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ADU 116 Analoge Eingabe Baugruppen-Beschreibung

Die ADU 116 ist eine Baugruppe mit 16 analogen Eingängen, für Spannungswerte von ±10 V oder Stromwerte von ±20 mA.

24

ADU 116

29

 
 
  U W   1   N   2   N   3   N  

U

W

 

1

 

N

 

2

 

N

 

3

 

N

 

4

 

N

 

M

 

U

R

 

5

 

N

 

6

 

N

 

7

 

N

 

8

 

N

 

M

 

U

A

 

9

 

N

 

10

 

N

 

11

 

N

 

12

 

N

 

M

 

U

ready

13

 

N

 

14

 

N

 

15

 

N

 

16

 

N

 

M

 

card

AEG OS-No.

2993-280 124

Bild 7

Frontansicht und Beschriftungsstreifen ADU 116

30 ADU 116

3Gruppe 4 2Gruppe Gruppe 1Gruppe
3Gruppe
4
2Gruppe
Gruppe 1Gruppe

(K1

K16)

Betriebsartbrücken je Kanal

(L1)

Baugruppenversorgungs-Anzeige ”U”

(L2)

Funktions-Anzeige ”ready” (Watch-dog-Überwa-

chung)

(ST)

Schraub-/Steckklemmen (Prozeßanschluß, externe Betriebsspannung)

Zeichnung entspricht dem Auslieferungszustand

Alle weiteren, nicht abgebildeten Kontaktkämme sind für werkseitige

Prüffeldeinstellungen notwendig, an ihnen darf keine Veränderung vorge-

nommen werden.

Bild 8

Übersicht Projektierungselemente ADU 116

24

1

Allgemeines

ADU 116 ist eine Eingabe-Baugruppe mit 16 analogen Eingängen. Die Eingabe kann mit Spannungswerten (± 10 V) oder Stromwerten (± 20 mA) erfolgen.

Im A/D-Wandler werden die analogen Werte in 11 Bit Digitalwerte (einschl. Vorzeichen) umgewandelt.

Die Baugruppe wird in den Baugruppenträgern DTA 101, DTA 102, DTA 103, DTA 112, DTA 113, DTA 150 eingesetzt.

1.1 Mechanischer Aufbau

Die Baugruppe hat Doppel-Europaformat mit rückseitiger Bus-Kontaktierung und front- seitigem Peripherieanschluß über Schraub-/ Steckklemmen für Prozeßsignale und Ver- sorgung.

Die Analog-Eingänge haben paarweise Anschlußklemmen (+) und (–). Das allen Ein- gängen gemeinsame Bezugspotential N liegt auf den (–)-Klemmen (kein Differenzver- stärker). Die Versorgungs-Einspeisung erfolgt über DC/DC-Wandler, so daß zwischen den Bereichen Analogwert-Eingabe, A/D-Wandlung, Digitalwertspeicher und Bus Poten- tialtrennung besteht.

Von den beiliegenden Beschriftungsstreifen wird einer in die aufklappbare Frontabdek- kung des Baugruppenträgers neben dem Sichtfeld für die LED-Anzeigen eingeschoben. In den vorgegebenen Feldern sind die anlagenbezogenen Daten einzutragen (z.B. Si- gnalnamen).

1.2 Wirkungsweise

Das Umsetzen der Analogwerte erfolgt durch stufenweise Annäherung (sukzessive Ap- proximation). Dabei werden die anstehenden Analogwerte zyklisch abgerufen, an den potentialtrennenden A/D-Wandler angekoppelt und nach der autonomen Wandlung und Filterung in Meßwertspeichern abgelegt.

Die Baugruppe wird auf richtige Versorgungswerte, Prozessorlauf und Bus-Ankopplung überwacht.

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Prozessorlauf und Bus-Ankopplung überwacht. 2 4 Hinweis: büchern des jeweiligen Automatisierungsgeräts zu

Hinweis:

büchern des jeweiligen Automatisierungsgeräts zu entnehmen.

Allgemeine Verkabelungs- und Aufbauvorschriften sind den Benutzerhand-

ADU 116

31

2 Bedienung / Darstellung

Die Frontseite der Baugruppe enthält 2 Anzeigen:

1 x grüne LED ”U” für externe Baugruppenversorgung

1

x grüne LED ”U” für externe Baugruppenversorgung

leuchtet:

erloschen:

Versorgungsspannung vorhanden

Versorgungsspannung fehlt

1 x gelbe LED ”ready” für Baugruppenfunktion

1

x gelbe LED ”ready” für Baugruppenfunktion

leuchtet:

Melderelais ”watch-dog” hat nicht angesprochen, kein Fehler, die Bau- gruppe ist betriebsbereit (ready).

erloschen:

Störung der Baugruppenversorgung (U B = 24 V) oder Störung in der digitalen Signalverarbeitung.

3 Projektierung

Für die Baugruppe ist zu projektieren:

Festlegen der Platzadresse3 Projektierung Für die Baugruppe ist zu projektieren: Eingabeart (Strom-, Spannungs- oder Widerstandseingabe,

Eingabeart (Strom-, Spannungs- oder Widerstandseingabe, Brücken K1Baugruppe ist zu projektieren: Festlegen der Platzadresse Verkabelung (Kabelführung, Abschirmung) Zuordnung

Verkabelung (Kabelführung, Abschirmung)(Strom-, Spannungs- oder Widerstandseingabe, Brücken K1 Zuordnung Signaladressen zu Peripheriesignalen

Zuordnung Signaladressen zu PeripheriesignalenBrücken K1 Verkabelung (Kabelführung, Abschirmung) Anschlußdarstellung Peripheriesignale (DIN A3 Formulare)

Anschlußdarstellung Peripheriesignale (DIN A3 Formulare)Abschirmung) Zuordnung Signaladressen zu Peripheriesignalen Watch-dog-Auswertung Für das Zentralgerät ist zu

Watch-dog-AuswertungAnschlußdarstellung Peripheriesignale (DIN A3 Formulare) Für das Zentralgerät ist zu projektieren: K16) BES-Liste

Für das Zentralgerät ist zu projektieren:

K16)

BES-ListeFür das Zentralgerät ist zu projektieren: K16) VListe mit Dolog B bzw. Dolog AKF Software-Bausteinen bei

VListe mit Dolog B bzw. Dolog AKF Software-Bausteinen bei Betrieb mit A350/ A500Für das Zentralgerät ist zu projektieren: K16) BES-Liste 3.1 Festlegen der Platzadresse/ BES-Liste Die Baugruppe

3.1 Festlegen der Platzadresse/ BES-Liste

Die Baugruppe besitzt für die Adressierung keine Einstellelemente, da die Adressierung steckplatzgebunden ist.

Die Platzadresse ergibt sich aus der fortlaufenden Numerierung über alle E/A-Einheiten und SystemFeldBus-Linien einer Anlage. Beim Durchnumerieren dürfen zwischen den Gruppen (mit 4 bzw. 9 E/A-Baugruppen) Adreßlücken sein; die Gruppen selbst dürfen ebenfalls lückenhaft bestückt sein.

Für die jeweilige Platz-Nr. ist die Eintragung in die BES-Liste entsprechend den Anga- ben zur Anlagen-Projektierung durchzuführen (siehe jeweiliges Benutzerhandbuch, Kap. 3 ”Projektierung”).

32 ADU 116

24

3.1.1 Software-Bausteine bei Betrieb mit A350 / A500 Für die Einbindung der Baugruppe in die VListe des Automatisierungsgeräts stehen die Dolog AKF/B-Bausteine AWE 16 und GAWE 6 zur Verfügung (siehe entsprechende Bausteinbeschreibung). Sie legen die Rahmenbedingungen für die programmgerechte Ansteuerung der ADU 116 fest. Die Bausteine enthalten außerdem:

Überlauf-, Unterschreitungs- und Drahtbruch-Überwachungder ADU 116 fest. Die Bausteine enthalten außerdem: Skalierung Grenzwert-Überwachung Betriebsart-Auswahl 3.2

SkalierungÜberlauf-, Unterschreitungs- und Drahtbruch-Überwachung Grenzwert-Überwachung Betriebsart-Auswahl 3.2 Eingabearten

Grenzwert-ÜberwachungUnterschreitungs- und Drahtbruch-Überwachung Skalierung Betriebsart-Auswahl 3.2 Eingabearten (Brücken K1 K16)

Betriebsart-AuswahlDrahtbruch-Überwachung Skalierung Grenzwert-Überwachung 3.2 Eingabearten (Brücken K1 K16) Brücken je Für

3.2 Eingabearten (Brücken K1

K16)

Brücken je

Für Eingänge

Eingabeart

Eingabeart

Kanal

Stromeingabe

Spannungseingabe

(Auslieferungszustand

 

.3 

  .3
Eingabeart Kanal Stromeingabe Spannungseingabe (Auslieferungszustand   .3 K1 K16 E1 E16   .1

K1

K16

E1

E16

 

.1 

  .1
Eingabeart Kanal Stromeingabe Spannungseingabe (Auslieferungszustand   .3 K1 K16 E1 E16   .1
  .3 K1 K16 E1 E16   .1 gemischter Betrieb zulässig Achtung: Spannungen von + 10

gemischter Betrieb zulässig

Achtung:

Spannungen von +10 V führen zur Überlastung bzw. Zerstörung des internen Vor- widerstandes.

In Eingabeart ”Stromeingabe” keine Spannungsgeber anschließen.

3.3 Verkabelung

Für den Anschluß sind abgeschirmte Kabel (2 x 0.5 mm 2 , verdrillt je Kanal) zu ver- wenden. Alle Kanäle können auch in einem gemeinsamen 2 , verdrillt je Kanal) zu ver- wenden. Alle Kanäle können auch in einem gemeinsamen abgeschirmten Kabel übertragen werden.

Wird abgeschirmtes Kabel bis zu den Baugruppen-Anschlußklemmen verlegt, Kabel bei Schrankeintritt nicht durchtrennen, sondern freigelegte Abschirmung über CER 001 erden.in einem gemeinsamen abgeschirmten Kabel übertragen werden. Das Kabel darf nicht zusammen mit

Das Kabel darf nicht zusammen mit Energieversorgungsleitungen oder ähnlichen elektrischen Störern verlegt werden. Abstand 0.5 m.Kabel bei Schrankeintritt nicht durchtrennen, sondern freigelegte Abschirmung über CER 001 erden. 2 4 ADU 116

24

ADU 116

33

3.4 Anschluß und Signaladressenzuordnung

UB M2 1.6 A 1 Watch-dog 2 + 3 EW1 I/U – 4 + 5
UB
M2
1.6 A
1
Watch-dog
2
+
3
EW1
I/U
4
+
5
EW2
I/U
6
+
7
EW3
I/U
8
+
9
EW4
I/U
10
11
12
13
Meldung
+
14
EW5
I/U
15
+
16
EW6
I/U
17
+
18
EW7
I/U
19
+
20
EW8
I/U
21
22
23
Meldung
24
+
25
EW9
I/U
26
+
27
EW10
I/U
28
+
29
EW11
I/U
30
+
31
EW12
I/U
32
33
34
35
+
36
EW13
I/U
37
+
38
EW14
I/U
39
+
40
EW15
I/U
41
+
42
EW16
I/U
43
44
Bild 9
Anschlußbeispiel für ADU 116
Gruppe 4 Eingänge
Gruppe 3 Eingänge
Gruppe 2 Eingänge
Gruppe 1 Eingänge
 
 
  U W   1   N   2   N   3   N  

U

W

 

1

 

N

 

2

 

N

 

3

 

N

 

4

 

N

 

M

 

U

R

 

5

 

N

 

6

 

N

 

7

 

N

 

8

 

N

 

M

 

U

A

 

9

 

N

 

10

 

N

 

11

 

N

 

12

 

N

 

M

 

U

ready

13

 

N

 

14

 

N

 

15

 

N

 

16

 

N

 

M

 

card

AEG OS-No.

2993-280 124

EW1

EW16 sind den Eingängen 1

16 zugeordnete SW-Adressen bei A130 /

U130.

Tragen Sie die jeweiligen Signalnamen bzw. Signaladressen im Beschriftungsstreifen ein.

34 ADU 116

24

3.5 Schemazeichen, Dokumentationshilfen

13 2 24 1 11 3 4 9 10 12 22 14 15 20 21
13
2
24
1
11
3
4
9
10
12
22
14
15
20
21
R
W
A
U
M
1
N
4
NN5
U
M
8
N
K1
K4
K5
K8
watch-dog
N
#
U
ready
UB
MUX
U
23 33 25 26 31 32 34 44 36 37 42 43 U M 9
23
33
25
26
31
32
34
44
36
37
42
43
U
M
9
N
12
NN13
U
M
16
N
K9
K12
K13
K16
#
MUX
U
ADU 116

Bild 10

Schemazeichen der ADU 116

Zur projektspezifischen Anlagendokumentation und Darstellung der angeschlossenen Prozeßperipherie stehen DIN A3 Formulare zur Verfügung.

Diese Formulare sind

für konventionelle Bearbeitung Bestandteil des SFB–E/A-Formularblocks (siehe Be- stellangaben)stehen DIN A3 Formulare zur Verfügung. Diese Formulare sind für Ruplan-Bearbeitung (TVN-Version) Bestandteil der A350-

für Ruplan-Bearbeitung (TVN-Version) Bestandteil der A350- bzw. A500-Datenbanksind für konventionelle Bearbeitung Bestandteil des SFB–E/A-Formularblocks (siehe Be- stellangaben) 2 4 ADU 116 35

24

ADU 116

35

4 Technische Daten

4.1 Zuordnung

Geräte

4.2 Versorgungs-Schnittstelle Externe Betriebsspannung U Bezugspotential M Interne Versorgung

A130, A250, A350, A500, U130

U B = 20

M2

über PLB oder PAB

30 V/ 0.25 A typisch

4.3 Prozeß-Schnittstelle (Analog-Eingänge)

Anzahl der Eingänge Eingangsart Bezugspotential N Potentialtrennung Eingangsfilter

16 (4 x 4), Strom– oder Spannungseingabe keine Differenzeingänge für alle Kanäle gemeinsam alle Eingänge gemeinsam gegen Bus und U (U B ) Zeitkonstante T = 65 ms

Stromeingabe Spannungseingabe max. Eingangsspannung

±20 mA, uni- und bipolar ±10 V, uni- und bipolar 25 V

Eingangswiderstand (Bürde) bei Stromeingabe bei Spannungseingabe

50 , 0.1 W ca. 100 k

Wandelzeit

1.7 ms für alle Kanäle 10 Bit plus 1 Bit für Vorzeichen

 

Auflösung

Zuordnung

Grundmeßwert

A130/ U130/ A350/ A500

A250

pos. Vollausschl. = 100 % neg. Vollausschl. = 100 %

+1000

+32 000

–1000 (64 536)

–32 000

Genauigkeit

Zusätzlicher Fehler im Betriebstemperaturbereich

4.4 Daten-Schnittstelle PLB oder PAB Versorgung (intern)

4.5 Fehlerauswertung

±0.4 % vom Endwert bei Strommessung ±0.3 % vom Endwert bei Spannungsmessung

+0,5 % vom Strommeßwert +0,25 % vom Spannungsmeßwert

siehe jeweiliges Benutzerhandbuch, Kap. 4 5 V, max. 10 mA

Anzeigen

siehe Kap. 2, Seite 32

Systemmerker

siehe Benutzerhandbuch des jeweiligen Automatisie- rungsgerätes

36 ADU 116

24

24

4.6 Mechanischer Aufbau Baugruppe Format Masse (Gewicht)

4.7 Anschlußart

Prozeß

Kabel zum Prozeß

PLB oder PAB (intern)

4.8 Umweltbedingungen Systemdaten Zulässige Betriebs- Umgebungstemperatur Verlustleistung Belüftung

Doppel-Europaformat 6 HE, 8T 600 g

4 aufsteckbare 11polige Schraub-/Steckklemmen

für Leitungsquerschnitte 0.25

Mindest-Querschnitt 2 x 0.5 mm 2 , paarig verdrillt Bezugsleiter mitgeführt, geschirmt, max. 100 m lang, Abstand zu potentiellen Störern >0.5 m 1 Messerleiste C64M

2.5 mm 2

siehe jeweiliges Benutzerhandbuch, Kap. 4

0

6 W typisch natürliche Konvektion

+45 °C

4.9 Bestellangaben Baugruppe ADU 116

424 277 508

DIN A3 Formular-Block SFB – E/A

A91V.12-234787

Ersatz-Beschriftungsstreifen

424 236 069

Technische Änderungen vorbehalten

ADU 116

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