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Kauderwelsch Band 44 Koreanisch Wort für Wort
Kauderwelsch Band 44
Koreanisch
Wort für Wort
Kauderwelsch Band 44 Koreanisch Wort für Wort

Die wichtigsten Floskeln & Redewendungen

ja – nein ye (oder: ne) – a.ni.yo

Hallo!

yô.bo.se.yo!

Guten Tag! an.nyông-ha.shim.ni.kka? / an.nyông-ha.se.yo!

Herzlich willkommen! ô.sô o.ship.shi.yo!

Danke! kam.sa-ham.ni.da! / ko.map.sûm.ni.da!

Entschuldigung! (Ich bin unhöflich.) shi.le-ham.ni.da

Entschuldigung! (Es ist mir peinlich.) mi-an-ham.ni.da

Keine Ursache!

ch’ôn.man.e.yo!

Ich komme wegen -e kap.shi.da.

(beim Arzt)

Ich heiße Karl Müller. na-nûn Müller-Karl-im.ni.da.

Ich habe Hunger. bae-ga ko.p’ûm.ni.da.

Ich habe Durst. mog-i ma.rûm.ni.da.

Guten Appetit!

manh.i tû.ship.shi.o.

Auf Wiedersehen! (zum Gastgeber) an.nyông.hi kye.ship.shi.yo!

Auf Wiedersehen! (zum Gast) an.nyông.hi ka.ship.shi.yo!

Gute Nacht! an.nyông.hi chu.mu.ship.shi.o!

Die wichtigsten Fragewörter

nu.ga

wer?

nu.gu-ûi

wessen?

nu.gu-e.ge

wem?

nu.gu-rûl

wen?

ô.nû

welche(r, s)? (nur Dinge)

ô.ttôh.ke

wie?

ôl.ma

wieviel?

ô.di

wo?

ôn.je

wann?

Die wichtigsten Zeitangaben

chi.gûm

jetzt

o.nûl

heute

nae.il

morgen

mo.rae

übermorgen

ô.je

gestern

ku.jô.kke

vorgestern

il.tchig

früh

nûk.ke

spät

a.ch’im

morgens

o.jôn

vormittags

chông.o

mittags

o.hu

nachmittags

chô.nyôg

abends

pam

nachts

kûm-nyôn dieses Jahr

chang-nyôn

letztes Jahr

nae-nyôn

nächstes Jahr

hu.nae-nyôn übernächstes Jahr

Die Wochentage

wôl-yo.il

Mond-Wochentag

Montag

hwa-yo.il

Feuer-Wochentag

Dienstag

su-yo.il

Wasser-Wochentag

Mittwoch

mog-yo.il

Holz-Wochentag

Donnerstag

gûm-yo.il

Gold-Wochentag

Freitag

to-yo.il

Erde-Wochentag

Samstag

ir-yo.il

Sonne-Wochentag

Sonntag

Die wichtigsten Fragen

In die folgenden Sätze und Fragen kann man sinnvolle Hauptwörter aus den einzelnen Kapiteln einsetzen.

Verstehen Sie mich? i.hae-ha.se.yo?

 

Sprechen Sie Deutsch? tog.il-mar-ûl ha.shim.ni.kka?

 

Sprechen Sie Englisch?

 

yông.ô-mar-ûl ha.shim.ni.kka?

 

Wie heißen Sie? i.rûm-ûn mu.ôsh-im.ni.kka?

 

Wie geht es Ihnen? ô.ttôh.ke chi.nae.shim.ni.kka?

 

Haben Sie

?

-i/-ga iss.ûm.ni.kka?

 

Was ist das? i-gôs-ûn mu.ôsh.im.ni.kka?

 

Was kostet

?

-ûn/-nûn ôl.ma im.ni.kka?

 

Was kostet das? ôl.ma im.ni.kka?

 

Bitte (geben Sie mir) ein(e) -ûl/-rûl chu.ship.shi.yo.

 

Wo ist

?

-i/-ga ô.di-e iss.ûm.ni.kka?

 

Wie komme ich nach/zum/zur -i/-ga ô.ttôh.ke kam.ni.kka?

?

Hält dieser Bus in

?

 

i-bô.sû-ga

-e.sô sôm.ni.kka?

Kauderwelsch

Band 44

Kauderwelsch Band 44

Impressum

Kauderwelsch - digital Koreanisch — Wort für Wort basiert auf der Buchausgabe des Kauderwelsch-Bandes Dietrich & Andreas Haubold, Koreanisch — Wort für Wort 4. Auflage 2005 (ISBN 3-89416-022-5) erschienen im REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH Osnabrücker Str. 79, D-33649 Bielefeld

Der auf dieser CD-ROM enthaltene Audio-AusspracheTrainer ist auch separat erhältlich:

Kauderwelsch - AusspracheTrainer Koreanisch — Wort für Wort (ISBN 3-8317-6122-1)

© REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH Alle Rechte vorbehalten.

Bearbeitung

Klaus Werner

Cover-Design

Günter Pawlak, FaktorZwo! Bielefeld

Fotos

Koreanische Zentrale für Tourismus

Tonaufnahme

Tone-Bar Torsten Rosendahl, Halle/Westf.

Gesamtherstellung

WK Schallplatten, Enger

ISBN 3-8317-6162-0 Produced in Germany

Diese CD ist erhältlich in jeder Buchhandlung Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und der Benelux-Staaten. Bitte informieren Sie Ihren Buchhändler über folgende Bezugsadressen:

Deutschland

Prolit GmbH, Postfach 9, 35461 Fernwald (Annerod)

Schweiz

sowie alle Barsortimente AVA-buch 2000, Postfach 27, CH-8910 Affoltern

Österreich

Mohr Morawa Buchvertrieb GmbH,

Belgien & Niederlande direkt

Sulzengasse 2, A-1230 Wien Willems Adventure, Postbus 403, NL-3140 AK Maassluis Wer im Buchhandel kein Glück hat, bekommt unsere Publika- tionen auch über unseren Internet-Shop:

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Kauderwelsch

Dietrich & Andreas Haubold

Koreanisch

Wort für Wort

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Kauderwelsch-Sprechführer sind anders!

Warum? Weil sie Sie in die Lage versetzen, wirklich zu spre- chen und die Leute zu verstehen. Wie wird das gemacht? Abgese- hen von dem, was jedes Sprach- buch bietet, nämlich Vokabeln, Beispielsätze etc., zeichnen sich die Bände der Kauderwelsch- Reihe durch folgende Besonder- heiten aus:

Die Grammatik wird in einfa- cher Sprache so weit erklärt, dass es möglich wird, ohne viel Pau- kerei mit dem Sprechen zu be- ginnen, wenn auch nicht gerade druckreif. Alle Beispielsätze werden dop- pelt ins Deutsche übertragen:

zum einen Wort-für-Wort, zum anderen in „ordentliches“ Hoch- deutsch. So wird das fremde Sprachsystem sehr gut durch- schaubar. Denn in einer fremden Sprache unterscheiden sich z. B. Satzbau und Ausdrucksweise recht stark vom Deutschen. Oh- ne diese Übersetzungsart ist es so gut wie unmöglich, schnell ein- zelne Wörter in einem Satz aus- zutauschen.

Die Autorinnen und Autoren der Reihe sind Globetrotter, die die Sprache im Land selbst ge- lernt haben. Sie wissen daher ge- nau, wie und was die Leute auf der Straße sprechen. Deren Aus- drucksweise ist nämlich häufig viel einfacher und direkter als z. B. die Sprache der Literatur oder des Fernsehens. Besonders wichtig sind im Rei- seland Körpersprache, Gesten, Zeichen und Verhaltensregeln, ohne die auch Sprachkundige kaum mit Menschen in guten Kontakt kommen. In allen Bän- den der Kauderwelsch-Reihe wird darum besonders auf diese Art der nonverbalen Kommuni- kation eingegangen. Kauderwelsch-Sprechführer sind keine Lehrbücher, aber viel mehr als Sprachführer! Wenn Sie ein wenig Zeit investie- ren und einige Vokabeln lernen, werden Sie mit ihrer Hilfe in kür- zester Zeit schon Informationen bekommen und Erfahrungen machen, die „taubstummen“ Reisenden verborgen bleiben.

Inhalt

Inhalt

I–IV

Das Wichtigste vorab

 

9

Vorwort

11

Karte von Korea

12

Über die Sprache

15

Die Schrift

18

Die Umschrift

20

Das Alphabet

25

Wörter, die weiterhelfen

Grammatik

 
27 Hauptwörter (Substantive)

27

Hauptwörter (Substantive)

33

Mehrzahl

34

Bindewörter

35

Hilfszeitwörter (Hilfsverben)

 

39

Zeitwörter (Verben)

55

Eigenschaftswörter (Adjektive)

56

Steigern und Vergleichen

58

Fürwörter (Pronomen)

62

Fragewörter

64

Zahlen und Zählen

70

Zeit und Datum

Konversation

 
79 Auf dem Flughafen: erste und letzte Station

79

Auf dem Flughafen: erste und letzte Station

82

Anreden & Begrüßen

91

Begrüßen & Danken

95

Ja und Nein

Inhalt

98

Mini-Knigge

105

Körpersprache

108

Im Hotel

111

Essen und Trinken

119

Toilette & Co.

122

Zu Gast sein

128

Unterwegs

135

Kaufen und Feilschen

144

Beim Arzt

148

Telefon, Post & Internet

151

Wo man kein Koreanisch braucht

Anhang

Internet 151 Wo man kein Koreanisch braucht Anhang 154 Literaturempfehlungen 157 Wörterlisten
Internet 151 Wo man kein Koreanisch braucht Anhang 154 Literaturempfehlungen 157 Wörterlisten

154

Literaturempfehlungen

157

Wörterlisten

158

Deutsch-Koreanisch

167

Koreanisch-Deutsch

176

Die Autoren

8 p’al
Vorwort Vorwort W enn ich an meine erste Begegnung mit Korea zurückdenke, dann überfällt mich

Vorwort

Vorwort Vorwort W enn ich an meine erste Begegnung mit Korea zurückdenke, dann überfällt mich wieder

Vorwort

Wenn ich an meine erste Begegnung mit Korea zurückdenke, dann überfällt mich wieder dieses Gefühl des Schocks: Hitze (es war Juli), Schwüle (eine Luftfeuchtigkeit von fast hundert Prozent), Smog, ein mörderi- scher Verkehr — und vor allem Menschen, unzählige Menschen, die sich zu jeder Tages- und Nachtzeit auf den Straßen drängten. Erst langsam begann sich dieses Bild zu entwirren. Aus den Menschenmassen wur- den einzelne Gesichter, Hitze, Schwüle und Smog ließen sich nach einiger Gewöhnung besser ertragen, der Lärm des Verkehrs war schließlich nur noch die Hintergrundmusik in der Zehnmillionenstadt Seoul, die Fas- sade, vor der sich alle Aktivitäten entfalteten. Seoul ist nicht Korea — aber es ist in den meisten Fällen der Startpunkt für alles, was sich der Besucher für das „Land der Mor- genstille“ vorgenommen hat. (Der alte Name Koreas, cho.sôn, heißt ursprünglich „Land der Morgenfrische“; er wird aber heute meist mit „Land of the Morning Calm“, also „Land der Morgenstille“ übersetzt. Korea, abgelei- tet von ko.ryô, dem Namen des koreanischen Reiches vom 10. bis zum 14. Jahrhundert, be- deutet etwa „Land der hohen Schönheit“.) Dabei bleibt die Morgenstille allerdings in den meisten Fällen ein nie erreichbares Ide- al, eine im alten Namen Koreas verankerte

Vorwort Seitenzahlen Um Ihnen den Umgang mit den Zahlen zu erleichtern, wird auf jeder Seite

Vorwort

Seitenzahlen Um Ihnen den Umgang mit den Zahlen zu erleichtern, wird auf jeder Seite die Seitenzahl auch in Koreanisch angegeben!

Erinnerung daran, dass es dort auch einmal paradiesisch ruhige Zeiten gegeben haben muss. Heute markiert das nie zur Ruhe kom- mende Seoul für mich immer Anfang und Ende einer Reise. Diese widersprüchliche und so ungeheuer lebendige Stadt ist Einstim- mung und Ausklang, ihr organisiertes Chaos markiert die Fixpunkte, zwischen denen sich die kurze, viel zu kurze Urlaubszeit abspielt. Wer sich im Trubel dieser Metropole abge- härtet hat, der kann die Schönheit Koreas viel besser genießen; wer sich aus der Idylle wieder in diesen Schmelztiegel zurückwagt, der be- greift etwas von der ungeheuren Energie, die den ganzen Süden dieser geteilten Halbinsel beseelt. Doch zum Verständnis des Landes gehört auch die Sprache. Der einfache Gruß:

an.nyông-ha.se.yo! (= frei übersetzt etwa „Friede mit Dir!“), dieser Gruß, begleitet von einer leichten Verbeugung, öffnet nicht nur Türen, sondern auch Herzen. Der Besucher zeigt mit der Mühe, diese bestimmt nicht ein- fache Sprache sprechen zu wollen, dass er kein sozusagen „normaler“ Tourist ist, keine jener „Langnasen“, die stets auf der Suche sind nach immer neuem Nervenkitzel. Schon die Beherrschung einiger Sätze Koreanisch macht aus dem Touristen den Gast, sie ver- leiht ihm einen völlig anderen Status. „Touristen“ sind Freiwild — in Korea eben- so wie in fast allen anderen Reiseländern. Ein

Karte von Korea Korea CHINA ShenyangShenyangShenyang Ch’ongjinCh’ongjinCh’ongjin HyesanHyesanHyesan
Karte von Korea
Korea
CHINA
ShenyangShenyangShenyang
Ch’ongjinCh’ongjinCh’ongjin
HyesanHyesanHyesan
Kimch’aekKimch’aekKimch’aek
NORDKOREA
HamhungHamhungHamhung
JAPANISCHES
P’yongyangP’yongyangP’yongyang
MEER
WonsanWonsanWonsan
KaesongKaesongKaesong
Ch’unch’onCh’unch’onCh’unch’on
KangnungKangnungKangnung
SeoulSeoulSeoul
Inch’onInch’onInch’on
SuwonSuwonSuwon
Ch’ungjuCh’ungjuCh’ungju
SÜDKOREA
HUANG
HAI
TaejonTaejonTaejon
P’ohangP’ohangP’ohang
(Gelbes Meer)
TaeguTaeguTaegu
KwangjuKwangjuKwangju
MasanMasanMasan
PusanPusanPusan
100 km
JAPAN

„Gast“ ist etwas völlig anderes — vorausge- setzt, er verscherzt sich diese Anerkennung nicht durch falsches Benehmen, durch einen Verstoß gegen die ungeschriebenen Gesetze der Gast- lichkeit. Und die größte Anerkennung (und Verpflichtung) ist es dann, quasi als Fa- milienmitglied in einen koreanischen Klan aufgenommen zu werden — eine Ehre, der man vielleicht ein- mal nach langer Be- kanntschaft mit dem Land und seinen Men- schen teilhaftig wird. Doch, wie gesagt, der

Schlüssel zu all dem ist die Sprache — und ich habe es deshalb nie bereut, mich näher mit diesem für Europäer absolut verrückten und unverständlichen System menschlicher Verständigung be- schäftigt zu haben. Aus dieser Erfahrung her- aus kann ich es nur jedem wünschen, dass er nicht nur Korea als Reiseland, sondern — mehr noch — seine Menschen als Freunde entdeckt.

Über die Sprache Über die Sprache K oreanisch gehört vermutlich — die Gelehrten sind sich

Über die Sprache

Über die Sprache

Koreanisch gehört vermutlich — die Gelehrten sind sich da nicht so ganz einig — zur ural-altaischen Sprachfamilie wie z. B. Finnisch oder Ungarisch. Etwaige Ähn- lichkeiten mit diesen Sprachen sind aller- dings selten, da Koreanisch mittlerweile zu weit mehr als fünfzig Prozent aus sinokore- anischen Worten besteht, also sprachliche An- leihen beim „großen Bruder“ China gemacht hat, und sich außerdem in Sprachstruktur und Grammatik an sein Umfeld angeglichen hat. Wer Japanisch beherrscht, wird in dieser Hinsicht häufig auf gewisse Ähnlichkeiten stoßen. Die koreanische Sprache hat also zwei Wurzeln. Da gibt es einmal einen Wortschatz, der rein Koreanisch ist. Und dann gibt es einen fast noch größeren Wortschatz, der auf chinesische Quellen zurückgeht. Das führt dazu, dass es viele Wörter von gleicher Bedeu- tung gibt. Im Normalfall sind sie aus- tauschbar, in anderen Fällen ist die Bedeu- tung zwar dieselbe, sie werden aber ver- schieden gebraucht — zum Beispiel etwa dal = Mond/Monat (koreanisch). Bei Gesprächen über die Länge von Zeit, über die Zeitdauer nimmt man das koreanische Wort, z. B. han- dal (= ein Monat); bei den Monatsnamen aber das sinokoreanische wôl (il-wôl = eins-Monat = Januar).

Über die Sprache

Über die Sprache Im Gegensatz dazu ein anderes Beispiel, bei dem die Bedeutung der Wörter fast

Im Gegensatz dazu ein anderes Beispiel, bei dem die Bedeutung der Wörter fast gleich ist und sie auch beide zur Bezeichnung der glei- chen Sachlage benutzt werden: ki.hu = Kli- ma/Wetter (sinokoreanisch); nal.sshi = Wetter (koreanisch) . Was wir Europäer unter Grammatik verste- hen, findet im Koreanischen in dieser Form nicht statt. Stämme von Tätigkeitswörtern (Verben) und die Hauptwörter (Substantive) werden durch Vor- und Nachsilben (Präfixe, Suffixe, Prä- und Postpositionen) verändert; zusätzliche Schwierigkeiten ergeben sich durch die verschiedenen Höflichkeitsstufen, die jeweils durch eigene Silben und durch besondere Verbformen ausgedrückt werden. Aber keine Angst, das alles muss nicht gelernt werden. Ich beschränke mich auf die mittleren Höflichkeitsstufen — damit kommt man si- cher durch das ganze Land. Denn Höflichkeit ist wichtig: In dieser Beziehung ist Korea ein sehr asiatisches Land. In anderer Hinsicht, z. B. bei der Mentalität der Menschen, werden Sie sich bald wie zu Hause fühlen, denn Kore- aner sind offen, freundlich, humorvoll, einem Gespräch nie abgeneigt. Sie lachen und singen gerne und sind ganz allgemein ein ungeheuer geselliges (und auch emotionales) Volk. Koreanisch ist, was den Satzbau angeht, klar strukturiert — die Satzaussage (Prädikat bzw. Verb) steht immer am Ende –, dabei aber sehr flexibel und außerdem noch ökono- misch. Ein Beispiel:

(Prädikat bzw. Verb) steht immer am Ende –, dabei aber sehr flexibel und außerdem noch ökono-
(Prädikat bzw. Verb) steht immer am Ende –, dabei aber sehr flexibel und außerdem noch ökono-

Kauderwelsch-

AusspracheTrainer Falls Sie sich die wichtigsten koreanischen Sätze, die in diesem Buch vorkommen, einmal von einer Koreanerin gesprochen anhören möchten, kann Ihnen Ihre Buchhandlung den AAuusssspprraacchheeTTrraaiinneerr zu

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Über die Sprache * (mittlere na-nûn tog.il-sa.ram-im.ni.da * Höflichkeitsstufe) Ich-der

Über die Sprache

*(mittlere

na-nûn tog.il-sa.ram-im.ni.da *

Höflichkeitsstufe)

Ich-der Deutschland-Mensch-sein* Ich bin Deutsche/r.

Auf das „ich“ kann ich nun, falls ich es nicht ganz besonders herausheben und betonen will, verzichten; es ist klar, dass nur ich gemeint sein kann. Also lautet der Satz in Kurzform:

tog.il-sa.ram-im.ni.da

Deutschland-Mensch-sein

Wobei nach koreanischem Verständnis dieser ganze Satz ein einziges Verb ist. Grammatisch ebenso richtig, aber dafür wesentlich um- ständlicher könnte ich den Satz z. B. auch so gestalten:

tog.il-ûi

Deutschland-des Mensch-der sein

(Genitiv) (Nominativ)

sa.ram-ûn im.ni.da

Aber diese völlig überflüssigen Umstände muss man sich ja nicht machen. In diesem Zusammenhang ein Hinweis. Sil- ben innerhalb eines Wortes werden in meiner Umschrift (die im wesentlichen der an- gloamerikanischen Umschrift nach dem Sys- tem McCune/Reischauer entspricht) durch einen Punkt getrennt, Vor- und Nachsilben oder Verbindungen mit Verben sind durch einen Bindestrich verküpft. Dabei wird (hof-

Über die Sprache

Über die Sprache fentlich ) die Struktur eines Wortes oder eines Satzes ohne größere Erläuterungen deut-

fentlich ) die Struktur eines Wortes oder eines Satzes ohne größere Erläuterungen deut- lich. Was die Gliederung eines Satzes beim Sprechen angeht, so werden Wörter mit den zu ihnen gehörenden Vor- und Nachsilben immer als eine Einheit gesprochen, ansonsten wird nach Sinnabschnitten unterteilt: na-nûn // tog.il-sa.ram / -im.ni.da. Innerhalb eines Wortes werden Konsonan- ten am Silbenende zu Vokalen am nächsten Silbenanfang hinabergezogen, so dass tog.il wie to.gil gesprochen wird. Betonungen der einzelnen Silben/ Worte/ Satzteile usw. ergeben sich beim Sprechen. Es gilt also, den „native speakers“ genau zuzuhö- ren — dabei lernt man das alles am schnell- sten. Nichts falsch machen kann man, wenn man am Anfang alle Silben etwa gleich gewichtet. Ausnahmen sind Verb-Endungen auf -kka und -e.yo. Sie signalisieren eine Frage oder einen Ausruf — und dabei geht man mit der Stimme nach oben.

Ausruf — und dabei geht man mit der Stimme nach oben. Also dann: shi.yag-i pan-i.da oder:

Also dann: shi.yag-i pan-i.da

oder:

Anfang-der Hälfte-sein Der Anfang ist die Hälfte. Frisch gewagt ist halb gewonnen.

Die Schrift Die Schrift V or den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt —

Die Schrift

Die Schrift

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt — und wer sich wirklich unbeschwert in Korea bewegen will, muss halt ein bisschen dieser kostbaren Flüssigkeit investieren. Ohne Kenntnis der koreanischen Schrift nämlich kann es passieren, dass man einsam wie ein Waisenkind auf einem Busbahnhof steht und verzweifelt nach einem Beförderungs- mittel sucht — aber die sind alle nur in Koreanisch beschriftet. Lange Zeit war die international als Standard geltende (angloamerikanis- che) Umschrift von McCune/Rei- schauer dabei die sozusagen offiziöse Umschrift. In den meisten Lehrbü- chern ist sie es heute noch, auf Stra- ßen- und Hinweisschildern findet sich allerdings heute eine andere, für den Ausländer schwer zu durchschauende Umschrift, die – und darauf legten die Koreaner bei der Einführung Wert – rein koreanisch ist (und nicht von ir- gendwelchen westlichen Fachleuten erstellt wurde). Näheres im folgenden Kapitel „Umschrift“. Die koreanische Schrift, das han.gûl, ist eine verhältnismäßig junge Errungenschaft. Sie ist die weltweit einzige nach wissenschaftlichen Kriterien erarbeitete phonetische Schrift und wurde 1446 durch König Se.jong eingeführt.

Kriterien erarbeitete phonetische Schrift und wurde 1446 durch König Se.jong eingeführt. 1 6 ship.yuk

Die Schrift

Die Schrift Vorher schrieb (und sprach) man — zumindest in den gebildeten Kreisen — Chinesisch. Eine

Vorher schrieb (und sprach) man — zumindest in den gebildeten Kreisen — Chinesisch. Eine Erinnerung an diese Zeit ist das han.ja, ein Grundwortschatz von zunächst etwa 3.000 chinesischen Ideogrammen, die vor allem für Namen und feststehende Begriffe verwendet werden. Mit Hilfe des han.ja lassen sich auch viele Homonyme, also gleichlautende Wörter und Silben, unterscheiden. Im Koreanischen, und logischerweise dann auch in der koreanischen Schrift, finden sich Buchstaben und Laute, für die es im Deutschen keine Entsprechung gibt bzw. die im Deutschen keine eigenen, von anderen deutlich unterschiedenen Laute darstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Lautwert eines einzelnen Zeichens/Buch- stabens je nach der Stellung in der Silbe oder im Wort etwas verschieben oder sogar völlig verändern kann: r wird beispielsweise zu l oder umgekehrt, g zu k, s vor i zu einem ange- lauteten sch, ein tsch zu einem weichen dsch. Das lässt sich nicht normieren, das ist zum Teil reine Gefühlssache. Und noch ein Hinweis: Am leichtesten lernt man eine Schrift, wenn man sie nicht nur lesen, sondern auch schreiben kann. Deshalb ist in der folgenden Tabelle nach jedem Buchstaben auch die Strichfolge angegeben, denn jedes Ze- ichen muss (im Chinesischen ist das noch wichtiger) auf eine bestimmte Art und Weise und in einer bestimmten Reihenfolge der Striche geschrieben werden.

Die Umschrift Die Umschrift E in Wort zu der von mir verwendeten Um- schrift. Ich

Die Umschrift

Die Umschrift

Ein Wort zu der von mir verwendeten Um- schrift. Ich habe darauf verzichtet, ein eigenes System zu entwickeln, denn genau die fehlende Standardisierung der Umschriften macht den Umgang mit vielen anderen Sprachführern so schwierig. Die andere Möglichkeit, die internationale Lautschrift nämlich, erschien mir für den alltäglichen Ge- brauch nicht einfach genug. Lange Zeit war die international als Stan- dard geltende (angloamerikanische) Tran- skription von McCune/Reischauer (McC/R) die sozusagen offiziöse Umschrift. Mittler- weile hat die koreanische Regierung trotz viel- er Proteste eine offizielle Lautschrift verfügt, die sich anlehnt an eine früher gültige Um- schrift des Erziehungsministeriums aus dem Jahre 1959. Diese konnte sich allerdings nie durchsetzen. Jetzt ist sie wieder auferstanden – und hat die Lage für Touristen nicht gerade verbessert. Das Rätselraten an Straßen- und Hinweisschildern geht fröhlich weiter. Unter den etwa zehn international verbreit- eten Transkriptionen für Koreanisch ist das System McCune/Reischauer (McC/R) eines der besten – und es ist trotz seiner an- gloamerikanischen Herkunft auch für deutsche Verhältnisse leicht lern- und an- wendbar. Lange Zeit wurde es auch in Korea benutzt,

Die Umschrift

Die Umschrift bis dann vor einigen Jahren eine Gruppe chauvinistischer Sprachwissenschaftler eine eigene

bis dann vor einigen Jahren eine Gruppe chauvinistischer Sprachwissenschaftler eine eigene „koreanische“ Umschrift durchsetzte, die keinerlei Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse von Nicht-Koreanern. Im Unter- schied zu McC/R weist sie jedem Buchstaben eine feste Umschrift zu (McC/R berück- sichtigt die Aussprache) und verzichtet auf di- akritische Zeichen, also Akzente. Ein Beispiel für den Unsinn, der damit angerichtet wird:

Das Sôrak-Gebirge im Nordosten würde sich nach McC/R sô.rak-san schreiben, in der jet- zt amtlichen Umschrift liest es sich seolag- san. Damit setzt das Entziffern der Schilder in ro.ma-ja, also der lateinischen Umschrift, wenigstens Grundkenntnisse des Koreanis- chen voraus. Und es ist schwieriger geworden, aus der Umschrift die richtige Aussprache abzuleiten. Auch hier ein Beispiel: die Insel Cheju (McC/R) schreibt sich jetzt offiziell je.ju, obwohl der Anfangslaut härter ausge- sprochen wird als das „j“ in der zweiten Silbe. Ähnlich ist es bei der Hafenstadt Pusan an der Ostküste, die jetzt offiziell bu.san heißt. (Weitere Hinweise finden sich bei den Er- läuterungen zu den einzelnen Buchstaben.)

Das Alphabet Das Alphabet Strichfolge Name Umschrift Aussprache kiyôk k, g k, g Die Doppel-

Das Alphabet

Das Alphabet

Strichfolge

Name

Umschrift Aussprache

kiyôk k, g k, g Die Doppel- laute (ssang = doppelt) sprechen sich etwas härter
kiyôk
k, g
k, g
Die Doppel-
laute (ssang
= doppelt)
sprechen sich
etwas härter
aus als die
einfachen
Laute,
dürfen aber
nicht mit den
aspirierten
Lauten
verwechselt
werden!
ssang.giyôk
kk
kk, gg
niûn
n
n
tigût
t, d
t, d
ssang.digût
tt
dd, tt
2x
riûl
l, r
l, r
miûm
m
m
piûp
p, b
p, b
ssang.biûp
pp
pp, bb
2x
siôt
s, sh
s, sch
(vor i etwa wie in franz. „Chiffre“)
ssang.siôt
ss
ss
2x
(die Aussprache von ssang.siôt erinnert an „ß“)
iûng
ng
ng
(wie z. B. in „eng“; am Silbenbeginn stumm)
chiût
ch, j
tsch, dsch
ssang.jiût
tch
tsch
2x
ch’iût
ch’
tsch
(Der Apostroph besagt, dass der Laut aspiriert ist)
k’iûk
k’
kh
t’iût
t’
th
(nicht mit dem englischen th verwechseln!)
p’iûp
p’
ph
(das p ist aspiriert, nicht wie in „Philosophie“!)
hiût
h
h

20 i.ship

Das Alphabet

Das Alphabet a a a ae ae ä (zusammengesetzt aus a + i) ya ya ja
a a a ae ae ä (zusammengesetzt aus a + i) ya ya ja yae
a
a
a
ae
ae
ä
(zusammengesetzt aus a + i)
ya
ya
ja
yae
yae
ô
o
(offenes o wie in „Koch“, oft auch mit eo umschrieben)
ô
e
(zusammengesetzt aus o + i)
jo
(Aussprache etwa wie in „Joch“)
ye
ye
je
(zusammengesetzt aus yô + i)
o
o
o
wa
wa
wa
(zusammengesetzt aus o + a)
wae
wae
(zusammengesetzt aus o + ae)
oe
oe, oi
ö
(zusammengesetzt aus o + i)
yo
yo
jo
u
u
u
wo
(zusammengesetzt aus u + ô)
we
we
we
(zusammengesetzt aus u + e)
ui
ui
ü
(zusammengesetzt aus u + i)
yu yu
ju
û û
e, u
(zwischen e und u, etwa wie in „gehen“)
ûi
ûi, ue
u-i, e-i
(û und i werden getrennt gesprochen; auch „wi“)
i
i
i
Das Alphabet Die koreanischen Buchstaben werden beim Schreiben nicht — wie bei den westlichen Sprachen

Das Alphabet

Die koreanischen Buchstaben werden beim Schreiben nicht — wie bei den westlichen Sprachen üblich — in linearer Lautfolge, son- dern in Anlehnung an die chinesische Wortschrift in Silbenkomplexen angeordnet. Anklänge an die chinesische Schreibweise finden sich auch in der Schreibrichtung – tra- ditionell von oben nach unten und von rechts nach links. Erst neuerdings wird auch waagerecht von links nach rechts geschrieben. Koreanische Bücher allerdings werden meist noch in der alten Weise gedruckt, so dass für westliche Begriffe der Anfang am Buchende ist und die Bücher sozusagen von rückwärts gelesen werden. Die Buchstaben in den einzelnen Silben werden von links nach rechts und von oben nach unten geschrieben und gelesen:

 

x

xx

x
x
x
xx

xx

x
x

x

xx

Das nur als kurzer Hinweis. Es gibt ein paar Ausnahmen und Feinheiten, aber auf die will ich hier nicht eingehen. Zurück zu dem angekündigten Hinweis. Es geht um die Buchstaben am Silbenende, die sich häufig und für den Westler völlig unge-

Das Alphabet

Das Alphabet wohnt (und zunächst auch unbegründet) in der Aussprache in etwas völlig anderes ver- wandeln.

wohnt (und zunächst auch unbegründet) in der Aussprache in etwas völlig anderes ver- wandeln. Ich denke hier z. B. an das Verb id.da (die beiden Silben werden deutlich getrennt gesprochen) gleich „da sein“, „vorhanden sein“. Geschrieben wird dieses Verb iss.da. Verschiedene s-Laute werden also am Silben- ende und vor allem dann, wenn die nächste Silbe mit einem t/d-Laut beginnt, selber zu t/d. Ändert sich die Verbform, dann verwan- deln sie sich in s-Laute zurück: iss.um.ni.da. Hinweis: Wo es zum Verständnis bzw. zur Deklination und Konjugation wichtig ist, wird bei derartigen Wörtern neben der phonetisch korrekten Aussprache in Klam- mern auch die Schriftform angegeben. Beispiel: kôt (kôs-) = Sache, Ding. Andere Verschleifungen: Endet eine Silbe mit b und beginnt die nächste mit einem n, dann wird mn gesprochen. „Guten Tag“ (Haben Sie Frieden?) schreibt sich an.nyông- ha.shib.ni.kka?, spricht sich aber an.nyông- ha.shim.ni.kka?. (Diese Form, mittlere Höf- lichkeitsstufe, gebraucht gegenüber Höher- stehenden und Älteren — ist die neben an.nyông-ha.se.yo! meistgebrauchte.) Doppelvokale wie ye oder yae werden nach Konsonant häufig zu e oder ä, k-Laute werden am Silben- oder Wortende gelegentlich zu -ng, harte p- oder tsch-Laute in der Verbindung mit Vor- oder Nachsilben zu weichem b oder dsch.

Das Alphabet Und noch etwas: Im Koreanischen gibt es kein f oder v . Dafür

Das Alphabet

Und noch etwas: Im Koreanischen gibt es kein f oder v. Dafür wird p verwendet. Ein weltweit bekannter Softdrink heißt dann logischer- weise p’an.t’a, der Kaffee k’ô.p’i. Die w-Laute sind im Koreanischen mit u oder o gebildete Vokale, sie werden am Silbe- nanfang also mit einem stummen iûng als An- laut geschrieben. Das deutsche w wird durch b ersetzt — ein Wecker würde sich im Koreanischen phonetisch etwa baek.kô schreiben. Aus diesem Beispiel ergibt sich auch, dass die Endung -er bei Fremd- und Lehnwörtern in der koreanischen Sprache zu wird. Aber das sollte nicht unnötig verwirren; man muss es nur bei einer näheren Beschäfti- gung mit der Sprache im Hinterkopf haben. Die Umschrift in diesem Buch ist in jedem Fall phonetisch richtig. Doch abgesehen davon ist die Beherrschung der 24 Grundzei- chen des Koreanischen, aus denen sich dann insgesamt 40 Lautzeichen (21 Vokale, 19 Kon- sonanten) ergeben, unbedingt anzuraten.

Wörter, die weiterhelfen

Wörter, die weiterhelfen Wörter, die weiterhelfen B evor wir uns auf die Grammatik stürzen, hier ein

Wörter, die weiterhelfen

Bevor wir uns auf die Grammatik stürzen, hier ein paar Wörter und Sätze zum Warm- werden. Zunächst die Fragen:

-i/-ga ô.di-e iss.ûm-ni-kka? (1) wo (Ortsbest.) sich-befinden(?)

Wo ist ein/e, der/die/das

?

(Was die Zahlen in der Wort-für-Wort- Übersetzung bedeuten, steht im nächsten Kapitel.)

-ûl/rûl a.shim.ni.kka?

(4) kennen/wissen(?)

Kennen Sie

?

-i/-ga iss.ûm.ni.kka? (1) da-sein/vorhanden-sein(?)

Haben Sie ein/e

?

-ûl/-rûl chu.ship.shi.o (4) geben (höfl. Aufforderung = !) Bitte (geben Sie mir) ein/e

-e kap.shi.da nach (3) gehen wollen (!) Bitte bringen Sie mich zu/nach

-i/-ga ô.ttôh.ke kam.ni.kka? (1) wie gehen (?) Wie komme ich nach/zu

?

(-ûn/nûn) ôl.ma im.ni.kka? (1) wieviel sein (?) Was kostet ein/e, der/die/das

?

Wörter, die weiterhelfen Soweit die Sätze. Und jetzt die ganzen schönen Be- griffe, mit denen

Wörter, die weiterhelfen

Soweit die Sätze. Und jetzt die ganzen schönen Be- griffe, mit denen man diese „Bausteine“ vervoll- ständigen kann:

Hotel

ho.t’el

koreanisehe Herberge

yô-kwan

Einzelzimmer

tok.bang

Doppelzimmer

i.in.yong.bang

Zimmer mit Bad

mog.yok.t’ang.

i.ttal.lin.bang

Restaurant

ûm-shik-jôm,

shik.dang

Café/Teehaus

ta.bang

Toilette

byôn.so

(höfl.: hwa-jang-shil)

Herren-Toilette

nam.ja-byôn.so

Damen-Toilette

yo.ja-byôn.so

Telefon

chôn.hwa

öffentliches Telefon

gong.jung-chôn.hwa

Bank

ûn.haeng

Geldwechsel

hwan.gûm

Gepäck

su.ha.mul

Gepäckaufbewahrung su.ha.mul-bo.kwan.so

Information

an.nae.so,

an.nae-ch’ang.gu

Taxi

taek.shi

Taxistand

taek.shi-t’a.nûn-kot(-kos-)

Bahnhof

yôg, chông.gô.jang

Bus

bô.sû

Stadtbus

shi.nae-bô.sû

Flughafenbus

gang.hang-bô.sû

Busbahnhof

bô.sû-tô.mi.nôl

Bushaltestelle

bô.sû-chu.ch’a.jang

Hauptwörter (Substantive)

Hauptwörter (Substantive) U-Bahn chi.ha.ch’ôl Arzt ue.sa Apotheke yak.bang, yak.guk Krankenhaus

U-Bahn

chi.ha.ch’ôl

Arzt

ue.sa

Apotheke

yak.bang, yak.guk

Krankenhaus

byông.won

Flughafen

gong.hang

(dipl.) Botschaft

tae.sa.gwan

Postamt

u.p’yôn.guk,

u.ch’e.guk

Bier / Wasser / Tee

maek.ju / mul / hong.ch’a

Fahrkarte

ch’a.pyo,

sung.ch’a.kwôn

Fahrkartenschalter

p’yo.p’a.nûn-kot (-kos-)

sûng.ch’a.kwôn-

bo.kwan.so

Jugendherberge

ch’ong.so.nyon.suk.so, yu.sû ho.sû.t’ûl

Anmeldung

shin.go

Rechnung

kye.san, kye.san.sô

Hotelkosten

ho.t’el-bi

Hauptwörter (Substantive)

Wenn es um die Hauptwörter (Substantive) im Koreanischen geht, dann hat man es auf der einen Seite sehr einfach. Sie verändern sich nicht, sie haben kein (grammatisches) Geschlecht und im Normalfall auch keine Mehrzahl (Plural). Nur wenn es unbedingt notwendig ist, kann die Endung -ûl/-dûl (= Mehrzahl) angehängt werden. Ansonsten wird immer die Einzahl (Singular) verwendet.

Hauptwörter (Substantive) Unterschieden werden rein koreanisehe Wörter, solche, die ihren Ursprung im Chine- sischen

Hauptwörter (Substantive)

Unterschieden werden rein koreanisehe Wörter, solche, die ihren Ursprung im Chine- sischen haben und schließlich Fremd- und Lehnwörter aus Westsprachen, meist aus dem Englischen oder Amerikanischen. Für die sinokoreanischen Wörter gibt es die Mög- lichkeit, sie in chinesischen Ideogrammen zu schreiben, so dass die Texte in Zeitungen und Zeitschriften meist aus han.gûl und han.ja zusammengesetzt sind. Gelegentlich findet sich dann auch ein Begriff in han.ja, der mit Vor- oder Nachsilben in han.gûl versehen ist. Besonders Eigen- oder Ortsnamen werden in han.ja geschrieben, außerdem bestimmte, eingeführte Begriffe und Wörter, die im Ko- reanischen gleich klingen (Homonyme) und deren Bedeutung durch die chinesischen Ideogramme besser vermittelt werden kann. Das braucht uns jetzt nicht weiter zu interes- sieren, denn in diesem Buch geht es um das Sprechen, weniger um das Lesen. Die meisten Hauptwörter sind ein- oder zweisilbig. Drei- oder mehrsilbige Wörter sind meist Zusammensetzungen nach dem Sche- ma Bier (= maek.ju) plus Zählwort für Flasche (= pyông) ergibt Bierflasche (= maek.ju- byông).

Beugung

So weit, so gut — oder so einfach. Wenn es dann aber an die Beugung (Deklination) von Hauptwörtern geht, dann wird die Lage

Hauptwörter (Substantive)

Hauptwörter (Substantive) unübersichtlich. Denn eine dem Deutschen vergleichbare Grammatik gibt es nicht. Ver- sucht man

unübersichtlich. Denn eine dem Deutschen vergleichbare Grammatik gibt es nicht. Ver- sucht man trotzdem, alles in ein vertrautes Schema zu pressen, dann kommt beim Wort sa.ram (= Mensch) ungefähr folgendes he- raus:

1. Fall (Nominativ) sa.ram-i sa.ram-ûn

Mensch-der

Mensch-der

2. Fall (Genitiv)

sa.ram-ûi

Menschen-des

3. Fall (Dativ)

sa.ram-e.ge

Menschen-dem

Die Nachsilbe -e.ge ist daneben — allerdings nur bei Personen — eine Ortsbestimmung (Lokativ):

(Lokativ)

sa.ram-e.ge

Menschen-zum

4. Fall (Akkusativ) sa.ram-ûl

Menschen-den

5. Fall (Vokativ)

sa.ram-a

Mensch-!

Ähnlich wie bei den Wörtern, die einen Mit- laut (Konsonanten) als Auslaut haben (s. o.), funktioniert die Sache bei den Wörtern, die auf einen Selbstlaut (Vokal) enden, zum Beispiel bei a.i (= Kind):

(Es gibt eine Ruf-/ Befehlsform, die ich hier den 5. Fall (Vokativ) genannt habe.)

1. Fall (Nominativ) a.i-ga a.i-nûn

Kind-das

Kind-das

2. Fall (Genitiv)

a.i-ûi

Kindes-des

3. Fall (Dativ)

a.i-e.ge

Kind-dem

(Lokativ)

a.i-e.ge

Kind-zum

4. Fall (Akkusativ) a.i-rûl

Kind-das

5. Fall (Vokativ)

a.i.ya

Kind-!

Hauptwörter (Substantive) Aber alle Vergleiche hinken, und das gilt auch in diesem Fall. Die beiden

Hauptwörter (Substantive)

Aber alle Vergleiche hinken, und das gilt auch in diesem Fall. Die beiden Tabellen können nur dazu dienen, ein bisschen von der Struk- tur des Koreanischen in diesen speziellen Fällen klarzumachen, denn — und das muss man immer wiederholen — eine dem Deutschen oder anderen europäischen Spra- chen vergleichbare Grammatik gibt es im Ko- reanischen nicht. Bei unbelebten Gegenständen gibt es zum Beispiel keinen Dativ. Der 3. Fall endet dann auf einfaches -e und ist reine Ortsbestim- mung (Lokativ):

chib-e

(Haus-zu)

= zu Hause

na.mu-e

(Baum-auf)

= auf dem Baum

Nachsilben

Infolgedessen bleibt nichts anderes übrig, als die genannten (und noch ein paar andere) Nachsilben (Postpositionen) und ihre Anwen- dung ganz schulbuchmäßig auswendig zu ler- nen. In diesem Buch werden die Fall-Endun- gen in der Wort-für-Wort-Übersetzung durch die entsprechende Zahl [(1) = 1. Fall = Nomi- nativ] angezeigt (siehe unten).

Hauptwörter (Substantive)

Hauptwörter (Substantive) Endung Bedeutung Beispiele -i Nominativ sa.ram-i der Mensch (nach Konsonant)

Endung

Bedeutung

Beispiele

-i

Nominativ

sa.ram-i

der Mensch

(nach Konsonant) Mensch-(1)

-ga

Nominativ

a.i-ga

das Kind

(nach Vokal)

Kind-(1)

-ûn

Nominativ

sa.ram-ûn

der Mensch

(nach Konsonant) Mensch-(1!)

-nûn

Nominativ

a.i-nûn

das Kind

(nach Vokal)

Kind-(1!)

Die Endung -ûn/-nûn bedeutet eine Ver- stärkung, eine besondere Bedeutung des Satzgegenstandes (Subjekt). Sie wird vor allem bei den persönlichen Fürwörtern ver- wendet:

 

na-nûn

ich-(1!)

ich

u.ri-nûn

wir-(1!)

wir

-ûi

Genitiv

sa.ram-ûi

des Menschen

 

Mensch-(2)

a.i-ûi

des Kindes

Kind-(2)

-e.ge Dativ (nur bei Personen auch Ortsbestimmung)

 

sa.ram-e.ge*

dem Menschen

Mensch-(3)

sa.ram-e.ge*

zum Menschen

Mensch-zum

-ûl

Akkusativ

sa.ram-ûl

den Menschen

(nach Konsonant) Mensch-(4)

Hauptwörter (Substantive) -rûl Akkusativ a.i-rûl das Kind (nach Vokal) Kind-(4) - e Orts- und

Hauptwörter (Substantive)

-rûl

Akkusativ

a.i-rûl

das Kind

(nach Vokal)

Kind-(4)

-e

Orts- und Zeitbestimmung: in, zu, nach, an, auf, um

 

chib-e

Haus-nach

chib-e

(ich gehe) nach Hause (ich bin) zu Hause

Haus-zu

han-shi-e

um 1 Uhr

-e. sô Ortsbestimmung: an, auf, in, zu - In Verbindung mit o.da (= kommen): aus sô.ul-e.so Seoul-in tog.il-e.sô

(ich wohne) in Seoul

(ich komme)

 

Deutschland-aus

aus Deutschland

-kwa/-gwa mit (nach Konsonant) chib.kwa Haus-mit a.dûl-gwa

mit dem Haus

mit dem Sohn

 

Sohn-mit a.dûl-gwa ham.kke* zusammen mit dem

Sohn-mit zusammen

(meinem) Sohn

-wa

mit (nach Vokal)

na.mu-wa

mit dem Baum

 

Baum-mit

-û.ro

Richtung (nach Konsonant): in, nach, zu. Mittel: mit

 

chib-û.ro

nach Hause

Hause-nach

sô.ul-û.ro

nach Seoul

Seoul-nach

pa.da-ro

zum Meer

Meer-zum

*Die Endungen -kwa/-gwa/-wa werden meist mit ham.kke (= zusammen) verwendet. Das schließt eine Verwechslung mit -kwa (= und) aus.

Mehrzahl

Mehrzahl -ro Richtung/Mittel pi.haeng.gi-ro mit dem Flugzeug (nach Vokal) Flugzeug-mittels -a Vokativ

-ro

Richtung/Mittel pi.haeng.gi-ro

mit dem Flugzeug

(nach Vokal)

Flugzeug-mittels

-a

Vokativ

sa.ram-a

Mensch!

(nach Konsonant) Mensch-!

-ya

Vokativ

a.i-ya

Kind!

(nach Vokal)

Kind-!

Mit dieser Liste ist das Thema „Nachsilben“ natürlich noch längst nicht erschöpft. Aber damit sollte man erst einmal auskommen können.

Mehrzahl

Die Sache mit der Mehrzahl (Plural) ist schnell erklärt (und findet sich z. B. nochmal im Kapitel „Fürwörter“). Wenn aus dem Zusammenhang nicht klar hervorgeht, dass es sich um viele Menschen, Flugzeuge oder Autos handelt, dann wird die Silbe -ûl (nach Konsonant) oder -dûl (nach Vokal) angehängt. Und daran kommen dann noch die Endun- gen für Nominativ, Genitiv und die anderen Fälle. Am Beispiel sieht das dann folgender- maßen aus:

sa.ram-dûr-i sa.ram-dûr-ûn Mensch=(Pl.) (1) oder Mensch=(Pl.) (1!)

die Menschen

d i e Menschen

Bindewörter Bindewörter U nd, oder, sowohl/als auch — das sind Bindewörter. lm Koreanischen gehören sie

Bindewörter

Bindewörter

Und, oder, sowohl/als auch — das sind Bindewörter. lm Koreanischen gehören sie in den meisten Fällen zur Klasse der Nachsilben (Postpositionen).

-kwa/-gwa/-wa — und

tog.il-gwa tae.han-min.guk Deutschland-und Korea

k’ô.p’i-wa hong-ch’a

Kaffee-und Tee

Für „und“ gibt es noch ein weiteres Wort. Es steht z. B. zwischen zwei Hauptsätzen oder am Anfang eines Satzes:

kû.ri.go — und

kû.ri.go ô.ttôh.ke chi.nae.shim.ni.kka? und wie ergehen-(?) Und wie geht es Ihnen?

-na/-i.na — oder

k’ô.p’i-na hong-ch’a

Kaffee-oder Tee

sul-i.na mul

Wein-oder Wasser

Hilfszeitwörter (Hilfsverben)

Hilfszeitwörter (Hilfsverben) -to — auch na-to-nûn tog.il-sa.ram-im.ni.da ich-auch-(1!) Deutschland-Mensch-sein Ich

-to — auch

na-to-nûn tog.il-sa.ram-im.ni.da ich-auch-(1!) Deutschland-Mensch-sein Ich bin auch Deutscher.

-to

-to / -ha.go

— sowohl

als auch

bi-to nun-to Regen-sowohl Schnee-als auch sowohl Regen als auch Schnee

sul-ha.go mul (ha.go) Wein-sowohl+als+auch Wasser sowohl Wein als auch Wasser

Hilfszeitwörter (Hilfsverben)

Im Deutschen gibt es nur zwei Hilfszeit- wörter: „sein“ und „haben“. Schon bei „tun“ wird die Sache strittig. Im Koreanischen dage- gen ist die Zahl der Hilfszeitwörter (Hilfsver- ben) fast unübersehbar — oder, anders ausge- drückt, viele Wörter, die im Deutschen völlig normale Verben sind, erfüllen im Koreani- schen die Funktion von Hilfsverben. Hier nur die wichtigsten:

i.da

sein

an.i.da

nicht sein

id.da (iss.da) da sein

ob.da (obs.da)

nicht da sein

ka.da

gehen

o.da

kommen

ha.da

tun, machen

t’a.da

fahren (auch: einsteigen)

tu.da

spielen

Hilfszeitwörter (Hilfsverben) Wenn es rein statistisch um die Häufigkeit der im Koreanischen benutzten Hilfsverlden

Hilfszeitwörter (Hilfsverben)

Wenn es rein statistisch um die Häufigkeit der im Koreanischen benutzten Hilfsverlden geht, dann stehen i.da, id.da und ha.da ein- wandfrei an der Spitze. Gerade ha.da wird für alle möglichen und unmöglichen Zwecke oder Zusammensetzungen gebraucht — und auch Sie können sich das ohne weiteres zunutze machen. Aber zunächst noch ein Hinweis auf die Verneinung von ha.da:

an.t’a (anh.ta) — nicht tun, nicht machen

Mit diesem Allzweck-Verb lassen sich alle an- deren Zeitwörter ohne Schwierigkeiten verneinen. Ich nehme den Verbstamm eines beliebigen Tätigkeitswortes, nominalisiere ihn (mache ihn also zum Hauptwort), indem ich ein -chi anschließe, und habe dann eine elegante und der koreanischen Hochsprache zugerechnete Verneinung:

môk.ta

essen

môk + -chi

das Essen (nur in Verbindung mit an.t’a)

môk-chi-an.t’a nicht essen

Die normale, eher umgangs- oder dialekt- sprachliche Verneinung funktioniert mit dem Adverb

an.i

nicht

in diesem Fall aber verkürzt zu

an-

nicht.

Hilfszeitwörter (Hilfsverben)

Hilfszeitwörter (Hilfsverben) In der Anwendung sieht das dann so aus: an-ka.da nicht gehen an-môk.ta nicht

In der Anwendung sieht das dann so aus:

an-ka.da

nicht gehen

an-môk.ta

nicht essen

und so weiter. Man darf sich aussuchen, was einem lieber ist — die elegante oder die mehr umgangssprachliche Form. Einfacher ist es auf jeden Fall, alle Verben (ausgenommen die, die eine eigene Form der Verneinung haben) nur mit an- zu verneinen.

ha.da

Was die Hilfsverben angeht, so ist ha.da (= tun, machen) dasjenige, was in allen möglichen Zusammensetzungen verwendet werden kann und was einem auch in allen möglichen Zusammensetzungen begegnet. Der universale Gebrauch von ha.da hängt mit einer Eigenart der koreanischen Zeit- wörter zusammen: Sehr viele werden mit si- nokoreanischen Hauptwörtern gebildet — in der Weise, dass an ein solches Substantiv ein- fach „tun“ „machen“ angefügt wird:

kam.sa-ha.da

Dank-tun

danken

mal-ha.da

Sprache-tun

sprechen

chôn.hwa-ha.da Telefon-tun

telefonieren

myôn.do-ha.da

Gesicht + Scheren tun (sich) rasieren

Höflichkeitsstufen Höflichkeitsstufen D as Koreanische kennt, wie andere asiati- sche Sprachen auch, verschiedene

Höflichkeitsstufen

Höflichkeitsstufen

Das Koreanische kennt, wie andere asiati- sche Sprachen auch, verschiedene Höflich- keitsstufen, die je nach der Person des Spre- chers oder des Angeredeten verwendet wer- den. Dabei ist das, was als normale Grund- form (Infinitiv) eines Tätigkeitswortes (Verb) angegeben wird, schon eine Höflichkeitsstufe — allerdings die neutrale, weder höflich noch unhöflich. Beispiel: i.da (= sein): i (= Stamm) und .da (= Endung). .da als Endung signalisiert in diesem Fall die neutrale Höflichkeitsstufe. Alle Verbfor- men werden nun mit dem Stamm — im Bei- spiel das i. von i.da — und verschiedenen Zwi- schensilben und Endungen gebildet. Die ur- sprüngliche Bedeutung lällt sich allerdings immer nur am Verbstamm ablesen. Wir haben uns in diesem Buch auf die bei- den wichtigsten Höflichkeitsstufen be- schränkt — die Anrede gegenüber Gleichge- stellten und die Anrede gegenüber Höherge- stellten oder Älteren. Alle anderen Formen kann man sich schenken — die sind etwas für Spezialisten.

Anrede

Zur Höflichkeit gehören auch die Titel. Wer Herrn Kim einfach nur mit Kim anredet, drückt eine Vertraulichkeit aus, die schon fast

Zeitwörter (Verben)

Zeitwörter (Verben) dem „Du“ entspricht (das es in dieser Form im Koreanischen gar nicht gibt). Also

dem „Du“ entspricht (das es in dieser Form im Koreanischen gar nicht gibt). Also Herrn Kim zumindest mit Mister Kim ansprechen (eine in Korea mittlerweile durchaus akzep- tierte Anrede). Aber diesen kniffligen Fragen der koreanischen Etikette haben wir ein eigenes Kapitel („Anreden & Begrüßen“) ge- widmet, damit die überall aufgestellten Fett- näpfchen tunlichst vermieden werden kön- nen. Im übrigen gibt es eine Wechselbeziehung zwischen Anrede und Verbform: die Verbform entspricht (und muss auch entsprechen) im- mer der gewählten Anrede. Das nur als Hin- weis und Einführung — alles andere findet sich im Kapitel über die Zeitwörter (Verben).

Zeitwörter (Verben)

Bei koreanischen Zeitwörtern (Verben) ist, wie beim Koreanischen ganz allgemein, wiederum einiges anders, als wir es von un- seren europäischen gewohnt sind. Hier sind zunächst einmal einige einfach zu merkende Regeln, die zeigen, worauf man achten muss. Wie das alles im einzelnen funktioniert, folgt dann in einem zweiten Teil. 1.) Person und Zahl werden nicht ausge- drückt. Man braucht sich also keine beson- deren Formen zu merken, wie nach dem Mot- to „ich gehe, du gehst, er geht, wir gehen Das persönliche Fürwort (Personalprono-

Zeitwörter (Verben) men) kann, muss aber nicht verwendet wer- den. „Ich, du, wir“ usw. werden

Zeitwörter (Verben)

men) kann, muss aber nicht verwendet wer- den. „Ich, du, wir“ usw. werden nur gebraucht, wenn das alles aus dem Satzzusammenhang nicht klar hervorgeht bzw. wenn ich die Per- sonen, von denen die Rede ist, (über-)deutlich betonen will. 2.) Verben haben grundsätzlich einen Stamm bzw. eine Stammsilbe. Daran schließt sich alles andere an. Das ist praktisch ähnlich wie im Deutschen: Der Stamm von „gehen“, „du gehst“ usw. ist „geh-“. 3.) An diesen Stamm werden nun Endun- gen und erweiterte Endungen angehängt. Der Koreaner hat dabei andere Begriffe von zeitlichen Abläufen als der Europäer. Er un- terscheidet zwischen Gegenwart, Vergangen- heit und Noch-nicht-sein (vergleichbar unse- rer Zukunft/Futur). Hinzu kommen Auffor- derung oder Befehl, außerdem solche Dinge wie das Andauern einer Handlung, dass etwas dem Hörensagen nach so und so ist, sowie noch vieles andere mehr, z. B. auch die Ak- tionsarten Aktiv oder Passiv (ich schlage — ich werde geschlagen). Das sind die sogenannten „Aspekte“. Aber keine Bange, ich habe das alles hier nur der Vollständigkeit halber er- wähnt. Überleben kann man in Korea auch ohne diese aufwendigen Formen. 4.) Wichtig sind dagegen die Höflichkeits- endungen. Das ist etwas, das wir in dieser Form nicht (mehr) kennen. Vergleichbar sind unsere Anrede „Sie“ (groß geschrieben) oder antiquierte Formeln wie „Wolle Er bitte ein-

Zeitwörter (Verben)

Zeitwörter (Verben) treten“, „Exzellenz“ oder „Durchlaucht“, „Mögt Ihr geruhen, bei diesem köstlichen Es-

treten“, „Exzellenz“ oder „Durchlaucht“, „Mögt Ihr geruhen, bei diesem köstlichen Es- sen zuzugreifen“ und was dergleichen (hohle) Floskeln mehr sind. Im modernen Deutsch heißt das heute z. B.: „Ich kann Ihnen da vielleicht etwas entgegenkommen.“ Höflichkeitsendungen definieren die „so- ziale Persönlichkeit“ desjenigen, der sie be- nutzt bzw. desjenigen, auf den sie gemünzt sind. Sie drücken Distanz oder Nähe, Höher- stellung oder Unterordnung aus. Ich werde et- wa meinen kum.do-Meister (kum.do = Weg des Schwertes, japanisch ken.do) ehrerbietiger anreden als einen Studienkollegen — und um- gekehrt wird mein Meister mich mit der „von- oben-nach-unten-Endung“ ansprechen. Womit ganz nebenbei auch die Personen mittelbar definiert werden: in diesem Fall kann ich von mir nur ganz bescheiden, von ihm nur ehrerbietig sprechen. 5.) Zusammengesetzte Endungen sind solche aus Höflichkeits- und Zeitendung und was dergleichen mehr ist. Es gibt auch Hilfs- zeitwörter (Hilfsverben), die in der gleichen Weise an das eigentliche Verb angeschlossen werden. 6.) Um die Verwirrung vollständig zu machen: Auch die Eigenschaftswörter (Adjek- tive) sind ihrer Natur nach Verben, das Eigenschaftswort ist eine Sonderform des Zeitwortes. Das heißt, es gibt zunächst einmal kein Wort wie sagen wir „grün“, sondern es gibt ein Zeitwort „grün sein“. Von diesem

Zeitwörter (Verben) Verb wiederum wird das Adjektiv „grün“ abgeleitet. Deshalb unterscheiden die Wis- senschaftler

Zeitwörter (Verben)

Verb wiederum wird das Adjektiv „grün“ abgeleitet. Deshalb unterscheiden die Wis- senschaftler „qualitative Verben“ — das sind diejenigen, die eine Eigenschaft ausdrücken — von „prozessiven Verben“ — das sind z. B. jene, die eine Tätigkeit ausdrücken. „Grün sein“ ist also ein qualitatives Verb, während „gehen“ ein prozessives Verb ist. Und aus diesem allen ergibt sich, dass im Koreanischen das Eigen- schaftswort eine Sonderform des Zeitwortes darstellt.

Ist doch ganz einfach, oder?

Anwendung

Soviel zur Theorie. Und nun können wir uns mal anschauen, wie das im einzelnen so funk- tioniert. Aber keine Sorge, man muss nicht die ganze Grammatik auswendig lernen, um sich mit den Menschen in Korea verständigen zu können. Da aber die Sprachstruktur völlig anders ist als alles, was Ihnen vermutlich sonst bei Ihren Reisen so über den Weg gelaufen ist, sind solche grammatischen An- merkungen wie eben einfach wichtig zum besseren Verständnis des Koreanischen. Sie werden merken, wie gut es funktioniert, keine persönlichen Fürwörter und speziellen Verbformen für die Bestimmung von Person- en verwenden zu müssen. Es ist ungefähr so:

Unsere (indogermanischen) Sprachen ver- suchen, mit Worten ein sozusagen fotografi-

Zeitwörter (Verben)

Zeitwörter (Verben) sches Abbild der (sprachlosen) Wirklichkeit zu schaffen, ein Abbild, das auch losgelöst von der

sches Abbild der (sprachlosen) Wirklichkeit zu schaffen, ein Abbild, das auch losgelöst von der beschriebenen Wirklichkeit existieren kann. Die Wirklichkeit ist also immer durch die Sprache zu rekonstruieren. Im Koreanischen erklärt die beschriebene Situation das, was durch die Sprache ausge- drückt wird, immer noch mit. Deshalb muss man z. B. nicht „ich“ sagen, wenn es schon eindeutig ist, wen man meint. Die meisten Verbstämme (also sozusagen die Keim-Silben, die „Samen“, aus denen durch Hinzufügungen die fertigen Zeit- und Tätigkeitswörter entstehen) sind einsilbig. Unproblematisch sind diejenigen, die auf einen Vokal enden. Beispiel ha.da (= tun, machen): Verbstamm ha. + Endung .b.ni.da = Verbform ham.ni.da. (Auf die Verschleifung zwischen b und n achten = mn.) Schwieriger wird es, wenn ein Verbstamm auf einen Kon- sonanten endet.

Gegenwart (Präsens)

Man nehme das Verb ha.da (= tun, machen), Verbstamm ha., und die Endung .m.ni.da (.b.ni.da). Das hatten wir eben schon. Das Ergebnis ist ham.ni.da = tun oder machen in der höflichen Form, benutzt unter Gleich- rangigen oder gegenüber Höhergestellten. Die Person des Angesprochenen oder dessen, über den geredet wird, ergibt sich meist aus

Zeitwörter (Verben) dem Kontext. Persönliche Fürwörter (ich, du, er, wir) werden nur in Ausnahmefällen zur

Zeitwörter (Verben)

dem Kontext. Persönliche Fürwörter (ich, du, er, wir) werden nur in Ausnahmefällen zur Klärung eines Sachverhalts oder zur beson- deren Hervorhebung benutzt.

Frage

Will man eine Frage stellen, dann verändert sich die Endung in .m.ni.kka? (.b.ni.kka?). Die komplette Verbform heißt dann ham.ni.kka? (= machen Sie?) oder welche Per- son auch immer angesprochen wird. Endet der Verbstamm auf Konsonant, dann lauten die Endungen .sûm.ni.da (.sûb.ni.da) und .sûm.ni.kka? (.sûb.ni.kka?):

 

mok.ta (môg.da)

= essen

(môk.sûb.ni.da)

môk.sûm.ni.da

(höfliche Form)

(môk.sûb.ni.kka?)

môk.sûm.ni.kka?

(höfliche Frage)

Achtung: Verbstämme auf r/l verlieren ihren Auslaut. Ein Beispiel: al.da (= wissen) ergibt am.ni.da bzw. am.ni.kka?.

Noch höflicher:

Man kann alle diese Verbformen noch weiter „verhöflichen“, indem man die Silbe .shi. ein- fügt. Damit erhalten sie einen weiteren Im- puls von unten nach oben, vom Niedrigerge- stellten zum Höhergestellten oder zu dem

Zeitwörter (Verben)

Zeitwörter (Verben) hin, den man mit dieser Sprechweise ehren will. Die Silbe .shi. wird immer vor

hin, den man mit dieser Sprechweise ehren will. Die Silbe .shi. wird immer vor der En- dung eingefügt: ha. +.shi. +.m.ni.da = ha.shim.ni.da / Frageform ha.shim.ni.kka?. Soweit es keine eigenen Höflichkeitsverben gibt (môk.ta = essen, chap.su.shi.da = speisen) kann man praktisch jedes Verb mit .shi. „ver- höflichen“. Das Schema ist ha.da (= tun), Wortstamm ha. und Endung .da, vor der En- dung wird das .shi. eingefügt = ha.shi.da, das dann einen Geschmack hat von „Würden Sie sich herablassen, dies oder jenes zu tun“ oder „Sie ehren mich mit dem, was Sie tun“. Endet der Stamm eines Verbs auf Konso- nant, dann wird normalerweise ein û einge- fügt: sal.da (sar.da) = leben; höfliche Form = sar.û.shi.da. Soviel zum Präsens und zur Höflichkeit. Bevor es nun an andere Verbformen und an andere Zeiten geht, müssen Sie sich leider noch mit einer Besonderheit koreanischer Verben beschäftigen:

Erweiterter Stamm

Den braucht man für die Bildung der meisten anderen Formen. Das Prinzip ist ganz ein- fach. Der erweiterte Stamm wird mit den Vokalen ô oder a gebildet, wobei nicht der let- zte Buchstabe der Stammsilbe zählt, sondern der Vokal. Normal ist ô, nach a und o in der vorangegangenen Silbe immer a. Bei voka- lisch auslaufenden Verbstämmen kann es ge-

Zeitwörter (Verben) legentlich zu Verschmelzungen (Kontraktio- nen) oder anderen Verschleifungen kommen. Das ist schon

Zeitwörter (Verben)

legentlich zu Verschmelzungen (Kontraktio- nen) oder anderen Verschleifungen kommen. Das ist schon beim Beispielverb ha.da (tun, machen) der Fall: aus ha. +.ô. wird ha.yô. bzw. umgangssprachlich hae. Das Verb môk.ta (es- sen) dagegen ist regelmäßig: môk. +.ô. = môg.ô. Mit diesem erweiterten Verbstamm kann man dann gleich noch eine weitere (immer noch höfliche) Gegenwartsform bilden. Sie entspricht etwa dem normalen deutschen „Sie“, wird benutzt im Umgang miteinander bei Gleichgestellten oder im Gespräch mit einem sozial etwas niedriger Eingestuften. Die Formel dafür heißt:

erweiterter Verbstamm + Endung .yo

hae. + .yo = hae.yo môg.ô. + .yo = môg.ô.yo

Mit dieser Form hat man weiter keine Proble- me, denn sie gilt für alle möglichen Ge- sprächssituationen. Betont man sie normal, dann ist sie eine Aussage: dieser oder jener tut (höflich), dieser oder jener isst (höflich). Geht man am Verbende mit der Stimme nach oben dann ist es eine Frage: tun Sie?, essen Sie?. Und betont man das Verb ganz nachdrück- lich, dann kann die Endung .yo sogar eine (freundliche und höfliche) Aufforderung oder ein Befehl sein: „Machen Sie doch bitte!“ oder „Machen Sie das!“; „Essen Sie doch bitte!“ oder „Essen Sie!“.

Zeitwörter (Verben)

Zeitwörter (Verben) Vergangenheit Die Vergangenheit wird in der höflichen Form aus dem erweiterten Stamm und der

Vergangenheit

Die Vergangenheit wird in der höflichen Form aus dem erweiterten Stamm und der Endung .ss.ûm.ni.da (bei einer Frage: .ssûm.ni.kka?) gebildet: haess.ûm.ni.da / môg.ôss.ûm.ni.da = dieser oder jener tat / aß. In der nächstniedrigeren Höflichkeitsstufe wird die Vergangenheit aus dem erweiterten Stamm und der Endung .ss.ô.yo zusammenge- setzt: haess.ô.yo, môg.ôss.ô.yo. Frageform etc. sind wiederum identisch, es kommt allein auf die Betonung und den Zusammenhang an.

Zukunft

Die Zukunftsform eines Verbs wird gebildet aus dem normalen Verbstamm + .kess. (nach Vokal: .gess.) und den bereits bekannten mehr oder minder höflichen Endungen:

ha.gess.ûm.ni.da oder ha.gess.ô.yo (= tun werden) bzw. môk.kess.ûm.ni.da oder môk.kess.ô.yo (= essen werden). Die zu .yo gehörigen Frage- formen usw. sind wiederum gleich (Beto- nung!). Beim Futur ist zu beachten, dass es nicht nur die Zukunft, sondern auch Ungewissheit oder die Absicht einer Hand- lung ausdrückt. So heißt môk.kess.ûm.ni.da nicht nur „essen werden“, sondern auch „es- sen wollen“ oder „die Absicht haben, etwas zu essen“. Was im einzelnen gilt, richtet sich nach dem Kontext der Aussage.

Zeitwörter (Verben) Verneinung Wie man ein Verb verneinen kann, haben wir schon kurz im Kapitel

Zeitwörter (Verben)

Verneinung

Wie man ein Verb verneinen kann, haben wir schon kurz im Kapitel „Hilfsverben“ gestreift. Hier noch einmal die schnellste und einfach- ste Form. Sie gilt immer dann, wenn es kein eigenes Verb für das „Nicht-tun“ oder das „Nicht-haben“ gibt.

Die Formel lautet:

Vorsilbe an. + fertige Verbform

ha.da (= tun, machen) hat eine eigene Verb- form für die Verneinung, nämlich an.t’a (anh.da) = nicht tun, deshalb hier ein Beispiel mit ka.da (= gehen):

chô-nûn an-ka.gess.ûm.ni.da jener-(l!) nicht-gehen-werden Ich werde nicht gehen.

Wünschen

kann, wie bereits erwähnt, durch das Futur ausgedrückt werden. Das Koreanische kennt dafür außerdem noch eine eigene Verbform. Sie besteht aus dem Verbstamm + ko. (nach Vokal und nach l, m, n und ng: .go.) + ship’.ô.yo (für erste und zweite Person: ich, du, wir, ihr) oder ship’.ô.hae.yo (für die dritte Per- son: er, sie, es, sie). Frage bzw. Befehl je nach Betonung und Sinnzusammenhang:

ha.go.ship ‘.ô.yo ich/du möchte/st tun; wir/ihr möchten/möchtet tun

ha.go.ship ‘.ô.hae.yo er/sie/es/sie möchte/n tun

Zeitwörter (Verben)

er/sie/es/sie möchte/n tun Zeitwörter (Verben) Befehlsform (Imperativ) Die Befehlsform ist bei den Formen

Befehlsform (Imperativ)

Die Befehlsform ist bei den Formen auf .yo einfach. Man muss nur die Stimme heben, um aus der einfachen Feststellung eine Auf- forderung oder einen Befehl zu machen:

hae.yo! = Nun machen Sie schon! Aber das Koreanische mit seinen ungeheuer vielen Differenzierungsmöglichkeiten kennt natürlich noch andere Imperativformen. Sie werden gebildet aus dem Verbstamm +.se.yo!

.û.se.yo (nach Konso-

nant). Wieder am Beispiel:

(nach Vokalen) bzw.

ha.se.yo!

= Tu’ das! /Tun Sie das!

môk.û.se.yo!

= Iss!/Essen Sie!

(wobei das û fast ganz

Daneben gibt es natürlich noch eine höfli- chere Imperativform, bestehend aus dem

verschluckt wird — etwa mok’seyo!, wenn man es korrekt ausspricht. )

Verbstamm

+ Höflichkeitspartikel .shi.

+ Imperativendung .p.shi.o

= ha.ship.shi.o!

= Machen Sie doch bitte!

Zeitwörter (Verben) Hier bitte aufpassen: Für viele Tätigkeits- wörter gibt es, wie bereits erwähnt, honorative

Zeitwörter (Verben)

Hier bitte aufpassen: Für viele Tätigkeits- wörter gibt es, wie bereits erwähnt, honorative Verben, in die die Höflichkeit gleichsam eingebaut ist. Sie sind erkennbar am Verbbe- standteil Für môk.ta (essen) heißt die höfliche Form chap.su.shi.da (speisen); der Imperativ hieße dann chap.su.ship.shi.o! (Speisen Sie bitte!). Genauso behandelt werden übrigens Ver- ben mit dem Bestandteil .shi., die keine aus- gesprochene oder herausgehobene höfliche Bedeutung haben wie z. B. ma.shi.da (trin- ken). In der nachfolgenden Tabelle stehen einige der gebräuchlichsten Verben (und einige Ver- ben mit den verschiedenartigsten Stammen- dungen) zusammen mit den Formen für den erweiterten Stamm sowie für Gegenwart, Ver- gangenheit und Zukunft aufgelistet.

Verb

Bedeutung

Stamm

erw. Stamm

i.da

sein

i.

i.ô.

it.ta (iss. da)

da sein, vorhanden sein

iss.

iss.ô.

op.ta

nicht da/

obs.

obs.ô.

(obs. da)

vorhanden sein

ha.da

tun, machen

ha.

1. ha.yô.

 

2. hae.

toe.da

werden

toe.

toe.ô.

ka.da

gehen

ka.

ka. (a + a = a)

al.da (ar.da)

wissen

al. (ar.)

ar.a.

top.da

helfen

top.

to.wa. (b zu o)

kôt.ta (kôd.da) zu Fuß gehen

kôt.

ko.ro. (d zu r)

Zeitwörter (Verben)

Zeitwörter (Verben) Verb Bedeutung Stamm erw. Stamm sal.da (sar.da) leben sal. (sar.) sar.a

Verb

Bedeutung

Stamm

erw. Stamm

sal.da (sar.da)

leben

sal. (sar.)

sar.a

o.da

kommen

o.

wa. (o + a = wa)

po.da

sehen

po.

po.a.

so.da

stehen

so

sô. (ô + ô = ô)

chu.da

geben

chu.

chu.ô.

ma.shi.da

trinken

ma.shi.

ma.shyô (shi + ô)

ka.ji.da

nehmen,

ka.ji.

ka.jyô (ji + ô)

behalten,

besitzen

ka.ru.ch’i.da

unterrichten ka.rû.ch’i. ka.rû.ch’yô

ssû.da

1. schreiben

ssû. (ssû + ô)

ssô.

2. tragen

môk.ta (môg.da)

essen

môg.

môg.ô.

po.i.da

zeigen

po.i.

po.yô (i + ô = yô)

cho.t’a (choh.da) gut sein

choh.

choh.a.

kkae.u.da

wecken

kkae. u.

kkae.wô. (u + ô = wô)

nût.ta (nûs.da)

spät sein

nût. (nus.) nuj.ô. (s zu j)

Unregelmäßige Bildung des erweiterten Verb- stammes z. B. bei:

Verb

Bedeutung Stamm

erweiterter Stamm

tta.rû.da

folgen

tta.rû.

tta.ra.

ô.dup.ta (ô.dub.da) dunkel sein ô.dub.

ô.du.wô.

Zeitwörter (Verben) Gegenwart Vergangenheit Zukunft a. höflich a. höflich a. höflich b. normal

Zeitwörter (Verben)

Gegenwart

Vergangenheit

Zukunft

a. höflich

a. höflich

a. höflich

b. normal

b. normal

b. normal

im.ni.da

i.ôss.ûm.ni.da

i.gess.ûm.ni.da

i.ô.yo

i.ôss.ô.yo

i.gess.ô.yo

iss.ûm.ni.da

iss.ôss.ûm.ni.da

ik.kess.ûm.ni.da*

iss.ô.yo

iss.ôss.ô.yo

ik.kess.ô.yo*

obs.ûm.ni.da

obs.ôss.ûm.ni.da

ob.kess.ûm.ni.da*

obs.ô.yo

obs.ôss.ô.yo

ob.kess.ô.yo*

ham.ni.da

haess.ûm.ni.da

ha.gess.ûm.ni.da

hae.yo

haess.ô.yo

ha.gess.ô.yo

toem.ni.da

toe.ôss.ûm.ni.da

toe.gess.ûm.ni.da

toe.ô.yo

toe.ôss.ô.yo

toe.gess.ô.yo

kam.ni.da

kass.ûm.ni.da

ka.gess.ûm.ni.da

ka.yo

kass.ô.yo

ka.gess.ô.yo

am.ni.da*

ar.ass.ûm.ni.da

al.gess.ûm.ni.da

ar.a.yo

ar.ass.ô.yo

al.gess.ô.yo

top.sûm.ni.da to.wass.ûm.ni.da top.kess.ûm.ni.da

to.wa.yo

to.wass.ô.yo

top.kess.ô.yo

kôs.sûm.ni.da kô.rôss.ûm.ni.da kôk.kess.ûm.ni.da*

kô.rô.yo

kô.rôss.ô.yo

kôk.kess.ô.yo*

sam.ni.da*

sar.ass.ûm.ni.da

sal.gess.ûm.ni.da

sar.a.yo

sar.ass.ô.yo

sal.gess.ô.yo

om.ni.da

wass.ûm.ni.da

o.gess.ûm.ni.da

wa.yo

wass.ô.yo

o.gess.ô.yo

pom.ni.da

po.ass.ûm.ni.da

po.gess.ûm.ni.da

po.a.yo

po.ass.ô.yo

po.gess.ô.yo

sôm.ni.da

sôss.ûm.ni.da

sô.gess.ûm.ni.da

sô.yo

sôss.ô.yo

sô.gess.ô.yo

chum.ni.da

chu.ôss.ûm.ni.da

chu.gess.ûm.ni.da

chu.ô.yo

chu.ôss.ô.yo

chu.gess.ô.yo

Zeitwörter (Verben)

Zeitwörter (Verben) ma.shim.ni.da ma.shyôss.ûm.ni.da ma.shi.gess.ûm.ni.da ma.shyô.yo ma.shyôss.ô.yo

ma.shim.ni.da ma.shyôss.ûm.ni.da ma.shi.gess.ûm.ni.da ma.shyô.yo ma.shyôss.ô.yo ma.shi.gess.ô.yo

ka jim.ni.da

ka.jyôss.ûm.ni.da

ka ji.gess.ûm.ni.da

ka.jyô.yo

ka.jyôss.ô.yo

ka ji.gess.ô.yo

ka.rû.ch’im.ni.da ka.rû.ch’yôss.ûm.ni.daka.rû.ch’i.gess.ûm.ni.da

ka.rû.ch’yô.yo

ka.rû.ch’yôss.ô.yo

ka.rû.ch’i.gess.ô.yo

ssûm.ni.da

ssôss.ûm.ni.da

ssû.gess.ûm.ni.da

ssô.yo

ssôss.ô.yo

ssû.gess.ô.yo

môg.sûm.ni.da môg.ôss.ûm.ni.da môk.kess.ûm.ni.da môg.ô.yo môg.ôss.ô.yo môk.kess.ô.yo

po.im.ni.da

po.yôss.ûm.ni.da

po.i.gess.ûm.ni.da

po.yô.yo

po.yôss.ô.yo

po.i.gess.ô.yo

*chos.sûm.ni.da choh.ass.ûm.ni.da *chok.kess.ûm.ni.da choh.a.yo choh.ass.ô.yo *chok.kess.ô.yo

kkae.ûm.ni.da kkae.wôss.ûm.ni.da kkae.u.gess.ûm.ni.da kkae.wô.yo kkae.wôss.ô.yo kkae.u.gess.ô.yo

nûs.sûm.ni.da

nûj.ôss.ûm.ni.da

*nûk.kess.ûm.ni.da

nûj.ô.yo

nûj.ôss.ô.yo

*nûk.kess.ô.yo

tta.rûm.ni.da tta.rass.ûm.ni.da tta.rû.gess.ûm.ni.da

tta.ra.yo

tta.rass.ô.yo

tta.rû.gess.ô.yo

ô.dub.sûm.ni.da ô.du.wôss.ûm.ni.da ô.dup.kess.ûm.ni.da ô.du.wô.yo ô.du.wôss.ô.yo ô.dup.kess.ô.yo

Bindewörter als Verbindung

Es gibt noch spezielle Verbformen für Aus- drucksweisen, die in der deutschen Grammatik durch Nebensätze erledigt werden, z. B. für

Zeitwörter (Verben) wenn Verbstamm + .myon nach Vokal und .û.myôn nach Konsonant. o.myôn wenn (wer

Zeitwörter (Verben)

wenn

Verbstamm + .myon nach Vokal und .û.myôn nach Konsonant. o.myôn wenn (wer auch immer) kommt môk.û.myon wenn (wer auch immer) isst

aber

Aussageform + -man. ma.shim.ni.da-man an-môk.sûm.ni.da trinken-aber nicht-essen

weil

Verbstamm + .ni oder .ni.kka nach Vokal bzw. .û.ni oder .û.ni.kka nach Konsonant.

o.ni.kka

môk.û.ni.kka

weil (jemand) kommt weil (jemand) isst

als

Stamm + nûn.tong.an.

o.nûn.tong.an

als (jemand) kam

und

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Dieses „und“ dient nur dazu, Verben miteinander zu verbinden, bei Hauptwörtern heißt es .kwa bzw. .wa (siehe Kapitel „Bindewörter“). o.ship.sa