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Berufliche Oberschule –
neues Prüfungsformat

Fach: Physik Technik (Fachabiturprüfung)

Die Bearbeitung erfolgt unter Verwendung von Hilfsmitteln, die durch ein KMS bekannt
gegeben sein werden.

Die Arbeitszeit beträgt 180 Minuten.

Die Fachlehrkraft wählt zwei der drei Wahl-Aufgabengruppen (W1/W2/W3) aus.

Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgaben der Pflicht-Aufgabengruppe (P) und der
beiden von der Fachlehrkraft gewählten Wahl-Aufgabengruppen zu bearbeiten.

Stand: Dezember 2017


Neues Prüfungsformat: Physik Technik

Der neue, kompetenzorientierte Lehrplan für das Fach Physik dokumentiert Kompetenz-
erwartungen, die in Verbindung zu den drei grundlegenden prozessbezogenen Kompetenzen
Erkenntnisse gewinnen, kommunizieren und bewerten stehen. Der Erwerb der konkreten
Kompetenzen, die in diesen Kompetenzerwartungen beschrieben werden, wird durch
konkrete Handlungen nachgewiesen, die z. B. durch Prüfungsaufgaben motiviert werden.

Die bisherige Prüfungsaufgabenkultur im Fach Physik wird dieser Motivation schon in


vielfältiger Weise gerecht. So ist es also nicht angebracht, von einer bisherigen „alten“
Prüfungsaufgabenkultur bis zur Abschlussprüfung 2018 und von einer zukünftigen „neuen“
Aufgabenkultur ab der Abschlussprüfung 2019 zu sprechen. Vielmehr wird die bisherige,
bewährte Aufgabenkultur im Laufe eines stetigen Veränderungsprozesses in den nächsten
Jahren zu einer erweiterten Prüfungsaufgabenkultur übergeführt. Unter der eben genannten
Erweiterung ist beispielsweise zu verstehen:

· Einführung einer verpflichtenden Aufgabengruppe, die von allen Schülerinnen und


Schüler bearbeitet werden muss.
· Neue Aufgabenvarianten, z. B. Multiple Choice oder Multiple Matching werden
vereinzelt eingesetzt.
· Prüfung des Erwerbs von problemlösenden Fähigkeiten, die ein vernetztes
Verständnis von grundlegenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten voraussetzen,
wird angestrebt.
· Prüfungsaufgaben fordern verstärkt den Nachweis des Erwerbs argumentativer und
analysierender Fähigkeiten ein. Auf die korrekte Anwendung der Fachsprache wird
geachtet.

Die grundsätzliche Struktur der Prüfungsaufgaben stellt sich folgendermaßen dar:


Die Prüfung besteht aus einer verpflichtenden Aufgabengruppe (P), die von allen Prüflingen
zu bearbeiten ist. Aus drei Wahlaufgabengruppen (W1/W2/W3) wählt die Fachlehrkraft zwei
Aufgabengruppen zur Bearbeitung aus.
Die inhaltliche Ausgestaltung der Aufgabengruppen erfolgt gemäß dem Lehrplan für das
Fach Physik (Ausbildungsrichtung Technik). Der Umfang (Bewertungseinheiten) der
einzelnen Aufgabengruppen ist der nachfolgenden Abbildung zu entnehmen.

Fachabiturprüfung

Pflicht P Wahl 1 Wahl 2 Wahl 3

40 30 30 30
BE BE BE BE

Abbildung: Struktur der Fachabiturprüfung im Fach Physik


Neues Prüfungsformat: Physik Technik

Ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Aufgabenstellungen abzudecken, ohne


dabei den Anspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich aller möglichen Aufgabentypen/Auf-
gabenvarianten zu erheben war Intention bei der Erstellung nachfolgender beispielhafter
Prüfungsaufgaben.

Prüfung als Anlage:

Fachabiturprüfung Physik (Aufgabengruppen P/W1/W2/W3)


Fachabiturprüfung 20XX
zum Erwerb der Fachhochschulreife
an Fachoberschulen und Berufsoberschulen

Wochentag, Tag. Monat 20XX, 09:00 Uhr – 12:00 Uhr

Physik
Ausbildungsrichtung Technik

Bei der Bearbeitung der Aufgaben dürfen Hilfsmittel gemäß KMS … verwendet
werden.

· Die Fachlehrkraft wählt zwei der drei Wahl-Aufgabengruppen (W1/W2/W3) aus.


· Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgaben der Pflicht-Aufgabengruppe (P)
und der beiden von der Fachlehrkraft gewählten Wahl-Aufgabengruppen zu
bearbeiten.
· Das Geheft mit den Aufgabenstellungen ist am Ende der Bearbeitungszeit mit
abzugeben.

Name des Prüflings Klasse


Pflichtaufgabengruppe P 20XX

BE
Ist eine Aufgabenstellung mit (G) gekennzeichnet, ist die Bearbeitung/die
Lösung dieser Aufgabe direkt in das vorliegende Geheft einzutragen.

1.0 Hinsichtlich eines geeignet gewählten Bezugssystems ruht ein sich in der Luft befinden-
der Hubschrauber. Ein Fallschirmspringer beginnt ab dem Zeitpunkt t = 0 einen freien
Fall aus diesem Hubschrauber. Der Springer fällt längs einer vertikalen Geraden. Der
Fallschirm bleibt bis zu einem bestimmten Zeitpunkt geschlossen. Der Vorgang wird mit
einer Videokamera gefilmt. Bei der anschließenden Analyse dieses Videos wird ab dem
Zeitpunkt t = 0 der Betrag v der Momentangeschwindigkeit des Springers mit
Dt = 1,0 s bestimmt. Für die ersten zwei Sekunden nach dem Beginn der Fallbewegung
ergibt sich folgende Wertetabelle:

t in s 0 1,0 2,0

v in m 0 9,1 16,8
s

2 1.1 (G) Tragen Sie in der dritten Zeile der Wertetabelle aus 1.0 die Beträge v theo der
Geschwindigkeit ein, die der Springer bei einem vergleichbaren freien Fall im Vakuum
hätte. Begründen Sie Ihre Vorgehensweise durch Angabe der verwendeten Formel zur
Berechnung der Werte:
____________________________________

4 1.2 Bestimmen Sie anhand der Wertetabelle aus 1.0 jeweils die mittlere Beschleunigung, die
der Springer in den Zeitintervallen 0 £ t £ 1,0 s und 0 £ t £ 2,0 s tatsächlich erfährt.
Geben Sie eine sinnvolle Erklärung unter Verwendung geeigneter physikalischer
Fachsprache dafür an, dass die beiden Werte nicht gleich sind.

Fortsetzung siehe nächste Seite


2
Pflichtaufgabengruppe P (Fortsetzung) 20XX

BE
1.3.0 Leicht idealisiert ergibt sich für den zeitlichen Verlauf des Betrags v (t ) der
Momentangeschwindigkeit des Springers für die gesamte Fallbewegung das folgende
t -v -Diagramm. Bei t E = 120 s setzt der Springer auf dem Boden auf.
Die folgenden Aufgaben unter 1.3.0 beziehen sich auf dieses t -v -Diagramm!

m
v (t ) in
s

t in s

5 1.3.1 Gegeben sind vier Stroboskopaufnahmen des Fallschirmsprungs. Die momentane


Position des Schwerpunkts des Springers ist hier jeweils als Punkt dargestellt. Die
Stroboskopbilder wurden um 90° gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Die Positions-
bestimmung erfolgt dabei im zeitlichen Abstand von 10 Sekunden. Genau eine dieser
Stroboskopaufnahmen gehört zum oben gegebenen t -v -Diagramm.
Geben Sie für die drei nicht passenden Stroboskopaufnahmen jeweils ein Argument an,
warum diese auszuschließen sind.

Fortsetzung siehe nächste Seite


3
Pflichtaufgabengruppe P (Fortsetzung) 20XX

BE
3 1.3.2 (G) Hinweis zur Bewertung: Sie starten mit 3 Bewertungseinheiten. Für jede fehlerhafte
Kennzeichnung wird Ihnen 1 BE abgezogen. Dies geschieht ebenso, wenn Sie sich
überhaupt nicht zu einer Aussage äußern.

a) Kennzeichnen Sie die richtige Aussage:


Der Betrag der Durchschnittsgeschwindigkeit des Springers für die gesamte
Fallbewegung …
c … beträgt ca. 5,3 m/s . c … liegt zwischen 6 m/s und 15 m/s .
c … liegt zwischen 15 m/s und 22 m/s . c … beträgt mindestens 22 m/s .

b) Kennzeichnen Sie, ob die folgenden Aussagen wahr oder falsch sind.


Im Zeitintervall 50s £ t £ 60 s … wahr falsch
… nimmt der Betrag der Beschleunigung, die der Springer erfährt,
zu.

… nimmt der Betrag der Geschwindigkeit des Springers ab.

1 1.3.3 (G) Geben Sie möglichst exakt den Zeitpunkt t 1 an, zu dem, laut t -v -Diagramm, der
Springer am stärksten abgebremst wird.
t 1 » _____________

5 1.3.4 Aus Sicherheitsgründen soll bei Trainingssprüngen der Fallschirm in einer Höhe von
mindestens 400 m über dem Erdboden geöffnet werden. Ansonsten öffnet der Schirm
per Notfallautomatik. Entscheiden Sie mittels einer nachvollziehbaren Abschätzung
mithilfe des Diagramms aus 1.3.0, ob der Springer selbst oder die Notfallautomatik den
Schirm geöffnet hat.

Fortsetzung siehe nächste Seite


4
Pflichtaufgabengruppe P (Fortsetzung) 20XX

BE
2.0 Im Folgenden werden zwei Körper betrachtet, die die felderzeugenden Ladungen Q 1
bzw. Q 2 tragen. Beide Körper haben eine örtlich feste Position (siehe Bild unten). Die
Ladung Q 1 ist positiv und die Ladung Q 2 negativ. Weiterhin gilt: |Q 2| = 4 ×|Q 1 |. Im Punkt
K ( 0|-3cm ) befindet sich der ruhende, kleine und zunächst ungeladene Körper K . Der
Einfluss sämtlicher Gravitationskräfte ist hier zu vernachlässigen.

2 2.1 (G) Skizzieren Sie in die Quadranten I und II des Koordinatensystems den Verlauf des
resultierenden elektrischen Feldes zwischen den Ladungen Q 1 und Q 2 mithilfe dreier
Feldlinien.

4 2.2 (G) Der Körper K wird nun positiv geladen. Dadurch entstehen aufgrund der
r r
elektrostatischen Wechselwirkung Kräfte, u. a. F 1 und F 2 . Diese beiden Kräfte wirken
r r
jeweils auf den Körper K und es gilt: |F1 |<|F2 | .
r r
Zeichnen Sie F 1 durch einen 1,5cm langen Kraftpfeil beginnend im Punkt K sowie F 2
ebenfalls beginnend im Punkt K mit der maßstäblich dazu passenden Länge in obiges
Bild ein. Konstruieren Sie daraus den Kraftpfeil der auf den Körper K wirkenden
r
resultierenden Kraft F .

Fortsetzung siehe nächste Seite


5
Pflichtaufgabengruppe P (Fortsetzung) 20XX

BE
4 2.3 Der positiv geladene Körper K wird nun in einen Punkt P verschoben, sodass der
Betrag der resultierenden Kraft auf ihn Null ist. Von den folgenden vier möglichen Orten
erfüllt nur genau einer diese Bedingung hinsichtlich der resultierenden Kraft.
Geben Sie an, welcher Punkt dies ist (a, b, c oder d) und formulieren Sie für die drei
anderen Punkte jeweils ein Ausschlusskriterium.
a) P ( 0|0) b) P ( 20cm|0) c) P ( -12cm|0 ) d) P ( -4 cm|0,5cm )

10 3. Auf einer ebenen Fläche rutschen zwei baugleiche Luftkissengleiter (Gleiter 1 und 2) der
Masse m = 1,0 kg reibungsfrei aufeinander zu und stoßen seitlich zueinander versetzt
zusammen. Mithilfe einer Stroboskopkamera (Bildfrequenz f B = 25Hz ) wird folgende
Aufnahme des Stoßvorganges erstellt. Die Positionen von Gleiter 2 nach dem Stoß
fehlen in der Aufnahme. Eine Eigenrotation der Gleiter wird während des gesamten
Experiments nicht beobachtet.
Fertigen Sie mithilfe geeigneter Informationen aus dem nachfolgenden Diagramm einen
maßstäblich korrekten Impulsplan für den Stoßprozess an und ermitteln Sie damit
sowohl den Betrag als auch die Richtung des Impulses von Gleiter 2 nach dem Stoß.
Beschreiben Sie die Richtung des Impulses, indem Sie den Winkel angeben, den die
Flugbahn des Gleiters 2 nach dem Stoß und die y -Achse miteinander einschließen.
(Maßstab für den Impulsplan: 1 cm A 0,5 Ns )

1 x

?
10 cm

MatheGrafix.de

40
6
Wahlaufgabengruppe W 1 20XX

BE
1.0 In der Physik-Sammlung liegt eine alte, nur unzureichend beschriftete Spule S, die in ein
Gehäuse eingebaut ist. Die einzelnen Windungen der Spule sind also nicht sichtbar. Laut
Aufschrift ist die Spule zylinderförmig gewickelt und hat den mittleren Durchmesser
d = 3,0 cm . Um die Spule wieder im Unterricht einsetzen zu können, sollen die
folgenden drei charakteristischen Größen der Spule bestimmt werden: die Windungs-
zahl, die Induktivität und die Länge der Spule.
Um die Windungszahl herauszufinden, wird die Spule S zwischen zwei großen Spulen
montiert (siehe Skizze). Ab dem Zeitpunkt t = 0 wird dadurch innerhalb des grau
markierten Bereichs ein homogenes Magnetfeld mit der sich zeitlich ändernden
r
Flussdichte B (t ) vom Betrag B (t ) erzeugt (siehe Diagramm). An den beiden Enden der
Spule S ist ein Voltmeter angeschlossen.

B B (t ) in T

V t in s

4 1.1 Erläutern Sie, warum die mit dem Voltmeter gemessene Spannung U (t ) von der
Ausrichtung der Spule S relativ zu den Magnetfeldlinien abhängt. Beschreiben Sie, wie
die Spule auszurichten ist, damit im Fall 1 die gemessene Spannung den Wert null hat
und im Fall 2 der angezeigte Wert maximalen Betrag aufweist.

1.2.0 Wird die Spule nun so ausgerichtet, dass der Anzeigewert des Voltmeters maximalen
Betrag hat, wird mit dem Voltmeter im Zeitintervall 0 £ t £ 2,0 s der konstante
Spannungsbetrag U c = 1,4 V gemessen.

6 1.2.1 Bestimmen Sie die Windungszahl der Spule S.

3 1.2.2 Der Graph im t -B - Diagramm weist eine Symmetrie auf und verläuft im Zeitintervall
2,0 s £ t £ 4,0 s parabelförmig. Zeichnen Sie den Graphen, der den zeitlichen Verlauf der
am Voltmeter gemessenen Spannung U (t ) im Zeitintervall 0 £ t £ 6,0 s beschreibt, in
ein geeignetes t -U -Diagramm.

Fortsetzung siehe nächste Seite


7
Wahlaufgabengruppe W 1 (Fortsetzung) 20XX

BE
2.0 Zur Bestimmung des ohmschen Widerstands RS und der Induktivität L der Spule wird
die Spule in folgenden Stromkreis eingebaut. Der Schalter A wird geschlossen. Die
eingebaute Diode spielt hierbei noch keine Rolle. Es soll die Stromstärke I (t ) im Strom-
kreis gemessen werden. Dazu steht ein Oszilloskop zur Verfügung, welches, wie im
nachfolgenden Schaltplan ersichtlich ist, angeschlossen wird.

Schalter A
RS L Oszilloskop
+ Spule S R

Freilaufdiode

2 2.1 Erklären Sie die Funktion des (gegenüber RS vernachlässigbar kleinen) ohmschen
Messwiderstands R in dieser Schaltung.

6 2.2 Nach dem Schließen des Schalters A ergibt I (t ) in A


sich für t ³ 0 der rechts dargestellte,
zeitliche Verlauf der Stromstärke I (t ) .
Ermitteln Sie RS und L unter Verwendung
geeigneter Informationen aus dem
Diagramm.

t in s

3 2.3 Um beim Öffnen des Schalters A hohe Stromstärken zu verhindern, ist eine sog.
„Freilaufdiode“ in den Stromkreis eingebaut. Vereinfachend kann diese hier als Schalter
angesehen werden. Fließt durch die Diode ein Strom mit technischer Stromrichtung von
unten nach oben (gemäß Schaltplan aus 2.0), so fungiert diese wie ein geschlossener
Schalter. Kehrt sich die technische Stromrichtung um, ist die Diode wie ein geöffneter
Schalter anzusehen.
Beschreiben und begründen Sie die Vorgänge im Stromkreis nach dem Öffnen des
Schalters A.

Fortsetzung siehe nächste Seite


8
Wahlaufgabengruppe W 1 (Fortsetzung) 20XX

BE
3.0 Die Induktivität L einer Spule wie diejenige aus 1.0 kann näherungsweise auch mithilfe
genau einer der beiden folgenden Formeln bestimmt werden:
N × A2 N 2×A
L = m0 × (1) oder L =μ0 × (2)
l + 0,90 × r l + 0,90 × r
Hierbei ist A die Querschnittsfläche, l die Länge, r der mittlere Radius und N die
Windungszahl der Spule sowie μ 0 eine Naturkonstante mit dem Wert
N
μ 0 = 1,26 × 10-6 .

3 3.1 Entscheiden Sie mithilfe einer Einheitenkontrolle, welche der beiden Formeln korrekt
ist.

3 3.2 Für die vorliegende Spule gilt: N = 9,9 × 103 , L = 0,93H sowie r = 1,5cm .
Bestimmen Sie die Länge l der Spule.
30

9
Wahlaufgabengruppe W 2 20XX

BE
r
1.0 Ein Körper, der sich mit einer Geschwindigkeit v relativ zum Medium Luft bewegt,
r r
erfährt eine Luftwiderstandskraft F W . Der Betrag F W der Kraft F W ist u. a. vom
r
Betrag v dieser Geschwindigkeit v abhängig. Die weiteren Größen, die einen Einfluss
auf den Betrag der Luftwiderstandskraft haben, sollen in den folgenden Aufgaben als
konstant betrachtet werden.

1.1.0 In einem Windkanal wird für einen Skifahrer untersucht, wie der Betrag F W der
Luftwiderstandskraft vom Betrag v der Relativgeschwindigkeit abhängt.
Bei der Durchführung des Versuchs erhält man folgende Messergebnisse:

m
v in 5,0 9,2 12,0 15,0
s
F W in N 8,0 27,0 46,0 72,0

2
5 1.1.1 Weisen Sie durch grafische Auswertung der Messreihe nach, dass F W = k ×v gilt, wobei
k konstant, d. h. unabhängig von v ist.

3 1.1.2 Bestimmen Sie den Wert der Konstante k mithilfe des Diagramms aus 1.1.1.

1.2.0 Mit folgender Situation soll die Berechnung der Reibungszahl μ für die Gleitreibung
zwischen Ski und Schnee vorbereitet werden.
A

a C
D E
F

Dabei fährt ein Sportler bei Windstille auf Skiern ohne Stockeinsatz einen Hang hinab
(siehe Skizze). Die gepunktete Line beschreibt die Bahn des Schwerpunktes des
Skifahrers. Der Skifahrer startet im Punkt A aus der Ruhe heraus und fährt von A nach
C entlang eines Hanges, der um den Winkel α gegen die Horizontale geneigt ist. Bei der
Bewegung von A nach E ist die Gleitreibungszahl μ für die Reibung zwischen den
Skiern und der Unterlage konstant. Der Skifahrer erreicht Geschwindigkeiten, bei denen
die Luftwiderstandskraft nicht mehr vernachlässigt werden kann. Der Skifahrer hat
zusammen mit den Skiern die Masse m .

3 1.2.1 Erstellen Sie einen Kräfteplan, der alle Kräfte enthält, die während der Bewegung
von A nach C auf den Skifahrer wirken.

Fortsetzung siehe nächste Seite


10
Wahlaufgabengruppe W 2 (Fortsetzung) 20XX

BE
3 1.2.2 Während der Fahrt von A nach B wächst der Betrag v der Geschwindigkeit des
Skifahrers an. Weisen Sie mithilfe des Kräfteplans von Teilaufgabe 1.2.1 und des
Ergebnisses von 1.1.1 nach, dass für den Betrag a der Beschleunigung, die der Skifahrer
bei seiner Bewegung von A nach B erfährt, gilt:
k
a = g × sin(a) - m × g × cos(a) - ×v 2
m
2
1.3.0 Für die folgenden Teilaufgaben gilt: m = 71 kg , α = 8,0 ° und k = 0,32 N×s2 .
m
Bei der Bewegung entlang der Strecke BC bleibt die Geschwindigkeit des Skifahrers
m
konstant und hat den Betrag v B = 14 .
s

4 1.3.1 Berechnen Sie mithilfe der Daten aus 1.3.0 und des Ergebnisses von Teilaufgabe 1.2.2
die Reibungszahl μ .
[ Ergebnis: μ = 0,050 ]

r
2 1.3.2 Berechnen Sie den Betrag a0 der Anfangsbeschleunigung a 0 , die der Skifahrer zu
Beginn der Abfahrt erfährt.

6 1.3.3 Der Skifahrer fährt im Punkt A zum Zeitpunkt t A = 0 los und passiert die Punkte B und
r
C zu den Zeitpunkten t B und t C . v (t ) ist der Betrag der Geschwindigkeit v (t ) des
Skifahrers zu einem Zeitpunkt t mit 0 £ t £ t C .
Skizzieren Sie für 0 £ t £ t C qualitativ das t -v -Diagramm für die Fahrt des Skifahrers und
erläutern Sie den Verlauf des vorliegenden Graphen.

4 1.4 Die Strecke DE verläuft horizontal. Der Skifahrer erreicht den Punkt E mit der
r m
Geschwindigkeit v E vom Betrag v E = 10 . Um einen drohenden weiten Sprung an der
s
„Geländekante“ zwischen E und F zu vermeiden, hat der Skifahrer vor, sich im Punkt E
r
mit der Geschwindigkeit v 0 senkrecht nach oben abzustoßen, sodass er bereits
Dt = 1,0 s später wieder im Punkt F auf dem Hang landet. Der Punkt F liegt in verti-
kaler Richtung geschätzt 3 m tiefer als der Punkt E .
Luftwiderstandskräfte sollen hierbei vernachlässigt werden.
Der Schwerpunkt bewegt sich dann näherungsweise auf einer Parabelbahn
(siehe Skizze in 1.2.0).
r
Berechnen Sie den Betrag v 0 der Geschwindigkeit v 0 .
30

11
Wahlaufgabengruppe W 3 20XX

BE
1.0 Auf der Meeresoberfläche bewegen sich harmonische Wasserwellen auf eine Küste zu.
Die Wellenflächen verlaufen parallel zur Küste. Zur Beschreibung dient folgendes
Koordinatensystem: Die x -Achse ist senkrecht zur Wellenfront gerichtet und in
Richtung Küste orientiert. Die y -Achse steht senkrecht auf der Meeresoberfläche und
ist nach oben orientiert, wobei y = 0 dem mittleren Meeresspiegel im betrachteten
Zeitraum entspricht. Die z -Achse ist parallel zur Küste gerichtet.

1.1.0 Auf einer schwimmenden Boje vor der Küste, welche sich genau auf der x -Achse mit
x = 0 befindet, sind Bewegungssensoren installiert. Diese registrieren einen maximalen
Höhenunterschied der Boje von 1,0 m und eine Zeitdauer von Dt = 3,0 s zwischen dem
höchsten und dem tiefsten Punkt der Bewegung der Boje. Zum Zeitpunkt t = 0 befindet
sich der Schwerpunkt der Boje im tiefsten Punkt.

3 1.1.1 Beschreiben Sie die Art der Bewegung der Boje in Worten und geben Sie für das
vorgegebene Koordinatensystem einen möglichen Term der Zeit-Ort-Funktion für die
y -Koordinate des Schwerpunktes der Boje mit eingesetzten Werten an.

4 1.1.2 Die Boje hat die Masse m = 10 kg . Das Bezugsniveau der potenziellen Energie liegt bei
y =0.
Berechnen Sie die Gesamtenergie der Boje bei diesem Wellengang.

4 1.1.3 Ein Kajakfahrer paddelt von der Boje mit Bewegungssensor entlang der positiven
x -Achse in Richtung Küste. Er verlässt zum Zeitpunkt t = 0 die Boje, als sie sich im
tiefsten Punkt ihrer periodischen Bewegung befindet. Nach der Dauer Dt = 18 s erreicht
er eine Ds = 54 m entfernte zweite Boje, genau als sich nun diese Boje im tiefsten Punkt
ihrer periodischen Bewegung befindet. Während der Fahrt von der einen zur anderen
der oben beschriebenen Bojen wurde der Kajakfahrer genau von einem Wellenberg
überholt. Ermitteln Sie die Wellengleichung, mit der der vorhandene Wellengang
beschrieben werden kann.

4 1.2 An einem anderen Tag kann eine beobachtbare Welle durch die Wellengleichung

é æ t x öù
y (t ; x ) = -1,2 m × sin ê2π × ç -
ë è 2,5 s 30 m ÷ø úû

beschrieben werden. Die folgenden vier Graphen zeigen die y -Koordinate dieser Welle
in Abhängigkeit von der Zeit t am Ort x = 0 (Graph 1 und Graph 2) bzw. in Abhängigkeit
vom Ort x zum Zeitpunkt t = 0 (Graph 3 und Graph 4).

Fortsetzung siehe nächste Seite


12
Wahlaufgabengruppe W 3 (Fortsetzung) 20XX

BE

Entscheiden Sie, welche bzw. welcher der vier Graphen zur Wellengleichung gehören
bzw. gehört und formulieren Sie für jeden Graphen, der nicht zur Wellengleichung passt,
ein Ausschlussargument.

1.3.0 Das nebenstehende Bild zeigt die Draufsicht auf die Küste
Meer
Küste. An einem anderen Tag haben die
beobachteten linearen Wellen mit parallelen
Wellenfronten die Wellenlänge l = 16,0 m , die
Hafen
Amplitude y max = 0,60 m und die Frequenz Z1 x
f = 0,20 Hz . Die Wellenfronten bewegen sich in

b=80 m
Richtung der x -Achse auf die Küste zu. A
An der Küste befindet sich ein Hafen mit einer B
schmalen Zufahrt Z1 . Reflexionen und die Ab- bzw. Z2
Zunahme der Amplitude wegen unterschiedlicher
Wassertiefen sowie durch Dämpfungseffekte sollen
vernachlässigt werden. 120 m
Aufgrund des zunehmenden Schiffsverkehrs wird
unter anderem über eine zweite Hafenzufahrt an der Stelle Z2 diskutiert. Die Situation
mit zwei Hafeneinfahrten soll im Folgenden genauer betrachtet werden.
Boote können an allen Begrenzungsseiten des Hafens festgemacht werden.
Ausgenommen ist lediglich die dem Meer zugewandte Seite mit den Zufahrtsöffnungen.

4 1.3.1 Erklären Sie das bei zwei Hafeneinfahrten Z1 und Z2 zu erwartende resultierende
Wellenbild im Hafen und beurteilen Sie den Bau der zweiten Hafeneinfahrt hinsichtlich
der dadurch auftretenden Wellenamplituden im Hafen.

7 1.3.2 Ermitteln Sie jeweils die Amplitude der Bewegung der Wasseroberfläche in den Punkten
A und B und begründen Sie Ihre Ansätze. Geben Sie auch die in A und B jeweils
vorliegenden Phasendifferenzen zwischen den in diesen Punkten einlaufenden
Wellenzügen an.

4 1.3.3 Beschreiben Sie die Stellen an der Hafenmauer, an denen es nach dem Bau der zweiten
Hafeneinfahrt in der Situation aus 1.3.0 am sinnvollsten wäre, ein Boot festzumachen
und berechnen Sie die Anzahl der Stellen, die dafür in Frage kommen würden.
30

13
– Lösungshinweise –

Fachabiturprüfung 20XX
zum Erwerb der Fachhochschulreife
an Fachoberschulen und Berufsoberschulen

Physik
Ausbildungsrichtung Technik

Notenschlüssel: Note Punkte Bewertungseinheiten


von bis
+ 15 100 96
1 14 95 91
– 13 90 86
+ 12 85 81
2 11 80 76
– 10 75 71
+ 9 70 66
3 8 65 61
– 7 60 56
+ 6 55 51
4 5 50 46
– 4 45 41
+ 3 40 34
5 2 33 27
– 1 26 20
6 0 19 0
Lösungshinweise zur Pflichtaufgabengruppe P 20XX

BE
2 1.1 v theo (t ) = g ×t (Bezugssystem nach unten orientiert)

t in s 0 1,0 2,0

v in m 0 9,1 16,8
s

v theo in m 0 9,8 20
s

4 1.2
9,1 ms m 16,8 ms m
a1 = = 9,1 , a 2 = = 8,4
1,0s s² 2,0 s s²
Der Betrag der mittleren Beschleunigung nimmt mit zunehmender Falldauer ab, weil auf
den Springer neben der Gravitationskraft eine offensichtlich mit zunehmendem
Geschwindigkeitsbetrag zunehmende Luftwiderstandskraft entgegen der Flugrichtung
wirkt. Somit wird die resultierende beschleunigende Kraft und damit auch die
Beschleunigung, die der Springer erfährt, zunächst betragsmäßig kleiner.
5 1.3.1 Bild A scheidet aus, weil darin für 10 s £ t £ 20 s der zurückgelegte Weg mehr als viermal
so lang ist wie für 0 £ t £ 10s , was auf eine überproportionale Zunahme des
Geschwindigkeitsbetrags mit der Zeit hindeutet. Das passt nicht zum t -v -Diagramm,
nach dem der Geschwindigkeitsbetrag für 0 £ t £ 20 s „weniger“ als linear zunimmt.
Bild C scheidet aus, weil darin für t > 70 s der zurückgelegte Weg je zehn Sekunden
Flugdauer nicht konstant ist. Das deutet auf eine Änderung des Geschwindigkeitsbetrags
für t > 70 s hin. Das passt jedoch nicht zum t -v -Diagramm, nach dem der
Geschwindigkeitsbetrag für t > 70 s konstant bleibt.
Bild D scheidet aus, weil danach der Sprung 130 Sekunden dauern müsste, was
laut dem t -v -Diagramm nicht der Fall ist.

3 1.3.2 c … beträgt ca. 5,3 m/s . c … liegt zwischen 6 m/s und 15 m/s .
c … liegt zwischen 15 m/s und 22 m/s . r … beträgt mindestens 22 m/s .

Im Zeitintervall 50s £ t £ 60 s … wahr falsch


X
… nimmt der Betrag der Beschleunigung, die der Springer erfährt, zu.
X
… nimmt der Betrag der Geschwindigkeit des Springers ab.

1 1.3.3 t 1 » 50 s

2
Lösungshinweise zur Pflichtaufgabengruppe P (Fortsetzung) 20XX

BE
5 1.3.4 tE
Es gilt: Ds = òv (t )dt und 1cm2 A 100 m .

Somit lässt sich leicht durch Abzählen herausfinden, dass der zurückgelegte Weg des
Springers ab dem Zeitpunkt der Öffnung des Schirms ( t ö » 48 s ) bis zur Landung
( t E » 120 s ) sicher größer als 400 m ist. Der Springer hat den Schirm also selbst
geöffnet.
Abschätzung im Diagramm aus 1.3.0:

Fläche mit Flächeninhalt 8 cm²


Fläche
(zumit Flächeninhalt 4 cm²
1.3.4)

2.0 Teillösungen zu 2.1 und 2.2

2 2.1 Prinzipieller Verlauf der Feldlinien: Berücksichtigung der Asymmetrie (1 BE) und der
Orientierungen (1 BE)
r r
4 2.2 Richtungen und Orientierungen von F1 und F2 mit deren Längen (3 BE)
Konstruktion des resultierenden Vektors (1 BE)
3
Lösungshinweise zur Pflichtaufgabengruppe P (Fortsetzung) 20XX

BE
4 2.3 a) P ( 0|0) Aufgrund der unterschiedlichen Beträge der Ladungen Q1 und Q2
kann P nicht den gleichen Abstand zu den Ladungen haben.
b) P ( 20 cm|0) Aufgrund der Vorzeichensituation der beteiligten Ladungen muss P
links von Q2 liegen.
c) P ( -12cm|0 ) Dieser Punkt ist der gesuchte Punkt P .
d) P ( -4 cm|0,5cm ) Der gesuchte Punkt P kann nur auf der Verbindungslinie
von Q1 und Q2 liegen.
10 3. Mithilfe des Diagramms ergibt sich:
r 5,7 × 10 cm m
Gleiter 1 vor dem Stoß, v 1 = = 2, 4
1 s
6× s
25
Winkel, den die Bahnkurve von Gleiter 1 mit der x -Achse einschließt: a 1 = 0°

r 3,6 × 10 cm m
Gleiter 2 vor dem Stoß, v 2 = = 1,3 , a 2 = 8°
1 s
7× s
25

r 5,7 × 10 cm m
Gleiter 1 nach dem Stoß, u1 = = 2,0 , b 1 = 22°
1 s
7× s
25

Nach dem Impulserhaltungssatz


r r
¢
gilt: p ges = p ges

Aus dem Diagramm ergibt sich


somit:
r
b 2 = 12° sowie p2¢ = 1,7 Ns

40

4
Lösungshinweise zur Wahlaufgabengruppe W 1 20XX

BE
4 1.1 Bei der gemessenen Spannung handelt es sich um eine Induktionsspannung, welche sich
gemäß dem Induktionsgesetz ergibt. Danach ist der Wert der Spannung direkt propor-
tional zur Änderung des magnetischen Flusses. Der magnetische Fluss ist abhängig von
der vom Magnetfeld senkrecht durchsetzten effektiven Fläche der Spule.
Die gemessene Spannung ist null, wenn die Normale der Querschnittsfläche der Spule S
senkrecht zu den Magnetfeldlinien steht (Fall 1).
Die gemessene Spannung ist maximal, wenn die Normale der Querschnittsfläche der
Spule S parallel zu den Magnetfeldlinien steht (Fall 2).

& (t ) , N: Windungszahl der Spule


6 1.2.1 U i (t ) = N × F
2
& (t ) = DB × A = DB × æ d ö × p
Im Zeitintervall 0 £ t £ 2,0 s gilt laut Diagramm: F
Dt Dt çè 2 ÷ø

U i (t ) × D t
⇒N = 2
æd ö
DB × ç ÷ × p
è2ø

1, 4 V
Mit U i(t ) = U C = 1, 4 V folgt: N = 2
= 9, 9 × 103
0, 40 T æ 0, 030 m ö
×ç ÷ ×p
2, 0 s è 2 ø

3 1.2.2
Wird der Graph an der
U (t ) in V
t -Achse gespiegelt, ist
der zeitliche Verlauf
der gemessenen
Spannung ebenfalls
t in s
korrekt dargestellt.

2.0 U 0 = 10 V

2 2.1 Mit einem Oszilloskop können ausschließlich Spannungen gemessen werden. Um die
Stromstärke im Stromkreis zu bestimmen, wird mit dem Oszilloskop die Spannung am
Messwiderstand R gemessen, die nach dem Ohm‘schen Gesetz direkt proportional zum
Stromfluss durch diesen Widerstand ist.

5
Lösungshinweise zur Wahlaufgabengruppe W 1 (Fortsetzung) 20XX

BE
U0
6 2.2 Bestimmung des ohmschen Widerstands: R S =
I max

Mit I max = 0,20 A ergibt sich RS = 50 W .

U (t )
Bestimmung der Induktivität: L = i
I&( t )
Aus dem Diagramm liest man z. B. für den Zeitpunkt t 1 = 0,030 s ab:
0,040 A
I (0,030 s) = 0,16A und I&(0,030 s) =
0,018 s
Damit ergibt sich:

U (0,030 s) -(U 0 - I (0,030 s) × RS ) -(10 V - 0,16 A × 50 W)


L = &i = = = 0,90 H
I (0,030 s) I&(0,030 s) 0 , 040 A
0 , 018 s

3 2.3 Nach dem Öffnen des Stromkreises hält die Spule den Stromfluss im nun über die Diode
geschlossenen Stromkreis kurzzeitig aufrecht (Lenzsche Regel!). Dabei wird die in der
Spule gespeicherte Energie in den vorhandenen ohmschen Widerständen in Wärme
umgewandelt, wodurch der Stromfluss rasch zum Erliegen kommt.

3 3.1 Einheitenkontrolle für Formel (1):

( )
2
2
N 1× m N × m × m2 J × m2 V × s × m2 V × s
[L ] = 2 × m = = 2 =
A
¹
A
=H
A A2 A
Damit stimmt laut Aufgabenstellung Formel (2)!

Alternativ: Einheitenkontrolle für Formel (2):


N 1 × m2 N × m J V × s
[L ] = × = 2 = 2= =H
A2 m A A A
Damit stimmt diese Formel!

3 3.2 Nach Formel (2) ergibt sich: l = 8,0 cm


30

6
Lösungshinweise zur Wahlaufgabengruppe W 2 20XX

BE
5 1.1.1 Der Nachweis wird mittels eines v 2 - F W -Diagramms geführt:

2 m2
v in 2 25 85 144 225
s
FW in N 8,0 27,0 46,0 72,0
F in N
W

70
D(v²)

60

50

40
DFW
30

20

10

0
0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 220 v² in m²/s²

Im Rahmen der Mess- und Zeichengenauigkeit liegen die Punkte auf einer
Ursprungshalbgeraden. Damit gilt: FW ~v 2 bzw. FW = k ×v 2 , wobei k eine Konstante
ist.

m2
3 1.1.2 k = DFW mit z. B. DFW = 70N und D v 2 = 220 ( ) (siehe Steigungsdreieck in 1.1.1)
D v2 ( ) s2

70 N N × s²
erhält man: k = = 0,32
m 2 m²
220

3 1.2.1
r
FG : Gewichtskraft
r
FU : Kraft der Unterlage auf den Fahrer.
r r r
FR + FW : Summe der Gleitreibungskraft FR
r
und der Luftwiderstandskraft FW .

7
Lösungshinweise zur Wahlaufgabengruppe W 2 (Fortsetzung) 20XX

BE
r
3 1.2.2 Die resultierende Kraft F aus allen angreifenden Kräften wirkt als beschleunigende
Kraft. Für den Betrag F dieser Kraft gilt: F = FH - FR - FW .
Mit F = m × a , F H = m × g × sin ( α ) , F R = μ × m × g × cos ( α ) und FW = k ×v 2
folgt: m ×a = m × g × sin ( α ) - μ × m × g × cos ( α ) - k ×v 2
k 2
⇒ a = g × sin ( α ) - μ × g × cos (a ) - ×v
m

4 1.3.1 Die Geschwindigkeit des Skifahrers bleibt konstant, wenn a = 0 ist.

k m × g × sin ( α ) - k ×v B2
0 = g × sin (a ) - m × g × cos (a ) - ×v B2 ⇒ μ =
m m × g × cos ( α )
2
m N × s2 æ m ö
71kg × 9, 81 2 × sin ( 8,0° ) - 0,32 2 × ç 14 ÷
s m è s ø
μ= = 0,050
m
71kg × 9,81 2 × cos ( 8,0° )
s

k 2
2 1.3.2 a0 = g × sin( a ) - m × g × cos ( a ) - ×v mit der Anfangsgeschwindigkeit v 0 = 0
m 0
m m
a0 = g × sin( a ) - m × g × cos ( a ) = 9,81 2
× sin( 8,0° ) - 0,050 × 9,81 2 × cos ( 8,0° )
s s
m
⇒ a0 = 0,88

6 1.3.3 Im Zeitintervall ét A ;t B ù wächst der Betrag v


ë û
v (t ) der Geschwindigkeit des Skifahrers
zunächst rasch und dann nur noch vB
allmählich an, da mit zunehmender
Geschwindigkeit die Luftwiderstandskraft
größer wird und somit der Betrag a der
Beschleunigung vom Anfangswert a0 auf
den Wert aB = 0 abnimmt. Ab dem
tA tB tC t
Zeitpunkt t B ist die Luftwiderstandskraft
so groß, dass die auf den Skifahrer wirkenden Kräfte sich kompensieren. Somit erfährt
der Skifahrer keine resultierende Beschleunigung mehr. Folglich bewegt sich der
Skifahrer im Zeitintervall éët B ;t C ùû mit konstanter Geschwindigkeit, nämlich der
r
Geschwindigkeit v B mit dem Betrag v B .

8
Lösungshinweise zur Wahlaufgabengruppe W 2 (Fortsetzung) 20XX

BE
4 1.4 Bezugssystem wird wie folgt festgelegt: Koordinatenursprung im Punkt E ; die y -Achse
ist vertikal nach oben orientiert.
1
Für die y -Koordinate (schräger Wurf) gilt dann: y (t ) =v 0,y ×t - × g ×t ²
2
1 1 m
y ( Dt ) + × g × ( Dt ) ² -3 m + 2 × 9, 81 2 × (1,0 s ) ² m
v 0, y = 2 = s =2
Dt 1,0s s
m
Þv 0 = 2
s
30

9
Lösungshinweise zur Wahlaufgabengruppe W 3 20XX

BE
1
1.1.0 Höhenunterschied der Boje: 2× y max = 1,0m ; Dt = 3,0 s = ×T
2
3 1.1.1 Die Boje führt eine harmonische Schwingung mit der Amplitude y max = 0,50 m und der
Periodendauer T = 6,0s in y -Richtung aus.
æ π ö
Zeit-Ort-Funktion: y (t ) = -0,50m × cos ç ×t ÷
è 3, 0s ø

4 1.1.2 m = 10kg ; Bezugsniveau für E pot auf der Höhe y = 0


1 2
E ges = E kin,max = × m ×v max
2
d π æ π ö π
mit v y (t ) = y (t ) = 0,50m × × sin ç ×t ÷ ⇒ v max = 0,50m ×
dt 3,0s è 3, 0s ø 3,0s
⇒ E ges = 1, 4 J

4 1.1.3 Dt = 18 s ; Ds = 54 m ; T = 6,0 s
mit y (t = 0 ; x = 0) = -0,50 m und y (t = 18 s ; x = 54 m ) = -0,50 m
sowie der Bedingung, dass der Kajakfahrer während der Fahrt von genau einem
Wellenberg überholt worden ist, folgt:

é æ t x öù
y (t ; x ) = -0,50 m × cos ê2π × ç -
ë è 6 , 0s 27 m ÷ø úû
Zu λ :
Während der Zeitdauer Dt = 18 s bewegt sich ein Wellenberg um die Strecke Ds + λ mit
r
der konstanten Ausbreitungsgeschwindigkeit c in Richtung Küste.
Ds + λ λ
Mit = ergibt sich λ = 27 m .
Dt T
4 1.2 Graph 1: Der Graph ist nicht passend, da die Steigung des Graphen zum Zeitpunkt t = 0
das falsche Vorzeichen besitzt.
Graph 2: Der Graph ist nicht passend, da die Periodendauer gemäß Graph 2 T = 3,0 s
wäre. Richtig ist allerdings gemäß Wellengleichung eine Periodendauer von
T = 2,5s .
Graph 3: Dieser Graph wird von der Wellengleichung beschrieben.
Graph 4: Der Graph ist nicht passend. Das Argument lautet genauso wie bei Graph 1.

10
Lösungshinweise zur Wahlaufgabengruppe W 3 (Fortsetzung) 20XX

BE
1.3.0 l = 16,0 m ; y max = 0,60m ; f = 0,20 Hz

4 1.3.1 An den beiden schmalen Einfahrten entstehen jeweils kreisförmige Wellen, die die
gleiche Wellenlänge, die gleiche Frequenz und näherungsweise auch die gleiche
Amplitude wie die auf die Küste zulaufenden Meereswellen haben.
Die kreisförmigen Wellen im Hafenbereich interferieren (ungestört) miteinander.
Dadurch gibt es im Hafenbecken Bereiche mit maximaler (im Idealfall: doppelter)
Amplitude und Bereiche, in denen sich die Auslenkungen abschwächen (im Idealfall ist
hier die Amplitude Null).
Da ein Hafen die vertäuten Boote vor hohem Wellengang schützen soll, sind
insbesondere die Bereiche mit erhöhter Amplitude sehr problematisch und für Boote
und Menschen gefährlich. Dieser Vorschlag ist folglich (in dieser einfachen Ausführung)
nicht sinnvoll.
7 1.3.2 Der Punkt A liegt auf der Mittelsenkrechten zur Strecke Z Z . Die Entfernungen |Z A|
1 2 1

und |Z2A| sind gleich groß, wodurch die Wellen im Punkt A gleichphasig ankommen.
Demzufolge gilt für die Amplitude im Punkt A :
y max;A = 2 × y max = 2 × 0,60 m = 1,2 m
Die Phasendifferenz im Punkt A beträgt Dj = 0 .
Für die Amplitude im Punkt B ist der Gangunterschied Ds entscheidend:
Ds =|Z1B|-|Z2B|= (120m )2 + ( 80m )2 - 120m = 24m = 1,5×l
Damit löschen sich die beiden Wellen aus und die Amplitude beträgt y max;B = 0
Die Phasendifferenz im Punkt B beträgt Dj = π bzw. Dj = 3π .
4 1.3.3 Die besten Stellen zum Festmachen eines Bootes sind die, an denen sich die Wellen
gegenseitig auslöschen, wie z. B. im Punkt B.
Dazu muss der Gangunterschied der beiden Kreiswellen ein ungeradzahliges Vielfaches
l
von betragen. Der Gangunterschied Ds kann maximal den Wert
2
l
b = 80m annehmen. Dann gilt: ( 2k - 1) × 2 = Ds < b mit k = 1, 2, 3, ¼
b 80m
⇒ k < + 0,5 = + 0,5 = 5,5
l 16m
⇒ k max = 5

Unter Einbeziehung von Symmetriebetrachtungen folgt:


Es sind also bei dieser Konstellation insgesamt 10 sinnvolle Anlegestellen vorhanden.
30

11