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Allgemeine Knochenlehre

Knochenbildung
 Indirekte Verknöcherung (Ossifikation)
Entwicklung vor der Geburt über Bindegewebe zu Hyalinem Knorpelgewebe, entgültige
Verknöcherung geschieht während des Wachstums des Kindes
 Direkte Verknöcherung Entstehung ohne knorpelige Zwischenstufe (Schädelknochen,
Gesichtsknochen)

Knochenwachstum
 Dickenwachstum: in der inneren Schicht des Periost der Cambiumschicht (bildet ständig
neue Knochenschichten)
 Längenwachstum: in der Epiphysenlinie des Röhrenknochens

Knochenernährung:
Erfolgt über Blutgefäße, welche vom Periost kommen und in den Haverschen und
Volkmannschen Kanälen verlaufen

Knochenmark:

Das rote blutbildende Mark liegt in den Epiphysen der Röhrenknochen (beim Embryo auch in
der Diaphyse), in den Platten und in unregelmäßig geformtenKnochen. Hier werden die
Erythrozyten, die Thrombozyten und der Großteil der Leukozyten gebildet.

» Knochenverbindungen

1.) unechte Gelenke: (Fugen und Haften Synarthrosen)


– bindegewebsartige Verbindungen (Syndesmosen), z.B. Fontanelle, Membrana interossei
– knorpelhafte Verbindung (Synchondrosen), z.B. Symphyse, Rippenbrustbein Sternum), Disten,
Menisken
– knochenhafte Verbindungen (Synosatosen), z.B. Schädel, Kreuzbein

2.) echte Gelenke ( Diarthrosen)


Zeichen: Gelenkkapsel, Gelenkspalt, Gelenkbänder, Gelenkinnenhaut bildet
Gelenkflüssigkeit, Hyaliner Knorpel, Beweglichkeit zweier oder mehrerer
Knochen

» Formen:

 Schaniergelenk (Fingergelenk, Kniegelenk)


 Kugelgelenk (Schultergelenk, Hüftgelenk)
 Drehgelenk (Ulnagelenk Handdrehung)
 Sattelgelenk (Daumengrundgelenk)
 Eigelenk (Handgelenk)
 Zapfengelenk (untere / obere Sprunggelenk)
» Wirbelsäule

 7 Halswirbel (Zervikalwirbel)
 12 Brustwirbel (Thoraxwirbel)
 5 Lendenwirbel (Lumbalwirbel)
 4 – 5 Steißbeinwirbel

Halslordose

Brustkyphose

Lendenlordose

Sakralkyphose

Wiederholungsfragen und -aufgaben des


Bewegungsapparates
1. Beschreiben Sie den Aufbau eines Röhrenknochens.

 Epiphysen (Knochenkopf),
 Epiphysenfuge (die Fuge im Knochenkopf): sind beim Kind die knorpeligen
Wachstumszonen, von denen aus der Knochen in die Länge wächst. Beim Erwachsenen
ist nur noch eine verknöcherte Epiphysenlinie zu erkennen,- Gelenkknorpel: überzieht die
Gelenkflächen der Epiphysen. Es besteht aus hyalinem Knorpelgewebe,
 Knochenhaut: besteht aus Bindegewebe, enthält Blutgefäße und Nerven. Ist
verantwortlich für das Dickenwachstum des Knochens,
 Schwammartig gebaute Knochensubstanz: besteht aus feinen Knochenbälkchen. In ihren
kleinen Hohlräumen befindet sich das rote Knochenmark,
 Kompakte Knochensubstanz: aus ihr ist v.a. der Knochenschaft aufgebaut,
 Markhöhle: enthält nur beim Kind rotes Knochenmark, beim Erwachsenen gelbes
Fettmark. In ihr verlaufen Blutgefäße die den Knochen ernähren.

2. Welche Anteile kann man bei einem Gelenk unterscheiden?

 am Gelenk beteiligte Knochen,


 Gelenkknorpel,
 Synovialnmembran (sondert Gelenkschiere ab),
 Gelenkspalt bzw. Gelenkhöhle,
 Gelenkkapsel,
 Gelenkbänder.

3. Nennen Sie einige Aufgaben der Wirbelsäule.

 sie ermöglicht die aufrechte Haltung,


 ist die bewegliche Achse unseres Körpers,
 sie trägt den Schädel,
 ist Teil des Brustkorbs,
 Teil des Beckengürtels,
 bildet den Wirbelkanal, indem das Rückenmark geschützt liegt.

4. Welche physiologischen Krümmungen kann man bei der Wirbelsäule


unterscheiden? Bei welchen Wirbelsäulenabschnitten kommen sie vor?

Die Wirbelsäule hat eine Doppel-S-Form, bestehend aus zwei Vorwärts- und zwei
Rückwärtskrümmungen.
Lordose (Vorwärtskrümmung), sie findet sich bei HWS und LWS.
Kyphose (Rückwärtskrümmung), sie findet sich bei BWS und Kreuzbein.

5. Nennen Sie die Abschnitte der Wirbelsäule mit ihrer jeweiligen Anzahl der
Wirbeln.

 Halswirbelsäule (HWS), sie besteht aus 7 Wirbeln,


 Brustwirbelsäule (BWS), sie besteht aus 12 Wirbeln,
 Lendenwirbelsäule (LWS), sie besteht aus 5 Wirbeln,
 Kreuzbein, es besteht aus 5 zusammengewachsenen Wirbeln,
 Steißbein, es besteht aus 2-4 verkümmerten und zusammengewachsenen Wirbeln.

6. Beschreiben Sie die Lage der Bandscheiben, auch die Lage der obersten und
der untersten Bandscheibe.

Sie bestehen aus Faserknorpel und haben im Inneren einen Gallertkern. Sie können Stöße
abpuffern und ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule.
Die Bandscheiben liegen jeweils zwischen zwei Wirbelkörpern, die oberste befindet sich
zwischen dem 2. und 3. Halswirbel, die unterste zwischen dem 5. Lendenwirbel und dem
Kreuzbein.

7. Wie sind die Bandscheiben aufgebaut?

Sie bestehen aus Faserknorpel und haben im Inneren einen Gallertkern. Sie können Stöße
abpuffern und ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule.

8. Wo befindet sich das Rückenmark? In Höhe welcher Wirbel endet es?

Das Rückenmark befindet sich im knöchernen Wirbelkanal, indem das Rückenmark geschützt
liegt.
Es endet in Höhe des 1. bis 2. Lendenwirbel.

9. Durch welche Öffnung treten die Rückenmarksnerven aus?

Die Rückenmarksnerven treten paarweise aus den Zwischenwirbellöchern aus.

10. Beschreiben Sie die Besonderheit von 1. und 2. Halswirbel.

 1. Halswirbel (Atlas) ist nur ein Knochenring, dessen Wirbelloch durch ein Band
unterteilt wird. Der vordere Teil bildet mit dem Zahn des 2.Halswirbels ein Drehgelenk.
Die Oberseite des Atlas trägt die zwei Gelenkflächen für das Gelenk für die
Nickbewegungen des Kopfes.
 2. Halswirbel (Axis): Sein Wirbelkörper setzt sich nach oben fort in den Zahn.

11. Wie sind die Rippen an der Brustwirbelsäule befestigt?

Die Wirbelsäule ist durch das Wirbel-Rippen-Gelenk an den Rippen befestigt. Jede Rippe bildet
zwei Gelenke mit der Wirbelsäule.

12. Erläutern Sie die Bewegungsmöglichkeiten im Hüftgelenk, Kniegelenk,


Schultergelenk, Ellbogengelenk und Handgelenk.

Das Hüftgelenk und das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk. Der Kugelförmige Kopf des einen
Knochens paßt genau in die pfannenartige Vertiefung des anderen. Das Kugelgelenk gestattet
Bewegungen in alle Richtungen.(3 Freiheitsgrade)
Das Kniegelenk und das Ellbogengelenk ist ein Scharniergelenk. Das konvaxe Ende des einen
Knochens dreht sich um die konvexe Endigung des anderen. Das Scharniergelenk besitzt nur
einen Freiheitsgrad, d.h. die Bewegungsmöglichkeiten sind auf Flexion und Extension bzw.
strecken und beugen beschränkt.
Das Handgelenk ist ein Eigelenk. Ein auf zwei Freiheitsgrade beschränktes Kopf- und
Pfannengelenk. Die Rotation ist nicht möglich.

13. Aus welchen Abschnitten besteht ein Muskel im einfachsten Fall?

Im einfachsten Fall besteht ein Muskel aus folgenden Abschnitten:

 Ursprungssehne,
 Muskelbauch,
 Ansatzsehne (befindet sich immer dort wo bewegt wird).

Der Muskelbauch ist von der Muskelfaszie (Bindegewebe) umgeben. Dieses geht am Ende des
Muskelbauchs in die Sehnen über, ebenso wie die feineren Bindegewebshüllen im Muskel.

14. Was ist eine isometrische Kontraktion?

Wird die Spannung erhöht ohne daß sich der Muskel verkürzt, so spricht man von isometrischer
Kontraktion.

15. Nennen Sie die Atemmuskeln. Was ist Atemhilfsmuskulatur?

Atemhilfsmuskeln könne zur Hilfe bei der Atmung betätigt werden.


Bei der Einatmung können der kleine und der großer Brustmuskel sowie der Sägemuskel als
Atemhilfsmuskel betätigt werden. Diese heben die Rippen an bzw. fixieren sie.
Bei der Ausatmung können die Bauchmuskeln als Atemhilfsmuskeln betätigt werden.

Knochen und Gelenke


Wichtig für die Bildung von Knochengewebe sind:
– kalziumhaltige Nahrungsmittel wie:
Gemüse, Milch, Obst, Mineralwasser
Damit die Kalziumsalze jedoch in den Knochen eingelagert werden können, braucht der Mensch
außerdem die Zufuhr von Vitamin
D.
Fehlt dieses Vitamin D, kommt es zu Knochenerweichungen und Deformierungen(sogenannte
Rachitis oder auch englische Krankheit genannt [nur bei Kindern]). Daher wird bei Säuglingen
prophylaktisch Vitamin
D verabreicht (Vitamin D-Fluoretten).
Bei Erwachsenen nennt sich diese Knochenerweichung und Deformierung Osteomalazie.

Gelenklehre
Damit das Skelett beweglich wird, besitzt der Mensch eine Reihe von Gelenken. Je nach
Funktion des Gelenkes ergibt sich die besondere Gelenkform.

Man unterscheidet:

Kugelgelenke Eigelenke
Scharniergelenke Zapfengelenke
Sattelgelenke flache Gelenke
Radgelenke (dies sind die wichtigsten Gelenkformen)
und die sogenannten Haften (unechte Gelenke).

Unter Haften versteht man mehr oder weniger feststehende Knochenverbindungen z. B. Schädel,
Symphyse, Rippen, Verbindung von Darm-, Scham-, und Sitzbein.

Der Bau eines Gelenkes


Ein echtes Gelenk wird durch den sogenannten Gelenkspalt gekennzeichnet.

Damit es bei den Bewegungen nicht zu schmerzhafter Reibung kommt, sind die Gelenkflächen
von hyalinem Knorpel überzogen.

Bei einem Kugelgelenk spricht man beim runden gewölbten Teil vom Gelenkkopf, beim
ausgehöhlten Teil von der Gelenkpfanne.

Das Gelenk wird jeweils von einer Gelenkkapsel umschlossen. Die innere Gelenkkapselschicht
( Synovialhaut ) sondert eine Flüssigkeit ab, welche die Reibung verhindert. Man nennt diese
Flüssigkeit Gelenkschmiere ( Synovia ).

Über die Gelenkkapsel verlaufen die Gelenkbänder, die dafür sorgen, daß nur bestimmte
Bewegungen eines Gelenkes ausgeführt werden können.

Manche Gelenke sind durch Faserknorpelscheiben unterteilt.


Bsp. Kniegelenk – Meniskus sowie Wirbelsäule – Bandscheiben

Sogenannte Schleimbeutel befinden sich da, wo Sehnen ( Sehne = Endstück des Muskels =
Ursprung und Ansatz am Knochen [ Überträger der Zugkraft ] ) über Knochen gleiten, oder an
besonders beanspruchten Stellen ( Kniegelenk / Unterarmgelenk ).

Sehnenscheiden finden wir ebenfalls dort, wo lange Sehnenstrecken über Knochen oder
Gelenken verlaufen. Dadurch wird die Reibung vermindert und die Führung der Sehne
gewährleistet.
Durch Überbeanspruchung bestimmter Gelenke kann es zu Sehnenscheidenentzündung kommen
( Tendovaginitis )
Bsp. Hand und Unterarmgelenk.

Das Knie
Das Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers.
Es ist ein zusammengesetztes Gelenk in dem Femur ( Oberschenkelknochen),
Tibia ( Schienbein) und Patella (Kniescheibe) sowie zwei Menisken
(Faserknorpelringe) miteinander in gelenkiger Verbindung stehen.
Im Knie artikuliert das Femur mit dem Tibia in einem Dreh-Scharnier-Gelenk,
das die Flexion ( Beugung) und Extension (Streckung) gestattet.
Ein dritter Knochen, die Patella (Kniescheibe), gehört ebenfalls
zum Kniegelenk und bildet mit einer Gelenkfläche am Oberschenkel
gewissermaßen ein weiteres Gelenk. Sie schützt die inneren
Gelenkabschnitte und dient der Kraftübertragung beim Strecken
des Knies. Die Kniescheibe gleitet bei jeder Beugung und Streckung
des Kniegelenkes nach unten bzw. nach oben. Die Patella ist in
die Sehne des Oberschenkelstreckmuskels eingelassen, die an einem
Vorsprung am Schienbein verankert ist.
Der Meniskus
Da Femur und Tibia nur wenig Kontakt zueinander haben hat sich
die Natur ein besonderes System ausgedacht, um die Belastung für
den Knorpel zu verringern. Zwischen den Gleitflächen von Ober-
und Unterschenkel befindet sich auf der inneren und äußeren
Kniehälfte jeweils ein Meniskus. Dieser „Puffer“ besteht
aus Faserknorpel und hat neben der Stoßdämpferfunktion
noch einige andere sehr wichtige Funktionen für das Kniegelenk.
Der Meniskus führt zu einer Vergrößerung der Auflagefläche
von Oberschenkelrolle und Schienbeinkopf. Die einwirkende Last
wird so über eine größere Fläche verteilt,
was zur Schonung der Knorpeloberflächen beiträgt

Funktion des Meniskus


Der Meniskus ist wichtig für die Schockabsorption im Kniegelenk.
Eine weitere wichtige Funktion hat der Meniskus bei der Ernährung
des Gelenkknorpels. Wie ein Scheibenwischer verteilt der Meniskus
bei jeder Bewegung im Knie die Gelenkschmiere über den Knorpelflächen
und ist somit wichtiger Faktor für die Ernährung der
Knorpelzellen. Neben den Bändern am Knie sind auch intakte
Menisken wichtig für die Stabilität des Kniegelenkes.

Innerhalb des Kniegelenks liegen zwei starke sich überkreuzende


Bänder, das vordere und hintere Kreuzband. Sie verhindern
eine Verschiebung der beiden Gelenkanteile nach vorne oder hinten.
An der Außenseite wird die Kniegelenkkapsel durch innen und äußere
Seitenbänder (kurz, Innen- und Außenband) verstärkt.
An besonderen Beziehungspunkt oberhalb, vor und unterhalb des Knies
sind Schleimbeutel eingelassen.
Die Muskeln, die das Bein bewegen, entspringen am Becken. Sie überqueren
entweder das Hüftgelenk und inserieren am Femur oder kreuzen
das Hüftgelenk und Kniegelenk und setzen am Tibia an.. Die
Muskeln an der Vorderseite vor allem der vierköpfige Oberschenkelmuskel
( Muskulus.quadriceps femoris), sind für die Flexion (Beugung) im Hüftgelenk
und die Extension (Streckung) im Kniegelenk zuständig und lassen das Spielbein
beim Gehen vorwärts schwingen. Die medial (zu Körpermitte) verlaufenden
Muskeln sind die Adduktoren (Muskel die eine Extremität zur Körpermitte
ziehen).
• Kniestrecker
   » Muskulus quadriceps femoris (vierköpfiger Oberschenkelmuskel)
• Kniebeuger
» Muskulus biceps femoris (zweiköpfiger Oberschenkelmuskel)
   » Muskulus sartoris (Schneidermuskel)
   » Muskulus gastrocnemius (Zwillingswadenmuskelmuskel)

Krankheiten » Gonarthrose = Arthrose des Kniegelenks » häufigste


Arthrose im Bereich der großen
Gelenke
Arthroplastik = Gelenkersatz

Endoskopische Entfernung eines geschädigten Meniskus mit


dem Arthroskop. Im Unterschied zu früher üblichen breiten
Eröffnung des Kniegelenks sind bei diesem Eingriff heute nur
kleine Hautschnitte notwendig

Richtungsbezeichnungen :
» distal = von der Rumpfmitte entfernt liegend

» proximal = auf den Rumpfansatz der Gliedmassen zu

» palmar / volar = zur Hohlhand hin

» dorsal = rückenwärts

» fibular = zum Wadenbein hin

» inferior = nach unten ( bei aufrechtem Körper )

» kaudal = Steißwärts, nach unten ( bei aufrechtem Körper )

» kranial = kopfwärts ( zum Schädel hin ), nach oben

» lateral = von der Mitte weg, seitwärts

» medial = zur Mitte, auf die Medianebene zu

» median = innerhalb der Medianebene

» peripher = auf den Rand des Körpers zu, von der Mitte weg
» plantar = zur Fußsohle hin

» anterior = nach vorne

» posterior = nach hinten

» radial = zur Speiche ( Radius ) hin

» ulnar = zur Elle ( Ulna ) hin

» sinister = links

» dexter = rechts

» Superior = nach oben ( bei aufrechtem Körper )

» ventral = bauchwärts

» zentral = auf das innere des Körpers zu, zur Mitte hin

Sonderformen der Rotationsbewegungen an Hand und Fuß :

» pronation

» supination

Merkspruch : Man greift zum Brot mit pronierter Hand und hält den
Suppenteller mit

supinierter Hand

Bewegungsrichtungen :

» Abduktion = Bewegung vom Körper weg

» Adduktion = Bewegung zum Körper hin

» Flexion = Beugung, beim Schulter – und Hüftgelenk auch Antevision

» Extension = Streckung, beim Schulter – und Hüftgelenk auch Retrovision

» Innenrotation = Einwärtsdrehung

» Außenrotation = Auswärtsdrehung

Die Hauptebenen des Körpers :


» Sagitalebene = die Sagitalebene wird durch die Longitudial – und Sagitalachse gebildet ( z. B.
Schnittfläche einer Schweinehälfte )
» Frontalebene = diese ebene liegt parallel zur Stirn ( z. B. Brillengläser ) und wird aus
Horizontal – und Longitudialachse gebildet

» Transversalebene = diese wird aus Sagital – und Horizontalachse gebildet und entspricht
sozusagen einem Querschnitt durch den Körper ( z. B. Scheiben einer Salami )

Richtungsbezeichnungen :
» Longitudialachse = oben ( Superior ) oder kopfwärts ( kranial ) und unten ( inferior ) oder
steißwärts ( kaudal ). Bei Armen und Beinen kann man auch die begriffe proximal ( näher zur
Körpermitte ) und distal ( weiter von der Körpermitte entfernt ) anwenden.

» Sagitalachse = vorn ( anterior ) und hinten ( posterior ); im Rumpfbereich auch bauchwärts


( ventral ) und rückenwärts ( dorsal ).

» Transversalachse = rechts ( dexter ) und links ( sinister ); alternative Bezeichnungen sind


seitwärts ( lateral ) oder zur Körpermitte hin ( medial ).

Kontrakturprophylaxe und
Thromboseprophylaxe
» Aufgabe:
Zeigen sie 5 isometrische Übungen die gleichzeitig zur
Kontrakturprophylaxe und zur Thromboseprophylaxe eingesetzt
werden können.

» Ziele:
( Muskelanspannung ohne Bewegung gegen Widerstand,
Pulsschlag bleibt gleich)

 Beweglichkeit der Gelenke erhalten


 Kräftigung der Muskulatur
 Vermeidung von Kontrakturen
 für gute Durchblutung sorgen, anregen der Muskelpumpe
 Herz und Kreislaufanregung

» Indikationen:

 Bettlägerige

» Kontraindikation:
vorher Arzt fragen bei erhöhtem Blutdruck, Thrombosen,
Gelenkserkrankungen, Osteoporose, Muskelerkrankungen,
künstlichem Hüftgelenk.

» Beobachtungskriterien:
 auf Atmung achten, keine Pressatmung
 Entspannung genauso lange wie Anspannung
anspannen, Zählen 21.22.23 dann entspannen
 braucht wenig Zeit aber täglich anwenden bei
Schmerzen aufhören

» Übungen:

 Fußsohlenpressing: flache Hand unter Fuß legen und leicht nach oben
drücken 3-5x tägl. (Vorsicht bei Apoplex = Spastik)
 Füße in Matratze drücken: eine Hand an Knöchel andere Hand unter Knie
und Ferse in Bett drücken.
 Füße ausgestreckt in Hände nehmen ( Fußgelenk) etwas anheben, Bw. drückt
gegen die Hände des AP
 Füße aufstellen Knie sind abgewinkelt, AP hält Knie außen und Bw. drückt
dagegen , und umgekehrt Hände sind innen
 Beine ausstrecken die vorderen Teile der Füße sind übereinandergelegt. Der
Untere Fuß drückt nach oben der obere nach unten.
Gegengleich ausführen.

Wie wird das Nervensystem eingeteilt und


nenne die Aufgaben?
a.) ZNS                                   Reize werden aufgenommen und verarbeitet, entsprechende Gehirn
Befehle werden ausgesendet.
Rückenmark

b.) vegetatives NS                   reguliert die Organfunktion


Sympathikus                            Verschaltung im Gehirn findet nicht statt
Parasympathikus

c.) peripheres NS                    2 Aufgaben


Spinalnerven                            – nimmt Sinneswahrnehmungen auf & leitet sie an das ZNS
(Beginnt im Rückenmark)                  – nachdem Sinneswahrnehmungen im ZNS verarbeitet
wurde,
Hirnnerven                                leitet das PNS über motorische periphere Nerven die Befehle an
(Ursprung im Hirnstamm)                  die Erfolgsorgane, die dann bestimmte Funktionen
ausführen.

Welches ist die Aufgabe des PNS?


reine Leitungsfunktion
sensible Leitung (vom Sinnesorgan zum Rückenmark oder Gehirn)
motorische Leitung (vom Rückenmark bzw. Gehirn zur Muskulatur)

Da er eine sensible & motorische Leitung hat, spricht man von einem gemischten Nerv.

Wie setzt sich das PNS zusammen?


Es gehören dazu:
12 Hirnnervenpaare, die ihren Ursprung im Stammhirn oder Großhirn haben
31 Paare von Spinalnerven (Rückenmark wird eingeteilt in 31 Rückenmarksegmenten)
Der Spinalnerv hat sensible, sowie auch motorische Bahnen» Schmerz

Wenn Spinalnerven das Rückmark verlassen, bilden Nervengeflechte (PLEXUS) oder


Nervenbündel und versorgen einen bestimmten Bereich des Körpers.

Reflex?
Reflexe sind unwillkürliche, sehr schnelle motorische Reaktionen auf äußere Reize,
die eine umgehende Reaktion zur Gefahrenabwehr brauchen.
Der Reiz wird über Sinneszellen (Patellarsehnenreflex- Sinneszelle liegt in der Muskulatur) a
aufgenommen, über den Reflexbogen zum Rückenmark geleitet (sensible Bahn) und dort durch
eine Synapse umgeschaltet auf eine motorische Nervenzelle.
Das Axon, das von dieser motorischen Nervenzelle ausgeht ist der periphere motorische Nerv,
der zur Muskulatur (Erfolgsorgan) zurück läuft und diesen zur Kontraktur (arbeit) bringt.

Außer diesem Eigenreflex gibt es den Fremdreflex:


Hierbei kann der Reflex über mehrere Rückenmarksegmente geleitet werden und so auch
mehrere Muskelgruppen arbeiten lassen. auch Fluchtreflex genannt

Was ist die typische Symptomatik bei einer Schädigung eines peripheren Nervs?
Es kann ein Nerv oder mehrere Nerven geschädigt sein,
z.B. Armplexus (einzelne Muskelgruppen funktionieren noch, nur eine Muskelgruppe
ausgefallen)
Es treten immer Sensibilitätsstörungen und motorische Störungen auf.
motorische Störungen:  schlaffe Lähmung (der Muskeltonus ist ausgelöscht)
es entwickelt sich eine Atrophie er Muskulatur
Sensible Störungen:                  Schmerz, Kribbeln, Kältegefühl, Taubheitsgefühl
Ursachen einer Schädigung- wodurch könnte er geschädigt werden?
Verletzungen: * Schnitt-, Stich- & Schusswunden
* falsche Technik bei im Injektionen

Druck:             *Drucklähmung kann entstehen bei Bandscheiben- Vorfall (Veränderung des


Nukleus Dulposis (Gallertkern in der Bandscheibe der Wirbelsäule)
Druck im Bereich der Abgangsstelle der Spinalnerven aus dem Wirbelkanal
Symptome:         Kribbeln, Kälte- & Taubheitsgefühl, Schmerz Lähmung

Drucklähmung kann entstehen durch fehlerhafte pflegerische Maßnahmen


bei Bewusstlosen & Gelähmten (Lagerung, Bandagen, Gipsverbände)
z.B. Nervus ulnaren: anfangs Taubheitsgefühl, später Lähmung = Krallenhand
Nervus medianus = Schwurhand
Nervus peroneus = Spitzfuß

Infektionen:      * Poliomyelitis: Spinale Kinderlähmung, Virusinfekt

Nebenerscheinung bei Stoffwechselerkrankungen: Diabetes mellitus

chronischer Alkoholismus: Vitamin B- Mangel

Allgemeine Erkrankungen?
Fazialislähmung – Schädigung eines Hirnnervs
man unterscheidet eine zentrale & eine periphere Fazialislähmung

Symptome:
periphere Fazialislähmung:

1. willkürliche Bewegungen der Gesichtsmuskulatur sind nicht mehr möglich


2. Stirnfalten sind auf der gelähmten Seite verstrichen
3. Auge kann nicht mehr geschlossen werden
4. Mundwinkel hängt herab

es entstehen Schwierigkeiten beim sprechen & besonders beim trinken


auf den vorderen 2 Dritteln der Zunge kommt es zu Geschmacksstörungen

Ursache:

1. Borrelieninfektion nach Zeckenstichen


2. bei älteren Menschen Tumor
3. Herpes- Infektion des Ohres

Pflege:

1. bei fehlendem Augenschluß sollte der Augapfel an Tage durch eine Salbe, nachts durch
einen Schutzverband vor Verletzungen & Austrocknung geschützt werden
2. beim trinken Trinkhalm anbieten
3. entzündungshemmende Medikamente
4. Krankengymnastik

Polyneuropathie – sind Erkrankungen die das gesamte periphere Nervensystem betreffen


ist meist die Folge von Allgemeinerkrankung o Schädigung des Körpers                      durch
schädigende Faktoren werden entweder die Nervenfasern selbst                            oder die
Myelinschicht zerstört
Die Ausfälle sind meist an den Extremitäten lokalisiert
Symptome:
schlaffe Lähmung der Muskulatur und spätere Ausbildung von Atrophien

 zuerst Socken- & Handschuhförmiger Sensibilitätsausfall


 Fußhebermuskulatur häufig mitbetroffen- wodurch es zu einem mühsame Gehen mit
verstärktem Hochziehen beider Beine führt= Fallfuß

sensible Störung

 Missempfindungen wie kribbeln oder schmerzen


 besonders nachts brennende Füße
 Haut ist an den Extremitäten häufig überempfindlich
 Sensibilitätsausfälle
 Lageempfinden lässt nach
 Gangataxie (nimmt besonders im dunklen zu- Sturzgefährdet)

chronische Wundheilstörungen
vegetative Störungen

 Blasenentleerungs- & Verdauungsstörungen


 Impotenz
 Störung der Blutdruckregulation  & Herzfrequenz

Ursache:

 Diabetes mellitus (Sensibilitätsstörungen)


 chronische Alkoholmissbrauch (Lähmung)
 Mangelernährung: Mangel an Vitamin B,E & Folsäure
 Krebserkrankung
 Leber- & Nierenschwäche

Klausur Fragen zum Nerven System


Wie ist eine Nervenzelle aufgebaut?

 Zellkörper
 Zellkern
 Gliazellen
 Stützellen
 Dendriten
 Axon
 Axonhügel
 Markscheide

Wie funktioniert eine Synapse?

 Reiz erreicht Präsynaptisches Endknöpfchen


 Freisetzung der Transmitter
 Transmitter kommt an postsynaptische Dendriten
 Transmitter reagiert mit der Membran löst neuen Reis an der Nervenzelle aus

Aufbau einer Synapse?

 Präsynaptisches Endknöpfchen
 Synaptischer Spalt
 Postsynaptische Zelle

Nennen Sie 5 Neurotransmitter


 Acetyhlcholin
 Dopamin
 Adrenalin
 Noradrenalin
 Serotonin
 Endorphine
Was sind Gliazellen?
 Stützellen im Nervengewebe
 Stützen, schützen, versorgen die NZ

Woraus bestehen graue & weiße Substanz?


Graue=

 Hirnrinde
 Zelleiter der Neuronen mit Zellkern

Weiße=

 Hirnmark
 Axone, Neuronen, Stütz & Hilfszellen

Was sind afferent & efferente Fasern?

Afferente=
Leiten Impulse zum ZNS hin

Efferente=
Leiten Impulse vom ZNS zur Zielzelle hin.

In welchen Anteilen wird das gesamte Gehirn eingeteilt?

 Großhirn
 Zwischenhirn
 Kleinhirn
 Mittelhirn
 Hirnstamm
 Brücke
 Verlängertes Mark

Aus welchen Lappen besteht das Großhirn?

 Stirn
 Scheitel
 Schläfen
 Hinterhaupts lappen

Beschreiben Sie die Lage & Funktion der wichtigsten Rindenfelder


Primär motorische:

Stirnlappen = Steuerung bewusster Bewegungen


Scheitellappen = Schmerz, Tast, Temperatursinn

Primär Sensorische:
Schläffenlappen = akustische Reize
Hinterhauptslappen = optische Wahrnehmung

Beschreiben Sie den Verlauf & Funktion der Pyramidenbahn


Verlauf:

 Der Verlauf beginnt im motorischen Rindenfeld


 weiter ins Zwischenhirn
 zum Mittelhirn bis ins verlängertes Rückenmark wo Sie sich kreuzt.

Funktion:

 Steuert die bewussten willkürlichen Bewegungen

Welche Funktion hat die extrapyramidalebahn?


 Steuert die unbewussten Bewegungen und den Muskeltonus

Welche Strukturen gehören zum Zwischenhirn?


 Hypothalamus
 Thalamus
 Hypophyse

Beschreiben Sie die Funktion des Hypothalamus

 Regulation endokriner & vegetativer Funktionen


 Kontrolliert viele andere Körperfunktionen z.B. Temperatur, Durst, Hunger, Sättigung

Beschreiben Sie die Funktion des Thalamus

 Schützt das Großhirn vor Reizüberflutung


 Filterung von Wahrnehmungen

Beschreiben Sie die Funktion der Hypophyse


 Wichtige Hormondrüse

Beschreiben Sie bitte das verlängerte Mark

 Übergang vom Gehirn zum RM


 Kreuzung der Pyramidenbahnen
 Steuerungszentrale für =
 Herz-Kreislauf, Atem, Schluck, Husten Zentrum

Welche Aufgaben haben die Hirnnerven N I, II, V, V², X


NI = Riechnerv

N II = Sehnerv

NV = Sensibilität des Gesicht= Drillingsnerv

 Augenhöhlennerv
 Oberkiefernerv
 Unterkiefernerv
 Phasern für Mundmuskulatur

NV² = motorischer Gesichtnerv, Mimik

NX = Stimmritzenöffnung, Regelung Magen-Darmtätigkeit

Beschreiben Sie das RM

 Bleistiftdicker Strang aus Nervengewebe


 Es liegt in der Wirbelsäule im Wirbelkanal
 Es besitzt 31 Nervenpaare

Aufgabe:

 Verbindet das Gehirn mit den RM-Nerven


 Umschaltzentrale für viele Nerven

Was ist eigen & Fremd Reflex?

Eigenreflex:

 Reiz & Reaktion erfolgen im selben Organ

Fremdreflex:

 Reiz und Reaktion erfolgen in unterschiedlichen Organen.

Welche Aufgaben haben Symphatikus & Parasymphatikus?


Symphatikus:

 Stellt den Körper ein auf Körperliche Höchstleistungen, Anspannung & Stress
 Z.B. Flucht & Kampf

Parasymphatikus:

 Sorgt für Erholung, Aufbau & Entspannung des Körpers.


 Z.B. Essen, Verdauen, Ausscheiden

Durch welche Strukturen wird das ZNS geschützt


 Schädel & WS
 Arachnoidea
 Pia Mater & Dura Mater
 Liquor

Wo wird Liquor gebildet, wo fließt er ab, wo zirkuliert er?


Bildung:

 In den Seitenwänden vom 1 & 2 Ventrikel

Zirkuliert:

 Im 3 & 4 Ventrikel und fließt in den Subarachnoidalraum

Abfluss:

 Er fließt über die Zotten in die venöse Blutbahn ab.

Wie wird das Gehirn mit Blut versorgt, wie fließt es ab?

 2 Halsschlagadern + 2 Wirbelschlagadern bilden einen Gefäßring davon gehen vordere,


Mittler & hintere Hirnarterie ins Gehirn

Abfluss:

 Fließt von der Dura mater in die inneren Halsvenen.

Was sind Reflexe?

 Schnelle zum Teil lebensnotwendige, unwillkürliche Reaktion auf einen Reiz

ZNS=
-besteht aus Gehirn + RM

PNS=

 Besteht aus den Nerven

Nervensystem Aufgabe:
 Steuerung aller Vorgänge des Körpers
 Vorgange können im NS bewusst oder unbewusst ablaufen