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2/2014 Deutschland Lkw-Topmotor D38 Starkes Stück
2/2014 Deutschland Lkw-Topmotor D38 Starkes Stück
2/2014 Deutschland Lkw-Topmotor D38 Starkes Stück
2/2014 Deutschland Lkw-Topmotor D38 Starkes Stück
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2/2014 Deutschland Lkw-Topmotor D38 Starkes Stück
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2/2014
2/2014

Deutschland

2/2014 Deutschland
2/2014 Deutschland
2/2014 Deutschland Lkw-Topmotor D38 Starkes Stück
2/2014 Deutschland Lkw-Topmotor D38 Starkes Stück

Lkw-Topmotor D38

Starkes Stück

MAN MAGAZIN

Fotos: APPLE INC. Pr

Entdecken Sie

Fotos: APPLE INC. Pr Entdecken Sie das Ausgabe auf dem Tablet. auch als digitale Einfach die
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das Ausgabe auf dem Tablet.

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Das Beste aus der MAN-Welt

WELCHE INNOVATIONEN wird MAN bei der

IAA 2014 vorstellen? Was beschäftigt die MAN-

Entwickler, die für den Stadtverkehr der Zu-

kunft forschen? Und wie wird aus einem alten

ein neuer Motor? Die zweite Ausgabe des

MANmagazin gibt Antworten auf diese und

weitere spannende Fragen. Es spiegelt die Welt

wider, aus der MAN kommt: eine technisch

geprägte Welt, mit interessanten Themen aus

dem Lkw- und Busbereich bis hin zu Turbinen

und Motoren, die in Schiffen oder Kraftwerken

zum Einsatz kommen.

Viel Freude und spannende Unterhaltung

mit dem MANmagazin – oder laden Sie sich

gratis die digitale Tablet-Ausgabe herunter,

erhältlich als App für iOS und Android.

IMPRESSUM

Das MAN MAGAZIN erscheint dreimal jährlich in 16 Sprachen.

HERAUSGEBER MAN Unternehmenskommunikation Andreas Lampersbach, Ungererstraße 69, 80805 München CHEFREDAKTEUR Florian Wöst REDAKTION Joachim Kelz, Alwin Berti (Deutschland), Tel.: +49. 89. 1580-1175, magazin@man.eu, www.man.eu VERLAG Burda Creative Group GmbH, Arabellastraße 23, 81925 München, Tel.: +49. 89. 9250-1320, Fax: +49. 89. 9250-1680, www.burdacreative.com REDAKTION & AUTOREN Klaus-Peter Hilger (Ltg.), Yasmine Sailer (Stv.), Tobias Birzer, Markus Boden, Martin Kaluza, Richard Kienberger, Jenni Roth, Marcus Schick PROJEKTMANAGER Marlene Freiberger, Sara Austen KONZEPTION Stefan Lemle, A New Kind ARTDIRECTOR Michael Weies, A New Kind GRAFIK Micheline Pollach, Andrea Hüls, Alexandra Barlow BILDREDAKTION Elke Latinovic TITELBILD Christian Stoll LEKTORAT Dr. Michael Petrow (Ltg.), Jutta Schreiner PRODUKTION Burda Creative Group GmbH DRUCK Gotteswinter und Aumaier GmbH, Joseph-Dollinger-Bogen 22, 80807 München NACHDRUCK mit Quellenangabe gestattet. Änderungen sind mit der Redaktion abzustimmen. ABOSERVICE Thomas Mahler GmbH, Postfach 50 04 65, 80974 München, Tel.: +49. 89. 1580-3724, Thomas.Mahler-ext@man.eu COPYRIGHT ©2014 bei MAN und Burda Creative Group GmbH

München, Tel.: +49. 89. 1580-3724, Thomas.Mahler-ext@man.eu COPYRIGHT ©2014 bei MAN und Burda Creative Group GmbH

2/2014

©2014 bei MAN und Burda Creative Group GmbH 2/2014 18 TITELTHEMA Bei der Entwicklung von Motoren
18 TITELTHEMA Bei der Entwicklung von Motoren setzt MAN auf mehr als 100 Jahre Kompetenz
18
TITELTHEMA
Bei der Entwicklung von Motoren setzt MAN auf mehr als 100 Jahre
Kompetenz und Innovationskraft. Der neue D38-Motor verbindet
souveräne Leistung mit höchster Effizienz.
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30
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Deutschland
Deutschland

INHALT

04

Fahrendes Kunstwerk

Robert Mahrle ist stolz auf seinen selbst gestalteten MAN-Lkw.

06

Dschungelprüfung

Volksbusse von MAN Latin America bringen brasilianische Kinder zur Schule.

08

Vier Herzen für ein Traumschiff

Die Viking Star bekommt vier umweltschonen- de Motoren von MAN Diesel & Turbo.

10

Brandheiße Helfer

Die Geschichte der MAN-Feuerwehrfahrzeuge

12

News

Meldungen aus dem MAN-Kosmos

16

Eintauchen in die Welt von MAN

Auf der IAA Nutzfahrzeuge präsentiert sich MAN mit einem emotionalen Markenauftritt.

18

Starkes Stück

Topmodell: der neue D38-Motor von MAN

22

Heavy Metal

In Südafrika meistern MAN-Lkw harte Bedingungen.

26

Immer einen Schritt voraus

MAN-Entwickler forschen im Projekt UR:BAN an Ideen für den Stadtverkehr von morgen.

30

Aus Alt mach Neu

In Nürnberg bereitet MAN Altteile zu hochwertigen ecoline-Originalteilen auf.

36

Lkw zum Anfassen

Bei den Trucknology Days erlebten die Besucher 170 Lkw hautnah.

40

Vor Ort

Aktuelles aus dem deutschen MAN-Markt

48

Offshore

Per Schiff zum Windpark – unterwegs mit einer Servicemannschaft

54

Profis fahren MAN

Weltweit genießen Fußballmannschaften den Reisekomfort in Bussen von MAN.

56

Die Kilometer-Millionäre

MAN-Lkw fahren auch mit mehr als einer Million Kilometern auf dem Tacho einwandfrei.

man magazin

2/2014

Geschichtsträchtig: Das Airbrush-Motiv auf der Fahrer- seite zeigt den ersten Lkw von Büssing und den
Geschichtsträchtig: Das
Airbrush-Motiv auf der Fahrer-
seite zeigt den ersten Lkw von
Büssing und den MAN-Löwen.
my man
Fahrendes
Kunstwerk
Robert Mahrle, 29, ist MAN-Fahrer aus Lei-
denschaft. Das sieht man auch seinem umge-
bauten MAN TGA an, den er ganz individuell
gestaltet hat.
Herr Mahrle, was sind das für Bilder auf
Ihrem Truck? Das sind Motive aus der MAN-
Geschichte, genauer gesagt der des alten Lkw-
Herstellers Büssing, den MAN im Jahr 1971
übernommen hat. Der Gründer, Heinrich
Büssing, ist auf der rechten Seite abgebildet,
daneben seine Fabrik, links der erste Last-
wagen von Büssing und das Markenzeichen,
der MAN-Löwe.
Haben Sie den Truck ganz allein gestal-
tet? Das Airbrush-Design habe ich selbst
entworfen. Die Vorlagen für die Motive habe
ich von MAN bekommen. Das Lackieren hat
dann ein befreundeter Airbrusher für mich
übernommen.
Wie sind Sie auf die Idee mit den histo-
rischen Bildern gekommen? Ich bin Trucker
in der vierten Generation, bereits mein Ur-
großvater war Lkw-Fahrer. Schon als Kind war
ich von Lastwagen begeistert, besonders von
denen von MAN. Klar, dass ich mich da auch
für die Geschichte der Autos interessiere.
Was haben Sie noch alles an dem MAN
verändert? 2005 habe ich mit ein paar Posi-
tionslämpchen angefangen. Dann kamen eine
extra angefertigte Edelstahl-Sonnenblende,
ein Schutzgitter an der Frontscheibe und
Chromfelgen dazu. Und natürlich die ganze
Front in TGX-Optik. Inzwischen ist der Truck
ein echtes Unikat.
Unikat: Der ursprüngliche TGA wurde
auf TGX-Optik umgebaut.
MAN-Fan: Robert Mahrle
ist Lkw-Fahrer aus Leidenschaft.
Fotos: Michael Hudler

MAN MAGAZIN

2/2014

Bildungsmobil: Der gelbe Volksbus holt Kinder aus den ländlichen Gegenden Brasiliens ab und bringt sie
Bildungsmobil: Der gelbe Volksbus holt
Kinder aus den ländlichen Gegenden
Brasiliens ab und bringt sie zur Schule.
Dschungel-
prüfung
PEDRO IST ZWÖLF JAHRE ALT und wohnt
am Stadtrand von Mata de São João im Bun-
desstaat Bahia. Früher wäre es ihm nicht mög-
lich gewesen, täglich die Schule zu besuchen,
denn in seinem Vorort gibt es keinen öffent-
lichen Nahverkehr. Doch seit 2007 findet ein
gelber Volksbus den Weg über die unbefes-
tigten Schotterstraßen in die Außenbezirke
von Mata de São João. Jeden Morgen bringt er
Pedro und die anderen Kinder zur Schule und
abends wieder zurück nach Hause. Die Initia-
tive heißt „Caminho da Escola“ (Schulweg) und
wurde von der brasilianischen Regierung ins
Leben gerufen. Ziel ist es, mit einer modernen
Busflotte Schulkinder aus ländlichen Gegen-
den zum Unterricht zu bringen. Damit tragen
die Busse dazu bei, dass die Kinder regelmäßig
zur Schule gehen. MAN Latin America ent-
wickelte für das Programm zwei Volksbus-
Modelle, die mit verstärkter Federung und
reduziertem Überhang an Front und Heck spe-
ziell für schwere Straßenverhältnisse geeignet
sind. Die Schulbusse haben extragroße Türen,
Notfallfenster, bequeme Sitze mit Anschnall-
gurten und eine eingebaute Geschwindigkeits-
begrenzung, denn die Sicherheit der kleinen
Fahrgäste steht immer im Vordergrund.
Heute sind mehr als 14 000 Volksbusse
in verschiedenen Regionen Brasiliens für
„Caminho da Escola“ unterwegs. Damit stellt
MAN Latin America die meisten Fahrzeuge für
das Programm und trägt so wesentlich dazu
bei, die Bildung im Land zu fördern. Denn
ohne die Busse würden Pedro und Tausende
andere Schüler den weiten und beschwer-
lichen Schulweg nicht meistern können.
Foto: Fernando Vivas/MAN Latin America pr

man magazin

2/2014

Hoch hinaus: Per Kran wird der Motor an Bord des Kreuzfahrtschiffs gehievt. Vier Herzen für
Hoch hinaus: Per Kran wird
der Motor an Bord des
Kreuzfahrtschiffs gehievt.
Vier
Herzen
für ein Traumschiff
MIT 230 METER LÄNGE, 29 Meter Breite und
Platz für 944 Passagiere gehört sie zu den klei-
nen Superluxusschiffen: die „Viking Star“, das
neueste Kreuzfahrtschiff von Viking Ocean
Cruises. Angetrieben wird der Luxusliner von
vier 32/44CR-Motoren von MAN Diesel &
Turbo. Auf der italienischen Werft Fincan-
tieri – Cantieri Navali Italiani S.p.A. wurden
die Motoren per Kran an Bord des Schiffs ge-
bracht und im Motorraum installiert.
Insgesamt acht Motoren liefert MAN
Diesel & Turbo für die Viking Star und ein
Schwesterschiff. Dabei kooperiert das Unter-
nehmen mit Alfa Laval, das die Abgasreini-
gungssysteme für die Beseitigung von Schwe-
feloxid bereitstellt. Durch die Kombination
der hocheffizienten MAN-Motoren mit dem
Abgasreinigungssystem können die neuen
Luxus-Kreuzfahrtschiffe die zunehmend
strengeren Bestimmungen für Schwefeloxid-
emissionen in aller Welt auf sehr wirtschaft-
liche Art erfüllen.
Ein Video über den spek-
takulären Einbau eines Motors
per Kran sehen Sie in der App.
Passgenau: Im Motorraum des
Schiffs installieren Mechaniker den
ersten von vier MAN-Motoren.
Zukunftsvision: So soll die
„Viking Star“ ab 2015 auf den
Weltmeeren unterwegs sein.
Fotos: Fincantieri/MAN, Viking Star PR

MAN MAGAZIN

2/2014

Fotos: MAN, Ziegler

Brandheiße

Helfer

Auf MAN-Technik ist auch im Alarmfall Verlass:

Seit 99 Jahren ist MAN ein zuverlässiger Partner der

Feuerwehren. Die Branchen- kompetenz hat sich seit 1915 kontinuierlich weiter- entwickelt – bis zu den heutigen hochmodernen

Löschfahrzeugen Löschfahrzeugen in in Euro Euro 6. 6.

Durch den „Schell-Plan“, der eine Typenreduzierung bei Automobilen anstrebte, durfte MAN ab 1938 nur noch schwere Lkw bauen. Die

Feuerwehren Feuerwehren brauchten brauchten aber aber

vor vor allem allem leichtere leichtere Fahrzeuge. Fahrzeuge.

Daher Daher dauerte dauerte es es bis bis Ende Ende der der

1950er-Jahre, 1950er-Jahre, bis bis sich sich

MAN MAN wieder wieder im im Feuerwehr- Feuerwehr-

Branchensegment Branchensegment

positionieren positionieren konnte. konnte.

Gemeinsam mit dem Schweizer

Gemeinsam mit dem Schweizer

Hersteller Hersteller Saurer Saurer bot bot MAN MAN ab ab 1915 1915 die die

ersten ersten Feuerwehrfahrzeuge Feuerwehrfahrzeuge als als Kardan Kardan

oder oder Kettenwagen Kettenwagen an. an. Neben Neben der der zehn- zehn-

köpfigen köpfigen Mannschaft Mannschaft hatten hatten auch auch

Leitern, Leitern, Pumpe, Pumpe, Schläuche Schläuche und und andere andere

Löschgeräte Löschgeräte auf auf dem dem Fahrzeug Fahrzeug Platz. Platz.

1915 1915

1937 193719

Fahrzeug Platz. Platz. 1915 1915 1937 193719 1985 Mit dem Frontlenker schlug MAN 1985 ein neues
1985 Mit dem Frontlenker schlug MAN 1985 ein neues Kapitel in der Geschichte der Feuerwehr-

1985

Mit dem Frontlenker schlug MAN 1985 ein neues Kapitel in der Geschichte der Feuerwehr- fahrzeuge auf. Die neue mittel- schwere Reihe brachte MAN einen sehr guten Ruf ein. Oft stehen die Einsatzfahrzeuge über Jahrzehnte im täglichen Alarmdienst.

Einsatzfahrzeuge über Jahrzehnte im täglichen Alarmdienst. Mit der „Hauber“-Generation lieferte MAN in den

Mit der „Hauber“-Generation lieferte MAN in den 1960er-Jahren den Feuerwehren Straßen- und Allradantrieb sowie starke Motoren mit

Straßen- und Allradantrieb sowie starke Motoren mit 1960 150 PS. So konnten die Einsatzkräfte aus- .

1960

150 PS. So konnten die Einsatzkräfte aus- . rücken, rücken, ohne ohne Zeit Zeit zu
150 PS. So konnten die Einsatzkräfte aus-
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rücken, rücken, ohne ohne Zeit Zeit zu zu verlieren. verlieren.
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2013

Heute gibt es wahre Multitalente

unter den Feuerwehrfahrzeugen wie

Hilfeleistungs- oder Flugfeldlösch-

fahrzeuge. MAN ist mit den Bau-

reihen TGL, TGM und TGS sehr

stark auf dem Markt für Löschfahr-

zeuge vertreten. Seit Herbst 2013

bietet MAN als erster Nutzfahrzeug-

hersteller Chassis für Einsatzfahr-

zeuge in allen Abgaseinstufungen

von Euro 3 bis Euro 6 an.

Mehr zur Geschichte der MAN-Feuerwehrfahrzeuge gibt es unter > www.man.eu/mankannfeuerwehr

Fotos: Lennart Preiss/MAN (3), Alstom pr, MAN

man magazin

Fotos: Lennart Preiss/MAN (3), Alstom pr, MAN man magazin Meisterfeier: Vor der MAN-Zentrale startete der Korso

Meisterfeier: Vor der MAN-Zentrale startete der Korso des FC Bayern seinen Triumphzug durch die Münchner Innenstadt.

Jubelspalier für die Bayern-Stars: Am Weg feiern Tausende Fans den Sieg und Meistertitel des Bundesliga-Teams.

Fans den Sieg und Meistertitel des Bundesliga-Teams. Feiern wie die meister – im man-truck Zu einem
Fans den Sieg und Meistertitel des Bundesliga-Teams. Feiern wie die meister – im man-truck Zu einem

Feiern wie die meister –

im man-truck

Zu einem Rekordmeister gehört ein passendes Siegerfahrzeug. Beim FC Bayern München ist das ein umgebauter MAN TGX.

Der Deutsche Fussballmeister FC Bay­ ern München hat seinen 24. Titel beim Tri­ umphzug durch die Münchner Innenstadt ausgiebig gefeiert. Der zum Cabrio umge­ baute MAN TGX mit dem Rekordmeister an Bord startete an der MAN­Zentrale in Mün­ chen und fuhr von dort auf den von Fans gesäumten Straßen zum Marienplatz. 400 MAN­Mitarbeiter hatten sich zudem etwas Besonderes einfallen lassen und bildeten für ihre Stars eine MAN­Fankurve. Auf der geräumigen Plattform des TGX fand das gesamte Team mit Spielern, Trainer Pep Guardiola und anderen Offiziellen Platz. Der umgebaute Cabrio­Truck sorgte für freie Sicht auf die Bayern­Stars, sodass die Fans ihnen ungehindert zujubeln konnten. „Die Mannschaft hat es sich verdient, nach dieser tollen Saison ihren Erfolg gebührend zu fei­ ern. Ich freue mich darum, dass wir gemein­ sam mit unseren Partnern diesen Korso auf die Beine stellen konnten“, sagte Karl­Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG. Der Meister­Truck wurde anlässlich des Triple­Siegs des FC Bayern vor einem Jahr im Truck Modification Center in Wittlich umgebaut. Dabei haben die Ingenieu­ re darauf geachtet, dass der Truck stabil genug für die Freudentänze der Mannschaft ist. Seit 2008 ist MAN Partner des FC Bayern München und stellt den offiziellen Mann­ schaftsbus. Zur kommenden Spielzeit wurde die Partnerschaft bis 2016 verlängert.

Spielzeit wurde die Partnerschaft bis 2016 verlängert. So sehen Sieger aus: Spieler des FC Bayern halten
Spielzeit wurde die Partnerschaft bis 2016 verlängert. So sehen Sieger aus: Spieler des FC Bayern halten

So sehen Sieger aus: Spieler des FC Bayern halten die Meisterschale in den Händen.

2/2014

Platzsparend: Durch ihre kompakten Maße und das leichte Gewicht können die MAN-Motoren auf dem Dach
Platzsparend: Durch ihre kompakten
Maße und das leichte Gewicht können
die MAN-Motoren auf dem Dach der
Triebwagen untergebracht werden.

Alstom ordert weitere 200 Bahnmotoren

FÜR DEN DIESELELEKTRISCHEN ANTRIEB des Triebwagens Régiolis hat der französische Schie- nenfahrzeughersteller Alstom 200 MAN-Motoren D2676 LE621 geordert. In einem ersten Serien- auftrag hatte Alstom 500 Motoren für den Regionalzug des französischen Bahnbetreibers SNCF erhalten. Die Auslieferung der Triebwagen hat im April begonnen. Jedes Fahrzeug ist mit vier oder sechs MAN-Motoren mit einer Leistung von 338 Kilowatt be- ziehungsweise 460 PS ausgestattet. Der effiziente Sechszylinder-Reihenmotor zeichnet sich aus durch sein kompaktes und gewichtsparendes Design. Dadurch findet das komplette Antriebspa- ket – bestehend aus Dieselmotor und Generator, Kühlanlage, Luftfilter, Abgasanlage, Elektrik und Elektronik – auf dem Fahrzeugdach Platz. Der bessere Zugang vereinfacht die Wartung, und der durchgängige Niederfluranteil im Innenraum steigert den Komfort für die Passagiere. Alstom setzt die erste große Flotte von Niederflurtriebwagen mit Dachmotorkonzept in Europa ein.

MAN liefert Busse nach Sibirien

MIT ÜBERLANDBUSSEN vom Typ MAN Lion’s Regio befördert das russische Transportunternehmen Neotrans die Mitarbeiter von Russlands größtem Koh- leproduzenten, Siberian Coal Energy Company (SUEK), zu Kohlebergwerken in der westsibirischen Stadt Kemerovo und Umgebung. „Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit sind Grundwerte unseres Unternehmens. Die MAN-Busse setzen Maßstäbe in diesen Bereichen. Dass uns ein renommiertes Industrieunterneh- men wie SUEK nun als Transportdienst- leister beauftragt hat, bestätigt uns zu- sätzlich in unserer Entscheidung für MAN“, sagte Sergey Verzhbitsky, General- direktor bei Neotrans, anlässlich der

Fahrzeugübergabe. Die zwei- und dreiachsi- gen MAN Lion’s Regio bieten Platz für bis zu 63 Fahrgäste. Angetrieben werden die Busse von einem 310 PS starken MAN D20 Common Rail-Dieselmotor.

die Busse von einem 310 PS starken MAN D20 Common Rail-Dieselmotor. Für Bergwerkmitarbeiter: MAN Lion’s Regio-Busse

Für Bergwerkmitarbeiter: MAN Lion’s Regio-Busse

Fotos: Petunia Seaways pr, MAN (3), gettyimages

MAN MAGAZIN

Pionier: Der Frachter Petunia Seaways erfüllt bereits die strenge Emissionsrichtlinie Tier III. einem SCR-System
Pionier: Der Frachter Petunia
Seaways erfüllt bereits die strenge
Emissionsrichtlinie Tier III.
einem SCR-System ausgerüstet – und er-
Bereit für Tier III
füllt damit die Tier III-Grenzwerte: Stick-
oxide im Abgas werden um über 80 Prozent
AM 1. JANUAR 2016 tritt „Tier III“, die
reduziert. 2012 hatte das Unternehmen die
nächste Stufe der Emissionsrichtlinie für
erste Order über ein Abgasrückführungs-
Schiffsdieselmotoren der Internationalen
system für ein Containerschiff der Maersk
Seeschifffahrts-Organisation (IMO), in
Line erhalten. Der Herausforderung durch
Kraft. MAN Diesel & Turbo verfügt bereits
Tier III begegnet MAN Diesel & Turbo dar-
heute über das Know-how und die Technolo-
über hinaus mit Dual-Fuel-Motoren, die au-
gien wie Abgasrückführung und selektive
ßer mit Schweröl auch mit sauber verbren-
katalytische Reduktion (SCR), um die stren-
nendem Gas betrieben werden können.
ge Richtlinie für Stickoxidemissionen zu er-
Emissionsregelungen sind für MAN Inno-
füllen. Das dänische Frachtschiff Petunia
vationstreiber bei der Entwicklung mariti-
Seaways hat MAN Diesel & Turbo bereits mit
mer Technologien.

283

EINSATZFAHRZEUGE

Der deutsche Katastrophenschutz vertraut auf Allrad-Spezialfahrzeuge von MAN. Das Bundesministerium des Innern stellt 164 MAN TGM mit Doppelkabine zur Dekon- tamination von Personen in Dienst. Hinzu kommen 119 Schlauchwagen, die lange Schlauchleitungen für den Einsatz bei Groß- bränden oder nach Überschwemmungen transportieren können. Die ersten Einsatz- fahrzeuge wurden bereits an den Katastro- phenschutz in Bonn übergeben.

Wien fährt auf MAN ab

DER VERKEHRSBETRIEB DR. RICHARD aus Öster-

reich hat 64 MAN Lion’s City-Stadtbusse in Euro 6

für die Wiener Linien erhalten. Die Niederflurbus-

se bieten Platz für 87 Passagiere und sind mit Roll-

stuhlplätzen, Klimaanlage und Fahrgastinforma-

tionssystem ausgestattet. Für den Antrieb sorgen

ein 320 PS starker Motor und ein Sechsgang-Auto-

matikgetriebe von ZF. Zwei weitere MAN-Busse

kommen auf Strecken mit engen oder verwinkel-

ten Straßen zum Einsatz. Ausschlaggebend waren

für Dr. Richard das Preis-Leistungs-Verhältnis und

der niedrige Kraftstoffverbrauch der MAN-Busse.

Übergabe: Geschäftsführer Dr. Ludwig Richard (l.) und der Technische Direktor Johann Strasser (r.) nehmen die
Übergabe: Geschäftsführer Dr. Ludwig
Richard (l.) und der Technische Direktor Johann Strasser (r.)
nehmen die Busse von Peter Blaha, MAN (M.), entgegen.
Abschleppdienst: In Moskau sorgen die neuen MAN TGL für freie Straßen.
Abschleppdienst: In Moskau sorgen die
neuen MAN TGL für freie Straßen.

MAN ist Marktführer in Russland

ZUM VIERTEN MAL IN FOLGE ist MAN in Russland Marktführer unter den Lkw-Herstel-

lern aus der EU. Mit 6 435 von insgesamt 29 300 Zulassungen bei Lkw über sechs Tonnen

Gesamtgewicht im Jahr 2013 erreicht MAN einen Spitzenmarktanteil von rund 22 Pro-

zent. Das ergab eine Statistik des russischen Instituts Evitos-Inform. Zu dem Markt-

anteil tragen Kommunal- und Spezialfahrzeuge maßgeblich bei. So haben in Moskau

im Februar 260 neue MAN TGL-Abschleppwagen ihren Dienst angetreten. Mit einem

auf bis zu zehn Meter ausfahrbaren Ladekran und einer Schiebeplattform können sie

Fahrzeuge mit bis zu fünf Tonnen Gewicht abschleppen.

2/2014

Ökologischer Vorreiter: Stockholm hat die größte Flotte an MAN-Hybridbussen weltweit.
Ökologischer Vorreiter: Stockholm
hat die größte Flotte an
MAN-Hybridbussen weltweit.

181 Busse für Stockholm

KEOLIS SVERIGE AB erweitert seine Flotte in Stockholm um 181 MAN Lion’s City-Stadtbusse.

Der Auftrag des schwedischen Verkehrsunternehmens beinhaltet 52 Hybridbusse, 127 Gelenk-

busse mit CNG- (Compressed Natural Gas) und Dieselantrieb sowie zwei MAN Lion’s City M. Alle

Fahrzeuge erfüllen den derzeit strengsten Abgasstandard Euro 6 und sind sehr ökologisch unter-

wegs. Der MAN Lion’s City Hybrid etwa spart bis zu 30 Prozent Diesel und CO 2 . Ein weiterer Vorteil

des Hybridbusses liegt in der Lärmreduzierung: Beim Verlassen der Haltestelle fährt der Bus

vollkommen elektrisch, erst nach einigen Hundert Metern wird der Dieselmotor zugeschaltet.

Mit den 52 neuen Hybridbussen besitzt Stockholm die weltweit größte MAN-Hybridbusflotte.

Die beste MAN-Werkstatt der Welt

BEIM MAN SERVICE QUALITY AWARD erwies

sich die Mannschaft des Servicebetriebs Auto

Hrvatska PSC Slavonski Brod aus Kroatien als

„Beste MAN-Werkstatt 2013/2014“. Die Plätze

zwei und drei belegten der MAN-Servicebe-

trieb Rosenheim, Bayern, und die MAN-Part-

nerwerkstatt Andreas Tröger GmbH aus Saal-

feld, Thüringen. Die Sieger setzten sich gegen

800 Teams aus aller Welt durch. Im Wettbe-

werb mussten die Teilnehmer in mehreren

Runden über ein ganzes Jahr ihr praktisches

und theoretisches Wissen in den Bereichen

Fahrzeugtechnik, Kundenmanagement und

kaufmännische Abwicklung unter Beweis

stellen. Die 21 besten Werkstätten wurden

zum Finale nach Berlin eingeladen. Seit 2008

wurden zum Finale nach Berlin eingeladen. Seit 2008 Erster Platz: Der Servicebetrieb Auto Hrvatska PSC Slavonski

Erster Platz: Der Servicebetrieb Auto Hrvatska PSC Slavonski Brod ist „Beste MAN-Werkstatt 2013/2014“.

verleiht MAN den Service Quality Award re-

gelmäßig an die beste Mannschaft. 60 Pro-

zent aller MAN-Werkstätten weltweit hatten

sich für den diesjährigen Wettbewerb ange-

meldet – ein Teilnehmerrekord.

Einsatz in extremer Hitze

TURKMEN OIL AND GAS CONSTRUCTION hat

61 geländegängige MAN TGS WW geordert

und setzt damit erstmals auf MAN-Lkw. Die

schweren Kipper haben jeweils 360 PS und ein

zulässiges Gesamtgewicht von 33 Tonnen. Sie

sind mit zwei angetriebenen Hinterachsen

sowie als Allradfahrzeuge besonders für den

Einsatz als schwere Traktionsfahrzeuge geeig-

net. Im westlichen Turkmenistan werden sie

im Straßenbau bei der Erschließung von Öl-

und Gasvorkommen eingesetzt. Die Fahrzeu-

ge sind für den Einsatz in extremer Hitze aus-

gerüstet, denn im Sommer wird es in Turkme-

nistan bis zu 60 Grad Celsius heiß.

wird es in Turkme- nistan bis zu 60 Grad Celsius heiß. Robuster Kipper: Mit seinen zwei

Robuster Kipper: Mit seinen zwei angetriebenen Hinterachsen eignet sich der MAN TGS WW besonders gut für den Einsatz als schweres Traktionsfahrzeug.

MAN hat im Mai mit der Auslieferung der

Offroadfahrzeuge begonnen. Der lokale Im-

porteur betreut die Wartung der Flotte in

Turkmenistan. Die schnelle Werkstatt- und

Ersatzteilversorgung in der entlegenen Re-

gion spielte eine entscheidende Rolle bei der

Entscheidung von Turkmen Oil and Gas Con-

struction für MAN.

MAN MAGAZIN

2/2014

Eintauchen

in die Welt von MAN

MAN AUF DER IAA 2014, HALLE 12

in die Welt von MAN MAN AUF DER IAA 2014, HALLE 12 MAN-Weltpremiere Das neue Topmodell

MAN-Weltpremiere Das neue Topmodell präsentiert sich direkt neben der großen Bühne: drei MAN TGX D38.

Motoren Technisch interessierte Besucher können die neuesten MAN-Motoren mit modernster Euro 6- Technologie und Euro
Motoren
Technisch interessierte
Besucher können die
neuesten MAN-Motoren
mit modernster Euro 6-
Technologie und Euro 5-
Motoren unter die Lupe
nehmen.

MAN-Lkw, Distribution Die Fahrzeuge der Baureihen TGS, TGM und TGL für den Verteilerverkehr bieten optimale Lösungen für Transport und Logistik im innerstädtischen und regionalen Verkehr.

Bühne Auf der Bühne mit LED-Hintergrund- bespielung erwarten die Besucher Shows, Präsentationen und Vorträge.
Bühne
Auf der Bühne mit
LED-Hintergrund-
bespielung erwarten
die Besucher Shows,
Präsentationen und
Vorträge.
MAN-Lkw, Fernverkehr
Kraftvolle Zugmaschinen für den
Fernverkehr bieten die Baureihen
MAN TGX und TGX EfficientLine.
Auch ein TGL-Schiebeplanenfahr-
zeug wird hier präsentiert.
MAN-Lkw, Traktion
Ob für Schwertransporte oder auf
der Baustelle, die MAN-Fahrzeuge
für den Traktionsverkehr meistern
jede Herausforderung.
MAN-Bus
Der Busbereich präsentiert
den MAN Lion’s City als Erdgas-,
Hybrid- oder Euro 6-Variante für den
Stadt- und Nahverkehr sowie den
MAN Lion’s Coach für den Reise-
verkehr und die Fernlinie.
Illustration: MAN
Innovationen MAN zeigt hier Innovationen und Neuerungen aus dem Lkw-Bereich. MAN Latin America Mit Trucks
Innovationen
MAN zeigt hier Innovationen
und Neuerungen aus dem
Lkw-Bereich.
MAN Latin America
Mit Trucks vom Typ Constel-
lation und einem Volksbus stellt
sich MAN Latin America vor.
NEOPLAN
Die Modelle Skyliner,
Cityliner und Jetliner von
NEOPLAN kombinieren
Komfort und Wirtschaft-
lichkeit in Reisebussen
der Spitzenklasse.
Zukunft bewegen
Service
In der Mitte des Messestands
können sich Kunden individuell
über die Services und Dienstleis-
tungen von MAN – unter anderem
MAN Solutions, Modifikation
oder Kundencenter – informieren.
25. SEPTEMBER – 02. OKTOBER 2014
HANNOVER

Die IAA Nutzfahrzeuge 2014 ist der Höhepunkt des Jahres. MAN Truck & Bus wartet in Hannover mit der kompletten Marken- und Fahrzeugpalette auf und präsentiert das neue Lkw-Spitzenmodell TGX D38.

V om 25. September bis zum 2. Ok- tober trifft sich die internatio- nale Nutzfahrzeug-Welt auf der IAA Nutzfahrzeuge 2014 in Han- nover. MAN Truck & Bus präsen- tiert sich auf der Leitmesse für

Mobilität, Transport und Logistik mit einem innovativen Auftritt auf einer Ausstellungs- fläche von knapp 10 000 Quadratmetern. Die Besucher der IAA erwartet in Halle 12 die volle Modellvielfalt aus der Markenwelt von MAN Truck & Bus. Der Messestand wurde neu gestaltet und ist durch das umlaufende weiße Markenband bereits von Weitem zu er- kennen. Die Marken und Segmente sind über- sichtlich in eigene Bereiche getrennt. Sie ent- führen den Kunden in individuelle Welten, die mit einer aufwendigen Kulisse die Stärken und vielfältigen Einsatzbereiche der MAN- Fahrzeuge erlebbar machen. Neben drei Fahrzeugen des Topmodells TGX D38 können die Besucher insgesamt elf Lkw-Modelle begutachten, darunter einen MAN TGS WW, der speziell für Exportmärkte konzipiert ist. Im Busbereich sind ein MAN Lion’s Coach sowie drei MAN Lion’s City als CNG-Erdgas-Variante, Hybrid und als Euro 6-Diesel ausgestellt. Die Reisebusmarke NEOPLAN ist mit den Modellen Skyliner, Cityliner und Jetliner vertreten. Im Zentrum des Stands ist die MAN-Motorenpalette aus- gestellt. Auch MAN Latin America ist in Hannover dabei, mit zwei Lkw vom Typ Constellation und einem VW Volksbus. Ne- ben den Produkten können sich die Besucher auch über die Services und Dienstleistungen von MAN informieren.

man magazin

2/2014

starkes Stück Bei der Entwicklung von Motoren setzt MAN auf mehr als 100 Jahre Kompetenz
starkes
Stück
Bei der Entwicklung von Motoren setzt MAN auf mehr als
100 Jahre Kompetenz und Innovationskraft. Schlüssel-
technologien ebnen dabei den Weg zu leistungsstarken
Aggregaten. Der neue D38 verbindet souveräne Leistung
und höchste Effizienz mit niedrigen Betriebskosten.
m ein Motor macht im-
mer noch große Fort-
schritte.“ Gerade ein-
mal drei Jahre alt war
die Erfindung, als Ru-
dolf Diesel 1895 auf sein von MAN möglich ge-
machtes Meisterwerk schaute. Er konnte nicht
ahnen, dass seine Aussage auch im 21. Jahr-
hundert weiter uneingeschränkte Gültigkeit
haben würde. Das wird einmal mehr deutlich,
wenn MAN Truck & Bus auf der IAA Nutzfahr-
zeuge in Hannover seine Highlights präsen-
tiert und seine Motorenkompetenz in den Fo-
kus der Fachwelt rückt. Allen voran der neue
MAN D38, ein Sechszylinder-Motor mit 15,2 Li-
ter Hubraum und einer Leistung von wahlwei-
se 520, 560 oder bis zu 640 PS. Das mit Innova-
tionen gespickte Euro 6-Aggregat ist ausgelegt
für Fernverkehr, Traktion und Schwerlast und
dabei noch ganze 160 Kilogramm leichter als
sein Vorgänger, der D28-V8.
Etwa fünfeinhalb Jahre hat ein rund
70-köpfiges Kernteam um Projektleiter Nor-
bert Schatz an der Neuentwicklung des D38-
Motors gearbeitet. „Wir wollten ein robustes,
zuverlässiges und hocheffizientes Aggregat
schaffen, das in der Größenordnung über
500 PS anspruchsvollste Transportaufgaben
bewältigt“, umreißt Schatz die Aufgabe. Beson-
ders fasziniert den 53-jährigen Diplom-Inge-
nieur „die großartige Chance, die Entwicklung
eines völlig neuen Motors auf einem weißen
Blatt Papier zu beginnen und von der Kon-
struktion und Simulation über die ersten Pro-
totypen bis zum Serienstart fortzuführen“.
Die nachfolger von ruDolf Diesel brin-
gen Antriebstechnologien und Fortschritt in
den MAN-Motorenkompetenzzentren zusam-
men. Dort werden Hochleistungsaggregate
wie die Diesel- und Gasmotoren mit einem
Leistungsspektrum von 150 bis 1 800 PS entwi-
ckelt. Und zwar für MAN-Nutzfahrzeuge ge-
nauso wie für Straßen- und Schienenfahrzeu-
ge, Jachten und Arbeitsschiffe, Stromaggrega-
te oder Blockheizkraftwerke sowie Bau- und
Landmaschinen. Die Basis dafür schafft je-
weils ein „Grundmotor für viele Anwendun-
gen“. „Daraus werden die MAN-Motorbaurei-
hen mit Vier- und Sechszylinder-Motoren für
Straßenfahrzeuge sowie Acht- und Zwölfzylin-
der-Motoren für Landmaschinen, Züge, Jach-
ten, Arbeitsboote sowie zur Stromerzeugung
als Diesel- und Gasaggregate entwickelt und
mit möglichst vielen Gleichteilen erfolgreich
in den Markt gebracht“, sagt Walter Gotre,
der im MAN-Motorenkompetenzzentrum
Nürnberg als Leiter „Engine Performance &
Funktion und Design: Im Zylinderkopf des
neuen D38-Motors arbeiten hochfeste
Materialien, eine neue Kühlung und eine
innovative Ventilsteuerung (im Bild).
Foto: Christian Stoll

Emissions“ arbeitet. Je mehr Triebwerkkom-

ponenten für unterschiedliche Motoren-

auslegungen genutzt werden können, umso

besser – für effiziente Entwicklungen und

Montagen sowie später bei Wartung und Aus-

tausch von Verschleißteilen“, sagt Gotre.

Die Common-Rail-Einspritzung, die alle

Dieselmotoren von MAN Truck & Bus nutzen,

ist dabei eine verbindende Klammer. Dabei

wird der Kraftstoff mit bis zu 1 800 Bar – beim

neuen D38-Aggregat sogar bis zu 2 500 Bar – zu

exakt definierten Zeitpunkten in die einzel-

nen Zylinder eingespritzt und fein zerstäubt.

„Die Motorelektronik ist ständig über alle

relevanten Daten wie Motordrehzahl, Motor-

last und Motortemperatur informiert“, erklärt

Gotre. So könne sie in Sekundenbruchteilen

den optimalen Einspritzzeitpunkt und die

eingespritzte Kraftstoffmenge für jeden Zylin-

der und für jede Fahrsituation berechnen.

Weil das Einspritzsystem den Kraftstoff exakt

der Motorlast angepasst dosiert, erhält der

Motor nur so viel Kraftstoff, wie er auch benö-

tigt und rußfrei verbrennen kann.

Überhaupt haben die Entwickler auf der

Suche nach Innovationen immer auch die

Betriebskosten als wesentliche Kenngröße für

die Rentabilität ihres Fahrzeugs im Blick. „Eine

Leistungsfähigkeit des Motors definieren wir

über niedrigen Verbrauch und optimale Dreh-

momententfaltung selbst bei niedrigen Dreh-

zahlen“, beschreibt Norbert Schatz die Ent-

wickleraufgabe. Dabei sei das Zusammenspiel

der Komponenten immer auf eine Lebens-

leistung des Fahrzeugs von bis zu 1,5 Millionen

Fahrkilometern abgestimmt.

DASS DER D38 deutlich leichter wurde, er-

höht die Wirtschaftlichkeit noch weiter. „Da-

mit wollten wir dem Betreiber die Möglichkeit

geben, mehr Nutzlast mitzuführen“, so Schatz.

Möglich wurde dies durch idealen Material-

einsatz. „Dazu gehören die Optimierung der

vorhandenen Werkstoffe und eine zielorien-

tierte Geometrieentwicklung dort, wo sie not-

wendig ist.“ Was wohl Rudolf Diesel dazu ge-

sagt hätte? Vermutlich bliebe er dabei: „Mein

Motor macht immer noch große Fortschritte.“

Weitere Informationen zum MAN TGX

D38 auf der IAA gibt es unter > www.man.eu

MAN MAGAZIN

2/2014

Der neue MAN TGX D38 Designelemente Das Topmodell MAN TGX D38 ist an Spiegelkappen und
Der neue MAN TGX D38
Designelemente
Das Topmodell MAN TGX D38
ist an Spiegelkappen und Kühler-
schutz in Silber matt lackiert.
GPS-Tempomat „EfficientCruise“
Der Tempomat erkennt durch gespeichertes Kartenmaterial
und GPS-Position des Lkw Steigungen und Gefälle der
vor ihm liegenden Strecke. Damit kann der Lkw besonders
vorausschauend fahren und Kraftstoff sparen.
Das Topmodell der MAN-Trucks für Fern-
verkehr, Traktion und Schwerlast hat einen
völlig neu entwickelten Antriebsstrang mit
vielen technischen Innovationen erhalten.
Herz des Fahrzeugs ist der D38-Sechs-
zylinder-Motor mit 15,2 Liter Hubraum,
der Effizienz und optimale Leistungsentfal-
tung bei hohem Fahrkomfort und größter
Zuverlässigkeit garantiert. Mit wahlweise
Lane-Guard-System (LGS)
Die neueste Generation des LGS
erkennt die Fahrbahnmarkierungen
sehr präzise. Damit bietet der
Spurführungsassistent noch mehr
Sicherheit und Komfort.
520
oder 560 PS, als Schwerlastzug-
maschine bis zu 640 PS, bietet der D38
höchste Zugkraft für jeden Bedarf – ohne
PS-Rekorde brechen zu wollen.
Turboaufladung
Die zweistufige Turboaufladung
gewährleistet eine ideale Versorgung des
Motors mit Verbrennungsluft über ein
breites Drehzahlband. Sein volles
Drehmoment erreicht der MAN D38 bereits
bei 930 Umdrehungen pro Minute.
Der Motor ist 160 Kilogramm leichter als
sein Vorgänger. Für noch mehr Effizienz
sorgt das Getriebe mit der neuen MAN
TipMatic 2. Das moderne vollautomatische
Schaltsystem ermöglicht GPS-gesteuertes
Schalten und verfügt über drei neue Funk-
tionen: „Speed Shifting“, „EfficientRoll“
und „Idle Speed Driving“ (siehe Schaubild).
Die lange Hinterachse sorgt für zusätzliche
Laufruhe und niedrige Drehzahlen. Der D38
ist durch das Zusammenspiel aller Maß-
nahmen besonders sparsam. Dazu trägt
auch die neue Kraftstoffeinspritzung bei.
Volle Bremskontrolle, auch bei maximaler
Ladung, garantieren der Intarder 3 mit hö-
herem Bremsmoment und die Motorbremse
EVB mit einer erhöhten Bremsleistung von
Hinterachse
Die besonders lang übersetzte
Hinterachse nutzt das Drehmoment
des MAN-Topmodells und spart
Kraftstoff bei hoher Laufruhe.
Emergency Brake
Assist (EBA)
Der Notbremsassistent
EBA leitet selbstständig eine
Notbremsung ein, wenn der
Fahrer auf ein stehendes oder
vorausfahrendes Hindernis
aufzufahren droht.
340
Kilowatt, bei Schwerlastfahrzeugen mit
Turbo-EVB sogar 600 Kilowatt. Serienmä-
ßig ist beim TGX D38 der Notbremsassis-
tent EBA an Bord. Als Sonderausstattung
gibt es die Fahrspurüberwachung LGS, den
Abstandsregeltempomat ACC und den GPS-
Tempomat „EfficientCruise“.
Adaptive Cruise Control (ACC)
Der Abstandsregeltempomat
ACC hält automatisch den
Sicherheitsabstand zum
vorausfahrenden Fahrzeug ein.
Der TGX D38 eignet sich für alle Transport-
aufgaben, insbesondere bei schweren Lasten.
Ob beim Holztransport in Skandinavien,
im Fernverkehr auf der Autobahn oder als
Schwertransporter für bis zu 250 Tonnen
Gewicht: Der TGX D38 bietet stets Zuver-
lässigkeit, höchste Effizienz und niedrige
Betriebskosten.
MAN TipMatic 2
Die „Speed Shifting“-Funktion wechselt die Gänge 10, 11
und 12 schneller und spart so Kraftstoff an Steigungen, da
mehr Schwung erhalten bleibt. Die „EfficientRoll“-Funktion
optimiert den Kraftstoffverbrauch bei leicht abfallenden
Passagen, und mit „Idle Speed Driving“ beschleunigt der
MAN aus dem Stand direkt ab Leerlaufdrehzahl.
Dauerbremssystem
Die Motorbremse MAN Exhaust Valve
Brake (EVB) und Turbo-EVB garantiert
eine maximale Bremsleistung. Sie
beträgt 340 Kilowatt, bei Schwer-
lastfahrzeugen sogar 600 Kilowatt.
Common-Rail-System
Das Common-Rail-System mit 2 500
Bar sorgt für eine feinere Zerstäubung
des Kraftstoffs und damit für eine
sehr effiziente Verbrennung.
Hightech im Zylinderkopf
Die neue Kühlung führt das Kühlwasser im Zylinder-
kopf direkt von oben an die thermisch hoch belasteten
Stellen und reduziert damit den Verschleiß.
Erstmals in einem Lkw-Dieselmotor setzt MAN Wölb-
ventile ein, die sich kaum verformen und die Lebens-
dauer von Ventil und Ventilsitzring erhöhen.
Illustration: MAN

MAN MAGAZIN

2/2014

Heavy Metal Vollgetankt: Ein Fahrer unterschreibt den Tankbeleg und nimmt sein Fahrzeug für die nächste
Heavy
Metal
Vollgetankt: Ein Fahrer
unterschreibt den Tankbeleg
und nimmt sein Fahrzeug für
die nächste Tour entgegen.
Schwertransporter: Der Truck von
Michael Sipho wird in der Kohle-
mine in Piet Retief beladen.
Chromerz aus den Minen Südafrikas ist in der Metallverarbeitung
weltweit ein begehrtes Gut. MAN-Lkw transportieren den
tonnenschweren Rohstoff aus dem Norden des Landes über eine
steile Bergstrecke in die Hafenstadt Richards Bay. Auf Tour mit
dem südafrikanischen Logistiker Chrome Carriers.
Fotos: Richard Kienberger

Fotos: Richard Kienberger

1500 KILOMETER Die Strecke von Richards Bay nach Rustenburg und zurück ist anspruchsvoll: Höhenunterschiede von
1500
KILOMETER
Die Strecke von Richards Bay nach
Rustenburg und zurück ist anspruchsvoll:
Höhenunterschiede von 1 250 Metern
und ein sehr vielseitiges Gelände fordern
Mensch und Maschine einiges ab.
Namibia
Rustenburg
Piet
Retief
Richards
Bay
Südafrika

Doppelpack: Die Zwillingsbereifung trägt den harten Einsatzbedingungen in Südafrika und der hohen Nutzlast Rechnung, trotzdem fällt manchmal ein Reifen aus.

MAN MAGAZIN

D ie Nationalstraße 2, irgendwo

zwischen Empangeni und Pon-

gola, im Osten Südafrikas. Nach

einigen Hundert Metern mit

dicht gepflanzten Waldplanta-

gen werden an einer Straßen-

kreuzung einzelne Hütten sichtbar. Eine Tele-

grafenleitung am windschiefen Holzmast

überspannt die breite, gut ausgebaute Straße,

im Schatten eines Baumes sitzt eine Familie.

Michael Sipho stoppt seinen MAN in einer

Bucht und schaltet die Warnblinkanlage ein.

Zwei Mädchen in leuchtend bunten Kleidern

stehen im Gras neben der Fahrbahn – sie ha-

ben auf ihn gewartet. „Das sind meine Schwes-

tern“, sagt Michael. Der junge Fahrer unter-

stützt seine Eltern und die Geschwister, die

hier im Osten des Landes in einem kleinen

Dorf leben. Seit drei Jahren arbeitet er als Fern-

fahrer: „Ein guter Job“, betont der 29-Jährige,

der vor wenigen Monaten seinen Arbeitgeber

gewechselt hat. Jetzt fährt Michael für das

Transportunternehmen Chrome Carriers auf

einem neuen MAN, über den er sich begeistert

äußert: „Für mich ist das die Nummer eins!“

SEIT JAHRZEHNTEN ist Südafrika Motor der

wirtschaftlichen Entwicklung eines ganzen

Kontinents. In der boomenden Minenindus-

trie hat sich Chrome Carriers, ein Tochter-

unternehmen der Reinhardt Transport Group

(RTG), als größter privater Logistikpartner

Group (RTG), als größter privater Logistikpartner von Bergbauunternehmen etabliert. Das De- pot des

von Bergbauunternehmen etabliert. Das De-

pot des Unternehmens liegt in der Hafenstadt

Richards Bay in der Provinz KwaZulu-Natal.

Die 284 Fahrer transportieren Chromerz aus

den Minen im Norden des Landes nach

Richards Bay, von wo aus es weltweit ver-

schifft wird. Auf dem Rückweg laden die

speziellen Seitenkipper Kohle oder andere

Schüttgüter, die für die Aufbereitung des Me-

talls benötigt werden. Für Michael Sipho und

seine Kollegen beginnt jede neue Tour immer

im Depot in Richards Bay. Dort werden die

beiden Tanks der Sattelzugmaschine gefüllt

und die Reste der Chromerz-Ladung aus den

Mulden gespritzt. Bei Bedarf erledigt ein Me-

chaniker noch kleinere Service- und Repara-

turarbeiten an den Trucks.

Neue Fahrer wie Michael Sipho werden bei

Chrome Carriers gründlich ausgebildet, bevor

sie selbstständig auf Tour gehen. Eine Schu-

lung erfolgt in den Minen, in denen rigide Si-

cherheitsvorschriften gelten. Noch wichtiger

ist jedoch das Training in sicherem und öko-

nomischem Fahren. Die RTG hat eine moder-

ne Flotte von fast 500 Einheiten. Die Division

Chrome Carriers hat den Fuhrpark 2012 nach

einem ausführlichen Praxistest mit 140 MAN

TGS teilerneuert. „Ausschlaggebend für die

Vergabe an MAN war für uns die Tatsache,

dass die Fahrzeuge nach mehr als 200000 Kilo-

metern im Dauerbetrieb keinerlei technische

Mängel aufwiesen. Außerdem waren der ge-

ringe Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge, das

gute Preis-Leistungs-Verhältnis, der Komfort

für den Fahrer sowie die Service- und Garan-

tieleistungen von MAN entscheidende Fakto-

ren bei unserer Wahl des Anbieters“, erklärt

Derick Reinhardt, CEO der RTG. Die Fahrzeuge

werden in Südafrika unter harten Bedingun-

gen gefahren, sie sind beispielsweise oft mit

Tandem-Sattelaufliegern unterwegs. Diese so-

genannten Interlinks der Siebenachser sind

für eine hohe Nutzlast von 34 Tonnen ausge-

legt. Zudem werden die Einsatzbedingungen

durch die anspruchsvolle Topografie Südafri-

kas verschärft. Die punktgenaue Wartung im

dichten Netz von MAN-Servicestützpunkten

ist daher unerlässlich. Chrome Carriers hat

mit MAN einen „Vollwartungsvertrag“ abge-

2/2014

Zwischenstopp: Michael Sipho macht auf seiner Tour eine kurze Pause bei seinen Schwestern in der
Zwischenstopp: Michael Sipho macht auf
seiner Tour eine kurze Pause bei seinen
Schwestern in der Nähe von Pongola.

schlossen, der Service und Wartung sowie

erweiterte Garantieleistungen abdeckt. Nach

drei Jahren und bis zu 700 000 gefahrenen Ki-

lometern werden die Lkw gegen Neufahrzeu-

ge ausgetauscht.

DIE ERSTE ETAPPE führt Michael Sipho von

Richards Bay in die Außenbezirke der Berg-

baustadt Piet Retief. Die Straße windet sich an

Nationalparks und Stauseen vorbei, durch-

schneidet Weideland, Städte und Dörfer, mar-

kiert die Grenze zu Swasiland und wird zwi-

schendurch zur Passstraße. Die Tour ist auch

durch die starken Gefälle eine Herausfor-

derung für die maximal beladenen Trucks.

Richards Bay liegt auf Meereshöhe, Piet Retief

auf 1 250 Metern im Hochland der Provinz

Mpumalanga – in der Bantusprache der hier

lebenden Menschen bedeutet das „der Ort, an

dem die Sonne aufgeht“. Der kurze Halt am

Wohnort seiner Familie bleibt Michaels ein-

ziger Stopp bis zum Etappenziel. Nach fünf

Stunden Fahrt hat er Piet Retief erreicht – eine

Stadt, deren Straßen und Häuser ganz anders

aussehen als die herausgeputzten Boulevards

von Richards Bay. Kohlestaub bedeckt den

rohen, schlammigen Boden, eine aufziehende

Gewitterfront lässt den Parkplatz neben dem

Minengelände noch schwärzer aussehen. Die

Zufahrten zu den Minen sind die einzigen

Offroad-Passagen auf den Touren, doch sie

sind nicht immer so kurz wie hier in Piet

Retief. Michael rollt zunächst über die Waage,

ehe er seinen siebenachsigen Zug neben eine

der großen Kohlehalden rangiert. Ein Rad-

lader schaufelt die Kohle in die Mulden, die

nach wenigen Minuten voll sind. Bei der Aus-

fahrt wird der Lkw erneut gewogen. „Gute

Fahrt!“, wünscht ein Mitarbeiter des Bergbau-

unternehmens, während er Michael die Do-

kumente aushändigt. Knapp 500 Kilometer

sind es, bis er das nächste Ziel erreicht – eine

Chrommine in der Nähe von Rustenburg,

westlich von Pretoria. Dort wird er die Kohle

gegen Chromerz tauschen, einige Stunden

schlafen und dann wieder Richtung

Osten fahren – zurück nach Richards Bay, von

wo aus seine Fracht auf dem Seeweg in die

ganze Welt gelangt.

Mehr Informationen zu MAN Südafrika

gibt es unter > www.man-south-africa.co.za/truck

gibt es unter > www.man-south-africa.co.za/truck Flexibler Transporter: Die MAN TGS von Chrome Carriers sind

Flexibler Transporter: Die MAN TGS von Chrome Carriers sind mit speziellen Seitenkippern ausgestattet.

„Für mich ist MAN die Nummer eins!“

Michael Sipho, Lkw-Fahrer bei Chrome Carriers

Fotos: Sorin Morar

MAN MAGAZIN

2/2014

Realitätsnah: Im Simulator erleben Probanden, wie Assistenzsysteme wie der „Grüne-Welle-Assistent“ das Fahren in
Realitätsnah: Im Simulator erleben
Probanden, wie Assistenzsysteme wie
der „Grüne-Welle-Assistent“ das Fahren
in Zukunft erleichtern können.
Immer einen

Die MAN-Entwickler wid- men sich im Rahmen des Projekts „UR:BAN“ dem sicheren und effizienten Fahren in der Stadt. Im Fo- kus stehen dabei zukunfts- weisende Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagement- systeme für Lkw und Busse.

E s ist grün. Los geht’s. Doch nach 100 Metern wartet schon die nächste Ampel. Und die zeigt Rot.

Klaus-Dieter Habedank sitzt ganz entspannt am Steuer. Sein Lkw rollt mit 40 Stundenkilo- metern auf das Signal zu. Dann schaltet die Ampel auf Grün. Weil Habedanks Lkw von den Ampeln Informationen erhält, kann das Fahr- zeug die passgenaue Geschwindigkeit planen, um die „grüne Welle“ zu erwischen. „Was für ein Fahrgefühl“, sagt Habedank. Seit 1971 ist er

schon Berufskraftfahrer. Dass es hier in der Stadt so gut läuft, obwohl er nicht einmal aufs Gaspedal drückt, ist auch für ihn alles andere als selbstverständlich. Und dann ist die Tour auch schon zu Ende. Wo eben noch die Straße und der Ver- kehr vor Klaus-Dieter Habedank lagen, ist nun eine weiße Leinwand. Habedanks Fah- rerplatz befindet sich in den Räumen des MAN-Forschungsbereichs in München. Die grüne Welle und die Kommunikation der

Testsituation: Sonja Stockert von der TU München setzt dem Probanden eine spezielle Brille auf, mit
Testsituation: Sonja Stockert von der TU München
setzt dem Probanden eine spezielle Brille auf, mit der
seine Blickrichtungen erfasst werden.
Ampeln mit dem Lkw sind Zukunftsmusik,
erlebbar gemacht in einer täuschend echten
Fahrsimulation.

FORSCHEN FÜR DEN STADTVERKEHR von morgen, der sicher und effizient ist und vor allem fließt – das hat sich MAN im Verbund mit 31 Unternehmen, Universitäten, For- schungseinrichtungen und Städten im Pro- jekt „UR:BAN“ auf die Fahnen geschrieben. Die Forschungsinitiative, die maßgeblich

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Forschungspro- jekt UR:BAN maßgeblich.

„Wir lassen Ampeln mit Fahrzeugen kommunizieren.“

Andreas Zimmermann, Experte für Mensch-Maschine-Schnittstellen

Schritt vo raus

31

PARTNER

Für das Forschungsprojekt UR:BAN ko- operieren 31 Unternehmen, Universitäten, Städte und Forschungseinrichtungen.

„Im Fokus unserer Forschung steht immer der Fahrer.“

MAN MAGAZIN

vom deutschen Bundesministerium für Wirt-

schaft und Energie gefördert wird, startete

2012 und ist auf vier Jahre angelegt. In diesem

Jahr ist Halbzeit, und die ersten Ergebnisse der

MAN-Entwickler können sich sehen lassen.

DAS ENTWICKLER-TEAM der Abteilung En-

gineering Research Electronics am MAN-

Standort in München leitet Karlheinz Dörner.

Der Elektro- und Regelungstechniker ist seit

1998 bei MAN, war erst in der Vorentwick-

lung, später dann in der Forschung als Abtei-

lungsleiter zuständig für Assistenzsysteme

und Elektronik. Er bringt daher viel Erfah-

rung mit in die UR:BAN-Projektarbeit. „Wir

arbeiten gleichzeitig in den Teilbereichen

‚Vernetztes Verkehrssystem‘, ‚Kognitive Assis-

tenz‘ und ‚Mensch im Verkehr‘ “, erklärt Dör-

ner. „Im Fokus unserer Forschung steht dabei

immer der Nutzer.“ Zum Beispiel beim „Verzö-

gerungs- und Grüne-Welle-Assistenten“, den

der Berufskraftfahrer Klaus-Dieter Habedank

gerade als Proband in einer frühen Prototyp-

Fassung getestet hat. Auf dem Fahrplan der

Entwickler steht eines der wichtigsten Nutz-

fahrzeugthemen: den Kraftstoffverbrauch zu

reduzieren. Dazu gehört, unnötige Stopps

und Beschleunigungsvorgänge zu vermei-

den, indem Schaltzeit- und Haltepunktpro-

gnosen für Ampeln einbezogen werden. Die

Aufgabe sei komplex, erklärt Andreas Zim-

mermann, der eines der UR:BAN-Teilprojekte

betreut. „Wir lassen die Ampelanlage über

Mobilfunk oder WLAN mit dem Fahrzeug

kommunizieren. Aus dem Datenaustausch

errechnen unsere Steuergeräte die Fahrstra-

tegie für ein optimales Erreichen der grünen

Welle“, fasst der Elektroingenieur das Kon-

zept zusammen. Das soll sich später in barer

Münze auszahlen: Denn durch häufiges Hal-

ten und Beschleunigen auf innerstädtischen

Straßen bleibt die hohe Effizienz moderner

Nutzfahrzeuge allzu oft auf der Strecke. Dies

bestätigt auch eine Studie des Verbands der

deutschen Automobilindustrie zur Effizienz

von Nutzfahrzeugen. Sie zeigt auf, dass sich

allein durch zwei Stopps pro Kilometer der

Durchschnittsverbrauch eines voll belade-

nen 40-Tonners verdreifacht.

Im Simulator und auf einer Feldversuchs-

strecke in Düsseldorf werden dazu wichtige

Erkenntnisse für das Projekt gewonnen. Die

Rückkopplung mit den Fahrern ist den For-

schern dabei genauso wichtig wie den Fah-

rern selbst: „Die Zusammenarbeit mit den

Forschern und Entwicklern von der Hoch-

schule und von MAN macht viel Spaß“, so

Klaus-Dieter Habedank. „Die Fahrsituation im

Karlheinz Dörner, Abteilungsleiter Engineering Research Electronics bei MAN Forscher unterwegs: Ergebnisorientiert:
Karlheinz Dörner, Abteilungsleiter Engineering
Research Electronics bei MAN
Forscher unterwegs:
Ergebnisorientiert: Walter Schwertberger (r.)
und Michael Reule (l.) prüfen die Bilder der
Bird-View-Kameras im Testbus.
Karlheinz Dörner fährt gern
mit dem Fahrrad vom Büro
auf die Teststrecke.
Fotos: Sorin Morar

Simulator erlebe ich trotz Verkabelung fast

real. So kann ich dann auch gut beurteilen,

welche neuen Systeme das Fahren leichter

machen oder wo sie vielleicht noch optimiert

werden sollten.“

Die situationsgerechte Fahrerunterstüt-

zung steht auch im Mittelpunkt des UR:BAN-

Teilprojekts „Kognitive Assistenz“. Über Ka-

merasysteme soll der Fahrzeuglenker bei

Bedarf die gesamte unmittelbare Fahrzeug-

umgebung auf einem Monitor erkennen

können. Die Forscher untersuchen hierzu

unterschiedliche Anzeigekonzepte am Bei-

spiel von Stadtbussen. „Die Fahrer sehen sich

in ihrer Arbeitsumgebung mit besonderen

Herausforderungen konfrontiert“, sagt Pro-

jektleiter Walter Schwertberger. „Dazu gehö-

ren vor allem Haltestellen, Kreuzungen mit

Fußgängern und Radfahrern, Engstellen so-

wie Gegenverkehr und Spurwechsel.“ Für

eine bessere Übersicht untersuchen die For-

scher eine Darstellung der Umgebung aus ei-

ner virtuellen Vogelperspektive. Sie arbeiten

dazu mit dem sogenannten Bird-View-Sys-

tem, das zu Testzwecken in einen Stadtbus

integriert wurde. Sechs Kameras entlang des

Fahrzeugs liefern Bilder für eine 360-Grad-

Detektion. Diese Bilder werden dann vom

Computer in ein Gesamtbild des Fahrzeugs

Vogelperspektive: Auf dem Monitor sieht der Fahrer die gesamte unmittelbare Umgebung seines Busses von oben und in 3D.

unmittelbare Umgebung seines Busses von oben und in 3D. 2/2014 und seiner unmittelbaren Umgebung in 2-D

2/2014

und seiner unmittelbaren Umgebung in 2-D

und 3-D umgerechnet.

Bis aus einer Idee wie dieser eine serien-

reife Anwendung wird, muss viel Grundla-

genarbeit geleistet werden. „Wo sind die rich-

tigen Positionen für die Kameras, welche Per-

spektive ist notwendig, um ein realistisches

Bild von einem Hindernis zu bekommen? Wie

lassen sich dynamische Winkeländerungen

beispielsweise bei Gelenkbussen korrekt dar-

stellen? Es gibt in dieser Projektphase vor

allem viele Fragen“, stellt Karlheinz Dörner

fest. Bei den Antworten darauf unterstützen

sein Team Experten aus dem Unternehmen

und die Projektpartner des Lehrstuhls für

Fahrzeugtechnik an der Technischen Univer-

sität (TU) München. Mit den Forschungser-

gebnissen geht es – wenn sich das Projekt

schließlich als aussichtsreich erweist – dann

zunächst in die Vor- und später in die Serien-

entwicklung.

DIE FORSCHER WISSEN: Technologien sind

immer nur so gut wie ihre Anwendung in der

Praxis. Bei allen Möglichkeiten intelligenter

Automatisierung rund um den Fahrbetrieb

spielt noch immer der Mensch eine Schlüs-

selrolle. Sonja Stockert arbeitet als Doktoran-

din der TU München am UR:BAN-Teilprojekt

„Mensch im Verkehr“. Ihren Schwerpunkt

setzt die Medieninformatikerin auf das Zu-

sammenwirken von Mensch und Maschine,

um dadurch für den Fahrer eine entspannte,

effiziente und sichere Fahrt im städtischen

Verkehr zu erreichen. Einer von 33 Probanden

ist Harald Rauschmayr. Der 53-jährige Beam-

te ist nebenberuflich Lkw-Überführungsfah-

rer und seit vier Jahren regelmäßig bei den

Simulator-Testfahrten dabei: „Es ist ein gutes

Gefühl, meine Erfahrungen als Kraftfahrer

zur Entwicklung neuer Technologien im

Fahrzeug beizusteuern.“ Die Rückmeldungen

der Fahrer sind für Sonja Stockert sehr wich-

tig: „Die Profis wissen selbst am besten,

was sie unterwegs an Informationen brau-

chen.“ So bleibt die Forschung praxisnah –

zum Nutzen der Menschen, die ihre Ergeb-

nisse anwenden.

Weitere Informationen zum UR:BAN-Pro-

jekt gibt es unter > www.urban-online.org

„Meilensteine für den Stadtverkehr“

„Meilensteine für den Stadtverkehr“ Eberhard Hipp, Leiter des Bereichs Research bei MAN, über Innovatio- nen im

Eberhard Hipp, Leiter des Bereichs Research bei MAN, über Innovatio- nen im Stadtverkehr der Zukunft

Wie können Assistenzsysteme die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit von Nutzfahrzeugen im innerstädti- schen Verkehr erhöhen? Es geht uns um die Vernetzung von In- formationen, über die der Fahrer nicht verfügt, zum Beispiel die Schaltzeiten von Ampeln oder aktuelle Verkehrsstö- rungen. Weil Assistenzsysteme solche Informationen in Echtzeit verarbeiten, können sie vorausschauender als der Fahrer reagieren und ihn in kritischen Situationen warnen oder auch automa- tisch eingreifen.

Welche Bedeutung haben die Ergeb- nisse von UR:BAN für MAN-Kunden? Unser Ziel ist es, mit innovativen Sys- temen und neuen Technologien das im- mer komplexere Verkehrsgeschehen um das Fahrzeug herum zu analysie- ren. Wir wollen daraus verbrauchsopti- male Fahrstrategien ableiten und den Fahrer bestmöglich unterstützen. Das ist unser Beitrag zu mehr Effizienz und Sicherheit im Straßenverkehr.

Das ganze Interview lesen Sie auf > www.man.eu/mankannurban

Interview lesen Sie auf > www.man.eu/mankannurban Ein Video-Interview mit Eberhard Hipp finden Sie in der App.

Ein Video-Interview mit Eberhard Hipp finden Sie in der App.

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2/2014

Wellness für Maschinen: Alte Motoren (l.) werden bei MAN in Nürnberg zu voll funktionsfähigen Tauschmotoren
Wellness für Maschinen: Alte
Motoren (l.) werden bei MAN in
Nürnberg zu voll funktionsfähigen
Tauschmotoren (r.) aufbereitet.
aus
mach
alt
Neu
Ein MAN-Tauschteil hat die Qualität eines Neuteils, und MAN bietet hierfür
dieselbe Gewährleistung. Im Werk Nürnberg werden Altteile nach strengen
Qualitätskriterien aufbereitet. Am Ende des Verjüngungsprozesses steht ein
hochwertiges Originalteil, das die Umwelt schont und Kosten spart.
Fotos: Vuk Latinovic

Fotos: Vuk Latinovic

32

a ls wir Nummer 51.06500

– 6089 so daliegen se-

hen, befindet sie sich in

einem bemitleidenswerten Zustand. Sie ist

schmutzig, verkratzt, trägt kleine Rostspuren.

Bis vor Kurzem verrichtete sie klaglos ihren

Dienst in einem MAN-Lkw, bis diesen nach

über zehn Jahren und mehr als einer Million

abgespulter Kilometer ein Kurbelwellenscha-

den ereilte. Endstation Schrottplatz? Früher

vielleicht. Heute werden alle Teile, die noch

funktionsfähig sind, instand gesetzt und für ein

neues, langes Leben präpariert. Dabei werden

technische Änderungen und Weiterentwick-

lungen im Aufbereitungsprozess berücksich-

tigt. Remanufacturing nennt man das. 6089 –

die Teilenummer steht für eine gebrauchte

Kühlwasserpumpe – hat diesen Prozess nun

vor sich. Nach der Verjüngungskur wird sie sich

als ecoline-Nummer 9089 voll funktionsfähig

in einem Tauschmotor wiederfinden.

Der Ort, an dem die Kühlwasserpumpe auf

ihr Remanufacturing wartet, ist eine Halle auf

dem riesigen Firmengelände des Motoren-

kompetenzzentrums von MAN Truck & Bus

in Nürnberg. Auf den 350 000 Quadratmetern

hätten 50 Fußballfelder Platz. „E1“ prangt in

großen Lettern über dem Hallentor. Im Inne-

ren der Halle erfahren Teile wie unsere Was-

serpumpe eine Grundreinigung. Sie werden

zuerst zerlegt, dann in einer Waschanlage ge-

säubert, sandgestrahlt, neu lackiert – und

teils auch aussortiert. „Nach der Reinigung

sieht man, was noch brauchbar ist“, erklärt

Georg Kugler, Abteilungsleiter Heißtests und

Tauschaggregate bei MAN in Nürnberg. „Die

Teile werden auf Verschleiß und Materialer-

müdung untersucht.“ Größtmögliche Quali-

tät ist für den 61-Jährigen der einzige Maß-

stab. 780 Motoren lieferte sein Team 2013 aus,

man magazin

2/2014

780 Motoren lieferte sein Team 2013 aus, man magazin 2/2014 Remanufacturing-Prozess: 1 Mitarbeiter im Werk Nürnberg
Remanufacturing-Prozess: 1 Mitarbeiter im Werk Nürnberg sortieren demontierte Teile vor der ersten Reinigung. 2 In
Remanufacturing-Prozess:
1
Mitarbeiter
im Werk Nürnberg sortieren demontierte Teile
vor der ersten Reinigung.
2
In einer Wasch-
anlage und per Hand werden die einzelnen
Teile von Schmutz und Öl befreit.
3
Vor der
Bearbeitung durch den Sandstrahler sind die
Rostspuren noch gut sichtbar.
4
Ein MAN-Mit-
arbeiter ermittelt die genauen Abmessungen
bestimmter Gebrauchtteile.

11 325 weitere Tauschteile wurden ins MAN-

Auslieferungslager nach Dachau geschickt.

Für die Tauschteile gilt dieselbe Gewährleis-

tung wie für Neuteile. Entsprechend streng

sind die Qualitätsvorgaben.

nach Der aufbereiTung werden die

Tauschteile gelagert oder dorthin geschickt,

wo sie gebraucht werden. Alle aufbereiteten

Teile, die man für Tauschmotoren benötigt,

verbleiben in Nürnberg, wo sie direkt in den

Motoren endmontiert werden. Nehmen wir

die Montagelinie für die Typen D20/D26: Im

Zweischichtbetrieb werden von 260 Mitarbei-

tern bis zu 22 Motoren in der Stunde gefertigt.

Auf leise surrenden Bändern rollen Neu- und

Tauschmotoren heran, aufgereiht wie an ei-

ner Perlenkette. Die Atmosphäre ist so clean

wie der hellgraue Boden, die Konzentration

an den einzelnen Fertigungsabschnitten fast

greifbar. Versiert und routiniert fügen die

Facharbeiter zusammen, was zusammen-

gehört. Wie man den Unterschied zwischen

neuen Aggregaten und Tauschmotoren er-

kennt? „Nur an der Sachnummer“, sagt Peter

Tscharntke, Segmentleiter Abschnitt 2, wie

diese Montagelinie genannt wird. Hat ein

Tauschmotor deren Ende erreicht, muss er

noch eine letzte Hürde nehmen – die Funk-

tionsprüfung. Beim Heißtest läuft der Motor

mit unterschiedlichen Belastungen eine gute

halbe Stunde auf dem Prüfstand.

„Die Teile werden auf Verschleiß und materialermüdung untersucht.“

Georg Kugler, Abteilungsleiter Heißtests und Tauschaggregate bei MAN in Nürnberg

Heißtests und Tauschaggregate bei MAN in Nürnberg bei man in münchen arbeitet Stefan Ott, Projektleiter der

bei man in münchen arbeitet Stefan Ott,

Projektleiter der neuen Produktlinie „MAN

Originalteile ecoline“. Für ihn hat die Zukunft

vor drei Jahren begonnen, als das Geschäft

mit Tauschteilen bei den Zielsetzungen des

Konzerns zum Top-Ten-Projekt erklärt wurde.

„Durch die Wiederverwendung und Aufberei-

1 2 4
1
2
4

tung von Altteilen werden Ressourcen ge-

schont und Energie gespart“, sagt er. „Und

weil weniger Neuteile produziert werden

müssen, wird der Emissionsausstoß gesenkt.

Kunden wie die Deutsche Bahn oder kommu-

nale Verkehrsbetriebe fragen gezielt danach.“

Das ist „ecological“, das Ökologische, das in

ecoline steckt. ecoline unterstützt somit auch

die MAN-Corporate-Responsibility-Strategie

und leistet einen großen Beitrag zu Umwelt-

schutz und nachhaltiger Mobilität. Im Fokus

stehen dabei Fahrzeuge, die vier Jahre oder äl-

ter sind – sie machen 70 bis 80 Prozent eines

Fuhrparkbestands aus. Bei ihnen setzt die

ecoline-Offensive von MAN an, denn für die

Kunden gibt es eine Reihe guter Argumente

für das „alte Eisen“: Ein MAN-Tauschteil hat

die Qualität eines Neuteils, es wird nach Ori-

ginalteil-Spezifikationen aufbereitet, und

MAN bietet hierfür dieselbe Gewährleistung.

Und das zu einem Preis, der um bis zu 50 Pro-

zent unter dem eines Neuteils liegt. Kürzere

Standzeiten durch Austausch statt Reparatur

sind ein weiterer Vorteil des ecoline-Projekts,

3
3

780

motoren

Im MAN-Werk Nürnberg wurden 2013 616 Lkw- und 164 Busmotoren wieder- aufbereitet.

1 800

tauschteile

Aktuell können bei MAN rund 1 800 Er- satzteile bestellt werden. Das Portfolio wird bis 2016 auf über 3 000 Sachnum- mern ausgebaut.

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„Die Aufbereitung von Altteilen schont Ressourcen und spart Energie.“ Stefan Ott, Projektleiter „MAN Originalteile

„Die Aufbereitung von Altteilen schont Ressourcen und spart Energie.“

Stefan Ott, Projektleiter „MAN Originalteile ecoline“

Stefan Ott, Projektleiter „MAN Originalteile ecoline“ In der App finden Sie weitere Fotos von der

In der App finden Sie weitere Fotos von der Motorenaufbereitung in Nürnberg.

MAN MAGAZIN

vor allem aber ein höherer Fahrzeugwert, weil MAN-Originalteile verbaut werden. ecoline bedeutet eben auch „economical“. Viele gute Gründe, warum sich die Kunden bewusst für „MAN Originalteile ecoline“ entscheiden.

ZU JEDEM TAUSCHTEIL gehört bei MAN ein Pfandsystem: Kauft ein Kunde in der MAN- Werkstatt zum Beispiel eine ecoline-Kühlwas- serpumpe, bezahlt er auf deren Preis einen Aufschlag. Wenn er sein gebrauchtes MAN- Originalteil zurückbringt, erhält er das Pfand zurück. Das Altteil kommt nach Salzgitter, das zentrale Retourenwerk für Verwertbares aller Art. Von dort geht es zu den Spezialisten der Aufbereitung. Alles, was mit Motoren zu tun hat, findet sich in Nürnberg wieder. „MAN Originalteile ecoline“ ist ein Groß- projekt, das eine gigantische logistische Leis- tung erfordert. Eine Portfolioerweiterung kommt in den kommenden Jahren hinzu, und immer mehr teilnehmende Länder. Der Gesamtumsatz mit ecoline-Teilen betrug 2013 140 Millionen Euro. „ecoline ist eines unserer bedeutendsten Themen“, sagt auch Frantz Perre, Leiter After Sales bei MAN Camions & Bus France. Seitdem der Prozess auch in

Deutschland eingeführt wurde, gibt es das Angebot in 17 europäischen Ländern. Der Rest der Top-50-Märkte weltweit soll kontinuier- lich erschlossen werden. „MAN Originalteile ecoline“ ist ein klei- ner Teil des Gesamtportfolios der MAN-Ori- ginalteile. Alle Originalteile werden nach strengen MAN-Qualitätsstandards gefertigt und entsprechen so dem neuesten Stand der Technik. Hinzu kommt die weltweite Ge- währleistung von zwölf Monaten. Um im Schadensfall Standzeiten möglichst kurz zu halten, sind an den MAN-Servicestützpunk- ten durchschnittlich 8 000 Originalteile griffbereit – auch für ältere Modelle und spe- zielle Fahrzeuge. 95 Prozent aller Originaltei- le werden über Nacht an die Werkstatt gelie- fert. In mehreren Zentrallagern liegen insge- samt 200 000 Originalteile von MAN für Kunden weltweit bereit. Aktuell kann MAN rund 1 800 Sachnummern als Tauschteile an- bieten. Weitere 1 200 sollen bis 2016 hinzu- kommen. Natürlich bleibt auch ecoline- Nummer 51.06500 – 9089 im Angebot.

Den gesamten Aufbereitungsprozess in Bil- dern sehen Sie auf > www.man.eu/mankannecoline

Gleichbehandlung: In der Endmontage wird jeder Motor, egal ob alt oder neu, nach strengen Qualitätsrichtlinien
Gleichbehandlung: In der Endmontage
wird jeder Motor, egal ob alt oder neu,
nach strengen Qualitätsrichtlinien geprüft.

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Versandfertig: Die neuen und die aufbereiteten Motoren warten im MAN-Werk Nürnberg auf ihren nächsten Einsatz.
Versandfertig: Die neuen und die aufbereiteten Motoren
warten im MAN-Werk Nürnberg auf ihren nächsten Einsatz.
Fotos: Vuk Latinovic
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man magazin

2/2014

36 man magazin 2/2014 Lkw zum anfassen Heute fahre ich: Jung und Alt nahmen gern hinterm

Lkw zum anfassen

Heute fahre ich: Jung und Alt nahmen gern hinterm Steuer der Lkw Platz.

ich: Jung und Alt nahmen gern hinterm Steuer der Lkw Platz. Anfassen erlaubt: Die Besucher der
Anfassen erlaubt: Die Besucher der Trucknology Days konnten die MAN- Fahrzeuge hautnah erleben. Fotos: Richard
Anfassen erlaubt: Die
Besucher der Trucknology
Days konnten die MAN-
Fahrzeuge hautnah erleben.
Fotos: Richard Kienberger

Werksführungen, Fach­ gespräche und 170 Lkw zum Probefahren – die MAN Trucknology Days in München bieten unter dem Motto „Meet the world of efficiency“ Fahrern, Fans und Kunden ein vielfältiges Programm.

anstaltungstagen Fahrer, Fans, Kunden und Mitarbeiter ins Truck Forum und auf die Teststrecke. Einer der Publikumsmagneten: die Son­ derschau Feuerwehr. Die Aufbauhersteller präsentieren ihre Fahrzeuge auf MAN­Chassis in der regional noch zugelassenen Euro 5­Ver­ sion und erstmals in der neuen Euro 6­Aus­ führung. Während viele Besucher dem Aus­ flug auf den Steiger und dem damit verbunde­ nen Blick über das Gelände nicht widerstehen können, interessieren sich die Männer von der freiwilligen Feuerwehr in Hohenpeißen­ berg vor allem für die Details an den Fahr­ zeugen: „Wir wollen uns anschauen, was die verschiedenen Aufbauhersteller zu bieten haben.“ Die Probefahrt im Anschluss versteht sich von selbst, schließlich stehen 36 Test­ fahrzeuge bereit, die in Begleitung von MAN ProfiDrive­Trainern auf dem Rundkurs und auf Landstraßen­ und Autobahnrunden ge­ fahren werden können. Während die bayerischen Feuerwehrmän­ ner die Teststrecke entern, begutachtet Jack Penders die ausgestellten Fahrzeuge vor dem Truck Forum. MAN­Lkw aus fast allen Bran­ chen gibt es hier zu sehen. Der Holländer Pen­ ders arbeitet im MAN­Servicecenter in Venlo. „Ich möchte mich über neue Fahrzeuge und Services informieren. So kann man viele Fra­ gen der Kunden noch besser beantworten.“ Weniger die Informationen als das Erlebnis

beantworten.“ Weniger die Informationen als das Erlebnis „man bedeutet für mich: 20 Jahre gute Erfahrungen.“

„man bedeutet für mich: 20 Jahre gute Erfahrungen.“

Toni Estermann, Geschäftsführer Kühlhaus Gunzwil AG

T oni Estermann ist beeindruckt. Der Geschäftsführer der Kühl­ haus Gunzwil AG hat gerade an einer Führung durch das Münchner MAN­Werk teilge­ nommen. „Wie wenig hier in der Produktion robotisiert ist,

ist wirklich bemerkenswert.“ Der MAN­Kunde ist aus der Schweiz angereist, um sich die Pro­ duktion aus nächster Nähe anzuschauen und die neuen Euro 6­Lkw zu testen. Estermann ist einer von 6 000 Besuchern, die zu den MAN Trucknology Days nach München gekommen sind. Testfahrten, Fachgespräche mit Exper­ ten, 170 ausgestellte Lkw, Werksführungen – das vielfältige Programm lockt an zwei Ver­

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man magazin

man magazin „Events wie die Trucknology Days machen die Quali- tät von man aus.“ Roberto Ruiz,

„Events wie die Trucknology Days machen die Quali- tät von man aus.“

Roberto Ruiz, Inhaber Transportes R. Ruiz e Hijos

Trucks, so weit das Auge reicht: Auf dem Teststreckengelände gab es zahlreiche Lkw zum Anschauen
Trucks, so weit das Auge reicht:
Auf dem Teststreckengelände gab
es zahlreiche Lkw zum Anschauen
und Probefahren.

MAN aus“, sagt er. Einer seiner Höhepunkte:

Er ist zum ersten Mal selbst einen Euro 6- Lkw auf der Teststrecke gefahren. „Der Lkw fährt sich gut, genauso wie Euro 5-Fahrzeu- ge.“ Neben dem Rundkurs zeigen die MAN- Trucks auch auf der kiesigen Offroad-Strecke ihr Können. Daneben stehen in der Sonder- ausstellung Land- und Forstwirtschaft Sat- telzugmaschinen und Komplettfahrzeuge, die für den Einsatz in der Landwirtschaft branchengerecht modifiziert sind.

DiE Trucknology Days in München mar- kieren den Startschuss für die Lastwagen- Vorführflotte „MAN Trucknology RoadShow 2014“. Europaweit gehen 65 Fahrzeuge aus den Baureihen TGL, TGM, TGS und TGX auf Tour. Kunden erhalten von ihren MAN-Verkäufern die Fahrzeuge für einige Tage zur Erprobung. Für Toni Estermann macht auch dies die MAN-Qualität aus, von der er schon lange überzeugt ist: „Ich habe mit MAN seit 20 Jah- ren gute Erfahrungen gemacht. Die Chassis sind leicht und trotzdem robust, und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.“ Die Trucknology Days 2014 haben ihn einmal mehr in seiner Meinung bestätigt.

Weitere Fotos von den Trucknology Days 2014 gibt es unter > www.flickr.com/photos/ mantruckandbus

gibt es unter > www.flickr.com/photos/ mantruckandbus Schwergewicht: Auch die ganz großen Fahrzeuge durften auf

Schwergewicht: Auch die ganz großen Fahrzeuge durften auf dem Rundkurs getestet werden.

stehen bei Sandra und Paul Schuler im Mit- telpunkt. Der dreijährige Paul sitzt selig hin- ter dem Lenkrad. Genau solche Erlebnisse bieten die Trucknology Days den Besuchern. Seit 2008 veranstaltet MAN die Hausmesse jährlich – mit großem Erfolg. Die 6 000 Besu- cher in diesem Jahr sind ein neuer Rekord. Aus 27 Ländern strömen die Gäste nach München, von Brasilien über Estland bis Südkorea. Aus Spanien ist Roberto Ruiz ange- reist. Der Inhaber von Transportes R. Ruiz e Hijos hat sieben MAN-Lkw und ist seit über 15 Jahren Kunde bei MAN. „Für mich machen Events wie die Trucknology Days und die Zu- verlässigkeit der Fahrzeuge die Qualität von

und die Zu- verlässigkeit der Fahrzeuge die Qualität von Mit diesem QR-Code gelangen Sie zu einem

Mit diesem QR-Code gelangen Sie zu einem Video über die Trucknology Days 2014.

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Internet: trucks.michelin.eu

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Foto: Carsten Lange

man magazin

Lange

Partnerschaft

Der MAN-Servicepartner Robert Tröger KG in Hof feierte das 125-jährige Firmenjubiläum. Der weltweit älteste MAN-Vertragspartner verfügt heute über fünf Standorte und hat seit 1950 bereits 264 Lehrlinge ausgebildet.

und hat seit 1950 bereits 264 Lehrlinge ausgebildet. Firmenjubiläum: Ute Tröger-Hubert (r.) und Andreas Tröger

Firmenjubiläum: Ute Tröger-Hubert (r.) und Andreas Tröger (l.) freuen sich über 125 Jahre Robert Tröger KG.

40

D ie Robert Tröger KG im bayeri-

schen Hof hat einen stetigen

und respektablen Aufstieg erlebt

– von der kleinen Wagen- und

Kesselschmiede zu einem der

führenden Nutzfahrzeugdienst-

leister im nordbayerischen Raum und den be-

nachbarten Bundesländern. Im Jubiläumsjahr

und rund 125 Jahre nach der Gründung gehö-

ren zur Trögergruppe mit insgesamt rund

90 Mitarbeitern neben der Robert Tröger KG

vier weitere Nutzfahrzeugbetriebe in Coburg,

Mügeln, Waldheim und Saalfeld. Tröger bietet

im Nutzfahrzeugbereich ein Komplettangebot

mit Wartung, Reparatur, Vermietung und an-

geschlossenem Gebrauchtfahrzeugverkauf an.

Bei Der JuBiLäumsfeier in der Hofer Frei-

heitshalle standen sowohl der Rückblick auf

eine bewegte Vergangenheit als auch künftige

Entwicklungen im Mittelpunkt. Bis heute ist

Tröger ein reines Familienunternehmen ge-

blieben, das von den geschäftsführenden

Gesellschaftern Ute Tröger-Hubert und ihrem

Cousin Andreas Tröger in der mittlerweile

vierten Generation geführt wird. „Nutzfahr-

zeuge sind die Königsdisziplin im Kfz-Gewer-

be, und Sie haben bewiesen, dass Sie das kön-

nen“, sagte Robert Rademacher, Präsident des

Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeug-

gewerbe. Klaus-Dieter Breitschwert, Präsident

des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes

Bayern e. V., hob das persönliche Engagement

von Andreas Tröger als Obermeister und Vor-

stand der Kfz-Innung Oberfranken hervor.

Thomas Koller, Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer Bayreuth, stellte die

Nachwuchsbildung in den Mittelpunkt seiner

Rede. 264 Lehrlinge haben seit 1950 bei Tröger

ihre Ausbildung absolviert. Von einem guten

Betriebsklima berichtete der Betriebs rats -

vorsitzende Walter Merz. Die Treue der Mitar-

beiter zum Unternehmen und des Unter­

nehmens zu den Mitarbeitern zeichne

Tröger aus. „Wir legen Wert auf eine Stamm­

belegschaft. Wer bei uns arbeitet, gehört zur

Familie“, bestätigte Ute Tröger­Hubert. Hofs

Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner nann­

te Tröger „ein Unternehmen mit großer Tra­

dition“. Die Unternehmensgeschichte be­

gann 1888 mit Johann Tröger, der in Hof eine

Maschinenbau­ und Schlosserwerkstatt er­

öffnete. Bereits 1912 sammelte Tröger die ers­

ten Erfahrungen mit einem Dieselmotor. 1918

ging das Unternehmen eine Partnerschaft

ein, welche die weitere Entwicklung nachhal­

tig bestimmt hat: Tröger wurde MAN­Ver­

tragspartner. Bereits im Folgejahr verkaufte

Tröger den ersten MAN­Kettenwagen mit

3,5 Tonnen an eine Hofer Brauerei.

Im Jahr 2000 eröffnete Tröger einen Ser­

vicebetrieb im thüringischen Saalfeld. Weite­

re Standorte kamen hinzu: 2006 Mügeln in

Sachsen und 2008 Coburg. Seit 2004 ist

Tröger Partnerbetrieb des Truckvermieters

BFS Business Fleet Services GmbH, zudem

kooperiert Tröger eng mit der Stegmaier

Nutzfahrzeuge GmbH, der Muttergesellschaft

von BFS. Mit dem Erreichten will sich die

Robert Tröger KG nicht zufriedengeben:

„Demnächst werden wir in Mügeln einen neu­

en Servicebetrieb errichten, und das Stamm­

haus in Hof wird durch einen Neubau ersetzt.

Damit stellen wir die Weichen für künftige

Generationen“, sagte Andreas Tröger.

Bis heute ist Tröger eng mit MAN verbun­

den. „95 Jahre MAN­Partnerschaft – das ist

Weltrekord“, stellte Reinhard Pöllmann, Vor­

sitzender der Geschäftsführung der MAN

Truck & Bus AG Deutschland, fest. Seitens der

Kunden gebe es sehr positive Rückmeldungen

über Tröger, das oberfränkische Unternehmen

habe im Service ein starkes Rückgrat. Auch das

MAN­Zertifikat „Service Complete“, über das

jeder Standort verfügt, spiegle die hohe Nutz­

fahrzeugkompetenz wider.

Die Qualität von tröger wurde auch

durch den MAN ServiceQualityAward 2014

bestätigt. 816 MAN­Werkstätten weltweit

nahmen daran teil. In vier Runden mussten

sie ihr Können unter Beweis stellen und di­

verse Aufgaben zu Kundenorientierung und

2/2014

Hauptsitz: Der Stammbetrieb der Robert Tröger KG liegt in Hof.
Hauptsitz: Der Stammbetrieb der
Robert Tröger KG liegt in Hof.
125-Jahr-Feier: Ute Tröger-Hubert (l.) und Andreas Tröger (r.) erhielten ein Präsent von Betriebsrat Walter Merz
125-Jahr-Feier: Ute Tröger-Hubert (l.)
und Andreas Tröger (r.) erhielten ein
Präsent von Betriebsrat Walter Merz
und Werkstattleiter Manfred Rausch.

Service lösen. Nur die Besten kamen jeweils

eine Runde weiter. Mit dabei: die Andreas

Tröger GmbH. Das Team des Nutzfahrzeug­

spezialisten meisterte alle Aufgaben mit Bra­

vour und belegte beim Finale in Berlin, bei

dem es um den Weltmeistertitel ging, den

dritten Platz. Damit gehört die Andreas Trö­

ger GmbH zu den besten MAN­Servicebetrie­

ben weltweit. Eine Leistung, auf die André

Otto, Geschäftsführer der Andreas Tröger

GmbH, sehr stolz ist: „Wir freuen uns über

dieses herausragende Ergebnis.“ Sämtliche

MAN­Servicepartnerbetriebe der Tröger­

gruppe nahmen mit Werkstattteams an dem

Wettbewerb teil und schafften es unter die

20 besten Werkstätten in Deutschland. Das

Tröger­Team aus Coburg belegte am Ende

den achten Platz, Saalfeld freute sich über

den dritten Rang.

125

Jahre

Die Robert Tröger KG hat sich in den 125 Jahren seit ihrer Gründung zu einem der führenden Nutzfahrzeugdienstleister entwickelt.

41

42

man magazin

2/2014

42 man magazin 2/2014 Frohnauer die seit 1956 bestehende MAN- Partnerschaft sukzessive aus. Heute stehen 110

Frohnauer die seit 1956 bestehende MAN-

Partnerschaft sukzessive aus. Heute stehen

110 Mitarbeiter bei Frohnauer in Lohn und

Arbeit. Das Leistungsspektrum des zweitgröß-

ten MAN-Servicepartners in Deutschland

geht über klassische Reparatur- und Service-

tätigkeiten weit hinaus. So fertigt Frohnauer

in seinem Pfarrkirchner Betrieb eigene Fahr-

zeugaufbauten, verlängert oder kürzt Rad-

stände und baut Ladekrane auf. Zudem be-

herrschen die Frohnauer-Mechaniker das

Instand-

komplette Repertoire von Reparatur,

Stets im Dienst: Frohnauer verfügt auch über ein eigenes Abschleppfahrzeug, das Kunden im Bedarfsfall zu
Stets im Dienst: Frohnauer
verfügt auch über ein eigenes
Abschleppfahrzeug, das Kunden
im Bedarfsfall zu Hilfe kommt.

setzung und Servicearbeiten vom leichten

TGL bis zum TGX-Flaggschiff in Euro 6. Hava-

risten holt Frohnauer vom Standort Deggen-

dorf aus mit seinem vierachsigen MAN TGS-

Schwerlastbergetruck ab. Auch die Unfallab-

sicherung gehört zum Dienstleistungspaket

im Bergeeinsatz.

iM NeueN vorzeigebetrieb in Deggendorf

mangelt es der Frohnauer-Mannschaft nicht

an Auslastung. In der modernen, säulenlosen

Halle mit freitragendem Dach bieten 28 Me-

Service auf

Premiumniveau

Ein moderner Werkstatt- komplex, das engagierte Serviceteam und jede Menge attraktive Kunden- angebote: Das sind die Trümpfe, die der MAN- Servicepartner Frohnauer an seinem neuesten Stand- ort in Deggendorf, Bayern, gekonnt ausspielt.

ter lange Montagegruben und ein über die

komplette Hallenbreite laufender Fünf-

tonnenkran ideale Arbeitsbedingungen. Die

voll feuerverzinkten Montagegruben stam-

men vom Fahrzeugbau im Betrieb Pfarrkir-

chen. Sie zeichnen sich durch hohe Funk-

tionalität aus und erleichtern den Monteu-

ren den täglichen Arbeitseinsatz. Ein gut

sortiertes Teilelager, die Waschanlage für

komplette Lkw-Züge und eine geräumige

Prüfhalle komplettieren das Rundumange-

bot für Kunden. Im Hallen- und Bürokom-

plex stellt Michael Frohnauer sogar zwei

komplett eingerichtete Übernachtungszim-

mer für Fahrer bereit, deren Fahrzeuge eine

Etage tiefer auf Vordermann gebracht wer-

den. Mit Blick auf die Zukunft freut sich

Frohnauer vor allem auf die neue Autobahn-

abfahrt in Sichtweite. Ab 2016 kann man

dann den 25 000 Quadratmeter großen

MAN-Servicestützpunkt direkt von der Auto-

bahn aus erreichen.

Den Sinn fürs Detail und den mensch-

lichen Kontakt zum Kunden entdeckt man

an vielen Einzelheiten der Deggendorfer

Neubauanlage. So hat der Firmenchef eigens

eine voll verglaste Halle bauen lassen, um

das Übergabeerlebnis bei Neufahrzeugkun-

den stilgerecht zu feiern. Sein Job sei ihm

eben eine Herzensangelegenheit, erklärt

Frohnauer, der als „Springer“ zwischen seinen

vier Betriebsstandorten pendelt.

Mit seinem zupackenden und offenen

Charakter gewinnt Frohnauer die Sympa-

thien der eigenen Mannschaft – ein Schlüssel

zum Erfolg als Unternehmer und Treibstoff

für die Motivation, wenn möglich jeden Tag

das Maximum zu bieten. Manchmal sei das

nicht einfach. Hobbys, Urlaub oder teure

Eskapaden gönnt sich der niederbayeri-

sche Unternehmer selbst nicht. Wachstum,

Chancen, Innovationen und vor allem der

Spaß an der Arbeit sind die Triebfedern der

niederbayerischen Erfolgsstory des Hauses

Frohnauer – Fortsetzung folgt.

Erfolgsstory des Hauses Frohnauer – Fortsetzung folgt. Seit 58 Jahren eng mit MAN verbunden 1956 starteten

Seit 58 Jahren eng mit MAN verbunden

1956 starteten Franziska und Michael

Frohnauer senior in Straubing mit einer Lkw-Werkstatt, zwei Monteuren und einem Lehrling. 1971 expandierte das Unternehmen mit einem Neubau in Strau-

bing, fünf Jahre später baute Frohnauer in Pfarrkirchen einen weiteren Betrieb mit Ersatzteillager, Lackiererei und Fahrzeug- bau. Anfang der 1990er-Jahre kam der Standort Deggendorf hinzu, der seit 2013 über einen großzügigen Neubau verfügt.

2004 wurde in Passau-Tiefenbach der

vierte Standort eröffnet.

E ine Lkw-Werkstatt zu eröffnen ist

eine Sache. Sie erfolgreich in das

Gesamtkonzept eines regionalen

Servicenetzwerks zu integrieren,

das gelingt nur echten Profis.

Michael Frohnauer, Chef der

gleichnamigen MAN-Servicepartnergesell-

schaft im niederbayerischen Straubing, ist das

Beispiel dafür, wie man Kundennähe, das Ge-

spür für den Transportalltag und Praxis-Know-

how in unternehmerischen Erfolg verwandelt.

Mit vier großen Servicestandorten in

Straubing, Deggendorf, Passau und Pfarrkir-

chen deckt das Servicenetzwerk von Frohnau-

er die wichtigsten Fernverkehrsverbindungen

am Rande des Bayerischen Waldes ab. Trotz

der hohen Frequenz von Ost-West-Verkehren

auf der A3 rekrutieren sich rund 95 Prozent

der Kundschaft aus regional ansässigen Trans-

port- und Speditionsbetrieben. „Dabei zählen

vor allem Beständigkeit, Zuverlässigkeit und

regelmäßiger Kontakt zum Kunden“, verrät

Michael Frohnauer sein Erfolgsrezept. Diese

Joker hat sich der Werkstattunternehmer in

über 40 Jahren Berufspraxis redlich erworben.

Zusammen mit seinem Vater baute Michael

110

MitArbeiter

Mit 110 Beschäftigten – darunter 30 Lehrlinge – an vier Standorten ist Frohnauer der zweitgrößte MAN-Servicepartner in Deutschland.

Erfolgreich: Michael Frohnauer leitet vier MAN-Servicebetriebe in Niederbayern. Fotos: Oliver Willms, Frohnauer GmbH
Erfolgreich: Michael Frohnauer leitet vier
MAN-Servicebetriebe in Niederbayern.
Fotos: Oliver Willms, Frohnauer GmbH

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400. MAN für Rinnen DIE RINNEN GMBH & CO. KG Internationale Spedition, Moers, erhielt den

400. MAN für Rinnen

DIE RINNEN GMBH & CO. KG Internationale Spedition, Moers, erhielt den 400. MAN der Firmengeschichte. Im Jahre 1943 gründete Konrad Rinnen in Duisburg-Homberg die

MAN MAGAZIN

Symbolische Schlüsselübergabe: Den 400. Lkw nahm Stephan Ziener (l.), Leitung Technik bei der Rinnen GmbH, von Rainer Hänelt, Leiter Verkauf Lkw beim MAN Verkaufsbüro Essen, entgegen.

Firma Rinnen. Kurze Zeit später stieg sein Sohn Hermann Rinnen in das Unternehmen ein. Erste Geschäftsbeziehungen zur Che- mieindustrie entstanden in den Sechziger- jahren, Rinnen erweitert in dieser Zeit den Fahrzeugpark mit Tankaufliegern. Kontinu- ierliches Wachstum lässt Rinnen 1974 auf ein größeres Areal nach Moers ausweichen. Im gleichen Jahr kennzeichnen die ersten beiden europäischen Tochtergesellschaften in Spanien und Frankreich den internatio- nalen Ausbau der Geschäftsaktivitäten. Es folgten Standorte in Italien, den Niederlan- den, Großbritannien, Polen, Ungarn, Belgien und Leuna. Rinnen entwickelte sich zu ei- nem industrieorientierten Dienstleistungs- unternehmen, das bereits in dritter Fami- liengeneration geführt wird.

Neue Lkw für LTG: v. l. Armin Mertl, MAN-Kundenbetreuer Service, Heiner Doll, LTG-Speditionsleitung, Matthias Arnold,
Neue Lkw für LTG: v. l. Armin Mertl, MAN-Kundenbetreuer Service, Heiner Doll, LTG-Speditionsleitung,
Matthias Arnold, MAN-Verkaufsbeauftragter, Heinrich Doll, LTG-Geschäftsführer, Kay-Uwe Schaaf, MAN-
Verkaufsleiter Lkw Neufahrzeuge Rosenheim, Josef Lechner, Leiter MAN Truck & Bus Center München,
Johannes Doll, LTG-Geschäftsführer, Sebastian Harz, MAN-Service, Johann Zillner, LTG-Fuhrparkleitung,
Philipp Doll, LTG-Trainee

LTG setzt auf Sicherheit im Fernverkehr

IM RAHMEN DES JAHRESGESPRÄCHS erhielt die Landauer Transportgesellschaft Doll KG (LTG) als langjähriger Kunde ein neues Los MAN TGX überreicht. Die Fahrzeuge verfügen über ein volles Sicherheitspaket, vom Notbremsassistenten bis zum Abstandsregeltempo- maten. Vor über 100 Jahren wurde die Landauer Transportgesellschaft Doll KG 1896 in Landau, Pfalz, gegründet. Heute leiten in der vierten Inhabergeneration Heinrich und Johan- nes Doll das mittelständische Unternehmen mit 350 Mitarbeitern. Im Laufe der Zeit hat sich die LTG vom reinen Transportunternehmen zum modernen Dienstleistungsanbieter ent- wickelt. Maßgeschneiderte Logistik- und Transportlösungen sind die Erfolgsrezepte der LTG.

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Geschäftsführer Karl-Magnus Riedle (r.) erhielt von Josef Höfer, Leiter MAN Truck & Bus Center Stuttgart,
Geschäftsführer Karl-Magnus Riedle (r.) erhielt von
Josef Höfer, Leiter MAN Truck & Bus Center Stuttgart,
den symbolischen Schlüssel für die neuen Fahrzeuge.

Riedle erhält zehn neue MAN TGX

RIEDLE GMBH & CO. KG, ein Speditions- unternehmen mit Schwerpunkt Transport und Lagerung von Frischdienstwaren mit Sitz im Allgäuer Leutkirch, übernahm im MAN Truck Forum fünf von insgesamt zehn neuen MAN TGX. Riedle transportiert mehr als 100 000 Tonnen Lebensmittel pro Jahr. Rund 90 Prozent der Transportleistungen führt das Unternehmen mit eigenem Equipment und eigenem Personal durch.

Remondis mit Euro 6

GLEICH ZUM JAHRESANFANG nahm die Remondis-Gruppe die ersten MAN Euro 6-Ab- fallsammler in Betrieb. Leif Lorenzen, Leiter der Remondis-Niederlassung Schleswig, erhielt, begleitet von Werkstattleiter Marc Bartel, den symbolischen Schlüssel für die neuen MAN von Jörg Schweder, MAN Kom- munalverkauf Schleswig-Holstein.

Neue Euro 6-Lkw: Leif Lorenzen (M.), Niederlassungs- leiter Remondis Schleswig, bekommt den symbolischen Schlüssel ausgehändigt.

bekommt den symbolischen Schlüssel ausgehändigt. Fahrzeugübergabe: v. l. Ferdinand Zeh, Verkaufsma- nagement
Fahrzeugübergabe: v. l. Ferdinand Zeh, Verkaufsma- nagement Lkw Neufahrzeuge Regionalleitung Süd bei MAN Truck &

Fahrzeugübergabe: v. l. Ferdinand Zeh, Verkaufsma- nagement Lkw Neufahrzeuge Regionalleitung Süd bei MAN Truck & Bus Deutschland, Josef Lechner, Leiter MAN Truck & Bus Center München, Bernd Kaindls- dorfer, Geschäftsführer KLVrent, Kay-Uwe Schaaf, MAN-Verkaufsleiter Lkw Neufahrzeuge Rosenheim, und Stefan Kaltenhauser, Geschäftsführer

132 MAN an KLVrent

INSGESAMT 132 MAN-LKW erhielt die KLVrent GmbH & Co. KG im Jahr 2013 und 100 weitere in diesem Jahr. KLVrent ist ein mittelständischer und markenunab- hängiger Nutzfahrzeugvermieter mit Hauptsitz in Trostberg und mehreren Vertriebsstandorten in Deutschland so- wie einer Partnerorganisation in Öster- reich. Als Pionier in der Nutzfahrzeugver- mietung hat sich KLVrent seit mehr als vier Jahrzehnten mit seinem guten Na- men in der Branche etabliert und steht für Kompetenz, Zuverlässigkeit und höchste Qualitätsansprüche im Bereich der Nutzfahrzeuge. Ursprünglich auf den Verkauf spezialisiert, entwickelte sich das Unternehmen zu einem der führenden herstellerunabhängigen Lkw-Vermieter.

2/2014

Jubiläumsübergabe: v. l. Annette Pabst, Hans Pabst, Reinhard Pöllmann, Vorsitzender der Geschäftsführung MAN Truck
Jubiläumsübergabe: v. l. Annette
Pabst, Hans Pabst, Reinhard
Pöllmann, Vorsitzender der
Geschäftsführung MAN Truck &
Bus Deutschland, Karsten Rapp,
MAN-Verkaufsbeauftragter
Würzburg, und Thomas Braun,
MAN-Verkaufsleiter Würzburg

Spedition Pabst: 300. MAN-Lkw in Betrieb genommen

HANS UND ANNETTE PABST übernahmen im Truck Forum München den 300. MAN. „Schon seit über 30 Jahren besteht die Zu- sammenarbeit mit dem Haus MAN“, so Hans Pabst, geschäftsführender Inhaber des gleichnamigen Gochsheimer Speditionsbe- triebs. „MAN ist seit jeher ein Garant für zu- verlässige Nutzfahrzeuge, daher folgten jetzt 20 Neufahrzeuge.“ Pabst investiert in Euro 6-Technologie, um den Schadstoffaus- stoß weiterhin auf ein Minimum zu redu- zieren. Aber auch die Fahrzeugsicherheit nimmt eine wichtige Rolle ein. Das belegen unter anderem Notbremsassistent, Ab- standsradar, Spurführungssystem und Re- geltempomat, die für Pabst selbstverständ- lich zur Fahrzeugausstattung gehören. „Das Gesamtpaket passt einfach – die Zuverläs-

sigkeit und die stetige Weiterentwicklung der Fahrzeuge sind Gründe, weshalb wir MAN auch in Zukunft die Treue halten wer- den“, bestätigt Pabst bei der Fahrzeugüber- gabe. „Denn komfortable Lkw sind auch eine Mitarbeitermotivation.“ Insgesamt umfasst die aktuelle Flotte von Pabst 250 Lkw, die über 17 Standorte in Deutschland verteilt sind. Darüber hinaus unterhält Pabst am Standort in Gochsheim 25 000 Quadratmeter Lagerfläche und be- schäftigt 470 Mitarbeiter. Moderne Technik in Verbindung mit einem hohen Sicherheits- standard und motivierten Mitarbeitern trägt dazu bei, täglich Bestleistung zu liefern. Dies hat Pabst auch wieder in der diesjähri- gen Qualitäts- und Umweltzertifizierung gezeigt, die erfolgreich abgeschlossen wurde.

Jubiläumstruck für Spedition Pfeiffer

BEREITS DEN 500. MAN nahm die Pfeiffer Speditionsgesellschaft m. b. H aus Kassel in Betrieb. 1871 gründete Wilhelm Pfeiffer das Unternehmen als Fuhrbetrieb. Seit der Umwandlung in eine GmbH 1976 fand eine konzentrierte Entwicklung zu zeitkritischen Distributionsverkehren für die Automobilin- dustrie und zu nationalen Fernverkehrstrans- porten statt. Auch Langguttransporte gehören

zum Angebotsspektrum. Mehrwertdienstleis- tungen im Logistiksektor runden das Portfolio ab. Heute besteht die Flotte ausschließlich aus Megatrailern und Jumbogliederzügen.

Übergabe im MAN Truck Forum: v. l. Michael Grellert, MAN-Verkaufsleiter, Thomas Pfeiffer, Geschäftsführer Spedition Pfeiffer, Thomas Dillitzer, Leiter Verkaufsma- nagement Lkw Neufahrzeuge bei MAN, und Friedrich- Alexander Tamm, Leiter MAN Truck & Bus Center Kassel

Verkaufsma- nagement Lkw Neufahrzeuge bei MAN, und Friedrich- Alexander Tamm, Leiter MAN Truck & Bus Center

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man magazin

46 man magazin Eine starke gemeinschaft MAN Trucker’s World will mehr sein als einfach nur einer

Eine

starke

gemeinschaft

MAN Trucker’s World will mehr sein als einfach nur einer unter vielen Clubs. Die Fahrer stehen hier immer im Mittelpunkt.

Ein Hoch auf die Fahrer: Die Clubmit- glieder von MAN Trucker’s World treffen sich regelmäßig
Ein Hoch auf die Fahrer: Die Clubmit-
glieder von MAN Trucker’s World treffen
sich regelmäßig bei Branchenevents.

D ie Aktionen des Fahrerclubs MAN Trucker’s World wollen vor allem eins: einen echten Mehrwert für die Gruppe der Berufskraftfahrer bieten. So unterstützt MAN Trucker’s World die Fahrer bei-

spielsweise bei einer neuen, gesetzlich vorge-

schriebenen Weiterbildung. Die Kosten dafür müssten die Fahrer im Zweifelsfall selbst tra- gen, die Arbeitgeber sind nicht zahlungsver- pflichtet. MAN Trucker’s World bietet deshalb den Fahrern die Gelegenheit, die Module „Ladungssicherung“ sowie „Digitaler Tacho- graph und Lenk- und Ruhezeiten“ an unter- schiedlichen MAN-Standorten in ganz Deutsch-

wissen die Vorzüge von MAN Trucker’s World zu schätzen.
wissen die Vorzüge von MAN
Trucker’s World zu schätzen.

land kostenfrei zu besuchen. „Ich habe mich sehr gefreut, dass MAN Trucker’s World mir ein Theoriemodul geschenkt hat“, sagt Fahrer und MAN Trucker’s World-Mitglied Stefan. „Endlich hat mal jemand erkannt, was wirklich wichtig für uns Fahrer ist.“ Für die Aktion arbeitet MAN Trucker’s World eng mit den Fahrtrainern von MAN ProfiDrive zusammen, die die Fahrer schulen. „Der Fahrer stand von Beginn an im Mittelpunkt bei MAN Trucker’s World“, sagt Susann Stürze von MAN¸ die den Fahrerclub leitet. „Seitdem versuchen wir immer wieder, Aktionen zu finden, von denen wir glauben, dass sie die Berufsgruppe der Fahrer positiv in ihrem harten Berufsalltag unterstützen.“ Treue Mitglieder: Die Fahrer

i t g l i e d e r : D i e F a h

2/2014

Spürbar wird die starke Gemeinschaft des Clubs vor allem beim Truck-Grand-Prix am Nürburgring, der längst zum großen Jahres- treffen für die MAN Trucker’s World-Commu- nity erklärt wurde. Wer sich hier umschaut, entdeckt jedes Jahr bekannte Gesichter, die sich als eingefleischte Mitglieder präsentieren und die Vorzüge des Clubs genießen: „Egal, ob auf der BAUMA, dem Truck-Grand-Prix oder der IAA – die MAN-Stände – und damit mei- nen wir nicht die VIP-Bereiche – sind immer wieder der beste und angenehmste Treffpunkt für uns“, schwärmt Clubmitglied Markus. Wie stark die Gemeinschaft ist, belegt aber auch das große soziale Engagement des MAN Trucker’s World-Clubs. Mit dem eigens gegründeten Hilfsfonds „Fahrer helfen Fah- rern e. V.“ zeigen sich der Club und seine Mit- glieder mit den Fahrern solidarisch, die schwer erkranken, verunfallen oder sterben und Angehörige in Not hinterlassen. Seit der Gründung des Hilfsfonds gingen Spenden in Höhe von 193 925 Euro an solche Fälle. Ein so- zialer Einsatz, der 2014 sogar ausgezeichnet wurde: mit dem „Ehren-Ritter“ der Aktion Kinder-Unfallhilfe, die den Preis jedes Jahr an Personen oder Unternehmen vergibt, die sich in besonderer Weise für die Verkehrssicher- heit von Kindern einsetzen. Seit Jahren ist „Fahrer helfen Fahrern“ auch ein Partner der Initiative DocStop, die sich die medizinische Unterwegsversorgung von Berufskraftfahrern zur Aufgabe gemacht hat. „Wer den Alltag der Fahrer kennt, weiß, dass sich beispielsweise Arztbesuche da nur sehr schwer einbauen las- sen. DocStop hat die Problematik erkannt und hält wichtige Maßnahmen für Fahrer bereit, die wir mit dem Club und seinem Hilfsfonds gerne unterstützen“, sagt Susann Stürze.

MAN Trucker’s world operiert längst über deutsche Grenzen hinaus. Sei es durch die Freundschaft mit den österreichischen „Com- mandern“ oder den MAN Trucker’s World- Familien in weiteren neun Ländern. Die MAN Trucker’s World-Gemeinschaft wächst und lebt – und zeigt sich dabei immer fahrernah.

Weitere Informationen zu MAN Trucker’s World gibt es auf > www.man-truckers-world.de und > www.fahrer-helfen-fahrern.de

100. MAN für spedition Thöling

PersöNlich überreichTe Heinz-Jür- gen Löw, Vorstand Marketing, Sales & Services der MAN Truck & Bus AG, den symbolischen Schlüssel für das 100. MAN-Fahrzeug an Geschäftsführer Karsten Thöling. Die Spedition Thöling OHG aus Flettmar blickt auf eine mehr als 60-jährige Firmengeschichte zurück und ist heute in der dritten Generation fami- liengeführt. Das Unternehmen fährt Nah- und Fernverkehr, Silo- und Tankwa- gentransporte sowie Kipper- und Plan- auflieger. Ebenfalls anwesend bei der Übergabe des Jubiläumstrucks waren Thomas Herzog, Leiter Verkauf Lkw National Key Account von MAN Truck & Bus Deutschland, und Wolfgang Leukel, Verkaufsbeauftragter Lkw im MAN-Ver- kaufsbüro Braunschweig.

Lkw im MAN-Ver- kaufsbüro Braunschweig. Jubiläumsübergabe: v. l. Wolfgang Leukel, Verkaufsberater

Jubiläumsübergabe: v. l. Wolfgang Leukel, Verkaufsberater Lkw im MAN-Verkaufsbüro Braunschweig, Karsten Thöling, Geschäftsführer der Spedition Thöling, Heinz-Jürgen Löw, MAN-Vorstand Marketing, Sales & Services, und Thomas Herzog, Leiter Verkauf Lkw National Key Account von MAN Truck & Bus Deutschland

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MAN MAGAZIN MAN MAGAZIN 2/2014 Offs hore ffs Jede Minute, die ein Windrad auf hoher

MAN MAGAZIN

MAN MAGAZIN

2/2014

Offs hore ffs Jede Minute, die ein Windrad auf hoher See ausfällt, r See ausfällt,
Offs hore
ffs
Jede Minute, die ein Windrad auf hoher See ausfällt,
r See ausfällt,
kostet bares Geld. An der Ostküste Englands bringen
glands bringen
Spezialschiffe, ausgerüstet mit über 1 000 PS starken
0 PS starken
MAN-Motoren, Serviceteams und Ersatzteile schnell
atzteile schnell
und zuverlässig an ihren Einsatzort.
Schwimmender Wartungsservice: Die
„Eden Rose“ fährt zum Windpark
Sheringham Shoal vor der Küste Englands.
Fotos: Jiri Rezak

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Fotos: Jiri Rezak

Fotos: Jiri Rezak Stark und gut: Die 1 019-PS-Motoren von MAN müssen für ihren täglichen Einsatz

Stark und gut: Die 1 019-PS-Motoren von MAN müssen für ihren täglichen Einsatz äußerst zuverlässig sein.

1075

WinDräDer

2001 ging der erste britische Windpark auf See ans Netz, seit 2008 ist UK mit 1 075 Windrädern Offshore-Weltmeister.

3,6

gigaWatt

Die 22 britischen Windparks leisten zusammen 3,6 Gigawatt – mehr als die Hälfte der weltweiten Offshore- Windenergie.

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man magazin

D er weiß-blaue Katamaran

„Tia Elizabeth“ verlässt

Wells-next-the-Sea, einen

kleinen Gezeitenhafen an der Küste Norfolks,

drei Autostunden nördlich von London. Der

Skipper nutzt die Vormittagsflut, bei Ebbe

kann man hier nicht auslaufen. Bojen weisen

im Zickzack den Weg hinaus auf die offene

Nordsee, am Strand sind Spaziergänger zu er-

kennen und die für Norfolk typischen bunten

Holzkabinen. An Bord der „Tia Elizabeth“ sind

jedoch keine Urlauber, sondern ein halbes Dut-

zend Servicetechniker. Ihr Ziel: der Offshore-

Windpark Sheringham Shoal.

Die „Tia Elizabeth“ ist eines von drei Ver-

sorgungsschiffen der Spezialreederei Tidal

Transit. Sie ist ein für die Branche typisches

Boot – mit Platz für zwölf Mann plus Besat-

zung, 20,3 Meter lang, acht Meter breit, gebaut

in der Mercurio-Plastics-Werft in Spanien.

Angetrieben wird sie von zwei V12-Maschinen

von MAN mit jeweils 1 019 PS. MAN fertigt

in Nürnberg schnelllaufende Viertaktdiesel-

motoren für den Einsatz in der kommerziel-

len Schifffahrt. Jährlich werden hier 1 300 Mo-

toren für den Einbau in Fähren, Rettungs-

booten, Schleppern und anderen Bootstypen

produziert.

Mit dem Ausbau der Windenergie auf See

ist ein eigener Markt für Windpark-Versor-

gungsschiffe entstanden. Sheringham Shoal

schickt jeden Tag bis zu 36 Servicemitarbeiter

auf See. Die Anlagen müssen regelmäßig ge-

wartet werden, denn jede Minute, die ein

Windrad stillsteht, kostet den Betreiber bares

Geld. Die Getriebe der Windräder werden

überprüft, die Rotoren nach Rissen abgesucht,

Seilwinden und Aufzüge instand gehalten.

Doch anders als in Windparks an Land können

die Serviceleute nicht mit dem eigenen Liefer-

wagen anfahren, sie sind auf die Versorgungs-

boote angewiesen. Und diese müssen äußerst

zuverlässig sein – insbesondere, weil die Boote

nicht bei jedem Wetter hinausfahren können.

„Das schlägt sich auch in den Anforderungen

der Kunden an die Motoren nieder“, erklärt

Eugen Maier, als Area Sales Manager bei MAN

Engines Marine zuständig für den englischen

Markt. „Außer auf den Kraftstoffverbrauch

achten die Betreiber vor allem auf die Zuver-

lässigkeit und den Service.“

Bei diesigem Wetter sind nach einer Stun-

de Fahrt die ersten Windräder zu sehen.

80 Meter ragen die gigantischen Türme aus

dem Wasser, jedes Rotorblatt ist 52 Meter lang.

Oben auf den Maschinenhäusern sind rote

Käfigplattformen für die Servicetechniker an-

gebracht. 88 Anlagen stehen hier rautenförmig

angeordnet im Meer, in Abständen von rund

500 Metern. Sheringham Shoal liegt etwa 17

Kilometer von der englischen Küste entfernt.

Der Windpark gehört Scira Offshore Energy,

einem Joint Venture von Statoil und Statkraft.

Zusammengenommen bringen es die Wind-

räder auf eine Leistung von 317 Megawatt. Das

reicht aus, um über 200 000 britische Haus-

halte mit grünem Strom zu versorgen.

in Der Kabine unter DecK der „Tia Eliza-

beth“ sitzen Robert Pennock, Ross Gordon

und Kevin English auf gefederten Einzelsitzen

an einem der Tische und trinken Tee. Bequem

sind diese Schiffe, schließlich sollen die Tech-

niker ausgeruht an ihrem Arbeitsplatz an-

kommen. Die Männer arbeiten für Siemens,

den Hersteller der Windräder, und führen an

einem der Getriebe eine Routineuntersuchung

durch. Ein zweites Team an Bord kümmert

sich um die Instandhaltung der Seilwinden

und der Aufzüge in den Masten der Wind-

räder. In der Kabine leuchtet eine grüne Lam-

pe auf: das Signal zum Übersetzen. Das Team

geht vor zum Bug des Schiffs, schwere wasser-

dichte Taschen liegen schon bereit. Darin

transportieren sie Werkzeug, Ersatzteile,

Getriebeöl. Heute ist die See glatt und ruhig,

das Übersetzen fällt leicht. Doch bei Wind

und Wellengang ist dies der heikelste Teil der

Arbeit. An jedem der Windräder sind an zwei

Seiten Zugänge zum Übergang angebracht.

2/2014

Anschnallpflicht: Nachdem sie sich angeseilt haben, steigen die Servicearbeiter vom Schiff auf eine Gitterplattform am
Anschnallpflicht: Nachdem sie sich
angeseilt haben, steigen die
Servicearbeiter vom Schiff auf eine
Gitterplattform am Fuß des Windrads.
Kletterpartie: Die Techniker
erklimmen den Mast des
Windrads, um oben Wartungs-
arbeiten durchzuführen.

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Fotos: Jiri Rezak

MAN MAGAZIN

Maßarbeit: Konzentriert manövriert Skipper Harry Getliffe die „Tia Elizabeth“ durch den Windpark. Warteposition:
Maßarbeit: Konzentriert manövriert
Skipper Harry Getliffe die „Tia
Elizabeth“ durch den Windpark.
Warteposition: Nach ihren Arbeiten auf den
Windrädern werden die Serviceteams wieder
an Bord der „Eden Rose“ gehen.

„Die MAN-Motoren sind besonders kompakt und kon- kurrenzlos leicht.“

Eugen Maier, Area Sales Manager bei MAN Engines Marine

Eugen Maier, Area Sales Manager bei MAN Engines Marine 52 In der App finden Sie weitere

52

In der App finden Sie weitere Fotos von der Ausfahrt nach Sheringham Shoal.

Die Männer seilen ihre Einstiegsausrüstung an, steigen auf eine Leiter am Mast der Anlage und klettern ein paar Meter auf eine Gitter- plattform. Für den Skipper Harry Getliffe ist jedes dieser Manöver Maßarbeit. Ankern kann man hier nicht, das würde die Kabel unter Wasser beschädigen. Der Bug ist breit und durch eine massive Gummiverkleidung ge- schützt. „Bump and jump“ wird das Manöver in der Branche genannt, aber natürlich soll hier niemand springen. Bis zu einem Wellen- gang von etwa zwei Metern können die War- tungsteams sicher übersetzen. Damit die Männer ohne Probleme auf die Plattform um- steigen können, drückt Getliffe das Schiff per- manent mit dem Bug gegen die Plattform. „Das ist es, was die Motoren am meisten belas-

tet“, sagt der Skipper. „Die Anfahrt mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten ist eine Klei- nigkeit dagegen. Das Ungewöhnliche ist, dass die Maschinen hier jede Sekunde Tonnen von Wasser nach hinten schieben müssen, ohne dass das Boot sich vorwärtsbewegt.“

MAN KENNT DIE ANFORDERUNGEN: „Beim Andocken entstehen im Boot heftige Vibratio- nen“, erklärt Eugen Maier von MAN Engines Marine. „Die Schiffsdieselmotoren müssen beim Einbau möglichst elastisch gelagert wer- den, genau wie der Abgasaustritt.“ Auch für die Motoren selbst sind die Manöver anstren- gend. „Sie erfordern nahezu maximales Dreh- moment“, sagt Maier. „Wir können dabei auf Vorerfahrungen zurückgreifen. Aus dem Fäh- rengeschäft kennen wir seit Langem ver- gleichbare Einsätze. Auch Fähren dürfen keine Zeit verlieren, bremsen von 100 auf null ab oder beschleunigen schnell, und auch das An- docken verläuft ähnlich.“ Die Motoren befin- den sich in den beiden Rümpfen des Katama- rans. Eine enge Treppe führt hinunter in den Maschinenraum. Die Wände sind mit einer silbern glänzenden Isolierschicht ausgefüt- tert. Auf engstem Raum sind hier die zwei viertaktigen MAN-High-Speed-Dieselmoto- ren mit zwölf Zylindern verbaut. Ein Mann kann sich mit Müh und Not um die hellgraue Maschine herumschlängeln. „Dass es in den Maschinenräumen solcher Katamarane eng zugeht, kommt uns sogar entgegen“, sagt Maier. „Die MAN-Motoren sind besonders kompakt und konkurrenzlos leicht.“ Immer wieder gehen im Lauf des Nach- mittags Funkrufe von Wartungsteams ein, die auf einem der Windräder mit der Arbeit fertig sind. Die „Tia Elizabeth“ sammelt sie auf und bringt sie zum nächsten Windrad. Das Boot fungiert als eine Art Funktaxi. Bis zum Abend sind alle Serviceteams wieder an Bord, und die Schiffe fahren zurück nach Wells. Im Hafen angekommen, wartet bereits ein Mini- bus, der die Teams zur Firmenzentrale nach Egmere bringt. Dort endet für die Männer ein 13-stündiger Arbeitstag. Morgen geht es wei- ter, mit der Vormittagsflut um 10.30 Uhr.

Mehr Informationen zu den MAN-Schiffs- motoren gibt es unter > www.man-engines.com

GUT BREMSEN. BESSER FAHREN. INTARDER!

Wer gut bremst, fährt besser. Wer besser fährt, fährt wirtschaftlicher, sicherer und umweltfreundlicher. Die hydrodynamische Strömungsbremse ZF-Intarder ermöglicht Bremsen ohne Fading und Verschleiß, entlastet die Betriebsbremsen um bis 90 Prozent und senkt dabei gleichzeitig die Wartungskosten. Über die gesamte Lebens- dauer des Fahrzeugs betrachtet, eröffnet der Intarder so ein beachtliches Einsparungspotential, das eine schnelle Amortisation gewährleistet. Zusätzlich profitiert die Umwelt von reduzierten Bremsstaub- und Lärmemissionen. Wer sich für den ZF-Intarder entscheidet, ist einfach besser unterwegs. www.zf.com/intarder

und Lärmemissionen. Wer sich für den ZF-Intarder entscheidet, ist einfach besser unterwegs. www.zf.com/intarder

man magazin

2/2014

Teamarbeit: Während Sebastian Kehl den neuen BVB-Bus in die Parklücke manövriert, gibt Christian Schulz ihm
Teamarbeit: Während Sebastian
Kehl den neuen BVB-Bus in die
Parklücke manövriert, gibt Christian
Schulz ihm hilfreiche Tipps.
manövriert, gibt Christian Schulz ihm hilfreiche Tipps. Fahrzeug für Stars: Die Spieler von Paris Saint-Germain

Fahrzeug für Stars: Die Spieler von Paris Saint-Germain fahren zum Auftritt auf dem roten Teppich mit dem MAN-Mannschaftsbus vor.

Profis

fahren MAN

Die meisten Bundesliga- vereine und einige Cham- pions-League-Teams sind mit Mannschaftsbussen aus dem Hause MAN unterwegs.

S iegessicher klemmt sich Sebastian Kehl hinter das Lenkrad. Jonas Hofmann, 21, das junge Mittel- feldtalent, wirkt dagegen leicht nervös, als er in den Mann- schaftsbus klettert. Beim team-

internen Duell auf Asphalt in mehreren Diszi- plinen traten die beiden Borussia-Dortmund- Spieler gegeneinander im neuen und im alten Mannschaftsbus an. Die Entscheidung fiel erst ganz zum Schluss: Kehl entlockte dem neuen Bus per Hebel am Lenkrad die Melodie des Evergreens „Heja BVB, heja BVB, heja, heja, heja BVB“ – der Siegtreffer. „Hoffentlich bewirbt sich der Sebastian nicht um meinen Job“, neckte Christian Schulz nach der Spaßaktion, die anlässlich der Übergabe des neuen MAN-Busses an Borussia Dortmund stattfand. Der 43-jährige Fahrer bringt die Fußballstars seit drei Jahren sicher und komfortabel zu ihren Spielen. Von seinem neuen Arbeitsplatz schwärmt der Dortmun- der: „Der Vorgänger war ja schon toll. Aber was uns MAN jetzt hingestellt hat, toppt das Ganze noch einmal.“ Der 480 PS starke MAN vom Typ Lion’s Coach L ist die Spitzenklasse der Straße – eine Mannschaftskabine auf Rädern mit allem erdenklichen Komfort. In den wei- chen, vielfach verstellbaren Ledersitzen lässt es sich völlig entspannt reisen. Auf drei LCD- Monitoren flimmern Filme oder Berichte vom Spieltag. „Auf der Heimfahrt schauen sich die Jungs die Zusammenfassung der Spiele an“, so Schulz. Die bordeigene SAT-Anlage macht’s möglich. Dazu gibt es DVD-Player, Soundanla- ge, ein Multimediasystem und einen WLAN- Router. Ausstattungen wie Kaffeevollautomat

Rollende Spitzenklasse: Im neuen BVB-Bus sind unter anderem ein echter Holzboden und edle Ledersitze verbaut.
Rollende Spitzenklasse: Im neuen
BVB-Bus sind unter anderem ein echter
Holzboden und edle Ledersitze verbaut.
Fotos: Norbert Schmid/MAN, Jean-François Robert/PRESSE SPORTS, frenzl pr

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oder Kühlschrank sind ohnehin selbstver- ständlich. Und die beliebtesten Plätze an Bord sind die beiden Vierersitzgruppen mit Tisch, an denen die Stars gerne Karten spielen.

MAN BEFÖRDERT DIE STARS der Fußball- bundesliga. Was 2008 mit dem Engagement als Sponsor des FC Bayern München begann, wurde kontinuierlich ausgeweitet. Auch der Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg sind neben Borussia Dortmund Partner. Sieben weitere Bundes- ligisten sind ebenfalls mit Bussen von MAN unterwegs. Ganz ähnlich ist es international:

Paris Saint-Germain ist offizieller Partner, doch auch der AC Mailand, der FC Barcelona und 15 brasilianische Erstligisten plus Natio- nalmannschaft wissen die Vorzüge von Bus- sen aus dem Hause MAN zu schätzen. Nicht ohne Stolz stellt Patrick Eble, Teamleiter Spon- soring und Events bei MAN, fest: „Wir sind weltweit Premiumlieferant für den Spitzen- sport und leisten mit unseren Engagements einen wichtigen Beitrag zur positiv besetzten Wahrnehmung von MAN als starke Marke.“ Etwa 60 000 Kilometer legt Christian Schulz jährlich mit dem Lion’s Coach zurück. Sein schönstes Erlebnis? „Eindeutig die Fahrt vom Berliner Olympiastadion zurück ins Hotel nach dem 5:2-Sieg im Pokalfinale 2012 gegen die Bayern. Die jubelnden Fans, die sin- genden Spieler – ich hatte Tränen in den Au- gen.“ Die Zeiten haben sich geändert. Wer nach dem Bayern-Sieg über Dortmund im Cham- pions-League-Finale 2013 von der Allianz Arena nach München fuhr, wurde an der Stadtgren- ze von einem Megabanner begrüßt, auf dem stand: „Willkommen in der Stadt der Besten!“ Christian Schulz nimmt mit dem Mann- schaftsbus auf der Heimreise nach einem Spiel in München die Autobahn in entgegen- gesetzter Richtung. Doch solange er im MAN- Bus fährt, befindet er sich auf der Erfolgsspur.

Einen Making-of-Bericht des Duells lesen Sie unter > www.man.eu/mankannbvbduell

Duells lesen Sie unter > www.man.eu/mankannbvbduell Ein Video von Sebastian Kehl und Jonas Hofmann im

Ein Video von Sebastian Kehl und Jonas Hofmann im BVB-Mannschaftsbus sehen Sie in der App.

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man magazin

2/2014

Die Kilometer- Millionäre Rüstig statt rostig: Paul Kicks Lkw ist top gepflegt. Eine Million Kilometer
Die Kilometer-
Millionäre
Rüstig statt rostig:
Paul Kicks Lkw ist
top gepflegt.
Eine Million Kilometer Laufleistung – das klingt
nach einem langen Lkw-Leben. MAN-Fahrzeuge
laufen aber auch jenseits der Millionenmarke ein-
wandfrei, ohne ein einziges Mal den Motor gewech-
selt zu haben. Und das nicht nur auf Deutschlands
gut gepflegten Straßen.
Fahrer aus Leidenschaft: Jeden Kilometer seines
Lkw ist Paul Kick selbst am Steuer gesessen.
Fleißiger Pendler: Der MAN TGA
von Paul Kick transportiert
seit 2007 verschiedene Güter
zwischen Berlin und Köln.
Fotos: Frank van Groen

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zwischen Berlin und Köln. Fotos: Frank van Groen 56 In der App lesen Sie, wie auch

In der App lesen Sie, wie auch Busse über eine Million Kilometer einwandfrei fahren.

D ie große Liebe von Paul Kick ist oben grasgrün und unten kar- minrot. Sie hat keinen Namen, sondern eine Nummer. Sie ist trotz ihres stolzen Alters kernge- sund – und Millionär. Genauer:

Kilometer-Millionär. Die Rede ist von einem TGA 19.440, Baujahr 2007, Paul Kicks ältestem MAN-Lkw, „mittlerweile ein richtiger Teil der Familie“. Seit sieben Jahren gehört der 40-Ton- ner zum Fuhrpark des Speditionsunterneh- mens in Kerpen bei Köln, er pendelt zwischen den Großräumen Berlin und Köln, auf Auto- bahnen, bergigen Strecken und im Nahverkehr. Bis zu 25 Tonnen Nutzlast kann er laden, und er transportiert alles von Lebensmitteln über Messegut bis zu Baustoffen. Sicher, das schaffen die anderen Laster auch. Nur: Wenn ein Lkw alt wird, fängt er manchmal an, Öl zu verlieren, die Batterien werden müde, Rostflecke bilden sich. „Aber mein Lkw, der ist topfit“, sagt Paul Kick. Weit über eine Million Kilometer hat sein Sat- telschlepper auf dem Buckel, und bei jedem ein- zelnen ist Kick persönlich am Steuer gesessen. Paul Kick ist quasi im Lkw groß geworden, schon als Kind fuhr er beim Vater, dem Grün- der des Familienunternehmens, mit. Heute führt er die Firma mit seinen Brüdern. In all den Jahren ist Kick ein großer MAN-Fan gewor- den. Neben der guten Qualität seien aber auch eine gute Pflege und eine vernünftige Fahrwei- se wichtig, um einen Lkw zu Höchstleistungen anzutreiben. Und was die Wartung betrifft:

immer an den Ölwechsel denken, Bremsen checken, Radlager prüfen. All das macht Kick selbst, seiner Ausbildung als Autoschlosser bei MAN sei Dank. Dort konnte er sich schon früh von der Qualität der Fahrzeuge überzeugen, die er reparierte. Wobei: „Wir hatten ja fast nichts zu tun“, sagt er augenzwinkernd.

WOLFGANG KAMITH repariert zwar nicht selbst, dafür hat der Wormser Spediteur eine MAN-Vertragswerkstatt in seiner Nähe, auf die

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man magazin

Wüsteneinsatz: Die Lkw von Saif Bin Darwish sind jährlich etwa 100 000 Kilometer auf Offroad-Strecken
Wüsteneinsatz: Die Lkw von
Saif Bin Darwish sind jährlich
etwa 100 000 Kilometer auf
Offroad-Strecken unterwegs.

1,04

milliOnen KilOmeter

Der MAN TGA von Paul Kick hat die Millionenmarke bereits überschritten und fährt seit Jahren ohne größere Reparaturen einwandfrei. Kein Wunder:

MAN-Lkw sind für eine Laufleistung über 1,5 Millionen Kilometer ausgelegt.

„Ohne die man- Werkstatt hätten wir die million nicht geschafft.“

Wolfgang Kamith, Gründer und Chef der Firma Kamith Lastentaxi

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er seit zwei Jahrzehnten setzt: „Die beraten ei-

nen auch mal, ohne gleich Geschäfte machen

zu wollen. Ohne die Kollegen hätten wir die

Million nicht geschafft.“ In der Werkstatt ließ

er vor einiger Zeit auch die Hinterachse seines

7,5-Tonners reparieren. Der Lkw, Baujahr 1996,

hatte schon 950 000 Kilometer auf dem Zäh-

ler. „Aber ich wusste: Das ist ein MAN, das ren-

tiert sich.“ Thomas Dillitzer, Leiter Verkaufs-

management Lkw Neufahrzeuge Deutsch-

land, sagt dazu: „Eine Reparatur lohnt sich erst

dann nicht mehr, wenn ihre Kosten den Fahr-

zeugwert übersteigen. Aber unsere Lkw sind

auf eine Laufleistung von mindestens 1,5 Mil-

lionen Kilometer ausgelegt.“ Kamith wollte

damals seinen Laster mit dem tannengrünen

Führerhäuschen und der großzügigen Schlaf-

ecke nicht aufgeben. Mittlerweile hat er

1 185 000 Kilometer hinter sich, war in Schwe-

den und England unterwegs, auch in Italien.

Und er ist noch voll einsatzfähig.

Kamiths MAN 8 223 aus der Baureihe

L 2000 fährt immer noch mit dem Original-

motor von 1996, selbst die Standheizung ist

noch die alte. Sein Sechszylinder-Motor ist so

leise, dass man sogar auf der Autobahn Radio

hören könne. Und mit seinen 220 PS so stark,

„dass man auch auf bergigen Strecken nicht

schleichen muss, sondern einfach fahren

kann“. Dabei legt der Chef großen Wert dar-

auf, dass seine Mitarbeiter verantwortungs-

bewusst mit dem Fahrzeug umgehen: Keine

hohen Drehzahlen, früh schalten, und wenn

jemand komische Geräusche höre, werde das

sofort gemeldet und untersucht. Reif für den

Schrottplatz sei das Fahrzeug ohnehin noch

lange nicht. Denn selbst wenn Kamith den

Lkw nicht mehr für den Fernverkehr nutzen

kann, kann er ihn doch noch verkaufen.

man bringt höchstleistungen – und das

nicht nur auf Deutschlands gepflegten Stra-

ßen, sondern auch in Regionen, wo es viel

Sand und Hitze gibt. Zum Beispiel 6 000 Kilo-

meter weiter südöstlich, in den Vereinigten

Arabischen Emiraten. Die Unternehmens-

gruppe Saif Bin Darwish, ein Experte für

Hoch- und Tiefbau, setzt schon seit 30 Jahren

auf die deutschen Lkw. Drei Fahrzeuge haben

bereits die Million geschafft. „Dass unsere

MAN TGA-Modelle auf eine Laufzeit von über

einer Million Kilometer kommen, hat uns

nicht wirklich überrascht“, so R. D. Pepler,

General Manager Plant Division Saif Bin

Darwish Civil Engineering Contractors. Die

Hauptgründe für die Langlebigkeit sieht er in

der regelmäßigen, durch MAN betreuten

Wartung und in speziellen MAN-Schulungen.

Beim ProfiDrive-Training vertiefen die Fahrer

ihr theoretisches und praktisches Wissen, um

Schäden durch fehlerhafte Handhabung zu

vermeiden. Der 750 Laster starke Fuhrpark

von Saif Bin Darwish wird für Bauvorhaben

im ganzen Land eingesetzt. Dabei legen die

Trucks die Hälfte ihrer durchschnittlich

200 000 Kilometer pro Jahr offroad zurück.

Trotz dieser harten Einsatzbedingungen

haben die robusten MAN-Fahrzeuge niedrige

Wartungskosten und fahren auch weit jen-

seits der Millionengrenze einwandfrei. Kein

Wunder, dass diese hohe Qualität Kunden in

aller Welt überzeugt.

Eine neue Kraft kommt auf Sie zu. Die Premiere des MAN TGX D38. MAN kann.
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Die Premiere des MAN TGX D38. MAN kann.
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uns auf der
Eine neue MAN-Leistungsklasse geht an den Start, um Ihren Erfolg zu beschleunigen: Mit der
innovativen Motorenbaureihe D38 für den MAN TGX kommt eine perfekte Synthese von Effizienz und
Performance auf die Straße, die Bestmarken bei Leistung, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit setzt.
Erleben Sie Effizienz mit neuer Kraft. Bei der D38 Weltpremiere auf der IAA Nutzfahrzeuge 2014.
www.mantruckandbus.com/tg
Halle 12, Stand B14
Fotos: MAN
Die neue KMAX Serie. Mehr Kilometer pro Reifen.
Die neue KMAX Serie.
Mehr Kilometer pro Reifen.
ALL-SEASON
ALL-SEASON
Die neue KMAX Serie. Mehr Kilometer pro Reifen. ALL-SEASON Die neue KMAX Reifenserie liefert bis zu

Die neue KMAX Reifenserie liefert bis zu 35% mehr Kilometerleistung im Vergleich zur Vorgängerserie und bietet ausgezeichnete Ganzjahreseignung. *

und bietet ausgezeichnete Ganzjahreseignung. * * Vergleichstests des Goodyear Innovation Center
und bietet ausgezeichnete Ganzjahreseignung. * * Vergleichstests des Goodyear Innovation Center

* Vergleichstests des Goodyear Innovation Center Luxembourg mit der Größe 315/80R22.5 von Juli 2011 bis Juni 2013 haben gezeigt, dass die neuen KMax S Lenkachs- und KMax D Antriebsachsreifen bis zu 30 bzw. 35% höhere Laufleistung aufweisen, als die Vorgängerserie Goodyear RHS II und RHD II+.