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Zusammenfassung Rechnungslegung

Das Dokument beschreibt grundlegende Konzepte und Regeln der Rechnungslegung. Es erklärt die Bilanzgleichung und wie Eigenkapital, Vermögen und Schulden bewertet werden. Außerdem werden wichtige Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie Abschreibungen, Niederstwertprinzip und die Periodisierung von Erträgen und Aufwendungen erläutert.

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Zusammenfassung Rechnungslegung

Das Dokument beschreibt grundlegende Konzepte und Regeln der Rechnungslegung. Es erklärt die Bilanzgleichung und wie Eigenkapital, Vermögen und Schulden bewertet werden. Außerdem werden wichtige Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie Abschreibungen, Niederstwertprinzip und die Periodisierung von Erträgen und Aufwendungen erläutert.

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Zusammenfassung Rechnungslegung

Vermögen = Schulden + Eigenkapital


Eigenkapital = Vermögen – Schulden (Zahlungsmittel + sonst. Vermögen – Schulden =
Abgrenzungsposten)  intratemporär (zeitpunktbezogen)
Eigenkapital = Einkommen (Erträge – Aufwendungen) + Eigenkapitaltrans. (Einlagen –
Entnahmen)  intertemporär (zeitraumbezogen)
Einkommen = Saldo aus Erträgen und Aufwendungen
Festlegung der Einkommensermessung:

 Marktleistungsabgabekonzept  Auslieferung
 Periodisierungskonzept
 Einkommensvorwegnahme
Zwecke des Jahresabschlusses (Bilanz + GuV evtl. + Anhang)

 Handelsrechtliche Zwecke
Jahresabschluss = Bilanz und GuV
Kapitalgesellschaft: Bilanz, GuV + Anhang
Kapitalmarktorientierte KG: Bilanz, GuV + Kapitalflussrechnung + Eigenkapitalspiegel
o Informationszweck
o Zahlungsbemessungszweck
 Steuerrechtliche Zwecke
o Leistungsfähigkeit
o Gleichmäßigkeit der Besteuerung
 Konzernabschluss
Regelungsquellen:

 Kodifiziertes Recht (dHGB)


 Rechtsprechung
 Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung:
o Kodifizierte GoB
o Nicht-kodifizierte GoB (induktiv, deduktiv)

GoB:  gläubigerschutzorientiertes Vorsichtsprinzip


Anschaffungskostenprinzip (§253 I HGB): VG sind höchstens mit den Anschaffung- oder
Herstellungskosten anzusetzen
Realisationsprinzip (§252 I Nr. 4 S.2 HGB): Gewinne bzw. Vermögenswertsteigerungen
dürfen in der Bilanz nur ausgewiesen werden, wenn sie tatsächlich am Markt realisiert sind
Imparitätsprinzip (§252 I Nr. 4 S.1 HBG): Verluste bzw. Vermögenswertminderungen
müssen bereits dann ausgewiesen werden, wenn sie noch nicht realisiert, sondern nur
wahrscheinlich sin

 Niederstwertprinzip für VG
 Höchstwertprinzip für Schulden

Bilanzansatz
Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit: liegt vor, wenn der zu bilanzierende Sachverhalt die
Definitionskriterien eines VG bzw. einer Schuld erfüllt
Konkrete Bilanzierungsfähigkeit:

 Wenn bei abstrakten Bilanzierungsfähigkeit kein gesetzliches Verbot (z.B.


Privatvermögen)
 Wenn trotz fehlender abstrakter Bilanzierungsfähigkeit ein gesetzliches Wahlrecht
oder Gebot existiert
Wenn beides erfüllt: Aktivierungspflicht  §246 Abs.1 HGB

Bilanzbewertung:
1. Einzelbewertungsgrundsatz (§252 Abs. 1 Nr.3 dHGB)
2. Differenzierung nach Bewertungszeitpunkten
a. Zugangsbewertung
b. Folgebewertung (planmäßig u. außerplanmäßig)
Wertansätze bei Zugangsbewertung:
§253 Abs.1 HGB kodifizierte Ausgangswerte bei VG und Schulden, anzusetzen sind:

 Vermögensgegenstände zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten


 Verbindlichkeiten zum Erfüllungsbetrag
 Rückstellungen zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrag
Anschaffungskosten (bzw. -ausgaben): (§255 Abs.1 S.1 HGB)
Stellen originären Wertmaßstab für alle von UN fremd bezogenen VG dar: „Aufwendungen,
die geleistet werden, um VG zu erwerben und in betriebsbereiten Zustand zu bringen,
soweit sie dem VG einzeln zuordnungsbar sind „
+ Anschaffungspreis (Netto-Listenpreis mit Zu- und Abschlägen)
- Anschaffungspreisminderungen (Rabatte, Skonti)
+ Anschaffungsnebenkosten
+ nachträgliche AK (z.B. nachträgliche Erschließungskosten)
Anschaffungsnebenkosten:
Ausgaben bei Beschaffung:

 Begutachtungs-, Verpackungs- und Transportkosten sowie Zoll


 Provision, Courtage
 Notar-, Gerichts- und Registerausgaben
 Grunderwerbssteuer
 Transportversicherungsprämien
Ausgaben zur Betriebsbereitschaft:

 Montage- und Fundamentierungsausgaben


 Ausgaben für Probeläufe
 Ausgaben für Abnahme von Gebäuden und Anlagen
Herstellungskosten (bzw. -ausgaben) (§255 Abs.2 HGB)

 VG des Vorratsvermögens
 Selbst erstelltes und eigengenutztes Anlagevermögen
 Sachliche Abgrenzung
 Einkommensneutralität des Herstellungsvorgangs

 Im dHGB abschließende Aufzählung von Bestandteilen im Sinne einer


Zuschlagskalkulation
 Bestandteile nur insoweit berücksichtigen,
o Soweit sie durch die Fertigung veranlasst, sind
o Als sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen
o Unterscheidung in Pflicht- und Wahlbestandteilen von HK
o Begrenzung des möglichen Bewertungsspielraums durch Stetigkeitsgrundsatz
(§252 Abs.1 Nr.6 dHGB)

Erfüllungsbetrag und Barwert

 Bewertung von Verbindlichkeiten zum Erfüllungsbetrag


 Bewertung von Rückstellungen in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages  §253 Abs.1 S.2 HGB
 Bewertung von RSTL zum Barwert, wenn Restlaufzeit größer als ein Jahr §253 Abs.2
 Diskontierung mit einem der RLZ entsprechenden durchschnittlicher Marktzinssatz
der letzten 7 Jahre
Beizulegender Wert (§255 Abs.4 HGB)

 Entspricht Marktpreis auf aktivem Markt


 Wenn kein aktiver Markt  Offenlegung der grundlegenden Annahmen

Wertansätze bei Folgebewertung


Erfordernis: Wertänderungen sind zum Bilanzstichtag der Folgeperiode zu erfassen
1. Vorhersehbare Wertänderung
 Typischer Wertverzehr abnutzbaren Vermögens durch planmäßige
Abschreibung berücksichtigt
 Anpassung des Barwertes entsprechend bewerteter Schulden um
Diskontierungsanteil
 fortgeführte Ausganswerte

2. Nicht-Vorhersehbare Wertänderungen
 Wenn bei Überprüfung der Wertigkeit außerplanmäßige
Wertanpassungsbedarf
 Korrekturwerte

Korrekturwerte
Beizulegender Wert
1. Korrekturwert für Anlagevermögen (§253 Abs.3 S.5 HGB)
 Entspricht Wiederbeschaffungskosten, also HK/AK vergleichbarer Güter
 Ggfs. Anteilige planmäßige Abschreibung
2. Korrekturwert für Umlaufvermögen (§253 Abs.4 S.2 HGB)
 Entspricht Wiederbeschaffungskosten bei noch nicht in Produktion
eingegangenen Gütern z.B. Roh-, Hilfsstoffe
 Entspricht vorsichtig geschätztem Verkaufserlös abzüglich noch entstehender
Kosten bei fertigen/unfertigen Erzeugnissen
Börsen- oder Marktpreis:

 Wenn vorhanden als Korrekturwert für Umlaufvermögen heranzuziehen (§253 Abs.4


S.1 HGB)
Niederstwertprinzip (NWP)

 Ausschlaggebend für Anwendung der Korrekturwerte Beizulegender Wert und


Börsen- oder Marktpreis
 Folgt aus Vorsichts- und Imparitätsprinzip
 Strenges und gemäßigtes NWP

Zuschreibung bei Wegfall des Grundes für außerplanmäßige Abschreibung

 Wideraufholungsgebot §253 Abs.5 S.1 HGB


 Ausnahme: entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert (Zuschreibungsverbot
§253 Abs.5 S.2 HGB)

Höchstwertprinzip bei Schulden

 Analog zu NWP
 Schuldenbewertung unterhalb Zugangsbewertung unzulässig
 Verminderung des Wertes nur dann, falls frühere Aufwertung entfällt
 Ausnahme: Devisenkassamittelkurs (§256a S.1 HGB)

Bilanzausweis
 Vorschriften für Kaufleute (§243 Abs. 2 HGB)
 Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§265 HGB)
 höherer Detaillierungsgrad
Bilanzierung von Aktiva
Anlagevermögen
Planmäßige Abschreibungen

 Verteilung der AK und HK auf die voraussichtliche Nutzungsdauer des abnutzbaren


Gegenstandes (§253 Abs.3 S.1,2 HGB)
Immaterielles Vermögen

 Z.B. Rechte, Lizenzen, Rezepte, Know-how, Geschäftsbeziehungen


 Selbst-geschaffene immaterielle VG: Unterteilung in Forschung und Entwicklung
(§255 Abs.2a HGB)

Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert (§246 Abs.1 S.4 HBG)

Sachanlagevermögen
Finanzanlagevermögen
Umlaufvermögen
 Dient nicht auf Dauer dem Geschäftsbetrieb

1. Vorräte: Sammelbelbewertungsverfahren (§256 HGB) LIFO/FIFO


2. Forderungen und sonst. VG: Valuta-Forderungen: Devisenkassamittelkurs
3. Wertpapiere: Bewertung: AK inkl. Evtl. Maklergebühren
4. Liquide Mittel

Bilanzierung von Passiva

Eigenkapital
Umfasst die von den Eigentümern ohne explizite zeitliche Begrenzung zur Verfügung
gestellten Mittel durch
 Zuführung „von außen“ (Eigenkapitaltransfers)
 Durch Einkommenserzielung und Thesaurierung: „von innen“

1. Gezeichnetes Kapital = Nenn- bzw. Nominalkapital einer KG


Ausstehende Einlagen = noch nicht einbezahlt
2. Kapitalrücklage
3. Gewinnrücklagen
Rücklagen = Eigenkapital-Reserven
4. Gewinnvortrag/Verlustvortrag
5. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

Fremdkapital

Zusätzliche Posten: Rechnungsabgrenzungsposten


Verbindlichkeiten =
 Verpflichtungen eines UN, die am Bilanzstichtag in ihrer und Fälligkeit nach
feststehen
 Leistungen zu denen das UN juristisch gezwungen werden kann, die zum
Abschlusszeitpunkt eine wirtschaftliche Belastung darstellen und deren Wert
eindeutig feststellbar ist
 Kurzfristige Verb. (RLZ<= 1 Jahr) §268 Abs.5 HGB)
 Mittelfristige Verb. (RLZ< 5 Jahre)
 Langfristige Verb. (RLZ > 5 Jahre)

Zugangsbewertung:

 Bewertung zum Erfüllungsbetrag (§253 Abs.1 S.2 HGB)


 Bewertung von Rentenverpflichtungen (§253 Abs.2 S.3 HGB)

Folgebewertung:

 Beachtung des Höchstwertprinzips


 Ausnahme: Valuta

Rückstellungen =
 Passivposten, die solche Wertminderungen der Berichtsperiode als Aufwand
zurechnen, die durch zukünftige Handlungen endgültig bedingt werden und bezüglich
ihres Eintretens oder ihrer Höhe nicht völlig sicher, aber dennoch hinreichend sind
Wertansatz in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwerndigen
Erfüllungsbetrages (§253 Abs. 1 S.2 HGB)

 Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostenänderungen


 Beachtung des Vorsichtsprinzips
 Altersversorgungsverpflichtungen (§253 Abs.1 S.3 HGB & Diskontierung in Abs.2)

Diskontierung von RSTL mit RLZ von >12 Monaten: §253 Abs.2 S.1 HGB)
Einkommensrechnung
Einkommen = Eigenkapitalveränderungen, die durch Unternehmertun erwirtschaftet, die
nicht aus Transaktionen mit Eigenkapitalgebern resultieren

 Informiert über Art und Höhe der Einkommenskomponenten Aufwand und Ertrag

GuV = Begriff für die nach dHGB geforderte Einkommensrechnung

 Informationszweck
 Zahlungsbemessungszweck

Wahlrecht zwischen UKV und GKV


Umsatzkostenverfahren (UKV) (§275 Abs.3 HGB)

= Gegenüberstellung der Umsatzerträge und -aufwendungen der Periode zur Ermittlung


eines Marktleistungsabgabeeinkommens

Gesamtkostenverfahren (GKV) (§275 Ans.2 HGB)


= Gegenüberstellung aller Umsatzerträge und sämtlicher Herstellungsausgaben der Periode
zur Ermittlung eines Produktionseinkommens

Zusammenfassung Controlling
1. Einleitung

1.1. Wirtschaftswissenschaft, Begriffe und das Umfeld des UN

 BWL = Analyse einzelwirtschaftlicher Aktivitäten


 VWL = Analyse gesamtwirtschaftlicher Aktivitäten
 Betrieb = planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, um Leistungen zu erstellen
 Unternehmen = rechtlich abgegrenzte Wirtschaftseinheit, dient
Einkommenserzielung und ist selbständig
 Firma = Name, unter dem Kaufmann auf Markt tätig

1.2. Aufgaben und Teilbereiche des Rechnungswesens

 Dokumentationsfunktion: lückenlose und chronologische Erfassung aller


Geschäftsvorfälle
 Rechnungslegungs- und Informationsfunktion: Gesetzliche Regelungen zwingen zu
jährlicher Rechenschaftslegung

 Interne Interessenten: Unternehmensleitung, Eigentümer, Eigenkapitalgeber


 Externe Interessenten: Investoren, Kreditgeber, Lieferanten, Kunden, Staat

 Externes Rechnungswesen (Finanzbuchhaltung)


o Systematisch, lückenlose Erfassung von Geschäftsvorfällen, die durch
betriebliches Geschehen ausgelöst
o Rechenschaftslegung ggü. Internen und externen Adressaten
o Umfangreiche gesetzliche Vorschriften
 Internes Rechnungswesen (Kostenrechnung)
o Erfasst und verrechnet alle Kosten in direktem Zusammenhang mit
betrieblicher Leistungserstellung
o Keine gesetzlichen Vorgaben

1.3. Information des Rechnungswesens

 Bestandsgrößen = zeitpunktbezogen, Mengen- oder Wertgrößen


 Stromgrößen = zeitraumbezogen

2. Kostenrechnung und Controlling

2.1. Abgrenzung von Kostenrechnung und Controlling

 Kostenrechnung = Informationen über Leistungen und Kosten erfassen/verarbeiten


 Controlling = Unterstützung des Managements, Koordinationsfunktion, Beratung
o Kostenrechnung
o Finanzrechnung (Finanzbuchhaltung)
o Investitionsrechnung
2.2. Kostenrechnung im Gesamtsystem des UN
 Daten und Informationen zur Entscheidungsunterstützung
 Basis für Leistungsbeurteilungen
 Grundidee: Abwägung von Leistung und Mitteleinsatz  Zweckerfolg quantitativ
oder qualitativ (Formalziel)
 Informationssystem für Management
o Datenvorrat
o Regelsystem für Informationsverarbeitung

3. Kostenrechnung

3.1. Sinn und Zweck der Kostenrechnung

 Kompassfunktion für Management


 Unterstützung von Entscheidungen; Verhaltenssteuerung
 Ziele:
o Wohlstandsmehrung
o Effizienz

3.2. Grundbegriffe der Kostenrechnung und Kostenfunktionen

 Allgemeiner Kostenbegriff = Kosten sind zur Erreichung eines Zweck in Kauf zu


nehmende Opfer i.d.R. in Geld bewertet
 Kostenobjekt = Zweck, für den Kosten in Kauf genommen
 Verwendungszweck:
o Absatzleistungen: Kostenträger
o Innerbetriebliche Leistungen
 Absatzerlös – verursachte Kosten = Deckungsbeitrag
 Einzelkosten/Gemeinkosten  Identitäts- vs. Verursachungsprinzip
 Opportunitätskosten
 Relevante Kosten= erwartete zukünftige Kosten (alternativenabhängig)
 Irrelevante Kosten = unabhängig in Kauf zu nehmen

 Produktionstheorie:
o Technologieraum: Menge aller möglichen Faktorkombinationen und
zugehöriger Produktionsmengen
o Produktionsfunktion: effizienter Rand des Technologieraums

 Kostentheorie:
o Kostenfunktion: gibt mindestens erforderlichen Kosten in Abhängigkeit von
Leistung x an

Klassische Bestellmengenmodell

 Optimale Wahl von Bestellmenge und -häufigkeit mit dem Ziel eine bestimmte
Nachfrage zu befriedigen und Gesamtkosten zu minimieren
 Herleitung optimaler Bestellmenge und -häufigkeit
 Herleitung der Gesamtkostenfunktion
 Vergleich kurzfristige vs. Langfristige Kostenfunktion im Modell
Kostenfunktion: Lineare Approximation

 Beobachtung: tatsächliche Kostenverläufe sind nicht immer affin-linear


 Ausweg: lokale affin-lineare Approximationen an die tatsächliche Kostenfunktion im
relevanten Bereich
Schmalenbachs Mathematische Kostenauflösung

Optimal affin-lineare Approximation


Lineare Approximation durch Regression

3.3. Struktur kostenträgerorientierter System der Kostenrechnung

Kostenträger = betriebliche Leistungen, die den Güter- und Leistungsverzehr im


Unternehmen ausgelöst haben, i.d.R. Produkte des UN
Kostenstelle = betrieblich abgegrenzte Verantwortungsbereiche, für die Kosten geplant,
erfasst und kontrolliert werden, Leistung wird durch ein oder mehrere Leistungsmaße
erfasst und innerbetrieblich verrechnet
Hauptkostenstelle vs. Hilfskostenstelle

 Hauptkostenstellen unmittelbar am Prozess der Leistungserstellung und -verwertung


beteiligt
 Hilfskostenstellen: innerbetriebliche Leistungserstellung beliefern Hauptkostenstellen
Einzelkosten vs. Gemeinkosten
Unechte vs. Echte Gemeinkosten

 Verursachungsgemäße Verrechnung möglich oder nicht


 Echte Gemeinkosten: Betriebsstoffe
 Unechte Gemeinkosten: Hilfsstoffe
Primärkosten = in der Kostenartenrechnung erfassten Kosten werden entweder als direkte
Kosten den Kostenträgern belastet oder als indirekte Kosten der Kostenträger über Stellen
oder Prozesse auf Kostenträger weiterverrechnet
Sekundärkosten = Kosten aus Inanspruchnahme innerbetrieblicher Leistungen werden den
Kostenträgern für die Inanspruchnahme von Kostenstellen oder Prozessen belastet

3.4. Erfassung der Primärkosten (Kostenartenrechnung)

Kostenannuität = konstanter Kostenbetrag a pro Periode, so dass der Barwert des


konstanten, unendlichen Kostenstroms von a pro Periode gleich
 Vergleich von Anlagen mit unterschiedlicher Nutzungsdauer möglich
 Bewertung von zusätzlichen Kostenobjekten bei bestehenden Anlagen

3.5. Erfassung der Sekundärkosten (Kostenstellenrechnung)


Zweck und Aufgaben:

 Kostentransparenz schaffen
 Kontrolle und Sicherung der Wirtschaftlichkeit der Kostenstellen
 Schaffung von Kostenverantwortlichkeit im UN
 Leistungsverflechtungen dokumentieren
 Ermittlung von Kalkulationssätzen für Übernahme der Gemeinkosten in Kalkulation
Leistungsverrechnung zwischen Kostenstellen
a. Zyklenfreie Verrechnungsbeziehungen
b. Nicht-zyklenfreie Verrechnungsverfahren
 Möglichkeit 1: Zyklen berücksichtigen  Gleichungsverfahren

 Möglichkeit 2: Zyklen z.T. vernachlässigen  Näherungsverfahren


i. Anbauverfahren: Vernachlässigung der Lieferungen von Hilfsstellen an andere
Hilfsstellen
ii. Stufenleiterverfahren: Vernachlässigung der Lieferungen später
abzurechnender Hilfsstellen an die vorher abzurechnenden

3.6. Kostenträger-Stückrechnung (Kalkulation)


3.6.1. Zwecke und Aufgaben
3.6.2. Kalkulationsarten
3.6.3. Kalkulationsverfahren der Praxis

3.7. Kostenträger-Zeitrechnung (Deckungsbeitrags- und Betriebserfolgsrechnung)


Anschaffungskosten (Nebenkosten einzeln zurechenbar)

Anschaffungspreis Nebenkosten betriebsbereit Nachträgl. AK Preismind.


Montage Montage Zusatzmodul Rabatt
Inbetriebnahme Zusätl. Festpl. Bonus
Frachtkosten Skonto
Herstellungskosten

Materialeinzel Betriebsstoff Rohstoff Hilfsstoff


Fertigungseinzel Arbeitslohn Gehaltsnebenkoste
n
Sondereinzel Spezialwerkzeug
Materialgemein Lagerverwaltung
Fertigungsgemein Lagerkosten Reparaturkosten Meisterlohn Lizenz
Wertverzehr Abschreibung
Zinsen für FK Darlehen f.Prod.
Verwaltung Personalbüro
Vertrieb Werbung
Gewinnaufschlag

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