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Julian Albrecht

Disposition
Spezialgebiet
Bodenfruchtbarkeit

Gliederung:

I.Entstehung des Boden


a.Zusammensetzung
b.Humus
c.Bodenleben

II.Bodenfruchtbarkeit
a.Bodengefüge
b.Bodenwasser
c.Bodenluft
d.Bodentemperatur
e.Nährstoffhaushalt & Austauschkapazität
f.pH-Wert

Literatur:

URL: http://hypersoil.uni-muenster.de [Stand: 15.06.10]


Eisenhut Max: Bodenfibel. Leopold Stocker, Graz 2001
Skriptum: Der Boden

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Ausarbeitung
Spezialgebiet
Bodenfruchtbarkeit

Entstehung des Boden


Die verschiedenartigsten Gesteine unserer Heimat, lockere und feste, nährstoffreiche und
arme, bilden das Ausgangsmaterial (Muttergestein) für die Bodenbildung.

Temperaturschwankungen erzeugen Spannungen im Gestein, es bilden sich Risse,


Trümmer werden abgesprengt. In die Klüfte dringt Wasser ein, dehnt sich beim Frieren
aus (ca. 10 Vol. %) und zerkleinert das Gestein weiter. Fließende Wasser und Eis
transportieren Schutt talabwärts, wobei sie ihn abschleifen und abrunden. Dadurch
entstehen immer feinere Sedimente. Man bezeichnet diese Vorgänge als physikalische
Verwitterung. Die so entstandenen Gesteinsteilchen werden durch die chemische
Verwitterung weiter verändert. Unter dem Einwirken von Wasser, Sauerstoff und
verschiedener Säuren (z. B. Kohlensäure) werden Stoffe aus den Gesteinen gelöst,
umgewandelt und teilweise zu neuen Stoffen (z. B. Ton) aufgebaut. Das auf diese Weise
aufbereitete und veränderte Muttergestein bietet zuerst anspruchslosen Pflanzen (Algen,
Flechten) und Tieren Lebensmöglichkeiten. Deren Ausscheidungen und Rückstände
durchsetzen das mineralische Material und reichern es mit organischen Substanzen an.
Durch diese biologische Verwitterung kommt es zu einer weiteren Veränderung des
vorhandenen Materials, es entsteht ein Boden.
Als Boden bezeichnen wir jene Schichte an der Erdoberfläche, die durch
Verwitterung von Gesteinen und Umwandlung von abgestorbenen Pflanzen und Tieren
entstanden ist und in der ständig Ab-, Um- und Aufbauprozesse stattfinden. Diese
Prozesse chemischer, physikalischer und biologischer Natur, die ununterbrochen und
vielfältig in enger Abhängigkeit voneinander ablaufen, machen den Boden zu einem
komplizierten, lebendigen System, das ähnlich funktioniert, wie die Verdauungsorgane
von Mensch und Tier.
Vom Boden aus landwirtschaftlicher Sicht sprechen wir erst dann, wenn er unseren
anspruchsvollen Kulturpflanzen als Standort zu dienen vermag. Dazu muss ein günstiges
Verhältnis zwischen organischen (Humus) und mineralischen (Sand, Schluff, Ton)
Bestandteilen herrschen und die Bodenteilchen müssen so zusammengefügt sein, dass
sie einen möglichst ausgeglichenen Nährstoff-, Wasser- und Lufthaushalt gewährleisten.
Das heißt, der Boden soll Nährstoffe und Wasser speichern und bei Bedarf an die
Pflanzen abgeben, er soll gut durchwurzelbar und auch bearbeitbar sein. Von der
Gesamtheit seiner Eigenschaften hängt die Bodenfruchtbarkeit ab. Die Ertragsfähigkeit
wird daneben auch von zahlreichen äußeren Einflüssen wie Klima und Witterungsverlauf,
Pflanzenart, Bewirtschaftungsmaßnahmen, Schädlingsbefall u. a. mitbestimmt. Immer
aber wird der Boden mit der größeren Bodenfruchtbarkeit dem weniger fruchtbaren
bei gleicher Bewirtschaftung im Ertrag überlegen sein.

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Zusammensetzung
Die mineralische Substanz des Bodens

Jeder Boden besteht aus Mineralkörnern verschiedener Korngröße. Ihr


Mischungsverhältnis bestimmt seine Eigenschaften ganz wesentlich. Alle Bodenteilchen,
die kleiner als 2 mm sind, zählen zum Feinboden, die größeren Teile werden Grobanteil
(Bodenskelett) genannt.

Einteilung der Bodenarten (Skala der österr. Bodenschätzung)

Bodenart Abkürzung Fraktion < 0,01 mm


in %

Sand S <10

anlehmiger Sand Sl 10—13

lehmiger Sand IS 14—18

stark lehmiger SL 19—23


Sand

sandiger Lehm sL 24—29

Lehm L 30—44

lehmiger Ton LT 45—60

Ton T >60

Bei der Grünlandschätzung werden folgende Bodenarten zusammengezogen:

S und Sl zu S
IS und SL zu IS
sL und L zu L
LT und T zu T

Aus den Bodenarten lassen sich wesentliche Bodeneigenschaften ableiten:

Sandböden:
• Sehr durchlässig, geringes Wasserspeicherungsvermögen
• Erwärmung rasch, aber sehr leichte Austrocknung
• Nährstoffgehalt meist gering, da die Auswaschung bestimmter Nährstoffe (z. B.
Stickstoff, Kalzium, Kalium) erfolgt rasch
• Erträge gering ohne angepasster Düngung
• Wichtig: ausreichende Versorgung mit organischer Substanz

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Tonböden:
• Hohe Wasserspeicherungsvermögen, jedoch sehr träge Wasserbewegung
• Langsame Erwärmung, jedoch lange Bewahrung vor Dürre
• Relativ dicht gelagert und porenarm, das Bodenleben eingeschränkt
• Schrumpfen bei Austrocknung, bilden Schwundrisse. Daher schwierig zu bewirtschaften
• Schlechte Wasserwegigkeit in ebenen Lagen --> Staunässe
• Nährstoffgehalt relativ hoch, da die NährstoffVerluste durch Auswaschung unbedeutend
sind

Schluffböden:
• Ungünstigen Eigenschaften der Sand- und Tonböden
• Neigen zur Dichtlagerung und Abschwemmung, da geringe Gefügestabilität
• Wasserleitfähigkeit gering --> Staunässe.
• Nährstoffgehalt gering

Lehmböden
• Beste Bedingungen zur landwirtschaftlichen Nutzung, in Gebieten mit nicht zu hohen
Niederschlägen (< 800 mm /Jahr) + hohen Temperaturen
• Hohe Speicherkraft
• Ausreichende Wasserwegigkeit
• Stabiles Gefüge
• Nährstoffgehalt gut

Organische Substanz - Humus


In den intensiv durchwurzelten und belebten oberflächennahen Horizonten der Böden
kommt es zu einer Anreicherung von organischer Substanz. Dazu gehören alle
abgestorbenen tierischen und pflanzlichen Stoffe, sowie organische Dünger und der
daraus entstandene dunkle Humus. Die organischen Stoffe dienen dem Bodenleben
(Bakterien, Pilze, Kleintiere) als Nahrung. Bei ihrem Abbau wird ein Teil der darin
enthaltenen Nährstoffe, freigelegt und in eine pflanzenverfügbare Form gebracht. Man
nennt diesen Vorgang Mineralisierung. Ein anderer Teil jedoch wird zu einer dauerhaften,
von den Mikroben (Bodenlebewesen) schwer angreifbaren Form, dem Dauerhumus,
umgewandelt. Dieser hat als Wasser- und Nährstoffspeicher allergrößte Bedeutung. Er
kann fünf- bis zehnmal soviel Wasser, aber auch ein mehrfaches an Pflanzennährstoffen
speichern, als die vergleichbare Menge an Mineralboden. Die dunkle Farbe des Humus
erhöht die Erwärmbarkeit des Bodens und verlängert dadurch die Vegetationsperiode.
Humus lockert schwere Böden und erhöht das Speichervermögen der leichten. Der
Humus besitzt immer einen Gehalt an gebundenem Stickstoff, der das eigentliche
Stickstoffreservoir des Bodens darstellt, es sind etwa 100 - 300 dt/ha Ackerland. Dieser
Stickstoff wird nur sehr langsam mineralisiert ( 30 - 350 kg je Hektar und Jahr) und stellt
eine stetig fließende Stickstoffquelle dar.

Art N P205 K20 CaO organ. Subst.

Rindermist 0,4—0,6 0,2—0,3 0,50 0,45 20,3

Schweinemist 0,45 0,20 0,60 0,08 25,0

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Hühnermist (80%TM) 2,0—3,5 3—4 2—3 2,00 30,0

Rindergülle 0,43 0,20 0,50 0,4

Schweinegülle 0,5 0,3 0,25 0,08

Erdkompost 0,02 0,15 0,15 0,60 11,0

Strohkompost 0,50 0,21 0,50 0,50 18,0

Getreidestroh 0,45 0,10 1,02 0,20

Rübenblatt 0,35 0,10 0,60 0,10

Ernterückstände: Nährst. in kg/ha dt/ha

Getreide 14 5 12 14

Kartoffel, Rübe 22 6 37 8

einjähriges Kleegras 75 24 43 30

dreijähriges Kleegras 160 35 64 67

Landsberger Gemenge 35 13 44 28

Rotklee 85 23 66 28

Eine besondere Bedeutung für die Stabilität der Ackerkrume hat der Ton-Humus-
Komplex. Es ist dies eine dauerhafte Verbindung von Tonmineralien mit organischen
Stoffen wie Humussäuren, Eiweiß u. a. m. Die Humusstoffe verkitten die Tonteilchen und
erzeugen auf diese Weise dauerhafte Aggregate, die der mechanischen Zerstörung,
Verschlammung durch Starkregen, Auswaschung u. a. m. erheblich Widerstand
entgegensetzen. Sie sind deshalb maßgeblich an der Krümelstrukturdes Bodens beteiligt.
Die Bildung des Ton-Humus-Komplexes in den Böden wird durch eine intensive Belebung
gefördert. Besonders günstige Bedingungen herrschen dafür im Darm von Bodonlimon,
vor allem in dem der Regenwürmer.

Die in den Böden enthaltene Humusmenge ist vom Klima, der Vegetation und der Nutzung
abhängig. Unter Dauergrünland ist der Humusgehalt in der Regel fast doppelt so hoch,
wie unter Acker. Im Trockengebiet Ostösterreichs sollen schwere Ackerböden mindestens
2,5 Gewichtsprozente, leichte zumindest 1,5 Gewichtsprozente Humus aufweisen, im
regenreichen Teil (mehr als 700 mm Jahresniederschlag) Österreichs mehr als 3,5 bzw. 2
Gewichtsprozente. Um dem Humusabbau entgegenzuwirken, soll den unter Pflug
stehenden Böden
regelmäßig organische Substanz in Form von Wirtschaftsdüngern, Gründüngern und
Ernterückständen zugeführt werden.
Humus kann unter sehr unterschiedlichen Bedingungen gebildet werden, dabei entstehen
verschiedene Humusformen, die sich sowohl bezüglich ihrer Eigenschaften, wie auch
ihres Wertes sehr deutlich unterscheiden. Wir trennen die Gruppe der unter starkem
Wassereinfluß entstandenen (hydromorphen) Humusformen von den Landhumusformen
(terrestrische).

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Das Bodenleben (Edaphon)


In einem gesunden, fruchtbaren Boden lebt eine schier unvorstellbare Zahl
verschiedenster pflanzlicher und tierischer Kleinlebewesen. Zu den pflanzlichen
Mikroorganismen zählen Bakterien, Pilze und Algen, während zu den tierischen
Bodenbewohnern Einzeller (Protozoen), niedere Würmer (Scolecide), Weichtiere
(Mollusca), Ringelwürmer (Annelida), Gliederfüßler (Arkropoda) und kleine Wirbeltiere
(Vertebrata) gehören.
Alle Bodenlebewesen haben ganz spezielle Aufgaben zu erfüllen und sind für eine
nachhaltige Bodenfruchtbarkeit unersetzbar. Sie bewerkstelligen den Abbau und die
Aufschließung der organischen Substanz, fördern den Humusaufbau, sind zur Umsetzung
von organischem Stickstoff und zur Gewinnung von Luftstickstoff befähigt, sie erschließen
mineralische Nährstoffe und Spurenelemente aus dem Muttergestein und erhalten bzw.
verbessern die Bodenstruktur. Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, benötigen sie
Wärme, Feuchtigkeit, Nahrung, Durchlüftung und eine annähernd neutrale Bodenreaktion.

Mikroflora Anzahl je g Lebendgewicht (kg/ha)

Bakterien 600 000 000 10 000


Pilze 400 000 10 000
Algen 100 000 140

Mikrofaune je 1000 cm3

Rhizopoden | 370
Hagellaten | Protozoen 1 500 000 000
Ciliaten |

Metazoenfauna je 1000 cm3

Nematoden 50000 50
Springschwänze 200 6
Milben 150 4
Enchytraeiden 20 15
Tausendfüßler 14 50
Insekten, Käfer, Spinnen usw. 6 17
Mollusken 5 40
Hogenwürmer 2 4000

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Bodenfruchtbarkeit
Die Fruchtbarkeit eines Bodens wird maßgeblich von der Anordnung der festen Teilchen
(Bodenstruktur) sowie von ihrem Verhältnis zum Bodenwasser und der Bodenluft, aber
auch vom Nährstoffhaushalt bestimmt.

Gliederung: Bodenstruktur

Poren
Bodenwasser
Bodenluft
Bodentemperatur
Nährstoffhaushalt

Die Bodenstruktur
Unter Bodenstruktur (auch Bodengefüge) versteht man die Art, in der die festen
Bodenbestandteile räumlich angeordnet sind. Die Teilchen können lose nebeneinander
liegen, aber auch miteinander verklebt sein, wobei sehr unterschiedliche Gefügeformen
entstehen können:
Einzelkorngefüge besteht, wenn die Teilchen lose nebeneinander liegen (z. B. Sand),
wobei sie um so dichter lagern, je feiner die Körnung wird.
Hüllengefüge liegt vor, wenn die Bodenteile durch Krusten von Eisenoxiden, Kalk und
Humus miteinander verklebt sind, aber keine eigenen Körper bilden.
Von Bodenaggregaten spricht man, wenn die Teilchen zu separaten Körpern verbunden
sind, deren Form von der Art ihrer Entstehung abhängt.
Das Krümelgefüge stellt den optimalen Strukturzustand fruchtbarer Böden dar. Krümel
sind rundliche Körper von 1—5 mm Durchmesser, die lose miteinander verbunden sind.
Unbeständige Krümel entstehen durch die mechanische Bearbeitung oder Frostgare und
zerfallen nach stärkerer Durchfeuchtung.
Wasserbeständige Krümel sind nach F. Sekera durch Lebendverbauung (Pflanzenwurzeln,
Bakterien- und Pilzkolonien), sowie Kittsubstanzen (Ton, Humus) zusammengehaltene
Bodenteilchen (Abb. 5) und drücken die Bodengare aus. Da die Poren zwischen den
Aggregaten 1. Ordnung erhalten bleiben, ist ein krümeliger Boden besonders
hohlraumreich (> 50% des Bodenvolumens), so dass auch bei völliger Wassersättigung
noch genügend Bodenluft vorhanden ist. Stabile Krümel sind charakteristisch für die
Humushorizonte von guten Wiesen- und Gartenböden, aber auch für die Krumen garer
Äcker. Schonende Bodenbearbeitung, eine standortangepasste Fruchtfolge, eine
ausreichende Versorgung mit organischer Substanz, aber auch mit Kalk, sind die
Voraussetzung für die Erhaltung der stabilen Krümelstruktur.

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b) Körnige Struktur: Die Körper zeigen unregelmäßige, scharfkantige Umrisse. Sie sind
meist locker angeordnet und nicht sehr beständig. Die Durchmesser betragen in der Regel
2—5 mm. Körnige Aggregate findet man bei tonreichen, humusarmen und bei
krumenverdichteten Böden.
c) Plattige Struktur: Die Aggregate sind plattig geformt, die Fugen zwischen den
Strukturkörpern verlaufen waagrecht. Die Dicke der Platten kann stark schwanken, es
kommen alle Übergänge zwischen feinen Schuppen über dünne Plättchen bis zu kleinen
Ziegelformen vor. Plattige Strukturen findet man in mechanisch verdichteten
Bodenschichten (Pflugsohlen, Traktorspuren) in schluffreichen Aulehmen und in
staunassen Böden.
d) Blockige Struktur: Die Bodenkörper weisen würfelähnliche Formen auf, die durch
unregelmäßige Flächen mit mehr oder minder scharfen Kanten begrenzt sind. Der
Durchmesser der Blöcke liegt zwischen 5 und 50 mm. Scharfkantige Aggregate lassen
sich wieder zusammenfügen, man trifft sie in Unterböden von tonreichen
Feuchtschwarzerden und Braunerden, sowie in den Krumen humusarmer, wenig belebter,
bzw. garegeschädigter Ackerböden. Kantengerundete Blöcke sind den Krümeln ähnlich,
sie lassen sich nach dem Zerlegen größerer Bodeneinheiten nicht mehr zusammenfügen
und sind typisch für die B-Horizonte gut belebter Auböden und Braunerden.
e) Prismatische (säulige) Struktur: Die Aggregate sind wesentlich höher als breit und
stehen senkrecht im Boden. Ihr Durchmesser beträgt zwischen 5 und 100 mm, doch
kommen auch dickere Prismen vor. Die prismatischen Bodenkörper zeigen in der Regel 4
—6 mm senkrechte Begrenzungsflächen. Sie sind meist ein Zeichen stark wechselnder
Durchfeuchtungsverhältnisse und der damit verbundenen Schrumpfungs- und
Quellungsvorgänge im Boden, somit charakteristisch für wechselfeuchte Standorte.
Alle beschriebenen Strukturformen, seien es die relativ locker beeinanderliegenden
Krümel und Körner, oder die eher kompakt angeordneten Platten, Blöcke oder Säulen,
verdanken ihre Entstehung natürlichen (biologischen, chemischen und physikalischen)
Vorgängen. Wenn jedoch die Struktur des Bodens soweit geschädigt ist, dass dieser bei
der
Bearbeitung, z. B. durch Pflügen, nicht mehr in natürliche Aggregate zerfällt, so entstehen
Schollen (> 5 cm) oder Bröckel (< 5 cm). Diese durch Kraftanwendung entstandenen
Bodenkörper sind unregelmäßig geformt, haben eine raue Oberfläche, abgestumpfte
Kanten und verhärten beim Austrocknen oftmals steinartig.

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Die Poren

Zwischen den Bodenteilchen, sowie zwischen und in den Bodenkörpern befinden sich
Hohlräume, Poren genannt, die mit Luft oder Wasser gefüllt sind. Sie bilden den
Lebensraum für die Pflanzenwurzeln und das Bodenleben. Der Anteil der Poren am
Gesamtvolumen des Bodens wird Porenvolumen genannt. Es ist von Bodenart und
Bodenstruktur abhängig.
Neben dem Porenvolumen ist auch die Porengröße von entscheidender Bedeutung. Die
Grobporen sind bei Landböden in der Regel mit Luft gefüllt, sie sind für die rasche Abfuhr
des überschüssigen Wassers und die Belüftung des Bodens zuständig. Die Mittelporen
dienen der Wasserspeicherung, während das Wasser in den Feinporen in der Regel nicht
mehr pflanzenverfügbar ist. Auch für das Wurzelwachstum und das Bodenleben haben die
Porendurchmesser Bedeutung, denn die Wurzelhaare (> 10 μ) vermögen nur in die
gröberen Poren einzudringen, während die Pilzgeflechte (3—6 μ) den gröberen Teil der
Mittelporen durchwachsen, Bakterien (0,2—1 μ) hingegen können in deren feineren Teilen
Schutz und Feuchtigkeit finden.
Auch die Verteilung der Porengrößen hängt einerseits von der Körnung (Bodenart),
andererseits vom Gefüge und damit von der Bodenentwicklung ab. Sand- und kiesreiche
Böden sind daher in der Regel reicher an groben Poren, der Anteil an feineren Poren
steigt mit der Zunahme der feineren Körnung in den Böden (sieheTab. 9). Der Mensch
kann das Porenvolumen sowohl vergrößern (Bodenlockerung, Fruchtfolge) als auch
verkleinern (Befahren, einseitige Nutzung, Abb. 6). Die Verdichtung führt meist sowohl zu
einer Verminderung des Porenvolumens, als auch zu einer Verkleinerung der
Porengrößen. Dadurch verschlechtert sich die Belüftung und innere Dränage der Böden,
das
Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme wird gehemmt.

Das Bodenwasser

Das Pflanzenwachstum ist in hohem Maße von einer ausreichenden Wasserzufuhr


abhängig. Die Pflanzen decken ihren Wasserbedarf zu 95% durch die Wurzeln aus dem
Bodenwasservorrat und nur zu 5% über das Blatt aus der Luft (Nebel, Tau, Regen). Wenn
man bedenkt, dass zur
Produktion von 1 kg Trockenmasse zwischen 300 und 800 Liter Wasser benötigt werden;
d. h. für 40 dt. Getreide etwa 2 Mio. Liter, oder für 500 dt. Zuckerrübe etwa 4 Mio. Liter
Wasser, erkennt man die Bedeutung des Bodenwassers für den Ertrag.
Als Bodenwasser bezeichnet man jenes Wasser, das durch Niederschläge oder aus dem
Grundwasser in den Boden gelangt und dort in den Hohlräumen festgehalten wird (siehe
Abb. 9). Niederschlagswasser, das vom Boden nichtaufgenommen werden kann, fließt als
Oberflächenwasser ab. Das in den Boden gelangende Wasser wird zum Teil von
mittleren und feinen Poren festgehalten, es bildet das Haftwasser bzw. die Bodenfeuchte.
Zum Teil sickert es durch die groben Poren in den Untergrund (Sickerwasser) und steht
den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung. Jenen Teil des Haftwassers, der von den
Feinporen so fest gebunden wird, dass er von den Pflanzen nicht mehr genutzt werden
kann, nennt man Sorptionswasser. Der pflanzenverfügbare Teil, das Kapillarwasser,
wird in den Mittelporen festgehalten. Dazu wird auch jenes Wasser gerechnet, das aus
dem Grundwasser in den Wurzelbereich aufsteigt und eine Zone bildet, die man
Kapillarsaum nennt. Liegt ein dauernder, geschlossener Wasserkörper vor, spricht man
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von Grundwasser. Wenn ein Boden wassergesättigt ist, d. h. alle Mittelporen mit Wasser
gefüllt sind, ist seine Feldkapazität erreicht; am permanenten Welkepunkt ist der Boden
angelangt, wenn ihm die Pflanzenwurzeln kein Wasser mehr entziehen können.
Das Speichervermögen eines Bodens hängt vorwiegend von der Bodenart, dem
Porengehalt und der Gründigkeit ab.

Die Bodenluft

Sowohl die Pflanzenwurzeln wie auch die Bodenlebewesen verbrauchen Sauerstoff (O),
den sie der Bodenluft entnehmen. Sie veratmen Kohlendioxid (C02), das sich deshalb im
Boden anreichert.
Der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre beträgt ca. 21%, der von C02 0 03% In der
Bodenluft beträgt der Sauerstoffgehalt im Durchschnitt 15% er soll jedoch nicht unter 10%
sinken. Der durchschnittliche
Kohlendioxidgehalt liegt bei 0,2 bis 0,7%, die 5% Grenze sollte jedoch nicht überschritten
werden. Staunasse, schluff- und tonreiche Böden, aber auch oberflächenverkrustete und
krumenverdichtete Standorte leiden an unzureichender Durchlüftung. Sauerstoffmangel
und Kohlensäureüberschuß wirken in mehrfacher Hinsicht negativ auf Böden und
Pflanzenwachstum. Das Bodenleben wird gehemmt, die Stickstoffmobilisierung
beeinträchtigt, die Nährstoff- und Wasseraufnahme durch die Wurzeln wird eingeschränkt
und damit das Wachstum reduziert. Da Unkräuter gegen Sauerstoffmangel weniger
empfindlich sind als die
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Kulturpflanzen, nehmen sie überhand. Eine gute Durchlüftung der Böden ist daher
besonders wichtig, weil
einerseits der verbrauchte Sauerstoff zugeführt, andererseits das überschüssige
(schädliche) Kohlendioxid abtransportiert wird. Letzteres wird von den oberirdischen Teilen
der Pflanzen aufgenommen, da es zu ihrem Aufbau benötigt wird.
Der Luftgehalt im Boden ist von der Bodenart, dem Gefüge und dem Wassergehalt
abhängig. Im Zustand der Feldkapazität schwankt er bei Sandböden zwischen 30 und
40%, 10—15% bei Lehm und Schluffböden und 5—15% bei Tonböden. Da diese
Wassersättigung während der Vegetationsperiode selten erreicht wird, ist der Luftgehalt
meist höher. Auch sind die Oberböden bei gutem Strukturzustand besser durchlüftet als
die Unterböden. Die Ansprüche der Pflanzen an die Durchlüftung des Standortes sind
unterschiedlich. So beanspruchen die meisten Ackerpflanzen — besonders die
Zuckerrübe und Luzerne — eine gute Ventilation des gesamten Wurzelraumes, dem
Grünland hingegen genügt ein gut durchlüfteter Oberboden.

Die Bodentemperatur

Sie steht in engem Zusammenhang mit dem Wasser- und Lufthaushalt und hat auf die
Geschwindigkeit von Keimung und Wachstum der Pflanzen großen Einfluss. Auch die
Bodenorganismen sind vom Temperaturgang abhängig. Da die Wärme verschiedene
chemische, physikalische und biologische Prozesse fördert, ist sie auch ein wichtiger
Faktor bei der Bodenbildung.
Bei Temperaturen unter 0°C, aber auch bei zu großer Wärme ruhen die Lebens- und
Wachstumsvorgänge im Boden. Allerdings haben nicht alle Kulturpflanzen die gleichen
Temperaturansprüche.
Die wesentlichste Wärmequelle ist die Sonneneinstrahlung. Von ihr, weiters von der
Bodenbeschaffenheit, der Bodenfarbe, der Lage (Exposition) und Neigung, sowie dem
Wassergehalt ist die Bodentemperatur abhängig. Da sich ein wassergesättigter Boden
wesentlich langsamer erwärmt, als ein trockener, umgekehrt auch langsamer abgekühlt,
erhitzen sich die leichten und daher meist trockenen Böden rascher, als die
wasserhaltenden schweren. Dunklere Böden nehmen die Wärme rascher auf als helle,
trotzdem sind die wassergesättigten Moorböden kälter als
die Landböden. Die Temperaturschwankungen sind bei den Sandböden am größten,
bei Tonböden am geringsten. Nach der Tiefe zu nehmen sie rasch ab.So kann die tägliche
Temperaturschwankung in einem Landboden in 1 cm Tiefe 20 Grad und mehr betragen,
während sie in 50 cm kaum messbar ist. Die jährliche Temperaturschwankung ist ebenfalls
in der Krume am größten und klingt in einer Tiefe von mehr als 5 Metern aus.
Das Ausmaß derTemperaturschwankungen ist außer vom Witterungsverlauf (Bewölkung,
Sonnenscheindauer, Niederschläge) auch von den Bodeneigenschaften und dem
Pflanzenbestand abhängig. Eine Bedeckung des Bodens — beim Ackerland durch Stroh,
Gründüngung oder Wirtschaftsdünger u. a. m. — vermindert Temperaturschwankungen,
setzt die Verdunstung herab und bewirkt eine erhöhte Arbeitsleistung der
Bodenorganismen.

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Der Nährstoffhaushalt

Der Nährstoffkreislauf der landwirtschaftlich genutzten Böden ist, wie folgende Darstellung
zeigt, von zahlreichen Faktoren abhängig:

Ein großer Teil der Hauptnährstoffe, wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor und
Schwefel, aber auch der Spurenelemente stammen aus den Muttergesteinen der Böden,
aus denen sie durch die Verwitterung herausgelöst werden. Der Stickstoff hingegen
kommt im wesentlichen aus der Atmosphäre und ist hauptsächlich in der organischen
Substanz festgelegt, aus der er durch die Mineralisierung freigesetzt wird.
Meist reichen jedoch die auf diese Weise den Pflanzen zur Verfügung gestellten
Nährstoffmengen für hohe Erträge nicht aus. Es muss daher durch die Düngung ergänzt
werden. Dabei darf man jedoch nicht übersehen, dass nicht nur ein zu geringer, sondern
bei vielen Nährstoffen auch ein zu hoher Gehalt den Boden und das Pflanzenwachstum
ungünstig beeinflusst. Außerdem kann die Aufnahme einzelner Hauptnährstoffe, aber auch
Spurenelemente, durch das Überwiegen anderer Stoffe so stark eingeschränkt werden
(Antagonismus), dass Mangelerscheinungen auftreten.
Eine wesentliche Aufgabe des Bodens ist es, Nährstoffe nachzuliefern (Verwitterung) und
zu speichern. Dazu dient ihm seine Fähigkeit, sowohl die bodenbürtigen (nativen), als
auch die zugeführten Stoffe, mehr oder minder fest zu binden und bei Bedarf an die
Pflanzen weiterzugeben. Dieses Nährstoffhaltevermögen des Bodens ist abhängig von
seiner Zusammensetzung. Die Bindung der Nährstoffe kann auf verschiedene Weise
erfolgen:
Das physikalische Festhaltevermögen beruhtauf der Filterwirkung des Bodens. Daher
werden Nährstoffe aus leichten Böden wesentlich stärker ausgewaschen, als aus
schweren.
Als chemisches Festhaltevermögen bezeichnet man Vorgänge im Boden, bei denen
zwischen gewissen Nährstoffen und Bodenbestandteilen chemische Verbindungen
unterschiedlicher Löslichkeit entstehen. So verbindet sich Phosphorsäure mit Kalzium,
Aluminium oder Eisen und wird auf diese Weise vor der Auswaschung bewahrt. Allerdings
sind derart gebundene Stoffe nicht immer sofort pflanzenverfügbar.
Unter biologischem Festhaltevermögen versteht man die Nährstoffbindung durch
Bodenlebewesen. Diese benötigen zum Aufbau ihrer Körperzellen N, P, K und andere
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Elemente, wodurch diese vorübergehend gebunden werden. Erst nach dem Absterben der
meist sehr kurzlebigen Organismen und nach der Zersetzung ihrer Körper werden die
darin enthaltenen Stoffe freigesetzt und für die Pflanzen verfügbar. Da Stickstoff chemisch
nicht gebunden werden kann, ist diese Art der Bindung für eine kontinuierliche N-
Versorgung wichtig.
Die Nährstoffsorption hat für die Nährstoffspeicherung größte Bedeutung. Sie beruht auf
der Gesetzmäßigkeit, dass kleinste Bodenteilchen (Kolloide genannt) — vorwiegend Ton
und Humus — die Fähigkeit besitzen, Nährelemente (Kalium, Kalzium, Magnesium u. a.)
von gegensinniger elektrischer Ladung festzuhalten (wie ein Magnet Eisenspäne). Diese
Elemente werden in Form von Ionen — Atome oder Moleküle — gebunden. Man nennt
diese Fähigkeit des Bodens Sorptionsvermögen oder auch Austauschkapazität. Die
Nährstoffe werden auf diese Weise vor der Auswaschung geschützt. Die mit Ionen
belegten Bodenteilchen sind von einer Bodenlösung umgeben in der ebenfalls Ionen
enthalten sind. Die Ionen der Bodenlösung können nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten
gegen die an Kolloide gebundenen (sorbierten) ausgetauscht werden. Es herrscht ein
Ionengleichgewicht. Wenn nun die Pflanzenwurzeln der Bodenlösung Nährstoffe (Ionen)
wie etwa K, Mg, Na, Ca entziehen, können solche im Austausch gegen Wasserstoffionen
vom Boden in die Bodenlösung überführt werden. Dadurch ist eine kontinuierliche
Versorgung der Pflanzen gewährleistet.

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pH-Wert und Kalkgehalt:

Der ursprüngliche pH-Wert eines Bodens ist abhängig vom Ausgangsgestein (Granit:
sauer, Basalt, Kalk: basisch), der Vegetation (schwer zersetzbare Veg. erniedrigt den pH-
Wert im obersten Horizont - organische Säuren; Wurzeln geben Protonen ab). Saure
Böden bilden sich aber auch aus ehemals basichen Böden durch Auswaschung von
Kationen (z.B. Ca +) bei hohen Niederschlägen. Diese basisch wirkenden Ionen werden
sodann durch Protonen ersetzt. Organische Säuren, wie sie z.b. durch Wurzeln oder bei
der Humifizierung von schwer zersetzbarer Streu gebildet werden, begünstigen die
Auswaschung der basisch wirkenden Kationen, da sie diese lösen. Kulturböden werden
ohne entsprechende Düngung sauer, da die Pflanzen dem Boden v.a. die bas. wirkenden
Kationen entziehen. In „Naturböden" geschieht die Zufuhr dieser Ionen durch natürliche
Mineralisierung. Bestimmte Düngerarten wie z.B. Harnstoff und Gülle enthalten
Ammonium, welches (zwar leicht beweglich ) von Pflanzen im Austausch gegen Protonen
aufgenommen werden kann. Sie tragen zur Bodenversauerung bei."Kalkung notwendig !
Aufgrund seiner Pufferung (siehe Chemieunterricht !) kann ein Boden seinen pH-Wert
unterschiedliche lang konstant halten.
Der pH-Wert bestimmt die Aktivität der Bodenlebewesen (v.a. der Bakterien), das Ausmaß
der Verwitterung und die Verfügbarkeit der Nährsalze wesentlich mit.

z.B. pH > 7 : Nährsalze schlecht verfügbar; pH = 6,5 : optimale Verfügbarkeit;! pH <


6,5 : Phosphate schwer verfügbar; bereits geminderte Nitrifikation;! pH < 4: Schädigung
der Lebewesen; starke Auswaschung; Mobilisierung von AI, Tonminerale werden
angegriffen.

Problematik der sauren Niederschläge (und der fehlenden Stäube ?). Der optimale pH-
Bereich eines Kulturbodens ist von der Bodenart und der Art der kultivierten Pflanzen
abhängig. Wiesenböden haben meist einen pH-Wert von 5,5 - 6,5. Der optimale pH-Wert
gärtnerisch genutzter Böden und Ackerböden ist bodenartabhängig und liegt bei:

T,L:6,5-7,5 ;sL: 5,5-6.5; S:5,5-6.

Optimale pH-Bereiche für einige Kulturpflanzen:


Erbsen, Möhren, Weizen : pH 6,0 - 7,0 ; Spinat, Kohl, Zuckerrübe: pH 6.5 - 7,5; Tomate :
pH 5.5 - 7,5 ; Roggen: pH 5,0 - 6,5 ; Mais: pH 5,5 - 7,0 ;Kartoffel (Kiefer): pH 4,8 - 6,3 ;
Spargel (Linde) : pH 6,0 - 8,0

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Julian Albrecht

Nährsalzhaushalt und Austauschkapazität

Ca, K, Mg stammen überwiegend aus dem Muttergestein, aus dem sie herausgelöst
werden ("native" Nährstoffe). P und N werden überwiegend durch Mineralisierung der
organischen Substanz freigesetzt (Ergänzende Düngung !). Der Boden muss die
freigesetzten Nährsalze binden können und bei Bedarf an die Pflanzen weitergeben
können. Das Nährsalzhaltevermögen und die Austauschkapazität sind abhängig von der
Bodenart, und in besonderem Maße vom Ton- und Humusgehalt eines Bodens.
Tonminerale und Humus bilden Kolloide, d.h. sie liegen in Teilchengrößen von 10^-5 -
10^-7 mm vor. Diese Kolloide wirken aus Ionenaustauscher . Sie besitzen negative
Überschußladungen (bei den Tonmineralen handelt es sich um Schichtsilikate, deren
zentrales Si4+ - Ion durch ein
Al3+ - Ion ersetzt ist. Die Folge dieser „Fehlbesetzung" ist eine negative Überschußladung
des Minerals), die durch lockere Bindung von Kationen an der Oberfläche kompensiert
wird. Zur Mineralsalzversorgung scheiden Pflanzen mit ihren Wurzeln Säuren in die
Bodenlösung
aus. Die entstehenden Oxonium-Ionen verdrängen die für die Pflanzen wichtigen Kationen
von der Oberfläche des Kolloids und die nun freien Kationen können von der Pflanze mit
dem Wasser aus der Bodenlösung aufgenommen werden. Huminstoffe haben die höchste
Kationen-Austausch Kapazität.
Humoser Lehm hat mittlere Austauschkapazität.

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