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Heute erzähle ich Ihnen von Jugendmode, wie sie sich im Laufe der Jahre

entwickelt hat, was sie zum Ausdruck bringt, über einige der beliebtesten Kulturen,
die den Modestil definieren und was heute diktiert wird.
Erstens - ein bisschen mehr Informationen über die Entwicklung der Mode in
verschiedenen (aber vielleicht die wichtigsten und mit den auffälligsten
Veränderungen) Jahren. Ich weiß, dass es sich bei den Informationen um Stil für
Frauen handelt, aber dies liegt daran, dass die Veränderungen der Modetrends bei
Männern sehr klein sind und nicht so offensichtlich wie beim anderen Geschlecht.
Die goldenen Zwanziger - das Jahrzent der modischen Extravaganz
In den 20er Jahren wird das Haar Aus lang kurz. Durch technische Innovationen
wie elektrische Haarschneidemaschinen oder Trockenhauben entdeckten die
Damen der 20er Jahre neben modischen Kurzhaarfrisuren auch aufwendig frisierte
mittellange oder lange Haarkreationen für sich. Die Frauen der 20er Jahre trugen
mit Vorliebe gerade geschnittene Hemdkleidchen mit dünnen Spaghetti-Trägern,
knielange Cocktailkleider mit Schärpen oder Schleifen als Blickfang sowie
ebenfalls geradegeschnittene Hosen. Röcke endeten bereits kurz über dem Knie,
betonten aber weniger die weiblichen Rundungen der Trägerin, sondern vielmehr
ihren Drang nach Freiheit und die Ablehnung von gängigen Konventionen. Die
20er Jahre standen für die moderne Frau ganz im Zeichen des modischen
Umbruchs. Es galt, die Erinnerungen an den Krieg zu verarbeiten, sie in den
Hintergrund rücken zu lassen und das Leben in vollen Zügen zu genießen.
Die schillernden Sechziger - das Jahrzehnt der modischen Freiheit
Der Stil der 60er Jahre wurde von einem ganz besonderen Schönheitsideal
geprägt – statt auf weibliche Rundungen und zarte Femininität setzten moderne
Frauen auf alles, was neu und individuell war. Die Frisurentrends der 60er waren
so wild und sprunghaft wie die Damen selbst, die tagsüber mit Seidentuch im Haar
Cabrio fuhren und am Abend mit wilden Locken, fixiert mit jeder Menge
Haarspray, ihre Lieblingsclubs unsicher machten. Die größte modische Innovation
des Jahrzehnts war jedoch zweifelsfrei die Erfindung des Minirocks. Klarheit
herrscht jedoch über die Herkunft des Trendteils – der Minirock stammt aus
London, wo sich Anfang der 60er Jahre die Jugendbewegung erstmals formierte
und sich schnell über Europa bis hin nach Amerika ausbreitete. Kombiniert wurde
der Minirock jedoch nicht mit den in den 50er Jahren so beliebten High Heels,
sondern mit Ballerinas, Stiefeln oder Schnürschuhen, die, ebenso wie der knappe
Minirock, ein neues weibliches Selbstbewusstsein symbolisierten.
Die vielfältigen 2000er - ein wildes Modecomeback
Voluminös, aber natürlich waren den Haaren und das ist kein Widerspruch. Ein
größeres Bewusstsein für Pflege und gutsitzende Haarschnitte machten es möglich.
Die Mode der 2000er bedient sich bei den Looks der 70er mit natürlichen Farben,
Mittelscheitel und sanfter Welle. Die modische Freizügigkeit gipfelte in diesem
Jahrzehnt in am Bein weit geschnittenen Jeanshosen, die so tief auf der Hüfte
saßen, dass die Unterwäsche der Damen unter dem Hosenbund hervorblitzte.
Gleichzeitig zeigten die engen, kurzen T-Shirt-Schnitte häufig ein wenig Bauch
und Hüfte. So entstand die bevorzugte weibliche Sockelsilhouette der 2000er
Jahre: oben schmal, unten weit – selbstbewusst und mit beiden Beinen im Leben
stehend. Dieses Modediktat führte in den sehr körperbewussten 2000er Jahren
dazu, dass dünne Models und durchtrainierte Superstars zu Vorbildern wurden. In
den 2000er Jahren wurden Superstars gemacht. Jeder von ihnen brachte seinen
besonderen Stil in die Modewelt dieses Jahrzehnts ein. 
Dann geht es weiter mit einigen Kulturen, die einen starken Einfluss auf die Mode
haben und einen anderen als den herkömmlichen Stil zeigen.
Emo ist eine Jugendkultur und Modeerscheinung mit Schwerpunkt in den 2000er
Jahren. Der Name ist zwar auf den Emotional Hardcore, ein Subgenre
des Hardcore-Punk, zurückzuführen, aber dieses Genre hat nur bedingt etwas mit
der heutigen Modeerscheinung zu tun. Der Politik stehen die Emos neutral und der
Gesellschaft kritisch gegenüber. Als äußere Merkmale sieht man oft die schwarzen
Haare, der Pony wird häufig asymmetrisch getragen (ein Auge wird verdeckt),
einzelne Haarsträhnen werden heller/dunkler gefärbt. Zu den beliebteren
Klamotten zählen Merchandise-Shirts und -Pullis, häufig werden mit Symbolen
versehene Handschuhe getragen, Frauen tragen bunte zerrissene Strumpfhosen,
haben hoch toupierte Haare, auch Ketten zählen gelegentlich zu getragenen
Accessoires. Zudem werden bestimmte Gesichtspartien, wie die Augen, meistens
bei beiden Geschlechtern stark ausgeprägt geschminkt.
Die Skaterkultur entstand in den 1950er Jahren in den USA. Weite Hosen und
einfach bedruckte T-Shirts machen den Style aus. Bekannte Skatermarken
sind Billabong, O'Neill, Vans sowie Roxy und Quiksilver.
Die Popper sind eine Jugendkultur, die Ende der 1970er entstanden sind, und sich
bis in die 1980er gehalten haben. Sie verbreiteten sich in West-Deutschland.
Aufgrund ihrer Verhaltensweise bezeichnete man sie oft als Snobs. Popper hatten
ein typisches Aussehen: Die Frisur, genannt „Popper-Schnitt“, ein langer Pony, der
ins Gesicht frisiert wurde, war häufig anzutreffen. Dazu haben sie Markenkleidung
von Lacoste, Burberry und Benetton sowie College-Schuhe getragen. Ihr Wesen
wurde meist als arrogant, egoistisch und ignorant wahrgenommen. Ihr Auftreten
zeichnete sich durch ihr Motto „Sehen und gesehen werden ist des Poppers Glück
auf Erden“ aus. Ihrer Meinung nach war der Spaß am Leben am Wichtigsten.
Kritiker bezeichnen die heutige Gesellschaft als Abbild des Poppers, da sich viele
Menschen durch ihr Aussehen definieren.
Und schließlich ist das dritte Thema der Präsentation das, was die Mode heute
diktiert.
Jugendmode und die Einstellung dazu drückt sich heutzutage in den
Wertorientierungen, der Lebensweise und den ästhetischen Vorlieben aus. Wie
man aussieht, welche Jeans, Schuhe und Mützen man trägt, welche Marken man
bevorzugt, welche Produkte man besitzt, trägt dazu bei, das gewünschte Selbstbild
nach außen zu vermitteln. Früher kauften Jugendliche einen Artikel einer
bestimmten Marke, um andere zu beeindrucken, heute kaufen sie damit eine
komplette Identität. Dabei bieten ihnen bekannte und starke Marken Sicherheit,
Orientierung und Zugehörigkeit und werden deshalb als symbolisches
Kommunikationsmittel verwendet. Ohne sprechen zu müssen, können mit Marken
Gruppenzugehörigkeiten, Eigenschaften oder Zustände ausgedrückt werden. Und
auf der rechten Seite sehen Sie einige der beliebtesten Bekleidungsmarken unter
jungen Menschen.
Viele Modetrends werden jedoch auch von Modemagazinen, Sängern oder
Schauspielern diktiert. Wenn zum Beispiel ein Sänger in lockeren, losen Kleidern
auf die Bühne kommt, wird in etwa einer Woche eine große Anzahl junger
Menschen seinem Beispiel folgen und sich auf die gleiche Weise kleiden. Оder
wenn eine berühmte Person mit einer bestimmten Art von Kleidung auf dem roten
Teppich erscheint, werden in wenigen Tagen viele Menschen, nicht nur junge
Leute, ein solches Kleidungsstück kaufen. Zum Beispiel ziehen es viele Menschen
heutzutage vor, schlaffe, weite Kleidung zu tragen, weil sie nicht wollen, dass die
Welt alles über sie weiß, und sich deshalb auf Mode verlassen, um sie zu schützen.
Es spielt keine Rolle, ob die Berühmtheit deutscher, russischer oder
amerikanischer Abstammung hat. Was zählt ist, dass sie das Kleidungsstück für
angemessen hielten und damit im Rampenlicht standen. Auf der linken Seite zeigt
das Foto eine berühmte Sängerin für Teenagers, die die sogenannte „baggy
clothes“ sehr beliebt und von vielen ihrer Fans bevorzugt gemacht hat. Auf der
anderen Seite ist ein Foto zu sehen, das Menschen zeigt, die verschiedene Arten
von Kleidung tragen. Dieses Foto ist von den Modestraßen oder den „fashion
streets“ in China. Diese Art der Prahlerei ist nicht nur in China, sondern auch in
vielen anderen Ländern weit verbreitet, weil sie auf diese Weise den sozialen
Status ausdrückt, einer Gruppe angehört oder einfach das Selbstwertgefühl steigert,
wenn man die Augen anderer gewinnt.