Sie sind auf Seite 1von 39
Infoblatt für die Gruppenmitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de +++ Ausgabe
Infoblatt für die Gruppenmitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de +++ Ausgabe

Infoblatt für die Gruppenmitglieder von EBM

EBM-Report

(vormals HÜTTENREPORT)

www.einheit-berlin-mitte.de+++

Ausgabe 1/2017

(69)

für die Gruppenmitglieder von EBM EBM-Report (vormals HÜTTENREPORT) www.einheit-berlin-mitte.de +++ Ausgabe 1/2017 (69)

Inhalt

Editorial

Seite

Neues von der Hütte

4

EBM unterwegs

6

Elbsandsteinsplitter

7

Unfälle zum Nachdenken

12

Termine und anderes

13

Kreuzworträtsel

14

Vorschlag zur Winterwanderung

16

Hohe Geba

19

Das schöne Foto auf den Mittelseiten

20

Biwak in der Sächsischen Schweiz

22

Das Bergsteigen und die Medien

23

Damals war’s mit Bernd Arnold

25

Hüttenruhe

26

Glosse: Der Bergschuh

27

Neues aus dem DAV

28

Winterzeit - Magnesiazeit

29

Was es sonst noch so ….

31

Leute

34

Schwierige Hilfe

36

Zahlen

37

EBM-Kompakt

39

Glückwünsche/Rätsel

40

Titelbild Winterlicher Bloßstock, Kreuzturm, … von der Hohen Liebe aus (Foto Wiemann)

Impressum: Fotos S. 7-8 von Rosi Lein ; S. 25 Evelyn Krecksch; S. 29 – 35 internet, S. 25 Sören Marotz Texte und Fotos, soweit nicht anders gekennzeichnet sowie Layout, Druck und Versand: H. Wiemann

2

Editorial

Das Jahr 2016 verabschiedet sich und übergibt sein Zepter an das neue Jahr. Auch 2017 gibt es wieder einige Jubiläen zu beachten. So jährt sich zum Beispiel der dramatische Absturz der Seilschaft Fritz Eske, Günter Kalkbrenner, Günter Warmuth und Kurt Richter in der Eiger-Nordwand zum 50. Mal. Bernd Arnold wird 70 Jahre alt und Kurt Diemberger gar 85 Jahre, und beide sind immer noch aktiv. Aktiv wollen auch wir im neuen Jahr bleiben und das in zweifacher Hinsicht. Einerseits ganz persönlich, denn als Natursportler brauchen wir das. Aber andererseits auch für unsere EBM-Gemeinschaft, die das existenziell braucht. Der neue Fahrtenplan zeigt einige Aktivitäten auf, die wir stärker nutzen sollten. Im Beitrag „EBM unterwegs“ wird das Thema von Jochen auch angesprochen. Die nächste Aktivität ist nach der Jahresanfangsfahrt für uns die traditionelle Winterwanderung mit unserer Hütte als Ausgangspunkt. Und dann, wenn das Wasser wieder angestellt ist, der Hüttenputz. Ich wünsche Euch ein aktives (für EBM und natürlich für Euch ganz persönlich) sowie ein unfallfreies und mit schönen Erlebnissen angereichertes Jahr 2017.

Harald

Neues von der Hütte

Nachdem in den voran gegangenen Ausgaben vom EBM-Report viel

von der Neugestaltung des Äußeren unserer Hütte berichtet worden ist,

hier nun erst einmal ein Foto vom endgültigen Zustand.

ist, hier nun erst einmal ein Foto vom endgültigen Zustand. • Die Auslastung der Weinberghütte ist

Die Auslastung der Weinberghütte ist im vergangenen Jahr erneut

gestiegen. Insgesamt gab es 204 Übernachter und Über-nachterinnen mit insgesamt 561 Übernachtungen. Darunter waren 117 Gäste, die auf der Hütte ihr müdes Haupt gebettet haben. Im Jahr 2015 waren es nur 188 Übernachtende gewesen. Mehrfach gab es von den Gästen sehr positive Äußerungen zu unserer Hütte im Hüttenbuch.

2016 haben wir nur 36,391 Kubikmeter Wasser verbraucht. Das

könnte noch weiter gesenkt werden, wenn der Wasservorrat in den Tonnen konsequenter für die Gartenbewässerung genutzt wird. Im Jahr zuvor gab es bekanntlich einen Wasserschaden in der Anlage, der aufwändige Arbeiten nach sich zog. Der EBM-Report hat berichtet.

EBM unterwegs … EBM unterwegs … EBM

Die Termine am Jahresende stehen seit Jahren fest, Bergsichtenfestival, Winterfestmachung unserer Hütte, Jahresabschlussfeier und Totensonntag. Überall waren wir von EBM mehr oder weniger zahlreich vertreten. Krankheitsbedingt konnte ich an keinem der Events teilnehmen. Aber ich habe mir für Euch berichten lassen. Das war teilweise interessant, zumal ich durch eigenes Erleben nicht vorbelastet war.

Vom Bergsichtenfestival 2016 berichtet Jochen:

Alle Jahre wieder (es könnte wie Weihnachten klingen) stellt Frank Meutzner (und sein Team) ein Feuerwerk von Berg- und Outdoorfilmen vor, an denen man sich Herz und Seele erwärmen kann. Flankiert werden die Vorträge von den Akteuren, die als Lifegäste ihre Aktionen vorstellen. Es begann in diesem Jahr mit Stefan Glowacz (sein Name spricht für sich) und endete mit Tamara Lunger, eine 8000m-Frau, von der noch viel zu erwarten ist. Dazwischen wechseln sich in bunter Folge Vorträge aus aller Welt und aller Sportaktivitäten ab. Ob Fahrrad (Einrad!) oder Kajak, zu Fuß (senkrecht oder fast horizontal) und mit Ski, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Vorträge ziehen sich dabei über den ganzen Erdball hin (von Chile über die Antarktis nach Sibirien und Australien), keine Ecke der Welt wird ausgespart. Der Sonntagvormittag ist der Vorstellung von fünf 20-Minuten-vorträgen (mit Publikumswertung) vorbehalten, dessen Sieger im nächsten Jahr seinen Beitrag in voller Länge vortragen darf. Der Vorverkauf beginnt Mitte September und für die bergfernen Interessenten ist der Online-Shop einfach und ideal. Mit einer Festivalkarte ist man in allen Vorträgen dabei und hat außerdem noch eine VVO-Fahrkarte erworben, um am späten Abend nach Hause zu kommen.

Ich bin jedes Jahr treuer Gast und freue mich schon auf 2017 (17.-19.11.

2017)

Übrigens kann man sich einen kleinen Vorgeschmack bei den Sommer- Bergsichten (01.-02.09. 2017) im Aktivhof Porschdorf holen. >>>

Nachsatz vom Redakteur: Bei den letzten Sommerbergsichten im Aktivhof Porschdorf fand ich übrigens manchen Beitrag zu langatmig, insbesondere den vom Kajak-Wellenreiten. Aber das Zusammensein unter Gleichgesinnten breitet über mir immer einen angenehmen Stimmungshimmel aus, und so gehe ich immer wieder gern hin.

Die Winterfestmachung organisierte wie immer zuverlässig Ulf. Wie

in den Vorjahren ist die Hütte aber mit den bekannten Einschränkungen nutzbar. Fünf Liter Trinkwasser pro Person ist das wichtigste Utensil , das für ein Wochenende mitgebracht werden muss. Dazu vielleicht noch ein Winterschlafsack.

Die Jahresabschlussfeier in Mezni Louka hatte von EBM zehn

Besucher. Das waren weniger als sonst, weil etliche Standardbesucher krankheitsbedingt fern bleiben mussten. Die Meinungen zur Veranstaltung gingen vor allem hinsichtlich der Musik weit auseinander. Den einen waren die Bässe zu dominant, anderen gefiel sie trotzdem. Jedenfalls war die Tanzfläche meist gut gefüllt. Insgesamt gab es aber eine positive Resonanz, da das Zusammensein drum herum für alle immer schön ist. Und es gab ja schließlich auch ein Geburtstagskind in unseren Reihen. Die Idee der Bärensteiner für das Quiz fand eine positive Resonanz, allerdings war das Verständnis der Kinder auf der Leinwand nicht auf allen Plätzen gleichermaßen gut. Gewonnen haben bei diesem Wissensquiz nicht überraschend die Teilnehmer, die alle Gipfel haben oder sich auch sonst ständig im Gebirge rumtreiben. Schöne Fotos boten auch die Beiträge zum Fotowettbewerb. Für mich war es als diesjähriger Nichtteilnehmer eine bange Frage, ob die Verabschiedung des Kletterjahres klappen würde. Wie mir jedoch berichtet wurde, haben die Horzels die Zeremonie total verinnerlicht und auch der DJ war auf Zack. Jetzt kann ich mein „Baby“ wirklich endgültig loslassen. Danke an Doro und ihre Mitstreiter. Sie haben mir klar gemacht, dass auf die Jugend Verlass ist. >>>

Hier noch ein paar Fotos, die uns Rosi Lein zur Verfügung gestellt hat:

Hier noch ein paar Fotos, die uns Rosi Lein zur Verfügung gestellt hat: >>>> 7
Hier noch ein paar Fotos, die uns Rosi Lein zur Verfügung gestellt hat: >>>> 7

>>>>

Auch zur Totensonntagfahrt konnte ich nicht mitfahren. Als Jahresabschluss fehlt mir das jetzt. Immer habe
Auch zur Totensonntagfahrt konnte ich nicht mitfahren. Als Jahresabschluss fehlt mir das jetzt. Immer habe

Auch zur Totensonntagfahrt konnte ich nicht mitfahren.

Als Jahresabschluss fehlt mir das jetzt. Immer habe ich bei dieser Veranstaltung Leute getroffen, die ich sonst im Jahr oder gar jahrelang nicht gesehen hatte. Schade. Aber Jochen war dabei und er hat mir auch dazu berichtet: >>>

Unser Fahrtenplan enthält aktuelle Termine und solche, die sich über Jahre festsetzen (festgesetzt) haben. Dazu zählt auch die Bergfahrt zum Totensonntag. Da ist mit Klettern nicht mehr viel los (bei mir ohnehin nicht), doch es ist eine Traditionsveranstaltung der sächsischen Bergsteiger.

Verbunden mit einer kleinen Wanderung auf die Hohe Liebe erwartet uns dort Jahr für Jahr ein Bergsingen und eine kleine (manchmal recht lange) Ansprache. Viele Jahre sprach SBB-Vorstandsmitglied Uli Voigt, der in diesem Jahr daran erinnerte, dass das Ehrenmal schon fast hundert Jahre alt ist. Er erinnerte, dass die Gedenktafel (der Toten des 1. Weltkrieges) wieder angebracht werden konnte und neben der neutralen Tafel, die aller Bergtoten gedenkt, die an seiner Stelle sprechen wird.

Die ganze Sache wird gerahmt, von einem vereinten Chor der Bergfinken sowie der Bergsteigerchöre Dresden und Sebnitz, die mit Bergliedern einen würdigen Rahmen bilden.

Leider waren diesmal nur drei Sportfreunde von unserer Gruppe angereist, die Hütte war trotzdem schön warm und auf dem Gipfel trafen wir noch weitere gut bekannte Gesichter. Ich wünsche dieser Bergfahrt mehr Zuspruch aus unserer Gruppe, kann man doch am Sonnabend (je nach Wetter) wandern, klettern oder auch andere Schönheiten der Sächsischen Schweiz besuchen.

Limerick:

Ein Kletterer aus Calbe liebt die Wahrheit, doch oft nur die halbe. Korrekt immer seine Belege, nur über die gesackten Wege da schmiert er Vergesslichkeitssalbe.

Elbsandstein-Splitter

Weniger Insolvenzen.- Das wirtschaftliche Tief nach dem letzten Hochwasser ist offensichtlich endgültig überwunden. Die Zahl der Insolvenzen im Landkreis Sächsische Schweiz ist auf den niedrigsten Stand in ganz Sachsen gesunken. Der Tourismus hat wieder den Stand von vor den Wetterunbilden erreicht.

wird der letzte und zugleich älteste Teil der Westbebauung der Festung Königstein, die so genannte Georgenburg saniert. Die Vorbereitungsarbeiten dazu haben bereits im letzten November begonnen. Mitte 2018 sollen die Arbeiten beendet sein. Seit der Wende hat das Land Sachsen, dem die Festung gehört, insgesamt 61,2 Millionen Euro in die Sanierung investiert.

Festung Königstein bald komplett saniert.- Ab Frühjahr 2017

Grausiger Fund.- Auf eine teilweise bereits skelettierte Leiche ist ein Kletterer unterhalb der alten Postelwitzer Steinbrüche gestoßen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um einen 53-Jährigen aus Brandenburg, der seit Mitte September vermisst worden war. Die Leiche lag unter der „Königsnase“, einem Aussichtspunkt an einem dort verlaufenden Wanderweg. Die Bergwacht barg sie aus dem unwegsamen Gelände. Die Polizei geht von einem Unfall oder einem Suizid aus.

Beim Wandern abgestürzt.- Ein 43-Jähriger ist bei einer Wanderung bei Bad Schandau einen steilen Hang runtergerutscht, zunächst aber erst einmal mehrere Meter frei gefallen. Die Bergwacht barg den schwer Verletzten und brachte ihn ins Krankenhaus.

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) erhöht die Ticketpreise. Auf der anderen Seite wird der Verbundraum aber auch ausgebaut. Die Preise erhöhen sich ab 1. Januar um durchschnittlich 1,9 Prozent. >>>>

Für uns aber wichtig: Die Preise für Einzelfahrscheine und Tageskarten blei- ben unverändert. Die Tarife gelten für Dresden, Landkreis Meißen, Teilen des Landkreises Bautzen und für den Landkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge.

Nach Jahrzehnte langem Verfall und anschließender jahrelanger Sanierung ist der historische Alte Posthof in Pirna wieder eröffnet worden. Drei Millionen Euro hat das gekostet. Canaletto hatte das Gebäude schon in seinem Gemälde „Die Breite Gasse in Pirna“ verewigt.

Die Bundespolizei, die man am Grenzübergang Schmilka eigentlich

so gut wie nie sieht, ist im Hintergrund aber sehr aktiv. Besonders viele „Treffer“ hat sie bei Kontrollen von jüngeren Leute beim Aufspüren von ver- botener Pyrotechnik und von Rauschgiften. Aber auch Autos konnten sicher- gestellt werden. Pyrotechnik einzuführen ist strafbewehrt. konfisziert wird sie ohnehin. Auch in den Zügen haben die Beamten einen bemerkenswerten Riecher für zu kontrollierende Leute.

Sachsen hat nur vier Luftkurorte. Einer davon ist Rathen.

Sachsen hat nur vier Luftkurorte. Einer davon ist Rathen. rung der planfestge- stellten und durchfi- nanzierten

rung der planfestge- stellten und durchfi- nanzierten Ortsumge- hung von Pirna ist jetzt klar. Sie zweigt von der B172a , dem Autobahn- zubringer in Höhe des Lindigtgutes ab und endet nach einer 68 Meter hohen und knapp einen Kilometer langen Brücke sowie einem 300 Meter langem Tun- nel zwischen dem Sonnenstein und Krietschwitz.

Die

Linienfüh-

(Kletter)Unfälle, die zum Nachdenken anregen

Bei einem Unfall am Südwestpfälzer Nedingfelsen verunglückte ein 70- Jähriger tödlich, weil ihm beim Abseilen ein verhängnisvoller Fehler unterlief. Er stürzte ungebremst zehn Meter in die Tiefe. Keiner der zwei anderen Kletterer der Gruppe hatte dem Abseilvorgang die nötige Aufmerksamkeit geschenkt (Partnercheck auch bei scheinbar harmlosen Aktionen der Kletterpartner sinnvoll!).

Auch in der eher übersichtlichen Tatra lauern auf den Bergsteiger objektive Gefahren. So wurde Ende August ein Pole am Megusovsky Stit von einer Steinlawine verschüttet. Obwohl die Retter, von Zeugen informiert, ihn finden und bergen konnten, verstarb er an seinen schweren Verletzungen.

Reinhold Messner möchte bekanntlich am liebsten eine Himmelbestattung, das heißt von Geyern verspeist werden, wenn er dereinst verblichen ist. Eine andere Möglichkeit hat er vermutlich bei seinen Überlegungen übersehen, wie man auch noch anders völlig von der Bildfläche verschwinden kann:

Nach einem tödlichen Sturz in eine heiße Quelle im Yellowstone- Nationalpark ist die Leiche eines jungen Mannes von kochend heißem und säurehaltigem Wasser aufgelöst worden. Dem Untersuchungsbericht zufolge wollte der 23-Jährige gemeinsam mit seiner Schwester heimlich in einem Schlammtümpel in dem Nationalpark baden, als er verunglückte. Demnach betrat das Geschwisterpaar einen für Besucher gesperrten und besonders gefährlichen Bereich des Parks mit kochend heißen Quellen. Als der junge Mann die Temperatur des Wassers überprüfen wollte und sich vorbeugte, rutschte er nach den Worten seiner Schwester aus und stürzte in die Quelle. Rettungskräfte fanden seine Leiche in dem Tümpel, konnten ihn jedoch wegen eines Gewitters zunächst nicht bergen. Als sie am nächsten Tag zurückkehrten, fanden sie keine Spur mehr von der Leiche. Der Körper habe sich in dem sauren Wasser innerhalb kürzester Zeit aufgelöst, sagte ein Park-Ranger.

Termine und anderes

Der 14. Mai ist vom Deutschen Wanderverein (DWV) zum „Tag des Wanderns“ erklärt worden. Dieser Beschluss erfolgte auf dessen letzter Sitzung anlässlich des bundesweiten Tag des Wanderns am 14. Mai. An diesem Tag im Jahr 1883 wurde der Verein gegründet. Unter anderem neben zahlreichen anderen Aktivitäten zertifiziert er auch so genannte Kinderwanderwege. Diese Wege dürfen höchstens zehn Kilometer lang sein und höchstens 300 Meter am Stück geradeaus verlaufen. Spätestens aller zwei Kilometer müssen sich naturnahe Spielmöglichkeiten für Kinder befinden.

Die beiden Bergsichtenfestivals vom Jahrgang 2016 sind Geschichte, da stehen die neuen Termine schon fest: Das kleinere Sommerfestival in Porschdorf findet am 1. Und 2. September 2017 statt und der große Bruder am zweiten Novemberwochenende (17. – 19. 11. 2017).

Termine im Fernsehen:

Bergauf-Bergab

sonntags 18.45 Uhr im Bayerischen Fernsehen im Wechsel mit der "Freizeit"

BIWAK

beim mdr (Termine waren bei Redaktionsschluss noch nicht verfügbar)

TV-Tipps

für Bergfreunde findet man reichlich auf www.landderberge.at. Die Tipps sind so umfangreich, dass man den ganzen Tag irgendetwas gucken könnte und das an sieben Tagen in der Woche.

Limerick

Es zwickte ’nem Manne aus Stade an Bergen stets eine Wade. Nach der letzten Steigung hatte satt er die Neigung. Jetzt läuft er nur noch gerade.

Waagerecht wird gesucht: 1.Erstbegeher am Schwarzen Horn 4. Ehem. Sowjetischer Flugzeugtyp >>> 6.

Waagerecht wird gesucht:

1.Erstbegeher am Schwarzen Horn

4. Ehem. Sowjetischer Flugzeugtyp

>>>

6. Erstbegeher am Bärensteinklotz

9. Ehem. Spitzenkletterer

10.

Synonym für rein

11. Kurzzeichen für Zinn

12.

Gestalt aus der Oper Schnee- flöckchen

13. Klagelied 14. Erschließer der Sächsischen

17.

franz. Artikel

Schweiz

18.

längliche Vertiefung im Fels

23. Weg am Sieberturm

24.

Kraftarm

27. Abk. für Eisernes Kreuz

29. Gebirgszug in Südamerika

32.

Spitzenkle erer aus Franken †

33.

Weg auf den Gipfel

34. Abk. für Europ. Gemeinschaft

35.

Neurotische Zuckung

36. Griechische Göttin

37.

Gipfel am Honigstein

38. Zeichen für Thallium

39.

Erstbegeher an der Raaber Nadel

Senkrecht:

1.

Felsgebilde

2. Felsausbildung

3.

Weg an an der Sulaika

4.

Gipfel in den Affensteinen

5.

Führungsleine

6. Greifvogel

7. Seilmaterial

8.

Gipfel in den Schrammsteinen

15.

anders für Seil

16. Wohnungsentgelt

19.

Pionier am Everest

20 . linkselbischer Gipfel

21.

Gebirgszug in Niedersachsen

22. Extremer Schwierigkeitsgrad in der australischen Skala

24.

Gipfel am Lilienstein

25. Freiwacht

26.

Stützpunkt im Hochalpinen

27. Erstbegeher am Satan

28.

Gipfelform

29. See in Österreich

30.

Gipfel im Bielatal

31. Klettergipfelform

(Dieses Kreuzworträtsel wurde erstmalig 1986 im Märzheft des DWBO- Blättchen „der tourist“ veröffentlicht, ist also 30 Jahre abgelagert. Da das so lange schon her ist, habe ich bei manchen Fragen gemerkt, dass man sie heute gar nicht mehr so formulieren kann.)

(Auflösung im nächsten Heft)

Neuauflage des Kletterführers Wehlen, Rathen und Brandgebiet

Der Kletterführer für die Gebiete Wehlen, Rathen und Brand vom NaturVerlag Peter Rölke ist überarbeitet neu aufgelegt und dabei um neun neue Gipfel ergänzt worden. Über 660 Neutouren sind im Vergleich zur Auflage von 2003 dazu gekommen. Preis:

25,90 €.

Gipfel ergänzt worden. Über 660 Neutouren sind im Vergleich zur Auflage von 2003 dazu gekommen. Preis:
Winterwanderung – Wer kommt mit? Ob es diesmal Schnee gibt? Ich weiß es nicht. Aber

Winterwanderung – Wer kommt mit?

Ob es diesmal Schnee gibt? Ich weiß es nicht. Aber es geht nach meinen Vorschlag in die Nikols dorfer Wände, und das ist ein Gebiet, das ich bis auf die für mich machbaren Gipfel kaum kennen gelernt habe. Und dort steht auch der von den Uranschürfern dereinst fast vollständig zugeschüttet worden ist. Das ist der Wolfsgrundwächter, bei Rolf Böhm auch Grundwächter. Die Route, die ich ausgeguckt habe, beginnt in Leupoldishain auf dem

Parkplatz nahe des Tennisplatzes. Dort zeigt uns der kleine schwarze Pfeil auf weißem Grund den direkten Zustieg zum Teichwächter. Der steht am Rand des Kleinen Labyrinths. Ob wir diese beiden näher in Augenschein nehmen wollen, muss sich vor Ort

Boofe unterm Pfingsstein
Boofe unterm Pfingsstein

zeigen.

Wehners Stelle (Höhle) treffen wir auf den Pferde-

lochweg (grüner

Punkt), den wir bis unter die Nikols- dorfer Wände verfolgen. Am zweiten schwarzen Pfeil steigen wir hoch zum Pfingstkegel, unter dessen Talseite sich eine geräumige Boofe befindet. Hier könnten wir bereits am Glühwein nippen. Vorbei am Schiefen Block (sehenswert) geht es wieder hinunter zum Weg mit dem grünen Punkt. Den verfolgen wir weiter bis zum Labyrinth, das vermutlich wohl alle von uns schon kennen. Wir müssen uns also nicht allzu lange dort aufhalten. >>>>

An

Viel interessanter ist der Bernhardstein. Eine Steiganlage führt nach oben. Dort erwartet uns einer der schönsten linkselbische Aussichtspunkte. Dort findet man auch es auch den „Baldachin“ und den „Taufstein“. Erstere überdacht eine Bank und wäre dann, wenn wir nicht allzu viele sind, auch zum Glühweinnippen geeignet. Um die Ecke ist ein weiterer Überhang. Der Bernhardstein war zu Napoleons Zeiten befestigt und auf einer Seite abgeholzt. Er gehörte zu den „Schanzen“, befestigten Stützpunkte, die Napoleon auf seinem Zug nach Russland anlegen ließ. Davon ist heute nichts mehr zu bemerken. Anschließend geht es zurück zum Grünen Punkt und auf ihm bis zum Abzweig zu besagtem Wolfsgrundwächter. Nach einer Gedenkminute geht’s dann zurück zum Ausgangspunkt. Auf dem ganzen Weg

von eigenartigen Röhren begleitet, die wie fehl am Platze aus dem Waldboden schießen. Hätte man sie gezielt eingefärbt, hätten sie als Wegweiser dienen können. So leiten sie nur die Gase aus der Tiefe des Uranbergbaus nach oben. Auch wirken Gully-deckel

wird

des Uranbergbaus nach oben. Auch wirken Gully-deckel wird Baldachin am Bernhardstein man mitten im Wald eigenartig

Baldachin am Bernhardstein

man

mitten im Wald eigenartig deplatziert.

Die

altersgerecht (keine

langen

hohen

ist

Route

oder

Steigungen). Ich bin die Strecke in ungefähr vier Stunden abgelaufen, einschließlich einer Fresspause und diverser Fotounterbrechungen. >>>>

Da ich allein unterwegs war, konnte ich trödeln, wenn ich wollte, oder auch neugierige Abstecher machen. Am meisten hat mich der Bernhardstein beeindruckt. Unterwegs gibt es eigenartige Felsgebilde zu bestaunen und Bäume, deren Wurzeln verrückte Verrenkungen machen.

und Bäume, deren Wurzeln verrückte Verrenkungen machen. Wenn man sich nun noch Schnee und Eis dazu
und Bäume, deren Wurzeln verrückte Verrenkungen machen. Wenn man sich nun noch Schnee und Eis dazu
und Bäume, deren Wurzeln verrückte Verrenkungen machen. Wenn man sich nun noch Schnee und Eis dazu

Wenn man sich nun noch Schnee und Eis dazu denkt …. Es gibt ja noch so vieles in der Sächsischen Schweiz zu entdecken, wenn man nicht durch das Klettern abgehalten wird.

Und auch dies gab’s schon:

Auf elf Erstbesteigungen von Viertausendern kam die Beagle-Hündin Tschingel. Insgesamt begleitete sie ihren Herrn, den Amerikaner Coolidge auf 53 Hochtouren, die meisten davon auf Viertausender. Sie wurde Ehrenmitglied des britischen Alpine Clubs.

„Biwak in der Sächsischen Schweiz“

„Biwak in der Sächsischen Schweiz“ Unter diesem Namen ist am 13. September 2016 ein gemeinsames Projekt

Unter diesem Namen ist am 13. September 2016 ein gemeinsames Projekt vom Sachsenforst mit der TU Dresden in die praktische Phase übergegan- gen. Es gibt bisher zwei Standorte, in deren Bereich auch Biwakplätze für bis zu fünf Stellplätze für Zweimannzelte eingerichtet werden. Das ganze Pro- jekt war bereits im Oktober 2015 von Architektur-Studenten und von Stu- dierenden der Professur für Holz- und Faserwerkstofftechnik im Rahmen eines Seminars initiiert worden. Aufgabe war es, Entwürfe für eine moder- ne Wanderhütte zu erarbeiten. Dabei sollte der dabei entstehende „Biwak“ aus ökologischen Materialien bestehen und Platz für die wettergeschützte Rast und Übernachtung von bis zu vier Personen bieten sowie transportabel sein. Praxispartner dabei ist der Sachsenforst Neustadt. Im Rahmen des Projektes „Forststeig Elbsandstein“ wurden ab Februar 2016 zwei Prototy- pen gebaut, die im September dann zu Testzwecken aufgestellt wurden. Mitte Oktober gab es dann die offizielle Einweihung. Daneben gibt es mitt- lerweile auch drei Trekkinghütten. Zu den Nutzungsbedingungen siehe die Infos auf der Homepage vom Sachsenforst. Die neue Trekkingroute soll 2018 fertig gestellt sein.

Vorderer Torstein, Frühlingsreibung Foto: Harald Wiemann 20 21

Vorderer Torstein, Frühlingsreibung

Foto: Harald Wiemann

Das nachfolgende Gedicht habe ich neben weiteren im Nachlass von Regina gefunden und war überrascht, was da unser ehemaliges Mitglied Wolfgang Gericke zu Papier gebracht hat. Meine Einschätzung: Er war ein lyrisches Talent im Verborgenen. Das Gedicht heißt „Hohe Geba“, und es belegt die tiefe Verbundenheit der beiden Gerickes zu ihrer Heimat, der Rhön.

Hohe Geba

Ein Stückchen der Erde zu wissen, dem Frühdunst der Täler enthoben am Morgen und abends beflissen des Glückes Stille zu loben.

Im Anblick des blendenden Himmels dem Tag Melodien zu dichten. Die Missgunst des fernen Gewimmels im Frieden des Berges zu schlichten.

Umflutet von glänzenden Wiesen, den blumenbestückten, zu fliehen, mit hundert gejubelten Grüßen mit Lerchengesang lichtwärts zu ziehen.

Ein Stückchen der Erde zu wissen wie dieses macht alles vergessen. Dort fühlst du mit reichen Genüssen den Tag nach eig’nem Ermessen.

Das Bergsteigen, der Film und das Fernsehen

Schönes Happyend.- Das öffentlich rechtliche Fernsehen entwickelt sich mehr und mehr zum Boulevard-Fernsehen, wie es die Privaten schon von Anfang an sind. Alles muss möglichst spannend, spektakulär, skandalös oder gar unappetitlich sein. Und Liebe und Eifersucht dürfen natürlich auch nicht fehlen. Nur was in dieses Raster passt, kommt zur Hauptsendezeit auf den Tisch. Das Bergsteigen gehört neben den Krimis mehr und mehr zu diesem Spektrum. Und wenn es nicht spannend ist, dann wird es eben spannend fern von jeder Realität gemacht. Da wird beispielweise die freie Durchsteigung der Nordwand an der großen Zinne gezeigt, aber verschwiegen, dass der Kletterer (in diesem Falle einer der Huberbuam) die Route zuvor X-mal von oben gesichert Meter um Meter, Griff für Griff einstudiert hatte.

Sendungen wie der Bergdoktor, die Bergretter, die Bergwacht und so weiter bedienen das Publikum, das nach seichter, aber dennoch spannender Unterhaltung giert.

Beispiel gefällig? In dem Beitrag „Achillesferse“ (neue Staffel der „Bergretter“) leben ein Bauer und sein erwachsener Stiefsohn miteinander so auf Kriegsfuß, dass letzterer mit einem Rucksack voll Sprengstoff einen Bergrutsch lostreten will, der den Hof des Bauerns vernichten soll.

>>>>

voll Sprengstoff einen Bergrutsch lostreten will, der den Hof des Bauerns vernichten soll. >>>> 23

Allerdings weiß er nicht, dass die Frau eines Unternehmens, in dem er gerade ein Praktikum ableistet, seine leibliche Mutter ist. Mit ihr ist er an dem Berg unterwegs. Ein ungeplanter Bergrutsch ruft dann die Bergretter auf den Plan, die mit dem mitgeschleppten Sprengstoff natürlich große Probleme haben. Was sich doch für Zufälle konstruieren lassen. Und die Retter sind natürlich immer in letzter Sekunde erfolgreich. Ein Glück, dass diese Art Filme immer ein mehr oder weniger schönes Happy-End haben. Da träumt man danach wenigstens nichts Schlechtes.

Kein Happy-End gab es dagegen für den Nanga-Parbat-Produzenten Joseph Vilsmaier. Der hatte seinen ersten Produktionspartner ausgebootet und muss jetzt rund 150 000 Euro Schadensersatz zahlen. Dies hat der Bundesgerichtshof in letzter Instanz entschieden. Acht Jahre nach Beginn der Dreharbeiten unter der Mitberatung durch Reinhold Messner ist der Klageweg jetzt ausgeschöpft. In dem Film, der das Drama um den Messner-Bruder Günther nach der 1970er Durchsteigung der Rupalwand am Nanga Parbat aus Sicht von Reinhold „dokumentiert“ hatte, waren die ehemaligen Mitstreiter sehr schlecht weggekommen, vor allem der damalige Expeditionsleiter Herligkoffer.

Immer schärfere Bilder, die aber vom Auge gar nicht mehr aufgelöst werden können, hat sich die Sendemannschaft von UHD1 by HD+ vorgenommen. Dazu haben die Macher unter anderem das ins olympische Programm 2020 aufgenommene Sportklettern auserkoren. In dem Streifen „Der Weg nach oben“ sei in ultra-hochauflösender Technik die Faszination dieser Sportart eingefangen worden, sagen die Betreiber. Dazu haben sie die Kaderathleten des DAV bei ihrem Boulder-Training beobachtet. Der Sender ist nur über Satellit zu empfangen, wochentags unverschlüsselt bis 20.00 Uhr, an Wochenenden nur bis 14.00 Uhr. Transponder: 1.035; Frequenz 10.994 MHz (horizontal; Symbolrate: 22.000 Ms/s; Video: 2160 50p, HVEC Main 10; Datenrate: 25 Mbit/s.

Damals war‘s.

Kletterlegende Bernd Arnold erzählte es uns bei einem Vortrag im DDR-Museum.

Arnold erzählte es uns bei einem Vortrag im DDR-Museum. Passend zum Thema (Klettern in der DDR)

Passend zum Thema (Klettern in der DDR) hatte Bernd Arnold seine alterwürdigen Dias mitgebracht, die natürlich geschichtsträchtige Kletterlegenden wie auch solcherart Erst- begehungen zeigten. Für viele von uns war es Nostalgie pur, denn die von Arnold gezeigten und besprochenen Ausrüstungsgegenstände kannten und benutzten wir (bis auf die Jüngeren) ja selbst auch. Und die Beschwerlichkeiten von damals waren uns gleichfalls nicht fremd. Wirklich interessant wurde es für mich, als Arnold auf Fragen der Besucher zur jetzigen Situation in der Sächsischen Schweiz einging. Für mich sprach aus seinen Antworten eine gewisse Altersweisheit >>> (Schluss Seite 33)

Hüttenruhe

Wenn man sein leeres Bierglas nicht mehr anzustarren mag, geht man in sein Bett, wenn man eins hat. Meist ist es ja nur ein Lager. Meistens sind das Räume, die auch mit der Hälfte der Lager gut ausgelastet wäre. Man geht früh in den Schlafsack, weil man ja ausgeruht die morgige Tour angehen will. Aber häufig machen manche Berg“kameraden“ dabei nicht mit. Besonders solche Mitmenschen, die als Höhepunkt ihres Vereinslebens mal als Gruppe in die Berge fahren. Da reichen dann schon drei Teilnehmer, um Erlebnissen der folgenden Art ausgeliefert zu sein. Sebastian Herrmann beschreibt es in „Über alle Berge, Ein Handbuch nicht nur für Gipfelstürmer“ wie folgt:

Die Hannover-96-Wandergruppe und die aus dem Nationalmannschaftslager raschelten und rumorten, tappten durch den Raum, stießen an die Pritschen der anderen, um dann nach ein, zwei beherzten Fürzen einzuschlafen und augenblicklich laut zu schnarchen. Vor dem angekippten Fenster rauchten die letzten wachen Bergsteiger und klärten sich gegenseitig darüber auf, welche Gipfel sie bezwungen und welche Gebirgsgruppen sie einst überschritten hätten. Dazwischen husteten sie, prosteten sich zu und fielen sich dann wieder mit Schilderungen ihrer alpinen Leistungen gegenseitig ins Wort. Als auch sie ins Bettenlager kamen, um die Hüttenruhe um 22.00 Uhr einzuhalten, raschelten sie in ihren Waschbeuteln, suchten ihre Taschenlampen im Rucksack, drehten und wendeten sich auf ihrem Lager, zogen noch die Decke zurecht, ließen Winde fahren, begannen zu schnarchen, zu stöhnen, zu schmatzen; sie wälzten sich hin und her, sie verbrauchten die Luft, knirschten mit den Zähnen oder trampelten aufs Klo. Kann man da erholsam schlafen? Ruhe und behagliche Alpenromantik findet man wohl nur im Wellnessbereich im Tal.

Kleine Materialkunde

Der Bergschuh

Nichts ist kultiger und macht das Bild eines kernigen Bergsteigers mehr aus, jedenfalls für den bergfernen Menschen, als ein Bergschuh, dem man ansieht, dass er schon viel durchgemacht hat. Noch vor dem Seil oder dem Eispickel kommt dem Bergschuh diese Ehre zu.

Der Bergschuh ist wichtiger als Seil oder Pickel, denn wenn man diesen verliert, ist im Gegensatz zu Pickel oder Seil die Katastrophe perfekt. Da kann es schon ums nackte Überleben gehen. Dabei tröstet es dann auch nicht, wenn Barfußfetischisten behaupten, ohne Schuh liefe es sich viel besser.

Bergschuhe werden von deren Trägern verehrt. Nichts erfährt so viel Pflege wie die Schuhe. Keinem Ausrüstungsgegenstand wird aber auch so viel zugemutet wie den Tretern. Wasser, Schlamm, Geröll, Staub, ja sogar Feuer sollen sie aushalten. Kein Wunder, dass der Outdoor-Industrie jedes Jahr neue Modelle einfallen, die angeblich für diese Anforderungen noch besser gewappnet sein sollen als jene, die man erst im Jahr zuvor gekauft hatte.

Und dann die Sohlen: Das ist wie beim Autoreifen. Neues Muster, neue Qualität. Sagen jedenfalls unisono die Hersteller. Aber Vorsicht! Schuhe verraten ihren Träger. Erst kürzlich wurde ein Einbrecher bei einer Verkehrskontrolle bei Pirna festgenommen. Seine Schuhe, genauer seine Sohlen hatten ihn verraten. Es könnte also durchaus sein, dass Dr. Butter von der Nationalparkverwaltung anhand des Sohlenabdrucks feststellt, ob ihr verbotenerweise auf dem Grenzweg unterwegs gewesen seid.

anhand des Sohlenabdrucks feststellt, ob ihr verbotenerweise auf dem Grenzweg unterwegs gewesen seid. 27

Neues vom DAV

Neues vom DAV Das vom DAV eingerichtete Buchungssystem für Schlafplätze auf Hütten ist online gegangen. Per

Das vom DAV eingerichtete Buchungssystem für Schlafplätze auf Hütten ist online gegangen. Per September 2016 nutzen das aber erst sechs Hütten bei uns in Deutschland. Österreich ist bereits mit 16 und die Schweiz mit 69 Hütten online. Bis zum Jahresende 2016 sollen weitere 43 Hütten in Deutschland, Österreich und Italien für die Online-Reservierung freigeschaltet werden. Mit dem neuen Buchungssystem kann man selbst sehen, ob auf der Hütte deines Vertrauens noch Schlafplätze bzw. Zimmer frei sind, und man kann die Plätze dann natürlich auch bei Verfügbarkeit unter www.alpenverein.at/reservierungsportal online direkt buchen. Trotzdem kann selbstverständlich auch weiterhin telefonisch reserviert werden. Das Ganze ist möglich geworden durch den Anschluss etlicher Hütten ans Internet. Dies hat aber auch andere Schwierigkeiten auf die Tagesordnung gebracht. Der Hüttenwirt der Geraer Hütte (2324 m hoch in den Zillertaler Alpen am Ende des Valser Tals) beispielsweise berichtet, dass das Stromnetz der Hütte zusammengebrochen sei, weil eine anwesende Schulklasse alle gleichzeitig ihr Smartphone aufladen wollten. Für diese abendliche Zusatzbelastung war die Stromversorgung nicht ausgelegt. Auch die massenweise morgendliche Abfrage der verschiedenen Wetterapps birgt diese Gefahr in sich. Dabei drucken die meisten Hüttenwirte den aktuellen Wetterbericht aus und hängen ihn natürlich auch aus. Im Übrigen hat die stunden- und ortsgenaue Wettervorhersage per Internet als Nebeneffekt dazu geführt, dass die Leute – sollte sich ein Wölkchen auf dem Wetterradar zeigen - lieber im Tal blieben, als mal mit einem Regenschutz loszulaufen. 40 Prozent weniger Tagesgäste hätte das zum Beispiel für die Geraer Hütte zur Folge, sagt der Wirt.

Gut gesagt:

„Halt die Gusche! Und merk dir’s, es ist immer dort schwer, wo ich gerade bin!“

(Wolfram Nolte, als er bei einem Vorstieg am Bloßstock einmal von unten gefragt wurde, ob es bis dahin schon schwer wäre.)

Winterzeit ist Magnesiazeit

Wenn im Winter hierzulande die weiße Pracht von oben fehlt, und da die Felsen immer noch nicht geheizt werden, kommt die weiße Pracht aus dem Magnesiabeutel so richtig zum Tragen. Magnesia- und Schweiß haltig kommt im Neonlicht der Hallen das Bouldern und das Klettern zur vollen Blüte. Der Sättigungsgrad an Magnesiapuder in der Luft beträgt oft mehr als 90 Prozent.

Magnesiapuder in der Luft beträgt oft mehr als 90 Prozent. Vormittags sieht man häufig die Damenkränzchen.

Vormittags sieht man häufig die Damenkränzchen. Man erkennt sie daran, dass sie überflüssige Ausrüstung am Gürtel tragen und dass sie nach der Aufwärmroute erst mal einen Milchkaffee in der Cafeteria zu sich nehmen. Sie verschwenden keine Zeit zum Auschecken aus einer Route, sondern benutzen lieber euphemistisch so genannte Ausweichgriffe aus Nachbarrouten. Das Auschecken ist bei den Y-Chromosom-Trägern verpönt. Lieber betreibt man(n) das Kampfhängen, um das Aufgeben wenigstens hinaus zu zögern. Wutausbrüche oder Beschimpfungen auf sich selbst erlebt man eher bei den Ypsilons, und das vor allem an Schlüsselstellen.

Der Lärmpegel in den Hallen erinnert an den Pausenpegel einer 6b- Schulklasse. Andere wissen, dass 6b eine Schwierigkeitseinstufung ist. Die DIN EN 12572 legt leider keine Lärm-Obergrenze fest, wohl aber die Festigkeit von Sicherungspunkten. In manchen Hallen versucht man den Lärm mit Musik für die junge Generation zu überdecken, was den Pegel aber letztlich nur erhöht. Der Eintrittspreis kann schon mal 20 Euro erreichen, für Kinder ist es meist billiger. Dafür, dass diese mit den Eltern in die Kletterhallen genötigt werden, ärgern sie die Eltern gern dadurch, dass sie Limonade verschütten, Lärm machen und nach kurzer Zeit besser klettern als ihre Eltern. Neben den Damenkränzchen sieht man vormittags auch vorzugsweise Gestalten, die klettermäßig in den 50er Jahren sozialisiert sind. Die klettern in der Halle einen Siebener, aber auch draußen noch in diesem Bereich, wenn‘s sein muss sogar ohne Seil. Man erkennt sie an ihren Jack-Woflskin-T-Shirts und gedeckt einfarbigen Leggins. Dagegen sind die Träger der bunt schillernden, oft neonfarbenen Leggins jüngeren Alters. Farbenblind sind die aber meistens nicht. Farbenblind darf man aber auch nicht sein, sonst findet man sich nicht in dem Gewirr von Plastikgriffen zurecht. Sie weisen dir farblich den Weg nach oben, ähnlich wie ihre langen Molekülketten, aus denen sie bekanntlich bestehen. Dazwischen eingebettet findet man die Zwischensicherungen. Diese liegen meist so dicht beieinander, dass Anfänger später im echten Fels, vor allem in der Sächsischen Schweiz, ihr blaues Wunder erleben. Die Ausrüstung lässt sich meist ausleihen, wer aber etwas auf sich hält, benutzt die blauen Taschen des Weltmarktführers von Kletterseiltaschen IKEA für seine Ausrüstung.

auf sich hält, benutzt die blauen Taschen des Weltmarktführers von Kletterseiltaschen IKEA für seine Ausrüstung. 30

Was es sonst noch so in der Welt und bei uns daheim gab/gibt

Diwali-Fest, mancherorts auch Tihar-Fest, das den Sieg des Guten über das Böse feiert, konnten auch die Polizeihunde in Nepal mitfeiern. Ihnen wurden Girlanden umgehängt und Farbpulver auf die Köpfe gestreut.

mitfeiern.- Das hinduistische

Nepals

Polizeihunde

konnten

den bayerischen „Heimat“minister Söder auf den Plan gerufen. Er hat einen Vorschlag präsentiert, bei dem der Flächenverbrauch für das Vorhaben um die Hälfte schrumpft und zusätzlich 291 Hektar Kompensationsfläche an anderer Stelle in den höchsten Schutzstatus erhoben werden sollen. Bei einer rechtlich zweifelhaften Einwohnerbefragung hatte die Mehrheit der Zusammenlegung der zwei Skigebiete und damit der Zerschneidung eines streng geschützten Bereiches der Alpen zugestimmt. Siehe auch BERGECHO Ausgabe 2/2016.

Die heißumstrittene Skischaukel am Riedberger Horn hat jetzt

Mönchsgeier auf Mallorca, weil sie in immer entlegenere Bergregionen der Insel vorstoßen. Mallorca ist weltweit die letzte Insel, auf der diese Greifvögel noch leben. Im Norden der spanischen Ferieninsel, in der Serra de Tramuntana leben diese europaweit zweitgrößten Vögel, die eine Flügelspannweite von knapp drei Metern erreichen und bis zu zwölf Kilogramm schwer werden können. Wenn Kletterer den Nestern bedrohlich nahe kommen, werden die Gelege von den Elterntieren längere Zeit verlassen und die Brut kommt in Gefahr abzusterben. Es ist der gleiche Mechanismus wie bei den Wanderfalken in der Sächsischen Schweiz.

Bergsportler

bedrohen

die

letzten

Es ist der gleiche Mechanismus wie bei den Wanderfalken in der Sächsischen Schweiz. Bergsportler bedrohen die

Die gefährliche Höhenkrankheit hat letzten Endes zwei polnischen Ex-trembergsteigern das Leben gekostet. Bei der Besteigung des Shivlings (6543 m) verlor zunächst einer der beiden trotz medikativer Intervention das Bewusstsein. Der andere versuchte dann aus etwa 6300 Metern Höhe allein abzusteigen, um offenkundig Hilfe zu holen, stürzte dabei aber in eine Gletscherspalte. Der Shivling gilt wegen seiner markanten Pyramidenform als das Matterhorn des Himalayas. Kletterei der anderen Art kann man im Kunstwerk von Tomás Saraceno unter der Glaskuppel des Düsseldorfer Ständehaus. Dort hatte der Künstler

mehrere

Sicherheitsnetze in etwa 25 Metern Höhe installiert und

riesige luftgefüllte PVC-Kugeln

mit

Schwindelfreie Museumsbesucher können das Kunstwerk beklet-tern, das

nach Sanierung ab März wieder frei gegeben wird.

das nach Sanierung ab März wieder frei gegeben wird. Lagen einbezogen. Die beiden brasilianischen Basejumper

Lagen

einbezogen.

Die beiden brasilianischen Basejumper Zanella und Negao sind von einem 46-stöckigen Wolkenkratzer, dem Edeficio Italia in Sao Paulo gesprungen, natürlich illegal wie dazumal auch der als Spiderman bekannt gewordene Franzose Alain Robert, der 2009 das Gebäude als Fassadenkletterer erstiegen hatte. Die beiden Brasilianer hatten zunächst in der 41. Etage gespeist und sich dann in der Herrentoilette umgezogen, um dann nach nur 13 Sekunden mitten auf einer Kreuzung zu landen.

und sich dann in der Herrentoilette umgezogen, um dann nach nur 13 Sekunden mitten auf einer

Bei dem Versuch, aus einem Fenster seiner Wohnung in den Nachbarbalkon zu klettern, ist der russische Schachgroßmeister Juri Jelissejew (20) aus dem zwölften Stock eines Hochhauses abgestürzt. Der Juniorenschachweltmeister von 2012 und passionierte Parcour- Extremkletterer überlebte den Sturz nicht.

Gipfelbotschaften aus dem Matthäus-Evangelium präsentiert der Benediktinerabt von Andechs und Sankt Bonifaz, Johannes Eckert, in seinem Buch „hoch und heilig“. Darin legt er sechs Gipfelszenen aus dem Neuen Testament aus. Natürlich und vor allem gehört die legendäre Bergpredigt dazu. Ihm gefalle der Gedanke, dass die Berge uns dabei helfen würden, manches wieder klarer oder sogar mit neuen Augen zu sehen, schreibt er und er möchte den Lesern den Blick weiten für alles, was uns hoch und heilig sei. Eckert ist promovierter Religionspädagoge und vor allem passionierter Bergliebhaber, wie es übrigens der Ordensstifter Benedikt auch gewesen sein soll.

Die Tirolwerbung hat die Berg.Welten-Preise für das Jahr 2015 verliehen. Sie hat damit wieder eine Tradition aufgenommen, die zunächst 2011 ihr Ende genommen hatte. Jetzt hat sich die Agentur mit der Zeitschrift BERGWELTEN zusammen getan. Die Reiseagentur ASI und die Zeitschrift „Saison“ gehören auch dazu. In vier Kategorien wurden die Preise vergeben:

Wort, Bild, Multimedia und für junge Bergjournalisten.

(Schluss von Seite 25) (Er wird im kommenden Jahr 70 Jahre alt.), denn die aktuellen Streitereien zwischen den Traditionalisten und den „Modernisierern“ im Klettersport sieht er wohl jetzt zurückgelehnt in seinem postaktiven Lehnstuhl. Aktiv ist er allerdings trotz Rückenbeschwerden immer noch, auch unter anderem mit Gisbert Ludewig, wie er verriet. Er prophezeite, dass das Massivklettern an ausgesuchten Stellen kommen werde. Denn was eh schon (verbotener Weise) gemacht wird, werde sich langfristig auch im Regelwerk wiederfinden. So sei es schon immer gewesen, zum Beispiel bei der Art, wie Ringe zu schlagen seien. >>>

>>> Mir gefiel die lockere Athmosphäre des Abends, die vielen anwesenden „alten Bekannten“ und die interessanten Gespräche vor und nach der Veranstaltung. Dank geht an EBM-Mitglied Sören Marotz vom DDR-Museum, der Bernd Arnold nach Berlin gelotst und uns ein schönes Nikolaus-Geschenk organisiert hatte.

Leute … Leute … Leute … Leute … Leute

hatte. Leute … Leute … Leute … Leute … Leute Hans Kammerlander wird in diesem Jahr

Hans Kammerlander wird in diesem Jahr 60 Jahre alt. Über die

Gefährlichkeit des Bergsteigens sagte er bereits vor zehn Jahren in einem Interview mit der Rheinischen Post, dass die Hauptgefahr die sei, nicht mehr imstande zu sein, die eigenen Grenzen zu erkennen. Diese Grenzen zu erkennen, habe ihm beim Überleben sehr geholfen. Natürlich habe er sehr viel Glück gehabt, aber am wichtigsten sei es gewesen, dass er gelernt habe, umzukehren, wenn die Gefahren zu groß wurden. „Umzukehren ist menschlich und kein Scheitern“, sagt er. Das Erlebnis am Berg empfindet er auch ohne Gipfelerfolg als einmalig. Für ihn sei, und so hat das wohl noch keiner gesagt, dass es das Wichtigste beim Bergsteigen sei, dass der letzte Rest der Kindheit nicht dabei verloren ginge.

Kammerlander hat sich auch zum Sterben geäußert. Er sagt, dass er vor

dem Sterben keine Angst habe. Er lebe gern und gut. Und er hoffe, mit 80 Jahren noch auf seinen Heimatgipfel, den Moosstock gehen zu können. Kammerlander hat in den Alpen rund 2000 Klettertouren bewältigt, davon viele Neutouren und Alleinbegehungen. Auf sieben seiner 13 Achttausender stand er zusammen mit Reinhold Messner, alle ohne zusätzlichen Sauerstoff und im Alpinstil. Auch Skiabfahrten gelangen ihm als Erstem zum Beispiel am Everest und am Nanga Parbat. Kammerlander engagiert sich auch sehr für die Nepalhilfe. >>>>

am Everest und am Nanga Parbat. Kammerlander engagiert sich auch sehr für die Nepalhilfe. >>>> 34

Und auch dies ist über Kammerlander zu berichten. Er erwägt nämlich seine Heimat Südtirol zu verlassen und in die Lienzer Dolomiten zu wechseln. Grund sind die Anfeindungen gegen ihn seit seiner Trunkenheitsfahrt im November 2013, die ein junges Todesopfer zur Folge hatte. Er wurde damals zu milden zwei Jahren mit Bewährung verurteilt und verlor für ein Jahr seinen Füherschein. Sein Ruf hat seither in seiner Heimat sehr gelitten, und er hält deshalb auch zurzeit dort keine Vorträge mehr.

und er hält deshalb auch zurzeit dort keine Vorträge mehr. Petry kandidiert.- Die stellvertretende AfD- Chefin

Petry kandidiert.- Die stellvertretende AfD- Chefin Frauke Petry kandidiert direkt für den nächsten Bundestag und zwar im Wahlkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge. Sie rechne sich dort wegen der Aktivitäten des Kreisverbandes gute Chancen aus. Sie wohnt eigentlich in Leipzig.

gute Chancen aus. Sie wohnt eigentlich in Leipzig. Adam Ondra (23) aus Tschechien hat im Yosemite

Adam Ondra (23) aus Tschechien hat im Yosemite am El Capitan die berüchtigte, fast 1000 Meter Hohe Dawn-Wall-Route in nur acht Tagen in freier Kletterei geschafft. Vor zwei Jahren hatten die Amerikaner Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson noch 19 Tage dafür gebraucht. Damals war das die erste freie Durchsteigung ohne technische Hilfsmittel. Zu der Route meinte Ondra, teilweise habe er Haltepunkte mit dem Mikroskop suchen müssen. Er habe sich auch erst langsam an den sehr glatten Granit gewöhnen können. Eine noch schnellere freie Begehung hält er für möglich. „Das wäre etwas, was mich in Zukunft motivieren könnte“, sagte er in einem Interview.

Zukunft motivieren könnte“, sagte er in einem Interview. Laura Dahlmeier, bekannte und erfolgreiche Biathletin, holt
Zukunft motivieren könnte“, sagte er in einem Interview. Laura Dahlmeier, bekannte und erfolgreiche Biathletin, holt
Zukunft motivieren könnte“, sagte er in einem Interview. Laura Dahlmeier, bekannte und erfolgreiche Biathletin, holt

Laura Dahlmeier, bekannte und erfolgreiche Biathletin, holt sich ihre Kraft und Ausdauer auch beim Bergsteigen. Im Mai war sie vier Wochen in Nepal und bestieg dabei zwei Sechstausender. „Es war atemberaubend“, sagte die siebenmalige Weltcupgewinnerin, und weiter, dass sie aus diesen Extremerfahrungen viel für ihren Sport ziehe. Das Bergsteigen mache sie gelassener.

und weiter, dass sie aus diesen Extremerfahrungen viel für ihren Sport ziehe. Das Bergsteigen mache sie

Schwierige Hilfe

Nach dem schweren Erdbeben im Himalaya im April 2015 war die Hilfsbereitschaft der Menschen groß. Auch bei EBM war gesammelt worden. Aber die Hilfe kam nur sehr schleppend an (sh. auch EBM- Report 1/2016 Seite 33). Grund war häufig eine unfähige und teilweise korrupte staatliche Infrastruktur. Dazu kamen dann noch die bürgerkriegsähnlichen Zustände im Lande, die zum Beispiel die Grenze zu Indien blockierten, was unter anderem zu einem Treibstoffmangel und zum Mangel an medizinischen Gütern geführt hatte. Mittlerweise hat sich die Situation an der Grenze entspannt.

Die „Nepalhilfe Beilngries berichtet beispielsweise, dass sie für die Baugenehmigung zum Wiederaufbau ihrer zerstörten Schulen über ein Jahr warten mussten. Zwei Behörden sind neuerdings zuständig. Die Ineffizienz dieser Behörden zeigt sich darin, dass ein Großteil der zugesagten Gelder der internationalen Staatengemeinschaft nicht abgerufen worden sind. Hunderttausende Erdbebenopfer warten immer noch auf Hilfe. Für manche von ihnen ist die Hilfe inzwischen obsolet, weil sie den Kältewinter in den Notunterkünften nicht überlebt haben.

Ein Beispiel: Die Firma Deuter hatte schon im Sommer 2015 eintausend Schulrucksäcke und Federmäppchen gespendet. Angekommen vor Ort sind sie aber erst wegen der blockierten Grenze zu Indien im Februar 2016. Dagegen schaffen es die Bürokraten in Kathmandu, landesweit einheitliche Farbgestaltung für Schulgebäude zu erlassen. Bereits reparierte oder neu aufgebaute Schulen müssen den neuen Farbvorschriften angepasst werden.

Derweil hat sich schon wieder ein Erdbeben der Stärke 5,6 in Nepal ereignet, das eine Lawine ausgelöst hat. Ein nepalesischer Bergführer kam darin um, ein Brite konnte gerettet werden. Die beiden gehörten zu einer 13-köpfigen Gruppe, die den Ama Dablam besteigen wollte.

- Har -

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Zahlen (1)

Rund 7000 Rettungseinsätze absolvierte die bayerische Bergwacht im vergangenen Jahr. 89 Tote mussten dabei beklagt werden (Stand Anfang November). Die meisten Toten gab es beim Bergsteigen und Wandern, aber auch sieben Mountainbiker starben bei ihrem Sport. Dagegen gab es nur einen Toten beim Skifahren, wo allerdings die meisten Unfälle passieren. Die Zahlen bewegten sich dabei auf dem Niveau der Vorjahre trotz weiter gestiegenem Bergtourismus‘. Vor allem rüstige Rentner seien verstärkt unterwegs. Dadurch hätten sich die Einsätze vom Wochenende mehr in die Woche verlagert, sagte der Sprecher der Bergwacht Thomas Griesbeck. 50 Prozent der Einsätze mache dies inzwischen aus. Die Bergwacht in Bayern hat etwa 3200 ehrenamtliche Helfer und unterhält rund 300 Stützpunkte in den Bergen, davon 90 Rettungswachen im Talbereich.

Gleich 86 Bergsteiger saßen im Oktober in der Provinz Batan im Norden der Philippinen fest und mussten von Bergrettern in Sicherheit gebracht werden. Grund waren heftige Regenfälle und Stürme, die der Taifun „Sarika“ gebracht hatte und die den Abstieg unmöglich gemacht hatten.

86 Stockwerke hat das Empire-State-Building mit 1.576 Stufen. Tausende Treppenläufer nehmen jedes Jahr am Empire State Building Run-Up trotz der 125 Dollar Startgeld an dem Treppensteigen-Event teil. Die Startplätze müssen wegen der hohen Anmeldezahlen mit einer Lotterie ausgelost werden. 1.454 Fuß (rund 480 Meter) hoch ist das Gebäude.

wegen der hohen Anmeldezahlen mit einer Lotterie ausgelost werden. 1.454 Fuß (rund 480 Meter) hoch ist

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Zahlen

Das so genannte Gipfelbier wird meist ja erst konsumiert, wenn man wieder unten ist. Das ist auch wegen der Trittsicherheit bergab gut so. Und man müsste es ja auch hoch schleppen. Umso mehr erstaunt es, dass es im alten Peru auf einem Gipfel eine Brauerei gab und zwar auf dem Cerro Baúl in 2400 Metern Höhe. Das Wasser dafür musste mühsam hinauf getragen werden. Dort ließ sich die gesellschaftliche Elite der Wari, eine vor den Inkas dort lebende Volksgruppe, ihr Prä-Inka-Urtyp schmecken.

Fast 2000 Menschen sind in den vergangenen 80 Jahren in den Schweizer Alpen und im Jura durch Lawinen zu Tode gekommen. Während es auf gesicherten Pisten pro Jahr heute nur noch ein Opfer pro Jahr registriert wurde, ist die Zahl der Opfer, die sich in freiem Gelände aufhielten im Schnitt von 10 in den 1950er Jahren auf über 25 angestiegen. Das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) führt das unter anderem auf die starke Zunahme des Wintertourismus‘ zurück.

Auf die Frage “Was denken Sie, wenn Sie vor einem Zweitausender stehen?“ antworteten 59 Prozent der Befragten, dass es sie grundsätzlich nach oben ziehe. Aber wie! Da schieden sich die Geister. Jeweils 16 Prozent fragten nach dem nächsten Gasthaus unten, von dem sie das Panorama am besten genießen könnten oder wo die beste Position zum Fotografieren sei. 18 Prozent sagten, der Gipfel müsse es nicht sein, aber bis zur ersten Hütte schaffe man es schon. 20 Prozent wollten sofort zu Fuß bis auf den Gipfel steigen und 21 Prozent fragten, ob es eine Seilbahn gebe. Männer und Jüngere wollten eher bis ganz rauf, Frauen und Ü60er bevorzugten ein Gasthaus im Tal.

(Quelle EMNID-Institut/1008 Befragte)

20 und bis zu 500 Quadratkilometer groß ist das Territorium eines Schneeleoparden, je nach Anzahl der verfügbaren Beutetiere. Insgesamt gelten 1,8 Millionen Quadratkilometer als Verbreitungsgebiet dieser scheuen Art. Es reicht vom Altai im Norden, den Tian-Shan, den Pamir und den Hindukusch im Westen, dem Himalaya im Süden und der tibetischen Hochebene sowie der Gobi im Osten.

EBM in Kürze:

Gruppenabende monatlich, jeweils am 3. Dienstag 18 Uhr (im Dezember am 2. Dienstag). im Begegnungszentrum LIBEZEM, Rhinstraße 9, 10315 Berlin-Friedrichsfelde Tel.: 5229200

Gruppenmitgliedschaft 10,– Euro Beitrag/Jahr unabhängig von einer Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein (DAV). Eine Mitgliedschaft im DAV ist nicht Bedingung.

Unsere Hütte in Prossen steht allen Gruppenmitgliedern zur Nutzung offen, genauso deren Freunden und Bekannten, vorausgesetzt, es ist jemand von der Gruppe mit auf der Hütte.

Übernachtungsgebühr 6.- Euro pP, Schüler ab 10 Jahren 3.- Euro und unter 10 Jahren 1 Euro.

Hüttenmitgliedschaft

dann

Übernachtungsgebühr nur 2,50 Euro, Schüler ab 10 Jahre 1

Euro,

(siehe

unten).

Die Hütte befindet sich in 01814 Prossen, in der Ferienanlage Weinberg, Bungalow-Nummer 20 und 21; Anfahrt über Bergstraße

Hüttenschlüssel gegen Pfand bei Thomas Klenz.

Anmeldung bei Thomas Klenz (im Verhinderungsfall auch bei Ulf Knoll).

Kontakte:

Ulf Knoll 0160/98 15 98 77, Alfred-Randt-Str. 16, 12559 Berlin

Thomas Klenz 67820278, Walchenseestr. 12, 12527 Berlin

Harald Wiemann 80 90 89 70, Akeleiweg 11,12487 Berlin

Jochen Söhler 564 87 73, Cecilienstr. 172, 12683 Berlin

30

Euro/Jahr,

Willy

darunter

frei.

Abrechnung

bei

Göricke

EBM-Finanzen: Willy Göricke, wgo99@t-online.de IBAN: DE51160500001100334366, BIC: WELADED1PMB

Ausführliche Infos über: www.einheit-berlin-mitte.de (Dort gibt es auch eine Belegungsübersicht für die Hütte.)

39

Der EBM-Report gratuliert mit dieser Aus- gabe nachträglich zu den ‚Runden‘ bzw. ,Halbrunden‘ seit dem letzten Heft:

den ‚Runden‘ bzw. ,Halbrunden‘ seit dem letzten Heft: Christiane Lübke zum 70. Geburtstag am 8. Dezember

Christiane Lübke

zum 70. Geburtstag am 8. Dezember 2016

Lösung Fotorätsel aus dem Heft 3/2016:

Es ist auf dem Foto nicht der Plattenstein zu sehen, der dem abgebildeten Fels zum Ver- wechseln wirklich täuschend ähnlich sieht. Es ist die Spitze des mittleren Externsteines. Wer das letzte Heft aufmerksam gelesen hat, dem wird die Lösung nicht schwer gefallen sein. Es gab schließlich einen deutlichen Hinweis. Sigrid Marotz war die Erste, die mir die Lösung mailte.

Und hier nun das neue Foto-Rätsel: Wer klettert hier

welchen Weg an welchem Gipfel?

Wer klettert hier welchen Weg an welchem Gipfel? Lösungen wie immer an die Redaktion:
Wer klettert hier welchen Weg an welchem Gipfel? Lösungen wie immer an die Redaktion:

Lösungen wie immer an die Redaktion: harald.wiemann@t-online.de

40