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Auslandspreise: A 1,80 €; B 1,90 €; BG 6,20 BGL; CH 3,50 CHF; CZ 80,00 CZK; DK 17,00 DKK; E 2,40 €; F 2,40 €; GR 2,50 €; H 870,00 FT; I 2,40 €; I.C. 2,50 €; KRO 21,00 HRK; L 1,90 €; N 28,00 NOK; NL 1,90 €; P 2,40 €; PL 11,00 PLN; S 29,00 SEK; SK 2,10 €; SLO 2,40 €; TR 8,20 TL

Nach crashtest-desaster

Nach crashtest-desaster
Nach crashtest-desaster
Nach crashtest-desaster

Mercedes Citan

MeRcedes erfindet sich neu

Seite

8

Cabrio

Seite

24

Limousine

Nr. 18 · 3. 5. 2013 · www.autobild.de
Nr. 18 · 3. 5. 2013 · www.autobild.de
Seite 24 Limousine Nr. 18 · 3. 5. 2013 · www.autobild.de exklusiv c-Klasse-Familie n e u

exklusiv

c-Klasse-Familie

neuer Sicherheits-Technik

mit

Europas Nr. 1

so eine Pleite!

100 000-Kilometer-dauertest

Dacia Duster: kaputtes Getriebe und Rost

Seite 60
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60

T-Modell

Coupé

ganz schön frech!

Opel greift audi und bMW an!

exklusiv
exklusiv

ErstE Fahrt in dEr

neuen S-KlaSSe

Seite 54 Neuer Opel Cascada gegen Audi A5 Cabrio und BMW 3er
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Neuer Opel Cascada
gegen Audi A5 Cabrio und BMW 3er
erster CheCk Seite 84 Neuer alfa 4c
erster
CheCk
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Neuer alfa 4c

technik erklärt

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und BMW 3er erster CheCk Seite 84 Neuer alfa 4c technik erklärt Seite 76 so koppeln

so koppeln sie Ihr Handy per bluetooth

Seite 76 so koppeln sie Ihr Handy per bluetooth Seite 38 neuer Peugeot 208 GTi gegen
Seite 76 so koppeln sie Ihr Handy per bluetooth Seite 38 neuer Peugeot 208 GTi gegen
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neuer Peugeot 208 GTi gegen Renault Clio R.S., VW Polo GTI, Ford Fiesta ST und Opel Corsa OPC

Clio R.S., VW Polo GTI, Ford Fiesta ST und Opel Corsa OPC Wer baut den wahren

Wer baut den wahren GTI?

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neuer VW Golf GTI gegen Mercedes A 250 Sport

? Seite 34 neuer VW Golf GTI gegen Mercedes A 250 Sport Seite 18 exklusiver Fahrbericht
Seite 18
Seite
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exklusiver Fahrbericht
exklusiver Fahrbericht

neuer Skoda Octavia Combi

Seite 18 exklusiver Fahrbericht neuer Skoda Octavia Combi © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer AG,

© Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer AG, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.as-infopool.de/lizenzierung

AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Editorial ausgabE18/2013 liebe leser, der Mercedes-Werbespruch „Das Beste oder nichts“ hat in diesen Tagen einen
Editorial ausgabE18/2013 liebe leser, der Mercedes-Werbespruch „Das Beste oder nichts“ hat in diesen Tagen einen

Editorial

ausgabE18/2013

Editorial ausgabE18/2013 liebe leser, der Mercedes-Werbespruch „Das Beste oder nichts“ hat in diesen Tagen einen

liebe leser,

der Mercedes-Werbespruch „Das Beste oder nichts“ hat in diesen Tagen einen speziellen Klang. Der Citan blamiert den Stern im Crashtest (S. 4 und 17) – und die neue S-Klasse kommt mit dem Anspruch, wie früher das beste Auto der Welt zu sein. Dabei müssen wir erst mal fragen, ob es noch Weltautos geben kann. Schon deshalb, weil die Ansprüche immer weiter auseinanderdriften. Brauchen wir extralange Luxusgleiter mit Liegesitzen im Fond und klimatisierten Becherhaltern? Der anspruchsvolle Käufer in China wird dazu eine andere Meinung haben als wir Selbst- fahrer in Europa. Alles, was es zur S-Klasse zu wissen (und zu streiten) gibt: ab Seite 24.

InHAlt

neuheiten

Mercedes C-Klasse Mercedes S-Klasse Erste.Mitfahrt.im.besten.Auto.der.Welt Citroën C4 Picasso Easy-Index-Vergleich.mit.Kia.Carens.und.VW.Touran Alfa Romeo 4C Rendezvous.mit.dem.scharfen.Italiener

8

24

30

84

 

nachrichten

Farbtrends Mattlack.im.Abseits. VW-TDI-Motoren Ärger.mit.der.Ölpumpe Porsche 911 Turbo

14

15

16

In.drei.Sekunden.auf.Tempo.100

NCAP-Crashtest

17

Nur.drei.Sterne.für.den.Mercedes.Citan

 

tests

GTI-spez I al

VW Golf GTI gegen Mercedes A 250 Peugeot 208 GTi gegen Ford Fiesta ST, Renault Clio R.S., Opel Corsa OPC und VW Polo GTI Vergleichstest.der.flotten.Kraftzwerge Fazit: Auf der Suche nach dem wahren GTI

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38

46

VERglEIChSTEST Opel Cascada gegen Audi A5 und BMW 3er SChoN.gEfAhREN Skoda Octavia Combi

54

18

100.000-KIloMETER-dAuERTEST

Dacia Duster 1.5 dCi 110 4WD Prestige

60

Reportagen, Aktionen

 

Oldtimer frisch vom Band Typen,.die.nicht.sterben.wollen Design Award leser.wählen.die.schönsten.Autos Der vergessene Paragraf flensburg-Punkte.schneller.abbauen.

22

48

88

 

Ratgeber

Jetzt kommt die Warnwesten-Pflicht Die AUTO BILD-Fahrschule

69

70

30.führerschein-fragen:.Testen.Sie.Ihr.Wissen!

Erste Hilfe: So retten Sie Leben Handy mit dem Radio koppeln Gebrauchtwagen: Ford Galaxy II Sieben Gebrauchte für sieben Personen

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Meinung

Leserbriefe

6

Kolumne Offener Brief an Mercedes-Chef Dieter Zetsche Das letzte Wort

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26

88

 

Rubriken

Impressum

6

Abo-Angebot

47

Kreuzworträtsel

68

TV-Tipps

76

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 3

16 Porsche bringt den neuen 911 Turbo an den Start. Der Sportler kommt im September und leistet bis zu 560 PS

Easy- IndEx
Easy- IndEx

30 Nur schön oder auch praktisch? AUTO BILD legt an den neuen Citroën C4 Picasso den Easy-Index-Maßstab an

an den neuen Citroën C4 Picasso den Easy-Index-Maßstab an 22 Deutschland hat gewählt. Das Design des
22 Deutschland hat gewählt. Das Design des Mercedes CLA gefällt den Lesern am besten 80
22 Deutschland hat gewählt. Das Design des Mercedes CLA
gefällt den Lesern am besten
80
www.a ut obil d. de
www.facebook.de/autobild
www.twitter.com/autobildonline
de www.facebook.de/autobild www.twitter.com/autobildonline Siebensitzer zum Discountpreis: Gebrauchte Ford Galaxy II

Siebensitzer zum Discountpreis: Gebrauchte Ford Galaxy II gibt’s richtig günstig – ab 9000 Euro. Eine gute Wahl?

Autos in diesem Heft

Alfa.Romeo.4C

Audi.A5.Cabrio.2.0.TdI

84 Mercedes.ClK.(neu)

54 Mercedes.g-Klasse

8

23

BMW.320d.Cabrio

54

Mercedes.S-Klasse.(neu)

24

Caterham.Seven

23

Mercedes.Citan

4 und 17

Citroën.C4.Picasso

30

Morgan.4/4

23

dacia.duster.1.5.dCi.110.4Wd

60

opel.Corsa.oPC

38

ford.fiesta.ST

38

opel.Cascada.2.0.BiTurbo.CdTI

54

ford.galaxy

80

Peugeot.208.gTi

38

hindustan.Ambassador

22

Porsche.911.Turbo.(neu)

16

Kia.Carens

30

Renault.Clio.R.S

38

lada.Niva

22

Skoda.octavia.Combi

18

land.Rover.defender

22

Toyota.Century

23

lTI.TX4

22

VW.Polo.gTI

38

Maruti.800

23

VW.golf.gTI.Performance

34

Mercedes.A.250.Sport

34

VW.T2

23

Mercedes.C-Klasse.(neu)

8

VW.Touran

30

Gar keine Diskussionen löst da- gegen der neue Alfa 4C aus. Ganz sicher ist er ein Weltauto der be- sonderen Art – eines der faszinie- rendsten, die es für Geld zu kaufen gibt. Mehr zum Schwärmen ganz hinten im Heft, ab Seite 84.

Ihr Bernd Wieland, Chefredakteur

Im.Video.begrüßt.Sie.die.Chefredaktion.persönlich. zur.aktuellen.Ausgabe Wie’s.geht,.lesen.Sie.auf.Seite.16 oder.scannen.Sie.direkt.den.QR-Code.ein.

AuTo.BIld.bei.google+: Kommen.Sie.in.unsere.Kreise! https://plus.google.com Alles,.was.AuTo.BIld. bewegt film.ab!
AuTo.BIld.bei.google+:
Kommen.Sie.in.unsere.Kreise!
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bewegt film.ab!

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Alles,.was.AuTo.BIld. bewegt film.ab! www.autobild.tv Videos.zum.Thema.aufs.Smart-. phone App-download.unter

Videos.zum.Thema.aufs.Smart-. phone App-download.unter www.autobild.de/ar

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

AUTOBILD Der WOche Schon gehört? Unfall der Woche Autoputzen kann lebensgefährlich sein. Das hat vergangene
AUTOBILD Der WOche
Schon gehört?
Unfall der Woche
Autoputzen kann lebensgefährlich
sein. Das hat vergangene Woche ein
38-jährigerMannausDuisburgleidvoll
erfahren. Mit einem Cockpitspray hat-
te er den Innenraum seines Autos ge-
reinigt – und anschließend nicht ge-
lüftet. Als er sich dann eine Zigaret-
te anzündete, kam es zur Explosion.
DerPutzteufelhatteGlück:Ererlittnur
leichte Verbrennungen im Gesicht.
Zitat der Woche
» Das Thema Auto ist 
keine Männer-Domäne. 
Ich sitze sehr gern  
am Steuer und teste  
seit Jahren die neuen 
Konzernmodelle. «
VW- und
Audi-Aufsichts-
ratsmitglied
Ursula Piëch
in der „Wirt-
schaftswoche“
Klage der Woche
Vor dem Verwaltungsgericht in Mün-
chen klagt ein fast völlig erblindeter
79-Jähriger auf die Rückgabe seiner
beschlagnahmten Autoschlüssel. Die
PolizeihatteindenManteltaschendes
Rentners 41 Autoschlüssel gefunden
und diese einkassiert. Wo die Autos
sind und wem sie gehören, ist noch
völlig unklar.
Zahl der Woche
Ein Foto und seine Geschichte
Den Stern nicht verdient
Im arabischen Emirat Dubai müsste
man Polizist sein. Dort gehen die Ord-
nungshüter künftig am Steuer eines
Lamborghini Aventador auf Streife.
Das 700-PS-Geschoss kostet schlanke
420000 Euro
‡ Fast einen halben Meter sind
Dach und Schweller des Mer­
cedes Citan eingedrückt, die
vordere Tür ist kaum als solche
erkennbar. Nicht einmal die
Kopfairbags können den Insas­
sen helfen, denn sie verklem­
men sich in der zerstörten B­
Säule. Trotz fescher Front mit
fettem Stern, anderer Sitze und
Armaturen: Der 2013er Merce­
des Citan ist in Wahrheit ein
Renault Kangoo von 2008. Das
hat uns der Euro­NCAP­Crash
wieder ins Gedächtnis gerufen,
allem Marketing zum Trotz.
„Das Beste oder nichts“ – näh­
me Daimler seinen eigenen
Leitspruch ernst, dürfte der
Citan so nicht verkauft wer­
den. Mehr zu Mercedes: Seite
17 und 24.
und fährt 350 Spitze. Bislang jagten
DubaisPolizistenVerbrecherundVer-
kehrssünder am Steuer bulliger Ge-
ländewagen.
4
www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013
FoToS: euroncAp (2), pIcTure AllIAnce/DpA, pIcTure AllIAnce

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Leserbriefe Duell in der Kompaktklasse: Golf gegen A-Klasse sperzeL Impressum heRAUSGeBeR BilD/BilD-ZeiTSchRiFTen Kai
Leserbriefe
Duell in der Kompaktklasse: Golf gegen A-Klasse
sperzeL
Impressum
heRAUSGeBeR BilD/BilD-ZeiTSchRiFTen
Kai Diekmann
Bernd Wieland (verantwortlich für den Inhalt)
STellveRTReTeR DeS cheFReDAKTeURS
STellveRTReTenDe cheFReDAKTeURe
Es wäre geradezu unverant-
wortlich, wenn die Herstel-
ler die Schwachstellen der
absurden Verbrauchsnor-
men nicht optimal ausnut-
zen würden. Wer an Norm-
verbräuche glaubt, glaubt
auch an Rumpelstilzchen.
schlagt. Beim freien Auto-
sattler hat es dann inklusive
BMW-Originalteilen 150 Eu-
ro gekostet.
cheFReDAKTeUR
Karsten Rutz, 22359 Hamburg
Christian Steiger
Tomas Hirschberger, Joachim R. Walther
ART DiRecToR Henning Rucks
ReDAKTionSMAnAGeR UnD cheF voM DienST
Mercedes-Analyse
Leif Rohwedder
TexTcheF Alexander Cohrs-Henschel
AUToRen Dipl.-Ing. Wolfgang König (Sonderaufgaben),
Peter Michaely, Martin Puthz, Hauke Schrieber,
Joachim Staat
TeST UnD TechniK Andreas Borchmann;
AusgAbe 16/2013
Gerald Czajka (Stellvertreter, Leiter Testabteilung),
Dirk Branke, Daniel Gau, Jan Horn,
Manfred Klangwald, Henning Klipp, Jörg Maltzan,
Mirko Menke, Berend Sanders,
Dierk Möller-Sonntag, Stefan Voswinkel
TeSTKooRDinATion Gunnar Heisch
nAchRichTen/RepoRTAGen Matthias Moetsch;
Tom Kaniess, per E-Mail
Claudius Maintz (Stellvertreter)
Die Frage „Wo steht Merce­
des?“ beantwortet das gro­
ße Markenspezial auf 19
Seiten. Darunter ein Ver­
gleich der A­Klasse gegen
den VW Golf sowie CLA ge­
gen VW Jetta und Audi A3
Die CLA-Realität kann mit
den schwer gepimpten Mer-
cedes-Werbefotos nicht mit-
halten: In so einem Moppel-
chen soll man sich als „De-
sign-Rebell“ fühlen? Design-
Opfer träfe es eher.
RATGeBeR Andreas May; Lars Busemann,
Stefan Szych, Bernd Volkens
SonDeRAUFGABen Roland Bunke
FoToReDAKTion Kersten Weichbrodt;
Božo Furkes (Stellvertreter), Eleonora Cucina,
Ljuba Greulich, Sandra Heisch, Thomas Sprung
FoToARchiv Rüdiger Dombrowski, Burkhard Frey
FoToSynDicATion Michael Grossmann
Kontakt: michael.grossmann@autobild.de
www.autobild-syndication.com
Warum, um alles in der Welt,
ist es ein Nachteil, dass die
A-Klasse im Gegensatz zum
VW Golf den Tankeinfüll-
stutzen auf der Fahrerseite
hat? So ist es doch auch bei
den meisten Autos aus Län-
dern mit Linksverkehr wie
etwa Japan. Und einige Por-
sche haben den Tankdeckel
vorn rechts im Kotflügel.
Das müssten demnach ja
alles schlecht konstruierte
Fahrzeuge sein.
Mercedes gibt nach und
nach den Bau klassischer
Modelle auf. Das Design ist
nicht mehr zeitlos-elegant.
Mit dem CLA macht sich die
Marke aus Stuttgart beliebig
und austauschbar.
Rein rechtlich ist den Her-
stellern wohl nichts vorzu-
werfen. Moralisch gesehen
geht es aber in Richtung Be-
trug am Kunden. Die inter-
essiert nämlich ein realis-
tischer Verbrauch in der
Stadt und auf der Autobahn
bei einer bestimmten Ge-
schwindigkeit wie 130 km/h.
Und nicht irgendwelche
theoretischen Verbräuche.
Dieter horand, 41372 Niederkrüchten
Mich wundert schon lan-
ge, dass die EU diese Rege-
lungen nicht ändert und klar
verbindliche Vorgaben für
die Industrie macht. Es wird
Zeit, dass die Verbrauchs-
lüge beendet wird.
Wenn Herr Maintz ein Pro-
blem mit VW hat, kann er ja
jederzeit auf eine andere
Marke ausweichen. Dort ist
bestimmt alles besser und
billiger.
Ausstellungsfahrzeug von
Mazda Deutschland hat er
sogar ein Schiebedach, das
es so nicht zu bestellen gab.
Der Verbrauch liegt je nach
Fahrweise zwischen 12,5
und 17 Litern. Ich hoffe auch
auf sein Klassiker-Poten-
zial. Wenn das nicht klappt,
erfreue ich mich aber auch
so an einem einzigartigen
Sportwagen für wenig Geld.
Uli Walenta, per E-Mail
Klaus Ricker, per E -Mail
Jaguar F-Type
Rolls-Royce Ghost
AusgAbe 16/2013
AusgAbe 16/2013
Karl-heinz Groth, per E-Mail
Nepp bei Kleinteilen
AusgAbe 16/2013
Udo Frankenberger, per E-Mail
52 Jahre nach der Präsen­
tation des heute legendä­
ren E­Type hat Jaguar wie­
der einen echten Sport­
wagen im Programm. Zur
ersten Ausfahrt trifft er
sich mit dem Porsche 911
GRAFiK Martin Klug (stellv. Leiter)
Jennifer Behrens, Annika Fischbeck, Peggy Hiltrop,
Mario Pukšec, Nadine Schulz
RepRo Bernd Klinner, Heiko Loose, Rudolf Lösel
Albert Alten, 38855 Wernigerorde
Berlin ist bettelarm,
hat kaputte S­Bahnen,
einen Skandalflug­
hafen – und seit Kurzem
eine Rolls­Royce­Nieder­
lassung. Redakteur Jörg
Maltzan rollt im Ghost
vorbei an den Spuren der
Verschwendung
DoKUMenTATion Wilfried Kock
SchlUSSReDAKTion Manfred Dzeick, Manfred Kolbe
KooRDinATion Bodo Ackermann, Thomas Lammertz
AUSlAnDSKooRDinATion Undine Borck,
Martine Wollborn-Moons
leSeRReDAKTion Stephan Puls; Andreas Lübeck
illUSTRAToR Larson
STänDiGe MiTARBeiTeR Wolfgang Blaube, Hendrik
Dieckmann, Andreas Feßer, Benjamin Gehrs, Georg
Kacher, Roland Kontny, Bendix Krohn, Götz Leyrer,
Ihr zwei Meter großer Tes-
ter Stefan Voswinkel auf der
Rückbank des CLA erscheint
mir praxisfremd. Ich hatte
dort mit meinen 1,75 Me-
tern ausreichend Platz.
DietherRodatz,FrankRosin,WolfgangSperzel,Dipl.-
Michael Berger, A-1230 Wien
Reinhard Kristmann, per E-Mail
Ing.WolfgangTheenhaus,MarcoWeidig,ThomasWirth
FoToGRAFen Harald Almonat, Toni Bader, Christian
Bittmann, Angelika Emmerling, Stephanie Gehrt,
BerndHanselmann,AlfredHarder,MarkusHeimbach,
Sven Krieger, Andreas Lindlahr, Martin Meiners,
Roman Rätzke, Uli Sonntag, Frank Stange, Ralf
Timm
198,97 Euro wollte eine
VW­Werkstatt von Redak­
teur Claudius Maintz für
eine neue Fernbedienung
der Standheizung haben.
Weil aber nur der Deckel
fürdas Batteriefach fehlte,
fragte Maintz beim Her­
steller der Heizung nach –
und bekam das Kleinteil
dann für 2,70 Euro in einer
freien Werkstatt
Es fehlt der Bewertungs-
punkt „Langweilige Optik“.
Dort würde der Golf haus-
hoch gewinnen. Der CLA
könnte von mir aus statt der
Rückbank eine unverklei-
dete Spanplatte haben – ich
fände ihn trotzdem geil.
Normverbrauch
AusgAbe 16/2013
„Die Hersteller
tun alles,
um den Gewinn
zu maximieren.
Die Käufer
sind dabei
lediglich not-
wendige
veRlAGSGeSchäFTSFühReR Dr. Hans Hamer
veRlAGSleiTeR David Löffler
veRlAGSKooRDinAToR Malte Riken
veRlAGSReFeRenTin Lynn Jessen
GeneRAl MAnAGeR MARKeTinG Arne Bergmann
GeSAMTAnZeiGenleiTUnG Peter Hoffmann
AnZeiGenleiTUnG Stephan Fritz
Manipulations-
Sicher sind das zwei tolle
Autos. Aber gerade der Por-
sche zeigt, wie langweilig
Auto fahren geworden ist.
Wer je ein 911-G-Modell mit
dem luftgekühlten 3,2-Li-
ter-Boxer und 231 PS gefah-
ren hat, kann dem überge-
wichtigen aktuellen Modell
nichts abgewinnen. Anders
gesagt: Wenn ich einen Was-
serkocher brauche, gehe ich
zu Woolworth – und nicht
zum Porsche-Händler.
objekte.“
Auch BMW beherrscht die-
se Form des Nepps perfekt.
Der Austausch einer defek-
ten Airbag-Sitzbelegungs-
matte (Sie meldet der Bord­
elektronik, ob der jeweilige
Sitz besetzt ist; Anm. d. Red.)
wurde mit 400 Euro veran-
Gerhard Apfelbach, 34123 Kassel
Alfred Gehling, 46286 Dorsten
Als echter Hauptstädter,
dem am Ende des Monats
stets viel Berliner Luft im
Portemonnaie bleibt, finde
ich den Rolls imposant und
durchaus sexy. Allerdings ist
er auch ein Symbol für die
Riesenkluft zwischen Arm
und Reich. Alles in allem ein
spannender Einblick in die
Gegensätze unserer Stadt,
der den Geist der zwiespäl-
tigen Metropole gut einge-
fangen hat.
Seltene Gebrauchte
(verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen)
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29
oliver Grams, per E-Mail
Viel zu hoher Reifendruck,
abgeklebte Fugen und ab­
gebaute Außenspiegel: Die
Hersteller nutzen bei der
Ermittlung des Normver­
brauchs jedes Schlupfloch
christian Johann, 10629 Berlin
AusgAbe 16/2013
GeSchäFTSFühRUnG veRTRieB
Torsten Brandt (Verlagsgeschäftsführer),
Michael Fischer (Stellvertreter)
Leserbrief der Woche
AUTO BILD Leser-Reporter
veRTRieBSleiTeRin Michaela Steen
WWW.AUToBilD.De Burkhard Knopke (Chefredakteur)
Vom Daihatsu Materia bis
zum Alfa Romeo GT:
Vor 25 Jahren
Heft 18 vom 2. Mai 1988
DRUcK PRINOVIS Ahrensburg GmbH,
Alter Postweg 6, 22926 Ahrensburg.
Das Papier von AUTO BILD ist umweltfreundlich und
recycelbar.ZuseinerHerstellungwurdeausschließlich
chlorfrei gebleichter Zellstoff verwendet.
ABonneMenTS
Postanschrift: AUTO BILD Abo-Betreuung,
Brieffach 3960, 20350 Hamburg;
E-Mail-Bestelladresse:
Kommt der Glööckler-GLA?
form, doch am Ende sehen die
desDuellszwischenBMW535i
und Ford Sierra Cosworth:
autobildabo@axelspringer.de
Fax: 0180-5606303,
Tel.: 0180-5181533 (je 0,14€/Min. aus dem deut-
schen Festnetz; Mobilfunk maximal 0,42 €/Min.)
online-ABo-SeRvice
24-Stunden-Aboservice auch unter
www.autobild.de/aboservice
AUTO BILD erscheint wöchentlich und kostet im Han-
del 1,70 Euro (inklusive 7% Umsatzsteuer) pro Heft-
folge. Der Jahresabonnementpreis im Inland beträgt
Auch der Vergleich von
VW Tiguan Coupé
mit Mercedes GLA ist
Bestandteil der Stand­
ortbestimmung der
Marke Mercedes (s. oben:
Ist das die Ausstattungs-
linie „Harald Glööckler“?
So sieht es im Warteraum
von besseren Swinger-
clubs aus.
Acht Redakteure präsen­
tieren ihre ganz per­
sönlichen Geheimtipps für
solide Gebrauchte,
die nicht an jeder Ecke
stehen. Mit dabei
ist auch der Mazda RX­8
Tester den Opel Kadett vorn.
Er überzeugt unter anderem
mit seinem niedrigen Ver-
bauch, der bis zu zwei Liter un-
ter dem Durst der Konkurren-
ten liegt.
Der BMW leistet mit 211 PS sie-
ben PS mehr als der Ford,
der 300 Kilo leichtere Kölner
kommt aber schneller voran:
Ich habe mir gerade einen
RX-8 von 2008 zugelegt. Der
Wagen hat nur 6500 Kilo-
meter runter. Als ehemaliges
Er stürmt in 6,4 Sekunden von
Reinhard Grunow, 22359 Hamburg
+++Die27-jährigeHamburge-
null auf 100 km/h, der BMW
„Mercedes­Analyse“)
Schaurig schön: Der Rolls-Royce
Ghost unterwegs in Berlin
rinMartinaSeidelzeigtAllrad-
braucht 7,5 Sekunden.
SieaufderletztenSeite.AUTOBILDwirdalsZeitschrift
und digital vertrieben. Alle Rechte vorbehalten.
Welche Labsal ist das von
ruhiger Hand gezeichnete
Cockpit des Tiguan Coupé.
Die Innenausstattung des
Mercedes GLA wirkt dage-
gen wie ein Aprilscherz:
fans, wo es langgeht: Nach ab-
1,70 Euro pro Heftfolge zzgl. ortsüblicher Zustellge-
bühren. Bei Mitbezug des AUTO BILD MOTORSPORT-
SupplementserhebenwireinezusätzlicheGebührvon
zurzeit0,10EuroproHeft.PreisefürAuslandsabonne-
mentsauf Anfrage. EinaktuellesAbo-Angebot finden
hier darf jeder machen, was er will: irreführende Beschilderung
in Zeven (niedersachsen), aufgenommen von hartmut cordes
Was bedeuten
diese Zeichen?
Mit diesem Symbol kennzeichnen
wir AUTO BILD-Computerretuschen
auf Basis von Insider-Infos
ISSN 0930-7095
veRlAG Axel Springer AG,
Axel-Springer-Platz 1, 20350 Hamburg
www.axelspringer.de, Telefon: 040-34700
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bekommen Sie 100 Euro. Im Falle eines Abdrucks in BILD gibt es 50 Euro
(Regionalausgabe) bzw. 250 Euro (Bundesausgabe). Geben Sie bitte stets
Ihren Namen und eine Rückrufnummer an.
Wenn Sie ein Bild einschicken, erklären Sie, sämtliche Rechte hieran
zu besitzen, und übertragen der Axel Springer AG alle Rechte zur Ver-
öffentlichung in allen Medien, zur Bearbeitung und Archivierung.
Zehnmal automobile Haus-
mannskost im Vergleich:
Wir küren an dieser Stelle den leserbrief der Woche
AUTo BilD eRScheinT in 33 länDeRn.
Die eURopäiSchen TiTel DeR AUTo BilD-GRUppe:
Deutschland,Frankreich,Großbritannien,Niederlande,Türkei,
Griechenland,Polen,Kroatien,Schweiz,Österreich,Portugal,
Tschechien, Bulgarien, Ukraine, Estland, Finnland, Slowakei,
Lettland, Ungarn, Litauen, Spanien, Serbien, Montenegro,
Slowenien, Rumänien, Weißrussland
Damit Sie, liebe Leser,
neue Automodelle
im Blatt besser einord-
nen können, hat
AUTO BILD folgende
Zeichen entwickelt:
Hier erwarten Sie geheime Proto-
typen, die unsere Fotografen in freier
Wildbahn abgeschossen haben
AUTOBILDsuchtdiebesteStu-
So werden offizielle Werksfotos
der Hersteller bei der
ersten Vorstellung markiert
fenheck-Limousine bis 20 000
Mark. Mit dabei sind auch
Honda Civic und Nissan Sunny
inihrer biederstenKarosserie-
geschlossener Ausbildung als
Kfz-Mechanikerin und diver-
sen Fortbildungen macht sich
die junge Expertin mit einem
Fachbetrieb für Geländewa-
gen selbstständig. Sogar ein
dreiachsiger Range-Rover-
Umbau entsteht in dieser Zeit
nach ihrem Konzept.
+++ Überraschendes Ende
Schneller Test: BMW 535i
gegen Ford Sierra cosworth
WeiTeRe AUSGABen AUSSeRhAlB eURopAS:
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und elektronisch zu veröffentlichen. Bitte geben Sie auch bei Zuschriften per E-Mail immer Ihre Postanschrift an!
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6 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013
Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 7
Fotos: AUto BILD (2), HersteLLer (2), H. PIezUg, PrIvAt

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

aktuell

Die C-Klasse muss sich neu erfinden

 denn sie soll die Zulassungs-Talfahrt stoppen. Deshalb wird die nächste       Generation leichter, effizienter, sicherer – auch als CLK Coupé und Cabrio

Die Zulassungzahlen der Mercedes C-Klasse 2001–2012 M ercedes hat sich in letzter Zeit viel Kåritik
Die Zulassungzahlen der Mercedes C-Klasse 2001–2012
M ercedes hat sich in letzter Zeit
viel Kåritik anhören müssen:
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
A-Klasse zu unpraktisch, B-Klasse
zu bieder, die Sportwagen zu prot-
zig, die Geländewagenpalette zu
wuchtig. Ganz abgesehen von klaf-
fenden Lücken im Programm wie
dem fehlenden BMW-X1-Gegner,
der erst Ende des Jahres in Form des
GLA auf den Markt kommt.
Auch bei den Limousinen läuft es
nicht richtig rund für den Stern. Das
bitter nötige E-Klasse-Facelift ver-
schlang fast eine Milliarde Euro, die
neue S-Klasse setzt voll auf über-
bordenden Luxus (siehe Seite 24),
der CLA ist kein wirklich überzeu-
gendes viertüriges Coupé.
Jetzt muss es also die neue C-
Klasse richten, und wenn nicht alles
täuscht, dann hat das Team um
Entwicklungsvorstand Thomas We-
ber tatsächlich ins Schwarze ge-
troffen. Hier stimmt nach unseren
Recherchen vor Ort und am Objekt
einfach alles: Optik, Technik, Quali-
tät, Sicherheit, Komfort, Rauman-
gebot. Und die Positionierung, die
künftig vier Modelle umfasst: Stu-
fenheck, Kombi, Coupé, Cabriolet.
156872
125206
71871
Als Limousine
69052
62380
104884 104028
98145
77845
78254
77394
79820
Die E-Klasse wirkt wuchtiger,
die neue S-Klasse ist
repräsentativer. Doch die
nächste C-Klasse über-
zeugt durch ein besonders
stimmiges Design,
zeitgemäße Proportionen
und pfiffige Details.
Mehr Cedes braucht
man nicht, weniger
Mercedes will man nicht
‡ Zu wenig Platz! Dieser Vorwurf,
festgemacht an A-Klasse und CLA,
hat die Schwaben hart getroffen.
Die C-Klasse legt deshalb größen-
mäßig leicht zu, bietet etwas mehr
Beinfreiheit im Fond, wirkt trotz der
coupéhaften Dachlinie lichter und
luftiger. In puncto Effizienz zieht
der Viertürer sogar auf die Überhol-
spur. Der Wagen wird rund 70 Kilo
leichter, die neuen Motoren ver-
brauchen weniger Sprit, Mildhybrid
oder Plug-in-Hybrid sind vom Start
weg auf Wunsch mit an Bord. Die
C-Klasse wird viel sicherer: Gegen
Aufpreis gibt es neue Sicherheits-
systeme wie Stereokamera zur Er-
kennung von Kreuzungsverkehr,
Spurhalte- und Stauassistent sowie
Überholassistent. Dazu kommt ein
noch besserer Federungs- und Ge-
räuschkomfort.
Als Kombi
Das neue T-Modell wird ein
sportlich-eleganter
Lifestyle-Laster für Besser-
verdiener
Als Coupé
Dürfte CLK heißen
und wird komplett eigen-
ständig eingekleidet
Als Cabrio
Der Stoffverdeck-Luftikus hat BMW 4er und Audi A5 im Visier
Fotomontage: Larson (4)

8 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 9

aktuell

Die grüne Alternative

Mildhybrid und Plug-in-Hybrid

‡ Welche alternativen Antrie- be bekommt die neue C-Klasse?

Brennstoffzelle?Nein.Sieschei-

tert an der nicht serienreifen Technik und an fehlenden Was- serstoff-Tankstellen. E-Antrieb? Funktioniert nur in Kleinwagen. Gasantrieb? Kommt. Hybrid? Ja, aber nicht mehr als

teurer, komplexer und wenig überzeugender Vollhybrid. Mercedes setzt stattdessen auf ein Nebeneinander von Mild- hybrid (MH) und Plug-in-Hybrid (PHEV). Die neue modulare Heckan- triebs-Architektur (MRA), die mitderneuenS-Klasseerstmals eingeführt wird und auch Basis der neuen C-Klasse ist, bietet genug Platz für die noch ver-

brauchsgünstigereNeunstufen- heiß diskutiert.

automatikundfürdasunterden Rücksitzen platzierte Batterie- paket. Die C-Klasse der Baureihe 205

startetalsC300BluetecHybrid.

Hier ist kein Sechszylinder am Werk, sondern der 204 PS star- ke 2,2-Liter-Diesel in Verbin- dung mit einem 27 PS starken Elektromotor, der in die Getrie- beglocke integriert ist. Bei dem nur als Benziner vor- gesehenen PHEV leistet der Stromer immerhin 68 PS, was in Kombination mit kräftigeren Akkus eine deutlich größere elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern ermöglichen soll. Der Mildhybrid dürfte un- gefähr so viel kosten wie der 252 PS starke C 300,der Aufpreis für den Plug-in-Hybriden wird noch

10 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

wird noch 10 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013 Es bleibt bei den Ausstattungslinien

Es bleibt bei den Ausstattungslinien von Elegance über Avantgarde bis zu AMG. Das Kombi-Gepäckabteil soll von 485 auf 500 Liter wachsen. Die elektrische Heckklappe ist künftig Serie, für die Niveauregulierung wird weiterhin Aufpreis verlangt. Die AMG- Variante bleibt dem Hinterradantrieb treu

verlangt. Die AMG- Variante bleibt dem Hinterradantrieb treu Kostet viel, bringt viel: Leichtbautechnik Wer hätte das

Kostet viel, bringt viel: Leichtbautechnik

Wer hätte das gedacht? Mercedes greift richtig tief in die Tasche, um das Leergewicht der C-Klasse auf knapp unter 1400 Kilo zu drücken. Als Mittel zum Zweck dient ein Werkstoffwechsel von Stahl zu Alu. Aus Leichtmetall bestehen künftig das Dach, alle vier Türen, die vorderen Kotflügel, die Motorhaube und der Kofferraumdeckel. Das spart Sprit und dürfte den Fahrspaß erhöhen.

Effizientere Benziner und Diesel

Neue Vierzylinder, Reihensechser statt V6

‡ Noch tut sich Mercedes schwer mit einer modularen Motorenstra- tegie, so wie sie BMW der Branche vorlebt: Einheitshubraum, jeder Zylinder hat 500 cm 3 für Diesel und Benziner, am gleichen Band produ- zierte Drei-, Vier- und Sechszylinder. Auch in Stuttgart will man die Viel- zahl der Motoren reduzieren und die Kosten senken. Einen Dreizylin- der wird es in der C-Klasse auf ab- sehbare Zeit nicht geben. Nach BMW- Vorbild soll aber aus dem Vierzylin- der (M254) der neue Reihensechs- zylinder abgeleitet werden (ab 2017 in Serie, dann zunächst als Diesel). Das spart richtig Geld. Der Dreiliter-Benziner (M256) folgt frühestens 2018. Auch die

Neunstufenautomatik ist noch nicht zur Markteinführung der C-Klasse im Sommer 2014 verfügbar. Sie de- bütiert Mitte 2016 im Nachfolger der E-Klasse. Die Motorisierung der neuen C-Klasse soll im Detail so aussehen:

C 220 CDI · 2,2 Liter · 170 PS

C 250 CDI · 2,2 Liter · 204 PS

C 300 CDI · 2,2 Liter · 231 PS

C 180 · 1,6 Liter · 156 PS

C 200 · 2,0 Liter · 184 PS

C 250 · 2,0 Liter · 211 PS

C 300 · 2,0 Liter · 252 PS

C 400 · 3,0-Liter-V6 · 333 PS

C 63 AMG · 4,0-l-V8 · 462 PS

Dazu kommen die Hybride (Kasten links), wohl aber nicht der 258 PS starke V6-CDI.

!

(Kasten links), wohl aber nicht der 258 PS starke V6-CDI. ! Sauber und sparsam Neuer Reihensechszylinder,

Sauber und sparsam

Neuer Reihensechszylinder, kleiner Vierzylinder, Hybride

Neuer Reihensechszylinder, kleiner Vierzylinder, Hybride Fotomontage: Larson (2), aUto BILD Ganz neu, schlicht und
Fotomontage: Larson (2), aUto BILD
Fotomontage: Larson (2), aUto BILD

Ganz neu, schlicht und total funktionell: Das C-Klasse-Cockpit macht Schluss mit der Tasteninflation, dem Chromgeglitzer und dem braven Wohnzimmerdesign. Stattdessen dominieren klare Linien, hochwertige technische Oberflächen und ein deutlich intuitiveres Bedienkonzept. Wichtig: die bessere Smartphone-Anbindung

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 11

Fotomontage: Larson (2)

aktuell
aktuell
Fotomontage: Larson (2) aktuell Ganz schön luftig: Das neue C-Klasse Cabrio soll im Frühjahr 2015 serienreif

Ganz schön luftig: Das neue C-Klasse Cabrio soll im Frühjahr 2015 serienreif sein. Mit Windschott, Airscarf (Nackenwärmer) und Windabweiser an der Frontscheibe

Mercedes setzt auf Emotion

Das CLK-Comeback zahlt vor allem in die Marke ein

‡ Endlich ordnet Mercedes die Coupé-/Cabrio-Baureihen neu. Schluss also mit einem E-Klasse Coupé/Cabrio, das eigentlich eine C-Klasse ist. In Zukunft wird es den CLE auf Basis der E-Klasse geben und den CLK auf Basis der C-Klasse. Und der CLK gibt sich in Zukunft sportlich, dynamisch, ju- gendlich. Wer von der A-Klasse aufsteigt, ist mit diesem Wagen bestens bedient. Damit die Ele-

ganz nicht zu kurz kommt, ver- zichtet das Coupé als einziger Vertreter seiner Art in dieser Klas- se angeblich auf die störenden B-Säulen – wie es die größeren Mercedes-Coupés seit Menschen- gedenken vormachen. Das Platzangebot wird relativ knapp bemessen, kann aber mit A5 und 4er mithalten. Preislich dürfte der CLK die bayerische Konkurrenz sogar unterbieten.

Mildhybrid und PHEV sind für Coupé und Cabrio ebenso ein Thema wie der Allradantrieb. Als Option gibt es die 4Matic für CLK 220 CDI sowie für CLK 200/

300/400.

Vom CLK Coupé plant AMG eine gewichtsoptimierte und leis- tungsgesteigerte Black Series Edition, deren Vierliter-V8-Bi- turbo für 485 PS und 680 Nm gut sein soll.

Vierliter-V8-Bi- turbo für 485 PS und 680 Nm gut sein soll. Mit der neuen C-Klasse-Generation sagt

Mit der neuen C-Klasse-Generation sagt sich der Zweitürer los vom Biedermann-Image des ungeliebten Sportcoupé/CLC. Statt- dessen will Mercedes mit dem eigenständigen viersitzigen Stufenheck ab Mitte 2016 die Modellbezeichnung CLK wiederbeleben

Risiko!

Mut macht sich bezahlt

‡ Eigentlich hatte der Vorstand schon klein beigegeben. Kein C-Klasse Ca- brio, kein großes viersitziges E-Klas- se Cabrio, kein Van auf E-Klasse-Ba- sis, kein Nachfolger für den SLS, keine weiteren A-Klasse-Varianten. Doch dann muss ein Ruck durch die Mannschaft gegangen sein, und man fasste neuen Mut: Angriff ist die beste Verteidigung. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Aufbruchstim- mung den jüngsten Gewinnwar- nungen zum Trotz lange anhält. Sonst folgt auf die mutige C-Klasse zwei Jahre später eine mit dem Rot- stift entfeinerte E-Klasse.

Fazit

‡ Die neue C-Klasse hat das Zeug zum

Volltreffer–ohneWennundAber.Wäh-

rendLimousineundKombiselbstSkep-

tiker überzeugen dürften, ist der CLK

einfach nur schön. Falls Mercedes bei den anstehenden Strategie-Entschei- dungen eine ähnlich glückliche Hand beweist wie bei der C-Klasse, müssen wir unsumdieStrahlkraft des Sterns keine Sor- gen zu machen. Georg Kacher

Hand beweist wie bei der C-Klasse, müssen wir unsumdieStrahlkraft des Sterns keine Sor- gen zu machen.

12 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

Georg Kacher 12 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013 © Alle Rechte vorbehalten -

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NachrichteN VW-Konzernmotoren 2.0 TDI Gute Woche Kolumne … für Biker Ärger mit der Ölpumpe Der
NachrichteN
VW-Konzernmotoren 2.0 TDI
Gute Woche
Kolumne
für Biker
Ärger mit der Ölpumpe
Der Helmhersteller Schuberth
hateinautomatischesNotruf-
‡BeimaltenPumpe-Düse-Diesel2.0TDI
system für Mo-
torradfahrer
entwickelt.
der Straße auf
die Automessen:
AUTO BILD-
Mitarbeiter
christoph
M. Schwarzer über
Dienstwagen
Der„Rider-
Liebt sie!
Ecall“ sen-
det
eine
von Volkswagen kann eine verschleißen-
de Sechskantwelle im Ölpumpenantrieb
zu teuren Motorschäden führen. Beson-
dersheikel:DieÖlpumpefälltschlagartig
aus, meist bei hohen Drehzahlen. Wenn
das rote Lämpchen aufleuchtet, ist der
Notruf-SMS
mit
GPS-
Im Jahr 2002
sorgte ein Ferra-
ri F355 Spider
in mattem Nato-
Oliv noch für
Daten, wenn
SensorenimHelmoderamFahr-
zeug auslösen. Das System kos-
Aufsehen (Foto
oben). 2010
präsentierte Fiat
den Klein-
wagen 500 als
Schaden bereits eingetreten. Ölmangel
hat dann zumindest den Turbolader zer-
stört, häufig kommt es jedoch zu einem
Motor-Totalschaden.
BetroffensinddieModelleVWPassatund
tetmit24-Monats-Abo499Euro.
Sharan,AudiA4undA6,SkodaSuperbso-
Edel-Sonder-
für Punktesünder
modell „Black
Auch nach der Reform der Ver-
Jack“ in
kehrssünderkarteikönnenAuto-
mattem Schwarz
fahrerPunktedurch freiwillige
Seminare abbauen. Das hat die
Farbtrends
wie Seat Alhambra der Baujahre 2005
bis 2009. Den Zweiliter-TDI bauten die
Konzernmarken zwar noch in diverse
weitere Baureihen ein, hier jedoch mit
einem anderen Ölpumpenantrieb.
VW und Skoda bestätigten gegenüber
KoalitionsmehrheitimVerkehrs-
AUTOBILDjeweilsFallzahlen„imdreistel-
ausschussbeschlossen.Minister
Ramsauer wollte den Rabatt ei-
gentlich abschaffen.
Matt: Der Lack ist ab
ligenBereich“.Manprüfe„jedenEinzelfall“
ne Einschätzung des Matt­Trends:
Schlechte Woche
imHinblickaufmöglicheKulanz.Ursache
fürdiesichrunddrehendeSechskantwelle
sind laut VW „Toleranzabweichungen“.
Da es im Verhältnis zur Gesamtstückzahl
des 2.0 TDI nur wenige Fälle gebe, könne
man eine vorbeugende Reparatur nicht
empfehlen, so VW.
Diese kostet bei einem ansonsten intak-
ten Motor je nach Modell zwischen 1300
und 1700 Euro, weil das komplette Aus-
gleichswellenmodul getauscht wird, in
dem die Welle verbaut ist (s. Bild).
Wer dennoch vorbeugen möchte, dem
können freie Motoreninstandsetzer
wie Richard Wild aus Würzburg güns-
tiger helfen. Der Maschinenbaumeister
tauschtnurSechskantstiftundAufnahme
gegen verbesserte Teile – Kostenpunkt
ab 650 Euro, mit zwei Jahren Garantie.
Einzig Audi hat im Zusammenhang mit
Problemen beim Ölpumpenantrieb eine
Serviceaktion durchgeführt („13D7“).
Ob bei dieser Aktion auch die Sechs-
kantwelle getauscht wurde, ist un-
klar, eine diesbezügliche Nachfrage
bei Audi blieb bis Redaktionsschluss
unbeantwortet.
Die Asphaltproduktion ist 2012
um 18 Prozent zurückgegan-
gen. 41 Millionen Tonnen waren
der niedrigste Wert seit der Wie-
dervereinigung, so der Asphalt-
verband. Schuld seien vor allem
Städte und Gemeinden. Sie hät-
tenzuwenigindieReparaturvon
Straßenschäden investiert.
Chic oder prollig? Am Mattlack
scheiden sich seit einigen Jahren die
Geister. Zeit für Autohersteller, Farbe
zu bekennen, ob sich der vollmundig
angekündigte Trend durchsetzen
konnte. Laut einer aktuellen Umfrage
der TNS Infratest Automobilmarktfor­
schung kennen zwar
hat. Kein Geheimnis ist, dass für Matt
lackierte Modelle satte Aufpreise ver­
langt werden. Los geht es bei rund
2100 Euro (Mercedes A­Klasse). BMW
für Asphalt
steigt bei 3300, Audi bei 4300 Euro ein.
Nur der Auto­Zwerg Smart kostet in
Mattgrau günstige 500 Euro Aufschlag.
Ein weiterer Matt­
75 Prozent der Be­
fragten den stumpf­
samtigen Oberflä­
chenlook, doch ein
Viertel findet das „zu
Makel: Pflege so­
wie Ausbesserung
von Kratzern und
Macken sind noch
immer viel auf­
„Massengeschmack wird das sicher
nicht.“ Die Folierungs­Spezialfirma
Re­Styling bestätigt, dass das Geschäft
jährlich um rund 20 Prozent wächst,
in Sachen Matt aber ist der Lack schon
wieder ab. Heinrich Bartel, techni­
scher Leiter bei Re­Styling: „Bis vor ein
paar Monaten haben wir 70 Prozent
der Fahrzeuge – vor allem Porsche 911
und Audi – in Matt foliert. Mittlerwei­
le bevorzugen die Kunden wieder
Glanz. Matt kann keiner mehr sehen.“
Beim Audi
A4 gab es
eine Service-
aktion für
den Ölpum-
penantrieb
2
„Die Kunden bevorzugen
wieder Glanz. Matt kann
keiner mehr sehen.“
1
Heinrich Bartel, techn. Leiter Re-Styling
für Bochum
UMfrAge
Nun ist es amtlich: Opel beendet
in Bochum nicht nur die Auto-
produktion, sondern verlässt
den Standort 2015 komplett.
Ursprünglich sollte das Ersatz-
teillager mit 420 Mitarbeitern
protzig“. Das Deut­
sche Lackinstitut schreibt die matte
Lackierung – meist in dunklen Farben
– nach wie vor Fahrern sportlicher Mo­
delle zu. BMW etwa bietet die Optik für
den M3, M5, M6 sowie 5er, 6er und 7er
an. Offiziell ist von einer „anhaltend
hohen Nachfrage“ die Rede, Zahlen
willBMWabernichtnennen.Mercedes
bietet fast alle Baureihen in Matt an.
wendiger – auch
wenn etwa der Lackhersteller BASF
Coatings einen Matt­Reparaturlack
entwickelt hat, mit dem sich der pas­
sende „Glanzgrad“ wiederherstellen
lässt. Günstiger als mit Lack wird der
Farbwechsel auf Zeit per Folierung
(Kosten ab ca. 1350 Euro). Folienpro­
duzenten wie 3M oder Hexis bestäti­
gen eine steigende Nachfrage, weiter­
hin auch nach mattem Schwarz. „Wer
heute aber auffallen will, lässt matt­
metallic folieren“, sagt Alexander Saal­
mann, Geschäftsführer von Hexis. Sei­
4
3
Würden Sie ein Auto mit
Mattlack kaufen?
‡ Klar, Mattlack ist cool und stilvoll
‡ Nein, das ist für Zuhälter und Neureiche
‡ Meine Autofarbe ist mir ziemlich egal
Ergebnis aus Heft 17:
Mehr Rennstrecken in Deutschland?
nach2014sogarausgebautwer-
Dort heißt es nur: „Nachfrage positiv“.
Audi verrät immerhin, dass jeder drit­
Ja, im Europa-Vergleich sind es zu wenige
Nein. Der Lärm stört Menschen und Tiere
Mir egal. Das können sich nur Reiche leisten
45 %
den.NachdemNeinderBeschäf-
37 %
18 %
tigtenzumOpel-Sanierungsplan
ist diese Absicht nun erledigt.
te Kunde des auf 333 Stück limitierten
R8 GT sich für Mattlack entschieden
Die Ölpumpe (1) wird bei bestimmten 2.0 TDI über zwei Ausgleichswellen (2/3)
angetrieben. Der Sechskant-Stift (4), der Ausgleichswelle und Ölpumpe
verbindet, kann sich mit der Zeit runddrehen (5). Dann bleibt
die Ölpumpe stehen, ein teurer Motorschaden
ist die Folge. Mit den Ausgleichswellen wollte
VW dem rauen Pumpe-Düse-Diesel in
5
www.autobild.de/go/umfrage
teureren Baureihen Manieren beibringen
Der Typ in seinem Audi A4
ist im Betrieb der Leithammel,
und den Spritsäufer bekommt
er als Gehaltsbestandteil – sub­
ventioniert mit Steuergeldern.
Dieses Negativklischee, von
Ökoverbänden befördert, hat
sich in viele Köpfe gefressen.
Aber es ist sachlich falsch. Wir
sollten endlich anfangen, die
Dienstwagenkultur zu lieben!
Die Fakten: Erstens verbrau­
chen Autos aus dem Flotten­
markt keinen Tropfen mehr
oder weniger als die der Pri­
vatkäufer, wie die Statistik von
Dataforce für 2012 belegt.
Autos aus Fuhrparks mit mehr
als neun Fahrzeugen sind seit
zehn (!) Jahren sogar sparsa­
mer als die selbst bezahlten
Neu­Pkw. Zweitens sorgen Fir­
men mit immer strengeren
Dienstwagen­Regeln dafür,
dass ihre Kosten sinken. SUV
sind oft verboten, es gibt jähr­
lich verschärfte Verbrauchs­
limits. Für Sonderwünsche
müssen viele Auto­Berechtigte
selbst aufkommen, die drittens
den geldwerten Vorteil jeder
Privatnutzung versteuern müs­
sen – von wegen Subvention.
Viertens und bestens: Wenn 87
Prozent aller Audi A4, 70 Pro­
zent aller VW Golf und 79 Pro­
zent aller BMW 3er in diesem
Jahr gewerblich zugelassen
wurden, kann das Otto Normal­
fahrer nur recht sein. Den
Wertverlust für die Firmen –
den Top­Gebrauchten für uns!
In Kürze
Fotos: Hersteller (3), privat (2), M.GädinG, t. Bader, Wild Motoren GMBH, action press; illustration: silke BacHMann

Zehngang-DSG von VW

VWentwickelteinZehngang-Dop-

pelkupplungsgetriebe. Das sagte Vorstandschef Martin Winter- korn auf einem Motorensympo- sium in Wien. Das neue Getriebe soll helfen, den Spritverbrauch zu senken, um bis zum Jahr 2020 einenCO 2 -Ausstoßvon95Gramm zu erreichen.

Käfer-Touren durch Berlin

Berlin-Reisende können die Stadt nun im origi- nalen VW Käfer erkunden. Bei der „Oldie Käfer

Tour“ fahren bis zu zehn Autos im Konvoi, alle sind mit Funk ausgestattet. Im Führungsfahr-

zeug,einemT2-Busvon1969,sitztdieStadtfüh-

rerin. Teilnehmer können entweder selbst len- ken oder im Käfer oder Bulli mitfahren. Tickets kosten je nach Tour 19,90 Euro oder 39,90 Eu- ro. In Berlin gibt es bereits eine „Trabi-Safari“.

Eu- ro. In Berlin gibt es bereits eine „Trabi-Safari“. Schlaue Fußgängerampeln Hamburg testet unterschiedliche

Schlaue Fußgängerampeln

Hamburg testet unterschiedliche Syste-

meneuerFußgängerampeln.EineKame-

ra erkennt, ob Menschen über die Straße wollen. In Zukunft könnte die Videotech- nik an die Stelle der bisherigen Drück- Ampel treten. Laut Verkehrsbehörde soll

dieneueTechnikmitAmpelanlagenkom-

biniert werden, deren Phasenlängen sich

nach der Verkehrslage richten.

deren Phasenlängen sich nach der Verkehrslage richten. Audi TT speckt 300 Kilo ab

Audi TT speckt 300 Kilo ab

AudistelltzumdiesjährigenGolf-GTI-TreffenamWörther-

ab AudistelltzumdiesjährigenGolf-GTI-TreffenamWörther- see (8. bis 11. Mai) den TT Ultra Quattro Concept vor. Der

see (8. bis 11. Mai) den TT Ultra Quattro Concept vor.

Der TT soll mit 1111 Kilo um 300 Kilo leichter sein als sein Serienpendant. Entspre- chend besser sind die Fahrleistungen:

AufTempo100beschleunigtderLeicht-

TTin4,2Sekunden,dieHöchstgeschwin-

digkeit beträgt 280 km/h. Eine Serien-

fertigung ist unwahrscheinlich.

14 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 15

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Foto: Roman Rätzke

Foto: Toni Bader

Foto: Automedia

Fotos: Hersteller (5), privat (2), euroncap

xyRubRikxy NachRichteN XYTheMaXY Erkennungszeichen Flügel: neuer 911 Turbo. Marktstart ist Ende September
xyRubRikxy NachRichteN XYTheMaXY
Erkennungszeichen
Flügel: neuer 911 Turbo.
Marktstart ist
Ende September

Porsche 911 Turbo

In drei Sekunden auf 100

Ende September Porsche 911 Turbo In drei Sekunden auf 100 Porsche hat den neuen 911 Turbo

Porsche hat den neuen 911

Turbo vorgestellt. Er wird wie bisher in zwei Leistungsstufen angeboten. Der neu konstruierte Biturbo-Boxer leistet im Turbo 520 PS (plus 20 PS gegenüber dem Vorgänger), die S-Version hat 560 PS (plus 10). Dank se- rienmäßigem Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe be-

schleunigt der Turbo in 3,2 Se- kunden auf 100, der S ist eine Zehntelsekunde schneller. Ma- ximal sind 318 km/h drin. Trotz besserer Fahrleistungen soll der neue Turbo bis zu 16 Pro- zent weniger verbrauchen als der Vor-

gänger. Porsche verspricht 9,7 Li- ter pro 100 Kilometer. Die Preise beginnen bei 162 055 Euro.

Euro-NCAP-Crashtest

Citan blamiert Mercedes

162 055 Euro. Euro-NCAP-Crashtest Citan blamiert Mercedes Der Mercedes Citan hat beim Euro-NCAP-Crash nur drei von

Der Mercedes Citan hat beim

Euro-NCAP-Crash nur drei von fünf möglichen Sternen erreicht. Die größten Schwächen zeigte der mit dem Renault Kangoo nahezu bau- gleiche Kastenwagen bei den ak- tiven Sicherheitssystemen. So be- sitzt der Citan einen Gurtwarner nur für den Fahrer, nicht aber für Bei- fahrer und Fondinsassen. Ein an- derslautender Passus im Prospekt werde umgehend korrigiert, sagte ein Sprecher gegenüber AUTO BILD. Auffallend schlecht schnitt der Citan auch bei Seiten- und Pfahlaufprall ab (siehe Seite 4). Da- bei verfing sich der Kopfairbag an

ab (siehe Seite 4). Da- bei verfing sich der Kopfairbag an der B-Säule und konnte seine

der B-Säule und konnte seine Schutzwirkung nicht entfalten. Beim Fußgängerschutz erreichte der Citan ebenfalls nur Mittelmaß, obwohl Mercedes die Kangoo- Frontpartie komplett neu gestaltet hat. Insgesamt habe der Citan nicht schlechter abgeschnitten als Lieferwagen der Konkurrenz, be- tonte ein Firmensprecher; man sei mit den drei Sternen „auf dem aktu- ellen Stand der Sicherheit“. Grund für das Airbag-Versagen könne laut Daimler-Transportersparte eine „Toleranzgrenzlage“ gewesen sein. Dies wolle man nun prüfen und das System gegebenenfalls optimieren.

WeRtuNgeN im Detail

Kinderschutz

Fußgängerschutz

Sicherheitssyst.

Wertung

Modell

Insassenschutz

Insassenschutz

Mercedes Citan

Mercedes Citan

74 %

69 %

56 %

33 %

ããã

EU-Parlament

Klimaschutzziele festgelegt

‡DerUmweltausschussdesEU-Parlaments hatdiezukünftigenCO 2 -GrenzwertefürPkw beschlossen. Es bleibt bei maximal 95 Gramm CO 2 pro Kilometer bis 2020. Aller- dings dürfen Elektro- und Hybridautos

1,5-fachangerechnetwerden,umAutosmit

höherem CO 2 -Ausstoß zu kompensieren. Dieser Wert ist ein Kompromiss: Die Auto- industrie hatte eine 3,5-fache Anrechnung

angestrebt, die EU-Kommission einen Fak-

torvon1,3.AlsLangfristzielbis2025hatder

Ausschuss einen CO 2 -Ausstoß von 68 bis 78 Grammverabschiedet.AuchindiesemPunkt konntesichdieAutolobbynichtdurchsetzen, siehattesichgegenweitereReduzierungen ausgesprochen.Umweltverbändeforderten dagegen ein klares Bekenntnis zum nied- rigeren Wert.

Leute

dagegen ein klares Bekenntnis zum nied- rigeren Wert. Leute Joachim haupt +++ Meist ärgern wir uns

Joachim haupt +++ Meist ärgern wir uns über sie, die Jungs, die wegen Umzug oder Ähnlichem Halteverbots- schilder aufstellen. Doch Joachim Haupt (40, Foto) und seine Kollegen von der Firma Platzda sorgen für ein Schmunzeln. Seit 8. April pflanzen sie überall in Hamburg, wo sie ein Halte- verbotsschild aufstellen, Blumen. Über 400 Tulpen, Narzissen und Krokusse haben die fleißigen Hobbygärtner in der Hansestadt bereits verteilt. Haupt erklärt:

„Wir sind täglich in der Stadt un- terwegs und fanden es draußen zu lange grau. Das wollten wir mit ein bisschen Farbe ändern.“

Rück Rufe Wegen möglicher Material- ermüdung der Dachspoiler- Befestigung ruft Renault in Deutschland rund 80

Rück Rufe

Wegen möglicher Material- ermüdung der Dachspoiler- Befestigung ruft Renault

in Deutschland rund 80 000 Mégane II Grandtour in die Werkstätten (weltweit:

knapp 500 000). Der Spoiler kann sich während der Fahrt

lösen.BetroffensinddieBau-

jahre 2003 bis 2009. +++ Bei 435 deutschen Volvo C30, S40 und V50 kann die rechte Antriebswelle brechen (welt- weit: 4740). Es handelt sich um Autos mit 1,6-Liter-Diesel (Motorkennung D4162T) und Sechsgang-Schaltgetriebe, produziert von April bis Mai 2011. Der Tausch der Welle dauert 50 Minuten.

April bis Mai 2011. Der Tausch der Welle dauert 50 Minuten. Nachrichten zum vernetzten Auto von
April bis Mai 2011. Der Tausch der Welle dauert 50 Minuten. Nachrichten zum vernetzten Auto von

Nachrichten zum vernetzten Auto von Stefan Szych

VW und apple holen das Internet in den Beetle

‡ Volkswagen hat auf der Shanghai Auto den iBeetle vorgestellt. Das Son- dermodell ist laut VW „eines der ersten Autos weltweit, die in Abstimmung mit

Apple über eine integrative Schnitt- stelle für das iPhone verfügen“. Heißt konkret: Über die ab Werk verbaute Dockingstation, die zentral auf der In- strumententafel angebracht ist, kann erstmals ein nicht von VW geliefertes Gerät auf die Fahrzeugelektronik zu- greifen. Die iBeetle-App kann Öl- und

WassertemperatursowieQuerbeschleu-

nigungundVerbrauchswerteanzeigen. Gleichzeitig kann sich der Fahrer Diens-

teundNetzwerke wie Spotify, Facebook

undTwitterinsAutoholenundMeldun-

wie Spotify, Facebook undTwitterinsAutoholenundMeldun- genvorlesenlassen.DeriBeetlekommt Anfang 2014 nach

genvorlesenlassen.DeriBeetlekommt Anfang 2014 nach Deutschland, die

Preise stehen noch nicht fest.

VW iBeetle: Das iPhone kann auf die Fahrzeugelektronik zugreifen. Das gab es bisher bei keinem Hersteller

In Kürze

Senioren weniger wert

Ältere Verkehrsopfer sind einer briti- schen Studie zufolge in westlichen Ge- sellschaften weniger wert als jüngere. Wissenschaftler legten Teilnehmern erfundene Unfallmeldungen vor: Ver-

letzteeinAutofahrereinen74-Jährigen,

hielten diese 15 Monate Gefängnis für ausreichend. Bei einem 18-jährigen Unfallopfer forderten sie 18 Monate.

Immobilie mit Automobil

Weil der Immobilienmarkt in Holland extrem schwierig ist, bieten Makler und Hausverkäufer ihre Anwesen seit Neues- tem oft mit Autos als Zugabe an. So steht in Aerdenhout eine 600 Quadratmeter großeVillasamtFerrariCaliforniafürfast

fünfMillionenEurozumVerkauf.Den550

Maranello (Foto) gab es zu einer Immo- bilie in Wernhout dazu.

(Foto) gab es zu einer Immo- bilie in Wernhout dazu. Volvo: Schwungrad als Energiespeicher

Volvo: Schwungrad als Energiespeicher

VolvohatseineTestreihenzurSchwungrad-Hybridtechnik KERS (Kinetic Energy Recovery System) abgeschlossen. Beim Versuchswagen liefert das KERS-Modul kurzfristig 80 Zusatz-PS an die Hinterräder, sodass der S60 in 5,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen kann. Der Verbrauch soll im Stadtverkehr um 25 Prozent sinken, weil der Verbrennungsmotor zeitweise abgeschaltet bleibt. Das Schwungrad speichert Bremsenergie und stellt sie bei Bedarf für Beschleunigung zur Verfügung.

stellt sie bei Bedarf für Beschleunigung zur Verfügung. Neu am Kiosk Für 3,90 Euro ist ab

Neu am Kiosk

Für 3,90 Euro ist ab sofort das AUTO BILD-Sonderheft TUNING erhältlich. Neben allen Details zumGTI-TreffenamWörthersee liegt der Schwerpunkt des Hefts auf kompakten Spaßmachern:

Golf VI und VII, Ford Escort, Audi RS 3 und BMW 1er. Außerdem:

Messevorschau Tuningworld.

16 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 17

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VIDEOS

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Entdecken Sie den AUTO BILD-Kanal auf YouTube – dem Video-Portal von Google. Stöbern Sie in dem riesigen Archiv unter:

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Sie in dem riesigen Archiv unter: www.youtube.de/autobild VW Passat vs. Mazda 6 Wer wird Kombi-König? Vergleich:

VW Passat vs. Mazda 6

Wer wird Kombi-König?

VW Passat vs. Mazda 6 Wer wird Kombi-König? Vergleich: A3, A-Klasse, Golf, 116d Kompakte deutsche

Vergleich: A3, A-Klasse, Golf, 116d

Kompakte deutsche Spardiesel

A3, A-Klasse, Golf, 116d Kompakte deutsche Spardiesel Macan Erlkönig Der kleine Cayenne Foto: Uli Sonntag VW

Macan Erlkönig

Der kleine Cayenne

Foto: Uli Sonntag
Foto: Uli Sonntag

VW Golf GTI Performance

So fährt der stärkste Golf GTI

VW Golf GTI Performance So fährt der stärkste Golf GTI Mehr Videos unter: www.youtube.de/autobild WWW.AUTOBILD.DE

Mehr Videos unter:

www.youtube.de/autobild

VW Golf GTI Performance So fährt der stärkste Golf GTI Mehr Videos unter: www.youtube.de/autobild WWW.AUTOBILD.DE

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Schon gefahren

Erste Fahrt im neuen Skoda Octavia Combi
Erste
Fahrt im neuen
Skoda Octavia
Combi

Die Faszination der Vernunft

im neuen Skoda Octavia Combi Die Faszination der Vernunft Fein gemacht: hochwertige Kunststoffe, penible Verarbeitung

Fein gemacht: hochwertige Kunststoffe, penible Verarbeitung – der Octavia steht Volkswagen bei der Qualität in nichts nach. Die Bedienung gelingt auf Anhieb

Qualität in nichts nach. Die Bedienung gelingt auf Anhieb Endlich mehr Raum: Im Fond sitzen selbst

Endlich mehr Raum: Im Fond sitzen selbst Zwei-Meter-Männer wie Redakteur Stefan Voswinkel bequem. Über dem Kopf bleibt mehr Platz als in der Limousine

Fotos: A. EmmErling (6), t. BAdEr, U. sonntAg
Fotos: A. EmmErling (6), t. BAdEr, U. sonntAg

Und noch mehr Platz: Der Kofferraum ist bis zu 1740 Liter groß. Der doppelte Boden

Kofferraum ist bis zu 1740 Liter groß. Der doppelte Boden Klare Kante: Die neue Skoda-Designlinie steht

Klare Kante: Die neue Skoda-Designlinie steht dem Octavia Combi ausgezeichnet. Alles ruhig und unaufgeregt – aber alles andere als billig

Abmessungen: Skoda Octavia Combi mit größerem Kofferraum als beim Passat

Kofferraum: 605–1620 l

Höhe: 1,48 m

Radstand: 2,64 m Länge: 4,56 m Golf Variant
Radstand: 2,64 m
Länge: 4,56 m
Golf Variant

Kofferraum: 610–1740 l

Höhe: 1,47 m

Kofferraum: 603–1731 l

Höhe: 1,52 m

Radstand: 2,69 m Radstand: 2,71 m Länge: 4,66 m Länge: 4,77 m Octavia Combi Passat
Radstand: 2,69 m
Radstand: 2,71 m
Länge: 4,66 m
Länge: 4,77 m
Octavia Combi
Passat Variant

Im Mai startet die dritte Generation des Skoda Octavia Combi. Deutlich gewachsen, wird sie zum ernsthaften Gegner des VW Passat

L assen Sie uns doch mal vernünf- tig sein. Einfach mal nicht zu viel

Geld für Image und den guten Na- men einer Marke ausgeben. Keinem Premium-Blabla der Hersteller auf den Leim gehen. Verzicht ist trotz- dem nicht nötig – zumindest, wenn es sich um den neuen Skoda Octa- via Combi handelt. Er ist ein Star, wenn auch ein stiller. Das Herz der tschechischen Marke. Mit dem Octavia hat sich Skoda 1996 neu erfunden. Er war das erste Modell aus dem VW-Bau- kasten, speziell als Kombi ein So- fort-Erfolg. Und ist bis heute der meistverkaufte Skoda. In Zukunft sollen 500 000 Octavia jährlich vom Band laufen, ein Drittel des bis 2018 geplanten Gesamtabsatzes. Der Oc- tavia gehört damit zu den zehn meistverkauften Autos der Welt. Na- türlich interessiert uns besonders der neue Kombi (bei Skoda mit C am Anfang geschrieben), der Ende Mai auf den Markt kommt.

Mittelklasse, fährt sogar dem Kon- zernbruder Passat (4,77 Meter) frech ans Blech. Der für das Platzangebot wichtige Radstand wuchs um knapp elf Zentimeter auf 2,69 Meter, der Passat bietet hier auch nur zwei Zentimeter mehr.

Der Octavia ragt weit in die Mittelklasse

Und tatsächlich ist der Octavia Combi ähnlich luftig geschnitten wie der Volkswagen. Große Passa- giere sitzen selbst in der zweiten Reihe bequem und genießen üppig Platz. Für einen Kombi mindestens

ebensowichtig:dasKofferraumvolu-

men. In den neuen Octavia passen zwischen 610 und 1740 Liter. Das ist Rekord in der Kompaktklasse – und sogar ein wenig mehr als beim Passat Variant (603 bis 1731 Liter). Die neue Plattform ist nicht

nur für den üppigen Innen- raum, sondern auch für die selbstbewusste, sympathische Formensprache verantwortlich. Ohne großen Aufwand konnte Chefdesigner Jozef Kabanˇ die Proportionen gegenüber dem schmalen und hohen Vorgän- ger perfektionieren. Die klare Kante, sie steht dem Skoda aus- gezeichnet. Format gewinnt der Skoda Oc-

tavia auch beim Fahren – wie der Sieg im Vergleichstest gegen den VW Golf (AUTO BILD 6/2013) be- weist. Technisch gleicht der Combi der Limousine, allerdings gibt es fei- ne Unterschiede im Detail. So sorgt etwa das steifere Heck auf den ersten Unebenheiten für eine Überraschung: Der Combi federt verbindlicher als die Limousine – obwohl die Fahrwerkabstimmung nicht verändert wurde. So oder so wird der Octavia nicht zur Sänfte und bleibt straff abgestimmt. Das liegt vor allem an der hohen Zula- dung von rund 650 Kilogramm. Erst später wird Skoda in der Kompakt- klasse – wie VW und Audi – ein Fahr- werk mit verstellbaren Dämpfern anbieten, das einen besseren Kom-

fort-Kompromiss schafft.

anbieten, das einen besseren Kom- fort-Kompromiss schafft. Technische daTen Octavia Combi 1.8 TSI Vierzylinder,

Technische daTen

Octavia Combi 1.8 TSI

Vierzylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum 1798 cmÍ • Leistung 132 kW (180 PS) bei 6200/min • max. Drehmoment 250 Nm bei

1250/min•Vorderradantrieb•åSechsgang-

getriebe • L/B/H 4659/1814/1465 • Leerge- wicht 1337 kg • Tank 50 l • 0–100 km/h 7,4 s

• Spitze 229 km/h • EU-Mix 6,1 l Super/100 km • COπ 141 g/km

Preis: 24 840 Euro

Noch nie hat Skoda bei einem Mo- dellwechsel so viel Aufwand getrie- ben wie bei der dritten Generation des Kompakt-Kombis. Wobei kom- pakt ja relativ ist. Die flexible Platt- form von Mutter VW ist ebenso neu wie die Motoren und die Sicher- heitssysteme. Mit einer Länge von 4,66 Metern ragt der Skoda in die

. lässt sich mit einer Hand bedienen. Selten in dieser Klasse: elektrische Heckklappe

18 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 19

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Fotos: A. EmmErling (2)

Erste Fahrt im neuen Skoda Octavia Combi
Erste
Fahrt im neuen
Skoda Octavia
Combi

Schon gefahren

Erste Fahrt im neuen Skoda Octavia Combi Schon gefahren Für einen ersten Fahreindruck stand uns der

Für einen ersten Fahreindruck

stand uns der Octavia Combi mit einem 1,8-Liter-Turbobenziner und

180 PS zur Verfügung. Schon beim

Start fällt auf, wie gut gedämmt der

Vierzylinder ist. Die guten Manieren behält der Motor bis in den roten Be- reich und sorgt für sportliche Fahr- leistungen: Der Sprint von null auf

100 soll in 7,4 Sekunden gelingen,

erst bei 229 km/h ist Schluss. Weil Skoda das Leergewicht gegenüber

dem Vorgänger um rund 100 kg ge- senkt hat, bleibt der Verbrauch trotz- dem im Rahmen. Im Schnitt soll der Octavia Combi mit 6,1 Litern pro 100 Kilometer auskommen. Interessanter für den deutschen Markt dürften jedoch die Dieselmo- toren sein. Zum Marktstart bietet Skoda zwei Selbstzünder mit 105 und 150 PS an, die sich mit 3,8 und 4,2 Litern begnügen sollen. Später folgt das sportliche RS-Modell mit

dem aus dem Audi A3 und Seat Leon bekannten 184-PS-Diesel. Trotz Wachstums und verbesser- ter Sicherheitsausstattung (unter anderem mit serienmäßiger Multi- kollisionsbremse und aktiver Mo- torhaube) bleiben die Preise überra- schend günstig. Das Basismodell des Octavia Combi kostet 16 640 Eu- ro, den Passat Variant gibt es erst ab 26 100 Euro. Warum also nicht mal vernünftig sein?

Connectivity: auf Klassenniveau ‡ Skoda greift für den Octavia Combi auf ei- nen neu entwickelten

Connectivity: auf Klassenniveau

‡ Skoda greift für den Octavia Combi auf ei- nen neu entwickelten Multimedia-Baukasten des Volkswagen-Konzerns zurück. Das Top- SystemColumbusverfügtübereinenriesigen, acht Zoll großen Touchscreen. Ein schneller Grafikprozessor und die 3-D-Darstellung von NavigationskartenhabenOberklasse-Niveau. Die Bedienung ist problemlos, die Koppelung mit einemSmartphone gelingt einfach. Musik kann entweder von der Festplatte abgespielt oder vom Handy gestreamt werden. Leider bietet Skoda, anders als Audi im A3

mitdergleichenTechnik,keineEchtzeit-Stau-

umfahrung an. Weiterer Nachteil: Columbus kann nicht online gehen, aus dem Netz ge- ladene Inhalte und Programme sowie Inter- netradio sind für Skoda noch Zukunftsmusik.

DerPreis:vergleichsweisegünstige2570Euro.

i s e g ü n s t i g e 2 5 7 0 E

Einfach: Musik kann problemlos vom Smartphone gestreamt werden

Der schönere Octavia: Der Combi wirkt wie aus einem Guß. Sein Anteil soll in Europa bei rund 70 Prozent liegen

a

Das gefällt uns

Ein Auto ohne Schwächen Der neue Oc- taviaCombiisteinnahezuperfektesAuto geworden. Und trotzdem sympathisch.

 

g

Das fehlt uns

EinweicheresFahrwerkDieHinterachse

 

istwegenderhohenZuladungrechtstraff

gefedert.

 

!

Das überrascht uns

 

Die Preise Der Combi ist 10 000 Euro günstiger als ein VW Passat, der kleinere VW Golf Variant ist 2300 Euro teurer.

 

Fazit

Wie schon mit der Limousine ist Skoda auch beim neuen Octavia

 

Combi ein großer Wurf gelungen. Er sieht gut aus, bie- tet reichlich Platz und ist günstig. Ech- te Schwächen? Fehl- anzeige. Stefan Voswinkel

Er sieht gut aus, bie- tet reichlich Platz und ist günstig. Ech- te Schwächen? Fehl- anzeige.
Urteil

Urteil

Urteil

20 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

ããããã= sehr gut, ãããã= gut, ããã= befriedigend, ãã= ausreichend, ã= mangelhaft

ããã = befriedigend, ãã = ausreichend, ã = mangelhaft © Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer

Fotos: Hersteller (2), Ullstein (2), AFP, C. BittmAnn, C. mAgee, C. mAintz, g. von sternenFels, H. sCHAPer, m. HeimBACH, s. Krieger, U. sonntAg, W. BlAUBe, mAUritiUs, PrivAt

RepoRt Baujahr 2013 Oldtimer frisch vom Band hindustan ambassador Die Arbeiter im Werk bei Kalkutta
RepoRt
Baujahr 2013
Oldtimer frisch vom Band
hindustan ambassador
Die Arbeiter im Werk bei Kalkutta nennen ihn liebevoll
„schwangerer Büffel“: Der rundliche Ambassador ist das
ersteinIndienproduzierteAuto,hattejahrzehntelang85
Prozent Marktanteil. Doch die Absätze gehen zurück. Eine
neue Abgasnorm verbannt den „Amby“ aus 13 indischen
Metropolen, die ausländische Konkurrenz ist viel moder-
ner. Der Hersteller gibt sich kämpferisch: „Wir müssen
die Kunden dieses neuen Zeitalters gewinnen.“
Produktionsstart: 1957
Stückzahl: unbekannt
Preis: ab 6950 Euro
1957 Stückzahl: unbekannt Preis: ab 6950 Euro Sie laufen und laufen und laufen legendär, um sie

Sie laufen und laufen und laufen

legendär, um sie in Rente zu schicken. AUTO BILD zeigt die zehn interessantesten neuen Alten

Manche Autos sind einfach zu praktisch, zu schön oder zu

„Sie finden das vielleicht seltsam“, sagt Ra­ jiv Saxena von Hindustan Motors, „aber ich weiß nicht, wie viele Autos wir gebaut haben.“ Seit mehr als einem halben Jahrhundert läuft in Kalkutta der Ambassador vom Band. In den An­ fangsjahren der indischen Automobilisierung zählte niemand die Fahrzeuge. Da hatte Hindu­ stan mit seinem robusten und leicht zu reparie­

Hindu­ stan mit seinem robusten und leicht zu reparie­ renden „Amby“ noch ein Quasi­Monopol. „Über eine

renden „Amby“ noch ein Quasi­Monopol. „Über eine Million Fahrzeuge“, schätzt Saxena, habe man seit 1957 verkauft. In all der Zeit blieb das Auto quasi unverändert. 2004 gab’s Scheiben­ bremsen vorn, seit 2008 läuft der Ambassador auch mit Flüssig­ und Erdgas. Das war’s. Mercedes hat seine G­Klasse seit Produktions­ start 1979 dagegen unter der Haube und im In­

nenraum regelmäßig der Zeit angepasst. Äußer­ lich aber ist auch der neueste „G“ ganz der Alte. Seine unveränderten Kanten sind dann auch der Grund dafür, dass aus dem einstigen Militär­ und Forstfahrzeug mit der Zeit ein Auto mit Kult­ status werden konnte, sagt Lutz Fügener, De­ sign­Professor an der Hochschule Pforzheim. Neue Modelle und Facelifts ließen Vorgänger

schnell alt aussehen, so Fügener. „Von diesem Imageverlust erholen sich die wenigsten.“ Autos, die diese kritische Phase überstehen, hätten meist einen außergewöhnlichen Nutzwert – wie das G­Modell. Irgendwann würden sie dann von jun­ gen Käufern wiederentdeckt. „Man schreibt die­ sen Autos die positiven Merkmale von Oldtimern zu, nicht jedoch die negativen“, so Fügener. Der Design­Experte warnt davor, die neuen Oldtimer grundsätzlich zu verändern: „Wenn man versucht, sie dem Zeitgeschmack hinterher­ zuentwickeln, ist das meist ihr Ende.“ B. Gehrs

toyota century Nein, ein Jahrhundert alt ist der Century noch nicht. Seinen Namen erhielt die
toyota century
Nein, ein Jahrhundert alt ist der Century noch nicht. Seinen Namen erhielt die Luxuslimousine, weil ihre Markteinführung
auf den 100. Geburtstag von Firmengründer Sakichi Toyoda fiel. 2012 baute Toyota 190 seiner vornehmlich von Politikern
und Geschäftsleuten genutzten Century. Der Fünflitermotor (280 PS) ist der einzige V12 in einem japanischen Serienauto.
Produktionsstart: 1967
Stückzahl: 41 380
Preis: ab 93 600 Euro

Volkswagen t2

DerBulliläuftseit1995als„Kombi“inBrasilienvomBand.

2014ändernsichdieSicherheitsvorschriftenfürNeufahr-

zeuge, dem T2 droht endgültig das Aus. Derzeit tüfteln die Ingenieure allerdings noch – es besteht Hoffnung.

Produktionsstart: 1968 Stückzahl: 2 870 000 Preis: ab 18 300 Euro

1968 Stückzahl: 2 870 000 Preis: ab 18 300 Euro mercedes G-Klasse Steigfähigkeit bis 80 Prozent,

mercedes G-Klasse

Steigfähigkeit bis 80 Prozent, Schräglagen bis 54 Pro- zent, Wattiefe bis 60 Zentimeter. Das ist die eine Seite. Klavierlack, Ambientebeleuchtung, Einparkautomatik. Das ist die andere. Der „G“ ist ein Luxus-Geländewagen.

Produktionsstart: 1979 Stückzahl: 225 000 Preis: ab 85 311 Euro

1979 Stückzahl: 225 000 Preis: ab 85 311 Euro maruti 800 Mit Zwölf-Zoll-Rädern und 0,8-Liter-Motörchen
1979 Stückzahl: 225 000 Preis: ab 85 311 Euro maruti 800 Mit Zwölf-Zoll-Rädern und 0,8-Liter-Motörchen

maruti 800

Mit Zwölf-Zoll-Rädern und 0,8-Liter-Motörchen (34 PS) scheint der 800 nicht eben für das ex- treme indische Klima und die löchrigen Straßen gemacht. Doch der erste Eindruck täuscht. Der auf dem Suzuki Alto basierende Autozwerg trotzt seit drei Jahrzehnten Sonne und Monsun.

Produktionsstart: 1983

Stückzahl: 2 700 000

Preis: ab 3100 Euro

Land rover Defender

Briten-Premier Winston Churchill hatte einen, und auch Judy, der Schimpanse aus der Fernsehserie „Daktari“, turnte regelmäßig durch den Land Rover. Aktuell laufen nochimmer20 000DefenderproJahrvomBand.Deutsch- land ist zweitgrößter Markt nach Großbritannien.

Produktionsstart: 1948 Stückzahl: 2 000 000 Preis: ab 26 690 Euro

ist zweitgrößter Markt nach Großbritannien. Produktionsstart: 1948 Stückzahl: 2 000 000 Preis: ab 26 690 Euro

22 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

Lti tX4

Kleiner Wendekreis von 7,60 Metern und genügend Kopffreiheit für Zylinder-Träger – eine Uralt-Vorschrift (ConditionofFitness)sichertdenStatusquoderLondoner Taxis.Daranändertauchnichts,dassChina-MarkeGeely Cab-Hersteller LTI Anfang des Jahres übernommen hat.

Produktionsstart: 1948 Stückzahl bis heute: 100 000 Preis: ab 34 000 Euro

LTI Anfang des Jahres übernommen hat. Produktionsstart: 1948 Stückzahl bis heute: 100 000 Preis: ab 34
Lada niva Kein Bordcomputer, keine elektrischen Fensterheber, kein Airbag: Der Niva hat
Lada niva
Kein Bordcomputer, keine elektrischen
Fensterheber, kein Airbag: Der Niva hat
nichts,waserimsibirischenWinternicht
braucht.Immerhin:Seit2011gibt’sABS.
55 000 Autos pro Jahr rollen noch im-
mer in Togliatti vom Band. Schlagen-
desVerkaufsargument:ZudiesemPreis
gibt es keinen besseren Geländewagen.
Produktionsstart: 1976
Stückzahl: 2 000 000
Preis: ab 9490 Euro

caterham seven

Seit 1973 baut Caterham den ehemaligen Lotus Seven, aktuell rund 500 jährlich. Die zahme Motorisierung (127 bis 266 PS) täuscht, der Seven wiegt nur gut 500 Kilo.

Produktionsstart: 1957 Stückzahl: 13 300 Preis:

ab 23 400 Euro

1957 Stückzahl: 13 300 Preis: ab 23 400 Euro morgan 4/4 Der Morgan 4/4 (vier Räder,

morgan 4/4

Der Morgan 4/4 (vier Räder, vier Zylinder) ist das am längsten in Serie gebaute Auto. Morgan produziert jähr- lich 700 der Fahrzeuge mit Karosseriegerüst aus Esche.

Produktionsstart: 1936 Stückzahl: keine Angabe Preis: ab 36 800 Euro

1936 Stückzahl: keine Angabe Preis: ab 36 800 Euro       Diese DauerLäufer werDen nicht
   
 

Diese DauerLäufer werDen nicht mehr proDuziert

 
 

Irgendwann war für diese Modelle dann doch Schluss: Der Golf I lief als Citi Golf noch bis 2009 in Südafrika vom Band, das Ende des VW Jetta II ist erst wenige Wochen her. Der Fiat 131 wurde zuletzt noch als Lizenzprodukt in Äthiopien gebaut – vorbei.

 
als Lizenzprodukt in Äthiopien gebaut – vorbei.     Fiat 131/Tofas Sahin/DOCC von 1974 bis 2010
als Lizenzprodukt in Äthiopien gebaut – vorbei.     Fiat 131/Tofas Sahin/DOCC von 1974 bis 2010
als Lizenzprodukt in Äthiopien gebaut – vorbei.     Fiat 131/Tofas Sahin/DOCC von 1974 bis 2010
als Lizenzprodukt in Äthiopien gebaut – vorbei.     Fiat 131/Tofas Sahin/DOCC von 1974 bis 2010
als Lizenzprodukt in Äthiopien gebaut – vorbei.     Fiat 131/Tofas Sahin/DOCC von 1974 bis 2010
 

Fiat 131/Tofas Sahin/DOCC von 1974 bis 2010

VW Jetta II von 1984 bis 2013

VW Golf I/Citi Golf von 1974 bis 2009

Fiat 124/Lada Nova von 1966 bis 2012

VW Santana von 1981 bis 2012

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 23

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

VORSTELLUNG

Fotos: C. spreitz / Bild am sonntag (2); Fotomontage: a. avarvarii

Die fülligen Hüften sind fort, der Grill dafür so groß wie nie: erste Begegnung der
Die fülligen Hüften sind fort, der Grill dafür so groß wie nie: erste Begegnung der neuen S-Klasse mit dem Vorgänger, der vergleichsweise bieder wirkt

ExKluSiv

 

Die erste Fahrt: mit Daimler-Chef Zetsche in der neuen S-Klasse

‡ Strahlend blauer Himmel über Stuttgart, 22 Grad. Und ein gut gelaunter Daimler-Chef. Die- ter Zetsche kommt gerade aus einer Sitzung mit dem Betriebsrat. Scheint prima gelaufen zu sein, über Details will er nicht sprechen. Und lädt mich dafür zur ersten Probefahrt in der neuen S- Klasse ein. Zetsche hält die Tür hinten rechts auf:

So reisen Bosse: Daimler-Chef Dieter Zetsche (r.) führt AUTO BILD- Mitarbeiter Carsten Paulun die Komfort-Feinheiten

So reisen Bosse: Daimler-Chef Dieter Zetsche (r.) führt AUTO BILD- Mitarbeiter Carsten Paulun die Komfort-Feinheiten der neuen S-Klasse vor – zum Beispiel Massagesitze mit Hot-Stone-Funktion

Unebenheiten und programmiert die Stoß- dämpfer entsprechend. Doch Zetsche kün- digt noch sanfteres Schweben an: in der XXL-Variante mit etwa 5,50 Meter Länge. Insider munkeln schon von einer Pullman- Version, die länger als sechs Meter sein soll. Beide sollen die gefloppten Maybach-Mo- delle ersetzen. Die Fehler des Maybach sollen bei der S-Klasse nicht wiederholt wer- den. Zetsche: „Bei der neuen S-Klasse gehen wir jedenfalls keine Kompromisse ein.“ Erst recht nicht, wenn es um neue Spar- technik geht. „Die S-Klasse mit Plug-in- Hybrid wird weniger als drei Literver- brauchen!“Und sie wird der erste Merce- des sein, der ohne Fahrer-Eingriff fahren

dort, wo in S-Klassen immer die Bosse sitzen. „Willkommen im besten Auto der Welt!“ Und was macht die S-Klasse so einzigartig? Zetsche:

„Keiner ist sicherer und komfortabler.“ Mal sehen. Per Knopfdruck schiebe ich den Beifahrersitz gaaanz weit nach vorn, senke mei- ne Rückenlehne, fahre die Wadenauflage aus und kuschle mich in meine kissenweiche Kopf- stütze. Aus den sechs Massageprogrammen wäh- le ich die Hot-Stone-Funktion: Sanft kneten mir 14 warme Stempel die müden Rückenmuskeln zurecht. Unglaublich: Knapp 100 Stellmotoren rücken die Sitze in die richtige Position, massie- ren und sorgen für das richtige Klima. Ich kann währenddessen im Internet surfen, Filme gu- cken und via Facebook meine Freunde neidisch

machen. Oder ich genieße die himmlische Ruhe. Fahren wir eigentlich wirklich schon? Der Achtzylinder ist kaum zu hören, ich spüre kein Rumpeln, keinen Gangwechsel der Sieben- stufenautomatik. Mit Infrarot-Scannern tastet eine Elektronik die Fahrbahn vor uns ab, erkennt

kann. Die technischen Voraussetzungen dafür sind mit Abstandsradar, Stau-Folge-Sys- tem, Spurhalte-Funktion und Verkehrsschild-Er- kennung schon an Bord. Nur die Rechtsgrund- lage fürs autonome Fahren fehle noch, sagt der Chef, lässt den Fahrer stoppen und entschwin-

det zur nächsten Sitzung.

24 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

Neue S-Klasse – altes Kältemittel

‡ Verschiedene Medien berichte- ten,DaimlerhabedieneueS-Klasse

mitdemKiller-KältemittelR1234yf

typprüfen lassen. Somit drohe der Baureihe ein Zulassungsstopp, wenn Mercedes sie wie A- und B-KlassemitdemaltenKältemittel R134a ausliefern würde. Falsch! Eine AUTO BILD-Nachfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt ergab: Die

neue Baureihe W 222 besitzt keine eigeneneueTypzulassung,sondern lediglich eine Ergänzung zu der

desVorgängersW221.Diesistmög-

lich, wenn beispielsweise die glei- che Bodengruppe verwendet wird.

SomitistdieUrsprungs-Typgeneh-

migungderneuenS-Klassevordem Stichtag 1. 1. 2011 erteilt worden, der Einsatz von R134a rechtens.

Bringt die S-Klasse den Stern wieder zum Strahlen?

Mercedes steht unter Druck. Die neue S-Klasse, das Aushängeschild der Marke, muss perfekt werden

G ute Woche, schlechte Woche. Für Mercedes war es definitiv

keine gute: Die Gewinnwarnung verunsichert Anleger, der verpatzte Crashtest des Kangoo-Klons Citan schockt die Käufer des Kleinliefer- wagens (Seite 4 und 17). Doch blicken wir nach vorn: Mit- te Mai feiert das Flaggschiff, die S- Klasse, in Hamburg Premiere. Und allen ist klar: S muss sitzen. Für den großen Wagen ist das Prädikat „Das beste Auto der Welt“ mehr als eine Verpflichtung – S muss den Himmel auf die Erde holen. Damit dies gelingt, stehen zwei besondere Mercedes-Werte ganz

oben im Lastenheft der S-Klasse:

Komfort und Sicherheit. Fahrer wie Passagiere dürfen in Zukunft im Lu- xus des siebten Himmels schwel- gen. Wie sich das anfühlt, wenn man im Mercedes-Fond eine Hot-Stone- Massage bekommt, durfte mein Kollege Carsten Paulun schon ex- klusiv erfahren (siehe links). Dass sich alle Sitze elektrisch ein- stellen lassen, im Fond auch bis zur Liegeposition, dass Armlehnen und Türen beheizbar sind – selbstver- ständlich, kaum mehr als eine Rand- notiz im neuen Katalog der S-Klas- se-Superlative. Wie die sogenannten Cushion- bags, die liegende Rücksitzpassa- giere sichern. Technischer Höhe- punkt, neben neuen Assistenzsyste- men (siehe links): die MBC (Magic Body Control). MBC stellt sich mit- tels Kamera und Radar auf Fahrsitua -tionen schon im Voraus ein. Heißt:

Dieses Auto kann die Straße lesen

im Voraus ein. Heißt: Dieses Auto kann die Straße lesen Nur keine Experimente bitte, die Kundschaft

Nur keine Experimente bitte, die Kundschaft ist konservativ: Die dezente Eleganz steht dem Mercedes-S-Klasse-Heck aber doch ausgezeichnet

steht dem Mercedes-S-Klasse-Heck aber doch ausgezeichnet Leder, Steppnähte, Holz – der S-Klasse-Innenraum will

Leder, Steppnähte, Holz – der S-Klasse-Innenraum will deutlich zeigen: Hier kommt der Top-Mercedes. An das Zweispeichen-Lenkrad müssen wir uns noch gewöhnen

und das Fahrwerk in Sekunden- bruchteilen passend einstellen. Nur Schweben ist sanfter. Motortechnisch bleibt anfangs alles beim Alten: wahlweise der V6 als Diesel oder Benziner oder der Biturbo-V8, alle vorerst mit Sieben- stufenautomatik. 2014 folgen wei- tere Motoren, darunter ein Hybrid. Vielleicht werden die kommen- den Wochen für Mercedes wieder besser. Die S-Klasse mit dem inter- nen Kürzel W 222 wird’s richten.

Fazit

Zeit für eine gute Nachricht. Hier kommt sie: die neue S-Klasse. Mercedes greift mit ihr nach den Sternen. Technisch top, luxuriös – sehen wir hier das beste Au- to der Welt? Ich glau- be schon.

Andreas Borchmann

den Sternen. Technisch top, luxuriös – sehen wir hier das beste Au- to der Welt? Ich

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Fotos: s. Krieger (2), C. Bittmann, m. HeimBaCH, t. Bader, W. gröger-meier

Meinung

Offener Brief an Mercedes-Chef Dieter Zetsche zur neuen S-Klasse von AUTO BILD-Autor Karl-August Almstadt Lieber
Offener Brief an Mercedes-Chef
Dieter Zetsche zur neuen S-Klasse von
AUTO BILD-Autor Karl-August Almstadt
Lieber Herr
Zetsche
M ein Name ist Karl-August Almstadt. Manche meiner Freunde sagen
auch Karl Klassik. Ich bin 62 Jahre alt. Mindestens die Hälfte meines

Lebens habe ich in, neben oder unter einem Mercedes verbracht. Jetzt sehe ich die neue S-Klasse und suche nach einer Meinung. Gefällt sie mir? Überzeugt sie mich? Ich tue mich schwer mit einer Antwort. Während ich diese Zeilen schreibe, bestimmen Daimlers Gewinnwar- nung und das Crash-Desaster der Kangoo-Kopie Citan die Nachrichten. Ist Mercedes noch Mercedes? Selbst Daimler-Mitarbeiter fragen sich das. Und die neue S-Klasse soll alles wieder richten. Soll Leitstern werden, an dem sich der Rest der Luxuswelt zu orientieren hat. S wie Super oder Son-

derklasse eben. Traditionell wird mit jeder S-Klasse stets ein Stück tech- nologisches Neuland betreten. Da sollten Sie, Herr Zetsche, alle Register ziehen, damit kein Kunde in Richtung Konkurrenz verduftet. Hilft dabei wirklich so ein „Air-Balance“-Paket fürs prima Klima zum Schnupper- preis? Citroën hat es nichts gebracht. Und bei Düften sind Franzosen Meis- ter. Ebenso optional: der „First Class“-Fond mit klimatisierten Becherhal- tern. Aus Gold womöglich, wie einst bei den Tunern, die den Kiez und sei-

ne Kings belieferten. Gegen Schläge aus der Unterwelt hilft „Magic Body Control“. Die MBC ersetzt das bis- herige Aktivfahrwerk. Mithilfe einer Kamera und von Radar erkennt MBC den Zustand der Fahrbahn. Muss wohl auch sein, wenn Fondpassagiere liegend trans- portiert werden dürfen.

Dürfen sie? Immerhin sind eigens dafür „Cushionbags“ er- funden worden. Der Google- Übersetzer nennt es „Kissen-Ta- schen“, und cushion hat ja wohl mit abfedern zu tun. Ein ordent- licher Federkern hätte es für mich

auch getan. Aber mit dem lässt sich kein Massagesalon einrichten, verstehe. Das Knetprogramm „Hot Stone“ mit den 14 warmen Stempeln indes verstehe ich nicht. Und jetzt schweifen wir mal ab. Das muss einfach sein, wenn es um ein Auto geht, das nicht weniger sein will als eine Weltbestleistung. Aktuell fahre ich eine S- Klasse der Baureihe W 126, Jahrgang 1987, ein zeitlos

schönes Stück mit Liebhaberwert. Ständig bin ich auf der Suche nach neuen Alten. Genauso wie Millionen Mercedes-Liebhaber auf der ganzen Welt. Doch die

meisten von ihnen, das behaupte ich, kommen vor lauter Sorgen über ihre Lieblingsmarke nicht mehr in den Schlaf. Und es sind nicht die Typen mit einem Sack voller Aktien. Nein, ich meine die Fans, die den Stern im Herzen tragen, Motto: Kennst du Daimler, kennst du den Maßstab. Mercedes erdet, Mercedes verbin- det und ist in jeder Lage ein Antrieb fürs Selbstbewusstsein. Als Kind der 50er erlebte ich das Wirtschaftswunder im Fond eines Opel Rekord und schlug mir am eisernen Haltegriff der Vordersitze zwei Milchzähne aus, als der Vater für einen fetten 220 S Ponton mit eingebauter Vorfahrt bremste. Größer als der Schmerz war die Bewunderung für die Turbokarrieren der Zeit. Mercedes: Das war oben. Mercedes, das war Deutschland bis zur Ex- zenterschraube an der Aufhängung der Hinterachse – eine Schraube, die den kleinen Stern trägt.

S-Klasse W 221 (2005)

AUTO BILD-Autor Karl-August Almstadt, Mercedes 300 SE (Baujahr 1987): keine Massagesitze, kein Air-Balance-Paket – aber eine S-Klasse von zeitloser Schönheit

Mercedes-Liebe ist stark. Sie hält vielen Belastungen stand. Gut, für weg- rostende Achsaufhängungen am späten W 124 sind Sie, Herr Zetsche, ebenso wenig verantwortlich wie für den anfälligsten Mercedes aller Zeiten, die erste Vier-Augen-C-Klasse (W 203). Auch für die porösen E-Klassen der späten 90er-Jahre können Sie nichts. Heute zucken selbst

wortgewaltige Kiesplatz-Verkäufer nur mit den Schultern, wenn der gut informierte Kunde hinter die Türgummis einer 2002er E-Klasse greift. Oder die Heckklappe einer drei Jahre alten B-Klasse nach Gammel checkt. Obwohl Sie, lieber Herr Zetsche, den Blick nach vorn richten müssen und Sie das alte Zeugs vermutlich jetzt zur S-Klasse-Premiere nicht inter- essiert, schreibe ich Ihnen das, weil Sie in der Türkei geboren sind. Und deshalb hoffentlich nachvollziehen können, warum viele Einwanderer in Deutschland seit gut 40 Jahren auf Mercedes abfahren. Sie wissen, woran sie geglaubt und wofür sie geschuftet haben. Doch Wertbeständigkeit, das traditionell stärkste Argument für den Stern, geht flugs flöten, wenn Sie weiter Modetrends hinterherrennen. Und eine Mar- ke wie Mercedes hektisch reagiert. Eine Burg wie die

E-Klasse schon nach nicht mal vier Jahren für rund eine Milliarde Euro zu renovieren, erschüttert sie im Fundament. Schon jetzt gibt’s die ersten 2009er E-Klassen für 15 000 Euro, inklusive Mehrwertsteuer. Und wie lange soll die neue S-Klasse souverän und zeitlos wirken, wenn schon jetzt Vergleiche mit dem Justin-Bieber-Benz CLA gezogen werden? Die Zeit ge-

meißelter Monumente ist vorbei. Die erste offizielle S-Klasse ist – entgegen gelegentlicher Lesart Ihres Hauses – nicht als Pon- ton auf die Welt gekommen, sondern als W 116. Sicherheit war oberstes Thema fürs Werbewort, „Schlachterbenz“ hieß der wuchtige 116er erst viel später. Da war längst die Stil-Ikone W 126 in unsere Herzen gefahren. Beim Nachfolger 140 öffneten die referierenden Ingenieure es etwas mühsam. Gepeilt haben wir das Schlachtschiff durch seine dicken Doppelglas- Scheiben erst, als es gen Osten entschwunden war. Über den rostenden

W 220 als technologischen Trendsetter wollen wir hier nicht groß reden, immerhin funktionieren Luftfederung und Assistenzsysteme bis aufs Command selbst nach sechs Monaten Standzeit. Der jetzt auslaufende W 221 zeigt beste Beinarbeit und mit dem S 400 Hybrid den richtigen Weg. Der für die neue S-Klasse angekündigte Plug- in-Hybrid könnte tatsächlich eine echte Sonderklasse sein. Auch ohne be- heizte Armlehnen und Türverkleidungen. Auch ohne rautenförmig abge- stepptes Leder auf der Instrumententafel, das mich an Damenhandta- schen der nicht völlig stilsicheren Art erinnert. S ist Zeit, Herr Zetsche, das Beste grundlegend neu zu definieren. Ich glaube an den Stern. Aber entfernen Sie bitte den Verantwortlichen, der den Mercedes-Pkw mit dem größten Stern im Kühlergrill verbrochen hat, den bei Euro NCAP schlechtesten Renault: Citan.

„Ein großer Mercedes muss Sonderklasse sein – auch in der Wertbeständigkeit“

muss Sonderklasse sein – auch in der Wertbeständigkeit“ Die Vorgänger S-Klasse W 116 (1972) S-Klasse W

Die Vorgänger

sein – auch in der Wertbeständigkeit“ Die Vorgänger S-Klasse W 116 (1972) S-Klasse W 126 (1979)

S-Klasse W 116 (1972)

Wertbeständigkeit“ Die Vorgänger S-Klasse W 116 (1972) S-Klasse W 126 (1979) S-Klasse W 140 (1991) S-Klasse

S-Klasse W 126 (1979)

Die Vorgänger S-Klasse W 116 (1972) S-Klasse W 126 (1979) S-Klasse W 140 (1991) S-Klasse W

S-Klasse W 140 (1991)

W 116 (1972) S-Klasse W 126 (1979) S-Klasse W 140 (1991) S-Klasse W 220 (1998) 26

S-Klasse W 220 (1998)

W 126 (1979) S-Klasse W 140 (1991) S-Klasse W 220 (1998) 26 www.autobild.de · Nr. 18

26 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

W 220 (1998) 26 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013 © Alle Rechte vorbehalten

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vorstellung Der neue Citroën C4 Picasso im Easy-Index-Vergleich mit VW Touran und Kia Carens Wirklich

vorstellung

Der neue Citroën C4 Picasso im Easy-Index-Vergleich mit VW Touran

und Kia Carens

Wirklich gutes Design muss alltagstauglich sein. Insbesondere bei Familien- Vans. Beim C4 Picasso klappt das erstaunlich gut

Z iemlich mutig, was das Team um Citroëns Design-Di-

rektor Alexandre Malval da auf die Räder gestellt hat.

Knappe Überhänge, breitere Spur und deutlich nied- rigere Dachlinie machen den C4 Picasso zum Kunstwerk unter den Kompaktvans. Und lassen seinen Vorgänger

ziemlich alt aussehen. Zumal beim Neuen auch die De- tails stimmen. Wie das gekonnt integrierte LED-Band oder die knapp gefassten Hauptscheinwerfer. In der seit- lichen Ansicht fallen die starke Schulter und die außer- gewöhnliche Fenstergrafik ins Auge, die nahtlos ins Heck übergeht. Endlich mal ein Familienfreund, den Kids ge- nauso cool finden können wie stylishe Eltern. Denn so ein Citroën C4 Picasso macht sich nicht nur unterm Car- port des Bauträger-Reihenhäuschens gut, sondern wirkt auch vorm angesagtesten Café der Stadt glaubhaft. Attraktives Design darf aber keine Kompromisse er- fordern, die im Alltag nerven.

Insbesondere, wenn eine Fa- milie das Auto intensiv nutzt. Und hier wird es jetzt interes- sant. Entsprechen die Abmes- sungen noch dem üblichen Klassen-Format (Länge 4,43 m, Breite 1,83 m, Höhe 1,61 m), setzt sich der C4 Picasso innen von seinen Wettbewer- bern ab. Die riesige, bis weit

ins Dach ragende Frontschei- be bringt Licht ins Auto. Der Blick in den Himmel ist völlig frei, ein Rollo schützt im Sommer. Prima sind die A-Säulen mit ihren zwei filigranen Stegen: Sie bieten eine deutlich bessere Sicht nach schräg vorn als die armdicken Holme mancher Mitstreiter. Der tote Winkel fällt sehr klein aus. So genießen wir die Aussicht auf leicht erhöhten, komfortablen Sitzen, die aber etwas knapp ausfallen. Obwohl mittig und relativ weit vom Fahrer entfernt an- geordnet, lässt sich der Sieben-Zoll-Touchscreen gut ab- lesen. Die seitlichen Bedienelemente sind gut erreichbar. Darüber prangt ein Zwölf-Zoll-HD-Panoramabild- schirm, bei dem die Anzeigen in Analog- oder

Digitaloptik dargestellt werden können. „Wer

Der neue C4 Picasso ist das Designer- möbel unter den kom- pakten Vans

Wie praktisch ist das Kunstwerk?

edel, nicht ver- spielt: mit breiter Spur und kurzen Überhängen macht Picasso auf cool
edel, nicht ver-
spielt: mit breiter
Spur und kurzen
Überhängen macht
Picasso auf cool
Spur und kurzen Überhängen macht Picasso auf cool Das Cockpit präsentiert sich luftig und aufgeräumt. Das

Das Cockpit präsentiert sich luftig und aufgeräumt. Das überfrachtete Lenkrad verwöhnt mit großzügigem Verstellbereich, die meisten Bedienelemente sind gut erreichbar

die meisten Bedienelemente sind gut erreichbar niedrige Front, hohes Heck: Der C4 Picasso ist ein Van

niedrige Front, hohes Heck: Der C4 Picasso ist ein Van mit guter aerodynamik. ein ganz dickes Ding: mit der Heckklappe schwingt im Prinzip das komplette Heckteil nach oben

schwingt im Prinzip das komplette Heckteil nach oben Fotos: C. Bittmann (3), Hersteller, t. Bader Citroën

Fotos: C. Bittmann (3), Hersteller, t. Bader

Citroën C4 Picasso Das gefällt uns Das stört uns 1 3 4 2 Länge: 4430
Citroën C4 Picasso
Das gefällt uns
Das stört uns
1
3
4
2
Länge:
4430 mm
1
weiteste Lenkradverstellmöglichkeit im Vergleich
2
schlanker Schweller
ermöglicht vorn bequemen einstieg
Beine stehen in steilem Winkel 4
3
unbequeme Sitzposition hinten,
üppige Heckschürze erschwert Beladen
Kia Carens 4 3 2 1 Länge: 4525 mm 1 größte türausschnittweite vorn erleichtert den
Kia Carens
4
3
2 1
Länge: 4525
mm
1 größte türausschnittweite vorn erleichtert den einstieg
2
größte
türausschnittweite im Fond
im Vergleich (700 mm) 4
3
höchste Ladekante
niedrigster türausschnitt vorn (1025 mm)
VW Touran 2 1 4 3 Länge: 4397 mm 1 niedrige Ladekante (600 mm) 2
VW Touran
2
1
4
3
Länge: 4397 mm
1
niedrige Ladekante (600 mm)
2
hoher türausschnitt vorn
(1055 mm)
11,0 m) 4
3
mit 11,2 metern größter Wendekreis (C4 Picasso 10,8 m/kia Carens
breiter und hoher Schweller vorn erschwert den einstieg
Easy- IndEx Easy-IndEx-FazIt ‡ Überraschung! Obwohl der Citroën C4 Picasso sich optisch so deutlich von
Easy-
IndEx
Easy-IndEx-FazIt
‡ Überraschung! Obwohl der Citroën C4
Picasso sich optisch so deutlich von seinen
Kategorien
WettbewerbernimFamilienschachtel-Einheits-
Einstieg
8
8
8
look abhebt, liegt er in fast allen Easy-Index-
Sitzhöhe
10
10
9
10
Disziplinenmitihnengleichauf.Einunverwech-
8
7
8
selbarerDesignstilohneAlltagseinschränkun-
Beladen
10
10
8
7
5
4
4
genistalsoauchbeikompaktenVansmöglich.
Wendekreis
10
6
6
6
Dass der neue Franzose bei den Easy-Extras
8
8
7
sogar ganz vorn liegt, liegt an der Preispolitik
Bedienbarkeit
10
8
8
8
von Marktführer Volkswagen. Doch Kia dreht
8
8
9
ebenfalls kräftig an der Preisschraube. Am En-
Easy-Extras
10
4
6
5
de siegt der VW – aber ohne großen Abstand.
Total
100
75
72
72
Punkte max.
VW
Citroën
Kia

* Länge x Breite

30 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

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Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 31

Heck-Tick: Die Sicht nach schräg hinten ist schlechter, als es die komplett ums Heck herumgezogene

Heck-Tick: Die Sicht nach schräg hinten ist schlechter, als es die komplett ums Heck herumgezogene Glasfläche vermuten lässt

Das gefällt uns

herumgezogene Glasfläche vermuten lässt Das gefällt uns Die Bedienung per Touchscreen und über die seitlichen

Die Bedienung per Touchscreen und über die seitlichen Tasten klappt intuitiv. Die Anzeigen des Panoramabildschirms können in Analog- oder Digitaloptik dargestellt werden

können in Analog- oder Digitaloptik dargestellt werden Wie beim guten alten Espace, und ein Gewinn für

Wie beim guten alten Espace, und ein Gewinn für die Sicher- heit: Der C4 Picasso verfügt über geteilte A-Säulen mit zwei Streben, die eine gute Sicht nach schräg vorn ermöglichen

Das stört uns

gute Sicht nach schräg vorn ermöglichen Das stört uns Die Kopffreiheit geht auch im Fond in

Die Kopffreiheit geht auch im Fond in Ordnung, das Dach ist der schönen Optik wegen seitlich aber recht weit heruntergezo- gen. Ab einer Körpergröße von 1,85 Metern nervt das!

vorstellung

will“, freut sich Designer Malval, „kann auch Lieblingsfotos hochla­ den.“ So viel zum Thema Ablenkung während der Fahrt. Besonders stolz ist der Kreative auch auf die edlen Materialien sei­

nes Vans – beispielsweise die Ober­ flächen des Armaturenbretts. Sie wirken qualitativ hochwertig, so wie auch die Türinnengriffe aus echtem Alu bei der Topausstattung. Leider hält Citroën das hohe Niveau nicht bei allen Komponenten durch: Die Verkleidungen der Sitzmechanik oder die Teppichkanten im Koffer­ raum lassen einen breiten Rotstift erahnen. Die Fondpassagiere können sich über drei vollwertige, breite Ein­ zelsitze freuen. Leider nerven die Kopfstützen spe­

ziell große Gäste – selbst ganz nach oben gezogen, drücken sie im Schulterbereich. Zudem stört das seitlich weit her­ untergezogene Dach beim Blick

nach draußen. Auf der Habenseite verbucht der C4 Picasso dafür einen mit 537 Li­ tern üppigen Kofferraum – vom Fa­ milienurlaub bis zum Möbelkauf

dürfte der Franzose ein gefragter Begleiter werden. Allerdings stört die ausladende Heckschürze beim Beladen. Im Detail deckt unser Easy­In­ dex auf, wo der Citroën im Alltag seine Stärken und Schwächen hat. Auf den Millimeter genau und vor allem vergleichbar mit der Konkur­

renz. Bei unserer ersten Begegnung muss sich der C4 Picasso mit dem Bestseller VW Touran und dem Neuling Kia Carens messen. Unterm Strich liegen Franzo­ se und Koreaner mit jeweils

72 von 100 möglichen Zäh­

lern gleichauf und nur gering­ fügig hinter dem ewigen Ers­ ten aus Wolfsburg (75 Punkte). Im Kapitel der Easy­Extras liegt der C4 Picasso sogar klar vorn. Dieses gute Ergebnis verdankt er einer ordentlichen Grundausstat­ tung, bei der weder Kia noch VW mithalten können. Was aber nicht bedeutet, dass die Franzosen ihre karitative Seite ent­ deckt hätten. Sie wissen, wie man Wünsche weckt, sie in Pakete packt

und sich das gut bezahlen lässt. Der Einstiegspreis liegt bei günstigen

19 990 Euro, doch die Topversion

kostet um die 32 000 Euro. Auch das

eine ziemlich mutige Ansage – und eine, die Selbstbewusstsein zeigt.

Das Dach ist der schönen Optik we- gen seitlich weit herunter gezogen

der schönen Optik we- gen seitlich weit herunter gezogen Die Laschen für den Klappmechanismus wirken altbacken

Die Laschen für den Klappmechanismus wirken altbacken und wenig robust. Zum Überdecken der breiten Fuge zwischen Sitz und Ladeboden dienen kleine Brettchen. Das geht eleganter

Fazit Der C4 Picasso ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Kompakt-Vans. Er sieht richtig flott aus, die Nachteile des besonderen Designs halten sich aber in Gren- zen. So kann er im Easy-Index-Vergleich mit Kia Carens und VW Touran erstaunlich gut mithalten.

mit Kia Carens und VW Touran erstaunlich gut mithalten. Michael von Klodt 32 www.autobild.de · Nr.

Michael von Klodt

32 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

Fotos: C. Bittmann (7)
Fotos: C. Bittmann (7)

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Vergleich Manchmal reichen drei einfache Buchstaben, und das Publikum tobt. G-T-I zum Beispiel. Ob die
Vergleich
Manchmal reichen drei einfache
Buchstaben, und das Publikum
tobt. G-T-I zum Beispiel. Ob die
Begeisterung berechtigt ist,
klären die folgenden Vergleiche
SpezIAl
Hier finden Sie das
Video zum Mercedes
A 250. Wie’s geht:
Seite 16. Oder
scannen Sie direkt
den QR-Code ein.
Mercedes A-Klasse
gegen Golf GTI
Mercedes rüttelt am GTI-Thron:
A 250 Sport mit 211 PS trifft
Golf GTI Performance mit 230 PS
Kleine Kracher mit
fast 1000 PS
Peugeot 208 GTi, Ford Fiesta ST,
Renault Clio R.S. und Opel Corsa
OPC fordern den VW Polo GTI 38
Auf der Suche nach
dem wahren GTI
VW Golf GTI
Was ist aus der genialen GTI-Idee
geworden, die 1976 mit
dem Golf I (oben) begann?
46
Mercedes A 250 Sport
GTI und A 250 setzen auf
sportliche Optik, der
Mercedes ist aber greller
geschminkt. Besonders
auffällig: der Grill des Benz
Neue A-Klasse mit 211 PS gegen Golf GTI
Das Cockpit im A 250 trägt Kunststoff in Carbonoptik und allerlei rote Nähte. Wählhebel fürs
Das Cockpit im A 250 trägt Kunststoff in Carbonoptik und
allerlei rote Nähte. Wählhebel fürs Getriebe an der
Lenksäule

34 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

Auch im Golf GTI finden sich sportlich-rote Nähte. Und Edelstahl-Pedale – wie beim Benz. Taste
Auch im Golf GTI finden sich sportlich-rote Nähte. Und Edelstahl-Pedale
– wie beim Benz. Taste für die Fahrprofilauswahl auf der Mittelkonsole
Fotos: A. EmmErling (8), HErstEllEr, s. KriEgEr

Kann Mercedes GTI?

GTI, das bedeutet großer Spaß für kleines Geld. VW hat’s erfunden, Mercedes hätte so was auch gern. Und hat dafür die A-Klasse scharf gemacht. Reicht das gegen den Klassiker von VW?

scharf gemacht. Reicht das gegen den Klassiker von VW? Reicht der Nachzügler ans Original heran? Mercedes
scharf gemacht. Reicht das gegen den Klassiker von VW? Reicht der Nachzügler ans Original heran? Mercedes

Reicht der Nachzügler ans Original heran? Mercedes A 250 Sport gegen VW Golf GTI

Klingt unglaublich, ist aber wohl wahr. Nur 5000 Stück hatte VW vom ersten GTI geplant, damals, 1976. Inzwischen sind knapp zwei Millionen daraus geworden, und der Begriff GTI hat sich zu einem Synonym für bezahlbaren Fahrspaß in der Kompaktklasse entwickelt. Mercedes blieb da bislang nur der neidische Blick nach Wolfsburg. Doch das könnte sich jetzt ändern. Auf der Suche nach jüngeren Kun- den haben sich die Schwaben mit der A-Klasse ja schon einiges ge-

sich die Schwaben mit der A-Klasse ja schon einiges ge- traut. Und jetzt gibt es auch

traut. Und jetzt gibt es auch noch eine Sportversion, den Anti-GTI so- zusagen. A 250 Sport heißt er. Und er trägt ganz schön dick auf. Mit Spoilern und Schwellern, 18-Zoll- Rädern, zwei ovalen Endrohren und mehr. Auch innen ist der Benz nett

hergerichtet, mit Sportsitzen, roten Ziernähten und Edelstahl-Pedalen. An den grundlegenden Nachteilen der A-Klasse – verheerend schlech- te Übersicht und ein bestürzend enges Platzangebot im Fond – än-

dert das freilich nichts.

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Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 35

Fotos: A. EmmErling (6)

Hier finden Sie das Video zum Golf GTI. Wie’s geht: Seite 16. Oder scannen Sie
Hier finden Sie
das Video zum Golf
GTI. Wie’s geht:
Seite 16. Oder
scannen Sie direkt
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Mercedes auf der Überholspur?
Daraus wird erst mal nichts, der Golf
bleibt vorn. Beide tragen zwei
Endrohre, heruntergezogene Stoß-
fänger und Dachspoiler

Auch den GTI hat VW zünftig ver­ schönert, setzt aber insgesamt auf den dezenteren Auftritt. Im Cockpit kommen auch hier allerlei rote Näh­ te zum Einsatz, ebenso wie die his­ torischen Karo­Muster. Die Über­ sicht ist aber um Klassen besser, und selbst im Fond sind Erwachse­ ne bequem unterbracht. Angetrieben wird der VW von einem Zweiliter­Turbo mit 220 PS – oder 230, bucht man das Perfor­ mance­Paket für 1125 Euro dazu. Zum Paket gehören noch größere Bremsen und eine elektronisch ge­ regelte Differenzialsperre an der Vorderachse. Der Testwagen besaß dazu das DCC­Fahrwerk für 990 Euro und das Sechsgang­DSG für 1900 Euro. Ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen ist beim A 250 Sport Serie, ebenso wie Sportfahrwerk und Direktlenkung. Verstellbare Dämpfer bietet Mercedes für die A­Klasse leider nicht, dafür leistet der Zweiliter­Turbo feiste 211 PS. Der Vierzylinder legt sich ener­ gisch ins Zeug, dreht allerdings nicht so bissig wie der VW und macht da­ bei jede Menge Lärm. Auch das Fahrwerk zeigt wenig Mitgefühl. Wo schon die Standardversion ziemlich poltrig daherkommt, wurden die Schrauben beim Sport noch mal an­ gezogen. Der A 250 federt ausge­ sprochen ruppig. Doch der rigorose Komfortverzicht bringt natürlich Vorteile für die Dynamik. Der A 250

bringt natürlich Vorteile für die Dynamik. Der A 250 Im Fond des A 250 ist es

Im Fond des A 250 ist es verdammt eng, für Erwachsene wird es ungemütlich

liegt stramm und straff, lenkt spitz, fast giftig ein. Die technisch feinere Klinge schlägt der GTI. Sein TSI tritt noch druckvoller an, dreht entschlos­ sener aus – und klingt dabei freund­ lich­heiser bis kernig. Das verstellbare Fahrwerk kennt jede Spielart von hart bis zart. Doch sorry, Mercedes, selbst die Sport­ Abstimmung spricht ungleich kom­ fortabler an als der grobe A 250 Sport. Die Lenkung des Golf reagiert angenehm direkt und präzise. Und stets feinfühliger als im Benz. Auf der Rennstrecke lernen wir dann die Differenzialsperre kennen

und lieben. Der GTI zieht sauber und kaum untersteuernd aus Kur­ ven heraus – ein Gesamtkunstwerk. Der GTI fährt sich flüssiger als der Benz, stresst schlichtweg weniger – und das, ohne langsamer zu sein. Doch das dicke Ende kommt für Mercedes noch. Der A 250 Sport steht mit sehr selbstbewussten 37 753 Euro in der Liste. Für den Golf mit fünf Türen, Performance­Paket und DSG verlangt VW nur 32 275 Euro. Selbst mit dem adaptiven DCC­Fahr­ werk für 990 Euro, das wir sehr emp­ fehlen, bleibt eine Differenz‚ von knapp 4500 Euro. Klingt ebenfalls unglaublich, ist aber wahr.

4500 Euro. Klingt ebenfalls unglaublich, ist aber wahr. Im Golf GTI sitzt dagegen selbst der 1,93-Meter-Redakteur

Im Golf GTI sitzt dagegen selbst der 1,93-Meter-Redakteur auch hinten bequem

VW kann GTI einfach besser

‡ Schnell, agil, präzise. Dazu tech- nisch anspruchsvoll. Beim neuen VWGolf GTI ist der Fahrspaß pro- grammiert und ungebro- chen groß. Doch das ist nur die eine Seite. Die an- dere ist seine ausgepräg- te Alltagstauglichkeit mit dem überraschend hohen Komfort und dem praxis-

gerechten Platzangebot.

‡ Der Mercedes A 250 Sport ist vielleicht die bisher beste Interpre- tation der A-Klasse. Munter, kna- ckig, mit leicht krawalli-

gemAuftritt–dieFanswer-

den das mögen. Und die Nachteile – wenig Platz im Fond, miese Übersicht, harscher Komfort – in Kauf nehmen. Apropos Kauf:

Der A 250 Sport ist teuer.

Dirk Branke
Dirk Branke
Urteil Urteil
Urteil
Urteil

ããããã= sehr gut, ãããã= gut, ããã= befriedigend, ãã= ausreichend, ã= mangelhaft

vergleich

TechNISche DATeN

Mercedes A 250 Sport

Vierzylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum

1991 cmÍ • Leistung 155 kW (211 PS) bei

5500/min • max. Drehmoment 350 Nm

bei 1200/min • Vorderradantrieb • Sieben- gang-Direktschaltgetriebe • Reifen 235/

40 R 18 W • L/B/H 4292/1780/1430 mm •

Radstand 2699 mm • Leergewicht 1465 kg

• Kofferraum 341–1157 l • Tankinhalt 50 l •

Spitze 240 km/h • 0–100 km/h 6,6 s • Ver- brauch EU-Mix 6,4 l Super • COπ 149 g/km

Preis: ab 37 753 Euro

TechNISche DATeN

VW Golf GTI Performance DSG

Vierzylinder, Turbo, vorn quer• Hubraum

1984 cmÍ • Leistung 169 kW (230 PS) bei

4700/min • max. Drehmoment 350 Nm

bei 1500/min • Vorderradantrieb • Sechs- gang-Direktschaltgetriebe • Reifen 225/

45 R 17 W • L/B/H 4268/1790/1442 mm •

Radstand 2631 mm • Leergewicht 1402 kg

• Kofferraum 380–1270 l • Tankinhalt 50 l • Spitze 248 km/h • 0–100 km/h 6,4 s • Ver- brauch EU-Mix 6,4 l Super • COπ 149 g/km

Preis: ab 32 275 Euro*

* Fünftürer

Bluetooth kostet bei VW extra ‡ Beim A 250 Sport gehört das Radio A 20

Bluetooth kostet bei VW extra

Beim A 250 Sport gehört das Radio A 20 CD zum Serienumfang (inkl. Bluetooth). Das

Comand-Online-Navi(Foto)kostet3189Euro.DerGolferfordertfüreineBluetooth-Kopp-

lungmindestensdenEinsatzdesRadiosCompositionMedia(460Euro),dasDiscover-Pro-

Navi(Foto)kostet2315Euro.BeideAnlagenbeherrschenMusikübertragungundFreispre-

chen sowie Funktionsanzeigen am Monitor. Kopplung mit dem Smartphone problemlos.

am Monitor. Kopplung mit dem Smartphone problemlos. Frei stehender Monitor im Apple-Design beim A 250 (oben).

Frei stehender Monitor im Apple-Design beim A 250 (oben). Elegantere Lösung im Golf: voll integrierter Touchscreen mit Näherungssensor

www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013
www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

36

www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013 36 Die kleinen GTI im großen Vergleich lesen

Die kleinen GTI im großen Vergleich lesen Sie ab Seite 38

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 37

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

SPezial
SPezial

Vergleichstest

Kleinwagen müssen praktisch und sparsam sein? Quatsch! Sie dürfen auch richtig Spaß machen. Wie unsere fünf Knallfrösche der 200-PS-Klasse zeigen

Wie unsere fünf Knallfrösche der 200-PS-Klasse zeigen Wer hat’s erfunden? Die Schwei- zer sicher nicht, auch

Wer hat’s erfunden? Die Schwei-

zer sicher nicht, auch nicht die Fran- zosen. Die Deutschen waren’s. VW pappte erstmals 1976 einen GTI- Schriftzug an den noch jungen Golf und schuf damit einen Kult. Leicht, stark und wild sollte der GTI sein. Vorsätze, die schneller verblassten als eine Bremsspur auf dem Asphalt. Schon der Golf II GTI von 1984 hat- te deutlich Speck angesetzt. Diese Chance nutzte Peugeot und brach- te ebenfalls 1984 den 205 GTI. Ein richtig heißer Feger mit abenteuer- lichem Fahrverhalten, aber gewal- tigem Spaßpotenzial. An diesen Coup müssen sich die Franzosen erinnert haben, als sie sich an den neuen 208 GTi machten. Ein Kleinwagen mit 200 PS und charmantem Auftritt. Hat er das Zeug, die Erfolgsgeschichte von da- mals zu wiederholen? Und sich vor allem gegen die inzwischen deutlich zahlreicheren Mitbewerber durch- zusetzen? Angetreten ist natürlich der VW Polo GTI, der mit 180 PS und DSG vorfährt. Als weitere Vertreter aus Deutschland greifen auch der 182 PS starke Ford Fiesta ST und der Opel Corsa OPC mit 192 PS nach der GTI-Krone, Frankreich bekommt Unterstützung durch den Renault Clio RS., der 200 PS leistet und erst- mals wie VW über ein Doppelkupp- lungsgetriebe seine Kraft auf die Straße feuert. Unter diesen fünf klei- nen Strolchen mit insgesamt 954 PS suchen wir den besten GTI.

Strolchen mit insgesamt 954 PS suchen wir den besten GTI. Im Polo GTI kostet sogar das

Im Polo GTI kostet sogar das Radio Aufpreis

‡DiekleinenKracherwollennatürlichjungeKäu-

fer ansprechen. Unter anderem mit folgender Serienausstattung bei Multimedia/Connectivity:

Ford Fiesta ST: CD-Radio mit Bluetooth-,USB-, Aux-Anschluss sowie Notruf-Assistent Opel Corsa OPC: CD-Radio mit Aux-Eingang Peugeot 208 GTi: CD-Radio mit Bluetooth-, USB-, Aux-Anschluss

Renault Clio R.S.: Navi-Radio mit Bluetooth-, USB-, Aux-Anschluss VW Polo GTI: alles nur gegen Aufpreis

Fünf kleine Kracher mit fast 1000 PS Fährt Peugeots GTi endlich wieder nach vorn? Ford
Fünf kleine Kracher mit fast 1000 PS
Fährt Peugeots
GTi endlich
wieder nach
vorn?
Ford Fiesta ST
Leistung
182PS
0–100km/h
7,1s
VW Polo GTI
Spitze
223km/h
Leistung
180PS
Preis
ab19990Euro
0–100km/h
6,7s
Spitze
229km/h
Preis
ab22925Euro
Opel Corsa OPC
Leistung
192PS
0–100km/h
7,1s
Spitze
225km/h
Preis
ab24265Euro
Renault Clio R.S.
Leistung
200PS
0–100km/h
6,8s
Spitze
225km/h
Preis
ab23950Euro
Peugeot 208 GTi
Leistung
200PS
0–100km/h
6,6s
Spitze
230km/h
Preis
ab22900Euro
HierfindenSiedasVideozumVergleich.
Wie’sgeht:Seite16.
OderscannenSiedirektdenQR-Codeein.
FOtO:S.KRiEgER

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AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 39

Vergleichstest

Unsere Hart am Limit Platzierung 5 Der Corsa OPC übertreibt die sportliche Härte und ist
Unsere
Hart am Limit
Platzierung
5
Der Corsa OPC übertreibt die sportliche Härte
und ist für seinen Preis nicht fit genug
Opel Corsa OPC
430 Punkte
‡ Vergessen Sie die Farbenlehre.
Der Corsa OPC trägt nur deshalb
Wer sich öfter mal eine abgesperr-
te Piste gönnt, liegt aber noch lan-
Weiß, weil alle anderen Lackierun-
gen Aufpreis kosten. Friedlich ist
der weiße Opel nicht.
ge nicht richtig. Ja, die 192 PS des
OPC machen schon ordentlich
Alarm, auf dem Hand-
Ganz im Gegenteil. Der
1,6-Liter-Turbo trak-
Dem OPC mangelt
es an Traktion
lingparcours fährt der
Corsa aber hinterher.
tiert das Trommelfell
ab 4000 Touren mit schaurig-schö-
nem Ansaugschlürfen, und das
knüppelharte Fahrwerk kopiert
Richtungspfeile auf der Fahrbahn
direkt in den verlängerten Rücken
des Fahrers. Wer ein Auto für Alltag
und Ausflug sucht, liegt hier falsch.
Die zweitschlechteste
Zeit: Der scharfe Rüsselsheimer
bekommt seine Kraft ausgangs en-
ger Kurven einfach nicht auf den
Boden. Zu allem Überfluss ist der
Corsa OPC mit 8,8 l/100 km einer
der Durstigsten hier, kostet mit
25 015 Euro am meisten.
Viel Blingbling, wenig Klasse: klobiges Lenkrad mit lächerlicher Mitten-
markierung, kleiner und zu tief platzierter Navigations-Monitor, mäßige Qualität
Konsequente Sitzschalen, unverbindliche Schaltung
Recaros für den
Renneinsatz
Die Polsterung
auf den Scha-
lensitzen ist
dünn wie Opels
Finanzdecke,
der Halt in Kur-
ven dagegen
nahezu perfekt
Handschaltung
für Geduldige
Es braucht viel
Geduld und
Feingefühl, um
die störrischen
Gänge im OPC
zu sortieren
– das ist nicht
Stand der Zeit
Fotos: s. Krieger (12)
Unsere Anders, nicht besser Platzierung 4 Der neue Clio R.S. verabschiedet sich vom Karacho-Konzept des
Unsere
Anders, nicht besser
Platzierung
4
Der neue Clio R.S. verabschiedet sich vom
Karacho-Konzept des Vorgängers. Leider!
Renault Clio R.S.
450 Punkte
‡ Moderner 1,6-Liter-Turbo statt
Zweiliter-Sauger und Doppel-
kupplung (Serie!) statt Handschal-
tung – die Absicht beim neuen Clio
R.S. war sicher die
sion 205/40 R 18 (für 400 Euro ex-
tra) immer noch manierlich. Dazu
die schärfsten Bremsen im Feld
(im Schnitt 35 Meter aus 100 km/h)
sowie muntere 200
beste, das Resultat
ist eher durchwach-
Der R.S. fährt sich
jetzt eher mild als wild
PS. Weniger über-
zeugend: Die mä-
sen. Das beginnt
mit dem Preis von 24 350 Euro und
dem mit 8,9 l/100 km höchsten
Verbrauch. Immerhin tritt der
Clio stets fünftürig an, verwöhnt
mit dem größten Kofferraum und
federt trotz seines Sportfahrwerks
(Serie) sowie Rädern der Dimen-
ßige Agilität, die auf
der Rennstrecke von deutlichem
Wanken geprägt ist und gegenüber
dem Vorgänger wie entschärft
wirkt. Auch das Doppelkupplungs-
getriebe überzeugt nicht restlos,
findet nicht immer den richtigen
Gang oder hält ihn zu lange.
Auch Renault markiert die Mittelstellung des Lenkrads – soll wohl sportlich sein.
Qualität noch verbesserungsfähig, Farbakzente in Orange gewöhnungsbedürftig
ESP mehrstufig, Schaltwippen einfach
Elektronik-
Wundertaste
Schärft den
Clio in zwei
Stufen, schal-
tet das ESP
in den Sport-
modus oder
ganz ab. Dazu:
Launch Control
Paddel wie im
Computerspiel
Material und
Qualität eher
schlicht.
Außerdem
nervt, dass sie
sich nicht
mit dem Lenk-
rad drehen
Unsere Es lebe der Sport Platzierung 3 Der Fiesta ST nimmt das GTI-Motto ernst und
Unsere
Es lebe der Sport
Platzierung
3
Der Fiesta ST nimmt das GTI-Motto ernst
und bietet viel Spaß für wenig Geld
Ford Fiesta ST
460 Punkte
‡ Ein echter GTI, der nicht so
heißen darf: Ford Fiesta ST. Ein
jahrsmüdigkeit kaum ein bes-
seres Rezept als den forschen
echter Spaß-Sportler. Einer, der
Fahrbahnverwerfungen gern
mal direkt zum Fah-
Ford. Die 182 PS des 1,6-Liter-
Turbo scheuchen den 1188 Kilo
leichten Kraftzwerg
rer durchreicht und
dessen heftig kontu-
Das Handling des
ST begeistert
mit Lust und Lau-
ne ums Eck, direkte
rierte Sportsitze nur
schlanken Piloten passen. Für
den Familienausflug gibt es si-
cher bessere Begleiter als den
ST, der nicht gerade als Raum-
wunder auffällt und nur beschei-
dene 387 Kilo zuladen darf. An-
dererseits gibt es gegen Früh-
Lenkung und tadel-
los geführte Schaltbox machen
den kecken Kölner zum Dyna-
mik-Derwisch. Und spätestens
beim Blick in die Preisliste lä-
chelt jeder: 19 990 Euro kostet
der ST – also rund 3000 Euro we-
niger als ein Polo GTI.
So gut, wie der Fiesta ST fährt, so schlecht ist die Inneneinrichtung. Unüber-
sichtlicher Schalterwust, zu kleiner Bildschirm, tief platzierte Klimaregler
Super Fahrbahnkontakt, mäßiger Sitzkomfort
Verbissene
17-Zoll-Räder
Die Reifen
scheinen mit
der Piste
zu verwachsen.
Und stop-
pen anständig
(im Mittel
36,1 Meter)
Packendes
Sitzgestühl
Die Sport-
sitze liefern
tollen Halt
– man muss
aber ziem-
lich schlank
sein, um das
zu erfahren

40 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

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Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 41

AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715

Nr. 18 · 3. Mai 2013 · www.autobild.de 41 AUTO BILD-2013-05-03-ab-1 35c7b6ef57ac4b77079046674f55e715
Vergleichstest Unsere Mit Niveau rasen Platzierung 2 Der 208 GTi geht wie die Feuerwehr. Und

Vergleichstest

Unsere Mit Niveau rasen Platzierung 2 Der 208 GTi geht wie die Feuerwehr. Und lässt
Unsere
Mit Niveau rasen
Platzierung
2
Der 208 GTi geht wie die Feuerwehr. Und lässt
es dennoch nicht an Komfort und Stil mangeln
Peugeot 208 GTi
462 Punkte
‡ Der französische GTI lebt – wenn
auch anders als einst beim 205 GTI.
mit Tempo 230 noch 1 km/h mehr
als der VW. Auf dem Rundkurs
War der noch ein richtig wildes
Biest, gibt sich der aktuelle Kraft-
knirps eher schnell
zeigt sich der GTi allerdings leicht
überfordert. Wegen der kommo-
den Dämpfung
und charmant. Da-
für sorgen das gut-
Ganz schön schnell,
der gallische GTI
taucht der Vorder-
wagen in Kurven
mütige Fahrwerk
mit vernünftigem Restkomfort, ein
putzmunterer 1,6-Liter-Turbo mit
200 PS und der schicke Innenraum
mit dem angenehm kleinen Lenk-
rad. Geht es um das reine Sprint-
vermögen, lässt der 208 hier alle
stehen, bei der Spitze verspricht er
tief ab, das gegen-
überliegende Hinterrad hängt da-
für in der Luft. Ähnlich fühlt sich
der Fahrer, dem die Lenkung nicht
genug Rückmeldung und weiche
Polster zu wenig Unterstützung
bieten. Selbstbewusst: der Preis auf
Polo-Niveau (22 900 Euro).
Ansehnliches Cockpit mit gutem Bildschirm. Allerdings liegt die Klimasteuerung
zu tief. Und das Mini-Lenkrad muss unten nun wirklich nicht abgeflacht sein
Gut vernetzt, bedingt überschaubar
Feines Multi-
mediasystem
Audiostrea-
ming und
Freisprechen
über Bluetooth
sowie USB-
Anschluss
gehören im 208
GTi zur Serie
Über das Lenk-
rad geschaut
Den Tacho über
das sehr kleine,
sehr tief mon-
tierte Lenkrad
ablesen? Klingt
cool. Gelingt in
der Praxis aber
nicht jedem

42 www.autobild.de · Nr. 18 · 3. Mai 2013

 

Unsere

Sanft an die Spitze

Platzierung

 

1

 

Echte Fans verachten den Polo GTI. Objektiv aber ist er ein guter, schneller Kleinwagen

VW Polo GTI 480 Punkte

 

‡ Mit dem GTI-Gedanken des güns- tigen Giftzwergs hat der Polo eher wenig am Blech. Dennoch gewinnt er hier. Skandalös? Nicht wirklich! Denn heute zählen

acht Liter. Sein Fahrwerk belästigt uns kaum mit Stößen, das DSG (Serie) schaltet schnell und auf- merksam, Qualität und Benutzer- freundlichkeit bleiben

Sicherheit, Komfort und Sparsamkeit viel

Als Polo ist der GTI ein Spießer

unerreicht. Auf dem Handlingparcoursfährt

mehr als noch 1976. Selbst in dieser Klasse. Und genau mit diesen Tugenden glänzt der kleine GTI. Mit 180 PS aus einem 1,4-Liter-Turbo ist er ausreichend schnell unterwegs, verbraucht mit 7,7 l/100 km aber als Einziger unter

der sanfte Wolfsburger dagegen klar hinterher – weil sich das ESP nur bei ihm nicht ganz ab- schalten lässt. Ein Sicherheitsden- ken, das beim GTI zwar komisch anmutet, aber auch nicht so recht zu verurteilen ist.

 

Schnelles Schaltwerk, lahmendes Kürzel

 

DSG mit sieben Gängen Beim GTI stets Serie, lässt sich dem Doppel-

kupplungs-

getriebe wenig

vorwerfen

DSG mit sieben Gängen Beim GTI stets Serie, lässt sich dem Doppel- kupplungs- getriebe wenig vorwerfen
sich dem Doppel- kupplungs- getriebe wenig vorwerfen Drei Buchstaben im Wandel Ursprünglich waren GTI reiner

Drei Buchstaben im Wandel Ursprünglich waren GTI reiner Fahrspaß, heute sind sie auch Luxus und Komfort

GTI reiner Fahrspaß, heute sind sie auch Luxus und Komfort Innen wie außen präsentiert sich der

Innen wie außen präsentiert sich der Polo GTI betont dezent und sauber verarbeitet. Die Klimaeinheit rutscht aber etwas zu weit nach unten, das Lenkrad gehört rund

Fotos: s. Krieger (8)
Fotos: s. Krieger (8)
nach unten, das Lenkrad gehört rund Fotos: s. Krieger (8) © Alle Rechte vorbehalten - Axel

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Fotos: s. Krieger (6)

Fotos: s. Krieger (6) Hier finden Sie das Fazit-Video zum Vergleich. Wie’s geht: Seite 16. Oder
Fotos: s. Krieger (6) Hier finden Sie das Fazit-Video zum Vergleich. Wie’s geht: Seite 16. Oder

Hier finden Sie das Fazit-Video zum Vergleich. Wie’s geht: Seite 16. Oder scannen Sie direkt den QR-Code ein.

Fazit

Kleine Autos, großer

Spaß. Und das Beste

dabei: Der Weg dorthin

ist sehr unterschied-

lich. VW Polo GTI

und Peugeot 208 GTi

setzen auf Kraft und Komfort, weniger auf schnelle Runden-

zeiten. Ford Fiesta ST

und Opel Corsa OPC

haben dagegen

maximale Sportlichkeit

im Sinn. Wobei Ford

das Thema deut- lich besser und auch günstiger umsetzt als

Opel. Der Renault

Clio R.S. fährt zwischen

diesen beiden

Polen und versucht

den anspruchs- vollen Spagat.

beiden Polen und versucht den anspruchs- vollen Spagat. Gerald Czajka Vergleichstest Fahrzeugdaten Ford

Gerald Czajka

Vergleichstest

Fahrzeugdaten

Ford

Peugeot

Motor Bauart/Zylinder/ 

Vierzylinder, Turbo,

Vierzylinder, Turbo,

Vierzylinder, Turbo,

Einbaulage

vorn quer

vorn quer

vorn quer

Ventile/Nockenwellen

4 pro Zylinder/2

4 pro Zylinder/2

4 pro Zylinder/2

Nockenwellenantrieb

Zahnriemen

Kette

Kette

Nockenwellenantrieb Zahnriemen Kette Kette Hubraum 1596 cm 3 1598 cm 3 1598 cm 3 kW
Nockenwellenantrieb Zahnriemen Kette Kette Hubraum 1596 cm 3 1598 cm 3 1598 cm 3 kW
Nockenwellenantrieb Zahnriemen Kette Kette Hubraum 1596 cm 3 1598 cm 3 1598 cm 3 kW
Nockenwellenantrieb Zahnriemen Kette Kette Hubraum 1596 cm 3 1598 cm 3 1598 cm 3 kW
Nockenwellenantrieb Zahnriemen Kette Kette Hubraum 1596 cm 3 1598 cm 3 1598 cm 3 kW

Hubraum

1596 cm 3

1598 cm 3

1598 cm 3

kW (PS) bei U/min

134 (182)/5700

141 (192)/5850

147 (200)/6000

Höchstgeschwindigkeit

223 km/h

225 km/h

230 km/h

Antrieb

Vorderradantrieb

Vorderradantrieb

Vorderradantrieb

Testwagenbereifung

205/40 R17 W

225/35 ZR 18

205/45 R17 V

Radgröße

7,5 x 17''

7,5 x 18 ''

7 x 17 ''

Verbrauch**

7,9/4,8/5,9 l

9,8/5,9/7,3 l

8,2/4,7/5,9 l

Vorbeifahrgeräusch

74 dB (A)

74 dB (A)

70 dB (A)

Kofferraumvolumen

295–965 l

285–1050 l

285–1076 l

295–965 l 285–1050 l 285–1076 l Vierzylinder, Turbo, vorn quer 4 pro Zylinder/2
295–965 l 285–1050 l 285–1076 l Vierzylinder, Turbo, vorn quer 4 pro Zylinder/2

Vierzylinder, Turbo,

vorn quer

4 pro Zylinder/2

Kette

VW

Vierzylinder, Turbo,

vorn quer

4 pro Zylinder/2

Kette

vorn quer 4 pro Zylinder/2 Kette 1618 cm 3 1390 cm 3 147 (200)/6000
vorn quer 4 pro Zylinder/2 Kette 1618 cm 3 1390 cm 3 147 (200)/6000
vorn quer 4 pro Zylinder/2 Kette 1618 cm 3 1390 cm 3 147 (200)/6000

1618 cm 3

1390 cm 3

147 (200)/6000

225 km/h

132 (180)/6200

229 km/h

Vorderradantrieb

Vorderradantrieb

205/40 R18 Y

215/40 R17 V

7 x18 ''

7 x 17 ''

8,1/5,1/6,3 l

7,5/5,1/5,9 l

70 dB (A)

74 dB (A)

300–1146 l

204–882 l

8,1/5,1/6,3 l 7,5/5,1/5,9 l 70 dB (A) 74 dB (A) 300–1146 l 204–882 l
8,1/5,1/6,3 l 7,5/5,1/5,9 l 70 dB (A) 74 dB (A) 300–1146 l 204–882 l
8,1/5,1/6,3 l 7,5/5,1/5,9 l 70 dB (A) 74 dB (A) 300–1146 l 204–882 l
8,1/5,1/6,3 l 7,5/5,1/5,9 l 70 dB (A) 74 dB (A) 300–1146 l 204–882 l
8,1/5,1/6,3 l 7,5/5,1/5,9 l 70 dB (A) 74 dB (A) 300–1146 l 204–882 l
8,1/5,1/6,3 l 7,5/5,1/5,9 l 70 dB (A) 74 dB (A) 300–1146 l 204–882 l
8,1/5,1/6,3 l 7,5/5,1/5,9 l 70 dB (A) 74 dB (A) 300–1146 l 204–882 l
8,1/5,1/6,3 l 7,5/5,1/5,9 l 70 dB (A) 74 dB (A) 300–1146 l 204–882 l

*mit Overboost; ** innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km; *** Breite inklusive Außenspiegeln

Ford

Ford

Kosten/Garantien

Opel

Peugeot

Abgasnorm

Euro 5

Euro 5

Euro 5

Steuer pro Jahr

88 ¤

156 ¤

90 ¤

Typklassen HPF/VK/TK

17/22/21

17/23/25

16/24/21

Werkstattintervalle

20 000 km/1 Jahr

30 000 km/1 Jahr

30 000 km/1 Jahr

Wartungskosten von/bis

180/320 ¤

160/300 ¤

200/380 ¤

Garantie/Gewährleistung

Garantie

Garantie

Garantie

Technik/km-Begrenzung

2 Jahre/ohne

2 Jahre/ohne

2 Jahre/ohne

2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne Garantie gegen Durchrostung 12 Jahre 12 Jahre
2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne Garantie gegen Durchrostung 12 Jahre 12 Jahre
2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne Garantie gegen Durchrostung 12 Jahre 12 Jahre

Garantie gegen Durchrostung

12 Jahre

12 Jahre

12 Jahre

Mobilitätsgarantie

unbegrenzt

  1 Jahr

unbegrenzt

Mobilitätsgarantie unbegrenzt   1 Jahr unbegrenzt Renault VW Euro 5 Euro 5 102 ¤ 86 ¤
Mobilitätsgarantie unbegrenzt   1 Jahr unbegrenzt Renault VW Euro 5 Euro 5 102 ¤ 86 ¤
Mobilitätsgarantie unbegrenzt   1 Jahr unbegrenzt Renault VW Euro 5 Euro 5 102 ¤ 86 ¤
Mobilitätsgarantie unbegrenzt   1 Jahr unbegrenzt Renault VW Euro 5 Euro 5 102 ¤ 86 ¤
Mobilitätsgarantie unbegrenzt   1 Jahr unbegrenzt Renault VW Euro 5 Euro 5 102 ¤ 86 ¤
Mobilitätsgarantie unbegrenzt   1 Jahr unbegrenzt Renault VW Euro 5 Euro 5 102 ¤ 86 ¤

Renault

VW

Euro 5

Euro 5

102 ¤

86 ¤

18/26/23

nach Anzeige/2 Jahre

14/21/23

nach Anzeige/2 Jahre

250/400 ¤

220/350 ¤

Garantie

Garantie

2 Jahre/ohne

2 Jahre/ohne

Garantie Garantie 2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne 12 Jahre 12 Jahre unbegrenzt unbegrenzt
12 Jahre 12 Jahre unbegrenzt unbegrenzt
12 Jahre 12 Jahre unbegrenzt unbegrenzt

12 Jahre

12 Jahre

unbegrenzt

unbegrenzt

Messwerte

Messwerte

Ford

Peugeot

Beschleunigung

0–50 km/h

  2,9 s

2,9 s

  2,5 s

 

0–100 km/h

  0–100 km/h   7,1 s 7,1 s   6,6 s

  7,1 s

7,1 s

  6,6 s

 

0–130 km/h

10,7 s

11,2 s

10,5 s

  0–130 km/h 10,7 s 11,2 s 10,5 s Zwischenspurt 60–100 km/h   3,5 s   3,7 s
  0–130 km/h 10,7 s 11,2 s 10,5 s Zwischenspurt 60–100 km/h   3,5 s   3,7 s
  0–130 km/h 10,7 s 11,2 s 10,5 s Zwischenspurt 60–100 km/h   3,5 s   3,7 s
  0–130 km/h 10,7 s 11,2 s 10,5 s Zwischenspurt 60–100 km/h   3,5 s   3,7 s

Zwischenspurt

60–100 km/h

  3,5 s

  3,7 s

  3,4 s

80–120 km/h

4,5 s

4,4 s

4,2 s

Leergewicht/Zuladung

1188/387 kg

1246/489 kg

1210/440 kg

Wendekreis links/rechts

11,1/11,2 m

11,3/11,3 m

11,0/11,2 m

aus 100 km/h warm

35,1 m

35,3 m

37,4 m

bei 100 km/h

71 dB (A)

71 dB (A)

71 dB (A)

Testverbrauch – COπ

8,2 l SP – 194 g/km

8,8 l SP – 209 g/km

8,0 l S – 190 g/km

8,0 l S – 190 g/km VW   2,6 s   2,7 s   6,8 s  
8,0 l S – 190 g/km VW   2,6 s   2,7 s   6,8 s  

VW

  2,6 s

  2,7 s

  6,8 s

  6,7 s

10,8 s

10,6 s

  6,8 s   6,7 s 10,8 s 10,6 s   3,5 s   3,3 s 4,4 s 4,5 s
  6,8 s   6,7 s 10,8 s 10,6 s   3,5 s   3,3 s 4,4 s 4,5 s
  6,8 s   6,7 s 10,8 s 10,6 s   3,5 s   3,3 s 4,4 s 4,5 s

  3,5 s

  3,3 s

4,4 s

4,5 s

1304/407 kg

1238/442 kg

10,9/11,2 m

10,5/10,5 m

34,7 m

36,3 m

68 dB (A)

68 dB (A)

8,9 l S – 211 g/km

7,7 l SP – 183 g/km

36,3 m 68 dB (A) 68 dB (A) 8,9 l S – 211 g/km 7,7 l SP – 183 g/km
36,3 m 68 dB (A) 68 dB (A) 8,9 l S – 211 g/km 7,7 l SP – 183 g/km
36,3 m 68 dB (A) 68 dB (A) 8,9 l S – 211 g/km 7,7 l SP – 183 g/km
36,3 m 68 dB (A) 68 dB (A) 8,9 l S – 211 g/km 7,7 l SP – 183 g/km
36,3 m 68 dB (A) 68 dB (A) 8,9 l S – 211 g/km 7,7 l SP – 183 g/km
36,3 m 68 dB (A) 68 dB (A) 8,9 l S – 211 g/km 7,7 l SP – 183 g/km
AUTOBILD tankt klimaneutral bei Jet Weitere Infos unter autobild.de/klimabeitrag

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Preise/Ausstattung

Ford

Peugeot

Modell

Fiesta ST

Corsa OPC

208 GTi 200 THP

Grundpreis

19 990 ¤

24 265 ¤

22 900 ¤

Automatikgetriebe

N

N

N

24 265 ¤ 22 900 ¤ Automatikgetriebe N N N Kopfairbags vorn/2. Reihe S/S S/S S/S

Kopfairbags vorn/2. Reihe

S/S

S/S

S/S

N N Kopfairbags vorn/2. Reihe S/S S/S S/S Klimaanlage/-automatik S/1000 €* N/S N/S