Sie sind auf Seite 1von 8

Leben-Outdoor

Seien es wertvolle Outdoortipps, kreative Fertigkeiten oder die einfache Herstellung von
Naturprodukten, hier sind einige erstaunliche Möglichkeiten rund um die Natur von A-Z
aufgelistet, am Ende der Seite sind Skizzen zu den Texten vorhanden

Augentraining

Die Augen kann man trainieren und einer Brille vorbeugen bzw. sogar die Sehstärke der
Augen wiederherstellen. Das Auge wird durch 6 Muskeln bewegt, die man ohne den Kopf zu
bewegen durch diagonales und hoch/runter Schauen stärkt

Blitz

Vermeiden von feuchtem Boden, freie Flächen, Wasserfälle, Berggipfel, Überhänge,


Vorsprünge, hohe einzelstehende Bäume. Vertiefungen ergeben nur Sinn, wenn sie
mindestens 1, 50 Meter tief ist. Auch 1, 50 Meter sollten bei Höhlen Eingang, Decke und
Wände voneinander entfernt sein. Erhebungen, als Schutzzone, sollten mindestens 8
Körperlänge entfernt und der Abstand zur Erhebung mindestens eine Körperlänge betragen.
Zum Schutz Hocke einnehmen (bei geschlossenen Füssen und Knien, damit sie nur einen
Berührungspunkt mit der Umgebung haben), nach Möglichkeit auf einer isolierenden
Unterlage (Siehe Skizzen). Falls eine Rettungsdecke (Alu) vorhanden ist, über den Körper
ziehen

Es gibt eine einfache Regel um die Entfernung eines Gewitters zu berechnen :

Zeit zwischen Blitz und Donner in Sekunden mal 33 ergibt die ungefähre Entfernung des
Gewitters in Meter

Desinfizieren

Es gibt einige Pflanzen die desinfizierend sind. Besonders Kamille auf Wunden bewirkt
Wunder, des weiteren hat sich Spitzwegerich bewährt. Doch sollte man die Pflanzen mit
wenig Wasser kochen um eventuelle Krankheitskeime abzutöten. Den Brei in einem
Stofffetzen zu einem Beutel drehen und auf die Wunde legen. Outdoorbesteck (Metall)
desinfiziert man durch Abkochen in Wasser

Harz

Harz eignet sich als Klebstoff du als Dichtmasse für Risse, Nähte oder Fugen. Auch ganze
Flächen oder Hohlräume können damit beschichtet und so wasserdicht gemacht werden. Aus
Tanne, Kiefer oder Fichte bekommt man brauchbares flüssiges oder festes Baumharz. Harz ist
doppelt so fest wie handelsüblicher Kleber. Man kann hartes Harz verflüssigen auf einem
Stein im Feuer oder an einer Stockspitze, als Härterer kann Holzasche verwendet werden. Als
Alternative kann man Mistelbeeren, in einem Behälter zerquetschen, nehmen, um einen
brauchbaren Klebstoff zu erhalten. In manchen Ländern wird aus Mistelbeeren Vogelleim
hergestellt. Auch eine Fackel kann man mit Harz herstellen. Man benutzt ein Kieferast und
zerfasert an einem Ende durch Steinschläge das Holz, den man dann in das Harz tränkt. Harz
kann man demnach auch als Anzünder für Holz oder als Wachsersatz (Kerze) verwenden. Bei
den Nadelbäumen kann noch zwischen ziehenden Harzen und heilenden Harzen
unterschieden werden. Lärche und Kiefer z.B. ziehen Fremdkörper und Furunkel heraus. Ist
das Übel behoben, kann man mit heilenden, die Wunde schliessende Mittel verfahren. Eben
Umschläge oder Pasten aus Fichten - oder Tannenharz bzw. die Nadeln und Rinden

Insektenschutz

Bei Insektenstichen und kleineren Verletzungen hilft der Wegerich, der zerkaut oder
zerkleinert aufgetragen wahre Wunder bewirkt. Aschering schützt den Schlafplatz vor
Insekten

Holzkohle

Holzkohle ist angebranntes Holz, dem das Wasser entzogen wurde. Es ist leicht, brennt fast
ohne Flamme, hat einen guten Brennwert und ist Medikament. Holzkohle ist bei Magen -
Darm Beschwerden gleichwertig mit den Kohletabletten aus dem Handel und wegen der
antibakteriellen Wirkung wird er besonders in Wasserfiltern geschätzt. Pulverisiert, mit
Wasser breiig gerührt und auf die Haut gerieben, schützt sie vor Mücken. Im Feuer
angebrannte Balken sind resistent gegen Fäulnis (Zaunpfähle, Hausfundamente, Boote)

Kälte

Bei extremen Bedingungen, sei es Kälte oder Hitze, bedarf es besonders den Schulter- bzw.
Kopfbereich zu schützen. Bei Kälte gehen ca. 40-50 % Körperwärme über den Kopf verloren.
Weiter an Reflektorfeuer und Isolation der eigenen Körperwärme denken

Knoten

Es gibt Hunderte von Knoten. Manche sind einfach nur dekorativ, andere zweckmässig

- Palstek
Palstek ist der Pflichtknoten für jeden Menschen schlechthin und gilt als der König aller
Knoten. Er bildet eine feste Schlinge und ist selbst pitschnass leicht zu lösen

- Schotstek
Mit dem Schotstek werden zwei Seile mit einander verbunden, auch ungleich starke Seile

- Webeleinstek
Mit ihm sichert man alles, was schnell gegen das Verloren gehen gesichert werden soll. Je
mehr an ihm gezogen wird, desto fester hält er

- Topsegelschotstek
Mit diesem Knoten kann man die Spannleinen an einem Zelt oder Planendach sehr gut
spannen. Er lässt sich gut auf dem Seil verschieben und zieht sich unter Last zuverlässig zu

- Zimmermannstek
Er eignet sich zum anbinden, ziehen und hochheben von Stämmen, Balken oder ähnlich
schweren Lasten und lässt sich selbst nach starker Belastung leicht öffnen

- Laschings
Dienen zum Bau von Unterständen, Flüssen und anderen Konstruktionen

a) Viereckzurring
Knoten zum Verbinden von kreuzender Elemente
b) Kreuzzuring
Auch mit diesem Knoten werden Balken im rechten Winkel miteinander verbunden. Er ist
dann vorzuziehen, wenn der Balken nicht ganz rechtwinklig ausgerichtet sind oder unter
starker Belastung stehen und deshalb eine festere Verbindung benöigen
c) Zurring
Die Zurring dient dem Aneinanderbinden zweier oder mehrerer Balken.

Kochen

Bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln gibt es einige Varianten :

Kochen, Dämpfen (Für frisches Gemüse zu empfehlen, wenig Wasser in Topf und mit Deckel
verschliessen, gelegentlich Wasser nachfüllen bevor es anbrennt) oder Garen im Lehm
(gleiche Resultate wie in Aluminium garen, dazu Lebensmittel mit 2-3 cm dicken
Lehmschicht überziehen und in Glut vergraben) sind einige Mölichkeiten

Backen ist einfach, das Grundrezept lautet volkstümlich: Mehl, Wasser, Hefe (z.B. 1
Trockenhefebeutel für ca. 4 Tassen Mehl) und Salz, alles vermischen und mit Wasser
verkneten, bis der weiche Teig nicht mehr so an den Fingern klebt. Statt zu Backen kann man
den Teig auch in eine heisse, leicht gefettete Pfanne ausbacken oder als Stockbrot über dem
Feuer leicht braun werden lassen. Auf die unterschiedlichen Mehlherstellungsmöglichkeiten
ging das Kapitel Leben - Nahrung ein (Gräser, ...)
Es gibt eine einfache Möglichkeit mit einem Topf zu Backen ohne es anbrennen zulassen. Auf
einen auf 2 Steinen stehender Kochtopf den Knetlaib auf eine zusätzliche Pfanne/Blech im
Topf geben und dieses Blech wiederum auf Steine zu stellen. Nun Glut auf den Topfdeckel,
um den Topf und unter die 2 Steine, die den Topf halten, verteilen

Das Urbrot ohne Hefe war eine Mischung aus zerriebenen Körnern und Wasser. Diese Fladen
wurden dann auf heissen Steinen gebacken, die Wärme gut speichern

Das Urbrot enthielt noch keine Hefe und war nur im warmen Zustand essbar. Sobald das
Fladenbrot erkaltete, war es steinhart. Für die Sortenvielfalt sorgen die Extrazutaten wie etwa
Nüsse, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne, Honig, Sesam, Haferflocken, Leinsamen, Rosinen
und Backpflaumen

Der Stein - Backofen ist eine weiter Möglichkeit zu backen. Auf Felsenuntergrund oder einer
grossen Steinplatte als Basis errichtet man aus dicken Blöcken die Rückwand und zwei
Seitenwände ( ca. 20 cm hoch ) und deckt sie mit einer grossen Platte ab. Ist ein grosser
Felsblock oder ein Felsufer in der Nähe, kann man sich die Rückwand sparen und die
Seitenwände direkt daran anschliessen. Vorne bleibt eine grosse Öffnung, die man später mit
einer passenden Platte (vorher anpassen) verschliessen kann, oben hinten eine kleinere
Öffnung als Rauchabzug. Dann verschmiert man die Ritzen mit Lehm oder feuchter Erde und
entfacht im Ofen ein tüchtiges Feuer. Sind die Steine soweit aufgeheizt, dass man sie von
aussen kaum noch anfassen kann, lässt man das Feuer ausgehen und fegt mit einem Zweig die
Asche heraus. Dann kommt der Teig in den Ofen, und die Öffnungen werden verschlossen.
Ein kleiner Brotlaib braucht etwa 45 Minuten um durchzubacken und anbrennen kann im
Ofen nichts, da die Feuchtigkeit nicht entweicht. Ganz ähnlich funktioniert der Lehm -
Backofen, den man in einer geeignete Böschung graben kann. Ehe man zu graben beginnt,
kann man zunächst 60 - 80 cm hinter der Kante der Böschung einen dicken Pfahl in den
Boden rammen, dann hat man gleich die Öffnung für den Rauchabzug. Die Decke muss
mindestens 30 cm stark sein, um nicht einzustürzen und um genügend Hitze zu
speichern. Einen Erdofen ist praktisch zum Dünsten, dazu wird eine Grube ausgehoben (
Tiefe mindestens 50 cm ) und der Boden bzw. die Seitenwände mit Steinen auskleiden. Nun
entzündet man in der Grube ein Feuer , bis die Steine fast glühen ( ca. 1 - 2 Stunden ).
Anschliessend entfernt man die Glut und die Asche so gut wie möglich, und bedeckt die
Steine mit feuchtem Gras oder mit Blättern. Darauf wird das Gargut gelegt, mit Wasser
besprengt und wieder mit einer dichten Schicht feuchtem Gras und Blättern bedeckt. Wenn
die Grube dann mit festgedrückter Erde gefüllt wird, kann damit kein Dampf entweichen

Am besten ersetzt die Glut die Herdplatte, bei Tee ist es besonders zu empfehlen mit Deckel
abzukochen wegen den ätherischen Ölen. Blätter sind zum Einwickeln und Garen eine gute
Alternative beim Kochen. Als Topfersatz muss man ca. fünf Schichten der Blätter
übereinander legen, sie mit Baumrinde, Wurzeln, Gras zusammenbinden und in die Glut
legen. Bevor das letzte Blatt verbrannt ist, ist der Inhalt gar. Will man Blätter besonders
elastisch machen, schwenkt man sie kurz überm Feuer hin und her

Lebensmittel halten länger wenn man sie kühl, dunkel und trocken lagert. Man kann
Lebensmitteln konservieren durch Trocknen, Einfrieren, Räuchern oder als Einlage in Öl

Um Kartoffelstärkemehl zu erhalten zerreiben wir rohe und geschälte Kartoffeln , mit Tuch
den Saft rauspressen und über dem Feuer trocknen

Fladen auf Vorrat, dünn und hart durchbacken, trocken und kühl lagern. Man kann Fladen auf
heissen Steinen backen.
Lehm kann man sehr gut mit Steinen oder anderen Materialien mischen uns mit einem Feuer
trocknen lassen. Bei gegrabenen Modellen ( Öfen, ... ) sollte die Lehmschicht zwischen 10
und 20 cm betragen, die Oberschicht beim gegrabenen Modell aus Stabilitätsgründen
mindestens 30 cm

Kreativ Bauen

Mit viel Zeit kann man alles nötige in der Natur herstellen und der Kreativität im Umgang mit
Astgabeln, Lehm, Steine, Blätter und Moos sind keine Grenzen gesetzt. Bei den Bauten sollte
ein schräges Dach vor Regen schützen und der möglichst kleine Behausungseingang nicht auf
der Windseite liegen. Es gibt einige Möglichkeiten die schützende Natur im Bauen eines
Unterschlupfes mit einzubeziehen , wie unter Bäumen eine Grube zu schaufeln oder eine
gewölbte Höhle sich selber zu graben. Beim graben einer Höhle in eine senkrechte Wand,
sollte man den Eingang kleinhalten und Bögen röhrenartig in die Decke einbauen. Mit dem
Kopf Richtung Eingang schlafen, um im Notfall sich ein Atemloch zu graben. Bäume stärken
durch die Wurzeln oberhalb der Decke die Decke zusätzlich

Höhlen die folgende Zeichen besitzen sind für eine Übernachtung zu unsicher : Wasserränder
an den Seitenwänden, feiner Schwemmsand am Boden, feuchter Boden, Moos und
Schwemmholz. Reflektoren (Steine, Lehm oder Holzwand) vor ein Feuer setzen, um die
Wäme in dein Lager zu reflektieren. Bei einfachen Blockhäusern wird Moos unter Druck
zwischen den Stämmen zum Abdichten verwendet. Blätter, Moos, ... als Isolationsschutz bei
Bauten verwenden, je kleiner der Raum und je mehr Schichten vorhanden desto wärmer ist es.
Lehm zum Bauen von Hütten, Kaminen oder Öfen hat sich bewährt. Steine kann man mit
Lehm oder Ton als Bindematerial verwenden. Bei einem Kamin muss die engste Stelle über
dem Feuer sein, dann wird er etwas weiter gebaut und zuletzt am oberen Ende, wieder auf die
engste Stelle verjüngt. Lehm ist auch brauchbar zum abdichten und speichert Wärme sehr gut.
Besonders, wenn das Brennmaterial sehr knapp ist, kann ein schlichter und leicht zu
improvisierender Hobo - Ofen von Vorteil sein. Bei extremem Wetter kann der Ofen sogar im
Vorzelt benutzt werden. Er nutzt die Heizenergie besser aus als ein offenes Feuer. Von einer
möglichst grossen Konservendose trennt man den Deckel ab, schneidet entlang dem unteren
Rand einige Lüftungsöffnungen und in den oberen Rand Kerben als Rauchabzug und um den
Topf darauf zu stellen. Dieser Ofen kann mit so ziemlich allem beheizt werden, was brennt.
Notfalls genügt eine Kerze, um in einem kleinen Gefäss Wasser heiss zu machen

Eine andere Möglichkeit ist der Behelfswärmeofen mit Steinen. Man flacht eine Dose an der
Rundung ab, so dass man sie auf den Boden legen kann und füllt sie mit brennenden Kerzen.
Dann füllt man die zweite abgeflachte Dose, deren Deckel man nur halb abgeschnitten hat
und fülllt sie mit Kieselsteinen. Nun legt man diesen Speicherofen auf die
Behelfsofenkonstruktion. Die Steine erwärmen sich und strahlen die Wärme nach allen Seiten
ab. Der Behelfswärmeofen mit Steinen hat den Vorteil, die Wärme zu speichern. Wenn die
Steine in der oberen Konservendose ausreichend erhitzt sind, schliesst man den klappbaren
Deckel und kann dann das obere Ofenteil dicht am Körper unter einer Decke oder Plane zur
Erwärmung der Beine und Hände und damit auch des ganzen Körpers nutzen

Eine feine Bodenheizung bekommt man, wenn ein Lagerfeuer auf knapp zwei Meter Länge
ausgedehnt wird. Wenn alle Holzstücke glühen, eine dicke Lage Sand drauflegen. Die
Fussbodenheizung hält nachts gut warm. Eine weitere Möglichkeit ist in eine Grube Steine
vom Lagerfeuer zu legen, die sich im Laufe des Abends aufgeheizt hatten. Nun bedeckt man
die Steine mit der ausgehobenen Erde und als Decklage kommt eine Schicht Moos und Blätter

Bei einer grösseren Gruppe kann man auch Kleider oder Schuhe herstellen, es gibt des
weiteren weiterführende Literatur die sich mit der natürlichen Beschaffung von Essig, Butter,
Honig, Käse, Alkohol oder Hefe befassen. Zusätzliches Salz ist bei der Urernährung so nicht
nötig, doch gibt es gute Salzvorkommen in der Natur (Stein - und Meersalz) die wertvolles
Salz, im Gegensatz zum herkömmlichen und schädlichen Natriumchlorid, liefern

Orientierung

Bei Karten ist oben betrachtet immer der Norden

Im Osten geht die Sonne auf, steht dann im Süden und geht im Westen unter

Weiter Orientierungsmöglichkeiten :

Ein Meter langer Stock in die Erde, die Spitze des Schatten markieren, nach einer Stunde
wieder. Verbindet man nun die Geraden, so zeigt die erste Markierung in den Westen, die
zweite nach Osten

Nachts kann man sich nach dem Polarstern richten, der genau im Norden steht. Den
Polarstern findet man, wenn man den Grossen Wagen kennt. Die Linie der Rückfront,
sechsfach verlängert, kreuzt den auffallend leuchtenden Polarstern, der gleichzeitig das
Vorderlicht an der Deichsel des Kleinen Wagens ist

Der bis zu 1,30 m hohe Stachel - Lattich, auch Kompass - Pflanze genannt, richtet seine
Blattränder und - spitzen in die Nord - Süd Richtung. Die hochkant aufgestellten Blattflächen
weisen nach Ost - West. Gänseblümchen orientieren sich nach der Sonne, morgens Richtung
Osten und abends Richtung Westen
Einzelbäume sind von Geburt an den Winden am meisten ausgesetzt. Ihre Stämme biegen
sich unter seinem Druck. Allmählich wachsen sie schräg. Äste, die dem Wind
entgegenstehen, brechen. Zur windabgewandten Seite hingegen gedeihen sie besser. In
unseren Regionen herrscht Wind aus Nordwest vor. Nordwest ist die Wetterseite. Also neigen
sich die Bäume nach Südosten. In diese Richtung weisen auch die längeren Äste. Die
moosbewachsenen Seiten der Bäume weisen in Windrichtung, also Nordwest. Natürlich
zeigen umgestürzte Bäume ebenfalls an, in welche Richtung der Wind bläst. Kiefern haben
auf ihrer windzugewandten Seite eine besonders rissige und grobe Rinde

Seife

Um nun aus der Pflanze Seifenkraut Seife zu gewinnen muss man die zur Verfügung
stehenden Pflanzenteile entweder kleinhacken, zerreiben oder zerdrücken. Man kann sie dann
sofort als Seife benutzen oder für später aufheben und trocknen lassen. Geeignete Pflanzen
zur Seifeherstellung sind Seifenkraut oder die Gewöhnliche Waldrebe (Nur im trockenen
Zustand, da es sonst zu Hautreizungen kommt). Man kann auch das zerkleinerte Seifenkraut
oder den Ackerschachtelhalm abkochen und das Kochwasser als Seifenlösung verwenden.
Seifenkraut sollte man ab dem Spätsommer bis in den Frühling sammeln, wobei auch
abgestorbene oder getrocknete Pflanzen nutzbar sind. Das Seifenkraut reizt die Augen, also
beim Gesichtwaschen vorsichtig sein. Eine weitere Möglichkeit Seife herzustellen ist die
weisse Asche vom Feuer zusammen mit Fett oder Öl in Wasser zu kochen. Entweder durch
tierisches Fett ( Zur Not auch aus Regenwürmern, Schnecken...) oder pflanzliches Fett aus
zerstossenen Nüssen oder Samen ( Samen zum Beispiel von Senf, Ackerrettich,...). Nach
langem Kochen bildet sich ein weiss -grauer Schaum auf der Oberfläche des Kochwassers,
dabei handelt es sich um Kernseife. Je mehr Asche und Fett man verwendet um so grösser
wird die Ausbeute sein. Dieser Schaum kann abgeschöpft und in eine Form geknetet werden.
Nach dem Trocknen lässt sich diese Seife prima transportieren

Shampoo

Kräutershampoo selber herstellen ist einfach: Bewährt haben sich 10 min. gekochte
Brenneselblätter, Kamille, Ringelblume und besonders Birkenblätter. Flüssigkeit nehmen und
einmassieren. Bitte nicht sofort danach auswaschen, da das Kräuterwässerchen seine
Wirkungszeit beansprucht. Weiter Zutaten sind Thymian, Zinnkraut, Salbei, Rosmarin,
Baldrian, Brunnenkresse, Klettenwurzel; die Liste könnte man sehr lang erweitern. Pure
Birkenwasser ist auch ein Genuss für die Haare, im Frühjahr können vor dem Austreiben der
Birken (siehe oben bei Bäumen) bis zu 50 l dieser Flüssigkeit pro Baum gewonnen werden.
Der Saft kann auch als Gesichtslotion verwendet werden

Sonnenschutz

Aus Kastanienmehl stellt man Leim, Wasch- und Haarpflegemittel her. Der Inhaltsstoff
Aescin absorbiert ultraviolette Strahlen; er wird daher für Sonnenschutzmittel verwendet.
Weitere Mittel für den Sonnenschutz sind Olivenöl, Ringelblume, Kamille, Nussöl, Kaffeeöl,
Walnussblätter, Grüne Walnussschalen, Oreganum, Schafgarbe, und die
Klettenwurzel. Weiter kann man sich gegen die Sonne schützen müssen mit Kohlestaub /
Lehm angerührt mit Fett oder Pflanzenöl. Hat man kein Öl, dann geht es auch zur Not mit
Wasser, aber dann hält die Schicht nicht so gut auf der Haut und muss öfter erneuert werden
Man kann sich die tödliche Wirkung der UV-Strahlung auch zu Nutze machen, wenn man nur
begrenzt die Möglichkeit hat seine Kleidung zu waschen. Damit dort keine
Bakterienkulturenwachsen legt man die Kleidung eine Stunde in die pralle Sonne, die UV-
Strahlung tötet einen grossen Teil der Bakterien ab

Massvolles Sonnebaden ist ein wesentlicher Bestandteil der Hygiene. Die Sonne tötet
Eiterbakterien und manche Flechten und Pilze

Wetter

Natürliche und vereinfachte Wettervorhersage in unseren Breiten :

Sonniges Wetter : Leichter Wind aus NO, Frühnebel, Aufsteigende Wolken, Offene
Kieferzapfen, Trockener Seetang, Senkrecht aufsteigender Rauch, Fidele Mückenschwärme in
der Abendsonne, Bienen sammeln durchgehend Nektar, Konstantes Quaken der Frösche am
Abend, Spinne webt ihr Netz, Abendrot, Morgengrau am wolkenlosen Himmel, Morgentau,
Hochfliegende Schwalben, Dunstige Täler

Regnerisches Wetter : Wind aus SW, Stark flimmernde Sterne, Tiefe Wolken, Diverse
Blumen (z. B. Gänseblume, Silberdistel, Huflattich, Hahnenfuss) schliessen tags die Blüten,
Geschlossene Kieferzapfen, Fallender Rauch, Feuchter Seetang, Nervöse Ameisen, Quacken
von Fröschen verstärkt sich zu unüblichen Zeiten ( z.B. Mittags ), Kleeblüten senken sich und
die Blätter falten sich nach unten, Bienen hören mitten am tag auf Nektar zu sammeln,
Morgenrot, Abendgrau, Starker Wind am frühen Morgen oder Abend, Tieffliegende
Schwalben, Sehr aktive Insekten am Morgen; Bergwild steigt in tiefere Lagen ab, weiter
Lichtring um den Mond

Kälte muss man erwarten, wenn sich abends und zu Nachtbeginn bei Windstille Bodennebel
in den Niederungen bilden. Wenn sich der Nebel an windstillen Wintertagen am hohen
Himmel bildet, wird es ebenfalls sehr kalt. Auch wenn das Morgenrot sich gelblichbraun
verf�rbt, ist mit Frostversch�rfung zu rechnen. Ein weiteres Indiz ist nachlassender
Tagesfrost, der gegen Abend wieder ansteigt. Er k�ndigt anhaltendes klares und kaltes
Wetter an

Zahnpflege

Zahnpflege ist nur bei der künstlich hergestellten Produkten so nötig. Die Natur bittet
genug Reinigungsmethoden. Kamille, Fenchel, Beinwell, Eibisch, Lindenblüten, Melisse,
Malve, Schachtelhalm, Spitzwegerich, Rosmarin, Rosskastanien, Salbei und Thymian können
richtig angewandt mehr bitten als eine Zahnpasta. Eine Zahnbürste selber aus der Natur
herstellen ist auch sehr leicht, dafür bietet die Natur genug Entfaltungsmöglichkeiten.
Wildniszahnbürsten kann man bauen aus frischen Ästchen, indem wir mit einem Messer ein
Kreuz einschneiden und durch immer feiner Schnitte bzw. Kauen Borsten herstellen. Am
besten verwendet man Ästchen aus der Eiche, die Gerbsäure enthält und dadurch das
Zahnfleisch schützt und Entzündungen vorbeugt

Für eine unabhängige Reise ist es von Vorteil, wenn alte Zahnschäden und Kariesanfänge
saniert wurden