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Auf einen Blick

Künftig weisen wir uns nicht nur mit Pass oder PIN-Nummer aus, sondern mit unserem Körper

Die strahlenförmigen Linien verleihen der Landschaft ihr charakteristisches Aussehen. Hier und da unterbrochen von weißen
Malen und meist rötlich-gelben Flecken, bilden sie ein verwirrendes Muster, dessen ganze Fülle an Formen und Farben sich
erst bei genauem Hinsehen offenbart. Keine Karte dokumentiert diese Landschaft, auch kein Satellitenbild, denn sie liegt im
menschlichen Auge, genauer: auf der Iris. Und weil jeder Mensch sein eigenes spezifisches Universum an Formen und Farben
mit sich herumträgt, eignet sich die Iris dazu, Menschen voneinander zu unterscheiden.
Biometrie heißt das dazugehörige Fachgebiet, und es ist kein Selbstzweck, sondern Grundlage für künftige und bereits im
Einsatz befindliche Systeme zur Zugangskontrolle: Zugang zu anderen Ländern, Zugang zu bestimmten Bereichen einer Fabrik
- oder auch Zugang zum Zoo. Doch dazu später.
Den Personalausweis kann man verlieren, die PIN-Nummer der EC-Karte vergessen, aber spezifische Merkmale des Körpers
bleiben Menschen über lange Zeit unverändert erhalten. Warum also nicht den Körper als Ausweis nehmen, als Beleg dafür,
dass man der ist, für den man sich ausgibt?
Neben Iris, Fingerabdrücken und Gesichtszügen lassen sich auch Stimme, Form der Hand sowie ihre Bewegung beim
Unterschreiben zur Identifizierung einer Person verwenden. In der Praxis kommen aber fast ausschließlich Fingerabdrücke,
Iris und Gesichtszüge zum Einsatz, weil sie relativ einfach zu erfassen und zuverlässig zu erkennen sind.
Biometrische Merkmale zur Identifizierung von Menschen haben eine lange Tradition. Bereits 1858 nutzte der britische
Verwaltungsbeamte William Herschel in Indien Fingerabdrücke für polizeiliche Zwecke: zunächst, um die Auszahlung von
Pensionen an Schwindler zu vermeiden, später auch bei Gefangenen.
Herschels Nachfolger Edward Richard Henry brachte die so genannte Daktyloskopie schließlich nach Europa. Er setzte sie
gegen ein ebenfalls auf biometrischen Merkmalen beruhendes Verfahren zur Identifizierung durch, das die Längen
verschiedener Knochen erhob, aber bei weitem nicht so zuverlässig war.
Alle heutigen biometrischen Systeme funktionieren nach ein und demselben Prinzip: Sie vergleichen das zu kontrollierende
Merkmal mit dem zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommenen Datensatz. Ergeben sich hinreichend viele
Übereinstimmungen, gilt die kontrollierte Person als identifiziert und darf passieren. Ein System zur Gesichtserkennung etwa
sucht Augen, Nase und Mund und vergleicht diese markanten Merkmale mit den Daten eines gespeicherten Referenzbildes.
Der Erlebnis-Zoo Hannover nutzt beispielsweise seit April letzten Jahres eine Gesichts-Erkennungsanlage. Bevor ein
Dauerkarteninhaber den Zoo betreten darf, muss er sein Gesicht vor eine Art Spiegel halten, hinter dem eine Kamera
angebracht ist. Die Kamera schießt ein Foto, und ein Computer prüft, ob es mit einem gespeicherten Bild identisch ist. Das
Referenzfoto lässt der Besucher beim Kauf der Karte machen. 75000 Karteninhaber haben sich bisher erfassen lassen.
Auf den Fingerabdruck setzt der Heilbronner Biergarten Food Court. Seit kurzem können Stammgäste dort mit ihrem Daumen
bezahlen. "Vor allem Inlineskater und Walker haben oft kein Geld dabei, würden aber gerne etwas trinken", erklärt
Geschäftsinhaber Thomas Aurich. "Also können sie sich per Fingerabdruck identifizieren und aus ihrem zuvor einbezahlten
Guthaben bezahlen."
Dass ein Computer ein Gesicht, einen Fingerabdruck oder eine Iris wieder erkennen kann, beruht immer auf demselben
Prinzip. Für den Rechner handelt es sich lediglich um ein Muster aus Zahlen, das er mit einem anderen Muster vergleicht.
"Schwierig wird es, wenn die Bilder zu weit auseinander liegenden Zeiten aufgenommen worden sind", erklärt Rolf Würtz
vom Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Uni Bochum. "Zudem kann ein und dieselbe Person ganz unterschiedlich
aussehen, wenn beispielsweise das Licht anders einfällt." Das menschliche Gehirn erkennt eine Person auch in solchen Fällen
problemlos. "Für einen Computer aber ist das kompliziert", erklärt Würtz. "Er muss diese Veränderungen aus den Bildern
sozusagen herausrechnen."
Iris- und Fingerabdruckerkennung haben mit eigenen Problemen zu kämpfen: Der Zoo Hannover beispielsweise hatte vor der
Gesichtserkennung auf einen Fingerabdruckscanner gesetzt, der vor allem bei Kindern häufig versagte. Entweder waren die
Linien auf den Fingerkuppen zu zart, oder die Kinder legten den Finger falsch auf den Scanner. Trübungen der Augenlinse, der
grüne Star oder Schlupflider können wiederum eine Iriserkennung erschweren oder gar unmöglich machen.
In solchen Situationen weist ein biometrisches Kontrollsystem eine Person trotz richtiger Identität ab. Fachleute sprechen in
diesem Fall von einer falsch negativen Entscheidung – ärgerlich vor allem für denjenigen, der nicht erkannt wird.
So genannte falsch positive Entscheidungen hingegen stellen ein schwerwiegendes Problem dar. Denn in diesen Fällen würde
das System Personen einlassen, die nicht autorisiert sind. Im Zoo spielt das keine große Rolle: Das Schlimmste, was passieren
kann, ist, dass Eintrittsgelder entgehen. Beim Zutritt zu einem Hochsicherheitslabor der Pharmaindustrie kann man sich
solche Pannen dagegen nicht erlauben.
"Das Problem", erklärt Neuroinformatiker Rolf Würtz, "ist der unauflösbare Zusammenhang zwischen falsch positiven und
falsch negativen Entscheidungen: Wenn ein System mit Sicherheit niemanden irrtümlich ablehnt, dann lässt es auch alle
irrtümlich durch, die nicht autorisiert sind - beide Fehler lassen sich nicht gleichzeitig vermeiden, nur reduzieren."
Als Messlatte dafür, was inzwischen möglich ist, gilt unter Fachleuten ein Test von Systemen zur Gesichtserkennung, der vom
amerikanischen Nationalen Institut für Standards und Technologie im Jahr 2002 durchgeführt wurde. Ergebnis: Akzeptiert
man, dass 1 Prozent der Personen unberechtigt die Kontrolle passieren darf, dann sind etwa 90 Prozent der Er kennungen
richtig. "Das gilt für Innenräume", ergänzt Würtz, "im Freien sinkt die Quote wegen der schlecht kontrollierbaren
Lichtverhältnisse auf 50 Prozent." Zwar ist eine 90-prozentige Zuverlässigkeit nicht schlecht, aber für den Einsatz zur
Grenzkontrolle kaum ausreichend.

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Auch in Deutschland wird mittlerweile im großen Stil getestet. Am Frankfurter Flughafen läuft seit Februar dieses Jahres ein
Pilotprojekt, bei dem sich jeder volljährige Einwohner des Europäischen Wirtschaftsraumes und der Schweiz registrieren
lassen kann, um besonders schnell ein- und auszureisen.
Nach Angaben des federführenden Bundesgrenzschutzes nehmen inzwischen mehr als 7000 Menschen teil. Die
Flugpassagiere mussten dafür einmalig in das Registrierungsbüro des Bundesgrenzschutzes im Terminal kommen und dort
ihren Pass kontrollieren sowie ihre Iris mit einer Videokamera aufnehmen lassen. Bei dem Großversuch geht es vor allem
darum, die Alltagstauglichkeit des Verfahrens zu überprüfen.
Die Erfahrungen nach gut der Hälfte der Testdauer stimmen Heinz Werner, den Projektverantwortlichen der Bosch
Sicherheitssysteme GmbH, zufrieden: "Bisher ist kein Unberechtigter durchschlüpft", sagt er.
In einem zweiten Projekt nehmen insgesamt 2000 Beschäftigte der Lufthansa und des Flughafenbetreibers Fraport an einem
Vergleichstest teil: Zwei Fingerabdruckscanner sowie ein System zur Gesichts- und eines zur Iriserkennung sollen dabei ihre
Alltagstauglichkeit beweisen. Für dieses Projekt gilt: keine öffentlichen Aussagen zur Zuverlässigkeit, solange die Tests laufen.
Die Bereitschaft der deutschen Bevölkerung, an solchen biometrischen Kontrollen mitzuwirken, ist jedenfalls groß. Laut einer
repräsentativen Umfrage würden 86 Prozent der Deutschen eine Fingerabdruckerkennung bei den Grenzkontrollen
akzeptieren, 71 Prozent die Überprüfung von Iris oder Gesicht.

Der Reisepass der Zukunft

Schon bald fällt in der EU und Deutschland die Entscheidung, wie der Reisepass der Zukunft aussehen wird. Denn auf Drängen
der USA sollen künftig biometrische Merkmale die missbräuchliche Nutzung der Reisedokumente verhindern. Macht ein Land
nicht mit, droht dessen Bürgern künftig die Visumpflicht bei der Einreise in die Vereinigten Staaten.
Dieser neue Pass werde sich auf den ersten Blick kaum von seinem Vorgänger unterscheiden, sagt Norbert Frauböse,
Prokurist der deutschen Bundesdruckerei und zuständig für den Bereich Personaldokumente. Lediglich ein dünner Mikrochip
soll zusätzlich in das Dokument eingearbeitet sein. Dieses unscheinbare elektronische Bauteil hat es in sich: Es ist
Datenspeicher und -übermittIer zugleich. In ihm werden die biometrischen Merkmale des Passinhabers vermerkt. So wie ein
Grenzbeamter bei der Einreise den Pass heute durch einen Scanner zieht, der den Inhalt des Dokuments elektronisch erfasst,
wird künftig ein Lesegerät die abgespeicherten biometrischen Daten des Passinhabers mit denen der zu kontrollierenden
Person vergleichen.
Was im Mikrochip hinterlegt wird, steht noch nicht fest. Die Entscheidung wird wohl zwischen Fingerabdruck, Gesichtszügen
und Irismuster fallen. Nicht zuletzt ist dies auch eine Kostenfrage: Während für die Gesichtserkennung nur ein Passbild
gescannt und die erfassten Daten aufbereitet werden müssten, wäre für eine Fingerabdruck- oder Iriserkennung eine neue
Infrastruktur bei den rund 6500 Meldestellen in Deutschland erforderlich. Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung des
Deutschen Bundestages hat in einer Studie hochgerechnet, was das bedeuten würde. Die Spanne: einmalige Investitionen
zwischen 21 und 669 Millionen Euro, bei 4,5 bis 610 Millionen Euro an laufenden Kosten pro Jahr.

Manche Kritiker halten die Nutzung biometrischer Identifikationsverfahren für den Einstieg in den Überwachungsstaat, der
den gläsernen Bürger zum Ziel hat. Die Befürworter versprechen sich ein größeres Maß an Sicherheit von Ausweispapieren,
die auch biometrische Merkmale erfassen. Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen jedenfalls hat keine Bedenken, was
den Biometrie-Ausweis angeht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, bei der das Meinungsforschungsinstitut
Emnid 1000 Personen ab 14 Jahren befragt hat.

Welche biometrischen Verfahren würden Sie bei Grenzkontrollen akzeptieren? So lautete die erste Frage. Am wohlsten
fühlen sich die Bürger bei dem Gedanken, ihren Fingerabdruck als Ausweis einzusetzen. 86 Prozent hätten keine Bedenken
dabei. Die Frauen und die Befragten, die über 60 Jahre alt sind, bringen mit jeweils 90 Prozent Zustimmung dem
Fingerabdruck dabei noch mehr Vertrauen entgegen als die Männer mit 81 Prozent und die 40- bis 49-Jährigen mit 82
Prozent, die von allen Altersgruppen hier am kritischsten eingestellt sind. Auch anderen biometrischen Verfahren steht die
Bevölkerung aufgeschlossen gegenüber. Eine Kontrolle der Augen anhand der Iris und ein Vermessen des Gesichts würden 71
Prozent der Befragten bei der Grenzkontrolle akzeptieren. Männer und Befragte zwischen 30 und 39 Jahren geben dem Iris-
Scan den Vorzug vor der Gesichtserkennung. Frauen und Befragten über 60 Jahre hingegen ist der Gedanke an eine
Gesichtserkennung sympathischer.

68 Prozent der Bevölkerung sind davon überzeugt, dass die Aufnahme biometrischer Daten in Ausweispapieren einen
wirksamen Beitrag zur Terrorismusbekämpfung leistet. Von den Frauen beantworten 74 Prozent eine entsprechende Frage
mit Ja. Männer sind da deutlich skeptischer. Von ihnen sagen nur 62 Prozent Ja. Am wenigsten überzeugt vom Nutzen der
Biometrie gegen den Terror sind die Befragten mit Abitur oder abgeschlossenem Studium. Aber auch in dieser Gruppe sehen
immerhin 60 Prozent einen entsprechenden Zusammenhang.

Wären Sie einverstanden, wenn biometrische Kontrollen auch in anderen Situationen, beispielsweise an Bankautomaten,
eingesetzt würden? Auf diese letzte Frage antworten 68 Prozent der deutschen Bevölkerung mit Ja. Überdurchschnittliche
Zustimmung kommt wiederum von den Frauen. Skeptischer zeigen sich auch hier die Befragten mit hohen
Bildungsabschlüssen. Aber auch in dieser Bevölkerungsgruppe hätte eine Mehrheit nichts dagegen, wenn der Bankautomat
sie an ihrem ehrlichen Gesicht erkennen würde.

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GLOSSAR

 auf den ersten (auch: auf einen, mit einem) Blick; auf den zweiten Blick  
Wer etwas auf den ersten Blick erkennt, macht sich bereits nach nur einmaligem und kurzem Hinsehen ein Bild davon:
Man erkennt auf den ersten Blick, dass es sich um ein außergewöhnliches Talent handelt. Ich hatte auf einen Blick gesehen,
warum der Plan nicht gelingen konnte. Wir hielten es für Gold, aber auf den zweiten Blick erwies es sich als poliertes
Messing.

 das Mal (-[e]s, -e) = kennzeichnender Fleck auf der Haut, ein Hautfleck = (Hautfleck) пятно, (Muttermal) родимое пятно
<пятнышко>, родинка: An diesem Mal erkennt man dich. Sie hat ein Mal am Arm.

 bei genauem Hinsehen — при ближайшем рассмотрении, если присмотреться внимательно, …

 sich offenbaren — обнаруживаться, выявляться; становиться известным


1) (jemandem) etwas offenbaren; (jemandem) etwas sagen, das vorher geheim war ≈ enthüllen, gestehen:
ein Geheimnis, die Wahrheit offenbaren; Er hat ihr seine Liebe offenbart;
2) sich (jemandem) offenbaren = (mit jemandem) offen über etwas Persönliches sprechen ≈ sich jemandem anvertrauen:
sich einem Freund offenbaren
3) sich (jemandem) (als etwas (Nominativ)) offenbaren: zeigen, was oder wie man / es wirklich ist:
Seine Freundlichkeit offenbarte sich als purer Schwindel

 der Personalausweis – (≈Pass) = amtlicher Ausweis für eine Person mit einem Lichtbild, Angaben zur Person einer
Unterschrift des Inhabers = удостоверение личности; паспорт.

 sich ausweisen = mit seinem Pass/Ausweis beweisen, wer man ist, seine Identität nachweisen = удостоверять свою
личность (документом); предъявлять свои документы:
Können Sie sich ausweisen? = Есть ли у вас [при вас] документы?
sich durch etw. <mit etw.> ausweisen = предъявлять какой-л. документ
sich gegenüber jdm. durch etw. ausweisen = предъявлять кому-л. какой-л. документ
Er wies sich als Bankangestellter aus Berlin, als Besitzer des Autos aus; sich durch Ausweis, durch Pass ausweisen

 der Fingerabdruck = отпечаток пальцев, дактилоскопический снимок: jemandes Fingerabdrücke abnehmen;


Die Polizei nimmt die Fingerabdrücke von dem Verdächtigen.

 befindlich (Papierdt.):= находящийся; расположенный: der vor dem Dom befindliche Platz; die in unserer Bibliothek
befindlichen Bücher; die an der Macht befindliche Partei; das im Bau befindliche Gebäude = строящееся здание

 der Zugang (Zutritt) доступ: Zugang zu etw. – доступ к чему-л.


jdm. den Zugang zu [in] etw. verwehren = не допускать кого-л. к чему-л. [куда-л.], отказать кому-л. в доступе
<закрыть кому-л. доступ> к чему-л. [куда-л.].
jdm. den Zugang zu [in] etw. verschaffen = добиться для кого-л. доступа к чему-л. [куда-л.].
sich (D) den Zugang zu [in] etw. verschaffen = получать/получить доступ к чему-л. [куда-л.]
zu diesen Kreisen hat er keinen Zugang = в эти круги ему нет доступа [хода]

 der Zutritt = доступ, вход: jemandem den Zutritt gewähren, verweigern, verwehren, verbieten; Zutritt für Unbefugte
verboten! = посторонним вход запрещён; Kein Zutritt! = Входа нет!; Zutritt verboten! = Вход воспрещён!

 das Univẹrsum [-v-] (-s; nur Sg) ≈ (Welt)All = вселенная: das weite, unendliche Universum; das Universum erforschen;
Ü: ein Universum (=eine unendliche Vielfalt) an Formen und Farben.

 der Datensatz (-es, Datensätze): eine Gruppe von Daten in einer Datei, die in bestimmter Hinsicht zusammengehören =
набор данных

 die PIN (-, -s) = persönliche Identifikationsnummer = личный идентификационный номер


[Abk. für Personal Identification Number, dt. »persönliche Identifizierungsnummer«] die, eine mehrstellige Zahl, die als Zugangscode
(Passwort) bei rein numerischen Eingabesystemen fungiert. Beispielsweise kann man Telefone oder Handys so sperren, dass sie nur bei
Eingabe der korrekten PIN benutzt werden können .

 der Beleg (-(e)s, -e) = доказательство, (оправдательный) документ


1) ein Beleg (für etwas): etwas Schriftliches, meist eine Rechnung oder Quittung, das bestätigt, dass man etwas bezahlt,
bekommen oder getan hat: Buchungsbeleg (отчётный (бухгалтерский) документ), Zahlungsbeleg (документ с
подтверждением (о проведении) платежа, расписка в получении платежа)

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2) etwas Schriftliches, das als Beweis besonders für eine Aussage in einem Buch o.Ä. dient (подтверждение, пример,
довод): ein Zitat als Beleg anführen

 sich als / für etwas ausgeben = behaupten, etwas zu sein, was man nicht ist = выдавать себя (за кого-л.):
Um sie zu beeindrucken, gab er sich als Arzt aus.

 das Verfahren (-s, -) = die Art und Weise, wie besonders in der Industrie etwas gemacht wird ≈Methode = метод, способ,
процесс, технология: ein chemisches, technisches Verfahren; ein Verfahren entwickeln, anwenden, erproben,
vereinfachen; ein neues Verfahren zur Reinigung von Abwässern

 der Erlebnis-Zoo (-s, -s) = парк развлечений и зоопарк

 EC-Karte = еврочековая карта = (der Eurocheque [-ʃɛk-]); ein bestimmter Scheck, den man z.B. in den Banken vieler
(besonders europäischer) Länder gegen bares Geld tauschen kann und der bis zu einem bestimmten Betrag garantiert
gedeckt ist.

 ụnscheinbar (Adj) = (nicht besonders schön und daher) unauffällig = невзрачный, неприглядный, неказистый, ничем не
выделяющийся: ein unscheinbares Äußeres haben, recht unscheinbar wirken; graue unscheinbare Häuser

 einlassen: jemanden (irgendwohin) einlassen = jemandem erlauben, ein abgesperrtes Gebiet, ein verschlossenes
Gebäude o.Ä. zu betreten oder jemandem zu diesem Zweck eine Tür, ein Tor o.Ä. öffnen:
Der Pförtner ließ mich (in die Fabrik) ein.

 der Inlineskater ['ɪnlainskeɪtɐ̯] (-s, -) = jmd., der auf Inlineskatern läuft = роллер
der/das Inlineskate (-s, -s) <meist Pl.> ≈ Inliner = Rollschuh mit schmalen, in einer Reihe hintereinander angeordneten
Rollen = ролики, роликовые коньки (с колесами, расположенными в одну линию)

 erfassen : hier: jemanden/etwas erfassen : eine Gruppe von Personen oder Sachen in einer Liste, Statistik o.Ä. sammeln
oder registrieren: etwas statistisch erfassen

 erheben hier: = zusammentragen, sammeln: Daten erheben; das vom Autor erhobene Material.

 der Biergarten =сад-ресторан, ресторан с садом, пивная с садом; пивной ресторан на открытом воздухе , пивной
"зал" во дворе (работает в летнее время, столы стоят в тени деревьев)

In Deutschland gibt es eine große Anzahl sehr verschiedener Gaststätten. Ein Restaurant beispielsweise ist ein Speiselokal, in dem man
mittags und abends warme Mahlzeiten bekommen kann. Im Café dagegen kann unter zahlreichen alkoholfreien und besonders heißen
Getränken gewählt werden, es werden aber auch Weine und Spirituosen angeboten. Dazu wählt man aus einem reichhaltigen Kuchen-
und Tortenangebot. Immer häufiger kann man auch kleine warme Mahlzeiten zu sich nehmen. Die typischsten Torten und Kuchen sind:
Schwarzwälderkirschtorte, Käsekuchen, Apfelkuchen, Marmorkuchen, Biskuitrolle und Erdbeer- oder Himbeertorte. Ein Biergarten
wiederum schenkt vornehmlich alkoholische Getränke aus, vor allem aber Bier. Einen Biergarten gibt es lediglich in der warmen
Jahreszeit, da man im Freien, an schattigen Plätzen oder unter Bäumen sitzt. Das Pendant zum Biergarten ist die Weinstube (винный
погребок (ресторан); небольшой винный ресторан), in der insbesondere Wein getrunken wird. Dieser stammt gewöhnlich aus der
Region. Die Pizzeria wird zumeist von italienischen Besitzern geführt, die italienische Spezialitäten, von Nudelgerichten über Fleisch-
und Fischgerichte, aber auch sehr bekannte italienische Nachspeisen und selbstgemachtes Eis anbieten. Pizzerien verfügen, wie der
Name bereits andeutet, im Besonderen über ein vielfältiges Angebot an Pizzen .

 Die Bezeichnung Gläserner Mensch („стеклянный человек“) wurde zuerst für die in den 1920er Jahren vom Deutschen
Hygiene-Museum entwickelten anatomischen Menschenmodelle aus durchsichtigem Kunststoff benutzt. Seit einigen
Jahren wird sie vor allem als Metapher des Datenschutzes (защита данных, защита информации) verwendet, die für die
als negativ empfundene vollständige Durchleuchtung der Menschen und ihres Verhaltens durch einen überwachenden
Staat steht.
Die Verwender dieses Begriffes verweisen auf die zunehmende Überwachung der Menschen, neue technische
Überwachungsmethoden sowie das steigende Interesse des Staates an Informationen über seine Bürger. Sie befürchten einen
vollständigen Verlust der Privatsphäre sowie des Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung und eine daraus resultierende
Anpassung der Menschen an das vom Staat als normgerecht vorgegebene Verhalten (Opportunismus). Diese Entwicklung wird auch
durch den unbedachten Umgang mit dem Internet begünstigt: Meldet sich ein Nutzer bei mehreren sozialen Netzwerken oder
ähnlichen Diensten aus dem Bereich sozialer Software unter demselben Nutzernamen an und gibt Informationen über sich preis, so ist
es schon bald danach mithilfe allgemeiner Suchmaschinen oder Personensuchdiensten möglich, die einzelnen Persönlichkeitsaspekte
zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen.
Der Begriff wird in verschiedenen abgewandelten Formen verwendet: Am Gebräuchlichsten ist die Bezeichnung Gläserner Bürger. Im
Zusammenhang mit der staatlichen Kontenabfrage, die durch das Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit ermöglicht wurde, wird
vom Gläsernen Steuerzahler oder Gläsernen Bankkunden gesprochen.
In einem dazu konträren Zusammenhang wird auch vom Gläsernen Abgeordneten gesprochen, durch den politische Vorgänge für die
Wähler transparenter werden könnten. Hier geht es nicht darum, dass der Bürger für den Staat, sondern dass der Staat für den Bürger
transparent wird.

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Mittlerweile wird das Bild vom Gläsernen Menschen auch auf die zunehmende Durchleuchtung der Menschen durch nicht-staatliche
Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen angewandt: Im Gesundheitswesen ist vom Gläsernen Patienten die Rede, Gewerkschaften
befürchten den Gläsernen Mitarbeiter und Verbraucherschützer warnen in der Diskussion um den Verbraucherdatenschutz vor dem
Gläsernen Kunden.
Eine weitere Bedeutung stammt aus dem Bereich der Bioethik, in der man unter dem Gläsernen Menschen die Analyse seiner DNA
versteht, die Aufschluss über unerwartet viele körperliche Eigenschaften eines Menschen gibt.

 das Walking ['wɔ:kɪŋ] = intensives Gehen [als sportliche Betätigung].

 das Schlupflid (=Blepharochalasis): атрофия кожи верхних век (блефарохалазис) = altersbedingtes Herabhängen der
Oberlidhaut.
Im Alter lässt die Gewebespannung immer mehr nach, dadurch verstreicht die Oberlidfalte und überschüssige Haut hängt über den
Lidrand. Im Gegensatz zur Ptosis (птоз, опущение верхнего века) ist die Oberlidkante auf normaler Höhe. Je nach Ausprägung des
Schlupflids ist das Gesichtsfeld eingeschränkt, die Wimpern sind nach innen gedrückt und reizen die Augenoberfläche. Ein Schlupflid
wird operativ behandelt.

 autorisieren: (jemanden zu etwas autorisieren) = jemandem offiziell zu etwas die Erlaubnis geben ≈ bevollmächtigen =
уполномочивать кого-л. (на что-л.): Er ist autorisiert, den Vertrag abzuschließen.

 im großen Stil /großen Stils = (in großem Ausmaß/großen Ausmaßes): Er macht Geschäfte im großen Stil.
ein Künstler großen Stils – художник большого формата
eine Veranstaltung großen Stils – грандиозное мероприятие
etw. im großen Stil erproben – проводить крупномасштабные испытания чего-л.
im großen Stil leben –жить на широкую ногу

 der/das Terminal ['tøɐ̯minl̩]; (-s, -s); das Gebäude in einem Flughafen, in dem man eincheckt, auf das Flugzeug wartet
usw. = пассажирский терминал; здание аэровокзала

 missbräuchlich = absichtlich falsch, unerlaubt = недозволенный, злоумышленный, незаконный: die missbräuchliche


Verwendung von Medikamenten

 der Datenspeicher = запоминающее устройство; память (электронного устройства); накопитель данных

 der Befürworter, die Befürworterin (Ant. Gegner) jmd., der etwas befürwortet = сторонник (чего-л.):
Er gilt als Befürworter dieses Projektes.; eine Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts

 die Visumpflicht (= der Visumzwang) – Verpflichtung beim Grenzübertritt ein Visum vorzuweisen = обязательное
наличие визы

 hochrechnen (rechnest hoch, rechnete hoch, hat hochgerechnet) (mit Objekt) = aus (noch) unvollständigen Daten ein
wahrscheinliches Endergebnis berechnen = экстраполировать (приблизительно подсчитывать общий результат на
основе частичных данных)
 aufbereiten: Zahlen oder Ergebnisse einer Analyse auswerten oder verständlich darstellen <Daten, Statistiken
aufbereiten>: Forschungsergebnisse für die Veröffentlichung aufbereiten

 aufgeschlossen: etwas (Dat) gegenüber aufgeschlossen; aufgeschlossen (für etwas) = interessiert und offen gegenüber
allem Neuen = относиться к чему-л. с интересом, интересоваться чем-л.:
aufgeschlossen sein für die Probleme anderer; der modernen Technik aufgeschlossen gegenüber stehen

 es in sich haben: Eine Sache, die es in sich hat, ist nicht zu unterschätzen: Vorsicht, dieser Landwein hat es in sich! Das
Kreuzworträtsel hat es ganz schön in sich. - Die Fügung wird umgangssprachlich gebraucht.
er hat es [hat's] in sich — это ему присуще, это у него в крови; его трудно раскусить
das hat es in sich — это нелёгкое дело; в этом что-то есть

 die Meldestelle = пункт связи

 die Ausweispapiere (Pl.) = amtliche Dokumente (z.B. Pass, Personalausweis oder Führerschein), mit denen jemand seine
Identität nachweisen kann = документы, удостоверяющие личность