde sind Plumbum

metallicum und Aurum metallicum.

Plumbum metallicum steht hier für den Prozeß der Verhärtung, denn der Angriffspunkt für Blei (Plumbum) sind die Vorderhörner des Rückenmarks und das Gehirn. Auch die sklerotischen Zustände stehen hiermit in Verbindung. Selbst fortgeschrittene Degenerationen mit der Folge mangel- hafter Erregung der Muskelgruppen und evtl. schon auftretende Lähmungen an Händen und Füßen sprechen sehr gut auf Blei an. Gerade

Patienten mit einer gleichzeitigen chronischen Bleivergiftung leiden beson- ders an den Krampfanfällen der Muskulatur. Bedenken Sie, daß bereits 10

cm Bleirohr in einer Wasserleitung genügen, um nach 5 - 10 Jahren

Verhärtungen im Organismus hervorzurufen. Im seelischen Bereich finden

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Die Wandlungsphase Erde

wir die Starre, die engstirnige Vorstellung, die unbewegte egoistische Seelenstruktur, die Unfähigkeit, sich nach außen abzugrenzen, bis hin zur Rechthaberei und Zerstreutheit, zu Süchten und letztendlich auch zur Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit, der Demenz.

Dem gegenüber steht hier - wie auch bei der Wandlungsphase Feuer - wie- der das Aurum metallicum als ausgleichendes Mittel, besonders in der see- lischen Struktur, das in Zusammenhang mit dem Feuer-Tee oder dem Erde- Tee ausgleichend auf den Menschen einwirkt.

Die Ernährung in bezug zur Wandlungsphase Erde

Sind Sie dem Zwilling oder dem Krebs zuzuordnen, als Sternzeichen oder Aszendenten, oder befinden Sie sich gerade in der Zeit des Spätsommers, dann sollten Sie nachfolgende Ernährungsempfehlungen beachten.

Die charakteristische Farbe des Erdelementes ist Gelb. Labsal ist das gereif- te Obst, wie alle Formen von Spätsommerobst - Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche, süße Äpfel, Birnen, Datteln, Feigen etc. Das Erdelement benötigt langgekochtes Gemüse oder geschmortes Gemüse z. B. in Form von Ratatouille aller Art. Zwiebeln, Kohl, Kürbis, Kastanien, Kartoffeln, Süß- kartoffeln, Karotten, Reis, Amarant, Gerste und Quinoa sind wichtig, begleitet von Nüssen und Samen, wie Mandeln, Sesam, Sonnenblumen- kerne etc. Als Getreide ist besonders Hirse vorzuziehen. Der im Erdelement Lebende braucht regelmäßige Mahlzeiten, die auch gekocht sind. Er ist ganz klar kein Rohköstler.

Wichtig für den Erde-Typ ist auch der Nachtisch. Besonders positiv sind für ihn Kompotte aller Art. Denaturierte Zucker wie Kekse, Schokoriegel etc. sind für ihn Gift und echte Energiekiller. Stevia und ähnliches sollten als Zuckerersatz bevorzugt werden.

Obstsäfte und Gemüsesäfte sind sehr förderlich. Was Alkohol anbelangt bekommt ihm besonders Malzbier.

Noch einmal: Denaturierter Zucker, Rohkost sowie alle kalten Nahrungsmittel, eiskalte Getränke oder gar Speiseeis sind unverträglich, ebenso wie zu große aber auch zu häufige Mahlzeiten.

Die Wandlungsphase Erde