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Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 1

Teil 2
Luftbilder &
Stereobildauswertung

GRUNDLAGEN
DER FERNERKUNDUNG
KONZEPTE UND VERFAHREN ZUM
UMWELTMONITORING
MIT FERNERKUNDUNGSSENSOREN
(LUFT- UND SATELLITENAUFNAHMEN)

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Veranstaltungsorganisation

Vorlesung: Mo, 8-10 Hill

Gruppe 1: Di, 14-16 Stoffels


Gruppe 2: Mi, 14-16 Hill

Gruppe 3: Mi, 16-18 Mader

Tutorium ?? NN
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Veranstaltungsorganisation WS 2014/15

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Etwas zu den Regularien …


„Guten Tag Herr Hill,
leider habe ich total vergessen mich für die Übung Grundlagen der
Fernerkundung anzumelden.
Die Frist ist jetzt abgelaufen, brauche dieses Modul allerdings. Ist es
möglich mich noch nachträglich dort einzutragen?

Mit freundlichen Grüßen


……. “

Keine Nachmeldungen mehr für Studierende ab dem 3. Studinsemester

Teilnahme: max. 3 Fehltermine (Übung)/Semester


alle Hausaufgaben

= Zulassung zur Klausur (SoSe 2015)


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Grundlagen der Photographie

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Die photographische Aufnahme von


Luft- und Satellitenbildern beruht auf
dem allgemein bekannten Prinzip der
Photographie: durch ein Objektiv
wird das aufzunehmende Objekt für
nur kurze Zeit auf eine
lichtempfindliche photographische
Schicht (meist Silbersalze) projiziert,
die dadurch so verändert wird, dass
durch den photographischen Prozess
ein dauerhaftes Bild entsteht (Albertz,
1991:25).

Die Photographie ist ein passives Verfahren,


wobei die photographischen Prozesse auf
Wellenlängen des elektromagnetischen
Spektrums zwischen 0,3 und 1,0 µm
ansprechen. Das mittlere und thermische
Infrarot können also photographisch nicht
Kamera von Louis Daguerre (1787 bis 1839 )
direkt festgehalten werden.
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Luftbilder werden traditionell mit Filmen aufgenommen. Für Luftbild-


aufnahmen in S/W stehen Negativfilme verschiedener Empfindlichkeit,
spektraler Sensibilität und geometrischer Auflösung zur Verfügung.

Die meisten photographischen


Emulsionen beruhen auf der
Lichtempfindlichkeit von
Silbersalzen (AgBr, AgCl, AgJ),
die in einer 10-15 µm dicken
Gelatineschicht eingebettet sind.

Infolge der Belichtung wird die photographische Schicht in ihrem


Kristallgefüge verändert; es entsteht ein latentes Bild, das nach der
Negativentwicklung in einer wässrigen Lösung geeigneter chemischer
Substanzen (Entwickler) und anschließender Fixierung sichtbar wird.

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bei der Negativentwicklung werden die betroffenen


Silbersalzkristalle zu metallischen, schwarz erscheinenden
Silberkörnern reduziert. Dieser Vorgang führt, je nach der
Lichtmenge, die zuvor eingewirkt hat, zu einer mehr oder weniger
starken Schwärzung der Schicht.

nicht belichtetes Silberbromid verbleibt zunächst in der Schicht;


im Fixierbad wird es in leicht lösliches Silbersalz umgewandelt
und anschließend im Wasserbad ausgelöst.

erst durch das Fixieren wird das entstandene Bild lichtbeständig.

Das Bild, das auf diese Weise entsteht, ist ein photographisches Negativ.
Beim sogenannten Umkehrprozess erfolgt während einer Vorentwicklung
(~ Bleichung) ein Auslösen des belichteten Silberbromids; das unbelichtete
Silberbromid bleibt. Es wird nachbelichtet und dann als Positiv
ausentwickelt, fixiert und gewässert.
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Elektromagnetische Strahlung

Quelle: Wikimedia (Horst Frank,


Jailbird and Phrood), verändert

Die Photographie nutzt in der Regel den sichtbaren sowie den direkt angrenzenden
Bereich des nahen Infrarots

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Luftbilder
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Photographische Schichten aus reinen Halogensilberkörnern sind nur für


ultraviolettes, blaues und blaugrünes Licht bis zu Wellenlängen von 0,5 µm
empfindlich.
Durch chemische Zusätze, die auch
längerwelliges Licht absorbieren, ließen
sich photographische Emulsionen aber bald
für Wellenlängen bis 0,6 bzw. 0,7 µm
sensibilisieren. Durch den Zusatz von
Farbstoffen konnte die Sensibilisierung
schließlich (1926) bis ins Nahe Infrarot (0,9
µm) ausgedehnt werden. Damit verfügen
wir grundsätzlich über folgende
Filmmaterialien:

Unsensibilisierte Schichten (für Lichtwellen bis max. 0,5 µm, aber auch nicht sichtbare
UV- und Gamma-Strahlen)
Orthochromatische Filme (bis etwa 0.6 µm)
Panchromatische Filme (deren spektrale Sensitivität das gesamte Spektrum des sichtbaren
Lichts bis etwa 0,7 µm abdeckt)
Infrarotempfindliche Filme (bei ihnen trägt auch die nicht sichtbare infarote Strahlung zur
Bildentstehung bei; kurzwellige Strahlung kann durch geeignete Filter abgehalten werden,
das Bild wird dann weitgehend durch infrarote Strahlung erzeugt).

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Langenburg:

Panchromatisches
Luftbild

Langenburg:

Luftbild im
NIR-Bereich
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Das photographische Bild ergibt sich aus dem Zusammenwirken aller beteiligten
Einzelfaktoren. Der Anteil, den die Strahlung einer bestimmten Wellenlänge λ an der
entstehenden Schwärzung D hat, ist

Dλ = Eλ ⋅ ρλ ⋅τλ ⋅ Sλ
wobei E die Objektbeleuchtung, ρ
der Reflexionsgrad der
Objektoberfläche, τ die
Durchlässigkeit von Filter und
Objektiv und S die Empfindlichkeit
der photographischen Schicht
bezeichnet.

Im grünen Spektralbereich entsteht


(im Negativ) eine geringe
Schwärzung, im infraroten Bereich
ergibt sich eine starke Schwärzung

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Für die Luftbildinterpretation spielen Farbinfrarot-Filme eine große Rolle,


insbesondere im Zusammenhang mit Vegetationsuntersuchungen

Man macht sich dabei die Tatsache zunutze,


dass die spezifischen
Reflexionseigenschaften der Vegetation im
nahen Infrarot in direktem Zusammenhang
mit dem Vitalitätszustand der Pflanzen
stehen.

Im panchromatischen Bereich zeigen


Gras und künstlicher Rasen ähnliche
Farbtöne ...

im nahen Infrarot unterscheiden


sie sich deutlich ...
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Prinzip der Reihenmesskammer

Bei Luftbildaufnahmen kommt


dem Aufnahmesystem die
größte Bedeutung zu. Der
Kammerkörper enthält das
Objektiv mit dem Verschluss,
den Objektivkonus und den
Anlegerahmen.
Der Objektivkonus verbindet
das Objektiv starr mit dem
Anlegerahmen, der die Ebene
der photographischen Schicht
im Augenblick der Belichtung
definiert.

Die Brennweite f ist für den gewählten Objektivstutzen unveränderlich und damit eine
Konstante der Kammer (cK = Kammerkonstante; bei der Kalibrierung der Kammer auf
1/100 mm genau zu vermessen). Eine Fokussiereinrichtung ist für photogrammetrische
Zwecke nicht erforderlich.

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Die Bildqualität des Objektivs bestimmt zusammen mit dem Film das
Auflösungsvermögen des ganzen Systems

An die Objektive von Reihenmesskammern


werden hohe Anforderungen gestellt. So ist wegen
der notwendigen kurzen Belichtungszeiten von
1/100 bis 1/1000 (sonst Bildwanderung!) ein
großes Öffnungsverhältnis (Lichtstärke) nötig.
Aus physikalischen Gründen tritt jedoch mit
größer werdendem Bildfeld ein zum Bildrand hin
wachsender Helligkeitsabfall (Vignettierung) auf,
der mit technischen Mittel nur teilweise
vermieden werden kann.
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Das geometrische Auflösungsvermögen des Objektivs bestimmt zusammen


mit dem der Filmemulsion und dem vermindernd wirkenden Einfluß von
Bewegungsunschärfen das schließlich im Luftbild gegebene photographische
Auflösungsvermögen.

Das Auflösungsvermögen ist ein Maß für


die Fähigkeit des Objektivs bzw. des
Films, feine Einzelheiten bzw. Strukturen
so wiederzugeben, dass sie als solche
erkannt und voneinander unterschieden
werden können. Es wird durch die Anzahl
von Linien eines schwarz-weißen
Linienmusters ausgedrückt, die unter
standardisierten Aufnahmebedingungen
pro Millimeter zu differenzieren sind.

Das festgestellte AV ist vom Maß des Kontrastes der alternierenden hellen
und dunklen Balken der Testtafel (Testobjektkontrast = TOC; 1000:1 oder
1,6:1) abhängig.

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Sonderstellung der Luftbildphotographie

Vorteile

das einzige Verfahren, bei dem das strahlungsempfindliche Material


zugleich als Speichermedium dient
erlaubt die gleichzeitige flächenhafte Aufnahme sowie die Speicherung
riesiger Datenmengen auf kleinem Raum bei geringen Kosten
vielseitige Auswertungsmöglichkeiten

Nachteile
die radiometrische Kalibrierung photographischer Systeme ist schwierig
und unsicher
der photographisch erfassbare Spektralbereich ist ziemlich eng
der photographische Prozess stellt einen unzweckmäßigen
Zwischenschritt dar, wenn die aufgenommenen Daten rechnerisch
verarbeitet werden sollen
Mangelnde Beständigkeit des Mediums
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Charakterisierung von Luftbildern

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Bsp. SW-Luftbild (Enschede, NL)

• Senkrechtaufnahme
• SW-Panchromatic
Film
• Zeiss RMK Aerial
Camera
• 23 cm x 23 cm
Negativ
• Original-Maßstab
1 : 5.000
• Ground coverage 1,15
x 1,15 km
• Brennweite: 153,2
mm
• Flughöhe 2500 feet (≈
760 m über NN)
Das Bildkoordinatensystem Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 21

wird für jedes Bild durch die


einbelichteten Rahmenmarken
angezeigt. Zusätzlich befinden Bildmittelpunkt Bild-Nr.
sich auf jedem Bild wichtige (Principal Point) (Frame No.)

Nebenabbildungen, Kammer-
nummer, Kammerkonstante,
Bildnummer, Flughöhe, Uhr-
zeit, Graukeil, Dosenlibelle,
evt. INS-Angaben usw.).

Titelstreifen (Titling Strip):


Treuemarken
bei der Entwicklung der Nega- (Fiducial Marks)
tive / Positive hinzugefügt Rahmenmarken
Collimating Marks
Flugdaten (Flight Data): Höhenmesser
während der Befliegung aufge- (Altimeter)
zeichnet
145 / 66 KE 1:10.000 88.69 mm 13.01.1999 World Bank
GeoSurvey
International
Filmstreifen-Nr.
Uhr Dosen- LB-
libelle Firma
Land / Region Code MaßstabBrennweite Datum Auftrag-
geber
Quelle:
Booker 1984: Tropical Soil Manual, S. 348,
eigene Ergänzungen

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Nadirpunkt (N): zum


Rahmenmarke Aufnahmezeitpunkt
senkrecht unter dem
Kameraobjektiv
Hilfsabbildungen gelegener Punkt; bei
Senkrechtaufnahmen
abgebildet als

Bildhaupt-/-mittelpunkt
Rahmenmarke
Bildbasis b’ (M, N): wichtigster
Bildpunkt, muß zuerst
ermittelt werden
Bildhauptpunkt
Rahmenmarken
übertragener
Bildhauptpunkt Übertragener
Bildhauptpunkt
Brennweite (f):
bei RMK =
Kammerkonstante

Flughöhe (H)
Aufnahmebasis (b): der Abstand zweier benachbarter Nadirpunkte (Flugstrecke)
Bildbasis (b’): Aufnahmebasis entsprechende Abbildung auf dem Luftbild
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Bei der photogrammetrischen Auswertung geht man davon aus, dass das
Luftbild eine zentralperspektivische Darstellung des Geländes darstellt.

Über den Kammerkörper ist das Objektiv


fest mit dem Anlegerahmen verbunden.
Dadurch wird eine feste
innere Orientierung
gewährleistet. Darunter versteht man die
räumliche Lage des Projektionszentrums
relativ zur Bildebene.

Die Kenntnis dieser Zusammenhänge ist die Voraussetzung für die photogrammetrische
Auswertung der Bilder, da sonst das zentralperspektivische Aufnahmebündel nicht rekonstruiert
werden kann.
Die Lage des Projektionszentrums O wird festgelegt durch zwei Bildkoordinaten x’ und y’ und den
senkrechten Abstand von der Bildebene, die Kammerkonstante. Durch Justierung wird erreicht,
daß der Fußpunkt des Lotes von O auf die Bildebene mit dem Bildhauptpunkt H’ zusammenfällt.
Damit läßt sich für einen beliebigen Bildpunkt P’ der Aufnahmestrahl zum Geländepunkt P
rekonstruieren.

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Perspektive
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Geometrische Eigenschaften photographischer Bilder stehen im


Mittelpunkt der Photogrammetrie. Detaillierte Ausführungen dazu findet
man u.a. bei Konecny & Lehmann (1984), Rüger et al. (1987), Kraus
(2004, 2012).

Grundlagen für photo-


grammetrische Aus-
wertungen sind das
geometrische Modell der
Zentralperspektive und
die Beziehungen zwischen
den Gelände- und Bild-
bzw. Modellkoordinaten
abgebildeter
Geländepunkte.

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Unterschieden werden Luftbilder im wesentlichen nach der Art der Aufnahme in


Schräg- und Senkrechtbilder. Die folgenden Betrachtungen beziehen sich im
wesentlichen auf letztere. Sind zwei Grundbedingungen (ebenes Gelände,
Aufnahmerichtung senkrecht zur Geländeebene) gegeben, läßt sich der
Bildmaßstab direkt aus Kammerkonstante (ck) und Flughöhe (Hg) ableiten:

1 f c
= = K
mb H − h Hg

0152
, 1
Beispiel: =
2780 m − 500 m 15000

Sind Kammerkonstante und/oder


Flughöhe unbekannt, kann mb aus
dem Verhältnis einer Bildstrecke
zur Kartenstrecke bestimmt
werden. Aufnahmeneigungen und
Geländehöhenunterschiede führen
dazu, dass der Bildmaßstab
uneinheitlich ist.
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In einer Karte ist das Gelände senkrecht auf


eine horizontale Bezugsebene projiziert. Das
Karte und Luftbild Luftbild ist im Gegensatz dazu eine
zentralperspektivische Abbildung.

In der Karte als Grundrißprojektion (orthographische Projektion) werden die


Lotfußpunkte unabhängig von der Höhe der Punkte dargestellt. Dagegen
wird die Lage der entsprechenden Bildpunkte im Luftbild durch die Neigung
der Strahlen im zentralperspektivischen Bündel bestimmt.

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Daher werden Gelände- und Objektpunkte, die über der Bezugsfläche liegen, vom
Bildmittelpunkt (Nadir) radial nach außen versetzt, darunter liegende nach innen. Vertikale
Objektlinien konvergieren daher stets zur Bildmitte hin.
Ist r’ der “kartengerechte” Soll-Abstand des Bildpunktes vom Nadir-
punkt, so ist ∆r’ seine radiale Verschiebung.
Der Effekt ist umso stärker, je größer der Abbildungswinkel bzw. der Abstand von der
Bildmitte ist; in der Bildmitte (Hauptpunkt) verschwindet die radiale Versetzung.
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Der höhenbedingte Lagefehler: meßbar ist im


Einzelbild der Abstand des Bildpunktes P’ vom
Nadirpunkt N’. Wegen seiner hohen Lage wird P
nicht wie bei der Karte von P1 aus, sondern bei Px
liegend und damit radial verschoben abgebildet.

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Legt man die Bezugsebene durch den Fußpunkt des Baumes, so ergibt sich
folgende Beziehung zwischen Versatz und Höhe über der Bezugsebene:

∆r ∆h
=
r hg

Drückt man beide Geländestrecken ∆ r' ∆ h r' ⋅ ∆ h


= bzw. ∆ r' =
im Bildmaßstab aus, so ergibt sich r' hg hg
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 31

Es ist leicht zu erkennen, dass der höhenabhängige Versatz von


Bildpunkten mit der relativen Höhe des Objekts und der Entfernung
vom Bildmittelpunkt zunimmt, mit steigender Flughöhe jedoch
abnimmt. Gleichzeitig sieht man, dass kein Versatz stattfindet, wenn r’
(= Abstand vom Bildhauptpunkt) oder ∆h (= Lage oberhalb der
Bezugsebene) gleich Null sind.

Auf der Basis dieser Zusammenhänge, bzw. mit Kenntnis der Schattenlänge l’
und des Aufnahmedatums (α = Sonnenhöhe über dem Horizont) lassen sich
auch Objekthöhen bestimmen:

∆h = (∆r ' r ') ⋅ hg bzw. ∆h = l ' ⋅ mb ⋅ tan α

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Bei genaueren Kartierungen kann die Tatsache nicht mehr vernachlässigt


werden, dass die Aufnahmerichtung von Senkrecht-Luftbildern mehr oder
weniger stark von der Lotrichtung abweicht.

Verzerrung des Luftbild-


grundrisses bei Querneigung
(ω), Längsneigung (ϕ) und
Verkantung (κ) des Flugzeuges
bzw. der Aufnahmekammer im
Moment der Aufnahme.

Voraussetzung für eine zentralperspektivische Entzerrung sind Passpunkte,


also Punkte, die im Bild identifiziert werden können und deren Koordinaten
man in einem Bezugssystem (z.B. Landeskoordinatensystem) kennt.
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 33

Querneigung

Gieren Rollen Nicken

Längsneigung

Verkantung

Quelle: Wikipedia

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Durch eine photographische


Entzerrung kann man ein
Luftbild so umformen, daß es
einem genau lotrecht aufge-
nommenen Bild entspricht.

Streng gültig ist dies jedoch


nur für ebenes Gelände. Im
Normalfall verbleiben daher
geringe Restfehler.

Überschreiten diese eine


zweckmäßige Toleranzgrenze,
sind kompliziertere Auswerte-
prozesse erforderlich.
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Stereoskopische Aufnahmen

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 36

Aufnahmen mit bis zu 3o


Abweichung von der
Lotrechten können in
erster Näherung noch wie
Senkrechtaufnahmen
behandelt werden

Reihenbefliegung
Senkrechtaufnahmen werden in der Regel in reihenförmigen Serien in
Flugrichtung aufgenommen. Dabei muß darauf geachtet werden, daß in
Flugrichtung immer eine Überlappung benachbarter Aufnahmen von
mindestens 60 % vorhanden ist. Diese Überlappung in Längsrichtung ist
die Grundvoraussetzung für das stereoskopische Betrachten der
Luftbilder.
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Bei einer Befliegung wird


nur unter sehr günstigen
Bedingungen die Längs-
achse des Flugzeuges
immer genau mit seinem
Kurs übereinstimmen

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 38

Durch das Zusammenwirken verschiedener Einzelfaktoren (Perspektive,


Schatten) erhält der Betrachter eines einzelnen Bildes bereits einen räumlichen
Eindruck von den abgebildeten Objekten. Demgegenüber führt das
stereoskopische Sehen zu einer direkten Wahrnehmung der dritten
Dimension.

Dieser im Alltag als selbst-


verständlich empfundene Effekt be-
ruht darauf, daß unsere beiden Augen
stets um den Augenabstand von-
einander entfernte Orte einnehmen
und darum die Netzhautbilder beim
Betrachten unserer Umgebung nicht
identisch sind. Die Reize, die die
verschiedenen Bilder auf der
Netzhaut des rechten und linken
Auges hervorrufen, werden im
Gehirn verschmolzen.
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 39

Fixiert ein Beobachter den Punkt P1 eines Körpers, drehen sich zunächst
beide Augen so, daß sich die Sehachsen in diesem Punkt schneiden; der
Winkel zwischen den beiden Achsen heißt Konvergenzwinkel (γ) und ist
ein Maß für die räumliche Entfernung des Objekts von der Augenbasis (b).
Dann wird durch die Ziliarmiuskeln die Brennweite beider Augenlinsen so
verändert, dass die Bilder auf den Netzhäuten scharf gestellt werden
(Akkomodation)1.
Die Strecke p zwischen P1’’ und P2’’ hängt offensichtlich von dem
Entfernungsunterschied der Punkte P1 und P2 und vom Augenabstand b ab.
Man nennt p bzw. den zugehörigen Winkel ε die Stereoskopische
Parallaxe.

1) Im allgemeinen folgen Konvergenzeinstellung und Akkomodation automatisch aufeinander.


Durch Übung kann diese Koppelung unterbrochen werden, was bei der künstlichen
Stereoskopie verwendet werden kann.

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 40

Die Fixierung verschiedener Punkte bedingt


unterschiedliche Konvergenzeinstellungen beider
Augenachsen. Nach der Konvergenztheorie
vermitteln die entsprechenden Konvergenz-
winkelunterschiede dγ auf dem Weg über die
Horizontalparallaxen auf der Netzhaut das
Tiefenunterscheidungs-Vermögen.

Vertikalparallaxen, also senkrechte Bildunterschiede, tragen zum


Raumeindruck nicht bei, sie stören.
Der Raum, in dem direkte stereoskopische Wahrnehmung möglich ist,
heißt stereoskopisches Feld.
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 41

Die Parallaxe wird in der Photogrammetrie nicht als ein Winkelmaß ausgedrückt,
sondern als ein lineares Maß der scheinbaren Lageverschiebung von
korrespondierenden Punkten. Sie stellt die Differenz der Abstände dar, die jeweils
zwischen den korrespondierenden Bildpunkten und ihren Bildmittelpunkten
vorhanden sind und parallel zur Bildbasis (entlang der x-Achse) gemessen
werden.

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 42

Die Präzision, mit der


Winkelunterschiede und damit
räumliche Tiefe
wahrgenommen werden,
variiert individuell.
Zur Feststellung der
stereoskopischen Seh-
schärfe benutzt man
Testtafeln, aus denen man die
Parallaxen (in 1/100 mm,
bezogen auf den
Umrandungsring) entnehmen
kann. Die kleinste noch im
Raumbild wahrgenommene
Differenz ergibt dann die
Stereosehschwelle (i.d.R.
0,025 mm).
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 43

Der stereoskopische Effekt kann leicht künstlich erzeugt werden, indem man
beiden Augen gleichzeitig Bilder anbietet, die einen gemeinsamen
Bildausschnitt und Horizontal-, aber keine Vertikalparallaxen haben. Bei
richtiger Lage der Bilder schneiden sich die beiden Sehstrahlen (homologe
Strahlen) nach einander zugehörigen Bildpunkten (homologe Punkte) im
Raum. Der Beobachter sieht ein räumliches Modell des Gegenstandes.

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 44

Damit künstliches stereoskopisches Sehen möglich ist müssen

Bilder vorliegen, die dieselben Objekte von verschiedenen Orten


aus zeigen und deshalb Parallaxen aufweisen
beiden Augen die ihnen zugehörigen Bilder getrennt, aber
gleichzeitig angeboten werden
die Bilder so angeordnet sein, dass sich die Sehstrahlen von den
Augen zu einander entsprechenden Punkten vor dem
Beobachter im Raum schneiden.

Probleme ergeben sich oft daraus, dass die Augen gewohnt sind, nahe
Objekte unter relativ starker Schrägstellung der Sehachsen zu betrachten,
wobei Scharfeinstellung und Konvergenzstellung der Augen gekoppelt
sind. Obwohl man mit einiger Übung lernen kann, die beiden Bilder
“getrennt” zu betrachten, ist die Verwendung eines Linsen- bzw.
Taschenstereoskops zu empfehlen.
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 45

Stereo-Auswertung

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 46

Das Linsenstereoskop besteht im allgemeinen aus zwei Sammellinsen mit kleiner


Brennweite, die im normalen Augenabstand (65 mm) in einer Ebene montiert sind. In
jedem Fall ist eine sachgemäße Ausrichtung der Bilder nötig.

Dazu muß ein Stereobildpaar nach


Kernstrahlen orientiert werden.
Dazu wird in jedem Bild der Hauptpunkt
markiert und in das Nachbarbild übertragen.
Damit werden in beiden Bildern die
Kernstrahlen H1’H2’ bzw. H1’’H2’’ definiert.
Dann montiert man die Bilder in dem zur
Betrachtung nötigen Abstand auf einer
Geraden.
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 47

Jedem Anfänger wird beim Betrachten eines


Stereomodells die starke vertikale
Überhöhung (das Verhältnis von
horizontalem zu vertikalem Maßstab)
auffallen, die das Raumbild vermittelt. Sie
beruht auf der starken Verkürzung und damit
Verkleinerung des horizontalen Maßstabs im
Vergleich zum vertikalen Maßstab.

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Leichter ist das stereoskopische


Sehen mit Hilfsmitteln, die den
Akkomodationszwang aufheben.

Dazu kommt beispielsweise das mit


Farbfiltern arbeitende
Anaglyphenverfahren in Frage.

Zur Betrachtung wird


eine Anaglyphenbrille
(rot-grün-Brille) benötigt.
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 49

3D Auswertung: Anaglyphenbilder

Leichter ist das stereoskopische Sehen mit Hilfsmitteln, die den Akkomodationszwang aufheben.
Dazu kommt beispielsweise das mit Farbfiltern arbeitende Anaglyphenverfahren in Frage.

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Linsenstereoskope eignen sich nur zum Betrachten von kleinformatigen


Stereobildpaaren bis etwa 60 mm Breite. Bei größeren Bildformaten (wie sie bei
Luft- und Satellitenbildern üblich sind) kann jeweils nur ein etwa 60 mm breiter
Randstreifen betrachtet werden.

Für größere Bilder benutzt man deshalb ein Spiegelstereoskop, bei dem
der Betrachtungsstrahlengang durch zweimalige Spiegelung auseinander-
gezogen ist.
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 51

Infolge der vergrößerten Bildbasis durch Spiegel


und Prismen erfasst das Gesichtsfeld den von
beiden Luftbildern überdeckten Gesichtsbereich
vollständig, das virtuelle Raummodell kann ohne
Verrücken des Gerätes abgetastet werden.
Bei Benutzung des Vergrößerungsvorsatzes
können einzelne Abschnitte noch einmal
vergrößert werden.

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 52

0072

Welches Bild ist links,


welches rechts
(Flugrichtung
links rechts)?

0073

Regel:
Auf dem rechten Bild
ist das gleiche
Bilddetail weiter links
(und umgekehrt)!
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0073

Überdeckungsbereich eines Luftbildpaares

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 54

Orientierung der Bilder


Beide Bildmittelpunkte werden auf das jeweilig andere Luftbild übertragen. Die
Bilder werden dann so angeordnet, daß
alle vier Punkte auf einer Linie liegen
die Abstände der entsprechenden Bildmittelpunkte der Gerätebasis
(bei Zeiss beispielsweise 210 mm) entsprechen
und die Verbindungslinie der Bildmittelpunkte, die Augenabstands-
linie und die Verbindung der Stereoskoplinsenmitten parallel zuein-
ander sind.
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 55

Damit erzielt man eine Rekonstruktion der Verhältnisse, unter denen die
Augen des Betrachters die jeweilige Aufnahmeposition des Flugzeuges
repräsentieren.

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 56

Stereoskopisches Sehen

Die Parallaxe ist die durch unterschiedliche Aufnahmeposition hervorgerufene


scheinbare Lageverschiebung von korrespondierenden Punkten auf einem
Bildpaar. Sie entspricht der Strecke

p A = X A' − (− X A'' ) = X A' + X A''

Diese Gleichung ist die Grundgleichung der Stereophotogrammetrie;


Die Messung muss parallel zur Bildbasis erfolgen, nach rechts liegen positive,
nach links negative Werte.
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 57

Für die Beziehung zwischen


Parallaxenwert und anderen
Parametern des Bildpaares gilt
p b f ⋅b
= oder p=
f H H

Dabei wird deutlich, dass die Parallaxe sich in Abhängigkeit von


Höhenunterschieden im Gelände verändert (b und f sind nämlich konstant),
und dass sie lediglich für Punkte in gleicher Höhenlage gleich ist. Tiefer
liegende Punkte werden eine kleinere Parallaxe aufweisen als höher liegende.

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 58

Diese Abhängigkeit wird in


der Photogrammetrie zur
Ermittlung von Höhenunter-
schieden verwendet.
Die Differenz der Parallaxen
beider Punkte im Bild
verhält sich nämlich zur
Höhendifferenz wie folgt:

h 0 ⋅∆ px i
∆ hi =
b '+ ∆ px i
wobei ∆ px i = px i − px 0
Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 59

Bei der Berechnungsformel ist b’ die in den Bildern erscheinende Basislänge, die sich beim Orientieren
nach Kernstrahlen als Abstand H1’H2’ bzw. H1’’H2’’ zwischen den Hauptpunkten ergibt (Bildbasis =
absolute Parallaxe des Bildhauptpunktes). Für h0 wird man im allgemeinen die mittlere Flughöhe über dem
Gelände einsetzen; genauere Ergebnisse als b’ würde die Verwendung der absoluten Parallaxe des tiefer
liegenden Bildpunktes erbringen.

Wegen seines Näherungscharakters


eignet sich das Verfahren nur zur
Bestimmung von Höhendifferenzen
zwischen nahe zusammenliegenden
Punkten (Gebäudehöhen, Baumhöhen,
Böschungshöhen u.a.).

Gegeben sei beispielsweise ein mit 60%


Überdeckung erflogenes Bildpaar im Maßstab
1:5000. Folgende Messwerte ergeben sich aus den
Aufnahmeparametern bzw. nach Ausrichtung des
Bildpaares:

h0 = 750 m b’ = 90 mm ∆px = 4 mm
h0 ⋅ ∆ px 750 ⋅ 0,004
∆h = = = 31,91 m
b' + ∆ px 0,09 + 0,004

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 60

Zur Parallaxenmessung bedient man sich eines einfachen Tricks. In beiden


Bildern werden zwei punktförmige Marken M’ und M’’ so ein-gebracht, dass
sich die Sehstrahlen im Raum schneiden. Bei der stereoskopischen Betrachtung
verschmelzen beide Marken und der Beobachter nimmt nur eine im Raum
schwebende Marke M wahr.

Die Lage des Punktes M im Raum wird dabei durch die Koordinaten xM’ und yM’
im linken, und xM’’ im rechten Bild festgelegt; yM’’ ist bei nach Kernstrahlen
orientierten Bildpaaren nicht frei wählbar und entspricht yM’ .
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Anstelle eines Lineals verwendet


man zur Parallaxenmessung daher
zwei durch eine Stange
verbundene Meßmarken (Stereo-
mikrometer), deren Abstand
durch eine Mikrometerschraube
um messbare Beträge verändert
werden kann.

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Stereo-Entzerrung
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Eine vollständige, genaue Lösung erfordert dagegen, den geometrischen Zusammenhang


bei der Aufnahme der Bilder zu rekonstruieren und durch Projektion ein formtreues, aber
verkleinertes Modell des Geländes zu erzeugen. Dies geschieht bei der Stereokartierung.

Stereokartiersysteme
umfassen mehrere Teil-
systeme

Projektionssystem
Betrachtungssystem
Meßsystem
Kartiersystem

Dabei wird der geometrische Zusammenhang bei der Aufnahme der Bilder rekonstruiert
und durch Projektion ein formtreues (ähnliches), aber verkleinertes Modell des Geländes
erzeugt.
Der Auswerter bewegt eine Meßmarke (Wanderende Marke) im Raum und sucht dabei
die zu kartierenden Punkte oder Linien auf.
Die Lagekoordinaten dieser Bewegungen werden auf eine Zeichenfläche übertragen.
Aus den beiden Zentralperspektiven der Bilder wird dadurch eine senkrechte
Parallelprojektion auf die Kartenfläche abgeleitet.

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Voraussetzung zur Rekonstruktion der Aufnahmegeometrie ist die


präzise Orientierung der Bildpaare:
Innere Orientierung (der Aufnahmekammer): damit stimmen die im
Auswertegerät projizierten Strahlenbündel mit denen des Aufnahmevorganges
überein.
Relative Orientierung (der Bilder): Rekonstruktion der gegenseitigen Lage der
beiden Strahlenbündel; danach schneiden sich alle homologen Strahlen und
bilden ein räumliches Modell (Maßstab noch zufällig)
Absolute Orientierung (des Stereomodells): mit Hilfe von Paßpunkten wird das
Stereomodell auf einen runden Maßstab und in die richtige Raumlage gebracht.

Planicomp P2, ZEISS

Zur Bewegung der Meß-


marke dient ein Cursor auf
dem graphischen Tablett. Die
Höheneinstellung erfolgt
über eine Rändelschraube am
Cursor oder eine Fußscheibe.

Kartiertisch wird normaler-


weise off-line betrieben
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Orthophoto mit Höhenlinien


Das Orthophoto ist ein Luftbild, bei dem das Gelände nicht mehr in
Zentralprojektion, sondern in Orthogonalprojektion (d.h. senkrechte
Parallelprojektion) dargestellt wird.

Grundlagen der Fernerkundung 13/11/2014 - 66

Seine Herstellung erfolgt


durch die sogenannte
differentielle Entzerrung.

Dabei wird eine Luftbildpaar


auf eine höhenverstellbare
Negativebene projiziert. Ein
schmaler Schlitz wird
streifenförmig über die
Negativebene geführt, wobei
die Höhe der Negativebene
dem Relief angepasst wird.
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Digitale Photogrammetrische Kameras

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Digitale Reihenmesskammern

Zeiss DMC – Digital Mapping Camera


(digitale Großformat-Luftbildkamera)

• System besteht aus mehreren


Kameramodulen, die CCD-
Chips mit 12-Mikron-
Pixelabstand enthalten

• komplettes System arbeitet


mit 13824×7680 = 106
Megapixel

• Multispektrale Aufnahme: VIS


(blau, grün, rot) +NIR
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Analoges Luftbild 1994; SW-Aufnahme, Scan mit 12 µm

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Digitales Luftbild 2009; Falscharben-Infrarot, 10cm Auflösung