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EAS00000

YZF-R1 (P) WARTUNGSANLEITUNG 2001 Yamaha Motor Co., Ltd. 1. Auflage, November 2001 Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung der Yamaha Motor Co., Ltd. nicht gestattet.

EAS00003

ZUR BEACHTUNG

Die vorliegende Wartungsanleitung wurde von der Yamaha Motor Company, Ltd. für den autorisierten Ya- maha-Händler und seine qualifizierten Mechaniker zusammengestellt. Eine solche Anleitung kann umfas- sende Kenntnisse auf dem Gebiet der Motorradtechnik nicht ersetzen. Im Interesse der Betriebssicherheit wird daher vorausgesetzt, dass jeder, der diese Anleitung zur Durchführung von Wartungs- und Reparatu- rarbeiten benutzt, ein grundlegendes Verständnis von Mechanik und Motorrad-Reparaturarbeiten hat. Un- sachgemäße Reparaturen und Wartung können die Verkehrssicherheit und Funktion dieses Motorrads be- einträchtigen.

Die Yamaha Motor Company, Ltd. ist ständig darum bemüht, ihre Modelle weiter zu verbessern. Modifika- tionen und wesentliche Änderungen im Bereich Technik und Wartung werden allen autorisierten Yamaha- Händlern bekanntgegeben und in späteren Ausgaben dieser Wartungsanleitung berücksichtigt.

HINWEIS:

Änderungen an Design und technischen Daten jederzeit vorbehalten.

EAS00004

WICHTIGE INFORMATIONEN

Besonders wichtige Informationen sind in dieser Anleitung wie folgt gekennzeichnet.

WARNUNG
WARNUNG

ACHTUNG:

HINWEIS:

Das Ausrufezeichen bedeutet: GEFAHR! ACHTEN SIE AUF IHRE SICHER- HEIT!

Ein Missachten dieser WARNUNGEN bringt Fahrer, Mechaniker und andere-

Personen in Verletzungs- oder Lebensgefahr.

Unter ACHTUNG sind Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz des Fahrzeugs vor Schäden aufgeführt.

Ein HINWEIS gibt Zusatzinformationen und Tipps, um bestimmte Vorgänge oder Arbeiten zu vereinfachen.

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BENUTZERHINWEISE

Diese Anleitung wurde zusammengestellt, um dem Mechaniker ein leicht verständliches Nachschlagewerk in die Hand zu geben, in dem alle dargestellten Arbeitsvorgänge (Ein- und Ausbau, Zerlegung und Zusam- menbau, Prüfung und Reparatur) detailliert und in der entsprechenden Reihenfolge beschrieben sind.

Diese Anleitung ist in mehrere Kapitel gegliedert. Eine Abkürzung und ein Symbol in der rechten oberen Ecke jeder Seite weisen auf das entsprechende Kapitel hin. Siehe unter “SYMBOLE”.

Jedes Kapitel ist in Abschnitte untergliedert. In der Kopfzeile jeder Seite befindet sich der Titel des jewei- ligen Abschnitts, mit Ausnahme von Kapitel 3 (“REGELMÄSSIGE WARTUNGS- UND EINSTELLARBEI- TEN”), wo die Untertitel aufgeführt werden. TEN”), wo die Untertitel aufgeführt werden.

1
1
3
3

Die Titel der Arbeitsschritte sind kleiner gedruckt als die der Abschnitte.

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5
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6
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7
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8

In jedem Ausbau- oder Zerlegungsabschnitt finden sich Explosionszeichnungen, die die Bauteile identi- fizieren und die Arbeitsschritte veranschaulichen.

In den Explosionszeichnungen sind die Baugruppen bzw. -teile mit Nummern versehen, die für die Rei- henfolge der Arbeitsschritte stehen. Zerlegungen sind durch umkreiste Nummern verdeutlicht.

Symbole weisen auf zu schmierende oder auszutauschende Teile hin. Siehe unter “SYMBOLE”.

Eine Übersichtstabelle begleitet die Explosionszeichnung und führt die Arbeitsreihenfolge, Bezeich- nung der Bauteile, besondere Bemerkungen usw. auf.

Umfassendere Arbeitsvorgänge werden in den einzelnen Abschnitten ausführlich und in der richtigen

Reihenfolge beschrieben. Dort finden sich auch Angaben über erforderliche Spezialwerkzeuge, Soll- und

Einstellwerte. 6 2 1 3 4 8 5 7
Einstellwerte.
6
2
1
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4
8
5
7
EAS00008 1 2 SYMBOLE GEN SPEC INFO Die folgenden Symbole beziehen sich nicht auf je-
EAS00008
1
2
SYMBOLE
GEN
SPEC
INFO
Die folgenden Symbole beziehen sich nicht auf je-
des Fahrzeug.
Die unter 1 bis 9 abgebildeten Symbole weisen
auf die Themen der einzelnen Kapitel hin.
3
4
1
CHK
2
Allgemeine Angaben
Technische Daten
CHAS
ADJ
3
Regelmäßige Wartungs- und Einstellarbeiten
4
Fahrwerk
5
6
5
Motor
6
Kühlsystem
ENG
COOL
7
Kraftstoffeinspritzsystem
8
Elektrische Anlage
9
Fehlersuche
7
8
FI
ELEC
9
10
Die Symbole 10 bis 17 weisen auf die folgenden
Angaben hin.
TRBL
10
Wartung bei montiertem Motor möglich
SHTG
11
12
13
11
12
14
15
16
17
Einzufüllende Flüssigkeit
Schmiermittel
Spezialwerkzeug
Anzugsmomente
Verschleißgrenzen, Toleranzen
Motordrehzahl
Elektrische Sollwerte
13
14
15
16
17
18
19
20
Die Symbole 18 bis 23 werden in Explosions-
zeichnungen verwendet und weisen auf Schmier-
mittel und entsprechende Schmierstellen hin.
18
Motoröl
21
22
23
19
Getriebeöl
20
Molybdändisulfidöl
21
Radlagerfett
22
Lithiumseifenfett
23
Molybdändisulfidfett
24
25
Die Symbole 24 bis 25 werden ebenfalls in Explo-
sionszeichnungen verwendet:
24
25
Klebemittel (LOCTITE  ) auftragen
Neuteil verwenden

EAS00012

INHALT

EAS00012 INHALT ALLGEMEINE ANGABEN GEN INFO 1 TECHNISCHE DATEN SPEC 2 REGELMÄSSIGE INSPEKTIO- NEN UND EINSTELLARBEITEN

ALLGEMEINE ANGABEN

GEN

INFO

1

EAS00012 INHALT ALLGEMEINE ANGABEN GEN INFO 1 TECHNISCHE DATEN SPEC 2 REGELMÄSSIGE INSPEKTIO- NEN UND EINSTELLARBEITEN

TECHNISCHE DATEN

SPEC

2

INHALT ALLGEMEINE ANGABEN GEN INFO 1 TECHNISCHE DATEN SPEC 2 REGELMÄSSIGE INSPEKTIO- NEN UND EINSTELLARBEITEN CHK

REGELMÄSSIGE INSPEKTIO- NEN UND EINSTELLARBEITEN

CHK

ADJ

3

REGELMÄSSIGE INSPEKTIO- NEN UND EINSTELLARBEITEN CHK ADJ 3 FAHRWERK CHAS 4 MOTOR ENG 5 KÜHLSYSTEM COOL

FAHRWERK

CHAS

4

NEN UND EINSTELLARBEITEN CHK ADJ 3 FAHRWERK CHAS 4 MOTOR ENG 5 KÜHLSYSTEM COOL 6 KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM

MOTOR

ENG

5

UND EINSTELLARBEITEN CHK ADJ 3 FAHRWERK CHAS 4 MOTOR ENG 5 KÜHLSYSTEM COOL 6 KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM FI

KÜHLSYSTEM

COOL

6

CHK ADJ 3 FAHRWERK CHAS 4 MOTOR ENG 5 KÜHLSYSTEM COOL 6 KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM FI 7 ELEKTRISCHE

KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM

FI

7

CHAS 4 MOTOR ENG 5 KÜHLSYSTEM COOL 6 KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM FI 7 ELEKTRISCHE ANLAGE 8 ELEC FEHLERSUCHE

ELEKTRISCHE ANLAGE

8

ELEC

CHAS 4 MOTOR ENG 5 KÜHLSYSTEM COOL 6 KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM FI 7 ELEKTRISCHE ANLAGE 8 ELEC FEHLERSUCHE

FEHLERSUCHE

TRBL

SHTG

9

KAPITEL 1 ALLGEMEINE ANGABEN

GEN

GEN

INFO

MOTORRAD-IDENTIFIZIERUNG

1-1

FAHRZEUG-IDENTIFIZIERUNGSNUMMER

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MODELLCODE-INFORMATION

AUSSTATTUNG

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1-1

1-2

. DAS KRAFTSTOFF-EINSPRITZSYSTEM

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1-2

KRAFTSTOFF-EINSPRITZSYSTEM

1-3

. KRAFTSTOFF-EINSPRITZSYSTEM

KOMPONENTEN

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1-5

1-16

DREIWEGE-KATALYSATOR

1-19

FUNKTIONEN DER INSTRUMENTE

1-20

WICHTIGE INFORMATIONEN

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1-23

VORBEREITUNGEN FÜR AUSBAU UND ZERLEGUNG

. DICHTUNGEN, DICHTRINGE UND

ERSATZTEILE

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O-RINGE

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1-23

1-23

1-23

. SICHERUNGSSCHEIBEN/-BLECHE UND SPLINTE

 

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1-24

LAGER UND DICHTRINGE

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SICHERUNGSRINGE

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ANSCHLÜSSE KONTROLLIEREN

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SPEZIALWERKZEUGE

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1-26

GEN

GEN

INFO

MOTORRAD-IDENTIFIZIERUNG

GEN

GEN

INFO

MOTORRAD-IDENTIFIZIERUNG GEN INFO EAS00014 ALLGEMEINE ANGABEN MOTORRAD-IDENTIFIZIERUNG EAS00017

EAS00014

ALLGEMEINE ANGABEN

MOTORRAD-IDENTIFIZIERUNG

EAS00017

FAHRZEUG-IDENTIFIZIERUNGSNUMMER Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer 1 ist auf der rechten Seite des Lenkkopfes eingeschlagen.

1 ist auf der rechten Seite des Lenkkopfes eingeschlagen. EAS00018 MODELLCODE-INFORMATION Die Modellcode-Plakette 1
1 ist auf der rechten Seite des Lenkkopfes eingeschlagen. EAS00018 MODELLCODE-INFORMATION Die Modellcode-Plakette 1

EAS00018

MODELLCODE-INFORMATION Die Modellcode-Plakette 1 ist am Rahmen ange- bracht. Die darauf vermerkten Angaben werden zur Ersatzteil-Bestellung benötigt.

1 ist am Rahmen ange- bracht. Die darauf vermerkten Angaben werden zur Ersatzteil-Bestellung benötigt. 1-1

1-1

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

AUSSTATTUNG

DAS KRAFTSTOFF-EINSPRITZSYSTEM Die Hauptfunktion eines Kraftstoffsystems besteht darin, den Kraftstoff den Betriebsbedingungen (Motor- last, Ansauglufttemperatur usw.) entsprechend zu dosieren, um im Zylinder ein optimales Luft-Kraftstoff- Verhältnis herstellenkönnen. Beim herkömmlichen Vergasersystem wird das Luft-Kraftstoff-Gemisch im Verdichtungsraum durch das Ansaugluft- und das Kraftstoffvolumen bestimmt, das von der Düse der entsprechenden Stufe dosiert wird. Trotz gleichem Ansaugluftvolumen ändert sich die Kraftstoffvolumenanforderung aufgrund der Motorbe- triebsbedingungen wie Beschleunigung, Geschwindigkeitsabnahme oder schwere Last. Vergaser, die den Kraftstoff mittels Düsen dosieren, wurden mit verschiedenen Hilfseinrichtungen ausgestattet, um das Luft- Kraftstoffverhältnis den sich ständig ändernden Betriebsbedingungen des Motors anzupassen. Aufgrund der erhöhten Anforderungen an Motoren in Sachen Leistung und Emissionsbegrenzung, muss das Luft-Kraftstoff-Verhältnis präziser überwacht und genauer abgestimmt werden. Um diesen Vorgaben gerecht zu werden, wurde dieses Modell mit einem elektronisch gesteuerten Einspritzsystem (FI) anstelle eines herkömmlichen Vergasersystems ausgestattet. Dieses System kann unter allen Bedingungen ein für diesen Motor stets optimales Luft-Kraftstoff-Verhältnis realisieren. Es verwendet dazu einen Mikroprozes- sor, der das Einspritzvolumen entsprechend den von verschiedenen Sensoren erfassten Motorbedingun- gen regelt. Die Einführung des elektronischen Einspritzsystems (FI) sorgt für eine sehr genaue Kraftstoffdosierung, eine bessere Dynamik, mehr Wirtschaftlichkeit und weniger Abgasemissionen. Zur Reduzierung der Abga- se steuert der Computer gleichzeitig das Sekundärluf-System (AI-System) im Verbund mit dem Kraftstof- feinspritzsystem (FI-System).

im Verbund mit dem Kraftstof- feinspritzsystem (FI-System). Zündspule Luftfiltergehäuse Ansaugluft-Tempera- tursensor

Zündspule

Luftfiltergehäuse

Ansaugluft-Tempera-

tursensor

Kraftstoff-Förder-

schlauch

Kraftstofftank

Kraftstoffpumpe

Kraftstoff-Rücklauf-

schlauch

Ansaugluft-Drucksen-

sor

Drosselklappensensor

Einspritzventil

Katalysator

Kurbelwinkelsensor

Kühlmittel-Temperatur-

sensor

1-2

Zündkerze

Zylinderkennungssen-

sor

Druckregler

Batterie

ECU

Umgebungsdrucksen-

sor

Kraftstoffeinspritzrelais

21 22 23
21
22
23

Motorwarnleuchte

Neigungssperrschalter

Sekundärluft-Sperr-

ventil

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

KRAFTSTOFF-EINSPRITZSYSTEM Die Kraftstoffpumpe fördert über den Kraftstofffilter Kraftstoff zum Einspritzventil. Der Druckregler hält den an das Einspritzventil angelegten Kraftstoffdruck konstant um 284 kPa (2,84 kg/cm 2 ) über dem Ansaugka- naldruck. Sobald das ECU das Einspritzventil per Treibersignal erregt, öffnet sich die Kraftstoffpassage und der Kraftstoff wird solange in den Ansaugkanal eingespritzt wie die Passage geöffnet bleibt. Je länger daher die Einspritzventil-Aktivierungszeit (Einspritzdauer), um so größer das eingespritzte Kraftstoffvolumen. Analog dazu gilt: Je kürzer die Einspritzventil-Aktivierungszeit (Einspritzdauer), um so geringer das Krafts- toffvolumen.

Einspritzdauer und Einspritzzeitpunkt werden vom ECU gesteuert. Das ECU bestimmt die Einspritzdauer anhand der Signale von Drosselklappensensor, Kurbelwinkelsensor, Ansaugluft-Drucksensor, Umge- bungsdrucksensor, Ansaugluft-Temperatursensor und Kühlmittel-Temperatursensor. Der Einspritzzeit- punkt wird mittels der Signale von Kurbelwinkelsensor und Zylinderkennungssensor bestimmt. Deshalb kann das vom Motor benötigte Kraftstoffvolumen jederzeit entsprechend den Fahrbedingungen exakt zu- geführt werden.

Die Abbildungen dienen nur zur Veranschaulichung.

Die Abbildungen dienen nur zur Veranschaulichung.

Kraftstoffpumpe

Druckregler

Einspritzventil

Drosselklappengehäu-

se

Ansaugluft-Tempera-

tursensor

Drosselklappensensor

Ansaugluft-Drucksen-

sor

ECU

Umgebungsdrucksen-

sor

1-3

Kühlmittel-Temperatur-

A B C
A
B
C

Kraftstoffsystem

sensor

Luftansaugsystem

Zylinderkennungssen-

Steuersystem

sor

Kurbelwinkelsensor

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Kraftstoffsystemsteuerung Die Kraftstoffsystemsteuerung besteht aus den folgenden Hauptkomponenten:

 

Bauteil

Funktion

Systems-

ECU

Gesamte Kraftstoffeinspritz-Systemsteuerung (Einspritzsystem)

teuerung

Drosselklappengehäuse

Luftvolumensteuerung

Druckregler

Kraftstoffdruckregelung

Sensorsystem

Ansaugluft-Drucksensor

Erfassung des Ansaugluftdrucks

Umgebungsdrucksensor

Erfassung des Umgebungsdrucks

Kühlmittel-Temperatursensor

Erfassung der Kühlmitteltemperatur

Ansaugluft-Temperatursensor

Erfassung der Ansauglufttemperatur

Drosselklappensensor

Erfassung des Drosselklappenwinkels

Zylinderkennungssensor

Erfassung der Zylinder-Bezugsposition

Kurbelwinkelsensor

Erfassung des Kurbelwinkels und der Motordrehzahl

Geschwindigkeitssensor

Geschwindigkeitserfassung

Regelsystem

Einspritzventil

Kraftstoffeinspritzung

Kraftstoffpumpe

Kraftstoffzufuhr

Sekundärluft-System Sekundärluft- Sperrventil

Sekundärluftzufuhr

Im Kombinationsinstrument ist eine Motorwarnleuchte integriert.

1-4

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

KOMPONENTEN ECU (Elektronisches Steuergerät) Das ECU ist unter dem Sitz angeordnet. Die Hauptfunktionen des ECU umfassen Zündungs-, Einsprit- zungssteuerung, Selbstdiagnose und Motorlaststeuerung Innerer Aufbau und Funktionen des ECU

Die Hauptkomponenten und Funktionen des ECU können grob in die folgenden vier Gruppen unterteilt werden:

A.

Stromversorgungskreis Der Stromversorgungskreis erhält Strom von der Batterie (12 V), um das ECU mit Betriebsspannung (5 V) zu versorgen.

B.

Eingangssignal-Schnittstellenkreise Die Eingangssignal-Schnittstellenkreise setzen die von allen Sensoren gemeldeten Signale in digitale Signale um. Diese werden zur CPU weitergeleitet und dort verarbeitet.

C.

CPU (Zentralprozessoreinheit) Die CPU erkennt den Betriebszustand des Motors anhand der von den verschiedenen Sensoren ange- legten Signalpegel. Diese Signale werden vorübergehend im RAM der CPU gespeichert. Die CPU ver- arbeitet die gespeicherten Signale mit dem im ROM gespeicherte Einspritzwert-Interpolationspro- gramm, um die Einspritzdauer, den Einspritzzeitpunkt und den Zündzeitpunkt zu berechnen, und gibt dann die resultierenden Befehle an die entsprechenden Ausgangssignal-Schnittstellenkreise ab.

B.

Ausgangssignal-Schnittstellenkreise Die Ausgangssignal-Schnittstellenkreise wandeln die von der CPU ausgegebenen Steuersignale in Treibersignale für die entsprechenen Stellglieder um. Bei Bedarf werden über sie auch Befehle an die Anzeigen- und Relaisausgangskreise gegeben.

Batterie Strom- versor- Eingangssignal- gungs- Ausgangssignal- Schnittstellen- kreis Schaltkreise kreise
Batterie
Strom-
versor-
Eingangssignal-
gungs-
Ausgangssignal-
Schnittstellen-
kreis
Schaltkreise
kreise
Hall-Sensorsignal
Ausgangsschaltkreis
Wellenformer-
für Einspritzventil-
(für Zylinderken-
Schaltkreis
Treibersignal
nungssensor)
Wellenformer-
Ausgangssignal-
Zündspule
Schaltkreis
Schaltkreis
Digitalsignal-
Schalter
Eingangsschaltung
SPEICHER
Relaistreibersignal- Relais
Sensoren
A / D-Wandler-
Eingangsschaltung
Ausgangsschaltkreis
Schnittstellen-
Schaltkreis für serielle
Kommunikation
Schaltkreis für
Kommunikation
Instrumen-
tengruppe

Einspritzventil

Impulsgebersignal (zur Identifizierung der Kurbelwinkelposition)

1-5

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Zündungssteuerung Die Zündungssteuerung des ECU legt den Zündzeitpunkt und die Dauer der Zündspulenerregung fest. Die Zündzeitpunktsteuerung verwendet Signale des Drosselklappensensors (Erfassung des Drossel- klappenwinkels), des Kurbelwinkelsensors und des Drehzahlsensors (Erfassung der Motordrehzahl). Diese adaptive Steuerung passt das grundlegende Zündungskennfeld durch diverse Kompensationen an die aktuellen Betriebsbedingungen an. Die Zündspulen-Erregungssteuerung berechnet die Erregungs- dauer auf Basis der Signale vom Kurbelwinkelsensor und der anliegenden Batteriespannung, um die Er- regungsdauer den Betriebsbedingungen exakt anzupassen. Einspritzsteuerung

Die Einspritzsteuerung des ECU legt Einspritzzeitpunkt und Einspritzdauer fest. Die Einspritzzeitpunkt- steuerung bestimmt den Einspritzzeitpunkt beim Starten des Motors und beim normalen Motorbetrieb auf Basis der Signale von Kurbelwinkelsensor und Zylinderkennungssensor. Die Einspritzdauersteuerung passt die Einspritzdauer durch verschiedene Kompensationen an die Einsatzbedingungen wie Wetter, Umgebungsdruck, Beschleunigung, Verzögerung usw. an, die durch die Signale von Umgebungsdruck- sensor, Temperatursensoren und Positionssensoren usw. gemeldet werden. Laststeuerung Das ECU führt die Laststeuerung folgendermaßen durch:

1. Stoppen der Kraftstoffpumpe und Einspritzventile, wenn das Motorrad umstürzt Das ECU öffnet bei Ansprechen des Neigungssperrschalters das Kraftstoffeinspritzrelais.

2. Schließen des Schweinwerferrelais Beim Modell für Europa legt das ECU ein konstantes Einschaltsignal an das Scheinwerferrelais 2 an, wenn der Zündschloss auf ON gedreht ist. Beim Modell für Australien steuert das ECU das Scheinwer- ferrelais 2 anhand der Motordrehzahl, wie in den Spezifikationen für das Tagfahrlicht gefordert.

3. Kühlmitteltemperaturgesteuerter Lüfterbetrieb Das ECU steuert Öffnen/Anziehen des Lüfterrelais anhand der Kühlmitteltemperatur.

4. Betätigen des Sekundärluft-Magnetventils

Das ECU steuert das Erregen des Magnetventils entsprechend den Fahrbedingungen. Selbstdiagnosefunktion Das ECU ist mit einer Selbstdiagnosefunktion ausgestattet, um den einwandfreien Betrieb des Motorsteu- ersystems sicher zu stellen. Die Überwachungsfunktionen des ECU schließen neben dem Normalmodus einen Diagnosemodus ein. Normalmodus Zur Prüfung auf durchgebrannte Glühlampen wird in diesem Modus bei eingeschalteter Zündung und Drücken des Starterschalters die Warnleuchte angesteuert. Wenn die Anlasssperre anspricht, warnt dieser Modus den Fahrer beim Drücken des Starterschalters durch Einschalten der Warnleuchte. Bei Auftreten einer Störung im System schaltet dieser Modus auf die entsprechende Notlauffunktion und informiert den Fahrer durch Einschalten der Motorwarnleuchte über die Störung. Nach dem Anhalten des Motors zeigt dieser Modus evtl. Störungscodes auf dem LCD-Display der Uhr an. Diagnosemodus In diesem Modus wird ein Diagnosecode in das ECU mittels Betätigen des Anzeigeschalters eingege-

ben. Das ECU zeigt die von den Sensoren ausgegebenen Werte an oder aktiviert die Stellglieder ent- sprechend den Diagnosecodes. Durch Überwachen der Motorwarnleuchte, der Werte auf der Anzeige und des Aktivierungsstatuses kann man prüfen, ob das System ordnungsgemäß funktioniert.

1-6

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Kraftstoffpumpe Die Kraftstoffpumpe, die im Kraftstofftank angeordnet ist, fördert den Kraftstoff direkt vom Tank zum Ein- spritzventil. Ein Filter in der Kraftstoffpumpe verhindert, dass Fremdkörper aus dem Kraftstofftank in das Kraftstoffsy- stem gelangen. Die Pumpe besteht aus Pumpeneinheit, Elektromotor, Filter und Ventilen. Bei der Pumpeneinheit handelt es sich um eine Wesco-Drehkolbenpumpe, die mit der Motorwelle verbun- den ist. Ein Überdruckventil verhindert, dass der Kraftstoffdruck bei zugesetztem Kraftstoffschlauch extrem an- steigt. Dieses Ventil öffnet sich, wenn der Kraftstoffdruck am Förderauslass 440 640 kPa (4,4 6,4 kg/cm 2 ) erreicht, und leitet Kraftstoff in den Tank zurück.

2 ) erreicht, und leitet Kraftstoff in den Tank zurück. 1 2 3 Kraftstofffilter Kraftstoff-Einlasssieb Auslass
1 2 3
1
2
3

Kraftstofffilter

Kraftstoff-Einlasssieb

Auslass A Kraftstoff

1-7

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Druckregler Er regelt den Kraftstoffdruck an den Einspritzventilen in den Zylindern, um eine konstante Druckdifferenz zum Druck im Ansaugkanal aufrechtzuerhalten. Der von der Kraftstoffpumpe geförderte Kraftstoff füllt über den Reglereinlass die Kraftstoffkammer und drückt auf die Membran in Ventilöffnungsrichtung. Eine Feder in der Federkammer übt Druck auf die Membran in Ventilschließrichtung, also gegen die Kraft- stoffdruckrichtung aus. So kann sich das Ventil erst öffnen, wenn der Kraftstoffdruck den Federdruck über- steigt. Der Ansaugunterdruck wirkt über eine Leitung auf die Federkammer. Sobald der Kraftstoffdruck die Sum- me von Ansaugunterdruck und Federdruck übersteigt, öffnet sich das Ventil in der Membran. Dadurch fließt Kraftstoff vom Kraftstoffauslass über den Kraftstoff-Rücklaufschlauch in den Kraftstofftank zurück. Da der Ansaugunterdruck in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen im Gegensatz zu dem von der Pumpe gelieferten konstanten Kraftstoffvolumen varriert, ändert sich auch der Ventilöffnungs-/-schließ- druck, um das Kraftstoff-Rücklaufvolumen entsprechend zu regulieren. Der Unterschied zwischen Kraft- stoffdruck und Ansaugkanaldruck bleibt daher stets konstant.

stoffdruck und Ansaugkanaldruck bleibt daher stets konstant. 1 2 3 Federkammer 4 5 6 Kraftstoffeinlass 7
1 2 3
1
2
3

Federkammer

4 5 6
4
5
6

Kraftstoffeinlass

7 8
7
8

Ventil

A B C
A
B
C

Federdruck

Feder

Kraftstoffrücklauf

Ansaugkanal-Unter-

Kraftstoffdruck

Membran

Kraftstoffkammer

druck

Unterdruck

1-8

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Einspritzventil Das Einspritzventil spritzt Kraftstoff ein, sobald es durch Einspritzsignale vom ECU erregt wird. Im Normal- zustand wird der Tauchkolben durch den Federdruck wie abgebildet nach unten gedrückt. Die unten mit dem Tauchkolben verbundene Ventilnadel verschließt die Kraftstoffpassage. Wenn die Spule entsprechend den ECU-Signalen mit Strom erregt wird, zieht sie den Tauchkolben nach oben, wodurch der damit verbundene Flansch an der Distanzhülse anschlägt. Da der Nadelhub gleich bleibt, ist auch der Öffnungsquerschnitt der Kraftstoffpassage konstant. Da der Unterschied zwischen Kraftstoffdruck und Ansaugkanaldruck vom Druckregler konstant gehalten wird, ändert sich das Kraftstoff- volumen nur im Verhältnis zur Aktivierungszeit der Spule. Das kürzlich eingeführte Einspritzventil weist vier Bohrungen auf. Diese Anordnung gewährt eine bessere Kraftstoffzerstäubung, wodurch eine bessere Ver- brennungseffizienz resultiert.

wodurch eine bessere Ver- brennungseffizienz resultiert. 1 2 3 Kraftstoff 4 5 6 Tauchkolben Spule
1 2 3
1
2
3

Kraftstoff

4 5 6
4
5
6

Tauchkolben

Spule

Einspritzbohrung

Tauchkolben

Flansch

1-9

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Kurbelwinkelsensor Beim Kurbelwinkelsensor handelt es sich um eine Induktionsspule, die auf der rechten Seite der Kurbelwel- le angeordnet ist. Bei Rotation der Kurbelwelle passieren die Nasen des damit verbundenen Impulsgebers die Induktionsspule, wodurch in der Spule elektromotorische Impulse erzeugt werden. Diese Spannungs- impulse werden an das ECU weitergeleitet, das die Position der Kurbelwelle und die Motordrehzahl berech- net. Der Zündzeitpunkt wird auf die errechneten Daten abgeglichen, um ihn an die Betriebsbedingungen anzupassen. Das ECU errechnet die für die vorliegenden Motorbedingungen ideale Zünderverstellung auf Basis der Änderungen der Zeitintervalle der von der Induktionsspule generierten Impulse. Der Einspritz- zeitpunkt wird ebenso in Abhängigkeit vom Zündzeitpunkt geregelt, um dem Motor zum idealen Zeitpunkt Kraftstoff zuzuführen.

um dem Motor zum idealen Zeitpunkt Kraftstoff zuzuführen. A B 1 Impulsgeberrotor Rotationsrichtung Zylinder Nr. 1
A B
A
B

1 Impulsgeberrotor

Rotationsrichtung

Zylinder Nr. 1 im Verdichtungshub, 5 v.OT

1-10

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Zylinderkennungssensor Der Zylinderkennungssensor befindet sich in der Mitte des auslassseitigen Zylinderkopfdeckels. Durch Drehung der Auslassnockenwelle werden Impulse im Sensor induziert, die er an das ECU weiterleitet. Das ECU erregt auf Basis dieser Signale das Einspritzventil des Zylinders, der sich im Ansaugtrakt befindet.

Signale das Einspritzventil des Zylinders, der sich im Ansaugtrakt befindet. 1 2 Zylinderkennungssensor Nockenwelle 1-11
1 2
1
2

Zylinderkennungssensor

Nockenwelle

1-11

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Drosselklappensensor Der Drosselklappensensor misst das Ansaugluftvolumen durch Erfassen der Position der Drosselklappe. Er erkennt den Drosselklappenwinkel über die Position des Arbeitskontakts (drehfest mit Drosselklappen- welle verbunden) auf der Widerstandsscheibe. Im tatsächlichen Betrieb legt das ECU an beide Enden des Widerstands eine Bezugsspannung von 5V an. Die vom Drosselklappensensor ausgegebene, vom Wider- stand geänderte Spannung kann daher zur Bestimmung des Drosselklappenwinkels verwendet werden.

5,0 4,0 3,0 2,0 1,0
5,0
4,0
3,0
2,0
1,0
1 2 3
1
2
3

Arbeitskontakt

Widerstandsscheibe

Feder

Ausgangsspannung

Leerlaufposition

Anschlag

Anschlag

Elektrisch gemeldeter Winkel

Sensorarbeitsbereich

1-12

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Ansaugluft-Drucksensor und Umgebungsdrucksensor Ansaugluft-Drucksensor Der Ansaugluft-Drucksensor wird zum Messen des Ansaugluftvolumens verwendet. Das Ansaugluftvo- lumen jedes Ansaughubs steht proportional zum Ansaugluftdruck. Das Ansaugluftvolumen kann des- halb durch Messen des Ansaugluftdrucks bestimmt werden. Der Ansaugluft-Drucksensor wandelt den gemessenen Ansaugluftdruck in elektrische Signale und meldet diese dem ECU. Wenn der Ansaugluft- druck auf die Silikonmembran des Sensors wirkt, auf deren anderen Seite eine Unterdruckkammer an- geordnet ist, wird der Silikon-Chip durch die Silikonmembran mit dem Ansaugluftdruck beaufschlagt und wandelt ihn in elektrische Signale um. Ein integrierter Schaltkreis (IC) verstärkt und reguliert die Signale. Es findet ein Temperaturausgleich statt, um elektrische Signale zu erzeugen, die proportional zum Druck sind. Umgebungsdrucksensor Der Umgebungsdrucksensor dient zur Kompensation von Veränderungen in der Luftdichte, die auf- grund von Änderungen im Umgebungsluftdruck (besonders in hohen Lagen) entstehen. Prinzip und Funktion des Umgebungsdrucksensors sind mit wie beim Ansaugluft-Drucksensor.

sind mit wie beim Ansaugluft-Drucksensor. Elektromagnetische Abschirmung Sensor Kondensator Hybrid-IC

Elektromagnetische

Abschirmung

Sensor

Kondensator

Hybrid-IC

Kappe

6 Silikonmembran

7 Unterdruckkammer

8 Lötung

9 Silikon-Chip

10 Goldkabel

11 12 13 14
11
12
13
14

1-13

Führungsstift

Flansch

Druckfühlerrohr

Umgebungsluftdruck,

Ansaugluftdruck

A B
A
B

Ausgangsspannung

Ansaugdruck

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Kühlmittel-Temperatursensor Die Signale vom Kühlmittel-Temperatursensor werden in erster Linie zur Korrektur der Einspritzmenge während der Anlass- und Warmlaufphase verwendet. Der Kühlmittel-Temperatursensor wandelt die Tem- peratur des Kühlmittels in elektrische Signale um und sendet diese zum ECU. Dieser Sensor verwendet einen Halbleiter-Thermistor, der einen großen Widerstand bei niedrigen Tempe- raturen und einen kleinen Widerstand bei hohen Temperaturen aufweist. Der Thermistor wandelt die tem- peraturabhängigen Widerstandsänderungen in elektrische Widerstandswerte um, die dann in das ECU eingegeben werden.

15,5 0,322
15,5
0,322
1 2
1
2

Anschlussbuchse

3 4
3
4

Röhre

5 Halter

5 Halter

A B
A
B

Widerstand k

Anschlussklemme

Thermistor

Temperatur C

Ansaugluft-Temperatursensor Der Ansaugluft-Temperatursensor dient zur Kompensation von Abweichungen des Luft-Kraftstoffgemischs, die mit Veränderungen der Ansaugluftdichte verbunden ist. Diese entstehen durch die Veränderungen der Ansauglufttemperatur, die wieder von der Umgebungslufttemperatur abhängig ist. Dieser Sensor verwendet einen Halbleiter-Thermistor, der einen großen Widerstand bei niedrigen Temperaturen und einen kleinen Wi- derstand bei hohen Temperaturen aufweist. Der Thermistor wandelt die temperaturabhängigen Widerstand- sänderungen in elektrische Widerstandswerte um, die dann in das ECU eingegeben werden.

6,0 0,34
6,0
0,34

1 Anschlussbuchse

2 Anschlussklemme

3 Röhre

4 Thermistor

5 Halter

A B
A
B

Widerstand k

Temperatur C

1-14

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Neigungssperrschalter Der Neigungssperrschalter stoppt die Kraftstoffzufuhr zum Motor, wenn das Motorrad umstürzt. Wenn sich das Motorrad in Normalposition befindet, gibt der Neigungssperrschalter eine konstante Span- nung von ca. 1,0 V (Niedrigpegelsignal) aus. Wenn das Motorrad kippt, neigt sich der Schwimmer im Schal- ter proportional zur Neigung des Motorrads. Die an das ECU abgegebene Spannung bleibt jedoch noch auf dem niedrigen Pegel. Wenn die Neigung des Motorrads 65 Grad überschreitet (gemäß der Schwimmerneigung), erhöht sich die Signalspannung abrupt auf ca. 4,0 V (Hochpegelsignal). Wenn das ECU das Hochpegelsignal empfängt, zieht es den Schluss, dass das Motorrad umgestürzt ist. Daraufhin öffnet es das Kraftstoffeinspritzrelais, das Kraftstoffpumpe und Einspritzventil mit Strom versorgt, um die Kraftstoffzufuhr abzubrechen. Nach An- sprechen des Sperrschalters, bleibt das ECU auch nach Aufrichten des Motorrads auf Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr geschaltet. Eine Rückstellung erfolgt erst, wenn das Zündschloss auf OFF und dann wie- der auf ON gedreht wird.

4,0 1,0
4,0
1,0

Ausgangsspannung

Hoher Signalpegel

Niedriger Signalpegel

Sperrschalter-Neigungswinkel

Kraftstoffeinspritzrelais AUS

1-15

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM Arbeitsweise und Steuerung Einspritzzeitpunkt, Einspritzdauer, Zündzeitpunkt und Spulenerregungsdauer werden vom ECU gesteuert. Zur Berechnung des Basis-Einspritzzeitpunkts ermittelt das ECU die Ansaugluftmenge anhand der Signale von Ansaugluft-Drucksensor, Drosselklappensensor, Zylinderkennungssensor und Kurbelwinkelsensor. Durch die nachfolgenden Korrekturen des Basis-Einspritzzeitpunkts legt das ECU dann den endgültigen Einspritzzeitpunkt fest: Beschleunigung, Kühlmittteltemperatur, Ansauglufttemperatur und Umgebungs- druck – alles Parameter, die über die verschiedenen Sensoren erfasst werden. Gleichzeitig erkennt das ECU die Kurbelwellenposition durch Auswerten der Signale von Zylinderkennungssensor und Kurbelwin- kelsensor. Das ECU gibt dann zum festgelegten Einspritzzeitpunkt ein Treibersignal an die Einspritzventile ab. Darüber hinaus steuert das ECU auch den Erregungszeitpunkt sowie die Erregungsdauer der Einspritz- ventil-Magnetspule auf Basis des errechneten Zündzeitpunkts und der von diesen Sensoren gemeldeten Signale. Bestimmung der Basis-Einspritzdauer Die Basis-Einspritzdauer hängt von der Ansaugluftmenge ab. Eine optimale Leistungsausbeute erfordert ein präzise abgestimmtes Gemisch. Dazu muss die eingespritzte Kraftstoffmenge auf die sich kontinuier- lich ändernde Ansaugluftmenge abgeglichen werden. Des weiteren muss das Gemisch zum korrekten Zeit- punkt gezündet werden. Das ECU errechnet die Basis-Einspritzmenge auf Basis der Ansaugluftmenge und der Motordrehzahl.

Parameter zur Festlegung der Basis-Einspritzdauer

Parameter zur Festlegung der Basis-Einspritzdauer A B C Drehzahl D E F Warmlauf G H I
A B C
A
B
C

Drehzahl

D E F
D
E
F

Warmlauf

G H I
G
H
I

Konstant

J K L
J
K
L

Nach dem Start

Einspritzdauer

Leerlauf

Verzögerung

Basis-Einspritzdauer

Anlassen

Beschleunigung

Start

Spannungskompensa-

tion

Erfassung der Ansaugluftmenge Die Ansaugluftmenge wird primär über die Signale von Drosselklappensensor und Ansaugluft-Drucksen- sor erfasst. Die Ansaugluftmenge wird dann anhand der Signale von Umgebungsdrucksensor, Ansaugluft- Temperatursensor und entsprechend der Motordrehzahl korrigiert.

1-16

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Bestimmung der endgültigen Einspritzdauer Die Basis-Einspritzdauer hängt von der Ansaugluftmenge ab. Bei gleichem Ansaugluftvolumen ändert sich jedoch die Kraftstoffvolumenanforderung aufgrund der Motorbetriebsbedingungen wie Beschleunigung, Verzögerung oder Witterungseinflüsse. Dieses System verwendet verschiedene Sensoren, um diese Be- dingungen präzise zu erfassen und kompensiert die Basis-Einspritzdauer entsprechend. Dadurch ist die endgültige Einspritzdauer den Betriebsbedingungen des Motors exakt angepasst.

Ansaugluftdruck Atmosphären-Luftdruck Batteriespannung Motordrehzahl Basis- Kompensation Einspritzsignal
Ansaugluftdruck
Atmosphären-Luftdruck
Batteriespannung
Motordrehzahl
Basis-
Kompensation
Einspritzsignal
Einspritzmenge
Schließen oder öffnen der
Drosselkleppen
Kühlmitteltemperatur
Ansauglufttemperatur

Parameter zur Festlegung der endgültigen Einspritzdauer

Parameter zur Festlegung der endgültigen Einspritzdauer 1 2 3 4 Starteinspritzung*1 5 6 7
1 2 3 4
1
2
3
4

Starteinspritzung*1

5 6 7
5
6
7

Schubabschaltung *5

A Drehzahl

I J
I
J

Start

Nachstart-Anreicherung*2

Basis-Einspritzdauer

B Einspritzdauer

Nach dem

Warmlauf-Anreicherung*3

Spannungskompensation

C Anlassen

Start

Beschleunigungskompensa-

D Warmlauf

tion*5

E Leerlauf

F Beschleunigung

G Konstant

H Verzögerung

1-17

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Batteriespannungskompensation Zwischen der Ausgabe des Treibersignals vom ECU bis zum Öffnungszeitpunkt des Einspritzventils tritt eine Verzögerungein. Deshalb berechnet das ECU die Verzögerung vor der Ausgabe des Einspritzventil- Treibersignals zur Kompensation des Signalgabe-Zeitpunkts. Die Kompensation hängt hierbei von der Bat- teriespannung ab. Hohe Spannung kurze Kompensationszeit Niedrige Spannung lange Kompensationszeit

LISTE DER EINSPRITZKORREKTUREN

Korrektur

Parameter

Sensor

Starteinspritzung*1

Kühlmitteltemperatur

Kühlmittel-Temperatursensor

Nachstarteinspritzung:

   

Nachstart-Anreicherung*2

Kühlmitteltemperatur

Kühlmittel-Temperatursensor

Warmlauf-Anreicherung*3

Kühlmitteltemperatur

Kühlmittel-Temperatursensor

Ansauglufttemperatur-

Ansauglufttemperatur

Ansaugluft-Temperatursensor

Kompensation*4

Beschleunigungskompensation/

Ansaugluftdruck

Ansaugluft-Drucksensor

Verzögerungskompensation*5

Drosselklappensensor

Drosselklappensensor

Kühlmitteltemperatur

Kühlmittel-Temperatursensor

Überdrehschutzfunktion Diese Funktion bewirkt eine Kraftstoffabschaltung, sobald die Motordrehzahl einen Festwert über- schreitet. Diese Abschaltsteuerung reduziert die Drehzahl durch Abschalten der Einspritzung in zwei Zylindern, wenn die Motordrehzahl den Festwert übersteigt. Sollte die Drehzahl jedoch weiter anstei- gen, unterbricht diese Funktion die Einspritzung in allen Zylindern. Auf diese Weise bewirkt diese Funk- tion eine zweistufige Kraftstoffabschaltung.

1-18

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

KATALYSATOR Systembeschreibung Dies ist ein hocheffizientes Abgasreinigungssystem, bei dem das Gemisch durch die gemeinsame Wirkung von Kraftstoffeinspritz-System und Katalysator optimal gesteuert wird. Dieses System reduziert den Gehalt von CO-, HC- und NOx in den Abgasen durch eine umfassende Steuerung des Luft-Kraftstoffverhältnisses. Das Kraftstoffeinspritz-System sorgt für ein optimales Luft-Kraftstoff-Verhältnis (Basisverhältnis), das bei den gegebenen Betriebsbedingung eine ideale Verbrennung ermöglicht. Durch diese übergreifenden Steuersysteme wird das Abgas äußerst effizient gereinigt, ohne dabei an Mo- torleistung opfern zu müssen.

Systemdiagramm des Katalysators

opfern zu müssen. Systemdiagramm des Katalysators Zündspule Einspritzventil Ansaugluft-Tempera- tursensor

Zündspule

Einspritzventil

Ansaugluft-Tempera-

tursensor

Drosselklappensensor

5 6 7
5
6
7

Ansaugluft-Drucksen-

8 9 10
8
9
10

Zylinderkennungssen-

11 12 13
11
12
13

Zündbox

sor

sor

Umgebungsdrucksen-

Kurbelwinkelsensor

Zündkerze

sor

Kühlmittel-Temperatur-

ECU

Katalysator

sensor

1-19

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

AUSSTATTUNG GEN INFO Multifunktionsdisplay “SELECT”-Knopf “RESET”-Knopf Motorwarnleuchte FUNKTIONEN DER

Multifunktionsdisplay

“SELECT”-Knopf

“RESET”-Knopf

Motorwarnleuchte

FUNKTIONEN DER INSTRUMENTE Multifunktionsdisplay Das Multifunktionsdisplay übernimmt die folgen- den Anzeigefunktionen:

Tachometer (zur Anzeige der Fahrgeschwin- digkeit) Kilometerzähler (zeigt die insgesamt gefahre- nen Kilometer an) Zwei Wegstreckenzähler (zeigen die seit der Rücksetzung auf Null gefahrenen Kilometer an) Tankreserve-Kilometerzähler (zeigt die Strecke an, die mit der Tankreserve zurückgelegt wurde) Uhr Selbstdiagnosefunktion Helligkeitsregelung und Schaltblitzsteuerung

HINWEIS:

Vor Betätigen der Knöpfe “SELECT” und “RESET” unbedingt die Zündung einschalten. Nur für GB-Modelle: Zum Umschalten zwischen den Anzeigen in Kilometern und Meilen die Knöpfe “SE- LECT” und “RESET” gleichzeitig für mindestens zwei Sekunden drücken.

Kilometerzähler- und Wegstreckenzähler-Modus Durch Drücken des “SELECT”-Knopfes wird in der nachfolgend aufgeführten Reihenfolge zwischen dem Kilometerzähler “ODO” und den Wegstreckenzählern “TRIP A” und “TRIP B” gewechselt:

ODO TRIP A TRIP B ODO Wenn die Kraftstoffstand-Warnleuchte aufleuchtet, schaltet das Display automatisch auf Tankreserve-Kilo- meterzähler “F-TRIP” um und beginnt die ab diesem Punkt zurückgelegten Kilometer zu zählen. In diesem Fall wird durch Drücken des “SELECT”-Knopfs wie folgt zwischen dem Kilometerzählerdisplay und den ver- schiedenen Wegstreckenzählern umgeschaltet:

F-TRIP TRIP A TRIP B ODO F-TRIP Um einen Wegstreckenzähler auf Null rückzustellen, den Zähler mit “SELECT” aufrufen und dann den “RE- SET”-Knopf drücken. Falls der Tankreserve-Kilometerzähler nicht manuell zurückgestellt wird, setzt sich dieser nach dem Tanken automatisch nach einer Fahrt von 5 km zurück. Zeitanzeige Den Zündschlüssel auf “ON” drehen. Zum Abruf der Uhrzeit den “SELECT”-Knopf mindestens eine Sekunde lang drücken. Um wieder auf die Kilometeranzeige umzuschalten, den “SELECT”-Knopf erneut drücken. Stellen der Uhr:

1. Die Knöpfe “SELECT” und “RESET” gleichzeitig für mindestens zwei Sekunden drücken.

2. Sobald die Stunden-Anzeige zu blinken beginnt, zum Einstellen der Stundenzahl den “RESET”-Knopf drücken.

3. Den “SELECT”-Knopf drücken, wodurch die Minutenanzeige zu blinken beginnt.

4. Den “RESET”-Knopf drücken, um die Minuten einzustellen.

5. Den “SELECT”-Knopf kurz drücken, um die Uhr zu aktivieren.

Selbstdiagnosesystem Dieses Modell verfügt über ein Selbstdiagnosesystem für verschiedene Schaltkreise:

Falls in einem dieser Schaltkreise eine Störung auftritt, schaltet sich die Motorwarnleuchte ein und das Mul- tifunktionsdisplay zeigt einen zweistelligen Fehlercode (z.B. 11, 12, 13).

1-20

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

AUSSTATTUNG GEN INFO 1 2 3 Motordrehzahlleuchte “SELECT”-Knopf “RESET”-Knopf Helligkeitsregelung und
1 2 3
1
2
3

Motordrehzahlleuchte

“SELECT”-Knopf

“RESET”-Knopf

Helligkeitsregelung und Schaltblitzsteuerung Der Einstellmodus wechselt der Reihe nach zwi- schen den 5 Steuerfunktionen, welche die nach-

folgend aufgelisteten Einstellungen ermöglichen.

1. Displayhelligkeit: Diese Funktion erlaubt einen Abgleich der Helligkeit des Multifunktionsdis- plays auf das Umgebungslicht.

2. Schaltblitzsteuerung: Diese Funktion legt fest, ob der Schaltblitz ansprechen und leuchten oder blinken soll.

3. Aktivierungsdrehzahl des Schaltblitzes Mit die- ser Funktion wird bestimmt, bei welcher Motor-

drehzahl des Schaltblitz anspricht.

4. Deaktivierungsdrehzahl des Schaltblitzes Mit dieser Funktion wird festgelegt, ab welcher Motordrehzahl der Schaltblitz erlischt.

5. Helligkeit des Schaltblitzes: Diese Funktion erlaubt einen Abgleich der Helligkeit der Leuchte nach

Wunsch.

HINWEIS:

Um Einstellungen vornehmen zu können, müssen alle Einstellfunktionen durchgegangen werden. Wird das Zündschloss vor Abschluss der Einstellung auf “OFF” gedreht, wirken nur die Einstellungen die vor dem Drücken des “SELECT”-Knopfs galten. In diesem Modus zeigt das Multifunktionsdisplay die gegenwärtigen Einstellungen jeder Funktion (außer Funktion zur Aktivierung des Schaltblitzes).

Einstellung der Displayhelligkeit

1. Zündschloss auf “OFF” drehen.

2. Dann den “SELECT”-Knopf gedrückt halten.

3. Den Zündschlüssel auf “ON” drehen und nach 5 Sekunden den “SELECT“-Knopf freigeben.

4. Den “RESET”-Knopf drücken, um die gewünschte Helligkeitsstufe zu wählen.

5. Den “SELECT”-Knopf drücken, um die gewählte Helligkeitsstufe einzugeben. Der Einstellmodus schal- tet dann auf “Schaltzustand des Schaltblitzes”.

Einstellung des Schaltzustands des Schaltblitzes

1.

Den “RESET”-Knopf drücken, um einen der folgenden Schaltzustände zu wählen:

a.

Die Anzeigeleuchte brennt beim Ansprechen kontinuierlich. (Diese Einstellung ist wählbar, während die Leuchte kontinuierlich leuchtet.)

b.

Die Anzeigeleuchte beginnt beim Ansprechen zu blinken. (Diese Einstellung ist wählbar, während die Leuchte viermal pro Sekunde blinkt.)

c.

Die Leuchte ist deaktiviert und leuchtet bzw. blinkt daher nicht. (Diese Einstellung ist wählbar, während die Leuchte einmal in 2 Sekunden blinkt.)

2.

Den “SELECT”-Knopf drücken, um den gewählten Schaltzustand für den Schaltblitz einzugeben. Der Einstellmodus schaltet dann auf “Aktivierungsdrehzahl des Schaltblitzes”.

1-21

AUSSTATTUNG

GEN

GEN

INFO

Einstellung der Drehzahl zum Aktivieren des Schaltblitzes

HINWEIS:

Die Aktivierungsdrehzahl der Warnleuchte kann in Stufen von 500 U/min in einem Bereich zwischen 7000 and 12.000 U/min eingestellt werden.

1. Den “RESET”-Knopf drücken, um die gewünschte Drehzahl zum Aktivieren des Schaltblitzes zu wählen.

2. Den “SELECT”-Knopf drücken, um die gewählte Motordrehzahl einzugeben. Der Einstellmodus schaltet dann auf “Deaktivierungsdrehzahl des Schaltblitzes”.

Einstellung der Drehzahl zum Deaktivieren des Schaltblitzes

HINWEIS:

Die Deaktivierungsdrehzahl der Leuchte kann in Stufen von 500 U/min in einem Bereich zwischen 7000 and 12.000 U/min eingestellt werden. Unbedingt die Deaktivierungsdrehzahl für die Anzeigeleuchte auf einen höheren Wert einstellen als die Aktivierungsdrehzahl. Anderenfalls spricht die Motordrehzahlleuchte nicht an.

1. Den “RESET”-Knopf drücken, um die gewünschte Drehzahl zum Deaktivieren des Schaltblitzes zu wäh- len.

2. Den “SELECT”-Knopf drücken, um die gewählte Motordrehzahl einzugeben. Der Einstellmodus schaltet dann auf “Helligkeitsregelung für Schaltblitz”.

Einstellung der Helligkeit des Schaltblitzes

1. Den “RESET”-Knopf drücken, um die gewünschte Helligkeitsstufe für die Anzeigeleuchte zu wählen.

2. Den “SELECT”-Knopf drücken, um die gewünschte Helligkeitsstufe für die Anzeigeleuchte einzugeben. Das Multifunktionsdisplay schaltet dann auf Kilometerzähler, Wegstreckenzähler oder Zeitanzeige um.

1-22

WICHTIGE INFORMATIONEN

GEN

GEN

INFO

WICHTIGE INFORMATIONEN GEN INFO EAS00020 WICHTIGE INFORMATIONEN VORBEREITUNGEN FÜR AUSBAU UND ZERLEGUNG 1. Vor dem
WICHTIGE INFORMATIONEN GEN INFO EAS00020 WICHTIGE INFORMATIONEN VORBEREITUNGEN FÜR AUSBAU UND ZERLEGUNG 1. Vor dem
WICHTIGE INFORMATIONEN GEN INFO EAS00020 WICHTIGE INFORMATIONEN VORBEREITUNGEN FÜR AUSBAU UND ZERLEGUNG 1. Vor dem

EAS00020

WICHTIGE INFORMATIONEN

VORBEREITUNGEN FÜR AUSBAU UND ZERLEGUNG

1. Vor dem Ausbau oder Zerlegen der Bauteile sämtlichen Schmutz, Schlamm, Staub und an- dere Fremdkörper entfernen.

2. Nur geeignete Werkzeuge und Reinigungsmit- tel verwenden. Siehe unter “SPEZIALWERKZEUGE”.

3. Beim Zerlegen zusammengehörige Teile im- mer gemeinsam ablegen. Dies gilt besonders für Zahnräder, Zylinder, Kolben und andere be- wegliche Teile, die sich im Laufe des Betriebs aufeinander einspielen. Solche Bauteilgrup- pen dürfen nur komplett wiederverwendet bzw. ausgetauscht werden.

4. Alle ausgebauten Teile reinigen und in der Rei- henfolge des Ausbaus auf einer sauberen Un- terlage ablegen. Dies gewährleistet einen zügi- gen und korrekten Zusammenbau.

5. Alle Teile von offenen Flammen und Funken fernhalten.

EAS00021

ERSATZTEILE Nur Original-Ersatzteile von Yamaha verwenden. Ausschließlich von Yamaha empfohlene Schmier- stoffe verwenden. Fremdprodukte können in Aus- sehen und Funktion ähnlich sein, erfüllen jedoch häufig nicht die gestellten Qualitätsanforderun- gen.

Lippe Lippe Feder Öl Fett
Lippe
Lippe
Feder
Öl
Fett

EAS00022

DICHTUNGEN, DICHTRINGE UND O-RINGE

1. Beim Überholen des Motors sind sämtliche Dichtungen, Dichtringe und O-Ringe zu erneu- ern. Alle Dichtflächen, Dichtlippen und O-Rin- ge vor dem Zusammenbau säubern.

2. Beim Zusammenbau alle beweglichen Teile und Lager ölen, alle Dichtlippen einfetten.

1-23

WICHTIGE INFORMATIONEN

GEN

GEN

INFO

WICHTIGE INFORMATIONEN GEN INFO EAS00023 SICHERUNGSSCHEIBEN/-BLECHE UND SPLINTE Sicherungsscheiben/-bleche 1 sowie

EAS00023

SICHERUNGSSCHEIBEN/-BLECHE UND SPLINTE Sicherungsscheiben/-bleche 1 sowie Splinte müssen nach dem Ausbau erneuert werden. Si- cherungslaschen werden nach dem vorschrifts- mäßigen Festziehen der Schraubverbindungen gegen die Schlüsselflächen der Schraube bzw. Mutter hochgebogen.

die Schlüsselflächen der Schraube bzw. Mutter hochgebogen. EAS00024 LAGER UND DICHTRINGE Lager und Dichtringe so
die Schlüsselflächen der Schraube bzw. Mutter hochgebogen. EAS00024 LAGER UND DICHTRINGE Lager und Dichtringe so
die Schlüsselflächen der Schraube bzw. Mutter hochgebogen. EAS00024 LAGER UND DICHTRINGE Lager und Dichtringe so

EAS00024

LAGER UND DICHTRINGE Lager und Dichtringe so einbauen, dass die Her- stellerbeschriftung oder die Teilenummer sichtbar bleibt. Vor dem Einbau der Dichtringe die Dichtlip- pen dünn mit Lithium-Säfenfett bestreichen. La- ger beim Einbau ggf. großzügig ölen.

Dichtringbestreichen. La- ger beim Einbau ggf. großzügig ölen. ACHTUNG: Lager nie mit Druckluft trocken blasen, da

ACHTUNG:

Lager nie mit Druckluft trocken blasen, da hierdurch die Lagerflächen beschädigt wer- den können.

1
1

Lager

die Lagerflächen beschädigt wer- den können. 1 Lager EAS00025 SICHERUNGSRINGE Sicherungsringe vor dem

EAS00025

SICHERUNGSRINGE Sicherungsringe vor dem Wiedereinbau sorgfältig überprüfen und bei Beschädigung oder Verfor- mung erneuern. Kolbenbolzensicherungsringe müssen nach jedem Ausbau erneuert werden. Beim Einbau eines Sicherungsrings 1 stets dar- auf achten, dass die scharfkantige Seite 2 den Sicherungsring gegen die Druckrichtung 3 ab- stützt.

dar- auf achten, dass die scharfkantige Seite 2 den Sicherungsring gegen die Druckrichtung 3 ab- stützt.
4
4

Welle

1-24

ANSCHLÜSSE KONTROLLIEREN

GEN

GEN

INFO

ANSCHLÜSSE KONTROLLIEREN GEN INFO EAS00026 ANSCHLÜSSE KONTROLLIEREN Drähte, Anschlussklemmen und Steckverbinder auf
ANSCHLÜSSE KONTROLLIEREN GEN INFO EAS00026 ANSCHLÜSSE KONTROLLIEREN Drähte, Anschlussklemmen und Steckverbinder auf

EAS00026

ANSCHLÜSSE KONTROLLIEREN

Drähte, Anschlussklemmen und Steckverbinder

auf Flecken, Rost, Feuchtigkeit o.ä. untersuchen.

1. Lösen:

Kabel Anschlussklemmen Steckverbinder

2. Kontrollieren:

Kabel Anschlussklemmen Steckverbinder Feuchtigkeit Mit Druckluft trocknen. Rost/Flecken Mehrmals lösen und wieder anschließen.

3. Kontrollieren:

Alle Anschlussklemmen Locker Vorschriftsmäßig anschließen.

HINWEIS:

Sollte der Stift 1 auf der Anschlussklemme nie- dergedrückt sein, muss er hochgebogen werden.

nie- dergedrückt sein, muss er hochgebogen werden. 4. Anschließen: Kabel Anschlussklemmen Steckverbinder

4. Anschließen:

Kabel Anschlussklemmen Steckverbinder

HINWEIS:

Alle Anschlüsse auf festen Sitz prüfen.

HINWEIS: Alle Anschlüsse auf festen Sitz prüfen. 1-25 5. Kontrollieren: Durchgang (mit einem
HINWEIS: Alle Anschlüsse auf festen Sitz prüfen. 1-25 5. Kontrollieren: Durchgang (mit einem

1-25

5. Kontrollieren:

Durchgang (mit einem Taschen-Multimeter)

Taschen-Multimeter 90890-03132

Taschen-Multimeter

90890-03132

HINWEIS:

Wenn kein Durchgang besteht, die Anschluss- klemmen reinigen. Bei der Prüfung des Kabelbaums die Schritte (1) bis (3) befolgen. Handelsübliche Kontaktsprays als Notlösung verwenden.

SPEZIALWERKZEUGE

EAS00027

GEN

GEN

INFO

SPEZIALWERKZEUGE

Die folgenden Spezialwerkzeuge sind für korrekte und vollständige Einstell- und Montagearbeiten uner- lässlich. Durch die Verwendung dieser Werkzeuge können Beschädigungen vermieden werden, die beim Gebrauch ungeeigneter Hilfsmittel oder durch Improvisation entstehen können. Die Form und Teilenummer eines Spezialwerkzeugs kann von Land zu Land variieren. Bei der Bestellung von Spezialwerkzeugen sollte zur Vermeidung von Irrtümern auf die folgende Liste Be- zug genommen werden.

Werkzeug-Nr.

Werkzeug/Anwendung

Abbildung

 

Schwungrad-Abzieher

  Schwungrad-Abzieher

90890-01080

Zum Ausbau des Lichtmaschinenrotors.

 

Rotorhalter

  Rotorhalter

90890-01235

Zum Gegenhalten des Lichtmaschinenrotors bei Aus- und Einbau der Schraube des Licht- maschinen- bzw. Impulsgeberrotors.

 

Antriebsketten-Trennwerkzeug

  Antriebsketten-Trennwerkzeug

90890-01286

Zum Ausbau der Antriebskette.

 

Kolbenbolzenabzieher

  Kolbenbolzenabzieher

90890-01304

Zum Ausbau der Kolbenbolzen.

 

Kraftstoffstand-Messrohr

  Kraftstoffstand-Messrohr

90890-01312

Zur Messung des Kraftstoffstandes in der Schwimmerkammer.

Kühler-

Kühler-Abdrückgerät

Kühler- Kühler-Abdrückgerät

Abdrückgerät

Kühler-Abdrückgerätadapter

90890-01325

Adapter

90890-01352

Zur Überprüfung des Kühlsystems.

 

Hakenschlüssel für Lenkkopfmutter

  Hakenschlüssel für Lenkkopfmutter

90890-01403

Zum Lösen und Festziehen der Lenkkopf- Ringmuttern.

 

Dämpferrohrhalter

  Dämpferrohrhalter

90890-01423

Zum Gegenhalten des Dämpferrohrs beim Lösen und Festziehen der Dämpferrohr- schraube.

1-26

SPEZIALWERKZEUGE

GEN

GEN

INFO

Werkzeug-Nr.

Werkzeug/Anwendung

Abbildung

 

Ölfilterschlüssel

 

90890-01426

Zum Lösen und Festziehen des Ölfilters.

90890-01426 Zum Lösen und Festziehen des Ölfilters.
 

Einstellstangenhalter

 

90890-01434

Zum Gegenhalten der Dämpferrohr-Einstell- stange.

90890-01434 Zum Gegenhalten der Dämpferrohr-Einstell- stange.

Dämpferrohr-

Dämpferrohr-Auszieher

 

Auszieher

Dämpferrohr-Auszieherhülse

Auszieher Dämpferrohr-Auszieherhülse

90890-01437

Dämpferrohr-

 

Auszieherhülse

Zum Hochziehen des Teleskopgabel- Dämpferrohrs.

90890-01436

 

Gabelfeder-Einspannwerkzeug

  Gabelfeder-Einspannwerkzeug

90890-01441

Für Zerlegung und Zusammenbau der Gabel- holme.

 

Gabeldichtring-Treiber

  Gabeldichtring-Treiber

90890-01442

Zum Einbau des Gabeldichtrings und Staub- schutzrings.

 

Synchronisierungsmesswerkzeug

  Synchronisierungsmesswerkzeug

90890-03094

Zum Synchronisieren der Drosselkleppen.

Kompressions-

Kompressionsdruckprüfer

Kompressions- Kompressionsdruckprüfer

druckprüfer

Kompressionsdruckprüfer-Adapter

90890-03081

Adapter

90890-04136

Zur Messung der Zylinderkompression.

 

Stroboskoplampe

  Stroboskoplampe

90890-03141

Zur Überprüfung des Zündzeitpunkts.

Ventilfederspanner

Ventilfederspanner

Ventilfederspanner Ventilfederspanner

90890-04019

Ventilfederspanner-Adapter

Adapter

90890-04108

90890-04114

Zum Aus- und Einbau der Ventile.

1-27

SPEZIALWERKZEUGE

GEN

GEN

INFO

Werkzeug-Nr.

Werkzeug/Anwendung

Abbildung

Lager-Einbauwerk-

Lager-Einbauwerkzeug für mittlere Abtriebswelle Dichtring-Treibhülse

Lager-Einbauwerk- Lager-Einbauwerkzeug für mittlere Abtriebswelle Dichtring-Treibhülse

zeug für mittlere Ab- triebswelle

90890-04058

Dichtring-Treibhülse

 

90890-04078

Zum Einbau des Wasserpumpen-Dichtrings.

 

Kupplungshalter

  Kupplungshalter

90890-04086

Zum Gegenhalten der Kupplungsnabe beim Lösen oder Anziehen der Kupplungsnabenmutter.

 

Ventilführungs-Austreiber

  Ventilführungs-Austreiber

90890-04111

90890-04116

Zum Aus- und Einbau der Ventilführungen.

 

Ventilführungs-Einbauhülse

  Ventilführungs-Einbauhülse

90890-04112

90890-04117

Zum Einbau der Ventilführungen.

 

Ventilführungs-Reibahle

  Ventilführungs-Reibahle

90890-04113

90890-04118

Zum Aufreiben neuer Ventilführungen.

 

Zündungsprüfgerät

  Zündungsprüfgerät

90890-06754

Zur Überprüfung der Zündanlage.

 

Yamaha Bond No.1215

 

90890-85505

Dichtmittel für Passflächen (z.B. des Kurbelgehäuses).

90890-85505 Dichtmittel für Passflächen (z.B. des Kurbelgehäuses).
 

Digitaler Schaltkreisprüfer

  Digitaler Schaltkreisprüfer

90890-03174

Zur Überprüfung der elektrischen Anlage.

Schlüssel für

Schlüssel für Schwingenachse Schlüssel für Schwingenachse, Adapter

Schlüssel für Schlüssel für Schwingenachse Schlüssel für Schwingenachse, Adapter

Schwingenachse

90890-01471 Schlüssel

für Schwingenachse,

 

Adapter

90890-01476

Zum Lösen und Festziehen der Distanzhülse.

1-28

SPEZIALWERKZEUGE

GEN

GEN

INFO

Werkzeug-Nr.

Werkzeug/Anwendung

Abbildung

 

Taschen-Multimeter

  Taschen-Multimeter

90890-03132

Zur Überprüfung der Motoröltemperatur.

 

Abgasadapter

  Abgasadapter

90890-03134

Zur Überprüfung des CO-Gehalts.

 

Unterdruckmessgerät

  Unterdruckmessgerät

90890-06756

Zum Messen des Unterdrucks.

 

Drehzahlmesser

  Drehzahlmesser

90793-80009

Zur Messen der Motordrehzahl.

 

Ventilläpper

 

90890-04101

Zum Ein- und Ausbau der Tassenstößel.

90890-04101 Zum Ein- und Ausbau der Tassenstößel.
 

Kolbenringspanner

  Kolbenringspanner

90890-05158

Zum Zusammenpressen der Kolbenringe beim Einbau des Kolbens.

 

Kraftstoffdruckadapter

  Kraftstoffdruckadapter

90890-03176

Zum Messen des Kraftstoffdrucks.

 

Ölmanometer

  Ölmanometer

90890-03153

Zum Messen des Kraftstoffdrucks.

 

Spezial-Winkelschraubendreher

  Spezial-Winkelschraubendreher

90890-03158

Zum Drehen der Leerlaufgemisch- Regulierschraube bei der Drosselklappensynchronisation.

1-29

KAPITEL 2. TECHNISCHE DATEN

SPEC

SPEC

ALLGEMEINE TECHNISCHE DATEN

 

2-1

MOTORDATEN

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2-2

FAHRWERKSDATEN

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2-11

DATEN DER ELEKTRISCHEN ANLAGE

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2-15

UMRECHNUNGSTABELLE

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2-17

ANZUGSMOMENTE

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. ALLGEMEINE ANZUGSMOMENTE TECHNISCHE DATEN

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2-17

2-17

MOTOR–ANZUGSMOMENTE

 

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2-18

FAHRWERK–ANZUGSMOMENTE

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2-21

SCHMIERSTELLEN UND

SCHMIERMITTEL

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