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Seite 3
Grußwort
zum CSD
Von Thomas
Niederbühl und
Dieter Reiter

Seite 4
Das CSD-Motto
für 2014
Regenbogen der
Geschlechter –
wertvoll sind
wir alle!

Seite 8
Community
und Themen I
Transidentität,
Intersexualität und
zwei Generationen-
gespräche

Seite 22
PrideWeek
und CSD
Alle Events, Pläne,
Termine und Acts
in der Übersicht

Seite 46
Community
und Themen II
Eine Revolution
im Stillen in der
Ukraine

Seite 48
Support und
Partner
*
innen
CSD-Land Bayern,
Fanartikel und
Unterstützer*innen
03
Schirmherr des CSD
und Oberbürgermeister
Dieter
Reiter
Politischer CSD-Sprecher
und Stadtrat der Rosa Liste
Thomas
Niederbühl
“ Das Regenbogen-Herz
auf den Plakaten symboli-
siert, dass alle Liebes- und
Lebensformen wertvoll sind.
Doch davon sind wir noch
weit entfernt. ”
iebe Freund*innen, der CSD 2014 hat sich
zum Ziel gesetzt, starre Geschlechterrol-
len aufzuweichen und für die Sichtbarkeit
vielfältiger Identitäten einzutreten. Dafür steht das
Motto „Regenbogen der Geschlechter – wertvoll
sind wir alle!“. Und das Regenbogen-Herz auf den
Plakaten symbolisiert, dass alle Liebes- und Lebens-
formen wertvoll sind. Doch davon sind wir noch weit
entfernt. In Bund und Land geht nichts voran: keine
Eheöfnung, kein Adoptionsrecht, keine Antidiskri-
minierung im Grundgesetz. Abwertung und Aus-
grenzung werden wieder gesellschaftsfähig. Man
will uns vorschreiben, was eine „richtige“ Ehe und
Familie ist. Akzeptanz und Gleichstellung sehen
anders aus.
Bereichern wir München, nicht nur zum CSD,
mit unserem Regenbogen der Geschlechter und
Sexualitäten. Sorgen wir dafür, dass München bunt
bleibt – und diese Buntheit auch wertschätzt.
Happy CSD everybody!
“ Gemeinsam mit allen kon-
struktiven Partner*innen
werde ich mich nachhaltig
dafür einsetzen, diesen
antidiskriminierungspoliti-
schen Kurs fortzuführen. ”
esellschaftliche Akzeptanz und Wert-
schätzung der vielfältigen Gender-Identi-
täten, das fordert der CSD seit nunmehr
fast dreieinhalb Jahrzehnten auch und gerade in
München. Dafür setzt das diesjährige Motto „Regen-
bogen der Geschlechter – wertvoll sind wir alle!“
abermals ein deutliches Zeichen. Die Münchner
Community aktiv zu unterstützen, das war in den
über 20 Amtsjahren meines Vorgängers Christian
Ude aber immer auch ein erklärtes Anliegen der
Münchner Stadtpolitik. Und gemeinsam mit allen
konstruktiven Partner*innen werde ich mich nach-
haltig dafür einsetzen, diesen antidiskriminie-
rungspolitischen Kurs fortzuführen – damit Mün-
chen bleibt, was es ist: Eine Stadt der Toleranz und
Weltoffenheit.
Gerne habe ich daher auch die Schirmherr-
schaft für den Münchner CSD 2014 übernommen
und wünsche allen Veranstaltungen der PrideWeek
einen vollen Erfolg!
Dieter Reiter
Seit 2. Mai 2014 Stadtoberhaupt
der Stadt München
Thomas Niederbühl
Seit 1996 Stadtrat der Rosa Liste
im Münchner Rathaus
Inhalt Grußwort zum CSD
04
CSD-Motto 2014
05 INFOS+TERMINE AUF WWW.CSDMUENCHEN.DE
CSD-Motto 2014
o’n Trans*-Thema halt“, ist meist die Reak-
tion, wenn man in der Münchner Commu-
nity nach dem diesjährigen CSD-Motto
fragt. Ja, das Trans*-Thema ist uns auch
ein wichtiges Anliegen, doch mit dem Motto wol-
len wir, die Veranstalter*innen des CSD München
2014, deutlich mehr Themen transportieren. Wir
haben uns zum Ziel gesetzt, starre Geschlechter-
rollen und Muster in Frage zu stellen, zu diskutie-
ren und für die Akzeptanz, Sichtbarkeit und beson-
ders die Wertschätzung vielfältiger Identitäten
einzutreten.
Wieder mal wird es nötig sein, während der Politparade und des politi-
schen Auftaktes des CSD, auf die fehlende rechtliche wie soziale Gleich-
stellung von Lesben, Schwulen und Trans*-Menschen in unserer Gesell-
schaft hinzuweisen. Gleichzeitig regen wir auch in unserer Community
zu einer Auseinandersetzung mit eigenen Bildern, Stereotypen und der
möglicherweise fehlenden Wertschätzung untereinander an.
Klar ist: Das „Wir“ soll in diesem Jahr im
Mittelpunkt des CSD stehen.
Der Kern des Wir-Gefühls ist Zusammengehörigkeit. Das klingt zunächst
banal, ist aber im alltäglichen Umgang eine echte Herausforderung, die
eine Menge voraussetzt: Sich gegenseitig wirklich zu kennen, den Alltag,
aber auch die Nöte und Bedürfnisse, sich gleichberechtigt auszutau-
schen, das heißt gehört zu werden, aber eben auch zuzuhören, sich zu
respektieren, bis hin zur Formulierung gemeinsamer politischer und
gesellschaftlicher Ziele. Der CSD München macht seit Jahren die Vielfalt
unserer Szene sichtbar und setzt sich für ein Klima des gegenseitigen
Respektes und der Solidarität auch innerhalb unserer Community ein.
Doch empfinden wirklich alle Menschen der genannten Gruppen ein
gleichberechtigtes und selbstverständliches Zusammengehörigkeitsge-
fühl, wenn wir von „unserer“ LGBTI-Community sprechen? Wohl kaum.
Auch wir müssen teilweise erst lernen, einander in unserer Unterschied-
lichkeit und Vielfalt zu würdigen und anzuerkennen. Wir leben alle in einer
Gesellschaft, die gewohnt ist, Menschen einzuteilen. Auf geschlechtli-
cher Ebene werden uns zunächst einzig die Kategorien Mann und Frau
angeboten. Für die meisten Menschen ist das kein Problem. Ihnen tut
diese Einteilung nicht weh, zumindest zunächst nicht. „Und wer ist in
eurer Beziehung der Mann?“ ist dagegen eine Frage, die die meisten
Homosexuellen schon viel mehr verärgert, impliziert sie doch, dass es
eben doch einen Mann und eine Frau braucht, um eine „richtige“ Bezie-
hung zu führen. Die Lesben- und Schwulenbewegung hat sich längst von
diesen einseitigen heteronormativen Beziehungsmustern verabschie-
det und erfreut sich einer lebendigen Vielfalt unterschiedlichster Bezie-
hungsmodelle und Geschlechtsidentitäten. Neben solchen Klassikern
wie Butch und Femme bei den Lesben, dem Lederschwulen und der Drag
Queen, finden wir heute in unseren Reihen auch Trans*-Menschen unter-
schiedlichster Couleur, Cross-Dresser, queere Weiblich- und Männlichkei-
ten, Travestiekünstler und und und. Bisexuelle, transidente und interse-
xuelle Menschen finden immer stärker ihren Weg in unsere Community
und ihren Platz darin. Doch verläuft dies nicht immer reibungslos, weil
wir oftmals selbst untereinander nicht in der Lage sind, uns vorurteilsfrei
zu begegnen. Bitte nicht falsch verstehen: Es ist nicht zu leugnen, Euro-
pa ist politisch offener und bunter für LGBTI geworden. Während Vor-
reiterstaaten wie die Niederlande und Spanien die Gleichstellung der
Homoehe bereits eingeführt haben, gibt es in allen EU-Mitgliedsstaaten
unterschiedliche Stadien der rechtlichen Gleichstellung. Vor allem gibt
es Aktivist*innen in ganz Europa, die für die Rechte von LGBTI kämpfen.
Es ist viel erreicht worden, und die Aktivist*innen können zu Recht stolz
auf sich sein. Doch neben diesen augenscheinlichen Erfolgen zeigt sich
ein beunruhigendes Phänomen.
Neben der Transphobie wächst die
Homophobie und zeigt sich in Deutschland
und weltweit wieder offener.
Selbsternannte „besorgte Eltern“ demonstrieren in Baden-Württem-
berg gegen Aufklärungsarbeit, die sie als sexuelle Umerziehung dämo-
nisieren, unsägliche Schreiberlinge wie Matthias Matussek bekommen
LGBTI
bedeutet

Lesbisch
Gay (schwul)
Bisexuell
Trans*
Inter*
Geschlecht Mensch –
weiblich, männlich
abschafen?
Fachkundige Gäste aus
Psychologie und Gender-
pädagogik diskutieren mit
Aktivist*innen aus Berlin
und München über Ge-
schlechterrollen und Vor-
aussetzungen für ein
respektvolles Miteinander.

Auf dem Podium
Manfred Edinger
(Psychologe)

Zara Pfeifer
(Autorin und
Genderpädagogin)

Karin Willers
(Trans*-Frau und
Rosa-Liste-Vorständin)

Jonas Fischer
(Vorstand von
Transmann e. V.)

Billie Lucius
(Dr.-Ing. und Trans*-
Aktivist*in aus Berlin)

Eintritt frei
Veranstaltungstipp:
Die Podiumsdiskus-
sion zum Motto
„Regenbogen der
Geschlechter – wert-
voll sind wir alle!“

Donnerstag,
17. Juli, 19
:
30 Uhr
Im Saal des Münchner
Stadtmuseums,
St.-Jakobs-Platz 1

Veranstalter
CSD München, LeTRa,
Münchner Aids-Hilfe,
Rosa Liste und Sub
06
von großen Blättern ungeniert eine Plattform für intolerante Hetze
geboten, wütende Emails werden an das Sozialreferat München wegen
gleichgeschlechtlicher Paare auf dem diesjährigen Familienpass ver-
schickt. In Frankreich wird massiv gegen gleichgeschlechtliche Ehen
protestiert, die Todesstrafe für Homosexualität wird in einigen Ländern
vollstreckt, in Russland gibt es das Gesetz gegen „homosexuelle Propa-
ganda“. Die traurige Liste ließe sich noch lange fortsetzen. In Europa,
so scheint es, ist einerseits eine fortschreitende Liberalisierung in den
Ländergesetzgebungen zu verzeichnen und zugleich ein latenter into-
leranter Backlash festzustellen, der sich unreflektiert gegen alles rich-
tet, was von der Norm abweicht. Ein gutes Beispiel hierfür ist auch die
Kunstfigur Conchita Wurst.
Eine Drag Queen mit Bart gewinnt den
Eurovision Song Contest 2014 mit deutlichem
Abstand zu den Nächstplatzierten.
Ein wunderbares Zeichen für Toleranz und Akzeptanz innerhalb Euro-
pas, so scheint es. Gleichzeitig löst dieser Sieg bzw. seine Siegerin aber
auch massive homophobe bis zutiefst aggressive Kommentare aus.
Schwule und Lesben werden mittlerweile von der Gesellschaft beson-
ders dann akzeptiert, wenn sie sich dem heterosexuellen Mainstream
möglichst anpassen. Trans*-Menschen allerdings erleben häufig mas-
sive Anfeindungen, wenn sie die Anpassung an ihr empfundenes
Geschlecht zu vollziehen beginnen. Wenn man jetzt, wie im Falle Con-
chita Wurst, gar nicht mehr sicher sein kann, ob jemand ein Mann oder
eine Frau ist, so ist scheinbar das Armageddon der Zivilisation nahe,
weil… ja, warum eigentlich? Haben wir nicht theoretisch die Gleichbe-
rechtigung von Mann und Frau hier in Deutschland? Ist es nicht zumin-
dest auf dem Papier so, dass es keine Rolle spielen sollte, welches
Geschlecht ich habe? Sollten Dinge wie Berufschancen, Bezahlung usw.
nicht ohnehin gleich sein? Theoretisch. Praktisch zeigt sich gerade am
gesellschaftlichen Umgang mit Trans*-Menschen und Homosexuellen,
wie verbissen sich verunsicherte Konservative an tradierten Kategorien
und Rollen festklammern, egal wie vorsintflutlich, starr und unzurei-
chend diese sind. Der Grund liegt auf der Hand: Kategorien und Rollen
machen eine komplizierte und verunsichernde Welt einfach und erfass-
bar. Also bitte lasst doch wenigstens die Geschlechtergrenzen in Frie-
den! Ein Trans*-Mann hat über sein Leben als Frau einmal gesagt: „Eine
Frau zu sein war für mich, wie wenn du einen großen Pickel auf der Stirn
hast. Alle Leute starren immer nur darauf, und im Grunde wirst du die
ganze Zeit auf etwas reduziert, was du an dir selbst gar nicht magst.“
Als wir für diese Titelgeschichte des PrideGuide Leute für die Fotos
suchten, die auf einem Schild ein Etikett für sich selbst finden sollten,
fiel es den Leuten unglaublich schwer, einen Schwerpunkt zu setzen,
sich zu entscheiden. So meinte jemand: „Wenn ich drei Adjektive nehme
und ein Nomen, dann wirkt das so, als wäre die eine Seite wichtiger als
die drei anderen!“ Etiketten sind schwierig, weil sie immer unzureichend
bleiben und weil ihnen etwas Endgültiges anhaftet, das nicht recht zu
einer Welt passen will, in der sich ständig alles verändert. Etiketten wer-
den noch schwieriger, wenn sie zudem auch noch von außen aufge-
drückt werden. Vor allem deshalb, weil mit dem Etikett immer auch
Erwartungen verknüpft sind.
Unser Motto „Regenbogen der Geschlechter –
wertvoll sind wir alle“ ist kein Zugeständnis an
eine Randgruppe innerhalb einer Randgruppe.
Es ist Ausdruck unserer Überzeugung, dass es keine Randgruppen
geben sollte, weil wir im Grunde alle denselben Kampf kämpfen: den
Kampf um Anerkennung unserer jeweiligen Einmaligkeit, die uns als
Menschen auszeichnet.
CSD-Motto 2014
08
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” Bei uns trifft sich nicht nur die Community
im engeren Sinne, sondern alle, die von HIV
betroffen sind – vom Kleinkind bis zum Greis,
vom schwulen Mann bis zur heterosexuellen
Familienmutter. Habt also keine Angst vor
Unterschiedlichkeit! “
ie Münchner Aids-Hilfe ist seit 1984 die zentrale
Stelle für Selbsthilfe und Interessenvertretung von
Menschen mit HIV in München. Sie bietet Ratsu-
chenden Information, Prävention, Beratung und Betreuung,
HIV-Tests sowie soziale und berufliche Wiedereingliederung.
In der Münchner Aids-Hilfe arbeiten über 60 Menschen haupt-
oder nebenberuflich und über 150 Ehrenamtliche. Finanziert
wird die Arbeit durch verschiedene staatliche und kommuna-
le Zuschüsse, eigene Einnahmen sowie private Spenden. Die
Aids-Hilfe ist aber nicht nur die zentrale Stelle in München für
alles, was mit HIV zu tun hat, sondern stellt mit ihren Räum-
lichkeiten im Tagungszentrum einen offenen und allseits
beliebten Szenetreffpunkt dar, der von den verschiedensten
Gruppen innerhalb der Community genutzt wird. „Solidari-
tät“ ist auch das Motto des frisch renovierten Café Regenbo-
gen, das der Aids-Hilfe angeschlossen ist. Die wechselnden
Mittagsgerichte sind auch über die LGBTI-Szene hinaus ein
leckerer Geheimtipp, besonders für Menschen mit kleinem
Geldbeutel.
Seit 1998 ist die Münchner Aids-Hilfe Mitveranstalter des
CSD und natürlich auch rege an der Wahl des Mottos beteiligt.
„Wir setzen uns für die Gleichwürdigkeit aller Menschen ein“,
so Michael Tappe, stellvertretender Geschäftsführer. „Unse-
re Klientel ist so bunt wie die Gesellschaft selbst, insofern ist
das diesjährige Motto „Regenbogen der Geschlechter – wert-
voll sind wir alle!“ sehr passend für uns. Bei uns trifft sich
nicht nur die Community im engeren Sinne, sondern alle, die
von HIV betroffen sind – vom Kleinkind bis zum Greis, vom
schwulen Mann bis zur heterosexuellen Familienmutter. Wir
sind Anlaufstelle und Schutzraum für alle Betroffenen und
deren Angehörige, unabhängig von Geschlecht, sexueller
Orientierung oder Identität, unabhängig von Kategorien wie
Herkunft, Alter, Religion oder Weltanschauung, Behinderung
oder Krankheit.“
Und so ein Schutzraum ist leider immer noch dringend
nötig: „Unsere Leute sind ja oft mehrfach stigmatisiert, nicht
nur durch HIV, sondern auch durch ihre sexuelle Orientie-
rung oder ihre Geschlechtsidentität. Auch wenn viel erreicht
wurde beim Abbau von Vorurteilen, ist noch sehr viel zu tun,
auch innerhalb der Community! Insofern freut es uns, dass
der CSD dieses Thema aufnimmt, und wir können allen
Besucher*innen nur zurufen: Habt keine Angst vor Unter-
schiedlichkeit! Genießt die Vielfalt! Sie macht uns stark und
lässt uns selbstbestimmt leben.“
Münchner
Aids-Hilfe
Münchner
Aids-Hilfe e. V.
Lindwurmstraße 71
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089 54333–0

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Community und Themen I CSD-Veranstaltervereine
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Somit ist der CSD auch sicher
unter Dach Fach!
” Uns ist das diesjährige CSD-Motto ein
großes Anliegen. Denn einerseits hat sich
durch die LGBTI-Emanzipation zwar vieles
positiv entwickelt, anderseits beobachten
wir in unserer täglichen Arbeit einen
gewissen Backlash. “
eTRa ist Beratungsstelle, Treffpunkt und Veranstal-
tungsort für lesbische, bisexuelle, interessierte Frau-
en sowie für Trans* und intersexuelle Personen. Die
Beratungsstelle in der Blumenstraße ist eine Anlaufstelle
für ganz unterschiedliche Frauen und Anliegen, vom Coming
Out über Einzel- und Paarberatung bis hin zum Kinderwunsch
oder Themen wie Trauer und Trennung. Das LeTRa-Zentrum
befindet sich gleich um die Ecke in der Angertorstraße. Hier
ist Platz für Veranstaltungen, verschiedene thematische
Gruppen und Freizeitangebote. Ohne LeTRa würde im sprich-
wörtlichen Sinn ein Raum für Lesben fehlen, denn schon im
Namen „LeTRa“, der sich aus den Worten „Lesben“, „Traum“
und „Raum“ zusammensetzt, spiegelt sich die Leitidee, mög-
lichst unterschiedlichen Lesben einen Begegnungsort zur
Verfügung zu stellen. Den CSD München organisiert LeTRa
schon seit 1998 kontinuierlich mit und ist seit 2004 einer der
vier Veranstaltervereine der CSD München GmbH. „Uns ist
das diesjährige CSD-Motto ein großes Anliegen“, so Diana
Horn, eine der Mitarbeiterinnen. „Vielfalt ist uns sehr wichtig,
in jeder Hinsicht. Wir verfolgen einen Ansatz der interkultu-
rellen Öffnung und setzen uns im Rahmen und in den Räumen
von LeTRa schon seit Jahren sowohl für das Gender- als auch
für das Trans*-Thema ein. Unsere Räume waren schon offen
für Trans*-Personen, als das in anderen Frauen- oder Lesben-
räumen noch undenkbar war.“
In der Beratung bekommen die LeTRa-Sozialpädagogin-
nen frühzeitig mit, wie sich das Klima in der Gesellschaft ver-
ändert. „Einerseits hat sich durch die LGBTI-Emanzipation
vieles positiv entwickelt, anderseits beobachten wir in un-
serer täglichen Arbeit einen gewissen Backlash. Gerade bei
der Beratung von Trans*-Personen nehmen wir wahr, dass
die alltäglichen Diskriminierungsmechanismen und offene
Herabsetzungen in der Heterowelt, aber auch in der LGBTI-
Community, besonders ausgeprägt sind.“ Insofern gibt es
hier noch jede Menge zu tun! Solidarität ist neben lesbischem
Selbstbewusstsein und Sichtbarkeit also Hauptanliegen von
LeTRa. Um Sichtbarkeit und Öffnung geht es deshalb auch
beim traditionellen Opener der CSD-PrideWeek, dem 9. Les-
bischen Angertorstraßenfest, am Samstag, den 12. Juli. „Das
lesbische Angertorstraßenfest ist nur ein Beispiel für viele
Veranstaltungen, zu denen wir ausdrücklich ein bunt ge-
mischtes Publikum aus Lesben, Schwulen, Trans*-Personen,
Heterosexuellen, Nachbar*innen und Freund*innen jeden
Alters und aller Kulturen einladen. Wir freuen uns darauf und
auf den CSD 2014!“
LeTRa
LeTRa
Angertorstraße 3
80469 München
089 7254272

Online
www.letra.de
CSD-Veranstaltervereine Community und Themen I
Als Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen ist es unser Ziel, die LGBT
*
-Gemeinde in München
zu stärken und Benachteiligungen abzubauen. Wir machen uns stark. Für Lesben, Schwule und Transgender.
*
Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender-Gemeinde
Für Lesben, Schwule und Transgender.
Wir machen uns stark!
Mehr Informationen unter:
muenchen.de/koordinierungsstelle
” Vorbehalte bekommen wir vor allem
durch Schmierereien an unserem Eingangs-
bereich mit. Innerhalb der Community
herrscht ein gutes Miteinander. Dennoch ist
es wichtig, immer wieder zu verdeutlichen,
dass wir eine Szene sind, in der jeder und jede
ihren Platz haben darf und muss. “
as Sub ist ein Verein von schwulen Männern für
schwule Männer, der sich als Schutzraum und als
Ort der Begegnung, Beratung, der Präventionsar-
beit und der LGBTI-Kultur ganz allgemein versteht. Durch
seine Beratungsstelle und das Projekt Prävention leistet das
Sub einen wertvollen Beitrag für die körperliche und seeli-
sche Gesundheit schwuler Männer.
Das Zentrum in der Müllerstraße bietet mit seinen vielen
Räumlichkeiten verschiedenen LGBTI-Gruppierungen Platz
für gesellige Veranstaltungen, Meetings oder Gruppentref-
fen. Auch der offene Café-Bereich ist längst zu einem uner-
setzlichen und bunten Szenetreffpunkt für Schwule, Lesben,
Bisexuelle und Trans*-Menschen geworden. Längst hat sich
das Sub als Institution im Szeneviertel am Glockenbach eta-
bliert. Dennoch ist es leider immer noch nicht gegen homo-
phobe Anfeindungen gefeit.
„Vorbehalte bekommen wir vor allem durch Sachbeschä-
digung an unserem Eigentum und durch Schmierereien an
unserem Eingangsbereich mit“, so Christian Schultze, Ge-
schäftsführer des Sub. „Vergangenes Jahr mussten wir zwei-
mal Anzeige erstatten. Innerhalb der Community herrscht
ein gutes Miteinander. Dennoch ist es wichtig, immer wieder
zu verdeutlichen, dass wir alle zusammengehören, weil wir
eine Szene sind, in der alle Menschen Platz haben darf und
muss.“
Seit 2000 ist das Sub einer der Veranstalter des Münchner
CSD und somit auch unmittelbar für die inhaltliche Schwer-
punktsetzung mitverantwortlich. „Das CSD-Motto dieses Jahr
passt zu uns, weil im Sub der gesamte Regenbogen an Ge-
schlechterrollen ein- und ausgeht. Uns ist es wichtig, bei allen
Besucher*innen des CSD das Bewusstsein für die vielfältigen
Formen von Lebensentwürfen zu schärfen, die es heute eben
gibt. Es geht uns um Akzeptanz gegenüber jedem Menschen,
unabhängig davon wie er lebt oder als was er lebt.“
Sub e. V.
Sub e. V.
Schwules Kom-
munikations- und
Kulturzentrum
Müllerstraße 14
80469 München
089 8563464–00

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” Die Presse hat uns lange vornehmlich als
„schwule Partei“ wahrgenommen. Die Realität
in unserer Partei ist aber genauso bunt und
vielfältig wie die Community und die Gesell-
schaft überhaupt. “
ie Münchner Rosa Liste ist eine schwul-lesbische
Wähler*inneninitiative auf kommunaler Ebene, die
sich seit 25 Jahren erfolgreich für die Belange der
LGBTI-Minderheiten in München einsetzt. Seit 1996 ist sie
kontinuierlich mit einem Stadtrat im Münchner Rathaus ver-
treten und damit die einzige der „kleinen Parteien“, die es
geschafft hat, ohne Unterbrechung im Münchner Rathaus
präsent zu sein. Die Rosa Liste hat aus LGBTI-Anliegen wahl-
kampfträchtige Themen gemacht, so dass sich auch die eta-
blierten Parteien in ihrem Kampf um Wähler*innenstimmen
vermehrt für Community-Bedürfnisse geöffnet und enga-
giert haben. Auch auf europäischer Ebene ist sie in ihrem
Profil und Erfolg einzigartig. Zu Sichtbarkeit und Präsenz der
LGBTI-Szene hat die Rosa Liste aber auch insofern beigetra-
gen, als sie die Entstehung und Entwicklung von fast allen
Münchner Szeneeinrichtungen maßgeblich unterstützt und
gerade auch auf finanzieller Ebene erheblich zur Realisierung
beigetragen hat. Zum 25. Mal organisiert die Rosa Liste den
CSD mit und steht mit Engagement hinter dem diesjährigen
Motto „Regenbogen der Geschlechter – wertvoll sind wir alle!“.
„Wir haben seit geraumer Zeit Vertreter*innen der gesamten
Bandbreite in unseren Reihen“, so Thomas Niederbühl, Stadt-
rat der Rosa Liste. „Gerade die Presse hat uns lange als vor al-
lem „schwule Partei“ wahrgenommen. Das stimmt aber nicht.
Die Realität in unserer Partei ist genauso bunt und vielfältig
wie unsere Community und die Gesellschaft überhaupt. Wir
erleben diesen Regenbogen der Geschlechter also auch ganz
unmittelbar im politischen Alltagsgeschäft als wertvoll und
ertragreich, und es ist schön, dass das CSD-Motto dies auch
widerspiegelt.“
Die Münchner LGBTI-Szene hat mit der Rosa Liste viel
erreicht. Dennoch sind sowohl in der Gesellschaft als auch in-
nerhalb der Community immer noch deutliche Ressentiments
spürbar. „Wir waren sehr überrascht über den Shitstorm, den
das Christina-ist-da-Motto ausgelöst hat. Die Angelegenheit
hat deutlich gezeigt, dass auch Minderheiten nicht automa-
tisch tolerant gegenüber Minderheiten sind und dass wir auch
in den eigenen Reihen stets um ein wertschätzendes Mitein-
ander ringen müssen. Außerdem darf man den homophoben
Backlash, der in letzter Zeit gesamtgesellschaftlich zunimmt,
nicht unterschätzen! Bei der Stadtratswahl sind im höchsten
Maße diskriminierende Plakate aufgetaucht, die ganz deut-
lich zeigen, dass wir auch in Zukunft weiterkämpfen müssen.
Wir dürfen unsere LGBTI-Belange noch lange nicht vertrau-
ensvoll in andere politische Hände legen, egal wie wohlgeson-
nen diese auch scheinen.“
Rosa Liste e. V.
Rosa Liste
München e. V.
Postfach 140 541
80455 München

Online
www.rosaliste.de
CSD-Veranstaltervereine Community und Themen I
PrideGuide > Was bedeutet eigentlich
das Sternchen, das man immer nach Trans*
lesen kann?
Manuel Ricardo Garcia> Der Stern ist ein Sym-
bol, dass es sich bei Trans um einen Überbe-
griff handelt. „Trans Stern“ steht für transse-
xuell, transgender, transident, trans-sensual
usw. Der Stern soll also zeigen, dass mit Trans*
eben nicht nur transsexuell gemeint ist. Es gibt
unglaublich viele Definitionen, wie GirlFag, Cis
oder Weder*Noch.
PG > Viele Definitionen also. Macht das den
Umgang miteinander manchmal schwierig?
MRG > Nein. Ich empfinde den Umgang in der
Trans*-Szene als sehr gut. Die Szene ist natür-
lich viel kleiner, was aber dazu führt, dass wir
alle viel besser vernetzt sind. Die Netze gehen
weit über Deutschland hinaus in alle Länder
der Erde. Das empfinde ich als klaren Vorteil
gegenüber der schwul-lesbischen Szene, die
oft sehr kommunal begrenzt scheint, also sehr
fokussiert auf die entsprechende Stadt, Mün-
chen zum Beispiel. In der Trans*-Szene ist das
anders. Es gibt einfach nicht so viele. Deshalb
müssen wir uns suchen und finden, und das
erweitert die Aktionskreise. Es gibt natürlich
auch z. B. Transsexuelle, die in der normalen
Heterowelt untergehen. Gerade Trans*-Män-
nern sieht man es nicht unbedingt an. Dieses
„Abtauchen“ in der Heterowelt wird innerhalb
der Szene oft kritisiert, weil Sichtbarkeit na-
türlich gut ist, um Forderungen durchzusetzen.
Ich persönlich sehe das entspannt. Natürlich
dürfen Trans*-Männer und -Frauen für sich
Warum
Trans
*

auch für
Cis
gut is’
Manuel Ricardo Garcia, Trans*-
Aktivist und Autor des Buches
„TransMen of the World“,
erzählt in einem Interview von
einer Welt der Cis, GirlFags
und Weder*Nochs. Aber vor
allem erzählt er davon, was uns
hinter all diesen Defnitionen
verbindet.
FTM = Female To Male
www.garcia-photography.com
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L

S
P
A
S
S

B
E
IM
C
S
D
!
die Entscheidung treffen, sich von der Szene
zurückzuziehen, wenn sie das wollen. Es gibt
eben Aktivist*innen und Nicht-Aktivist*innen,
und alle haben das Recht, ihr Leben so zu ge-
stalten, wie sie es für richtig halten.
PG > Was würdest du dir von der schwul-
lesbischen Szene wünschen?
MRG > Ich finde es immer sehr schade, dass so
stark unterschieden wird zwischen „wir“ und
„ihr“. Ich habe nicht selten in der Szene gehört:
„Dann macht doch ihr euer Ding, und wir ma-
chen unser Ding!“. Das gibt es für mich nicht!
Wir sind eine Szene! Und 1969 in der Christo-
pher Street sind auch viele Trans*-Menschen
mit auf die Straße gegangen. Es geht uns al-
len doch um Selbstentfaltung, Toleranz und
Offenheit. Wir haben auf unserer Trans*-Ta-
gungsfahne deshalb auch den Schmetterling.
Er soll Entfaltung, Freiheit und Verwandlung
bzw. Transition symbolisieren. Das sind doch
auch Hauptanliegen der schwul-lesbischen
Szene. Insofern kämpfen wir alle doch densel-
ben Kampf.
PG > Wäre es dir lieber, die Geschlechter-
rollen abzuschaffen?
MRG > Mir persönlich ist das zu radikal. Ich
muss keine Geschlechterrollen abschaffen.
Aber ich muss sie umgekehrt auch nicht einfor-
dern. Mein Lieblingssatz ist hier immer: „Recht
auf Selbstdefinition.“ Es gibt Trans*-Menschen,
die wollen sehr wohl in die Schublade. Also ich
fühle mich in der „Männer-Schublade“ wohl,
hätte jetzt aber auch kein Problem, wenn diese
Rollen aufgelöst würden. Man muss ja nieman-
dem etwas nehmen, aber es eben auch nicht
zelebrieren. Ich denke aber, dass ein Beenden
von Geschlechter-Erwartungen sehr gut wäre.
Und zwar für alle Menschen! Selbst der Cis-
Mann von nebenan leidet doch oft darunter,
dass er die gesellschaftlichen Erwartungen,
die an Männlichkeit gestellt werden, nicht
ausreichend erfüllen kann. Dasselbe gilt na-
türlich auch für die Frauen. Die Botschaft, die
hinter trans* steht, ist ganz schlicht die: „Sei
doch einfach mal du! Du bist nämlich wunder-
bar, genauso wie du bist – und das gilt für alle
Menschen. Deshalb muss dieses „wir“ und „ihr“
auch aufhören.
PG > Was würdest du Menschen mitgeben,
die gerade in einem Selbstfindungsprozess
stecken?
MRG > Der Kontakt ist immer wichtig! Sucht
Selbsthilfegruppen auf, und nutzt solche An-
gebote wie die Trans*-Tagung München. Denn
ihr seid nicht alleine!
Transidentität
Deutsches Wort für
Transgender (siehe
Artikel Seite 14)

Transmann
Frau-zu-Mann Trans-
sexueller

Transfrau
Mann-zu-Frau Trans-
sexuelle

Trans-sensual
Wörtlich „Jenseits-
sinnlich“ beschreibt
das Sich-Hingezo-
genfühlen zu Trans*-
Menschen, also Men-
schen jenseits der
beiden biologischen
Geschlechter Mann
und Frau.

GirlFags
und GuyDykes
Schwule Frauen und
lesbische Männer

Cross-Dressing
Das Tragen von
Kleidern des anderen
Geschlechts

Trans-
vestitismus
Das Tragen von
Kleidern des anderen
Geschlechts, manch-
mal zusätzlich mit
sexueller Erregung
verbunden.

Travestie
Sichtbares Darstellen
einer Person des an-
deren Geschlechts,
of überzeichnet, auf
der Bühne etc.

Drag Queens
und Drag Kings
Dasselbe außerhalb
der Bühne.

Bigender
Als Bigender werden
Menschen bezeich-
net, die sich in ihrer
sozialen Geschlecht-
sidentität und deren
Ausdruck zwischen
Weiblichkeit und
Männlichkeit bewegen
und beides in sich
vereinen. Vergleich-
bar mit dem urameri-
kanischen Terminus
two-spirit.

Cis-geschlechtlich
Die Geschlechtlichkeit
von Menschen, die
mit dem Geschlecht
leben, das ihnen bei
ihrer Geburt zugewie-
sen wurde, und sich
damit identifzieren.

Passing
Heißt als jemand oder
etwas „durchgehen“.
Als Angehöriger des
Geschlechts, in dem
man lebt, erkannt und
behandelt werden.

Weder*Noch
Menschen, die sich
als Weder*Nochs de-
fnieren, fühlen und
leben nicht zwischen
den Geschlechtern,
sondern jenseits. Wo-
bei der Unterschied
zwischen *Bigender*
und *weder*noch* of
sehr fießend ist.

Femmes
Personen, die sich
Femininität wider-
ständig aneignen. Sie
entscheiden, welche
Anteile sie davon an-
nehmen wollen und
welche nicht.
Alle Definitionen nach
transtagung-muenchen.com
Transidentität Community und Themen I
14
Community und Themen I Transidentität
“ Ich halte nichts davon,
die Kategorien männlich
und weiblich bzw. Frau
und Mann aufösen zu
wollen. ”
Maria Sabine Augstein
Begrif
Transgender
Transgender ist eine (positive) Selbst-
beschreibung, mit der ausgesagt wird,
dass eine Personvonder zugewiese-
nensozialenGeschlechterrolle bezie-
hungsweise denzugewiesenensozialen
Geschlechtsmerkmalenabweicht. Der
englische Begriffür diese Rollenund
Merkmale lautet „Gender“. Heutzuta-
ge wird die Bezeichnung Transgender
überwiegend als Oberbegrifverwendet.
Gewissermaßeneine „Teilmenge“ von
Transgender stellt die Transsexualität
dar. Sie bedeutet, dass die Geschlechts-
identität vombiologischenGeburtsge-
schlecht abweicht. Der Körper kann
durchhormonelle oder operative Be-
handlung demanderenGeschlecht an-
geglichenwerden.
Begrif
Transsexualität
Sie liegt vor, wenneinMenschkörper-
licheindeutig demmännlichenoder
weiblichenGeschlecht angehört, sich
jedochals Angehöriger des anderenGe-
schlechts empfndet und danachstrebt,
sichauchkörperlichdiesemGeschlecht
sogut wie möglichanzunähern. Viele
Transsexuelle unterziehensichdeshalb
einer geschlechtsanpassendenOpe-
rationoder zumindest einer Hormon-
behandlung. Transsexualität ist nicht
zu verwechselnmit Intersexualität. In-
tersexuell geborene Menschenweisen
Geschlechtsmerkmale amKörper auf,
die nicht eindeutig demmännlichen
oder weiblichenGeschlecht zuzuord-
nensind.
Begrif
Transsexuellengesetz
Das TSG sieht eine „große“ und eine
„kleine“ Lösung auf demWeg zur Ge-
schlechtsangleichung vor. Als kleine
Lösung wird die Änderung des Vorna-
mens bezeichnet. Dabei bleibt aber das
Geburtsgeschlecht indenAusweisun-
terlagenerhalten.Voraussetzung ist,
dass die Person„seit mindestens drei
Jahrenunter demZwang steht, ihren
Vorstellungenentsprechend zu leben“
undsichdieses Empfndenhöchstwahr-
scheinlichnicht mehr ändernwird. Hier-
zu müssenzwei GutachtenvonSachver-
ständigenvorgelegt werden.Außerdem
muss sie die deutsche Staatsangehörig-
keit besitzenoder sichfür gewöhnlich
inDeutschland aufalten, wennsie hier
ansässige Ausländer*inist. Die Ände-
rung kannallerdings durchdie Geburt
eines Kindes, binnen300Tage nach
Rechtskräfgkeit, unwirksamwerden!
Früher konnte aucheine Eheschließung
zur Aufebung der Änderung führen,
was seit 2005 als verfassungswidrig
gilt. Die „große“ Lösung bewirkt eine
Personenstandsänderung mit „Fest-
stellung der Geschlechtszugehörigkeit“.
Sie kannnur vonMenschenbeantragt
werden, die alle Voraussetzungenzur
„kleinen“ Lösung erfüllen. Zusätzlich
gabes aber nochweitere Vorschrifen:
Manmusste „dauernd fortpfanzungs-
unfähig“ seinund sichaußerdemeiner
geschlechtsangleichendenOperation
unterzogenhaben. Diese beidenVor-
schrifenwurden2011 vomBundesver-
fassungsgericht für verfassungswidrig
unddaher „nicht anwendbar“ erklärt.
HeutzutagewirddieBe-
zeichnungTransgender
überwiegendalsOberbe-
grifverwendet. Gewisser-
maßeneine„Teilmenge“
vonTransgenderstellt die
Transsexualität dar.
Wer sich mit Gendergerechtigkeit
beschäfigt, wird unweigerlich auf
ihren Namen stoßen: Maria Sabine
Augstein. Sie arbeitet seit 1979 als
Anwältin und hat in dieser Zeit
acht erfolgreiche Verfahren vor
dem Bundesverfassungsgericht
bestritten und die Gleichberechti-
gung von Ehe und eingetragener
Lebenspartnerschaf vorange-
bracht, wie kaum eine andere.
Vor allem aber erleichterte sie die
rechtliche Situation von Trans-
sexuellen auf ihrem Weg zur
Selbstwerdung. Viele Vorschrifen
des Transsexuellengesetzes (TSG)
von 1980 erschwerten den Weg
zur rechtlichen Geschlechtsanglei-
chung, und einige von ihnen hat
sie durch entschlossene Verfas-
sungsbeschwerden gekippt. In ei-
nem Interview erzählt sie uns, wo
die Transsexuellen rechtlich heute
stehen.
PrideGuide > Was ist eigentlich der Unter-
schied zwischen den Bezeichnungen transi-
dent, transgender und transsexuell?
Maria Sabine Augstein > Die Begriffe drücken
verschiedene Möglichkeiten der Selbstdefini-
tion aus. Mir passen alle diese Begriffe nicht,
da sie beinhalten, dass wir doch keine Frauen
bzw. im umgekehrten Fall Männer sind. Ich bin
eine gewordene Frau.
PG > Unterscheiden sich diese Kategorien
rechtlich in irgend einer Weise?
MSA > Der rechtliche Begriff ist stets „trans-
sexuell“ bzw. „Transsexualität“.
PG > Wie hat sich die rechtliche Situation der
Trans*-Menschen in den letzten Jahrzehn-
ten verändert?
MSA > Das Bundesverfassungsgericht hat viele
Erfordernisse des TSG* als verfassungswidrig
eingestuft und aufgehoben. Außerdem gab
es für die gesetzlichen wie für die privaten
Krankenkassen Grundsatzurteile, die sie bei
Vorliegen entsprechender Voraussetzungen
zur Kostenübernahme für geschlechtsumwan-
delnde Maßnahmen verpflichteten.
PG > Wo gibt es in juristischer Hinsicht denn
noch den größten Veränderungsbedarf?
MSA > Ich setze mich wie der LSVD dafür ein,
dass Vornamens- und Personenstandsände-
rung jedenfalls für Volljährige ohne weitere
Nachweise oder Voraussetzungen auf Antrag
möglich sind, wie dies in Portugal und Argen-
tinien der Fall ist. Reformbedarf gibt es auch
bei den Krankenkassen. Die Verfahren sind zu
bürokratisch ausgestaltet.
PG > Was war deiner Meinung nach bislang
der größte Erfolg?
MSA > Es gibt hier meines Erachtens keine
Hierachie. Jeder Erfolg vor dem Bundesverfas-
sungsgericht, jede Aufhebung einer Vorausset-
zung des TSG war gleich wichtig.
PG > Hältst du die Zuordnung zu Geschlech-
tern überhaupt für nötig?
MSA > Ich halte nichts davon, die Kategorien
männlich und weiblich bzw. Frau und Mann
auflösen zu wollen. Ich definiere mich eindeu-
tig als Frau und bestehe darauf, so akzeptiert
zu werden.
PG > Gibt es spezielle Vorbilder für dich
oder für Trans*-Menschen allgemein?
MSA > Für mich nein. Was andere empfinden,
kann ich nicht beantworten.
PG > Wie eng ist der Kontakt zur Schwulen-
und Lesbenszene?
MSA > Das hängt davon ab, inwieweit Bereit-
schaft besteht, dass die Lesbenszene gewor-
dene Lesben, also gewordene Frauen, die
lesbisch sind, oder die Schwulenszene gewor-
dene Schwule, das heißt gewordene Männer,
die schwul sind, akzeptiert. Die große Mehr-
heit der gewordenen Frauen ist lesbisch, wie
ich auch. Neue Zahlen eines sexualwissen-
schaftlichen Institutes sprechen von 75 Pro-
zent. Auch bei den gewordenen Männern ist
eine deutliche Mehrheit schwul. Ein geworde-
ner schwuler Mann hat mir sein Leid geklagt,
was sich sein Mann in der Schwulenszene an-
hören musste: „Du bist doch gar nicht schwul,
dein Partner ist doch kein richtiger Mann, das
ist doch eine Frau.“ Auch für mich war es Ende
der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts in der
feministischen Lesbenszene alles andere als
einfach. Im Sub hatte ich dagegen jedenfalls
nach meiner Geschlechtsumwandlung keine
Probleme mit der Akzeptanz.
PG > Was würdest du Trans*-Menschen im
Coming-Out-Prozess raten?
MSA > Diese Frage ist allgemein nicht zu beant-
worten, da die Lebensgeschichten sehr unter-
schiedlich sind.
PG > Wir bedanken uns für das Gespräch
und für deinen Einsatz für die Community!
Geworden werden
Die rechtliche Situation von transsexuellen Menschen
Neun Fragen an Maria Sabine Augstein
15
INFOS+TERMINE AUF WWW.CSDMUENCHEN.DE
Zur Frau gemacht
Mich hat niemand gefragt, als was ich mich fühle. Ich habe einfach Tabletten bekommen
und dann hieß es: „Wenn du die nicht nimmst, zersetzen sich deine Knochen.“
Bei einem von 3000 Embryos ver-
läuft die Geschlechtsentwicklung
nicht normal. Beispiel: Bei einem
von 3000 Embryos bilden sich
sowohl Penis als auch Vagina. Der
Grund? Gendefekt. Die Folgen? Die
Eltern treffen eine Entscheidung.
Für das Kind. Ohne das Kind. Meis-
tens ist Abschneiden leichter. An-
deres Beispiel: Bei einem von 3000
Embryos bilden sich während der
Schwangerschaft uneindeutige
Geschlechtsorgane. Der Grund?
Hormonstörung. Die Folgen? Zu
wenig Testosteron = Mädchen, zu
viel Testosteron = Junge. Körper-
lich. Äußerlich. Aber eben nicht
psychisch. Max ist so einer von
3000 und erzählt von seinem
langen und häufig schmerzhaften
Weg zu sich selbst.
Max˙> Ob schon früh klar war, dass ich inter-
sexuell bin, also für meine Eltern, ist bis heute
nicht klar. Meine Mutter sagt, sie hat es nicht
gewusst. Aber ob das stimmt, weiß ich nicht.
Mein Vater ist schon tot. Also ich hab’s nicht
gewusst. Es gab aber sehr früh schon Hinwei-
se. Lustige Anekdoten, bei denen sich keiner
was gedacht hat, z. B. habe ich mit anderthalb
Jahren mal bei einer Tante übernachtet. Ich
hab da im Garten gespielt, und dann war halt
die Latzhose schmutzig. Am nächsten Tag
wollten sie mir ein Kleid anziehen – da hab ich
mich so gewehrt! Und sie haben es zu zweit
nicht geschafft, das anderthalbjährige Kind
in ein Kleid zu stecken. Insgesamt hatte ich
aber das Glück, dass meine Eltern nicht ver-
sucht haben, mich umzuerziehen. Sie haben
manchmal versucht, mich auszutricksen. Ich
hab z. B. überhaupt nicht mit Puppen und so
was gespielt, und dann haben meine Eltern
irgendwann die Idee gehabt, dass mein Vater,
dem ich immer alles nachgemacht habe, sich
eine Puppe zu Weihnachten wünschen könnte.
Sie haben gedacht, wenn er das macht, dann
will ich auch eine. Ich habe dann auch wirklich
eine Puppe bekommen. Ich habe das Ding ge-
packt und meinem Vater hingeschmissen und
gesagt: „Das hast du dir gewünscht.“ Also das
hat nicht wirklich funktioniert.
PrideGuide > Wie kam es dazu, dass du wirk-
lich Sicherheit hattest, was deine Intersexua-
lität betrifft?
Max > Mit 11 Jahren bin ich auf Drängen un-
seres Hausarztes hin zu einem Hormonspe-
zialisten überwiesen worden. Nicht gerade
normal bei einem 11-jährigen Kind. Dieser Typ
hat aber nicht mit einem geredet, nur stumm
irgendwelche Tests gemacht und Tabletten
verschrieben. Man könnte jetzt sagen, dass es
Aufgabe meiner Eltern gewesen wäre, zu klä-
ren, was ihr Kind da verschrieben kriegt und warum. Meine Mutter behauptet bis heute, dass der
Arzt auch mit ihr nicht gesprochen hat. Was er mir verschrieben hat waren Tabletten, die Trans*-
Frauen bekommen, also Männer, die vorbereitet werden auf die geschlechtsumwandelnde Ope-
ration zur Frau. Ich bekam dann Brüste, aber in einer Größenordnung, die in meinem Alter ganz
und gar nicht normal war, und habe darunter furchtbar gelitten. Ich hatte dann mit 13 Doppel-D,
und bis ich volljährig war F, und das mit 60 Kilo! Das war völlig unproportioniert. Mit 15 hat mir
der Arzt dann einmal etwas gesagt, aber auch nicht weiter erklärt. Er sagte: „Du kannst keine
Kinder kriegen, und du wirst immer Hormone nehmen müssen, sonst kriegst du Osteoporose.“
Ich habe also immer Hormone genommen, aus Angst, schwer krank zu werden. Gleichzeitig
hatte ich aber, wie gesagt, von Anfang an mit meinen Brüsten große Schwierigkeiten, hab die als
Fremdkörper empfunden, wollte die loswerden. Meine Hoffnung war: „Wenn ich 18 bin, lass ich
mir das abschneiden.“ Hab ich auch getan und meine Brüste von F auf C verkleinern lassen. Aber
weil ich die Tabletten weiter genommen habe, sind die Brüste immer wieder nachgewachsen.
Ich war dann mit Ende 30 mal bei einer endokrinologischen Untersuchung, eigentlich wegen der
Schilddrüse. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde ein Ultraschall gemacht. Das war damals
ein junger Arzt, der ewig mit seinem Ultraschallding gekreist hat. Und ich dachte mir schon, dass
ich vielleicht einen Tumor hätte. Er hat dann sogar noch seine Chefs dazugeholt. Irgendwann
bin ich echt wütend geworden: „Jetzt sagen Sie mir doch endlich, was los ist!“ Und dann meinte
der: „Wir finden Ihre Geschlechtsorgane nicht. Da sind gar keine. Nix, also keine Gebärmutter,
keine Eierstöcke.“ Das war echt ein Schlag. Ich war ja doch mehr oder weniger regelmäßig zur
Vorsorge gegangen, also zum Frauenarzt. Der hat auch einmal im Jahr Ultraschall gemacht, aber
dem ist nie aufgefallen, dass da was fehlt. Es scheint so, dass mancher Arzt so ein Gerät kauft,
aber damit nicht wirklich umgehen kann. Er sieht dann, das was er sehen will. Ich habe dann
später, als ich es sicher wusste, nachgelesen, und bis heute steht in den Behandlungsleitlinien
für Gynäkologen, dass, wenn sie Patientinnen haben, bei denen sie Intersexualität feststellen,
ihnen empfohlen wird, das nicht zu sagen, um eine psychische Krise zu vermeiden.
PG > Kannst du das emotional nachvollziehen?
Max > Ja und nein. Klar ist es vielleicht nicht ratsam, einer Frau, die zum Frauenarzt geht, weil
sie nicht schwanger wird, einfach zu sagen, dass sie eigentlich ein Mann ist. Diese Frau hat sich
ja voll mit dem „Frau-Sein“ identifiziert. Aber man kann doch einem Mädchen, das sich schon
immer wie ein Junge gefühlt hat, nicht einfach Hormone verschreiben. Vor allem hat man mich
ja nie gefragt, als was ich mich fühle. Ich habe eben einfach Tabletten bekommen, und dann hieß
es: „Wenn du die nicht nimmst, dann zersetzen sich deine
Knochen.“ In einer Klinik hat man dann übrigens bei einer
Biopsie verkümmerte Hoden gefunden, und dann wurde
ein Gentest gemacht. Ab da war alles klar!
PG > Welche Veränderungen würden deiner Meinung
nach die Lebenssituation von intersexuellen Men-
schen verbessern ?
Max > Ein Intersexuellengesetz! Alle Intersexuellen müs-
sen derzeit den Trans*-Weg gehen. Wichtig aus unserer
Sicht ist also besonders, dass das gesetzlich geregelt ge-
hört. Dass man an Kindern keine OPs macht, solange die
nicht mitreden können. Dass man auch Kinder nicht mit
Hormonen zuschüttet, ohne dass sie mitreden können.
Und dass man den Leuten selber die Möglichkeit gibt, zu
entwickeln, was sie für ein Geschlecht haben, und nicht
Kinder in eine Rolle presst.
Bundesweit:
Deutsche
Gesellschaf für
Transidentität
und Inter-
sexualität e. V.
www.dgti.org

Intersexuelle
Menschen e. V.
www.intersexuelle-
menschen.net
München:
VivaTS
Selbsthilfe
München e. V.
www.vivats.de

Transmann e. V.
www.transmann.de
Hier gibt es wertvolle
Hilfe und umfangreiche
Informationen zum
Thema Intersexualität
˙
Name von der Redaktion geändert
AnmerkungderRedaktion:
Seit 2013 wird in Deutschland bei Neugeborenen,
die keinem Geschlecht zugeordnet werden können,
innerhalb einer Woche im Geburtenregister kein
Geschlecht eingetragen; eine „dritte Kategorie“ gibt
es nicht. De facto kommt das natürlich einer Stigma-
tisierung gleich.
Intersexualität Community und Themen I
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Schwul,
na und?
Chris (21), Gruppenleiter der Freizeitgrup-
pe JUNGS bei diversity, und Manfred (57),
Psychotherapeut und CSD-Urgestein,
sprechen über den Münchner CSD, die
Szene und das Schwulsein allgemein.
PrideGuide > Euer erster CSD, wie war das?
Chris > Bei mir war es erst letztes Jahr. Da bin ich einmal kurz
drübergelaufen. Für mich war damals noch alles neu. Ich bin
noch nicht lange geoutet und dachte damals schon: „Oh Gott,
wenn mich jemand sieht.“ Ich bin damals zum Straßenfest
gegangen und auch einmal kurz bei der Parade vorbeigelau-
fen. Das war unglaublich interessant, mal zu sehen, was für
Leute da mitgehen und teilnehmen. Es ist einfach spannend.
Und man fragt sich, welche Motivation die Leute haben, die
daran teilnehmen.
Manfred > Ich bin 1978 nach München gekommen, und da war
für mich klar, dass ich in irgendeiner Form was mit „schwul“ zu
tun haben will. Ich engagierte mich im VSG (Verein für sexu-
elle Gleichberechtigung). Das war eine aktive Emanzipations-
gruppe, die auch 1979 nach Stuttgart zum CSD gefahren ist.
Der hieß damals noch „Stonewall-Demo“. 1979 gab es bun-
desweit zum ersten Mal solche Veranstaltungen. Und 1980
sollte so etwas in München stattfinden. Ich habe mitgeholfen,
war aber nicht federführend. Damals war ich 23.
PG > Wie war die Stimmung? Hattest du Angst hinzugehen?
M > Ja. Es war aber völlig klar, dass ich da hingehe, und ich habe
auch dieses Front-Transparent mitgetragen.
PG > Was stand da drauf?
M > „Schwul, na und?“ Eine Mutter hatte den Spruch auf der
Stuttgarter Demo auf einem Plakat. „Mein Sohn ist schwul,
na und?“ Das hat uns sehr gefallen und war dann so etwas
wie unser erstes Motto. Natürlich hatte ich aber auch Angst.
Ich war bei meinen Eltern geoutet, aber nicht in dem Dorf,
aus dem ich komme. Es war auch die Presse da, und es gab
ein Foto in der Abendzeitung, wenn auch ein sehr kleines, wo
man nicht wirklich jemanden erkennen konnte. Die Angst war
auch, wie werden die Leute auf der Straße reagieren. Aber die
Community und Themen I Generationengespräche
Demo lief gut, wir waren alle ziemlich erleichtert.
PG > Welche Motivation und welche Ziele hatten damals
die Hauptorganisatoren ?
M > Das war immer das Politische. Die Motivation war immer,
sichtbar zu werden, gegen Vorurteile vorzugehen und gleiche
Rechte einzufordern. Und natürlich die Schwulen und Lesben
dazu zu bringen, auch selbst sichtbarer zu werden. Meine Mo-
tivation war immer, gegen dieses Unrecht und diese Diskrimi-
nierung zu kämpfen. Ich komme vom Land, habe wahnsinnig
darunter gelitten und bin deswegen auch mit 17 da weg.
PG > Was ist heute die Motivation der Teilnehmer*innen?
C > Ich weiß, dass der ganze CSD natürlich einen Demonstra-
tionscharakter hat, aber sicherlich auch ein Ort ist, wo man sich
selbst zur Schau stellt und sagen kann, „Ich stehe dazu!“ Aber
wem es jetzt im einzelnen was bedeutet, ist natürlich schwer
zu sagen. Für mich persönlich ist beides wichtig. Also Selbst-
befreiung und zu sagen: „Ich stehe dazu, ich lauf da mit in der
Parade und halte die Schilder hoch.“ Aber ich finde auch, man
darf diesen Demonstrationscharakter nicht vergessen, weil es
einfach wichtig ist. Und gerade dieser Backlash, wie man ihn in
Russland erlebt, dass grundsätzlich die ganze Homosexualität
verteufelt wird und auch verboten ist, ist wahrscheinlich auch in
unserer Lebensrealität doch näher, als man denkt.
PG > Was hat sich in deinen Augen am CSD verändert?
M > Zunächst ist da einmal diese Akzeptanz und dass es gera-
de in Heterokreisen eine unumstrittene Veranstaltung ist wie
Karneval. Das ist unter Schwulen eher umstritten, weil viele sa-
gen, „das ist zu kommerziell“, und viele haben auch Probleme
mit dieser Sexualisierung, die da stattfindet. Am meisten ver-
ändert haben sich aber die Größe und die Kommerzialisierung,
wobei es ohne dieses Kommerzielle wahrscheinlich gar nicht
möglich wäre, weil das ja wahnsinnig viel kostet. Aber natürlich
ist es keine politische Veranstaltung in diesem Sinne mehr, wie
es damals war.
PG > UndwieistesmitderschwulenCommunityallgemein?
M > Zumindest als ich angefangen habe, in der Szene unterwegs
zu sein, da war der Ansatz noch, dass quasi die Gesellschaft nicht
in Ordnung ist, wenn sie Homosexuelle so diskriminiert. Denn
wie kann eine Gesellschaft Teile von sich selbst so ausgrenzen?
Das war der Ansatz: Die Gesellschaft muss sich ändern. Und da-
von ist nichts mehr da, und die Gesellschaft hat sich überhaupt
nicht verändert, im Gegenteil. Sie ist überhaupt nicht liberaler
oder menschenfreundlicher geworden, nur die Ausgrenzungen
verlaufen an anderen Fronten. Und was sich verändert hat, ist,
dass wir im Grunde eine „freundliche Übernahme“ erlebt haben.
Irgendwann war das so stark, die Frauenbewegung, die Schwu-
18
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Eigentlich ist bei uns nur alles viel älter.
Wir nennen es Lebensweltkonzept –
Sie nennen es Orientierung an meinen
Bedürfnissen.
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PrideGuide_03fin D.indd 1 13.05.14 16:07
len- und Lesbenbewegung, dass quasi die Gesellschaft, die Poli-
tik, die Wirtschaft nicht mehr anders konnten, als zu sagen: „Na
gut, wir müssen damit umgehen.“ Und um sich nicht verändern
und diesen Konflikt dauernd aushalten zu müssen, war der Deal:
„Ihr kriegt die gleichen Rechte, aber dann seid ihr gefälligst still
und fordert nicht mehr und kritisiert nicht mehr dauernd das
Ganze.“ Und so ist es gekommen, da ist keine Diskussion mehr.
Die Gesellschaft zu ändern ist nicht mehr der Punkt, und das
finde ich sehr schwierig.
PG > Haben sich die Themen auch verändert?
M > Zum Teil erlebe ich es, dass die jungen Schwulen immer
noch mit dieser Diskriminierung kämpfen, zum anderen haben
sich die Themen verändert, weil es für viele schwule Männer,
wie auch in der übrigen Gesellschaft, vorwiegend darum geht,
sich zu einem Produkt zu machen, für das es Interessenten
gibt. Diese ganzen Online-Geschichten machen das deutlich,
da wird nach bestimmten Eigenschaften gesucht, und das ist
das, was man will. Natürlich ist es immer eine Enttäuschung,
weil dann ein echter Mensch kommt, und deswegen sucht man
nach dem nächsten Produkt, das diese Eigenschaften noch
besser verkörpert. Viele Leute sind sehr damit beschäftigt, ihr
Selbstwertgefühl zu stärken über diesen Marktwert. Das war
früher nicht so.
PG > Kannst du das bestätigen?
C > Ich finde den Umgang miteinander sehr locker. Ich bin aber
auch außerhalb des Jugendzentrums nicht groß in der Szene
unterwegs. Das diversity war der Startpunkt in meinem Leben.
Ich habe mich erst vor zwei Jahren geoutet und mich seitdem
für Projekte von diversity engagiert. Natürlich bekomme ich mit,
was so alles läuft, und finde das sehr spannend und vielseitig.
Aber „aktiv“ bin ich eben nur im JuZ. Das ist wie ein Schutzraum.
Das ist nicht die anonyme Szene. Aussehen ist aber auch bei
uns ein ziemlich großes Thema. Ich hab mit vielen gesprochen,
die mir zwar gesagt haben, dass sie es sehr schade finden, aber
einfach auch ein bisschen da reingewachsen sind, dass sie ein-
fach sehr, sehr stark nach dem Aussehen gehen. Ich persön-
lich schätze gutes Aussehen, aber im Hinblick auf eine längere
Beziehung ist es für mich kein Kriterium, weil’s einfach nichts
bringt. Es ist natürlich schön, wenn jemand gut aussieht, aber
es gehört eben noch viel mehr dazu. Trotzdem ist die Optik sehr
wichtig. Manchmal zeigen die Jungs Facebook-Profile von Män-
nern, mit denen sie was haben, auch, wenn das keine Liebesbe-
ziehungen sind. Es ist schon sehr wichtig, mit jemandem was
zu haben, der gut aussieht. Selbst wenn es unverbindlich bleibt.
Wenn das früher anders war, wäre vielleicht zum ersten Mal ein
Backlash was richtig Gutes.
PG > Was würdest du der früheren Generation gerne sagen?
C > Ich würde ihnen sagen, dass ich sie zutiefst bewundere, weil
es einfach ein unglaublicher Schritt ist, zu dem zu stehen, was
man will, und das dann auch so öffentlich zu formulieren. Ja, ein
ehrliches und wirkliches „Danke!“.
PG > Gibtesetwas, wasduderJugendgernesagenwürdest?
M > Ich würde sagen, sie soll darüber nachdenken, inwieweit es
in unserer Gesellschaft wirklich möglich ist, in dem Sinne ho-
mosexuell zu leben, dass man nicht gegeneinander konkurriert,
sondern sich solidarisiert. Letztlich würde ich mir wünschen,
dass sich die heutigen jungen Homosexuellen überlegen, ob
die Unzulänglichkeit, die sie zuweilen verspüren, wirklich mit
ihnen persönlich zu tun hat oder nicht doch vielleicht mit der
Gesellschaft, in der sie leben, mit den Werten, die gerade exis-
tieren. Also anstatt immer zu fragen: „Was mache ICH falsch?“
mal wieder zu fragen: „Was läuft hier strukturell falsch?“
Mehr Infos zur
Freizeitgruppe JUNGS
von diversity:
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S
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V
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r
m
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t
t
a
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Seid out
überall!
Theresa (23), Gruppenleiterin der Freizeit-
gruppe für junge Lesben und bisexuelle
Mädels Wilma bei diversity, und Stephanie
(53), Sozialpädagogin, Feministin und
Autorin, unterhalten sich über den CSD, die
Szene und lesbische Sichtbarkeit.
PrideGuide > Euer erster CSD, wie war das?
Theresa > Das war 2009. Ich war schon aufgeregt, damals.
Ich hab aber nur zugeschaut und bin nicht mitgegangen. Ich
war überrascht, dass es so groß ist. Da kommen ja auch so
viele Leute einfach nur zum Zuschauen wie bei einem Fa-
schingsumzug. Das hatte ich nicht erwartet. Das war so der
Haupteindruck, alles war viel größer und länger, als ich dach-
te.Es war einfach sehr imposant.
Stephanie > Bei mir war es 1980. Wir waren ungefähr 30 Les-
ben und 120 Schwule. Das war alles. Wir waren nur 150 Leute.
Ich war eine Babylesbe von 19 Jahren. Ich weiß noch, dass
wir uns weiß geschminkt haben, dass wir ein bisschen Angst
hatten: Wer sieht uns da, was passiert da? Ich war schon auf-
geregt. Aber bei den Funktionären war ich nicht. Und ich sage
jetzt bewusst „Funktionäre“, weil das doch alles sehr männlich
dominiert war und es damals ja auch keine Tradition lesbisch-
schwuler politischer Zusammenarbeit gab. Das war alles sehr
sehr getrennt. Ja also, es war ein ziemliches Polizeiaufgebot,
es war alles relativ still. Da gab’s ja keine Lautsprecherwagen
oder so was. Es wurde vielleicht auch mal was skandiert, ein
paar hatten Plakate. Auf einem stand auf jeden Fall: „Nicht
der Homosexuelle ist pervers, sondern die Gesellschaft, in
der er lebt.“
PG > Warum seid ihr hingegangen?
T > Ich ein bisschen wegen der Leute, weil ich auch wusste,
dass viele vom Jugendzentrum (JuZ), die ich kannte, mitlau-
fen. Es ist halt schon ein Riesenevent im Jahr, so was wie Weih-
nachten (lacht). Na ja, jetzt vielleicht nicht ganz so krass.
PG > Was macht für dich denn das Besondere am CSD aus?
T > Also intern finde ich es schön, dass man am CSD so alle
trifft. Du brauchst nur einmal durchgehen und siehst alle, au-
tomatisch. Und extern finde ich es schön zu sehen, dass so
viele Leute zuschauen, das gut finden und das quasi durch
ihre physische Präsenz demonstrieren. Das macht den CSD
so reizvoll. Aber ich sage mal, ein Faschingsumzug hat mehr
politischen Inhalt als der CSD. Ich finde, beim CSD gibt es zwar
ein Motto, aber wenn man’s nicht weiß, tut man sich schwer,
es aus der Parade rauszulesen. Wenn du jetzt dagegen einen
Faschingsumzug nimmst, der ein bestimmtes Motto hat, ist
das viel deutlicher über die Wagen erkennbar. Und das finde
ich schon ein bisschen schade, weil ich mir denke, dass man
da sicher mehr machen könnte, mit so viel medialer Aufmerk-
samkeit und so vielen Leuten.
S > Für mich war es damals ganz wichtig, da ein Zeichen zu
setzen, obwohl ich auch Angst hatte: Was passiert da, ist da
Polizei? Ich war auf der einen Seite ganz mutig, weil ich dach-
te, wir müssen auf die Straße, das sind doch keine Zustände,
dass alle so unsichtbar sind! Und auf der anderen Seite war
ich aber auch einfach 19 und etwas ängstlich. Da war beides.
Ich wollte die Welt verbessern, ich wollte das Patriarchat ab-
schaffen, ich wollte Revolution machen. Frauen sollten die
Macht übernehmen, und gleichzeitig waren wir da 30 Frauen
und 120 Männer, und das war auch was ganz Getrenntes.
PG > Hattet ihr beim ersten CSD ein Motto?
S > Nein, das war einfach eine Demonstration.
20
PG > War die durch irgendwas motiviert, oder habt ihr
gesagt: „Das machen wir jetzt einfach“?
S > Das war schon dieses Stonewall 1969, diese Geschichte.
Es war einfach so Aufbruchstimmung: Wir machen das jetzt.
PG > Du bist jetzt seit 5 Jahren in der lesbischen Szene
unterwegs. Wie empfindest du die homosexuelle Szene?
T > Also für „die“ Szene kann ich gar nichts sagen, weil ich das
völlig unterschiedlich empfinde. Zur schwulen Szene, also zur
schwulen Partyszene, kann ich gar nichts sagen. Dann würde
ich sagen, gibt es schon auch eine queere Szene, die sich wie-
der völlig abgrenzt von der schwul-lesbisch-bisexuellen Szene
und das ganze Konstrukt Geschlecht an sich schon mal angreift.
Dann gibt es die lesbische Partyszene, die wieder was ganz an-
deres ist, wo dann so Sprüche fallen wie: Eigentlich sollten hier
die Toiletten getrennt sein nach Butch und Femme! Wo also eine
Clubatmosphäre ist wie in einem Heteroclub. Dann würde ich sa-
gen, gibt es schon noch so eine ältere Szene, wo sich viele Frauen
wiederfinden, die in der Lesbenbewegung der Siebziger Jahre
aktiv waren. Da geht es viel mehr um dieses Kollektiv, um das Wir.
Und dann gibt es halt noch diese Freizeitgruppen, wozu ich jetzt
das JuZ oder die MiLes zählen würde, wo das Lesbischsein nicht
im Vordergrund steht, sondern eher ein Gefühl der Normalität,
das man vielleicht im Alltag so noch nicht gefunden hat. Und ich
finde, das ist alles irgendwie Szene, aber sehr divers.
PG > Empfindest du die Szene als politisch?
T > Vielleicht nicht so die reine Weggeh-Welt, aber alles, was
irgendwie institutionell festgemacht ist, klar.
PG > Was sind die größten Veränderungen, die du so
wahrgenommen hast in der Szene?
S> Die größte Veränderung ist, dass die Community auch zum
Teil sehr gemischt arbeitet, also Frauen und Männer zusammen.
Das finde ich sehr positiv. Schwierig daran finde ich allerdings,
dass wir leider die patriarchalen Strukturen noch immer nicht
abgeschafft haben. Das hat sich an der Christina-Day-Kontro-
verse deutlich gezeigt. Das hat mich unglaublich erschreckt,
dass sich die Männer da anscheinend so dermaßen bedroht
gefühlt haben, dass sie sofort zurückschlagen mussten, weil sie
meinten, geschlagen worden zu sein. Ich fand diese Christina-
Street-Day-Idee genial, weil sie mit einem Augenzwinkern auf
etwas aufmerksam machen wollte, nämlich auf die Sichtbarkeit
von Lesben bzw. den Mangel daran. Man hätte ja diskutieren
können, aber sofort brach da die frauenfeindliche Häme los.
Das hat mich unheimlich enttäuscht. Dennoch merke ich, dass
jetzt mehr zusammengeht. Die Zeit des Separatismus war ganz
wichtig, aber ich finde es auch gut, den Separatismus zu über-
winden. Zum Beispiel finde ich es toll, dass Lesben von LeTRa
Community und Themen I Generationengespräche
21
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klasse, dass die Orte durchlässiger werden.
PG > Wie empfindest du das Zusammenarbeiten
mit der schwulen Szene?
T > Mei, schwul ist halt immer irgendwie präsenter. Das liegt
aber, glaube ich, weder an den Schwulen noch an den Lesben.
Das ist einfach so ein Grund-Ding, homosexuell = schwul. Und
„Präsenz“ bedeutet eben auch: „Wenn ich fotografiert würde,
wird das Foto dann genommen oder nicht?“ Oder wenn ich Geld
brauche, krieg ich dann genauso viel Geld wie die schwule Grup-
pe? Darauf habe ich kaum Einfluss. Insgesamt habe ich das Ge-
fühl, dass LeTRa und Sub, die man ja als Pendants sehen kann,
gut zusammenarbeiten. Da ist auf jeden Fall eine sehr positive
Arbeitsbeziehung, und im diversity ist es sowieso stark durch-
mischt. Wenn man jetzt auf der Weggeh-Ebene schaut, dann
ist da eigentlich nur der Candy Club, der gemischt ist. In Köln
dagegen ist alles viel mehr in Musikrichtungen aufgefächert und
nicht nach schwul und lesbisch eingeteilt.
PG > Bist du politisch?
T > Ja, schon. Im Queer-Referat haben wir viel gemacht, was
an die Öffentlichkeit ging, also Infoveranstaltungen, Vorträge,
Interviews usw. Das war natürlich politisch, aber ich habe ge-
merkt, dass es nicht den Effekt hatte, den ich wollte. Ich habe
tatsächlich das Gefühl, dass ich jetzt hier mehr politische Arbeit
leiste als im Queer-Referat, weil ich denke, dass es auch politisch
ist, wenn man die Szene von innen heraus stärkt. Und sowas wie
eine Freizeitgruppe stärkt natürlich schon ihre Mitglieder.
PG > Was würdest du der früheren Generation gerne sagen?
T > Ich glaube, die haben viel für uns getan. Also ich denke, wir
als jüngere Generation, haben denen einiges zu verdanken.
PG > Gibtesetwas, wasduderJugendgernesagenwürdest?
S > Ich kann mich an einen wunderbaren Satz einer jungen sehr
engagierten Lesbe erinnern, die gesagt hat: „Es lohnt sich im-
mer, sich zu engagieren.” Und das kann ich nur voll und ganz
unterschreiben. Man lernt sich besser kennen, man lernt die an-
deren, mit denen man sich zusammentut, besser kennen, man
kämpft für eine gute Sache, man hat sogar unter Umständen
am Ende Erfolg. Was ich den jungen Lesben auch gerne sagen
würde, ist: Seid out, seid out überall. Fürchtet euch nicht.
Mehr Infos zur
Freizeitgruppe Wilma
von diversity:
www.diversity-muenchen.de/
gruppen/wilma
Generationengespräche Community und Themen I
22
Samstag, 12. Juli D 15 bis 23 Uhr
Angertorstraße, Glockenbachviertel
———
Girls just wanna have fun! Also auf zum Angertor-
straßenfest, dem größten lesbischen Straßenfest
Bayerns. Zum neunten Mal lädt das LeTRa zum
traditionellen Auftakt der PrideWeek in das klei-
ne und hübsche Sträßchen zwischen Müller- und
Blumenstraße ein!
ängst ist die Regenbogenfeier, die ursprünglich anlässlich von
LeTRas 10-jährigem Bestehen stattfand, zum sommerlichen
Muss im queeren Partykalender geworden. Bei traditionell bes-
tem Wetter kann man oder frau in familiärer Atmosphäre und unter
freiem Himmel Köstlichkeiten der Szene-Gastronom*innen genießen,
alte und neue Gesichter auf einen Ratsch treffen und sich bei guter
Musik auf eine bunte PrideWeek einstimmen lassen. Die DJanes Doro-
thee, M Murphy und Eléni heizen mit internationalen Beats ein. Gefeiert
wird wie jedes Jahr von 15 bis 23 Uhr. Natürlich kann, wer möchte, auch
dieses Mal wieder einen Blick in das neue LeTRa-Lesbenzentrum werfen
oder sich an verschiedenen Infoständen über das queere Leben in Mün-
chen informieren. Sichtbarkeit, Selbstbewusstsein, Gemeinschaft, gute
Laune und eine tolle Outdoorparty. Hier könnt ihr den „Regenbogen der
Geschlechter“ genießen und ihn gemeinsam zum Auftakt des CSD 2014
zum Leuchten bringen!
9. Lesbisches
Angertor-
straßenfest
Freitag, 18. Juli D 20 Uhr
Mathäser Filmpalast, Bayerstraße 3 – 5 am Stachus
———
Was wäre die PrideWeek ohne das lesbische
Film-Event am Freitagabend? Am 18. Juli ist es
wieder soweit. Im Mathäser Filmpalast kommen
alle auf ihre Kosten, die das Film-Gucken genauso
mögen wie das Drüber-Reden danach. Das auf-
strebende Produzentinnen-Duo „sistas inspirati-
on“ präsentiert seinen neuesten Clou „Happy
End?!“. Nach den Kurzfilmen „Lady Pochoir“ und
„The Mermaids“ legen Karola Keller und Petra
Clever damit ihren ersten Spielfilm vor.
rwachsenwerden ist so schwer, dass die meisten Erwachsenen
daran scheitern! Lucca (18) ist im Abschlussjahr des Gymnasi-
ums, und es steht außer Frage, dass sie es mit Bravour meistern
wird. Ein Angebot der renommierten Harvard Law School unterstreicht
Luccas nahezu perfekte Aussicht auf eine juristische Karriere und damit
die reibungslose Übernahme der väterlichen Kanzlei. Doch trotz dieses
perfekten Lebenspanoramas, oder gerade deshalb, fehlt Lucca etwas
in ihrem Leben – all ihre Slampoetries klingen traurig und still verzwei-
felt. Durch ein Missgeschick wird Lucca ein Opfer der Justiz, und aus-
gerechnet sie wird zu Sozialstunden verurteilt, die sie in der Verwaltung
eines Hospizes ableisten muss. Dort lernt sie Valerie (30) kennen, die
unbedingt den letzten Willen ihrer verstorbenen Freundin Herma (80),
erfüllen möchte – notfalls gegen Hermas verstockte Familie. Lucca ist
gleichermaßen fasziniert und erschreckt von Vals Temperament und
ihrer bedingungslosen Hingabe zum Leben. Als Lucca Valerie ins Kre-
matorium zur vermeintlichen Verhandlung mit der Familie begleitet, fin-
det sie sich kurze Zeit später mit der entführten Urne Hermas in einem
Fluchtauto wieder...
Lasst euch diesen liebevollen Streifen über das Erwachsenwerden
nicht entgehen und nutzt die Gelegenheit zum anschließenden Tête-à-
tête mit den Produzentinnen. Durch den Abend führt die Pressespre-
cherin des CSD München und Filmliebhaberin Rita Braaz. Beim Get-
together im 35m(m)
2
könnt ihr den Abend mit dem Sound von DJane
Eléni entspannt ausklingen lassen und seid dann ganz sicher im richti-
gen Spirit für den CSD 2014! Das CSD-Filmevent ist eine Kooperation
zwischen CSD München, Mathäser Filmpalast und LeTRa. Der Erlös
kommt wie immer der Organisation des CSD München zu Gute.
Tickets: € 7,50 zzgl. VVK-Gebühr unter www.mathaeser.de
Lesbisches
Film-Event mit
Happy End?!
Um Miss-
verständnissen
vorzubeugen

Eingeladen sind:
Natürlich ALLE,
egal ob lesbisch,
schwul, bi, trans*,
inter oder hetero!
Feiert mit uns den
Startschuss zum
Regenbogen-Highlight
des Münchner Som-
mers, Happy Pride!
Happy End?!

Spielflm
Deutschland/
Holland 2014
84 Minuten
Romantisches Drama
PrideWeek und CSD Veranstaltungstipps
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BORIS
NOÉ
RICARDO RUHGA
BOBABACHTZEHNUHR
VIVIENNE VILLAIN
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Montag, 14. Juli D 19 Uhr
Löwenbräukeller, Stiglmaierplatz
———
Wer kennt nicht das nackte Männlein, das sich
im verzweifelten Versuch, alle seine Schamteile
zu bedecken, beinah in sich selbst verknotet?
„Der bewegte Mann“ ist wohl der bekannteste un-
ter den Blockbustern und Comics des berühmten
Westfalen Ralf König.
eit den 80er Jahren steht der Comicautor für den humorvollen
Umgang mit Rollen-, Beziehungs- und Identitätsfragen. Zwei-
fellos hat er damit weit über die Grenzen der Queer Commu-
nity und des deutschsprachigen Raums für Akzeptanz, aber vor allem
für bissige Unterhaltung auf Höchstniveau gesorgt. Da erscheint es nur
wohlverdient, dass er am 20. Juni mit dem Sonderpreis für ein herausra-
gendes Lebenswerk des Internationalen Comic-Salons Erlangen geehrt
wird. Damit erhält zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder ein deutscher
Künstler diesen renommierten Preis für grafische Literatur und Comic-
Kunst. Derart geadelt hält der König am Montag, den 14. Juli im Löwen-
bräukeller Hof, um sich huldigen zu lassen – und natürlich, um uns mit
einem seiner legendären Bildervorträge unter dem Motto „Der König liest,
das Volk soll lauschen!“ durch sein Werk zu führen. Das solltet ihr nicht
versäumen, denn diese Vorträge haben Kultcharakter! Ralf König gelingt
es, mit spitzer Zunge durch das Oeuvre seiner ebenso spitzen Feder zu
führen und dabei seine Comic-Figuren zum Leben zu erwecken.
Um 19 Uhr wird der politische Sprecher des CSD München, Thomas
Niederbühl, im Löwenbräukeller das Publikum begrüßen. Der Hauptteil
des Abends wird aber natürlich von Ralf König selbst bestritten, der ab
22 Uhr auch seine Bücher signieren wird. Wer sein Zwerchfell zwischen-
durch oder danach etwas entspannen will, kann dies auch im selbstver-
ständlich geöfneten Biergarten tun. Bei dieser Lesung handelt es sich
um eine Benefizaktion! So stellt der Wirt Christian Schottenhammel
den Saal kostenfrei zur Verfügung, und viele weitere Sponsoren und
Unterstützer*innen beteiligen sich an den Unkosten. Auf diese Weise
kommt jede verkaufte Eintrittskarte der Arbeit des ehrenamtlichen
Münchner Mediennetzwerks queerelations zu Gute. Weitere Infos dazu
findet ihr unter www.queerelations.net⁄koenig.
Tickets: € 15 und € 18 online über München Ticket,
direkt im Löwenbräukeller und über Vorverkaufsstellen Sub e. V.
und Lillemors Frauenbuchladen
Der König liest,
das Volk soll
lauschen!
24
Sa 12. Juli D 15 – 23 Uhr
9. Lesbisches Angertor-
straßenfest
Angertorstraße, Glockenbachviertel
D Das offizielle Opening-Event der Pride-
Week. DJane Eléni heizt mit internationalen
Sounds ein, Infostände informieren euch
über das breite Angebot unserer Szene,
und Szenegastronom*innen sorgen für die
freundliche Bewirtung. (S. 22)
VERANSTALTER > LETRA
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Sa 12. Juli D 18 – 22 Uhr
Fify : Fify – Spätöfnung
Kunstbehandlung, Müllerstraße 40
D Malereien und Fotografien diverser Genres
im quadratischen Format von 50x50 cm
VERANSTALTER > Kunstbehandlung
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Sa 12. Juli D18 Uhr
Haste Töne – Lilamunde
for Präsidentin
Das Schloss, Schwere-Reiter-Straße 15
D Das Jubiläumskonzert von Lilamunde mit
allen schwul-lesbischen Chören Münchens:
Melodiva, Miss Stücke, die Incognitos, Philho-
moniker und Regenbogenchor München.
Anschließend Disco für alle
VERANSTALTER > Lilamunde
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Sa 12. Juli D 19 Uhr
95 Jahre schwules Leben –
Erzählcafé mit Erich Haas
Forum Homosexualität München, Bayerstr. 77a
D Erich Haas ist der älteste offen schwul
lebende Mann in München. Kurz vor seinem
95. Geburtstag erzählt er aus seinem ereignis-
reichen und bewegten Leben.
VERANSTALTER > ForumHomosexualität
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Sa 12. Juli D 23 Uhr
Candy Club
Rote Sonne, Maximiliansplatz 5
D Sweets & Beats for Queers & Friends, Indie,
Trash, Electro und Alternative, mit DJ a* und
Eve Massacre (Orchid, Nürnberg)
VERANSTALTER > Queerbeat
Sa 12. Juli D 23 Uhr
Raw Riot CSD-Special
NY.Club, Sonnenstraße 25
D Der NY. Club startet in die PrideWeek und
feiert mit Gästen aus der ganzen Welt, coolen
Drinks und heißem Progressive-, Tribal- und
Vocal House Sound. DJ-Legende Oliver M aus
London heizt ein.
VERANSTALTER > NY.CLUB
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Sa 12. Juli D 23 Uhr
Wild & Wechsel
BAU, Müllerstraße 41
D Elektroparty mit DJ Noé. Sie beglückt mit
feinem Deep und Tech House die Szene. Intel-
ligenter und sexy Sound – für alle Münchner
Elektroelsen und Partysanen ein Pflichttermin!
VERANSTALTER > BAU
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So 13. Juli D 18
:
45 Uhr
Queergottesdienst zur
PrideWeek
St.Paul, St.-Pauls-Platz 11 (Theresienwiese)
D Jeder Mensch ist wertvoll von Gott geschaf-
fen. Deshalb lädt der Queergottesdienst alle,
unabhängig von Geschlecht und sexueller
Orientierung, zum Mitfeiern in die katholische
St.Pauls-Kirche ein.
VERANSTALTER > Queergottesdienst
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Mo 14. Juli D 19 Uhr
Der König liest, das Volk
soll lauschen
Löwenbräukeller, Stiglmaierplatz
D Bildervortrag und Signierstunde mit dem
bekannten Comiczeichner Ralf König (S. 23)
VERANSTALTER > Sub e.V. + Queerelations
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Mo 14. Juli D 19 Uhr
Trans*-Geschichte(n)
Café Regenbogen, Lindwurmstraße 71
D Der Vortrag von Niki Trauthwein stellt Bio-
graphien trans*- und intergeschlechtlicher
Menschen aus unterschiedlichen Epochen
vor und beleuchtet den gesellschaftlichen
Rahmen im jeweiligen Zeitbezug. Trauthwein
ist Gründungsmitglied und Vorstandsvorsit-
zende des Lili-Elbe-Archivs und forscht zur
Geschichte von Geschlecht und Sexualität
und zu transgeschlechtlichen Theorien.
VERANSTALTER > rosaAlter
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Mo 14. Juli D 20 Uhr
Stammtisch Bund
Lesbischer und Schwuler
JournalistInnen
Deutsche Eiche, Reichenbachstraße 13
D Zum CSD 2014 stellt sich nicht nur für Medi-
enschaffende die Frage, wie die Forderungen
nach Akzeptanz und Gleichberechtigung in
den Medien ankommen und ob der CSD vor-
nehmlich schrilles Material und Bilder für die
Datenbanken liefert.
VERANSTALTER > Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen e. V. (BLSJ)
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Mo 14. Juli D 20 Uhr
Two for one
BAU, Müllerstraße 41
D Bis 24 Uhr erhältst du zu jedem gekauften
Getränk einen Gutschein im selben Wert.
VERANSTALTER > BAU
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Di 15. Juli D 19 Uhr
Picknick unterm
Regenbogen
Englischer Garten auf der Wiese unter dem
Monopteros (westlich)
D Passend zum CSD-Motto „Regenbogen der
Geschlechter“ lädt die Freizeitgruppe MiLes
alle Geschlechter und sexuellen Identitäten
ohne Altersbeschränkung zum „Picknick
unterm Regenbogen“ mit gemütlicher Stim-
mung und guten Gesprächen ein.
VERANSTALTER > MiLes München e.V.
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Di 15. Juli D 20 Uhr
Rechts – radikal? Alte Werte
im neuen Gewand. Wie die
europäische Rechte gegen
LGBT mobil macht
Sub, Müllerstraße 14
D Von Frankreich bis in die Ukraine spre-
chen sich immer mehr Menschen gegen eine
komplette Gleichstellung von LGBTI aus. Sie
gehen auf die Straße, Übergriffe häufen sich.
Vordergründig geht es ihnen um traditionel-
le Familienwerte und den Schutz ihrer Kin-
der. Die neue Rechte gibt sich dabei bürger-
lich und homo-freundlich; tatsächlich ist
QUEER CULTURE
KONZERT UND LIVEMUSIK
QUEER CULTURE
PARTY
QUEER CULTURE
Samstag
OUTDOOR-EVENT
Sonntag
GOTTESDIENST
GESPRÄCH UND DISKUSSION
OUTDOOR EVENT
Dienstag
PARTY
CLUB UND BAR
CLUB UND BAR
Montag
QUEER CULTURE
GESPRÄCH UND DISKUSSION
PRIDEWEEK
Alle Veranstaltun-
gen, Events, Partys,
Workshops und
Infoabende
Sa, 12. Juli bis
So, 20. Juli
PrideWeek und CSD PrideWeek-Kalender
25
INFOS+TERMINE AUF WWW.CSDMUENCHEN.DE
aber das Gegenteil der Fall. Mit Gender-
Expert*innen und Menschenrechts-
Aktivist*innen u.a. aus der Ukraine.
VERANSTALTER > CSD München + Kulturreferat München + KyivPride + Munich Kiev Queer
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Di 15. Juli D 20 Uhr
Shot The Tuesday
BAU, Müllerstraße 41
D Jeder Schuss ein Treffer! Dienstags alle
Schnäpse nur € 1 und Longdrinks € 3
VERANSTALTER > BAU
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Mi 16. Juli D 19 Uhr
„Blaue Augen bleiben blau“
mit Balian Buschbaum
Saal des Stadtmuseums, St.-Jakobs-Platz 1
D Im November 2007 kündigt die erfolgrei-
che Stabhochspringerin Yvonne Buschbaum
im Fernsehen ihre Geschlechtsangleichung
an. Für Balian, wie er sich fortan nennt, ist das
der letzte konsequente Schritt auf dem Weg
zu seiner wahren Identität. Zwei Jahre später
„lebt er seinen Traum“ und schreibt in seinem
Buch „Blaue Augen bleiben blau“ einfühlsam
und mitreißend von seinem Leben als Mann
in einem Frauenkörper und seiner Befreiung
aus diesem „falschen Körper“. (Eintritt € 5)
VERANSTALTER > Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtl. Lebensweisen + TransMann
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Mi 16. Juli D 19
:
30 Uhr
HIV-positiv = Chronisch
diskriminiert?
Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstraße 71
D Seit einigen Jahren wissen wir, HIV ist
medizinisch so gut behandelbar, dass HIV-Po-
sitive nicht mehr infektiös sind. Was hat dieses
Wissen in Bezug auf die Diskriminierung und
Kriminalisierung von HIV-Positiven ausge-
löst? Hat sich etwas geändert? Wie kann noch
vorhandene Diskriminierung und Kriminali-
sierung abgebaut werden? Diese Fragen dis-
kutieren wir mit einer Expert*innen-Runde.
VERANSTALTER > Münchner Aids-Hilfe
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Mi 16. Juli D 19
:
30 Uhr
Let’s dance – Einführung ins
Kugelhantel-Training
Sub, Müllerstraße 14
D Ganzkörpertraining, das glücklich macht.
Die LGBTI-Aktivistin und mehrfache Medail-
lenträgerin Olena Semenova aus Kiew infor-
miert über den Sport, der gut für Kreislauf,
Fettverbrennung, Muskelaufbau und die Kör-
perkoordination ist und dabei auch noch viel
Spaß macht. Mit Live-Präsentation.
VERANSTALTER > TeamMünchen + Munich Kiev Queer + Sub
Mi 16. Juli D 23 Uhr
Garry Klein CSD-Special
Harry Klein, Sonnenstraße 8
D Electro Sound mit DJ ppF an den Turntab-
les, der Haus-Drag BobAbachtzehnuhr, Show-
girl Shirley Goldberg und Lio im Separeé.
VERANSTALTER > Harry Klein
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Do 17. Juli D 15 – 16:30 Uhr
Rathausführung mit
Thomas Niederbühl
Treffpunkt am Fischbrunnen, Marienplatz
D Thomas Niederbühl, seit 1996 Stadtrat der
Rosa Liste, zeigt „sein“ Rathaus. Zusammen
mit Gästeführer Georg Reichlmayr gibt
Thomas Einblicke in Geschichte und Räum-
lichkeiten bis hin zur aktuellen Stadtpolitik.
VERANSTALTER > ROSA LISTE
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Do 17. Juli D 18 – 22
:
30 Uhr
Spray deinen Slogan
bei JuLeZ
IMMA-Café, Jahnstraße 38
D Lesbische, bisexuelle, trans*, open minded
Mädchen und junge Frauen bis 27 Jahren sind
herzlich willkommen. Spray mit uns deinen
Slogan für den CSD „Regenbogen der Geschlech-
ter – wertvoll sind wir alle!“ und lerne unsere
offene Gruppe kennen.
VERANSTALTER > JuLeZ, IMMA e.V.
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Do 17. Juli D 19
:
30 Uhr
Geschlecht Mensch – weib-
lich, männlich abschafen?
Saal des Stadtmuseums, St.-Jakobs-Platz 1
D Fachkundige Gäste aus Psychologie und
Genderpädagogik diskutieren mit Aktivist*-
innen über Geschlechterrollen und respekt-
volles Miteinander. (S. 5)
VERANSTALTER > CSD München
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Do 17. Juli D 19 Uhr
Workshop Bondage
Studierendenvertretung der LMU,
Leopoldstraße 15, großer Sitzungssaal
D Interesssanter Einführungsworkshop zum
Thema Bondage (kostenlos)
VERANSTALTER > QUEER-REFERAT (LMU)
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Do 17. Juli D 20 Uhr
Pornokaraoke
Sub, Müllerstraße 14
D Die S’AG Safety-Aktionsgruppe lädt zu
einem amüsanten Abend ein: Ihr tretet mitein-
ander und gegeneinander an und versucht
euch in der Kunst der Vertonung eines porno-
graphischen (Stumm)films – es winken tolle
Preise für die originellsten Beiträge.
VERANSTALTER > S’AG Safety-Aktionsgruppe
————————————————————————
Do 17. Juli D 19 Uhr
Rubbel dir einen
BAU, Müllerstraße 41
D Zu jedem Schnaps oder Longdrink gibt es
ein Rubbellos, mit dem man weitere Schnäpse
gewinnen kann.
VERANSTALTER > BAU
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Fr 18. Juli D 17 – 22 Uhr
CSD Warm-Up über
den Dächern
Deutsche Eiche, Reichenbachstraße 13
D Zum Auftakt des wärmsten Wochenendes
in München 2014 laden Sepp Sattler und Diet-
mar Holzapfel euch alle auf die phänomenale
Dachterrasse der Eiche im 6. Stock ein. Fei-
ern, flirten und Freunde treffen ist angesagt!
VERANSTALTER > Deutsche Eiche
————————————————————————
Fr 18. Juli D 17 Uhr
Workshop Drag-Kinging
und Drag-Queening
Studierendenvertretung der LMU,
Leopoldstraße 15, großer Sitzungssaal
D Zwei Einführungs-Workshops fürs Auffum-
meln als Drag King oder als Drag Queen.
Makeup wird kostenlos bereitgestellt, Fummel
und Perücken bitte mitbringen. Am Abend fol-
gen Drinks als gemeinsamer Ausklang.
VERANSTALTER > Queer-referat (LMU)
————————————————————————
Fr 18. Juli D 17 – 19
:
30 Uhr
HIV-Test, kostenlos/anonym
Sub, Müllerstraße 14
D Wir empfehlen 1x im Jahr einen Test auf HIV
und andere sexuell übertragbare Infektionen
wie Syphilis, Chlamydien, Gonokokken, die das
Risiko einer HIV-Infektion erhöhen können. Sie
sind aber gut behandel- und heilbar, wenn sie
rechtzeitig erkannt werden.
VERANSTALTER > Sub + Münchner Aids-Hilfe + RGU
————————————————————————
Fr 18. Juli D 19 Uhr
GOC-Grillfest an der Isar
Südlich der Tierparkbrücke am östlichen Ufer,
die GOC-Fahnen weisen den Weg
D Outdoor-Sommerparty des Gay Outdoor
Club (GOC). Grills und Holzkohle stehen für
alle bereit, Essen und Getränke bringt bitte
jeder selbst mit. Bei unsicherem Wetter bitte
www.gocmuenchen.de checken.
VERANSTALTER > SEKTION GAY OUTDOOR CLUB DES DEUTSCHEN ALPENVEREINS
PARTY
MÜNCHNER RATHAUS
Donnerstag
WORKSHOP
TESTABEND IM SUB
OUTDOOR EVENT
PARTY
QUEER CULTURE
CLUB UND BAR
WORKSHOP
CLUB UND BAR
SPORT UND BEWEGUNG
BUCHVORSTELLUNG UND DISKUSSION
Mittwoch
OUTDOOR EVENT
Freitag
GESPRÄCH UND DISKUSSION
GESPRÄCH UND DISKUSSION
PrideWeek-Kalender PrideWeek und CSD
26
Fr 18. Juli D 19

Uhr
CSD-WarmUp mit diversity
und QueerCampus
Hof des JUZ, Blumenstraße 11
D Gemeinsames Grillen im Hof des Jugend-
zentrums. Grillgut selbst mitbringen. Dazu
werden leckere Drinks, jede Menge Spaß und
Unterhaltung geboten.
VERANSTALTER > diversity + QueerCampus
————————————————————————
Fr 18. Juli D 20 Uhr
Lesbisches Filmevent
mit „Happy End?!“
Mathäser Filmpalast, Stachus
D Cineast*innen aufgepasst! Das aufstreben-
de Produzentinnen-Duo „sistas inspiration“
präsentiert seinen neuesten Film. Afterparty
mit Sound von Djane Eléni. (S. 22)
VERANSTALTER > Mathäser Filmpalast + CSD München + LeTRa
————————————————————————
Fr 18. Juli D 23 Uhr
Luxuspop CSD-WarmUp
NY.Club, Sonnenstraße 25
D Am Vorabend zum großen CSD-Ereignis
2014 wird gefeiert, getanzt und auf die Bar
gehüpft. Am Plattenteller serviert uns der
optisch-musikalische Leckerbissen DJ Louie
Pacard die passenden BPMs.
VERANSTALTER > NY.CLUB
————————————————————————
Sa 19. Juli D 10 Uhr
Ökumenischer
CSD-Gottesdienst
St. Lukas am Mariannenplatz
D „Als Mann und Frau schuf Gott sie“ – so wird
die Bibel oft übersetzt. Stattdessen steht im
hebräischen Urtext „männlich und weiblich“
und das wird dort dem einen Menschen zuge-
sprochen. In unserem Gottesdienst machen
wir die befreiende Entdeckung, dass Gott uns
in einem vielfältigen Regenbogen von
Geschlechtern geschaffen hat, in dem jeder
seine wertvolle, unverwechselbare Persön-
lichkeit finden kann.
VERANSTALTER > Ökumenischer CSD-Gottesdienst
————————————————————————
Sa 19. Juli D 11 Uhr
Politischer Auftakt
Marienplatz
D Vor dem Start der Politparade um 12 Uhr auf
dem Münchner Marienplatz sprechen eure
politischen Vertreter*innen der Stadtratsfrak-
tionen. Moderieren werden den politischen
Auftakt der CSD-Sprecher und Stadtrat der
Rosa Liste Thomas Niederbühl und die CSD-
Sprecherin Rita Braaz von LeTRa.
VERANSTALTER > CSD München
Sa 19. Juli D 12 – 15 Uhr
CSD-Politparade
D Start und Ende auf dem Marienplatz (S. 28)
VERANSTALTER > CSD München
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Sa 19. Juli D 12 – 24 Uhr
CSD-Straßenfest
Marienplatz, Rindermarkt, Marienhof
D Großes Straßenfest mit Showprogramm
auf dem Marienplatz, DJ-Area auf dem Rin-
dermarkt und Regenbogen-Familien-Area auf
dem Marienhof. In den Verbindungsstraßen
findet ihr viele Infostände der Community-
Vereine und –Institutionen.
VERANSTALTER > CSD München
————————————————————————
Sa 19. Juli D 22 Uhr
CSD-RathausClubbing
Neues Rathaus, Marienplatz
D Die beste Party des Jahres mit riesigem
Openair-Bereich und sechs Indoor-Areas.
Tickets im VVK bei SpeXter, Lillemors,
im Sub und bei München Ticket. (S. 30)
VERANSTALTER > CSD München
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Sa 19. Juli D 22 Uhr
Die CSD-Party
@
NY.Club
featuring Micky Friedmann
und Sharon O Love
NY.Club, Sonnenstraße 25
D Die CSD-Party im NY.Club, nur wenige
Minuten vom Rindermarkt/Marienplatz ent-
fernt feat. DJ Micky Friedmann (Berlin), DJ
Sharon O Love (London), drei Bars, Special
Visuals, Cooling Co2 Jets, Open Air Smokers
Lounge, Welcome-Shot (für die ersten 200
Gäste) u.v.m. Early-Bird-Tickets und Eintritts-
karten im Vorverkauf www.diecsdparty.de.
VERANSTALTER > NY. ClUB
————————————————————————
Sa 19. Juli D 22 Uhr
Bubble Duck CSD-Party
MMA – Mixed Munich Arts, Katharina-von-
Bora-Straße 8a (Nähe Stachus)
D Eine neue CSD-Party in einer neuen Loca-
tion. Popmusik auf dem Outdoor-Floor mit
DJ Ricardo Ruhga, Club-Floor mit Szenefrau
DJ Noé von Wild & Wechsel, DJ Boris aus
dem Berghain in Berlin, Out-of-Space-Drags:
BobAbachtzehnuhr, Vivienne Villain und
Les Sauvages! Tickets im VVK, und es gibt
ein Kontingent an der Abendkasse.
VERANSTALTER > Harry Klein
————————————————————————
Sa 19. Juli D 22 Uhr
She-La Lesbian &
Friends Party
8 Below, Schützenstraße 8
D Superheldinnen-CSD-Special! DJ Frau Hop-
pe aus Hamburg sorgt für die Beats. Als Dank
für die Treue der Besucher*innen gibt’s ein
Gratisbier. (Eintritt € 10)
VERANSTALTER > SHE-LA
————————————————————————
Sa 19. Juli D 22 Uhr
Eine CSD-Party
Das Provisorium, Lindwurmstraße 37
D Wir feiern eine CSD-Party. Bodenständig,
mit Welcomedrink, günstigen Getränkeprei-
sen, € 10 Spritz-Zuschuss und DJ James
Munich, der wie gewohnt gerne Musikwün-
sche erfüllt. facebook.com/EineParty.
VERANSTALTER > PAN PR
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So 20. Juli D 11 – 22 Uhr
CSD-Straßenfest
Marienplatz, Rindermarkt
D Großes Straßenfest mit Showprogramm auf
dem Marienplatz und DJ-Area auf dem
Rindermarkt. In der Rosenstraße findet ihr
viele Infostände der Community-Vereine und
–Institutionen.
VERANSTALTER > CSD München
————————————————————————
So 20. Juli D 17 Uhr
PumpsRace
Marienplatz
D Moderiert von Ramona Leiß, Floo Weber
und Baby Bubble findet auch dieses Jahr
wieder das legendäre PumpsRace statt. Es
ist wieder Geschicklichkeit gefragt, wenn
es in hohen Absätzen durch den Parcour
geht und Zielsicherheit beim Handtaschen-
Weitwurf. Außerdem müssen sich dann die
Finalist*innen mit Textsicherheit und Stimm-
gewalt beim Karaokewettbewerb behaupten,
denn am Ende kann es nur eine geben! (S. 44)
VERANSTALTER > CSD München
PARTY
KINO
OUTDOOR-EVENT
CSD UND POLITPARADE
GOTTESDIENST
Samstag
CSD UND POLITPARADE
OUTDOOR-EVENT
PARTY
PARTY
PARTY
PARTY
PARTY
OUTDOOR-EVENT ...KREISCH!
OUTDOOR-EVENT
Sonntag
PrideWeek und CSD PrideWeek-Kalender
28
Das CSD-Motto
Regenbogen der Ge-
schlechter – wertvoll
sind wir alle!

Für die gleichen
Rechte und gegen
Diskriminierung
Die Politparade ist
unbestrittener Höhe-
punkt des Christopher
Street Days. Fast 60
Paradewagen und
Gruppenformatio-
nen der Münchner
LGBTI-Community
und aus dem Umland
demonstrierten im
letzten Jahr für glei-
che Rechte und gegen
Diskriminierung. Die
Polizei zählte insge-
samt knapp 90.000
Teilnehmer*innen
und Zuschauer*innen.
Wir begrüßen erst-
mals unseren neu-
en Schirmherrn,
Oberbürgermeister
Dieter Reiter. Er wird
die Tradition seines
Vorgängers Christian
Ude fortführen und
zusammen mit Rosa-
Liste-Stadtrat Thomas
Niederbühl die Po-
litparade anführen.
Start und Ziel ist der
Marienplatz.

Anmeldung zur
Politparade
Mitmachen ist ganz
einfach, alle Informa-
tionen und die Teil-
nahmebedingungen
fndet ihr auf unserer
Website www.csdmu-
enchen.de.

Anmeldeschluss
für die Teilnahme
Mittwoch, 2. Juli

Auslosung der
Paradepositionen
Donnerstag, 3. Juli
um 21 Uhr im neuen
LeTRa-Zentrum,
Angertorstraße 3

Alle Ergebnisse
der Auslosung
Online unter
csdmuenchen.de

Live-Übertragung
der Auslosung
Wie immer überträgt
Uferlos 92.4 FM – Das
schwullesbische Ma-
gazin auf LORA Mün-
chen die komplette
Auslosung live.
POLITPARADE
Politischer Aufakt
Sa, 19. Juli 2014
11
:
00 Uhr
+
Beginn der Parade
Sa, 19. Juli 2014
12
:
00 Uhr
Plan
STRECKEN-
PLAN
DER
PrideWeek und CSD Sa 19. 7. Politparade
30
ZUSAMMEN MIT
———
D Die unbestrittene Lieblingsarea der
RathausClubber*innen. Unter freiem Himmel
feiert es sich am besten!
———
D Gemütlicher, kleiner Biergarten mit Grill-
station, Getränke- und Kaffeebar zum Chillen
und Sich-Stärken.
Food Plaza
Essen, trinken, chillen, aufanken
Open-Air-Disco
DJ Bernd Hartwich
Outdoor Areas
Tickets im
Vorverkauf:

� 22* Tickets gibt
es im Vorverkauf
zzgl. Gebühren an
folgenden Stellen:

Sub Infotheke
Müllerstraße 14

Lillemors
Barerstraße 70

Spexter
Müllerstraße 54

Alle an München
Ticket angeschlosse-
nen VVK-Stellen

Online: muenchen-
ticket.de
Tickets am
Veranstaltungtag:
� 25 Tickets be-
kommt ihr am
CSD-Infopoint auf
dem Marienplatz
hinter der Bühne
und an der Abend-
kasse.

Wichtiger Hinweis:
Bitte vorab über Ver-
kaufszeiten und Ver-
fügbarkeit auf der CSD-
Website informieren:
www.csdmuenchen.de
* Zzgl. Vorverkaufsgebühren
PrideWeek und CSD Sa 19. 7. RathausClubbing
31
INFOS+TERMINE AUF WWW.CSDMUENCHEN.DE
———
D Die schwu-les-bi-sche Party Lovepop
aus Hamburg, Stuttgart, Augsburg und jetzt
auch mit neuem Ableger in München ist
berüchtigt für ihre wilde Mischung aus ak-
tuellen Pophits mit den besten Tracks aus
Indie, 80ies, Electro, Funky Shit und Mashups.
Damit hebt sie sich gewaltig von dem sonst so
üblichen Sound der meisten anderen Com-
munity-Parties ab! Beim RathausClubbing gibt
diesmal DJ Fab XL (Kantine Augsburg) einen
Vorgeschmack auf, worauf sich die Münche-
ner Szene in Zukunft im 8 Below, der neuen
Heimat der Lovepop-München, freuen darf.
www.lovepop.biz
————————————————————————
———
D Im Januar feierte der Gründer des Candy
Club Thomas Lechner am 15. Jahrestag der
Veranstaltung seinen Abschied als DJ. Der
Candy Club läuft seither mit neuen Resident-
DJs unverändert bereits im 16. Jahr weiter.
Mary Maude ist eine der neuen DJs und wird
im Rathaus unter Beweis stellen, warum auch
Musik abseits des Mainstreams in der Queer-
Community stark gefragt ist.
www.CANDYCLUB.DE
————————————————————————
———
D DJane Eléni heizt ein mit feurigen Balkan
Beats gemixt mit ihrem bewährten Party-
sound aus Classix, Charts, Pop, 80ies und
Clubsounds.
www.frauenfest-muenchen.de
———
D DJ Nimix aus München ist musikalisch
stark beeinflusst von DJ Ipek aus Berlin, der
dort bei den legendären Gayhane-Abenden
im SO36 auflegt. Ihr wilder Crossover-Mix aus
orientalischer Musik jeglicher Richtung mit
Dancefloorsounds ist seither immer wieder
mal im Sub, im Queerkafe oder im Candy Club
zu hören.
www.candyclub.de
————————————————————————
———
D Klassischer Paartanz von ChaChaCha bis
Tango im herrlichen, glamourösen Ambiente
des großen Sitzungssaals des Rathaus.
————————————————————————
———
D Enstpannt pausieren, reden, knutschen,
lachen oder chillen im schönen, historischen
Ambiente des kleinen Sitzungssaals.
————————————————————————
———
D Was gut ist, muss fortgesetzt werden. Und
was supergut ist, erst recht! Die von Pool und
der Crew um DJ Cambis zum CSD organisierte
House Party VeryPride wird auch dieses Jahr
wieder im Rathaus stattfinden. DJ Cambis und
DJ Luckystar werden den High Energy House
Floor wieder zum ultimativen Partyerlebnis
machen. Wer einen Vorgeschmack schon
tagsüber erleben möchte, kommt am Samstag
auf den Rindermarkt. Dort geht es los mit den
beiden Blub Club DJs, und als Highlight gibt es
einen Live-Auftritt von Lima.
www.cambisandwenzel.com
————————————————————————
———
D Party for Lesbians – Trans* and Gays are
very welcome! DJ Mohsimo mit gemischtem,
heißen Club Sound von R’n’B bis Vocal House.
www.amazonasmuc.de
Indoor Areas
1. STOCK > 22
:
00 – 1
:
30 UHR
2. STOCK > 22
:
00 – 1
:
30 UHR
1. STOCK > 1
:
30 – 5
:
00 UHR
2. STOCK > 1
:
30 – 5
:
00 UHR
Candy Club
DJane Mary Maude
Lovepop
DJ Fab XL
Crossover-Mix
DJane Nimix
BalkanSisters vs.
DJane’s Delight
DJane Eléni
2. STOCK > GROSSER SITZUNGSSAAL
Classic Ballroom
DJ Bernd
2. STOCK > KLEINER SITZUNGSSAAL
Chillout-Lounge
Easy chilliger Soundtrack
3. STOCK > OSTFLÜGEL
Pool’s VeryPride
DJ Cambis und DJ Luckystar
3. STOCK > WESTFLÜGEL
Amazonas
CSD-Edition mit DJ Mohsimo
Acht Bars
POWERED BY AUGUSTINER
D Die Areas des Rathaus-
Clubbing bieten euch
insgesamt acht Bars. Drei
davon openair im Prunk-
und im Wirtschaftshof,
fünf weitere innerhalb des
Rathauses verteilt auf alle
drei Stockwerke und im
Kleinen Sitzungssaal.
Sa 19. 7. RathausClubbing PrideWeek und CSD
Regenbogen-
familien-Area
Samstag, 19. Juli
12 – 18
:
30 Uhr
Marienhof

Familie ist da, wo Kin-
der sind – und zwar in
den unterschiedlichs-
ten Lebensformen.
Auch Lesben, Schwu-
le und Trans*-Men-
schen sind Mütter
und Väter. Speziell für
sie und ihre Kinder
gibt es seit 2010 die
Regenbogenfamilien-
Area des CSD Mün-
chen.

Wer Fragen hat oder
Austausch sucht,
fndet Infostände der
Gruppen LesMamas
und der schwulen Re-
genbogenväter. Damit
auch die Kinder Spaß
haben, gibt es ein
umfangreiches und
pädagogisch betreu-
tes Spielprogramm
in Kooperation mit
Mobilspiel e. V. Eine
Hüpfurg zum Her-
umtollen steht ab 12
Uhr bereit. Malen,
Schminken und ande-
re Geschicklichkeits-
spiele erweitern das
Angebot ab 15 Uhr.
STRASSENFEST
Samstag
19. Juli 2014
12 – 24 Uhr
+
Sonntag
20. Juli 2014
11 – 22 Uhr
CSD-
Infopoint
Marienplatz
links hinter der
Showbühne

Info-
stände
Vereine und
Gruppen der
Community

Artist Meet
and Greet
Künstler*innen
der CSD-Bühne
nach ihrem Auf-
tritt zum Ken-
nenlernen

Geld-
automat
Zasterlaster der
Münchner Bank

Gastro-
stände
Alles was Durst
und Hunger
wünschen

Regenbogen-
familien-
Area
Nur am Samstag,
19. Juli

Toiletten
Die Toiletten im
Rathaus-Prunk-
hof sind am Sa,
19. Juli ab 21 Uhr
wegen des Rat-
hausClubbings
geschlossen.

Sanitäts-
dienst
Die Johanniter
im Einsatz
Plan
M
a
r
ie
n
p
la
t
z
Änderungen vorbehalten,
keine Gewähr auf Vollständigkeit
PrideWeek und CSD Sa 19. 7. und So 20. 7. Straßenfest
Abschlusskundgebung der
Politparade und Eröffnung
des Bühnenprogramms
D Mit CSD-Schirmherr OB Dieter Reiter und
CSD-Sprecher und Stadtrat der Rosa Liste
Thomas Niederbühl
————————————————————————
500 Luftballons für die Opfer
von HIV und Aids
D Mit einer emotionalen Geste ehren wir alle,
die wir in der Vergangenheit verloren haben –
musikalische Begleitung von Patty Turner mit
dem Song „The Rose“ von Bette Midler.
Patty Turner
D „Let me entertain you“ ist das CSD-Motto
der in der Münchner Community beliebten
Powerfrau.
————————————————————————
Hella von Sinnen
D Wir freuen uns, dass wir Hella erstmalig für
die Münchner CSD-Bühne gewinnen konnten.
————————————————————————
Shon Abram
D Der gebürtige Kalifornier aus Berlin und
talentierte Singer/Songwriter hat eine Menge
Uptempo-Nummern im Gepäck.
————————————————————————
Szenetalk: Da sind wir, und
das brauchen wir
D Dies sagen Vertreter*innen von VivaTS,
Transmann und dgit (Gesellschaft für Trans-
identität und Intersexualität) auf der großen
Bühne. Moderation: Bernd Müller
————————————————————————
Linda Jo Rizzo
D Kultiger Disco-Sound pur mit der charman-
ten Künstlerin aus New York
————————————————————————
Szenetalk: Wertvoll
sind wir alle
D Die Vielfalt des Münchner Regenbogens
erklärt, was das CSD-Motto („Regenbogen der
Geschlechter – wertvoll sind wir alle“) in ihrer
Arbeit bedeutet. Moderation: Bernd Müller
————————————————————————
Horse M
c
Donald
D Die offen lesbisch lebende Vollblutmusi-
kerin aus Schottland begeistert weltweit das
Publikum.
GROSSE SHOWBÜHNE
————————————————————————
Zwei Tage Show und Unter-
haltung nonstop, u.a. mit der
unvergleichlichen Hella von
Sinnen, DSDS-Star Daniel
Schuhmacher und dem le-
gendären PumpsRace. Durch
das Programm führen TV-Mo-
deratorin Ramona Leiß und
Entertainer Floo Weber. Leo-
Chefredaktuer Bernd Müller
moderiert den Szenetalk mit
interessanten Vertreter*innen
unserer Community. Und
für alle Fans: Ihr könnt die
Künstler*innen im Anschluss
an ihren Aufritt beim Meet &
Greet rechts neben der Show-
bühne persönlich trefen.
————————————————————————
Aufakt Politparade
D Begrüßung mit CSD-Sprecherin Rita Braaz
und CSD-Sprecher und Stadtrat der Rosa Liste
Thomas Niederbühl und Statements unserer
Kommunalpolitiker*innen
————————————————————————
Startschuss zur
CSD-Politparade 2014
D Los geht’s!
————————————————————————
DJ James Munich
D Resident DJ Pink Paradise @ Eden Bar, Pink
Lake Festival Wörthersee und Pink Christmas
Samstag 19. 7.
11
:
00 UHR
Marienplatz
PROGRAMM
12
:
00 UHR
12
:
00 – 15
:
30 UHR
15
:
30 – 16
:
00 UHR FORTSETZUNG 16
:
00 – 17
:
00 UHR
16
:
00 – 17
:
00 UHR
17
:
00 – 18
:
00 UHR
18
:
00 – 19
:
00 UHR
19
:
00 – 20
:
00 UHR
Alle Programmpunkte,
Künstler*innen, Acts,
DJanes und DJs
+
AmSamstagnachmittag ist unser
Gebärdensprachdolmetscher-Team
vor Ort beimStraßenfest.
Und dann
noch die
Hella!
Sa 19. 7. und So 20. 7. Straßenfest PrideWeek und CSD
34
Szenetalk: Partner-Pride Kiew
D Ein Gespräch mit Vertreter*innen des Kyiv-
Pride. Moderation: Thomas Lechner
————————————————————————
Ela Querfeld
D Zur München-Premiere hat Ela eine vielseiti-
ge Mischung aus deutschen Rock und Pop aus
Berlin mitgebracht.
————————————————————————
Jo Morsi
D Beim deutschen ESC-Vorentscheid schaffte
es der in Deutschland aufgewachsene Italiener
auf die Wildcard-Liste.
————————————————————————
Esthaloco’s Saitensprung
D Kölner Freunde und Musiker aus den Berei-
chen Rock, Reggae, Weltmusik und Hip-Hop
————————————————————————
Chris & Taylor
D Er bringt mit seiner Gitarre Taylor eine
Mischung aus frechen Uptempo-Nummern
und Balladen auf die Bühne.
————————————————————————
Daniel Schuhmacher
in concert
D Der DSDS-Gewinner performt Songs aus
seinem aktuellen Album „Diversity“.
————————————————————————
Chill-Out
D Mit Soundkompositionen von DJane Eléni
(DJane’s Delight Großes Frauenfest)
————————————————————————
DJ James Munich
D Resident DJ Pink Paradise @ Eden Bar, Pink
Lake Festival Wörthersee und Pink Christmas
————————————————————————
Indie-Ya
D In der Musik der ukrainischen Band spiegeln
sich Einflüsse von Gotye, Radiohead, Jeff Buck-
ley und James Blake wieder.
————————————————————————
Showtime! Travestie-Special
D Mit Baby Bubble, Chantal Gpunkt und
Überraschungsgästen
————————————————————————
Big Band der
Hochschule München
D Eine komplette Big Band lässt euch swingen.
————————————————————————
Antenne Lila
D Die Texte vereinen sich mit akkustischem
Gitarrensound und Elektrobeats, ergänzt
durch Mundharmonika und Saxophon.
Princessin Hans
D Die Amok-Kinder des Berliner Chansons
spielen mit gängigen Klischees von Celebrity
und Identität.
————————————————————————
PumpsRace
D Es ist wieder Geschicklichkeit gefragt, wenn
es in hohen Absätzen durch den Parcour
geht und Zielsicherheit beim Handtaschen-
Weitwurf. Außerdem müssen sich dann die
Finalist*innen mit Textsicherheit und Stimm-
gewalt beim Karaokewettbewerb behaupten,
denn am Ende kann es nur eine geben!
————————————————————————
Markus
D Mit „Ich will Spaß“ schoss er 1982 auf Platz 1
in die deutschen Charts, pures 80er Feeling am
Marienplatz.
————————————————————————
Bastian Baker
in concert
D Das Debütalbum „Tomorrow May Not Be
Better“ ist geprägt von seinem musikalischen
Markenzeichen – Folk- und Popmelodien .
————————————————————————
Hubert Kah
in concert
D Einer der talentiertesten und erfolgreichsten
Vertreter der Neuen Deutschen Welle rockt die
Bühne mit legendären Songs wie „Rosemarie“,
„Sternenhimmel“ oder „Einmal nur mit Erika“.
————————————————————————
DJ James Munich
D Resident DJ Pink Paradise @ Eden Bar, Pink
Lake Festival Wörthersee und Pink Christmas
20
:
00 – 22
:
00 UHR
Sonntag 20. 7.
11
:
00 – 14
:
00 UHR
22
:
00 – 24
:
00 UHR
14
:
00 – 15
:
00 UHR
15
:
00 – 16
:
00 UHR
16
:
00 – 17
:
00 UHR
FORTSETZUNG 16
:
00 – 17
:
00 UHR
17
:
00 – 19
:
00 UHR
19
:
00 – 20
:
00 UHR
21
:
00 – 22
:
00 UHR
20
:
00 – 21
:
00 UHR
PARTYAREA
————————————————————————
Zwei Tage feucht-fröhliches
Partyprogramm auf Mün-
chens größtem Openair-
Dancefoor zu Füßen des
Rindermarkt-Brunnens
————————————————————————
Fox & Moster Tanz Kaputt, Hosi Fest Salzburg
Oh Lo! Tanz Kaputt, Hosi Fest Salzburg
————————————————————————
DJ Cambis Kosmo Records, Cambis Wenzel
DJ Luckystar Blub Club, Pacha
————————————————————————
DJ Lindemann Café am Hochhaus,
Chantals House of Shame (Berlin)
————————————————————————
Seba Resident-DJ im Sub
————————————————————————
Frau Bauer Resident-DJANE She-La
————————————————————————
DJane Eléni DJane’s Delights Großes Frauenfest,
BalkanSisters, LeTRa-Straßenfest
————————————————————————
DJane Sharon O Love Salvation London,
Rapido Amsterdam, NY.CluB
————————————————————————
DJane Danny K. Resident-DJane NY. Club
Rindermarkt
12
:
00 – 16
:
00 UHR
16
:
00 – 22
:
00 UHR
22
:
00 – 24
:
00 UHR
20
:
00 – 22
:
00 UHR
19
:
00 – 20
:
00 UHR
16
:
00 – 19
:
00 UHR
14
:
00 – 16
:
00 UHR
11
:
00 – 14
:
00 UHR
FORTSETZUNG 19
:
00 – 20
:
00 UHR
Samstag 19. 7.
Sonntag 20. 7.
PrideWeek und CSD Sa 19. 7. und So 20. 7. Straßenfest
4 in 1 – Das neue
Gesundheitspaket der
Münchner Aids-Hilfe
für männer,
die es wissen wollen
Sicher, schnell, günstig, anonym –
4 Tests, 1 Termin:
• HIV-Schnelltest
• Syphilis-Test
• Test auf Tripper und Chlamydien
• Beratungsgespräch
checkpoint München
Lindwurmstr. 71, 1. Stock
Tel. (089) 54 333-666
checkpoint@muenchner-aidshilfe.de
www.muenchner-aidshilfe.de
W
ir
s
c
h
a
f
f
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K
la
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it
!

In
n
u
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3
0
M
in
u
t
e
n
,
f
ü
r
n
u
r
3
0

!
Mo, Mi und Do 17 bis 20 Uhr
Die Beratungsstelle der Münchner Aids-Hilfe e.V. wird
fnanziell gefördert vom Bayerischen Staatsministe-
rium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
sowie der Landeshauptstadt München.
Anzeige_98x297_02_final.indd 1 16.05.14 10:33
D Sein Debütalbum war eines der meistverkauf-
ten dieses Jahres, und für das junge Talent vom
Bodensee wurde ein Traum Wirklichkeit. Nach
der Trennung von Produzent Dieter Bohlen
erschien im vergangenen Jahr das neue Album
„Diversity“ mit ausschließlich eigenproduzierten
Songs und einem hörbar gereiften Daniel Schuh-
macher – die erste Single-Auskopplung „Rolling
Stone“ schaffte es sofort in die Charts und die Rota-
tion auf VIVA. Fünf Jahre nach dem Gewinn der
TV-Show ist Daniel Schuhmacher immer noch da,
was nicht zuletzt seiner außergewöhnlichen
Stimmfarbe zu verdanken ist. Eine unvergleichli-
che Stimme, die am CSD-Samstag auch das
Münchner Publikum begeistern wird.
www.daniel-schuhmacher.tv
Daniel
Schuhmacher
D 2009 gewann Daniel Schuhmacher die
Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“
und seine erste Single „Anything But Love“
schoss sofort an die Spitze der Charts.
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PANMEDIEN
D Die gebürtige Münchnerin ist seit Anfang der
80er Jahre eines der bekanntesten TV-Gesichter
Deutschlands.
Im Verlauf ihrer bisherigen Karriere moderierte
sie so bekannte Formate wie den „ZDF Fernseh-
garten“ und die „Knoff-Hoff-Show“ und 2011 verschlug es sie sogar
in den australischen Dschungel eines Privatsenders, wo sie tapfer
gegen Hitze, Hunger und diverses Ungeziefer kämpfte. Neben ihrer
Arbeit als Moderatorin steht Ramona Leiß auch des öfteren als Schau-
spielerin vor der Kamera (u.a. „Sturm der Liebe“) oder arbeitet als
Künstlerin an Skulpturen und Gemälden. Eine vielseitige Frau also,
die in diesem Jahr beide CSD-Tage auf dem Marienplatz moderiert.
Seit ihrem Outing hat sie den CSD München bereits zweimal unter-
stützt, und 2014 heißt es: „Welcome back, Ramona Leiß!“
www.ramona-leiss.de
D Sein Karrieretreppchen besteigt Floo Weber
mit zwölf Jahren als Zauberer bei jeglichen Anläs-
sen. Er lernt steppen, um sich von da an „rhyth-
misch fortbewegen“ zu können, und präsentiert
mit 16 sein erstes Soloprogramm – eine Mischung
aus Show, Comedy und Kabarett.
Als Schauspieler taucht er bei verschiedenen The-
aterproduktionen an diversen Münchener Klein-
kunstbühnen immer wieder auf und beginnt eine Ausbildung zum
Hotelfachmann, die ihm bei der Operette „Im Weißen Rössl“ wieder
zugute kommt. Er hängt seine Ausbildung an den Nagel, um in seine
Welt zurückzukehren und dem Handwerk des Entertainers im Film
und im Theater nachzugehen. Diese Philosophie, sich selbst treu zu
bleiben, macht er zur Grundlage seiner „Flooschule“ für Kinder und
Jugendliche – ein Projekt, das er selbst ins Leben gerufen hat. Nach-
dem er bereits die Kollegen*innen des „run for life“ als Moderator
unterstützt hat, wird er in diesem Jahr zwei Tage zusammen mit
Ramona Leiß durchs Bühnenprogramm des CSD München führen.
www.floo.eu
Ramona Leiß
Floo Weber
Künstler
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innen PrideWeek und CSD
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D Mit Eiltempo ist der Lausanner Singer/Songwri-
ter auf der Überholspur. Mit gerade mal 22 Jahren
ist er in seinem Heimatland ein absoluter Super-
star mit inzwischen fünf Swiss Music Awards.
Nachdem er bereits die Schweiz, Frankreich und Belgien erobert
hat, startet er nun auch in Deutschland und Österreich durch. Gera-
de ist sein Debütalbum „Tomorrow May Not Be Better“ erschienen,
das er auch beim CSD vorstellt. Einprägsame Melodien in Pop und
Folk sind das Markenzeichen des smarten Sunnyboys, der seine
Musik ganz und gar lebt und so bei seinen Live-Auftritten das Pub-
likum immer wieder aufs Neue begeistert. „Es sind Songs, die du
an einem Sommerabend mit deinen Freunden spielen kannst“, sagt
Bastian Baker über seine Musik. Wir sind uns sicher, dass er beim
CSD München viele neue Freunde hinzugewinnen wird.
www.bastianbaker.de
D Die Powerfrau mit der unglaublichen Stimmge-
walt. In der Community Münchens ist sie schon
seit vielen Jahren bekannt und beliebt. Unter
anderem war sie beim „run for life“, dem Benefiz-
lauf der Münchener Aids-Hilfe, zu bewundern.
Seit vielen Jahren begeistert sie bereits ihr Publikum rund um den
Globus – ihren Spitznamen „The Voice“ trägt sie nicht zu Unrecht.
Beim diesjährigen Christopher Street Day wird sie zuerst die Aids-
Gedenkaktion mit ihrer großen, unverwechselbaren Stimme beglei-
ten, bevor es dann mit Patty Turners Party-Time Musik für die Beine
gibt. Die Ausnahmekünstlerin ist in nahezu jedem Genre zu Hause
und kann ihr Publikum im Handumdrehen begeistern. Ihr Motto zum
CSD München 2014: Let me entertain you!
www.patty-turner.de
Bastian Baker
Patty Turner
D 1988 startete beim Privatsender RTL (damals
noch RTLplus) die TV-Show „Alles nichts oder?!“.
Damit begann die kometenhafte Karriere der Hel-
la von Sinnen. Mit ihrem Co-Moderator Hugo Egon
Balder, ausgefallenen Kostümen und dem legen-
dären Tortenwerfen am Ende wurde die Sendung
zum Kult. Bei RTL gab man ihr 1992 zusätzlich die
Personality-Show „Weiber von Sinnen“, in der sie
sich öffentlich als lesbisch outete. Damals noch
ein Novum im TV– heute ist das glücklicherweise
kein Thema mehr. Ein Riesenerfolg war auch ihre
Version eines Diana Ross-Klassikers – „Mein
Coming-Out“ ist noch heute ein Ohrwurm.
D Das Allround-Talent Hella (Sängerin, Moderato-
rin, Schauspielerin, Autorin, Synchronsprecherin)
kommt mit Lebensgefährtin Cornelia Scheel nach
München, die hier geboren wurde. Wir freuen uns
auf zwei starke Frauen, die sich auch immer wie-
der für die Schwächeren dieser Gesellschaft stark
machen.
Hella
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D Diejenigen, die die 80er Jahre erleben durften,
erinnern sich immer gerne an die verrückte Neue
Deutsche Welle. Mit „Ich will Spaß“ schoss Markus
1982 auf Platz 1 in die Deutschen Charts.
Bis heute wird der Song überall gerne gespielt oder als Werbetitel
eingesetzt. Gemeinsam mit Nena sang er sich mit „Kleine Taschen-
lampe brenn“ in die Herzen der Fans im Kinohit „Gib Gas – Ich will
Spaß“. 2009 gab es durch das Musical „Ich will Spaß“ in Essen einen
riesigen Hype um die Stars der NDW. Markus nutze die Gelegenheit
und ging mit mehreren NDW-Künstlern auf Deutschland-Tour. Mitt-
lerweile hat sich Markus auch in der Schlagerbranche etabliert und
komplettiert damit seine Bandbreite. Pures 80er-Feeling made in
Germany gibt’s mit Markus am Sonntag auf dem Marienplatz.
www.markus.tv
D 1982 war der Beginn der Neuen Deutschen
Welle, die bis heute Kult und Pflichtprogramm bei
jeder Party ist. Einer der talentiertesten und erfolg-
reichsten Vertreter war Hubert Kah mit seiner
Band und den Hitsingles „Rosemarie“, „Sternen-
himmel“ oder „Einmal nur mit Erika“.
Legendär sind seine Auftritte in der ZDF Hitparade im Nachthemd
oder in der Zwangsjacke. Aber nicht nur als Künstler, sondern auch
als Komponist war Hubert Kah erfolgreich. So schrieb er unter ande-
rem für Sandra die Millionenhits „Maria Magdalena“ und „Heaven
Can Wait“ oder auch „Liebe auf den ersten Blick“ für die Münchener
Freiheit stammt aus seiner Feder. Derzeit arbeitet das Allround-
Talent an einem neuen Album, das mit Sicherheit alles andere als
gewöhnlich werden wird. Beim CSD wird er für 80er Party-Feeling
sorgen und mit dem Publikum den „Sternenhimmel“ besingen oder
nach dem „Engel 07“ rufen – spätestens dann, „Wenn der Mond die
Sonne berührt“.
www.hubert-kah.com
Markus
Hubert Kah
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D Seit mehr als 25 Jahren steht Horse McDonald
auf der Bühne und hat ein weltweites Publikum
begeistert. Die offen lesbische Künstlerin aus
Schottland gehört zu den erfolgreichsten Künst-
lern ihres Landes und ist durch ihre frische und
mitreißende Art eine Inspiration für viele.
Das Q Magazine bezeichnete sie als „eine der schönsten Stimmen
der Neuzeit, die sowohl Seele als auch Intelligenz vereint“. Wir sind
sehr stolz, diese weltweit anerkannte Künstlerin wieder nach Mün-
chen holen zu dürfen. Denn auf der Bühne wird ihre Musik erst rich-
tig lebendig und weiß auf eine einzigartige Weise zu begeistern.
www.randan.org
D Frisch, wild und ehr-
lich – das ist die Musik von
Ela Querfeld. Die aus dem
Speckgürtel Berlins stam-
mende Sängerin und
Songwriterin nimmt kein
Blatt vor den Mund. Sie
spricht über das, was vie-
len auf der Seele brennt.
Ela Querfeld spricht das aus, was einfach mal gesagt werden muss.
Und das Resultat? Deutschsprachige Songs mit echtem Ohrwurm-
Potential! Ela Querfeld und ihre Band haben zur München-Premiere
eine gelungene und vielseitige Mischung aus deutschem Rock und
Pop im Gepäck, mit der sie den Marienplatz beim Münchner Chris-
topher Street Day 2014 ordentlich in Schwung bringen möchten. Ela
und ihre Kollegen freuen sich auf München „wie Bolle“, und wir freu-
en uns „narrisch“ auf Ela Querfeld.
www.elaquerfeld.com
D Deutsch-Pop aus
Mannheim. Es ist ein
Wechselbad der Gefühle,
das Meike Büttner mit
ihrer kräftig-klaren Stim-
me und Sabine Hund mit
instrumentaler Vielfältig-
keit entstehen lassen.
Die deutschen Texte vereinen sich mit akkustischen Gitarrensounds
und Elektrobeats, die ergänzt werden durch folkige Mundharmonika,
souliges Saxophon und dem Retrosound der Melodica. Die Songs von
Antenne Lila erzählen von der Leichtigkeit des Lebens, dem ständigen
Wandel und der Suche nach dem persönlichen Glück. Mit dem Titel
„Don’t Touch“ liefert das Duo außerdem den offiziellen Song zu einer
Initiative gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen. Das alles ist
mutig, mitreißend und bunt!
www.antenne-lila.de
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D Das 2008 in London
gegründete „Duo“, beste-
hend aus Chris und seiner
Gitarre der Marke Taylor,
bringt eine spannende
Mischung aus frechen
Uptempo-Nummern und
aufrichtigen Balladen auf
die Bühne.
Der gebürtige Wiesbadener Singer/Songwriter liefert handgemach-
ten Pop mit einem Augenzwinkern. Sein Talent hat der junge Musiker
bereits im Vorprogramm namhafter Künstler wie Stanfour, Stefanie
Heinzmann oder Culcha Candela unter Beweis gestellt. Mit inzwi-
schen drei Alben im Gepäck kommt der sympathische Künstler
nach München, der engagiert gegen Homophobie und Mobbing
kämpft und das mit einer unglaublich sympathischen Art. Chris &
Taylor bezeichnet sich selbst als „slightly schizophrenic“, wir hinge-
gen bezeichnen ihn als totally entertaining!
www.chrisandtaylormusic.com
D Auch in diesem Jahr
unterstützt die charman-
te New Yorkerin den CSD
München. Mitte der 80er
Jahre kam sie mit ihrer
Gruppe The Flirts nach
Deutschland, wo sie mit
dem Titel „Passion“ einen
riesigen Hit landete.
Der legendäre Produzent Bobby Orlando (Pet Shop Boys, Divine)
erkannte das Potential, und produzierte mit den Damen mehrere
Nachfolge-Hits wie „Danger“ oder „Helpless“. Nach ihrer Trennung
von The Flirts wurde Linda Jo Rizza von 80er-Ikone Fancy produziert,
und auch hier konnte sie mit ihrem Italo-Disco-Sound Erfolge feiern.
Beim CSD gibt es unter anderem die Live-Premiere ihrer aktuellen
Single „Stronger Together“, die sie im Duett mit ihrem Produzenten
Fancy aufgenommen hat. Das bedeutet kultiges Disco-Feeling.
www.lindajorizzo.de
D The message is love.
Der gebürtige Kalifornier
Shon Abram lebt seit kur-
zem in Berlin, wo er die
Inspiration für seine
Arbeit findet. Shon enga-
giert sich intensiv im
Kampf gegen Aids und
Homophobie.
Er ist einer der Künstler, die offen gegen die Olympischen Spiele in
Sotschi protestiert haben. Mit der Community-Ikone Romy Haag und
anderen Künstlerkollegen*innen hat er den Protestsong „Love Is Not
For Propaganda“ aufgenommen und live bei der Mahnwache am Pots-
damer Platz performt. Der Artist-Singer-Songwriter kommt mit jeder
Menge Uptempo-Nummern im Gepäck zum CSD. Seine Mission lautet
dort: Entertainment, und somit ist beste Unterhaltung garantiert.
www.shonbram.com
Chris & Taylor
Linda Jo Rizzo
Shon Abram
18
:
10
17
:
20
20
:
45
42
D Die aus der Ukraine stammende Formation
wurde 2012 auf dem Ulmer Donaufest erstmals
dem deutschen Publikum vorgestellt. Ihr Song
„Summers I’ve Missed“ entwickelte sich in Windes-
eile zur Hymne des Donau-Pop-Camps.
Nun ist die Band um Frontfrau Kateryna Rokova, nebenbei erfolg-
reiches Model und MTV-Moderatorin in ihrem Heimatland, zurück
und macht Station beim CSD München. Mit ihrer magischen Stim-
me und lieblich klingenden französischen Texten verzaubert sie das
Publikum vom Fleck weg. Die Songs handeln von Liebe und Tren-
nung, Freundschaft und Krieg, Träumen und Träumern. In der Musik
von Indie-Ya spiegeln sich Einflüsse von unter anderem Gotye, Radio-
head, Jeff Buckley und James Blake wider. Auf der musikalischen
Suche nach einem Mittelweg zwischen Punjab und Paris verwendet
die Band traditionelle Instrumente wie Harmonium, Gitarre und
Glockenspiel gepaart mit Laptop, Samplern und Synthesizer.
www.last.fm/music/indie-ya
D Ein Seitensprung für alle Mitglieder der 2013
formierten Rhythm-Section, der entschlossen
über eine kurzweilige Affäre hinausgeht.
Formiert haben sich die Kölner Freunde und Musiker Esther Lischka
(Rap/Lyrics), Maria Messicana (Vocals), Fabian Montens (Keys),
Hakan an der Gitarre, Lea Schneidereit (Bass), Bastian Hildebrandt
(Drums) und Janne Bach aka Deffect (Effekte) aus den Bereichen
Rock, Reggae, Weltmusik und Hip Hop. Neben der instrumentalen
Interpretation bestehender Tracks von Esthaloco (dem Solo-Pro-
jekt von Esther Lischka), erschafft die Band eigene Sounds zu einer
neuen, spannenden Mixtur. Ein interessantes und zugleich unterhalt-
sames Musikprojekt made in Germany, das seine München-Premi-
ere beim CSD feiert.
www.esthaloco.com
Indie-Ya
Esthaloco’s
Saitensprung
D Eine komplette Big Band lässt den Sound von
Count Basie, Bennie Goodman und Glenn Miller
hochleben und bringt so den Marienplatz zum
Swingen. Die 25 Musiker*innen (Trompeten,
Posaunen, Saxophone und Rhythmusgruppe)
spielen neben Big-Band-Klassikern auch Salsa-Ti-
tel von Tito Puente oder Rock-Klassiker von Phil
Collins.
D Das Ensemble besteht aus Studierenden aller
Fakultäten der Hochschule für angewandte Wis-
senschaften München, die die Big Band als Neben-
fach belegen (und dafür auch eine Note erhalten).
Vom CSD München gibt es vorab schon einmal die
Note: Absolutely entertaining!
www.hm-bigband.bastianpusch.de
Big Band
der Hochschule
München
20
:
15
15
:
00
14
:
00
PrideWeek und CSD Künstler
*
innen
43
INFOS+TERMINE AUF WWW.CSDMUENCHEN.DE
D Princessin Hans, aufgewachsen auf den Punk-
literatur- und queeren Kabarettbühnen Berlins,
sind Sänger Hans Kellett und Pianist Jörg Hochap-
fel. Die Amok-Kinder des Berliner Chansons spie-
len mit gängigen Klischees von Celebrity und
Identität und jonglieren dabei mit musikalischen
Genres wie andere Leute mit scharfen Messern.
Das Duo ist nicht nur durch seine mutige Mixtur aus Chanson, Jazz
und Punk zu einem Geheimtipp der Hauptstadt geworden, sondern
auch durch die Leidenschaftlichkeit seiner Live-Auftritte. Das Pub-
likum taucht dabei in eine sinnlich-imaginäre Welt ein, eine Art Par-
alleluniversum, in dem auf Vulkanen getanzt wird und es noch sexy
ist, arm zu sein.
www.princessinhans.de
D Beim ESC-Vorentscheid schaffte es der in
Deutschland aufgewachsene Italiener Jo Morsi
auf die Wildcard-Liste. Der Song „Himmel auf
Erden“ erreichte zwar keine Top-3-Platzierung,
kam aber hervorragend beim Publikum an.
Stimmlich ist der 25-jährige zwischen Adel Tawil
und Chad Kroeger (Nickelback) angesiedelt.
Beim CSD präsentiert er uns seine erste Single live sowie ganz exklu-
siv die nächste Single, welche erst im September erscheint. Außer-
dem darf sich das Münchner Publikum auf die Performance einer
Cover-Version freuen, die Jo speziell für den CSD im Gepäck hat.
www.lioppard.de
Princessin Hans
Jo Morsi
20
:
00
16
:
30
Künstler
*
innen PrideWeek und CSD
44
PrideWeek und CSD Künstler
*
innen
D Kein CSD ohne die bunte und schrille Welt der
Travestie. Auch in diesem Jahr heißt es wieder
„Showtime für sie“ mit den Local Heroes der Mün-
chener Travestieszene. Ein abwechslungsreiches
Programm zur Einstimmung auf das PumpsRace,
wo dann eventuell neue Nachwuchstalente ent-
deckt werden können.
D Mit dabei sind
diesmal zwei
Urgesteine der
Travestie-Kunst:
Baby Bubble (steht
seit mehr als 25
Jahren auf der
Bühne), die Köni-
gin der bayeri-
schen Travestie
mit unberechen-
barem Mundwerk
– bekannt aus Film,
Funk und Kasperl-
theater.
D Des weiteren
freuen wir uns auf
Chantal Gpunkt,
die in diesem Jahr
ihr 25-jähriges
Bühnenjubiläum
feiert. Sie zeleb-
riert eine gelunge-
ne Mischung aus
Chaos und Kunst
auf der Bühne.
Zusammen mit
weiteren Überra-
schungsgästen
zaubern unsere
Local Heroes ein
abwechslungsrei-
ches Programm
auf die Bühne. It’s
Showtime!
www.facebook.com/
babybubble.babybubbleshow
www.magicrobert.de/
chantal-gpunkt
PUMPS
RACE
2014
Was wäre der CSD-Sonntag in
München ohne das legendäre
PumpsRace? Er wäre nur halb so
bunt und halb so unterhaltsam. In
diesem Jahr heißt es back to the
roots. Das bedeutet, es wird wie-
der eine ausgewählte Jury ent-
scheiden, wer am Ende die strah-
lende Siegerin des verrücktesten
Rennens der Republik sein wird.
Es ist wieder Geschicklichkeit
gefragt, wenn es in hohen Absät-
zen durch den Parcour geht, und
Zielsicherheit beim Handtaschen-
Weitwurf. Außerdem müssen sich
dann die Finalist*innen mit Text-
sicherheit und Stimmgewalt beim
Karaokewettbewerb behaupten,
denn am Ende kann es nur eine
geben! Neben Ruhm und Aner-
kennung bedeutet das PumpsRa-
ce einen Riesenspaß für alle
Teilnehmer*innen, den niemand
so schnell vergessen werden wird.
Möge der
höchste Absatz
gewinnen!

Moderation
Ramona Leiß
und Floo Weber
mit Baby Bubble

Anmeldung
Ab sofort unter
pumpsrace@
csdmuenchen.de
oder am Race-Tag
bis 14 Uhr am
CSD-Infopoint an
der Bühne auf
dem Marienplatz

Schnell sein
Unsere Zahl der
Teilnehmer*innen
ist begrenzt, also
rasch anmelden!
14
:
30
14
:
30
17
:
00
Verwaltet durch die
ZUKUNFT
STIFTEN.
GEMEINSAM!

www.muenchner-regenbogen-stiftung.de
089 23000942
DI E STI FTUNG FÜR LESBEN, SCHWULE UND TRANSGENDER
46
Mehr Infos zur
Kiew-Gruppe
www.munichkiev
queer.org
Revolution
im Stillen
Die Ereignisse in der Ukraine
überschlagen sich. Niemand
weiß, wie sich die Lage ent-
wickeln wird. Den Menschen
geht es an die Existenz. Rechte
für Lesben, Schwule, Bisexu-
elle und Transgender sind da
kein Thema. Oder doch?
Community und Themen II Partner-Pride Kiew
47
INFOS+TERMINE AUF WWW.CSDMUENCHEN.DE
ie Situation der sexuellen Minderheiten hat sich in der Ukraine
nicht wirklich verbessert. Nach wie vor ist im Parlament ein
Gesetz anhängig, das die Bewerbung „nicht-traditioneller
Lebensweisen“ in Gegenwart Minderjähriger verbieten will. Die Homo-
phobie in der Gesellschaft ist nicht über Nacht verschwunden, und da
macht es keinen Unterschied, ob es sich um so genannte pro-russische
oder pro-europäische Kräfte handelt. Der Überfall auf den LGBTI-Akti-
visten Konstantin Maltsev, der noch vor wenigen Wochen an einer von
CSD München und Munich Kiev Queer organisierten Workshop-Woche
zum Thema Ehrenamt teilnahm, hat das wieder einmal gezeigt. Wir hat-
ten daraufhin vor dem Münchner Rathaus eine Solidaritäts-Aktion lan-
ciert. „Mit unseren Anliegen wird immer Politik gemacht“, sagt Anna
Dovgopol von der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew. Die Gender-Expertin
sitzt im Organisations-Team des KyivPride. „Beide Seiten instrumenta-
lisieren das Thema für ihre Zwecke.“
Doch stehen die Zeichen auf Hofnung. Mit der Annäherung an die
EU hat das Parlament auch das so genannte Propagandagesetz erstmal
auf Eis gelegt. Und ein visumfreies Reisen wird es am Ende ohne Anti-
diskriminierungsgesetz auch nicht geben. Gleichzeitig stärkt die Regie-
rung die Rechte der Menschenrechtsbeauftragten. „Alles wird in der
nahen Zukunft davon abhängen, ob sich in unserem Land die Zivilgesell-
schaft in aller Ruhe weiterentwickeln und artikulieren kann“, sagt Sta-
nislaw Mischtschenko, International Secretary des KyivPride. Gute
Ansätze dafür habe die Maidan-Bewegung geschafen.
Im Stillen geschieht das bereits. Vor wenigen Wochen ist in vielen
Städten der Ukraine eine Plakatkampagne angelaufen, die für Toleranz
wirbt. Bogdan Globa, Chef der Organisation Fulcrum, tritt immer wieder
im ukrainischen Fernsehen auf, um aufzuklären. Und die Gay Alliance
Ukraine hat vor Kurzem in einigen Orten der Ukraine so genannte Queer
Homes eröfnet, Wohnungen für die Community mit Küche, Sitzgruppe
und Bad. Wer will, kann dort seine eigenen Events organisieren wie
Lesungen, Filmabende oder Partys. „Wir verstehen das als Mittel des
Community-Building“, sagt Taras Karasitschuk, Chairman des KyivPri-
de. „Die Leute sollen einfach hinkommen und sich zuhause fühlen.“
Öfentlich sind diese Plätze freilich nicht. Wer rein will, sollte schon wis-
Menschenrechte sind kein Luxusproblem. Und
deshalb kämpfen die Aktivist*innen in unse-
rer Partnerstadt Kiew auch in unruhigen Zeiten
weiter für Gleichstellung und Akzeptanz, allen
voran unsere Partner*innen vom KyivPride.
Etwa 20 Leute sind seit Monaten dabei, für die Pride
Week, die am 29. Juni beginnt, ein ansprechendes
Programm mit Empfängen, Ausstellungen, Konzer-
ten und Debatten auf die Beine zu stellen. Wenn es
die Situation zulässt, werden die Gay Alliance
Ukraine, Fulcrum, Insight, New Wave und die ande-
ren Lesben-, Schwulen- und Trans*-Gruppen, am 5.
Juli sogar eine Politparade abhalten. Das allerdings
ist unsicher. Auch aus München wird wieder eine
Delegation aus der Community erwartet, die zur
Pride-Woche anreist. Zum Münchner CSD kommen
Ende Juli dann im Gegenzug Gäste aus Kiew.
Die Pride Week
in Kiew lockt mit
Kultur-Events
Kiew ist auch ein
touristisches High-
light. CSD München
und Munich Kiev
Queer fahren mit – ihr
auch? Flug und Hotel
bucht ihr selbst, wir
geben Tipps und über-
nehmen das Rahmen-
programm.

Alle Infos unter
conrad@munichkiev
queer.org
Solidarität in der
Krise – Auf zum
KyivPride!

Vom 29. Juni bis
6. Juli lädt Münchens
Partnerstadt Kiew
zu Pride Week und
March of Equality.
Schließt euch an und
helf aktiv mit, die Rechte
unserer Community
friedlich zu erkämpfen.
sen, wo er klingeln muss. Und die Zukunft? „Die kann im Moment wirk-
lich niemand voraussagen“, meint Stanislaw Mischtschenko. „Vielleicht
beruhigt sich die Lage mit den Präsidentschaftswahlen, vielleicht bleibt
die Situation die nächsten Jahre über instabil. Aber das Leben geht wei-
ter, und wir werden nicht aufgeben.“
Keine Visa-Freiheit ohne Menschenrechte. München protestiert gegen den Überfall auf Konstantin Maltsev.
Partner-Pride Kiew Community und Themen II
48
CSD-Land Bayern
Die großen CSDs kennt fast jeder. Berlin,
Köln, Hamburg, München. Aber auch
außerhalb der liberalen Metropolen gibt
es viel zu entdecken. Hättet ihr gedacht,
dass heuer insgesamt sechs CSDs in Bay-
ern stattfinden? Der jüngste wird sogar
gleich vor den Toren Münchens in Bad
Tölz veranstaltet. Gefeiert und gefordert
wird außerdem in Nürnberg, Ulm/Neu-
Ulm, Regensburg und Würzburg. Augs-
burg pausiert in diesem Jahr.
Der CSD-Sommer
in Bayern
CSD Regensburg
21. Juni 2014
csd-regensburg.de

CSD München
12. bis 20. Juli 2014
csdmuenchen.de

PrideWeekend
Bad Tölz
1. bis 3. August 2014
schutzev.de

CSD Nürnberg
2. August 2014
csd-nuernberg.de

CSD Ulm/Neu-Ulm
2. August 2014
csd-ulm.de

CSD Würzburg
31. August 2014
csd-wuerzburg.com
Einwohner:
138.296
Special Feature:
Regensburger Altstadt
gehört zumUNESCO-
Welterbe.


Einwohner:
1.400.000
Special Feature:
1980fand der erste
Christopher Street Day
in München statt.


Einwohner:
17.946
Special Feature:
Liegt immittleren Isar-
tal, amnördlichen Ein-
gang zumIsarwinkel.


Einwohner:
495.121
Special Feature:
Nürnberg ist die zweit-
größte Stadt des Frei-
staat Bayerns.


Einwohner kombiniert:
170.000
Special Feature:
Am22. Juli 854 wurde
Ulmerstmals urkundlich
genannt.


Einwohner:
124.577
Special Feature:
Die Facebook-Seite
des CSDWürzburg hat
über 800Freunde.


CSDAugsburg
Fällt heuer aus, csd-augsburg.de
Pride Weekend in Bad Tölz
Freitag, 1. bis Sonntag, 3. August 2014
Veranstaltet wird das Pride Weekend von
den SchuTz – Schwule und Lesben in Tölz
und im Oberland e. V. Den Verein gibt es seit
1994, die 20-Jahr-Feier ist nun Anlass, nach
außen zu gehen und die LGBTI-Community aus ganz
Oberbayern, der Landeshauptstadt und dem benach-
barten Tirol zu einem bunten Fest mit den Tölzern und
Oberländlern einzuladen.
Programm:
D Fr, 1. 8. ab 20 Uhr: 20-Jahr-Feier Schutz e. V.—
Rainbownight in Tölz—Disco und Party—Turmkeller
D Sa, 2. 8. ab 11 Uhr: Infostände in der Marktstraße
beim Winzererdenkmal—Marktstraße D Sa, 2. 8. ab
16 Uhr: Gay-Pride von der Marktstraße zur „alten
Schießstätte“—Marktstraße D Sa, 2. 8. ab 18 Uhr:
Queer Abend in der alten Schießstätte—Party 20-
Jahre Schutz e. V.— Schützenweg 3 D So, 3. 8. ab 11
Uhr: Literarischer Frühschoppen mit Markus Eber-
hard— Benediktbeurer Straße 2 D So, 3. 8. ab 15 Uhr:
Ökumenischer Abschlussgottesdienst—Tennerkapel-
le—Benediktbeurer Straße 2
CSD Nürnberg
Samstag, 2. August 2014
„Gute Liebe – Schlechte Liebe? Wir lieben
doch nicht anders!“ Die Frankenmetropole
hisst auch dieses Jahr wieder die Regenbo-
genflagge und verwandelt den Nürnberger
Jakobsplatz in ein buntes lesbischwules Straßenfest.
Das diesjährige Motto: „Gute Liebe – Schlechte Liebe?
Wir lieben doch nicht anders!“ drückt aus, dass es in
der öffentlichen Diskussion um Akzeptanz ganz einfach
um Liebe gehen sollte. Liebe zwischen zwei Menschen,
die füreinander Verantwortung übernehmen. „Mit allen
Pflichten, aber eben auch mit allen Rechten!“, so Dieter
Barth, Organisator des Nürnberger CSD. Am 2. August
wird viel geboten, allem voran ein Festakt zur Gründung
des „Nürnberger Bündnisses gegen Trans- und Homo-
phobie“.
Programm:
D Sa, 2. 8. : CSD-Demo (Beginn bitte online nach-
schauen) D Sa, 2. 8. ab 13 Uhr: CSD-Straßenfest—
Jakobsplatz—Alle Infos zur CSD-Woche in Nürnberg
unter www.csd-nuernberg.de
Support und Partner
*
innen Pride
49
INFOS+TERMINE AUF WWW.CSDMUENCHEN.DE
Plakatmotiv-
Pitch 2014
T-Shirts, Caps, Lanyards,
Regenschirme und vie-
les mehr bekommt ihr
als exklusive CSD-Mün-
chen- Edition nur von
unserem Kooperations-
partner „Die Regenbo-
genManufaktur“. Entwe-
der im Online-Shop
bestellen oder am CSD-
Infopoint beim Straßen-
fest hinter der Show-
bühne auf dem
Marienplatz direkt
mitnehmen.
www.die-regenbogen
manufaktur.com
Wir danken allen Erstsemestern der Design-
schule München. In einem spannenden
sechswöchigen Kreativprozess wurden mehr
als 50 Vorschläge für den CSD-Plakatmotiv-
Pitch erarbeitet. Das Team von Sarah Esch-
bach und Ines Korbacher konnte diesen dann
schließlich für sich entscheiden. Das Motiv
zeigt Menschen wie du und ich, verschiede-
nen Geschlechts, Alters und Hautfarbe. Sie
alle sind gesichtslos und tragen weiße Unter-
wäsche. So wird Gleichheit symbolisiert, los-
gelöst von Etiketten wie Sexualität und
Geschlechtszugehörigkeit. Die mit den Hän-
den auf Schritthöhe geformten Regenbogen-
herzen lenken die
Aufmerksamkeit
zunächst auf die
Geschlechtsteile.
Gleichzeitig verhin-
dern sie aber durch
das Verdecken eine
Reduktion auf Sexu-
alität. Stattdessen
stehen bunte Vielfalt,
Akzeptanz und ein
herzliches Miteinan-
der im Vordergrund.
www.designschule-
muenchen.de
Show your Pride
Pride Support und Partner
*
innen
50
UNSERE PARTNER*INNEN
UNSERE SPONSOREN*INNEN
UNSERE UNTERSTÜTZER*INNEN
sportler-gegen-stigma.de lufthansa.de o2online.de mini-muenchen.de
muenchen.de/kulturreferat muenchner-regenbogen-stiftung.de
Verwaltet durch die
abendzeitung.de allround-team.com thomas-kollegen.com bau-munich.de
beatekremer.de
burnabit.com charivari.de cumon.com designschule-muenchen.de
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kyivpride.org
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SzeneTimer
s-bahn-muenchen.de die-regenbogenmanufaktur.com queerbeat.de
nyclub.de prinzmed.de
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nightlife-check.de
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DANKE!
Der CSD München bedankt sich bei
allen Sponsor*innen, Unterstützer*innen
sowie Medien-, Community- und
Kooperationspartner*innen.
munichkievqueer.org muenchner-bank.de muenchen-ticket.de
moskitoevent.de
m
e
moskitoevent
mathaeser.de
raleske.de leo-magazin.de
cafenil.com
Impressum Support und Partner
*
innen
CSD München GmbH
Lindwurmstraße 71
80337 München
Telefon (089) 54333-211
Telefax (089) 54333-212
info@csdmuenchen.de
www.csdmuenchen.de

Herausgeber
Alexander Kluge

Chefredaktion
Susi Hillebrand V.i.S.d.P.
und Stephanie Olbrich

Redaktionelle
Beiträge
Rita Braaz, Conrad Breyer,
Martin Brunnett, Susi
Hillebrand, Alexander
Kluge, Thomas Niederbühl,
Stephanie Olbrich, Dieter
Reiter und Frank Zuber

Titelmotiv
Sarah Eschbach und
Ines Korbacher (Design-
schule München)

Fotos
Kornelija Rade, Erwin
Harbeck, Michaela Hand-
rek-Rehle, Miriam Schiran,
Sistas Inspiration, Martin
Langhorst und Frank Zuber
(wenn nicht anders ange-
geben).

Grafk und Layout
Frank Zuber
Graphic Design

Anzeigenleitung
Alexander Kluge
Telefon (089) 54333-211

Druck
ADV – Augsburger Druck-
und Verlagshaus GmbH

Vertrieb
Eigenvertrieb der
CSD München GmbH

Von Hamburg
bis Zürich
Der PrideGuide wird an
ca. 400 Stellen in München
und zusätzlich an ausge-
wählten Hotspots in Nürn-
berg, Augsburg, Regens-
burg, Berlin, Hamburg,
Köln, Frankfurt, Leipzig,
Dresden, Salzburg,
Innsbruck und Zürich
kostenlos verteilt.
Für unverlangt eingesandtes Bild- und Textma-
terial wird keine Haftung übernommen. Verviel-
fältigung, Speicherung und Nachdruck nur mit
Genehmigung des Verlages. Gerichtsstand ist
München. Namentlich gekennzeichnete Artikel
sowie Grafiken und Illustrationen dürfen nur mit
schriftlicher Genehmigung weiterverwendet
werden! Die Abbildung oder Erwähnung einer
Person ist keinerlei Hinweis auf deren sexuelle
Orientierung.
Surfen im Ausland bei ø Blue All-in
immer inklusive .
*
Bis
zu 500 MB
in über
30 Ländern
* Bei Buchung der Tarife œ Blue All-in S, M, L oder XL zwischen dem zwischen dem 20.5. und 30.9.2014 ist mit jedem Tarif ein monatliches Inklusiv-Datenvolumen für mobiles Surfen im Ausland nutzbar. Damit können Sie während
der gesamten Vertragslaufzeit monatlich 50 MB (S, M) bzw. 300 MB (L) bzw. 500 MB (XL, Premium) in folgenden Ländern und Gebieten versurfen: EU, Andorra, Französisch Guyana, Gibraltar, Guadeloupe, Guernsey Island, Isle
of Man, Jersey, La Réunion, Liechtenstein, Martinique, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz, Vatikanstadt. Nach Verbrauch des Auslands-Datenvolumens ist mobiles Surfen nur durch erneute Buchung einer Datenoption
möglich. Nicht genutztes Datenvolumen nicht übertragbar auf Folgemonat. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 1 MBit/s. Weitere Tarifdetails z.B. im Tarif œ Blue All-in M: Mtl. Paketpreis 29,99 €. Anschlusspreis 29,99 €.
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München ist ...
...bunte Lebensfreude!
J
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Anz_PrideGuide_München_2014.indd 1 12.05.14 10:22