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Zusatzstoffe in Lebensmitteln

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E wie essbar Zusatzstoffe in Lebensmitteln TITELMONTAGE: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE

NEWS

essbar Zusatzstoffe in Lebensmitteln TITELMONTAGE: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE

GESUNDHEIT

in Lebensmitteln TITELMONTAGE: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN

TIPPS

in Lebensmitteln TITELMONTAGE: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR

FITNESS

TITELMONTAGE: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN

ERNÄHRUNG

TITELMONTAGE: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM

AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 34. Ausgabe, März 2005

Bewegung & Fitness

Nordic Walking

Neues aus der Forschung

Rückentherapie

Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Rückenschmerzen

FOTO: PHOTOS.COM

EditorialEditorial

FOTO: PHOTOS.COM Editorial Editorial D D as Herz gilt in vielen Kulturen als Sitz der Seele.

DD as Herz gilt in vielen Kulturen als Sitz der Seele. Anhänger der psy-

chosomatischen Medizin behaupten sogar, dass Krankheiten immer aus seelischem Leid heraus entstehen. Sie meinen, dass unterdrückte Emotionen Auslöser für Herzrhythmusstörungen und andere Herzfunktionsstörungen sein können. Wir wollten es genauer wissen und nehmen im diesmaligen Titelthema „Das Herz – der Rhythmus des Lebens“ das präsenteste unserer Organe genauer unter die Lupe.

Fakt ist, dass das Herz und unsere Gefühle eng miteinander verknüpft sind. Bekommen wir einen Schreck, freuen uns, stehen unter Stress oder verlieben uns, so geht das immer mit einem beschleunigten Herzrhythmus einher. So ist es nicht ganz abwegig zu behaupten, dass das Herz das Zentrum unserer Emotionalität ist. Stress gilt zum Beispiel als Herzfeind Nummer eins.

Welche Rolle das Herz im Blutkreislauf spielt und was es mit dem Blut- hochdruck auf sich hat, erfahren Sie ebenfalls in unserem Titelthema.

Informieren Sie sich über die Risiko- faktoren für Herzkrankheiten und lesen Sie, was zu tun ist, wenn das Herz in Not ist. Dank intensiver Forschung gibt es mittlerweile diverse Möglichkeiten festzustellen, ob die Gefahr eines Herz- infarkts vorliegt. Liegen Entzündungen in den Gefäßen vor? Sind arterios- klerotische Ablagerungen zu erkennen? Wir stellen Ihnen Methoden vor, die die möglichen Vorboten eines Infarkts an- zeigen können. Zu guter Letzt möchten wir Ihnen Tipps ans Herz legen, wie das selbe trainiert werden kann. Neben der Ernährung spielt da die Stressbewälti- gung auch eine große Rolle. Lesen Sie den „herzhaften“ Artikel ab Seite 22.

In der Rubrik „Körper & Seele“ stellen wir Ihnen den Beziehungsführerschein vor. Die Kommunikation ist in einer Beziehung das A und O, und auch das Streiten will gelernt sein. Informieren Sie sich ab Seite 10, was man bei einem Streit berücksichtigen sollte, um den Partner nicht zu verletzen, und wieso es auch einer gut funktio- nierenden Beziehung gut tut, sich ab und zu zu streiten.

nierenden Beziehung gut tut, sich ab und zu zu streiten. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre

zu zu streiten. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre Petra Wons Vorstand der Medicom Pharma

Petra Wons

Vorstand der Medicom Pharma AG

Stärken Sie sich selbst den Rücken – ab Seite 34! Denn Rückenschmerzen hat sicher jeder schon einmal erlebt. Wie man Rückenleiden vorbeugt und wie sie sich heilen lassen, erfahren Sie in der Rubrik „Neues aus der Forschung“. Außerdem: Übungen für die Halswir- belsäule und ein Selbsttest für Ihre Haltung.

Nordic Walking ist ein neuer Trend unter den Sportliebhabern. Das Gehen mit den Stöcken steigert die Ausdauer, stärkt die Muskeln und schont dabei die Gelenke. Das Gute ist, dass Sie kaum Equipment benötigen und sich an der frischen Luft bewegen. Beson- ders wichtig ist bei der Ausführung die richtige Technik! Diese stellen wir Ihnen ab Seite 18 vor.

Liebe Leser, wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit dieser „herzlichen“ Ausgabe der MEDICOM.

Man sieht nur

mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

(Antoine de Saint-Exupéry)

Inhalt Titelthema: Das Herz – der Rhythmus des Lebens Schlägt Ihr Herz im Takt? Und
Inhalt
Titelthema: Das Herz –
der Rhythmus des Lebens
Schlägt Ihr Herz im Takt?
Und ist es auch intakt?
Heutzutage gibt es diver-
se Methoden, um heraus-
zufinden, ob die Gefahr
einer Herzkrankeit be-
steht. Und es gibt ebenso
viele Möglichkeiten, die-
ser vorzubeugen. Welche
Körper & Seele:
Der Beziehungsführerschein
Richtig miteinander sprechen – das hört sich so einfach an,
ist es aber in der Praxis nicht. Schneller, als einem lieb ist,
läuft man Gefahr, den Gesprächspartner zu verletzen,
man sagt etwas, was man besser nicht hätte sagen sollen.
Besonders in einer Beziehung ist Feingefühl gefragt!
Wie man sich streitet, ohne den anderen zu kränken,
und warum der Streit Bestandteil einer gesunden Beziehung
sein sollte, erfahren Sie in der Rubrik „Körper & Seele“.
Ab Seite10
Ab Seite
Bewegung & Fitness:
1818
Nordic Walking
Das Laufen mit den Stöcken gewinnt immer mehr An-
hänger. Das Gute ist: Diese Sportart kostet wenig Geld.
Was man braucht, sind hochwertige Lauf- oder
Walkingschuhe und Stöcke. Es wurde bewiesen, dass
Nordic Walking gut fürs Herz ist. Wie man diesen Sport
korrekt ausführt, erfahren Sie ab Seite 18.
Neues aus der Forschung:
Ab Seite 34
Sich selbst den Rücken stärken
Rückenschmerzen sind der Grund für jede dritte
Krankschreibung und Wirbelsäulenprobleme die
Ursache für jeden zweiten Antrag auf Frührente.
Grund genug, Rückenleiden frühzeitig vorzubeugen!
Wie Sie sich selbst den Rücken stärken können,
lesen Sie in der Rubrik „Neues aus der Forschung“.
Ab Seite 2222 Kurzmeldungen: Smarte Spende! Olivenöl hilft gegen Brustkrebs Bedenkliche Algenprodukte
Ab Seite 2222
Kurzmeldungen:
Smarte Spende!
Olivenöl hilft gegen Brustkrebs
Bedenkliche Algenprodukte
Gesundheitsmeldungen
Allgegenwärtige Droge Koffein
Neues Antibiotikum gegen
Tuberkulose
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5
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MEDICOM informiert:
Aminosäuren: Sind sie als
Nahrungsergänzungen sinnvoll?
8
Gesundheit & Recht:
Gerichtsurteile
9
Körper & Seele:
Der Beziehungsführerschein
10
Fotowettbewerb
14
Mental-Serie:
Authentizität: die Kunst,
„man selbst“ zu sein
15
Bewegung & Fitness:
Nordic Walking
18
Titelthema:
Das Herz –
der Rhythmus des Lebens
22
Neues aus der Forschung:
Sich selbst den Rücken stärken
34
Essen & Trinken:
E wie essbar
Vitalstoff-Rezept
38
41
Rubriken:
Editorial
2
Impressum
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Leserbriefe
42
Rätselseite
43

das sind, welche Risikofak- toren Ihr Herz schwächen können, was bei einem

Infarkt zu tun ist und wie Sie Ihr Herz selbst stärken

und trainieren können,

erfahren Sie unter

anderem in unserem

Titelthema.

FOTO: FOODPIX

FOTO: FOODPIX Smarte Spende! Ein Auto für einen guten Zweck S eit 1992 ruft RTL zu
Smarte Spende! Ein Auto für einen guten Zweck S eit 1992 ruft RTL zu Spenden
Smarte Spende!
Ein Auto für einen guten Zweck
S eit 1992 ruft RTL zu Spenden auf.
Jedes Jahr veranstaltet der Fern-
sehsender unter Beteiligung von
Schauspielern und Sportlern, Poli-
tikern und Prominenten einen Spen-
denmarathon. Natürlich immer für
einen guten Zweck: Ob für Kinder,
die in Not sind, für Opfer von Natur-
katastrophen oder Kriegsopfer – RTL
hat mit seinen berühmten Spenden-
marathons schon viele Hilflose unter-
stützt!
Auch die Medicom Pharma AG nimmt
ihre soziale Verantwortung in unserer
Gesellschaft ernst – und unterstützt
die Stiftung „Wir helfen Kindern“ seit
ihrer Gründung mit regelmäßigen
Spenden. Im November letzten Jahres
hat die Medicom Pharma AG wieder
aktiv dazu beigetragen, den Spen-
dentopf zu füllen: Sie stellte einen
Smart zur Verfügung. Die Auktion im
Vorfeld des RTL-Spendenmarathons
erbrachte 8.000 Euro und samt einer
zusätzlichen Spende der Medicom
Pharma AG waren später 10.000 Euro
mehr auf der Spendenuhr.
Die Spenden gehen 1 : 1 an die Kinder-
hilfsprojekte, u. a. sollen Transit
Homes in Nepal, ein Heim für miss-
brauchte Kinder in Rosenheim, das
Centrum für Essstörungen an der
Berliner Charité und die Geiselopfer
von Beslan unterstützt werden.
Ein Smart für einen
guten Zweck: Die
MEDICOM spendete
dieses Auto für den
RTL-Spendenmarathon.
FOTO: MEDICOM PHARMA AG
FOTO: MEDICOM PHARMA AG

Ölsäure kann Forschungsergebnissen zufolge das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, senken

Olivenöl hilft gegen Brustkrebs

Inhaltsstoffe des Olivenöls unterdrücken ein krebsauslösendes Gen in Brustkrebszellen

moleküle, die die Zellteilung fördern. Werden die Onkogene überaktiviert, kommt es zu einer übermäßigen Zell- teilung, die Zellen entarten zu Krebszel- len und es entstehen bösartige Tumore (Krebsgeschwulste).

Durch die Aktivierung des Onkogens „Her-2/neu“ wird ein Eiweißstoff gebil- det, der an der Oberfläche der Krebszelle als Rezeptor, also als „Empfangsstelle“, für Wachstumshormone dient. Wachs- tumshormone beschleunigen die Zell- teilung. Durch die Überaktivierung des Onkogens „Her-2/neu“ in der Krebszelle werden besonders viele Rezeptoren für das Wachstumshormon an der Krebs- zellenoberfläche angebracht, dadurch kommt es zur massiven Zellteilung und zu starkem Tumorwachstum. Olivenöl scheint bei dieser Form von Krebszellen hemmend wirksam zu sein. Damit unter- stützt es auch das Medikament Herzeptin, das ebenfalls gegen das „Her-2/neu“- Onkogen gerichtet ist und bei Brust- krebspatientinnen eine Verlangsamung des Tumorwachstums bewirken kann.

U S-amerikanische Wissenschaftler ha- ben jetzt in Laboruntersuchungen

herausgefunden, wie Olivenöl möglicher- weise vor Brustkrebs schützt. Ölsäure, die maßgebliche Fettsäure des Olivenöls, kann anscheinend die Aktivität eines Gens bremsen, das unter bestimmten Um- ständen die Bildung von Krebszellen fördert. Diese Untersuchungser- gebnisse könnten erklären, warum die typische mediterrane Kost, die viel Olivenöl enthält, das Krebsrisiko senkt. In der Labor- untersuchung wurde zu den im Reagenzglas befindlichen Brust- krebszellen Ölsäure (Oleinsäure) gegeben. Diese Fettsäure konnte die Aktivität des Onkogens (krebsförderndes Gen) „Her-2/neu“ um 46 Prozent senken. In 20 Prozent aller Brustkrebsfälle ist das Onkogen „Her-2/neu“ überaktiv und für das besonders aggressive Tumorwachstum verantwortlich.

Zur Wirkungsweise: Onkogene bewir- ken die Herstellung bestimmter Eiweiß-

FOTO: STONE

Bedenkliche Algenprodukte

„Die Welt“ hat darauf hingewiesen, dass Algenprodukte nicht als Nahrungsergänzungen geeignet sind. Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Informationsdienst „arznei-telegramm“ warnten, dass die angeblichen Heilwirkungen als „abstrus“ zu bewerten sind.

M umps, Herpes, Grippe, Windpocken und sogar Krebserkrankungen sol-

len durch Algenprodukte zu heilen sein. Auch gegen Depressionen oder Aufmerk- samkeitsstörungen, schlechtes Gedächtnis oder Schlafstörungen sollen sie helfen. Dafür gibt es jedoch keinerlei wissen- schaftliche Belege. Als Ganzes verzehrt, können Algen zwar zur Ballaststoffzufuhr beitragen, bei getrockneten Algenpro- dukten wie Spirulina-Tabletten ist der Ballaststoffgehalt jedoch nur noch sehr gering. Algen sind in der Lage, über ihre Oberfläche Mineralien aus dem Meer- wasser aufzunehmen, daher weist die ganze Pflanze zum Teil sehr hohe Gehalte an Vitalstoffen auf.

Algen sollen – den Vertreibern von entsprechenden Produkten zufolge – auf- grund hoher Gehalte an Vitamin B 12 als Nahrungsergänzung für Veganer beson- ders geeignet sein. Da die vegane Kost- form ausschließlich pflanzlich orientiert ist und Vitamin B 12 nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft sowie in sehr geringer Konzentration in fermentierten Produkten enthalten ist, kann es bei veganer Ernährung zu einer Unterversorgung mit

Vitamin B 12 kommen. Allerdings enthal- ten Algenprodukte, anders als von den Anbietern vielfach behauptet, praktisch ausschließlich unwirksame Formen des Vitamins. Der Grund sind analytische Pro- bleme bei der Herstellung der Produkte, die dazu führen, dass aktive und inaktive Formen nur unzureichend unterschieden werden können.

Untersuchungen zeigen, dass verschiedene Produkte bei Menschen keine Verbesse- rung der Vitamin-B 12 -Versorgung be- wirkten, obwohl sie angeblich aktive Formen des Vitamins enthielten. Multi- vitalstoff-Präparate tragen im Gegensatz zu den Algenprodukten nennenswert zur Deckung des empfohlenen Tagesbedarfs an den enthaltenen Vitalstoffen bei. Besonders deutlich wird das Defizit einiger Algenprodukte am Beispiel der Folsäure, die häufig nur zu einem Bruch- teil der empfohlenen täglichen Dosis ent- halten ist. Dies ist insofern bedenklich, als die Folsäureversorgung über die Nahrung ohnehin als kritisch gilt. Man sollte daher auf Nahrungsergänzungen auf Algenbasis verzichten und Defizite mit hochwertigen Vitalstoff-Produkten ausgleichen.

Die Alge: Als Ganzes verzehrt, ist sie aufgrund des hohen Vitalstoff- Gehalts gesund. Von getrockneten
Die Alge: Als Ganzes verzehrt, ist
sie aufgrund des hohen Vitalstoff-
Gehalts gesund. Von getrockneten
Algenprodukten wird jedoch
abgeraten.

Gesundheitsmeldungen

GANZ KURZ

Trinkfaule Deutsche

Laut einer Umfrage des Emnid-Instituts trinkt jeder zweite Deutsche zu wenig.

51 Prozent nehmen weniger als zwei Liter

Flüssigkeit täglich über Getränke und Lebensmittel zu sich. Das ist nicht ausrei- chend. Ernährungswissenschaftler empfeh- len, täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit wie Wasser, verdünnte Säfte oder Kräuter- tee zu trinken. Besonders Personen, die Sport treiben, sollten reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Überraschend: Obwohl Frauen üblicherweise mehr auf ihre Gesundheit achten als Männer, trinken sie weniger. Nur 42 Prozent der Frauen trinken

genügend, bei den Männern waren es

56 Prozent.

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Keine Sauna nach dem Sport Wer direkt nach dem Sport in die Sauna geht, belastet seinen Organismus zu stark. Der Puls muss sich erst wieder im Ruhebe- reich bewegen, bevor man seinen Körper der Hitze aussetzt. Auch empfehlenswert:

Zwei Stunden vor dem Saunagang sollte nichts gegessen werden. Tabu sind Saunagänge bei Infekten, Fieber oder Nie- renkrankheiten. Menschen mit Bluthoch- druck oder Krampfadern sollten vor dem Schwitzvergnügen ihren Arzt fragen.

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Herrchen und Frauchen sind gesünder Tierbesitzer leben gesünder, das ergab eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 24.000 Deut- sche wurden zu ihrer Gesundheit befragt. Bei Menschen mit Haustieren waren Arzt- besuche um 15,6 Prozent seltener als bei den Studienteilnehmern, die kein Tier besaßen. Bei Hundebesitzern kommt hinzu, dass sie sich durch das tägliche „Gassi- gehen“ viel an der frischen Luft bewegen.

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Quarkumschläge gegen Halsschmerzen Halsschmerzen bei Kindern können mit Quarkumschlägen gemildert werden. Und so funktioniert das Hausmittel: Quark dünn auf ein Seidentuch streichen, einschlagen und zwischen zwei Wärmebeuteln aufwär- men. Zusätzlich sollte ein warmer Schal um den Hals gewickelt werden. Das Gurgeln mit Salzwasser oder Salbeitee hilft zu- sätzlich von innen.

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Herzfreundlich: Obst und Gemüse Einer großen US-Studie zufolge schützen Obst und Gemüse das Herz. Der tägliche Verzehr von fünf oder mehr Portionen Obst und Gemüse stärkt laut der Untersuchung das Herz ganz besonders. Ein genereller Krebsschutz konnte nicht bewiesen werden, nur in Einzelfällen wurden Erfolge festgestellt: Eine Ernährung mit viel Brokkoli, Blumenkohl, Tomaten, Weißkohl und Kresse reduzierte bei männlichen Studienteilnehmern die Häufigkeit von Blasenkrebs.

FOTO: PHOTOS.COM

FOTO: IMAGE SOURCE

FOTO: PHOTOS.COM FOTO: IMAGE SOURCE Koffein – nicht nur in Kaffee enthalten. Koffein findet sich ebenso

Koffein – nicht nur in Kaffee enthalten. Koffein findet sich ebenso in Schokolade, Schmerztabletten, Tee und Cola.

Allgegenwärtige Droge

KOFFEIN

Kaum zu glauben: Babys kommen in den Industrieländern meistens bereits mit Spuren von Koffein im Körper zur Welt.

K aum jemand, der nicht täglich Koffe- in zu sich nimmt – selbst wenn er

keinen Kaffee trinkt. Koffein ist nämlich nicht nur in Kaffee, sondern auch in Cola, in Tee, in Schokolade, in Energy- drinks, in Schmerztabletten und – seit neuestem – auch in Strumpfhosen enthal- ten. In den Industrienationen nehmen die Menschen so viel Koffein zu sich, dass Mütter das Koffein bereits über die Nabel- schnur auf ihre Babys übertragen. Das berichtet das Wissensmagazin National Geographic in seiner Januarausgabe.

Ein bis zwei Tassen Kaffee am Tag sind den Forschern zufolge nicht schädlich. Doch sollte immer bedacht werden, dass es sich bei Koffein um eine Droge handelt, die sowohl geistige als auch körperliche Funktionen beeinflusst.

Ein deutliches Beispiel

Wer täglich durchschnittlich 650 Milli- gramm Koffein zu sich nimmt – die Men- ge entspricht etwa vier Bechern Kaffee – spürt deutlich, wenn er darauf verzichtet.

Die Seh- und Höraktivität im Gehirn nimmt ab. 250 Milligramm Koffein steigern sie wieder – jedoch nur bis zu einem Niveau, das Menschen, die selten oder keinen Kaffee trinken, auch ohne Koffein erreichen. Fazit: Wer regelmäßig Kaffee trinkt, braucht Koffein, damit sein Gehirn einfach nur normal arbeitet. Wer nun glaubt, sich durch Teetrinken der Drogenwirkung entziehen zu kön- nen, der irrt. Auch in Tee ist Koffein ent- halten, allerdings nur eine geringere Menge. Die im Tee befindlichen Gerbsäu- ren haben jedoch Einfluss auf die Koffe- inwirkung, da sie eine Verzögerung des Koffeinabbaus verursachen. Das mit den Gerbstoffen vermischte Koffein des Tees entfaltet seine Wirkung daher langsa- mer, aber auch länger als das Koffein des Kaffees.

Auch Schokolade und Schmerztabletten enthalten Koffein. Bitterschokolade ist sogar dreimal so koffeinhaltig wie Voll- milchschokolade. Man müsste allerdings mehr als zwei Tafeln Bitterschokolade essen, um auf den Koffeingehalt einer Tasse Kaffee zu kommen.

Das in Strumpfhosen enthaltene Koffein soll natürlich nicht wach machen, son- dern angeblich zu schlankeren Ober- schenkeln verhelfen. Die seit letztem Jahr auf dem Markt erhältlichen Strumpfhosen enthalten in ihren Fasern geruchsfreie Mikrokapseln auf Koffeinbasis. Durch die Reibung beim Tragen der Strumpfhosen entsteht laut Hersteller ein Wärmeeffekt, mit dem die Fettverbrennung angekurbelt und das Gewebe gestrafft werden soll.

angekurbelt und das Gewebe gestrafft werden soll. Manche Strumpfhosenfasern enthalten Koffein. Durch die

Manche Strumpfhosenfasern enthalten Koffein. Durch die Reibung beim Tragen entsteht ein Wärmeeffekt, mit dem die Fettverbrennung ange- kurbelt und das Gewebe gestrafft werden soll.

FOTO: EYE OF SCIENCE/AGENTUR FOCUS

FOTO: EYE OF SCIENCE/AGENTUR FOCUS Tuberkulosebakterien in 10.000-facher Vergrößerung. Ein neues Antibiotikum soll nun

Tuberkulosebakterien in 10.000-facher Vergrößerung. Ein neues Antibiotikum soll nun helfen, die Tuberkulose zu bekämpfen.

Neues Antibiotikum gegen Tuberkulose entdeckt

Jedes Jahr sterben zwei Millionen Menschen an Tuberkulose, obwohl es eine behandelbare Krankheit ist. Das Problem: Viele Stämme des Tuberkuloseerregers (Mycobacterium tuberculosis) sind gegen die derzeit verfügbaren Antibiotika beinahe oder vollständig resistent.

I n jedem Tuberkulosepatienten gibt es ein paar Bakterien, die gegen einzelne

Wirkstoffe unempfindlich sind. Bei der Therapie muss deshalb immer eine Kombination aus mindestens drei unter- schiedlich wirkenden Antibiotika gege- ben werden, um zu verhindern, dass die resistenten Bakterien Überhand gewin- nen. Jetzt – nach 40 Jahren – ist ein neuer, viel versprechender Wirkstoff ge- gen die auch als Schwindsucht bekannte Bakterienerkrankung gefunden worden. Noch hat der Wirkstoff keinen Namen. Seine Nummer „R207910“ steht jedoch bereits für eine große Hoffnung in der Geschichte der Bekämpfung der Tuber- kulose. Das Medikament wird schon jetzt besser als die herkömmlichen einge- schätzt. Dabei funktioniert der Wirkstoff völlig anders als die vier bekannten Klassen von Antibiotika. Einige der bis- her vorhandenen Antibiotika verhindern, dass Bakterien Zellwände aufbauen, andere stören die Herstellung von Erb- molekülen oder von wichtigen Eiweißen.

R207910 hindert die Bakterien jedoch daran, Energie zu bilden, was dazu führt, dass sie sich nicht mehr vermehren kön-

nen und sogar absterben. Diese neuartige und spezifische Wirksamkeit der Subs- tanz macht es den Tuberkulosebakterien schwer, unempfindlich zu werden, und selbst solche Tuberkulosekeime, die bereits gegen ein oder mehrere andere Antibio- tika resistent sind, können abgetötet wer- den. Das haben Tierversuche mit Mäusen gezeigt: Die Tuberkulose heilte bei den Mäusen, die eine Kombinationstherapie mit R207910 erhielten, doppelt so schnell aus. Wenn sich diese Ergebnisse auch für den Menschen bestätigen, werden Patien- ten mit einer akuten Tuberkulose künftig nur noch drei anstatt wie bisher sechs Monate lang Tabletten gegen die Tuberku- lose einnehmen müssen. Bei Infektionen mit bereits resistenten Keimen würde die Behandlung maximal ein Jahr dauern und nicht mehr zwei Jahre.

Die ersten Tests ergaben keine Neben- wirkungen beim Menschen. Ob R207910 die Tuberkulose beim Menschen genauso effektiv bekämpft wie bei den Mäusen und ob es auch bei längerer Einnahme nebenwirkungsfrei ist, wird nun in klini- schen Studien untersucht. Die Ergebnisse werden frühestens in einem Jahr erwartet.

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Bewahren uns Antioxidantien vor Krebs?

Können Vitamine vor Arteriosklerose schützen?

Verhindern Vitalstoffe Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Oft gestellte Fragen, die niemand eindeutig beant- worten kann. Auch in diesem Buch spielen diese Fragen eine große Rolle. Der Autor verspricht Ihnen keine Antworten, aber Sie werden sich nach dem Lesen dieses Buches sicher ein besseres Bild von der Leistungsfähigkeit von Vitalstoffen machen können.

Neben einem kurzen einführenden Teil zur allge- meinen Funktion von Vitalstoffen werden über 50 Studien zu ausgewählten Vitalstoffen kurz zu- sammengefasst. Lesen Sie in den Originalstudien, was es wirklich mit Vitalstoffen auf sich hat.

Der Nutzen von Nahrungsergänzungen für die Gesundheit wird oft zwiespältig diskutiert. Der Autor stellt die derzeitige Rolle von Nahrungsergänzungen dar, zeigt die Möglichkeiten und Grenzen von Nahrungsergänzungen auf und beleuchtet, warum Vitalstoffe – sei es aus der Ernährung oder aus Nahrungsergänzungen – so wichtig für den Menschen sind.

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INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG

34. AUSGABE, MÄRZ 2005

GRAFIK: DPNY

Aminosäuren

Sind sie als Nahrungs- ergänzungen sinnvoll?

teinmenge. Da wir nahezu täglich tieri- sche Lebensmittel verzehren, sind wir mit Aminosäuren und Proteinen überversorgt. Eine Ergänzung der in den Industrienatio- nen üblichen Ernährung mit nichtessen- ziellen und essenziellen Aminosäuren ist aufgrund des hohen Stellenwertes von Le- bensmitteln tierischen Ursprungs auf un- seren Speiseplänen überflüssig.

„Viel hilft viel“

Das ist die falsche Devise. Proteine sind lebensnotwen- dig und daher für den Men- schen auch in größerer Men- ge zunächst nicht schädlich. Dennoch hat sich gezeigt, dass eine starke Erhöhung der Proteinzufuhr auch Risiken birgt. Verschiedene Unter- suchungen konnten zeigen, dass eine hohe Proteinzufuhr zu einer vermehrten Calcium- ausscheidung mit dem Harn führt. Calcium ist aber der Mineralstoff, der für die Festigkeit der Knochen von allergrößter Bedeutung ist.

Brauchen wir Nahrungsergänzungen mit Aminosäuren?

Eine ergänzende Zufuhr von Aminosäuren bzw. Proteinen ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht sinnvoll. Nur bei bestimmten Krankheits- bildern, nach schweren Opera- tionen oder bei Unter-

ernährung ist eine Gabe von Proteinen notwendig. In diesen Fällen werden in der klinischen Ernährung spezielle Trinknahrungen mit hohen Proteingehalten verwendet. Die meisten am Markt erhältlichen Nah- rungsergänzungsmittel mit Aminosäuren enthalten nur so geringe Mengen der Proteinbausteine, dass man sich bereits mit 15 g Schweinefleisch, 29 g Weizen oder mit einem halben Glas Vollmilch die gleiche Menge zuführen könnte.

A minosäuren sind die Bausteine von Eiweißen

und die wiederum nutzt der Körper als Baustoffe sowie für Steuerungsprozesse. Der menschliche Körper kann aus 20 Aminosäuren Protei- ne mit den unterschiedlichs- ten Eigenschaften bilden. Man unterscheidet essen- zielle und nichtessenzielle Aminosäuren. Die essenziel- len Aminosäuren müssen wir mit der Nahrung aufnehmen. Die nichtessenziellen Ami- nosäuren kann der Körper selbst bilden. Insbesondere Fleisch, Fisch, Milch, Milch- produkte und Eier sind reich an Protein.

Wie viele Aminosäuren brauchen wir?

Deckt unsere tägliche Ernäh- rung den Aminosäurebedarf? Müssen wir unsere Nahrung mit Proteinen oder Ami- nosäuren ergänzen? Der

Aminosäurebedarf und Protein- zufuhr im Vergleich pro Tag 90 g Durchschnittliche Zufuhr in Europa DGE-Empfehlung
Aminosäurebedarf und Protein-
zufuhr im Vergleich pro Tag
90
g
Durchschnittliche
Zufuhr in Europa
DGE-Empfehlung
bei Männern
56
g
DGE-Empfehlung
bei Frauen
48
g
Männer
Frauen

Über den Bedarf hinaus: Laut DGE-Empfehlung sollten Frauen 48 g Aminosäuren und Männer 56 g Aminosäuren pro Tag zu sich nehmen. Die tatsächliche

Zufuhr an Proteinen beträgt jedoch durchschnittlich 90 g pro Tag.

Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge benötigt man zur Deckung des Aminosäurebedarfs eines „Durchschnittsmenschen“ täglich 0,8 g pro kg Körpergewicht. Das heißt, ein

bei durchschnittlich 80 g – das gilt so- wohl für Männer als auch für Frauen. Um den Aminosäurebedarf eines Menschen mit einem Körpergewicht von 75 kg zu

75

kg schwerer Mann sollte 56 g, eine

decken, genügen bereits ein Becher

60

kg schwere Frau 48 g Protein pro Tag

Jogurt, zwei Scheiben Vollkornbrot, ein

aufnehmen. Doch diese Empfehlungen werden in der täglichen Ernährung bei weitem überschritten. Die tägliche Pro- teinzufuhr liegt in westlichen Nationen

Stück Käse und eine Portion Muskel- fleisch. Die Einwohner von Industrielän- dern verzehren durchschnittlich das Zwei- bis Dreifache der empfohlenen Pro-

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC § GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE
§
§

GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT •

GERICHTSURTEILE

IN SACHEN GESUNDHEIT

• GERICHTSURTEILE IN SACHEN GE

Fahrradfahrer,

aufgepasst!

Neue Regeln sorgen für mehr Sicher- heit auf dem Fahrradweg: Radfahrer müssen ihre Geschwindigkeit der Sicht anpassen. Leuchtet die Lampe nur vier Meter weit, trifft den Radler die Schuld für einen Unfall, wenn er mit 20 oder mehr km/h unterwegs war. Auch wer auf dem Radweg in die falsche Richtung fährt, begeht einen groben Verkehrsverstoß. Kommt es zu einem Unfall mit einem abbiegenden Auto, trifft den Radler eine Teilschuld. OLG Nürnberg, AZ.: 4 U 644/04 OLG Saarland, AZ.: 3 U 244/03

Reiserücktritts-

versicherung zahlt bei Flugangst

Kann ein Passagier seine Flugreise nicht antreten, da ihn Flugangst überkommt, so muss die Reiserück- trittsversicherung die Kosten dafür tragen. Angstzustände sind ein hin- reichender Grund für einen Rei- serücktritt, so entschied man im Falle eines Passagiers, der kurz vor dem Abflug plötzlich unter Schweißaus- brüchen und heftigem Gliederzittern litt. Der Flughafenarzt riet vom An- tritt der Flugreise ab und die Versi- cherung übernahm die Kosten dafür. LG Koblenz, AZ.: 14 S 251/03

Anschnallpflicht im Reisebus

Keinen Anspruch auf Schadenersatz hat ein Fahrgast im Reisebus, wenn er nicht angeschnallt war: Stürzt er bei einer Vollbremsung, so ist er selbst dafür verantwortlich. Der Fahrer muss nicht auf die Anschnallpflicht hin- weisen, die Passagiere müssen von sich aus für sicheren Halt sorgen. AG Eutin, AZ: 6 C 173/02

Extrabeihilfen für

Sozialhilfeempfänger

§

Sozialhilfeempfänger haben Anspruch

auf Extrabeihilfen zum Kauf von Bril-

lengläsern, weil diese zu teuer sind, um

sie aus der laufenden Hilfe zu finanzie-

ren. Die Beihilfe gibt es jedoch nur

für die Brillengläser, da die Gestelle

oft „zum Nulltarif“ von den Optikern

angeboten werden.

VG Hannover,

AZ: 7 B 4866/04

Konzertveranstalter

muss Schmerzensgeld

zahlen

Konzertveranstalter müssen dafür

sorgen, dass die Konzertlautstärke auf

ein gesundheitlich verträgliches Maß

begrenzt wird. Ist dies nicht der Fall

und ein Konzertbesucher erleidet des-

halb einen Hörschaden, so muss der

Veranstalter Schmerzensgeld zahlen.

Im Falle einer jungen Frau, die nach

einem Openairkonzert eine Innenohr-

schädigung erlitt, musste der Konzert-

veranstalter 4.000 Euro Schmerzens-

geld zahlen. Zudem ist die Agentur zu

Zahlungen der Behandlungskosten und

anderer Schäden verpflichtet.

LG Nürnber g-Fürth,

AZ: 6 O 4537/04

Alkohol keine Ausrede mehr!

Bisher war es noch möglich: Wer unter Alkoholeinfluss eine Straftat beging, konnte beim Prozess auf ein milderes Urteil hoffen. Das ist nun vorbei! Um in Zukunft zu verhindern, dass Verbre- cher vor ihrer Tat – in der Hoffnung auf eine strafmildernde Bewertung – zur Flasche greifen, wurde die Ge- setzeslage geändert. Es kann nicht mehr damit gerechnet werden, dass Alkoholeinfluss gleichbedeutend mit einem milderen Urteil ist. Das gilt ins- besondere dann, wenn noch nüchtern beschlossen wird, Gewalt anzuwenden, und die Tat dann im Rauschzustand geschieht oder sich das Trinkgelage in einem gewaltbereiten Kreis abspielt. Bundesgerichtshof, AZ: 5 StR 93/04

Besser ist es, sich Watte in die Ohren zu stopfen. Kommt es dennoch zu einem Hörschaden, muss der Veranstalter die Behandlung und Schmerzensgeld zahlen.

GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT

ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN
ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN
Immer lässt du alles stehen und liegen!
Immer lässt
du alles stehen
und liegen!
Du bist wie deine Mutter!
Du bist wie
deine Mutter!
DER BBEZIEHUNGSFÜHRERSCHEINEZIEHUNGSFÜHRERSCHEIN RICHTIG MITEINANDER SPRECHEN
DER
BBEZIEHUNGSFÜHRERSCHEINEZIEHUNGSFÜHRERSCHEIN
RICHTIG MITEINANDER SPRECHEN

Sie will reden. Er nicht. Sie klagt. Er mault. Sie meckert. Er schweigt. So oder so ähnlich wird häufig in Partnerschaften gestritten. Doch warum streiten manche Paare nur bis zum nächsten Kuss und andere bis zur Scheidung oder Trennung? Was ist das Geheimnis funktionierender Partnerschaften?

F akten: Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden 2003 knapp 214.000

Ehen geschieden. Zugleich wurden 383.000 Ehen geschlossen. Die Schei- dungsrate liegt zurzeit bei 35 Prozent. Langfristig ist damit zu rechnen, dass jede dritte Ehe scheitert. Haben sich da einfach die Falschen gefunden? Nein – sie haben einfach nicht richtig miteinander gesprochen, sagen Experten. „Aber wir reden doch miteinander und trotzdem klappt es nicht mit dem ,Verstehen‘“, werden manche einwenden. Doch Kom- munikation will gelernt sein. Und sie ist fundamental wichtig. Nur dann, wenn ein Paar es versteht, über Jahre hinweg miteinander zu sprechen und zu streiten,

ohne sich Dinge zu sagen, die man besser nicht gesagt hätte, kann die Liebe ge- deihen. Egal ob ein Paar dabei verheiratet ist oder nicht.

Streiten und Liebe? Widerspricht sich das nicht? Nein, sagen Experten. Es kommt vielmehr darauf an, wie gestritten wird. Glückliche Paare streiten so viel wie unglückliche, sie verletzen einander je- doch dabei nicht so tief. Streiten ist sogar notwendig, wenn die Beziehung länger halten soll. Warum?

Kurzfristig führt die Vermeidung von Streit zwar dazu, dass Paare fester zuein- ander finden. Langfristig ist die bewusste Vermeidung von Streit aber kein guter

Weg, denn er führt zu Missverständnis- sen. Unterdrückt ein Partner seinen Är- ger, bekommt der andere Partner nichts davon mit – im Gegenteil: Er spürt nur Freundlichkeit und Sanftheit. Wiederholt sich dies ständig, beruht das harmoni- sche Zusammenleben der Partner aber nur auf den Anstrengungen einer Partei. Das kann nicht lange gut gehen, denn so leistet nur einer die Beziehungsarbeit und der andere nicht. Ein Ungleichge- wicht entsteht und auf lange Sicht gerät die Harmonie ins Wanken. Missmut soll- te also sofort ausgedrückt werden, aber so, dass der andere nicht verletzt wird. Es geht also um das „Gewusst-wie“ beim Streiten, denn der Ton macht die Musik.

ILLUSTRATIONEN AUF DEN SEITEN 10 UND 11: NILS WASSERMANN

Warum bist DU nur so schlampig? ANDERE Frauen nörgeln nicht ständig rum
Warum bist
DU nur so
schlampig?
ANDERE Frauen
nörgeln nicht
ständig rum
DIE VIER APOKALYPTISCHEN REITER Der US-Psychologe und Beziehungsfor- scher John Gottman hat jahrelang Paare beim
DIE VIER
APOKALYPTISCHEN
REITER
Der US-Psychologe und Beziehungsfor-
scher John Gottman hat jahrelang Paare
beim Streiten beobachtet und ist zu der
Erkenntnis gekommen, dass eine Mischung
aus beleidigenden Worten und zermürben-
dem Schweigen der Liebe den Garaus
macht. Er hat die Liebeskiller ausgemacht,
die er recht drastisch, aber doch treffend
die „vier apokalyptischen Reiter“ nennt. Sie
heißen: Kritik, Verachtung, Rechtfertigung
und Rückzug.

weil wir so nicht pünktlich ins Theater ge- hen können.“ Ein Beispiel für emotional bewertende Kritik: „Es ist typisch für dich, dass du mal wieder so spät kommst. Kein Wunder, dass du bei Beförderungen auch immer zu spät dran bist, wenn du es nicht einmal schaffst, rechtzeitig zu einer Thea- tervorstellung zu erscheinen.“

DER ZWEITE REITER: VERACHTUNG Sarkasmus, Zynismus, Verhöhnen und respektloser, abschätziger Humor sind
DER ZWEITE REITER:
VERACHTUNG
Sarkasmus, Zynismus, Verhöhnen und
respektloser, abschätziger Humor sind
Ausdrucksformen der Verachtung, die
man einer Person gegenüber zum Aus-

druck bringt. Die Verachtung – egal in welcher Ausdrucksform sie auftritt – ist der gefährlichste der vier Reiter. Mit Ver- achtung dokumentiert man immer auch Abneigung gegen eine Person – und das ist der Todesstoß für jede Beziehung. Denn wer will schon mit jemandem sein Leben teilen, der einem das Gefühl gibt, nicht geachtet zu werden?

Ist ein Streit von Verachtung geprägt, dann ist es so gut wie unmöglich, ein Problem zu lösen, und so führt Verach- tung zwangsläufig zur Verschärfung eines Konflikts und nicht zu einer Lösung. Lange schwelende negative Gedanken nähren die Verachtung.

Lange schwelende negative Gedanken nähren die Verachtung. DER ERSTE REITER: KRITIK Ganz sicher kann man nicht
DER ERSTE REITER: KRITIK Ganz sicher kann man nicht auf Dauer zusammenleben, ohne sich beim
DER ERSTE REITER:
KRITIK
Ganz sicher kann man nicht auf Dauer
zusammenleben, ohne sich beim anderen
über etwas zu beklagen. Doch gibt es
einen großen Unterschied zwischen einer
Beschwerde und emotional bewertender
Kritik. Eine Beschwerde bezieht sich
immer auf einen konkreten Vorfall, den
man beim Partner bemängelt. Emotional
bewertende Kritik ist weitreichender. Sie
beinhaltet immer auch noch zusätzliche
negative Bemerkungen über den Partner.
Wird das zur Gewohnheit, bahnt diese
Kritik den anderen, noch sehr viel gefähr-
licheren Reitern den Weg. Ein Beispiel für
eine Beschwerde ist: „Ich finde es nicht
gut, dass du so spät nach Hause kommst,
Wie soll ich
das denn bloß
machen?

MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005

11

Das ist MIR sehr wichtig
Das ist MIR
sehr wichtig
Das war MIR nicht bewusst
Das war MIR
nicht bewusst
DER DRITTE REITER: RECHTFERTIGUNG
DER DRITTE REITER:
RECHTFERTIGUNG

Eigentlich verständlich, dass man sich in einem Streit versucht zu rechtfertigen, und dennoch führt es nicht weiter. Gott- mans Studien bestätigen, dass Recht- fertigungen den Konflikt nur eskalieren lassen. Sie führen dazu, dass der angrei- fende Partner nicht zurückweicht und sich auch nicht entschuldigt, denn er bekommt die Botschaft: „Das Problem liegt nicht bei mir, sondern bei dir. Ich habe Recht, und du hast Unrecht.“

DER VIERTE REITER: RÜCKZUG
DER VIERTE REITER:
RÜCKZUG

Kritik, Verachtung und Rechtfertigungs- verhalten führen im schlimmsten Fall zu einem Kreislauf, der neue Kritik, neue Verachtung und neue Rechtfertigungen produziert. Irgendwann wird sich einer der Partner so von der Negativität über- flutet fühlen, dass er „dichtmacht“ und sich ganz zurückzieht.

Beispiel: Ein Partner kommt von der Ar- beit nach Hause und trifft dort auf Hagel von Kritik des anderen, sodass er oder sie sich schleunigst hinter eine Zeitung oder vor den Fernseher zurückzieht. Doch je weniger der eine Partner auf die Kritik des anderen Partners eingeht, desto mehr regt sich der andere auf und schimpft. Gänz- lich davon in die Enge getrieben, zieht sich der erste Partner aus der Situation zurück und verlässt vielleicht sogar das Zimmer. Statt sich also mit dem anderen Partner auseinanderzusetzen, verlässt er damit auf lange Sicht aber möglicherwei- se auch seine Beziehung.

Was kann man gegen die vier apokalyptischen Reiter tun?

Wenden Sie sich einander zu, nicht voneinander ab. In funktionierenden Beziehungen machen die Partner ein- ander Angebote. Sie schenken sich Aufmerksamkeit, Zuneigung, Witz, Un- terstützung und, wenn sie fällig ist, auch eine Entschuldigung. Oft hält man das Abendessen bei Kerzenschein oder den Romantikurlaub auf den Bahamas für das Patentrezept einer gelungenen Partnerschaft. Doch es sind vielmehr die Kleinigkeiten, die gegenseitige Achtung, Respekt und Aufmerksamkeit, die zwei Menschen verbinden.

Gottman hat auch Paare beobachtet, die ihre Probleme erfolgreich lösen konnten. Daraus hat er ein Modell der Konflikt- bewältigung entwickelt.

1
1

Tragen Sie Ihr Anliegen oder Ihre Be- schwerde in einem sanften Ton vor

Gelingt das Vorhaben nicht ganz nach Ihren Wünschen und droht die Situation zu eskalie- ren, unternehmen Sie Rettungs- versuche (Beispiele siehe Seite 13) oder nehmen Sie die Rettungsver- suche Ihres Partners anIhr Anliegen oder Ihre Be- schwerde in einem sanften Ton vor 3 4 Beruhigen Sie sich

3
3
4
4

Beruhigen Sie sich selbst und einander

Gehen Sie Kompromisse ein

5
5

Tolerieren Sie die Fehler des anderen

Ein weiteres, letztlich nahe lie- gendes Rezept für einen liebe- vollen Umgang miteinander

ist, einfach gute Manieren an den Tag zu legen. Verhalten Sie sich Ihrem Partner gegenüber so, wie Sie sich auch einem Unbekannten gegenüber verhalten wür- den. Beispiel: Ein Gast hat seinen Schirm liegen gelassen. Sie sagen: „Hallo, Sie haben Ihren Schirm vergessen.“ Niemand käme auf die Idee, zu sagen: „Was ist denn mit Ihnen los? Können Sie sich nicht einmal ein wenig konzentrieren? Was denken Sie denn, wer ich bin, dass ich Ihnen hinterherrennen muss, nur weil Sie Ihren Schirm vergessen haben?“

Leider kommt so etwas in Partnerschaften aber öfter vor. Dabei handelt es sich beim Partner doch um den Menschen, für den man sich bewusst entschieden hat, um mit ihm sein Leben zu verbringen. Dabei sind letztlich nicht mehr bewusste Aufmerk- samkeit und Respekt nötig, als man sie einem fremden Menschen ganz auto- matisch zukommen lässt.

DU bist

schuld

ILLUSTRATIONEN AUF DEN SEITEN 12 UND 13: NILS WASSERMANN

Das Geheimnis Wie kann ich es besser machen? glücklicher Paare Ich bin dankbar, dass du
Das Geheimnis
Wie kann ich es
besser machen?
glücklicher Paare
Ich bin dankbar,
dass du mir
zugehört hast.
Ich liebe dich.
Glückliche Paare glauben tief im
Herzen daran, dass der Partner ih-
re Liebe wert ist. Da sie sich gut
kennen, sehen sie kleine Fehler
oder Verstimmungen gelassen,
ohne nach dem „Schuldigen“ zu
suchen. Sie glauben an eine gute
gemeinsame Zukunft, arbeiten
beide an ihrer Beziehung und
sind dabei so spontan und flexi-
bel, dass sie es schaffen, Routine
und Langeweile zu vertreiben.
DER RETTUNGSVERSUCH Läuft ein Konflikt aus der Bahn – was vor- kommen kann, denn die
DER
RETTUNGSVERSUCH
Läuft ein Konflikt aus der Bahn – was vor-
kommen kann, denn die vier apokalypti-
schen Reiter tauchen hin und wieder auch
in funktionierenden Beziehungen auf –
kann man eine drohende Eskalation ver-
hindern, indem man Rettungsanker aus-
wirft, die dem anderen sprichwörtlich „den
Wind aus den Segeln nehmen“. Beispiele
für Sätze, die eine Streitsituation ent-
schärfen können, sind:

Wenn Sie sich angegriffen fühlen

Habe ich etwas falsch gemacht?

Das hat meine Gefühle verletzt

Das habe ich als Beleidigung empfunden

Ich fühle mich zu Unrecht beschuldigt. Kannst du das bitte noch mal anders sagen?

Ich fühle mich nicht akzeptiert

Wenn Sie sich verletzt fühlen

Bitte sei sanfter mit mir

Ich brauche jetzt deine Unterstützung

Wenn Sie merken, dass der Streit eskaliert

Lass uns bitte für einen Moment auf- hören

Können wir bitte eine Pause machen?

Wenn Sie merken, dass es im Moment keine Lösung gibt

Einigen wir uns darauf, uneinig zu sein

Wenn Sie merken, dass Sie sich im Ton vergriffen haben

Ich habe überreagiert. Entschuldigung

Es tut mir Leid. Bitte verzeih mir

BUCH-TIPP

BUCH-TIPP

John M. Gottman:

Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe, Marion von Schröder Verlag, 21,–

glücklichen Ehe, Marion von Schröder Verlag, € 21,– INFO/BERATUNG EPL: Das partnerschaftliche Lernpro- gramm

INFO/BERATUNG

EPL: Das partnerschaftliche Lernpro- gramm (EPL) ist ein Gesprächstraining für junge Paare und auch als Hoch- zeitstraining geeignet.

KEK: konstruktive Ehe und Kommuni- kation (KEK) – Kommunikationstraining für Paare in langjährigen Beziehungen

Die Seminare (kostenpflichtig) werden bundesweit ohne konfessionelle Bin- dung angeboten. Informationen dazu bekommen Sie bei der Arbeitsge- meinschaft für katholische Familienbil- dung e. V. (AKF), Mainzer Straße 47, 53179 Bonn; Tel.: 0228/371877; Fax: 0228/8578147

Wenn Sie einen Fehler gemacht haben

Wie kann ich es besser machen?

Wenn Ihr Partner sich angegriffen fühlt

Ich weiß, dass das nicht deine Schuld ist

Mein Anteil an diesem Problem ist

Wenn Sie Ihrem Partner Ihre Zuneigung zeigen möchten

Ich bin dankbar, dass du

Ich bewundere an dir, dass du

Ich bin dankbar, dass du • Ich bewundere an dir, dass du Wenn Sie spüren, dass

Wenn Sie spüren, dass der andere Recht haben könnte

Ich finde, deine Meinung ergibt Sinn

Wenn Sie sich unverstanden fühlen

Hör mir jetzt doch bitte zu und versuche mich zu verstehen

Dieses Thema ist sehr wichtig für mich. Bitte hör mir zu

Der Satz, der einen Streit am besten entspannt, lautet:

Ich liebe dich

MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005

13

FOTO: DPNY

FOTO: DPNY Liebe Leser, auch diesmal konnten wir uns nicht auf drei Gewinner beschränken. Bei den
Liebe Leser, auch diesmal konnten wir uns nicht auf drei Gewinner beschränken. Bei den zahlreichen
Liebe Leser,
auch diesmal konnten wir uns nicht
auf drei Gewinner beschränken. Bei
den zahlreichen liebevollen Einsen-
dungen konnten wir nicht anders,
als den 2. und 3. Platz je doppelt zu
vergeben. Wir danken allen Teil-
nehmern am Fotowettbewerb für die
fantasievollen Ideen!
Der MEDICOM-Einkaufsgutschein
im Wert von 75 Euro für den
1. Preis geht an Werner Berger aus
Osterholz-Scharmbeck. Den 2. Preis,
einen Einkaufsgutschein über
50 Euro, bekommen jeweils Rubin
Zienau aus Nürnberg und Hannes
Zepter aus Ampfing. Einen Ein-
kaufsgutschein über 25 Euro, unse-
ren 3. Preis, erhalten jeweils Heinz
Maurer aus Fürth sowie Eberhard
Wirtz aus Herne. Wir gratulieren
herzlich!
Teilnahmebedingungen
Bitte schicken Sie Ihre Fotos an
Medicom Pharma AG
Kennwort „Fotowettbewerb“
Sedemünder 2, Altenhagen I
31832 Springe
Der Einsendeschluss für unseren
nächsten Fotowettbewerb ist der
31. August 2005. Bitte schicken Sie
keine Originale, da wir diese aus
organisatorischen Gründen nicht
zurückschicken können. Mit der
Einsendung erklären Sie automa-
tisch Ihr Einverständnis für eine
Veröffentlichung in der MEDICOM.
Die Gewinnerfotos erscheinen in
der Ausgabe 37. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen. Mitarbeiter der
Medicom Pharma AG und deren
Angehörige dürfen leider nicht
teilnehmen.

Fotowettbewerb

Vitaminreiche Ideen: Nobilin-Produkte kreativ in Szene gesetzt

durch die Linse betrachtet Nobilin Mitmachen + gewinnen!
durch die Linse betrachtet
Nobilin
Mitmachen
+
gewinnen!
1. Platz Frei nach dem Motto „Energie einmal anders“ setzt Herr Berger seine Auffassung davon
1. Platz
Frei nach dem Motto „Energie einmal anders“ setzt Herr Berger seine Auffassung davon geschickt bildlich um.
Diese energiegeladene Idee pusht ihn direkt auf den 1. Platz unseres Wettbewerbs: herzlichen Glückwunsch!
2. Platz Na, da ist wohl jemandem ein Licht aufgegangen?! „Nobilin Q 10 : Ihre
2. Platz
Na, da ist wohl jemandem ein
Licht aufgegangen?! „Nobilin Q 10 :
Ihre Energiequelle“ – diese briliante
Umsetzung von Herrn Zienau ver-
dient eindeutig den 2. Platz. Bravo!
3. Platz Was wird denn hier feilgeboten? Ganz klar: Neben Süßigkeiten, Kaffee und Tee dürfen
3. Platz
Was wird denn hier feilgeboten?
Ganz klar: Neben Süßigkeiten,
Kaffee und Tee dürfen auch die
Nobilin-Produkte im Sortiment nicht
fehlen. Der Enkel bringt mit seinem
Shop Opa Maurer den 3. Platz ein.
2. Platz Ebenfalls auf dem 2. Platz landet der „Vitamintransport“ von Herrn Zepter. Liebevoll gestaltet
2. Platz
Ebenfalls auf dem 2. Platz landet der „Vitamintransport“ von
Herrn Zepter. Liebevoll gestaltet wurde der Modellaufleger in
einer Größe 1: 14. Dem Dorfbäcker wird es sicherlich nicht an
Vitaminen fehlen
Vielen Dank für die schöne Idee und die
detailgetreue Gestaltung.
3. Platz „Solche Termitenhügel habe ich bisher nur in einer begrenz- ten Gegend in Burkina
3. Platz
„Solche Termitenhügel habe ich bisher nur in einer begrenz-
ten Gegend in Burkina Faso in Westafrika vorgefunden. Gerade
in dieser trockenen Gegend ist es ratsam, die Vitalstoffe von
Nobilin Premium dabei zu haben“ – so teilt uns Herr Wirtz mit.
Wir sagen dazu nur noch: Den 3. Platz belegen wir doppelt!
Unsere Glückwünsche!

FOTO: DPNY

Hier ausschneiden

2. TEIL
2.
TEIL

AUTHENTIZITÄT

✁ FOTO: DPNY Hier ausschneiden 2. TEIL A UTHENTIZITÄT D IE K UNST , „ MAN

DIE KUNST, „MAN SELBSTZU SEIN

Authentizität ist ein aus dem Griechischen stammendes Wort, das „Echtheit“ bedeutet. Wir verleihen dieses Prädikat Menschen, die wir für besonders authentisch halten, die „sie selbst“ sind. Das klingt eigentlich ganz selbstverständlich, ist nicht jeder „er selbst“?

MENTAL MENTAL MENTAL MENTAL – – – – SERIE
MENTAL
MENTAL
MENTAL
MENTAL
– – – –
SERIE

von außen kommt und das, nur wer authen- tisch lebt, sein Leben als erfüllt empfinden kann.

Das klingt einfach und wenn man es einmal erkannt hat, scheint es eine logi- sche Schlussfolgerung zu sein, sich um mehr Authentizität zu bemühen. Doch es

bedarf einer gewissen Energie, dieses Ziel zu erreichen, und viele brauchen leider unliebsame Ereignisse oder radikal ver- änderte Lebensbedingungen, um etwas zu verändern. Krankheit, Unfälle, Verlust ge- liebter Menschen – oft sind es Schmerz und Leid, die zur positiven Veränderung zwingen. Vielleicht ist es uns gelungen, Sie neugierig auf mehr „Echtheit“ zu machen. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel auf Ihrem Weg helfen können und Sie Ihr Ziel auch ohne den Anstoß misslicher Umstände erreichen.

Wie erkennt man Authentizität im täg- lichen Leben? Authentisch ist, wer sich in Übereinstimmung mit der augenblick- lichen Situation und den jetzigen

eigene Leben haben könnte, ist bei diesen Menschen vorhanden. Doch entweder ist der

Wunsch zur Neuordnung des eigenen Lebens nicht stark genug oder die Angst vor der Veränderung ist zu groß, denn Veränderungen bringen immer ein gewis- ses Wagnis mit sich.

Wie wird mein Partner, wie werden meine Freunde reagieren, wenn ich mich verändere? Was wird sich alles ver- ändern? Werde ich mich wirklich besser fühlen? Wird sich auch alles nach meinen Wünschen ändern? Das sind nur einige der Fragen, die auftauchen, wenn man in Erwägung zieht, etwas in seinem Leben zu verändern. Will man „echt“ sein und sein Leben selbstbestimmt gestalten, muss man das Wagnis einer Veränderung eingehen. Viele Menschen scheuen davor zurück und manch- mal muss erst eine Situation eintreten, die einem Menschen sein Leben unerträg- lich macht, bevor er eine kritische Aus- einandersetzung mit sich selbst wagt und sich auf die Suche nach Möglichkeiten begibt, wie er sein

Leben besser gestal-

ten kann. Viele ent- wickeln bei dieser

Suche ein Verständ- nis dafür, dass wahre Zufriedenheit nicht

D ie meisten glauben, „sie selbst“ zu sein. Stellt man die Frage, ob man sein

Leben so lebt, wie man es sich vorstellt, dann ist gelebte Authentizität schon nicht mehr so selbstverständlich, denn viele werden sich eingestehen müssen, dass ihr Leben von anderen Dingen bestimmt wird als von ihnen selbst. „Man selbst“ sein zu können oder authentisch und „echt“ bedeutet, dass das tägliche Leben mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen

übereinstimmt. Ein authentischer Mensch hat sein Leben selbst in der Hand und kann sich und seine Ideen frei von irgend- welchen Zwängen verwirklichen.

Viele Menschen sind jedoch privaten oder gesellschaftlichen Zwängen aus- gesetzt und müssen sich deshalb mit Lebenssituationen zufrieden geben, die nicht sie selbst gestaltet haben. Sie sind dann gezwungen, sich mit dem eigenen Unbehagen zu arrangieren – meist über lange Zeit, denn die Unzufriedenheit geht oft mit der Überzeugung einher, nichts ändern zu können. Oft dient auch die jeweilige Situation eines Menschen als Rechtfertigung, warum er nichts ändern „kann“. Solche Entschuldigungen sind meist durchaus plausibel klingende Argumente, wie „Das kann ich wegen der

oder „Ich kann diese

oder

oder, oder,

oder. Das Bewusstsein für den positiven Einfluss, den eine Veränderung auf das

für den positiven Einfluss, den eine Veränderung auf das ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN ZUM AUSSCHNEIDEN UND SAMMELN
ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN
ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN
den eine Veränderung auf das ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN ZUM AUSSCHNEIDEN UND SAMMELN Kinder nicht “ Verantwortung

ZUM AUSSCHNEIDEN UND SAMMELN

Kinder nicht

Verantwortung nicht abgeben

„Ich kann nicht ohne ihn/sie leben

oder „Dafür bin ich zu alt

Ein Kratzer am Auto! Ein Ereignis, das bei Betroffenen ganz unterschiedliche Reaktio- nen hervorrufen kann.
Ein Kratzer am Auto! Ein Ereignis, das bei
Betroffenen ganz unterschiedliche Reaktio-
nen hervorrufen kann.
Wut – diesem Menschen ist das Aussehen seines Autos sehr wichtig. Er hat es neu
Wut – diesem Menschen ist das
Aussehen seines Autos sehr wichtig.
Er hat es neu lackieren lassen und
dafür viele Geld zahlen müssen, was
ihn sehr wütend macht.
Gleichmut – das Aussehen seines fahrbaren Untersatzes ist für diesen Menschen nicht von großer Bedeu-
Gleichmut – das Aussehen seines
fahrbaren Untersatzes ist für diesen
Menschen nicht von großer Bedeu-
tung und er hat den Kratzer nur not-
dürftig lackiert.
tung und er hat den Kratzer nur not- dürftig lackiert. Motivation – dieser Mensch hat den

Motivation – dieser Mensch hat den Kratzer so wie er ist wahrgenommen. Er wird sich an einen Fachmann wenden um den Kratzer beseitigen zu lassen und vielleicht nutzt er diese Gelegenheit für eine Veränderung und lässt sein Auto in einer neuen Farbe lackieren.

Geschehnissen befindet. Ein Beispiel:

Wut ist keine zwangsläufige Reaktion auf etwas, sondern wird durch das persön- liche Überzeugungsmuster ausgelöst. Bestimmte Situationen kann der eine gleichmütig hinnehmen, ein anderer wird von diesen Umständen zu einer Ver- änderung motiviert und wieder ein anderer wird eben wütend.

Was passiert in einem wütenden Men- schen? Ist ein wütender Mensch authen- tisch? Er ist zumindest authentischer als derjenige, der seine Wut leugnet und unterdrückt, dennoch ist auch die wüten- de Authentizität noch sehr unbewusst. Man ist wütend und folgt dem Impuls, sein Gegenüber diese Wut spüren zu las- sen. Ein bewusster Mensch ist hingegen in der Lage, diese Wut wahrzunehmen und sie einfach nur zu akzeptieren und ihr in seinem Bewusstsein einen Raum zu geben. Was heißt das? Die Wut ist da und man akzeptiert sie frei von Bewertungen – nicht: „Du bist schuld, er ist schuld, ich bin schuld.“ Sondern man bemerkt, dass etwas in uns eine Wut auslöst, akzeptiert diese Situation und akzeptiert die Wut. Den Auslöser der Wut können wir in den allermeisten Fällen nicht verändern und die Wut ist daher keine sinnvolle, sondern eine zerstörerische Reaktion. Sie erschwert das zwischenmenschliche Miteinander, kann andere sehr verletzen und den Wutauslöser noch zusätzlich verschlimmern. Geht man ganz in seiner Wut auf, hat man nur zwei Möglichkeiten

MENTAL MENTAL MENTAL MENTAL – – – – SERIE
MENTAL
MENTAL
MENTAL
MENTAL
– – – –
SERIE

der Reaktion – sie zu unterdrücken oder sie auszuleben. Ist man in der Lage, die Wut zu akzeptieren, sie nur zu haben und nicht die Wut zu sein, sie nicht zu unter- drücken oder auszuleben, dann versetzt man sich in die Lage, den eigentlichen Grund für diese Wut zu erkennen. Denn meist ist nicht die aktuelle Situation der wirkliche Auslöser für einen Wutanfall, sondern ein Mangel. Etwas fehlt diesem Menschen, er fühlt sich hilflos, und diese Hilflosigkeit macht sich in seiner Wut be- merkbar. Ein solcher Mensch kann meist sein Leben nicht so gestalten, wie er es möchte, er verspürt eine allgemeine Un- zufriedenheit in seinem Leben, und hinter seiner Wut stecken oft Traurigkeit, fehlen- de Zuwendung, ein Gefühl der Nutzlosig- keit oder Frustration über die Situation.

Wird man wütend, dann steht man dem momentanen Ereignis ablehnend ge- genüber, man wünscht sich eine andere Wirklichkeit. Kann man einen Augen- blick der Wut bewusst erleben, erkennt man, dass der Grund für diese Wut meist eine seit langem bestehende Traurigkeit ist. Nach dieser Erkenntnis beginnt die Wut zu verschwinden. Die lange verbor- gene und unbewusst erlebte Traurigkeit tritt an ihre Stelle. Auch diese Traurigkeit gilt es zuzulassen und zu akzeptieren. In

dieser Situation bedeutet authentisch zu sein, traurig zu sein. Die Entwicklung des Bewusstseins bis zu diesem Punkt geht auf Papier niedergeschrieben recht schnell und ist scheinbar einfach. In der Realität ist es ein Prozess, der viel Geduld erfordert. Doch wenn es zu einem be- stimmten Zeitpunkt gelingt, die Traurig- keit hinter der Wut wertfrei zu akzeptie- ren, dann kann man wirklich authentisch sein und den Mangel, der die Traurigkeit verursacht, erkennen. Durch die Ableh- nung einer bestimmten Situation mani- festiert sich der Mangel. Wenn wir dann auch dieses Gefühl des Mangels wertfrei akzeptieren können, wird auch dieses Mangelgefühl verschwinden. Wie schon gesagt, wie bei allem im Leben bedarf es natürlich viel Übung, bis man in der Lage ist, einen solchen Mangel zu erkennen und aufzulösen.

Authentizität erlangen bedeutet, Be- wusstsein zu erlangen, und wer bewusst durchs Leben geht, kann authentisch und zufrieden sein – unabhängig von seiner finanziellen, gesellschaftlichen oder ge- fühlsmäßigen Situation. Bewuss-te Men- schen können entscheiden, ob sie ihr bis- heriges Leben ändern wollen, um mehr Bewusstsein zu ermöglichen und wahre Zufriedenheit zu empfinden.

BUCH-TIPPS

BUCH-TIPPS
Eckhart Tolle: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart, J. Kamphausen Verlag, 240 Seiten Harry Palmer: Avatar.
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Jetzt! Die Kraft der
Gegenwart,
J. Kamphausen Verlag,
240 Seiten
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Die Kunst befreit
zu leben,
J. Kamphausen Verlag
170 Seiten
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€ 17,80

Schmerz ist der Arzt, auf den wir am meisten hören. Der Weisheit machen wir nur Versprechungen,

dem Schmerz aber gehorchen wir.

(Marcel Proust)

Du musst tun, was du dir

nicht zutraust.

(Eleanor Roosevelt)

AUFMERKSAMKEIT SCHÄRFEN

M it den folgenden Übungen wollen wir versuchen, Ihre Aufmerksam-

keit zu schärfen, denn Aufmerksamkeit ist eine Grundvoraussetzung für ein be- wusstes Leben.

Sie sollten am Ende der Übung Ihr Erleb- nis in einem anderen Licht sehen können als bisher. Es sind Ihnen sicher Dinge auf- gefallen, die Ihnen vorher nicht bewusst waren. Arbeiten Sie weiter an sich und Ihrem Bewusstsein. Je besser Ihre Auf- merksamkeit wird, umso besser werden Sie eine Situation analysieren können. Mit der Zeit werden sich die einmal emp- fundene Traurigkeit und der dahinter- steckende Mangel auflösen.

Begeben Sie sich an einen belie- 1 bigen Ort. Das kann ein belebter Platz, Ihr
Begeben Sie sich an einen belie-
1 bigen Ort. Das kann ein belebter
Platz, Ihr Wohnzimmer oder ein
Park sein. Beschreiben Sie in
Gedanken, was Sie auf den
ersten Blick wahrnehmen.
Konzentrieren Sie sich dann auf 2 ein Detail in Ihrem Blickfeld. Bei- spielsweise auf ein
Konzentrieren Sie sich dann auf
2 ein Detail in Ihrem Blickfeld. Bei-
spielsweise auf ein Haus oder
einen Schrank und entdecken
Sie etwas, was sie vorher nicht
wahrgenommen haben.
ILLUSTRATIONEN AUF DEN SEITEN 16 UND 17: NILS WASSERMANN
ILLUSTRATIONEN AUF DEN SEITEN 16 UND 17: NILS WASSERMANN 3 Erstellen Sie zu Hause eine Liste
3 Erstellen Sie zu Hause eine Liste mit Dingen, die Sie einmal erlebt haben, die
3 Erstellen Sie zu Hause eine Liste mit Dingen,
die Sie einmal erlebt haben, die sich aber
immer noch in Ihr Bewusstsein drängen.
Wählen Sie eines dieser Erlebnisse aus und machen Sie nun das Gleiche wie in Übung
Wählen Sie eines dieser Erlebnisse aus und
machen Sie nun das Gleiche wie in Übung
4 1. Wählen Sie bitte zunächst ein Erlebnis,
das sie emotional nicht zu sehr aufwühlt.
Beschreiben Sie gedanklich, wie Sie dieses
Erlebnis wahrgenommen haben oder wie
Sie es noch in Erinnerung haben.
Beschreiben Sie nun in Gedanken irgend-
5 etwas anderes in Ihrem Blickfeld, und zwar
so lange, bis Ihr Erlebnis nicht mehr in Ihrem
Bewusstsein ist.
Konzentrieren Sie sich nun auf ein Detail 6 des Erlebnisses und beschreiben Sie es ganz
Konzentrieren Sie sich nun auf ein Detail
6 des Erlebnisses und beschreiben Sie es
ganz genau. Haben Sie Geduld, drehen und
wenden Sie dieses Detail und betrachten
Sie es von allen Seiten.
7 Wiederholen Sie beliebig oft Schritt 5 und 6. Wenn Sie bei Schritt 6 nicht
7 Wiederholen Sie beliebig oft Schritt 5
und 6. Wenn Sie bei Schritt 6 nicht mehr
weiterkommen, wechseln Sie zu Schritt 5.

ZUM AUSSCHNEIDEN UND SAMMELN

Sportliche Stöcke Stöcke Mit Nordic Walking gesund und fit „Hallo, haben Sie Ihre Ski verloren?“

Sportliche

StöckeStöcke

Mit Nordic Walking gesund und fit

„Hallo, haben Sie Ihre Ski verloren?“ Zugegeben:

Es gehört schon etwas Mut dazu, mit zwei Stöcken bewaffnet durch den Park zu laufen, denn noch ist das hierzulande ein ungewöhnlicher Anblick. Seit 1997 die Trainingsmethode des Nordic Walking erst- mals vorgestellt wurde, gewinnt die noch junge Sport- art stetig neue Anhänger. Auch wenn die bestockten Walker bis jetzt vielleicht noch recht vereinzelt durch Feld, Wald und Wiesen ziehen; es werden immer mehr Fitnessbegeisterte, die sich für Nordic Walking entschei- den. Das Gehen mit Stöcken – Nordic Walking genannt – trainiert den ganzen Körper. Und: Mit Nordic Walking liegen Sie ungemein im Trend.

1 Halten Sie die Stöcke nie krampfhaft fest, sondern lassen Sie sie locker nach hinten
1 Halten Sie die
Stöcke nie krampfhaft fest,
sondern lassen Sie sie locker
nach hinten ausschwingen.
2 Greifen Sie den Stock durch
die Handschlaufen, die Sie
individuell einstellen
kön-
1
1
1 D as Gehen mit Stöcken ist im Prinzip keine neue Erfindung. Bereits im Mittelalter benutzten

D as Gehen mit Stöcken ist im Prinzip keine neue Erfindung. Bereits im

Mittelalter benutzten Pilger lange Stöcke, um sich in schwierigem Gelände besseren Halt zu verschaffen. In den 90er-Jahren erwachte neues Interesse daran, weil der Einsatz der Stöcke im Gegensatz zum normalen Gehen oder auch Laufen den ganzen Körper trainiert.

Wie der Name schon sagt, kommt Nordic Walking aus den nördlichen Breiten – genauer gesagt aus Finnland. Die Mischung aus Walking – also schnellem Gehen – und Skilanglauf (engl.: Nordic Skiing) wurde zunächst als Sommertrai- ningsmethode u.a. für Skilanglaufathleten entwickelt, die so in der schneelosen Zeit die Ausdauer der Beine, der Arme und des Oberkörpers trainierten. Weil aber keine andere Sportart so effektiv und risikoarm ist, verbreitete sich das Nordic Walking weit über Finnland hinaus.

Schon das einfache Walking – also das schnelle Gehen mit kraftvollem Arm- einsatz – hat für weniger trainierte Menschen gegenüber dem Jogging viele Vorteile: Durch den Wegfall der lauf- typischen Flugphase werden die Gelenke weniger belastet. Benutzt man wie beim Nordic Walking dazu noch Stöcke, ver- teilt sich das Körpergewicht auf vier Punkte statt auf zwei. Die Arm- und Beintechnik des Nordic Walking unter-

scheidet sich vom normalen Walking. Beim Nordic Walking ist der bewusste Stockeinsatz, ähnlich wie beim Skilang- lauf, Teil des gesamten Bewegungsablau- fes. Die Hand-, Ellenbogen- und Schul- tergelenke übernehmen dabei einen Teil der Belastung, die vorher allein von den Fuß-, Knie- und Hüftgelenken getragen wurde. Durch den Armeinsatz wird die Wirbelsäule aufgerichtet und die Brust- und Schultermuskulatur gekräftigt. Die Bewegung an der frischen Luft versorgt dabei den Körper mit viel Sauerstoff und stärkt das Immunsystem.

Auch nicht zu verachten: Durch den Einsatz der Stöcke werden zudem bis zu einem Drittel mehr Kilokalorien verbraucht als beim normalen Walking. Bis zu 400 Kilokalorien werden so in der Stunde verbrannt, während es beim „einfachen“ Walking um die 300 Kilokalorien sind.

Sogar Personen mit Gelenk- oder Herzbe- schwerden können nach Rücksprache mit ihrem Arzt Nordic Walking betreiben.

Und so wirds gemacht

Der Bewegungsablauf ist eigentlich recht leicht zu erlernen. Dennoch kann man dabei auch eine Menge falsch machen. Deshalb ist es zu empfehlen, zum Ein- stieg einen kurzen Einführungskurs zu belegen. Diese Kurse werden von vielen Krankenkassen (manchmal sogar kosten- los) oder auch in Sportschulen (immer kostenpflichtig) angeboten. Auch viele Urlaubsorte bieten ihren Gästen oft kostenlos Kurse an.

Urlaubsorte bieten ihren Gästen oft kostenlos Kurse an. 3 Weitere Pluspunkte: Man kann Nordic Walking über-
3 Weitere Pluspunkte: Man kann Nordic Walking über- all und jederzeit in seinem eigenen Tempo
3
Weitere Pluspunkte: Man
kann Nordic Walking über-
all und jederzeit in seinem
eigenen Tempo betreiben.
Nordic Walking ist außer-
dem ideal für Überge-
wichtige und Menschen
höheren Alters.
2
3 Befindet sich
das linke Bein hin-
ten, geht
der rechte Arm nach vorn und um-
gekehrt.
Das vordere Bein sollte immer
leicht gebeugt sein und
der

FOTOS AUF DEN SEITEN 18 UND 19: DPNY

MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005

19

Schritt für Schritt Schritt Um die beschriebenen positiven Effekte des Nordic Walking voll auszuschöpfen, ist

Schritt für

SchrittSchritt

Um die beschriebenen positiven Effekte des Nordic Walking voll auszuschöpfen, ist eine gute Technik Voraussetzung. Nur wenn Sie mit forschen Schrit- ten und kräftigem Armeinsatz walken, stählen Sie die Mus- keln Ihres Körpers, heizen dem Fett richtig ein und entlasten gleichzeitig Ihre Gelenke.

Tipp: Wenn Sie es zuvor einmal allein ausprobieren möchten, können Sie auch Wanderstöcke oder Skilanglaufstöcke verwenden.

Wenn Sie sich also im Vorfeld schon ein- mal damit vertraut machen möchten, hier eine kurze Anleitung:

Grundsätzlich können Sie sich an der Technik des Skilanglaufs orientieren. Beachten Sie dabei bitte Folgendes: Der rechte Stock berührt dann den Boden, wenn Sie mit der linken Ferse aufsetzen – und umgekehrt. Je kräftiger Sie dabei die Arm- und Oberkörpermuskulatur beim Stockeinsatz beanspruchen, desto schnel- ler laufen Sie und erhöhen so den Trai- ningseffekt. Sie können entweder große, weit ausladende oder kleine Trippelschrit- te machen. Die Stöcke dabei bitte immer nah am Körper führen und die Hände leicht geöffnet halten – nur beim Aufset- zen des Stockes kurz zugreifen. Achten Sie bitte auch darauf, dass Sie sich nicht ver- krampfen und die Schultern locker lassen. Ganz wichtig: Nur so schnell laufen, dass Sie nicht außer Atem kommen und sich noch unterhalten können.

Jogging 1 2 Nordic Walking (2) Nordic Walking trainiert im Gegensatz z. B. zum Jogging
Jogging
1
2
Nordic Walking
(2) Nordic Walking trainiert im Gegensatz
z. B. zum Jogging (1) den ganzen Körper
(Orange). Zusätzlich zu den Beinen
trainiert man durch den Stockeinsatz
auch den Oberkörper und die Arme.
Die Rücken-, Schulter- und Nacken-
muskulatur wird gekräftigt.
1
1

20 MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005

2 Die Stöcke immer nah am Körper führen. Sie zeigen immer schräg nach hinten. 1
2
Die Stöcke immer
nah am Körper führen.
Sie zeigen immer schräg nach
hinten.
1
2
Rechtes Bein und linker
Arm vor (Diagonalrhyth-
mus)
und dann lin-

Die AusrüstungAusrüstung

Nordic Walking kostet im Vergleich zu anderen Sportarten wenig Geld. Bei der Kleidung können Sie auf Vorhandenes zurückgreifen. Was Sie brauchen, sind hochwertige Lauf- oder Walkingschuhe und Stöcke.

Die Stöcke

Die richtige Länge der Stöcke kann man mit folgender Formel errechnen:

Körpergröße in Zentimetern mal 0,7 plus/minus 5 cm. Beispiel: 165 cm x 0,7 = 115,5 cm. Die richtige Stocklänge liegt also in diesem Fall zwischen 110 und 120 cm.

Am besten testen Sie im Sportgeschäft verschiedene Längen, bevor Sie sich entscheiden. Für das Walking auf dem Asphalt gibt es spezielle Aufsätze. Die Stöcke kosten zirka 50 bis 70 Euro pro Paar. Die Aufsätze kosten 10 Euro.

Die Schuhe

Es eignen sich gut gedämpfte Lauf- oder Walkingschuhe. Tipp: Kaufen Sie die Schuhe am besten abends, weil die Füße dann am größten sind und Sie weniger Gefahr laufen, die Schuhe zu klein zu kaufen. Gute Lauf- oder Walkingschuhe kosten etwa 100 Euro.

Wissenschaftlich bewiesen:

gut fürs Herz

Die Sportwissenschaftlerin Sanna Laiti- nen aus Finnland hat im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Sportwissenschaft- lichen Fakultät Leipzig untersucht, in- wieweit Nordic Walking als Sportart für Herzkranke geeignet ist. Dafür trainierte sie mit Herzpatienten im Rahmen eines Rehaprogramms in unterschiedlichen Disziplinen. Die teilnehmenden Patienten wurden in drei Gruppen unterteilt, von denen eine Gruppe sich auf zwei Kilome- tern in ganz gewöhnlichem straffem Gehen ohne Armeinsatz übte, die zweite Gruppe normales Walking betrieb,

übte, die zweite Gruppe normales Walking betrieb, während die dritte Gruppe die Strecke mit Nordic Walking

während die dritte Gruppe die Strecke mit Nordic Walking zurücklegte. Das Ergebnis: Die Patienten der dritten Trai- ningsgruppe gingen mit größerem Spaß ans Training, sie fühlten sich sicherer und ihr subjektives Belastungsempfinden war während des Trainings geringer. Das heißt, sie legten die gleiche Strecke in gleicher Zeit wie die anderen Teilnehmer zurück, fühlten sich aber weniger er- schöpft.

BUCH-TIPP

BUCH-TIPP

Bettina Wenzel:

Nordic Walking. Schritt für Schritt gesund und fit, Mosaik bei Goldmann 6,50

Schritt gesund und fit, Mosaik bei Goldmann € 6,50 3 4 3 Den Fuß über die
3 4 3 Den Fuß über die Ferse abrollen und kraft- voll mit dem Stock
3
4
3 Den Fuß über die
Ferse abrollen und kraft-
voll mit dem Stock abstoßen.
4 Der Stock schwingt
locker nach hinten und die
Hand
ist geöffnet.

FOTOS AUF DEN SEITEN 20 UND 21: DPNY

MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005 21

DAS

HERZ

DER RHYTHMUS DES LEBENS

Warum man auf sein Herz hören sollte, damit es gesund bleibt. Das Herz gilt schon von alters her in vielen Kulturen als Sitz der Seele, des Gefühls, des Mutes, des Bewusstseins oder der Vernunft. „Das wahre Wesen des Menschen liegt nicht in seinem Äußeren, deshalb schaut Gott auf das Herz“, schreibt die Bibel. Bei den alten Ägyptern bedeutet „herzlos“ so viel wie „arm an Verstand“.

FOTO: PHOTODISC FOTO: PHOTODISC
FOTO: PHOTODISC
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U nsere Sprache

gibt deutlich

Aufschluss darüber, welche große Bedeutung wir auch heute noch dem Herzen beimessen. Man „nimmt sich etwas zu Herzen“, handelt „beherzt“ oder „herzlos“, es gibt Menschen, die das „Herz am rechten Fleck haben“, und wir lieben „von ganzem Herzen“.

Ziemlich viel der Ehre für ein Organ, das im Körper nur wie eine Pumpe wirkt? In ihrer Funktionsweise weitaus kompli- ziertere Organe wie das Gehirn oder die Leber erfahren nicht diese Würdigung.

Vielleicht liegt das daran, dass sich kein anderes Organ im Körper so deutlich be- merkbar macht. Das Herz reagiert unmit- telbar auf unsere Gefühle. Es beginnt wie wild zu klopfen, wenn wir uns verlieben, und auch wenn wir uns erschrecken, uns ärgern und Stress haben, schlägt es lauter und schneller. Unsere Nieren, die Leber oder die Milz machen sich eben nicht bemerkbar, wenn wir erregt sind.

Wenn das Herz schmerzt

Das Herz liegt genau dort, wo man mit dem Finger hinzeigt, wenn man auf sich selbst deuten will. Es bildet örtlich gese- hen beinahe das Zentrum unseres Ober- körpers. Doch darüber hinaus scheint es auch das Zentrum unserer Emotionalität zu sein. Das, was das Herz aus seinem gewohnten Rhythmus bringt, ist oft eine Emotion: Ein Schreck bringt es zum Rasen oder gar zum Stillstand, die Freu- de oder die Liebe beschleunigen den Herzschlag derart, dass man glaubt, das Herz „schlage einem bis zum Hals“.

Anhänger der psychosomatischen Medi- zin glauben, dass Krankheiten immer aus seelischem Leid entstehen. Sie sind der Ansicht, dass Emotionen, die nicht offen zutage treten, Herzrhythmusstörungen und andere Herzfunktionsstörungen auslösen können. Es soll sogar einen bestimmten Charaktertypen geben, der der psychosomatischen Lehre zufolge eine „Infarktpersönlichkeit“ verkörpert. Dieser Charaktertyp wird als Typ- A-Persönlichkeit bezeichnet.

FOTO: PHOTODISC
FOTO: PHOTODISC

schehen

lassen.

Der Typ-A kon- trolliert sich so stark, dass er sich „von Gefühlen nicht einfach hinreißen lässt“.

Die Gefühle „somatisie- ren“ daher, das heißt, dass sie sich, wenn sie nicht wahrgenommen werden, als körperliche Symp-tome Gehör verschaffen und den Menschen z. B. in Form einer Herzerkrankung zwingen, sich mit seinen Gefühlen auseinander zu setzen.

Selbstverständlich ist dies nur eine von vie- len möglichen Ursachen für Herzprobleme. Meist sind seelische

möglichen Ursachen für Herzprobleme. Meist sind seelische Die Typ-A-Persönlichkeit Die amerikanischen Kardiologen

Die Typ-A-Persönlichkeit

Die amerikanischen Kardiologen Fried- man und Rosenman haben den Begriff Typ-A-Persönlichkeit Ende der 50er-Jahre geprägt. Während der Untersuchung von Herzinfarktpatienten stellten sie fest, dass bestimmte Verhaltensmuster die Anfälligkeit für Herzerkrankungen erhöh- ten. Sie bezeichneten diese Verhaltens- muster als Typ-A-Persönlichkeit. Wie fast alle Theorien dieser Art ist auch diese Charakterisierung in Wissenschaftskreisen nicht unumstritten. Doch gibt es gerade im medizinisch-psychologischen Bereich kaum eine Theorie, die nicht von Vertre- tern des gleichen Fachs angezweifelt wür- de. Und: Selbstverständlich brauchen alle Menschen Anteile der folgenden Charak- termerkmale, um im Leben zu bestehen. Der Typ-A-Mensch neigt den Vertretern der psychosomatischen Medizin zufolge jedoch zu deren Übertreibung, was zu Herzproblemen führen kann.

Merkmale

Persönlichkeit

was zu Herzproblemen führen kann. Merkmale Persönlichkeit der Typ-A- ein ungewöhnlich stark ausgeprägter

der

Typ-A-

ein ungewöhnlich stark ausgeprägter Wettbewerbs- und Konkurrenzsinn, ein ungewöhnlich stark ausgeprägter

Probleme mit der Zeit. Ist ständig in Hetze, aber ohne Hetze unruhig,

steht in dauerndem Wetttstreit mit sich selbst, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu erreichen,

neigt zu versteckter Feindseligkeit und zu Aggressivität,

fühlt sich ständig herausgefordert, sich und die Umwelt unter Kontrolle zu brin- gen, und kann daher nichts einfach ge-

Kontrolle zu brin- gen, und kann daher nichts einfach ge- Herzinfarkte in Deutschland Vergleich von Männern
Kontrolle zu brin- gen, und kann daher nichts einfach ge- Herzinfarkte in Deutschland Vergleich von Männern
Kontrolle zu brin- gen, und kann daher nichts einfach ge- Herzinfarkte in Deutschland Vergleich von Männern
Herzinfarkte in Deutschland Vergleich von Männern und Frauen im Jahre 2000 Anzahl Patienten 100.000 80.000
Herzinfarkte in Deutschland
Vergleich von Männern und Frauen im Jahre 2000
Anzahl Patienten
100.000
80.000
60.000
40.000
20.000
0
25–55 Jahre
56–75 Jahre
Männer
Über 76 Jahre
Frauen
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FOTO: PHOTODISC
„ Beklagenswert, wer sich verschworen, er hab noch niemals Zeit verloren. Bekenn er lieber unumwunden:
„ Beklagenswert, wer sich verschworen,
er hab noch niemals Zeit verloren.
Bekenn er lieber unumwunden:
Er hab noch niemals Zeit gefunden.
(Eugen Roth)
„Einen Gang runterschalten“ – in
jedem Lebensbereich. Das sollte
jeder, dem sein Herz am Herzen liegt.
FOTO: PHOTOS.COM
FOTO: PHOTOS.COM

Herz im Stress

und körperliche Faktoren gemeinsame Auslöser einer Erkrankung.

Stress gilt als Herzfeind Nummer eins.

Doch Stress muss nichts grundsätzlich Schlechtes sein. Wissenschaftlich wird Stress als eine Reaktion gesehen, die entsteht, wenn eine Person ein Missver- hältnis zwischen ihren eigenen Möglich- keiten und den Anforderungen der Um- welt erlebt. Stress wird als Überforderung interpretiert, wenn vom Stressgeplagten die Anforderungen der Umwelt als zu hoch oder die eigenen Möglichkeiten als nicht ausreichend eingestuft werden.

Man unterscheidet zwischen positivem und negativem Stress

Positiver Stress, auch Eustress genannt, beflügelt und schafft die körperlichen Voraussetzungen dafür, eine Heraus- forderung bewältigen zu können. Ist

diese Situation vorüber, verschwinden die Stresssymptome wieder.

Negativer Stress, oder Disstress, ist dau- erhaft anhaltender Stress. Die Stress- symptome verschwinden nicht mehr, was eine Überforderung darstellt. Hält Disstress länger an, kann er zu seelischen und körperlichen Schäden führen.

Wann etwas als Stress angesehen wird, ist jedoch von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich. Angenommen, zwei Men- schen sollen zum 60. Geburtstag eines Freundes eine Rede halten. Während der eine sich geradezu auf dieses Ereignis freut, bricht dem anderen allein bei dem Gedanken an die Rede schon der kalte Schweiß aus. Er hasst es vielleicht, vor großen Menschenmengen zu reden, und erinnert sich unter Umständen noch lebhaft daran, wie er bei der letzten Kon- ferenz einen totalen „Black-out“ hatte.

Fazit: Es kommt also nicht allein auf die

hatte. Fazit: Es kommt also nicht allein auf die Situation an, in der man sich befindet,

Situation an, in der man sich befindet, sondern vielmehr darauf, wie man sie persönlich bewertet. Unsere subjektive Einstellung zu den Belastungen be- stimmt, ob und wie stark wir darauf gestresst reagieren. Erst sie löst über das Nervensystem die Ausschüttung von Stresshormonen aus. Inwiefern Stress Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, hängt von der Dauer und der Inten- sität der Stressreaktionen ab.

Natürlich gibt es auch Stress, der von jedem als solcher erlebt wird. Der Tod eines geliebten Menschen, Trennungen vom Partner, Unfälle, Überfälle, der Verlust des Arbeitsplatzes – Stressoren, die im Leben oder in der Gesellschaft vorkommen – setzen jeden Menschen unter Stress. Unterschiedlich ist jedoch der Umgang damit.

Tipps für Methoden, die helfen, mit negativem Stress besser umzugehen,

Lungenkreislauf Lunge Der kleine oder Lungenkreislauf befördert das kohlendioxidbela- dene Blut vom Herzen in die
Lungenkreislauf
Lunge
Der kleine oder Lungenkreislauf
befördert das kohlendioxidbela-
dene Blut vom Herzen in die
Lunge, wo es mit Sauerstoff
angereichert wird. Der große
oder Körperkreislauf verteilt
das sauerstoffreiche Blut vom
Herzen aus in die verschiedenen
Körperorgane und Gewebe,
nimmt dabei Kohlendioxid auf
und befördert es zum Herzen
zurück.
Herz
Venenklappen sorgen dafür, dass das
Blut in die vorgegebene Richtung
fließt, und verhindern einen
Rückfluss in die falsche Richtung
Körperkreisläufe
GRAFIKEN: DPNY

GRAFIK: DPNY

Der Blutkreislauf

D haben wir am Ende des Textes für Sie zusammengestellt.

er Blutkreislauf versorgt alle Organe mit Blut. Das Herz mit seinen zwei Herzhälf- ten, die wie Pumpen arbeiten, hält ihn in Bewegung. Die linke Herz-seite ist der „Verteiler“ – sie versorgt den Organismus über die Arterien mit sauerstoffreichem Blut, während die rechte Pumpe die „Reinigung“ des aus dem Körper zurückkehrenden kohlendioxidhaltigen Blutes bewirkt, indem sie es zum Gas- austausch in die Lunge presst. Das Koh- lendioxid wird dort ausgeatmet und der beim Einatmen aufgenommene Sauer- stoff gelangt mit dem Blut wieder in die linke Herzhälfte. Vom Herzen aus ge- langt das Blut in die Aorta, die größte Körperschlagader. Die Aorta ist dick und hoch elastisch. Bei jedem Herzschlag bläht sie sich auf und schrumpft schon eine Viertelsekunde danach wieder auf ihre Ursprungsgröße zusammen. Wäre

sie eine starre Röhre, wie etwa eine Wasserleitung, würde der Blutdruck mit jedem Schlag (systolischer Blutdruck- wert) plötzlich steigen und dann, wenn sich das Herz entspannt (diastolischer Blutdruckwert), auf einen Nullwert fallen. (Mehr zum Blutdruck und wie er gemessen wird, lesen Sie auf Seite 27.) Das Blut würde sich sozusagen ruckartig vorwärts bewegen und nicht gleich- mäßig fließen. Daher ist die Elastizität der Aorta für den Blutkreislauf von großer Bedeutung.

Zunächst nimmt die Aorta das Blut aus dem Herzen auf, von dort gelangt das Blut in die Arterien, die das sauerstoff- reiche Blut dann in die Organe und die Körpergewebe leiten. In den Geweben wird der Sauerstoff verbraucht. Das dabei frei werdende schädliche Kohlen- dioxid wird vom Blut über die Körper- venen zurück zum Herzen und dann in

Steigt der Druck in den Blutgefäßen, nimmt der gesamte Körper Schaden, denn alle Organe sind von einer reibungslosen Funktion des Blutkreislaufs abhängig

die Lunge transportiert, wo es ausge- atmet wird.

Die Herztätigkeit können wir nicht willentlich beeinflussen. Der Herzmuskel hat seine eigene „Kommandozentrale“, den Sinusknoten. Er sitzt in der Wand der rechten Herzhälfte und erzeugt elek- trische Impulse, die die Herzmuskulatur

rechten Herzhälfte und erzeugt elek- trische Impulse, die die Herzmuskulatur MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005
Eine Ader mit Kalkablagerungen (Gelb markiert), die zur Arteriosklerose führen. Bluthochdruck ist die häufigste
Eine Ader mit Kalkablagerungen (Gelb
markiert), die zur Arteriosklerose führen.
Bluthochdruck ist die häufigste Ursache
für die Entstehung von Arteriosklerose,
dem Verschluss der Blutgefäße.
70,7
67,5
Bluthochdruck in Deutschland
61,3
53,9
46,5
34,9
33,0
25,8
16,5
11,4
25–29 Jahre
30 –39 Jahre
40 –49 Jahre
50 –59 Jahre
60 –69 Jahre
Männer mit Bluthochdruck über 140/90
Frauen mit Bluthochdruck über 140/90
Angaben in Prozent
FOTO: 3DCLINIC

RisikofaktorBluthochdruck

B dazu anregen, sich zusammenzuzie- hen und dadurch das Blut in das

Schlagadersystem zu pumpen.

ei Menschen, die ständig unter Stress stehen, steigt der Blutdruck, und damit erhöht sich auch das Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Angst und Auf- regung führen zu Stress und damit – bewirkt durch das sympathische Nervensystem – häufig zu steigendem Blutdruck. Grundsätzlich ist diese Reak- tion sinnvoll, denn der Körper ist so in der Lage, in einer bedrohlichen Situation schneller mit Angriff oder Flucht zu rea- gieren. Diese schnelle Alarmbereitschaft konnte unseren Urahnen bei der Bedro- hung durch wilde Tiere das Leben retten.

War der Auslöser besiegt oder nicht mehr in Sicht, sank der Blutdruck wieder auf das normale Maß herab. Diese Reak- tion auf Stress ist uns vor tausenden von Jahren während der Entwicklung des Menschen in Fleisch und Blut überge-

gangen. Dieser archaische Mechanismus funktioniert bei uns „Schreibtischtätern“ noch heute, nur die Auslöser sind ande- re: Der erboste Chef, eine Vollbremsung beim Autofahren oder ein Diebstahl verursachen Stress. Doch merken die ge- stressten Menschen häufig nichts davon, denn der Körper hat sich oftmals bereits an diesen Ausnahmezustand gewöhnt. Denn obwohl der Blutdruck in Angst-, Stress- und Konfliktsituationen messbar erhöht ist, wird dies oft gar nicht so wahrgenommen. Bei extremer körper- licher oder seelischer Belastung (z. B. bei heftigem Streit) kann der Blutdruck bis auf 240/130 mm Hg ansteigen. Viele Menschen glauben daher zu Unrecht, sie könnten in Stress- und Ärgersituationen ganz ruhig bleiben. Sie sind stolz darauf, wie gut sie sich unter Kontrolle haben – äußerlich. Nur die Messung ihres Blut- drucks kann sie davon überzeugen, dass sie in diesen Situationen ganz und gar nicht ruhig sind.

Wenn der Blutdruck aber aufgrund von ständigem Stress dauerhaft erhöht ist, lernt der Körper, dies als Normalzustand zu verstehen, und sorgt sich nicht mehr um Maßnahmen zur Senkung des Blut- drucks. Dadurch kann der Hochdruck langfristig schwere organische Störun- gen hervorrufen. Das Tückische daran:

Bluthochdruck tut nicht weh. Das macht ihn so gefährlich. Nur selten klagen Patienten über Schwindel und Kopf- schmerzen. Die meisten merken gar nichts davon, wie der hohe Blutdruck den Körper und die Gefäße belastet.

Was ist der Blutdruck eigentlich, und wann ist er zu hoch?

Als Blutdruck bezeichnet man den Druck, den das Blut auf die Wände der Arterien ausübt. Dieser Druck hängt unter anderem von der Kraft des Herzschlages, von der Menge an Blut im Blutkreislauf, vom Durchmesser der Gefäße und von deren

PHOTOS.COMFOTO:

Risikofaktoren für Herzkrankheiten • Hoher LDL-Cholesterin- oder Triglyceridspiegel Diese Faktoren be- lasten das
Risikofaktoren für Herzkrankheiten
• Hoher LDL-Cholesterin-
oder Triglyceridspiegel
Diese Faktoren be-
lasten das Herz. Doch
auch Depressionen,
120 mm Hg (systolischer Druck) zu
80 mm Hg (diastolischem Druck)
• Rauchen
Einsamkeit und
sozialer Rückzug
• Erhöhter Blutdruck
können das Herz
krank werden lassen.
• Diabetes
• Übergewicht
• Bewegungsmangel
• Einseitige Ernährung
• Vitaminmangel
• Luftverschmutzung
Diastolischer Blutdruck
• Infektionen
• Freie Radikale
Systolischer Wert
120
(mm
Hg)
80
(mm
Hg)
Diastolischer Wert
FOTO: PHOTOS.COM
GRAFIK. DPNY

Die idealen Blutdruckwerte:

Systolischer Blutdruck

Elastizität und Spannung ab. Der Blut- druck unterscheidet sich dabei in den ver- schiedenen Körperarterien erheblich. Um eine Vergleichbarkeit der Blutdruckwerte zu schaffen, wird der Blutdruck deshalb nach der Methode von Riva-Rocci immer an der Arterie des Oberarms gemessen.

Der Blutdruck wird in zwei Werten gemessen, dem „systolischen“ und dem „diastolischen“ Wert. Der höhere systoli- sche Wert zeigt, welcher Druck im Ge- fäßsystem herrscht, wenn sich der Herz- muskel zusammenzieht und das Blut in den Körper presst. Der niedrigere „diasto- lische“ Wert misst den Druck zum Zeit- punkt der Herzentspannung. Angegeben werden beide Werte in „Millimeter Queck- silbersäule“ (mm Hg). Fachsprachlich verbindet man beide Angaben mit einem „zu“. Optimal für einen Erwachsenen sind Ruhewerte (Zustand ohne körperliche oder seelische Belastung oder Anstren- gung) von bis zu 120 zu 80 mm Hg, wobei der Blutdruck bis zu einer Höhe von 140 zu 90 mm Hg noch als normal bis leicht erhöht gelten kann. Ab Werten von 160 zu 95 mm Hg spricht man von Bluthochdruck. Ein Bluthochdruck gilt als erwiesen, wenn eine mindestens dreimali- ge Messung an drei verschiedenen Tagen

in sitzender Position nach fünf Minuten Ruhe erhöhte Blutdruckwerte zeigt. Be- steht ein Bluthochdruck, so muss er be- handelt werden, denn er kann die Ursache für verschiedene gravierende Folge- erkrankungen sein.

Was passiert bei Bluthochdruck?

Je höher der Blutdruck ist, desto mehr muss das Herz arbeiten, um die Organe und das Gewebe gegen den Widerstand der Blutgefäße mit Blut zu versorgen. Bleibt dieser Zustand dauerhaft beste- hen, verdickt sich im Laufe der Zeit die Wand des linken Herzmuskels, was seine Blutversorgung einschränkt. Die Folge:

Das Herz erhält nicht genug Nährstoffe aus dem Blut, sodass eine Herzmuskel- schwäche oder sogar ein Herzversagen die Folgen sein können. Außerdem ist Bluthochdruck auch einer der größten Risikofaktoren für die Entstehung der Arteriosklerose (auch Arterienverkal- kung genannt) und ihre gefährlichen, oft tödlichen Folgen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen.

Vom Bluthochdruck zur Arteriosklerose und zurück – ein Teufelskreis

Wer ständig einen zu hohen Blutdruck hat und nichts dagegen unternimmt, dessen Arterien verändern sich nach und nach, weil sie dem immer höher werden- den Druck des Blutes standhalten müs- sen. Bluthochdruck fördert daher auch die Arteriosklerose. Dabei handelt es sich zunächst um Schäden und Entzündungen an der Innenwand der Arterien. In der Folge kommt es zur Einwanderung von Fettverbindungen wie Cholesterin in die Innenwand der Arterien, die sich dadurch nach innen ausdehnen und in ihrer Wanddicke zunehmen. Das führt dazu, dass der Hohlraum in den Adern, durch den das Blut fließt, immer enger wird, was den Blutdruck wiederum erhöht.

Reißen die Arterien infolge der zuneh- menden Arteriosklerose, können sich an dem Arterienriss Blutgerinnsel festsetzen und so zu akuten Gefäßverschlüssen führen. Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folgen sein. Selbstverständ- lich spielen auch Alter, Geschlecht, fami- liäre Vorbelastungen und ererbte Leiden eine wesentliche Rolle für die Entwick- lung von Herzkrankheiten. Für Herz- und Gefäßerkrankungen, die im mittleren und höheren Lebensalter erstmals auftreten (z. B. Angina Pectoris, Bluthochdruck,

und höheren Lebensalter erstmals auftreten (z. B. Angina Pectoris, Bluthochdruck, MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005

MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005

27

FOTO: IFA BILDERTEAM

FOTO: IFA BILDERTEAM Schmerzen im Brustbereich sind nicht die einzigen Symptome, die auf einen Infarkt hinweisen.

Schmerzen im Brustbereich sind nicht die einzigen Symptome, die auf einen Infarkt hinweisen. Bei Frauen können auch Übelkeit und Erbrechen die Indikatoren sein.

FOTO: TAXI
FOTO: TAXI

Die Einnahme der Verhütungspille senkt das Risiko für Herzerkrankungen um durchschnittlich acht Prozent. Allerdings sind Frauen, die die Pille nehmen und auch rauchen, extrem herzinfarktgefährdet!

Herzinfarkt

Männersache?

H koronare Herzerkrankung), ist meist eine Arteriosklerose der Auslöser.

erzinfarkt galt lange als typische Männer- krankheit. Doch auch Frauen sind sehr gefährdet, einen Herzinfarkt zu erleiden. Besonders Frauen unter 50 Jahren erlei- den immer häufiger Herzinfarkte. Typi- sche Herzinfarktsymptome wie Schmer- zen in der Brust, die in den linken Arm ausstrahlen, können bei Frauen allerdings fehlen. Dafür leiden Frauen eher an Übelkeit und Erbrechen. Dies hat zur Folge, dass viele Ärzte bei Frauen eher auf Verdauungsprobleme schließen als auf eine Herzschwäche. Aufgrund dieser Fehldiagnosen müssen Frauen leider häufig eine längere Krankengeschichte durchmachen, bevor sie richtig behandelt werden.

Meist sind es Frauen, die glauben, mit dem Griff zur Zigarette könnten sie Stress abbauen. Doch Nikotin ist für das weib- liche Herz wesentlich gefährlicher als für das männliche: Das Infarktrisiko steigt bei

Nikotinsucht um ein Vierfaches (zum Vergleich: bei männlichen Rauchern um ein Dreifaches). Nicht umsonst gilt Rauchen bei Frauen als der größte Risiko- faktor für Herz-infarkte.

Als besonders infarktgefährdet haben sich Raucherinnen er- wiesen, die gleichzeitig die Antibabypille nehmen. Die Antibabypille allein, also ohne den schädlichen Einfluss von Nikotin, scheint jedoch vor Herzinfarkt zu schützen. Das haben jetzt Forscher der Wayne- State-Universität in Detroit fest- gestellt. Die Beobachtung von insgesamt 162.000 Frauen hat ergeben, dass die Einnahme der Verhütungspille das Risiko für Herzerkrankungen um durch- schnittlich acht Prozent senkte. Dieser Schutzeffekt wurde je- doch nur bei Frauen festgestellt,

Herz in Not:

schnelle Hilfe bei Herzinfarkt!

Wird die Blutversorgung des Herzens (auf- grund arteriosklerotischer Ablagerungen oder durch Blutgerinnsel) unterbrochen, kommt es zum Herzinfarkt. Das Herz wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Sekunden entschei- den jetzt über Leben und Tod. Hier die bei- den wichtigsten Maßnahmen beim Um- gang mit Infarktpatienten:

Erkennen Sie die Frühwarnzeichen! Folgende Symptome können auf einen drohenden Infarkt hinweisen: anfallartige, heftige Schmerzen in der Brustbeinge- gend, die in Richtung Arm, Hals und Ober- bauch ausstrahlen, Unruhe, Atemnot, Schweißausbrüche, fahle Gesichtsfarbe.wichtigsten Maßnahmen beim Um- gang mit Infarktpatienten: Rufen Sie umgehend den Notarzt und veranlassen Sie den

Rufen Sie umgehend den Notarzt und veranlassen Sie den sofortigen Transport ins Krankenhaus. Jede Sekunde zählt!gend, die in Richtung Arm, Hals und Ober- bauch ausstrahlen, Unruhe, Atemnot, Schweißausbrüche, fahle Gesichtsfarbe.

GRAFIK: DPNY

1 2 An der Halsschlagader kann man sein Herz besonders gut bei der Arbeit beobachten
1
2
An der Halsschlagader kann man sein Herz
besonders gut bei der Arbeit beobachten
und fühlen, wie das Blut bei jedem Schlag
durch die Adern gepumpt wird
Der Herzrhythmus
3
Links: Herzrhythmus:
Bild 1: Diastole: Die Herzmuskulatur er-
schlafft und die Vorhöfe füllen sich mit Blut.
Bild 2: Die Herzklappen öffnen sich und das
Blut strömt in die Herzkammern.
Bild 3: Systole: Der Herzmuskel zieht sich
wieder zusammen, das sauerstoffarme Blut
wird in Richtung Lungen, das sauerstoffrei-
che Blut in Richtung Körperkreislauf
gepumpt.
FOTO: PHOTODISC
Das Herz
Das Herz
 
  Aorta

Aorta

Obere Hohlvene

Obere Hohlvene
 
  Lungen-

Lungen-

 

arterie

 

Linke Koronar-

Rechter Vorhof Rechte Koronar-
Rechter Vorhof
Rechte Koronar-

arterie

Untere Hohlvene Absteigende Aorta
Untere Hohlvene
Absteigende Aorta
Rechte Koronar- arterie Untere Hohlvene Absteigende Aorta arterie Herzmuskel Forschung rund ums H e r z

arterie

Herzmuskel

Forschung rund ums Herz

H die das Verhütungsmittel länger als ein Jahr einnahmen.

erz-Kreislauf-Erkrankungen sind die To- desursache Nummer eins in den westli- chen Ländern. Das ist erschreckend und sehr bedauerlich. Doch wie jede Medaille hat auch diese eine zweite Seite: Weil ein solch hoher Bedarf an Therapiemethoden besteht, hat die Wissenschaft in den letz- ten Jahrzehnten große Fortschritte bei der Erforschung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen gemacht. So liefern jüng- ste Forschungsergebnisse eine Begrün- dung dafür, warum Bluthochdruck mei-

Arterio-

stens

sklerose einhergeht. Zwei Wissenschaft- ler der Universitäten Hamburg und

Würzburg haben jetzt das Bindeglied zwischen diesen beiden Erkrankungen entdeckt: Es handelt sich um den so genannten Angiotensin-II-Rezeptor.

Es ist schon lange bekannt, dass dieser Rezeptor durch Bindung von Angioten- sin II den Blutdruck in die Höhe treibt.

Neu ist jetzt, dass der Angiotensin-II- Rezeptor auch die Entstehung von Arteriosklerose begünstigen kann, da er Entzündungsprozesse in den Blutgefäßen fördert, die wiederum als Auslöser der Arteriosklerose bekannt sind. Durch die Entdeckung des Angiotensin-II- Rezeptors als Bindeglied zwischen Blut- hochdruck und Arteriosklerose haben die Forscher nun außerdem eine Erklärung für ein weiteres Phänomen gefunden.

Schon vor längerer Zeit hat man entdeckt, dass die blutdrucksenkenden ACE-Hem- mer auch vor Herzinfarkten und Schlag- anfällen schützen können, ohne aber den Grund hierfür zu kennen. ACE-Hemmer unterdrücken die Bildung von Angioten- sin II im Blut, sodass sich kein Angioten- sin II an den Angiotensin-II-Rezeptor binden kann. Auf diese Weise wirken die ACE-Hemmer Bluthochdruck entgegen, verhindern den neuen Erkenntnissen zufolge aber auch die Entstehung von Arteriosklerose, der Hauptursache von

Schlaganfällen und Herzinfarkt. Weitere wichtige Neuheiten in der Forschung sind ein spezieller Bluttest, mit dem festgestellt werden kann, ob Entzündungen in den Gefäßen vorliegen, außerdem eine neue Form der Computertomografie, die arteriosklerotische Ablagerungen besser erkennen lässt, sowie die bislang noch experimentelle Therapie mit Stammzellen zur Bildung neuer Herzzellen.

Der CRP-Bluttest

Dieser Bluttest misst den so genannten CRP-Wert, der Aufschluss darüber gibt, ob eine Entzündung in den Arterienwänden vorliegt. Der CRP-Wert wird deshalb heu- te als zuverlässiger Indikator für Arterio- sklerose angesehen. Früher galt ein hoher LDL-Cholesterinwert als alleiniger Feind der Arterien. Heute weiß man, dass auch Entzündungsprozesse eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Arterio- sklerose spielen. Die Bestimmung des Entzündungsmarkers CRP bietet eine gute Möglichkeit, die Diagnose von Herz- Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern.

Möglichkeit, die Diagnose von Herz- Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern. mit MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005 2

mit

Mit dem Computertomografen lassen sich schon kleinste Gefäßverengungen feststellen Aufnahme eines Herzkranz-
Mit dem Computertomografen
lassen sich schon kleinste
Gefäßverengungen feststellen
Aufnahme eines Herzkranz-
gefäßes mit dem ultraschnellen
Computertomografen (UCT).
Mit dieser Methode lassen
sich, ohne den Patienten
zu belasten, schon kleinste
Kalkablagerungen in den
Blutgefäßen erkennen.
FOTO: PHOTOS.COM
FOTO: DIAGNOSEKLINIK-MÜNCHEN.DE

Die ultraschnelle Computertomografie

Der neue Gefäßscan mit dem so genann- ten ultraschnellen Computertomografen (UCT) macht den Zustand der Herzgefäße schnell und patientenfreundlich sichtbar. Im Verlauf der Arteriosklerose kommt es zunehmend zu Ablagerungen in den Blutbahnen und damit zu einem erhöhten Infarktrisiko. Mit dieser neuen Form der Computertomografie lassen sich Ge- fäßveränderungen nun schon im Frühsta- dium erkennen. Sind keine Ablagerungen in den Blutgefäßen vorhanden, braucht der Patient keine weiteren Untersuchun- gen über sich ergehen zu lassen und muss auch keine teuren Medikamente nehmen.

Die Stammzellentherapie

Die Stammzellentherapie befindet sich noch im Versuchsstadium. Die Idee:

Nach einem Infarkt werden Teile des Muskelgewebes des Herzens nicht mehr mit sauerstoffreichem Blut versorgt und sterben ab. Stammzellen, die ins Herz gespritzt werden, sollen diesem helfen, neue Gefäße zu bilden. Erste, viel ver- sprechende Studien dazu werden gerade

Gutes für das Herz

W durchgeführt. Die Ergebnisse werden bis Mitte 2005 erwartet.

ie alle anderen Muskeln, so kann man

auch das Herz trainieren. Viel Bewegung

macht

leistungsfähiger. Körperliche Bewegung ist also das A und O für ein gesundes Herz.

Um den Herzmuskel zu trainieren, eig- nen sich am besten Ausdauersportarten. Lange Spaziergänge, Walking, Joggen, Schwimmen oder Skilanglauf trainieren das Herz. Versuchen Sie es doch einmal mit Nordic Walking. Wie es geht, lesen Sie ab Seite 18 in diesem Heft. Es kommt aber gar nicht darauf an, welche Sportart Sie ausüben, sondern vielmehr da-rauf, dass Sie sich regelmäßig körperlich betätigen. Abhängig von Ihrem Gesund- heitszustand sollten Sie sich etwa an einem Lauftraining von 40 Minuten, dreimal pro Woche orientieren. Begin- nen Sie langsam und steigern Sie sich in Dauer und Intensität des Trainings. So

es kräftiger und

geben Sie dem Organismus Zeit, sich an die steigende Belastung anzupassen.

Durch die regelmäßige Bewegung be- nötigen die Skelettmuskeln mehr Blut für eine ausreichende Sauerstoffversorgung. Deshalb steigt das Blutvolumen in den Blutgefäßen an.

Die Folge: Die Herzkammern füllen sich mit mehr Blut und das Schlagvolumen (die ausgestoßene Blutmenge pro Herzschlag) steigt. Kann das Herz sein Schlagvolumen um ein Vielfaches steigern, dann ist das ein Zeichen für ein gesundes, gut trainier- tes Herz. Es kann sich auf die Belastungen des täglichen Lebens einstellen und Stresssituationen problemlos meistern. Auch wenn Sie bereits Herzbeschwerden haben, können Sie Sport treiben. Befragen Sie Ihren Arzt. Gegebenenfalls können Sie sich einer Herzsportgruppe in Ihrer Umgebung anschließen. Dort finden Sie Gleichgesinnte, führen Übungen aus, die speziell für Menschen mit Herzkrankhei-

Herzmasse im Vergleich Sportler Neugeborenes 20g 300 g 500 g Erwachsener Die in Fisch enthaltenen
Herzmasse im Vergleich
Sportler
Neugeborenes
20g
300 g
500 g
Erwachsener
Die in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren
schützen die Gefäße
Bewegung ist eine der besten
Methoden zur Vorbeugung von
Herzerkrankungen
FOTO: PHOTOS.COM
FOTO: PHOTOS.COM

Herzschutz

herzhaft

A ten zusammengestellt sind – und ein Arzt steht zur Betreuung der Gruppe

bereit.

ußer aktiver Stresskompensation und re- gelmäßiger Bewegung gibt es natürlich noch ein paar andere Dinge, die Sie tun können, um Ihr Herz gesund zu erhalten. Einige davon sind köstlich und werden von unseren Nachbarn in den Mittel- meerländern traditionell gern und in größeren Mengen genossen – weshalb diese auch seltener an Herz-Kreislauf- Erkrankungen leiden.

Rotwein

In Maßen genossen – nicht mehr als 0,2 Liter pro Tag – kann Rotwein das Herzinfarktrisiko senken. Die positive Wirkung des Weines geht auf Biofla- vonoide wie OPC zurück.

Knoblauch

Die Knolle gilt schon von alters her als

probates Mittel, um den Blutdruck zu sen- ken, um Blutfett entgegenzuwirken und um vor Gefäßveränderungen zu schützen.

Olivenöl

Neueste medizinische Studien belegen:

Ein Teelöffel Olivenöl täglich ist eine gute Prophylaxe gegen Herzinfarkt. Der hohe Anteil an einfach gesättigten Fettsäuren reguliert den Cholesterinspie- gel. Ersetzen Sie doch einfach das übli- che Speiseöl durch Olivenöl – das schmeckt gut und beugt einer Arterien- verkalkung vor.

Fisch

Omega-3-Fettsäuren, die in fetthaltigen Fischen enthalten sind, schützen das Herz. Die Fettsäuren normalisieren die Blutlipide und reduzieren das Risiko von Blutgerinnseln. Ernährungswissen- schaftler empfehlen daher mindestens zwei Fischmahlzeiten pro Woche. Stu- dien konnten zeigen, dass schon eine

OPC, enthalten in Traubenkernen, schützt das Herz

Fischmahlzeit pro Woche das Herz-

infarktrisiko um 40

bis

verringern kann.

50

Prozent

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse enthalten

große

Vitamine, Mineralien und se- kundäre Pflanzenstoffe, die

Mengen

Mineralien und se- kundäre Pflanzenstoffe, die Mengen FOTO: PHOTOS.COM MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005 3

FOTO: PHOTOS.COM

„ Hast du in letzter Zeit beobachtet, wie die Natur sich verändert? Gelauscht, wie der
„ Hast du in letzter Zeit beobachtet,
wie die Natur sich verändert?
Gelauscht, wie der Regen auf das
Dach prasselt?
Hast du einen Sonnenuntergang
bewundert?
Du solltest einmal anhalten.
Tanze nicht so schnell,
denn das Leben ist so kurz.
Die Musik dauert nicht ewig.
Bist du den ganzen Tag in Eile?
Du solltest ein wenig bremsen.
Hast du jemanden verletzt, weil dir
die Zeit fehlte, über deine Worte,
über dein Handeln nachzudenken?
Hast du den Kontakt zu einem Freund
verloren, weil du nie Zeit fandest,
ihm guten Tag zu sagen?
Die Musik hört eines Tages
auf zu spielen.
Das Leben ist kein Wettlauf.
Nimm dir Zeit, die Musik anzuhören,
bevor das Lied zu Ende ist.
(Verfasser unbekannt)
Liebe ist gut fürs Herz. Ein ausge-
glichenes Seelenleben ist der beste
Garant für ein gesundes Herz.
FOTO: IMAGE SOURCE

Herzensgut ist gut fürs Herz

S die Leistungsfähigkeit des Herzens unterstützen, die Elastizität der Ge-

fäße erhalten und vor Herz-Kreislauf- Erkrankungen schützen.

tarkes Übergewicht, Rauchen und hohe Cholesterinwerte erhöhen das Risiko, ei- nen Herzinfarkt zu bekommen, das wis- sen Sie bereits. Auch dass Stress einen großen Einfluss auf die Herzgesundheit hat, ist Ihnen bekannt. Vielleicht neu für Sie: Ein weiteres Risiko für einen Herzin- farkt ist eine feindselige Haltung seinen Mitmenschen gegenüber. Das haben jetzt Forscher in den USA herausgefunden. Der Stress, den sich Menschen mit einer feindseligen Haltung selbst antun, kann zu Herzrhythmusstörungen und schädli- chen hormonellen Reaktionen führen, so

Schlussfol-

die gerungen der Forscher.

Die US-Psychologen beobachteten 774 ältere Männer über drei Jahre. Die Forscher der Brown University in Provi-

dence im US-Staat Rhode Island berück- sichtigten bei ihren Erhebungen auch andere Faktoren wie etwa das Gewicht, die Blutfettwerte, den Blutdruck, den Alkoholkonsum und den Nikotinkonsum der Untersuchungsteilnehmer. Die feind- seligen Probanden haben sogar unab- hängig von diesen bekannten Gefahren ein erhöhtes Risiko, eine Herzkrankheit zu erleiden. Damit ist die Feindseligkeit als ein bedeutender Risikofaktor für einen Herzinfarkt entlarvt. Bekannt war vorher nur, dass eine feindselige Haltung beispielsweise die schädliche Wirkung eines hohen Blutdrucks verstärken kann.

Stress, lass nach

Methoden zur Stressbewältigung

Bei der Stressbewältigung geht es darum, Techniken und Strategien zu entwickeln, um besser mit belastenden und Stress verursachenden Bedingungen umgehen zu können.

Dafür ist es oft notwendig, seine Denk-

Typische Stressdenkmuster

Zu hoher Anspruch an die eigenen Leistungen Leistungen

Der Wunsch, immer perfekt zu seinZu hoher Anspruch an die eigenen Leistungen Schwierigkeiten, „Nein“ zu sagen (eingeschränkte

Schwierigkeiten, „Nein“ zu sagen (eingeschränkte Fähigkeit, sich ab- zugrenzen) (eingeschränkte Fähigkeit, sich ab- zugrenzen)

Der Wunsch, es allen recht zu machen (übergroßes Harmoniebe- dürfnis) machen (übergroßes Harmoniebe- dürfnis)

Schwierigkeiten, um Hilfe zu bitten oder angebotene Hilfe anzunehmenallen recht zu machen (übergroßes Harmoniebe- dürfnis) Dinge negativer zu sehen, als sie sind (katastrophisieren)

Dinge negativer zu sehen, als sie sind (katastrophisieren)um Hilfe zu bitten oder angebotene Hilfe anzunehmen Kleine Fortschritte nicht ausrei- chend zu würdigen

Kleine Fortschritte nicht ausrei- chend zu würdigen (defizitorien- tierte Denk- und Handlungsweise) tierte Denk- und Handlungsweise)

FOTO: DPNY

Mehrere Dinge gleichzeitig zu erledi- gen produziert Stress. Konzentrieren Sie sich auf eine Sache und
Mehrere Dinge gleichzeitig zu erledi-
gen produziert Stress. Konzentrieren
Sie sich auf eine Sache und bringen
Sie sie zu Ende, bevor Sie mit einer
neuen anfangen.
Sie haben die Wahl. Wer sich stän-
dig allen Katastrophen der Welt
aussetzt, tut seinem Herzen nichts
Gutes.
weisen zu verändern. Beispiele dafür
finden Sie im nebenstehenden Kasten.
Privates von Geschäftlichem zu
trennen.
Sanfte Medizin
FOTO: PHOTODISC
FOTO: STONE

Erkennen Sie sich wieder?

FOTO: PHOTODISC FOTO: STONE Erkennen Sie sich wieder? Dann sollten Sie versuchen sich auf den Augenblick

Dann sollten Sie versuchen

sich auf den Augenblick und die Sache, mit der Sie sich im Moment beschäftigen, zu konzentrieren.sich auf den Augenblick und die

mit der Sie sich im Moment beschäftigen, zu konzentrieren. Angefangenes zu Ende zu bringen. Ihre persönlichen

Angefangenes zu Ende zu bringen.

Ihre persönlichen Grenzen zu re- spektieren.

sich von äußerem Ballast zu trennen. Entsorgen Sie Dinge, die Sie schon lange nicht mehr benutzt haben, die nur im Wege stehen, Platz wegnehmen, beim Umräumen oder Umzügen geschleppt und transportiert werden müssen, aber eigentlich nicht mehr gebraucht werden.

mit Ihrem inneren Ballast genauso umzugehen. Werfen Sie Überzeugungen und Einstellungen über Bord, die nicht mehr gebraucht werden. Überprüfen Sie Ihre inneren Maßstäbe und entsorgen Sie ungesunde Annahmen und unrealis- tische Ziele.

Sie ungesunde Annahmen und unrealis- tische Ziele. auf unnötige oder destruktive Fragen wie „Warum passiert
Sie ungesunde Annahmen und unrealis- tische Ziele. auf unnötige oder destruktive Fragen wie „Warum passiert
Sie ungesunde Annahmen und unrealis- tische Ziele. auf unnötige oder destruktive Fragen wie „Warum passiert

auf unnötige oder destruktive Fragen wie „Warum passiert das immer mir?“, „Warum kann nicht einmal etwas klappen?“ zu verzichten.

keine quälenden Vergleiche mit anderen anzustellen („Was hat der/die, was ich nicht hab?“).

so weit es geht, Menschen mit einer negativen Lebenseinstellung aus dem Weg zu gehen.

sich den Kopf nicht über Fehlent- scheidungen zu zerbrechen. Machen Sie sich keine unnötigen Vorhaltungen.

starken Alkohol- oder Nikotinkon- sum zu mäßigen.

genau auszuwählen, welchen Me- dieneinflüssen Sie sich aussetzen wollen (Katastrophenmeldungen, Tragödien, Horrorfilmen).

authentisch zu sein und sich die Energie zu sparen, die es kostet, sich zu verstecken.

Ihre Gefühle in verträglicher Weise auszuleben. Wer Wut und Trauer unter- drückt, verbraucht Energie, die dann an

und Trauer unter- drückt, verbraucht Energie, die dann an Eine angemessen dosierte Sportthera- pie, kombiniert mit

Eine angemessen dosierte Sportthera- pie, kombiniert mit einer Ernäh- rungsumstellung und herzwirksamen Naturheilmitteln, hilft, das Herz ge- sund zu halten. Mit sanfter Medizin können Sie der Arteriosklerose – einem Verursacher koronarer Herzer- krankungen – vorbeugen und Ihr Herz stärken. Mistel- und Weißdorn- präparate stärken und kräftigen die Herz-Kreislauf-Funktion. Die Herz- muskeln, Herzwände, Herzkranzge- fäße werden besser durchblutet und die Leistungsfähigkeit des Herzens wird verbessert.

BUCH-TIPP

BUCH-TIPP

Ruediger Dahlke:

Herz(ens)-Probleme. Be-Deutung und Chance von Herz- und Kreislauf- symptomen, Knaur,

8,50

Be-Deutung und Chance von Herz- und Kreislauf- symptomen, Knaur, € 8,50 MEDI COM 34. Ausgabe, März

MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005

33

FOTO: PHOTOS.COM

Sich Sich selbst selbst den den

Rücken Rücken stärken stärken

Vorbeugung, Vorbeugung,

Rückenleiden in

Deutschland

61%

50%

Frauen

Männer

QUELLE: DAK

Diagnose Diagnose und und

Therapie Therapie von von

Rückenschmerzen Rückenschmerzen

Rückenschmerzen hat wohl jeder schon einmal gehabt. Vier von fünf Menschen haben sie zeitweise, bei jedem Zweiten kehren die Beschwerden regelmäßig zurück. Rücken- schmerzen sind der Grund für jede dritte Krankschreibung und Wirbel- säulenprobleme die Ursache für jeden zweiten Antrag auf Frührente. Damit sind Rückenschmerzen einer der Haupt- gründe für alle krankheitsbedingten Arbeitsausfälle. Grund genug, nach neuen und effektiveren Vorbeugungs- und Behandlungsmethoden zu suchen, um den vielen Betroffenen besser helfen zu können. Prof. Dietrich Grönemeyer be- schreibt in seinem neuen „Rückenbuch“, wie er Menschen mit Rückenleiden behandelt und wie sich Rücken- patienten selbst helfen können.

34 MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005

P ositiv: 75 bis 90 Prozent der akuten Rückenschmerzen im unteren Rücken- Übungen für die

P ositiv: 75 bis 90 Prozent der akuten Rückenschmerzen im unteren Rücken-

Übungen für die Halswirbelsäule

bereich gehen von selbst innerhalb von vier bis sechs Wochen zurück.

Doch: Sind die Schmerzen dauerhaft, bringt nur jedem Dritten ein Arztbesuch die erhoffte Schmerzfreiheit. Auch nach einem Monat hat immer noch ein Drittel der Patienten, die zum Arzt gehen, Schmerzen und jeder Vierte ist in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. Das ist umso bedauerlicher, als immer mehr Menschen über Rückenschmerzen klagen. Der Hauptgrund: Bewegungsmangel.

Viele Menschen, die im Sitzen am Com- puter arbeiten, haben aufgrund der einseitigen Belastung Probleme
Viele Menschen, die im Sitzen am Com-
puter arbeiten, haben aufgrund der
einseitigen Belastung Probleme mit der
Halswirbelsäule. Um dem vorzubeugen
oder bei bestehenden Beschwerden
Linderung zu verschaffen, sollten die
Betroffenen jeden Tag Übungen durch-
führen, um diese Region zu trainieren.
Diese drei Bewegungsabläufe sind ganz
einfach und auch am Arbeitsplatz durch-
zuführen. Ganz wichtig: ganz entspannt
bewegen und die Übung nie gegen
Widerstand ausführen.
Beugung nach vorn
Setzen Sie sich gerade auf einen Stuhl
und beugen Sie den Kopf ganz lang-
sam nach vorn, bis Sie (wenn es Ihnen
möglich ist) mit Ihrem Kinn fast die
Brust berühren. Dann heben Sie den
Kopf ganz langsam wieder, bis Sie
wieder in gerader Position sind. (Men-
schen mit Problemen mit der Halswir-
belsäule sollten den Kopf auf keinen
Fall nach hinten beugen.) Machen Sie
diese Übung etwa drei- bis viermal.

Bewegung, Bewegung, Bewegung

Professor Grönemeyer führt ein einleuch- tendes Beispiel für den Zusammenhang von Bewegungsmangel und Rücken- schmerzen an:

Wird ein gebrochener Arm eingegipst und somit ruhig gestellt, reduziert sich in nur zwei Wochen die Muskelmasse um einen Zentimeter. Um diesen Zentimeter wieder aufzutrainieren, muss sich der Mensch drei Monate lang gezielt bewe- gen. Genauso verhält sich die Rücken- muskulatur, wenn sie nicht gefordert wird. Die besondere Schwachstelle hier:

die Lendenwirbelsäule. Während die Schultern und die Arme in der Regel zumindest mäßig bewegt werden und die obere Rückenpartie hin und wieder gebeugt und gestreckt wird, bleibt diese Rückenregion zumeist unbewegt. Wichtig zu wissen: Schon wenn die Muskeln nur um ein bis zwei Zentimeter schrumpfen, können sich Schmerzen bemerkbar machen.

Die effektivste Vorbeugemaßnahme, die jeder selbst treffen kann: 20 Minuten Rückengymnastik täglich.

Professor Grönemeyer stellt in seinem Buch Übungen vor, die man eigentlich überall machen kann, ob zu Hause oder im Büro. Wir haben hier ein paar ein- fache Beispiele für Sie ausgesucht. Diese folgenden drei Übungen nehmen natür- lich keine 20 Minuten in Anspruch. Sie könnten aber – kombiniert mit anderen Übungen, entweder aus dem Buch oder aus den folgenden empfohlenen Bewe- gungsprogrammen (siehe Seite 37) – einen Teil Ihres täglichen Gymnastik- programms ausmachen.

empfohlenen Bewe- gungsprogrammen (siehe Seite 37) – einen Teil Ihres täglichen Gymnastik- programms ausmachen.
Rotation
Rotation
Drehen Sie den Kopf so weit, wie es Ihnen möglich ist, zu einer Seite, bis
Drehen Sie den Kopf so weit,
wie es Ihnen möglich ist, zu
einer Seite, bis Sie über Ihre
eigene Schulter sehen. Fah-
ren Sie mit der anderen Seite
fort. Schauen Sie so etwa
drei- bis viermal nach links
und rechts.
Seitliche Neigung
Neigen Sie den Kopf langsam zunächst zu einer
Seite, bis Sie (wenn es Ihnen möglich ist) fast die
Schulter berühren, dann neigen Sie den Kopf
ganz langsam zur anderen Seite, bis Sie auch
hier fast die Schulter erreichen. Wichtig: ganz
langsam und vorsichtig vorgehen. Auch diese
Übung etwa drei- bis viermal durchführen.

FOTOS AUF DER SEITE 35: ZS VERLAG ZABERT SANDMANN GMBH

FOTO: PHOTOS.COM

Selbsttest: meine Haltung Stellen Sie sich entspannt vor den Spiegel und ziehen Sie bitte nicht
Selbsttest: meine Haltung
Stellen Sie sich entspannt vor
den Spiegel und ziehen Sie
bitte nicht den Bauch ein.
Welcher Haltungstyp ent-
spricht dem Ihren?
Die Bandscheibe
Wirbel
Rücken-
mark
Band-
scheibe
Alles Haltungssache.
Unsere Haltung verrät
viel darüber, wie wir „im
Leben stehen“.
Links: Hohlkreuz, Mitte:
richtige Haltung, rechts:
Rundrücken.
FOTOS: ZS VERLAG ZABERT SANDMANN GMBH
GRAFIK: DPNY

36 MEDI COM 34. Ausgabe, März 2005

Hohlkreuz, richtige Haltung, Rundrücken Hohlkreuz Das Hohlkreuz wird medizinisch Hyper- lordose genannt. Diese

Hohlkreuz, richtige Haltung, Rundrücken

Hohlkreuz

Das Hohlkreuz wird medizinisch Hyper- lordose genannt. Diese Haltung nehmen oft übergewichtige Menschen ein, denn die Last des Bauches zieht die Lenden- wirbelsäule nach vorn und verschiebt das Rückgrat – das Kreuzbein und der Beckenring geben nach. In der Folge verschiebt sich die gesamte Hüftpartie leicht nach hinten. Dadurch werden die Oberschenkel überlastet und die Lenden- wirbelsäule wird durch einen zusätz- lichen Druck belastet. Dieser Druck wirkt weiter auf die Leiste und das Hüftgelenk sowie auf die inneren Bauchorgane und zieht sich bis zur Kniescheibe hinunter. Bei dem Versuch, die Wirbelsäule trotz der starken Krümmung aufrecht zu halten, werden die Rumpfmuskeln über- anstrengt. Das Zwerchfell steht zu tief und die Rippen befinden sich ständig in einer Einatmungsstellung, sodass die Betroffenen schlecht ausatmen können.

Was hilft: konsequentes Training der Bauch- und der Rückenmuskeln.

Rundrücken

Wer so steht, hat einen so genannten Rundrücken (Kyphose). Bei dieser Fehl- haltung, die vor allem oft bei Jugend- lichen zu beobachten ist, werden oft der Kopf und die Schultern hängen gelassen. Dadurch wird die Wirbelsäule zu stark nach hinten gezogen. Menschen mit Rundrücken haben oft bereits in jungen Jahren Rückenschmerzen. Dieser Hal- tungsfehler führt zu einem Zwerchfell- hochstand und zu Problemen beim Einatmen. Lunge und Herz werden ein- geengt. Die hinteren Muskeln des Ober- schenkels sind verspannt, Hüfte und Knie werden rasch abgenutzt. Der Schienbeinmuskel ist verkrampft.

Achtung: Wer einen Rundrücken hat, sollte auf keinen Fall Bauchmuskel- training machen, weil diese Region ver- spannt ist und verletzt werden könnte! Wichtig und besser ist es dagegen, die Rückenmuskulatur zu trainieren.

Die seelische Last auf dem Buckel tragen

Sorgen und Stress führen zu einer kör- perlichen Anspannung. Die Reaktion ist natürlich, denn sie soll uns helfen, entwe- der anzugreifen oder zu fliehen, so wie es unsere Vorfahren taten, wenn sie einem Problem – zum Beispiel einem angreifen- den Tier – begegneten. Nun haben Pro- bleme heute andere Ursachen und müssen in der Regel auch anders gelöst werden. Finden wir keine passende Form, sie zu lösen, wird aus der Anspannung eine Ver- spannung, die sich zumeist am Rücken manifestiert. Prof. Grönemeyer schätzt, dass mindestens jeder dritte Patient mit chronischen Rückenschmerzen auch unter einer depressiven Verstimmung leidet.

Meist lässt sich jedoch nicht herausfin- den, was zuerst da gewesen ist, der körperliche oder der seelische Schmerz – denn natürlich können starke Schmerzen auch zu seelischen Problemen führen. Prof. Grönemeyer hat fünf verschiedene Reaktionsmuster auf seelische Belastun- gen beobachtet, die zu unterschiedlichen Beschwerden führen.

1.

Die Zähne zusammenbeißen

Bei Menschen, die oft „die Zähne zu- sammenbeißen“, verkrampfen sich die Kiefergelenke und die obere Halswir- belsäule.

2.

Ertragen

Diejenigen, die dazu neigen, zu viel zu „ertragen“ oder die eine Menge „auf den Buckel nehmen“, ziehen ständig die Schultern hoch und verengen dabei den Brustraum.

3.

Sich hängen lassen

Bei denjenigen, die im Falle von Stress und Sorgen dazu neigen, „sich hängen zu lassen“, werden die Muskeln im rückwärtigen Brustbereich überdehnt.

4.

Sich das Kreuz brechen lassen

Manchen Menschen wird das Kreuz gebrochen. Kreuzschmerzen sind die Folge.

5.

Den Schwanz einziehen

Die fünfte Gruppe „zieht den Schwanz ein“, was zu Versteifungen in der Hüftregion führt.

1.

Bewegung

Rückenschule, gezieltes Krafttrai- ning (Kieser-Training, Eisenhauer- Training), Pilates, Feldenkrais-Metho- de, Yoga, Tai Chi und Qi Gong, Alex- andertechnik

2.

Entspannungstechniken

Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Meditation

BUCH-TIPP

 

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer:

Mein Rückenbuch. Das sanfte Programm zwischen High Tech und Naturheilkunde, Zabert Sandmann,

Mein Rückenbuch. Das sanfte Programm zwischen High Tech und Naturheilkunde, Zabert Sandmann,

18,50

Was Sie selbst gegen Rücken- schmerzen tun können Halswirbel Ganz wichtig ist es, Eigenver- antwortung
Was Sie selbst gegen Rücken-
schmerzen tun können
Halswirbel
Ganz wichtig ist es, Eigenver-
antwortung für die Gesund-
heit Ihres Rückens zu über-
nehmen. Natürlich sollten
Sie bei anhaltenden Rü-
ckenschmerzen einen
Arzt aufsuchen. Ein
guter Arzt wird dann
in Zusammenarbeit
mit Ihnen ein Trai-
ningsprogramm zu-
sammenstellen, das
auf Ihre Beschwer-
den ausgerichtet ist.
Zum Glück gibt
es eine Fülle an
Möglichkeiten, die
Gesundheit Ihres
Rückens aktiv selbst
zu unterstützen. Hier
finden Sie einige
Beispiele.
Brustwirbel
Lendenwirbel
Wird ein 50 kg schwerer
Gegenstand falsch
gehoben, beträgt die
Druckbelastung auf die
Bandscheibe 800 kg
Kreuzbein
Steißbein
DPNYGRAFIK:
E Dosensuppen sind voller E-Nummern: Sie enthalten viele Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Konservierungsstoffe wie essbar

E

Dosensuppen sind voller E-Nummern: Sie enthalten viele Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Konservierungsstoffe

wie essbar

Zusatzstoffe in Lebensmitteln

E-Nummern werden für viele Allergien und Krankheiten verantwortlich gemacht. Die verbrei- tete Meinung: Je weniger E-Nummern ein Pro- dukt enthält, desto gesünder ist das Lebensmittel. Die MEDICOM geht einem Mythos auf den Grund.

L ebensmittel werden gewachst, gefärbt, konserviert, angedickt, geschmacks-

verstärkt, stabilisiert, gesäuert, emulgiert und aromatisiert. Das macht viele Verbraucher misstrauisch. Viele fragen sich, ob Lebens- mittel künstlich ver- ändert werden müssen.

Wenn wir die gewohnte Produktfülle und -qualität bei günstigen Preisen und schneller Verfügbarkeit beibehalten wol-

len, lautet die Antwort „Ja, sie müssen.“

Die

zugelassenen Zusatzstoffe ermöglichen erst das umfassende Lebensmittelangebot, aus dem man heute wählen kann. Zudem vereinfachen sie auch die Zubereitung und Lagerung der Lebensmittel, angefan- gen beim Einkauf über die Zubereitung

300

ca.

und die Lagerhaltung bis hin zur Ab- wechslung auf dem Speiseplan.

Zusatzstoffe – gesundheitlich bedenklich?

Bei Verbraucherinnen und Verbrauchern haben Zusatzstoffe oft einen schlechten Ruf. Immer wieder kursieren Gerüchte um die Lebensmittelzusatzstoffe. Nur wenige Verbraucher wissen: Zusatzstoffe sind die am meisten geprüften Zutaten in Lebensmitteln. Gleichwohl tauchen immer wieder Zweifel auf. Wie steht es um die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Zusatzstoffe? Und was ist mit den Krank- heiten, die immer wieder im Zusammen- hang mit Zusatzstoffen erwähnt wer- den? Gibt es Personen, die auf be- stimmte Zusatzstoffe achten sollten?

Bevor ein Zusatzstoff zugelassen wird, erfolgt eine EU-weit gültige Prüfung. Dafür war bisher der Wissenschaftliche Lebensmittel- ausschuss (SCF) zuständig, seit kurzem ist dies die Europäische Behörde für Lebensmittelsicher- heit (EBLS), die die EU-Kommis- sion in gesundheitlichen Fragen berät. Zusatzstoffe dürfen nur

Sie müssen gesundheitlich unbedenklich sein Sie müssen technologisch notwendig sein Sie dürfen den Verbraucher
Sie müssen gesundheitlich
unbedenklich sein
Sie müssen technologisch
notwendig sein
Sie dürfen den Verbraucher
nicht täuschen

FOTO: STONE

FOTO: PHOTOS.COM

FOTO: PHOTOS.COM Risikopersonen Personen mit der Stoffwechselkrank- heit Phenylketonurie (PKU) können die natürliche
Risikopersonen Personen mit der Stoffwechselkrank- heit Phenylketonurie (PKU) können die natürliche Aminosäure
Risikopersonen
Personen mit der Stoffwechselkrank-
heit Phenylketonurie (PKU) können
die natürliche Aminosäure
Phenylalanin nicht abbauen und müs-
sen sie daher strikt meiden.
stoff unbedingt meiden. Lebensmittel mit
Phenylalanin müssen außerdem mit
der Angabe „enthält eine Phenylalanin-
quelle“ versehen werden.
Phenylalanin ist kein Zusatzstoff, son-
dern
ein natürlicher
Säuglinge und Kleinkinder können einige Zusatz-
stoffe schwer verarbeiten. Für Säuglingsnahrung
gelten deshalb besondere Bedingungen.
Eiweißbaustein, der in vielen Lebensmit-
teln vorkommt, beispielsweise in
Jogurt, Ei und Käse. Da auch Aspartam
Phenylalanin enthält, müssen Betroffene
mit Phenylketonurie auch diesen Süß-
Auch für Säuglinge und Kleinkinder,
deren Stoffwechsel bestimmte Lebens-
mittelinhaltsstoffe noch nicht so gut
verarbeiten kann, gelten bestimmte
gesetzliche Regelungen in Bezug auf die
Herstellung von Säuglingsmilchnahrung.
Beispielsweise sind Farb-, Geschmacks-
und Konservierungsstoffe in Säuglings-
flaschennahrung und in Beikostproduk-
ten wie Getreidebreien gänzlich verboten.
FOTO: PHOTOS.COM
eingesetzt werden, wenn drei Grundbe- dingungen erfüllt sind: sollten das Zutatenverzeichnis sorgfältig lesen, um
eingesetzt werden, wenn drei Grundbe-
dingungen erfüllt sind:
sollten das Zutatenverzeichnis sorgfältig
lesen, um diese Stoffe zu meiden.
Für viele Zusatzstoffe, unter anderem
für einige Süßstoffe, wurde ein so ge-
nannter ADI-Wert (= Acceptable Daily
Intake) festgelegt. Er gibt die Menge
eines Lebensmittelzusatzstoffes an, die
ein Mensch pro Tag und pro Kilogramm
Körpergewicht ohne erkennbare nega-
tive Beeinflussung der Gesundheit ein
Leben lang aufnehmen kann. Dieser
Wert wird anhand der Ergebnisse ver-
schiedener Studien, die die gesundheitli-
che Unbedenklichkeit von Zusatzstoffen
ermittelt haben, festgelegt.
Können Zusatzstoffe Krebs auslösen?
Nach dem derzeitigen Kenntnisstand
verursacht keiner der zugelassenen Le-
bensmittelzusatzstoffe Krebs. Denn die
verschiedenen Farbstoffe, Konservie-
rungsmittel, Backtriebmittel oder Ge-
schmacksverstärker unterliegen umfang-
reichen gesundheitlichen Prüfungen und
strengsten Zu-
Alle in Lebensmitteln verwendeten Zu-
satzstoffe müssen in der Zutatenliste des
Produkts genannt werden, das die Inhalts-
stoffe nach enthaltener Menge aufführt.
Oft steht auch der Klassenname vor dem
Zusatzstoff, beispielsweise „Farbstoff“.
Als Stoffe, von denen nur geringe Mengen
benötigt werden, stehen die Zusatzstoffe
in der Regel am Ende der Zutatenliste.
Offen verkaufte „lose Ware“ hat meist
keine Zutatenliste. Hier müssen die
wichtigsten Zusatzstoffe gut lesbar auf
las-
Krank durch Zusatzstoffe?
Besonders häufig wird das Auftre-
ten von allergischen Reaktionen
mit den E-Nummern in Verbin-
dung gebracht. Dabei sollte man
jedoch wissen:
Lebensmittelallergien werden
vor allem durch natürliche Be-
standteile von Lebensmitteln her-
vorgerufen. Die häufigsten Auslöser
sind beispielsweise Kuhmilch, Hühne-
reier oder Nüsse.
einem Schild neben der Ware oder Ver-
gleichbarem angegeben werden. Alle zum
Verzehr geeigneten Zusatzstoffe tragen
E-Nummern, die die Verbraucher aber oft
nicht zuordnen können. Das „E“ steht
dabei für EG/EU bzw. für essbar. Ent-
gegen der Bedenken vieler Verbrau-
cher bezeichnet das „E“ somit keine
bedenkliche Sub-stanz, sondern ist
ganz im Gegenteil ein
internationaler Code, der darauf
hinweist, dass der Zusatzstoff die
vorgeschriebenen wissenschaftlichen
Tests durchlaufen hat und zum Einsatz
in Lebensmitteln zu-
gelassen ist. Die
„mit Geschmacksverstärkern“
stimmungen. Es wird kein Stoff zugelas-
sen, der gefährlich oder Krebs erregend
ist.
E-Nummern sind
Zahlen zwischen
E 100 und E 1520.
Sie gelten in allen
EU-Ländern ein-
heitlich und
kennzeichnen ei-
nen Zusatzstoff
„mit Phosphat“
Manche Zusatzstoffe können so genann-
te „Pseudoallergien“ auslösen, die aller-
dings sehr selten auftreten (nur
etwa bei 0,01 – 0,23 % der Bevölkerung).
Beispiele für Zusatzstoffe, die eine „Pseu-
doallergie“ auslösen können, sind der
Farbstoff Tartrazin, die Konservierungs-
stoffe Benzoesäure und Sorbinsäure oder
Schwefeldioxid und Sulfite. Betroffene
„mit Farbstoff“
sungsbe-
„mit Konservierungsstoff“ oder
„konserviert“
„mit Antioxidationsmittel“
„geschwefelt“
„mit Nitritpökelsalz“
Kennzeichnung der Zusatzstoffe
„gewachst“
„mit Süßungsmittel(n)“ *
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FOTO: PHOTOS.COM bensmittels. Antioxidationsmittel sind Substanzen, die verhindern, dass luft- empfindliche Substanzen wie
FOTO: PHOTOS.COM bensmittels. Antioxidationsmittel sind Substanzen, die verhindern, dass luft- empfindliche Substanzen wie

bensmittels. Antioxidationsmittel sind

Substanzen, die verhindern, dass luft- empfindliche Substanzen wie Fette und Öle oxidieren. Säuerungsmittel werden zur Säureregulation und zum Säuern von Lebensmitteln eingesetzt. Gelier- und Verdickungsmittel werden verwendet, um

eine

sämige Konsistenz zu geben oder Gelees herzustellen. Emulgatoren haben die Fähigkeit, normalerweise nicht miteinan- der mischbare Stoffe, wie Wasser und Öl, zur Bildung einer Emulsion zu veran- lassen. Süßstoffe sind Süßungsmittel, die eine sehr hohe Süßkraft haben und daher nur in geringen Mengen eingesetzt werden. Zuckeraustauschstoffe sind von ihrer Süßkraft eher vergleichbar mit Zucker, unser Körper braucht aber kein Insulin, um sie nutzen zu können. Sie finden deshalb vorrangig in Diabetiker- produkten Verwendung.

Speisen

somit eindeutig und unverwechselbar.

Folgende Angaben sind beim Einsatz der entsprechenden Zusatzstoffe vorge- schrieben, wenn Lebensmittel als offene Waren verkauft werden:

Welche Stoffe stecken hinter den E-Nummern?

Zusatzstoffe werden Lebensmitteln zuge- setzt, um ihnen bestimmte Eigenschaften

wie zum Beispiel Farbe, Ge- schmack, Beschaffenheit, Halt- barkeit und Nährwert zu verlei- hen.

Folgende Gruppen von Zusatz- stoffen werden z. B. in Lebens- mitteln verwendet:

Farbstoffe werden eingesetzt, um Lebensmitteln eine be- stimmte Farbe zu geben oder um bei der Bear-

Klassenname

Beispiele

Farbstoffe

Kurkumin, Azorubin, Chinolingelb

Konservierungsstoffe

Benzoesäure, Sorbinsäure, Schwefeldioxid

Antioxidationsmittel

L-Ascorbinsäure, Vitamin E, Kaliumcitrat

Säuerungsmittel

Essigsäure, Apfelsäure,

Orthophosphorsäure

Gelier-, Verdickungsmittel

Pektin, Guarkernmehl, Agar-Agar

Emulgatoren

Lecithin

Süßstoffe

Aspartam, Cyclamat, Saccharin

Zuckeraustauschstoffe

Sorbit, Mannit, Xylit

beitung entstandene

Farbverluste auszuglei- chen und damit den

Verbrauchererwartun-

gen an eine bestimmte Farbgebung gerecht zu werden. Konservie- rungsmittel hemmen das Wachstum von Bakterien, Schimmel- pilzen und anderen Mi- kroorganismen und verlängern dadurch die Haltbarkeit eines Le-

Keine Angst vor E-Nummern

Lebensmittelzusatzstoffe haben zu Un- recht einen schlechten Ruf bei den Ver- brauchern. Fakt ist, dass die Zusatzstoffe, die unseren Lebensmitteln zugesetzt werden, strengen Prüfungen unterzogen werden und nur in solchen Mengen zum Einsatz kommen, bei denen eine gesund- heitliche Gefährdung für den Menschen nicht gegeben ist. Mögliche Gefahren für bestimmte Risikopersonen werden schon durch entsprechende gesetzliche Regel- ungen, beispielsweise durch die Diät- verordnung oder durch vorgeschriebene Deklarationen, hinreichend minimiert. Einige Zusatzstoffe sorgen darüber hinaus

Besonders knallig – farbige Süßigkeiten wie Kaugummis, Bonbons, Gummibärchen und Co. haben den Ruf, viele Zusatzstoffe zu ent- halten

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Vitalstoff-Rezept

mediterran

Unsere französischen Nachbarn sind nicht nur berühmt für ihre besonders gute Küche, sie sind auch für ihre robuste Gesundheit bekannt. Dass das eine mit dem ande- ren in Zusammenhang steht, dafür ist dieses köstliche Rezept der Beweis. Lecker, kalori- enarm, gesund und leicht zuzubereiten. Die frischen Kräuter der Provence verleihen dem Geflügel die würzig-mediterrane Geschmacksnote. Ein Stück Provence aus dem heimischen Ofen.

Hähnchen der Provence

(Für 4 Personen)

Zubereitung

Die Hähnchenbrustfilets in Mehl wen- den. Tomaten häuten, würfeln. Möhren und Porree putzen, waschen und wür- feln. Zwiebeln und Knoblauch schälen, Zwiebeln halbieren, in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken. Zwiebeln und Knoblauch in zwei EL Olivenöl an- dünsten, Hähnchenbrustfilets zufügen, rundum anbraten. Gemüse zufügen, fünf Minuten mitbraten. Kräuter wa- schen, trockenschütteln, die Hälfte fein hacken, zum Gemüse geben. Brühe an- gießen und zugedeckt in 40 Minuten gar schmoren. Zehn Minuten vor Ende der Garzeit Oliven zufügen. Fertig garen. Anrichten und mit den restlichen Kräu- tern garnieren. Als Beilage eignet sich Vollkornreis.

Zutaten 4 Hähnchenbrustfilets 500 g Tomaten 200 ml Gemüsebrühe 40 g schwarze Oliven 3 EL
Zutaten
4
Hähnchenbrustfilets
500
g
Tomaten
200
ml Gemüsebrühe
40 g
schwarze Oliven
3
EL
Mehl
3
EL
Olivenöl
2
Zweige Rosmarin
4
Zweige Thymian
2
Porreestangen
2
Möhren
2
Zwiebeln
2
Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
§
§
Nährwertangaben (Pro Portion) Energie 350 kcal Eiweiß 41 g Fett 14 g Kohlenhydrate 15 g
Nährwertangaben
(Pro Portion)
Energie
350 kcal
Eiweiß
41 g
Fett
14 g
Kohlenhydrate
15 g
Ballaststoffe
6 g
Vitamin A
684 µg
Vitamin B 6
1,2 mg
Vitamin C
49 mg
Magnesium
81 mg
Cholesterin
99 mg
§
§

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Leserbriefe Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stellung nehmen?

Leserbriefe

Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stellung nehmen? Oder interessante Tipps zum Thema „Gesund werden – gesund bleiben“ an andere Leser weitergeben? Dann schreiben Sie uns! Unsere Anschrift lautet: MEDICOM-Redaktion, Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe.

Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe. MEDICOM 32 Rauchen – zum Abgewöhnen? Zur MEDICOM 32,

MEDICOM 32

Rauchen – zum Abgewöhnen?

Zur MEDICOM 32, Thema Rauchen, möchte ich Folgendes sagen: Auch ich habe geraucht, mal mehr, mal weniger, manche Tage bis zu einer Schachtel – bis ich 1992 meinen jetzigen Partner kennen lernte. Er sagte zu mir: „Entweder ich oder die Zigaretten, du hast 14 Tage Zeit.“ Ich habe am nächsten Tag die rest- lichen Schachteln in den Mülleimer geworfen und nie wieder eine Zigarette geraucht. Es lohnt sich immer auf- zuhören: aus gesundheitlichen und auch aus finanziellen Gründen – und aus Liebe.

Mit freundlichem Gruß

Andrea Nitschke, Oppenau

Sehr geehrte Frau Nitschke,

dem können wir eigentlich nicht mehr viel hinzufügen. Außer, dass es uns sehr freut, dass Sie so konsequent einen Schlussstrich unter Ihre Sucht gezogen haben. Herzlichen Glückwunsch dazu und eine gesunde Zukunft für Sie – ganz ohne Zigaretten.

MEDICOM 33

Seelentiefs als Chance

Sehr geehrte Redaktion,

Ihr Bericht in Heft Nr. 33 „Seelentiefs als Chance“ hat mir sehr gefallen. Natürlich ist vor allem zur dunklen Jahreszeit das Thema aktuell. Aber da ich selbst von einer Depression betroffen bin, fühlte ich mich besonders angesprochen. Es ist er- schreckend, dass immer mehr Menschen von Depressionen, psychischen Proble- men und Ängsten betroffen sind. Nur woran liegt das? Daran, dass wir uns selbst immer mehr unter Stress und Druck setzen? Dass das Leben zu schnelllebig wird? Oder dass wir zur Ellenbogengesellschaft geworden sind? Sicherlich wären die Ursachen noch mal ein Thema, mit dem man sich befassen könnte. Nach wie vor wird über die Krankheit zu wenig aufgeklärt und zu viel tabuisiert. Ich habe selbst einen jah- relangen Spießrutenlauf hinter mir, bis ich den richtigen Psychologen fand und das richtige Medikament. Ich war fünf Wochen stationär im Krankenhaus und danach drei Monate in der Tagesklinik.

Jetzt stehe ich wieder mitten im Leben! Aber dass es überhaupt möglich war, we- gen so einer „Lappalie“ ins Krankenhaus zu gehen, und zwar bevor man sich et- was antut – das wollte ich nämlich nicht – das war mir ebenso unbekannt. Deswe- gen möchte ich gern an Betroffene ap- pellieren, nicht aufzugeben und sich hel- fen zu lassen! Es gibt wirklich Wege, die einem helfen können. Und ich habe auch gelernt, dass vor allem Sport, Hobbys und soziale Kontakte sehr wichtig sind. Und ganz nebenbei konnte ich meinen Körper mit Produkten von MEDICOM unterstützen. Ich nehme seitdem Omega- 3-Fettsäuren zur Unterstützung. Es gibt nicht die Pille gegen die Depression und

auch nicht einen Ratschlag, den man befolgen muss, sondern man sollte sich sein eigenes „Konzept“ zusammenstel- len, das einem hilft. Es ist oftmals lang- wierig und kostet viel Kraft, aber es lohnt sich wirklich!

In diesem Sinne

Ihr Marcel Kleer, Essen

Sehr geehrter Herr Kleer,

wir danken Ihnen sehr für Ihren offenen Brief! Es ist schön zu hören, dass Sie einen Weg gefunden haben, mit Ihrem Problem umzugehen. Wir hoffen, dass andere Betroffene ggf. durch Ihre Zeilen neuen Mut finden. Alles Gute für Sie!

MEDICOM 31

Arzt sein, nicht Mediziner

Ihre MEDICOM-

Informationszei-

tung ist hervorra- gend. Ich lese sie immer mit großem Interesse. Der Ar- tikel über Herrn Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer hat mir besonders zugesagt, denn seine Einstellung sollte eigentlich für alle Mediziner gelten.

Luise Fritsch, Hamburg

für alle Mediziner gelten. Luise Fritsch, Hamburg Sehr geehrte Frau Fritsch, vielen Dank für Ihr Lob,

Sehr geehrte Frau Fritsch,

vielen Dank für Ihr Lob, wir haben uns sehr darüber gefreut! Wie Sie vielleicht schon gesehen haben, finden sie auch in dieser Ausgabe einen Artikel, der die Praktiken von Prof. Dr. Dietrich Gröne- meyer näher beschreibt. Wir hoffen, Sie haben Freude daran. Lesen Sie mehr ab Seite 34.

Impressum

Herausgeber:

Medicom Pharma AG Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe Tel. 05041 78-0 Fax 05041 78-1169

Verlag,

Redaktion,

Gestaltung:

DPNY communications

Druck:

Westermann-Druck

„MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der Medicom Pharma AG; sie erscheint fünfmal jährlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

Lösung: Kreuzworträtsel Liebe Rätselfreunde, diesmal geht es um etwas, was Ihr Denkvermögen auf Trab hält.
Lösung: Kreuzworträtsel Liebe Rätselfreunde, diesmal geht es um etwas, was Ihr Denkvermögen auf Trab hält.

Lösung:

Lösung: Kreuzworträtsel Liebe Rätselfreunde, diesmal geht es um etwas, was Ihr Denkvermögen auf Trab hält. Tragen

Kreuzworträtsel

Liebe Rätselfreunde, diesmal geht es um etwas, was Ihr Denkvermögen auf Trab hält. Tragen Sie die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge in die nummerierten Felder ein.

1. Preis: ein Reisegutschein im Wert von

1.000 Euro für den Urlaubsort Büsum

2. bis 4. Preis: je ein Büsumer Strandsack

(Strandlaken, kombiniert mit Rucksack und Sonnenbrille) Kostenlose Informationen über den Urlaubs- ort Büsum erhalten Sie, wenn Sie neben dem Lösungswort den Zusatz „Büsum“ angeben.

Lösungen aus dem Oktober-Heft

Zusatz „Büsum“ angeben. Lösungen aus dem Oktober-Heft Und so können Sie gewinnen Haben Sie das richtige

Und so können Sie gewinnen

Haben Sie das richtige Lösungswort? Dann schreiben Sie es auf eine Postkarte, und schicken Sie diese an: MEDICOM-Redaktion, Stichwort „Preisrätsel“, Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe. Einsendeschluss ist der 31.05.2005 (Datum des Poststempels). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Medicom Pharma AG und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen.

Büsum, das ist Urlaub für die Familie

Erleben Sie die Nordsee von ihrer schönsten Seite im Nordsee-Heil- bad Büsum. Ob am langen Grün- oder Sandstrand, im Erlebnisbad „Piraten Meer“ oder im Wellness- und Thalassozentrum Vitamaris – Büsum bietet Erholung, Wohl- befinden und Urlaubsspaß für die ganze Familie! Mehr Informatio- nen erhalten Sie auf unserer Ho- mepage www.buesum.de.

FOTO: DPNY

MEDICOM – immer an Ihrer Seite

„Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe“ – das ist unser Motto. Die MEDICOM steht Ihnen mit sinnvollen Produkten in Ihrem Alltag zur Seite. Wir wollen, dass Sie Ihren Tag mit der Gewissheit erleben, Ihre Gesundheit aktiv zu unterstüt- zen. Mit den Produkten von MEDICOM können Sie Ihre Gesundheit sinnvoll unterstützen. Haben Sie Fragen zum Thema „Gesundheit und Vitalstoffe“? Die Mitarbeiter unserer wissenschaftlichen Abteilung werden Ihnen gern all Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch am Telefon beantworten. Auch unser Kundendienst gibt Ihnen gern Auskunft zu unseren Produkten. Sie erreichen beide unter unserer gebührenfreien Telefonnummer. Ihre Zufriedenheit und Ihre Gesund- heit stehen bei der Medicom Pharma AG an erster Stelle. Unser Be- streben ist es, Ihrem Vertrauen, das Sie uns als Kunde entgegenbrin- gen, in jeder Form gerecht zu werden – sowohl mit unseren hoch- wertigen Produkten als auch mit sinnvollen Serviceleistungen. Bei der Herstellung

unserer Produkte verwenden wir nur die hochwertigsten Rohstoffe. Die Her- stellung erfolgt nach dem strengen GMP-Standard. Wenn Sie ein Produkt der MEDICOM erwerben, dann entscheiden Sie sich für Qualität. Bei der MEDICOM endet die Beziehung zum Kunden nicht mit der bezahlten Rechnung. Mit unseren Serviceleistungen – die weit über das Übliche hinausgehen – wollen wir Ihr Partner in Sachen Gesundheit sein: Sie bekommen als Kunde 5-mal im Jahr das Kundenmagazin MEDICOM. Sie erhalten auf all unsere Produkte eine Geld-zurück-Garantie. Sie erhalten Ihre Produkte innerhalb von 48 Stunden frei Haus gegen Rechnung. Sie können unsere Produkte per Post, per Fax, am Telefon und im Internet anfordern. Und als Sammelbesteller erhalten Sie einen interessanten Preisnachlass. Wir wollen alle Ihre Bedürfnisse in

Sachen Gesundheit befriedigen und Ihnen in Ihrem täglichen Leben zur Seite stehen. Wir sind für Sie da. Wir sind Ihr Partner in Sachen Gesundheit.

sind für Sie da. Wir sind Ihr Partner in Sachen Gesundheit. Im Internet: www.medicom.de • Kostenlose

Im Internet: www.medicom.de Kostenlose Ernährungsberatung: 0800-7377730