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Anlagentechnik ausgewählter Energiesysteme

Kontrollfragen:

Kapitel 2: Umwandlung chemischer Energie in Wärme


(Grundlagen, Gasgefeuerte Heizgeräte: Technischer Aufbau, Emission von Luftschadstoffen)

1. Wie sind Wirkungsgrad, Nutzungsgrad und Heizzahl definiert?


Wärmestrom (an der Quelle der Nutzung) ொሶ
a. Heizzahl :ζ= eingesetzte (Primär)energie
= ௐሶಹ

ை௨௧௣௨௧௘௡௘௥௚௜௘
b. Nutzungsgrad: ܰ‫= ݀ܽݎ݃ݏ݃݊ݑݖݐݑ‬ (immer kleiner als
ூ௡௣௨௧௘௡௘௥௚௜௘
Wirkungsgrad)
ை௨௧௣௨௧௟௘௜௦௧௨௡௚
c. Wirkungsgrad: ܹ݅‫= ݀ܽݎ݃ݏ݃݊ݑ݇ݎ‬
ூ௡௣௨௧௟௘௜௦௧௨௡௚

2. Warum kann die Heizzahl bei Wärmepumpenanlagen über 1 liegen?


a. Weil die aufgenommene Energiemenge aus der Umgebung nicht als Aufwand
gezählt wird.

3. Welche Verluste treten bei einem mit Erdgas oder Heizöl gefeuerten Wärmeerzeuger
auf?
a. Abgasleistung: Also Verluste die über das Abgas abgegeben werden
b. Abstrahlung (vom Kessel)
c. Leitungsverlust (Transportverlust)
d. Konvektionsverlust
- Über längere Betriebszeiten treten auf:
o Innere Auskühlverluste (Betriebsbereitschaftsverluste durch Stillstand)
o Abstrahlverluste während des Stillstands
o Verschmutzung der Wärmetauscheroberflächen (Rußbildung) bei
Ölkesseln und Feststoffkesseln
4. Was ist der Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert?
a. Heizwert: - bei einer Verbrennung maximal nutzbare Wärmemenge, bei der
es nicht zur Kondensation des im Abgas befindlichen Wasserdampfes kommt,
bezogen auf die Menge des Brennstoffs (ohne Kondensationsenthalpie)
b. Brennwert: - Wasserdampf wird auskondensiert , deshalb ist Brennwert >
Heizwert (mit Kondensationsenthalpie)

5. Wie funktionieren Brennwertgeräte?


a. Bei einem Brennwertgerät wird die im Brennstoff gebundene Energie fast
vollständig genutzt, indem der im Abgas befindliche Wasserdampf
auskondensiert wird, und die enthaltene Energie an das zu erhitzende Wasser
weitergegeben wird.
6. Was sind die wichtigsten Baugruppen eines mit Erdgas gefeuerten
Brennwertgerätes?
a. …..

7. Welche Vor- und Nachteile haben die modulierende und die intermittierende
Betriebsweise von Heizgeräten?
a. Modulierende Heizgeräte:
i. – die Brennerleistung wird der benötigten Heizleistung angepasst
1. Vorteile:
2. Nachteile: Abkühlung
b. Intermittierende Heizgeräte:
i. – die Regelung der Heizleistung erfolgt über Ein-/Ausschaltungen des
Brenners (Taktbetrieb)
1. Vorteile:
2. Nachteile: geringer Nutzungsgrad

8. Welche Aspekte müssen bei der Bereitstellung von Wärme für Heizungszwecke und
zur Brauchwassererwärmung in einem Gerät (Kombigerät) beachtet werden?
a. Man benötigt unterschiedliche Temperaturniveaus
9. Was beschreibt die Siegert’sche Formel?
a. Siegert’sche Formel beschreibt die Wärmemenge, die über das Abgas
verloren geht. Sie gilt nicht für Brennwertanlagen!
ொሶ ஺ ஺
b. ‫ݍ‬ሶ ஺ = ொሶಲ = (‫ݐ‬௔ − ‫ݐ‬௟ ) ∙ ቀ஼ைభ + ‫ܤ‬ቁ = ቀଶଵିை

+ ‫ܤ‬ቁ
ಳ మ మ
 ta = Temperatur Abgas
 tl = Temperatur Verbrennungsluft
 CO2,O2 = Gasgehalt
 A1,A2,B =Beiwerte

Beiwert Heizöl Erdgas


A1 0,5 0,37
A2 0,68 0,66
B 0,007 0,009

10. Welche Emissionen treten bei gas- und erdölgefeuerten Wärmeerzeugern in der
Praxis in nennenswerten Maßen auf?
a. Kohlenstoffdioxid (CO2)
b. NOX
c. Stickstoff
d. Wasserdampf
e. Bei Erdöl zusätzlich Stäube

11. Wie entstehen NOX- Emissionen in Heizgeräten?


a. – bei zu heißer Verbrennung reagiert der in der Verbrennungsluft enthaltene
Stickstoff mit Sauerstoff und bildet so NOX (ab ca. 100°C)

12. Welche Möglichkeiten (Primärmaßnahmen) werden angewendet, um NOX-


Emissionen möglichst gering zu halten?
a. Flammenkühlung mittels Kühlstäben
b. Flammenkühlung durch pilzförmige Flammenbildung
Kapitel 3: Umwandlung chemischer Energie in mechanische Energie und
Elektrizität und Wärme
(Grundlagen: Carnot-Prozess, Kennzahlen; Fossil gefeuerte Dampfkraftwerke (Kondensationsbetrieb),
Kombikraftwerke: Gas und Dampfkraftwerk (GuD), Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Motor-
Blockheizkraftwerke (BHKW))

1. Wie sind die Stromkennzahl und die Brennstoffausnutzung bei einer Kraft-Wärme-
Kupplung definiert? Welche Werte werden in der Praxis erreicht?

a. Stromkennzahl: - ߪ =
ொሶಿ
i. Verhältnis Sekundärenergie Strom zu Wärme
ii. Praxis: ca. 0,8; Dampfturbine: 0,4; GUD-Kraftwerk: 0,9; Mittelwert: 0,5
௉ାொሶಿ ௐሶಳ ିொೇሶ
b. Brennstoffausnutzung: - ߱ = =
ௐሶಳ ௐሶಳ
i. Gibt an, welcher Teil der Brennstoffleistung in gewünschte „Produkte“
(Elektrische Leistung und Wärmeleistung) umgesetzt werden kann.
Brennstoffausnutzung = Brennstoffbezogener Wirkungsgrad
ii. Praxis: ca. 0,85

c. (Zusatz) Stromausbeute: - ߚ =
ௐሶಳ
i. Gibt an, welcher Teil der Brennstoffleistung in die elektrische Leistung
Umgesetzt wird = elektrischer Wirkungsgrad
ii. Praxis: ca. 0,35

2. Berechnen Sie anhand des Bildes „Energieflussbildes eines Blockheizkraftwerkes mit


Gasmotor“ die Kennzahlen Brennstoffausnutzung, Stromkennzahl, Stromausbeute.
௉ ଷଵ%
a. Stromkennzahl: ߪ = = = 0,62
ொሶಿ ହ଴%
௉ାொሶಿ ௐሶಳ ିொೇሶ ଷଵ%ାହ଴%
b. Brennstoffausnutzung: ߱ = = = = 0,81
ௐሶಳ ௐሶಳ ଵ଴଴%
௉ ଷଵ%
c. Stromausbeute: ߚ = ௐሶ = ଵ଴଴% = 0,31

3. In welcher Stufe der Energieumwandlungskette in einem Kraftwerk ist der größte
Energie- und in welcher der größte Exergieverlust vorhanden?
a. Größter Energieverlust im Kondensator
b. Größter Exergieverlust bei der Verbrennung und bei der Wärmeübertragung

4. Was bezeichnet man als Kraft-Wärme-Kopplung mit einem Freiheitsgrad und was mit
zwei Freiheitsgraden?
a. 1 Freiheitsgrad: Bei KWK-Anlagen mit einem Freiheitsgrad ist das Verhältnis
der abgegebenen elektrischen Leistung und der Wärmeleistung, die sog.
Stromkennzahl, für jeden Betriebspunkt der Anlage fix.
b. 2 Freiheitsgrade: Bei Anlagen mit zwei Freiheitsgraden lässt sich dagegen das
Verhältnis von Strom- und Wärmeerzeugung in gewissen Grenzen variieren –
die Stromkennzahl ist variabel.

5. Wie viele Freiheitsgrade hat die Kraft-Wärme-Kopplung bei Blockheizkraftwerken?


a. Blockheizkraftwerke haben einen Freiheitsgrad, da die Wärmeleistung direkt
von der elektrischen Leistung abhängt.
6. Skizzieren Sie den Kraftwerksprozess vereinfacht (als Bauteile nur Kessel, Turbine,
Kondensator, Speisewasserpumpe) im T-S-Diagramm.

a.

7. Skizzieren Sie das Prinzipschaltbild eines Kondensationskraftwerkes und schreiben Sie


die Drücke und Temperaturen des Arbeitsmediums an die Bauteile (Größenordnung).

a.
8. Was sind die Gründe dafür, dass in Fernwärmesystem der Wärmebedarf sehr häufig
nicht ausschließlich durch Kraft-Wärme-Kopplung, sondern noch zusätzlich durch
Spitzenkessel in Heizwerken gedeckt wird?
a. Zur Abdeckung der Spitzenwärmelasten

b.

9. Warum wird bei der Kraft-Wärme-Kopplung letztendlich gegenüber der getrennten


Erzeugung von Wärme und Elektrizität Energie eingespart? Wie groß ist die
eingesparte Energie (z.B. Größenordnung in %)
a. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird Wärmeleistung genutzt, welche im Falle
eines reinen Kondensationskraftwerkes zur Elektrizitätserzeugung ungenutzt
in die Umgebung abgegeben wird.
10. Skizzieren Sie das Prinzipbild eines Kreisprozesses eines GuD-Prozesses auf
Erdgasbasis. Welche Eintritts- und Austrittstemperaturen sind im Gasprozess
vorhanden?

11. Skizzieren Sie das Prinzipschaltbild eines GuD-Kraftwerkes bei dem der
Dampfkreislauf in Kraft-Wärme-Kopplung mit Gegendruckturbine betrieben wird.
a. ……
Kapitel 4: Umwandlung chemischer Energie in Elektrizität und Wärme
(Brennstoffzelle)
(Grundlagen, Brennstoffzellentypen, Einsatzfelder: Kraftwerk ; Hausenergieversorgung;
Automobil)

1. Was bezeichnet man als reversible Spannung einer Brennstoffzelle und von welchen
Größen hängt sie ab?
a. Die elektrische Spannung einer verlustlosen Zelle mit vollständigem Umsatz.
b. Die Spannung im Standardzustand (p=1bar) ergibt sich aus den
thermodynamischen Zustandsgrößen der Stoffflüsse: Temperatur (T),
Enthalpie (H), und Entropie (S)
∆ீ
c. ‫ܧ‬଴ =
௡∙ி

Mit n= Anzahl der Elektronen pro Formelumsatz

F= Faraday-Konstante = 96485 As/mol

G= Freie Gibbs’sche Enthalpie

݇‫ܬ‬
∆‫ ܪ∆ = ܩ‬− ܶ ∙ ∆ோ ܵ ൤ ൨
݉‫݈݋‬
௞௃
∆ோ ܵ= Standardbildungsentropie ቂ௠௢௟∙௄ቃ

d. Darüber hinaus noch abhängig vom Druckniveau der Gase im Brennraum


abhängig
 Nernstgleichung
೛ಸೌೞ,ಲ೙ ∙ඥ೛ಸೌೞ,಼ೌ
∆ுି்∙∆ೃ ௌିோ∙்∙୪୬൬ ൰
೛ುೝ೚೏ೠೖ೟
 ‫ܧ‬଴ =
௡∙ி


Mit R=universelle Gaskonstante= 8,314 ቂ௠௢௟∙௄ቃ

‫ீ݌‬௔௦,஺௡ = Partialdruck des Anodengases

‫ீ݌‬௔௦,௄௔ = Partialdruck des Kathodengases

‫݌‬௉௥௢ௗ௨௞௧ = ‫݌‬ுమ ை = Partialdruck des Produktgases Wasser


2. Welche Einflüsse führen dazu, dass in der Praxis die reversible Spannung nicht
erreicht werden kann?
a. Unvollständige Reaktionskinetik und unvollständiger Brennstoffumsatz ηU
b. Aktivierungsverluste:
i. Rühren von der langsamen Kinetik der Elektroden her. Ursache dieser
Verluste ist das bewegen der Elektronen und das Aufbrechen und neu
Bilden der chemischen Bindungen an der Anode und Kathode
c. Ohmsche Verluste:
i. Sowohl die positiv geladenen Ionen, als auch die Elektronen erfahren
Widerstände, die sich zu einem ohmschen Widerstand
zusammenfassen lassen.
d. Konzentrationsverluste:
i. Werden durch sinkende Partialdrücke verursacht, die mit dem
Verbrauch der Reaktanden bei der elektrochemischen Reaktion an den
Elektroden einhergeht.
3. In welcher Größenordnung liegt in der Praxis auftretende Spannung einer einzelnen
Brennstoffzelle, z.B. PEM?
a. Es werden Spannungen zwischen 1 und 0,5 Volt erreicht.

4. In welcher Größenordnung liegen Wirkungsgrade im Bereich der Brennstoffzelle: der


maximal theoretisch erreichbare Wirkungsgrad einer Zelle (heizwertbezogen), der
Wirkungsgrad eines Stacks (Typ mit angeben) und der Wirkungsgrad eines Systems
unter Einbeziehung der Erdgasreformierung?
a. Maximaler theoretischer Wirkungsgrad:
i. Wasserstoff: 0,83
ii. Methan: 0,918
iii. Methanol: 0,966
b. Wirkungsgrad eines Stacks (Typ mit angeben)
i. Elektrischer Wirkungsgrad:
 AFC = 60-70%
 PEMFC= 50-68%
 DMFC= 20-30%
 PAFC= 55%
 MCFC= 65%
 SOFC= 60-65%
c. Wirkungsgrad des Systems unter Einbeziehung der Erdgasreformierung
 AFC= ----
 PEMFC= 43-50%
 DMFC= ----
 PAFC= 40%
 MCFC= 45-50%
 SOFC= 45-50%
5. Welche Aufgabe hat die Membran in einer Brennstoffzelle? Welche weiteren
Bezeichnungen sind für die Membran gebräuchlich?
a. Membran = Diaphragma = Separator
b. Unterteilt die Brennstoffzelle in zwei Gasräume, soll undurchlässig für
Brenngas (z.B. H2) und Oxidationsgas (z.B. O2 oder Luft) sein, aber durchlässig
für Ionen (H+)
6. Welche Aufgaben haben die Anode und die Kathode in einer Brennstoffzelle? Bei
welcher wird der Brennstoff zugeführt?
a. Elektroden (elektrische Sicht) = Katalysator (chemische Sicht)
i. Kathode: Reduktion des Oxidationsmittels (z.B. O2) unter Annahme
von Elektronen =Pluspol
ii. Anode: Brennstoffzuführung (z.B. H2), Elektronen werden abgegeben
= Minuspol
7. Welche Ionen laufen bei der SOFC-Brennstoffzelle von welcher Elektrode zu welcher?
Dito bei einer PEM-Brennstoffzelle?
a. SOFC

b. PEMFC
8. Wie lauten die chemischen Gleichungen an der Kathode und an der Anode einer
SOFC-Brennstoffzelle? Wie lautet die Bruttoreaktion?
a. Kathode (Reduktions-, Sauerstoffelektrode):

 ܱଶ + 2݁ ି → ܱଶି

b. Anode (Oxidations-, Brennstoffelektrode):
 ‫ܪ‬ଶ → 2‫ ܪ‬ା + 2݁ ି
 2‫ ܪ‬ା + ܱଶି → ‫ܪ‬ଶ ܱ
c. Bruttoreaktion:

 ‫ܪ‬ଶ + ଶ ܱଶ = ‫ݐ݅ݖ݅ݎݐ݇݁ܮܧ‬ä‫ ݐ‬+ ‫ܪ‬ଶ ܱ

9. Für welche Einsatzfelder werden MCFC-Brennstoffzellen entwickelt? Für welche


Einsatzfelder SOFC-Brennstoffzellen? Wie ist der Stand der Entwicklung und der
Markteinführung?
a. MCFC-Brennstoffzelle:
 Einsatzbereiche: BHKW, Stromerzeugung, Kopplung mit
Turbine

b. SOFC-Brennstoffzelle:
 Einsatzbereiche: BHKW, APU= Auxiliary Power Unit,
Stromerzeugung, Kopplug mit Turbine

10. Skizzieren Sie den Aufbau einer Brennstoffzelle (Prinzip).

a.
11. Wie viele Brennstoffzellen müssen in einem Stack in Reihe geschaltet werden um 230
V Wechselspannung zur Verfügung zu haben.
a. Brennstoffzellen erzeugen eine Gleichspannung. Dieser muss zunächst über
einen DC/AC-Wandler in Wechselspannung umgewandelt werden. Dieser
Prozess führt zu Verlusten.
b. Beispiel: Zelle liefert 0,7 V Gleichspannung, DC/AC Wandler hat einen
Wirkungsgrad von 0,8
ଶଷ଴௏
= 410 ܼ݈݈݁݁݊
଴,଻௏∙଴,଼

Kapitel 5: Umwandlung von Kernenergie in mechanische Energie und


Elektrizität
(Kernphysikalische Grundlagen: Bindungskräfte, Kernspaltung, Radioaktivität; Aufbau von
Druckwasserreaktoren, Aufbau Siedewasserreaktoren, Beitrag Kernenergie zur Stromerzeugung)

1. Welche Isotope können als spaltbares Material verwendet werden, welche Isotope
als Ausgangsmaterial für Brutprozesse?
a. Als spaltbares Material dient das Isotop Uran-235 (U-235)
b. Isotope für Brutprozesse sind Uran-238 und Thorium-232

2. Was bezeichnet man als Brutrate und wie ist sie definiert?
஺௡௭௔௛௟ ௘௥௕௥ü௧௘௧௘௥ ௕௭௪.௞௢௡௩௘௥௧௜௘௥௧௘௥ ௄௘௥௡௘ (௭.஻.௉௨ଶଷଽ)
a. ‫ݓݖܾ ܤ‬. ‫= ܥ‬
஺௡௭௔௛௟ ௩௘௥௕௥௔௨௖௛௧௘௥ ௄௘௥௡௘ (௭.஻.௎ଶଷହା௉௨ଶଷଽ)
B= Brutrate (wenn Ergebnis > 1)
C= Konversionsrate (wenn Ergebnis < 1)
3. Beschreiben sie anhand eines Beispiels, was β-Strahlung ist.
a. α-Strahlung

b. β-Strahlung

c. Positronenstrahlung

d. γ-Strahlung
4. Was bezeichnet man als Äquivalenzdosis und in welcher Einheit wird sie gemessen?
a. Äquivalenzdosis berücksichtigt die unterschiedliche biologische Wirksamkeit
der verschiedenen Strahlenarten.
Ä‫ݐ݈݅ܽݑܳ = ݏ݅ݏ݋݀ݖ݈݊݁ܽݒ݅ݑݍ‬ä‫ݏ݅ݏ݋݀݁݅݃ݎ݁݊ܧ ∙ ݎ݋ݐ݂݇ܽݏݐ‬
Qualitätsfaktoren:
 Röntgenstrahlung = 1
 Gamma-Strahlung = 1
 Beta-Strahlung = 1
 Thermische Neutronen = 2,3
 Schnelle Neutronen und Protonen = 10
 Alpha-Strahlung = 20
b. Einheit = Sievert [Sv] 1Sv=1 J/kg

5. Welche Aufgaben übernehmen die Steuer- und Regelstäbe in einem Reaktor, welches
Material kann beispielsweise als Neutronenabsorber verwendet werden?
a. Regelstäbe werden zum An- und Abschalten von Kettenreaktionen
verwendet.
Als Material für einen Neutronenabsorber werden Isotope benutzt, die
Neutronen einfangen. Als Materialien dienen Bor, Indium, Cadmium, Silber,
Gadolinium.
6. Was wird mit dem Begriff „Kritikalität“ beschrieben? Welche Kritikalität hat ein
Reaktor, der sich in einer Betriebsphase befindet, in der seine Leistung kontinuierlich
hochgefahren wird?
a. Beschreibt den kritischen Zustand eines Kernreaktors oder einer
Spaltstoffanordnung.
b. Wenn k>1, dann wird bei pro freiwerdendem Neutron mehr als ein neues
Neutron frei. (beim hochfahren).
c. Wenn k=1, dann wird pro freiwerdendem Neutron genau ein neues Neutron
frei (thermische Leistung bleibt gleich)
d. Wenn k<1, dann wird pro freiwerdendem Neutron weniger als ein neues
Neutron frei (herunterfahren des Prozesses)

7. Welche Moderatoren werden heute überwiegend in Kernkraftwerken verwendet und


welche Aufgaben nehmen sie wahr?
a. Moderatoren: Stoffe, die schnelle Neutronen durch möglichst wenige
elastische Stöße abbremsen (= „thermisch machen“), d.h. ein geringes
Atomgewicht haben.
b. Sie sollen zudem möglichst keine Neutronen einfangen (geringer
Einfangsquerschnitt)
8. Mit welchen Drücken und Temperaturen fährt man üblicherweise im Primärkreislauf
eines Druckwasserreaktors? Was sind die Gründe dafür, dass der Primärkreislauf aus
mehreren Loops besteht?

9. Was unterscheidet den Siedewasser- vom Druckwasserreaktor?


a. Druckwasserreaktor: Beim Druckwasserreaktor wird das Wasser unter hohem
Druck erhitzt, um ein Sieden des Wassers zu verhindern. Die Wärmeleistung
wird über einen Wärmetauscher an einen 2. Wasser Kreislauf abgegeben,
welches wie in einem konventionellen Wasser-Dampf Kreislauf eine Turbine
betreibt.
b. Siedewasserreaktor: Beim Siedewasserreaktor gibt es im Gegensatz zum
Druckwasserreaktor nur einen Wasserkreislauf. Das Wasser wird im Reaktor
direkt verdampft und mit dem Dampf eine Turbine betrieben.
10. Welche Barrieren sind zur Verhinderung des Austritts von radioaktiven
Spaltprodukten bei einem schweren Störfall aus einem Kraftwerk vorhanden und
eingebaut?
a. Keramischer Brennstoff
b. Metallische Hülle der Brennstäbe
c. Wand des Primärkreislaufes
d. Betonabschirmung
e. Sicherheitsbehälter
f. Stahlbetonhülle

11. Wie viele Kraftwerke (Größenordnung) sind derzeit weltweit in Betrieb? Wie viele
davon in Deutschland?
a. Weltweit: 436 (Stand 2009)
b. In Deutschland 17
12. Welche Aufgabe übernimmt das Containment im Rahmen der Beherrschung
schwerer Störfälle? Welche Aufgabe hat die von außen sichtbare Betonkugel eines
Druckwasserreaktors?
a. Das Containment schützt vor dem Austreten nuklearer Stoffe. Die Betonhülle
dient zum Schutz gegen äußere Einwirkungen.

13. Warum ist der Wirkungsgrad mit 33% geringer als der eines Kohlekraftwerkes?
a. Der Wirkungsgrad eines Kraftwerkes wird maßgeblich durch de Temperatur
des Dampfes bestimmt. Bei Kohlekraftwerken werden Dampftemperaturen
bis ca. 560°C erreicht. Das stellt hohe Anforderungen an die Materialien.
Die Materialien in einem Kernkraftwerk sind ständiger Strahlung ausgesetzt.
Außerdem sollen die Materialien möglichst wenige Neutronen einfangen.
Dadurch wird die Dampftemperatur auf ca. 330°C begrenzt.
Kapitel 6: Umwandlung von Sonnenenergie in Niedertemperatur (NT)-
Wärme
(Grundlagen, Solares Strahlungsangebot, Wärmeströme am Kollektor, Kennzahlen, Solarsysteme,
Schwimmbaderwärmung, Warmwasserbereitung, Raumheizung)

1. In welche Himmelsrichtung und in welchem Winkel sollte ein Solarkollektor zu


Warmwasserbereitung in unseren Breiten aufgestellt sein?
a. Bei einer Neigung von 40° und Richtung Süd-West

2. Was bezeichnet man als Transmissionskoeffizient und als Reflektionskoeffizient der


Abdeckung bzw. des Absorbers?
a. Der Transmissionskoeffizient ist die Menge des durch eine Strecke von einer
Längeneinheit in einem teiltransparenten Medium (einer Partikelwolke) direkt
transmittierten Lichtes, im Verhältnis zu der Menge, welche die gleiche Strecke durch
ein Vakuum zurücklegen würde. Es handelt sich um den Rest der ursprünglichen
Menge, nachdem der Absorptionskoeffizient und der Reflektionskoeffizient
(gemeinsam der Extinktionskoeffizient) abgezogen wurden.
b. Der Transmissionskoeffizient ist die Menge des durch eine Strecke von einer
Längeneinheit in einem teiltransparenten Medium (einer Partikelwolke) direkt
reflektierten Lichtes, im Verhältnis zu der Menge, welche die gleiche Strecke durch
ein Vakuum zurücklegen würde
3. Skizzieren Sie die Kennlinie eines Niedertemperatursolarkollektors (Wirkungsgrad über
Temperaturdifferenz, Absorber, Umfeld). Was folgt daraus für den praktischen Betrieb des
Kollektors?

a. Der Kollektorwirkungsgrad fällt mit größerer Kollektortemperatur – je näher an


Umgebungstemperatur betrieben, umso größer ist η.

4. Was ist die Aufgabe von selektiven Beschichtungen?


a. Die selektive Absorberschicht reflektiert im energiereichen Spektralbereich fast nicht
und wirkt für größere Wellenlängen praktisch wie ein Spiegel.
5. Skizzieren Sie die einfache Bauform eines Absorbers für Schwimmbeckenwassererwärmung.

6. Skizzieren Sie eine mögliche Bauform für einen so genannten „Hochtemperaturkollektor“


(Gasröhrenkollektor).

7. Wie ist der Systemnutzungsgrad eines solaren Warmwassersystems definiert? Bei welchen
Systemen ist der Systemnutzungsgrad identisch mit dem Kollektornutzungsgrad?
௏௢௠ ௌ௢௟௔௥௦௬௦௧௘௠ ௔௕௚௘௚௘௕௘௡௘ ா௡௘௥௚௜௘
a. ܵ‫ = ݀ܽݎ݃ݏ݃݊ݑݖݐݑ݊݉݁ݐݏݕ‬஺௨௙ ௗ௜௘ ௄௢௟௟௘௞௧௢௥௙௟ä௖௛௘ (஻௘௭௨௚௦௙௟ä௖௛௘) ௘௜௡௚௘௦௧௥௔௟௧௘ ா௡௘௥௚௜௘
b. ‫= ݀ܽݎ݃ݏ݃݊ݑݖݐݑ݊ݎ݋ݐ݈݈݇݁݋ܭ‬
௏௢௠ ௄௢௟௟௘௞௧௢௥௞௥௘௜௦ ü௕௘௥ ௗ௘௡ ௐä௥௠௘ü௕௘௥௧௥ä௚௘௥ ௔௕௚௘௚௘௕௘௡௘ ா௡௘௥௚௜௘
஺௨௙ ௗ௜௘ ௄௢௟௟௘௞௧௢௥௙௟ä௖௛௘ (஻௘௭௨௚௦௙௟ä௖௛௘)௘௜௡௚௘௦௧௥௔௛௟௧௘ ா௡௘௥௚௜௘

8. Kann eine solarthermische Anlage zur Brauchwassererzeugung in unseren Breiten die


konventionelle Brauchwassererwärmung ersetzen?
a. Die Wärmeleistung der Sonne reicht nicht das ganze Jahr aus, um das Brauchwasser
zu erhitzen. Deshalb muss noch ein konventionelles System nachgeschaltet sein.
9. Wie funktioniert eine Schwerkraftanlage (Thermosyphonanlage) und in welchen Ländern
wird sie häufig angewendet?
a. Schwerkraftanlagen nutzen den Dichteunterschied zwischen warmem und kaltem
Wärmeträger. Das von der Sonne im Kollektor erwärmte Medium steigt durch sein
geringeres spezifisches Gewicht in dem über dem Kollektor angeordneten Speicher
auf, gibt dort direkt oder indirekt seine Wärme ab und sinkt in der Rücklaufleitung
zum Kollektor zurück (Thermosyphon-Prinzip). Die Schwerkraftanlage arbeitet ohne
Pumpe und ohne Regler und kann daher ohne elektrische Hilfsenergie betrieben
werden.

Dieses Prinzip wird in warmen Ländern insbesondere zur Warmwasserbereitung


benutzt. Die Anlagen sind kostengünstig und aufgrund fehlender beweglicher Teile
zuverlässig und wartungsarm. Übliche Anlagen haben 2m² Kollektorfläche und
können damit einen 300 Liter Speicher mit Warmwasser versorgen.

10. Welchen Einfluss hat die Legionellen-Problematik auf die Auslegung großer Solaranlagen?
a. Bei großen Solaranlagen und Brauchwasseraufheizung steigt (bei Temperaturen um
die 30°C) die Vermehrung von Legionellen. Um diese Bakterien abzutöten, muss das
Wasser regelmäßig (1-mal täglich) auf über 60°C erhitzt werden. Diese Regelung ist
erst ab einer Anlagengröße von über 400l nötig.
11. Welche Vor- und Nachteile haben Anlagen mit Saisoneller Speicherung? Welche
Speicherformen werden getestet?

Saisonelle Speicherung:
Die Wärmeenergie der warmen Monate wird gespeichert, um im Winter damit die Wohnung
zu beheizen.
12. Was kostet derzeit eine solarthermische Brauchwasserbereitungsanlage für eine
Einfamilienhaus (z.B. 6m² Kollektorfläche) und wie viel m³ Erdgas bzw. l Heizöl können damit
jährlich eingespart werden? Wie lang ist die statistische Amortisationszeit?
a. Solarthermie Kosten Beispiele

Beispiel 1

Hier geht es um die Anlage einer vierköpfigen Familie. Nur das Trinkwasser wird solar bereitet.
Folgende Kosten fallen an:

6 m² Flachkollektoren: 1.500- 2.700 €

Steigleitungen, Pumpenbauteile, Regelung, Montage & Verrohrung: 1.500-2.000 €

300-l-Speicher: ab 1.500 €

Jährliche Betriebs- und Wartungskosten: 50-60 €

Insgesamt: ca. 4.000-6.000 €

Jährliche Heizöl-/Gas-Ersparnis: 140-240 €

Beispiel 2

Hier geht es um die Anlage einer vierköpfigen Familie. Sowohl die Heizung als auch die
Trinkwasserbereitung werden solar unterstützt. Folgende Kosten fallen an:

12 m² Vakuum-Röhrenkollektoren: ab 7.200 €

Anlagekomponenten & Montage: 2.500-4000 €

1000-l-Kombi-Speicher: ab 1.500 €

Jährliche Betriebs- und Wartungskosten: 50-60 €

Insgesamt: ca. 8.000-12.000 €

Jährliche Heizöl-/Gas-Ersparnis: 280-420 €


13. Welche Aspekte müssen bei der Auslegung von solaren Warmwasserspeichern berücksichtigt
werden, welche Auswirkungen hat dies auf die Bauform der Speicher?
Kapitel 7: Nutzung geothermischer Energie als Wärme und ihre
Umwandlung in Elektrizität
(Grundlagen: Temperaturprofile, Hydrothermale Geothermie, Hot-Dry-Rock-(HDR-)Verfahren;
Tiefengeothermie (Wärme und Strom),Heizzentralen, Organic-Rankine-Cycle-(ORC-)Prozess, Kalina-
Prozess, Geothermische KWK-Anlagen, Stand der Nutzung, Oberflächennahe Erdwärme,
Wärmepumpen, Stand der Nutzung)

1. Was ist der physikalische Ursprung der Erdwärme?


a. 1/3 aus Wärmetransport aus dem Erdinneren
b. 2/3 aus Zerfall von radioaktiven Isotopen (U,Th,K)
2. Was ist der Stand der Nutzung der Erdwärme tiefer Schichten und der Nutzung der
oberflächennahen Erdwärme (technisch, wirtschaftlich)?
3. Wie groß ist der Temperaturgradient pro km, wenn keine geothermischen Anomalien
vorliegen?
a. 30K/km
4. Wie funktioniert das Hot-Dry-Rock-Verfahren?
5. Erklären sie das Funktionsprinzip einer elektrisch angetriebenen Wärmepumpe?

In einem geschlossenen Kreislauf befindet sich


in der Wärmepumpe eine FCKW-freie
Flüssigkeit als Arbeitsmedium mit sehr
niedrigem Siedepunkt. Diese wird durch den
Verdampfer bei niedrigen Temperaturen
verdampft und nimmt dabei Wärme auf.
Durch die Kompression des Verdichters wird
das Temperaturniveau des Dampfes weiter
erhöht und gelangt so in den Verflüssiger. Ein
Wärmetauscher gibt die Wärme des Dampfes
an das Heizmedium ab. Der Dampf wird
hierbei verflüssigt (Kondensation). Durch ein
Entspannungsventil wird der Druck weiter
abgebaut; das so abgekühlte Kältemittel wird
wieder vollständig verflüssigt und dem
Verdampfer zugeführt. Hier beginnt der
Kreislauf erneut.
6. Welche Wärmequellen können für Wärmepumpen verwendet werden?
a. Grundwasser mittels Brunnen
b. Umgebungsluft
c. Erdreich

d. Hinzu kommt noch ein Fundamentkollektor (nicht abgebildet)

7. Wie ist die Arbeitszahl der Wärmepumpe definiert?


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a. ߚ = >1

Qab= von der Wärmepumpe innerhalb eines Jahres abgegebene Wärmeleistung
(kWh)
W= die der Wärmepumpe innerhalb eines Jahres zugeführte elektrische Arbeit
8. Was ist bei der Auslegung einer Wärmepumpe hinsichtlich der Temperatur der Wärmequelle
und der der Heizung zu berücksichtigen?
a. Die Temperaturdifferenz ist möglichst gering zu halten.
9. Was ist ein ORC Kreislauf? Worin unterscheidet er sich vom Wasser/Dampfkreislauf?