Externe Unternehmensrechnung FU Berlin Script Übungen
Externe Unternehmensrechnung FU Berlin Script Übungen
zur Übung
im Wintersemester 2023/2024
Disclaimer: Das HGB und andere Gesetze verwenden stets die männliche Form (z.B. Kaufmann, Gesellschafter). In diesen
Fällen gilt die verwendete Form für alle Geschlechteridentitäten (m/w/d). In allen anderen Fällen gilt eine verwendete männ-
liche Form auch für die weibliche Form (und umgekehrt). Wir sprechen uns ausdrücklich für eine gleichberechtigte Teilhabe
aller Geschlechter aus.
Michael Dillhage
FACTS-Department,
Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung
Prof. Dr. Ruhnke
Thielallee 73, Raum 214
E-Mail: [Link]@[Link]
Tel.: 838-52901
2. Inventar (Bestandsverzeichnis)
3. Bilanz
▪ Inventur (Tätigkeit)
➢ Körperliche Inventur:
Alle körperlichen Gegenstände werden durch Zählen, Messen oder Wiegen aufgenom-
men.
➢ Buchinventur:
Alle nichtkörperlichen Vermögensgegenstände und Schulden werden hier mit Hilfe von
Belegen und buchhalterischen Aufzeichnungen aufgenommen.
➢ Stichprobeninventur:
Der Bestand an Vermögensgegenständen und Schulden wird anhand einer Stichprobe
(unter Zuhilfenahme anerkannter mathematisch-statistischer Verfahren) ermittelt (§ 241
Abs. 1 HGB).
o Inventurarten in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Durchführung:
➢ Stichtagsinventur:
Die Bestandsaufnahme erfolgt vollständig an einem bestimmten Stichtag.
➢ Ausgeweitete Stichtagsinventur:
Durchführung der Inventur innerhalb einer Frist von zehn Tagen vor oder nach dem
Stichtag.
➢ Zeitverschobene Stichtagsinventur:
Die Bestandsaufnahme erfolgt hier nicht für den Stichtag, sondern für einen Tag inner-
halb der letzten drei Monate vor oder der beiden ersten Monate nach Ende des Ge-
schäftsjahres (§ 241 Abs. 3 Nr. 1 HGB).
➢ Permanente Inventur:
Die Bestandsaufnahme erfolgt nicht für alle Vermögenswerte und Schulden an einem
einzigen Tag, sondern die Inventurarbeiten werden über einen längeren Zeitraum, unter
Umständen sogar das ganze Geschäftsjahr verteilt. Eine permanente Inventur ist eine
körperliche Bestandaufnahme, insbes. des Vorratsvermögens, an einem beliebigen
Stichtag, bei ordnungsmäßiger Fortschreibung nach Art, Menge und Wert auf den Bi-
lanzstichtag. (§ 241 Abs. 2 HGB).
▪ Inventar (Bestandsverzeichnis)
o Das Inventar ist die Grundlage der Bilanz, es dokumentiert die Ergebnisse der Inventur.
o Die Gliederung des Inventars ist nicht gesetzlich kodifiziert, aus dem Prinzip der Klarheit und
Übersichtlichkeit (GoB) wird jedoch eine Orientierung an das Bilanzgliederungsschema gem.
§ 266 HGB abgeleitet:
Vermögen (nach steigender Liquidität)
Schulden (nach abnehmender Fristigkeit)
Ermittlung des EK = Reinvermögens = Vermögen – Schulden
Michael Dillhage Seite 2
▪ Bilanz
Schulden (FK)
Σ Aktiva Σ Passiva
= Mittelverwendung = Mittelherkunft
Aktiva = Passiva
Vermögen = Kapital
Vermögen = AV + UV
Kapital = FK + EK
Vermögen = FK + EK
➢ mit:
Die Stumpf GmbH – ein führender Händler und Hersteller von Pflanzenschutzmitteln und Insektenvernichtern –
ermittelt am 15.10.t1 den Warenbestand des Insektenvernichters ‚Ökokill’ (insgesamt 250 Stück zu einem
Durchschnittspreis von 7,50 € netto je Stück). Dies wird in einem besonderen Inventar festgehalten. Bis zum
31.12.t1 werden noch 600 Stück angeschafft (Anschaffungspreis 7,50 € netto je Stück) und 730 Stück veräußert
(Verkaufspreis 7,50 € netto je Stück).
a) Wie lautet der Wert, der in das Inventar zum 31.12.t1 aufzunehmen ist?
b) Wie wird diese Art der Inventur genannt? Nennen Sie die Rechtsgrundlage!
c) Zusätzlich zum Insektenvernichter von Aufgabe a) werden bei einer Inventur zum Jahresende noch fol-
gende Informationen ermittelt. Erstellen Sie das Inventar zum 31.12.t1. Ermitteln Sie das Reinvermö-
gen!
d) Entwickeln Sie aus dem Inventar die Bilanz und errechnen Sie das Eigenkapital.
Hinweise:
- Mehrfachnennungen sind möglich
- die Geschäftsvorfälle beziehen sich auf die laufende Periode (t1)
- Die USt wird vernachlässigt
Geschäftsvorfälle:
1. Aufnahme eines Barkredits von 1.000 €.
2. Barverkauf von Waren i.H.v. 1.000 €. (Einstandswert der Waren 1.000 €)
3. Warenverkauf auf Ziel i.H.v. 600 €. (Einstandswert der Waren 600 €)
4. Banküberweisung von Löhnen (der aktuellen Periode t1) i.H.v. 2.500 €.
5. Barverkauf einer Maschine, die mit 2.000 € in den Büchern steht, zum Preis von 2.000 €.
6. Barverkauf einer Maschine mit Buchwert 5.000 € für 3.300 €.
7. Privatentnahme aus der Kasse 4.000 €.
8. Begleichung einer Verbindlichkeit durch Banküberweisung i.H.v. 500 €.
9. Vornahme der bilanziellen Abschreibungen auf Maschinen i.H.v. 7.000 €.
10. Aufgrund eines Bankguthabens werden 500 € Zinsen gutgeschrieben.
11. Zu Beginn der Periode sind Wertpapiere, die ursprünglich zu 5.000 € gekauft worden sind, aufgrund von
Kursverlusten mit 3.000 € bewertet. Am Ende der Periode beträgt der Börsenkurs 4.000 €. Die Wertpa-
piere werden mit dem höheren Marktwert bewertet.
Geschäfts-
Einzahlung Auszahlung Einnahme Ausgabe Ertrag Aufwand
vorfall in t1
Beispiel 200 € 200 €
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
Geben Sie für die folgenden Geschäftsvorfälle an, ob und in welcher Höhe es sich um eine Ausgabe, Auszah-
lung, Einnahme, Einzahlung und/oder Aufwand / Ertrag aus Sicht des Kaufmanns handelt (Hinweis: Die USt
wird vernachlässigt):
SOLL an HABEN
▪ Es lassen sich Bestandskonten und Erfolgskonten unterscheiden. Bestandskonten werden über das
Privatkonto
Schlussbilanzkonto abgeschlossen, Erfolgskonten (Aufwendungen und Erträge) werden in der GuV ge-
genübergestellt und über das Eigenkapital abgeschlossen.
▪ Eine Besonderheit stellt das Privatkonto dar, welches (bei Personengesellschaften) direkt (erfolgsneut-
== Unterkonto
Unterkonto
ral) über das Eigenkapitalkonto des
des Eigenkapitalkontos
Eigenkapitalkontos
abgeschlossen bei
bei Personengesell-
wird und Einlagen Personengesell-
und Entnahmen der Gesellschafter
darstellt. schaften
schaften zur Erfassung von Entnahmen und Einlagen.
zur Erfassung von Entnahmen und Einlagen.
Privatkonto GuV-Konto
Einlagen Aufwendungen
Entnahmen Erträge
Saldo Gewinn
Eigenkapitalkonto
Nettoentnahmen Gewinn
▪ Die Eröffnung der Bilanz erfolgt über das folgende Buchungsschema, wodurch ein der Vorjahres-End-
bilanz gespiegeltes Eröffnungsbilanzkonto entsteht (Übernahme der Vorjahres-Endbilanz gem. Grund-
satz der Bilanzidentität § 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB):
Aktivkonten
Aktivkonten Passivkonten
Passivkonten
Aktivkonten
Aktivkonten an
an Eröffnungsbilanzkonto
Eröffnungsbilanzkonto Eröffnungsbilanzkonto
Eröffnungsbilanzkonto an
an Passivkonten
Passivkonten
S Eröffnungsbilanzkonto H
AB Passivkonten AB Aktivkonten
S Aktivkonten H S Passivkonten H
AB AB
Bilden Sie die Buchungssätze für folgende Geschäftsvorfälle und geben Sie an, um welchen Grundtyp von Ge-
schäftsvorfall es sich handelt:
b) Eine Verbindlichkeit gegenüber einem Kreditinstitut (60.000 €) wird in eine Hypothekenverbindlichkeit um-
gewandelt.
c) Die Neutrum-AG gleicht eine Verbindlichkeit aus einer Lieferung in Höhe von 100.000 € zu 95.000 € per
Bank und zu 5.000 € in bar aus.
e) Eine Maschine der Neutrum-AG wechselt im Geschäftsjahr für 30.000 € den Eigentümer. Die Kundin hat
im vergangenen Geschäftsjahr eine Anzahlung in Höhe von 10.000 € geleistet. Der Restbetrag soll im Laufe
des folgenden Geschäftsjahres gezahlt werden.
h) Die Restzahlung aus dem Verkauf der Maschine aus Geschäftsvorfall e) geht auf dem Bankkonto ein.
Handelt es sich bei den folgenden Konten um ein Aktiv- oder ein Passivkonto? Führen Sie den Kontenabschluss
durch. Auf welcher Kontenseite finden sich die Endbestände?
Darlehensver-
Soll Kasse Haben Soll bindlichkeiten Haben
4.000 € 3.500 € 1.500 € 20.000 €
3.000 € 1.800 € 1.500 €
2.100 €
Die Kauffrau Lilo Lichtblau handelt mit Malerbedarf (Pinsel, Farben, Tapeten). Die Inventur zum 31.12.t1 hat für
das Einzelunternehmen folgende Bestände ermittelt:
- Kasse 2.000 €
- Bankguthaben Dresdner Bank 33.000 €
- Waren 6.000 €
- Grundstücke und Gebäude 130.000 €
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.000 €
- Verbindlichkeiten gegenüber Lieferantin Sonja Sonnengelb 20.000 €
- Langfristige Verbindlichkeiten bei der Deutschen Bank 80.000 €
- Forderungen gegenüber Kunde Fredi Pinsel 4.000 €
- Forderung gegenüber Kunde Günter Grasgrün 14.000 €
2. Teilweise Begleichung (10.000 €) der Verbindlichkeit gegenüber Lieferantin Sonja Sonnengelb durch
Banküberweisung.
3. Frau Lilo Lichtblau kauft die neue Herbstkollektion (Tapeten) von Frau Sonnengelb für 2.000 € (davon
in bar: 800 €; per Bank: 1.200 €) ein.
4. Verkauf eines Computers im Januar t2 für 2.500 € (zum Restbuchwert), Geldeingang auf dem Bank-
konto.
6. Lilo Lichtblau begleicht einen Teil der langfristigen Verbindlichkeit mittels Banküberweisung
(12.000 €).
Aufgabe:
a) Richten Sie die benötigten Konten ein und nehmen Sie die entsprechenden Eröffnungsbuchungen vor.
b) Verbuchen Sie die Geschäftsvorfälle im Hauptbuch (auf den T-Konten). Bilden Sie zu den Buchungen auch
die Buchungssätze.
Soll Waren Haben Soll Grundstücke & Geb. Haben Soll Ford. aus LuL Haben
Soll Verb. aus LuL Haben Soll Langf. Verb. ggü. KI Haben Soll Eigenkapital Haben
b) Ein Kunde bezahlt eine Forderung der Fibu-OHG: 12.000 € per Überweisung.
c) Die Miete für die Geschäftsräume ist fällig. Die Fibu-OHG zahlt 4.000 € in bar.
d) Für die Vermittlung eines größeren Auftrages erhält die Fibu-OHG eine Provision von 9.000 € in bar.
e) Zur Tilgung eines Bankkredites zahlt die Fibu-OHG aus der Kasse 20.000 €.
f) Ein Gesellschafter der Fibu-OHG nimmt 399 € aus der Kasse, um sich eine Playstation 4 zu kaufen.
h) Die Zinszahlung aus Geschäftsvorfall a) wurde versehentlich zu hoch bemessen. Daher muss die Fibu-
OHG 2.000 € zurückzahlen (auch in bar).
Herr W. Schauble ist als Steuerberater tätig. Er berät seine Kunden und fertigt für sie Steuererklärungen gegen
Gebühren an. Er arbeitet in gemieteten Büroräumen und beschäftigt mehrere Angestellte. Zum 1.1.t1 ergeben sich
folgende Anfangsbestände:
1. Herr Schauble fertigt mehrere Steuererklärungen an, für die er insgesamt 6.000 € Gebühren verlangt.
2.000 € werden bar bezahlt, der Rest wird gestundet.
4. Für das Geschäftsjahr t1 erhält er 500 € Zinsen auf dem betrieblichen Bankkonto gutgeschrieben.
5. Ein neuer Computer im Wert von 1.000 € wird angeschafft. Die Bezahlung erfolgt per Bankscheck.
7. Herr Schauble bringt einen Schreibtisch, der bisher in seinem Privatbesitz war, in den Betrieb ein.
Wert: 1.200 €
8. Per Banküberweisung gehen 5.000 € Gebühren für Steuerberatung aus ausstehenden Rechnungen ein.
10. Die Miete für die Büroräume wird i.H.v. 1.000 € abgebucht.
Aufgabe:
a) Richten Sie die benötigten Konten ein und nehmen Sie die entsprechenden Eröffnungsbuchungen vor.
b) Verbuchen Sie die Geschäftsvorfälle im Hauptbuch (auf den T-Konten). Bilden Sie zu den Buchungen
auch die Buchungssätze.
Soll EK Haben Soll Langf. Verb. gg. KI Haben Soll BGA Haben
Soll Löhne u. Gehälter Haben Soll Zinserträge Haben Soll Erträge aus Gebühren Haben
10.000
Ein Produkt durchläuft von der Urerzeugung bis zum Endverbraucher mehrere Stufen. Der Urerzeugungsbetrieb
verkauft es für 2.000 € an einen Industriebetrieb, der es wiederum für 5.000 € an den Einzelhandel weiterveräußert.
Der Einzelhändler schließlich verkauft das Produkt für 10.000 € an einen Endverbraucher. Auf diese Nettowaren-
werte entfällt noch zusätzlich die Umsatzsteuer von 19 %.
a) Ermitteln Sie für den Urerzeugungsbetrieb, den Industriebetrieb und den Einzelhändler die jeweilige Vorsteuer,
berechnete Umsatzsteuer und Zahllast. Zeigen Sie weiter, dass die von allen Unternehmen zu entrichtende
Zahllast gerade der Steuer auf die Wertschöpfung entspricht.
Summe
b) Buchen Sie nun die Umsatzsteuer für den Einzelhändler (Einkaufspreis 5.000 €, Verkaufspreis 10.000 €) und
schließen Sie anschließend die Umsatzsteuerkonten auf dem folgenden Kontenblatt ab.
Warenbestand Umsatzerlöse
Soll (Wareneinkauf) Haben Soll (Warenverkauf) Haben
1. Eröffnen Sie die Konten zum 1.1.t1 und buchen Sie die Anfangsbestände.
2. Bilden Sie die Buchungssätze zu den folgenden Geschäftsvorfällen und stellen Sie die Entwicklung der Konten
dar:
a) Ein Schreibtisch im Wert von 800 € netto zuzüglich 19 % USt wird bar eingekauft.
b) Die Softmax bestellt einen Server zur Verarbeitung eigener Firmendaten für 23.800 € brutto und zahlt sofort
3.570 € per Banküberweisung an.
e) Ein nicht mehr benötigter PC wird bar am Markt verkauft: Netto Verkaufspreis 2.000 €; Buchwert 200 €.
Soll Berechnete USt. Haben Soll Vorsteuer Haben Soll USt.-Verrechnung Haben
Soll Dienstleistungserträge Haben Soll G/V aus Verkauf von Haben Soll Zinsaufwand Haben
AV
Für das Geschäftsjahr t1 wurde folgende Schlussbilanz der Warenhandels OHG aufgestellt:
a) Es werden 5.000 Mengeneinheiten an Waren zum Preis von 1,10 € (netto) eingekauft und sofort per Bank
bezahlt.
b) Wegen geltend gemachter Qualitätsmängel an den gelieferten Waren aus a) erhält die OHG eine Gutschrift in
Höhe von 595 € (brutto) auf dem Bankkonto.
c) Es werden 2.500 Mengeneinheiten der im Betrieb befindlichen Waren zu 4 € (netto) pro Stück verkauft. Die
Kundin zahlt sofort per Überweisung.
d) Die Warenhandels OHG bucht den Wareneinsatz nach dem Skontraktionsverfahren. [Hinweis: Nach Gutschrift
beträgt der Warenwert pro Stück nur noch 1 €]
Aufgaben:
2. Bilden Sie die Buchungssätze zu den Geschäftsvorfällen und führen Sie die Konten.
3. Erstellen Sie das Gewinn- und Verlustkonto vom 1.1.t2 bis 31.12.t2 sowie das Schlussbilanzkonto und die
Schlussbilanz. Schließen Sie auch die USt-Konten ab. Bilden Sie die entsprechenden Buchungssätze.
Soll Vorsteuer Haben Soll Berechnete USt. Haben Soll USt.-Verrechnung Haben
Soll Sonst. betr. Aufw. Haben Soll GuV-Konto Haben Soll Verb. gg. Finanzamt Haben
Buchen Sie die folgenden Geschäftsvorfälle im Handelsbetrieb jeweils aus Sicht des Käufers und des Verkäufers:
a) Warenumsatz von 20.000 € zzgl. 19 % USt, zahlbar innerhalb von 30 Tagen oder unter Abzug von 2 % Skonto
innerhalb von 7 Tagen. Der Kunde zahlt innerhalb einer Woche nach Rechnungsdatum durch Banküberwei-
sung.
b) Dem Käufer wird ein Bonus von 200 € wegen Erreichung einer bestimmten Umsatzsumme gewährt und die
200 € werden per Bank überwiesen.
Der Rechnungsbetrag einer Eingangsrechnung lautet auf 5.000 €. Sie können die Rechnung binnen 10 Tagen
unter Abzug von 2 % Skonto oder innerhalb von 30 Tagen netto Kasse bezahlen. Der Zinssatz für die Aufnahme
eines Kredites (mit einer Laufzeit von bis zu 40 Tagen) beträgt 10 % (Jahreszinssatz).
Lohnt es sich, den Skonto-Abzug in Anspruch zu nehmen, wenn bis Ablauf der Skontofrist nicht ausreichend
liquide Mittel zur Verfügung stehen, sodass ein Bankkredit in Anspruch genommen werden müsste?
Der Geschäftszweck der OHG ist der Handel mit Computern und entsprechendem Zubehör.
Aufgabe:
Geschäftsvorfälle:
a) Die OHG kauft zehn 19-Zoll-Bildschirme zum Preis von 500 € (Listenpreis) netto auf Ziel ein. Der Lieferant
gewährt einen Rabatt in Höhe von 15 % auf den Listenpreis. Als Zahlungsziel werden 3 % Skonto innerhalb
von 10 Tagen oder 30 Tage netto Kasse eingeräumt.
b) Die OHG zahlt die Rechnung aus Buchungssatz (a) innerhalb von 10 Tagen per Banküberweisung.
c) Aufgrund der zahlreichen Bestellungen erhalten wir vom Lieferanten der Bildschirme einen Umsatzbonus in
Höhe von 2.000 € brutto per Banküberweisung.
e) Berni Brumm bezahlt überraschend innerhalb von 10 Tagen die Rechnung per Scheck.
f) Durch einen Großauftrag können wir weitere 6 Bildschirme zum Preis von 700 € netto je Stück verkaufen.
Wir räumen der Kundin einen Rabatt in Höhe von 10 % ein. Das Zahlungsziel entspricht 2 % Skonto innerhalb
von 10 Tagen bzw. 20 Tage netto Kasse.
g) Die Kundin bezahlt am 15. Tag die Rechnung aus Geschäftsvorfall (f) bar.
In Bezug auf den Abschluss der Konten ist festzustellen, dass der Endbestand der Waren laut Inventur zum
31.12.t2 244,18 € beträgt.
Soll Sonst. Verb. Haben Soll Verb. LuL Haben Soll Lieferantenboni Haben
Soll Berechnete USt. Haben Soll Vorsteuer Haben Soll WES Haben
Geben Sie für die folgenden Buchungssätze jeweils an, was für ein Geschäftsvorfall hierdurch abgebildet wird.
a)
Wareneinkauf 6.400 € an Verbindlichkeiten aus LuL 7.616 €
Vorsteuer 1.216 €
b)
Forderungen aus LuL 21.420 € an Warenverkauf 18.000 €
berechnete USt 3.420 €
c)
Bank 20.991,60 € an Forderungen aus LuL 21.420 €
Kundenskonto 360,00 €
berechnete USt 68,40 €
e)
Lieferantenskonto an Wareneinkauf 300 €
f)
Forderungen 220.150 € an Warenverkauf 370.000 €
Erhaltene Anzahlungen 185.000 € berechnete USt 35.150 €
Gesamtleistung (alle Erträge, ggf. inkl. Bestandserhöhung uE/fE, sofern saldiert Produktion auf Lager)
- Gesamtaufwand (alle Aufwendungen, ggf. inkl. Bestandsminderung uE/fE, sofern saldiert Lagerabgang)
= Jahresergebnis (Gewinn/Verlust)
S Umsatzerlöse H
Saldo 1.200 Erlöse xa 1.200
(d)
S GuV-Konto H
Aufwand xp 1.000 Umsatzerlöse xa
1.200
(e)
(c)
Gewinn 600
Bestandserhöhung fE
400
Umsatzerlöse
- Umsatzbezogene Herstellungskosten (Aufwand zur Erstellung der abgesetzten Menge)
+ weitere (nicht dem Umsatz zuzuordnende) Erträge
- weitere (nicht direkt dem Herstellungsprozess zuzuordnende) Aufwendungen
= Jahresergebnis (Gewinn/Verlust)
➢ Es werden lediglich die Umsatzerlöse und die Aufwendungen für die im Geschäftsjahr abgesetzten Pro-
dukte erfasst (nur das was auf den erzielten Umsatz entfällt).
➢ Hinzu kommen weitere, nicht direkt dem Herstellungsprozess zuzuordnende Aufwendungen (z.B. allge-
meine Verwaltungskosten, Vertriebskosten,…) und weitere nicht dem Umsatz zuzuordnende Erträge
(z.B. Erträge aus Wertpapieren, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,…).
➢ Lagerbestandserhöhungen sind nicht in der GuV ersichtlich, sondern in der Bilanz.
➢ Abgänge vom Lager, die durch den Verkauf von Produkten entstehen, fließen in die umsatzbezogenen
Herstellungskosten ein.
➢ Abgänge vom Lager (z.B. Rohstoffe, uE), die im Produktionsprozess anfallen, um uE/fE herzustellen,
die am Ende des Geschäftsjahres noch auf Lager liegen, werden nicht in der GuV erfasst, sondern die
Aufwendungen, die für die Lagerbestandserhöhung angefallen sind, werden aktiviert. Der Herstellungs-
prozess ist bis auf wenige Spezialfälle erfolgsneutral (Prinzip der eingeschränkten Ergebnisneutralität).
S fertige Erzeugnisse H
AB 500 Abgang 600
(a) SBK an fE 900
(b) fE an Div. Aufwendungen 1000
Zugang 1.000
EB 900 (c) GuV-Konto an fE 600
(a) SBK (d) Umsatzerlöse an GuV-Konto 1200
(b)
S Div. Aufwendungen H S Umsatzerlöse H
Aufwand xp 1.000 Saldo 1.000 Saldo 1.200 Umsatzerlöse xa
1.200
(c)
S GuV-Konto H (d)
Herstellungsaufwand xa Umsatzerlöse xa
600 1.200
Gewinn 600
Gesamtkostenverfahren Umsatzkostenverfahren
Bestandsverände- Erhöhungen und Minderungen des kein Bestandsveränderungskonto vor-
rungskonto Bestandes an fE und uE werden im Be- handen
standsveränderungskonto erfasst
Gliederung der Gliederung nach Aufwandsarten: Gliederung nach Funktionsbereichen:
Aufwendungen
➢ Materialaufwand ➢ Umsatzbezogene Herstellungs-
➢ Personalaufwand kosten
➢ … ➢ Vertriebskosten
➢ Verwaltungskosten
→ kostenartenorientiert → kostenstellenorientiert
Gewinn/ Verlust/ … sind bei beiden Verfahren identisch!
Umsatzerlöse
Die Table AG ist ein Industrieunternehmen, das sich auf die Herstellung von Tischen spezialisiert hat. Die Ti-
sche werden in einem zweistufigen Produktionsprozess gefertigt, in dem zuerst die Tischbeine hergestellt wer-
den (unfertige Erzeugnisse/Halbfertigfabrikate) und diese anschließend unter Einsatz von weiterem Holz zu fer-
tigen Tischen weiterverarbeitet werden (fertige Erzeugnisse, Fertigfabrikate).
Die Lohnzahlungen für das in der Produktion beschäftigte Personal erfolgen in der gesamten Aufgabe stets per
Banküberweisung. Der Arbeitgeberanteil an der Sozialversicherung, Lohnsteuer, etc. wird aus Vereinfachungs-
gründen bei allen Lohnzahlungen in der Aufgabe vernachlässigt.
Die Umsatzsteuer wird nach der 2-Konten-Methode abgeschlossen und etwaige Steuerzahlungen oder Rücker-
stattungen erfolgen sofort gegen Überweisung vom bzw. auf das Bankkonto.
Die Bilanz der Table AG zum Schlussbilanzstichtag des Geschäftsjahres t0 enthält die folgenden Posten:
Das Eröffnungsbilanzkonto zur Eröffnung der Bestandskonten der Table AG in t1 ergibt sich demnach wie
folgt:
Soll TA & Maschinen Haben Soll Eigenkapital Haben Soll Umsatzerlöse Haben
AB 1.000 AB 5.000
Soll Abschreibungen Haben Soll Vorsteuer Haben Soll Berechnete USt. Haben
Soll Abschreibungen Haben Soll Vorsteuer Haben Soll Berechnete USt. Haben
Werte in €
Werte in €
Werte in €
Abschreibungen
t t t t
Werte in €
Werte in €
Werte in €
Werte in €
Restbuchwerte
t t t t
• Ziel: Forderungen sollen am Bilanzstichtag richtig bewertet werden (ggf. ist auf den niedri-
geren beizulegenden Zeitwert abzuschreiben, der auch Ausfallrisiken beinhaltet)
• Vorgehensweise:
Buchungssatz:
Bank an zweifelhafte Forderung
berechnete Umsatzsteuer
Abschreibungen auf Forderungen
Buchungssatz:
Bank an zweifelhafte Forderung
berechnete Umsatzsteuer Ertrag aus Auflösung Wertberichtigung
Forderungen sind mit ihrem Bruttowert (inkl. Umsatzsteuer) erfasst worden. Diese würden mit
der Steuerlast zusammen bei einer Abschreibung reduziert werden. Da der Forderungsausfall
allerdings noch nicht feststeht, sondern nur erwartet wird, besteht kein Recht dazu die Steuer-
zahllast gegenüber dem Finanzamt zu reduzieren. Die Steuerkorrektur erfolgt erst bei tatsächli-
chen Zahlungsausfällen.
Wertberichtigung auf
Forderungen
Nennen Sie die möglichen Ursachen für den Wertverzehr eines Anlageguts und geben Sie je ein Beispiel.
Ein Unternehmen erwirbt Anfang Januar t1 einen neuen Lkw. Der Nettokaufpreis beträgt 50.000 €. Als Ne-
benkosten fallen an: Überführungskosten 2.000 € und Zulassungskosten 1.000 €. Die Nutzungsdauer wird auf
5 Jahre geschätzt. Es ist zu erwarten, dass der Lkw eine Gesamtleistung von ca. 300.000 km hat. In t1 wurden
35.000 km, in t2 dagegen 67.000 km zurückgelegt.
a) Wie hoch ist die lineare Abschreibung in den Jahren t1 und t2?
b) Wie hoch ist die degressive Abschreibung in den Jahren t1 und t2? Gehen Sie von einem Abschreibungs-
satz von 24 % aus.
c) Wie hoch ist die leistungsgemäße Abschreibung in den Jahren t1 und t2?
d) Welche Abschreibungsmethode wird das Unternehmen wählen, wenn es in der ersten Periode
ein möglichst hohes Jahresergebnis aufweisen möchte?
Die Charlie Schien OHG hat ein vorläufiges Jahresergebnis von 300.000 €. Am Jahresende bestehen noch
folgende offene Forderungen gegenüber Kunden:
• A-Harper AG 59.500 € brutto
• Börta GmbH 17.850 € brutto
• Diverse Kleinkunden 41.650 € brutto
Über das Vermögen der A-Harper AG wurde ein Insolvenzverfahren geführt. Die Insolvenzverwalterin stellt
auf die Forderung der Charlie Schien OHG eine Quote von 25 % ihrer ursprünglichen Forderung fest. Bei der
Börta GmbH steht ein endgültiger Forderungsausfall noch nicht fest, die Charlie Schien OHG geht von einem
voraussichtlichen Forderungsausfall von 30 % aus. Die Forderungen gegenüber den Kleinkunden sind bisher
einwandfrei. Aus Erfahrungswerten der Vorjahre geht die Charlie Schien OHG davon aus, dass 2 % der
Kleinkunden ihre Rechnung nicht bezahlen.
a) Buchen Sie die Wertberichtigungen auf die Forderungen gegenüber der A-Harper AG und der Börta
GmbH.
b) Buchen Sie die Pauschalwertberichtigungen. Gehen Sie dabei davon aus, dass aus dem Vorjahr be-
reits eine Pauschalwertberichtigung von 1.000 € besteht.
c) Im folgenden Geschäftsjahr gehen auf dem Bankkonto der Charlie Schien OHG 90 % der ursprüng-
lichen Forderung gegen die Börta GmbH ein. Wie lautet der Buchungssatz?
d) Welchen Einfluss hatte die Forderungsbewertung auf das Jahresergebnis? Ändert sich auch der Ein-
zahlungsüberschuss?
Rechnungsabgrenzung
transitorische Rechnungsabgrenzung:
Ausgabe / Einnahme Aufwand / Ertrag
antizipative Rechnungsabgrenzung:
Bilden Sie die Buchungssätze zu folgenden Geschäftsvorfällen im alten und neuen Jahr und erstellen Sie alle
relevanten Abschlussbuchungen. Um welche Art von Rechnungsabgrenzung handelt es sich jeweils?
a) Die Prämie für eine Gebäudeversicherung, die die Fibu-GmbH für ein Lagergebäude abgeschlossen hat
(vierteljährlich zahlbar), wird für den Zeitraum November t1 bis Januar t2 am 22.2.t2 in Höhe von 39.000 €
per Bank überwiesen. USt fällt nicht an.
b) Die FiBu-GmbH zahlt am 10.10.t1 im Voraus für eine erwartete Rohstofflieferung 5.000 € in bar. Am
2.2.t2 erhält sie die Lieferung und zahlt den Restbetrag des Kaufpreises per Banküberweisung. Der Kauf-
preis beträgt brutto 58.000 €.
c) Am 12.12.t1 erhält die FiBu-GmbH sechs Monatsmieten (November t1 bis April t2) in Höhe von 6.900 €
(USt fiel nicht an) auf das Bankkonto überwiesen.
e) Die FiBu-GmbH überweist am 30. Oktober t1 die Miete für ein angemietetes Gebäude für den Zeitraum
1.11.t1 - 30.04.t2 in Höhe von 9.000 €.
f) Die FiBu-GmbH nimmt einen 2-Jahres Kredit am 1.1.t1 in Höhe von 100.000 € auf, wobei die Bank
10.000 € (Disagio) einbehält. Weiterhin wurden jährliche Zinsen in Höhe von 2 % auf den Kreditbetrag
vereinbart. Die FiBu-GmbH möchte im Jahr t1 möglichst hohe Gewinne zeigen.
• Definition: Rückstellungen sind Passivposten für bestimmte künftige Verpflichtungen eines Unterneh-
mens, die am Bilanzstichtag dem Grund (Zwang zur Leistung ist nicht sicher!) und/oder der Höhe nach
ungewiss sind, deren zugehöriger Aufwand der Verursachungsperiode zuzuordnen ist.
• Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfül-
lungsbetrages anzusetzen (§ 253 Abs. 1 S. 2 2. Alt. HGB).
• Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit
entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzuzinsen,
bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen sind die vergangenen zehn Jahre heranzuzie-
hen. (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).
• Rückstellungen dürfen nicht für andere Zwecke als in § 249 Abs. 1 HGB angesetzt werden.
→ Ansatzverbot (§ 249 Abs. 2 S. 1 HGB)
bindlichkeiten
§ 249 Abs. 1 S. 1 1. Alt HGB
Rückstellungen für drohende Ver- Ein bereits geschlossener Vertrag
luste aus schwebenden Geschäften kann nur mit Verlust erfüllt werden
§ 249 Abs. 1 S. 1 2. Alt. HGB
Kulanzrückstellungen Gewährleistungen, die über das ge-
§ 249 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 HGB setzliche Mindestmaß hinausgehen
Rückstellung für unterlassene Ab- Pflicht Unterlassene Abraumbeseitigung
raumbeseitigungen (innerhalb des vor geplanten Baubeginn eines
Innenverpflichtung
→ Bildung: ergebniswirksam
→ Auflösung: § 249 Abs. 2 S. 2 HGB: „soweit der Grund (…) entfallen ist“.
Ergebniswirksam oder erfolgsneutral, je nachdem ob die Schätzung des Erfüllungsbetrags
mit dem tatsächlichen Erfüllungsbetrag übereinstimmt.
Für eine im Jahr t1 unterlassene Wartungsarbeit rechnet die Meier AG mit künftigem Reparaturaufwand in
Höhe von ca. 11.900 € brutto. Die Reparatur soll direkt im Anschluss an die Karnevalsfeierlichkeiten im
Februar t2 durchgeführt werden. Daraufhin beschließt der Vorstand unter Berufung auf das Vorsichtsprinzip
am Jahresende, eine Rückstellung in Höhe von 50.000 € zu bilden.
a) Um was für eine Art von Rückstellung handelt es sich? Nennen Sie die gesetzliche Grundlage für die
Bildung. Würde sich Ihre Antwort ändern, wenn auch noch Himmelfahrt abgewartet werden soll?
b) Wie beurteilen Sie die vorgeschlagene Höhe? Auf welche handelsrechtliche Norm berufen Sie sich, wenn
der Vorstand auf § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB verweist?
d) Lösen Sie die Rückstellung im nächsten Jahr auf für die Fälle, dass
da) die Reparatur unterbleibt;
Für einen schwebenden Prozess, den die Meier-AG voraussichtlich verlieren wird, bildet sie zum 31.12.t1
eine Prozesskostenrückstellung, die im Mai t2 durch Zahlung an die Gerichtskasse und den Prozessgegner in
Anspruch genommen wird. Buchen Sie, wenn:
a) die Rückstellung in Höhe von 2.400 € gebildet wird und später 2.100 € überwiesen werden.
b) die Rückstellung in Höhe von 1.900 € gebildet wird und später 2.200 € überwiesen werden.
Um was für eine Art Rückstellung handelt es sich? Nennen Sie die gesetzliche Grundlage für die Bildung.
a) Um was für eine Art Rückstellung handelt es sich? Nennen Sie die gesetzliche Grundlage für die Bil-
dung.
b) Wie ist in den betreffenden Geschäftsjahren zu buchen, wenn sich der Heizölpreis in t2 nicht erholt?
Entscheiden Sie für die nachfolgenden Sachverhalte aus Sicht der FiBu GmbH zum Bilanzstichtag 31.12.t1,
um welche Form der Rechnungsabgrenzung es sich handelt. Gehen Sie davon aus, dass bisher keine Abgren-
zungen vorgenommen worden sind.
Tragen Sie hierzu den abzugrenzenden Betrag in der betreffenden Spalte ein. Handelt es sich nicht um ei-
nen Fall der Rechnungsabgrenzung oder Rückstellungsbildung, kreuzen Sie die Spalte „keines dieser Kon-
ten“ an.
Sachverhalt
Verbindlichkeit
(alle Angaben in T€)
Keines dieser
Rückstellung
Forderung
Sonstige
Sonstige
Konten
ARAP
PRAP
a) Am 30. November t1 überweist die FiBu
GmbH für die drei kommenden Monate die
Miete in Höhe von 18 T€ an den Vermieter
b) Eine Kundin der FiBu GmbH begleicht ihre
aus dem Vorjahr (t0) stammende Rechnung in
Höhe von 12 T€ bar.
c) Die FiBu GmbH erhält am 16. Dezember t1
eine Rechnung für Büromaterial über 1 T€, die
erst am 15. Januar t2 fällig ist.
d) Für ein am 1. Dezember t1 erworbenes Fahr-
zeug hat die FiBu GmbH noch keine Versiche-
rung gezahlt. Die Prämien in Höhe von 6 T€
sind jeweils halbjährlich im Voraus zu zahlen
(Bezahlung ist in t1 unterblieben).
e) Die FiBu GmbH hat mit einem Kunden einen
Wartungsvertrag abgeschlossen. Die Bezahlung
in Höhe von 24 T€ erfolgte für 1 Jahr im Vo-
raus am 1. September t1.
f) Am 16. November t1 wurde eine Maschine
der FiBu GmbH durch einen Unfall beschädigt.
Die Reparatur soll im Februar erfolgen und soll
lt. Kostenvoranschlag 15 T€ kosten.
g) Für einen von der FiBu GmbH aufgenom-
men Kredit ist am 1. Februar t2 die nächste
Rate der Kredittilgung (100 T€) fällig.
h) Die FiBu GmbH wurde am 1. Dezember t1
auf 60 T€ Schadenersatz aus Produkthaftung
verklagt. Die FiBu GmbH geht davon aus, den
Prozess zu verlieren.
i) Am 1. Juni t1 wurde durch die FiBu GmbH
die Kfz-Steuer in Höhe von 1,2 T€ für ein Jahr
im Voraus bezahlt.
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gewinnrücklagen
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag (aus dem Vorjahr)
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
ERGEBNISERMITTLUNG
(Gesamtkostenverfahren oder Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 u. 3 HGB)
Erträge
- Aufwendungen
= Jahresüberschuss/-fehlbetrag (Jahresergebnis)
(§ 275 Abs. 2 Pos. 17 u. Abs. 3 Pos. 16 HGB)
ERGEBNISVERWENDUNG
(§ 268 Abs. 1 HGB i.V.m. § 158 Abs. 1 AktG)
Welcher Betrag kann ausgeschüttet werden (Bilanzgewinn § 158 AktG)? Der Gewinnverwendungsbeschluss der
Duff-AG sieht vor, dass 10.000 € aus den Gewinnrücklagen entnommen werden sollen, um die Ausschüttungen
an die Aktionäre erhöhen zu können.
Prüfen Sie, ob in den vorliegenden Fällen die abstrakte und die konkrete Aktivierungsfähigkeit gegeben sind.
a) Die Krusty AG ist eine große Marketingfirma und kauft einen neuen Computer zum Preis von 2.000 €
netto, der eine effizientere Steuerung der verschiedenen Drucker im Haus ermöglicht.
c) Die Nukular AG sucht aufgrund von aus ihrer Sicht völlig unverständlichen Protesten von Umweltschüt-
zern gegen ihr Kraftwerk neue Energiequellen. Sie investiert hierfür 50 Mio. €, hat aber noch keine nen-
nenswerten Erfolge erzielt.
Anschaffungskosten sind die Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben
und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Vermögensgegenstand einzeln zugerechnet
werden können.
Anschaffungspreis
- Anschaffungspreisminderungen
+ Anschaffungsnebenkosten
+ nachträgliche Anschaffungskosten
+ Finanzierungskosten*
= Anschaffungskosten nach HGB
* Einbeziehungspflicht nach deutschen GoB, sofern Erwerbs- und Kreditgeschäft eng miteinander verbunden
sind
Das voll zum Vorsteuerabzug berechtigte Unternehmen erwirbt einen neuen PKW. Die entsprechende Rechnung
des Autohauses lautet wie folgt:
€
1 PKW 35.000,00
Autoradio 550,00
Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung 250,00
35.800,00
10 % Rabatt -3.580,00
32.220,00
Überführungskosten 125,00
32.345,00
19 % Umsatzsteuer 6.145,55
38.490,55
Verauslagte Kosten €
Kfz-Brief 15,00
Zulassungsgebühr 50,00
Benzin (Rechnung liegt vor) 35,70
Aufgabe: Wie hoch sind die Anschaffungskosten des neuen PKW und wie lautet der Buchungssatz zur Erfas-
sung der Anschaffung?
Das Unternehmen bestellt bei seinem Heizungsmonteur eine neue Heizungsanlage. Mit der Lieferantin wird ein
Pauschalpreis für die betriebsfertige Heizung inklusive aller Nebenkosten in Höhe von 100.000 € (netto) verein-
bart. Nach erfolgter Anlieferung und Montage Ende März t1 wird der Kaufpreis überwiesen. Mitte April t1 stellt
das Unternehmen fest, dass die neue Heizung einige Mängel aufweist. Nach zähen Verhandlungen mit der Liefe-
rantin gewährt diese einen Preisnachlass von 10.000 € (brutto) und überweist ihn an das Unternehmen zurück.
Herstellungskosten sind die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von
Diensten für die Herstellung eines Vermögensgegenstandes, seine Erweiterung oder für eine über seinen ursprüng-
lichen Zustand hinausgehende wesentliche Verbesserung entstehen.
Materialeinzelkosten
+ Fertigungseinzelkosten
+ Sondereinzelkosten der Fertigung
+ Fertigungsgemeinkosten (soweit durch Fertigung veranlasst)
+ Materialgemeinkosten (soweit durch Fertigung veranlasst)
+ Werteverzehr des Anlagevermögens (soweit durch Fertigung veranlasst)
= Wertuntergrenze der Herstellungskosten (Pflichtbestandteile/Teilkosten)
+ angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, für soziale Einrichtungen
des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche
Altersversorgung (soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen)
+ Finanzierungskosten (soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen)
= Wertobergrenze der Herstellungskosten (Wahlrechtsbestandteile/ Vollkosten)
Die Gryffindor Geräte-OHG produziert medizinische Spezialapparate. Für eine Universitätsklinik soll eine beson-
ders konstruierte Herz-Lungen-Maschine gebaut werden. Im Geschäftsjahr t1 sind bislang folgende Ausgaben
angefallen.
Kalle Kurzschluss ist der einzige Kabeltrommelhersteller in Kuhdorf. Durch einen äußerst erfolgreichen Werbe-
feldzug wurde der Absatz so stark gesteigert, dass er sich gezwungen sieht, jedes vorhandene Wahlrecht zu nutzen,
um seinen diesjährigen Rekordgewinn zu drücken. Die vorher zur handelsrechtlichen Wertobergrenze aktivierten
Kabeltrommeln sollen daher jetzt zur Wertuntergrenze aktiviert werden.
Welche Änderungen ergeben sich bei den folgenden Aufwandsarten, wenn die am Jahresende auf Lager liegenden
Kabeltrommeln zur handelsrechtlichen Wertuntergrenze aktiviert werden? Am Jahresende sind 100 Trommeln im
Lager zu bewerten.
t0 Zeit
Erst-/Zugangsbewertung Folgebewertung(en)
Außerplanmäßige Abschreibungen
und Wertaufholungen (Zuschreibungen)
originäre Bewertungsmaßstäbe
Ein nach HGB bilanzierendes Unternehmen hält Wertpapiere als langfristige Finanzanlage. In t1 betragen die
Anschaffungskosten 100 T€. Am 31.12.t2 beträgt der Börsenkurs für die Wertpapiere 90 T€.
Wie ist am 31.12.t2 zu bilanzieren und ggf. zu buchen? Welche weiteren Informationen benötigen Sie zur Beant-
wortung der Frage?
Die ABC-AG erwirbt Anfang t1 eine neue Maschine. Der Anschaffungspreis liegt bei 35.700 € (brutto). Dem
Unternehmen wird ein Rabatt in Höhe von 10 % gewährt. Der Transport wird von einem Lieferanten gegen ein
Entgelt von 3.000 € (zuzüglich USt) übernommen. Die Nutzungsdauer der Maschine wird auf 6 Jahre geschätzt
(Restwert = 0). Die Abschreibung soll linear erfolgen.
a) Wie hoch sind die fortgeführten Anschaffungskosten am Ende von t2? Erstellen Sie den Abschreibungsplan
in der untenstehenden Tabelle
b) Ende t3 stellt das Unternehmen fest, dass der Wert der Maschine bei 12.000 € liegt. Hierbei handelt es sich
um eine dauerhafte Wertminderung. Welche Auswirkungen ergeben sich daraus auf den Wert der Maschine.
d) Am Ende der Periode t5 ergibt sich wider Erwarten, dass der Grund für die in t3 vorgenommene außerplan-
mäßige Abschreibung entfallen ist. Was ist zu tun?
Eine Maschine wird Anfang t1 zu Anschaffungskosten von 80.000 € erworben und linear abgeschrieben. Die
ursprüngliche geplante Nutzungsdauer beträgt 10 Jahre.
Zu Beginn des dritten Jahres wird festgestellt, dass sich die Nutzungsdauer auf 6 Jahre verkürzt.
Die Zebra Handelsunternehmen GmbH vertreibt Zebra Onesie Pyjamas. In t1 betrugen die Anschaffungskosten
für 200 Zebra Onesies 43 T€. Der Marktpreis für den Bestand beträgt am 31.12.t2 39 T€. Die Wiederbeschaf-
fungskosten betragen 35 T€; im Rahmen einer Wiederbeschaffung würden zudem 1 T€ Transportkosten anfallen.
Wie ist der Sachverhalt am 31.12.t2 zu buchen? Begründen Sie Ihre Meinung!
Die Stoffgroßhandlung Seidel & Schmidt Fashion OHG hat am Jahresende noch 1000 laufende Meter bunter
Druckstoffe und andere Stoffe auf Lager zu einem Buchwert von € 5/lfd. m. Der beizulegende Zeitwert am Bi-
lanzstichtag (Wiederbeschaffungskosten) beträgt 4,50 €/lfd. m, bei Bilanzaufstellung 4,60 €/lfd. m.
Welche Wertansätze sind in der handelsrechtlichen Bilanz möglich? Geben Sie ggf. auch den Buchungssatz an.
Die Meyer-Handels GmbH kauft am 30.6.t1 400 Großpackungen Babywindeln für 100 € (netto) je Packung. Die
Bezahlung erfolgt am 10.7.t1 unter Ausnutzung von 5 % Skonto per Banküberweisung. Die Anlieferung erfolgt
durch ein Speditionsunternehmen, das dafür insgesamt 600 € in Rechnung stellt und diese am 10.7.t1 von der
GmbH in bar erhält.
Bevor die Meyer-Handels-GmbH die Babywindeln weiterverkaufen kann, fallen bei ihr noch Vertriebskosten in
Höhe von 2,50 € je Packung an. Die GmbH arbeitet mit 20 % Gewinnaufschlag.
Gehen Sie bei der Beantwortung der Fragen a) und b) auf die gesetzlichen Bestimmungen ein!
a) Mit welchem Wert ist eine Packung Babywindeln in der Bilanz zum 31.12.t1 anzusetzen?
b) Am 31.12.t1 teilt die Marketingabteilung der Buchhaltung mit, dass die Marktpreise für Babywindeln rück-
läufig sind und zurzeit bei 90 € (netto) je Packung liegen. Mit welchem Wert ist eine Packung Babywindeln
in der Bilanz zum 31.12.t1 anzusetzen?
Die Moneymaker GmbH hält in ihrem Wertpapierbestand ausschließlich Aktien der börsennotierten Dagobert
AG. Die Aktien wurden am 07.05.t1 zu einem Kurs von 27 € erworben. Die Moneymaker GmbH geht davon aus,
dass die Aktien der Dagobert AG langfristig ein starkes Wachstumspotenzial haben und beabsichtigt daher, die
Aktien der Dagobert AG langfristig zu halten.
Die Moneymaker GmbH verfolgt eine gewinnmaximierende Abschlusspolitik. Ihr Geschäftsjahr endet am 31.12.
eines Kalenderjahres. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt immer am 15.03. des Folgejahres; die jeweils
am 15.03. erlangten Informationen sind für die Zwecke der Bewertung zum 31.12. des Vorjahres mit zu berück-
sichtigen (sog. wertaufhellende Ereignisse gem. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB).
Gehen Sie am Ende des Geschäftsjahres t2 von langfristig fallenden und am Ende der Geschäftsjahre t1 und t3
jeweils von langfristig steigenden Kursen aus.
a) Mit welchem Wertansatz ist eine Aktie der Dagobert AG im Jahresabschluss der Moneymaker GmbH
anzusetzen? Begründen Sie ihre Antwort. Gehen Sie hierbei auch auf die gesetzlichen Bestimmungen ein.
Mindestansatz
Begründung
b) Wie würden Sie ihre Entscheidung treffen, wenn die Aktien von der Moneymaker GmbH zu Spekulati-
onszwecken (kurzfristige Halteabsicht) gehalten werden?
Mindestansatz
Begründung
Die Analytics AG hat in t1 eine strategische Beteiligung an der Cloud GmbH zu 340 T€ erworben. Am 31.12.t2
geht die Analytics AG davon aus, dass aus der Beteiligung an der Cloud GmbH künftig jährlich 30 T€ Dividen-
denerträge zufließen werden; gehen Sie davon aus, dass es keine zeitliche Beschränkung der zufließenden Divi-
dendenerträge gibt.
Am 31.12.t2 ermitteln Sie einen risikolosen Zinssatz für langfristige Anlagen in Höhe von 2,8 %. Der Zinssatz für
eine langfristige Anlage mit einem Risiko, welches vergleichbar mit der Cloud GmbH ist, beträgt 8,1 %. Wie ist
die Beteiligung am 31.12.t2 zu bilanzieren und wie ist ggf. zu buchen? Ihre Antwort ist zu begründen!