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PrideGuide 2013

GRUSSWORT

gleiche rechte und AkzePtAnz
Grußwort von Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl
Mit dem Motto „Wir wählen: gleiche Rechte und Akzeptanz“ machen wir den Münchner Christopher Street Day in diesem Jahr zur Plattform unserer politischen Forderungen im Vorfeld der Bundes­ und Landtagswahl 2013 und der Kommunalwahl 2014. Wir werden als Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender unsere Rechte einfordern, auf Diskriminierungen hinweisen und die Verankerung von Gleichstellungspolitik gerade auch auf Bundes­ und Lan­ desebene verlangen. Denn dort geht nichts voran: keine Eheöffnung, kein Adoptionsrecht, keine Antidiskriminierung im Grundgesetz. Stillstand und Rückschritt bei den Regierenden in Bund und Freistaat. Die Gerichte müssen die Politik zum Fortschritt zwingen. Aber auch die „Ehe für alle“ wird gesellschaftliche Akzeptanz nicht selbstver­ ständlich machen. Im Alltag müssen wir immer noch Abwertungen, Ausgren­ zungen und Diskriminierungen erfahren. Am Arbeitsplatz ist nur die Hälfte offen schwul oder lesbisch, bei Jugendlichen nur zehn Prozent. Außerdem profiliert sich die katholische Kirche immer homophober und anti­homosexu­ elle Gewalt ist für viele traurige Realität. Deshalb brauchen wir Akzeptanz­ Kampagnen, Gleichstellungsstellen und die Förderung vieler psychosozialer, kultureller oder sportlicher Einrichtungen oder Organisationen der Communi­ ty. Doch das gibt es bisher nur in München. Während die Landeshauptstadt rosa leuchtet, bleibt das restliche Bayern schwarz. Das darf so nicht bleiben. Gerade die Münchner Erfolgsgeschichte zeigt, dass sich die richtige Wahl lohnt. Neben der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebenswei­ sen werden lesbisch­schwule­trans Projekte immer mehr städtisch gefördert. Mit der Münchner Regenbogenstiftung wurde die erste kommunale Stiftung für Lesben, Schwule und Transgender errichtet. Um schwul­lesbische Touris­ ten wird geworben. Tausende können im Bierzelt auf der Wiesn oder bei Straßenfesten feiern. Die Community ist sichtbarer denn je. Das Klima in der Stadt insgesamt lesben­, schwulen­ und trans­freundlich. Davon wurde uns nichts geschenkt. Jeden Erfolg haben wir gemeinsam erkämpft. Schließlich regiert die Szene seit 17 Jahren durch Rosa Liste im Rathaus mit. Unsere Antidiskriminierungs­ und Gleichstellungspolitik ist einmalig in Bayern und vorbildlich in der Republik. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Dafür setze ich mich gern mit Engagement und Verstand weiter im Rathaus ein. Lassen wir uns also nicht von Kandidat*innen oder Programmen verführen, die sich als rosa getünchte Mogelpackungen entpuppen. Lassen wir uns nicht von Sonntagsreden blenden, denen keine Taten folgen. Wir sind keine schril­ le Minderheit, sondern eine ernst zu nehmende Wähler*innengruppe: wir wählen, wer wirklich für gleiche Rechte eintritt und uns akzeptiert. Unsere Stimmen zählen. Wir müssen aber auch wählen gehen. Happy CSD everybody! Euer Politischer CSD­Sprecher und Stadtrat der Rosa Liste OB Ude ist seit 1994 Schirmherr des CSD München

wir wählen:

herzlich willkommen!
Grußwort vom Schirmherrn Oberbürgermeister Christian Ude
Feiern und Fordern, das gehört beim Christopher Street Day seit jeher un­ trennbar zusammen. Und gerade was das Fordern betrifft, bietet der CSD im „Superwahljahr“ 2013 der schwul­lesbischen Szene ein perfektes Forum, um für gleiche Rechte und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung öffent­ lich Front zu machen. Zur Erinnerung: Nach dem Lebenspartnerschaftsge­ setz von 2001 war es zuletzt ja regelmäßig das Bundesverfassungsgericht, das mit seinen Urteilen gegen die Benachteiligung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften die Politik immer wieder in Zugzwang gebracht hat, vom Erbschaftsteuer­ bis zum Adoptionsrecht. Höchste Zeit also, dass der Ge­ setzgeber nun endlich von sich aus aktiv wird und nicht länger vom höchsten deutschen Gericht dazu gedrängt werden muss, für eine Gleichbehandlung zu sorgen, bei der die sexuelle Orientierung keine Rolle mehr spielt. „Wir wählen: gleiche Rechte und Akzeptanz“ – das ist deshalb genau das richtige Motto, mit dem der CSD 2013 in München (Regenbogen­)Flagge zeigt. Denn nie waren die Chancen größer als jetzt, sowohl auf Bundes­ wie auch auf Landesebene die notwendigen Weichen zu stellen: weg von Rück­ schritt und Stillstand, hin zu rechtlichem und gesellschaftspolitischem Fort­ schritt. Dafür soll der CSD 2013 in München ein kraftvolles Zeichen setzen, und dafür bringt er auch die besten Voraussetzungen mit: Schließlich ist Mün­ chen vor allem dank seiner starken und selbstbewussten Szene tatsächlich zu einem Motor für gleiche Rechte und Akzeptanz geworden. Selbstverständlich habe ich daher auch heuer wieder die Schirmherrschaft übernommen, wünsche dem CSD und allen Veranstaltungen der PrideWeek einen vollen Erfolg – und allen Wählerinnen und Wählern der Münchner Community ein gutes Gedächtnis!

Fotos: Susi Knoll, LH München

Thomas Niederbühl
Thomas Niederbühl ist seit 1996 Vertreter der Münchner Community im Stadtrat

Christian Ude

PrideGuide 2013

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Motto

wir wählen:

gleiche Rechte und Akzeptanz
Dank Landtags-, Bundestags- und Kommunalwahl steht der Münchner CSD ganz im Zeichen eines „Superwahljahres“
München stehen spannende Monate bevor: Am 15. September wird ein neu­ er Landtag gewählt und zugleich kandidiert der (nicht nur in der queeren Gemeinde) ausgesprochen populäre Münchner Oberbürgermeister Christian Ude um das Amt des Ministerpräsidenten. Eine Woche später, am 22. Sep­ tember, blicken wir von Bayern nach Berlin, dessen Reichstag im Zuge der Bundestagswahlen neu zu besetzen ist. Im Frühjahr 2014 schließlich wer­ den die Münchner*innen ein drittes Mal zum Urnengang aufgefordert: Bei den Kommunalwahlen steht die Besetzung des Stadtrats und der Bezirksaus­ schüsse an. Nicht zuletzt wählt die Landeshauptstadt am selben Tag einen neuen Oberbürgermeister. Die Koordinaten in Bayern und ganz Deutschland werden also in den nächsten Monaten neu definiert. Kein Wunder, dass sich das Team des Christopher Street Day in diesem Jahr mit „Wir wählen: gleiche Rechte und Akzeptanz“ für einen politisches ­ Motto entschieden hat. Die LGBT-Community hat gleich drei Mal die Wahl: Als Ärzt*innen, Verkäufer*innen oder Lehrer*innen, als Auszubildende, Studieren­ de oder Rentner*innen, als Unternehmer*innen, Angestellte oder Arbeitslose. Aber eben auch als Lesben, Schwule, Bi und Transgender. Damit die Wahl nicht zur Qual wird gibt der PrideGuide Informationen dazu, was die einzelnen Par­ teien in Bund, Land und Stadt für die Community zu bieten haben, welche Perso­ nen dahinter stecken und warum und mit welchen Mitteln die politische Situation in diesem Land (im internationalen Vergleich wahrlich keine schlechte), an vielen Stellen nicht nur verbessert werden sollte, sondern verbessert werden muss. Denn es ist noch ein langer Weg zu politischer Gleichberechtigung und ein noch längerer zur gesellschaftlichen Akzeptanz. München ist hier ein gutes Beispiel: In kaum einer Kommune ist hier von städtischer Seite so viel für Lesben, Schwule und Trans* geschehen. Dank der Rosa Liste, die seit 1996 konsequent Verbesserungen einfordert, dank einer aufgeschlossenen Stadt­ regierung aus SPD und Grünen und dank Politiker*innen vieler Parteien, die sich für die Community engagieren, wurde hier möglich gemacht, was andere Städte neidvoll auf München blicken lässt: Antidiskriminierungmaßnahmen, die Errichtung der Städtischen Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, neue Räume für Sub und LeTRa, stabile Finanzierung von Pro­ jekten oder ein Rathaus, das sich zur queeren CSD-Party öffnet. Und dennoch: Selbst im Glockenbachviertel fühlen sich viele Lesben, Schwule und Trans* nicht mehr wohl. Auch in München wird in den Schulen gemobbt, an den Arbeitsplätzen diskriminiert und Gewalt psychischer wie physischer Art ist keine Seltenheit. Somit will dieser PrideGuide 2013 dazu auffordern, das politische Gesche­ hen in Bund, Land und Kommune mit Interesse und nicht mit Gleichgültigkeit zu verfolgen. Jede Stimme zählt und jede Stimme für eine tolerante Partei ist auch eine Stimme gegen Rechts. Wir haben auf allen Ebenen viele Schlachten erfolgreich geschlagen. Trotzdem: Es ist noch viel zu tun – packen wir´s an!
Fotos: Blue Boeser, Bernd Müller

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PrideGuide 2013

ist doch Ganz Gleich, wen wir lieben...
Letztes Jahr, als wir gemeinsam hinter der CSD­Bühne standen, sagte mir die lesbische Aktivistin Olena Semenova aus Kiew: „Wir wissen nicht was nach der Wahl auf uns zukommt, wenn sich die konservativen Parteien durchsetzen. Ob wir dann überhaupt noch für unsere LGBT­ Organisationen arbeiten dürfen? Wir wissen nicht was sie mit uns vorhaben.“ So bedrohlich, sollte der Regierungswechsel nicht gelingen, werden die Folgen der bayrischen Landtags­ wahl und die der Bundestagswahl im September wohl nicht für unsere Community werden. Hier gibt es mittlerweile viele Menschen, die glauben – „egal wen Du wählst ist doch eh´ alles gleich, wählen gehen bringt nix“. Irrtum, es ist eben nicht alles gleich. Hätten aktuell oder auch nur seit fünf Jahren alle Parteien in Deutschland die gleiche positive Haltung uns ge­ genüber, dann müssten wir Homosexuellen und Transgender doch endlich ohne Einschränkungen über die gleichen Rechte verfügen kön­ nen. Stattdessen konnten wir in den letzten Jahren der CSU/FDP­Regierungs­ mehrheit im Landtag und der CDU/CSU/FDP­Regierung im Bundestag bei ihrem homo­politischen Eiertanz und ihren unwürdigen Blockadespielchen zuschauen. Deren LGBT­Politik lässt sich so zusammenfassen: „Die rechtli­ che Gleichstellung für Homosexuelle und Transgender? Nur wenn uns das Europarecht und Gerichtsurteile dazu zwingen“. Da hilft auch kein schwuler Außenminister und auch nicht die vereinzelten Stimmen in der CDU oder der CSU, die eine tolerante Politik für uns fordern. Die Auswirkungen der mangelnden juristischen Gleichstellung spüren existentiell und direkt Lesben/ Schwule und Transgender, die heiraten wollen sowie Lesben und Schwule, die Kinder bekommen und/oder adoptieren wollen. Die massiven Benachtei­

MOTTO

… aber nicht, wen wir wählen! Ein Kommentar der CSD-Orga zum Motto 2013
ligungen im Steuer­ und Adoptionsrecht betreffen jedoch nicht nur die finan­ zielle Existenz von Homosexuellen. Die Verweigerung gleicher Rechte und damit die Verletzung unseres Bedürfnisses nach gleichen Rechten, treffen viel tiefer und nicht nur die konkret Betroffenen. Diese juristischen Sondergesetze erklären uns nach wie vor zu nicht gleichwerti­ gen Menschen. Und: die Botschaft meint alle, Lesben, Schwulen und Transgender, egal ob wir heiraten wollen oder nicht, Kin­ der bekommen wollen oder nicht. Dagegen müssen wir uns alle zusammen wehren. Es ist eben nicht gleich, wen wir wählen. Es macht einen deutli­ chen Unterschied ob die gewählte „Volksvertreterin“ Katharina Reiche oder Claudia Roth heißt. Es wird einen wunderbaren Unterschied ausmachen, sollte der nächste bayerische Minister­ präsident Christian Ude und nicht Horst Seehofer heißen. Wählen können ist ein demokratisches Recht, das ich nutzen werde. Meine Stimme kann ich nur Personen oder Parteien geben, die sich freiwillig und glaubhaft für die Gleichstellung aller Menschen einsetzen. Denn neben dem politischen Um­ gang mit unserer Minderheit gibt es noch andere „Wahlprüfsteine“ die für mich wichtig sind, wie z.B. die Flüchtlingspolitik, die Frauengleichstellung, das konsequente Handeln gegen Neonazis und Rechtsradikale, die Migrati­ onspolitik und eine Wirtschaftspolitik, die dem Wohl der Bevölkerungsmehr­ heit verpflichtet ist. Mein politischer Traum 2013: In Bayern und Deutschland wird Schwarz/ Gelb abgewählt. RITA BRAAZ, CSD-PRESSESPRECHERIN

schwule und lesben?
Blick von außen: Annika Scherer

passt schon! sich zu zeigen
Blick von außen: Michael Schilling
Ich bin hetero und hatte als „Landei“ mit Lesben und Schwulen nie wirklich etwas zu tun. Ich kannte schlicht keine. Meine Vorstellungen von ihnen waren von TV­Sendungen beeinflusst. Ich wusste, dass das kein repräsentatives Bild ergibt, aber es hat mich nicht gekümmert – lustige Leute, ein bisschen schräg halt, passt schon. Das änderte sich als ich am Münchner CSD­Wochenende vor zwei Jahren durch die Stadt ging und ein paar wunderbare Stunden hier verbrachte. Im Gegensatz zu unseren Volksfesten in Niederbayern, die ich wirklich schätze, war die Stimmung so fröhlich, das Miteinander so „warm“ (haha!) und die Kontakte so unkompliziert. Nicht falsch verstehen – ich wer­ de nicht lesbisch! Aber das Erlebnis hat mich menschlich schon beeindruckt. Ich fing an, mich in der Passauer Gegend umzusehen – und sah: nichts. Oder besser: nicht viel. Warum nur? Ey, Studentenstadt, da muss es doch krachen!? Irrtum. Seltsam. Ich be­ gann mich mit den politischen Fra­ gen zu beschäftigen. Mit Diskri­ minierung, mit Homo­Ehe, Kinder kriegen. Und da wollte das bay­ erische „Passt schon“ auf einmal nicht mehr passen. Ich habe mir vorgenommen, bei meinem nächs­ ten CSD­Besuch werde ich nicht nur feiern, sondern genau hinhö­ ren, worum es eigentlich geht. Ich freu mich drauf! Annika Scherer ist freie Journalistin in Passau Klasse! Gibt es einen besseren Platz als diesen hier, um mal „danke“ zu sagen? Danke für all das positive Feedback, das Lob, die guten Worte (auch von vielen Heteros, übrigens) für die Geschichten, die wir in der AZ veröffent­ licht haben zum schwul­lesbischen Leben in München – deutlich häufiger als alle anderen Blätter. Das bedeutet nicht, dass bei uns in der Redaktion mehr Lesben und Schwule arbeiten als anderswo. Wir wollen nur das Leben in die­ ser Stadt abbilden, wie es ist. Dazu gehören nicht bloß der FC Bayern, die Stadtratssitzungen und Polizeiberichte. Sondern auch die Geschichten der Giesingerin, die nach 50 Jahren aus ihrem Viertel herausgentrifiziert wird, die des Schwarzen, den der Türsteher abweist, oder die des schwulen/lesbischen Paares, das sich ein gemein­ sames Kind wünscht. Um solche Geschichten einer Zeitung zu erzählen, das erfahren wir immer wie­ der, braucht es nicht allein Wut oder Verzweiflung. Sondern vor allem: Mut. Den Mut, Menschen zu sensibilisieren und sie aufzuklären. Den Mut, sich zu zeigen – auch wenn man sich klein und allein fühlt. Beim CSD dagegen geht es (auch) darum, sich zu zeigen – in der Menge. Die ist wichtig. Sie erzählt quasi die Geschichten vieler Men­ schen auf einmal, sie ist ein wirksames Signal. Den CSD gibt es allerdings nur einmal im Jahr. Mut und Toleranz aber haben 365 Tage im Jahr ver­ dient. Ein klasse Grund zum Feiern. Michael Schilling ist Lokalchef der AZ München

mut,

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BUNDESTAGSPARTEIEN IM CHECK

Die Sozialdemokraten sprechen sich gegen jede Form der Diskriminierung aus. Folglich will die SPD das Grundgesetz Art. 3 um die sexuelle Identität ergänzen und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz weiterentwickeln. Außerdem soll die Ehe für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften geöffnet und diese auch im Adoptions­ und im Steuerrecht gleichgestellt werden. Für die SPD ist Familie dort, wo Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen – dazu gehören Patchwork­ oder Regenbogenfamilien. Für trans­ und intergeschlechtliche Menschen fordert die SPD die geschlechtliche Selbstbestimmung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

gleichstellung Jetzt

Die Grünen sprechen sich dafür aus, die eingetragene Lebenspartnerschaft in sämt­ lichen Rechtsbereichen mit der Ehe gleichzustellen. Das umfasst insbesondere das Steuer­ und Beamtenrecht sowie das gleichberechtigte Adoptionsrecht. Art. 3 GG soll um die sexuelle Identität ergänzt, das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ durch Verbandsklagerecht effektiver werden. Die Grünen fordern außerdem die Reform des Transsexuellenrechts sowie einen „Aktionsplan für Vielfalt“, der Homo­ und Transpho­ bie entgegensteuert und insbesondere Jugendliche stärkt und schützt. Die Opfer des §175 sollen rehabilitiert und entschädigt, Regenbogenfamilien anerkannt werden.

zeit FÜr wAndel

Die Linke spricht sich für die völlige gesetzliche Gleichstellung von Ehen und eingetra­ genen Lebenspartnerschaften aus, vor allem im Steuerrecht. Das Allgemeine Gleichbe­ handlungsgesetz soll durch ein Klagerecht für Verbände verbessert werden. Sie fordert zudem die Rehabilitation von homosexuellen Männern, die nach dem § 175 verfolgt und verurteilt wurden und unterstützt Transsexuelle, Intersexuelle und Transgender in ihrem Kampf um Gleichstellung und gegen Heteronormativität. Das Ehegattensplitting will sie abschaffen, Regenbogenfamilien fördern. „Familie ist da, wo Menschen, egal welcher sexuellen Orientierung, füreinander Verantwortung übernehmen.“

sozial und gleich

auF vielfAlt setzen
„Für uns Liberale sind alle Lebensgemeinschaften gleich wertvoll, in denen Menschen Verantwortung füreinander übernehmen“, so das Bundesprogramm. Daher sollen auch Regenbogenfamilien gleichberechtigt gefördert werden. Außerdem spricht sich die FDP dafür aus, eingetragene Lebenspartnerschaften mit der Ehe gleichzustellen, insbesondere im Einkommensteuerrecht, bei der Riester­Rente und bei Adoptionen. Dennoch hatte die Bundestags­FDP 2012 mehrheitlich gegen die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare gestimmt, weil der (Oppositions­) Entwurf „in seiner Ausgestaltung juristisch zweifelhaft“ (so der schwule FDP­Abgeordnete Michael Kauch) schien.

Die Union hat zum Redaktionsschluss noch kein Programm veröffentlicht. Wesentliche Änderungen ihrer Gleichstellungspolitik sind aber nicht zu erwarten. Zuletzt erklärte sie, die „Entscheidung von Menschen, die in anderen Formen der Partnerschaft als der Ehe ihren Lebensentwurf verwirklichen wollen“ zu respektieren. Eine Gleichstel­ lung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe zwischen Mann und Frau lehnt die CDU/ CSU unter Berufung auf das Grundgesetz allerdings ab. Die CDU will außerdem die Urteile des Bundesverfassungsgerichts zur steuerlichen Gleichstellung sowie zur Adop­ tion abwarten. Das Ehegattensplitting soll zu einem Familiensplitting werden.

resPekt statt rechte

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THEMA
Das Transsexuellengesetz (TSG) in Deutschland ist schon lange nicht mehr zeitgemäß und darüber hinaus sind viele Bestimmungen durch Urteile des BVGs außer Kraft gesetzt. Darüber sind sich Interessenverbände und weite Teile der Politik einig. Dennoch warten die Betroffenen bisher vergeblich auf eine Besserung ihrer Situation. „Mit Transidentität und Intersexualität wollen sich die Politiker nicht auseinander setzen“, meint Christian Schabel­Blessing Vorstand des TransMann e.V. „Das Thema wird vor der Sommerpause aus der Schublade geholt und dann wieder vergessen.“ Diese Punkte sind es, die Transidente besonders bewegen: Nach einem Urteil des Bundesverfas­ sungsgerichts gibt es zur Zeit keine gesetzliche Regelung für die Personenstandsänderung. In Bayern wird der Personenstand gleichzeitig mit dem Vornamen geändert, andere Bundesländer verhalten sich weniger liberal. In diesem Zusammenhang soll für die Vornamensregelung keine Gutachtenpflicht mehr gel­ ten, sondern dieser Vorgang vereinfacht und als Verwaltungsakt angesehen werden. Die Gutachten, Grundlage für eine Anerken­ nung des Angleichungsprozesses, sind teuer, im Schnitt sind über 1.200 € dafür fällig. Zudem soll es ein verpflichtendes Offenbarungsverbot geben, das heißt: Die Ge­ Balian Buschbaum: Deutschlands schlechtsanpassung muss nicht nur von den derzeit bekanntester Transmann Behörden bis zur Geburtsurkunde, rückgän­ gig gemacht werden. Hier ist München Vor­ reiter: Seit etwa zehn Jahren können alle Datensätze von Trans*Menschen beim KVR gegen weitere Einsicht gesperrt und transidente Klienten in separa­ ten Zimmern beraten werden. Schließlich soll auch Intersexualität berück­ sichtigt sein. Die Regelung, nach der das Geschlecht des Kindes beim Eintrag ins Geburtsregister definiert werden muss, soll gestrichen werden, das Kind sich später selbst entscheiden können. Trans* und Inter* Menschen wollen so von der Gesellschaft als selbstverständlich angesehen werden, nicht als krank. Allzu optimistisch sind die Münchner Transmänner nicht, was die Ver­ besserungen betrifft. Christian resümiert: „Solange ein hochrangiger Politiker nicht selbst einen Trans* oder Intersex*­Fall in der Familie hat, sieht er oder sie wohl nicht die Notwendigkeit, etwas zu ändern.“

Mitglieder der Münchner Trans*Tagung demonstrieren beim CSD 2012

klArheit für

transidente
Trans*Menschen warten seit Jahren auf neue Gesetze. Was jetzt geschehen muss.

Fotos: Katharina Dubno, Bernd Müller

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Thema Thema

Blick ins Maximilianeum: Für die LGBT-Gemeinde geht hier noch wenig voran. Das kann sich am 15. September ändern.

Bayern soll bunter werden
Die bayrischen Landtagsparteien im Check
Wenn am 15. September ein neuer Landtag ge­ wählt wird, hoffen viele Lesben, Schwule und Trans­­ gender auf ein bunteres, toleranteres Bay­ ern. Die Kandidatur des Münchner OB Christian Ude um das Amt des Ministerpräsidenten befeuert diese Hoffnung. Unser Schnellcheck bringt euch einen Überblick über die queere Politik der Land­ tagsparteien. CSU: Im Farbenspiel der Parteien sind die Schwar­ zen auch aus Gleichstellungssicht ein dunkles Ka­ pitel. Eine „neue CSU“ hatte Horst Seehofer im Dezember 2012 angekündigt, in Sachen Gleich­ stellung erweisen sich die Christsozialen als die Alten. Zwar forderte der Parteichef im Zuge um die „Schrille Minderheiten“-Aussage seines Ge­ neralsekretärs Dobrindt Respekt und Achtung gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensgemein­ schaften, doch Taten ließ er keine folgen. Die CSU bewegt sich hier nur, wenn Karlsruhe schiebt. Die CSU stünde für das Prinzip „Leben und leben las­ sen“, sagte Seehofer 2008. Hier herrscht Interpre­ tationsbedarf. SPD: Für die Sozialdemokraten ist Gleichstellung Teil des Regierungsprogramms und auch im neu­ en Programm der BayernSPD, das im Mai verab­ schiedet wurde, spielt queeres Leben eine große Rolle. Der Landesvorsitzende der Arbeitsgemein­ schaft der Lesben und Schwulen in der BayernSPD (Schwusos) Ulf Schröder verweist auf vier (erfolg­ lose) Anträge der SPD im Bayrischen Landtag, auf Aktionsforen und darauf, dass die Stellung der Schwusos innerhalb der Partei deutlich gestärkt wurde. Doch er weiß auch, dass die BayernSPD oft ländlich ist und denkt. „Die SPD war nicht im­ mer Vorkämpfer queerer Rechte, doch mittlerweile ist es rechtlich und menschlich geboten.“ Bündnis 90/Die Grünen: Seit vielen Jahren bringen die Grünen Initiativen, Entwürfe und Vor­ schläge zur Gleichstellung der queeren Communi­ ty in den Landtag ein. In Sachen Homo-Ehe brin­ gen sie ihre Haltung auf eine kurze Formel: Ehe für alle! Deutschland müsse den Anschluss an interna­ tionale Modernisierungstendenzen halten. Außer­ dem entspräche diese Forderung der Haltung weiter Teile auch der bayerischen Bevölkerung. „Gleichstellung muss jetzt her, alles andere ist Dis­ kriminierung“, so Landtagsabgeordnete Claudia Stamm und Gleichstellungssprecherin ihrer Partei. FDP: Die bayerischen Liberalen zerreißt es fast im Spannungsverhältnis von Theorie und Praxis. Denn einerseits wollen die Liberalen homosexu­ elle Lebenspartnerschaften im Steuer- und Adop­ tionsrecht mit der Ehe gleichstellen. Andererseits werden sie vom großen Bruder CSU via Koaliti­ onszwang in ungeliebte Kompromisse gedrängt. Über solche Kompromisse freuen sich Studierende (keine Gebühren), doch Lesben und Schwule (kei­ ne Gleichberechtigung) schütteln da nur den Kopf.

Zukunftsmusik: Dragqueen Ellen Lang hat das Wort

Claudia Stamm (MdL),
Bündnis 90/Die Grünen

Bayern ist Entwick­ lungsland
Bayern bewegt sich nicht – und wenn, nur aufgrund von Gerichtsurteilen. Das ist peinlich. Bayern ist Ent­ wicklungsland was die Rechte von Lesben, Schwu­ len und Transgendern betrifft. Gerechtigkeit und Gleichstellung waren mir schon immer ein besonde­ res politisches und persönliches Anliegen. Als ich im April 2009 in den Bayerischen Landtag eingezogen bin, habe ich schon bald eine „Regenbogentour“ unternommen, um mehr über die Probleme von Les­ ben, Schwulen und Transgendern zu erfahren. Ich beschloss daraufhin, Anträge und Initiativen sowie eine Anhörung im Landtag zu starten. Erste Ziele wären eine landesweite Koordinierungsstelle nach Münchner Vorbild, ein Aktionsplan gegen Homophobie und die Verankerung des The­ mas besonders in der Bildungspolitik. Leider haben die Regierungs­ parteien dem nie zugestimmt. Es wird Zeit, dass die CSU in die Opposition muss.

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PrideGuide 2013

Fotos: Bayerischer Landtag/Bernd Müller

Thema

Bayern ist bereit
Ulf Schröder (SPD)
Längst ist Bayern und seine Bevölkerung offen für Themen, die vor Jahren noch fast undenkbar schienen. Doch die Politik muss endlich gestalten und nicht nur umsetzen, was sie von Gerichten oder dem EU-Parlament aufgezwängt bekommen hat. Die Bayerische Verfassung ist in vielen Dingen bezüglich der Menschenrecht offener als das, was die Regierung bisher umgesetzt hat. Im neuen Pro­ gramm der bayerischen SPD wurde Homosexuali­ tät zur Querschnittsaufgabe erklärt, die unter ande­ rem eine Akzeptanzkampagne für den ländlichen Raum vorsieht. In unserem Regierungsprogramm ist Gleichstellung eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre. Daher bin ich seit 14 Jahren po­ litisch aktiv und habe das 60-seitige Wahl­ programm für Schwu­ le und Lesben mit gestaltet. Ich möchte die Gleichstellung in Bayern fördern und mit einem Namen verbinden, der selbst betroffen ist.

Wir sind Der Bürger­ Antreiber anwalt
Manfred Krönauer (FDP) Christian Vorländer (SPD)
Als Steuerberater bin ich schon von Berufs wegen besonders mit Finanz-, Steuer- und Wirtschafts­ themen betraut. Als Mitglied der FDP und offen schwuler Bundestagskandidat liegt mir die Moder­ nisierung der Gesellschaft am Herzen. Dazu gehört die Forderung nach vollständiger Gleichstellung Homosexueller, die meine Partei schon sehr lange im Grundsatz- und Wahlprogramm beschlossen hat. Wir haben auf Bundesebene viel erreicht und sind Antreiber der Konservativen. Als kleinerem Regierungspartner gelingt es uns aber leider nicht immer ohne vertragsbrüchig zu werden, unsere Forderungen durchzusetzen. Dennoch: Die volle Gleichstellung ist Kern liberaler Politik. Deshalb en­ gagiere ich mich auch bei diversen queeren Vereinen, stehe für eine Fortführung der Regierung und kämp­ fe insbesondere für die Öffnung der Ehe auch für Schwule und Lesben. Für die Bundestagswahl trete ich als Direktkandi­ dat im hart umkämpften Wahlkreis München Süd an. Das Thema „Soziale Gerechtigkeit“ ist mir wichtig, ebenso wie sichere Renten und als Straf­ verteidiger die Menschenrechte. Als Mitglied der „Weiße Rose-Stiftung“ kämpfe ich gegen Rechts. Ich bin Bürgeranwalt im besten Sinne des Wortes und möchte im Falle meiner Wahl ein Bürgerbü­ ro in München unterhalten. Nicht nur als offen schwuler Kandidat setze ich mich für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein, für die Stärkung unserer Bürgerrechte und natürlich für die rechtli­ che Gleichstellung Homosexueller. In Deutschland muss die Gesetzgebung vorangehen und darf sich nicht weiter von den Gerichten treiben las­ sen. So machen wir deutlich, dass Lesben, Schwule und Trans­ gender einen gleich­ berechtigten Platz in der Gesellschaft ein­ nehmen.

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Thema THEMA

Die Szene stärken
Stadträtin Lydia Dietrich (Bündnis 90/Die Grünen)
In den letzten Jahren stand der Ausbau der inzwischen sehr guten Infrastruk­ tur der Community im Mittelpunkt. Mir war dabei der Lesbenschwerpunkt besonders wichtig. Doch wer glaubt, in München seien bereits alle Steine gerollt, irrt. Erst wenn vollkommene Gleichstellung erreicht ist, kann man das behaupten. Bis dahin gibt es noch viele Baustellen, wie zum Beispiel das Thema Regenbogenfamilien, das eines der großen Zukunftsthemen sein wird. Außerdem darf man das politische „Alltags­ geschäft“ nicht vernachlässigen, das man nicht an die große Glocke hängt, aber beständig besorgt. Nicht zuletzt liegt mir die Szenepartnerschaft mit Kiew am Herzen, deren Startschuss quasi mit unse­ rem Besuch 2012 gefallen ist. Kiew ist keine kleine Sache: Hier geht es um Demokratie, Rechtsstaat­ lichkeit und Menschenrechte. Auch dafür möchte ich weiter kämpfen.

Weiter Druck machen
Stadtrat Thomas Niederbühl (Rosa Liste)
München hat einen spektakulären Klimawandel erlebt: Die Tatsche, das mit der Rosa Liste eine Vertretung aus der Szene im Rathaus sitzt, hat die Stimmung in der Stadt sehr zum Positiven verändert. Außerdem haben wir viel Geld locker gemacht für Szeneprojekte und erreicht, dass München so LGBT-freundlich dasteht wie kaum eine zweite Stadt. Aber auch wenn Pro­ bleme nicht mehr so offensichtlich sind, darf man das Erreichte nicht als selbstverständlich hinnehmen. In der Jugend- und Altenarbeit z.B. muss noch viel getan werden. Auch Regenbogenfamilien sind ein großes Thema: In Berlin gibt es ein Regenbogenzentrum und ich beschäftige mich intensiv damit, inwieweit in Mün­ chen eine vergleichbare Beratungsstelle etabliert werden kann. Da sich im Freistaat nichts tut, sind gute Beispiel aus der Kommune wichtig, um weiter Druck zu machen.

JEder soll handeln
Stadtrat Michael Mattar (FDP)
Als Hauptaufgabe der FDP betrachte ich es, überregionale Themen anzupa­ cken. Dennoch spielt auch das Kommunale natürlich eine wichtige Rolle. Die Szene in München steht, was z.B. die Beratungsstellen betrifft, gut da. Aber die Situation der Szenelokale ist schlecht, ihr Schwund wird von der Commu­ nity zu Recht als schmerzhaft empfunden. Hier ist jeder aufgerufen, seinen Teil zum Erhalt beizutragen. Außerdem muss Gewalt und Diskriminierung mit einer Null-Toleranz-Politik gegenüber rechts und religiösem Fanatismus beantwortet und verfolgt werden. Als Oberbürgermeister-Kandidat ist es mir wichtig, dass Lesben, Schwule und Transgen­ der nicht nur Toleranz und Akzeptanz erfahren, sondern dass sie professionell regiert werden. Mit­ tel dürfen nicht verschwendet werden und es darf sich in München keine Tendenz zu Überwachung und Bevormundung entwickeln.

Die Frauen stärken
Stadträtin Irene Schmitt (SPD)
Wir haben in München, nicht zuletzt dank der Unterstützung der SPD, viel erreicht und das Erreichte ausgebaut. Dennoch ist Gleichberechtigung noch immer keineswegs selbstverständlich. So gibt es viele, die nicht mehr negativ über LGBT sprechen – von denen man aber nicht weiß, ob ihre Akzeptanz nicht auf dünnem Eis steht. Auch ist die Landeshauptstadt als Arbeitgeberin in Sachen diversity vorbildhaft – dennoch merke ich, dass die Botschaft bei so manchen Vorgesetzten oder Mitarbeiter*innen noch nicht angekommen ist. Es bleibt also ständi­ ge Aufgabe, das Erreichte zu überwachen und im­ mer wieder einzufordern. Persönlich liegt mir die Frauen- und Lesbenpolitik besonders am Herzen. Außerdem das Thema Rechtsradikalismus: Die Ge­ sellschaft nimmt dieses Thema nicht ernst genug und nennt Lesben und Schwule als Opfergruppe immer zuletzt.

Ein Lebensgefühl Szene gehört dazu
Hermann „Beppo“ Brem (Bündnis 90/Die Grünen) Stadtrat Georg Schlagbauer (CSU)
Für mich muss München mehr sein als nur eine Stadt – nämlich ein Lebens­ gefühl! Wer hier lebt, soll sich wohlfühlen, soll alle Chancen finden und diskriminierungsfrei leben können. Gott sei Dank ist München mittlerweile zur weltoffenen und toleranteren Stadt geworden – auch dank des Engage­ ments seiner Lesben, Schwulen und Transgender. Mit Team München, den EuroGames 2004 oder dem „run for life“ konnte ich München noch etwas bunter machen. Ich unterstütze unsere Community seit vielen Jahren und will dafür sorgen, dass der Regenbogen über meiner Heimatstadt weiter hell leuchtet. Dazu gehört, dass sich auch die Commu­ nity selbst für ihre Selbsthilfeeinrichtungen einsetzt und natürlich deren städtische Finanzierung. Die Community soll so selbstverständlich zum Münch­ ner Lebensgefühl gehören wie die Standlfrauen am Viktualienmarkt. Ich engagiere mich seit 1994 für das Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel. Dessen Veränderungen haben viel Positives hervorgebracht aber schaffen auch Probleme, die man kritisch begleiten muss und ich versuche durch vie­ le Gespräche und Diskussionen, mehr Bewusstsein für die Notwendigkeiten eines lebenswerten Stadtteils zu wecken. Zu diesem Viertel gehört natürlich die schwul-lesbische Community, weshalb ich regelmäßig am „Runden Tisch“ im Rathaus teilnehme. Die Münchner CSU hat zahlreiche Projekte der queeren Szene unterstützt und ich meine, innerhalb unserer Großstadtpartei sind z.B. durch junge Stadträte viele Denksperren gefallen. Lesben, Schwule und Transgender gehö­ ren für mich dazu. Die Landes- oder Bundespolitik können wir nicht beeinflussen, aber wenn wir in München etwas zum Besseren wenden können, tun wir das.

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THEMA

Stadtrat Thomas Niederbühl und BA-Vorsitzender Alexander Miklosy

„Es ist noch viel zu tun“
Die „Rosa Liste“ tritt 2014 wieder an
Kein Zweifel: Die Geschichte der Rosa Liste ist so einmalig wie erfolgreich. Und dennoch muss die Rosa Liste im Frühjahr 2014 um jede Stimme kämp­ fen. Das Erreichte zu sichern, hat dabei oberste Priorität. „Gerade durch den Wechsel an der Stadtspitze muss das Bewusstsein für unsere Themen wach gehalten bleiben“, so Stadtrat Thomas Niederbühl. Schützenhilfe beim Wie­ dereinzug erhofft man sich durch das erstmals kommunal angewandte Aus­ zählungsverfahren nach Hare/Niemeyer, das kleinere Parteien begünstigt. Mehr als auf das Wahlverfahren muss die Rosa Liste jedoch auf die queere Szene und auf die Überzeugung setzen, dass vieles zwar angestoßen, aber noch lange nicht dauerhaft durchgesetzt wurde. Seine Partei fürchtet, die Szene könne ihre insgesamt komfortable Situation zu selbstverständlich neh­ men. „Es gibt noch viel zu tun“, so Alexander Miklosy. „Und wo etwas für die Community zu tun ist, wird die Rosa Liste weiterhin der Motor sein“.

Fotos: Horst Middelhoff, Sebastian Frietinger, Bernd Müller

Der aktuelle Vorstand. Helga Heumann (Mitte) war schon 1996 beim ersten Einzug der Wähler*innen-Initiative ins Rathaus (unten links) Frontfrau. Ohne Rosa Liste fast nicht denkbar: Die Udes beim CSD.

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PRIDE WEEK

Offizieller Opening-Event der CSD-PrideWeek 2013 am Samstag, 6. Juli | 15.00–23.00 Uhr
Girls, Girls, Girls! Mit dem 8. Lesbischen Angertorstraßenfest von LeTRa fällt am Samstag, den 6. Juli einmal mehr der Startschuss zur diesjährigen CSD­ Pride Week. In der kleinen Verbindungsstraße zwischen Müller­ und Blumen­ straße sollen wieder Hunderte Frauen zusammen kommen, um den Start zum Höhepunkt des queeren Sommers einzuläuten. Neben tanzbarem Sound di­ verser DJanes (unter anderem aus der bewährten Musicbox von DJane Eléni) gibt es leckeres Essen und Trinken, für das Szene­Gastronom*innen sorgen. Außerdem kann man (oder frau) einen Blick in die Räume der Lesbenbera­ tungsstelle werfen oder sich an verschiedenen Infoständen über das queere Leben in München informieren. So ist sicher für einen ebenso abwechslungs­ reichen wie beschwingten Nachmittag und Abend gesorgt. Gefeiert wird von 15 bis 23 Uhr – bei hoffentlich bestem Wetter! Bereits in den letzten Jahren war dieses ganz besondere Straßenfest ein gut gelauntes Highlight des Münchner Event­Kalenders und hat sich mittlerweile fest im Reigen der hiesigen Outdoor­Events etabliert. Wir freuen uns, auch dieses Jahr mit euch und ganz viel Frauenpower an den Start zu gehen!

strAssenfest

anGertor

Auch wenn es für manche so klingen mag: Das Lesbische Angertorstraßenfest ist keineswegs eine „Geschlossene (Frauen­) Gesellschaft“. Nachbar*innen, Freunde und Männer sind herzlich eingeladen, die charmante Outdoorparty in familiärer Atmosphäre mitzufeiern. Ob schwul, lesbisch, bi, transgender oder hetero: Hauptsache, alle haben einen wunderbaren Start in eine Pride Week voller Gemeinschaft, Spaß, Selbstbewusstsein und guter Laune!

filmmuseum

Zwei Filmhighlights zur CSD-PrideWeek

Les amours imaginaires – Herzensbrecher | So, 7. Juli, 18.30 Uhr

Ein junger Mann wird zum Herzensbrecher, als er zwei besten Freunden, Marie und Francis, gleichermaßen den Kopf verdreht. Eine betörend frische, bittersüße Menage­à­trois­Geschichte vom kanadischen »Kino­Wunderkind« Xavier Dolan, der als Francis eine der drei Hauptrollen spielt (Kanada 2010, 101min, OmU). Regie: Xavier Dolan, Darsteller*innen: Monia Chokri, Niels Schneider, Xavier Dolan, Anne Dorval, Olivier Morin Les amours imaginaires - Herzensbrecher Vorfilm: Eu nao quero voltar sozinho / Ich möchte nicht allein zurückgehen. Die Ankunft eines neuen Schülers bringt frischen Wind in das Leben des 15­jährigen blinden Teenagers Leonardo (Brasilien 2010, 17min, OmeU). Itty Bitty Titty Committee | So, 7. Juli, 21.00 Uhr

Itty Bitty Titty Committee

Vorfilm: D.E.B.S. Charlie’s Angels auf lesbisch: Vier Schülerinnen, bestens ausgebildete Geheimagentinnen, müssen gegen eine Ex­Kollegin kämpfen, die nach der Weltherrschaft strebt (USA 2003, 11min, OmU). Filmmuseum, St.­Jakobs­Platz 1, tel. Kartenreservierung unter 233­96450

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PrideGuide 2013

Fotos: Filmmuseum, Blue Boeser

Das Mauerblümchen Anna arbeitet in einer Schönheitsklinik und begegnet ei­ nes Nachts Sadie, die das Gebäude mit feministischen Parolen besprüht. Sa­ die ist die charismatische Anführerin der radikalen Gruppe »Clits in Action«, die mit Guerilla­Aktionen feministische Werte vermitteln will – für Anna eine völlig neue, faszinierende Welt (USA 2003, 83min, OmU). Regie: Jamie Babbit, Darsteller*innen: Melonie Diaz, Ana Mercedes, Cecile Rivore, Mari­ sa Ramirez, Ruben Garfias

trAssenfes

PRIDE WEEK
Wenn Cat mit Sam zusammen ist, in der Tiefe ihres Herzens aber immer noch Frankie liebt, die gerade dabei ist, ein dunkles Familiengeheimnis aufzude­ cken, dann lässt das Drama nicht lange auf sich warten. Spaß, Spannung und Erotik sind die Zutaten, die der lesbischen BBC­Kultserie „Lip Service“ eine besonders pikante Würze verleihen. Im Rahmen der CSD­PrideWeek 2013 gibt es eine exklusive Kostprobe: Am 12. Juli werden zwei Folgen der ersten Staffel (Englisch mit dt. Untertiteln) auf großer Leinwand im Mathäser Filmpalast ausgestrahlt. Mit anschließendem Get­together in der Lounge und einer Verlosung der DVDs zur Serie von PRO­FUN MEDIA. Die Story lässt kaum Zeit zum Atmen: Als Frankie (Ruta Gedmintas) von dem Tod ihrer Tante erfährt, reist sie Hals über Kopf von New York in ihre Heimat­ stadt Glasgow zurück. Dort trifft sie auf ihre Ex­Geliebte Cat (Laura Fraser), die inzwischen mit der Kriminalbeamtin Sam (Heather Peace) liiert ist. Mit Frankies Rückkehr wird Cats Gefühlsleben gehörig auf den Kopf gestellt. Denn Frankie wird mit einem dunklen Familiengeheimnis konfrontiert und sucht – wer hätte das gedacht – Rückhalt bei Cat. Aber auch außerhalb des verhängnisvollen Beziehungsdreiecks wird mit erotischen Verwicklungen nicht gegeizt: Tess (Fiona Button), Frankies alte Mitbewohnerin, angelt sich die erfolgreiche Moderatorin Lou (Roxanne McKee), die karrierebedingt eine Affäre mit ihrem männlichen Kollegen eingeht. Ed wiederum ist unglücklich in Tess verliebt und bei Jay, dem vermeintlichen Frauenheld, ist alles upside down.

Foto: PRO­FUN MEDIA

mathäser Filmpalast
Die lesbische Kultserie auf großer Leinwand mit After-Party zum Sound von DJane Eléni | Fr, 12. Juli, 20.00 Uhr

„liP service“

„Lügen und Geständnisse, Situationskomik und Sex, Sex, Sex – im Studio, im Bestattungsinstitut und unterm Bett: LIP SERVICE hat alles, was eine lesbi­ sche Kultserie braucht“, so die treffende Beschreibung auf dem Cover. Eine prickelnde Filmnacht, die nach zwei Folgen noch lange nicht vorbei ist: Im Anschluss trifft frau sich auf einen entspannten Drink in der (m)­Lounge – zum Sound von DJane Eléni, der Veranstalterin des größten Frauenfests in Süddeutschland und die, egal wo sie auflegt, das Publikum berührt und be­ geistert. Vielleicht kommt es hier sogar zum Meet­and­Greet mit einer der Lip­Service­Protagonistinnen… Aktuelle Informationen dazu folgen auf der CSD­Webseite: www.csdmuenchen.de Wer sich all das nicht entgehen lassen möchte, sollte sich möglichst schnell Tickets (7,50 € zzgl. VVK­Gebühr) über www.mathaeser.de sichern!

Fotos: XXX

PRIDE WEEK

proGrammkalender
die csd Pride week
Alle Veranstaltungen vom 06.-14. Juli auf einen Blick!
montag, mittwoch, donnerstag | 17.00 bis 20.00 uhr

KOSTENFREIE SYPHILISTESTAKTION BEI CHECKPOINT

Für schwule Männer, die noch nie mit einer Syphilis diagnostiziert wurden, bietet checkpoint München den Schnelltest im gesamten Juli in einer Sonderaktion kosten­ frei an. Zu wissen, dass man eine Infektion hat, und diese dann sofort zu behandeln, schützt einen selbst und seine Partner – und die Behandlung ist einfach und zuverlässig. Also: einfach mal auf Syphilis checken, vor dem CSD und nach dem CSD! Münchner Aids­Hilfe | Lindwurmstr. 71

Style mit Gästen aus der ganzen Welt, coolen Longdrinks und heißen Beachboys. Die gesamte Community feiert mit uns zum heißen Party­Miami­Sound von DJ Eduardo de la Torre, weltweit bekannt durch die Matinée London, Salvation Berlin uvm. Geile Bässe, rhythmische Beats und himmlische Vokals liegen dem Latino im Blut. NY.Club | Sonnenstr. 25

2013
mo, 08. Juli | 18.30 uhr

ETHEL SMYTH – SCHÖPFERIN DES LEGENDÄREN MARCH OF THE WOMEN

so, 07. Juli | 15.00 bis 18.00 uhr

ROSA-LISTE-CAFÉ

sa, 06. bis so, 14. Juli

AUSSTELLUNG: TRANSGENDER IM FOKUS DER GESELLSCHAFT
In einer Foto­ und Videoinstallation geben uns Chris, Jonas, Henrik und Malte einen Einblick in ihr Leben als Mann. Sie erzählen von ihrem Weg dort hin, denn jeder von ihnen wurde in einem Frauenkörper geboren. „Wich­ tig ist, ob jemand sich gefunden hat, herausgefunden hat, was er ist und es geschafft hat, dann so zu leben, wie er es sich wünscht. Alles andere ist eigentlich gar nicht so wichtig. Er ist ein Mann.“ (Chris) Geschäftsstelle der Piratenpartei | Schopenhauer Str. 71

Ohne Podium, ohne Vortrag einfach bei Kaffee und Ku­ chen ins Gespräch kommen über LGBT­Politik in unserer Stadt und Stadtrat, Bezirksausschuss, Vorstand und Mit­ glieder der Rosa Liste persönlich kennenlernen. Schließ­ lich wird Politik von Frauen und Männern gemacht. Auch nach der Kommunalwahl 2014 wollen wir unsere Sache im Rathaus mit Engagement und Verstand erfolgreich wei­ terführen. Das geht nur gemeinsam – mit Dir? Café Regenbogen | Lindwurmstr. 71

Susanne Wosnitzka (Musikwissenschaftlerin) referiert über eine der bedeutendsten Komponistinnen der Musik­ geschichte: Ethel Smyth (1858 – 1944). Mit Emmeline Pankhurst demonstrierte Ethel Smyth um 1911 für die Rechte der Frauen, wurde eingesperrt und dirigierte selbst noch im Gefängnis ihren legendären March of the Women. In England lernte sie Virginia Woolf zu einer Zeit kennen (und lieben), in der sich auch die berühmte Schriftstellerin Gedanken um die Emanzipation der Frau machte. rosaAlter lädt ganz herzlich ein. Cafe Regenbogen | Lindwurmstr. 71

di, 09. Juli | 18.30 uhr

CSD WEISSBIERABEND

so, 07. Juli | 16.00 bis 17.00 uhr

GESPRÄCH MIT GUIDO VAEL „SEXUELLE REVOLUTION IN MÜNCHEN“
Albert Knoll vom forum homosexualität münchen e.V. spricht im Rahmen der Ausstellung „Wem gehört die Stadt – Manifestationen sozialer Bewegungen in München der 1970er Jahre“ mit dem langjährigen Leiter des Präventi­ onsprojekts im Sub, Guido Vael zum Thema „Sexuelle Re­ volution in München – der Aufbruch der Homosexuellen in den 1970er­Jahren nach dem Fall des §175“. Münchner Stadtmuseum | Jakobs­Platz 1 | Eintritt: frei

CSD Weißbierabend mit süffigen, bayrischen Weißbier­ spezialitäten. Die ganze Nacht alle Weißbier­Sorten (0,5l) nur 2 €! Bayrische Gemütlichkeit pur, im Lokal oder bei schönem Wetter auch auf unserer Sonnenterrasse. Rostiger Pudel | Pestalozzist. 20

di, 09. Juli | 19.00 uhr

POLITISCHES PICKNICK MIT MILES
Anlässlich des Wahl­Mottos zum CSD laden die MiLes­Frei­ zeitgruppe für mitteljunge Lesben von Mitte 20 bis Ende 30 zum „Politischen Picknick“ in den Englischen Garten ein! Es werden Politiker*innen verschiedener Parteien anwesend sein. Wir wollen ganz unkonventionell bei Speis‘ und Trank auf der Picknickdecke mit Politiker*innen ins Gespräch kommen, um unsere eigene Meinung für die kommenden Wahlen zu bilden. Picknicksachen bitte selbst mitbringen. Englischer Garten | Wiese unter dem Monopteros

sa, 06. Juli | 15.00 – 23.00 uhr

8. LESBISCHES ANGERTORSTRASSENFEST
Das offizielles Opening­Event der PrideWeek: LeTRa lädt ein zum Angertorstraßenfest. DJane Eléni und Doro heizen mt internationalem Sound ein. Für die Bewirtung sorgen Szenegastronom*innen und an Infoständen könnt ihr euch über das breite Angebot unserer Szene informieren. Das Straßenfest findet bei jedem Wetter statt. Angertorstraße

so, 7. Juli | 18.30 uhr

KINO: ITTY BITTY TITTY COMMITTEE
Das Mauerblümchen Anna arbeitet in einer Schönheits­ klinik und begegnet eines Nachts Sadie, die das Ge­ bäude mit feministischen Parolen besprüht. Sadie ist die charismatische Anführerin der radikalen Gruppe »Clits in Action«, die mit Guerilla­Aktionen feministische Werte vermitteln will – für Anna eine völlig neue, faszinierende Welt (USA 2003, 83min, OmU). Mehr Info auf Seite 12. Kartenreservierung: 23396450 Filmmuseum | St. Jakobs­Platz 1

sa, 06. Juli | 20.00 uhr – open end

di, 09. Juli | 19.00 uhr

18 JAHRE BAU

Zum Auftakt der CSD­PrideWeek feiert der BAU seinen 18. Geburtstag mit Prosecco, Häppchen, DJ und kleinen Überraschungen. BAU GAY BAR | Müllerstr. 41

PRIDE BUT NOT PROUD – DIE SITUATION VON LESBEN, SCHWULEN UND TRANSGENDER IN DER UKRAINE NACH DEM KYIVPRIDE 2013
Podiumsdebatte: Zum zweiten Mal sind Lesben, Schwule und Transgender in Münchens Partnerstadt Kiew auf die Straße gegangen, um für ihre Rechte einzustehen. Eine Woche lang haben die Veranstalter*innen mit einer Pride Week versucht, die Bevölkerung für ihre Anliegen zu ge­ winnen. München hat sie unterstützt – u.a. mit einer von Bürgermeister Hep Monatzeder angeführten Delegation. Wir ziehen Bilanz! Zu Gast sind Stadträtin Lydia Dietrich, der Ukraine­Experte Peter Hilkes und LGBT­Aktivist*innen aus Kiew; die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Sub | Müllerstr. 14

sa, 6. Juli | 22.00 uhr

CSD START – WE ARE FAMILY
Den Start der Münchner CSD­PrideWeek feiert das Glam mit einem extra bunten Popmix von Resident DJ James. Unter dem Motto „WE ARE FAMILY“ sollen alle feiern, ganz egal ob Partyboy, Ledermacker, Powergirl oder Dragqueen. Wer zwischen 22 und 23 Uhr kommt, spart sich den Eintritt. Glam Club | Theklastr. 1

so, 7. Juli | 21.00 uhr

KINO: LES AMOURS IMAGINAIRES – HERZENSBRECHER
Ein junger Mann wird zum Herzensbrecher, als er zwei besten Freunden, Marie und Francis, gleichermaßen den Kopf verdreht. Eine betörend frische, bittersüße Menage­ à­trois­Geschichte vom kanadischen »Kino­Wunderkind« Xavier Dolan, der als Francis eine der drei Hauptrollen spielt (Kanada 2010, 101min, OmU). Mehr Info auf Seite 12. Kartenreservierung: 23396450 Filmmuseum | St. Jakobs­Platz 1

sa, 6. Juli | 23.00 uhr

RAW RIOT CSD SPECIAL
Wir starten in die CSD­PrideWeek und feiern im Miami

mi, 10. Juli | 23.00 uhr

GARRY KLEIN PRIDE

Die CSD­Woche ist in vollem Gange und auch Garry freut

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PrideGuide 2013

PRIDE WEEK
sich auf seine Aktivitäten. Wir schreiben uns CSD auf die Fahne und tanzen unter dem Gay Parade Stern, wenn ALKALINO seine Tech­House Grooves kredenzt. Garrys Höhepunkt ist, wenn KAROTTE am Samstag den Sub/ MüAH&Gary Klein­Wagen zum Beben bringt. Gerry ver­ lost 3 Flaschen Prosecco plus jeweils den Eintritt für zwei auf ihrer FB­Seite. Harry Klein | Sonnenstr. 8 (am Stachus) bewerben unter anderem die Termine des HIV­Tests ihrer Trägervereine. Die S.A.G übernimmt den Thekendienst im Sub mit neuen Outfits! Ein Tabu­Spiel mit lustigen Be­ grifflichkeiten und ein paar Überraschungen warten auf die Gäste! Café im Sub | Müllerstr. 14

fr, 12. Juli | 23.00 uhr

LUXUSPOP – CSD WARM UP
Am Vorabend zum großen CSD­Ereignis feiern, tanzen wir, hüpfen auf die Bar oder schauen zu wie jemand auf der Bar tanzt. Am Plattenteller serviert uns der optisch­mu­ sikalische Leckerbissen Deejay Marquez die passenden BPMs. Viele hübsche Jungs, viele hübsche Songs, viele viele Stunden. Die kleine populäre Revolution am Freitag. Wir freuen uns auf Euch. NY.Club | Sonnenstr. 25

fr, 12. Juli | 19.00 uhr

do. 11. Juli | 15.00 bis 16.30 uhr

RATHAUSFÜHRUNG MIT THOMAS NIEDERBÜHL

QUEER LEBEN: GLEICHBERECHTIGUNG. GRENZENLOS.
Grünes Vernetzungstreffen. Von gleichen Rechten und Akzeptanz sind LGBT anderswo viel weiter entfernt als in Bayern. Wie sehr Bedrohung in Osteuropa zum Alltag gehört, berichtet MdB Volker Beck. Auf Einladung von Claudia Stamm (MdL) fragen wir uns, was dies für baye­ rische Politik bedeutet. Außerdem: das Frauen­Vokal­En­ semble „Miss Stücke“ und die Fotoausstellung „K­People. Queeres Leben in Kiew“ von und mit Künstler Stanislaw Mischenko. Anschließend Ausklang bei Getränken und Häppchen. Bayerischer Landtag |Max­Planck­Str. 1

Thomas Niederbühl, seit 1996 Stadtrat der Rosa Liste, zeigt „sein“ Rathaus. Bei einer Führung im Münchner Rat­ haus vermitteln er und Georg Reichlmayr, Gästeführer der Landeshauptstadt, Einblicke in interessante Details von der Geschichte des Rathauses bis hin zur aktuellen Stadtpoli­ tik. Gezeigt werden u.a. der kleine Sitzungssaal mit seiner neugotischen Möblierung, die Juristische Bibliothek und der große Sitzungssaal, in dem die Vollversammlung des Stadt­ rats tagt. Treffpunkt: Marienplatz | Fischbrunnen

sa, 13. Juli | 10.00 uhr

ÖKUMENISCHER CSD-GOTTESDIENST
Vielfalt: Gottes erste Wahl. Unter diesem Motto feiern wir als anglikanische, alt­katholische, evangelisch­luthe­ rische, evangelisch­reformierte und römisch­katholische Lesben, Schwule, Transgender und Heteros unseren Öku­ menischen CSD­Gottesdienst. Es predigt Stadtdekanin Barbara Kittelberger und wie immer unterstützt uns musi­ kalisch der Regenbogenchor unter der Leitung von Mary Ellen Kitchens. St. Lukas am Mariannenplatz

do, 11. Juli | 19.30 uhr

fr, 12. Juli | 19.00 uhr

CSD-PODIUMSDISKUSSION: „WIR HABEN DIE WAHL!“
Es ist die politische Premium­Veranstaltung dieser Pride­ Week: Bei der großen Podiumsdiskussion zum CSD­Mot­ to diskutieren Vertreter*innen verschiedener Parteien aus Land und Bund über die Stärkung der Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender. Die Besetzung des Podiums stand zum Redaktionsschluss nicht fest, angefragt sind u.a. Claudia Roth, Christian Ude und Sabine Leutheusser­ Schnarrenberger. Aktuelles auch hierzu unter: www.csd muenchen.de Stadtmuseum (Saal) | St. Jakobs­Platz 1

CSD-WARMUP MIT DIVERSITY UND QUEERCAMPUS
Zur Einstimmung auf das CSD­Wochenende bieten das LesBiSchwule und Trans*­Jugendzentrum von diversity und QueerCampus eine WarmUp­Party im diversity an. Los geht’s ab 19.00 Uhr mit dem gemeinsamen Grillen im Hof des Jugendzentrums (Bitte Grillgut selbst mitbrin­ gen!). Ab 20.30 Uhr steigt die Party für Junge und Jung­ gebliebene in den Räumen des Jugendzentrums – mit einem bunten Angebot an klassischen und exotischen Cocktails! Natürlich darf auch die passende Musik nicht fehlen! Diversity Jugendzentrum | Blumenstr. 11

sa, 13. Juli | 22.00 uhr

GLAMOROUS CSD

Glamorous CSD geht mit Glitzer­GoGos und Liebesen­ geln in die zweite Runde. Resident DJ James ist nicht ohne Grund Gewinner des LEO­Awards und DJ des Jahres. Mit Pop bis Dance sorgt er für den Ausnahmezustand auf der Tanzfläche. Von Britney über Madonna bis hin zu ABBA gibt es auf zwei Floors für jeden den richtigen Sound. Nur wer früh kommt, ist garantiert im goldendsten Club der Stadt. Glam Club | Theklastr. 1

do. 11. Juli | 18.00 uhr

EMPFANG ZUR AUSSTELLUNG „SIE WAR GANZ SCHLIMM SCHÖN…“
Mit Frau Bürgermeisterin Christine Strobel. Exemplarisch wird anhand der Porträts von zehn Münchner Lesben deutlich, wie unterschiedlich lesbische Frauen leben, welche verschiedenen Hintergründe deren Leben prägen und auch, welche Träume und Visionen sie haben. Die persönlichen Biografien zeigen berührend und interes­ sant lesbische Lebenswege. Eine Ausstellung der Koordi­ nierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Landeshauptstadt München: Fotografie: Barbara Stenzel; Text: Stephanie Gerlach. Café Regenbogen | Lindwurmstr. 71

fr, 12. Juli | 19.00 uhr

sa, 13. Juli | 22.00 uhr

GOC-GRILLFEST AM FLAUCHER
Am Freitag vor dem CSD findet traditionell das Grillfest der Alpenvereinssektion Gay Outdoor Club e.V. an der Isar statt. Essen und Trinken bringt bitte jeder selber mit, für ausreichend Grills sorgen der GOC. Bei unsicherem Wetter geben die GOC­Homepage oder Frank (frank@ gocmuenchen.de) Auskunft, ob das Grillen stattfindet. Treff: südlich der Tierparkbrücke, östliches Kiesufer

DIE CSD-PARTY @ NY.CLUB
Einer der Höhepunkte der CSD­PrideWeek 2013 ist auch in diesem Jahr die CSD­Party im NY.Club, nur wenige Mi­ nuten vom Rindermarkt/Marienplatz entfernt, präsentiert von NY.Club & INXOMNIA. Top DJs feat. Micky Fried­ mann (Berlin) und Sharon O Love (London), Special Host, Hot Circuit Dancers, 3 Bars, Cooling CO2 Jets, Open Air Smokers Lounge, Welcome­Shot (für die ersten 200 Gäs­ te), u.v.m. Early Bird Tickets und Eintrittskarten ab 1.Juni im Vorverkauf. NY.Club | Sonnenstr. 25

fr, 12. Juli | 20.00 uhr

LIP SERVICE - DIE LESBISCHE KULTSERIE IM MATHÄSER FILMPALAST MIT AFTER-PARTY
Wir zeigen zwei Folgen der ersten Staffel der BBC­ Kultserie. Lügen und Geständnisse, Situationskomik und Sex, Sex, Sex im Studio, im Bestattungsinstitut und unterm Bett: LIP SERVICE hat alles, was eine lesbische Kultserie braucht! Zum Auftakt gibt es eine Verlosung der Serien­ DVDs. Im Anschluss rockt DJane Eléni beim lockeren Get­ together die (m)­Lounge. Ausführliche Info auf Seite 13. Mathäser Filmpalast | Bayerstr. 3­5

so, 14. Juli | 16.00 bis 17. 00 uhr

GESPRÄCH MIT ZEITZEUGINNEN DER FRAUEN- UND LESBENBEWEGUNG
Christine Schäfer vom forum homosexualität münchen e.V. lädt im Rahmen der Ausstellung „Wem gehört die Stadt – Manifestationen sozialer Bewegungen in Mün­ chen der 1970er Jahre“ zu einem Gespräch mit Zeitzeu­ ginnen der Frauen­ und Lesbenbewegung ein. Diskutiert wird über das Thema: „Welche Bedeutung hatten / ha­ ben große Events wie z.B. der CSD für den Diskurs in der Szene früher und heute?“ Münchner Stadtmuseum | Jakobs­Platz 1 | Eintritt frei

do. 11. Juli | 18.00 bis 23.00 uhr

SPRAY MIT JULEZ DEINEN CSD-SLOGAN
Die JuLeZ möchten ihr Cafe für alle neugierigen und inte­ ressierten Besucherinnen öffnen und gemeinsam Plakate für die CSD­Parade sprayen. Gerne diskutieren wir dabei mit euch über das CSD­Motto: „Wir wählen: gleiche Rech­ te und Akzeptanz“. Für das kulinarische Wohl ist gesorgt. Wir freuen uns auf Dich! IMMA Cafe | Jahnstr. 38

do. 11. Juli | 19.00 uhr

fr, 12. Juli | 22.00 uhr

S.A.G. DES PROJEKT PRÄVENTION STELLT SICH VOR
Das Präventionsteam für die schwule Szene Münchens hat sich ein neues Image zugelegt. S.A.G (Safety Aktions­ Gruppe) ist der neue Slogan, mit dem die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Münchner Aidshilfe und des Sub in der schwulen Szene Prävention betreiben. Sie sind gut drauf, kennen sich aus, zeigen Präsenz, verteilen Kondome und

GLAMOROUS CSD

so, 14. Juli | 18.45 uhr

Schöner und glamouröser denn je, beginnt das Münch­ ner CSD­Wochenende im Glam. Auf zwei Areas gibt es für jeden den richtigen Sound. Auf dem Mainfloor heizt Top­DJ Supamario mit tanzbarem Elektro ein und in der Lovelounge gibt es Popmusik deluxe. Wie jeden Freitag lässt die sexy Strip­Show die Stimmung überkochen. Mit dem goldenen Liebesboten Amor findet sich heute Nacht der Traumprinz. Glam Club | Theklastr. 1

GOTTESDIENST ZUM CSD-AUSKLANG
Akzeptanz und gleiche Rechte – das sind auch Anliegen queerer Christ*innen an ihre Kirchen. Also kein Wunder, dass zwei Gottesdienste den CSD umrahmen. Unter dem Transparent aus dem CSD­Gottesdienst, das wir bei der Politparade mitgeführt haben, werdet ihr Themen und Eindrücken des CSD im Queergottesdienst nochmal be­ gegnen. Kirche St.Paul | St.­Pauls­Platz 11

PrideGuide 2013

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PARADE & STRECKENPLAN
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Zum Herausnehmen & Einstecken!
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Der Weg der Parade.

Samstag, 13. Juli: „Wir wählen: gleiche Rechte und Akzeptanz“

Im letzten Jahr waren knapp 60 Paradewagen und Gruppenformationen mit über 5.000 Teilnehmer*innen dabei. Am Straßenrand säumten mehr als 50.000 Zuschauer*innen die 4,5 km lange Paradestrecke. In diesem Jahr erwarten wir viel „Polit“ in der Parade, stehen doch im September sowohl Landtags­ als auch Bundestagwahlen an. 11.00 Uhr Politischer Auftakt auf dem Marienplatz: U.a. mit Lydia Dietrich (GRÜNE), Irene Schmitt (SPD) und Alexander Miklosy (Rosa Liste). Moderation: Thomas Niederbühl (Rosa Liste) und Rita Braaz (LeTRa). 12.00 Uhr Start der Politparade: Schirmherr OB Christian Ude führt

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Eindruck der Politparade.

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zusammen mit Rosa Liste­Stadtrat Thomas Niederbühl die Politparade an, vorneweg fahren traditionell die Motorradlesben „Dykes on Bikes“. Alle weiteren Teilnehmer*innen und ihre Platzierung auf www.csdmuenchen.de. Auslosung der Paradepositionen: 20. Juni, 21.00-22.15 Uhr Einen Tag nach Anmeldeschluss der Politparade (19. Juni) werden die Positionen der Wagen und Fußgruppen ausgelost. Die Aktion findet im Diversity Jugendzentrum (Blumenstr. 11) statt. Uferlos, die schwul­lesbische Redaktion von Lora 92.4 überträgt die Verlosung live im Rahmen einer CSD­ Sondersendung.

PrideGuide 2013

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STRASSENFEST

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Große Showbühne auf dem Marienplatz
13./14. JULI 2013
Am gesamten CSD­Wochenende erwartet Euch eine bunte Mischung aus Musik­ und Showprogramm der Extraklasse sowie politische Talks rund um unser diesjähriges CSD Motto „Wir wählen: gleiche Rechte und Akzeptanz“! Im Anschluss an die Showacts könnt Ihr die Künst­ lerinnen und Künstler in der „Meet & Greet“­Area hinter der großen Showbühne ganz persönlich treffen.

Zum Herausnehmen & Einstecken!

Samstag, 13. Juli
Von 11.00 bis 12.00 und von 15.30 bis 19.00 Uhr ist unser Gebärdensprachendolmetscher-Team vor Ort.
11.00 uhr

FÜR DIE OPFER VON HIV UND AIDS“
mit musikalischer Begleitung von Scott Matthew mit dem Song „In the end“ aus dem Soundtrack des Kultfilms Shortbus Monica Reyes verführt mit Popsongs voller Sprachwitz und Charme in ihrem ersten Soloal­ bum SCHMUSEN Marc Staudinger. Mit verschiedenen Bands war der Sänger & Schauspieler bereits mehrfach mit Nr.1­Hits in den Charts platziert.

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AUFTAKT ZUR POLITPARADE
Begrüßung mit Rita Braaz, CSD­Sprecherin und Thomas Niederbühl, Stadtrat der Rosa Liste und Statements unserer Kommunalpolitikerinnen Lydia Dietrich (Bündnis 90/Die Grünen) und Irene Schmitt (SPD) sowie Kommunalpolitiker Alexander Miklosy (Rosa Liste)

Dieter Reiter (SPD), Sabine Nallinger (Bündnis 90/Die Grünen), Josef Schmid (CSU), Michael Mattar (FDP) Sookee versteht sich als Rapperin. HipHop ist ihre erste kulturelle Liebe und Rap ihr favorisiertes Medium, in dem sie die Erkenntnis aus ihren Genderstudies einarbeitet. Schneewittchen vermengt Elemente aus Klassik, Rock, Pop geschickt mit emotional berührenden Texten.

17.00 ­ 18.00 uhr

19.00 ­ 21.00 uhr

POLITTALKRUNDE MIT BUNDESTAGSUND LANDTAGSABGEORDNETEN, DIE SICH FÜR GLEICHE RECHTE UND AKZEPTANZ EINSETZEN
mit Claudia Roth (MdB Bündnis 90/Die Grünen), Claudia Stamm (MdL Bündnis 90/Die Grünen), Manfred Krönauer (Bundestagskandidat FDP), Christian Vorländer (Bundestagskandidat SPD), Ulf Schröder (Landtagskandidat SPD). Anika. Die Liedermacherin, verbindet Pop mit der Intensität des Chansons der Attitüde des DIY und der Sehnsucht des britischen Folks.

12.00 uhr

Rosenblond. Rosenstolz­Cover mit alten und neuen Rosenstolz­Songs, die unter die Haut gehen, genau ins Herz treffen und immer gefühlvoll sind Max Reimer. Inspiriert von seinen osteuro­ päischen Wurzeln mischt er Geigenklänge mit internationalen Dancefloor­Rhythmen.

STARTSCHUSS ZUR CSD-POLITPARADE
12.00 ­ 15.30 uhr
DJ JAMES MUNICH Gewinner des „Goldenen Leo“ als „Bester DJ ‘12“

21.00 ­ 22.00 uhr

15.30 ­ 16.00 uhr

POLITISCHE ERÖFFNUNG DES CSD-WOCHENENDES
mit Christian Ude, Oberbürgermeister der LH München und Thomas Niederbühl, CSD­ Sprecher und Stadtrat der Rosa Liste

18.00 ­ 19.00 uhr

Banana Fancy Free. Die Maxime der Electropop­Band lautet: Mach Musik, zu der man sich bewegen kann, die textlich aber nicht auf den Kopf gefallen ist.

Les Sauvages. Ihre Performances sind ein­ malige poetische Akte, welche in den Köpfen und Herzen der Zuschauer ihr unvorhersehbares Eigenleben zu entfalten vermögen. Bright Light Bright Light. Man hört klare Referenzen zu den 80ies­Klassikern wie den Pet Shop Boys oder Erasure und dennoch sind ihre Sounds so modern und aktuell, dass die Scissor Sisters um einen Remix baten.

22 .00 ­ 24.00 uhr
DJANE MRS. „RITSHE“ Milla Club | Import/Export
Kurzfristige Änderungen im Programmablauf bleiben vorbehalten.

16.00 ­ 17.00 uhr

CSD-GEDENKAKTION „500 LUFTBALLONS

POLITTALKRUNDE MIT DEN MÜNCHNER OB-KANDIDAT*INNEN

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PrideGuide 2013

STRASSENFEST
Zum Herausnehmen & Einstecken!

Sonntag, 14. Juli
12.00 ­ 14.00 uhr DJ JAMES MUNICH Gewinner des „Goldenen Leo“ als „Bester DJ ‘12“ 14.00 ­ 15.00 uhr
Ecco DiLorenzo & His Innersoul. Mit seiner 11­köpfigen Band bringt Münchens Soul­Entertainer No.1 sein Publikum in kürzester Zeit in Ekstase.

PumpsRace steht v.a. für das Augenzwinkern der Szene in Bezug auf sich selbst. Hier wird mit Geschlechterbildern gespielt, über sich selbst gelacht und dabei kurzweilig unterhalten. Red Manhole. Ihr unkonventioneller Stilmix ist „IndieKlezmerPsychoPunkCabaret“, gewürzt mit viel Improvisationsfreude und Humor.

Sonntag, 14. Juli
12.00 – 14.00 uhr
DJANE KONNY – U27 | L­World Club&Lounge | Ladylike

20.00 ­ 21.00 uhr

DJ SEBA – Resident DJ im SUB

14.00 – 16.00 uhr

15.00 ­ 17.00 uhr

GAMESHOW I „QUEERULANTEN-STADEL“
Talk, Spiel und Showelemente wechseln und wachsen zu einer bunten, rasanten und abwechs­ lungsreichen Revue zusammen, bei der nicht immer alles ernst zu nehmen ist. Linda Jo Rizzo begeistert durch ihr italo­ amerikanisches Temperament verbunden mit „New York‘s way of life“ regelmäßig tausende von Fans. Túo. Die Musik der zwei Liedermacherinnen Tasmin und Oda ist eine ganz besondere Kom­ bination aus jugendlicher Hippness und uralten Folk­Traditionen. Eserzade ist Bauchtänzer, Schauspieler, Model, Choreograf und sieht sich als Botschafter gegen jedwede Diskriminierung. Ecco. Meineke alias DiLorenzo bringt Auszüge aus seinen Solo­Kabarette­Programmen „Fake!“ und seinem Bühnen­Road­Movie „und wir kamen aus dem Wasser“.

Stereo Total. Ob mit ihrem kultiviert gepflegten französischen Akzent, hinter dem Schlagzeug oder an selbstgebauten Instrumenten: Stereo Total sind vermutlich das kultigste Show­Pärchen, das Deutschland derzeit zu bieten hat.

16.00 – 18.00 uhr

DJANE ELENI – DJane´s Delight Grosses Frauenfest | Balkansisters | LeTRa­Straßenfest DJ MOSHIMO – GLAM Club DJANE SHARON­O­LOVE – Salvation London | Rapido Amsterdam | NY.Club | INXOMNIA DJ MICKY FRIEDMANN – Berlin | NY.Club |INXOMNIA DJANE DANNY K. – München | NY.Club

18.00 – 19.00 uhr

21.00 ­ 22.00 uhr

DJ JAMES MUNICH Gewinner des „Goldenen Leo“ als „Bester DJ 2012“

19.00 – 20.00 uhr

sonntaG

20.00 – 21.00 uhr

Kurzfristige Änderungen im Programmablauf bleiben vorbehalten.

Partyarea Rindermarkt:
13./14. Juli

21.00 – 22.00 uhr

Münchens größter OpenAir-Dancefloor zu Füßen des Rindermarkt-Brunnens

Regenbogenfamilien-Area:
Marienhof

Samstag, 13. Juli
12.00 – 18.00 Uhr

17.00 ­ 18.00 uhr

Young Chinese Dogs. Akustischer aber zugleich rauer Indie­Folk­Pop mit einer Prise Beatles, einem Quäntchen Joe Strummer und einer gehörigen Portion Isar. MioMiao singen ihre Stücke mit sinnlicher Inbrunst und ohne Angst vor dem, was hierzu­ lande als Mainstream kategorisiert wird.

Samstag, 13. Juli
12.00 – 16.00 uhr 16.00 – 19.00 uhr
DJ MARTIN – Carmen’s Lounge | Run for Life DJ FELIX WENZEL – Hamburg

Hüpfburg und betreutes Spielprogramm in Kooperation mit Mobilspiel e.V.
Ab 12 Uhr steht unsere Hüpfburg für die Kids bereit und ab 15 Uhr wird das Angebot mit Malen, Schminken, Geschicklichkeitsspielen u.v.m. erweitert. An Infoständen der Gruppen „LesMamas“ und „Schwule Regenbogenväter“ gibt es aktuellste Infos zum Thema Regenbogenfamilien.

18.00 ­ 20.00 uhr

DJ CAMBIS mit Sängerin Ma´Devaa (NYC)

19.00 – 22.00 uhr

GAMESHOW II „QUEERULANTEN-STADEL“

22.00 – 24.00 uhr

DJ LINDEMANN – Café am Hochhaus | Nerds

PrideGuide 2013

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LAGEPLAN

der lAgePlAn
Zum Herausnehmen & Einstecken!
Wein straß e

Zwei Tage Straßenfest rund um das Münchner Rathaus und auf dem Rindermarkt
Legende
Infostand CSD­ Infopoint Geld­ automat Toilette Behindert.­ Toilette Sanitäts­ dienst Getränke Essen
Marie nhof

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Land scha fttra ße

raße

CSD-Infopoint (Marienplatz links neben S der por Showbühne): Vorverkauf für das CSD­Rathaus­erstraße Clubbing, Pride­Artikel und T­Shirts sowie alle Infos rund um das CSD­Straßenfest. Öffnungszeiten Straßenfest: Samstag, 13. Juli von 12.00­24.00 Uhr und Sonntag, 14. Juli von 12.00­22.00 Uhr Die Regenbogenfamilien-Area auf dem Marienhof und die Infostände in der Weinstraße finden nur 1­tägig am Samstag, 13. Juli statt Die Toilette im Rathaus-Prunkhof ist wegen der Vorbereitungen für das RathausClubbing am Samstag, 13.Juli ab 21.00 Uhr geschlossen. Bitte Kau nge weicht auf die Toiletten im U­Bahn­Zwischengeschoß rstr aße und am Rindermarkt aus.
Stark vereinfachte Darstellung. Änderungen möglich. Keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

Zwei Tage Showprogramm
Rathaus Prunkhof

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CSDInfopoint

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im U-Bahn-Zwischengeschoss

Open-Air-Disco auf dem Rindermarkt

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Die Regenbogenfamilien-Area

Der Plan zum Straßenfest

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Petersplatz

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20

PrideGuide 2013

n

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RATHAUSCLUBBING

10 JAHE RATHAUS

clubbing
Samstag, 13. Juli 2013, 22.00-5.00 Uhr

2003–2013

easy listening
Prunkhof*
Von Anfang an Mittelpunkt und liebste Area der RathausClubber*innen. Unter freiem Himmel feiert es sich am besten! Auch in diesem Jahr wieder mit DJ­Legende Bernd Hartwich.
presented by

Food PlAzA
Wirtschaftshof*
Gemütlicher kleiner Biergarten zum Chillen, mit Grillstation, Getränke­ und Kaffeebar.

deine

tickets!
Tickets gibt es ab dem 6.6. im Vorverkauf zu 22€ zzgl. Ge­ bühren bei Lillemor‘s (Barerstr. 70), im Sub (Müllerstr. 14), im SPEXTER (Müllerstr. 54), bei allen an München Ticket angeschlos­ senen VVK­Stellen und online: www.muenchenticket.de! Tickets an der Abendkasse für 25€.

Wer Pop liebt, tanzt auf dem Lovefloor im Rathaus. DJ Judas Mendel, bekannt aus dem GMF in Berlin oder dem 136 Grad in Hamburg, steht gleichermaßen für das Glam und die Luxuspop am DJ­Pult. Die zwei Münchner Gayclubs haben den besten Nachwuchs­DJ des Landes angeheuert, um sich mit einem abgefahrenen Pop­Mix zu präsentie­ ren. Auf die Plattenteller kommen Charts, Pop und Clubklassiker. Mit „Glam loves LuxusPop“ zeigt die Münchner Partyszene, dass man nicht gegeneinan­ der sondern miteinander feiert.

lufthAnsA

Fotoaktion und Gewinnspiel
Foto machen lassen und mit ein bisschen Glück eine Reise für zwei zum Stockholm Pride gewinnen. Die Promoter von Lufthansa sind für Euch im Rathaus unterwegs.

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PrideGuide 2013

Foto: DJane Eléni (Balkansisters),

Cambis Shareg (POOLS verypride), Yoni Carmi (Sinners)

Glam loves 1. Stock* luXusPoP

RATHAUSCLUBBING

„lillet“

chillout lounge
2. Stock, Kleiner Sitzungssaal*
Gepflegt entspannen im holzgetäfelten Ambiente des historischen Sitzungssaals. Powered by „Lillet“, dem fruchtigen Weinaperitif.

classic bAllroom
2. Stock, Großer Sitzungssaal*
Einzigartig und so nur beim RathausClubbing zu erleben: Klassischer Paartanz auf historischem Parkett. ChaCha und Tango tanzen, wo sonst der Oberbürgermeister und der Stadtrat tagen. DJ Bernd garantiert den perfekten Musikmix.

bAlkAnsisters vs.
2. Stock, 22.00 - 1.30 Uhr*

3. Stock, Ostflügel/Oktagon*

pool‘s verYPride

dJane‘s deliGht-FrauenFest
DJane Eléni heizt ein mit feurigen Balkan Beats gemixt mit Ihrem bewährten Partysound aus Classix, Charts, Pop, 80ies und Clubsounds. Mehr unter www.frauenfest­muenchen.de

Was gut ist, muss fortgesetzt werden – was super gut ist, erst recht! Die von POOL und der Crew um DJ Cambis traditionell zum CSD organisierte House Party „VeryPride“ wird auch dieses Jahr wieder im Neuen Rathaus stattfinden. Die DJs Cambis (München) und Felix Wenzel (Hamburg) alias Cambis & Wenzel (Kosmorecords) werden zusammen mit der Sängerin Ma’Devaa (NYC) den High­Energy House Floor wieder zum ultimativen Partyerlebnis machen! Wer einen Vorgeschmack schonmal tagsüber erle­ ben möchte: Die beiden Jungs und Ma’Deeva werden den Rindermarkt ab 16 Uhr zum kochen bringen! Don’t miss It!

3. Stock, Westflügel*
Die größte, aufregendste Gay­Party Bayerns präsentiert zwei internationale DJs. DJ PAUL COALS (UK), Salvation, Circuit, La De­ mence, MegaWoof, Ministry of Sound, Beyond: Pauls flippig­progressiver tech house Stil ist seit Jahren ein durchschlagender Erfolg beim Publikum weltweit. RONY GOLDING (DE), SCREAM, FABULOUS, SEXY (Resident), THE FARM, Hustlaball: Das Geheimnis seines Erfolgs ist seine Musikmischung: von vocal zu progressive House sorgt er immer wieder für neue Überraschungen. SELDA (USA), Dance, Electro­House, Pop, Rock: Beein­ flusst und begeistert durch Sängerinnen wie Ella Fitz­ gerald und Aretha Franklin sang Selda Funk und Soul Tracks schon in der Kindheit. Das ist auch ein kleiner Vorgeschmack auf die nächste Sommer SINNERS am 10. August. Motto: „Total White“.

party

lezgo

2. Stock, 1.30 – 5.00 Uhr*

LeZgo die Newcomer­Frauenparty des Jahres! Jede Menge Spaß bei Charts, Pop Alltime Hits und House. DJ Skinny und DJ Suzan Wusa hat für Jeden etwas musikalisches im Koffer.

* Alle Angaben ohne Gewähr, Programmabweichungen oder Änderungen möglich

PrideGuide 2013

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KÜNSTLER

e csd­showbühn TZ
AUF DEM MARIENPLA
Zwei Tage Programm: 13. / 14. Juli (Programmablau
f siehe Seite 18/19)

Das kultige Show-Pärchen moderiert den CSD-Sonntag

stereo totAl

ricky breitengrAser
Der TV-Moderator präsentiert das Samstags-Showprogramm
Man sieht es ihm nicht an, aber Ricky ist mit 14 Jahren Erfahrung als Mode­ rator und Journalist bereits ein alter Hase im Showgeschäft. Seine Stationen reichen dabei vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) bis hin zum Musiksender VIVA. Er wirkte in Fernsehproduktionen wie „Verbotene Liebe“ und „Rita‘s Welt“ mit, arbeitete in der Redaktion von Andreas Türck (Pro 7), war Pro­ grammchef beim Berliner Radiosender JAM FM u.v.m. Bekannt wurde er vor allem als Moderator des Talktaxis „TIMMOUSINE“. In mehr als 400 Folgen traf Ricky u.a. Dirk Bach, Alfred Biolek, Rita Süssmuth, die Weather Girls u.v.a. Das Adolf­Grimme­Institut würdigte die TIMMOUSINE als „Schokola­ denseite des Privatfernsehens”. Heute lebt Ricky in Berlin und ist neben seiner Tätigkeit als Radiomoderator von RTL 89.0 auch als selbständiger Coach und Dozent sowie als Mediadesigner tätig. Ein echtes Multitalent. www.rickybreitengraser.de

Stereo Total – das sind seit 1993 Brezel Göring und Françoise Cactus. Sie­ ben Alben haben sie bisher veröffentlicht, ihre großen Hits heißen „Holiday Inn“, „Liebe zu Dritt“ oder „Ich bin der Stricherjunge“. Francoise erklärt: „Wir vergreifen uns an tausend Stilen und machen irgendwelchen Scheiß damit“. Und das machen sie sehr erfolgreich: Stereo Total haben bereits zahlreiche Welttourneen gespielt. Sie haben Fans in Japan, China, Singapur, Russland, Brasilien, Mexiko und den USA. Sie wurden von internationalen Popstars wie den Cardigans oder den Strokes auf deren Tourneen einge­ laden. Auch Filmmusik gehört zu ihrem Repertoire (u.a. „Der Strand von Trouville“, „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, das japanische Pink­Movie „Underwater Love“). Francoise Cactus hat zudem zahlreiche Aus­ stellungen mit ihren Gemälden bestückt und mehrere Bücher geschrieben (Krimis, Jugendbücher und eine Autobiographie). Beim CSD München präsentieren Stereo Total am CSD­Sonntag als Modera­ toren die neue Game­Show „Queerulanten­Stadel“ (siehe S.29). www.stereo­total.de

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PrideGuide 2013

Foto: Ricky Breitengraser Christoph Voy

ünstler
Foto: Anika, Brigth Light Bright Light, Banana Fancy Free, Ecco Di Lorenzo

KÜNSTLER

Anikas Musik verbindet Pop mit der Intensität des Chansons der Attitüde des DIY und der Sehnsucht des britischen Folks. Seit über zehn Jahren feilt Anika an ihrem Stil. Während der Zeit hat sie viel ausprobiert: traf sich zum Tete­a­tete mit einem Slampoeten und lernte hier, dass Texte manchmal einfach nur Spaß machen sollen; zusammen mit der Medienkünstlerin Theresa Krause experimentierte sie am Zusammenspiel von bewegten Bildern und Musik und wagte sich mit ihr über den Poptellerrand hinauszublicken.

AnikA

Mit den verschiedenen Programmen trat sie auf über 500 Bühnen in ganz Deutsch­ land auf (u.a. bei den Leverkusener Jazztagen) und gewann mehrere Singer­Song­ writerSlams. Seit 2005 begleitet sie zudem regelmäßig Anne Haigis als Supportact. www.anika­musik.de

Hinter dem schönen Kürzel BFF (u.a. best friends forever) stehen vier Damen aus dem schönen München, die sechs­saitig, zwei­stimmig und mit unbändiger Prozessorleistung das Tanzbein der Zuhörer zum Schwingen, den Brustkorb zum Vibrieren und die Köpfe zum Nicken bringen. Gebläse hier, Getrommel da und warme, kluge Worte drüber. Kreativitätsschübe, wenn Klausur oder sonstige Pflichten am nächsten sind. The things begin to escalate. www.bananafancyfree.com

bAnAnA Fancy Free

Rod Thomas, aka Bright Light Bright Light, veröffentlichte 2012 sein Debutalbum in England. Prompt landete es in den Top30 Jahrescharts des renommierten Guardian. Der New Music Express bezeichnet BLBL als „The boy Robyn in all but name“ und er wurde für den Musikpreis von Wales nominiert. Das alles müsste nicht weiter verwun­ dern, wenn es sich bei der zugrunde liegenden Musik nicht um das normalerweise bei Kritikern eher geschmähte Genre des Elektropops handeln würde. Man hört klare Referenzen zu den 80ies Klassikern wir den Pet Shop Boys oder Erasure und dennoch sind BLBL­Sounds so modern und aktuell, dass die Scissor Sisters Rod Thomas um einen Remix baten und ihn anschliessend letzten Herbst als Support auf ihre Shows in Großbritannien einluden. Ein glanzvoller Abschluss unseres Bühnenprogramms am Samstag mit einem aufgehenden Popstar aus London. www.brightlightx2.com

BriGht liGht bright light

ecco di lorenzo & his innersoul
Seit Jahren gehört Ecco DiLorenzo zu den besten Live­Soul­Acts in Deutschland. Mit seiner 11­köpfigen Band „Innersoul“ bringt Münchens Soul­Entertainer No.1 sein Publikum in kürzester Zeit in Ekstase. Zur Seite stehen ihm dabei seine perfekt eingespielte Innersoul­Rhythm­Section, die weibliche Gesangsgruppe The DiLorettes, drei atemberaubende stimmgewaltige Ladies und die Motor City Horns, der PS­stärkste Bläsersatz in town. Markenzeichen der Band ist die perfekte Inszenierung einer Show mit allen wichtigen Zutaten: Die besten Hits der Soul­ und Disco­Ära von 1966 bis 1979, schrille Kostüme und originalgetreue Tanz­Choreographie, eine gehörige Portion Humor, eine Prise Sex und unwiderstehlicher Charme. Boris Becker liess sie einst ins Pariser Ritz einfliegen und das legendäre Münchner „Nachtcafe“ brach bei Gastspielen stets aus den Nähten. pro7 holte sich DiLorenzo als Frontmann von „Sin­ ging Bee“, Bully Herbig liess ihn die Songs vom „Schuh des Manitu“ einsingen und seit 2 Jahren heizen sie bei den Faschingsbällen von Bayern3 ein... www.eccoland.de

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KÜNSTLER

Eserzâde ist Bauchtänzer, Schauspieler, Model und Choreograf, verbrachte seine Kindheit in der Türkei und lebt in Berlin. Seine ersten erfolgreichen Bühnen­ und Fernsehauftritte hatte er in Deutschland unter anderem bei „Wetten Dass“ und dem ZDF­Sommergarten u.v.m.. Es folgte der Aufstieg zum Superstar des Belly­Dance in der Türkei, hier hatte er allein über 2500 Fernsehauftritte, obwohl er offen schwul lebt! Er hat sich sowohl für Aids­Prävention, als auch für Kinder und Senioren eingesetzt. Für seine Charity­Arbeit in der Türkei, erhielt er vom dortigen Präsidenten Anerkennung und mehrere Auszeichnungen. Er arbeitete bereits mit Künstlern wie Tarkan, Donna Summer, Nena, Eartha Kitt und Udo Lindenberg zusammen und ist verantwortlich für die Choreografien in den Filmen „Sultans of the Dance“ „Zenne­Dancer“. Eserzâde sieht sich als Botschafter gegen jedwede Diskriminierung. www.eserzade.com

eserzAde

lindA Jo rizzo
Die New Yorkerin Linda Jo Rizzo kam Mitte der 80er im Rahmen einer Tournee mit ihrer damaligen Gruppe „The Flirts“ nach Deutschland. „Passion“ war wochenlang in den deutschen und europäischen Top­Ten vertreten und in Hongkong die Nr.1 in den Charts. Bobby Orlando (Pet Shop Boys, Divine) produzierte mit Linda Jo Rizzo und „The Flirts“ weite­ re sensationelle Erfolge („Danger“, „Helpless“ und „Calling all Boys“,...). Auch solo begeistert sie durch ihr Italo­amerikanisches Temperament verbunden mit „New York‘s way of life“ regelmäßig tausende von Fans; ob als Entertainerin von Gala­Events bis zu Open Air­Konzerten in ganz Europa. In zahlreichen Fernsehshows und auf den Bühnen Europas gastierte sie als Vorgruppe oder Co­Star an der Seite von bekannten Stars wie Dieter Bohlen, C. C. Catch, George McGray, Carl Douglas, Bonnie Tyler, Al Bano, Umberto Tozzi, Jürgen Drews, Haddaway, u. v. a. auf vielen internationalen Bühnen in ganz Europa. Im Sommer erscheint ihr neues Album. www.lindajorizzo.de

Der in Kasan/Russland geborene Max Reimer kam mit seinen Eltern im Alter von 10 Jahren nach Deutschland. Er lernt bereits seit seinem 6. Lebensjahr das „Spiel“ mit der Geige. Seit seinen Auftritten im Jahr 2012 bei RTL‘s Supertalent geht seine Karriere steil nach oben. Der 23jährige vermischt Geigenklänge mit aktuellen Elektro­& Dance­Sounds. Von seiner osteuropäischen Herkunft inspiriert, vermischt er den Flair der rus­ sischen Popmusik mit internationale Dancefloor­ Rhythmen. www.maxreimer.de

Sowohl auf der Theaterbühne als auch in diversen TV­ Produktionen (Serien, Spots und Trailern) sammelte Marc zahlreiche Erfahrungen. Als Weddingplanner „Pièrre Alde­ mar“ überzeugt er in der Erfolgsserie „Alles was zählt“ auf RTL. Im Sat.1­Frühstücksfernsehen ist Marc regelmässig mit versteckter Kamera im Einsatz. Seit seinem 8. Lebensjahr steht er aber auch als Sänger auf zahlreichen Bühnen im In­ und Ausland. Mit „ATTEN­ TION“, dem Support Act zu DJ BOBO‘s „Visions Tour“, stürmte Marc Staudinger erstmals die deutschen Charts. Später erzielte er europaweit zahlreiche Nr.1­ und Top­10­ Hits mit der Popgruppe „CODE RED“. Und nach wie vor begeistert er sein Publikum am liebsten live. www.marcstaudinger.de

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PrideGuide 2013

Foto: Michael Mann (Scott Matthew), Eserzade, Linda Jo Rizza,

maX reimer

mArc staudinGer

Les Sauvages, Max Reimer, Marc Staudinger

Ihre Performances sind einmalige poetische Akte, welche in den Köpfen und Herzen der Zuschauer unvorhersehbares Eigen­ leben zu entfalten vermögen. Durch fantastisches Styling, mitreissende Choreographien, theatra­ lische Charaktere und nicht zuletzt durch die Wahl oft brisanter Themen aus dem Zeitgeist, erschaffen sie höchst amüsante und unvergessli­ che Erlebnisse.

les sAuvAges

ünstler

KÜNSTLER

red mAnhole
Außergewöhnlich, mitreißend, kantig und schräg. Das ist RED MANHOLE. Erlaubt ist was gefällt! Ihr unkonventioneller Stilmix ist „IndieKlezmerPsycho­ PunkCabaret“, gewürzt mit viel Improvisationsfreude und Humor. Live läuft die Band zur Höchstform auf: Selbst stoische Bewegungsmuffel werden von der sprühenden Energie der drei Musiker mitgerissen. Lieder wie DER ROTE PIRAT, PITTA oder DER BÖSE ZWILLING werden unweigerlich zum Ohr­ wurm, Mittanzen ist unvermeidbar! Und immer hält sie Fred Underground, der weiße Hund im Smoking und Quelle der Inspiration, bei Laune... www.redmanhole.de

miaomio

In den Fusstapfen der legendären Band „Die Braut haut ins Auge“ wandeln miaomio aus Bonn. Sie singen ihre Stücke mit sinnlicher Inn­ brunst und ohne Angst vor dem, was hierzulande als Mainstream ka­ tegorisiert wird. In manchen Augenblicken erinnern sie dabei an „Wir Sind Helden“ oder „Mia“, dann wiederum findet man sich eher auf stilvolle Tanzflächen neben Peter, Bjorn And John versetzt, oder meint in schwebenden Orgelklängen eine Note Post­Rock zu vernehmen. miaomio schöpfen mit müheloser Poesie die deutsche Sprache aus, dass es einen mal herzhaft zum Lachen bringt und dann beinahe das Herz zerreißt. Sie singen von Gedanken und Gefühlen, die schon im­ mer irgendwo in der Erinnerung des Zuhörers zu schlummern schienen, für die er selbst nur keine Worte finden konnte. www.miaomio.de

rosen blond

Auch nach ihrer Trennung sind Rosenstolz eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Bands, ihre Songs stellen eine Mischung aus Pop, Rock und Chanson dar, wobei die Texte mal melodramatisch, mal ero­ tisch, mal provozierend und immer gefühlvoll sind. Rosenblond steht für diesen unverwechselbaren Sound: Er geht unter die Haut, trifft genau ins Herz und strahlt einfach ein ganz besonderes Lebensgefühl aus. Alte und neue Rosenstolz­Songs – ein MUSS für jeden Rosenstolz­Fan und alle, die es spätestens danach sind... www.rosenblond.blogspot.de

monica reYes

Mit Popsongs voller Sprachwitz und Charme verführt Monica Reyes in ihrem ersten, im Januar 2013 erschienenen Soloalbum SCHMUSEN. In elf deutschsprachigen Songs, die alle aus ihrer Feder stammen, arbeitet die Schauspielerin (u.a.Tatort) und Sängerin des österreichischen Trashpop­Trios Sawoff Shotgun erstmals im Alleingang. Dabei trifft sie die österreichische Seele – „irgendwo zwischen Größenwahnsinn und Minderwertigkeitskomplex“ – punktgenau und ist doch selbst eine Melange: ihre Mutter ist Spanierin, ihr Vater Australier. Monica Reyes will nicht kuscheln, sie will schmusen. Die Sängerin nimmt uns mit in Bars, in der zu vorgerückter Stunde eine alternde Jugend Halt sucht, eine Generation, die mit überhöhten Ansprüchen kämpft und mit der Angst nie zu genügen. Reyes betitelt den Barkeeper als wahren Freund (Whiskey Song), lässt den Exfreund scheinbar leicht­ herzig ziehen und besingt die Liebe in einer herzzerreißenden Ballade. Selbstironisch und damit moderner und emanzipierter kann Monica Reyes nicht nur zu weiblichen Schwächen stehen, sondern diese als die wahren Stärken ausspielen, ohne dabei klischeehaft zu werden. Hitver­ dächtige Popsongs (Du stehst auf mich, Schmusen) stehen dabei kleinen Walzern und Bossa­Novas gegenüber und so ist ein Album irgendwo zwischen Neue Deutsche Welle, Austropop, Chanson und Wienerlied entstanden das auf dem Münchner CSD zum ersten Mal in Deutschland vorgestellt wird. www.monicareyes.at

scott mAtthew

Foto: Red Manhole, Miaomio, Rosenblond, Monica Reyes

Mit dem Soundtrack zum Film Shortbus (in dem er auch selbst auftritt) wurde Scott Matthew über Nacht zum Star. Seither hat er 3 Alben veröffentlicht. Am 28. Juni erscheint sein vierter Longplayer, auf dem er – lang erwartet – seine persönlichen Lieblingssongs covert (von Radiohead über Whitney Houston bis hin zu Charlie Chaplin, John Denver, Roberta Flack und Morrissey). Scott wird auf dem Marien­ platz die Gedenkminute für die an AIDS gestorbenen mit dem Stück „In The End“ (aus Shortbus) live untermalen. Gänse­ haut vorprogrammiert! www.scottmatthewmusic.com

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KÜNSTLER

Schneewittchen, das sind Marianne Iser und Thomas Duda – ein ungewöhn­ liches, glamouröses und geheimnisvolles Duo. Ihre deutschen Texte können schwarz, makaber, und gnadenlos direkt sein, ebenso aber auch romantisch und sinnlich, auf alle Fälle aber immer sehr intensiv. Ihre Lieder handeln von extremen Formen der Liebe, Tod, Einsamkeit, dem menschlichen Scheitern – begleitet von einem unstillbaren Hunger nach Leben. Diese Vielfalt findet sich auch in der musikalischen Umsetzung wieder. Elemente aus Klassik, Rock und Pop werden geschickt ausgewählt und vermengt und schaffen so eindruckvoll den Spagat zwischen emotional berührenden Texten und mitreißender, berauschender Musik. Alle Songs sind selbst getextet, kom­ poniert und interpretiert und dies wie immer märchenhaft: frei schwebend im Universum der Genres und Schubladen. www.schneewittchenmusik.de

schneewittchen

sookee

Sookee lebt seit 27 von möglichen 29 Jahren in Berlin, hat Hiphop zunächst über Graffiti kennengelernt, aber durch Sprache erzeugte Bilder im Kopf liegen ihr mehr als solche an Wänden. Mit feministischer Theorie und Praxis ist sie vor allem durchs Studium in Berührung gekommen und hält heute Vorträge zu (Hetero­)Sexismus im Hiphop, beschäftigt sich aber auch mit den subversiven und progressiven Potentialen von Subkulturen. Ihre Musik beinhaltet sowohl Kritik an hierarchischen und normati­ ven Strukturen als auch Empowerment von widerständigen Identitäten, sodass ihre Inhalte zwar nicht leicht verdaulich, aber nie dogmatisch sind. Ihr deutscher Beitrag zum weltweiten Aktionstag gegen Gewalt gegen Frauen „one billion rising“ brachte sie sogar ins ZDF und das dazugehörige Video steht inzwischen bei Youtube mittler­ weile auf knapp 100.000 Klicks. www.sookee.de

www.youngchinesedogs.de

Manchmal kann das so einfach sein mit einem guten Bandnamen: So wie bei den beiden Mädels von Tuó: Einfach Tasmin und Oda abgekürzt, fertig war der Name. Angeblich bedeutet das Akronym Tuó auch „seltsame Mädchen“ auf Chinesisch. Die beiden sind aber keineswegs seltsam, ihre Musik ist eine ganz besondere Kombination aus jugendlicher Hippness und uralten Folk­Traditionen. Tuó kommen aus Wolfratshausen. Mit gerade 16 Jahren ver­ öffentlichen sie 2010 schon ihre erste Platte „Walk On Silence“ und machen mit ihrem erstaunlich erwachsenem Folk auf sich aufmerksam. Zwei Stimmen, eine Djembe und eine Gitarre – mehr brauchen die beiden eigentlich nicht für ihren Sound. Die Sportfreunde Stiller waren von ihnen so begeistert, dass sie Tasmin und Oda als Vorband bei ihrem Unplugged­Auftritt im Circus Krone einluden. Gerade ist ihr zweites Album „Tales of Life“ erschienen und Tuó bereit, damit auch den Rest Deutschlands zu verzaubern. www.facebook.com/tasminundoda

tuÓ

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Foto Ralf Mohr (Schneewittchen), Sookee, Young Chines Digs, Tasmin und Oda

Akustischer aber zugleich rauer Indie­Folk­Pop mit einer Prise Beatles, einem Quäntchen Joe Strummer und einer gehörigen Portion Isar, das sind die Young Chinese Dogs. Ihr Konzept: „Gespielt werden darf was eigenhändig zum Gig getragen werden kann”. Und kaum hatte sich das Trio gegründet und begann live zu spielen, da versetzte es die lokalen Medien auch schon in Euphorie: u.a. „Band der Woche” Süd­ deutsche Zeitung, KW 34/2011, „Newcomer der Woche” Bayern 3 Newcomershow, KW 42/2011, „Unsere Lokalhelden” EgoFM, KW 36/2011…

younG chinese digs

ünstler

KÜNSTLER

Queerulanten-stadel

mit PumPs rAce
Seit vielen Jahren findet nun schon sonntags das traditionelle PumpsRace im Rahmen des Münchner CSDs statt. Es steht v.a. für das Augenzwinkern der Szene in Bezug auf sich selbst. Hier wird mit Geschlechterbildern gespielt, über sich selbst gelacht und dabei kurzweilig unterhalten. Ausgehend vom Erfolg des PumpsRaces legen wir jetzt noch eins drauf und haben für 2013 eine Game­Show konzipiert: Wie in den klassischen Samstag­Abend­TV­Formaten oder bei kultigen Sendungen wie „Zimmer frei“ wechseln Talk, Spiel und Showelemente und wachsen zu einer bunten, ra­ santen und abwechslungsreichen Revue zusammen, bei der nicht immer alles ernst zu nehmen ist. Unser Queerulanten­Stadel wird vom Berliner Kult­Trash­Duo Stereo Total mo­ deriert, die Drag­Legende BOBabachtzehnuhr (High Heels) schlüpft in die Rolle der herumwuselnden BühnenassistentIn und verschiebt dabei auch mal die ein oder andere Requisite, die u.a. von seinem Mitstreiter Robert Kis de­ signed wurde und als illustre Gäste laden wir verschiedenste Vertreter*innen der Müncher Community ein, die sich erst dem Talk stellen und anschliessend zu unterhaltsamen, Rate­, Geschicklichkeits­ und anderen Spielen antreten. Auch das PumpsRace wird leichtfüssig in unsere Game­Show eingebettet. Am Ende unseres Queerulantenstadels küren wir die Gewinner der Spielrunden zur Münchner Regenbogenfamilie 2013.

PumPs

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Aidsgedenken & Kiew

Gemeinsam Stark
Die Kooperation mit Kiew währt nun ein Jahr. Und trägt.
Ein Satz, nicht mehr als ein paar Worte – so hat alles begonnen. Mit dem Motto „Fight for Global Rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ wollte der Münchner CSD im vergangenen Jahr ein Zeichen setzen für die Verfolgten und Entrechteten. Der Christoper Street Day machte sich stark für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in aller Welt, vor allem in Osteuropa. Den Worten folgten Taten. In nur einem Jahr hat sich zwischen der Münchner und der Kiewer Szene – Kiew und München sind Partnerstädte – eine Koope­ ration etabliert. Der Münchner CSD und der KyivPride arbeiten zusammen, eine ehrenamtlich organisierte Kontaktgruppe (www.MunichKievQueer.org) koordiniert den fachwissenschaftlichen und kulturellen Austausch beider Communitys. Freundschaft, Respekt und der Wille, vereint die Dinge zum Guten zu wenden, prägen die Aktionen. Die Landeshauptstadt unterstützt die Verbindung. „Dass es so kommen würde, war anfangs gar nicht klar“, sagt Sascha Hüb­ ner, der im Münchner Schwulenzentrum Sub als Berater arbeitet. „Die Sache hat eine Eigendynamik entwickelt, die uns über die Maßen freut.“ Zur Pride Week im vergangenen Jahr lud der CSD Aktivist*innen aus Kroa­ tien, Ungarn und der Ukraine ein. Sascha hatte Kontakte nach Kiew – „und noch bevor ich mit unseren Gästen die Details ihrer Reise nach Bayern be­ sprechen konnte, hatten sie mich schon zum KyivPride eingeladen.“ Der Kiewer „CSD“ sollte 2012 zum ersten Mal stattfinden. Dass er – Si­ cherheitsbedenken wegen – kurzfristig abgesagt werden musste, ist bekannt. Zwei Aktivisten sind verprügelt worden. Sascha war vor Ort, mit Lydia Diet­ rich – die offizielle Münchner Delegation. „Da waren Hunderte Rechtsradi­ kale, aber die Polizei hat es sich gemütlich gemacht“, sagt die Grünen-Stadt­ rätin. Von diesen Erlebnissen, vom Alltag in einer homophoben Gesellschaft haben die LGBT-Aktivisten Olena Semenova, Taras Karasiichuk und Stas Mis­ hchenko Gendern auf der CSD-Podiumsdiskussion berichtet. Taras, Chairman des Pride, war eines der Opfer. Mit seinem gebrochenen Kiefer konnte er kaum sprechen. Das Publikum war geschockt, die Leute so berührt, dass sie beschlossen: „Wir tun etwas.“ Wenige Wochen später haben die Münch­ ner Lesben-, Schwulen- und Trans-Organisationen angefangen, Strukturen für eine Kooperation zu schaffen.

Auch in diesem Jahr wieder vorne dabei: Die LGBT-Aktivist*innen Taras, Olena und Stas (v.l.) aus der Ukraine kämpfen mit Bürgermeisterin Christine Strobl, Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl und dessen Mann gegen Homophobie.

gegen das vergessen
Gedenken an die Opfer von HIV/Aids
Foto Scott Matthew: Michael Mann

500 schwarze Luftballons werden auch dieses Jahr im Rahmen des Bühnen­ programms am Marienplatz aufsteigen, um an diejenigen zu gedenken, die an den Folgen von HIV und Aids verstorben sind. Nicht zu vergessen: Trotz aller medizinischen Fortschritte sterben noch immer Menschen an dieser In­ fektion, auch in München. Am Samstag Nachmittag wollen wir im Anschluss an die bewegenden Worte des Münchner Aids-Hilfe Vorstands Mario Simeu­ novic eine Minute innehalten, um an jene zu denken, die nicht mehr bei uns sind und uns doch so wichtig waren. Wir laden euch herzlich ein, diesen Moment der Stille mitzuerleben. Ein Highlight der diesjährigen Gedenkaktion wird der Auftritt des australischen Songwriters Scott Matthew sein. Mit dem Soundtrack zum Film Shortbus (in dem er auch selbst auftritt) wurde er über Nacht zum Star. Scott wird auf dem Marienplatz die Gedenkminute für die an Aids Gestorbenen mit dem Stück „In The End“ live untermalen. Gänsehaut vorprogrammiert!

Scott Matthew

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PrideGuide 2013

DESIGNSCHULE

kreative
für den CSD München 2013
Auch in diesem Jahr entwarfen Schülerinnen und Schüler der Berufsfach­ schule für Kommunikationsdesign das offizielle CSD­Plakat. Spannung und Erwartung machte sich bei den drei Klassen der ersten Jahrgangsstufe breit, als sie das Team vom CSD zum Briefing empfingen. Die Vertreter des CSD München Susi Hillebrand, Alexander Kluge und Thomas Niederbühl stellten bereits im Februar das diesjährige Motto „Wir wählen: gleiche Rechte und Akzeptanz “ vor. Es folgten Wochen eines intensiven Arbeitsprozesses. Diese nicht einfache Wahl­Thematik gestalterisch umzusetzen, war eine große Herausforderung, der sich die Schülerinnen und Schüler mit einem hohen Maß an Engagement und Motivation stellten. Am Ende entstand ein breites Spektrum an kreativen Entwürfen. Aus diesen mehr als 40 Plakaten durfte nun die CSD­Jury, zusammengesetzt aus Vertretern der Vereine und Gruppen des CSD München, wählen. In der finalen Abschlusspräsentation zeigte sich eine deutliche Entscheidung und so wurde der Entwurf von Sophia Langner, Sophia Nackenhorst und Franziska Wunderle als Gewinnerplakat gekürt. Die Jury begründete die Wahl mit der Klarheit des Mottos und der Strahlkraft des Plakates. Die starke Präsenz der Regenbogen­Farben, die sich auch in der Vielzahl der Kreuze wiederfinden, lenken den Blick und machen das Pla­ kat zu einem echten Hingucker. Sowohl die Vielfalt als auch die Gemeinsam­ keit der Community, die das Plakat visualisiert, treffen das Motto in seinem Kern. Diese Kriterien machen den Entwurf zu einer gelungenen Umsetzung, so die CSD­Jury, und somit zum CSD­Plakat 2013.

PlAkAtgestAltung
Die Münchner Berufsfachschule für

mit leidenschAft Gestal ten
Kommunikationsdesign

Fotos: Designschule München

Organisatorisch und räumlich ist die BFS für Kommunikationsdesign Teil der Deutschen Meisterschule für Mode. Träger der Schule ist die Landeshauptstadt München. Im Unte rschied zu privaten Schulen und Hochschulen wird kein Schulgeld bzw. keine Studiengebühr erhoben. Als Berufsfachschule bieten wir eine dreijährige schulische Vollzeitaus­ bildung an. Die wöchentliche Unte rrichtszeit beträgt 38 Unterrichtsstun ­ den. Die Schule bildet ca. 200 Schü ler*innen in drei Jahrgangsstufen mit jeweils drei Klassen aus. Wir bieten als städtische Einrichtun g eine ungewöhnlich intensive Betreuung der Schüler*innen, der über wiegende Teil des Unterrich ts wird von Lehrerteams gehalten. Die insgesamt 40 Dozent*innen aus unterschiedlichsten Bereichen stehe n für eine große Vielfalt und breit e Kompetenz. Es wird sehr flexibel, klassen­ und jahrgangsübergreifend oder in klei­ nen Teams gearbeitet. Unser Schu lalltag beinhaltet Projektarbeiten und konkrete Aufträge, exemplarische Übungen, Vorträge und individue lle Besprechungs­ und Betreuungssitu ationen. Die Ausbildungsinhalte rei­ chen von klassischen Fächern wie Typografie, Farb­ und Kompositi­ onslehre, Zeichnen, Fotografie und Mode bis zu Screengestaltung und Bewegtbild. Ergänzend wird Web design und Kunstgeschichte, Mod e­ und Kulturgeschichte sowie Fachengl isch und Marketing unterrichtet. Weitere Details zu den Unterrich tsinhalten und möglichen Schwer­ punkten können unserer website entn ommen werden. www.designschule-muench en.de

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Promo & Merchandising

Thorsten Hein, Stefan Thomas, Manfred Rudisch, Jörg Thierfelder

www.sportler-gegen-stigma.de

Assekuranzservice

Thomas & Kollegen
Von Anfang an dabei

Sportler
Werde auch du Botschafter!

gegen stigma

Seit 23 Jahren steht Thomas & Kollegen als kompetenter Allfinanzpartner der queeren Szene zur Seite, viele schwul-lesbische Betriebe gehören zu ihren zufriedenen Kunden. Zum Selbstverständnis von Thomas & Kollegen gehört seit jeher, sich aktiv an der Münchner Community zu beteiligen. So werden zahlreiche Szeneveranstaltungen ganz selbstverständlich gesponsert, wie auch der CSD.  Thomas & Kollegen über ihr Engagement: „Im Laufe der Jahre sind wir mit der Community verwachsen und verbunden. Eben auch mit dem CSD, der für uns eine Herzensangelegenheit geworden ist.  Und was lag damals näher, als sich Gedanken über die Absicherung solch eines Großevents zu machen und mit Rat und Tat den Organisatoren zur Seite zu stehen, damit die Com­ munity sicher und sorgenlos feiern kann.“ Das Team vom CSD München sagt Dankeschön für so viel Engagement und freut sich auf die nächsten Jahre!

Ein Zeichen setzen für Offenheit gegenüber Menschen, die mit HIV oder an­ deren chronischen Erkrankungen leben – das ist die Mission der von AbbVie (vormals Abbott) gegründeten Initiative „Sportler gegen Stigma“. Dabei steht der Sport mit seinen positiven Werten wie Ausdauer, Toleranz und Fairness stellvertretend dafür, wie das Zusammenleben von Menschen mit und ohne chronische Erkrankung sein sollte. Den Start macht „Sportler gegen Stigma“ mit SportHIV, wofür die ersten Botschafter bereits gewonnen wurden: „Ich möchte durch meine Unterstützung ein klares Statement setzen: Wacht auf, Leute! Wir sind alle Menschen“, beschreibt Läufer-Model Oliver seine Moti­ vation. Für Bodybuilder Andreas ist der Sport hier ein echtes Vorbild: „Beim Sport sind wir alle gleich. Wir schwitzen, egal ob wir positiv oder negativ sind, ob Mann oder Frau oder welche Sexualität wir leben.“ Werde auch du aktiv und unterstütze „Sportler gegen Stigma“ – denn nur wer sich bewegt, kann etwas bewegen. Wie du Botschafter werden kannst oder deine Sport­ gruppe sich um ein Sponsoring bewerben kann findest du zum Start der CSD Session 2013 ab 22. Juni auf www.sportler-gegen-stigma.de.

Diese Sachen

Dies CSD-Artikel verschönern dein Leben

Bereits im zweiten Jahr können wir euch an dieser Stelle exklusive Merchan­ dising-Produkte des Münchner CSD anbieten! Mit diesen nützlichen Artikeln könnt ihr nicht nur im Rahmen des Gay Pride Farbe bekennen. Ob T-Shirt, Mousepad, Schlüsselanhänger, Kaffeebecher oder Strandlatschen: Dank die­ ser schönen Dinge seht ihr nicht nur gut aus, sondern setzt auch ein Zeichen für Stolz und Solidarität. Angeboten werden die Merchandising-Artikel von unserem Kooperationspartner „Die Regenbogen-Manufaktur“, wo es noch eine Menge weiterer Pride-Artikel in allen Formen und Farben gibt. Erhältlich sind die Münchner CSD-Goodies an unserem Infostand am Marienplatz und über unseren brandneuen Internetauftritt www.csdmuenchen.de. Ob beim Frühstück, am Computer oder beim Sonnenbaden an der Isar: Wir sehen euch im Zeichen des Regenbogens!

Das und noch mehr gibt’s hier: www.die-regenbogenmanufaktur.com

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Fotos: Thomas & Kollegen AG, AbbVie, Regenbogenmanufaktur

muss man haben

sponsoren & Partner

www.lufthansa.com

www.abendzeitung.de

Schillerstr. 7, 80336 München (089) 55 22 44 -11 www.allpower-personal.de

www.thomas­-kollegen.com Mozartstr. 9, 50674 Köln (0221) 99 55 50 - 68 www.allround-team.de

www.charivari.de

www.abbvie.de ww.kyivpride.org

Offizielle Partnerhotels des CSD München 2013 (siehe auch Anzeige auf Seite 16) www.muenchen.mini.de www.o2online.de

www.gestalten-moedl.de

Offizielles Partnerhotel des CSD München 2013 www.torbraeu.de www.mathaeser.de/ filmpalast

Kulturprogramm mit freund­ licher Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat www.muenchen.de/ kulturreferat

www.leo-magazin.de

Pestalozzistr. 40a, 80469 München (089) 260 199 20 www.raleske.de

www.muenchnerregenbogen-stiftung.de www.muenchenerstadtmuseum.de/film

www.designschulemuenchen.de

www.in-muenchen.de

Bequem an Geld k ­ ommen: Den Zasterlaster der Münchner Bank findet Ihr ­ beim CSD-Straßenfest auf dem Marienplatz unterhalb des Fischbrunnens www.muenchner-bank.de

www.kare-muenchen.de

Veranstaltungs- & Sicherheitsdienst, Sonnenstr. 26, 85622 Feldkirchen (089) 99 20 13 80 www.primas-gmbh.de

www.muenchenticket.de

Veranstaltungen / Booking / Promotion Wilhelm-Hale-Str. 53c, 80639 München, (089) 44 49 91 96 www.queerbeat.de

www.die-regenbogen manufaktur.com Offizieller MerchandisingPartner des CSD München ‘13

www.s-bahn-muenchen.de

Das schwul-lesbische Radiomagazin, jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat auf Radio Lora 92,4 MHz www.uferlos.org

www.beatekremer.de

Susanne Madée eventmanager + location scout Sonnenblumenstr. 36a, 81377 München (089) 71 94 01 87 www.undercover-agents.de

joerg@moskitoevents.de

CSD München GmbH
Lindwurmstr. 71, 80337 München & (089) 54333-211, Fax: (089) 54333-212, info@csdmuenchen.de, www.csdmuenchen.de

Chefredaktion Susi Hillebrand, V.i.S.d.P., Bernd Müller Redaktionelle Beiträge Carolin Hagebölling (CH), Susi Hillebrand, Alexander Kluge, Bernd Müller, Thomas Niederbühl, Christian Ude, Designschule München, Thomas Lechner, Rita Braaz Cover Sophia Langner, Sophia Nackenhorst und Franziska Wunderle ­(Designschule München) Fotos (wenn nicht anders angegeben) Erwin Harbeck, Bernd Müller, Kornelija Rade, Leo-Archiv Grafik und Layout Christopher Schnoor (GSL Media UG)

Anzeigenleitung Oliver Kahler (040) 28 40 769-33 Mediaberatung Jörg Garstka (089) 5529716-10 Buchhaltung Sandra Schupke (040) 28 40 769-0 Druck PerCom Vertriebsgesellschaft mbH, Westerrönfeld Vertrieb Eigen­ vertrieb GSL Media UG&Co. KG. Der PrideGuide wird an ca. 300 Stellen in München, Nürnberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Salzburg und Zürich ­ kostenlos verteilt.

Bankverbindung Hamburger Sparkasse, Konto 1230138040, BLZ 20050550 Für den PrideGuide gilt die Anzeigen­ preisliste vom 01.03.2013. Für un­ ver­ langt ­ eingesandtes Bild- und Textmaterial wird keine Haftung über­ nommen. Vervielfältigung, Speicherung und N ­ achdruck nur mit Genehmigung des Verlages. Gerichtsstand ist Hamburg. Namentlich gekennzeichnete Artikel sowie Grafiken und Illustrationen dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung weiterverwen­ det werden! Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist keinerlei Hinweis auf deren ­ sexuelle Orientierung.

Der PrideGuide erscheint im Verlag: GSL Media UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG Koppel 97, 20099 Hamburg Telefon (040) 28 40 769-0 Telefax (040) 28 40 769-69 redaktion@hinnerk.de anzeigen@hinnerk.de Herausgeber Alexander Kluge (CSD München GmbH) & Peter Goebel (GSL Media UG&Co.KG)

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