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Benutzerhandbuch

Modell STVI
Smart Touch View Schnittstelle

Modell SMRT1
Einphasiges Relais-Prüfsystem

Modell SMRT33/43/36/46
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem

Modell SMRT36D
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem

Modell SMRT43D/46D
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem

Modell SMRT410
Mehrphasiges Relais-Prüfsystem

Modell SMRT410D
Mehrphasiges Relais-Prüfsystem

1
Part 83795
Rev 6 Date 11/2017
Revision History

Revision ECN # Date


1 Initial Release 3/28/2014
2 32621 9/30/2014
3 33229 2/03/2017
4 33312 6/19/2017
5 33414 8/31/2017
6 33419 11/10/2017

2
Wichtig
Dieses Handbuch ist genau wie die darin beschriebene Hard- und Software an Lizenzvereinbarungen
gebunden und darf nur in Übereinstimmung mit den Bedingungen einer solchen Lizenz verwendet oder
kopiert werden. Der Inhalt dieses Handbuchs dient ausschließlich Informationszwecken und kann
jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Megger übernimmt keine Verantwortung oder
Haftung für Fehler und Ungenauigkeiten, die in diesem Handbuch auftreten können.

Die Informationen und Daten in diesem Anwenderhandbuch sind geschützt. Die darin beschriebene
Ausstattung kann durch US-Patente geschützt sein. Megger behält sich eigens alle Rechte an solchen
geschützten Informationen sowie an Rechten gemäß eines jeden Patents vor; auf keines dieser Rechte
wird durch Veröffentlichung dieses Anwenderhandbuchs verzichtet.

Kein Teil dieses Handbuchs darf ohne vorherige schriftliche Zustimmung von Megger anders als in den
Lizenzvereinbarungen ausdrücklich gestattet, in irgendeiner Form elektronisch, mechanisch oder auf
irgend eine andere Weise vervielfältigt, gespeichert oder übertragen werden.
Megger und das Megger Logo sind Marken von Megger. Alle anderen Markennamen sind Eigentum ihrer
jeweiligen Inhaber.

Anmerkung für Endbenutzer in US-amerikanischen Behörden. Die Hardware, Software und


Dokumentation sind „Handelswaren“ im Sinne von 48 C.F.R. §2.101, bestehend aus “commercial
computer software ” [kommerzieller Computersoftware] und “commercial computer software
documentation“ [Dokumentation kommerzieller Computersoftware] gemäß der Definition dieser Begriffe
unter 48 C.F.R. §12.212 oder 48 C.F.R. §227.7202, sofern anwendbar. In Übereinstimmung mit 48
C.F.R. §12.212 oder 48 C.F.R. §§227.7202-1 bis einschließlich 227.7202-4, sofern anwendbar, sind die
kommerzielle Computersoftware und die Dokumentation kommerzieller Computersoftware für
Endbenutzer in US-amerikanischen Behöerden (1) nur als kommerzielle Objekte und (2) nur mit jenen
Rechten lizensiert, die allen anderen Endbenutzern gemäß den in den Standard-Handelsabkommen von
Megger für diese Software und Hardware dargelegten Bestimmungen und Bedingungen gewährt werden.
Nicht veröffentlichte Rechte nach den Urheberrechtsgesetzen der Vereinigten Staaten bleiben
vorbehalten. Der Empfänger, wenn es eine Regierungsbehörde ist, erkennt an, dass dieses Handbuch
und die beschriebenen Geräte mit „Limited Rights“ [Begrenzten Rechten] für die Technischen Daten, wie
in ASPR 9-203 (b) dargestellt, bereitgestellt werden.

Die STVI umfasst ein im Echtzeit-Betriebssystem (RTOS) abgespeichertes Computerprogramm. Dieses


Programm gehört Megger und enthält Handelsgeheimnisse und Informationen von Megger.
Geschrieben und entwickelt von Megger, 4271 Bronze Way, Dallas, Texas 75237.

ELEKTRO- UND Elektronikaltgeräte


Der durchgestrichene Abfalltonne auf Megger Produkten ist eine Erinnerung nicht zu Entsorgung des
Produkts am Ende der Lebensdauer mit Abfall.

Entsorgung von elektrischen und elektronischen Geräten - der durchgestrichenen Abfalltonne


auf Rädern auf Megger Produkte ist eine Erinnerung nicht zu entsorgen ist, wenn Sie das
Produkt am Ende seiner Lebensdauer mit allgemeinen Abfall. Bitte nutzen Sie Ihre lokale
Elektro- und Elektronik-Altgeräte, Sammlung oder beachten Sie alle örtlich geltenden
Vorschriften.

Megger ist registriert im Vereinigten Königreich als ein Hersteller von elektrischen und elektronischen
Geräten. Die Anmeldung ist am frühen Morgen/DJ2235XR betragen.
__________________________

Gedruckt in USA.
 2017 Megger, alle Rechte vorbehalten.

3
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN

WARNUNG:
DIE VON DIESEM GERÄT ERZEUGTEN SPANNUNGEN KÖNNEN GEFÄHRLICH SEIN

Dieses Gerät wurde für die Sicherheit des Anwenders entworfen; kein Design kann jedoch
vollständig gegen unzulässigen Einsatz schützen. Unsachgemäße Verwendung kann äußerst
gefährlich sein. Elektrische Kreise sind gefährlich und können bei mangelnder Vorsicht und
unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen tödlich sein. Es gibt mehrere Standard-
Sicherheitsvorkehrungen, die vom Bediener einzuhalten sind. Wo möglich wurden IEC-
Sicherheitskennzeichnungen am Gerät angebracht, um den Anwender darauf aufmerksam zu
machen; sie verweisen auf das Anwenderhandbuch und die dortigen Anweisungen über die korrekte
Verwendung oder sicherheitstechnische Themen. Schauen Sie in der folgenden Tabelle für Symbole
und Definitionen nach.

Symbol Description

Gleichstrom

Wechselstrom

Sowohl Gleich- als auch Wechselstrom

Erd- (Masse-) Anschluss. Es gibt einen gemeinsamen Gehäuse-


Erdungsanschluss auf der vorderen Bedienfläche (siehe Vordere
Bedienfläche im Abschnitt Beschreibung der Steuerungen).
Schutzleiteranschluss

Rahmen- oder Gehäuseanschluss

Ein (Spannungsversorgung)

Aus (Spannungsversorgung)

Vorsicht, Gefahr von Stromschlag

Vorsicht (schauen Sie in den Begleitdokumenten nach)

WARNUNG: Unter keinen Umständen sollte der Bediener oder Techniker versuchen, dieses
Gerät zu öffnen oder zu warten, während es an eine Spannungsquelle angeschlossen ist. Es sind
lebensgefährliche Spannungen vorhanden, die zu schweren Körperverletzungen oder sogar zum
Tod führen können!

4
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN (Fortgesetzt)

Im Folgenden sind einige spezielle sicherheitstechnische Punkte aufgeführt, die mit


dem Prüfsystem SMRT verbunden sind.

Lesen und verstehen Sie alle Sicherheitsvorkehrungen und Betriebsanweisungen, bevor


Sie versuchen, dieses Gerät anzuwenden.

Der Verwendungszweck dieses Geräts ist entsprechend der Beschreibung in diesem


Betriebshandbuch begrenzt. Sollte eine Situation aufkommen, die mit den allgemeinen
oder speziellen Sicherheitsvorkehrungen nicht abgedeckt ist, nehmen Sie bitte Kontakt
mit dem regionalen Megger-Bevollmächtigten oder mit Megger, Dallas Texas auf.
Für die Sicherheit ist der Anwender verantwortlich. Ein Missbrauch dieses Geräts kann
extrem gefährlich sein.

Vor Anschluss des Netzkabels immer mit ausgeschalteter Spannungsversorgung (AUS)


starten. Vergewissern Sie sich, dass die Ausgänge auf AUS stehen, bevor Sie
versuchen, Prüfverbindungen einzurichten.

Schließen Sie das Prüfgerät NIEMALS an spannungsführende Einrichtungen an.


Verwenden Sie immer ordnungsgemäß isolierte Prüfkabel. Die optionalen Prüfkabel sind
für Dauer-Ausgangsnennleistungen des Prüfsystems bemessen; sie sollten
ordnungsgemäß verwendet und gepflegt werden. Verwenden Sie KEINESFALLS
geknickte oder gebrochene Prüfkabel. Schalten Sie das Prüfgerät immer ab, bevor Sie
das Netzkabel trennen.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät ohne angeschlossene Sicherheitserdung


zu verwenden.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät zu verwenden, wenn der


Erdungskontakt des Netzkabels gebrochen ist oder fehlt.

Verwenden Sie das Prüfgerät NIEMALS in explosiver Umgebung.


Das Gerät darf nur von entsprechend ausgebildeten und kompetenten Personen
verwendet werden.

Beachten Sie alle Sicherheitswarnhinweise, die auf dem Gerät angebracht sind.
Sicherheitstechnische oder andere wichtige Themen, wie die nachfolgende Ausführung,
werden mit dem angefügten Symbol gekennzeichnet. Lesen Sie den Punkt sorgfältig; er
bezieht sich entweder auf den sicheren Betrieb des Prüfsystems oder auf die Sicherheit
des Bedieners.

Unter keinen Umständen darf der Bediener mit seiner Hand oder
Werkzeugen in den Gehäusebereich des Prüfsystems hineinfassen, solange
das Prüfsystem an eine Spannungsquelle angeschlossen ist. Es bestehen
lebensgefährliche Spannungen, die zu schweren Körperverletzungen oder
sogar zum Tod führen können!

5
Table of Contents
Section Page

Modell STVI ................................................................................................................................................... 1


Smart Touch View Schnittstelle .................................................................................................................... 1
Modell SMRT1 .............................................................................................................................................. 1
Einphasiges Relais-Prüfsystem .................................................................................................................... 1
Modell SMRT33/43/36/46 ............................................................................................................................. 1
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem ................................................................................................................... 1
Modell SMRT36D .......................................................................................................................................... 1
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem ................................................................................................................... 1
Modell SMRT43D/46D .................................................................................................................................. 1
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem ................................................................................................................... 1
Modell SMRT410 .......................................................................................................................................... 1
Mehrphasiges Relais-Prüfsystem ................................................................................................................. 1
Modell SMRT410D ........................................................................................................................................ 1
Mehrphasiges Relais-Prüfsystem ................................................................................................................. 1
Revision History .......................................................................................................................................... 2
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN ............................................................................................................... 4
1.0 STVI Einleitung ............................................................................................................................... 20
1.1 Schnittstelle Smart Touch View ..................................................................................................... 20
1.2 Terminologie ................................................................................................................................... 21
1.2.1 Abkürzungen ................................................................................................................................. 21
1.2.2 Glossar der Fachbegriffe .............................................................................................................. 21
1.2.2.1 Pickup (Tap) [Anregung (Stufe)] ............................................................................................... 21
1.2.2.2 TDM (Time Dial Multiple = Zeitwahl-Vervielfacher) .................................................................. 22
1.2.2.3 Inst. (Unverzögerte Stufe) ........................................................................................................ 22
1.2.2.4 Reset Seconds [Reset Sekunden] ............................................................................................ 22
1.2.2.5 Time Delay [Zeitverzögerung] ................................................................................................... 22
1.2.2.6 Test Multiple [Prüfung Vielfache] .............................................................................................. 22
1.2.2.7 Reach or Diameter [Reichweite oder Durchmesser] ................................................................ 22
1.2.2.8 Angle (Torque) [Winkel (Lastwinkel)] ........................................................................................ 23
1.2.2.9 Expected Trip Time [Erwartete Auslösezeit] ............................................................................. 23
1.2.2.10 Winding (1,2,3,4) Tap [Wicklung (1,2,3,4) Stufe] ...................................................................... 23
1.2.2.11 % Slope [Schleife] ..................................................................................................................... 23
1.2.2.12 % Harmonic [Oberschwingung] ................................................................................................ 23
1.2.2.13 % Prefault Seconds [Vor-Fehler-Sekunden] ............................................................................. 23
1.3 Power Over Ethernet Input Power [PoE Spannungsversorgung] ............................................ 23
1.3.1. PoE Power Supply-Input Power Cord (PoE Spannungsversorgung-Eingangs-Netzkabel) ......... 24
2.0 INSTALLATION ............................................................................................................................... 24
2.1 System auspacken ......................................................................................................................... 24
2.1.1 Erst-Inbetriebnahme ..................................................................................................................... 25
2.2 Kommunikationsschnittstellen ..................................................................................................... 25
2.2.1 Ethernet-Schnittstelle.................................................................................................................... 25
2.2.2 USB 2.0 Schnittstelle .................................................................................................................... 25
2.3 Smart Touch View Schnittstelle .................................................................................................... 26
2.3.1 Configuration [Konfiguration] ........................................................................................................ 27
2.3.1.1 Operation Modes [Betriebsmodi] .............................................................................................. 28
2.3.1.2 Batterie Simulator...................................................................................................................... 28
2.3.1.2.1 Letzter V Als Batterie ................................................................................................................ 29
2.3.1.3 Phasenwinkel ............................................................................................................................ 29
2.3.1.4 ? Hilfe-Schaltfläche ................................................................................................................... 29
2.3.1.5 Optionen Standardeinstellungen ............................................................................................... 29

6
2.3.1.5.1 Als Standard speichern ............................................................................................................. 29
2.3.1.5.2 Standard wiederherstellen ........................................................................................................ 30
2.3.1.5.3 Werkseinstellung wiederherstellen ........................................................................................... 30
2.3.1.6 Anzeige-Versionen (Informations-Bildschirm) .......................................................................... 30
2.3.1.7 Firmware aktualisieren .............................................................................................................. 30
2.3.1.8 Auto-Frequenz .......................................................................................................................... 30
2.3.1.9 Fehler- (Phasenvektor-) Bezeichnungen .................................................................................. 30
2.3.1.10 Sprache ..................................................................................................................................... 30
2.3.1.11 Alarm Abweichung .................................................................................................................... 30
2.3.1.12 Farb-Optionen ........................................................................................................................... 30
2.3.1.13 Zustand sofort ändern / Ändern bei Nulldurchgang / Änderung bei Master Null ..................... 31
2.3.1.14 Symmetrische Komponenten .................................................................................................... 31
2.3.1.15 Hohe Bürde ............................................................................................................................... 31
2.3.1.16 Spannungsmerkmal .................................................................................................................. 31
2.3.1.17 Datum und Zeit einstellen ......................................................................................................... 31
2.3.1.18 Aufzeichnung ............................................................................................................................ 31
2.3.1.19 Bildschirmhelligkeit anpassen ................................................................................................... 31
2.3.1.20 Ethernet (DHCP) IP Adresse .................................................................................................... 31
2.3.1.21 Erweitert - Konvertible V/I Auswahl für mehrphasigen Stromausgang ..................................... 32
2.3.1.22 Wichtigste Kennzahlen ............................................................................................................. 33
2.3.1.23 Screen Exit [Bildschirm verlassen]............................................................................................ 34
2.4 STVI Amplituden, Phasenwinkel und Frequenz einstellen ........................................................ 34
2.4.1 Numerische Tastatur .................................................................................................................... 34
2.4.2 Kanal beim Rampen einbeziehen ................................................................................................. 35
2.4.3 Steuerungsknopf........................................................................................................................... 36
2.4.4 Standard-Spannungsausgänge einstellen ................................................................................... 36
2.4.5 Standard-Stromausgänge einstellen ............................................................................................ 36
2.4.4 Virtuelle Alphanumerische Tastatur .............................................................................................. 36
2.5 STVI Datei-Management ................................................................................................................ 37
3.0 STVI – Beschreibungen Standardbetrieb .................................................................................... 38
3.1 STVI / PC Bildschirm Manuelle Prüfung ...................................................................................... 39
3.1.1 Anschlussschaltfläche PC oder STVI an SMRT ........................................................................... 39
3.1.2 Konfigurationsschaltfläche ............................................................................................................ 39
3.1.3 Schaltfläche Batteriesimulator ...................................................................................................... 39
3.1.4 Schaltfläche .................................................................................................................................. 40
3.1.5 Typenschild Taste......................................................................................................................... 40
3.1.6 Datei Ordner ................................................................................................................................. 40
3.1.7 Test Schaltfläche Liste.................................................................................................................. 40
3.1.7.1 Schaltfläche Sequenzbildung 1,2,3..9 ...................................................................................... 40
3.1.7.2 Schaltfläche Rampen ................................................................................................................ 40
3.1.7.3 Schaltfläche Zeitmessung ......................................................................................................... 40
3.1.7.4 Impedanzrelais, ......................................................................................................................... 41
3.1.7.5 Schaltfläche Differenzialrelais ................................................................................................... 41
3.1.7.6 Schaltfläche Messumformersymbol .......................................................................................... 41
3.1.7.7 Schaltfläche Messgerät ............................................................................................................. 41
3.1.7.8 Schaltfläche Synchronisier ........................................................................................................ 41
3.1.7.9 Schaltfläche Frequenz .............................................................................................................. 41
3.1.7.10 Schaltfläche AVTS ................................................................................................................... 41
3.1.7.11 Schaltfläche COMTRADE ........................................................................................................ 41
3.1.7.12 Schaltfläche Netzpendel-Modus ............................................................................................... 41
3.1.7.13 Schaltfläche SS1 ....................................................................................................................... 41
3.1.7.14 Schaltfläche Megger GOOSE Konfigurator ............................................................................. 41
3.1.8 Schaltfläche Messmodus .............................................................................................................. 42
3.1.9 Schaltfläche System-Rese ........................................................................................................... 42
3.1.10 ? Hilfe-Schaltfläche ....................................................................................................................... 42
3.1.11 Bildschirm Phasenvektor .......................................................................................................... 42

7
3.1.12 Auswahlleiste Binäreingänge und Schaltfläche Weitere .......................................................... 42
3.1.12.1 Schaltfläche Weiter ................................................................................................................... 43
3.1.12.1.1 Schaltfläche Simple Mode [Einfach-Modus] .......................................................................... 43
3.1.12.1.2 Schaltfläche Show All Inputs [Alle Eingänge zeigen] ............................................................ 43
3.1.12.1.3 Schaltfläche Show All Outputs [Alle Ausgänge zeigen] ........................................................ 43
3.1.12.1.4 Schaltfläche Advanced [Erweitert]......................................................................................... 44
3.1.12.1.4.1 Auswahlschaltfläche Kurvenform....................................................................................... 44
3.1.13 Schaltflächen Vor-Fehler / Fehler ............................................................................................. 44
3.1.14 Schaltfläche Maximum Prüfung/Vor-Fehler/Nach Zeiteinstellung ............................................ 44
3.1.15 Schaltfläche Play....................................................................................................................... 44
3.1.16 Schaltfläche Alle EIN/Alle AUS ................................................................................................. 44
3.1.17 Schaltfläche Optionen Manuelles Rampen ............................................................................... 45
3.1.18 Schaltfläche Kanal EIN/AUS ..................................................................................................... 45
3.1.19 Schaltflächen Kanal-Amplitude, Phasenwinkel und Frequenz ................................................. 45
3.1.20 Schaltfläche Fehlerrechner ....................................................................................................... 45
3.1.20.1 Schaltfläche Modusauswahl ..................................................................................................... 45
3.1.20.1.1 Schaltfläche Überstrom-Modus ............................................................................................. 46
3.1.20.1.2 Schaltfläche Spannungs-Modus........................................................................................... 46
3.1.20.1.3 Schaltfläche Frequenz-Modus............................................................................................... 46
3.1.20.1.4 Schaltfläche Impedanz-Modus .............................................................................................. 46
3.1.20.1.4.1 Auswahlschaltfläche Fehler ............................................................................................... 47
3.1.20.1.4.2 Schaltfläche Prüfmodus ..................................................................................................... 47
3.1.20.1.4.3 Schaltfläche Kompensation button ................................................................................... 48
3.1.20.1.5 Schaltfläche Symmetrie-Modus............................................................................................. 48
3.1.20.1.6 Schaltfläche Netzpendel-Modus............................................................................................ 49
3.1.20.1.7 Schaltfläche Fehlerort Modus................................................................................................ 52
3.1.20.2 Schaltfläche Fehlerart-Auswahl ................................................................................................ 53
3.2 Phasenwinkelverhältnisse einstellen ........................................................................................... 53
3.3 Stromquellen .................................................................................................................................. 55
3.3.1 Parallel-Betrieb ........................................................................................................................... 55
3.3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 180 Ampere ................................................. 56
3.3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe ........................................................................................................ 58
3.4 Spannungsquellen ......................................................................................................................... 59
3.4.1 Zusammen addierte Ausgänge ................................................................................................. 59
3.4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung ...................................................................... 60
3.4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck .............................................................................................. 60
3.4.2.1.1 Nicht ausgeglichenes Offenes Dreieck ..................................................................................... 62
3.4.2.2 T- Anschluss ............................................................................................................................. 63
3.4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung ...................................................................................................... 64
3.5 Relais prüfen mit dem STVI-Bildschirm Manuelles Prüfen ........................................................ 65
3.5.1 Einfache Manuelle Anrege- oder Abfallprüfung ............................................................................ 65
3.5.2 Einfache Manuelle Zeitmessprüfung ............................................................................................ 66
3.5.3 Glattes Rampen/Autom. Rampen/Impuls-Rampen/Binärsuche Impuls-Rampen verwenden .. 68
3.5.3.1 Beispiel für Glattes Rampen ........................................................................................................... 68
3.5.3.2 Starten des Rampens ............................................................................................................... 69
3.5.3.3 Beispiel Puls-Rampen-Einstellung ............................................................................................ 69
3.5.3.4 Puls-Rampen mit Binärsuche ................................................................................................... 70
3.5.4 Rampen-Assistent ...................................................................................................................... 70
3.5.4.1 EM (Electromechanical) Stromanregung .................................................................................. 70
3.5.4.1 Unverzögerte Anregung ............................................................................................................ 72
3.5.4.1 Strom Schauzeichen & Selbsthaltung ...................................................................................... 72
3.5.5 Batterie-Simulator-Ausgang rampen ........................................................................................ 73
3.5.6 Überstromprüfungen .................................................................................................................. 74
3.5.6.1 Schaltfläche zur Auswahl der Herstellermarke ............................................................................... 74
3.5.6.1.1 Modell des Herstellers über Schaltfläche Marke ........................................................................ 75
3.5.6.1.2 Weitere Konfigurationsschaltfläche für Relais ............................................................................. 75

8
3.5.6.1.3 Einschl. Schauzeichen- und Selbsthaltungsprüfungen................................................................ 76
3.5.6.1.4 Kurve und Richtung des Relais pro Element – Auswahl und Konfiguration ................................ 77
3.5.6.1.5 Prüfungen vorbereiten ................................................................................................................. 81
3.5.6.1.5.1 Schaltfläche Elementen-Überstromprüfungen .......................................................................... 81
3.5.6.1.5.2 Schaltfläche Typenschild .......................................................................................................... 82
3.5.6.1.5.3 Schaltfläche Anschlussanleitung .............................................................................................. 82
3.5.6.1.5.4 Schaltfläche Batterie-Simulator ................................................................................................. 83
3.5.6.1.5.5 Schaltfläche Binäreingangs-Einstellung ................................................................................... 83
3.5.6.1.5.6 Schaltfläche Prüfergebnisse anschauen .................................................................................. 83
3.5.6.1.6 Prüfungen durchführen ................................................................................................................ 83
3.5.6.1.6.1 Schaltfläche Anregung Phase ................................................................................................... 83
3.5.6.1.6.2 Schaltfläche Zeitmessung Phase.............................................................................................. 83
3.5.6.1.6.3 Schaltfläche Phase Unverzögert ............................................................................................... 84
3.5.6.1.6.4 Schaltfläche Richtungsprüfung Phase ...................................................................................... 85
3.5.6.1.6.5 Schaltfläche Anregung Neutralleiter ......................................................................................... 86
3.5.6.1.6.6 Schaltfläche Zeitmessung Neutralleiter .................................................................................... 86
3.5.6.1.6.7 Schaltfläche Unverzögerte Anregung Neutralleiter................................................................... 87
3.5.6.1.6.8 Schaltfläche Richtungsprüfung Neutralleiter ............................................................................. 88
3.5.6.1.6.9 Schaltfläche Anregung Erde ..................................................................................................... 88
3.5.6.1.6.10 Schaltfläche Zeitmessung Erde .............................................................................................. 89
3.5.6.1.6.11 Schaltfläche Unverzögerte Anregung Erde ............................................................................ 89
3.5.6.1.6.12 Schaltfläche Erde Gerichtet .................................................................................................... 90
3.5.6.1.6.13 Prüfungen Elektromechanisches Relais ................................................................................. 91
3.5.6.1.6.13.1 Schaltfläche Schauzeichen und Selbsthaltung Erde ........................................................... 91
3.5.6.1.6.13.2 Schaltfläche Schauzeichen und Selbsthaltung Neutralleiter ............................................... 92
3.5.7 Zeitmessprüfung - Spannungsrelais ............................................................................................. 92
3.5.8 Zeitmessprüfung Zustand Sequenz – Mehrfachschuss Wiedereinschaltrelais ............................ 94
3.6 Impedanz-Relais mit dem STVI Click On Fault ............................................................................ 98
3.6.1 Allgemeine Einstellungen ............................................................................................................. 99
3.6.1.1 Toleranz-Einstellungen ............................................................................................................. 99
3.6.1.1.1 Schaltfläche Ohms Pro Phase/Pro Schleife .......................................................................... 99
3.6.1.2 Einstellungen Erwartete Auslösezeit ....................................................................................... 99
3.6.1.3 Einstell-Schaltfläche Richtung / AUS ....................................................................................... 99
3.6.1.4 Auswahlfeld Zonen/Fehler ..................................................................................................... 100
3.6.1.5 Einstellungen Erd-Kompensation........................................................................................... 100
3.6.1.6 CT PT Verhältnisse ................................................................................................................ 101
3.6.2 Grund-Charakteristiken .............................................................................................................. 101
3.6.2.1 Einstellbildschirm MHO ........................................................................................................... 102
3.6.2.1.1 Einstellbildschirm MHO Load Encroachment [Lastausblendung] ........................................... 102
3.6.2.2 Einstellbildschirm HALB MHO ................................................................................................ 103
3.6.2.3 Einstellbildschirm Polygon ...................................................................................................... 103
3.6.2.3.1 Einstellbildschirm QUAD Load Encroachment [Polygone Lastausblendung] ......................... 104
3.6.2.4 IEEE QUAD Einstell-Bildschirm .............................................................................................. 105
3.6.2.4.1 Einstellungs-Bildschirm IEEE QUAD Lastübergriff ................................................................. 106
3.6.3 Dateien Relaissammlung ............................................................................................................ 107
3.6.3.1 Import XRIO Relais-Einstellungen ................................................................................................ 108
3.6.4 RIO Dateien ................................................................................................................................ 108
3.6.5 Impedanz - Click On Fault Konfigurationsbildschirm .................................................................. 108
3.6.5.1 Dialogfeld Prefault [Vor-Fehler]............................................................................................... 109
3.6.5.2 Dialogfeld Control [Steuerung] ............................................................................................... 109
3.6.5.3 Optionen Rampe/Schuss ........................................................................................................ 109
3.6.5.4 CT PT Verhältnisse ................................................................................................................. 110
3.6.5.4 CT PT Verhältnisse ................................................................................................................. 110
3.6.5.5 Schaltfläche Polare/Rechtwinklige Darstellung Button ........................................................... 110
3.6.5.6 Schaltfläche Auto Set Fault Times [Autom. Einstellung Fehlerzeiten] .................................... 110
3.6.5.7 Schaltfläche Ohms Pro Phase/Pro Schleife ........................................................................... 110

9
3.6.5.8 Fide Z/t Chart button ............................................................................................................... 110
3.6.6 Prüfbildschirm Impedanz - Click On Fault .................................................................................. 110
3.6.6.1 Schaltfläche RIO ..................................................................................................................... 111
3.6.6.2 Schaltfläche Generic Characteristics [Grund-Charakteristiken] ............................................. 111
3.6.6.3 Schaltfläche Relay Library [Relais-Bibliothek] ....................................................................... 111
3.6.6.4 Schaltfläche Binär-Eingangs-Einstellung ................................................................................ 111
3.6.6.5 Schaltfläche Zurück zu den Einstellungen Eingangsbildschirm ............................................. 112
3.6.6.6 Schaltfläche Play..................................................................................................................... 112
3.6.6.7 Schaltfläche Alle Prüfen .......................................................................................................... 112
3.6.6.8 Schaltfläche Zoom Zone ......................................................................................................... 112
3.6.6.9 Schaltfläche Batteriesimulator ................................................................................................ 112
3.6.6.10 Die Konfigurations-Schaltfläche .............................................................................................. 113
3.6.6.11 Schaltfläche Prüfprotokoll überprüfen ..................................................................................... 113
3.6.6.12 Schaltfläche Schnelltest .......................................................................................................... 113
3.6.6.13 Option Unabhängigkeits-Prüfpunkte ....................................................................................... 114
3.6.6.13.1 Option IEC60255 Prüfpunkte .............................................................................................. 114
3.6.6.13.2 Option Ursprüngliche Prüfpunkte ........................................................................................ 114
3.6.6.13.3 Option Schüsse Prüfpunkte ................................................................................................. 114
3.6.6.14 Schaltfläche Zurück zum Impedanz-COF Konfigurationsbildschirm ...................................... 114
3.6.6.15 Schaltfläche Fehlerauswahl .................................................................................................... 114
3.6.6.16 Schaltfläche Prüfung(en) löschen ........................................................................................... 115
3.7 Messumformer mit der STVI Software prüfen .......................................................................... 115
3.7.1. Messumformer-Konfigurationsbildschirm ................................................................................... 116
3.7.1.1 Abschnitt Typenschild ............................................................................................................. 116
3.7.1.2 Abschnitt Typauswahl ............................................................................................................. 116
3.7.1.3 Abschnitt Prüfeinstellungen .................................................................................................... 117
3.7.1.4 Abschnitt Eingangsbereich ..................................................................................................... 117
3.7.1.5 Abschnitt Ausgangsbereich .................................................................................................... 118
3.7.2 Bildschirm Messumformer-Prüfung......................................................................................... 118
3.7.2.1 Abschnitt Ausgang .................................................................................................................. 119
3.7.2.2 Abschnitt Messumformer-Ausgang ......................................................................................... 119
3.7.3 Messumformer prüfen ............................................................................................................. 120
3.7.4 Ergebnisse speichern ................................................................................................................. 120
3.7.5 Watt / Var / Va / Leistungsfaktor-Anwendungen ........................................................................ 121
3.7.5.1 Watt/VAR 1 Element ............................................................................................................... 121
3.7.5.2 Leistungsfaktor 1 Elemente .................................................................................................... 121
3.7.5.3 Watt/VAR 1 1/2 Elemente ....................................................................................................... 122
3.7.5.4 Watt/VAR 2 Elemente ............................................................................................................. 123
3.7.5.5 Watt/VAR 2 1/2 Elemente ....................................................................................................... 124
3.7.5.6 Watt/VAR 3 Elemente ............................................................................................................. 124
3.7.5.7 Leistungsfaktor 3 Elemente .................................................................................................... 125
3.7.6 Einphasige Anwendungen .......................................................................................................... 126
3.7.6.1 AC und DC Spannungs-Messumformer ................................................................................. 126
3.7.6.2 AC- und DC-Strom-Messumformer......................................................................................... 126
3.7.6.3 Frequenzwandler .................................................................................................................... 127
3.8 Messgeräte-Prüfung ......................................................................................................................... 127
3.9 Differenzialrelais mit STVI prüfen ............................................................................................... 128
3.9.1 Transformator-Typenschild ..................................................................................................... 128
3.9.2 Transformator-Differenzial-Prüfungen ................................................................................... 137
3.9.2.1 Stablisierungs-Prüfung ............................................................................................................ 138
3.9.2.2 Zeitmess-Prüfung .................................................................................................................... 139
3.9.2.3 Anrege-Prüfung ....................................................................................................................... 140
3.9.2.4 Prüfung der Kurvensteigung ................................................................................................... 141
3.9.2.4.1 Characteristic Shot Test .......................................................................................................... 143
3.9.2.5 Prüfung Oberschwingungsbereich .......................................................................................... 143
3.9.2.6 Schussprüfung für Oberschwingungen ................................................................................... 144

10
3.10 Synchronisier-Prüfung ............................................................................................................. 145
3.10.1 Einstellungs- und Konfigurationsbildschirm für Synchronisierrelais ........................................... 145
3.10.1.1 Geräte-Typenschild – Systemeinstellungen ........................................................................... 146
3.10.2 Leistungsschalter-Einstellungen ................................................................................................. 146
3.10.3 Einstellungen Synchronisier-Charakteristiken ........................................................................ 146
3.10.4 Prüfparameter ............................................................................................................................. 146
3.10.5 Auswahlbildschirm Synchronisier-Charakteristik-Prüfung .......................................................... 147
3.10.5.1 Schaltfläche Konfiguration ...................................................................................................... 147
3.10.5.2 Schaltfläche Batteriesimulator ................................................................................................ 147
3.10.5.3 Schaltfläche Prüfprotokoll ....................................................................................................... 147
3.10.5.4 Schaltfläche Liste .................................................................................................................... 148
3.10.5.5 Schaltfläche Zurück zum Synchronisier-Einstellungs- und Konfigurationsbildschirm ............ 148
3.10.5.6 Schaltfläche Binäreingangseinstellung ................................................................................... 148
3.10.5.7 Schaltfläche Relaissammlung ................................................................................................. 148
3.10.5.8 Schaltfläche Play..................................................................................................................... 148
3.10.5.9 Schaltfläche Prüfungsauswahl ................................................................................................ 148
3.10.5.10 Schaltfläche Hilfe ................................................................................................................. 149
3.10.5.11 Option Schnelltest ............................................................................................................... 149
3.10.5.12 Option Dynamische Punkte ................................................................................................. 150
3.10.5.13 Option Ursprungs-Prüfpunkte.............................................................................................. 150
3.11 Frequenz-Prüfung ..................................................................................................................... 150
3.11.1 Bildschirm Frequenzrelais-Einstellungen und Konfiguration ...................................................... 150
3.11.1.1 Prüfeinstellungen Unterfrequenzrelais .................................................................................... 151
3.11.1.2 Prüfeinstellungen Überfrequenzrelais ..................................................................................... 152
3.11.1.3 Prüfeinstellungen df/dt Relais ................................................................................................. 154
3.11.1.4 Spannungswandler- und Relais-Anschlüsse .......................................................................... 156
3.11.1.5 Auswahl Klassische Zeitmessprüfung .................................................................................... 156
3.11.1.6 Vor-Fehler-Einstellungen ........................................................................................................ 156
3.11.2 Prüfbildschirm Frequenzrelais .................................................................................................... 156
3.11.2.1 Schaltfläche Konfiguration ...................................................................................................... 157
3.11.2.2 Schaltfläche Batterie-Simulator............................................................................................... 157
3.11.2.3 Schaltfläche Prüfprotokoll ....................................................................................................... 157
3.11.2.4 Schaltfläche Prüfliste .............................................................................................................. 157
3.11.2.5 Schaltfläche Zum Einstellbildschirm Frequenzrelaisprüfung zurückkehren ........................... 157
3.11.2.6 Schaltfläche System-Rücksetzung ......................................................................................... 157
3.11.2.7 Schaltfläche Play..................................................................................................................... 157
3.11.2.9 Schaltfläche Hilfe .................................................................................................................... 158
3.11.2.10 Bildschirm Frequenzrelais-Anregeprüfung .......................................................................... 158
3.11.2.11 Bildschirm Frequenzrelais-Zeitmessprüfung ....................................................................... 158
3.12 AVTS-Prüfung ........................................................................................................................... 159
3.12.1 Bildschirm AVTS-Auswahl .......................................................................................................... 159
3.12.1.1 Menü Relaisauswahl ............................................................................................................... 159
3.12.2 Bildschirm AVTS Relais-Prüfungsauswahl ................................................................................. 160
3.12.2.1 Die Schaltfläche Relaiseinstellungen ...................................................................................... 160
3.12.2.1.1 Schaltfläche Laufzeiteinstellungen ...................................................................................... 161
3.12.2.2 Auswahl Prüfbildschirm ........................................................................................................... 161
3.12.2.2.1 Schaltfläche Konfiguration ................................................................................................... 161
3.12.2.2.2 Schaltfläche Batterie-Simulator ........................................................................................... 161
3.12.2.2.3 Schaltfläche Prüfprotokoll .................................................................................................... 161
3.12.2.2.4 Schaltfläche Prüfungsliste ................................................................................................... 162
3.12.2.2.5 Schaltfläche Zurück zum Relaiseinstellungsbildschirm ...................................................... 162
3.12.2.2.6 Schaltfläche Zurück zum Auswahlbildschirm der Relaishersteller ...................................... 162
3.12.2.2.7 Schaltfläche Prüfungsanschlüsse ....................................................................................... 162
3.12.2.2.8 Schaltfläche Prüfungs-Notizfläche ...................................................................................... 162
3.12.2.2.9 Schaltfläche Play ................................................................................................................. 162
3.12.2.2.10 Schaltfläche Alle Prüfen ................................................................................................... 162

11
3.12.2.2.11 Schaltfläche Hilfe ............................................................................................................. 162
3.12.2.3 Durchführen einer Prüfung ...................................................................................................... 162
3.12.2.4 Durchführen eines One-Touch Prüfmoduls ............................................................................ 164
3.12.2.4.1 Einrichten der Kommunikation mit zu prüfendem Relais .................................................... 164
3.12.2.4.2 Schaltfläche SEL Hier Starten ............................................................................................. 165
3.12.2.4.3 Prüfungsauswahl ................................................................................................................. 166
3.13 COMTRADE Playback (Wiedergabe) ...................................................................................... 167
3.13.1 COMTRADE Dialogbox .............................................................................................................. 167
3.13.1.1 Bearbeiten einer COMTRADE-Datei ...................................................................................... 167
3.13.2 COMTRADE Prüfungsbildschirm ............................................................................................... 168
3.13.2.1 Bearbeiten der COMTRADE Datei ......................................................................................... 170
3.13.2.1.1 Wiedergabe Digitaler Kanal hinzufügen .............................................................................. 171
3.13.2.2 COMTRADE Wiedergabe-Kurvenformen anschauen ............................................................ 172
3.13.2.2.1 Zoom- und Cursor-Steuerungen ......................................................................................... 173
3.13.2.2.2 Zuschnitt-Schaltfläche ......................................................................................................... 174
3.13.2.3 Prüfung speichern ................................................................................................................... 174
3.14 Netzpendel-Simulator ............................................................................................................... 174
3.14.1 Prüfungsbildschirm Netzpendel .................................................................................................. 175
3.15 Wiedergabe SS1 Datei .............................................................................................................. 178
3.15.1 Dialogfenster SS1 Datei ............................................................................................................. 178
3.15.1.1 SS1-Datei Feld Bearbeiten ..................................................................................................... 179
3.15.1.2 SS1-Datei Simulationsfeld ...................................................................................................... 179
3.15.1.3 SS1-Datei Zustandsbereich .................................................................................................... 179
3.15.1.4 SS1-Datei Vektorenbereich .................................................................................................... 180
3.15.1.4 SS1-Datei Zeitfaktorbereich anpassen ................................................................................... 180
3.15.1.5 Unbearbeitete SS1-Datei anschauen ..................................................................................... 180
3.16 IEC 61850 Megger GOOSE Konfigurator (MGC) .................................................................... 181
3.16.1 Beschreibung GOOSE-Meldung ................................................................................................ 181
3.16.1.1 IEC 61850 Relaisprüfung – Allgemeine Beschreibung ........................................................... 182
3.16.2 MGC-Menüs ............................................................................................................................... 183
3.16.2.1 Datei-Register ......................................................................................................................... 183
3.16.2.1.1 Speichern ............................................................................................................................ 183
3.16.2.1.2 Speichern unter ................................................................................................................... 183
3.16.2.1.3 Öffnen .................................................................................................................................. 183
3.16.2.1.4 Einstellungen zum Prüfgerät herunterladen ........................................................................ 184
3.16.2.1.5 Beenden .............................................................................................................................. 184
3.16.2.2 Register Bearbeiten ................................................................................................................ 184
3.16.2.2.1 Gewählte GOOSE Löschen ................................................................................................ 184
3.16.2.2.2 Unbestätigte (Alle GOOSE-Meldungen dieses Registers) kennzeichnen .......................... 184
3.16.2.2.3 Binäreingangsabbildung zurücksetzen ............................................................................... 184
3.16.2.2.4 Binärausgangsabbildung zurücksetzen .............................................................................. 184
3.16.2.2.5 Abbildungen Aller Binäreingänge / -Ausgänge zurücksetzen ............................................. 184
3.16.2.2.6 Aktuelles Register Löschen ................................................................................................. 184
3.16.2.3 Register Anschauen ................................................................................................................ 184
3.16.2.3.1 Alle Zuklappen ..................................................................................................................... 185
3.16.2.3.2 Alle Erweitern ...................................................................................................................... 185
3.16.2.3.3 Log Öffnen ........................................................................................................................... 185
3.16.2.4 Register Werkzeuge ............................................................................................................... 185
3.16.2.4.1 Erfassen .............................................................................................................................. 185
3.16.2.4.2 Import .................................................................................................................................. 185
3.16.2.4.3 Sortieren .............................................................................................................................. 185
3.16.2.4.4 GOOSE-Konfiguration zurücksetzen .................................................................................. 186
3.16.2.4.5 Netzwerk-Gerät auswählen ................................................................................................. 186
3.16.2.4.6 Prüfgeräte-IP einstellen ....................................................................................................... 186
3.16.2.4.7 Präferenz ............................................................................................................................. 186
3.16.2.4.7.1 Gesamtansicht ................................................................................................................. 187

12
3.16.2.4.7.2 Einfache Ansicht .............................................................................................................. 187
3.16.2.4.7.3 FREJA 4xx Modus ........................................................................................................... 187
3.16.2.4.7.4 SMRT/MPRT Modus ........................................................................................................ 188
3.16.2.4.7.5 PC-GOOSER Modus ....................................................................................................... 188
3.16.2.4.7.6 Erweiterter MPRT-Modus ................................................................................................ 188
3.16.2.4.7.7 Prüfgeräte-Anschluss überbrücken ................................................................................. 188
3.16.2.5 GOOSE Filter-Optionen .......................................................................................................... 189
3.16.2.5.1 Bei Zu Filter Hinzufügen löschen ........................................................................................ 189
3.16.2.5.2 Filter erlaubt Update ............................................................................................................ 189
3.16.2.5.3 VLAN ID ............................................................................................................................... 189
3.16.2.5.4 GOOSE Prüfungs-Attribute ED. 1. ...................................................................................... 190
3.16.2.6 Register Prüfung ..................................................................................................................... 190
3.16.2.6.1 IEC 61850-8-1 Ed. 1 Prüfung .............................................................................................. 190
3.16.2.7 Register Hilfe........................................................................................................................... 190
3.16.3 MGC Symbolleiste ...................................................................................................................... 191
3.16.3.1 SCL-Schaltfläche .................................................................................................................... 191
3.16.3.2 C-Schaltfläche ......................................................................................................................... 191
3.16.3.3 DL-Schaltfläche ....................................................................................................................... 191
3.16.3.4 Schaltfläche MERGE .............................................................................................................. 191
3.16.3.5 Schaltfläche COMPARE [Vergleichen] ................................................................................... 191
3.16.3.6 Schaltfläche Zu MyGOOSE Kopieren ..................................................................................... 191
3.16.3.7 Schaltfläche Neue Suche ........................................................................................................ 191
3.16.4 Netzwerk-Scanning..................................................................................................................... 192
3.16.4.1 GOOSE-Meldungen erfassen ................................................................................................. 192
3.16.4.2 GOOSE-Meldungen überwachen ........................................................................................... 194
3.16.5 Analyse der GOOSE-Meldungen ............................................................................................... 195
3.16.5.1 GOOSE Filter .......................................................................................................................... 195
3.16.5.2 MERGE ................................................................................................................................... 195
3.16.5.3 VERGLEICHEN ...................................................................................................................... 196
3.16.5.4 Bestätigung ............................................................................................................................. 196
3.16.6 Zusammenführen von GOOSE-Meldungen ............................................................................... 196
3.16.6.1 Beispiel ZUSAMMENFÜHREN und VERGLEICHEN ............................................................. 196
3.16.6.2 Beispiel COMPARE [VERGLEICHEN] ................................................................................... 201
3.16.7 Konfiguration ............................................................................................................................... 203
3.16.7.1 SMRT / FREJA 5xx Binäreingänge auf GOOSE-Meldungen abbilden .................................. 204
3.16.7.2 SMRT / FREJA 5xx Binärausgänge auf GOOSE-Meldungen abbilden (Veröffentlichung) .... 206
3.16.7.3 Manipulieren der IEC-61850 Prüfservice-Parameter in veröffentlichten GOOSE-Meldungen206
3.16.7.4 Manipulieren des IEC-61850 Prüfattributs im Qualitätsparameter in den veröffentlichten
GOOSE-Meldungen durch das SMRT / FREJA 5xx ................................................................................. 208
4.0 Garantieerklärung ........................................................................................................................ 210
5.0 Service-Daten ............................................................................................................................... 210
5.1 Vorbeugende Wartung ................................................................................................................. 210
5.1.1 Überprüfen Sie das Geräte alle sechs Monate auf .................................................................... 210
5.1.2 STVI Software upgraden ............................................................................................................ 210
5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen ....................................................................................... 211
5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung ............................................................................................... 211
5.2.1.1 Netzspannungsversorgung ..................................................................................................... 212
5.2.1.2 Ethernet-Kabel ........................................................................................................................ 212
6.0 Vorbereitung für Rücksendung .................................................................................................. 213
Addendum A SMRT1............................................................................................................................... 214
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN ........................................................................................................... 215
1.0 Betriebsmodi .................................................................................................................................. 217
1.1 SMRT1 Allgemeine Beschreibung .............................................................................................. 217
1.1.1 Obere Bedienfläche .................................................................................................................... 217
1.1.2 Seitenpanel ................................................................................................................................. 218
1.1.3 Einschub-Gehäuserückseite ....................................................................................................... 218

13
1.2 Eingangsleistung ......................................................................................................................... 220
1.2.1. Eingangs-Netzkabel.................................................................................................................... 220
1.3 Spannungs-Strom-Generator ...................................................................................................... 220
1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker ................................................................................. 221
1.3.2. Stromverstärker .......................................................................................................................... 222
1.4 Binär-Ein- und Ausgänge ............................................................................................................ 223
1.4.1 Binäreingänge............................................................................................................................. 223
1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gate ................................................................................................ 223
1.4.1.1.1 Potenzialfreie Kontakte Öffnen ............................................................................................... 223
1.4.1.1.2 Potenzialfreie Kontakte Schließen .......................................................................................... 223
1.4.1.1.3 Anwenden oder Entfernen von AC oder DC-Spannung ......................................................... 223
1.4.2 Binärausgänge ............................................................................................................................ 224
2.1 System auspacken ......................................................................................................................... 224
2.1.1 Erst-Inbetriebnahme ................................................................................................................... 224
2.2 Kommunikationsschnittstellen ................................................................................................... 224
2.2.1 PC IN Ethernet Schnittstelle ....................................................................................................... 225
2.2.2.1 Einstellen der SMRT IP-Adresse für Betrieb mit einem PC .................................................... 225
2.2.1.2 Setting SMRT IP Address for Networks .................................................................................. 226
2.2.1.2 Einstellen der SMRT IP-Adresse für Netzwerke ..................................................................... 226
2.2.2 61850/OUT Ethernet Schnittstelle ............................................................................................. 226
2.2.2.1 IEC 61850 Operations ............................................................................................................ 226
2.2.2.1 IEC 61850 Betrieb ................................................................................................................... 226
3.0 Stromquellen ................................................................................................................................ 226
3.1 Parallel-Betrieb ............................................................................................................................. 226
3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 180 Ampere ................................................... 227
3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe ...................................................................................................... 229
4.0 Spannungsquellen ....................................................................................................................... 229
4.1 Zusammen addierte Ausgänge ................................................................................................... 229
4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung ....................................................................... 230
4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck ............................................................................................... 230
4.2.2 T Anschluss ................................................................................................................................ 233
4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung ....................................................................................................... 233
5.0 Garantieerklärung ........................................................................................................................ 235
5.1 Vorbeugende Wartung ................................................................................................................. 235
5.1.2 Aktualisierung der SMRT1 Firmware ...................................................................................... 235
5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen ....................................................................................... 236
5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung ............................................................................................... 236
5.2.1.1 Input Power ............................................................................................................................. 237
5.2.1.1 Netzspannungsversorgung ..................................................................................................... 237
5.2.1.2 VIGEN Eingangsleistung, Kommunikation und Steuerung ..................................................... 237
5.2.1.3 Binary Input and Output .......................................................................................................... 241
6.0 Vorbereitung für Rücksendung .................................................................................................. 242
Addendum B SMRT33/36/43/46 ............................................................................................................. 243
Modell SMRT33/36/43/46 ......................................................................................................................... 243
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem ............................................................................................................... 243
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN ........................................................................................................... 244
1.0 Betriebsmodi .................................................................................................................................. 246
1.1 Allgemeine Beschreibung ........................................................................................................... 246
1.1.1 Obere Bedienfläche .................................................................................................................... 246
1.1.2 Vordere Bedienfläche ................................................................................................................ 248
1.2 Spannungsversorgung-Eingangs .............................................................................................. 249
1.2.1. Eingangs-Netzkabel.................................................................................................................... 249
1.3 Spannungs-Strom-Generator (VIGEN) Modul ........................................................................... 249
1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker ................................................................................. 250
1.3.2. Stromverstärker .......................................................................................................................... 251
1.4 Binär-Ein- und Ausgänge ............................................................................................................ 252

14
1.4.1 Binäreingänge............................................................................................................................. 252
1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gate ................................................................................................ 252
1.4.1.1.1 Potenzialfreie Kontakte Öffnen ............................................................................................... 253
1.4.1.1.2 Potenzialfreie Kontakte Schließen .......................................................................................... 253
1.4.1.1.3 Anwenden oder Entfernen von AC oder DC-Spannung ......................................................... 253
1.4.2 Binärausgänge ............................................................................................................................ 253
1.5 Batterie-Simulator ........................................................................................................................ 254
2.0 INSTALLATION ............................................................................................................................. 254
2.1 System auspacken ......................................................................................................................... 254
2.1.1 Erst-Inbetriebnahme ................................................................................................................... 254
2.2 Kommunikationsschnittstellen ................................................................................................... 255
2.2.1 USB 2.0 Schnittstelle .................................................................................................................. 255
2.2.2 PC/OUT Ethernet Schnittstelle ................................................................................................... 255
2.2.2.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für den Betrieb mit einem PC ............................................ 256
2.2.3 STVI Ethernet Schnittstelle ......................................................................................................... 257
2.2.3.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Betrieb mit STVI ........................................................... 257
2.2.4 IN - IEC61850 Ethernet-Schnittstelle.......................................................................................... 257
2.2.4.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Netzwerke oder IEC 61850 Betrieb .............................. 257
3.0 Stromquellen ................................................................................................................................ 258
3.1 Parallel-Betrieb ............................................................................................................................. 258
3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 180 Ampere ................................................... 259
3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe ...................................................................................................... 260
4.0 Spannungsquellen ....................................................................................................................... 262
4.1 Zusammen addierte Ausgänge ................................................................................................... 262
4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung ....................................................................... 263
4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck ............................................................................................... 263
4.2.1.1 Nicht ausgeglichenes Offenes Dreieck ................................................................................... 264
4.2.2 T Anschluss ................................................................................................................................ 266
4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung ....................................................................................................... 266
5.0 Garantieerklärung ........................................................................................................................ 268
5.1 Vorbeugende Wartung ................................................................................................................. 268
5.1.2 Aktualisierung der SMRT33/36/46 Firmware .......................................................................... 268
5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen ....................................................................................... 269
5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung ............................................................................................... 269
5.2.1.1 Netzspannungsversorgung ..................................................................................................... 270
5.2.1.2 VIGEN Eingangsleistung, Kommunikation und Steuerung ..................................................... 270
5.2.1.2.1 Replacing a VIGEN ................................................................................................................. 273
5.2.1.2.1 Einen VIGN ersetzen .............................................................................................................. 273
6.0 Vorbereitung für Rücksendung .................................................................................................. 276
Addendum C SMRT36D .......................................................................................................................... 277
Modell SMRT36D ...................................................................................................................................... 277
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem ............................................................................................................... 277
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN ........................................................................................................... 278
1.0 Betriebsmodi ................................................................................................................................ 280
1.1 SMRT36D Allgemeine Beschreibung ......................................................................................... 280
1.1.1 Obere Bedienfläche .................................................................................................................... 280
1.1.2 Vordere Bedienfläche ................................................................................................................ 281
1.2 Spannungsversorgung-Eingangs .............................................................................................. 282
1.2.1. Eingangs-Netzkabel.................................................................................................................... 283
1.3 Spannungs-Strom-Generator (VIGEN) Modul ........................................................................... 283
1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker ................................................................................. 284
1.3.2. Stromverstärker .......................................................................................................................... 284
1.4 Binär-Ein- und Ausgänge ............................................................................................................ 285
1.4.1 Binäreingänge............................................................................................................................. 286
1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gate ................................................................................................ 286
1.4.1.1.1 Potenzialfreie Kontakte Öffnen ............................................................................................... 287

15
1.4.1.1.2 Potenzialfreie Kontakte Schließen .......................................................................................... 287
1.4.1.1.3 Anwenden oder Entfernen von AC oder DC-Spannung ......................................................... 287
1.4.2 Binärausgänge ............................................................................................................................ 287
1.5 Batterie-Simulator ........................................................................................................................ 287
2.0 INSTALLATION ............................................................................................................................. 288
2.1 System auspacken ....................................................................................................................... 288
2.1.1 Erst-Inbetriebnahme ................................................................................................................... 288
2.2 Kommunikationsschnittstellen ................................................................................................... 288
2.2.1 USB 2.0 Schnittstelle .................................................................................................................. 289
2.2.2 PC/IN Ethernet Schnittstelle ....................................................................................................... 289
2.2.2.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für den Betrieb mit einem PC ............................................ 290
2.2.3 ISOLATED Ethernet Schnittstelle ............................................................................................... 290
2.2.4 IEC61850 / OUT Ethernet-Schnittstelle ...................................................................................... 291
2.2.4.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Netzwerke oder IEC 61850 Betrieb .............................. 291
3.0 Stromquellen ................................................................................................................................ 291
3.1 Parallel-Betrieb ............................................................................................................................. 291
3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 180 Ampere ................................................... 292
3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe ...................................................................................................... 294
4.0 Spannungsquellen ....................................................................................................................... 295
4.1 Zusammen addierte Ausgänge ................................................................................................... 295
4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung ....................................................................... 297
4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck ............................................................................................... 297
4.2.1.1 Nicht ausgeglichenes Offenes Dreieck ................................................................................... 299
4.2.2 T Anschluss ................................................................................................................................ 300
4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung ....................................................................................................... 300
5.0 Garantieerklärung ........................................................................................................................ 302
5.1 Vorbeugende Wartung ................................................................................................................. 302
5.1.2 Aktualisierung der SMRT36D Firmware ................................................................................. 302
5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen ....................................................................................... 303
5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung ............................................................................................... 303
5.2.1.1 Netzspannungsversorgung ..................................................................................................... 304
5.2.1.2 VIGEN Eingangsleistung, Kommunikation und Steuerung ..................................................... 304
5.2.1.2.1 Einen VIGN ersetzen .............................................................................................................. 307
6.0 Vorbereitung für Rücksendung .................................................................................................. 310
Addendum D SMRT46D .......................................................................................................................... 311
Modell SMRT46D ...................................................................................................................................... 311
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem ............................................................................................................... 311
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN ........................................................................................................... 312
1.0 Betriebsmodi ................................................................................................................................ 314
1.1 SMRT46D Allgemeine Beschreibung ......................................................................................... 314
1.1.1 Obere Bedienfläche .................................................................................................................... 314
1.1.2 Vordere Bedienfläche ................................................................................................................ 315
1.2 Spannungsversorgung-Eingangs .............................................................................................. 316
1.2.1. Eingangs-Netzkabel.................................................................................................................... 317
1.3 Spannungs-Strom-Generator (VIGEN) Modul ........................................................................... 317
1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker ................................................................................. 318
1.3.2. Stromverstärker .......................................................................................................................... 319
1.4 Binär-Ein- und Ausgänge ............................................................................................................ 320
1.4.1 Binäreingänge............................................................................................................................. 320
1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gate ................................................................................................ 320
1.4.1.1.1 Potenzialfreie Kontakte Öffnen ............................................................................................... 321
1.4.1.1.2 Potenzialfreie Kontakte Schließen .......................................................................................... 321
1.4.1.1.3 Anwenden oder Entfernen von AC oder DC-Spannung ......................................................... 321
1.4.2 Binärausgänge ............................................................................................................................ 321
1.5 Batterie-Simulator ........................................................................................................................ 322
2.0 INSTALLATION ............................................................................................................................. 322

16
2.1 System auspacken ....................................................................................................................... 322
2.1.1 Erst-Inbetriebnahme ................................................................................................................... 323
2.2 Kommunikationsschnittstellen ................................................................................................... 323
2.2.1 USB 2.0 Schnittstelle .................................................................................................................. 323
2.2.2 PC/OUT Ethernet Schnittstelle ................................................................................................... 324
2.2.2.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für den Betrieb mit einem PC ............................................ 324
2.2.4 IEC61850 / OUT Ethernet-Schnittstelle ...................................................................................... 325
2.2.4.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Netzwerke oder IEC 61850 Betrieb .............................. 325
3.0 Stromquellen ................................................................................................................................ 326
3.1 Parallel-Betrieb ............................................................................................................................. 326
3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 360 Ampere ................................................... 327
3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe ...................................................................................................... 328
4.0 Spannungsquellen ....................................................................................................................... 330
4.1 Zusammen addierte Ausgänge ................................................................................................... 330
4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung ....................................................................... 332
4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck ............................................................................................... 332
4.2.1.1 Nicht ausgeglichenes Offenes Dreieck ................................................................................... 334
4.2.2 T Anschluss ................................................................................................................................ 335
4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung ....................................................................................................... 335
5.0 Garantieerklärung ........................................................................................................................ 337
5.1 Vorbeugende Wartung ................................................................................................................. 337
5.1.2 Aktualisierung der SMRT46D Firmware ................................................................................. 337
5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen ....................................................................................... 338
5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung ............................................................................................... 338
5.2.1.1 Netzspannungsversorgung ..................................................................................................... 339
5.2.1.2 VIGEN Eingangsleistung, Kommunikation und Steuerung ..................................................... 339
5.2.1.2.1 Einen VIGN ersetzen .............................................................................................................. 342
6.0 Vorbereitung für Rücksendung .................................................................................................. 345
Addendum E SMRT410 ........................................................................................................................... 346
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN ........................................................................................................... 347
1.0 Betriebsmodi ................................................................................................................................ 349
1.1 SMRT410 Allgemeine Beschreibung .......................................................................................... 349
1.1.1 Obere Bedienfläche .................................................................................................................... 349
1.1.2 Vordere Bedienfläche ................................................................................................................. 350
1.2 Spannungsversorgung-Eingangs .............................................................................................. 351
1.2.1. Eingangs-Netzkabel.................................................................................................................... 352
1.3 Spannungs-Strom-Generator (VIGEN) und Doppelstrom- (DIGEN) Module .......................... 352
1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker ................................................................................. 353
1.3.2. Stromverstärker .......................................................................................................................... 354
1.4 Binär-Ein- und Ausgänge ............................................................................................................ 354
1.4.1 Binäreingänge............................................................................................................................. 355
1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gate ................................................................................................ 355
1.4.1.1.1 Potenzialfreie Kontakte Öffnen ............................................................................................... 355
1.4.1.1.2 Potenzialfreie Kontakte Schließen .......................................................................................... 356
1.4.1.1.3 Anwenden oder Entfernen von AC oder DC-Spannung ......................................................... 356
1.4.2 Binärausgänge ............................................................................................................................ 356
1.5 Batterie-Simulator ........................................................................................................................ 356
2.0 SETUP ........................................................................................................................................... 357
2.0 INSTALLATION ............................................................................................................................. 357
2.1 System auspacken ....................................................................................................................... 357
2.1.1 Erst-Inbetriebnahme ................................................................................................................... 358
2.2 Kommunikationsschnittstellen ................................................................................................... 358
2.2.1 USB 2.0 Interface ....................................................................................................................... 358
2.2.2 PC/OUT Ethernet Schnittstelle ................................................................................................... 359
2.2.2.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für den Betrieb mit einem PC ............................................ 359
2.2.3 STVI Ethernet Schnittstelle ......................................................................................................... 360

17
2.2.3.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Betrieb mit STVI ........................................................... 360
2.2.4 IN - IEC61850 Ethernet-Schnittstelle.......................................................................................... 360
2.2.4.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Netzwerke oder IEC 61850 Betrieb .............................. 361
3.0 Stromquellen ................................................................................................................................ 361
3.1 Parallel-Betrieb ............................................................................................................................. 361
3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe ...................................................................................................... 364
4.0 Spannungsquellen ....................................................................................................................... 366
4.1 Zusammen addierte Ausgänge ................................................................................................... 366
4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung ....................................................................... 367
4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck ............................................................................................... 367
4.2.1.1 Nicht ausgeglichenes Offenes Dreieck ................................................................................... 369
4.2.2 T Anschluss ................................................................................................................................ 370
4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung ....................................................................................................... 370
5.0 Garantieerklärung ........................................................................................................................ 372
5.1 Vorbeugende Wartung ................................................................................................................. 372
5.2 Aktualisierung der SMRT410 Firmware ..................................................................................... 373
5.3 Service- und Reparatur-Anweisungen ....................................................................................... 373
5.3.1 Grundlegende Fehlerbehandlung ............................................................................................... 374
5.3.1.1 Netzspannungsversorgung ..................................................................................................... 375
5.3.1.2 VIGEN Eingangsleistung, Kommunikation und Steuerung .............................................. 375
5.3.1.2.1 Einen VIGEN ersetzen .......................................................................................................... 378
6.0 Vorbereitung für Rücksendung .................................................................................................. 380
Addendum F SMRT410D ........................................................................................................................ 381
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN ........................................................................................................... 382
1.0 Betriebsmodi ................................................................................................................................ 384
1.1 Allgemeine Beschreibung ........................................................................................................... 384
1.1.1 Obere Bedienfläche .................................................................................................................. 384
1.1.2 Vordere Bedienfläche ................................................................................................................ 386
1.2 Spannungsversorgung-Eingangs .............................................................................................. 387
1.2.1. Eingangs-Netzkabel.................................................................................................................... 387
1.3 Voltage Current Generator (VIGEN) and Double-Current (DIGEN) Modules .......................... 388
1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker ................................................................................. 388
1.3.2. Stromverstärker .......................................................................................................................... 389
1.4 Binär-Ein- und Ausgänge ............................................................................................................ 390
1.4.1 Binäreingänge............................................................................................................................. 391
1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gate ................................................................................................ 391
1.4.1.1.1 Potenzialfreie Kontakte Öffnen ............................................................................................... 391
1.4.1.1.2 Potenzialfreie Kontakte Schließen .......................................................................................... 391
1.4.1.1.3 Anwenden oder Entfernen von AC oder DC-Spannung ......................................................... 391
1.4.2 Binärausgänge ............................................................................................................................ 392
1.5 Batterie-Simulator ........................................................................................................................ 392
2.0 INSTALLATION ............................................................................................................................. 393
2.1 System auspacken ....................................................................................................................... 393
2.1.1 Erst-Inbetriebnahme ................................................................................................................... 393
2.2 Kommunikationsschnittstellen ................................................................................................... 393
2.2.1 USB 2.0 Schnittstelle .................................................................................................................. 394
2.2.2 PC/OUT Ethernet Schnittstelle ................................................................................................... 394
2.2.2.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für den Betrieb mit einem PC ............................................ 395
2.2.4 IEC61850 / OUT Ethernet-Schnittstelle ...................................................................................... 395
2.2.4.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Netzwerke oder IEC 61850 Betrieb .............................. 396
3.0 Stromquellen ................................................................................................................................ 396
3.1 Parallel-Betrieb ............................................................................................................................. 396
3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 360 Ampere ................................................... 397
3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe ...................................................................................................... 399
4.0 Spannungsquellen ....................................................................................................................... 400
4.1 Zusammen addierte Ausgänge ................................................................................................... 400

18
4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung ....................................................................... 401
4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck ............................................................................................... 401
4.2.2 T Anschluss ................................................................................................................................ 402
4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung ....................................................................................................... 402
5.0 Garantieerklärung ........................................................................................................................ 403
5.1 Vorbeugende Wartung ................................................................................................................. 403
5.1.2 Aktualisierung der SMRT410D Firmware ............................................................................... 404
5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen ....................................................................................... 405
5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung ............................................................................................... 405
5.2.1.1 Netzspannungsversorgung ..................................................................................................... 406
5.2.1.2 VIGEN Eingangsleistung, Kommunikation und Steuerung ..................................................... 406
5.2.1.2.1 Einen VIGN ersetzen .............................................................................................................. 409
6.0 Vorbereitung für Rücksendung .................................................................................................. 412

19
1.0 STVI Einleitung
STVI ist eine anwenderfreundliche Schnnittstelle zur Steuerung des SMRT und älteren MPRT-
Relaisprüfeinrichtungen von Megger. Dieses Handbuch enthält die benötigten Informationen zur
Einrichtung und Verwendung Ihrer STVI mit den SMRT- oder MPRT-Relais-Prüfsystemen. Es wird
beschrieben, wie das Gerät funktioniert; außerdem werden einige der möglichen verschiedenen Prüfarten
aufgezeigt und wie Sie Ihre Prüfergebnisse mit Hilfe der Software Smart Touch View Interface speichern
und anschauen können. Es zeigt auch, wie die RTMS software unter Verwendung der Software PowerDB
auf Ihrem PC läuft.
Es gibt zwei Versionen der STVI.
 STVI-1 Mit SMRT36 und MPRT8445 verwendet
 STVI-2 Mit SMRT1 - und älteren MPRT-Geräten verwendet. Die STVI-2 ist eine STVI-1 mit einer
externen Spannungsversorgung, Speisung über Ethernet PoE (Power Over Ethernet) und
Ethernet-Schnittstelleneinheit.
Informationen hinsichtlich SMRT MPRT8445-Geräten finden sich in den Anhängen.
1.1 Schnittstelle Smart Touch View

Abbildung 1 Schnittstelle Smart Touch View

1. TFT LCD Farb-Display – dieses 8,5 Zoll-Touchpanel-Display verfügt über eine hohe Auflösung,
einen weiten Betrachtungswinkel und eine hohe Leuchtdichte zum Lesen bei direkter
Sonneneinstrahlung.
2. Steuerungsknopf – dieser Knopf stellt Werte ein, sobald der Ort des zu ändernden Wertes
ausgewählt ist.

Abbildung 2 Rückseitige Ansicht

3. Eingebauter Ausklappständer – die STVI kann als Hand-Steuergerät betrieben werden; oder
es kann der eingebaute Ständer ausgeklappt und ein Desktop-Steuergerät verwendet werden.
4. STVI Ethernet-Schnittstelle– diese Ethernet-Schnittstelle ist eine 10/100BaseTX PoE (Power
over Ethernet) Schnittstelle und ist die SMRT-Anschlussschnittstelle.

5. USB-Schnittstelle – die USB 2.0 Schnittstelle erfordert einen Anschluss vom Typ A und wird in
erster Linie als Kommunikations- und Steuerschnittstelle verwendet. Ein USB-Kabel wird nicht mit
dem Prüfgerät oder beim optionalen Zubehör geliefert. Zur Steuerung des SMRT wird ein
Ethernet-Kabel mitgeliefert, da die STVI seine Spannung über das Ethernet-Kabel bezieht.
Obwohl die STVI über eine integrierte virtuelle Tastatur verfügt, kann der Anwender eine USB-

20
Tastatur mit der STVI genauso verwenden wie eine Maus (einschließlich Logitech-Funkmaus);
Tastatur und/oder Maus werden nicht mit dem Zubehör geliefert. Die USB-Schnittstelle wird auch
zum Aktualisieren der Firmware im SMRT sowie zur Softwareaktualisierung in der STVI mit Hilfe
eines USB-Speichersticks verwendet. Die USB-Schnittstelle der STVI unterstützt keine
Speichersticks mit mehr als 2 GB. Ferner kann sie verwendet werden, um die Prüfergebnisse von
der STVI herunterzuladen, um sie auf einen anderen PC mit der Software PowerDB zum
Speichern oder Drucken weiterzubearbeiten.

1.2 Terminologie

Die in diesem Handbuch verwendeten Abkürzungen, Begriffe und Definitionen werden nachfolgend
beschrieben:

1.2.1 Abkürzungen

AC Wechselstrom
CW Rechtsdrehend (Im Uhrzeigersinn)
CCW Linksdrehend (Gegen den Uhrzeigersinn)
DC Gleichstrom
GPS Global Position System
GUI Grafische Anwenderschnittstelle
Hz Hertz
ID Identifikation
I/O Eingang/Ausgang
kHz Kilo Hertz
LCD Flüssigkristall-Anzeige
LED Leuchtdiode
MAG Magnitude
MTA Maximaler Drehwinkel
ROM Nur-Lese-Speicher
RTS Relais-Prüfsystem
STVI Smart Touch View Interface
USB Universal Serial Bus
VAC Volt Wechselstrom
VDC Volt Gleichstrom
VIGEN Spannungs- / Strom-Generator-Modul
VRMS Volt Effektivwert
UUT Zu prüfendes Gerät

1.2.2 Glossar der Fachbegriffe

Die Anzeigen auf den STVI-Displays fordern den Anwender auf, verschiedene Werte auszuwählen oder
einzustellen. Die Werte variieren in Abhängigkeit von dem zu prüfenden Relais und dem Relais-Einstell-
Bildschirm. Viele der verwendeten Fachbegriffe sind im Wesen ähnlich und bedeuten virtuell das Gleiche
ungeachtet des Relaistyps. Beispielsweise wird der Begriff Zeitwahl im Allgemeinen verwendet, um die
Zeitwahleinstellung an dem zu prüfenden Relais festzulegen. Die Zeitwahl kann bei einem
Überstromrelais oder ebenso einfach bei einem Unterspannungsrelais sein. Leider können einige der hier
beschriebenen Fachbegriffe bei verschiedenen Relaisarten auf verschiedene Art und Weise angewandt
werden und somit kann es sein, dass nicht jedes mögliche hergestellte Relais behandelt ist. Jedenfalls
besteht die Hoffnung, dass dieser Glossar dem Anwender hilft, jeden Einstellwert bei jedem
Relaiseinstellbildschirm zu verstehen.

1.2.2.1 Pickup (Tap) [Anregung (Stufe)]

Ein Zahlenwert in Verbindung mit einer Stufeneinstellung am Relais. Anregung oder Stufe ist
normalerweise mit einem Wert für Strom, Spannung, Phasenwinkel, Frequenz, Watt oder Ohm

21
verbunden. Er wird verwendet, um einen Einstellwert, Anregewert oder Minimum-Betriebspunkt des zu
prüfenden Relais festzulegen.

1.2.2.2 TDM (Time Dial Multiple = Zeitwahl-Vervielfacher)

Ein Zahlenwert - er steht normalerweise in Verbindung mit einer ZEITKURVE bzw. legt die Verwendung
einer speziellen Zeitkurve aus einer Kurvenschar fest. Bei der Durchführung einer Zeitmesskurve
verwendet. Die Zahl bei ZEITWAHL kann auch für einen Zeit-Kurven-Algorithmus verwendet werden, in
der die theoretische Auslösezeit des zu prüfenden Relais berechnet wird.

1.2.2.3 Inst. (Unverzögerte Stufe)

Ein Zahlenwert in Verbindung mit einer Stufeneinstellung bei einem unverzögerten Element des Relais.
Er wird normalerweise in Verbindung mit einem Wert für Strom oder Spannung verwendet, um einen
Anregewert oder Minimum-Auslösepunkt des unverzögerten Elements im zu prüfenden Relais
festzulegen.

1.2.2.4 Reset Seconds [Reset Sekunden]

Es ist ein Zahlenwert für die Zeit, normalerweise in Verbindung mit elektromechanischen Relais. Dies ist
der Betrag der Zeit, die der Zeitgeber für den Reset benötigt. Wenn mehrere Zeitmessprüfungen an
einem Relais durchgeführt werden, wird das Prüfsystem den Reset-Sekundenwert abwarten, bevor die
Anwendung der nächsten Zeitmessprüfung erfolgt. Numerische Relais können auch programmierbare
Reset-Zeiten haben, um die elektromechanischen Relais zu koordinieren.
Beachten Sie: Wenn die Reset-Sekunden zu kurz eingestellt sind und die Rücksetzung des
Zeitgebers nicht vollständig erfolgt, dann wird ein Zeitmessfehler in die Prüfung eingebracht.

1.2.2.5 Time Delay [Zeitverzögerung]

Zahlenwert der Zeit, normalerweise in Verbindung mit der Minimum-Auslösezeit von unverzögerten
elektromechanischen Relais. Dies ist der Mindestbetrag der Zeitverzögerung in Verbindung mit dem
Schließen des unverzögerten Auslösekontakts. Sobald ein Wert eingeben wird, wird eine Linie
gezeichnet, in Verbindung mit der in der Anzeige der Auslösecharakteristik eingegebenen Zeit. Wenn
einer der vom Anwender ausgewählten Prüfpunkte für das Prüfen des unverzögerten Auslösevorgangs
ist, wird er mit den anderen Zeitverzögerungs-Auslösepunkten gezeichnet.

Beachten Sie, dass numerische Relais auch programmierbare Zeitverzögerungseinstellungen in


Verbindung mit dem unverzögerten Auslösevorgang haben können.

1.2.2.6 Test Multiple [Prüfung Vielfache]

Ein Zahlenwert, normalerweise in Verbindung mit der Durchführung von Zeitmessprüfungen. Vielfache
werden normalerweise in ganzen Zahlen ausgedrückt wie 2-, 3-, 4-mal den Wert der Relaisanregung
oder der Stufe des zu prüfenden Relais. Bruchteile der Prüfvielfachen können ebenfalls eingegeben
werden und die entsprechenden Prüfwerte und theoretischen Auslösezeiten werden automatisch
berechnet. Wenn kein Wert für Reset Seconds [Reset Sekunden] (siehe 1.2.2.4) eingegeben ist, dann
wird beim Drücken der entsprechenden blauen STVI Play-Taste nur ein Zeitmess-Prüfpunkt durchgeführt.
Wenn ein Wert für Reset Seconds eingegeben wird das Prüfsystem, nachdem die erste blaue Play-Taste
gedrückt wurde, alle Prüf-Vielfachen in Reihe durchführen und es wartet die Reset-Sekunden zwischen
den Anwendungen der eingegebenene Prüf-Vielfachen ab.

1.2.2.7 Reach or Diameter [Reichweite oder Durchmesser]

Ein Zahlenwert, ausgedrückt in Ohm. Dieser Wert wird verwendet, um den „Abstand“ in Ohm festzulegen,
den das zu prüfende Relais entweder in einem Leitungsabschnitt oder einem Generator „erkennt“.

22
1.2.2.8 Angle (Torque) [Winkel (Lastwinkel)]

Ein Zahlenwert in Grad ausgedrückt. Ein Wert, der bei Impedanzrelais verwendet wird, um die Einstellung
des „Maximum-Lastwinkels“ oder des „Leitungswinkels“ des zu prüfenden Relais festzulegen
(manchesmal abgekürzt als Ang.).

1.2.2.9 Expected Trip Time [Erwartete Auslösezeit]

Ein Zahlenwert, der die Schaltzeit des zu prüfenden Relais ausdrückt; normalerweise verwendet, um eine
feste Auslösezeit für einen gegebenen Fehlerwert beim Prüfen von Mehrzonen-Distanzrelais festzulegen.

1.2.2.10 Winding (1,2,3,4) Tap [Wicklung (1,2,3,4) Stufe]

Ein Zahlenwert in Verbindung mit der Wicklungszahl, d.h. 1, 2, 3, 4 usw. eines Transformator-
Differenzialrelais; er legt den Stufeneinstellungswert und die Prüfung für jede Wicklung fest.

1.2.2.11 % Slope [Schleife]

Ein Zahlenwert, der die Schaltcharakteristik eines Differenzialrelais erstellt. Die Auslösecharakteristik des
Differenzialrelais ist eine Linie mit einer Schleife, die durch das Verhältnis von Auslöse- und
Stabilisierungswerten festgelegt ist.

1.2.2.12 % Harmonic [Oberschwingung]

Ein Zahlenwert, der den Prozentsatz der Oberschwingungsstabilisierung für ein


oberschwingungsstabilisiertes Transformator-Differenzialrelais bildet. Dieser Wert wird verwendet, um
Gut/Schlecht während der Oberschwingungsstabilisierungsprüfung festzulegen.

1.2.2.13 % Prefault Seconds [Vor-Fehler-Sekunden]

Zahlenwert der Zeit, normalerweise in Verbindung mit Relais, die Vor-Fehler-Werte vor Anwendung der
Fehlerwerte erfordern. Dies ist der Betrag an Zeit, der erforderlich ist, um die Auslösescheibe auf einen
„normalen“ Schaltzustand einzustellen oder um ein Relais auf Mikroprozessorbasis ordnungsgemäß zu
polarisieren, bevor der Fehlerzustand angewandt wird. Beispiele hierfür sind ein elektromechanisches
Spannungsrelais oder ein numerisches Distanzrelais. Wenn an einem Relais Mehrfachprüfungen
durchgeführt werden, wird das Prüfsystem den Wert für die Vor-Fehler-Sekunden vor dem Anwenden des
nächsten Prüfwertes anwenden.
Beachten Sie, wenn die Vor-Fehler-Sekunden zu kurz eingestellt sind und das Relais sich nicht
vollständig zurücksetzen kann (falls elektromechanisch) oder ordnungsgemäß polarisiert wird, dann wird
der Fehler in die Prüfung eingeschleppt.

1.3 Power Over Ethernet Input Power [PoE Spannungsversorgung]

Die STVI erhält die Versorgung über Ethernet (PoE) mit 48 Volt DC bei 0,5 A vom SMRT33/43/36/410.
Die Geräte SMRT1 und MPRT liefern keine 48 Volt DC, die für die STVI erforderlich sind. Wenn das
SMRT1 mit der STVI bestellt wird, wird es mit einer PoE-Spannungsversorgung geliefert. Die PoE-
Eingangsspannung kann von 100 bis 240 V AC, 50 - 60 Hertz sein.

VORSICHT:
ANMERKUNG: Die Gleichspannung der PoE-Spannungsversorgung ist EIN, sobald die
Spannungsversorgung an eine Spannungsquelle angeschlossen ist. Schließen Sie das Ethernet-
Kabel an die Schnittstelle Data & Power Out [Daten- & Leistungsausgang] der PoE-

23
Spannungsversorgung an die STVI-Ethernet-Schnittstelle an, bevor Sie an eine Spannungsquelle
anschließen.

1.3.1. PoE Power Supply-Input Power Cord (PoE Spannungsversorgung-Eingangs-Netzkabel)

Wenn die STVI mit dem SMRT1 bestellt wird, basiert das Netzkabel, das mit der PoE-
Spannungsversorgung geliefert wird, auf der Netzkabelauswahl gemäß der SMRT1 Typnummer. In
Abhängigkeit vom jeweiligen Land kann die Spannungsversorgung geliefert werden mit: einem NEMA 5-
15 Stecker, einem CEE 7/7-Schuko-Zwei-Stift-Stecker, Pigtailkabel mit Internationaler Farbkodierung
(hellblau, braun und grün/gelb) wobei die Isolationshülse für den entsprechenden Stecker bereits
abgezogen ist, oder dem UK-Netzkabel.

Nordamerikanisches Netzkabel (Artikelnummer 620000)

Kontinentaleuropäisches Netzkabel (Artikelnummer 50425)

Netzkabel mit internationaler Farbkodierung (Artikelnummer 15065) ist zum Anschluss mit
dem entsprechenden Stecker (abhängig vom Land) vorbereitet. Folgende Farben gelten: Braun =
Leitung, Blau = Nullleiter und Grün/Gelb = Erde.

UK-Netzkabel (Artikelnummer 90002-989)

2.0 INSTALLATION

2.1 System auspacken

Packen Sie das Gerät aus und überprüfen Sie es nach offensichtlichen Transportschäden. Wenn es
sichtbaren Schaden gibt, melden Sie dies unverzüglich dem Transportunternehmer, um Schadensersatz
anzumelden und informieren Sie Megger über den Schaden.

24
2.1.1 Erst-Inbetriebnahme

1. Schließen Sie mit dem Ethernetkabel, das mit dem Gerät geliefert wurde, die STVI Ethernet-
Schnittstelle am SMRT-Gerät an die Ethernet-Schnittstelle oben auf dem Smart Touch View
Interface (STVI) an. Für den Betrieb mit den Geräten SMRT1 oder MPRT schließen Sie die
Schnittstelle Data & Power Out [Daten- & Netzausgang] der PoE Spannungsversorgung an die
STVI-Ethernet-Schnittstelle und die PoE-Spannungsversorgungs-Schnittstelle Data In
[Dateneingang] an die Schnittstelle SMRT1 PC/IN oder die MPRT LAN1-Schnittstelle an.

2. Bevor Spannung an das Gerät angeschlossen wird, müssen Sie sicherstellen, dass der Schalter
SMRT POWER ON/OFF in der Position OFF [AUS] (0) ist. Stecken Sie das Geräte-Netzkabel in
eine entsprechende Spannungsquelle und drehen Sie den Schalter POWER ON/OFF auf ON
[EIN] (I). Das SMRT-Gerät durchläuft seine Einschaltsequenz. Nach etwa einer Minute erscheint
der STVI-Einschaltbildschirm, danach der manuelle Einschaltbildschirm. Für die Geräte SMRT1
oder MPRT verbinden Sie das Netzkabel der PoE-Spannungsversorgung mit einer
entsprechenden Spannungsquelle.

2.2 Kommunikationsschnittstellen

Es gibt zwei Arten von Kommunikationsschnittstellen bei der STVI, eine Ethernet und zwei USB-
Schnittstellen.

2.2.1 Ethernet-Schnittstelle

Es gibt eine Ethernet-Schnittstelle an der STVI zum Anschließen an die SMRT-Geräte. Bei den
SMRT33/43/36/410 Geräten ist die Schnittstelle mit STVI bezeichnet. Für das SMRT1 wird es an das
Gerät PoE Spannungsversorgung angeschlossen und das PoE Gerät wird an die PC/IN-Schnittstelle am
SMRT1 (oder LAN1-Schnittstelle am MPRT) angeschlossen.

Abbildung 3 Schnittstelle an SMRT33/43/36/410-Geräten

2.2.2 USB 2.0 Schnittstelle

Es gibt zwei USB 2.0 Schnittstellenanschlüsse am STVI-Gerät. Diese Anschlüsse werden zum Upgraden
der Firmware zum SMRT-Gerät oder zum Upgraden der RTMS software mit Hilfe eines USB-
Speichersticks benötigt. Sie können auch in Verbindung mit einer USB-Maus zur einfacheren Nutzung
der manuellen Steuerung verwendet werden; selbst eine USB-Funkmaus kann mit der STVI verwendet
werden.

Hinsichtlich der Steuerung des SMRT mit der USB-Schnittstelle siehe Abschnitt 2.2.1 in Anhang A
SMRT33/43/36.

Ethernet Port ist eine 10/100Base-TX-Schnittstelle und ist die Haupt-PC-Anschlussschnittstelle. Diese
Schnittstelle unterstützt die Auto-MDI/MDI-X-Crossover-Konfiguration; dies bedeutet, dass sowohl
Standard- als auch „Crossover“-Ethernetkabel verwendet werden können. Standardmäßig wird das
SMRT mit einem Crossover-Kabel geliefert. Diese Schnittstelle kann auch verwendet werden, um
mehrere SMRT-Geräte für synchronen Mehrphasen-Betrieb zusammen zu verbinden.

25
2.3 Smart Touch View Schnittstelle

Die STVI ist die manuelle Steuerungs- und Anwenderschnittstelle für das Gerät. Alle manuellen Eingaben
werden über die STVI gemacht, wenn das Gerät nicht an einen PC angeschlossen ist.

Während der Hochlaufsequenz führt das Prüfsystem automatisch Selbsttests durch; damit wird
sichergestellt, dass alles ordnungsgemäß arbeitet. Hat das System diese Selbsttests beendet, erscheint
der Einführungs-Bildschirm, siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 4 Einführungsbildschirm

Kurz danach wird der Bildschirm in den manuellen Prüfbildschirm wechseln. Abhängig von der Anzahl der
verfügbaren Kanäle wird die STVI die entsprechende Zahl bereitstellen. Zum Beispiel ist in der
nachfolgenden Abbildung der Bildschirm für manuelles Hochlaufen für ein 3-Kanal-SMRT33/43/36 Gerät
dargestellt.

Abbildung 5 Bildschirm Manuelle Prüfung

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In der oberen linken Ecke klicken Sie auf die SMRT-Verbindungsschaltfläche und der PC oder die
STVI wird automatisch das angeschlossene SMRT-Gerät erkennen; die STVI wird automatisch die IP-
Adresse über die Ethernet-Schnittstellen einstellen. (Es ist nicht erforderlich, dass der Anwender eine IP-
Adresse eingibt). Sobald das SMRT-Gerät seine Hochfahrsequenz durchläuft, erscheint in weniger als
einer Minute der Hochfahr-Bildschirm des STVI. Das STVI erkennt automatisch das SMRT-Gerät (es ist
nicht erforderlich, dass der Anwender eine IP-Adresse eingibt). Bei Verwendung der PC-Version kann es
auch das an den PC angeschlossene SMRT-Gerät automatisch erkennen. Bei der PC-Version kann es
aufgrund der Firewall-Einstellungen das Gerät nicht automatisch erkennen. In diesem Fall kann die
Firewall abgeschaltet werden oder Sie können die IP-Adresse direkt mit Hilfe des PowerDB
Gerätekonfigurionsbildschirms eingeben. Klicken Sie hierzu auf das Symbol Geräte-Setup auf der

Werkzeugleiste von PowerDB. Klicken oder Drücken Sie die Schaltfläche MPRT/SMRT. Vom
Bildschirm Gerätekonfiguration, der in der nachfolgenden Abbildung gezeigt wird, entfernen Sie durch
Anklicken das Häkchen im Kontrollkästchen im Feld Auto Discover Unit [Automatische Geräteerkennung].

Abbildung 6 PowerDB Geräte-Konfigurationsbildschirm

Mit der Automatischen Unit box Entdecken Sie überprüft die RTMS Software sollte das Gerät finden.
Wenn nicht die IP-Adresse kann in der Box in der Abbildung oben markiert eingegeben werden.
Beachten Sie auch, dass die IP-Adresse auch auf der Einheit Typenschild Aufkleber gedruckt wird. Wenn
das Gerät in einem Netzwerk mit einem DHCP-Server vorhanden ist, muss der Benutzer die
automatische Erkennung Modus verwenden.

2.3.1 Configuration [Konfiguration]

27
Das Drücken der Konfigurations-Schaltfläche ermöglicht dem Anwender, sowohl die SMRT-
Hardware als auch die RTMS software für Elemente wie Sprache und Phasenwinkelrotation zu
konfigurieren. Durch Drücken dieser Schaltfläche wird der Konfigurationsbildschirm angezeigt.
Beachten Sie: Die nachfolgenden Beschreibungen der Schaltflächen hängen von der
Hardwarekonfiguration ab und ob eine STVI verwendet wird oder die PC-Version der RTMS software.
Siehe das nachfolgende Beispiel für Konfigurationsbildschirm.

Abbildung 7 STVI Konfigurationsbildschirm

In Hardware-Konfiguration können Sie die Betriebsmodi, Batterie-Simulator, Hardware, Ausgangs-


Konfiguration, Kommunikation wählen, Max. Amplituden einstellen und die Lüftergeschwindigkeit
anpassen. In System-Konfiguration können Sie die Primäreinstellungen wählen, die auf dem
Prüfungsbildschirm angezeigt werden sollen, Rogowski-Ausgänge von den Stromkanälen wählen,
einstellen, wie die Phasenwinkel angezeigt werden, Allgemeine Einstellungen vornehmen, die
Automatische Speicherung bearbeiten und ein Bitmap-Bild in der Kopfzeile zur Personalisierung der
Prüfprotokolle eingeben. Nachfolgend werden sowohl die Hardware- als auch die System-Einstellungen
beschrieben.

2.3.1.1 Operation Modes [Betriebsmodi]

Der Anwender kann die Ausgangskonfiguration wählen. Das Anschlussbild ändert sich mit der Auswahl
und zeigt dem Anwender, wie die Ausgänge anzuschließen sind. Mit der Auswahl ändert sich auch die
STVI-Anzeige in Verbindung mit den gewählten Ausgängen. Wenn ein Anwender z.B. mehr als 60 A
benötigt, kann die Option ‘3 Spannungen – 1 Strom bei 180 A’ gewählt werden; sie ermöglicht dem
Anwender die direkte Eingabe des Wertes. Die Anzeige wechselt zu einem einzelnen Stromkanal und der
eingegebene Wert wird automatisch über alle drei Stromgeneratoren verteilt.

2.3.1.2 Batterie

Für Geräte mit der Systemboard-Option ‘P’, die den Batteriesimulator umfasst, kann der Anwender
entweder einen der allgemeinen Batteriespannungswerte wählen oder den gewünschten
Spannungsbereich im bereitgestellten Fenster eingeben. Nach Rückkehr zum Prüfbildschirm wird der
Spannungswert in der Schaltfläche des Batteriesimulators angezeigt. Drücken Sie diese

28
Schaltfläche zum Ein-/Ausschalten des Ausgangs. Die Schaltfläche wechselt die Farbe mit der Änderung
am Ausgang. Anmerkung: SMRT1-Geräte haben keinen Batteriesimulator .

2.3.1.2.1 Letzter V Als Batterie

Mit Auswahl dieser Schaltfläche wird der letzte Spannungskanal (normalerweise #3 in einem SMRT36) zu
einem Batteriesimulator umgewandelt. Dies ist besonders hilfreich, wenn das Gerät über kein
Systemboard mit einem Batteriesimulator (Option ‘P’) verfügt.

2.3.1.3 Phasenwinkel

Wählen Sie die gewünschte Anzeige des Phasenwinkels für den Phasen-Vektor-Bildschirm (#9) aus. Die
Angabe des Phasenwinkels kann auf 0 bis 360 Grad vor-/nacheilend oder  180 Grad (positive Winkel
sind voreilend) eingestellt werden. Auch die Drehung kann entweder auf links- oder rechtsdrehend
eingestellt werde. Die Werkseinstellung ist 0 - 360 nacheilend. Drücken Sie die Auswahlschaltfläche
Phasenwinkel und folgender Bildschirm wird gezeigt.

Abbildung 8 Phasenwinkel-Auswahlbildschirm

Siehe Abschnitt 3.2 für weitere Details über das Einstellen von Phasenwinkelverhältnissen.

2.3.1.4 ? Hilfe-Schaltfläche

Durch Drücken dieser Schaltfläche gelangen Sie zur eingebauten Hilfefunktion, die mit dem
Konfigurationsbildschirm in Zusammenhang steht.

2.3.1.5 Optionen Standardeinstellungen

In Systemeinstellungen; wählen Sie diese Schaltfläche, um auf die Einstelloptionen von Als Standard
speichern, Standard wiederherstellen und Wiederherstellung der Standard-Werkseinstellungen zugreifen
zu können.

Abbildung 9 Optionen Standardeinstellungen

2.3.1.5.1 Als Standard speichern

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Drücken Sie diese Schaltfläche und alle Änderungen, die für den Konfigurationsbildschirm gemacht
wurden, sowie die meisten der Standardwerte für alle Bildschirme sind nun als Hochlaufstandards
gespeichert.

2.3.1.5.2 Standard wiederherstellen

Durch Drücken dieser Schaltfläche ist es möglich, die Original-System-Hochlauf-Standards


wiederherzustellen.

2.3.1.5.3 Werkseinstellung wiederherstellen

Durch Drücken dieser Schaltfläche ist es möglich, die werksseitigen Original-System-Hochlauf-Standards


wiederherzustellen.

2.3.1.6 Anzeige-Versionen (Informations-Bildschirm)

Durch Drücken dieser Schaltfläche werden Firmware und Treiber-Versionen sowie deren
Erstellungsdatum angezeigt.
Diese Information ist nützlich, wenn Sie Megger wegen Fragen bezüglich Service oder technischem
Support anrufen.

2.3.1.7 Firmware aktualisieren

Diese Schaltfläche wird zum Aktualisieren der SMRT-Firmware und/oder der RTMS software verwendet.

2.3.1.8 Auto-Frequenz

In der voreingestellten Auto-Frenquenz-Position wird das SMRT die Eingangsfrequenz messen,


bestimmen und die voreingestellte Ausgangsfrequenz automatisch auf die Netzfrequenz einstellen.
Weitere Wahlmöglichkeiten sind 50 Hz, 60 Hz und 16,667 Hz; somit kann die Ausgangsfrequenz von der
Netzfrequenz abweichen. Darüberhinaus kann der Anwender Line Sync wählen, so dass die Ausgangs-
Phasenwinkel in einem direkten Verhältnis zum positiven Nulldurchgang der Eingangs-Netzfrequenz sind.
Auf diese Weise können mehrere SMRT-Geräte zusammen synchronisiert werden, ohne dass es einer
physikalischen Verbindung bedarf.
Beachten Sie, dass der Phasenwinkel im Line Sync-Modus mehr als 2 Grad schwanken kann.

2.3.1.9 Fehler- (Phasenvektor-) Bezeichnungen

In Systemeinstellungen; wählen Sie diese Schaltfläche ermöglicht dem Anwender das Festlegen von
Bezeichnungen für die Prüfprotokolle; z.B. ABC, RST, L1L2L3, RYB, UVW usw.

2.3.1.10 Sprache

In Systemeinstellungen; wählen Sie diese Schaltfläche ermöglicht dem Anwender, die gewünschte
Displaysprache auszuwählen.

2.3.1.11 Alarm Abweichung

Schaltet den Abweichungsalarm ein und aus. Wenn der Abweichungsalarm eingeschaltet ist und die
Kurvenform ist übermäßig verzerrt, ertönt der Alarm. In den Prüffällen, bei denen eine echte Sinuskurve
nicht erforderlich ist oder die Kurvenformverzerrung die Prüfergebnisse nicht beeinflussen wird, kann der
Abweichungsalarm deaktiviert werden..

2.3.1.12 Farb-Optionen

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In Systemeinstellungen; Ermöglichen dem Anwender die Auswahl der Farben für die im Phasen-Vektor-
Bildschirm angezeigten Spannungs- und Stromvektoren; er kann sowohl die Hintergrundfarbe und
weitere unterschiedliche Farben, die mit den Bewegungsvektoren verknüpft sind, als auch Gitterfarben
und Charakteristikfarben auswählen.

2.3.1.13 Zustand sofort ändern / Ändern bei Nulldurchgang / Änderung bei Master Null

Das Gerät ist standardmäßig auf den Sofort-Modus eingestellt, bei dem Amplituden-, Phasenwinkel- und
Frequenzänderungen unmittelbar nach dem Kommando (Punkt auf Kurvenform) stattfinden. Der Modus
Nulldurchgang wird verwendet, um alle Amplituden-, Phasenwinkel- oder Frequenzänderungen
gezwungen stattfinden zu lassen, wenn die Sinuskurve den Nulldurchgang positiv durchläuft
(normalerweise zum Prüfen von Frequenzrelais verwendet). Bei Master Null ändern – Alle Phasen
werden beim Nulldurchgang der Masteruhr beginnen. Alle Phasen ändern sich zur gleichen Zeit. Dies ist
hilfreich, wenn nach IEC60255 geprüft wird.

2.3.1.14 Symmetrische Komponenten

In Systemeinstellungen; Wird diese Schaltfläche gedrückt, ändert sich die Vektoranzeige um positive,
negative und Nullsequenzvektoren (anstatt Amplitude und Phase) zu zeigen.

2.3.1.15 Hohe Bürde

Verknüpft mit den Bereichen 1 und 6 A im Stromverstärker. Bei Aktivierung ist der Bereich 1 A
deaktiviert; dadurch wird eine vollständige Bürdenspannung von 50 Volt bis zu den kleinsten Stromwerten
herunter bereitgestellt. Wo hohe Genauigkeit bei kleinen Strömen (1 A oder weniger) erforderlich ist, ist
bei Deaktivierung der Bereich 1 A mit einer niedrigeren Bürdenspannung von 15 V aktiviert. Bei
niedrigerer Bürdenspannung bleibt die digitale Rückkopplungsschleife (und Messfähigkeit) länger bis zu
40 mA erhalten; dadurch wird eine höhere Genauigkeit bei sehr niedrigen Prüfströmen erreicht.
Prüfströme unter 40 mA werden als Einstellwerte bereitgestellt und haben eine gute Genauigkeit
aufgrund der niedrigeren Bürdenspannung. Niedrigere Bürdenspannung bedeutet geringeres Signal-zu-
Rauschverhältnis.

2.3.1.16 Spannungsmerkmal

In Systemeinstellungen; Das zur Festlegung und Kennzeichnung des Spannungsausgangskanals


verwendete Merkmal kann entweder V oder U sein. Drücken Sie diese Schaltfläche um die Bezeichnung
zu ändern. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Schaltfläche „Speichern als Standard“ drücken, um die
Änderungen zu speichern.

2.3.1.17 Datum und Zeit einstellen

Drücken Sie diese Schaltfläche, um das interne Datum und die Zeitreferenz einzustellen.

2.3.1.18 Aufzeichnung

Wählen Sie diese Schaltfläche zum Aufzeichnen von Kommandos, die zum SMRT-Gerät geschickt
wurden.

2.3.1.19 Bildschirmhelligkeit anpassen

Drücken Sie diese Schaltfläche, um die Helligkeit des STVI-Bildschirms einzustellen. Verwenden Sie den
Steuerungsknopf, um Helligkeit zu verstärken oder abzuschwächen. Drücken Sie diese Schaltfläche und
verwenden Sie den Steuerungsknopf, um die Helligkeit zu verstärken oder abzuschwächen. Für die PC-
Version verwenden Sie die PC-Bildschirmsteuerung zum Anpassen.

2.3.1.20 Ethernet (DHCP) IP Adresse

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Wie zu Beginn von Abschnitt 2.2 erwähnt, wird die STVI automatisch das SMRT-Gerät erkennen (der
DHCP-Modus erfordert keine Eingabe einer IP-Adresse durch den Anwender). Wenn das Gerät in einem
Netzwerk mit einem DHCP-Server ist, muss der Anwender den Auto Discovery-Modus verwenden. Bei
Verwendung der STVI wird durch Drücken der DHCP-Schaltfläche die IP-Adress-Dialogbox aufgerufen.
Wie zuvor bereits erwähnt, kann die IP-Adresse des Geräts festgelegt werden, indem gezählt wird, wie
oft die LED des Binärausgangs am Ende des Hochlaufzyklus aufleuchtet. Bei Geräten mit Firmware, die
nach Juli 2012 datiert sind, ist die letzte Ziffer der Seriennummer auch die #-Zahl. Die Adresse lautet
169.254.<# Aufleuchten>.0. Wenn das Gerät 10-mal aufgeleuchtet ist, heißt die Adresse 169.254.10.0.

Abbildung 10: STVI Konfigurations-Bildschirm Ethernet IP Adress-Dialog-Box

Wenn die PC-Version verwendet wird, kann das SMRT-Gerät, das an den PC angeschlossen ist,
ebenfalls automatisch erkannt werden. Bei der PC-Version kann der PC aufgrund der Firewall oder VPN-
Einstellungen vielleicht nicht automatisch erkennen. In dieserm Fall kann die Firewall abgeschaltet
werden oder Sie können die IP-Adresse direkt eingeben; verwenden Sie dazu den Gerätekonfigurations-
Bildschirm von PowerDB, indem Sie das Symbol Geräte-Setup in der Symbolleiste von PowerDB

anklicken . In der nachfolgenden Abbildung wird der Geräte-Konfigurations-Bildschirm von PowerDB


gezeigt. Entfernen Sie durch Anklicken das Häkchen im Kontrollkästchen Auto Discover Unit
[Automatische Geräteerkennung]. Hier kann der Anwender die IP-Adresse direkt in das rot markierte
Kästchen eingeben.

Abbildung 11 PowerDB Instrument Configuration Screen [PowerDB- Konfigurationsbildschirm]

2.3.1.21 Erweitert - Konvertible V/I Auswahl für mehrphasigen Stromausgang

Beim Hardware-Abschnitt des Konfigurations-Bildschirms klicken Sie auf die Schaltfläche Erweiterter
Modus, um auf die Zahl der Spannungskanäle für die Konversion zu Stromkanälen zugreifen zu können
(siehe bereitgestelltes Fenster im Abschnitt Betriebsmodus). Sollten Sie jedoch mehr als 3, aber weniger
als 6 Ströme benötigen, drücken Sie diese Schaltfläche, um auszuwählen, wie viele Spannungskanäle

32
konvertiert werden sollen. Beispielsweise benötigen Sie 4 Ströme. Drücken Sie die Schaltfläche Advance
[Erweitert] und stellen Sie 1 im bereitgestellten Kästchen ein. Wenn Sie zum Prüfbildschirm
zurückkehren, wird nun Kanal #1 zu einem Stromkanal konvertiert. Beachten Sie, dass die Konversion
von Spannungskanälen bei Kanal #1 startet und dann aufsteigend ist. Deshalb wird die Auswahl von 2
konvertiblen Kanälen dazu führen, dass die Kanäle #1 und #2 zu Stromkanälen konvertiert werden und
der Spannungskanal #3 wird als Spannungsausgang belassen.

2.3.1.22 Wichtigste Kennzahlen

Die RTMS Bildschirm Softwarekonfiguration umfasst die primäre Verhältnisse einstellen drücken. Klicken
Sie auf oder drücken Sie auf diese Taste, um das Menü zu öffnen.

Abbildung 12 Bildschirm für die Einstellung der primären Verhältnisse Eingänge

Wählen Sie entweder IEC- oder ANSI-Grafik. Die entsprechende Spannung und/oder aktuellen
Primären und Sekundären Werte eingeben. Drücken Sie die Taste oder klicken Sie auf die
Schaltfläche Deaktiviert, damit der Wert (s). Nach der Rückkehr auf den manuellen Test Bildschirm
Primäre Werte wie kV und kA angezeigt werden, siehe die folgende Abbildung.

33
Figure 13 Primary Values kV and kA output test screen

In der Abbildung oben einen Primären 14,4 kV bis 110 V sekundär Volt und 1 kA bis 1 a
Sekundärstrom Ratios wurden eingestellt. Dies ermöglicht dem Benutzer, Relais mit primären Werte
auf dem Bildschirm angezeigt, während die Anwendung den entsprechenden sekundären Werte an
das zu testende Gerät.

2.3.1.23 Screen Exit [Bildschirm verlassen]

Um den Bildschirm zu verlassen und zum vorhergehenden Bildschirm zurückzukehren, drücken Sie die
grüne Kontrollschaltfläche (diese Schaltfläche werden Sie auch in anderen Bildschirmen sehen).

2.4 STVI Amplituden, Phasenwinkel und Frequenz einstellen

Durch Drücken einer Amplituden-, Phasen- oder Frequenz-Schaltfläche (Rechtsklick bei Betrieb auf
einem PC) wird folgende Pop-up-Tastatur angezeigt; damit können Sie den Wert, den Sie ändern
möchten, eingeben.

2.4.1 Numerische Tastatur

Der Eingang Zahlenfeld stellt bei der Eingabe von Werten in verschiedenen Bildschirmen eine
Schnittstelle für den Anwender bereit. Durch Berühren eines Dateneingabefensters (Größe, Grad oder
Frequenz) auf der STVI (Rechte-Maus-Klick in der PC-Version) wird das Zahlenfeld aktiviert. Verwenden
Sie die Zahlentasten, um den gewünschten Wert einzugeben und drücken Sie entweder die Schaltfläche
oder die Schaltfläche Balance [Ausgleich] . Wenn Sie clear all [Alles löschen] drücken, wird
der gerade von Ihnen eingegebene Wert gelöscht. Drücken Sie die Schaltfläche clear last digit [Letztes
Zeichen löschen] wird die niederwertigste Ziffer des Werts im Anzeigefenster gelöscht.

34
Abbildung 14 STVI Numerische Tastatur

Die Schaltfläche wird den Wert als Eingabe übernehmen und Sie zum Prüfbildschirm zurückbringen.
Drücken Sie die Schaltfläche Balance [Ausgleich] , wenn Sie möchten, dass alle Spannungs- oder
Stromwerte den gleichen Betrag haben sollen. Wenn Sie beim Einstellen von Phasenwinkeln möchten,
dass alle drei Phasen um den gleichen Betrag von den Standardwerten verschoben sein sollen, geben
Sie den gewünschten Betrag der Phasenverschiebung im Fenster von Phase A ein und drücken .
Zum Beispiel ist 0, 120 und 240 Grad voreingestellt. Drücken Sie auf A-Phasenstrom Phasenwinkel und
geben Sie 30 ein, drücken Sie ; der Prüfbildschirm wird jetzt 30, 150, 270 Grad zeigen. Durch
Drücken von Cancel [Abbrechen] kehrt der Anwender zum vorhergehenden Bildschirm, der
verwendet wird, zurück. Durch Drücken von Include channel in ramping [Kanal beim Rampen
berücksichtigen] wird dieser Wert zum Rampen ausgewählt, wenn der Steuerknopf verwendet wird.

2.4.2 Kanal beim Rampen einbeziehen

Durch Drücken dieser Schaltfläche wird das Fenster um die Kanalgröße hervorgehoben; dadurch wird
angezeigt, dass es jetzt so eingestellt ist, dass das Rampen manuell entweder mit Hilfe des
Steuerungsknopfes am STVI erfolgt oder mit den Auf-/Ab-Pfeilen /dem Mausrad an der PC-Tastatur (PC-
Version). Wenn die Kanäle bereits zum Rampen ausgewählt sind, wird diese Schaltfläche als ‘Remove
channel from ramping’ [Kanal vom Rampen entfernen] gekennzeichnet. Die Magnitude wird nun mit Hilfe
der voreingestellten Steigerungseinstellung auf- oder abwärts gerampt. Will der Anwender auf dem STVI-
Anzeigeschirm mehr als einen Kanal rampen, die Steigerung ändern oder den Wert zum
Rampen(Amplitude, Phase oder Frequenz) ändern, muss er die Schaltfläche Manual Ramp Options
[Optionen Manuelles Rampen] (Steuerungsknopf oder Auf-/Ab-Pfeile Symbol #15) drücken, um
folgenden Bildschirm anzuzeigen.

Abbildung 15 Auswahlbildschirm Kanalsteigerung

Increment [Steigerung] – Wählen Sie die gewünschte Steigerung. Die Farbänderung zeigt den
ausgewählten Wertan.

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Channel [Kanal] – Wählen Sie den/die gewünschten Kanal/Kanäle aus. Die Kanalschaltfläche ändert die
Farbe und zeigt so den/die gewünschten Kanal/Kanäle an, die gerampt werden sollen.

Mode [Modus] – Wählen Sie Amplitude, Phase, Frequenz oder Batterie als den Wert aus, der gerampt
werden soll. Drücken oder klicken Sie auf das grüne Kontrollkästchen, um zum Prüfbildschirm
zurückzukehren. Ein Klick auf dem STVI-Steuerungsknopf oder ein Druck auf den Auf-/Ab-Pfeil auf der
Tastatur wird den Ausgang um die Steigerungseinstellung ändern. Wenn die Schaltfläche Auto Increment
[Autom. Steigerung] ausgewählt ist, wird das STVI automatisch die Steigerung in Abhängigkeit von der
Drehgeschwindigkeit des Steuerungsknopfes ändern; je schneller die Drehung desto größer die
Steigerung (wird nicht beim Rampen des Batteriesimulators angewandt).

2.4.3 Steuerungsknopf

Der Steuerungsknopf wird die Werte ändern, nachdem der Wert markiert ist, der gerampt werden soll.
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht und Drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert. Im Modus Auto
Increment [Automatische schrittweise Erhöhung] verwendet der Steuerungsknopf zur Feinanpassung
einen Steuerungsalgorithmus für die Geschwindigkeit; bei langsamer Drehung entspricht ein Klick einem
Zeichen auf der niedrigsten Erhöhungsstufe für den zu rampenden Wert, bei einer schnelleren Drehung
ist die Schrittanpassung größer. Wenn die Prüfergebnisse in den Bildschirmen Add Results [Ergebnisse
hinzufügen] und View Results [Ergebnisse anschauen] betrachtet werden oder beim Bildschirm Help
[Hilfe] kann der Steuerungsknopf auch zum Auf- und Ab-Blättern verwendet werden.

2.4.4 Standard-Spannungsausgänge einstellen

Die STVI wird mit Werks-Standard-Einstellungen geliefert, die entsprechend der Anwenderwünsche
geändert werden können. Mit Hilfe des Zahlenfeldes wählen Sie wie oben beschrieben den ersten
Spannungskanal aus und geben den gewünschten Wert für Phase zu Nulleiter (Erde) ein; z.B. 67.
Drücken Sie die Taste Balance [Ausgleich] und die grüne Taste ; alle Kanäle werden nun eine
Einstellung von 67 Volt haben. Wählen Sie die Schaltfläche Konfiguration und danach Save as Default
[Als Standard speichern] (siehe Abschnitt 2.3.1.5 Als Standard speichern). Wenn das Gerät das nächste
Mal hochläuft, werden die Werte auf 67 Volt voreingestellt sein.

2.4.5 Standard-Stromausgänge einstellen

Ähnlich dem Einstellen der Standard-Spannungswerte hat sich der Standard-Stromwert so geändert,
dass er für den Anwender passt. Mit Hilfe des Zahlenfeldes wählen Sie, wie oben beschrieben, den
ersten Stromkanal und geben den gewünschten Wert für Phase zu Nulleiter (Erde) ein; z.B. geben Sie 1
ein. Drücken Sie die Schaltfläche Balance [Ausgleich] und die Schaltfläche ; alle Kanäle werden
jetzt eine Einstellung von 1 Ampere haben. Wählen Sie Schaltfläche Konfiguration und danach Save as
Default [Als Standard speichern][ (siehe Abschnitt 2.3.1.5 Als Standard speichern). Wenn das Gerät das
nächste Mal hochläuft, werden die Werte auf 1 Ampere voreingestellt sein.

2.4.4 Virtuelle Alphanumerische Tastatur

Die virtuelle alphanumerische Tastatur ermöglicht die Eingabe von ASCII-Texten in die entsprechenden
STVI-Fenster. Diese Tastatur wird für die binären Ein- und Ausgänge, die Bezeichnungen für jeden
Zustand in der Sequenzprüfung oder die Dateinamen im Bildschirm Dateimanagement verwendet.

36
Abbildung 16 STVI Tastatur

2.5 STVI Datei-Management

Die Darstellung Datei-Management wird von der STVI verwendet, um auf Dateien, die im internen
Speicher der STVI gespeichert sind, zuzugreifen. Diese Darstellung ermöglicht, dass Prüfdateien
geladen, Verzeichnisse angelegt oder geändert, Dateien und Verzeichnisse umbenannt, Dateien und
Verzeichnisse gelöscht werden, die vom Anwender erzeugt wurden. Um zum Datei-Managementsystem
zu gelangen, berühren Sie im Prüfbildschirm das File Folder [Dateiverzeichnisses] in der Mitte
oben. Dieses

Symbol erscheint nur auf dem STVI (nicht bei der PC-Version). Es bietet dem Anwender die Möglichkeit,
Prüfungen zu speichern oder gespeicherte Prüfungen zu öffnen. Bei Verwendung der PC-Version werden
die Anwender das Dateisystem PowerDB haben, um Prüf-(job-)Dateien zu speichern. Drücken STVI-
Anwender auf den Dateiordner, werden ihm folgende Werkzeugleiste angezeigt.
Standardmäßig ist der Dateiordner „Aktuelles Formular Speichern“ hervorgehoben.

Abbildung 17 Werkzeugleiste STVI-Dateiordner

Achtung: Das Drücken der Schaltfläche Strom EIN/AUS wird das STVI abschalten, ist aber
für ein sicheres Abschalten nicht erforderlich.

37
Durch Drücken des markierten Ordners erhält der Anwender folgenden Dateiexplorer.

Abbildung 18 Explorer STVI Dateiordner

Berühren Sie das Fenster Dateiname; dem Anwender wird eine virtuelle Tastatur zur Eingabe eines
Dateinamens bereitgestellt. Die Datei kann dann in einem internen Speicher oder auf einem USB-Stick
gespeichert werden. Dieses gleiche Fenster wird auch zum Öffnen gespeicherter Dateien verwendet. Um
Ergebnisse direkt auf einem USB-Stick zu speichern, kreuzen Sie die Schaltfläche „Nach USB speichern“
an. Um Prüfergebnisse vom STVI zu einem USB-Stick zu übertragen, wählen Sie mit Hilfe der blau
gefärbten Schaltflächen die Prüfergebnisse aus, die übertragen werden sollen; danach drücken Sie auf
die Schaltfläche USB. Um eine Prüfdatei von einem USB-Stick wieder zurückzuholen, drücken Sie die
Schaltfläche USB; damit bekommen Sie die gewählte Datei aus der Dateiliste, die im rechten Fenster
erscheint, zurück. Um eine Datei zu löschen, verwenden Sie zum Markieren der Datei die Auf- und Ab-
Pfeile; danach drücken Sie auf das Symbol Papierkorb. Der nach links zeigende blaue Pfeil  ist die
Beenden-Schaltfläche; damit kehren Sie zum Prüfbildschirm zurück. Zum Öffnen einer bereits
vorhandenen Prüfdatei aus der Dateiordner-Werkzeugleiste, drücken Sie das Symbol „Dateiordner

öffnen“ . Dem Anwender wird der Dateiordner-Explorer angezeigt. Verwenden Sie die blauen Auf-
/Ab-Pfeilschaltflächen zum Markieren der Datei, die geöffnet werden soll; danach drücken Sie die
Schaltfläche „Dateiordner öffnen“ in der linken Ecke. Der Anwender erhält eine Menüleiste zum Öffnen
einer Neuen Prüfung oder zum Öffnen der ausgewählten Datei; dabei werden Datum und Zeit der
gespeicherten Datei angezeigt.
Durch Drücken der Schaltfläche Datum / Zeit wird die gespeicherte Prüfung geöffnet. Um die

gespeicherten Ergebnisse anzuschauen, drücken Sie die Schaltfläche Weiter in der oberen rechten

Anzeige direkt neben dem Vektorbildschirm; danach drücken Sie die Schaltfläche „Protokoll
anschauen“.

3.0 STVI – Beschreibungen Standardbetrieb

Dieser Abschnitt beschreibt die grundlegenden Betriebsabläufe für den Gebrauch der STVI mit dem
SMRT für Grundanwendungen wie Anregung oder Abfall, Zeitmessprüfung, parallele Stromausgänge,
Durchführung von Oberschwingungs-Stabilisierungsprüfungen, Reihenschaltung von Potenzialquellen,
um höheres als das Nennpotenzial bereitzustellen und das Bilden von verschiedenen dreiphasigen
Spannungsausgängen.

38
3.1 STVI / PC Bildschirm Manuelle Prüfung

Abbildung 19 Prüfungsbildschirm STVI/PC Inbetriebnahme

3.1.1 Anschlussschaltfläche PC oder STVI an SMRT

Schaltfläche anklicken; der PC oder das STVI werden automatisch das angeschlossene SMRT-Gerät
erkennen und die IP-Adresse automatisch durch die Ethernet-Schnittstellen einstellen. Wenn der
Schaltflächen-Hintergrund rot angezeigt wird, fehlt die Kommunikation zum SMRT. Wenn die Schaltfläche
gelb angezeigt wird, ist die Kommunikationsschnittstelle zwar verbunden, Änderungen werden aber
solange nicht auf das Gerät angewandt, bis eine Aktionsschaltfläche wie die Schaltflächen Play oder
ALLES EIN/AUS gedrückt werden; zu diesem Zeitpunkt wird der Hintergrund nach grün wechseln. Wenn
die Schaltfläche grün ist, bedeutet dies, dass alle Änderungen „aktiviert“ oder „online“ sind und auf das
Gerät angewandt werden sobald sie gemacht sind. Wenn in anderen test Bildschirme ein Haus wird als

Symbol angezeigt. Drücken Sie das Symbol mit dem Haus bringt Sie dann zurück zum manuellen
test Bildschirm.

3.1.2 Konfigurationsschaltfläche

Durch Drücken dieser Schaltfläche gelangen Sie zum Konfigurationsbildschirm des SMRT. Siehe
Konfiguration im Abschnitt Betrieb für weitergehende Informationen zum Konfigurationsbildschirm.

3.1.3 Schaltfläche Batteriesimulator

Durch Drücken der Schaltfläche schaltet der Batteriesimulator EIN und AUS. Die Hintergrundfarbe
ändert sich, rot für EIN und grau für AUS. Die anzulegende Spannung wird in der Schaltfläche angezeigt
und kann durch Drücken der Konfigurations-Schaltfläche geändert werden.

39
3.1.4 Schaltfläche „Zum Protokoll hinzufügen“

Diese Schaltfläche wird das aktuelle Prüfergebnis dem Protokoll hinzufügen. Ferner zeigt sie das
Protokoll an und ermöglicht dem Anwender die Benennung der Prüfung sowie die Eingabe von Grenzen,
Anmerkungen oder Mängeln. Protokolle können auf einen externen Datenträger gespeichert und mit
Hilfe eines USB-Laufwerks nach PowerDB übertragen werden. Frühere Prüfergebnisse können geladen
werden; die Option „Erneut Prüfen“ dient zum Wiederholen der Prüfung, wobei die gleichen Parameter
wie bei der früheren Prüfung verwendet werden.

3.1.5 Typenschild Taste

Für den Zugriff auf die Typenschildangaben Fenster drücken Sie diese Taste. Hier kann der Benutzer die
Daten importieren im Verhältnis zu den Relais unter Test, z. B. Hersteller, Modellnummer, Seriennummer,
CT und PT Informationen.

3.1.6 Datei Ordner

Für den Zugriff auf die Datei Management System, tippen Sie auf die Datei Ordner oben in der Mitte des
Bildschirm für den Test. Dieses Symbol erscheint nur auf dem STVI (nicht auf dem PC-Version). Es
bietet dem Benutzer die Möglichkeit zum Speichern von Tests, oder öffnen von gespeicherten Tests,
siehe Abschnitt 2.5 STVI File Management" für weitere Informationen.

3.1.7 Test Schaltfläche Liste

Drücken Sie diese Schaltfläche, um auf die Liste der Tests, die zur Verfügung stehen. Die Tests, die zur
Verfügung stehen sind Rampen, Timing, Sequence, Impedanz, Differential, und für die Einheiten mit dem
Schallkopf Hardware Option der Aufnehmer testen. Siehe die folgenden Beschreibungen.

3.1.7.1 Schaltfläche Sequenzbildung 1, 2, 3 ... 9

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfbildschirm Sequenzbildung zu gelangen; dieser wird zum
Prüfen von Wiedereinschaltrelais, zur Einrichtung von Mehrfachvektoren und zur allgemeinen Zustands-
Sequenzbildung verwendet.

3.1.7.2 Schaltfläche Rampen

Drücken Sie die Schaltfläche Rampen, um zum Prüfbildschirm Rampen zu gelangen. Diese Schaltfläche
wird zur Durchführung von Anrege- und Abfallprüfungen bei jeder Art von Relais verwendet. Sie kann
auch zur Durchführung von linearem Universal-Stufenrampen, Pulsrampen, Binärsuche oder Pulsrampen
mit Binärsuche verwendet werden.

3.1.7.3 Schaltfläche Zeitmessung

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Bildschirm Zeitmessprüfung zu gelangen; dort messen Sie auf
einfache Weise Überstromzeitrelais, Unter-/Überspannungsrelais und Frequenzrelais. Damit dies schnell
und einfach geht, hat die RTMS software IEEE und IEC-Standard-Zeitkurvenalgorithmen integriert.
Darüberhinaus umfasst sie Zeitkurven und Zeitkurven-Algorithmen für Hunderte von verschiedenen

40
speziellen Relais, die über Hersteller, Modellnummer und Kurvenform (invers, sehr invers, festgelegte
Zeit usw.) ausgewählt werden können

3.1.7.4 Impedanzrelais, “Fehler anklickbar“-Prüfungen

Drücken Sie die Schaltfläche Impedanzrelais, um zum Leistungsmerkmal Click on Fault-Prüfung zu


gelangen.

3.1.7.5 Schaltfläche Differenzialrelais

Drücken Sie diese Taste, um sich an der Transformator Differential Test Bildschirm zum Testen
Drehstroms differential Relais.

3.1.7.6 Schaltfläche Messumformersymbol


Drücken Sie diese Taste, um sich an den Aufnehmer Test Bildschirm zum Testen ein- und dreiphasiger
Messwandler. Dieses Feature funktioniert nur mit Geräten, die über die Hardware Option installiert ist.

3.1.7.7 Schaltfläche Messgerät

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Messgeräte-Prüfbildschirm zu gelangen; zum Prüfen der
Messgerätefunktion bei Relais auf Mikroprozessorbasis.

3.1.7.8 Schaltfläche Synchronisier

Drücken Sie diese Taste, um die Synchroneinheit Test Bildschirm für die Prüfung der Synchronisierung
und die Synchronisierung - prüfen Sie Relais zu gehen. Diese Software Funktion erscheint mit Einheiten,
die die RTMS Enhanced Software Option aktiviert.
3.1.7.9 Schaltfläche Frequenz

Drücken Sie diese Taste, um den Bildschirm für die Prüfung Häufigkeit sensing Relais zu gehen. Diese
Funktion wird nur mit Einheiten, die die RTMS Enhanced Software Option aktiviert.

3.1.7.10 Schaltfläche AVTS


Drücken der AVTS test-Taste haben Sie Zugriff auf Hunderte von Relais test Module aus mehreren
Relais Hersteller, sowie spezielle Anwendungen testen. Diese Funktion wird nur mit Einheiten, die die
RTMS Enhanced Software Option aktiviert.
3.1.7.11 Schaltfläche COMTRADE

Drücken Sie diese Taste, um die comtrade Test-Bildschirm zu gelangen. Diese Software Funktion
erscheint mit Einheiten, die die RTMS Enhanced Software Option aktiviert.
3.1.7.12 Schaltfläche Netzpendel-Modus

Drücken Sie diese Taste, um die Power Swing test-Bildschirm zu gelangen. Diese Funktion wird nur mit
Einheiten, die die RTMS Enhanced Software Option aktiviert.
3.1.7.13 Schaltfläche SS1

Drücken der SS1-test-Taste ermöglicht den Zugang zu den Relais zu testen mit Hilfe einer SS1-Datei von
Aspen One-Liner oder Electrocom CAPE Power System Simulation Software Produkte. Diese Funktion
wird nur mit Einheiten, die die RTMS Enhanced Software Option aktiviert.

3.1.7.14 Schaltfläche Megger GOOSE Konfigurator

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Drücken der Megger gans Konfigurator Taste haben Sie Zugriff auf die MGC-Software für die Prüfung
von IEC 61850-Relais.

3.1.8 Schaltfläche Messmodus

Drücken Sie die Schaltfläche Messgerät, um die Messfunktion einzuschalten. Einmal gedrückt werden
alle angezeigten Amplituden nun als gemessene Ausgänge angezeigt.

3.1.9 Schaltfläche System-Rese

Sollte ein Fehler auftreten wie z.B. eine kurzgeschlossene Ausgangsspannung oder ein offener
Stromkreis am Stromkanal wird das System vor der Verwendung des Kanals eine Rücksetzung fordern.
Drücken Sie die Schaltfläche System-Reset, um das System zurückzusetzen.

3.1.10 Hilfe-Schaltfläche

Durch Drücken dieser Schaltfläche gelangen Sie zur eingebauten Hilfefunktion.

3.1.11 Bildschirm Phasenvektor

Dieses Display zeigt die Phasen und Winkel der Prüfwerte. Drücken auf die Bildschirmanzeige führt zur
Vollbildanzeige des Prüfvektors mit Amplituden und Phasenwinkeln. Erneutes Drücken verkleinert die
Anzeige zurück auf ihre Originalgröße. Bei Verwendung mit den Symmetrischen Komponenten (siehe
Konfigurations-Schaltfläche) wird das Display die positiven, negativen und Nullsequenz-
Komponentenwerte anzeigen.

3.1.12 Auswahlleiste Binäreingänge und Schaltfläche Weitere

Die ersten 3 Binäreingänge werden mit ihrem aktuellen Zustand angezeigt. Durch Drücken von
„Binäreingänge“ werden 2 oder 3 Fenster den in Abbildung 2A dargestellten Dialog anzeigen. Berühren
oder Klicken Sie auf Als Auslösung verwenden (deaktiviert) zur Durchführung einer Zeitmessprüfung;
die Optionen wechseln dann zu den in Abbildung 2B dargestellten. Beachten Sie, dass Binäreingang 18A
auf die in Abbildung 18B dargestellte Zeitmessprüfung voreingestellt ist.

Abbildungen 20 A Binäreingang #2 Monitor-Modus und


18 B: Binäreingang #1 Zeit-Auslöse-Modus

Binäreingang #2 im Monitor-Modus tastet das Gerät nach dem Schließen von Schließern und dem Öffnen
von Öffnern ab. Sobald die Kontakte schließen, wird die LED für den gewählten Binäreingang leuchten.

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Wenn ein Öffner öffnet, erlischt sie. If the horn button is selected on, the horn will sound. If a normally
closed contact opens the light will go out (with horn on, the horn will go off). Zum Erfassen der Spannung
drücken Sie das Kontaktsymbol Eingangsart; es ändert sich und zeigt eine Spannungs-Sinuskurve. .
Im Modus Spannungserfassung tastet das Gerät die Anwendung oder das Entfernen einer AC- oder DC-
Spannung ab. Für Zeitmessprüfungen verwenden Sie Binäreingang #1 oder drücken Sie die Schaltfläche
„Als Auslösung verwenden“ auf einem der andern Binäreingänge; das Dialogfeld schaltet um zu „Als
Auslösung verwenden“. Die Voreinstellungen sind potenzialfreie Kontakte wie sie bei Eingangsart
angezeigt werden und die Eingangsbewegung wird als Standard übernommen, um das Schließen des
Schließers zu zeigen. Um zum Öffnen von Öffnern zu wechseln, drücken Sie das Symbol
Eingangsbewegung; es wechselt, um das Öffnen der Öffner zu zeigen. Der Zeitmesser ist standardmäßig
auf eingerasteten Eingang (deaktiviert) eingestellt; dies bedeutet, dass beim Prellen des Kontakts der
Zeitmesser die Prellzeit umfasst. Für die meisten Zeitmess-Anwendungen sollte der Zeitmesser im
eingerasteten Modus eingestellt sein, indem der Eingerastete Eingang gedrückt wird, um zu “aktiviert” zu
wechseln; dies bedeutet, dass der Zeitmesser beim ersten Kontaktschließen stoppt.

The Debounce time is set in milliseconds. The trip contacts must stay closed for the bounce time for the
time test to be true. If the contacts open in less than the set bounce time the timer will continue to run.
Trifft die Eingangsbedingung einmal zu, dann wird die Zeitprüfung beendet. Die angezeigte Auslösezeit
wird die Gesamtprüfzeit sein abzüglich der Entprellzeit.

3.1.12.1 Schaltfläche Weiter

Drücken oder Anklicken der binären Schaltfläche Weiter (neben Binäreingang 3) zeigt weitere
Binäreingangs- und Ausgangsoptionen auf.

Abbildung 21 Binäreingangs- und Ausgangsoptionen

3.1.12.1. Schaltfläche Simple Mode [Einfach-Modus]: Das Gerät stellt sich standardmäßig auf den
Einfach-Modus ein, bei dem nur 3 Binäreingänge (SMRT1 wird 1 anzeigen) gezeigt werden.

3.1.12.1.2 Schaltfläche Show All Inputs [Alle Eingänge zeigen]: Drücken oder klicken Sie auf die
Schaltfläche Alle Eingänge zeigen, um alle verfügbaren Binäreingänge und die ersten beiden
Binärausgänge (SMRT wird 1 anzeigen) anzeigen zu lassen.

3.1.12.1.3 Schaltfläche Show All Outputs [Alle Ausgänge zeigen]: Drücken oder klicken Sie auf die
Schaltfläche Alle Ausgänge zeigen, um alle 6 Binärausgänge (oder die maximal verfügbaren) und die
ersten 6 Binäreingänge (falls verfügbar) anzeigen zu lassen. Um einen Binären Ausgang einzustellen,
drücken oder klicken Sie auf den gewünschten Binärausgang und wählen Close [Schließen], um den
Kontakt zu schließen (voreingestellt ist Open [Öffnen]).

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3.1.12.1.4 Schaltfläche Advanced [Erweitert]: Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Advanced
[Erweitert] und die ersten 6 Binäreingänge werden mit den ersten 4 Binärausgängen bereitgestellt;
außerdem die Auswahlschaltfläche Waveform [Kurvenform] .

3.1.12.1.4.1 Auswahlschaltfläche Kurvenform bereitgestellt: Drücken oder klicken Sie auf die
Auswahlschaltfläche Kurvenform. Das Gerät ist auf die Position 1 voreingestellt, welche eine Sinuskurve
mit der Grundeinschaltfrequenz bereitstellt. Der Anwender kann bis zu vier Kurvenformen, die
voreingestellte 1 (Grund) plus eine Zweite (2), Dritte (3) und Vierte (4) Kurvenform festlegen. Alle vier
Kurvenformen werden zusammengefasst, um eine komplexe Kurvenform von irgendeinem oder von allen
Ausgängen zu erstellen. Wenn kein Wert für die zweite, dritte oder vierte Kurvenform eingegeben wird,
dann wird der Ausgang einfach die Grund-Standardfrequenz-Sinuskurve sein. Jede Amplitude,
Phasenwinkel oder Frequenz kann für jede der vier Kurvenformen festgelegt sein. Dieses
Leistungsmerkmal wird normalerweise verwendet, um beim Prüfen von Oberschwingungsstabilisierten
Transformator-Differenzial- oder Generator-Neutralrelais eine zweite, dritte oder fünfte Oberschwingungs-
Kurvenform zu erzeugen.

3.1.13 Schaltflächen Vor-Fehler / Fehler

Das Drücken dieser Schaltflächen bewirkt das Umschalten und Einstellen der Vor-Fehler- und Fehler-
Amplituden, Phasenwinkel und/oder Frequenzen. Wenn die Ausgänge eingeschaltet sind, führt dies
dazu, dass, mit jedem Umschalten zwischen den beiden, die Vor-Fehler und Fehlerwerte wiederholt bei
jedem Umschalten angewandt werden. Dies ist für den Anwender ein besonders hilfreiches Werkzeug
beim Einstellen mechanischer Kontakte. Ferner für einfache Zeitmessprüfungen in Verbindung mit den
Punkten 12, 13, 14 und 17 verwendet.

3.1.14 Schaltfläche Maximum Prüfung/Vor-Fehler/Nach Zeiteinstellung


Durch Drücken dieser Schaltfläche wird ein Einstellfenster angezeigt, mit dem der Anwender die Laufzeit
(in Sekunden) eingeben kann, die als Maximale Prüfzeit, Vor-Fehler oder Nach-Fehler-Werte angewandt
werden soll. Beim Starten der Zeitmessprüfung, siehe Punkt 13, wird das Zeitfenster rückwärts zählen;
beginnend mit dem Vor-Fehlerwert. Sobald die Vor-Fehlerzeit abgelaufen ist, werden die Fehlerwerte auf
das zu prüfende Relais angewandt und das Zeitmesserfenster beginnt zu zählen und zählt solange, bis
das Relais auslöst. Sobald das Relais auslöst, wird der Zeitmesser stoppen und die Schaltzeit des Relais
anzeigen; die Ausgänge werden noch länger für die eingegebenen Nach-Fehlerwerte bleiben. Wenn Auto
Aus im Konfigurationsbildschirm eingestellt ist, schalten die Ausgänge sofort nach dem Schaltvorgang ab
(siehe Beschreibungen des Konfigurationsbildschirms im Betriebsabschnitt). Wenn Auto Aus nicht
eingestellt ist, werden die Ausgänge am Ende der Nach-Fehlerzeit noch ausschalten. Wenn das Relais
nicht durch die Einstellung Maximale Prüfzeit ausgelöst wurde, wird die Prüfung stoppen und die
Ausgänge werden automatisch abgeschaltet.

3.1.15 Schaltfläche Play

Drücken oder Anklicken der Schaltfläche Play wird den Vor-Fehlervektor anwenden, das
Rückwärtszählen der Vor-Fehler-Zeiteinstellung starten, danach schrittweise zu den Fehlerwerten gehen
und nach den Schaltpunkten bei dem zu prüfenden Relais suchen.

3.1.16 Schaltfläche Alle EIN/Alle AUS

Drücken oder Anklicken dieser Schaltfläche schaltet alle ausgewählten Ausgänge EIN, oder wenn einer
oder mehrere der Ausgänge EIN sind, werden alle Ausgänge AUSgeschaltet. The center color of this
button changes to green when one or more outputs are ON and indicates that pressing the button will turn
all outputs off, with the exception of the Battery Simulator. To turn off the Battery Simulator press the Bat
SIM button. This button is also used when ramping the battery simulator output.

44
3.1.17 Schaltfläche Optionen Manuelles Rampen

Bei Verwendung der PC-Version werden die Schaltflächen  angezeigt. Bei Verwendung einer STVI-
Steuereinheit wird das Steuerknopf-Symbol angezeigt. Durch Drücken von einem der beiden wird
dem Anwender ein Fenster zur Auswahl des gewünschten Anstiegswertes für manuelles Rampen der
Ausgänge, des/der gewünschten Kanals/Kanäle zum Rampen, und das, was eingestellt werden muss
(Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz) angezeigt. Bei Verwendung der PC-Version nehmen Sie die
Tastatur-Pfeiltasten Auf und Ab (oder das Mausrad), um den/die gewünschten Wert(e) beim
gewünschten Steigerungswert einzustellen. Wird das STVI verwendet, gleicht ein Klick auf den
Steuerungsknopf die Anstiegseinstellung an. Beim Rampen der Phasenwinkel rampt die Pfeiltaste „nach
oben“ den Phasenwinkel im Gegenuhrzeigersinn; die Pfeiltaste „nach unten“ rampt im Uhrzeigersinn.
Wenn die Schaltfläche Autom. Anstieg ausgewählt ist, wird das STVI den Anstieg automatisch in
Abhängigkeit davon auswählen, wie schnell der Steuerungsknopf gedreht wird. Je schneller die Drehung
desto größer der Anstieg.

3.1.18 Schaltfläche Kanal EIN/AUS

Diese Schaltfläche arbeitet in Verbindung mit der Schaltfläche # 14 Alle EIN/AUS. Durch Drücken der
Schaltfläche ändert sich die Farbe im Mittelpunkt der Schaltfläche, um anzuzeigen, dass der Ausgang
zum EINschalten ausgewählt ist. Nach dem Drücken der Schaltfläche Alle EIN werden die gewählten
Ausgänge eingeschaltet. Durch einzelnes Drücken der Schaltfläche werden die Kanäle EIN und
AUSgeschaltet. Dadurch kann der Anwender ohne Beeinflussung anderer Kanäle einzelne Ausgänge
EIN und AUS-schalten.

3.1.19 Schaltflächen Kanal-Amplitude, Phasenwinkel und Frequenz

Bei Verwendung der PC-Version wird ein rechter Mausklick in das ausgewählte Fenster dem Anwender
eine numerische Tastatur und ein Dialogfenster zum Einstellen entweder einzelner Werte oder zum
schnellen und einfachen Einstellen mehrerer Werte präsentieren. Zum Ändern der voreingestellten
Spannungswerte für alle drei Phasen geben Sie den gewünschten Spannungswert in das Eingabefenster
ein und drücken dann die Schaltfläche Ausgleich. Alle Werte werden zur gewünschten
Ausgangsspannung wechseln. Das gleiche gilt sowohl für Phasenwinkel als auch Frequenz. Beim
Ablaufen am STVI oder im Berührungsmodus auf dem PC wird das Drücken der Fehler die Tastatur
anzeigen.

3.1.20 ⑳ Schaltfläche Fehlerrechner

Bei Verwendung der PC-Version wird dem Anwender durch Rechtsklick im gewählten Fenster der
Eingabebildschirm des Fehlerrechners angezeigt.

3.1.20.1 Schaltfläche Modusauswahl

Durch Drücken oder Anklicken der Schaltfläche Modusauswahl (in der oberen rechten Ecke) wird eine
Auswahlliste für verschiedene Arten von Prüfoptionen angezeigt.

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Abbildung 22: Modusoptionen

3.1.20.1.1 Schaltfläche Überstrom-Modus:


Das Standard-Auswahlfenster zeigt den Überstrom-Modus. In den zwei Feldern lassen sich die Werte
Normal (Vor-Fehler) und Fehler eingeben. Geben Sie in die bereitgestellten Fenster die gewünschten
Werte für Amplitude und Phasenwinkel ein. Durch Drücken oder Anklicken des grünen Häkchens
wird in Abhängigkeit von der gewählten Fehlerart der Fehlerwert in den entsprechenden
Wertefenstern im manuellen Prüfbildschirm erscheinen.

3.1.20.1.2 Schaltfläche Spannungs-Modus:


Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Spannungsmodus. In den zwei Feldern lassen sich die
Werte Normal (Vor-Fehler) und Fehler eingeben. Geben Sie in die bereitgestellten Fenster die
gewünschten Werte von Amplitude und Phasenwinkel (Phasenwinkel wird der A-Phasenstrom im
Verhältnis zur A-Phasenspannung sein). In Abhängigkeit vom gewählten Fehlertyp erscheinen beim
Drücken oder Anklicken des grünen Häkchens die Fehlerwerte in den entsprechenden Wertefenstern
im manuellen Prüfbildschirm.

3.1.20.1.3 Schaltfläche Frequenz-Modus:


Drücken oder klicken Sie die Schaltfläche Frequenz-Modus an. Das Eingabefenster Fehler-
(Frequenz) Werte wird bereitgestellt. Geben Sie die gewünschte Fehlerfrequenz ein. Die Vor-Fehler-
Frequenz wird der Standardwert sein.

3.1.20.1.4 Schaltfläche Impedanz-Modus: Drücken oder klicken Sie die Schaltfläche Impedanz-
Modus an. Wenn Sie A-Phase zu Erdfehler drücken, wird Ihnen der nachfolgende Bildschirm
angezeigt.

46
Abbildung 23: Eingabebildschirm Impedanz-Modus

3.1.20.1.4.1 Auswahlschaltfläche Fehler:


Klicken oder drücken Sie diese Schaltfläche, um die gewünschte Fehlerart (Phase zu Erde, Phase zu
Phase oder Drei-Phasen-Fehler) auszuwählen.

3.1.20.1.4.2 Schaltfläche Prüfmodus: Der Eingabebildschirm ist standardmäßig auf den Prüfmodus
Konstanter Strom eingestellt. In diesem Bildschirm gibt der Anwender einfach den Ohm'schen
Bereich des Relais beim gewünschten Prüfwinkel ein. Wenn das Relais vor dem Fortschalten zu
Fehlerwerten Vor-Fehler-Werte erfordert, muss der Anwender den gewünschten Vor-Fehler-Strom
und Phasenwinkel (Normalwert) eingeben. Klicken oder Drücken Sie auf die Schaltfläche des grünen
Häkchens, um zum Prüfbildschirm zurückzukehren. Die Auswahl des Prüfmodus Konstante
Spannung wird Ihnen einen ähnlichen Eingabebildschirm präsentieren, wo Sie die gewünschte
Fehlerspannung eingeben. Bei Auswahl von Konstanter Quellimpedanz kehren Sie zum
Prüfbildschirm zurück. Die Auswahl des Prüfmodus Konstante Spannung wird Ihnen einen ähnlichen
Eingabebildschirm anzeigen, wo Sie die gewünschte Fehlerspannung eingeben. Wenn Sie Konstante
Quellimpedanz auswählen, wird Ihnen der nachfolgende Bildschirm angezeigt.

Abbildung 24: Impedanz-Modus, Konstante Quell-Impedanz

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In diesem Bildschirm werden Sie aufgefordert, die Quellimpedanz und den Winkel einzugeben. Der
Fehlerrechner wird die ohmschen und Blindleistungswerte auf der Grundlage Ihrer Eingaben
berechnen. Bei Rückkehr zum Prüfbildschirm werden die Prüfungswerte von Fehlerspannung(en),
Strom (Strömen) und Winkel angezeigt.

3.1.20.1.4.3 Schaltfläche Kompensation: Diese Schaltfläche erscheint nur, wenn Sie den Typ
Phase zu Erde-Fehler auswählen. Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche
Kompensationsmodus, um zum Auswahlmenü zu gelangen. Es stehen zwei Arten von
Kompensationsformeln, KN, Z0/Z1 und RERL XEXL, zur Verfügung. Der Rest-Kompensationsfaktor,
KN, ist eine komplexe Zahl, die verwendet wird, um die Erde-Rück-Impedanz, ZN, in Bezug auf die
Einstellung der Impedanzreichweite Positive Sequenz, Z1, auszudrücken. Dieser Faktor wird
berechnet als:

KN = ZN / Z1 = (Z0 – Z1) / (3Z1)

Wobei: Z0 ist die Polreichweite der Nullsystem-Impedanz-Zone

Z0/Z1 Verhältnis = das komplexe Verhältnis von Z0/Z1, auch als K0=Z0/Z1 bezeichnet.

RERL XEXL sind ein Paar Skalarfaktoren. Diese Faktoren beeinflussen die ohmsche Reichweite
bzw. die Blindreichweite von einige polygonen Charakteristiken. Sie werden wie folgt berechnet:

RERL = (R0/R1 – 1)/3


XEXL = (X0/X1 – 1)/3

wobei:
R1 = Realteil von Z1
X1 = Imaginärteil von Z1
R0 = Realteil von Z0
X0 = Imaginärteil von Z0

3.1.20.1.5 Schaltfläche Symmetrie-Modus:


Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Symmetrie-Modus, um zum Bildschirm Eingabe
Symmetrie-Einstellungen zu gelangen. Siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 25: Einstellbildschirm Symmetrie-Eingabe

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Zur Simulation unsymmetrischer Fehlerbedingungen kann ein Satz von 3-phasigen unsymmetrischen
Strömen oder Spannungen in 3 Sätze von symmetrischen Komponenten von Mit- (Positiv-), Gegen-
(Negativ-) und Nullsystem-Werten aufgelöst werden. Nullsystemströme und -spannungen treten als
Ergebnis von einem Phase zu Erde-Fehler im System auf. Wenn Sie auf Nullsystem prüfen, geben
Sie den Nullsystemstrom- oder Spannungswert im obigen Bildschirm ein. Bei Rückkehr zum
Prüfungsbildschirm wird der entsprechende Strom- und/oder Spannungswert angezeigt und zum
Prüfen bereit sein. Ein Gegensystem ist das Ergebnis einer dreiphasigen unsymmetrischen
Bedingung. Geben Sie die gewünschten Werte von Spannung und Strom ein; bei Rückkehr zum
Prüfbildschirm werden alle dreiphasigen Werte berechnet und als Bereit zum Prüfen angezeigt.

3.1.20.1.6 Schaltfläche Netzpendel-Modus: Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche
Netzpendel-Modus, um zum Bildschirm für die Anfangseinstellung der Netzpendelung zu gelangen,
siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 26: Bildschirm für Anfangseinstellung der Netzpendelung

Das Pendel-Simulationswerkzeug verwendet zwei überlagernde Kurvenformen mit ähnlicher


Frequenz, um eine glatte Impedanzrampe bereitzustellen. Diese Methode ähnelt einem zwei
Quellen-Modell, bei dem beide Quellen ähnliche Frequenzen und Amplituden haben. Die
Änderungsquote der Impedanz kann genauso wie Impedanz-Minimum und -Maximum, die Anzahl
der Polschleifen sowie die Phasenwinkelverhältnisse beim Start gesteuert werden. Die
charakteristische Gleichung der Ausgangskurvenform für Spannung und Strom sieht wie folgt aus:

Gleichung 1 𝑓𝐼,𝑉 (𝑡) = (𝐴1 sin(𝜔1 𝑡 + 𝜑1 )) + 𝐴2 sin(𝜔2 𝑡 + 𝜑2 )


Dabei sind
A1 = Amplitude der ersten Strom-/Spannungsquelle in Effektivwerten
ω1 = 2π*FrequenzQuelle1 , (Frequenz in Hz, ω1 in rad/s)
φ1 = Anfangs-Phasenwinkel von Strom-/Spannungsquelle 1 in Grad
A2 = Amplitude der zweiten Strom-/Spannungsquelle in Effektivwerten
ω2 = 2π*FrequenzQuelle2 , (Frequenz in Hz, ω2 in rad/s)
φ2 = Anfangs-Phasenwinkel von Strom-/Spannungsquelle 2 in Grad
t = Zeit des Ereignisses in Sekunden

Pendel-Simulation
Da es wünschenswert ist, den Phasenwinkel vom Start zu steuern, wird φ2Strom auf 180° eingestellt.
Dadurch können die zwei Kurvenformen in Phase starten, dann langsam aus Phase herauslaufen
und in Phase zurückkommen, und wiederholen. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Aufzeichnung
der Kurvenformen mit der entsprechenden Phasenverschiebung.

49
Abbildung 27: Darstellung von Spannungs- und Strom-Kurvenformen mit Strom-Offset von 180°

In der obigen Abbildung starten Spannung und Strom in Phase, dann laufen Sie nach ca. einem
Viertel des Weges durch das Pendeln um 90° aus Phase heraus, kommen dann in Phase zurück,
um danach bei 3/4 des Ausschlags um 90° aus Phase herauszugehen und in Phase am Ende des
Ausschlags zurückzukehren. Dies ist die allgemeine Form der Pendelkurvenform.

Glücklicherweise wird der Pendelrechner automatisch alle nachfolgenden Berechnungen für Sie
durchführen und die Werte in die Bildschirme Vor-Fehler und Fehler eintragen. Der nächste
Abschnitt wird die Werte, die zum Berechnen der notwendigen Prüfwerte verwendet werden,
beschreiben; außerdem wird besprochen, wie eine gesteuerte Pendelung zu implementieren ist.

Für die Anwendung einer Netzpendelung müssen folgende Parameter definiert sein.

 Die Maximale Impedanz, Zmax, der Netzpendelung muss festgelegt sein. Dies basiert auf der
äußersten Charakteristik, die die Impedanz nachverfolgt. Es wird empfohlen, dass die maximale
Impedanz größer als die größte Blind-/Charakteristik-Impedanz ist, aber nicht so groß, dass der
Bewegungsablauf der Pendelung die Charakteristik vorzeitig beendet.
 Die Mindest-Impedanz, Zmin, der Pendelung muss ebenfalls festgelegt werden. Dies ist der
kleinste Impedanzpunkt der Pendelung.
 Die Quellfrequenzen, f1 und f2, bestimmen, wie lange die Dauer einer einzelnen
Pendelbedingung sein wird. Die Quellfrequenzen werden auch die Änderungsrate des
Impedanzbewegungsablaufs bei der Festlegung berücksichtigen. Je größer die Differenz bei der
Frequenz zwischen den beiden Quellen ist, je schneller ist die Pendelung und je kleiner die
Differenz ist, um so langsamer ist die Pendelung.
 Der Anfangs-Phasenwinkel [Anfangs-Phasenwinkel](º) muss festgelegt werden, so dass
geeignete Belastungsbedingungen korrekt simuliert werden können.

Hier wird beschrieben, wie eine Pendelung mit einer maximalen Impedanz von 15 Ω, einer
Mindestimpedanz von 1 Ω, einer Quelle 1 Frequenz (f1) von 60 Hz, einer Quelle 2 Frequenz
(f2) von 59 Hz und einem Anfangs-Phasenwinkel von 0° erzeugt wird.

Der zuerst berechnete Parameter gibt an, wie lang ein vollständiger Pendelzyklus, t Pendel dauert.
Dieser ergibt sich nach Gleichung 2.
1
Gleichung 2 𝑡𝑃𝑒𝑛𝑑𝑒𝑙 = (𝑠)
𝑓1 −𝑓2
1
Gleichung 3 𝑡𝑃𝑒𝑛𝑑𝑒𝑙 = = 1𝑠
60−59

Beim Anwenden dieser Methode auf irgendeine Art von Prüfroutine, sollte tPendel die maximale
Zeitdauer sein, in der die Pendelung angewendet werden soll. Wenn mehrere Durchgänge
gewünscht sind, dann sollte die maximale Zeit gleich der Anzahl der Durchgangs-Zeiten tPendel sein.

Im nächsten Schritt erfolgt die Ermittlung der Ströme und Spannungen, die auf das Relais
angewendet werden sollen. Es werden nur die A-Phasen-Spannungen und Ströme besprochen. Die
B- und C-Phasen sind identisch mit A, wobei nur die entsprechenden Phasenverschiebungen
stattfinden. Es sollte eine Nennspannung (V1) für die maximale Impedanz sowie eine
Fehlerspannung (V2) für die Mindestimpedanz festgelegt werden. Achten Sie darauf, eine
Fehlerspannung zu wählen, weil einige der Impedanzen noch ziemlich groß sein können, wobei
groß als ca. 15 Ω oder größer definiert ist. Ist die Fehlerspannung zu gering, würden für das

50
Erzeugen korrekter Bedingungen am Ende Ströme mit negativen Werten berechnet. Wenn dies der
Fall ist, erhöhen Sie die Fehlerspannung bis die Ströme einen akzeptablen Wert haben. Beispiel: die
Nennspannung, VNenn, beträgt 69 V Leitung-zu-Erde und die Fehlerspannung, VFehler, beträgt 30 V
Leitung-zu-Erde.

Der Wert von VFehler kann sich, abhängig von der für das Prüfgerät erforderlichen Impedanz und dem
Strom ändern. Die Bezeichnung VFehler kann also ein wenig irreführend sein. Ein Pendelereignis kann
nicht notwendigerweise die extremen Werte der üblichen Fehlerspannungen erfordern. Der
Ausschlag der Impedanz kann nur von einem großen Wert zu einem geringfügig kleineren Wert
gehen. Dies wäre der Fall, wenn der Anwender von 89 Ω auf 50 Ω pendeln möchte. Die erforderliche
Fehlerspannung wäre nicht viel weniger als das, was für die Start-Impedanz erforderlich war.

Die Gleichungen für die zwei Spannungen für Phase A werden nachfolgend dargestellt.
𝑉 −𝑉
Gleichung 4 𝑉1 = 𝑉𝐹𝑒ℎ𝑙𝑒𝑟 + ( 𝑁𝑒𝑛𝑛 𝐹𝑒ℎ𝑙𝑒𝑟)
2
69−30
Gleichung 5 𝑉1 = 30 + ( ) = 49,5 𝑉
2
𝑉𝑁𝑒𝑛𝑛 −𝑉𝐹𝑒ℎ𝑙𝑒𝑟
Gleichung 6 𝑉2 = ( )
2
69−30
Gleichung 7 𝑉2 = ( ) = 19,5 𝑉
2

Damit können jetzt die zwei Ströme für I1 und I2 errechnet werden.
𝑉 𝑉
( 𝐹𝑒ℎ𝑙𝑒𝑟)−( 𝑁𝑒𝑛𝑛 )
𝑉𝐹𝑒ℎ𝑙𝑒𝑟 𝑍𝑚𝑖𝑛 𝑍𝑚𝑎𝑥
Gleichung 8 𝐼1 = [( )−( )]
𝑍𝑚𝑖𝑛 2
30 69
30 ( 1 )−(15)
Gleichung 9 𝐼1 = [( ) − ( )] = 17,3 𝐴
1 2
𝑉 𝑉
( 𝐹𝑒ℎ𝑙𝑒𝑟)−( 𝑁𝑒𝑛𝑛 )
𝑍𝑚𝑖𝑛 𝑍𝑚𝑎𝑥
Gleichung 10 𝐼2 = ( )
2
30 69
( 1 )−(15)
Gleichung 11 𝐼2 = ( ) = 12,7 𝐴
2

Nun kann nach anderen Parametern aufgelöst werden, z.B. der Impedanz-Änderungsrate. Das
Pendeln geht von einer maximalen Impedanz zu einer minimalen und wieder zurück; daher sollte die
Rate nur auf der Grundlage der Zeit, die für den Weg vom Maximum zum Minimum benötigt wird,
berechnet werden. Gleichung 12 zeigt dies.

𝑍𝑚𝑎𝑥 −𝑍𝑚𝑖𝑛
Gleichung 12 𝑍𝑅𝑎𝑡𝑒 = 2 ∗ ( )
𝑡𝑃𝑒𝑛𝑑𝑒𝑙
15−1
Gleichung 13 𝑍𝑅𝑎𝑡𝑒 = 2 ∗ ( ) = 28 Ω/𝑠
1

Beim Start im Vor-Fehler-Modus zum Prüfen ist es geschickt, beim gleichen Stromwert wie der
Startstrom für das Pendeln zu sein. Dies ist der Mindeststrom, der in Gleichung 14 gezeigt wird.

Gleichung 14 𝐼𝑚𝑖𝑛 = 𝐼1 − 𝐼2
Gleichung 15 𝐼𝑚𝑖𝑛 = 17,3 − 12,7 = 4,6 𝐴

Die Zeiteinstellung für die Vor-Fehler-Dauer ist von entscheidender Bedeutung, weil sie für die
Kurvenform notwendig ist, damit diese bei präzisem Phasenwinkel und Amplitude endet, die gleich
ist, um das Pendelereignis zu starten. Der Vor-Phasenwinkel des Stroms sollte gleich dem Start-
Phasenwinkel der Pendelung sein. Damit wird die Gleichmäßigkeit sichergestellt. In der
nachfolgenden Abbildung wurde die Dauer auf 1 Sekunde eingestellt und die berechnete Zeit wurde
auch auf 1 Sekunde berechnet. Indem Vor-Fehler auf die gleiche Zeit wie die berechnete Zeit des
Pendels eingestellt wird, wird ein glatter Übergang bei den Kurvenformen garantiert.

51
Abbildung 28: Erfassung der Drei-Phasen-Kurvenform einer Netz-Pendelung

Die Zeit kann ebenfalls auf ein Mehrfaches der Pendeldauer eingestellt sein. In diesem Fall würden
2, 3 oder 4 Sekunden ebenfalls funktionieren. Eine Zeit von 0,5 Sekunden wird nicht funktionieren.
Die Vor-Fehler-Dauer oder jeder Zustand vor einem Pendelereignis sollte entsprechend Gleichung
16 eingestellt sein.

Gleichung 16 𝑇𝑉𝑜𝑟−𝐹𝑒ℎ𝑙𝑒𝑟 = 𝑁 ∗ 𝑡𝑃𝑒𝑛𝑑𝑒𝑙

wobei
N = ganzzahliges Vielfaches von tPendel

Wenn flexible Vor-Fehler-Zeiten wünschenswert sind, sollte beachtet werden, dass nach dem
Anfangsstrom und den Spannungsamplituden mit Hilfe Gleichung 1 für die angewandten Zeiten aufgelöst
werden kann.

3.1.20.1.7 Schaltfläche Fehlerort Modus: Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Fehler-
Lokalisierungs-Modus, um zum Fehler-Lokalisierungs-Eingabe-Einstellungs-Bildschirm zu gelangen.

52
Abbildung 29: Eingabe-Bildschirm Fehler-Lokalisierung

Der Fehler-Lokalisierungs-Modus ermöglicht Ihnen die prozentuale Eingabe der Impedanz einer Leitung;
die Software des Fehler-Suchgeräts wird die entsprechenden Spannungen, Ströme und Phasenwinkel
berechnen, um den Fehler an der entsprechenden Stelle auf der Grundlage des eingegebenen %-Wertes
zu wiederholen.

Beachten Sie, dass es zwei Winkel gibt, die Sie eingeben können. Standardmäßig sind dies 90 und 0
Grad.

3.1.20.2 Schaltfläche Fehlerart-Auswahl

Durch Drücken oder Anklicken der Schaltfläche Fehlerartauswahl wird eine Auswahlliste von
verschiedenen Arten von Fehler-Prüfoptionen angezeigt.

Abbildung 30: Fehlerarten

Sie können die Simulation Phase zu Erde (d.h. L1) oder Phase zu Phase (d.h. L1-L2) oder Dreiphasen-
Fehler (d.h. L1-L2-L3) auswählen. Alle Werte, die für die ausgewählte Fehlerart berechnet wurden,
werden automatisch berechnet und in das entsprechende Wertefenster eingegeben.

3.2 Phasenwinkelverhältnisse einstellen

Betrachten Sie jedes V/I Generatormodul als einen Vektorgenerator. Jedes Modul hat eine interne
Nullreferenz, auf die es seine Phasenwinkeleinstellungen wie auf der STVI angezeigt, bezieht.
Angewandt wird dies auf Phasenwinkeleinstellungen zwischen den Spannungs- und Stromausgängen.
Zur Einstellung eines Phasenwinkels zwischen zwei Ausgängen wird empfohlen, dass ein Ausgang auf 0

53
eingestellt wird und der andere Ausgang auf die 0 bezogen wird. Dies dient nur der Einfachheit für den
Bediener. Beim Einstellen eines Winkels hat der Bediener eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten, die von
der Standard-Phasenwinkeleinstellung abhängen, siehe 2.3.1.3. In der Welt der Ingenieurwissenschaft
und in den folgenden Abbildungen zeigt das nacheilende Diagramm negative Drehung an und wird
negative Sequenzkomponenten erzeugen, während die Diagramme Voreilend und +/-180 positive
Drehung anzeigen, was normale Systemaktivität ist.

Abbildung 31 Diagramme Positive Phasendrehung

Abbildung 32 Diagramme Negative Phasensequenzdrehung

54
Abbildung 33 Positive Phasensequenzdrehung mit Verwendung von ± 180˚

Wird zum Beispiel 0-360 Nacheilend (0, 120, 240) verwendet, würde das Einstellen eines Winkels von
30 zwischen den beiden Ausgängen folgendermaßen ausschauen:

Der Referenzausgang ist 0 und der zweite Ausgang ist 30 im Uhrzeigersinn gedreht. Mit anderen
Worten, der Winkel eilt der Referenzquelle um 30 nach. Umgekehrt, wenn der Winkel entgegen dem
Uhrzeigersinn von 359,9 hin zu 0,0 abnimmt, würde bei Einstellung des Winkels auf 300,0 der zweite
Ausgang folgendermaßen ausschauen:

Der Referenzausgang ist 0 und der zweite Ausgang ist auf 60 gegen den Uhrzeigersinn gerichtet
gedreht. Mit anderen Worten, der zweite Ausgang eilt dem Referenzausgang um 300 nach oder eilt ihm
um 60 vor. Der Anwender kann voreinstellen, dass Phasenwinkel bis 180 mit den - (negativen)
Winkeln nacheilen und den + (positiven) Winkeln voreilen. Um einen Winkel auf + 10 voreilend
einzustellen, wäre das Vektorverhältnis:

3.3 Stromquellen

3.3.1 Parallel-Betrieb

Jeder SMRT Stromverstärker kann dauerhaft 30 Ampere bereitstellen. Der SMRT33/43 kann ein
Maximum von 45 A bereitstellen, während die Geräte SMRT36/46/46D/410 und SMRT410D bis zu 60 A
pro Phase für die Dauer von 1,5 Sekunden zum Prüfen von unverzögerten Auslöseelementen

55
bereitstellen können. Wenn für eine lange Zeitdauer mehr als 30 A einphasig oder mehr als 60 A zum
Prüfen von unverzögerten Elementen erforderlich sind, können zwei oder mehrere Stromkanäle parallel
angeschlossen werden; sie liefern 60 oder 90 A dauerhaft (SMRT36/46/410) und bis zu 120 oder 180 A
für die Dauer von 1,5 Sekunden.

Beachten Sie: Wenn im 5. Zeichen der Modellidentifikationsnummer ein F oder C erscheint (d.h.
30P1F0A0S1) sind die Stromrückflüsse potenzialfrei (isoliert von einander und von Erde). Bei jenen
Geräten mit einer Modellnummer G oder E, sind die Stromrückflüsse intern zusammengefasst und mit
Erde verbunden.

Um die Stromkanäle des Geräts parallel zu schalten, gehen Sie folgendermaßen vor:
Bei Verwendung von ummantelten mehradrigen Stromprüfkabeln (Art.Nr. 2008-541) sind alle schwarzen
Rückleitungen innerhalb der Ummantelung miteinander verbunden, so dass sie alle den Rückstrom
zusammen teilen. Schließen Sie jeden Stromkanal an das zu prüfende Relais an (sowohl rote als auch
schwarze Klemmen an die Last). Jedes Megger Prüfkabel ist für 32 Ampere dauernd bemessen. Wenn
Sie andere als die von Megger gelieferten Prüfkabel verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass das
Kabel über genügend großen Querschnitt verfügt, um den Prüfstrom zu transportieren.

Für die geerdeten Geräte mit gemeinsamem Rückfluss (G) gibt es eine interne gemeinsame Erde
zwischen den Rückflussanschlüssen des Stromkanals. Wenn Sie getrennte einzelne Prüfkabel
verwenden, müssen alle Rückleitungen bei der Last zusammengefasst sein, wie in der nachfolgenden
Abbildung gezeigt. Wenn eine Rückleitung nicht an alle verwendeten Stronkanäle angeschlossen ist, wird
ein Teil oder der gesamte Rückstrom durch die interne Erde durchgetrieben. Dies bedeutet, dass bei
einem 3-Kanal-Gerät bis zu 180 Ampere durch die interne gemeinsame Erde getrieben werden; dadurch
können die internen gemeinsamen Rückleitungen beschädigt werden. Es ist deshalb wichtig, dass die
Parallelanschlüsse beim Relais gemacht werden müssen. Siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 34 Drei Stromausgänge am SMRT36 parallel

3.3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 180 Ampere

Als SMRT36/46/46D Anwender gehen Sie zum Bildschirm Konfiguration und wählen den Betriebsmodus
von 3 Spannungen – 1 Strom bei 180 A. Anmerkung für SMRT410 und SMRT410D Anwender: es steht
eine ähnliche Ein-Kanal-Option zur Verfügung. Wenn Sie zum Bildschirm manuelle Prüfung
zurückkehren, wird wie in der nachfolgenden Abbildung ein Stromkanal angezeigt sein.

56
Abbildung 35 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasiger Betrieb

Die STVI wird automatisch alle drei Ströme gleichphasig miteinander einstellen und den Strom
gleichermaßen zwischen den drei Stromverstärkern aufteilen. Beim Einstellen eines Ausgangs geben Sie
einfach den Wert des gewünschten Ausgangsstroms ein. Für einen Ausgang von 75 Ampere geben Sie
zum Beispiel 75 ein. Bei Verwendung eines SMRT33/43/36/46 mit 3 Stromkanälen wird jeder
Stromverstärker 25 Ampere bereitstellen. Der Strom kann also phasenverschoben sein. Geben Sie
einfach den gewünschten Phasenwinkel ein und alle drei Ströme werden zueinandner phasenverschoben
sein.
Wenn zwei Stromkanäle, die parallel verwendet werden, das Gerät in der Standard-Drei-Phasen-
Konfiguration verlassen, schließen Sie die beiden Stromausgänge gemäß nachfolgender Abbildung an
die Last an.

Abbildung 36 Zwei Ströme parallelgeschaltet am SMRT36

Stellen Sie jeden Kanal auf die Hälfte der Ausgangsanforderung ein. Gehen Sie sicher und stellen
Sie den Stromkanal #2 auf 0 Grad zurück, sodass er gleichphasig mit dem Stromkanal #1 ist. Wenn
beide Stromkanäle ausgewählt sind, schalten Sie den Ausgang ein, indem Sie auf die Schaltfläche ALL
ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken oder klicken. Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF
[ALLES EIN/AUS], um beide Stromkanäle zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle

57
Rampenausgänge werden bei Verwendung der PC-Version der RTMS software die Schaltflächen 
angezeigt. Bei Verwendung eines STVI-Steuergeräts wird das Symbol für den Steuerungsknopf
angezeigt. Drückt der Anwender einen der beiden, blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den
gewünschten Steigerungsgrad für das manuelle Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die
gerampt werden und das, was angepasst werden soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz)
auswählen.

3.3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe

Zwei Stromkanäle können in Reihe geschaltet sein, um die verfügbare Bürdenspannung zu verdoppeln.
Aufgrund der Wicklungsimpedanz und der Sättigungscharakteristiken war es schon immer schwierig,
mechanische, geerdete Hochimpedanz-Überstromrelais bei hohen Stufenvielfachen zu prüfen. Die
erforderliche Spitzenspannung kann in Abhängigkeit vom erforderlichen Prüfstrom die maximale
Ausgangsspannung eines SMRT Stromausgangskanals überschreiten. Werden zwei Stromausgänge in
Reihe geschaltet, ist die Bürdenspannung verdoppelt und kann so für höhere Prüfströme durch die
Hochimpedanzlast sorgen.

Es gibt zwei Methoden, um Ströme zusammen in Reihe zu schalten. Für die Modelle potenzialfreier
Ausgang schließen Sie die beiden Stromverstärker wie in der nachfolgenden Abbildung gezeigt, in einer
“Push-Push”-Konfiguration zusammen.

Abbildung 37 Zwei Ströme mit SMRT36 Potenzialfreien Ausgängen in Reihe schalten

Stellen Sie jeden der beiden Stromkanäle, die in Reihe verwendet werden sollen, auf gleiche
Prüfstrommagnitude und Phasenwinkel ein. Wählen Sie beide Stromkanäle und schalten Sie den
Ausgang ein, indem Sie die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken oder anklicken.
Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES EIN/AUS], um beide Stromkanäle
zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle Rampenausgänge werden bei Verwendung der PC-
Version der RTMS software die Schaltflächen  angezeigt. Bei Verwendung eines STVI-Steuergeräts
wird das Symbol für den Steuerungsknopf angezeigt. Drückt der Anwender einen der beiden,
blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den gewünschten Steigerungsgrad für das manuelle
Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die gerampt werden und das, was angepasst werden
soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz) auswählen.

Um die Stromkanäle der gemeinsam geerdeten Rückläufe (auf der oberen Darstellung sind die
schwarzen Rückführungsanschlüsse mit einer schwarzen Leitung und dem Erdungssymbol verbunden) in
Reihe zu schalten, führen Sie Folgendes aus:

Schließen Sie den Roten Ausgangsanschluss der beiden Stromkanäle an das zu prüfene Relais an.
Wenn auch die beiden mit den Stromkanälen verbundenen Rückläufe intern an die gemeinsamen

58
Rückläufe angeschlossen sind, platzieren Sie dennoch extern einen Bügel wie abgebildet. Dadurch
stellen Sie sicher, dass die internen gemeinsamen Leitungen nicht beschädigt werden, sollten mehr als
30 A angelegt sein.

Abbildung 38 Zwei Stromkanäle mit SMRT36 Geerdeten Gemeinsamen Rückläufen in Reihe schalten

Beachten Sie: Ein Stromkanal sollte auf 0 Grad eingestellt sein und der andere Stromkanal sollte auf
einen Phasenwinkel von 180 Grad eingestellt sein, so dass sich die beiden Bürdenspannungen über der
Last ergänzen. Versuchen Sie KEINESFALLS, mehr als zwei Ströme zusammen auf ein geerdetes Gerät
mit gemeinsamen Rückläufen in Reihe zu schalten.

Stellen Sie jeden der beiden Stromkanäle, die in Reihe verwendet werden sollen, auf die gleiche
Prüfstrommagnitude ein. Starten Sie beide Stromkanäle gleichzeitig, indem Sie die Schaltfläche ALL
ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken. Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES
EIN/AUS], um beide Stromkanäle zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle Rampenausgänge
werden bei Verwendung der PC-Version der RTMS software die Schaltflächen  angezeigt. Bei
Verwendung eines STVI-Steuergeräts wird das Symbol für den Steuerungsknopf angezeigt. Drückt
der Anwender einen der beiden, blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den gewünschten
Steigerungsgrad für das manuelle Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die gerampt werden
und das, was angepasst werden soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz) auswählen.

3.4 Spannungsquellen

3.4.1 Zusammen addierte Ausgänge

Zwei Spannungskanäle können verwendet werden, um die Summe der Spannungsausgänge zu bilden;
dadurch erhalten Sie eine höhere Spannung als die Nennspanung, vorausgesetzt, die Last ist nicht
geerdet. Schließen Sie die Last zwischen den Spannungskanalstiften an, stellen Sie V1 Phase auf 0 und
V2 Phase auf 180 ein. Die Spannungsausgänge werden addiert, sodass die Gesamtspannung gleich der
Summe der beiden Spannungsamplituden, V1 und V2 ist, wie das nachfolgende Diagramm zeigt.

Beachten Sie: Wenn im 5. Zeichen der Modellidentifikationsnummer ein F oder C erscheint (d.h.
30P1F0A0S1) sind die Spannungsrückflüsse potenzialfrei (isoliert von einander und von Erde). Bei
Geräten mit einer Modellnummer G oder E, sind die Spannungsrückflüsse intern zusammengefasst und
mit Erde verbunden.

Für die potenzialfreien gemeinsamen Geräte muss der Anwender die dazugehörigen schwarzen
gemeinsamen Rückläufe der Spannungskanäle zusammenschalten, wenn Betrieb in Reihe erforderlich

59
ist (siehe nachfolgende Abbildungen). Entfernen Sie externe Gemeinsame Leitungen, wenn das Prüfen
abgeschlossen ist. Versuchen Sie KEINESFALLS, mehr als zwei Spannungskanäle zusammen in Reihe
zu schalten.

Abbildung 39 Spannungskanäle für SMRT36 Potenzialfrei Nicht Geerdete Gemeinsame Rückleitungen in


Reihe schalten

Abbildung 40 Reihen von Spannungskanälen mit SMRT36 Geerdeten Gemeinsamen Rückläufen

3.4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung

3.4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck

Es gibt zwei Methoden, wie Sie erreichen, dass Sie eine dreiphasige, Dreileiter-Spannungsquelle
verfügbar haben. Die offene Dreiecks-Konfiguration ist einfacher zu verwenden, wenn eine
ausgeglichene dreiphasige Quelle erforderlich ist, weil das Verhältnis Amplitude und Phase direkt
eingestellt werden kann. Es sind keine Berechnungen notwendig.

Bei Verwendung der Offenen Dreieckskonfiguration ist empfohlen, Spannungskanal #1, mit V 1
bezeichnet, und Spannungskanal #2, mit V2 bezeichnet, zu verwenden, während der GEMEINSAME
Verbindungsstift als Vg bezeichnet wird. Mit dieser Anordnung können Magnitude und Phasenwinkel des
Potenzials einfach berechnet und eingestellt werden. Für die ausgeglichene dreiphasige Bedingung sind
V1- g und V2- g in der Größe gleich und durch einen Phasenwinkel von 60o getrennt. Dies geschieht durch
Einstellen der V1 und V2 Potenziale auf die gleiche Größe, Einstellen von 0 bei V1 und 300o (60 Grad

60
voreilend in der Annahme, dass die Standard-Phasendrehung auf 360 nacheilend eingestellt ist) bei V2,
siehe nachfolgende Abbildungen.

Abbildung 41 Dreiphasige Offene Dreieck-Schaltung

Bei Verwendung der Offenen Dreieck-Konfiguration zur Einrichtung eines Phase-zu-Phase-Fehlers ist die
Berechnung mit Hilfe des Cos-Gesetzes erforderlich, um die Amplituden- und Phasenverhältnisse zu
berechnen. (Siehe Diskussion unter T-Schaltung für simulierte, nicht ausgeglichene Phase-zu-Phase-
Fehler ohne Bedarf für Berechnungen.)

Ausgeglichene 3 - Offene Dreieck-Schaltung

Falls Vf dem gewünschten Prüfpotenzial gleichkommt, dann:


Stellen Sie ein: V1 = Vf  0o
Stellen Sie ein: V2 = Vf  300o (360 nacheilende Konfiguration)

61
3.4.2.1.1 Nicht ausgeglichenes Offenes Dreieck

Beim Einrichten einer Nicht ausgeglichenen Offenen Dreieck-Konfiguration wird die gewünschte Phase-
zu-Phase-Fehler-Spannung, V1f eingestellt, indem der Spannungskanal #1 mit seinem Phasenwinkel auf
0 eingestellt wird. Phase-zu-Phase-Spannung V2f und sein Phasenwinkelverhältnis für Spannungskanal
#2 muss berechnet werden; hierzu wird das Kosinus-Gesetz verwendet, wobei für jedes Dreieck folgende
Formel Anwendung findet:

Die nächste Abbildung zeigt das Phasenverhältnis zwischen Spannungen und ein Beispiel der
notwendigen Berechnung. Der Einfachheit halber sind die Amplituden- und Phasenwinkeleinstellungen
für typische Vf Fehlergrößen tabellarisch aufgeführt.

Vom Kosinus-Gesetz

V 12 2 3
2
V 23 = ( ) +( * 120 )2
2 2

Einstellungen für typische Phase-zu-


Phase-Fehlerspannungen
Abbildung 42 Offenes Dreieck Nicht Ausgeglichen
Phase-zu-Phase Fehlerspannungen
V 12
 = arccos( )
2 * V 23
V12 = Vf

V12 1 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70
V23 104 104 104 104 104 105 105 105 106 106 106 108 108 109 110
At ° 270 271 273 274 275 277 278 280 281 282 284 285 286 287 289
Lag

62
3.4.2.2 T Anschluss

Die zweite Methode, eine dreiphasige Dreileiter-Spannungsquelle zu erhalten, besteht im sogenannten T-


Anschluss. Die in der nachfolgenden Abbildung gezeigte Methode ist einfacher in der Anwendung, wenn
eine nicht ausgeglichene Phase-zu-Phase-Fehlersimulation erreicht wird, da damit die Berechnungen
vermieden werden. Zur Vermeidung von Verwirrungen bei der Verwendung des T-Anschlusses wird der
Spannungsausgang #1 als Va bezeichnet und sein Phasenwinkel ist auf 0 eingestellt; sein
Spannungsausgang #2 wird als Vb bezeichnet und sein Phasenwinkel ist auf 180 eingestellt; der
Spannungsausgang #3 wird als Vc bezeichnet und sein Phasenwinkel wird auf 270 eingestellt. Jede
Kombination von ausgeglichenen Drei-Phasen-Fehlern oder nicht ausgeglichenen Phase-zu-Phase-
Fehler-Zuständen kann einfach simuliert werden. Die folgende Abbildung zeigt diese Phasenverhältnisse
an.
Beachten Sie: Diese Methode sollte nicht für sehr niedrige Fehlerspannungen verwendet werden;
genauso wenig bei statischen Relais, die für diese Art der Schaltung empfindlich sind (d.h. 5 Volt oder
weniger, oder zum Prüfen von ABB oder Westinghouse-Relais Typ SKD).

Vf = Desired Fault Voltage

1
Va = V f 0
2
1
Vb = V f 180
2

3
Vc = 120 or V c = 104V 270
2

Ausgeglichene oder Nicht Ausgeglichene Fehler-T-Schaltung

63
3.4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung

Ein dreiphasiges, Vierleiter-Potenzialsystem kann mit Hilfe von drei Ausgangsmodulen bereitgestellt
werden. Die Vektorverhältnisse sind nachfolgend aufgeführt. Diese Sternschaltung hat den Vorteil, dass
eine höhere Dreieckspannung bereitgestellt werden kann (1,73 x Phase-zu-Nullleiterspannung). Sie ist
ideal geeignet, um Phase-zu-Erde-Fehler zu simulieren. Spannungskanal #1 wird als V a bezeichnet,
wobei sein Phasenverhältnis auf 0 eingestellt ist. Spannungskanal #2 wird dann als Vb bezeichnet und
der Phasenwinkel ist auf 120 eingestellt. Schließlich wird Spannungskanal #3 als Vc bezeichnet und der
Phasenwinkel ist auf 240 eingestellt (für eine 1-2-3-Drehung gegen den Uhrzeigersinn). Va, Vb und Vc
sind an die Spannungspotenzial-Verbindungsklemmen bei den entsprechenden Prüfgeräten
angeschlossen.

3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung

Vf = Desired Fault Voltage


3
Va = V f 0
3
3
Vb = V f 120
3
3
Vc = V f 240
3

Beachten Sie: Wenn im 5. Zeichen der Modellidentifikationsnummer ein F oder C erscheint (d.h.
30P1F0A0S1) sind die Stromrückflüsse potenzialfrei (isoliert von einander und von Erde). Bei jenen
Geräten mit einer Modellnummer G oder E, sind die Stromrückflüsse intern zusammengefasst und mit
Erde verbunden.

Bei Verwendung von ummantelten mehradrigen Spannungsprüfkabeln (Art.Nr. 2008-540) sind alle
schwarzen Rückleitungen innerhalb der Ummantelung miteinander verbunden, sodass sie alle den
Rücklauf zusammen teilen. Deshalb wird nur ein Rücklaufkabel auf der Relais-Anschlussseite der
ummantelten Kabel bereitgestellt (ähnlich den Anschlüssen in der nachfolgenden Abbildung).

64
Abbildung 43 SMRT36 mit Potenzialfreien Rückläufen, Dreiphasige, Vierleiter-Prüfanschlüsse

Für erdgeerdete Geräte mit gemeinsamem Rücklauf (G), gibt es eine interne gemeinsame Erde
zwischen den Rücklaufanschlüssen des Spannungs- und Stromkanals. Deshalb ist nur ein Rücklaufkabel
für die Spannungskanäle erforderlich. Bei Verwendung von separaten einzelnen Prüfkabeln muss der
Anwender für potenzialfreie Geräte mit gemeinsamem Rücklauf die entsprechenden schwarzen
gemeinsamen Rückläufe der Spannungskanäle wie nachfolgend gezeigt zusammenschließen.

3.5 Relais prüfen mit dem STVI-Bildschirm Manuelles Prüfen

Abbildung 44 STVI-Bildschirm Manuelles Prüfen

Die folgenden Prüfungen sind Beispiele dafür, wie der STVI-Bildschirm Manuelles Prüfen für allgemeine
Prüfanwendungen verwendet werden kann.

3.5.1 Einfache Manuelle Anrege- oder Abfallprüfung

65
1. Wählen Sie den/die Kanalwert(e), die gerampt werden sollen, indem Sie das/die
entsprechende(n) Magnitudenfenster (#17) drücken. Mit Hilfe der in Abbildung 7 gezeigten
numerischen Tastatur geben Sie den Startwert ein.
2. Schließen Sie den/die entsprechenden Ausgangsanschluss/-anschlüsse für den/die gewählten
Kanal/Kanäle an, der/die gerampt werden sollen.
3. Schließen Sie den gewünschten Binäreingangsanschluss an, um das Schließen und Öffnen des
Relaiskontakts zu erfassen. Wählen Sie den gewünschten Binäreingang (#10) aus und stellen
Sie die entsprechenden Erfassungsmodi Durchgang oder Spannung ein.
4. Drücken Sie auf das Symbol Output Selector Adjustment [Einstellung Ausgangswähler] (#15) und
geben Sie die Steigerung, Kanalnummer(n) und ob Amplitude, Phase und Frequenz (siehe
Abbildung 8) ein. Beachten Sie, dass der/die gewählte(n) Kanal/Kanäle einen hervorgehobenen
Rahmen um das/die Magnitudenfenster haben sollten.
5. Wählen Sie den Ausgang/die Ausgänge, die eingeschaltet werden sollen; drücken Sie hierzu die
Symbolschaltfläche ON/OFF [EIN/AUS] (#16) für den/die gewählten Kanal/Kanäle. Schalten Sie
den gewählten Kanal/die Kanäle ein, indem Sie die Schaltfläche All ON/OFF [Alle EIN/AUS] (#14)
drücken. Mit Hilfe des Steuerungsknopfes am STVI oder den Auf- und Ab-Pfeiltasten am PC
rampen Sie den Ausgang/die Ausgänge so lange bis die Relaiskontakte anregen oder abfallen,
abhängig von dem in Schritt 1 eingegebenen Startwert.
6. Schalten Sie den Ausgang/die Ausgänge aus, indem Sie die Symbolschaltfläche ON/OFF
[EIN/AUS] drücken oder drücken Sie die Symbolschaltfläche ALL OFF [Alle AUS].
7. Drücken Sie die Schaltfläche the Add To Report [Zum Protokoll hinzufügen] (#3), wenn Sie diese
Prüfung in ihrem Protokoll dokumentieren möchten.

3.5.2 Einfache Manuelle Zeitmessprüfung


1. Drücken Sie die Schaltfläche Vor-Fehler (#11). Drücken Sie die Schaltfläche Test/Prefault/Post
Time Setting [Zeiteinstellung Prüfung/Vor-Fehler/Nach] (#12). Stellen Sie im bereitgestellten
Fenster die gewünschte Vor-Fehler-Dauer in Sekunden ein.
2. Stellen Sie den/die Vor-Fehler-Wert(e) ein, indem Sie das/die entsprechende(n)
Magnitudenfenster (#17) drücken und geben Sie mit Hilfe der in Abbildung 7 gezeigten
numerischen Tastatur den/die Vor-Fehlerwert(e) ein.
3. Schließen Sie den entsprechenden Ausgangsanschluss/die -anschlüsse für den gewählten
Kanal/die Kanäle, die verwendet werden sollen, an.
4. Schließen Sie den gewünschten Binäreingangsanschluss an, um die Relais-Auslösekontakte zu
erfassen.
5. Drücken Sie den gewünschten Binäreingang (#10) und überprüfen Sie das Fenster Use as Trip
Contact [Als Auslösekontakt verwenden]. Wählen Sie für die entsprechende Erfassung
Normalerweise Offen, Normalerweise geschlossen, Spannung Angelegt oder Spannung Entfernt.

66
6. Drücken Sie die Schaltfläche Fehler und stellen Sie den/die gewünschten Fehlerwert(e) durch
Drücken des/der entsprechenden Magnitudenfenster (#17) und mit Hilfe der numerischen
Tastatur ein.
7. Drücken Sie die Schaltfläche Vor-Fehler und kehren Sie zu den Standardeinstellungen zurück.
Wählen Sie den/die Vor-Fehler-Kanal/Kanäle aus, die eingeschaltet werden sollen; drücken Sie
hierzu die Symbolschaltfläche(n) ON/OFF [EIN/AUS] (#16); danach schalten Sie die gewählten
Kanäle ein, indem Sie auf ALL ON/OFF [ALLE EIN/AUS] (#14) drücken. Die Vor-Fehler-
Ausgänge sollten nun eingeschaltet sein. Drücken Sie die blaue Schaltfläche Play (#13). Der
rückwärtszählende Vor-Fehler-Zeitmesser startet. Die Ausgänge wechseln von Vor-Fehler- zu
Fehlerwerten und der Zeitmesser startet. Sobald das Relais auslöst, wird der Zeitmesser stoppen
und die Auslösezeit des zu prüfenden Relais anzeigen. Nachdem die Prüfung abgeschlossen ist,
werden alle Ausgänge abgeschaltet (mit Ausnahme des Batteriesimulators, falls verfügbar und
eingeschaltet).
8. Zum Speichern des Prüfergebnisses drücken Sie die Schaltfläche Add to Report [Zum Protokoll
hinzufügen]. Die Ergebnisse wurden nun dem Protokoll hinzugefügt; das Protokoll sieht
folgendermaßen aus. Beachten Sie, dass die Werte solange nicht wirklich in der Datei
gespeichert sind, bis Sie das Symbol File Folder [Dateiordner] drücken und sie wie vorher
festgelegt speichern. Der Anwender kann jetzt entsprechende Informationen bezüglich der
Prüfung in der Kopfzeile des Prüfprotokolls eingeben.

Abbildung 45 Beispiel PowerDB Protokoll

Wenn Sie die STVI verwenden, blättern Sie mit dem Control Knob [Steuerungsknopf] auf und ab, um
alle Ergebnisse anzuschauen. Beachten Sie, dass es in der oberen rechten Ecke Platz für Firmenlogos
gibt, um eine vollständige und professionelle Darstellung (siehe Konfiguration) zu erreichen. Beachten
Sie auch die Schaltfläche Options genau über den aufgezeichneten Ergebnissen. Durch Drücken
dieser Schaltfläche werden dem Anwender mehrere Wahlmöglichkeiten für die aufgezeichneten
Ergebnisse präsentiert.

67
Abbildung 46 Bildschirm Protokoll-Optionen

Die Ergebnisse können nach oben oder unten verschoben werden, um die Reihenfolge bei der
Darstellung der Ergebnisse zu ändern. Das Ergebnis kann gelöscht oder eine erneute Prüfung
durchgeführt werden. Ferner kann der Anwender Anmerkungen oder Mängel hinzufügen oder verbergen.
Drücken Sie entweder Close report [Protokoll schließen], um zum Prüfbildschirm zurückzukehren oder
drücken Sie Cancel [Abbrechen], um zum Protokoll zurückzukehren. Zum Verlassen des Protokolls
drücken Sie die Schaltfläche Check [Überprüfen] in der oberen linken Ecke oder wählen Sie die
Schaltfläche Options [Optionen] und danach die Schaltfläche „Close Report“ [Protokoll schließen].

3.5.3 Glattes Rampen/Autom. Rampen/Impuls-Rampen/Binärsuche Impuls-Rampen verwenden

Das Leistungsmerkmal Automatisches Rampen der RTMS-Software lässt sich verwenden, um


automatisch Anregung oder Abfall von verschiedenen Relaistypen zu bestimmen. Drücken Sie die

Schaltfläche Prüfliste , um zum Bildschirm Automatisches Rampen zu gelangen. Es erscheinen zwei


Wahlmöglichkeiten I oder V (Strom- oder Spannungskanal); danach wählen Sie Rampen-Parameter.
Nachdem ein Kanal zum Rampen gewählt wurde, müssen Sie die Rampenart (aus vier Arten
auswählbar) oder den Rampen-Assistenten auswählen. Der Rampen-Assistent richtet automatisch die
entsprechende Rampe für verschieden Anwendungsarten ein (siehe Rampen-Assistent bzgl. weiteren
Informationen).

Abbildung 47: Rampen und Funktionsleiste aussuchen

3.5.3.1 Beispiel für Glattes Rampen

Die erste Auswahl  ist Glatte Rampen; dabei wird der Ausgang durch Anwendung eines Werts, der auf
der Eingabe eines Steigerungswertes / Sekunde basiert, gerampt. Abhängig davon, was gerampt wird
(Amplitude oder Frequenz) müssen Sie die Start- und Stoppwerte des zu rampenden Wertes festlegen.
Zum automatischen Rampen des Ausgangsstroms müssen Sie z.B. die Start- und Stopp-Amplituden
sowie eine Steigerung (A) A/s eingeben. Auf der Grundlage der Start-, Stopp und Steigerung/Sekunde-

68
Einstellungen wird die Software automatisch die Steigerungswerte des ausgewählten Ausgangs, die zu
einer glatten Rampe vom Start- zum Stopppunkt führt, berechnen. Siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 48: Einstellungsbeispiel Glatte Rampe

Im obigen Beispiel wurde 1 A für den Rampenstart eingestellt, der Stopp-Wert bei 5 A (mit der Erwartung,
dass das Relais auslöst bevor 5 A erreicht sind), und einer Steigerung von 0,1 Ampere (A) / Sekunde.
Zum Starten des automatischen Rampens drücken Sie die blaue Schaltfläche Play.

3.5.3.2 Starten des Rampens

Die erste Auswahlmöglichkeit  ist das Stufenrampen; das Rampen des Ausgangs erfolgt durch
Anwendung eines Werts und anschließendem Warten für einen vorgegebenen Zeitraum, bevor die
nächste Steigerung erfolgt. In Abhängigkeit davon, was gerampt werden soll, muss der Anwender die
Start- und Stoppwerte des Wertes festlegen, der gerampt werden soll. Zum Beispiel wird der Anwender
für das automatische Rampen des Ausgangsstroms den Kanal wählen, der gerampt werden soll und
Start- und Stopp-Amplituden, eine Steigerung (A) und ein Verzögerungszeit in Zyklen (B) eingeben.
Siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 49 Beispiel Rampeneinstellung

In diesem Beispiel hat der Anwender 1 A zum Starten des Rampens ausgwählt, den Stopp-Wert auf 5 A
eingestellt (in der Erwartung, dass das Relais anregen wird ehe 5 A erreicht sind); er hat eine Steigerung
von 0,1 A (A) und einen Verzögerungszeit (B) von 20 Zyklen zwischen jeder Steigerung eingestellt. Zum
Starten des Automatischen Rampens drückt der Anwender die blaue Schaltfläche Play.

3.5.3.3 Beispiel Puls-Rampen-Einstellung

Abbildung 50 Beispiel Puls-Rampen-Einstellung

Die zweite Auswahlmöglichkeit ist für das Puls-Rampen und wird den Ausgang rampen, wird aber auch
zur Vor-Fehler-Bedingung zwischen jeder Steigerung zurückkehren. Der erste Schritt besteht darin,
den/die Vor-Fehler-Vektor(en) einzustellen; danach werden die Start-, Stopp- und Steigerungswerte für
das Puls-Rampen eingestellt. Anstelle der Verzögerungszeit stellt der Anwender die Zeit für die
Pulszyklen ein; das ist die Zeit, für die der gesteigerte Wert angewandt wird, bevor er auf den Vor-Fehler-
Vektor-Zustand zurückkehrt. Der Ausgang wird dann für die Dauer der Verweilzyklen bei den Vor-Fehler-
Werten bleiben, bevor er zum nächsten Steigerungswert weitergeht bis das Relais schaltet. Drücken oder
klicken Sie auf die Schaltfläche 1 Rampe. Der Anwender kann eine 2., 3. und 4 rampe wählen. Dadurch
kann der Anwender eine Reihe von stufenförmigen Rampen wählen, die durchgeführt werden sollen.
Eine übliche Verwendung für 2 Rampen wäre das Einstellen des Steigerungswertes in großen Schritten
und sobald das Relais anregt, den Ausgang um einen Prozentsatz des Anregewertes zu verringern. Das
Rampen kann dann von diesem Punkt aus starten, aber mit geringeren Steigerungen, bis das Relais
wieder anregt; dadurch wird eine feinere Auflösung am tatsächlichen Anregepunkt bereitgestellt. Dieses
Leistungsmerkmal wird meistens bei der Durchführung von unverzögerten Anregeprüfungen angewandt.

69
Der Ausgangsstrom oder die Spannung kann in großen Schritten gesteigert werden, um rasch zum
Anregepunkt zu gelangen. Dadurch werden die Prüfzeit und das Erwärmen des zu prüfenden Relais
verringert und es wird für ein sehr präzises Prüfergebnis gesorgt. Dieses Leistungsmerkmal wird auch
beim Prüfen von Mehrzonen-Distanzrelais verwendet, wobei dreiphasige Spannung und Ströme
verwendet werden. Stellen Sie die Dauer der Pulszyklen für die vorgesehene Schaltzone einfach lang
genug ein. Wenn Sie nicht genau sicher sind, wo der Anregewert des Relais ist, können Sie das
Leistungsmerkmal Puls-Rampen mit Binärsuche  verwenden.

3.5.3.4 Puls-Rampen mit Binärsuche

Abbildung 51 Puls-Rampen mit Binärsuche

Die dritte Wahlmöglichkeit in der Werkzeugleiste ist Pulse Ramp Binary Search [Puls-Rampen mit
Binärsuche]. Das Puls-Rampen mitBinärsuche wird verwendet, um schnell den Anregewert eines Relais
mit einem fraglichen oder unbekannten Einstellpunkt oder Betriebscharakteristik zu bestimmen. Wichtiger
ist, dass dieses Leistungsmerkmal ausgezeichnet für das Prüfen von Relais ist, welche einen Vor-Fehler-
Zustand vor dem Erfassen eines Fehlerzustandes erfordern. Die Einstellwerte sind nahezu die gleichen
wie das Puls-Rampen. Anstelle des Steigerungswertes legt der Anwender jedoch die Endauflösung der
End-Suchsteigerung fest. Bei der Durchführung wird das Steuergerät stufenweise nach der
Relaisanregung suchen und startet dabei mit Vor-Fehler-Wert(en). Der Betrieb wird zuerst leicht oberhalb
des Halbwegpunktes zwischen den Start- und Stoppwert-Einstellungen überprüft. Der erste Ausgang wird
die Vor-Fehler-Einstellung sein, danach pulsen zu den Fehlerwerten. Wenn ein Schaltvorgang beim
Relais innerhalb der Pulszeit eintritt, wird/werden der/die Fehlerwert(e) automatisch stufenweise um 50 %
der Differenz zwischen dem letzten Schaltpunkt und dem Nicht-Schaltpunkt absteigen. Wie beim Puls-
Rampen, schaltet der Ausgang zwischen dem Vor-Fehler und dem/den nächsten Fehlerwert(en) zurück
und vor. Der bidirektionale Anrege- und Nicht-Anregevorgang trennt weiterhin sehr schnell zurück und vor
bis die Endauflösung erreicht ist. Ist die Endauflösung einmal erreicht wird/werden der/die
Endanregewert(e) angezeigt. Dort, wo keine Vor-Fehler-Werte erforderlich sind, kann eine einfachere
Binärsuche verwendet werden.

3.5.4 Rampen-Assistent

Durch Drücken der Schaltfläche Rampen-Assistant wird dem Anwender eine Auswahl von drei
verschiedenen typischen Relaisprüfungen und ein kundenspezifisches Rampen bereitgestellt. Eine
Beschreibung der Auswahl folgt.

Abbildung 52 Auswahlmenü Rampen-Assistant Relaistyp

3.5.4.1 EM (Electromechanical) Stromanregung

70
Drücken Sie die Taste hoch aktuellen EM werden die Benutzer mit den folgenden Test.

Abbildung 53 EM Stromanregung Assistent

EM Stromanregung – Diese Auswahl liefert dem Anwender die entsprechende Rampenart und
Standards, die zur Durchführung einer Anregeprüfung bei einem elektromechanischen Überstromrelais
notwendig sind. Der Assistent wird standardmäßig zu drei Rampen führen. Der grundlegende Vorgang
der Prüfung besteht darin, dass die Prüfeinrichtung zweimal die vom Anwender eingegebenen Anrege-
Ampere anlegt und auf das Schließen der Kontakte wartet. Der Prüfstrom fällt um einen Prozentsatz (als
Start % bezeichnet) vom doppelten Anregewert, der am Relais angewandt wird, und startet das
Herunterrampen in Increment Amps (schrittweise A), eingestellt als negativer Wert, wie -0,1, wobei
Delay Cycles [Verzögerungszyklen] verwendet werden, die vom Anwender eingegeben wurden. Der
Start-Prozentwert muss ein Prozentsatz des Anfangsprüfstroms sein, so dass die Kontakte noch
geschlossen sind, der Strom aber nicht sehr weit herunterrampen muss, damit die Kontakte öffnen.
Sobald die Kontakte öffnen, wird der Strom umkehren und das Zurückrampen hochwärts bei einer
anderen Steigerung starten bis die Relais-Auslösekontakte erneut schließen. Der Punkt Start % für das
Rampen zurück hochwärts ist ein Prozentwert von dem, wo die Kontakte gerade geöffnet haben. Der
Anwender kann dies auf 100 % einstellen, so dass das rückwärts Rampen beim gleichen Stromwert
startet, wo die Kontakte gerade geöffnet haben. Der Strom wird zurückrampen bei der Einstellung
Increment Amps für Rampe 3; es werden die gleichen Delay Cycles [Verzögerungszyklen] verwendet,
wie in Rampe 1 eingestellt. Verwenden Sie eine kleinere Steigerung, so dass die Auflösung der Anregung
viel höher wird. Bei diesem Punkt wurde der Anregewert festgelegt. Es gibt zwei Stop Amps [Stopp-A]
Werte, die ebenfalls eingegeben werden müssen. Der erste Stop Amps [Stopp-A], der mit Rampe 2
verknüpft ist, ist der niedrigste Stromwert, den das Gerät herunterrampen wird, um nach den zu
öffnenden Kontakten zu suchen. Wenn sie bei diesem Punkt nicht geöffnet haben, stoppen Sie die
Prüfung; etwas stimmt mit diesem Relais nicht. Der zweite Stop Amps Wert ist verknüpft mit Rampe 3.
Dies ist der maximale Strom, zu dem das Gerät hochrampen wird. Wenn das Relais bei diesem Wert
nicht geschaltet hat, wird die Prüfung stoppen. Normalerweise ist dieser Wert auf einen Wert 50 % höher
als der erwartete Anregewert eingestellt. Für Protokollzwecke wird das STVI den Anregewert erfassen
und in das Protokoll eingeben. Für noch umfassendere Ergebnisse kann der Anwender auf die
Schaltfläche Report All Ramps [Alle Rampen protokollieren] drücken; das STVI wird dann aufzeichnen,
wo die Kontakte zum erstenmal geschlossen haben, abgefallen sind und das letzte Schließen für die
Anregung stattgefunden hat. Drücken oder Klicken Sie auf die Preview button [Vorschau-Schaltfläche]

in der Vektoranzeige und eine grafische Anzeige zeigt, wie der Prüfstrom angelegt wird.

71
Abbildung 54 EM Bildschirm Rampenvorschau

3.5.4.1 Unverzögerte Anregung

Durch Drücken der Schaltfläche Unverzögerte Anregung blendet sich für den Anwender folgender
Prüfbildschirm auf.

Abbildung 55 Unverzögerte Anregung Assistent

Unverzögerte Anregung – Diese Auswahl liefert dem Anwender die geeignete Rampenart und die
Standards, die notwendig sind, um eine Anregeprüfung an einem elektromechanischen, nichtverzögerten
Überstromrelais durchzuführen. Der Assistent wird zwei Rampen bereitstellen. Der Anwender kann aus
zwei verschiedenen Rampenarten (Puls-Rampe und Puls-Rampe mit Binärsuche) auswählen. Siehe die
obigen Beschreibungen zu diesen Rampenarten.

3.5.4.1 Strom Schauzeichen & Selbsthaltung


Durch Drücken der Schaltfläche Current Target & Seal In [Strom Schauzeichen & Selbsthaltung] blendet
sich für den Anwender folgender Prüfbildschirm auf.

72
Abbildung 56 Strom Schauzeichen & Selbsthaltung Assistant

Strom Schauzeichen & Selbsthaltung – Diese Auswahl liefert dem Anwender die geeigneten Ausgänge
und Rampenarten, die notwendig sind, eine Anrege- und Abfallprüfung an einem elektromechanischen
Überstrom-DC- Schauzeichen - und Selbsthalte-Relais durchzuführen. Der Assistent wird automatisch
zwei Stromkanäle auswählen. Kanal #1 wird den Wechselstrom liefern, der notwendig ist, um die EM-
Auslösekontakte zum Schließen zu veranlassen. Stromkanal #2 wird den Gleichstrom (beachten Sie,
dass die Frequenz für den DC-Ausgang auf 0 eingestellt ist) für das DC- Schauzeichen liefern. Für die
Stufen-Rampe geben Sie die Start- und Stopp-Werte auf der Basis der Stufeneinstellungen des
Schauzeichen-Elementes ein (üblicherweise 0,2 oder 2 A DC). Standard ist 0,15 A für das 0,2 A
Stufenschaltereinstellungs-Relais. Stellen Sie die Verzögerungszeit lange genug ein, sodass der
Anwender genügend Zeit hat, die Schaltfläche SIM zu drücken, wenn die Kontakte schließen und erneut
zu drücken, wenn die Kontakte öffnen. Anmerkung: Es ist schwierig, die Kontakte mit Selbsthaltung zu
überwachen; deshalb ist es die Aufgabe des Anwenders die Kontakte zu beobachten und die
Schaltfläche SIM zu drücken, sobald die Kontakte mit Selbsthaltung schließen oder öffnen. Beachten Sie
auch, dass Rampe 2 den Strom mit einer Standardeinstellung von 0,02 A herunterrampt. Wenn die
Stufeneinstellung 2 A beträgt, wird empfohlen, dass der Anwender die Steigerung auf 0,05 A ändert.
Stellen Sie die Verzögerungszeit lange genug ein, so dass der Anwender Zeit hat, die SIM-Schaltfläche
zu drücken, sobald die Kontakte schließen und erneut zu drücken, wenn die Kontakte öffnen.

3.5.5 Batterie-Simulator-Ausgang rampen

Batterie-Simulator-Ausgang rampen
1. Drücken Sie auf dem STVI-Displaybildschrm die Schaltfläche Manuelle Rampenoptionen.
Im Bildschirm Kanalsteigerungsauswahl drücken oder klicken Sie auf die Batterieschaltfläche.
Wählen Sie den gewünschten Steigerungswert des Batteriesimulators aus, 1 oder 5 Volt
Steigerungen. Drücken Sie auf die grüne Schaltfläche mit dem Häkchen.
2. Beachten Sie bei Rückkehr zum Hauptprüfbildschirm, dass der Batteriesimulator für die
Werteinstellung im Konfigurationsbildschirm eingestellt sein wird. Wenn ein anderer Startwert

gewünscht ist, gehen Sie zum Bildschirm Konfiguration und geben Sie den Startwert in das

73
bereitgestellte Fenster ein; danach drücken Sie die grüne Schaltfläche mit dem Häkchen. Für

manuelles Rampen drücken Sie die Schaltfläche All ON/OFF [ALLES EIN/AUS], beachten
Sie; dass die Schaltfläche grün wird.

3. Drücken Sie die Schaltfläche Batterie und beachten Sie, dass sie nach rot wechselt. Damit
wird angezeigt, dass der Batterieausgang eingeschaltet ist; er wird einen gelben Pfeil durch das

Gehäuse haben; wobei der DC-Startwert gerampt wird. Verwenden Sie den
Steuerungsknopf (PC-Version verwendet die Auf- und Abpfeile des Cursors oder das
Maussteuerungsrad), um den Gleichspannungsausgang zu verändern (im Uhrzeigersinn erhöht
den Ausgang). Ein Klick wird die Steigerungseinstellung angleichen. Um den Batteriesimulator
auszuschalten, drücken Sie die Schaltfläche Batterie. Beachten Sie: Nach Beendigung der
Prüfung drücken Sie die Schaltfläche All ON/OFF [ALLES EIN/AUS]. Ist die Schaltfläche All
ON/OFF [ALLES EIN/AUS] einmal aus, kann der Batteriesimulator ein und ausgeschaltet werden,
indem die Batterieschaltfläche gedrückt wird; kann aber nicht verändert werden.

3.5.6 Überstromprüfungen

Durch Drücken der Schaltfläche Überstrom blendet sich der Typenschild-Konfigurations-


bildschirm auf.

Abbildung 57: Typenschild-Konfigurationsbildschirm Überstrom

3.5.6.1 Schaltfläche zur Auswahl der Herstellermarke

Drücken Sie diese Schaltfläche, um Zugang zu allen enthaltenen Relais-Herstellermarken zu erhalten

74
Abbildung 58: Auswahlbildschirm Relaisherstellermarken

3.5.6.1.1 Modell des Herstellers über Schaltfläche Marke

Nachdem die Relaismarke ausgewählt wurde, ermöglicht diese Schaltfläche Zugriff auf alle von diesem
Hersteller verfügbaren Modelle.

Abbildung 59: Auswahlbildschirm Relaismodell über Marke

3.5.6.1.2 Weitere Konfigurationsschaltfläche für Relais

Durch Drücken dieser Schaltfläche gelangen Sie zum Relais-Einrichtungsbildschirm Weitere


Prüfung.

75
Abbildung 60: Relais-Einrichtungsbildschirm Weitere Prüfung

Im oberen Bereich des Bildschirms sehen Sie drei Schaltflächen:

1. Elektromechanisch
2. Einschließlich Anregeprüfungen
3. Einschließlich Unverzögerte Anregeprüfungen

Sie können eine, zwei oder alle Schaltflächen ankreuzen oder die Häkchen entfernen, um die
entsprechende Prüfschaltfläche zur Liste der durchzuführenden Prüfungen hinzuzufügen oder
auszugrenzen. Wenn die Schaltfläche Elektromechanisch angekreuzt ist, erscheinen
Anregeprüfungsschaltflächen sowie Schauzeichen- und Selbsthaltungsprüfungen zum Anzukreuzen
oder Ausgrenzen.

Abbildung 61: Schaltflächen Prüfungsauswahl

3.5.6.1.3 Schaltfläche Einschl. Schauzeichen- und Selbsthaltungsprüfungen


Diese Auswahl (nur für Elektromechanische Relais) liefert Ihnen die entsprechend notwendigen
Ausgänge (normalerweise 0,2 oder 2 A) zur Durchführung einer Anrege- und Abfallprüfung bei einem
elektromechanischen Überstromrelais mit Schauzeichen und Selbsthaltungs-DC-Relais
durchzuführen. Stellen Sie die Verzögerungszeit lang genug ein, so dass Sie genügend Zeit haben,
die SIM-Schaltfläche zu drücken, sobald die Kontakte schließen und erneut zu drücken, wenn die
Kontakte öffnen.

Anmerkung für Anwendung: Es ist schwierig, die Selbsthaltungskontakte zu überwachen; deshalb


ist es die Aufgabe des Anwenders, die Kontakte zu beobachten und die SIM-Schaltfläche zu
drücken, sobald die Selbsthaltungskontakte schließen oder öffnen.

Toleranz: Sie müssen die Technischen Daten der Herstellertoleranz einsetzen, die im Relaishandbuch
zu finden sind. Der Absolute Fehler kann in Sekunden (s) oder Zyklen (Cy) angegeben werden.

Prüfung: Sie müssen die Vor-Fehler-Zeit, Nach-Fehler-Zeit festlegen sowie die Zeit Max EIN, für die
die Prüfung durchgeführt wird, überprüfen. Ferner die Skalierung, die Anschlussart des
Leistungstransformatormators (Sternschaltung und Offene Dreieckschaltung), die Spannungsstufe bei
Vor-Fehler, die Option, um den Prüfplan vs. Vielfache (Schaltfläche Häkchen setzen oder löschen) zu
überprüfen.

76
Elemente: Sie müssen die Elemente des zu prüfenden Schutzrelais festlegen. Durch Drücken der
entsprechenden Schaltflächen zum Häkchen setzen oder löschen bei den verfügbaren Optionen,
können Sie zwischen Phasen, Phase zu Neutralleiter und Erdungsfehler auswählen.

Nachdem Toleranz, Prüfungsdaten und Elemente für Prüfungsauswahl vollständig sind, müssen Sie
zum Bildschirm Typenschildkonfiguration zurückgehen, indem Sie die grüne Kreisschaltfläche mit dem
Häkchen drücken, um danach Kurve und Richtungsart für Phase, Neutralleiter und/oder Erde
auszuwählen.

3.5.6.1.4 Kurve und Richtung des Relais pro Element – Auswahl und Konfiguration

Drücken Sie im Bildschirm Typenschildkonfiguration die Schaltfläche Kurve, um die entsprechende


Kurve im zu prüfenden Relais auszuwählen.

Abbildung 62: Position Kurven-Schaltfläche (Rot umrandet) im Bildschirm Typenschildkonfiguration

Abbildung 63: Verfügbare Kurvenliste (Optionen hängen vom zuvor gewählten Relais ab)

Drücken Sie die Schaltfläche Richtung im Bildschirm Typenschild, um das Element des Schutzes
auszuwählen, nämlich Gerichtet (Vorwärts oder Rückwärts) und Bidirektional, je nach Art des zu
prüfenden Relais.

77
Abbildung 64: Position Richtungs-Schaltfläche (Rot umrandet) im Bildschirm
Typenschildkonfiguration

Drei Optionen können gewählt werden: Keine, Rückwärts und Vorwärts.

Abbildung 65: Optionsliste Richtung

Durch Auswahl der Schaltfläche Keine, können Sie eine Prüfung bei einem bidirektionalen Relais
(50/51) durchführen.

Durch Auswahl der Schaltfläche Rückwärts oder Vorwärts, können Sie eine Prüfung bei einem
gerichteten Relais (67) durchführen. Es stehen die Optionen Zurücksetzen, MTA, Blindzone und
Referenzspannung zur Verfügung, sobald eine dieser Schaltflächen gedrückt ist. Siehe nachfolgende
Abbildung.

Abbildung 66: Bildschirm Gerichtete Parameter

Gerichtet: Zum Prüfen von gerichteten Überstromrelais, bei denen die Anwendung einer Spannung
zum Polarisieren und Schließen des gerichteten Elements erforderlich ist, klicken Sie auf die
Schaltfläche Richtung (siehe Error! Reference source not found. [Fehler! Verweisquelle konnte nicht
gefunden werden.]). Sie müssen falls erforderlich, die gewünschte Fehlerspannung eingeben und die

78
Stromwandlerpolarität einstellen (Strom in oder aus der Polung), indem Sie auf die Grafik
klicken.

Dadurch wird automatisch das Phasenwinkelverhältnis von 0 oder 180 Grad für den entsprechenden
Ausgangsstrom zum Spannungsfehler eingestellt.

Reset-Zeit: Dies ist ein Zahlenwert für die Zeit, der normalerweise mit dem elektromechanischen
Relais verknüpft ist. Es ist der Betrag der Zeit, die für das Zurücksetzen der Antriebsscheibe erforderlich
ist. Wenn Vielfach-Zeitmessprüfungen an einem Relais durchgeführt werden, wird das Prüfsystem für
die Dauer der Rücksetzsekunden abwarten, bevor die nächste Zeitmessprüfung angewandt wird.
Numerische Relais können auch über programmierbare Rücksetzzeiten verfügen, um sich mit

elektromechanischen Relais abzustimmen. Sie können das Zeitintervall für die Rücksetzung in

oder Zyklen festlegen. Die vorhergehende Auswahl beeinflusst die Messeinheiten Verzögerung
und 2. Verzögerung.

Abbildung 67: Reset-Zeit ausgewählt als Zyklen (Beeinflussen Verzögerungs- und auch 2.
Verzögerungszeit)
Beachten Sie: wenn die Sekunden für den Reset zu kurz eingestellt sind und die Scheibe nicht
vollständig zurückgesetzt wird, dann werden Zeitmessfehler in die Prüfung eingeführt. Diese
Anmerkung gilt nur für elektromechanische Relais.

Referenz: Hier können Sie den Referenzspannungswert und den Winkel für gerichtete Elemente
festlegen; Sie können aus Spannung pro Phase oder Spannung zwischen Phase und Neutralleiter
auswählen und Nullsequenzvektoren.

79
Abbildung 68: Auswahlschaltfläche für Phasenreferenz

MTA (Maximum Drehmomentwinkel): Der maximale Drehmomentwinkel (MTA) ist festgelegt als der
Winkel, um den der auf das Relais angewandte Strom von der auf das Relais angewandten Spannung
versetzt sein muss, um das maximale Drehmoment zu erzeugen.

Die Spannungsreferenz wird verwendet, um das Polarisierungssignal für das gerichtete


Überstromelement zu bestimmen. Die Signalpolarisierung wird bestimmt, indem der Phasenwinkel
zwischen dem Strom von der Phase und VA-B oder VA-N und dem eingestellten MTA-Winkel im Relais
verglichen wird.

Wie die Abbildung zeigt, funktioniert Gerichtet für Überstrom, wenn der Winkelstrom die polarisierende
Spannung erreicht; diese polarisierende Spannung kommt vom VA-B-Referenzspannungswinkel, der
zuvor vom Anwender konfiguriert wurde, plus dem im Relais und des RTMS-Software konfigurierten
MTA.

VPol = VBC x (1 MTA) = Polarisierungsspannung


IA = Betriebsstrom
MTA = Element Charakteristik Winkel bei 30°

80
Wenn Sie einen Referenz-Spannungswinkel VAG verwenden, wird der aktuelle Betrieb auf die gleiche
Weise berechnet wie der Referenzspannungswinkel VAB. Das Relais wird durch Vergleich des Winkels
zwischen Strom und polarisierender Spannung arbeiten. Noch einmal:
VPol = VAN x (1 MTA) = Polarisierungsspannung

Blindzone: Ist die Zone, die vom Winkel zwischen VPol und dem früher vom Anwender konfigurierten
Winkel begrenzt wird.
Nachdem der Kurventyp und seine Parameter (Anregung, Zeitscheibe, Unverzögerte, 2. Unverzögerte,
Verzögerung, 2. Verzögerung) sowie Richtungsart und ihre Parameter (Reset, MTA, Blindzone,
Referenz – Elemente, Spannung und Winkel) ausgewählt und konfiguriert wurden, müssen Sie zum
Bildschirm Prüfungen Ablaufen lassen zurück, indem Sie die grüne Kreisschaltfläche mit Häkchen

drücken

3.5.6.1.5 Prüfungen vorbereiten

Abhängig von der Prüfungs-Schaltfläche, die in der Liste der Elementen-Überstromprüfungen


ausgewählt wurde, erscheint Ihnen der geeignete Bildschirm für Prüfung zum Ablaufen lassen.

Abbildung 69: Bildschirm Prüfung zum Ablaufen lassen

3.5.6.1.5.1 Schaltfläche Elementen-Überstromprüfungen


Durch Drücken dieser Schaltfläche ① erscheint die Liste Optionen Zeitmessprüfung. Es stehen die
Optionen Anregung, Unverzögert, Zeitmess- und Gerichtete Prüfung zur Auswahl für die Elemente
(Phase, Neutralleiter und/oder Erde) zur Verfügung.

Abbildung 70: Liste Überstromelemente-Prüfung

81
Für die Prüfungen des Elementenüberstroms können Sie die blaue Schaltfläche mit Einfachem Pfeil

drücken; dadurch öffnet sich die Dialogbox für die Auswahl aus den verfügbaren Optionen. Siehe
nachfolgende Abbildung.

Abbildung 71: Auswahlbildschirm Phase zu Phase Prüfung

Die Dialogbox ermöglicht Ihnen die Durchführung der Phase-zu-Phase-Prüfung einzeln, die Drei-
Phasen-Prüfung oder die Durchführung von Alle Phasenprüfungen in einer Reihe.

3.5.6.1.5.2 Schaltfläche Typenschild

Drücken Sie diese Schaltfläche ②, um zum Auswahlbildschirm der Relais-Herstellermarken, -Modell


und Daten zu gelangen. Hier können Sie die eingestellten Parameter in der zu prüfenden Probe
auswählen, z.B. Kurve / Anregung / Zeitscheibe / Unverzögert / Verzögerung / Richtung. Sie müssen
zu diesem Bildschirm, sobald das Relais-Prüfgerät von Megger eingeschaltet und die Schaltfläche
Strom-Zeitmess-Prüfung ausgewählt wird, um den Prüfling ordnungsgemäß zu konfigurieren, bevor
irgendeine Prüfung durchgeführt wird. Sie können zur Schaltfläche Typenschild zurück, um ein weiteres
Relais einzustellen, solange das Gerät noch eingeschaltet ist.

3.5.6.1.5.3 Schaltfläche Anschlussanleitung

Sie können überprüfen, ob die Anschlüsse ordnungsgemäß für die spezielle ausgewählte Prüfung
gemacht ist, indem die Schaltfläche Anschlussanleitung ③ gedrückt wird.

Abbildung 72: Bildschirm Anschluss-Anweisungen

82
3.5.6.1.5.4 Schaltfläche Batterie-Simulator
Die Schaltfläche Batterie-Simulator ④ – Durch Drücken dieser Schaltfläche wird der Batterie-Simulator
EIN- und AUS-geschaltet, die Hintergrundfarbe wechselt zu Rot für EIN und grau für AUS. Die
anzuwendende Spannung wird in der Schaltfläche angezeigt und kann durch Drücken der
Konfigurations-Schaltfläche geändert werden.

3.5.6.1.5.5 Schaltfläche Binäreingangs-Einstellung


Drücken Sie diese Schaltfläche ⑤, um die Dialogbox Binäreingang anzuzeigen.

3.5.6.1.5.6 Schaltfläche Prüfergebnisse anschauen

Drücken oder klicken Sie auf diese Schaltfläche ⑥, um die aktuellen Prüfergebnisse anzuschauen oder
zu löschen.

3.5.6.1.6 Prüfungen durchführen


Das System ist bereit, Prüfungen auszuwählen und durchzuführen.

3.5.6.1.6.1 Schaltfläche Anregung Phase


Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Anregung Phase zu gelangen.

Abbildung 73: Beispiel für einen Prüfungsbildschirm Anregung Phase

3.5.6.1.6.2 Schaltfläche Zeitmessung Phase

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Zeitmessung Phase zu gelangen.

83
Abbildung 74: Prüfungsbildschirm Zeitmessung Phase

Über diesen Bildschirm können Sie die vorher konfigurierte Prüfung Überstrom Phasenzeit ablaufen
lassen und die Prüfergebnisse anschauen. Während der Prüfung können Sie sehen, wie sich der
Prüfungszeitvektor in Echtzeit am gewünschten Prüfungsvielfachen bewegt. Auf der linken Seite des
Prüfungsbildschirms sehen Sie, welcher Prüfstrom angewandt wird und dass der Zeitmesser läuft.
Sobald das Relais auslöst, wird die Prüfzeit aufgezeichnet und die Gut / Schlecht-Auswertung wird
automatisch angezeigt.

Zur Durchführung der Prüfung Überstrom Phasenzeitmessung drücken Sie die Schaltfläche Einfacher

Pfeil ; es öffnet sich die Dialogbox zur Auswahl aus den verfügbaren Optionen. Sie können den
Wert der Prüfung Vielfach ändern; klicken Sie hierzu die gewünschte Zelle an und ändern Sie den
Wert von vielfach (Zeitenanregung). Um weitere Prüfpunkte hinzuzufügen, drücken oder klicken Sie
auf das leere Fenster Vielfach und geben den gewünschten Wert ein. Die Software wird automatisch
die minimal und maximal zulässige Zeit auf der Basis der Hersteller-Zeitkurve berechnen. Falls der
Anwender eine Prüfung Überstrom Phasenzeitmessung ablaufen lässt und die Prüfung erreicht die
maximale Ein-Zeit, dann wird eine Textbox erscheinen: “max. Zeit Ein überschritten”. Dies bedeutet
dann, dass das zu prüfende Objekt nicht schaltet.

3.5.6.1.6.3 Schaltfläche Phase Unverzögert

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Phase Unverzögert zu gelangen.

84
Abbildung 75: Beispiel für Prüfergebnisse Phase Unverzögert

Zur Durchführung der phasenweise unverzögerten Überstromprüfungen drücken Sie die Schaltfläche

Einfacher Pfeil ; die Dialogbox zur Auswahl aus den verfügbaren Optionen öffnet sich. Wenn Sie
eine Prüfung mit Strömen höher als die Verstärkerfähigkeit einstellen und versuchen, die Prüfung
ablaufen zu lassen, wird ein Warnfenster erscheinen, das erklärt, warum die Prüfung nicht abläuft. Sie
können die Prüfanforderungen verringern oder die Kanäle als Parallelanschluss verdrahten. Siehe
nachfolgende Abbildung.

Abbildung 76: Warnmeldung

3.5.6.1.6.4 Schaltfläche Richtungsprüfung Phase

Drücken Sie dieses Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Richtungsprüfung Phase zu gelangen.

85
Abbildung 77: Prüfungsbildschirm Richtungsprüfung Phase
In diesem Bildschirm können Sie die Prüfung Richtungsprüfung Phase durchführen, indem Sie die
blaue Schaltfläche Play drücken. Auf der rechten Seite des Prüfugsbildschirms werden Sie sehen,
wie sich der Prüfungsphasor in Echtzeit bewegt; auf der linken Seite sehen Sie, wie sich der
tatsächliche Prüfungswert ändert. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, wird der Maximale Winkel
des Drehmoments (MTA) berechnet und angezeigt. Gut / Schlecht wird angezeigt in Ansicht

Prüfprotokoll, indem sie die Schaltfläche Ansicht Protokolle drücken.

3.5.6.1.6.5 Schaltfläche Anregung Neutralleiter

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Anregung Neutralleiter zu gelangen.

Abbildung 78: Beispiel Prüfungsbildschirm Anregung Neutralleiter mit Ergebnissen

3.5.6.1.6.6 Schaltfläche Zeitmessung Neutralleiter

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Zeitmessung Neutralleiter zu gelangen.

86
Abbildung 79: Beispiel Prüfungsbildschirm Zeitmessung Neutralleiter

Dieser Bildschirm ermöglicht Ihnen, die vorher konfigurierte Überstrom-Neutralleiter-Zeitmessung


ablaufen zu lassen und die Prüfungsergebnisse anzuschauen. Während der Prüfung sehen Sie, wie
sich der Prüfungszeitvektor in Echtzeit beim gewünschten Prüfungsvielfachen bewegt. Auf der linken
Seite des Prüfungsbildschirms sehen Sie den angewandten Prüfstrom und der Zeitmesser läuft.
Sobald das Relais auslöst, wird die Zeit aufgezeichnet und die Gut- / Schlecht-Auswertung wird
automatisch angezeigt.

Zur Durchführung der Überstrom-Neutralleiter-Zeitmessung drücken Sie die Schaltfläche Einfacher

Pfeil ; die Dialogbox zur Auswahl aus den verfügbaren Optionen öffnet sich. Sie können den Wert
der Prüfung Vielfach durch Anklicken der gewünschten Zelle und Ändern des Wertes Vielfach
(Anregung Zeiten) ändern. Die Software wird automatisch Minimum und Maximum der zulässigen Zeit
auf der Basis der Hersteller-Zeitkurve berechnen. Wenn Sie eine Phasenzeitmess-Überstromprüfung
ablaufen lassen und der Wert die maximale EIN-Zeit erreicht, wird ein Textfeld erscheinen: "Max. Zeit
Ein überschritten". Dies bedeutet dann, dass das zu prüfende Objekt nicht geschaltet hat.

3.5.6.1.6.7 Schaltfläche Unverzögerte Anregung Neutralleiter

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Unverzögerte Anregung Neutralleiter zu


gelangen.

Abbildung 80: Beispiel Prüfungsbildschirm Unverzögerte Anregung Neutralleiter

Zur Durchführung der Überstromprüfungen Unverzögerte Anregung Neutralleiter drücken Sie die

Schaltfläche Einfacher Pfeil ; die Dialogbox zur Auswahl aus den verfügbaren Optionen öffnet sich.

87
Wenn Sie einen Prüfstrom höher als die Verstärkerfähigkeit einstellen und versuchen, die Prüfung
ablaufen zu lassen, erscheint ein Warnfenster, das erklärt, warum die Prüfung nicht laufen wird (dies
liegt daran, dass der erforderliche Prüfstromwert höher als die Verstärkerfähigkeit ist). Sie können die
Einzelkanal-Prüfstromanforderung verringern oder in parallelen Anschlusskanälen verdrahten. Siehe
nachfolgende Abbildung.

Abbildung 81: Beispiel Warnmeldung

3.5.6.1.6.8 Schaltfläche Richtungsprüfung Neutralleiter

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Richtungsprüfung Neutralleiter zu


gelangen.

Abbildung 82: Prüfungsbildschirm Richtungsprüfung Neutralleiter

In diesem Bildschirm können Sie die Richtungsprüfung Neutralleiter durchführen, indem Sie die blaue
Schaltfläche Play drücken. Auf der rechten Seite des Prüfungsbildschirms werden Sie sehen, wie
sich der Prüfungsphasor in Echtzeit bewegt; auf der linken Seite sehen Sie, wie sich die
gegenwärtigen Prüfungswerte ändern. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, wird der Maximale
Winkel des Drehmoments (MTA) berechnet und angezeigt. Gut / Schlecht wird bei Prüfprotokoll

Anschauen angezeigt, indem Sie die Schaltfläche Protokolle Anschauen drücken.

3.5.6.1.6.9 Schaltfläche Anregung Erde

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Anregung Erde zu gelangen.

88
Abbildung 83: Prüfungsbeispiel Anregung Erde

3.5.6.1.6.10 Schaltfläche Zeitmessung Erde

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Zeitmessung Erde zu gelangen.

Abbildung 84: Beispiel für Prüfungsbildschirm Zeitmessung Erde

Dieser Bildschirm ermöglicht, die zuvor konfigurierte Überstromprüfung Zeitmessung Erde ablaufen zu
lassen und die Prüfungsergebnisse anzuschauen. Während der Prüfung werden Sie sehen, wie sich
der Prüfungszeitvektor in Echtzeit beim gewünschten Prüfungsvielfachen bewegt. Auf der linken Seite
des Prüfungsbildschirms werden Sie den angewandten Prüfstrom sehen und wie der Zeitmesser läuft.
Sobald das Relais auslöst, wird die Prüfungszeit aufgezeichnet und die Gut- / Schlecht-Auswertung
wird automatisch angezeigt.

Zur Überstromprüfung Zeitmessung Erde drücken Sie die Schaltfläche Einfacher Pfeil ; es öffnet
sich die Dialogbox zur Auswahl aus den verfügbaren Optionen. Sie können den Wert der
Prüfungsvielfache ändern, indem Sie die gewünschte Zelle anklicken und den Wert von Vielfach
(Anregung Zeiten) ändern. Um weitere Prüfpunkte hinzuzufügen, drücken oder klicken Sie in das
leere Fenster Vielfach und geben den gewünschten Wert ein. Die Software wird automatisch
Minimum und Maximum der zulässigen Zeit auf der Basis der Hersteller-Zeitkurve berechnen. Wenn
Sie eine Überstromprüfung Zeitmessung Phase ablaufen lassen und die Prüfung die maximale Ein-
Zeit erreicht, wird ein Textfeld erscheinen: "Max. Zeit Ein überschritten". Dies bedeutet dann, dass
das zu prüfende Objekt nicht geschaltet hat.

3.5.6.1.6.11 Schaltfläche Unverzögerte Anregung Erde

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Unverzögerte Anregung Erde zu


gelangen.

89
Abbildung 85: Beispiel für Prüfungsbildschirm Unverzögerte Anregung Erde

Zur Durchführung der Überstromprüfungen Unverzögerte Anregung Erde drücken Sie die Schaltfläche

Einfacher Pfeil ; es öffnet sich die Dialogbox zur Auswahl aus den verfügbaren Optionen. Wenn
Sie einen Prüfstrom höher als die Verstärkerfähigkeit einstellen und versuchen, die Prüfung ablaufen
zu lassen, erscheint ein Warnfenster, das erklärt, warum die Prüfung nicht laufen wird (dies liegt daran,
dass der erforderliche Prüfstromwert höher als die Verstärkerfähigkeit ist). Sie können die Einzelkanal-
Prüfstromanforderung verringern oder in parallelen Anschlusskanälen verdrahten. Siehe nachfolgende
Abbildung.

Abbildung 86: Beispiel für Warnmeldung

3.5.6.1.6.12 Schaltfläche Erde Gerichtet

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Erde Gerichtet zu gelangen.

Abbildung 87: Beispiel für Prüfungsbildschirm Erde Gerichtet

In diesem Bildschirm können Sie die Prüfung Erde Gerichtet durchführen, indem Sie die Blaue
Schaltfläche Play drücken. Auf der rechten Seite des Prüfungsbildschirms werden Sie sehen, wie
sich der Prüfungsphasor in Echtzeit bewegt; auf der linken Seite sehen Sie, wie sich die tatsächlichen
Prüfungswerte ändern. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, wird der Maximale Winkel des

90
Drehmoments (MTA) berechnet und angezeigt. Gut / Schlecht wird bei Prüfprotokoll Anschauen

angezeigt, indem Sie die Schaltfläche Protokolle anschauen drücken.

3.5.6.1.6.13 Prüfungen Elektromechanisches Relais

Abbildung 88: Einstellungsbildschirm Elektromechanisches Überstromrelais

Das Feld Erde (in der rechten oberen Ecke) erscheint, sobald die Schaltfläche Elektromechanisch
ausgewählt ist. In diesem Bildschirm können Sie die Herstellermarke und das Modell des zu prüfenden
elektromechanischen Relais auswählen. Sie können auch den Selbsthaltungswert einstellen. Nachdem
der Selbsthaltungswert bestimmt ist, müssen Sie zum Bildschirm Prüfungen Ablaufen Lassen
zurückkehren; drücken Sie hierzu die grüne Kreis-Schaltfläche mit dem Häkchen, die in der oberen
linken Ecke des Bildschirms platziert ist.

3.5.6.1.6.13.1 Schaltfläche Schauzeichen und Selbsthaltung Erde

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungs-Ablauf-Bildschirm Schauzeichen und Selbsthaltung


Erde zu gelangen.

Abbildung 89: Beispiel für Prüfungsbildschirm Target und Seal-In Erde

91
Die Software wird eine Warnmeldung mit einem Anschluss-Leitfaden zeigen; diese muss überprüft
werden, bevor Sie die Prüfung ablaufen lassen. Da es keine leicht verfügbaren Kontakte zum
überwachen gibt, werden Sie angewiesen, die Simulations-Schaltfläche während dieser Prüfung zu
drücken, wenn die Kontakte schließen und öffnen. Durch Drücken der blauen Play-Schaltfläche wird
ein Meldungsfenster erscheinen, das Sie anweist, die Simulationsschaltfläche zu drücken, sobald die
Auslösekontakte des Relais schließen. Es wird dann Gleichstrom auf das Schauzeichen und die
Selbsthaltung angewandt. Eine weitere Meldung wird Sie anweisen, die Simulations-Schaltfläche zu
drücken, sobald das DC-Schauzeichen abfällt / anregt. Eine weitere Meldung wird erscheinen, in der
Sie angewiesen werden, die Simulations-Schaltfläche zu drücken, sobald das DC-Schauzeichen so
abfällt, wie sich der Gleichstrom verringert.

3.5.6.1.6.13.2 Schaltfläche Schauzeichen und Selbsthaltung Neutralleiter

Drücken Sie diese Schaltfläche, um zum Prüfungsbildschirm Schauzeichen und Selbsthaltung


Neutralleiter zu gelangen.

Abbildung 90: Beispiel für Prüfungsbildschirm Schauzeichen und Selbsthaltung Neutralleiter

Die Software wird eine Warnmeldung mit einem Anschluss-Leitfaden zeigen; dies muss überprüft
werden, bevor Sie die Prüfung ablaufen lassen. Da es keine leicht verfügbaren Kontakte zum
überwachen gibt, werden Sie angewiesen, die Simulations-Schaltfläche während dieser Prüfung zu
drücken, wenn die Kontakte schließen und öffnen. Durch Drücken der blauen Play-Schaltfläche wird
ein Meldungsfenster erscheinen, das Sie anweist, die Simulationsschaltfläche zu drücken, sobald die
Auslösekontakte des Relais schließen. Es wird dann Gleichstrom auf das DC-Schauzeichen und die
Selbsthaltung angewandt. Eine weitere Meldung wird Sie anweisen, die Simulations-Schaltfläche zu
drücken, sobald das DC-Schauzeichen abfällt / anregt. Eine weitere Meldung wird erscheinen, in der
Sie angewiesen werden, die Simulations-Schaltfläche zu drücken, sobald das DC-Schauzeichen so
abfällt wie sich der Gleichstrom verringert.

3.5.7 Zeitmessprüfung - Spannungsrelais

Prüfungen sollten in Übereinstimmung mit den Technischen Herstellerdaten des Relais durchgeführt
werden. Wenn der Anwender der in 3.5.6 beschriebenen Einrichtung (Setup) der Zeitmessprüfung folgt
und dann zum Bildschirm Zeitmessprüfung zurückkehrt, wird er etwas Ähnliches wie in der folgenden
Abbildung sehen.

92
Abbildung 91 Beispiel Spannungs-Zeitmessprüfung – ABB/Westinghouse CV-2
Unterspannungsrelais

Beachten Sie: Die STVI wird die Ausgangsfrequenz automatisch auf die im Konfigurations-Bildschirm
eingestellte Frequenz einstellen. Falls erforderlich, ändern Sie die Frequenz im Prüfbildschirm.

Multiple [Vielfach] – Dies ist das Vielfache des Anrege oder Stufenwertes, der an dem zu prüfenden
Relais angewandt wird. Dem Anwender ist es freigestellt, die Werte auf jedes gewünschte Vielfache zu
ändern. Bei Unterspannungsrelais ist das Prüfungsvielfache in Prozent kleiner als der Anrege- oder
Stufenwert, d.h. 85 %. Bei Überspannungsrelais ist das Vielfache größer als die Stufe, d.h. 110 %.

Zeitmess-Prüfung

1. Drücken Sie das Zeitmess-Symbol #7 und wählen Sie das gewünschte Überstromrelais im
Setup-Bildschirm aus. Geben Sie die Einstellung wie zuvor beschrieben ein 3.5.6.
2. Für Spannungsrelais stellen Sie die Nennspannung für das Relais ein, indem Sie die auf das
entsprechende Größenfenster drücken; geben Sie mit Hilfe des Zahlenfeldes den Wert ein, d.h.
120 Volt. Schließen Sie den entsprechenden Ausgangsanschluss für den gewählten zu
verwendenden Kanal an. Wählen Sie den Spannungskanal, indem Sie die Symbolschaltfläche
ON/OFF [EIN/AUS] drücken und schalten Sie die Ausgänge ON [EIN], indem Sie auf die
Schaltfläche All ON/OFF [Alle EIN/AUS] drücken. Wenn Sie jetzt die Nennspannung an das
Relais anlegen, öffnen sich die Kontakte und das Relais wird im normalen Standardmodus sein.
3. Schließen Sie den gewünschten Binäreingangsanschluss an, um die Relais-Auslösekontakte zu
erfassen. Wählen Sie einen Binäreingang (#10) und stellen Sie die entsprechende Erfassung
Durchgang oder Spannung ein. Wenn der Binäreingang bereits auf Use as Trip (enabled) [Als
Auslösung verwenden (Aktiviert)] eingestellt ist, wählen Sie die entsprechende Erfassung
Normalerweise Offen, Normalerweise Geschlossen, Spannung Angelegt oder Spannung Entfernt.
Wenn der Binäreingang auf den Monitormodus eingestellt ist, Als Auslösung verwenden
(deaktiviert), drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche, um zu Use as Trip [Als Auslösung
verwenden] (aktiviert) zu wechseln, siehe Abb. 18B und wählen Sie wie gewünscht Input Type
[Eingabe Type] und Input Action [Eingabe Aktion]. Wenn Sie möchten, dass die Ausgänge
abgeschaltet werden, sobald das Relais auslöst, drücken Sie die Schaltfläche Auto Off [Auto Aus]
(deaktiviert) und wählen die Kanäle, die ausgeschaltet werden sollen.
4. Drücken Sie die Schaltfläche Play unter der gewünschten Prüfung Vielfache. Der/die
Fehlerwert(e) werden angewandt. Sobald das Relais auslöst, stoppt der Zeitmesser mit dem

93
Anzeigen der Auslösezeit direkt unter der Prüfung Vielfaches. Wenn die Rücksetz-Zeit nicht Null
ist, wird das Drücken der ersten Schaltfläche Play jeder der Prüfvielfachen nacheinander mit der
Rücksetz-Zeit zwischen jeder Prüfung ausführen.

Zum Anschauen des Prüfergebnisses drücken Sie die Schaltfläche Add to Reports [Zu den
Protokollen hinzufügen](#3). Der Anwender kann nun entsprechende Informationen bezüglich der
Prüfung in die Kopfzeile des Prüfprotokolls eingeben.

3.5.8 Zeitmessprüfung Zustand Sequenz – Mehrfachschuss Wiedereinschaltrelais

Diese Prüfungen sollten in Übereinstimmung mit den Technischen Herstellerdaten des Relais
erfolgen.
Durch Drücken dieser Symbolschaltfläche in der oberen Menüleiste gelangen Sie zum Bildschirm
Sequenz-Zeitmessprüfung, die im nachfolgenden Bildschirm festgelegt ist.

Abbildung 92 Bildschirm Sequenz-Prüfung

Es stehen 15 programmierbare Schritte im Sequenz-Prüfbildschirm zur Verfügung. Standardmäßig sind


die 9 Zustände bereits als Vor-Fehler, Auslösung1, Wiedereinschaltung 1 usw. bis zu Sperre in Schritt 9
festgelegt. Von Haus aus ist ist der Ablauf einer Vier-Schuss-Auslösung, Wiedereinschaltung bis zu
Sperre eingerichtet. Dem Anwender steht es frei, die Bezeichnungen zu ändern oder die Standard-
Bezeichnungen zu verwenden. Bei jedem Zustand kann der Anwender Werte von Spannung, Strom,
Phasenwinkel, Frequenz eingeben und er kann die binäre Eingangserfassung für jeden Zustand
einstellen. Sowohl die einpolige als auch die dreipolige Auslösesimulation kann simuliert werden. Es gibt
Standardwerte und Binäreinstellungen für einen einphasigen Auslöse- und Wiedereinschalt-Ablauf, die
bereits einprogrammiert sind. Der Anwender kann entweder die Standards verwenden oder sie so
ändern, dass sie für seine Anwendung geeignet sind. Drücken Sie die Schaltfläche Timer [Zeitmesser]
, um die Timer Settings [Zeitmesser-Einstellungen] und Bezeichnungen anzuschauen.
Darüberhinaus kann der Anwender anschauen und einstellen, wo jeder Zeitmesser in Verbindung mit
jedem Auslöse- und Wiedereinschaltvorgang startet und stoppt (siehe nachfolgende Abbildung).

94
Abbildung 93 Bildschirm Ablauf Zeitmesser-Einstellungen und Bezeichnungen

Beachten Sie, dass die Gesamtzeit zur Sperre auch in der Einstellung enthalten ist und anzeigt, wo der
Gesamt-Zeitmesser startet und stoppt. Dies ermöglicht für 1, 2, 3, oder 4 Schüsse bis zur Sperre
einschließlich Wiedereinschaltzeiten. Zum Ändern der Start- und Stopp-Bedingungen drücken oder
klicken Sie auf die entsprechenden Fenster. Start oder Stopp kann eingestellt werden, indem entweder
Änderung von Zustand oder Post [Danach] verwendet wird, siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 94: Wahltaste für Zeitmesser Zustand Auswahl Danach

Drückt der Anwender State [Zustand], wird ihm die Zahl der Zustände angezeigt, die vorher vom
Anwender eingestellt worden waren. Der Anwender kann den Zeitmesser starten oder stoppen, wenn der
Sequenzer zu diesem Zustand geht. Durch Drücken von Post [Danach] wird der Zeitmesser aufgrund der
Änderung des festgelegten Binäreingangs Post # starten oder stoppen, siehe Abschnitt 3.1.10 zur
Verwendung der Binäreingangs-Dialogbox. Wenn gewünscht, geben Sie die entsprechenden Minimum-
und Maximum-Auslöse- und Wiedereinschaltzeiten in die bereitgestellten Felder ein. Am Ende der
Prüfung werden die Prüfergebnisse die min, max und Gut/Schlecht Ermittlung für jeden Zustand
umfassen.

Kehren Sie zum Prüfbildschirm Sequenz zurück, um die Bedingungen für jede Zustandsänderung
einzustellen. Drücken Sie die Schaltfläche Wait [Warten] direkt unter dem Zeitüberschreitungsfenster.
Dem Anwender werden mehrere Auswahlmöglichkeiten dargestellt, aus denen er wählen kann. Diese
Zustände nimmt das Gerät, um zu bestimmen, wann zum nächsten Zustand zu wechseln ist, siehe
nachfolgende Menüauswahl.

95
Abbildung 95 Bildschirm Bedingungseinstellung für Zustand Sequenz

Warte ms – Das Gerät wird die im Fenster in Millisekunden eingegebene Zeit warten, bevor es zum
nächsten Zustand in der Sequenz wechselt.

Warten Zyklen – Das Gerät wird die im Fenster eingegebenen Zyklen warten, bevor es zum nächsten
Zustand in der Frequenz wechselt. Weiter

Warten beliebig (Fortfahren) – Abwarten, bis ein beliebiger der konfigurierten Binäreingänge wahr wird
und dann mit der Sequenz fortfahren. Beachten Sie, dass ein Eingang für die Zustände “Warten beliebig”
und “Warten alle“ konfiguriert werden kann, indem der Binäreingang angeklickt wird.

Warten beliebig (Abbrechen) – Das Gerät wartet ab, bis ein beliebiger der konfigurierten Binäreingänge
wahr wird und fährt dann mit der Sequenz fort. Falls kein Binäreingang vor Überschreitung des
Einstellwerts Timeout [Zeitabschaltung] wahr wird, wird die Prüfung abgebrochen. Beachten Sie, dass
das Leistungsmerkmal Zeitabschaltung nur für die Prüfgeräte SMRT (nicht MPRT) zur Verfügung steht.

Warten Alle (Fortfahren) – Warten, bis alle ausgewählten Binäreingangsbedingungen wahr werden oder
die Zeitüberschreitung überschritten ist, bevor zum nächsten Zustand fortgefahren wird.

Warten Alle (Abbrechen) – Warten, bis alle ausgewählten Binäreingangsbedingungen wahr werden
oder die Zeitüberschreitung überschritten ist, bevor zum nächsten Zustand fortgefahren wird. Wenn alle
ausgewählten Binäreingänge bis zum Einstellwert Timeout [Zeitabschaltung] nicht wahr wurden, brechen
Sie die Prüfung ab.

Warten Sie IRIG-Connect IRIG-B Zeitquelle zu Binary Input #1. Binäre Input #1 hat die Fähigkeit, die
IRIG-B-Zeit zu entschlüsseln. Wählen Sie das IRIG warten, und geben Sie die Wunsch-Zeit, um den Test
zu starten. Das Gerät wartet das IRIG Zeitangabe im Fenster IRIG vor seinem Wechsel zu den nächsten
Zustand in der Sequenz (verwendet für End-to-End-Tests).

Ende (Gut) – Wenn das zu prüfende Relais diesen Zustand erreicht, beenden Sie die Prüfung und
zeichnen Sie eine Gut-Bedingung im Protokoll auf.

Um die Binärausgänge so einzustellen, dass Sie die 52a und/oder 52b-Kontakte simulieren, drücken Sie
zur Erweiterung des Auswahlfensters die Schaltfläche im binären Eingangsblock. Im Vor-Fehler-
Zustand können Sie zur Simulation des geschlossenen Schalters wählen, dass der Binäre Ausgang 1 im
geschlossenen Zustand ist. Klicken Sie auf den Binärausgang 1 und das Einstellfenster Binärausgang
wird erscheinen. Die Standardeinstellung ist Offen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Geschlossener
Kontakt, um den geschlossenen Schalter zu simulieren. Beachten Sie, dass der Name im Fenster
standardmäßig 1 ist. Dem Anwender steht es frei, ihn auf jeden beliebigen Wert, wie z.B. 52a,
umzubenennen. Zur Umbenennung der binären Ein- oder Ausgänge drücken oder klicken Sie in das
Fenster Name; die virtuelle Tastatur erscheint. Bis zu 6 Zeichen erscheinen im binären Fenster auf dem
Prüfbildschirm. Drücken oder klicken Sie auf die grüne Kontrollschaltfläche, um zum Prüfbildschirm
zurückzukehren.

96
Abbildung 96 Einstellbildschirm Binärausgang

Sind einmal alle Einstellungen der Binären Eingänge, Ausgänge, Vor-Fehler, Fehler und
Wiedereinschaltung abgeschlossen, dann kann der Anwender die Schaltfläche Vorschau drücken;
auf diese Weise erhält er eine visuelle Darstellung der Spannungs- und Stromausgänge sowie eine der
Binärein- und –ausgänge für jede Phase der Simulation. Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht die
Standardsequenz.

Abbildung 97 Vorschau-Bildschirm Einzelansicht Sequenzzustands-Diagramm

Es stehen zwei Ansichten zur Verfügung. Die eine Ansicht wird als “Single View” (Einzelansicht)
bezeichnet, wobei alle Spannungen, Ströme, Binäreingänge und –ausgänge überlagert sind. In der
obigen Abbildung wird eine einphasige 4 Auslösungen und Wiedereinschaltungen in der „Split View“
[Geteilten Darstellung] gezeigt, wobei die Spannungen, Ströme, Binäreingänge und –ausgänge wie eine
Fehleraufzeichnung aufgeteilt sind. Gelb steht für die Magnitude des Ausgangsstroms, rote für die
Magnitude des Spannungsausgangs. Die Spannungs- und die Stromwerte werden grafisch als

97
Effektivwerte dargestellt. Die dicken/dünnen Linien stellen die Binärein- und -ausgänge dar; die Farben
sind in der Legende festgelegt. Eine „fette“ Linie zeigt an, dass Kontakte geschlossen sind; eine dünne
Linie zeigt an, dass die Kontakte offen sind. Beim Anlegen des Fehlerstroms können Sie sehen, wann die
Auslösekontakte schlossen und wann der Kontakt des Binärausgangs öffnete. Wenn der “Schalter”
öffnet, können Sie sehen, dass der Strom gegen Null geht. Wenn der Schalter schließt, sehen Sie, dass
der Strom erneut angewandt und danach der Auslöse- und Wiedereinschaltzyklus bis zur Sperre
wiederholt wird. Zum Verlassen dieses Bildschirms drücken Sie die grüne Kontrollschaltfläche, um zum
Bildschirm Sequenzzustand zurückzukehren.

Zur Durchführung der Prüfung drücken Sie die blaue Schaltfläche Play. Speichern und überprüfen Sie die
Prüfergebnisse wie vorher beschrieben.

Abbildung 98 Beispiel Sequenzer 4 Schuss Auslösung und Wiedereinschaltung

Schaltfläche zur Überprüfung des Protokollgenerators – Drücken Sie zur Überprüfung des
Prüfprotokolls die Schaltfläche Protokoll Überprüfen.

Schaltfläche Prüfergebnisse Löschen – Zum Löschen der Prüfergebnisse drücken Sie die
Schaltfläche Protokoll Löschen. Eine Pull-down-Liste wird Optionen liefern, um aktuelle Ergebnisse zu
löschen (die zuletzt durchgeführte Prüfung) oder alle Ergebnisse.

3.6 Impedanz-Relais mit dem STVI Click On Fault

Drücken Sie die Schaltfläche Prüfliste , um zu Click On Fault [Klicken bei Fehler] des Impedanzrelais
zu gelangen. Danach drücken Sie die Schaltfläche Impedanzrelais - Klicken bei Fehler . Wählen Sie
über die Schaltfläche Relais-Sammlung oder die Schaltfläche RIO aus. Wenn Sie Relais-
Sammlung drücken, erhalten Sie eine Sammlung von Relais spezifischen Charakteristiken von

98
verschiedenen Herstellern sowie Allgemein. Durch Drücken der Schaltfläche Allgemein erhalten Sie eine
Sammlung von allgemeinen Impedanzrelais-Charakteristiken, aus denen Sie auswählen können.
Einige Relais unterstützen auch XRIO-Dateien; dort können die Relaiseinstellungen in den
Einstellungsbildschirm importiert werden können, siehe Import XRIO-Einstellung.

3.6.1 Allgemeine Einstellungen


Die nachfolgenden Einstellungen sind für beide gleich, sowohl dem Grund- als auch dem Speziellen
Relais aus der Relais-Bibliothek.

3.6.1.1 Toleranz-Einstellungen

Abbildung 99 Dialogbox Toleranzeinstellungen

Geben Sie Maximum- und Minimum-Prozentsätze für die Gut-/Schlecht-Bewertung der Prüfergebnisse
ein. Z = % der Impedanz in Ohm, Zeitwerte werden in % der Erwarteten Auslösezeit-Einstellung
angegeben. Beim Durchführen der Anregeprüfungen mit Hilfe des Puls-Rampens wird die Software die
Auslösezeit sowie auch den Anregewert aufzeichnen, falls eine Zeit im Fenster Erwartete Auslösezeit
eingegeben ist.

Anwendungs-Anmerkung: Wenn die Toleranz für alle Zonen die gleiche ist, ersparen Sie sich Zeit,
wenn Sie den Toleranzwert einmal eingeben, dann die Schaltfläche Copy Tolerance to All Zones
[Toleranz nach Allen Zonen kopieren] und anschließend die Schaltfläche Paste Tolerance to All Zones
[Toleranz bei Allen Zonen einfügen] drücken.

3.6.1.1.1 Schaltfläche Ohms Pro Phase/Pro Schleife

Diese Schaltfläche arbeitet in Verbindung mit dem Prüfbildschirm Click On Fault. Für Relais, die
Schleifenimpedanz-Nullsequenz-Kompensation verwenden, drücken Sie zum Lesen von Ohm Per
Schleife diese Schaltfläche; das Display wechselt dann zur Darstellung Ohm Pro Schleife.

3.6.1.2 Einstellungen Erwartete Auslösezeit

Geben Sie Maximum- und Minimum-Prozentsätze für die Gut-/Schlecht-Bewertung der Prüfergebnisse
ein. Z = % der Impedanz in Ohm, Zeitwerte werden in % der Erwarteten Auslösezeit-Einstellung
angegeben. Beim Durchführen der Anregeprüfungen mit Hilfe des Puls-Rampens wird die Software die
Auslösezeit sowie auch den Anregewert aufzeichnen, falls eine Zeit im Fenster Erwartete Auslösezeit
eingegeben ist.

3.6.1.3 Einstell-Schaltfläche Richtung / AUS

Die Standardeinstellung ist FORWARD [Vorwärts-] Richtung. Durch Drücken der Schaltfläche blenden
sich vier Auswahlmöglichekiten auf, OFF [AUS], FORWARD [VORWÄRTS], REVERSE [UMGEKEHRT],
(und mit POLYGON, NON-DIRECTIONAL [NICHT GERICHTET]). Die Auswahl REVERSE wird die
Schaltcharakteristik in die umgekehrte Richtung umdrehen. Bei POLYGON Prüfanwendung wird die

99
Auswahl von NON-DIRECTIONAL [NICHT GERICHTET] zwei Charakteristiken für die gewählte Zone
erzeugen, eine in vorwärts und eine in rückwärts-Richtung.

3.6.1.4 Auswahlfeld Zonen/Fehler

Abbildung 100 Auswahl-Dialogbox Zone und Fehlerart

Der Anwender kann auswählen, welche Zone festgelegt werden soll, wobei bis zu 20 Zonen ausgewählt
werden können. Bei Festlegung von mehr als einer Zone drücken Sie die Schaltfläche Mehrzonen-
Anzeige , um mehrere Zonen im gleichen Grafikfenster anzuschauen. Beim Drücken des Symbols
ändert sich die Hintergrundfarbe und die mehrfachen Zonen werden in der Anzeige der Impedanzebene
angezeigt. Berühren Sie das Fenster erneut und es wird zum Anzeigeformat Einzelzone zurückkehren.
Der Anwender kann LL- Phase-zu-Phase-Fehler, 3P- 3 Phasen-Fehler, oder LN- Phase-gegen-Erde-
Fehler festlegen.

Anwendungs-Anmerkung: Um Zeit zu sparen, geben Sie die Bereichs- und Winkeleinstellungen einmal
ein, verwenden dann die Schaltfläche Copy Zone [Zonen kopieren] , wählen danach eine der
anderen Fehlerarten aus und drücken die Schaltfläche Paste Zone [Zone einfügen]; alle Werte, die für
den vorhergehenden Fehlertyp eingegeben wurden, werden für den anderen Fehlertyp eingegeben.
Beachten Sie, dass dies nur auf Fehlerarten der gleichen Zone beschränkt sein sollte. Die Auswahl LN
Phase-gegen-Erde wird eine zusätzliche Schaltfläche für die Eingabe des geeigneten Erd-
Kompensationsfaktors bereitstellen, siehe Einstellungen Erd-Kompensation

3.6.1.5 Einstellungen Erd-Kompensation

Im Bildschirm Generic gibt es drei Arten von Kompensationsfaktoren auszuwählen in Abhängigkeit von
der Art der Impedanzcharakteristik. Für MHO und Halb-MHO stehen KN und Z0Z1 zur Verfügung.
Der Fehler-Kompensationsfaktor, KN, ist eine komplexe Zahl, die verwendet wird, um die Impedanz Erde-
Rückleitung, ZN, in Form von positiver Sequenz-Impedanzbereichs-Einstellung, Z1, auszudrücken.
Dieser Faktor wird berechnet als:
KN = ZN / Z1 = (Z0 – Z1) / (3Z1)
wobei: Z0 der polare Nullsequenz-Impedanzbereich der Zone ist
Z0Z1 Verhältnis = das komplexe Verhältnis von Z0/Z1, auch bezeichnet als K0=Z0/Z1
Für POLYGON (Polygon) gibt es drei Wahlmöglichkeiten: KN, Z0Z1 und RE/RL XE/XL.
RE/RL XE/XL ist ein Paar skalarer Faktoren. Diese Faktoren beeinflussen den ohmschen Bereich und
den reaktiven Bereich von einigen Poligon-Charakteristiken. Sie werden wie folgt berechnet:
RE/RL = (R0/R1 – 1)/3
XE/XL = (X0/X1 – 1)/3
Wobei:
R1 = echter Teil von Z1
X1 = imaginärer Teil von Z1
R0 = echter Teil von Z0
X0 = imaginärer Teil von Z0

100
Abbildung 101 Auswahl-Dialogbox Erdkompensation

Der Standard-Bildschirm ist für KN. Zur Eingabe von Z0Z1 oder RE/RL XE/XL-Werten drücken Sie die
Schaltfläche Typ (KN). Dort, wo die Kompensationsfaktoren Teil der Relaiseinstellungen sind (wie z.B. die
Relaissammlung AREVA Polygonramho), wird die Kompensations-Schaltfläche nicht bereitgestellt. Die
Werte werden aber auf der Basis der jeweiligen Relaiseinstellungen berechnet. Geben Sie die Magnitude
und den Winkel für den entsprechenden Kompensationswert ein. Die Software wird die Relais-
Betriebscharakteristik und entsprechende Prüfwerte im Prüffenster berechnen.

3.6.1.6 CT PT Verhältnisse

Die Schaltflächen Primary [Primär] und Secondary [Sekundär] steuern die Skalierung in der
Impedanzkurve und stehen in Zusammenhang mit den eingegebenen Strom- und
Leistungswandlerwerten. Geben Sie die entsprechenden Primär- und Sekundärwerte ein. Drücken Sie
entweder die Primär- oder die Sekundärschaltfläche und ohmsche Skalierung wechselt zur
Impedanzkurve. Die Polarität des Stromwandlers kann in diesem Fenster ebenfalls eingestellt werden.

3.6.2 Grund-Charakteristiken

Drücken der Schaltfläche Generic Characteristics [Grund-Charakteristiken] liefert drei Optionen, MHO
(Kreis), Halber MHO, POLYGON (Polygon), und IEEE QUAD.

Auswahl der Kreis (MHO) sorgt für den Grund-Einstellbildschirm für MHO.

101
3.6.2.1 Einstellbildschirm MHO

Abbildung 102 Einstellbildschirm Generic MHO

Es gibt drei grundlegende Einstellungen, REACH [Reichweite], ANGLE [Winkel] und OFFSET
[Verschiebung], die die Betriebscharakteristik des Relais bestimmen. Bei REACH wird der Wert in Ohm
angegeben; ANGLE ist ein Wert, der in Grad angegeben wird und normalerweise mit dem maximalen
Drehmomentwinkel in Zusammenhang steht. OFFSET ist ein Wert in Ohm, der entweder den positiven
oder negativen Offset (Verschiebung) anzeigt. Das Drücken der Schaltfläche Load Encroachment Edit
[Lastausblendung bearbeiten] führt zum ‚Einstellungsbildschirm Load Encroachment [Lastausblendung].

3.6.2.1.1 Einstellbildschirm MHO Load Encroachment [Lastausblendung]

Für Relais mit Lastausblendungs-Charakteristik in den weiter reichenden Schaltzonen wird das Drücken
der Schaltfläche Load Encroachment Edit [Lastausblendung bearbeiten] zu folgendem Einstellungs-
Dialogfeld führen.

Abbildung 103 Lastbeanspruchung Einstellungen und Beispiele

102
Der Einstellbildschirm geht standardmäßig zu Vertikaler Charakteristik. Drücken Sie die Schaltfläche
Vertical [Vertikal], um eine MHO-Charakteristik auszuwählen. Um ausgewählte Fehlerarten zu aktivieren,
drücken Sie die entsprechende Schaltfläche. Sie wechseln zu einem gelben Hintergrund und ein
Häkchen erscheint im Kästchen. Geben Sie den entsprechenden ohmschen Wert und einen Winkel ein,
um die gewünschte Charakteristik zu erhalten.

3.6.2.2 Einstellbildschirm HALB MHO

Abbildung 104 Einstellbildschirm Halb MHO

Es gibt sechs Grundeinstellungen, MAX REACH [Reichweite], ANGLE [Winkel], OFFSET [Verschiebung],
OFFSET ANGLE [Verschiebungswinkel], RIGHT BLINDER [Rechte Begrenzung] und LEFT BLINDER
[Linke Begrenzung], die die Betriebscharakteristik des Relais festlegen. MAX REACH [Reichweite] ist ein
Wert, der in Ohm angegeben wird. ANGLE [Winkel] ist ein Wert, der in Grad angegeben wird und
normalerweise mit dem maximalen Lastwinkel, der Leitung oder der charakteristischen Winkeleinstellung
des Relais in Verbindung steht. OFFSET [Verschiebung] ist ein Wert, der in Ohm angegeben wird und
entweder die positive oder negative Achsverschiebung anzeigt. OFFSET ANGLE [Verschiebungswinkel]
ist ein Wert, der in Grad angegeben wird, der von der Einstellung ANGLE [Winkel] abweichen kann.
Diese Einstellung steht normalerweise in Verbindung mit der Einstellung der gerichteten
Achsverschiebung MHO. RIGHT BLINDER [Rechte Begrenzung] und LEFT BLINDER [Linke
Begrenzung] sind Werte, die in Grad angegeben werden und in Verbindung mit den
Überdeckungselementen entlang der rechten und linken Seiten der halben der ursprünglichen MHO-
Charakteristik steht. Es sind Winkel bezüglich der Einstellung ANGLE [Winkel] (beachten Sie den
Standard von 90 Grad oder einen rechten Winkel im Bezug zur Einstellung ANGLE [Winkel]). Virtuell
kann jede Charakteristik vom Typ MHO / OHM ausgeformt werden, indem eine Kombination von
BLINDER [Begrenzung]-Werten verwendet wird, die von Kreisform bis zu etwas größer als eine halbe
MHO hoch bis zu einer OHM-Charakteristik reicht.

3.6.2.3 Einstellbildschirm Polygon

103
Abbildung 105 Einstellbildschirm Generic Polygon

Es sind acht Grundeinstellungen, X, R, -X, -R, RCA, -X Winkel, -R Winkel und Überdeckungs-Winkel, die
die Betriebscharakteristik des Relais festlegen. X und R sind Werte, die in Ohm angegeben werden und
in Verbindung mit den X- und R-Achsen, in einer RX-Impedanzebene stehen. Der R-Wert wird
normalerweise als Positive Ohmsche Reichweite bezeichnet. Der X-Wert wird normalerweise als Positive
Blindwiderstands-Reichweite bezeichnet. –X und –R sind Werte in Ohm in Verbindung mit der –X und –
R-Einstellung, wenn die Einstellung DIRECTIONAL [Gerichtet] entweder auf NON-DIRECTIONAL [Nicht
gerichtet] oder REVERSE [Umgekehrt] eingestellt ist. Der – R-Wert wird normalerweise auch als Negative
Ohmsche Reichweite bezeichnet; der– X Wert wird normalerweise als Negative Blindwiderstands-
Reichweite bezeichnet. RCA ist ein Wert, der in Grad angegeben wird und normalerweise in Verbindung
mit dem maximalen Lastwinkel, dem Leitungswinkel oder der positiven Impedanzwinkeleinstellung des
Relais steht. Die - X und – R Winkel sind Werte, die in Grad angegeben sind und normalerweise in
Verbindung mit den Gerichteten Charakteristikwinkeln stehen. Überdeckungs-Winkel ist ein Wert, der in
Grad angegeben wird, manchmal auch als Neigungswinkel oder als eine Variante des Positiven
Blindwiderstandswinkels bezeichnet wird.

3.6.2.3.1 Einstellbildschirm POLYGON Load Encroachment [Polygone Lastausblendung]

Für Relais mit Lastausblendungs-Charakteristiken in den Betriebszonen der längeren Reichweite wird
durch Drücken der Schaltfläche Load Encroachment Edit [Lastausblendung Bearbeiten] folgendes
Einstell-Dialogfenster bereitgestellt.

104
Abbildung 106 Beispiel Einstellbildschirm Lastbeanspruchung für Generic POLYGON

Um ausgewählte Fehlerarten zu aktivieren, drücken Sie die entsprechende Schaltfläche. Sie wird zu
einem gelben Hintergrund wechseln und ein Häkchen wird im Kästchen erscheinen. Geben Sie die
entsprechenden ohmschen Werte und Winkel ein, um die gewünschte Charakteristik zu erhalten.

3.6.2.4 IEEE QUAD Einstell-Bildschirm

Abbildung 107: Beispiel-Einstellbildschirm IEEE QUAD

Es können sechzehn Einstellungen verwendet werden, um nahezu jede Polygon-Charakteristik eines


Impedanzrelais (QUAD) festzulegen.
Nachfolgend sind die Charakteristik-Fachbegriffe und Definitionen aufgeführt.

PsImpRch Positive Impedanz-Reichweite - legt die positive Reichweite in Ohm fest, die die
Leitungsimpedanz darstellt.

105
PsImpAng Positiver Charakteristik-Winkel – dies ist der Leitungsimpedanz-Winkel in
Vorwärtsrichtung (erster Quadrant). Dieser Winkel wird im Gegenuhrzeigersinn von der positiven R-
Achse gemessen.
PsReactAng1 Positiver Blindwiderstandswinkel 1 rechts der Leitungsimpedanz. Dieser Winkel
wird im Uhrzeigersinn von der horizontalen Linie, die durch die reaktive Reichweite auf der X-Achse
geht. Der Bereich oberhalb der Linie ist vom Arbeitsbereich ausgeschlossen.
PsReactAng2 Positiver Blindwiderstandswinkel 2 links der Leitungsimpedanz. Dieser Winkel
wird entgegen dem Uhrzeigersinn von der horizontalen Linie gemessen, die durch die reaktive
Reichweite auf der X-Achse geht. Der Bereich oberhalb der Linie ist vom Arbeitsbereich
ausgeschlossen.
PsRisRch Positive Ohmsche Reichweite – legt die positive ohmsche Reichweite fest, um den
Abdeckungsbereich für den Fehlerwiderstand zu begrenzen und gleichzeitig die Beeinträchtigung der
Lastimpedanz in der Charakteristik zu begrenzen.
PsRisAng1 Positiver Ohmscher Winkel 1 im ersten Quadranten. Dieser Winkel wird
entgegen dem Uhrzeigersinn von der R-Achse gemessen. Der Bereich rechts von der Ausblendung
ist vom Arbeitsbereich ausgeschlossen.
PsRisAng2 Positiver Ohmscher Winkel 2 im vierten Quadranten. Dieser Winkel wird im
Uhrzeigersinn von der R-Achse gemessen.
NgRisRch Negative Ohmsche Reichweite – legt die negative ohmsche Reichweite fest. Die
Einstellung bestimmt die Reichweite auf der R-Achse.
NgRisAng1 Negativer Ohmscher Winkel 1 im zweiten Quadranten. Dieser Winkel wird
entgegen dem Uhrzeigersinn von der R-Achse gemessen. Der Bereich links von der Ausblendung ist
vom Arbeitsbereich ausgeschlossen.
NgRisAng2 Negativer Ohmscher Winkel 2 im dritten Quadranten. Dieser Winkel wird
entgegen dem Uhrzeigersinn von der R-Achse gemessen. Der Bereich links von der Ausblendung ist
vom Arbeitsbereich ausgeschlossen.
NgImpRch Negative Impedanz-Reichweite – legt die Impedanz-Reichweite in umgekehrter
Richtung fest.
NgImpAng Negativer Charakteristik-Winkel – dies ist der Impedanzwinkel in umgekehrter
Richtung (dritter Quadrant). Dieser Winkel wird entgegen dem Uhrzeigersinn von der positiven R-
Achse gemessen.
NgReactAng1 Negativer Blindwiderstandswinkel 1. Dieser Winkel wird im Uhrzeigersinn von der
horizontalen Linie gemessen, die durch die negative Blindwiderstands-Reichweite auf der X-Achse
geht. Der Bereich unterhalb der Linie ist vom Arbeitsbereich ausgeschlossen.
NgReactAng2 Negativer Blindwiderstandswinkel 2. Dieser Winkel wird im Uhrzeigersinn von der
horizontalen Linie gemessen, die durch die negative Blindwiderstands-Reichweite auf der X-Achse
geht. Der Bereich unterhalb der Linie ist vom Arbeitsbereich ausgeschlossen.
DirChrAng1 Gerichtete Charakteristik Winkel 1 – dies ist der Winkel der gerichteten
Charakteristik im vierten Quadranten. Dieser Winkel wird entgegen dem Uhrzeigersinn von der
positiven R-Achse gemessen.
DirChrAng2 Gerichtete Charakteristik Winkel 2 – dies ist der Winkel der gerichteten
Charakteristik im zweiten Quadranten. Dieser Winkel wird entgegen dem Uhrzeigersinn von der
positiven R-Achse gemessen.

3.6.2.4.1 Einstellungs-Bildschirm IEEE QUAD Lastübergriff

106
Wird bei Relais mit Lastübergriffs-Charakteristiken in den längeren Reichweitenzonen des
Arbeitsbereichs die Schaltfläche "Lastübergriff Bearbeiten" gedrückt, erscheint folgendes Einstell-
Dialogfeld.

Abbildung 108: Beispiel-Einstellbildschirm Lastübergriff für Allgemeine IEEE QUAD

Zum Aktivieren gezielter Fehlerarten drücken Sie die entsprechende Schaltfläche. Die
Hintergrundfarbe der Schaltfläche wird gelb und ein Häkchen erscheint im Feld. Geben Sie die
entsprechenden ohmschen Werte und Winkel ein, um die gewünschte Charakteristik zu erhalten.

3.6.3 Dateien Relaissammlung

Durch Drücken der Schaltfläche Relay Library [Relaissammlung] wird ein Auswahlfenster bereitgestellt,
das die relaisspezifischen Impedanzcharakteristiken enthält; sie sind nach Relaishersteller und
Modellbezeichnung aufgelistet. Künftige Software-Aktualisierungen werden weitere relaisspezifische
Dateien enthalten, siehe Aktualisierung RTMS software für weitere Informationen zum Herunterladen der
RTMS software von der Megger Webseite.

Abbildung 109 Auswahlbildschirm Relaisbibliothek

Wählen Sie das gewünschte Relais aus und geben Sie die Einstellungen des Relaisherstellers ein; die
Betriebscharakteristik wird aus den eingegebenen Einstellungen erstellt. Beachten Sie, dass spezielle
Relais in Abhängigkeit von den Anwendereingaben unterschiedliche Charakteristiken haben. Bei Relais
mit mehreren Charakteristiken werden die Auswahl-Schaltflächen für das Auswählen bereitgestellt. Zum
Beispiel haben die Relais Schweitzer SEL 311 und General Electric UR D60 eine Auswahl für entweder

107
MHO oder POLYGON-Charakteristiken. Die Einstellungsbezeichnungen ändern sich mit der Auswahl von
Mho oder Polygon und der Auswahl entweder Phase zu Erde oder Phase zu Phase.

3.6.3.1 Import XRIO Relais-Einstellungen


XRIO-Dateien werden über die Software von verschiedenen Relaisherstellern erzeugt. Einige
spezielle Relais in der Relaissammlung haben die Fähigkeit, XRIO-Relaiseinstellungen zu
importieren und erstellen die Relais-Betriebscharakteristiken aus diesen Einstellungen. Zwei
Beispiele ABB REL-670 V2 und Siemens 7SA632 V4.6. Um die Relaiseinstellungen mit Hilfe des
XRIO-Imports zu importieren, klicken Sie auf das Relais, z.B. Siemens, 7SA632 v4.6. Durch
Anklicken des Relais wird das Einstellungsfenster erscheinen, siehe nachfolgende Abbildung. Wenn
der XRIO Dateiimport für dieses Relais unterstützt wird, wird eine XRIO-Schaltfläche in der rechten
Ecke des Fensters erscheinen. Klicken Sie auf die XRIO-Schaltfläche und navigieren Sie zur XRIO-
Datei1 7SA632 V4.6; klicken Sie auf die Datei. Es wird sich ein Mitteilungsfenster öffnen und Sie
informieren, nachdem der Einstellungsimport abgeschlossen ist.

3.6.4 RIO Dateien

Durch Drücken der Schaltfläche RIO wird ein Auswahlfenster zur Verfügung gestellt, das spezielle Relais
enthält, die nach Relaishersteller und Modellbezeichnung aufgelistet sind (es ist erforderlich, dass der
Anwender die gewünschten RIO-Dateien im Voraus in einen RIO-Dateiordner unter MY
Documents/PowerDB directory importiert).

RIO –Dateien werden mit Hilfe von Relais- und Relaisprüf-Software von verschiedenen Herstellern
erstellt. Sie können als Relais-Impedanz-Objekte betrachtet werden, sind aber auch anderen
Charakteristiken wie z.B. Zeit-Amplituden-Familien, zugewiesen. RIO-Dateien legen Daten für die
Charakteristiken eines speziellen Relais mit speziellen Einstellungen fest. Einige oder alle
Charakteristikarten können in der Datei erstellt sein; die Charakteristik-Relaiseinstellungen werden
enthalten sein. D.h., die RIO-Dateien sind relaisspezifisch zu den Einstellungen des Relais, sobald die
RIO-Datei erstellt ist; die einzelnen Einstellungen sind weder angezeigt noch einstellbar. Ist das Relais
einmal ausgewählt, wird es den Anwender zum Click on Fault Konfigurationsbildschirm bringen.

3.6.5 Impedanz - Click On Fault Konfigurationsbildschirm

Nach Auswahl einer Relais spezifischen Charakteristik Grund, RIO oder Bibliothek und Eingabe der
entsprechenden Impedanz-Einstellungen für die gewählte Grund- oder Bibliothekscharakteristik drücken
Sie die grüne Schaltfläche; dadurch gelangt der Anwender zum Konfigurationsbildschirm Click On Fault.

1Fordert, dass der Anwender die gewünschten XRIO-Dateien im Voraus in ein XRIO-Dateiverzeichnis unter dem Verzeichnis MY
Documents/PowerDB importiert.

108
Abbildung 110 Impedanzrelais, Click On Fault-Konfigurationsbildschirm

3.6.5.1 Dialogfeld Prefault [Vor-Fehler]

Die Vor-Fehler-Werte werden vor dem Rampen auf das zu prüfende Relais angewandt. Bei Verwendung
von Puls-Rampen werden die Vor-Fehlerwerte zwischen jeder Puls-Steigerung angewandt. Das
Dialogfeld Vor-Fehler enthält vier Bearbeitungsfelder:

Spannung – Geben Sie einen Wert der einzustellenden Spannung ein


Strom – Geben Sie einen Wert für den einzustellenden Strom ein
Lastwinkel – Geben Sie einen Wert für den einzustellenden Lastwinkel ein
Zeit – Geben Sie die gewünschte Zeit vor der Anwendung des ersten Prüfpunktes ein

3.6.5.2 Dialogfeld Control [Steuerung]

Dieses Dialogfeld stellt dem Anwender eine Auswahl von verschiedenen Methoden zur Durchführung der
Prüfungen bereit. Einige Hersteller fordern konstante Spannung und Rampenstrom, einige fordern
konstanten Strom und Rampenspannung. Darüberhinaus kann der Anwender auch Konstante
Quellimpedanz auswählen.

Konstante Spannung – Geben Sie den Wert in Volt an, der für alle Fehlertyp-Prüfungen während der
Durchführung konstant gehalten werden soll. Standardwert ist 5,0.

Konstanter Strom – Geben Sie den Wert in Ampere ein, der für alle Fehlertyp-Prüfungen während der
Durchführung konstant gehalten werden soll. Standardwert ist 5,0.

Konstante Quelle Z- Es gibt zwei Formen von Quellimpedanz; Ohm und Winkel oder R und X. Geben
Sie den Wert in Ohm und den Winkel der Quelle ein, die für alle Fehlertyp-Prüfungen während der
Durchführung konstant gehalten werden sollen; oder geben Sie die R- und X-Werte ein, wobei

R: Kartesisches Widerstandsäquivalent der Impedanz [Z] und sein Winkel Phi


X: Kartesisches Blindwiderstandsäquivalent der Impedanz [Z] und sein Winkel Phi

3.6.5.3 Optionen Rampe/Schuss

109
Dieses Dialogfeld stellt drei verschiedene Arten bereit, die Auslösekennlinie der Impedanzrelais zu
bestimmen. Schüsse werden zum Erstellen von einem oder mehreren Prüfpunkten verwendet, um einen
Fehler bei einer bestimmten Magnitude und Winkel nachzubilden. Auslöse-Punkte (innerhalb der
Auslösekennlinie) und/oder Keine-Auslöse-Punkte (außerhalb der Auslösekennlinie) können für jeden
Fehlertyp ausgewählt werden. Die Auswahl der Rampenart hängt vom Relais ab. Um Mehrzonenrelais zu
prüfen, verwenden Sie entweder das Puls-Rampen oder das Puls-Rampen mit Binärsuche. Die Software
wird automatisch die Steigerung berechnen, die bei Spannung, Strom und Phasenwinkel erforderlich ist.
Das Puls-Rampen und das Puls-Rampen mit Binärsuche umfassen auch eine Vor-Fehler-Einstellung in
Millisekunden. Dies ist die Zeit, die auf die Vor-Fehlerwerte zwischen den Fehlersteigerungen angewandt
wird.

3.6.5.4 CT PT Verhältnisse

Dieses Dialogfeld stellt für den Anwender eine Auswahl zur Verfügung, um die Auslösekennlinie
entweder in Primär oder Sekundär Ohmwerten grafisch darzustellen.

3.6.5.5 Schaltfläche Polare/Rechtwinklige Darstellung Button

Dieses Dialogfeld stellt für den Anwender eine Auswahl zur Verfügung, um die Auslösekennlinie
entweder in Polaren oder Rechtwinkligen Koordinaten grafisch darzustellen

3.6.5.6 Schaltfläche Auto Set Fault Times [Autom. Einstellung Fehlerzeiten]

Diese Schaltfläche arbeitet zusammen mit dem Einstellungsfenster Zeitmesser Zone. Sie können die
Zeiten der Auslösung und Fehler in der Zone ändern, indem Sie das entsprechende Einstellfenster für die
gewählten Zonen berühren. Das Drücken der Schaltfläche Autom. Einstellung Fehlerzeiten wird die
Zeitdauer, für die der Fehler auf das Relais angewandt wird, automatisch einstellen. Die Fehlerzeit wird in
Millisekunden eingestellt und automatisch auf einen höheren Wert als die Erwartete Auslösezeit
eingestellt (eben lang genug zum Auslösen für die zu prüfende Zone, aber nicht für andere Zonen).

3.6.5.7 Schaltfläche Ohms Pro Phase/Pro Schleife

Diese Schaltfläche arbeitet in Verbindung mit dem Prüfbildschirm Click On Fault. Für Relais, die
Schleifenimpedanz-Nullsequenz-Kompensation verwenden, drücken Sie zum Lesen von Ohm Per
Schleife diese Schaltfläche; das Display wechselt dann zur Darstellung Ohm Pro Schleife.

3.6.5.8 Schaltfläche Hide Z/t Chart [Z/t-Diagramm verbergen]


Diese Schaltfläche ermöglicht die Auswahl, das Z/t-Zeitdiagramm in den Prüfergebnissen anzuschauen.
Nachfolgend wird das Beispiel-Prüfergebnis gezeigt, bei dem 3 Zonen geplottet werden.

Abbildung 111: Relais-Schaltzeit vs. Zonenimpedanz

3.6.6 Prüfbildschirm Impedanz - Click On Fault

110
Nach Auswahl der speziellen Impedanzcharakteristik entweder eines Generic oder eines Relais aus der
Sammlung und der Eingabe der entsprechenden Einstellungen für jede der speziellen zu prüfenden
Zonen drücken Sie die grüne Kontrollschaltfläche. Dadurch gelangen Sie zum Prüfbildschirm Click On
Fault.

Abbildung 112 Bildschirm Click On Fault Prüfungskonfiguration

3.6.6.1 Schaltfläche RIO

Durch Drücken der RIO Schaltfläche erscheint ein Auswahlfenster, das spezielle Relais enthält, die nach
Relaishersteller und Modellbezeichnung aufgelistet sind 2.

3.6.6.2 Schaltfläche Generic Characteristics [Grund-Charakteristiken]

Durch Drücken der Schaltfläche Generic Characteristics [Grund-Charakteristiken] wird eine Bibliothek mit
Grund-Impedanzrelais-Charakteristiken zum Auswählen bereitgestellt.

3.6.6.3 Schaltfläche Relay Library [Relais-Bibliothek]

Durch Drücken der Schaltfläche Relay Library [Relais-Bibliothek] wird eine Sammlung mit Relais
spezifischen Charakteristiken verschiedener Hersteller bereitgestellt.

3.6.6.4 Schaltfläche Binär-Eingangs-Einstellung

2Erfordert, dass Verbraucher die gewünschte RIO Dateien importiert, im Voraus, in einen RIO
Dateiordner unter den MEINEN Dokumenten/PowerDB Verzeichnis.

111
Drücken Sie dieses Kästchen, um das Dialogfenster für den Binäreingang aufzublenden.

Dialogfeld Binär-Eingang 1

Die Standard-Einstellungen sind Binär-Eingang 1, potenzialfreier Kontakt wie durch den Eingangstyp
angezeigt sowie Eingangs-Aktions-Voreinstellungen, um das Schließen des Schließers zu zeigen. Um
den Eingangstyp von potenzialfreien Kontakten zu Spannung zu ändern, drücken Sie das Symbol
Eingangstyp; danach wechselt es zu Spannung. Um zum Öffnen des Öffners zu gelangen, drücken Sie
das Symbol Eingangs-Aktion; es wechselt, um das Öffnen des Öffners zu zeigen. Zum Zeitmessen der
Betriebszeit des Impedanzelements ist der Zeitmesser standardmäßig auf aktivierten Modus
Eingerasteter Eingang eingestellt. Dies bedeutet, dass der Zeitmesser beim ersten Schließen des
Kontakts stoppt. Beachten Sie, dass die Entprellzeit auf 2 Millisekunden eingestellt ist.

3.6.6.5 Schaltfläche Zurück zu den Einstellungen Eingangsbildschirm

Die Schaltfläche Rückkehr zum Relais-Einstellungsbildschirm führt zurück zum Einstellungsbildschirm

3.6.6.6 Schaltfläche Play

Drücken oder klicken auf die blaue Schaltfläche Play wird den Vor-Fehler-Vektor für die festgelegte Zeit
anwenden, geht dann stufenweise zu den Fehlerwerten und sucht nach dem zu prüfenden Relais, um
entweder mit Hilfe einer Puls-Rampe oder einer Puls-Rampe mit Binärsuche zu arbeiten. Durch Drücken
dieser Schaltfläche werden alle ausgewählten Prüfpunkte für den gewählten Fehlertyp, für alle gewählten
Zonen durchgefahren.

3.6.6.7 Schaltfläche Alle Prüfen

Drücken Sie die Schaltfläche Alle Prüfen, um automatisch alle festgeleten Prüfungen der Reihe nach zu
durchlaufen, Phase gegen Erde, Phase gegen Phase und Drei Phasig für alle Zonen.

3.6.6.8 Schaltfläche Zoom Zone

Drücken dieser Schaltfläche vergrößert den Bereich bei der ausgewählten Zone. Drücken Sie diese
Schaltfläche erneut und kehren Sie zum normalen Prüfbildschirm-Modus zurück.

3.6.6.9 Schaltfläche Batteriesimulator

Schaltet den Batteriesimulator durch Drücken der Schaltfläche EIN und AUS, die Farbe wechselt zu rot
für EIN und schwarz für AUS. Die anzulegende Spannung wird in der Schaltfläche angezeigt und kann
durch Drücken der Konfigurationsschaltfläche geändert werden.

112
3.6.6.10 Die Konfigurations-Schaltfläche

Drücken Sie die Schaltfläche, um zum STVI Konfigurations-Bildschirm zu gelangen.

3.6.6.11 Schaltfläche Prüfprotokoll überprüfen

Drücken Sie diese Schaltfläche, um die Prüfergebnisse nochmals anzuschauen.

3.6.6.12 Schaltfläche Schnelltest

Drei Prüflinien werden gezogen. Eine Prüflinie wird entlang der Leitungswinkeleinstellung im
Einstellungsbildschirm gezogen. Alle Prüflinien können gelöscht und vom Anwender wie gewünscht neu
gezeichnet werden; verwenden Sie hierzu die Schaltfläche Run/Edit .. [Ausführen/Bearbeiten ..] .
Drücken Sie die Schaltfläche Run/Edit [Ausführen/Bearbeiten] für den einzelnen Prüfpunkt. DerAnwender
sieht dann folgenden Optionen-Bildschirm.

Abbildung 113 Schaltflächenoptionen Run/Edit [Ausführen/Bearbeiten]

Der Anwender kann den Start-Impedanzwert bearbeiten, die ausgewählte Prüfung einzeln ausführen, die
verbleibenden Prüfungen ausführen oder die gewählte Prüfung löschen. Drücken Sie das rote X zum
Verlassen.
Eine zweite Schnelltestoption steht zur Verfügung sobald Sie Ihren ersten Prüfpunkt ausgewählt haben,
indem Sie entweder die Option Unabhängigkeits-Prüfpunkte oder die Option die Ursprünglichen

Prüfpunkte verwendet haben. Drücken Sie diese Schaltfläche , damit folgende


Schnelltestpunktoptionen aufgezeigt werden.

113
Abbildung 114 Bildschirm Prüfpunktauswahl

Der Anwender kann die gewünschte Anzahl an Prüfpunkten auswählen, indem er die Schaltfläche
Prüfpunkte drückt und aus der Liste auswählt. Danach kann er die gewünschte Phasendrehung zwischen
der ausgewählten Anzahl von Prüfpunkten auswählen, indem er die Schaltfläche Degrees zu Rotate
[Grad zu Drehen] drückt. Falls keine der Standard-Phasendrehungen den Anforderungen des Anwenders
genügen, drücken Sie die Schaltfläche „Grad zu drehen“ in der Liste und geben die gewünschte
Phasendrehung im bereitgestellten Fenster ein.

3.6.6.13 Option Unabhängigkeits-Prüfpunkte


Option Unabhängigkeits-Prüfpunkte – Diese sorgt für ein Maximum an Freiheit für den Anwender bei der
Auswahl einer beliebigen Prüfkennlinie, bei beliebigem Winkel, rund um die Auslösekennlinie, indem er
auf einen Punkt außerhalb klickt und danach innerhalb der Auslösekennlinie, um die gewünschte
Prüfkennlinie festzulegen. Drücken Sie diese Schaltfläche erneut, damit die Option IEC60255 Prüfpunkte
angezeigt wird.

3.6.6.13.1 Option IEC60255 Prüfpunkte


Die Option IEC60255 Prüfpunkte - Gemäß IEC 60255 Norm klicken Sie einen Punkt außerhalb, danach
innerhalb an, die Auslösekennlinie und die Prüfkennlinie werden rechtwinklig zur Prüfkennlinie
gezeichnet. Drücken Sie diese Schaltfläche, damit die Option Ursprüngliche Prüfpunkte angezeigt w

3.6.6.13.2 Option Ursprüngliche Prüfpunkte


Die Option Ursprüngliche Prüfpunkte – Klicken Sie auf einen Punkt außerhalb der Auslösekennlinie und
die Prüfkennlinie wird gezeichnet, zum Ursprung oder zum Abschnitt der R- und X-Achse. Drücken Sie
diese Schaltfläche, um zur Option Unabhängigkeit zurückzukehren.

3.6.6.13.3 Option Schüsse Prüfpunkte


Die Option Schüsse Prüfpunkte – Zur Erstellung eines oder mehr Prüfpunkte; jeder, um einen Fehler bei
einer speziellen Magnitude und Winkel nachzubilden. Mehrere Auslöse- (innerhalb der Prüfkennlinie)
und/oder Keine-Auslöse- (außerhalb der Prüfkennlinie) Punkte können für jeden Fehlertyp ausgewählt
werden. Der Test Point [Prüfpunkt] ist der Satz an Werten, die sowohl in Mag als auch Phasenwinkel
aufgelistet sind und in Kartesischen Werten, die in der Kurve erzeugt werden. Fortgesetztes Klicken führt
zu zusätzlichen Prüfpunkten an den Mausplatzierungen.

3.6.6.14 Schaltfläche Zurück zum Impedanz-COF Konfigurationsbildschirm


Mit dieser Schaltfläche kehren Sie zum Konfigurationsbildschirm Impedanz Click On Fault zurück, um
gezielte Änderungen an der Prüfkonfiguration vorzunehmen.

3.6.6.15 Schaltfläche Fehlerauswahl

114
Diese Schaltfläche bietet dem Anwender die Auswahl des gewünschten Fehlers, der festgelegt werden
soll. Die Wahlmöglichkeiten sind Phase gegen Erde, Phase gegen Phase und Drei-Phasig.

3.6.6.16 Schaltfläche Prüfung(en) löschen


Diese Schaltfläche erscheint, sobald Prüfungen festgelegt sind. Drücken Sie diese Schaltfläche, um
Prüfungen aus dem ausgewählten Prüfbildschirm zu löschen. Das Drücken dieser Schaltfläche liefert
eine Liste der Anwenderoptionen wie folgt

Abbildung 115 Optionenbildschirm Prüfungen Löschen

Aktuelle löschen – Löscht die aktuell ausgewählte Prüfung


Alle löschen: Diese Fehlerkategorie – Löscht alle Prüfungen, die mit dem Fehler verknüpft sind.

Achtung: Es gibt kein Zurück; wenn Sie einmal eine Prüfung löschen, gibt es keine Möglichkeit, die
Prüfungen wiederherzustellen, es sei denn, Sie haben die Prüfung im internen Speicher gespeichert.

3.7 Messumformer mit der STVI Software prüfen

In Verbindung mit der Option Messumformer-Hardware in den Geräten SMRT und MPRT8445 stellt die
STVI-Messumformerprüfung eine rasche Methode zum Prüfen aller Arten von einphasigen und
dreiphasigen elektrischen Messumformern bereit. Die Option Messumformer-Hardware „T“ kann
entweder mit dem neuen Prüfgerät oder später als eine werksseitige Hardware-Hochrüstung bestellt
werden.

Abbildung 116 Bildschirm Messumformer-Prüfung

115
Auf dem Prüfbildschirm sind 3 Prüfpunkte voreingestellt; sie betragen 10, 50 und 90 Prozent des
Skalenendwertes. Um die Zahl der Prüfpunkte, den Prozentsatz für jeden Prüfpunkt zu ändern oder den
zu prüfenden Messumformertyp auszuwählen, drücken Sie die Schaltfläche Listenansicht . Sie
gelangen zum Messumformer-Konfigurationsbildschirm.

Figure 117 Messumformer-Konfigurationsbildschirm

Dieser Bildschirm wird verwendet, um einphasige oder dreiphasige Messumformer auszuwählen, wie z.B.
AC und DC-Spannung, AC- und DC-Strom, Frequenz, Leistung (Watt), Blindleistung (VAR's),
Scheinleistung (VA) und Leistungsfaktor.

Messumformer-Konfigurationsbildschirm

Im Folgenden wird jeder Abschnitt innerhalb des Messumformer-Konfigurationsbildschirms beschrieben.

3.7.1.1 Abschnitt Typenschild

In den Beschreibungsfenstern trägt der Anwender beschreibende Informationen für den zu


prüfenden Messumformer ein. Diese Informationen werden zusammen mit den Prüfergebnissen
gespeichert. Im Folgenden werden die Eingaben in den Bildschirmfenstern beschrieben.
Beschreibung: Geben Sie eine kurze Beschreibung des zu prüfenden Messumformers ein.
Hersteller: Geben Sie den Namen des Messumformer-Herstellers ein.
Modell: Geben Sie die Typennummer des Messumformers ein.
Seriennummer: Geben Sie die Seriennummer des Messumformers ein.

3.7.1.2 Abschnitt Typauswahl

Der Anwender kann im Abschnitt Typ aus mehreren Messumformern auswählen. Hier kann er
durch Berühren des Auswahlfensters den Messumformertyp auswählen, der zum Prüfen benötigt
wird. Darüber hinaus wählt der Anwender den Ausgang des Messumformers, entweder einen
Spannungs- oder einen Stromausgang durch Drücken der vorgesehenen Schaltfläche (schaltet
zwischen Spannung und Strom um).
Watt, VAR und VA Messumformer erscheinen in 1, 1 ½, 2, 2 ½ und 3-Element-Konfigurationen.
Die Wahl der Elementenzahl wird automatisch die entsprechende Zahl an Ausgangsspannungen
und Strömen auswählen, die zum Prüfen des ausgewählten Messumformers benötigt werden.
Bei Auswahl eines 1-Element-Watt-Messumformers werden zum Beispiel automatisch V1 und I1-

116
Quellen ausgewählt. Im Fall eines dreiphasigen 3-Element-Messumformers werden V1,V2, V3,
I1, I2 und I3 zur Verwendung vorausgewählt.
Verfügbare Auswahlmöglichkeiten :
Einphasig Mehrphasig
AC Spannung Watt / VAR/ VA - 1 1/2 Element
AC Strom Watt / VAR / VA - 2 Elemente
DC Spannung Watts / VAR / VA - 2 1/2 Elemente
DC Strom Watt / VAR / VA / Leistungsfaktor - 3 Elemente
Frequenz Watt / VAR / VA / Leistungsfaktor - 1 Element

3.7.1.3 Abschnitt Prüfeinstellungen

Einige der System-Standardeinstellungen kommen vom Konfigurationsbildschirm. Der


Anwender kann die Zahl der Prüfpunkte und die Ausregelzeit einstellen; beim Prüfen von Watt,
VAR oder VA kann eingestellt werden, ob Konstanter Strom (die Spannung ändert sich) oder
Konstante Spannung (der Strom ändert sich) verwendet werden soll.
Anzahl der Prüfpunkte: Die Software ist standardmäßig auf 3 Prüfpunkte, 0, 50 und
90 % des Skalenendwerts eingestellt. Der Anwender kann jede Punktzahl von 1 bis 5 wählen. Im
Bildschirm Prüfung kann er den Prozentsatz vom Skalenendwert für jeden Prüfpunkt eingeben.
Ausregelzeit: Dies ist die Verzögerungszeit in Millisekunden, die das Prüfsystem
warten wird, bevor es seine erste Genauigkeitsberechnung durchführt und die Werte einfriert.
Wenn der Messumformer selbst spannungsführend ist, muss der Anwender dem Messumformer
vor der Genauigkeitsberechnung genügend Zeit zur Stabilisierung ermöglichen. Wenn der
Messumformer vor dem Prüfen eine Aufwärmzeit benötigt, muss der Anwender dies ebenfalls
berücksichtigen. Andererseits muss er einem bereits aufgewärmten und eingeschalteten
Messumformer nur die Ausregelzeit zugestehen. Gehen wir zum Beispiel davon aus, dass die
Ausregelzeit des Messumformers nur 1 Sekunde beträgt, dann muss der Anwender eine
Ausregelzeit von 1000 ms eingeben. Werden die Prüfwerte angewandt, wartet das System 1000
ms bevor es die prozentuale Fehlerabweichung berechnet. Danach wird der prozentuale Fehler
mit Gut/Schlecht-Informationen angezeigt und die Prüfwerte werden eingefroren. Zu diesem
Zeitpunkt kann der Anwender wählen, ob die Prüfung gestoppt und die Ergebnisse gespeichert
werden sollen.

Konstanter Strom: Wählt der Anwender Watt, VAR oder VA im Fenster Typ, wird
automatisch eine Skalenendwertspannung (auf der Basis des eingegebenen Stromwertes)
berechnet und automatisch eingegeben. Der Wert wird auf der Grundlage des im Teilfenster
Eingangsbereich eingegebenen Watt, VAR oder VA-Wertes berechnet. Der Stromwert ist
automatisch auf 5 A voreingestellt. Dem Anwender steht es frei, den Wert auf jeden beliebigen
festen Ausgangsstrom im bereitgestellten Fenster einzustellen.

Konstante Spannung: Durch Drücken der Schaltfläche Konstanter Strom wechselt die
Ausgangskonfiguration zu Konstanter Spannung. Ein Skalenendausschlagsstrom (auf der Basis
des eingegebenen Spannungswertes) wird automatisch berechnet und eingegeben. Um den
Wert zu ändern, drücken Sie das angezeigte Fenster und geben den gewünschten
Spannungswert ein.

Power Factor: Durch Drücken der Schaltfläche Power Factor [Leistungsfaktor] im


Fenster "Typ" werden im Fenster "Prüf-Einstellungen" Standard-Prüfwerte von 69 Volt und 5 A
bereitgestellt. Die Leistungsfaktor-Prüfung wird mit Hilfe dieser Werte durchgeführt, wenn Sie der
Anwender nicht ändert. Zum Ändern der Werte drücken Sie die Anzeigefenster und geben die
gewünschten Spannungs- und Stromwerte ein.

3.7.1.4 Abschnitt Eingangsbereich

117
Der Anwender gibt den Skalenendwert-Eingangsbereich des zu prüfenden Messumformers ein. Ein AC-
Strom-Messumformer kann zum Beispiel einen Bereich von 0 bis 1 oder 0 bis 5 A haben. Geben Sie die
entsprechenden Werte für den zu prüfenden Messumformer ein.

3.7.1.5 Abschnitt Ausgangsbereich

Ausgangsbereich: In Abhängigkeit von dem im Bereich Typ gewählten Ausgangstyp hat der
Messumformer entweder einen DC-Spannungsausgang oder einen DC-Milliampereausgang. Die
Standardeinstellungen sind 0 bis 10 Volt DC und 4 bis 20 Milliampere DC. Es sollte beachtet werden,
dass der Minimumwert ein negativer DC-Wert sein kann; zum Beispiel -1 Milliampere oder -10 Volt DC;
es kann auch ein positiver DC-Wert sein, mit Ausnahme von 0. Die Firmware wird den Skalenfaktor auf
der Basis der Minimum- und Maximumwerte berechnen und diesen Skalenfaktor dazu verwenden, den
tatsächlichen Ausgang vom Messumformer (bezüglich Volt, Ampere, Watt usw.) zu berechnen.
Spannung oder Strom: Der Anwender wählt eines der beiden aus; hierzu berührt er die
Schaltfläche, die entweder mit Spannung oder Strom verknüpft ist. Wenn Min. und/oder Max. von den
voreingestellten Werten abweicht, berührt der Anwender das entsprechende Fenster; ein Zahlenfeld
erscheint zur Eingabe des/der entsprechenden Werte(s) auf dem STVI. Im folgenden Beispiel ist der
Messumformer ein Watt-Messumformer. Bei Auswahl von Watt 3 Element im Fenster Messumfomertyp
auswählen, erscheint W (Watt) im Fenster Messumformer-Eingangsbereich.
In unserem Beispiel wurde der Wert 1500,0 als Maximum-Eingang eingegeben. Der Ausgangsbereich
wurde auf 0 bis 1,00 Milliampere eingestellt. Folglich ist der Skalenfaktor
0 mA = 0,0 Watt und 1,000 mA = 1500,0 Watt oder 1mA/ 1500,0 W = 0,00066666 mA / Watt
Deshalb wird der entsprechende Wattausgang, wenn der Messumformer einen Ausgang von
0,250 mA gemessen hat, folgendermaßen sein:
0,250 mA / 0,00066666 mA/W = 375,0 Watt

Toleranz: Der Genauigkeitswert für den Messumformer wird hier eingegeben. Der
voreingestellte Wert ist als Prozent des Bereichs (oder Skalenendwerts) angegeben. Um zu
Prozent des Messwerts zu wechseln, berühren Sie die Schaltfläche Prozent des Bereichs. Zur
Eingabe eines anderen Werts berühren Sie das Wert-Fenster und eine Tastatur ermöglicht die
Eingabe eines anderen Wertes.

Sind alle Werte im Bildschirm Messumformer-Konfiguration eingegeben, kehren Sie zum


Bildschirm Messumformer-Prüfung zurück, indem Sie am Bildschirm unten auf die Schaltfläche
des grünen Kontrollkästchens drücken.

3.7.2 Bildschirm Messumformer-Prüfung

118
Abbildung 118 Bildschirm Messumformer-Prüfung

Der Bildschirm Messumformer-Prüfung besteht aus drei Teilen: Dem Teilbereich Ausgang, wo die
Prüfwerte, die auf den Messumformer angewandt werden sollen, erscheinen; dem Teilbereich
Messumformer-Ausgang, wo der DC-Wert, % Fehler und Gut/Schlecht erscheinen sowie dem
Teilbereich Vektor.

3.7.2.1 Abschnitt Ausgang

Der Anwender kann auswählen, welche Ausgänge ein-/ausgeschaltet, geändert oder gesteigert
werden sollen. Bei Auswahl des zu prüfenden Messumformertyps im Bildschirm Einstellung
werden die entsprechenden Ausgänge automatisch für den Anwender ausgewählt. Wenn zum
Beispiel ein AC-Spannungs-Messumformer gewählt wurde, wird die Auswahlschaltfläche V1
Ausgang nach grün gewechselt sein und die voreingestellte Spannung würde erscheinen. Im
obigen Beispiel wurde ein einphasiger AC-Spannungs-Messumformer mit einem
Skalenendwerteingang von 100 Volt gewählt. Der erste voreingestellte Prüfpunkt ist 90 % des
Bereichs. Deshalb erscheint ein Prüfwert von 90 V für den V1-Ausgang. Die voreingestellte
Frequenz wird ebenfalls voreingestellt. Wenn ein DC-Messumformer ausgewählt wurde, wird das
Frequenz-Fenster für die ausgewählte Spannung oder den Strom DC anzeigen.

3.7.2.2 Abschnitt Messumformer-Ausgang

Im folgenden Beispiel wurde im Bildschirm Konfiguration ein 3-Element-1500 Watt-


Messumformer ausgewählt. Er ist standardmäßig auf 3 Prüfpunkte von 0, 50 und 90 % des
Skalenendwerts eingestellt; achten Sie darauf, dass die berechneten Watt angelegt werden.
Durch Drücken der blauen Play-Schaltfläche werden die Prüfwerte wie in der Eingangsspalte
angezeigt, angewandt. Dieser Wert wird später verwendet, um % Fehler und GUT/SCHLECHT
zu berechnen.

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Der Bereich Messumformer-Ausgang zeigt entweder Volt oder Milliampere (Wert V oder mA) des
DC-Ausgangs an. Darüber hinaus zeigt es auch den entsprechenden Ausgang des gewählten
Typs (Wert V, A, Watt, VA usw.) an. In Abhängigkeit von der, im Konfigurationsfenster
eingestellten, gewünschten Messung, wird der prozentuale Fehler entweder vom Bereich oder
vom Wert sein. Hiervon wird Gut/Schlecht bestimmt und angezeigt.
Die Genauigkeit wird wie folgt berechnet

Wenn der im Fenster Genauigkeit angezeigte Wert mit der Genauigkeitsspezifikation, die im
Bildschirm Messumformer-Konfiguration eingestellt ist, übereinstimmt, wird ein positives GUT
angezeigt. Wenn er die Einstellungsspezifikation überschreitet, wird ein negatives SCHLECHT
angezeigt.

3.7.3 Messumformer prüfen -Ausgang

1. Im Bildschirm Messumformer-Konfiguration geben Sie die technischen Daten, wie z.B.


Hersteller, Modellnummer und Seriennummer des Messumformers ein.
2. Wählen Sie den zu prüfenden Messumformertyp aus.
3. Geben Sie den Messumformer-Ausgang in DC Volt oder Milliampere ein. Geben Sie auch die
Minimum und Maximumwerte für den Ausgangstyp an, der zu Spannung oder Strom in
Beziehung steht. Geben Sie den Wert für die Genauigkeit des Messumformers ein.
4. Geben Sie die Ausregel- oder Antwortzeit des Messumformers in Millisekunden ein (lassen
Sie zusätzliche Zeit für selbstspeisende Messumformer zu).
5. Drücken Sie unten auf dem Bildschirm die Schaltfläche des grünen Kontrollkästchens .
6. Basierend auf dem gewählten Messumformertyp werden die entsprechenden Ausgänge
bereits für Sie vorausgewählt sein. Die gewählten Ausgänge werden in grüner Farbe zu
sehen sein. Im Falle von Watt, VAR oder VA-Messumformern sind die Winkel bereits
voreingestellt. Wenn Sie bei anderen Werten als den voreingestellten prüfen möchten,
drücken Sie das Fenster für den/die Wert(e), die Sie ändern möchten; ein Zahlenfeld
erscheint. Mit Hilfe dieses Zahlenfeldes geben Sie den/die gewünschten Wert(e) ein.
7. Schließen Sie die gewünschten Ausgänge an die entsprechenden Eingangsanschlüsse des
Messumformers an.
8. Wenn der Messumformer eine externe Energiequelle (für den AUX-Spannungseingang)
erfordert, schließen Sie Ihre externe Spannungsquelle zu diesem Zeitpunkt an.
9. Drücken Sie die blaue Play-Schaltfläche, die dem gewünschten Prüfpunkt am nächsten ist.
Die Ausgänge werden einschaltet.
10. Beachten Sie das Prüfergebnis im Fensterabschnitt Messumformer-Ausgang.

3.7.4 Ergebnisse speichern

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1. Nachdem die Prüfung abgeschlossen ist, müssen die Ergebnisse und die Prüfdatei im
eingebauten Speicher gespeichert werden. Hierfür drücken Sie die Schaltfläche File [Datei];
als nächstes erscheint das Fenster Save As [Speichern unter].
2. Geben Sie einen Dateinamen ein und drücken Sie die Schaltfläche Save As [Speichern
unter]. Prüfung und Daten sind nun gespeichert. Weitere Informationen siehe Abschnitt File
Manager [Dateimanager].

3.7.5 Watt / Var / Va / Leistungsfaktor-Anwendungen

Wie zuvor beschrieben gibt es Watt und VAR-Messumformer in 1, 1 1/2, 2, 2 1/2 und 3-Element-
Konfigurationen. Im Bildschirm Messumformer-Konfiguration wird der Anwender aufgefordert,
den zu prüfenden Messumformertyp auszuwählen. Einmal ausgewählt, stellt die RTMS software
auf der Basis der gewählten Anzahl von Elementen bestimmte Annahmen auf und erstellt
Berechnungen. Nachfolgend gibt es detaillierte Beschreibungen der verschiedenen Elemente und
der Berechnungen, die für die Berechnung von Watt und/oder VAR erforderlich sind.

3.7.5.1 Watt/VAR 1 Element

Der 1-Element-Watt-Messumformer benötigt 1 Spannung und 1 Strom zum Prüfen. Das Prüfgerät
wird automatisch den jeweils ersten verfügbaren Spannungs- und Stromkanal, V1 und I1
auswählen. Die Prüfung startet anfänglich beim voreingestellten Wert der Spannung, sofern er
nicht vom Anwender geändert wurde (wählen Sie die konstante Spannung und geben Sie die
gewünschte Ausgangsspannung ein); z.B. 120,0 Volt L-N. Sobald der Anwender den Watt-Wert
im Messumformer-Konfigurations-Bildschirm eingibt, kann die Firmware den erforderlichen
Prüfstrom für den Skalenendwert berechnen. Da der voreingestellte Winkel 0 (Null Grad) sein
wird, ist die Berechnung einfach. Die zur Berechnung von Watt benötigte Formel lautet:
V1 * I1 * COS 0 = Watt
Beachten Sie, dass der erste voreingestellte Prüfpunkt auf 90 % des Skalenendwerts eingestellt
ist. Möchten Sie beim Skalenendwerteingang prüfen, berühren Sie im Prüfungs-Bildschirm das
Prozent-Skalenendwert-Fenster und geben Sie 100 ein. Die Prüfung sollte den Prüfstrom
automatisch bei einem Winkel von 0 einstellen. Beachten Sie, dass die Spannung ebenfalls
phasengleich mit dem Strom bei 0 ist. Beachten Sie ferner, dass der Strom im letzten
angezeigten Digit aufgerundet ist.
Sobald die Prüfung gestartet ist, werden die gemessenen Spannungs- und Stromausgänge
angezeigt und die berechneten Watt basiseren auf den gemessenen Spannungs- und
Stromausgängen. Dies ist der Wert, der in der 2. Spalte des Bereichs Messumformer-Ausgang
angezeigt wird. Die 3. Spalte wird den gemessenen DC-Ausgang vom Messumformer anzeigen.
Ein weiterer Watt-Wert wird mit Hilfe des gemessenen DC-Volt- oder DC-Milliampere-Ausgangs
berechnet; er wird in der 4. Spalte angezeigt. Der prozentuale Fehler wird in der 5. Spalte
angezeigt.
Die Firmware wird die Genauigkeitswerte zwischen dem Konfigurations-Bildschirm und dem
Prüfbildschirm anzeigen; außerdem entweder GUT oder SCHLECHT im Bereich
Messumformer-Ausgang des Prüfungsbildschirms.
Anmerkung: Alle Berechnungen sind beim Prüfen von VAR-1-Element-Messumformern
sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht im Ersetzen der COS Funktion mit der SIN-
Funktion.

Anmerkung: Berechnungen für VA-Messumformer sind gleich, mit der Ausnahme, dass es
keine COS- oder SIN-Funktion gibt.
Daher ist die Berechnung der Scheinleistung (VA) vereinfacht als Volt * A.

3.7.5.2 Leistungsfaktor 1 Elemente

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Der 1-Element-Leistungsfaktor-Messumformer erfordert 1 Spannung und 1 Strom zum Prüfen.
Das Prüfgerät wird automatisch den jeweils ersten verfügbaren Spannungs- und Stromkanal, V1
und I1 auswählen. Die Prüfung wird anfänglich bei den voreingestellten Werten für Spannung und
Strom starten; z.B. 120 Volt L-N und 5 A. Der Leistungsfaktor-Messumformer hat einen
Einsatzbereich, der mit dem Verhältnis des voreilenden und nacheilenden Phasenwinkels
zwischen den Spannungs- und Stromeingängen übereinstimmt. Daher werden sich, sobald Sie
Leistungsfaktor-1-Element auswählen, die MIN und MAX Namensverzeichnisse in
Leistungsfaktorwerte LEAD [voreilend] und LAG [nacheilend] ändern. Sie werden aufgefordert,
die Leistungsfaktorwerte für LEAD (MIN) und LAG (MAX) in die bereitgestellten Leerfelder
(normalerweise die gleichen Wert, z.B. 0,5) einzugeben. Der Leistungsfaktor ist der
trigonometrische, dezimale Äquivalenzwert des COS vom Winkel zwischen der V1-Spannung
und dem I1-Strom. Wenn Sie zum Beispiel die Leistungsfaktorwerte LEAD und LAG in den
Messumformer-Konfigurations-Bildschirm eingeben, kann die Firmware den erforderlichen
Prüfwinkel für die Skalenendwerte berechnen. Daraus ergibt sich für einen LAG
Leistungsfaktorwert von 0,5, dass der Strom der Spannung um 60 nacheilen würde. Die Lead-
und Lag-Phasenwinkel erfordern, dass die Vektoranzeige sich ändert, um Winkel wie  180
anzuzeigen. Wenn die voreingestellte Winkeldarstellung 0 bis 360 LAG ist, dann wird der Winkel
zwischen der Spannung und dem Strom als nacheilend (Strom eilt Spannung nach) betrachtet. In
dieser Situation können die Prüfungswinkel zwischen 0 und 90 Grad nacheilend und 359,9 bis
270 Grad nacheilend (90 Grad voreilend) unterschiedlich sein. Dies kann Irritationen beim
Anwender verursachen. Die Anzeige auf  180 zu zwingen, vereinfacht das Prüfen beträchtlich.
Die Prüfung wird beim Einheitsleistungsfaktor oder 0 starten. Da der Standardwinkel 0 (Null
Grad) sein wird, ist die Berechnung einfach. Die zur Berechnung des Leistungsfaktors
notwendige Formel lautet
COS 0 = 1,000 Leistungsfaktor (V1 0 ,I10)
Sobald die Prüfung gestartet ist, werden die gemessenen Spannungs- und Stromausgänge
angezeigt; der berechnete Leistungsfaktor basiert auf dem gemessenen Phasenwinkel zwischen
den Spannungs- und Stromausgängen. Dies ist der Wert, der im Messumformer-Prüfungs-
Bildschirm in der Messwert- (V oder mA) Spalte angezeigt wird. Ein weiterer Wert des
Leistungsfaktors errechnet sich mit Hilfe des gemessenen DC-Volt- oder DC-Milliampere-
Ausgangs wie im Bereich Messumformer-Ausgang angezeigt. Gehen wir davon aus, dass in
unserem nächsten Beispiel-Messumformer der Ausgang in DC-Milliampere ist.

Die Genauigkeit von Leistungsfaktor-Messumformern wird in Einheiten des Leistungsfaktors,


nicht als prozentualer Fehler festgelegt. Daher muss sich das Fenster Genauigkeit für
Leistungsfaktor-Messumformer von % Fehler nach  0,000 PF ändern. Die Firmware wird die
Genauigkeitswerte zwischen dem Konfigurationsbildschirm und dem Prüfungsbildschirm
vergleichen und im Bereich Messumformer-Ausgang des Prüfungsbildschirms entweder GUT
oder SCHLECHT anzeigen.

3.7.5.3 Watt/VAR 1 1/2 Elemente

Dieser Messumformer wird normalerweise bei einphasigen Dreileiter-Anwendungen verwendet,


die 2 Spannungen und 2 Ströme zum Prüfen erfordern. Das Prüfgerät wird automatisch die
ersten beiden verfügbaren Spannungs- und Stromkanäle, V1, V2, I1 und I2 wählen. Der
Spannungseingang zum Messumformer wird mit einem Spannungseingangsanschluss versorgt.
Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Messumformer mit Hilfe eines PT angeschlossen ist,
der zweiphasig angeschlossen ist. Auf diese Weise wird die Prüfung anfänglich beim
voreingestellten Spannungswert für jeden Spannungsausgang starten. Der V2-Ausgang wird
jedoch 180 Grad außerhalb der Phase mit V1 sein; somit addieren sie sich quer über den
Potentialeingang des Messumformers. Eine Voreinstellung von 120 Volt L-N bedeutet zum
Beispiel, dass 240 Volt quer über den Potentialeingangsanschluss des Messumformers
eingeprägt werden. Somit wird V1 auf 120 Volt bei einem Winkel von 0 eingestellt und V2 wird
120 Volt bei 180 sein. I1 und I2 werden phasengleich mit ihren entsprechenden Spannungen (0
und 180) sein. Wenn Sie die MAX. Watt-Werte in den Messumformer-Konfigurations-

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Bildschirm eingeben, kann die Firmware die erforderlichen Prüfströme für den Skalenendwert
berechnen. Die für die Berechnung der Watt für 1 1/2-Element-Messumformer benötigte Formel
lautet.

V1 * I1 * COS  + V2 * I2 COS  = Watt

Sobald der Wert Skalenendwert-Watt im MAX.-Wert-Fenster eingegeben wird, sollte das


Prüfgerät im Prüfungsbildschirm automatisch einen Prüfstromwert für I1 bei einem Winkel von 0
und I2 bei einem Winkel von 180 zeigen. Beachten Sie, dass der Strom beim letzten
angezeigten Digit aufgerundet ist.

Sobald die Prüfung gestartet ist, werden die gemessenen Spannungs- und Stromausgänge
angezeigt und die berechneten Watt basieren auf dem gemessenen Spannungs- und
Stromausgang. Dies ist der Wert, der im Messumformer-Prüfbildschirm unter Ausgang
angezeigt wird. Ein weiterer Wert von Watt wird mit Hilfe des gemessenen DC-Volt- oder DC-
Milliampere-Ausgangs wie im Bereich Messumformer-Ausgang gezeigt, berechnet.
Die Firmware wird den Genauigkeitswert zwischen dem Konfigurationsbildschirm und dem
Prüfungsbildschirm vergleichen und wird entweder GUT oder SCHLECHT im Bereich
Messumformer-Ausgang des Prüfungsbildschirms anzeigen.
Anmerkung: Alle Berechnungen sind beim Prüfen von VAR 1 1/2 Element-Messumformern
ähnlich. Der Hauptunterschied besteht im Ersetzen der COS-Funktion durch die SIN-Funktion.

3.7.5.4 Watt/VAR 2 Elemente

Dieser Messumformer wird normalerweise bei dreiphasigen Drei-Leiter-Delta-Anwendungen


verwendet, die 2 Spannungen und 2 Ströme zum Prüfen erfordern. Normalerweise sind die
Leistungstransformatoren und Strom-Messumformer an A und C-Phasen angeschlossen. Die
Prüfung wird automatisch zwei Spannungs- und Stromkanäle, V1, V3, I1 und I3 wählen (für den
Fall, dass es keinen V3/I3-Kanal gibt, wird V2 und I2 verwendet). Die Prüfung wird anfänglich
beim voreingestellten Spannungswert für jeden Spannungsausgang beginnen. Somit wird für
eine voreingestellte Spannungseinstellung von 120 Volt, V1 auf 120 Volt bei einem Winkel von 0
eingestellt und V3 wird 120 Volt bei 300 (PT in Dreieckschaltung) sein. Dies setzt voraus, dass
der voreingestellte Phasenwinkel 0 – 360 Grad nacheilend ist und nicht +/- 180 Grad. Bei
Verwendung der Option +/- 180 Grad Phasenwinkel wird V3 bei +60 sein. I1 und I3 werden
bezüglich ihrer entsprechenden Spannung eine Phasenverschiebung von 30 haben oder I1 bei
30 nacheilend und I3 bei 270 nacheilend (oder + 90 ). Wenn Sie den MAX. Watt-Wert in den
Messumformer-Konfigurationsbildschirm eingeben, kann die Firmware die erforderlichen
Prüfströme für den Skalenendwert berechnen.
Wird Watt in das Fenster MAX. Wert eingegeben, dann sollte das Prüfgerät im
Prüfungsbildschirm automatisch einen Prüfstromwert für I1 bei einem Winkel von 30 zeigen und
I3 bei einem Winkel von 270 (+90).
Sobald die Prüfung gestartet ist, werden die gemessenen Spannungs- und Stromausgänge
angezeigt und die berechneten Watt basieren auf den gemessenen Spannungs- und
Stromausgängen. Dies ist der Wert der im Messumformer-Konfigurationsbildschirm unter
Ausgang angezeigt wird. Ein weiterer Wert von Watt wird mit Hilfe des gemessenen DC-Volt-
oder DC-Milliampere-Ausgangs, wie in Abschnitt Messumformer-Ausgang gezeigt, berechnet.
Die Firmware wird die Genauigkeitswerte zwischen dem Konfigurationsbildschirm und dem
Prüfungsbildschirm vergleichen und im Bereich Messumformer-Ausgang des
Prüfungsbildschirm entweder GUT oder SCHLECHT anzeigen.
Anmerkung: Alle Berechnungen sind beim Prüfen von VAR 2-Element-Messumformern
sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht im Ersetzen der COS-Funktion durch die SIN-
Funktion.
Anmerkung: Für Scheinleistung, VA, Messumformer bleiben die Berechnungen die
gleichen mit Ausnahme, dass es keine COS- oder Sin-Funktionen gibt.

123
3.7.5.5 Watt/VAR 2 1/2 Elemente

Dieser Messumformer wird normalerweise bei dreiphasigen Vier-Leiter-Stern-Anwendungen


verwendet, die 2 Spannungen und 3 Ströme zum Prüfen erfordern. Die zwei Spannungen und
drei Ströme sind alle erdbezogen. Das Prüfgerät wird automatisch zwei Spannungs- und drei
Stromkanäle auswählen, V1, V3, I1, I2 und I3. Die Prüfung wird anfänglich beim voreingestellten
Spannungswert starten, der im Standardkonfigurations-Bildschirm für jeden
Spannungsausgang eingestellt ist. Somit wird V1 für eine voreingestellte Spannungseinstellung
von 120 Volt auf 120 Volt bei einem Winkel von 0 eingestellt sein und V3 wird 120 Volt bei 240
nacheilend sein. Dies setzt voraus, dass der voreingestellte Phasenwinkel 0 – 360 Grad
nacheilend ist und nicht +/- 180 Grad. Bei Verwendung der Option +/- 180 Grad Phasenwinkel
wird V3 bei + 120 sein. I1 und I3 werden gleichphasig zu ihren entsprechenden Spannungen
sein oder I1 bei 0 und I3 bei 240 nacheilend (oder + 120 ). I2 wird bei 120 nacheilend (oder -
120) sein. Wenn Sie den MAX. Watt-Wert im Messumformer-Konfigurationsbildschirm
eingeben, kann die Firmware die erforderlichen Prüfströme für den Skalenendwert berechnen.
Die zur Berechnung der Watt für 2 1/2-Element-Messumformer benötigte Formel lautet
V1 * I1 * (COS ) + V3 * I3 * (COS ) + V1 * I2 * (COS 60 + ) + V3 * I2 * (COS 60 - ) =
Gesamt-Watt
Wobei  die zunehmende Winkeländerung zwischen V1 und I1 sowie V3 und I3 ist und I2
sich beim gleichen zunehmenden Winkel wie I1 und I3 ändert.

Sobald die Watt im Fenster MAX.-Wert eingegeben werden, sollte das Prüfgerät automatisch
einen Prüfstromwert für I1 bei einem Winkel von 0 anzeigen, I2 wird bei 120 (-120) sein und I3
wird sein bei einem Winkel von 240 (+120) sein. Beachten Sie, dass der Strom im letzten
angezeigten Digit aufgerundet ist.
Sobald die Prüfung gestartet ist, werden die gemessenen Spannungs- und Stromausgänge
angezeigt und die berechneten Watt basieren auf den gemessenen Spannungs- und
Stromausgängen. Dies ist der Wert der im Messumformer-Prüfungsbildschirm unter Ausgang
angezeigt wird. Ein weiterer Wert von Watt wird mit Hilfe des gemessenen DC-Volt- oder DC-
Milliampere-Ausgangs, wie in Abschnitt Messumformer-Ausgang gezeigt, berechnet.
Die Firmware wird die Genauigkeitswerte zwischen dem Konfigurationsbildschirm und dem
Prüfungsbildschirm vergleichen und im Bereich Messumformer-Ausgang des
Prüfungsbildschirm entweder GUT oder SCHLECHT anzeigen.
Anmerkung: Alle Berechnungen sind beim Prüfen von VAR 2 1/2-Element-Messumformern
sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht im Ersetzen der COS-Funktion durch die SIN-
Funktion.
Anmerkung: Alle Berechnungen sind beim Prüfen von VA 2 1/2-Element-Messumformern
sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht darin, dass es keine COS- oder SIN-Funktion gibt.

3.7.5.6 Watt/VAR 3 Elemente

Dieser Messumformer wird normalerweise bei dreiphasigen Vier-Leiter-Stern-Anwendungen


verwendet, die 3 Spannungen und 3 Ströme zum Prüfen erfordern. Die drei Spannungen und drei
Ströme sind alle erdbezogen. Das Prüfgerät wird automatisch drei Spannungs- und drei
Stromkanäle auswählen, V1, V2, V3, I1, I2 und I3. Die Prüfung wird anfänglich beim
voreingestellten Spannungswert für jeden Spannungsausgang starten. Somit wird V1 für eine
voreingestellte Spannungseinstellung von 120 Volt auf 120 Volt bei einem Winkel von 0
eingestellt sein, V2 wird 120 Volt bei 120 nacheilend sein und V3 wird 120 Volt bei 240
nacheilend sein. Dies setzt voraus, dass der voreingestellte Phasenwinkel 0 – 360 Grad
nacheilend ist und nicht +/- 180 Grad. Bei Verwendung der Option +/- 180 Grad Phasenwinkel
wird V2 bei -120 sein und V3 wird bei +120 sein. I1, I2 und I3 werden gleichphasig zu ihren
entsprechenden Spannungen sein. Wenn Sie den MAX. Watt-Wert im Messumformer-
Konfigurationsbildschirm eingeben, kann die Firmware die erforderlichen Prüfströme für den

124
Skalenendwert berechnen. Die zur Berechnung der Watt für 3-Element-Messumformer benötigte
Formel lautet.

V1 * I1 * (COS ) + V2 * I2 * (COS ) + V3 * I3 * (COS ) = Gesamt-Watt

Wobei  die zunehmende Winkeländerung zwischen V1 und I1, V2 und I2, V3 und I3 ist.
Sobald die Watt im Fenster MAX.-Wert eingegeben werden, sollte das Prüfgerät automatisch
einen Prüfstromwert für I1 bei einem Winkel von 0 anzeigen, I2 wird bei 120 (-120) sein und I3
wird bei einem Winkel von 240 (+120) sein. Beachten Sie, dass der Strom im letzten
angezeigten Digit aufgerundet ist.

Sobald die Prüfung gestartet ist, werden die gemessenen Spannungs- und Stromausgänge
angezeigt und die berechneten Watt basieren auf den gemessenen Spannungs- und
Stromausgängen. Dies ist der Wert, der im Messumformer-Prüfungsbildschirm unter
Ausgang angezeigt wird. Ein weiterer Wert von Watt wird mit Hilfe des gemessenen DC-Volt-
oder DC-Milliampere-Ausgangs, wie in Abschnitt Messumformer-Ausgang gezeigt, berechnet.
Die Firmware wird die Genauigkeitswerte zwischen dem Konfigurationsbildschirm und dem
Prüfungsbildschirm vergleichen und im Bereich Messumformer-Ausgang des
Prüfungsbildschirm entweder GUT oder SCHLECHT anzeigen.
Anmerkung: Alle Berechnungen sind beim Prüfen von VAR 3-Element-Messumformern
sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht im Ersetzen der COS-Funktion durch die SIN-
Funktion.
Anmerkung: Alle Berechnungen sind beim Prüfen von VA 3-Element-Messumformern sehr
ähnlich. Der Hauptunterschied besteht darin, dass es keine COS- oder SIN-Funktion gibt.

3.7.5.7 Leistungsfaktor 3 Elemente

Der 3-Element-Leistungsfaktor-Messumformer erfordert zum Prüfen 3 Spannungen und 3


Ströme. Das Prüfgerät wird automatisch die ersten drei verfügbaren Spannungs- und
Stromkanäle, V1, V2, V3, und I1, I2, I3 wählen. Die Prüfung wird anfänglich bei den
voreingestellten Werten für Spannung und Strom starten; zum Beispiel 120 Volt L-N, 5 Ampere
bei ihren jeweiligen Phasentrennungen von 120 Grad (beachten Sie bitte, dass bei dreiphasigen
Leistungsfaktor-Messumformern der Messumformer einen symmetrischen dreiphasigen Ausgang
benötigt). Die berechneten Leistungsfaktoren basieren auf der Phasentrennung zwischen V1 und
I1. Der Leistungsfaktor-Messumformer hat einen Einsatzbereich, der mit dem Verhältnis des
voreilenden und nacheilenden Phasenwinkels zwischen den Spannungs- und Stromeingängen
übereinstimmt. Daher werden sich, sobald Sie Leistungsfaktor-3-Element auswählen, die MIN
und MAX Namensverzeichnisse in Leistungsfaktorwerte LEAD [voreilend] und LAG [nacheilend]
ändern. Sie werden aufgefordert, die Leistungsfaktorwerte für LEAD und LAG in die
bereitgestellten Leerfelder (normalerweise die gleichen Werte, z.B. 0,5) einzugeben. Der
Leistungsfaktor ist der trigonometrische, dezimale Äquivalenzwert des COS vom Winkel
zwischen der V1-Spannung und dem I1-Strom. Wenn der Anwender zum Beispiel die
Leistungsfaktorwerte LEAD und LAG in den Messumformer-Konfigurations-Bildschirm
eingibt, kann die Firmware den erforderlichen Prüfwinkel für die Skalenendwerte berechnen.
Daraus ergibt sich für einen LAG Leistungsfaktorwert von 0,5, dass der Strom der Spannung um
60 nacheilen würde. Die Lead- und Lag-Phasenwinkel erfordern, dass die Vektoranzeige sich
ändert, um Winkel wie  180 anzuzeigen. Wenn die voreingestellte Winkeldarstellung 0 bis 360
LAG ist, dann wird der Winkel zwischen Spannung und Strom als nacheilend (Strom eilt
Spannung nach) betrachtet. In dieser Situation können die typischen Prüfungswinkel zwischen 0
und 90 Grad nacheilend und 359,9 bis 270 Grad nacheilend (90 Grad voreilend) unterschiedlich
sein. Dies kann Irritationen beim Anwender verursachen. Die Anzeige auf  180 zu zwingen,
vereinfacht das Prüfen beträchtlich. Die Prüfung wird beim Einheitsleistungsfaktor oder 0
starten. Da der Standardwinkel 0 (Null Grad) sein wird, ist die Berechnung einfach. Die zur
Berechnung des Leistungsfaktors notwendige Formel ist
COS 0 = 1,000 Leistungsfaktor (V1 0 ,I10)

125
Sobald die Prüfung gestartet ist, werden die gemessenen Spannungs- und Stromausgänge
angezeigt und der berechnete Leistungsfaktor basiert auf dem gemessenen Phasenwinkel
zwischen den Spannungs- und Stromausgängen. Dies ist der Wert, der im Messumformer-
Prüfungsbildschirm unter Ausgang angezeigt wird.
Ein weiterer Wert des Leistungsfaktors wird mit Hilfe des gemessenen DC-Volt- oder DC-
Milliampere-Ausgangs, wie in Abschnitt Messumformer-Ausgang gezeigt, berechnet.
Die Genauigkeit von Leistungsfaktor-Messumformern wird in Einheiten des Leistungsfaktors,
nicht als prozentualer Fehler festgelegt. Daher muss sich das Fenster Genauigkeit für
Leistungsfaktor-Messumformer von % Fehler nach  0,000 PF ändern. Die Firmware würde die
Genauigkeitswerte zwischen dem Konfigurationsbildschirm und dem Prüfungsbildschirm
vergleichen und im Bereich Messumformer-Ausgang des Prüfungsbildschirms entweder GUT
oder SCHLECHT anzeigen.

3.7.6 Einphasige Anwendungen

Wie zuvor beschrieben werden Messumformer als dreiphasige und einphasige Konfigurationen
geliefert. Im Messumformer-Konfigurations-Bildschirm werden Sie aufgefordert auszuwählen,
welcher Messumformertyp geprüft werden soll. Einmal ausgewählt, stellt die interne Firmware auf
der Basis des Messumformertyps bestimmte Annahmen auf und erstellt Berechnungen.
Nachfolgend gibt es detaillierte Beschreibungen der einphasigen AC Volt-, AC Strom-, DC Volt-,
DC Strom- und Frequenz-Messumformer.

3.7.6.1 AC und DC Spannungs-Messumformer

Der einphasige AC- und DC-Spannungs-Messumformer erfordert 1 Spannungsausgangskanal


zum Prüfen. Das Gerät wird automatisch den ersten verfügbaren Spannungskanal, V1,
auswählen. Die Prüfung wird anfänglich bei der Standardwert-Spannung, die im Standard-
Konfigurations-Bildschirm eingestellt ist, starten; zum Beispiel, 120 Volt L-N. Sobald Sie den
MAX. Volt-Wert im Messumformer-Konfigurations-Bildschirm eingeben, kann die Firmware
die erforderliche Prüfspannung für den Skalenendwert einstellen. Beachten Sie bitte: Um den
Verstärker von einigen Messumformern einzuschalten, kann V2 so gewählt sein, dass er die AC-
Spannungsquelle bereitstellt. Denken Sie daran, die geeignete Ausgangsspannung für V2
auszuwählen (sie wird voreingestellt auf den MAX-Wert im Konfigurationsbildschirm). Wenn V2
nicht zur Verfügung steht, wählen Sie eine andere geeignete Quelle.
Sobald die Prüfung gestartet ist, wird der gemessene Spannungsausgang angezeigt. Dies ist der
Wert, der im Messumformer-Prüfungsbildschirm unter Ausgang angezeigt wird. Ein weiterer
Volt-Wert wird mit Hilfe des gemessenen DC-Volt- oder DC-Milliampere-Ausgangs, wie in
Abschnitt Messumformer-Ausgang gezeigt, berechnet.
Die Firmware wird die Genauigkeitswerte zwischen dem Konfigurations-Bildschirm und dem
Prüfbildschirm anzeigen; außerdem entweder GUT oder SCHLECHT im Bereich
Messumformer-Ausgang des Prüfungsbildschirms.
Anmerkung: Alle Berechnungen sind beim Prüfen von DC-Spannungs-Messumformern
sehr ähnlich.

3.7.6.2 AC- und DC-Strom-Messumformer

Der einphasige AC- oder DC-Strom-Messumformer erfordert 1 Strom zum Prüfen. Die Software
wird automatisch den ersten verfügbaren Stromkanal, I1, auswählen. Die Prüfung wird anfänglich
bei dem voreingestellten Strom, der im Standard-Konfigurations-Bildschirm eingestellt ist,
beginnen; z.B. 5 A. Sobald der Anwender den MAX. Skalenend-Stromwert im Messumformer-
Konfigurations-Bildschirm eingibt, wird die Firmware automatisch den Prüfstrom für den
Skalenendwert einstellen. Beachten Sie bitte: Um den Verstärker von einigen Messumformern
einzuschalten, kann V1 so gewählt sein, dass er die AC-Spannungsquelle bereitstellt. Denken
Sie daran, die geeignete Ausgangsspannung für V1 auszuwählen (sie wird auf den System-
Standardwert im Konfigurationsbildschirm eingestellt sein).

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Sobald die Prüfung gestartet ist, wird der gemessene Spannungsausgang im Messumformer-
Prüfungsbildschirm unter Ausgang angezeigt. Ein weiterer Wert des Stroms wird mit Hilfe des
gemessenen DC-Volt- oder DC-Milliampere-Ausgangs, wie in Abschnitt Messumformer-
Ausgang gezeigt, berechnet.
Die Firmware wird die Genauigkeitswerte zwischen dem Konfigurations-Bildschirm und dem
Prüfbildschirm anzeigen; außerdem entweder GUT oder SCHLECHT im Bereich
Messumformer-Ausgang des Prüfungsbildschirms.
Anmerkung: Alle Berechnungen sind beim Prüfen von DC-Strom-Messumformern sehr
ähnlich.

3.7.6.3 Frequenzwandler

Der Frequenzwandler erfordert 1 Spannungsausgangskanal zum Prüfen. Die Software wird


automatisch den ersten verfügbaren Spannungskanal, V1 auswählen. Begonnen wird beim
Standardwert für Spannung und Frequenz, der im Default Setting Screen [Standard-
Einstellbildschirm] eingestellt sind. Zum Beispiel 120 Volt, L-N, 60.000 Hz. Sobald der
Anwender den MAXIMALEN Endskalen-Frequenzwert in den Transducer Setup Screen
[Wandler-Setupbildschirm] eingibt, wird die Firmware die erforderliche Prüffrequenz für den
Endskalenwert berechnen.
Beispiel: Die voreingestellte Frequenz beträgt 60,00 Hz und der Anwender gibt 65 Hz als Max.
Wert ein. Deshalb wird das Prüfgerät bei Eingabe von 65 Hz im Fenster MAX-Wert automatisch
einen Prüffrequenzwert von 58,50 Hz (90 % des Skalenendwerts) beim Standardspannungswert
von 120 Volt zeigen. Um beim Skalenendwert zu prüfen, berühren Sie das 90 % Fenster und
geben 100 % ein. Bei Eingabe von 100 % wechselt die Prüffrequenz auf Skalenendwert oder
65 Hz.
Sobald die Prüfung gestartet ist, werden die gemessenen Spannungs- und Frequenzausgänge
angezeigt. Die Ausgangsfrequenz ist der Wert, der im Transducer Test Screen [Wandler-
Prüfbildschirm] unter dem Output [Ausgang] angezeigt wird. Ein anderer Wert der Frequenz
wird, wie im Abschnitt Transducer Output [Wandlerausgang] gezeigt, mit Hilfe des gemessenen
DC-Volt- oder DC-mA-Ausgangs berechnet. Gehen wir im Folgenden davon aus, dass bei
unserem Beispielwandler der Ausgang für Gleichspannung ist. Für dieses Beispiel nehmen wir
an, dass 10 Volt DC dem Skalenendwertausgang von 65 Hz entspricht. Deshalb wäre die
theoretische Ausgangsfrequenz des Wandlers 65 Hz, wenn die Wandlerausgangsspannung
10 Volt DC beträgt. Für dieses Beispiel sagen wir, dass die gemessene Ausgangsfrequenz 65 Hz
ist und die gemessene Wandlerausgangsspannung ist 10,001 Volt. Die gemessene
Wandlerausgangsfrequenz wäre
Wenn 65,00 Hz = 10 Volt DC
Dann 65/10 = 6,5 Hz/V
Für dieses Bespiel sollten die angezeigten Hz im Abschnitt Transducer Output
[Wandlerausgang] des Transducer Test Screen [Wandlerprüfbildschirms] 65,000 Hz lauten.

Die im Abschnitt Transducer Output [Wandlerausgang] angezeigte Genauigkeit sollte


folgendermaßen sein

(65,0065 – 65,000/ 65,000) * 100 = % Genauigkeit oder

Wenn dies ein 0,02 % Wandler wäre, dann würde die Firmware die Genauigkeitswerte zwischen
dem Einstellbildschirm und dem Prüfbildschirm vergleichen und würde im Abschnitt Transducer
Output [Wandlerausgang]des Prüfbildschirms PASS [Gut] anzeigen.

3.8 Messgeräte-Prüfung

Die Messgeräte-Prüfung stellt eine schnelle und einfache Annäherung zum Prüfen der Messfunktion
bei Schutzrelais zur Verfügung. Um zur Messgeräte-Prüfung zu gelangen, drücken Sie auf das

127
Messgeräte-Symbol auf der Standard-Seite der Liste Prüfung. Nachfolgender
Prüfungsbildschirm erscheint.

Sie wählen einfach die Ausgangskanäle ähnlich zum Bildschirm Manuelle Vektorprüfung aus. Werte
können bei Sekundär (Standard) oder Primär eingegeben werden; klicken Sie hierzu auf die
Schaltflächen Primärverhältnisse und geben Sie die Strom- und Spannungswandler-Verhältnisse ein
(Details siehe Primärverhältnisse im Abschnitt Konfigurationsbildschirm). Geben Sie den
gewünschten zulässigen Fehler in % des Werts im bereitgestellten Fenster ein (selbstverständlich
müssen Sie berücksichtigen, dass dies der Gesamtfehler des Prüfgeräts plus der Fehler des Relais

ist). Schalten Sie die Ausgänge ein, indem Sie auf die Ein-/Aus-Schaltfläche am Master drücken.
Lesen Sie die gemessenen Werte vom Relais im bereitgestellten Fenster ab und geben Sie diese
Werte ein. Die Software wird automatisch den prozentualen Fehler berechnen. Klicken Sie auf die

Schaltfläche Prüfprotokoll , um die Prüfungsergebnisse des Messgerätes zum Prüfprotokoll


hinzuzufügen.

3.9 Differenzialrelais mit STVI prüfen

Mit STVI für Differenzialrelais lassen sich dreiphasige Differenzialrelais schnell und einfach prüfen.
Einphasige Differenzialrelais prüfen Sie über den Bildschirm Manuelle Prüfung; zur Prüfung von
einphasigen oberwellenstabilisierten Transformator-Differenzialrelais kommt die Auswahl Kurvenform im
Bildschirm Erweiterte Manuelle Prüfung zum Einsatz, siehe Abschnitt 3.1.10.1.4.

Um die STVI Differenzialrelais-Prüfung aufzurufen, drücken Sie die Schaltfläche Prüfungsliste

direkt neben der Typenschild-Schaltfläche ; danach drücken Sie in der Liste die Schaltfläche

Differenzialrelais . Drücken Sie die Transformator-Schaltfläche, um den Bildschirm Transformator-


Typenschild zu öffnen.

3.9.1 Transformator-Typenschild

Die obere Hälfte ist das Transformatormodell – hier wählt der Anwender die Primär- und Sekundär-
wicklungskonfigurationen des Transformators, gibt die Primär- und Sekundär-Spannungsbemessungen,
Stromwandlerverhältnisse, die MVA-Bemessung des Transformators und den Ein-Phasen-Anregefaktor
ein, wählt aus, ob es Zwischenwandler gibt (einschließlich der dazugehörigen Werte des

128
Stromwandlerverstärkers) und aktiviert, wo anwendbar, die Io- (Nullsequenz-) Elimination. In der unteren
Hälfte befinden sich die Relaiseinstellungen, Auswahlfenster vom Stabilisierungsausgleich sowie das
Schleifen-Auswahlfenster. Sind diese Einstellungen einmal eingegeben, wird die Software automatisch
die Basisströme in den Primär- und Sekundärwerten für jede Wicklung berechnen und anzeigen.
Beachten Sie, dass während der Prüfungen nur Sekundärströme berücksichtigt werden. Primärströme
werden nur zu Informationszwecken angezeigt. Diese Basis-Sekundärstromwerte werden verwendet, um
Konversionen Amp – Per Unit [Je Einheit, PU] zu berechnen.

Abbildung 119: ANSI Transformator-Typenschildmodell mit Trenn-Stromwandlern bei Auswahl von Io-
Elimination

Nach Eingabe der bekannten Werte für die Transformator- und Stromwandlerkonfigurationen wird die
Software automatisch die dazugehörigen Dreiphasen-Primär- und Sekundärstromwerte für das Prüfen
des zu prüfenden Relais berechnen.

Auswahl Transformator-Modell – Drücken, um das gewünschte Prüfmodell auszuwählen.


Schaltet zwischen den ANSI und IEC-Modellen um.

Geben Sie die Primär- und Sekundärspannungen des Transformators, MVA-Bemessung


sowie die Transformatordaten für Primär- und Sekundärstrom ein, wie sie durch das Relais
festgelegt sind. Dazu gehören Stromwandlerverhältnisse, Stromwandlerpolaritäten usw. Falls
erforderlich, drücken oder klicken Sie auf die vertikalen Pfeile, um die Stromwandler-
Polaritätsrichtungen bei beiden Wicklungen zu ändern.

AuswahlschaltflächeTransformator-Konfiguration - Drücken oder klicken Sie auf die


Auswahltaste Transformator-Konfiguration, um zu den verfügbaren Auswahlmöglichkeiten für
die Primär- und Sekundärwicklungskonfigurationen zu gelangen. Durch Drücken auf die
Schaltfläche erscheint die Auswahlbox für die Primärwicklung.

129
Abbildung 120: Auswahlbox Primärwicklung

Drücken oder klicken Sie auf die entsprechende Schaltfläche, die die Primärwicklung darstellt.
Zur Auswahl stehen Y, Yn (geerdetes Y), D (Dreieck), Dn (geerdetes Dreieck), Z, Zn (geerdetes
Z) oder Kompensierte Stromwandler. Der Buchstabe „n“ bezeichnet einen neutralen / geerdeten
Sternpunkt, in dem eine Konstante von 1,5 auf die einphasigen Prüfungen angewandt werden.
Dies ist für die Elimination von Null-Sequenz-Strömen erforderlich, die beim Prüfen von Fehlern
Einphasig zu Erde eingebracht werden. Die Auswahl Kompensierte Stromwandler befiehlt der
Software, extern angeschlossene Stromwandler zu simulieren, die die gesamte Magnituden- und
Phasenkompensation durchführen; deshalb wird intern durch die Software keine Kompensation,
weder Magnitude noch Phase angewandt. Nach Auswahl der Primärwicklung erscheint die
Auswahlbox für die Sekundärwicklung.

Abbildung 121: Auswahlbox Sekundärwicklung

Drücken oder klicken Sie auf die entsprechende Schaltfläche, die die Sekundärwicklung darstellt.
Zur Auswahl stehen y, yn (geerdetes Y), d (Dreieck), dn (geerdetes Dreieck), z, zn (geerdetes Z)
oder Kompensierte Stromwandler. Die Auswahl Kompensierte Stromwandler befiehlt der
Software, extern angeschlossene Stromwandler zu simulieren, die die gesamte Magnituden- und
Phasenkompensation durchführen; deshalb wird intern durch die Software keine Kompensation,
weder Magnitude noch Phase angewandt. Nach Auswahl der Sekundärwicklung erscheint die
Auswahlbox für die Wicklungs-Kennzahl. Ihre Auswahl der Primär- und Sekundärwicklungen
bestimmt, welcher Kennzahlen-Bildschirm erscheinen wird. Zur Auswahl stehen die Kennzahlen
1, 3, 5, 7, 9 oder 11, wenn eine Kombination von Y, Dreieck oder Z-Auswahlen verwendet wird;
oder für die Auswahl von Y – y / Dreieck – Dreieck-Auswahl können Sie die Kennzahlen 0, 2, 4,
6, 8, 10 oder 12 auswählen.

130
Die Schaltfläche Zwischenwandler sollte ausgewählt werden, wenn
Zwischenwandler an Hoch- und Niederspannungswicklungen des Relais angeschlossen
werden und sie für alle Phase-/Magnituden-Korrektur/Kompensierung sowie für eine
mögliche Null-Sequenz-(Io-) Elimination verantwortlich sind. Bei Auswahl von

Zwischenwandlern wird das Feld Stromwandler-Verstärker, Nr.  angezeigt. Hier soll ein
geeigneter Wert für den Stromwandler-Verstärker eingegeben werden. Die Phasendrehung
der Ausgangsströme, die die Zwischenwandler simulieren, können durch Drücken der
Pfeiltaste verändert werden. Es wird zwischen Drehung im und gegen den Uhrzeigersinn
umgeschaltet.

Bei Auswahl von Zwischenwandlern, sollte die Konfiguration Schaltgruppe für das Netz
ausgewählt sein, die auf diesem Musterbereich von Einstellungen basiert. Zum Beispiel, ein
Numerisches Polarisiertes Differenzial-Relais Reyrolle MIB202 mit folgender Zwischenwandler-
Auswahl; HS (Yd1, 30) und NS (Yyo, 0) erfordert eine Schaltgruppen-Auswahl von Yd1, YNd1.
Schauen Sie in den Anleitungsinformationen des Relaisherstellers nach, um sich für die
geeignete Schaltgruppe zu vergewissern, die für weitere mögliche Trenn-Stromwandler-
Auswahlmöglichkeiten verwendet werden sollen. Wenn die Angaben des Herstellers nicht zur
Verfügung steht, ist die folgende Anleitung ist für die Unterstützung der Anwender bei der
Auswahl des geeigneten Transformator Vektorgruppe.

131
Transformator Vektor Gruppen und Interposing CT-Selection Guide
HV LV
Transformator Vektor Gruppen Aufschrumpfen Aufschrumpfen
CT Auswahl CT Auswahl
YNy0, Yy0, Ydy0, Yndy0, Yyn0, YNyn0, Ydyn0, Yndyn0, Dz0 Ydy0, 0° Ydy0,0°

Yd1,YNd1 Yd1, -30° Yy0,0°

Yd1, YNd1 + Grounding (Earthing) Transformer Yd1, -30° Ydy0,0°

YNy2, Yy2, Ydy2, Yndy2, Yyn2, YNyn2, Ydyn2, Yndyn2, Dz2 Ydy2, -60° Ydy0,0°

Yd3,YNd3 Yd3, -90° Yy0,0°

Yd3, YNd3 + Grounding (Earthing) Transformer Yd3, -90° Ydy0,0°

YNy4, Yy4, Ydy4, Yndy4, Yyn4, YNyn4, Ydyn4, Yndyn4, Dz4 Ydy4, -120° Ydy0,0°

Yd5,YNd5 Yd5, -150° Yy0,0°

Yd5, YNd5 + Grounding (Earthing) Transformer Yd3, -150° Ydy0,0°

YNy6, Yy6, Ydy6, Yndy6, Yyn6, YNyn6, Ydyn6, Yndyn6, Dz6 Ydy6, -180° Ydy0,0°

Yd7,YNd7 Yd7, -150° Yy0,0°

Yd7, YNd7 + Grounding (Earthing) Transformer Yd7, -150° Ydy0,0°

YNy8, Yy8, Ydy8, Yndy8, Yyn8, YNyn8, Ydyn8, Yndyn8, Dz8 Ydy8, 120° Ydy0,0°

Yd9,YNd9 Yd9, 90° Yy0,0°

Yd9, YNd9 + Grounding (Earthing) Transformer Yd9, 90° Ydy0,0°

YNy10, Yy10, Ydy10, Yndy10, Yyn10, YNyn10, Ydyn10, Yndyn10,


Ydy10, 60° Ydy0,0°
Dz10

Yd11,YNd11 Yd11, 30° Yy0,0°

Yd11, YNd11 + Grounding (Earthing) Transformer Yd11, 30° Ydy0,0°

Dy1, Dyn1 Yy0, 0° Yd11, 30°

Dy1, Dyn1 + Grounding (Earthing) Transformer Ydy0, 0° Yd11, 30°

Dy3, Dyn3 Yy0, 0° Yd9, 90°

Dy3, Dyn3 + Grounding (Earthing) Transformer Ydy0, 0° Yd9, 90°

Dy5, Dyn5 Yy0, 0° Yd7, 150°

Dy5, Dyn5 + Grounding (Earthing) Transformer Ydy0, 0° Yd7, 150°

Dy7, Dyn7 Yy0, 0° Yd5, -150°

Dy7, Dyn7 + Grounding (Earthing) Transformer Ydy0, 0° Yd5, -150°

Dy9, Dyn9 Yy0, 0° Yd3, -90°

Dy9, Dyn9 + Grounding (Earthing) Transformer Ydy0, 0° Yd3, -90°

Dy11, Dyn11 Yy0, 0° Yd1, -30°

Dy11, Dyn11 + Grounding (Earthing) Transformer Ydy0, 0° Yd1, -30°

132
Schaltfläche Io (Null-Sequenz)-Elimination – Drücken Sie die Schaltfläche, um
das Leistungsmerkmal Null-Sequenz-Elimination zu aktivieren. Für Relais mit Nullleiter- /
geerdeten Sternpunktanschlüssen wird eine Konstante von 1,5 bei den einphasigen
Prüfungen angewandt. Dies ist für die Elimination von irgendwelchen Nullsequenzströmen
notwendig, die beim Prüfen von Fehlern Einphasig zu Erde eingesetzt werden. Wenn das zu
prüfende Relais dieses Vorgehen nicht annimmt, dann sollte die Io-Elimination deaktiviert
werden.

Anmerkung: Einige Relaishersteller haben unterschiedliche Nullsequenz-Korrekturfaktoren


für einphasige Fehler, bei denen die Standardkonstante von 1,5 nicht angewandt wird (abhängig
von der Transformator-Schaltgruppe, siehe Punkt  oben für gerade und ungerade
Schaltgruppen). Als Beispiel seien die einphasigen Fehler im Siemens-Relais 7UT613 genannt;
hier verwenden die geradzahligen Schaltgruppen 1,5, während die ungeradzahligen
Schaltgruppen 1,73 verwenden. Schauen Sie in den Anleitungsinformationen des
Relaisherstellers nach, um sich zu vergewissern, welche Anregefaktoren verwendet werden
sollen. Wenn Sie einen anderen Korrekturfaktor als 1,5 verwenden, müssen Sie die Io-Elimination
deaktivieren und den entsprechenden Faktor im bereitgestellten Fenster manuell eingeben.

Anregefaktor bei einphasiger Prüfung – Sind die Schaltgruppen einmal ausgewählt, sind die
für den Ablauf der einphasigen Anregeprüfungen erforderlichen einphasigen Anregefaktoren
vorbestimmt. Wenn diese Einstellungen nicht mit den Kompensationsfaktoren des Relais
übereinstimmen, dann sollten die Werte von den bereitgestellten Eingangsfeldern angepasst
werden.

Anmerkung: Einige Relaishersteller übernehmen ihre eigenen Anregefaktoren. Schauen


Sie in den Anleitungsinformationen des Relaisherstellers nach, um sich zu vergewissern, welche
Anregefaktoren verwendet werden sollen.

Relais- und Prüfeinstellungen – Die hier eingegebenen Werte werden bei der Durchführung
der Prüfungen und der Auswertung der Ergebnisse verwendet. Schauen Sie in den
Anleitungsinformationen des Relaisherstellers nach, um sich bzgl. der Einstellungen und
Toleranzen zu vergewissern.

Anregung und Anrege-Toleranz: Geben Sie den geeigneten Wert je Einheit für den
Anregewert und die dazugehörige Toleranz ein.

Auslösezeit und Auslösezeit-Toleranz: Geben Sie geeignete Auslösezeit des Relais


und die dazugehörige Toleranz ein.

Vor-Fehler Wert: Wird in Prozent des Volllaststroms, abgelesen am Relais, eingestellt.


Prüfungen von Anregung und Kurvensteigung werden unter Verwendung des Impuls-
Rampens durchgeführt. Dieser Strom wird vor jeder Impulsrampensteigerung für die
Dauer der Vor-Fehler-Zeit auf das Relais angewandt,

Vor-Fehler-Zeit: Wird in Millisekunden eingestellt und ist die Zeitdauer, für welche die
Vor-Fehler-Ströme angewandt werden, bevor die Prüfwerte Anwendung finden.

Aus-Verzögerung: Ist ein Zeitwert, der in Millisekunden eingestellt wird. Sobald das
Relais schaltet wird die Software den Fehlerstrom für die eingegebene Aus-

133
Verzögerungszeit verlängern. Damit werden die Zeitverzögerungen simuliert, die mit dem
Trennen des Schalters verknüpft sind, bevor die Ausgänge nach Null gehen. Dies wird
für Relais verwendet, die nach Schalterfehlern abtasten, indem Sie das Vorhandensein
von Fehlerstrom nach dem Eintreten einer Auslösung erkennen. Geben Sie die
Ausschaltzeit des Schalters ein, der zu dem geschützten Transformator gehört. Wenn die
Schaltzeit unbekannt ist, verwenden Sie die Standardzeit 50 Millisekunden.

Durchgangsfehler: Wird in Prozent des Volllaststromes eingestellt, wie beim Relais


sowohl auf den Primär- als auch den Sekundärseiten des Transformators gesehen.

Anteil 2. Oberschwingung: Geben Sie die Prozentzahl der Stabilisierung der zweiten
Oberschwingung ein, die im Relais eingestellt ist.

Fehlerdauer: Wird in Millisekunden eingestellt. Dies ist die Zeit, in der der schrittweise
zunehmende „Fehler”strom am Relais während der Prüfungen von Anregung,
Kurvensteigung und der Oberschwingungsstabilisierung angewandt wird. Stellen Sie die
Zeitdauer ausreichend lang zum Schalten des Relais oder zum Verlassen beim
Standardwert ein.

Oberschwingungstoleranz: Als Prozentwert eingestellt; sie wird verwendet, um die


Anregung des 2. Oberschwingungsstabilisierungselements zu beurteilen.

Anteil N. Oberschwingung: Für Relais mit mehr als einer Oberschwingungsstabili-


sierung geben Sie die Oberschwingungs-Reihenfolge ein, indem Sie auf die Schaltfläche
Oberschwingungsauswahl drücken oder diese anklicken; danach drücken oder klicken
Sie in das %-Fenster, um den Prozentwert der Oberschwingung einzugeben.

Auswahl-Schaltfläche Kurvensteigungscharakteristik: Durch Drücken dieser Schaltfläche wird


folgendes Auswahlfenster bereitgestellt.

Abbildung 122: Auswahlmenü Kurvensteigungscharakteristiken

Die Kurvensteigungscharakteristiken ändern sich je nach Bauart des Herstellers. Vier Optionen
werden bereitgestellt, die die verschiedenen Arten abdecken. Darüberhinaus werden
Kurvensteigungscharakteristiken auch durch folgende Einstellungen bestimmt.

Anregewert. Dieser stellt die untere flache Kurvenlinie dar und ist der Mindest-Differenzialstrom,
der zum Auslösen des Relais erforderlich ist.
Nicht stabilisierter Anregewert

134
Kurvensteigung 1 und 2 Startpunkte und Gradienten (Startpunkte und Gradienten 3 und 4
erscheinen, sobald Leitungsabschnitte ausgewählt werden)
Einstellung der Kurvensteigung
Einstellung I Stabilisierungsausgleich (IBias)

Line Segments [Linienabschnitte]: Die Option Linienabschnitte ermöglicht die Nachbildung


nahezu jeder Art von Kurvensteigungscharakteristik mit bis zu 4 Abschnitten. Wenn die
Segmente ausgewählt ist, wird das Fenster bis zu 4 hang Optionen bietet. Werte variieren wie
Knie Punkte und % Steigung. Relais Einstellungen für tatsächliche Werte prüfen.

Knee-punkt und Slope Werte für jedes Segment ein.

Kurvensteigung durch Nullpunkt: Die Linie startet beim Nullpunkt und steigt entsprechend dem
im Fenster „Steigung Linienabschnitt“ in Prozent eingestellten Gradienten. Der Linienabschnitt 1
der Steigungskurve wird begrenzt, wo die Linie der Steigungskurve 1 sich mit der Minimum-
Anregung (durch die untere flache Linie der Grafik dargestellt) kreuzt und endet beim
Linienabschnitt 2 IBias (PU) der Steigungskurve, welcher im Fenster „Steigung Linienabschnitt“
eingestellt wird.

Kurvensteigung von der X-Achse: Die Linie startet auf der X-Achse beim Wert I-Stabilisierung
(PU), der im Fenster Linienabschnitt eingegeben wird und steigt entsprechend dem in %
eingestellten Gradienten. Der Linienabschnitt 1 der Steigungskurve wird begrenzt, wo die Linie 1

135
der Steigungskurve sich mit der Minimum-Anregung (durch die untere flache Linie der Grafik
dargestellt) kreuzt und endet beim Linienabschnitt 2 IBias (PU) der Steigungskurve, welcher im
Fenster “Steigung Linienabschnitt“ eingestellt wird.

Kurvensteigung vom Basispunkt: Der Linienabschnitt 1 der Steigungskurve beginnt dort, wo


der I-Stabilisierungswert (PU) der X-Achse, der im Fenster Linienabschnitt eingegeben wurde,
sich mit der Minimum-Anregung (durch die untere flache Linie der Grafik dargestellt) kreuzt und
steigt entsprechend dem in Prozent eingestellten Gradienten. Der Linienabschnitt 1 der
Steigungskurve endet beim Linienabschnitt 2 IBias (PU) der Steigungskurve, welcher im Fenster
“Steigung Linienabschnitt“ eingestellt wird.

IBias: Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche und es werden sieben verschiedene
Stabilisierungsgleichungen dargestellt, aus denen ausgewählt werden kann. Verschiedene
Relaishersteller verwenden unterschiedliche Methoden zur Stabilisierung der Funktion des
Differenzialelements. Schauen Sie in den Anleitungsinformationen des Relaisherstellers
nach, um sich zu vergewissern, welche Gleichung verwendet werden soll. Im Folgenden sind
einige Beispielrelais und ihre dazugehörigen Gleichungen aufgeführt.

Gleichung Hersteller

(|Ip| + |Is|) SEL 487, SEL 787, Siemens 7UT5X Reihe und Siemens 7UT6X Reihe

136
(|Ip| + |Is|)/2 SEL 387, SEL 587

>|Ip| oder |Is| ABB RET670, GE Multilin SR 745

Nicht stabilisierte Anregung: Geben Sie den geeigneten Wert für die nicht stabilisierte
Anregung in A ein.
Definitionstabelle Linienabschnitt Kurvensteigungscharakteristik: In Abhängigkeit davon,

welche Kurvensteigungscharakteristik gewählt wurde, siehe  oben, ändert sich die Anzahl
der Steigungslinien von 2 bis 4; die IBias-Anregewerte ändern sich in Abhängigkeit davon, ob
die Steigungslinie durch den Nullpunkt geht oder nicht. Siehe die Linienbeschreibung oben
hinsichtlich Beispiele.

⑬Harmonic Ramp Mode: kann der Benutzer wählen, und nehmen Sie die Ausfahrt der Prozent
der Harmonic Content in die grundlegende bis zum Relais geht in Führung (Auf- /Abfahrt Nr.
Betrieb) oder nach unten zum Verringern der Prozent der harmonischen bis das Relais fällt
ab der Beherrschung (Rampe).

⑭Nennstrom in Verwendung: Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche, um zwischen
Stromwandler und Geschütztem Objekt umzuschalten; so wählen Sie entweder die
berechneten Stufenwerte oder den Nenn-Sekundärstrom des Stromwandlers (Verwendung
als symmetrische Vektormagnituden während der Stabilitätsprüfung). Bei Auswahl
Geschütztes Objekt werden die Größen W1/W2 aus den MVA, KV und
Stromwandlereinstellungen berechnet. Bei Auswahl Stromwandler werden die Größen
W1/W2 auf den Nenn-Sekundärstrom des Stromwandlers, d.h. 1 oder 5 A eingestellt.

⑮Einstellungen Importieren: Künftige Leistungsmerkmal-Version. Klicken Sie hier, um zu den


Einstellungen des Differenzschutzrelais zu gelangen und um in die Differenzschutzrelais-
Prüfungsvorlage im XML-Dateiformat zu importieren. Dieses Leistungsmerkmal ist dem Import
der Relaiseinstellungen beim Impedanzrelais ähnlich. Es wurde entwicklt, um die
Geschwindigkeit beim Prüfen von Differenzschutzrelais zu erhöhen und Fehler zu verringern.

3.9.2 Transformator-Differenzial-Prüfungen

Nachdem alle Transformator- und Relaiseinstellungen eingegeben worden sind, drücken oder klicken Sie
auf das grüne Häkchen. Der Anwender wird zum ersten Prüfbildschirm, der Stabilisierungsprüfung,
geführt. Um zur Liste aller verfügbaren Prüfungen zu gelangen, drücken oder klicken Sie auf die

Schaltfläche Prüfungsliste .

137
Abbildung 123: Prüfungsliste

Der Anwender kann sich für die Durchführung einer einzelnen Prüfung entscheiden, indem er die
Schaltfläche der gewünschten Prüfung drückt. Nach der Auswahl der Prüfung drücken oder klicken Sie
zur Durchführung der ausgewählten Prüfung auf die blaue Play-Taste . Drücken oder klicken Sie auf
die Schaltfläche Play All (Alle ablaufen lassen) und eine Liste wird bereitgestellt: Run All (Selected)
Tests [Alle (ausgewählten) Prüfungen ablaufen lassen], Run All Remaining (Selected) Tests [Alle
verbleibenden (ausgewählten) Prüfungen ablaufen lassen], Run All Differenzial Tests [Alle Differenzial-
Prüfungen ablaufen lassen] oder Run All Remaining Differenzial Tests [Alle verbleibenden Differenzial-
Prüfungen ablaufen lassen].

Nachfolgend wird jede Prüfung beschrieben.

3.9.2.1 Stabilisierungs-Prüfung

Die Stabilitäts-Prüfung überprüft, ob das geprüfte Relais gegenüber externen 3-phasigen Fehlern stabil
ist. Einstellungen, die die Stabilitätsprüfung beeinflussen, sind:

 Leistungstransformator, Stromwandler, Schaltgruppenkombinations-Einstellungen: diese


Einstellungen bestimmen die korrekte Größe und die Phasenwinkel, die auf alle Phasen für beide
Wicklungen des Relais eingeprägt werden sollen.
 Durchgangs-Fehlerwert – damit wird der Durchgangsfehler-Prozentsatz der symmetrischen
Ströme, die am Relais angewandt werden, eingestellt. Bei dessen Einstellung auf 100 % wird 1x
der Nennstrom von Wicklung 1 und Wicklung 2 eingeprägt. Bei dessen Einstellung auf 200 %
werden jene Werte 2x eingeprägt.
 Nennstrom in Verwendung – Die Software wird entweder die berechneten Stufenwerte oder den
Nenn-Sekundärstrom des Stromwandlers als symmetrische Vektorgrößen während der
Stabilitätsprüfung anwenden. Bei Auswahl Geschütztes Objekt werden die Größen W1/W2 aus
den MVA, KV und Stromwandlereinstellungen berechnet. Bei Auswahl Stromwandler werden die
Größen W1/W2 auf den Nenn-Sekundärstrom des Stromwandlers, d.h. 1 oder 5 eingestellt.

1. Schließen Sie den passenden Ausgangsanschluss bzw. die passenden Ausgangsanschlüsse für
den/die zur Verwendung ausgewählten Kanal/Kanäle an.

138
2. Schließen Sie den gewünschten Binäreingang an, um die Relaisauslösekontakte zu erfassen.
Drücken Sie den gewählten Binäreingang. Wenn der Binäreingang bereits auf Use as Trip
(enabled) [Als Auslösung verwenden (aktiviert)] eingestellt ist, wählen Sie für das dazugehörige
Erfassen Normalerweise Offen, Normalerweise Geschlossen, Spannung Angelegt oder
Spannung Entfernt.]

3. Drücken oder klicken Sie auf die Blaue Schaltfläche Play , um die Stabilitätsprüfung ablaufen
zu lassen. Dadurch werden die symmetrischen 3-Phasenströme eingespeist, die sich nach den
Transformator- und Schaltgruppen-Einstellungen richten. Bei einem stabilen Zustand ist zu
erwarten, dass das Relais nicht auslöst. Geben Sie die gemessenen Werte vom Relais ein und
beobachten Sie, ob sie mit den eingespeisten Werten übereinstimmen. Drücken oder klicken Sie
auf die Schaltfläche Finish / Abort [Beenden /Abbrechen] (wenn die eingespeisten Werte nicht
übereinstimmen, drücken oder klicken Sie auf die Schaltflächen Simulate Contact [Kontakt
simulieren] oder Force Failure [Abbruch erzwingen]). Beachten Sie, dass das Relais nicht
auslösen kann, wenn die Differenzialfunktion abgeschaltet wurde oder die eingespeisten Werte
nicht ausreichen, um den Mindest-Differenzialstrom zu produzieren (dies wird auch als
fehlgeschlagene Prüfung betrachtet, selbst wenn das Relais nicht auslöst).

Wenn das Relais sofort auslöst, überprüfen Sie die Typenschildeinstellung, überprüfen Sie, dass die
Typenschildeinstellungen mit den Relaiseinstellungen übereinstimmen, überprüfen Sie, ob die
Anschlüsse korrekt sind usw. Um die Prüfergebnisse anzuschauen, drücken Sie die Schaltfläche Add

to Reports [Zu den Protokollen hinzufügen] .

3.9.2.2 Zeitmess-Prüfung

Die Zeitmessprüfung überprüft, ob das zu prüfende Relais für interne Dreiphasen-Fehler oder interne
Phase-zu-Erde-Fehler mit der erwarteten Auslösezeit funktioniert. Einstellungen, die die Zeitmess-
Prüfung beeinflussen, sind:

 Leistungstransformator, Stromwandler, Schaltgruppenkombinations-Einstellungen: diese


Einstellungen bestimmen die korrekte Größe und die Phasenwinkel, die auf alle Phasen für beide
Wicklungen des Relais eingeprägt werden sollen.
 Auslösezeit – Dies ist die erwartete Auslösezeit, in der das Relais auszulösen hat. Dieser Wert
sollte vom Relais bestätigt sein. Wenn das Relais nicht auslöst, wird die Software den
Fehlervektor für das Zweifache der erwarteten Auslösezeit einprägen und dann die Prüfung
automatisch stoppen.
 Vor-Fehler-Wert / Vor-Fehler-Dauer – diese Werte konfigurieren den Standardvektor, der
eingeprägt wird, bevor Fehlervektoren angewandt werden.

1. Schließen Sie den passenden Ausgangsanschluss bzw. die passenden Ausgangsanschlüsse für
den/die ausgewählten Kanal/Kanäle, die verwendet werden sollen, an.
2. Schließen Sie den gewünschten Binäreingangsanschluss an, um die Relais-Auslösekontakte
abzutasten. Drücken Sie den gewählten Binäreingang. Wenn der Binäreingang bereits auf Use

139
as Trip (enabled) [Als Auslösung verwenden (aktiviert)] eingestellt ist, wählen Sie für das
dazugehörige Erfassen Normalerweise Offen, Normalerweise Geschlossen, Spannung Angelegt
oder Spannung Entfernt.

3. Drücken oder klicken Sie auf die Blaue Schaltfläche Play , um die Zeitmess-Prüfung ablaufen
zu lassen. Bei den einphasigen Prüfungen, wird der Fehlervektor auf die zu prüfende Phase
angewandt, während symmetrische (Standard-) Stromvektoren über die anderen Phasen
angewandt werden. Bei den dreiphasigen Prüfungen wird das Prüfgerät die Fehlervektoren über
alle 6 Phasen einprägen.
4. Um die Prüfergebnisse anzuschauen, drücken Sie die Schaltfläche Add to Reports [Zu den

Protokollen hinzufügen] .

3.9.2.3 Anrege-Prüfung

Die Anrege-Prüfung überprüft den Mindest-Schaltstrom des Diff-Relais. Die Prüfung wird mit Hilfe einer
Impulsrampe durchgeführt, die den geeigneten Standardwert vor den Rampen anwendet. Die
Impulsrampe wird zwischen jeder Steigerung zur Standardbedingung zurückkehren. Unter Anwendung
der Relaiseinstellungen beginnt die Impulsrampe bei 85 % des erwarteten Anregewerts und wendet die
Vor-Fehler und Fehlervektoren entsprechend an, bis das Relais auslöst. Wenn dieses Auslösesignal
innerhalb der Toleranzbereiche des Relais entdeckt wird, wird eine „GUT“-Meldung angezeigt. Wenn bei
der ersten Einprägung ein Auslösesignal entdeckt wird, wird die Rampe zu 50 % des erwarteten
Anregewerts zurückkehren und von hier aus fortfahren. Falls ein Auslösesignal bei 50 % entdeckt wird,
wird eine Fehlermeldung angezeigt.

Notwendige Überlegungen vor dem Ablaufenlassen der Anrege-Prüfung


 Während der Einphasen-Prüfung würde die gewählte Schaltgruppe die einphasigen
Anregefaktoren festgelegt haben, die für die Prüfung verwendet werden sollen. Es ist zwingend
erforderlich, dass diese Werte mit den Werten, die im Relaisherstellerhandbuch angegeben sind,
übereinstimmen (Relaishersteller können manchesmal von den Differenzial-Standard-Einphasen-
Anregefaktoren abweichen).
 Wenn die gewählte Schaltgruppe entweder auf einer der beiden oder auf beiden Wicklungen
einen Sternpunkt hat, ist es während der Einphasen-Prüfung wichtig auszuwählen, ob das Relais
Nullsequenzströme, die durch Phase-zu-Erde-Fehler eingeprägt werden, kompensiert. Ist
Nullsequenz (Io-Elimination) aktiviert ist, wird ein Faktor 1,5 eingeführt, um jeden
Nullsequenzstrom zu eliminieren. Wenn das Relais keine Nullsequenz-Elimination durchführt,
wird dieser Faktor nicht benötigt und sollte deaktiviert werden.
 Während der Dreiphasen-Prüfung, würde die gewählte Schaltgruppe die
Phasenkompensationswerte über alle 6 Phasen festgelegt haben. Es ist zwingend erforderlich,
dass die gewählte Schaltgruppe mit der Schaltgruppe bei den Relaiseinstellungen übereinstimmt.

Einstellungen, die die Anrege-Prüfung beeinflussen


 Leistungstransformator, Stromwandler, Schaltgruppenkombinations-Einstellungen bestimmten
den Stufenstrom, der verwendet wird, um den Wert je Einheit in tatsächliche Ampere, die in das
Relais eingeprägt werden, umzuwandeln. Die Schaltgruppeneinstellungen werden die
Einphasen-Anregefaktoren bestimmen, welche den zur Kompensation der Vektorgrößen
eingeprägten Amperewert anpassen; die Vektorgrößen basieren dabei auf einem Stern-, Dreieck-
oder Zickzackförmig angeschlossenen Transformator.
 Anregung – Dies ist der Mindestanregewert je Einheit, der für das Schalten des Relais
erforderlich ist. Die Suchroutine wird bei 85 % der Minimum-Anregung beginnen und

140
impulsrampen bis der Schaltpunkt gefunden ist. Wenn dieser Wert im Einstellungsbildschirm
nicht korrekt eingegeben ist, wird die Suchroutine nicht korrekt durchgeführt.
 Vor-Fehler-Wert / Zeit – diese Werte konfigurieren den Vor-Fehler-Vektor, der vor allen
Fehlervektoren eingeprägt wird.
 Fehlerdauer – diese Einstellung legt die Zahl der Millisekunden fest, für die der Fehlervektor
angewandt wird. Vergewissern Sie sich, dass dieser Wert geringfügig größer als die Schaltzeit
des Relais ist; so stellen Sie sicher, dass das Prüfgerät die Anregung der Auslösekontakte
erkennt.

1. Schließen Sie den passenden Ausgangsanschluss bzw. die passenden Ausgangsanschlüsse


für den/die ausgewählten Kanal/Kanäle, die verwendet werden sollen, an.
2. Schließen Sie den gewünschten Binäreingangsanschluss an, um die Relais-Auslösekontakte
abzutasten. Drücken Sie den gewählten Binäreingang. Wenn der Binäreingang bereits auf
Use as Trip (enabled) [Als Auslösung verwenden (aktiviert)] eingestellt ist, wählen Sie für
das dazugehörige Erfassen Normalerweise Offen, Normalerweise Geschlossen, Spannung
Angelegt oder Spannung Entfernt.
3. Drücken oder klicken Sie auf die Blaue Schaltfläche Play , um die Anrege-Prüfung
ablaufen zu lassen. Dem Anwender wird eine Menüliste gezeigt, bei der er auswählen kann,
welche Wicklung geprüft werden soll. Bei der Einphasen-Prüfung wird der Fehlervektor auf
die zu prüfende Phase angewandt, während symmetrische (Standard-) Stromvektoren über
die anderen Phasen angewandt werden. Bei den Dreiphasen-Prüfungen wird das Prüfgerät
die Fehlervektoren über alle 6 Phasen einprägen.
4. Um die Prüfergebnisse anzuschauen, drücken Sie die Schaltfläche Add to Reports [Zu den

Protokollen hinzufügen] .

3.9.2.4 Prüfung der Kurvensteigung

Die Prüfung der Kurvensteigung überprüft die Stabilisierungs-Differenzialcharakteristik des Relais. Für
jeden Wert des Stabilisierungswertes findet eine Suchlinien-Routine den Wert des Anregepunkts, der
zum Schalten des Relais notwendig ist. Diese Werte werden in der Charakteristikkurve geplottet.

Einstellungen, die die Prüfung der Kurvensteigung beeinflussen


 Leistungstransformator, Stromwandler, Schaltgruppenkombinations-Einstellungen: diese
Einstellungen bestimmen den Stufenstrom, der verwendet wird, um den PU-Wert in die
tatsächlichen Ampere zu konvertieren, die in das Relais eingeprägt werden. Die Schaltgruppen-
Einstellungen werden die Phasenkompensation bestimmen, die während der Dreiphasen-
Fehlerprüfung angewandt wird. Die Phasenwinkel werden automatisch während der Suchroutine,
die auf der gewählten Kennzahl-Gruppe basiert, angepasst.
 IBias – die Stromgrößen, die auf das Relais eingeprägt werden, werden auf der Grundlage der
Bias-Formel, die das Relais verwendet, berechnet. Die Primär- (I1) und Sekundär- (I2) Ströme
werden aus Id und Ir gleichzeitig berechnet. Folglich ist es zwingend erforderlich, dass die IBias-
Gleichungsauswahl mit der vom zu prüfenden Relais festgelegten Gleichung übereinstimmt.
 Neigungseinstellung – Dies bestimmt die Art, wie die Charakteristik gezeichnet wird. Es ist
wichtig, die geeigneten Neigungseinstellungen zu wählen, um die geeignete theoretische
Charakteristik für das Relais zu zeichnen.
 Vor-Fehler-Wert / Zeit – diese Werte konfigurieren den Vor-Fehler-Vektor, der vor jedem
Fehlervektor eingeprägt wird.
 Fehlerdauer – diese Einstellung legt die Anzahl der Zyklen fest, für die der Fehlervektor
angewandt wird.

141
Suchlinien erstellen

Nach Auswahl der Kurvensteigungs-Prüfung gelangt der Anwender zum Bildschirm Kurvensteigungs-
Prüfung; dieser beinhaltet die grafische Anzeige der Kurvensteigungscharakteristik des Relais. Klicken
Sie in das Charakteristikfenster, um eine Suchlinie zu erstellen, die mit der Kurvensteigungscharakteristik
zusammenhängt. Nachfolgend ein Beispiel mit vier gezeichneten Prüflinien.

Beachten Sie die blaue Grenzlinie in der obigen Figur. Der Bildschirm dieser Kurvensteigungs-
Prüfung basiert auf der Verwendung eines SMRT410 mit 6 Stromkanälen, von denen jeder bis zu 60 A
liefern kann. Deshalb gibt es keine Grenze hinsichtlich der Schalt- und Stabilisierungsströme. Bei
Verwendung eines SMRT36, bei dem die Spannungskanäle zu Stromkanälen umgewandelt sind, wird
eine weitere blaue Linie von der rechten Seite der Grafik aus erscheinen; sie kann je nach den
Relaiseinstellungen den oberen Teil der Kurvensteigungscharakteristik kreuzen. Die zweite blaue Linie
zeigt die Grenzen hinsichtlich des maximalen Ausgangsstroms von den konvertierten Kanälen an;
außerdem zeigt sie den Bereich der Kurvensteigungscharakteristik an, der geprüft werden kann.
Wenn Sie aus Versehen eine Prüflinie eingeben, drücken Sie zum Löschen dieser Linie die Schaltfläche
Run Edit [Ablauf bearbeiten] , die zur gewählten Prüfnummer gehört. Es erscheint eine Liste von
Aktionen, die Sie ausführen kann. Eine dieser Aktionen ist Löschen. Drücken Sie die Schaltfläche Delete
[Löschen]; daraufhin wird die Software bitten, zu bestätigen, dass Sie die Prüfung(en) löschen möchten.

1. Lassen Sie alle Prüfungen ablaufen, indem Sie die blaue Schaltfläche Play entweder
drücken oder anklicken. Um einzelne Prüfungen ablaufen zu lassen, drücken oder klicken Sie
auf die Schaltfläche Run Edit [Ablauf Bearbeiten] für einzelne Prüfungen. Beim Starten
der Prüfung wird eine rote Prüflinie mit Pfeil beginnen, die Suchlinie hochzurampen. Wenn
der Pfeil einmal die zulässige Toleranzlinie erreicht, wird der Pfeil seine Farbe nach grün
wechseln. Sobald das Relais schaltet, wenn der Prüfpunkt innerhalb der zulässigen min/max-
Toleranzlinien ist, wird ein grüner Punkt erscheinen; der prozentuale Fehler wird zusammen
mit der GUT-Erklärung in der Prüftabelle angezeigt und die Prüfung wird zur nächsten
Prüflinie weiterziehen. Wenn der Prüfpunkt außerhalb der zulässigen Toleranz ist, wird ein
rotes X erscheinen; der prozentuale Fehler wird mit der SCHLECHT-Erklärung in der
Prüftabelle angezeigt.
2. Um die Prüfergebnisse anzuschauen, drücken Sie die Schaltfläche Add to Reports [Zu den

Protokollen hinzufügen] .

142
3.9.2.4.1 Charakteristik Schuss-Prüfung

Die Charakteristik Schuss-Prüfung ähnelt der Schleifenprüfung. Anstatt Prüflinien zu zeichnen, klickt der
Anwender jedoch einfach ober- oder unterhalb der Charakteristiklinie.

Prüfungspunkte erstellen

Durch Auswahl der Charakteristik Schuss-Prüfung gelangt der Anwender zum Bildschirm
Schleifenprüfung; dieser enthält die grafische Darstellung der Relais-Schleifen-Charakteristik. Um
Prüfungspunkte zu erstellen, klicken Sie im Charakteristik-Fenster ober- und unterhalb der
Schleifencharakteristik. Nachfolgend wird ein Beispiel mit sechs Prüfungspunkten gezeigt, drei oberhalb
und drei unterhalb der Schleifenlinie.

Abbildung 124: Bildschirm Schleifen-Charakteristik Schuss-Prüfung

Führen Sie die Prüfung wie die oben beschriebene Schleifenprüfung durch.

3.9.2.5 Prüfung Oberschwingungsbereich

Die Prüfung Oberschwingungsbereich überprüft die ordnungsgemäße Funktionsweise des


Oberschwingungsverstärkungselements des Relais. Die Prüfung basiert auf dem Anteil der 2.
Oberschwingung (und/oder dem Anteil der N. Oberschwingung) sowie der in den Einstellungen
eingegebenen Oberschwingungstoleranz. Im Prüfbildschirm kann der Anwender die einzelnen Phasen
genauso auswählen wie Dreiphasen-Prüfung, entweder auf der Primär- oder der Sekundärseite des
Transformators.

Die Prüfung Oberschwingungsbereich wird durchgeführt, indem ein Grundschwingungsstrom angewandt


wird, der der Anrege-Einstellung entspricht; dadurch wird das Relais zum Schalten und Schließen der
Auslösekontakte veranlasst. Der Oberschwingungsanteil wird langsam hochgerampt, wobei die
Prozentzahl der Oberschwingung steigt, bis die Stabilisierung des Relais in Kraft tritt. An diesem Punkt
wird die Prozentzahl der Oberschwingung aufgezeichnet.

Einstellungen, die die Prüfung Oberschwingungsbereich beeinflussen


 Leistungstransformator, Stromwandler, Schaltgruppenkombinations-Einstellungen bestimmen
den Stufenstrom, der verwendet wird, um den Wert Per Unit [Je Einheit] in die tatsächlichen
Ampere zu konvertieren, die in das Relais eingeprägt werden. Dies wird der
Grundschwingungsstrom sein, der beim Start der Prüfung angewandt wird.

143
 Vor-Fehler-Wert / Zeit – diese Werte konfigurieren den Vor-Fehler-Vektor, der vor jedem
Fehlervektor eingeprägt wird.
 Fehlerdauer – diese Einstellung legt die Anzahl der Millisekunden fest, für die der Fehlervektor
angewandt wird. Vergewissern Sie sich, dass dieser Wert geringfügig größer ist als die Schaltzeit
des Relais; damit stellen Sie sicher, dass das Prüfgerät die Anregung der Auslösekontakte
erkennen wird.
 Oberschwingungsanteil – Die Suchroutine wird bei 85 % des erwarteten Stabilisierungswerts
beginnen und den Oberschwingungsanteilen hochrampen, bis sie den Stabilisierungspunkt findet.
Wenn dieser Wert im Einstellungsbildschirm nicht ordnungsgemäß eingegeben wurde, wird die
Suchroutine nicht korrekt durchgeführt.
 Oberschwingungs-Toleranz – Dieser Wert wird verwendet, um GUT/SCHLECHT zu bestimmen.

1. Schließen Sie den geeigneten Ausgangsanschluss bzw. die geeigneten Ausgangsanschlüsse für
den/die ausgewählten Kanal/Kanäle, die verwendet werden sollen, an.
2. Schließen Sie den gewünschten Binäreingangsanschluss an, um die Relais-Auslösekontakte
abzustasten. Drücken Sie den gewählten Binäreingang. Wenn der Binäreingang bereits auf Use
as Trip (enabled) [Als Auslösung verwenden (aktiviert)] eingestellt ist, wählen Sie für das
dazugehörige Erfassen Normalerweise Offen, Normalerweise Geschlossen, Spannung Angelegt
oder Spannung Entfernt.

Anwendungshinweis: Die Vor-Fehler-Werte werden angewandt, bevor die Prüfung


Oberschwingungsbereich durchgeführt wird. Vergewissern Sie sich, dass alle drei Phasenausgänge an
das zu prüfende Relais angeschlossen sind. Wenn die Rampe startet, wird der PU-Stufenstrom
angewandt, so dass das Relais die Auslösekontakte schließt. Deshalb stellen Sie den Binäreingang zum
Erfassen von Öffnern (Auslösung auf Offen (Stabilisierung) ein. Bei Verwendung von
spannungsführenden Kontakten stellen Sie den Binäreingang auf Erfassen von Spannung Entfernt ein.

3. Drücken oder klicken Sie auf die Blaue Schaltfläche Play , um die Prüfung
Oberschwingungsbereich ablaufen zu lassen. Es wird eine Menüliste mit Auswahlmöglichkeiten
angezeigt, welche Wicklung geprüft werden soll. Für Einphasen-Prüfungen wird der Prüfstrom auf
die zu prüfende Phase angewandt, während Nullstrom über die anderen beiden Phasen
angewandt wird. Bei Dreiphasen-Prüfungen wird das Prüfgerät die Fehlervektoren über alle 3
Phasen auf der gewünschten Wicklung (Primär oder Sekundär) einprägen.
4. Um die Prüfergebnisse anzuschauen, drücken Sie die Schaltfläche Add to Reports [Zu den

Protokollen hinzufügen] .

3.9.2.6 Schussprüfung für Oberschwingungen

Die Schussprüfung für Oberschwingungen ist eine GO / NO GO -Prüfung, um die ordnungsgemäße


Funktionsweise des Oberschwingungsstabilisierungselements des Relais schnell zu überprüfen. Die
Prüfung basiert auf dem Anteil der 2. Oberschwingung (und/oder Anteil der N. Oberschwingung) sowie
der in den Einstellungen eingegebenen Oberschwingungstoleranz. Im Prüfbildschirm kann der Anwender
sowohl einzelne Phasen für die Prüfung als auch die Dreiphasen-Prüfung, entweder auf der Primär- oder
der Sekundärseite des Transformators auswählen.

Die Schussprüfung für Oberschwingungen wird durchgeführt, indem ein Anregewert 5 % über der
Oberschwingungsstabilisierung angewandt wird, um zu sehen, ob sich das Relais stabilisiert; danach wird
ein Anregewert 5 % unter der Oberschwingungsstabilisierung angewandt, um zu sehen, ob das Relais
funktioniert.

Einstellungen, die die Schussprüfung für Oberschwingungen beeinflussen

144
 Leistungstransformator, Stromwandler, Schaltgruppenkombinations-Einstellungen bestimmen
den Stufenstrom, der verwendet wird, um den Wert Per Unit [Je Einheit] in die tatsächlichen
Ampere zu konvertieren, die in das Relais eingeprägt werden. Dies wird der
Grundschwingungsstrom sein, der beim Start der Prüfung angewandt wird
 Vor-Fehler-Wert / Zeit – diese Werte konfigurieren den Vor-Fehler-Vektor, der vor jedem
Fehlervektor eingeprägt wird.
 Fehlerdauer – diese Einstellung legt die Anzahl der Millisekunden fest, für die der Fehlervektor
angewandt wird. Vergewissern Sie sich, dass dieser Wert geringfügig größer ist als die Schaltzeit
des Relais; damit stellen Sie sicher, dass das Prüfgerät die Anregung der Auslösekontakte
erkennen wird.
 Oberschwingungsanteil – Wenn dieser Wert im Einstellungsbildschirm nicht korrekt eingegeben
wird, wird die Prüfroutine nicht korrekt durchgeführt.

1. Schließen Sie den geeigneten Ausgangsanschluss bzw. die geeigneten Ausgangsanschlüsse für
den/die ausgewählten Kanal/Kanäle, die verwendet werden sollen, an.
2. Schließen Sie den gewünschten Binäreingangsanschluss an, um die Relais-Auslösekontakte
abzustasten. Drücken Sie den gewählten Binäreingang. Wenn der Binäreingang bereits auf Use
as Trip (enabled) [Als Auslösung verwenden (aktiviert)] eingestellt ist, wählen Sie für das
dazugehörige Erfassen Normalerweise Offen, Normalerweise Geschlossen, Spannung Angelegt
oder Spannung Entfernt.

Anwendungshinweis: Die Vor-Fehler-Werte werden angewandt, bevor die Prüfung


Oberschwingungsbereich durchgeführt wird. Vergewissern Sie sich, dass alle drei Phasenausgänge an
das zu prüfende Relais angeschlossen sind. Stellen Sie den Binäreingang zum Erfassen von Öffnern auf
Offen (Stabilisierung bei +5 %) und Geschlossen (Auslösung bei -5 %) ein.

1. Drücken oder klicken Sie auf die Blaue Schaltfläche Play , um die Schussprüfung für
Oberschwingungen ablaufen zu lassen. Es wird eine Menüliste mit Auswahlmöglichkeiten
angezeigt, welche Wicklung geprüft werden soll. Für Einphasen-Prüfungen wird der Prüfstrom auf
die zu prüfende Phase angewandt, während Nullstrom über die anderen beiden Phasen
angewandt wird. Bei Dreiphasen-Prüfungen wird das Prüfgerät die Fehlervektoren über alle 3
Phasen auf der gewünschten Wicklung (Primär oder Sekundär) einprägen.
2. Um die Prüfergebnisse anzuschauen, drücken Sie die Schaltfläche Add to Reports [Zu den

Protokollen hinzufügen .

3.10 Synchronisier-Prüfung

Das Drücken der Schaltfläche Synchronisieren ermöglicht das Prüfen von Synchronisierrelais. Diese
Prüfungen sollten in Übereinstimmung mit den Technischen Angaben der Relaishersteller
durchgeführt werden.

Die Auswahl der Schaltfläche Synchronisieren liefert den nachfolgenden Relais-Einstellungs-


und Konfigurationsbildschirm.

3.10.1 Einstellungs- und Konfigurationsbildschirm für Synchronisierrelais

145
Abbildung 125: Einstellungs- und Konfigurationsbildschirm für Synchronisierrelais

3.10.1.1 ① Geräte-Typenschild – Systemeinstellungen

Die Spannungskanäle des Relaisprüfsystems dienen zur Simulation, wie die beiden Systeme
zusammen synchronisiert werden, als System 1 und System 2 dargestellt. Geben Sie die
entsprechenden Systemwerte in die bereitgestellten Fenster ein. Beachten Sie, dass die Software bei
Eingabe der Primärwerte und Übersetzungs-Verhältnisse automatisch die entsprechenden
anzulegenden Sekundärspannungen berechnet und umgekehrt. Durch Drücken oder Anklicken der
Schaltfläche Spannungswandler-Anschluss wird eine Liste bereitgestellt, aus der ausgewählt werden
kann, welche Spannungskanäle auf das zu prüfende Relais angewandt werden sollen.

3.10.2 ② Leistungsschalter-Einstellungen
Drücken oder klicken Sie auf "Schaltertätigkeit simulieren", wenn das Schließen oder Öffnen des
Leistungsschalters simuliert werden soll. Geben Sie die entsprechenden Schalter-Einschalt- und
Auslösezeiten in das bereitgestellte Fenster ein. Der Generator-Modus ist auf Linear-Modus
eingestellt. Der Linear-Modus steuert die Systemausgänge mittels dv/dt und df/dt.

3.10.3 ③ Einstellungen Synchronisier-Charakteristiken


Geben Sie die Relaiseinstellungen in die bereitgestellten Fenster ein. Die Maximum- und
Minimumwerte stellen die Differenz zwischen den Referenzwerten von System 1 und den Prüfwerten
von System 2 dar. Die Toleranzwerte basieren normalerweise auf den Technischen Daten der Relais.

3.10.4 ④ Prüfparameter
Wenn das Relais verlangt, dass Vor-Fehler-Werte vor dem Start der Prüfung angewandt werden,
drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Vor-Fehler einprägen und wählen Sie Ja. Wie zuvor
erwähnt, verwendet der Linearmodus dv/dt und df/dt zum Steuern der Systemausgänge. Auf der
Basis der Relaiseinstellungen geben Sie das entsprechende Änderungsverhältnis für Spannungen /
Sekundär und Hz / Sekundär ein.

146
3.10.5 Auswahlbildschirm Synchronisier-Charakteristik-Prüfung
Nachdem alle Einstellwerte eingegeben sind, drücken oder klicken Sie auf die grüne Schaltfläche mit
dem Häkchen; so gelangen Sie zum Bildschirm Prüfungsauswahl. Im Bildschirm Prüfungsauswahl
können Sie zwischen drei verschiedenen Prüfungen - Schnelltest, Dynamische Prüfung und Punkt-
zu-Ursprungs-Prüfung - auswählen; Sie können aber auch Ihre eigenen Prüflinien erstellen, indem
Sie den Prüfungsbildschirm zuerst außerhalb und dann innerhalb der Charakteristik berühren oder
anklicken.

Abbildung 126: Auswahlbildschirm Synchronisier-Charakteristik-Prüfung

3.10.5.1 ①Schaltfläche Konfiguration


Drücken Sie die Schaltfläche, um zum Konfigurationsbildschirm FREJA Local zu gelangen. Für
weitergehende Informationen zum Konfigurations-Bildschirm siehe Abschnitt 2.2.1.

3.10.5.2 ②Schaltfläche Batteriesimulator


Die Schaltfläche Batteriesimulator schaltet den Batteriesimulator EIN oder AUS. Nach Drücken der
Schaltfläche wechselt die Farbe zu rot für EIN und zu schwarz für AUS. Die anzulegende Spannung
wird in der Schaltfläche angezeigt und kann durch Drücken der Konfigurations-Schaltfläche geändert
werden.

3.10.5.3 ③Schaltfläche Prüfprotokoll


Drücken Sie diese Schaltfläche, um die Prüfergebnisse erneut anzuschauen.

147
3.10.5.4 ④ Schaltfläche Liste
Für künftige Verwendung reserviert

3.10.5.5 ⑤ Schaltfläche "Zurück zum Synchronisier-Einstellungs- und Konfigurationsbildschirm"

Die Schaltfläche "Zurück zum Synchronisier-Einstellungs- und Konfigurationsbildschirm" ermöglicht


den Zugang zurück zum Einstellungsbildschirm für Relais und Prüfung.

3.10.5.6 ⑥ Schaltfläche Binäreingangseinstellung


Drücken Sie diese Schaltfläche, um das Binäreingangs-Dialogfeld wieder aufzublenden.

Standardeinstellungen sind Binäreingang 1, potenzialfreie Kontakte entsprechend der Anzeige durch


Eingangstyp sowie Eingabeaktionsstandards, um die Öffner und Schließer zu zeigen. Für die
Änderung des Eingangstyps von potenzialfrei zu Spannung, drücken Sie das Symbol Eingangstyp;
daraufhin wechselt es zu Spannung. Um zum Öffnen eines normal geschlossenen Kontaktes zu
wechseln, drücken Sie das Eingabeaktionssymbol und es ändert sich von Schließen auf Öffnen. Zur
Zeitmessung der Vorgangszeit des Synchronisierelements ist der Zeitmesser standardmäßig auf den
aktivierten Modus Eingerastete Eingabe eingestellt; dies bedeutet, dass der Zeitmesser beim ersten
Kontaktschluss stoppt. Beachten Sie, dass die Entprellzeit auf 2 Millisekunden eingestellt ist.

3.10.5.7 ⑦ Schaltfläche Relaissammlung


Für künftige Verwendung reserviert; durch Drücken von Relaissammlung wird eine Sammlung von
Relais-spezifischen Charakteristiken von verschiedenen Herstellern bereitgestellt.

3.10.5.8 ⑧ Schaltfläche Play


Durch Drücken oder Anklicken der blauen Schaltfläche Play wird der Vor-Fehler-Vektor für die
festgelegte Zeit angewandt; danach laufen Prüflinien auf dem Prüfbildschirm ab.

3.10.5.9 ⑨ Schaltfläche Prüfungsauswahl


Nach Drücken der Schaltfläche Prüfungsauswahl erscheint eine Liste, aus der Sie die gewünschte(n)
Prüfung(en) auswählen, siehe nachfolgende Abbildung.

148
Da einige Relais nur auf Δf Frequenzänderung ansprechen, können Sie "Nur Frequenzdeltas laufen
lassen" auswählen. Zum Entfernen von Prüflinien, die mit ΔV verbunden sind, drücken oder klicken

Sie auf die Schaltfläche "Ablaufen lassen / Bearbeiten" , welche am nächsten zu der Prüfung ist,
die mit der dV (V)-Prüfung verknüpft ist; danach wählen Sie Löschen im Menü aus. Das gleiche gilt,
wenn Sie eine andere Prüflinien entfernen möchten.

3.10.5.10 ⑩ Schaltfläche Hilfe


Durch Drücken dieser Schaltfläche öffnet sich die mit der Synchronisierprüfung verknüpfte Hilfe.

3.10.5.11 ⑪ Option Schnelltest


Vier Prüflinien werden gezeichnet (zwei werden die Frequenz und zwei werden die Spannung
rampen). Alle Prüfleitungen können wie gewünscht von Ihnen gelöscht und erneut gezeichnet
werden, indem Sie die Schaltfläche "Ablaufen lassen/Bearbeiten" verwenden. Drücken Sie die
Schaltfläche "Ablaufen lassen / Bearbeiten" für die einzelne Prüfleitung. Der nachfolgende Optionen-
Bildschirm wird Ihnen angezeigt.

Abbildung 127: Schaltflächenoptionen für "Ablaufen lassen / Bearbeiten"

149
Sie können die Start- und Endwerte bearbeiten, die gewählte Prüfung separat ablaufen lassen, die
verbleibenden Prüfungen ablaufen lassen, die ausgewählte Prüfung löschen oder alle Prüfungen
löschen. Zum Verlassen drücken Sie die rote Schaltfläche mit dem X.

3.10.5.12 ⑫ Option Dynamische Punkte


Die Option Dynamische Punkte liefert 8 Prüflinien. Sie ähnelt dem Schnelltest; sie liefert zusätzlich 4
Prüflinien, eine an jeder Ecke der Charakteristik; diese stellen ein dynamisches Rampen sowohl von
Spannung als auch Frequenz dar.

3.10.5.13 ⑬ Option Ursprungs-Prüfpunkte


Die Option Ursprungs-Prüfpunkte - ähnlich wie die Optionen Dynamische Punkte mit 8 Prüflinien, nur
ist der Endpunkt der Ursprung.

3.11 Frequenz-Prüfung

Die Frequenz-Prüfung steht nur bei SMRT-Geräten zur Verfügung, bei denen das Erweiterte
Leistungsmerkmal RTMS aktiviert ist. Durch Drücken der Schaltfläche Frequenz-Prüfung wird das
Prüfen von Frequenzmessrelais bereitgestellt. Diese Prüfungen sollten in Übereinstimmung mit den
vom Hersteller gegebenen Technischen Daten des Relais durchgeführt werden.

Die Auswahl der Schaltfläche Frequenz liefert den folgenden Relaiseinstellungs- und
Konfigurations-Bildschirm.

3.11.1 Bildschirm Frequenzrelais-Einstellungen und Konfiguration

Abbildung 128: Bildschirm Frequenzrelais-Prüfeinstellungen

Es gibt drei Arten von Frequenzrelais-Prüfoptionen - Unter Frequenz, Über Frequenz und df/dt. Ist Ihr
Relais nur für Unter Frequenz, drücken oder klicken Sie einfach auf die Schaltflächen Über und df/dt,
um die Auswahl dieser Einstellungsfenster zu deaktivieren. Im Folgenden wird jedes
Einstellungsfenster beschrieben.

150
3.11.1.1 ① Prüfeinstellungen Unterfrequenzrelais

Abbildung 129: Prüfeinstellungen Unterfrequenzrelais

Fault Frequency [Fehlerfrequenz]: Geben Sie den Unterfrequenz-Einstellwert des Relais ein.
Trip Time [Auslösezeit]: Geben Sie den Einstellwert der Relais-Auslösezeit in Sekunden ein.
Start Time At [Startzeit Bei]: Es gibt zwei Schaltflächen, die mit dem Start des Zeitmessers
verknüpft sind; Start Timer At Pickup Frequency [Start Zeitmesser Bei Anregefrequenz] und
Start Time with Binary Input [Startzeit über Binäreingang].

Abbildung 130: Auswahlliste Start Zeitmesser Bei

Den Zeitmesser bei Anregung zu starten bedeutet einfach, dass der Zeitmesser zu laufen beginnt,
sobald die Prüffrequenz den Anregefrequenzpunkt entweder als Rampe oder als Stufenfunktion
kreuzt. Den Zeitmesser über Binäreingang starten bedeutet lediglich, dass der Zeitmesser durch das
Schließen eines externen Kontakts gestartet wird.

Stopp: Drücken oder klicken Sie auf das Symbol Binäreingang , um auszuwählen, welcher
Binäreingang zum Stoppen des Zeitmessers verwendet wird; wählen Sie die Eingangsart und den
Eingangsvorgang, der für den Zeitmesserstopp verknüpft ist.

Abbildung 131: Bildschirm Binäreingang

Die Standardeinstellungen sind Binäreingang 1 und potenzialfreie Kontakte wie durch die
Eingangsart angezeigt, der Eingangsvorgang wird standardmäßig so eingestellt, dass er das
Schließen der Schließer anzeigt. Um die Eingangsart von potenzialfreiem Kontakt in Spannung zu

151
ändern, drücken Sie das Symbol Eingangsart und es wechselt zu Spannung. Für den Wechsel zum
Öffnen des Öffners drücken Sie das Symbol Eingangsvorgang; es erfolgt ein Wechsel zum Anzeigen
des Öffnens geschlossener Kontakte. Für die Zeitmessung ist der Zeitmesser standardmäßig im
Modus Verriegelter Eingang Aktiviert eingestellt, was bedeutet, dass der Zeitmesser beim ersten
Schließen des Kontakts stoppt. Beachten Sie, dass die Entprellzeit auf 2 Millisekunden eingestellt ist.

Pickup Mode [Anrege-Modus]: Drücken oder klicken Sie auf das Symbol Anrege-Modus , um
den Modus zum Rampen der Ausgänge auszuwählen. Sie können aus zwei Modi auswählen. Das
Standardsymbol ist ein einfaches Herunterrampen, das von der Vor-Fehler-Frequenz Richtung
Fehler-Frequenz startet. Die zweite Auswahlmöglichkeit ist das Doppelrampen nach unten und

zurück nach oben ; dabei wird nach Anregung und Abfall geschaut, die mit Mehrfach-Sollwert-
Relais verknüpft sind.

Pickup Tolerance [Anregetoleranz]: Geben Sie die Anregetoleranz des zu prüfenden Relais ein. Es
stehen zwei Eingaben zur Verfügung,  % der Anregeeinstellung und  mHz.

Trip Time Tolerance [Toleranz Auslösezeit]: Geben Sie die Zeittoleranz des zu prüfenden Relais
ein. Zwei Eingaben stehen zur Verfügung,  % der Zeiteinstellung und  ms.

Typical Start Time [Typische Startzeit]: Dies ist der bekannte Zeitverzögerungswert im
Zusammenhang mit dem zu prüfenden Relais. Dieser Zeitwert steht mit der Relais-Verzögerungszeit
in Verbindung, die beim Erkennen des Anregefrequenzwertes über einen oder mehrere Zyklen und
dem anschließenden Treffen einer Entscheidung benötigt wird, um die Anrege- oder die
Auslöseausgänge anzuzeigen. Die typischen Werte schwanken von 50 bis 200 ms. Dieser Wert ist
für die Bestimmungen von Gut/Schlecht bei den Prüfungsergebnissen der Zeitmessung von
entscheidender Bedeutung. Der Anwender sollte in der Dokumentation des Relaisherstellers
nachschauen, welcher Wert für die Zeit in diesem Fenster einzugeben ist.

Reset Ratio [Verhältnis zurücksetzen]: Dies ist eine minimal oder maximal zulässige Toleranz in
Verbindung mit der Einstellung für die Rücksetzung des Abfallens; diese ist mit der Doppelrampen-
Anregeprüfung verknüpft. Die Nach-Fehler-Rampe wird zum Zustand Vor-Fehler zurückrampen,
nachdem das Relais anregt ist es in einem Auslösezustand. Die Nach-Fehler-Rampe kann das
Abfallen des Relais erkennen und den Abfallpunkt aufzeichnen. Bei Unterfrequenzrelais wird der
Abfallwert leicht größer als die Einstellung sein. Deshalb würde z.B. bei einer eingegebenen Toleranz
von 6 % für das Min und Max-Rücksetzverhältnis ein Wert von 100,06 % (Mind.) und 100,12 %
(Max.) eingegeben.

3.11.1.2 ②Prüfeinstellungen Überfrequenzrelais

Abbildung 132: Prüfeinstellungen Überfrequenzrelais

Fault Frequency [Fehlerfrequenz]: Geben Sie den Überfrequenz-Einstellwert des Relais ein.
Trip Time [Auslösezeit]: Geben Sie den Einstellwert der Relais-Auslösezeit in Sekunden.

152
Start Time At [Startzeit Bei]: Es gibt zwei Schaltflächen, die mit dem Start des Zeitmessers
verknüpft sind; Start Timer At Pickup Frequency [Start Zeitmesser Bei Anregefrequenz] und
Start Time with Binary Input [Startzeit mit Binäreingang].

Abbildung 133: Auswahlliste Start Zeitmesser

Den Zeitmesser bei Anregung zu starten bedeutet, dass der Zeitmesser zu laufen beginnt, sobald die
Prüffrequenz den Anregefrequenzpunkt entweder als Rampe oder als Stufenfunktion kreuzt. Den
Zeitmesser mit Binäreingang starten bedeutet, dass der Zeitmesser durch das Schließen eines
externen Kontakts gestartet wird.

Stopp: Drücken oder klicken Sie auf das Symbol Binäreingang , um auszuwählen, welcher
Binäreingang zum Stoppen des Zeitmessers verwendet wird; wählen Sie die Eingangsart und den
Eingangsvorgang, der für den Zeitmesserstopp verknüpft ist.

Abbildung 134: Bildschirm Binäreingang

Die Standardeinstellungen sind Binäreingang 1 und potenzialfreie Kontakte wie durch die
Eingangsart angezeigt wird, der Eingangsvorgang wird standardmäßig so eingestellt, dass er das
Schließen der Schließer anzeigt. Um die Eingangsart von potenzialfreiem Kontakt in Spannung zu
ändern, drücken Sie das Symbol Eingangsart und es wechselt zu Spannung. Für den Wechsel zum
Öffnen des Öffners drücken Sie das Symbol Eingangsvorgang; es erfolgt ein Wechsel zum Anzeigen
des Öffnens geschlossener Kontakte. Für die Zeitmessung ist der Zeitmesser standardmäßig im
Modus Verriegelter Eingang Aktiviert eingestellt, was bedeutet, dass der Zeitmesser beim ersten
Schließen des Kontakts stoppt. Beachten Sie, dass die Entprellzeit auf 2 Millisekunden eingestellt ist

Pickup Mode [Anrege-Modus]: Drücken oder klicken Sie auf das Symbol Anrege-Modus , um
den Modus zum Rampen der Ausgänge auszuwählen. Sie können aus zwei Modi auswählen. Das
Standardsymbol ist ein einfaches Herunterrampen, das von der Vor-Fehler-Frequenz Richtung
Fehler-Frequenz startet. Die zweite Auswahlmöglichkeit ist das Doppelrampen nach oben und zurück

nach unten ; dabei wird nach Anregung und Abfall geschaut, die mit Mehrfach-Sollwert-Relais
verknüpft sind.

153
Pickup Tolerance [Anregetoleranz]: Geben Sie die Anregetoleranz des zu prüfenden Relais ein. Es
stehen zwei Eingaben zur Verfügung,  % der Anregeeinstellung und  mHz.

Trip Time Tolerance [Toleranz Auslösezeit]: Geben Sie die Zeittoleranz des zu prüfenden Relais
ein. Zwei Eingaben stehen zur Verfügung,  % der Zeiteinstellung und  ms.

Typical Start Time [Typische Startzeit]: Dies ist der bekannte Zeitverzögerungswert im
Zusammenhang mit dem zu prüfenden Relais. Dieser Zeitwert steht mit der Relais-Verzögerungszeit
in Verbindung, die beim Erkennen des Anregefrequenzwertes über einen oder mehrere Zyklen und
dem anschließenden Treffen einer Entscheidung benötigt wird, um die Anrege- oder die
Auslöseausgänge anzuzeigen. Die typischen Werte schwanken von 50 bis 200 ms. Dieser Wert ist
für die Bestimmungen von Gut/Schlecht bei den Prüfungsergebnissen der Zeitmessung von
entscheidender Bedeutung. Der Anwender sollte in der Dokumentation des Relaisherstellers
nachschauen, welcher Wert für die Zeit in diesem Fenster einzugeben ist.

Reset Ratio [Verhältnis zurücksetzen]: Dies ist eine minimal oder maximal zulässige Toleranz in
Verbindung mit der Einstellung für die Rücksetzung des Abfallens; diese ist mit der Doppelrampen-
Anregeprüfung verknüpft. Die Nach-Fehler-Rampe wird zum Zustand Vor-Fehler zurückrampen.
Nachdem das Relais anregt, ist es in einem Auslösezustand. Die Nach-Fehler-Rampe kann das
Abfallen des Relais erkennen und den Abfallpunkt aufzeichnen. Bei Überfrequenzrelais wird das
Rücksetzverhältnis ein Wert sein, der leicht geringer als die Einstellung ist. Deshalb würde z.B. bei
einer Toleranz von 6 % des für das Mindest-Rücksetzverhältnis eingegebenen Wertes ein Wert von
99,94 % (Min.) und 100 % (Max.) eingegeben. Überprüfen Sie die Literatur des Relaisherstellers, um
die Rücksetzungs-Einstellwerte und % Toleranzen für die entsprechenden Werte zu überprüfen.

3.11.1.3 ③ Prüfeinstellungen df/dt ROCOF Relais

Abbildung 135 Fehler df/dt

Fault df/dt [Fehler df/dt]: Die Änderungsrate wird als Fehler df/dt in Hz/s festgelegt. Geben Sie die
Relaiseinstellung Hz/s hier ein. Die Änderung der Frequenz tritt auf, sobald die Frequenz durch den
positiven Nulldurchgang der Spannungsausgangskurvenform geht. Die Prüfung begrenzt die df/dt-
Einstellung auf einen Maximalwert von  10Hz/s. Die Frequenzrampe wird sich erhöhen, wenn der
Fehler df/dt eine positive Zahl ist und wird sich verringern, wenn er auf eine negative Zahl eingestellt
ist.

Das Frequenzinstrument wird für jede Verzögerungsperiode vor dem Starten des dynamischen
Rampens berechnet. Der erste Schritt wird durch die Vor-Fehler-Werte festgelegt, welche notwendig
sind, um das Relais vor dem Fehlerzustand anzuregen. Wenn wir einen Fehler df/dt von 1 Hz/s
verwenden und von 60 nach 50 Hertz rampen möchten, dann wäre die Zeit 10 Sekunden, um von
60 Hz zu 50 Hz zu gelangen.

Trip Time [Auslösezeit]: Geben Sie den Einstellwert der Relais-Auslösezeit in Sekunden ein.

154
Pickup Point [Anregepunkt]: Geben Sie den Einstellwert Anregung des Relais hier ein. Der
Anregepunkt zeigt die Frequenz, wenn das Relais zum ersten Mal den Fehler entdeckt. Ist der
Anregepunkt einmal erreicht startet das Relais seinen Zeitmesser und wird auslösen.

Start Time At [Zeit Starten Bei]: Es gibt zwei Schaltflächen, die mit dem Start des Zeitmessers
verknüpft sind; Start Timer At Pickup Frequency [Start Zeitmesser Bei Anregefrequenz] und
Start Time with Binary Input [Startzeit mit Binäreingang].
Den Zeitmesser bei Anregung zu starten bedeutet einfach, dass der Zeitmesser zu laufen beginnt,
sobald die Prüffrequenz den Anregefrequenzpunkt entweder als eine Rampe oder als eine
Stufenfunktion kreuzt. Den Zeitmesser mit Binäreingang starten bedeutet lediglich, dass der
Zeitmesser durch das Schließen eines externen Kontakts gestartet wird.

Stopp: Drücken oder klicken Sie auf das Symbol Binäreingang , um auszuwählen, welcher
Binäreingang zum Stoppen des Zeitmessers verwendet wird; wählen Sie die Eingangsart und den
Eingangsvorgang, die für den Zeitmesserstopp verknüpft sind.

Abbildung 136: Bildschirm Binäreingang

Die Standardeinstellungen sind Binäreingang 1 und potenzialfreie Kontakte wie durch die
Eingangsart angezeigt, der Eingangsvorgang wird standardmäßig so eingestellt, dass er das
Schließen der Schließer anzeigt. Um die Eingangsart von potenzialfreiem Kontakt in Spannung zu
ändern, drücken Sie das Symbol Eingangsart und es wechselt zu Spannung. Für den Wechsel zum
Öffnen des Öffners drücken Sie das Symbol Eingangsvorgang; es erfolgt ein Wechsel zum Anzeigen
des Öffnens geschlossener Kontakte. Für die Zeitmessung ist der Zeitmesser standardmäßig im
Modus Verriegelter Eingang Aktiviert eingestellt, was bedeutet, dass der Zeitmesser beim ersten
Schließen des Kontakts stoppt. Beachten Sie, dass die Entprellzeit auf 2 Millisekunden eingestellt ist

Pickup Tolerance [Anregetoleranz]: Geben Sie die Anregetoleranz des zu prüfenden Relais ein. Es
stehen zwei Eingaben zur Verfügung,  % der Anregeeinstellung und  mHz.

Trip Time Tolerance [Toleranz Auslösezeit]: Geben Sie die Zeittoleranz des zu prüfenden Relais
ein. Zwei Eingaben stehen zur Verfügung,  % der Zeiteinstellung und  ms.

Typical Start Time [Typische Startzeit]: Dies ist der bekannte Zeitverzögerungswert im
Zusammenhang mit dem zu prüfenden Relais. Dieser Zeitwert steht mit der Relais-Verzögerungszeit
in Verbindung, die beim Erkennen des Anregefrequenzwertes über einen oder mehrere Zyklen und
dem anschließenden Treffen einer Entscheidung benötigt wird, um die Anrege- oder die
Auslöseausgänge anzuzeigen. Die typischen Werte schwanken von 50 bis 200 ms. Dieser Wert ist
für die Bestimmungen von Gut/Schlecht bei den Prüfungsergebnissen der Zeitmessung von

155
entscheidender Bedeutung. Der Anwender sollte in der Dokumentation des Relaisherstellers
nachschauen, welcher Wert für die Zeit in diesem Fenster einzugeben ist.

3.11.1.4 ④ Anschlüsse Spannungswandler und Relais

Drücken oder klicken Sie auf diese Schaltfläche, um zum Menü Auswahlart für die
Spannungswandler- und Relaisanschlüsse zu gelangen.

Abbildung 137: Menü Einspeiseart wählen

3.11.1.5 Auswahl Klassische Zeitmessprüfung

Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Klassische Zeitmessprüfung, um eine
Stufenzeitmessprüfung durchzuführen, bei der die Ausgangsfrequenz stufenweise vom Vor-Fehler-
Wert zum Fehler-Wert wechselt. Wenn die Klassische Zeitmessung nicht aktiviert ist, dann wird die
Zeitmessprüfung durch Rampen der Frequenz vom Vor-Fehler-Wert zum Fehler-Wert durchgeführt;
dabei wird eine im Voraus berechnete Rampenrate verwendet, die den Zeitmesser bei der
Fehlerfrequenz startet und bei der Erfassung des Relaisauslösekontakts stoppt.

3.11.1.6 Vor-Fehler-Einstellungen

Die Vor-Fehler-Werte sind die Werte, für eine bestimmte Zeitdauer auf das Relais angewandt
werden. Es ist notwendig, die Vor-Fehler-Werte lange genug anzuwenden, damit das Relais die
Möglichkeit hat, einen Gleichgewichtszustand zu erreichen. Ein elektromechanisches Relais kann
z.B. mehrere Sekunden benötigen, um der Induktionsscheibe zu ermöglichen, zu einem
ausgeglichenen Zustand zu wechseln.

3.11.2 Prüfbildschirm Frequenzrelais

156
Abbildung 138: Prüfbildschirm Frequenzrelais

3.11.2.1 ①Schaltfläche Konfiguration


Drücken Sie die Schaltfläche, um zum Konfigurations-Bildschirm zu gelangen. Siehe Abschnitt 2.2.1
Konfiguration für weitere Informationen zum Konfigurations-Bildschirms.

3.11.2.2 ②Schaltfläche Batterie-Simulator


Die Schaltfläche Batterie-Simulator – Schaltet den Batterie-Simulator EIN und AUS, indem die
Schaltfläche gedrückt wird; die Farbe wechselt nach Rot für EIN und Schwarz für AUS. Die
anzuwendende Spannung wird in der Schaltfläche angezeigt und kann durch Drücken der
Konfigurations-Schaltfläche geändert werden.

3.11.2.3 ③ Schaltfläche Prüfprotokoll


Drücken oder klicken Sie auf diese Schaltfläche, um die Prüfergebnisse nochmals anzuschauen.
3.11.2.4 ④Schaltfläche Prüfliste
Drücken oder klicken Sie auf diese Schaltfläche, um die verfügbaren Prüfungen, z.B. Anregung oder
Zeitmessung, anzuschauen.

3.11.2.5 ⑤Schaltfläche Zum Einstellbildschirm Frequenzrelaisprüfung zurückkehren


Die Schaltfläche Zum Einstellbildschirm Frequenzrelaisprüfung zurückkehren liefert den Zugang
zurück zum Relais- und Prüfeinstellungsbildschirm.

3.11.2.6 ⑥Schaltfläche System-Rücksetzung

Durch Drücken dieser Schaltfläche wird das Gerät auf die Einschalt-Standard-Einstellungen
zurückgesetzt. Verwenden Sie diese Schaltfläche, um die VIGENS-Module zurückzusetzen,
nachdem sie einen Alarm aufgrund entweder eines Kurzschlusses bei den Spannungskanälen oder
eines offenen Kreises bei den Stromkanälen ausgelöst haben.

3.11.2.7 ⑦ Schaltfläche Play


Drücken oder klicken Sie auf die blaue Schaltfläche Play; dadurch wird der Vor-Fehler-Vektor auf die
festgelegte Zeit angewandt und danach läuft die gewählte Prüfung ab

157
3.11.2.9 ⑨Schaltfläche Hilfe
Durch Drücken dieser Schaltfläche öffnet sich die Hilfe, die mit der Frequenzprüfung verknüpft ist.

3.11.2.10 Bildschirm Frequenzrelais-Anregeprüfung

Der Bildschirm Frequenz-Anregeprüfung wird den Startwert der Vor-Fehler-Frequenz, das ab- oder
aufwärts Rampen der Frequenz und den Anregepunkt (grün bedeutet Gut, Roter Punkt heißt
Schlecht) anzeigen, siehe folgendes Beispiel Unterfrequenz-Prüfergebnis. Die Einspeisetabelle auf
der linken Seite des Bildschirms zeigt die tatsächliche Fehlerfrequenz, die während der Prüfung
angewandt wird; diese kann für alle Prüfungen angewendet werden.

Abbildung 139: Ergebnis Unterfrequenzrelais-Anregeprüfung

3.11.2.11 Bildschirm Frequenzrelais-Zeitmessprüfung


Es kann aus zwei Arten von Zeitmessprüfungen gewählt werden. Um eine Klassische
Zeitmessprüfung durchzuführen, drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Klassisch. Die
Klassische Prüfung ist eine Stufenprüfung von Vor-Fehler zu einem Wert, der geringfügig größer oder
kleiner als der festgelegte Anregewert ist. Die Standard-Zeitmessprüfung ist eine Rampe zu
Fehlerfrequenz, die einen tatsächlichen Unter- oder Überfrequenz-Zustand simuliert. Die Rampe
startet bei der Vor-Fehler-Frequenzeinstellung und rampt dann auf- oder abwärts bis ein Wert erreicht
ist, der geringfügig größer oder kleiner als die Fehlerfrequenzeinstellung ist, abhängig von der
gewählten Relaisart. Nachdem die Fehlerfrequenzwertschwelle überschritten wird, startet die Relais-
Zeitmessung. Sobald das Relais auslöst, stoppt der Zeitmesser. Der Anwender wird die Dauer von
Vor-Fehler, die Zeitdauer, die mit dem Rampen von der Ausgangsfrequenz zum Fehlerfrequenzwert
verbunden ist sowie die Schaltzeit des Relais sehen, siehe nachfolgendes Beispiel für eine
Überfrequenz-Zeitmessprüfung.

158
Abbildung 140: Überfrequenz-Zeitmessprüfung

3.12 AVTS -Prüfung

Die AVTS-Prüfung steht nur für SMRT-Geräte zur Verfügung, die das Leistungsmerkmal RTMS
Erweitert aktiviert haben. Durch Drücken der AVTS-Prüfschaltfläche wird der Zugang zu hunderten
von Relaisprüfmodulen von mehreren Relaisherstellern sowie speziellen Prüfanwendungen
bereitgestellt. Diese Prüfungen werden in Übereinstimmung mit den Technischen Relaisdaten vom
Hersteller durchgeführt.

Die Auswahl der AVTS Schaltfläche liefert den nachfolgenden Auswahlbildschirm.

3.12.1 Bildschirm AVTS Auswahl

Abbildung 141: Auswahlbildschirm AVTS Relaishersteller

3.12.1.1 Menü Relaisauswahl

Durch Drücken der Schaltfläche eines Herstellers wird eine Liste von verfügbaren speziellen
Prüfmodulen für diesen speziellen Hersteller bereitgestellt. Wenn Sie z.B. SEL (Schweitzer
Engineering Laboratories) drücken, wird der nachfolgende Bildschirm bereitgestellt.

159
Abbildung 142: Seite 1 der SEL Relais-Prüfmodule

3.12.2 Bildschirm AVTS Relais-Prüfungsauswahl


Nach der Auswahl eines Relais wird der Auswahlbildschirm der Relaisprüfungsliste erscheinen; er
listet alle verfügbaren Prüfungen für das ausgewählte Relais auf. Siehe nachfolgendes Beispiel für
ein GE IAC-51B Relais.

Abbildung 143: Beispiel IAC-51B Relaisprüfungsliste

3.12.2.1 Die Schaltfläche Relaiseinstellungen


Drücken Sie die Schaltfläche, um zum Relaiseinstellungsbildschirm zu gelangen, wo Sie die
Relaiseinstellungen eingeben. Siehe nachfolgendes Beispiel für das GE IAC-51B Relais.

Abbildung 144: Beispiel eines Relaiseinstellungsbildschirms

Drücken oder klicken Sie auf das Fenster Wert, um die Relaiseinstellungen einzugeben. Beachten
Sie, dass die Werte sich abhängig vom zu prüfenden Relais ändern können. Einige Werte können
Gleitkommawerte, andere können ganzzahlige Werte sein, während andere feste Pulldown-Listen
sein können. Die Stufen- und Haltewerte für das IAC-51B Relais werden z.B. eine Pulldown-Liste der

160
verfügbaren Stufeneinstellungen für das Relais bereitstellen. Nur diese Werte sind für die Auswahl
zulässig. Werteinstellungen für Gleitkommawert-Eingaben wie z.B. Zeitwahl und Unverzögerte
Einstellungen werden jeden Wert zwischen dem angezeigten Mindest- und dem Maximalen Wert für
die Auswahl zulassen. Nach Eingabe der Relaiseinstellungen drücken oder klicken Sie auf die
Schaltfläche mit dem grünen Häkchen, um zum Bildschirm Prüfliste zurückzukehren.

3.12.2.1. Schaltfläche Laufzeiteinstellungen


Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche, um zum Bildschirm Laufzeiteinstellungen zu gelangen;
dort geben Sie die gewünschten Werte im Zusammenhang mit der gewählten Prüfung ein. Der Dialog
Erhöhung ist zum Einstellen des Kanals, die Werte Amplitude, Phase und/oder Frequenz, um für jede
Zeitsteigerung des Rampenablaufs zu rampen. Mehrere Rampen werden möglicherweise für eine
Relaisprüfung bereitgestellt, so dass der Anwender mehrere Rampeneinstellungen sehen kann.

Jeder Parameter, der nicht gerampt werden soll, sollte einen Wert = 0 behalten.

Nachfolgend die Definitionen der Einstellungsbezeichnungen.


Increment Time [Steigerungszeit]: Eingabefeld zur Eingabe einer numerischen oder variablen Zeit,
um den Wert der Zeit zu steuern, den jeder Kanalparameter auf das zu prüfenden Gerät anwendet,
bis der nächste Zeitwert angewandt wird. Die Auswahlliste der Steigerungseinheit schreibt vor, ob
die Steigerungszeit in Zyklen oder Sekunden sein wird.
Ramp Input Post [Rampeneingangs-Stelle] für die Auswahl von welcher Binäreingangsstelle die
Relaisauslösung oder logischen Kontakte überwacht werden sollen.
Pulse Time [Impulszeit]: Eingabefeld ermöglicht eine numerische oder variable Eingabe, um die
Impulsgebung der Kanalparameter während der Verwendung der Rampensteuerung zu steuern.
Anmerkung: Die Rampe wird, falls sie auf Null eingestellt ist, ein dauernder, nicht pulsierender
Vorgang vom Start bis zum überwachten Vorgang oder dem Ende sein.

Pulse Units [Impulseinheiten] die Dropdown-Liste schreibt vor, dass der Impuls in Zyklen oder
Millisekunden angegeben wird.

3.12.2.2 Auswahl Prüfbildschirm


Durch Drücken oder Anklicken der gewünschten Prüfschaltfläche gelangt der Anwender zum
Prüfbildschirm. Eine Zeile vertrauter Schaltflächen wird am oberen Bildschirmrand erscheinen. eine
Beschreibung dieser Schaltflächen folgt.

3.12.2.2.1 Schaltfläche Konfiguration


Durch Drücken oder Anklicken der Schaltfläche gelangen Sie zum Konfigurationsbildschirm.

3.12.2.2.2 Schaltfläche Batterie-Simulator


Die Schaltfläche Batterie-Simulator - Schaltet durch Drücken der Schaltfläche den Batterie-Simulator
EIN oder AUS, die Farbe wechselt zu Rot für EIN und Schwarz für AUS. Die anzuwendende
Spannung wird in der Schaltfläche angezeigt und kann durch Drücken der Konfigurationsschaltfläche
geändert werden.

3.12.2.2.3 Schaltfläche Prüfprotokoll


Drücken oder klicken Sie auf diese Schaltfläche, um die Prüfergebnisse erneut anzuschauen.

161
3.12.2.2.4 Schaltfläche Prüfungsliste
Drücken oder klicken Sie auf diese Schaltfläche, um zur Liste der verfügbaren Prüfungen zu
gelangen.

3.12.2.2.5 Schaltfläche Zurück zum Relaiseinstellungsbildschirm


Drücken oder klicken Sie auf diese Schaltfläche, um zum Relaiseinstellungsbildschirm zu gelangen.

3.12.2.2.6 Schaltfläche Zurück zum Auswahlbildschirm der Relaishersteller


Drücken oder klicken Sie auf diese Schaltfläche, um zum Auswahlbildschirm der Relaishersteller zu
gelangen.

3.12.2.2.7 Schaltfläche Prüfungsanschlüsse


Durch Drücken oder Anklicken der Schaltfläche Prüfungsanschlüsse werden die Anschlüsse
zwischen einem Relaisprüfgerät und den Relaiseingangsanschlüssen angezeigt.

3.12.2.2.8 Schaltfläche Prüfungs-Notizfläche


Durch Drücken der Schaltfläche Prüfungs-Notizfläche wird dem Anwender eine Notizfläche zur
Eingabe von Anmerkungen in Bezug auf das spezielle zu prüfende Relais bereitgestellt.

3.12.2.2.9 Schaltfläche Play


Durch Drücken oder Anklicken der blauen Schaltfläche Play wird die gewählte Prüfung angewandt.

3.12.2.2.10 Schaltfläche Alle Prüfen


Durch Drücken der Schaltfläche Alle Prüfen werden automatisch alle gewählten Prüfungen
automatisch in der Reihenfolge der Auswahl geprüft (normalerweise bei One-Touch-Prüfdateien
verwendet).

3.12.2.2.11 Schaltfläche Hilfe


Durch Drücken dieser Schaltfläche öffnet sich die mit der AVTS-Prüfung verknüpfte Hilfe.

3.12.2.3 Durchführen einer Prüfung


Nachdem die entsprechenden Relaiseinstellungen eingegeben sind und eine Prüfung ausgewählt
wurde, gelangt der Anwender zum Bildschirm Prüfungsausführung. Der Anwender kann vor dem
Ausführen der Prüfung die gewählte Prüfung überprüfen, indem er die Prüfungskennzeichnung in der
linken oberen Ecke des Prüfungsdurchführungsbildschirms feststellt und durch Öffnen des
Bildschirms Anschließen die Prüfanschlüsse zum Relais überprüft. Nachdem die Prüfung und die
Prüfungsanschlüsse überprüft sind, drücken oder klicken Sie auf die blaue Schaltfläche Play; der
Prüfbildschirm erscheint. Der Überwachungsbildschirm der IAC-51B Anregeprüfung wird als Beispiel
in der nachfolgenden Abbildung gezeigt.

162
Abbildung 145: Überwachungsbildschirm der IAC-51B Anregeprüfung

Es gibt mehrere bemerkenswerte Leistungsmerkmale, die in diesem Bildschirm gezeigt werden.


1. Um auf der linken Seite zu beginnen; hier können Sie feststellen, welche Ausgangsquelle(n)
zur Durchführung der Prüfung (in diesem Beispiel Stromkanal A) verwendet wird (werden);
darüber hinaus werden die Werte für Amplitude, Phasenwinkel und Frequenz, die auf das
Relais angewandt werden, angezeigt.
2. In der oberen roten Leiste können Sie feststellen, welcher Binärkontakt zur Überwachung der
Relaisausgangslogik (in diesem Beispiel Kontakt 1) verwendet wird.
3. In der Mitte sehen Sie das Wort ABORT [ABBRECHEN]. Sollten Sie die Prüfung abbrechen
müssen, drücken oder klicken Sie einfach auf die rote Leiste.
4. Auf der rechten Seite der roten Leiste oben befinden sich mehrere Schaltflächen, die
während der Prüfung aktiv sind. Sobald die Prüfung gestartet wurde, erscheint
standardmäßig der Überwachungsbildschirm. Wenn Sie die Prüfergebnisse in einem
Tabellenformat überwachen möchten, drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Tabelle.
die meisten Prüfergebnisse werden im Tabellenformat dargestellt. Die Ergebnisse der IAC-
51B Anregeprüfung sehen zum Beispiel folgendermaßen aus.

Abbildung 146: Ergebnis IAC-51B Anregeprüfung

5. Einige Prüfungen können eine Betriebscharakteristik enthalten, wie z.B. Zeitkurve, eine
Schleife oder eine Impedanzcharakteristik. Zum grafischen Betrachten der Prüfung, die
gerade durchgeführt wird, drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Grafik. Bei der IAC-
51B Zeitmessprüfung würden Sie zum Beispiel etwas wie die nachfolgende Abbildung sehen.

Abbildung 147: IAC-51B Zeitmessprüfung

163
Sie können den aufgezeichneten Auslösepunkt sehen, die mit der Zeitkurve des Relaisherstellers
verknüpft ist; darüber hinaus sehen Sie die Echtzeitanzeige der Prüfung, die angewandt wird
(beachten Sie den roten Pfeil, der sich der Zeitkurve nähert). Das Grafikfenster schließt sich
automatisch am Ende des Prüfpunkts und die Prüfergebnisse werden sowohl als Tabelle als auch
Grafik dargestellt.

6. Einige Prüfungen erfordern Ihr Eingreifen, um die Prüfung zu beenden. Bei der Selbst-
Halteprüfung für das IAC-51B Relais zum Beispiel können die Haltekontakte nicht mit den
Binäreingängen überwacht werden. Deshalb müssen Sie bei dieser Prüfung auf die
Schaltfläche Kontakt Simulieren drücken oder klicken, sobald die Haltekontakte schließen. Es
wird eine Meldung im Fenster erscheinen, die Ihnen erklärt, welche Aktionen vor der
Durchführung der Prüfung erforderlich sind.

Nachdem alle Prüfungen abgeschlossen sind, können Sie das Prüfprotokoll anschauen; drücken oder

klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche Protokoll Anschauen . Zum Speichern des Prüfprotokolls
drücken oder klicken Sie auf das Symbol Dateiverzeichnis .

3.12.2.4 Durchführen eines One-Touch Prüfmoduls


One-Touch Prüfmodule werden von Megger erstellt, um vollautomatisches Prüfen bei ausgewählten
Relais auf Mikroprozessorbasis bereitzustellen, welche entweder über eine offene
Kommunikationsarchitektur oder ein Modbus-Kommunikationsprotokoll verfügen. Eine Visual Basic
Script Datei wird für automatisierte Prüfungen bei Relais von Schweitzer Engineering Laboratory
(SEL) verwendet, während das Modbus-Protokoll beim Prüfen von GE Multilin Type UR Relais
verwendet wird.

3.12.2.4.1 Einrichten der Kommunikation mit zu prüfendem Relais

Bei allen One-Touch Prüfmodulen besteht der erste Schritt beim Prüfablauf im Einrichten der
Kommunikation mit dem zu prüfenden Relais. Dazu ist die Verwendung einer seriellen USB-
Schnittstelle am PC oder am Relaisprüfsystem erforderlich.

1. Schließen Sie zuerst das serielle USB-Kabel an die serielle Kommunikationsschnittstelle des
Relais an. Für die SEL-Relais drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Login to Relay
[Beim Relais einloggen]; ein Bildschirm "Prüfung Ablaufen Lassen" mit ähnlichem Aussehen
wie die nachfolgende Abbildung wird erscheinen.

Abbildung 148: SEL-387-5 Login beim Relais-Bildschirm

2. Drücken oder klicken Sie auf das Notebook und der Bildschirm Allgemeine Informationen
wird erscheinen. Die Kopfzeile liefert ein Pulldown-Fenster zur Auswahl der gewünschten

164
Relais-COM-Schnittstelle für Ihren PC oder das Relaisprüfsystem. Drücken oder klicken Sie
auf das Fenster Relais-COM-Schnittstelle und eine Liste der verfügbaren COM-Schnittstellen
wird angezeigt; dies sieht ähnlich der nachfolgenden Abbildung aus.

Abbildung 149: Liste COM-Schnittstellen

Wenn das Prüfsystem, das Sie verwenden, ein SMRT-D Modell ist, verwenden Sie die höchste
angezeigte COM-Schnittstellenzahl. Bei Verwendung eines PC wählen Sie die entsprechende
COM-Schnittstelle für den seriellen USB-Adapter, den Sie verwenden.

Abbildung 150: Zuteilung COM-Schnittstelle für SEL-387-5 Relais

3. Nachdem die COM-Schnittstelle zugewiesen wurde, drücken oder klicken Sie auf die
Schaltfläche mit dem grünen Häkchen, um zum Prüfbildschirm zurückzukehren.
4. Der nächste Schritt wird sein, die Baudrate für das zu prüfende Relais einzustellen.
Anmerkung: Einige SEL-Relais haben das Leistungsmerkmal Auto-Baud, welches die
Baudrate des zu prüfenden Relais automatisch erkennt und die Baudrate automatisch
einstellt. Zum Einstellen der Baudrate drücken oder klicken Sie auf das Einstellungssymbol

. Drücken oder klicken Sie auf das Fenster Baudrate Werte und wählen Sie die Relais-
Baudrate aus der Liste. Nachdem die Baudrate ausgewählt ist, drücken oder klicken Sie auf
die Schaltfläche mit dem grünen Häkchen. Für die GE Multilin One-Touch Relais ist der
Ablauf ähnlich; Ausnahme: es gilt nicht die Schaltfläche Login beim Relais sondern die
Schaltfläche Einstellungen Lesen.
5. Drücken oder klicken Sie auf die blaue Schaltfläche Play, um das Anmelden zu starten.
Beachten Sie bitte, dass Sie bei SEL-Relais das Passwort eingeben müssen. Nachdem das
Passwort akzeptiert wurde, müssen sie auf die Schaltfläche Relaiseinstellungen Lesen
drücken oder klicken. Bei GE Multilin Relais wird das Herunterladen automatisch beginnen,
nachdem die Schaltfläche Relaiseinstellungen Lesen gedrückt oder angeklickt wurde.

Nachdem alle Einstellungen vom Relais gelesen wurden, können Sie aus der Liste der
durchführbaren Prüfungen auswählen. Bei einigen Relais gibt es Hunderte von Einstellungen, d.h.
das Herunterladen aller Einstellungen kann abhängig von der Baudrate mehrere Minuten dauern. Da
Megger nicht weiß, welche Elemente im Relais aktiviert sein können, hat Megger eine Prüfung für
jedes Element erstellt.

3.12.2.4.2 Schaltfläche SEL Hier Starten

165
Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Hier Starten. Eine Prüfbildschirm-Dialogbox wird sich
öffnen, in der Sie einige Optionen des logischen Ausgangs für das zu prüfende SEL-Relais einstellen;
wählen Sie auch, welches Relaisprüfgerät von Megger sie verwenden und wie viele Ausgangskanäle
verfügbar sind (da die MPRT- und SMRT-Geräte eine wählbare Anzahl an Ausgangskanälen haben,
von der die Software wissen muss, wie viele zur Verwendung zur Verfügung stehen).

3.12.2.4.3 Prüfungsauswahl
Einige Relais können mit Hunderten von Einstellungen hunderte von Prüfungen haben, abhängig von
der Anzahl der Elemente im Relais. Beim SEL-387-5 Relais z.B. kann aus 119 möglichen
Prüfungsmöglichkeiten ausgewählt werden. Glücklicherweise weiß die Software auf der Grundlage
der heruntergeladenen Einstellungen, welche Elemente aktiviert sind. Deshalb wird sich ein
Mitteilungsfenster öffnen, wenn Sie eine Prüfung wählen, bei der das Element nicht aktiviert ist; hierin
werden Sie informiert, dass das Element nicht aktiviert ist und die Prüfung nicht fortfahren wird. Dies
ist auch eine gute Möglichkeit, die Relaiseinstellungen zu überprüfen und für gültig zu erklären. Um
zu sehen, welche Elemente aktiviert sind, drücken oder klicken Sie auf das Einstellungssymbol

. Danach drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Weitere Einstellungen , um das
Fenster Konfigurationseinstellungen anzuschauen. Im Folgenden wird ein Beispiel für die
Konfigurationseinstellungen des SEL-387-5 Relais gezeigt, das zeigt, welche Elemente aktiviert sind
und welche nicht.

Abbildung 151: SEL-387-5 Konfigurationseinstellungen

Nachdem eine Prüfung ausgewählt ist, können Sie die Schaltfläche Relaiseinstellungen drücken

oder anklicken; danach drücken oder klicken Sie auf , um alle damit verbundenen
Relaiseinstellungen anzuzeigen. Vor der Durchführung der Prüfung können Sie die ausgewählte
Prüfung überprüfen, indem Sie auf die Prüfungskennzeichnung in der linken oberen Ecke des
Bildschirms Prüfungsdurchführung achten; außerdem können Sie die Prüfungsanschlüsse zum
Relais überprüfen, indem Sie den Bildschirm Anschlüsse öffnen; hierzu drücken Sie auf das Symbol

Anschlüsse . Nachdem die Prüfung und die Prüfanschlüsse überprüft sind, drücken oder klicken
Sie auf die blaue Schaltfläche Play und der Prüfbildschirm wird erscheinen.

166
3.13 COMTRADE Playback (Wiedergabe)

Die COMTRADE Wiedergabe steht nur für SMRT Geräte zur Verfügung, welche das
Leistungsmerkmal RTMS Enhanced (Erweitert) aktiviert haben. Durch Drücken der Prüfschaltfläche
COMTRADE wird ermöglicht, transiente Kurvenformdaten vom Relais-Prüfsystem SMRT
wiederzugeben. Mit anderen Worten, es kann ein Fehler (Kurvenform ...) nachgebildet werden, der
von einem Digitalen Fehleraufzeichnungsgerät bzw. Schutzrelais aufgezeichnet wurde, oder es wird
ein simulierter Fehler mit Hilfe von Software-Tools wie z.B. das EMTP/ATP-Programm
wiedergegeben.

Durch die Auswahl der Schaltfläche COMTRADE wird die nachfolgende COMTRADE
Dialogbox aufgeblendet.

3.13.1 COMTRADE Dialogbox

Abbildung 152: COMTRADE Dialogbox

Von dieser Dialogbox aus kann der Anwender digitale Daten des Fehleraufzeichnungsgerätes im
COMTRADE-Format in Hexadezimal-Dateien, welche mit den SMRT-Kurvenformgeneratoren
kompatibel sind, konvertieren. Ferner kann er die Kanäle auswählen sowie Bereiche, die zum SMRT-
Gerät hochgeladen werden sollen, bestimmen und hochladen und er kann die Kurvenformen
ausgeben.

3.13.1.1 Bearbeiten einer COMTRADE-Datei

Das IEEE Power System Relaying Committee hat eine Norm mit der Bezeichnung COMTRADE
(common transient data exchange = Allgemeiner Transientendaten-Austausch) eingeführt, siehe
IEEE C37.111. Darüber hinaus hat IEC die Norm als IEC 60255-24 übernommen. Das RTMS
COMTRADE Prüfungsmerkmal verwendet die COMTRADE-Daten entweder im ASCII- oder im Binär-
Format.
Das Bearbeiten einer Konfigurationsdatei beinhaltet das Konvertierungsverfahren der Daten in
COMTRADE ASCII oder Binärformat zum SMRT/FREJA-bereiten Hexadezimal-Format.
Vor dem Erstellen einer Prüfung müssen die COMTRADE .cfg und .dat-Dateien in einem
Dateiverzeichnis Ihres PC. Die .cfg und .dat-Datei muss im gleichen Verzeichnis sein und sie müssen
vor der Dateiendung die gleiche Bezeichnung haben.

167
In der COMTRADE Dialogbox klicken Sie auf die Schaltfläche COMTRADE FILE (COMTRADE-

Datei) . Das Windows-Fenster Dateinavigator erscheint. Gehen Sie zum Verzeichnis


Kurvenformen. Verwenden Sie die Dialogbox für die Auswahl einer COMTRADE Konfigurationsdatei
und zum Konvertieren der COMTRADE-Daten in Hexadezimaldaten.

3.13.2 COMTRADE Prüfungsbildschirm


Sobald die Datei ausgewählt ist, wird das Programm automatisch die ersten 3 Kanäle von Spannung
und Strom einrichten und die Werte als Primär- oder Sekundärwerte, abhängig von den
Verhältnissen, die in der Konfigurationsdatei (primär oder sekundär) bereitgestellt werden, anzeigen.

Abbildung 153: Beispiel für Prüfungsbildschirm COMTRADE Wiedergabe

Nachfolgend eine kurze Beschreibung der Schaltflächen und Felder, die in der Dialogbox des
COMTRADE Prüfungsbildschirms zur Verfügung stehen.

1. Durch Drücken des Symbols Haus , werden Sie zum manuellen Prüfungsbildschirm
zurückgebracht.

2. Drücken Sie die Schaltfläche Konfiguration , um zum Konfigurationsbildschirm der RTMS-


Software zu gelangen.

3. Drücken Sie die Schaltfläche COMTRADE , um zur Auswahl einer COMTRADE-Datei in das
Unterverzeichnis Kurvenform zu gelangen.

4. Drücken Sie die Bildschirm-Schaltfläche COMTRADE Kurvenform für die Vorschau der
COMTRADE Kurvenform; machen Sie alle zusätzlichen Einstellungen vor dem Herunterladen und
Abspielen der Kurvenformen. Es wird empfohlen, die Kurvenform vor dem Anwenden von Vor-Fehler-
Werten anzuschauen.

5. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, drücken Sie die Schaltfläche Prüfprotokoll hinzufügen /

nachprüfen . Diese Schaltfläche wird das gegenwärtige Prüfergebnis zum Protokoll hinzufügen. Es
zeigt auch das Protokoll an und ermöglicht Ihnen, der Prüfung einen Namen zu geben, Grenzwerte,
Anmerkungen oder Mängel einzugeben. Protokolle können im internen Speicher der STVI gespeichert
und über einen Speicherstick zu PowerDB übertragen werden. Frühere Prüfergebnisse können geladen
und mit Hilfe der Option "Retest" (Erneut Prüfen) kann die Prüfung wiederholt werden; dabei werden die
gleichen Parameter wie bei der vorhergehenden Prüfung verwendet.

168
6. Die Sample Rate [Abtastrate] zeigt die Abtastrate der aufgezeichneten Daten an. Sie wird von der
Konfigurationsdatei (.cfg) genommen. Wenn keine Abtastrate in der Konfigurationsdatei gezeigt wird
(einigen Relais COMTRADE-Dateien fehlt die Abtastrate), wird RTMS sie aus der Datendatei berechnen.

7. # Samples [Anzahl Proben] ist die Anzahl der Proben in der Datendatei (.dat).

8. Die Schaltfläche Batterie-Simulator – Schaltet den Batterie-Simulator durch Drücken der


Schaltfläche EIN und AUS, die Hintergrundfarbe wechselt nach Rot für EIN und Grau für AUS. Die
anzulegende Spannung wird in der Schaltfläche angezeigt und kann durch Drücken der Konfigurations-
Schaltfläche geändert werden.

9. Die Schaltfläche Start Now [Jetzt Starten] funktioniert mit der blauen Schaltfläche Play. Durch
Anklicken oder Drücken der Schaltfläche Start Now öffnet sich ein Menü; hier können Sie auswählen, ob
die Prüfung aufgrund von Drücken oder Anklicken der blauen Schaltfläche Play starten soll oder aufgrund
einer Zustandsänderung eines Kontakts oder aufgrund einer speziellen Zeit, wie sie durch die IRIG-B
dekodierte Zeit beim Binäreingang #1 (für Ende-zu-Ende-Prüfungen verwendet), bereitgestellt wird. Wenn
Sie die Start-Schaltfläche IRIG aufgrund von Drücken oder Anklicken der blauen Schaltfläche Play
auswählen, blendet sich ein Fenster auf; es wird die aktuelle UTC-Zeit, dekodiert mit der voreingestellten
Triggerzeit 1 Minute in die Zukunft angezeigt. Durch Drücken oder Anklicken der grünen
Kontrollschaltfläche wird die Triggerzeit wie angezeigt eingestellt.

10. Pre Fault [Vor-Fehler] Zeiteinstellfenster. Hier können Sie zusätzliche Vor-Fehler-Zyklen zur Original-
Fehler-Aufzeichnung "hinzufügen" (für korrekte Polarisation des Relais benötigt). Die Vor-Fehler-Zeit ist
standardmäßig in S, Sekunden, angegeben. Drücken oder klicken Sie auf S und es wechselt zu Cy
Zyklen. Sobald ein Vor-Fehler ausgewählt ist, werden zwei zusätzliche Felder erscheinen. Eines für
Spannung eines für Strom. Match [Übereinstimmung] ist die Standardeinstellung. Dies bedeutet, dass die
Vor-Fehler-Werte für Spannung und Strom mit den Vor-Fehler-Werten in den Konfigurations-/Daten-
Dateien zu Beginn der aufgezeichneten Kurvenform übereinstimmen. Es ist ratsam, dass dies nach dem
Überprüfen der Kurvenform gemacht wird, da es möglich ist, dass 0 Werte beim Start der Kurvenform
sind. Wenn Sie diese Übereinstimmung beim Start der Kurvenform nicht möchten, können Sie Enter
Amplitude [Amplitude eingeben] auswählen; hier können Sie die eigenen gewünschten Werte für
Spannungen und Ströme eingeben. Die eingegebenen Werte sind Spitzenwerte, weil dies dem Standard
in den Datendateien entspricht. Wenn Sie Effektivwerte möchten, dann müssen Sie mit 0,707
multiplizieren.

ANMERKUNG: Die Anzahl der für die Polarisation erforderlichen Zyklen ist unterschiedlich. Es wird
empfohlen, dass ein Minimum von 30 Zyklen von Vor-Fehler zur COMTRADE Aufzeichnung hinzugefügt
wird. Kontaktieren Sie den Technischen Support Ihres Relaisherstellers oder schauen Sie in Ihrem
Relais-Handbuch bzgl. Vor-Fehler-Zeit-Einstellungen nach.

11. Rückstell-Schaltfläche - Drücken Sie diese Schaltfläche, dann wird das Gerät auf Einschalten
der Standardeinstellungen zurückgesetzt. Verwenden Sie diese Schaltfläche, um den VIGENS
zurückzusetzen, nachdem Sie den Alarm aufgrund eines Kurzschlusses an den Spannungskanälen oder
eines offenen Kreises bei den Stromkanälen ausgelöst haben.

12. Blaue Schaltfläche Play - Durch Drücken oder Anklicken der blauen Schaltfläche Play werden die
Kurvenformen heruntergeladen und das Prüfgerät wird auf der Grundlage der Einstellung "Jetzt Starten"
den Vor-Fehler-Vektor anwenden, um dann zu den COMTRADE Wiedergabewerten zu gehen und es
wird nachschauen, ob das zu prüfende Relais schaltet.

169
13. Iterations [Interationsfenster] – Der Standardwert ist "1". Durch Drücken oder Anklicken der Blauen
Schaltfläche Play wird die Prüfung einmal durchgeführt. Wenn Sie beschließen, das Relais durch
mehrere Iterationen des gleichen Fehlers zu beaufschlagen, geben Sie die gewünschte Anzahl iterativer
Zyklen als ganze Zahl ein.

14. Analoge Spannungs- und Stromwerte - Die Software wird die ersten drei analogen Kanäle
entsprechend der Definition in der Konfigurationsdatei anzeigen. Um weitere Kanäle auszuwählen,
klicken oder drücken Sie einfach in das bereitgestellte Namensfenster; eine Liste der verfügbaren Kanäle
wird zur Auswahl angezeigt. Wenn Ihr Prüfsystem mehr als 3 Kanäle hat, klicken Sie zur Auswahl
weiterer Kanäle einfach in den "leeren" Kanal und wählen den nächsten analogen Kanal. Fahren Sie mit
diesem Auswahlablauf fort bis alle gewünschten Kanäle ausgewählt sind.

15. DIGITAL – Der digitale Kanal Name ist standardmäßig auf leer eingestellt. Um digitale Kanäle
wiederzugeben, klicken Sie in das bereitgestellte Fenster und die Namen aller digitalen Kanäle werden
angezeigt.

3.13.2.1 Bearbeiten der COMTRADE Datei


Die gezeigten Analogwerte können entsprechend der Definition in der Konfigurationsdatei Primär- oder
Sekundärwerte sein. Die Verhältnisse von Leistungstransformatoren und Stromwandlern werden
entweder automatisch bereitgestellt oder vom Anwender in Abhängigkeit vom Jahr des COMTRADE
Standard-Dateiformats eingegeben. Dateien, die dem Standard von 1999 und später folgen, sollten die
Leistungstransformator- und Stromwandler-Verhältnisse in der Konfigurationsdatei (.cfg) haben. Dennoch
befolgen nicht alle Hersteller den Standard streng; diese Verhältnisse können fehlen. Wenn sie fehlen
und die Daten-Datei (.dat) ist in Primärwerten, können Sie die Leistungstransformator- und Stromwandler-
Verhältnisse eingeben, um die Primär- in die Sekundärwerte für das wiederzugebende Prüfgerät zu
konvertieren, siehe nachfolgendes Beispiel.

Abbildung 154: Primär- zu Sekundärverhältnisse im Prüfungsbildschirm

Um ein Verhältnis zu ändern, klicken oder drücken Sie einfach auf ein bereitgestelltes Verhältnisfenster
und geben Sie das Verhältnis ein.

170
Abbildung 155 Dialogbox Verhältnisse ändern

Die Software wird Sie fragen, ob Sie Apply All [Alle Anwenden] oder nur Apply To This Phase [Auf
diese Phase anwenden] möchten. Durch Drücken der entsprechenden Anwendungsschaltfläche, werden
Sie die Maximale Effektivspannung und/oder -Strom sehen, der während der Prüfung angewendet wird.

Achten Sie auch sorgfältig auf die Einheitenwerte, da einige Kanäle in Primär- und andere in
Sekundäreinheiten aufgezeichnet werden. Manchmal werden die Prüfströme das Maximum von 30 A pro
Phase überschreiten. Die SMRT/FREJA-Verstärker können Fehlerströme von bis zu 60 A für 1,5
Sekunden ausgeben. Da die meisten Fehler weniger als ein paar Zyklen dauern, wird dies kein Problem
bei der Wiedergabe sein. Prüfströme über 60 A sind nicht zulässig.

Die hauptsächliche Verwendung der Scale [Skala] besteht darin, die Spannungs- und Stromkanäle
proportional zu einander anzupassen, um nicht die "Impedanz" zu ändern, die ein Distanzschutzrelais
"sehen" würde. Nehmen wir nach dem Anpassen der Ausgänge durch Eingabe der Stromwandler-/
Leistungstransformator-Verhältnisse an, dass ein Ausgangsstrom 70 A und die Fehlerspannung 30 Volt
ist. Da die Stromkanäle nicht mehr als 60 A wiedergeben können, müssen die Stromwerte auf 60 A
herunter angepasst werden. Deshalb können Sie durch Anpassen der Skala auf 0,8570 den Strom auf,
sagen wir, 59,99 A senken. Sie müssen dann alle anderen Ausgänge proportional senken und somit die
Fehlerspannung auf 25,71 V verringern.

3.13.2.1.1 Wiedergabe Digitaler Kanal hinzufügen

Um digitale Kanäle wiederzugeben, klicken Sie in das bereitgestellte Fenster und die Namen aller
digitalen Kanäle werden bereitgestellt.

Abbildung 156: Digital Kanäle zur Wiedergabe auswählen

171
Klicken Sie auf die gewünschten digitalen Kanäle, welche mit dem entsprechenden Binärausgangskanal
verknüpft sind; siehe nachfolgendes Beispiel.

Abbildung 157: Vier Digitale Kanäle zur Wiedergabe markieren

Sobald alle entsprechenden Kanäle ausgewählt, die Verhältnisse ordnungsgemäß eingestellt sind und
das Skalieren beendet ist, haben Sie die Erstellung einer Prüfung abgeschlossen.

3.13.2.2 COMTRADE Wiedergabe-Kurvenformen anschauen

Sie können die wiederzugegebenden Kurvenformen anschauen, indem Sie auf die Schaltfläche

Kurvenform drücken oder klicken, siehe nachfolgendes Beispiel.

Abbildung 158: Analoge und Digitale Kanäle für Wiedergabe anschauen

172
Drücken Sie die blaue Typenschild-Schaltfläche (oben rot markiert), um zum vorhergehenden
Bildschirm zurückzukehren.

3.13.2.2.1 Zoom- und Cursor-Steuerungen

Verwenden Sie die Schaltflächen Ein- und Auszoomen, um die Kurvenformen zu zoomen. Die
Vorwärts- und Rückwärts-Schaltflächen werden die Kurvenform entlang der Zeitachse so
verschieben, dass der Anwender die ganze Kurvenform betrachten kann, solange sie vergrößert ist.
Falls ein Cursor ausgewählt ist, bewegen die Vorwärts- und Rückwärts-Pfeile den Cursor. Die Zoom-
Steuerungs-Schaltfläche (rot markiert) wird zwischen den Zoomfunktionen und der Cursorauswahl
umschalten, siehe nachfolgendes Beispiel.

Abbildung 159: Auswahl der Zoom-Steuerung

Der ausgewählte Cursor zeigt die Werte der ausgewählten Kanäle des oberen Fensters. Das Format
ist folgendes:
Cursor-Nr., Proben-Nr., ausgewählter Kanal, Effektivwert-Amplitude, Winkel-Effektivwert, (Spitze
Amplitude, Phasenwinkel), Ausgewählter Stromkanal, Effektivwert Amplitude, Winkel-Effektivwert,
(Spitze Amplitude, Phasenwinkel), Differenzzeit Cursor zu Cursor in ms.
Der Text ist farbkodiert und ändert sich in Abhängigkeit davon, welche Phase ausgewählt ist; siehe
nachfolgendes Beispiel.

173
Abbildung 160: Cursor verwenden

3.13.2.2.2 Zuschnitt-Schaltfläche

Die zweitletzte Schaltfläche in der oberen Reihe ist die Zuschnitt-Schaltfläche . Damit können
Sie eine Kurvenform auf das zuschneiden, was zwischen den Cursorn liegt. Wenn Sie die Play-
Schaltfläche drücken, wird nur das wiedergegeben, was zwischen den beiden Cursorn ist. Um den
Zuschnitt zu entfernen, drücken Sie die Zuschnitt-Schaltfläche erneut.

3.13.2.3 Prüfung speichern

Zum Speichern der Prüfung klicken oder drücken Sie auf das Register FILE [Datei] und speichern sie
als eine PowerDB-Prüfvorlage. Wenn Sie die Prüfung ablaufen lassen möchten, wobei das Prüfgerät
eingeschaltet und bereit ist, öffnen Sie einfach die Prüfvorlage und drücken die Blaue Play-
Schaltfläche.
3.14 Netzpendel-Simulator

Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Netzpendel , um zum Bildschirm für die
Eingangseinstellung des Netzpendels zu gelangen; siehe nachfolgende Abbildung.

174
Abbildung 161: Bildschirm für Eingangseinstellung des Netzpendels

Das Simulationswerkzeug Netzpendel ähnelt dem Netzpendelwerkzeug im Fehlerrechner, welcher


zwei überlagernde Kurvenformen ähnlicher Frequenzen verwendet, um für eine gleichmäßige
Impedanzrampe zu sorgen. Diese Methode ähnelt einem Zwei-Quellen-Modell, bei dem beide
Quellen ähnliche Frequenzen und Amplituden haben. Details hinsichtlich Theorie und
mathematischer Gleichungen, die mit der Netzpendel-Simulation verknüpft sind, finden Sie in
Abschnitt 3.1.20.1.6 Netzpendel.

3.14.1 Prüfungsbildschirm Netzpendel


Es folgt eine kurze Beschreibung der Schaltflächen und Felder, die in der Dialogbox des Netzpendel-
Prüfungsbildschirms zur Verfügung stehen.

Abbildung 162: Beispiel eines Prüfungsbildschirms der COMTRADE Wiedergabe

1. Durch Drücken des Haussymbols kehren Sie zum manuellen Prüfungsbildschirm zurück.

175
2. Drücken Sie die Schaltfläche Konfiguration , um zum Konfigurations-Bildschirm der RTMS-
Software zurückzukehren.

3. Drücken Sie die Schaltfläche Einstellung Binäreingang , um die Dialogbox Binäreingang


aufzublenden.

Die Standardeinstellungen sind Binäreingang 1, potenzialfreie Kontakte wie durch den Eingangstyp
angegeben und Eingangsaktions-Standards, um das Schließen der Schließerkontakte zu zeigen. Für den
Wechsel des Eingangstyps von potenzialfrei zu Spannung drücken Sie das Symbol Eingangstyp;
daraufhin wechselt es zu Spannung. Um zum Öffnen von Öffnerkontakten zu wechseln, drücken Sie das
Symbol Eingangsaktion; daraufhin wechselt es, um das Öffnen der Öffnerkontakte zu zeigen. Um die
Schaltzeit des Relais-Pendelelements zu messen, ist der Zeitmesser standardmäßig auf den aktivierten
Modus des Verriegelten Eingangs eingestellt; dies bedeutet, dass der Zeitmesser beim ersten Schließen
des Kontakts stoppt. Beachten Sie, dass die Entprellzeit auf 2 Millisekunden eingestellt ist.

4. Nachdem die Prüfung abgeschlossen ist, drücken Sie die Schaltfläche Prüfprotokoll hinzufügen /

überprüfen . Diese Schaltfläche wird das aktuelle Prüfergebnis zum Protokoll hinzufügen. Es zeigt
auch das Protokoll und ermöglicht, dass Sie der Prüfung einen Namen geben, Grenzen, Anmerkungen
und Mängel eingeben können. Protokolle können im internen STVI-Speicher gespeichert und mittels
eines USB-Speichersticks nach PowerDB übertragen werden. Frühere Prüfergebnisse können geladen
und die Option "Retest" [Erneut Prüfen] kann zum Wiederholen der Prüfung verwendet werden; dazu
werden die gleichen Parameter wie bei der vorhergehenden Prüfung verwendet.

5. Blaue Schaltfläche Play - Durch Drücken oder Anklicken der blauen Play-Schaltfläche wird der
Vor-Fehler-Vektor angewandt; danach gehen Sie zu den Pendelwerten und schauen, ob das zu prüfende
Relais schaltet.

6. Schaltfläche Zurücksetzen - Durch Drücken dieser Schaltfläche wird das Gerät zurückgesetzt,
um die Standardeinstellungen einzuschalten. Verwenden Sie diese Schaltfläche, um die VIGEN-Module
zurückzusetzen, nachdem sie einen Alarm aufgrund eines Kurzschlusses bei den Spannungskanälen
oder eines offenen Kreises bei den Stromkanälen ausgelöst haben.

7. Fenster Global [Allgemein] – Allgemeine Einstellungen können die Einstellwerte in den Pendel- und
Ergebnisfenstern beeinflussen. Nachfolgend wird jede Einstellung im Fenster Allgemein beschrieben.

Frequenz (Hz): Nenn-Systemfrequenz in Hertz.


Spannung: Sekundärspannung (V) der Nennleitung zum Erdungssystem

176
Periode: Zeitdauer eines vollständigen Pendels in Sekunden (s). Diese Einstellung wird verwendet, um
die allgemeine Pre-Fault [Vor-Fehler-] Zeit in Sekunden zu berechnen sowie die Duration [Dauer] in
Sekunden beim Pendelfenster.
Einstellzeit: Dies ist die Schaltzeit des Relais in Sekunden. Diese Einstellung wird im Fenster Ergebnisse
verwendet, um die Standard-Zeitauswertungswerte Minimum und Maximum (± 5 %) einzustellen.
Beachten Sie bitte, dass die Minimal- und Maximal-Werte im Fenster Ergebnisse manuell geändert
werden können.

8. Fenster Swing [Pendel] – Einstellungen im Pendel-Fenster sind mit dem Impedanzpunkt verknüpft.
Nachfolgend wird jede Einstellung im Pendel-Fenster beschrieben.

Turns [Umdrehungen]: Die Anzahl Male, die das Netzpendel um Zmid und Zmin wiederholt.
Zmin: Minimum des Impedanzpunktes (Ohm)
Zmid: Dies ist die zweithöchste Impedanz während des Netzpendels (Ohm).
Zmax: Dies ist die Start-Impedanz des Netzpendels (Ohm).

Anmerkung zur Anwendung: Vergewissern Sie sich, dass Zmax größer eingestellt ist als die
Blindzoneneinstellung des Netzpendels von mindestens 1 Ohm. Wird Zmax auf einen zu großen Ohm-
Wert eingestellt, kann dies zu einem unrealistischen Impedanzpunkt führen, der an die Relais-Impedanz-
Schaltcharakteristik in einem unerwünschten Winkel heranrückt. Für diese Prüfanwendung funktioniert
am besten, Zmax einfach außerhalb des Netzpendel-Blindzonenelements zu starten.

Abbildung 163: Netzpendelpunkt

Wenn Sie die Schaltfläche Play drücken, wird die Prüfung mit einem Vor-Fehler-Wert für die Vor-Fehler-
Einstellung starten. Nachdem die Vor-Fehler-Zeit vorüber ist, wird das Netzpendel beginnen. Wenn nur
eine Umdrehung festgelegt ist, wird das Netzpendel beim Punkt Zmax beginnen und gleichmäßig bis
Zmin fortfahren. Nachdem der Impedanzpunkt Zmin erreicht hat, wird es dann zu Zmid fortfahren und die
Prüfung wird beendet. Für Prüfungen, die mehr als eine Umdrehung haben, wird der Impedanzpunkt
dann von Zmid fortfahren, weiter zu Zmin und dann wieder zurück zu Zmid. Damit wird weitergemacht, je
nach Anzahl der Umdrehungseinstellung.
Zmid kann gleich wie Zmax eingestellt sein, wenn eine Schleife gewünscht wird. Zmin kann weder gleich
Zmid noch Zmax sein.
.

177
9. Power Swing Waveform [Netzpendel-Kurvenform] – Das Grafikfenster zeigt die Netzpendel-
Kurvenformen an, die abgespielt werden. Bei einer Festlegung von mehr als 1 Umdrehung wird die
Anzeige jede Umdrehung beinhalten.

10. Fenster Results [Ergebnisse]: Das Ergebnisfenster umfasst die Nennspannung, den berechneten
Prüfstrom, die Schaltzeit in Sekunden, die berechneten Min und Max Zeitwerte in Sekunden und
Gut/Schlecht auf der Grundlage der aufgezeichneten Schaltzeit.

3.15 Wiedergabe SS1 Datei

Im Erweiterten Menü klicken Sie auf die Schaltfläche SS1 , um den SS1-Prüfbildschirm zu öffnen.
Die Wiedergabe der SS1-Datei wird verwendet, um State-Sequence Files [Zustand-Sequenz-Dateien]
(SS1) von den Netzsystem-Simulations-Softwareprogrammen ASPEN und CAPE zu importieren. Das
Dialogfenster SS1 Datei wird die SS1 Datei lesen und eine dynamische Zustands-Sequenz-Wiedergabe-
Datei erstellen. Beim Nachbilden des Netzsystems mit Hilfe von ASPEN oder CAPE kann das Relais
dynamisch mit Hilfe von realistischen System-Prüfszenarien geprüft werden.

Abbildung 164: Dialogfenster SS1 Prüfungsbildschirm

3.15.1 Dialogfenster SS1 Datei


Das Dialogfenster ist in fünf Bereiche aufgeteilt und wird mit einer importierten SS1-Datei beschrieben.
Die nachfolgende Abbildung zeigt ein Beispiel für eine importierte SS1-Datei.

178
Abbildung 165: Beispiel für importierte SS1-Datei

3.15.1.1 SS1-Datei Feld Bearbeiten


File: edit field [Datei: Feld bearbeiten] wird verwendet, um mit Hilfe der Schaltfläche Durchsuchen eine SS1-
Datei zu lokalisieren, die zu einer RTMS-Prüfung konvertiert werden soll.

Abbildung 166: Datei Feld Bearbeiten - zum Lokalisieren einer SS1-Datei

3.15.1.2 SS1-Datei Simulationsfeld


Das Simulationsfenster wird die Anzahl der in der SS1-Datei enthaltenen Simulationen auflisten.

Abbildung 167: Simulation-ID-Fenster


Die erste Spalte ist die Prüf-ID-Nummer. Die zweite Spalte ist der Name der Simulation. Die dritte Spalte
die Batteriespannung (nicht verwendet, da die Bat Sim getrennt eingestellt ist). Die vierte Spalte ist die
Entprell-Zeit (nicht verwendet, weil die Entprellzeit in der Dialogbox des Binäreingangs eingestellt wird).
Die fünfte Spalte ist die Ausgangsfrequenz. Die sechste Spalte ist die Anzahl der verwendeten Kanäle.
Die letzte Spalte ist die Anzahl der dynamischen Zustände in der Prüfung (3 wären Vor-Fehler, Fehler
und Nach-Fehler).

3.15.1.3 SS1-Datei Zustandsbereich


Der Zustandsbereich ist eine Liste von Dynamischen Zuständen, die für jede der Simulationen durch
Prüfung # dargestellt wird. Im nachfolgenden Beispiel gibt es 3 Zustände, die Vor-Fehler, Fehler und
Nach-Fehler (Schalter offen) darstellen. Die letzte Spalte stellt die Dauer des Zustands in Zyklen dar.

179
Abbildung 168: Beispiel Zustände

3.15.1.4 SS1-Datei Vektorenbereich


Vektorenbereich ist eine Liste der Spannungen und Ströme, die in den Simulationen ausgegeben werden
sollen.

Abbildung 169: Beispiel Vektoren

Anmerkung: Jeder Versuch, irgendeines der Felder in den Simulationen, Zuständen oder
Vektorenbereich zu ändern wird zu einem Abbruch des SS1-Dateikonverters führen. Jegliche
Bearbeitung von irgendeiner der Textdateien muss in der *.SS1-Datei gemacht werden. Eine
vollständig neue Datei kann von der *.AA1-Datei mit verschiedenen Werten gemacht werden;
verwenden Sie dazu das Notepad und speichern Sie die Datei unter einem neuen Dateinamen.

3.15.1.4 SS1-Datei Zeitfaktorbereich anpassen


Zeitfaktorbereich anpassen enthält drei Bearbeitungsfelder für die Zeiteinstellungen zu den
MPRT/SMRT-Prüfgeräten. Die Einstellungen sind zum Anpassen der Zeit in Millisekunden für die
Synchronisation zwischen den Prüfgeräten verschiedener Hersteller oder Modelle, die bei der
Wiedergabe der Datei Prüfungen und Zustände eingebunden sind.

Abbildung 170: Beispiel für das Anpassen des Zeitfaktors

Die Bearbeitungsfelder der Zeitanpassung sind für das notwendige Verdrehen der Zustände Vor-
Fehler, Fehler und Nach-Fehler. Diese Anpassungen können für die Prüfgeräte MPRT oder SMRT
gemacht und als Standards gespeichert werden. Der Standardspeicher ist auf lediglich die zuletzt
gespeicherten Werte begrenzt und nur dieses eine Gerät ist zum Befüllen der Bearbeitungsfelder
mit der Schaltfläche Standards Laden verfügbar. Zum Starten der Zustands-Wiedergabe mit Hilfe
eines Triggers beim Binäreingang #1 klicken oder drücken Sie die Schaltfläche Warteeinstellungen
Aktivieren. Danach geben Sie den entsprechenden Modus (Angewandt oder Entfernt) sowie
Kontaktart (Spannung oder Kontakt) ein. Das Fenster Verzögerungszeit ist, falls geeignet, für die
Entprellzeit-Einstellungen.

3.15.1.5 Unbearbeitete SS1-Datei anschauen


Unbearbeitete SS1-Datei anschauen - diese Option öffnet das Notepad und zeigt die Daten der SS1-
Datei an, die im SS1-Konverterdialog angeschaut werden sollen.

180
Abbildung 171: Beispiel für Informationen einer unbearbeiteten SS1-Datei

Um die Prüfung durchzuführen, drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche Play. Sobald die Prüfungen
beendet sind, klicken oder drücken Sie auf die Schaltfläche Done [Abgeschlossen].

3.16 IEC 61850 Megger GOOSE Konfigurator (MGC)

Die Megger GOOSE Konfigurator-Software (MGC) liefert eine Abbildung der Binärein- und -Ausgänge
des Prüfgeräts SMRT oder FREJA 5xx für die gewünschten GOOSE-Meldungen. Die GOOSE-
Meldungen werden von den verfügbaren SCL Dateien (Substation Configuration Language =
Schaltanlagen-Konfigurationssprache) gelesen oder können automatisch durch Scannen des
Schaltanlagennetzes bei der Suche nach verfügbaren veröffentlichten GOOSE-Meldungen erkannt
werden. Dieser Scan-Vorgang ist als GOOSE "sniffing" [schnüffeln] bekannt. Der MGC stellt auch
erweiterte Netzwerk-Fehlersuche-Anwendungen zur Verfügung, wie das Vergleichen der GOOSE-
Meldungen, die im Netzwerk vorhanden sind mit den GOOSE-Meldungen, die in den SCL-Dateien mit der
GOOSE MERGE / COMPARE [zusammenfügen/vergleichen] Funktion beschrieben sind; dies ist ein
mächtiges Werkzeug zum Prüfen der horizontalen Kommunikationsbeschreibung (GOOSE) in der
bereitgestellten SCD-Datei bei den Werksabnahme-Prüfungen (FAT) bei IEC 61850 Schaltanlagen.
Diese Art der Überprüfung ist auch als GOOSE Konsistenzprüfung bekannt.

Eine SCL-Datei ist eine XML (Extensible Markup Language) Datei, die die in einer IEC 61850
Schaltanlage (SCD-Datei) verfügbaren IEDs beschreibt oder sie kann nur ein einzelnes IEC 61850 Gerät
(ICD, CID-Dateien) beschreiben. In der SCL-Datei gibt es mehrere IEC 61850 Informationen (logische
Knoten in den IEDs, von den IEDs geschickte GOOSE Meldungen, von den IEDS empfangene GOOSE-
Meldungen, Protokollinformationen zu SCADA usw.).

3.16.1 Beschreibung GOOSE-Meldung

GOOSE ist eine Abkürzung für Generic Object Oriented System Event (GOOSE; Allgemeines
Objektorientiertes Systemereignis). Eine "GOOSE-Meldung" ist eine gewollte Vereinfachung. In
Wirklichkeit ist die GOOSE-Meldung ein digitaler Rahmen (Meldung), der eine Menge Informationen,
einschließlich des Datensatzes, enthält. Ein Datensatz kann verschiedene Informationen enthalten, wie
echte Werte (analoge GOOSE-Informationen, wie Effektivwert einer gemessenen Größe), ganzzahlige
Werte (z.B. BCD-Position eines Leistungstransformator-Stufenschalters), Bool'sche Werte (Einzelpunkt-

181
GOOSE-Information, z.B. das Auslösesignal vom Schutzrelais) und 2-Bit-Stringinformation (Doppelpunkt-
GOOSE-Information, z.B. die Position des Leistungsschalters). Der MGC ermöglicht die Abbildung der
Binärinformation des Datensatzes (Einzel- und Doppelpunkt) zu den Binäreingängen und
Binärausgängen des Megger-Relais-Prüfgeräts.

Abbildung 172: Auslöseprüfung eines IEC 61850 IED mit der IEC 61850 GOOSE-Schnittstelle.

3.16.1.1 IEC 61850 Relaisprüfung – Allgemeine Beschreibung

Das Megger-Relaisprüfsystem ist an den IEC 61850 Stationsbus (oder direkt an die Ethernet-Schnittstelle
des Relais) angeschlossen und für das Abbilden der Auslöse-GOOSE-Meldung vom geprüften IED zu
einem gewählten Binäreingang programmiert. Der abgebildete Binäreingang ist zum Stoppen des
Zeitmessers beim Megger-Prüfgerät programmiert. Diese letzte Aktion wird von der RTMS-Software
durchgeführt. Zum Prüfen von IEC 61850 Relaisanwendungen, bei denen das Schutzrelais ein externes
Signal benötigen, um Schutzfunktionen zu erlauben (z.B. externes direktes Zwischenauslöse-Kommando
oder Start der externen automatischen Wiedereinschaltvorrichtung oder Beginn Schalterfehler), ist es
notwendig, das IEC 61850 Relais mit einer GOOSE-Meldung "einzuschalten". Das Relaisprüfgerät von
Megger , das noch an den IEC 61850 Stationsbus angeschlossen ist, ist nun zum Abbilden eines
Binärausgangs zu einer festgelegten GOOSE-Meldung programmiert, welche vom SMRT oder FREJA
5xx herausgegeben wird. Das Prüfgerät aktiviert seinen Binärausgang sobald die Prüfung es erfordert;
dies bedeutet, dass die GOOSE-Meldung ihren Zustand von "0" (falsch) zu "1" (wahr) ändert. In der
Praxis werden beide Anwendungen (Herausgabe einer GOOSE-Meldung und Indizierung einer GOOSE-
Meldung) oftmals gleichzeitig verwendet.
.

182
Abbildung 173: Externe Relais-Anregungs- (Start autom. Wiedereinschaltvorrichtung) Prüfung eines IEC
61850 IED mit einem SMRT oder FREJA 5xx; diese sind mit der IEC 61850 GOOSE Schnittstelle
ausgestattet.

3.16.2 MGC-Menüs

Nachfolgend werden die MGC Menüs beschrieben.

Abbildung 174: MGC Symbolleisten-Menü

3.16.2.1 Datei-Register

3.16.2.1.1 Speichern

Diese Option ermöglicht, dass Sie eine *.mgc Datei speichern können. Diese Datei wird alle GOOSE-
Meldungen, die zum Konfigurieren des Prüfgeräts verwendet werden, enthalten; darüber hinaus enthält
sie alle erstellten Register für das GOOSE Meldungs-Schnüffeln oder für die GOOSE-Meldungen, die von
den SCL-Dateien importiert werden. Die *.mgc-Datei wird auch die Abbildungen auf die Binäreingänge
und -Ausgänge enthalten.

3.16.2.1.2 Speichern unter

Dies ist ähnlich zu Speichern mit Ausnahme, dass es dem Anwender ermöglicht, eine neue *.mgc-Datei
mit einem anderen Namen zu erstellen.

3.16.2.1.3 Öffnen

Öffnet eine *.mgc -Datei

183
3.16.2.1.4 Einstellungen zum Prüfgerät herunterladen

Diese Funktion wird zum Herunterladen (Schreiben) einer Abbildungs-Konfiguration auf das Prüfgerät
verwendet.

3.16.2.1.5 Beenden

Schließt den MGC.

3.16.2.2 Register Bearbeiten

Alle Vorgänge in diesem Menü beeinflussen die GOOSE-Meldungen im aktiven Register. Es werden
keine Änderungen vorgenommen, bis die neue Konfiguration heruntergeladen ist. Nachfolgend wird das
Menü Register Bearbeiten beschrieben.

Abbildung 175: Menü Register Bearbeiten

3.16.2.2.1 Gewählte GOOSE Löschen

Wird die gewählte(n) GOOSE-Meldung(en) aus dem aktiven Register löschen.

3.16.2.2.2 Unbestätigte (Alle GOOSE-Meldungen dieses Registers) kennzeichnen

Wird die erfassten GOOSE-Meldungen als unbestätigt markieren. Dies hilft zu bestimmen, ob eine
besondere GOOSE-Meldung innerhalb des Netzes gefunden wurde. Alle importierten GOOSE-
Meldungen von SCL-Dateien sind unbestätigt.

3.16.2.2.3 Binäreingangsabbildung zurücksetzen

Wird alle Abbildungen auf Binäreingänge unter dem Register MyGOOSE zurücksetzen.

3.16.2.2.4 Binärausgangsabbildung zurücksetzen

Wird alle Abbildungen auf Binärausgänge unter dem Register MyGOOSE zurücksetzen.

3.16.2.2.5 Abbildungen Aller Binäreingänge / -Ausgänge zurücksetzen (Alle GOOSE-Meldungen)

Wird alle Abbildungen auf Binäreingänge und -Ausgänge unter dem Register MyGOOSE zurücksetzen.

3.16.2.2.6 Aktuelles Register Löschen

Wird das sichtbare Register löschen. Das Register MyGOOSE kann nicht gelöscht werden.

3.16.2.3 Register Anschauen

Nachfolgend wird das Register MGC Anschauen beschrieben.

184
Abbildung 176: Das Menü Register Anschauen

3.16.2.3.1 Alle Zuklappen

Falls eine GOOSE-Meldung erweitert wurde, wird dieses Kommando alle GOOSE-Meldungen zuklappen.

3.16.2.3.2 Alle Erweitern

Alle Erweitern wird alle Eigenschaften der GOOSE-Meldungen zeigen.

3.16.2.3.3 Log Öffnen

Dieses Menü ermöglicht dem Anwender das Anschauen der Protokoll-Datei, die alle Vorgänge des
Anwenders und des MGC enthält.

3.16.2.4 Register Werkzeuge

Nachfolgend wird das Menüregister Werkzeuge beschrieben.

Abbildung 177: Register-Menü Werkzeuge

3.16.2.4.1 Erfassen

Zum "Schnüffeln", d.h. Erfassen der GOOSE-Meldungen von einem Gerät des Netzwerks. Dadurch wird
das gewählte Netzwerk-Schnittstellen-Fenster (Ethernet-Schnittstelle) geöffnet, falls keine Schnittstelle
vorher in dieser Sitzung ausgewählt worden war.

3.16.2.4.2 Import

Zum Importieren der GOOSE-Meldungen von einer Datei des Typs SCL. Diese Dateien haben eine
.SCD, .CID oder .ICD-Endung (IEC 61850 Standard, Ausgabe 1). Damit wird ein Browserfenster geöffnet,
um eine SCL-Datei zum Öffnen auszuwählen.

3.16.2.4.3 Sortieren

Zum Sortieren von GOOSE-Meldungen entweder in absteigender oder in aufsteigender Reihenfolge.

185
3.16.2.4.4 GOOSE-Konfiguration zurücksetzen

Zum Zurücksetzen der GOOSE-Abbildungskonfigurationen des Prüfgeräts.

3.16.2.4.5 Netzwerk-Gerät auswählen

Zum Anzeigen des nachfolgenden Fensters, das die Auswahl der Ethernet-Schnittstelle des PC zulässt,
der zum Schnüffeln (Erfassen) der GOOSE-Meldungen und zur Kommunikation mit dem Megger-
Prüfgerät verwendet wird. Normalerweise wird diese PC-Ethernet-Schnittstelle an die vordere
Schnittstelle des Prüfgeräts angeschlossen.

Abbildung 178: Ethernet-Schnittstelle auswählen

3.16.2.4.6 Prüfgeräte-IP einstellen

Anzeigefenster zum Eingeben der IP-Adresse der vorderen Schnittstelle des Megger-Prüfgeräts, um das
Herunterladen der GOOSE-Abbildung zu ermöglichen.

Abbildung 179: Fenster für IP-Adressen-Einstellung

3.16.2.4.7 Präferenz

Nachfolgend werden die Auswahlmöglichkeiten beim Bildschirm Präferenzen beschrieben.

Abbildung 180: Auswahl beim Bildschirm Präferenzen

ANMERKUNG: Der SMRT/MPRT Modus gilt auch für die Geräte FREJA 5xx.

186
3.16.2.4.7.1 Gesamtansicht

In der Gesamtansicht werden alle mit den GOOSE-Meldungen verknüpften Informationen gezeigt. Siehe
nachfolgendes Beispiel.

Abbildung 181: Gesamtansicht GOOSE-Meldungen

3.16.2.4.7.2 Einfache Ansicht

Bei Einfache Ansicht werden die am meisten verwendeten Informationen, die mit den GOOSE-
Meldungen verknüpft sind, gezeigt. Ohne Erweiterung wird die GOOSE Fehlersuche durchgeführt, dies
ist die vorgeschlagene Ansicht für den Anwender.

Abbildung 182: Beispiel für Einfache Ansicht der GOOSE-Meldung

3.16.2.4.7.3 FREJA 4xx Modus

Hiermit kann der MGC mit den Relais-Prüfgeräten FREJA 4xx von Megger arbeiten.

187
Die GOOSE-Meldungen werden den FREJA 4xx Binäreingängen (Empfangen) und -Ausgängen
(Ausgeben) zugeordnet.

3.16.2.4.7.4 SMRT / MPRT Modus

Ermöglicht dem MGC mit den Geräten SMRT oder FREJA 5xx oder älteren MPRT-Geräten zu arbeiten,
die mit einer IEC 61850 Schnittstelle ausgestattet sind. Die GOOSE-Meldungen werden den
Binäreingängen und -Ausgängen von MPRT, SMRT oder FREJA 5xx zugeordnet.

3.16.2.4.7.5 PC-GOOSER Modus

Ermöglicht dem MGC mit der Universal-IEC 61850 GOOSE Prüfeinrichtung, dem GOOSER zu arbeiten.
Die GOOSER-Produktion wurde eingestellt.

3.16.2.4.7.6 Erweiterter MPRT-Modus

In diesem Modus können alle empfangenen und ausgegebenen GOOSE-Meldungen entweder zu den
Binäreingängen oder -Ausgängen zugeordnet werden. Wenn eine GOOSE-Meldung verschiedene
Anzeichen enthält, dann können diese besonderen Anzeichen entweder zum Eingang oder Ausgang
abgebildet werden. Die nachfolgende Abbildung zeigte eine GOOSE, wobei ein Anzeichen bei Eingang 6
und Anzeichen zwei bei Ausgang 6 abgebildet wurde. Beachten Sie, dass es in diesem Modus schwierig
ist zu bestimmen, ob eine GOOSE eine ausgegebene oder eine empfangene Meldung ist. Diese
Anwendungsart ist nicht sehr gebräuchlich.

Abbildung 183: Bildschirm MPRT Erweiterter Modus

3.16.2.4.7.7 Prüfgeräte-Anschluss überbrücken

Ermöglicht dem MGC, das Netzwerk zu scannen, ohne über ein Prüfgerät als Sicheren Netzwerk-
Zugangspunkt zu haben.

Anmerkung: In diesem Fall ist die PC-Ethernet-Schnittstelle direkt an den Schaltanlagenbus


angeschlossen. Dieser Betriebsmodus ist nur für erfahrene Anwender, die die vom PC eventuell zum
Schaltanlagenbus ausgegebenen Meldungen unter vollständiger Kontrolle haben. Dies ist während einer
Wartungsprüfung oder überhaupt, wenn die Schaltanlage in Betrieb ist, absolut nicht zu empfehlen.
Wenn Sie nicht sicher sind, schließen Sie immer Ihren PC an die ISOLIERTE Schnittstelle der Relais-
Prüfeinrichtung von Megger an und schließen danach die IEC 61850 Schnittstelle an den Schaltanla-
genbus.

188
3.16.2.5 GOOSE Filter-Optionen

Die GOOSE Filteroptionen ermöglichen dem Anwender GOOSE-Meldungen zum Register FILTER
hinzuzufügen. Hierfür eine GOOSE-Meldung auswählen, Rechtsklick darauf und "Zu GOOSE-Filter
hinzufügen" auswählen.

Abbildung 184: Bildschirm für MGC GOOSE Filter-Optionen

3.16.2.5.1 Bei Zu Filter Hinzufügen löschen

Diese Option wird die gewählten GOOSE-Meldungen vom aktuellen Register löschen, sobald sie zum
Register FILTER hinzugefügt sind.

3.16.2.5.2 Filter erlaubt Update

Diese Option ermöglicht nur den GOOSE-Meldungen, im Register FILTER mit dem nächsten Erfassungs-
Vorgang erfasst/aktualisiert zu werden. Bei Nicht-Auswahl werden die GOOSE-Meldungen im Register
FILTER beim nächsten Erfassungsvorgang ignoriert und nicht hinzugefügt/aktualisiert. Entfernen
(Löschen) Sie das Register Filter, wenn Sie irgendwelches Filtern einfach beseitigen möchten.

3.16.2.5.3 VLAN ID

In diesem Fenster ist es auch möglich, den Algorithmus GOOSE MERGE (Zusammenführen) zu
beeinflussen; Sie entscheiden, ob einige wichtige Parameter wie die VLAN-Bezeichnung und das
Prüfungsattribut zur Unterscheidung verwendet werden sollte, ob zwei Meldungen gleich oder
verschieden sind. Falls ausgewählt, werden zwei GOOSE-Meldungen mit unterschiedlichen Attributen
nicht in einem MERGE-Vorgang zusammengeführt. Dies bedeutet, dass eine SCL-GOOSE und eine

189
erschnüffelte GOOSE, die zwar in all ihren Parametern gleich sind, deren VLAN-Bezeichnung aber
verschieden sind, nicht zusammengeführt werden, da sie als unterschiedliche Meldungen betrachtet
werden. Falls nicht ausgewählt, werden die VLAN-Attribute bei einem MERGE-Vorgang ignoriert.

3.16.2.5.4 GOOSE Prüfungs-Attribute ED. 1.

Falls ausgewählt, werden zwei GOOSE-Meldungen mit unterschiedlichem Wert (Wahr oder Falsch) des
Prüfungs-Attributs als unterschiedlich betrachtet und nicht zusammengeführt. D.h., dass eine SCL-
GOOSE und eine erschnüffelte GOOSE, die in all ihren Parametern gleich, aber in den Prüfungs-
Attributen verschieden sind, nicht zusammengeführt werden. Falls nicht ausgewählt, wird das Prüfungs-
Attribut durch den MERGE-Algorithmus ignoriert. Dies bedeutet, dass eine SCL-GOOSE und eine
erschnüffelte GOOSE, die in all ihren Parametern gleich aber in den Prüfungs-Attributen verschieden
sind, als gleich betrachtet und zusammengeführt werden.

3.16.2.6 Register Prüfung


3.16.2.6.1 IEC 61850-8-1 Ed. 1 Prüfung

Mit diesem Menü ist es möglich, die Prüf-Service-Parameter und auch die Prüfungsbits bei den
Prüfqualitäts-Attributen der vom Megger Relais-Prüfgerät ausgegebenen GOOSE-Meldungen zu
manipulieren.

Abbildung 185: IEC 61850 Ed.1 Prüfungs-Auswahl-Menü

3.16.2.7 Register Hilfe

Abbildung 186: Register MGC Hilfe

Über
Die Hilfe-Option wird die Software-Version anzeigen.

Handbuch
Öffnet das Handbuch (Acrobat Reader muss installiert sein).

190
3.16.3 MGC Symbolleiste

Die MGC-Schaltflächen stellen eine Tastenkombination zur Verfügung, um entweder eine GOOSE-
Meldung zu importieren oder zu erfassen, ohne durch die Symbolleiste zu navigieren.

Abbildung 187 MGC Symbolleiste

3.16.3.1 SCL-Schaltfläche

GOOSE-Meldungen von einer SCL-Datei importieren.

3.16.3.2 C-Schaltfläche

Erfasst (erschnüffelt) GOOSE-Meldungen vom Netzwerk.

3.16.3.3 DL-Schaltfläche

Lädt Schreibeinstellungen zum Prüfgerät herunter.

3.16.3.4 Schaltfläche MERGE

Hiermit werden erfasste und importierte GOOSE-Meldungen in einem Register zusammengeführt.

3.16.3.5 Schaltfläche COMPARE [Vergleichen]

Diese Schaltfläche erscheint, wenn ein Register MERGE existiert. Es können zwei GOOSE-Meldungen
aus dem Register MERGE ausgewählt und durch Anklicken von COMPARE [Vergleichen] werden Sie
zusammen mit der Liste der Unterschiede bei den zwei gewählten GOOSE-Meldungen in einem neuen
Register erscheinen. Dies ist hilfreich, wenn der MERGE-Algorithmus bei einigen Meldungen nicht
erfolgreich ist, um einfach zu verstehen, was die Unterschiede sind. Wenn es kein Register MERGE gibt,
ist diese Schaltfläche grau.

3.16.3.6 Schaltfläche Zu MyGOOSE Kopieren

Eine GOOSE-Meldung zum Register MyGOOSE kopieren. Das Register MyGOOSE ist da, wo alle
GOOSE-Meldungen entweder zu den Binäreingängen oder -Ausgängen zugeordnet werden. Mehrfach-
Auswahl ist möglich (SHIFT Click).

3.16.3.7 Schaltfläche Neue Suche

Bei Auswahl dieser Option öffnet sich ein Such-Dialog, bei dem die Parameter zum Suchen nach
GOOSE-Meldungen festgelegt werden können.

191
Abbildung 188: Register MGC Suchen
<<Vorherige
Damit wird zur vorangegangenen dem Suchfilter entsprechenden Übereinstimmung gesprungen.

Nächste>>
Damit wird zur nächsten dem Suchfilter entsprechenden Übereinstimmung gesprungen.

3.16.4 Netzwerk-Scanning
Eine Art, den Zustand des Systems zu bestimmen, ist das Überwachen des Netzwerkverkehrs. Die
Stationskommunikation besteht aus vielen Komponenten, von denen eine die GOOSE-Kommunikation
ist. Mit Hilfe des MGC ist es möglich, das Netzwerk nach GOOSE-Kommunikation zu scannen und falls
gewünscht, diese Informationen zum Konfigurieren der Megger-Prüfeinrichtung für Empfang und
Ausgabe von GOOSE-Meldungen zu verwenden. Das Scannen des Netzwerks kann auch bei der
Fehlersuche helfen.

3.16.4.1 GOOSE-Meldungen erfassen

Das Erfassen von GOOSE-Meldungen aus dem Netzwerk ist eine andere Methode, um sie in die MGC-
Software zu importieren.
1. Schließen Sie den PC an die PC-Schnittstelle oder die Schnittstelle ISOLATED [Isoliert] am
Megger Relais-Prüfsystem an. Bei Verwendung von MGC Onboard in der Software RTMS
Enhanced besteht kein Bedarf, einen PC anzuschließen.
2. Schließen Sie den Schaltanlagen-Ethernet-Switch (Schaltanlagenbus) an die IEC 61850-
Schnittstelle des Megger Relais-Prüfgeräts an.
3. Die MGC-Anwendung wird dann gestartet.

192
Abbildung 189: Schaltfläche Erfassen verwenden
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche “C” (oder verwenden Sie "Werkzeuge"– "Erfassen"); MGC wird
sie dann fragen, welche Ethernet-Schnittstelle des PC voraussichtlich für die Kommunikation mit
MGC verwendet wird.

Anmerkung Es wird empfohlen, dass die Ethernet-Schnittstellenadresse mit der IP-Adresse


der Megger Relais-Prüfgeräte-Schnittstelle kompatibel ist.

Abbildung 190: PC Ethernet-Schnittstelle auswählen

Stellen Sie die Prüfgeräte-IP-Adresse ein.

Abbildung 191: Prüfgeräte-IP-Adresse einstellen

5. Nachdem ein Gerät ausgewählt ist, wird die Schaltfläche "C" grün und die Meldungen werden
beginnen, so zu erscheinen, wie sie erfasst werden. Ein Erfassungs-Sitzung wird so lange
dauern, bis die Schaltfläche C erneut angeklickt wird.

6. Sobald die gewünschten GOOSE-Meldungen auf dem Schirm erscheinen, stoppen Sie das
Scannen, indem Sie erneut auf "C" klicken.

Alle erfassten Meldungen werden grün angezeigt. Jedes Mal, wenn eine erfasste Sitzung angestoßen
wird, wird ein separates Register erstellt, das alle erfassten Meldungen enthält.

193
Abbildung 192: Erfasste GOOSE-Meldungen

3.16.4.2 GOOSE-Meldungen überwachen

Beim Ablaufenlassen eines Erfassungsvorgangs wird der MGC den Status der erfassten Signale zeigen.
Jede Statusänderung wird mit Farbwechsel des Signals hervorgehoben; violett für aus (falsch) und rot für
ein (wahr).

194
Abbildung 193: Beispiel für Statusänderung der Erfassten GOOSE-Meldungen

3.16.5 Analyse der GOOSE-Meldungen

Viele verschiedene Arten an Meldungen werden mit Hilfe des gleichen Netzwerks transportiert. Der
eingebaute Schnüffler im MGC hilft, indem er nur GOOSE-Meldungen zeigt und jede andere Art von
Ethernet-Meldungen herausfiltert. Selbst wenn dies die Datenmenge einkreist, die gewissermaßen
analysiert werden muss, wird es dennoch einen wesentlichen Teil an Informationen geben, die aussortiert
werden müssen, bevor Sie zu den gewünschten Details kommen.
Es gibt eine Reihe von Werkzeugen, die verwendet werden können, um die gewünschte Information aus
dem Netzwerk zu finden, z.B. VLAN-ID Warndialog, Filter, Zusammenführung und Bestätigung.

3.16.5.1 GOOSE Filter

Es gibt eine große Anzahl von zu analysierenden GOOSE-Meldungen im Netzwerk und es kann mühsam
sein, eine vollständige Erfassung durchzuführen und unter allen anderen Meldungen die gewünschten
Meldungen herauszufinden. In diesem Fall kann die Filterfunktion verwendet werden, um jede andere
Meldung als diejenigen, die zu prüfen sind, herauszufiltern. Das Filtern erfolgt durch Auswahl einer
GOOSE-Meldung aus irgendeinem Register, Rechtsklick auf die Meldung und Auswahl von "Zum
GOOSE-Filter hinzufügen". Dadurch wird die Meldung in ein neues Register, FILTER genannt,
hinzugefügt, falls sie nicht bereits dort ist. Beim nächsten Mal, wenn eine Erfassung durchgeführt wird,
werden nur Meldungen im Register Filter erfasst. Die Einstellungen für den Filter finden Sie unter
Werkzeuge | Präferenzen | GOOSE Filter-Optionen. Hier können Sie auch auswählen, ob die GOOSE-
Meldung, die zum Filter hinzugefügt wird, aus dem Register, von dem es ausgewählt wurde, entfernt
werden soll. Dies kann nützlich sein, um den Überblick darüber zu behalten, welche Meldungen
analysiert wurden.

3.16.5.2 MERGE

Beim Erfassen können andere GOOSE-Meldung beim Netzwerk vorhanden sein als erwartet. Hier kann
MERGE verwendet werden, um zu überprüfen, ob eine GOOSE-Meldung am Netzwerk anders ist als
eine GOOSE-Meldung, die in der SCL-Datei beschrieben ist. Merge vergleicht die Meldungen in einer
SCL-Datei mit einer erfassten Sitzung. D.h., beim Erfassen von Meldungen aus dem Netzwerk und
Importieren einer SCL-Datei, die Meldungen enthält, die am Netzwerk verfügbar sein sollten, können Sie
sehen, ob die Meldungen wirklich vorhanden sind und ob ein bedeutender Parameter der Meldungen sich
geändert hat. Eine detailliertere Beschreibung über die Verwendung von Zusammenfügen finden Sie im
nächsten Abschnitt.

195
3.16.5.3 VERGLEICHEN
Wenn MERGE (Zusammenführen) zwischen zwei GOOSE-Meldungen nicht erfolgreich ist, dann liegt es
daran, dass die zwei Meldungen einige Unterschiede haben. Es gibt die Möglichkeit, Informationen von
allen Unterschieden zwischen zwei GOOSE-Meldungen zu haben, indem Sie sie (aus dem Register
MERGED) auswählen und COMPARE (Vergleichen) anklicken. Auf diese Weise wird es einfach sein, zu
verstehen, was der Unterschied zwischen den GOOSE-Meldungen ist. Dieser Unterschied ist normaler-
weise die Ursache für die Nicht-Annahme einer GOOSE-Meldung von einigen IEDs: es gibt einige
Unterschiede zwischen den erwarteten GOOSE (beschrieben in der SCL-Datei) und den verfügbaren
GOOSE (am Netzwerk ausgegeben).

3.16.5.4 Bestätigung

Alle erfassten GOOSE-Meldungen werden bestätigt, d.h. sie sind wirklich im Netzwerk vorhanden und
sind deshalb grün markiert. Alle von einer SCL-Datei importierten GOOSE-Meldungen werden als
unbestätigt betrachtet und sind schwarz. Beim Erfassen von GOOSE-Meldungen kann es schwierig sein,
zu sehen, ob eine spezielle GOOSE-Meldung tatsächlich irgendwelche Vorgänge durchführt. Durch
Hervorheben des Signals oder der gesamten unbestätigten GOOSE-Meldung ist es möglich zu sehen,
welche Signale tatsächlich Daten haben, die sich ändern. Wenn sich Daten ändern, wird die Farbe der
GOOSE-Meldung zur grünen Farbe zurückkehren, andernfalls bleibt sie schwarz; letzteres bedeutet
dann, dass das Signal im Netzwerk nicht besteht, auch wenn die GOOSE-Meldung vorhanden ist.

3.16.6 Zusammenführen von GOOSE-Meldungen

Beim Analysieren der IEC 61850 GOOSE Kommunikation in einer Schaltanlage wird angenommen, dass
die Liste der GOOSE-Meldungen, die beim Scannen des Netzwerks entdeckt werden, gleich ist mit der
Liste der GOOSE-Meldungen, die in der SCL-Datei, die die Schaltanlage (SCD) beschreibt, aufgelistet
sind. Nicht nur die Liste, sondern auch die GOOSE-Attribute der gescannten GOOSE-Meldungen und die
SCL-GOOSE-Meldungen müssen gleich sein. Es kann vorkommen, dass die gescannten GOOSE-
Meldungen von den SCL-Datei-Meldungen abweichen. Diese Unterschiede können beim Erhalten der
GOOSE-Meldungen, die aus der Sicht des Netzwerkscans "scheinbar OK sind" Fehler in einige IEDs
bringen. Die MGC-Anwendung ermöglicht ein "MERGE" [Zusammenführen] der vom Netzwerk gescann-
ten GOOSE-Information mit der SCL-Datei GOOSE-Information. Wenn zwei GOOSE-Meldungen, eine
gescannt und eine in der SCL-Datei, genau gleich sind, dann werden sie in eine GOOSE-Meldung
zusammengeführt. Wenn es irgendwelche Unterschiede gibt, werden sie nicht zusammengeführt.
Danach können Sie die GOOSE-Meldungen, die nicht zusammengeführt wurden, überprüfen und die
Unterschiede finden, die erklären können, warum einige IEDs nicht in der Lage sind, die ausgegebenen
GOOSE-Meldungen zu empfangen.

3.16.6.1 Beispiel ZUSAMMENFÜHREN und VERGLEICHEN

Bei diesem Beispiel gibt es zwei IEDs. Die SCD-Datei für die Schaltanlage beschreibt die GOOSE-
Meldungen, von denen erwartet wird, dass beide IEDS sie senden:

196
Die beiden IEDs sind “RET670_IEC” und “GOOSER”. Das “RET670_IEC” ist konfiguriert, drei GOOSE-
Meldungen zu senden, wie aus der obigen Abbildung entnommen werden kann. Nur “RET670_IEC” ist an
den Schaltanlagenbus angeschlossen.
Durch Scannen des Schaltanlagenbusses werden folgende GOOSE-Meldungen entdeckt:

Abbildung 194: Erfasste GOOSE-Meldungen

197
Anmerkung: Bei den erschienenen GOOSE-Meldungen steht die Einzelinformation "IED-Name" nicht
zur Verfügung, wobei "IED-Name + LD-Name" (IED-Name + Logical Device name) stattdessen verwendet wird.
Dies beruht darauf, dass der (IED-Name + Logical Device Name) bei den GOOSE-Meldungen nicht erscheint.

Um die "ZUSAMMENFÜHRUNG" zwischen den gescannten GOOSE-Meldungen und den SCL-GOOSE-


Meldungen durchzuführen, drücken Sie die Schaltfläche "MERGE" [Zusammenführen]. Das Ergebnis wird
im nachfolgenden Register "MERGED" gezeigt:

Abbildung 195: Zusammengeführte GOOSE-Meldungen

Sie können sehen, dass 2 Meldungen erfolgreich zusammengeführt wurden (das Symbol "M" zeigt
dies an). Dies bedeutet, dass diese zwei Meldungen identisch mit der Information auf der SCD-Datei
sind: die IEDs in der Schaltanlage veröffentlichen die GOOSE-Meldungen genau wie sie in der SCD-
Datei konfiguriert sind. Beim "Prüfen" der ersten zusammengeführten GOOSE-Meldung können Sie
sehen, dass der MGC die SCL-Information mit der gescannten Dateninformation zusammengeführt
hat.

198
Abbildung 196: Erforschen der Zusammengeführten GOOSE-Meldungen

Bei diesem Beispiel steht die IED IP-Adresse nur in der SCL-Datei (und nicht bei der veröffentlichten
Meldung) zur Verfügung, während die MAC-Adresse der IED Ethernet-Schnittstelle nur bei der
veröffentlichten Meldung (nicht bei der SCD-Datei) zur Verfügung steht:

Abbildung 197: IED IP Adresse in der SCL-Datei

Beim Datensatz können Sie ebenfalls sehen, dass die Datenobjektinformation (Name der
Einzelinformation im Datensatz), nur bei der SCD-Datei verfügbar, mit den Rohinformationen (Boolean),
bei der veröffentlichten Meldung verfügbar, zusammengeführt wurde.

Abbildung 198: Zusammengeführte Boolean-Information

In dieser Phase ist Folgendes nützlich: die erfolgreiche ZUSAMMENFÜHRUNG zeigt, dass die
veröffentlichten zusammengeführten GOOSE-Meldungen mit dem übereinstimmen, was in der SCL-Datei
konfiguriert wurde; der Anwender hat alle Informationen, die nützlich sind, um zu verstehen "was" in der
Schaltanlage "geschieht". Die "Boolean"-Anzeige für den Datensatz ist nicht sehr bedeutungsvoll, aber
wenn sie in der SCL-Information“SP16GGIO3” eingebunden ist, wird es verständlicher, dass dieser Teil
des Datensatzes den logischen Knoten SP16G- GIO darstellt, welcher eine Standard-IEC 61850-

199
Information ist. Darüber hinaus gibt es Anzeigen von den "nicht-zusammengeführten GOOSE-
Meldungen".

Um zu verstehen, warum die GOOSE-Meldungen nicht zusammengeführt wurden, sind einige IEC 61850
Erfahrungen und einige manuelle Nachforschungen notwendig. Das System ist auch in der Lage,
merkwürdige GOOSE-Meldungen genau zu bestimmen, indem es sie nicht zusammenführt. Betrachten
wir die nicht-zusammengeführten GOOSE-Meldungen.

Abbildung 199: Zusammengeführte und Nicht-Zusammengeführte GOOSE-Meldungen

Die GOOSE-Meldung mit der MAC Adresse “01-0C-CD-01-00-FF” ist nur in der SCD-Datei verfügbar
(schwarze Farbe). Sie ist daher nicht beim Stationsbus verfügbar. Der IED "GOOSER" (Ihr Relais-Prüf-
gerät) ist nicht an den Bus angeschlossen; dadurch wird er nicht mit der SCL-Datei zusammengeführt.
Die Meldung “01-0C-CD-01-00-01” steht am Bus nicht zur Verfügung (grüne Farbe) und ist in der SCL-
Datei. Es gibt jedoch einen Unterschied bei einigen Daten, so dass sie tatsächlich unterschiedlich sind.
Warum?
Lassen Sie uns die Meldungen erforschen:

200
Abbildung 200: GOOSE-Meldungen erforschen

Sie können sehen, dass die veröffentlichte GOOSE-Meldung (grüne Farbe) den VLAN 256 hat. Die
technisierte GOOSE (SCL-GOOSE, schwarze Farbe) hat einen VLAN von 1. Diese Differenz kann dazu
führen, dass das eine IED, das für den Empfang dieser GOOSE-Meldung konfiguriert ist, dies nicht tun
kann. Das IED ist von der SCL-Datei konfiguriert und die veröffentlichte GOOSE ist anders. Warum das
IED eine GOOSE-Meldung mit einem anderen VLAN veröffentlicht und danach in der SCD-Datei
angezeigt hat, kann von der MGC-Anwendung nicht analysiert werden und bedarf weiterer
Nachforschung. Eine Möglichkeit besteht darin, dass das IED mit einer anderen SCD-Dateiversion
konfiguriert wurde oder vielleicht hat das IED die Information in der SCD-Datei falsch interpretiert. Wichtig
ist, wissen zu können, dass einige Meldungen nicht wirklich die gleichen sind. Es besteht die Möglichkeit,
die beiden Meldungen, die nicht zusammengeführt wurden, auszuwählen und das MGC zu bitten, die
Unterschiede zwischen ihnen zu zeigen; dazu verwenden Sie die Schaltfläche COMPARE [Vergleichen].

3.16.6.2 Beispiel COMPARE [VERGLEICHEN]

Im nachfolgenden Beispiel können Sie ein Register MERGED [Zusammengeführt] sehen, bei dem einige
GOOSE-Meldungen nicht zusammengeführt wurden, siehe nachfolgende Abbildung.

201
Abbildung 201: Zusammengeführte und Nicht-Zusammengeführte GOOSE-Meldungen

Wählen Sie die zwei nicht zusammengeführten Meldungen (SHIFT-Auswahl oder CTR-Auswahl auf
beide) und klicken Sie auf COMPARE [Vergleichen]; siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 202: GOOSE-Meldungen vergleichen

Sie erhalten das neue Register COMPARE, bei dem die Liste der Unterschiede gezeigt wird, siehe
nachfolgende Abbildung.

Abbildung 203: Vergleichs-Unterschiede

Als Ergebnis von COMPARE kann gesehen werden, dass die SCL GOOSE einen längeren Datensatz als
die veröffentlichte GOOSE enthält. Darüber hinaus sind die Konfigurationsversionen der beiden

202
Meldungen verschieden: eine bei der veröffentlichten GOOSE und zwei bei der SCL GOOSE. Dies
bedeutet mit größter Wahrscheinlichkeit, dass die horizontale Kommunikation der Schaltanlage für die
GOOSE 01-0C-CD-01-00-AD nach der Installation der Herausgeber-IEDs geändert wurden. Sein
Datensatz wurde verändert und korrekterweise hat das IEC 61850 Technikwerkzeug die
Konfigurationsversion (von 1 auf 2) erhöht. Die SCL-Datei schreibt die Schaltanlage nicht korrekt und die
IEDs sollten mit der neuen IEC 61850 Information, die in der gegeben SCD-Datei enthalten ist, geladen
werden.

3.16.7 Konfiguration

Die Prüfgeräte SMRT und FREJA 5xx für Binärsignale indizieren oder sie veröffentlichen. Die
Konfiguration wurde gemacht, damit das Megger Prüfgerät weiß, welcher Eingang / welche Eingänge
oder/und Ausgang /Ausgänge zu welchen GOOSE Meldungen abgebildet werden sollen. Die
Konfiguration wird durch Kopieren der gewünschten GOOSE-Meldungen in das "MyGOOSE" im MGC
und entsprechendes Zuweisen der Binäreingänge und/oder -Ausgänge durchgeführt.

IEDs veröffentlichen und/oder indizieren GOOSE-Meldungen in erster Linie für Feld-Kommunikation. Die
SCL-Datei für die Station liefert die vollständige Information darüber, welche GOOSE-Meldungen zur
Verfügung stehen. Eine andere Methode, herauszufinden, was zur Verfügung steht ist das Erfassen des
Netzwerkverkehrs und die Suche nach speziellen Meldungen. Erfassen ist gut so lange es nur wenige
Signale gibt, aber da die Beschreibung der Signale in der Meldung nicht vollständig ist, kann es
zeitraubend sein, herauszukristallisieren, was tatsächlich verfügbar ist. Deshalb ist es normalerweise
besser die Konfiguration mit Hilfe der SCL-Datei für die Station durchzuführen, da hier alle Informationen
enthalten sind, d.h. SSD oder SCD-Dateien.

Abbildung 204: Eine erfasste GOOSE für Vorgang auswählen und nach MyGOOSE kopieren

Abbildung 205: GOOSE-Meldungen auf Binäreingänge und -Ausgänge abbilden

203
Abbildung 206: Auswahl einer GOOSE, die von einer SCL-Datei für den Vorgang importiert wurde und
nach MyGOOSE kopieren

Abbildung 207: Abbilden einer Importierten GOOSE in MyGOOSE

3.16.7.1 SMRT / FREJA 5xx Binäreingänge auf GOOSE-Meldungen abbilden

Dieser Vorgang ist notwendig, sobald das Relaisprüfgerät auf Relaissignale reagieren soll, die in der
konventionellen Technologie Relaiskontakte sind (Auslösung, Beginn Netzpendelung erkannt usw.) und
in der IEC 61850 Technologie durch veröffentlichte GOOSE-Meldungen dargestellt sind.

Die Aktion, die gemacht werden muss, ist das Abbilden der GOOSE-Meldung auf einen speziellen
Binäreingang. Nachdem dies gemacht wurde, wird die Relaisprüfung auf die gleiche Weise wie für die
konventionelle Technologie durchgeführt. Das Relaisprüfgerät ist angewiesen, vom gewünschten
Binäreingang angehalten zu werden (im Falle einer Auslöseprüfung); dies wird in einer GOOSE-
Empfangsmeldung abgebildet.

Um das Abbilden des GOOSE Datensatzes auf den Binäreingang durchzuführen, muss die GOOSE-
Meldung im Register "MyGOOSE" verfügbar sein.

Abbildung 208: Importierte GOOSE in MyGOOSE zum Abbilden

Das Register GOOSE-Meldung "MyGOOSE" enthält einen Datensatz und die Bit-Informationen des
Datensatzes werden tatsächlich auf einen Binäreingang abgebildet, siehe die nachfolgende Schritt-für-
Schritt-Beschreibung.

1. Zum Erweitern + anklicken.


Die Datensatzinformation ist geöffnet:

204
Abbildung 209: Datensatz öffnen

2. Wählen Sie ein Bit (oder mehrere Bits) des Datensatzes aus und bilden Sie es auf den gewünschten
Binäreingang unter der GOOSE-Indizierung ab.

Abbildung 210: Binäreingang #1 (BIN1) abbilden

Sobald die Wahl getroffen ist, wird im Beispiel das Relaisprüfgerät angewiesen, den Bit Nr. 1 des
Datensatzes auf seinen Binäreingang 1 abzubilden:

3. Diese Information muss dann zum Relaisprüfgerät gesendet (heruntergeladen) werden, indem die
Schaltfläche "DL" (Download) angeklickt wird.

Die MGC-Anwendung wird nach der IP-Adresse der Prüfgeräte-Ethernet-Schnittstelle fragen.

4. Drücken Sie die Schaltfläche OK, um die Abbildungsinformation zum Relaisprüfgerät zu senden.

Danach wird sich SMRT / FREJA 5xx entsprechend verhalten, wie es angewiesen wurde. Für das
vorliegende Beispiel bedeutet dies, dass SMRT / FREJA 5xx "glaubt", dass sein Binäreingang 1 aktiviert
ist, wenn das Bit 1 des Datensatzes der GOOSE-Meldung 01-0C-CD- 01-00-AB "1" ist; und wenn das Bit
"0" ist, "glaubt" das SMRT / FREJA 5xx, dass der Eingang nicht aktiviert ist.

205
3.16.7.2 SMRT / FREJA 5xx Binärausgänge auf GOOSE-Meldungen abbilden (Veröffentlichung)

Dieser Vorgang ist notwendig, wenn SMRT / FREJA 5xx Signale zum zu prüfenden Relais aktivieren soll.
Ein typisches Beispiel ist der Beschleunigungsträger oder der Start der Wiedereinschaltvorrichtung oder
der Start des Leistungsschalter-Ausfallschutzes. Bei der konventionellen Technologie geschieht dies
durch Aktivierung der SMRT / FREJA 5xx Binärausgänge, die an die Binäreingänge des Relais
angeschlossen sind. Für die IEC 61850 Technologie wird eine GOOSE-Meldung durch den SMRT /
FREJA 5xx zum Schutzgerät geschickt und der Wert der GOOSE-Meldung wird mit dem Status des
abgebildeten Binärausgangs verknüpft. Wenn der Ausgang offen ist, hat die GOOSE-Meldung den Wert
"0" und wenn er geschlossen ist, hat er den Wert "1".

Das Abbilden erfolgt auf die gleiche Weise wie es für die Binäreingänge gemacht wurde mit Ausnahme,
dass die Datensatzbits von der Spalte "GOOSE-Publication" abgebildet werden.

3.16.7.3 Manipulieren der IEC-61850 Prüfservice-Parameter in veröffentlichten GOOSE-Meldungen

Das Prüfattribut (offiziell mehr bekannt als "Prüfservice-Parameter") der GOOSE-Meldungen, die vom
SMRT / FREJA 5xx veröffentlicht werden, kann vom Menü "Test / IEC 61850-8-1 Ed. 1 Test" aus
manipuliert werden, siehe nachfolgende Abbildung.

In der ersten Hälfte des oben gezeigten Fensters ist es möglich, den Prüfservice-Parameter aller
GOOSE-Meldungen, die vom SMRT / FREJA 5xx gesendet werden, zu manipulieren; d.h. dass die
Meldungen unter dem Register MyGOOSE verfügbar und auf Binärausgänge abgebildet sind.

Durch Auswahl von "Aktivieren", werden alle Prüfservice-Parameter auf TRuE (wahr) gesetzt, ungeachtet
dessen, was ihr ursprünglicher Wert war; siehe nachfolgende Abbildung.

206
Durch Auswahl von "Deaktivieren" werden alle Prüfservice-Parameter auf FALSE (Falsch) gesetzt,
ungeachtet dessen, was ihr ursprünglicher Status war.

Nach Auswahl von "Reset" werden alle veröffentlichten GOOSE-Meldungen den Prüfservice-Parameter-
Wert haben, der dem ursprünglichen Wert entspricht. Falls SCL-GOOSE ist es FALSE (Falsch), wenn es
eine SNIFFED-GOOSE ist, dann hängt es vom Wert ab, den sie hatte, als die Meldung erfasst wurde.

Die Auswahl von "Aktuelle Einstellung behalten" bewirkt, dass keine Änderung am Wert des Prüfservice-
Parameter der veröffentlichten GOOSE-Meldungen vorgenommen wird.

Es besteht auch die Möglichkeit, den Prüfservice-Parameter für jede veröffentlichte GOOSE-Meldung
einzeln einzustellen; dies kann direkt vom Register "MyGOOSE" aus gemacht werden; siehe
nachfolgende Abbildung.

207
3.16.7.4 Manipulieren des IEC-61850 Prüfattributs im Qualitätsparameter in den veröffentlichten
GOOSE-Meldungen durch das SMRT / FREJA 5xx

In der zweiten Hälfte des Fensters (bei "Manipulieren der IEC-61850 Prüfservice-Parameter in pub
gezeigt) ist es möglich, den Wert des Prüfbits im Qualitätsattribut aller GOOSE-Meldungen, die vom
SMRT / FREJA 5xx gesendet werden, zu manipulieren.

Durch Auswahl von "Aktivieren" werden alle Prüfbits im Qualitätsattribut auf TRuE (Wahr) eingestellt,
ungeachtet ihres ursprünglichen Wertes; siehe nachfolgende Abbildung.

Durch Auswahl von "Deaktivieren" werden alle Prüfqualitätsbits auf FALSE (Falsch) eingestellt,
ungeachtet ihres ursprünglichen Status.

208
Nach Auswahl von "Reset" werden alle veröffentlichten GOOSE-Meldungen die Prüfqualitätsbits
entsprechend des ursprünglichen Wertes haben. Falls SCL-GOOSE ist es FALSE (Falsch), wenn es eine
SNIFFED-GOOSE ist, hängt es vom Wert ab, den sie hatte, als die Meldung erfasst wurde.

Die Auswahl von "Aktuelle Einstellung behalten" bewirkt, dass keine Änderung am Wert des
Prüfqualitätsbits der veröffentlichten GOOSE-Meldungen vorgenommen wird.

Es besteht die Möglichkeit, das Prüfqualitätsbit für jede veröffentlichte GOOSE-Meldung einzeln
einzustellen; dies wird direkt im Register "MyGOOSE" gemacht; siehe nachfolgende Abbildung.

209
4.0 Garantieerklärung

Megger garantiert für die Dauer eines (1) Jahres ab Versanddatum, dass das Produkt frei von Material-
und Verarbeitungsfehlern ist. Diese Garantie ist nicht übertragbar. Diese Garantie ist begrenzt und gilt
nicht für Geräte, die beschädigt wurden oder einen Defekt aufweisen, der von einem Unfall oder
Fahrlässigkeit und nicht ordnungsgemäßem Betrieb, fehlerhafter Installation durch den Käufer oder
unsachgemäßem Service oder von einer Reparatur durch eine nicht durch Megger autorisierte Person,
Gesellschaft oder Unternehmen herrührt. Megger wird nach eigener Wahl die Teile, die für defekt
gehalten werden, entweder reparieren und/oder austauschen.
Die Garantie gilt anstelle von allen anderen, sowohl ausdrücklichen oder stillschweigenden Garantien von
Megger. Unter keinen Umständen wird Megger für Folgeschäden aufgrund des Vertragsbruchs hieraus
haftbar sein.

5.0 Service-Daten

5.1 Vorbeugende Wartung

Das Gerät verwendet oberflächenmontierte Bauelemente (SMT) und andere Komponenten, die nur wenig
oder keine Wartung erfordern mit Ausnahme von routinemäßiger Reinigung usw. Das Gerät sollte in einer
sauberen Atmosphäre weg von spannungsführenden elektrischen Kreisen gewartet werden.

5.1.1 Überprüfen Sie das Geräte alle sechs Monate auf

Staub und Verwenden Sie zum Reinigen des Geräts NIEMALS Sprüh-
Schmutz oder Industriereinigungsmittel. Einige Reinigungslösemittel
können elektrische Komponenten beschädigen und sollten
niemals verwendet werden. Verwenden Sie ein leicht
angefeuchtetes Tuch (nicht tropfnass), um das Gerät
abzureiben. Entfernen Sie Staub mit trockener, Niedrigdruck-
Druckluft.

Feuchtigkeit Halten Sie Sie Feuchtigkeit so viel wie möglich fern, indem
Sie das Prüfgerät in einer warmen, trockenen Umgebung
aufstellen.

5.1.2 STVI Software upgraden

Upgraden über Megger Website


Zum Herunterladen der neuesten RTMS software von der Megger Website
1. Notieren Sie die Seriennummer Ihres Geräts.
2. Gehen Sie zu WWW.Megger.com
3. Log In. Falls Sie sich bislang noch nicht registriert haben, müssen Sie dies zuerst tun.
4. Gehen Sie zu Software Downloads
5. Klicken Sie auf STVI
6. Sie werden Anweisungen sehen für die Eingabe der Seriennummer des STVI; danach klicken Sie
auf Continue [Weiter]. Die Seriennummer ist 12 Zeichen lang. Vergewissern Sie sich, dass Sie
alle 12 Zeichen eingegeben haben. Es gibt zwei Software-Versionen. Eine für Ihren PC und eine
ist für die STVI. Für die STVI gehen Sie zu STVI software for STVI Installation or Upgrade
[RTMS software für STVI-Installation oder Upgrade] und drücken auf den Link Click Here [Hier
klicken]. Die Software wird als Zip-Datei auf Ihren PC heruntergeladen. Entpacken Sie die Datei;
Alle Dateien auswählen und auf einen USB-Speicherstick kopieren oder erstellen Sie zur

210
Speicherung ein Verzeichnis auf Ihrem PC. Darin wird entpackt und die Inhalte später auf den
Stick übertragen.

Upgrade über CD
Wenn der Internetzugang auf Ihrem Rechner nicht zur Verfügung steht oder blockiert ist, kann Megger
eine CD mit der neuesten Software-Version bereitstellen. Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihrem Megger-
Vertriebspartner auf, um eine Kopie der Firmware zu bestellen.

Herunterladen der STVI Software in die STVI


USB-Speicherstick: Wenn die STVI gestartet ist, stecken Sie den USB-Speicherstick in die USB-
Schnittstelle oben auf der STVI. Wenn das Explorer-Fenster „Wechselplatte (E)“ erscheint, drücken Sie
die Schaltfläche Cancel [Abbrechen]; danach gehen Sie zum STVI-Konfigurationsbildschirm und drücken
die Schaltfläche Update Firmware [Firmware aktualisieren]. Drücken Sie die Schaltfläche “STVI
Firmware”. Es blendet sich ein Fenster mit der Meldung auf, dass ein Software-Upgrade verfügbar ist; Sie
werden gefragt, ob das Upgrade durchgeführt werden soll. Drücken Sie Yes [Ja] und das Gerät wird die
Software automatisch upgraden. Nach Beendigung fahren Sie die STVI herunter indem Sie das Ethernet-
Kabel trennen. Warten Sie ca. 5 bis 10 Sekunden und verbinden Sie das Kabel wieder. Beobachten Sie
die STVI-Display-Anzeige. Sobald der Basis-Prüfbildschirm erscheint, drücken Sie die Konfigurations-
Schaltfläche und danach die Schaltfläche Display Versions [Versionen anzeigen]; überprüfen Sie die
Version des Software-Upgrades.

5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen

Grundlegende Informationen zur Fehlerbehandlung wurden bereitgestellt, um den Techniker zur


möglichen Fehlerquelle zu führen.

Da die STVI oberflächenmontierte Technologie verwendet, gehen Reparaturen von einzelnen


Leiterplatten über den Rahmen der grundlegenden Fehlerbehandlungsanleitung hinaus; sie
sollten an die Service-Abteilung bei Megger übergeben werden oder über einen Megger-
Vertriebspartner abgewickelt werden.

Wenn das Gerät sich noch innerhalb der Original-Garantiedauer oder der begrenzten
Garantiedauer nach einem Werksservice befindet, muss vor jedem Versuch einer Reparatur
das Werk kontaktiert werden; andernfalls erlischt die Garantie.

5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung

Die Informationen zur Fehlerbehandlung vertrauen darauf, dass der Techniker ein gutes
Verständnis für den Betrieb des Geräts hat. Der Techniker sollte bei Unklarheiten hinsichtlich des
Gerätebetriebs das Werk kontaktieren. Halten Sie bei Anfragen die Megger Seriennummer der
STVI bereit.

WARNUNG: Das SMRT33/43/36 muss für eine ordnungsgemäße Fehlerbehandlung


der STVI mit Spannung versorgt werden. Der Techniker muss jede anwendbare
Sicherheitsvorkehrung für das Arbeiten mit den möglicherweise spannungsführenden
Ausgängen des SMRT33/43/36 treffen.

ANMERKUNGEN
Bevor Sie einen Fehler in der STVI vermuten, schauen Sie nochmals in der Beschreibung der
Steuerungen und den Theorieabschnitten des Betriebs nach, um sicherzustellen, dass das
Problem nicht das Ergebnis eines Bedienerfehlers ist.

211
Übliche Ursachen für Fehlfunktionen, mit Ausnahme von nichtordnungsgemäßem Betrieb, sind
schlechte Ethernet-Kabel oder Kabelanschlüsse oder auch falsche Netzspannungen (Spannung
über oder unter den festgelegten Grenzen).

ANMERKUNG: Unter keinen Umständen sollte der Techniker die STVI


auseinandernehmen ohne die ordnungsgemäßen ESD-Schutz- und
Handhabungsabläufe zu befolgen. Ein Nichtbeachten kann zu Schäden an
empfindlichen Teilen führen.

5.2.1.1 Netzspannungsversorgung

Die Eingangsspannung beeinflusst das gesamte Gerät einschließlich der 48 Volt DC zur STVI
von der PoE-Schnittstelle; eventuell kann sie dauerhaften Schaden verursachen, wenn die
Spannung nicht korrekt ist. Diese Probleme können oftmals vermieden werden, indem einfach
eine bessere Eingangsspannungsquelle verwendet wird. Beachten Sie die Eingangsspannungs-
Bemessung auf der vorderen Bedienfläche des Geräts.
Einige Symptome sind:
1. Niedrige Spannung: Unregelmäßiger Betrieb, keine Anzeige oder eine dunkle
Anzeige.
2. Hohe Spannung: Leistungsschalterauslösung am SMRT-Gerät,
Spannungsversorgungs-Ausfall.
a. Bei SMRT1 und MPRT-Geräten verwendet die STVI die PoE Spannungsversorgung.
Eine LED leuchtet unter normalem Betrieb auf. Wenn diese nicht leuchtet, dann ist die
PoE-Spannungsversorgung ausgefallen und muss ersetzt werden, PN: 90001-736.
b. Bei SMRT33/43/36, die interne Spannungsversorgung muss repariert oder ersetzt
werden, kontaktieren Sie für weitergehende Informationen das Werk.

5.2.1.2 Ethernet-Kabel

Grundlegende Fehlerbehandlung bei Ethernet-Kommunikationskabel:


1. Keine Spannung: Überprüfen Sie die Spannungsquelle und das Netzkabel. Wenn
der SMRT33/43/36 hochläuft, aber die STVI-Anzeige nicht aufleuchtet, überprüfen Sie
das Kabel und die Kabelanschlüsse.

Typische Probleme sind gewöhnlich eine gebrochene Ader oder ein geknickter
Kabelanschluss. Tauschen Sie das Kabel aus, um zu sehen, ob damit das Problem
gelöst ist.

2. Fehlerhafte Manuelle Steuerung / Fehlende Kanäle auf dem STVI-Display


A. Kommunikationskabel ist nicht ordnungsgemäß angeschlossen, somit können
Kommandos nicht ordentlich empfangen werden.
B. Internes Problem mit Kommunikationen innerhalb des SMRT33/43/36, siehe
SMRT33/43/36 im Anhang A. Kommunikationskabel im SMRT33/43/36-Gerät
können neues Einschleifen erfordern.
ImServicefall kontaktieren Sie das Werk für eine Reparatur-Autorisierungsnummer und
Rücksendeanweisungen. Eine Reparatur-Autorisierungsnummer (RA) wird für eine ordnungsgemäße
Behandlung des Geräts zugewiesen, sobald es im Werk ankommt. Jegliche Reparaturkosten außerhalb
der Garantie, die für die Reparatur oder den Austausch von Teilen und/oder Materialien anfallen, werden
in der Verantwortlichkeit des Käufers liegen.

Nennen Sie dem Werk Modellnummer, Seriennummer des Geräts, Art des Problems oder erforderlichen
Service, Rücksendeanschrift, Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten, damit das Werk Sie bei eventuellen
Rückfragen zur Serviceanforderung ansprechen kann.

212
Möglicherweise müssen Sie eine Bestellnummer, Kostengrenze, Rechnungserstellung und Anweisungen
zum Rücktransport bereitstellen. Wenn ein Kostenvoranschlag erforderlich ist, geben Sie Name und
Kontaktinformationen an.

6.0 Vorbereitung für Rücksendung

Bewahren Sie die Original-Frachtverpackung für eine spätere Verwendung, z.B. die Rücksendung,
auf. Der Frachtbehälter ist so entwickelt, dass er den Transportbeanspruchungen bei einem üblichen
kommerziellen Transportunternehmen standhalten kann.
Verpacken Sie das Gerät entsprechend, um Schaden während des Transports zu vermeiden. Wenn ein
wiederverwendbarer Behälter verwendet wird, wird das Gerät im gleichen Frachtbehälter
zurückgeschickt, falls dieser in geeignetem Zustand ist.

Fügen Sie für eine ordnungsgemäße Identifikation und schnellere Behandlung dem Adressetikett des
Frachtbehälters die Rücksendenummer hinzu.
ANMERKUNG: Versenden Sie das Gerät ohne unwesentliche Gegenstände, wie z.B. Prüfkabel usw.
Diese Gegenstände sind für das Werk zur Durchführung des Service nicht notwendig.

213
Addendum A

Modell SMRT1
Einphasig Relais-Prüfsystem

214
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN
WARNUNG:
DIE VON DIESEM GERÄT ERZEUGTEN SPANNUNGEN KÖNNEN GEFÄHRLICH SEIN

Dieses Gerät wurde für die Sicherheit des Anwenders entworfen; kein Design kann jedoch vollständig
gegen unzulässigen Einsatz schützen. Unsachgemäße Verwendung kann äußerst gefährlich sein.
Elektrische Kreise sind gefährlich und können bei mangelnder Vorsicht und unzureichenden
Sicherheitsvorkehrungen tödlich sein. Es gibt mehrere Standard-Sicherheitsvorkehrungen, die vom
Bediener einzuhalten sind. Wo möglich wurden IEC-Sicherheitskennzeichnungen am Gerät angebracht,
um den Anwender darauf aufmerksam zu machen; sie verweisen auf das Anwenderhandbuch und die
dortigen Anweisungen über die korrekte Verwendung oder sicherheitstechnische Themen. Schauen Sie
in der folgenden Tabelle für Symbole und Definitionen nach.

Symbol Description

Gleichstrom

Wechselstrom

Sowohl Gleich- als auch Wechselstrom

Erd- (Masse-) Anschluss. Es gibt einen gemeinsamen Gehäuse-


Erdungsanschluss auf der vorderen Bedienfläche (siehe Vordere
Bedienfläche im Abschnitt Beschreibung der Steuerungen).
Schutzleiteranschluss

Rahmen- oder Gehäuseanschluss

Ein (Spannungsversorgung)

Aus (Spannungsversorgung)

Vorsicht, Gefahr von Stromschlag

Vorsicht (schauen Sie in den Begleitdokumenten nach)

WARNUNG: Unter keinen Umständen sollte der Bediener oder Techniker versuchen, dieses
Gerät zu öffnen oder zu warten, während es an eine Spannungsquelle angeschlossen ist. Es sind
lebensgefährliche Spannungen vorhanden, die zu schweren Körperverletzungen oder sogar zum
Tod führen können!

215
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN (Fortgesetzt)

Im Folgenden sind einige spezielle sicherheitstechnische Punkte aufgeführt, die mit dem Prüfsystem
SMRT verbunden sind.

Lesen und verstehen Sie alle Sicherheitsvorkehrungen und Betriebsanweisungen, bevor Sie versuchen,
dieses Gerät anzuwenden.

Der Verwendungszweck dieses Geräts ist entsprechend der Beschreibung in diesem Betriebshandbuch
begrenzt. Sollte eine Situation aufkommen, die mit den allgemeinen oder speziellen
Sicherheitsvorkehrungen nicht abgedeckt ist, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem regionalen Megger-
Bevollmächtigten oder mit Megger, Dallas Texas auf.
Für die Sicherheit ist der Anwender verantwortlich. Ein Missbrauch dieses Geräts kann extrem gefährlich
sein.

Vor Anschluss des Netzkabels immer mit ausgeschalteter Spannungsversorgung (AUS) starten.
Vergewissern Sie sich, dass die Ausgänge auf AUS stehen, bevor Sie versuchen, Prüfverbindungen
einzurichten.

Schließen Sie das Prüfgerät NIEMALS an spannungsführende Einrichtungen an.


Verwenden Sie immer ordnungsgemäß isolierte Prüfkabel. Die optionalen Prüfkabel sind für Dauer-
Ausgangsnennleistungen des Prüfsystems bemessen; sie sollten ordnungsgemäß verwendet und
gepflegt werden. Verwenden Sie KEINESFALLS geknickte oder gebrochene Prüfkabel. Schalten Sie das
Prüfgerät immer ab, bevor Sie das Netzkabel trennen.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät ohne angeschlossene Sicherheitserdung zu verwenden.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät zu verwenden, wenn der Erdungskontakt des Netzkabels
gebrochen ist oder fehlt.

Verwenden Sie das Prüfgerät NIEMALS in explosiver Umgebung.


Das Gerät darf nur von entsprechend ausgebildeten und kompetenten Personen verwendet werden.

Beachten Sie alle Sicherheitswarnhinweise, die auf dem Gerät angebracht sind.
Sicherheitstechnische oder andere wichtige Themen, wie die nachfolgende Ausführung, werden mit dem
angefügten Symbol gekennzeichnet. Lesen Sie den Punkt sorgfältig; er bezieht sich entweder auf den
sicheren Betrieb des Prüfsystems oder auf die Sicherheit des Bedieners.

Unter keinen Umständen darf der Bediener mit seiner Hand oder Werkzeugen in den
Gehäusebereich des Prüfsystems hineinfassen, solange das Prüfsystem an eine
Spannungsquelle angeschlossen ist. Es bestehen lebensgefährliche Spannungen, die zu
schweren Körperverletzungen oder sogar zum Tod führen können!

216
1.0 Betriebsmodi

Der Aufbau des Geräts ist in Modulbauweise. Alle Eingänge und Ausgänge sind klar markiert und logisch
gruppiert.

1.1 SMRT1 Allgemeine Beschreibung

Abbildung211 Obere Bedienfläche SMRT1

1.1.1 Obere Bedienfläche

1. Binärausgänge –the Binary Output can be conAbbildung d as Normally Open or Normally


Closed contacts providing logic to the device under test. The Binary Output can switch up to 300
VAC or 250 VDC with 8 Amp continuous. The programmable wait duration is from 1 millisecond
to 10,000 milliseconds.

2. Binäreingänge – Die Binäreingänge nehmen einen Spannungsbereich von 5 bis 300 V AC oder
5 bis 250 V DC oder potenzialfrei Schließer / Öffner an.

3. Stromkanal-Ausgang – Weitere Details über die Einsatzmöglichkeiten des VIGEN Ausgangs


finden Sie in Abschnitt 1.4.
4. Spannungskanal-Ausgang – Weitere Details über die Einsatzmöglichkeiten des VIGEN
Ausgangs finden Sie in Abschnitt 1.4.
5. Die PC/ IN Ethernet-Schnittstelle ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle und ist der
Hauptanschluss-Port des PC. Dieser Port unterstützt die automatische MDI/MDI-X Crossover-
Konfiguration; dies bedeutet, dass sowohl Standard- als auch “Crossover” [Gekreuzte] Ethernet-
Kabel verwendet werden können. Diese Schnittstelle stellt die optimale Methode zum
Herunterladen von EMTP-Dateien, DFR-Streaming und die Aktualisierung der Geräte-Firmware
im Bedarfsfall bereit. Das SMRT wird standardmäßig mit einem gekreuzten Kabel geliefert. Diese
Schnittstelle kann auch für Mehrgeräte-Betrieb verwendet werden; dabei liefert das Gerät, das
den 61850/OUT-Link bereitstellt, die Masterreferenz für alle „dahinterliegenden“ Geräte.

6. Die 61850 / OUT Ethernet Schnittstelle ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle und wird
hauptsächlich verwendet, um meherere SMRT-Geräte für synchronen Mehrgeräte-Betrieb
miteinander zu verbinden. Wenn der PC an die PC/ IN-Schnittstelle angeschlossen ist, kann die
SMRT1 61850 / OUT-Schnittstelle an die „dahinterliegende“ PC / IN-Schnittstelle eines anderen
SMRT-Geräts angeschlossen sein und somit für Phasensynchronisation über die Ethernet-
Schnittstelle sorgen. Diese Schnittstelle dient ferner als Zugang zum Schaltstationen IEC 61850
Netzwerk, damit GOOSE-Meldungen empfangen und gesendet werden können.

217
7. Wireless Bluetooth-Port – diese Schnittstelle ist optional und dient als eine drahtlose
Schnittstelle mit einem PC. Sie sorgt zudem für Isolation zwischen dem IEC 61850 Bus und dem
Anwender-PC.

8. Schalter POWER ON/OFF [Netz EIN/AUS] – zum Ein- und Ausschalten des Geräts. Der
Schalter ist beleuchtet, sobald das Gerät eingeschaltet ist.

1.1.2 Seitenpanel

Abbildung 212: SMRT1 Netzeingangspanel

1. das Eingangsnetzkabel, der Erdungsanschluss werden auf dem Seitenpanel des Prüfgeräts
eingesteckt.

Netzkabel
Das Prüfgerät ist mit einem Netzkabel ausgestattet, das an den
Steckanschluss auf der vorderen Bedienfläche eingesteckt wird.
Überprüfen Sie die Bemessung der Eingangsspannung auf der
vorderen Bedienfläche, bevor Sie das Netzkabel an die
Spannungsquelle anschließen.

ANMERKUNG: Das Gerät kann von einer Spannungsquelle mit einer


Bemessung von 100 V AC bis 240 V AC, 50/60 Hz gespeist werden.
Das Gerät stellt sich automatisch auf die verfügbare Leistung ein,
wenn sie innerhalb des festgelegten Bereichs ist.

1. Schutzerde Massebuchse – Sollte verwendet werden, um die Gehäuseerde an Erde

anzuschließen.

1.1.3 Einschub-Gehäuserückseite:

Abbildung 213: SMRT1 Einschubrückseite Netzeingang

1. Eingangsleistung / Netzkabel – Anschlüsse für das Eingangsnetzkabel, Erdungsanschluss sind


auf der Rückseite des Prüfgeräts.

218
Eingangs-Netzkabel Das Prüfgerät ist mit einem Netzkabel ausgestattet, siehe
Zubehörsatz; dies wird an den Stecker auf der Rückseite
angeschlossen. Überprüfen Sie die Eingangsspannung, bevor Sie das
Netzkabel mit der Spannungsquelle verbinden.
ANMERKUNG: Das Gerät kann von einer Spannungsquelle mit einer
Bemessung von 100 V AC bis 240 V AC gespeist werden. Das Gerät
stellt sich automatisch auf die verfügbare Leistung ein, wenn sie
innerhalb des festgelegten Bereichs ist.

2. Erdungsbuchse – verwenden Sie diesen Anschluss, um die Gehäuseerde mit Erde zu verbinden.

Ein Gehäuseerdungs-(Masse-)punkt auf der Rückseite steht als


zusätzliche Sicherheitserde zur Verfügung.

Abbildung 214: SMRT1 Einschub-Rückseite Signal- und Kommunikationsschnittstellen

1. Die IN Ethernet-Schnittstelle ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle und ist der PC-Hauptanschluss-


Port. Dieser Port unterstützt die automatische MDI/MDI-X Crossover-Konfiguration; dies
bedeutet, dass sowohl Standard- als auch “Crossover” [Gekreuzte] Ethernet-Kabel verwendet
werden können. Diese Schnittstelle stellt die optimale Methode zum Herunterladen von EMTP-
Dateien, DFR-Streaming und die Aktualisierung der Geräte-Firmware im Bedarfsfall bereit. Das
SMRT wird standardmäßig mit einem gekreuzten Kabel geliefert. Diese Schnittstelle kann auch
für Mehrgeräte-Betrieb verwendet werden; dabei liefert das Gerät, das den OUT-Link bereitstellt,
die Masterreferenz für alle „dahinterliegenden“ Geräte.

2. Die OUT Ethernet Schnittstelle ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle und wird hauptsächlich
verwendet, um meherere SMRT-Geräte für synchronen Mehrgeräte-Betrieb miteinander zu
verbinden. Wenn der PC an die PC/ IN-Schnittstelle angeschlossen ist, kann die SMRT1 OUT-
Schnittstelle an die „dahinterliegende“ IN-Schnittstelle eines anderen SMRT-Geräts
angeschlossen sein und somit für Phasensynchronisation über die Ethernet-Schnittstelle sorgen.
Diese Schnittstelle wird ferner für den Zugang zum Schaltstationen IEC 61850 Netzwerk
verwendet, damit GOOSE-Meldungen empfangen und gesendet werden können.

3. BNC Eingänge Externe Verstärker – Es gibt zwei BNC-Anschlussstecker auf der Rückseite, mit
I und V/I gekennzeichnet. Diese Anschlussstecker werden verwendet, um ein externes analoges
Signal mit Hilfe der SMRT-Verstärker zu verstärken. Die Anwendung von ± 10 Volt Spitze liefern
einen Skalenendausschlagsausgang (bereichsabhängig) vom gewählten Ausgang.

VORSICHT: VERWENDEN SIE NICHT MEHR ALS ± 10 VOLT SPITZE AN DEN EXTERNEN
EINGANGSANSCHLÜSSEN. DIE ANWENDUNG VON MEHR ALS 10 VOLT SPITZE KANN DEN
VERSTÄRKER SCHÄDIGEN.

219
1.2 Eingangsleistung

Die Eingangsspannung kann von 100 bis 240 V AC, 50/60 Hertz, 600 VA sein. Der Eingang ist durch
einen EIN/AUS-Schalter / Leistungsschalter geschützt.

1.2.1. Eingangs-Netzkabel

Das Netzkabel wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Land mit einem NEMA 5-15 Stecker, einem CEE 7/7-
Schuko-Zwei-Stift-Stecker, Pigtailkabel mit Internationaler Farbkodierung (hellblau, braun und grün/gelb)
wobei die Isolationshülse für den entsprechenden Stecker bereits abgezogen ist, oder dem UK-Netzkabel
ausgestattet sein.

Nordamerikanisches Netzkabel (Artikelnummer 620000)

Kontinentaleuropäisches Netzkabel (Artikelnummer 50425)

Netzkabel mit internationaler Farbkodierung (Artikelnummer 15065) ist zum Anschluss mit
dem entsprechenden Stecker (abhängig vom Land) vorbereitet. Folgende Farben gelten: Braun =
Leitung, Blau = Nullleiter und Grün/Gelb = Erde.

UK-Netzkabel (Artikelnummer 90002-989)

1.3 Spannungs-Strom-Generator

Der Spannungskanal ist mit roter Farbe gekennzeichnet; der Stromkanal mit gelber Farbe. Alle Ausgänge
sind unabhängig von plötzlichen Veränderungen bei Netzspannung und Frequenz und sind reguliert, so

220
dass Änderungen der Lastimpedanz den Ausgang nicht beeinflussen. Alle SMRT1 Verstärkerausgänge
sind isoliert oder potenzialfrei.

1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker

Der SMRT PowerV™ Spannungsverstärker liefert eine flache Leistungskurve von 30 bis 150 Volt im
150 V Bereich; dadurch wird das Prüfen von Hochstromanwendungen, wie zum Beispiel Feldprüfung,
möglich.

Abbildung SMRT Leistungskurve Spannungsverstärker

Spannungsbereich Leistung / Strom (Max.)


30,00 V 150 VA bei 5,0 A
150,00 V 150 VA Konstante Ausgangsleistung von 30 bis 150 Volt
300,00 V 150 VA bei 0,5 A

Spannungsverstärker im Strom-Modus:
Der SMRT1 Spannungsverstärker kann zu einer Stromquelle mit folgenden Ausgangsleistungen
konvertiert werden. Die Bemessungen der Ausgangsleistung werden in Effektivwerten und
Spitzenleistungs-Nennwerten angegeben.

Ausgangsstrom Leistung Max. V Arbeitszyklus


5 Ampere 150 VA (212 Spitze) 30,0 Veff Dauernd
15 Ampere 120 VA 8,0 Veff 90 Zyklen

Bei einem 3-Kanal-SMRT-Gerät liefern die konvertiblen Kanäle zusammen mit den drei
Hauptstromkanälen 6 Ströme zum Prüfen von dreiphasigen Differenzialstromrelais. Wenn die
Spannungsgeneratoren zu Stromgeneratoren konvertiert werden, werden sie sich auf dem STVI-Display
zu Stromphasen 4, 5 und 6 verändern.

Der Ausgang des Spannungsverstärkers ist vor Kurzschlüssen und gegen anhaltende Überlasten
thermisch geschützt. Für den Fall eines Kurzschlusses oder einer thermischen Überlast wird der
Verstärker automatisch abschalten; wenn die STVI angeschlossen ist, wird dem Anwender eine Meldung

221
über den bestehenden Zustand angezeigt. Bei Verwendung der AVTS-Software wird eine ähnliche
Meldung angezeigt.

1.3.2. Stromverstärker

Das Leistungsmerkmal Konstanter Leistungsausgang des SMRT Stromverstärkers liefert während der
Prüfung dauernd maximale Bürdenspannung zur Last; die Bereichsänderung erfolgt automatisch,
fließend, unter Last. Dadurch werden bessere Prüfergebnisse sichergestellt und Zeit gespart, da die
Ausgänge nicht abgeschaltet werden müssen, um Ausgangsstufen oder Bereiche zu ändern; im
Gegensatz dazu stellen Einbereichs-Stromverstärker eine höhere Bürdenspannung bei niedrigeren
Prüfströmen sicher. Durch den konstanten Leistungsausgang ist es beim Prüfen von Relais mit hoher
Bürde nicht notwendig, Stromkanäle parallel oder in Reihe zu schalten.

Abbildung 215 Leistungskurven des Konstanten Leistungsausgangs beim SMRT1 Stromverstärker

Nachfolgend sind typische Ausgangsstromwerte und die dazugehörigen verfügbaren


Bürdenspannungswerte für den SMRT1 Stromkanal genannt. Die Ausgangsstrom- und Leistungs-
Bemessungswerte pro Kanal werden als AC Effektivwerte und Spitzenleistungsbemessungswerte
angegeben. Vorgegebene Arbeitszyklen basieren auf typischer Raumumgebungstemperatur.

Ausgangsstrom Leistung Max. V / Arbeitszyklus


1 Ampere 15 VA 15,0 Veff Dauernd
4 Ampere 200 VA (282 Spitze) 50,0 Veff Dauernd
15 Ampere 200 VA (282 Spitze) 13,4 Veff Dauernd
30 Ampere 200 VA (282 Spitze) 6,67 Veff Dauernd
60 Ampere 300 VA (424 Spitze) 5,00 Veff 90 Zyklen
DC 200 Watt

Der Ausgang des Stromverstärkers ist vor Kurzschlüssen und gegen anhaltende Überlasten
thermisch geschützt. Für den Fall eines offenen Stromkreises oder einer thermischen Überlast wird der
Verstärker automatisch abschalten; wenn die STVI angeschlossen ist, wird dem Anwender eine Meldung
über den bestehenden Zustand angezeigt. Bei Verwendung der AVTS-Software wird eine ähnliche
Meldung angezeigt.

222
1.4 Binär-Ein- und Ausgänge

Abbildung 216 SMRT1 Binär-Ein- und Ausgänge

Binär-Eingänge und Ausgänge sind deutlich gekennzeichnet und logisch gruppiert. Die Binäreingänge
werden zur Überwachung der Relaisauslösekontakte beim Durchführen von Anrege- und Abfallprüfungen
sowie beim Durchführen von Zeitmessfunktionen verwendet. Die Binärausgänge werden verwendet, um
Schließer / Öffner für das Prüfen von Schalterfehlerschemata oder ähnlichen Leistungssystem-
Schaltvorgängen zu simulieren. Darüberhinaus können sie auch verwendet werden, um AC/DC-
Spannungen und Ströme zu schalten.

1.4.1 Binäreingänge

Die Binäreingänge wurden speziell entwickelt, um Hochgeschwindigkeitsschaltvorgänge von


elektromechanischen, elektronische und mikroprozessorbasierte Schutzrelais zu messen. Alle
Binäreingänge sind standardmäßig eingestellt auf Monitor-Modus, Kontaktänderung des Zustands,
verriegelt AUS.

Bei Verwendung der STVI oder der RTMS software müssen Sie zum Ändern eines Binäreingangs von
Kontakt Zustandsänderung nach Angelegte Spannung / Entfernt das Fenster Eingangstyp anklicken oder
berühren; daraufhin wird eine Sinuskurve erscheinen, wo das Kontaktsymbol angezeigt wird. Der
Eingang ist nun für die Spannungserfassung eingestellt.

Um den Binäreingang Modus Monitor zum Modus Zeitmesser zu ändern, klicken Sie die Schaltfläche Als
Monitor verwenden an oder berühren Sie diese; das Display ändert sich, um Als Auslösung verwenden
anzuzeigen; dies heißt, dass der Binäreingang nun eingestellt ist, den Zeitmesser beim Erfassen der
ersten Kontaktschließung (falls der Eingangstyp auf Kontakt eingestellt ist) oder beim Erfassen der
Spannung, wenn der Eingangstyp auf Spannungserfassung eingestellt ist, zu stoppen.

1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gates

Im SMRT1 gibt es bis zu zehn identische, unabhängige, programmierbare Gatekreise, die eine einfache
Auswahl des gewünschten Modus für Zeitmessungs- oder Kontaktüberwachungsbetrieb ermöglichen.

Um den Schaltvorgang des Kontakts zu überwachen oder SCR im zu prüfenden Gerät auszulösen, gibt
es für jedes Gate eine Leuchte. Der Gate-Kreis ist zur Spannungserfassung isoliert und kann
elektronische logische Signale überwachen. Jede Leuchte wird einmal aufleuchten, wenn die Kontakte
schließen oder Spannung an das Gate angelegt wird.

1.4.1.1.1 Potenzialfreie Kontakte Öffnen

Der Zeitmesser stoppt oder eine Durchgangsanzeige geht beim Öffnen von Öffnern aus oder sobald die
Ableitung durch einen Halbleiter, wie zum Beispiel einen Triac oder Transistor, unterbrochen wird.

1.4.1.1.2 Potenzialfreie Kontakte Schließen

Der Zeitmesser stoppt oder eine Durchgangsanzeige leuchtet beim Schließen von Schließern oder beim
Ableiten durch ein Halbleitergerät, wie zum Beispiel ein Triac oder Transistor.

1.4.1.1.3 Anwenden oder Entfernen von AC oder DC-Spannung

223
Dies wird entweder den Zeitmesser starten oder stoppen. Die Durchgangsanzeige wird leuchten
(Anwendung) oder erlöschen (Entfernung) bei Anwendung oder Entfernung von entweder AC oder DC-
Spannung. Damit ein weiter Bereich von Prüfungsanwendungen abgedeckt wird, haben die
Binäreingänge verschiedene Spannungsschwellen. Eine höhere Schwellenspannung hilft, falsches
Triggern aufgrund von Störquellen zu vermeiden. Niedrigere Schwellenwerte ermöglichen das Starten
und Stoppen des Zeitmessers von TTL-Spannungssignalen. Die angewandte zulässige Spannung
beträgt 5 bis 300 Volt AC oder 5 bis 300 Volt DC, Schutz durch Strombegrenzende Widerstände.

1.4.1.1.4 Der Zeitmesser kann gestartet werden, sobald irgendein ausgewählter Generator
eingeschaltet wird.

1.4.1.1.5 Der Zeitmesser kann gleichzeit mit einer Änderung bei Frequenz, Phasenwinkel oder
Amplitude gestartet werden. Außerdem kann er gleichzeitig mit einer Spannungs- oder Stromkurvenstufe
gestartet werden.

1.4.2 Binärausgänge

Der Binärausgang ist für 300 V bei 8 A und eine maximale Schaltkapazität von 2000 VA (80 Watt DC) mit
einer Antwortzeit unter 10 ms bemessen. Der Binärausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert
sein und liefert so die Logik für das zu prüfende Gerät.

2.0 INSTALLATION

2.1 System auspacken

Packen Sie das Gerät aus und überprüfen Sie es nach offensichtlichen Transportschäden. Wenn es
sichtbaren Schaden gibt, melden Sie dies unverzüglich dem Transportunternehmer, um Schadensersatz
anzumelden und informieren Sie Megger über den Schaden.

VORSICHT:
An den Ausgangsanschlüssen können möglicherweise lebensgefährliche Spannungen auftreten.
Dem Bediener wird dringend empfohlen, vor dem Einschalten das Anwenderhandbuch komplett
zu lesen und die Funktionsweise des Prüfgerätes zu verstehen.

2.1.1 Erst-Inbetriebnahme

1. Schließen Sie mit dem mitgelieferten Ethernet-Kabel die IN Ethernet-Schnittstelle am


SMRT-Gerät an die PC Ethernet-Schnittstelle an. Bei Verwendung von STVI-2, schließen
Sie die SMRT1 IN Schnittstelle an die Data In Schnittstelle der PoE
Spannungsversorgung an; die Data & Power Out Schnittstelle schließen Sie an die STVI
Ethernet Schnittstelle an.
2. Bevor Spannung an das Gerät angeschlossen wird, müssen Sie sicherstellen, dass der
Schalter SMRT POWER ON/OFF in der Position OFF [AUS] (0) ist. Stecken Sie das
Geräte-Netzkabel in eine entsprechende Spannungsquelle und drehen Sie den Schalter
POWER ON/OFF auf ON [EIN] (I). Das SMRT-Gerät durchläuft seine Einschaltsequenz.
Nach etwa einer Minute erscheint der STVI-Einschaltbildschirm, danach der manuelle
Einschaltbildschirm.

2.2 Kommunikationsschnittstellen

Es gibt zwei Ethernet Kommunikationsschnittstellen und eine optionale Bluetooth Drahtlos-Schnittstelle


am Standard-Gehäuse des SMRT1. Die SMRT1 Schnittstellen des Standard-Gehäuses sind auf der

224
rechten Seite des Gehäuses platziert. Beim Einschubgerät sind die Schnittstellen auf der Rückseite
platziert. Die Einschubversion hat keine optionale Bluetooth Drahtlos-Schnittstelle.

Abbildung 217: SMRT1 Kommunikations-Schnittstellen

2.2.1 PC/IN Ethernet Schnittstelle

PC/IN Ethernet Schnittstelle ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle und ist die wichtigste PC-
Anschlussschnittstelle. Diese Schnittstelle unterstützt MDI/MDI-X Crossover-Konfiguration; dies bedeutet,
dass sowohl Standard- als auch “Crossover”-Ethernetkabel verwendet werden können. Diese
Schnittstelle kann auch für Mehrgeräte-Betrieb verwendet werden, das Gerät, das den 61850/ OUT -Link
zur Verfügung stellt, liefert die Master-Phasenreferenz für alle “dahinterliegenden” Geräte. Darüberhinaus
dient die Schnittstelle für die Kommunikation des SMRT1-Geräts über ein Netzwerk.

2.2.2.1 Einstellen der SMRT IP-Adresse für Betrieb mit einem PC


Schließen Sie mit dem mitgelieferten Ethernet-Kabel die PC/OUT Ethernet-Schnittstelle am SMRT-Gerät
an die PC Ethernet-Schnittstelle an. Schalten Sie das Prüfgerät ein. Während das SMRT seine
Einschaltsequenz durchläuft, erscheint in weniger als einer Minute der STVI Einschaltbildschirm. Bei
Verwendung der PC-Version der RTMS software wird das an den PC angeschlossene SMRT-Gerät
automatisch erkannt. Wurde das Gerät erst einmal automatisch erkannt und die Konfiguration des
angeschlossenen SMRT-Geräts festgelegt, wird der Bildschirm Manuell erscheinen. Es kann sein, dass
die automatische Erkennung aufgrund von Firewall-Einstellungen unterbleibt. Klicken Sie hierzu auf das

Symbol Geräte-Setup auf der Werkzeugleiste von PowerDB. Klicken oder Drücken Sie die
Schaltfläche MPRT/SMRT. Vom Bildschirm Gerätekonfiguration, der in der nachfolgenden Abbildung
gezeigt wird, entfernen Sie durch Anklicken das Häkchen im Kontrollkästchen im Feld Auto Discover Unit
[Automatische Geräteerkennung].

Abbildung 218 PowerDB Geräte-Konfigurationsbildschirm

225
Mit der Automatischen Unit box Entdecken Sie überprüft die RTMS Software sollte das Gerät finden.
Wenn nicht die IP-Adresse kann in der Box in der Abbildung oben markiert eingegeben werden.
Beachten Sie auch, dass die IP-Adresse auch auf der Einheit Typenschild Aufkleber gedruckt wird. Wenn
das Gerät in einem Netzwerk mit einem DHCP-Server vorhanden ist, muss der Benutzer die
automatische Erkennung Modus verwenden.

2.2.1.2 Einstellen der SMRT IP-Adresse für Netzwerke

Das SMRT1 kann über ein Netzwerk gesteuert werden. Dies sorgt für Fernsteuerung des SMRT1
nahezu über jede Entfernung und ermöglicht einem PC, mindestens zwei oder drei Geräte gleichzeitig zu
steuern, wie beim End-zu-End-Prüfen.
Das Anschließen des SMRT1 an ein Lokales Netzwerk oder ein Weitverkehrsnetz könnte
unbefugten Betrieb des Geräts zulassen.

Durch die IN Ethernet-Schnittstelle ist das SMRT1 in ein Netzwerk genau wie ein PC oder Server
eingegliedert. Um dieses Leistungsmerkmal zu verwenden, muss der Anwender die IP-Konfiguration des
SMRT1 für sein LAN einrichten. Beachten Sie bitte, dass das SMRT1 nach dem Einschalten automatisch
nach einer Netzwerkadresse sucht oder sie anfordert, wenn es an ein Netzwerk angeschlossen ist. Wenn
eine Adresse nicht automatisch angefordert wird, überprüfen Sie um sicherzugehen den
ordnungsgemäßen Anschluss mit Hilfe eines Standard-Ethernet-Kabels. Verwenden Sie keinesfalls das
mit dem Prüfgerät mitgelieferte “gekreuzte”-Ethernet-Kabel (eine gekreuztes Kabel ist für die Verwendung
von Ihrem PC zum Prüfgerät, nicht zu einem Netzwerk vorgesehen). Wenn das Gerät noch immer keine
Adresse anfordert, kann das andere Gründe haben. Dann benötigen Sie wahrscheinlich Unterstützung
von der Abteilung Informationsmanagement Ihrer Firma.

2.2.2 61850/OUT Ethernet Schnittstelle

Die OUT Ethernet Schnittstelle ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle und wird verwendet, um mehrere
SMRT-Geräte miteinander zu verbinden. Wenn der PC an die IN-Schnittstelle angeschlossen ist, wird die
OUT-Schnittstelle an die „dahinterliegende“ IN-Schnittstelle des SMRT-Geräts angeschlossen sein und
somit die Phasenreferenz für alle „dahinterliegenden“ SMRT-Geräte liefern. Beachten Sie, dass eine
andere SMRT1 IN-Schnittstelle an die OUT-Schnittstelle des vorgeschalteten SMRT-Geräts
angeschlossen sein kann und somit ein Mehrphasen-Prüfsystem erzeugen kann. Diese Schnittstelle
sorgt auch für Zugang zum IEC 61850 Schaltstationen-Netzwerk (wenn aktiviert), um GOOSE-Meldungen
zu empfangen und zu senden. Das SMRT1 mit der aktivierten IEC 61850 Option bietet auswählbare
Priorität, VLAN-ID und erfüllt IEC 61850-5 Standard Typ 1A, Klasse P 2/3, für
Hochgeschwindigkeitsauslöse- und –wiedereinschaltsimulationen.

2.2.2.1 IEC 61850 Betrieb

Zum Prüfen nach IEC 61850 schließen Sie die IEC61850/OUT Schnittstelle an den Schaltstationenbus
oder das zu prüfende Relais an, um GOOSE Meldungen zu empfangen und zu senden. Das SMRT1
ermöglicht bei Verwendung zusammen mit dem Megger GOOSE Configurator in der AVTS-Software
Hochgeschwindigkeitsprüfen von IEC 61850 Relais und Schaltstationen, indem GOOSE-Meldungen
abonniert und beim Binäreingang abgebildet werden. Darüberhinaus kann es Systembedingungen wie
zum Beispiel Leistungschalterbetrieb simulieren, indem GOOSE-Meldungen, die beim SMRT1
Binärausgang abgebildet sind, veröffentlicht werden. Wenn der PC an die SMRT1 IN-Schnittstelle
angeschlossen ist und die AVTS Megger GOOSE Configurator Software läuft, kann der Bediener das
Schaltstationennetzwerk „erschnüffeln“. Ist bei der optionalen Bluetooth-Wirelesss-Schnittstelle eine
sichere Schnittstelle gewünscht, verwenden Sie das SMRT1, um das Netzwerk über die IEC61850/OUT-
Schnittstelle zu “erschnüffeln”.

3.0 Stromquellen

3.1 Parallel-Betrieb

226
Jeder SMRT Stromverstärker ist in der Lage, 30 Ampere dauernd bereitzustellen sowie bis zu 60 Ampere
für 1,5 Sekunden zum Prüfen von unverzögerten Auslöseelementen. Wenn mehr als 30 Ampere
einphasig für eine längere Zeitdauer oder 60 Ampere zum Prüfen von unverzögerten Elementen
erforderlich sind, können zwei oder drei Stromkanäle parallel angeschlossen werden, um dauernd 60
oder 90 Ampere und bis zu 120 oder 180 Ampere für kurze Zeit bereitzustellen

Um Stromkanäle von mehreren SMRT1-Geräten parallel zu führen, gehen Sie folgendermaßen vor:

Wenn paarige Stromprüfkabel im Schlauch (Art.Nr. 2001-394) verwendet werden, schließen Sie jeden
Stromkanal an das zu prüfende Relais an (sowohl die roten als auch die schwarzen Anschlussklemmen
an die Last). Jedes Megger Prüfkabel ist für 32 Ampere dauernd bemessen. Wenn Sie andere Prüfkabel
als die von Megger gelieferten verwenden, müssen Sie sich vergewissern, dass der Kabelquerschnitt
genügend groß ist, um den Prüfstrom zu transportieren. Siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 219: Drei SMRT1 Stromausgänge Parallel

3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 180 Ampere

Als SMRT1 Anwender gehen Sie zum Bildschirm Konfiguration und wählen den Betriebsmodus von 3
Spannungen – 1 Strom bei 180 A. Wenn Sie zum Bildschirm Manuelle Prüfung zurückkehren, wird wie
in der nachfolgenden Abbildung dargestellt, ein Stromkanal angezeigt.

227
Abbildung 220 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasiger Betrieb

Die STVI wird automatisch alle drei Ströme gleichphasig miteinander einstellen und den Strom
gleichermaßen zwischen den drei Stromverstärkern aufteilen. Beim Einstellen eines Ausgangs geben Sie
einfach den Wert des gewünschten Ausgangsstroms ein. Für einen Ausgang von 50 Ampere geben Sie
zum Beispiel 50 ein. Bei Verwendung eines SMRT1 mit 3 Stromkanälen wird jeder Stromverstärker 25
Ampere bereitstellen. Der Strom kann also phasenverschoben sein. Geben Sie einfach den gewünschten
Phasenwinkel ein und alle drei Ströme werden zueinandner phasenverschoben sein.

Wenn zwei Stromkanäle, die parallel verwendet werden, das Gerät in der Standard-Drei-Phasen-
Konfiguration verlassen, schließen Sie die beiden Stromausgänge gemäß nachfolgender Abbildung an
die Last an.

Abbildung 221 Zwei Ströme parallelgeschaltet

Stellen Sie jeden Kanal auf die Hälfte der Ausgangsanforderung ein. Gehen Sie sicher und stellen
Sie den Stromkanal #2 auf 0 Grad zurück, sodass er gleichphasig mit dem Stromkanal #1 ist. Wenn
beide Stromkanäle ausgewählt sind, schalten Sie den Ausgang ein, indem Sie auf die Schaltfläche ALL
ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken oder klicken. Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF
[ALLES EIN/AUS], um beide Stromkanäle zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle
Rampenausgänge werden bei Verwendung der PC-Version der RTMS software die Schaltflächen 
angezeigt. Bei Verwendung eines STVI-Steuergeräts wird das Symbol für den Steuerungsknopf
angezeigt. Drückt der Anwender einen der beiden, blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den
gewünschten Steigerungsgrad für das manuelle Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die
gerampt werden und das, was angepasst werden soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz)
auswählen.

228
3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe

Zwei Stromkanäle können in Reihe geschaltet sein, um die verfügbare Bürdenspannung zu verdoppeln.
Aufgrund der Wicklungsimpedanz und der Sättigungscharakteristiken war es schon immer schwierig,
mechanische, geerdete Hochimpedanz-Überstromrelais bei hohen Stufenvielfachen zu prüfen. Die
erforderliche Spitzenspannung kann in Abhängigkeit vom erforderlichen Prüfstrom die maximale
Ausgangsspannung eines SMRT1 Stromausgangskanals überschreiten. Werden zwei Stromausgänge in
Reihe geschaltet, ist die Bürdenspannung verdoppelt und kann so für höhere Prüfströme durch die
Hochimpedanzlast sorgen. Schließen Sie die beiden Stromverstärker in einer “push-push” Konfiguration
gemäß nachfolgender Abbildung an.

Abbildung 222: Zwei Ströme in Reihe

Stellen Sie jeden der beiden Stromkanäle, die in Reihe verwendet werden sollen, auf gleiche
Prüfstrommagnitude und Phasenwinkel ein. Wählen Sie beide Stromkanäle und schalten Sie den
Ausgang ein, indem Sie die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken oder anklicken.
Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES EIN/AUS], um beide Stromkanäle
zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle Rampenausgänge werden bei Verwendung der PC-
Version der RTMS software die Schaltflächen  angezeigt. Bei Verwendung eines STVI-Steuergeräts
wird das Symbol für den Steuerungsknopf angezeigt. Drückt der Anwender einen der beiden,
blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den gewünschten Steigerungsgrad für das manuelle
Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die gerampt werden und das, was angepasst werden
soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz) auswählen.

4.0 Spannungsquellen

4.1 Zusammen addierte Ausgänge

Zwei Spannungskanäle können verwendet werden, um die Summe der Spannungsausgänge zu bilden;
dadurch erhalten Sie eine höhere Spannung als die Nennspanung, vorausgesetzt, die Last ist nicht
geerdet. Schließen Sie die Last zwischen den Spannungskanalstiften an, stellen Sie V1 Phase auf 0 und
V2 Phase auf 180 ein. Die Spannungsausgänge werden addiert, sodass die Gesamtspannung gleich der
Summe der beiden Spannungsamplituden, V1 und V2 ist, wie das nachfolgende Diagramm zeigt.

Schließen Sie die zu den Spannungskanälen gehörigen schwarzen Rückleitungen zusammen, wenn
Betrieb in Reihe erforderlich ist (siehe nachfolgende Abbildung). Versuchen Sie KEINESFALLS, mehr als
zwei Spannungskanäle zusammen in Reihe zu schalten, da die Prüfkabel für maximal bis zu 600 Volt
bemessen sind.

229
Abbildung 223: Spannungskanäle in Reihe

4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung

4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck

Es gibt zwei Methoden, wie Sie erreichen, dass Sie eine dreiphasige, Dreileiter-Spannungsquelle
verfügbar haben. Die offene Dreiecks-Konfiguration ist einfacher zu verwenden, wenn eine
ausgeglichene dreiphasige Quelle erforderlich ist, weil das Verhältnis Amplitude und Phase direkt
eingestellt werden kann. Es sind keine Berechnungen notwendig.

Bei Verwendung der Offenen Dreieckskonfiguration ist empfohlen, Spannungskanal #1, mit V 1
bezeichnet, und Spannungskanal #2, mit V2 bezeichnet, zu verwenden, während der GEMEINSAME
Verbindungsstift als Vg bezeichnet wird. Mit dieser Anordnung können Magnitude und Phasenwinkel des
Potenzials einfach berechnet und eingestellt werden. Für die ausgeglichene dreiphasige Bedingung sind
V1- g und V2- g in der Größe gleich und durch einen Phasenwinkel von 60o getrennt. Dies geschieht durch
Einstellen der V1 und V2 Potenziale auf die gleiche Größe, Einstellen von 0 bei V1 und 300o (60 Grad
voreilend in der Annahme, dass die Standard-Phasendrehung auf 360 nacheilend eingestellt ist) bei V2,
siehe nachfolgende Abbildungen.

Abbildung 224 Dreiphasige Offene Dreieck-Schaltung

Bei Verwendung der Offenen Dreieck-Konfiguration zur Einrichtung eines Phase-zu-Phase-Fehlers ist die
Berechnung mit Hilfe des Cos-Gesetzes erforderlich, um die Amplituden- und Phasenverhältnisse zu
berechnen. (Siehe Diskussion unter T-Schaltung für simulierte, nicht ausgeglichene Phase-zu-Phase-
Fehler ohne Bedarf für Berechnungen.)

230
Ausgeglichene 3 - Offene Dreieck-Schaltung

Falls Vf dem gewünschten Prüfpotenzial gleichkommt, dann:


Stellen Sie ein: V1 = Vf  0o
Stellen Sie ein: V2 = Vf  300o (360 nacheilende Konfiguration)

231
4.2.1.1 Nicht ausgeglichenes Offenes Dreieck

Beim Einrichten einer Nicht ausgeglichenen Offenen Dreieck-Konfiguration wird die gewünschte Phase-
zu-Phase-Fehler-Spannung, V1f eingestellt, indem der Spannungskanal #1 mit seinem Phasenwinkel auf
0 eingestellt wird. Phase-zu-Phase-Spannung V2f und sein Phasenwinkelverhältnis für Spannungskanal
#2 muss berechnet werden; hierzu wird das Kosinus-Gesetz verwendet, wobei für jedes Dreieck folgende
Formel Anwendung findet:

Die nächste Abbildung zeigt das Phasenverhältnis zwischen Spannungen und ein Beispiel der
notwendigen Berechnung. Der Einfachheit halber sind die Amplituden- und Phasenwinkeleinstellungen
für typische Vf Fehlergrößen tabellarisch aufgeführt.

Vom Kosinus-Gesetz

V 12 2 3
2
V 23 = ( ) +( * 120 )2
2 2

 = arccos( V 12 )
2 * V 23
Abbildung 225 Offenes Dreieck Nicht Ausgeglichen
Einstellungen für typische Phase-zu- Phase-zu-Phase Fehlerspannungen
Phase-Fehlerspannungen
V12 = Vf

V12 1 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70
V23 104 104 104 104 104 105 105 105 106 106 106 108 108 109 110
At ° 270 271 273 274 275 277 278 280 281 282 284 285 286 287 289
Lag

232
4.2.2 T Anschluss

Die zweite Methode, eine dreiphasige Dreileiter-Spannungsquelle zu erhalten, besteht im sogenannten T-


Anschluss. Die in der nachfolgenden Abbildung gezeigte Methode ist einfacher in der Anwendung, wenn
eine nicht ausgeglichene Phase-zu-Phase-Fehlersimulation erreicht wird, da damit die Berechnungen
vermieden werden. Zur Vermeidung von Verwirrungen bei der Verwendung des T-Anschlusses wird der
Spannungsausgang #1 als Va bezeichnet und sein Phasenwinkel ist auf 0 eingestellt; sein
Spannungsausgang #2 wird als Vb bezeichnet und sein Phasenwinkel ist auf 180 eingestellt; der
Spannungsausgang #3 wird als Vc bezeichnet und sein Phasenwinkel wird auf 270 eingestellt. Jede
Kombination von ausgeglichenen Drei-Phasen-Fehlern oder nicht ausgeglichenen Phase-zu-Phase-
Fehler-Zuständen kann einfach simuliert werden. Die folgende Abbildung zeigt diese Phasenverhältnisse
an.
Beachten Sie: Diese Methode sollte nicht für sehr niedrige Fehlerspannungen verwendet werden;
genauso wenig bei statischen Relais, die für diese Art der Schaltung empfindlich sind (d.h. 5 Volt oder
weniger, oder zum Prüfen von ABB oder Westinghouse-Relais Typ SKD).

V f = Desired Fault Voltage

1
Va = V f 0
2
1
V b = V f 180
2

3
Vc = 120 or V c = 104V 270
2

Ausgeglichene oder Nicht Ausgeglichene Fehler-T-Schaltung

4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung

Ein dreiphasiges, Vierleiter-Potenzialsystem kann mit Hilfe von drei Ausgangsmodulen bereitgestellt
werden. Die Vektorverhältnisse sind nachfolgend aufgeführt. Diese Sternschaltung hat den Vorteil, dass
eine höhere Dreieckspannung bereitgestellt werden kann (1,73 x Phase-zu-Nullleiterspannung). Sie ist
ideal geeignet, um Phase-zu-Erde-Fehler zu simulieren. Spannungskanal #1 wird als V a bezeichnet,
wobei sein Phasenverhältnis auf 0 eingestellt ist. Spannungskanal #2 wird dann als Vb bezeichnet und
der Phasenwinkel ist auf 120 eingestellt. Schließlich wird Spannungskanal #3 als Vc bezeichnet und der
Phasenwinkel ist auf 240 eingestellt (für eine 1-2-3-Drehung gegen den Uhrzeigersinn). Va, Vb und Vc
sind an die Spannungspotenzial-Verbindungsklemmen bei den entsprechenden Prüfgeräten
angeschlossen.

233
3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung

Vf = Desired Fault Voltage


3
Va = V f 0
3
3
Vb = V f 120
3
3
Vc = V f 240
3

Bei Verwendung von ummantelten mehradrigen Spannungsprüfkabeln (Art.Nr. 2001-395) sind alle
schwarzen Rückleitungen innerhalb der Ummantelung miteinander verbunden, sodass sie alle den
Rücklauf zusammen teilen. Deshalb wird nur ein Rücklaufkabel auf der Relais-Anschlussseite der
ummantelten Kabel bereitgestellt (ähnlich den Anschlüssen in der nachfolgenden Abbildung).

Abbildung 226 3 SMRT1 mit Potenzialfreien Rückläufen, Dreiphasige, Vierleiter-Prüfanschlüsse

234
5.0 Garantieerklärung

Megger garantiert für die Dauer eines (1) Jahres ab Versanddatum, dass das Produkt frei von Material-
und Verarbeitungsfehlern ist. Diese Garantie ist nicht übertragbar. Diese Garantie ist begrenzt und gilt
nicht für Geräte, die beschädigt wurden oder einen Defekt aufweisen, der von einem Unfall oder
Fahrlässigkeit und nicht ordnungsgemäßem Betrieb, fehlerhafter Installation durch den Käufer oder
unsachgemäßem Service oder von einer Reparatur durch eine nicht durch Megger autorisierte Person,
Gesellschaft oder Unternehmen herrührt. Megger wird nach eigener Wahl die Teile, die für defekt
gehalten werden, entweder reparieren und/oder austauschen.
Die Garantie gilt anstelle von allen anderen, sowohl ausdrücklichen oder stillschweigenden Garantien von
Megger. Unter keinen Umständen wird Megger für Folgeschäden aufgrund des Vertragsbruchs hieraus
haftbar sein.

5.1 Vorbeugende Wartung

5.1.1 Überprüfen Sie das Geräte alle sechs Monate auf

Staub und Verwenden Sie zum Reinigen des Geräts NIEMALS Sprüh-
Schmutz oder Industriereinigungsmittel. Einige Reinigungslösemittel
können elektrische Komponenten beschädigen und sollten
niemals verwendet werden. Verwenden Sie ein leicht
angefeuchtetes Tuch (nicht tropfnass), um das Gerät
abzureiben. Entfernen Sie Staub mit trockener, Niedrigdruck-
Druckluft.

Feuchtigkeit Halten Sie Sie Feuchtigkeit so viel wie möglich fern, indem
Sie das Prüfgerät in einer warmen, trockenen Umgebung
aufstellen.

5.1.2 Aktualisierung der SMRT1 Firmware

Herunterladen des Firmware Upgrade über die Megger Website

Um die neueste Firmware von der Megger Website herunterzuladen,

1. gehen Sie zu WWW.Megger.com,


2. Log In (einloggen),
3. gehen Sie zu Software Downloads,
4. klicken Sie auf SMRT.
5. Sie erhalten Anweisungen zum Eingeben der Seriennummer des SMRT-Geräts; danach Continue
[Weiter] anklicken. Die Seriennumer umfasst 12 Zeichen. Vergewissern Sie sich, dass sie alle 12
Zeichen eingeben. Danach klicken Sie auf Firmware Version #.##. Die Firmware wird nun als Zip-
Datei auf Ihren PC heruntergeladen. Entpacken Sie die Datei, Select All Dateien [Alle Auswählen],
und auf einen USB-Speicherstick Copy [Kopieren] oder Sie erstellen zum Speichern ein Verzeichnis
auf Ihrem PC, um in ein Verzeichnis zu entpacken

USB Speicherstick: Nachdem SMRT und STVI eingeschaltet sind, stecken Sie den USB-Speicherstick
in die USB-Schnittstelle oben auf dem STVI ein. Drücken Sie die Bildschirm-Schaltfläche Configuration
[Konfiguration]; danach drücken Sie im Konfigurationsbildschirm auf die Schaltfläche Update Firmware
[Firmware aktualisieren]. An diesem Punkt wird dem Anwender der Auswahlbildschirm für die IP-Adresse
mit der Seriennummer des Geräts gezeigt. Wählen Sie das Gerät durch Berühren der Seriennummer aus
und der Upgrade-Prozess wird automatisch starten. Das ist alles. Beobachten Sie die STVI-
Bildschirmanzeige und das Gerät. Bei Beendigung des Herunterladens wird der Anwender das schnellere

235
Laufgeräusch des Lüfters bemerken und die LEDs am SMRT-Gerät werden schnell blinken. Es erscheint
die Anweisung, das Prüfsystem neu zu booten (aus- und wieder einschalten).

PC und STVI Software: Wenn die PC-Version der STVI Software verwendet wird, ist die Handhabung
sehr ähnlich der Handhabung des STVI selbst. Durch Anklicken der Schaltfläche Update Firmware
[Firmware aktualisieren] erscheint die Windows Browser Dialogbox Open File [Datei öffnen]. Mit Hilfe des
Pull-Down-Menüs Look In [Hineinschauen] gehen Sie dahin, wo die neue Firmware auf den PC
heruntergeladen wurde, klicken das Dateiverzeichnis SMRT_LDR (SMRT Loader) an und öffnen Sie es.
Dort finden Sie die neue Firmware-Datei. Klicken Sie die Datei an und klicken Sie auf Open [Öffnen]. Sie
werden aufgefordert, ein Gerät vom Bildschirm IP-Adresse auszuwählen. Wählen Sie das Gerät durch
Anklicken der Seriennummer aus und der Upgrade-Prozess wird automatisch starten. Bei Beendigung
des Herunterladens wird der Anwender das schnellere Laufgeräusch des Lüfters bemerken und die LEDs
am SMRT-Gerät werden schnell blinken.Es erscheint die Anweisung, das Prüfsystem neu zu booten
(aus- und wieder einschalten). Beachten Sie bitte, dass Sie bei Verwendung der PC-Version der RTMS
software nach dem Neustart des SMRT-Geräts, Ihren PC neu starten müssen, um die Steuerung des
SMRT-Geräts wiederzuerlangen.

5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen

Informationen über die grundlegende Fehlerbehandlung wurde bereitgestellt, um den Techniker


zu den möglichen Quellen eines Problems zu führen. Da das SMRT1 oberflächenmontierte
Bauelemente verwendet, gehen die meisten Reparaturen über den Rahmen der grundlegenden
Fehlerbehandlungsanleitung hinaus; sie sollten an die Service-Abteilung bei Megger übergeben
oder über einen Megger-Vertriebspartner abgewickelt werden.

Wenn das Gerät sich noch innerhalb der Original-Garantiedauer oder der begrenzten
Garantiedauer nach einem Werksservice befindet, muss vor jedem Versuch einer Reparatur
das Werk kontaktiert werden; andernfalls erlischt die Garantie.

5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung

Die Informationen zur Fehlerbehandlung vertrauen darauf, dass der Techniker ein gutes
Verständnis für den Betrieb des Geräts hat. Der Techniker sollte bei Unklarheiten hinsichtlich des
Gerätebetriebs das Werk kontaktieren. Halten Sie bei Anfragen die Megger Seriennummer der
STVI bereit.

WARNUNG: Es ist für die ordnungsgemäße Fehlerbehandlung einiger Module


notwendig, das SMRT1 einzuschalten. Der Techniker muss alle anwendbaren
Sicherheitsvorkehrungen treffen, um in der Nähe von spannungsführenden Kreisen zu
arbeiten.

ANMERKUNGEN
Bevor Sie einen Fehler im SMRT1 vermuten, schauen Sie nochmals die Abschnitte Allgemeine
Beschreibung und Betrieb durch, um sicherzustellen, dass das Problem nicht das Ergebnis eines
Bedienungsfehlers ist.

Ein vorausgehendes Prüfen des SMRT1 innerhalb der festgelegten Grenzen kann bei der
Feststellung helfen, ob tatsächlich eine Fehlfunktion besteht, die Art der Fehlfunktion zu
bestimmen und den generellen Umfang des Fehlers festzulegen.

Häufige Ursachen der Fehlfunktionen, außer nicht ordnungsgemäßem Betrieb, sind inkorrekter
Spannungseingang (Spannung über oder unter festgelegten Grenzen), inkorrekte
Prüfsignalspannungen, die an den Binäreingangs-Gates (außerhalb der festgelegten
Angewandten/Entfernten AC/DC-Grenzen) angelegt sind und wenn der Kontakt- oder
Kreiswiderstand für die spannungslosen Kontakt-Gates zu groß ist, um an den Monitor-/Start-

236
/Stopp-Gates ordnungsgemäß zu arbeiten. Typische Fehlfunktionen für die VI-Generator-
Verstärker sind externe Kurzschlüsse am Spannungsausgang und offene Kreise am
Stromausgang. Der Batteriesimulator und VI-Generatorspannungs- als auch Stromausgänge
können mit Hilfe eines Volt- und Amperemeters einfach überprüft werden.

ANMERKUNG: Die ESD-Abläufe sollten ordnungsgemäß befolgt werden, wenn mit


einem SMRT1 VIGEN außerhalb des schützenden Gehäuses umgegangen wird.
Andernfalls können empfindliche Teile geschädigt werden.

5.2.1.1 Netzspannungsversorgung

Die Netz-Eingangsspannung beeinflusst das gesamte Gerät und kann eventuell dauerhaften
Schaden verursachen, wenn die Spannung nicht korrekt ist. Diese Probleme können oftmals
einfach dadurch korrigiert werden, indem eine bessere Eingangsspannungsquelle verwendet
wird. Die Nennspannungsgrenze lässt sich automatisch von 100 bis 240 Volt, ± 10 %, 47 bis 63
Hz einstellen.

Einige Symptome sind nachfolgend beschrieben:


1. Niedrige Spannung: Schwankender Betrieb, keine Ausgangsleistung, Eingangs-
Auslösung Leistungsschalter.

2. Hohe Spannung: Leistungsschalterauslösung, Spannungsversorgungsausfall im


Eingangsversorgungsmodul.

5.2.1.2 VIGEN Eingangsleistung, Kommunikation und Steuerung

Grundlegende Fehlerbehandlung der Eingangsleistung wie folgt.

Kein Strom: Überprüfen Sie den ON/OFF [EIN/AUS] Leistungsschalter. Leuchtet der EIN/AUS-Schalter
auf? Wenn er nicht leuchtet, dann ist kein Strom zum Gerät gelangt. Überprüfen Sie die Spannungsquelle
und das Netzkabel. Wenn er aufleuchtet, dann gelangt der Strom zum Gerät. Überprüfen Sie die VIGEN-
Netzkabelverbindung.

Zum Überprüfen der internen Anschlüsse muss die Gehäuseabdeckung und der Garantie-Aufkleber
entfernt werden. Wenn für das Gerät noch Garantie besteht, entfernen Sie nichts und kontaktieren
stattdessen Ihr örtliches Vertriebsbüro bzw. den Vertriebspartner von Megger. Solange die Garantie
besteht, entfernen Sie KEINESFALLS den Aufkleber ohne schriftliche Genehmigung von Megger. Mit
dem Entfernen des Garantieaufklebers ohne schriftliche Genehmigung erlischt die Garantie.

237
Schritt 1 Trennen Sie das Netzkabel vom Gerät und entfernen Sie die Schrauben an den
oberen Ecken.

Schritt 2 Entfernen Sie die Schrauben auf der Rückseite.

Schritt 3: Entfernen Sie die Schrauben an den Ecken und die


Seitenbefestigungsschraufen auf jeder Seite

238
Schritt 4: Entfernen Sie die obere Gehäuseabdeckung

VORSICHT: Ab diesem Punkt kontrollieren Sie die ordnungsgemäßen ESD-


Abläufe. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie die VIGEN-Module bewegen; sie
sitzen im Presssitz; deshalb kann es passieren, dass die Komponenten
beim Herausziehen oder beim Einbau in der unteren Hälfte des Gehäuses
beschädigt werden.

Schritt 5: Entfernen Sie die beiden Schrauben, die die Steckdose des
Netzeingangs sichern.

Schritt 6: Trennen Sie die Anschlüsse an der Netzsteckdose. Beachten Sie die
farblich kodierten Kabel und die entsprechenden Anschlüsse.

239
Schritt 7: Entfernen Sie VIGEN vorsichtig von der Gehäusekonsole so weit, dass Sie Zugang zum
Netzschalter ON/OFF und den Anschlusspunkten der Erdungsposten haben.

Schritt 8: Trennen Sie die Anschlüsse von Erde und dem Netzschalter EIN/AUS.

Schritt 9: Entfernen Sie VIGEN von der unteren Gehäusekonsole.

Schritt 10: Prüfen Sie den Wechselspannungsanschluss

240
Schauen Sie nach eventuellen Verfärbungen von Kabel und Anschluss; es zeigt
Überhitzung an. Führen Sie eine allgemeine Kontrolle des VIGEN-Moduls durch
und schauen Sie dabei nach offensichtlichen Schäden, die durch einen
Kurzschluss oder anderen Fehleranzeichen verursacht wurden.

5.3.1.3 Binäreingänge und Binärausgänge

Wenn alle Objekte außerhalb der Zeitmessanordnung korrekt und in Ordnung sind, dann besteht das
Problem innerhalb der Binäreingangs-/Ausgangsanordnung selbst.

Bei den grundlegenden Fehlerbeschreibungen finden sich etwaige Ursachen zu den Problemen.

Binäreingänge – Grundlegende Fehlerbehandlung wie folgt:

1. Zeitmesser stoppt nicht:


Überbrücken Sie die entsprechenden Binäreingangsanschlüsse manuell. Wenn die LED über
dem ausgewählten Eingang leuchtet, überprüfen Sie den Setupbildschirm des Binäreingangs, um
sicherzustellen, dass der gewählte Binäreingang ordnungsgemäß als Zeitmesser-Stopp-Funktion
eingerichtet ist. Überprüfen Sie die Stopp-Einstellungen des Zeitmessers von N.O.
(Normalerweise Offen) zu geschlossen und Verriegelung Ein. Wenn die LED nicht aufleuchtet,
muss der Binäreingang reparariert oder ausgetauscht werden.

2. Berechnungsfehler:
Angelegte Wechselspannung oder entfernte Stoppsignale können eine Ungenauigkeit oder eine
Fehlfunktion im Zeitmesser erzeugen, was als mangelnde Wiederholbarkeit erscheint. Je
niedriger der Spannungswert, desto ernsthafter wird der „Fehler“ sein. Was ein Fehler zu sein
scheint, ist tatsächlich jedoch eine Abweichung im Punkt auf der Sinuskurve, bei dem die
Spannung groß genug ist, um das Betätigen des Gatekreises zu verursachen. Wenn der Kreis,
der zur Zeitmessprüfung verwendet wird, eine niedrige AC-Spannung hat und der Punkt, bei dem
der Kontakt im Prüfkreis öffnet oder schließt, bei oder nahe Null auf der Sinuskurve ist, dann
kann die Zeitdauer bis der Spannungswert hoch genug ist, um den Gatekreis zu triggern, bis zu 4
Millisekunden sein. Die gesamte Zeitmessabweichung kann bis zu 8 Millisekunden sein. Je
kürzer die Dauer der Zeitmessrüfung, umso bedeutender wird die Abweichung. Deshalb wird
empfohlen, dass für Prüfauswahlen mit angelegter/entfernter Spannung eine Wechselspannung
von 115 Volt oder darüber oder eine Gleichspannung verwendet wird, wenn kleine
Zeitmessabweichungen ein Problem darstellen würden.

Wenn die SMRT1 Zeitmesskalibrierung geprüft wird, wird die Wechselspannungsvariable oft nicht
berücksichtigt. Dies trifft besonders dann zu, wenn der Zeitmesser mit einem Zähler verglichen
wird und die zwei gleichzeitig mit einem elektronischen Schalter getriggert werden. Um beste
Ergebnisse zu erhalten, sollte eine Gleichspannung verwendet werden, um die Variable zu
vermeiden. Wenn die Stoppcharakteristiken des Wechselspannungszeitmessers geprüft werden
sollen, dann muss das Stoppsignal beim gleichen Punkt auf der Sinuskurve getriggert werden,
um sicherzustellen, dass das Gatesignal wiederholbar ist. Im Idealfall sollte das Signal bei einem
Punkt nahe der Spitze in der positiven Richtung sein. Darüberhinaus, muss der festgelegte
Effektiv-Wechselspannungswert für die verschiedenen Stopp-Steuerauswahlen eingehalten sein.

Eine weitere Quelle offenkundiger “Fehler” kann das programmierbare Entprell-Leistungsmerkmal


sein. Bei Verwendung von elektromechanischen Kontakten zum Stoppen des Zeitmessers und
falls diese Kontakte eine Tendenz zum Prellen haben, könnte eine Differenz zwischen einem
externen Standard-Zeitmesser und dem SMRT1 Zeitmesser auftreten; sie hängt von der
programmierten Entprelldauer ab, die im SMRT-Gerät eingestellt ist. Um den programmierten
Wert zu bestimmen, schauen Sie beim Setup-Bildschirm des Binäreingangs nach, wie der Wert
der Entprellungs-Einstellung ist.

241
Wenn ein Zeitmessfehler oder eine Abweichung andauert, nachdem alle vermuteten Ursachen
für den Fehler eliminiert wurden, dann ist es möglich, dass der Binäreingangskreis fehlerhaft
funktioniert. Kontaktieren Sie das Werk für Rücksendeanweisungen.

Binärausgänge – Grundlegende Fehlerbehandlung wie folgt:

Die Binärausgangs-LED ist EIN, aber die Ausgangskontakte nicht geschlossen:


Mit Hilfe eines Durchgangsprüfgeräts überprüfen Sie, ob der Ausgangskreis unterbrochen ist.
Wenn der Kreis offen ist, dann ist es möglich, dass das Sicherungselement, das auf der internen
Oberfläche befestigt ist, kaputt ist. Anmerkung: ein optionales inline-gesichertes Prüfkabel, Art.Nr.
568026 steht zur Verfügung, um für Schutz vor dem Schalten eines zu hohen Stroms zu sorgen,
siehe SMRT Bestellangaben unter Optionales Zubehör. Das Gerät muss zur weiteren Inspektion
und Reparatur zum Werk zurückgeschickt werden.

Kontaktieren Sie das Werk für eine Reparatur-Autorisierungsnummer und Rücksendeanweisungen,


falls Service erforderlich ist. Eine Reparatur-Autorisierungsnummer (RA) wird für die korrekte
Handhabung des Geräts zugeordnet, wenn es im Werk ankommt. Alle Reperaturkosten außerhalb der
Garantie, die für die Reparatur oder den Austausch von Teilen und/oder Materialien entstanden sind,
liegen in der Verantwortlichkeit des Auftraggebers.

Geben Sie dem Werk die Typennummer, Seriennummer des Geräts, Seriennummer des eventuell
zugehörigen VI-Gen, Art des Problems oder Service, Rücksendeanschrift, Ihren Namen und wie Sie
kontaktiert werden können, falls das Werk Fragen zu Ihrer Serviceanforderung hat, an.

Sie sollten gegebenenfalls Bestellnummer, Kostengrenze, Rechnungsstellung und


Rücksendeanweisungen bereitstellen. Falls ein Kostenvoranschlag erforderlich ist, geben Sie den Namen
und die Kontaktinformationen an.

6.0 Vorbereitung für Rücksendung


Bewahren Sie die Original-Frachtverpackung für eine spätere Verwendung, z.B. die Rücksendung,
auf. Der Frachtbehälter ist so entwickelt, dass er den Transportbeanspruchungen bei einem üblichen
kommerziellen Transportunternehmen standhalten kann.

Verpacken Sie das Gerät entsprechend, um Schaden während des Transports zu vermeiden. Wenn ein
wiederverwendbarer Behälter verwendet wird, wird das Gerät im gleichen Frachtbehälter
zurückgeschickt, falls dieser in geeignetem Zustand ist.

Fügen Sie für eine ordnungsgemäße Identifikation und schnellere Behandlung dem Adressetikett des
Frachtbehälters die Rücksendenummer hinzu.

ANMERKUNG: Versenden Sie das Gerät ohne unwesentliche Gegenstände, wie z.B. Prüfkabel usw.
Diese Gegenstände sind für das Werk zur Durchführung des Service nicht notwendig.

242
Addendum B

Modell SMRT33/36/43/46
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem

243
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN
WARNUNG:
DIE VON DIESEM GERÄT ERZEUGTEN SPANNUNGEN KÖNNEN GEFÄHRLICH SEIN

Dieses Gerät wurde für die Sicherheit des Anwenders entworfen; kein Design kann jedoch vollständig
gegen unzulässigen Einsatz schützen. Unsachgemäße Verwendung kann äußerst gefährlich sein.
Elektrische Kreise sind gefährlich und können bei mangelnder Vorsicht und unzureichenden
Sicherheitsvorkehrungen tödlich sein. Es gibt mehrere Standard-Sicherheitsvorkehrungen, die vom
Bediener einzuhalten sind. Wo möglich wurden IEC-Sicherheitskennzeichnungen am Gerät angebracht,
um den Anwender darauf aufmerksam zu machen; sie verweisen auf das Anwenderhandbuch und die
dortigen Anweisungen über die korrekte Verwendung oder sicherheitstechnische Themen. Schauen Sie
in der folgenden Tabelle für Symbole und Definitionen nach.

Symbol Description

Gleichstrom

Wechselstrom

Sowohl Gleich- als auch Wechselstrom

Erd- (Masse-) Anschluss. Es gibt einen gemeinsamen Gehäuse-


Erdungsanschluss auf der vorderen Bedienfläche (siehe Vordere
Bedienfläche im Abschnitt Beschreibung der Steuerungen).
Schutzleiteranschluss

Rahmen- oder Gehäuseanschluss

Ein (Spannungsversorgung)

Aus (Spannungsversorgung)

Vorsicht, Gefahr von Stromschlag

Vorsicht (schauen Sie in den Begleitdokumenten nach)

WARNUNG: Unter keinen Umständen sollte der Bediener oder Techniker versuchen, dieses
Gerät zu öffnen oder zu warten, während es an eine Spannungsquelle angeschlossen ist. Es sind
lebensgefährliche Spannungen vorhanden, die zu schweren Körperverletzungen oder sogar zum
Tod führen können!

244
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN (Fortgesetzt)

Im Folgenden sind einige spezielle sicherheitstechnische Punkte aufgeführt, die mit dem Prüfsystem
SMRT verbunden sind.

Lesen und verstehen Sie alle Sicherheitsvorkehrungen und Betriebsanweisungen, bevor Sie versuchen,
dieses Gerät anzuwenden.

Der Verwendungszweck dieses Geräts ist entsprechend der Beschreibung in diesem Betriebshandbuch
begrenzt. Sollte eine Situation aufkommen, die mit den allgemeinen oder speziellen
Sicherheitsvorkehrungen nicht abgedeckt ist, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem regionalen Megger-
Bevollmächtigten oder mit Megger, Dallas Texas auf.
Für die Sicherheit ist der Anwender verantwortlich. Ein Missbrauch dieses Geräts kann extrem gefährlich
sein.

Vor Anschluss des Netzkabels immer mit ausgeschalteter Spannungsversorgung (AUS) starten.
Vergewissern Sie sich, dass die Ausgänge auf AUS stehen, bevor Sie versuchen, Prüfverbindungen
einzurichten.

Schließen Sie das Prüfgerät NIEMALS an spannungsführende Einrichtungen an.


Verwenden Sie immer ordnungsgemäß isolierte Prüfkabel. Die optionalen Prüfkabel sind für Dauer-
Ausgangsnennleistungen des Prüfsystems bemessen; sie sollten ordnungsgemäß verwendet und
gepflegt werden. Verwenden Sie KEINESFALLS geknickte oder gebrochene Prüfkabel. Schalten Sie das
Prüfgerät immer ab, bevor Sie das Netzkabel trennen.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät ohne angeschlossene Sicherheitserdung zu verwenden.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät zu verwenden, wenn der Erdungskontakt des Netzkabels
gebrochen ist oder fehlt.

Verwenden Sie das Prüfgerät NIEMALS in explosiver Umgebung.


Das Gerät darf nur von entsprechend ausgebildeten und kompetenten Personen verwendet werden.

Beachten Sie alle Sicherheitswarnhinweise, die auf dem Gerät angebracht sind.
Sicherheitstechnische oder andere wichtige Themen, wie die nachfolgende Ausführung, werden mit dem
angefügten Symbol gekennzeichnet. Lesen Sie den Punkt sorgfältig; er bezieht sich entweder auf den
sicheren Betrieb des Prüfsystems oder auf die Sicherheit des Bedieners.

Unter keinen Umständen darf der Bediener mit seiner Hand oder Werkzeugen in den
Gehäusebereich des Prüfsystems hineinfassen, solange das Prüfsystem an eine
Spannungsquelle angeschlossen ist. Es bestehen lebensgefährliche Spannungen, die zu
schweren Körperverletzungen oder sogar zum Tod führen können!

245
1.0 Betriebsmodi

Der Aufbau des Geräts ist in Modulbauweise. Alle Eingänge und Ausgänge sind klar markiert und logisch
gruppiert. Die Obere Bedienfläche des Geräts wird bei den Geräten unterschiedlich aussehen, da jedes
Gerät bis zu drei optionale Spannungs-/Stromgenerator-(VIGEN)- Module installiert haben kann sowie ein
von zwei Systemboads. Die ‚N‘-Version besteht aus einem Systemboard mit lediglich den Netz- und
Kommunikationsschnittstellen. Die ‚P‘-Version fügt 8 zusätzliche Binäreingänge, 4 zusätzliche
Binärausgänge und einen Batteriesimulator hinzu. Bei dieser Anleitung wird davon ausgegangen, dass
das Gerät ein vollständiges Drei-Kanal-Gerät ist.

1.1 Allgemeine Beschreibung

Abbildung 227 Obere Bedienfläche SMRT33/43/36/46 (Option Potenzialfreie Rückführung abgebildet)

1.1.1 Obere Bedienfläche

1. Binärausgänge – Die ersten beiden VIGEN Module umfassen Binäreingänge und


Binärausgänge. Deshalb sind bei einem Gerät mit mindestens 2 Kanälen 2 Binärausgänge auf
der oberen Bedienfläche (mit 1 und 2 nummeriert) angebracht. Weitere Binärausgänge stehen
mit der P-Option zur Verfügung; siehe Abschnitt Vordere Bedienfläche bzgl. weitergehender
Informationen. Jeder Binärausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert werden und liefert
so die Logik für die zu prüfende Einrichtung. Die Binärausgänge der oberen Bedienfläche können
bis zu 200 V AC oder 250 V DC mit 8 A dauernd schalten. Die programmierbare Wartedauer geht
von 1 Millisekunde bis zu 10.000 Millisekunden.

2. Binäreingänge – bei einem Gerät mit mindestens 2 Kanälen gibt es 2 Binäreingänge auf der
oberen Bedienfläche. Für typische Anwendungen testen, die binäre Eingänge 1 und 2 haben
einen festen Schwellenwert von 5 Volt. Für GPS-End-to-End Tests der Relais synchronisiert die
binäre 1 kann in Verbindung mit einem Impuls von einem GPS-Empfänger für externe Einleitung,
oder die Eingabe eines IRIG-B Signal (siehe Verwenden von Wait IRIG-B-Eingang mit dem
Sequenzer STVI Test).Weitere Binäreingänge sind mit der P-Option verfügbar; siehe Abschnitt
Vordere Bedienfläche bzgl. weitergehender Informationen. Die Binäreingänge nehmen einen
Spannungsbereich von 5 bis 300 V AC oder 5 bis 250 V DC oder potenzialfrei Schließer / Öffner
an.

246
3. Spannungen und Ströme Module ( VIGEN) – Es stehen drei Steckplätze für die VIGEN-Module
zur Verfügung. Die Steckplätze sind von unten nach oben mit 1 bis 3 nummeriert. Die drei
Phasenspannungen und Ströme sind durch die rote und gelbe Umrahmung jedes
Ausgangskanals hervorgehoben. Die Spannungskanäle (V1, V2 und V3) der Phasen A, B und C
sind rot markiert. Die Stromkanäle (I1, I2 und I3) der Phasen A, B und C sind gelb markiert. Wenn
die Spannungsgeneratoren zu Stromgeneratoren konvertiert sind, werden sie auf der STVI-
Anzeige als V1 = I4, V2 = I5 und V3 = I6 = I8 wechseln. Weitere Details über die VIGEN
Ausgangs-Leistungsfähigkeiten siehe Abschnitt 1.4.
Anmerkung: Die SMRT33/43 Spannungskanäle können nicht zu Stromkanälen konvertiert
werden.
4. USB 2.0 Schnittstelle – erfordert einen “nachgelagerten” Anschluss Typ B und wird in erster
Linie als Kommunikations- und Steuerungsschnittstelle verwendet, wenn sie mit einem PC -und
Megger AVTS- oder den PowerDB STVI-Bildschirmen verwendet wird. Da das SMRT
standardmäßig eine Baudrate von 115.200 hat, muss der Anwender seine USB-Ausgangs-Com-
Schnittstelle passend konfigurieren. Ein USB-Kabel wird nicht mit dem Prüfgerät oder beim
optionalen Zubehör mitgeliefert. Für die Computersteuerung wird ein Ethernet-Kabel mitgeliefert.
Wenn der Anwender sich jedoch für die Verwendung der USB-Schnittstelle entscheidet,
funktioniert jedes Standard-USB-A/B-Kabel mit dem Gerät. Dies kann verwendet werden, wenn
für einen sicheren Schaltstationenzugang zwischen dem SMRT und dem IEC 61850
Schaltstationennetzwerk Isolation erforderlich ist.

5. PC/OUT Ethernet Schnittstelle ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle und ist die wichtigste PC-
Anschlussschnittstelle. Diese Schnittstelle unterstützt MDI/MDI-X Crossover-Konfiguration; dies
bedeutet, dass sowohl Standard- als auch “Crossover”-Ethernetkabel verwendet werden können.
Das SMRT wird standardmäßig mit einem Crossover-Kabel geliefert. Für Mehrgerätebetrieb
liefert das Gerät, das den OUT-Link zur Verfügung stellt, die Masterphasenreferenz für alle
„nachgelagerten“ Geräte Diese Schnittstelle darf nur zum Anschließen an den IEC 61850
Schaltstationenbus beim Prüfen von IEC 61850 Geräten verwendet werden.

6. IN - 61850 Ethernet-Schnittstelle - ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle; sie wird in erster Linie


verwendet, um mehrere SMRT-Geräte für synchronen Mehrgerätebetrieb zusammenzuschalten.
Es kann auch verwendet werden, um Zugang zum IEC 61850-Schaltstationen-Netzwerk
bereitzustellen. Beachten Sie dass die IN- und STVI-Schnittstellen eine gemeinsame
physikalische Schnittstelle teilen und nicht gleichzeitig verwendet werden können. Beachten Sie,
dass sich die Schnittstellen IN und STVI eine gemeinsame physikalische Schnittstelle teilen; sie
können nicht gleichzeitig verwendet werden. Bei Anschluss eines PCs an die PC-Schnittstelle
teilen sich SMRT und PC den gleichen Ethernet-Netzwerkanschluss; dadurch besteht keine
sichere Trennung voneinander.

7. STVI Ethernet-Schnittstelle – ist eine 10/100BaseTX PoE (Power over Ethernet [Speisung über
Ethernet]) Schnittstelle und wird zum Anschluss an das STVI verwendet.

247
1.1.2 Vordere Bedienfläche:

Abbildung 228 Vordere Bedienfläche SMRT33/36 mit "P" Option

1. Netzversorgung / Netzkabel – Buchse ist an der vorderen Bedienfläche des Prüfgeräts angebracht.

Netzkabel Das Prüfgerät ist mit einem Netzkabel ausgestattet, das an den
Steckanschluss auf der vorderen Bedienfläche eingesteckt wird.
Überprüfen Sie die Bemessung der Eingangsspannung auf der
vorderen Bedienfläche, bevor Sie das Netzkabel an die
Spannungsquelle anschließen.

2. Schutzerde Massebuchse – Sollte verwendet werden, um die Gehäuseerde an Erde

anzuschließen.

3. NETZ EIN/AUS-Schalter – leuchtet, wenn Netz eingeschaltet ist.

4. Batteriesimulator oder AC/DC AUX – ist nur beim SMRT33/36 mit der “P” Systemboard -Option
verfügbar. Er liefert eine variable DC-Ausgangsspannung von 5 bis 250 Volt bei 100 Watt (4 A max.),
um logische Spannung für Halbleiterrelais bereitzustellen. Sobald EIN-geschaltet, leuchtet die LED
über den Ausgangsanschlüssen. Das SMRT33/36 mit der “N”-Option hat keinen Batteriesimulator .
Der SMRT46 bietet eine AC/DC-AUX-Ausgang mit einem stufenlosen DC-Ausgangsspannung von 5
bis 250 Volt, 100 Watt (max.) 3,33 Ampere die Logikspannung für Solid State Relais, oder
Verwendung als Referenz AC Spannung Quelle für die Synchronisierung oder Polarisation Potenzial
von 0 - 150 V, 100 VA. Wenn sie eingeschaltet ist, leuchtet die LED oberhalb der Ausgangsklemmen
leuchtet auf.

5. Binärausgänge – sind beim SMRT36 mit der “P”- Systemboard -Option verfügbar und sind mit 3, 4,
5 und 6 numeriert. Jeder Binärausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert werden, um die
Logik für das zu prüfende Gerät zu liefern. Die Binärausgänge 3 und 4 sind für 300 V AC/DC, 8 A und
einem maximalen Schaltvermögen von 2000 VA (80 Watt DC) bemessen, mit einer Ansprechzeit
unter 10 ms. Die Binärausgänge 5 und 6 sind hochgeschwindigkeitsmäßig und haben eine AC/DC
Spannungsbemessung von 400 V Spitze, 1 A und einer Ansprechzeit üblicherweise unter 1 ms. Das
SMRT36 mit der “N"-Option umfasst keine zusätzlichen Binärausgänge 3 bis 6.

6. Zusätzliche Binäreingänge – werden vom SMRT33/36 mit der “P”-Option bereitgestellt und liefern
8 (mit den Nummern 3 bis 10) zusätzliche, unabhängige, galvanisch isolierte Start/Stopp- oder
Überwachungskreise, die den Betrieb der Relaiskontakte oder eine Auslösung SCR monitoren. Eine
Dauerleuchte wird für jedes Eingangsgate bereitgestellt. Das SMRT33/36 mit der “N”-Option umfasst
nicht die zusätzlichen Binäreingänge 3 bis 10. Alle Binäreingänge erfassen potenzialfreie Schließer /
Öffner oder angelegte/entfernte Spannung in einem Bereich von 5 bis 300 Volt AC oder 5 bis 250
Volt DC.

248
1.2 Spannungsversorgung-Eingangs

Die Eingangsspannung kann von 100 bis 240 VAC, ± 10%, 50/60 Hz. Die maximale Eingangsleistung ist
1800VA. Der Eingang ist durch einen EIN/AUS-Netzschalter/Leistungsschalter geschützt.

1.2.1. Eingangs-Netzkabel

Das Netzkabel wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Land mit einem NEMA 5-15 Stecker, einem CEE 7/7-
Schuko-Zwei-Stift-Stecker, Pigtailkabel mit Internationaler Farbkodierung (hellblau, braun und grün/gelb)
wobei die Isolationshülse für den entsprechenden Stecker bereits abgezogen ist, oder dem UK-Netzkabel
ausgestattet sein.

Nordamerikanisches Netzkabel (Artikelnummer 620000)

Kontinentaleuropäisches Netzkabel (Artikelnummer 50425)

Netzkabel mit internationaler Farbkodierung (Artikelnummer 15065) ist zum Anschluss mit
dem entsprechenden Stecker (abhängig vom Land) vorbereitet. Folgende Farben gelten: Braun =
Leitung, Blau = Nullleiter und Grün/Gelb = Erde.

UK-Netzkabel (Artikelnummer 90002-989)

1.3 Spannungs-Strom-Generator (VIGEN) Modul

Die Ausgangskanäle für Spannung und Strom liegen in rot bzw. gelb gekennzeichneten Flächen. Die
Spannungskanäle der Phasen 1, 2 und 3 werden durch rote Farbflächen angezeigt; die Stromkanäle der
Phasen 1, 2 und 3 werden durch gelbe Farbflächen angezeigt. Alle Ausgänge sind von plötzlichen
Veränderungen in der Netzspannung und Frequenz abhängig; sie werden so reguliert, dass Änderungen

249
in der Lastimpedanz den Ausgang nicht beeinflussen. Standard-Verstärkerausgänge sind isoliert oder
potenzialfrei. Die SMRT-Geräte können optional so bestellt werden, dass die gemeinsamen
Rückleitungen des Verstärkers mit der Gehäuseerde verbunden sind.

1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker

SMRT36 Spannungskanal

Der SMRT PowerV™ Spannungsverstärker liefert eine flache Leistungskurve von 30 bis 150 Volt im
150 V Bereich; dadurch wird das Prüfen von Hochstromanwendungen, wie zum Beispiel Feldprüfung,
möglich.

Abbildung 229 SMRT Leistungskurve Spannungsverstärker

Spannungsbereich Leistung / Strom (Max.)


30,00 V 150 VA bei 5,0 A
150,00 V 150 VA Konstante Ausgangsleistung von 30 bis 150 Volt
300,00 V 150 VA bei 0,5 A

Spannungsverstärker im Strom-Modus3:
Der SMRT36 Spannungsverstärker kann zu einer Stromquelle mit folgenden Ausgangsleistungen
konvertiert werden. Die Bemessungen der Ausgangsleistung werden in Effektivwerten und
Spitzenleistungs-Nennwerten angegeben.

Ausgangsstrom Leistung Max. V Arbeitszyklus


5 Ampere 150 VA (212 Spitze) 30,0 Veff Dauernd
15 Ampere 120 VA 8,0 Veff 90 Zyklen

Bei einem 3-Kanal-SMRT-Gerät liefern die konvertiblen Kanäle zusammen mit den drei
Hauptstromkanälen 6 Ströme zum Prüfen von dreiphasigen Differenzialstromrelais. Wenn die
Spannungsgeneratoren zu Stromgeneratoren konvertiert werden, werden sie sich auf dem STVI-Display
zu Stromphasen 4, 5 und 6 verändern.

3 Der SMRT33/43 Spannungsverstärker kann nicht in einen Stromkanal konvertiert werden.

250
Der Ausgang des Spannungsverstärkers ist vor Kurzschlüssen und gegen anhaltende Überlasten
thermisch geschützt. Für den Fall eines Kurzschlusses oder einer thermischen Überlast wird der
Verstärker automatisch abschalten; wenn die STVI angeschlossen ist, wird dem Anwender eine Meldung
über den bestehenden Zustand angezeigt. Bei Verwendung der AVTS-Software wird eine ähnliche
Meldung angezeigt.

1.3.2. Stromverstärker

SMRT36/46 Stromkanal

Das Leistungsmerkmal Konstanter Leistungsausgang des SMRT Stromverstärkers liefert während der
Prüfung dauernd maximale Bürdenspannung zur Last; die Bereichsänderung erfolgt automatisch,
fließend, unter Last. Dadurch werden bessere Prüfergebnisse sichergestellt und Zeit gespart, da die
Ausgänge nicht abgeschaltet werden müssen, um Ausgangsstufen oder Bereiche zu ändern; im
Gegensatz dazu stellen Einbereichs-Stromverstärker eine höhere Bürdenspannung bei niedrigeren
Prüfströmen sicher. Durch den konstanten Leistungsausgang ist es beim Prüfen von Relais mit hoher
Bürde nicht notwendig, Stromkanäle parallel oder in Reihe zu schalten.

Abbildung 230: Leistungskurven des Konstanten Leistungsausgangs beim SMRT36/46 Stromverstärker

Nachfolgend sind typische Ausgangsstromwerte und die dazugehörigen verfügbaren


Bürdenspannungswerte für den SMRT33/43/36/46 Stromkanal4 genannt. Die Ausgangsstrom- und
Leistungs-Bemessungswerte pro Kanal werden als AC Effektivwerte und
Spitzenleistungsbemessungswerte angegeben. Vorgegebene Arbeitszyklen basieren auf typischer
Raumumgebungstemperatur.

Ausgangsstrom Leistung Max. V / Arbeitszyklus


1 Ampere 15 VA 15,0 Veff Dauernd
4 Ampere 200 VA (282 Spitze) 50,0 Veff Dauernd
15 Ampere 200 VA (282 Spitze) 13,4 Veff Dauernd
30 Ampere 200 VA (282 Spitze) 6,67 Veff Dauernd
45 Ampere4 300 VA (424 Spitze) 6,67 Veff 90 Zyklen
60 Ampere 300 VA (424 Spitze) 5,00 Veff 90 Zyklen
DC 200 Watt

4 Der SMRT33/43 Stromkanal ist der gleiche wie beim SMRT36/46 in Form von VA Bemessungs- und
Bürdenspannung. Der SMRT33/43 Stromkanal ist auf ein Maximum von 45 Ampere vs. 60 Ampere für
den SMRT36/46 begrenzt.

251
Der Ausgang des Stromverstärkers ist vor Kurzschlüssen und gegen anhaltende Überlasten
thermisch geschützt. Für den Fall eines offenen Stromkreises oder einer thermischen Überlast wird der
Verstärker automatisch abschalten; wenn die STVI angeschlossen ist, wird dem Anwender eine Meldung
über den bestehenden Zustand angezeigt. Bei Verwendung der AVTS-Software wird eine ähnliche
Meldung angezeigt.

1.4 Binär-Ein- und Ausgänge


Abbildung 231: Binär-Eingänge und
Ausgänge 1 und 2

Binär-Eingänge und Ausgänge sind deutlich gekennzeichnet und logisch gruppiert.


Die Obere Bedienfläche des Geräts kann bei den Geräten unterschiedlich aussehen;
d.h. Binäreingang / Ausgang 1 wird immer belegt sein, während Binäreingang /
Ausgang 2 in Abhängigkeit von der Konfiguration belegt sein kann oder auch nicht.
Die ‘N’-Version besteht aus einem Systemboard mit lediglich der Leistungs- und
Kommunikationsschnittstellen. Die ‘P’-Version verfügt zusätzlich über 8 Binäreingänge, 4 zusätzliche
Binärausgänge und einen Batteriesimulator. Die Binäreingänge werden zur Überwachung der
Relaisauslösekontakte beim Durchführen von Anrege- und Abfallprüfungen sowie beim Durchführen von
Zeitmessfunktionen verwendet. Die Binärausgänge werden verwendet, um Schließer / Öffner für das
Prüfen von Schalterfehlerschemata oder ähnlichen Leistungssystem-Schaltvorgängen zu simulieren.
Darüberhinaus können sie auch verwendet werden, um AC/DC-Spannungen und Ströme zu schalten.

Abbildung 232: “P” Option


Binäreingänge 3 bis 10 und
Binärausgänge 3 bis 6

1.4.1 Binäreingänge

Die Binäreingänge wurden speziell entwickelt, um Hochgeschwindigkeitsschaltvorgänge von


elektromechanischen, elektronische und mikroprozessorbasierte Schutzrelais zu messen. Alle
Binäreingänge sind standardmäßig eingestellt auf Monitor-Modus, Kontaktänderung des Zustands,
verriegelt AUS.

Bei Verwendung der STVI oder der RTMS software müssen Sie zum Ändern eines Binäreingangs von
Kontakt Zustandsänderung nach Angelegte Spannung / Entfernt das Fenster Eingangstyp anklicken oder
berühren; daraufhin wird eine Sinuskurve erscheinen, wo das Kontaktsymbol angezeigt wird. Der
Eingang ist nun für die Spannungserfassung eingestellt.

Um den Binäreingang Modus Monitor zum Modus Zeitmesser zu ändern, klicken Sie die Schaltfläche Als
Monitor verwenden an oder berühren Sie diese; das Display ändert sich, um Als Auslösung verwenden
anzuzeigen; dies heißt, dass der Binäreingang nun eingestellt ist, den Zeitmesser beim Erfassen der
ersten Kontaktschließung (falls der Eingangstyp auf Kontakt eingestellt ist) oder beim Erfassen der
Spannung, wenn der Eingangstyp auf Spannungserfassung eingestellt ist, zu stoppen.

1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gates

Im SMRT33/43/36/46 gibt es bis zu zehn identische, unabhängige, programmierbare Gatekreise, die eine
einfache Auswahl des gewünschten Modus für Zeitmessungs- oder Kontaktüberwachungsbetrieb
ermöglichen.

252
Um den Schaltvorgang des Kontakts zu überwachen oder SCR im zu prüfenden Gerät auszulösen, gibt
es für jedes Gate eine Leuchte. Der Gate-Kreis ist zur Spannungserfassung isoliert und kann
elektronische logische Signale überwachen. Jede Leuchte wird einmal aufleuchten, wenn die Kontakte
schließen oder Spannung an das Gate angelegt wird.

1.4.1.1.1 Potenzialfreie Kontakte Öffnen

Der Zeitmesser stoppt oder eine Durchgangsanzeige geht beim Öffnen von Öffnern aus oder sobald die
Ableitung durch einen Halbleiter, wie zum Beispiel einen Triac oder Transistor, unterbrochen wird.

1.4.1.1.2 Potenzialfreie Kontakte Schließen

Der Zeitmesser stoppt oder eine Durchgangsanzeige leuchtet beim Schließen von Schließern oder beim
Ableiten durch ein Halbleitergerät, wie zum Beispiel ein Triac oder Transistor.

1.4.1.1.3 Anwenden oder Entfernen von AC oder DC-Spannung

Dies wird entweder den Zeitmesser starten oder stoppen. Die Durchgangsanzeige wird leuchten
(Anwendung) oder erlöschen (Entfernung) bei Anwendung oder Entfernung von entweder AC oder DC-
Spannung. Damit ein weiter Bereich von Prüfungsanwendungen abgedeckt wird, haben die
Binäreingänge verschiedene Spannungsschwellen. Für typische Prüfungsanwendungen haben die
Binäreingänge 1 und 2 feste Schwellen von 5 Volt. Beim “P”-Modell gibt es 8 zusätzliche Binäreingänge.
Zum Überwachen von TTL-Signalen haben die Binäreingänge 3 bis 6 einen festen Schwellenwert von 3
Volt. Die Binäreingänge 7 und 8 haben feste Schwellenwerte von 5 Volt und die Binäreingänge 9 und 10
haben feste Schwellenwerte von 30 Volt (für „gestörte“ Prüfumgebungen). Eine höhere
Schwellenspannung hilft, falsches Triggern aufgrund von Störquellen zu vermeiden. Niedrigere
Schwellenwerte ermöglichen das Starten und Stoppen des Zeitmessers von TTL-Spannungssignalen.
Die angewandte zulässige Spannung beträgt 5 bis 300 Volt AC oder 5 bis 300 Volt DC, Schutz durch
Strombegrenzende Widerstände.

1.4.1.1.4 Der Zeitmesser kann gestartet werden, sobald irgendein ausgewählter Generator
eingeschaltet wird.

1.4.1.1.5 Der Zeitmesser kann gleichzeit mit einer Änderung bei Frequenz, Phasenwinkel oder
Amplitude gestartet werden. Außerdem kann er gleichzeitig mit einer Spannungs- oder Stromkurvenstufe
gestartet werden.

1.4.2 Binärausgänge

Die Binärausgänge 1 und 2 sind auf der oberen Bedienfläche platziert und für 300 V bei 8 A bemessen.
Die Option SMRT33/36 “P” Systemboard sorgt für vier zusätzliche Binärausgänge, die mit 3, 4, 5 und 6
nummeriert sind. Jeder Binärausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert werden und sorgt so für
die Logik für das zu prüfende Gerät. Die Binärausgänge 3 und 4 sind auf 300 V AC/CD, 8 Ampere und
ein Maximum von 2000 VA Schaltkapazität (80 Watt DC) bemessen; die Antwortzeit beträgt weniger als
10 ms. Die Binärausgänge 5 und 6 sind Hochgeschwindigkeitsausgänge und haben eine AC/DC-
Spannungsbemessung von 400 Volt Spitze, 1 Ampere und eine Antwortzeit, die üblicherweise kleiner als
1 ms ist.

Die Kontakte können zum Öffnen oder Schließen programmiert werden und simulieren so den
Leistungsschalterbetrieb. Die programmierbare Wartedauer ist von 1 Millisekunde bis 10000
Millisekunden einstellbar. Ein abgesichertes Prüfkabel (bei 500 mA abgesichert) steht als optionales
Zubehör zur Verfügung; es hilft beim Schutz vor dem Durchbrennen der internen Sicherung bei den
Binärausgängen 5 und 6. Das Prüfkabel hat eine blaue Farbe, damit der Anwender weiß, dass es an die
blauen Binärausgänge angelegt wird.
Der Rundhalter des Prüfkabels ist mit einer 1000 V, CAT III Bemessung CE-zertifiziert und als 500 mA /
1000 V/ 50 KA GESICHERT gekennzeichnet.

253
1.5 Batterie-Simulator

Das “P”-Modell des SMRT33 oder 36 hat den Batteriesimulator und liefert einen variablen DC-
Ausgang von 5 bis 250 V DC bemessen bei 100 Watt, 4 Ampere max. Der SMRT46 umfasst ein
AC/DC-AUX-Ausgang, DC-Ausgang bietet eine Variable von 5 bis 250 VDC mit einer
Nennleistung von 100 Watt, 3,33 Ampere Max.Der Anwender kann aus normalen Einstellwerten
von 24, 48, 125 oder 250 V DC auswählen oder die gewünschte Ausgangsspannung in das
bereitgestellte Fenster eingeben, siehe RTMS-Konfiguratinsbildschirm. Der Ausgang kann mit
Hilfe des STVI-Steuerknopfes oder mit den auf-/ab-Pfeiltasten des PC verändert werden (siehe 3.5.5 des
STVI-Abschnittes).

VORSICHT:
ANMERKUNG: DC-Spannung ist EIN und verfügbar, sobald der Ausgang mit Hilfe des LCD-
Touchpanels oder über ein Softwarekommando eingeschaltet ist. Stecken Sie kein Prüfkabel in
den Verbindungsposten des BATTERIESIMULATORs , bevor Sie nicht zuerst die Prüfkabel an Last
angeschlossen haben!

2.0 INSTALLATION

2.1 System auspacken

Packen Sie das Gerät aus und überprüfen Sie es nach offensichtlichen Transportschäden. Wenn es
sichtbaren Schaden gibt, melden Sie dies unverzüglich dem Transportunternehmer, um Schadensersatz
anzumelden und informieren Sie Megger über den Schaden.

VORSICHT:
An den Ausgangsanschlüssen können möglicherweise lebensgefährliche Spannungen auftreten.
Dem Bediener wird dringend empfohlen, vor dem Einschalten das Anwenderhandbuch komplett
zu lesen und die Funktionsweise des Prüfgerätes zu verstehen.

2.1.1 Erst-Inbetriebnahme

1. Schließen Sie mit dem Ethernetkabel, das mit dem Gerät geliefert wurde, die STVI Ethernet-
Schnittstelle am SMRT-Gerät an die Ethernet-Schnittstelle oben auf dem Smart Touch View
Interface (STVI) an. Bei Verwendung der Software STVI PC-Version schließen Sie die
Ethernetschnittstelle PC/OUT am SMRT-Gerät an die Ethernetschnittstelle des PC an.

2. Bevor Spannung an das Gerät angeschlossen wird, müssen Sie sicherstellen, dass der Schalter
SMRT POWER ON/OFF in der Position OFF [AUS] (0) ist. Stecken Sie das Geräte-Netzkabel in
eine entsprechende Spannungsquelle und drehen Sie den Schalter POWER ON/OFF auf ON
[EIN] (I). Das SMRT-Gerät durchläuft seine Einschaltsequenz. Nach etwa einer Minute erscheint
der STVI-Einschaltbildschirm, danach der manuelle Einschaltbildschirm.

254
2.2 Kommunikationsschnittstellen

Es gibt mehrere Kommunikationsschnittstellen: eine USB-, drei Ethernet und eine optionale Bluetooth-
Drahtlos-Schnittstelle.

2.2.1 USB 2.0 Schnittstelle

Die USB 2.0 Schnittstelle erfordert einen Anschluss vom Typ B “Downstream”; sie wird in erster Linie als
Kommunikations- und Steuerschnittstelle verwendet, wenn sie mit einem PC und der Megger-Software
AVTS oder STVI PC-Version für automatisches Relaisprüfen eingesetzt wird. Es wird empfohlen, dass
Sie die Ethernet-Schnittstelle für Hochgeschwindigkeitskommunikation und Steuerung des SMRT-Geräts
verwenden. Die Verwendung der USB-Schnittstelle erfordert, dass der Anwender die PC Com-
Schnittstelle für USB-Betrieb konfiguriert. Durch Anklicken des Symbols Geräte-Setup auf der PowerDB-

Symbolleiste stellt der Geräte-Konfigurations-Bildschirm (in der nachfolgenden Abbildung gezeigt)

dem Anwender den Zugang zum PC- Bildschirm Geräte-Manager bereit. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Geräte-Manager und gehen Sie zum Dateiverzeichnis der USB-Schnittstellen. Da der SMRT33/36
standardmäßig auf eine Baudrate von 115200 eingestellt ist, muss der Anwender seine USB-
Ausgangs-Com-Schnittstelle entsprechend konfigurieren. Wenn der Anwender zum Geräte-
Konfigurationsbildschirm zurückkommt, muss er das Häkchen im Kästchen „Ethernet verwenden“
entfernen und die Baudrate, Bytegröße und Stopp-Bits, wie gezeigt, einstellen.

2.2.2 PC/OUT Ethernet Schnittstelle

PC/OUT Ethernet Schnittstelle ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle und ist die wichtigste PC-
Anschlussschnittstelle. Diese Schnittstelle unterstützt MDI/MDI-X Crossover-Konfiguration; dies bedeutet,
dass sowohl Standard- als auch “Crossover”-Ethernetkabel verwendet werden können. Das SMRT wird
standardmäßig mit einem Crossover-Kabel geliefert. Für Mehrgerätebetrieb liefert das Gerät, das den
OUT-Link zur Verfügung stellt, die Masterphasenreferenz für alle „nachgelagerten“ Geräte.

255
Darüberhinaus kann diese Schnittstelle verwendet werden, um große Datenblöcke in das Gerät
herunterzuladen. Es wird verwendet, um digitale Abtastungen für DFR-Wiedergabe herunterzuladen
sowie zum Herunterladen von Software- / Firmeware-Updates. Jeder Ausgangskanal kann bis zu
256.000 Abtastungen von Digitalen Daten speichern, wie zum Beispiel bei den Digitalen
Fehleraufzeichnungen für DFR-Wiedergabe; mit bis zu 6 Kanälen kommt dies mehr als 1,5 Millionen
Abtastungen gleich. Normalerweise sollte die Ethernet-Schnittstelle am SMRT33/43/36/46 die Daten in 1
Sekunde oder weniger herunterladen. Zusätzlich zu den Hochgeschwindigkeits-Downloads von DFR-
Daten wird die Schnittstelle auch verwendet, um mit dem SMRT33/43/36/46-Gerät über ein Netzwerk zu
kommunizieren.

Diese Schnittstelle kann auch verwendet werden, um mehrere SMRT-Geräte für synchronen
Mehrphasenbetrieb zusammenzuschalten.

2.2.2.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für den Betrieb mit einem PC

Schließen Sie die Ethernet-Schnittstelle PC/OUT am SMRT-Gerät mit dem Ethernet-Kabel, das
zusammen mit dem Gerät geliefert wurde, an die Ethernet-Schnittstelle des PC an. Schalten Sie das
Prüfgerät ein. Während das SMRT-Gerät seine Hochlaufsequenz durchläuft, wird in weniger als einer
Minute der Einschaltbildschirm des STVI erscheinen. Bei Verwendung der PC-Version der RTMS
software wird das an den PC angeschlossene SMRT-Gerät automatisch erkannt. Wurde das
angeschlossene Gerät erst einmal automatisch erkannt und die Konfiguration des SMRT-Geräts
festgelegt, wird der Bildschirm Manuell erscheinen. Es kann sein, dass die Firewall-Einstellungen die
automatische Erkennung verhindern. In diesem Fall kann die Firewall abgeschaltet werden oder Sie
können die IP-Adresse direkt mit Hilfe des PowerDB Gerätekonfigurionsbildschirms eingeben. Klicken Sie

hierzu auf das Symbol Geräte-Setup auf der Werkzeugleiste von PowerDB. Klicken oder
Drücken Sie die Schaltfläche MPRT/SMRT. Vom Bildschirm Gerätekonfiguration, der in der
nachfolgenden Abbildung gezeigt wird, entfernen Sie durch Anklicken das Häkchen im Kontrollkästchen
im Feld Auto Discover Unit [Automatische Geräteerkennung].

Figure 233 PowerDB Geräte-Konfigurationsbildschirm

Mit der Automatischen Unit box Entdecken Sie überprüft die RTMS Software sollte das Gerät finden.
Wenn nicht die IP-Adresse kann in der Box in der Abbildung oben markiert eingegeben werden.
Beachten Sie auch, dass die IP-Adresse auch auf der Einheit Typenschild Aufkleber gedruckt wird. Wenn
das Gerät in einem Netzwerk mit einem DHCP-Server vorhanden ist, muss der Benutzer die
automatische Erkennung Modus verwenden.

256
2.2.3 STVI Ethernet Schnittstelle

STVI Ethernet Port is a 10/100BaseTX PoE (Power over Ethernet) port and is used to connect to the
STVI. Diese Schnittstelle versorgt das STVI mit Hilfe von POE (Power Over Ethernet) mit Spannung und
sorgt für die manuelle Steuerung des SMRT-Geräts mit dem STVI.

2.2.3.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Betrieb mit STVI

Schließen Sie die STVI Ethernet-Schnittstelle auf der oberen Bedienfläche des SMRT mit Hilfe des,
zusammen mit dem Gerät gelieferten, Ethernet-Kabels an die Ethernet-Schnittstelle oben auf dem Smart
Touch View Interface (STVI) an. Während das SMRT-Gerät seine Einschaltsequenz durchläuft, wird in
weniger als einer Minute der Einschaltbildschirm des STVI erscheinen. Das STVI wird automatisch das
SMRT33/43/36/46 erkennen (es ist nicht erforderlich, dass der Anwender eine IP-Adresse eingibt).
Wurde das angeschlossene Gerät erst einmal automatisch erkannt und die Konfiguration des SMRT-
Geräts festgelegt, wird der Bildschirm Manuell erscheinen.

2.2.4 IN - IEC61850 Ethernet-Schnittstelle

Die Ethernet-Schnittstelle IN ist eine 10/100BaseTX-Schnittstelle; sie wird verwendet, wenn mehrere
SMRT-Geräte miteinander verbunden werden. Sie sorgt darüberhinaus für Zugang zum IEC 61850
Schaltstationennetzwerk (wenn aktiviert). Das SMRT33/43/36/46 mit der aktivierten IEC 61850 Option
stellt wählbare Priorität bereit, VLAN-ID und erfüllt IEC 61850-5 Standard Typ 1A, Klasse P 2/3, für
Hochgeschwindigkeitsauslöse- und -wiedereinschaltsimulationen.

2.2.4.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Netzwerke oder IEC 61850 Betrieb

Der SMRT33 oder 36 kann über ein Netzwerk gesteuert werden. Dies ermöglicht, den
SMRT33/43/36/46 virtuell über jede Entfernung fernzusteuern, indem ein PC mindestens zwei Geräte
gleichzeitig steuern kann, wie zum Beispiel bei einer End-zu-End-Prüfung. Das Anschließen des SMRT33
oder 36 oder 46 an ein Lokales Netzwerk (LAN) oder ein Weitverkehrsnetz (WAN) könnte unbefugten
Betrieb des Geräts zulassen.

Durch die IN Ethernet-Schnittstelle ist das SMRT33/36 in ein Netzwerk genau wie ein PC oder Server
eingegliedert. Um dieses Leistungsmerkmal zu verwenden, muss der Anwender die IP-Konfiguration des
SMRT33/43/36/46 für sein LAN einrichten. Beachten Sie bitte, dass das SMRT33/43/36/46 nach dem
Einschalten automatisch nach einer Netzwerkadresse sucht oder sie anfordert, wenn es an ein Netzwerk
angeschlossen ist. Wenn eine Adresse nicht automatisch angefordert wird, überprüfen Sie, um
sicherzugehen, den ordnungsgemäßen Anschluss mit Hilfe eines Standard-Ethernet-Kabels. Verwenden
Sie keinesfalls ein “gekreuztes”-Ethernet-Kabel (ein gekreuztes Kabel ist für die Verwendung von Ihrem
PC zum Prüfgerät, nicht zu einem Netzwerk vorgesehen). Wenn das Gerät noch immer keine Adresse
anfordert, kann das andere Gründe haben. Dann benötigen Sie wahrscheinlich Unterstützung von der
Abteilung Informationsmanagement Ihrer Firma.

Zum Prüfen nach IEC 61850 schließen Sie die IEC 61850 IN-Schnittstelle an den Schaltstationenbus
oder das zu prüfende Relais an, um GOOSE-Meldungen zu empfangen und zu senden. Das SMRT kann
(wenn es mit der IEC 61850 Option ausgestattet ist) bei Verwendung mit dem Megger GOOSE-
Konfigurator in der AVTS-Software Hochgeschwindigkeitsprüfungen von IEC 61850 Relais und
Schaltstationen bieten; dazu werden GOOSE Meldungen indiziert und zu den Binäreingängen abgebildet.
Darüberhinaus kann es Systemzustände simulieren, wie zum Beispiel Leistungsschalterbetrieb, indem
GOOSE Meldungen herausgegeben werden, die zu den Binärausgängen des SMRT33/43/36/46
abgebildet werden. Der Bediener kann, wenn der PC an die OUT-Schnittstelle angeschlossen ist und die
AVTS Megger GOOSE Konfigurator-Software läuft, das Schaltstationennetzwerk „ausschnüffeln“. Wenn
jedoch eine sichere Schnittstelle gewünscht ist, bei der der Bediener nicht zufällig die Schaltstation
ausschalten oder einen PC-Virus in das Schaltstationen-LAN einschleusen kann, dann schließen Sie den

257
PC an die USB-Schnittstelle des SMRT an und „schnüffeln“ im Netzwerk über die IEC61850 IN
Schnittstelle.

3.0 Stromquellen

3.1 Parallel-Betrieb

Jeder SMRT Stromverstärker kann dauerhaft 30 Ampere bereitstellen. Der SMRT33 kann ein Maximum
von 45 A bereitstellen, während die Geräte SMRT36/46 und SMRT410 bis zu 60 A pro Phase für die
Dauer von 1,5 Sekunden zum Prüfen von unverzögerten Auslöseelementen bereitstellen können. Wenn
für eine lange Zeitdauer mehr als 30 A einphasig oder mehr als 60 A zum Prüfen von unverzögerten
Elementen erforderlich sind, können zwei oder mehrere Stromkanäle parallel angeschlossen werden; sie
liefern 60 oder 90 A dauerhaft (SMRT36/46) und bis zu 120 oder 180 A für die Dauer von 1,5 Sekunden.

Beachten Sie: Wenn im 5. Zeichen der Modellidentifikationsnummer ein F oder C erscheint (d.h.
30P1F0A0S1) sind die Stromrückflüsse potenzialfrei (isoliert von einander und von Erde). Bei jenen
Geräten mit einer Modellnummer G oder E, sind die Stromrückflüsse intern zusammengefasst und mit
Erde verbunden.

Um die Stromkanäle des Geräts parallel zu schalten, gehen Sie folgendermaßen vor:
Bei Verwendung von ummantelten mehradrigen Stromprüfkabeln (Art.Nr. 2001-396) sind alle schwarzen
Rückleitungen innerhalb der Ummantelung miteinander verbunden, so dass sie alle den Rückstrom
zusammen teilen. Schließen Sie jeden Stromkanal an das zu prüfende Relais an (sowohl rote als auch
schwarze Klemmen an die Last). Jedes Megger Prüfkabel ist für 32 Ampere dauernd bemessen. Wenn
Sie andere als die von Megger gelieferten Prüfkabel verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass das
Kabel über genügend großen Querschnitt verfügt, um den Prüfstrom zu transportieren.

Für die geerdeten Geräte mit gemeinsamem Rückfluss (G) gibt es eine interne gemeinsame Erde
zwischen den Rückflussanschlüssen des Stromkanals. Wenn Sie getrennte einzelne Prüfkabel
verwenden, müssen alle Rückleitungen bei der Last zusammengefasst sein, wie in der nachfolgenden
Abbildung gezeigt. Wenn eine Rückleitung nicht an alle verwendeten Stronkanäle angeschlossen ist, wird
ein Teil oder der gesamte Rückstrom durch die interne Erde durchgetrieben. Dies bedeutet, dass bei
einem 3-Kanal-Gerät bis zu 180 Ampere durch die interne gemeinsame Erde getrieben werden; dadurch
können die internen gemeinsamen Rückleitungen beschädigt werden. Es ist deshalb wichtig, dass die
Parallelanschlüsse beim Relais gemacht werden müssen. Siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 234 Drei Stromausgänge am SMRT36 parallel

258
3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 180 Ampere 5

Als SMRT36 Anwender gehen Sie zum Bildschirm Konfiguration und wählen den Betriebsmodus von 3
Spannungen – 1 Strom bei 180 A. Wenn Sie zum Bildschirm Manuelle Prüfung zurückkehren, wird wie
in der nachfolgenden Abbildung dargestellt, ein Stromkanal angezeigt.

Abbildung 235 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasiger Betrieb

Die STVI wird automatisch alle drei Ströme gleichphasig miteinander einstellen und den Strom
gleichermaßen zwischen den drei Stromverstärkern aufteilen. Beim Einstellen eines Ausgangs geben Sie
einfach den Wert des gewünschten Ausgangsstroms ein. Für einen Ausgang von 75 Ampere geben Sie
zum Beispiel 75 ein. Bei Verwendung eines SMRT33/43/36/46 mit 3 Stromkanälen wird jeder
Stromverstärker 25 Ampere bereitstellen. Der Strom kann also phasenverschoben sein. Geben Sie
einfach den gewünschten Phasenwinkel ein und alle drei Ströme werden zueinandner phasenverschoben
sein.

Wenn zwei Stromkanäle, die parallel verwendet werden, das Gerät in der Standard-Drei-Phasen-
Konfiguration verlassen, schließen Sie die beiden Stromausgänge gemäß nachfolgender Abbildung an

5Der SMRT33/43 Bildschirm wird identisch aussehen, mit Ausnahme eines begrenzten maximalen
Ausgangsstroms von 135 Ampere gegenüber 180 Ampere im SMRT36/46.

259
Abbildung 236 Zwei Ströme parallelgeschaltet

Stellen Sie jeden Kanal auf die Hälfte der Ausgangsanforderung ein. Gehen Sie sicher und stellen
Sie den Stromkanal #2 auf 0 Grad zurück, sodass er gleichphasig mit dem Stromkanal #1 ist. Wenn
beide Stromkanäle ausgewählt sind, schalten Sie den Ausgang ein, indem Sie auf die Schaltfläche ALL
ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken oder klicken. Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF
[ALLES EIN/AUS], um beide Stromkanäle zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle
Rampenausgänge werden bei Verwendung der PC-Version der RTMS software die Schaltflächen 
angezeigt. Bei Verwendung eines STVI-Steuergeräts wird das Symbol für den Steuerungsknopf
angezeigt. Drückt der Anwender einen der beiden, blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den
gewünschten Steigerungsgrad für das manuelle Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die
gerampt werden und das, was angepasst werden soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz)
auswählen.

3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe

Zwei Stromkanäle können in Reihe geschaltet sein, um die verfügbare Bürdenspannung zu verdoppeln.
Aufgrund der Wicklungsimpedanz und der Sättigungscharakteristiken war es schon immer schwierig,
mechanische, geerdete Hochimpedanz-Überstromrelais bei hohen Stufenvielfachen zu prüfen. Die
erforderliche Spitzenspannung kann in Abhängigkeit vom erforderlichen Prüfstrom die maximale
Ausgangsspannung eines SMRT33/43/36/46 Stromausgangskanals überschreiten. Werden zwei
Stromausgänge in Reihe geschaltet, ist die Bürdenspannung verdoppelt und kann so für höhere
Prüfströme durch die Hochimpedanzlast sorgen.

Es gibt zwei Methoden, um Ströme zusammen in Reihe zu schalten. Für die Modelle potenzialfreier
Ausgang schließen Sie die beiden Stromverstärker wie in der nachfolgenden Abbildung gezeigt, in einer
“Push-Push”-Konfiguration zusammen.

260
Abbildung 237 Zwei Ströme mit SMRT36 Potenzialfreien Ausgängen in Reihe schalten

Stellen Sie jeden der beiden Stromkanäle, die in Reihe verwendet werden sollen, auf gleiche
Prüfstrommagnitude und Phasenwinkel ein. Wählen Sie beide Stromkanäle und schalten Sie den
Ausgang ein, indem Sie die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken oder anklicken.
Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES EIN/AUS], um beide Stromkanäle
zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle Rampenausgänge werden bei Verwendung der PC-
Version der RTMS software die Schaltflächen  angezeigt. Bei Verwendung eines STVI-Steuergeräts
wird das Symbol für den Steuerungsknopf angezeigt. Drückt der Anwender einen der beiden,
blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den gewünschten Steigerungsgrad für das manuelle
Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die gerampt werden und das, was angepasst werden
soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz) auswählen.

Um die Stromkanäle der gemeinsam geerdeten Rückläufe (auf der oberen Darstellung sind die
schwarzen Rückführungsanschlüsse mit einer schwarzen Leitung und dem Erdungssymbol verbunden) in
Reihe zu schalten, führen Sie Folgendes aus:

Schließen Sie den Roten Ausgangsanschluss der beiden Stromkanäle an das zu prüfene Relais an.
Wenn auch die beiden mit den Stromkanälen verbundenen Rückläufe intern an die gemeinsamen
Rückläufe angeschlossen sind, platzieren Sie dennoch extern einen Bügel wie abgebildet. Dadurch
stellen Sie sicher, dass die internen gemeinsamen Leitungen nicht beschädigt werden, sollten mehr als
30 A angelegt sein.

Abbildung 238 Zwei Stromkanäle mit SMRT36 Geerdeten Gemeinsamen Rückläufen in Reihe schalten

261
Beachten Sie: Ein Stromkanal sollte auf 0 Grad eingestellt sein und der andere Stromkanal sollte auf
einen Phasenwinkel von 180 Grad eingestellt sein, so dass sich die beiden Bürdenspannungen über der
Last ergänzen. Versuchen Sie KEINESFALLS, mehr als zwei Ströme zusammen auf ein geerdetes Gerät
mit gemeinsamen Rückläufen in Reihe zu schalten.

Stellen Sie jeden der beiden Stromkanäle, die in Reihe verwendet werden sollen, auf die gleiche
Prüfstrommagnitude ein. Starten Sie beide Stromkanäle gleichzeitig, indem Sie die Schaltfläche ALL
ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken. Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES
EIN/AUS], um beide Stromkanäle zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle Rampenausgänge
werden bei Verwendung der PC-Version der RTMS software die Schaltflächen  angezeigt. Bei
Verwendung eines STVI-Steuergeräts wird das Symbol für den Steuerungsknopf angezeigt. Drückt
der Anwender einen der beiden, blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den gewünschten
Steigerungsgrad für das manuelle Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die gerampt werden
und das, was angepasst werden soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz) auswählen.

4.0 Spannungsquellen

4.1 Zusammen addierte Ausgänge

Zwei Spannungskanäle können verwendet werden, um die Summe der Spannungsausgänge zu bilden;
dadurch erhalten Sie eine höhere Spannung als die Nennspanung, vorausgesetzt, die Last ist nicht
geerdet. Schließen Sie die Last zwischen den Spannungskanalstiften an, stellen Sie V 1 Phase auf 0 und
V2 Phase auf 180 ein. Die Spannungsausgänge werden addiert, sodass die Gesamtspannung gleich der
Summe der beiden Spannungsamplituden, V1 und V2 ist, wie das nachfolgende Diagramm zeigt.

Beachten Sie: Wenn im 5. Zeichen der Modellidentifikationsnummer ein F oder C erscheint (d.h.
30P1F0A0S1) sind die Spannungsrückflüsse potenzialfrei (isoliert von einander und von Erde). Bei
Geräten mit einer Modellnummer G oder E, sind die Spannungsrückflüsse intern zusammengefasst und
mit Erde verbunden.

Für die potenzialfreien gemeinsamen Geräte muss der Anwender die dazugehörigen schwarzen
gemeinsamen Rückläufe der Spannungskanäle zusammenschalten, wenn Betrieb in Reihe erforderlich
ist (siehe nachfolgende Abbildungen). Entfernen Sie externe Gemeinsame Leitungen, wenn das Prüfen
abgeschlossen ist. Versuchen Sie KEINESFALLS, mehr als zwei Spannungskanäle zusammen in Reihe
zu schalten.
.

Abbildung 239 Spannungskanäle für SMRT36 Potenzialfrei Nicht Geerdete Gemeinsame Rückleitungen
in Reihe schalten

262
Abbildung 240 Reihen von Spannungskanälen mit SMRT36 Geerdeten Gemeinsamen Rückläufen

4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung

4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck

Es gibt zwei Methoden, wie Sie erreichen, dass Sie eine dreiphasige, Dreileiter-Spannungsquelle
verfügbar haben. Die offene Dreiecks-Konfiguration ist einfacher zu verwenden, wenn eine
ausgeglichene dreiphasige Quelle erforderlich ist, weil das Verhältnis Amplitude und Phase direkt
eingestellt werden kann. Es sind keine Berechnungen notwendig.

Bei Verwendung der Offenen Dreieckskonfiguration ist empfohlen, Spannungskanal #1, mit V 1
bezeichnet, und Spannungskanal #2, mit V2 bezeichnet, zu verwenden, während der GEMEINSAME
Verbindungsstift als Vg bezeichnet wird. Mit dieser Anordnung können Magnitude und Phasenwinkel des
Potenzials einfach berechnet und eingestellt werden. Für die ausgeglichene dreiphasige Bedingung sind
V1- g und V2- g in der Größe gleich und durch einen Phasenwinkel von 60o getrennt. Dies geschieht durch
Einstellen der V1 und V2 Potenziale auf die gleiche Größe, Einstellen von 0 bei V1 und 300o (60 Grad
voreilend in der Annahme, dass die Standard-Phasendrehung auf 360 nacheilend eingestellt ist) bei V2,
siehe nachfolgende Abbildungen.

Abbildung 241 Dreiphasige Offene Dreieck-Schaltung

263
Bei Verwendung der Offenen Dreieck-Konfiguration zur Einrichtung eines Phase-zu-Phase-Fehlers ist die
Berechnung mit Hilfe des Cos-Gesetzes erforderlich, um die Amplituden- und Phasenverhältnisse zu
berechnen. (Siehe Diskussion unter T-Schaltung für simulierte, nicht ausgeglichene Phase-zu-Phase-
Fehler ohne Bedarf für Berechnungen.)

Ausgeglichene 3 - Offene Dreieck-Schaltung

Falls Vf dem gewünschten Prüfpotenzial gleichkommt, dann:


Stellen Sie ein: V1 = Vf  0o
Stellen Sie ein: V2 = Vf  300o (360 nacheilende Konfiguration)

4.2.1.1 Nicht ausgeglichenes Offenes Dreieck

Beim Einrichten einer Nicht ausgeglichenen Offenen Dreieck-Konfiguration wird die gewünschte Phase-
zu-Phase-Fehler-Spannung, V1f eingestellt, indem der Spannungskanal #1 mit seinem Phasenwinkel auf
0 eingestellt wird. Phase-zu-Phase-Spannung V2f und sein Phasenwinkelverhältnis für Spannungskanal
#2 muss berechnet werden; hierzu wird das Kosinus-Gesetz verwendet, wobei für jedes Dreieck folgende
Formel Anwendung findet:

Die nächste Abbildung zeigt das Phasenverhältnis zwischen Spannungen und ein Beispiel der
notwendigen Berechnung. Der Einfachheit halber sind die Amplituden- und Phasenwinkeleinstellungen
für typische Vf Fehlergrößen tabellarisch aufgeführt.

264
Vom Kosinus-Gesetz

 = arccos( V 12 )
2 * V 23

V 12 2 3
2
V 23 = ( ) +( * 120 )2
2 2

Einstellungen für typische Phase-zu-


Phase-Fehlerspannungen
Abbildung 242 Offenes Dreieck Nicht Ausgeglichen
Phase-zu-Phase Fehlerspannungen

V12 = Vf

V12 1 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70
V23 104 104 104 104 104 105 105 105 106 106 106 108 108 109 110
At ° 270 271 273 274 275 277 278 280 281 282 284 285 286 287 289
Lag

265
4.2.2 T Anschluss

Die zweite Methode, eine dreiphasige Dreileiter-Spannungsquelle zu erhalten, besteht im sogenannten T-


Anschluss. Die in der nachfolgenden Abbildung gezeigte Methode ist einfacher in der Anwendung, wenn
eine nicht ausgeglichene Phase-zu-Phase-Fehlersimulation erreicht wird, da damit die Berechnungen
vermieden werden. Zur Vermeidung von Verwirrungen bei der Verwendung des T-Anschlusses wird der
Spannungsausgang #1 als Va bezeichnet und sein Phasenwinkel ist auf 0 eingestellt; sein
Spannungsausgang #2 wird als Vb bezeichnet und sein Phasenwinkel ist auf 180 eingestellt; der
Spannungsausgang #3 wird als Vc bezeichnet und sein Phasenwinkel wird auf 270 eingestellt. Jede
Kombination von ausgeglichenen Drei-Phasen-Fehlern oder nicht ausgeglichenen Phase-zu-Phase-
Fehler-Zuständen kann einfach simuliert werden.
Vf = Desired Fault Voltage Die folgende Abbildung zeigt diese
Phasenverhältnisse an.
1 Beachten Sie: Diese Methode sollte nicht für
Va = V f 0 sehr niedrige Fehlerspannungen verwendet
2 werden; genauso wenig bei statischen Relais, die
1 für diese Art der Schaltung empfindlich sind (d.h.
Vb = V f 180 5 Volt oder weniger, oder zum Prüfen von ABB
2
oder Westinghouse-Relais Typ SKD).

3
Vc = 120 or V c = 104V 270
2

Ausgeglichene oder Nicht Ausgeglichene Fehler-T-


Schaltung

4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung

Ein dreiphasiges, Vierleiter-Potenzialsystem kann mit


Hilfe von drei Ausgangsmodulen bereitgestellt werden.
Die Vektorverhältnisse sind nachfolgend aufgeführt. Diese Sternschaltung hat den Vorteil, dass eine
höhere Dreieckspannung bereitgestellt werden kann (1,73 x Phase-zu-Nullleiterspannung). Sie ist ideal
geeignet, um Phase-zu-Erde-Fehler zu simulieren. Spannungskanal #1 wird als Va bezeichnet, wobei
sein Phasenverhältnis auf 0 eingestellt ist. Spannungskanal #2 wird dann als Vb bezeichnet und der
Phasenwinkel ist auf 120 eingestellt. Schließlich wird Spannungskanal #3 als Vc bezeichnet und der
Phasenwinkel ist auf 240 eingestellt (für eine 1-2-3-Drehung gegen den Uhrzeigersinn). Va, Vb und Vc
sind an die Spannungspotenzial-Verbindungsklemmen bei den entsprechenden Prüfgeräten
angeschlossen.

266
3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung

Vf = Desired Fault Voltage


3
Va = V f 0
3
3
Vb = V f 120
3
3
Vc = V f 240
3
Beachten Sie: Wenn im 5. Zeichen der Modellidentifikationsnummer ein F oder C erscheint (d.h.
30P1F0A0S1) sind die Stromrückflüsse potenzialfrei (isoliert von einander und von Erde). Bei jenen
Geräten mit einer Modellnummer G oder E, sind die Stromrückflüsse intern zusammengefasst und mit
Erde verbunden.

Bei Verwendung von ummantelten mehradrigen Spannungsprüfkabeln (Art.Nr. 2001-395) sind alle
schwarzen Rückleitungen innerhalb der Ummantelung miteinander verbunden, sodass sie alle den
Rücklauf zusammen teilen. Deshalb wird nur ein Rücklaufkabel auf der Relais-Anschlussseite der
ummantelten Kabel bereitgestellt (ähnlich den Anschlüssen in der nachfolgenden Abbildung).

Abbildung 243 SMRT36 mit Potenzialfreien Rückläufen, Dreiphasige, Vierleiter-Prüfanschlüsse

Für erdgeerdete Geräte mit gemeinsamem Rücklauf (G), gibt es eine interne gemeinsame Erde
zwischen den Rücklaufanschlüssen des Spannungs- und Stromkanals. Deshalb ist nur ein Rücklaufkabel
für die Spannungskanäle erforderlich. Bei Verwendung von separaten einzelnen Prüfkabeln muss der

267
Anwender für potenzialfreie Geräte mit gemeinsamem Rücklauf die entsprechenden schwarzen
gemeinsamen Rückläufe der Spannungskanäle wie nachfolgend gezeigt zusammenschließen.

5.0 Garantieerklärung

Megger garantiert für die Dauer eines (1) Jahres ab Versanddatum, dass das Produkt frei von Material-
und Verarbeitungsfehlern ist. Diese Garantie ist nicht übertragbar. Diese Garantie ist begrenzt und gilt
nicht für Geräte, die beschädigt wurden oder einen Defekt aufweisen, der von einem Unfall oder
Fahrlässigkeit und nicht ordnungsgemäßem Betrieb, fehlerhafter Installation durch den Käufer oder
unsachgemäßem Service oder von einer Reparatur durch eine nicht durch Megger autorisierte Person,
Gesellschaft oder Unternehmen herrührt. Megger wird nach eigener Wahl die Teile, die für defekt
gehalten werden, entweder reparieren und/oder austauschen.
Die Garantie gilt anstelle von allen anderen, sowohl ausdrücklichen oder stillschweigenden Garantien von
Megger. Unter keinen Umständen wird Megger für Folgeschäden aufgrund des Vertragsbruchs hieraus
haftbar sein.

5.1 Vorbeugende Wartung

5.1.1 Überprüfen Sie das Geräte alle sechs Monate auf

Staub und Verwenden Sie zum Reinigen des Geräts NIEMALS Sprüh-
Schmutz oder Industriereinigungsmittel. Einige Reinigungslösemittel
können elektrische Komponenten beschädigen und sollten
niemals verwendet werden. Verwenden Sie ein leicht
angefeuchtetes Tuch (nicht tropfnass), um das Gerät
abzureiben. Entfernen Sie Staub mit trockener, Niedrigdruck-
Druckluft.

Feuchtigkeit Halten Sie Sie Feuchtigkeit so viel wie möglich fern, indem
Sie das Prüfgerät in einer warmen, trockenen Umgebung
aufstellen.

5.1.2 Aktualisierung der SMRT33/43/36/46 Firmware

Herunterladen des Firmware Upgrade über die Megger Website

Um die neueste Firmware von der Megger Website herunterzuladen,

6. gehen Sie zu WWW.Megger.com,


7. Log In (einloggen),
8. gehen Sie zu Software Downloads,
9. klicken Sie auf SMRT.
10. Sie erhalten Anweisungen zum Eingeben der Seriennummer des SMRT-Geräts; danach Continue
[Weiter] anklicken. Die Seriennumer umfasst 12 Zeichen. Vergewissern Sie sich, dass sie alle 12
Zeichen eingeben. Danach klicken Sie auf Firmware Version #.##. Die Firmware wird nun als Zip-
Datei auf Ihren PC heruntergeladen. Entpacken Sie die Datei, Select All Dateien [Alle Auswählen],
und auf einen USB-Speicherstick Copy [Kopieren] oder Sie erstellen zum Speichern ein Verzeichnis
auf Ihrem PC, um in ein Verzeichnis zu entpacken

USB Speicherstick: Nachdem SMRT und STVI eingeschaltet sind, stecken Sie den USB-Speicherstick
in die USB-Schnittstelle oben auf dem STVI ein. Drücken Sie die Bildschirm-Schaltfläche Configuration
[Konfiguration]; danach drücken Sie im Konfigurationsbildschirm auf die Schaltfläche Update Firmware
[Firmware aktualisieren]. An diesem Punkt wird dem Anwender der Auswahlbildschirm für die IP-Adresse
mit der Seriennummer des Geräts gezeigt. Wählen Sie das Gerät durch Berühren der Seriennummer aus

268
und der Upgrade-Prozess wird automatisch starten. Das ist alles. Beobachten Sie die STVI-
Bildschirmanzeige und das Gerät. Bei Beendigung des Herunterladens wird der Anwender das schnellere
Laufgeräusch des Lüfters bemerken und die LEDs am SMRT-Gerät werden schnell blinken. Es erscheint
die Anweisung, das Prüfsystem neu zu booten (aus- und wieder einschalten).

PC und STVI Software: Wenn die PC-Version der STVI Software verwendet wird, ist die Handhabung
sehr ähnlich der Handhabung des STVI selbst. Durch Anklicken der Schaltfläche Update Firmware
[Firmware aktualisieren] erscheint die Windows Browser Dialogbox Open File [Datei öffnen]. Mit Hilfe des
Pull-Down-Menüs Look In [Hineinschauen] gehen Sie dahin, wo die neue Firmware auf den PC
heruntergeladen wurde, klicken das Dateiverzeichnis SMRT_LDR (SMRT Loader) an und öffnen Sie es.
Dort finden Sie die neue Firmware-Datei. Klicken Sie die Datei an und klicken Sie auf Open [Öffnen]. Sie
werden aufgefordert, ein Gerät vom Bildschirm IP-Adresse auszuwählen. Wählen Sie das Gerät durch
Anklicken der Seriennummer aus und der Upgrade-Prozess wird automatisch starten. Bei Beendigung
des Herunterladens wird der Anwender das schnellere Laufgeräusch des Lüfters bemerken und die LEDs
am SMRT-Gerät werden schnell blinken.Es erscheint die Anweisung, das Prüfsystem neu zu booten
(aus- und wieder einschalten). Beachten Sie bitte, dass Sie bei Verwendung der PC-Version der RTMS
software nach dem Neustart des SMRT-Geräts, Ihren PC neu starten müssen, um die Steuerung des
SMRT-Geräts wiederzuerlangen.

5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen

Um Hin- und Herzeiten zu sparen und Kosten zu reduzieren, wurde der SMRT33/43/36/46 als
modulares Gerät entwickelt. Das Auftreten eines Problems bei einem der Module sollte in den
meisten Fällen nicht dazu führen, dass das Prüfsystem ausfällt. Grundlegende Informationen zur
Fehlerbehandlung wurden bereitgestellt, um den Techniker zu einer möglichen Problemquelle zu
führen.

Da das SMRT33/43/36/46 oberflächenmontierte Bauelemente verwendet, gehen die meisten


Reparaturen der einzelnen Module über den Rahmen der grundlegenden
Fehlerbehandlungsanleitung hinaus und sollten an die Serviceabteilung bei Megger übergeben
oder über einen Megger-Vertriebspartner abgewickelt werden.

Wenn das Gerät sich noch innerhalb der Original-Garantiedauer oder der begrenzten
Garantiedauer nach einem Werksservice befindet, muss vor jedem Versuch einer Reparatur
das Werk kontaktiert werden; andernfalls erlischt die Garantie.

5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung

Die Informationen zur Fehlerbehandlung vertrauen darauf, dass der Techniker ein gutes
Verständnis für den Betrieb des Geräts hat. Der Techniker sollte bei Unklarheiten hinsichtlich des
Gerätebetriebs das Werk kontaktieren. Halten Sie bei Anfragen die Megger Seriennummer der
STVI bereit.

WARNUNG: Es ist für die ordnungsgemäße Fehlerbehandlung einiger Module


notwendig, das SMRT33/43/36/46 einzuschalten. Der Techniker muss alle anwendbaren
Sicherheitsvorkehrungen treffen, um in der Nähe von spannungsführenden Kreisen zu
arbeiten.

ANMERKUNGEN
Bevor Sie einen Fehler im SMRT33/43/36/46 vermuten, schauen Sie nochmals die Abschnitte
Allgemeine Beschreibung und Betrieb durch, um sicherzustellen, dass das Problem nicht das
Ergebnis eines Bedienungsfehlers ist.

269
Ein vorausgehendes Prüfen des SMRT33/43/36/46 innerhalb der festgelegten Grenzen kann bei
der Feststellung helfen, ob tatsächlich eine Fehlfunktion besteht, die Art der Fehlfunktion zu
bestimmen und den generellen Umfang des Fehlers festzulegen.

Häufige Ursachen der Fehlfunktionen, außer nicht ordnungsgemäßem Betrieb, sind inkorrekter
Spannungseingang (Spannung über oder unter festgelegten Grenzen), inkorrekte
Prüfsignalspannungen, die an den Binäreingangs-Gates (außerhalb der festgelegten
Angewandten/Entfernten AC/DC-Grenzen) angelegt sind und wenn der Kontakt- oder
Kreiswiderstand für die spannungslosen Kontakt-Gates zu groß ist, um an den Monitor-/Start-
/Stopp-Gates ordnungsgemäß zu arbeiten. Typische Fehlfunktionen für die VI-Generator-
Verstärker sind externe Kurzschlüsse am Spannungsausgang und offene Kreise am
Stromausgang. Der Batteriesimulator und VI-Generatorspannungs- als auch Stromausgänge
können mit Hilfe eines Volt- und Amperemeters einfach überprüft werden.

ANMERKUNG: Es gibt drei verschiedene Module, die ein SMRT33/43/36/46


ausmachen; das Systemboard (vordere Bedienfläche), VIGEN’S (VIGEN#1 und
#2) und VIGEN LITE (VIGEN #3). Die meisten Probleme können einfach gelöst
werden, indem eines dieser Module ersetzt wird; in Abschnitt 5.2.1.2.1 Ersetzen
eines VIGEN finden Sie Anweisungen, wie ein VIGEN-Modul ersetzt wird.
Dazugehörige ESD-Abläufe sollten beim Handhaben eines SMRT33/43/36/46-
Moduls befolgt werden. Durch Nichtbefolgung können empfindliche Teile
geschädigt werden.

5.2.1.1 Netzspannungsversorgung

Die Netz-Eingangsspannung beeinflusst das gesamte Gerät und kann eventuell dauerhaften
Schaden verursachen, wenn die Spannung nicht korrekt ist. Diese Probleme können oftmals
einfach dadurch korrigiert werden, indem eine bessere Eingangsspannungsquelle verwendet
wird. Für Geräte mit einem F oder G an der 5. Stelle der Typennummer (z.B. 30P1F0A0S1) ist
die Nennspannungsgrenze automatisch von 100 bis 240 Volt, ± 10 %, 47 bis 63 Hz wählbar. Für
Geräte mit einem C oder E an der 5. Stelle der Typennummer (z.B. 30P1C0A0S1) ist die
Nennspannungsgrenze automatisch von 220 bis 240 Volt, ± 10 %, 47 bis 63 Hz wählbar.

Einige Symptome sind nachfolgend beschrieben:


1. Niedrige Spannung: Schwankender Betrieb, keine Ausgangsleistung, Eingangs-
Auslösung Leistungsschalter.

2. Hohe Spannung: Leistungsschalterauslösung, Spannungsversorgungsausfall im


Eingangsversorgungsmodul.

5.2.1.2 VIGEN Eingangsleistung, Kommunikation und Steuerung

Grundlegende Fehlerbehandlung der Eingangsleistung wie folgt.

1. Kein Strom: Überprüfen Sie den ON/OFF [EIN/AUS] Leistungsschalter. Leuchtet der
EIN/AUS-Schalter auf? Wenn er nicht leuchtet, dann ist kein Strom zum Gerät gelangt.
Überprüfen Sie die Spannungsquelle und das Netzkabel. Wenn er aufleuchtet, dann gelangt
der Strom zum Gerät. Überprüfen Sie die VIGEN-Netzkabelverbindung.

VORSICHT: Schalten Sie die Netzspannung ab und ziehen Sie den Stecker des Netzkabels
bevor Sie versuchen, an irgendeinem Modul zu arbeiten. Beachten Sie genau die Vorgänge
für Elektrostatische Entladung.

270
A. Trennen Sie das Netzkabel vom Gerät.

B. Entfernen Sie die zwei Phillip-Kopfschrauben auf jeder Seitenhalterung auf der
oberen Abdeckung, die erste obere Schraube sowie die vierte Schraube, siehe
nachfolgende Abbildung.

Abbildung 244 SMRT33/43/36/46 Obere Abdeckung Befestigungsschrauben 6

C. Entfernen Sie die Schraube in der vorderen Mitte auf der vorderen Bedienfläche
und die beiden Schrauben (eine auf jeder Seite) der oberen Abdeckung, die die
obere Abdeckung mit der vorderen Bedienfläche verbindet, siehe nachfolgende
Abbildung.

Abbildung 245 Obere Bedienfläche Entfernung der Schrauben der Vorderen Bedienfläche

D. Um die obere Abdeckung vom Gehäuse zu entfernen, ist eine Ahle oder ein
kleiner Nageltreiber sowie ein harter flacher Kunststoffkeil (wie ein
Kunststofflineal) erforderlich. Decken Sie den Gehäuserand und die Kante mit
dem Plastiklineal ab, um Beschädigung des Gehäuserandes zu verhindern.
Platzieren Sie die Ahle in ein Belüftungsloch und hebeln Sie die Abdeckung auf
jeder Seite leicht hoch, siehe nachfolgende Abbildung.

6Die Anzahl der Schrauben, die an den Seitenwänden vorhanden sind, kann in Abhängigkeit von
Konfiguration und Aufbau der oberen Abdeckung variieren (bei Geräten ab 2012 ist das Design der
oberen Abdeckung anders).

271
Abbildung 246 Hochhebeln der Abdeckung vom Gehäuse

Fahren Sie fort mit dem abwechselnden Hochhebeln des Deckels bis Sie die
Abdeckung mit Ihren Händen herauslösen können, indem Sie die Rückseite der
Abdeckung mit der einen Hand greifen und behutsam, aber fest, die Abdeckung
einfach vom Gerät leicht abziehen. Danach bewegen Sie die Vorderseite
abwechselnd hoch, um die Abdeckung ein wenig vom Gehäuse abzuziehen. Sie
ist auf Presssitz eingebaut, d.h. arbeiten Sie langsam und vorsichtig.

Abbildung 247 VIGEN Netzanschlüsse

Überprüfen Sie die Kabel wie gezeigt. Wenn die Kabel ordnungsgemäß angeschlossen sind, dann
entfernen und ersetzen Sie den VIGEN gemäß 1.5.2.1.2.1.

2. Schwankende Manuelle Steuerung

Ein einzelnes Ausgangsmodul-Kommunikationskabel ist nicht ordnungsgemäß


angeschlossen und kann somit keine sauberen Kommandos empfangen.
Schauen Sie durch die Lufteinlasslöcher auf der linken Seite des Geräts und
beobachten Sie die VI-Gen LEDs. Jedes Modul hat eininge grüne LEDs, die
blinken. Diese sind mit den Ethernet-Kommunikationen verknüpft. Wenn auf
einem oder mehreren Modulen keine blinkenden LEDs sind, dann kommuniziert
das Modul nicht. Entfernen Sie die obere Abdeckung so, wie es der Ablauf oben
beschreibt.

272
VORSICHT: Schalten Sie die Netzspannung ab und ziehen Sie den Stecker
des Netzkabels bevor Sie versuchen, Kabel anzubringen. Sorgen Sie für
entsprechende ESD-Abläufe.

Fixieren Sie die Kommunikations-Ethernet-Kabel auf der linken Seite, siehe


nachfolgende Abbildung.

Abbildung 248 Kommunikationskabel-Anschlüsse

Trennen Sie sorgfältig jedes Kabel und schließen Sie es erneut an, um
sicherzugehen, dass das Kabel in der Position einrastet. Anmerkung: Um jedes
Kommunikationskabel erneut zu platzieren, müssen die kleinen Kabelbinder
entfernt werden (Ersatzkabelbinder sind nach dem erneuten Platzieren der Kabel
erforderlich).

VORSICHT: Fehlender Ersatz der Kabelbinder kann die


Kommunikationskabel nach Austausch der oberen Abdeckung
einklemmen. Hinweis: Maschinen, die nach August 2013 erfordern keine
Kabel-Verbindungen.

Nachdem die Kabel wieder befestigt sind, bringen Sie die obere Abdeckung
wieder an, schließen das Netzkabel wieder an und starten das Gerät neu.
Schauen Sie durch die Luftansauglöcher auf der linken Seite des Geräts, um die
VI-Gen LEDs zu beobachten. Wenn am einen oder anderen Modul immer noch
keine LED blinkt, ersetzen Sie das/die VI-Gen Modul(e), die nicht
kommunizieren. Wenn Sie nicht leuchten, entfernen Sie das Netzkabel und die
obere Abdeckung und überprüfen Sie die Netzanschlusskabel zu jedem VIGEN,
wie oben in Schritt 1 beschrieben.

5.2.1.2.1 Einen VIGEN ersetzen

1. Um den VIGEN herauszunehmen, lösen Sie bei früheren Geräten drei Phillip-Kopfschrauben, die
im VIGEN halten, eine auf jeder Seite und eine auf der Unterseite des Geräts. Geräte der
neueren Generation haben eine Schraube unten.
2. Entfernen Sie das Netzanschlusskabel wie in Abbildung oben.
3. Trennen Sie die Kommunikationskabel wie in Abbildung oben.

Beachten Sie, dass das kleine Kabel, welches das vordere Bedienboard mit VIGEN 1 verbindet,
sorgfältig entfernt werden muss, bevor VIGEN1 entfernt wird; siehe nachfolgende Abbildung.

273
Abbildung 249 VIGEN1 Kabel zur Vorderen Bedienfläche

4. Entfernen Sie das VIGEN-Modul vom Gehäuse.


5. Installieren Sie den Ersatz-VIGEN.

Seien Sie vorsichtig beim Austauschen des Moduls; es sitzt auf Presssitz und es
ist möglich, dass die Komponenten durch Herausziehen oder Installation beschädigt werden.

6. Bringen Sie die Phillip Kopfschraube(n), die den VIGEN halten, wieder an.
7. Schließen Sie das Versorgungskabel erneut an, wie in Abbildung oben.
8. Schließen Sie die Kommunikationskabel wie in Abbildung oben an. Neue Kabelbinder werden
erforderlich, nachdem die Kabel wieder platziert sind.

VORSICHT: Fehlender Ersatz der Kabelbinder kann die Kommunikationskabel nach


Wiederanbringung der oberen Abdeckung einklemmen.

9. Falls VIGEN #1 ersetzt wurde, schließen Sie das Kabel zur Vorderen Bedienfläche erneut an, wie
in Abbildung 91 oben gezeigt.

10. Setzen Sie die obere Abdeckung erneut auf. Schließen Sie das Netzkabel wieder an und starten
Sie das Gerät.

5.3.1.3 Binäreingänge, Binärausgänge und Batteriesimulator (P Option Gerät)

Wenn alle Objekte außerhalb der Zeitmessanordnung korrekt und in Ordnung sind, dann besteht das
Problem innerhalb der Binäreingangs-/Ausgangsanordnung selbst.

Bei den grundlegenden Fehlerbeschreibungen finden sich etwaige Ursachen zu den Problemen.

Binäreingänge – Grundlegende Fehlerbehandlung wie folgt:

1. Zeitmesser stoppt nicht:


Überbrücken Sie die entsprechenden Binäreingangsanschlüsse manuell. Wenn die LED über
dem ausgewählten Eingang leuchtet, überprüfen Sie den Setupbildschirm des Binäreingangs, um
sicherzustellen, dass der gewählte Binäreingang ordnungsgemäß als Zeitmesser-Stopp-Funktion
eingerichtet ist. Überprüfen Sie die Stopp-Einstellungen des Zeitmessers von N.O.
(Normalerweise Offen) zu geschlossen und Verriegelung Ein. Wenn die LED nicht aufleuchtet,
muss der Binäreingang reparariert oder ausgetauscht werden.

2. Berechnungsfehler:

274
Angelegte Wechselspannung oder entfernte Stoppsignale können eine Ungenauigkeit oder eine
Fehlfunktion im Zeitmesser erzeugen, was als mangelnde Wiederholbarkeit erscheint. Je
niedriger der Spannungswert, desto ernsthafter wird der „Fehler“ sein. Was ein Fehler zu sein
scheint, ist tatsächlich jedoch eine Abweichung im Punkt auf der Sinuskurve, bei dem die
Spannung groß genug ist, um das Betätigen des Gatekreises zu verursachen. Wenn der Kreis,
der zur Zeitmessprüfung verwendet wird, eine niedrige AC-Spannung hat und der Punkt, bei dem
der Kontakt im Prüfkreis öffnet oder schließt, bei oder nahe Null auf der Sinuskurve ist, dann
kann die Zeitdauer bis der Spannungswert hoch genug ist, um den Gatekreis zu triggern, bis zu 4
Millisekunden sein. Die gesamte Zeitmessabweichung kann bis zu 8 Millisekunden sein. Je
kürzer die Dauer der Zeitmessrüfung, umso bedeutender wird die Abweichung. Deshalb wird
empfohlen, dass für Prüfauswahlen mit angelegter/entfernter Spannung eine Wechselspannung
von 115 Volt oder darüber oder eine Gleichspannung verwendet wird, wenn kleine
Zeitmessabweichungen ein Problem darstellen würden.

Wenn die SMRT33/43/36/46 Zeitmesskalibrierung geprüft wird, wird die


Wechselspannungsvariable oft nicht berücksichtigt. Dies trifft besonders dann zu, wenn der
Zeitmesser mit einem Zähler verglichen wird und die zwei gleichzeitig mit einem elektronischen
Schalter getriggert werden. Um beste Ergebnisse zu erhalten, sollte eine Gleichspannung
verwendet werden, um die Variable zu vermeiden. Wenn die Stoppcharakteristiken des
Wechselspannungszeitmessers geprüft werden sollen, dann muss das Stoppsignal beim gleichen
Punkt auf der Sinuskurve getriggert werden, um sicherzustellen, dass das Gatesignal
wiederholbar ist. Im Idealfall sollte das Signal bei einem Punkt nahe der Spitze in der positiven
Richtung sein. Darüberhinaus, muss der festgelegte Effektiv-Wechselspannungswert für die
verschiedenen Stopp-Steuerauswahlen eingehalten sein.

Eine weitere Quelle offenkundiger “Fehler” kann das programmierbare Entprell-Leistungsmerkmal


sein. Bei Verwendung von elektromechanischen Kontakten zum Stoppen des Zeitmessers und
falls diese Kontakte eine Tendenz zum Prellen haben, könnte eine Differenz zwischen einem
externen Standard-Zeitmesser und dem SMRT33/43/36/46 Zeitmesser auftreten; sie hängt von
der programmierten Entprelldauer ab, die im SMRT-Gerät eingestellt ist. Um den programmierten
Wert zu bestimmen, schauen Sie beim Setup-Bildschirm des Binäreingangs nach, wie der Wert
der Entprellungs-Einstellung ist.

Wenn ein Zeitmessfehler oder eine Abweichung andauert, nachdem alle vermuteten Ursachen
für den Fehler eliminiert wurden, dann ist es möglich, dass der Binäreingangskreis fehlerhaft
funktioniert. Kontaktieren Sie das Werk für Rücksendeanweisungen.

Binärausgänge – Grundlegende Fehlerbehandlung wie folgt:

Die Binärausgangs-LED ist EIN, aber die Ausgangskontakte nicht geschlossen:


Mit Hilfe eines Durchgangsprüfgeräts überprüfen Sie, ob der Ausgangskreis unterbrochen ist.
Wenn der Kreis offen ist, dann ist es möglich, dass das Sicherungselement, das auf der internen
Oberfläche befestigt ist, kaputt ist. Anmerkung: ein optionales inline-gesichertes Prüfkabel, Art.Nr.
568026 steht zur Verfügung, um für Schutz vor dem Schalten eines zu hohen Stroms zu sorgen,
siehe SMRT Bestellangaben unter Optionales Zubehör. Das Gerät muss zur weiteren Inspektion
und Reparatur zum Werk zurückgeschickt werden.

Kontaktieren Sie das Werk für eine Reparatur-Autorisierungsnummer und Rücksendeanweisungen,


falls Service erforderlich ist. Eine Reparatur-Autorisierungsnummer (RA) wird für die korrekte
Handhabung des Geräts zugeordnet, wenn es im Werk ankommt. Alle Reperaturkosten außerhalb der
Garantie, die für die Reparatur oder den Austausch von Teilen und/oder Materialien entstanden sind,
liegen in der Verantwortlichkeit des Auftraggebers.

275
Geben Sie dem Werk die Typennummer, Seriennummer des Geräts, Seriennummer des eventuell
zugehörigen VI-Gen, Art des Problems oder Service, Rücksendeanschrift, Ihren Namen und wie Sie
kontaktiert werden können, falls das Werk Fragen zu Ihrer Serviceanforderung hat, an.

Sie sollten gegebenenfalls Bestellnummer, Kostengrenze, Rechnungsstellung und


Rücksendeanweisungen bereitstellen. Falls ein Kostenvoranschlag erforderlich ist, geben Sie den Namen
und die Kontaktinformationen an.

6.0 Vorbereitung für Rücksendung

Bewahren Sie die Original-Frachtverpackung für eine spätere Verwendung, z.B. die Rücksendung,
auf. Der Frachtbehälter ist so entwickelt, dass er den Transportbeanspruchungen bei einem üblichen
kommerziellen Transportunternehmen standhalten kann.

Verpacken Sie das Gerät entsprechend, um Schaden während des Transports zu vermeiden. Wenn ein
wiederverwendbarer Behälter verwendet wird, wird das Gerät im gleichen Frachtbehälter
zurückgeschickt, falls dieser in geeignetem Zustand ist.

Fügen Sie für eine ordnungsgemäße Identifikation und schnellere Behandlung dem Adressetikett des
Frachtbehälters die Rücksendenummer hinzu.

ANMERKUNG: Versenden Sie das Gerät ohne unwesentliche Gegenstände, wie z.B. Prüfkabel usw.
Diese Gegenstände sind für das Werk zur Durchführung des Service nicht notwendig.

276
Addendum C

Modell SMRT36D
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem

277
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN
WARNUNG:
DIE VON DIESEM GERÄT ERZEUGTEN SPANNUNGEN KÖNNEN GEFÄHRLICH SEIN

Dieses Gerät wurde für die Sicherheit des Anwenders entworfen; kein Design kann jedoch vollständig
gegen unzulässigen Einsatz schützen. Unsachgemäße Verwendung kann äußerst gefährlich sein.
Elektrische Kreise sind gefährlich und können bei mangelnder Vorsicht und unzureichenden
Sicherheitsvorkehrungen tödlich sein. Es gibt mehrere Standard-Sicherheitsvorkehrungen, die vom
Bediener einzuhalten sind. Wo möglich wurden IEC-Sicherheitskennzeichnungen am Gerät angebracht,
um den Anwender darauf aufmerksam zu machen; sie verweisen auf das Anwenderhandbuch und die
dortigen Anweisungen über die korrekte Verwendung oder sicherheitstechnische Themen. Schauen Sie
in der folgenden Tabelle für Symbole und Definitionen nach.

Symbol Description

Gleichstrom

Wechselstrom

Sowohl Gleich- als auch Wechselstrom

Erd- (Masse-) Anschluss. Es gibt einen gemeinsamen Gehäuse-


Erdungsanschluss auf der vorderen Bedienfläche (siehe Vordere
Bedienfläche im Abschnitt Beschreibung der Steuerungen).
Schutzleiteranschluss

Rahmen- oder Gehäuseanschluss

Ein (Spannungsversorgung)

Aus (Spannungsversorgung)

Vorsicht, Gefahr von Stromschlag

Vorsicht (schauen Sie in den Begleitdokumenten nach)

WARNUNG: Unter keinen Umständen sollte der Bediener oder Techniker versuchen, dieses
Gerät zu öffnen oder zu warten, während es an eine Spannungsquelle angeschlossen ist. Es sind
lebensgefährliche Spannungen vorhanden, die zu schweren Körperverletzungen oder sogar zum
Tod führen können!

278
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN (Fortgesetzt)

Im Folgenden sind einige spezielle sicherheitstechnische Punkte aufgeführt, die mit dem Prüfsystem
SMRT verbunden sind.

Lesen und verstehen Sie alle Sicherheitsvorkehrungen und Betriebsanweisungen, bevor Sie versuchen,
dieses Gerät anzuwenden.

Der Verwendungszweck dieses Geräts ist entsprechend der Beschreibung in diesem Betriebshandbuch
begrenzt. Sollte eine Situation aufkommen, die mit den allgemeinen oder speziellen
Sicherheitsvorkehrungen nicht abgedeckt ist, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem regionalen Megger-
Bevollmächtigten oder mit Megger, Dallas Texas auf.
Für die Sicherheit ist der Anwender verantwortlich. Ein Missbrauch dieses Geräts kann extrem gefährlich
sein.

Vor Anschluss des Netzkabels immer mit ausgeschalteter Spannungsversorgung (AUS) starten.
Vergewissern Sie sich, dass die Ausgänge auf AUS stehen, bevor Sie versuchen, Prüfverbindungen
einzurichten.

Schließen Sie das Prüfgerät NIEMALS an spannungsführende Einrichtungen an.


Verwenden Sie immer ordnungsgemäß isolierte Prüfkabel. Die optionalen Prüfkabel sind für Dauer-
Ausgangsnennleistungen des Prüfsystems bemessen; sie sollten ordnungsgemäß verwendet und
gepflegt werden. Verwenden Sie KEINESFALLS geknickte oder gebrochene Prüfkabel. Schalten Sie das
Prüfgerät immer ab, bevor Sie das Netzkabel trennen.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät ohne angeschlossene Sicherheitserdung zu verwenden.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät zu verwenden, wenn der Erdungskontakt des Netzkabels
gebrochen ist oder fehlt.

Verwenden Sie das Prüfgerät NIEMALS in explosiver Umgebung.


Das Gerät darf nur von entsprechend ausgebildeten und kompetenten Personen verwendet werden.

Beachten Sie alle Sicherheitswarnhinweise, die auf dem Gerät angebracht sind.
Sicherheitstechnische oder andere wichtige Themen, wie die nachfolgende Ausführung, werden mit dem
angefügten Symbol gekennzeichnet. Lesen Sie den Punkt sorgfältig; er bezieht sich entweder auf den
sicheren Betrieb des Prüfsystems oder auf die Sicherheit des Bedieners.

Unter keinen Umständen darf der Bediener mit seiner Hand oder Werkzeugen in den
Gehäusebereich des Prüfsystems hineinfassen, solange das Prüfsystem an eine
Spannungsquelle angeschlossen ist. Es bestehen lebensgefährliche Spannungen, die zu
schweren Körperverletzungen oder sogar zum Tod führen können!

279
1.0 Betriebsmodi

Der Aufbau des Geräts ist in Modulbauweise. Alle Eingänge und Ausgänge sind klar markiert und logisch
gruppiert. Die Obere Bedienfläche des Geräts wird bei den Geräten unterschiedlich aussehen, da jedes
Gerät bis zu drei optionale Spannungs-/Stromgenerator-(VIGEN)- Module installiert haben kann sowie ein
von zwei Systemboads. Die ‚N‘-Version besteht aus einem Systemboard mit lediglich den Netz- und
Kommunikationsschnittstellen. Die ‚P‘-Version fügt 8 zusätzliche Binäreingänge, 4 zusätzliche
Binärausgänge und einen Batteriesimulator hinzu. Bei dieser Anleitung wird davon ausgegangen, dass
das Gerät ein vollständiges Drei-Kanal-Gerät ist.

1.1 SMRT36D Allgemeine Beschreibung

Abbildung 250 Obere Bedienfläche SMRT36D (Option Potenzialfreie Rückführung abgebildet)

1.1.1 Obere Bedienfläche

1. Binärausgänge – Die ersten beiden VIGEN Module umfassen Binäreingänge und


Binärausgänge. Deshalb sind bei einem Gerät mit mindestens 2 Kanälen 2 Binärausgänge auf
der oberen Bedienfläche (mit 1 und 2 nummeriert) angebracht. Weitere Binärausgänge stehen
mit der P-Option zur Verfügung; siehe Abschnitt Vordere Bedienfläche bzgl. weitergehender
Informationen. Jeder Binärausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert werden und liefert
so die Logik für die zu prüfende Einrichtung. Die Binärausgänge der oberen Bedienfläche können
bis zu 200 V AC oder 250 V DC mit 8 A dauernd schalten. Die programmierbare Wartedauer geht
von 1 Millisekunde bis zu 10.000 Millisekunden.

2. Binäreingänge – bei einem Gerät mit mindestens 2 Kanälen gibt es 2 Binäreingänge auf der
oberen Bedienfläche. Weitere Binäreingänge sind mit der P-Option verfügbar; siehe Abschnitt
Vordere Bedienfläche bzgl. weitergehender Informationen. Die Binäreingänge nehmen einen
Spannungsbereich von 5 bis 300 V AC oder 5 bis 250 V DC oder potenzialfrei Schließer / Öffner
an.

3. Spannungen und Ströme Module ( VIGEN) – Es stehen drei Steckplätze für die VIGEN-Module
zur Verfügung. Die Steckplätze sind von unten nach oben mit 1 bis 3 nummeriert. Die drei
Phasenspannungen und Ströme sind durch die rote und gelbe Umrahmung jedes
Ausgangskanals hervorgehoben. Die Spannungskanäle (V1, V2 und V3) der Phasen A, B und C

280
sind rot markiert. Die Stromkanäle (I1, I2 und I3) der Phasen A, B und C sind gelb markiert. Wenn
die Spannungsgeneratoren zu Stromgeneratoren konvertiert sind, werden sie auf der STVI-
Anzeige als V1 = I4, V2 = I5 und V3 = I6 = I8 wechseln. Weitere Details über die VIGEN
Ausgangs-Leistungsfähigkeiten siehe Abschnitt 1.4.
Anmerkung: Die SMRT36D Spannungskanäle können nicht zu Stromkanälen konvertiert
werden.

4. Batteriesimulator – Er liefert eine variable DC-Ausgangsspannung von 5 bis 250 Volt bei 100
Watt (4 A max.), um logische Spannung für Halbleiterrelais bereitzustellen. Sobald EIN-
geschaltet, leuchtet die LED über den Ausgangsanschlüssen.

5. Binärausgänge – Jeder Binärausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert werden, um
die Logik für das zu prüfende Gerät zu liefern. Die Binärausgänge 3 und 4 sind für 300 V AC/DC,
8 A und einem maximalen Schaltvermögen von 2000 VA (80 Watt DC) bemessen, mit einer
Ansprechzeit unter 10 ms. Die Binärausgänge 5 und 6 sind hochgeschwindigkeitsmäßig und
haben eine AC/DC Spannungsbemessung von 400 V Spitze, 1 A und einer Ansprechzeit
üblicherweise unter 1 ms.

6. Zusätzliche Binäreingänge – unabhängige, galvanisch isolierte Start/Stopp- oder


Überwachungskreise, die den Betrieb der Relaiskontakte oder eine Auslösung SCR monitoren.
Eine Dauerleuchte wird für jedes Eingangsgate bereitgestellt. Alle Binäreingänge erfassen
potenzialfreie Schließer / Öffner oder angelegte/entfernte Spannung in einem Bereich von 5 bis
300 Volt AC oder 5 bis 250 Volt DC.

1.1.2 Vordere Bedienfläche:

Abbildung 251 Vordere Bedienfläche SMRT36D

1. Netzversorgung / Netzkabel – Buchse ist an der vorderen Bedienfläche des Prüfgeräts


angebracht.

Netzkabel Das Prüfgerät ist mit einem Netzkabel ausgestattet, das an den
Steckanschluss auf der vorderen Bedienfläche eingesteckt wird.
Überprüfen Sie die Bemessung der Eingangsspannung auf der
vorderen Bedienfläche, bevor Sie das Netzkabel an die
Spannungsquelle anschließen.

281
2. Schutzerde Massebuchse – Sollte verwendet werden, um die Gehäuseerde an Erde

anzuschließen.

3. NETZ EIN/AUS-Schalter – leuchtet, wenn Netz eingeschaltet ist.

4. ISOLATED Für die Prüfung von IEC 61850 IEC 61850 / anschließen und an der Unterstation Bus
oder an das Relais unter Test zum Senden und Empfangen von GOOSE-Nachrichten. Verbinden
Sie die isolierte Schnittstelle an den PC. Bei der Verwendung mit der Megger gans Konfigurator
in der AVTS-Software, der SMRT bieten High Speed Prüfung von IEC 61850-Relais und
Unterstationen durch das Abonnieren von GOOSE-Nachrichten und die Zuordnung zu den
binären Eingängen. Zusätzlich kann das System simulieren, wie z.b. Leistungsschalter Betrieb
durch die Veröffentlichung von GOOSE-Nachrichten an den zugeordneten SMRT binäre
Ausgänge. Mit dem PC-Konfigurator AVTS Megger Gans und an die isolierten Port, kann der
Fahrer die "schnüffeln" der Unterstation in der IEC 61850 /Out Port über den isolierten Anschluss
mit dem SMRT, die als Firewall. Mit diesem Design der Bediener nicht versehentlich Reise aus
der Unterstation oder abwandeln ein PC Virus in die Unterstation LAN.

5. PC/IN Ethernet Schnittstelle ist der primäre PC Anschluss für automatisierte Tests der Relais.
Dieser Port unterstützt MDI/MDI-X auto cross über Konfiguration, was bedeutet, sowohl
Standard- als auch der "Crossover"-Kabel verwendet werden. Verwenden Sie diesen Anschluss
für automatisierte Tests der Relais. Dieser Hafen bietet die optimale Methode zum Herunterladen
von Dateien, EMTP DFR-Streaming und die Aktualisierung der Firmware des Geräts. Für
mehrere Einheit, die Einheit für die Verbindung mit dem Master Phase auf alle Einheiten
"downstream". Für mehrere Einheit verbinden Sie den Anschluss an die nachgelagerten SMRT-
Einheit im Hafen. Die RTMS-Software wird automatisch konfiguriert, wenn die Geräte
eingeschaltet sind.

6. 61850/OUT Ethernet-Schnittstelle - ist in erster Linie zur Verbindung mehrerer SMRT Einheiten
zusammen für die synchrone Multi-unit-Betrieb. Es wird auch verwendet, um den Zugriff auf die
Nebenstelle IEC 61850-Netzwerk. Für mehrere Einheit, die Einheit für die Verbindung mit dem
Master Phase auf alle Einheiten "downstream". Mit dem PC-Port an den PC angeschlossen, der
SMRT und der PC dieselbe Netzwerkverbindung, und somit keine sichere Trennung von
einander. Bei der Prüfung von IEC 61850-Geräte verbinden Sie den PC mit dem isolierten
Ethernet Port, um den PC von der IEC 61850-Unterstation Bus.

7. USB-Schnittstelle es gibt zwei Typ A Ports zur Verfügung. Dieser Anschluss wird in erster Linie
verwendet, um ein Update der Firmware in der SMRT sowie Aktualisierung der RTMS-Software
mit einem USB Memory Stick. Es kann auch verwendet werden, um Testergebnisse von der
SMRT zum Download in einem anderen PC mit der DB-Software für Storage oder drucken.
Darüber hinaus, kann der Benutzer die Verwendung einer USB-Tastatur, sowie eine Maus, in
Verbindung mit dem STVI. Tastatur und/oder Maus nicht mit dem Zubehör.

8. USB (TO PC) Schnittstelle – erfordert einen “nachgelagerten” Anschluss Typ B und wird in
erster Linie als Kommunikations- und Steuerungsschnittstelle verwendet, wenn sie mit einem PC
-und Megger AVTS- oder den PowerDB STVI-Bildschirmen verwendet wird. Da das SMRT36D
standardmäßig eine Baudrate von 115.200 hat, muss der Anwender seine USB-Ausgangs-Com-
Schnittstelle passend konfigurieren. Ein USB-Kabel wird nicht mit dem Prüfgerät oder beim
optionalen Zubehör mitgeliefert. Für die Computersteuerung wird ein Ethernet-Kabel mitgeliefert.
Wenn der Anwender sich jedoch für die Verwendung der USB-Schnittstelle entscheidet,
funktioniert jedes Standard-USB-A/B-Kabel mit dem Gerät. Dies kann verwendet werden, wenn
für einen sicheren Schaltstationenzugang zwischen dem SMRT und dem IEC 61850
Schaltstationennetzwerk Isolation erforderlich ist.

1.2 Spannungsversorgung-Eingangs

282
Die Eingangsspannung kann von 100 bis 240 VAC, ± 10%, 50/60 Hz. Die maximale Eingangsleistung ist
1800VA. Der Eingang ist durch einen EIN/AUS-Netzschalter/Leistungsschalter geschützt.

1.2.1. Eingangs-Netzkabel

Das Netzkabel wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Land mit einem NEMA 5-15 Stecker, einem CEE 7/7-
Schuko-Zwei-Stift-Stecker, Pigtailkabel mit Internationaler Farbkodierung (hellblau, braun und grün/gelb)
wobei die Isolationshülse für den entsprechenden Stecker bereits abgezogen ist, oder dem UK-Netzkabel
ausgestattet sein.

Nordamerikanisches Netzkabel (Artikelnummer 620000)

Kontinentaleuropäisches Netzkabel (Artikelnummer 50425)

Netzkabel mit internationaler Farbkodierung (Artikelnummer 15065) ist zum Anschluss mit
dem entsprechenden Stecker (abhängig vom Land) vorbereitet. Folgende Farben gelten: Braun =
Leitung, Blau = Nullleiter und Grün/Gelb = Erde.

UK-Netzkabel (Artikelnummer 90002-989)

1.3 Spannungs-Strom-Generator (VIGEN) Modul

Die Ausgangskanäle für Spannung und Strom liegen in rot bzw. gelb gekennzeichneten Flächen. Die
Spannungskanäle der Phasen 1, 2 und 3 werden durch rote Farbflächen angezeigt; die Stromkanäle der
Phasen 1, 2 und 3 werden durch gelbe Farbflächen angezeigt. Alle Ausgänge sind von plötzlichen
Veränderungen in der Netzspannung und Frequenz abhängig; sie werden so reguliert, dass Änderungen
in der Lastimpedanz den Ausgang nicht beeinflussen. Standard-Verstärkerausgänge sind isoliert oder
potenzialfrei. Die SMRT-Geräte können optional so bestellt werden, dass die gemeinsamen
Rückleitungen des Verstärkers mit der Gehäuseerde verbunden sind.

283
1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker

SMRT36D Spannungskanal

Der SMRT PowerV™ Spannungsverstärker liefert eine flache Leistungskurve von 30 bis 150 Volt im
150 V Bereich; dadurch wird das Prüfen von Hochstromanwendungen, wie zum Beispiel Feldprüfung,
möglich.

SMRT Leistungskurve Spannungsverstärker

Spannungsbereich Leistung / Strom (Max.)


30,00 V 150 VA bei 5,0 A
150,00 V 150 VA Konstante Ausgangsleistung von 30 bis 150 Volt
300,00 V 150 VA bei 0,5 A

Spannungsverstärker im Strom-Modus:
Der SMRT36D Spannungsverstärker kann zu einer Stromquelle mit folgenden Ausgangsleistungen
konvertiert werden. Die Bemessungen der Ausgangsleistung werden in Effektivwerten und
Spitzenleistungs-Nennwerten angegeben.

Ausgangsstrom Leistung Max. V Arbeitszyklus


5 Ampere 150 VA (212 Spitze) 30,0 Veff Dauernd
15 Ampere 120 VA 8,0 Veff 90 Zyklen

Bei einem 3-Kanal-SMRT-Gerät liefern die konvertiblen Kanäle zusammen mit den drei
Hauptstromkanälen 6 Ströme zum Prüfen von dreiphasigen Differenzialstromrelais. Wenn die
Spannungsgeneratoren zu Stromgeneratoren konvertiert werden, werden sie sich auf dem STVI-Display
zu Stromphasen 4, 5 und 6 verändern.
Der Ausgang des Spannungsverstärkers ist vor Kurzschlüssen und gegen anhaltende Überlasten
thermisch geschützt. Für den Fall eines Kurzschlusses oder einer thermischen Überlast wird der
Verstärker automatisch abschalten; wenn die STVI angeschlossen ist, wird dem Anwender eine Meldung
über den bestehenden Zustand angezeigt. Bei Verwendung der AVTS-Software wird eine ähnliche
Meldung angezeigt.

1.3.2. Stromverstärker

284
SMRT36D Stromkanal

Das Leistungsmerkmal Konstanter Leistungsausgang des SMRT Stromverstärkers liefert während der
Prüfung dauernd maximale Bürdenspannung zur Last; die Bereichsänderung erfolgt automatisch,
fließend, unter Last. Dadurch werden bessere Prüfergebnisse sichergestellt und Zeit gespart, da die
Ausgänge nicht abgeschaltet werden müssen, um Ausgangsstufen oder Bereiche zu ändern; im
Gegensatz dazu stellen Einbereichs-Stromverstärker eine höhere Bürdenspannung bei niedrigeren
Prüfströmen sicher. Durch den konstanten Leistungsausgang ist es beim Prüfen von Relais mit hoher
Bürde nicht notwendig, Stromkanäle parallel oder in Reihe zu schalten.

Leistungskurven des Konstanten Leistungsausgangs beim SMRT36D Stromverstärker

Nachfolgend sind typische Ausgangsstromwerte und die dazugehörigen verfügbaren


Bürdenspannungswerte für den SMRT36D Stromkanal7 genannt. Die Ausgangsstrom- und Leistungs-
Bemessungswerte pro Kanal werden als AC Effektivwerte und Spitzenleistungsbemessungswerte
angegeben. Vorgegebene Arbeitszyklen basieren auf typischer Raumumgebungstemperatur.

Ausgangsstrom Leistung Max. V / Arbeitszyklus


1 Ampere 15 VA 15,0 Veff Dauernd
4 Ampere 200 VA (282 Spitze) 50,0 Veff Dauernd
15 Ampere 200 VA (282 Spitze) 13,4 Veff Dauernd
30 Ampere 200 VA (282 Spitze) 6,67 Veff Dauernd
60 Ampere 300 VA (424 Spitze) 5,00 Veff 90 Zyklen
DC 200 Watt

Der Ausgang des Stromverstärkers ist vor Kurzschlüssen und gegen anhaltende Überlasten
thermisch geschützt. Für den Fall eines offenen Stromkreises oder einer thermischen Überlast wird der
Verstärker automatisch abschalten; wenn die STVI angeschlossen ist, wird dem Anwender eine Meldung
über den bestehenden Zustand angezeigt. Bei Verwendung der AVTS-Software wird eine ähnliche
Meldung angezeigt.

1.4 Binär-Ein- und Ausgänge

285
Abbildung 252 Binär-Eingänge und Ausgänge 1 und 2
5:

Binär-Eingänge und Ausgänge sind deutlich gekennzeichnet und logisch gruppiert. Die Obere
Bedienfläche des Geräts kann bei den Geräten unterschiedlich aussehen; d.h. Binäreingang / Ausgang 1
wird immer belegt sein, während Binäreingang / Ausgang 2 in Abhängigkeit von der Konfiguration belegt
sein kann oder auch nicht. Die Binäreingänge werden zur Überwachung der Relaisauslösekontakte beim
Durchführen von Anrege- und Abfallprüfungen sowie beim Durchführen von Zeitmessfunktionen
verwendet. Die Binärausgänge werden verwendet, um Schließer / Öffner für das Prüfen von
Schalterfehlerschemata oder ähnlichen Leistungssystem-Schaltvorgängen zu simulieren. Darüberhinaus
können sie auch verwendet werden, um AC/DC-Spannungen und Ströme zu schalten.

Abbildung 253 Binäreingänge 4 bis 10 und Binärausgänge 4 bis 6

1.4.1 Binäreingänge

Die Binäreingänge wurden speziell entwickelt, um Hochgeschwindigkeitsschaltvorgänge von


elektromechanischen, elektronische und mikroprozessorbasierte Schutzrelais zu messen. Alle
Binäreingänge sind standardmäßig eingestellt auf Monitor-Modus, Kontaktänderung des Zustands,
verriegelt AUS.

Bei Verwendung der STVI oder der RTMS software müssen Sie zum Ändern eines Binäreingangs von
Kontakt Zustandsänderung nach Angelegte Spannung / Entfernt das Fenster Eingangstyp anklicken oder
berühren; daraufhin wird eine Sinuskurve erscheinen, wo das Kontaktsymbol angezeigt wird. Der
Eingang ist nun für die Spannungserfassung eingestellt.

Um den Binäreingang Modus Monitor zum Modus Zeitmesser zu ändern, klicken Sie die Schaltfläche Als
Monitor verwenden an oder berühren Sie diese; das Display ändert sich, um Als Auslösung verwenden
anzuzeigen; dies heißt, dass der Binäreingang nun eingestellt ist, den Zeitmesser beim Erfassen der
ersten Kontaktschließung (falls der Eingangstyp auf Kontakt eingestellt ist) oder beim Erfassen der
Spannung, wenn der Eingangstyp auf Spannungserfassung eingestellt ist, zu stoppen.

1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gates

Im SMRT36D gibt es bis zu zehn identische, unabhängige, programmierbare Gatekreise, die eine
einfache Auswahl des gewünschten Modus für Zeitmessungs- oder Kontaktüberwachungsbetrieb
ermöglichen.

Um den Schaltvorgang des Kontakts zu überwachen oder SCR im zu prüfenden Gerät auszulösen, gibt
es für jedes Gate eine Leuchte. Der Gate-Kreis ist zur Spannungserfassung isoliert und kann

286
elektronische logische Signale überwachen. Jede Leuchte wird einmal aufleuchten, wenn die Kontakte
schließen oder Spannung an das Gate angelegt wird.

1.4.1.1.1 Potenzialfreie Kontakte Öffnen

Der Zeitmesser stoppt oder eine Durchgangsanzeige geht beim Öffnen von Öffnern aus oder sobald die
Ableitung durch einen Halbleiter, wie zum Beispiel einen Triac oder Transistor, unterbrochen wird.

1.4.1.1.2 Potenzialfreie Kontakte Schließen

Der Zeitmesser stoppt oder eine Durchgangsanzeige leuchtet beim Schließen von Schließern oder beim
Ableiten durch ein Halbleitergerät, wie zum Beispiel ein Triac oder Transistor.

1.4.1.1.3 Anwenden oder Entfernen von AC oder DC-Spannung

Dies wird entweder den Zeitmesser starten oder stoppen. Die Durchgangsanzeige wird leuchten
(Anwendung) oder erlöschen (Entfernung) bei Anwendung oder Entfernung von entweder AC oder DC-
Spannung. Damit ein weiter Bereich von Prüfungsanwendungen abgedeckt wird, haben die
Binäreingänge verschiedene Spannungsschwellen. Für typische Prüfungsanwendungen haben die
Binäreingänge 1 und 2 feste Schwellen von 5 Volt. Zum Überwachen von TTL-Signalen haben die
Binäreingänge 3 bis 6 einen festen Schwellenwert von 3 Volt. Die Binäreingänge 7 und 8 haben feste
Schwellenwerte von 5 Volt und die Binäreingänge 9 und 10 haben feste Schwellenwerte von 30 Volt (für
„gestörte“ Prüfumgebungen). Eine höhere Schwellenspannung hilft, falsches Triggern aufgrund von
Störquellen zu vermeiden. Niedrigere Schwellenwerte ermöglichen das Starten und Stoppen des
Zeitmessers von TTL-Spannungssignalen. Die angewandte zulässige Spannung beträgt 5 bis 300 Volt
AC oder 5 bis 300 Volt DC, Schutz durch Strombegrenzende Widerstände.

1.4.1.1.4 Der Zeitmesser kann gestartet werden, sobald irgendein ausgewählter Generator
eingeschaltet wird.

1.4.1.1.5 Der Zeitmesser kann gleichzeit mit einer Änderung bei Frequenz, Phasenwinkel oder
Amplitude gestartet werden. Außerdem kann er gleichzeitig mit einer Spannungs- oder Stromkurvenstufe
gestartet werden.

1.4.2 Binärausgänge

Die Binärausgänge 1 und 2 sind auf der oberen Bedienfläche platziert und für 300 V bei 8 A bemessen.
Die Systemboard sorgt für vier zusätzliche Binärausgänge, die mit 3, 4, 5 und 6 nummeriert sind. Jeder
Binärausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert werden und sorgt so für die Logik für das zu
prüfende Gerät. Die Binärausgänge 3 und 4 sind auf 300 V AC/CD, 8 Ampere und ein Maximum von
2000 VA Schaltkapazität (80 Watt DC) bemessen; die Antwortzeit beträgt weniger als 10 ms. Die
Binärausgänge 5 und 6 sind Hochgeschwindigkeitsausgänge und haben eine AC/DC-
Spannungsbemessung von 400 Volt Spitze, 1 Ampere und eine Antwortzeit, die üblicherweise kleiner als
1 ms ist.

Die Kontakte können zum Öffnen oder Schließen programmiert werden und simulieren so den
Leistungsschalterbetrieb. Die programmierbare Wartedauer ist von 1 Millisekunde bis 10000
Millisekunden einstellbar. Ein abgesichertes Prüfkabel (bei 500 mA abgesichert) steht als optionales
Zubehör zur Verfügung; es hilft beim Schutz vor dem Durchbrennen der internen Sicherung bei den
Binärausgängen 5 und 6. Das Prüfkabel hat eine blaue Farbe, damit der Anwender weiß, dass es an die
blauen Binärausgänge angelegt wird.
Der Rundhalter des Prüfkabels ist mit einer 1000 V, CAT III Bemessung CE-zertifiziert und als 500 mA /
1000 V/ 50 KA GESICHERT gekennzeichnet.

1.5 Batterie-Simulator

287
Das SMRT36D Batteriesimulator liefert einen variablen DC-Ausgang von 5 bis 250 V DC bemessen bei
100 Watt, 4 Ampere max. Der Anwender kann aus normalen Einstellwerten von 24, 48, 125 oder 250 V
DC auswählen oder die gewünschte Ausgangsspannung in das bereitgestellte Fenster eingeben, siehe
STVI-Konfiguratinsbildschirm. Der Ausgang kann mit Hilfe des STVI-Steuerknopfes oder mit den auf-/ab-
Pfeiltasten des PC verändert werden (siehe 3.5.5 des STVI-Abschnittes).

VORSICHT:
ANMERKUNG: DC-Spannung ist EIN und verfügbar, sobald der Ausgang mit Hilfe des LCD-
Touchpanels oder über ein Softwarekommando eingeschaltet ist. Stecken Sie kein Prüfkabel in
den Verbindungsposten des BATTERIESIMULATORs , bevor Sie nicht zuerst die Prüfkabel an Last
angeschlossen haben!

2.0 INSTALLATION

2.1 System auspacken

Packen Sie das Gerät aus und überprüfen Sie es nach offensichtlichen Transportschäden. Wenn es
sichtbaren Schaden gibt, melden Sie dies unverzüglich dem Transportunternehmer, um Schadensersatz
anzumelden und informieren Sie Megger über den Schaden.

VORSICHT:
An den Ausgangsanschlüssen können möglicherweise lebensgefährliche Spannungen auftreten.
Dem Bediener wird dringend empfohlen, vor dem Einschalten das Anwenderhandbuch komplett
zu lesen und die Funktionsweise des Prüfgerätes zu verstehen.

2.1.1 Erst-Inbetriebnahme

3. Schließen Sie mit dem Ethernetkabel, das mit dem Gerät geliefert wurde, die STVI Ethernet-
Schnittstelle am SMRT-Gerät an die Ethernet-Schnittstelle oben auf dem Smart Touch View
Interface (STVI) an. Bei Verwendung der Software STVI PC-Version schließen Sie die
Ethernetschnittstelle PC/OUT am SMRT-Gerät an die Ethernetschnittstelle des PC an.

4. Bevor Spannung an das Gerät angeschlossen wird, müssen Sie sicherstellen, dass der Schalter
SMRT POWER ON/OFF in der Position OFF [AUS] (0) ist. Stecken Sie das Geräte-Netzkabel in
eine entsprechende Spannungsquelle und drehen Sie den Schalter POWER ON/OFF auf ON
[EIN] (I). Das SMRT-Gerät durchläuft seine Einschaltsequenz. Nach etwa einer Minute erscheint
der STVI-Einschaltbildschirm, danach der manuelle Einschaltbildschirm.

2.2 Kommunikationsschnittstellen

Es gibt mehrere Kommunikationsschnittstellen: eine USB-, drei Ethernet und eine optionale Bluetooth-
Drahtlos-Schnittstelle.

288
2.2.1 USB 2.0 Schnittstelle

Schnittstelle es gibt zwei Typ A Ports zur Verfügung. Dieser Anschluss wird in erster Linie verwendet, um
ein Update der Firmware in der SMRT sowie Aktualisierung der RTMS-Software mit einem USB Memory
Stick. Es kann auch verwendet werden, um Testergebnisse von der SMRT zum Download in einem
anderen PC mit der DB-Software für Storage oder drucken. Darüber hinaus, kann der Benutzer die
Verwendung einer USB-Tastatur, sowie eine Maus, in Verbindung mit dem STVI. Tastatur und/oder Maus

nicht mit dem Zubehör. Durch Anklicken des Symbols Geräte-Setup auf der PowerDB-Symbolleiste
stellt der Geräte-Konfigurations-Bildschirm (in der nachfolgenden Abbildung gezeigt)

dem Anwender den Zugang zum PC- Bildschirm Geräte-Manager bereit. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Geräte-Manager und gehen Sie zum Dateiverzeichnis der USB-Schnittstellen. Da der SMRT36D
standardmäßig auf eine Baudrate von 115200 eingestellt ist, muss der Anwender seine USB-
Ausgangs-Com-Schnittstelle entsprechend konfigurieren. Wenn der Anwender zum Geräte-
Konfigurationsbildschirm zurückkommt, muss er das Häkchen im Kästchen „Ethernet verwenden“
entfernen und die Baudrate, Bytegröße und Stopp-Bits, wie gezeigt, einstellen.

2.2.2 PC/IN Ethernet Schnittstelle

Ethernet Schnittstelle ist der primäre PC Anschluss für automatisierte Tests der Relais. Dieser Port
unterstützt MDI/MDI-X auto cross über Konfiguration, was bedeutet, sowohl Standard- als auch der
"Crossover"-Kabel verwendet werden. Verwenden Sie diesen Anschluss für automatisierte Tests der

289
Relais. Dieser Hafen bietet die optimale Methode zum Herunterladen von Dateien, EMTP DFR-Streaming
und die Aktualisierung der Firmware des Geräts. Für mehrere Einheit, die Einheit für die Verbindung mit
dem Master Phase auf alle Einheiten "downstream". Für mehrere Einheit verbinden Sie den Anschluss an
die nachgelagerten SMRT-Einheit im Hafen. Die RTMS-Software wird automatisch konfiguriert, wenn die
Geräte eingeschaltet sind.

2.2.2.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für den Betrieb mit einem PC

Schließen Sie die Ethernet-Schnittstelle PC/IN am SMRT-Gerät mit dem Ethernet-Kabel, das zusammen
mit dem Gerät geliefert wurde, an die Ethernet-Schnittstelle des PC an. Schalten Sie das Prüfgerät ein.
Während das SMRT-Gerät seine Hochlaufsequenz durchläuft, wird in weniger als einer Minute der
Einschaltbildschirm des STVI erscheinen. Bei Verwendung der PC-Version der RTMS software wird das
an den PC angeschlossene SMRT-Gerät automatisch erkannt. Wurde das angeschlossene Gerät erst
einmal automatisch erkannt und die Konfiguration des SMRT-Geräts festgelegt, wird der Bildschirm
Manuell erscheinen. Es kann sein, dass die Firewall-Einstellungen die automatische Erkennung
verhindern. In diesem Fall kann die Firewall abgeschaltet werden oder Sie können die IP-Adresse direkt
mit Hilfe des PowerDB Gerätekonfigurionsbildschirms eingeben. Klicken Sie hierzu auf das Symbol

Geräte-Setup auf der Werkzeugleiste von PowerDB. Klicken oder Drücken Sie die Schaltfläche
MPRT/SMRT. Vom Bildschirm Gerätekonfiguration, der in der nachfolgenden Abbildung gezeigt wird,
entfernen Sie durch Anklicken das Häkchen im Kontrollkästchen im Feld Auto Discover Unit
[Automatische Geräteerkennung].

Figure 254 PowerDB Geräte-Konfigurationsbildschirm

Mit der Automatischen Unit box Entdecken Sie überprüft die RTMS Software sollte das Gerät finden.
Wenn nicht die IP-Adresse kann in der Box in der Abbildung oben markiert eingegeben werden.
Beachten Sie auch, dass die IP-Adresse auch auf der Einheit Typenschild Aufkleber gedruckt wird. Wenn
das Gerät in einem Netzwerk mit einem DHCP-Server vorhanden ist, muss der Benutzer die
automatische Erkennung Modus verwenden.

2.2.3 ISOLATED Ethernet Schnittstelle

Für die Prüfung von IEC 61850 IEC 61850 / anschließen und an der Unterstation Bus oder an das Relais
unter Test zum Senden und Empfangen von GOOSE-Nachrichten. Verbinden Sie die isolierte
Schnittstelle an den PC. Bei der Verwendung mit der Megger gans Konfigurator in der AVTS-Software,
der SMRT bieten High Speed Prüfung von IEC 61850-Relais und Unterstationen durch das Abonnieren
von GOOSE-Nachrichten und die Zuordnung zu den binären Eingängen. Zusätzlich kann das System

290
simulieren, wie z.b. Leistungsschalter Betrieb durch die Veröffentlichung von GOOSE-Nachrichten an den
zugeordneten SMRT binäre Ausgänge. Mit dem PC-Konfigurator AVTS Megger Gans und an die
isolierten Port, kann der Fahrer die "schnüffeln" der Unterstation in der IEC 61850 /Out Port über den
isolierten Anschluss mit dem SMRT, die als Firewall. Mit diesem Design der Bediener nicht versehentlich
Reise aus der Unterstation oder abwandeln ein PC Virus in die Unterstation LAN.

2.2.4 IEC61850 / OUT Ethernet-Schnittstelle


Ist in erster Linie zur Verbindung mehrerer SMRT Einheiten zusammen für die synchrone Multi-unit-
Betrieb. Es wird auch verwendet, um den Zugriff auf die Nebenstelle IEC 61850-Netzwerk. Für mehrere
Einheit, die Einheit für die Verbindung mit dem Master Phase auf alle Einheiten "downstream". Mit dem
PC-Port an den PC angeschlossen, der SMRT und der PC dieselbe Netzwerkverbindung, und somit
keine sichere Trennung von einander. Bei der Prüfung von IEC 61850-Geräte verbinden Sie den PC mit
dem ISOLATED Ethernet Port, um den PC von der IEC 61850-Unterstation Bus.

2.2.4.1 Festlegen der SMRT IP-Adresse für Netzwerke oder IEC 61850 Betrieb

Der SMRT36D kann über ein Netzwerk gesteuert werden. Dies ermöglicht, den SMRT36D virtuell
über jede Entfernung fernzusteuern, indem ein PC mindestens zwei Geräte gleichzeitig steuern kann, wie
zum Beispiel bei einer End-zu-End-Prüfung. Das Anschließen des SMRT36D an ein Lokales Netzwerk
(LAN) oder ein Weitverkehrsnetz (WAN) könnte unbefugten Betrieb des Geräts zulassen.

Durch die IN Ethernet-Schnittstelle ist das SMRT36D in ein Netzwerk genau wie ein PC oder Server
eingegliedert. Um dieses Leistungsmerkmal zu verwenden, muss der Anwender die IP-Konfiguration des
SMRT36D für sein LAN einrichten. Beachten Sie bitte, dass das SMRT36D nach dem Einschalten
automatisch nach einer Netzwerkadresse sucht oder sie anfordert, wenn es an ein Netzwerk
angeschlossen ist. Wenn eine Adresse nicht automatisch angefordert wird, überprüfen Sie, um
sicherzugehen, den ordnungsgemäßen Anschluss mit Hilfe eines Standard-Ethernet-Kabels. Verwenden
Sie keinesfalls ein “gekreuztes”-Ethernet-Kabel (ein gekreuztes Kabel ist für die Verwendung von Ihrem
PC zum Prüfgerät, nicht zu einem Netzwerk vorgesehen). Wenn das Gerät noch immer keine Adresse
anfordert, kann das andere Gründe haben. Dann benötigen Sie wahrscheinlich Unterstützung von der
Abteilung Informationsmanagement Ihrer Firma.

Zum Prüfen nach IEC 61850 schließen Sie die IEC 61850 -Schnittstelle an den Schaltstationenbus oder
das zu prüfende Relais an, um GOOSE-Meldungen zu empfangen und zu senden. Das SMRT kann
(wenn es mit der IEC 61850 Option ausgestattet ist) bei Verwendung mit dem Megger GOOSE-
Konfigurator in der AVTS-Software Hochgeschwindigkeitsprüfungen von IEC 61850 Relais und
Schaltstationen bieten; dazu werden GOOSE Meldungen indiziert und zu den Binäreingängen abgebildet.
Darüberhinaus kann es Systemzustände simulieren, wie zum Beispiel Leistungsschalterbetrieb, indem
GOOSE Meldungen herausgegeben werden, die zu den Binärausgängen des SMRT36D abgebildet
werden. Der Bediener kann, wenn der PC an die OUT-Schnittstelle angeschlossen ist und die AVTS
Megger GOOSE Konfigurator-Software läuft, das Schaltstationennetzwerk „ausschnüffeln“. Wenn jedoch
eine sichere Schnittstelle gewünscht ist, bei der der Bediener nicht zufällig die Schaltstation ausschalten
oder einen PC-Virus in das Schaltstationen-LAN einschleusen kann, dann schließen Sie den PC an die
USB-Schnittstelle des SMRT an und „schnüffeln“ im Netzwerk über die IEC61850 IN Schnittstelle.

3.0 Stromquellen

3.1 Parallel-Betrieb

Jeder SMRT Stromverstärker kann dauerhaft 30 Ampere bereitstellen. Der SMRT36D kann ein Maximum
von 60 A pro Phase für die Dauer von 1,5 Sekunden zum Prüfen von unverzögerten Auslöseelementen
bereitstellen können. Wenn für eine lange Zeitdauer mehr als 30 A einphasig oder mehr als 60 A zum
Prüfen von unverzögerten Elementen erforderlich sind, können zwei oder mehrere Stromkanäle parallel
angeschlossen werden; sie liefern 60 oder 90 A dauerhaft und bis zu 120 oder 180 A für die Dauer von
1,5 Sekunden.

291
Beachten Sie: Wenn im 5. Zeichen der Modellidentifikationsnummer ein F oder C erscheint (d.h.
30P1F0A0S1) sind die Stromrückflüsse potenzialfrei (isoliert von einander und von Erde). Bei jenen
Geräten mit einer Modellnummer G oder E, sind die Stromrückflüsse intern zusammengefasst und mit
Erde verbunden.

Um die Stromkanäle des Geräts parallel zu schalten, gehen Sie folgendermaßen vor:
Bei Verwendung von ummantelten mehradrigen Stromprüfkabeln (Art.Nr. 2001-396) sind alle schwarzen
Rückleitungen innerhalb der Ummantelung miteinander verbunden, so dass sie alle den Rückstrom
zusammen teilen. Schließen Sie jeden Stromkanal an das zu prüfende Relais an (sowohl rote als auch
schwarze Klemmen an die Last). Jedes Megger Prüfkabel ist für 32 Ampere dauernd bemessen. Wenn
Sie andere als die von Megger gelieferten Prüfkabel verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass das
Kabel über genügend großen Querschnitt verfügt, um den Prüfstrom zu transportieren.

Für die geerdeten Geräte mit gemeinsamem Rückfluss (G) gibt es eine interne gemeinsame Erde
zwischen den Rückflussanschlüssen des Stromkanals. Wenn Sie getrennte einzelne Prüfkabel
verwenden, müssen alle Rückleitungen bei der Last zusammengefasst sein, wie in der nachfolgenden
Abbildung gezeigt. Wenn eine Rückleitung nicht an alle verwendeten Stronkanäle angeschlossen ist, wird
ein Teil oder der gesamte Rückstrom durch die interne Erde durchgetrieben. Dies bedeutet, dass bei
einem 3-Kanal-Gerät bis zu 180 Ampere durch die interne gemeinsame Erde getrieben werden; dadurch
können die internen gemeinsamen Rückleitungen beschädigt werden. Es ist deshalb wichtig, dass die
Parallelanschlüsse beim Relais gemacht werden müssen. Siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 255 Drei Stromausgänge am SMRT36D parallel

3.1.1 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasig bis zu 180 Ampere

Als SMRT36D Anwender gehen Sie zum Bildschirm Konfiguration und wählen den Betriebsmodus von 3
Spannungen – 1 Strom bei 180 A. Wenn Sie zum Bildschirm Manuelle Prüfung zurückkehren, wird wie
in der nachfolgenden Abbildung dargestellt, ein Stromkanal angezeigt.

292
Abbildung 256 Bildschirm Manuelle Prüfung – Einphasiger Betrieb

Die STVI wird automatisch alle drei Ströme gleichphasig miteinander einstellen und den Strom
gleichermaßen zwischen den drei Stromverstärkern aufteilen. Beim Einstellen eines Ausgangs geben Sie
einfach den Wert des gewünschten Ausgangsstroms ein. Für einen Ausgang von 75 Ampere geben Sie
zum Beispiel 75 ein. Bei Verwendung eines SMRT36D mit 3 Stromkanälen wird jeder Stromverstärker 25
Ampere bereitstellen. Der Strom kann also phasenverschoben sein. Geben Sie einfach den gewünschten
Phasenwinkel ein und alle drei Ströme werden zueinandner phasenverschoben sein.

Wenn zwei Stromkanäle, die parallel verwendet werden, das Gerät in der Standard-Drei-Phasen-
Konfiguration verlassen, schließen Sie die beiden Stromausgänge gemäß nachfolgender Abbildung an
die Last an.

Abbildung 257 Zwei Ströme parallelgeschaltet

293
Stellen Sie jeden Kanal auf die Hälfte der Ausgangsanforderung ein. Gehen Sie sicher und stellen
Sie den Stromkanal #2 auf 0 Grad zurück, sodass er gleichphasig mit dem Stromkanal #1 ist. Wenn
beide Stromkanäle ausgewählt sind, schalten Sie den Ausgang ein, indem Sie auf die Schaltfläche ALL
ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken oder klicken. Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF
[ALLES EIN/AUS], um beide Stromkanäle zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle
Rampenausgänge werden bei Verwendung der PC-Version der RTMS software die Schaltflächen 
angezeigt. Bei Verwendung eines STVI-Steuergeräts wird das Symbol für den Steuerungsknopf
angezeigt. Drückt der Anwender einen der beiden, blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den
gewünschten Steigerungsgrad für das manuelle Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die
gerampt werden und das, was angepasst werden soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz)
auswählen.

3.2 Betrieb mit Strömen in Reihe

Zwei Stromkanäle können in Reihe geschaltet sein, um die verfügbare Bürdenspannung zu verdoppeln.
Aufgrund der Wicklungsimpedanz und der Sättigungscharakteristiken war es schon immer schwierig,
mechanische, geerdete Hochimpedanz-Überstromrelais bei hohen Stufenvielfachen zu prüfen. Die
erforderliche Spitzenspannung kann in Abhängigkeit vom erforderlichen Prüfstrom die maximale
Ausgangsspannung eines SMRT36D Stromausgangskanals überschreiten. Werden zwei Stromausgänge
in Reihe geschaltet, ist die Bürdenspannung verdoppelt und kann so für höhere Prüfströme durch die
Hochimpedanzlast sorgen.

Es gibt zwei Methoden, um Ströme zusammen in Reihe zu schalten. Für die Modelle potenzialfreier
Ausgang schließen Sie die beiden Stromverstärker wie in der nachfolgenden Abbildung gezeigt, in einer
“Push-Push”-Konfiguration zusammen.

Abbildung 258 Zwei Ströme mit SMRT36D Potenzialfreien Ausgängen in Reihe schalten

Stellen Sie jeden der beiden Stromkanäle, die in Reihe verwendet werden sollen, auf gleiche
Prüfstrommagnitude und Phasenwinkel ein. Wählen Sie beide Stromkanäle und schalten Sie den
Ausgang ein, indem Sie die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken oder anklicken.
Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES EIN/AUS], um beide Stromkanäle
zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle Rampenausgänge werden bei Verwendung der PC-
Version der RTMS software die Schaltflächen  angezeigt. Bei Verwendung eines STVI-Steuergeräts
wird das Symbol für den Steuerungsknopf angezeigt. Drückt der Anwender einen der beiden,

294
blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den gewünschten Steigerungsgrad für das manuelle
Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die gerampt werden und das, was angepasst werden
soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz) auswählen.

Um die Stromkanäle der gemeinsam geerdeten Rückläufe (auf der oberen Darstellung sind die
schwarzen Rückführungsanschlüsse mit einer schwarzen Leitung und dem Erdungssymbol verbunden) in
Reihe zu schalten, führen Sie Folgendes aus:

Schließen Sie den Roten Ausgangsanschluss der beiden Stromkanäle an das zu prüfene Relais an.
Wenn auch die beiden mit den Stromkanälen verbundenen Rückläufe intern an die gemeinsamen
Rückläufe angeschlossen sind, platzieren Sie dennoch extern einen Bügel wie abgebildet. Dadurch
stellen Sie sicher, dass die internen gemeinsamen Leitungen nicht beschädigt werden, sollten mehr als
30 A angelegt sein.

Abbildung 259 Zwei Stromkanäle mit SMRT36D Geerdeten Gemeinsamen Rückläufen in Reihe schalten

Beachten Sie: Ein Stromkanal sollte auf 0 Grad eingestellt sein und der andere Stromkanal sollte auf
einen Phasenwinkel von 180 Grad eingestellt sein, so dass sich die beiden Bürdenspannungen über der
Last ergänzen. Versuchen Sie KEINESFALLS, mehr als zwei Ströme zusammen auf ein geerdetes Gerät
mit gemeinsamen Rückläufen in Reihe zu schalten.

Stellen Sie jeden der beiden Stromkanäle, die in Reihe verwendet werden sollen, auf die gleiche
Prüfstrommagnitude ein. Starten Sie beide Stromkanäle gleichzeitig, indem Sie die Schaltfläche ALL
ON/OFF [ALLES EIN/AUS] drücken. Verwenden Sie immer die Schaltfläche ALL ON/OFF [ALLES
EIN/AUS], um beide Stromkanäle zusammen ein- und auszuschalten. Für manuelle Rampenausgänge
werden bei Verwendung der PC-Version der RTMS software die Schaltflächen  angezeigt. Bei
Verwendung eines STVI-Steuergeräts wird das Symbol für den Steuerungsknopf angezeigt. Drückt
der Anwender einen der beiden, blendet sich ihm ein Fenster auf; hier kann er den gewünschten
Steigerungsgrad für das manuelle Rampen der Ausgänge, den Kanal/die Kanäle, der/die gerampt werden
und das, was angepasst werden soll (Amplitude, Phasenwinkel oder Frequenz) auswählen.

4.0 Spannungsquellen

4.1 Zusammen addierte Ausgänge

295
Zwei Spannungskanäle können verwendet werden, um die Summe der Spannungsausgänge zu bilden;
dadurch erhalten Sie eine höhere Spannung als die Nennspanung, vorausgesetzt, die Last ist nicht
geerdet. Schließen Sie die Last zwischen den Spannungskanalstiften an, stellen Sie V 1 Phase auf 0 und
V2 Phase auf 180 ein. Die Spannungsausgänge werden addiert, sodass die Gesamtspannung gleich der
Summe der beiden Spannungsamplituden, V1 und V2 ist, wie das nachfolgende Diagramm zeigt.

Beachten Sie: Wenn im 5. Zeichen der Modellidentifikationsnummer ein F oder C erscheint (d.h.
30P1F0A0S1) sind die Spannungsrückflüsse potenzialfrei (isoliert von einander und von Erde). Bei
Geräten mit einer Modellnummer G oder E, sind die Spannungsrückflüsse intern zusammengefasst und
mit Erde verbunden.

Für die potenzialfreien gemeinsamen Geräte muss der Anwender die dazugehörigen schwarzen
gemeinsamen Rückläufe der Spannungskanäle zusammenschalten, wenn Betrieb in Reihe erforderlich
ist (siehe nachfolgende Abbildungen). Entfernen Sie externe Gemeinsame Leitungen, wenn das Prüfen
abgeschlossen ist. Versuchen Sie KEINESFALLS, mehr als zwei Spannungskanäle zusammen in Reihe
zu schalten.
.

Abbildung 260 Spannungskanäle für SMRT36D Potenzialfrei Nicht Geerdete Gemeinsame Rückleitungen
in Reihe schalten

296
Abbildung 261 Reihen von Spannungskanälen mit SMRT36D Geerdeten Gemeinsamen Rückläufen

4.2 3Ø, 3-Leiter, Offene Dreiecks- und T-Schaltung

4.2.1 Ausgeglichenes Offenes Dreieck

Es gibt zwei Methoden, wie Sie erreichen, dass Sie eine dreiphasige, Dreileiter-Spannungsquelle
verfügbar haben. Die offene Dreiecks-Konfiguration ist einfacher zu verwenden, wenn eine
ausgeglichene dreiphasige Quelle erforderlich ist, weil das Verhältnis Amplitude und Phase direkt
eingestellt werden kann. Es sind keine Berechnungen notwendig.

Bei Verwendung der Offenen Dreieckskonfiguration ist empfohlen, Spannungskanal #1, mit V 1
bezeichnet, und Spannungskanal #2, mit V2 bezeichnet, zu verwenden, während der GEMEINSAME
Verbindungsstift als Vg bezeichnet wird. Mit dieser Anordnung können Magnitude und Phasenwinkel des
Potenzials einfach berechnet und eingestellt werden. Für die ausgeglichene dreiphasige Bedingung sind
V1- g und V2- g in der Größe gleich und durch einen Phasenwinkel von 60o getrennt. Dies geschieht durch
Einstellen der V1 und V2 Potenziale auf die gleiche Größe, Einstellen von 0 bei V1 und 300o (60 Grad
voreilend in der Annahme, dass die Standard-Phasendrehung auf 360 nacheilend eingestellt ist) bei V2,
siehe nachfolgende Abbildungen.

297
Abbildung 262 Dreiphasige Offene Dreieck-Schaltung

Bei Verwendung der Offenen Dreieck-Konfiguration zur Einrichtung eines Phase-zu-Phase-Fehlers ist die
Berechnung mit Hilfe des Cos-Gesetzes erforderlich, um die Amplituden- und Phasenverhältnisse zu
berechnen. (Siehe Diskussion unter T-Schaltung für simulierte, nicht ausgeglichene Phase-zu-Phase-
Fehler ohne Bedarf für Berechnungen.)

Ausgeglichene 3 - Offene Dreieck-Schaltung

Falls Vf dem gewünschten Prüfpotenzial gleichkommt, dann:


Stellen Sie ein: V1 = Vf  0o
Stellen Sie ein: V2 = Vf  300o (360 nacheilende Konfiguration)

298
4.2.1.1 Nicht ausgeglichenes Offenes Dreieck

Beim Einrichten einer Nicht ausgeglichenen Offenen Dreieck-Konfiguration wird die gewünschte Phase-
zu-Phase-Fehler-Spannung, V1f eingestellt, indem der Spannungskanal #1 mit seinem Phasenwinkel auf
0 eingestellt wird. Phase-zu-Phase-Spannung V2f und sein Phasenwinkelverhältnis für Spannungskanal
#2 muss berechnet werden; hierzu wird das Kosinus-Gesetz verwendet, wobei für jedes Dreieck folgende
Formel Anwendung findet:

Die nächste Abbildung zeigt das Phasenverhältnis zwischen Spannungen und ein Beispiel der
notwendigen Berechnung. Der Einfachheit halber sind die Amplituden- und Phasenwinkeleinstellungen
für typische Vf Fehlergrößen tabellarisch aufgeführt.

Vom Kosinus-Gesetz

 = arccos( V 12 )
2 * V 23

V 12 2 3
2
V 23 = ( ) +( * 120 )2
2 2

Einstellungen für typische Phase-zu-


Phase-Fehlerspannungen Abbildung 263 Offenes Dreieck Nicht Ausgeglichen
Phase-zu-Phase Fehlerspannungen
V12 = Vf

V12 1 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70
V23 104 104 104 104 104 105 105 105 106 106 106 108 108 109 110
At ° 270 271 273 274 275 277 278 280 281 282 284 285 286 287 289
Lag

299
4.2.2 T Anschluss

Die zweite Methode, eine dreiphasige Dreileiter-Spannungsquelle zu erhalten, besteht im sogenannten T-


Anschluss. Die in der nachfolgenden Abbildung gezeigte Methode ist einfacher in der Anwendung, wenn
eine nicht ausgeglichene Phase-zu-Phase-Fehlersimulation erreicht wird, da damit die Berechnungen
vermieden werden. Zur Vermeidung von Verwirrungen bei der Verwendung des T-Anschlusses wird der
Spannungsausgang #1 als Va bezeichnet und sein Phasenwinkel ist auf 0 eingestellt; sein
Spannungsausgang #2 wird als Vb bezeichnet und sein Phasenwinkel ist auf 180 eingestellt; der
Spannungsausgang #3 wird als Vc bezeichnet und sein Phasenwinkel wird auf 270 eingestellt. Jede
Kombination von ausgeglichenen Drei-Phasen-Fehlern oder nicht ausgeglichenen Phase-zu-Phase-
Fehler-Zuständen kann einfach simuliert werden. Die folgende Abbildung zeigt diese Phasenverhältnisse
an.
Beachten Sie: Diese Methode sollte nicht für sehr niedrige Fehlerspannungen verwendet werden;
genauso wenig bei statischen Relais, die für diese Art der Schaltung empfindlich sind (d.h. 5 Volt oder
weniger, oder zum Prüfen von ABB oder Westinghouse-Relais Typ SKD).

V f = Desired Fault Voltage

1
Va = V f 0
2
1
Vb = V f 180
2

3
Vc = 120 or V c = 104V 270
2
Ausgeglichene oder Nicht Ausgeglichene Fehler-T-
Schaltung

4.3 3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung

Ein dreiphasiges, Vierleiter-Potenzialsystem kann mit Hilfe von drei Ausgangsmodulen bereitgestellt
werden. Die Vektorverhältnisse sind nachfolgend aufgeführt. Diese Sternschaltung hat den Vorteil, dass
eine höhere Dreieckspannung bereitgestellt werden kann (1,73 x Phase-zu-Nullleiterspannung). Sie ist
ideal geeignet, um Phase-zu-Erde-Fehler zu simulieren. Spannungskanal #1 wird als Va bezeichnet,
wobei sein Phasenverhältnis auf 0 eingestellt ist. Spannungskanal #2 wird dann als Vb bezeichnet und
der Phasenwinkel ist auf 120 eingestellt. Schließlich wird Spannungskanal #3 als Vc bezeichnet und der
Phasenwinkel ist auf 240 eingestellt (für eine 1-2-3-Drehung gegen den Uhrzeigersinn). Va, Vb und Vc
sind an die Spannungspotenzial-Verbindungsklemmen bei den entsprechenden Prüfgeräten
angeschlossen.

300
3Ø, 4-Leiter, Sternschaltung

V f = Desired Fault Voltage


3
Va = V f 0
3
3
Vb = V f 120
3
3
Vc = V f 240
3
Beachten Sie: Wenn im 5. Zeichen der Modellidentifikationsnummer ein F oder C erscheint (d.h.
30P1F0A0S1) sind die Stromrückflüsse potenzialfrei (isoliert von einander und von Erde). Bei jenen
Geräten mit einer Modellnummer G oder E, sind die Stromrückflüsse intern zusammengefasst und mit
Erde verbunden.

Bei Verwendung von ummantelten mehradrigen Spannungsprüfkabeln (Art.Nr. 2001-395) sind alle
schwarzen Rückleitungen innerhalb der Ummantelung miteinander verbunden, sodass sie alle den
Rücklauf zusammen teilen. Deshalb wird nur ein Rücklaufkabel auf der Relais-Anschlussseite der
ummantelten Kabel bereitgestellt (ähnlich den Anschlüssen in der nachfolgenden Abbildung).

Abbildung 264 SMRT36D mit Potenzialfreien Rückläufen, Dreiphasige, Vierleiter-Prüfanschlüsse

301
Für erdgeerdete Geräte mit gemeinsamem Rücklauf (G), gibt es eine interne gemeinsame Erde
zwischen den Rücklaufanschlüssen des Spannungs- und Stromkanals. Deshalb ist nur ein Rücklaufkabel
für die Spannungskanäle erforderlich. Bei Verwendung von separaten einzelnen Prüfkabeln muss der
Anwender für potenzialfreie Geräte mit gemeinsamem Rücklauf die entsprechenden schwarzen
gemeinsamen Rückläufe der Spannungskanäle wie nachfolgend gezeigt zusammenschließen.

5.0 Garantieerklärung

Megger garantiert für die Dauer eines (1) Jahres ab Versanddatum, dass das Produkt frei von Material-
und Verarbeitungsfehlern ist. Diese Garantie ist nicht übertragbar. Diese Garantie ist begrenzt und gilt
nicht für Geräte, die beschädigt wurden oder einen Defekt aufweisen, der von einem Unfall oder
Fahrlässigkeit und nicht ordnungsgemäßem Betrieb, fehlerhafter Installation durch den Käufer oder
unsachgemäßem Service oder von einer Reparatur durch eine nicht durch Megger autorisierte Person,
Gesellschaft oder Unternehmen herrührt. Megger wird nach eigener Wahl die Teile, die für defekt
gehalten werden, entweder reparieren und/oder austauschen.
Die Garantie gilt anstelle von allen anderen, sowohl ausdrücklichen oder stillschweigenden Garantien von
Megger. Unter keinen Umständen wird Megger für Folgeschäden aufgrund des Vertragsbruchs hieraus
haftbar sein.

5.1 Vorbeugende Wartung

5.1.1 Überprüfen Sie das Geräte alle sechs Monate auf

Staub und Verwenden Sie zum Reinigen des Geräts NIEMALS Sprüh-
Schmutz oder Industriereinigungsmittel. Einige Reinigungslösemittel
können elektrische Komponenten beschädigen und sollten
niemals verwendet werden. Verwenden Sie ein leicht
angefeuchtetes Tuch (nicht tropfnass), um das Gerät
abzureiben. Entfernen Sie Staub mit trockener, Niedrigdruck-
Druckluft.

Feuchtigkeit Halten Sie Sie Feuchtigkeit so viel wie möglich fern, indem
Sie das Prüfgerät in einer warmen, trockenen Umgebung
aufstellen.

5.1.2 Aktualisierung der SMRT36D Firmware

Herunterladen des Firmware Upgrade über die Megger Website

Um die neueste Firmware von der Megger Website herunterzuladen,

11. gehen Sie zu WWW.Megger.com,


12. Log In (einloggen),
13. gehen Sie zu Software Downloads,
14. klicken Sie auf SMRT.
15. Sie erhalten Anweisungen zum Eingeben der Seriennummer des SMRT-Geräts; danach Continue
[Weiter] anklicken. Die Seriennumer umfasst 12 Zeichen. Vergewissern Sie sich, dass sie alle 12
Zeichen eingeben. Danach klicken Sie auf Firmware Version #.##. Die Firmware wird nun als Zip-
Datei auf Ihren PC heruntergeladen. Entpacken Sie die Datei, Select All Dateien [Alle Auswählen],
und auf einen USB-Speicherstick Copy [Kopieren] oder Sie erstellen zum Speichern ein Verzeichnis
auf Ihrem PC, um in ein Verzeichnis zu entpacken

302
USB Speicherstick: Mit der Steuereinheit mit Strom versorgt wird, schließen Sie den USB-Speicherstick
in den USB-Port an der Vorderseite des SMRT46D. Drücken Sie die Bildschirm-Schaltfläche
Configuration [Konfiguration]; danach drücken Sie im Konfigurationsbildschirm auf die Schaltfläche
Update Firmware [Firmware aktualisieren]. An diesem Punkt wird dem Anwender der Auswahlbildschirm
für die IP-Adresse mit der Seriennummer des Geräts gezeigt. Wählen Sie das Gerät durch Berühren der
Seriennummer aus und der Upgrade-Prozess wird automatisch starten. Das ist alles. Beobachten Sie die
STVI-Bildschirmanzeige und das Gerät. Bei Beendigung des Herunterladens wird der Anwender das
schnellere Laufgeräusch des Lüfters bemerken und die LEDs am SMRT-Gerät werden schnell blinken.
Es erscheint die Anweisung, das Prüfsystem neu zu booten (aus- und wieder einschalten).

PC und STVI Software: Wenn die PC-Version der RTMS Software verwendet wird, ist die Handhabung
sehr ähnlich der Handhabung des STVI selbst. Durch Anklicken der Schaltfläche Update Firmware
[Firmware aktualisieren] erscheint die Windows Browser Dialogbox Open File [Datei öffnen]. Mit Hilfe des
Pull-Down-Menüs Look In [Hineinschauen] gehen Sie dahin, wo die neue Firmware auf den PC
heruntergeladen wurde, klicken das Dateiverzeichnis SMRT_LDR (SMRT Loader) an und öffnen Sie es.
Dort finden Sie die neue Firmware-Datei. Klicken Sie die Datei an und klicken Sie auf Open [Öffnen]. Sie
werden aufgefordert, ein Gerät vom Bildschirm IP-Adresse auszuwählen. Wählen Sie das Gerät durch
Anklicken der Seriennummer aus und der Upgrade-Prozess wird automatisch starten. Bei Beendigung
des Herunterladens wird der Anwender das schnellere Laufgeräusch des Lüfters bemerken und die LEDs
am SMRT-Gerät werden schnell blinken.Es erscheint die Anweisung, das Prüfsystem neu zu booten
(aus- und wieder einschalten). Beachten Sie bitte, dass Sie bei Verwendung der PC-Version der RTMS
software nach dem Neustart des SMRT-Geräts, Ihren PC neu starten müssen, um die Steuerung des
SMRT-Geräts wiederzuerlangen.

5.2 Service- und Reparatur-Anweisungen

Um Hin- und Herzeiten zu sparen und Kosten zu reduzieren, wurde der SMRT36D als modulares
Gerät entwickelt. Das Auftreten eines Problems bei einem der Module sollte in den meisten
Fällen nicht dazu führen, dass das Prüfsystem ausfällt. Grundlegende Informationen zur
Fehlerbehandlung wurden bereitgestellt, um den Techniker zu einer möglichen Problemquelle zu
führen.

Da das SMRT36D oberflächenmontierte Bauelemente verwendet, gehen die meisten


Reparaturen der einzelnen Module über den Rahmen der grundlegenden
Fehlerbehandlungsanleitung hinaus und sollten an die Serviceabteilung bei Megger übergeben
oder über einen Megger-Vertriebspartner abgewickelt werden.

Wenn das Gerät sich noch innerhalb der Original-Garantiedauer oder der begrenzten
Garantiedauer nach einem Werksservice befindet, muss vor jedem Versuch einer Reparatur
das Werk kontaktiert werden; andernfalls erlischt die Garantie.

5.2.1 Grundlegende Fehlerbehandlung

Die Informationen zur Fehlerbehandlung vertrauen darauf, dass der Techniker ein gutes
Verständnis für den Betrieb des Geräts hat. Der Techniker sollte bei Unklarheiten hinsichtlich des
Gerätebetriebs das Werk kontaktieren. Halten Sie bei Anfragen die Megger Seriennummer der
STVI bereit.

WARNUNG: Es ist für die ordnungsgemäße Fehlerbehandlung einiger Module


notwendig, das SMRT36D einzuschalten. Der Techniker muss alle anwendbaren
Sicherheitsvorkehrungen treffen, um in der Nähe von spannungsführenden Kreisen zu
arbeiten.

303
ANMERKUNGEN
Bevor Sie einen Fehler im SMRT36D vermuten, schauen Sie nochmals die Abschnitte
Allgemeine Beschreibung und Betrieb durch, um sicherzustellen, dass das Problem nicht das
Ergebnis eines Bedienungsfehlers ist.

Ein vorausgehendes Prüfen des SMRT36D innerhalb der festgelegten Grenzen kann bei der
Feststellung helfen, ob tatsächlich eine Fehlfunktion besteht, die Art der Fehlfunktion zu
bestimmen und den generellen Umfang des Fehlers festzulegen.

Häufige Ursachen der Fehlfunktionen, außer nicht ordnungsgemäßem Betrieb, sind inkorrekter
Spannungseingang (Spannung über oder unter festgelegten Grenzen), inkorrekte
Prüfsignalspannungen, die an den Binäreingangs-Gates (außerhalb der festgelegten
Angewandten/Entfernten AC/DC-Grenzen) angelegt sind und wenn der Kontakt- oder
Kreiswiderstand für die spannungslosen Kontakt-Gates zu groß ist, um an den Monitor-/Start-
/Stopp-Gates ordnungsgemäß zu arbeiten. Typische Fehlfunktionen für die VI-Generator-
Verstärker sind externe Kurzschlüsse am Spannungsausgang und offene Kreise am
Stromausgang. Der Batteriesimulator und VI-Generatorspannungs- als auch Stromausgänge
können mit Hilfe eines Volt- und Amperemeters einfach überprüft werden.

ANMERKUNG: Es gibt drei verschiedene Module, die ein SMRT36D ausmachen; das
Systemboard (vordere Bedienfläche), VIGEN’S (VIGEN#1 und #2) und VIGEN
LITE (VIGEN #3). Die meisten Probleme können einfach gelöst werden, indem
eines dieser Module ersetzt wird; in Abschnitt 5.2.1.2.1 Ersetzen eines VIGEN
finden Sie Anweisungen, wie ein VIGEN-Modul ersetzt wird. Dazugehörige ESD-
Abläufe sollten beim Handhaben eines SMRT36D-Moduls befolgt werden. Durch
Nichtbefolgung können empfindliche Teile geschädigt werden.

5.2.1.1 Netzspannungsversorgung

Die Netz-Eingangsspannung beeinflusst das gesamte Gerät und kann eventuell dauerhaften
Schaden verursachen, wenn die Spannung nicht korrekt ist. Diese Probleme können oftmals
einfach dadurch korrigiert werden, indem eine bessere Eingangsspannungsquelle verwendet
wird. Für Geräte mit einem F oder G an der 5. Stelle der Typennummer (z.B. 30P1F0A0S1) ist
die Nennspannungsgrenze automatisch von 100 bis 240 Volt, ± 10 %, 47 bis 63 Hz wählbar. Für
Geräte mit einem C oder E an der 5. Stelle der Typennummer (z.B. 30P1C0A0S1) ist die
Nennspannungsgrenze automatisch von 220 bis 240 Volt, ± 10 %, 47 bis 63 Hz wählbar.

Einige Symptome sind nachfolgend beschrieben:


1. Niedrige Spannung: Schwankender Betrieb, keine Ausgangsleistung, Eingangs-
Auslösung Leistungsschalter.

2. Hohe Spannung: Leistungsschalterauslösung, Spannungsversorgungsausfall im


Eingangsversorgungsmodul.

5.2.1.2 VIGEN Eingangsleistung, Kommunikation und Steuerung

Grundlegende Fehlerbehandlung der Eingangsleistung wie folgt.

3. Kein Strom: Überprüfen Sie den ON/OFF [EIN/AUS] Leistungsschalter. Leuchtet der
EIN/AUS-Schalter auf? Wenn er nicht leuchtet, dann ist kein Strom zum Gerät gelangt.
Überprüfen Sie die Spannungsquelle und das Netzkabel. Wenn er aufleuchtet, dann gelangt
der Strom zum Gerät. Überprüfen Sie die VIGEN-Netzkabelverbindung.

304
VORSICHT: Schalten Sie die Netzspannung ab und ziehen Sie den Stecker des Netzkabels
bevor Sie versuchen, an irgendeinem Modul zu arbeiten. Beachten Sie genau die Vorgänge
für Elektrostatische Entladung.

A. Trennen Sie das Netzkabel vom Gerät.

B. Entfernen Sie die vier Schrauben auf jeder Seite, die auf die obere Abdeckung
wie in der folgenden Abbildung gezeigt.

Abbildung 265 SMRT36D Obere Abdeckung Befestigungsschrauben

C. Entfernen Sie die vier Schrauben auf der Oberseite der Rückseite, dann die vier
Schrauben an der oberen Abdeckung, siehe folgende Abbildung.

Abbildung 266 SMRT36D obere Abdeckung Schrauben

D. Montieren Sie die beiden Schrauben (eine auf jeder Seite), mit denen die obere
Abdeckung an der Vorderseite, siehe folgende Abbildung.

305
Abbildung 267 Obere Bedienfläche Entfernung der Schrauben der Vorderen Bedienfläche

E. in die obere Abdeckung entfernen.

Abbildung 268 VIGEN Netzanschlüsse

Überprüfen Sie die Kabel wie gezeigt. Wenn die Kabel ordnungsgemäß angeschlossen sind, dann
entfernen und ersetzen Sie den VIGEN gemäß 1.5.2.1.2.1.

4. Schwankende Manuelle Steuerung

Ein einzelnes Ausgangsmodul-Kommunikationskabel ist nicht ordnungsgemäß


angeschlossen und kann somit keine sauberen Kommandos empfangen.
Schauen Sie durch die Lufteinlasslöcher auf der linken Seite des Geräts und
beobachten Sie die VI-Gen LEDs. Jedes Modul hat eininge grüne LEDs, die
blinken. Diese sind mit den Ethernet-Kommunikationen verknüpft. Wenn auf
einem oder mehreren Modulen keine blinkenden LEDs sind, dann kommuniziert
das Modul nicht. Entfernen Sie die obere Abdeckung so, wie es der Ablauf oben
beschreibt.

306
VORSICHT: Schalten Sie die Netzspannung ab und ziehen Sie den Stecker
des Netzkabels bevor Sie versuchen, Kabel anzubringen. Sorgen Sie für
entsprechende ESD-Abläufe.

Fixieren Sie die Kommunikations-Ethernet-Kabel auf der linken Seite, siehe


nachfolgende Abbildung.

Abbildung 269 Kommunikationskabel-Anschlüsse

Trennen Sie sorgfältig jedes Kabel und schließen Sie es erneut an, um
sicherzugehen, dass das Kabel in der Position einrastet. Anmerkung: Um jedes
Kommunikationskabel erneut zu platzieren, müssen die kleinen Kabelbinder
entfernt werden (Ersatzkabelbinder sind nach dem erneuten Platzieren der Kabel
erforderlich).

VORSICHT: Fehlender Ersatz der Kabelbinder kann die


Kommunikationskabel nach Austausch der oberen Abdeckung
einklemmen. Hinweis: Maschinen, die nach August 2013 erfordern keine
Kabel-Verbindungen.

Nachdem die Kabel wieder befestigt sind, bringen Sie die obere Abdeckung
wieder an, schließen das Netzkabel wieder an und starten das Gerät neu.
Schauen Sie durch die Luftansauglöcher auf der linken Seite des Geräts, um die
VI-Gen LEDs zu beobachten. Wenn am einen oder anderen Modul immer noch
keine LED blinkt, ersetzen Sie das/die VI-Gen Modul(e), die nicht
kommunizieren. Wenn Sie nicht leuchten, entfernen Sie das Netzkabel und die
obere Abdeckung und überprüfen Sie die Netzanschlusskabel zu jedem VIGEN,
wie oben in Schritt 1 beschrieben.

5.2.1.2.1 Einen VIGEN ersetzen

1. Um den VIGEN herauszunehmen, lösen Sie bei früheren Geräten drei Phillip-
Kopfschrauben, die im VIGEN halten, eine auf jeder Seite und eine auf der Unterseite
des Geräts. Geräte der neueren Generation haben eine Schraube unten.
2. Entfernen Sie das Netzanschlusskabel wie in Abbildung oben.
3. Trennen Sie die Kommunikationskabel wie in Abbildung oben.

307
Beachten Sie, dass das kleine Kabel, welches das vordere Bedienboard mit VIGEN 1 verbindet,
sorgfältig entfernt werden muss, bevor VIGEN1 entfernt wird; siehe nachfolgende Abbildung.

Abbildung 270: VIGEN1 Kabel zur Vorderen Bedienfläche

4. Entfernen Sie das VIGEN-Modul vom Gehäuse.


5. Installieren Sie den Ersatz-VIGEN.

Seien Sie vorsichtig beim Austauschen des Moduls; es sitzt auf Presssitz und es ist
möglich, dass die Komponenten durch Herausziehen oder Installation beschädigt werden.

6. Bringen Sie die Phillip Kopfschraube(n), die den VIGEN halten, wieder an.
7. Schließen Sie das Versorgungskabel erneut an, wie in Abbildung oben.
8. Schließen Sie die Kommunikationskabel wie in Abbildung oben an. Neue Kabelbinder
werden erforderlich, nachdem die Kabel wieder platziert sind.

VORSICHT: Fehlender Ersatz der Kabelbinder kann die


Kommunikationskabel nach Wiederanbringung der oberen Abdeckung
einklemmen.

9. Falls VIGEN #1 ersetzt wurde, schließen Sie das Kabel zur Vorderen Bedienfläche
erneut an, wie in Abbildung oben gezeigt.

10. Setzen Sie die obere Abdeckung erneut auf. Schließen Sie das Netzkabel wieder an und
starten Sie das Gerät.

5.3.1.3 Binäreingänge, Binärausgänge und Batteriesimulator

Wenn alle Objekte außerhalb der Zeitmessanordnung korrekt und in Ordnung sind, dann besteht das
Problem innerhalb der Binäreingangs-/Ausgangsanordnung selbst.

Bei den grundlegenden Fehlerbeschreibungen finden sich etwaige Ursachen zu den Problemen.

Binäreingänge – Grundlegende Fehlerbehandlung wie folgt:

308
1. Zeitmesser stoppt nicht:
Überbrücken Sie die entsprechenden Binäreingangsanschlüsse manuell. Wenn die LED über
dem ausgewählten Eingang leuchtet, überprüfen Sie den Setupbildschirm des Binäreingangs, um
sicherzustellen, dass der gewählte Binäreingang ordnungsgemäß als Zeitmesser-Stopp-Funktion
eingerichtet ist. Überprüfen Sie die Stopp-Einstellungen des Zeitmessers von N.O.
(Normalerweise Offen) zu geschlossen und Verriegelung Ein. Wenn die LED nicht aufleuchtet,
muss der Binäreingang reparariert oder ausgetauscht werden.

2. Berechnungsfehler:
Angelegte Wechselspannung oder entfernte Stoppsignale können eine Ungenauigkeit oder eine
Fehlfunktion im Zeitmesser erzeugen, was als mangelnde Wiederholbarkeit erscheint. Je
niedriger der Spannungswert, desto ernsthafter wird der „Fehler“ sein. Was ein Fehler zu sein
scheint, ist tatsächlich jedoch eine Abweichung im Punkt auf der Sinuskurve, bei dem die
Spannung groß genug ist, um das Betätigen des Gatekreises zu verursachen. Wenn der Kreis,
der zur Zeitmessprüfung verwendet wird, eine niedrige AC-Spannung hat und der Punkt, bei dem
der Kontakt im Prüfkreis öffnet oder schließt, bei oder nahe Null auf der Sinuskurve ist, dann
kann die Zeitdauer bis der Spannungswert hoch genug ist, um den Gatekreis zu triggern, bis zu 4
Millisekunden sein. Die gesamte Zeitmessabweichung kann bis zu 8 Millisekunden sein. Je
kürzer die Dauer der Zeitmessrüfung, umso bedeutender wird die Abweichung. Deshalb wird
empfohlen, dass für Prüfauswahlen mit angelegter/entfernter Spannung eine Wechselspannung
von 115 Volt oder darüber oder eine Gleichspannung verwendet wird, wenn kleine
Zeitmessabweichungen ein Problem darstellen würden.

Wenn die SMRT36D Zeitmesskalibrierung geprüft wird, wird die Wechselspannungsvariable oft
nicht berücksichtigt. Dies trifft besonders dann zu, wenn der Zeitmesser mit einem Zähler
verglichen wird und die zwei gleichzeitig mit einem elektronischen Schalter getriggert werden. Um
beste Ergebnisse zu erhalten, sollte eine Gleichspannung verwendet werden, um die Variable zu
vermeiden. Wenn die Stoppcharakteristiken des Wechselspannungszeitmessers geprüft werden
sollen, dann muss das Stoppsignal beim gleichen Punkt auf der Sinuskurve getriggert werden,
um sicherzustellen, dass das Gatesignal wiederholbar ist. Im Idealfall sollte das Signal bei einem
Punkt nahe der Spitze in der positiven Richtung sein. Darüberhinaus, muss der festgelegte
Effektiv-Wechselspannungswert für die verschiedenen Stopp-Steuerauswahlen eingehalten sein.

Eine weitere Quelle offenkundiger “Fehler” kann das programmierbare Entprell-Leistungsmerkmal


sein. Bei Verwendung von elektromechanischen Kontakten zum Stoppen des Zeitmessers und
falls diese Kontakte eine Tendenz zum Prellen haben, könnte eine Differenz zwischen einem
externen Standard-Zeitmesser und dem SMRT36D Zeitmesser auftreten; sie hängt von der
programmierten Entprelldauer ab, die im SMRT-Gerät eingestellt ist. Um den programmierten
Wert zu bestimmen, schauen Sie beim Setup-Bildschirm des Binäreingangs nach, wie der Wert
der Entprellungs-Einstellung ist.

Wenn ein Zeitmessfehler oder eine Abweichung andauert, nachdem alle vermuteten Ursachen
für den Fehler eliminiert wurden, dann ist es möglich, dass der Binäreingangskreis fehlerhaft
funktioniert. Kontaktieren Sie das Werk für Rücksendeanweisungen.

Binärausgänge – Grundlegende Fehlerbehandlung wie folgt:

Die Binärausgangs-LED ist EIN, aber die Ausgangskontakte nicht geschlossen:


Mit Hilfe eines Durchgangsprüfgeräts überprüfen Sie, ob der Ausgangskreis unterbrochen ist.
Wenn der Kreis offen ist, dann ist es möglich, dass das Sicherungselement, das auf der internen
Oberfläche befestigt ist, kaputt ist. Anmerkung: ein optionales inline-gesichertes Prüfkabel, Art.Nr.
568026 steht zur Verfügung, um für Schutz vor dem Schalten eines zu hohen Stroms zu sorgen,
siehe SMRT Bestellangaben unter Optionales Zubehör. Das Gerät muss zur weiteren Inspektion
und Reparatur zum Werk zurückgeschickt werden.

309
Kontaktieren Sie das Werk für eine Reparatur-Autorisierungsnummer und Rücksendeanweisungen,
falls Service erforderlich ist. Eine Reparatur-Autorisierungsnummer (RA) wird für die korrekte
Handhabung des Geräts zugeordnet, wenn es im Werk ankommt. Alle Reperaturkosten außerhalb der
Garantie, die für die Reparatur oder den Austausch von Teilen und/oder Materialien entstanden sind,
liegen in der Verantwortlichkeit des Auftraggebers.

Geben Sie dem Werk die Typennummer, Seriennummer des Geräts, Seriennummer des eventuell
zugehörigen VI-Gen, Art des Problems oder Service, Rücksendeanschrift, Ihren Namen und wie Sie
kontaktiert werden können, falls das Werk Fragen zu Ihrer Serviceanforderung hat, an.

Sie sollten gegebenenfalls Bestellnummer, Kostengrenze, Rechnungsstellung und


Rücksendeanweisungen bereitstellen. Falls ein Kostenvoranschlag erforderlich ist, geben Sie den Namen
und die Kontaktinformationen an.

6.0 Vorbereitung für Rücksendung

Bewahren Sie die Original-Frachtverpackung für eine spätere Verwendung, z.B. die Rücksendung,
auf. Der Frachtbehälter ist so entwickelt, dass er den Transportbeanspruchungen bei einem üblichen
kommerziellen Transportunternehmen standhalten kann.

Verpacken Sie das Gerät entsprechend, um Schaden während des Transports zu vermeiden. Wenn ein
wiederverwendbarer Behälter verwendet wird, wird das Gerät im gleichen Frachtbehälter
zurückgeschickt, falls dieser in geeignetem Zustand ist.

Fügen Sie für eine ordnungsgemäße Identifikation und schnellere Behandlung dem Adressetikett des
Frachtbehälters die Rücksendenummer hinzu.

ANMERKUNG: Versenden Sie das Gerät ohne unwesentliche Gegenstände, wie z.B. Prüfkabel usw.
Diese Gegenstände sind für das Werk zur Durchführung des Service nicht notwendig.

310
Addendum D

Modell SMRT46D
Dreiphasiges Relais-Prüfsystem

311
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN
WARNUNG:
DIE VON DIESEM GERÄT ERZEUGTEN SPANNUNGEN KÖNNEN GEFÄHRLICH SEIN

Dieses Gerät wurde für die Sicherheit des Anwenders entworfen; kein Design kann jedoch vollständig
gegen unzulässigen Einsatz schützen. Unsachgemäße Verwendung kann äußerst gefährlich sein.
Elektrische Kreise sind gefährlich und können bei mangelnder Vorsicht und unzureichenden
Sicherheitsvorkehrungen tödlich sein. Es gibt mehrere Standard-Sicherheitsvorkehrungen, die vom
Bediener einzuhalten sind. Wo möglich wurden IEC-Sicherheitskennzeichnungen am Gerät angebracht,
um den Anwender darauf aufmerksam zu machen; sie verweisen auf das Anwenderhandbuch und die
dortigen Anweisungen über die korrekte Verwendung oder sicherheitstechnische Themen. Schauen Sie
in der folgenden Tabelle für Symbole und Definitionen nach.

Symbol Description

Gleichstrom

Wechselstrom

Sowohl Gleich- als auch Wechselstrom

Erd- (Masse-) Anschluss. Es gibt einen gemeinsamen Gehäuse-


Erdungsanschluss auf der vorderen Bedienfläche (siehe Vordere
Bedienfläche im Abschnitt Beschreibung der Steuerungen).
Schutzleiteranschluss

Rahmen- oder Gehäuseanschluss

Ein (Spannungsversorgung)

Aus (Spannungsversorgung)

Vorsicht, Gefahr von Stromschlag

Vorsicht (schauen Sie in den Begleitdokumenten nach)

WARNUNG: Unter keinen Umständen sollte der Bediener oder Techniker versuchen, dieses
Gerät zu öffnen oder zu warten, während es an eine Spannungsquelle angeschlossen ist. Es sind
lebensgefährliche Spannungen vorhanden, die zu schweren Körperverletzungen oder sogar zum
Tod führen können!

312
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN (Fortgesetzt)

Im Folgenden sind einige spezielle sicherheitstechnische Punkte aufgeführt, die mit dem Prüfsystem
SMRT verbunden sind.

Lesen und verstehen Sie alle Sicherheitsvorkehrungen und Betriebsanweisungen, bevor Sie versuchen,
dieses Gerät anzuwenden.

Der Verwendungszweck dieses Geräts ist entsprechend der Beschreibung in diesem Betriebshandbuch
begrenzt. Sollte eine Situation aufkommen, die mit den allgemeinen oder speziellen
Sicherheitsvorkehrungen nicht abgedeckt ist, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem regionalen Megger-
Bevollmächtigten oder mit Megger, Dallas Texas auf.
Für die Sicherheit ist der Anwender verantwortlich. Ein Missbrauch dieses Geräts kann extrem gefährlich
sein.

Vor Anschluss des Netzkabels immer mit ausgeschalteter Spannungsversorgung (AUS) starten.
Vergewissern Sie sich, dass die Ausgänge auf AUS stehen, bevor Sie versuchen, Prüfverbindungen
einzurichten.

Schließen Sie das Prüfgerät NIEMALS an spannungsführende Einrichtungen an.


Verwenden Sie immer ordnungsgemäß isolierte Prüfkabel. Die optionalen Prüfkabel sind für Dauer-
Ausgangsnennleistungen des Prüfsystems bemessen; sie sollten ordnungsgemäß verwendet und
gepflegt werden. Verwenden Sie KEINESFALLS geknickte oder gebrochene Prüfkabel. Schalten Sie das
Prüfgerät immer ab, bevor Sie das Netzkabel trennen.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät ohne angeschlossene Sicherheitserdung zu verwenden.

Versuchen Sie KEINESFALLS, das Prüfgerät zu verwenden, wenn der Erdungskontakt des Netzkabels
gebrochen ist oder fehlt.

Verwenden Sie das Prüfgerät NIEMALS in explosiver Umgebung.


Das Gerät darf nur von entsprechend ausgebildeten und kompetenten Personen verwendet werden.

Beachten Sie alle Sicherheitswarnhinweise, die auf dem Gerät angebracht sind.
Sicherheitstechnische oder andere wichtige Themen, wie die nachfolgende Ausführung, werden mit dem
angefügten Symbol gekennzeichnet. Lesen Sie den Punkt sorgfältig; er bezieht sich entweder auf den
sicheren Betrieb des Prüfsystems oder auf die Sicherheit des Bedieners.

Unter keinen Umständen darf der Bediener mit seiner Hand oder Werkzeugen in den
Gehäusebereich des Prüfsystems hineinfassen, solange das Prüfsystem an eine
Spannungsquelle angeschlossen ist. Es bestehen lebensgefährliche Spannungen, die zu
schweren Körperverletzungen oder sogar zum Tod führen können!

313
1.0 Betriebsmodi

Der Aufbau des Geräts ist in Modulbauweise. Alle Eingänge und Ausgänge sind klar markiert und logisch
gruppiert. Die Obere Bedienfläche des Geräts wird bei den Geräten unterschiedlich aussehen, da jedes
Gerät bis zu drei optionale Spannungs-/Stromgenerator-(VIGEN)- Module installiert haben kann sowie ein
von zwei Systemboads. Die ‚N‘-Version besteht aus einem Systemboard mit lediglich den Netz- und
Kommunikationsschnittstellen. Die ‚P‘-Version fügt 8 zusätzliche Binäreingänge, 4 zusätzliche
Binärausgänge und einen Batteriesimulator hinzu. Bei dieser Anleitung wird davon ausgegangen, dass
das Gerät ein vollständiges Drei-Kanal-Gerät ist.

1.1 SMRT46D Allgemeine Beschreibung

Abbildung 271 Obere Bedienfläche SMRT46D

1.1.1 Obere Bedienfläche

1. Binärausgänge – Die ersten beiden VIGEN Module umfassen Binäreingänge und


Binärausgänge. Deshalb sind bei einem Gerät mit mindestens 2 Kanälen 2 Binärausgänge auf
der oberen Bedienfläche (mit 1 und 2 nummeriert) angebracht. Weitere Binärausgänge stehen
mit der P-Option zur Verfügung; siehe Abschnitt Vordere Bedienfläche bzgl. weitergehender
Informationen. Jeder Binärausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert werden und liefert
so die Logik für die zu prüfende Einrichtung. Die Binärausgänge der oberen Bedienfläche können
bis zu 200 V AC oder 250 V DC mit 8 A dauernd schalten. Die programmierbare Wartedauer geht
von 1 Millisekunde bis zu 10.000 Millisekunden.

2. Binäreingänge – bei einem Gerät mit mindestens 2 Kanälen gibt es 2 Binäreingänge auf der
oberen Bedienfläche. Weitere Binäreingänge sind mit der P-Option verfügbar; siehe Abschnitt
Vordere Bedienfläche bzgl. weitergehender Informationen. Die Binäreingänge nehmen einen
Spannungsbereich von 5 bis 300 V AC oder 5 bis 250 V DC oder potenzialfrei Schließer / Öffner
an.

3. Spannungen und Ströme Module ( VIGEN) – Es stehen drei Steckplätze für die VIGEN-Module
zur Verfügung. Die Steckplätze sind von unten nach oben mit 1 bis 3 nummeriert. Die drei
Phasenspannungen und Ströme sind durch die rote und gelbe Umrahmung jedes
Ausgangskanals hervorgehoben. Die Spannungskanäle (V1, V2 und V3) der Phasen A, B und C

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sind rot markiert. Die Stromkanäle (I1, I2 und I3) der Phasen A, B und C sind gelb markiert. Wenn
die Spannungsgeneratoren zu Stromgeneratoren konvertiert sind, werden sie auf der STVI-
Anzeige als V1 = I4, V2 = I5 und V3 = I6 = I8 wechseln. Weitere Details über die VIGEN
Ausgangs-Leistungsfähigkeiten siehe Abschnitt 1.4.
Anmerkung: Die SMRT43D Spannungskanäle können nicht zu Stromkanälen konvertiert
werden.
4. Batteriesimulator – Er liefert eine variable DC-Ausgangsspannung von 5 bis 250 Volt bei 100
Watt (4 A max.), um logische Spannung für Halbleiterrelais bereitzustellen. Sobald EIN-
geschaltet, leuchtet die LED über den Ausgangsanschlüssen.

5. Binärausgänge – Jeder Binärausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert werden, um
die Logik für das zu prüfende Gerät zu liefern. Die Binärausgänge 3 und 4 sind für 300 V AC/DC,
8 A und einem maximalen Schaltvermögen von 2000 VA (80 Watt DC) bemessen, mit einer
Ansprechzeit unter 10 ms. Die Binärausgänge 5 und 6 sind hochgeschwindigkeitsmäßig und
haben eine AC/DC Spannungsbemessung von 400 V Spitze, 1 A und einer Ansprechzeit
üblicherweise unter 1 ms.

6. Zusätzliche Binäreingänge – unabhängige, galvanisch isolierte Start/Stopp- oder


Überwachungskreise, die den Betrieb der Relaiskontakte oder eine Auslösung SCR monitoren.
Eine Dauerleuchte wird für jedes Eingangsgate bereitgestellt. Alle Binäreingänge erfassen
potenzialfreie Schließer / Öffner oder angelegte/entfernte Spannung in einem Bereich von 5 bis
300 Volt AC oder 5 bis 250 Volt DC.

1.1.2 Vordere Bedienfläche

Abbildung 272 Vordere Bedienfläche SMRT46D

1. Netzversorgung / Netzkabel – Buchse ist an der vorderen Bedienfläche des Prüfgeräts


angebracht.

Netzkabel Das Prüfgerät ist mit einem Netzkabel ausgestattet, das an den
Steckanschluss auf der vorderen Bedienfläche eingesteckt wird.
Überprüfen Sie die Bemessung der Eingangsspannung auf der
vorderen Bedienfläche, bevor Sie das Netzkabel an die
Spannungsquelle anschließen.

2. Schutzerde Massebuchse – Sollte verwendet werden, um die Gehäuseerde an Erde

anzuschließen.

315
3. NETZ EIN/AUS-Schalter – leuchtet, wenn Netz eingeschaltet ist.

4. ISOLATED Für die Prüfung von IEC 61850 IEC 61850 / anschließen und an der Unterstation Bus
oder an das Relais unter Test zum Senden und Empfangen von GOOSE-Nachrichten. Verbinden
Sie die isolierte Schnittstelle an den PC. Bei der Verwendung mit der Megger gans Konfigurator
in der AVTS-Software, der SMRT bieten High Speed Prüfung von IEC 61850-Relais und
Unterstationen durch das Abonnieren von GOOSE-Nachrichten und die Zuordnung zu den
binären Eingängen. Zusätzlich kann das System simulieren, wie z.b. Leistungsschalter Betrieb
durch die Veröffentlichung von GOOSE-Nachrichten an den zugeordneten SMRT binäre
Ausgänge. Mit dem PC-Konfigurator AVTS Megger Gans und an die isolierten Port, kann der
Fahrer die "schnüffeln" der Unterstation in der IEC 61850 /Out Port über den isolierten Anschluss
mit dem SMRT, die als Firewall. Mit diesem Design der Bediener nicht versehentlich Reise aus
der Unterstation oder abwandeln ein PC Virus in die Unterstation LAN.

5. PC/IN Ethernet Schnittstelle ist der primäre PC Anschluss für automatisierte Tests der Relais.
Dieser Port unterstützt MDI/MDI-X auto cross über Konfiguration, was bedeutet, sowohl
Standard- als auch der "Crossover"-Kabel verwendet werden. Verwenden Sie diesen Anschluss
für automatisierte Tests der Relais. Dieser Hafen bietet die optimale Methode zum Herunterladen
von Dateien, EMTP DFR-Streaming und die Aktualisierung der Firmware des Geräts. Für
mehrere Einheit, die Einheit für die Verbindung mit dem Master Phase auf alle Einheiten
"downstream". Für mehrere Einheit verbinden Sie den Anschluss an die nachgelagerten SMRT-
Einheit im Hafen. Die RTMS-Software wird automatisch konfiguriert, wenn die Geräte
eingeschaltet sind.

6. 61850/OUT Ethernet-Schnittstelle - ist in erster Linie zur Verbindung mehrerer SMRT Einheiten
zusammen für die synchrone Multi-unit-Betrieb. Es wird auch verwendet, um den Zugriff auf die
Nebenstelle IEC 61850-Netzwerk. Für mehrere Einheit, die Einheit für die Verbindung mit dem
Master Phase auf alle Einheiten "downstream". Mit dem PC-Port an den PC angeschlossen, der
SMRT und der PC dieselbe Netzwerkverbindung, und somit keine sichere Trennung von
einander. Bei der Prüfung von IEC 61850-Geräte verbinden Sie den PC mit dem isolierten
Ethernet Port, um den PC von der IEC 61850-Unterstation Bus.

7. USB-Schnittstelle es gibt zwei Typ A Ports zur Verfügung. Dieser Anschluss wird in erster Linie
verwendet, um ein Update der Firmware in der SMRT sowie Aktualisierung der RTMS-Software
mit einem USB Memory Stick. Es kann auch verwendet werden, um Testergebnisse von der
SMRT zum Download in einem anderen PC mit der DB-Software für Storage oder drucken.
Darüber hinaus, kann der Benutzer die Verwendung einer USB-Tastatur, sowie eine Maus, in
Verbindung mit dem STVI. Tastatur und/oder Maus nicht mit dem Zubehör.

8. USB (TO PC) Schnittstelle – erfordert einen “nachgelagerten” Anschluss Typ B und wird in
erster Linie als Kommunikations- und Steuerungsschnittstelle verwendet, wenn sie mit einem PC
-und Megger AVTS- oder den PowerDB STVI-Bildschirmen verwendet wird. Da das SMRT36D
standardmäßig eine Baudrate von 115.200 hat, muss der Anwender seine USB-Ausgangs-Com-
Schnittstelle passend konfigurieren. Ein USB-Kabel wird nicht mit dem Prüfgerät oder beim
optionalen Zubehör mitgeliefert. Für die Computersteuerung wird ein Ethernet-Kabel mitgeliefert.
Wenn der Anwender sich jedoch für die Verwendung der USB-Schnittstelle entscheidet,
funktioniert jedes Standard-USB-A/B-Kabel mit dem Gerät. Dies kann verwendet werden, wenn
für einen sicheren Schaltstationenzugang zwischen dem SMRT und dem IEC 61850
Schaltstationennetzwerk Isolation erforderlich ist.

1.2 Spannungsversorgung-Eingangs

Die Eingangsspannung kann von 100 bis 240 VAC, ± 10%, 50/60 Hz. Die maximale Eingangsleistung ist
1800VA. Der Eingang ist durch einen EIN/AUS-Netzschalter/Leistungsschalter geschützt.

316
1.2.1. Eingangs-Netzkabel

Das Netzkabel wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Land mit einem NEMA 5-15 Stecker, einem CEE 7/7-
Schuko-Zwei-Stift-Stecker, Pigtailkabel mit Internationaler Farbkodierung (hellblau, braun und grün/gelb)
wobei die Isolationshülse für den entsprechenden Stecker bereits abgezogen ist, oder dem UK-Netzkabel
ausgestattet sein.

Nordamerikanisches Netzkabel (Artikelnummer 620000)

Kontinentaleuropäisches Netzkabel (Artikelnummer 50425)

Netzkabel mit internationaler Farbkodierung (Artikelnummer 15065) ist zum Anschluss mit
dem entsprechenden Stecker (abhängig vom Land) vorbereitet. Folgende Farben gelten: Braun =
Leitung, Blau = Nullleiter und Grün/Gelb = Erde.

UK-Netzkabel (Artikelnummer 90002-989)

1.3 Spannungs-Strom-Generator (VIGEN) Modul

Die Ausgangskanäle für Spannung und Strom liegen in rot bzw. gelb gekennzeichneten Flächen. Die
Spannungskanäle der Phasen 1, 2 und 3 werden durch rote Farbflächen angezeigt; die Stromkanäle der
Phasen 1, 2 und 3 werden durch gelbe Farbflächen angezeigt. Alle Ausgänge sind von plötzlichen
Veränderungen in der Netzspannung und Frequenz unabhängig; sie werden so reguliert, dass
Änderungen in der Lastimpedanz den Ausgang nicht beeinflussen. Standard-Verstärkerausgänge sind
isoliert oder potenzialfrei. Die SMRT-Geräte können optional so bestellt werden, dass die gemeinsamen
Rückleitungen des Verstärkers mit der Gehäuseerde verbunden sind.

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1.3.1. Konvertible Spannungs-/Strom-Verstärker

SMRT46D Spannungskanal

Der SMRT PowerV™ Spannungsverstärker liefert eine flache Leistungskurve von 30 bis 150 Volt im
150 V Bereich; dadurch wird das Prüfen von Hochstromanwendungen, wie zum Beispiel Feldprüfung,
möglich.

SMRT Leistungskurve Spannungsverstärker

Spannungsbereich Leistung / Strom (Max.)


30,00 V 150 VA bei 5,0 A
150,00 V 150 VA Konstante Ausgangsleistung von 30 bis 150 Volt
300,00 V 150 VA bei 0,5 A

Spannungsverstärker im Strom-Modus8:
Der SMRT46D Spannungsverstärker kann zu einer Stromquelle mit folgenden Ausgangsleistungen
konvertiert werden. Die Bemessungen der Ausgangsleistung werden in Effektivwerten und
Spitzenleistungs-Nennwerten angegeben.

Ausgangsstrom Leistung Max. V Arbeitszyklus


5 Ampere 150 VA (212 Spitze) 30,0 Veff Dauernd
15 Ampere 120 VA 8,0 Veff 90 Zyklen

Bei einem 3-Kanal-SMRT-Gerät liefern die konvertiblen Kanäle zusammen mit den drei
Hauptstromkanälen 6 Ströme zum Prüfen von dreiphasigen Differenzialstromrelais. Wenn die
Spannungsgeneratoren zu Stromgeneratoren konvertiert werden, werden sie sich auf dem STVI-Display
zu Stromphasen 4, 5 und 6 verändern.
Der Ausgang des Spannungsverstärkers ist vor Kurzschlüssen und gegen anhaltende Überlasten
thermisch geschützt. Für den Fall eines Kurzschlusses oder einer thermischen Überlast wird der
Verstärker automatisch abschalten; wenn die STVI angeschlossen ist, wird dem Anwender eine Meldung

8 Der SMRT43 Spannungsverstärker kann nicht in einen Stromkanal konvertiert werden.

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über den bestehenden Zustand angezeigt. Bei Verwendung der AVTS-Software wird eine ähnliche
Meldung angezeigt.

1.3.2. Stromverstärker

SMRT46D Stromkanal

Das Leistungsmerkmal Konstanter Leistungsausgang des SMRT Stromverstärkers liefert während der
Prüfung dauernd maximale Bürdenspannung zur Last; die Bereichsänderung erfolgt automatisch,
fließend, unter Last. Dadurch werden bessere Prüfergebnisse sichergestellt und Zeit gespart, da die
Ausgänge nicht abgeschaltet werden müssen, um Ausgangsstufen oder Bereiche zu ändern; im
Gegensatz dazu stellen Einbereichs-Stromverstärker eine höhere Bürdenspannung bei niedrigeren
Prüfströmen sicher. Durch den konstanten Leistungsausgang ist es beim Prüfen von Relais mit hoher
Bürde nicht notwendig, Stromkanäle parallel oder in Reihe zu schalten.

Leistungskurven des Konstanten Leistungsausgangs beim SMRT46D Stromverstärker

Nachfolgend sind typische Ausgangsstromwerte und die dazugehörigen verfügbaren


Bürdenspannungswerte für den SMRT46D Stromkanal genannt. Die Ausgangsstrom- und Leistungs-
Bemessungswerte pro Kanal werden als AC Effektivwerte und Spitzenleistungsbemessungswerte
angegeben. Vorgegebene Arbeitszyklen basieren auf typischer Raumumgebungstemperatur.

Ausgangsstrom Leistung Max. V / Arbeitszyklus


1 Ampere 15 VA 15,0 Veff Dauernd
4 Ampere 200 VA (282 Spitze) 50,0 Veff Dauernd
15 Ampere 200 VA (282 Spitze) 13,4 Veff Dauernd
30 Ampere 200 VA (282 Spitze) 6,67 Veff Dauernd
45 Ampere4 300 VA (424 Spitze) 6,67 Veff 90 Zyklen
60 Ampere 300 VA (424 Spitze) 5,00 Veff 90 Zyklen
DC 200 Watt

Der Ausgang des Stromverstärkers ist vor Kurzschlüssen und gegen anhaltende Überlasten
thermisch geschützt. Für den Fall eines offenen Stromkreises oder einer thermischen Überlast wird der
Verstärker automatisch abschalten; wenn die STVI angeschlossen ist, wird dem Anwender eine Meldung
über den bestehenden Zustand angezeigt. Bei Verwendung der AVTS-Software wird eine ähnliche
Meldung angezeigt.

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1.4 Binär-Ein- und Ausgänge

Abbildung 273 Binär-Eingänge und Ausgänge 1 und 2


5:

Binär-Eingänge und Ausgänge sind deutlich gekennzeichnet und logisch gruppiert. Die Obere
Bedienfläche des Geräts kann bei den Geräten unterschiedlich aussehen; d.h. Binäreingang / Ausgang 1
wird immer belegt sein, während Binäreingang / Ausgang 2 in Abhängigkeit von der Konfiguration belegt
sein kann oder auch nicht. Die ‘N’-Version besteht aus einem Systemboard mit lediglich der Leistungs-
und Kommunikationsschnittstellen. Die ‘P’-Version verfügt zusätzlich über 8 Binäreingänge, 4 zusätzliche
Binärausgänge und einen Batteriesimulator. Die Binäreingänge werden zur Überwachung der
Relaisauslösekontakte beim Durchführen von Anrege- und Abfallprüfungen sowie beim Durchführen von
Zeitmessfunktionen verwendet. Die Binärausgänge werden verwendet, um Schließer / Öffner für das
Prüfen von Schalterfehlerschemata oder ähnlichen Leistungssystem-Schaltvorgängen zu simulieren.
Darüberhinaus können sie auch verwendet werden, um AC/DC-Spannungen und Ströme zu schalten.

Abbildung 274 Binäreingänge 4 bis 10 und Binärausgänge 4 bis 6

1.4.1 Binäreingänge

Die Binäreingänge wurden speziell entwickelt, um Hochgeschwindigkeitsschaltvorgänge von


elektromechanischen, elektronische und mikroprozessorbasierte Schutzrelais zu messen. Alle
Binäreingänge sind standardmäßig eingestellt auf Monitor-Modus, Kontaktänderung des Zustands,
verriegelt AUS.

Bei Verwendung der STVI oder der RTMS software müssen Sie zum Ändern eines Binäreingangs von
Kontakt Zustandsänderung nach Angelegte Spannung / Entfernt das Fenster Eingangstyp anklicken oder
berühren; daraufhin wird eine Sinuskurve erscheinen, wo das Kontaktsymbol angezeigt wird. Der
Eingang ist nun für die Spannungserfassung eingestellt.

Um den Binäreingang Modus Monitor zum Modus Zeitmesser zu ändern, klicken Sie die Schaltfläche Als
Monitor verwenden an oder berühren Sie diese; das Display ändert sich, um Als Auslösung verwenden
anzuzeigen; dies heißt, dass der Binäreingang nun eingestellt ist, den Zeitmesser beim Erfassen der
ersten Kontaktschließung (falls der Eingangstyp auf Kontakt eingestellt ist) oder beim Erfassen der
Spannung, wenn der Eingangstyp auf Spannungserfassung eingestellt ist, zu stoppen.

1.4.1.1 Start, Stopp und Monitor-Gates

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Im SMRT46D gibt es bis zu zehn identische, unabhängige, programmierbare Gatekreise, die eine
einfache Auswahl des gewünschten Modus für Zeitmessungs- oder Kontaktüber