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Panzerkanone Munition

Während sich auf dem Gebiet der Kanonenbewaffnung seit ihrem Einsatz im Kampfpanzer im
wesentlichen nur der Übergang von gezogenen Rohren zu glattrohrigen Kanonen mit größer
werdenden Kalibern und längeren Rohren vollzogen hat, zeigt sich auf dem Gebiet der
Panzermunition eine stetige Entwicklung neuer Munitionsarten ab. Fachleute behaupten sogar,
daß die betagten Kaliber 105 mm noch nicht alle ihre Reserven ausgeschöpft haben. Hier sollen
die wesentlichen Munitionsarten der Hauptkampfpanzer vorgestellt werden.

100 mm D-10 125 mm D-81


100 mm D-10 II 152mm M81
105mm L7A
105 mm M-57
115 mm U-5TS
120 mm (D)
120 mm (US)
120 mm L11/L30A1
Die Munition für die
100 mm Kanone D-10T
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Inhalt:
100mm D-10
Die Munition für die 100 mm Kanone D-10T

Part 1 Part 2

Für die russische 100 mm Kanone D-10, die schon in den Jahren des zweiten Weltkrieges unter anderem für den
100mm D-10
Jagdpanzer ASU-100 entwickelt wurde, gibt es eine große Anzahl verschiedenster Munitionsarten. Für den Einsatz im
100 mm D-10 II Krieg wurden in den 40er Jahren die Splittersprenggranate und die Panzergranate entwickelt. In den Jahren nach dem
105mm L7A Krieg entstanden eine flügelstabilisierte Hohlladungsgranate und ein Unterkalibergeschoss mit abtrennbarer
105 mm M-57 Führungshülse.
115 mm U-5TS In den 70er/80er Jahren wurde ein flügelstabilisiertes Unterkalibergeschoss entwickelt und in die Truppe eingeführt.
120 mm (D) Die 100 mm Munition ist grundsätzlich patroniert. Es werden zum großen Teil Messinghülsen verwendet, vielfach
120 mm (US) kommen aber auch Stahlhülsen zum Einsatz. Die Zündung der Treibladung erfolgt elektromechanisch über einen
120 mm L11/L30A1 Schlagbolzen der auf eine Schlagzündschraube im Hülsenboden wirkt.
125 mm D-81
152mm M81 Im Rahmen von Modernisierungsprogrammen wurde die Möglichkeit geschaffen, eine lasergelenkte Rohrrakete aus der
100 mm Kanone des T-55AM2 zu verschießen. Sie wird im Part 2 eingehend beschrieben.

Masse
Anfangs-
Masse der der
Typenbezeichnung Munitionsart geschwindig- Zünder Besonderheiten
Granate Spreng-
keit
ladung
Splitterspreng
OF-412 900 m/sec RGM6; W429 15,60 kg 1,46 kg einstellbarer Zünder
-granate

mit abgeflachtem Kopf und


BR 412B Panzergranate 895 m/sec MD-8 15,88 kg 0,065 kg
ballistischer Haube

mit ogivalem Kopf,


BR 421D Panzergranate 887 m/sec MD-8 15,88 kg 0,065 kg Haftmaterial und
ballistischer Haube
Flügelstabilisiert,
BK-5 Hohlladungsgranate ? ? ? ?
ohne Drall
mit abtrennbarem
BM-8 Unterkalibergeschoss 1425 m/sec ohne 4,13 kg ohne Unterboden, Kaliber im
Flug 50 mm
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Flügelstabilisiert mit
BM-20 Unterkalibergeschoss 1430 m/sec ohne 4,58 kg ohne
Treibkäfig,
370 m/sec Aufschlag
patronierte Rohr- mittl.. Flug- durch mit Rakete 9M117,
3UBK10-1 17,6 kg ?
Lenkrakete geschwin- Kurzschluß- Laserleitstrahllenkung
digkeit kontakt

Die Splittersprenggranate OF-412 ist eine Brisanzgranate mit der Möglichkeit den Zünder auf
verschiedene Zielwirkungen einzustellen. Ihr Einsatz richtet sich vorrangig gegen lebende
Kräfte, leichtgepanzerte und ungepanzerte Ziele und Feldbefestigungen. Im Kampfsatz der
Panzer T-55 (NVA der DDR) befanden sich üblicherweise 22 Patronen der OF-412. Die
Treibladung besteht aus progressiv abbrennendem Röhrenpulver. Die Treibladungsröhren sind
mit einem in Zeresin getränkten Papier eingewickelt, dem sogenannten Phlegmatisator. Er
soll die infolge der Temperatureinwirkung entstehende Abnutzung des Rohres verringern.
Zwischen Granate und Treibladung wird ein Entkupferungsdraht eingelegt, der aus einer Blei-
Zinn-Legierung besteht und die Kupferablagerung durch die Führungsringe beseitigen soll. Am
Boden der Treibladung befindet sich in einem kleinen Beutel die Anzündladung. Sie besteht aus
Schwarzpulver, das schon bei geringem Innendruck mit bis zu 400 m/sec abbrennt und so rasch
einen solchen Druck im Ladungsraum schafft bei dem die Haupttreibladung gleichzeitig
entflammt. Ein kleiner Beutel mit einem speziellen Salz, die sogenannte Salzvorlage, soll den
Feuerball an der Kanonenmündung verringern helfen. In den Boden der Hülse wird die
Schlagzündschraube KW-4 eingeschraubt, die vom Schlagbolzen im Verschlußkeil ausgelöst
wird.
Um den Rohrverschleiß zu verringern, kann die OF-412 auch mit einer um die Hälfte
verringerten Treibladung geliefert werden. Dann beträgt die Anfangsgeschwindigkeit lediglich
600 m/sec und der Rohrinnendruck wird um ein Drittel reduziert. Im Zielfernrohr ist eine spezielle
Entfernungsskala für die OF-412 mit verringerter Ladung vorhanden.
Die OF-412 besitzt einen einstellbaren Kopf-/Aufschlagzünder. Er ist werksmäßig auf
Sprengwirkung eingestellt. Mit dieser Einstellung können leichtgepanzerte Ziele, wie
Schützenpanzer und leichte Feldbefestigungen, sehr effektiv bekämpft werden. Durch die
minimale Verzögerung wird die Sprengladung erst ausgelöst wenn z.B. die Panzerung eines
Schützenpanzers an der Aufschlagstelle zu bersten beginnt oder ein leichter Erdwall einer
Feldbefestigung durchschlagen wurde. Die Verzögerungswirkung wird lediglich durch die stählerne Abdeckkappe am
Zünderkopf erreicht, welche die empfindliche Zündermembran schützt.
Wird die Stahlblechkappe am Zünderkopf abgeschraubt, dann spricht der Zünder ohne Verzögerung sofort an. Diese
Wirkung wird gegen offene lebende Kräfte und ungepanzerte Bodenziele eingestellt, die Splitterwirkung kann sich am
effektivsten entwickeln da die Granate noch vor dem Eindringen ins Erdreich detoniert. Die Splitterwirkungsfläche der

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OF-412, in der 90 % aller offenen Kräfte vernichtet werden, beträgt 31 Meter in der Breite und 13 Meter in der Tiefe.
Gegen befestigte Verteidigungsanlagen kann der Zünder auf die Wirkung "Spreng mit Verzögerung" eingestellt werden.
Dazu wird vom Ladeschützen mit dem Zünderstellschlüssel am Zünderkopf der Hauptzündkanal geschlossen, so das die
Zündung erst erfolgt wenn sich der primäre Zündfunke durch einen Verzögerungskanal durchgebrannt hat. Während
dieser Zeitspanne kann die Granate die Wandung einer Befestigungsanlage durchschlagen um dann im Inneren zu
detonieren.

Der Kopfaufschlagzünder W-429 hat folgenden Aufbau: an der Zünderspitze die


abschraubbare Zünderkappe (hellbraun, 1) wird sie abgeschraubt, liegt die Zündermembran
(blau, 40 ) ungeschützt frei, unmittelbar unter ihr befinden sich die Teile der
Aufschlageinrichtung. Der Schlagbolzen (rot, 5) wird im Lagerzustand in einer
Sicherungshülse (grün, 37) von den Sperrkugeln (grün, 36) gehalten. Erst beim Abschuss
schlägt die Hülse unter der Beschleunigung zurück und die Kugeln fallen seitlich aus der
Hülse heraus. Eine weitere Sicherung (gelb schraffiert) im unteren Drittel des Zünders wird
durch den Drall der Granate entsichert. Erst wenn beide Sicherungen entsperrt sind, ist die
Granate scharf.
Die Zünderstellschraube (hellbraun in der Mitte, 14) steht werksmäßig auf "O", also
Splitterwirkung. Die Zündverzögerung wird in diesem Fall nur von der Zünderkappe
gewährleistet. In der Stellung "S", das bedeutet "Geschlossen", schließt sich der weiße
Hauptzündkanal und der Zündfunke muß einen zusätzlichen Kanal durchbrennen (hier nicht
eingezeichnet).
Am Boden des Zünders befindet sich die Ladung welche die Detonation der Granate
auslöst.

Die Panzergranate BR-412 ist die klassische panzerbrechende Granate des zweiten
Weltkrieges. Sie war noch bis in die 70er und 80er Jahre im Einsatz vieler Streitkräfte die
den T-54 / T-55 im Bestand hatten. Ihre Treibladungshülse ist der Hülse der OF-412 gleich. Es handelt sich um ein
Vollgeschoss mit einer kleinen Sprengladung (gelb) im Granatbodenteil. Ein Bodenzünder mit
Leuchtspureinrichtung (rot) gewährleiste die Detonation der Granate nach Durchschlagen der
Panzerung. Sie sollte gegen alle gepanzerten Ziele bis zum Kampfpanzer eingesetzt werden.
Durch die zusätzliche Sprengladung wird eine hohe Vernichtungswirkung erreicht. Um das
Abgleiten der Granate beim Aufschlagen auf eine schräge Panzerung zu vermeiden, ist die
Spitze abgeflacht. Dadurch kippt die Granate, links im Bild die BR-412B, an der Einschlagkante
in die Panzerungssenkrechte und gleitet nicht mehr ab. Ein Haftmaterial aus einem relativ
weichen Metall, wie bei der BR-412D, verstärkt diesen Effekt deutlich. Bedingt durch die hohe
Geschossmasse von fast 16 kg ist sie wenig anfällig gegen Seitenwind. Die
Durchschlagsleistung der BR-412D beträgt auf 500 Meter bei 60 Grad Auftreffwinkel 150 mm
Stahl und bei 90 Grad 200 mm. Auf 1500 Meter werden noch 130 bzw. 170 mm Stahl
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durchschlagen.
Wegen der ungenügenden Wirkung gegen moderne Kampfpanzer kann die BR-412 nicht mehr erfolgversprechend
eingesetzt werden.

Die Hohlladungsgranate BK-5 ist eine flügelstabilisierte Granate mit kumulativer Wirkung. Wegen der negativen
Wirkung des Dralls auf den Kumulativstrahl besitzt diese Granate eine Einrichtung, die den beim Abschuss im
gezogenen 100 mm Rohr entstehenden Drall durch einen sich durchdrehenden
Führungsring aufnimmt. Die vier Stablisierungsflügel klappen nach Verlassen des Rohres
unter der anströmenden Luft und dem Restdrall nach außen auf. Der Restdrall hat auf die
Wirkung der Hohlladung nur noch eine vernachlässigbare Wirkung. Ein Piezo-
Elektrischer Zünder gewährleistet das sichere und vor allem rasche Ansprechen beim
Aufschlag. Durch die enorm kurze Ansprechzeit wird das Zerstören des Granatkopfes
beim Aufschlag verhindert und der für die effektive Wirkung des kumulativen Strahls
nötige Abstand des Kollapspunktes der Hohlladung zur Panzerung gewährleistet.
Werksmäßig ist der Zünderkopf mit einer Schutzkappe versehen, die vor dem Laden zu
entfernen ist. Bei starkem Regen war diese Kappe auf dem Zünder zu belassen um das
vorzeitige Detonieren während des Fluges auszuschließen. Die BK-5 ist wegen ihrer großflächigen Flügel sehr
seitenwindempfindlich.
Im Kampfsatz der T-55 der NVA der DDR befanden sich z.B. sechs Patronen dieser Granate. Die Treibladung besteht
aus Röhrenpulver in kurzen Stücken und einem Teil langer Pulverröhren. Die Zusätze zur Treibladung entsprechen der
Treibladung der OF-412.

Das Unterkalibergeschoss BM-8 ist ein Wuchtgeschoss mit abtrennbarer Führungshülse. Es ersetzte die
Panzergranate BR-412 und befand sich bis in die 80er Jahre hinein im Kampfsatz vieler Staaten. Konstruktiv
entspricht es im wesentlichen dem Unterkalibergeschoss M392. Für den üblichen Kampfsatz der T-55 der
NVA der DDR waren 15 BM-8 vorgesehen. Das Geschoss besteht aus dem 120 mm langen Wolfram-
Penetrator von 2,82 kg Gewicht und einem Weichmetallkopf mit einer ballistischen Haube. Das Kaliber im
Flug beträgt 50 mm. Es wird eine Anfangsgeschwindigkeit von 1425 m/sec erreicht.
Das Geschoss selbst wiegt 4,13 kg und mit Führungshülse 5,69 kg. Der Weichmetallkopf
hat die gleiche Funktion wie das Haftmaterial der BR-412D und soll das Abgleiten beim
Aufschlag verhindern. Kopf und Penetrator werden durch eine verbindende Stahlhülse
umschlossen. Im Boden des Geschosses ist die Leuchtspureinrichtung eingeschraubt. Eine
Sprengladung besitzt das Geschoss nicht. Die abtrennbare Führungshülse hält das
Geschoss in der Patronenhülse und führt es beim Schuss im Rohr der Kanone. Dabei wird
dem Geschoss durch die vier seitlichen Madenschrauben im Boden der Führungshülse der
Drall übertragen. Durch die Abschussbeschleunigung und unter dem Staudruck der Luft nach
Verlassen des Rohres werden die Schrauben abgeschert und die Führungshülse löst sich
vom Geschoss. Die Treibladung besteht aus Röhrenpulver in kurzen Stücken. Die Zusätze
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zur Treibladung entsprechen der Treibladung der OF-412.
Die Durchschlagsleistung der BM-8 entsprach Ende der 70er Jahre nicht mehr den
Anforderungen. Sie wurde durch das modernere Geschoss BM-20 ersetzt.

Das Unterkalibergeschoss BM-20 ist ein flügelstabilisiertes Geschoss mit Treibkäfig. Das Geschoss
erreicht eine Anfangsgeschwindigkeit von 1430 m/sec. Die Masse des Geschosses beträgt 4,58 kg. Das
Geschoss besteht aus einem Stahlkörper mit einem innenliegenden, 4,06 kg schweren Penetrator aus
Wolfram von 38 mm Durchmesser und 490 mm Länge. An der Spitze befindet sich das
bekannte Haftmaterial und eine ballistische Haube. Am Heck sind die vier Stabilisierungsflügel
und die Leuchtspureinrichtung angebracht. In der Hülse wird das Geschoss von einem
dreiteiligen Treibkäfig gehalten, der auch die Führung im Rohr gewährleistet. Ein
durchdrehender Kupferführungsring hält den Treibkäfig zusammen und verhindert die
Übertragung des Dralls auf das Geschoss. Die Beschleunigungskräfte werden von vier
starken, verzahnten Ringen in Geschoss und Treibkäfig aufgenommen. Eine vulkanisierte
Gummiauflage am hinteren Teil des Treibkäfiges verhindert beim Abschuss das Durchbrechen
der Pulvergase nach vorn. Nach Verlassen des Rohres brechen die drei Teile des
Treibkäfiges unter dem Staudruck der Luft auseinander und lösen sich vom Geschoss ab.
Später entwickelte Versionen der BM-20 (rechtes Bild) besitzen ein weiter verlängertes
Geschoss mit verbessertem Penetrator. Die Patronenhülse besteht aus Messing oder Stahl.
Die Treibladung setzt sich zusammen aus 5,9 kg Röhrenpulver in kurzen Stücken. Ein
Phlegmatisator hüllt die Treibladung in der Hülse ein. Zur Zündung der Treibladung wird die
neuentwickelte Schlagzündschraube KW-13U verwendet. Anders als bei der bisherigen
Treibladung der 100 mm Patronen wurde ein Anzündstab hinzugefügt der weit in die Treibladung hineinragt
und das gleichmäßige Entflammen der Treibladung sichert. Die Salzvorlage und der Entkupferungsdraht
ergänzen die Treibladung. Die Zündung erfolgt elektro-mechanisch durch den Schlagbolzen im
Verschlußkeil.

Schußtafeln 100 mm APDS BM-8, HEAT BK-5 und HE-FRAG OF-412

Part 1 Part 2

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100 mm D-10 II
Die Rohrrakete SeUBK10-1 für die 100 mm Kanone D-10T

Part 1 Part 2
Die 100-mm-Rohrrakete 3UBK10-1 mit Rakete 9M117, so die offizielle Bezeichnung der Anordnung A 050/1/163 -
100mm D-10 Beschreibung und Nutzung - der NVA der DDR, ist zum Vernichten gepanzerter und anderer Ziele kleiner Abmessungen
100 mm D-10 II bestimmt. Die Lenkrakete hat eine Treffwahrscheinlichkeit von P=0,8 bei einer Schussentfernung von 4000 Metern. Die
105mm L7A Einsatzschussentfernung liegt bei 100 bis 4000 Metern. Die Durchschlagsleistung wird mit cirka 550 bis 600 mm RHA angegeben.
105 mm M-57 Es werden hier im wesentlichen die Formulierungen der A 050/1/163 - Beschreibung und Nutzung übernommen.
115 mm U-5TS
120 mm (D) Technische Angaben der Rakete 9M117
120 mm (US)
Schussweite max. 4000 m
120 mm L11/L30A1
125 mm D-81 mittl. Fluggeschwindigkeit 370 m/sec
152mm M81 Flugdauer bei max. Entfernung 13 sec
Max. Flugdauer bis zur Selbstzerlegung 26 + 15 sec
Lenksystem Halbautomatisch mit Laserleitstrahl
Masse 17,6 kg
Kaliber 100 mm
Länge 1048 mm
Spannweite der Stabilisatoren 255 mm

Die Rohrrakete 3UBK10-1 besteht aus folgenden Haupteilen:


a) Rakete 9M117, b) Hülse, c) Ausstoßladung 9Ch930, bestehend aus Ladung und Zusatzladung,
d) Zündsatz der Ausstoßladung 9Ch295, e) Elektrozündsatz 9Ch436, f) Induktorbuchse

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1 + 2- Umschalter Sicherheitsstromkreis, 3 - Rakete 9M117, 4 - Hülse, 5 - Ladung, A - Induktorbuchse

Die Hülse gewährleistet beim Abschuss das Abdichten des Waffensystems an der Ladungsraumseite. Die Ausstoßladung verleiht der
Rakete die Anfangsgeschwindigkeit. Die Induktorbuchse die sich an Stelle der Schlagzündschraube im Hülsenboden befindet, überträgt
die Energie des Schlagbolzens auf den Induktor bei der Schussabgabe. Dabei werden in den Wicklungen des Induktors zwei elektrische
Impulse induziert, von denen einer den Elektrozündsatz der Ausstoßladung, und der andere den Elektrozündsatz der Bordbatterie für die
Stromversorgung auslöst.

Nach Erreichen des Betriebszustandes der Bordbatterie wird der Elektrozündsatz der Pulverladung des Rotors des Kreiselkoordinators
der Raketensteuerung ausgelöst und die Bordlenkapparatur wird mit Spannung versorgt. Nach Zünden der Ausstoßladung verlässt die
Rakete unter Wirkung des Gasdruckes das Rohr.

Die Hülse ist folgendermaßen aufgebaut.

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1 - Körper, 2 - Mutter, 3 - Stützring, 4 - Gitterkörper, 5 - Boden, 6 - Behälter

Der Körper (1) ist ein hohler Stahlzylinder. An seinem Ende wird der Boden (5) mit der Induktorbuchse eingeschraubt. Der Gitterkörper
(4) dient zum Unterbringen der Ausstoßladung und des Behälters(6) sowie zur Zentrierung der Rakete in der Hülse. Die Löcher im
Gitterkörper gewährleisten das Durchströmen der Pulvergase beim Abbrennen der Ausstoßladung. Der Stützring (3) zentriert den
Gitterkörper in der Hülse. Der Behälter ist mit flüssigen Stickstoff gefüllt, womit nach dem Abschuss bis zur Beendigung des
Hülsenauswurfes die Pulvergase der Ausstoßladung nach vorn aus dem Rohr geblasen werden. Dazu durchbricht ein Kolben im Behälter
unter dem Druck der Pulvergase eine Membran. Nach dem Druckabfall im Rohr strömt das ungiftige Kohlendioxid aus dem Behälter und
verdrängt die toxischen Pulvergase aus der Hülse und dem Rohr.
Die Ausstoßladung besteht aus der Pulverladung und der Zusatzladung. Die Pulverladung ist eine Pyroxilinröhrenpulverladung die sich in 6
Kartuschbeuteln im Raum zwischen Gitterkörper und Hülse befindet. Die Zusatzladung befindet sich in einem besonderen Kartuschbeutel
und sichert das gleichmäßige Zünden der Ausstoßladung.

Die Rakete besteht aus folgenden Hauptteilen: a) Ruderantriebsblock, b) Gefechtsteil 9N136M,


c) Marschtriebwerk, d) Gerätezelle mit Bordlenkapparatur, e) Boden

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1 - Ruderantriebsblock, dahinter - Gefechtsteil, 2 - Marschtreibladung, 3 - Raketenkörper,
4 - Stromversorgungsblock, 5 - elektronische Apparatur, 6 -Kreiselkoordinator,
7 -Kopplungsblock, 8 - Stabilisatorenblock, 9 - Stabilisatoren

Der Ruderantriebsblock wandelt die elektrischen Lenksignale in mechanische Bewegungen der Ruder um. Nach Verlassen des Rohres
werden die Abdeckungen der Ruder abgeworfen und die Ruder in Betriebslage fixiert.
Der Gefechtsteil ist eine Kumulativladung. Trifft die Rakete auf das Ziel, wird die Verkleidung des Ruderantriebsblockes gestaucht und
der Stromkreis für die Spannungszuführung an den Zünder des Sicherungs- und Zündmechanismus schließt sich.
Das Marschtriebwerk ist ein Einkammer-Feststofftriebwerk. Die Gerätezelle nimmt die elektronische Apparatur, die Stromversorgung
und den Kreiselkoordinator auf. Die Stabilisatoren sind winklig zur Raketenlängsachse angeordnet um das Drehen der Rakete während
des Fluges zu gewährleisten. Sie sind in Transportlage eingeklappt und werden durch den Boden gehalten. Zur Lagebestimmung auf der
Flugbahn besitzt die Rakete am Heck als Lichtquelle eine Glühlampe.

Die Steuerung der Rakete erfolgt halbautomatisch über einen Laserleitstrahl. Die Leitstrahleinrichtung 9K116 im Zielfernrohr-
Richtgerät 1K13 ist an Stelle des Nachtsichtzielfernrohres TPN-1 im Panzerturm eingebaut. Sie erzeugt den mit 5 Frequenzen modulierten
Leitstrahl. Nach dem Einflug der Rakete in das Lenkfeld fasst der optische Empfänger der Bordlenkapparatur im Heck der Rakete das
modulierte Signal auf und wandelt es in ein elektrisches Signal um das an die elektronische Apparatur weitergeleitet wird. Entfernt sich die
Rakete vom Mittelpunkt des Lenkfeldes, nimmt die Breite der Impulspakete der Informationsfrequenzen ab. Analog ist der Vorgang wenn
sich die Rakete wieder dem Mittelpunkt des Lenkfeldes nähert.
Die elektronische Apparatur stellt die Koordinaten der Rakete in Bezug zur Achse des Leitstrahles in vertikaler und horizontaler Ebene
bereit. Danach werden die Signale mittels Kreiselkoordinator auf die Kanäle der Lenkung des Ruderantriebsblockes verteilt, wobei die
Drehung der Rakete um ihre Längsachse berücksichtigt wird.

Die prinzipielle Funktionsweise der Laser-Leitstrahllenkung ist bei den Lenksystemen für Rohrraketen näher erläutert.

Wichtige Angaben zu den Lenkraketen der Lenkwaffenanlage

vollständiger Schuss 3UBK10 3UBK10M 3UBK23


Lenkrakete 9M117 9M117M KAN 9M117M1 ARKAN

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Jahr der Einführung 1981 1993 2005
Bestimmung Hohlladung Tandemhohlladung Tandemhohlladung
Gewicht vollständiger Schuss 25 kg 27,5 kg 28 kg
Gewicht Lenkrakete 17,6 kg
Gewicht Gefechtsteil 4,5 kg
Länge der Rakete 1140 mm
mittlere Fluggeschwindigkeit der
370 m/s
Lenkrakete
Hauptpanzerung
bis 600 mm bis 750 mm bis 850 mm
angegebene ohne ERA
Durchschlagsleistung Hauptpanzerung
- bis 550 mm ... 750 mm
mit ERA
Treffwahrscheinlichkeit 0,8 0,8 0,8
Einsatzschussweite Bodenziele 100 ... 4000 m 100 ... 5500 m 100 ... 6000 m

Part 1 Part 2

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Skalen:
„PODK“ - der Zielfernrohre TSh-32P, Unterkalibergeschoss BM8 Spezialladung
TSh2-32P, TSh2A-32P, TSh2B-32P und
TShS-32P
V0 = 1415 m/s
Entfernung des direkten Schusses: Zielhöhe 2,0 m = 1680
m
„Strich“ - der Zielhöhe 2,7 m = 1930
Erhöhungslibelle m
Zielhöhe 3,0 m = 2020
m

Einstellung Eine E-Marke Wahrscheinliche


Verbesserung der Höhe
Verbesserung des Abweichung in
bei Veränderung
der Seite bei Zielfernrohres der
Flugbahn- Endgeschwin-
Entfernung einem der verändert die Visierwinkel Fallwinkel Flugzeit Entfernung
Zielfernrohr Erhöhungslibelle höhe der Anfangs- digkeit
Seitenwind Ladungs- Höhe des
von 10 m/s geschwindig- temperatur Auftreffpunktes Höhe Breite
keit um 1% um
um 10 °C
TSh - 32PV TSh - 32P
TSh2 - 32PV TSh2 - 32P
Delta Y
E TSh2A - 32PV TSh2A - 32P E.-Lib. Y Delta Z w Delta Y TL Delta Y Alpha Qc Vc Tc StH StB E
Vo
TSh2B - 32BV TSh2B - 32
TShS - 32PV TShS - 32P
m E - Marke E - Marke Strich m Strich m m m Grad min Grad m/s S m m m
400 4 0 0 0,1 0 0 0 0,2 0 00 0 k.A. 0,3 0,1 0,1 400
600 6 2 1 0,2 0 0 0 0,3 0 02 0,1 0,4 0,2 0,2 600
800 8 4 1 0,4 0 0 0 0,5 0 04 0,1 0,6 0,2 0,2 800

1000 10 6 2 0,7 0 0 0,1 0,6 0 06 0,2 k.A. 0,7 0,3 0,3 1000
1200 12 8 2 1,0 0 0,1 0,1 0,7 0 08 0,2 0,9 0,3 0,3 1200
1400 14 10 3 1,4 0 0,1 0,1 0,8 0 10 0,2 1,0 0,4 0,4 1400
1600 16 12 3 1,8 1 0,1 0,2 1,0 0 12 0,3 1,2 0,4 0,4 1600
1800 18 14 4 2,3 1 0,2 0,2 1,1 0 14 0,3 1,4 0,5 0,5 1800
2000 20 18 4 2,9 1 0,2 0,3 1,3 0 16 0,4 k.A. 1,5 0,5 0,5 2000
2200 22 20 5 3,6 1 0,3 0,4 1,4 0 18 0,4 1,7 0,6 0,6 2200
2400 24 22 6 4,3 1 0,3 0,4 1,5 0 20 0,4 1,9 0,6 0,6 2400
2600 26 24 6 5,1 1 0,4 0,5 1,7 0 22 0,5 2,0 0,7 0,7 2600
2800 28 26 7 6,1 1 0,4 0,6 1,9 0 25 0,5 2,2 0,7 0,7 2800
3000 30 28 7 7,1 1 0,5 0,7 2,0 0 27 0,6 k.A. 2,4 0,8 0,8 3000

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3200 32 30 8 8,2 1 0,6 0,8 2,2 0 29 0,6 2,6 0,8 0,8 3200
3400 34 32 9 9,5 1 0,7 0,9 2,4 0 32 0,7 2,8 0,9 0,9 3400
3600 36 34 9 11 1 0,8 1,0 2,7 0 34 0,8 3,0 1,0 1,0 3600
3800 38 36 10 12 1 0,9 1,2 2,9 0 37 0,8 3,2 1,0 1,0 3800
4000 40 38 11 14 1 1 1,3 3,2 0 39 0,9 k.A. 3,3 1,0 1,0 4000

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Skalen:
„BK - der Zielfernrohre TSh-32P, TSh2-
32P, TSh2A-32P, TSh2B-32P und TShS- Hohlladungsgranate BK5 (BK5M) BK5
Zünder GPV-2 Spezialladung
32P
V0 = 900 m/s
Entfernung des direkten Schusses: Zielhöhe 2,0 m = 960 m
Zielhöhe 2,7 m = 1100
„Strich“ - der
m
Erhöhungslibelle
Zielhöhe 3,0 m = 1150
m

Eine Wahrscheinliche
Einstellung
Abweichung in der
Eine E-Marke
Verbesserung
des
der Seite
Zielfernrohres
Flugbahn- Endgeschwin-
Entfernung verändert die Visierwinkel Fallwinkel Flugzeit Entfernung
höhe bei digkeit
Zielfernrohr Erhöhungslibelle Höhe des Höhe Breite
Seitenwind
Auftreffpunktes
von 10 m/s
um

E ZF E.-Lib. Y Delta Zw Delta Y Alpha Qc Vc Tc StH StB E

m E-marke Strich m Strich m Grad min Grad m/s S m m m


100 1 1 0,01 0 0,1 0 02 0 872 0,1 0,0 0,0 100
200 2 1 0,1 0 0,1 0 04 0,1 845 0,2 0,1 0,1 200
300 3 2 0,2 1 0,2 0 07 0,1 818 0,3 0,1 0,1 300
400 4 3 0,3 1 0,3 0 09 0,2 792 0,5 0,2 0,2 400
500 5 3 0,5 1 0,4 0 12 0,2 766 0,6 0,2 0,2 500
600 6 4 0,7 1 0,5 0 14 0,3 740 0,7 0,2 0,2 600
700 4 5 1,0 1 0,6 0 17 0,3 715 0,9 0,3 0,3 700
800 8 6 1,3 2 0,7 0 20 0,4 691 1,0 0,3 0,3 800

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900 9 6 1,7 2 0,8 0 23 0,5 667 1,2 0,4 0,4 900
1000 10 7 2,2 2 0,9 0 26 0,5 643 1,3 0,4 0,4 1000
1100 11 8 2,7 2 1,0 0 29 0,6 620 1,4 0,5 0,5 1100
1200 12 9 3,3 2 1,2 0 33 0,7 598 1,6 0,5 0,5 1200
1300 13 10 4,1 3 1,4 0 37 0,8 576 1,8 0,6 0,6 1300
1400 14 11 4,9 3 1,6 0 41 0,9 554 2,0 0,6 0,6 1400
1500 15 13 5,8 3 1,8 0 45 1,0 533 2,2 0,6 0,6 1500
1600 16 14 6,8 3 2,0 0 49 1,2 512 2,4 0,7 0,7 1600
1700 17 15 8,0 4 2,3 0 54 1,3 492 2,6 0,7 0,7 1700
1800 18 16 9,4 4 2,6 0 59 1,5 472 2,8 0,8 0,8 1800
1900 19 18 11 4 2,9 1 04 1,7 453 3,0 0,8 0,8 1900
2000 20 19 13 5 3,2 1 09 1,9 434 3,2 0,9 0,9 2000
2100 21 21 15 5 3,6 1 15 2,1 416 3,4 0,9 0,9 2100
2200 22 22 17 5 4,0 1 21 2,3 398 3,7 1,0 0,9 2200
2300 23 24 19 6 4,5 1 28 2,6 381 3,9 1,0 1,0 2300
2400 24 26 22 6 5,0 1 35 2,9 365 4,2 1,1 1,0 2400
2500 25 28 25 7 5,6 1 42 3,2 351 4,5 1,1 1,0 2500
2600 26 31 28 7 6,2 1 50 3,5 338 4,8 1,2 1,1 2600
2700 27 33 32 8 6,8 1 58 3,9 327 5,1 1,2 1,1 2700
2800 28 35 36 8 7,5 2 07 4,3 318 5,4 1,3 1,2 2800
2900 28 28 41 9 8,2 2 17 4,7 311 5,7 1,3 1,2 2900
3000 30 41 46 9 8,9 2 27 5,1 305 6,0 1,4 1,3 3000

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Skalen:

Splittersprenggranate OF-412 und OF-412Sh


"OF/ POLN" der Zielfernrohre TSh-20, Tsh2-20, Zünder RGM, RGM-6 und V429 Splittersprenggranate
TSh2-22 und TSh2A-22 volle Ladung

V0 für
OF-412= 900m/s
OF-421Sh=896 m/s
Entfernung des direkten Schusses: Zielhöhe 2,0 m = 1100 m
„Strich“ - der
Zielhöhe 2,7 m = 1260 m
Erhöhungslibelle
Zielhöhe 3,0 m = 1320 m

Mittlere
Einstellung Verbesserungen
Streuung
Ein Strich
der Seite der Entfernung der Libelle
Flugbahn- Enge Gabel Endgeschwin-
Entfernung bei Veränderung verändert Visierwinkel Fallwinkel Flugzeit Entfernung
höhe (4 StE) digkeit
die
bei bei der der der Entfernung Entfer
Zielfernrohr Erhöhungslibelle für den des der Höhe Breite
Seitenwind Längswind Anfangsge- Ladungs- Geschossmasse nung
Drall Luftdrucks Lufttemperatur
von 10 m/s von 10 m/s schwindigkeit temperatur um ein
um 10 mm um 10°C
um 1 % um 10 °C Vorzeichen

E ZF E.-Lib. Y Z Delta Z w Delta X w Delta XH Delta XT Delta X Vo Delta X TL Delta Xq Delta X Str B Alpha Qc Vc Tc StE StH StB E
m E-marke Strich m Strich Strich m m m m m m m Strich Grad min Grad m/s S m m m m
200 2 1 0,1 0 0 1 0 1 4 5 +1 167 1 0 04 0,1 885 0,2 33 0,0 0,0 200
400 4 2 0,3 0 0 1 0 1 8 10 +2 163 1 0 09 0,1 870 0,5 33 0,0 0,0 400
600 6 4 0,6 0 0 1 0 2 11 15 +2 159 1 0 13 0,2 855 0,7 32 0,1 0,1 600
800 8 5 1,0 0 0 1 0 2 15 21 +3 155 1 0 18 0,3 840 0,9 31 0,2 0,1 800
1000 10 6 1,6 0 1 2 1 3 19 27 +3 151 1 0 22 0,4 825 1,1 30 0,2 0,2 1000
1200 12 8 2,4 0 1 2 1 4 22 31 +4 148 1 0 27 0,5 811 1,3 30 0,2 0,2 1200
1400 14 9 3,4 0 1 3 1 4 26 36 +4 144 1 0 32 0,6 796 1,6 29 0,3 0,2 1400
1600 16 10 4,5 0 1 3 2 5 29 41 +5 141 1 0 37 0,7 782 1,8 29 0,3 0,3 1600
1800 18 12 5,8 0 1 4 2 6 33 46 +5 138 1 0 42 0,8 768 2,1 28 0,3 0,3 1800
2000 20 13 7,2 0 1 5 3 7 36 50 +6 135 1 0 47 0,9 754 2,4 28 0,4 0,4 2000
2200 22 14 8,8 0 1 5 3 8 39 55 +6 132 1 0 52 1,0 741 2,6 27 0,4 0,5 2200
2400 24 16 11 0 1 6 4 9 43 60 +6 129 1 0 58 1,1 727 2,9 27 0,5 0,6 2400
2600 26 18 13 0 1 6 5 10 46 64 +6 126 1 1 03 1,2 714 3,2 26 0,5 0,7 2600
2800 28 19 16 0 1 7 6 11 49 69 +6 122 1 1 09 1,3 700 3,5 25 0,5 0,8 2800
3000 30 21 18 2 8 6 13 52 73 +7 119 1 1 15 1,5 686 3,8 25 0,6 0,9 3000
3200 32 22 21 0 2 9 7 15 55 77 +7 115 1 1 21 1,6 673 4,1 24 0,6 0,9 3200
3400 34 24 24 0 2 11 8 17 58 81 +7 112 1 1 27 1,8 660 4,4 24 0,7 1,0 3400
3600 36 26 27 0 2 12 9 19 60 84 +7 109 1 1 34 1,9 647 4,7 24 0,8 1,0 3600
3800 38 28 31 1 2 13 10 21 63 88 +7 107 1 1 40 2,1 634 5,0 24 0,8 1,1 3800
4000 40 30 35 1 2 15 12 24 66 92 +7 104 1 1 47 2,2 621 5,4 23 0,9 1,2 4000
4200 42 32 39 1 2 16 13 26 69 96 +7 102 1 1 54 2,4 608 5,7 23 0,9 1,2 4200
4400 44 34 44 1 2 18 14 28 71 100 +7 100 1 2 02 2,6 595 6,0 23 1,0 1,3 4400
4600 46 36 49 1 2 20 16 31 74 104 +6 97 1 2 09 2,8 583 6,3 23 1,1 1,4 4600
4800 48 38 55 1 3 22 17 34 76 107 +6 95 1 2 17 3,1 571 6,6 23 1,2 1,4 4800

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Die Munition für die
105 mm Kanone M-57
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Inhalt:
105 mm M-57
Die Munition für die 105 mm Kanone M-57

Die Munition für 105 mm Kanone M-57 und gleichlaufend für die Kanone F1 des AMX-30 wurde Ende der 50er Jahre
entwickelt, als man im französischen Panzerbau, wie auch in anderen Staaten der Welt, tendenziell dazu neigte weniger
schwere, aber besser bewaffnete und schnelle Kampfpanzer zu entwickeln. Die Panzerungsstärke wurde nicht als der
100mm D-10 Schwerpunkt angesehen. Außerdem waren nahezu alle damaligen Panzerungen mit der Hohlladung zu durchschlagen.
100 mm D-10 II Dieser Umstand zeigt sich ganz besonders in Frankreich bei der Entwicklung der Panzerkanonen und ihrer
105mm L7A entsprechenden Munition.
105 mm M-57 Hier nun die grundlegenden Munitionsarten für die französischen Panzerkanonen M-57 und F1:
115 mm U-5TS
120 mm (D) Typen- Munitionsart Anfangs- Gewicht Gewicht Zünder Besonderheiten
120 mm (US) bezeichnung geschwindigkeit Patrone Geschoss
120 mm L11/L30A1 OCC-105-F1 panzerbrechende 800 m/sec 17,3 kg 10,95 kg BdZ 70 mit Drallmantel-
125 mm D-81 Hohlladungsgranate stabilisierung
152mm M81
OE-105-F1 Sprenggranate 800 m/sec 18,5 kg 12,1 kg AZ 70
(2 Kkg PD M51
Sprengst.) FUI-58
OFL-105-G1 unterkalibriges, 1475 m/sec 12 kg 3,45 kg ohne mit Treibkäfig,
panzerbrechendes im Flug: Flügelstablisiert,
Wuchtgeschoss 1,6 kg
OFI-105-F1 Nebelgranate 700 m/sec 18,5 kg 12,77 kg FUI-56 1,77 kg Phosphor
SCC-105-F1 Übungs-Holladungs- Granate 800 m/sec 17,3 kg 10,95 kg ohne Aufbau wie OCC

Ursprünglich sahen die französischen Entwickler vor, ausschließlich Hohlladungsgranaten für die Panzerbekämpfung
einzusetzen. Allerdings wirkte sich die auftretenden Fliehkräfte bei den drallstabilisierten Hohlladungsgranaten negativ
auf den Hohlladungsstrahl, den sogenannten Stachel, aus. Um diesem Umstand zu entgehen und dennoch die günstigen
Flugeigenschaften einer drallstabilisierten Granate zu erhalten, entwickelte der Franzose Gessner eine bisher
einzigartig gebliebene Granate.

Die Hohlladungsgranate OCC-105-F1, auch Obus-G genannt, ist eine Granate mit einem Drallmantel und einer im
Drallmantel freilaufenden Hohlladung. Zu weiterenVerringerung der unerwünschten Auswirkungen des Dralls wurde
zusätzlich in den Kanonen M-57 und F1 die Steigung des
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Dralls verringert. Die Granate ist wie folgt aufgebaut:
1 - eine ballistische Spitze, die als Abstandhalter wirkt und
den Piezo-Elektrischen Zünder aufnimmt, 3 - ballistische
Haube mit 2 - Kugellager, 4 - Hohlkegel, 5 - Drallmantel, 6
- Granatkörper, 7 - Sprengladung, 8 - Einlage, 9 -
Detonator, 10 - Führungsring, 11 - Geschossboden mit
Kugellager, 12 - Leuchtspursatz

In der Transportlage ist der Drallmantel (5) durch eine


Sollbruchstelle fest mit dem Granatkörper (6) verbunden. Erst beim Abschuss bricht unter der Wirkung des
einsetzenden Dralls die Sollbruchstelle und der Drallmantel erhält in den Zügen des Rohres den Drall. Auf Grund der
Masseträgheit verbleibt der Granatkörper in seiner Lage und dreht sich nur durch die Reibungskräfte in den Kugellagern
mit geringer Umdrehungszahl. Diese geringe Drehzahl hat aber eine vernachlässigbare Wirkung auf die Bildung des
Hohladungsstrahls bei der Detonation der Granate. Beim Auftreffen auf das Ziel wird im piezoelektrischen Element an
der Geschoßspitze eine elektrische Spannung erzeugt die den Detonator (9) auslöst. Der Abstandhalter gewährleistet
eine optimale Entfernung des Kollapspunktes der detonierenden Hohladung zur Panzerung des Ziels. Eine
Leuchtspursatz am Geschossboden leuchtet bis zu 3 Sekunden, was in etwa der effektiven Schussenfernung von 1900
m für die Kanone M-57 entspricht. Die Durchschlagsleistung wird mit 360 mm Panzerstahl bei 90 Grad Auftreffwinkel
angegeben. Für Beton nimmt man eine Durchschlagsleistung von 70 bis 100 cm an.
Für das Schießen von Übungen ist die Übungsgranate SCC-105-F1 verfügbar. Sie entspricht der Gefechtsgranate
OCC, besitzt aber keine Sprengstoffüllung.

Die Sprenggranate OE-105-F1 ist für das Bekämpfen weitere Ziele vorgesehen. Sie besteht aus einem Stahlkörper
mit einer Sprengstofffüllung. Der Kopfzünder AZ-70 wirkt als Aufschlagzünder.

Das Pfeilgeschoss OFL-105-G1 wurde als Ersatz für die Hohlladungsgranate OCC entwickelt. Spätestens Ende der
70er Jahre wurde klar, dass die Hohlladungsgranate für das Bekämpfen der modernen Kampfpanzer mit ihren
Mehrschichtpanzerungen nicht mehr ausreichen würde. Um dieses Geschoss mit der M-57 verschiessen zu können,
musste die Doppelkammermündungsbremse gegen eine Einkammerbremse getauscht werden. In der Praxis zeigten
sich letztlich keinerlei Probleme beim Verschuss eines

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Treibspiegelgeschosses durch eine solche
Mündungsbremse hindurch.
Der Aufbau der OFL entspricht prinzipiell einer
gleichartigen Munition für die 105 mm Kanone L7. Das
einteilige Geschoss besteht aus einer Wolframlegierung.
An der Spitze befindet sich eine ballistische Haube aus
einer Aluminiumlegierung, auf dem Mittelteil sind Ringnuten eingefräst und am hinteren Teil ist das Flügelleitwerk
angeschraubt. Ein Leuchtspursatz komplettiert das Geschoss. Der dreiteilige Treibspiegel (hellrot) aus einer
Aluminiumlegierung wird für den Verschuss durch eine eingelegte Dichtung gegen die Ringnuten des Geschosses
abgedichtet. Am hinteren Teil (dunkelrot) befindet sich ein Führungsring aus Kunststoff der in einem Gleitring frei läuft
und eine Festlegescheibe aus Styropor. Am vorderen Teil befindet sich ein Haltering aus Kunststoff. Nach Verlassen
des Rohres mit einer Geschwindigkeit von 1460 m/sec wird der Führungsring unter den Fliehkräften und der Einwirkung
der an der Mündung expandierenden Pulvergase auf den besonders geformten Treibspiegelboden
auseinandergerissen. Die Treibspiegelsegmente streben nach aussen. Gleichzeitig wird dabei der Haltering am
vorderen Teil des Treibspiegels überdehnt und zerspringt. Die Stauluft in der Lufttasche am vorderen Teil unterstützt
diesen Vorgang und gewährleistet gleichzeitig das gleichmässige und kollisionsfreie Abtrennen der drei Segmente vom
Geschoss. Die Segmente fallen vor der Mündung in einer Entfernung von bis zu 500 m auf den Boden, dabei können sie
unter Umständen eigene Truppen gefährden.

Die Treibladungshülse besteht in der Regel aus Stahl. Im Gegensatz zur Hülse der 105 mm Kanone L7 oder auch der
100 mm Kanone D-10 besitzt die Hülse keinen Hals. Sie ist in ihrer gesamten Länge gleichmässig und besitzt eine
leicht konische Form um das Lösen von der Wandung des Patronenlagers beim
Auswerfen zu erleichtern. In den Hülsenboden ist eine Schlagzündschraube mit
einem Anzündstab eingeschraubt. Der Anzündstab (hellrot) verbessert die
möglichst rasche und gleichmässige Zündung der Treibladung aus kurzen
Stücken Röhrenpulver gegenüber einer Zündung ausschließlich durch eine
Zündschraube, wie beispielsweise bei der Munition der 100 mm Kanone D - 10.
Dadurch erreicht man unter anderem trotz einer kleineren Treibladung gleiche und sogar bessere Leistungswerte.

Für die 105 mm Kanone F1 des AMX-30 werden prinzipiell die gleichen Geschosse verwendet. Insbesondere die
Hohlladungsgranate Obus-G ist völlig identisch. Allerdings ist die Patronenhülse eine größere und die Treibladung ist
stärker.

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Copyright: Stefan Kotsch

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Die Munition für die
105 mm Kanone L7A
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Inhalt:
105mm L7A
Die Munition für die 105 mm Kanone L7A

Für die 105 mm Kanone L7 wurde im Laufe der Jahre eine Vielzahl an Munitionsarten entwickelt und in die Truppe
eingeführt. Noch immer wird diese Kanone in zahlreichen Armeen der Welt verwendet und deshalb ist auch die
Weiterentwicklung der 105 mm Munition nach wie vor ein aktuelles Thema. Da diese Munition in einer ganzen Reihe
100mm D-10 von Staaten in Lizenz hergestellt wird, gibt es eine große Zahl verschiedenster Typenbezeichnungen. Oft unterscheiden
100 mm D-10 II sich die einzelnen Typen nur in Details. Deshalb werden hier nur die Wichtigsten beschrieben.
105mm L7A
105 mm M-57 Typen- bezeichnung Munitionsart Anfangs- Besonderheiten
115 mm U-5TS geschwindigkeit
120 mm (D) M392 unterkalibriges, panzerbrechendes 1478 m/sec mit abtrennbarem Unterboden
120 mm (US) Wuchtgeschoss, APDS-T
120 mm L11/L30A1
M 735 unterkalibriges, panzerbrechendes 1455 m/sec mit Treibkäfig,
125 mm D-81 Wuchtgeschoss, APFSDS-T Flügelstabilisiert, 0,2 EFC
152mm M81
M 774 unterkalibriges, panzerbrechendes ? mit Treibkäfig,
Wuchtgeschoss, APFSDS-T Flügelstablisiert,
Kern aus abgereichertem
Uran
M 833 unterkalibriges, panzerbrechendes ? mit Treibkäfig,
Wuchtgeschoss, APFSDS-T Flügelstablisiert,
M 393 Quetschkopf-Sprenggranate, HEP-T 730 m/sec mit plastischem Sprengstoff
M 456 Hohlladungsgranate, HEAT-T 1174 m/sec hohe Splitterwirkung, für den
Mehrzweckeinsatz,
M 416 Nebelgranate, WP-T weißer Phosphor
M 494 Splittergranate ("Schrapnell") mit vorgefertigten
Splitterelementen,
Distanzzünder

Ältere Munitionsarten

Das panzerbrechende Unterkalibergeschoss M392 (Foto rechts) entstand als Ergebnis einer langen
Entwicklungsreihe neuerer panzerbrechender Munitionssorten mit hoher Anfangsgeschwindigkeit. Bereits
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im zweiten Weltkrieg begann man in Grossbritannien solche Munition für die parallel in der Entwicklung
stehenden Hochleistungspanzerkanonen. zu entwickeln.
Das Geschoss besteht aus dem aktiven, fliegenden Teil der sich aus einem Stahlkörper und einem Kern
aus Wolframkarbid zusammensetzt sowie aus dem abtrennbaren Unterboden. Die Durchschlagsleistung
der M392 auf 2000 Meter soll bei 60 Grad Auftreffwinkel noch 120 mm betragen. Gleichzeitig besitzt das
Geschoss beim Schießen auf mehrschichtige Panzerungen eine ungenügende Effektivität.

Den Aufbau des Geschosses zeigt das linke Bild . Das eigentliche Geschoss sitzt in einem
Führungskäfig. Dieser Führungskäfig übermittelt dem Geschoss nach dem Abschuss die
Anfangsgeschwindigkeit und den Drall. Die Befestigungen des Geschosses im
Führungskäfig werden beim Abschuss durch die einwirkenden Trägheitskräfte abgeschert.
Nach Verlassen des Rohres trennt sich der Führungskäfig unter der Einwirkung des Luftwiderstandes
ab und fällt zu Boden. Das Geschoss selbst besteht aus einem weicheren Metall in das der
Durchdringer eingebettet ist. An der Spitze befindet sich eine ballistische Haube um die
Flugeigenschaften zu verbessern. In den Bodenteil des Geschosses ist ein Leuchtspursatz eingepresst
der mindestens 2,5 sec brennen soll, was einer Flugweite von cirka 2000 m entspricht. Beim Schießen
sind wegen dem wegspringenden Führungskäfig besondere Bestimmungen einzuhalten um die
Sicherheit der vorn liegenden eigenen Truppen nicht zu gefährden.

Die Hohlladungsgranate M456 (ohne Bild) besitzt im Vergleich zur M392 eine höhere
Durchschlagsleistung beim Schießen auf monolithische Panzerungen. Sie vermag Panzerungen in einer Tiefe von bis
zu drei Kaliberstärken zu durchdringen. Allerdings hat sie auf Grund der Drallstabilisierung einige Nachteile. So ist die
Effektivität der Hohlladung durch die Fliehkräfte infolge des Dralls begrenzt. Da die Granate im Moment der Detonation
rotiert, wird der Kumulativstrahl durch die Fliehkräfte ausgedehnt.

Die Sprenggranate M393 (Foto rechts mit gelber Spitze) besitzt einen dünnwandigen Geschosskörper und
ist mit plastischem Sprengstoff gefüllt der eine hohe Detonationsgeschwindigkeit besitzt. Beim Aufschlagen
auf die Panzerung verformt sich das Kopfteil und vergrößert somit die Kontaktfläche mit der Panzerung. Bei
der vom Bodenzünder ausgelösten Detonation bildet sich eine Druckwelle die direkt (90 Grad) auf die
Oberfläche der Panzerung gerichtet ist. Unter idealen Bedingungen kann die Durchschlagsleistung bis zu 200
mm betragen. Aus der Innenseite werden Teile der Panzerungen herausgerissen, was einen bedeutenden
Anteil an der Vernichtung des Ziels ausmacht. Zusätzlich können mit dieser Granate leichte und ungepanzerte
Ziele sowie Feldbefestigungen zerstört werden. Ihr Hauptmangel besteht in der geringen
Anfangsgeschwindigkeit und in der ungenügenden Wirkung gegen Mehrschichtpanzerungen.

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Die Nebelgranate M416 (ohne Bild) dient zur Blendung von Führungspunkten, Geschützstellungen und
Panzerabwehrlenkraketenkomplexen. In sie ist eine Füllung aus weißem Phosphor eingepresst in deren Mitte
sich eine Sprengstoffladung befindet. Sie besitzt einen Kopfzünder. Beim Aufschlag wird die Phosphorfüllung
durch die Detonation verstreut und bildet eine mehrere Meter große Nebelwolke.

Die Granate M494 mit vorfertigten Splitterelementen (ohne Bild) detoniert durch einen Distanzzünder
ausgelöst auf ihrer Flugbahn. Der Kopfteil der Granate wird zerstört und ein Bodenteil schießt mit Hilfe eines
Treibsatzes die Splitterelementen heraus. Diese vernichten offene, lebende Kräfte auf einer ausreichend großen
Fläche.

Die Hohlladungsgranate M456 ist eine flügelstabilisierte Granate mit kombinierter Hohlladungs- und
Splitterwirkung. Deshalb wird sie oft als MZ, also Mehrzweck-Granate bezeichnet. Trotz ihrer sehr kantigen
Formgebung besitzt sie ausgezeichnete ballistische Eigenschaften. Durch die hohe Anfangsgeschwindigkeit
von 1174 m/sec ist die Rasanz, das heißt die Gestrecktheit ihrer Flugbahn, hoch. Das bedeutet einen großen
Treffbereich, also der Bereich in dem die Flugbahn bei Haltepunkt Zielmitte auf allen Entfernungen immer das
Ziel schneidet.
Die Splitterwirkung deckt eine Fläche von 75 m Breite und 90 m Tiefe ab. Dabei ist die Wirkungsfläche
dreieckig mit der Spitze in Flugrichtung. Das ist bedingt durch die Anordnung der Sprengladung in
Trichterform mit Bodenzünder, wie das für die Erreichung des Kumulativeffekts notwendig ist. Hier ging man
einen Kompromiss ein um die Typenzahl an Munition für die Logistik so gering wie möglich zu halten.
Allerdings ist die Splitter und Sprengwirkung nicht so effektiv wie bei einer reinen Brisanzgranate wie zum
Beispiel der russischen Splitter-/Sprenggranate OF-19.

Das panzerbrechende Unterkalibergeschoss M735 ist ebenfalls ein flügelstabilisiertes Wuchtgeschoss


das für den Verschuss aus gezogenen Rohren entwickelt wurden. Dieser Typ wurde Anfang der 70er Jahre
entwickelt, als sich abzeichnete das die bisherigen APDS-Geschosse gegen die neuen kombinierten und
Schottpanzerungen nur noch ungenügende Effektivität besaßen. Die neuentwickelten Wuchtgeschosse
besitzen einen bedeutend längeren Kern mit einem Verhältnis von Länge zu Kaliber von nicht weniger als
12 : 1 sowie eine Flügelstabilisierung am Heck. Die Durchdringer sind aus schweren Wolfram-Nickel-Eisen-
Legierungen oder aus einer Legierung aus abgereichertem Uran, einem Metall mit enorm hoher Dichte. Um
diese Geschosse an die gezogenen Rohre anzupassen, wurden sie mit zwei durchrutschenden
Führungsringen versehen, welche die Abdichtung im Rohr gewährleisten und verhindern, das eine
übermäßige Drehung auf das Geschoss übertragen wird. Geschosse dieser Art wurden Anfang der 70er
Jahre in Israel für die 105 mm Kanonen der Kampfpanzer Centurion , M48/M60 und für den Merkava
entwickelt. Sie bekam dort die Bezeichnung M111. Im Jahr 1978 begann in Deutschland die Lizenzproduktion
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für den Leopard 1 unter der Bezeichnung DM23. In annähernd der gleichen Zeit wie in Israel entstanden in den
USA die M735 mit Wolframkern und die M774 mit einem Kern aus abgereichertem Uran.

Den grundlegenden Aufbau zeigt die untere Skizze.

1+2 = Leuchtspursatz, 3 = Leitwerk, 4 = Abdichtung nach hinten, 5+6 = durchdrehende Führungsringe aus Kunststoff,
7 = Geschosskörper, 8 = dreiteiliger Führungskäfig aus Aluminium, 9 = Durchdringer, 10+11 vorderer Führungsring und
Befestigung der Führungskäfigteile, 12+13 = ballistische Haube

Auszüge aus der Schusstafel der 105 mm Kanone


Die Daten entsprechen der Schusstafel der Kanone L7A3

KE-Geschoss HEAT-Granate

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Copyright: Stefan Kotsch

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Schusstafelauszug für das 105 mm KE-Geschoss M735/M Vo 1455 m/s
APFSDS-T Kal. im Flug 26 mm
Geschossgewicht 4,08 Kg

Entfernung Erhöhung Flugzeit Scheitel- Scheitel- Endgeschwin- Fall- Höhe des Ziels 1 Strich mehr Verbesserung
höhe entfernung digkeit winkel für Erhöhung für 10 m/sec
bestrichenen vergrößert die Seitenwind
Raum von 100 Schußentfernung
Metern um
Meter Strich sec Meter Meter Meter/sec Strich Meter Meter
100 0,240 0,069 0,0 50 1450 0 0,0 418
200 0,470 0,138 0,0 100 1449 0 0,0 416
300 0,710 0,207 0,1 150 1440 0 0,1 414
400 0,950 0,277 0,1 200 1435 0 0,1 411
500 1,190 0,347 0,1 250 1430 1 0,1 409
600 1,440 0,417 0,2 301 1425 1 0,1 408
700 1,680 0,487 0,3 351 1419 1 0,1 406
800 1,920 0,558 0,4 401 1414 1 0,2 404
900 2,170 0,628 0,5 452 1409 2 0,2 402
1000 2,420 0,700 0,6 502 1404 2 0,2 400 0
1100 2,660 0,771 0,7 553 1399 2 0,2 398
1200 2,910 0,843 0,9 604 1394 2 0,3 396
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1300 3,160 0,914 1,0 655 1389 3 0,3 394
1400 3,410 0,986 1,2 705 1384 3 0,3 392
1500 3,670 1,059 1,4 756 1379 3 0,3 390 0
1600 3,920 1,132 1,6 807 1374 4 0,4 388
1700 4,180 1,204 1,8 858 1369 4 0,4 387
1800 4,430 1,278 2,0 909 1364 4 0,4 385
1900 4,690 1,351 2,2 960 1359 4 0,5 383
2000 4,950 1,425 2,5 1012 1354 5 0,5 381 0,250
2100 5,210 1,499 2,8 1063 1349 5 0,5 379
2200 5,470 1,573 3,0 1114 1344 5 0,5 377
2300 5,740 1,648 3,3 1165 1339 6 0,6 375
2400 6,000 1,722 3,6 1217 1334 6 0,6 373
2500 6,260 1,798 4,0 1268 1329 6 0,6 372
2600 6,530 1,873 4,3 1320 1324 6 0,7 370
2700 6,800 1,949 4,7 1372 1319 7 0,7 368
2800 7,070 2,025 5,0 1423 1314 7 0,7 366
2900 7,340 2,101 5,4 1475 1309 7 0,7 364

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Schusstafel der 105 mm Kanone

- Stand 1986 -

105 mm L7A1 / M68 V0 = 1174 m/s Pulvertemperatur +21 °C

Hohlladungsgranate M456A1
Geschoßgewicht 10,52 kg
HEAT

Streuung Einflüsse bestrichener Raum


eine
wahrscheinliche Kerngarbe (50%) ein Strich
Abweichung in der Änderung
Endge- der der Höhe
Visier- Fall- Scheitel- Scheitel- Libelle Änderung
Distanz schwindig- Flugzeit des Treff- 10 m/s
winkel winkel distanz höhe erhöht die um
keit punktes Quer- Zielhöhe Zielhöhe
Schuss- 10 Grad
Breite Höhe Breite Höhe bei wind 1m 2m
weite Lufttem-
Abweichung D
um peratur
um 100 m
Distanz
Qc Vc Tc Y StB StH 3 StB 3 StH DE DY DZw DET
m Strich Strich m/s s m m m m m m m m m m m m m
100 0,4 0,4 1145 0,1 0,0 255 0,0 0,1 2 100
200 0,8 0,8 1116 0,2 0,0 253 0,1 0,2 200
300 1,2 1,2 1088 0,3 0,1 249 0,1 0,3 6 300
400 1,6 1,6 1060 0,4 0,2 243 0,1 0,4 8 400
500 2,0 2,1 1032 0,5 0,3 0,13 0,13 0,4 0,4 236 0,2 0,5 10 500
600 2,4 2,6 1005 0,5 0,4 229 0,2 0,6 12 600
700 2,9 3,2 978 0,6 0,6 221 0,3 0,7 14 700
800 3,3 3,8 951 0,7 0,7 212 0,3 0,9 16 800
900 3,8 4,4 924 0,9 0,9 204 0,4 1,0 18 900
1000 4,3 5,1 989 1,0 1,2 0,27 0,27 0,8 0,8 195 0,4 1,1 20 1000
1100 4,8 5,9 872 1,1 1,4 187 0,5 1,3 22 1100
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1200 5,4 6,7 846 1,2 1,8 179 0,6 1,4 23 1200
1300 6,0 7,6 820 1,3 2,1 171 0,7 1,6 25 312
1400 6,6 8,5 795 1,4 2,5 164 0,8 1,8 27 270
1500 7,2 9,5 770 1,6 3,0 0,4 0,4 1,2 1,2 156 0,9 2,0 29 237
1600 7,8 10,6 746 1,7 3,5 150 1,0 2,1 31 209
1700 8,5 11,8 721 1,8 4,1 143 1,1 2,3 33 185
1800 9,2 13,1 697 2,0 4,8 137 1,2 2,5 34 165
1900 10,0 14,5 674 2,1 5,6 130 1,3 2,7 36 148
2000 10,8 16,0 650 2,3 6,4 0,53 0,53 1,6 1,6 124 1,5 2,9 38 133
2100 11,6 17,7 628 2,4 7,3 119 1,6 3,2 39 120
2200 12,5 19,4 605 2,6 8,4 113 1,8 3,4 41 108
2300 13,4 21,4 583 2,8 9,5 108 2,0 3,6 42 98
2400 14,3 23,5 561 3,0 10,8 102 2,2 3,9 44 89
2500 15,3 25,7 540 3,1 12,2 0,67 0,67 2,0 2,0 97 2,4 4,1 45 81
2600 16,4 28,2 519 3,3 13,7 92 2,6 4,3 47 74
2700 17,5 30,9 499 3,5 15,3 87 2,9 4,6 48 67
2800 18,7 33,9 479 3,7 17,2 83 3,2 4,9 49 61
2900 19,9 37,1 460 3,9 19,1 78 3,5 5,1 51 56
3000 21,2 40,7 441 4,2 21,3 0,8 0,8 2,4 2,4 74 3,8 5,4 52 51

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Die Munition der 115
mm Panzerkanone
U-5TS / 2A20
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Inhalt:
115 mm U-5TS
Die Munition der 115 mm Panzerkanone U-5TS / 2A20

bzw. Kanone 2A21 / D-68 des T-64


Stand 20.05.2010

Für die Ende der 50er Jahre entwickelte 115 mm Glattrohrkanone wurden eine ganze Reihe neuer Munitionssorten
100mm D-10
entwickelt. Entsprechend der damaligen sowjetischen Einsatzprinzipien waren drei flügelstabilisierte
100 mm D-10 II
Hauptmunitionstypen vorgesehen, ein Unterkalibergeschoß, eine Hohlladungsgranate und eine Splitter-Sprenggranate.
105mm L7A
105 mm M-57
Insbesondere für die anfangs im T-64 verwendete D-68 / 2A21 musste wegen dem Ladeautomaten eine Version mit
115 mm U-5TS
geteilter Ladung entwickelt werden. Für die Kanone U-5TS / 2A20 des Kampfpanzers T-62, der sich bis heute im
120 mm (D) Einsatz vieler Staaten befindet, wurde die 115 mm Munition laufend weiterentwickelt.
120 mm (US)
120 mm L11/L30A1
125 mm D-81
152mm M81

ein Foto der ersten truppenreifen APFSDS der Welt - Unterkalibergeschoss BM-3,
( nicht vorhanden die ballistische Haube an der Geschossspitze)

Im folgenden werden die wichtigsten Munitionstypen vorgestellt.

Panzerbrechende Unterkalibergeschosse ( APFSDS )

Länge des Verhältnis Geschossmasse


Anfangs- Kaliber
Bezeichnung Geschosses Länge zu ohne (mit)
Kanone geschwindigkeit im Flug Bemerkungen
Geschoss (Penetrator) Durch- Treibkäfig
m/sec mm
mm messer Kg

Stahlkörper mit
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eingebettetem
BM-3 U-5TS 1650 42* 542 (432**) 12:1 (10:1) 5,55 (4,0) 32 mm
Wolframpenetrator und
ballistischer Haube
Monoblockpenetrator
BM-4 U-5TS 1650 42* 507** (381**) 12:12 (9:1) 3,2 (?) aus Stahl mit
ballistischer Haube;
wie BM-4
BM-5 2A21 1680 44* 507** (381**) 12:1 (9:1) 3,18 (?) für die 115 mm Kanone
des T-64
Monoblockpenetrator
13:1
BM-6 U-5TS 1680 42* 549 (436**) (10:1)?
3,9 (5,4) aus Stahl mit
ballistischer Haube
Monoblockpenetrator
aus Stahl mit
BM-6V U-5TS 1680 42* 550 (475**) 13:1 (11:1) 3,9 (5,4)
Spezialkappe und
ballistischer Haube
Stahlkörper mit
BM-21 U-5TS 1600 37** 523** (429**) 13:1 (11:1) 4,5 (6,1 eingebettetem
Wolframpenetrator
Monoblockpenetrator
BM-28 U-5TS 1650 39** 417** (326**) 11:1 (9:1) 4,89 (6,7) aus abgereichertem
Uran

* Geschossausformung mit wechselnden Kalibern; angegebener Wert ist das Maximum im Bereich des Penetrators,
** Angabe nach technischer Zeichnung errechnet

Das Geschoss BM-3 war das weltweit erste unterkalibrige Wuchtgeschoss mit Flügelstabilisierung für eine in Serie
produzierte glattrohrige Panzerkanone. Die Entwicklung geht auf die Erfahrungen mit der glattrohrigen 100 mm
Panzerabwehrkanone T-12 zurück, die Ende der 50er Jahre wegen der damals unübertroffenen endballistischen
Leistung ihrer APFSDS-Munition für den Panzerbau interessant wurde. Allerdings war die Länge der Patrone für den
Einsatz im Kampfpanzer ungeeignet. Nach einer Vergrößerung des Kalibers auf 115 mm und Entwicklung eines
kürzeren Patronenlagers mit größerem Durchmesser konnte eine entsprechend kürzere Patrone entwickelt werden, die
in ihrem Grundaufbau der Patrone der T-12 entsprach. Insbesondere der verlängerte Patronenhals ist zur sicheren
Befestigung der Geschosse notwendig. Der Patronenhals ist zudem in der Phase des Abschusses erforderlich um den
sicheren Übergang des Geschosses mit Flügelstabilisierung in den Rohrkanal zu garantieren. Aus Gründen der
Materialersparnis ist der überwiegende Teil der Hülsen aus Stahl gefertigt. Die Treibladung wird durch eine
konventionelle Schlagzündschraube im Hülsenboden gezündet.

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Das Geschoss BM-3 besteht aus einem Stahlkörper mit einem an der Geschoßspitze eingebettetem kurzen
Wolframpenetrator. Auf die Spitze des Penetrators ist eine Haube aus einer weichen Metalllegierung aufgebracht
worden, die ein Abgleiten des Geschosses bei geringen Auftreffwinkeln verhindern soll. Zur Verbesserung der
aerodynamischen Eigenschaften ist eine hohle ballistische Metallhaube an der Geschoßspitze aufgepresst. Eine
dreiteilige Treibscheibe sitzt auf einer Gegenverzahnung am Geschoßkörper. In die Treibscheibe sind schräg, in Bezug
zur Längsachse, kleine Löcher gebohrt. Während der Bewegung des Geschosses im Rohr der Kanone dringen
Pulvergase durch die Bohrungen und führen durch deren Schrägstellung zu einer Rotation des Geschosses bereits im
Rohr. Ein klassischer Führungsring aus Kupfer presst die Teile der Treibscheibe an das Geschoß.

Nach Verlassen des Mündung der Kanone reißt der Führungsring unter dem Staudruck der Luft auf die Treibscheibe
und den aus der Geschoßrotation resultierenden Fliehkräften auseinander. Die Treibscheibe löst sich in einem Winkel
von etwa 5 Grad vom Geschoß und fällt nach in einer Entfernung von bis zu 500 m zu Boden. Das Geschoßheck wird
über kleine Kupfernocken an den kalibergroßen Stabilisierungsflügeln im Rohr geführt. Eine aufgeschliffene Phase an
der Vorderkante der Flügel veranlasst das Geschoß nach Verlassen der Rohrmündung unter der Einwirkung der
anströmenden Luft ebenfalls zu einer Rotation um die Geschoßlängsachse mit etwa 800 bis 1000 Umdrehungen je
Minute. Die Beobachtung der Flugbahn wird durch einen Leuchtspursatz im Geschoßheck sichergestellt.

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Das Geschoß BM-4 ist prinzipiell analog dem Geschoß BM-3 aufgebaut. Jedoch besteht der Penetrator aus einem
Monoblockstahlkörper mit aufgesetztem Haftmaterial und ballistischer Haube. Die Durchschlagsleistung liegt
dementsprechend deutlich unter der des Geschosses BM-3

Das Geschoß BM-6 entspricht bis auf die verbesserte Treibscheibe aus einer leichteren Metalllegierung dem Geschoß
BM-4 und zeichnet sich insbesondere durch eine verringerte Geschoßmasse und eine vergrößerte Treibladung aus. In
der Folge konnte die Anfangsgeschwindigkeit und die Durchschlagsleistung vergrößert werden.

Das Geschoss BM-6V ist analog dem Geschoß BM-6 aufgebaut. Jedoch wurde an die Geschoßspitze wieder eine
Kappe aus einer weichen Metalllegierung aufgebracht, die ein Abgleiten des Geschosses bei geringen Auftreffwinkeln
verhindern soll. Die Treibscheibe wurde aus einer neuen, leichteren Legierung gefertigt. An der Geschoßspitze befindet
sich ebenfalls eine ballistische Haube.

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Das Geschoß BM-21 ist eine spätere Entwicklung, bei der insbesondere auf die Steigerung der Durchschlagsleistung
Wert gelegt wurde. Der Geschoßkörper besteht aus einer Stahllegierung. Der Grundaufbau entspricht dem Geschoß
BM-6V

Der in den Geschoßkörper des BM-21 eingesetzte Penetrator wird aus einer Wolfram-Zinklegierung hergestellt. Ein vor
dem Penetrator eingesetzter sogenannter Dämpfer-Lokalisator soll das Abgleiten verhindern und ein optimales
Eindringen des Penetrators in die Hauptpanzerung ermöglichen. Die Treibscheibe wurde weiter verbessert.

Das Geschoß BM-28 erweist sich als eine gesonderte Entwicklung. Erstmals wurde ein Monoblockpenetrator unter
Verwendung von abgereichertem Uran eingesetzt. Dabei verwendeten die Entwickler eine spezielle Legierung aus
Uran, Nickel und Zink. Über einen möglichen Export sind allerdings keine Informationen bekannt. Eine den us-
amerikanischen Pendants adäquate Durchschlagsleistung konnte unter anderem nicht erreicht werden weil das
Verhältnis Länge zu Durchmesser seit Einführung des Geschosses BM-3 nur unbedeutend vergrößert wurde.

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Auch in anderen Staaten wird für den weitverbreiteten Kampfpanzer T-62 Unterkalibermunition produziert. So gibt es
das beispielsweise britische Geschoss BD-36-2 mit einem Monoblock-Wolframkarbid-Penetrator. Dieses Geschoss
vermag 170 mm Stahl bei 71 Grad Auftreffwinkel zu durchschlagen. Das entspricht einem Durchdringungsweg von
520 mm . Auch andere Staaten entwickleten 115 mm Munition für den Export.

Hohlladungsgranaten ( HEAT)

Bezeichnung Kanone Anfangsge- Zünder Masse Sprengstoff Trichter- Masse Bemerkungen


geschwindigkeit mit Zünder material Spreng-
m/sec Kg ladung

BK-4 U-5TS 900 GPV-2 13 Hexogen Stahl 1,55

BK-4M U-5TS 900 GPV-2 13 Hexogen Kupfer 1,478

BK-8 2A21 900 GPV-2 13 Hexogen Stahl 1,55 Version der BK-4
für T-64 mit
115 mm Kanone,
geteilte Ladung,
Version der BK-4M
für T-64 mit
BK-8M 2A21 900 GPV-2 13 Hexogen Kupfer 1,478
115 mm Kanone,
geteilte Ladung

BK-15 U-5TS 1060 GPV-2 Hexogen Kupfer 1,26

BK-15M U-5TS 1060 GPV-2 Hexogen Kupfer 1,26

Die erste in nennenswerter Anzahl produzierte 115 mm Holladungsgranate war die BK-4. Ihre äußere entspricht der
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Die erste in nennenswerter Anzahl produzierte 115 mm Holladungsgranate war die BK-4. Ihre äußere entspricht der
Splitter-Sprenggranate OF-11, wobei die Besonderheit darin besteht, dass der Geschoßkörper zum Heck hin konisch
gestaltet ist und wegen des verringerten Durchmessers eine verdickte Zentrierwulst trägt. Die Baugruppe des
Flügelleitwerkes ist mit dem Geschosskörper verschraubt. Vier großflächige, ausklappbare Flügel sorgen für eine
stabile Flugbahn. Als Füllung für die Hohlladung wird der Sprengstoff A-IX-1 verwendet; eine Mischung aus Hexogen und
dem Phlegmatisierungsmittel Montanwachs, die eine Detonationsgeschwindigkeit von cirka 8700 m/sec besitzt. Das
Wachs soll die Stoßempfindlichkeit des Sprengstoffs Hexogen verringern. Die Auskleidung des Hohlladungstrichters
besteht aus Stahl, der piezoelektrische Kopfzünder der Granate ist vom Typ GPV-2.

Die Anfangsgeschwindigkeit erreicht 900 m/sec. Der Kopfzünder basiert auf der Nutzung des Piezo-Effekts und besitzt
eine sehr hohe Empfindlichkeit. Die Weiterentwicklung ist die Hohlladungsgranate BK-4M, die nun eine
Kupferauskleidung des Hohlladungstrichters besitzt und mit 1,478 Kg des Sprengstoffes A-IX-1 gefüllt ist. Der
Kopfzünder arbeitet ebenfalls piezoelektrisch. Es wird eine Durchschlagskraft von etwa 440 mm Stahl erreicht.

Die BK-15 trat die Nachfolge der BK-4M an. Sie wurde unter dem Gesichtpunkt der Vereinheitlichung der
Herstellungstechnologie parallel zur 115 mm Splitter-Sprenggranate OF-18 und der 125 mm Munition entwickelt.. Beide
Granaten sind mit dem gleichen Flügelleitwerk ausgestattet. Der Geschoßkörper wurde neu gestaltet und vermag durch
die gleichmäßige Zylinderform nun eine größere Masse Sprengstoff aufzunehmen. Die neu entworfene Geschoßspitze
hatte sich bei aerodynamischen Erprobungen der bisherigen ogivalen Spitze als überlegen erwiesen. So erreichen die
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Streungswerte der Hohlladungsgranate BK-15 bessere Ergebnisse als jede andere 115 mm Munition.

Die Anfangsgeschwindigkeit konnte auf 1060 m/sec gesteigert werden. Das Gewicht der Sprengstofffüllung wurde auf
1,26 Kg verringert. Durch Optimierung der Herstellungstechnologie konnte dennoch eine größere Durchschlagsleitung
erreicht werden. Die letzte bekannte Entwicklung ist die Hohlladungsgranate BK-15M, über die allerdings keine
genaueren Angaben verfügbar sind. Es ist anzunehme, dass weiter an der Verbesserung der Herstellungstechnologie
gearbeitet wurde.

Splitter- /Spreng-Granaten ( HE-FRAG )

Masse
Anfangsge- Masse mit
Spreng- Spreng-
Bezeichnung Kanone schwindigkeit Zünder Zünder Bemerkungen
ladung stoff
m/sec Kg
Kg
W-429V o.
OF-11 U-5TS 905 14,86 2,64 Trotyl
W-429E

T-64 mit 115 mm Kanone,


OF-17 2A21 905 W-429E 14,86 2,64 Trotyl
geteilte Ladung

OF-18 U-5TS 750 W-429E 17,86 2,8 Trotyl

OF-27 U-5TS 800 W-429E 17,82 3,13 Hexogen

Als Mehrzweckmunition zur Bekämpfung leicht und ungepanzerter Ziele sowie von Feldbefestigungsanlagen wurde die
14,86 kg schwere Granate OF-11 entwickelt. Diese Granate hat eine Trotyl-Ladung von 2,64 Kg und erreicht eine
Anfangsgeschwindigkeit von 905 m/sec. Die OF-11 ist mit dem Kopfzünder W-429V versehen.

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Die später entwickelte OF-18 erhielt einen formoptimerten Geschoßkörper der eine größere Füllung mit dem
Sprengstoff Trotyl ermöglicht und günstigere aerodynamische Eigenschaften aufweist. Die Anfangsgeschwindigkeit der
Granate selbst wurde auf 750 m/sec gesenkt. Das Flügelleitwerk der OF-18 entspricht aus Gründen der
Standardisierung der Herstellungstechnologie dem der Hohlladungsgranate BK-15.

Die weiter verbesserte OF-27 wurde einem neuen Sprengstoff aus einer Mischung von Hexogen RDX, Aluminium und
WAX gefüllt. Die Füllung hat eine Masse von nunmehr 3,062 kg bei einem Gesamtgewicht der Granate von 18 Kg. Der
neue Sprengstoff besitzt eine wesentlich höhere Detonationsgeschwindigkeit und führt damit zu Splittern mit höherer
Anfangsgeschwindigkeit und zu einer größerer Sprengwirkung im Ziel. Die OF-27 entspricht bis auf das Kaliber der
125 mm Splittersprenggranate OF-26. Die Anfangsgeschwindigkeit stieg auf 800 m/sec.

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Der in Entwicklung stehende Kampfpanzer T-64 war zunächst ebenfalls mit der 115 mm Kanone des T-62 bewaffnet.
Die modifizierte Kanone erhielt die Bezeichnung 2A21. Wegen der eingesetzten automatischen Ladeeinrichtung wurde
jedoch aus der patronierten Munition des T-62 eine getrennte Munition mit Teilabbrandkartuschen entwickelt. Ein
Hülsenboden aus Stahl nimmt den aus einem speziellen, vollständig abbrennenden, zelluloseartigen Material
bestehenden Kartuschkörper auf, der mit der Innenseite des Hülsenbodens verklebt ist. Wegend der
elektrogalvanischen Abfeuerung der Kanone ist eine kombinierte Zündschraube GUV-7 in den Hülsenboden
eingeschraubt.

Die Zündschraube wird durch einen übertragenen elektrischen Impuls gezündet. Unabhängig vom Zündverlauf wird
zusätzlich ein Schlagstück im Verschlusskeil freigegeben, das über den zusätzlich als Schlagbolzen wirkenden
elektrischen Kontaktstift einen mechanischen Impuls auf die Zündschraube ausübt, der die Abfeuerung auch dann
gewährleistet, wenn die elektrische Zündung versagen sollte oder der Notbetrieb ohne Stromversorgung erfolgt.

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Die Geschosse für den mit der 115 mm Kanone bewaffneten T-64 sind Baugleich mit der Munition des T-62. Für die
panzerbrechenden Unterkalibergeschosse APFSDS ist jedoch eine Zusatztreibladung am Geschoßkörper angebracht
worden, um die geforderte Anfangsgeschwindigkeit zu erreichen. Es wurde die Geschosse BM-3, BM-4, BK-4, BK-4M
und OF-11 unter teilweise abweichenden Indexbezeichnungen verwendet. Die Entwicklung der 115 mm Munition für den
T-64 wurde nach Umbewaffnung des T-64A auf die 125 mm Kanone 2A26 (D-81T) vollständig mit dem neuen Kaliber
weitergeführt. Die ersten Munitionarten für die 125 mm Kanone stellten sich dann zunächst auch als eine bloße
Anpassung des Kalibers dar.

Für den T-62 wurde Anfang der 80er Jahre die Lenkwaffenanlage9K116-2 SHEKSNA mit den zugehörigen
Lenkraketen 9M117 entwickelt und in Serie produziert.

Die Verwendung der sowjetischen Indexnummern für Geschosse und Patronen sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
Regelmäßig wird an die Spitze der Indexbezeichnungen das Zeichen "3" gesetzt. In der Textbeschreibung und in den
Tabellen wurde zur Vereinfachung darauf verzichtet.

Bezeichnungen für
Splitter-Spreng Hohlladung APFSDS
vollständiger vollständiger vollständiger
Geschoss Geschoss Geschoss
Schuss Schuss Schuss
OF-11 UOF-1 BK-4 UBK-3 BM-3 UBM-1
OF-17 VOF-23 BK-4M UBK-3 BM-4 UBM-4

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OF-18 UOF-23 BK-8 VBK-? BM-5 VBM-5
OF-27 UOF-37 BK-8M VBK-? BM-6 UBM-6
BK-15M UBK-7 BM-6V UBM-5
BM-21 UBM-9
BM-28 UBM-13

Literaturverzeichnis
1) Panzer T-62, Handbuch zum materiellen Teil und zur Nutzung, Militärverlag, UdSSR, Moskau, 1968
2) Kampffahrzeuge der Uraler Waggonwerke - Panzer T-54 / T-55, Media-Print, Russland, Niznii Tagil, 2006
3) Kampffahrzeuge der Uraler Waggonwerke - Panzer T-72, Media-Print, Russland, Niznii Tagil, 2004
4) Kampffahrzeuge der Uraler Waggonwerke - Panzer 1960-X, Media-Print, Russland, Niznii Tagil, 2007
5) Munition für Panzer, Panzerabwehrkanonen, Feld- und Marineartillerie, Katalog, Forschungsinstitut NIMI, Moskau, Verlag Military Parade
6) Projectile and Warhead Identification Guide - Foreign , National Ground Intelligence Center, USA, 1997

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Munition der deutschen
120 mm Panzerkanone
Rheinmetall
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Inhalt:
120 mm (D)
Munition der deutschen 120 mm Panzerkanone Rheinmetall

Die für den deutschen Kampfpanzer Leopard 2 von der Firma Rheinmetall entwickelte 120 mm Glattrohrkanone verschießt eine patronierte
Munition mit teilverbrennender Treibladungshülse und Stahlboden. Es wurden zum Zeitpunkt der Einführung des Leopard 2 zwei
Hauptmunitionsarten entwickelt und zur Serienreife gebracht. Im einzelnen sind das ein
100mm D-10 panzerbrechendes, unterkalibriges Geschoss, das nur durch seine kinetische Energie wirkt und eine
100 mm D-10 II Mehrzweckgranate mit Hohlladungs- und Splitterwirkung. Entsprechend der Wirkungsweise spricht man
105mm L7A von KE-Munition (kinetische Energie) und von MZ-Munition (Mehrzweck). Die 120 mm Kanone wird
105 mm M-57 im Leopard 2 und im Kampfpanzer M1A2 Abrams verwendet. Die französische 120 mm Kanone des
115 mm U-5TS Kampfpanzers Leclerc ist zur deutschen 120 mm Munition kompatibel. Dabei gibt es zwischen
120 mm (D) Deutschland und Frankreich eine enge Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung dieser Munition. In
120 mm (US) einer Reihe weiterer Staaten wird 120 mm Munition in Lizenz gefertigt beziehungsweise neu entwickelt.
120 mm L11/L30A1 Gegenwärtig ist der deutsche Munitionshersteller Rheinmetall bestrebt, weitere, ergänzende Munitionsarten für die 120 mm Kanone zu
125 mm D-81 entwickeln, um dem erweiterten Einsatzspektrum des Heeres Rechnung zu tragen.
152mm M81
allgemeiner Aufbau der 120 mm Patronen
Die 120 mm Munition ist eine patronierte Munition, die Treibladungshülse eine Teilabbrandladung. Zur Abdichtung im Bodenstück der
Kanone besitzt sie einen Stahlboden. Am Hülsenboden befindet sich das Rohr des Treibladungsanzünders hervor, der einen effektiveren und
gleichmäßigeren Abbrand der Treibladung sichern soll. Die Zündung der Treibladung erfolgt ausschließlich durch einen elektrischen Impuls an
der galvanischen Zündschraube im Hülsenboden durch einen Zündkontakt im Verschlusskeil der Kanone. Bei Ausfall der Stromversorgung
kann ein handbetätigter Stoßgenerator die Zündenergie erzeugen.

Einige Kenndaten der Munition:

Panzerbrechende Wuchtmunition (APFSDS)

Geschoss- Patronen_ Geschoss-/ Kaliber Geschoss- Penetrator- Längen- Anfangs- Bemerkung


index gewicht Penetrator Geschoss / länge länge verhältnis geschwindigkeit
gewicht Penetrator
kg kg mm mm mm L/D m/sec
DM 13 ? 4,44 ~ 38 ~ 463 ~ 453 ~ 12,5:1 1650 Einführung 1979
? ?
DM 23 A1 ? 7,2 ~ 32 ~ 485 ~ 485 ~ 16,8:1 1650 Einführung 1983
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4,6 ?
DM 33 A1 19 7,3 ~ 27 ~ 640 ~ 640 ~ 22,4:1 1650 Einführung 1987
? ?
DM 43 A1 19,5 7,2 ~ 23 ~ 654 ~ 574 ~ 28:1 1740
? 20,3
DM 53 21,4 8,35 ~ 21 745 ~ 646 ~ 38:1 1670 (L44) Einführung 1999,
~5 ~ 20,8 1750 (L55)
Einführung 2005,
für Kanone L55,
8,35 ?
DM 63 ~ 21,4 745 ~ 646 ~ 38:1 ~ 1750 (L55) wie DM 53, aber
~5 ~ 20,8
stärkere
Treibladung
Übungsgeschoss
DM 38 k.A. k.A. mit
Lochkegelleitwerk
Übungsgeschoss
mit
Lochkegelleitwerk
DM 38 A2 k.A. k.A.
Recycling der
Gefechtspatrone
DM 13 (konisch)
Übungsgeschoss
mit
Lochkegelleitwerk
DM 38 A3 k.A. k.A. Recycling der
Gefechtspatrone
DM 13
(zylindrisch)

k.A. ~ 38. ~ 463 ~ 12,5:1 Übungsgeschoss


mit
Lochkegelleitwerk
DM 38 A4 k.A. k.A.
Recycling der
Gefechtspatrone
DM 23
Übungsgeschoss
mit
Lochkegelleitwerk
DM 38 A5 k.A. k.A.
Recycling der
Gefechtspatrone
DM 23 A1
Übungsgeschoss

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mit
Lochkegelleitwerk
DM 38 A6 k.A. k.A.
Recycling der
Gefechtspatrone
DM 33A1
Übungsgeschoss
6
DM 48 17,5 1715 mit
?
Lochkegelleitwerk
~ : Wert ist errechnet mit Hilfe von Fotos
? : Wert ist unbekannt

Mehrzweckgeschosse (MZ)

Kaliber Patronen- Geschoss- Masse Anfangs-


Geschoss-
im Flug gewicht gewicht Sprengladung geschwindigkeit Bemerkung
index
mm kg kg kg m/sec
DM 12 120 23 13,5 1,62 1140
DM 12 A1 120 23 14,1 1,62 1140
DM 18 120 23 - 1140
DM 18 A2 120 23 14,1 - 1140
Recycling der Gefechtspatrone
DM 18 A3 120 23 14,1. - 1140
DM 12
Recycling der Gefechtspatrone
DM 18 A4 120 23 14,1 - 1140
DM 12 A1

Sprenggeschosse (HE)

Kaliber Patronen- Geschoss- Masse Anfangs-


Geschoss-
im Flug gewicht gewicht Sprengladung geschwindigkeit Bemerkung
index
mm kg kg kg m/sec
950 (L44) wirksamer Splitterradius 80 m
DM 11 120 29 19 3,0
1100 (L55) eff. Schussweite 5000 m
~ 950 (L44)
DM 11 SQ 120 k.A. ? ~ 3,0
~ 1100 (L55)
? (L44)
DM? 120 27 17 - HE-Übungsgeschoss
1000 (L55)

120 mm KE-Geschosse (APFSDS)

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Die DM 13 war die erste in Deutschland entwickelte panzerbrechende Wuchtmunition für Glattrohrkanonen und war zum
Zeitpunkt der Einführung des Leopard 2 im Jahre 1979 verfügbar. Das flügelstabilisierte KE-Geschoss wirkt nur durch seine
kinetische Energie, die es im Rohr beim Abschuss erhält. Dazu wird das Geschoss auf eine Anfangsgeschwindigkeit von 1640 m/sec
beschleunigt. Das Kaliber im Flug liegt bei 38 mm, die Geschossmasse ohne den abtrennbaren Treibkäfig beträgt 4,6 Kg. Der eigentlich
panzerdurchdringende Kern ist im Geschosskörper eingebettet und weist einen noch kleineren Durchmesser als der Geschosskörper auf. Das
Material des Penetrators besteht aus einer speziellen Wolfram-Legierungen mit enorm hoher Dichte und Härte. Die Durchschlagsleistung der
DM 13 soll auf 2200 m Schussentfernung cirka 230 mm homogenem Walzstahl (RHA) betragen.

Die Patrone besteht aus einem stählernen Hülsenboden mit Zündschraube und einem Anzündstab, der für eine optimale Entzündung der
Treibladung sorgt. Ein in den Hülsenboden eingeklebter Hülsenkörper verbrennt vollständig. Die Spitze der Treibladungshülse trägt das
Geschoss. Die Leistungsdaten der DM 13 bereits Anfang der 80er Jahre nicht mehr zufriedenstellend, so dass sie ab 1983 durch die DM 23
ersetzt wurde.

Die DM 23 unterscheidet sich von ihrer Vorgängerin durch ein neues Geschoss mit verringertem Kaliber im Flug und verlängertem Penetrator.
Neu gestaltet wurde die Spitze des Penetrators, der aus diesem Grund auch eine ballistische Haube erhielt. Der Treibkäfig wurde an das neue
Geschoss angepasst. Die Zusammensetzung der Treibladung wurde verfeinert und optimiert.

Die DM 33 ist der Nachfolger der DM 23 und erwies sich als außerordentlich leistungsfähig, so dass sie seit ihrer

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Fertigstellung etwa ab 1987 international breiteste Verwendung bei vielen Streitkräften fand, die Kampfpanzer mit der
deutschen 120 mm Kanone einsetzten. Alleine in Deutschland wurden von der DM 33 über 100'000 Stück produziert. Der
Penetrator besteht wiederum aus einer Wolfram-Legierung. Die Treibladung besteht aus Schüttpulver. Der Penetrator
verfügt über ein weiter verringertes Kaliber im Fluge und eine deutlich größere Geschosslänge. Der dreiteilige Treibkäfig
wurde weiterentwickelt und verbessert. DieTreibladung wurde optimiert.

Die DM 43 (LKE I) ist eine Weiterentwicklung der DM 33 und kann aus der 120 mm Kanone (L/44) und auch aus der
rohrverlängerten Kanone (L/55) verschossen werden. Insbesondere der Penetrator, der Treibkäfig und die Treibladung
wurden neu entwickelt. Die Treibladung besteht nun aus einem Teil Röhrenpulver und einem Teil Schüttpulver und ermöglicht
eine Anfangsgeschwindigkeit von 1740 m/s. Der Penetrator ist so konstruiert, dass er eine optimale Durchschlagswirkung
auch beim Auftreffen auf stark geneigte Panzerungen gewährleisten soll.

Die DM 53 (LKE II) stellt die letzte bisher bekannte Entwicklung dar. Die DM 53 wurden insbesondere in Hinblick auf die
Bekämpfung von Kampfpanzern mit modernsten Mehrschichtpanzerungen und zusätzlichen Reaktivpanzerungen entworfen.
Der Penetrator besteht aus einer speziellen Wolfram-Schwermetall-Legierung. Das bisherige Leichtmetall Flügelleitwerk
wurde duch ein Stahlleitwerk ersetzt um die höhere Belastung beim Verschuss aus der 120 mm Kanone L/55 aufnehmen zu
können. Die DM 53 kann aus den Kanonen L/44 und L/55 verschossen werden. Dabei liegt die Mündungsenergie der DM 53
rund 15 % über dem Wert der alten Muition für die Kanone L/44 und sogar um 30 % beim Verschuss aus der Kanone L/55.

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Die DM 63 (LKE II) [DM 53A1] unterscheidet sich von der DM 53 im Wesentlichen nur durch den Einsatz einer neuartigen
temperaturunabhängigen Treibladung TIPS (Temperature Independent Propulsion System). Diese neue Treibladung behält
ihre innenballistischen Eigenschaften über einen breiten Ladungstemperaturbereich von etwa relativ konstant aufrecht.
Außerdem konnte mit der neuen Treibladung der Verschleiß im Rohr durch Erosion erheblich verringert werden. Die
Treffgenauigkeit wurde deutlich verbessert, so dass der Streuungskreis (50 % Treffwahrscheinlichkeit) hat einen
Durchmesser von etwa 2 Strich bei gesteigerter effektiver Schussentfernung. Verfeinert wurde die Treibladungsanordnung
aus 7-Loch Schüttpulver und der Treibkäfig.
Zur eindeutigen Unterscheidung erhielt die DM 53A1 die Bezeichnung DM 63. Die DM 63 soll nur aus der Kanone L/55
verschossen werden.

120 mm KE-Übungsgeschosse

Die DM 38 wurde als Übungsgeschoss entwickelt. In Form, Gewicht und Aufbau entspricht sie der DM 13. Allerdings besteht der Penetrator
aus einfachem, preiswertem Stahl. Um das Verschießen der DM 38 auch auf Panzerschießplätzen mit der üblichen geringen Sicherheitstiefe zu
ermöglichen, erhielt das Geschoss ein Lochkegelleitwerk. Dieses Lochkegelleitwerk ist so gestaltet, das innerhalb der Schussweite von etwa
2500 -3000 m die Flugbahn dem Gefechtsgeschoss entspricht. Allerdings ändern sich durch das Lochkegelleitwerk die aerodynamischen
Eigenschaften des Geschosses nach Unterschreiten einer kritischen Fluggeschwindigkeit so stark, dass die Fluggeschwindigkeit drastisch abfällt.
Das Geschoss erreicht so unter normalen Schießplatzbedingungen lediglich eine maximale Flugweite von etwa 7500 m, während ein
Gefechtsgeschoss theoretisch bis zu 100 km weit fliegen kann. Ein Übungsgeschoss mit Lochkegelleitwerk zeigt das linke Foto. Für das
Schießen auf Schießplätzen mit geographisch begrenzter Schussweite, wie beispielsweise in den Schweizer Alpen kann das Übungsgeschoss
auch ein herkömmliches Flügelleitwerk aufweisen, wie das rechte Foto zeigt.

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Die DM 48 entspricht im Wesentlichen dem Aufbau der DM 38. Um jedoch der veränderten Ballistik der Gefechtsgeschosse
Rechnung zu tragen, wurden Geschosskörper, Treibkäfig und Treibladung so weiterentwickelt, dass die DM 48 unter
Schießplatzbedingungen eine der verbesserten Gefechtsmunition analoge Flugbahn aufweist.

Die 120 mm Mehrzweckgranate DM 12

Die DM 12 wurde als Mehrzweckgranate entwickelt und soll neben der Bekämpfung von gepanzerten Zielen auch gegen ungepanzerte Ziele,
Feldbefestigungen und lebende Kräfte eingesetzt werden. Die Granate besitzt eine Hohlladung zum Durchschlagen von gepanzerten Zielen.
Durch eine angepasste Granathülle wird beim Detonieren neben dem eigentlichen Hohlladungseffekt zusätzlich eine erhöhte Splitterwirkung
erreicht. Die Durchschlagswirkung bei Panzerzielen soll bei 60 Grad Auftreffwinkel in Bereichen bis zu 220 mm liegen. Bei 90 Grad
Auftreffwinkel durchschlägt sie ca. 450 mm Schottpanzerung, abhängig vom Keramikanteil der Panzerung. Bei homogenem Panzerstahl sind
etwa 700 mm Durchdringtiefe möglich. Die Kombination Hohlladung und Splittergeschoss ist jedoch ein Kompromiss. Die Leistungsdaten beim
Einsatz gegen ungepanzerte Ziele, Feldbefestigungen und lebende Kräfte liegen deutlich unter denen einer konventionellen Splittergranate wie
beispielsweise der russischen 125 mm HE-FRAG OF-26. Deshalb haben bereits einige Streitkräfte die neue HE-Granate DM 11 eingeführt,
was auch für die Bundeswehr geplant ist.

Die DM 18 ist ein Übungsgeschoss und entspricht in Form, Gewicht und ballistischen Daten der DM 12. Allerdings enthält der
Geschosskörper weder eine Sprengladung noch einen Zünder.

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120 mm Sprenggranate DM 11

Eine neuere Entwicklung stellt die 120 mm HE ( High Explosive) Granate dar. Sie ist eine konventionelle Sprenggranate mit Boden- oder
alternativ Kopfzünder. In ihrer Wirksamkeit übertrifft sie die Mehrzweckmunition, da sie nicht den Kompromiss zu Gunsten der
Hohlladungswirkung eingehen muss. Sie besitzt eine bedeutend höhere Sprengstoffmasse und die Gestaltung der Geschosshülle läßt eine
effektivere Splitterwirkung zu. Die DM 11 kann mit einem tempierbaren Zünder versehen werden. Dieser elektronische Zeitzünder wird nach
dem Laden durch eine Übertragungsbaugruppe so programmiert, dass die Granate nach einer duch die Besatzung zu bestimmenden Flugzeit
detoniert, die der gewünschten Schussentfernung entspricht. Dadurch kann der Detonationspunkt in Höhe und Entfernung so gelegt werden,
dass eine optimale Splitterwirkung vor, hinter oder auch über dem Ziel erreicht wird. Die DM 11 soll insbesondere die veränderten
Einsatzspektren der Kampfpanzer abdecken. War der Kampfpanzer bisher vorwiegend zum bekämpfen feindlicher Panzer vorgesehen, so
rückt die Ünterstützung von Infanterieeinheiten stärker als bisher in den Focus der Einsätze.

Der elektronisch einstellbare Bodenzünder ist werksmäßig auf Sprengwirkung ohne Verzögerung eingestellt und kann so auch
von Kampfpanzern ohne Zünderstellelektronik verschossen werden. Bei eingebauter Zünderstellelektronik kann der Zünder
auch auf Sprengwirkung mit Verzögerung eingestellt werden. Dadurch wird die Detonation zur Verstärkung der Wirkung erst
nach dem Durchbrechen leichter Panzerungen oder Feldbefestigungen ausgelöst.
Anders als bei der MZ DM 12 verfügt die DM 11 nun über ein ausklappbares Leitwerk in ähnlicher Form wie die russische
OF-26. Rheinmetall entwickelt offensichtlich die DM 11 weiter und präsentierte ein Geschoss mit veränderter Geschossform.
Es sind allerdings noch keine Daten verfügbar.

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120 mm PELE-Geschoss (PELE-FSDS)

Das PELE-Geschoss - Penetrator mit erhöhtem Lateral-Effekt - ist eine völlige Neuentwicklung. Die Idee besteht darin,
ältere, nicht mehr verwendete KE-Geschosse äußerst preiswert aufzuarbeiten, dabei den Geschosskörper aufzubohren und
den Hohlraum mit einem Stab aus Spezialkunststoff oder einer besonderen Metalllegierungen zu füllen. Das PELE-Geschoss
ist durch die schlanke Form und die hohe Anfangsgeschwindigkeit in der Lage, problemlos leichtgepanzerte Ziele und
Befestigungsanlagen bzw. Betonwände und vergleichbare Hindernisse zu durchschlagen.

Die Entwickler versprechen sich von der hohen Treffgenauigkeit der Geschosse und der fehlenden Sprengladung
erheblich verringerte Kollateralschäden im Zielumfeld. Das ist insbesondere bei Einsätzen unterhalb der Schwelle zum
Krieg in überbautem Gelände bedeutsam und geht auf Erfahrungen zurück, die in den vergangenen und noch
laufenden lokalen Konflikten gesammelt wurden.

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Durch die Geschossbelastung beim Durchdringen werden hohe Materialspannungen im Geschosskörper aufgebaut, die sich
beim Durchdringen entspannen und eine hohe Splitterwirkung auch ohne Sprengstoff entwickeln. Dabei wird nebend der
Splitterwirkung zusätzlich eine Bresche im Hinderniss geschaffen. In Betonwände konnten mit dem PELE-Geschoss unter
optimalen Bedingungen Breschen mit einem Durchmesser bis zum 40-fachen des Geschosskalibers gebrochen werden.
Inwieweit des PELE-Geschoss vom Kunden angenommen wird und als Ergänzung zur HE-Granate DM 11 akzeptiert wird,
bleibt abzuwarten.

Schusstafeln der 120 mm Kanone


Die Daten entsprechen der Schusstafel der Kanone des Panzers 87

KE-Geschoss Mehrzweckgranate

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Schusstafel der 120 mm Kanone

- Stand 1987 -
Berechnet für : Luftdichte 1150 g/m3 und eine Höhe von 800 m üNN

12 cm PzKan 87 - Can char 12 cm 87 V0 = 1640 m/s Pulvertemperatur / Temperature de la +15 °C


poudre
Pfeil Pat 87 Lsp - Cart flèche 87 lum
Geschoßgewicht 7,2 kg fliegend 4,6 kg
KE Rho = 1150 g/m3
Abgangsfehler /Angle de relèvement
+0,5 Strich

32 mm
Pfeildurchmesser / Diamètre de la flèche

Streuung Einflüsse Visierbereich


eine
Endge- wahrscheinliche Kerngarbe (50%)
Schuss- Fall- Scheitel- Scheitel- Abweichung in der
Distanz schwindig- Flugzeit Schuss-
winkel winkel distanz höhe 100 m 10 m/s 10 m/s 100
keit winkel Zielhöhe Zielhöhe
Distanz Quer- g/m2
Breite Höhe Breite Höhe +1% DV0 1m 2m
DH wind DRho
DH

m Strich Strich m/s s m m m m m m m m m m m m m


100 0,2 0,2 1634 0,06 50 0,01 0-1290 0-1450
200 0,4 0,4 1629 0,12 100 0,02 0-910 0-1115
300 0,6 0,6 1623 0,18 150 0,04 0-845 0-1055
400 0,7 0,7 1618 0,25 200 0,07 0-855 0-1065
500 0,9 0,9 1612 0,31 251 0,12 0,08 0,10 0,25 0,3 0,09 0,49 0,03 0,01 0 0-890 0-1095
600 1,1 1,1 1606 0,37 301 0,17 0-945 0-1145
700 1,3 1,3 1601 0,43 351 0,23 0-1005 0-1200
800 1,5 1,5 1595 0,49 402 0,3 0-1080 0-1265
900 1,7 1,7 1590 0,56 452 0,38 0-1155 0-1330
1000 1,9 2 1584 0,62 503 0,47 0,19 0,98 0,11 0,02 0 0-1230 0-1400
1100 2,1 2,2 1578 0,68 554 0,57 0-1315 0-1475
860-
1200 2,3 2,4 1573 0,75 604 0,68 0-1550
1395
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1025-
1300 2,5 2,6 1567 0,81 655 0,81 0-1630
1485
1160-
1400 2,7 2,8 1562 0,87 706 0,94 0-1710
1570
1290-
1500 2,9 3 1556 0,94 757 1,08 0,17 0,20 0,5 0,6 0,3 1,47 0,24 0,05 0,02 0-1795
1660
1410- 1105-
1600 3,1 3,2 1551 1 807 1,23
1750 1880
1525- 1280-
1700 3,3 3,4 1545 1,07 858 1,4
1840 1965
1640- 1430-
1800 3,5 3,6 1540 1,13 909 1,57
1935 2050
1750- 1565-
1900 3,7 3,9 1534 1,2 960 1,76
2025 2140
1860- 1695-
2000 3,9 4,1 1529 1,26 1011 1,95 0,25 0,30 0,75 0,9 0,4 1,96 0,44 0,09 0,03
2120 2330
1970- 1815-
2100 4,1 4,3 1524 1,33 1063 2,16
2215 2320
2080- 1935-
2200 4,3 4,5 1518 1,39 1114 2,38
2310 2410
2185- 2055-
2300 4,5 4,8 1513 1,46 1165 2,61
2405 2500
2290- 2170-
2400 4,7 5 1507 1,54 1216 2,85
2500 2590
2395- 2280-
2500 4,9 5,2 1502 1,59 1268 3,11 0,42 0,50 1,25 1,5 0,51 2,45 0,68 0,14 0,06
2595 2685
2500- 2390-
2600 5,1 5,5 1497 1,66 1319 3,37
2690 2775
2605- 2505-
2700 5,3 5,7 1491 1,73 1371 3,65
2790 2870
2710- 2610-
2800 5,6 5,9 1486 1,79 1422 3,94
2885 2965
2815- 2720-
2900 5,8 6,2 1480 1,86 1474 4,24
2980 3060
2915- 2830-
3000 6 6,4 1475 1,93 1526 4,55 0,50 0,60 1,5 1,8 0,63 2,94 1 0,22 0,12
3080 3150

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Mail Munition

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Schusstafel der 120 mm Kanone
- Stand 1987 -
Berechnet für : Luftdichte 1150 g/m3 und eine Höhe von 800 m üNN

12 cm PzKan 87 - Can char 12 cm 87 V0 = 1130 m/s Pulvertemperatur / Temperature de la +15 °C


poudre
Hl Pat 87 Lsp - Cart creu 87 lum
Geschoßgewicht 13,6 kg
MZ Rho = 1150 g/m3
Abgangsfehler /Angle de relèvement
+0,5 Strich

Streuung Einflüsse Visierbereich


eine
Endge- wahrscheinliche Kerngarbe (50%)
Schuss- Fall- Scheitel- Scheitel-
Distanz schwindig- Flugzeit Abweichung in der Schuss-
winkel winkel distanz höhe 100 m 10 m/s 10 100
keit winkel Zielhöhe Zielhöhe
Distanz Quer- m/s g/m2
Breite Breite Breite Breite +1% 1m 2m
DH wind DV0 DRho
DH
m Strich Strich m/s s m m m m m m m m m m m m m
100 0,4 0,4 1104 0,09 51 0,01 0-655 0-780
200 0,8 0,8 1078 0,18 101 0,04 0-555 0-690
300 1,2 1,3 1053 0,28 152 0,09 0-570 0-700
400 1,7 1,8 1029 0,37 204 0,17 0-620 0-740
500 2,1 2,3 1004 0,47 255 0,27 0,13 0,13 0,40 0,40 0,23 0,49 0,27 0,02 0,01 0-680 0-795
600 2,6 2,8 980 0,57 308 0,40 0-755 0-860
700 3,1 3,4 956 0,67 359 0,55 0-830 0-930
800 3,6 4,0 933 0,78 413 0,74 615-915 0-1005
760-
900 4,1 4,7 910 0,89 467 0,97 0-1008
1000
885-
1000 4,6 5,4 887 1,00 520 1,23 0,27 0,27 0,80 0,80 0,54 0,98 1,14 0,08 0,07 700-1165
1090
1005-
1100 5,2 6,2 865 1,11 575 1,52 875-1245
1180
1120- 1015-
1200 5,7 7,0 842 1,23 629 1,86
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1200 5,7 7,0 842 1,23 629 1,86
1270 1330
1230- 1145-
1300 6,3 7,8 820 1,35 685 2,24
1365 1420
1335- 1265-
1400 6,9 8,7 798 1,47 740 2,67
1455 1510
1445- 1380-
1500 7,6 9,7 777 1,60 797 3,15 0,40 0,40 1,20 1,20 0,97 1,47 2,74 0,21 0,28
1550 1600
1550- 1495-
1600 8,2 10,8 755 1,73 854 3,68
1645 1690
1655- 1605-
1700 8,9 11,9 733 1,87 910 4,27
1740 1785
1760- 1715-
1800 9,6 13,1 710 2,01 969 4,94
1840 1875
1865- 1825-
1900 10,4 14,4 689 2,15 1027 5,66
1935 1970
1965- 1930-
2000 11,1 15,8 667 2,30 1086 6,46 0,53 0,53 1,60 1,60 1,59 1,96 5,26 0,42 0,83
2035 2065
2070- 2035-
2100 11,9 17,3 646 2,45 1146 7,35
2130 2160
2170- 2140-
2200 12,8 18,9 625 2,61 1207 8,32
2225 2255
2275- 2245-
2300 13,7 20,7 604 2,77 1268 9,39
2325 2350
2375- 2350-
2400 14,6 22,6 584 2,94 1330 10,56
2425 2445
2480- 2455-
2500 15,6 24,7 565 3,11 1393 11,84 0,67 0,67 2,00 2,00 2,48 2,45 8,98 0,77 2,05
2520 2540
2580- 2560-
2600 16,6 26,9 546 3,29 1456 13,26
2620 2640
2680- 2665-
2700 17,6 29,3 528 3,48 1521 14,81
2720 2735
2785- 2765-
2800 18,7 31,9 510 3,67 1586 16,50
2815 2835
2885- 2870-
2900 19,9 34,7 493 3,87 1652 18,36
2915 2930
2985- 2970-
3000 21,1 37,7 476 4,07 1718 20,38 0,80 0,80 2,40 2,40 3,80 2,94 14,20 1,32 4,49
3015 3030

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Die Munition für die
120 mm Kanonen L11
und L30A1
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Inhalt:
120 mm L11/L30A1
Die Munition für die 120 mm Kanonen L11 und L30A1

Die in den 60er Jahren in mehreren westlichen Staaten in Entwicklung befindlichen Glattrohrkanonen zeigten zuunächst
noch Schwächen im Streuungsverhalten. Die britischen Entwickler sahen deshalb die
Zukunft der britischen Entwicklung, bestätigt durch die hervorragende ballistische Leistung
100mm D-10 der 105 mm Kanone L7, in einer gezogenen Panzerkanone vom Kaliber 120 mm. Auch
100 mm D-10 II die britischen Militärs sprachen sich für eine Zugrohrkanone aus, weil sie der Meinung
105mm L7A waren, eine solche Kanone verfüge über ein breiteres Einsatzspektrum bei einer
105 mm M-57 umfangreicheren Anzahl verschiedener Geschossarten. Insbesondere waren die britischen
115 mm U-5TS Militärs davon überzeugt, dass die Quetschkopfgranate auf lange Sicht die
120 mm (D) Hauptmunitionsart bleiben wird. Die hohe Treffgenauigkeit der Quetschkopfgranate und
120 mm (US) ihre große Wirkung im Ziel schien den Befürwortern der Zugrohrkanone recht zu geben.
120 mm L11/L30A1 Konsequenterweise war dann auch die Quetschkopfgranate in beiden Golf-Kriegen die am meisten verwendetete
125 mm D-81 Munitionsart der britischen Panzereinheiten.
152mm M81
Hier nun die Munitionsarten für die 120 mm Kanonen L11 und L30A1

Typen- Munitionsart Anfangs- Gewicht Sprengstoff Besonderheiten


bezeichnung geschwindigkeit Geschoss gewicht
L15A4 APDS 1370 m/s 10,36 kg - nur für die Kanone L11
L20A1 (AP)DS Üb 1451 m/s 5,8 - Übungsgeschoss
L23 APFSDS 1534 m/s 8 kg - Wolfram-Nickel-Kupfer
Penetrator
L26 CHARM 1 APFSDS keine Angaben 8,5 kg - abgereichertes Uran, für
die Kanone L30A1
keine abgereichertes Uran, für
L27 CHARM 3 APFSDS keine Angaben -
Angaben die Kanone L30A1
L31 HESH 670 m/s 17,1 4,2 kg Quetschkopfgranate
Übungsgeschoss, ohne
L32 HESH Üb 670 m/s 17,1 kg -
Sprengstoff
L34 SMOKE Nebelgeschoss 670 m/s 17,3 kg 4,2 kg* *( Phosphor
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sowie die Treibladungen

Typ Pulverbezeichung Pulvergewicht Pulverart Bestimmung

für die L31 HESH, L32


L3 NQ/S27-09 3,03 kg Röhrenpulver HESH Üb
und L34 SMOKE
L4 NQ/S53-12 8,4 kg Röhrenpulver für die L15A4 APFSDS
L5 NQ/S27-09 5,16 kg Röhrenpulver für L20A1 APDS Üb
für die L23 APFSDS,
L8 AX/S64-20 6,65 kg Röhrenpulver (und L26 APFSDS für die
Kanone L11)
für die L15A1 APDSFS,
L12 keine Angaben keine Angaben keine Angaben (und L26 APFSDS für die
Kanone L11)
Röhrenpulver für die L26 APFSDS
L14A1 keine Angaben keine Angaben
auf Basis von RDX Kanone L30A1
Röhrenpulver für die L26 APFSDS
L14A2 keine Angaben keine Angaben
auf Basis von RDX Kanone L30A1
für die L27 APFSDS
L16A1 keine Angaben keine Angaben keine Angaben
Kanone L30A1

Das unterkalibrige panzerbrechende Geschoss L15 (APDS-T) mit abspringender Führungshülse und Leuchtspur ist im
wesentlichen eine Modifizierung des bereits Mitte des 40er Jahre entwickelten APDS-Geschosses für die 57 mm 6pdr
Kanone, das später für weitere britische Panzerkanonen, so auch die 105 mm Kanone L7 adaptiert wurde. Das Geschoss
besteht aus einer Führungshülse aus Leichtmetall mit einem Dichtungsring am Heckteil. Im hinteren Drittel umspannt ein
Führungsband aus Kunststoff die Hülse, das die Führung in den Zügen des Rohres gewährleistet und den Drall auf das
Geschoss überträgt. Im konisch geformten Innenboden ist das eigentliche Geschoss eingesetzt. Ein dreiteiliger
Führungsring am vorderen Teil der Führungshülse fixiert und zentriert das Geschoss. Der Führungsring wird von einem
weiteren Führungsband zusammengehalten. Beim Abschuß wird dieses vordere Führungsband unter der Wirkung der
Drallkräfte zerstört und löst sich vom vorderen Führungsring. Die drei Teile des Führungsrings lösen sich unter der Wirkung
der Drallkräfte und dem Luftwiderstand vom Geschoss, worauf der Luftwiderstand die Führungshülse abstreift. Das
Geschoss setzt seinen Flug fort, die Führungsteile fallen in etwa 500 m Entfernung zu Boden. Das Geschoss selbst besteht
aus einer stabilisierenden metallischen Hülle und einem Penetrator aus einer Wolframlegierung. Bei der L15A4 wurde der
Penetrator mit einer Kappe versehen, um die Durchschlagsleistung zu erhöhen und ein Abgleiten an der Panzerung zu
vermeiden. Die Durchschlagsleistung der L15 wird mit 355 mm Stahl auf 1000 m angegeben. Mit der verbesserten L15A4
können 450 mm Stahl auf 2000 m durchschlagen werden.
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120 mm L20 APDS
120 mm L15 APDS 120 mm L15A4
Üb 120 mm L20 APDS Üb

Für das Geschoss L15 wurde ein Übungsgeschoss L20 mit Leuchtspur (DS-T) entwickelt, dass gleiche ballistische
Eigenschaften wie das Gefechtsgeschoss besitzt, allerdings aus einem kostengünstigeren Metall für das Geschoss
besteht. Außerdem wurde das L20 Geschoss so konstruiert, dass der Rohrverschleiß während der Übungsschießen
erheblich gesenkt werden konnte. Bis 1100 m besitzt die L20 die selbe Flugbahncharakteristik wie die L15.

Als sich zeigte, dass die Wirkung der L15 die Bekämpfung moderner Kampfpanzer nicht mehr zuliess, wurde ein
flügelstabilisiertes Unterkalibergeschoss mit Treibkäfig APFSDS entwickelt. dabei zunächst das Geschoss L23 für die
120 mm Kanone L11 des Chieftain. Die effektive Schussweite beträgt 3500 m. Das Geschoss L23A1 ist eine
Modernisierung mit einem verlängerten Penetrator, der eine höhere Durchschlagskraft ermöglichte. Das linke Bild zeigte
ein L23 Geschoss mit der Schutzkappe am Geschossboden. Da bei der 120 mm Kanone Geschoss und Treibladung im
Kampfraum getrennt gelagert sind, werden die Flügel des Geschosses durch diese Kappe geschützt. Das zweite Bild
zeigt das Geschoss ohne diese Schutzkappe. Die APFSDS-Geschosse besitzen prinzipiell den gleichen Aufbau. Ein
Penetrator aus einer extrem harten Metalllegierung, z.B. Wolframkarbid oder abgereichertes Uran, wird von einer
stabilisierenden Metallumhüllung umgeben, an deren Ende die Flügel angebracht sind. Das Geschoss wird von einem
dreiteiligen Treib- und Führungskäfig umschlossen, der an der Kontaktfläche zum Geschoss mit schrägen Nuten versehen
ist. Die entsprechend spiegelverkehrt an der Geschosshülle angebrachten schrägen Nuten nehmen die
Beschleunigungskräfte beim Abschuss auf und übertragen sie auf das Geschoss. Am Heck des Führungskäfigs werden
die Teile des Käfigs von einem Kunststoffführungsband umschlossen, das beim Einwirken der Drallkräfte im Rohr der
Kanone durchrutscht. Dadurch wird verhindert, dass der Drall auf das Geschoss übertragen wird. Die Stabilisierung im
Flug wird vollständig von den Flügeln am Geschossheck übernommen.

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120 mm L23 120 mm L23A1 120 mm L23A1 120 mm L26 120 mm L27A1
APFSDS APFSDS APFSDS APFSDS APFSDS

Für die 120 mm Kanone L30A1 des Challanger wurde die Weiterentwicklung L26 konstruiert, die ein vergrößertes
Längen-Durchmesserverhältnis aufweist. Der Penetrator besteht aus abgereichertem Uran. Beim Geschoss L27A1 wurde
das Längen-Durchmesserverhältnis nochmals vergrößert um die Durchschlagswirkung weiter zu erhöhen. Die L27,
gleichfalls mit einem Penetrator aus abgereichertem Uran, wurde Anfang der 90er Jahre entwickelt und als L27A1 1999 in
den Truppendienst übernommen.

Die aus britischer Sicht lange Jahre als wichtigste Munitionsart angesehene Quetschkopfgranate L31 zeigt das erste
Bild der folgenden Reihe. Diese Granate besteht aus einer relativ dünnen Metallhülle, an deren vorderem Mundstück eine
ballistische Haube aus einem weichen Metall aufgesetzt ist. Das Geschoss ist mit einem brisanten Sprengstoff gefüllt. Am
Geschossboden sitzt der eingeschraubte feste Treibboden sowie ein Bodenzünder mit verzögerter Aufschlagwirkung.
Beim Auftreffen auf ein hartes Ziel drückt sich der Geschosskörper, und damit auch die Sprengladung, auf und vergrößert
dabei die Kontaktfläche mit dem Ziel erheblich. Kurz darauf, aber leicht verzögert, löst der Bodenzünder die Detonation
der Sprengladung aus. Auf Grund der großen Kontaktfläche mit dem Ziel wird ein starker Impuls auf das Ziel übertragen,
der zur Zerstörung führt. Schwer gepanzerte Ziele werde dabei nicht durchschlagen, allerdings führt das explosionsartige
Ablösen von Teilen der Panzerung an der Kampfrauminnenseite zu einer ausreichenden Vernichtungswirkung. Zum
Zeitpunkt der Einführung dieser Granate konnten fast alle Kampfpanzer bekämpft werden. Die HESH-Granate wurde noch
in den Golfkriegen 1991 und 2003 erfolgreich eingesetzt und war sogar die am meisten verwendetet Granate der
britischen Kampfpanzer. Sie ist gegen Feldbefestigungen, Bunker oder leicht gepanzerte Ziele sehr wirkungsvoll.
Allerdings kann die HESH-Granate gegen offene Ziele wegen der geringen Splitterwirkung kaum effektiv eingesetzt
werden.
Ein weiterer Nachteil ist die sehr geringe Anfangsgeschwindigkeit von nur 670 m/s und die damit verbundene
Windempfindlichkeit. Wegen des relativ weichen Geschosskörpers kann die Anfangsgeschwindigkeit nicht weiter erhöht
werden ohne das Geschoss beim Abschuss zu deformieren. Die maximal wirksame Schussentfernung, wenn auf ein
schweres Standardziel geschossen wird, beträgt 8500 m. Die HESH kann auch für das Schießen im halb- oder indirekten
Feuer verwendet werden. In diesem Fall kann bis 10600 m geschossen werden
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120 mm L31 120 mm L31 120 mm L32A6 120 mm L34 120 mm L34
HESH HESH HESH Üb SMOKE SMOKE

Ein weiteres verwendetes Geschoss ist die L34 SMOKE, eine Nebelgranate. Ihre äußere Gestaltung ähnelt der HESH.
Der Geschosskörper ist mit einer Füllung aus weissem Phosphor gefüllt, der beim Explodieren der Granate eine starke
Nebelwirkung hervorruft. Mit der L34 SMOKE sollen gefährliche Ziele geblendet werden, um ihnen Beobachtungs- und
Feuermöglichkeit zu nehmen. Wegen des relativ weichen Geschosskörpers besitzt die L34 ebenfalls nur eine
Anfangsgeschwindigkeit von nur 670 m/s.

Für die zu verwendenden Treibladungen entschlossen sich die Entwickler zu einer im Panzerbau bisher einmaligen
Lösung und verzichteten völlig auf die klassische Metallhülse mit der üblichen Zündschraube im Patronenboden. Alle
Treibladungen bestehen aus einer vollständig verbrennende Hülle aus Textil oder hartem Zellulosematerial.
Die Treibladung L3A1, im Bild ganz links, wird beim Verschießen von HESH-Granaten, HESH-Übungsgeschossen und
Nebelgeschossen verwendet. Die Treibladung besteht aus einem textilen, vollständig verbrennenden Beutel mit
halbkreisförmigem Querschnitt. Am Kopfteil des Treibladungsbeutels befindet sich ein Stoffband zum herausziehen der
Treibladung aus den geschützten Treibladungsbehältern im Kampfraum. Am Bodenteil des Treibladungsbeutels ist eine
gesonderte Anzündladung untergebracht, die, vom Zündstrahl der Zündpatrone im Verschlusskeil gezündet, den
Zündimpuls auf die Treibladung überträgt. Die Treibladung selbst besteht aus 3,03 kg Röhrenpulver mit einer Länge von
635 mm. Die Gesamtlänge der Treibladung beträgt 658 mm bei einem Gewicht von 3,15 kg.

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Treibladung L3A1 Treibladung L4A5 Treibladung L8A1 Treibladungsanzündpatrone L3A1

Die Treibladung L4A5, im zweiten Bild von links, ist vorgesehen zum Verschuss der APDS-Gschosse. Sie besteht aus
einem zylindrischen, vollständig verbrennenden Mantel aus Hart-Nitrozellulose, trägt ebenfalls am Kopfteil ein Stoffband
zum herausziehen und eine Anzündladung am Bodenteil. Wegen der vergrößerten Ladung für den Verschuss von APDS-
Geschossen besitzt die Treibladung einen vollen zylindrischen Querschnitt. Die Treibladung besteht aus einem Bündel
Röhrenpulver von 686 mm Länge und einem Gewicht von 8,4 kg. Zwischen Treibladung und Anzündladung ist eine
trennende Lochscheibe aus Hart-Nitrozellulose angeordnet, um die gleichmäßige Übertragung des Zündimpulsen zu
gewährleisten. Die Gesamtlänge der Treibladung beträgt 711 mm bei einem Gewicht von 9,1 kg.
Die Treibladung L8A1 besteht gleichfalls aus einem zylindrischen vollständig verbrennenden Mantel aus Hart-Nitrozellulose
mit Tragband am Kopf und Anzündladung am Bodenteil, die durch eine Lochscheibe aus Hart-Nitrozellulose vom Bündel
Röhrenpulver getrennt ist. Die Anzündladung besteht aus vier Säckchen mit jeweils 1,8 Gramm Pulver als Initialladung
sowie vier Säckchen mit jeweils 21,3 Gramm Pulver für die eigentliche Anzündladung. Die Treibladung besteht aus einem
Bündel Röhrenpulver von 559 mm Länge und 6,65 kg Gewicht. Die Gesamtlänge der Treibladung beträgt 709 mm bei
einem Gewicht von 7,6 kg.

Die Treibladungsanzündpatrone für die Kanone L11 ist, ganz rechtes Bild, die sogenannte TUBES VENT ELECTRIC
(TVE) vom Typ L3A1. Sie ist ähnlich einer Gewehrpatrone aufgebaut, trägt an Stelle der Schlagzündkapsel eine elektrisch
zu zündende Kapsel am Patronenfuß. Der Elektrokontakt am Patronenboden überträgt den Stromimpuls aus dem
Kontaktstift im VENT TUBE LOADER, dem Magazin für die Treibladungsanzündpatronen, über einen elektrisch isolierten
Draht auf die Zündladung am Patronenfuß. Diese Ladung zündet die eigentliche Anzündladung aus pelletartigem Pulver.
Der entstehende Zündstrahl wird über den Zündkanal im Verschlusskeil auf die Anzündladung am Bodenteil der
Treibladungsbeutel übertragen. Die L3A1 Treibladungsanzündpatrone ist, neben der ebenfalls verwendeten,
ursprünglichen L1A4 Zündpatrone, zusätzlich auch zum Verschießen von APFSDS-Geschossen geeignet. Aus diesem
Grund wurde die L4A1 entwickelt, die sich, prinzipiell gleich aufgebaut, jedoch zum Verschuss sämtlicher verfügbaren
Geschossarten eignet.
Die L1A4 und L3A1 sind nicht für den Einsatz in der 120 mm Kanone L30 des CHALLANGER 2 verwendbar, währdend
die L4A1 auch in dieser Kanone verwendeter werden darf.
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Copyright: Stefan Kotsch

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US-Munition der 120
mm Panzerkanone
M 256
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Inhalt:
120 mm (US)
US-Munition der 120 mm Panzerkanone M 256

Die von der deutschen Firma Rheinmetall entwickelte 120 mm Glattrohrkanone wurde nach einer kurzen Übergangsphase schließlich auch
für den Kampfpanzer M1A1 ABRAMS als Hauptbewaffnung übernommen und unter der Bezeichnung M 256 in den USA in Lizenz
produziert.
100mm D-10
100 mm D-10 II Aufbau der Munition.
105mm L7A Der grundsätzliche Aufbau der US-amerikanischen 120 mm Munition entspricht dem des deutschen Originals. Im
105 mm M-57 weiteren soll daher nur auf die Besonderheiten eingegangen werden. Die wichtigstens Hersteller sind die Firmen ATK
115 mm U-5TS und General Dynamics.
120 mm (D)
120 mm (US) Einige Kenndaten der Munition:
120 mm L11/L30A1
125 mm D-81 Panzerbrechende Wuchtmunition (APFSDS)
152mm M81
Geschoss- Patronen- Geschoss-/ Kaliber Geschoss- Penetrator- Längen- Anfangs- Bemerkung
index gewicht Penetrator Geschoss / länge länge verhältnis geschwindigkeit
gewicht Penetrator
kg kg mm mm mm L/D m/sec

M827 ? 4,53 ? ~ 463 ~12:1 1650 vermutlich frühe


? 38 Version der
deutschen DM 13
M829 ? 4,27 ? 616 ~ 500 ~22:1 1650 abgereichertes
? 27 Uran,
eingeführt 1984
M829A1 20,9 4,88 ? 780 684 ~31:1 1575 abgereichertes
? 22 Uran,
genannt "Silver
Bullet"
eingeführt ?
M829A2 ? 7,9 ? 782 ~680 - ~720 ~31-34:1 1680 abgereichertes
? 21 Uran,
eingeführt 1992
M829A3 22,3 10,0 ? 924 ~800 ~30:1 1555 abgereichertes
7 25 Uran,
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eingeführt 2003
Penetrator aus
8,2 ~24 Wolframlegierung
KE-W 20,5 778 ~673 ~32:1 1585
? ? 1996, von General
Dynamics
Penetrator aus
? Wolframlegierung
KE-W A1 19,6 ~680 ~580 1740
4 2000, von General
Dynamics
Übungsgeschoss
mit Kegelleitwerk,
5,5 ?
M865 17,2
2,75 38
469 - ~ 12,5 1700 max. 8000 m
Flugweite
eingeführt 1984
~ : Wert ist errechnet mit Hilfe von Fotos
? : Wert ist unbekannt

Mehrzweckgeschosse (MZ)

Kaliber Patronen- Geschoss- Masse Anfangs-


Geschoss-
im Flug gewicht gewicht Sprengladung geschwindigkeit Bemerkung
index
mm kg kg kg m/sec
wie deutsche DM 12
M830 120 24,2 13,5 ~ 1,62 1140
eingeführt 1984
HEAT-MP / MPAT
M830A1 120 22,3 11,4 ? 1400
eingeführt 1992
Übungsgeschoss zur M830
M831A1 120 24 12,2 - 1140 mit Kegelleitwerk
eingeführt 1984
Übungsgeschoss mit
M1002 120 22,7 8,17 - 1427 Kegelleitwerk, zur M830A1,
soll die M831A1 ersetzen

Sprenggeschosse (HE)

Kaliber Patronen- Geschoss- Masse Anfangs-


Geschoss-
im Flug gewicht gewicht Sprengladung geschwindigkeit Bemerkung
index
mm kg kg kg m/sec
M908 120 22,3 11,4 7,1 1400 HE-OR
etwa 1150 Wolframkugeln;
M1028 120 22,9 11 - 1410 100 bis max 700 m,
TrpDienst 2005

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120 mm KE-Geschosse (APFSDS)

Die M829 ist die erste vollständig in den USA entwickelte APFSDS Munition für die 120 mm Kanone des M1A1. Das
Geschoss besteht aus einem Monoblockpenetrator aus abgereichertem Uran mit ballistischer Haube an der
Penetratorspitze und einem Aluminiumleitwerk aus 6 Flügeln. Ein Führungsband aus Kunststoff dichtet den aus einer
Aluminiumlegierung bestehenden vierteiligen Führungskäfig gegen das Rohr ab. Die Treibladung aus Schüttpulver wird
von einem in den USA entwickelten Treibladungsanzünder M125 gezündet. Die Einführung in den Truppendienst erfolgte
1984.

Die M829A1 ist eine Weiterentwicklung der M829 und bewies ihre Leistungsfähigkeit im Golfkrieg 1991 beim Einsatz
gegen Kampfpanzer älterer Generationen, wie T-55, T-62 und T-72. Dabei erhielt sie die inoffizielle Bezeichnung
"Silverbullet". Der Monoblockpenetrator mit ballistischer Haube und sechsflügeligen Aluminiumleitwerk besteht ebenfalls
aus abgereichertem Uran.

Ein Führungsband aus Kunststoff dichtet den aus einer Aluminiumlegierung bestehenden, nunmehr dreiteiligen
Führungskäfig gegen das Rohr ab. Die Treibladung aus Schüttpulver wird von einem weiterentwickelten
Treibladungsanzünder M129 gezündet. Als maximal effektive Einsatzschussweite werden 3000 m angegeben. Die
Einführung in den Truppendienst erfolgte Ende der 80er Jahre.

Die M829A2 entstand in Auswertung der Erfahrungen mit der M829A1. Das Geschoss zeichnet sich duch eine Reihe
neuartiger Technologien aus. Insbesondere die Technologie zur Herstellung der Penetratoren aus abgereichertem Uran
wurde zur Verbesserung der Qualität verfeinert. Die neuen Penetratoren setzen sich im Ergebnis aus SDU "Super
Depleted Uranium" zusammen. Der Monoblockpenetrator wird durch eine ballistischer Haube und ein sechsflügeliges

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Aluminiumleitwerk komplettiert.

Ein Führungsband aus Kunststoff dichtet den Führungskäfig gegen das Rohr ab. International erstmals wurde ein
Treibkäfig aus einer Kohlenstoff-Epoxid-Komposition verwendet. Die Treibladung besteht aus einer Kombination von
Stangen- und Schüttpulver und wird von einem Treibladungsanzünder M129 gezündet. Die Anfangsgeschwindigkeit
konnte um 100 m/s gegenüber der M829A1 gesteigert werden. Die Einführung in den Truppendienst erfolgte 1992.

Die M829A3 ist der Nachfolger der M829A2 und berücksichtigt die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der
Entwicklung moderner Panzerungen, wie zum Beispiel die Weiterentwicklunmgen auf dem Gebiet der reaktiven
Panzerungen. Die Treibladung wurde verbessert und erlaubte nun eine wesentlich höhere Energieausbeute.
Weiterentwickelt wurde insbesondere die Technologie für die Herstellung von Penetrator und Treibladung. Der
verbrennende Teil des Patronenkörpers wurde zur Verbesserung des Verbrennungsverhaltens optimiert.

Als Treibladungsanzünder wird nun der angepasste M123A1 eingesetzt. Der Monoblockpenetrator aus abgereichertem
Uran wurde mit einer verbesserten ballistischer Haube versehen und trägt am Heck ein modifiziertes, schmaleres
Aluminiumleitwerk. Als maximal effektive Einsatzschussweite werden 3000 m angegeben. Die Einführung in den
Truppendienst erfolgte im Jahre 2003.

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Die KE-W und die KE-W A1 wurden von General Dynamics ursprünglich für die von der Ägyptischen Armee
eingesetzten M1A1 ABRAMS entwickelt und sind ausschließlich für den Export vorgesehen. Ihr Einsatz in der US-Armee
ist derzeit nicht vorgesehen. Das offizielle Bezeichnung lautet Kinetic Energy - Tungsten KE-W.

Die KE-W und die modernisierte KE-W A1 sind mit einem Penetrator aus einer Wolfram-Legierung ausgestattet. Bei der
KE-W besteht das Leitwerk aus Aluminium, bei der KE-W A1 aus Stahl. Die Treibkäfige beider Geschosse sind aus
Aluminium gefertigt. Die Durchschlagsleistung der KE-W A1 auf 2000 m Entfernung beträgt etwas das doppelte der
Werte für die M829.

120 mm KE-Übungsgeschosse

Die M865 TPCSDS wird für das Schulschießen auf Schießplätzen mit begrenzer Sicherheitstiefe eingesetzt. Im
Wesentlichen entspricht die M865 der deutschen Übungspatrone KE-Ueb DM 38. Interessant ist, dass für das Geschoss
ein Kegelleitwerk mit Luftleitschlitzen, aber ohne Löcher wie bei der DM 38 verwendet wird. Die maximale Flugweite wird
mit 8000 m angegeben.

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Die 120 mm Mehrzweckgranaten

Die M830 HEAT-MP entspricht prinzipiell der deutschen Mehrzweckgranate DM 12 und wurde in den USA mit leichten
Modifizierungen in Lizenz hergestellt. Sie wird gegen alle gepanzerten Ziele und gegen lebende Kräfte und
Feldbefestigungen eingesetzt. Insbesondere der Bodenzünder ist eine Eigenentwicklung des US-Herstellers. Der
Führungsring besteht aus Kunststoff. Als Anzünder für die Treibladung aus Stangenpulver wird ein M123A1 verwendet.
Dabei ist das Stangenpulver in 6 Teilladungen aufgeteilt um ein Austreten von Pulver bei Beschädigungen des
Patronenkörpers zu verhindern. Eine "Linse" aus Kunststoff am Boden der Hohlladung optimiert die symmetrische,
gleichförmige Entzündung der Hohlladung. Die Einführung in den Truppendienst erfolgte im Jahre 1984.

Die M830A1 HEAT-MP ist der Nachfolger der M830 und wird diese im Zuge der Serienproduktion ersetzen. Die
M830A1 ist eine unterkalibrige Mehrzweckgranate mit Treibkäfig. Ähnlich der M830 enthält die Granate eine Hohlladung.
Dabei ist der Sprengstoff zusätzlich so angeordnet, dass neben der kumulativen Wirkung auch eine ausreichend hohe
Anzahl Splitter gebildet wird. Durch die konstruktive Besonderheit des unterkalibrigen Geschosskörpers mit
entsprechend geringerem Gewicht gegenüber einem Vollkalibergeschoss wird eine sehr hohe Anfangsgeschwindigkeit
von 1400 m/s erreicht. Dadurch sinkt die Flugzeit und die Treffgenauigkeit steigt. Neu ist auch die Ausstattung mit einem
Bodenzünder und einem zusätzlichen Kopfzünder. Der Kopfzünder enthält einen Annäherungssensor für die Bekämpfung
von langsamfliegenden Luftzielen, wie z.B. Kampfhubschrauber. Bei Bedarf muss der Kopfzünder vor dem Laden auf die
Zündart "Luftziele" eingestellt werden. In der Zünderart "Bodenziele" können leichtgepanzerte Fahrzeuge, Bunker und
andere Feldbefestigungen sowie alle anderen offenen Ziele bekämpft werden. Die Granate wird von einem vierteiligen
Treibkäfig im Rohr geführt, der sich nach Verlassen des Rohres löst. Im Flug wird die Granate von einem Flügelleitwerk
stabilisiert. Die Einführung in den Truppendienst erfolgte 1992.

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Die M908 HE-OR oder auch MPAT-OR ist eine Modifikation der M830A1. Dabei ist ihr Einsatzzweck, neben der
Wirkung als Sprenggranate, vor allem die Bekämpfung von leicht gepanzerten Zielen sowie die Zerstörung von
Bauwerken und das Schaffen von Breschen in ihnen. Die Kombination HE-OR bedeutet entsprechend High Explosive -
Obstacle Reduction. Im Unterschied zur M830A1 wurde der Annäherungszünder am Geschosskopf durch ein Kopfteil
aus Stahl ersetzt um die nötige Eindringtiefe in Beton, Mauerwerk oder leichten Panzerungen zu gewährleisten. Zur
Steigerung der Wirkung spricht der Bodenzünder M774 mit einer leichten Verzögerung erst nach dem Durchdringen bzw.
tiefen Eindringen in das Ziel an. Insbesondere Beton und Mauerwerk wird so deutlich wirksamer zerstört. Bis auf diese
Besonderheit entspricht die Granate dem Aufbau der M830A1, einschließlich der Hohlladungsanordnung der
Sprengladung. Zur Unterscheidung ist die Stahlkappe bei der HE-OR in gelber Farbe markiert.

Die M831A1 TP ist ein Übungsgeschoss ohne Sprengstoff. Sie ist die Modifikation der M831, einer auf der Grundlage
einer Lizenz produzierten deutschen DM 18. Im Unterschied zur M831 wird das Geschoss nicht durch ein Flügelleitwerk
stabilisiert, sondern durch ein Kegeleitwerk mit Luftleitschlitzen. Dadurch konnte die maximale Flugweite für das
Schießen auf Schießplätzen mit geringer Sicherheitstiefe reduziert werden. Der Verzicht auf ein Flügelleitwerk führte
darüberhinaus zu einer spürbaren Kostenreduzierung. Der Geschosskörper besteht aus Aluminium mit einem
Abstandsrohrimitat aus Stahl. Die Einführung in den Truppendienst erfolgte 1993.

Die M1002 TPMP oder MPAT-TP ersetzt im Zuge der Einführung der M830A1 und M908 die entsprechende

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Übungsmunition. In Form und Gestaltung entspricht der Geschosskörper der M830A1 einschließlich der Möglichkeit, das
Einstellen des Annäherungs-Kopfzünders durch den Ladeschützen zu üben. Der Geschosskörper besteht aus Aluminium
mit einer Stahlspitze und einem Kunststoffimitat der Zünderstelleinrichtung. Wie schon bei der MM831A1 wurde aus
gleichen Gründen auf das Flügelleitwerk zu Gunsten eines Kegelleitwerkes mit Luftleitschlitzen verzichtet. Die Einführung
in den Truppendienst erfolgte 1993.

Die M1028 Canister ist eine Spezialmunition zum Bekämpfen von Flächenzielen im Nahbereich des Kampfpanzers
unterhalb 700 Meter Schussentfernung und dient vorrangig der Selbstverteidigung des Kampfpanzers. Die Patrone trägt
an Stelle eines Geschosses einen Treibbecher aus Kunststoff mit etwa 1100 Wolframkugeln. Nach Verlassen des
Rohres platzt der Treibbecher an Sollbruchstellen unter dem Staudruck der Luft auseinander und gibt die Wolframkugeln
frei. Dabei errreichen die Kugeln eine Anfangsgeschwindigkeit von 1400 m/s. Die tatsächlich optimale Schussentfernung
liegt dabei im Bereich von 200 bis 500 Meter. In diesen Entfernungbereich ist der Öffnungswinkel des Schrotschusse
ausreichend groß. Oberhalb 500 Meter weitet sich die Geschossgarbe bereits wieder so weit auf, dass die Effektivität
bei der Zielabdeckung absinkt. Die Einführung in den Truppendienst erfolgte 2004.

Die XM934 STAFF (Experimental) ist eine Entwicklung aus den späten 80er Jahren und wurde ausschließlich als
Munition zur Panzerbekämpfung konzipiert. STAFF steht für "Smart Target Activated Fire and Forget". Das
flügelstabilisierte Geschoss enthält ein Gefechtsteil mit einem explosionsgeformten Penetrator EFP und eine
Kreiselstabilisierungseinrichtung, die gewährleistet, dass der EFP-Penetrator immer senkrecht zur Erdoberfläche nach
unten abgefeuert wird.
Das Geschoss besitzt einen Gefechtskopf mit einem komplizierten Detektor, der in der Lage ist, Panzerziele beim
Überfliegen zu identifizieren und zu bekämpfen. Dazu wird der Kanone durch die Feuerleitanlage entsprechend der
gemessenen Entfernung automatisch ein solcher Erhöhungswinkel gegeben, dass das Geschoss das Zielgebiet in einer
Mindesthöhe überfliegt die das sichere Erfassen und identifizieren von des Bodenobjektes zulässt. Wird ein Objekt an
Hand seiner Abstrahlungssignatur ( Infrarot bzw. Millimeterwellenradar ) erkannt, wird die projektilbildende Ladung
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ausgelöst. Dabei wird eine Stahllinse durch eine hinter ihr angeordnete Sprengladung zu einem tropfenförmigen
Geschoß verformt, das die Oberseite des Ziels mit Geschwindigkeiten von cirka 2000 m/s bis 3000 m/s durchschlägt. Es
wird dabei eine konstante Vernichtungswahrscheinlichkeit von P = 0,4 auf die volle Einsatzschussentfernung erreicht.
Das Geschoss erlaubt zusätzlich auch die Bekämpfung von teilgedeckten Zielen. Die komplizierten Entwicklungsarbeiten
wurden aus Kostengründen im Jahre 1989 beendet. Das Geschoss wurde nicht in den Truppendienst übernommen.

Die Streitkräfte der USA haben für die 120 mm Panzerkanone ein breiteres Spektrum an Munitionsarten entwickelt. Dies
entspricht den weit aufgefächerten Anforderungen des realen Gefechtseinsatzes. Gewonnene Erfahrungen wurden relativ
rasch umgesetzt um den Panzertruppen für alle denkbaren Gefechtsszenarien die optimale Munition zur Verfügung zu
stellen. Dabei gehen die Streitkräfte der USA im Unterschied zu anderen Armeen auch neue und unkonventionelle Wege.

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Copyright: Stefan Kotsch

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Die Munition der
russischen
Panzerkanone D-81
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Inhalt:
125 mm D-81
Die Munition der russischen Panzerkanone D-81

(Kanonen 2A26, 2A46, 2A46M bis 2A46M-5, 2A75)

Stand: 20.08.2012

MILEX 2005 Mit der Einführung der 115 mm D-68 war die Glattrohrkanone zur Standardkanone der russischen Kampfanzer geworden,
REA 2004/2006 die mit ihr gewonnenen Erfahrungen konnten bei der Entwicklung der D-81 (2A26) und ihrer Munition genutzt werden.
VTTV 2005
Insbesondere die panzerbrechende Wuchtmunition durchlief eine rasche Entwicklung und wird auch heute noch ständig
Arms and Security
modernisiert. Hier zunächst eine Auflistung der wichtigsten Munitionsarten, wobei nicht alle Entwicklungen in die
SHTORA-1
Massenproduktion gingen und in den Truppendienst gelangten. Wegen der hohen Exportrate des T-72 bieten inzwischen
T-95
T-95 (FCS)
auch namhafte internationale Hersteller Munition für die 125 mm Kanone 2A46 an, so Indien, Jugoslawien, Israel, Pakistan
T-90MS
und andere.
Vom T-54 zum T-90
Panzerzielfernrohre
Unterkalibergeschosse (APFSDS)
Ladeautomaten
Bemerkung: Die Angaben weichen in den unterschiedlichen Quellen durch Geheimhaltung und Ungenauigkeiten teilweise
Lenkwaffenanlagen voneinander ab. Die Tabelle stellt einen Versuch der Zusammenfassung dar. Es ist zu beachten, dass der Geschossindex
Kommandantenkuppeln nicht dem Index für den sogenannten "kompletten Schuss" entspricht.

Index Kaliber Masse in Geschoss- Längen- Anfangs- Jahr Bemerkung


Geschoss im kg länge verhältnis geschwindigkeit
Flug Geschoss im Flug mm m/sec
mm ------------------
Geschoss komplett
3,62
BM-9 44 518 11,8 1800 1962 Vollgeschoss aus Stahl
5,67
Stahlkörper mit eingebettem
3,62
BM-12 44 518 12,4 1800 1968 Wolframkarbid-Penetrator im
5,63
Kopfteil (80 mm),
wie BM-12 mit verlängerten
3,9 Geschoss, Stahlkörper mit
BM-15 44 548 15:1 1780 1972
5,9 eingebettem Wolframkarbid-
Penetrator im Kopfteil
wie BM-15, aber Stahlkörper ohne
3,9 eingebettem Wolframkarbid-
BM-17 44 548 15:1 1780 1972
5,9 Penetrator, vereinfachte
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Exportversion,
4,5 Penetrator aus Wolframkarbid im
BM-22 36 558 15,5:1 1760 1976
6,55 Stahlmantel,
4,8 Penetrator aus Wolfram-Nickel-
BM-26 36 558 15,5:1 1720 1982
7,5 Eisen im Stahlmantel,
Langstabpenetrator aus
4,5
BM-29 36
6,55 ~560 ~15,5:1 1700 1983 abgereichertem Uran und Nickel-
Zink im Stahlmantel
Langstabpenetrator aus
4,85
BM-32 ~30 7,05 ~480 ~16:1 1700 1985 abgereichertem Uran und Nickel-
Zink im Stahlmantel
- Langstabpenetrator aus
BM-39 ~32 ~540 ~17:1 ? 1983 abgereichertem Uran, für Kanone
- 2A66 des Objekt 187
4,75
BM-42 ~28 7,05
~574 ~20:1 1700 1986 Wolframpenetrator im Stahlmantel

Wolframpenetrator, neuer
-
BM-42M ~22 6,95
~730 ~33:1 1700 1996 Treibkäfig und verringerter
Leitwerkdurchmesser
- Monoblockpenetrator aus
BM-46 ~25 10,7
~640 ~26:1 1650 1990
abgereichertem Uran
bis 3000 m mit ähnlicher Ballistik
wie BM-Geschosse, max.
3P-31 - - - 1830
Flugweite 9000 m bei 10°
Rohrerhöhung
~ : Wert ist errechnet mit Hilfe von Fotos

Hohlladungs- und Splitterspreng-Granaten


Kaliber
Masse Anfangs-
Index im Masse in
Sprengladung Zünder geschwindigkeit Bemerkung
Geschoss Flug Kg
Kg m/sec
mm
BK-14 125 19 1,62 I-238 905 Hohlladung, Stahleinlage
BK-14M 125 19 1,62 V-15 905 Hohlladung, Kupfereinlage
BK-18 125 19 1,62 V-15 905 Hohlladung, Stahleinlage
BK-18M 125 19 1,62 V-15 905 Hohlladung, Kupfereinlage
BK-29 125 18,4 1,62 V-15 915 Hohlladung, Kupfereinlage
OF-19 125 23 3,15 V-429E 850 TNT-Füllung
OF-26 125 23 3,15 V-429E 850 Hexogen-Füllung mit Aluminiumpulver

Allgemeiner Aufbau der APFSDS-Geschosse. Die unterkalibrigen Wuchtgeschosse der 125 mm Kanone zeichnen sich
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bis einschließlich der BM-42 dadurch aus, dass ihre Führung im Rohr durch eine dreigeteilte Führungsscheibe im vorderen
Drittel des Geschosses und durch je einen Zentrierstift aus Kupfer an den fünf Stabilisierungsflügeln gewährleistet wird.
Dadurch kann die Masse der Führungsscheibe sehr gering gehalten werden. Die beim Abschuss zu beschleunigende
Geschossmasse ist geringer als bei einem vollständigen Führungskäfig, was die Erreichung einer hohen
Anfangsgeschwindigkeit begünstigt. Allerdings ist der Luftwiderstand der
Stabilisierungsflügel durch die kalibergroße Spannweite deutlich höher. Beispielsweise
hatten die BM-9 und BM-12 bis zu einer Entfernung von 1900 m günstigere
Flugbahneigenschaften als ihr Gegenstück, die deutsche DM-13. Ab 1900 m beginnt sich
allerdings der Luftwiderstand zunehmend ungünstig auszuwirken und die
Endgeschwindigkeit sinkt rascher als bei der aerodynamisch besser durchgeformten DM-
13. Die Konstrukteure nahmen dies in Kauf, da die erwarteten Schussentfernungen bei
einem möglichen Konflikt in Mitteleuropa in diesem Bereich erwartet wurden.
Auf den Boden der Treibscheibe ist eine temperaturresistente Gummischicht aufgebracht, die das Durchbrechen von
Pulvergasen verhindert. Eine einseitige Fase an den Flügeln und schräge mm-große Durchbohrungen der Treibscheibe
versetzen das Geschoss in eine rotierende drallähnliche Bewegung um das sichere Ablösen der Treibscheibe zu
gewährleisten. Die Teile der Treibscheibe fallen ± 2Grad seitlich der Flugbahn in einer Entfernung von 150 bis 1000 m zu
Boden.
Um die Limitierung durch die standardisierte Haupttreibladung zu umgehen und Anfangsgeschwindigkeiten von 1600 -
1800 m/s zu ermöglichen, besitzen die 125 mm APFSDS-Geschosse eine geschossgebundene Zusatztreibladung, die mit
Hilfe einer feuchtigkeitsabweisenden, kartonartig festen und vollständig verbrennenden Zellulosehülse mit dem Geschoss
verbunden wird. Eine textile bzw. besonders dünne Abdeckung des Bodens der Hülse garantiert die zuverlässige
Entzündung der Zusatztreibladung beim Abschuss. Die anfänglich verwendeten Führungsringe aus Kupfer wurden später
gegen Kunststoffführungsringe ausgetauscht, um den Rohrverschleiß zu mindern. Dieser Rohrverschleiß ist ohnehin durch
den Auswascheffekt der Verbrennungsgase der Zusatztreibladung sehr hoch. So wurde noch im Jahr 1986 der
Rohrverschleiß für die BM-9 und BM-12 mit etwa 57 Gramm Abrieb je Schuss angegeben. Nach etwa 20 Schuss sollte ein
Rohrausgleich durchgeführt werden, wobei mit am Rauchabsauger angeschraubten Gewichtsringen das Gleichgewicht von
Rohr und Bodenstück ausbalanciert wurde. Dieses Gleichgewicht ist für eine größtmögliche Stabilisierungsgüte der
Waffenstabilisierung bedeutsam.

Die BM-9 entspricht konstruktiv der nahezu baugleichen 115 mm BM-3. Allerdings wurde die Anzahl der
Stabilisierungsflügel von 6 auf 5 verringert. Die Treibscheibe besteht aus Stahl. Das Vollgeschoss besteht aus
Martensitstahl, die Spitze ist abgeflacht um ein Abgleiten an der Panzerung zu verhindern, eine ballistische Haube aus
Stahlblech verbessert die Flugeigenschaften. Ein Leuchtspursatz leuchtet während 2 bis 3 Sekunden in roter Farbe.

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Das Geschoss BM-12 ist mit einem im Kopfteil eingebetteten Penetratorkern aus Wolframkarbid versehen. Der
Penetratorkern hat eine Länge von 71 mm und einen Durchmesser von 20 mm. Ein sogenannter Dämpfer aus relativ
weichem Metall befindet sich vor dem Penetratorkern und soll ein Abgleiten des Geschosses bei ungünstigen
Auftreffwinkeln verhindern.

Das Geschoss BM-15 ist eine verbesserte Version der BM-12 mit verlängertem Geschoss einschließlich eines
Penetratorkerns aus Wolframkarbid mit einer Länge von 71 mm und einem Durchmesser von 20 mm. Der Dämpfer an der
Penetratorspitze hat die Abmaße 20 x 20 mm. Ungeachtet der Tatsache, dass dieses Geschoss in der sowjetischen
Panzertruppe wegen der als ungenügend angesehenen Durchschlagsleistung nicht mehr verwendet wurde, war es bis zum
Ende der UdSSR die hauptsächlich für den Export freigegebene Geschossart.

Das Geschoss BM-17 ist eine vereinfachte und damit billigere Exportversion der BM-15 mit entsprechend schlechteren
Kennwerten. Der massive Geschosskörper besteht aus Martensitstahl ohne eingebetteten Penetrator. An der
Geschossspitze ist ein vergrößerter Dämpfer mit den Abmaßen 50 x 30 mm zur Kompensation der geringeren
Durchschlagsleistung angebracht. Die BM-17 wurde nur exportiert.

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Das Geschoss BM-22 (etwa 1976) entspricht im Wesentlichen der BM-15. An der Geschossspitze befindet sich der
bekannte Penetratorkern aus Wolframkarbid. Ihm vorgelagert wurde wegen der immer noch unbefriedigenden Neigung zum
Abprallen ein verbesserter größerer Dämpfer mit den Abmaßen 88 x 27 mm. Die resultierende größere Geschossmasse
führte zu einer leicht verringerten Anfangsgeschwindigkeit, jedoch bei einer größereren Durchschlagsleistung. Die BM-22
wird mit der Treibladung 3Sh52 geliefert, in der sich nur kurze Stücken des 7-Kanalpulvers 12/7 VA befinden. Die
innenballistischen Eigenschaften der Treibladung 3Sh52 entsprechen der Treibladung 3Sh40. Ein Austausch ist möglich.
Die BM-22 fand in den späten 70ern bis in die 80er Jahre die größte Verwendung und wurde danach nur noch als
Reservemunition in Depots gelagert.

Das Geschoss BM-26 ist der Nachfolger der BM-22. Die Treibscheibe wurde an Stelle der bisherigen Stahltreibscheibe
erstmals aus einer Leichtmetalllegierung gefertigt. Die Führungsringe aus Kupfer ersetzten die Konstrukteure durch einen
breiten Polyamidring, was den Rohrverschleiß deutlich herabsetzte. Die Führung im Rohr durch Zentrierstifte an den
Flügelenden wurde beibehalten. Die Geschosslänge wurde vergrößert. Für die BM-26 ist eine neue Haupttreibladung
entwickelt worden, eine Verwendung anderer Treibladungen ist nicht vorgesehen. Die Treibladung mit einer verbesserten
Pulverzusammensetzung trägt die Bezeichnung 3Sh63 und ist zur Unterscheidung mit einem gelben Farbring versehen.

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Der konstruktive Aufbau ist nicht genau bekannt. Russische Internetseiten zeigen zumeist die zweite Skizze und geben an,
dass zur weiteren Verringerung der Neigung zum Abprallen bei ungünstigen Auftreffwinkeln der Penetratorkern in das
Heckteil des Geschosses verlegt wurde. Der Dämpfer an der Spitze des Geschosses wurde deutlich vergrößert. Eine
zuverlässige Bestätigung des beschriebenen Aufbaus steht noch aus.

Das Geschoss BM-29 ist eine Weiterentwicklung der BM-26. Im Unterschied zur BM-26 enthält die BM-29 einen
Penetratorstab aus einer Legierung von abgereichertem Uran, Nickel und Zink. Der Penetrator ist in eine stützende
Stahlhülle eingesetzt. Der äußere Aufbau entspricht vermutlich im Wesentlichen der BM-26.

Das Geschoss BM-32 "Vant" (etwa 1985) ist eine Weiterentwicklung der BM-26 , bei deren letzten Version insbesondere
der Treibkäfig verbessert wurde. Der in Stahl eingehüllte, verlängerte Penetratorkern besteht ebenfalls aus einer Legierung
von abgereichertem Uran, Nickel und Zink. Als Haupttreibladung ist die 3Sh63 vorgeschrieben.

Das Geschoss BM-39 "ANKER" wurde im Rahmen der Entwicklungsarbeiten für einen neuen experimentellen
Kampfpanzer (Objekt 187) entwickelt, der mit der 125 mm Experimentalkanone 2A66 (D-91T) bewaffnet war.
Möglicherweise wegen der Versuche mit einer Mündungsbremse an der 2A66 wurde der Treibkäfig so verändert, dass er
die Führung und Zentrierung des Geschosses im Rohr vollständig übernehmen konnte. Die Spannweite der
Stabilisierungsflügel konnte dadurch verringert werden, was den Luftwiderstand und damit die ballistischen Eigenschaftem
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deutlich verbesserte. Das Geschoss hat einen Monoblockpenetrator aus abgereichertem Uran. Über eine Serienproduktion
ist bisher nichts bekannt.

Das Geschoss BM-42 "Mango" (etwa 1988) wurde entwickelt um den Tendenzen zur Nutzung aktiv-reaktiver Panzerungen
Rechnung zu tragen. Die Technologie für Treibkäfig und Penetrator wurde erstmals erheblich verändert. Eine neue
Legierung aus Wolfram mit hochwertigen mechanischen Eigenschaften in Verbindung mit verbesserten austenitischem
Stahlsorten und neuartigen Aluminiumlegierungen führten zu einer neuen Munitionsqualität. An der Geschossspitze befindet
sich ein neuartiger Dämpfer, der offenbar ein Abprallen verhindern und möglicherweise gleichzeitig die Wirkung einer
reaktiven Vorpanzerung mindern soll.

Das Geschoss BM-42M "Mango-M" (etwa 1988) stellt eine weitere Version dieser Munitionsart mit erhöhter Qualität dar.
Es handelt sich jedoch offensichtlich nicht um eine Modernisierung der BM-42, sondern vielmehr um eine völlige
Neuentwicklung. Der Monoblockpenetrator besteht aus einer Wolframlegierung. Der nun vierteilige Treibkäfig besteht aus
einer neuartigen Aluminiumlegierung und führt das Geschoss vollständig im Rohr. Dadurch konnte die Spannweite der
Stabilisierungsflügel deutlich unterhalb des Rohrkalibers gehalten werden. An der Geschossspitze befindet sich ein
neuartiger Dämpfer, der offenbar ein Abprallen verhindern und möglicherweise gleichzeitig die Wirkung einer reaktiven
Vorpanzerung mindern soll. Die Länge des Geschosses mit Zusatztreibladung lässt den Einsatz in den automatischen
Ladeeinrichtungen der T-72 bzw. T-80 ohne größere konstruktive Änderungen nicht mehr zu.

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Das Geschoss BM-46 "Svinets"ist eine noch weitgehend unbekannte neue Version. Der Treibkäfig setzt sich aus einem
neuartigen, besonders leichten Kompositmaterial zusammen. Der Monoblockpenetrator besteht aus abgereichertem Uran.
Ein dreiteiliger Treibkäfig führt das Geschoss vollständig im Rohr. Die Spannweite der 5 Stabilisierungsflügel liegt deutlich
unterhalb des Geschosskalibers. Die Länge des Geschosses mit Zusatztreibladung hat die maximal mögliche Länge für
den Einsatz in den automatischen Ladeeinrichtungen der T-72 bzw. T-80 erreicht.

Mit dem Unterkalibergeschoss P-31 und dessen Vorgängern entstand für das Übungsschießen eine neue Munitionsart, die
in ihren Flugeigenschaften bis 3000 m den BM-Geschossen gleich ist und die den Sicherheitstiefen der üblichen
Schießplätze entspricht. Durch die Formgebung erhöht sich der Luftwiderstand nach Unterschreiten einer bestimmten
Fluggeschwindigkeit so stark, dass dieses Geschoss bei einer Rohrerhöhung von 10° bereits nach 9000 m zu Boden fällt.
Bisher zur Einführung wurde das Übungsschießen mit sprengstofflosen Hohlladungsgeschossen durchgeführt. Die neue
Munitionsart trägt der höheren Qualität und Realitätsnähe der Schießausbildung Rechnung. Die Treibscheibe löst sich nach
Verlassen des Rohres. Das Geschoss besitzt ebenfalls eine Zusatztreibladung.

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Die Hohlladungsgranate BK-12 / BK-12M wird hauptsächlich gegen gepanzerte Ziele und Feldbefestigungsanlagen
verwendet. Sie besitzt Stabilisierungsflügel die nach Verlassen der Rohres ausklappen. Die sechs Flügel werden durch
eine Metallklammer am Schaft gehalten, die Klammer löst sich beim Abschuss und gibt die Stabilisierungsflügel frei. Eine
Phase an den Flügeln lässt die Granate nach Verlassen des Rohres leicht rotieren um das Ausklappen der Flügel zu
unterstützen. Ein Leuchtspursatz ermöglicht die Beobachtung des Schusses. Eine Mehrzwecknutzung ist nicht vorgesehen,
kann aber natürlich erfolgen. Die BK-12 besitzt eine Einlage aus Stahl, während in der Modifikation BK-12KM eine
Kupfereinlage verwendet wird. Der Kopfzünder I-238 ist ein elektrischer Zünder dessen Energie durch einen magnet-
induktiven Impulsgenerator beim Abschuss erzeugt und in 4 Kondensatoren gespeichert wird. Dazu senkt sich ein Anker
durch die Abschussbeschleunigung in eine elektromagnetische Spule, die dabei eine ausreichende Menge Elektroenergie
in die Kondensatoren abgibt. Beim Aufschlag auf harte Ziele wird der Zünderkopf verformt, wodurch sich Zünderkörper und
Kontakthülse berühren und über die Energie der Kondensatoren die Initialzündladung entzünden. Die Zündkette verläuft in
diesem Fall ohne Verzögerung und unmittelbar zum Detonator, der direkt den Sekundärdetonator am Geschossboden
zündet. Beim Auftreffen auf weichere Ziele, die nicht zum Verformen des Zünderkörpers führen, wird der Kontaktstift über
der Kontakthülse durch die Trägheitskräfte aus seiner Position gebracht, worauf er die Kontakthülse berührt. Die elektrische
Schaltung des Zünders zündet in diesem Fall die Verzögerungsladung. Mit einer Verzögerung von etwa 0,005 bis 0,25
Sekunden trifft die Detonationswelle der Verzögerungsladung die Initialzündladung und löst die Zündkette bis zum Detonator
aus. Die Granate kann dadurch in das weiche Ziel eindringen und eine optimalere Wirkung entwickeln.

Die Hohlladungsgranate BK-14 / BK-14M ist grundsätzlich analog der BM-12 aufgebaut. Die BK-14M unterscheidet sich
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wiederum durch die Verwendung einer Kupfereinlage an Stelle der Stahleinlage. Der neuentwickelte Zünder V-15 besteht
aus zwei Teilen, dem piezoelektrischen Impulsgenerator am Geschosskopf und dem elektrogalvanischen Bodendetonator.
Der Bodendetonator wird nun über eine Öffnung im Geschossboden eingeschraubt. Die elektrische Verbindung zwischen
den beiden Zünderteilen erfolgt über den Geschosskörper und die innenliegenden Trichterteile. Der neue Zünder arbeitet
wesentlich zuverlässiger über alle Schussentfernungen und spricht mit erheblich geringerer Verzögerung an. Die ballistische
Linse zur Gewährleistung einer möglichst gleichmäßigen Zündung des Sprengstoffes Hexogen ist modifiziert worden. Durch
präzisere Herstellungsverfahren bei der Füllung der Sprengladung wurde die Effektivität des kumulativen Strahls gesteigert.
Das führte zu einer erheblich höheren Durchschlagsleistung.

Die Hohlladungsgranate BK-18 / BK-18M unterscheidet sich von der BK-14 vor allem durch eine weitere Verfeinerung
der Herstellungstechnologie. Der Geschosskörper besteht nun aus dem zylindrischen Teil mit der Kumulativladung, dem
aufgeschraubten Kopfteil und, das ist neu, einem gesonderten aufgeschraubten Abstandsrohr mit dem Kopfzünder V-15.

Das Experimentalmuster BK-21 besaß eine Auskleidung des Hohlladungstrichters aus abgereichertem Uran. Bei der BK-
29M konnte durch eine neuartige Technologie das Gewicht verringert und die Anfangsgeschwindigkeit gesteigert werden.
Bekannt sind auch Entwicklungen mit einer Tandemhohlladung. Allerdings ist die Herstellung der Hohlladungsgranaten sehr
teuer, mit zumeist um 5 Schuss bildeten die BK deswegen nur einen kleinen Teil der Munitionsbeladung. Zur Bekämpfung
von Kampfpanzern sind die oben beschriebenen APFSDS-Geschosse besser geeignet. Für das Bekämpfen der anderen
Ziele hat sich die Splitterspreng-Granate bisher als unschlagbar erwiesen.

Die Splittersprenggranate OF-19 ist flügelstabilisiert, die vier Flügel werden nach Verlassen des Rohres freigegeben und
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klappen nach hinten im Winkel von 90 Grad aus. Sie sind hinten an einem Aluminiumsteg befestigt, der in den Boden des
Granatkörpers eingeschraubt ist. In der Transportlage werden die Flügel durch einen Kunststoffring gehalten, der beim
Abschuss zerbricht. Außerdem sperren kleine Schrauben die Flügel vorn an der Geschossbodenseite, die Schrauben
werden beim Abschuss abgeschert. Eine Phase an den Flügeln und eine Abschrägung am Boden des Haltestegs der
Flügel lässt die Granate leicht rotieren um das Ausklappen der Flügel zu unterstützen. Einen Leuchtspursatz besitzt die OF-
19 nicht, der Treffer soll nach der Lage des Einschlages beobachtet werden. Die Granate ist mit einer Füllung aus TNT
versehen. Der Zünder V-429E, der im wesentlichen dem Zünder W-429 der OF-412 entspricht, kann in der Wirkung verstellt
werden. Werksmäßig ist die Zündermembran mit einer abschraubbaren Kappe abgedeckt. Das bedeutet, der Zünder
spricht mit einer geringen Verzögerung an, was die Wirkung auf leichtgepanzerte Ziele erhöht. Der Zündfunkenweg ist
werksmäßig mit einem Stellstift am Zünder auf direkten Weg eingestellt. Bei Bedarf kann die Kappe abgeschraubt werden,
die Zündung erfolgt sofort ohne jede Verzögerung . Mit Kappe und Zündweg auf Verzögerung eingestellt, wird eine deutliche
Zündverzögerung erreicht. Dies ist vor allem gegen Feldbefestigungsanlagen effektiver, wo ein tiefes Eindringen vor der
Zündung erwünscht ist.

Der elektronische Zünder für das System AINET erlaubt das Bestimmen eines festen Detonationszeitpunktes der Granate.
Dazu wird über eine induktiv arbeitende Zünderstelleinrichtung während des Ladevorganges vor dem Zuführen in den
Ladungsraum der Kanone der Zündzeitpunkt an den Zünder übermittelt. Der Zünder zum System AINET ist mit allen Zündern
der Splittersprengranaten austauschbar.

Die Splittersprenggranate OF-26 unterscheidet sich von der OF-19 lediglich in der Verwendung eines anderen
Sprengstoffes. Dieser besteht aus einer Füllung mit dem wesentlich brisanterem Sprengstoff Hexogen, phlegmatisiert mit
Aluminiumpulver, was insbesondere die Splitterwirkung erhöht und somit die Wirkung auf leichtgepanzerte Ziele. Die
Wirkungsfläche der Splittersprenggranate, in der 90% aller lebenden Kräfte vernichtet werden, beträgt etwa 40 m in der
Breite und 20 m in der Tiefe.

Die Grundladung 4Sh40 bzw 4Sh52 ist eine Teilabbrandladung, nur der Hülsenstummel aus Stahl bleibt zurück. Die
Grundladung wird für alle Geschosse als Standardladung verwendet. Das Gewicht der Treibladung beträgt 10 kg, dabei
entfallen 3,4 kg auf den Hülsenboden aus Stahl und etwa 5 kg auf das Treibladungspulver. Die Zündung beim Abfeuern
erfolgt primär mit einem elektrischen Impuls durch den Schlagbolzen, der dazu nach dem Schließen des Verschlußkeils
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sofort gegen die Zündschraube GUV-7 (Galvano/Schlag-Zünder) drückt. Völlig unabhängig vom Zündverlauf wird ein
Schlagstück entspannt, das gegen den Schlagbolzen schlägt und so doublierend die klassische mechanische Zündung
auslöst, für den Fall, daß die elektrische Zündung erfolglos war. Im Notbetrieb wird die mechanische Schlagbolzenzündung
per Hand ausgelöst.

Die Pulverfüllung der Grundladung 4Sh40 besteht aus Stücken von 7-Kanal-Röhrenpulver und einem Bündel 1-Loch-
Stangenpulver. Die Grundladung 4Sh52 ist nur mit Stücken aus 7-Kanal-Röhrenpulver gefüllt. Beide Grundladungen
besitzen gleiche innenballistische Eigenschaften und sind austauschbar.

Für die neuentwickelten APFSDS-Geschosse wurde die Grundladung modifiziert. Im Ergebniss verbesserte sich die
innenballistische Leistung der Grundladung vom Typ 4Sh63. Die Grundladung 4Sh63 ist nicht für den Verschuss von
Splitter-Sprenggranaten und Hohlladungsgranaten vorgesehen. Zur Unterscheidung von den anderen Grundladungen trägt
die 4Sh63 eine gelbe 20 mm breite Farbmarkierung.

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Lenkrakete 9M112 bzw. 9M119. Mit der 125 mm Kanone konnten schon aus dem T-64B Lenkraketen abgefeuert werden.
Diese sind so konstruiert, daß sie auch durch den Ladeautomaten geladen werden können. Sie sollen vor allem die
Wirkungslücke zwischen Panzerkanonen und weitreichenden Panzerabwehrwaffen beim selbständigen Einsatz der Panzer
schließen. Der 1978 eingeführte Lenkraketenkomplex 9K112-1 "KOBRA" verschießt die funkgesteuerte Rakete 9M112 auf
Entfernungen bis 4000 Meter aus dem Stand und aus der Bewegung bei einer Vernichtungswahrscheinlichkeit mit dem
ersten Schuss von nicht weniger als P=0,8. Die Lenkrakete der Lenkwaffenanlage 9M112 der T-64B und T-80B besteht aus
zwei Teilen, dem Gefechtskopf und dem Tribewerksteil. Da der Ladevorgang bei der Ladeeinrichtung dieser Panzer jedoch
so erfolgt, dass Geschoss und Treibladung in einem Zug und gemeinsam in den Ladungsraum der Kanone zugeführt
werden, hatten die Entwickler der 9M112 eine Mechanik konstruiert, die beim Laden der beiden Lenkraketenbestandteile
Geschosskopf und Triebwerksteil fest miteinander verriegelt.

Die T-72B verwenden die Lenkwaffenanlage 9K120 "SWIR", in den T-80 und T-90 wird die Lenkwaffenanlage 9K119
"REFLEKS" verwendet. Die Zielentfernung kann 100 bis 5000 Meter betragen, die Wahrscheinlichkeit das Ziel mit dem
ersten Schuss zu vernichten liegt ebenfalls bei P=0,8. Ein Abstandhalter an der Ausstoßladung verhindert ein Zurückgleiten
der Rakete in den Ladungsraum der Kanone infolge der verkürzten Ausstoßladung. Im Heck der Rakete befindet sich der
Empfangsblock für den modulierten Laserstrahl der Lenkeinheit des Panzers. Es folgt das Hohladungsgefechtsteil, das
Triebwerk und die Steuereinheit in der Geschoßspitze. Die Lenkung arbeitet nach dem Prinzip des Entenflügels. Nach
Verlassen des Rohres klappen die Lenkflächen aus dem Kopfteil heraus und das Marschtriebwerk zündet.

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Die 125 mm Kanone verfügt auch heute noch über beträchtliche Leistungsreserven und wird sehr wahrscheinlich noch
einige Jahre die Hauptbewaffnung der russischen Kampfpanzer bilden. Das bedeutet, die Entwicklung neuer,
leistungsfähiger Munition, hier ganz besonders von APFSDS-Geschossen, läuft unvermindert weiter. Bei der
perspektivischen Modernisierung der russischen Kampfpanzer zeichnet sich der Übergang zu einer neuen Ladeeinrichtung
ab, die endlich den Einsatz wesentlich längerer APFSDS-Geschosse zulassen wird.

Abschließend einige weitere Daten und Informationen zur 125 mm Munition.

Index für
vollständiger Schuss Geschoss mit
Typ Geschoss ohne inoffizielle
mit Geschoss und Zusatztreibladung und
Treibkäfig Bezeichnung
Haupttreibladung Treibkäfig
3BM 3 3BM 10 3BM 9
3BM 6 3BM 13 3BM 12
3BM 7 3BM 18 3BM 15
3BM 8 3BM 18 3BM 17
3BM 9 3BM 23 3BM 22 Sakolka
3BM 10 3BM 30 3BM 29 Nadfil-2
3BM 11 3BM 27 3BM 26 Nadeshda-R
APFSDS 3BM 13 3BM 38 3BM 32 Vant
3BM 17 3BM 44 3BM 42 Mango
3BM 19 3BM 44M 3BM 42M Mango-M
3BM 20 3BM 48 3BM 46 Svinets
3BM22 3BM 59 SVINETS-1
? 3BM 39 ? ? Anker
3BM23 3BM 60 SVINETS-2

3BK 7 - 3BK 12 (12M)

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HEAT 3BK 10 - 3BK14 (14M)
3BK 16 - 3BK 18 (18M)

HE- 3OF 22 - 3OF 19


FRAG 3OF 36 - 3OF 26

Weiten des direkten Schusses auf Zielhöhen mit der Standardmunition (2A46)
(die Flugbahn überschreitet während ihres gesamten Verlaufes nicht die Zielhöhe, Haltepunkt ist Zielunterkante)

Günstigste
2,0 m 2,7 m 3,0 m
Schussentfernung
APFSDS (BM
2120 m 2410 m 2530 m 2100 m
12)
HEAT 1010 m 1150 m 1230 m 1800 m
HE-FRAG 1010 m 1160 m 1220 m 2000 m

ST 250/04/005 Schusstafeln für die 125 mm Panzerkanone D-81 Ausgabejahr 1981:

Unterkaliber BM-9 Hohlladung BK-14M Splitter-Spreng OF-19

Schusstafeln für die 125 mm Panzerkanone 2A46M, Ausgabejahr 1987:

Unterkaliber BM15 wie 1981 wie 1981

Quellen:
1. 125 mm Panzerkanone 2A26 bis 2A46M, Technische Beschreibung und Nutzung, Teil 3 Munition, Militärverlag, Moskau, 1988
2. 125 mm Schuss 3VBM-13, Technische Beschreibung und Nutzung, Militärverlag, Moskau, 1990
3. ST 250/4/005, Schußtafel 125 mm Panzerkanone D-81, DDR, NVA, 1981
4. Katalog, Munition für Panzer, Panzerabwehr und Artillerie, Forschungsinstitut NIMI, Verlag Militärparade, Moskau, 2002
5. Stahl und Feuer, Internetseite http://btvt.narod.ru/4/bps.htm
6. Reibert. info, Internetseite, http://reibert.info/forum/showthread.php?t=85523
7. Projectile and Warhead Identification Guide - Foreign , National Ground Intelligence Center, USA, 1997
8. Schusstafeln für die 125 mm Kanone D-81 (2A46, 2A46M), NVA, 1987

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Copyright: Stefan Kotsch

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Skalen: Schußtafel 3.1
„BR“ - der
Zielfernrohre Unterkalibergranaten BM9 und BM9, BM12
TPD-2 BM12 Spezialladung
und TPD-2-49
V0 = 1800 m/s
Entfernung des direkten Schusses: Zielhöhe 2,0 m = 2120
m
„Strich“ - der Zielhöhe 2,7 m = 2410
Erhöhungslibelle m
Zielhöhe 3,0 m = 2530
m

Einstellung Eine E-Marke Wahrscheinliche


Verbesserung der Höhe
Verbesserung des Abweichung in
bei Veränderung
der Seite bei Zielfernrohres der
Flugbahn- Endgeschwin-
Entfernung einem der verändert die Visierwinkel Fallwinkel Flugzeit Entfernung
Zielfernrohr Erhöhungslibelle höhe der Anfangs- digkeit
Seitenwind Ladungs- Höhe des
von 10 m/s geschwindig- temperatur Auftreffpunktes Höhe Breite
keit um 1% um
um 10 °C
E ZF E.-Lib. Y Delta Z w Delta Vo Delta Y TL Delta Y Str Alpha Qc Vc Tc StH StB E
m E-marke Strich m Strich m m m Grad min Grad m/s S m m m
100 1 0 0 0 0 0 0 0 0 1785 0,06 0,03 0,03 100
200 2 0 0,01 0 0 0 0 0 01 0 1771 0,11 0,05 0,05 200
300 3 0 0,03 0,1 0 0 0 0 02 0 1756 0,16 0,08 0,08 300
400 4 1 0,06 0,1 0 0 0,1 0 02 0 1742 0,22 0,1 0,1 400
500 5 1 0,1 0,1 0,01 0 0,1 0 03 0 1728 0,28 0,13 0,13 500
600 6 1 0,1 0,1 0,01 0 0,1 0 03 0,1 1713 0,34 0,16 0,16 600
700 7 1 0,2 0,2 0,02 0,01 0,1 0 04 0,1 1699 0,4 0,18 0,18 700
800 8 1 0,2 0,2 0,02 0,01 0,1 0 04 0,1 1685 0,46 0,21 0,21 800
900 9 1 0,3 0,2 0,03 0,01 0,1 0 05 0,1 1672 0,52 0,24 0,24 900
1000 10 1 0,4 0,2 0,03 0,01 0,2 0 05 0,1 1658 0,57 0,27 0,27 1000
1100 11 2 0,5 0,2 0,04 0,02 0,2 0 06 0,1 1644 0,63 0,3 0,3 1100
1200 12 2 0,6 0,3 0,05 0,02 0,2 0 06 0,1 1631 0,69 0,33 0,33 1200
1300 13 2 0,7 0,3 0,05 0,02 0,2 0 07 0,1 1618 0,75 0,35 0,35 1300

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1400 14 2 0,8 0,3 0,06 0,03 0,2 0 08 0,1 1604 0,82 0,38 0,38 1400
1500 15 2 0,9 0,3 0,07 0,03 0,3 0 08 0,1 1591 0,88 0,41 0,41 1500
1600 16 2 1,1 0,4 0,08 0,04 0,3 0 09 0,2 1578 0,95 0,44 0,44 1600
1700 17 3 1,2 0,4 0,1 0,04 0,3 0 09 0,2 1565 1,01 0,46 0,46 1700
1800 18 3 1,4 0,4 0,1 0,05 0,3 0 10 0,2 1553 1,07 0,49 0,49 1800
1900 19 3 1,5 0,4 0,1 0,05 0,3 0 10 0,2 1540 1,14 0,52 0,52 1900
2000 20 3 1,7 0,5 0,1 0,06 0,4 0 11 0,2 1527 1,21 0,54 0,54 2000
2100 21 3 1,9 0,5 0,2 0,06 0,4 0 12 0,2 1514 1,27 0,57 0,57 2100
2200 22 3 2,1 0,5 0,2 0,07 0,4 0 12 0,2 1501 1,33 0,6 0,6 2200
2300 23 4 2,3 0,6 0,2 0,08 0,4 0 13 0,2 1487 1,4 0,63 0,63 2300
2400 24 4 2,6 0,6 0,2 0,09 0,5 0 14 0,3 1474 1,47 0,66 0,66 2400
2500 25 4 2,8 0,6 0,2 0,09 0,5 0 14 0,3 1460 1,53 0,68 0,68 2500
2600 26 4 3,1 0,6 0,2 0,1 0,5 0 15 0,3 1446 1,59 0,71 0,71 2600
2700 27 4 3,3 0,6 0,3 0,1 0,5 0 16 0,3 1432 1,65 0,74 0,74 2700
2800 28 5 3,6 0,7 0,3 0,1 0,6 0 16 0,3 1419 1,73 0,76 0,76 2800
2900 29 5 3,9 0,7 0,3 0,1 0,6 0 17 0,3 1405 1,81 0,79 0,79 2900
3000 30 5 4,2 0,7 0,3 0,1 0,6 0 18 0,4 1391 1,89 0,82 0,82 3000
3100 31 5 4,5 0,8 0,4 0,2 0,6 0 19 0,4 1378 1,96 0,84 0,84 3100
3200 32 5 4,9 0,8 0,4 0,25 0,7 0 19 0,4 1364 2,03 0,87 0,87 3200
3300 33 6 5,3 0,8 0,4 0,2 0,7 0 20 0,4 1351 2,11 0,9 0,9 3300
3400 34 6 5,8 0,9 0,4 0,2 0,8 0 21 0,4 1337 2,19 0,93 0,93 3400
3500 35 6 6,2 0,9 0,5 0,2 0,8 0 22 0,4 1324 2,27 0,95 0,95 3500
3600 36 6 6,6 0,9 0,5 0,2 0,8 0 22 0,5 1310 2,34 0,98 0,98 3600
3700 37 6 7,1 0,9 0,5 0,2 0,8 0 23 0,5 1297 2,42 1 1 3700
3800 38 7 7,6 1 0,5 0,2 0,9 0 24 0,5 1284 2,5 1 1 3800
3900 39 7 8,1 1 0,6 0,3 0,9 0 25 0,5 1270 2,58 1,1 1,1 3900
4000 40 7 8,6 1,1 0,6 0,3 1 0 26 0,6 1257 2,66 1,1 1,1 4000

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Schusstafel für die 125 mm Kanone D-81 ( 2A46, 2A46M), Stand 1987

Skalen:
„BR“ - der
Zielfernrohre BM15
TPD-K1 und Unterkalibergranaten BM15 Spezialladung
TPD-2-49
V0 = 1785 m/s
Entfernung des direkten Schusses: Zielhöhe 2,0 m = 2100
m
„Strich“ - der Zielhöhe 2,5 m = 2300
Erhöhungslibelle m
Zielhöhe 3,0 m = 2500
m

Einstellung Eine E-Marke eine Wahrscheinliche


Verbesserung der Entfernung bei Veränderung
Verbesserung des Abweichung in der
der Seite bei Zielfernrohres End-
Flugbahn- der der
Entfernung einem der Anfangs- der Luft- verändert die Visierwinkel Fallwinkel geschwin- Flugzeit Entfernung
Zielfernrohr Erhöhungslibelle höhe
Seitenwind geschwindig- Ladungs- Luftdrucks temperatur Höhe des digkeit Höhe Breite
von 10 m/s temperatur um 10
keit um 1% um 10 °C Auftreffpunktes
um 10 °C mmWS um

E ZF E.-Lib. Ys Delta Z w Delta X Vo Delta X TL Delta X LD Delta X LT Delta Y Alpha Qc Ve t s StH StB E

Grad min
m E-marke Strich m Strich m m m m m Grad min m/s S m m m
sec
100 1 0 0 0,0 0 00 32 0 00 1770 0,056 100
200 2 0 0 0,0 4 2 0 0 0 0 01 04 0 01 1756 0,113 0,1 0,1 200
300 3,2 0 0 0,0 0 01 37 0 01 1742 0,170 300
400 4,3 1 0,1 0,1 8 3 0 0 0,1 0 02 09 0 02 1728 0,228 0,1 0,1 400
500 5,4 1 0,1 0,1 0 02 43 0 02 1714 0,286 500
600 6,5 1 0,1 0,1 12 5 0 1 0,1 0 03 17 0 03 1701 0,344 0,1 0,1 600
700 7,6 1 0,2 0,1 0 03 51 0 03 1687 0,403 700
800 8,7 1 0,3 0,1 15 7 0 1 0,1 0 04 25 0 04 1674 0,463 0,2 0,2 800
900 9,7 1 0,3 0,1 0 05 00 0 05 1660 0,523 900
1000 10,8 2 0,4 0,2 19 9 1 1 0,2 0 05 35 0 05 1647 0,583 0,2 0,2 1000
1100 11,8 2 0,5 0,2 0 06 11 0 06 1634 0,644 1100
1200 12,9 2 0,6 0,2 23 10 1 2 0,2 0 06 46 0 07 1621 0,706 0,3 0,3 1200
1300 13,8 2 0,7 0,2 0 07 23 0 07 1608 0,767 1300
1400 14,9 2 0,8 0,2 26 11 1 3 0,3 0 08 00 0 08 1595 0,830 0,3 0,3 1400
1500 15,9 2 1,0 0,2 0 08 36 0 09 1582 0,893 1500
1600 17 3 1,1 0,3 30 12 1 4 0,3 0 09 15 0 10 1570 0,956 0,3 0,3 1600
1700 18 3 1,3 0,3 0 09 52 0 10 1557 1,021 1700

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1800 19,1 3 1,4 0,3 34 14 2 5 0,4 0 10 30 0 11 1545 1,085 0,4 0,4 1800
1900 20,2 3 1,6 0,3 0 12 09 0 12 1532 1,150 1900
2000 21,3 3 1,8 0,4 36 16 2 6 0,4 0 11 49 0 13 1520 1,216 0,4 0,4 2000
2100 22,3 3 2,0 0,4 0 12 28 0 13 1507 1,281 2100
2200 23,4 4 2,2 0,4 40 17 2 7 0,4 0 13 09 0 14 1495 1,348 0,5 0,5 2200
2300 24,4 4 2,5 0,4 0 13 50 0, 15 1482 1,416 2300
2400 25,4 4 2,7 0,4 43 18 3 9 0,5 0 14 31 0 16 1469 1,484 0,5 0,5 2400
2500 26,4 4 3,0 0,4 0 15 13 0 17 1456 1,553 2500
2600 27,4 4 3,2 0,5 46 20 4 10 0,5 0 15 55 0 18 1444 1,622 0,6 0,6 2600
2700 28,4 5 3,5 0,5 0 16 38 0 19 1431 1,692 2700
2800 29,5 5 3,8 0,5 49 21 4 12 0,6 0 17 22 0 20 1419 1,764 0,6 0,6 2800
2900 30,5 5 4,1 0,5 0 18 06 0 21 1406 1,834 2900
3000 31,5 5 4,5 0,6 52 22 5 15 0,6 0 18 51 0 22 1394 1,906 0,7 0,7 3000
3100 32,5 5 4,8 0,6 0 19 36 0 23 1382 1,979 3100
3200 33,5 6 5,2 0,6 55 24 6 16 0,7 0 20 22 0 24 1369 2,053 0,7 0,7 3200
3300 34,6 6 5,5 0,6 0 22 08 0 25 1357 2,127 3300
3400 35,6 6 5,9 0,7 57 25 6 18 0,8 0 21 55 0 26 1345 2,201 0,8 0,8 3400
3500 36,6 6 6,4 0,7 0 22 43 0 27 1333 2,277 3500
3600 37,6 7 6,8 0,7 60 26 7 20 0,9 0 23 32 0 28 1321 2,353 0,8 0,8 3600
3700 38,6 7 7,2 0,7 0 24 21 0 29 1309 2,430 3700
3800 39,7 7 7,7 0,8 63 27 8 23 0,9 0 25 10 0 31 1297 2,508 0,9 0,9 3800
3900 - 7 8,2 0,8 0 26 01 0 32 1285 2,587 3900
4000 - 7 8,7 0,8 65 28 9 26 1,0 0 26 52 0 33 1273 2,666 0,9 0,9 4000

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Schußtafel
Skalen:
4.1
„K/Pul“ - der
Zielfernrohre Hohlladungsgranate SBK14M SBK14M
TPD-2 Zünder SW15 Grundladung
und TPD-2-49
V0 = 905 m/s
Entfernung des direkten Schusses: Zielhöhe 2,0 m = 1010
m
„Strich“ - der Zielhöhe 2,7 m = 1150
Erhöhungslibelle m
Zielhöhe 3,0 m = 1210
m

Einstellung Verbesserung der Höhe bei Veränderung Eine


Eine E-Marke Wahrscheinliche
des Abweichung in
der Seite der Höhe Zielfernrohres
Flugbahn- Endgeschwin- der
Entfernung verändert die Visierwinkel Fallwinkel Flugzeit Entfernung
Zielfernrohr Erhöhungslibelle höhe der der digkeit
bei bei des der der Höhe des
Ladungs- Geschossmasse Auftreffpunktes
Seitenwind Längswind Luftdrucks Lufttemperatur Anfangsgeschwindigkeit Höhe Breite
temperatur um ein um
von 10 m/s von 10 m/s um 10mm um 10°C um 1 %
um 10 °C Vorzeichen
E ZF E.-Lib. Y Delta Zw Delta Yp Delta Y p Delta Y T Delta Y Vo Delta Y TL Delta Yq Delta Y Str Alpha Qc Vc Tc StH StB E
m E-marke Strich m Strich m m m m m m m Grad min Grad m/s S m m m
100 1 1 0,02 0,1 0 0 0 0 0 0 0,1 0 03 0 884 0,1 0,02 0,02 100
200 2 2 0,06 0,2 0 0 0 0 0 0 0,1 0 06 0,1 863 0,2 0,04 0,04 200
300 3 2 0,1 0,4 0 0 0 0 0 0 0,2 0 08 0,1 843 0,3 0,06 0,06 300
400 4 3 0,3 0,5 0 0 0 0 0 0 0,3 0 10 0,2 823 0,5 0,08 0,03 400
500 5 3 0,4 0,6 0 0 0 0 0 0 0,4 0 12 0,2 803 0,6 0,09 0,09 500
600 6 4 0,6 0,8 0 0 0 0 0 0 0,4 0 15 0,2 783 0,7 0,11 0,11 600
700 4 5 0,9 0,9 0 0 0 0,1 0 0 0,5 0 17 0,3 764 0,8 0,13 0,13 700
800 8 6 1,2 1,1 0 0 0 0,1 0 0 0,6 0 20 0,4 745 1 0,15 0,15 800
900 9 6 1,5 1,2 0 0 0 0,1 0 0 0,7 0 23 0,4 726 1,1 0,17 0,17 900
1000 10 7 1,9 1,4 0 0 0 0,2 0 0 0,8 0 25 0,5 708 1,2 0,19 0,19 1000
1100 11 8 2,4 1,6 0 0 0 0,2 0,1 0 0,9 0 28 0,5 689 1,4 0,21 0,21 1100
1200 12 9 2,9 1,7 0 0 0,1 0,2 0,1 0 1,1 0 31 0,6 671 1,5 0,23 0,23 1200
1300 13 10 3,5 1,9 0 0 0,1 0,3 0,1 0 1,2 0 34 0,7 653 1,7 0,25 0,25 1300
1400 14 10 4,2 2 0,1 0 0,1 0,3 0,1 0,1 1,3 0 38 0,8 636 1,8 0,27 0,26 1400
1500 15 11 5 2,2 0,1 0,1 0,1 0,4 0,1 0,1 1,5 0 41 0,9 618 2 0,29 0,28 1500
1600 16 12 5,8 2,4 0,1 0,1 0,2 0,4 0,2 0,1 1,6 0 44 0,9 601 2,2 0,31 0,3 1600
1700 17 13 6,7 2,6 0,1 0,1 0,2 0,5 0,2 0,1 1,8 0 48 1 584 2,3 0,33 0,32 1700
1800 18 14 7,7 2,8 0,2 0,1 0,3 0,6 0,2 0,1 2 0 52 1,2 567 2,5 0,35 0,34 1800
1900 19 16 8,9 3 0,2 0,2 0,3 0,7 0,2 0,1 2,2 0 56 1,3 550 2,7 0,37 0,36 1900
2000 20 17 10 3,2 0,3 0,2 0,4 0,8 0,3 0,1 2,4 1 00 1,4 534 2,9 0,39 0,38 2000
2100 21 18 11 3,4 0,3 0,2 0,5 0,9 0,3 0,1 2,7 1 04 1,5 517 3,1 0,41 0,4 2100
2200 22 19 13 3,6 0,4 0,3 0,6 1 0,3 0,1 2,9 1 09 1,7 501 3,3 0,43 0,41 2200
2300 23 20 15 3,9 0,5 0,3 0,7 1,1 0,4 0,1 3,2 1 14 1,8 486 3,5 0,45 0,43 2300
2400 24 22 17 4,1 0,6 0,4 0,8 1,2 0,4 0,1 3,5 1 19 2 470 3,7 0,48 0,45 2400

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2500 25 23 19 4,4 0,7 0,5 0,9 1,3 0,5 0,1 3,8 1 24 2,2 455 3,9 0,5 0,47 2500
2600 26 25 21 4,6 0,8 0,6 1,1 1,5 0,5 0,1 4,1 1 29 2,4 440 4,1 0,53 0,49 2600
2700 27 26 23 4,9 0,9 0,7 1,3 1,7 0,6 0,1 4,5 1 35 2,6 425 4,4 0,56 0,51 2700
2800 28 28 26 5,2 1,1 0,8 1,6 1,9 0,7 0,1 4,9 1 41 2,8 410 4,6 0,59 0,53 2800
2900 28 30 29 5,5 1,3 0,9 1,8 2,1 0,8 0,1 5,4 1 47 3,1 396 4,9 0,62 0,55 2900
3000 30 32 32 5,8 1,6 1 2,1 2,3 0,8 0,1 5,9 1 54 3,4 382 5,1 0,65 0,57 3000
3100 31 34 36 6,1 1,9 1,2 2,4 2,5 0,9 0 6,4 2 01 3,7 369 5,4 0,68 0,58 3100
3200 32 36 40 6,4 2,2 1,4 2,8 2,8 1 0 6,9 2 09 4 357 5,7 0,74 0,6 3200
3300 33 38 44 6,8 2,6 1,6 3,3 3,1 1,1 0 7,5 2 27 4,3 346 6 0,74 0,62 3300
3400 34 40 49 7,1 3 1,8 3,8 3,4 1,2 0 8,2 2 25 4,7 336 6,3 0,77 0,64 3400
3500 35 43 55 7,5 3,5 2,1 4,3 3,8 1,4 -0,1 8,9 2 34 5,1 327 6,6 0,81 0,66 3500
3600 36 43 61 7,9 4,1 2,4 4,9 4,1 1,5 -0,1 9,7 2 44 5,5 319 6,9 0,85 0,68 3600
3700 37 48 67 8,2 4,8 2,7 5,6 4,5 1,6 -0,2 10 2 54 6 312 7,3 0,9 0,7 3700
3800 38 51 74 8,6 5,5 3 6,4 4,9 1,8 -0,3 11 3 05 6,4 306 7,6 0,95 0,72 3800
3900 39 54 82 9 6,3 3,4 7,2 5,3 1,9 -0,3 12 3 16 6,9 301 8 1 0,74 3900
4000 40 58 90 9,4 7,2 3,7 8,1 5,7 2,1 -0,4 13 3 28 7,4 296 8,3 1,1 0,75 4000

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Schußtafel
Skalen:
5.1
„OF“ - der
Zielfernrohre Splittersprenggranate OF19 OF19
TPD-2 Zünder W-429E Grundladung
und TPD-2-49
V0 = 850 m/s
Entfernung des direkten Schusses: Zielhöhe 2,0 m = 1010
m
„Strich“ - der Zielhöhe 2,7 m = 1160
Erhöhungslibelle m
Zielhöhe 3,0 m = 1220
m

Einstellung Verbesserung der Höhe bei Veränderung Eine


Eine E-Marke Wahrscheinliche
des Abweichung in
der Seite der Höhe
Zielfernrohres der
Flugbahn- Endgeschwin-
Entfernung verändert die Visierwinkel Fallwinkel Flugzeit Entfernung
Zielfernrohr Erhöhungslibelle höhe der der digkeit
bei bei des der der Höhe des
Ladungs- Geschossmasse Auftreffpunktes
Seitenwind Längswind Luftdrucks Lufttemperatur Anfangsgeschwindigkeit Höhe Breite
temperatur um ein um
von 10 m/s von 10 m/s um 10 mm um 10°C um 1 %
um 10 °C Vorzeichen
E ZF E.-Lib. Y Delta Z w Delta Y w Delta Y p Delta Y T Delta Y Vo Delta Y TL Delta Yq Delta Y Str Alpha Qc Vc Tc StH StB E
m E-marke Strich m Strich m m m m m m m Grad min Grad m/s S m m m
100 1 1 0,03 0,1 0 0 0 0 0 0 0,1 0 04 0 839 0,1 0,02 0,02 100
200 2 2 0,07 0,1 0 0 0 0 0 0 0,1 0 07 0,1 828 0,2 0,04 0,04 200
300 3 3 0,2 0,2 0 0 0 0 0 0 0,2 0 09 0,1 817 0,4 0,06 0,06 300
400 4 3 0,3 0,3 0 0 0 0 0 0 0,3 0 12 0,2 806 0,5 0,08 0,08 400
500 5 4 0,5 0,4 0 0 0 0 0 0 0,4 0 14 0,2 795 0,6 0,1 0,1 500
600 6 5 0,7 0,5 0 0 0 0 0 0 0,4 0 17 0,3 785 0,7 0,13 0,13 600
700 7 5 0,9 0,5 0 0 0 0,1 0 0 0,5 0 19 0,3 774 0,9 0,15 0,15 700
800 8 6 1,2 0,6 0 0 0 0,1 0 0 0,6 0 22 0,4 763 1 0,17 0,17 800
900 9 7 1,5 0,7 0 0 0 0,1 0 0 0,7 0 25 0,4 753 1,1 0,19 0,19 900
1000 10 8 1,9 0,8 0 0 0 0,2 0,1 0 0,8 0 28 0,5 742 1,3 0,21 0,21 1000
1100 11 8 2,4 0,9 0 0 0 0,2 0,1 0 0,9 0 30 0,5 732 1,4 0,23 0,23 1100
1200 12 9 2,9 1 0 0 0 0,2 0,1 0 1 0 33 0,6 721 1,5 0,25 0,25 1200
1300 13 10 3,4 1 0 0 0 0,3 0,1 0,1 1,1 0 36 0,6 711 1,7 0,28 0,28 1300
1400 14 11 4 1,1 0 0 0,1 0,3 0,1 0,1 1,2 0 39 0,7 700 1,8 0,3 0,3 1400
1500 15 12 4,7 1,2 0 0 0,1 0,4 0,1 0,1 1,3 0 42 0,8 690 2 0,32 0,32 1500
1600 16 13 5,4 1,3 0,1 0 0,1 0,4 0,2 0,1 1,5 0 45 0,8 680 2,1 0,35 0,34 1600
1700 17 13 6,2 1,4 0,1 0 0,1 0,5 0,2 0,1 1,6 0 48 0,9 670 2,2 0,37 0,36 1700
1800 18 14 7 1,5 0,1 0,1 0,1 0,5 0,2 0,1 1,7 0 52 1 660 2,4 0,39 0,38 1800
1900 19 15 7,9 1,6 0,1 0,1 0,2 0,6 0,2 0,1 1,8 0 55 1,1 650 2,6 0,41 0,4 1900
2000 20 16 9 1,7 0,1 0,1 0,2 0,7 0,3 0,1 2 0 58 1,1 640 2,7 0,44 0,42 2000
2100 21 17 10 1,8 0,1 0,1 0,2 0,8 0,3 0,1 2,1 1 02 1,2 630 2,9 0,47 0,44 2100
2200 22 18 11 1,9 0,2 0,1 0,3 0,9 0,3 0,2 2,3 1 05 1,3 620 3 0,5 0,47 2200

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2300 23 19 12 2 0,2 0,2 0,3 1 0,4 0,2 2,4 1 09 1,4 610 3,2 0,53 0,5 2300
2400 24 20 14 2,1 0,2 0,2 0,4 1,1 0,4 0,2 2,6 1 12 1,5 600 3,4 0,56 0,53 2400
2500 25 21 15 2,3 0,3 0,2 0,4 1,2 0,4 0,2 2,8 1 16 1,6 590 3,5 0,59 0,57 2500
2600 26 22 17 2,4 0,3 0,2 0,5 1,3 0,5 0,2 2,9 1 20 1,7 580 3,7 0,63 0,61 2600
2700 27 23 18 2,5 0,4 0,3 0,5 1,4 0,5 0,2 3,1 1 24 1,8 571 3,9 0,67 0,65 2700
2800 28 24 20 2,6 0,4 0,3 0,6 1,5 0,6 0,2 3,3 1 28 1,9 561 4,1 0,72 0,7 2800
2900 29 26 22 2,7 0,5 0,3 0,7 1,6 0,6 0,2 3,5 1 32 2 552 4,2 0,77 0,75 2900
3000 30 27 24 2,8 0,5 0,4 0,8 1,8 0,7 0,3 0,7 1 36 2,1 543 4,4 0,82 0,8 3000
3100 31 28 26 3 0,6 0,4 0,9 1,9 0,8 0,3 3,9 1 41 2,2 533 4,6 0,87 0,85 3100
3200 32 29 28 3,1 0,7 0,5 1 2,1 0,8 0,3 4,1 1 45 2,4 524 4,8 0,92 0,91 3200
3300 33 31 30 3,2 0,8 0,6 1,1 2,3 0,9 0,3 4,4 1 50 2,5 515 5 0,97 0,96 3300
3400 34 32 33 3,3 0,9 0,6 1,2 2,4 1 0,3 4,6 1 55 2,6 506 5,2 1 1 3400
3500 35 33 36 3,5 1 0,7 1,4 2,6 1 0,3 4,9 1 59 2,8 497 5,4 1,1 1,1 3500
3600 36 35 38 3,6 1,1 0,8 1,6 2,8 1,1 0,3 5,1 2 04 2,9 488 5,6 1,1 1,1 3600
3700 37 36 41 3,8 1,2 0,9 1,7 3 1,2 0,3 5,4 2 09 3,1 480 5,8 1,2 1,2 3700
3800 38 37 44 3,9 1,4 1 1,9 3,3 1,3 0,4 5,7 2 14 3,3 471 6 1,2 1,2 3800
3900 39 39 48 4 1,5 1,1 2,1 3,5 1,4 0,4 6 2 20 3,4 463 6,2 1,3 1,3 3900
4000 40 40 51 4,2 1,7 1,2 2,3 3,7 1,5 0,4 6,3 2 25 3,6 454 6,5 1,4 1,4 4000
4100 41 42 55 4,3 1,9 1,3 2,6 4 1,6 0,4 6,7 2 31 3,8 446 6,7 1,5 1,5 4100
4200 42 44 59 4,5 2,1 1,4 2,9 4,3 1,7 0,4 7 2 37 4 437 6,9 1,5 1,5 4200
4300 43 45 63 4,6 2,3 1,6 3,2 4,6 1,8 0,4 7,4 2 43 4,2 429 7,2 1,6 1,6 4300
4400 44 47 68 4,8 2,6 1,7 3,5 4,9 1,9 0,4 7,8 2 49 4,4 421 7,4 1,6 1,6 4400
4500 45 49 72 5 2,9 1,9 3,8 5,2 2 0,4 8,2 2 55 4,7 413 7,6 1,7 1,7 4500
4600 46 50 77 5,1 3,2 2,1 4,2 5,5 2,2 0,4 8,6 3 02 4,9 405 7,9 1,8 1,8 4600
4700 47 52 82 5,3 3,5 2,3 4,6 5,9 2,3 0,4 9 3 08 5,2 397 8,1 1,9 1,9 4700
4800 48 54 87 5,5 3,8 2,5 5 6,2 2,4 0,3 9,5 3 15 5,4 390 8,4 2 2 4800
4900 49 56 93 5,6 4,2 2,7 5,5 6,6 2,6 0,3 10 3 22 5,7 383 8,7 2,1 2,1 4900
5000 50 58 99 5,8 4,7 3 6 7 2,8 0,3 10,5 3 29 6 376 8,9 2,3 2,2 5000

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Die Munition für die
152 mm
Kombinationswaffe
M81
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Inhalt:
152mm M81
Die Munition für die 152 mm Kombinationswaffe M81

Die Kombinationswaffe M81 war für das Schießen mit herkömmlicher Munition und zum Abfeuern von Lenkflugkörpern
"Shillelagh" vorgesehen. Folgende herkömmliche Munitionsarten waren entwickelt worden:

100mm D-10 Typ M409MP M410-WP M411-TP


100 mm D-10 II
105mm L7A
Hohlladungsgranate Nebelgranate Panzergranate
105 mm M-57 Länge Gesamt 677 mm 632 mm 677 mm
115 mm U-5TS
120 mm (D) Länge Geschoss 480 mm 434 mm 480 mm
120 mm (US)
Sprengstoffmasse 2,86 Kg Typ "B" 2,4 Kg Phosphor 0,14 Kg TNT
120 mm L11/L30A1
125 mm D-81 Leuchtsatz ja nein ja
152mm M81
Masse Gesamt ca. 22,2 Kg
Treibladungsmasse ca. 3,2 Kg

Das linke Bild zeigt die Hohlladungsgranate M409 HEAT-MP. Die Durchschlagsleistung soll bei etwa 500 mm liegen Im
unteren Drittel der Patrone, hellgrau, ist gut zu erkennen die vollständig verbrennende Kartusche mit Treibladung Typ T-
28. Sie hat ein Gewicht von nur 3,2 Kg. Ihr Durchmesser beträgt im Maximum 165 mm. Im Bodenteil trägt sie einen
elektrischen Treibladungsanzünder. Die Kartusche ist die Grundladung für alle Granatarten.
Die Panzergranate M411 ist vermutlich nur zum Übungsschießen verwendet worden. Für das Erreichen einer für die
Panzerbekämpfung ausreichend hohen Anfangsgeschwindigkeit ist das Rohr der M81 ohnehin zu kurz.
Die Nebelgranate M410 ist zum blenden gegnerischer Stellungen vorgesehen.

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Die Lenkrakete Shillelagh, rechts im Bild, wird ebenfalls durch das Rohr abgefeuert. Sie ist 1110 mm lang und hat einen
Hohlladungsgefechtskopf (2). Im Rohr wird sie durch eine Keilnut geführt, diese verhindert das die Züge des Rohres
eine Drallbewegung auf die Rakete übertragen. Nach Verlassen des Rohres klappen am Heck automatisch
Stabilisierungsflügel (1) aus. Im Flug wird die Shillelagh mit einem halbautomatischen Infrarotleitsystem gesteuert, der
Schütze muß lediglich die Visiermarke auf dem Ziel halten. Da die Kanone in zwei Ebenen stabilisiert ist, kann auch
während der Fahrt mit der Shillelagh gefeuert werden.

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Copyright: Stefan Kotsch

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