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Einige Zitate

hinsichtlich der Stellung

der

Fr e i k i r c h e d e r S i e b e n t e n -

Ta g s - A d v e n t i s t e n

zu anderen Kirchen

Basierend auf den Büchern Questions on Doctrine (1957)


und Movement of Destiny (1971)
2

In dieser Gegenüberstellungwerden als Erstes theologische Punkte aufge-


zählt, die es verhindern, als christliche Kirche anerkannt zu werden. In die-
sem Zusammenhang sind die Zitate von E. G. White und E. J. Waggoner
sehr wichtig. Danach folgen Zitate, in denen es deutlich wird, dass die Ge-
meinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten die Stellung einnimmt, dass sie
andereKirchen, wie z. B. die Fundamentalisten,den Internationalen Rat der
christlichen Kirchen, die Nationale Vereinigung der Evangelikalen, nicht als
Babylon sieht und klarstellenwill, dasssie in den fundamentalenLehren des
Evangeliums mit ihnen einig ist. Diese Zitate stammen von den Büchern
,,Questions on Doctrine" und ,,Movement of Destiny". Im erstgenannten
Buch wird im Vorwort versichert, dass in diesem Werk der Glaube der
Gemeinschaft repräsentiertwird. Dabei wird deutlich, wen die Gemein-
schaft als Gemeinde der Übrigen sieht.
Im Buch ,,Movementof Destiny" wird auch über die 1888-Epocheberichtet.
Es wird aufgezeigt, dass die Adventgemeinde dort an einem Scheideweg
stand. Dann wird der Anschein erweckt. dass die Botschaft von der Gerech-
tigkeit, welche die Adventgemeinde in dieser Zeit vernachlässigte,von an-
deren Kirchen gepredigt wurde. Jetzt behauptet aber die Gemeinschaft der
Siebenten-Tags-Adventisten,diese Botschaft auch zu predigen, indem sie
alle Irrtümer aufgegeben hätte, die verhinderten, als Kirche anerkannt zu
werden (siehe S. 3). Wie jeder weiß, ist die Adventgemeindeals Kirche
anerkannt worden. Sie versteht sich ,,als eine spezielleGruppe innerhalb des
größerenRahmensder christlichenKirche" (sieheZitat auf S. 12).
E. G. White macht aber deutlich, dass die wahre Gemeinde mit den Kirchen
Babylons, welche den Geboten Gottes die rechtmäßigeStellung streitig ma-
chen, nicht zusammenarbeitenkann (siehe Zitate auf S. 1l-12).
Glaubenspunkte, die dazu führen, nicht als Kirche anerkannt zu wer-
den (Siehe Movement of Destiny S. a73)

l. Sühneam Kreuzwar nichtvollständig.

2 . Erlösungist dasResultatvon Gnadeund dem Werk desGesetzes.

3 . Christuswar ein geschaffenes


Wesen.

4. Er nahman der gefallenensündhaftenNatur der Menschheitbei der


Menschwerdune teil.

HierzueinigeZitatevon E. G. White und E. J. Waggoner:

Zu Punktl:

,,ChristusopferteseinenLeidensleib,um GottesErbteil zurückzukaufen und


dem Menscheneine weitere Prüfungszeitzu ermöglichen.,Daher kann er
auchfiir immerseligmachen,die durchihn zu Gott kommen;denner lebt fi.ir
immerund bittetfür sie.'Hebräer7,25.DurchseinreinesLeben,seinenGe-
horsamund seinenTod am Kreuz von Golgathasetzteer sich fi.irdasverlore-
ne Menschengeschlecht ein. Deshalbverwendeter sichnunmehrnicht wie ein
Bittstellerfilr uns, sondemals ,Herzog unsererSeligkeit'wie ein Eroberer,
der Anspruchauf seinenSiegespreis erhebt.SeinOpfer war vollkommen.Als
unserFürsprecher übt er ein selbstauferlegtesAmt aus:er trägt vor Gott das
RauchfassseinereigenenfleckenlosenVerdiensteund der Gebete,Bekennt-
nisseund Danksagungen seinesVolkes; das steigtwie ein süßerGeruchzu
Gott empor,vermischtmit dem Duft der GerechtigkeitChristi:ein Opfer,das
zur Gänzeangenehmist und bewirkt, dassVergebungalle Übertretungbe-
deckt." Christi Gleichnisse,S. 106
,per Hen brachteein vollkommenesund vollständigesOpfer am schändlichen
Kreuz dar, damit der Menschin der großenund kostbarenGabeder Gerechtig-
keit Christivollkommensei.Wir habenGottesVerpflichtung,dasser die Men-
schendurchdasBanddesneuenGnadenbundes mit seinemgroßenHerzenvon
unendlicherLiebe eng verbindenwill. Wer seineHbffirung aufgibt,seineErlö-
sungselbstbezahlenoderverdienenzu wollen,und zu Jesuskommtwie er ist,
unwtirdig und sündig,wer seineVerdienstein Anspruchnimmt, sich in seinem
Flehenauf dasverbtirgteGotleswortberuft dasdem ÜbertreterseinesGesetzes
vergibt, wer seineSündenbekenntund Vergebungsucht,wird volle und freie
Vergebungfrnden.- Brief 148,1897."Bibelkommentar, S. 582
4

,,Die Fürsprache Christi im Heiligtum droben für den Menschen ist ein
ebenso wesentlicher Teil des Heilsplanes wie sein Tod am Kreuz. Mit sei-
nem Tode begann er das Werk, das zu vollenden er nach seiner Auferste-
hung gen Himmel fuhr. Wir müssen im Glauben ,in das Inwendige des Vor-
hangs' eingehen, ,dahin der Vorläufer fiir uns eingegangen'.Hebräer 6,20.
Dort spiegelt sich das vom Kreuz auf Golgatha ausstrahlendeLicht wider.
Dort vermögen wir einen klareren Einblick in die Geheimnisseder Erlösung
zu gewinnen. Die Seligkeit des Menschen ist mit unermesslichenKosten des
Himmels erreicht worden; das dargebrachteOpfer entspricht allen Anforde-
rungen des gebrochenenGesetzesGottes. Jesushat deu _Wegzum Thron des
Vaters gebahnt. und durch seine Vermittlung kann das aufrichtige Verlan-
qen aller Menschen. die im Glauben zu ihm kommen. vor Gott gebracht
werden." Gro/3er Kampf, S. 4BB

(Durch den Mittlerdienst Jesu im himmlischen Heiligtum gehenwir in die Ruhe


ein aufgrund des vollkommenen Werkes am Kreuz [sieheHebr. 4,3]),

In dem Buch ,,Questionson Doctrine" heißt es aber auf S. 381:

,,While He is our High Priest ministering on our behalf, He is also co-


executive with the Father in the government of the universe.How glorious is
the thought that the King, who occupiesthe throne, is also our representative
at the court of heaven! This becomes all the more meaningful when we
realize that Jesus our surety entered the "holy places," and appeared in the
presenceof God for us. But it was not with the hope of obtaining something
for us at that time, or at some future time. No! He had already ohtained it
for us on the cross. And now as our High Priest He ministers the virfues of
His atoning sacrifice to us."

,,Während er unser Hoherpriester ist und fiir uns dient, übt er auch mit dem
Vater die Regierung des Universums aus. Wie henlich ist der Gedanke,dass
der König, der den Thron innehat, auch unser Stellvertreteram himmlischen
Hof ist! Dies wird noch bedeutungsvoller,wenn wir begreifen, dass Jesus,
unser Bürge, die ,heiligen Plätze' betrat und fi.ir uns in der Gegenwart Got-
tes erschien. Es geschah aber nicht in der Hoffnung. dass er zu dieser Zeit
oder in Zukunft irgendetwasfür uns erhalten sollte. Nein! Er äalle es öereits
fiir uns am Kreuz erhalten Und nun spendet er uns als unser Hoherpriester
die Erfolge seinesversöhnendenOpfers."
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Zu Punkt2:

,,Paulussagte,dasser durchChristusdie Gnadeund dasApostelamtfür den


Gehorsamdes Glaubensunter allen Nationen empfangenhatte. Wahrer
Glaubeist Gehorsam.,Dies ist dasWerk Gottes,dassihr an den glaubt,den
er gesandthat.' Joh. 6,29. Christussagte:,Was nenntihr mich aber:Herr,
Hen! und tut nicht,was ich sage?'Luk. 6,46.Das heißt,ein Bekenntnisdes
Glaubensan Christus,das nicht mit Gehorsamverbundenist, hat keinen
Wert. ,So ist auchder Glaube,wenn er keineWerke hat, in sich selbsttot.'
,Dennwie der Leib ohne Geisttot ist, so ist auch der Glaubeohne Werke
to t.' J ak .2, 17. 26.
Ein Menschatmetnicht, um zu zeigen,dasser lebt, sondernweil er lebt. Er
lebt durchAtmen.SeinAtem ist seinLeben.So kannein Menschnicht gute
Werke tun, um zu zeigen,dasser Glaubenhat. Er tut vielmehrgute Werke,
weil die guten Werke das unvermeidliche Resultatdes Glaubenssind.
SelbstAbrahamwurde durch Werke gerechtfertigt,weil ,der Glaubemit
seinenWerkenzusammenwirkte und der Glaubeaus den Werkenvollen-
det wurde. Und die Schrift wurde erfüllt, welche sagt: Abraham aber
glaubteGott,und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet'.Jak.2,22.23."
E. J. I4raggoner, ,,Artikel über den Römerbrief",,S.8-9

(ln diesemZusammenhang mussauf folgendeSchriftstelleverwiesenwerden:


,,Denndiesist die LiebeGottes,dasswir seineGebotehalten,und seineGebote
sindnichtschwer."l. Joharmes5.3).

Zu Punkt3:

,,Währenddas Wort Gottesvon Christusals dem Menschenspricht,der auf


dieserErdewar, wird auchdeutlichseinePräexistenz zum Ausdruckgebracht.
Das Wort existierteals göttlichesWesen.Als SohndesewigenGotteslebteer
in Übereinstimmung mit seinemVater und war eins mit ihm. Von Ewigkeit
her war er der Mittler desBundes.In ihm solltenalle Völker auf Erdengeseg-
net werden,wenn sie ihn annahmen,egal ob Judenoder Heiden.,Das Wort
war bei Gott, und Gott war dasWort.'Joharures1,1.Bevor Menschenoder
Engelgeschaffen wurden,war dasWort bei Gott uirdwar Gott.
Die Welt wurde durch ihn geschaffen,,und ohne ihn ist nichtsgemacht,was
gemachtist'. Johannes1,3.Da Christusallesgeschaffenhat,existierteer auch
vor allem.DieseWorte sind so eindeutigklar, dassniemanddaranzu zweifeln
braucht.Christuswar seinemWesennachGott, und zwar im eigentlichenund
höchstenSinne.Er war von Ewigkeither bei Gott, Gott überallesund ftir alle
Zeiten."Ausgetv.Botschaften,Band I, S. 248
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Zu Punkt 4:

,,ln welchem Gegensatz stand der zr,veite Adam, als er die triste Wüste
betrat, um ganz allein mit Satan zu kämpfen! Seit dem Sündenfall hatte die
Menschheit an Größe und körperlicher Kraft abgenommen und war bis hin
zu der Zeit, als Christus auf die Erde kam, in der Skala sittlicher Werte im-
mer tiefer gesunken. Um den gefallenen Menschen emporzuheben,musste
Christus ihn erreichen, wo er war. Er nahm die menschliche Natur an und
trug die Schwachheitenund Entartuneender Menschheit. Er, der von keiner
Sünde wusste, wurde für uns zur Sünde gemacht. Er demütigte sich selbst
bis in die tiefste Tiefe menschlichen Leides, auf dass er in der Lage wäre,
den Menschen zu erreichen und ihn aus der Entartung zu erheben,in die die
Sünde ihn geworfen hatte (RH, 28. Juli 1874)." Bibelkommentar,S. 250
,,Sei sorgfliltig, äußerst sorgftiltig, wie du die menschliche Natur Christi
behandelst (englisch: wie du auf die menschliche Natur Christi näher ein-
gehst)! Stelle.ihn den Leuten nicht als einen Menschen mit dem Hang zur
(englisch: der') Sünde dar! Er ist der zweite Adam. Der erste Adam wurde
als reines, sündloses Wesen geschaffen, ohne auch nur einen Flecken der
Sünde an sich zu haben; er war nach dem Bilde Gottes geschaffen.Er konn-
te fallen, und er fiel durch Übertretung. Aufgrund der Sünde wurde seine
Nachkommenschaft mit innewohnendenNeigungen zum Ungehorsam (eng-
lisch: Neigungen des Ungehorsams) geboren. Doch Jesus Christus war der
eingeboreneSohn Gottes. Er nahm die menschlicheNatur auf sich und wur-
de in allen Dingen versucht, wie die menschliche Natur versucht wird. Er
hätte sündigen können; er hätte fallen können, aber keinen einzigen Augen-
blick war in ihm ein Hang zum Bösen (englisch: eine böse Neigung) vor-
handen. Er wurde in der Wüste von Versuchungenangegriffen,wie Adam in
Eden mit der Versuchung überfallen wurde." Bibelkommentar,S. 31 1

(Das erste Zitat weist auf das sündliche Fleisch Jesu hin, das zweite Zitat
spricht in diesem Zusammenhangvon seiner sündlosenGesinnung,nämlich
der GesinnungJesu [Phil. 2,5-7]).

I
Es besteht ein Unterschied zwischen Neigung der Sünde und Neigung zur
Sünde. Neigung der Sünde setzt voraus, dass man gesündigt hat und demzu-
folge von der Knechtschaft der Sünde befreit werden muss. Neigungen zur
Sünde haben mit den Trieben im Fleisch zu tun. Deshalb ist es sehr schwer-
wiegend, wenn hier nicht wortgetreu übersetztwird, wie E. G. White es ver-
fasst hat. Wir müssen wissen. dass Jesusnicht unter der Sklaverei der Sünde
war (also keine Neigung der Sünde, aber Neigung zur Sünde hatte), dass aber
jedes Kind Adams unter der Sklavereider Sündeist und erlöst werden muss.
,,Wir brauchen den Gehorsam Christi als solchen nicht als etwas anzusehen,
für das ER wegen SEINER göttlichen Natur besondersgeeignet war, denn
er stand als der Stellvertreter des Menschen vor Gott. und er wurde als
Stellvertreter und als Bürge des Menschen versucht. Wenn Christus eine
besondereKraft gehabt hätte, die dem Menschen nicht auch gewährt wird,
hätte Satan darausKapital geschlagen.Aber das Werk Christi bestanddarin,
Satan die Kontrolle über den Menschen zu nehmen. Das konnte ER nur auf
direktem und redlichem Weg tun. Er kam als ein Mensch, wurde versucht
wie ein Mensch und sollte den Gehorsameines Menschenerweisen.Chris-
tus leistete Gott Gehorsam und überwand, wie die menschliche Natur über-
winden muss. Wir sind verleitet, falsche Schlussfolgerungen zu ziehen,
wenn wir inige Ansichten über die Natur unseresHenn haben. Seiner Natur
eine Kraft zu unterstellen,die dem Menschen in seinen Kämpfen mit Satan
nicht zur Verfi.igungsteht,hieße,die VollständigkeitseinesMenschseinszu
zerstören.Der Gehorsam Christi seinem Vater gegenüberwar derselbe,der
vom Menschen verlangt wird. Der Mensch kann die Versuchungen Satans
nicht überwinden, es sei denn, dass die göttliche Kraft durch die menschli-
che Natur wirkt. Der Herr Jesus kam auf diese Welt, um nicht zu zeigen,
was Gott in SEINER eigenen göttlichen Persönlichkeit zu tun vermag, son-
dern was ER durch die menschliche Natur tun konnte. Durch den Glauben
soll der Mensch Teilhaber der göttlichen Natur sein und jede Versuchung
überwinden, womit er bedrängt wird. Es war die Majestät des Himmels, die
Mensch wurde und sich selbst demütigte und unsere menschliche Natur
annahm. ER war es, der in der Wüste versucht wurde und den Widerspruch
der Sünder gegen sich erduldete.
Wir sollen Gott nicht dienen, als ob wir keine Menschen wären, sondern wir
sollen ihm als diejenigen dienen, welche durch den Sohn Gottes erlöst wor-
den sind, und durch die Gerechtigkeit Christi werden wir in der Weise vor
Gott stehen, dass alles vergeben ist, und zwar so, als ob wir nie gesündiqt
hätten.Wir werden niemals darausKraft gewinnen, wenn wir uns überlegen,
was wir tun würden, wenn wir Engel wären; sondern als gehorsameKinder
sollen wir uns im Glauben Jesus Christus zuwenden und unsere Liebe zu
Gott durch den Gehorsam seinen Geboten gegenüber zeigen. Jesus ,wurde
i n a l l e n P u n k t e n g l e i c h w i e w i r v e r s u c h t ,d o c h o h n e S ü n d e . ' H e b r . 4 , 1 5
[King James]. Jesus sagt: ,Folge mir!' ,Wenn jemand mir nachkommen
will, verleugneer sich selbstund nehme sein Kreuz auf und folge mir nach!'
Matth. 16,24. Jesusführt den Weg. Warte nicht und verharre nicht weiterhin
im Ungehorsam, indem du darauf hoffst, dass sich die Umstände ändern,
wodurch es dir dann leichter fallen würde, zu gehorchen. Geh voran,
denn du kennst den Willen Gottes. ,Wer überwindet, dem werde ich
geben, mit mir auf meinem Thron zu sttzen, wie auch ich überwunden
8

und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.' Offb. 3,21-"
E. G. White, ,,The Srgns of the Times" [Zeichen der Zeit], 10. 04. 1893

In dem Buch ,,Movement of Destiny" wird die Tatsache,dass Jesus in das


sündliche Fleisch kam und die entartete menschliche Natur annahm, als
,,Arianismus" bezeichnet.In dem Kapitel ,,Changingthe lmpaired Image of
Adventism" [Der verletzte Ruf der Adventisten wiederhergestellt],Seite 465
heißt es wie folgt:

,,The removal of the last standing vestige of Arianism in our standard literature
was accomplished through the deletionsfrom the classic 'Daniel and Revelation'
in 1944. And the lingering 'sinful nature of Christ' misconception was remedied
by expunging the regrettable note in the revised Bible Readings of 1949."

" Die Entfernung (Beseitigung) der letzten noch bestehendenSpur von Ario-
nismus in unserer klassischen Literatur vurde vollendet durch die Tilgun-
gen (AuslAschungen)in dem bekannten Buch ,Daniel und Offenberung' von
1944. Und das zurückbleibende Missverstrindnis über die ,sündige Natur
Christi' vurde abgestellt (geheilt) durch die Ausstreichung der bedauerli-
chen Bemerkungen in den revidierten Bibellesungen von 1949."

Noch ein Zitat von E. G. White, welches ganz deutlich aussagt,dass Jesus
die entartete menschliche Natur annahm:

,,Angetan mit unserer menschlichen Natur, sollte Christus Adams Übertre-


tungen wiedergutmachen.Doch hatte die Sünde noch keine Wirkung auf
Adam gehabt, als er von dem Versucher angegriffen wurde; er stand in der
Kraft vollkommener Männlichkeit, im Besitz völliger körperlicher und geis-
tiger Gesundheit. Dazu war er noch von der Herrlichkeit des Gartens Eden
umgeben und genossden täglichen Umgang mit himmlischen Wesen. Unter
ganz anderen Verhältnissen betrat Jesus'die Wüste, um sich mit Satan zu
messen. Schon viertausend Jahre lang hatte das Menschengeschlecht an
Körperkraft, Seelenstärke und siftlicher Tugend abgenommen; dennoch
nahm der Heiland alle Schwachheitender entartetenMenschheit auf sich.
Nur so vermochte er die Menschen aus der tiefsten Erniedrigungzu erretten.
Viele behaupten,dasses ftir den Heiland unmöglich war, in der Versuchung
zu fallen. Sie haben unrecht; denn wie hätte Jesussonst an Stelle des sündi-
gen Menschen stehen können! Er hätte dann auch nicht den Sieg, zu dem
Adam sich nicht durchrang, erkämpfen können. Würden wir in irgendeiner
Weise einen schwierigeren Kampf zu bestehen haben als Christus, dann
könnteer nicht imstandesein.unszu helfen.Der Heilandnahmdie mensch-
9

liche Natur an mit all ihren schuldhaften Verstrickungen, selbst mit der
Möglichkeit, in den Versuchungen zu unterliegen. Wir haben nichts zu tra-
gen, was nicht auch er erduldet hätte." Leben Jesu S. 100

Nun weitere Zitate aus diesen zwei bereits erwähnten Büchern, welche die
Stellungder Gemeinschaftder Siebenten-Tags-Adventisten verdeutlichen:

"Questions on Doctrine" [Fragen der Lehre]

Seite9

" Hence this volume can be used'as truly representative of the faith anrt
belief of the Seventh-day Adventist Church."

,,Dieses Buch kann wahrlich als reprösentativ angesehen v,erden beziiglich


des Glaubens und der Lehren der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-
Adventisten. "

Kapitel l:

,,[(ir sind uns mit den Brüderchristen der kirchlichen Gruppen in den grofien
Fundomenten des Glaubens, der einmal den Heiligen überliefert v,urde, einig."

Kapitel 20: Die Gemeinde der Übrigen

S e i t e1 8 7 :

,,Später var die Gemeinde der Anglikonischen Kirche in England die Ge-
meinde der Übrigen."

S e i t e1 8 8 :

,,Die Gemeinde der Methodisten unter John Wresleyy,ar die Gemeinde der
übrigen. ...
Im nrichsten Jahrhundert vtar in Anteriko die Gemeinde unter Alexander
Compbell die Gemeinde der Übrigen. ...
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben Rationalismus und höhere Kritik
viele der Kirchen zersetzt, ncimlich die Verleugnung der vollen Inspiration
des l4/ortes Gottes, die Verlettgnung der Gottheit Christi, die Geburt von der
Jungfratt, die Verleugnung des sündlosen Lebens Christi und des versöh-
nenden Todes, die Verleugnung der buchstciblichenAuferstehung und Him-
l0

melfahrt, die Verleugnung des himmlischen Dienstes Christi, die Verleug-


nung der nueiten persönlichen lViederkttnft Christi vor den 1.000 Jahren.
Als dies geschehen war, erueckte Gott viele mutige Führer, den Glauben zu
predigen, der einmal den Heiligen iiberliefert war. Schlie/Jlich verursachte
diese Bewegung einen Bruch, und eine Trennung fand in den Reihen des
Protestantismus statt. Diese Trennung spiegelt sich in solchen anlithetischen
Gruppen wider, vie den Nationalen Rat der Kirchen und der Nationalen
Vere inigung der Ev angel ikalen. "

Kapitel2l: Wer stellt Babylon dar?

Auf Seite 201 wird deutlich erklärt, dass z. B. die Evangelikalen in keiner
Weise Babylon sein können:

,,Gruppen und Organisationen, wie die Fundamentalisten, der Internationa-


le Rat der christlichen Kirchen, die Nationale Vereinigung der Evangelika-
len, haben sich von den cilteren Organisationen wegen dem, was sie als
modernistischen Abfall in der l-ührung dieser Gemeinschaften ansehen,
zurückgezogen."

otlVlovementof Destinv"

S e i t e2 5 5 :

,,klnvester l4/hitesagte, dass,wenn die Gemeindein die Finsternis gelten würde, der
Her andereerweclrenvr[irfu, die das [ilerkbeenden, dassder Het Werlaeugefuihte,die
er nt il'gendeinemTEiWnld *f die Szenenfen lannte. " Schw. White hat natürlich
damit gemeint dassSabbathaltendeGläubige,die nicht in die Finstemisgegangensind,
sondem wahrhaft die dreifrche Engelsbotschafthaberl diese Boßchaft verktindigen
werden.Auf dieserSeitein,,N4ovementofDestiny" heißtesaber
,,Das bedeutet, dass andere, die nicht von ünserem Glauben sind, dazu bewegt
wärden, dieselbe Wahrheit zu studieren - Christus unsere Gerechtigkeit."

Auf Seite 319 wird erklärt, wer diese Boten der Botschaft gewesen sein
sollen, nämlich Männer, welche sich in Wirklichkeit gegen die Zehn Gebote
stellten und deshalb das wahre Evangelium verworfen hatten:

,,Gott legte auf ge'tvissegöttliche Mcinner von verschiedenen Glaubensrich-


tungen in der alten und der neuen IAeh au/Serhalb unseres Glattbens der
Adventbewegung die Burde fiir eine frische Erklcirung der fundamentalen
Glaubensgrundscitze des eu,igen Evangeliums. "
ll

,,Gerechtigkeit durch den Glauben ist ganz eidach das ewige Evangeliunr
in seiner Fülle in der Anwendung in den letzten Tegen."
,,lVir woren uns nicht richtig bervusstdariiber, dass diese parallel laufenden
geistlichen Betuegungen von Organisationen und Menschen auJ3erhalbder
Adventbewegung dieselbe generelle Btirde und dieselbe Betonung hatten
und zur selben Zeit auftamen." (Auf den nächsten Seiten wird unter ande-
rem Moody angeführt, der die Botschaft schon um 1880 verkündigt hätte,
obwohl er den Sonntag hielt).

Um dieseZeit schriebE. G. White in Bezug auf die anderenKirchen ganz anders:

,,Die Heiligung, die jetzt in der Chiistenheit hervortritt, offenbart einen Geist
der Selbsterhebungund eine Gleichgültigkeit gegen das GesetzGottes,die mit
der Religion der Bibel nichts mehr gemein hat." Grof3erKampf, S. 471
,,Nur dadurch, dass dem Gesetz Gottes seine rechtmäßige Stellung wieder
eingeräumt wird, kann der ursprüngliche Glaube und die erste Gottseligkeit
unter seinem bekennenden Volk wieder erweckt werden. ,So spricht der
Herr: Tretet auf die Wege und schauetund fraget nach den vorigen Wegen,
welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für
eure Seelel' Jeremia 6,16." GroJ3erKampf, S. 478
,,So sehr auch Glaube und Frömmigkeit schwinden, so gibt es in den Kirchen
doch noch wahre Nachfolger Christi. Ehe Gott zum letzten Mal die Welt mit
seinenGerichten heimsucht,wird sein Volk erweckt werden zu der ursprüng-
lichen Gottseligkeit, wie sie seit dem apostolischenZeitalter nicht gesehen
wurde. Der Geist und die Kraft Gottes werden über seine Kinder ausgegossen
werden. Zu der Zeit werden sich viele von den Kirchen trennen, in denen die
Liebe zur Welt die Stelle der Liebe zu Gott und seinem Wort eingenommen
hat. Viele Prediger und Laien werden mit Freudenjene großen Wahrheiten
annehmen,die Gott hat verkündigen lassen,um ein Volk auf die Wiederkunft
des Herm vorzubereiten.Der Seelenfeindmöchte dieses Werk gern verhin-
dern und wird, ehe die Zeit dieser Bewegung anbricht, versuchen, es zu ver-
fülschen.In den Kirchen, die er unter seinebetrügerischeMacht bringen kann,
wird er den Anschein erwecken, als würde der besondereSegen Gottes auf sie
ausgegossen,weil sich hier, wie man meint, ein tiefes religiöses Erwachen
bekundet. Viele Menschen werden jubeln, dass Gott auf wunderbare Weise
liir sie wirke, während doch dieseBewegung das Wirken einesandern Geistes
ist. In religiösem Gewande wird Satan versuchen, seinen Einfluss über die
ganzechristl iche Welt auszubreiten.
Bei vielen Erweckungen, die sich während der letzten ftinfzig Jahre zugetra-
gen haben, waren mehr oder weniger die gleichen Einflüsse am Wirken, die
sich auch in den ausgedehnterenBewegungen der Zukunft zeigen werden. Es
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herrscht schon jetzt eine Gefühlserregung,eine Vermischung des Wahren mit


dem Falschen, die trefflich dazu angetan ist, irrezuführen. Doch niemand
braucht sich täuschen zu lassen. lm Lichte des Wortes Gottes wird es nicht
schwer sein, das Wesen dieser Bewegungen festzustellen. Wir dürfen sicher
sein, dass Gottes Segen nicht dort ausgeteilt wird, wo man das Zeugnis der
Bibel vernachlässigt,indem man sich von den deutlichen, die Seele prüfenden
Wahrheiten, die Selbstverleugnungund ein Sichlossagenvon der Welt erfor-
dern, abwendet. Nach dem Maßstab, den Christus selbst seinen Jüngern gege-
ben hat: ,An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!', (Matthäus 7,16) wird es
offenbar, dass diese Bewegungen nicht das Werk des Geistes Gottes sind."
Gro/3er Kampf, S. 463-464
,,Wie vor alters das Volk Israel, so hat Gott in unserer Zeit seine Gemeinde
berufen, ein Licht auf Erden zu sein. Die Botschaften des ersten, zweiten und
dritten Engels sind der mächtige Keil (das mächtige Spaltbeil) der Wahrheit,
durch den er seine Gemeinde von den Kirchen und von der Welt getrennt hat,
um sie in seine heilige Nähe zu bringen. Er hut sie ar Hütern seines Gesetzes
gemacht und ihnen die sroßen Wahrheiten der Prophetie für diese Zeit anver-
traul. Wie vor alters die heiligen Gottesbotschaftendem Volke Israel, so sind
diese seiner Gemeinde als ein heiliges Vermächtnis übergebenworden, damit
sie der Welt verktindigt werden. Die drei Engel aus Offenbarung 14 stellen dos
Volk dar. dos die Boßchaft von Gott annimml und als seine Boten hinsus-
geht, um den yl/arnungsruf über die Ltinge und Breite der Erde ut tragen.
Christus spricht zu seinenNachfolgem: ,Ilu seid das Licht der Welt.' Matthäus
5,14. Zujeder Seele, die Christum annimmt, spricht das Kreuz von Golgatha:
,Bedenkeden Wert einer Seele!Gehet hin in alle Welt und prediget das Evange-
lium aller Kreatur.'Markus 16,15.Nichts darf diesesWerk hindem. Es ist das
Wichtigste in dieser Zeit; es reicht hinein in die Ewigkeit. Die gleiche Liebe fi.ir
Menschenseelen,die Jesusdurch sein Opfer für ihre Erlösung offenbarte, wird
jeden bewegen, der ihm nachfolgt." Tcugnisse, Band 5, S. 481

Diese Zeugnisse machen deutlich, dass dds Spaltbeil der dreifachen Engels-
botschaft die wahre Gemeinde von den anderen Kirchen trennt und dass
alle, die dem Herrn folgen wollen, diese Kirchen verlassenmüssen.
Im Gegensatz dazu die Antwort von R. Pierson (damal. Präsidentder Gene-
ralkonferenz der STA) in einem Interview mit protestantischenRedakteuren,
veröffentlicht in der Zeitschrift,,This Time" (Mai 1973), auf die Frage: Wie
steht die Adventgemeinde zu dem Hauptstrom der protestantischenKir-
chen?

,,Die Adventisten sehen sich als eine spezielleGruppe innerhalb des größe-
ren Rahmens der christlichen Kirche."