august 2009 

Ausbildung - Spezial

Könizer zeitung Der Sensetaler

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Umgang mit gewalttätigem Verhalten
Neuer Zertifikatslehrgang zum Thema «Jugend und Gewalt»
Das Phänomen der Gewalt, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, rückt immer stärker in den Fokus des öffentlichen Interesses. Passend zur Aktualität der Thematik hat der Bundesrat ein nationales, mehrstufiges Präventionsprogramm angekündigt. Die Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern (BFF) bietet zeitgleich einen neuen Zertifikatslehrgang an.
Als Medienkonsumentinnen und -konsumenten werden wir alle zunehmend mit dem Thema «Gewalt» konfrontiert. Die Problematik beschäftigt die Öffentlichkeit in verschiedenen Kontexten. Da sind beispielsweise die Betroffenheitsmeldungen aus dem schulischen Umfeld: Angefangen bei der Kleinkinderbetreuung und über alle Schulstufen hinweg, wird eine beunruhigende Zunahme von gewaltbereitem oder gewalttätigem Verhalten von Kindern und Jugendlichen vermeldet. Dringender Handlungsbedarf Obwohl sich die Expertinnen und Experten über das Ausmass und die Entwicklung der Jugendgewalt uneinig sind, steht laut einer Meldung des Bundesrates fest, dass die Gewaltdelikte nur einer geringen Minderheit von Jugendlichen zuzuschreiben sind. Die
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Jugend und Gewalt – ein Thema, das für Diskussionen sorgt.

Foto: zvg

Dieses Jahr wird nun erstmals ein umfassender Zertifikatslehrgang mit dem Titel «Jugend und Gewalt – Fakten, Hintergründe, Lösungen» angeboten. Er passt genau in die aktuelle öffentliche Diskussion und zeigt Möglichkeiten des professionellen Umgangs mit gewalttätigem Verhalten auf. Die Weiterbildung vermittelt Wissen und Können, damit sich Fachleute in diesem explosiven Kontext sicherer fühlen und in der täglichen Arbeit sowohl präventiv wie situationsgerecht handeln können. Der Lehrgang spricht eine interdisziplinäre Zielgruppe an, um den Dialog zwischen verschiedenen Berufsgruppen, wie z.B. beruflich Erziehende und Fachpersonen aus Justiz- und Polizeiwesen zu fördern. Methodisch als Lernprojekt angelegt, liegt der Fokus des Lehrgangs auf dem konkreten Praxistransfer und der Vermittlung von effektiven Handlungskompetenzen der Teilnehmenden.   BI

Gewaltakte hätten für die Opfer, die Täter und die gesamte Gesellschaft jedoch gravierende Auswirkungen. Massnahmen gegen Gewalt sind dem Bundesrat deshalb ein wichtiges Anliegen. Die Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule (BFF) Bern gelangte im Rahmen eines interdisziplinären Entwicklungsprojekts mit massgeblichen Expertinnen und Experten zu derselben Einschätzung der Lage. Auch wenn nicht restlos geklärt ist, ob gewalttätiges Verhalten tatsächlich zunimmt respektive wie stark dies der Fall ist, sind sich alle darin einig, dass das Thema grosse Beachtung verdient. Dass dies auch von der Politik ernst genommen wird, ist aus Sicht der BFF Bern erfreulich und macht den dringenden Handlungsbedarf zusätzlich deutlich. Komplexes Phänomen Fachleute, welche beruflich mit gewalttätigem Verhalten konfron-

tiert werden, sind gefordert; oft auch überfordert. Gewaltverhalten ist ein komplexes Phänomen, welchem mit Klischees und schnellen Schuldzuschreibungen nicht beizukommen ist. Vielmehr erfordert es neue Verständnismodelle und Lösungswege. Es gilt sowohl gesellschaftlich bedingte Ursachen und soziokulturelle Rahmenbedingungen als auch individuelle lebensgeschichtliche Faktoren in die theoretischen Überlegungen und vor allem in die praktischen Handlungsvorschläge miteinzubeziehen. Wirksame Prävention und Intervention muss daher Ansätze auf verschiedenen Altersstufen und Wirkungsebenen vorsehen. Mehr Sicherheit für Profis Die BFF Bern setzt sich bereits seit geraumer Zeit mit der Gewalt-Thematik auseinander. Sie bietet beispielsweise bereits seit drei Jahren Weiterbildungen im Bereich «Gewaltfreie Kommunikation» an.

Weitere Informationen zum neuen Lehrgang der BFF Bern erhalten Sie an der Berner Ausbildungsmesse BAM (28. August - 1. September 2009; www.bam.ch) am Stand Nr. 112 oder direkt bei der BFF Bern (Renate Gurtner, Weiterbildung im Sozialbereich, 031 384 33 83 oder E-Mail renate.gurtner@erz.be.ch).

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Nächster Infoabend: Do, 17. September/ 18 Uhr, Schwanengasse 11