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Hyperon

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Als Hyperonen werden Baryonen bezeichnet, die mindestens ein Strange-Quark (s-Quark), aber kein schweres Quark (also Charm- oder Bottom-Quark) als Valenzquark enthalten. Hyperonen wurden erstmals in den 1950er-Jahren nachgewiesen. Sie sind instabil und anders als die Nukleonen nicht am Aufbau der normalen Materie beteiligt, sondern gehören zu den Seltsamen Teilchen. Atomkerne, die Hyperonen enthalten, heißen Hyperkerne.

Inhaltsverzeichnis

1 Nomenklatur und Eigenschaften

1 Nomenklatur und Eigenschaften

2 Begriffsgeschichte

2 Begriffsgeschichte

3 Literatur

3 Literatur

4 Weblinks

4 Weblinks

5 Einzelnachweise

5 Einzelnachweise

Nomenklatur und Eigenschaften

Die Nomenklatur der Hyperonen richtet sich nach der Zahl ihrer s- Quarks, d.h. nach ihrer Strangeness:

s-Quark: Lambda (Λ) (Isospin = 0) und Sigma (Σ) (Isospin =nach der Zahl ihrer s- Quarks, d.h. nach ihrer Strangeness: 1 1) s-Quarks: Xi (Ξ) s-Quarks:

1

1)

s-Quarks: Xi (Ξ)Lambda (Λ) (Isospin = 0) und Sigma (Σ) (Isospin = 1 1) s-Quarks: Omega (Ω). 2

s-Quarks: Omega (Ω).= 0) und Sigma (Σ) (Isospin = 1 1) s-Quarks: Xi (Ξ) 2 3 Hyperonen zerfallen

2

3

Hyperonen zerfallen meist unter Einwirkung der schwachen Kernkraft. Dabei wird ein mittelschweres s-Quark in ein leichtes Quark (u oder d) umgewandelt, was durch den Austausch eines W - oder eines Z 0 -Bosons vermittelt wird. Diese Bosonen koppeln ihrerseits meist an Quarks, wobei z. B. Pionen entstehen (hadronischer Zerfall), können aber auch in Leptonen übergehen (semileptonischer Zerfall). [1] Da einige Hyperonen paritätsverletzend zerfallen (z. B. Λ- ), spielten sie eine wichtige Rolle in der Entwicklung einer Theorie für die schwache Kernkraft. [2]

Das SU(3)-Baryon-Oktett (Spin = 1/2) mit den Quantenzahlen Isospin I 3 , Strangeness S und

Das SU(3)-Baryon-Oktett (Spin =

1/2)

mit den Quantenzahlen Isospin I 3 , Strangeness S und elektrische Ladung Q

Das SU(3)-Baryon-Dekuplett (Spin = 3/2) mit denselben Quantenzahlen. Alle Teilchen außer dem Ω-Baryon sind kurzlebige

Das SU(3)-Baryon-Dekuplett (Spin =

3/2)

mit denselben Quantenzahlen. Alle Teilchen außer dem Ω-Baryon sind kurzlebige (Spin-)Anregungen der Grundzustände im Oktett und können über die starke Wechselwirkung zerfallen.

   

Spin

         

und

Masse in

Hyperon

Quarkinhalt

Parität

Isospin

Strangeness

MeV

Lebensdauer in s

Zerfallskanäle

   

(J

P )

         

Lambda

         

2,631(20) × 10 10

,nπ 0

 

Λ

uds

1/2 +

0

−1

1115,683(6)

Sigma Σ +

uus

1/2 +

1

−1

1189,37(7)

0,8018(26) × 10 10

0 , nπ +

Sigma Σ 0

uds

1/2 +

1

−1

1192,642(24)

7,4(7) × 10 20

 

Λγ

Sigma Σ

dds

1/2 +

1

−1

1197,449(30)

1,479(11) × 10 10

 

Xi

Ξ 0

uss

1/2 +

1/2

−2

1314,86(20)

2,90(9) × 10 10

Λπ 0

 

Xi

Ξ

dss

1/2 +

1/2

−2

1321,71(7)

1,639(15) × 10 10

Λπ

Omega

sss

3/2 +

0

−3

1672,45(29)

0,821(11) × 10 10

ΛK , Ξ 0 π ,

 

Ω

Ξ

π 0

 

Sigma

             

Σ *+ (1385)

uus

3/2 +

1 −1

1382,8(4)

Λπ, Σπ

 

[3]

 

Sigma

             

Σ *0 (1385)

uds

3/2 +

1 −1

1383,7±1,0

Λπ, Σπ

 

[3]

Sigma Σ *

             

(1385)

dds

3/2 +

1 −1

1387,2(5)

Λπ, Σπ

[3]

 

Xi

             

Ξ *0 (1530)

uss

3/2 +

1/2

−2

1531,80(32)

 

Ξπ

 

[4]

 
 

Xi

Ξ *

             

(1530)

dss

3/2 +

1/2

−2

1535,0(6)

 

Ξπ

[4]

 

Begriffsgeschichte

Der Begriff Hyperon entstand vor der Entdeckung der Quarks. Eine erste Definition lautete: Ein Hyperon ist ein Teilchen, welches schwerer ist als das Neutron, aber leichter als das Deuteron [5] . Mit der Einführung der Quarks als fundamentale Teilchen wurde auch die Definition abgeändert in Baryonen, die s-Quarks enthalten [6] . Mit der Entdeckung der schweren Quarks Charm und Bottom wurde auch diese Definition ungenau, aber nicht weiter spezifiziert. Stattdessen wurde ein Klassifizierungsschema für die Baryonen entworfen [7] . Der Name Hyperon ist als Sammelbegriff weiterhin gebräuchlich in der obigen Definition.

Literatur

Walter Greiner, Berndt Mueller: Quantenmechanik. Symmetrien. 4. Auflage. Deutsch, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-81711-616-0. Quantenmechanik. Symmetrien. 4. Auflage. Deutsch, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-81711-616-0.

Horst Stöcker (Hrsg.): Taschenbuch der Physik. 5. Auflage. Deutsch, Frankfurt am Main 2005, ISBN Taschenbuch der Physik. 5. Auflage. Deutsch, Frankfurt am Main 2005, ISBN

3-8171-1720-5.

Bogdan Povh, Klaus Rith, Christoph Scholz und Frank Zetsche: Teilchen und Kerne. 8. Auflage. Springer, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-68075-8. Teilchen und Kerne. 8. Auflage. Springer, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-68075-8.

Weblinks

Wiktionary: Hyperon – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen Particle Data Group (http://pdglive.lbl.gov) (englisch)

Particle Data Group (http://pdglive.lbl.gov) (englisch)Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen Einzelnachweise 1. Walter Greiner, Berndt Mueller:

Einzelnachweise

1. Walter Greiner, Berndt Mueller: Quantenmechanik. Symmetrien. 3. Auflage. Deutsch, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-8171-1142-8. (Theoretische Physik. Band 5).

2. T.D. Lee et al.:Possible Detection of Parity Nonconservation in Hyperon Decay Phys.Rev. 106, p.1367 (1957) doi:10.1103/PhysRev.106.1367 (http://dx.doi.org/10.1103%2FPhysRev.106.1367)

3. Particle Data Groups: 2006 Review of Particle Physics - Sigma(1385) (http://pdg.lbl.gov/2007/listings/b043.pdf) (PDF). Abgerufen am 20. April 2008.

4. Particle Data Groups: 2006 Review of Particle Physics - Xi(1530) (http://pdg.lbl.gov/2007/listings/b049.pdf) (PDF). Abgerufen am 20. April 2008.

5. E.Amaldi et al.: Symbols for fundamental particles. In: Nature. 173, 1954, S. 123, doi:10.1038/173123a0 (http://dx.doi.org/10.1038%2F173123a0) .

6. Bogdan Povh, Klaus Rith, Christoph Scholz und Frank Zetsche: Teilchen und Kerne. 8. Auflage. Springer, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-68075-8.

7. Particle Data Group: K.Nakamura et al.: Review of Particle Physics. In: J. Phys Kapitel 8 Naming scheme for hadrons, S. 075021 (http://pdg.lbl.gov/).

G, Nr. 37, 2010,

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