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GRÜZ GRÜNE ZEITUNG FÜR KÖLN
GRÜZ
GRÜNE ZEITUNG FÜR KÖLN
GRÜZ GRÜNE ZEITUNG FÜR KÖLN ZWEIMAL GRÜN Am 30. August ist Wahltag in Köln. Bei der

ZWEIMAL GRÜN

Am 30. August ist Wahltag in Köln. Bei der Kommunalwahl ha- ben Sie drei Stimmen, mit denen Sie darauf Einfluss nehmen kön- nen, wie es in Köln weitergeht:

Eine Stimme für den Stadtrat, eine Stimme für die Bezirksver- tretung des Stadtbezirks, in dem sie wohnen und eine Stimme für den Oberbürgermeister. Für mehr GRÜNE in den Rat, für mehr GRÜNE in den Bezirksver- tretungen = 2x GRÜN für soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Die Grünen werden angeführt vom Spitzentrio Barbara Moritz, Jörg Frank und Angela Spizig.

Barbara Moritz , Jörg Frank und Angela Spizig . EINMAL ROTERS Am 30. August wird der

EINMAL ROTERS

Am 30. August wird der neue Oberbürgermeister für Köln gewählt. Die GRÜNEN unter- stützen zusammen mit der SPD Jürgen Roters, der bereits als Po- lizei- und Regierungspräsident in Köln bewiesen hat, dass er ein reformfreudiger Verwaltungs- profi mit sozialer und ökologi- scher Verantwortung ist. Es gibt nur einen Wahlgang! Sie haben nur eine Wahlchance! Denn die CDU/FDP-Landesre- gierung hat die Stichwahl abge- schafft. Gehen Sie wählen! 2x GRÜN & 1x ROTERS

Kölns Zukunft ist GRÜN

Am 30. August wählen die Bür- gerinnen und Bürger Kölns den Stadtrat, neun Bezirksvertretun- gen und den Oberbürgermeis- ter (OB). Für Köln ist es ist eine Schicksalswahl. Skandale und Peinlichkeiten haben sich in jüngster Zeit gehäuft. Kölns Ruf hat gelitten. Die Wahlen entscheiden über Kölns weiteren Weg. Daher ist eine hohe Wahlbeteiligung so wichtig. Jede Stimme zählt. Ohne Stichwahl entscheidet ein Wahlgang, wer Kölns OB wird. Die relativ meisten Stimmen rei- chen bereits zum Sieg – nicht die absolute Mehrheit. Deshalb ver- zichten die GRÜNEN auf eine ei- gene Kandidatur. Sie haben sich stattdessen mit der Kölner SPD auf einen gemeinsamen Kandi-

daten geeinigt: Jürgen Roters. Köln braucht endlich einen ver- lässlich handelnden, führungs- starken und entscheidungsfreu- digen Oberbürgermeister. Die Zeit des Aussitzens und Lavie- rens muss beendet werden. Köln braucht aber auch einen OB, der sozial-ökologische Veränderun- gen umsetzt und dafür von den GRÜNEN den nötigen Schub er- hält. Dafür sind stabile Verhältnis- se im Rat notwendig. Das seit 2006 agierende „rot-grüne Kernbündnis“ hat eben keine Mehrheit im Rat, sondern muss täglich mühsam um Mehrheiten und Kompromisse ringen. Köln braucht mehr GRÜN pur – nicht nur um Geldvergeudung, Stadt- zerstörung, Filz und Korruption

zu bekämpfen, sondern auch um für Köln eine nachhaltige, Ressourcen schonende, sozia- le, interkulturelle und attraktive Entwicklung zu eröffnen. Dafür brauchen wir mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung.

Der Erfolg des rot-grünen OB Ro- ters hängt maßgeblich davon ab, ob eine verlässliche Ratsmehrheit mit ihm kooperiert. Dies ist nur realistisch, wenn die GRÜNEN im Stadtrat deutlich stärker werden. Das Europawahl-Ergebnis und jüngste Umfragen zeigen: Das ist machbar! „Köln kann’s“, „Köln kann mehr“, „Köln kann’s besser“, Al- les Papperlapapp! Köln hat nur eine bessere Zukunft mit starken GRÜNEN!

Grüne Straßenparty

Musikanten, Artisten und Kandidaten Fr. 28.08. ab 16 Uhr

Hohenzollernring Ecke Maastrichter Str.

EleganCi Balkanzigeuner-Rock Nastja & die Orloves Folk-Chanson-Pop Moritz, Frank, Spizig Grünes Spitzentrio Jürgen Roters rot-grüner OB-Kandidat

Stelzenartisten, Kinderzirkus, kölsche Hütchenspieler und Überraschungsgäste

Sayın Köln’ lü Hemşerilerim,

Liebe Kölnerinnen und Kölner,

Yeşiller sayesinde Köln’de iyi bir göçmenler politikası yapılıyor.

Örneğin, çok pahalı ve kötü yurt- larda yaşayan mültecilerin, nor- mal evlere dağıtılmasını sağlayan „insancıl mülteciler“ politikasını düşünüyorum. Bu sayede hem komşularla ilişkilerde bir rahatla- ma yaşandı, hem de şehir gereksiz masraftan kurtuldu. Bu Almanya çapında örnek alınan yerleşim kon - septi, YEŞİLLER olmasaydı, 2004 yılında yürürlüğe giremezdi. Uzun yıllardır, kısa süreli oturumla yaşamak zorunda kalan mültecile- rin, oturum haklarının elde edilme- si ve yabancılar dairesinin kararla- rının daha insancıl olmasında da, YEŞİLLER çok yoğun çalışmalar yaptılar. Biz YEŞİLLER olarak, katılımı ciddiye alıyoruz. Şu anda Köln’de Avrupa Topluluğu dışından gelen 120.000 seçme ve seçilme hakkı olmayan vatandaş yaşamaktadır. Biz YEŞİLLER, sürekli burada ikamet eden herkese yerel seçim- lere katılma hakkını savunuyoruz. Bu seçme ve seçilme hakkı bilhas - sa Köln için çok önemlidir. Köln YEŞİLLERİ, merkezi Cami inşaatını başından itibaren takip etmektedir. Bizce güzel bir çözüm bulunduğunu düşünüyoruz. Uzun yıllar Köln’de yerleşik olan ve li - beral bir kuruluş, kendi arsasında, şehir mimarisine uyan büyük bir yarışma neticesinde birinci gelen, sosyal faaliyet yerleri de olan mer- kezi bir cami inşaa etmektedir. Bu projenin mimarı Köln’de yaşayan, tanınmış bir kilise mimarıdır. Bu caminin şehir mimarisine pozitif

katkısı olacaktır. Gerek sosyal ve kültürel etkinliklerden yararla- nanlar, gerekse müslüman olan ve olmayanlar için Köln’e layık bir cami oluşmaktadır. Göç, katılımı ve şans eşitliğini sağlayabilmek için ihtiyaca uygun hizmet gerektirmektedir. Göç, aynı zamanda kültürel farklılıkların kul - lanılması halinde, şehir yaşamına yaratıcı katkılar sağ - layan, büyük potansi- yele sahiptir. Köln için, karma- şık olan bu kentsel yaşamın olanakları konusunda, büyük bir fikir birliği mev- cuttur. Bu örneğin Ehrenfeld’deki „Kül- türler Sahnesi“ ve planlanan „Dünya Sanat Akademisi“ nin kültürel faaliyetlerin- de kendini bariz bir şekilde göstermekte- dir. Böylesi kaliteli projelere YEŞİL - LER destek vermekte, sürekliğini sağlamakta ve geliştirmektedir. Köln’deki göçmenler politikası YEŞİLLERİN imzasını taşımakta- dır. Farklılıkların kabulü, burada yaşa- nan bir realite ve Köln’ü Köln ya - pan bir faktördür.

Sayın Köln’lü Hemşerilerim, 30 Ağustos’da modern göçmenler po - litikası için YEŞİLLERİ seçin!

göçmenler po - litikası için YEŞİLLERİ seçin! Dank Grün wird in Köln gute Migrationspolitik gemacht. Ich

Dank Grün wird in Köln gute Migrationspolitik gemacht.

Ich denke dabei zum Beispiel an die Kölner „Humanitäre Flücht-

lingspolitik“, die viele Flüchtlinge aus unwürdigen und teuren Hei- men in normale Wohnungen ver- mittelt. Das entlastet die Nach- barschaft und spart der Stadt eine Menge Geld. Ohne die Kölner GRÜNEN wäre das

Unterbringungs-

Konzept in 2004 niemals beschlossen worden. Es wurde bereits ausgezeich- net und findet bun- desweit große Be- achtung. An einem Bleiberecht für die langjährig ge- duldeten Flüchtlinge in Köln und huma- nen Entscheidungen der Ausländerbehörde arbeiten die Kölner GRÜNEN intensiv. Wir GRÜNE meinen Partizipation ernst. In Köln leben ca. 120.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger ohne Wahlrecht, weil sie einem Nicht-EU-Staat angehören. Un- sere GRÜNE Forderung nach ei- nem Kommunalen Wahlrecht für alle, die dauerhaft in einer Stadt leben, hat für Köln daher eine be- sondere Bedeutung. Die Kölner GRÜNEN begleiten den Prozess um den Moscheebau von Anfang an. Herausgekommen ist eine sehr gute Lösung: Nach einem städ- tebaulichen Wettbewerb baut ein

Lösung: Nach einem städ- tebaulichen Wettbewerb baut ein seit Jahrzehnten ansässiger und als liberal bekannter

seit Jahrzehnten ansässiger und als liberal bekannter Träger auf seinem Grundstück ein Gemein- dezentrum mit repräsentativer Moschee. Architekt ist ein re- nommierter Kölner mit Erfahrung beim Kirchenbau. Das Stadtbild wird deutlich aufgewertet, Mus- lime und Nicht-Muslime finden in der Moschee künftig einen an- gemessen würdigen Rahmen vor, genau wie die Menschen, die kulturelle und soziale Angebote des Zentrums annehmen wollen. Migration erfordert bedarfsge- rechte Angebote, damit Teilhabe und Chancengleichheit gewähr- leistet sind. Migration birgt auch eine große Chance, die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe zu nut- zen für ein interessantes und in- novatives Stadtleben. In Köln gibt es ein Selbstverständ- nis, das auf die Fähigkeiten dieser komplexen Stadtgesellschaft baut. Dies wird besonders deutlich in kulturellen Angeboten wie der Bühne der Kulturen in Ehrenfeld und in der Planung zur Akademie der Künste der Welt. Derartig hochwertige Konzepte unterstützen wir GRÜNEN, wir sichern sie und bringen sie voran. Köln trägt in der Migrationspolitik eine GRÜNE Handschrift: Diversi- ty wird hier gelebt und ist ein be- deutender Standortfaktor. Liebe Kölnerinnen und Kölner, wählen Sie am 30. August GRÜN für eine moderne Migrationspoli- tik!

Kölner, wählen Sie am 30. August GRÜN für eine moderne Migrationspoli- tik! www.gruenekoeln.de Kommunalwahl 2009 1
WAS SIE SCHON IMMER WISSEN WOLLTEN Grüne Positionen zu aktuellen Themen setzen und scharfe Kritik

WAS SIE SCHON IMMER WISSEN WOLLTEN

Grüne Positionen zu aktuellen Themen

setzen und scharfe Kritik bei den GRÜNEN hervorgerufen. 364

ze läuft die Nutzung durch den „MusicalDome“ auf dem Bres-

Mio. Euro sind weder akzeptabel noch in irgendeiner Weise finan- zierbar. Die GRÜNEN erwarten die Einhaltung des vom Rat be- schlossenen Investitionsdeckels von 230 Mio. Euro durch eine entsprechende Modifikation der

lauer Platz ab. Für dieses „Filet- stück“ ist eine städtebaulich und wirtschaftlich optimale Nutzung notwendig. Deutzer Hafen: Der wasserseiti- ge Umschlag ist auf 4,5 % des gesamten Umschlags aller Köl-

Planung. Zur Sanierung der Ri-

ner

Häfen gesunken. Nur 59 %

phan-Oper gibt es aus denkmal-

der

Fläche werden haffenaffin

schützerischen, zeitlichen und

genutzt. Der Hafen hat keine

U-Bahn-Desaster: Die GRÜNEN haben den nun in Bau befindli- chen Verlauf der Nord-Süd-U- Bahn von Anfang an abgelehnt. Sie wollten eine größtenteils oberirdische Lösung. Dies lehn- te die Ratsmehrheit ab. 1992 beschlossen SPD, CDU, FDP und die rechtsextreme REP (pro- Köln-Vorgänger) die U-Bahnpla- nung. U-Bahn-Alternative: 1996 be- schlossen SPD und CDU gegen GRÜNE die jetzige unterirdische Linienführung in der Severinstra- ße. Bis zum Einsturz des Histori- schen Archivs verschlang der Bau knapp 1 Mrd. Euro. Die GRÜNEN favorisierten eine oberirdische Variante: Unterirdisch bis zum Rheinufer und ab Malakoffturm oberirdisch entlang der Rheinu- ferstraße bis Ubierring, dann wie bisher. Oberirdische Fortführung der Stadtbahn ab Clodwigplatz über Bonner Straße bis Bon-

ner Verteiler. Vorteile: Anbin- dung des Rheinauhafens, keine Kreuzung der Rheinuferstraße, kein Kahlschlag der Lindenallee, 60 % geringere Kosten. Historisches Archiv: Die ver- schütteten Archivalien sollen so- weit wie möglich geborgen und restauriert werden. Dies schließt auch Archivgut im Grundwasser- trichter ein. Bergung und Restau- rierung ist eine kulturelle Aufga- be von europäischer Bedeutung. Daher sollen auch Landes-, Bun- des- und EU-Mittel zur Finanzie- rung eingeworben werden. Archäologische Zone / Museum der jüdischen Kultur: Die GRÜ- NEN haben dieses Vorhaben als Projekt der „Regionale 2010“ von Beginn an vorangetrieben. Kein anderer Ort nördlich der Al- pen hat eine längere jüdische Ge- schichte im Herzen seiner Stadt. Der „Rathhausplatz“, der dann bebaut würde, ist eine Hinterlas-

senschaft des II. Weltkriegs. Da- vor war das Areal bereits bebaut. Auch wenn nur die Archäolo- gische Zone realisiert würde, müssen auf der Fläche zwingend Schutzbauten errichtet werden. Auch nach dem Rückzug des

Schutzbauten errichtet werden. Auch nach dem Rückzug des Fördervereins soll das Museum der jüdischen Kultur als

Fördervereins soll das Museum der jüdischen Kultur als Bestand- teil des Gesamtprojekts errichtet werden. Opernquartier: Die Kostenex- plosion um 60 % für die Gene- ralsanierung der Oper und dem Neubau des Schauspiels hat Ent-

finanzpolitischen Gründen keine realistische Alternative. Musicalstandort: Das Messe- City-Deutz-Gelände, dessen EU- weite Ausschreibung der Rat be- schlossen hat, ist dafür optimal. In Kalk möchte ein Investor be- reits ein Musical bauen. In Kür-

möchte ein Investor be- reits ein Musical bauen. In Kür- Zukunft. Die schrittweise Um- wandlung zu

Zukunft. Die schrittweise Um- wandlung zu einem mischge- nutzten Stadtquartier mit Woh- nen, Dienstleistungen, nicht störendem Gewerbe, Kultur und Freizeitnutzungen hat aus grüner Sicht Perspektive.

Niehler Gürtel: Seit Jahren plant die Verwaltung den Ausbau des Niehler Gürtels. CDU, SPD und FDP wollten den Ausbau. Die GRÜNEN lehnen dies ab. Jede weitere Planung soll endgültig eingestellt werden. Nachtfluglärm: Nächtlicher Flug- lärm ist gesundheitsschädigend.

MD 11 und A 300 A4 sind keine

lärmarmen Flugzeuge. Die Grü-

nen wollen daher grundsätzlich

ein Nachtflugverbot am Flugha-

fen Köln/Bonn. Die CDU/FDP-

Landesregierung hat allerdings 2008 die Nachtflugregelung bis 2030 verlängert. Die Grünen for-

dern daher in der Nacht die Ein- haltung von Lärmobergrenzen, die z. B. die Boeing 767 mit 76 dB (A) heute schon einhält. Über Nachtflugregelungen entschei-

den aber nicht der Rat sondern

Landesregierung und Landtag. Flughafen Köln/Bonn: Bund und Land sollen ihre Geschäftsantei-

le nicht an Privatinvestoren ver- äußern, sondern der Flughafen

soll mehrheitlich in kommunale

Hand. Nur so kann Einfluss auf Infrastruktur und Geschäftspoli- tik ausgeübt werden. Kauft z. B. Hochtief (Flughafen Düsseldorf) oder Fraport (Flughafen Frank- furt) würde Köln/Bonn zum Sa- tellitenflughafen.

Frank- furt) würde Köln/Bonn zum Sa- tellitenflughafen. Ausbau stoppen Seit über 20 Jahren kämpfen viele

Ausbau stoppen

Seit über 20 Jahren kämpfen viele BürgerInnen gegen den wirt- schaftlich und ökologisch unsinnigen Godorfer Hafenausbau. Er zer- stört das Naturschutzgebiet Sürther Aue, kostet weit über 60 Mio Euro und rechnet sich nicht einmal. Vielmehr wären im Hafen Niehl ausreichend Reserven zum Containerumschlag vorhanden. Die städ-

tische Hafengesellschaft HGK hält an einem 20 Jahre alten, längst überholten Hafengesamtkonzept fest. Der HGK-Vorstand ist ideo- logisch zu verbohrt, um moderne regional orientierte Hafenlogistik zu betreiben. Er muss weg. Die GRÜNEN wollen den Ausbau stop- pen und ein neues Hafenlogistikkonzept für die Region. Noch ist das möglich. Aber dafür braucht es starke GRÜNE im neuen Rat.

KÖLSCHE HÜTCHENSPIELER

Transparenz statt Klüngel

Die Beraterverträge von Bürger- meister Müller (CDU) und dem früheren CDU-Fraktionschef Rolf Bietmann haben die Öffent- lichkeit weit über Köln hinaus empört. Völlig zu Recht. Aber sie sind nur die Spitze des Eisbergs. Seit den frühen 90er Jahren hat ein Netzwerk einflussreicher Ak- teure und Manager aus Stadtrat, städtischen Gesellschaften, Spar- kassen Großprojekte geplant und durchgezogen, die priva- ten Profiteuren satte Gewinne auf Kosten der Stadt und damit der SteuerzahlerInnen brachten. KölnArena, Stadthaus Deutz, Coloneum in Ossendorf und der Neubau der Messehallen sind die Megaprojekte, an denen ein nahezu mafiöses Netzwerk zu Lasten der Stadt, städtischer Beteiligungen und der Sparkas- se risikofrei enorme Gewinne einstrich. Hauptprofiteur ist der Esch-Oppenheim-Fonds. Wer hat diese Projekte einge-

fädelt? Dabei trifft man immer auf dieselben Akteure: Gustav Adolf Schröder (SPD), langjähri- ger Sparkassen-Chef, Lothar Ru- schmeier (SPD), erst Oberstadt- direktor, dann Geschäftsführer bei Esch-Oppenheim, Rolf Biet- mann, von 1998 bis 2003 CDU- Fraktionschef, lange Zeit Verwal- tungsratschef der Sparkasse und Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinenergie. Dieses Netzwerk konnte sich jahrelang auf eine letztlich sichere Ratsmehrheit stützen: Die stille Koalition aus SPD und CDU. 1997 ebneten SPD und CDU den Weg für den Bau eines völlig überdimensionierten Stu- diokomplex „Coloneum“. Ei- gentümer der Immobilie ist der Esch-Oppenheim-Fonds. Betrei- ber die MMC. War zu Anfang die Sparkasse nur Anteilseigner, ist sie inzwischen Alleineigentü- mer. MMC schrieb nie schwarze Zahlen, dafür kassiert der Esch-

Oppenheim Fonds bis heute hohe Mieten. Auch beim Stadthaus Deutz, das zusammen mit der KölnArena erbaut wurde, ist der Fonds Ver- mieter. Die Stadt ist braver und zuverlässiger Mieter. Natürlich wurden damals keine Alternati- ven geprüft, ob die Stadt nicht zu günstigeren Konditionen ei- nen Verwaltungskomplex hätte

realisieren können. Das Modell wiederholte sich beim Neubau der Messehallen – nur in wesentlich größerer Di- mension. Der berüchtigte Fonds errichtete die Hallen und kas- siert über 30 Jahre eine horrende Miete von der städtischen Mes- segesellschaft, die längst zu einer erdrückenden und brisanten Last für die Kölnmesse geworden ist.

und brisanten Last für die Kölnmesse geworden ist. Gustav: „Ich zeig Euch jetzt mal, wie man

Gustav: „Ich zeig Euch jetzt mal, wie man kölsche Wirtschaftsförde- rung macht.“ Graf Mattes: „Dann lass mal Kohle rüber wachsen!“ Rolf: „Ich berate Euch gern dabei.“ (Cartoon: Sabine Voigt)

Sparkassenchef Schröder übte

massiv auf die Stadtspitze Druck aus, damit der Deal zustande kam. Der drohende Weggang von RTL, dem damals größten Gewerbesteuerzahler Kölns, war ein erhebliches Druckmittel ge- genüber dem Stadtrat. Eklatan- te Versäumnisse der Stadtspitze

und Intrigen mächtiger Akteure,

die dem Fonds auf Biegen und Brechen ein großes Geschäft be- scheren wollten, führten in diese Zwangslage. Köln muss endlich sein Image

der Filz- und Klüngelmetropo-

le abstreifen. Es schädigt Köln auch wirtschaftlich, da es aus- wärtige Investoren abschreckt. Es gibt keinen perfektes Rezept gegen Filz, Vorteilsnahme und Korruption. Trotzdem gibt es probate Kontrollinstrumente. Kernvoraussetzung ist jedoch die Transparenz von Verfahren und Entscheidungsabläufe sowie die Durchsetzung von Wettbewerb. Kölns Politik braucht mehr In- tegrität, mehr Glaubwürdigkeit, mehr Transparenz und mehr Bür- gerbeteiligung. Dafür kämpfen die GRÜNEN.

Schlechte Zeiten Auch die Städte sind nun Opfer der Finanz- und Wirtschafts- krise. Durch sinkende

Schlechte Zeiten

Auch die Städte sind nun Opfer der Finanz- und Wirtschafts- krise. Durch sinkende Steuer- einnahmen und beschlossene

Steuererleichterungen der CDU/ SPD-Bundesregierung verlieren die Kommunen bundesweit 2,15 Mrd. Euro. In Köln sinken die Steuereinnahmen dramatisch. Der 3,2 Mrd. Euro große Stadt- haushalt wird zu über 56% aus Steuereineinnahmen finanziert. Die Gewerbesteuer ist mit über 1 Mrd. Euro die wichtigste. In

2009 drohen 123 und in 2010

über 226 Mio. Euro Einnahme-

verluste. 2009 fehlen 225 und in

2010 über 350 Mio. Euro zur Fi-

nanzierung städtischer Aufgaben und Leistungen. Folge der Krise sind sprunghaft steigende Firmeninsolvenzen, Kurzarbeit und Arbeitsplatzver- luste vor allem in der Industrie. Selbst wenn sich erste Anzei- chen auf leichtes Wirtschafts- wachstum verstetigen sollten, ist dies zu wenig um einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhin- dern. In Köln sind über 55.000 Menschen (11,1%) arbeitslos – Tendenz steigend. Die dafür verantwortlichen Finanzjongleu- re der Banken und Investment- fonds machen sich mit satten Boni aus dem Staub. Städte wie Köln stehen nun einschneidende Sparprogramme bevor. Grüne Fi- nanzpolitik steht für umsichtiges Gegensteuern, die Prioritäten setzt, aber nicht per Rasenmäher die Strukturen der Stadt zerstört.

Gute Zeiten

Köln ist die erste Adresse für Kultur- und Kreativwirtschaft. Köln tritt dafür in diesen Tagen den Beweis an. Die c/o pop prä- sentierte sich erfolgreich an in- teressanten Orten mitten in der Stadt und verbreitete zu Recht Aufbruchstimmung. Wer trauert da noch der „Popkomm“ nach. Sie war schon tot als sie von Köln nach Berlin ging. Die „Gamescom“ läuft nun da, wo die wichtigsten Kreativen für Computerspiele auch arbeiten – in Köln. Danach startet das inter- national renommierte TV-Festi- val, die „Cologne Conference“, und das „Comedy-Festival“. Köln ist nicht nur die Hauptstadt der Popkultur, in Köln werden immer noch die meisten TV-For- mate produziert. Köln braucht

noch die meisten TV-For- mate produziert. Köln braucht mehr kreative Räume, damit die Kreativbranchen weiter wach-

mehr kreative Räume, damit die Kreativbranchen weiter wach- sen können. Sie entfalten sich in städtischen Milieus mit urbanen und ökologischen Qualitäten – besonders auf Industriebrachen, z.B. in Ehrenfeld, in Mülheim und in Nippes auf dem Clouth- Gelände, wo ein neues Stadt- quartier mit Künstlerateliers und Ausstellungshalle entstehen soll. Im alten Ehrenfelder 4711-Ge- bäude ist nun die Musikwirt- schaft „Sounds of Cologne“ zu Hause und das „Designquartier Ehrenfeld“ startet, beides mit „Struktur- und Innovationsför- derung“ von der Stadt und der EU. Grüne Wirtschaftspolitik macht dafür weiter Druck.

GRÜNE ERFOLGE 2004 BIS 2009

Was hat GRÜN bewegt?

das Höhenkonzept für die In- nenstadt Köln vor baulichen Auswüchsen. Die Verdichtung bestehender Wohn- und Gewer- beflächen wurde vorangetrieben, um so den enormen Flächenver- brauch entgegen zu wirken. Kinder- und Jugendpolitik: Die Kita-Plätze für unter 3-Jährige wurden ausgebaut und so die Versorgungsquote auf 23 % ge- steigert. Die Offene Ganztags- schule wurde beschleunigt aus- gebaut. Für ein Drittel der Kinder ist der Besuch der Ganztagsschu- le kostenfrei, für alle Kinder im 3. Kindergartenjahr wurden die Gebühren um 50 % gesenkt. Bereits diese wenigen Beispie- le zeigen, GRÜNE in politischer Verantwortung haben in über drei Jahren viel bewegt – trotz schwieriger Verhältnisse im Rat und trotz einer schwachen und teils chaotisch handelnden Stadt- spitze.

schwachen und teils chaotisch handelnden Stadt- spitze. Seit 2006 bilden GRÜNE und SPD im Kölner Rat

Seit 2006 bilden GRÜNE und SPD im Kölner Rat ein „Kern- bündnis“. Diese politische Ko- operation über gemeinsam ver- einbarte Zielsetzungen für Köln hat keine Mehrheit im Rat, son- dern muss jeweils für ihre Initi- ativen um Mehrheiten werben. SPD und GRÜNE haben zusam- men 43 von 90 Sitzen im Rat. Zahlenmäßig stärkste Fraktion ist die CDU mit 29 Sitzen. Nach der Kommunalwahl 2004 zerbrach die CDU/SPD-Koalition nach nur 11 Monaten. GRÜNE und SPD vereinbarten im übrigen keine Koalition, die in allen politische Fragen zwingend gemeinsam handeln muss, sondern verein- barten wesentliche Vorhaben zu initiieren und für ihre Umsetzung zu sorgen. Ihr Ziel war es, die Stadtpolitik wieder handlungsfä- hig zu machen und ihr eine Ori- entierung zu geben. Der größte sozialpolitische Erfolg ist der KölnPass, der soziale Här- ten abfedert. Der Berechtigten- kreis wurde ausgeweitet, so das 170.000 Menschen ihn nutzen können. Durch 50% Preisermä-

ßigung im öffentlichen Nahver- kehr bleiben so auch Langzeiter- werbslose und Geringverdiener mit ihren Familien mobil. Frei- zeit-, Sport und Kulturangebote städtischer aber auch privater Anbieter gewähren Ermäßigun- gen. Erstklässler erhalten einen Zuschuss für Schulmaterialien. Die Betreuung in Kitas ist bei- tragsfrei. Mittagessen für Kin- der aus einkommensschwachen Haushalten gibt es für 1 Euro. Das Wohnungsbauprogramm für Köln sieht vor, dass auf städ- tischen Flächen 25 % geförder- ter Wohnungsbau geschaffen wird. Zudem wurden Grundstü- cke für studentisches Wohnen bereitgestellt. Mit elf Solarsied- lungen ist Köln die erfolgreichs-

te Kommune beim Programm „50 Solarsiedlungen in NRW“. Die größte autofreie Siedlung in Deutschland wurde realisiert. Auch in anderen Bereichen ha- ben GRÜNE einiges bewegt – auch in der Umwelt- und Klima- politik. Dazu gehört der erhöhte Mitteleinsatz für die Pflanzung und Pflege von Straßenbäumen. Kommunale Neubauten sowie Gebäude, die auf von der Stadt erworbenen Grundstücken er- richtet werden, dürfen nur noch nach Niedrigenergiestandard gebaut werden. Die Stadt Köln bezieht nun Strom, der zu mehr als der Hälfte aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme- Kopplung stammt. In der Stadtentwicklung schützt

Kopplung stammt. In der Stadtentwicklung schützt GRÜNE Kulturpolitik investiert in die Zukunft Kultur ist

GRÜNE Kulturpolitik investiert in die Zukunft

Kultur ist Bildung, Lebenselixier und Wirtschaftsfaktor

Kultur schafft Kreativität und umgekehrt! Für Kölns GRÜNE sind kulturelle Bildung und krea- tive Räume das A und O für ein Klima, das eine lebendige Kultur- stadt braucht. Damit kulturelle Bildung keine Frage von Herkunft und sozi- alem Status bleibt, gehört sie verstärkt in die Stadtteile. In Ko- operationen mit Kulturschaffen- den und Institutionen müssen Angebote dort zu finden sein, wo die Kinder und ihre Famili- en erreicht werden: Vor allem in die Kindergärten und Schulen, in Bürgerzentren und Interkulturel- le Zentren.

Kulturelle Bildung ist aber auch Auftrag der Museen, Freien Theater und städtischen Büh- nen. Die große Bedeutung der kulturellen Bildung in Köln zeigt sich auch bei einem Blick auf die Arbeit des Museumsdienstes der Stadt. Schon für die ganz Kleinen

gibt es altersgerechte Führun- gen, Bastel- und Spielangebote, die einen wunderbaren Zugang zu Kunst und auch zur Kunstge- schichte bieten. Die Kinderoper, Initiativen wie z.B. MuKuTaThe, die Offene Jazzhausschule, die Jugendkunstschule Köln oder die Philharmonie mit ihren Kinder- und Jugendkonzerten und den reichhaltigen Angeboten für Fa- milien tragen dazu bei, dass der Zugang zur Kultur in Köln leicht gemacht wird. Das wollen GRÜ- NE wahren und stärken!

Die GRÜNEN haben erreicht, dass ein Konzept „kulturelle Bil- dung in Köln“ nun erarbeitet und der Aspekt der Interkulturalität besonders berücksichtigt wird. Wir machen uns dafür stark, dass das große Spektrum der Akteure - die Vereine und Initiativen - bei der Entwicklung des Konzeptes einbezogen werden.

Mit dem Ausbau des KölnPas- ses haben wir GRÜNE erreicht, dass mittlerweile über 150.000 Kölnerinnen und Kölner deutlich vergünstigten Eintritt für viele Kulturangebote städtischer aber auch freier Kultureinrichtungen erhalten.

Ein weiterer GRÜNER Meilen- stein ist der „KölnTag der Muse- en“. An jedem ersten Donnerstag ist der Eintritt in die städtischen Museen für alle Kölnerinnen und Kölner frei. Für KölnPass-Inhabe- rInnen, KölnerInnen bis 18 Jahre und SchülerInnen gilt das sogar täglich. Die Rekordzahlen zum 5. KölnTag am 6. August zei- gen, der Weg ist richtig: Dreimal so viele BesucherInnen als sonst gingen in die Museen. Darunter waren Menschen, die sich sonst den Besuch nicht leisten können. Das ist ein großer Erfolg! GRÜN für Investitionen in die Menschen - und zwar von klein

KölnTag *

ist FreiTag am Donnerstag

* jeden 1. Donnerstag im Monat freier Eintritt für Kölnerinnen und Kölner in die Sammlungen der städtischen Museen* bis 22 Uhr

ab 2. April 2009
ab 2. April 2009

* WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDAT I O N CO R B O U D • M U S EU M LU DW I G • R Ö M I S C H - G E R M A N I S C H E S M U S EU M

PRAETORIUM • MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST • MUSEUM FÜR OSTASIATISCHE KUNST • RAUTENSTRAUCH-JOEST-MUSEUM MUSEUM SCHNÜTGEN • KÖLNISCHES STADTMUSEUM • NS-DOKUMENTATIONSZENTRUM

Infos im Internet www.museenkoeln.de und in den Museen der Stadt Köln

www.museenkoeln.de und in den Museen der Stadt Köln an! GRÜN für eine Kulturpolitik, die in gute

an! GRÜN für eine Kulturpolitik, die in gute Rahmenbedingungen für KünstlerInnen und Kultur- schaffende investiert! GRÜNE für eine starke und krea- tive Kulturstadt Köln!

GRÜNE für eine starke und krea- tive Kulturstadt Köln! Grünfläche gesichert Die Pferderennbahn in Weidenpesch

Grünfläche gesichert

Die Pferderennbahn in Weidenpesch ist nun als Grünfläche dauer- haft gesichert. Das ist ein großer Erfolg grüner Politik. Der jahrelan- ge Streit darüber, die „grüne Lunge“ entlang der Niehler Straße zu bebauen, wurde mit dem Erwerb der 55 ha großen Parklandschaft nebst Gebäuden durch die Stadt Köln endgültig beendet. Es ist der

größte städtische Ankauf einer Grünfläche nach dem 2. Weltkrieg. Durch diese rot-grüne Initiative wurde der Kölner Rennverein in die Lage versetzt, sich mit dem Verkaufserlös zu entschulden und die Anlage zu sanieren. CDU und FDP hatten jahrelang die Teilbebau- ung durchsetzen und den ökologisch zerstörerischen Eingriff in Kauf nehmen wollen.

Kurth ein Müll- mann für Köln? CDU-Oberbürgermeister-Kandi- dat Peter Kurth fordert, dass an- stelle von

Kurth ein Müll- mann für Köln?

CDU-Oberbürgermeister-Kandi-

dat Peter Kurth fordert, dass an- stelle von Ratsmitgliedern exter- ne Fachleute in die Aufsichtsräte der städtischen Unternehmen sollen. Wer könnte das sein? Offensichtlich kommen dafür nur Vertreter aus privaten Kon- kurrenzbetrieben in Frage. Neh- men wir die städtischen Abfall- wirtschaftsbetriebe (AWB). Hier kennt sich Herr Kurth aus. Er war bisher im Vorstand des privaten Entsorgers ALBA in Berlin. ALBA spielt in Berlin ungefähr die Rolle, die Trienekens früher in Köln ge- spielt hat. Nach den verschiede- nen Bestechungsskandalen ist es zum Glück gelungen, die Beteili- gung der Fa. Trienekens an der Kölner AWB wieder rückgängig zu machen. Trienekens wurde dann von Remondis geschluckt.

Remondis leert heute noch die Gelben Tonnen im Auftrag des „Dualen Systems Deutschland“ (DSD). Bei der jüngsten Aus- schreibung für die nächsten Jahre hat sich erstmals auch die AWB beworben und auf Anhieb den Auftrag gewonnen, obwohl AWB höhere Löhne zahlt. Hätte der Aufsichtsrat dieser Bewer- bung auch zugestimmt, wenn im Aufsichtsrat „unabhängige Fachleute“, z.B. von Remondis, gesessen hätten? Wohl kaum.

Aber für die Kölner Bürger ist es von Vorteil, wenn alle Tonnen

Die Hälfte der Macht

Grüne und Frauenpolitik, das gehört schon immer zusammen. Dies ist auch einer der Gründe, warum die Kölner GRÜNE-Po- litikerinnen so entsetzt über die bisherigen „Anstrengungen“ der Stadt sind, die bestehenden Benachteiligungen von Frauen zu überwinden. Frauenpolitik wurde bisher von der Stadtspit- ze und ihren Führungskräften meist stiefmütterlich und orien- tierungslos behandelt. Frauen tragen immer noch mehr gesellschaftliche Verantwortung als Männer. Sie prägen unser Gemein- und Sozialwesen und schultern den Alltag vieler Fami- lien. All ihre Leistungen spiegeln sich in der Verteilung der Macht nicht wieder. Immer noch sind die Löhne bei gleicher Arbeit um durchschnittlich 22 % geringer als bei Männern. Immer noch befinden sich wesentlich mehr Frauen in prekären Arbeitsver- hältnissen, im Niedriglohnbe- reich oder in Teilzeit, was eine eigenständige Existenzsicherung und eine Vorsorge für das Alter kaum möglich macht. Die Kölner Grünen fordern deshalb mehr Geschlechtergerechtigkeit. Der von der Stadtverwaltung verfasste Frauenförderplan muss endlich umgesetzt werden! Die Zusammenarbeit mit Unterneh- men, die eine vorbildliche Frau- enförderung praktizieren, muss verstärkt werden, und die Stadt selbst muss endlich ihrer Rolle als Vorbild gerecht werden! GRÜNE-Politikerinnen wehren sich gegen die Symbolpolitik und wollen, dass das Verwaltung und Rat endlich den Reden Taten folgen lässt. Köln muss seine rückwärtsge- wandte Frauenpolitik beenden

von der AWB geleert würden und es nur noch einen Ansprech- partner gäbe. Zudem erzielt die AWB noch einen Zusatzgewinn, wodurch die Müllgebühren re- duziert werden können.

Peter Kurth ist Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE), dem Dachverband der großen privaten Entsorger, wie z. B. Re- mondis. Wenn er in dieser Funk- tion fordert, dass Fachleute, also

Funktionäre der von ihm vertre- tenen Privatfirmen in die städti- schen Aufsichtsräte sollen, dann ist das schon besonders dreist. Er sollte als OB-Kandidat einmal die NRW-Gemeindeordnung studieren. Da heißt es in § 113 über Aufsichtsräte: Sie „haben die Interessen der Gemeinde zu verfolgen. Sie sind an die Be- schlüsse des Rates und seiner Ausschüsse gebunden.“ Wie soll das bei „unabhängigen Fachleu- ten“ funktionieren?

Postvertriebsstück G 4224

Entgelt bezahlt

Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Köln, Ebertplatz 23, 50668 Köln

Grünen, Kreisverband Köln, Ebertplatz 23, 50668 Köln CDU, SPD und FDP favorisieren bei der Querung der

CDU, SPD und FDP favorisieren bei der Querung der Nord-Süd-Stadtbahn einen Straßentunnel für die Rheinuferstraße. 100 Mio. Euro Steuergelder würden vergeudet. Ein Großteil der Bäume müsste gefällt werden und die Allee wäre unwiederbringlich zerstört. Die GRÜNEN wollen sie erhalten! Kein Kahl- schlag! Kein Baum darf fallen! Dafür kämpfen die GRÜNEN gemeinsam mit den AnwohnerInnen. Die Al- ternative sind Konzepte für Verkehrsvermeidung und der weitere Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, damit an der Kreuzung Rheinuferstraße / Nord-Süd-Stadtbahn erst gar kein Stau entsteht.

und anerkennen, dass alle ge- sellschaftlichen Vorhaben Frau- en und Männern noch immer in unterschiedlicher Art und Weise berühren. Solange es die unter- schiedlichen Lebenssituationen gibt, müssen bei Planungen von vornherein die unterschiedli- chen Interessen und Bedarfe von Männern und Frauen berück- sichtigt werden. GRÜNE fordern, dass sukzessive alle Planungen und Handlungen der Stadt ge- schlechterdifferenziert bewertet werden und die Gestaltung des öffentlichen Raums sich auch an den Bedürfnissen der Geschlech- ter orientiert. Nur so können Frauen und Männer gleichwertig am öffentlichen Leben teilhaben und dieses mitgestalten. GRÜN wählen, damit Köln ge- rechter wird!

mitgestalten. GRÜN wählen, damit Köln ge- rechter wird! Wie werden aus kleinen Pänz Alle wollen sie

Wie werden aus kleinen Pänz

Alle wollen sie haben: Kinder und Jugendliche, die eigenver- antwortlich handeln und sich aktiv und konstruktiv an der Gestaltung ihres Umfelds betei- ligen. Aber wie kommen wir da- hin? Die ersten Schrittchen sind gemacht: Spielplätze werden gemeinsam mit Kindern gestaltet und Skateranlagen mit Skatern. Aber ist denn dies schon alles? Kann dies die Antwort auf die Frage sein, wie aus kleinen Pänz große Demokraten werden? Wir GRÜNE meinen NEIN – das ist uns zu wenig!

engagierte Demokraten?

Wir GRÜNE wollen, dass Kin- der und Jugendliche in allen Le- bensbereichen, die sie berühren, aktiv beteiligt werden. Warum können Jugendliche, die täglich die KVB nutzen, nicht mitreden, wenn es um die richtige Taktung oder die richtige Gestaltung der Haltestelle geht. Die Hürden werden nicht von den Kindern und Jugendlichen aufgestellt, die angeblich kein Interesse ha- ben oder nicht in der Lage sind, ihre Bedürfnisse zu äußern. Es sind die Strukturen der Erwach- senen, die nicht den Mut haben, den Kindern und Jugendlichen das Grundrecht auf Beteiligung einzuräumen. Sie machen sich meist mehr Gedanken darüber, warum Kinder und Jugendliche nicht beteiligt werden können, anstatt nach Formen zu suchen, wie es funktionieren kann. GRÜ- NE wollen den Kindern und Ju- gendlichen diesen Weg ebnen und mit ihnen für eine verbes- serte und langfristige Beteiligung kämpfen! Aber der Weg vom kleinen Panz zum Demokraten ist noch weit.

Es müssen alte Denkmuster auf- gebrochen und Bildungshürden abgebaut werden. Es kommt beim Grundrecht auf Partizipa- tion nicht auf die Herkunft an! Denn wieso sollte Maximilian ein besserer Demokrat oder Johan- na eine bessere Demokratin sein als Emre oder Cem? Alle Kinder, ganz gleich woher sie kommen,

Emre oder Cem? Alle Kinder, ganz gleich woher sie kommen, Newcomer Für den Rat kandidieren neue
Emre oder Cem? Alle Kinder, ganz gleich woher sie kommen, Newcomer Für den Rat kandidieren neue

Newcomer

Für

den

Rat

kandidieren

neue

Talente

auf

aussichts-

reichen

Plätzen

der

grü-

nen Ratsliste (v.l.n.r. - oben):

Marion Lüttig (36), Platz 13, Öf- fentlichkeitsreferentin, Nippes, möchte dafür arbeiten, dass sich in Köln niemand wegen seiner sexuellen Identität verstecken muss. Matthias Welpmann (40), Platz 10, Dipl. Geograph, Ehrenfeld, möchte neuen Schwung in die städtische Umweltpolitik brin- gen. Kirsten Jahn (33), Dipl. Geogra- phin, Platz 9, Porz, möchte den Ausbau der Betreuungs- und Fördereinrichtungen für Kinder (Kita, OGTS) vorantreiben.

(v.l.n.r. - unten):

Manfred Richter (39), Platz 12, Personalleiter, Nippes, möchte sich für die Realisierung eines lebenswerten Stadtquartiers auf dem Clouth-Gelände ein- setzen. Karsten Kretschmer (47), Platz 18, Qualitätsmanager, Deutz, möchte sich für einen sozialen und ökologischen Strukturwan- del in Deutz engagieren. Kirsten Reinhardt (47), Platz 11, Wirtschaftsjournalistin, Ehren- feld, möchte sich für die Förde- rung der Kulturwirtschaft einset- zen.

 

Impressum

GRÜZ

welche Sprachen sie sprechen oder welchen Beruf ihre Eltern

Grüne Zeitung für Köln

Kommunalwahl2009

haben, haben das Recht auf eine gute Bildung und Förderung

Sonderausgabe von „Mach Et“ August 2009

und zwar ab dem ersten Le-

Herausgeber:

bensjahr. Frühkindliche Bildung, schulische Bildung, außerschuli-

Bündnis 90 / Die Grünen Kreisverband Köln Ebertplatz 23, 50668 Köln

sche Bildung, kulturelle Bildung

Bildung allgemein darf nicht in

Fon 0221.9727888 Mail to: kommunalwahl@gruenekoeln.de www.gruenekoeln.de

Redaktion: Jörg Frank (verantwortlich), Gerd Brust, Ignatz Igel, Kirsten Jahn, Susanne Kremer-Buttkereit, Rita Lück, Arif Ünal, Bettina Tull

einer Mangelverwaltung unter- gehen. Sie ist der Schlüssel zur Selbstbestimmung und Teilhabe und somit eine Grundlage für die Demokratie. Köln muss Förder- und Betreu- ungsangebote für die Kleinsten und die Großen weiter ausbau- en, die es allen Kindern, ob mit oder ohne Behinderung, ob mit oder ohne Migrationshinter- grund, ob aus reichem oder ar- men Haushalt, ermöglichen, zu engagierten Demokratinnen und Demokraten heranzuwachsen. GRÜN wählen für mehr Beteili- gung und Bildung für alle!

Fotos: Jan Krauthäuser, Oliver Mostert, Diana Mendes Fernandes, Lisa Maria, Ritter

Cartoon: Sabine Voigt LayOut: Einblick Verlag Köln Druck: Henke, Brühl