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P.E.G. - aktuell

Zusammenarbeit mit Klinik Bernburg ist Erfolgsstory

Einkaufsgenossenschaft P.E.G. sieht sich als Dienstleister und Consultant der Kliniken

Mit dem neuen Geschäftsmodell PEGplus bekom- men neue Mitglieder unentgeltliche Beratung von versierten Klinik-Profis mit analytischem Verstand. Das nutzt unter anderem das Klinikum Bernburg in Sachsen-Anhalt. Krankenhaus-Direktor Peter Löbus ist voll des Lobes für die P.E.G. Denn die Münchner helfen überall im Haus auf die Kostenbremse zu treten.

Wenn ein Präsidiumsmitglied des Verbandes der Kran- kenhausdirektoren Deutschlands (VKD) sich mit seiner Klinik für die P.E.G. entscheidet, dann hat das Signal- wirkung. Peter Löbus, Direktor des Klinikums Bernburg in Sachsen-Anhalt, weiß das. „Wir haben uns viel Mühe gegeben bei der Suche nach einem Unternehmen, das uns beim Beschaffungsmanagement unterstützt“, sagt er. Ende 2004 zeichnete Löbus, ehrenamtlich Erster VKD-Vizepräsident, Genossenschaftsanteile bei der P.E.G. „Denn was uns Klinikketten vormachen, können wir Kommunalen auch – zusammen einkaufen und durch Großmengen hohe Rabatte bekommen.“ Löbus ist von der P.E.G. auch deswegen überzeugt, weil sie sich als Fachberater, Consultant und Partner des Kli- nikums versteht. Die P.E.G., so Löbus, sei viel mehr als nur eine reine Einkaufsgemeinschaft.

Was ihn dazu bewogen hat, die Münchner zu wählen, sei der vertrauensvolle Umgang der P.E.G.-Mitarbeiter mit ihm und seinen Leuten. Schließlich waren auch zahlreiche Empfehlungen von Mitgliedern des VKD entscheidend, die P.E.G. auszuwählen. Löbus: „Ich kann sagen, die Zusammenarbeit zwischen der P.E.G. und dem Klinikum Bernburg ist eine echte Erfolgsstory.“

Seit Anfang des Jahres haben sich die Kliniken Bern- burg, Aschersleben-Staßfurt und Schönebeck zu einer Holding, den Salzland-Kliniken, zusammengeschlossen. Jede ist zwar rechtlich selbständig, alle drei sollen aber, so der Wunsch der Politik in Sachsen-Anhalt, eng zu- sammen arbeiten. Deswegen konnte sich Löbus dieser Tage über einen ordentlichen Karriereschritt freuen. Im März wurde er zum Sprecher der drei Salzlandkliniken befördert. Die Holding, so der studierte Physiker, habe

Stefan Krojer, P.E.G., Pflegedienstleiterin Kathrin Ehrenreich und Klinikdirektor Peter Löbus (v.l.)

die Aufgabe, die drei Kliniken zentral zu steuern, die Häuser strategisch auszurichten und die Zukunft der Krankenhäuser an ihren Standorten zu sichern. Weil die Zusammenarbeit zwischen der P.E.G. und dem Standort Bernburg „äußerst fruchtbar“ (Löbus) war, sollen die beiden andere Häuser ebenso P.E.G.-Mitglieder werden.

Denn bevor das Klinikum Bernburg P.E.G.-Genosse wur- de, „hatte das Haus ein kaum mehr überschaubares Riesensortiment. Sowohl beim klassischen Verwal- tungsbedarf, als auch bei den medizinischen Artikeln“. Mit Hilfe eines externen Beraters und eines Warenwirt- schaftsprogramms sei im Jahr 2004 von mehr als 100 Lieferanten „gravierend“ auf zwölf Händler reduziert worden. Das habe nicht jedem Hersteller gefallen; auch mussten innerhalb der Abteilungen und deren Chefärz- ten „gewisse Emotionen bearbeitet werden“, wie Löbus das augenzwinkernd formuliert. Das Angenehme in der Zusammenarbeit mit der P.E.G. sei auch gewesen, dass die Genossenschaft Rücksicht nahm auf Lieferanten, die das Management im Krankenhaus Bernburg in der Vergangenheit sehr geschätzt hatten. Eine Querstraße nur vom Klinikum entfernt produziere ein pharmazeuti- scher Betrieb. Wegen geringer Logistikkosten müssten doch eigentlich hier die Konditionen ohnehin gut sein – und sie waren es auch. Weswegen von dort weiterhin Pillen und Infusionslösungen geliefert werden. „Diese Flexibilität der P.E.G. hat mich begeistert“, sagt Löbus und sieht sich auch darin von seinen Kollegen im Ver- band der Krankenhaus-Direktoren bestätigt. Dennoch warnt Löbus die Chefs anderer Häuser davor zu glau-

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Ausgabe 2/09 Mai

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ben, alleine die Einkaufsvorteile könnten marode Klini- ken sanieren. Denn im Bundesschnitt machten etwa 35 Prozent aller Ausgaben die Sachkosten aus. Der größte Kostenblock mit 65 Prozent seien die Personalkosten.

Im vergangenen Jahr hat Löbus entschieden, sich noch näher an die P.E.G. und deren Geschäftsmodell PEGplus zu binden: Dazu müssen 80 Prozent der Sachkosten über die P.E.G. ausgegeben werden. Als Gegenleistung gewährt die P.E.G. als Einstiegsgeschenk einige unent- geltliche Stunden von versierten Klinik-Unternehmens- beratern. Sie sind bei der Genossenschaft angestellt; langjährigen Mitgliedern stehen sie zum stark vergün- stigten Preis zur Verfügung. Beispielsweise gibt es fest angestellte Consultants mit tiefem Spezialwissen zu Themen wie Logistik, Verpflegung, IT, E-Procurement oder technischem Management.

Pflegedienstleiterin Kathrin Ehrenreich lobt den P.E.G.- Fachberater Stefan Krojer, der „bei uns in der Pflege regelrecht Pionierarbeit geleistet hat“, wie sie sagt. Die Pflegechefin hat eigenen Worten zufolge mit dem P.E.G.-Consultant ein Ampelsystem für die Beschaf- fung aufgebaut. Grüne Aufkleber bekamen Produkte, wie beispielsweise Spritzen von B. Braun, die das Krankenhaus auch schon vor der PEGplus-Einführung nutzte. „Freie Fahrt“ bekamen aber auch Materialien, die sofort auf die bei der P.E.G. gelisteten Hersteller umstellbar waren. Eine gelbe Kennzeichnung brachten Krojer und Ehrenreich an solchen Waren an, mit deren Anwendern zunächst noch gesprochen werden musste. Auch fielen unter „gelb“ solche Produkte, für die das Klinikum zuvor längerfristige Lieferverträge unter- zeichnet hatte und die noch auslaufen mussten oder zu kündigen waren. Die rote „Ampel“ zeigte Einkaufs- bedarf, den das Haus nicht aus dem P.E.G.-Sortiment nehmen wollte. Denn, so Krojer, „wer sich für PEGplus entscheidet, kann ja immer noch 20 Prozent seines gesamten Einkaufs völlig frei bestimmen.“ Die rote Ampel prangte beispielsweise zunächst an bestimmten Herzschrittmachern und Defibrillatoren.

Ob die noch größere Bindung zur P.E.G. zu stärkerer Ab- hängigkeit oder geringerer Auswahl geführt habe? Dies sei die am weitesten verbreitete Befürchtung der Kol- legen, die noch keine Erfahrung mit der P.E.G. gemacht haben, sagt der Klinikchef. „Klare Antwort darauf“, sagt Löbus, „die engere Bindung hat uns überhaupt nicht eingeschränkt.“ Außerdem dürfe jedes Haus ja 20 Prozent des Einkaufs aus anderen Quellen bestellen.

Als die Bernburger die ersten europaweiten Ausschrei- bungen für Medizinbedarf formulierten, da habe noch so mancher Chefarzt sein Veto eingelegt. Doch die Vernunft siegte, selbst Herzschrittmacher können nach den Erfahrungen von Löbus ausgeschrieben werden. Wichtig sei, die Anforderungen an das Medizinprodukt möglichst detailliert fest zu schreiben. Der Zentrale Einkauf müsse sich gut mit dem Medizinproduktege- setz auskennen, um die geforderte Sicherheit und auch Gewährleistungen garantieren zu können.

Einen „großen Kosteneffekt“ habe die P.E.G.-Mitglied- schaft auch bei der innerbetrieblichen Logistik und beim Thema Informationstechnologien. Durch die P.E.G. seien Schnittstellen standardisiert worden. Vereinfacht ausgedrückt: In Bernburg verstehen sich jetzt die Computer unter einander besser. „Wir können auch nicht alle zwei Jahre unsere IT auswechseln“, erläutert der Klinikchef. „Deswegen sind wir dankbar, wenn wir extern beraten werden, wie wir unsere Computer zu- kunftssicher machen“, so Löbus und verweist auch für diesen Bereich auf große Kompetenz bei der P.E.G.

Drei Fragen an Anton J. Schmidt - Vorstandsvorsitzender P.E.G. eG

Sie wollen zu den Kliniken mehr Vertrauen aufbau-

en, wie schaffen Sie das?

Indem wir unserer genossenschaftlichen Verantwor- tung gerecht werden und die Werte Gemeinsamkeit, Loyalität und Solidarität tatsächlich leben. Ferner wollen wir zuverlässige Mehrwerte für unsere Mitglie- der generieren und damit deren Erfolg unterstützen.

Warum schließen sich immer mehr Kliniken ihrer

erweiterten Mitgliedschaft PEGplus an?

Wir haben das PEGplus-Modell inhaltlich modifiziert und auch durch die strategische Partnerschaft mit der Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Kranken- häuser im Deutschen Städtetag (EKK eG) attraktiver gestaltet.

Ihre unabhängigen Fachberater, das bestätigen

viele Kliniken, arbeiten äußerst effektiv. Wie schaf- fen Sie es, ihren Mitgliedern diese Leistung deutlich kostengünstiger anzubieten, als auf dem Markt der Klinik-Consultants?

Als genossenschaftliches Non-Profit-Unternehmen sind wir nur unseren Mitgliedern verpflichtet und müssen keiner Gewinnmaximierung hinterher jagen. Daneben nutzen wir die erwiesene Expertise unse- rer Fachberater für schlanke Analyseprozesse, also ohne jeglichen Schnick-Schnack.

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