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ENCYCLOPÄDIE

DER

FREIMAUREREI.

DRITTER BAND.
N Bis Z.
ENCYCL OPADIE
DER

FREIMAUREREI,
NEBST NACHRICHTEN
ÜBER DIE DAMIT IN WIRKLICHER ODER VORGEBLICHER
BEZIEHUNG STEHENDEN

GEHEIMEN VERB1NDUNGEINT,
IN

ALPHABETIS CHER ORDNUNG,


VON

C. LENNING;' '
DURCHGESEHEN UND , MIT ZUSIii2, eil.MEriRT",:: . .
HERAUSGEGEBEN
VON

EINE ilf SACHKUNDIGEN


.........,-,-.........--

DRITTER BAND
IN BIS Z.

L E IP ZIG:
F. A. BR 0 C K H AU S.

1 8 28.
4' ,
VORBERICHT
DES

HER AUSGE13ERS.

A Ls ich den Vorbericht zum zweiten Bande die-


ses Werks abfafste „ almete ich nicht, dafs ich erst
nach vier Jahren im Stande scyn würde, den
letzten Theil der Handschrift zum vorliegenden
Bande in die Druckerei abzuliefern. Es traten in-
defs sogar Zeitpuncte ein, wo ich mich der Be-
sorgnifs hingab , das Buch werde durch mich nicht
zum Ende gebracht werden. Doch! diese Rück-
sicht konnte mich nicht bewegen, mit Vernach-
lässigung der dem prüfenden Leser schuldigen Ach-
tun « die Arbeit zu übereilen. Je Jeiohter sich diese
V111 VORBEBICHT DES HEB,A.UsGraumns.

Bei 'diesem Bande bin ich in Ansehung der in


meinen' ersten Vorberichte, S. Xiii f., erwähnten
Vorschrift virenicrr, als bei den ersten beiden be-
schränkt geresen und habe mithin selbstän
verfahren -können.

Erst nach dem Abdrucke des 21sten Bogens er-


hielt ich durch den Herrn Verleger einen -wieuol
nur kleinen, Theil der aus London verschriebenen
masonischen Schriften in englischer Sprache; sonst
hätt' ich sie auch bei vielen früheren Artikeln be-
nutzt, um diese zu vervollständigen; indefs hab'
ich in den Zusätzen dieses Bandes Manches aus
ihnen nachgeholt.

In der Vorausset4u,ng, dafs die ungleich aus-


gefallene Bogenzahl der drei Bände, die aber im
Voraus nicht zu berechnen war, wol nur von we-
nigen Lesern werd 0-erii,gt werden, hab' ich meh-
renAitikeln, welche, es in,besandrer Hinsicht er-
heischten, einen gröfsern Umfang gegeben.

e en der diesem Bande angehängten vielen


Zusätze und Berichtigungen wünsch' ich herzlich,
dafs sie den , Gebrauch dps Werks nicht allzu sepr
VI VonEznicwr DES REgAITSGEBEE.S.

Br. I., e lining gemacht hatte, desto besorgter war


ich fortwährend, den in jenem Vorberichte, S. XI f.,
aufgestellten Foderungen zu genügen; und ich bin
es mir selbst schuldig, hier noch zu bemerken,
dafs ich. fast in jedem Artikel den vorgefundenen
magern
b Stoff erst habe gest
a
b lten und aufserdem die
meisten mit Dem, was entweder belehrend. oder
anziehend seyn konnte, habe ausstatten müssen.
Wenn nun die Besitzer der beiden ersten Bände
die bereits in tbesagtem Vorberichte S. XXII ange-
deuteten Hemmun g en oiltic,
b b in Erwäolino-
b b ziehen
wollen: so darf ich hoffentlich Nycgen der langen
Verzögerung des dritten Bandes *) auf ihre Vor-

) Die häufigen Fragen nach der Erscheinung des-


selben sdwöl bei dem Herrn Verleger, sowie bei
mir selbst von, Denen, die mich als den Heraus-
geber kennen, als auch in den „Blättern für li-
terar. Unterhaltung", Num. 40 von 1827, 8. 160,
Sp. b, und Num. 79 von 1828, 5. 316, Sp. a, wa-
ren * zwar -eine erfreuliche Aufmunterung, erregten
aber zugleich ein peinliches Gefühl in mir, weil
4 , .

jedesmal der Gedanke sich vordrängte, dafs die


Wiatigkeit mehrer rückständiger Artikel noch
auf lange Zeit meinen Fleiss in Anspruch neh-
men werde.' — •
VORBER/CHT DES IIEB.A.TJSGEIMIS. vii
zeihung rechnent — Vielleicht haben einige Ar-
tikel dabei gewonnen; indem sich mir nicht selten
noch die erwünschte Veranlassung darbot, theils dag
später aufgefundene Zweckgemäfse einzuschalten,
theils manche Angaben entweder naher zu bestiin-..
raen oder zu ergänzen.*)

*), Sowie in dem vorletzten Abschnitte des Vorbe.


richts zum zweiten Bande,, bemerke ich auch hier
als vom dritten abgedruckt wurden
die Boigen 1 — 6 von der Mitte des Monats Fe-
bruar bis zum Monat April
1825;
'7-13 in den Monaten Juli bis Sep.
tember 1825;
14-17 in den Monaten November und
pecember 1825,;
18-27 in den Monaten Mai bis No-
vember 1826;
28-37 in den Monaten Juni bis Sep-
tember 1827;
38 u. 39 im Dece.mber 1827;
40-43 in den Monaten März u. April
1828, endlich
44 und folgende in den Monaten Juni
und Juli 028.
VIII VORBERICHT DES ILERAusGEDERs.

Bei diesem Bande* bin ich in Ansehung der in


meinem ersten Vorberichte,' S. XIII f., erwähnten
Vorschrift -vi,eni#r, als bei den ersten beiden, be-
schränkt ge*esen und habe mithin selbständiger
verfahren -Unheil.

Erst nach dem Abdrucke des 2lsten Bogens er--


hielt ich durch den Herrn Verleger einen, wiewol
nur kleinen, Theil der aus London verschriebenen
masonischen Schriften in englischer Sprache; sonst
hätt' ich sie auweh bei vielen früheren Artikeln be-
nutzt, um diese zu vervollständigen; indefs hab'
ich in den Zusätzen dieses Bandes Manches aus
ihn en nach aeholt.

in der Voraussetzung, dafs die ungleich aus-


gefallene Bogenzahl der drei Bände, die aber im
Voraus nicht zu berechnen war, vvol nur von we-
nigen Lesern werde geriizt werden, hab' ich meh-
ren.Mtikeln, welche es in, ‚besondrer Einsicht er-
heischten, einen gröfsern Umfang gegeben.

Wegen der diesem Bande angehängten vielen


Zusätze ,und„ Berichtigungen wünsch' ich herzlich,
dafs sie den, :Gebrauch dps Werks nicht allzu sehr
VI0j1.21ERICHT DES ,}4R4USGEBER$. IX

erschweren mögen, und erneAere die Mahnung auf


$. XXIII ides N9rigen York
Nicht verkennend die Unvollkommenhe44
ses Werks, werde ich jede freundliche Verbesserung,.
jede Nachweisung eines oder des andern bemerk.ens-
werthen Umstands, welchen man vermifst, endlich
jede Mittheilung von Urkunden und. Papieren, die
zur Aufklärung irgend eines in Dunkel gehüllten
Vorfalls dienen, — entweder in öffentlichen Blättern,
*oder an mich unmittelbar , sowie durch Einschlufs
an den Herrn Verleger, auf bestimmte Zeit, — zu
künftiger Benutzung, dankbar annehmen.

Mögen die in dieses Werk niedergelegten Bei-


träge zur Kenntnifs des Wesens und des Zwecks
der Masonei, sowie des Geschichtlichen und For-
mellen des Freimaurerdrums, von Denkern sin-
nig aufgefafst und verarbeitet werden zum Be-
sten des Bruderbundes, um ihn durch zeitgeniäfse
Verbindung des Bestehenden mit dem, in Folge
der neueren Forschungen und Aufklärungen, als
besser Anerkannten zu einer höhern Stufe des Da-
seyns emporzuheben!
X VORBERICIIT DES HERAUSGEBERS.

Möge der Geist Johannis alle Bundesbriicler


überschatten und sie in belebendem Gemeinsinn
erkennen lassen, Was zü ihrem wahren Frieden
dient!

Geschrieben zu, Dresden


im M. Juli f828.

Den. HERAUSGEBER.
In h a 1 t.

N. Seite.
N ackt ; s. XInbekleidet ! Nisbet ; s. Dirleton r
Napier (Franz Lord) . . 1 Nitsch (Andreas); s. d. Art.:
Napoleon, Kaiser v. Frank- Rosenkreuze ( die Gesell-
reich ; s. Bonaparte und schaft vom), im Abschn.;
den folgenden Artikel ! Num. 37!
Napoleon Bonaparte (Jo- Noah . . . 25
seph) ..... . • — Noachiden (die) . . . 28
Neander (Joach. Fr.) von Pe- Noachidischen Gebote (die) —
tersheiden . • . • 2 Noachite (der) . • •

Neapel und Sicilien • Noffodei, s. d. Art. : Strick! 80


Nebukadnezar • . 7 Noorthouck (Johann) *

Nebusar .Adan • • 10 Nordarnerica . . . • 31


Nehemiali . . • • - Norden (der) • . • . • 32
N ekam. Nekab. Norfolk (Th. Howard Her.
Neocoros • - zog von) . • . • 33
Neophyt • Noth• oder Hüllzeichen (das)
Nep er • • • • • ▪ Notuma 8, • • • • • 34
Nettelbladt (Carl Friedrich „N otuma, nicht Ex- Jesuit"
Fhr von) ; s. die Zu- u. 8. 177
sätze dieses Bandes ! Noviz (der) . . •
Nettelbladt (Christian Carl Noyer (de) 35
Friedr.
s. ebendaselbst!
Fhr von);
0.
Neuenglisch ; s. System! Obedienzacte (die) „ . --
Nein .k . . Ober .. ... • 36
Ne - Varietur . . 11 Oberen ( die Imbeisauraen
Nicaise " „Saint-) ; s. von oder geheimen) . • .
Starck ! Obereit (Jakob Herrmann) 40
Nicolai (Friedrich) . b erprieStex (der); s. Hoher-
Niederlande (das Königreich prieste !
d er) • • • • • • 22 Obrack , . .
Ninus , • • 25 O'Brien ; s. Inchiquin !
XII L T.

Seite. Seite.
Ob servantia lata 40 Orient, oder Osten (der Rit-
Obseryantia stricta . . 41 ter vom) . . . • . . 55
Occident (der) . • — 44 Orient (der Comthur vom) —
Occident (der Ritter vom) 45 Orient ( der Grofscornth ur
Oculisten Gesellschaft (die) — vom) —
45con.ornen (die) der Loge; Orient (der Ritter v. weisseu) —
s. Stewardst Orient und Occident ( der
Öffentlichkeit (die); s. Pu- Ritter vom) . —
blicität I ” Originalschriften des lau-
Öffnen (das) einer Loge — minatenordens s. Illu-
Österreich . . 47 minaten!
Ofneiere der Loge (die); s. °rillamme (die) .
Beamte! Orkney (Graf v.) ; s. RosIin !
Oheb -Eloah 48 Orleans (Ludwig Philipp Jo-
Old Charges (die); s. d.Artf. seph Herzog von) . —
Gesetze und Landmarks! *Ormuzdi s. oben B,,1, S.376,
Old Marks (the); s. Land- Sp. b, u. d. Art Zoroaster !
marks in den Zusetzen z. Orno (Eques ab) ; s. Ditt-
B. S,599-601! furth!
Ophiron ; 8. Wollner ! Osiris 57
Orden (der. Freimaurer -) Osten ; s. Orient !
Ordensbänder. . . 50 Osten (Peter Ernst von der) 68
Ordensfest (das) ; .s. Johan- Ostindien ; s„, Indien und
nisfest.und Andreas I Pomfret!—
Ordensgeschichte ( die ge- Oterfut . —
heime .und fabelhafte) Oughton (Jakob Adolph)
Ordensgrofsmeister (der con- Oxenstjerna (Graf von); s.
stituirende) . •.•. Wurmb !
Ordensname (der)
Ordensväter (die) . P.
Ordnung (die) . . Paisley (Lord) ; s. Abercorn !
Ordnungen ( die ) in der Palästina (der Ritter aus) —
Baukunst; 3. Säulenord-' Palladium (der Orden vom) 69
nungeiz. ! • • Panacee ; s. Stein der Weisen!
Ordnungen, oder Ordenun- Panier (das) .
ge , .(die) der Steinmetzen Panier- oder Fahnenträger
zu Strafsburg . (der)
„Ordo ab hoc" . . Pantoffel; s. Schuh !
Ordre divin (1') ., 51 Paracelsus
Orient (det) Paris
Orient (der innere) 55 Parlament (das) von England 8i
I-I A L T. XZIX

Seite. Seite.
Paschal (MärtineL) . • - 83 Peters (Wilhelm) . • 9*,
Passwort (das) . Petersburg (St..) • .
P,astophoros Petre (R. E. Lord) • :95
Patent (ein); Cokstjtution Peuvret (Joh. Eustachius)
und Diplonk! Pfeiler (die drei grofsen),
Pathe oder Bürge (der) ..■•■0
Pflaster (das anosaisch,e) . 98,
Patriarchen (die eilf); S. im Pflichten; s. Gesetze! , ,
Art.: Loge, .5. $30, Sp. b i Pfuscher (die) in dernWerk..
Patria* (-der Gr9f&-) — maurelei . 99
Pairone der Maurer Phalegh . • 4 ., . 1.01
P , Kais etv,o3n Rursiand 84 Philadelphen (die)
Paul's1Sir4he (die -) Philalethen (die) . .
Pavone(qes e) ; s. Praegen!. Philipp IV.„ König v.,Fran4.. •
Payens 4(liugo von) 85 reich . . . •
Payne (Georg), • , 86 Philipp V., König von Spar.
Payne (Thomas> nien • • •
Pegaso (Eques a); 4*... von s. von Knigge!
,
Pracht 1 Philochor6i t, es (Pordre "des
Pelican (Ritter voin)-; 8. R,0,- Chevaliers et Dames)
senkreuz (Ri,tter vom)!, Philosoph (der erhabene)
Pellegrini (Marquis.,de» s. Philosopli :( der sehr erb.a.,-
Cagliostrol ..bene) . .
Pelleterie; s. Arcadel Philosoph, (der unbekannte) —
Pernbroke (Gilbert Marquis Philosophengrad (der); s.
von) . . . • . . 89 Melesincr!
Pernbroke Herbert Philosophisch - schottische
Graf von) . Ritual (das); s. Ritual!
Penilope, Palladium! Philosophus
Pentalpha (das Pythagoräi- Picart ,(Bernard) . 104
sehe) . . ‘. • Pila (Eques a) ignifera; s.
P eny • . . von Schierbrand!
• • . Pilastro (Eigtles a); s. von
Perau (L'Abb4)
Peresmetoff von Morath; s. Reden!
Morath! Pino (Eques virente;
Perfectibilisten (die) 93 Exter 1
Perignan Pirlet
Pernetti . • • • . 94 Pitsligo (Baronet von); s.
Perseverance; s. Beharrlich. Forbes!
keit! Pius VII., Papst • •
0.

Peter der :Einsiedler; s. B.2, Plagula (Eves a); 5. Decka


5.234, Sp. b, bis S.2361 Platon •
kr y• N II A L T.

Seite. Seite.
Plommenfelt (v.) ; s.Wurmb ! Prinz (der soureraine) der
Plumeni3k; s. Eckhoffen (B. Maurerei . • • . 134
1, S. 116, Sp. b)! Prinzen (Baron von)
Polen . . . . 105 Proben oder Prüfungen (die), 125.
Pomfret (Georg) . . 4. 117 Processionen . . 136
Pöntifex -(der' Grofs4; Profan •• • 1404

Hohepriester! Professus; s.Equesprofessus!


Porta. eh. ;Baptista), . Prophet (der) . . . 141
Per'tu . (Eques a) optato ; " Proposition' (die); '13. Vor.
4 11avre (Herzog von)! — 'schlag !
ortuga Proscribired; Verbannen!'
Poto ska (Gräfin' von) 4,. 1'21 Protectorium (ein)
Poynei (JOhannn Protocoil"(ein) •. •

Pracht (Baron von) Provinzen (die) des Ordens, .7..


Practicus . . der Tempelherren
Peparator; s, Vorbereiten- Provinzial Capitular (der),

der Brüder! vom rothenSreuze • . 142


'Prag — Provinzial-Grofsm ' eister (ein)
Prangen (Baron von) 122 Provinzial - Loge (eine
Presbyter'; s. Epopt! grofse) 147
Preston (Wilhelm) . Prüfungen (die); s. Proben!
Preussen 130 Pseudoname (der
Preussische (der) Ritter; s. densnamd!
Noachite ! Publiciet;Odär , Öffentlich-
Prev6t und Richter (der) 182 keit , (die freimaurerische)
Price (Heinrich); s, Xord.= in'Drutkechriften . .149:
america!. Pulver (das) . . . 17.3
Prichard (Samuel) • Puncto (die fünf) 'der Mau-
Priester (der) 133 ' rerei . • . . .. ..
Priester- Illuminat (der) s, — Purpurbande ,( der , Ritter
Epopt! vom); s‘ Vertraute der
Priester (der königliche) St. -Andreas, Loge!
Primitive Ritual (das); s. Pyron (Jean-Baptiste-Pierre-
Ritual! Julien) 175
Prince de royal secret ; s. Pythagoras . . • •

Geheimnifs (der Prinz vom Pythagoräisch; s. Bund!


königlichen)!
Princeps, oder der Regenten-
g rad. .... . . . 134 Quadrat (das); s. Viereck !
Prinz oder König von J gru- Quaste (die); s. Schnur!
salern; s. Jerusalem! Quelle (die) . 190
xv

R. Seite.
Seite. Regnald ,Bray • 207
Rab banain 190 Regnen — . = 208
Ravknitz (Freiherr zu); A. f‘ Regulations (Satzurigen) .
Zeschau! Reinhold; s. Deeitts!
Rademacher (Joh. Cornel.); Reisen (das)
2P9
s. den Art.; Niederlande, Reifsbret, Z eichnenbret (das) 216
S. 23, Sp. al Repnin (Fant; s. S troganon,
Ragotzky (Carl August) . - — Repräsentant (ein) • . 217
Rahmen, (ein' verzierter, auch Revis (Johann)
zackigter) ; . . ' 193 Rex .
Raimundus (Bernardtts) ; s. Rhetz (Conrad Franz von) —
Fabre! Rhode (Joh, Gottlieb); ts. die
Ralph. (Lord); s. Giffard! Zusätze dieses 13an' ae. s!
Ramsny (Andreas Michael) — Blodiser - Ritter ( die); s.
Randal"; S. Antrim! Malteser -Ritters
Ranuka (der Ritter) . 201 Richmond (Herzog von) . 218
Rapin Thoyras (Gabriel Phi- Richtbrett (das); s. Richt-
lipp von) . . scheit
Rath (der); s, Conseil! Ric4ten (das) . . . . .
Raven (Ernst Werner von) — Richter* (der); s. Pr6v6t1
Raymond (Robext Lord) 202 Richter (der Ober-) . .
Reception (die) zum Frei- Richter (der) des Obertribu-
maurer nals . . . . —
Recipiendaire (le) . 205 Richtscheit (das), oder die
Rectificirext . • • Wasserwage .
Rectificirtes Ritual; s. Stadt Ridel (Cornel. Joh Rudolph) 219
(Ritter der heil...)! Riem . . .220
„Recueil preciettx de la Ma- Ringe '(die Academie derMei-
onnerie Adonhiramite." 206 ster vom leuchtenden); s,
Reden (Baron von) . . Academie!
Redner (der) einer Loge Rit (le); s. Ritual!
Reformirtes System; s. Stadt Ritter-Lehrling (der) .
(Ritter der heil.) Ritter - Auserwählte (der) 221
Regelmäfsig; s. Gerecht! Ritter (der erhabene) ; s. Tern-
Regeln (Freimaurer.); s, p elherr (der)!
1, S. 268 f.! Ritter (der erhabene und er-
Regenbogen (derRitter vom) 207 lauchte) ; s. ebend.!
Regensburg; s, die Zusätze Ritter und Brüder St. Johan-
dieses Bandes ! nis des Evangelisten aus
Regentengrad (der); s. Prin- Asien (die) ; s. Asiatische
ccps ! Brüder!
N lt A L

Seite.
Ritter (der preussische); den Artikel : Zinnen-Seite.
Noachite! dorf ! •
Ritter ( die 'schwarzen);- Rosänkreuz (Christiih) . 245
Schwarze Brüder! Rosenkreuz (die Ges ellschaft
Ritter (der Grofscomtiiur der'
' wohlthätigen) s. .die Rosenkreuz; (der Ritter' vom) 265
sätze dieses Bandes! Rosenkreuzer (der ei.chte;
ititual (ein freimaurerisches) 222 Priester (der königliche)!
Ritual' (das) des Ordens vorn Rosen Orden {der) . .
H d s; Hero dom von Sinclair, Be.
ton von) — • 266
Ritual (das) der laten öliser. Roth 267
vanz; s.: Observantia la ta Royal-Arcli; Ärch und
Ritual (das) der stricten Ob. B. 2, 5..579.58e!
servanz ; Observantia Royale York ; 3. York I
stritta'i Rupe (Eques a) s. 'Ufre!!
Ritual (das primitive) 23ä Rupibus (Petrus de) . .
Ritual (das reformirte oder Russel (Franz); s. Bedford!
rectificiTte); s. Stadt (Rit- Russland
ter der heil.)! Ruta (Eques a); s. Heinitz!
Ritual (das schottisch -phi- Ruthe (die) Aaron's . 272
losophische) Rutowsky (Graf voll),
Ritus; Ritual! •

Rivers (Th. 8. Graf von) g,35 ge


Robert T., König v. Schott=. Saal (der) , der .verlorenen
lana • • • • Schritte; s. Vorhof !
RobisOn'(JOhänn) . .236 Sachsen. (das Königreich) 273
Rochefoucault. Bayers (Mar- Sachsen (die Herz ogtha mer) 286,
qiiis de- la) Sacken (Baron v.); s. Osten!
Röpert (Georg Christoph v.) — Sackville (Thomas) . . 287
B.oettiers de Montaleau (Alex. Sackville (Carl Lord); s.
Ludwig) . . . Middlesex !
B.oger de Montgomery; s. Säulen (die) Jachin und Boas —
Gundülph! Säulenordnungen (die) in der
Rohe Stein (der) ; s. Stein! Baukunst 293
Roria; s. Italien und Folkes ! Sagittis (Eques a septem); s.
Rosa (Philipp Samuel) 29 Hessen- Cassel (Friedrich
RosL nautica (Eques a) s. Landgraf von)!
Gohl! Saint; s. Sancti
Rose (die) 243 Saint - Victor (Guillemain
Rosenberg (Baron von); S. de); s. „Recueil " etc.
N 11 L 1.

Seite. Seite.
Sauna (Eques s.Voigts ! Schlüssel (der)" . . 817
Salomo • 296 Schlüssel (der Ritter vorn got.
Salomo's . Haus — 297 denen) • 818
Salorno's Siegelring ; s. oben Schlü.ssel (der Grofsmeister
B.1, S.111, Sp a, und den vom) der Maurerei . —
Schlufs des Art Salomo I Schlufs ( der) der Logenar-
Salomo's Tempel 293 beiten
Salverte ; s..Thoux ! Schmettau (Graf von) . 819
Salz (das) . . 305 Schmidt (Joh. Heinr,Otto v.)
Sanct und Saint Schneider (Joh. August) —
Sanhedrin ; s. Synedriurn! Schneien . , . 4, 8-26
Sardinien (das liönigreich.) Schnur (die) von starken Fä-
Sarum (Bischoff ; s. Beau- den . . • . ›. • .
camp
h ! Schnur (das Ritual der alten);
Satzungen ; s. Gesetze! s. Brul
Savage (Thomas) ; s. Rivers Schönheit (die) . . 3.27
Savalette de Langes; s.Lan. 'Schotte (der) • • . .
g es Schotte (der Alt. ); s. Altmei-
Sayer (Anton) . . 306 ster (der schott.)1
Scarabäo (Eustachius a); Schotte (der Grofs-) . gae
Schröder (Baron von)! Schotte,(derGrofs-) vom heil.
Schaffner (die) einer Loge 807 Andreas von Schottland --
Schatzmeister (der) . . . 310 Schotte (der) vom Herodern 39g
Schau- u. Lustspiele in Bezie- Schotte (der unbekannteder
hung auf die Freimaurerei Mt drei J.
Schechinah,. . 313 Schotte (der Jung-ed.
Scheine (der Meister vom) Schotte (der) von Paris .
des Lichts . . . 314 Schotten (die treuen), s. Bru!
Schein hamphoras Schottisohe.Logen .
Schibb oleth, . 315 Schottische Maurerei . 334
Schierbrand (von) ; s. die Ztz- Schottische (der) Meister 340
sätze dieses Bandest ‘. Schottische ( der) deputirte
Schläge (die starken) . Meister; s. B. 2, S. 139,
Schlägel <der) ; Rammer! Spe a!
Schlange (die) . . . 316 Schottische (der) Noviz .
• Schlange (der Ritter von der Schottische (der) Ritter .
ehernen) . . . Schottisch: philosophische
Schlicht (Carl Friedrich Lud- (das) Ritual; s. B. 3, 8.
wig) 317 233 - 235 !
Schliefsen7(das) der Loge ; s.
Schlufs'! S chreck enszeich 'en (das)
ALT.

Seite. Seite.
Schreckliche (der) Bruder ; Scott (Franz) ; s. Buccleugh I
s. Vorbereitender! Sechseck (das) .„ . 266
Schr e f er . • • • • 341 ' Seckendorf (Albert Baron v.) 367
Schriftmaurer (die) • . . — Secretair (der) • . . •
Schritte (die) der Aufzuneb.- Secr6taire intime ; s. Geheim-
menden s ehreib er !
Schritte (der Saal der verlo- Seebafs (Christian Ludwig) 268
renen); s. Vorhof! Sellentin (Fr. Wilh. Aug. v.) —
Schröder (Friedrich Joseph Semesterwort (das) . 369
Wilhelm) . . 343 Senfkorn (der Orden vom) —
Schröder (Friedrich Leopold Senkblei (das) 870
Baron von) 246 Sepulcro (Eques a); s.Wurmb !
Schröder (Fxi. edrich. Ludwig) — Serpente (Eques a); 8. Gers-
Schröder (Joachim Heinrich dorf (Ernst von), . auch
von) 254 Fritze!.
Schröpfer; s. cheepfer S eth 871
Schubart; s. Fileefeld.e (Edler „Sethos "; s. Terrasson!
Herr von dem)! Setgvvage (die); s. Wasser-
Schürze (die) 356 wage !
Schuff; s. Aachen! Sernour (Eduard); s. So-
Schuh (derniedergetretene) 358 merset !
Schulze . . • • Shrewsbury (Graf von); 8.
Schurz ; s. Schürze! Gundulph!
Schuwalof (Graf von); s. Sicilien; s. Neapel!
Stroganof! „Sie transit gloria mundi I " —
Schwarz (Joh. Friedrich) Sieben • . sn
Schwarzburg - Rudolstadt Siebengestirn (das) . 375
(Ludwig Friedrich Fürst Siegelbewahrer (der)
von) Siegel (das) Palomo's • •
Schwarze (die) Kammer; s. Sievers (Peter von)
Kamin er ! Sinai (der Berg) 4. • 876
Schwarzen (die) Brüder • -- Sinclair; s. Roslin.!
Schweden - • - . 359 Sinnbild; s. Symbol!
Schwedisches System; s. Sy- Socius • • • • • • ---
stem (schwedisches)! Söhne oder Kinder (die) der
Schweiz (die) . . • . 363 Wittwe.; s. Henriette!
Schwert (das); 5. Degen! Soeurs (la Log d des neuf) —
Schwertträger (der) 866 Sole (Eques a) aureo; s.
Sclyvvesterlogen . Stuart!
Schwestern Sole (Equesa) vivificante; s.
Uilyz. 4r; 5. Eid! Carl XIII.
xz er. L T.

Seite. Seite.
Strathmoie(Thomas Graf v.) 435 System (ein freimaureh-
Strick (der) . iches) . • . • • 461
Strickland , Esq. s. Franz I. System (das engl.) der freien
(Note)! u. angenommenen Maurer 466
Stricte Observanz ; s, Obser- System (das Fessler'che) • 474
vantia strietal System (das französische) 478
Stroganoff (Alex, Graf von) 436 System (das Schröder'sche) 481
truthione (Eques a) ; s. System (das. schwedische) 484
Eleefelde! ,, System der FMrer — Loge
Stuart I. Wahrheit und Einigkeit" ;
Stuart • ••
s. P ragt
Stuart (d. Ritter Carl Eduard) — System der Gr. National –
Stuart (die Brüder) . . 437 Mutterloge zu den 3 Welt-
Studenten ., Orden (die) • — kugeln A • • 487
Stufen . . . 439 System (d. Zinnendorf'sche);
Stuhl, der Logenregierung s. Zinnendorf!
(der); s, Meister v. Stuhl!
Styl (der augustische) ; s. die
T.
Artt, ; Kunst (die königI,), Tabernakel (der Oberpriester
Schottische Maurerei (S. vorn); s. Hohepriester des
234, Sp, b Z. 4 ff. v. u.) Tabernakels !
und Vitruvius ! Tabernakel (der Prinz vom) 488
Sublirne . • • 440 Tafel (die sck-vvarze)
Substituirt; s. Deputirt! Tafelloge (die) .
Suchende (der) ; s. Candidat Teil;; s. Teppich!
u. Asiatische Brüder, ingl. Tarda (Eques a)'; s.Theden!
33. 2, S. 274 Sp. b f.! Tarent (Macdonald, Herzog
Sudthausen (von) . . • 441 von) • . . . . • 490
Südamerica 412 „Taschenbuch für Freimau.-
Süden; s. Mittag! rer ... .. •
Südermanland (Joh. Franz Taubenheim (Baron von); s.
Oskar Herzog von) . Würtemberg!
S urrey (Thomas Graf von) 443 Tempel (ein)
S usp en diren Tempel (der Grofscomthur
Svvedenborg • 444 vom) ' 494
Swithin (Sanct-); s. Ethel- Tempel (der Ritter vom); s.
wulphl Tempelherr 1
Symbole oder Sinnbilder (die Tempelherr (der) . . .
maurehgeb.en) . • • • 451 Tempelherrenerden (der)
Synedrium oder Sanhedrin Tempelherrenorden (der mo-
(das) - 460' derne) • 520
INnAr. XXX

Seite. Seite.
Teppich (der) . • ▪ . 523 Trauerlogen •. 534

Tercy • . Treue (die) . . . • . 53&


Terrasson (Jean) . • • Treue (der Orden der) 8,Fie
Terrible (le Ffere); s. Vor- dg lite t
bereitender! Triangel (ein); s. Dreieck U.
Tetragrammaton 524 Delta!
Thabor Tribunal (das) des Himmels 539
Thedeh, (Joh. Christian An- Trinksprüche s. Gesund:.
ton) .• • — heften und Toasts !
Theoreticus • • . • 625' Tschoudy(Baron von)
Theosophie (die) . • • — Tubal- Cain 541
Therapeuten (die) . . . 528 Türkei (die) • . 542
Thersata _ . • 529 Tugendbund (der) . . 543
Theurgie (die) • • • Tuba (Eques sacra ; s Dul-
Thory (Claudias Anton). bergl
Th ot ..... • • • 580 „Tuileur de PEcossisme ";
Thoux de Salverte (Jean de) 531 s. de l'Au.lnay !
Thron (der) ,„ Turri (Eques aurea ; s. Ler-
Thumrnixn ; s. Urira! $ nais !
Thürsteher (der) ; s. Ziegel- Turribus (Eques albis ;
decker ! Bechtolsheim !
Tliurme (der Ritter vom) —
Tiefe (die symbolische) einer
U.
Loge .... Uden (Conrad Friedrich) 645
Tierce (de la) Xidley (ViComte von); 8.
Tilly (Graf von); s. Grasse- Ward!
Tilly ! Uffel (A. Ch. Ernst von)
Titulaturen (maurerische) 532 Unbekannte Obere I s.Obere!
Toasts (Trinksprüche) • — Unbekleidet .' IV •

Tochterloge ; s. Mutterloge ! Unbeschuhet ; s. Schuh!


Todtenfeier (die) ; s. Trauer- Unentsetzbar ; s. Leb enaläng-
loge! ich!
Toleranzloge (eine) . • • 633 Union (die deutsche) • . 546
Torpedine (Eques a) ; s. Rb- Unione (Egues ab) . . 548
pert I Unitisten (die) • ö •
•■•••■•

Torrubia (Joseph) . . 634 Urizn und Thummim (die) 549


Toscana (Franz Grofsherzog Uriot . 55G
von); 6. Franz 1.! Urkunden der Freimaurer-
Touchet (Johann); s. Audley ! brüderschaft ; a. Krause u.
Toussainct ( Baron de); s. Heldmann!
Bacon dc la Chevalerie! Urkunde (die cölner) . ■•■■■••••
XXII 14' 11 A. T.

Seite. Seite
Urna (Eques ab) ; s. Schwarz! Villerzn o „ • . .
Ursprung (der) der FMrei „Vincere aut mori 44
u. der,FMrerbrüderschaft 553„ Vitruvius (1larcus) • .
Urtica (Eques ab) ; s. Jä- Vitzthuxu (Christ. Ernst Fr.)
nisch ! von Eckstädt
v. "Vivat "
Vlies (der Ritter v. goldnen) —
” Vaincre ou mourir"; s. Vogel (Paul Joachim Sigis-
Gere mund) - 570
Valence (Graf von) . . . 556 Vogel (Samuel Gottlieb)
Valois„ (le CoMge de) . Voigt (Friedrich)
Vegesack, (Fr. Baron von) — Voigts (Joh. Aug.) . . .
Venatore (Eques a) ; Vollkommen; s. Gerecht!
leben (B. 2, 5.139 Note)! Vollkommenheit (der Ritter
Venedig von der) ; s. Grofs - Schotte
Verbinden (das) der Augen (B. 3, S. 332!
des Aufzunehmenden 557 Voltaire (F. M. Arouet de) —
Vereinigten Logen (die) . — Vorbereitende (der) Bruder 571
Vergeistigen (das) der Sym- Vorhof (der) 57.2
bole Vorschläge
Verhör (das Freimaurer-) ; s. Vorsehung (das Auge der) —
Heinrich Vl.! Vorsteher; s. Aufseher!
Verordnungen ; s. Gesetze! Votiren ; s. Ballotage!,
Verschwiegenheit (die) 558' Voate 4cier (la ) ! s. Ge-
Vertheidigung o der Apologie wölbe (das stählerne)!
(die) des FMrervereins — Verolik ; s. Holtrop !
Vertrauten (die) Brüder der Vraden —
St. Andreas-Loge . 564 Vulkan; s. B. 3, S. 58 u. 60,
Vertrauten (dießreider St. Sp. b, ingl. den Art.: Tu-
Johannis . . . . bal- Cain!
Vertrauten (die) Brüder Sa,
lomo's 565
Victoria (Eques a) ; s. Braun.
VV.
schweig (Herzog Ferdi, Wachestehende oder wachtha-
riand von) ! habende (der) Bruder; s.
Vier (die Zahl) Ziegeldecker !
'Viereck (das) • . . . 567 Wächter (Eberhard Freiherr
Vignoles (de); s. 8, 5.106, von) . . . 573
Sp. 13! Waffen; s. Degen, Metall u.
Villars (Georg) ; s. Bucking hanone!
-haru! Wahl (der Ritter der) . 675
zr xxtrt
Seite. Seite.
'Wahrheitforaeher (die); s. Westrninster (Abt von); 8.
Philalethen ! Islip!
Wahrzeichen (die) an Gebäu- Westruinster-'Abtei (die) 595
den des Mittelalters . . 575 Wes tphal (Friedr. Wilh. von)
Wales (Friedrich Ludwig Weymouth. (Lord Vicomte
Prinz von) . — von) 596
Wales (Georg. August Fried- Wharton (Philipp Herzog v.) -1-
rich Prinz von) . . . — White (Wilhelm) • •
Waltersdorf (Ernst Friedrich Wieland (Christoph. Martin) —
von) 577 Wien— . . • . 602
Wanefleet (Wilhelm) Wiesbaden; s. Gugomos 1
Ward (Jöhann.) . — WilhelxnL • . 604
Warren (Joseph); s. Nord- Wilhelm III. .
americ,a I . . 60 5
Warschau; s. Polen! Willermoz; 8. Villennoz!
Washington (George) !. . 578 Willianis (Wilhelm) . . 608
Washington-Shirlen s.Fer- Winchester (13ischaff von);
rers! s. Poynet, Wanefleet und
Wassenaer (Graf von) Wykeham1
Wasserwage (die) . . . Wind (der) • .
Watkins (Johann); , Winkelloge (eine) . 609
S..289! Winkelmaals (das) . • 610
Wedekind (Georg Christ. Wittwe .(die) ; s. Henriette!
Gottlieb Freihemvon) • 58t1 Wizleb6n. (Joh. Gottfried); 3"'^
'Weiber - Orden (die); s. Ma-. s. 13. 2, S. 139 Note, lind
onnerie J:l.'A4.option! S. 597, Z.24-271
Weimar . • 589 Wöllner. (Johann. Christoph
Weishaupt (Adam) . • 591 von) - • 611
Weisheit (die) . • 592 Wohlthätigen (die) Ritter;
Weifs . • . 593 s. Stadt!
Weltkugeln (die); s. Spha. Wohlthätigkeit (die) . . 616
ren ! Wohlthätigkeitanstalten . 620
Wemyfs (Jakob Graf von) 595 Wolsey (Thomas) • • • 622
Werht (E. D.) . . . . — Woog (Carl Christian) . —
Werkstätte (die); s. Loge! Wortmaurer (die); a. 13. 2,
Werkzeuge (die) des Lehr- S. 402!
lings; s. Maafsstab, Win- Wortzeichen (ein) ; e. Erken-
kelmaats u. Spitzhammer! nungwort u. Zeichen, auch
Werthern (Graf von) 13. 3, S. 420, Sp. b, und 8.
Westen; s. Occident! 482, Sp. b, ingl. 13. 1, 8.
Westindien; Indien! 367 f. !
I 'Dz zr L
Seite. Seite.
Wien (Christoph) . • . 623 Zelt (das) llirarn's . . 654
Wartenberg (d. Fiönigreich),626 Zerbal . . . •••18,11

Wurnlb (Friedrich Ludwig) 627 Zeschau; (Heinrich Wilhelm


Wykeha.rn <Willi. von) . -635 von) . . .; —
Ziegeldecker oder *aChthai,
bendt Bruder (der) 4 655
-(4or ,B,uchstabe) 696" Zierathen (die) . . 658
Yelaguine (Johann) Zinnendorf (Joh. Wilh. El-
• Yerele.(Heinrich) lenberger, genannt von) 661
York (die Stadt) Zion; s. Sinail
Yorkef Constitution, (die) 641 Zirkel (der) . . 678
Yeirk .(Eduard August, Her. Zollstab; s. Maafsstabl
z og von) .. Zöllner (Johann Friedrich) —
Yortk (Friedrich Herzög von) Zoroaster .
■-r-t. . . 683
Young (Johann) • , 642 Zorobabel' . s. 685
Ysenburg (Carl Friedrich Zunft (die) . . 691
niest yen) er.
Zunge (die) s. 13. 2, S. 418, ,
Frage u. A. 20, ingl, B. 3,
Z.

8. 533,_Num. 1, 2 und 11!


Zahlen (die mystischen una- Zwackh (Franz Javier von) —
heiligen) in der IVIasonei — Zweck (der) — oder die Be- .
Zehn .(die Zahl) . •4 646 stimmung — der FMrei u.
Zei6hen (die) , 647 des FMrervereins . ••••■■■•

Zeichnenbret (das); s.,Reifs-, ZWei und Zwanziger (die);


brat'. s. Bfahrdt und Union!
Zeichnung (die) des Vierecks Zwölf (die Zahl) . • 721
am Ftesbciden • • 650
Zeit (die. mauxerische) 4 . 651
Zeitrechnung ( die Inauteri.
sche) . •. Verbesserungen u. Zusätz& 722
N.

NACKT. • NAP Olik 0 N.


NA. cz.;r ; siehe sich in den vereinigten Staa-
»ET. ten Nordamerikas niederge--
NAPIte (FRANZ LORD), lassen hat.] So wenig sich
oft auch fälschlich Neper ge- erweisen läfst, dafs sein.
nannt, Obrister eines kön. Bruder, der gewesene Kai-
britan. Garderegiments, war ser, zum Freimaurer aufge-
Grofsmeister der Grofsen nommen worden sey, eben-t
Loge von Schottland in so wenig ist Solches vort
den Jahren 1789 und 1790. Diesem bekannt; auch hat
[Er legte. am 16. Nov. 1789 er nie einer
den.,Grundstein zu dem neu- lun g beigewohnt. NiChts-
en Univ,ersitätgebäude in destoweniger ernannte ihn
Edinburg. S. „ Laserie' s der Kaiser, der zwar die in
Gesch.", deutsche übers., Frankreich sehr ausgebrei-
S. 222 — 232 !] tete Brüderschaft, als unbe-
NAPOI1ON , Kaiser von deutend, nicht mit mifs-
Frankreich ; s. BONAPART trauischen 'Augen betrach-
[und den folgenden Art.!] tete, dennoch aber dieselbe
NAPOL E ON BON APA.R.Ti nicht sich selbst" überladien
(JOSEPH), [geb. zu Ajaccio und zugleich von ihr Nu-
in Corsica am 7. Jan. 1767,] izen für sich ziehen wollte;
von 1806 an König von Ne- im J. 1805 zu ihrem Grofs-
apel und Sicilien und nach- meister, machte den Grand-
her seit 1808 König von Orient wegen . des Betragens
Spanien, als welcher er, im aller Logen im Reiche ver-
J. 1813 Reich und Krone antwortlich und liefs in
verlor ; [worauf er 1815 den ganzen Verein die fein-
1
2 INIAPOLÜON NEAPEL SICILIEN.

sten Fäden seines Polizei- „Sdl.:. Grand-Mahr."


Le T:. III:. et Ur:. F:.
systems verwehen. Grands- Maitres A dioxids.
[Br. Thory sagt in den Les TT:. et TT:. RR:.
" Acta La torn. ", T. p. 225, FF:.
ausdrücklich: „. Ce choix Beurnonvilti (Marquis),
Ministre d'Etat, Mardehal
fut celui de la Cour et n' et Pair de France," etc.
appartint pas aux Ma2ons ,,Macclonaid, Duc de Tarente,
fran9ais ;." und führt p. Pair et Marechal de Fran-
384 sequ. ein gedrucktes ce," etc.]
„ Circulaire du G. - 0. de ADER (JoAcutivr
France, du 17. Juin 1805, FraEDB./cn voN), k. preufs.
concernant son administra- Generalmajor von der Ar-
tion , la protection accor- tillerie, geb. im J. 1742,
dem la Franche Ma2on- gest. am 27. October 1817,
nerie par Je Gouvernement, war von 1814 bis an seinen
et le choix fait par la Cour Tod Grofsmeister der Gro-
du prince Joseph pour fsen Land esloge v. Deutsch-
Grand - Maitre de 1' Ordre land zu Berlin.
en France" an.] NEAPEL TY>TD S!CXLIEN.
Joseph war in der Reihe Unter allen italienischen
der französ. Grofsmeister Staaten hat in diesem das
der siebente und erhielt Freimaurerthum besondere
durch ,die Wahl der Brüder- Schicksale gehabt. [In der
schaft den Prinzen Erz- im obigen Artikel : CARQ-
kanzler Carnbace'rhs {s. die- IalsTE , angeführten „ Ge-
sen Artikel!] zu seinem pre- schichte" u. s. w. wird er-
mier Adjoint. zählt: „gegen die Mitte des
vorigen Jahrhunderts habe
Die politischen Ereignis- ein Grieche , der sich in.
se im J. 1814 veranlafsten Neapel niedergelassen , da-
den Grofs -Orient, diesen selbst einen freimaureri-
Grofemeister und seinen
schen Verein gestiftet, dem
Adjunct ihrer Würden für sich in kurzer Zeit die an-
verlustig zu erklären.
gesehensten Männer vom
rIn dem',, Calendrier ma- Hofe und aus den ersten.
9orin. du G. - 0. .de France, Familien der Stadt ange-
Pour Pan de la V:. L:. 5820", schlossen hätten ; als aber
Paris; in 12. ; ) werden der für das Wohl seiner
p. 23 sequ. die Grands Of-- Staaten und die Ehre der
ficiers d'honneur, grands pre- Religion besorgte K. Carl
mien dignitaires de l'Ordre HI. von Spanien, der da-
en France folgendergestalt mals in Neapel regierte,
angegeben. — hiervon Kunde erhalten,
NEAPEL U. SICILIEN. NEAPEL J. SICILIhN. S
habe er in einem Edicte schottische Grofsmeister,
vom 10. Juli 1751 die Zu- Chevalier Dügue Naselli*, je-
sammenkünfte der Freim au, ne Loge, welche, nach der
rer, als gefährlich, verbo - beigefügten Liste, aus 31
ten undDie, welche fortfah - Brüdern bestand ; förmlich
ren würden , sie zu besu- ein." — Nach der Thron-
chen , mit den Strafen der besteigung Ferdinands 27.
Störer der öffentl. Ruhe be- vermochte ihn sein erster
droht, sey indefs in der Staatssecretair,, der III' ar-
Folge mit der Brüderschaft diese Bernardo Tanucci,
ausgesöhnt worden und ha- durch da Edict vom 12.
be sogar einem Mitgliede Sept. 1775 , welches italie-
derselben einen Theil der nisch. u. französisch in dem
Erziehung seines Sohnes .Anhange zur „Hisioire "
und Nachfclgers Ferdi- etc., par TIzo7:7 p. 318 —
nand' s , anvertraut und 321, abgedruckt steht, das.
ihn zu Dessen Beichtvater frühere zu erneuern , und,
ernannt. So wären denn. der Staats- Junta. aufzuge-7
die Brüderermuthigt wor- b en, dafs sie gegen die über-
den, sich von der neuengl. treter, wie , bei Verbrechen
Grofsloge zu London zu ei- der beleidigten Majestät, ex
ner Propznzialloge constitui- ,officio (eigenmächtig) und
ren zu lassen, hätten aber ad moduin belli (nach Kriegs-
nach einiger Zeit sich ver- gebrauck) verfahren solle,
anlafst gefunden, sich von und leitete, wiew ' ol die
jener Grofsloge zu trennen,
eine Nationalloge zu bilden
Freimaurer in Neapel deirt
Edicte gehorchten und ihre
und mit den vereinigten Versammlungen einstellten,
Logen in Deutschland in eine grausame Verfolgung
engere
b Verbindung zu tre- gegen sie ein. Doch! Fer-
ten." dinand's Gemahlin (s. den
„Am 27. Febr. 1764 setz- vorhin angemerkten Arti-
te," (wie ein französisches, kel!) ward ihx. Schutzengel.
von dem Vahrable, Chilien, .Tanucci selbst mufste in ei-
Cal'accioli, zwei Aufsehern, nem Befehle vom 28. Jan.
dem Kanzler, le ChePalier 1783 dein Präsidenten der
Fran,pois de Valignani, und. Junta, Marchese Cito .,‘ be-
dem Secretair, Antoine Mi- kannt machen, dafs der,Kö-
cheroux , unterzeichnetes, nig die Untersuchung ge-
Schreiben der Loge de la gen die Angeklagten aufge-
Victoire im Orient von Ne- hoben wissen und die etwa-
apel vom 28. März an eine nigen Verbrechen straflos
deutscheLoge besagt,) „der lassen wolle, jedoch mit
4 NEAPEL U. . SICILIEN. NEAPEL U. SICILIEN.
dem Zusatze: „dafs , da die sen sie sich, im J. 1767*), ihre
Loge von englischen Brüdern.
Secte der Freimaurer der constituiren zu lassen, und ar-
Religion und dem Staate beiteten eine Zeitlang unter der
verdächtig werden könne, obersten Leitung derselben fort.
die Junta genau und anhal- Es wurde indefs bei einer all-
tend über das in einer so gemeinen, mit Zustimmung
unsres derrnaligen Grofsrnei-
wichtigen Sache Vorfallen- sters, Principe di Cararnanica,
de wachen und St. Majestät eelialtenett Versammlung aller
darüber Bericht ' erstatten in dieser Hauptstadt anwesen-
den Maurer, in welcher Man
Aus jenerii Zeitraume sind. in Erwägung zog, d.afs es für
diese freie Nation nicht länger
3 andere amtliche Schrei- wohlanständig sey, unter aus-
ben der Graf.;'en National- wärtiger Abhängigkeit zu ar-
loge in den" A.-önigreichen bei-- beiten, und dafs zudem die
der Sicilien mit dem Bei- englischen Bruder nicht als gu-
te und ächte (buoni e retti) Obere
namen: dcl Zelo (ertni Eifer), gegen sie verführen, der Be-
' eiche nachstehende Nach-
-vcr schlufs gehrst, dem von un-
richten 'von dem damaligen serm ehrwürdigsten und er-
2u.stande des Masonen- leuchtetesten Bruder Principe di
thums in jenen Ländern Caramanica angezündeten Lich-
te zu folgen, und diese Loge
'enthalten. -- mit allen maurerischen Feier-
1.) In dem ersten vom 7. lichkeiten zur grofsen Natio-
Dec. 1775, in italien. Spra- nalloge zu erklären; in welcher
che , und unterzeichnet: Eigenschaft sie denn auch so-
dann anerkannt worden ist.
Frincipe di Carainanica, Na- Diese hat -in hiesiger Haupt-
tionalgrofsmeister .Princi- stadt vier neue Logen, unter
pe di Canneto, deput. GNI.; den Benennungen: della Vit-
Diego Naselli und EugeniO toria (zum Siege), dell' Ugua-
erlianza (zur Gleichmlithigkeit)4
de Soria, erster und zweiter della Pace (zum Frieden) und
NGrofsaufSeher; und Fe' lice dell' .dmicizia ( zur Freund-
Lioy (s. oben diesen Art. schaft), errichtet und' noch
*NGrofssecretair,, heilst es zwei von uns, abhängende Lo-
unter andern: gen bestätigt, von denen die
Eine in Messina und die Andre
„Die königl; Kunst hat hier in Caltagirona arbeitet; auch.
zu allen Zeiten geblühet und ist sie jetzt von den Baukünst-
schnelleForischritte gernacht." lern. (Artist° in zwei andern.
— „In-13.1754 vereinigten sich. ansehnl. Städten, Catania in Si-
verschiedene Brüder und arbei- cilien und Gaiita in diesem. hü-
teten anfangs unter der Autoni-
tat der Loge zu Marseille. Int
3. 1760 erhielten sie von der
-Grofsen Loge in Holland eine .Diese Jahrzahl stimmt nicht
neue Constitution. Da aber mit dem vorher ausgezogenen,
auch diese ihnen noch nicht Logenschreiben überein. Viel-
leicht stand 1762 im Entwurfe.
Genüge 'leistete; so entschloss, Anm. des Herausg.
NEAPEL U. SICILIEN. ,NEAPEL U. SICILIEN. 5
nigreiche, ersucht worden, ihre halb wir seinen Verein als eine
Logen als gerechte und voll- Winkelloge betrachten."
k ozumene zu constituiren. 2) Das zweite italieni-
sche Schreiben vom 6. Dec.
„I\ioch bemerken wir, da.fs
in dieser Staat auch zwei im- 1776, welches von dem Ca-
valiere Viego Naselli, als
beesetzmärsige Logen sich befin-
den, die niemals von uns aner- Grofsmeister,, nebst den
kannt worden sind, theils dar- übrigen Grofsbeaniten, Ki-
um,. weil sie nicht nach den liano Cczraccioli, Joseph An-
ächten Grundsätzen des Ordens
gestiftet sind und von auswär- toine Tschuary y Felice Lio
tigern Obern regiert seyn wol- und Francesco Yalignani,
len , theils ; weil sie geeigne- unterzeichnet worden und
ter sind, in unsrem Lande den dem ein Verzeichnifs von
wahren Zwecken hinderlich
zu seyn, als sie zu befördern; 56 Mitgliedern beigefügt
indem ihre Mitglieder blofs ist, erwähnt im Eingange
aus solchen Personen bestehen, die kritische Lage, worin
die wir unwürdig erkannt das scharfe königl. Edict sie
haben, von uns aufgenommen
zu werden. — Aufser diesen
versetzt habe , und verbrei-
beiden ist in diesem Oriente tet sich sodann darüber fol.-
noch eine ganz kleine und völ- gendermafsen. —
lig ausgeartete Loge, unter der ;, Es ist bereits allbekannt,
Leitung des .Principe cli Otto- Bars dieses widrige Schicksal.
fano, der zwar von uns zum nicht durch das geringste Ver-
Maurer aufgenommen worden sehen unsrer ächten Mitbrü-
ist, seitdem aber sich von fal- der herbeigeführt worden, viel-
&ollem Ehrgeize hat hinreiCsen mehr lediglich durch das un,-
lassen, an d.er Spitze einer Lo- kluge und anstöfsige Beneh-
ge stehen zu wollen. Nach- rnen derjenigen Schisrnatiker,
dem er sich durch mancherlei die, vom Duca della Rocca e S.
Vorspiegelungen von dem Bru- Demetrio und vom Principe di
aerHerzoge uon Luxemburg:» (s. Ottojano verführt,'thörichter-
diesen Art.!) „der vor einiger weise nach den englischen Con-
Zeit in der Eigenschaft eines stitutionen arbeiteten. Wir
Grand Administrateur g-en6ral hingegen haben jenen Vorfall
aller französ. Logen hier war, dazu benutzt, um unsere ge-
eine Constitution erschlichen. setzrnarsigen Arbeiten besser zu
hatte, fing er mit einer kiel- ordnen, haben jenem königl.
nen Anzahl Franzosen und Nea- Befehle vollkommnen Gehor-
politaner seine ungesetzmärsi- sam geleistet und dabei ge-
gen Arbeiten an und beharrt glaubt, diefs sey der günstige
darin, wiewol ebenderselbeBr. Zeitpunct, um Alle von uns
Herzog 1,07Z Luxemburg , nach zu. entfernen, die wir als unfä-
erlangter lienntnifs von der hig zu Ausübung derjenigen
wahren Beschaffenheit der Uni- Tugenden, welche man von.
stände, unsre Autorität als Na- einem vollkommnen FMrer fo-
tionalloge anerkannt und ihm clert, erkannt hatten, einige
die ertheilte Constitution wie- Andere aber, dererrBenehmen
der abgenommen hat; was- uns in einem zweideutigen
6 NEAPEL U. MIMEN. NtAPEL SICILIEN.
Lichte erschien, so lange von bles graces au Grand A.rchitec-
uns abzuhalten, bis wir sie te , qui ne laisse de protgger
besser geprüft und erforscht l'innocence en tous tems. Nous
hätten." u. 8. W. somines donc, trs chers Fre-
„Am Johannisfeste des Jetzt- res, ihr's le devoir de Vous
vergangenen Monats Juni ist, donner part qu'aprs que le
mit dem einetimmigen Beifalle Marquis Tanucci , ei - devartt
unserer sämmtl. Brüder, unser prenuer Secre'taire &Etat, a eu
bester und würdigster Bruder sa dimission, et que le tres-
Cavaliere Diego Naselli "'rin- digne Marquis della Samba=
cipi di Aragona zum Nachfol- a et4 pour lui succ g der, on
eer des Principe di Caramanica a verifig la fausset6 du proces,
in der Würde des National- que le Conseiller Pallante, un
gro fs m eis ters erwählt worden des chefs du tribunal de la Vi-
und Dieser leitet uns mit so cairie,_ en avait form g , aprs
allgemeiner Zufriedenheit, da fs avoir faxt lui-m 'arme s gduire les
unser gutes Beispiel sogar die dits malheureux i s'unir le 2d
Mitglieder jener beiden Lo- Mars dernier dans une maison
gen, die unter dem Hammer de campagne et les avoir arrU6
des oben gedachten Duca della sous le faux >titre de les y avoir
Rocca e 8. Dernetrio und des surpris en Loge. Enfin la su-
Principe di Ottojano arbeiteten, preme Jointe composge
ihren Irrthum eingesehen, die par le President du Conseil et
Rechtmäfsigkeit dieser unsrer huit autres Ministres, s'itant
grofsen Nationalloge anerkannt assembl ge le 6erne du courant,
und sich unseren *Verordnun- pour examiner dans les formes
gen unterworfen haben. Über- j uridiques les 12 points de rg-:
ads haben wir noch 4 neue cusation produits par le sage
Logen errichtet, — eine unter et digne Conseiller Avena,
dem Namen: della Ospitalitä comme avocat des dits prison-
(zur Gast freiheit) , zu Jerlizzi niers contre le dit Pallante, les
in diesem Nilnig.reiche' und 3 d gclarat tous et d'une voix un.a.
andere im liönigreiche Sicilien, nime valides , et qu'en consg.
nämlich eine unter dem Na- quence le dit Fallaute ne puisse
men: de Constanti ( . der Stand- plus s'y inggrer.— Ce n'est pas
haften), zu Messina, eine degli lui sein qui devra craindre la
Intraprendenti (der Unterneh- royale indignation, ltmais bien
menden), in Caltagirona, und aussi l'autre Conseiller Rug-
eine, genannt dell' Ardore (der giero, pour l'avoir d gfendu en,
Feurigen), in Catania," qualit6 d'avocat, ayant en Pim-
3) Das dritte Schreiben, pudence de publier une apolo.,
in französischer Sprache, gie en sa faveur, qui a 6t6 pro-
scrite par ,la meme supreme
vorn 10. Dec. 1776, lautet Jointe d'Etat, comme tern g
— -raiefusetconraiekla
„Apfes les plus 6tranges ac- souverainet6 et ä la rgputation
cidents et la pers6cution la plus de la Magistrature. 11 y
cruelle contre notre tres-respec- a lieu d'esperer que cette d6ci-
table Ordre en geng ral, et en sion prouvera au rnonde ,que
particulier contre les malheu- les Bons Ma9ons k Naples n. ont
reux Trisonniers d'ici, nous laiss6 d'agir en cette occasion
avons rendre les plus hum- avec le plus grand zHe et pru.-
NEAPEL U. NEBUHADNEZAR. 7
dence, moyennant la haute pro- [Nach dem „Calen.drier
tectiori; dont ils jouissent ; car pnnique df G:. Or:. de
la Beine avec une cl6mence et
une bont6 particuli'ere s'est en- France, pour ran 5820, "
gai6e k les prot6ger aupfes ilit ( en 12.) p.273 , befanden
Roi, qui a connu enfin qu'sm. sich damals in lifessina noch
l'en avait imdpos6 par la malig- 3 Logen , nebst einem Ca-
nit6 de quelques-uns ses Mi-
nistres. Le ‚ nouveau premier
pitel der höhern Grade.]*
Secr6taire d'Etat a conqu une NEBUKADNEZ411, König
trs L•bonne id6e de notre so- der Chaldäer und Babylo-
ci6t6, et le publique kNaples nier,, regierte 43 Jahre lang
en est revenu de son faux pre-
j uge, et ii parle rnaintenant de
la Maprmerie comme dune
von 604 bis 561 vor Christi
Geburt. [Voir „Manuel
congr6gation de Samts." ( u. mapnn., " p. 249, et la
s. w.) plan che XXIII. !
(Unterschriften „Le Cheva. ENoorthouck erzählet in
Zier Diego Naselli , G. M.; .Ki- seiner Ausgabe der „ Con-
liano Caracciolo , G. D. M.; le stitutions" von 1784, p. 33
Chev.• Franpois de Valignani,
G. Secretaire."] 35, Folgendes.
,,Die Assyrier hatten die kö-
Nichtsdestoweniger wur- nigl. tunst schon seit den Zei-
de die Maurerei hier fort- ten des Nimrod und des .Ninus,
während von den Staatsbe- insbesondre bei der Erbauung
ihrer grofsen Stadt Niniveh, ge-
hörden unterdriickt und von trieben bis zur Zeit des liönigs
den Geistlichen verfolgt, Pul, vor dem der Prophet Jona
auch durch das Gesetz v. 8. Bufse predigte, und seines Soh-
Aug. 1816, [worauf sich in nes, Sardan .. .Pul, des vervv.or-
der Bekanntmachung vom feilen und weibischen Sardana..
pälus , der von seinem Bruder,
28. März 1821 bezogen Tiglath Asar,, und Des-
wird, welcher das königl. sen Feldherrn, .Nabonassar, be-
Decret vom 1. May 1821 lagert wurde und sich, mit sei.
folgte,] sogar bei Galeeren.- nen Beischläferinnen und Schä-
tzen , in Nimrod)* altem Pala-
und anderen Strafen verbo- ste, im 12ten 1. der Regierung
ten. Nur während der Zeit, .Totharn's, Königs von Juda, (im
da die französischen Prin- J. der Welt 3257,) verbrannte.
zen Joseph und Murctt auf Hierauf erfolgte die Theilunk
dem Throne safsen , waren. des Reichs unter glath- Pul-
Asar der in Niniveh den
die Logen in einem blühen.- Thron bestieg, und Nabonas-
den Zustande. .ZIfurat ge- sar, der seinen Sitz in Chaldäa
nehmigte die Errichtung nahm."
eines Grand-Orient, welcher, ,
‚Nabonassar , auch Belesis
oder Beladen -genannt, ein vor-
am 24. Juni 1809 installirt trefflicher Sternkundi&er und
wurde, und nahm sogar die Baukünstler, legte seine neue
grofsmeisterliche Würde an. Hauptstadt auf den Trümmern
8 NEBUKADNEZAR. NEBUKADNEZAR.
eines Theils der alten Werke von der bevvundernsvv.erthesten
Ninzrod's in der Nähe des, da- Kunst. Über den letztern ge-
mals noch stehenden , grofsen rieth Ahas , König von Juda,
alten Thurxne von Babel, an in solches Entzücken,' dafs er
und nannte sie Babylon. Der ein Muster davon nehmen liefs
Grund 211 derselben ward im und es an den Hohenpriester
ersten Jahre der Nabonassar'- Urijah zu Jerusalem sendete;
schen, oder der berühmten und nach seiner Rückkunft liefs
astronomischen Zeitrechnung er den Altar des Herrn aus
gelegt; denn vor Jesditth, der dem Tempel wegschaffen und
sowol ihren Ursprung meldet, befahl an dessen Stelle einen
als auch ihren. Untergang vor- solchen neuen zu errichten."
a.u.ssagt, hat kein Schriftstel- „Nachdem der fromme Jo...
ler von dieser Stadt einige 8iah, König von Juda, der die
Nachricht gegeben." Sache seines Oberherrn, Nabo-•
"„ Die Wissenschaft und die palassar's , verfocht, in dem
Runst blühete , nicht. nur lange Treffen bei Hadah
im östl. Asien, 'bis zu dem äu.- von dem ägyptischen Pharao
fsersten Ostindien hin; son- 1Vec1zo geschlagen worden war,
dern wir finden auch, dafs die nahm die Gestalt der Dinge in
Maurerei schon vor der Geburt Juda 'eine schlimme Wendung;
Nebukadnezar,s des Grasen sich. denn, als der grofse Selbstherr-
nach Westen zu ausbreitete; scher Nebukadnezar, der Vor-
denn die Schüler von Denen, her seines Vaters Mitregent ge-
die Salomon auf Reisen schick- wesen war, ernannten Necho
te, unterstützt von den Für- besiegt hatte, machte er Jo-
sten der im Westen an Assyrien siah ,s Sohn, Jojakinz, zu sei-
gränzenden Staaten, erbaueten, nem Vasallen und, stürzte ihn,
erweiterten und verschönerten nachdem Dieser sich empört
sehr viele Städte und Örter, hatte, vom "Throne. Endlich
als: Boristlzenes und. Sinope im führte er die ganze noch übrige
Pontus, Nicomedia, Pr.usiae una, königl. Familie von Juda, nebst
Chalcedon in Bithynien, Bi- dem Kerne der Edlen des Lan-
zantium , jetzt Constantinopel, des, insbesondere die Sinnrei-
ingl. Cizicus und itamp.sacus im clieren unter. den Handwerkern
Hellespont, Abdera Thra- (craftsmen), gefangen mit sich,
eien, sowie in Griechenland hinweg, verwüstete das ganze
Tarentum, Regium, Rom, Ra- israelitische Gebiet, verbrannte
venna,' Grotona, Florenz , und, ünd zerstörte alle stattlichen
viele andere in: , dann Gebäude, und so auch den.un.
Granada, Malaga, Cadix, u. naChahml. Tempel Salomon's,
s. w. in Spanien, Massilien und nachdem selbiger 416 Jahre zu.
andere auf der' Seeküste von vor vollendet xnd eingerichtet
Gallien; indem Britanien da- worden war; denn am 7ten
mals noch nicht bekannt war." Tage des fiten Monats , (nach
„Im J. '74o vor Christi Ge- unsrer Zeitrechnung zu Ende
burt verschönerten die Syrier, des Monats Juli,) kam Nebu-
unter dem Beistande der 'Scz- sar - Adan , Anführer (captain)
ierton'schen Damascus der Leibwachen des Königs
durch einen hehren (loPy) Tem- Von Babylon, nach Jerusalem ;
pel, ,durch einen königl. Palast und nachdem er aus dem Tem-
und durch einen , iöffentl. Altar pel alle heiligen Gefäfse und
NEBUKADNEZAR. NEBUKADN4ZA11: 9
die beiden berühmten Säulen men worden, Was mit selbi-
in demselben, sowie alle Kost- gen verglichen 'werden. könnte.
barkeiten, die nur im königl. Dieser prachtliebende Grofsmei-
Palast und in . der Stadt auf- ster liefs auch in der Ebne von.
zufinden waren, -weggenom- Dura ein goldnes Bild des Got-
men hatte, verbrannte er, dem tes Baal von 6o Fufs Höhe und.
Befehle seines Herrn zufolge, 6 Fufs im Umfange aufrichten,
sowol den Tempel, als die welches, nach Dioclor's Versi-
Stadt,;. stürzte die sie umgeben- cherung, aus 7000 Drachmen.
den Mauern und die darauf an- attischen Goldes, die nach un-
gebrachten Bollwerke um und serm Geldwerthe drei und eine
schleifte das Ganze bis auf den halbe Million Pfund Sterling be-
Grund, so dafs ex eine voll- tragen, zusammengesetzt war."
ständige Zerstörung ztt Standd „Die Meder und. Perser, hat-
brachte.", ten mit den 'Assyriern und
„Als nun Nebukadnezar seine Clialdäern, ehe sie dieselben
Feldzüge insgesaMmt beendigt im ‚Kriege überwunden hatten,
hatte und im Innern seines hinsichtlich der Maurerei zu.
Reichs in völligem Frieden. Ecbatana, Su.siana, Persepolis,
lebte, richtete er sein vorzüg- und in vielen andern schönen
lichstes Augenmerk auf den Städten, gewetteifert,: wiewo,1
grofsen Plan, in Babylon seine sie nichts so Ausgedehntes,' als
Bauten zu vollführ
en, und stell- Niniveh und Babylon, und
te dabei, nebezi seinen eige- nichts so Vollendeies, als den
nen chaldäiaschen Maurern, alle Tempel und andere ‚Gebäude'
j ene geschickten Künstler (ar-
tit.x) aus Ju'däa', und andere
Sialonzon's, aufzuweisen hat-
ten. "
Gefangene, an, die dann durch. Nach' Nehukadnezar's Tode
ihre vereinten Arbeiten 'diese setzten die jüdischen Gefange-
Stadt zum Vierten der sieben nen ihre Arbeiten ununterbro-
Wunder der Kunst erhaben. chen fort und ,trösteten sich
Die berühmtesten Werke darin damit, dafs sie bis zur bestimm-
waren die Stadtmauern, der ten Zeit ihrer Erlösung in xe-
Tempel des Belus, in welchem elmäfsigen Logen vereint seyn
das eherne Meer, die Säulen onnten.; und ..so waren sie
mild niedere Dinge, die er aus hernach desto geschickter, den.,
Jerusalem mit weggenommen heil. Tempel und die Stadt Sa-
hatte', aufgestellt wurden, der lem auf ihrem alten , Grunde
Palast und die hängenden Gär- wieder aufzubauen. Diefs ge-
ten', der Strom" (der Euphrat,' schah auf ausdrücklichen Be-
von welchem ein Arm mitten fehl (decree) des-, Cyrus; nach.
durch. die Stadt flofs,) „und Gottes Worte , worin' Dessen
der künstliche See, nebst den. Erhebung auf den ThrOn und.
Kanälen, um-jenen Strom zu lei-
ten. Die Herrlichkeit und die
jener Befehl verkündigt wor-
den war. Als nämlich Cygus,
Kosten dieser Werke übertra- der Perser, Belsazar'n,- besiegt
fen beiweitem Alles, was vor hatte, verlegte er den 'kaiserl:
ihm durch irgend einen Kö- Sitz nach Susiana, in Persien,'
nig ausgeführt worden war; und Machte dadurch dem ba-
und seitdem ist, mit Ansnalime bylonischen, Reiche, (lin J. a,
der Staunen erregenden Mauer W. 3468, und 538 Jahre vor,
um China, Nichts untern.Qm- h.risti eeburt,) ein Ende,
1 N U & L T. XIX

Seite. Seite..
Somerset (Eduard Seyrnour, Stein (der gespaltene der zer-
Herzog von) . . . • 376 trünarnexte); s. d. folg. Axt. !
S o menet (Heinrich); s. Beau. Stein (der rohe) . . . . 410
fort I Stein (der) der Weisen • 413
Sonne , (die ) • • . . — ,,Stein des Anstofses und Fels
Sonnenritter (der) . S29 der Ärgernifs"; s. B. 3, S.
Sorbonne (die) . . . — 44, Sp. a!
Souverain • • • 4, 44 Steinbach (Erwin von); s.
......

Souverain (der) der Souve- Münster !


raine .. . • . . . 880 Steinbach (Johann von); 3.
Spangenberg . . . • ..... Münster !
Spanien — Steinbach (Baron von); s.
Spartacus; s. Weishaupt! Schrepfer!
Sperber (der); s. Schotte! Steinmetzbrüderschaften
Sphaexa (Eques a) s. Vitz- (die) , 414.
thum! Stella (Eques a); 8. Mylius!
Sphären (die) . . . 883 Stella (Eques a)fixa ; s. Jacobi !
Sphinx (die) 384 Stellis (Albertfis a septem);
Spina (Eques 4); s. Sprengs- s. Berend!
eisen! Sterkin .. . . • • . 426
Spitzhammer (der); s. Hain' Stern (ein), .
mer und Meissel! Stern (der flammende)
Spoulee (Johann von) • • 885 Sterne,.(die neu») ,. 427
Sprengseisen (Kessler von). — Stewards (die) • es
Staatsschwert (das) des engl. Stewards Logen 429,
Grofsmeisters.; s. Schwert . Stewart (Johann) .......
träger! Stiftshütte (die) . . • . —
Stadt (die wohlthätigen Bit- Stillschweigens (der Gott des) —
ter der heiligen) • . . 386 Stilurnen oder Abstimmen —
Stäbe (die) der Schaffner . 389 Stirling (Baronet von)
Stählern; s. Gewölbe! Stockholm . • • *

Stärke (die) .... Stolkin. . 431


,Standarte (die); s. Panier! Sonne ( Nicol.) ; 8. Payne .
Stanhope; s. Chesterfi.eld! (Georg)!
Stapleton (Walther) . . 390 Stonehenge; s. die Zusätze,
Starck (Joh. Aug. Freiherr v.) — dieses Bande! .
Statuten; S. Gesetze! Strafen (die) • . . . . ---•
Stein (der behauene oder zu- , Strafsburg; s. Corporation
gerichtete); s. Cubikstein, (8.84, Sp. b f.), Münster u.
Jileinode u. Stein (roher), Steinmetzbrüderschaften!
ingl. B. 3, S. 330, Sp. a . Strathmore (Jakob Graf v,) 43
b*
10 NEBUSAR .ADAN. NEUN.
nachdem selbiges 209 Jahre lang „Archives de la Franc-Ma-
bestanden hatte; auch verbiete pnnerie", p. 145-1611]
er den Israeliten seine Gnade
in vollem Umfange und die NEOCOROS ; der Name
baldige Wiedereinführung in der Priester zweiter Masse
ihr Land." der alten ägyptischen My-
S. die Fortsetzung unten im sterien. S. AGYPTEN.
Artikel: ZOROBABEL
NE 0 PIITT [ein Wieder-
NEBIT SAR ‚• AD.A.N Feld.« geborner, Neuling,], heifst
hauptmann des Königs Ne-: der Aufzunehmende vom
bukadnezar, [s. 2. „ Kön. " Augenblicke, seiner Eides«.
XXV, 8 20 !] ist der leistung an, bis er zum
Name des zweiten Aufse- IVIitgliede der Brüderschaft
hers in den Graden des Bit- erklärt wird.
ters vorn, Orient und des
NEPER ; S. NAPIER.
.Prinzen von Jerusalem.
NEUEN GLIscH ; siehe SY..
NE n, [d. i. der Trost ST E111.
Gottes ,1 ist ein bedeuten- 1\TEtTer ist Eine der hei-
des Wort in den höhern ligen Zahlen, welchen von.
Graden. rin der „Encycl. den Freimaurern die ver-
mapnn. p, Chemin- Dzzpon- schiedensten symbolischen
ts", T. p. 289, wird an- und mystischen Bedeutun-
geführt, dafs Nehemiah, von gen gegeben worden sind.
Einigen für den Gründer Sowie die Drei und
des Masonenthums gehal- Sieben, also gehörte auch.
ten werde, weil er, in ei- die aus dreimal Drei zusam-
ner Hand das Schwerdt, mengesetzte Neun schon im
und in der andern die Kelle, frühesten Alterthume zu
die Bewohnter Jerusalems den verehrten Zahlen und
ermuntert habe, ihre Fein- behauptet besonders im
de zurückzuschlagen, und. Meistergrade und in ineh-
ihren Teeei wieder auf- ren höhern Graden einen
zubauen.3 vorzüglichen Rang, wo sie
NEB.Aiu NERAn, [nicht auf's Mannichfaltigste ange-
Nekar ; welches im „Ma- wendet und ausgelegt wird.
nuel mag.," p. 98, für einen [S. oben 13. 2, S. 417,
Fehler erklärt wird;] (d. i. Sp. a Z. 19 v: unten,
Rache ! Er hat getroffen, S. 419,' Sp. b, Z. 5 — 10,
oder die, Strafe ist voll- S. 461, Sp. Z. 19 .f., S.
bracht;) hebräische, in ei- 463, 'Sp. a, Z. 5 — 10, u.
nigen hohen Graden be S. 464 , Sp. a, Z. 24 — 22
deütende. Worte , [ als : in u. 11 .ff v. unt., u. vergl.
dem .üzt des Nee. Voir den Artikel: Zahlen!]
NEUN. NICOLAI 11

'Übrigens ist die Eigen .;. raphins, Tr3nes, Do.


thümlichkeit dieser Zahl in mulations, P rincip au .,
tes, Puissanees , V er -
der Arithmetik allgemein tos , Armhanges et An-
bekannt und hat den My- ges."]
stikern ein weites Feld für
. NE-VARIETTIR wird die-
ihre Folgerungeu und Be- jenige Signatur genannt';
hauptungen dargeboten. Welche ein Maurer auf sein.
[In dem Rituale de 's Or- eigenes Certificat, gewöhn-
dre royal de Herodom de Eil- iich am Rande, setzen mors
winning enthält die Instruc- -dm die Identität seinerPer-
tion, du prernier degrd , sec- son dadurch beweisen zu'
tion 2, Nachstehendes. — können und Mitsbrauch,
„ Dem. * Cornbien faut-il de wenn ein solches Certificat
Chevaliers, pour constituer
un Chapitre du royal Or-
in fremde Hände fallen
dre de Ileredom?" möchte, zu vermeiden. Die-
„ „ R4p. .11 en faut ses Ne-Trarietur wird daher
auch in den Logen mit den
„D. Pourquoi?” - Unterschriften verglichen,
„ „R. Your trois uni- welche die besuchenden
sons." "
"D. Dites-moi la premiere!" Brüder vor dem Eintritte zu
y).R. ,P arcequll y a den Arbeiten zu geben ha-
„R.
trois divisions . dans ben.
les nombres, qui nous
apprennent lt calculer NICAISE (SAINT-)..; 8, VON
nos iours de faon que STA‘RCI4..
nous nous appliquions NICOLAI (FRIE:pRIcn, 4-,
la sagesse."" gentlich CIIRISTOPTr FRIED-.
„D. Donnez-moi la secon-
de!" nicn), Buchhändler in Ber-.
„ „R. Parcequ' il y a lin, [seit 1798 Mitglied der
rieuf Muses dans l'har- königl. Academie der Wis-
nionie , qui polissent senschaft. in der philosoph.
la na.ture,humaine." " Glasse, auch Doctor der
D. Nommez-Ies moi ! f‘
;,,,R• Calliop e, Clio, Eu- Philosophie, von welchem
terpe , ' Melpomhne, Titel, den ihm die phi-
Terpsichore, Brat o , P o- losoph. Facultät zu Helm-
lymrzi e , (Ironie et stä.dt im 1799 ertheilt
Thalie.4"6
'J.
„D. Donnez-moi la troisi`e-
hatte, er jedoch nie Ge-
rue raison!” brauch machte,] geb. in
,, 79-1?. Parcequ'il y a Berlin am 18.-1VIärz 1733,
neuf ordres d'Anges gest. am 6. Januar 1811.
dans la hierarchie ce- Dieser verdieneolle Ge-
leste.', "
„D. Nommez-les !"
lehrte hat sovVol clurch seine
„ „R. C11.69-bins et se- eigenen . ,zahlreichen, 4tera--
12 NICOLAL NICOLAL
rischen Arbeiten, als durch Artikel!) das Jesuitenwe-
seine Verbindungen mit den sen &er Cleriker [s. diesen u,
besten Köpfen seiner Zeit, den Art. : Jzsurrzez !,3 an und.
einen höchst bedeutenden trug dadurch Viel zum Mifs-
Einflufs, auf 4 ie Literatur lingen der Plane dieser Par-
ilnd die Aufb,lärung tei bei.
Deutschland gehabt. [Am' [In der „Geschichte Se-
Schlusse der Schrift: „Fried- Eins des Glücklichen," aus
rich Nicolai's Leben und li- dem Französ„ von Müller
ferarisCher Nachlafs ; her- übersetzt , welche eigent-
au*sg. von L. F. G. v. Gö- lich. Schilderungen der Sit-
ckingk", (Berlin', 1820; VI, ten von Paris enthält, hat
202 u. 4 SS. in 8.) befindet Nicolai, Wie in Dessen „Le-
sich das voPstiindig' e , nach. ben" S. 45 angeführt wird,
der Zeitfolge ihrer Erschei- „das 40ste Capitel gemacht,
eung geordnete, Verzeich- um über die Geheim.nifskrii
nifs seiner Schriften. merei der Freimaurer, und
Wann und wo er in die besonders über Starck's
Gesellschaft der ,Freimaurer Cierikat, zu spotten. Die
getreten, ist dem Heraus- elecoli bedeuten die Cleri-
geber nicht bekannt; nur ker, die Loliii die Jesuiten,
soviel kann mit Bestimmt- tie Teplogii die Tempel-
heit angeführt werden, dafs herren..‘„‘]
er in den letzten Jahren sei- vorzüglich benier,4ens--
nes Lebens Ehrenmitglied vvs,extb. sind 'hier seine bei-
der Grorse n Mutterloge zu den Werke:
den 3 Weltkugeln in Berlin ,; Versuch über die Be-
war.] schuldigungen welche dem
Als Freimaurer bestritt Tempelherrnorden gemacht
er mit derihm eignen Frei- worden , und über dessen
xnüthigkeit und mit allen G-ebeimnifs ; Nebst einem
Anhange über das Entste-
Waffen,' die ihm sein Scharf- hen der Freymaurergesell-
blick , seine Liebe zur. schaft." Berlin Stettin,
Wahrheit und seine Gelehr- 1782: 2 Thilo in 8. mit
samkeit darboten, 'den Irr- 2 Titelk. [Vom ersten B.
ist 1783 eine verbesserte
thum , den. Fanatismus und Aufl. erschienen.]
die Gehelinnifskrämerei; „ Eini ge , Bemerkungen
welche dainaS unter den über den Ursprung und die
deutschen Maurerbriidern.' Geschichte der Rosenkren-
auf eine so anst'öfsie Weise zer u. Freymaurer" u. s. w.
vorwalteten. Besonders hef- [ s. den Art.: BUHLE I]
u. Stettin, 1806; mit ei-
tig griff er, vereint mit Bie- nem Titelk.; 180 u.
ster und GediLe, [s. diese 68 SS. in gr. 8.
NICOLAT. NIC01:42.1. 13

[Hinsichtlich des Wer- zullüfsen suchte, merklichen


Einflufs hatte. So sehr ich jede
kes unter a) hatte Nicolai Unwahrheit 'und Alles ; was
im M a i* 1810 auf auf die Verkrüppelting der Ver-
unter seinem Nachlasse ge- nunft abzielt, hasse : SO war es
fundenen Blatte Nachrn doch unmöglich, von allen
stehendes bemerkt. (S. Des- Thorheiten der innern Orden
-zu. reden; auch. liefs es sich
sen „Leben" ? S. 48!) — voraussehen, dafs dadurch kein
„Die Abhandlung über die guter Zweck erreicht werden
Tempelherren müfste billig lönne. Ich wollte ferner Nie-
durchgesehen. und ganz umge- manden, am Wenigsten mehre
schmolzen werden, so dafs sehr wackere Männer und zum
beide Theile in einen zusarn- Theil meine besondern Freun-
inengezogen würden. Das Po- de, beleidigen, die ich in Träu-
lemische, sowie der Anhang mereien und Vorurtheilen ver-
über Treimaurerei, müfsteweg- sunken sah. Noch weiter war
bleiben. Hirigeen wären neue ich davon entfernt, selbst
Beweisgründe hinzuzufügen u. gend - eine Reform bevvirkeü
schiefe Gedanken, die durch oder mich 'in die mancherlei
:Noldenhau'er's Münter's und Reformen' mischen zu wollen,
Anderer Schriften veranlafst -welche man seit einiger Zeit,
worden sind, zu berichtigen." ämrntlich auf die verehrteste
Dieser löbliche Vorsatz Art, ( denn sie kamen alle von
.den unbekannten Obern her,)
ist nicht zur Ausführung begonnen hatte, — oder auch
gekommen.— Darüber, wie -nur 'mich in Logenverhältnis-
der erwähnte 4nhang zum sen auf die geringste Weise
ersten Th., erste Ausgabe, au s z uzei chn , Wit'S
S.147 - 215, über das Ent- ich für' nützlich und" möglich
hielt, wollte ich doch thurr.
stehen, der Freirnaurergesell- Ich glaubte mich nicht Verbun-
.9chaft,, wovon in den „Acta den , Verzicht zu leisten auf
Latomorum", T. II, 209 diejenigen Iienntnisse , welche
—274, eine französ. Uber- durch keine Logenverhältnisse
setzung vom Br. Beyerld zu erlangen gewesen "waren',
und welche ich mit Zeit und
sich befindet, 'entstanden, Mühe durch eigne Belesenheit,
hat .Nicolai in seinen „Be- verbunden mit Wahrheitliebe
merkungen" .u. s. w. (vorher und Menschenkenntnifs,',erwori.
unter b) S. 10 f. diese denk. ben hatte , — auf nzeine'histori-
schen Untersuchungen und
würdig, e Erklärung nieder- daraus gezogenen Resultate.
gelegt. , Noch weniger wollte ich der
„So ungefähr war damals der Freiheit entsagen, wo ich es
Zustarid des Innern der Frei- dienlich fände, auch öffentlich
maurerei , welcher auf die Be- hierüber zu sprechen , sonder-
schaffenheit und manche Ver- lich wenü ich hoffen durfte,
änderungen im Aeufsern , be- einiges Gute dadurch Zu stif-
sonders in Absicht auf die Ge- -ten. So entstand in mit :der Ge-
sinnungen, die man unverxnerkt danke, bei Gelegenheit meines
den gutmeinendenBrüdern ein- „Versuchs über den Tempelher-
1.4 >IC 014 AI. NIG OL AI.

enorelen" etwas Geschichtliches derspenstiger. Diefs gilt vorn


über die Freimaurergesellschaft Staate an bis auf die geringste
beizufügen, um doch in einem Tischgesellschaft. Alle, wel-
Puncte den absichtlichen Be'- che itus eigener individueller
thörungen entgezenzuarbeiten Machtvollkommenheit vermeint
und vielleicht Anlafs zu geben, haben , die Freimaurerei zu re-
,dafs mancher wohlmeinende formiren, wenn auch ihre Re-
aber mit Träumereien beschäi- formen aufserlieh noch so fein
tigte, Freimaurer zum Nach-. moralisch aussahen, sind an
denken und zur gesunden Ver- dieser Klippe gescheitert, selbst
nunft zurückgeführt würde. wenn sie nicht Privatabsichten
Diefs glaubte ich einigerma- damit verbanden , wie leider !
Ilsen erreichen zu künnen, wenn nur zu oft der Fall war. Da-
ich. öffentlich bekannt machte, her war es mir zwar interes-
Was mich sehr sorgfältige I.Tn- sant, alle Freimaurersysteme
/ersuchungen gelehrt hatten, kennen zu lernen, wenn ich.
und wovon vor mir Niemand, dazu Gelegenheit hatte; weil
am Wenigsten öffentlich, Et- kein Gegenstand sich gründlich
was gesagt hatte. ‘ 4 Vergl. hierzu beurtheilen lafst, wenn man
die unten im Art. : OBERE, verschmäht, ihn von mehren
ausgezogenen Stellen! — Seiten zu betrachten : aber ich
Ferner versicherte er S. liefs alle Systeme, oder Abthei-
slungen, so, wie sie waren;
25 f. : denn ich fand mich weder dazu
„Ich würde es bereuen, ja! berufen, noch fähig, mich in
ich würde mich schämen, ein ihre Geschäfte und Verwaltung;
Wort öffentlich über Freimau- einzudrängen., oder Etwas da-
xerei geschrieben zu haben, ran zu verIessern. Gegen Mifs-
wenn es nicht in der Absicht bräuche un &Tozunhelle sprach
geschehen wäre Nutzen zu ich mündlich nur zu Denen,
stiften. Für mich selbst habe welche vorher. in der Sache un-
i' ch durch Freimaurerei und in terrichtet waren und zugleich
der Freimaurerei nieEtwas ge- Vertrauen zu mir hatten, zu
sucht. Ich habe nie darin Ein- denen aberauch ich Vertrauen.
enTs haben wollen, nie darin haben konnte. Ich bin über-
ein Amt begehrt oderange- zeugt, dafs ich dadurch bei
110mmen ; noch weniger st mir n- tchem rechtsch affenen Manne
eingefallen, je Etwas an irgend N eigung zu deutlichen bestimm-
einem Theile dieser Gesell- ten Begriffen, und Widerwillen.
ßchaft zu reformiren. Ich kann- gegen den Tand mystisch gesalb-
te viel zu gut die >Tatar aller ter oder dunkler hochtönender
Gesellschaften, und besonders Phrasen , erregt und dadurch
aller geheimen. Wenn Jemand, vielleicht manche bessere Ideen,
der nicht dazu bestellt ist, in. manche lobenswürdige Verän-
irgend einer menschl. Verbin- derungen , indirecte habe vor-
dung sich Mifsbräuchen oder bereiten helfen. Diefs war mir
schädl. Vorurtheilen geradezu genug. In meinen öffentlichen
entgegenzustellen, vorgiebt: so Schriften habe ich von Frei-
wird es natürlich . für Anima- maurersachen nie anders, als
fsung genommen; und oft wer- nur im. 411gemeinen, espro-
den Die, welche Vorurtheile chen , und nur in Streitigkei-
hegen, dadurch nur noch wi- ten, welche wider meinen Wil-
NICOLAL NIC.OLAT.
len entstanden: aber freilich tzen absprechen will. Eine
habe ich fortgefahren, bei je- lange Erfahrung hat mich ganz
der Gelegenheit in meinen anders belehre; ob ich gleich,
Schriften die Rechte der gesun- sowie er, alle Mifsbräu.che ver-
den Vernunft zu vertheidigen, abscheue und, über alle Thor-
und wider Schwärmerei, Aber- heiten lächle; nur möchte Man-
glauben und Alles, was damit ches , das er für ganz thöricht
zusammenhängt, aufs hält, aber vielleicht nicht ein-
thigste zu schreiben, und habe mal genüg kennt, eben nicht
es Jedem überlassen, sich da- blofs Thorheit seyn. Wie eine
von so Viel anzunehmen; als solche Gesellschaft zuerst ent-
ihn treffen konnte." stand und nachher verändert
Hier noch Einiges von .worden? — auch ob sie, wenn.
Dem, was ..Nicolai im An- sie noch nicht da wäre, errich-
tet werden sollte? davon ist
hange seiner „Bemerkun- hier nicht die Frage. Genug!
gen," S. 20-23, über die sie ist einmal da ; und nach
oben im Art.: Fusstun, B. meiner Erfahrung kann die
1, S. 206 ff., ausgezogene Freimaurergesellschaft , wenn
sie nur nicht in einen geheimen
.Beurtheilung in den „Göt- Orden ausartet, wenn sie, frei
ting; gel. Anzeigen" sagt! von fremder Getvalt, sich auf
Im Eingange der 27sten An- sich selbst und auf gesunde Ver-
merkung gesteht er zwar nunft stützt, .wenn Geheimnifs-
zu, „dafs der einsichtvolle sucht und Abhängigkeit von un-
bekannten Obern daraus ver-
Recensent manches Gute bannt werden, mannichfalti-
über den Gegenstand, bei . ges Gute wirken. Es ist wahr-
-bringe,"mtadoch lich nicht für ganz unnütz zu
„dafs Derselbe in seinem achten, Was die Menschen zu
rühml. Eifer für Wahrheit ruehrer Geselligkeit führt; und
es würde unweise gehandelt
und Recht all zusehr über .seyn, Etwas zu zerstören, was
die Freimaurerei -und ihre einmal da ist und ZU711 Bessern
Geschichte abspreche u. von kann gerichtet werden. Schon"
dem wenigen Einzelnen, (der Umstand,) ' ,,dafs in der
Freimaurergesellschaft alle Stän-
was er davon wissen möge, de vereinigt sind und gleiche
allzu schnell auf's Allge- Rechte haben, könnte wol an
meine schliefse." Nach ei- manchen Orten, 'wo Stolz und
ner Beleuchtung eines ein.. Pedanterei veranlafst, dar': jede
zeihen Satzes fährt er so- streng Caste sich von der »andern
absondert und die obere"
dann fort : (höhere) „diejenige verachtet,
„Ebenso wenig kann ich die nur ein ganz klein wenig
der Meinung dieses sonst so niedriger ist , seinen sehr gro-
-wohldenkenden Mannes sen, ' fsen Nutzen haben; und der
wenn er S. 1819" (oben B. Nutzen kann für einen wirk-
S. 209, Sp. a,) „von der Frei- lich denkenden Mann noch
maurerei überhaupt viel zu ver- viel mannichfaltiger seyn. Die
ächtlich urtheilt und dieser Menschenkenntnis. , weiche ich
Gesellschaft beinahe allen durch die Verbindung mit der
i6 NICOLAL NICOLA'.
Treimaurergesellschaft erwor.2. 93 ;< (8. weiter unten !)'„aber die
ben habe, möchte ich wahr- Billigkeit und Unparteilichkeit
lich um Vieles nicht missen. — erfodert auch, dafs man die
Wenn ein Gelehrter von einer Freimaurergesellschaft woran
engern Verbindung einer gro- mehre Tausend rechtschaffener
fsen Anzahl Menschen, die u. wohlwollender Leute Theil
vielleicht mehr, als eine Mil- haben, nicht als hlofs verächt-
lion, beträgt, so sehr ungünstig lich darstelle."
urtheilt:,iso hat er wahrschein-
lieh nur sein eigenes Bediirf-
In jenem Anizange zum.
Bits vor Aug-en, oder seine ei- ersten Tlieile des „Ver-
gene Neigung, nicht aber die suchs" wird von Nicolai zu-
höchst Mannichfaltigen Bedürf- erst, S. 150-158, die Les-
nisse und unschuldigen Nei- sing'sche Annahme (s. hier-
gungen anderer Personen von
mancherlei Art, mancherlei über oben B. 2, S. 286 f.!)
Stande, Alter, Thätigkeit und. widerlegt, dagegen aber S.,
Lage in .der Iürgerl. Gesell- 182 ff., und in; dem hier un.-
schaft. Ich trete zwar Dem ter b) angezogenen Werke,
vollkommen bei, was dieser eine andre, ebenso unhalt-
wöhlnieinende Recensent S.
1821" '(oben S. 2t1) „von den bare, aufgestellt, „dafs die
üblen Folgen, welche durch Freimaurerbrüderschaft von
.Neid und Hofs entstehen, so- einer Gesellschaft britischer
-wie was er S. 1823" ( oben S. Gelehrten abzuleiten sey,
212, Sp. b f.) „über die
zungsucht sagt: allein , hier welche sich im J. 1646 in
ist die Freimaurerg,esellschaft London vereinigt hätte, um
nur ein verkleinertes Bild der die von .Zi'aco von'rerulanz.
menschlichen Gesellschaft über- in ,4'einek „neuen
haupt ; und sollten wir wol. tis* vorgetragenen Ideen
von dieser im Allgemeinen' dar-
um verächtlich urtheilen, weit vhn Beförderung der Er-
sich, nach demewöhnl. Laufe kenn' tnifs zu verbreiten und
(ler Welt, dann auch Regie- im eigentlichsten Verstande
rungs acht, Hals und Neid fin- das in jenem Romane be-
den? 'Sondern sich' etwa irrt
grofsen Weltlaufe die vernünf- schriebene Salomon' sehe
tigen ',Läute nicht möglichst Haus zu bauen." S. hierzu
von Denen, die von Hals, Neid neldniann's Werk, S. 27 —
und Begierungsucht getrieben 31, Krause's Anmerkung
werden,. und 'halten unter sich in den. „HU.", B. 1, A bthl. 1,
zusammen? So ist's auch in
dem kleinen Weltlaufe der S.80 —84! Letzterer macht
Freimaurergesellschaft. D vorzüglich die Thatsache
ich von dem VVezthe geheimer geltend, dafs die in Ashnzo-
Gesellschaften keine überspann- le's eigenen Tagebüchern
ten Begriffe liege, habe ich
schon mehrmals in meinen
gegebnen Verzeichnisse der
Schriften 'geäufsert, z. B. in Mitglieder derjenigen Lo-
Meiner „Erklärung über denil- gen, welche er besuchte, ,
luminatenorden", S. 71, 89 bis zeigen, dafs diese Logen
NICOLAl. NTGOLAI. 17
meistens aus Verbindung mit dem inu-
lern , insbesondere aus Ge- minaienorden."1/. s. w. (Ber-
"ehrt* , und Mili- lin u. Stettin, 1788 ;1765S.-
iairpersonen, bestanden, die in 8.) heraus'.
aber keineswegs der Mehr- tIn folgenden Stellen aus
zahl nach Chemiker, 'son- dieser Schrift hat er seine
dem, wie der ,Chemiker Geständnisse über die ge
Asluzide selbst, königliaz, heimeil Geselis
Gesellschaften ü -ber-
gesinnte Patrioten, waren. haupt, .u.n4, über die Illumi-
Vgl. auch die „E.U."., B. 2, naten insbesondere, auf eine
Abthl. 2, S. 277 — 303 ! lehrreiche Art an den Tag
Übrigens Wird jeder Billig- gelegt. -
denkende Dem beistimmen,
S. 15-2ö. „Ehe ich noch von-
was Krause S. 83 17J der zu-, ‘ lieim.Gesellschaften einige prect.
vor angezogenen Stelle hin- Iienntnisse hatte, schien mir,
Zusetzt -renn ich darüber 'nachdachte,
nach meiner übrigen
„Nie& ai, ein Freund undBe- rung in de i, Welt, schon soviel
förderer lichtvoller Erkennt- ausgemacht: es müsse einer ge-
/Ih% , hat ein unbezweifelbares hezinen . sellschaft zukommen ,
Verdienst um die Brüderschaft; Wes" jeder Gese'llschaft über
'er hat. - dtrrel die erwähnten harzet zukommt; denn mensch-
und mehre andere, durch sei- licher Verstandeigrangen
nen Streit mit Dr. Starck und und Leidenschaften bleiben in
Dessen Gleichgesinnten veran- allen' verschiedenen Modilica-
lafste , Schriften das Regiment tionen ebendieselben und wer-
der, meist geträumten, hohen den es also durch Ge-
Oberen vertreiben und den Geist heimnisse modificirt„ ebenfalls
freier Untersuchung und freier bleiben. Diese Betrachtung
Verfassung beleben mitgehol- führt, wenn man nicht ganz
fen; seine Schriften enthalten neu im Laufe der Welt ist,
sehr viel Lehrreiches , die Ge- Weiter, als man bei'm ersten
schichte der Brüderschaft be- Anblicke denken sollte. Ich.
treffend; und 'wir verdanken war daher schon vorher über-
ihm besonders viele .bücher-, zeugt: eine geheime Gesellschaft
kundliche Nachweisungen. — müsse 'alte guten Eigenschaften
Diese seine Verdienste bestellen einer Gesall:schaft überhaupt
unabhängig davon, ob 'Seine haben ; denn alle Geselligkeit
Annahme über den Ursprung ist gut; lind der Trieb dazu ist
der FT eireaurelliiideTschaft ge- v'on Gott, als Eines der wich-
gründet ist; oder nicht., tigSten Werkzeuge menschli-
Auch zum Illuminatenor- cher Glückseligkeit, allen Mehl.'
den in Bayern gehörte A ri- sehen in's herz gelegt. Hinge-
clai, unter dem Ordensna- S en sah. ich auch: Ly_eheirgen
nlen Lueiarz,, und gab über elZscia flen rnüfsten alle die
widrig(:, n Wirkungen zu nen
seine VerLältriisse zu dem- werd en ,diesich bei enggeschlos-
selben eine „öffentliche Er- senen Gesellschaften finden, so-
klärung über seine geheirie bald sie in Coilisionert mit De-
2
18 NICOLAL NICOLAL
nen kommen , die nicht dazu meine Kenntnisse auf mancher.,
gehören . oder mit ähnlichen lei Art vermehrt und möchte
enggeschlossenen Gesellschaf- daher um Vieles nicht, dafs
ten ; wie z. B. Gilden mit GiI. ich die Schritte in die gehei-
deunfähigen, Gilden mit Gil- men Gesellschaften nicht gethan
den, Priester mit Layen , Adel hätte. Schon defswegen gereuet
mit Bürgerstand, Bürger mit es mich gar nicht, sie gethatt
Ausbürgern. Diefs ist aber- zu laben, weil ich dadurch die
mals der Natur aller Gesell- wirkliche Welt von ganz neuen
schaft und der menschlichen Seiten habe kennen lernen , —
Natur gemärs. Ich konnte al- weil ich menschliche Leiden.
so voraussehen manuichfaltige chaften, Neigungen, Entwürfe,
Collisionen, Rechte , Einbrü- Meinungen u. Phantasieen auf
derunen, Ausschliefsungen, Seiten habe kennen lernen, wie
Nacheiferungen , nebst allen man sie sonst gar nicht kennen
Folgen davon , xnüfsten in sol- lernen kann, und ganz anders,
ellen Gesellschaften auf eben- als ich es mir vorher durch alle
die Art, wie in allen engge- Muthmafsung oder Schlüsse
schlossenen Gesellschaften, vor- hätte vorstellen können, — vor-
züglich sichtbar seyn; unihier ze,lich aber, weil ich auch
müfsten sie noch dazu durch das bei dieser Gelegenheit rührende
Geheimnifs in einer in der Ge- Beweise von sehr freundschaft.
schichte der Menschheit sonst lichen Gesinnungen rechtschaf-
ganz unberührten Mo diftca- fener Männer erhielt, welche
non , in einer ganz besondern, mir die Hand boten."—„Übri-
Gestalt und Wendung, erschei- gens habe ich in geheimen Ge-
nen. Sollte Diefs nicht al- sellschaften, so deicat auch die
lein schon hinlänglich gewesen Fälle zuweilen sind, nie mei-
seyn, bei mir, der ich Men- ner Ueberzeugung entsagt und
schen so sorgfältig zu. beobach- nie wider meine Ueberzeugung
ten suchte, den Wunsch zu. er- gehandelt." — „Auch habe ici.
regen, auch geheime Gesell- durch meine Verbindung mit
schaften näher und genauer geheimen Gesellschaften nie ir-
kennen zu lernen ? Ich drängte gend eine Art von Absichten
mich aber de fshalb zu Keiner der- auszuführen gesucht, habe nie
selben. Ich habe von Natur weder Geld, noch Fürsten-
keine Neigung, mich irgend gunst, noch Protection, noch
einer Gesellschaft anfzudrin- Beförderung, noch Ansehen,
gen ; und ich kannte den Scha- dadurch erlangen wollen. Ich
den, den unüberlegte Lust zu habe so Viel erlangt, dafs ich,
Geheimnissen bringen kann, da ich selbst den geraden Weg
schon, ehe ich Etwas von der gehe, nun manche Leute über-
eigentlichen Beschaffenheit ge- sehen kann, dje krumme Wege
heimer Gesellschaften wurste, suchen, — dafs ich weifs, Was
aus der Erfahrung anderer ver- ich von diesewund jenen Din-
ständiger Freunde. Ich hatte, gen halten soll, -dafs ich
das Glück , dafs sich mir Gele- schweigen gelernt habe, — dafs
genheiten ganz natürlich anbo- ich aber, wenn ich reden soll
ten• Ich ward in verschiedene und mufs, nicht in's Gelag hin-
geheime Gesellschaften aufge- ein oder ohne Kenntnifs rede,
nommen, in verschiedenen wei- dafs ich nicht, wie manche
ter geführt. Ich habe dadurch andre Leute, mehr sage, als
NICOLAL NICOLAL
ich weifs, sondern dafs ich in die Welt geschickt wurden,
mehr weifs als ich. sage." sich mit unbestimmten widrigen
S. 57. „Aus vielen Ursachen. Begriffen im. Voraus einnehmen
habe ich es mir zum unver- lie`fs.. Besonders (ler, ( Wel-
brüchl. Gesetze gemecht, in kei- ches wohl zu. merken ist,) um-
ner geheimen Gesellschaft, von theilte der grüfste 'nen des
iiVelc her ich etwa ein Mitglied Publicums in manchem Be-
seyn möchte, auf irgend eine tracht unrichtig, Weil der gröfs-
Art ein wirkendes Afitglied zzi te Theil desselben von gehei-
seyn, sondern mich immer nur men Gesellschaften überhaupt
begnügt, die lienntnisse, wel- keine richtigen ilegrzffc hat, und.
che sich mir darboten, mit weil diejenigen Leute, welche
meinen übrigen Kenntnissen zu. sie haben , niemals die Begriffe
vereinigen, sie damit zu ver- davon auseinandersetzen wollen
gleichen, zu meiner eigenen Bes- und können, und, (Was schlim-
serung soviel Nutzen daraus zu mer ist,) weil Manche wissent-
ziehen , als ich. kann , zu lich die Begriffe verwirren.
schweigen, oder höchstens nur Manches , was man ans Illumi-
mit einigen vertrauten und be- natenorden tadeln will , ist in
währten Freunden , (doch nur allen geheimen Gesellschaften
insofern sie Dasjenige, was mir ebenso ; oder es ist wenigstens
anvertraut ist, schon wissen,) so in einigen, welche Herr
wenn es nöthig war, etwa dar- Weishaupt ziemlich nahe vor
über zu reden, übrigens in sol- siehhaben mochte. Wenn je-
chen Gesellschaften 'kein Anse- mand seine Aufnahme und suc-
hen zu verlangen, kein Aufse- cessiven Fortgang in irgend ei-
hen darin zu. machen , Nichts ner geheimen Gesellschaft so
darin eigenmächtig verbessern deutlich und aufrichtig e'rzäh-
zu wollen, wich weniger eine len wollte, wie ich hier meiz-
solche Gesellschaft zu. stören nen Zutritt zum Illumirzaten-
oder Parteien darin zu machen. orde22: so würde man Dieses,
Diesen Grundsätzen, welche ei- und vielleicht noch manches
nen vernünftigen und. recht-. Andere, anschauend einsehen,
schaffenen Mann , der geheime Man mufs sich nicht nur Weis...
Gesellschaften näher kennen ler- haupt's Lage, als eines denken-
nen will, ohne sich und An- den, wohlwollenden Catholi-
dere zu compromittiren, am ken , der sich aus den V01111>
Sichersten leiten werden, bin. dienen seiner Erziehung her-
ich bei allen möglichen Vor- auszuziehen suchte, um auch.
fällen treu geblieben."- Andere herauszuziehen., deut-
S.89-93. „Es wird oft über lich vorstellen, sondern beson-
den Illuminaten-Orden höchst ders -wach vom Illuminatenor-
schief u. wetterwendisch im Pu- den den Standpunct gegen
b licum geurtheilt. Diefs kommt nige andere geheime Gesell-
daher, weil man dessen eigent- schaften richtig fassen. Das
liche Beschaffenheit noch gar kann aber Niemand, der den
nicht untersucht hat; indem. Standpunct ,geheimer Gesell-
man durch die feindseligen An- seilupen in der menschlichen
erkungen, mit welchen gleich Ges alschaft üb erhaup t nicht
die weder vollständig, noch in, kennt. Es kann ebenso wenig
gehöriger Ordnung, heransge- vom Illuminatenprden, als vors
gebenen „ Originalschriften " irgend einer, andern 'geheimen
9*
20 NICOLAL NICOLAL
Gesellschaft, Jemand richtig Hierdurch entsteht der so un-
urtheilen, der selbst nicht hin- beschreiblich weitau.s. gebreit etc
iänglichepractische Begriffe vonTrieb zu geheimen Gesellscha f-
geheimen Gesellschaften über,- ten , der unbeschreibliche Eiter
haupt, besonders *von ihrer Ge- in denselben; und hieraus int-
schichte, hat." - stand auch sehr natürlich der
„Ich will gar nicht die Sache schnelle Trieb vieler Leute
des Illuminatenordens -verthei- zum llluminatinorden. Was von
digen. Ich habe oben schon den wesentlichen und zufälligen
genugsam gesagt, dafs ich viel .MifsbrZiuchen geheimer Gesell-
Tadelnswürdiges und ebenso schaften überhaupt gilt, inufs
viel 'Unausführbares bei dem- allerdings auch vom flumina-
selben gefunden habe. Ich bin tenorden nothwendig gelten,
auch bisjetzt noch überhaupt aber nur in gehörigem Maafse,
nicht überzeugt, dafs durch ir- und nach dem Verhältnisse sei-
gend eine geheime Gesellschaft, ner Beschaffenheit. Diese Be-
bei allem wirklichen Guten una. schaffenheit hat man nun nicht
Angenehmen, das besonders ei- genug untersucht ; und man hält
nige haben, und bei den be- bei'xn Tadel kein Maafs ; denn'
sten Absichten', im Allgeniei- diese geheime Gesellschaft war
nen freie Untersuchung der gewifs, so tadelnswiirdig sie
Wahrheit, Entwicklung der Gei- auch- in manchem Betrachte
steskräfte, Moralität, ächte ver- seyn mag, dennoch sehr viel
nünftige Religion, und die unschuldiger , als manche, die
Folge aus diesen, die allge- ich kenne; und ich kenne de-
meine Glückseligkeit des menschs ren Viele, und einige sehr con-
lichen Geschlechts, auf eine vor- sequente und engverbundene,
zügliche Art könne befördert die sich bisjetzt schon zu hü-
werden. Indessen glauben Diefs ten gewufst haben, dafs von
erstaunlich viele g-utmüthige
Leute und machen sich davon als mir zu Befriedigung meines
ein sehr hohes Ideal. Dieses Nachdenkens nöthig ist. Soll
Ideal wird in dem gegenwärti- ich nicht mehr erlangen , so
muls ich mich damit begnügen,,
gen Zeitalter viel allgemeiner Ich werde demohnerachtet fort-
tür Wahrheit angen ornrn en, als fahren., mich ferner in Rück-
sich unsere theoretischen Phi- sicht der nur anvertrauten Sa-
chen der Billigkeit und Ver.
losophen vorstellen können. *) schwiegenheit zu befleirsigen,
wie bisher. Ich werde auch.
fortfahren, den würdigen Män-
*) „Ich weirs es sehr wohl, dafs nern, die mich in diese Verbin-
ich mir vermuthlich den fer- dungen brachten, ebenso brü-
nern Fortgang in die meisten. derlich die Band zu bieten,
geheimen Gesellschaften ver- wenn ich gleich zumTheil mich.
schlierse indem ich hier öffent- nicht ganz von ihren Meinun-
lich bekenne, dafs ich dieses gen über manche Gegenstände
Ideal bisjetzt, noch nicht für überzeugen kann , sowie sie
Wirklichkeit halten kann. Diefs auch nicht ganz von den meini-
konnte mich nicht abhalten, gen. Diejenigen, welche mich
meine Meinung hierüber nach auch wegen dieses offenherzi-
meiner 't.3 "berzeugung zu sagen; gen Bekenntnisses meiner Über-
da ich glaubte, -dafs es hier nö- zeugung verfolgen wollen, (wo-
thig wäre. Werde ich im fer- zu schon einige Anlage gemacht
nern. Fortgange gehemmt, so ist,) werden dadurch den Be-
tröste ich mich damit, dafs inei- weis für mich führen, dafs sie
ne bisherige Erfahrung mich durch geheime ehrwürdige Ver-
nun soviel von dem Zusammen- bindungen nicht bessere Men-
bange und der Beschaffenheit schen geworden sind."
dieser Gegenstände gelehret hat, Anm. des 'Ers. .Nicolai.
NICOLÄT. NICOL AL 21
ihren Originalschriften entWe' irernanftige Leute, die , wie
der Nichts bekannt, oder we- ein Ball, so oft waren herum-
nigstens nicht im Zusammen- geworfen worden, endlich ,
hange bekannt und deutlich nachdem sie, auf Rosten ihrer
beurtheilt worden ist. Es ist Zeit und ihres Beutels, Erfah-
also nicht der Billigkeit ge- rungen in verschiedenen gehei-
rnäfs, dafs man nur allein über men Gesellschaften und Syste-
die Illuminaten herfällt, die- men erworben hatten, sich über-
sen, aufs Höchste nicht sehr zeugten, dafs in keiner einzi-
weltklugen, etwas voreiligen gen etwas Reelles, sondern im-
und inconsequenten, 'Leuten mer ein etwas verändertes Hirn-
die gräfslichsten Absichten an- gespinst , da war. Sie kamen.
dichtet und den Namen zum daher natürlich auf den Gedan-
Schimpfworte macht, ebenso., ken: Wer es denn sey,, der
wie die Namen: Deist, Auf- dieses Hirngespinst «aufstelle?
klärer und Philosoph." Hierauf leitete sie selbst der so
laut und öffentlich verbreitete
Noch findet sich unter Begriff von unbekanntenObern.
den einzelnen, Ideen und Be- Wer waren, wer sind diese ? —
merkungen vom Nicolai , im Man kam also auf den Gedan-
2ten Abschnitte von Dessen. ken, dafs Niemand, als die Je-
* suiten, diese unbekannten Obern
„Leben", S. 122-125, Nach- wären. Hierzu fand sich eine
stehendes über die illurai7 ungemeine Menge Gründe und
naten., Viele Vorfälle in Anspielungen;
„Wenn man sich greishazipt's besonders leuchtete der blinde
Idee als ganz isolirt denkt: so Gehorsam als Grund sehr ein,
"macht man sich unrichtige e, der in allen geheimen Gesell.-
griffe davon. Um die Idee, eiei- schaften die erste Regel war, —
ne Illuminatengesellschaft zit ferner die. beständige Übereilt-
errichten, zu verstehen, mufs stimmung der' letztern, unge-
man wissen , welches arge Ge- achtet der veränderten äufserli-
treibe seit 3o Jahren" (von der chen Formen, nebst andern
Zeit an, da Nicolai Diefs schrieb, Granden, die ich nicht anfüh-
zurück) „in Deutschland mit ren kann und darf."
geheimen Gesellschaften vorge- • „Hieraus entstand nun bei
beangen ist. Diefs _hatte viele vielen Gurmiithigen „, die die
hundert Menschen auf mancher- -vertrauten Gesellschaften, wel-
lei Weise interessirt und hin u. -ehe in der That soviel Reizen-
her geworfen. Viele hatten des haben, liebten, das Verlan-
,grofse Hoffnungen gehabt und gen, die Jesuiten herauszutrei-
waren betrogen worden: Es' ben, und jene Gesellschaften.
kam immer wieder ein neues dadurch -zu verbessern. Wie
Hirngespinnst auf. Ein neuer wenig kannte man die Macht
,Abgesandter der unbekannten lind die List dieses Ordens !"
Obern erschien bald hier, bald „Jetzt kam es darauf an, Via'S
dort. Die oft betrogene Auf:- der Gegenstand von solchen Ge...
merksamkeit der demüthigen sellschaften., sen solle, wenn
gen. ward abermals betro- die vorgespiegelten Geheimnis-
0-en. Streit und allerlei Colli- se wegRelen. — Welche gutg=e,
sionen entstanden. - Die Scenen meinte Grillen ?2, la' St. Eierre
wurden so mannichfach, dafs jetzt entstanden, -h veill ich un-
22 NICOLAI. NIEDERLANDE..
erwähnt lassen. — Eine dersel- wissen l‘echtgläubigkeit er-
ben war die Gesellschaft der Il- halten, welche es , zu sei.-
luminaten; und weil diese al-
lein zu einer Consistenz kam, nem Besten, vor den Neue-
die dem Jesuitenorden, und. rungen u. Streitigkeiten der
vielleicht, ein wenig weiter &e- in andern Ländern entstan-
trieben, der Ilierärchie u. Prie- • denen Systeme geschützt hat.
stergewalt überhaupt, aroliete, Die Logen blieben anfangs
so richteten auch. die Jesuiten
ihre Verfolgung ernstlich, wider dein eingeführten Systeme
diese. Wie leicht . rpufste es der . neuenglischen Grofsen
dieser schlauen, mächtigen, con- .Loge von London treu und
sequenten" (folgerechten) ' ‚Ge- nahmen nur späterhin die
sellschaft werden, eine Gesell-
s ch ft wohldenkender, aber zum vier höhern Grade der fran-
Theil nicht weltkluger, zum zösis.chen rothen Maurerei
Theil unbesonnener u. leiden- an. Die erste in Holland
schaftlicher, Menschen ausein- gehaltene Loge war die, in
anderzutreiben die Weishaupt' s welcher • Philip Stanhope,
}Jana gesarnrnlet ' hatte! Der
Illuminatismus legte dem Je- Graf von Uzester:field [s. die-
suitisms u die Axt an die Wt11, sen Artikel!] im 3. 1731 im
zel ; denn die Idee war, die Haag bei der Aufnahme des
Mittel der Jesuiten wider sie -nachmaligen Kaisers Franzl.
und zum Guten zu gebrauchen,
die sie zu ihrer so festen Zu- [s. diesen Artikel !3 den Vor-
sammenhaltung und zum Böen sitz hatte. [Indefs fand erst
gebrauchten. — Ich hielt Diefs am 30. Sep t . 1734 ebenda-
gleich anfangs für unmöglich; selbst eine ganz regeirnäfsige
denn man kann durch die Mit- Versammlung der unter dein
.tel der Jesuiten leicht Böses,
aber nicht Gutes, stiften." Namen: Loge du Grand-
„Das Sicherste war, sich nur ' eartre des Provinces re'unies
an junge Letitepi -4ache'n. Das et ressort de la Ge'ne'ralitd
war n den Jesuiten das Wesent- '(,Loge des Grofsrneisiers der
lichste.. Wpisizazipi, als Profes-
sor, hatte, Mittel dazu in giin- -v,ereinigten Provinzen und
.411 ; =l a gegen den Jesuitis›- unter den Generalstaaten)
3111.13, War , es auch nützlich, jun- bekannten' Tioge unter dem
gen Leuten, die sonst im sie- 'Vorsitze des Ers. Vincent de
.benten Jahre leicIitn, und bi- la C/zapelle, den man als den
zot seyn mufsten, gute Bücher
an dieHände zu &eben. Die'Pro- Gründer des Maurerthürns
testanten bedurften es nicht."] in jenem Lande betrachten
DERLAN D (Das ver- kann, statt.] Diese Loge
einigte _Königreich von Hol- nahm im 3. 1749 den Na-
land und den). -Dem Na- -men: 'Mutterloge de; könig-
ti-onalcharacter gernärs, hat dichen Vereinigung (de l'zt-
sich das Freirnaurerthum )uon royale) , welche
hier. stets , und bis auf die durch ihre rllhätigkeit; der
neueste Zeit, in einer ge- Verfolgungen der Geistlich-
NIEDERLANDE. ,NIEDERLANDE. 2

keit und der Verbote der dem Staate zum 'Nachtheil


Staatsbehörden unerachtet, gereichendes Bündnifs für
nicht allein Viel zurVerbrei- das Haus Oranien geschlos-
tung der Freimaurerei in sen werden. Es erliefs da-
ganz Holland beitrug, son- her der Magistrat der Stadt
dern auch die Veranlassung Amsterdam ein Patent, wor-
zur Errichtung der Grofsen in dergleichen unerlaubte
Nationalloge der vereinig- Winkel Zusammenkünfte
ten Niederlande ,gab, die untersagt und die Theilneh-
sich als solche am 27. Dec. iner mit der Strafe der Stö.
1.756 'im Haag constituirte. rer der allgemeinen Ruhe'
[5. oben DAGRAN Ams- bedrohet wurden; auch er,
SEs. und BOETZELAER, auch schien eine am 3Q. Nov. ge-
A.MeTERIDAIVI 11. 110t,TROi', rarste Resolution der , Staa-
B. 2, 5. 341, Sp, b! ten von Holland und West-
Diese bestand unter den friersland, welche den Be-
verschiedenen politischen fehl enthielt, dors die Un.-
Veränderungen ungestört terbehörden das Aufhören
fort und wurde .von den, solcher Brüderschaften, die
'abwechselnden Gouverne- sich denNamen; Freimaurer,
ments wo nicht anerkannt, beilegten , '„als eine unzu-
doch stets geduldet. lässige Neuerung," verfü-
[Die in die 2amsterdamer gen und wider die Wider-
französ. » Gazette" vom 3. spenstigen verfahren soll-
November 1735 eingerückte ten:
Nachricht, „dafs am 24. Nichtsdestoweniger fuhr
des vergangenen Monats Oc- in Amsterdam eine Loge,
tober im Haag' eine hollän- deren Mitglieder als recli t-
klische Loge der FMrer in. schaffene Männer bekannt
Gegenwart des Grofsmei- waren, fort, sich 'förmlich
sters Johann Cornelius zu versammlen. Als der
'denzacher, , Generalschatz- Magistrat hiervon Kunde
meisters Sr. Hoh. des Prin- erhielt, liers er sie sä.mmt-
zen von Oranien, sowie des lich verhaften und den Tag
abgeordneten Grofsmeisters darauf den Logenmeister
Johann Knenen« (s. oben und die beiden Aufseher
diesen Artikel!) „und an-. vor den versammieten Rath.
derer Beamten und vorneh- führen; wo sie denn eidlich.
men Glieder dieser -Gesell- verskcherten,' „dots die Frei-
schaft errichtet worden maurerei sehr friedlich und
-sey,"4 erweckte den -Ver- ihrem Vaterlande und dem.
dacht, es könne unter dem Landesherrn mit unwandel-
Vorwande der FMrei ein barer Treue ergebene Un.
24 NIEDERLANDE. NIEDERLANDE.

terthanen wären , dafs ,,De-Pligten,. Wetten, of alt.


sie in der gröfsten Einig- ;enzeene Reglernenten der Frre
Aletzelaaren in een nieuwe
keit lebten , Heuchelei und der geschikt; en goedgekeurt
Betrüg., verabscheueten, --- by de Gro6teLoge der zeeven
dafs ihr Verein Nichts, als Vereenigde Neder -*Landen. -
die Ausübung menschen- Les depoirs, 4tatuts„ 011 regle-
mem generaux des Francs Ma-
freundlicher Handlungen, rons ; mis dans im nouvel or-
zum Gegenstande habe und dre, dt ,4prouves par In Grande
dafs ihr Orden sehr alt und Loge- des sept .Prooinces unies
höchst verehrtingwiirdig des Pciis-Bas." (Ist nachge-
ey. Zwar könnten sie ihre druckt worden ä Amsterdam
1762, in 8.)
'besondern Gebräuche und.
Geheimnisse nicht entde- Von > diesem Werke er--
cken, betheuerten jedoch, schien 1773eine neue vü-
, 1age mit eben-
besserte , A.4
dafs selbige wedei g en gött-
lichen, noch menschlichen, demselben doppelten ,Titelr,
Gesetzen zuwider wären, jedocb mit dem:Zusatze,zi
beiden: „Met eene..impliFt-
und dafs sie sich erböten,
Eine von den Magistrats- tie, etc." — „Avec un sup,
pleinent, etc." und mit dem
personen unter sich aufzu.-
nehmen, die Solches her- Schmuztitel: „Le Code 34-
pon, et la Misse llilaponn,e";
nach • ebenfalls bekräftigen
würde." — Hierauf wur- auf VIII u.4.20 pp. in gr, 8.
Hierzu ge»ren. unter hel--
den die Brüder wied e r auf
freien Fufs gestellt und der sond.eg ,TMejn, und Seiten-
Stadtsecretair abgeoranet, zahlen,: :«
um in , den Orden atifgen•om, a),Statuts et Reglemens
.tres-respectab,leGrand Loge de
men 'zu werden .; Dieser France, Tantpour son Gouver-
stattet e' nach nenient, que'our Celui des Lo!.
kunft auf t das Ratiihaus ei-ges Mgulieres, concernant leuir
nen für die Ges'ellchaft so relation avec elle , arretes par
Deliberation de la dite Grand-
vörtheilhaften Bericht ab, Loge du 14. Aollt 1771, pour
dafs sich sodann fast' der etre -eiecutes et observes
ganze Magisträt• u 'Frei- cornpter dudit jour. Avec un
maurern aufnehmen liefs. Supplement, .'Arreee le 17 De-
S. die „Freynräurer-Bibt" cembre , de lamerne annee i et
deux Lettres Circzzlaires Je la
St. I, S. 29 - 37!] T. R. G. h toutes" les Logos
Regulieres de France. Suivant la
[Im J.1761 gab JerBuch- Copie de Paris. MD CCLXXI."
händler Butirercts'pan Lctak, 2 et 46 pp.
holländisch und französisch, bl „La Muse Maronne, Ott re-
cueil de poesies diverses, Odes„
auf 2 und XCI pp: in 4. Cantates et Discours, 'en Fers
heraus: et *en Prose ; concernant 111a-
NEKU S. NOAH. 25
9ornzerie.,. R6dige'i et.mis en Or- Menschengeschlechts oder Er'
dre Par, le .13***." (d. i. klärungs dunkler Fabeln und
du-Bois.) „Premiere. Partie." Traditionen von Adam ,,Seth.;
(Ob, ein zweiter Theil erschie- Henoch, Noah, _Abraham , Jo-
nen, ist nicht bekannt.) „A la. seph und Moses. Zur Erläu-
Haye. Chez R. van laak, Li- terung einiger wichtiger 5in4
braue. MDCCLXXIII." -16o bole und geheimer Lehren fit
pp. Das Meiste. in dieser San:1m= her und später Zeiten." (Breso,
hing ist in französischer > und. lau, 1786.; VI u. 208 S. in 8.)
nur Einiges in holländischer, beginnt S. 71 f. den Artikel:
aufserdem aber auch ein Paar Noah, folg-endermarsen. —
Oden und Lieder in deutscher, „Der Na,me: Noab; 'oder .No-
Sprache.] ach, -s;v-ar, wie die Namen al-
Der jetzige, irn J. »1816 ler Mosaischen . Stammväter,
erwählte , Nationälgrofs- characteiistisch" (bezeichnend).
meister ist der zweite kö- „Sein Vater" (Lanzech) „nann-
te ihnso , Trost, .erqui-
nigl. Prinz Wilhelm Fried- ckung , weil eri. in ihm einen
rich Karl [geb. am 28. Febr. Trost und >eine Stütze bei den.
1797. . Seine Stellvertreter " Mühseligkeiten dieses Lebens
sind in den nördlichen Pro- hoffte. (i. „Mos." V, 29.) Schon
nach Dem, was Moses v'on ihm
vinzen : der Stp.atsminister berichtet, ist .Noah Eine der
.4. IL Fall, und denn-mit- inerkwrdiesten ü Pertonen des
täglichen ,: Oh. Alex. Beis höhen Afterthums, die man init
Frince de Ildt;re,'Grand.-11/1a- Gewifsheit 'kennt. Unter den
Tchal du Palais., Voir. bis zur Bestialität" (Thierroli-
heit ) -„herabgesunkenen Men:.
manach maQ:. par le Sehen ;"deren" (moraliches)
F:. Srnztliko wski", (Brux el-- „Verderben allgemein ge-svor-
les 1820, 12;) p.130, wor- den war, (1. „Mos." VI, -4, )
in auch p. 116 7 129 die Sta- war er der Einzige, 'den 'die
izits de 1' Ordre' maponnique Vorsehung würdig fand, ihrL
zu. grorsen Absichten zu'
dans le Royaztrne des .Pays- brauchen. Sie wählte ihn zu.,
.73as zu bemerken sind.] einem 'Prediger der göttlicheti
[Nnvus; eiǹ bei « dem Baue Langneuth und Gereclitigleit;
aes Salomon'schen Tempels und zum Stammvater eines
neuen 'Menschengeschlechts.
angestellter Baukünstler. S. ,,Mos." VI, 9 f. und 2. „.Z3e-;.
oben E. S. 254, Sp. b, tri" II, 5.) Er war 600 Jahr
Note I] alt, " als Gott die Erde .4urch
NISBET (WILuzzu); s. Wasser strafte u. ein Geschlet14
von Menschen das
D XIII. LT sich durch keinen bessern Geist
Nomi; ein bedeutendes niehi ziehen, noch leiten ,'las4
-Wort in den höhern Graden. sen wollte»
[Der Verfasser der Schrift: „Jene storse Begebenheit der
„Ursprung, Natur und Fort- Noacli'shen Flixtb.,. und Was
pflanzung einer heiligen Wis- da hin gehört, wird nicht nur
senschaft, Schulft und Sprache von Moses erzählt, sondern ist
unter den- Stanunvätexn des 'wach in die Fabelgeschichte
26 NOAH NOAH;
mehrer alter Völker überge Gericht, das gräulichste n. un-
ganzen. Daher denn soviele eeheuerste Ereignifs , das man
T raditionen" ( TJeberlieferun- jemals in der Natur gesehen
gen) „ entstanden sind, wo» hatte. (5. 1. „Mos." VII, 18
durch der Name und. die Ge-
schichte Noah's auf mehr als „Als diese schauderhafte Ver-
eine VVeise theils entstellt, theils wüstung herannahte , befahl
verewigt, worden sind." Gott dem Noah, (s. 1. „Mos."
Au c h das neuenglische VI, 1 4 ff.1) eine grofse Arche,
oder schwimmende Burg, zu
Coristitutionenbuch enthält bauen, worin seine Familie,
eine solche Überlieferung. nebst allerlei Thieren von je-
Noort/zouck hat in seiner der Gattung, bei'm Leben er-
Ausgabe, p. 8-42, die Ge- halten werden könnten, um die
Erde wieder zu bevölkern,
schichte Noah'.s und seiner wenn das beabsichtigte Straf-
Nachkommen so darge-, gericht vollzogen seyn würde.
'stellt. Von dem Beistande, welchen.
„Seth, s' Nachkommenschaft, Noah's drei Söhne ihm bei die-
welche einige Zeitalter hin- sem grofsen Unternehmen lei-
durch die ächte Gottesvereh- steten , kann man sich. eine,
rung in ihrer Lauterkeit fest- Vorstellungmachen, wenn man'
gehalten und den 'Wissenschaf- sich selbige in der Amtierung
ten anhaltenden Fleifs ge-vvid- eines Deputirten und zweier AU f-
uzet hatte, ward zuletzt eben- seher denkt. Da geometrische
so, wie das Geschlecht Cain's, Grundsätze u. architectonische
von Ruchlosigkeit und Unsitt- Verhältnisse allen Bauwerken,
lichkeit angesteckt, so dafs sich sie mögen bestehen, aus was
jede Art von Schlechtigkeit für Stoffen, und bestimmt seyn,
b er die Erde verbreitete. Diese zu -vvelchenfrZwecken sie wol-
Verdorbenheit der Sitten führ- len, gemeinsam sind; so kann es
te endlich ihren Untergang u. nicht als eine unhaltbare Be-
ihre .Ausrottung herbei.; indem hauptung gedeutet werden,
in der 4iindffuth das ganze wenn man die Schiffsbaukunst
1ensc1iengeschlecht, mit Aus- als ganz naheverwandt mit der
nahme Noah's und seiner Fa- masonischen Kunst betrachtet ;
milie, umkani. (S. 1. ,,Mos.‘« und bei dieser besondern und.
!) Urplötzlich nahm ganz aufserordentlich. Veranlas-
"Allee eine Grausen. erregende sungb wird der grofse Baumei-
Gestalt an. An der •Stelle des ster der Natur dargestellt , wie
mit 'den Erzeugnissen der Na- er sich herabläfst, den Plan ad-,
tur und den Verbesserungen zu vorzuschreiben, und die Ver-
der Kunst geschmückten Erd- hältnisse der einzelnen Theire'
bodens kam eine Wüste von nachzuweisen. Im 5. der Welt
Gewässern zum Vorschein, die 1656, oder im J. 2348 vor Chri-
dem Blicke des Himmels Nichts sti Geburt, wurde Noah, nebst
darbot, als schwimm endeL eich- seinen 3 Söhnen, ihren 4 Wei-
riame von Menschen u. andern. bern, und, einer solchen Anzahl
,.Geschöpfen, welche in der all- Thiere , ah zur Fortpflanzung
gemeinen Zerstörung wegge- der verschiedenen Gattungen
rafft wurden. Diefs war das nothwendig waren , am Bord
furchtbarste und. schrecklichste dieses er s taunl. Schiffsfahrzeugs
NOAH. NOAH. 27
bei'm Leben erhalten vor den (s. xr, 1 ff!) sie in
unwiderstehlichen Wasserflu- dem Lande Scleinear eine Ebne
then, welche den ganzen Ueber- antrafen, wo sie, als _NOachiden,
rest der belebten Natur -ver- oder Söhne .Noali's, wic die Ma-
schlangen, die Sippschaften der sonen anfangs benennt wurden,
Seethiere ausgenommen 4. die zusammenwohnten. Als nun.
während der. Fluth in ihrem Noah im 3. 101 (nach der Sund
eignen Elemente zurückblie- fluth, oder im J. 2247 vor Chri-
ben. Von diesen so wunder- sto, ) in welchem freie dem
bar am Leben erhaltenen Na- Heber geboren ward, seinen
sonen, oder 'ier Grofsbeanzten, Söhnen und Enkeln befahl, sich.
stammt das ganze gegenwärti- hierhin, und dorthin zu zer-
ge Menschengeschlecht -ab." streuen, und'nach Mafsgabe der
„Diese auserwählte Familie von ihm vorgenommenen Ein-
rettete aus der Sündfluth und. theilung von den vers cbi edenen
theilte in der- Foi'ge ihren Kin"- Theilen der Erde Besitz zu nah-
dern mit alle die Kenntnisse, xxien; so beschlossen sie, weil
in deren Besitze die Vorwelt sie von einer solchen Trennung
war. Das Erste, was Noah nach. üble Folgen besorgten, beisatu-
seiner Landung vornahm, be- rnenzubleiben, und versamm * le-
stand darin, (s. 1, „Mos." VIII, ten sich in grofser Anzahl in
o f. !) dafs er einen Altar baue - den Ebenen von Schinear, uni
te und ein Brandopfer von al - eine Stadt und einen Thurm,
lerlei reinem Vieh u. Geflügel dessen Spitze bis an den Him-
darbrachte. Gott nahm dieses mel reichen sollte, zu erbauen."
Opfer gnädig auf, segnete den. (Mei folgt eine Beschrei-
Noah und ertheilte ihM. Ge- bung dieses Thurms.) — „Da
walt über alle lebendigen Ge- Diefs in der Absicht geschah,
schöpfe , und die Erraubnifa, uns sich berühmt zu machen
sie ebenso , als die Erderzeug- ihre Zerstreuung zu verhüten;
nisse, ohne Einschränkuni,f, zu so rührte Gott, zur Strafe, ihrer
essen ; jedoch verbot er ihm, Eitelkeit, durch die Vervv47--
das Blut von Thieren zu sich *rung ihrer Mundarten, (e., 1.
zu nehmen, oder Menschenblut „11'1os." xr, 7 -9 I) Das herbei,
zu vergiefsen ; indem er ihm was sie zu verhüten bestrebt
zugleich befahl, Menschenmord waren. Daher ward dieser
mit dem Tode zu bestrafen, u. Thurm Babel, oder Yerwirrung,
die Erde von Neuem mit Ein- genannt. Vermittelst der Stern-
wohnern zu bevölkern." warte auf dem obern Theile
„Da sie Alle einerlei Spra- dieses Thurms machten die Ba-
che und Mundart hatten; so be- bylonier in der Sternkunde war-
gab es sich, 'dafs , als sie 1...on tere Fortschritte, als andere Völ-
Osten nach Westan,*) reiset en, ; den,n als Alexander (im
3.2017 nach der Sündfluth, oder
im J. 331 vor (bristo,) Babylon
einnahm , fand der Philosoph
1 „Das ist, aus der Ebene des Calist/Jenes, der ihn dahin be-
Gebirges Arärat , wo die Arche gleitete, dafs sie auf den Zeit-
stehen blieb, gegen Abend." —
Aus der deutschen Uebersetzung raunt von 1903 Jahre,n, Von der
der Anderson'schen Ausgabe des aarnaligenZeitr ückwärts, astro-
„ Constitutionenbucbs ", (Frank- norn. Beobachtunen.gesammlet
furt am Main 1783,) S. 11.
„ietnnz. des Herausg. hatten; so dafs die Nachrichten
28 NOAH. NOACRID. GEBOTE.
davon bis zum ii.5ten 3. nach near gewesen waren, antreffen
der Sündfluth, und zum 1.5ten würden. — So wurde die Erde
nach derErbauung des babrlön i von Neuem angebauet und mit
-schenTurm,iastegn. ljfasonen bevölkert."1
Aus Dem Allem erhellet, ars [No.A.cniDEN (DrE); s.
sie auch nach ihrerZerstreuung
die Kenntnifs der Masonei be- No AH 1 Vergl. auch die
wahrten und zu einem hohen „Kritik.", n. A., B. 2, Ab-
Grade der Vollkommenheit theil. 1, S. 219, u. Abth. 2,
brachten." S. 71 f., wo sich ein Paar
„Nimrod, (das he gst: Rebell,
ein Schimpfwort, womit die
Stellen befinden, in wel-
Israeliten den Belus belegten.,) chen dieMasonen iichteNo-
oder Belus, (das he gst: Herr,) aciziden genannt werden!)
der Sohn von Chus, dem älte- [Noit.cuirnscuzier GEBo.
sten Sohne Bam, s, nahm Besitz
TE (DIE), (praecepta Noa-
von der Ebne und gründete die.
ses erste grofse Reich. zu Baby- chica oder 1Voachidarum,)
lon. Er erbauete viele präch- sind gewisse Vorschriften,
tige Städte in Schinear; und. 'vvelche aus dem Rechte der
unter ihm blületen jene gelehr- Natur hergeleitet und, wie
ten Mathematiker, derenNach-
folger vorzugsweise Magier, die jüdischen Rabbinen vor-
oder weise Männer, wegen ih- geben, in den ersten 2000
rer höhern Renntnisse, hiefsen. Jahren nach Erschaffung
Die Wanderung aus Schinear der Welt die einzigen Ge-
begann 53,Jahre nach dem An-
fange der Erbauung desThurms,
setze gewesen, von 1Nroalz
oder 154 Jahre nach der Sünd- aber seinen Söhnen bekannt
Ruth. Sie reiseten zu verschie- gemacht -worden seyn sol-
denen Zeiten ab und wendeten len. Es habe nämlich Gott
sich nach Norden, Osten und dem Adam befohlen, 1) die
Westen, ausgerüstet mit ihrer
masonischen Xunstfertigkeit, de- Abgötterei .zu meiden, und
ren grofse Nutzbarkeit Sich bei keine Bilder, noch eine Cre-
der Anlegung ihrer Colonieen atur, weder im Himmel,
ergab. Von Schine,ar aus wur- noch auf Erden, zu vereh-
ae die'Wissenschaft und Kunst ren, sondern ihn als den ei-
nach den entlegenen Theilen der
Erde g'ebrsächt, trotz der Ver- nigen wahren Gott zu er-
Wirxung der Mundarien, ver- kennen und für seinen Gott
mittelst des masonischen Ge- zu halten, 2) den Namen
brauchs , nach welchem Einer Gottes nicht zu lästern, noch.
sich mit dem Ändern unterhält,
ohne zu sprechen, und sie sich mifszubrauch.en , sondern
einander ars Zeichen und Merk- denselben anzurufen, zu
Malen erkennen. Dieses Mittel preisen und zu ehren, 3)
-ersannen sie, einer alten Ueber- kein Blut zu vergiefsen, son-
lieferung zufolge, für den Fall, dern sich vor allem Tod-,
da nach ihrer Zerstreuung Ei-
nige von ihnen an entlegenen schlage zu hüten, 4) sich
Orten Solche, die zuvor in Schi- aller Blutschande und Un-
NOACHID. GEBOTE; NOACHITE. 29

zuchtzu enthalten, 5) nicht Lehre des Seldenus, (s. oben


zu stehlen, noch zu rauben, B. 2, S. 163, Sp. b!) der
und 6) Recht und Gerech- seinen „ Comment. de jure
tigkeit zu handhaben. Zu naturae et gentium iuxta di-
diesen habe Gott dem Noah scipl. Ebraeorurn" darauf
noch das 7te Gebot: von gründete.
keinem noch lebenden, oder In der oben 13. 1, S. 409,
in seinem Blute erstickten, Sp. b, aus Anderson's Aus-
Thiere zu essen, gegeben. gabe des „Const. Buchs"
Diese 7 Gebote rn.ufsten von 1738 angeführten Stelle
die Heiden, die sich unter werden nur drei Hauptvor-
den alten Juden wohnhaft schriften , oder sogenannte
niederliefsen und, ohne Ju- grofse Artikel, Noah's er-
den zu werclen, blas der wähnt, nicht aber ausdrück-
Abgötterei absagten, ange- 4cb. angegeben. (Hier schla-,
loben ; weil die Vernunft gen die Bibelstellen :1.
es lehre, dafs alle Menschen „Mos." IX, 3-6, u.
v'erpfliatet wären, diese stelgesch." XV, 29 , ein.>
Gebote zu befolgen. Nach Diese Gesetze werden, wie.
Annahme derselben wurden Er. Krause in den „KU."
sie Fremdlinge im Thor, oder B. 2, - Abth. 1, S. 219. f.,
Hausgenossen, genannt und. Note c, als etwas B iesonde-
durften in Canaan überall, res bemerkt, von Ander,sork
nur nicht in Jerusalem, we- mit der Gewissensfreiheit
gen der Heiligkeit dieser in Religiönsachen- in we-:
Stadt, wohnen, hatten aber sentl. Beziehung gebracht.
übrigens mit den Juden gar Hierüber findet man aus-
keine Gemeinschaft. (Vergl. führlichere Belehrung, und.
oben B. 2, 5. 162!) die Angabe der hierher ge-
Auch den Masonen War hörigen Literatur, in den
schon in der Yorker Gonsti- gelehrten Abhandlungen des
tution von den culdeischen Brs. Krause in den „KU.",
Geistlichen die Befolgung B. '2 der ersten, oder B. 2,
der Noachidischen Gebote Abth. 2, der zweiten Ausg.,
vorgeschrieben worden. (S. S. 324-334, und des ,ver-
die „Iiijkli." 13. 2, Abth. 1, storb. Ers. Johann August
S. 93 f., und oben B. 2, S. ßch rz eider in dem altenburger
161, Sp. a!) Die Stifter „Neuen Journ. für Frdrei",
des neuengl. Grofsmeister- B. 1, H. 3, S. 325- 343.3
thums schärften selbige IN oAcurrE , oder PREus-
ebenfalls als Vorschriften. siscnE RITTEn, '(DER). Ob
des Verhaltens ein und folg- das Vorgehen der Franzosen,
ten in dieser Hinsicht der dafs dieser höhere Grad im,
30 NOACHITE. NO0B.THOUCK.

J. 1756 in .Preursen erfun- dafs sich die Noachites seit


den und errichtet worden dem Abdruckeihres Rituals
sey, gegründet, ist noch nicht mehr velsammlen.]
unentschieden; nur soviel NO ORTITOUCK (TOITANN),
ist gewirs , dafs seine Eint- [der bereits früher durch 2
stehung nicht viel älter, als a) „A, nevv history
obiges Jahr, seri kann,und. ofLondon" usw.; (London.
dafs das ihm beigelegte Al- 1773; in 4.) und b) „An his-,
ter aus den Zeiten der deut- torical and classical Dictio-
schen Bitter eine blofse nary", (London 1776; 2
,dichtung In dem' aus Vols in 8.) — letzteres ein
America nach Frankreich sogenanntes Gelehrten -Le-
eingeführten sogenannten xicon; (s. über beide
altengl. Systeme macht er „the monthly Review" so-
den 2isten u. im misphraim'- wol Vol. XLIX auf dasJahr
schen den 35sten Grad aus. 1773, p. 36-42 u. 96 - 109,
ES. „Manuel rnaonn." als Vol. LVI a. d. J. 1777,
p. 151-154, sowie „les plus p. 180-185!) sich als einen
secrets mysteres „ des hauts fleirsigen und verständigen
grades la 1171a9onn. devoi- Sammler bekannt gemacht
Ms", (h. Jerusalem, 1768,) hatte,] war auch der Heraus-
p. 133-148, oder die über- geber der fünften Ausgabe
setzung: „Allerneueste Ent- des neuengl.Constitutionen-
deckung der verborgensten buchs der Grofsloge , wel-
Geheimnisse der hoben Seuf- che 1784 [auf' VI, XII und.
fen der Freimäurerei", (Je- 459 SS. in 4., mit einem Ti-
rusalem 17680 S. 115-130, telkupfer, erschien. S.
und „Recueil de Ma9onn. A5TDETiSON.
Adonhiram.", T. II, p. 134- [Den vollständigen Titel
—148; wo das vollständige dieser Ausgabe, nebst eini-
Ritual steht, mit derNach- gen Stellen aus derselben,
richt als Vorrede, dafs Mr. s. in den „Hunsturlik." von
de Be'ree, Chevalier de 1' E- Krause , 14. A., B. 2, Abth.
loquence de la Loge de Bill-. 2, S. 303-321! Br. Al-
de Saint-Gillair mman- brecht hat in seinen „Mate-
deur-Lieutenant, Inspecteur rialien zu einer krit. Gesch.
General des loges Prussien- der FMrey", S. 60-195, eine
nes en, France, selbiges imJ. ausführl. Beschreibung des
des Ordens 4658 aus dem Inhalts und einen lesens-
Deutschen in's Französische werthenCornmentar darüber
übersetzt habe.- — In den geliefert. Die Wichtigkeit
„Acta Latom." (par TJiory), des Werks für clenGes chicht-
T. 1, p. 328, wird erwähnt, forscher bewog den Heraus-
NORDAMERICA. NORDAMERICA. 31
geb er der vorliegenden „En- Im J. 1756, am 30. Nov.,
cyclopädie", viele Stellen ward auch, unter Constitu-
daraus, unter andern oben tion der Grofsen Loge von
B:. 1, S. 293-295 u. 393 f., Schottland, daselbst eine.
aus der Vorrede und den Loge im alten Ritus eröff-
einleitenden Bemerkungen, net ; und [im J. 17693 setzte
und mehre im gegenwärti- der[vomGrofsmeisterGraferp
gen Bande; übersetzt ein.' von Dalhousie, in Edinburg,
zuschalten.] zuni'Provinzialgrofsmeister
NOIODAMERICA (DIE, V'ER- ernannte, im J. 1777 in ei-
EINIGTEN STAATEN vor?). fiel: Schlacht getödtete, edle]
Sowie in allen civilisirten. Br. Joseph irarren eine
Theilen beider Indien, wird zweite Grofse Provinzial-
auch hier die Freimaurerei loge vom altengl. Systeme
mit vielem Eifer getrieben. in Boston ein, [welcher die
Schon am 30. July 1733 er- von Bartfett namhaft ge-.
ri,chtete die Grofse Loge von m achten 3Nachfolgerhatte.].
England, von den' modern, Nach Beendigung des Frei-
Masons, eine Grofse Pro- heitkrieges erklärten sich.
vinzialloge in Boston, der diese beiden Provinziallo-
Hauptstadt im Bundesstaate gen für selbständig; 'ü.nd es'
Massachusets, deren erster kam endlich , [wie Bartlett
Gro ['smeister Heinrich Price berichtet, „nach. wieder-
war, und welche eine Men- holten Besprechungen, wel-
ge andere Logen consti- che .sich durch Edelmuth.
tuirte. [Br. Joseph ]3artlett, auszeichneten , am 5. März
Esq. , hat in dem zu. Char- 1792"] eine völlige Ver-
lestown, im Versammlung- einigung unter ihnen zu
hause, am 24. Juni 1793 ge- Stan de.
haltenen Vortrage, welcher Bis 1762 kannte man hier
Nachrichten von der Ent- nur die drei Johannisgrade;
stehung de FMrei in Nord- allein die Ankunft des fran.-
america liefert u. im „Ma- zösischen Juden 211-orin, [s.
gazine für Freimaurer", S. diesen Artikeln mit seiner
48-61, in einer deutschen Schiffsladung von Bändern
Übers., (jedoch, wie aus und Sternen, die zu den 25
den S. 60 angehängten ohne Graden des Gonge des Ein-
Beziehung gebliebenen pereurs d' Orient et d' Occi-
merkk. 4 -7 erhellet, un- dent gehörten , verführte
vollständig, ) abgedruckt auch die nordamericani-
steht, die 4 Nachfolger des scheu Brüder, dafs sie so-
Grofsmeisters Price benen- gar jene 25 Grade bis aüf
riet.] 33 vermehrten. S. auch alt-
NORDE N. NORDEN.

englisches SrsTgivi Pas Lehrlingsfragstiick


nach ]roiprze giebt in der
[Hierzu verdien etvorziig- Antwort 'aüf die 1:05te Fra,
lich. lieldinanres 'Werk .ge („41U.", B.-1,. Abth.
„die drei ältesten geschichtl. S. 172 175,) Folgendes als,
Denkmale" s. w., S..453 die Ursache-ari, warum der
—466,.nachgelesen ztt wer-- Nc.uaufgenommene seine
deni , Worin unter andern an- Stel,leindem ,ATordostecke der
geführt wird, dafs-,alle Lo- Loge erhält. —
gen in den ve,reinigten Staa- .„Da' es bei allen prachtvollen
ten nach vdem altenglischen, und stattlichen Gebtuden her-
Systeme arbeiten kömmlich ist, cler).,ersten. Stein
an' der 'Nord os tecke derselb en
. sich de Boyal-Arch - Mau- zu. legen, wenn , es sich so
rerei sehr unter ihnen ver-, schickt; so wurde mir in der
breitet habe, — dafs alle Nordostecke- der Loge meine
Logen und Capitel, , die sich Stelle angewiesen, um diesen.
Stein vorzustellen, und um an-
um ,clie Rechte der Corpo- znieigen , ,dafs ich im ersten
ratinen bwerben 37-Qxn Grade der Maurerei', in dem
Staate als moralische Per- eines angetretenen Lehrlings,
sonen anerkannt und,in deren stehe.? — Vgl. den Art.: Szi-
Staatska:lendern aufgezählt den 1)
werden, 'und dafs „man
iiberhaupt ,über maurerische [Nach: dem „System der'
Publ,icität in America viel' Freym,aurert.Loge PFahrheit
freisinniger 'und richtiger undEinigkeit zu drey gekrön-
denke, • als in den meisten ten Siiulem,inT***", S. 169,
Ländern des europäischen wurde dem Neuaufzuneh-
Yestlandes.1 menden bei der allegor. Rei-
N 011D Err (D ER), oder se, wo man ihm unterhalb
311terneehtseite. Da der Nordens mit einem Blase-
eaiona9n'sche Tempel auf balge den Wind entgegen-
der Nordseite keine Fenster bliefs, zugerufene
Latte und also von, daher „Die Winde stürmen aus,
Licht empfing; so ist Norden, sollen. uns aber von„
diese Seite in einer Loge, der Fortsetzung :unsrer Reiße
nicht abschrecken, so wenig
zur Rechten des Meisters als die Widerwärtigkeiten die-'
vom Stuhl, durch kein ein- ses Lebens, derenBild sie sind,
ziges symbolisches Licht den wahren Weisen auf dem
erleuchtet. [ S. auch oben Wege der Tugend irremachen
können.”]
B. 2, S. 295, Sp. a, Text u.
Note, ing,1. S. 270, Sp. b,
Z. 11, von unten U [In der „Encyclop. ma.
9onn.", r.F. 1, p. 301 sequ.,
NORFbLK. NOTTIMICHEN. 33
Erst sich der Verf. eines Gralsloge unter andern das
Cours de Franc-Maponnerie ächte Schlachtschwerdt des
folgendermarsen verneh- Schweden-Körrigs Gustav
Men • Ado gplb, welches auch Des-
„ t 'est en Angleterre, oh lton ten Nachfolger im Comma' n-
croit quo la Ma%% onnerie fut do, der taliferelierzog.Bern-
transportee par les Anglo - Sa-
.
X 0 12 Squ'elle parart avoir pris hard von Sachsen-Weimar,
un nouveau langage, des for- ,geführet . hatte,, mit Beider
xnes nouvelles, modifiees sur Namen auf derKlinge, und
les andennes. Elle devait jetei auf der Scheide das Wapen
des meines profondes dans cette ,der Familie Norfolk. und
terre classique de la libert‘rno-
VP 1„

derne. Elle a ete transplan.tee verschiedene maurerische


beaucoup plus tard dans notre Embleme. .vom Br. Georg
France, oh son existence au- Moody, des Königs Schwert..
thentique ne,date que de 1725, feger, auf des Herzogs Be-
soit qu'elle y arrivät pour la
premihe fois, sofft qu'elle y re- fehl, mit Silber eingelegt,
yint d'un log exil, produit damit es 4ünft,ig als Staats;.
par la catostr ophe des Tem pliers, schwert des Grofsmeisters
ou toute autre. Nous devons gebraucht würde. S. die
ce bien fait lt un Anglais , qui
retourna dans son ile mourir
Abbildung dessen en bei der
pour la cause de son roi." (Der deutschen Übersetzung des
Verf. meint den Lord _Dervent- 4174<1,ers.cm,',9chen „Constitu7
Waters s. diesen 'Artikel !) — tioneneucl-rs", von 17833
" Remarquons encore que dans NOTII - oder HiiLe.. zEr-
les d ernxers. c'est I e Nord
qui a efe le veritable Orient de cxxEN (DAS) ist dasjehi e
la lumihre. C'est dans les lies Zeichen, dessen sich der
Britanniques , c'est dans 1' 2-17- Freimaurer in Fällen der
lenzagne3eptentrionale,_ que la grörsten Gefahr bedient, uni
liberte de penser, les idees die-
vies, la philosophie, la IYIa9on- den. Beistand seiner Brüder
nerie enfin , ont et] et ont anzurufen. Die Schlacht-
plus de partisans; et l'on pour- felderin den letzten Eiriegen
rait faire une echelle haben eine Menge Beweise
que de l'esprit philosophigue,
dont la degeadatxon serait sen-
von der durch dieses Zei-
sible en allant du Nord au rnidi cb.en angesprochenen brü-
de l'Europe."] derlichen Liebe geliefert.
.1\lonFoLIK. (THOMAS Ho- In Frankreich ist dessen
WARD HERZ 0 G voN) war Kenntnifs ein Vorrecht der
im 3. 1730 Grofsmeister der 3feister, so dafs ein französ.
Grofsen Loge von England, Freimaurer- Lehrling oder
von den modern Masons. Gesell ohne brüderlichen.
[Er überschickte von Vene- Beistand den Gefahren aus-
dig aus, wohin er in jenem gesetzt bleibt. ES. oben den
Jahre gereiset war , der Artikel: IIENBIETTS1 MA.-
3
34 NOTUMA.. NOVIZ.
nfz, und im Art. : 11/1r.is.rrit, sertb und mit ZusiitZen verse-
5. 423 13 hene. Ausgabe" keraus, von.
[NoTirmA. Dieses -Wort welcher sich aber der Verf.,
bildet mit versetzten Buch- sowie von den Zusätzen. ei-
s ta.ben den Namen: Aunione: nes Fremden, in dem Vor-
S. diesen Artik.e113 berichte zur obigen ächten.
0 TU'M.A. nich't Er-Jesuit Atisgabe, und am Schlüsse
über das Ganze der ilfaurez. der Vorrede zu seinen , zu
rey", 3 Thle .. ‘il 8. , gehört gleicher Zeit erschienenen,
mit zu den Streitschriften „Bemerkungen über Saint-
iiber den vorgeblich in die Niealse" u. s. w., lossagte.
Freimaurerei sich einschlei- Der erste Theil der fich-
chenden Jesiiitismus. [Auf ie' n Auflage enthielt, nach
dem in Kupfer gestochenen dein Titelblatt, XL u. 264
Titelplatte des ei s ten TheilsSS. Ihm folgte, ebenfalls
dieses Werkes v'bri Goud (s. 1788, auf XII .1.1. 194 SS.,
diesen Artikel!) sind auf ei- der zueyte 'in wel-
ner illuminhleh Vignette cliem S. 1 —25 eine Apolo-
Figuren von Personen in der gie, des ersten Theils erster
Ordenskleidung.verschiede- Ausgabe gegen die heftigen
ner höheren Grade abgebil- Angriffe in der „Berli-ni-
det; und dartinter stehen die scheu MonatsSchrift", B. 8,
Worte: „Einzige eichte uni- 1786, S. 143 f. pna,S, 5,5°-
gearbeiti-teAus,!.:,)-ithe — Leip-
563, steht, und,im.l. 1789,
zig bei F. G. jaC' obäcr1788.rcauf XXIV u.**64'SS., der
Es war nämlich im J. 1782 dritte und letzte Theil. Ei-
zuLeipzig in der Weygand'. ne scharfe Beurtheilung al-
sebenBuchhandlung auf 283 ler 3 Theile s. unter andern
SS. , mit einen; Titelk. von in der (kali.)
Chodowiecki„ (lie Schrift: .. vom ,L 1791, Num. 79, Sp.
„Tjeber das Ganze der Maure- S. 625 —63013
rey. Aus den Briefen der Her.
ren von Fürsienstein und von Novxz (DER), [d. i. der
Stralenberg ," (— —) „ge- vor förmlicher Ablegung der
zogen. Zum Ersatz, aller bis-
hier von Maurern und Profa-
Ordensgelübde den vorge-
nen herausg„ unnützen Schrif- schriebenen Prüfungen un-
ten. Visu carentem, magna ter-vv-orfene Canclidatd war
pars veri littet." die erste Stufe der Illumi-
erschienen.. Am Schlusse naten in Bayern und der
hiefs es: „Ende des ersten zweite Grad des Ordens von
Theils." — Ebendaselbst der stricten Observanz. [5.
kam 1786, auf 292 SS. , eine auch oben B. 2, 5. 478,
sogenannte „zweyte verbes- Sp. a!.]
NOYER. OBEDIENZACTE. 35

NOYZ,R ( Dr ) war Mit- Englana von aen modern


stifter der Grofsen Loge von Masons.: s. Dzs.A.GtrLizRs.

104JirDirwz- oderUrrr- gen. zu ieVV dc nach Ihm


tGCTE ( DEE) der sollte bestimmt IN'erden, wie
auch den von }Toelidernselben
vor' Logen der stricten, gegenwärtig und künftig hoch-
0 ImerPan.s. von der: 1-1zind'- verordneten und 411s specielle
sehen rectirten Anord- Obere uns Vorgesetzten, ohne.
nung lautete, nach „Kö>, alle Ausnahme, und soviel an
uns ist und in unseren Kräften
pen's wichtiger Correspon- stehet, den ,s'ir.i2g-s4'en Gehorsam
deuzxiit der str. Obs.", so zu leisten. Wir wollen uns
„SaeSdem wir Endesunter- 2.) Hochdemselben und deren
schriebene in Erfahrung ge2 Verfügungen in zweifelhaften
brac4t, dafs es aufser den, L9- oder andern Fällen, besonders
gu leae observantiae," (A. die- aber insofern es eine oder die
sen Artikel! ) „als vv.elche uns andere Loge latae observantiae,
zeither in Deutschland nur be- und 'Was dem anhängig, be-
kannt gewesen, noch :andere, trifft, unterwerfen und. Kem-
nämlich strictae obser vaiiiiae, j enigen , was uns, zum Besten
gebe, welche das von Uralters des Ordens zu thun oder zu un-
wohl'hergebrachte und bis auf terlassen, von unseren reeec-
den heutigen Tag fortgepflanzte tiven Obern anvertrauet wird,
Ritual beobachten, Obere an- alsofort und jederzeit unum-
nehmen und erkennen; so ent- schriirzkte Folge leisten, auch
sagen Wir hiermit vsrohlb e däch t- ohne ergfünden zu wollen, aus
freiyvillig und sine ulla welchen Absichten, zu welchem
reservatione" (ohne allen innern Zwecke Dieses geschehen und
Vorbehalt) „den Gebräuchen Jenes unterbleiben soll. Ferner
Pflichten der weitern Observanz versprechen wir
und unterwerfen uns hierdurch. 3) von Allem-überhaupt, was
einzig dem Bituali strictae ob- wir in der Loge, besonders
servantiae, hauptsächlich aber auch bei Receptionen, hören,
Sr. Hochwürd.cn und Gnaden sehen und erfahren werden, das-
d.emlierrn Proi'inzial der77 fiten tiefste Stillschweigen zu bewah-
.Pravinz und aller deutschen ren , und keinem Freimaurer,'
Madrer," (s. ,Art. MINI)!) welcher der stricten Observanz
„erkennen Hochdenselben für durch. seine Unterschrift hier-
unser a hres Oberhaupt und unter nicht beigetreten ist, no eii.
versprechen hierdurch nufsHei- irgend einem Menschen, er sey
ligste und: Unverbrüchlichste: nrä.nnl. oder weibl. Geschlechts,
1) hochgedachten Herrn Pro . das Allergeringste zu entdecken,
vinzial oder Demjenigen, wel - oder ihn auf eine irgend mögl.
cher etwa von dein hohen Qr- NVeise zu benachrichtigen, noch
36 OBER. OBERE.
weniger aber uns ohne Vor-i. 'OB' ZREN (DIE. UNBEX.A11,1-.
wissen unserer Obern in einigeTnu, oder GEIIEIIVIEN) :brach-
die FMreiangehende Corre-
te das dericalische System
sponelenz einzulassen, auch alle
dahin gehörenden an uns kom- in der Freimaurerei zierst
zzr Sprache, jedoch ohne
ulenden Briefe dieser Art unsei.
sen t9bern sogleich, einzuhändi-
grofsen Erfolg. S. CLERI-
gen, und die Vanchrift der dar.-
auf zu ertlzeilenden Antwort ab-
[GuGolvios ü. ST ARCK,
zuwarten. Endlich wollen wir ingl. B. 2, S. 177 f. , 286,
Sp. a, und S. 477, Sp a,
4) die von unser-en rispective
höchsten und hohen Oberen dann dieArtt.: On.upIELNv.
uns zur :Zresserung auferlegten
AcTz u. ROSENRRETiZ (Ge-
Strafen willig zffid ohne Wider-
rede über uns ergeben lassen, sellschaft vorn)!]
auch rin der 28sten Sitzung des
5) Niemanden, es sey, Wer wilhelnishaderConvents wur-
es sey, der Ltiws'enz zuwider Et-
de ein Schreiben de:r:schot-
was vorbringen Sollte, das min-
tischen Loge Friedric4 ZUM
cleste Gehdr geben.
goldnen Löwen in B erlin ver-
Dieses Alles geloben wir bei
lesen , worin deg Oberrnei-,
unsern ersten Pflichten, die wir
bei. dem Eintritt in den Ordenster der vereinigten Logen
in den preiffsischen Staaten
abgelegt, und bei Verlust unsrer
Ehre und des ewigen Anschauensmeldete:
Gottes." „die berliner Brüder kenne-
0 der beklagensvverthen. ten die Oberen, die -verspro-
Betrogenen, die, aus thö- chen hätten, in kurzer Zeit
richter Sucht nach höheren. das alte grofse Ritual, ge-
schrieben von dem ersten Stils
Geheimnissen, mit gläubi- -terundafbewhrtduc ie
ger Hingebung ohne klare Brüder Clerici, herzugeben.“
Einsicht ihre Vernunft un- Dieser Wink konnte indefs
ter den Gehorsam gegen die die Versammleten, die be-
Vorschriften geistiger Ge-; reits vorher allen unbekann-
walthaber gefangen nah- ten und verborgenen Obern
men ! feierlich entsagt und die
Vgl. den Artikel: OBERE, neuen Rituale festgesetzt
- , Note 4, und angenommen hatten,
in, • B.• 2,, S.•230,
und S. 23, Note 61] nicht auf andere Gedanken
OBER. Alle Artikel, bringen. S. die „Ephem.e,
mit diesem Prädicate, wel- riden der FMrei in Deutsch-
ches in den. Logen 'den Be- land" auf d. J. 1785, S.801
, amtentitelnvorgesetztwird; Schon vor der Eröffnung,
'als: Obermeister, Oberauf- des Convents hatte der* wa-
seher, u. s. w., sind unter c'kere Br. Bode in der oben
dem claMit zusammengesetz- B. 2, S. 145, angeführten
ten Worte zu suchen. Schrift dringend vor jenen
OBERE. ,OBERE, 37
Verkappten gewarnt u. un- nen „Supplement-Bande des
ter andern S. 35 f. geäursert : Nekrologs", S. 376-7379,
„Das sichtl. Streben nach dem bemerkt, die ''Vorstellung
Herrschen über die Meinungen herrschend geworden,'„Aafs
der nrüder ist ganz gewifs nur
Mittel zu Privatzwecken, sowie die .Tesuiten,'‘ (vergl. diesen.
es vonjeher bei allen Verbin- .Artikel!)•„an der Spitze ei-
dungen gewesen ist. Man singt niger maurerischen Systeme
das alte Lied von unbekannten als geheitize Obere ständen
Wissenschaften, von unbekann- und sich überhaupt auf die
ter Glückseligkeit und von unle l
Seit einigen 5o-kanteObr. Maurerei einen gefährl. Ein-
Jahren" — (Bode gab jene flufs zu verschaffen gewufst
Schrift im J. 1.782 berzus) — hätten; " und es werden
,„hat dieses Lied, so oft es stär- dort die Gründe, welche
ker erklang, Diejenigen, die
darauf horchten , aus ihrer Ru, ihn zu dieser Uberzeugung
he und aus der Fassung gesun- führten, in'naclistebencler
gen, ohne sie eine aridere Iris- Mafse auseinandergesetzt. —
senschaft,. zu lehren,. als die, „Es war natürlich., dafs, da
durch Schaden weiser werden, Bode Mitglied der ältesten Loge
ohne ihnen eine andre 'Glückse- in Deutschland und Zeuge von
ligkeit ertheilen, als die, .Rosats, Johnson"s und Anderer
endlich ha.bituel" (zur l'ertig- Schwarmerden u. Betrügereien
keit) „werdende, Tugend, der war, ein Kopf; wie der seini-
Geduld, keinen andern u4be'r ge, auf den Grund jedes neuen.
kannten Obern, als dessen,',u'en Systems zu kommen suchte
bekannten Namen Niemand aus- -und manChe geheime 'Winkel-
zusprechen, dessen Gestalt Nie- jage entdeckte. Was seine Auf-
mand zu sehen vermag, dessen inerksarrikeit mit zuerst auf de`n
Sitz. überall ist und nirgends." Gedanken brachte,' dalS die Te-.
Dann S. Suiten ihr Spiel unter der De-
„Sollen wir, da wir doch cke der Maurerei trieben, war
gewifs sehr rechtschaeene •be- das Zusammentreiben grofser
kannte Männer aller Stände un- Geldsummen aus allen Logen.
ter uns haben, ewig den so bit- im siebenjährigen Kriege, und
teren, kränkenden Vorwurf: die Versendung dieser Gelde
„‚Euch nach,Parag.u.a..T . Diefs und da‘
ist, ohne durch Eide
verstrickt in werden, nicht zu Flüchten der Jesuiten, die sich
trauen;"" .mit Geduld fühlen in dem nätnl. Zeitpuncte grofse
und tragen , ohne dafs wir ein- Besitzungen in Paraguay .kauf-
mal' wissen, Wer uns diesen ten, da sie aus vielen Ländern
Schimpf anthut? Sollen wir Europas, verwiesen wurden,
uns Leuten mit einem Eide ver- war der Funke, .clor in Bode's
binden, die wir gar nicht ken. Seele ein Licht anzündete.
nen? — .0 Logik! o Ver.- Bade 'äufserte seine Hypothese
nunft! von dem Einflusse des Jesuitis-
Es war nämlich bei rnus auf die Maurereisclao4 im
1767 'schriftlich gegen den
ile'ta, Wie sein Biograph ix Ritte Straufsed '(Schuhart,
dem oben am Schlusse dei Edlen Herrn 1(022i dexKleefelde);
Artikels: BODE ,*Pgeg,Qgfer ;And, Zelehre.*.stitn;n4m, mit ihm
38 OBERE. OBERE.
überein." ( 5. unter andern bei der römischen Kirche ge-
oben den Axt.: BONNEVILLE!) bräuchlich-es Symbol, gewahr,
„ Theils konnte die völlige Bei,- wurde, an Katholizismus oder
behaltung der katholischen Ge- Jesuitismus zu denken."
bräuche bei der Aufnahme in Wie stark sich Nicolai
den sogenannten innern Orden,
— den Aufschlufs der Maure- über die unbekannten Obern.
rei, sovvie manche Grund- ausdrückte, ersiehet man
sätze der vorhergehenden Gra- aus den oben B.2, S.,397f.,
de, sehr leicht eine solche Ver- und hier im Artikel:, Nrc
rnuthung erzeugen, theils war
LAT,' S.131 , 15 u. 21 aus-
nach. Vertilgung der Jesuiten
in Spanien u. Frankreich schon gezogenenStellen.liier hoch
im J. 1766 das Gerücht entstan7 einige ausder dort ange-
den, dafs dieselben grofse Sum- gebenen Schrift! —
men nach Deutschland geflüch-:
S..3 f. „ Schon seit langer
tet hätten und, um den nöthi-
Zeit hatte eine Anzahl nieder-
gen Schutz zu finden, sich an.
trächtiger Menschen im Verhor-
die damals in vorzüglichem An-
genen , sich einen Einflufs in
sehen stehende Gesellschaft der
die FMrei zu verschaffen, ge-
FMrer anzuschliefsen. willens
-vvufst. Sie waren bemüht,
wären. Diese Mutl'imarsung
durch diese, an sich unschul-
fand in der Ähnlichkeit der
dige, Gesellschaft den Verstand.
Schicksale des vormaligen Tem- ehrlicher wohlwollender Men-
p,elherrenord.ens mit dem nun sehen zu verkrüppeln indem sie
erst aufgehobenen der Jesuiten ihnen ein ebenso unbestimmtes,
noch mehr Glaubwürdigkeit. als blindes, Vertrauen auf kiinf
Auch gab die zu. Ende des J.
tige Brkenntnifs wichtiger Ge-
1767 durch den Oberhofpredi-
heimnisse durch. alle Mögliche
ger Starck bevverkstelli c, te Er- Mittel einflöfsten. So brachten
scheinung eines bisdahin un-:
tie es e'nd.lich- dahin, ingeheim
bek a
, nntenZweiges v onFMrern,
auszustreuen: „ „die FMrei ha-
Fratres clerici genannt, ler Sa- be unbe'kannte Obere; diesen
che einen neuen Anstrich von
hochgeberzedeieten, in Gott ru-
Wahrscheinlichkeit."
henden und von Gott gesegneten
„Ob nun w-ol Bo. cle bei seinen Vätern masse blinder Gehorsam
eschichtl. entersuchungen der geleistet werden ;" • und sie er:-
Mrei immer wieder auf diesen zwangen wirklich, bi vielen,
Punct zurückkam : so dachte sonst wohldenkenden; Men-
er doch nie en die Gefahr, die schen einen solchen blinden Ge-
den Protestanten von den Je- horsam. Unbekannte' Leute er-
suiten bevorstehen sollte, in, liefsen schriftliche Befehle, un-
dem Grade,, wie Biester und Ni- terzeichnet mit unbekannten so-
colai." — „Ganz zu läugnen genannten Ordensnamen, an die
ist es nicht, dafs Boden die ein- armen Brüder des Vorhofs, von
mal gefafste Hypothese bisWei- denen sie sagten : „„Ihr guten,
len zuweit od. irreführte. Seine lieben Brüder FMrer seyd ja
eringe .Bekanntschaft mit der unsere Ein'der!" " (5. die Vor-
gC7-eschichte, und überhaupt mit rede zu „den Pflichten der,G.
Äatholik.en,. .verleitete JA:1, zu ünd R. C. alten Systems, von
der Sonderbarkeit, überall, wo Chrysophiron", S. XXIX!) „Und
ex nur ein f 4, oder sonst ein ein solch er gnädiger Erlafs ward
OBERE. OBERE.
mit der tiefsten Ehrfurcht be- so zalreidiert; damals sehr fr-
folgt; denn es hiefs „ „der regefahrten, Gesellschaft zu ver-
Orden will es; der Orden sagt anlassen ; indem ich, ohne mich
es ; es ist Gottes dafs wir directe" (unmittelbar) „in ihre
den 'Ob'ern gehorchen sollen."" Angelegenheiten zu. mischen,
(S. ebend. S.144!) „Man söllti durch einige Aufklärung ihrer
nicht glauben, ,dafs der Unsinn Geschichte' indirecte « (mittel-
so weit gehen könnte; und doch bar) ,, zu. Vertreibung des
ist er Jahre lang so weit und. AberglaubensGelegenheitgab.cj
noch weiter gegangen," S.
die Fortsetzung unten im Art.:
ORDEN !
[In den kön, preufsschen
S. 24 (Womit die oben 'lin Staaten, wo Tdie unbekann.,
Artikel: NICOLAI von der S.
f. entlehnte-Stell'& zu verbin- ten weisetzOrclensviiter, von
den ist), „Seit der Beendigung denen die Mitglieder der
des zweiten n eils meines „Ver- unteren Grade, wenn sie
suchs" fafste ich den Vöriatz, gehorsam. und perschwieger!,
über FMrei, deren Ursprung befunden würden„ der Er-
und Fortgang, öffentlich 'wei-
ter kein Wort zu verlieren. leuchtung gewürdigt und zu
Mein Hauptzweck war einiger- den wahren Quellen der'
mafsen dadurch erreicht, dafs Gnade geführt werden soll-
ich den nenern Ursprung der ten, eine lange Zeit unu
FMrei zuerst öffentlich anzeigte
und den Glauben an die Trau- chränkt geherrscht hatten;
mereien 1,0n einem uralten rny- versetzte denselben das
steridse;j Ursprunge sehr ers Edid vorn..20. Oct. 1798 (s.:
terte. VVenn bei rechfschaffe- Oben den .iiit.'::..ü74"n3Dnrcri:
nen Männern nur erst Neclzden4
ken und Aufmerksamk:eit, nebst
einentö d
Neigung zu bestimmten Bcgrif- lichen S4rag'. hs wurae
, .fe7z, erregt wird: so werden nämlich irA .2 verordnet:
Voruitheile und ° thöriclite GeL „Wir erklären daher für
heimnifssucht nach und nach. tulässig u. verbieten °hierdurch
vonselbst fallen; und ,den,U71, Gesellschaften und Verbindiiii!
bekannten Obern wird ihr , für gen,"
den gesunden Verstand und für
das Wo hl d.M>enschheitsoschäd- „II. worin unbekannte. n Obern,
liches, Spielwenigstens einiger- es sey eidlich, an Eides Statt,
afsen verdorben. Man besinnt • - durch Handschlag,' rnürid-1-
sich denn doch, ob xnbek.arznte . lieb., schriftlich, oder *ib
Alenschn wol wirklich ein es sey, Gehorsae versprochen
Recht, zu befehlen, haben, ob .wird;"
ihre 'Absichten wol verni2nftig
und gut seyn mögen. Hierauf ;;IV. welche Verschwiegenheit
handich in den mir, ohne mei- in iinsehung der dem
ne Schuld, vom Hrn. 0 HPred. dem zcs ollfeilbarenden Ge-
Starck. ' erregtenStreitigkeiten heimnisse fodern.., oder sieh
oft Gelegenheit ZUrückzukorn- angeloben ,lassen
in en , und sd zufälli- „7. welche' eine geheim gehal-
ger eisa etwas -GLitesin • ein 8r ten Absicht haben oder vor-
40 OBEREIT. OBSEM-ANITA, LATA.
',eben , oder zur Erreichung Stricten Observanz zufolge,
einer namhaft gemachten der fünfte Grofsmeister der
Absicht sich, geheim gehalte-
wer oder. verborgener Tempelherren , nach ihrer
mystischer, hieroglyphischer Wiederherstellung, erwählt
Formen, bedienen." 1370, gestorben 1392.
„Wenn Eines der unter Nr. r, O'BaXEN; s. INcniQurez.
H n. irr angegebenen Kennzei-
chen unerlaubter Gesellschaften OBSERV.AeiTI4 LATA, [die
und Verbindungen stattfindet: weite, d. minder strenge,
so können solche in Unseren Begel oder Ordnung,] war
gesarnmten Staaten nicht gedul- eine Benennung, mit wel-
det werden. Ein Gleiches soll cher die Anhänger der stric-
auch in Ansehung der unter Nr.
IV und V bezeichneten Gesell- ton. Observanz [s. den fol-
schaften und Verbindungen, je- ge'riden Artikel !) dienigen
doch mit der im nächstiolgen- Logen bezeichneten, wel-
d en sen" (in Ansehung der drei che »sich den Neuerungen
herlaner Freimaurer- Ylutterlo-
gen und der von ihnen gestif- derselben nicht unterwerfen
teten Tochterlogen) „,,o-emacli- wollten und ein eigenes Sy-
ten Ausnahme, stattfinden.") stem » bildeten. [Diese
OBEREIT (J.A.rioß HERR nennun e, kann aber, seitdem.
, Doctor der Philos. der -Gegensatz, die soge-
und Wundarzt in Jena, geb. nannte stricte Observanz, zu
in der Schweiz am 2. Oct. seyn , aufgehört hat, nicht
1725, gest. am 2. ;Febr. weiter gebraucht werden.
1798, war ein eifriger Apo- Man nennt jenes System
stel der Alchemie und My- jetzt allgemein das Zinnen.
stik und wurde für einen dolfsche. Bekanntlich legt
Abgesandten der,, Jesuiten dasselbe den überlieferten
gehalten. 5. „Doctor Obe- Gebräuchen ein kanonisches
reits gerade Schweizer -Er- Ansehen bei und hemmt je-
klärung von Gentralismus7 den Fortschritt zum Bessern.
Exiesuiterey"u. s. w. „Mit S. oben B. 1, S. 4131
einer Vorrede der Heraus- „Unter allen Systemen
geber der Berlinischen Mo- hat sich wol Keins unduld-
natischrift," J3erlin, 1786, samer betragen, als dasie-
Viii u. 94 SS. Diese Streit- rüge, dessen oberste Behör-
schrift ist vom Verf. unter- de die grofse Landesloge 'in
z ei chn et : „Der Schweizer Berlin ist. Men verfolgte
,Diogenes mit der Laterne ZUM sogar diejenigen Meister
heilen Aufgang.") vom Stuhle, die einige To-
OBERZRIESTER; g, Ha-. leranz gegen Logen anderer
IIEnPRIESTER. Systeme von sich blickon
OeR.A.Cli.; ein Irländer, liefsen. " So rügte schon
war, dein Vorgeben der !ipso in seinen,
OBSERVANT. STRICTA. OBSERV. STRICTA. 41

„freyen 3emerkungen u. Gehorsam, wozu er seine


s. w. (Leipz. 1787,) S.114, Anhänger verpflichtete, [s.
Note; und die „Beyträge die Art.: JoniNsorr 'u. Ont-
zur Geschichte der grofsen DIENZACTE und die An-
Mutterloge .Royale York zur mafsung, womit er alle an-
Freundschali‘c, (Berlin 1798, deren Systeme in der *Frei-
111 55. in 8.) sowie die maurerei verwarf und sie
oben B. 2, S. 244, angef. mit dein Namen: Observan-
Streitschriften, haben hier- tia lata, [s. diesen Artikel!]
zu neuere Belege geliefert. bezeichnete , waren die
S. übrigens oben B. S. Grundfesten dieser moder-
120, und den Art.: Zrez- nen Templerei. Zwar war
Nnii p oRp !] er zuweilen öffentlichen u.
OBSZ.RVANTI ,A. STRICTA, geheimen Einwürfen und
[die strenge Regel oder Ord- Untersuchungen verst,ändi-
nung,] DIE STRI9TE 0135ER .• ger und defshalb ungläubi-
vmzz DER VEREINIGTE1,o- ger Mitglieder in Hinsicht
GEN in Deutschland, ist un- auf seine Vorspiegelungen
ter allen von .der wahren ausgesezt: er wurste sich
und ächten Freimaurerei jedoch jedesmal glücklich.
sich entfernenden Systemen aus der Verlegenheit zu zie-
Dasjenige; welches sich in hen; wie-vrol seine Beweis-
Deutschland am Meisten mittel nicht sehr geeignet
ausgebreitet hat und von der waren, vollständige U ber-
längsten Dauer gewesen ist. ieugung iu bewirken. Un.-
Obgleich die Herren von ter diese gehörte besonders
Marschall, Baron von Prin. das in ganz unbekannten
zen und Marquis de Lernais Chifern. geschriebene Di-
den norddeutschen Brüdern plom , womit er sich in 4!-
schon früher Mehre der fran- tenberge (s. diesen Artikel!)
zösiscben höhern Grade mit- als den . Provinzial- Grofs-
getheilt hatten : so war doch - meist er von Deutschland.
der Baron von Hund [s. gitimirte.
sen Art.II der eigentliche Den Ordens-Statuten zu-
Gründer und Verbreiter des folge sollte ganz Europa in
templarischen Systems, un- 9 Provinzen [s. diesen Art. lj
ter dem Namen der stricten eingetheilt werden; es wur,-
Observanz, im ganzen Nor- de indefs nur die siebente,
den. Seine kecke Behaup- das nördliche Deutschland,
tung, darr die Freimaurerei Polen , Lief- und Curland.
Nichts anders, als die wirk- enthaltend, organisirt, und
liche Fortsetzung des Tem- die 4te und 5te, weiche
pelordens, sey, der blinde Lyon und Bourgogrie aus-
42 OBSERV. STRICTA. OBSERV: STRICTA

machten, nur . zu einem ge - gaben wahr seyen, und dafs,


ringen Theile. — Die Rei - wenn auch die .AVtarnmung“
(von den ältern Tempelherren)
he der 7 Grade dieses Sy- „nicht völlig klar bewiesen u.
stems war folgende. nicht jeder Plan ausführbar wä-
1) Der Lehrling; 2) der re, doch im,Ganzen auf diesem,
Gesell; 3) der Meister; 4) Wege sehr viel Gutes mehr be-
der schottische Meister; 5) wirkt werden könne, als wenn.
man fortführe, mit unverständ-
der 1N' oviz ; 6) der Tempel- lichen Hieroglyphen zu spie-
herr , in den 3 Classen: len, die Tafellogen zum Haupt-
Eques, Socius,Armiger, und .-ecrenstande
b der Arbeiten zu
7) Eques professus. S. auch machen, oder in unzähligen
Graden einen Unsinn durch den
CLE RIKEE , Edler Herr Von.
andern zu erklären. Er nahm
dein KLEEFELDE und Bitter sich also der Sache an ; und ihm
von der heiligen STADT, [so- hat /min sehr Vieles von dem
wie oben B. 2, S. 341, Sp. Guten zu danken, welches die
b, und S.346 !] stritte Observanz theils in ih-
rer Verfassung gehabt, theils
im Publicum gewirkt hat. Es
[In dem „Beytrage zur herrschte ein Geist von Ord-
neuesten Gesch. des Frey- nunc, b von Pünctlichkeit und
xnaurerordens" (Bed. 1786) Einförmigkeit in diesem Syste-
liefs Baron von, Knigge sei- me , den man bisdahiin gar
nicht gekannt hatte. Man fing
nen Weiler im vierten Ge- an, in der Auswahl, der Mit.
spräaie (S. 591i.) zuerst die glieder, besonders in demobern
Folgewidrigkeiten u. Gebre- Graden, sehr viel, strenger, zu
chen des neuen templeri- werden ; Was freilich nachher
schen Systems herzählen, "ausartete. Der Ton der Sub-
ordination, der von einer Seite
fuhr ab er sodann S. 72-74 unangenehme Wirkung machte,
fort: gewährte von der andern den.
„Ein gro fs er Fürst und, (Was Vortheil, dafs junge Mitglie-
inehr, als Das, ist,) >ein edler der, sich in ihrem ,sittlichen
_Wann, der allgemein in Europa Leben so zu betragen, suchten,
als Einer der vorzüglichsten dafs ihr guter Ruf
Menschen bekannte, durch sei- cum ihnen baldige Beförderung
ne Thaten des sichern Nach-. im' Orden versprechen. durfte.
xuhms so würdige Sereniss. Fra- Das Band unter den innern Or-
ter a Victoria," (s. oben Her- densbrüdern war enge, brüder-
zog Ferdinand von BR.A.TIN- lich, herzlich; (versteht sich,
iCHWEI,G ) „wurde damals" in den ersten Zeiten !) indem der
(nach der Erscheinung des Frei- Genius der alten Ritterzeit er-
herrn von Hund) „von allen Sei- wachte. Da die Logen in ge -
ten her dringend gebeten, sich nauerer Verbindung, in ordent -
an die Spitze des neuen Systems lichem Briefwechsel und iii Co-
zu stellen. Er that es, in der und Subordination standen; so
Voraussetzung, welche so viele würde dadurch viel Gutes be-
.verständige Männer annahmen, wirkt, durch Empfehlung, Er-
-dars, (Leg ,ßazdons von Hund An7 kundigung, Nachricht, War-
OBSES.V. STRICTA. OBSERV; STRICTA. 43
Hong u.' 'dergleichen. Wenn ne Mens chlichkeiten' enthalten,
der Beitritt vieler Vornehmen. aber ganz gewifs keine "Pläne,
den Sinn der Freiheit u. Gleich- von Seiten der .17,ogen so we-
heit schwächte: "so verschaffte nig, als von 'Seiten; cle,s' innen'
er doch dem Qrden. Schutz, Ordens, deren es sidi vor ii-
machte, dafs inanche Brüder `gend einem vernünftigen Men-
aus dem Staube hervorgezogen, schen zu. schämen hätte." -
ihren Landesherren von , einer ' ,Diejenige Verfahrungart des
vortheilhaften Seite bekannt, Systems, worauf sich die" (im
manche 'schlechte Subjecte aber Texte des übersetzten Buchs
durch wirksame Drohung ge- vom Verfasser gebrauchten)
bessert wurden. Endlich, da, ,,tenennungen" (les visions des
die Cassen .öconomisclier ver- faibles , la devotion' outrde le
waltet waren; so bekamen. derangeinent de, l'esprit,) „grün-
manche >Leen ögen, Gu- deten, fand nur bis 176 statt,
tes zu thun, 'durch Armenan- und selbst in. dieser Zeit ward.
stalten, Unterstützung vviirdi- in den Logen, Oder in den Ver-
ei und armer Brüder, und so sammlungen d. er höhere Grade,
ferner." Nichts gelehrt, Nichts befoh-
len, ja, nicht einmal auf Et-
Der Verf. der oben B.72, =vvas hingewirkt, das einer re-
S. 143, Sp. b angeführten. ligiösen od. politischen Schwär-
Sch,rift, der von S. 115 an merei ähnlich gewesen, wäre."
'über Iden mirerwähnten. - „Als t766 der öconomi-
sehe Plan ausgebracht wurde,
„ Beytrag " 7 berichtigende waren alle Brüder dieser Obser-
Anmerkungenmittheilte, be- und» aufser den VerL,
in
stätigte diese Schilderung sammlung.eu so frei, als es ein
und äufserte S. 197: Bruder einer andern Observanz,
die nicht ohne-gesellschaftliehe
„Solange die stricte Obser-
un- Ordnung lebte, nurixumer seyi.
-ranz keine Geheimnifsjäger konnte. Man suchte auch die
ter sichkannte, solange machte
Benennung: ,stricte
sie der Fl■:Irei Ehre; und sie fallen zu lassen, und Observanz:;
dafür den.
war als ein festverbundener 16r- bezeichnenden Namen
per, der sich zum Glück der der ver-
einigten. Logen Anzuführen,
Menschheit verbunden hatte; an-
*zusehen. Sobal,daber das ängstl.
weil er angemessener war. Al-
lein, da die Gegner' dieses Sy-
Suchen nach Geheimnissen, be-
stems glaubten, sie'hätten bei
sonders nach übernatürlichen,
der ersten Benennung besseres
überha.ndnahm, so ging die
Spiel;, so behielten diese ihn
wahre Bruderliebe Verloren.'‘ noch bei, als schon 1782 das
Auch der deutsche Heraus- ganze System in bestmöglicher
geber des oben B.2, S.239, Form abgeschafft und dafür ei-
ne allgemeine Veieinigüng be.
bemerkten Büchs : „Ist Ca- liebt war."
gliostro Chef der Illumina-
Nachdem Dr. Starck, aus
ten?" u. s. w. sagte S.44 f.
Verd.rufs dafs er sein Cle-
in der Note:
„Eine unpAteiis ch'e Ges'cb.. des
rikersys tem bei den Mitglie-
Systems der stricten Obseiivanz dern def.stricten Obs. nicht
würde allerdings diese u.rid. je- -hatte durchsetzen können,
44 OBSERV. STRICTA. °GUDENT.

das neue Tempelherrensy- ger Verrätlier dem Orden ge-


stem in der giftigen Schrift: schlagen, zu heilen. Es wur-
den nämlich Anstalten zu einem
„Stein des Anstofses und Fels allgemeinen emvente gemacht
der A ergerni fs, ,all en meinen und alle eifrige Brüder aufg,e-
teutschen Mitbürgern, in muntert, den,Ohern Vorschlä.-
und ausser der siebenten ge zu zvv-eckmälsiger Einrich-
Provinz, entdeckt von Ich Lin es ,Systems, und zur Zu-
weif.r nicbt, 1,07Z fern ? — rückführung der , FMrei auf ei-
Es wird nichts so klein ge- nen bestimmten Zweck, darzu-
sponnen, legen."
Es kommt endlich an der Son-
OCCIDENT , WESTEN,
nen. —
Gedruckt in Teutschland. ABEND (nun) ist diejenige
1780. Zu finden in allen Himmelsgegend, in welcher
Buchläden." 3.6o SS. die Sonne täglich ihren Lauf
zur öffentl. Schau gestellt beschliefst., — In einerLo.
hatte, entschlofs man sich ge ist es die dein Platze des
zur gänzlichen Aufhebung Meisters vom 'Stuhl entge-
desselben, welche dann in. gengesetzte Seife, wo ent-
dem Convente zu Wilhelms- weder, wenn dieLoge nach
bad (s. diesen Artikel!) er- dem neuenglischen Systeme
folgte. klieriiber sagt Ba- arbeitet, die beiden Aufse-
ron von Knigge in „Philo's her, oder, wenn sie zum,'
endlicher Erklärung" Fol- altenglischen Systeme ge-
gendes. — hört, blofs der erste, ihren
„ Das war in der That ein. Sitz haben. ENach „Jachin
harter Schlag für Menschen, de- andBoaz", p. 5, verbunden.
ren ganzes bürgerliches Daseyn mit p.19, ist des ältern Auf-
auf diesem Ternpelherrenorden sehers Platz in der Loge im.
beruhte, die keinen andern Wir-
kungkreis gehabt hatten, — Westen; und es wird als Ur-
für Solche, .die als hohe Ordens- sache davon angegeben:
brüder mit' Fürsten in enger " Wie die Sonne im Westen
Vertraulichkeit gewesen waren sich senkt, um ,den. Tag zu be-
und in der FMroi ein gewisses schliefsen: also steht der ältere
Ansehn behauptet hatten, das Aufseher in -Westen, um die
ihnen aufserdem ihre persönl. Loge zu schliefsen, den Leuten
Verdienste in einer freien Ver- ihren Lohn auszuzahlen und.
bindung schwerlich würden sie von ihrer Arbeit zu ent-
verschafft haben, — endlich für lassen."
Solche, welche auf die politi- 'In. dem Zinnendorfer Sy-
schen und mystischen fernen steme lautet die,Erkiärung:
Erwartungen, die der quasi
,Tempelherrenorden. rege mach- warum beide Aufseher ihre
,te, für sich Pläne von Macht, Stellen im, Westen haben,
Reiclithum Ansehn und Glanz so. —
'gegründet Indefs wur- „Die Brühi Aufseher sind
de ernstlich darauf eedacht, die der Loge Das, was der Mond.
Wunden, welche ein rheineidi- der VVelt ist. Dieser hat kein
occmENil ‚ÖFEN/ING. 45
Licht v̀ orr sich serbt, scindern p5 .-8 der er-
empfängt es von der Sonne und teii oder 13-17 der neuen
theilt es A lsdann unsrer Erde Ausgabe, nant
mit. Ebenso erhalten die Brr. den Ansich,-
Aufseher die Befehle des Grofs-- ten ;und im G4st le . seiner
meisters und: verbreiten solche Ltindsleute - folgende zu-
hernach in der Loge." Aus reduweisende
„dem Signa.tsterne",, Th.‚ S.
118.— S. übrigens die Artikel: ,,0&ervations sie Pouvertare
ORIENT und .R,EtsE des Loges.»
0 CID (pnrk BITTER L'ouverture 'd'une loge n'est
V 0 III) ist fier. 4 7 e G rg.gTge s autre chose que le consentement
irrianime de coruitiencer les tra-
niispiltaimIsdieh Systems in vaux. Chez' les anciens Cheva-
tir Hers cette cereMonie se faisait
• [ÖFF:TLICIIIi LIT (Dir); par une prire t la Diviniti.
5. PUBtibX, T-iT (die» mcuci- Cette maxime religieuse s'est
nische)!] perdue dans les diffhrens trou-
•• bles que la Catholicite essuya.'
Oiün‘G,( ±E) Les Chr6tiens 'poursuivis jas-
Jane dans leurs 'plus secrets re-
ist . der Anfang der Ar..
beiten 'einer maureriuhen tranchemens, furent oblig.es de
syrnboliser tous les rrin.oipaux
Yers:ammlun&-, welchei' in points de leur. religion; et,
symbolischer B edeutung im- pour öter tour soup9z)n aux ty-
mer um :Hä dlinWiag statthat.rans, qui les persecutaient, ils
[Die:Art und Weise, eine prirent le norn de iliczpons. Ain-
si ces hommes claires et ver-
Loge nach den. Vorschriften tueux, sous des einbl g mes ma-
des neuenglischen Systems tgriels, rendaient toujours honi-
zu öffnen, wird in den mage au Dieu suprerne, qui les
„Kunsturkk", neue Aufl., avait crees. Ce Mt alors clue
13. 1, A.bth.. 1, S. 254-257,l'ouverture des loges devmt
une observance simple, courte,
sowie die jetzt in den fran- symbolique, comme tont le Te-
zösischen Logen gewöhnli- ste, et tout-k-fait inUpendante
che in den „Archives de la de l'instruction. Mais bien des
Franc-Ma9onnerie", p.3-6, Maitres ne font aucune a.tten-
und im „Manuel par Ba- tion cela; pent-(1tre aussi rig,-
norent-ils ? On en voit un
zoi", p. 166-168, beschrie- grand nombre, qui fent toutes
ben. Die Erklärung der itS demandes du Cat6chisme,
Gebräuche bei dein Offnen. mme edles des signes et des
der Loge nach dem Zinnen- paroles, avant que la loge soit
ouverte. D'autres font tont le
dorferSysteme s. im „Signat- contraire; ils se contentent de
stern", Th. 3, S. 116-120!] faire avertir l'assernble, par
leurs surveillans, que ron va
ouvrir la loge ; ensuire ils font
[Mr. Guillemain cle Saint- le sidire et les acclarnations da
Victor macht in dem „Re- grade, qu'ils vont tenir, puis
cueil de la Ma9onn. Adon- avertissent que la loge est
4G ,ÖFFNUNG. ÖFFNUNG.

ouverte; ap-as quoi,.ils questij ctettdonc faute tl'ttention, ou


onnent leurs Of6,ciers sur ,I.e. ae.eenmaissauce, des -vraies in-;•
Catechisme, en commenvar4t $tittxtiens de Pudre, que tant
par leur demander,, si la lÖg de V grigrables aalt confondu si
est colivditei — demande, L.ti mal- h.- propos l'ouVerture de
doir etre fait e' ,' avant que ole neu lo e avec le Cat gehisme, — deu.x
faire de magormique, et sur- clioses g absolernern diffgrentes,
tout im signe, qui est un des Gortune on le verra, si Pon veut
principaux, secrets. Ainsi ces reflhcliir sur Po u.verture; qui va
deux manieres d'ouvrir une 10- suivre, dans la.quelle.on fa3,t ces
ge sont,ggalernent contraires aux trois demandes. —
lois de la' maonn.erie, ce sollt ' ,„',_». Quel est-le' Prem. - Xer soin.
piepiier
des innoations
v faites ,par des ' d'un Ma9:41.?" .
Maitres peu instruits des sta- : „ ' „1?. Ceit de voir, sila
tuts de l'Ordre; &est pourquoi loge est couverte."", -
ilfautabsolument les eviter tou- . „.D. Quel est le second?"
tes deux ; et i e yais le prouver." , ,,,,4. 'C'est de voir, si
„ .. 11 est difendu trs-express g- töne lds- freies sollt k
rnent de faire aucun signe, en- Pordre."
tore moins de «profgrer de mot . ,,D. Etes-vous•rnao.n?"
saer g , qu'en loge ouverte; et „,,R., Tous ip es fieres na°
ici .eile ne Pest pas, puisque - connaissent pour tel.'"4
c'est pour l'ouvrir. De plus, N'est-il pis ais6 de s'apercevoir
le Cat6c1iisme n'est que pour que ces denlandes ne doivent
interroger les frZ3res, qui visi- tre faites qu'h des Surveillans,
tent, ou pour instruire les nou- avant d'ouviir une loge, et
veaux initi gs; et persönne ne qu'elles ne peuvent faire aucu-
peut disconvenir que cela ne nement partie de l'instruction?
doit se faire qu'en loge ouverte. N'est-il. ,pas ridicule d'exiger
D'un autre cä't6 , P ouverture q"un ii frere, qui arrive, obser-
une fois faite par toutes les de- ve, si les Experts rempJissent
ruandes du Cat g chisme, que- leur devoir, et si Passemb 1.6e
fera-t-on en loge, s' il n'y a est h. Pordre ? Quant h la pre-
point de r6ception? Envain nie rni‘e-re , dans tous les cas, elle
ait-on quo toutes ces dernandes, appartient h l'Expert. Lui seul
avant d'ouvrir une ..loge . , sorrt semble avoir le droit de deman-
une formalitg , qui c gract6rise des h tous ceux, qui se pr gsen-
le Maqon, qu'on interroge, en tent, pour entrer en lege, s'ils
le forgant \d'avouer autlienti- sontmavons, par la raison qu'il
quement sa rgception. Je r6- en donte et qu'il doit s'en assu-
ponds grell est in-1p ossible qu'un rer. Mais il n'est pas ainsi du
Grand-Maitre donte que ses pre- Maitre, qui doit se reposer sur
miers Officiers ne soient pas des ofliciers, qu'il. O cr ggs du
raäqons; Mais qu'enfin si c'est consentement de toute sa loge,
pour les tuiler, 'a plus forte rai- et dont ii connait le rn grite. Je
son doit-il interrogcr tonte Pas- conclus done, sur les principes
sembi ge. Alois, au lieu de cie la niagonnerie, et d.'apies le
remplir la place de Grand-Mal- ser‘s conimun, qu'un Ve'nerable,
tre, en ouvrant sa lege, il n'est qui prdside dans Je Temple de
plus qu'un Evert ; et CC qui la lumire, duquel toutes les
doit etre le Temple de la lunti,- avenues sont Bardes par des
re, devient le r6ceptacle de la hommes fideles et silis, doit
m g riance et de la confusion. etre persuade que tous ceux, qui
ÖCONOMEN. ÖSTERREICH. 47

paiviefinent jusqu'k. sont kurzen RegierungKais er Jo-


des freres z61.6s, qui desirent seph's B. diesen Art 11
participer *aux travaux et faire der die Freimaurerei als ei.
de noüveaux progr'es ns Part
royal, et qu'en leur dernanaant, den bedeutunglosen. Verein;
s'ils'sont maqons c'est non-seu- ,welcher keine Aufmerk-7
lernent donter de la
' capacit6 des 'samkeit verdiene, betrach-
Experts, mais c'est encore ou- tete, genofs. sie, unter ger
blier,que le soldl n'a d'autre
fo7lction que celle d'gclairer wissen polizeilichen Eine
univers." ' schränkungen, einer erlaub-
„Qn peut encore examiner ten Existenz. —[in jenen
que les dernandes, que . ton faii Zeitraum fällt die Erschei-
dans Pouyerture , qui suit," n,ung :des wiener „Journals
(p. 10-12, 011 p. 19--21,) „ne
renfermerh .-ancun des secrets für _Freymaurer." 5. diesen.
de Pordre; :et c'est lt quoi,Pon Artikel! — im Jahrgange
doit . faire grande attention., si 1785, Qu.4., S. 1,99f., ward
l'on veurse conformer aux. an- folgende Nachricht über den.
ciens Statuts, et les respecter,
autant mgritent, com-
damaligen Zustand des Lo-
me g tant fonde's sur la raisQn."] genwesens in Wien gege-
ÖCONOIYIEN (DIE) DE1110- b en. —
GE ; s: STtWARDS. „Die Resolution unseres Mo-'
narchen, wodurch Derselbe der
OST'ERR.EICII , nebst- den,
Maurerei in allen österreichi-
dazugelz. örigen Staaten: So- schen Staaten förmlichen Schutz
wie in. allen römischhatIo, ertheilte, sowie die darin ent-
lischen Staaten, also hat haltenen weiteren Verordnun-,
auch hier das Freimaurer- gen, sind unseren Brüdern be-
thum nie einen ganz festen reits aus den Zeitungen bekannt;
und wir haben daher nicht nö-
Fufs fassen können: Seit thig, diese für dit Geschichte
seiner Verpflanzung nach der Maurerei in so mancher
dem festen Lande hatten Rücksicht höchst wichtige Ur-
sich, an vielen Orten dieses kunde hier von Neuem abdru-
cken zu lassen. — Dieser kai-
grofsen Reichs eine Menge seri. Verordnung gemäfs wur-
Logen gebildet: aber alle den aus den bisher in Wien be-
hatten nur eine sehr kurze standenen acizt Logen zwei ne tte
Dauer; denn Verfolgungen formirr, deren bine den Na-
der Geistlichkeit und Ver- men zar Wahrheit, die Andere
den zur neugekrä Lieft Holp2ulig,
bote der Regenten [s. den führt. Jene besteht gegenwär-
Art.: MARIA TVERESIA !] tig aus den Brüdern der Logen,
machten ihnen immer bald zum Palmbaum, zu den 5 Ad-
entweder ein gewaltsames lerrz und zur wahren _EilitraQht
Ende, oder veranlafsten die diese ward von den Brüdern der
vormaligen Logen zur gekrön-
Mitglieder, ihre
u Arbeiten. ten lie nung, zur 11 7ohlthatig-
aus eigenem Antriebe auf- keit- und zu -den 5 Feuern for-
zugeben. Nur unter der ',ir r, Die Brüder der Logen
itz
48 OFFICIERE. ORDEN.
zur Beständigkeit und zumhei- 8cbaft, bei; und die Grofse
ligen Joseph haben ihre Losen Loge von England bediente
ganz aufgehoben; jedoch sind
einige Mitglieder derselben zu sich selbst nicht eher des
den Seiden neuerrichteten Lo- obigen amtlich, als im Jahr
gen übergetreten.") 1784, in der neuen Ausgabe
Nach Josephs Tode im 1. ihres Constitutionenbuches
1700 hörte die Duldung des von Noorthouck, [um, wie
Freimaure" rthums in ganz Er. Krause („KU.",n. Aufl.,
Österreich für ,die Folgezeit B. 2, Abth. 2, S. 307 f.,)
auf. [5. hierzu den Artikel: vermuthet, „aus derFAIrer-
FRANZ I] brüders cha ft einen vorn Staa-
OFFICIEB.E DEA LOGE ; te geschlitzten Orden zu ma-
S. BEAMTE. chen." Ebendieser Bruder
OIxzii –ELOAIS, (Einer, der erkliirt (ebe'n,d., 1, Abth.
Gott liebt, und OlrEB-KERo- S. 176, Note 63,) die Be-
no, Einer, der seinen Näch- nennun : Orden, mitRecht,
et en liebt,) sind bedeutende für eine unmaurerische,
Worte in den höhern Gra- „welche sich weder aus der
den. [Im Chepalier Reulosch Wesenheit der Sache, noch
hat die mystische Leiter mit aus dein englischen Sprach-
den 7 Staffeln auf der rech- gebrauche , rechtfertigen
ten Seite jenen und auf der lasse," und setzt hinzu:
linken diesen Namen. Voir „Selbst wenn die alten Brü-
„Manuel maonn.", p. 204 der der ihre Brüderschaft, nach Art
geistliche>z Orden in frü_
sequ. I Bern Jahrhunderten, einen Or-
[OLD CHARGES (TH); S. den genannt bitten, würdedie-
die Art. : GE svr u. LAND ser Ausdruck jetzt zu vermei-
M -A. R S den seyn, weil man dabei gleich
an .persiinliche Auszeichnung
[OLD MARKS (TnE); s. den denkt, auf welche es in der
Art.: LAnraAnns, in den Maurerei zum Wenigsten nicht
Zusätzen z. B. 2, S.599-601!j ankommt, wo Alle, sowie sie
an sich. selbst, in 'Wahrheit
ORDEN (DER FREIMAU
gleich, Alle Brüder, —
RER). Diese auf äufsere schwister, — Menschen,— sind,
Auszeichnung hindeutende sie mögen nun zu der FMrer-
Benennung ist eigentlich brüderschaft gehören, od. nicht,
mit den Grundsätzen der also auch. rein als Menschen,
das ist, als gleichwürdige Ge-
Freimaurerei nicht verein- schwister in Gott, geachtet und
bar; man hat sie aber seit behandelt werden sollten." —
1745, besonders in Frank- Vergl. oben im Art.: GnADE,
reich und Deutschland, fast B. S. 449, Sp. b, S. 450, 8.
462, Sp. b, S. 464, Sp. a, und
durchgiingig angenommen.
S . 465, u. im Art.: MEISTER,
In En glah d behielt man noch B. 2 S. 425, Sp. b, dann den
lange den Namen: Brüder- Art.: OBERE!
ORDEN. ORDEN. 49

Dagegen nicht Br. Bazot, pT g iug6 favkyrable' , et tüs-son-


-vent une reconamandation puis-
im „Manuel du Franc.Ma- sante." *)
pn", p. 82-84, den t evveis „La Franche-Mavnnerie est
zu führen , dafs die FIVIrei donc im Ordre. ---‘‘
ebensowol eine Kunst und „Une religion est une vertu,
qui nous porte a rendre k Diea
eine Gesellscha t , als ein un culte, qui hei est die. --
Orden, 'sey. — Las Francs- Maltons adorant le
„Une question , qui se pre- Brand Architecte de l'univers,
sente, est celle de savoir,, si la "'ordre de la Fr. Maqonn. est
Franche-Magonnerie est, ainsi donc r'eligieux; il est militaire,
qu'on la qualifie indistincte- puisqu'un Magon, qui est un
men; ou un Ordre, ou un. Art, hornme libre, ne dort penetrer.
ou. une Socigte. Je crois en loge v.eanne d'un glaive, —
est possible de repondre que le premier et le troisime
est tout ä la fois ces trois cho- grades symboliques nicessitent
ses." ru.sage de Pepee, et que les deux
„lin ordre, on le sait, est un derniers des haufs grades, qui
corps , dont la source est con- sont un developpement de la
nue, les pratiques ä deeouvert, Franclie-IVInonnerie, sollt eu-
les regiernens fixes, le but de- trerement consacres aux armes."
ternune l'utilit6 prouvee, et (Vgl. oben den Art.: DEGEN !)
dont le credit tire sa force de la „La Franclie-Ma. est un Art,
protection du gouVernement." puisqu'elle tire Isistoriquement
comme tout ce qui tient son origine et son Illustration
k la plus haute autiquite, la de la constructiou du temple
Franche- Magonnerie ne peut de Jerusalem.' Cet art est royal,
fixer l'epoque de sa naissance, puisque Solomau fut Je conclu:-
elle n'en prouve pas moins, par cteur des trapaux et ,le chef des
ses xapports avec toutes les in- ouvliers, que les princes et les
aitutions Tespectables, que sa rois igavres sont egalernent de
source est cQ nn ue. It n'entre simples oupric..rs." — (Vgl, ob.
pas dans ses principes d'avoir d. Art.: die königliche ii-uNsT !)
ses pratiques ii de; coupert: mais „La Fr. Maq. est une Societg;
les rois, qui sollt xnerubres de car ses in embres sont cleoisis
'nstitution
I xnnonnique, atte- et sont frires. Cette soci6te est
stent que ses prati9 ues seraient parfait e i carelle exiSte sann al-
honorees, si elles 6.taient ä dg teration depuis un tems imme-
Ses re,flemen's sontfixes.-couvert. morial, et ses principes, vrai-
On ne regoit Franc-Magon que ment sont iuvariables."-
PIeamme bien ne et d'une bon- „Je m'arrete ici. J'ai pre-
ne reputation. Son but est de- rare radepte ; qu'il penetre!
terrnine aimer Dieu, servir sun temple eßt entr'ouvert; cepen-
prince, se cidpouer a la patrie, et dant il ne Pest point tellement
tout faire pour le bien. Son uti-
iiM est prouvee par ses excel-
lens preceptes et par les servi- *) Die vorliegende vierte Auflaie
ces, rend ä l'humanite. des Buchs ist im J. 1819 erschie-
nen: gleichwol konnten dem Vf.
Sn (rgclit West pas douteux, die schon damals bestandenen.
strengen Verbote in den piipst-
pais q u'elle est protegee par, to us liehen, österreichischen und an-
les souverains, et que le titre dern Staaten nicht unbekannt
de Franc-Mavn est partout un seyit! Anmerk. des .17,..rausg.

4
50 ORDENSBÄNDER. ORDO AB HOC.
saus in den Ordensangelegen-
qu'il puissevoir la lumitre
l'aide des heiten bedienen; z. B. in
SolcheBelehrungengenü- der stricten Observanz, bei
gen unsern geliebten Mit- den vormaligen Illuminaten
brüdern jenseit des Rh eins1] in Bayern, im Orden vom
ORDrivsBX-NDtB sind der H-d-m von Iiilvvinning etc.
Freimaurerei so fremd, als — In den französischen Lo-
die hohen Grade; auch pfle- gen heifsen diese Namen
gen Brüder, werbe im bür- les caractdristiques.
gerl. Leben solche Ehren- [ORDENSVÄTER (DIE); S.
zeichen tragen , selbige vor OBERE 1]
dem Eintritt in eine Loge ORDNUNG (DIE) ist dieje7
abzulegen. Als aber die nige Stellung, welche die
französischen hohen Grade Brüder in einer Loge oder
eingefaxt wurden, erschie- einem Capitel bei gewissen
nen auch in den Logen Gelegenheiten auf des vor-
Bänder von allen Farben, sitzenden Meisters Aufruf
und von jeder Breite und. annehmen. Jeder Grad hat
Länge, um die Verschie- seine besondere Ordnung.
denheit der Gra,d.e und Wür- [ORDNUNGEN (DIE) IN
den anzuzeigen. DER BA.UIZUNST ; S. SÄULEN-
ORDENSFEST (DAS); S. ORDNUNGEN!]
JOBAN'NISFEST AND BEAS. [ORDNUNGEN, oder 0 -
[ORDENSGESCHICHTE DENUNGE (DIE) DER STEIN-
(DIE GEHEIME UND FAT;EL- METZEN ZU ST,B.ASSBURG
HAFTE) des neuenglisAen vom, 1464, und dee-en Er-
Systems. S. darüber neuerung voin,J. 1563. Der
Was Er. Krause in d. „EU.", Text derselben, nebst ge-
neue Aufl. , B, Abtb. lehrten Erläuterungen, ist
S. 138 - 145 , S.218, Note zu. finden in Br. _Heldmann' s
152, u. S.294, dann J3.2, Werke: „Die'drey ältesten
Abtli. 1, S. 391, Note a, u. geschichtl. Denkmale der
Abth,. 2, S. 304 — 306 , be— teutschen Freymaurerbrü-
merkt hat!] derschaft", S. 200---303,
ORDENSGROSSMEISTER und in den „Knnsturk.k. von
(DER CONSTITUIRENDE) ist Krause n. A., B. 2, Abth.
der 87ste Gi‚ad des misphra- 1, S. 255-262 II. 269-318,
im'schen Systems in Paris. verbunden mit anderen dar-
'ORDENSNAME (DER). In. in. nachgewiesenen Stellen.
einigen Systemen und Zwei.- Vergl. unten den Artikel:
gen des FMrerthums erhal- Steirinzetzenbriklerschqften I]
ten die Mitglieder gewisse ORDO AB HOC. Mit die-
Beinamen, deren sie sich sen Worten fängt die obere
ORDRE DIVIN. ORIENT.

gesetzgebende und dogma- S. 353, Sp. b, ausgezogenen


tische Behörde im altengli- Stelle erwähnten religion
schen aus America in Frank- primitive gedenkt ; so dürfte
reich eingeführten Systems, es nicht unschicklich seyn,
le Szuprgine Conseil du 33e zugleich diejenige Stelle (p.
degre' genannt, ihre Be- 41.43) einzuschalten, wor-
schlüsse und sonstigen Ac- in er seine Leser umständ-
ten an. lich darüber belehrt. —
OnDilt DIVIN (L') ist „Aussi pur quik son aurore,
eine Benennung, welche, la religion primitive se rnontre
jedoch nie amtlich, dem Or- parmi nous, dans la Francke-
den der wohlthatien~Rit-,, Mavnnerie, ztnique, universelle
et i,nmuable." ,,MaIot 6
ter der heiligen Stadt oder les passions, les vices et les cri -
den 1VIartinisten , gegeben mes, on ne peut se dissirnuler
wurde. S. STADT. que les hommes ne sont point
ORIENT , 03TEN, MOR- nes me. chanS, • et que, bien loin
de faire le mal ppur le plaisir
GEN (nnn) ist diejenige de mal faire, ils ehereherzt h.
}Tjalindsgegend, in welcher faire le bien, (tu.and leurs bi-
die Sonne aufgeht, um ihr nares le leurs et3
Licht zu verbreiten. — Der qui fortifie la bonte de Phorn-
Orient einer Loge ist stets, nie, c'est la religion; et comme
II n'y en a aucune, qui pr6scri-
wo der Sitz des Meisters ve le mal, toutes sant respectet-
vom Stuhle ist. ES. oben bles mais h.peuprs egales par
B. 2, S. 290, Sp. b, und S. le fond de la morale, alles dif-
458, Sp. a! fh-ent tellement dans le clogrize,
qu'au Heu de rapprocher les
kornines elles les 'Ioignent„
[Br. azot giebt in seinem en se proscrivant Inutuelle-
ment."
„Manuel du Franc-Ma v,on",
p.1.54, folgende Erklärun- „Dieu, dont la prvoyance
gen des Ausdrucks: Orient. est infinie, a vu que les religi-
ons, ouvrages des 720771712eS , de-
„Placeau_Ven grable. Irna- gen.ereraient en passions, inne-
g-e du point, oh se live le so- stes pour leurs auteurs. II a ein
leil, et de la partio du ternple pitie de ces hommes, si impru-
de Solornon, qui contenuit le dens et si aveugles; ii a voulu
Saint des Samts. La veneration, los preserver d'uue destructiou
que les Maltons portent PO- int5 vitable; et, pour y parve-
rient, confirrne ce qui a ete du nir , a mis , dans le coeur de
preced /Tient (p. 87) , que c'est taute cr6atu.re raisonnable une
de l'Orient que vient le cutte religion naturelle, qui ernane
Trza9onnique, et qu'il serappoTte
sa volonte et de son inspiration
a la religion prinzitive , dont la divine. Cette religion, soeur
prerniZ2re degeneration fut le et compagno irnmaterielle de
culte liiliaoue au du. soleil." l'hornme, est in religion unique,
Da Bazot hier nochmals universelle et immuable. Sui-
der bereits in der oben. 2, vons sa marclie! "
4*
5 9ORIENT. ORIENT.

,,,Lors du deinge elle surnage qu'elle 'pr6scrit une affectiort


avec rhornrne juste, se r6- invariable pour le genre 11u-
tablit sur la terre avec ses en- main, parcequ'elle vent que
fans, leur survitet dans la suite les hornrn es soient bons, loyaux
se manifeste de nouveau, — pas- et secourables, parcequ'en-
se chez les Gymnosophistes de fixt, inspirant l'amour du tra-
Pindo, dans les diverses relgu- vail, de P g tude, b pratique des
nions des Mages, dans les my- dieses utiles, elle send h. la per-
st..'eres dgyptiens, dans les pre'- fection physique et morale."
ceptes de Moise, dans la reli- „Certains de ses bienfaits,
gion des Grecs, dans le temple verons sen antiquite; avouons
deSolornon, dans les lois de Ly- franchernent soss importancei
curgue, dans l'ecole de Pytha- et ne doutons pas que sa &Ire()
gore, dans renseignement de ne seit eternelle!"]
Thali,s, dans les .ecrits de Mz.-
ton , dans la doctrine mixte des
Esseniens, dans la retraite des {Zu der Antwort auf die
Th6rapeutes, dans la secte des
Asc'etes juifs , dans le culte des ete Frage in dem Fragstücke
Druides, dans les rites mithria- IC Heim-ich's (s. oben.
cues des Mages, dans le culte B. 2 S. 9, Sp. b
ue la bonne D6esse chez les Ro- ehe die Entstehung der Ma-
mains , dans les r g unions gvan- sonei betrifft, setzte Locke
ggiques des premiers chre'tiens,
1ms le d6vouen-ient des Croi- die Note hinzu:
clans fordre des Templiers, „Es möchte demnach schei-
dans les myst'eres priruitifs de nen, die Masonen wären der
l'institution du tribunal secret Meinung, als ob es vor Adam,
d'Allemagne, *) et enfin dans la. der der erste Mensch in /Festen
Mas. onnerie d'Ecosse, d'Ang-le- genannt wird, in Osten Men-
terre , de France, et des 'diver- schen gegeben, und als ob Kün-
ses puissances da Midi et da ste und Wissenschaften in Osten
Nord." ihren Ursprung genommen hät
ten. Einige Schriftsteller, die
„Cette religion, gute nous re- für grofse Gelehrte gelten , ha-
connaissons tous pour dtre .la ben das Nämliche behauptet;
Frcinche-lUaronnerie , est cHre sind es ist gewifs, dafs Burea
lt Dieu., parcequ'elle [ui rend und Africa, welche in Bezie-
ua hornrnage constant et vrai, hung auf Asien westliche Län-•
chhe aux princes, parce- der zu nennen sind, noch lange
qu'elle corumande la lid6lit6 au. nachher,' als' Hünste und Sit-
träne , au monarque et la pa- tenfeinheit in China und Indien
la sonmission aux lois, le bereits zu hoher Vollkornmen-
resp ect pour les religions et les heit gediehen waren, sich in
moeurs. Elle est une source de einem wilden und rohen Zu-
biens pour les kommes, parce- sta.nde befanden,"
Hierüber bemerkt Prestorz,
in den „Mustrations ed.
Diels Alles erscheint dem Br.
Bazot als die wahre origine et la 1812, p. 119 sequ.:
jiliation de l'institution magon- „Wenn auch einige Gelehrte
nique! Vgl. oben den Artikel: jene Vermuthung unterstatzen:
LE:N 0 IB. !
4run. d. Hertzusg. so haben doch die. Masonen den
.ORIENT. ORIENT. 53
richtigen Sinn gefafst, dars die JFesten, in welcher das Ev-
Masonei im Osten entstanden angelium aus Osten Wurzel
sey und sich nach. ITesten ver- schlug."
breitet habe, ohne auf die Prä- Diese Stelle hat Änderson
adamiten zurückzugehen. Die
Ausdrücke: Ost und West, sind
in seiner Ausgabe des „Con-
ihrer Gesellschaft eig:entharn- stitutionenbuchs" von 1723,
lieh und, wenn man sie im rna-- -13. 24 se'qu., folgendernla-
$onischen Sinne .braucht, sehr fsen abgeändert und ausge-
verständlich; *) indem sie sich. ,schmückt. —
auf gewisse Formen und einge- „Die Römer haben ihre Wis-
führte Gebräuche beziehen.-Von senschaften und lifinste ebenso-
Osten her verbreitete sich, wie wol -aus Sicilien, als aus Ägyp-
allbekannt ist, die wissenschaft- ten , Griechenland und Asien,
liehe Bildung über die westli- geholet; denn Das, was sie
che Welt und machte stufen- vorher davon wufsten, war
weise Fortschritte in Europa." unbedeutend und ungeordnet.
In der Yorker Constitraion Jndem sie aber die dortigen
(s. „KUkk. vom E r. Völkerschaften besieg!en, ru ach-
n. B. 2, #Abth. 1, S. 80 f., Tten sie in dieser und jener Wis-
Text u. Note!) findet sich. senschaft immer mehre Entde-
ckungen; und, als kluge Leute,
clie nachstehende denkwür- führten sie nicht gemeinen Pö-
dige Stelle. — bel, vielmehr die -besten Lehrer
„Aus Detrurien,Griechenland, und die in 1-iünsten Wissen-
Aegypten und Asien holten die sehaften am Meisten bewander-
Riimer ihre Wissenschaften und ten, Personen, gefangen nach
liünste und erlangten die nähe- Rom. Dadurch wurde diese
re Bekanntschaft mit selbigen Stadt der Mittelpunct der Ge-4
durch ihre hiriege. Sie führten lelirsamnkeit, und zugleich der
immer berühmte und einsicht- Herrschermacht der Römer.
-volle Personen vondaher in Diese gelangten zu dem höch-
ihre Stadt; und gelehrte Leute sten Gipfel ihres Ruhms unter
von ihnen reiseten dann auch dem haiserAugu.slus, unter Des-
dahin und kehrten zurück. So sen Regierung (im Jahre der
wurde Rom nach und nach der Welt 4004.) der göttliche .7)1,- s
- -
Hauptsitz aller Gelehrsamkeit, sias, der grofse Baumeister der
welche endlich unter dem liais er Eirche, geboren wurde."
Augustus , weil er sie so sehr
begünstigte, ihr höchstes Ziel
Das Lehrlings fragstü ck
erreichte; und da unter seiner in „Jachin and Boaz" ent-
Regierung der Messias geboren hält Folgendes. -
wurde; so wurde sie hernach ',Frage. Warum ist Eure Lo-
auch die erste Hauptstadt in ge von Osten nach iresten
gelegen?"
*) Hier führt Preston die Bibel- „,-Intw. Weil alle Kir-
stelle: „Ezech." 2, an,
worin es heifst: „Und siehe"! chen oder Capellen so
die Glorie des Gottes von Israel liegen oder so liegen
kam den Weg von. Osten hen,' sollten." "
— Vgl. die Stelle aus „Hutchin-
SOTCS Geist der Masonei" oben »Fr. Warum Diefs'? "
13. 1, 5. 259 f., und unten den Weil das Evange-
Art i kel:
RE/SE!
Anm. de: Herausg. lium. zuerst im Odtee
54 ORIENT. ORIENT.

gepredigt wurde und. nique, wie ihn Er. Barot h


sich vonda. nach We- seinem „Manuel", p. 145,
sten ausbreitete." "
nennt, fafst Beschlüsse,
Vergl. den Art.: GESTALT
welche Gesetzeskraft hei al
einer Loge.']
len zu ihm gehörigen Logen
erhalten, constitu irt neue
[Hinsichtlich der allge-
Logen und erkennt in sei-
mein gebräuchlichen Aus-
nem Sprengel keine andere
drücke : „der Orient zu N",
Loge an, wenn ihm nicht
, im Oriente (oder Osten)
deren Constitutionurkun-
der Loge N", bemerkt Er.
de wenigstens zur Einsicht
Krause in den „KU.", B. 1,
vorgelegt worden ist; wor-
Abth. 2, " S. 289 f., ganz
auf er bei den jetzigen Po-
richtig :
„Diese .Ausdrücke kommen
lizeigesetzen derS taaten um-
in keiner alten Urkunde vor so mehr sehen mufs, da er
und können darin nicht vor- in den Ländern, wo die
kommen, weil , nach der Leh- Freimaurerei nicht verboten
re der ältesten liunSturkunden, ist, von den weltlichem obe-
die Loge die ganz'e Erde um-
fafst, die Masoztei aber selbst ren Behörden, als der Re-
e'on Osten gekommen ist, und der präsentant der ganzen Brü-
Meister am Fenster der Ostseite derschaft, für das Verhalten
der Loge sitzt, um den Aufgang der einzelnen Logen v eran t-
der Sonne zu erwarten, die Loge
also zwar morgeno-estellt (otier>
w ortlichgeniacht zu werden.
tirt), nicht aber s elbst der hier- pflegt. Übrigens beschZif-
gen (Orient), ist."] tigt sich eine Grofse Loge,
ORIENT (EIN) GROSS- od. oder ein Grofs- Orient, mit
EINE GROSSE LOGE ist die keinen Aufnahmen, sondern
dogmatische u, nd administra- aussehliefslich nur mit der
tive obere Behörde mehrer dogmatischen und admini-
einzelner Johannislogen ei- strativen Leitung der zu
nes Landes oder einer Pro- ihr gehörigen Johannislo-
vinz , welche gewöhnlich. gen. [S. auch die Artikel:
aus Grofsbeamten und den MUTTERLOGE UnalViEISTER
vorsitzenden Meistern oder (Gnoss-)1]
den Deputitten dieser ein-
zelnen Logen zusammenge-
setzt ist und ifiber das all-
tin Grofsbritannien sagt
gemeine Beste derselben man von der Grofsloge, da fs
herathsehlaget. [Vergl.. die
sie eröffnet scy in weiter
Artikel: EN &LAND LON-. Form (in anzple Arm), wenn
DON, FRANIZREICII U. der Grofsmeiste r gegenwär-
Eis!] Ein solcher Grofs- tig ist, in gehöriger Form
Orient [oder &hat mapon- clue form), wenn ein ge-
:ORIENT. ORL-E-ANS; 5E-

*esener oder der deptitii:ti misAraim'sche'n 'Systems in


Grofsrneisier den Vorsitz Paris. {Voir „Manuel Ina-
führet, zu jeder andern Zeit onn." p. 312
aber nur' in Form, jedoch ORIENT (DER GRO SS
mit 'gleicher gcsetzmäfsiger COMT1IITA. VOM), ist der
Gewalt. S. die neueste Aus- 43ste Grad ebendesselben
gabe der „Constitutions", Systems. [S. ebehda.s. p.313
Part 2, 22; u. „Preston,'s
Illustrr.", ed.. 1812, p.77111 ORIENT (DERRITTER vom
QRIENT (DER INNERE) , WEis s EN) , le Chepalier d' O-
2' Orient inteirieur, , ist die, rient blanc , ist der 4Oste
statt Grofscapitel, gewöhn-: Grad des misphraini'schen
liche Benennung einer 'Ver- Systems in Paris. [5. elend.
sammlung blofs von solchen. p. 311!]
Maurern, welche diehöcb- ORIENT 'UND 0 CCIDENT
sten Grade besitzen und al- . (DER RITTER VOM) ist der
so einen engeren Ausschuss 7te Grad des aus America
selbst in den höhern Graden nach Frankreich eingeführ-
bilden. Auch wird das Gan- ten sogenannten altengli-
ze der Grade darun- schen Systems, sowie des
ter verstanden. Grofscapitels des Conseil des
0 RIEN'T eder 0 STEli : 2pereurs d' Orient et d' Oc-
En
RITTER VOM), auch Ritter cident in Paris. [S. ebend.
%.,om Degen, le ehepolier p. 129-132! 3
Orient ozt de Z' epde , ist der , ORIGINA 4scIrnierzle
6ste‘Grad des französischen DES ILLITMINATENOED ENS«;
Systems und der Philaleten, s. ILLUMINATEN [13. 2, S.
dann der 15te des aus Ame'- 86, Sp. a1]
rica nach Frankreich einge- ORIFLAMME (DIE) war,
führten sogenannten alteng- die französische Ileichsf'ali-
lischen Systems, [s. über ne in den ehemaligen Rehi-
diese beiden das» „Manuel gionkriegen, von feuerro-
ma9onn.", p. 121-124 et thexn Taliet und an eine
248-258 !Jsowie des Grofs- goldneLanze befestigt; die
capitels des Conseil des Ein- Oriflantme der Kreuzfahrer
pereurs d' Orient et d' Occ' ident aber war -vsreirs', mit einem.
in Paris, der Aste des mis- rothen Kreuze durchschnit-
phraim'schen Systems und ten.
der Ute der Auserwählten ORIZNEY (GILtT voze).; S.
der Wahrheit. Ro s
ORIENT (DER CONTIM-11 Oiu£Arzs (LUDWIG Pin-
V o m) , le , C017Zreandelhr d' O- LIPP JOSEPII - 11r4or; VON),
rient , ist der 42ste Grad des 0 rh er [bis 1787, wo sein
e6, ORLEANS. ORLEANS.

Vater starb,) HEB.zoo Circular der Gro Gen Loge


Cxr.ARTnEs, Prinz vom Ge. vom 24. Juni 1762 allen Lo..
Wüte der Bourbons, geb. gen Frankreichs bekannt ge-c
am 13. April 1747, guillo- ma ht: all ein,, es entstanden
tinirt am 6. Nov. 1793. [S. nach der Zeit neue Spalturi
über ihn „Histoire de la 7en welche , aps tö Csig
conjuration ,d.e Louis - wurden , dafs . sogar im J.
Joseph d' Orleans; Pre- 1767 dieRegierung,die Auf-
mier prince du sang" hebung aller freimaurer,
„surnoinme Il2galitd. Par "Versammlungen anbefahl.
l'Auteur dc Mist. dela con- Dieses Verbot ward nicht
juration . de 211axirrzilien eller, als 1771, zurückge-
bespierre" Montjoye). nommen , wo sich der _Duo
3 Tom. in 8.; Paris, 1796 de Chartres, nachher Duc d'
mit dem Bildnisse des Her- ()Heians, an die Spitze der
zogs. In diesem Werke so- Brüderschaft stellte und den
wol, als in dein Buche des .Duc de Luxembourg [s. dies.
Cadet de Gassicomrt, (s. die- Artikel zu seinem, S.1bsti-i
sen Artikel!) wird mit gro- tuten ernannte. [Er wurde
fser Zuversicht behauptet, nicht nur als Grand--11127tre
dafs die ganze franz. Staats- de la nzarennerie franraise,
umwälzung das Werk der sondern auch als sozürerain
FIVIrer gewesen sey. Von Grand mai tre de toufs Conseils,
beiden befinden sich Aus- Ckapitres et Loges e'cossaises
züge in der ,Zeitschrift: de France, ausgerufen und
„Frankreich" auf das Jahr am 28. October 1773 feier,
1796, St. 10, 11 u. 12.„ S. lich eingesetzt. Vergl. oben
auch das cöthener „Taschen, B. 2, S. 341, u. s. die „H"
huch für FlVirer auf das J. stoire" etc. par ,Thory, p.
1800", S. 297-314 !I 19 -27 et 40! Ebendieser
Nachdem Graf Cler- Bruder erzählt p. 76, in der
mont , als Grofsrneister t'der Note, über des Herzogs Ent-
grofsen Loge von Frank- setzung von dieser Würde
reich , an, Lacerne's Stelle, Nachstehendes. —
azaillou dejon pille [s. diese „Le Duc &Orleans avait et6
3 Artikel!) zu. seinen Gene- declare dernissiönnaire par le
Grand-Orient, assemble Je 13.
ralsubstituten ernannt hat- mai 1793, non-soulement de son
te, hegte man die Hoffnung, titre de Grand-Maitre , mais de
die Parteien unter den pa- celni de Deut. L'epee de 1'
riser Brüdern einer allge- ordre fut, dit-on, cassee par le
meinen Versammlung zu Prisident et jetee an rnilien de
la 'adle d.'assemblee. Cette
vereinigen; und es wurde de-cision fut prise lt roccasion
diese Aussöhnung durch ein d'ime lettre 6crivit sous
OSIRIS. OSIRIS. 57
ler nom de Citolien . als den Yekopaii der Hebräer
Journaliste Aiden,' 15 .2,2. 16-- und als das Alpha und Ome-
vrier 1793, ins6ree dans le
plg inent du „Journal de Paris', ga in der „Offenbarung St.
no. 5*5. On trouve dans cette Johanniv", in dessen Mactt
lettre re passage suivant. —" das Entstehen, die 'Fort-
.rnon histoire ma„-- dauer und das Ende aller
vnnique!— Dans un tenis, oh
assur6rnent personne ne pr6-
Dinge liege. S. die Zeit-
voyait notre revolution, je an' schrift; „Isis" auf das Jahr
6tais atrache k la Tranche- Ma- - 1822, St. XI, Sp. S. 1105-
onnerie, qui offrait une sorte 1112! Vgl. auch oben B.2,
dima,ge de comme«fe S. 516!
nit 6tais attache aux Parlemens,
qui offraient une sorte.d'irnage Banier,, der in seiner
de la liberte". .T'ai, depuis, quitt
„Götterlehre", .B.2, Th'. 1,
le fani önze pour la rgalitg. — Au
mois de deceur,lbre dernier le Buch 1, Cap, 2, (S. 67-176
Secr6taire du Grand-Orient i'6- der deutschen Ubersetzung)
tant adresse h la personne, qui weitläufig von ,der.isk, dem
remplissait aupr4 de moi les Osiris und dem .typhon han-
fanctions deSecr6taire du`Gran -delt, giebtim ersten Bande,
Maitre, - pour nie faire paiivertir
une denlande x6lative aiuc -tra- Such 2, Cap. 2, '(5. 196—
201 der übers.,) von dee].
vaux . de cette societ6, je repon-
dis h celui.4ci en dateds )an- Ursprunge der beiden erste-
viär: ;„",Com-nie je ne connpis :Mn Gottheiten, in deren.
pas la manire, dont le Grand-
Orient est compos6, et que, GeS;chichte hinsichtlich ei-
ailleurs , je pense quäl ne doitnigerUhig tifid'e grofsesDun:-
kel herräscht;naCh Anleitung
y avoir aucun nly,s.thre,rzi aucune
assernblde secrtei, dans une rdpu-
des Dioden Siculi in ,seiner
blique,_ surtout commence-, histor:-" folgende
ment de son etablissement, je
Nachrichten , welche hier
ne .1)eux plus rne rndler en rzen du
zum Verätän'dnifs des noch
Grand-Orient, nj des assernbld'es
des Francs-Marons."] Zu Erwähnenden vorauszu-
()sinn; s. isis Eurid. Isis- scblcken sind. —
TAFE.13 „ Die ältesten * Einwohner
[Diese höchste allgemei- _Ägyptens wurden bei der Be-
ne Volksgottheit der alten trachtung des Weltgebäudes,
Ägyptier stellten dieselben, worin sie soviel Ordnung und.
Schönheit fanden, -eon besona-
nach _Huiarch., unter dem rer Ehrerbietung gegen die San-
Bilde eines Auges und eines ' ne und den _Mond so hingeris-
Scepter8 dar, uni deren. Vor- sen , daCs sie diese beiden Ge-
sehung (provideniiam) und stirne als die obersten Gotthei-
ten anerkimnten tind ihnen die
Macht anzudeuten. Der ge- Namen: Osiris und kis, nach
lehrte D. Sickler,, zu Huld- dem Begriffe' Welchen sie sich
burghausen, bezeichnet sie 'davon jelüdet atten
'h ,
58 OSIRIS. osflus.
ten. Osiri heirst vieläugigt ;*) leben anfing, gaben sie ihr den
und in der That kann man sa- Namen der Kutter. — s 'ils-
gen, die Stralen der Sonne ser ward Oceanus genannt, der
ebensoviele Augen sind, mit aber bei den Ägyptiern Nichts
denen sie Erde und Meer über- anders war, als der Nilstrom.
sieht. Das Wrort: LeiS, bedeu- Luft endlich bezeichne-
tet soviel, als die Arlte,... und. sie durch die Minero ,a, die
drückte die Meinung der Agyp- darum für inpiter's Tochter
der von der Elen gkeit ihrer und für eine Jungfrau hielten,
Göttin aus. Von diesen Gott- weil die Luft ihrer Natur nach
heiten sagten sie, dafs sie die unverweslich ist und sich bis
ganze Wdt regierten , und dafs an den Himmel ausbreitet."
eine jede das ihrige zur Zeu.- „Diefs erzählten die Ägypti er
gung der übrigen lebendigen von den himmlischen Göttern,
Wesen beitrüge. Der ersten ,die ursprünglich unsterblich
allein hätten sie die feurigen sind; sie gaben aber zugleich
Theile und den, Geist, der an- vor, dafs es auch irdische G(n-
dern die .vvässerichten und irdi- ter gäbe, die zwar sterblich ge-
schen Bestandtheile boren wären , dennoch aber,
zusammen aber die Luft, zu. wegen ihrer ausgezeichneten
danken. Solchergestalt wer- Weisheit, oderwe cren derWohl-
den alle Dinge durch die Ein-
thaten, die sie Jm mensc
flüsse der Sonne und des Mon- Geschlechte erwiesen,
des erzeugt und gihalten; und sterblichkeit erhalten
aus diesen. 5 Elementen, die Einige von ihnen sind lio
wir jetzt genannt haben, steht in Ägypten gewesen ; und
die ganze "Welt, ebensowie der diesen haben .k.'.inige den, Namen
1Sopf, die Hände, die rüfse u. einer Gottheit geführt,
die übrigen Gliedmarsen des aber ihren besoutbent
inenschilizirpen zusammen deu gehabt. Zur ersten Clas-
Menschen ausmachen. Ein * Je- se gehören Kronos, Rhea„
des dieser 5 Elemente wurde Zeus (Jupiter), der auch von Ei-
aber auch überdies von' den. nigen AMMOU genannt wird, Ju-
.Agyptiern als eine Gottheit be- no, Vulkan, resta u. alerkiurius.
*trachtet und mit einem eigenen das lieifst, die Sonne,
Namen belegt, Den Geist nann- soll zuerst inAp-pten geherrscht
ten sie Zeus, ein Wort, welches haben; doch behaupten Einige
der Quell des Lebens heilst; wer._ unter den Priestern: rulkon,
halb sie ihn für den Vater aller der Erfinder des Feuers, habe
vernünftigen 'Wesen ansahen:—
"noch vor ihm regiert. — Auf
Dem Feuer gaben sie den Na- ihn folgte R-ronos in der Regie-
men: Vulkan, eine Gottheit
om ersten Range, welche, nach rung und ward, da er die Rhea
geheirathet hatte, derErzählun e
ihrer Meinung, zur Zeugung
-Eingerzufol,dVates
und Vervollkommnung aller
Osiris und der isis, nach Andern
Dinge das Meiste beiträgt, —
Weil die Erde gleichsam ' der aber des Jupiter und der Juno.
Vorn Jujiter stammten, nach
Schoos war, ixt dem Alles zu
der Meinung dieser Letztern,
5 andere Götter ab, nämlich :
*) Im B. 2, S. 7S der Übers. giebt Osiris, Isis, fnSon, 4e11"11.
Bareier die ern. Namen the Be-
deutung .hitze.r, der hell sieht. 4phrodite oder remis. Osiris,
.41nen. cies lierausg. setzen sie hinzu, war mit dein
OSIBIS. OSIRIS. :59

Pakchus und Isis mit der Ceres bedienten, um ihr Lehrgebäu-


einerlei. — Ariubis u. Macedon de davon aufzuführen."
stammten vom Apollo/2 ab, der Über die fernere allegori-
den Osiris bei seinen Feldzügen
sche Geschichte des Osiris
begleitete. Als Osiris zu Felde
ging, liefs er seinen BruderBu- und der _Isis wird von Ba—
siris an seiner Statt zurück. Bei nie"- .111 2ten Ede a. a. 0. ,
seiner Rückkunft aus Indien er- S. 94 ff. der Übers., nach
mordete ihn Zyphon; worauf den Berichten Diodor's
man ihn, wegen seiner edlen
Thaten, unter die Götter ver- c. 13 — 20,) und Plutctrcle's
setzte. Die Ochsen "Apis und (de iside et Osiride,) gemel-
3Inevis, die man ihm geheiligt det:
hatte, wurden selbst als Gott- „Diese beiden Gottheiten hät-
heiten verehrt. — Horns, der ten während ihres Ehestandes
Isis Sohn und der Letzte von
in vollkoinmner Einigkeit mit-
den Göttern, regierte, nachdem einander gelebt und. es sich an. -
er den Nachstellungen der Ti- gelegen
e- o- se3rn lassen, ihre Un-
emen entronnen war , über terthanen gesittet zu machen u.
.Agypten und wurde nach sei- im Feldbau und anderen zu den
nein Tode unter die Zahl der Bedürfnissen des Lebens erfo-
Götter versetzt. Er ist eben derliehen Künsten zu unterrich-
Derjenige , m die Griechen ten. Nachdem Osiris Ägypten
Apolion.nannteii." in eine Verfassung
Nach dieser Darstellung e
gesetzt, habe-
lab er, aus Gutmü-
setzt Bcpzier hinzu: thig,lieit u. Liebe zum xnenschl.
Gesclileclite, den Entschlufs ge-
„Diefs ist nach dem Diodor Ifst, ie ganze bewohnte Erde
von Sicilien die Kosmogonie zu. durchziehen, und die Be-
und Theogonie der Ägyptier; wohner nicht sowol durch Ge-
und man kann dabei leicht se- walt, als vielmehr durch ver-
hen, dafs die Griechen sie Ver- nünftigeVorstellungen, mensch-
fälscht und nach ihrer Weise lich zu machen ; und es s ey ihm
umgekleidet hatten. Das Ge- vorzüglich durch Musik u. Ge.;
Wisseke, was sieh daraus schlie- sänge gelungen, sie au sich zu.
[sen läfst, 'besteht darin, dafs ziehen. Seine Reise sey ein un.
diese " alten Völker zweierlei aufhörlicher TriumAgewesen.
Gattungen von Göttern annah- Anfangs liebe er Athiopien
men, die Gestirne nämlich, ins- durchstrichen, wo er Dämme
besondre die Sonne und den. aufführen lassen, um die gewal-
Mond, und die berühmten Män- tigen Überschwemmungen des
ner, denen sie, um der von Nils abzuwehren; vonda sey
nen. empfangenen Wohlthaten er durch Arabien und Indien
willen, eine göttl. Verehrung vereiset und hierauf in Europa
erwiesen. Diese Theologie mag durch Tliracien und die benach-
nun aus den Büchern des T/zaut barten Gegenden gekommeit.
oder 11/2ot," (s. diesen Artikel!) Überall habe er Spuren seiner
„oder aus einer andern alten Wohlthaten.zurüc4elassen die
durch die ägyptisclie Priester ,,damals noch ganz wilden en-
verbreiteten Sage, geschöpft schen für dieiinnehmlichkeiten
seyn: so ist doch ausgemacht,. der bürgerl. , Gesellschaft em-
dafs die Griechen sichdergelben. pfänglich gemacht, sie in dem
60 OSIRIS. OSIRIS.
Feldbau unterrichtet u. gelehrt, men und. liefs an jedem Orte,
wie sie St'd.dte und Dörfer an- wo ein Überbleibsal von desa
legen sollten; auch habe er an Körper aufgefunden wurde, ein
allen Orten, durch welche er Grabmal errichten , widmete
gegangen, Säulen und andere aber die Abbildung der von ei-
Denkmale errichten und seine nem Fische im Nil verschlunge-
Thaten darauf eingraben lassen. nen Schamtheile, unter der Be-
— Bei seiner Zuriickkunft nach nennung des _Phallus, der got..
Ägypteli sey ex, als das Opfer tesdienstlich.en Verehrung."]
der Verschwörung seines Bru-
ders, des herrschsüchtig-en Ty-
phon, der während Dessen Ab - [Der gelehrte Br, p. Born,
wesenheit seine feindseligen der in der oben B. 2, S. 43,
Pläne, wegen der Wachsamkeit Sp. b, angeführten Abh. die
und Klugheit der treuen Isis,
nicht hätte ausfahren können, Gebräuche und Cerenionien
umg;ekommen. Dieser habe der ägyptischen Mysterien
nämlich nach einem grofsen mit denen der FMrei ver-
Gastmahle-, wozu er ihn einge- glich, ;Itellte die Geschichte
laden, einen Kasten von über-
aus sauberer Arbeit -vorgezeigt
des Osiris und der his S.
und versprochen, selbigen Dem 29 L seines Aufsatzes *so
zu schenken , der nach seinem dar. -
liörperbaue genau hineinpassen „Vulkan, der Saturnus der
würde." Griechen , schlug zuerst aus
„Als sich nun auch Osiris harten Steinen einen Funken
hineingelegt hatte, verschl ässen und zündete Feuer an. Dieses
die herbeigeeilten Verschwor- Verdi enst, der Sonne gleichsam.
nen, deren Zahl Plutoreh auf das Licht und abge-
72 angiebt, den Kasten und borgt zu haben, ihm
warfen ihn in den Nil. Sobald. 'die Oberherrschaft über igyp•-
Isis, die damals gerade verrei- toi. Osiris, des Saturnus und
set war, das traurige Ende der 1?hea erstgeborner Sohn,
res Gemahls vernommen hatte, trat endlich aus der Mitte des
machte sie sich auf, seinen Landes hervor, — ein Mann,
Leichnam aufzusuchen , fand der, früher erleuchtet, die Natur
'ihn endlich in Phönicien , wo beobachtet und seine Begriffe
die Wellen den Kasten an's g eläuterthatte, — und besafs
Ufergeworfen hatten, n. kehr- Muth genug, die Mensch e n, un.-
te mit demselben nach Ägypten ter welchen er wohnte, umzu-
zurück. Wiewol sie ihn aber gestalten. Er durchzog das
an einen sichern Ort verborgen Land, lockte die Einwohner
hatte: so ward er doch von durch Musik und Tanz, die er
flyphon auf der Jagd hinter ei.- erfand, an sich, lehrte sie den
nein Gesträuch im Walde ent - Feld- u. Weinbau und brachte
deckt, geöffnet und der Leich - sie dadurch in eine gesellschaft-
nam zerstückt, nach Diodor in liche Verbindung. seine
1 6 und nach Plutarch, isa 14 Geh] ahlin und Schwester zeigte
Theile. Diese verstreuete zwar den Kranken die Heilkräfteer d
Tnhon in verschiedenen GeL- Pflanzen*, Osiris drang mit ei-
genden Ägyptens jedoch such- ner Anzahl seiner Vertrauten
te Isis selbige sorgfältig zusam- über die Gräuzen des Landes,
OSIRIS. 61

um auch au Cserhalb Ägyptens Dis und Horus wurden nachili-


seine wohlthatigen Absichten rem Tode vergöttert. J3isdahin
zu 'verbreiten während Isis, ward, das Land, nach der Sage
mit Thoyt's Beihülfe, die Re- der Ägyptier, von Göttern be-
gierung verwaltete." , herrschet."
Die nunmehr lg d e
h f oen Nach der bereits oben 13.
Stelle sehe man oben 33. 2, 2, S. 44 , ausgezogenen
S. 43; worauf f esS.. 30 f. Stelle berührt der Verf. die
weiter heilst: weisen Einrichtungen, weis.
„Osiris zog irrt Triumph nach ehe in Ägypten gemacht
Ägypten zurück, stolz auf das wurden , und den Unter-
Bewufstseyn , alle Völker, die richt, den das Volk in der
er besucht hatte; durch Sanft- Religion erhielt; wdbei er,
xnuth und Weisheit bezwungen
und zu gesitteten Menschen uni- S • f. erwähnt :
gebildet zu haben. Sein Bruder, „Osiris und Isis wurden als
Typhon, lauerte ihm auf, töd tete *ohlthätige Gottheiten, 73,phorz
ihn und zerschnitt seinen Fiör- als eine bösartige, vorgestellt.
per in mehre Stücke, welche Was immer Gutes geschah, ver-
er unter seine Mitverschwornen dankte man den Ersteren; alles
vertheilte. Isis verfolgte mit 'Üble aber fürchtete man von
ihrem Sohne-, Izrorzs, die •dem Letztern. Durch die Op-
ter , erschlug' sie und hem:ich-, fer glaubte man die guten Göt-
tigre sich der Überreste des ihr ter zu gewinnen und die bösen.
so theuren Gemahls. Aus wohl- zu besänftigen. Man erklärte
riechendem Harze und Wachs die Ursachen, warum dieses
verfertigte sie verschiedene Fi- oder jenes Thier der Nation
guren, die ihrem Gemahl an heilig sey. „„Der Stier und
Gestalt glichen; und in Jede die huh," " lehrte man, ,„,pfl.ü.-
derselben verbarg sie einen gen die Erde; das Schaaf ge-
Theil des Körpers des Osiris. bahre zweimal; seine Wolle
Dann rief sie die Priester aus kleide und seine Milch nähre
den Tempeln zusammen, legte den Menschen ; der Hund schü-
ihnen unter dem fürchterlich- tze sie zu Hause und begleite
sten Eide das tiefste Stillschwei- sie auf der Jagd ; und diese hät-
gen auf, übergab jedem Vorste- ten auch den Leichnam des'
her eines Tempels insbesondre Osiris aufgefunden. Der-Ichneu-
den Leichnam ihres Gemahls, mon vertilge die Eier der Firo-
befahl ihnen, die Grabstätte des- kodile unetödte sie selbst; der
selben geheim und heilig zu Storch rotte die Schlangen und
halten, und ihn unter dem Sinn- Heuschrecken, der Geier die
bilde eines Thieres zuverehren. Scorpionen, aus; selbst dielixo-
Bald verbreitete sich der Ruf kodile wären dieWächter Agyp-
durch Ägypten, siris sey ver- teils, indem sie die Fremden
göttert worden; und das Thier, und Feinde des Landes abhiel-
welches beim Ackerbau am ten, über den Nil zu setzen.
Nützlichsteh ist, ward, statt Unter der Gestalt eines Wolfs
Desjenigen, der den Ackerbau sey Osiris dem /81,9 und dernHo-
erfand, unter dem Namen : Apis, rus zu Hülfe gekommen, als
der Gegenstand der allgemeinen sie den Zyphon, erschlugen." "
Verehrung des Volkes. Auch Auf dieseArt wurden ihnen die
62, 0 Swas. o SIRIS.
Vögel und Fische EergezAhlt, ges Wesen vorzustellen , das
welche :nützlich oder schädlich unsichtbar über ihnen schwebe
sind, und die Pflanzen, die sie und mit einem : „es werde
g-eniefsen durften, oder ihre Myriaden Welten schaffen kön-
Heilkräfte, angezeigt. Immer ne, sahen sie diejenigen Ge-
ward aber die Religion initein- schöpfe, deren wohlthätige
gemen eo'ti, weil diese vonjeher Wirkungen sie täglich empfan-
der mächtigste Zaum war, um den, für eine höhere Macht,
das Volk nach den Absichten oder für den Schöpfer selbst, an
der Regenten zü lenken. End-, und bewiesen ihm dankbar auf
lieh führte man sie zu Wissen- mancherlei Weise Ehrfurcht u.
schaften und Künsten an. Die Unterwürfigkeit. Die Pracht,
Arithmetik, Geometrie, Me- die Schönheit .und der Glanz
chanik und Astronomie wurden der Sonne, ihr die ganze Natur
zu Theben gelehrt; und beson- belebendes Licht, und ihre
ders -vrar die letztere dort im Wärme, die den Keim der
gröfsten Flore; wenn wir an- Fruchtbarkeit in allen Geseböll-
ders dem Zeugnisse des Platon, fen erweckt, rührten sie vor-
Aristoteles, (Jicero Dioclorus züglich und bestimmten sie,
glauben dürfen." diefs über ihnen aufgehende Ge-
„Die Geschichte und Kennt- stirn als die Quelle des Überflus-
nifs des Landes, und vorzüg- ses, als die mächtigste über sie
lich des Nils, clieAnatomie und wachende Gottheit, anzusehen
Erkenntnifs der Krankheiten", und unter dem Namen: Osiris,
das Einbalsamiren todter Kör- zu verehren, sowie die Chal-
per, die Kunst, Salz und Sal- d:ter, Cananäer, Moabiter, Phö-
peter zu sieden , Öl und Wein njeier, Carthaginenser, Perser,
zu pressen , 'Wolle zu färben, Griechen und Römer die Sonne
Glas zu schmelzen, Eisen zu. unter den Namen.: Ziel, _Trioloch,
schmieden , Stahl zu verferti- Belpheg, Adonis, Saturnus, Mi-
gen, Steine zu bebauen und zu. thras, Apollon u. Phiibus, gött-
schleifen; alles Dieses waren lich verehrten."
Gegenstände des öffentl. Unter-
richts , den Jeder nach seinem Von den ägyptischen Prie-
Bange einholen konnte." stern wird S. 56 behauptet
Der zweite Abschnitt je- „ihre Begriffe von Gott wä-
ner Abh. , von der reifas- ren so rein gewesen, als
man immer von Männern
b> den ..P.flichten u. Kennt-
sune
nissen der ligypti.when Prie- erTarten können, die, ohne
ster,, beginnt S. 45 f. so. — Hülfe einer Offenbarung,
„Die Erkenntnifs einer Gott- nur mit anhaltendem For-
Leit ist der Grundstein jeder schen und mit Anstrengung
Religion. Die ältesten igyp- ihrer Geisteskräfte darauf
tier fühlten, dafs ihr Daseyn
und die Mannichfaltigkeit der
hätten gelangen müssen."
Geschöpfe um sie her die Wir- Dagegen wird S. 58-61
kung eines hülle= Wesens seyn sagt:
müsse. Sie forschten dernsol- „Dem rohen Volke, das von
ben nach; lind bei demMangel seinem ersten Ursprung an nur
aller Offenbarung, bei der Un- körperliche Götter kannte, dein
fähigkeit, sich ein ganz geisti- nicht soviel Stärke der Seele zu.-
OSIRIS. °SITUS-. 63
zumuthen war, um sich über 'der über Alles, was in ihrerj%
sich selbst zu erheben und ei- Mysterien vorging, wahrneh-
nen Gott zu erkennen, den es x-nen 5 noch überzeugender aber
nicht sehen konnte, stellten die ist das Gebet, welches der Prie-
Priester den Osiris, die ster am Sterbebette an den Osi-
den Horus, den Harpokrates, ris richtete : „ „Mt Ewiger,
den 4nubis, den Canobus :II. den der du unter der Gestalt der
Typ/wir auf, indem sie ihnen Sonne Alles beherrschest! Ihr
die Wahl liefsen, Einen oder Götter, die ihr das Leben gebet
den Andrn nach eines Jeden u. wieder zurückfodert I Nehmt
eignem Ges chmacke zu verehren, mich hin und bringt mich in.
und feierten die diesen Göttern die Gesellschaft der Auserwähl-
heil. Tage mit dem gesetzmä- ten! " " — Diese, auf gute und,
fsigen Gepränge, während sie böse Menschen so sehr wirken-
selbst unter dem Osiris den ei- de, Aussicht einer nach diesem
nigen Gott, die Urquelle alles Leben zu erwartenden Strafe
Guten , unter der Isis seine oder Belohnung ward dem Vol-
schaffende Macht, unter dem ke vermittelst der Lehre der
Horns seine Güte, unter dem Seelenwanderung eröffnet. Man,
Rarpokrates seine Gröfse, die zeigte ihnen, dafs, sowie einst
mit Worten nicht ausgedrückt die Seelen der gröfsten Köniee
werden könnte, sondern nur und der würdigsten Männer in.
mit Stillschweigen verehrt wer- die Gestirne übergesetzt worden
den xnüfste, unter 'dem Amibis seyen, die Seelen der Menschen
seine Stärke, unter dem Canobus. nach ihrem Verdienst in die
die Wohlthat,. • welche der All- Körper guter oder böser Thiele,
ögend.e, den Agyptiern durch wandern würden."
das Steigen und Fallen des Nils
erwies, und unter dem Typhon• Im weitern Verfolg dieses.
den Rächer des Bösen erkann- Abschnitts findet sich die
ten. Das, was das Volk als be- oben im Artikel :
sondere, voneinander unter-
schiedene, Götter betrachtete,- (B. 2, S. 55-57,):
war für den Priester eine Vor- ausgezogene Stelle. Im d.rit-
stellung der verschiedenen Ei- ten. Abschnitte wird S.109 f.,
genschaften des einigen Gottes, nach Plutarch, erzählt :
den er in den Mysterien ken-
„Isis habe nach dem Tode
nen lernte." des Osiris den Priestern die
„Die Erinnerung an den Tod. Handhabung des Pfluges über-
ward den Eingeweihten tief geben um denselben bei got-
eingeprägt und dieUnsterblich- tesdienstl. Verrichtungen zum
keit der Seele in den Mysteri- Andenken ihres Gemahls, der
en Ägyptens erklärt, von wel- den Pflug erfand, zu g-ebrau-
chen sie in die Mysterien aller chen.. herodot und Diodor ge-
Völker übergepflanzt wurde. denken eben dieses Werkzeugs -
Das Todtengerippe, das sie am in der Hand der Priester; ünd
Ende ihrer Gastmahle herum- Caylus (im „Recueil des antiq."
trugen, das jährliche Trauerfest T. VI) führt unter seinen 'ägyp-
um den von 7:rphon ermordeten. tischen Alterthümern mehre Ab-
Osiris, und Dessen Wiederauf- bildungen des Osiris an, der
finden, lassen uns Diefs, bd dem sich immer durch dieses Nenn-
tiefen Stillschweigen der ..Agyp- zeichen von den übrigen ägypt:
M OSIRIS.
Göttern unterscheidet Wer Scheine des Mondes auf; und
die Figur desselben betrachtet, sie erhielt den ihr so kostbaren
kann auf den Gedanken gera- Schatz wieder. Dieser Gedächt-
dien, dafs diefs, so sehr ver- nifstag fiel auf den .17ten des
ehrte, Werkzeug in den ägypt. Monats Ader. Die Trauertage,
Mysterien Das gewesen seyn der Isis dauerten 4 Tage, wah-
möge, was der Ranziger bei den rend welcher man den goldnen
Arbeiten der Maurer ist." Ochsen, das Sinnbild des Osi-
Vergl. hierzu die:oben im ris, mit schwarzen Tüchern be-
hangen, dem Volke zeigte:. Am
Art.: Divancr. ,, ,(B. S. 19ten ebendesselben Monats tru-
108,) angeführte Stelle! Das gen die Priester in einem trau-
nun in der vorliegenden Ab- rig feierl. Aufzuge zur Nacht-
handl. Folgende steht «unten zeit die heil. Biste an das Ufer
des Nils. gossen Wasser in das
im Art. : So-sivn. DieTrauer. darin aufbehaltene goldene Ge-
gepriinge zum Gedächtnisse fäfs und riefen dann laut: „Osi-
der Ermördung des Qsiris ris sey wieder gefunden." —
werden S.122 -125 in nach-- _Minlidas Felix (in cap. 2o,
stehender Ml'so beschrie- Octavius ,) gedenket eines an-
dern Tranerivestes, das mit obi-
ben. gem wol einerlei Ursprung ge-
„An einigen Tagen ,des Jahrs habt und nur durch die Uber-
wurden, zur Erinnerung an den tragung der ägypt. Mysterien
Tod und das Begräbnifs des nach Rom verändert worden
Osiris, die Tempel schwarz aus- seyn mag. sagt er, habe
geschmückt und verkündeten geweint, getrauert und ihren
Trauer und Schmerz ; wobei verlornen Sohn aufgeencht. Die
die sch-warzgekleid eten Priester, Jsiaker schlugen sich bei Bege-
Melonophori, die auf alten Auf- hung dieses Festes an die Brust
schriften unter der Classe der und ahmten das Leidwesen der
Pastophoreen vorkommen, auf- Muttee nach. Dann brachte
traten. Der 13- imstände, wie man einen Knaben an's Tages-
Osiris von seinem Bruder Ty- licht , gleich als ob man ihn
phon erschlagen und sein Leich- wieder gefunden hätte. Isis
nam in Stücke zerschnitten wor- freute sich darob ; und die Prie-
den , ist schon im Vorigen" (s. ster jauchzten. So trieben sie
vorher S. 61! ) „Erwähnung es alle Jahre, dafs sie, Was sie
geschehen.— Typhon, verfolgt fanden, verloren und, Was sie
von der Isis, brachte die Stücke verloren, -wieder fanden. — Bei
des erschlagenen Osiris- in Eile diesen Tlauerfesten ward die
zusammen und. legte sie in eine Bildsäule Eines ihrer Götter zer-
niste, welche er in den Nil schlagen. Iferoddi glaubte, die
warf. Isis suchte mit ihren Verschwiegenheit die er dem
Gesellschaftern den Leichnam ihm anvertrauten Geheimnisse
ihres Gemahls ängstlich auf, Schuldig war, zu verletzen,
hörte, dafs der Sarg bei.eidos wenn er den Namen dieses Got-
ausgeworfen worden und in tes enAeckte. Es läfst sich aber
ei.nem Strauche hängen geblie- leicht errathen, dafs es 1:1phon's
ben,sey, welcher sogleich hoch Bildnils war, an welchem die
emporwuchs, den Sarg um- Priester durch diese Sch läge den
schlang- und verbarg. Die Hun- an Osiris begangenen Meuchel-
de der _Isis spürten ihn bei'm mord räch tun.' •
OSIRIS. OSIRIS. 6.

„Diefs Trauergepränge, der bestehet nur in der vollen fort-


an Osiris verabte, Meuchelm ord,dauernden Erkenntnifs aller
der VQZ1, einem Strauch. nen- Dinge. Das Forschen nach
schlungene Sarg, das sorgfälti- Wahrheit ist daher- ein edler
ge A..j.ifsu.clien des Leichnams,
Wunsch, sich der Gottheit zu.
die * ßchläge auf die Bildsäule nähern, — die Heiligste
des ,Zyphon, die trauernden Ge- Beschäftigj angen in unseren My-
bercien der Priester, das Wie- sterien und jener ,
derauffinden des pntseeltenlWr als die weiseste in unsern Tem-
F ers bei dem ,Scheine des Mon- peln verelpt ,*ird , die Angel.
des, und die Freude der Priesternehmste., nicht eben:
-über dieses Auffinden 2 — all soviel, als Weisheit, u. Typhon,
Dzieses mag nunleder14uder als Stolz,; 4er jener Feind und
selbS,t mit dem, Trauer
; .sepränge
Verächter ist, und ,der flich dem
unsrer Meisterloge, mit jerri Fortschreiten der Eingeweiliten
Tode unsers geliebten Meisters in 'ächten. .VV,issenschaften ent--
Adoniram, mit dem Beileide, geiensetzt ? VVerden nicht 'lie
das wir der Wittvve-Desselbe,n Priester in unseren Versamm.
bezeigen , mit dem Acacien- lungörtern zur Mäfsigkeit und
zweige, mit (lens Streichen, dieOrdnung angeführt und aller
der aufzuneipmende Meister em- unnöthige Prunk entfernt, ung
pfängt ,1 mit, dem Suchen nach nicht die Geweihten dadurch
der Anweisung eipes besondern von dem Forschen nach den
Lichts, und mit dem Jauchzen Eigenschaften des höchsten
und der 1,reude der Brü.der überWesens, weldhes die Quelle
das Wiederft,nd en, des Terl9imnder Weisheit ist, abzuwenden?
Meisterworts, verglei.c4,e' Wird nicht aus diesem Grunde
Vgl. oben- 13, 2 , S. 4g f. unser 7:ennziel, lkion genannt,
Gegen das. Eide seiner weil man nur durch die Rennt,.
Ahh. liefert Er. von Born nifs, der das ist der Mbar,
(S. '126-.2 128) ,die Übei'se- zu jener der Gottheit gelangt ?"
tzung von dem Anfange des Diefs veranrafsf den Er.
.Plutarclz'sclzenAufsatzes von. von Born, S. 128-132 hin-
der isis und dem Osiris, wel- zuzusetzen
cher so lautet. — „Wahrheit also, Weisheit und
„Wer :'Weise werden eilt das Wohl der enschen war der
mufs die' unsterbl: Götter um Zweck der itgypt. Mysterien.
Weisheit bitten. Nichts Wich- Daher trug der Priester, der das
tigeres kann sich der Mensch Oberrichteramt in Agypten
wünschen und Gott seinen Ge- verwaltete, das Amulet der Isis
schöpfen nichts Besseres geben; an der Brus t, mit der A,ufschrift:
als die Erkenntnifs der 1-Fahr- das Wort der Wahrheit. Solange
hdt. VVeislieit allein unterschei- sie diesem treu blieben, solange
det die Gottheit vom Menschen. sie, wie ihr erster Meister und
Gibt' 'sie ihm VVeisheit, so Stifter, Osiris, ihren Ruhm in
schenkt sie ihm einen Theil das Bestreben setzten, die Men-
res Eigentlinins. Gold u. Reich- schen' zu bessern, erhielt sich der
th ihner, deren sie nicht bedarf, Orden in Ansehen u, Ägyptens
können hur für Sterbliche einen. glücklicher Wohlstand, ruhte si-
Reiz haben. Selbst die Glück- cherlauf diesen Stützen. Als aber
seligkeit eines ewigen Lebens A g ypten von f>emden Nationen
besiegt und beherrscht, die Arbeitet nicht Jeder unserer
Tempel entheiligt, die Ober- Brüder in dem Steine, den er
priester und' yorstelier vertrie- behauen und zum Baue der all-
ben oder genpthigt wurden, 'gemeinen Glückseligkeit hin-
sich mit den ihnen anvertrauten Wälzbn. soll? Und kann 'wol
Geheimnissen 1 zu' flüchten und auch ein erhabenerer edlerer
zu verbergiri,' dann artete Entzweck seyin, als, unsere
dieser so ehrwürdige Orden in Kenntnisse durch vvecliselsei-
eine Rotte r 'PeWnspieler und tige Mittheilung zu erweitern,
Gaukler ans,"dienn.'r die äufsere jedem 'der sich an imsein lireis
&helle k.annten. 'undl den Apis • echlieist auf , dem Pfade der
gerade darum, weil er ein Ochse Tugend den geraden Weg' zur
War, nicht aber, -weil er den Vollkommenheit zu' , zeigen,
Ckiris vorstelhe, v'erehr'ten. Je. ''Wenn er auf Abi e& ge-
de Zunft derzurückg6bliebene tätli,, hriidedichzurückzubrin-
Priester hielt die in nrAiri T n genans täglich zur Ausübung
pel aufbewahrten 'Tliiere für tugendhafter Handlungen au.f-
höher und als jene zUmuntern, alles Gute auszu«.
des benachbartern'enipels," — üben, alles Böse zu verhin-
„Bald ward de Aberglaube zum dern ?"
Fanatisinui: Die Priester rie- ;;Möchten doch bei der grofsen
ben ein' ander auf." — „So er:» ihnlichkeit, die zwischen den
losch das erhabenste Priestex- ä.gyptischen Mysterien und den
tilem, das sich je dem Dienste rnaurerischert" Gebräuchen zu
der Gottheit,' 'dem Eorschen entdecken ist,' letztere nie den
nach Weisheit und Wahrheit, ersteren hinsichtlich der Visa-
dem Wohle des Nebenmenschen cheir ihres Verfalles und. Unter-
gewidmet hatte. Das Volk gangs ähnlich werden! Möchte
nahm die Sitten seiner Besieger nie .Aberglauble unakSchwä,rme-
an, vertauschte üder vermengte rei unsere Legen, leiitheiligen!
wenigstens seine gottesdienstr: Möchte 'Man nie, statt« Wahr,
Gebräuche mit ausvertigen, so Weisheit und die Mittel
dafs Nichts als der Schatten ur Besserung des Menschenge-
der Mysteri4M,' übriglalieb:" 'sChleChts aufzusuchen, Irrwega
„Ist Wahrheit, Weisheit und' einschlagen, Aberwitz und ver-
die Befif•rdhilizze der Glückeeli g- jährte, der Aufklärung unsres
keit des ig*rrzzen Nenschen ge- Zeitalters- unwürdigeVorur-
schlechts 'nicht auch der eigent- -diene für Weisheit und . Zweck
liehe Zweck der freimaurer. der Maurerei , Unsinn für
Verbindung? Prägen unsere Wahrheit, ansehen, oder wo I
Gesetze ‚uns ,nicht bei jedem gar den Bruder verketzern und
Schritte diesen Zweck unter yerfolgen, der nicht glauben
mancherlei Vorstellungen ein? will, Waseinem aufgeheiterten
Ist Wahrheit nicht das gleich- Verstande zu glauben unmög-
sam verlorne Meisterviort, über lich. ist! Möchten sich nie Mau-
dessen: Wiederauffuiden wir uns rer von dem allgemeinen.Bunde
in den Freistiiten, die wir der losreifsen, sich besondere Hau-
Tugend bauen, freuen? Ist es chen . bauen und gute Brüder
nicht unsre Bestimmung, lins unter dem stolzen Vorwande
dem Laster, der Unwissenheit, einer besondern Erleuchtung,
4er Thorheit entgegenzustellen, die nur ihnen zugek.6mm en seyn
und Aufklärung zu verbreiten? soll, in die Falle und auf Irr-
051g1§ .0SIRIS: 67
Nsrege tt, Möchte j er höch. weihten- ertheilten, um sie
ste Baum' eister, der mit Wohl- zu Priestern zu machen ;‘f
gefallen auf 'die edeln Arleiten
aufriditiger -Brüder herabsieht; indem er p. 30 suir. (5. 29 f.)
alle diese Übel, welche: den hinzusetzt :
Untergang unsres ehrwüplig-en „Der Eingeweihte stellte On'-
Ordens sicher nach sich ziehee 7tis, Ihren Gött und vormaligen,
w(rden, gnädig von uns - ji.önig, vor, der,: wieder auf-
wenden ! Möchte er nicht nie ,
zustellen, schi:en, nachdem er irn
lassen, d ars unsere ke.migl. Nunst Reicie der To d ten gewesen war,
zum Possenspiel und zur Ga:mm, S. ,;Antici . uit4 devoilei par sei
kelei werde und dann einst ein psag-es", par M. de .Üozclange71.1
ächter Maurer, der, soWieStra- Diers War dasSymbolder neuen
ha zu die Weis- Lebensweise, welche er begin.
heit in unseren Logen aufsuchen nen und fortan fuhren sollte.
würde, statt aufgeklärterIrr,t2» Zu derb Ende überreichte ihm
der, weiter 'Nichts, als. Wort. der oberste Priester eine Krone,
und Ggiffver4äufer,, Cerem o welche er mit den. Fürsen trat.
nienkrämer ünd. Geheimnifs-
träger,, antreffe ,,, die nur noch
Ü ber diese 'Weigerung aufge-
bracht, ergriff ihn. der Ober.
auf dhi Trürintern des -Maurer- yriester, zuckte das Opfermes.
thurns ihren Tand feilbieten !e ser und stellte sich, als ob er
Der ,aufgeklärte B. vom ihn damit durchbahren wollte.
Born hatte bei diesenifromL Der Eingeweihte „fiel zu Boden
men Wünsche' Ereignisse und stellte sich todt. Man be.:
in der Nne und Verne, yoT 4ec4te ihn mit einem leinenem
Augen, die ihm scbwey altre'
T uche und 4eklag-te seinen Ve'r:-
fuSt. Einige Augenblicke naCh4
Herz fielen und leider! auch her &chien er;'vvie-klei f auferstarif-
in der Folgezeit sich an e den zu,seyn. Nach seiner Auf-
-Orten erneuerten.) erstehung erzj1te el nr
Geschichte des asiris fahrt?
ihn zu Dessen Bildsäule und gab
ihm die Erlaubnifs, den Schleier
[Der Verf. der Schrift: davon wegzunehmen, und:fol..
„Origine et objet,de Ja Fran'- gen ke 4,A. ufs chri ft üb er dem
che IVia9onn. ; perle F. B:.— derselben zu lesen: „ „Ich gebe
dem Erdkreise des Licht. Ihr,
Aux depens des Orientaux die ihr es bekommt, vertheilet es
Genevois (1774; Inn et niPeiter !"" Nach dieser Cere-
87 pp. in 8.) -- deutsch: onie zeigte man ihre die Stäte,
„Ursprung und Gegenstand %vo die Asche des Osiris aufbe-
wahrt wurde."
der Maurerey" ‚ u. s. w. „Im
J. 77.85di.,1783" ; (8'6, ß S.) Auf ›s1—iche Grundlagen
Rnder. ebenso, wie, X4r, setzte man das Gebäude des
von Bore„„eine Ähnlichkeit Oleistergr'cides für die Brüder
zwiscb.en dem enzboli9e1zeiz, Freimaurer zusammen > Iegte
M eister der Maurerei . und in diesen Grad Deutungen.
demjenigeri. Grade, welchen und Anspielungen, die von
die Agyptier ihren Eipge, dem rechten Wege abführen
5*
68 OSTEN. PALÄSTINA.
und verwirrte die geschicht. T.:Tn1;illirgkeiten und Zunö-
lichen Begriffe vop der Ent- thigüngen" vv
stehung und zugleich von liii usi Stettin', 1790 ;) S. 4—
dem Wesen des Vereins!] 101!]
OSTEN ; S. 0 gIENT. [OSTINDIEN ; 5. INDIEN
OSTEN (EETE* „ ERINTsT und POMFRET !]
VON DE19, genannt SÄCKEN,
Erbherr von Senten 1 3 0 TE11.i'ITT ; der Name Ei-
nes v-on den drei Gesellen,
deldorf in' CurIänd, Land- die, der Legende der hohen
e
n;larschall und_ Oberrath,] Grade zufolge, den Meister
War Eines der thätigsten Riram ermordeten. Er ver-
Mitglieder der stricten Ob- s etzte ihm an der westlichen.
servanz in deren höhern Thüre des Tempels den ‚er-
Graden er denOrdensnamen: sten Schlag mit ememMaafs-
:Epos ab aquila coronata, stabe. S. auch ABIS. IVI u.
trug. [Er war_ein redlicher
Mann undübrigens ein ver- OIJG-IITO'N (LAX. AD OLPII),
trauter Freund des Oberhof- 3sön. engl. Generallietitnant,4
predigers D. Starck. S. un.- war Grofsmeister der Gro-
ter andern „Etwas zur Er- fsen Loge von Schottland
läuterung der Starckschen in den Jahren 1770 u. 1771,
Sache, in Bezug auf den [nachdem er früher, als
Aufenthalt desselben in Cur- Oberster, in der Insel Mi-
land" , und „Fortgesetztes norca Provinzialgröfsmei-
Etwas" — „aus kurlän- sier gewesen war.]
dischen Originalbriefen dou QXNÄRD (TnavIA. ․) , war
cumentirt"; 0.789, ) und der dritte, im Jahr 1744 er-
17, diese' leTd.en'Schriften: wählte, ,.rovi'nzial- Grofs-
IiTriedri ch Nicola letzte Er- nielsier der Grofsen Loge
klärung über 'einige neue in Boston.

P.
P.AißLZY (LOII.D);1 s. ABER- steins in Paris. [Voir le„Ma-
CO1IN,3 nuel a9:)nn." p. 342 sequ.!
P.A.LÄSTINA. (DER RITTER [In den Generalregeln des
Aus), Chepalier de la Pa- Jerusalems-Ordens (s. oben
lestine , ist der 9te Grad der B. 2, S 596, letzte Zeile,
Martinisten und der 63ste und S. 597!) lautet der 53ste
des misphraim'schen Sy- §ph folgendermafsen.
PALLADIUM. PARACELSUS. 69
"Das Vaterland des Ordens a PAI,;tiER (liA,․), oder DIE
priori ist 'Palästina oder ds ge- STAND
lobte Land. Jeder Aufgenorn- FAIrNZ. Bei
ruene wird durch seine Auf- den in der Vorzeit häufigen
nahme sogleich 'Bürger daselbst Aufzügen der Corporatio-
für sich und seine _Nachkornnzen s nen hatte jede ihr eigenes
Diers bezieht sich auf grofse Panier, welches denselben
Ordenstractaten und Ordens-
privilegien. Defshalb hat der voran getragen wurde, und
woraufentwe
Aufgenommene bei seiner Auf- der
' ihr Schutz -
nahme geloben müssen, den Or- heiliger, oder die Embleme
densobern in allen Dingen, die ihres Handwerks, abgebil-
dahin abzielen uAd auszurichten det waren. So auch die Bau-
nöthig sind, unweigerlich Ge-
horsam leisten."] corporagonen , besonders'
P A i LA D IU M (DER
in England, wo entweder
Der Ursprung.o- St. Johannes, oder St. An-
bEN lvi) .
voeheirnenVerbindun bbo: dreas, mit den Insignien der
dieserg
von Männern und Frauen, Maurer, darauf dargestellt
deren Zweck Moralität unu und war. Mehre Systeme und
Logen haben in ihrem In-
G ei stes bild un g war , ssoll
zwar, wie die Acten dersel- neren den Gebrauch. es ine
ben vorgeben,lei den alten Pan Paniers bi
e Umgängen, Eh-
Ägyptiern zu suchen se'yn: /enbezei.en gung und. dergl.
allein sie , ist wahrschein- :
eingeführt .
lich eine neuere Erfindung. PANIER- oder FAIINEw-
[Voir „Hist. de la fond. du TRÄGER. (DER). Diese Wiir-
Gr. Or. de France" (par de findet in denjenigen Lo-
Thory) p. 209–L 214, wo gen statt, welche den Ge-
es zuletzt heifst : brauch eines Paniers beihe-
„Le sceau de cet Ordre offre halten haben.
tut cOeta - courönn6 de fleurs
sur un autel orn6 dune guir- PANTOFFEL; s. SCHUR.
lande, avec une brauche de lau-PARACELSUS, geh. in der
riet droite et une autre de pal- Schweiz
g1541.1,4 93, gest. zu Salz-
xn ier gauche. Sur coeur h ur ist ein von den
on lit: Je reis aitner. Cette
devise et l'intimite, qui r`eg-ne Alchemisten, sowie von de n
entre les cornpagnons d'Utys- Gold- und Rosenkreuzern,
se ,” (c'est-h.-dire les sept xnem- hochverehrter Apostel ihrer
Irres du Conseil,) „et Les com- Lehre. ,Sein eigentlicher
pagnes dc P4ri glope" (voyez cet
artide!) „indiquent suffisam- !Name war: -Philippzis Alt-
ment Pobjet certain et le bat ,reolus Theophrastzts paracel-
principal de la societ6 da Bai- sits Bonnbast von Hohenheim.
ladium.‘`j [Von ihm sagt a) lifor‚zo-
,
P.A.'N.A.CEZ; S. S TEIN DER :ALS „Polyhistore",, T.II,
WnisEN. c. 15, i5:(
70 PARACELSUS. PARACELSUS.

' ,Mir:11)11e 11/73.0 ut tchaft nach allgemeinem und


nornen, ita ingenium fuit tiefer drin geuden Ansichten und.
ins quasi literati orbis corneta, that manchen hellen Blick in
novator in theologia et philo- das Wesen der verborgenen Na-
$cephia, ipse penitus illiteratus, tur. Nur aus dem überrnaafse
e. nulla scholastica cloctrina seiner ungeregelten Traft ist die
imbutus. Mira huic anirni, sed äufsere Rohheit, Anmarsung u.
plane silvestris, fertilitas; tot eine Alles verhöhnende Pralerei
nova peperit dogmata, perpetua zu erklären, wodurch er sich
Theologorum et Philosopho- bei den Gesitteten seiner Zeit
rum offendicula. Magna tarnen verhafst machte. Da seine
in ipso xnentis vis fult, znaena Streitsucht und Unverträglich-
orcanorum izaturae cognitio ; keit ihn an keinem Orte lange
quo factum est, ut mecficinarn verweilen liefstso führte er
in novam aliquam speciern meist ein herumziehendes Le-
transfunderet. Gloriari tarnen ben und nahm seinen Anfent-
Gerrna.ni hoc nornine posuint." halt am Liebsten in Schenken,
b) In. gleichem Sinne Dr. wo er nicht selten mit den ge-
nleinsten Gesellen die Nacht
Lorinser in „dem Gesell- hindurch zechte. — Er war
schafter" u. s. w. (herausg. der Erste, der in deutscher Spra-
vom Prof. dzibis ; Berlin in che" (zu Basel „medicinische
4.) 1820, Blatt 28, S. 1231 Vorlesungen hielt."
„Paracelsus gehörte zu jenen Er lehrte unter andern,
i
Sterblichen,i n welchen der da% sich im Menschen 3
Genius der Menschheit durch wesentliche Theile, von ihm
die rohe Persönlichkeit furcht-i
bar und dämonisch hervor-
die drei grofren Substart
br cht. Obgleich man ihn oft benannt, fänden', und dafs
als einen gemeinen Charlatan ein Jeder von diesen nach
verrufen hat : so ist seine aufser- 'den) Tode, da sie getrennt
ordentliche Ersc4einung den- würden , dahin 7urückkeh-
noch von einem höhern Stand-
puncte zu würdigen. Wie Lu- re, woher er gekommen sey.
ther, über seine Zeit sich erhe- So komme die Seele wieder
bend, verbrannte er öffentlich. zu Gott, der sie gegeben
die Werke Apicenna's und Ga- habe; der Leib, als der gro-
1en's und rifs mit erschüttern-
dem Muthe das tausendjährige be, dem Anscheine nach aus
Lehrgebäude des Letztern ein. Erde und Wasser zusam-
Auf seinen Zagen durch den mengesetzte Theil, kehre
grünsten Theil Europas entdeck- wieder zur Erde und ver-
te er zwar nicht, Was er such- wese darin; und der dritte,
te, - den &ein der Weisen u.
eine Unipersalniedicin, aber Theil, welchen er den 218-
doch viele trefIlicheHeilmittel, tralgeist , oder Sternleib,
wodurch er sich berühmt mach- nannte, weil er dein Firma-
te. Eingeweiht in die Magie,' niente gleich sey und aus
.Alchemie und Astrologie seiner
Zeit, und Mystiker im höch- den beiden oberen Elemen-
sten Grade, umfafste er nichts- ten, Luft und Feuer, be-
destoweniger seine Wissen:- stehe, kehre auch wieder
PARIS. PARIS. 71

zur Luft, brauche aber' län.- man hört, und lächerliche


gere Zeit zu seiner Verwe- Geremonien die einzige Ar-
sU.4, als der Leib, weil er beit, womit die Zeit getöd-
aus weit reihern Elementen, tet wird. Vielleicht nur
als dieser, bestehe u. s. w. der zwanzigste `neil der
S.. „Walchs philosoph. Le- dort bestehenden Logen
xicon, fortgesetzt von macht unter der Menge eine
Ch. Hennings im Art:: As- rühmliche Ausnahme.
TR.A.LGEIST.? [Als Bode (s. diesen Arti-
Paracelsus war, nach kel!) von seiner Reise nach.
„Bruckeri hist. philosoph.", Paris im- T. 17$7 zurCickge-
der Stifter der theosophischen kommen war, pflegte er,
Secte. (S. unten TUEOSO- bei'm. Vorzeigen der mitge-
TIIIE !) Diesen Namen be- brachten Tapis von den fran-
kam selbige, weil Paracel- zös. Graden auszurufen :
susbehauptet hatte: erkön- „Natio cornöda est! Alles
ne Alles vermittelst eines spielt dort; Alles ist thea.-
innern göttl. Lichts erken- tralisch."] Siehe F B.A.1{1Z-
nen; wobei sie den Gebrauch R EI C [ANTr, ARCADE,
der Vernunft -verwarfen. Zu CLERMONT BAU:RE, LA-
seinen Anhängern gehörten' COIVIZE CHA .ILLOUDE JON"-
.Robert Find u. Jakob Böhm, vrLLE, OB.r.l..4.ezs., dann oben
S. diese Artikel!] B. 2, 5, 341, -und 5,82,1.]
P.A.B.Is ist der Sitz des
Grofs- Orients von Frank.- [Bruder Bazot hat es un-
reich. Nach London hat ternommen, in seinem „Ma-
keine Stadt so viele arbei- nuel du Franc -1Vrapn",
tende Logen, so, dafs man 4 1'ne edit. 1819 , ) seine
in den Jahren 1804 bis Landsleute gegen die Vor-
1812 deren 120 bis 130 iiviirfe im vorigen Abschnitte
daselbst zäblte. Nirgends zu vertheidigen. 'Inwiefern
wird aber die Freimaurerei es ihm damit gelungen, se-y,
auf eine leichtfertigereWei- bleibt demUrtheile des Le-,
se betrieben; und nirgends sers nach .folgendem Aus-
giebt es so viele die Brüder- zuge des „Prdcis de l'intro-
schaft entehrende Mitglie- duction et des progi'is de la
der, als in Paris. Bänder Franche-111-aporinerie enEzt-=
undSchürzen von allen Far- rope , et particuli&ement ,en
ben , durchMalerei u. ti- ‚France",(p. —106, an-
ckerei sonderbar verziert, - heimgestellt,- welcher zu-
sind das Hauptsächlichste, gleich eine kurze Geschichte,
was man in den Logen sieht, des Masonenthums inFrank-
leeres Geschwätz, was reich enthält. —
72 PARIS. PARIS.
„On accuse le Franqais peuple, gui sache 'reellemeilt me-
fripolitd et d' inconstance. Ce hr Pagreable ä passer
reproche, fait k tout propos et du serieux au badin, du subli-
avec une perseverance vraiment ine au plaisant, de la poussiere
inexplicable, semigtle ac'querir d.e Petude sur la scne brillante
de jour en jour une consistance du monde. Sur la bräche ou
aussi -affligeante pour tont bon dans le boudoir, dans les camps
Frangaisque ridictile aux yeux ou dans les salons, au combat
de la raison. Le caracfere fran- ou t la danse, se montre tau-
9ais - est actif, petnlant, fou- 'aars avec le meme 6clat. So-
gaeux et hardi inais 'oh mon- vant et frivole, serieux et plai-
tre- t-il la frivolit6, rincon- sant, ausfere et passionnd pour
stance, la versatilite? Est-ce les plaisirs, ii dicte ä la fois
dans les hautes sciences ? dans un traite et une mode nouvelle;
les arts liberaux? dans , les ,tra- ii trace en meme terups mi plan.
vaux mecaniques? dans le corn- de cainpagne et uni billet donx.
rnerce? k la guerre? II. ne me Inventif, ±-6cond d'une infati-
convient pas de faire ici des ci. gable ectivite, ii sernble dou-
tations, S ui poarraient paraitre bler la duree enrummle de roxia-
deplacz.'es ; mais je dis en som- tence. Aimable, poli, deli-
nie qu'il serait difficile lt un cat, ii parait recevoir des lois,
peuple, de prouver sa superio- lorsque, par des manires k la
rit6 sur la nation frangaise, et fois gracaeuses et imposantes,
de citer des hommes, que nous par un langage ?ersunsif,
n'ayons egales ou surpass6s. oblige les autres, a faire sa vo-
Afin de justifier accusation lonte, lt se wettre sous sa de-
de friolit6 et d'inconstance, pendance et h reconnaitre, , saus
nous reprochera-t-on, de negli- se plaindre, son ascendant et sa
ger le beau,' le grand, pour le superiorite.— Oh t si cette faci-
bizarre et le futile? dira-t-on lite est de l'inconstance, si cette
que nous ne sommes capables diversit6 est de la frivolite,
ni de penser, ni d'agir? Quit- est assurement trs - frivole et
tons-nous le sceptre des sciences, tr'es-inconstant.— Mais, l'esprit
pour agiter la marotte de la fo- toujours egal, le Reg/11e, rirn-
lie ? Le Franais refuse-t-il le perturbable gravitd de quel-.
combat, paar se livrer au repos? ques-uns de nos voisins, vau-
Vole-t-il sur les traces du plai- dront-ils jamais taut de legZe-
sir, qua.nd le dev6i,r Pappelle ä rete et d'inconstance?"
des traval& importans ? Est-il ,,Cette dissertation n'est point
jamais inferien17 aux autres ou aussi etrang"ere ä mon sujet ein'an
ä. lui-nleme? Quelque Chose d6- pourxait le penser, et je vais
genie-t-i1 i chez lui ? de Suite en fournir la preuve."
aes rivaux ou des maitres7 Su.-
perieur en taut, est-il injuste, „Presque tous les Maltons qui
vain, ridicule? Nazi! nonl" ne sont pas Fran9ais, affirment,
que nous ne sommes point fzdts,
faut l dire cependant, (et pour etre France- ,M,i9ons, que
c'est encore faire son eloge,) nous traitons_ fort 16g'erement
n'est pas toujours studieux, pro- la IVIaonnerie, que nous ne la
fond, occup6 de'rneditations s6- connaissons pas, que nous soin-
rieuses. Riehe de tous les dans, 'rnes inclignes, par notre incon-
possesseur des plus henrenses fa- ,stance ct notre Mghretg , de la
cult6s le Franvis est le seid. connaitre, de la soutenir, de
PARTS. PARIS. '73
la propager. Ils njoutentque rnes, l'intelligence des divers
notre Magonnerie est un sirnu- phenomenes, la connaissance
lacre insignifiant, dont an accu- de la nature et des attributs de
se notre'lnconsequence. — Les la Divinite. Ces relations et
Marions francais pensent fort l'initiation, que les principaux
difFeremrnent. Ils se tiennent Druides obtennient, introduisi-
pour trZ3s-instruits des dogmes reut dans Je college des pretres
xnngonniques; ils pretendent Gaulois 1' esprit rnaconnique,
connaitre lt la fand le bat de qui s'est montre faibfernent au
Pinstitution fraternelle ; ils sont vulgaire, mais qui existait d'
persundes qu'il n'y a jamais en une manire non equivociue
de Maqonnerie autre que celle, dans les dogrnes secrets d'un
qu'ils professent; ils osent croi- cutte, rnalheureu.sement souille
re que nous somrnes le premier par des coutumes superstitieu-
des peuples modernes, qui ait ses et feroces. Ces couturnesne
eu connaissance des principes doivent pas nous etonner; elles
xnagonniques; ils affirmentque etaient analogues au caract'ere
la Franche-Mngonnerie nons est violent et brut d'un peuple to-
venue de 1' Orient, et Ha ne talernent plonge dans les tene-
doutent pas Aue, lors de son bres, et dans les exc'es de la«
apparition en Europe , la barbarie. Les . relations bien
Gaule n'ait ete le berceau de authentires, qui ont existe en-
cette noble et excellente insti- tre les nunistres du culte
tution." chez les Egyptiens, de C&is
„Je suis assen du Sentiment de chez les Grecs, et ie la banne
ces derniers frh-es, et je vais es- De'esse chez les Romains, et les
sayer, deprouver. que Petincelle Frettes d'Isis chez les Gaulois,
du fett sacre a jailhi des myst‘e- le cutte de la meine divinite
es de la religion enseignee par chez des peuples si eloignes les
les Druides.—Si lanation fran- uns des autres, soit parIes
aise n'etait pas la plus eton- tances physiques, seit par la dis-
nante des natians existantes, je tance rnorale de Pinstruction,
pourrais dire de toutes les na- les rapprochernens, qu'il est fa-
tions, , qui ontexistd, serait dif- eile de faire, lorsqu'on se livre
ficilearobservateur le plus pro- ä l'exarnen des usages de ces
nonce en notre faveür, de con- Hommes sidifferens; taut [non-
cevoir et d'expliquer, com e.re que l'esprit de la Franche-
un peuple, dont, au simple Magonnerie n l attendait,pour se
apergu, l'esprit, les moeurs et developper, qu'un peu naoins de
les travanx paraissent si faciles ludesse dans les rnoeurs, qu'un
et si peu importans , a pu etre peuplus de lumire dans l'esprit,
le premier et long-ternpsle seul qu'une religiondegagee de pre-
iles -peuples barbares, qui eussent ceptes trop austres et d.e maxi-
accueilli et adopte une institu- mes cruelles, enfin qu'une fre-
tion mysterieuse ;. c'est cepen- quentation un peti survie d'horn-
dant rine verite demontree. 11 mes polices: effet heureux' et
est certain que les :Druides a- souverain, que (*Aar produisit,
vaient des relations intimes avec en subjugant les Gaules, et en
les pretres de 1' Egypte, non- proscrivant les Druides, _dont
seulement lt cause des interets Pinteret politique etaitbien op-
-generaux du sacerdoce, mais pose lt irrte reforme salutaire.
encore afin d'a.cquerir Part si Les Druides disperses n'eurent
diflicile, de gouverner les hont- plus cet esprit de corps, qui com-
7 ,PARIS. PARIS.
pri me avec tant de force l'espr is salen des Masonenthunis in
particulier: setils et salis Co Grofsbritannien , und fährt
sistance, ils devinrent des hom
nies plus sociables; et si que 1; (bis p. 105) so fort. -
ques-uns d.'eux , par ignorant e, „AprZ.2 avoir jete un cou
aveuglement ou desespoir, pr a d'oeil rapide sur les progrh
tiqurent encos.-e dans leur r e- la Mnonnerie en Angleterre,
trarte quelques-uns leu rs est important, d'exposer les dif-
dogmes affreux, les autres ft ferentes cal/sem-1 11i cortcoururent
rent plus humains, gtudihe nt ii ce que cette contree, Ui in.-
mien' la nature, et repandiren t venta peu, rnais qui perfection-
de plus doux principes." na souvent, devint le the.itre,
(Das , was nun unmittelba r oh la plus belle, des institutions
folgt, steht bereits oben B.2 te manifesta si ostensiblement
S. 553, Sp. b; (womit di et acquit tant dc consistance.
Ce travail sera court et facile..i
Artt.: DRui p Erz , n. PArN
(Thomas), sowie im gegen
„Les moeurs des Angjais, et
Pesprit de liberteqtfils nen nent
wärt. Bande S. f. zu ver
binden Sind. Hierauf fälir t
de icurs lois, voilh la princi-
B azot fort :) Falz cause de Petablissernent et
ae la faveur de la Franelse-1g a-
„et lorsquel'Europe, plus gclai ' pnnerie en Angleterrei Une
Tee fut presque entihenten t Institution, qui prescrit la re-
chretienne, les plus illustres seig ligion naturelfe, qui recomman-
neurs, penetres des principe s de la charit6, In pratique
dela foi, suivirent l'exemple de S toutes les vertus, et surtout
seigneurs franais, qui furent le s amour fraternel le plus pur, de-
premiers, 1. aller porter les liom vait s'a ccorcler parfaitement avec
xnag.es de leur piete au toalbezu des lois armes de la liberte, de
du Dien, qu'ils rev. er:dein. Ces Pindependance, avec des ntoeurs
p g lerinages furent eminentmein rageflies, austres, avec une
avantacreux h la Franclie- Ma- religion tolerante et degage:e
ottnerie, et la rendirent dune superstition. Un roi familia -
utilite <renerde. En effet, la rise avec de telles lois, de tel -
necessite, oh les pilerins se trou- les moeurs, de tels principes,
v'erent, de se soutenirmutuelle- ne pouvait &re g loigne, d'adop-
ment dans des pays etrangers et ter une institution, qui ajou-
au milieu des infidUes, qui sie tait ii ce que edles du roynumo
les souffraient que parceque avaient de meilleur, et qui en
leur intera exigealt leur corrigeait les imperfections.
fit adopter les formes, que les La Irancb.e-Memnerie, natu-
seigneurs franais avaient et«-t- ralisee par les Druitiew , lois-
blies, pour se reconnaitre, se qu'ils s'etablirent dans les iles
secourir et se proteger. Le Brifanniques avec les coloxsies
temps n'etaitpas eloigne, oh la gatiloises, ne se developpa quo,
Magonnerie allait acquerir nne lentement dans ce si.;.tcle de bar-
vigueur et une universalite, barie et d'ignorance; mais,
ne devait jamais perdre.6 ree et fortifi gepar le ternps, elle
Nunmehr schwatzt der parut it des hommes . pins in-
Verf., p. 91— 95, von Peter struits ce qu'elle etalt reellt-
ment. Le zae des Ma5ons fran-
denn Einsiedler, von d. Kreuz- eais porta Atheistein, a l'exami-
zügtn, und von den Schick- ner; il en sentit tour le suerite,
PARIS. PARIS. 75

et d'es ne songea "düs ter chez les Anglais ; cependant


donner une honorable nous lie ponvions pas rester eter-
et solide existence. L'e nellement etrangers ä unein-
de ce Toi acheva ce qui stitution, gni faxt le bonheur
avait 6t6 6bauche par les fr?res de ceux, qui la connaissent. No-
etrangers; la Nineonnerie tri- tre gouvernement 6tant devenu.
rexaltation de rher- aussr. puissant gut eclair& devait
nlite Pierre et les roisades, oh dedalgner, de prendre des pre-
I( s reunions maeonniques a- cautions indignes de sa force et
vaient 6t6 mises en.activit6 par de ses lurnihes. Plusieurs Ma-
les crois es frangais, perfectionn eons franeais, d'un zle intr6-
rent l'ouvrage du petit-fils pide, ne purent Tester long-
Alfred ; et malgre les bills du temps sans temples et sans es-
parlement contre les associa- se.mblees. Ils se T6unirent
tions secr`etes, la Franche- Ma- quelques Anglais parmi les-
eonnerie fut sonveraine absoluc quels se trouvaient lord Dervent-
cliez un peuple, qui donnait des 'Vaters, Ic chepalier
lois ä ses souverains..— L'insti- ne et 1VI. d'Ile"guetty. On s'as-
tution magonnique ne pouvait sembla secrZnement et en 1725
pas esperer en France une desti-- on tunt loge chez Rare, traiteur
nee aussi heureuse eine celle, anglais, etabli h. Paris, Tue des
quelle avait dans Albion. Elle Boucheries. L'autorite, diri-
y comptait un certain nombre gee par des principes plus li-
de sectateurs illustres, mais iso- beraux, ou 'seulement peu.t-etre
les , et lern' faiblesse devait du- plus insouciante, ne crut pas.
Ter aussi long-temps que Pin- d.eYoir .s'opposer amt reunions
stitution serait 6trangre ausol, de cette soci&6 naissante. Une
qui Pavait vu naitre. Le tolerance aussi heureuse qu'in-
vernement monarchigue, notre attendue fortifia le zieledes fr'e-
gouvernement naturel, est, par res, et augmentä le nombre des
son essence, ennemi des associa- proselytes ; eeux-ci sollicith:eng
tions mysthrieuses. Timide et i'initiation; ils robtinrent, et
ombrageux sbus nos anciens en moiris de dix arinees , Paris
lois, et plus faible que de nos renferma six cents Magons n6s
jours, II devait tont craindre dans son sein, et plusieurs lo -
des moindres rassernblemens, bcres 6tablies , Tune chez Gous-
et il s'attacha toujours, K les em- taud, lapidaire anglais, lautre
F acher de naitre, ou ä les de-- chez .Lebreton, au Louis War-
truire loTsgut ä stin insu ils zen!, et une troisiZ.-.me cliez Lan-
avaient pu se former. D'ail- delle, traiteur, nie de Bussy.
leurs toute institution, qui ne Le duc d' Aurnont ayant reyl. la
tient pas essentiellement au. ca- lumire dans cette log-e, eile
ractre distinctif de la nation, prit, peu de temps apres, le ta-
depena beaucou.p du caprice et ue de Loge d' Aurnont. La
du hasard, et ne s'6tablit guhe loge-m'he et les autres loges
que per l'effet de circonstances voulurent acquerir quelque con.'
imprevues. La Franche-Ma. sistance; dies se reurarent, et,
eonnerie ne tenant point de par un juste sen timela de gra-
principe t notre esprit, t nos titude, dies nommhent a
usages , n'a pas di ue accueil- grande nuitrise de France, qui
lie chez nous par les motifs im. commenea as-lors (en 1736),
portans, qui Pavaient faitadoy1.- lcrd d' ltarnorester succeseeur
76 PARIS. PARIS.

de lord _Dervent-lraters. Dans dispositions. Le nombre des


une assemblee generale, qui eut loges augrazntaut de jour en
Leu en 1738, ii fut arrete que jour, on sentit la necessite, d'e-
la grande maitrise serait donnee rablir des regleniene ,fi.xes pour
a perpetuite, et 4 des Maions gotrverne des maitres Magons.
frangais; en consequence, on On arreta une reunion solen-
proceda‘a l'election d'un grand- nelle des loges. Dans cette reu-
maitre. Les suffrages s'etant nion , qui eilt lieu en 176z,
xeunis en faveur du duc d' An- on delibera serait delivre
iin, ce prince fut pourvu de des constitutions aux differens
cette La consistance, ateliers, et qu'on -dresserait des
que l'institution mnonnique reglernens ä leur usage. Une
acquerait en France, augrnenta teile activite, des mesures si
considerablement le nombre des sages, une prosperite aussi bien
Maltons et des log-es. En 1742 etablie, furent rexiiarqueis par
l'ordre comptait vingt-deux ha- la grande loge d'Angleterre, qui,
ges a Paris, et plus de deux soit par pfudence, soit par (Patt-
cents dans les provinces de la tres considerations, crut devoir
France. Ces progres rapides, assurer ses droits, en pxoposant
qui flattaient vivement les vi- 4 la grande loge de Paris un
eux et sages Macions, leur don- pacte dfaffiliation. Le Grand
nait l'espoir que la Franche- Orient de Paris ne se refusa
.1\lacinnerie, fixe principale- point lt un traite, qui lui parut
mein dans le lieu de sa remis- juste et convenable: ii l'accepta;
sance, repandrait im jour sur et tune des principales conven-
cette terre cherie l'eclat, dont tions fut que tune des deux la-
nous la voyons briller atijourd'- ges ne pourraitpoint constituer
ils ne se trompaient pas. dans les etats, oha l'autre deli-
La France, et particulierernent vrait des constitutions. — La
Paris, devait etre le heu, ou elle mori du comte. de Giennora,
aurait une existence plus as- arri y ee en 1771, laissa vacante
suree, et une splendeur plus vi- la place de grrand- maitre. Eu
ve et plus honorable. — .Le duc attendant que le choix des loges
d'Arztin ne jouit pas long-ternps liii eilt donne un stleeessen; on
de la dignite de grand.,maitre; nomma, 'en qualite d'adminis-
il rnournt en 1743. Le comte dc trateur general le cluc de Lu-
Clerniont, prince du sang, hü xembourg. La convocation de
suceeda. Sa nomination fut ra- tous les deputes des loges de
tifree par les loges de Paris et Paris et des provinces se fit
par celles des provinces. Le dans tanne 1772. Le resultat
prince de Conti et le marechal de Passemblee, quila suivit, fut
de Saxe etaient au. nombre des que le duc de Chartres, designe
candidats. ' Ce fut lt cette epe- par' le comte de (Jiermont, pour
que qu'on declara inamovibles, lui su.eceder, obtint les.suffra-
mais pour Paris seulement, les ges; ii fut nomme, et accep-
maitres de loges, qui, jusque 14, in. Cette seance memorable
avaient &drenouveles tous les par timportant objet de la no-
trois rnois. Cette mesure eut suination, le devint encore da-
pour objet, de simplifier et .dc vantage par la reconnaissance
regulariser Prdministration des solennelle, que l'on fit du Grand.
läges. succes de ce cluinge- Orient de France commePan-
//rent donna lieu h. de nouvelles torit6 supre'me de In Mapikne-
PARIS. PARIS.
lie dans les etats franqais. ma*grie, la Russie, prirent suc-
Grand Orient fut divise en trois ceSsivement le zndme esprit de
chambres, dont les attributions fraternite , et le xn8.rne desir
etaient independantes les unes etablir des points generaux d'u-
des autres. La rerniere por- nion: les loges se creerent, et
tait le nom de Chambre d'ad- les Grands Orients rechercherent
ininistration , la seconde celui avec ernpressement des coMmu-
de Chambre de Paris, et la troi- nications directes et intimes
sieme celui de Chambre des pro- avec le senat magonnique frau-
vinces. .I1 fut erde une grande gais. Tant de zele et (3.e cele-
loge du conseil. Chaque charn- brite firent douter, si les Ecos-
bre s'assemblait ä. des epoques sais et les Anglais etaient les
fixes, et le Grand Orient, dans plus devoues Maltons dc l'Ett-
'ses assemblees generales, pro- rope. La revolution„ qui devait
nongait sur les travaux d.e ses bouleverser la France, appro-
divers ateliers. AussitU que le chait insensiblement; les totes
Grand Orient eut ete organise, cornmenghent lt s'exalter; mais
ii s'occupa des interets particu- il est de la plus stricte justice,
liers des loges soumises i san de dire qu'a.ucune des veritables
autorite. 11 sentit les inconve- loges, que nul des vrais Maltons
niens, qiril y avait, ix laisser sub-, n'a ete Luba des principes re-
sister .des: rnai- Volutionnaires: Taut ce que
tres de loges prit des' Inesu- :des 6crivains” inconsiddres ou
res eonvenables,, et en 1776, par perfides ont dire Jans leurs
une cicuhciie qtril adressa ouvrages, qui, presque tous,
tous les ateliers franqais-, II an- portent le caractere de l'insou-
nonga que cia,nce ou 'du libelle, est faux
existait plus, et qu'il ne recon- et ne merite gucune creance;
naitrait lt l'avenir comme loges c?esk le resultat ,de PignoranCe
rdzutieres que celles qui auraient ou de la neuvaise foi.. Lee
requ de lin des lettres de recon- hornm es, malheureusernent trop
stltution au d'agregation. Les celebres, qui ont ete 'Magons,
loges s'empresserent de repon- n'ont jamais figure dans les lo-,
die au deur du Grand, Orient, ges avoudes par les h.onnetes
et bientdt ', ordre le plus parfait gens; et si quelques vrais fre-
regna dans toutes les parties- de res ont paru sur le th, eätre, des
l'administration. L'esprit evenemens politiques, c' est
vnniiue faisait des progres ex- comme ennernis de l'oppression.
traorch.naires. Paris, centre de ou comme victimes. Le grand-
rassociation, vit initiation maitre, le trop , fameux duc d'
des plusillustres personnages. Orljans , dont les principes
Des etrangers 'de la plus haute etaient bien opposds k ceux des
distinction, dont le concours membres du Grand Orient et
etait prodigieux et continuel, de tous les veritables Wagons,
remportaient dans leurs foyers instruit en secret que le senat
les principes nouveaux, qu'ils Maconnique se proposait de
venaient de connaitre. Par une depoSer, renonga lt tonte com-
Suite naturelle de cet enthäusi- munication,fraternelle, et fit,
asme, ,que les Maltons frangais en 1792, inserer dans leJournal
communiquaient aux divers,ba.- de Paris une lettre, par laquelle
bitans du globe, la Sude ii declarait n'avait jamais
Prusse, le Danemarek,, LA:11e- ete grand-maitre de la Maepn-
78 PARIS. PARIS.
nefie cii France..- Cette.,den6ga. diesera,rtikel „ce fx4e dont
tion au thentique suffit, ponrd les armales rxr«onniques reppel..
truire les assertions elT011.6eS ou leront le nom et le Souvenir
calomnieuses des ecrivains en- avec une Yeneration et ernelle,
remis ciel'ordte." (S. oben ne fut point le grancl.inahre de
den Artikel: ORLiaD;s !) l'ordre; mais II doit jouir d'un
„La tempete revolntionnaire ihreplus glorieux, encore: c'est
&data- genclant sa duree, les lui,,; qui; insqu'en 1802, a et g le
loges demeur'brent 'presqne tau- eonservateur de la Alaeonnerie
tes sans actiVit g z les Maltons franfaise. —Le retour kla trau-
fuyaient lenrpatrie deslionoree, quillite, lt Pordre, lt une stabi
.ou perissaient sur rechafaud lite inaltg rable, permitaux Ma-
avec une subli-me resignation,. vms ,, je ne dis pas seulement
Pendant rette tourmente ef- .aese xeunir, ils n'avaient ja-
froyable, ii etait difficile, sans mais cesse, de se rassembler,
s'exposer aux plus tr,ra.nds dan- 9noiqu'en petit nombre et dans
gers, de faire connaitre sa qua- le ilns grand seciret, mais de
lite de etait plus an- B onner a leurs travaux plus
gereux encore, de paraitre re- extension, d'avouer sans crain.
o-retter Passdeindoll fraternelle3 te leur qualite de fr'he, et de
'et le cotuble de Pimprudence ei znaler leur existence par, Ia no-
eiltete, tie rappeler les princi--- mlnation trau °lief suprame.
'Pes de vertu, 'de religion et de En 1803 Joseph Bonaparte fut
paix, qui font de iotre institu- 611/ grand-maltre, et on lui ad.
tion" rine institution unique. joignit M. Canzhacers. . Le can-
Cependant im komme coura- servateur de la illaronnerie fi-an-
geux, et pr gpare lt tont, osa :rai‘ee . fut nomme representant
nod-seulementavouer gtait particulier du grand-xuaitre."]
frltre, et qu'il regrettait les
temps-de prosperite de l'ordre, • [Zur nähern Kenntniss
inais encore tenter, de recueillir,
pour les sonstraire atiDc mains es rar": • rienC de /-7*(zfice
devastatrices, lesarchives du dient vorzüglich, das schütz-
Grand Orient et tous les wate- bare Werk des Ers. Thory,
iiaux interes-Sans disperses dans vv eiches Er. «nm in
les loges. La peregverance et seihen' Werke S. 467.-r-518
*devouement de ce zei g Mavn -
‘nrent le, plus . lienTeux resultati ges cicktb
lai,tt.' enr 4atNeuer
Quoique inquiete vivement, ist folgencle„Calendrier
quoique inenace avec violence, nia9önn, du de Frau
il persista dans San audacieuse ce, Tour l'an de la
enti7eprise, l'ackeva dans taute
sen etenclue, et parlä rendit 5320”, p.ä- 7 7406 , befind –.
r ordre en gen gral, au Grandliche, auf urkunaliche 13 e-
Orient de France enTarticulier; lege gegründete,,:
lt tous los Magens j aloux, de votice sur la conzposition
conserver les traces de leurpros-
perlte et de leurs travaux, los actuelle du Grand Orient
services les plus grands, les plus de, France.fc
precieux, et surtout les plus - „La reunion libre et volon-
aesinteress gs. Le frh.e Boot- tafle des Ateliers reguliers du
tierede Montaleau", (s. unten rayaunze de France, repzisent:es
PARIS. PARIS. 79

par leursD6put6s, s qui i1 ont verte pout les Officiers hono-


-donn6 lepowvoir de regir Pör- raires.‘
d.re et de j uger leurs diff6tends, „Le bijou, est un triple trian-
est ce qui constitue la Dilte cle recouvert de Metal pur, sur-
Ainsi chacun de ces mont6 d'une couronne, et sus-
Ateliers fait partie du G... ; pendu au cordon par un ruban
et tous ensemble, formant sa bleu moir6."
constitution fondamentale, l'ont ,;Assemblees du G... 0..."
rendu le d6positaire et le con- ,,Le 0... 0... tient tous les ans
servateur de ses R6glernens. cinq assembl6es g6n6rales et
reunit tous les pouvoits. obligation, dans lesquelles tous
lui seul appartient, de constituer les Representans assermente's des
des Loges, des Chapitres et des Loges, ou des Chapitres, ou des
Conseils particuliets, en leur Conseils, soit nds, soit glus, ont
exp6diant des chartes analogues seins le droit, de Voten avec les
k leurs connaissances et ä leur Officiers."
rit. La direction des Travaux „Nota. Los reprdsentans
du G..., 0... est confiee ä des Of.; sant les nndrables des Loges et
ficiers, qu'il nomme panroi les Chefs des Chapitres ou Conseils ;
Diputh des Loges, des Chapi- ceux itLus sont leurs Deaids.
tres et des Conseils. Ces Offi- Les uns et les autres ne peuvent
ciers sont au nombte de 13o; in- avoir voix elelibdrative que lors-
deendamm ent des Nleinbres h o- ont dtd (isserzne/16s et pro-
noraites , qui font aussi partie cland.s au G. •. 0... dans les
de sa composition; savorr: 4 ines voztlues. Les Ddputds n'ont
Grands -premiers Dignitaires, plus devoix,lorsque les 7dndra-
27 Officiers d'honneur, 4 99 bles ou Chefs des Ateliers, qu'ils
Officiers ordinaires.— La mar- representent, sidgent avec eux.
que distinctive de tous les mem- Ils ne peuvent alors assister
bres du G... 0... est un ruban qu'en qualitd de 1?'isiteztrs.4
rnoire, couleur orange, avec „Outre ces cinq seances, le
-un lisere vett, rotte en sautoir, 0... s'assemble speciale-
et difF6renci6, selon les cla.sses ment deux autres fois en soll.
eries dig,nites, par des broderies, suprme Conseil des Rits
qui sont en OT pour les Grands trefois on Chapitre .g6n6ral)
Officiers d.'honneur, et en ElT«. forme des Ateliers r6unis, et ott,
gent pour les Officiers ordinai- 129n n'tppelle que les Chefs et
res. Cerui des r6pr6sentans des D6puta des Chapitres et Cone
Loges 'et des Chapitres est sang seils, lesquels ent.seuls. le droit,
broderies. Le tablier est de de vqter avec les Officiers su4
peau blanche, double de cou- les degtds, dont ils peuvent con-
leur cle feu, et bord6 d'un "Te. nahte. Le 0... ne träte,
bar' sernblable au cordon. Au dans ces grandes assemblees,
milieu du cordon et du tablier que des affaires, qui inteiessent.
se voit .une rosette xni-partie l'Ordre en g6n.6tal. ,Elles sont
bleue et couleur de feu raut la. consacrees a enteudre les oliser-
0... L... d'Administration, co u- vations et les dernandes, queges
leur bleue ,pour la G.-; L... Repr6sentans croient devote y
Symbolique et le D6put6 d'une faire."
Loge, couleur rouge pour le „Quant aux autres affaires, le
Supr.lme Conseil des Rits et 0... 0... se subdivzse en cinq
le Dput d'un Chapitre, et Ateliers parti:Culiers4 savoir
80 ',ARM PARIS.

1.) une G.-. perts se forme de 45 rnembres,


stration ; dont 36 pris dans les diverses
2) une G... Symbolique; classes des Officiers, et 9 entre
3) im Saprme Conseil des lee plus anciensDeputes choisis
Rites (autrefoisle G. • . Chapitre); parmi les 15.D gpzINs de quartier."
4) une de Conseil et „Cette peu t (.1tre
d'Appel, et assernbl ge que sitz un mandat dee
5) une G. 1.4... des Grands-. Scrutateurs ci-aprs design gs, et
Experts." onn'y admet que les FF:. , qui
„La d.' Administra- ontetespecialementconvoques."
tions est compcisee de 33 Mem- Outreces Ateliers par-
bres , dont 13 Officiers digni- ticuliers, le G... 0.-. de France
taires et 20 Experts." a grigg prZ.es de lui un G.. Con-
„La G.-. Symbolique et le sistoire des Rites, siegen= dans
Suprdme Conseil des Rites sont le sein du Souv,-. Chai)itre mg-
aussi compos gs l'un " et l'autre tropolitain de la vall g e de Paris."
de 53 Membres, dont so Offi- „II, est compose de 55 Officiers,
tiers dignitaireset 23 Experts" possdartt les deg-r gs les plus 61 e-
„*A1/4. chacun cle ces trois v.es des Rites recontius; 21 de
Ateliers sont encore auadies 5 ces Officiers forment le G...
Deputes, pour y faire le servi- Conseil deS Princes Maons, et
ce, avec voix d gliberative, pen. 12 le Tribunal d'Appel,clu G...
dant untrimestre, Ils sontnorn- Consistuire; 5 Membres, norril
rn es, tour de rMe,'suivant Vor- ms parmi les Offi Qiers du G.-.
dre du visa de leurs pouvoirs." Conseil, forment lt Comite d.'
(-1

„Ces rrintes trois G... Atelieri Administration du .G.-. Consi-


ont, en outre, pres chacun des stoire."
deux autres, im D gpute choisi „Le G.-. 0... de France, en sa
parmi les Officiers, avec voix G... de , Conseil et 'Appel,
4 ornme toujours les Officiers,
dg liberative, mais sans pouvoir
y remplir de fonctiäns, s'il n'en du G... Consistaire, sur ja pr6-
est requis." sentation, que ce dender fait de
„Les assembl ges ordinaires des trois Membres pour chaque of-
trois Ateliers se tiennent de fice. La nomination aux digni-
quinzaine en quinzaine, lt moins tg s, qui deviendrpnt vacantes,
de d6cisions contraires, seien sera faite par xnerne en as-
qu'elles sont rnariqu g'es; au Com- sembl g e generale."
ptst Ma comme le sont cel-
„Le temps de l'exercice est
es du. G... O.-. et de la G. L.'. triennal, comme pour les autres
de Conseil et d'Appel." Ateliers du G. 0:."
„La G.-. de Conseil et d' 0 ,1ttributions des divers.dtelle.rs."
Appel se compose de la reunion „La G L... d'Administration
des 33 . ()Meiers dignitaires or- connait de tautce qui. est rela-
dinaireS , et des t5 Dgput4s de tif ä 1a1 correspondance, aux
quartier. Elle s'assemble ordi- scdaux et aux finances."
nairernent quatre fois l'a.nnge, „La G,.. L... Syrnbolique con-
darrt les 3e , 5e , 7e et lie mois nait des chartes constitutionel-
de Pan Ma.Q. • :, le 'rnardi de la les et des certificats de Mac...'
srnaine, qui suit les prernihes regulier, 'fallt de l'interieur aua
sg ances des trois Grands Ateliers de l'exterieur de la France; elle
ordinaires." connait aussi des affaires con-
G.-. L. des Grands-Ex- tentieuses, qui ;peuvent maitre.
PARIS. PARIS. 81
dans les Löges , et de tous les cas, ii en donne communication
objets, qui les intgressent." au Supreme Conseil des Rites.,‘
„Le Supr g me Conseil des Ri- ,,Ses decisions sont executdes,
tes , autrefois le G.-. Chapitre, sauf Pappel k son tribunal.
connait de toutes les affaires ne peut, dans aucun cas et sous
contentieuses du dogme, des aucun priitexte, -s'immiscer dans
denlandes en chartes ca-pitulai- les affaires du dogme, ui dans
res, patentes constitutionelles celles r g glementaires et d'admi-
et diplömes superieurs au troi- nistration ne petzt non plus
sieme degre, taut de 'Interieur d g ldg,uer aucun p ouvoir, aucune
que de l'ext grieur de la France, mission particuliere aupres des
et statue pareillement sur les af- Conseils dtablis, sans l'autori-
faires contentieuses elev6es dans sation du Supr g me Conseil des
les Loges de perfection, Cita- Rites du G... 0... de France."
pitres, Colleges, Tribunaux et „Visitears."
Conseils Mag.*., et sur tous les „Tout Malton regulier,
objets, qui les intgressent. Ses est Maitre, a le droit
decisions sont executees, sauf sister, comme Visiteur, avec
Pappel ä.la G.-.L.-. de Conseil." voix consultative, aux travaux.
„La G... L. de Conseil et d' du G... 0... dans ses dierens
Appel examine les affaires Ateliers, excepte ceux du Su-
nerales avant qu'elles soient por- pr gme Conseil, t moins
tees au G.'. , et statue sur ue soit membre d'un Chapare
les appels des decisions gmanges relier. Mais chaque Visiteur
des troisG...A.teliers ordinaires." presentera, pour constater sa
„Aux termes de l'arrete du 186 regularit g , un Certificat ou.Bref,
j our du ge mois 5814, qui sup-
prime le G.-. Directoire, des Ri-
soit du G... 0.., soit de l'At...
actif, auquel ii appartient tJn
tes, la G.-. L. • . de Conseil et Expert lui demandera sa signa-
Appel est rev8tue de tous ses ture, pour la faire confronter,
pouvoirs et attributions ; ainsi par le Pr g sident, avec celle du
elle connait de tout ce qui con- Certificat ost du Tableau de son
cerne les dogmes de chacun des Atelier. Les Visiteurs, qui ne
Rites, et s'occupe des lautes pourront satisfaire ä cet examen,
sciences de 1'Art Ma9onnique ; sie seront point admis."
elle correspond t cet effet avec " N o t e 8."
les Loges, les Chapitres et les (1) „La Grande-Maitrise gtant
Conseils." vacante ju9u".1 la nornination
„La G.'. L... des Grands Ex-. et l'acceptation du Grand-Mai-
perts connait des fautes commi- tre de 1' Ordre, ses pouvoirs
ses dans le G. • . 0..., ou relati- sont exerees par deux Grands-
ves k son administration; ii y Mahres adjoints et un Grand-
a, pour faire l'instruction, un Reprgsentant."
Conseil de Scrutateurs, compos6 „Les Grands-Mahres Adjoints
des trois Orateurs, des troisSecrg- ont un rep rdsentant remier, le-
taires et des trois prem.Experts." quel exerce les m g`mes pouvoirs,
„Le G.-. Consistoire confere jouit des intrnes prerogdtives,
senl les degres de Prince du royal que les Statuts accordent au re-
secret et ceux audessus. Nul ne presentant premier du Grand-
peut les obtenir, Bors la valide Maitre."
de Paris, qu'en vertu. de sa d g „Les Officiers d'honneur sont
-legationspc;,de (quant ä present): 1 Reprisen-
82 PARIS. PAB.LIAIV1ENT.
rant particulier da Grand-Mai- Bonne par le 0.-. ou par
tre ; 3 Grands-Administrateurs, une Loge."
presidants cha.que Chambre ; 3 essentiel."
Grands premiers Surveillans ;
5' Grands seconds Surveillans ; ,,Les Loges et Chapitres sont
3 Grands-Oratteurs ; 3 Grands- prevenus ne doi pent les
Secretaires ; 3 Grands -Treso- honneurs qu'aux Officiers portgs
riers ; 3 Grands premiers Ex- au Tableau, d moins que les
perts ; 3 Grands - Gardes des decores du cordon da G.-.
Sceaux;; 3 Grands - Mahres des 0.-. ne justifient, par leurs pro-
Cerern.onies." visions , de leur riception depuis
l'impression."
„Les Officiers ordinaires sont: „Nota. Le Grand consistoire
3 Presidens ; 3 premiers Sur- tient ses seances au local meine
veillans ; 3 secon-ds'Sürveillans; du G.-. le 3e Jeudi de
5 Orateurs ; Secretaires; chaque mois."
Tresorier, 3 premiers Experts;
Gardes des Sceaux; 1 Garde
Eine Nachricht von der
des' Archives ; 1 Architecte-V&- Loge de lardwzion des ertran7
Tificateur de la caisse ; 6 Maitres frers zu Paris s. unten im
des C6r6monies ; 1 Hospitalier- Art.: .W.A LTER.spoeF!]
Ammenüer; 2 Aurnüniers et 66 PARLIAMENT VON ENG-
Experts. — Les Officiers d'hon-
neur et les Officiers ordinaires LAND (DA. ․ ); s. BEAUFORT,
ne sont point k wie." (Bischoß) CHICHELEY und
(2) „Quoique le G... 0... ait ENGLAND. [Aufser dem in.
arr6te, en principe, d'admettre diesen Artikeln von Ver-
tous les Rites, ii ne reconnait handlungen des englischen
cependant pas comme reg-uliers Parliaments in Bezug auf
les Ateliers francais, qui au-
raient obtenu d:un G... 0...
Zusammenkünfte der Mau-
tranger des chartes constitu- rer Erzählten, ist noch zu
tionelles ou capitulaires , sous bemerken, dafs, nachdem
quelque Fetexte que ce soit. der Grofsmeister, _Herzog
Ces Ateliers sont obliges de von Beaufort, (s. dies. Art.!)
prendre du de France
des Reconstitutions, et ne peu- in der am 28. Oct. 1768 zu.
*vent, en ce cas, y avoir rang London gehaltenen Grofs-
ue de la date de leurs deman- loge den Plan , der Gesell-
ges. Il est seulement fait men- schaft die gesetzl. Vorrechte
tion; sur leurs nouvelles Paten-
tes de celles, accordees par les einer Körperschaft zu ver-
00.-. etrangers, pourvu. schaffen, vorgelegt hatte u.
toutefois que les orignaaux, ou dieser in einer folgenden
des copies collationnees de leürs Versammlung vom 28. April
prenures Patentes aient et6 1769, wiewol mit dem Wi-
envoyes, pour etre deposes aux
.Archiv-es du G... 0.*." derspruche mehrer Logen,
genehmigt worden war,
(3) „Le O. ni ses Ate-
liers, ne viseront aucun Certifi- J. 1771 durch den abgeord-
cat d. une Loge situee en Fran- neten Grofsmeister, Car?
Qe, soit que le Certificat ait ete Dalort ., eine Bill zu Bewil-
PAS CHA.L. 'PATRONE. 83

ligung gedachter Rechte der Priester erster Classe in.


durch eine Farliamentsacte den alten ägyptischen My-
an das Haus der Gemeinen sterien. ÄGYPTEN.
gebracht wurde. Da aber PATENT; 5. GOA =TU'-.
bei'm zweiten Verlesen der TION und DIPLOM.
'Bill Master Onslow „ nach PATut oder EihXGE (DER)
dem Verlangen verschiede-. ist dasjenige Mitglied einer
ner Brüder, die gegen sel-- Loge, welches einen Can-
bige eine Bittschrift einge- didaten zur Aufnahme in die
reicht hatten, dagegen Wi- Gesellschaft vorschlägt und.
derspruch erregte; so trug , für dessen Moralität und Er-
Master Dillon darauf an, die füllung der Pflichten gegen
Berathschlagung darüber si- die Loge einsteht.
ne die, ohne Bestim- PATRIARCHEN
mung eines gewissen Tages, EILF) ; s. oben im Arti kel;
auszusetzen; und so fiel das LoGE, S. 330, Sp.b!j
Vorhaben der Einkörperung PATRIARCII (bER GRoss-)
durch. S „Preston's Illus- ist der 20ste Grad des Con-
trations", ed e 1812, p. 264 seil des Enrpereurs d' Orient et
—268!J il" Occident in Paris.
PAscm.e.r. (M.AnTnTriz), [P.A.TRowr (d. i. Schutz-
auch P.A.scH.A.Lis und FAS- herren) DER R waren
Q uALts, war der Lehrer von scholl in den römischen Bav.-
St.-31-artin [s. diesen Art. !] corporationen. S. oben B.
und stiftete das System der 1, S. 258, und vergleiche
auserwählterz, Cojns [s. diesen im Art.; Lo GE, S. 332, Sp.
Art.!] in Paris , wo es je- b, dann im Art.: MEISTER
doch mir erst 1775 von v. er- (der Grofs-) S. 433, Sp. a!
schiedenen Logen angen om- Bruder Krause bringt am
men wurde. Im J. 1772 Schlüsse der Yorker Consti-
ging er nach St. -Domingo, tution, (B. 2, Abth. 1, der
wo er 1779 starb. n. A., S. 107 f.,
PASSWORT (DAS) wird nachstehende Satzungen (re-
berrn. Eintritt in eine Loge gulations) aus den Zeiten K.
an den am Eingange stehen- Edred's u. 7714
den Bruder leise in's Ohr bei. —
gegeben. Jeder Grad 'hat ,1) Alle rechtMärsigeBrüder-
sein besonderes Pafswort. scilaften sollen unter *Patronen
[Siehe, soviel die 3 Johan- stehen, die sich zu der Kunst
bekennen und, dem nönige zu'
nisgrad e' betrifft, die rathen, im Stande sind. Eineu
hei: TUBAL-CAIN Patron aber können sieh ene-
BOLETII und GIBLIM weder mehre Brüderschaften,
FAST OPUOROS ; der Name wenn sie sich vereinigen, oder
6*
84 PATRONE. PAULS-KIRCHE.
auch nur eine einzige, erwäh- Maurer in Schottland zu An.
len." fange des 1.7ten Jahrh. der Fa-
„a) Die Patrone sollen vom milie der St. Clair o ROSLIN,"
Fiönige zuerst zuRathe gezogen (s. unten diesen Artikel!) "als
werden, um. die 'Architecten ihren erblichen Patronen, er-
bei liTiegen und, gro fs en Bauten theilten, einen vollständigen
‚ach der ihnenb,ei.wohnenden. Aufschlufs. Die Maurer be-
Wiss en. s cha ft" u p 'Renn tnifs vor- durften einer eignen Gerichts-
schlagen zu können. Aufs er- barkeit, besonders weil damals
dem sollen sie mit für Arbeit -nur noch wandernde königliche
und, 'nebst dem Architecten, da- -Gerichte im Lande waren. Die.
für besorgt seyn,.. dafs grofse se ward ihnen vom liönige als
Gebäude zur Ehre der 1iunst Rechtsujohlthat gestattet;
'aufgeführt werden." „Und lein, dafür wurden sie auch in,
damit die rechtmärsigen Brü- der Person des Patrons dem Kö-
derschaften. immer auch Arbeit nige verantwortlich. gemacht.
fi,nden und, die4auherren (loca- Sie überliefsen daher dem
We operis) redlich bedient wer- trone die Verwahrung und Aus-
4ollen die Patrone sich ih, übune ihrer Privilegien u. Ge-
rar immer auch gegen die Pfu- rechts`ame , und unterwarfen
scher und Störer (irnmiscentes sich seinem Gericht ohne alle
et turbatores), welche die Fiunst Einschränkung; und diefs Alles
nicht regelmäfsig kennen, an- gelobten sie ihm in die I-Iände
hehrn en." des liönigs att the händs of the
„ 3) Der Patron, oder Der, _King)." S. ,,Lawrie's Geschich-
den er dazu erwählt, soll zu- te" im App. I u. II!"]
weilen die versammleten Brü-
der in den Logen besuchen und PAUL KaiservonRufs-
darauf selten, dafs bei der Ar- land, geb. am 1. Oct. 1754,
beit und den Gebräuchen dieselbe ermordet am 23. März 1801,
Gleichheit erhalten werde, wie verbot gleich nach seiner
sie in allen und jeden Logen
seyn soll." Thronbesteigung im J. 1796
Aus diesem Zusatze in die maurerischen Versamm-
der dritten Satzung schliefst lungen, sowie alle gehei-
Ef..ause, „dafs damals (vorn
men Verbindungen, unter
3. 953 bis 1547) ein Ritual den härtesten körperlichen
vorhanden war und sorgfäl- Strafen. [Vergl. den Art.:
tig erhalten werden sollte, ALE XANDEB.
auch dafs man nach Gleich- P.ATTL ' S KITICHE (DIB
xnäfsiglieit darin strebte." St.-), die Hauptkirche in
S. 107 bemerkt er in der der eigentlichen Stadt (City)
Note c) noch: London, ward bei dem gro-
„Über den ei, ; entlichen Sinn Issen Brande im 3. 1666 mit
der wichtigen Anrichtung mit eingeäschert, vom 3. 1673
den Patronen, welche höchst an aber nach einem Grund-
wahrscheinlich mehr ein Werk
des Staates, als der Baucorpo-
risse und unter der Oberauf-
rationen selbst, war, geben die sicht des Doctors Christoph
beiden Diplome, welche die Wreh (s. diesen Artikel!)
PAVONE. PAYENS. 85
weit herrliaxer wieder er. die Made'des Patriarchen
bauet. Noortlioack verbrei- Gzbarimon,d zu Jerusalem ab
tet sich in seiner Ausgabe und weihten sich em Dien-
der „ Constitutions",' p. 159 ste Gottes und des Näch-
—171, weitläufig darüber. sten. Als Balduin , Kö-.
Im Jahre 1675 „legten der, nig von Jerusalem, den Ei-
König Carl II., nebst dem fer dieser 9' Verbundenen
Grofsmeister, Grafen von, gewahr wurde; Wiers•er ih-
liivers, seinen Baukünstlern nen, jedoch nur auf einige
und Zunftgenossen, dem Zeit, ein Haus in der Nähe
hohen und niedern Adel, des Salomon'schen Tempels
dem Lord Mayor und den an der östlichen Seite an;
Aldermen; 'den Bischöffen wefshalb sie den Namen der
und der Geistlichkeit u.s.vv.;' Templer, oder Bitter von der
in gehöriger Form (in due Tempelwache (Chepaliers de
form) den Grundstein, u. im la milice du Temple) belia-
J. 1710 Wren's Sohn, in men. - In dieser anfänigl.
Dessen Auftrag,. denSchlufs- Einfachheit lebten sie blofs
stein in der Kuppel dieses -von Almosen.. Ihr einziger
erhabenen Gebäudes, -wei- Zweck war, die Wallfah-
ches mithin, in: einem Zeit- rer vor der Grausamkeit u.
raume von 35 Jahren'ange7 Barbarei der Ungläubigen
fangen und vollendet wurm zu beschützen, und die Rei-
de."] senden auf' den*Wegen im
PAVONE (E Q azs A);
heiiign Lande vor
12 2...A./q Gniv. Inen. Zufällen' zu sichern.
In den ersten 9Jahren nah-
PAYES ,(11 .troo V01,7') men sie keinen Andern in
toder de .Paganis, aus einer ihren Bund auf; nachdem
Familie in dem Königreiche' aber derselbe im J. 1128 vom
Neapel abstammensd," aber Papst Honorius Il. auf dem
in der Gegend -von Troyes Concile zu Troyes bestätigt
inehampagne geboren,] war nd hach den Ordensregeln
der Stifter und erste Gras- des Bernhard eilige-
reistet
neistet des Tempelherren- richtet worden war; .erhiel-
ordens. [Er, nebst Gott- ten. sie nadh u. nach stagien
fried de St. Omer ,(de Sanc:tp. Zuwachs und beträchtliche
dhloraczro) und 7 anderen Einkünfte. — Im 1130
ungenannten Rittern, leg- kehrte Payens nach Frank-
ten, wie regulirte Canoni2 reich zurück. S: die „Hist.
ci, im J. 1118' die 3 Gelüb- des '1'emp lidt5;" p. Friere du.
de der Arxnuth, der Ii.eusch-. .Puy" ; uti ten
heit und des Gehorsamsiin den Art.: TEIVIPELIiEB.IIEN
86 PAYNE. PAYNE.

P.A.Yer. (Gno BG) , ren Forschungen unwieder-


re, war der zweite Grofs- bringlich geraubt.
meister der Grofsen Loge [Das , was Noorthouck p.
von England, seit ihrer Ent- 207 sequ. von diesem Grofs-
stehung, von Johannis 1718- meister anführt, (Welches
1719 und so d.ann wieder von sich an die Stelle in dem un-
1720-1721, [von 1724-1725, ten folg. Art.: SAYER , an-
aber, unter dernGrofsmeister schliefst,Hautet so: -
Herzoge Pols Richmond, er- " Dem thätigen Eifer desGMrs.
ster G-rofsaufseher.] Als Payne bleibt die Gesellschaft je-
ein sehr unterrichteter .und derzeit dafür verpflichtet, dafs
eifriger Maurer, bemühte er der Brüderschaft Brüder aus
dem Adelstande (of noble rank)
er sich während seiner er- zufährte, die durch ihr Anse-
sten Grofsrneistersehaft, ein hen (oder Haltung, countenance)
Archiv der Grofsen Loge und Beispiel der Zunft Ehre
anzulegen, wozu er, unter- gemacht haben; indem keine
stützt von einzelnen Logen andere Gesellschaft oder Anstalt
sich je in einer solchen Folge-
und Brüdern, mit der grö.rs- reihe des Vorsitzes von Perso-
ten Sorgfalt einen Schatz nen in hohen Würden zu er-
von Handschriften und Ur- freuen hatte, als die freien und.
kunden über Masonen und. angenommenen Masonen ver-
mittelst der rastlosen Bemü-
Masonei, [sowie verschie- hungen dieses würdigen Grofs-
dene alte Abschriften von meisters. Nun gelangten sie
den gothischerb Constitutio- augenscheinlich nach und nach
nen,] zusammenbrachte und als Iiürperschaft zu einer festen
vergleichen liefs, [um, wie Selbständigkeit (strength as a
body). Es scheint aua, als ob
Noorthouck p. 206 sagt, die der bei dem Grofsfeste " (am
Gebräuche der Vorzeit ken- 24. Juni 1 7 1 8) ',ausgesprochne
nen zu lernen.] Zwei Jah- 'Wunsch, alte Handschriften zu
respäter, unter seiner zwei- sammlen, - die Veranstaltung
tenGrofsmeisterschaft, wur- und Herausgabe eines Codex
der inasonischen Constitutio-
den alte Actenstücke, wel- nen vorbereitet habe, -wiewol
che Bezug auf die Geschich- einer solchen Absicht erst 3
te, Lehren und Gebräuche Jahre später Erwähnung ge-
der Brüderschaft hatten, auf schieht." S. den Art.: MON-
TA.GUS
Veranlassung ängstlicher
oder übelgesinnter Brüder „Bei'm folgenden Grofsfeste
im J. 1719 erklärte Er. Payne,
verbrannt. Diese wirklich nach Sammlung der Stimmen,
vandalische Tiandlung hat mit lauter Stimme den ehrwür-
wahrscheinlich den maure- digen Er. D es aguliers" (s. die-
Tischen Geschiehtschreibern sen Artikel!) „zum Grofsmei-
ster der Masonen, Dessen Grofs-
die kostbarsten und authen- aufseher der Gentleman Anton
tischten Quellen zu ih- Sayer" (s. d. Axt. 1) „und der
PAYNE, PAYNE. 87
Steinhauer Thomas JYlorrice wa- -dieser Vorfall nur leise berührt
ren. Nunmehr traten verschie- und der Ausdruck mit Zartheit
dene alte Brüder, die sich von gewählt ist so kann doch viel-
der Zunft zurückgezogen hat- leicht ein Umstand zur Aufklä-
ten, von Neuem zu den Logen ; rung der Veranlassung dieses
auch liefsen sich Mehre vom aufserordentlichen Schreckens
Adel zu Brüdern aufnehmen ; führen. — Zwei Jahre zuvor
und es wurden neue Logen er- hatte der Grofsmeister Pay;ze
richtet." verlangt, dafs alte masonische
Am- 24. Juni 1720 traf die « Urkunden in die Grofsloge ge-
bracht werden möchten, um
Wahl von ,Neuem den Beu- die Gebräuche der Vorzeit
der Payn,e , unter dem, so- enthüllen; im 3. 1721 aber
wie 'das vorige Mal der hielt Dr. Andersan den Auftrag,
Stadtzimmermeister Johann, Anstalten zu einem neuen Con-
Cordwell und der vorhinge- stitutionenbuche zu treffen.
Zwischen diesen beiden Ereig-
nannte Morrice, also diefs- nissen begieng man die oben
mal der Steinhauer Thomas erwähnte unbesonnene Hand-
Hobby und der Matliemati- lung, welche mithin einer Auf-
ker Ware Grofsauf- wallung von Eifersucht in je-
nen allzu ängstlichen Brüdern.
seher waren. zugeschrieben werden rnufs ; in.-
„In ,iliesem Jahre wurden in. dem sie vermeinten, es möch-
einigen besondern (private) Lo- te, wenn irgend Et teas in Hin-
gen verschiedene werthvolle sicht auf die Masonei im Druck
Handschriften, (denn damals, erschiene, Diefs das Beste der
hatten sie noch nichts Gedruck- Zunft beeinträchtigen. Dcht
tes,) welche sich auf die Brü- -eine solche an sich, selbst ver-
derschaft, ihre Logen, Verord- übte Missethat ( ein solcher
nungen, Grundgesetze, Geheim- Selbstmord, felo-de-se) konnte
nisse und Gebräuche bezogen, wahrlich nicht aus jenem Eifer
hauptsächlich eine von der entspringen, der einen Gegen-
Hand des Master Nicolaus Stone, stand von allen Seiten urnfafsr,
der unter Inigo Tones Aufseher (zeal according to knowledge)»
war, aus Voreiligkeit von ei-
nigen Brüdern verbrannt, die Weiter berichtet Noor't-
allzu ängstlich besorgt waren, hoitck : „am Festtage St. Jo-
es möchten diese Papiere in hannis des Epringelisten 1720
fremde Hände geratben." sey in der Grofsloge, oder
Zu dieser Stelle bemerkt vierteljährl. Versammlung,
Noorthouck , der bereits in neu allen Streitigkeiten
der Einleitung zu seinem bei'xn Jahresfeste zu begeg-
Werke, p. 4, das oben im nen , beliebt worden , dafs
E. 1, S. 394; ST). a, Z. 21- der neue Grofsmeister in
35, Stehende geäufsert hat- Zukunft einige Zeit vor dem
te, in einer Note : Feste durch k den vorigen
„Das Obige ist buchstäblich
aus dem vom Dr. Andersanhier.
Grofsmeister der Grofsloge
über zuerst abgefafsten Paragra- vorgeschlagen und im Fall
phen entlehnt. Wiewol aber der Annab.nief entwe4r1
83 PAYNE. .PAYNE.

wenn er anwesend, freund- vom Br. Payne im 1720,


lich begrüfset , oder in des- während er Grofsni eister ge.
sen Abwesenheit seine, als wesen, zusammengetragen
des ervvähltenGrofsmeisters, und am Tage St. Johannis
Gesundheit ausgebracht des Täufers, in Stationen
werden, ingleichen dafs Halle zu London, von der
dein neuen Grofsmeister so- Grofsloge genehmigt wor-
gleich nach seiner feierl. den wären.
Einsetzung die ausschliefs- Freston versichert in sei-
liche Gewalt zugeth eilt seyn nen „ Illustrations", edit.
solle, seinen deputirten 1812, p. 217 and 221, dafs
Grofsrneister und die Aufse- während der milden und
her zu ernennen, nachdem wachsamen Verwaltung des
alten Brauche, wenn hocha- Gro fsineisters Payne die L o-
delige Brüder Grofsmeister gen beträchtlichen Zuwachs
Wurden. Demgemäfs schlug an vornehmen Mitgliede,rn
in der nächsten Versamm- erhalten hätten, und setzt
lung derGrofsloge derGrofs- hinzu:
rneister Payne den Herzog „Man erkannte an, dafs die
von .2Proniague zu seinem Obliegenheiten des Masonen-
thums eine ergötzliche Erho-
Nachfolger vor, der denn, lung- von der Last der Geschäfte
weil er anwesend war, als seyen. In den Logen, auf wel-
erwählter Grofsmeister be- che Politik und Parteiung kei-
grüfst wurde." — Hier nen Einflurslatten, wurde un-
folgt, Was oben B. 2, S. ter Personen aus den ehrwür-
digsten Ständen des Königreichs
510, Z. 1711*. v. unten steht, eine glückliche Vereinung
und Was im Art.: S CII.AFF- (erz ion) bewirkt."]
NER, noch angeführt werden ' PAY-NE (Tnom.A. ․), geb.
wird. Urigens verdienen. in der Grafschaft Norfolk
die Bemerkungen des Bru- am 29. Jan. 1737, gest. in
dersAlbrecht in Dessen „Ma- Nordamerica 1809, bekannt
terialien zu einer kritischen als staatswissenschaftlicher
Gesch. der FMrey", S. 179 Schriftsteller und als ei-
—197, über die Gegenstän- friger Republicaner, War der
de dieses Artikels, nachge- Maurerei sehr zugethan.
lesen zu werden. Nach seinem Tode erschien:
Der ersten Ausgabe des „De l'Origine de la Fran-
Constitutionenbuchs von che-Ma9on n erie ouvrage
Anderson sind allgemeine posthume de Thomas Pay-
1/ erordnungen (Satzung en, ne, traduit par Mi. de Bolz-
regulations) angehängt, von anglais et fran9ais;
denen in der Überschrift Paris 1812"; 51 pp. i n 8-
angegeben wird, dafs sie [worin der Vf. die Maurerei
PEGASO. PERAU. 89
von den Druiden herleitet, zu Brüdern angenoziunem."
jedoch , wie Br. Heldmann Aus Noorthouck's Ausg. der
S. 9 seines Werks urtheilt, „Constitutions"„ p..138.]
ohne feste historische Be- PNL oP z Compagnes •
bu ründung seiner Behaup- de); s. PALLAIDIU1v1.
tung. Vergl. oben im Art. : [PENT.A.L p HA (DAS PY -
PARIS, S. 73 f.1] TIIAGO .RX/S Cut). Pythago-
PEGASO (EQuzs A); S. ras gebrauchte -dasselbe zu-
PRACHT. gleich als das Symbol der
PELICAN (RITTER vom); Gesundheit; weil diese durch
s, Ro SENKREUZ (Bitter v.). die Übereinstimmung aller
PELLE GRINI (MARQUIS Theile des Körpers hervor-
DE) ; 5. CAGLIOSTRO. gebracht wird. S. oben B.
PELLETERIE; S. ARC.A DE. 1, S. 110 f., und des Brs.
PEmBRorE. (GILmERT VÖN Stieglitz 'Werk: „Von Alt-
CLARE, MARQUIS VON) war deutscher Bauk uns t",. Seite
Grofsmeister der englischen 208 Note 85!]
Bauleute im J. 1135 unter PLsT Y war Mitglied der.
dem Könige Stephan) der sie alten Grofs en Loge v.Frank-
sehr beschützte. reich in Paris. [S. oben den
PEMBROXi.E (VVIL/ItLivx Art.: DURET !3
HERBERT, GRAF voz) war PER (L'.AB)34, in Paris,
Grofsmeister der Freimaurer,. wtr Verfasser des Buchs:
in England von 1618— 1625 „FOrdre des Francs-Ma,ons
u. bestellte, nachdem er vom trahi, et le secret des Mop-
K. Jakob 1. in dies.Würde be- ses revele", was 1742 zuerst
stätigt worden, den berühm- zu Gedeve in 12. erschien,
ten inigo (Ignatius) .iones, und grofses Aufsehen mach-
(s. d. Art. ! ) den er früher te. Es ist fünfmal nachge-
auf seine Kosten hatte nach druckt *) und in's Deutsche,
Italien reisen lassen, und. Englische, Holländische u.
unter dem er zuvor, wäh-
rend Dessen .,.A.mtierung als
Grofsmeister, erster Grofs- [ *) Im Eingange der Freface
aufs eher gewesen war , zu• .zu der Schrift: „Les Francs-
seinem Deputirten. „Die Magens ecia.ses" (s. weiter
unten!) sagt der Verf.:
Masonei war damals in blü- „Sept editions, et quatre
hendem Zustande. Viele traductions differentes, qui
angesehene, «reiche und ge- se sont faites de ce livre ert
lehrte Männer wurden auf moins de quatre rnois, pro u-
vent quer fai eu, raison d.e
ihr Ansuchen, 'zur Ehre der _ crorre q ne ponvait man-
Zunft, : bis zu dem Zeit- quer d:etre generalenteuf
puncte, da der König starb, applaudi."J .
90 PERAU. PERAU.

Italienische übersetzt wor- Win.kelmaafsä mit dem Namen:


den. l'abb6 Perau, itt rnaurerischem
Chifre unterzeichnet. Ange-
[Jene Ausgabe ist mir, druckt sind: a) auf 55 .beson-
dem Herausgeber, nicht vor- dern SS., mit 5 Notenblättern,
gekommen; wol aber liegen, „Chansons" etc., deren von la.
vor mir : 27 an 4 mehr, als in der vori-
„Le Secret des Francs-Ma- gen Ausgabe, stehen; b) vdn p.
ons, Avec im B..ecueil de lettrs 34-39 Anzeigen des Verlegers,
-Chansons, pr6cede de quelques Jean Neaulme, h la Haye.
Pitices de Poesies," (Die Ab- (In den „ActaLatom.'", T. p.
bild.ung einer Logenschürze, 554, Nr. 34, wircl davon eine
worauf die Säulen 1 u.B, nebst Ausgabe : „ä. Amsterdam, 1745,"
Zirkel, Winkelmaafs u. Senk- in 12. , mit dem Zusatze: „par
blei, zu sehen sind.) „M.DCC. rabb6 Larudan", angefahrt. —
XLIV." XII u. 16o pp. in 12. Unter obigem Titel ist noch.
Der besondre Titel der Chan- eine andre Ausgabe „'a Amster-
sons hat vor der Jahrzahl den dam et se dbite i Gen.ve, chez
Zusatz: „En France." Die er- Henri Albert Gosse et Comp.",
stb Abtheilung dieser Schrift 1752, 205 pp., mit den figg-.,
enthält a) die Zueignung, wie erschienen.)
in der hier folg. Nurner, hinter 3) „Les Secrets de l'Ordre des
welcher, statt der Unterschrift, Francs- Mnons , Devoilds et
ein Zirkel und ein Wink.elmaafs rnis au jour par Monsieur P***
steht, b) das 4 vertissenzent und — Nil est ade b absconditumquod
c) Alles, was sonst in der n.on tandene reieletur. — Pre-
folgenden Nurner p. 1-112 ab- miere p artie." „Seconde Par-
gedruckt ist. Verrnuthlich ein. tie." — Auf beiden Titelblät-
!Nachdruck der obigen unter ei- tern die Vignette, sowie Ort
nem unrichtigen Titel angege- und Jahrzahl, der vorigen Nu-
benen Schrift; denn in den mer und ebendies. Kupfer und.
„Acta Latom.", T. 1, p. 552, Notenblä.tter. Die Preface ne-
nr. 22, heilst der Titel der gen- cessaire in der vor. N um er lieifs t
fer Ausgabe ebenfalls: „Secret hier Discours prelirninaire ; und
des Francs-Maqons." die Table des pieces contenues
2) „L'Ordre des Francs-Ma.- dans ce livre in jener fehlet
vns trahi, etlesecret des Nlop- hier. Beide Theile haben, au-
ses reve16." (Die in Rupf. ge- fser den Titelblättern, XXVI
stoch. Abbildung wie in der vor. und, mit fortlaufenden Zahlen,
INumer, in einer Einfassung.) 198 pp. in kl. 8. Hierzu mit
„A Amiterdam, M.DCC.XLV." dem besondern Titel: „Le Se-
XXVIII und 240 pp. in 8., cret de la societ6 des Mopses,
mit 8 25.. und dem Chiffre des Devoile et mis au jour par Mon-
.Francs-Mapons auf i Blatte. 5. sieur P* 4.K", (die Abbildung des
199 ist auf dem besondern Ti- Mopses, ingl. Ort u. Jahrzahl,
telbl. die Abbildung eines Mops. auch Kupfer, wie vorher,) fort-
hundes in einer Einfassung. Die laufend die Seiten 199-240 der
Zueignung, an den „Fr. Proco- vorigen Nimmer, und. alsdann
pe, Medecin., Pan. des Ve.n6ta- die ;',Chansons" etc., mit den.
bles des vingt-deux Loges 6ta- Notenblättern, auf 55 5., ange-
blies ä. Paris ," ist, (in R. ge- druckt. — Diese Ausgabe ist,
stochen,) unter einem Zirkel u. mit Ausnahme des hier A.ngegc-
PERAU. ‚PERM. 91
benen; .der vorigen Nuiner „Dem Ehrwürdigsten Bru-
durchgängig gleich, hat aber der Procopius, Arzneykündi-
weniger hü:lasche Lettern. Aus . gen und Freymäilrer, Einem
dein hinten auf 10 Blättern an- von den Ehrwürdigen derer
gehängten „ Ca talogue de Livres zu Paris aufgerichteten 22 Lo-
qui se trouvent d Franc fort er gen."
Fonds de Nombre chez les Fre- „Ehrwürdiger,"
res van Duren Imprimeurs et „Das empfindliche Anthil"
Libraires de sa Majest6 Impe- (Le vif interM, „welches ihr
riale" läfst sich schliefsen , wo an allem nehmet, was den
dieser Nachdruck erschienen ist. erlauchten Orden der FMrer
betrifft, hat mich zu dem
4) ,.L'Ordre" — „rgve1.6.
A Amsterdam. M.DCC.LVIII." Entschlusse gebracht, euch
XXXII, 195 et52pp. ins. Die- dieses kleine Werk anzubie-
ser Nachdruck von Num. 2 ist then" (prisenter). —
mit schönen grofsen Lettern ab- Die Stelle im Originale:
gedruckt. „Lorsqu'on est en Loge, il
5)
5) Ebenders. Nachdruck mit a au-dessous du. Venerable deux
einem neuen Titel, auf welchem Officiers priizcipaux a'ppelle'&
die Jahrzahl: M.DCC.LXIII. Surveillans," lautet hier S. 22
steht. SO. —
6) Desgleichen, mit der Jahr- „Wenn man in einer Loge
zahl: M.Dcc.Lxxvirr. In ist, so giebet es unter dem.
diesem ist das Blatt mit dem Ehrwürdigen zween Haupt-
Chzire weggelassen und an die' bediente, welche Uebelaufse-
Stelle der planches 1, 2, 4 et 5 her genennet werden."
die ebenso bezeichneten aus dem' b) Ebendieselbe Übersetzung,
Werke: „les Francs - Mnons' äuf dem Titel mit der Angabe
ecrases", gesetzt worden. . des Orts : ,,,Frankfurthu.Leipzik,
Die deutschen Übersetzungen 1745." Nach acht unpaginixten.
Von der vorhergehenden Numer Blättern 144 u. 46 55. in 8. —
2 sind erschienen unter den Ti- In diesem Nachdrucke ist die
teln: hinter der rzöthigen Vorrede in
a) „Der verrathene Orden der der Ausgabe unter a) stehende
Freymäurer, Und das offenbar- Nachricht — (das hier unter 1,
te Geheimnils der Mopsgesell- b, bemerkte Avertissernent) —
schaft. aus dem Französischen weggelassen worden.
mit Kupfern." (Die Vignette, c) „Das entdeckte Geheimnifs
wie im franz. Originale.) „Leip- der Frey- Mäurer und Mops-
zig , bey Arkstee und Merkus Gesellschafft. Mit li.`upfern.“
1745." Acht unpaginirte Blätter (Ebendies. Vignette.) „Berlin,
und 144 SS. in 8. 'Angehängt Bey Johann Neaulme, und Ste-
sind auf 46 SS. „Chansons" etc. phani de B card eaux. M.D CC.
— „Lieder der e1ir-vvärd. Brü- XLV." Nach. 13 unpaginirten
derschaft der Freymäurer nebst BI. 188 SS. Die Lieder,
einigen vorhergehenden poeti- ohne den franz. Text, fangen
schen Stücken ;" französisch u. S. 16i an. — Diese Übers. ist
deutdch. Von dem VVerthe die- nicht weniger schlecht, als die
ser Übersetzung urtheile-man vorige. Jene Zuschrift fängt
unter andern nach der Über- hier so an. .
schrift und dem Eingange der „Dem flochehrwürd. Br;
Zuschrift! Procop und Freyneurer, ei-,
92 PERALT. PERATJ.

nen unter den Obermhistern pp. in 8. Deutsch „Cri tischet


der in Paris errichteten 22 Lo- Brief eines Freymaurers über
gen.
e, - — Ehrwürdiger Herr. ein unter dem Titel: der verra-
Der lebhafte Antheil, wel- thene Frevrnaurer-Orden'etc. neu
chen ihr an alle demjenigen herausgekommenes Buch. Aus
nehmet, was den vornehmen" dem Französ. ins Deutsche über-
(illustre) „Orden der - FMr. setzte" (Ohne Ort.) 1745. 16
betrift, hat mich bewogen SS. in 8.
Euch dieses kleine Werk zu b „Lettre d'un Franc-Maon
üb erreichen." ‘a. un de ses amis, contenant
Dann jene Stelle auf S. 23 : quelques reflexions sur un livre
„Wenn man in der Loge ist, intitule, l'Ordre des Francs-:
so sind azjser dem Meister Alavons trahi." So wird, ohne
die zwey vornehmsten Be- weitere Angabe, dieses Schrei-
dienten, welche Aufseher ge- b en in dem 13 ücherverzeichnisse
nennet werden». der hamburger Logen (1818),
d) „Die offenba.rteFreyraäu- S. 71, aufgeführt, von welchem
rerey und das entdeckte Geheim- ich blofs die Übersetzung, un-
nifs Der Mopse, Aus dem Fran- ter dem Titel „Zwey Schrei-
zösischen übersetzt von dem ben eines Freynläureri an sei-
Bruder Phidias , Mit einem nen Freund, 1. von dem Buche
Schreiben des Übersetzers für das betitelt ist : der verrathene
die Glaubwürdigkeit dieses Orden der Fre yraäurer, und ß.
Buchs und einem Anhange Von dem wahren Character ei-
niger Freymäurer Lieder und nes FMrers" (in einem Schrei-
Reden vermehret. Mit iiupfern. ben des Hrn. Uriot). „Aus dem
Leipzig, bey Franz Christian. Französ. übersetzt von S** —
Mumme. 1745." Nach. 14 un- Göttingen bey Victorinus Bos-
pagin. BI. 944SS. in 8. Neben sigel. 1760." 40 85. in 8. be-
den Gesungen steht der französ. sitze.
Text. Aufs er den 8 FZ., dem Zu aem ,Ordre trahi" gehört
Blatte mit dem Chiffre und den. s ein zweiter Theil, unter dem
Notenblättern, hat der Überse- Titel:
tzer noch eine zum grasten „Les Francs-Magon.s ecrases.
Theile chifrirte Zuschrift an Suite da Livre intitule l'Ordre
die ehrte. Gesellschaft der des Francs-Alarms trahi. Tra-
auf einer Quartseite hinzuge- duit du Latin." (Die Vignette
fügt. Die beiden angehängten der obig. .Nr.i .) „A Amsterdam,
Reden handeln von der Gleich- M.DCC.XLVII." Mit 1 Titel-
heit und von der Wichtigkeit und 5 anderen Rupf. XXXVI
des Geheimnisses der Fillrer. Die et 448 pp. in 8.
Übersetzung behauptet den Vor- In der Preface 22ecessaire, p.
zug vor den beiden vorherge- XVII, sagt der Verf., der sich
henden. .in dieser Fortsetzung nirgends
Gegen die vorerwähnte ausdrücklich nennet: „Dans le
Schrift des Abb6 Perau sind er- pr6mier Tome fai d6crit exac-
schienen: tement l'extgrieur de l'Ordre; et
a) „Lettre critique d'un Frere Jans celui-ci j'en chveloppe
Maon, sur un Livre nouvel- avec la xn ö me verite
lement paril, sous le Titre de: la morde, la docirine ei le bat."
l'Ordr.e des Francs-Marons tra- — Hinter dieser Vorrede liefert
hi etc. A la Hupe. 1745." 16 er, uni seine Leser zum Besten
PERU. PERIGNAN. 93

zu haben , eine Liste der Titel Sächs. allergnädigstem


von j. 6 Werken über die F Mrer, Privilegio."
,welche er noch herausgeben b) „Die gestürzten Freyrrau-
wolle, als: rer. Oder Folge des Buches:
1) „Le nouveau Dictionnaire Der -verrathene Freymäureror-
des Trancs -Mavns." Vols den, betittelt. Berlin u. Leipzig,
in 4. bey Johann Neaulme, und. Ste-
2) „L'apocalypse d'un Franc- phan de Bourdeaux. 1747."
Maon. , tirde des Archives de Nach 16 unpagin. Blättern 296
la Loge de Londres, avec les SS. 8. Hier steht die über-
Commentaires." In 4. setzte Liste jener Biichertitel
7) „Description geographi- auf den beiden letzten Seiten. —
que, avec des plans tr'es-ezxacts, Die verstarb. Gattin des elle-
du royaume de la liberte et de znaligen Professors aottsched in
regalite Sous'le gouvernement Leipzig ist Verfasserin dieser
Franc-Mavn.". In 4. Übersetzung.
io) „Dialogue d'un Delste et
d'un'Franc-Mavn." Brochure Verschieden von diesem
in 12. Werke sind: „Le Ma9on
Von diesem Werke sind an (Irnascin, ou le vrai secret
ferneren Ausgaben erschienen: des Francs -.1V1a 9 ons" , und.
a) „A Amsterdam , IVI.DCC. andere dergleichen Schrif-
XLVII." XXVIII et 340 pp. ten. Vergl. unter andern
in ityvas gröfserem Octavfor-
xnat und mit grüfsern. Lettern. den Artikel: PnicHA.RD I]
Die erwähnte Liste fehlt hier. PERESMETOiT F VON Mo-
b) „A Amsterdam. M.I:i CC. ir ; S. MORATII.
Lxii." XXX et 384 pp. in.
dem Formate und mit den Leb. PERFECTIBXLISTEN0DiE).
turn der vorigen. Diese Benennung gab Weis-
c) Ebendieselbe Ausgabe mit ha-u.pt anfangs seinem Or-
der Jahrzahl: M.DCC.LX.XIV.
den, vertauschte sie iaber
auf dem neuen Titel.
cl) Eine gleiche Bewandnifs bald gegen den der Riunii-
mag es mit den beiden Ausga- naten. [S. oben B. 2, S.
ben haben, welche auf den Ti- 84, Sp. b !]
teln mit den Jahrzahlen: 1766,
u. 1778, versehen sind. PERIGNA.N; S. AUSER-
WÄHLTER DER NE111, . Ist
Deutsche Übersetzungen da-
von sind: auch der Name Desjenigen,
a) „Die zerschmetterten Frey- welcher, der Mythe des
mäurer, Oder Fortsetzung des Grades der Auserwählten
verrathenen Ordens der Irey- von Perignan zufolge, die
rnäurer. Frankfurt u. Leipzig,
1746." Nach 18 unpaginirten Höhle entdeckte, worin sich
Blättern 360 SS. in 8. Die Li- .Abircrt , der Mörder '..rii-
ste von erdichteten Büchertiteln ranils, verborgen hatte, und.
fehlt. — Eine andre, mit die- davon an Satomorz die An-
ser völlig gleiche, Ausgabe bat
auf dem Titel vor der Holz- zeige machte. [S. oben im
schnittvig,nette den Zusatz : Art. : 1-1InAivr, S. 74, Sp. b,
„Mit Pohln. und Chur- bis S. 75, Sp. a 13
94 PERNETTI. PETERSBURG.

PERI\TETTI (Dow), einBe- [über den frühem Zu.


nedictinermö nch , Abt von stand des Maurerthurns
Burgal, geb. 1716, gest. zu Bufsland s. diesen Artikel!
Valence , im Dauphin, In „dem oben am Schlusse
1800, war ein eifriger My- des Art. B önER, angeführten
stiker,, auch Gold und Ar- freyberger „Tasche buche"
canensucher. Zu diesem. steht S. 148—IM folgende
Zwecke stiftete er in Avig- amtliche Nachricht von den
non eine geheime Gesell- erwähnten beiden Grofsen
schaft unter maurerischen Logen. —
Formen. Diese Accideimie „Die noch im letzten jahr-
oder Socie'te' des Illumine's d' zehende des isten-Jahrhunderts
Apignon, wie sie hiefs, hat- blühenden Logen Rufslands
stellten aus eigenem Antriebe
te, aufser den 3 Johannis- ihre Arbeiten zu einer Zeit ein,
graden , nur einen höhern, wo Klugheit und Umstände es
auf die Lehren der Martini- rathsam machten." (5. oben
sten und Swedenborgianer den Artikel : CATHA.1111,1.4%. ff.!)
„Treue und erfahrne Hände be-
gegründeten Grad, der wah- wahrten und pflegten indessen
re Maurer genannt. Per- das hell. Feuer im Stillen, bis
netti -verfertigte auch ande- veränderte Zeiten und die libe-
re hermetische Grade für ralen Gesinnun bcren eines über
die Alchemisten in Mont- Vorurtheile erha%nen und jeden
unnützen Zwang hassenden
pellier. Monarchens" (s. AIEX-4..N-
PERsf,vB.ArT cE s. BE- DER L!) „im 3. 4804 einigen
alten, mehrentheils aus der, eile-
PETERS (WILIIELM). Die- mal. Loge zum gekrönten Peli-
ca 71 herstammenden , Maurern.
sen berühmten Portraitma-
die förml. Wiederbelebung die-
1er in London ernannte die ser Loge unter dem Namen:
Grofse Loge von England Alexander zum g- ekr. Pelican,
von den modern Masons im gestatteten. rm J. 1809 erhielt
L 1783 zu ihremMaler. [In dieselbe durch neuaufgenomme-
ne Brüder und hinzutretende
der Liste der Grofsbeamten alte Maurer, unter denen sich
jener Loge auf das 3. 1814 auch die BM .Ellisen und .Bäber
wird er in der Reihe nach. befanden, einen so bedeutenden
dem Grofscaplan als Grofs- Zuwachs an Mitgliedern, dafs
ortraitmaler aufgeführt. S. sich aus ihr noch 2 Schwester-
logen bildete* n, von denen die
„ Acta Latom.", T. 13. Eine: Elisabeth zur Tuend, z in
255, Note 1.!] russischer, die Zweite": Peter
PETERSB U (ST.-) war Zur %Fahrbelt, aber in französ.
der Sitz der beiden Grofsen. und deutscher Sprache arbeite-
ten. Alle drei befolgten das
Directoriallo o-en von Rufs- altschwedische System und bil-
land Priadinzir zur Ordnung deten ein gern ei n s cha ftli ch eaD
und ..dstriici. rectoriuza unter dem >amen
PETERSBURG. '3E111E. 95
der Gi.ofsen Directoriallee - „Die 4 Logen: Peter z. JY.,
&mir zur Ordnung , zu welcher lz Palestine Isis und Neptun
im J. 18U u. iä1n die seit mdl. errichteten hierauf un-
ren Jahren zu St.- Petersburg in. ter'm 30. Aug. 1815 die-Gröfse
französ. Sprache und System ar- FMrerloge AStraa. Die von.
beitenden Logen: les amis rau- der Regierung genehmigte Ver-
nis und la Palestine, 1815 aber fassung derselben beruhte au
die seit einiger Zeit zu Reval den 4 Hauptgrundsätzen :
und.Cronstadt wieder erneuerten 1) Toleranz aller anerkannten
alten Logen: Isis und..ffeptun rnaurerischen. Systeme;
zur Hoffnung, hinzutraten. Die- ) vollkommene Gleichheit
se Directorialloge bestand theils -der Repräsentation jeder einzel-
aus den Gliedern der höhern nen Loge in der Gr. Loge;
Grade, tlieils aus den Repräsen- 5) Besetzung aller Logenäm-
tanten derJohannislogen. Grofs- ter durch jährl. freie Wahl, und
meister war von 1811 bis 1814 4) Nichteinmischung der Gr.
Bruder Biber, vonda an-bis 1815 Loge in die Angelegenheiten.
aber der Graf Mussirz-.Pu.schkin- der etwa bei der einen oder an-
Bruce. — Die im März 1815 dern Loge bestehenden hohen
von derDirectorialloge einstim- Grade, und umgekehrt.
mig beschlossene Toleranz al- Zum Grofsmeister dieser Gr.
ler von andern Grofsen Logen Lage berief die einstimmige
und Orienten anerkannten und Wahl den obengenannten Gra-
befolgten maurer. Systeme, und fen. Ii.urz darauf constituirte
der übertritt einiger Logen zu sie im Orient von St.-Petersburg
dem altengl:Systeme, vermehrte eine neue in russischer Sprache
die bereits zwischen den Inha- arbeitende, Loge: Michael der
bern der hohen Grade und den duserwählie, und haue im. M.
Reprä.sent. der Johannislogen October die Freude, dafs die
rücksichtlich der Regierung des Älteste und Zahlreichste aller
Ganzen bestellenden Collisio- dortigen Logen, die bisdahin
nen ; und als man zu Johannis von dem Br. Bäber, als Mstr.
1815 dazu schritt, einem längst v. St., regierte Loge: Alexan-
gefafsten lieschlu.sse zufolge, der z. g. P., ebenfalls zu ihrem.
das äufserst mangelhafte und Logenvereine trat. — Die bei-
nur auf ein Jahr sanctionirte den Logen : Blisabt1r z. 7. und
Gesetzbuch durch ein neues zu les amis rdunis , hatten bis zu
ersetzen," (s. oben B. 1, S. 82,
Sp. b ! ) „gab die Unmöglich.- j enem Zeitimincte kein neues
gern einschaitlichesDirectorium
keit, die Ansprüche der Inha- gebildet."
ber der liob,en Grade und die
Foderung der meisten Logenre- Auf diesä kurze Üb ersicitt
präsent. miteinander zu verein-, folget ebendaselbst S.156—>
baren, die Veranlassung- zur 177 der Grundertrag der
Auflösung jener Directoiiallo- zur Bildung der Grofsen Lo-
ge. Diese erfolgte, nach dem
gemeinsamen Wunsche aller 7 ge Asträct zusammengetrete-
Logen, und mit Genehmigung nen 4 Logen.]
der Landesregierung, in der PETRE (ROBERT EDUARD
Art, dafs an ihre Stelle zwei,
einander an Rechten gleiche u. 'Lo RD), B.A.B4 O -N VON WRITT-
voneinander unabhängige, Gro- LE, in der GrafschaftEssex,
fse Logen treten könnten." ward am 4. Mair 1772 zum
96 PEUVaET. PFEILER.

Grafsmeister der Grofsen aus. Er hinterliefs bei sei.


La ce von E England, von 'den nem Tode, aufser einer sehr
mo dern masons, erwählt u. ansehnlichenBibliothekm-y--
blieb es, da. er bei jeder stischer, alchemischer und
Wahl bestätigt wurde, bis maurerischer Bücher, eine
zum 1. May , 1377, [wo er Handschrift in 6 Quartbän-
den "'erzog ien Manchester den, welche 21 hermetische
zum Nachfolger bekam. 5. Grade; mit den darauf Be.-
„ Noorthouck's Constituti- Zug habenden Zeichnungen,
ons", p. 301-324! Unter mehr als 800 an der Zahl,
ihm kam der Bau der Free.- enthält. [Voir „Acta La.
lidasons'-Halle in London, torn.", T. 1, p. 205!3
wozu er selbst 200 Ff. Ster- Prrnz.n. (DIE. DREI GRID.
linghergab, zuStande; und snm). Eine Loge 'ruht auf
sie wurde am 23. May 1776 drei Grundpfeilern, welche
feierlich eingeweiht. — Stiirke u. Schön-
F schildert ihn p. heit heifsen; denn mit Weis-'
d „
272 der „Illustrations",
I ed. !zeit soll ein Bau entworfen,
181 9 , als einen höchst lie .. unternommen und geleitet
benswürdigen Menscher u. werden, Siiirke soll ihn stü.
.Schön-
sehr eifrigen Mason u. führt tzen und erhalten, u.
p 279 noch h an: heit denselben durch Zierde
„ Unter dem Vorsitze Sr. gefällig und angenehm ma.
Herrlichkeit wurden zwar eini- chen. Ferne' soll der Mei.
ge Logen, wegen Niclitbeach- ster vom Stuhle mit Weis-
ttina, der Gesetze, in den Listen heit die Arbeiten seiner Lo
ausgestrichen, viele neue h m-
gegen in Selbige eingetragen, so ge leiten, [vergl. oben B. 2,
d ass unter seinem Panier die S. 458, den Schlufs des Art.:
Gesellschaft wahrhaft ehrwiir. MEISTER V. Sr.!] der erste
dig wurde.".] Aufseher ihn darin mit Stiir-
P E 17 VR ET 00 II.A.141,T Er- ke [Kraft] unterstützen und
STA. cnizs), erster Huissier der zweite Aufseher durch
des ehemaligen pariser Par- sein 'Wachen über Ordnung
lements, gest. am 8. Sept. u. Sitte dem Ganzen Schön-
1800, war früher Meister Izeit verleihen.
vorn, Stuhl der Loge de St.- [Bazot drückt das Letz-
Pierre in Martinique, dann tere in seinem „Manuel",
Grofswürdeträger d. Grofs- p. 225 suisr., so aus.
Orients von Frankreich, „Trois grands piliers soutien .
zeichnete sich besonders
ze ' nent la Loge. Le premier, em.
bl8me de la sage,ese , est repre.
durch seine blinde Vorliebe sent6 par le V gnerable, qui se
für die hermetische Frei- tient h. rEst, d'oit viennent la
maurerei Es. diesen Art.!] lumi'ere et les ordres. Le deu-
PFEILER. PFEILER. 97

xieme, embleme de la force, „Die Regeln zur Bildung der


est repreSent6 par le premier Sur- Formen, derGröfsen und Ver-
veillant, qui se tient ii POuest, hältnisse der Theile bei den al-
oh le soleil finit sa carriere, et ten Kirchen nach deutscherBau-
ok sont pay6s les ouvriers, dont art würden uns ganz verborgen
la force et l'existence sont con- bleiben , da die alten Künstler
servees par les gatges qu'ils re- ihre Grundsätze nicht schrift-
vivent. Le troisierne et der- lich. hinterlassen haben, (Was
nier pilier est rembleme de la sie sich nicht erlaubten, Weit
beaute ; il est repriesent6 par le sie ihnen, als Gehein'aufs der
deuxieme Surveillant, qui se Brüderschaft, heilig waren,)
tient au Sud, parceque cette par- wenn nicht Vieles davon durch
tie figure le milieu. du jour, dont Untersuchung ihrer Werke sich
la beaute' est parfaite, que offenbarte und manche Hin-
c'estpendant ce tems que ses re- deutung in den Urkunden der
posent les ouvriers, et que c'est Brüderschaft, in den sinnrei-
de 1it que le second Surveillant chen architectonischen Symbo-
les voit rentrer dans l'a.telier et len, die sie sich wählte,, unsere
reprendre leurs travaux."] Muthmafsungen unterstützte."
„Weisheit, Stärke, Schönheit
[Er. .Krause bemerkt in wurden als die Grundpfeiler
den „KU.", n. A. , B. 2, geehrt, das Bauwerk vollkom-
men auszuführen; daher sie
Abth. 1, S. 472, Note b auch. symbolisch als die zur Un-
" Sowie die Säulen Jachin u. terstützung der Bauhütte wesent—
Boaz" (s. diese Artikel!) „von lichen Pfeiler dargestellt wur-
dem Salomon'schen Tempelbau den. Weisheit, die sich auf
entlehnt sind, so haben unsere Wissenschaft gründet, giebt
drei grofsen. Pfeiler , welche die dem Künstler die Erfindung-,
Loge, sowie jeden Gesellschaft- die richtige Anordnung, die
verein, tragen, ihren Ursprung zweckmäfsige Eintheilung des
in dem Tempelbaue der .Druiden Ganzen und. aller Theile. Stär-
genommen , welche selbst die- ke, die, aus dem harmonischen.
sen Gebrauch vielleicht wie- Gleichgewicht aller Kräfte her-
derum von dem indischen Pa- vorgehend, auf Festigkeit Be-
godenbaue beibehalten haben, zug hat, befördert die Erhe-
von dem sich. auch. wol jene bung, die sichere Aufstellung
freistehenden Säulen bei den des Gebäudes. Schönheit, die in.
Ägyptern, Phönikern und am den Schöpfungen Göttes sicht-
Salornon'schen Tempel her- bar ist, ziert das Werk und
schreiben mögen; so dafs die macht es vollkommen." (Vergl.
Säulen J. u. B. und die drei oben B. Sp. a!]
grofsen Pfeiler, ihren gern einsa-
men Grund im indischen Ur-
alterthum e zu haben, scheinen." [Die mystische Erklärung
S. hierzu oben B. S. 444,
Sp. a, u. den Schlufs des Art.: der drei grofsen Pfeiler
Gr2bs,rs , und vergl. den Art.: durch Glaube, Hoffnung und
SAEULE'N Liebe s. oben B. 5. 418,
*
Er. Stie g litz sagt in sei- Sp. b, bis S. 422, dann die
nem Werke: „Von Altdeut- Beziehung derselben auf den
scher Baukunst", S. 122: Meistergrad B.2, S. 421 f.!
98 PFEILER. PFLASTER.
Hier noch die treffiicheAn- vereinigen mufs, in deren Wer,»
merkuug des Brs.Krcutse in d. ken alle Drei gleich wesentlich
„Kr.", B.1, Abth.1, S. 212 f. ausgedrückt werden, gleich
starb das Gemüth ansprechen ?
Note 100, zu der Benennung — Es ist einmerkwürdiger Zug
der drei grofsen.P feiler in der in der Geschichte der Mensch-
zweiten Kunsturkunde ! — heit, dafs Menschlichkeit und.
„Wissenschaft und Kunst im Menschheit dem Menschen
weitesten Sinne, welche die durch Die bewährt wurden,
Menschheit zum Wahren und. die sein Haus bauten , dafs
S chönen führen, sind die Grund- der Mensch durch seine Woh-
werke des einzelnen Menschen nung an seine Menschheit er-
und der Menschheit. Die is- innert worden."
senschalt, wenn sie in's Leben Dann äufsert er über die
einwirkt und es gleichförmig richtige Anordnung der drei
durchdringt, ist Lebenweisheit ;
und die Kunst, wenn sie in das
grofsen Pfeiler in einer fol-
ganze- Leben eingreift, um es genden Note auf S. 214:
als ein. lebenvolles Kunstwerk „Weisheit , das ist, vvesenge.
zu vollenden , ist Lebenkunst. mäfse Anwendung der Wissen-
Beide vereinigt, als Lebenkunst- schaft auf das Leben, ist in die-
weisheit , geben dem sittlichen ser Reihe das Erstwesentliche;
Leben Wahrheit zugleich und denn ohne sie ist die Kraft
Schönheit, Ernst und Anmuth, (Stärke) irrig, fruchtlos und
und vollenden nur in ihrer Ver.. verderblich. Noch bildet sie
einheit (Harmonie) die höchste Schönheit, die nur, als unter-
Würde des Menschen. — Wi, geordnete Eigenschaft des Gu-
sehen hierin , dafs unsere Vor-- ten, durch weise geleitete Kraft
fahren über dem sittlichen Ern- (Stärke) hervorgebracht werden
ste nicht die sittliche Anm uth, kann."]
über der sittlichen Güte nicht PFLASTER (DAS Mos.A.1-
die sittliche Schönheit, über
deni;einen:Willen nicht diekunst- sexTE,), oder 13 ER MosAIscnr.
reiche Ausführung desselben ver- FUSSBODEN, gehört zu den
gafsen oder geringschätzten. Zierathen, der Loge. Da der
Wir sehen. sie mit dem reinen Vorhof des Salomon'schen
Menschensinne der edleren Grie-
chen übereinstimmen., welche Tempels [vor dem vers chlo s -
zu sittlicher Güte auch sittliche sen enThore] Mos ais ch [viel -
Schönheit verlangten; indem mehr mzi.sivisch ,] ausgelegt
sie die ganze sittliche Vollen- war.; so wird derselbe auch
dung (Vollwesenheit) in dem auf den Teppichen des Lehr-
einen Worte: Kalokagatheia,
(Schönheit und Güte, oder lingsgr. ebenso dargestellt.
Schöngüte ,) zusammenfafsten.
— Würde eine andere schöne [In der Abh. über die My-
oder nützliche Kunst, aufser der sterien- der Aegyptier im wie-
Baukunst, uns alle diese drei ner „Journale für FMrer"
Pfeiler als Sinnbild der Leben-
kunst errichtet haben ? Ist eine auf d. 3.1784, Qu. 1, S.107,
Kunst, wo Stärke, sowie in ihr, wird vom Er. von Born en-
sich mit Weisheit und Schönheit geführt:
PFLASTERS nm WER. 99
Moiaische Arbeit war musivischer Arbeit ausgeziert,
den Agyptiern eigen und wurde um uns an die Unsicherheit un-
von ihnen zu den Hebräern ge-, serer Lage auf der Erde zu er-
bracht. („Pau, Recherclies sur innern. Heute betreten unsere
les Egyptiens", T. 1, p. 275.) Füfse die blumigten Wiesen.
Der prächtige, 200 Schuh lange des Glücks; und morgen wan-
Fufsboden von Mosaischer ken wir auf der ungebahntee
beit im Vorhofe zu Osimanclua's Strafse der liraftlosigkeit, der
Grabmale („Diodori Sic. Bibl." Versuchung und der Trübsal.
Lib. I, §. 47,) mag ebenfalls hin. Jenes Sinnbild vor unse-
zum Mosaischen Fufsboden in ren Augen söll uns zur Lehre
Salornon's Tempel geworden dienen, dafs wir uns keines
seyn ; sowie eerhaupt in den Dinges überheben, dafs wir
Mysterien der Ag-yptier die An- Mitleiden hegen und Denen,
lage und der Grund. j ener der He- die im Unglück sind, Beistand
bräer zu suchen seyn dürfte."] leisten, und dafs unser Windel
aufrichtig (rechtschaffen) und.
[Das Lehrlings fragstück demüthig sey. Denn unser Er-
denleben ist von der Beschaffen-
nach Browne enthält hier. heit, dafs es keinen Stand giebt,
über Nachstehendes. — (S. auf welchen der Stolz mit Be-
„HU.", n. A., B. 1, .Abth.2, stand sich gründen liefse,Alle
S. 206-2111) Menschen werden auf einerlei
„Das nzusivi.sche Pflaster (mo- Art geboren; einige indefs zu.
saic papernent), buntfarbig und höhern Bestimmungen, als an-
wurflicht ausgelegt, das schöne dere: allein, wenn sie im Grabe
Grundwerk (Fufsboden) einer sind, befinden sich alle im Stan-
Maurerloge, spielt auf die Ver- de der Gleichheit, da der Tod
schiedenheit der Gegenstände jeden Unterschied aufhebt."
an, welche die Schöpfung zie- „Indem wir auf den rflusivi-
xen und schmücken, und, glei- schen rufsboden treten, lafst uns
cherweise auf die wundervolle mit unsern Gedanken zu dem
Mannichfaltigkeit der Gaben, Urbilde uns wenden , wovon
welche der grofse Schöpfer so er ein Abbild ist! Möge jeder
reichlich zum Gebrauch und. Maurer, wie die Vorschriften
Unterhalt selbst der Unbedeu- der Vernunft von ihm erhei-
tendsten seiner Geschöpfe ver- schen, in brüderlicher Liebe le -
liehen hat." ben !" Vgl. „Mofsdorf's Mit -
„Gleichwie die Schritte des theill." S. 246 !
Menschen die Bahn wechseln- Die Deutung, dafs der
der und ungewisser Zufälle des musivische Fufsboden das
Lebens betreten; gleichvvieun- von Gott dem Moses auf dem
sere Tage durch das seltsame
ineinanderlaufen der Begeben-
Berge Sinai gegebene Gesetz
heiten sehr bunt erscheinen rare vorstellen solle, s. oben B. 2,
chequered) ; und gleichwie" in S. 166, Sp. a !3
unserm.Durchgange durch die-
ses Erdenleben, wiewol zuwei- FVLICHTEN S. GESETZE.
len im Gefolge
b ,flücklicher Er- [PFUSCIIER (zuz) rr DER
eignisse, dennoch oft eine Men".
(,-e von Ubeln sich entgegen- WERKM.A .EMERZ!. S. d. Art.:
stellt: so wird die Loge mit IUTROWE, 11. ob. 13.2, 5.3261
7*
100 PFUSCHER .1TUSCHER.
In Ansehung der nicht re- „ 4and angenommene
gelmärsig aufgenommenen. Maurer sollen Pfuschern (Voss— -
ans) nicht gestatten , mit ih -
Maurer verordnete das fünf- nen zu arbeiten', noch sollen sie
te und sechste Grundgesetz sich ohne, dringende Notiz von
des neuengl. Grofsmeister- Pfuschern brauchen lassen ; und
thums, und zvai selbst in diesem Falle dürfen
sie Pfuschermiclit unterweisen,
1) nach dem „Const...Bu- sondern müssen eine abgeson-
che" von 1723 („1-1%-ü.v‘,'B.2, derte Zusammenkunft halten. *)
Abth. 1, S. 208); — Kein gemeiner Arbeiter soll
,Freimaurer sollen mit Sol- zum eigentlichen Werke der
chen, die nicht befreit (privile- Freimaurer angestellt werden."
giri) sind, ohne dringende Noth Dann (S. 235):
nicht arbeiten-; noch sollen sie „tüten, auswiirtigen Bruder,
gemeine Arbeiter (labourers, — oder' .i'rWiden , habtihr i sorgfäls
glöhner, Handlanger) und tig auszuforschen, wie euch die
nicht angenoznmene IVlauxer in,
Klu gheit leiten wird, damit ihr
der Mafse unterweisen,. als sie
einen Bruder odel, Genossen zu
unterweisen hatten." noch weniger im Druck erwar-
Dann (ebenci. S. 214): ten kann, Nur ein erfahrner
Bruder kann durch das wahre
„Einen fremden Bruder habt Licht fast auf jeder Seite dieses
ihr vorsichtig auszuforschen, Buchs manche nützliche Winke
leicht finden, welche Pfuscher.
auf eine solche Weise, als euch und Andere , die nicht einge-
die Yi.lugheit Anlei..tung geben. weiht sind, nicht gewahrenkön-
wird, damit ihr nicht von ei- nen." Anm. d. Herausg.
nem Unwissenden , der fälsch- m). "Nachdem sich selbst mehre
lich Ansprüche macht (a Tre- mit der nettenglischen Grorsloge
tender) , hintergangen werdet. vereinigt gewesene, auch vor-
nehme und angesehene, Brüder
Einen Solchen müfst ihr mit von, 5.1ix getrennt hatten, ihren
Verachtung und. Spott von euch. Anmarsnfl.gen» sich widersetzten
lind, nach der Yorker Constitu-
s to fs en *) und üb er euch wa- tion und dem alt englischen Pd-
ehen, dafs ihr ihm nicht irgend tuale zu arbeiten, unternahmen,
einen Wink von euern, herirrt- nannten sich die mit dein neu-
englischen Grorsmeisterthunie
nissen gebt." vereinigten Brüder regeirniifsige
Maurer; die Abtrünnigen aber
2) nach dem „Const.-Bu- wurdenvon ihn.en unregelmilisige
che" von 1738 **) (ebencl. ;Maurer, o der Pfuscher, zeschol-
t en. Die Abtrünnigen dagegen,
S. 230): und die in England, Schottrand.
und Irland noch von älteren Lo-
gen vor dem 1.1717 üb rigen Mau-
*) ' Eine Vorschrift, welche das rein- erer , die nach dem altenglischen
menschliche Gefühl na Inner- Ritual arbeiteten, nannten sich
sten b eleidigt. alte Maurer, die neuenlischen.
Anm. d. Brs. krause. Brüder aber neuerrzdc oder neu-
*)') In der Vorrede zu dieser Aus-
fund
ormige _Maurer. S. 9 engherzige
unduldsame Aufserungen,
gabe sagt Andersort: „Die mei- w z e die obstehenden, uinisten.
sten regehnäfsigen Gesellschaf- die -Gegenpartei erbittern und
ten haben ihre eigenthiimlichen verstärken. »Daher brachen auch
Geheimnisse(Secrets) gehabt und nach dein Erscheinen dieser
werden dergleichen haben ; und neuen ' Ausgabe des „ Const.-
sicherlich hatten auch die Frei- Buchs" neue und heftigere Un-
imzureis zu jeder Zeit die ihrigen, ruhen innerhalb des NE. Grors-
welche sie nie handschriftlich Meisterthinns aus."
'verbreiteten• und man daher Anm. des Brs. Krause.
PIMADELPEEN. t0.1
nicht 'von Einen'', der fälsch- Stadt 33esangon-,na,Ch frei-
liche Ansprache macht, hinter- maux:
eriscIen ,Formen er-
ganp,-,en werdet. Einen Solchen
xnitfst ihr mit Spott 'von euch richtet uml bestand anfangs,
stofsen: und über euch wachen, aus einem .Haufen feuriger
dafs ihr ihm keine Winke ge- junger Leute, denen Politik
b et." •, ganz fremd. war. In der Fol,
3) In den Ausgaben ,des ge stellte sich der nachheri+,
„G.-Bs‘ von l74 und 18J.5 ge Brigadegeneral Jaccizte4,+.
sind jene Stellen der AilS7 Joseph QudetJ als Censezir,
gabe von 1723 völlig wieder unter dem Nämen:
hergestellt worden.] pörnert > ,an ihre Spitze,
PILALE (d.' Yerwir-. dete zu seinen Zwec,km:
rung) [war, nach 1. ,Mos.“. um und ver'suchte, durch sie
X, 25, der Sohn Ileber's und] seile demokratischen Pläne
ist bedeutendes Wort4rr den zum Umsturze der Regie-
höhern Graden. [Voir „Mi.- rung fies liais.ers. Napoleon.
nuell ma9on.n." 154!j e auszuführen. ,Ein Paar Nio-:
nate vor der Verhaftung des
PHILADELPIIEN ( DIE ),
Geneials Moreau liefs sich
zu Deutsch : Briiderfteunde.
Dieser unter die PhiladeI;
niers ist der Name einer
phen aufnehmen und erhielt
J. 1780 errichteten Loge 14 den Namen: Fabiue. .0zulet,
Narbonne, in derentnnerern
der ihmi,die ;Steile des Cen-
das sogenannte „ primitive
seur nach ,d.ereinstimmigen.
,System seinen Sitz hatte.
Wahl allerMitbrüder abge-
[S. darüber die „Hist." (par
treten hatte, wirkte, als
Thory), p. 191-19611 Demselben, nebst dem Ge-
[Im 1815 ist zu Paris, nerale Pichegru,c1. er Procefs
bei CiWe fils, erschienen gemacht wurde, nachdrück-
'„Flistoire des soeietes Seer'etee lich für ihn und übernahm
de Parm6e, et des conspirations dershalb von, Neuem die
militaires qui orit eupourobiet oberste Leitung der Phila-
la destruction du gouvernement delphen , unter der Benen-
de Bonaparte. Seconde6dition"
(welche, nach der Versicherung
nun g: Pro- Censeur. 111oreca4
auf der Rückseite des Schmutz- pflanzte machden% er die
titels; völlig- mit « der ersten Freiheit wieder. erlangt und
gleich ist). VIII et 348pp. ina. sich nach Nordamerica
Die geheime Gesellschaft geh en hatte, die Gesellschaft
der Philaclelphen, , von wel- in Philadelphia nach den
cher dr ungenannte Verf., Grundsätzen ihrer ersten
ein vormaliges Mitglied der- Einrichtung fort. Ozulet
selben , in dieser Schrift ward in der Schlacht bei
Nachricht giebt, war in der Wagram , am 6. Juli 1809,
102 PHILALETEN. PHILALETEN.

tödtlich verwundet 'una stisa -mralische und wis-


starb drei Tage drauf, 34 senschaftliche Richtung. Er
Jahre alt; und nun trennten war in folgende 12 Grade
sich die vornehmsten Mit- vertheilt. — 1) Lehrling;
glieder, unter denen auch, 2) Gesell; 3) Meister; 4)
die Generale Maßet und La. Auserwählter; 5) schotti-
liory genannt werden, von scherRitter ; 6) Ritter vom
der Gesellschaft. ''S auch Orient; 7) Ritter vom Ro-
„Vo"yage en Autriche" etc., senkreuz; 8) Ritter vom
„fait a la suite de l'arme Tempel; 9) unbekannter
fran9aise pendant la cam- Philosoph; 10) erhabener
pag'ne de 1,809 , p. Ladet de Philosoph; 11) Eingeweih-
Gassicourta, . und die hierher ter, una 12) Philalet oder
gehörige Stelle übersetzt im Meister aller Grade., Nach
„Morgenblatte für gebildete dem „Almanach de la Loge
Stände" a. d. J. 1818, Nro. des amis 7'e'unisr( auf das 3.
202 u. 203 !. . 1782 hingen damals 20Lo-
In jener „Histoire" wird. gen in Frankreich und aus-
p. 248 bemerkt, dafs in ha- wärts diesem Systeme an.]
llen drei Gesellschaften öf- Die Philaleten schrieben in
fentlich den Namen: Fila- den 3. 1785 und 1787 zwei
clel fi, geführt, die in Fatma Convente aus, um verschie-
errichtete aber vorlä.'ngst.die dene historische und (og-
freimaurerische Verfassung matiscb.d. Puricte der Maure-
angenommen hätte.] rei zu erörtern [und dadurch.
PHILALETEN oder eine Reform derselben her-
WATIRIIEITFORSCIIER (Cher. beizuführen]. Viele sehr
dieurs de la vdrite) nannten. ausgezeichnete Brüder aus
sich. die Mitglieder des höch- Deutschland, der Schweiz
sten Grades eines Systems; und andern Ländern fanden
welches im J. 1773 von Sa- sich dabei ein. Der erste
valette de Langes, Garde du wurde am 15. Febr. 1785
trsor royal, dem Ficornte eröffnet und am 26. Mai ge-
de Tapannes, von. Court-de- schlossen; der zweite dau-
'Gebelin , dem -Präsidenten erte vom 8. März bis zum
d'Hericourt , dem Prinzen 26. Mai 1787. Beide brach ..
Carl von Hessen und Mr. de tem. jedoch keineswegs das
St. James in der Loge der von den Philaleten ge-
Amis re>unis in Paris gestif- wünschte Resultat hervor,
tet wurde, und ihre Verei- sondern beschränkten sich,
nigung einen Ordre dipin. sowie der wilhelmsbader
Sein Zweck hatte, sowie der Convent, blofs auf erfolg-
,der Martinisten, eine my- lose Erörterungen. — Der
PHILIPP IV. PHILOSOPHUS. 103

Tod von Sapalette de Lan,- PniLo ; s. KNIGGE.


ges, der die Seele dieses Sy- PHILOCHORiuTES (2011-
stems war, und die franzö- DRE DES, CHEVALIERS ET
sische Revolution, haben DAMES) Ort AMANS DU TLAI-
das gänzliche Erlöschen die- sni, (Liebhaber des Fergnii--
ses Systems nach sich ge- gen,․). Diese geheime Ver-
zogen. [Voir „Hist. de la lindung von Herren und
fond. du Gr. Or. de France", Damen wurde zu Ende des
p. 191-194 t.) — J. 1808 von einigen jungen
PIlum p IV. ODER D E.R. französischen Officieren
S örrE , König von Frank- La gei: vor Orense , in Galli-
reich, geb. 1268, gest. am zien, gegründet und nachher
29. Nov. 1314, verurtheilte, nachFrankreich eingeführt,
unterstützt von dem Papste hörte indefs während der
Clemens fr. Es. diesen und. politischen Begebenheiten
den Artikel: MOLAY !] meh- in den Jahren 1813 und 1814
re hundert Tempelherren wieder auf. [Grasmeister,
zum , Scheiterhaufen, hob oder Chepalier des noeuds,'
ihren 'Orden äuf und zog war Charles de Noirefontaine,
dessen Gifther ein. [5. unter und Grofskanzler; oder Chef,.
andern das Vorwort zu der du de:fl d'amour Gustave de
Situation eines Magtrers bei Damas. Voir „Hist." (pär
den _Ruinen, eines Tempelher- 77zory), p. &5-389 !3
renwebiiudes in dem wiener PHILosom (DER EREA-
„Journale" auf d. J. 1784, .BENE) war der lote Grad
Qu. 3, S. 169-198, mit ei- der Philaleten und ist der
nigenAbänderungen wieder 48ste des misphraim'schen
abgedruckt in den „Situa- Systems.
tionen von Karl Julius id- PIulmsorn. (DER SEHR
rich“, (Wien 1786, in 8.) ERHABENE) ist der 53ste
S. 128 - 150 n Grad des iniehrairdschen
PnILIEr V., König' von Systems.
Spanien , gest. 1746 , 69 3. PHILosorn (DER UNBE-
alt, erhers 1740 ein schal-, KANNTE) war der 9te Grad
fes, auf die päpstliche Bulle der Philaleten.
[s. diesen Art. 1] gegründe- [P num sorn EN GRAD (DEilj;
tes, Ekfict gegen die ‚ Frei-- s. den Art.: MELEsIN0!]
aurer, deren Viele theils PHILOSO2IIISCH - SCHOT..
in die Gefängnisse
g der In- p iscHL RITUAL (D.A.sy; s.
quisition gebracht, theils zu. RITUAL.
Galeeren- oder andern har- Pint.osoputts; der vierte
ten Strafen verurtheilt wur- Grad der G-oid- und Rosen-
den. kreuzer.
104 PICART. , • , PLATON. i.

PI c.AnT &s.), Par- maurerischen und anderer/


lementsadvocat in Paris. S. geheimen Verbindungen er-
oben den Art.: „Cinizio- lassene Edict bestätigte
NIES et coutumes" etc. nicht blofs die Bullen der
PILA IGNIFERA (t2IYES A); Päpste Clemens Ili. und Be-
s. SCIIIERBRAND. nedict XIF. , sondern ver-
PILASTRO (EQITES A); s. stärkte noch die darin ange-
REDEN. d'rohteg Strafen. [S. oben
PINO VIRENTE (EUSES A); den Art.: BULLE! -In den
5; EXTER.. „"Acta Latom.", T. 1, p. 400,
FIRLET, ein Schneider in wird unter den im J. 1814
Paris, gründete daselbst am erschienenen ouvrages sur la
22. Juli 1762, aus Rivalität Franche-Mapon,n. angeführt:
mit - dem Conseil des Enzpe- „Secrets dela Ma9onnerie d6.-
reurs d' Orient et d' Occident, .croil g s par un Franc-Ma9on au
tres-saint iere le Pape Pie VII.,
ein Conseil des ChePaliers ou Observations sur la balle
d Orient, welches nicht we- portant excommunication des
nig beitrug, die unter den Francs-Macions, par k XI. E.-.T.
französischen Freimaurern Chaaron." Paris, .Renard ; 30
durch die vielen höhere pp. In 8.
Eine Vertheidigung jenes
Grade entstandene Verwir-
Oberpriesters unter andern
runo-
b noch zu vermehren. hinsichtlich der gegen die
PITsLIGo (WILIXELM BA-
FMrer ergriffenen Malsre-
BONET VON); 5. FOR:BES.
geln findet sich in den „Re-
Plus VII., geb. am 14.
flexions sur la conduite de
Aug. 1740 zu Cesena , Car.
N. S.P. Pie FU depuis Soli
.dinalm14Febr785und
retour t Rorne en 1814."
am 13. März 1800 zum Papst
Wider die Carbonari ins-
erwählt, [gest. am 20. Aug.
besondere ist später noch
1823.3 Sein Familienname
eine. andre Bulle vom 13.
war GregoriusBarn,abas Graf
Sept. 1821 in Rom ange-
Chiaranzonti. Seine ersten
schlagen mrorden.3 • '
man dlungen bei seinerRück-
kehr aus der Gefangenschaft PL.A.GULA (E2uE5 A); s.
in Fontainebleau nach Rom Dr. cii.ER.
im J. 1814, wo er aufhörte, [PLATON, geb. zu Athen
unter französischem Ein- im J.438 vor Christi Geburt
Russe zu leben , waren am und gest. an dem Tage sei-
7. August die Herstellung nes angetretenen 82stenLe-
des Ordens der Jesuiten uni bensjahres. S., aufser den.
am l3ten die Verbannung Hauptwerken Schleiernba-
d.er Freimaurer und Garbo- cher's und Tennernann' s, den
nari. Das wegen der frei- langen Aufsatz : Platon, in
PLUMENOK. POLEN. 105

-der „Allg. deutschen Real- [Da die Kuricle, ton dem


Encyclopädie (oder Conver- Zustande des Maurerthums
sations-Lexicon)" v. Adolph in diesem Reiche noch sehr
Wagner, und die Schrift: unvollstän dig ist; so
„Über, Platon's Schriften ; es vielen Lesern angeneii.0.
von Joseph Zocher"; seyn, hier den nachstehen-
chen, 1820! — Bereits oben den Auzug aus' einer hand:-
B. 1, S. 440 f., ist erwähnt schriftlichen chronologischem
worden, itafs Br. Krause die 1Vachricht 12071 der Existenz
tiefgeda chte Schrift Plq- der EMrei in, Polen, welche
ton's: „Politicus", jedem ein warsChau.er Bruder, J.
Freimaurer, dem es darum N. B., im J. 1818 aufgesetzt
zu thun ist, seine allgemein- und dem verstarb. 'Br. Ger-
menschliche Kunst in Geist lach in Freiberg übers e ndet
und Gemüth zu umfassen, hat, zu finden , zumal da
zum Lesen und prüfenden selbige Manches enthält,
Durchdenken empfi ehlt, was allgemein denkwürdig
weil sie „viele wesentliche ist. ---
Lehren über die Kunst der J. 1739 mufsten die von
Selbstbildung, der Erzie- einigen vornehmen9Personen.,
hung und der Regierung die am Hofe des Königs Fried-
enthalte , welche mit den, rich August II. lebten, in War-
scleu gestifteten Gesellschaften,
Grundsätzen r einniens chli-
deren Zusammenkünfte Logen
cher Erziehung im Einklan- genannt wurden, auf Veranlass.
ge sind und mit den drei äl- sung der päpstlichen Bulle Cle-
testen Kunsturkunden wört- mens XII., eingestellt w'erden.
lich übereinstimmen."] Nichtsdestoweniger eröffneten
schon im 5. 1742 der lithauische
FL-v. 1\1E14R; s. Eculior- Fahnenträger Graf Stanislaus
FEINT. [B. 1, S. 116, Sp.b!] Alniszeck, Andreas Mocranowski
Po LEN. Ohne verboten. und Constantin fablonowski zu
zu seyn, hat die Freimaure- Wisniewitz, in Volhynien, eine
Loge, in welche die ersten,
rei hier nie recht geblüht.
durch ihre Tugenden und ihre
Mehre Logen haben sich. Vaterlandsliebe ausgezeichne-
zwar von Zeit zu Zeit da- ten, Staatsmänner Polens aufge-
selbst gebildet : allein, die "nommen wurden. Im 3. 1744
beständige Gährung, in der errichtete Franz Longchamp die
Loge: les trois Frjres, und. 1747
sich dieses Land befand, hat zu Lemberg die Loge; les trois
sie nie lange bestehen las- Deesses. — Im 5.1749 erschien
sen. Nur während des in Polen der Colonel Jean de
preufsischen Einflusses ar- Tlioux de Salverte," (s. diesen
beiteten einige Legen in Artikel!) „leitete im. J. 1750
die Arbeiten der, soeben: gestif-
Warschau, die aber wieder' teten, warschauer Loge: zur
eingegangen sind. guten Hirten, und erhöhte ihr
106 POLEN. POLEN.
Ansehen in solcher Mafse, dafs fertigte damals für den Bruder
er, gleichsam als ihr Bevoll- Bernhardi ein Patent zur Errich-
rnä_chtigter,, in ihrem Namen tung einer Loge zu Eperies,
an den von ihm besuchten Or- Ungarn, unter dein Namen:
ten, wo noch keine Log-e, wol. der tugendhafte BeiNende , aus
aber einige Brüder, vorhanden und stiftete einige Monate spä-
waren, maurerische Arbeiten ter aus ihrer Mitte zwei neue
unter seiner Leitung veranstal- Logen in Warschau; eine unter
tete. — Im J. 1755 stiftete der dem frühem Namen: die drei
General le Fort in Duklo, bei Brüder, für die deutschen, und
dem Hofxnarschalle der Krone die andere: zur Einigkeit, für
Mniszeck, eine Loge nach dein die Arbeiten in französischer
Rituale der stricten Observanz. Sprache. Nachdem sie den aus-
In Warschau war zu jener Zeit wärtigen Grofsiogen von ihrer
die Loge: zu den drei Brüdern, Einsetzung liunde gegeben hat-
in einem blühenden Zustande te, erhielt sie von dein Br. de
und trat im 3. 1762 mit der LO .. Vignoles, im HanR, englischen
ge: zu den drei X.ronen, in hü- Provinzialgrofsmeister .tür aus-
nag.sberg, in engere Verbindung, wärtige Logen und Deputirten
eeneth indels später zum Theil des damaligen londner Cirofs-
in Verfall. Erst unter der Re- xneisters, lierzogs ton Ilean
gierung des Fiönigs Stanislaus ein Schreiben, worin ..Uo.szynski
4uKustus bemühte man sich als Provinzialgrofszneister von
ernstlich, dieselbe wieder her- Polen anerkannt wurde, der sich
zustellen. Im M. August 1766 daher am 23. Juni 177O als sol-
wurde sie aufs Neue eröffnet. eben ankündi.,;. te. In diesem
Der Graf August hiosz 1 nski, Jahre constituirte die wa.rschau-
Firong-rorsfähndrich," (im Or- er Grofsloge die Logen: die
den der stricten Observanz Eques Freundschaft, in Bia l'ystock. die
rupe alba coronata,) „stand drei weiPenAdler, in Lemberg,
an ihrer Spitze und iibergab im die drei Herzen, in Marienburg,
October dem Grafen Fried- und die drei Sterne , in Danzig.
rich Aloys Brühl" (s. diesenAr- — Durch die erste Theilun,
tikel!) „bei Dessen Ankunft aus von Polen wurden die Arbeiten
Dresden den ersten Hammer. der Grofsloge in den folgenden
Dieser schlofs, um neue Statu- Jahren unterbrochen, nahmen
ten einzufahren, die Loge und aber, als der Graf Brühl im J.
eröffnete am 12. Jan. 17b7 eine 1-7 73 nach Warschau zurück-
meue unter dem Namen : der kalte, wieder eine günstigere
tugendhafte Sarmate, bei wel- Wendung. Er führte das Ri-
eher er ein Capitel der hühern tual der stricten Observanz in
Grade unter der Benennung : den Logen : die drei Brüder und
die vier vollkommen vereinigten zur Einigkeit, von Neuem ein
.Natinnen, stiftete. Nach der und stiftete am 29. Jan. 177,1
Abreise des Grafen Brühl zu die Loge: Carl zu den drei 11e1
Ende des J. 1768 nach Dresden men, welche im 3. 1778 eine
übernahm Noszynski wieder die Loge, ebenfalls zu den drei fiel-
Leitung der Loge und ward, 771e n, auf den Namen des k. poln.
als sich dieselbe am 24. Juni Obristlieutenanrs Carl Bousquet
1769 zu. einer Grofsen Loge er- du Laarans, c' (im Orden der
klärte, zu ihrem Grofsineister stricten Observanz Eques a lo-
erwählt. Diese neue Grofsloge rica Jerrea,) „zu. Cracau co
13,0LEN, POLEN. 107
stituirte. — Diese Logen er- dem Grand Orient de France
kannten die Obern der vereinig- unter dem 15. Nov. 1778 eine
ten Logen in Deutschland und Constitution erhielt."
den Grafen Brühl als den Be- „Im J.1779 wurde die Loge:
vollmächtigten derselben an.— Catharina zum Nordstern, von
Am 30. April errichteten die dem Fürsten Johann Nepontuce7
Brüder Carl Baron von Heyking, 72113 Poninski, der sich für einen
Georg Wilhorski, Joseph Graf bevollmächtigten Commissaire
von Hülsen, Joseph Zaigezeck, des altsehott. Directoriums von
Woyvv-ode, General Dzusky, Strafsburg für Polen, unter der
Starost, und der oben genannte Autorität des Herzogs Ferdirzand
Mystiker de Thoux de Salverte von Braunschweig, ausgab und
eine Gesellschaft, welcher sie den Logen die grofsen Vortheile
den Namen: Chevaliers de St. vorspiegelte , die sie durch die
Charles, amis 2 Npreuve. (Ritter Reform, indem sie wieder zur
des heil. (iarl, geprüfte Freunde,) stricten Observanz träten und.
beilegten. Diese* dauerte als deren Ritual annähmen, erhal-
Loge unter der Benennung: ten würden, aufs Neue consti-
der gute Hirte, fort und erhielt mixt, kehrte aber bald zu ih-
im J. 1778 von der grofsen Mut- rem englischen Rituale zurück.
terloge : Royale York, zu Ber- Mehre Mitglieder blieben je-
lin eine Constitution unter dem doch der stricten Observanz,
Namen: Catharina zwrz Nord- unter dem Vorsit±e des Fürsten
ste,rn. An ihrer Spitze stand Poninski, treu und arbeiteten
der Graf Hülsen; und aus ihren abgesondert unter dem Namen:
Mitgliedern bildete sich ein alt- der Nordstern. Mit dieser letz-
schottisches Directoriurn, vv-el? tern Loge vereinigte sich in
hes, unter Beitritt sämindi- der Folge die Loge: zu den drei
eher von verschiedenen auslän- Helmen, unter dem Vorsitze des
dischen Mutterlog-en constituir- Bruders Rogalinski."
ten Logen im Königreiche und „Diese Verschiedenheit, der
imGrofsherzogthume Lithauen, Gebräuche und Vorgesetzten
mittelbar durch die Grofsloge: konnte nicht lange bestehen.
Royale York, bei der Grofsloge Ignaz Graf _Potocki, Marschall
von London' um das Vorrecht des immerwährenden Reichs-
einer Grofsen Provinzial-Mut- raths, und andere von Eifer be-
terloge für Polen ansuchte." *) seelte Brüder beschlossen, die-
„Zu Ende des J. 1776 hatte sem Mangel an Eintracht durch.
der Kaufmann Jean Mioche in übereinstimmende Gesetze und.
Warschau eine neue französ. -Gebräuche abzuhelfen. Als da-,
Loge: das vollkommne Still- her am 27. Dec. 1779 Gra f
schweigen, gestiftet, welche von ,sen dem Grafen Potocki den er-
sten Hammer abtrat, legte die-
ser aufgeklärte Mann ernstlich
[*) Man sehe hierüber „Recueil Hand ans Werk, um sich mit
de discours" etc. „par le Le
Bauld-de-Nans", (l 1781,) den berliner Grofsen Logen so-
p. 945-347; wo ab er, (ohne Zwei- vvol, als mit der petersburger,
fel aus den Logenprotocollen näher zu verbinden. Ein da-
richtiger,) der 6. Eebr. 1780 als
der Tag und das Jahr der im. mals von der Grofsen Loge:
Namen der Grofsloge vonLon- Royale York, mitgetheiltes Um-
don erfolgten Constituirun.g der laufschreiben der Grafsen Loge
Loge : Catharina, angegeben
wird.] von London an alle Logen auf
103 POLEN. POLEN.
dem festen Lande enthielt die Schwert im Lager, und Johann
Auffoderung, sich zu einem all- zum Polarstern.”
gemeinen Maurerbunde zu ver- „In ebendiesem Jahre erschien.
einigen. Diesem war ein Con- o stro in War-
der bekannte Cagli
cordat beigefügt, nach dessen schau und wollte eine Loge
sechstem Artikel die Errichtung unter ägyptischen Gebräuchen
einer polnischen Provinzial- gründen. Er nachte hierzu
Mutterloge gestattet seyn soll- Vorbereitungen; da er aber sein
te, sobald die gehörige Zahl Werk begann und durch seine
von Logen vorhanden seyn chemischen Versuche Nichts
würde. Den Bemühungen des darthat, so scheiterte sein Un-
Grafen Potocki gelang es „ dafs ternehmen." *)
dieses Concordat im April 1780 „Im J. 1781 machte auch die
von allen Logen des König- unter dem Schutze des franzö-
reichs . -und. des Grofsherzog- sischen Orients arbeitende Lo-
thums Lithaueit unterzeichnet ge : zum vollkommenen Still-
wurdet Um ein ähnliches Con- schweigen, einen neuen Versuch,
cortiat mit den Grofsen Logen die Vereinigung aller polni-
von Frankreich und Holland, scheu Logen in ein Ganzes zu
sowie mit denen in Berlin, wel- hindern ; indem sie durch ein
che nicht zu dem braunsciivvei- vom 14. Mai datirtes Patent des
- ger Systeme gehörten , abzu- grofsen Orients zur grofsen
schliefs en, ward der Baron von Mutterloge französischen Sy-
:Tieyking, kais. russ. Major und stems erhoben wurde."
königl. poln. Kammerherr, in „Nunmehr theilte die Grofse
der Eigenschaft eines Repräsen- Loge : Catharina zum Nordstern,
tan...n.
der Logen in Polen ab- die mehre Constitutionpatente
gesendet, und zu gleichem Zwe- von der Grofsen Mutterloge:
ehe für Petersburg Br. le Doules, Royale York, für einige im Lan-
aus der Loge : la discrtion, zum de bereits bestehende, sowie für
Repräsentanten der Grofsed Lo- andere erst noch zu stiftende,
ge von Polen ernannt." Logen erhalten hatte, am 1. Juni
„Diesem Vorhaben arbeiteten ihre Mitglieder und bildete aus
diejenigen Brüd er entgegen, die denselben drei neue Logen, als:
sich zum braünschweigischen den Tempel der Isis, das Nord-
Rituale bekannten ; indem sie, s child und die Gattin zu .Eleusis ;
vermöge einer von dem Gene- sie selbst aber bearbeitete blofs
rale Grafen von J3rühl erhalte- den dogmatischen Theil. Im
nen Vollmacht, die Loge : Carl August 1781 traf für dieselbe
zu den drei Helmen, unter eben-. von der Grofsen Loge von Lon-
demselben Namen in eine schot- don die Constitution, datirt
tische Mutterloge verwandel-
ten. Zu ihnen traten sovvol die [*) S. hierüber die Schrift: „Gag-
Brüder der zweiten Abtheilung liostro in Warschau. Oder Nach-
Von der Loge : zum Nordstern, richt und Tagebuch über dessel-
ben magische und alchymische
gestiftet von l'oninski am 21. Operationen in Warschau im J.
April 1780, als auch die übrigen 1180, geführt von einem Augen.-
Brüder der drei Helme. Diese zeugen. Aus dem französ. Ma-
nuscripte übersetzt, und mit An-
vereinten Brüder constituirten merkk. erläutert. 1786." 4 u. 44
und installirten drei neue Lo- SS. in 8. — oder das Original :
„pagliostro dämasqu6 ä Varso-
gen, als : August zum tugend- nie." ,Par un t6moin oculaire.
haften Sarrnaten, 44oys zum 1786." 6 et 62 pp.)
POLEN. POLEN. 109
vom 4. August 1780 und unter- schritten*. Die sodann entwor-
zeichnet von dem Herzoge .31on- fenen Statuten, die ganz mit
tagu, Grafen -von Manchester, dem Anclerson,schen „Consti-
ein, enthaltenddie gewöhnli- tutionenbuche" übereinstimm-
chen Vorrechte einer obersten ten , wurden zwar am 7. Jan.
inaurerischen Behörde über alle 1785 zur Genehmigung voree-
im. Lande befindlichen Logen. legt, jedoch nicht als verbin-
Diese war indefs auf den Na- dend angenommen, und öffent-
men des Grafen Hülsen gestellt, bekannt gemacht; man er-
Dessen gro fsmeisterliche Wür- nannte vielmehr zuförderst ei.-
de also erneuert wurde. Bis nige Ausschüsse, um. noch Man-
zur nächsten Wahl übernahm ches in Bezug auf den Schatz,
nun zwar Dieser den Hammer: die Adoptionlogen, das Secre-
allein, am 27. Dec. 178t ward tariat und die Polizei zu be-
Ignaz Fotocki einstimmig zum. rücksichtigen."
Grofsmeister aller Logen, so- „ Die schnelle Abreise des
vvol des Königreichs, als des Grafen Ignaz Fotocki in's Aus-
Gro fsherzogthums Lithauen, land war die Ursache, dafs die-
ernannt; nachdem man zuvor ses angefangene Werk abermals
alle Logen von diesem erfreu- nicht gänzlich vollendet wer-
lichen Ereignisse, welches die den konnte; obschon George
völlige Einigkeit herbeiführen Wilkorski, der deputirte Grofs-
sollte, benachrichtiget hatte, meister , ie Stelle des Grafen
mit der Bemerkung, dafs diese Potocki mit Eifer vertrat. Die
Vereinigung vorzüglich den endliche Ausführung des be-
Bemühungen ,des gedachten, gonnenen Baues übernahmen.,
um die Maurerei in Polen so nun die um das Wohl der Mau-
verdienten, Grafen Potocki zu rerei von Polen so eifrig be-
verdanken sey." sorgten B,epräsentanten der ,15
„Nach Aufstellung einer sol- damals vorhandenen regelmä,s7
chen ächt maurexisdien Ober- sig arbeitenden Logen:
gewalt in Polen hörten die Ar.. 1) CatIzarirza zum Nordstern,
beiten der schottischen Mutter- 2) der Tempel der Isis,
loge: zu den drei Helmen, und 3) das I\Tordschild, und
die der zu ihr gehörigen Logen: 4) die Göttin zu Eleusis,
August zum tugendhaften Star- in Warschau;
malen, Carl zum Schwert im 5) die 9ollkommene Einigkeit,
La(er
g und Johann zum Polar- 6) der eifrige Lithauer,
stern, welche früher schon min- 7) der gute Hirte, und
der eifrig betrieben, wurden, 8) der Tempel der Weisheit,
gänzlich auf." in Wilna;
„Dieses günstige Ereignifs
9) die gekrönte Standhaftigkeit,
der Eröffnung der Grofsen Mut- io) der wezfse Adler, und
terloge von Polen wurde sofort 11) die Schule der Weisheit,
allen fremden Grofslogen , na-
in Posen;
mentlich in Frankreich und
Holland, sowie der Grofsen 12) das 1?ollkommene Geheim-
Mutterloge: Royale York , zu ' nifs, in Dubno , und
Berlin, bekannt gemacht und. 15) die glückliche Befreiung,
zu dem längst gewünschten. in Grocino;
Werke der Entwerfung allge- unter dem Vorsitze Franz iroy-
meiner S tatuten und Gesetze na' s , als ersten Repräsentan-
für die National- Mutterloge ge- tens."
110 POLEN. POLEN.
• „rn- Erwägung des durch die oder Niow, und Mars, in' Po.
Bemühung des dazu abgeordne- ton, 'beul Regimente der pol-
ün Barons von Heyking abge- nisciren Garde des Fürsten Ca-
schlossenen und bestätigten lixtus Poninski , (früher schon.
Concordats, und insbesondere durch die Grofse Lee: Catha-
des Viten Artikels desselben, Tina zum Nordschild, eingesetzt,)
sowie des Umlaufschreibens des mit der Constitution versehen,
Grand Orient de France vom. nicht weniger die Constitutio-
17. Nov. 1781, worin der Grund- nen der Logen: die gekrönte
satz ausgesprochen war : „ „von- Standhaftigkeit, in Posen, die
nunan keine Logen weiter in vollkommene Einigkeit, in Wil-
solchen Ländern zu stiften, na, das vollkommene Geheimnirs,
wo schon maurerische Behör- in Dubno, welche zugleich das
den existiren," " mit der be- Patent einer Provinzial-Mutter-
sondern Bemerkung: „ „ dafs loge erhielt; und endlich die
man die Loge: das vollkomme- aufrichtige Freundschaft, in
ne Stillschweigen , nur defshalb Lemberg, bestätigt."
zu einer maurerischen Behör- „Dieses glänzende Beginnen
de erhoben habe , um desto des Grofsmeisterthums wurde
eher einen Grofsen Orient von durch. den Tod des Woywoden
Polen errichten zu können, Mocranowski wieder mit Trauer
sobald die Zahl der Logen bedeckt. Der eine deputirte
vollkommen seyn würde," " Grofsmeister, der zugleich die
traten nun die Repräsentanten Provinz Grofspolen repräsen-
der obgedachten Logen am 26. tirte, Franz Woyna, vertrat ihn ;
Febr. 1784 zusammen , um den. und am 2.6. Nov. 1784 war die
Act der Errichtung eines gros- Trauer-Cerernonie für den ver-
sen Orients von Polen vorzu- storbenen Grofsmeister, wobei.
bereiten, und machten solchen, sein Bildnils in der Logeauf-
99„da sie schon vollzählig wa- gestellt wurde, welches der Kö-
ren," " allen Logen 'bekannt; nig von Polen, Stanislaus Au-
worauf am 4. März die Instal- gustus , dem Grofsen Oriente
lation des Grofsen. Orients wirk- geschenkt hatte. Alle zu dem.
lich erfolgte. Der Act der Ver- Grofsen Oriente von Polen ge-
brüderung wurde unterzeich- hörigen Logen betrauerten die-
net und der zum Grofsmeister sen Verlust, der allgemein ge-
gewählte Andreas Mocranowski, fühlt wurde."
Woywode von Mazonien, am „Zu ebendieser Zeit erhielt
18ten installirt, auch am 19, der G-rofse Orient ein Umlauf-
April von dieser Erhebung der schreiben von der philaletischen.
Provinzial-Mutterloge von Po- Maurergesellschaft in Paris,"
len und Lithauen den auswär- (s. den Artikel: PHIL.A.LETEN
tigen Grofsen Orienten, insbe- „worin sie zu einer allgemeinen
sondere dem englischen und Zusammenkunft am 15. Febr.
französischen , amtliche Nach- 1785 auffodexte; und es wur-
richt ertheilt." den hierzu Baron de Heyking.
„Noch in diesem Jahre wur- und Jean de Thoux de Salverte
den vom Grofsen Oriente die ernannt."
Logen: die Morgenrötha von „Am 27. Dec. schritt man
Carogrod, in Constantinopel, zur Wahl der Grofsbeamten;
die Unsterblielikeit, bei'm russi- und die Wahl zum Grofsmeister
schen Militair in Niemirow fiel auf den Grafen Felix Potocki,
POLEN. POLEN. 111
der diese Würde auch am 2. „Der Grofse Orient von Nea-
Febr. 1785 übernahm." pel ersuchte den Grofsen Orient
„Damals organisirte sich auch. von Polen, nicht nur mit ihm
eine Adoptionloge, deren Sta- in brüderliche Verhältnisse za
tuten unter dem 19. Febr. durch treten, sondern auch um die
den Grofsen Orient sanctionirt Mittheilung der soeben ausge-
wurden." arbeiteten Statuten; Welches
„An ebendemselben Tage am 23. Juni geschah."
machte das souveraine Capitel, „In der Sitzung des Grofsen
als die oberste Behörde des in- Orients am 28. Juni, worin,
nern Grofsen Orients der .11ö- Felix Potocki selbst den Ham-
hern Grade, die Verordnung mer führte, wurde das Patent
bekannt, dafs vonnunan die zu einer in Dubnci unter dem
Capitel von den. Provinzial- Namen: der wohlthätige Pole,
und. symbolischen Logen ge- neu zu errichtenden Loge aus-
trennt seyn sollten." gefertigt. Auch zeigten die
. „Am Mai erlaubte man noch übrigen Mitglieder der
der Provinzialloge von Posen: französischen Loge: zum voll-
zur gekrönten Standhaftigkeit, kommenen Stillschweigen, an,
und am 12. Oct. der Provinzial- dafs sie sich der französischen
loge von Dubno : zum vollkom- Loge: Nordschild, einverleibt
menen Geheimnisse, Adoption- hätten, und übergaben dem
logen zu stiften." Grofsen Oriente von Polen das
„Am 22. Juni wurde die Patent, welches sie früher vom.
Loge: zur aufrichtigen Freund- französischen Grofsen Oriente
schaft, in Lemberg, und am erhalten hatten."
26. `Juni der preufszsche Adler, „Am 13. Dec. wurde die
in Insterburg, bestätiget und
Loge: zum überwundenen For-
neu constituirt.” urtheil , in Cracau bestätigt;
„Am 17. Deq. wurde bei der zwei andere aber, die vollkom-
Grofsbeamtenwalil Felix Poto-
mene Treue, in liarniniek , und.
cki als Grofsmeister bestä.tigt." der wahre Patriotisrn, in Tu.1-
„Am 25. Febr. 1786 erhielt czyn, welche um Constitution
die in deutscher Sprache arbei-
anhielten, wurden mit ihrem
tende Loge: zur Göttin zu Eleu- Gesuche vorerst an ihre Pro-
sis , in Warschau, Erläubnifs, vinzialloge gewiesen."
eine Adoptionloge zu stiften.
Zu derselben Zeit veranstaltete „Am 4. Jan. 1787 wurde Fe-
der Grofse Orient eine allge- lix Potocki, obschon, er den Ar-
meine Sitzung der Adoption- beiten wenig beiwohnte, als
logen, welche der Trauer für Grofsmeister bestätigt und am
den menschenfreundlichen Her- 2.2. März Stanislaus Aeosika
zog Maximilian Julius Leopold tocki bevollmächtigt, mit den
von Braunschweig," (s. oben auswärtigen Grofsen Orienten,
Bd. 1, S. 52, Sp. b l) „gewidmet und insbesondere mit den eng-
war." lischen und französischen, la
„In. der Nacht vom 24. zum Correspondenz zu treten."
25. April brannte das L ogenlo cal „Die Arbeiten der Loge : zum
ab. Da von den Geräthen nur Tempel der ffei..sheit, in "Wilna,
äufserst Weniges gerettet wer- welche gedeckt hatte, wurden.
den konnte; so war der Verlust am 19. Aprilauf'e Neue eröff-
sehr bedeutend." net; und ihr Repräsentant er-
112 POLEN. POLEN.

hielt seinen Platz wieder in dem lisch, von der Grofsen Loge:
Grofsen Oriente von Polen." Royale York;
„Am 11. Oct. wurde die Lo- 1797, am 6. April, zum gold-
ge: Catharina zum Nordstern, nen Leuchter, und
zü Provinzial-Mutterloge und 1798, am 15. Dec. , zu den drei
zugleich zur allgemeinen und. Bergen, ingleichen
öcou'omischen ernannt, inglei- 1302, am 19. Febr. , Friedrich
chen die 'Loge: die zerstreute kr/ilhelm zur Säule, (später
Finsternifs, in Zytomierz, wel- zzìm Samariter,) in War-
che am 31. Mal von der Pro- schau;
vinzial-Mutterloge : das voll- 1804 , am 27. Oct. , zum gold-
kommene Gebeimnifs, in Dubno nen Ringe, in l3ialystock;
constituirt worden war, be- 1805, am 25. Mai, der Tempel
stätigt." der Weisheit in Warschau,
24. Jan. 1 788 wurde Fe- die in polnischer Sprache
lix .Potocki, obschon nicht ge- arbeitete, (die fünf letztern
genwärti ,-- wieder als Grol7s- von der Grofsen Landes-
meister bestätigt; er fand indefs loge ;)
nunmehr für gut, den Hammer 1801, am 13. Mai, Hesperus,
niederzulegen; worauf am 11. und
Jan. 1789 der Fürst Casimir Sa- 1802, am 4. April, Johann zum
pieha, zu jener Zeit Marschall Felsen, in li.alisch , von der
der lithauischen Conföderation, Grofsen Mutterloge: zu den
zum Grofsnaeister gewählt und drei Weltkugeln .; (die erstere
installirt wurde. Da aber der war früher von der Grofsen
vierjährige Reichstag ihn ab- Loge: Royale York, consti-
hielt, an den maurerischen Ar - tuirt worden ;)
beiten thätigen Antheil zu neh - 1 8 03, am 2. April, Albertine
men, hiernächst mehre eifrige zur Vollkommenheit, und
Maurer verhindert wurden, die 1804, am 4. Oct. , Leopoldine
Ordnung, zu erhalten, endlich. zur Abendsonne, beide in.
aber die Mitglieder verschiede- Plock; (letztere früher eben-
ner Logen, durch die letzten falls von der Gr.-Loge : Roy.
Schicksale des liönigreiclis im York, constituirt;)
Jahre 1792 niedergeschlagen, in 1804, am 1. Jan., zum bekränz-
ihrem Eifer zu erkalten anfin- ten Cubus, und
gen; so ward im J. 1794, wo 1806, am 12. Jan. , Andreas
die völlige Theilung von Po- zum Frieden, in Gnesen;
len erfolgte, auch die Auflösung 1806 , am 24. April, Friedrich
des Groisen Maurerbundes von IP ilhelm zur beglückenden
Polen herbeigeführt und der Eintracht, (seit dem 24. Jan.
Grofse Orient auf unbestimmte 1812 zu den drei sarmatischen
Zeit gedeckt." Säulen„) in Posen;
„Nunmehr wurden von den 1811, am 24. Juni, zum aufge-
Grofsen Mutterlogen von Ber- hendenAlorgenstern, in Loni-
lin folgende Logen constituirt, za, und: zur wahren Brüder-
als: schart, in Lenczica.
1793, am 4. Jun., zurrt Bienen- Die sieben letzteren wurden.
kerbe, in Thorn , von der ebenfalls von der Grofsen Mut-
Grofsen Landesloge ; terloge : zu den drei Weltkugeln,
1795, am 27. August, Socrates constituirt, welche auch am 4.
zu den drei Flammen, in Ra. Oct. 1804 in Plock eine Provin-
POLEN. POLEN. 113
zialloge und ein altschottisches dem Grofsen Oriente von Frank«
Directorium für das Grofs- reich Nachricht ertheilt."
herzogthum Warschau errich- „Von den beiden vorhdrze-
tete..' nannten Logen , welche von
„Mit den Umwandlungen der Grofsen Landesloge in Ber-
der politischen Ereignisse än- lin constituirt waren, blieb
derte sich in dem ehemaligen dir Samariter gedeckt, die Lo-
Polen, nunmehrigen Herzog- ge: zum goldnen Leuchter, aber
thume Warschau, auch wieder eröffnete sich aufs Neue und
die maurerische Oberbehörde. trat Unter die Oberherrschaft
Vorerst wurde am 23. Oct. 1807 des Grofsen Orients von Polen.
eine Loge unter dem Namen: Sie erhielt den Namen: die
die vergnügten Brüder Polen, Halle der Beständigkeit , und
gestiftet, welche von dem fran- wurde am 22. Mai anderweit
zösischen, Grofsen Oriente am eingesetzt. Am 29. Mai wurde
18. Jul. 1808 constituirt wurde. auch. die Adoptionloge wieder
Am 30. Sept. 1808 waren die eröffnet, unter der Aufsicht der
beiden Logen: zum goldnen Grofsmeisterin Anna .eotocka,
Leuchter, und: Friedrich Wil- gebornen Fürstin Sapielza, hier-
helm zur Säule, welche letztere nächst am 27. Juni die ehema-
sich jetzt: zum Samariter, nann- lige' französische Loge: zum
te, genöthigt, auf unbestimmte .Nordschild, und am 3. Juli die
zeit zu decIen; Welches auch. Loge : das überwundene Forar-
von der dritten vvarschauer theil, in Cracau, am 10. Juli
Loge: zum Tempel der Weisheit, aber eine neue Loge in Thora
geschah, nachdem sie ihre Ent- unter dem Namen : der Todten-
lassung von der Grofsen Landes- kopf, ferner am 4. Sept. eine
loge zu Berlin in der gehörigen' Loge in Nieswicz unter dem
Form bewirkt hatte." Namen, welchen sonst die Loge
„Nunmehr fing die ehemali- in Grodno führte: die glückli-
ge polnische Loge: zum Tem- che Befreiung, constituirt.”
pel der Isis, am 9. Jan. 1 80 9 ihre „Am 29. Jan. 1811 sandte auch
Arbeiten von Neuem an; -und die in Warschau vom französi-
die Brüder des Tempels der schen Grofsen Oriente consti-
W eisheit wurden ihr einver- tuirte Loge: die vereinigten
leibt. — Gleich darauf, nach- Brüder Polen, einen Repräsen-
dem einige alte Mitglieder der tanten zum Grofsen Orient Von
ehemaligen Loge: zur Göttin Polen, sowie die Loge: Janus,
zu Eleusis, sich versamrnlet hat- in Bromberg, und : das gekrönte
ten, wurde auch diese Loge Sechseck, in Gnesen."
wieder geöffnet und somit am. „Den Tag darauf war Grofs-
22. März 5810 vorerst die Pro- bearntenwahlt wobei der depu-
vinzial - Mutterloge: Catharina tirte Grofsmeister des ehemali-
zum Nordstern, und sodann spä- gm und nun neu eröffneten
ter der Grofse Orient von Po- Grofsen Orients von Polen,
len, durch den letzten deputir- Ludwig Gutakowski, zum Grofs-
ten Grofsmeister, Ludwig von in eister gewählt und installirt
Gutakowski, unter seinem Vor- wurde. — Am 7. Febr. ernami-
sitze, als obere Behörden der te die Loge: Hesperus, in Ra-
Maurerei in Polen und Lithauen lisch, und am 12. März die
feierlich proclamirt, auch von von dem Grand Orient de Fran-
diesem wichti bcren Ereignisse ce constituirter Loge: die ver-
8
114 POLEN. POLEN
einigten Brüder Polen undFran- Grofsmeister gewählt und am
zosen, in Posen, ihren Reprä.- 16. März installirt."
sentanten bei dein Grofsorierite „Am 24. März wurden in Za-
von Polen. — Bei der gedach-:- mosc unter dem Namen: die
ten posener , Loge ward am 17. Einigkeit, und am 31. in Radons
Juni, vermöge eines Patents unter dem Namen: die Morgen-
des Grand Orient de Trance vom röthe, Logen constituirt."
4. März, ein Capitel der höhere „Der &Tors rn eis ter, um mehr
Grade eröffnet. — Damals be- Einheit zu bewirken, bemühte
gann die Provinzialloge von. sich nun, das Capitä. bei dem
Wilna : die vollkommne Einig- Grofsen Oriente, welches, statt
keit, und am 12. März die vom. des Namens : Catharina zum
Grofsen Oriente von Polen con- Nordstern, den : zum Morgen-
stituirt e Loge : die errungüle stern, angenommen hatte, mit
Frei/zeit, in Lublin, ihre Ar- dem Capitel der vereinigten Brii-
136iten. — Am 24, März schlofs der Polen in Eins zu verschmel-
der Gr. Orient von Polen mit zen ; und Diefs geschah denn
dem Grand Orient de Trance auch unter dem Namen : die
ein Concordat, nach welchem vereinigten Brüder zum Morgen-
Beide sich gegenseitig affiliir- st'ern ; nach dessen Erfolg er in
tem" einer feierlichen und nun voll-
zähligen gerechten Versamm-
„ Am 5. Nov. wurden die lung am 24. Juli den Grofsen
noch von fremden Orienten ab-
Orient von Polen proclarnirte."
hängenden Logen zum letzten „Am 12. Nov. wurde durch
ale anfgefodert, sich unter
den Grofsen Orient und die
die Aufsicht 'des Gr. Orients
warschauer Logen eine Com-
von Polen zu begeben. Wäh-
mission niedergesetzt, um den
rend dieser Verhandlungen wur-
den die Logen in Plock. und Gefangenen in den Laza-rethen
hülfreiche Hand zu bieten ; und
Thorn am 24. Dec. 1811 ge-
schlossen ; die Loge: Janus, in am 19. fing in Wilna die Loge:
Bromberg, hingegen liefs sich der 1/4aufrichtige ,Lithauer, , ihre
unter dem Namen: das Ritter- Arbeiten von Neuem an."
„Die politischen Ereignisse
kreuz , am 28. Jan. 1812 von
veranlafsten, dafs am 3o. Jan.
Neuem constituiren." 1813 der Beschlufs gefafst wur-
„Am 1. Dec. 1811 erlitt der de, die Arbeiten des Grofsen
Gr. Orient durch den Tod des Orients sowol, als der Logen,
Grofsmeisters Gutakowski einen einstweilen als geschlossen ZU.
grofsen Verluqt; wefshalb am. betrachten. Nichtsdestoweni-
17. Jan, 1812 eine Trauerfeier- ger arbeitete die Loge: das be-
lichkeit begangen wurde. Der siegte Trorurtheil, in Gracau noch
deputirte Grofsmeister, Alexan- einige Zeit fort; auch hörten
der Rosniecki , stand nunmehr die Logenarbeiten der war-
an der Spitze des Gr. Orients schauer Logen nicht eigentlich
bis zur Grofsbearntenwahl, wel- auf, waren vielmehr schon im
che am 1. März 1812 erfolgte. M. O'ctober wieder völlig in
Bei dieser -wurde Stanislaus blühendem Gange ; indem das
Xostka .Potocki, Präses des Raths sou.veraine Capitel, in Abwe-
der Minister, einstimmig zum senheit der Grofsbeamten sich
Grofsmeister und sein Bruder, mit der Oberaufsicht auch ' des
Johann Pofock-4 zum deputirten äufsern Grofsen Orients be.
.POLEN, POLEN. 115
schäftigte ; Welches sie allen vom Gr. Oriente constitnirt,
Logen anzeigte und dieselben auch an dem zuletzt gedachten
dabei aufmunterte, zur Auf- Tage endlich mit der Provin-
rechthaltung des Ordens die Lo- ziallo(7e von Plock und7 den
genarbeiten fortzusetzen. Erst von ihr abhängenden Logen
nach der Rückkehr mehrer Be- ein Concordat abgeschlossen,
amten und Mitglieder des Gro- vermöge dessen sie den Grofsen
fsen Orients überliefs das sou- Orient von Polen und das sou-
veraine Capitel dem Grofsen veraine Capitel als ihre oberste
Oriente wieder seine Vorrech- Behörde anerkannten."
te ; und am 11. März 1814 war „Am 12., 13. und 14. Nov.
Alles, wieder im vorigen Gleise. war zu Ehren der Ankunft des
Den Tag- darauf wurde vom :Kaisers Alexander in Warschau.
Grofsen Orient eine feierliche das Aufsere des Logenlocals
Trauerloge zu Ehren des am prachtvoll erleuchtet. Unter der
19. Oct. 1813 im Streite fürs Chifre A las man die Worte:
Vaterland in dem Elsterflusse „Recepto Caesare felices."
bei Leipzig ertrunkenen Für - „Am 13. März 8i6 ward bei
sten Joseph .Poniatowski gelral - der Beamtenwahl der Grofsinei-
ten. Die Verzierungen der ster bestätigt und am 8. April.
Loge waren drei Tage lang zu installirt. Am ii. Mai wur-
sehen; und das für die Armen de in Warschau. eine Loge un-
dabei gesammelte Geld betrug ter dem Namen: Casimir der
4000 Gulden, welche durch die Grofse , welche von der Ldge:`
obenbenannte-Comm' ission an zum Tempel- der Isis, gestiftet
die in den Lazarethen befindli- worden war, und am 8. Juni
chen kranken ohne Unterschied, eine neue,Loge unter dem Na-
verdient wurden. Am 3o. Aug. men: der Tempel der Gleichheit,
wurde der Hammer des ober- in Lublin , constituirt. — Um
sten Beamten den Händen des diese Zeit begannen freund-
soeben zurückgekehrten Grofs- schaftliche Verhältnisse und ein.
rneisters von denn höchsten Ca- Briefwechsel 'mit der peters-
pitel wieder überliefert." burger Grofsen Loge : Astraea."
„Am 22. April 1815 liefs der „Am 10. Aug. constituirte
Grofsmeister die Grofsbeamten- der Grofse Orient eine neue
wahl vornehmen, wobei er so- Loge in Minsk unter dem Na-
wol, als auch sein Deputirter, men: die mitternächtliche Fa-
einstimmig bestätigt wurden." ckel, ingleichen am 24. in War-
„Am 9. Aug. erhielt die Loge: schau eine andere unter dem
die vereinigten Brüder Polen und Namen: Astraea, welche von.
_Franzosen, die nun den Namen.: der Loge: zur Göttin zu Eleu-
zur Standhaftigkeit, angenom- sis , gestiftet worden war, fer-
men hatte, ihre Entlassung vo m ner neue Logen am 22. März
Verbande und affiliirte sich der 1817 in Nowogrod unter dem
Grofsen Loge: Royale York, in. Namen: das Band der Einig-
Berlin. An demselben Tage keit , am 2o. Mai in Grddno
wurde in Siedler eine neue unter dem Namen: die Freund:,
Loge: der wiedergegebene weirse der Ilfenschheit am 3. Oct. in.
Adler, und am 20. Sept. in War- Rossin. unter dem Namen: Pa-
schau die Loge: Alinerva, wel- laemon , am 5,, Febr. 1818 in
che von der Loge: zur Halle lionin unter dem Namen: .Pal-
der Beständigkeit, gestiftet war, las , und am 26. in Warschau:
8*
116 POLEN. POLEN.
die selavonische Einigkeit, (ent: Zur Göttin Bleusis,
standen aus der Loge : die ver- Die Halle der Bestän-
einigten Brüder Polen,) dann. digkeit ,
in Dubno: die,liforgendärnme- Die vereinigten Brü-
in War,
Jun.. b, und in Rafalcow: die der Polen,
schau;
gekrönte Tz.zgend, (ehedem in Casirnir der Grofce,
Dubno,) in Folge dessen aber 4straea,
die ehemalige Provinzialloge Die sclavonische Ei-
in Dubno : das vollkommene nigkeit,
Geheimnifs, wieder hergestellt Das überwundene Vorurtheil,
wurde." Cracau;
‚Der Zustand der Maurerei Hesperus, in Kalisch;
in Polen war mithin zu Anfange Die errungene Frei-
des J. 1818 folgender. — heit, in
Grorsmeister: DerTempel der Gleich- Lublin;
Stanislaus Kostka Graf Potocki, keit,
Minister der Aufklärung, Prä.. Die Morgenröthe, in Radow;
sident des Senats u. s. w., der Die Einigkeit, in Zamosc;
auch bei der letzten Grofsbe- Der zurückgegebene weifse Ad-
amtenwahl am 27. Mai 1817 ler, in Siedler;
in seiner Wurde bestätigt Pallas , in lionin;
worden war. Die vollkommene Vereinigung,
in Wroclaweck.
Grofser Orient.
Innerer Orient. Die .Lithauische Provinzialloge:
(Das souveraine Capitel besteht die vollkommene Einigkeit, in
aus 27 Mitgliedern auf Zeit-
Wilna.
Logen:
lebens.) Die eifrigen Lithauer,? in
Hohes Capitel Der gute Hirte, 5 Wilna;
in Warschau: die vereinigten Die glückliche Befreiung, in
Brüder zum 31orgenstern; Nieswicz;
in Wilna: die gekrönte Stand- Die mitternächtliche Fackel, in
haftigkeit. Minsk;
Niederes Capitel Das Band der Einigkeit, in No-
in Warschau: die Bitter des
wogrod ;
Die Freunde der Menschheit, in
Sterns, und
der Tempel der Themis; • Grodno;
in Wilna: die Bewunderer der Palaeinon, Rossin.
Tugend; Die Provinzialloge: die aufrich-
in Plock: die aufrichtige Ver- tige Vereinigung, in Plock.
einigung; Logen:
in Cracan: der Berg Wawel; Die Vollkommenheit,
in Nies-vvicz: der Tempel des Das Dreieck, in
Friedens; Die T"--erschwiegenhe
it, Plock.
in Kalisch: die geprüfte Stand- Die aufgehende Sonne, inLoniza.
heftigkeit, und
in Lublin; ‚die wahre Einigkeit. Die Provinzialloge v. Volhynien.
logen:
Aeufserer Orient. Das vollkommene Cc- in
Logen : heimnifs, Dubno,
Der Tempel der Isis in War- Dielliorzendämmerung und
-Das Nordschild, schau ; Die geblöntel'ugend,in.Rafalcow.
POMFRiT. PORTA. 117
Drei Jahre später verän- schaft belaufen sich auf eine
derte plötzlich das Rescript beträchtliche Summe."
des Kaisers Alexander an Auch Anders= bra-tiCht
den Minister des Innern ebendieselben Ausdrücke
vom 12. Aug. 1821, (s. den hinsichtlich der dein Er.,
Art. : RUSSLAND!) und in. Fomfret ertheilten Voll-,
dessen Folge die Verord- macht, erwähnt aber ,un--'
/lung des hönigl. Statthal- mittelbar darauf, dafs der
ters in Warschau vom 6. Grofsmeister Noyolh (im 3.
Nov. 1821, die Gestalt der 1730) den Capitaine, Beiz
Dinge. Traurend schlos- Parwinter zum .Propinzial-
sen die eifrigen Brüder Frei- grofsmeister von Ostindien,
maurer in Polen ihre gelieb- in Bengal, bestellt habe. ,
ten *Werkstätten.] Noorthoud. hat hierüber
r ODIFRET, (G,E oB.G), Es q.,
war der erste , im J. 1729
gar Nichts, -vv-ol aber -p. 229,
unter dem 3. 1733, ange-
führt, dafs, der soeben ge-
von der Grofsen Loge von. nannte Provinzialgrofsmei-'
England ernannte, Provin- ster von Ostindien, im Na-
zialgrofsmeister von Beil- meh seiner Loge in Bengal,
galen und stiftete' in die- zum Gebrauche der Grofs-
sem Laiide verschiedene loge, eine Kiste mit Arrak
Logen. S. auch INDIEN. von . der . besten Sorte, nebst
[Preston, sagt p. 228 sequ. 10 Guiteen -für die Allmo-
der „ Illustrations ", ed. senkasse deriVlasonen, über-
1.812: schickt hätte.]
„ Unter dem Grofsmeister
Lord Xingston wurde dem Es- PONTIFEX (DER GROSS..)
Türe George P p infret eine _De- s. IionzpiumsTER..
putation bewilligt, die ihn be-
vollmächtigte, eine neue Loge PonTA ( j OIIA'SN 13,PTI-
in Bengalen zu errichten (-10 sTA), ein neapolitanischer
operz). Dieser
' Herr (gentleman) Edler gest. im 3. 1515,
führte `zuerst das Maionentlium. stiftete zuAnfange des 16ten
in den engl. Besitzungen in
Indien ein, wo es seitdem so Jahrb-underts *in Rom die
schnelle Fortschritte gemacht Academie der Alten oder der
hat, dafs binnen eines Zeitraums Geheimnis.s'e deren. Zweck
von wenigen Jahren au 50 Lo- Cabbalistih und Alchemie
gen dort errichtet wurden, -von
denen jetzt" (812) „ eilf in
war. gall,rie sagt in, sei-
Bengalen gehalten werden. Die nerGesdhiate" (deuts'cli6
jährlichen Geldbeiträge zuz.A.li- Übers. 5, 47) von ihm':
mosenkasse und zur allgemei- ,; Der berühmte Porta, der,
nen lasse der Gesellschaft aus crleich. dem Weisen von Samos,"
diesen up& den anderen Facto- (S den Art.: gi" 2,11A GOB.24,S
reien der ostinclischen „nach wissensc.haftlicher
tia PORTU OPTATO PORTUGAL,

rung entfernte Länder durch- les Francs-Maqons," „Di-


reiset hatte, errichtete in sei- vis6s en Trois Parties , Par
nem Vaterlande die" (vorher un Were Malton sorti de l'In-
erwähnte) „ Gesellschaft (zur quisition." — Dans la Vall6e
Beförderung der Physik) de- de Josaphat. L'An de la fort-
ren Mitgliedern er die von ihm dation du Temple de Salo-
einges ammleten lienntnis se mon, M.LVI.DCCC.III." VIII
mittheilte ; wogegen diese ih- et 264 pp. in 8.
rer Seits ihre Genossen in Dem, Deutele:
was sie für sich gelernt hatten, „Curieuses Verfahren der In-
unterrichteten. Allein ., diese quisition in Portugal wider
kleine Brüderschaft, welche an. die Freymäurer, ihr Geheim-
Wissenschaft lind an der Ach- nifs zu entdecken, nebst den
tung, die ihr von ihren Zeit- Frag-Stücken und Antworten,
genossen gewidmet wurde, zu- den ausgeübten Grausamkei-
nahm, fühlte bald die Ruthe ten dieses Tribunals , der Be-
der kirchlichen Zuchtm eis ter schreibung des innern
und erfuhr durch ihre Auflö- des heil. Officii, dessen Ur-
sung , dafs die römische Hie- sprunge und Mifsbräuchen,
raralie entschlossen sey, alles in drey Theile getheilet von.
F6rschen zu unterdrücken, und einem aus der Inquisition ge-
den menschlichen Geist in den kommenen Freymäurer." —
alten Banden der UnwiSienheit „Aus dem Französischen. Im
und des Aberglaubens gefesselt Thale Josaphat, im Jahr der
zu 11.alten." — Eine au. sführli- Stiftung des Tempels Said-
chere Nachricht von jener Ge- nions. YINIDCCC111." IV,
sellschaft s oll, wie Lawrie S. 84 84, 8o u. 72 SS.
in der N ote anführt, in „Priest- wird das Verfahren des In-
ley's History of Vision", Vol. 2,
stehen.] uisitio c its wider die
11.,er"'
beiden Edelsteinschneider
PORTU OPT.A.TO (EQuns
Johann Coustos, einen Pro-
A); S. HAvnz. testanten aus Bern, in der
PORTUGAL. Man vvett- Schweiz , und Alexarmier
eiferte hier mit Spanien in Jakob Mbuton, einen Katho-
den Verfolgungen der Frei- liken aus Paris, beschrie-
maurerei , die sich hier nie ben. Hieraus hat Br. 1,orb
sehr gezeigt hat. Im J. Born einen Vortrag ge-
1735 stiftete die Grofse macht, welcher im wiener
Läge von. E.ngland in Lis- „Journale für Freymaurerer,
sabon die erste Loge, Jahrgang 1785, Qu. 2, S.
[wozu, nach Arkderson's 56-70, abgedruckt steht
„Constitutionenbuche",,Br. und so anhebt. —
Georg Gordon beauftra gt „Es giebt ein Land, meine
wurde. Brüder, in dem- es nie taget,
dessen Einwohner in immer-
In dem ersten Theile des währender. Nacht herumirren
Buches: und sich blindlings Führern
„Procedures curieuses derin- überlassen müssen, die, stolz
quisition de Portugal contra auf ihr Eulenauge, sie durch
PORTUGAL. PORTUGAL. 119

diese Finsternisse begleiten Freimaurer der Gottesläste-


und, ihnen den rechten Weg rung, der Sodomie und an.
zuzeigen, wähnen. Der Wille derer Laster, (wie der Eid.
dieser Führer ist dort der Wille der Verschwiegenheit, auf
des nixsten und ihre Vorschrift den er sich in seinen Verhö-
dem Volke ein göttliches Ge- ren berufen, und die von ihm
bot. Diese Piloten durch das eingestandene Entfernung der
ewige D un hei, das dort herrscht, Frauen von den Logen, über-
haben nichts Augelegeneres, als zeugend bewiesen,)) sich
j eden Liclitstral, der dahin ge- schuldig gemacht, dafs er
bracht werden möchte und sie durch Einführung der Mau-
entbehrlich machen könnte, so- rerei in Portugal. dein ganzen
gleich auszulöschen. Dieses Königreiche ein Argernifs
Land ist Portugal, das Paradies gegeben und endlich, das Ge-
der Mönche, der Sitz der Un- henrings des Ordens zu er-
wissenheit und der V orurtheil e, öffnen, hartnäckig verweigert
der Schauplatz de . Aberglau- habe,“
bens 'und religiöser Main me- von dem Fiskale vorgehal-
reien. Einige unserer Brüder
versuchten es, die Maurerei ten und aus den. erwähnten
dort einzuführen, den Samen Gründen das heil. Gericht
der Atifklärung auszustreuen, aufgefodert worden, sich
einigen wifsbegierigen Portu- aller der Zwangsmittel zu
giesen die Fesseln abzunehmen, bedienen, weiches in sei.-
rriit welchen Erziehung und
Fan.atiernus ihren Verstand be- ner Gewalt habe, ium die-
fangen haben , und sie zu ge, Seri Verbrecher zum eignen
wöhnen, dafs sie von dem Geständnisse jener Laster-
Funken des Lichts, den der thaten'zu bringen; wie er
allweise Schöpfer in jeden
Menschen gelegt hat, selbst hernach, in Folge des ihm'
Gebrauch machen.." durch den Grofsinquisitor,
.Cardinal Dacuniza, bekannt
In dem- nun folgenden.
gemachten Ausspruchs des
kurzen Auszuge wird er- Gerichts, binnen drei Mo-
zählt, wie zuerst Mouton naten neunmal auf der fol.,
und sodann, am 14. März terhank die schauderhafte-
1743, Cozistots auf hinter- sten :Martern gelitten; wie
listige Art in die Klauen er nunmehr bei einem öf-
jenes fürchterlichen Tribu-
fentlichen Anto da fe' , wo-
nals gefallen; wie Letzte= bei er unter der grofsen. An-
rem nach mehrwöchentli- zähl anderer' unschuldiger
chem Schmachten in einem
Verbrecher seinen Frpund
'unterirdischen. Kerker die
und Bruder Mouton, erblickt,
Hauptpüncte seiner angeb'; das Urtheil vierährie r
lichen Verbrechen, Galeerenstrafe vernommen;
„dafs er gegen die unfehlbare (wogegen lif9utork, weil Der-
päpstliche Bulle, welche die
Maurerei für eine Ketzerei selbe bereits die Martern
erkläre, gesündiget und als der Folter ausgestanden, als
120 PORTUGAL. PORTUGAL.

ein Katholik, von aller wei- ward daselbst eine 'strenge


tern Strafe losgesprochen Untersuchung gegen die
worden;) wie er aber, durch FAIrer,, als Verschwörer
Verwendung der englischen wider die Reg i erung, ver-
Regierung, welche ihn, als bangen, bei welcher Gele-
einen englischen Unterthan, genheit viele angesehene
zurückgefödert , von der lYlänner , und unter diesen
Galeere befreiet worden der Naturforscher da Costa,
und nach 19monatlichen in's Gefängnifs geworfen
Leiden, nebst seinem Freun- wurden. Wie hätte man
de Moztton, nach London es daher zu jener Zeit für
geflüchtet sey. Hierauf hat möglich halten können, dafs
Br. von, Born seinen Vor- im J. 1805 in Lissabon so-
trag mit den Worten ge- gar ein Grand Orient de Por-
schlossen: tzigal würde errichtet wer-
„Seit dieser Zeit ist in For- den ! Der zum Grofsmei-
tugal keine Loge und die Mau- ster erwählte Bruder hiefs
rerei vertilgt; hingegen bauet
man dort noch täglich Klöster, i tgaz-111oniz. — Doch! un-
füttert geweihte Müssiggänger ter dem 30. März 1818 er-
in Menge, sendet grofse Sum- liefs König Johann FL zu
men nach Algier und Tripolis, Rio delaneiro, in Brasilien,
um Christensclaveil aus der Ge- ein scharfes, unter andern
fangenschaft zu erlösen und sie,
wenn es dem Gl.ofsinquisitor in * „den Zeiten, herausgeg.
gefällt,. in ihrer Heirnath mit von D. Christian Daniel
weit grö fserer Unmenschlich- rofrY, B. 57, St. 1, in dein
keit zu peinigen und zu ver- Aufsatze auf S. 130-149,
brennen, unterhält den Glau–
ben an Zauberei, Teufelsbanner deutsch abgedrucktes, De-
und sympathetische Wunder- cret gegen alle geheimen.
kräfte, und hält von Zeit zp. Gesellschaften, welche Be-
Zeit, zur Erbauung der Chri- nennunc oder Form sie auch
stenheit ünd zur Ehre Gottes, haben möchten. Dieses
ein Auto oder wenigstens ein
Autilio da ft." Decret wurde - durch ein
Noch im J. 1776 wurden, neues aus Lissabon vom 20.
wie Br. Thory in den „Acta. Juni 1823 (s. die altenburger
Latom.", T. p. 123, be- „ Zeitschrift für FMrei ",
richtet, der ' Major <1' Alin,- B. 1, H. 4, S. 484-487!)
court und Don Oyres de Or- zwar eingeschärft, jedoch
nelles Paracao, ein edler die in jenem angedrohete
Portugiese, als Freimaurer, Todesstrafe in fünfjährige
in Lissabon verhaftet und Verbannung nach Africa
auf 14 Monate eingekerkert. und eine Gelaufse für je-
Auch im Herbste des 1802 des Mitglied gemildert.]
POTOSKA. PRAG. 121'
POTOSKA (DIE 'GRÄFIDI 1778 durch die Stiftung
vorr) vizir die Hauptstifte- des Waisenhauses: zurnheil.
rin des Ordre de la perse'vd- Johann de'rri Tiizcler, öffertt-
reince zu Paris. S.BEIIA1IR- lich hervor. [S. darüber das
LICIIKLIT. wiener „Journal F Mr. ",
POYNET (..Towriv), • Bi_ Jahrg. 1785, Qu. 4, 8.. 201
scholl von incheaer, war —208 I]
Grofsmeister der Bauleute [liier haben von Zeit zu
in England von 1552 bis Zeit bestanden:
1553, in welchem Jahre der i) die altschottische Loge:
König Eduard starb. Casimir zu den 9 Sternen ;
2) eine Provinualloge von
Es scheint, dafs die Bau— Böhmen;
corporation in diesem Lan- 5 ) die Loge: zu den 3 gekriin-
de von dieser Epoche an ten 'Sternen ;
bis 1561 ganz ohne Gras-. 4) die Loge: Union;
'meister war; wenigstens zu den 3 ge k
rön-
ten SiiuZen, und
schweigen alle Chroniken 6.) die Loge: Wahrheit und
dieser Zeit nicht allein (-rar- Einigkeit zu drei gekrönten
über, sondern selbst über: Säulen.
die Existenz der'' Brüder. Die Siegel der '4 Johannis-
s c-b ft. logen sind im wiener „Jour-
P .RACHT (LEOPOLD BA -;
ni. ale" vor dem 3ten und
N yoN) , Obristlieutenant
*ten
rgangs Quartale des Jah
in österreichischen Dien- 1786 .abgebildet. — Noch
sten , war Mitglied der hö- in der vor dem Herausgeber
gern Grade von der stritten liegenden gedruckten Liste
Ob s ervan z , w or i n er den
d der Loge unter Nr. 6 auf
Namen : Eques Pegaso, das 3. 1790 befinden sich
füh rte . die Namen von 101. Mit-
gliedern, und unter diesen
PR4CTICUS der dritte
des Grafen Joseph, PO 77, Ca-
Grad der . Gold und Rosen- nal ,
als Mstrs. v. St., des
kreuzer. Prof. D. Ignaz Cornova, des
PR.X.PAR.A.TOR; 5. VOB.BE- Prof. D. Franz Gerstner, des
REITENDER BRUDER. . 1 Tzgam in er e rs Franz Gra-
PRAG. In dieser Haupt, fen von, Etartig, des Doctors
stadt des Königreichs Böh- der R. Joh. Budolph,Jablons.
men breiteten sich die Frei- ky, der Grafen Vinzenr und
maurer sogar während der Franz Anton pon Kolowrat,
Zeit, als die Kaiserin lila- des Grafen .Procop von La-
ria Theresia strenge Verbote zansky, des Prof. „ie. Gott«.
gegen sie erliefs , heimlich lieb' Meiner, als Redners,
aus und traten endlich im des Doctors der Arzneikurt.
122 PRANGEN. VRESTON.

de, Frazz,z Carl Beie, als PRESTOle (WILHELM),


Historiographens der Loge, geb. in Edinburg am 28.
des D. u./ProF. George Juli 1742, ist Verfasser des
Prochasha „ des Domherrn schätzbaren Werkes
u. D. der G. G., auch zei- trat ions of Masonry .c, (Lon-
tigen Rectors der Univer- don 1772, in 8.) wovon 1812
sität, Carl Ungar, des Ge- die zwölfte Auflage erschie-
nerals der Cavalle,rie Dago- xlen ist. Eine deutsche
bert Siegmund Grafen von Übersetzung desselben unt.
Prurmser,, und anderer ge- dem Titel „ Erläuterung
lehrten und berühmtenMän- der Freymäurerey", hat
ner. — Das im Druck er- Joh.Heinr. Chr. Meyer, [wahr-
schienene, in gegenwärti- scheinlich nach der ersten
gem Werke mehrmals an- Ausg. des Originals ; denn
geführte, nach den Ritualen sie stimmt mit den neueren.
der Grofsen Landesloge in des letztem nur wenig über-
Berlin gebildete, „System ein 2 zu Stendal 1776, in 8.
der Freymaurer Loge 11 herausgegeben. [Die zwei-
lieft und Einigkeit" s. w. te vermehrte Auflage dersel-
„Philadelphia, 1594!' (1794) ben, auf 16 unpaginirten
IV u. 434 SS. in 8., enthält und 184 andern SS., mit
das Gesetzbuch der Loge, einem Titelk., ist von 1780.
dieRituale der drei symbol. Von S. 163 an hat Meyer •
Grade, und die Annalen der eigene kleine Aufsätze, so-
Loge, nebst einem Anhan- wie vorn eine Zueignung
ge von Reden und andern an -die Grofsbeamten der
Aufsätzen.] Landesloge zu Berlin und.
Seit dem Verbote des der- alif 6 SS. eine Torrede ge-
maligen Kaisers Franz (s. liefert. Die eingeschalteten
d. Art!) ist auch in Böh- Lieder sind in englischer
men, wie in den übrigen Sprache abgedruckt, ingiei-
österreichischen Staaten, Chen auf dem Titel die sechs-
alle freimaurerische Thä- zeilige Strophe aus einem
tigkeit gehemmt worden. Liede von Blacklock, die
auf den 'Titelblättern aller
PRA1,7GE.N (FRANZ BARO N
Ausgaben des Originals
volv), Major von der Caval -
steht und in nachstehender
lerie in holsteinischenDien- Mafse Deutsche zu
sten , war Mitglied der hö-
übertragen seyn möchte. —
hern Grade von der stricten
Observanz unter dem Na- „Er, Dessen Herz die Tugend
men: Eques a Pavone. ehrt,
er kennet seines Zweckes
PIVESBYTER; E20217. Werd].
PRESTON. PRESTON. 123

und strebt nach unverrück- aus dem. Englischen gelie-


tem Ziel'. ferten Nachrichten besser
Fest blickt er auf die Menge
hin; zusammengestellt; Diese
nicht beugt ihr Zürnen sei- folgen hier, ergänzt durch
nen Sinn; einige von weggelassene
ihn stützt der Ehre Hoch- Stellen, und mit einigen
gefühl.“
nöthigen Einschaltungen.
(Der Inhalt dieser Verse „Preston, von wohlhabenden
bezieht sich offenbar auf Eltern geboren, verlor seinen
die unfreundlichen Ver.-, Vater in seinem neunten Jahre.
hältnisse, in denen Preston Seine erste Entwickelung ge-
schah unter der Aufsicht S t ir-
mehre Jahre lang zu der lin s , eines rühmlich bekann-
neuenglischen Grofsloge ten Lehrers in Edinburg; und
stand.) von seinem sechsten Jahre an
Noch befindet sich auf machte er in der dasigen öffent-
lichen Schule, in welche er ge-
der Rückseite des Titelblatts schickt wurde , in der lateini-
der deutschen Übersetzung- schen Sprache gute Fortschritte.
die, in den neueren Aufla- Er ging sodann in das Colle-
gen der Urschrift fehlende, gium , um unter der Leitung
des bekannten Profes's'ors Bun-
dem Buche von der londner ter sich auch die nöthigen
Grofsioge ertheilte Saneiozz, Kenntnisse in der griechischen.
in englischer Sprache, wor- Sprache zu erwerben. Sein.
, in der Grofsmeister Pe‘re, Fleifs Während seines Aufent-
der deput. GMstr. Carl Dil- halts auf der Universität, und
seine Fortschritte in der alten.
lon , die Grofsaufseher Pe- Literatur, machten den berühm-
ür Parker und Wilhelm, At- ten Sprachforscher Thomas Rztd-
kinson, und der Grofssecre- diman auf ihn aufmerksam. Da.
tair Jakob Reseltine , versi- er nun nach dem Tode seines
Vaters dem Schutze und der
chern, „ dafs sie das Buch. Freundschaft dieses Gelehrten
durchgesehen - und mit den anvertraut war ; so verliefs er
alten Gebreiztehen der Gesell-- das Collegium und versah bei
Wzaft• übereinstimmend ge- seinem arbeitsamen Gönner die
funden hätten und solches, Stelle eines Amannensis. Die-
ser liefs ihn zwar bei seinem.
empfehlen könnten."] Brua er, Walter Buddinzan, Buch-
drucker in Edinburg, als Lehr-
[Br. Fefsier hat im dritten, ling einschreiben: weil aber
der alte Philolog unter anhal-
Bde. seiner , i,säxnrntl. Schrif- tendem Lesen und Vergleichen
ten über FMrey ", S. 215 alter Handschriften -nach und
—219, die über die Lebens- nach sein Gesicht verloren hat-
umstände Preston's im 2ten te; so beschäftigte er "den jun-
Fraston während des grüfs-
St. des „Magazins für Frei- gen ten Theils seiner Lehrlingszeit
maurer", S. 92-103, in ei- damit, dafs er ihn') vorlesen,
ner schlechten 'Übersetzung seise noch urivollendeten Wer-
124 PRESTON. PRESTON.

ke abschreiben und die unter Nr. 180 in das Register einge-


der Presse befindlichen corrigi- zeichneten Caledonian Lodge."
ren mufste, Durch diese Be- „Vonnunan sparte er weder
schäftig-ung wurde er freilich Mühe, noch Rosten, um auch
gehindert, in dem practischen in den masonischen
Theire der Buchdruckerkunst sen fortzuschreiten. - Mit Hülfe
eine vorzügliche Geschicklich- eines, treuen Gedächtnisses, ei.-
keit zu erlangen: allein, die ner ausgebreiteten Bekannt-
Vermehrung seiner gelehrten schaft mit Freimaurern und.
Kenntnisse gewährte ihm dafür seines literarischen Briefwech-
reichlichen Ersatz. Nach Bad- sels mit erfahrenen Brüdern in-
dinzan's Tode arbeitete er in. und aufserhalb Landes, verbun-
der Werkstätte, als Setzer, un- den mit fleifsie-,en1 gelehrtem
gefähr ein Jahr lang und ging Forschen , erreichte er seinen
dann 1760 , mit Empfehlung- Zweck in solcher Mafse, dafs
schreiben seines Lehrherrn und er als ein tüchtiger Meister in.
anderer Freunde, nach London, der liunst anerkannt und ge-
um dort seine Neigung zu wis- achtet wurde. — Am 2 . Mai
senschaftl. Beschäftigungen bes- 1772 veranstaltete er in der
ser zu befriedigen. Der Loge: zur Krone und zurnAnker,
Buchdrucker ff'ilhelin Strahan, im Strande, eine feierliche Ver-
Esq., nahm ihn freundlich auf; sammlung, welcher 10 Grofs-
und Prestan stand bei4lim, und. beamte und viele andere ang-e-
nachmals bei Dessen Sohne, An: sehene Brüder beiwohnten, und
dreas Strahan, 5o Jahre lang, hielt darin einen Vortra's über
zuletzt als Corrector, Dien- das Wesen der Maurerei, wel-
sten." ( Mit dem Letztemn. cher allgemeinen Beifall fand.
scheint er später in Compagnie und nachher vollständig in der
cretreten zu seyn; denn auf der ersten Ausg. seiner illustrr.",
ückseite des Titelblatts der in den, folgenden aber in ande-
Ausgabe der „ Illustrations " rer Form, abgedruckt wurde."
von 1812 befindet sich die An- „ Nachdem er d.urch.
gabe des Druckorts: „Strahan und Mühe sein ma:urerisches
and Preston, Printers - Street, System geordnet hatte, erliefs
London." Auf dem Titelblatte er einen Umlauf, worin er zu
der loten' 'von 1801 hingegen
„London; einer regelmäfsigen Folge von
steht: Printed. by Vorlesungen über alle Grade
A. Strahan, Printers-Street.") der Maurerei einlud ; und diese
„Doch hat er sieh während die- wurden von ihm 1774 in dem
ser Zeit zuweilen auch wissen- Zunfthause:. zur Mütze, in der
leehaftliehen Arbeiten gewidmet Fleet-Sto.fse, öffentlich gehal-
und Materialien zu. einigen pe- ten. — In einigen folgenden.
riodischen Schriften geliefert.« Jahren wohnte er andern fest-
" Zum Freimaurer wurde er gesetzten Versammlungen bei,
in der allenglischen Lage, welr worin zur lienntnifs der Wis-
ehe sich damals im Gasthause senschaft Unterricht ertheilt
zum wez: fsen Hirsch im Strande; wurde, so dafs sieh . dieselbe
versammlete, aufgenommen und über seine Erwartungen ver-
zwischen den Jahren 1764 bis breitete und den Ruf der Ge-
1767 Mitstifter der von dem sellschaft sehr erhöhte. In al-
neuengl. Grofsrneister Lord len Logen , in welchen sein
131aney eingesetzten und unter Name eingezeichnet war, (und
PRESTON. PRESTON. 125
deren waren nicht wenige,) Nachrichten mit einigen Zu-
wufste er den Gehorsam gegen sätzen vermehrt worden.) „Er
die Gesetze und Einrichtungen verfertigte einen Anhang 'zum.
der Gesellschaft einzuschärfen. Constitution.en buche," welcher
Durch solche Mittel wurden die hauptsächlichsten Verhand-
die Unterzeichnungen zu mil- lungen der Gesellschaft seit der
den Beiträgen weit beträ.chtli- Erscheinung der letzten Auflage
cher,, als vorher; und täglich (s. oben den Art.: AN DER.
bekam die Gesellschaft einen soN1 ) — enthielt, „und ent-
Zuwachs an ausgezeichneten warf die Geschichte der FMrei,
Mitgliedern. Die alterthiim.li- dielernach in seinen „Aufklä-
che Loge (Lodge opintiquity)," rungen über die Maurerei" ab-
(s. oben 1\3.2, S.328, Sp. a!) eredruckt wurde. — Bei dem.
„unter Nurner 1, wählte ihn im J . 1779 entstandenen Streite
bei dem ersten Besuche, den er der Grofsloge mit der alter-
in selbiger abstattete, zu ihrem tiziinglichen Loge," (wovon die
vorsitzenden Meister, nachdem. Hauptumstände in der Ausgabe
er in ebenderselben Würde.der der „Illustrr." von 1788, p. 307
philanthropischen Loge (L. of —317, erzählt werden; s. oben
philanthropy) über 6 Jahre lang, B. 2, S. 43 2 -455 , und unten.
und vorher verschiedenen an- den Art. : YOBL/Z ) „nahm.
dern Logen, vorgestanden hat- Preston di.Q Partei seiner Loge,
te. Während seiner xnehrjäh- ward aber defshalb mit seinen
yigen Führung des ersten Ham- Freunden aus der Gesellschaft
mers in der altertlziinglichen Lo- verwiesen. Erst nach zehnjah-
ge wuchs diese an Mitgliedern ren bewilligte die Grofsloge,
und verbesserte ihreEinkünfte." nach einer neuen Untersuchung
„Um sich. eine vollständige des streitigen Gegenstandes, die
Renntnifs von dem Zustande Wiedereinsetzung. der Mitglie-
der Gesellschaft unter der neu- der jener Loge, mit Einschi ufs
englischen Constitutio'n zu ver- Preston's, in ihre masonischen
schaffen, wurde er unter dem. Rechte. Diefs geschah am 2.

f
Grofsm eister Herzoge von Betut- Mai 1790 bei dem Grofsfeste in,
ort und dem Grofssecretair Gegenwart des damaligen Grofs-
Thomas French im J. 1768-1769 meisters Herzogs V071 Cumber-
thätiger Mitarbeiter bei der land, des Prinzen von Wales.,
neuen Abfassung der Satzungen. der Herzöge von York und von,
(Regulations), und bei der Er- Clarence und mehr als 5oo an-
neuerung; des in- und ausländi- derer Brüder." (5. „Illustrr.",
schien Briefwechsels. Nachdem ed. 1792, p. V sequ., und ed.
er in den folgenden Jahren zum. 1812; p. 316 sequ. !) — „Wäh-
Depu.tirten des Grofssecretairs rend jener Ausschfielsung be-
Jakob Ileseltine ernannt worden suchte Preston selten eine Loge,
war, sammiete er die merk- bewicfs jedoch der altertMinzi.
würdigen Vorfälle (remarkable Loge, welche es tief bedauerte,
occurrences), welche in die er- dafs ein so thätiges und eifriges
sten Ausgaben des Freimaurer- Mitglied Veranlassüng gehabt,
eaientiers" (s. diesen Artikel!) sie zu verlassen, immer warme
„eingeschaltet wurden." (Diefs Anhänglichkeit und bekleidete
ist in den: folgenden Ausgaben nach. de; Zeit in selbiger wie-
ein stehender Artikel, und_ von der ein ansehnliches Amt.")
Zeit zu Zeit sind jene kurzen
126 ,PRESTON. PRESTON.

[Unter den verschiedenen 444 pp. Die Sammlung der


Auflagen des im Eingange °des, Antlierns and Songs nimmt
p. 401 ihren Anfang. Diese
dieses Artikels genannten "Ausgabe ist mit einem Titel-
Werkes, dessen Titel wo]. Ausgab we es in ei-
geziert, welches
am Richtigsten durch : n telin m; einfachen'viereckigtel
zut
,2-'littkläruenüber dfau- Harnen das Brustbild des Verf.,
r erela verdeutscht wiru wir d , auf Dessen Brust über dem zu
geknöpften Rocke ein Medail.
kann der Herausgeber
Herausgeber nur Ion' worauf Zirkel und Titel:
von den 4 nachbemerkten, kelnaafs i die Sonne
welche vor ihm liegen, • fsen , an einem, hals udin
eisl c
R e c h e n s c h a ft g e b . — gelegten, gewässerten Bande
1) ,.Eine neue Auflage, mit. herabhängt, mit der Unter-
schrift: „Iffilliam Preston Esqr.
Abän derungen und.enerichti- B
g ungen (alterations and correc- P. M. of the Lodge of Antiquity
tions)" erschien zu London, bei N. 1.", darstellt. — Auf den
G. und T. Wilkie, 1788; XXIV Titelblättern dieser 4 Ausgaben.
u. 360 pp. Auf der S. 319 fängt nennt sich Preston selbst „ge-
die Sammlung von Oden und wesenen vorsitzenden Meister
an
an. der seit undenklicher Zeit, kraft
ed
Liedern
Li2 )„Die achte Aufl. , mit Zu- gesetzmäfsiger Einsetzung, ar-
Sätzen und Verbesserungen (ad.- beirenden alterthümlichen Loge
ditions and improvements)", (past Master of the Lodge o
ebend. 1792; XXIV u. 4 0 8 PP- Antiquity acting bit immemorial
liier beginnt -jene Sammlung Constitution)“.— ünten auf ge-
auf S. 363. — Diese beiden Auf- dichtem Kupfer befinden sich
lagen sind, nach den Titelblät- aufserdem die Angaben, „dafs
tern, auf einer Seite „dem hoch- es nach einem Originalg,emälde
achtbaren (right honourable) von 8. Drummond, A. R., ge-
Petra, gewesenem Grofs-
stochen worden und zu London
meister der alten und achtbaren bei J. Asperne am 2. Juni 1811
esells chaft der freien und an- erschienen
Gesellschaft ee enen se"
rhi y ". — oddem
n?.
rn enen Maurer ", Zuge- F M aso n s Po ckI
etnbo k
genoet
eignet „( fr e imaurer. Tasch enbuc he) auf
3) „Die zehnte Auflage mit das 1800 wird p. 168 ein an-
b Zusätzen ", eebend.i)en dres Bild von Preston, welches
1801 , in etwas gröfserm For- bei rerizor and Hood zu haben
/nate, iibrio-ens mit der vorigen sey, erwähnt und hinzugesetzt:
von gleicher Seitenzahl und „Einige Brüder, die mit Ver-
Eintheilung. Die Zueignun g gnüg,en ihre ganz besondere
Verpflichtung gegen diesen Bru-
dieser- und der unter Nr. 4 ist Verpflichtung
„an den hochachtbaren Grafen für seine, grofsmathigen
von amtierenden Grofs- und lehrreichen, sowol
meister der Freimaurer- Gesell- lichen als schriftlichen, Mit-
schalt und ihr lebendig-es Vor- theilungen anerkannten, kamen
bild an hoher Witrde, Geistes- auf- den Gedanken, - ihm auf
gaben und sittlicher Vortreff- diese Art einen ‚Beweis Von
lichk.eit", gerichtet. Achtung zu geben; und als das
„Die Auflage, mit Vorhaben beka.nnt wurde , au-
4) zu/811'1e
beträchtl. Zusätzen", London,' fserten verschiedene Herren,
bei G. Willie, 1812 ; XXIV u,. dafs, da er seine Geisteskräfte
PRESTON. PRESTON. 127

zur allgemeinen Belehrung. der greift den Zeitraum von 1795


Brüderschaft angestrengt hätte, bis zu Ende des J. 1800 in sich.)
und da seine Bemerkungen urd. — „Am Schlusse des Buchs
Ansichten bei den Brüdern in. befindet sich eine Sammlung
-verschiedenen Theilen des vonWecbselgesiingen (Anthems)
nig-Teichs in grofsem Werthe und. Liedern , die bei verschie-
wären , ein Bild von ihm Vie- denen Gelegenheiten in uns-
len von Denen, die ihn nur ans ren Versammlungen eingeführt
seinen Schliften k.enneten, sehr worden sind und den Zweck
erwünscht seyn dürfte." haben, die Arbeiten ( proceed-
gs ) ungemein zu beleben."
Über die Eintheilung des — Über diese Liedersammlung
Werkes giebt die Vorrede sagt der Herausgeber des enge-
zur 12ten Auflage folgende fälirten Taschenbuchs in. der
Auskunft. Vorrede: „Dieses ist das ein-
zige Werk, worin man gewahr
„Im er,ven Buche wird der
hohe Werth der Masonei aus- wird, dafs auf die Verbesserung
des wunderlichen Ausdrucks
einandergesetzt. — Im zweiten
Buche wird der Hauptplan der (uncozah, diction) in Einigen
in den drei Graden abgehandel- der Gedichte Sorgfalt gewendet
ten Gegenstände, rri4 g-elegent- worden."]
lichen Bemerkungen, entwi-
ekelt und eine kurze Beschrei-' [Über seine freimaureri_
bung der-alten Cerenfänien des sehe WirkSamkeit sagt Pres-
Ordens geliefert. Dieser Theil ton, selbst in der Einleitung
der Abhandlung, welchen der
Verf. für den wesentlichsten (Introduction) zur zwölften
zur Belehrung und Ausbildung Auflage, welche in Jeder
seiner Mitbrüder hält, ist in. der' vorigen etwas anders
den letzten Ausgaben beträcht- abgefafst ist, nachdem er
lich erweitert worden. — Das
dritte Buch enthält den Abdruck. „seinen warmen Eifer für
einer sonderbaren (curious) al- die Inasonische Anstalt und
ten Handschrift über die Nlaso- seinen angelegentlich en
nei, (s. oben den Art.: HEIN- Wunsch , ihren Werth zu
VI.!) „mit Anmerkungen
entfalten ," ausgedrückt,
zur bessern Erläuterung dieser
ächten Urkunde des Alterthums. p. VII—IX
— Das vierte verbreitet sich „Als ich zuerst die Ehre hat-
über die Geschichte des Mason- te, zum Meister der Loge er-
thums seit seinem ersten" Er- wählt zu werden, erachtete ich
scheinen in England bis zum. für schicklich, mich selbst von
J. 1812, worein die merkwür- den allgemeinen Vorschriften
digsten Vorfälle der Gesell- (rules) der Gesellschaft ganz
schaft, sowol innerhalb Landes, genau zu unterrichten, damit
als auswärts, verwebt sind, ich desto besser in den Stand
nebst einig-en Nachrichten von gesetzt würde , meine eigenen
den vorzüglichsten Patronen. Obliegenheiten zu erfüllen, und.
und Beschützern der Brüder- kraft meines Amtes von Andern
schaft in verschiedenen Zeit- den schuldigen Gehorsam zu
puncten." (Der letzteAbschnitt erzwingen., Das in dieser .Ab.,
der Auflage unter Nr. 5) be- sieht von mir gewählte Verfall-
128 PRESTON. PRESTON.
,ren erregte theils bei Denen, bei meinem Vorhaben und setz-
die nur -oberflächliche Kennt- te die Arbeit fort. Mit Hülfe
Hisse besafsen, völlige Abuei- weniger Brüder, die Das, was
gong
b bee gegen Das, was sie für Unwissenheit und Verkehrtheit
Neuerungen hielten, theils bei (degeneracy), als unverständlich.
_Anderen, die besser unterrich- und abgeschmackt, verworfen
tet waren , Eifersucht auf eine hatten , sorgfältig aufbewahr-
Überleenheit (pre-eminence), ten, suchte ich fleifsig nach.
welche die Grundsätze der Mau- Einigen von den alten und ehr-
xerei hätten verbannt haben sol- würdigen Denkmalen (Land-
len. VViewol ich hierdurch murks Gränzlinien) des Or-
hätte abgeschreckt werden mö- dens" (s. oben B. 427,
gen:
b - beharrte ich. doch Sp. b f., S. 428, Sp. b !) „und
meinem Vorhaben, die Würde war endlich so glücklich, mich
der Gesellschaft aufrecht zu er- in deren Besitz zu setzen."
halten, und. den Obliegenheiten „Da ich durch den Zutritt
meines Amtes mit Redlichkeit von Freunden beglückt und
(fidelity) Genüge'zu leisten." völlig entschlossen war, das
„SoVvie Biederkeit und Recht- Vorhaben der Bewirkung einer
lichkeit (candour andintegrity), allgemeinen Neubildung (refor-
auf welche weder äufsere Vor- mation) zu , verfolgen; so be-
theile, noch Vorgunst, einigen harrte ich, vereint mit jenen,
Einflurs haben, immer die Stil- in dem 'Versuche, die Unregel-
tzen einer guten Sache sind: märsigkeiten, die sich in unsere
also fingen auch Einige meiner Versammlungen eingeschlichen
Gegner (Verzeihung wegen die- hatten, zu verbesseln, und'in.
ses,Ausdrucks!) bald an, ihren allen unseren Zusammenkiinf-
Irrthum einzusehen, und tru- ten die Schönheit und Nütz-
gen nun mit Freuden das Ihre lichkeit der masonischen.Bund-
zur Ausführung meiner Mals- lehre (system) zum Muster auf-
regeln bei ; Andere hingegen, zustellen. Wir fingen unsern
die weniger freisinnig ware(n, Plan damit an, dafs wir die
billigten Das stillschweigend, Gültigkeit der alten Grundge-
was ihre früher erklärten Mei- setze und Satzungen des Ordens,
nungen sie abhielten öffentlich welche aus Unachtsamkeit in
anzunehmen. Dieser Erfolg, Vergessenheit gerathen waren,
der meine lebhaftesten Wünsche °eltend machten, und legten
übertraf, ermuthigtemich, über lese Grundgesetze bei unsrem
den Inhalt unserer Lehrstücke Werke zum Grunde. Um dem
(Ledures) mit noch gröfserer Gedächtnisse die treue Pflicht-
Aufmerksamkeit Untersuch un- erfüllung einzuprägen, führten
gen anzustellen. Die rauhe und wir die wesentlichsten Theile
unvollkommene Gestalt, worin der Bundlehre wirklich aus (we
ich -sie fand, die Verschieden- rerluced into practice); und, um
heit der bei unseren Zusam- Andere zur Beförderung des
menkünften eingeführten Art, Plans aufzumuntern, machten
zu arbeiten (müdes), und die Wir es zu einer allgemeinen
Schwierigkeiten, welche bei Regel, dafs Eins oder Mehre
meinen Forschungen zu besie- dieser Grundgesetze bei jeder
gen waren, hätten mich. bei'rn gesetzformigenZusammenkunft
ersten Versuche beinahe abge- vorgelesen und solche Stellen
schreckt: ich beharrte indefs in denselben, die, dunkel zu.
PRESTON. PRESTON,, 129

seyn, schienen, erläutert wür-


nen , *) Werkes ein richti-
den. Die nützlichen Winke, ges Urtheil zu fällen. Er
die auf diese Weise gegeben
wird zwar in , weder
wurden, setzten uns allmählich
einen genialen Schriftstel-
in den Stand, den Plan zu ver-
bessern, bis es uns zuletzt ge-
ler, noch einen philosophi-
lang, alle Abschnitte, welche
j schen Denker, wol aber ei-
etzt die 3 Lehrstücke der Ma-
sonei bilden, in eine zusam- nen forschlaegierigen, in
menhängende Form zu bringen. der Kenntnifs masonischer
Die Fortschritte , die unsre Urkunden erfahren en,wahr-
Bundlehre von Tag zu Tag heitliebenden , anspruchlo-
machte, liefsen es uns alsschick-
sen, wohlwollenden, ehren-
lich ermessen, die amtliche Be-
werthen Mann, erkennen,
stätigung (sanction) von unsern
Schutzherren zu erlangen zu, der es mit der Brüderschaft
suchen. Verschiedene aner- herzlich gut meint, und dem
kannt ehrenwerthe und recht- es Freude macht, das von
liche Brüder vereinigten sich
ihm mühsam Gesamnilete
daher zu einem Gesuche bei den
angesehensten Mitgliedern derund Entdeckte seinen Mit-
Gesellschaft um Schutz und brüdern vorzulegen. Es
Unterstützung. Sie erfreuten thaten ihm mithin Nicola,
sich eines so glücklichen Er-Albrecht und Sfehröder (s.
folgs , als sie nur wünschen
konnten ; und seitdem ist der„ 3:AAdorf s 1Vrittheill."
Plan allgemein zur Grundlage S. 133-135 in der Note!)
unserer moralischen T.,ehrstiicke
grofses Unrecht, indem sie,
anenommen
g worden. Diesemweil 'seine Ansichten von
-Um - stande verdankt die vorlie-
dem Gegenstande nicht zu
gende Druckschrift ihre gün-
stige Aufnahme."] den ihrigen pa fsten , so
wegwerfend über ihn ab-
[Durch alles in den vor- sprachen. Letzterer vor-.
stehenden Abschnitten die- züglich, dem, sowie über-
ses Artikels Angeführte, haupt gelehrte Kenntnisse,
und durch die vielen hier also auch das kritische Ge-
und da in die „Encyclopä- fühl in Würdigung ge-
die" eingewebten Stellen schichtlicher Werke, nicht
aus den „Aufklärungen", zu Theil geworden war,
insbesondre B. 1, S. 295— hatte .i'efsler's Rüge am a. 0.
300 , B. 2, S. 300 f. und S. nur zu sehr verdient. — S.
427=-429, ist jeder Leser übrigens noch die „HU.",
i4, 1 den Stand gesetzt, über B. Ab.th. 2, S. 17-22, u.
unsern Prestom selbst, und Abth. 3, 5. 36 ff.!]
über den Geist und Gehalt
seines , von der alterthihn-
liehen Loge als mustergül- [ *) 5. die „Kunsturlik.".B. 1,
Abtli. 1, S. 94f., u.Abth.2,
tig ( classisch) empfohle- S. 85
9
130 PREUSSEN. PREUSSEN.

FREussr.N. Bis zum Tode 2ten Bds, S. 583, Z. 29 fr.,


des Königs Friedrich bezeichnen die Schriften,
heim, I., der die maureri- worin man Nachrichten
schen Versammlungen vers von der zuerst in Berlin
boten hatte, befanden sich gestifteten Mutterloge: zu
nur wenige Freimaurer in den drei Weltkugeln, findet.
diesem Lande ; mit der Die Reihefolge ihrer Grofs.
Thronbesteigung Friedrich's meister ist 1) 1741 K..Fried-
II. im J. 17.40 aber begann rich H., Dessen Deputirter
die glänzende Epoche, wel- 1747-1754 der Herz. Fried-
cher das Freimaurerthum rich Wilhelm von Holstein-
sich seitdem im ganzenUrn- Bed. (s. unter HOLSTEIN!)
fange Pieufsens zu erfreuen war ; 2) 1754 Baron von
hat. [Vergl. die Artikel: Bielfeld, bis er im 3. 1757
BERLIN, BIELFELD, FRIED,. die preufs. Staaten verliefs;
B.I Ui., FB.IEDRICII 3) 1757 der Marggraf Carl
HELM FRIEDRicn WIL- Wilhelrn Friedrich von Bran-
HELwr III., und s. in der denburg-Onolzbach ; (s. un-
altenburger „Zeitschrift für ter BRANDENBUR G ) 4)
FIVIrei " auf das J. 1824, 1761-1763 Baron von Prin-
11. 3, S.255-275, den Auf- zen ; worauf ein mehrjähri-
satz: Ueber die Begriindung, ger gesetzloser Zustand der
den Fortgang und gegenwär- Loge eintrat; 5) 1772-1797
tigen Zustand der Filfrei in der Herzog Friedrich August
den preufs. Staaten ; von von Braunschweig Liine-
A-- d !] burg , Dessen Deputirter,
Die im Art.: BERLIN, ge- (oder vielmehr altschott.
nannten drei Grofsexi Mut- Obermeister,) Er. von Wal-
terlogen und die von ihnen ner war; 6) 1798-1804 Er.
gestifteten Töchterlogen Zöllner und sein Deput. Er.
sind in dem königlichen .Zgartin, Heinrich Klaproth;
Edicte vom 20. Oct. 1798, 7) 1805 und folg. Jahre Er.
3 . 3, als tolerirt, von dem von Guionneau, zuerst mit
im 5. 2 enthaltenen Verbote ebendems. Deputirten, von
der für unzulässig erklärten 1817 'bis z. Febr. 1818 aber
Gesellschaften und Verbin.- mit dem Er. Beyer, und
duügen ausdrücklich aus- seit dem Tode des Letztern
genommen, ihnen jedoch. mit dem Er. Johann
die Befolgung derVorsc,hrif- kam Heinrich Nolte, Ober-
ten der M. 9-13 aufgege- consistorial- u. Schulrathe.
ben worden. Verel
b
auch Über die Grofse Mutter-
Tu G-EN BUND . loge: Royale York zurFreund-
[Die obigen Zusätze des sehe, sind nachzulesen:
‚ PREUSSEN. PREUSSEN. 131

,Recueil de Discours" etc., 2) das (*herzet „Taschenbuch


(s. den ,Art.: LESAULD DE— für FLerer auf 'das 3. 1798", 5.
NAr s!) p. 259-352; 1-51, und
2) „Jahrbücher der Gr. Loge 3) verschiedene Aufsätze in
Boy. York zur Fr. in Berlin", dem zu Parchini erschein einden
1798, in „Kalender für die Provinzial-
3) „Bevträge zur Geschichte Loge von Mecklenburg und
der Gr. Mutterloge R. Y. z..F." die zu ihrem Sprengel gehöri.
Berlin, 1798, in 8. , als Anhang gen Logen", und zwar im Jahr-
zur vorigen Numer; gange 1822 S. 61-81, 1823 5.
4) „Die gute Sache der FMrey 47-69, 1824 S. 61-8o, und 1825
in ihrer VViirde dargestellt" 5. 35-72, womit oben B. 1, 5.
u. s. w., Züllichau 1798, in gr. 119, Sp. b, Z. 7 u. ff. von unten,
8 ., und. bis S. 120, Sp. b, dann B. 2,
5) „Fefsier's Rückblicke" u. S. 342 f., und unten der Art.:
s. , vorzüglich Abth. S. ZINNEINDORT, zu verbinden
6-33. ist.
Ihre Grossmeister und Grofsmeister und abge-
depu.tirt. Grofsmeister sind: ordnete Grossmeister dieses
1) 1796 Bruder Delagoandre,, Logenbundes sind: 1) 1770
seit 1797 mit dem zugeordn. Er. Krönke, mit dem Er.
GIVIstr. Er. Fefsler ; 2) 1798 von, Zinnendorf; 2) 1773
bis zum. M. Juni 1801. Bi-. Lndwig Georg Carl Landgraf
s , on Sellentin, und sein De- von Hessen - Darmstadt, (s.
r utirter Ebenderselbe; 3) HEs ;EN rrit Ebendemsel-
1801-1810 Br. , und (en ; 3) 1774 Br. v. Zinnen-
sein Deputirter anfangs dorf, mit dem Er. von Castil-
Bbenders. , bis zu Dessen Ion; ; 4) 1775 Herzog Ernst 11.
Austritt aus der Loge im 3. von Sachsen-Gotha und .41-
1802, vonda an aber der tenburg (s. Gorrn.4..!) mit
am 6. Mai 1810 verstorbene dem Er. von Zinnendoif ;
Br. Georg Wilhelm Dettcher, 5) 1777 Br. Freiherr von der
Rendant und Buchhalter Golz, Generallieutenant, (s.
des li.11auptmünzcomptoirs; die Zusätze des B. 2, 3.594,
4) 1810 u. folgende Er. ney, Z. ff.! ) mit dein Br. von
und sein Deput. Er. Carl Castillon ; (3) 1778 Er. Mum-
August _Friedrich Arnelang, sen, mit Eben,dems. ; 7) 1780
Kriegsrath. Br. 12. Zinnendorf, mit Eben.
deins.; 8) 1782 Br. von Ca-
Endlich geben über die
stillon, mit dem Er. Burehard
Entstellung und den Fort«.
Werner Ludwig Cramer,
gang der Grolsen Landesloge
Kriegsrathe u.Hauptbanco-
von Deutschland einige Aus.
bu.chhalter; 9) 1790 Br. von.
kunft:
Beulwitz, mit dem Br. Gott-
1.) der soeben angeführte „Re-
cueil de Discours" etc., p. 277 fried Ernst Andreas Mültee.,
—552; Landrentmeistex der Kur.
*
132 PREUSS. RITTER. PRICHARI).

und Neumark ; 10) 1799 don 1730 herausgegeben,


Er. von Castillon, zuerst bis wovon eine Menge neuer
1804 mit dem unter Nr. 8 Auflagen gemacht worden
genannten Er. Cramer,, so- sind. [Den langen Titel
dann bis 1806 mit dem Er. hat Er. Krause vollständig
JoharznEriedrich Schuiz,Geh. in den „ KUrkk." , B. 1,
Oberfinanz -, Kriegs- und Abth. 2, S. 50 f., englisch
Domainenrathe, und end- und deutsch, geliefert und
lich mit dem unter der fol- S. 51-55 sonst das Nöthige
genden Numer erwähnten darüber beigebracht. S. 56
Er. Neander ; 11) 1814 Er. —81 stehen, nach dem Ab-
Neander Pan Petersheiden, (s. drucke des von Pr*ichard im
NEA7NDER !) mit dem Er. J. 1730 vor dem Friedens-
Friedrich Becherer, , Geh. richter ifophins abgelegten
Kriegs und Oberhofbau, Eides , „dafs seine Schrift
rathe ; 12) 1818 u. folgg. Br. das ächte Ritual der Grofs en
Johann, Heinrich Otto von Lo g e von London sey,"
Schmidt, Generalmajor und dann nach der Zueignung
Inspecteur der Artillerie, und Einleitung .Prichard's,
mit dem Er. Johann Michael die 92 Fragen und Antwor-
PaInzie' , Consistorialrathe, ten des Lehrlingsabschnitts
Prediger und Prof. an der und S. 80-83 Prichard's
k. Kriegsschule.] Selbstrechtfertigung, in
dem Urtexte und der deut-
PREUSSISCHE RITTER
schri. Übersetzung, Alles
(DER); S. NOACUITE. mit erläuternden Anmer-
Pni: . v5T ing l) RICHTER, kungen. Zur Note auf S.
oder IRLÄNDISCHE 51 ist noch hinzuzusetzen,
STER, (DER) ist der 8te Grad dafs , aufs er der dort er-
des Conseil des L'impereurs wähnten: „die zergliederte
d' Orient et d'Occident in Pa- Fig rey", <Frlift u. Lpzg,
ris und der 7te Grad des 17880 noch -vollständige
aus America nach-Frank- Verdeutschungen erschie-
reich eingefiihrten alteng.; nen sind, theils
lischen Systems. i) unter dem Titel : „Die
Zunift der Freyen- Mäurer,"
PRICE (HEINRICH); s. (u. s. w.) „Ans Licht gegeben
NO RDAIVIEB.ICA. durch Samuel Prichard, vor-
. mahlicrem Glied einer Zunfft.
PRICIIARD (SAIvitrr,) hat I ciammer. Aus der Vten Eng:ii-•
die Schrift: „Masonry, schen Auflage übersetzet, 1736."
„etw being an urzipersai so SS. in 8, , theils
2) in der Schrift: „Der sich
«ad genuine descrzption of all selbst vertheidigende Freymätt-
its branches" etc., zu Lau- Ter ,, u.s.w., (Franla. u.Leipz.,
PRICHARD. PRIMITIVE RIT. 133
1744,) nach der vorläufigen fügten Schreiben des Bruders
stor. Nachricht, auf S. 1-23, Euclid, (von welchen beiden
3) in den „Verordnungen, Stücken Auszüge in den „Ii.U."
Geschichte, Gesetze, Pflichten, B. 2, Abth. 2, S. 67-72 u. 485'
Satzungen und Gebräuche der —489 stehen,) Anlafs gegeben
Hochlübl. Brüderschafft derer habe.
angenomm. Freymaurer," -- dem „Gentleman's Ma-
„aus dem Engl. übersetzt von gazine”, Vol. L'Xi, Part 1,
Johann Kiienen.." — „Dritte
weit-vermehrte Aufl." (Frkft for the year 1791, erwähnt
u. Lpzg, 1744,) S.15-35, nicht (ler Verf. des Aufsatzes auf
aber in den oben im.Art.: p. 316 -318: „_Prichard's
riEN , angeführten ,„ Constitu- Schrift hätte bei den Frei-
tions" etc.),
4) in dem Buche: :Der neu- maurern, wievvol sie den.
aufgesteckte Brennendehein angenommen
LeuCh- Sc , ver-
ter des Freyrnäurer- Ordens" ächtliche Blicke auf selbige
usw., '(Leipzig, 1746,) S. 135 zu werfen, und ihren Inhalt
—157. — S. 135 steht am Ende als unwahr darzustellen
der Note a): „NB. Diese Nach- (in-
richten halt en in'sich den alten Pa) liciate, dennoch heftigen
Schlendrian des llaridwerks und Ärger und Unwillen erregt,“
werden in „ dem verrathenen und führt zum Beweis ei-
FMrerorden" (s. oben den Art.: nige Stellen aus „Derrnott's
PERU!) „der Freirnaurercate-
chisfnus genannt." .Ahiman Rezon" (s. diesen.
5) in dem „Neuen Constitu; Art.!) u. aus anderen Schrif-
tionen-Buche" usw., nach An- ten an; wodurch _Krauses
derson's zweiter Ausgabe vom Vermuthung an dem zuerst
5. 1738, (Fra.nkf. am M., 1741,)
angeführten Orte S. 52 f.
5. 323-346,
6) in der zroeyten vermehrten vollkommen bestätigt wird.]
Aufl. dieser Übersetzung, (ebd. PRIESTER (DER) ist die
1 745,) 5. 586-412, vermehrten 5te .Abtheilung der 7ten.
7) in der dritten
Auflage, (ebend 1762,) ebenfalls Stufe des dericalischen Sy-,
auf S. 386-412, und stems. S. CLERIKER.
8) in der vierten vermehrten
Auflap, Th. 1, (ebend. 1783,) , PRIESTER — ILLIT MIN A
• 50-578; wobei in Jeder (DEn) ; S. OrT.
dieser deutschen Ausgaben zu
Anfange in einer Note bemerkt PRIESTER (DER KöNIGLI.•
wird , daCs die Prichard'sche CIIE) oder jiCIITE ROSEN—
S chrift zwar nicht im engl. Ori- KREUZER, oder MELcuisE.
ginale des „C.-Buchs" stehe, DEcI-7., war die 5te Stufe in
.ennoch aber initgetheilt wer-
de, weil sie zu der sodann ver- dem Systeme der Asiatischem
deutscht folgenden, wahrschein- Brüder, sowie die 6ste der
lieh von Anderson vertatsten, Illuminaten, in Baiern.
der Ausgabe Desselben von 1733
angehängten, Vertheidigung- PRIMITIVE RITUAL (DAS);
Schrift und am diesem beige- S. RrruAt.
134 PRINCE.

PRIXCE DE ROYAL SE sitzenden Meister der Loge :


CRET (LE) ; s. GEHEININISS zur Eintracht, erwählt, wel-
(DER PRINZ VOM 1ÖNIGLI- che zwar im J. 1754 unter
CHEN). dem Namen : la petite loge
PRINCEYS oder DE S RE- de-la Concorde, von gedach-
GENTENGRAD war die 7te ter Mutterloge gestiftet
Stufe der Illuminaten in worden war, jedoch im fol-
Baiern. ES. in der Schrift: genden Jahre, wegen der
„Die neuesten Arbeiten des in letzterer eingerissenen
S.partacus und Philo in dem Unordnungen, sich wieder
Illuminaten-Orden"1, (1793, von ihr trennte. Der in
in 8;) S. 113472, ausführ- jenem Zusatze genannte Br.
liehe Nachrichten von der Bosenstiel sagt von ihm in
Aufnahme in denRegenten- den „Reden" usw., S. 21f.:
grad , sowie derselbe vom „ Mit Klugheit und Mäfsi-
Freiherrn von Knigge ent- gung, von feinem brüderlichem
worfen und von Preishaupt Sinne geleitet, brachte dieser
treffliche, um die Brüderschaft
und den Areopagiten ge- in den k. preufs. Staaten sehr
nehmiget worden war.] verdiente Meister bald eine Ver-
einiguu der Mutter mit den
PiuN z oder KöNrar vex beiden Töchtern: zur Eintracht
JERUSALEM (DER); s. JE," und zur Freundschaft, zu Stan-
IUY SA L E M. de. Am 2o. Mai 1761 wählten
PRINZ DER MAUREREI die säxnmtlichen Beamten die-
s er drei Logen den Br. von.Prin
(DER SEIIR ERLEUCHTETE zen einstimmig zum Grofsmei-
S OUVERAINE) GROSS ster, sowie den Er. Imbert, von
TER UND ERIIA.BENE C0IY1, der Loge: zur Eintracht, zum
TIXUR DES IZÖNIGLICIIEN ersten und den Er. Rircheisen,
(damal. Stadtpräsidenten und
GEHEININISS' ES, ist der 25ste nacliherigen, am 18. März 1825
Grad des Conseil des Ernpe- im 76sten Lebensjahre verstor-
reurs (I' Orient et d' Occident benen, Justizminister,) von der
in Paris. Lege: zur Freundschaft, zum
zweiten GrofsvorsteheX. Den
PBrINTzt.rz (BAnorr voN); Händen dieser einsichtvollen,
s. LERNAIS [und die in dem eifrigen, verständigen u. wohl-
Zusatze B. 2, S. 583, Z. wollenden Brüder übergab man
28 ff., angeführten beiden damals die oberste n,aurerische
Gewalt, unter der Benennung
Schriften !] des Triiunals; sie legten aber
[Er wurde am 10. Juni diese Amter, " (wie in der
1748 zum Grofs -Steward Schrift: „ Zur Einweihung"
der Grofsen National-Mut- u. s. w. , S. 31, erwähnt wird,)
„nach 5 Jahren, weil neue Fak-
terloge : zu den 3 Weltku- tionen und Trennungen ent-
geln, zu Berlin ernannt und standen waren , wieder nieder;
am 2. Mai 1757 zum vor- worauf eine unglückseligeAnar-
PROBEN. PROBEN. 135
chie 6 Jahre hindurch den 'Or- „Tm ältesten Lehrlingsfrag,
den auf das Tiefste verwun- stücke ist durchaus -von keiner
dete."] Prüfung, am Wenigsten von ge-
PROBE oder PRÜFUNGEN fährlichen und schreckhaften
Proben, eine Spur. Wie könnte
(DIE), welche der Candidat
Diefs auch? — da dergleichen
bei seiner Aufnahme beste- Proben und Prüfungen sich der
hen mufs, haben den Zweck, Antriebe von Furcht und Hoff-
nicht allein den Character nung, dem Geiste der Masonei
und die moralischen Kräfte und der Menschheit zuwider, be-.
dienen und insgesammt etwas
desselben auszuspähen, son- Schauspielhafies haben, wel-
dern auch durch ihre sym- ches die Reinheit und Ruhe des
bolische Bedeutung einen Eindrucks stört und mit der
unauslöschlichen Eindruck reinen Symbolik (Lehrzeichen-
bei ihm zurückzulassen. sprache) , sowie sie 'in dieser
Urkunde ausgesprochen ist,
[Nach Bitzot's „IVIanü el", durchaus nicht vereint werden.
edit. 1819, p. 141, sind die kann. Die, welche diese Li-
epreuves ma9onniques „71b0... turgie (Bundinnigung) einrich-
yen,s neste'rieux pour con-, teten , haben sich. völlig rein
innerhalb des Gebietes der Lehr-
ware le caracti;re et les clispo- zeichen in Fragform (des Sym.-
sitions d'un, re'cipiendaire.c] b olisch- Catechetischen) gehal-
Die Franzosen , die auch in ten und hierdurch mehr wah-
ernsten Dingen sogchwer ren Kunstsinn bewährt, als An-
dem vorgeschriebenen Pfa- dere, die reine Lehrzeichen und,
die Freforin mit frei-poeti-
de folgen können , haben schen, theatralischen und dra-
aus diesen Proben die ent- matis jhenZus
ätzen und Eirdtäu-
w ürdigendsten Alfanzereien schereien (Phantasmagorieen)
gemacht und stellen auf unverständig; vermengen und.
dadurch verderben undentkräf-
diese Weise denkenden Can- ten. — Wenn ich mich Ider
ilidaten gleich bei ihrem wider die unlauteren sogenann-
Eintritt in die Brüderschaft ten Prüfungen des Aufnahm-
die Maurerei als ein Narren- lings während der Aufnahme
spiel dar. [S. darüber das erkläre: so will ich damit
zweckruüfsige Prüfung d es s el-
oben im Art.: LENOIR, an- b en in Hinsicht seines Erken-
geführte Werk und die nens und seines Wirkens im
zehnte planche desselben; Leben (theoretische und practi-
und vergl. d. Art.: REiSEN!] sche Prüfungen) keineswegs
ausschliefsen; vielmehr sind
[Hier noch Einiges, was diese für -eine reiner Mensch-
sehr verdient, von den hö- lichkeit gewidmete Gesellschaft
Wern Logenbehörden beher- hinsichts aufzunehmender Er-
zigt zu werden , aus den wachsener durchaus wesentlich.
Nur ist dazu erföderlich,
B. 1, ,Abth. 1, 5. d afs sie mit o ffener Ehrlichkei t,
152, Note 37, u. Abth. .2, mit lauterer Liebe,' ohne allen.
5. 331 f. Hinterhalt, st,
alle Li Ver.
136 PROCESSIONEN. PROCESSIONEN.
stellung und Heuchelei , sich iniignien , zu halten, ist
nein im Guten halte und das
Recht der persönlichen Freiheit 'mir in England und Schott-
nicht verletze. — Es ist ein ver- land gebräuchlich, wo nicht
gebliches Streben , unwürdige selten die königlichen Prin-
Gebräuche, dergleichen die Prü- zen, Deputationen der Ma-
fangen, wodurch der Aufnahm- gisträte und die angesehen-
ling „in Furcht gesetzt werden
soll", (s. das neuengl. Fragstück sten Personen des Reichs
nach. Browne in den „Ii.U.", B. sich anschlossen. , Eine'
1, Abth. 2, 5.148 f. unter 69 !) in
deutliche Idee von einer
verschiedenen sogenannten Lo- solchen Procession kann
gensystemen sind, (z. B. Reisen
durch. die Elemente, gefährliche man sich leicht aus Preston's
Stellungen des Leibes , aben- „Illustrations ", oder aus
theuerliche Tritte und Sprünge, Lawrie' s „Geschichte", u.
u. dergl. mehr,) durch Über- s. w. verschaffen. S. von.
einstimmungen mit ähnlichen letztem Werke die deut-
Gebräuchen der griechischen,
ägyptischen und anderer My- sche Übers., S. 142 f., 159 ff., -
sterien beschönigen und als tief- 178 f., 186 ff., 194 ff., 215 ff.',
sinnig und ehrwürdig darstel. 223 fr., 234 .ff. und 255-263!
len zu wollen. Deng jene My- 5. 264 wird erwähnt, dafs
sterien unterliegen in dieser
Hinsicht ebendernselben Tadel; am 30. Nov. 1802, bei der
Grofswahl, eine prächtige
und leider ! sind eben jene t:Tber-
einstimmungen dadurch in das Procession von mehr als`
entartete Gebrauchthum ruehrer 1200 Brüdern aus dem Par-
Logensysteme gekommen, dafs liamentshause nach King's
die geheimnifssüchtigen Mit-
glieder derselben alle Nachrich- arms-tavern in Edinburg
ten, die sie über die Mysterien gehalten worden sey. Noch
der Alten aufbringen konnten, im J. 1819 waren , wie da-
sogar ohne sie gehörig geprüft mals englische Blätter mel-
zu haben , benutzten , uni ihre
neuangefertigten , Gebrauchtha- deten, am 23. Sept. in Bath
iner damit auszustatten. " — zurEinweihung einer neuen
Vergl. oben B. 1, S.. 15o,, Sp. a,
Loge der englische Gras-
u. 5. 465, ingl. die deutsche meister Herzog von Sussex,
Übers. von „ La' wrie'.9 Geschich-nebst dem irlandisch. Grofs-
te", S. 51 9 -521, 527 u. 542!]
meister, Herzoge von, Lei-
Pno C Esstowz, [Aufzüge, cester, und mehren engli-
reier2:üge ,] oder öffentliche schen Provinzialgrofsmei-
Umgänge, bei besondern. stern , und ungefähr 900
Gelegenheiten, als; Legung Freimaurer zusammenge-
von Grundsteinen wichti- kommen, die, mit den ma-
ger Gebäude, Begräbnisse sonischen Verzierungen und.
und dergl., in mauterischer Emblem en ihrer verschiede-
Ordnung und Kleidung, und nen Ämter und Grade ge-
mit Vortracruno-
t, t..., der Ordens- schmückt, in einem grofsen
TROGESSIONEN. PROCESSIONEN. 137

Aufzuge sich vom Rathhau. freudig empfangen wurclea und


se nach ihrem neuen Lo- sich zu einem sehr gjeschnlack-
voll eingerichteten Festschmau-
gensaale begaben.] se niederliefsen. Nach der
In andern Ländern haben Mahlzeit hielt der zeitherige
öffentliche Processionen der Grofsmeister, Er. Pene, den*
FMrer nur äulserst selten ersten Umzug um die Halle,"
(ohne dafs jedoch hier eines
stattgehabt; indefs pflegen zweiten gedacht wird, ) „ und
mehre Logen innerhalb ih- erklärte nach seiner Rückkehr
rer Mauern an gewissen mit lauter Stimme den erlauch-
Tagen, besonders am 24. ten Prinzen und unsern Mit-
bruder Ilerzol,
Juni oder Joharinistage, von Montagne, zum Grofsmer-
Umgänge zu halten. S. auch ster der Masonen." u. s. w.
TRATZE11L 0 GE. Pag. 213-215. „ Bei dem.
Grofsfeste am 24. Juni 1723 hielt
[In „Noorgiouck's Con sti-
Br. ff7harton nach dem Mittags-
tutions", p. 209, wird zum mahle den ersten Umzug uni
ersten Male unter dem J. die Tafeln und erklärte nach.
1721 eines Feierzugs der seiner Rückkehr unsren edlen
londner Gi:ofsloge gedacht, Mitbruder Franz &oft , Grafen
von Dalkietle" (s. oben Buc--
wo es heust CLEIT GH „ zum Grofsmeister
„ Nachdem die allgemeine der Masonen. Bei'ni näch-
Versammlung und das Grofsfest sten Grofsfeste im J. 1724 hielt
am 24. Juni in Stationers-Malle der GMstik Dalkieth naoir dem.
gehalten worden waren, traf Mittagsmahle den ersten Um-
der Grofsmeister Payne, nebst zug um die Tafeln, und zwar
seinen Aufsehern und den vo- in folgender Ordnung. —
rigen Grofsbeamten, ingl. den Br. Clinch eröffnete den Zug,
Meistern und Aufsehern von um Platz zu machen; 2) die
12 Logen, vormittags mit dem Schaffner, zwei und zwei, mit/
neuerwählten Grofsmeister in weifsen Stäben; 3) der Secre-
Queen's-arms tavern, in 81.Pctul's tair Cowper, mit der Protocoll-
iiirchspiele, zusammen. Nach- Truppe (bag), und zu seiner
dem sie die von ihnen in der Linken ein Logenmeister mit
Person des 131-s. Montagu getrof- einem grofsen Lichte ; 4) zwei
fene Wahl nochmals anerkannt andere grofse Lichter, die von
hatten, machten sie einige neue zwei Logenmeistern getragen.
Bruder, und unter diesen den wurden; 5) die vorigen Grofs-
.Lord Philipp 8tanhope, in der aufseher, Einer hinter dem An-
Folge Grafen von Caesterfield. dern, indem die jüngsten voran.-
Vonda begaben sie sich zu Fas, gingen; 6) die vorigen Grofs-
in ihrer cigenthümlichen Be- meister, der jüngste voran; 7)
kleidung und in gehQrigerForrn Sorrell und Senex, die beiden.
(in proper cloathing and due Grofsaufseher; 8) der abgeord-
form), nach der Halle, wo sie nete GMstr. Desaguliers allein;
von ungefähr 15o ächten und 9) der GMstr. Dalkieth zur rech-
treugesinnten rillte and faith- ten und der nenervvählteGIVIstr.
ful) Brüdern, die sämmtlich" Richmond zur linken Hand; in-
(masonisch) „bekleidet waren, dem vor Jenem das Constite.
138 PRO CESS1ONEN. PROCESSIONEN.

tionei buch auf einem liissen Grofsfeste, Art. VII, p. 384


von dem anwesenden Mstr. der seq., befindet. --
ältesten Loge. vor diesem aber „Nach der Mahlzeit soll der
das Schwert von dein Mstr. der- GMstr. den Umzug um die
jenigen Loge, der das Schwert Halle in folgender Ordnung
zugehörte getragen wurde. — halten. 1) Der Thürsteher
Als hierauf die Einsetzung des Oiler — Ziegel decker.) vor den
neuen GMsters auf Salomon's Tonkünstlern, um Platz zuma-
Stuhl durch den vorigen Grofs- chen. 2) Die Tonkünstler. 3)
in eister, und des neuen abge- Die Schaffner, paarweise. 4)
ordneten GIVIstrs. auf Hiram- Das erste Licht, getragen von
ilbbif's Stuhl durch den vori- dem Meister der vierten Loge.
gen abgeordn. GMstr., sowie 5) Die Aufseher der Schaffner-
die Ernennung der übrigen loge. 6) Der vorsitzende Mei-
Grofsbeamten, erfolgt war, hielt ster der Schaffnerloge. 7) Der
der GMstr. Richmond den zwei- Grofsarchitect. 8) Der Grofs-
ten Umzug um die Tafeln auf capellan. 9) Der Grofssecretair,
gleiche VVeise, wie den ersten, mit der "Protocoltmappe. 10)
nur mit der Abänderung,, dafs Der Grofischatzmeister,, mit
Br. Dalkieth, als der jüngste dem Amtsstabe (3/an. 11) Die
gewesene GMstr., in der Reihe Provinzialgrofsmeister; indem
der Erste nach den vorigen die jüngsten vorengehen. 12)
Grofsaufsehern war, und Rich- Alle gewesene jüngere Grofs-
7nond , als der Letzte, ganz aufseher; indem die jüngsten
lein ging, sowie sein Depu- vorangehen. 13) Alle gewesene
tirter unmittelbar vor ihm und ältere Grofsaufseher; indem die
seine beiden Grofsai ..tkelier vor jüngsten vorangehen. 14) Das
dem Deputirten, vor den Letz- zweite Licht, getragen yon dem
teren aber das Schwert und das Meister der dritten Loge: 15)
Constitutionenbuch getragen Alle vorige abgeordnete GroTs-
wurde. " Bei der Wahle d es meister ; indem die jüngsten
Lords Faisley, nachher. Grafen vorangehen. 16) Alle vorige
von Abercorn, am 27. Dec. 1725 Grofsmeister; indem die
ging, nach p. 216, der vorige sten vorangehen. 17) Das dritte
G Mstr. Richmond - weil Jener Licht, getragen von dem Mei-
abwesend war und ' Diesen zu ster der zweiten Loge. 18) Der
seinem Stellvertreter bestellt jüngere Grofsaufseher. 19) Der
hatte, in beiden. Uzngängen ältere Grofsaufseher. 2.0) Der
ganz allein. abgeordnete Grofsmeister. 21)
Endlich wurde ans 24. Der Meister der ältesten Loge,
Juni 1741 für die Umzüge mit dem, Constitutionenbuche
um die Halle bei allen künf- auf einem hissen. 22) Der neu-
tigen Grofsfesten nachste- erwählte Grofsmeister. 25) Der
D
w
Schertträger, mit dem Staats-
hende Vorschrift ertheilt, sch.vverte. 24) Der Grofsmei-
welche sich unter den, der ster. — Wenn der Letztere zum
Noorthouck'schen Ausgabe Stuhle zurückgekehrt ist, soll
der „Constitutions" ange- der Grofssecretair den neuer-
wählten GMeister zum Grofs-
hängten, allgemeinem An-
meister der Masonen für das
ordmiezgen. (regulation8) der nächste Jahr ausrufen. Dieser
Grofsloge, im Cap. pun dem soll sodann auf eine feierliche
PROCESSIONEN. PROCESSIONEN. 139

Art (u'Ws rerimiony ) durch den „in Zukunft die gewöhnli-


vorigen GIVIstr. auf Solomon's ch en endichen Aufzüge
Stuhl gesetzt und ihm durch.
Ebendenselben das seiner hohen der Gesellschaft am hohe/
Würde zukommende Kleinod Feste einzustellen, mit dem
umgehängt werden; worauf er Zusatze:
von allen Brüdern die Huldi- „Die Veranlassung zu dieser
gung Chomage, das Zeichen der verständigen Anordnung war,
Verehrung,) entgegennimmt." dafs einige treulose Brüder, die
• Dieser Artikel ist in der in ihren Erwartungen von ho-
neuen Ausgabe des zweiten hen Ämtern und Ehrenstellen
Theils der „Constitutions" in der Gesellschaft getäuscht
worden waren, eine Anzahl
vom J. 1815 aus jenem Ca- alltäglicher Possenreifser (buf-
pitel weggelassen worden. fooir ihe day) auf einem Bilde
In „Üofsdorfs. Mittheill.", zusammengestellt hatten, um
den öffentl. Aufzug bei'm. Grofs-
S. 232-234, steht eine Nach- feste lächerlich zu machen. Da
richt von dem Aufzuge, der nun hierdurch, wie man leicht
am 27. Dec. 1813 von 'den denken kann, Stoff zum Hohn-
beiden vereinter,iGrofslogen gelächter für die gaffende Men-
ge und zum Arger für die-Brü-
von England * innerhalb der
derschaft gegeben wurde ; so
F4VIrerhallu London ge- setzte diese, in ErwägimgDes-
halten wurde. S. übrigens sen, für* die Zukunft weislich
ebend. S. 233, Note 53, die fest" dafs ihre Verrichtungen
Erörterung des Umstandes, auf den Hirnfang ihrer eignen
Versammlung beschränkt seyn
dafs, wie in der vorstehen... sollten."]
den allgern. Anordnung un-
ter den Numern 4, 14 und [In dem oben S. Sp:
17 bemerkt ist, drei Lichter b, Z. 5 ff. angeführten par-
bei solchen Umzügen ge- chimer „Kalender" .für d. 3.
tragen werden sollen ! • 1825, S. 40-42, giebt der
Unter dem J. 1730 be- Provinzialgrofsmeister Br.
schreibt NoorthoUck , p. 221 Baron von, Nette!blatit (s.
seq., die Reiheordnung der diesen Art. in den Zusätzen
Mitglieder von der Grofs- des gegenwärt. Bds !) in sei-
loge bei einem öffentlichen ner Geschichte der njfrei in
Feierzuge, und p.318 in der Heckenburg, deren Anfang
Note noch umständlicher in d. vorhergehenden Jahr-
eine andre bei Gelegenheit gange 1824 steht, von einer
der Einweihung der Frei- in Wismar am Johannistage
maurerhalle im J. 1776, be- 1767 gehaltenen öffentl. Pro.
richtet aber p.252 seq., dafs cession der seit Uhr des
in der Versammlurik der Morgens bis' zum andern Tcs-
Grofsioge am 3. April 1747 ge früh um 2* Uhr, (wiihrend
beschlosser( worden scy, welcher Zeit, aufser dea
140 PROFAN. PROFAN.

eigentlichenLogenarbeiten, rerei durchaus keine ande-


der Vor - und Nachmittags- re Nebenbedeutung haben,
gottesdienst in der Kirche als: nicht eingeweiht, und
abgewartet, dann gespeiset, nicht zum Orden gehörig.
hierauf ein Concert ange- So ist auch einprofaner Aus-
hört und endlich die Feier- druck nicht ein ungesitte-
lichkeit mit einem Balle be- ter, sondern ein der sym-
schlossen wurde,) versamm- bolischen Bedeutung der
let gewesenen Brüder aus Worte und der maurerischen
dem Logenzimmernach dem, Sitte entgegengesetzter ; z.
entfernt gelegenen Hause B. Herr, statt Bruder; Prä-
eines Speisew-irths und sidend , statt Meister vorn
später zurück, Nachricht. u. s. w. , es
Eben.daselbst wird S. 53 ist keineswegs gleichgül-
erzählt: tig, sich jenes Worts in Be-
„Am 23. Mai 1775 ward" (in ziehung auf Nichtmitglie-
Braunschweig, s. dies. Artikel!) der der Gesellschaft zu be-
„der Convent in Gegenwart
des Durchl. Herzogs Ferdinand, dienen; weil es diese, we-
unter dem Vorsitze des Heer- gen des damit verbundenen
rneisters," (Baron von Hund.) Nebenbegriffs, herabvvürdi-
„feierlich eröffnet. Alle Brr., get. Br. Krause sagt in den
den Heernieister an der Spitze,
begaben sich in völliger Or- „HU.", B. 1, Abth. 1, 5. 305,.
densuniform zum Herzoge, um Note **), ganz recht:.
ihm vorgestellt zu werden, und „Diese, dem reinen *Geiste
zogen sodann in Procession zum der Menschheit und der Mensch-
Ordenshause. — Die Uniform. lichkeit widersprechende, folg-
bestand in purpurfarbenen Rö- lieh. unmaurerische, Benennung
cken mit goldenen .gestickten. ist, sofern man sie der Frei-
Schleifen , hellblauen Westen,' maurerbrüderschaft gebraucht,
weiTsen Beinkleidern, Stiefeln neuem Ursprungs und aus Nach-
und Sporen. Auf Rock und ahmung der Mysterien der Al-
Weste waren 9 Knöpfe, 5 und 3, ten entstanden. Das sogenann-
gesetzt. Die Mitglieder des te Freimaurerverhör unter Heiz>
Erovinzialcapitels hatten kleine ricli VI. nennt die Uneinge-
zugemachte Aufschläge mit 3 weihten das übrige Menschen-
Knöpfen, die Comthure und geschlecht" (andere Menschen;
Ritter carxnoisinfarbene Westen s. oben B.2, 5. io-15, Frage u.
mit goldener Einfassung und. Antw. 5, Fr. 6; Fr. u. Antw. 7,
goldnen Knopflöchern, die Ar- Antw. 8 u. Fr. u. A. io u. 11!)
migeri mit silberner Einfas- „und das älteste Lehrlingsfrag-
sung. Die 4ienenden Brüder stück nennt sie die »reit. Zu.-
hatten silberne Litzen."] dem ist das Profane dem Reli-
PROFAN [d. i. procul a giösen, nicht dem Menschlichen,
fano , vorn Tempel geson- entgegengesetzt, — also dieser
Name für Nichtmaurer unpas-
dert,,unheilig, gottlos.] Die- send. Eher könnte man sich
ses Wort soll in der Mau- des Namens: Fremde, bedienen.
PROFESSUS. PROVINZEN. 141.

Aber auch dieser enthält etwas' geht bis auf die' ältesten
Unmenschliches , da der Brii.- Zeiten zurück.
ders4aft kein Mensch, als
Mensch, fremd seyn soll. Man [PI', 0 VIN ZEN (DIE) DE3
sollte die Nichtmaurer nochUn- ORDENS DER TEMP E LIIER-
verbrüderte, noch nicht mit uns
Verbundene, äufsere Brüder, nEN , oder Ifeermeisterthii-
nennen.“ — Vergl. oben B. 2, mer, welche im Rund sch,en
8. 452, Sp. a! ] Systeme nach und nach
PROFESSUS ; , s. EQUES wieder hergestellt werden
PROFESSUS. sollten, waren : 1) Arrago-
nien ; 2) Auvergne ; 3) Lan-
PnornET (DER). Die guedoc (Occitanien); 4) Leon;
Priester der 7ten und letz- () Burgund; 6) Bretagne;
ten °esse der alten N.gypti- 7) an der Elbe und der Oder;
schen Mysterien führten. 8) am, Bhein. und 9) im, Ar-
diesen Titel. Siehe ÄGYP- chipelagus. S. „Fr. Nico-
TEN [und „die Hebräischen lai's Bemerkk. über den Ur-
Mysterien " u. s. w. „von sp run ge' u.s.w., im Anbange
Br.Decius" (d. i. G. L. Bein- S. 4-8, wo das Wapen ei-
hold), in dem 5teriAbschnitte ner jeden, mit seinem Sinn-
von der Schule der Propheten,
bilde und seiner Umschrift
S. 141-154!J (Devise), angegeben, deren
Prto2osiTioll (Dm); s. Abbildungen . aber auf dem
Vons cuLAG. Titelkupfer dargestellt sind.
PnoscEaBIREN ; s. VzB.- Die siebente Provinz war
13.A.NE.N. in folgende Bezirke und
PROTECTORIUM, SCHUT Z- Haus comm enden getheilt.—
BIUEF , (EIN) ist diejenige I. Die Diöces Ratzeburg, oder
Urkunde, in welcher von die niedersächsische. Zu dieser
Seiten der obersten bürger- gehörten die Conamenden :
3.) Hamburg, (hier die Präfek-
lichen Behörde' eines Lan- tur ivenack,) mit Litbeck,
des der Brüderschaft Schutz Bremen , dem Oldenburgi-
und Duldung zugesagtwird. schen und ganz Holstein;
S. z.B. den Artikel: F.RIED- 2) Copenhagen, (hier die Präf.
J3inin,) worunter ganz Dä-
na en II. nemark u. Norwegen, ingl.
PnoTocoLL (EIN), ist die Jetland, begriffen waren;
sebriftl. getreue Geschicht- 5) Rostock, und
erzählung des in der Sitzung 4) Wismar, (hier die Präfek-
tur Eckhorst„) wozu ganz
einer Logenversammlung Mecklenburg, Schwedisch-
Vorgegangenen, welche der Pommern und die Insel
Secretair während der Ar- Rügen gehörten.
beit selbst niederzuschrei- II. Die Diöces Danneberg.
ben hat. Dieser Gebrauch 1) Weimar, (hier die Präfek-
1.42 PROVINZEN. PROVINZIAL.
tur Danneberg,) mit Jena, 3) Nistitz, in Schlesien, ("hier
•Zerbst, Bereuburg, Gotha, die Präf. 21,opelsti!cit,) wozu
Erfurt u. s. w. ; ganz Schlesien gehör,te.
Hildburghausen
3) Harnoper, (hier die Prii.f.
Vergl. „des Anti-Saint-Ni-
Callenberg.) mit dem gan. caise dritten und letzten
zen damalig. Churfürsten- Theil", S. 60-58 !]
thume bis an den Harz, und
4) Braunschweig, (hier die PROVINZI_AL—CAPITULAR
Branopolis,) mit dem. VOM ROTIREN KREUZE (DER)
Harze. war der sechste Grad des
III. Die Diöces Droyszg. cloricalischen Systems.
i) Prag, (hier die Prälf. Ro- PROVIN Z TAL GRossivnzi-
domskoi,) und
2) Pilsen, mit den g-esainnaten
sTnit. (EIN) ist nicht allein
ösurreich.. Staaten. der vorsitzende Meister ei-
ner Pro vinzialloge ; sondern
IV. Die Diöces GornMern.
1) Dresden, (hier die PIes es erhielten auch einzelne
Gammern;) Maurer mit diesem Titel
2) Giirlitz, (hier die Prid. von der Grofsen Loge von
Baruth,) und London die Vorrechte und
3) Leipzig, (hier die' Przt.f.
.Derla,) mit Naumburg an
Macht einer Provinzial-
der Saale und Altenburg. loge.
[Über diese Würde, de-
V, Die Diöces Te.rnpelburg.
Mitau, (hier die Prid. Tem- ren Wesen, weil' sie ver-
pelburg,); schiedentlich auch an deut-
2) Riza, mit Curlan.d., Lief- sche Brüder vertheilt wor-
lanä, und Polen, welches den ist, eine nähere Be-
Letztere aber in der Folge
einen eignen Sprengel bil- trachtung verdient, enthal-
dete; ten die allgemeinen Verord-
3)-Danzig und nungen (Vegulations) der
4) Königsberg, worunter ganz Grofsloge in .Noorihouck's
Preufsen begriffen war. Ausgabe, p. 370 sequ., nach-
VI. Die Diöces Supplinburg. stehende Artikel. —
1) A'nspach, (hier die Präf. „I. Das Amt des Provinzial-
Supplinburg,) wozu Schwa. grofsmeisters wurde besonders
ben ; im 3. 1726 *) als nothwendig
2) Bayreuth, wozu Franken,
und
3) Frankfurt am Main, (hier *) Bis zum M. Februar dieses Jah-
res war Lord Paisley, nachher
die Prii.f. Rittersfelde,) wo- Grafvon Abercorn, Grofsmeister
zu die rheinischen lireise. ' und. Dr. Desaguliers Dessen De-.
p utirter gewesen ; und Min wur-
VII. Die Diöces Templin. e Gr(zf vonirichiquin (s.
i) Berlin, (hier die Präfectur zum CrIVIstr. erwählt. „Unter
dem Schutze dieses hochadeli-
Templin,) wozu das Bran- gen Herrn" — sagt Preston in
denburgische, den „Illustrr.", ed. 1812, p. 225
2) Stettin, wozu Preufsisch- seq. — „pflanzte sich die Kunst
mit bedeutendem Erfolge fort.
Pommern, und Dieser Zeitpunct ward dadurch
PROVINZIAL. PROVINZIAL. 143

anerkannt; indem die aufser- von ihnen dazu für geschickt


ordentliche Vermehrung der erkennt, bewilligt wird; jedoch
Zunftleute, ihre Reisen in ferne nicht auf Lebenszeit, sondern
Gegenden und ihr Zusammen- bis auf Widerruf (duriwg plea-
treten in Logen ein unmittel- sure)."
bares Oberhaupt erheischten, „111. Ein solchergestalt ab-
an welches sie sich in allen Fäl- geordneter (deputed) Provin-
len wenden könnten, in denen. zialgrofsin eister ist in seinem.
es unmöglich war, die Entschei- besondern Bezirke mit der Ge-
dung oder Meinung der Grofs- walt und dem Range einesGrofs-
loge abzuwarten." meisters beliehen (invested) und
„JL Die Anstellung, dieses berechtigt, die Kleidung eines
Grofsbeamten ist ein Vorrecht Grofsbeamten zu tragen, und
des Grofsmeisters, von dein, innerhalb seiner Provinz Logen
oder in seiner Abwesenheit von einzusetzen. Er ist, vermöge
dessen Deputirten, eine Deph- seines Amts, ein Mitglied der
tation" (Vollmacht zur Stellver- Grofsloge und hat bei allen öf-
tretung) *) „demjenigen ausge- fentlichen Versammlungen sei-
zeichneten und fähigen Bruder nen Platz unmittelbar nach dem.
(brother ofeminence and ability) GrofsschatzmeiSter. Er ist fer-
in der Zunft, welchen Einer ner ermächtigt, Grofsbeamte
für seine Provinz zu bestellen,
die berechtigt sind, die Klei-
merkwürdig, Urs sich die Brü- dung der Grofsbeamten zu tra-
der von lj7aZes zuerst unter das
Banner der Grafsloge in London. gen, und die jedes andere Vor-
begaben." — — „Bald nach die- recht derselben geniefsen, so-
sek- Vereinigung wurde das Amt lange sie in ihrem besondern.
einesProvinzialgrofsmeisters ein-
gesetzt und die erste Deputation Bezirke ihr Amt verwalten, mit-
vom Grafen Inchiquin am 10. Mai hin zu keiner andern Zeit und
1727 dem Esq. .Hugh irarburton, an keinem andern Orte; euch
für den nördl. Theil von Wales
bewilligt, und so dann ani24. Juni sind sie nicht Mitglieder « der
dem Baronet 1,..duard Mansen für Grofsloge."
den südlichen Theil. Nun ver.
mehrten sich nach und nach die „IV. Er ist verpflichtet, mit
Logen in den Provinzen (in the der Grofsloge einen Briefwech-
country). Es ' wurden mehren sel zu unterhalten, und wenig-
Herren Deputationen bewilligt,
um das Provinzialgrofsmeister- stens einmal in jedem Jahre ei-
amt sowol in verschiedenen nen ausführl. Bericht über seine
Theilen. Englands, als in einigen amtl. Verrichtungen (proceed-
auswärtigen Orten, wo Logen.
von englischen Masonen regel- ings) einzusenden. Auch wird.
märsig eingesetztworden.waren, von ihm verlangt, dafs er zu-
zuverwalten ; und während der gleich eine Liste der von ihm
Grofsmeisterschaft des Grafen
v. Inchiquin ward eine briefliche eingesetzten Logen, nebst ihren
Urkunde (warraut) zur Eröff- Beiträgen zur allgemeinen All-
nung einer neuen Loge in. Gi-
bralta'r ausgefertigt." mosenkasse und dem üblichen
Anm. des Herausg. Geldbetrage, der für jede von.
*) Gegen den hier gebrauchten ihm eingesetzte Loge zu erle-
Ausdruck : Deputation, ist in der gen ist, sowie solcher in seiner
neuesten Ausgabe der „Consti- Vollmacht bestimmt wird, *)
tutions" von 1815, wo diese Ar-
tikel, wie man hier sogleich le- überschicke."
sen wird, in veränderter Gestalt
p. 45-51 abgedruckt stehen,
die Benennung: Patent (offener *) Nach dem 4ten 'und Sten Art.
Brief), vertauscht worden. des Abschnitts über die Kasse zur
. Anmerk, d. _Fierausg. Erbauungein,er Halle, p.816, rauft
144 PROVINZIAL. PROVINZIAL.

Dann wird sich noch auf &elinafsige Art eingesetzt wer.


en 31 sten A rtik el des d Ab
Ab- den. Ein Provinzialgrofsmei-
Schnitts von dem A.uss ster kann indefs nicht für einen.
sd Ausschus-
Bezirk in Grofsbritanien ange-
se für die Allmosenliasse stellt werden, in welchem nicht
(Cornmittee of Charity) he- fünf regelmäfsige Logen zur
zogen, der also lautet. — Zeit einer solchen Anstellung
„In der Grofslogenversam- Idn en sind. "
vorhande
m
vom 27. Januar 1768 war- , welche
er
de beschlossen, dafs jeder künf- in seinem Bezirke besuchen
tig angestellte Provinzialgrofs- wird, soll er den Vorsitz haben,
meister , der nicht zuvor das mit seinem Deputirten z ur Rech.-
Schaffneramt versehen habe, bei teil und dem Logenmeister zar
seiner Einsetzung zo Guineen Linken. Sind seine Aufseher
zur Allmosenkasse entrichten gegenwärtig, so versehen Diese
solle." während seiner Anwesenheit
das Amt der Aufseher dieserbe-
In den, im zweiten Theile sondern Loge; sind sie aber Ja-
des neuesten engl. Constit.- wesend , so kann der Provin-
Buchs p.16 ff. befindlichen, zialg,rofsmeister die Aufseher
der L o ge,
b oder andere Meiste'r-
albremeinen Verordnungen maurer, anweisen , die Stellen
der Grofsloge zur _Regierung seiner Aufseher für dieses Mal
der Zunft ist der vorstehen- einzunehmen."
de Iste Artikel der Eingang „Er soll anhiren und ent-
des Abschnitts s'on dein Pro- scheiden jede Art von masoni-
pinzialefrofsrneister (D. 45— sch er Beschwerde oder Unregel-
mäfsigkeit in Beziehung auf die
51), und dieser sodann in Loen g oder auf einzelne Maso-
folgende '13 Artikel getheilt. nen- in seinem Bezirke und kann,
Der vorige 2te Art. fängt nach Mafsgabe der allgemeinen
dden ersten neuen
neu an worin Zunftzesetze, entweder mit ei-
an,
nem 'verweise, oder mit einer
es weiter heifst:
Geldbufse (line.) oder mit der
„Durch dieses Patent ist er einstweiligen Ausschliefsu.ng
'
in seinem besondern Bezirke oder Absetzung (suspension),
mit der Gewalt und dem Range, bis zur nächsten Zusammen-
sowie Beides dem Grafsmeister kunft der vereinten Grofsloge
selbst zusteht, beliehen ; und 'verfahren. Ein schriftlicher,
er mufs bei der ersten Versamm- das Vergehen und. das darauf
lung 4der Provinzialgrofsloge, anwendbare Gesetz , nebst der
welche er nach seiner Anstel- Entscheidung, darstellender
lung halten. wird, auf eine re- Aufsatz (minict6',) über alle sol-
che amtl. Verrichtungen mufs
jede neuconstituirte Loge für
dem Grofsrneister überschickt
das Eintragen in die Protocolle werden. Ist der Fall so schrei-
der Greisloge eine Guinee und enci. (flagrant) , dafs er, nach
eine halbe, um die Constitu-
tionurkunde auf Pergament zu dem ththeile des Provinzial-
schreiben, 5 Guineen aber, wenn grofsmeisters, dieAusstreichung
die Urkunde auf Velin, mit den einer Loge aus den Registern,
gewöhnlichen 'Verzierungen, ge- oder die Ansstofsting eines Bru-
schrieben seyn soll.
d. Herczusg. ders , nach sich ziehen dürfte,
PROVINZIAL. PRÖ17IN2AL. 145

so niufs der Provinzialigrofsmei- len. Leisten sie keine Folge,


ster darüber einen besondern. oder geben sie keinen ausrei-
Bericht, knie Hinzufügung sei- eh enden Grund ihrer verwd
nes Gutachtens, an die vereinte gerten Folgeleistung an, so mufs
Grofsloge erstatten." die Auffoderung 'wiederholt
„Der Provinzialgrofsmeister werden. Sollten sie sodann
hat nicht die Macht, einen Ma- noch. in ihrem Ungehorsanie,
son auszustofsen ; dagegen kann beharren, so mag eine solche
er, wenn er sich überzeugt hat, Loge oder ein solcher Bruder
dafs ein Bruder von Seiten ei-, vor der Hand aufs er Thätigkeit
ner Loge auf eine unrechtmä- gesetzt und das Verfahren ent-
fsig-e oder ungesetzliche Weise weder der vereinten Grofsloge,
entweder irgend Eines seiner oder dem Grofsmeiseer, gemel-
masonischen Geschäfte oder det werden."
Vorrechte auf eine Zeitlang ent- „6. Er hat die Macht, seine
setzt, oder aus der Loge ent- Einwilligung . zur Verlegung
fernt, oder ganz ausgeschlossen. einer Loge von einer Stadt in
worden ist, anordnen, dafs sel- die andre in seiner Provinz,
biger sofort wieder eingesetzt oder aus dieser in eine andre,
werde; auch kann er diejenige oder aus einer andern in die
Loge oder denjenigen Bruder, seinige, entweder zu ertheilen
die oder der sich weigern möch- oder zu versagen."
te , einer solchen Anordnung „7. Er soll an einem solchen
Folge zu leisten , bis zur Orte seines Bezirks, welcher
n ä ch s tkom m en d en vierteljähri- ihm dazu am Passen dSten dünkt,
gen Versammlung aufs er Thä- in jedem Jahre wenigstens zwei
tigkeit setzen.'(suspend). El. Provinzialgrofslogenversamrn-
ist indefs zu bemerken, dafs in langen halten, von denen die.
allen Fällen vom Provinzial- Eine zugleich ein, xnasonisch.e5
grofsmeister entweder an die Fest seyn und entweder am Fe-
Grofsloge, oder an den Grats- ste Johannis des Täufers, oder
aneister, eine Berufung (appeal) an einem andern Tage, den der
eingelegt werden kann." PGMstr oder Dessen Deputir-
„4. Er ist, vermöge seines ter dazu bestimmen, gehalten
Amts, ein Mitglied der verein- werden kann. Auch kann er,
ten Grofsloge und hat seinen so oft er es für n.öthig hält, au-
Platz unmittelbar nach den ge- fserordentliche Provinziallo-
wesen en zugeordneten Grofs- genversammlungen (of emer-
meistern. Nach fünfjähriger, gency) zusammenberufen."
Axntierung wird er auf seine „8. Es ist erfoderlich, dafs
übrige Lebenszeit Mitglied der entweder er selbst, oder sein
Grofsloge." Deputirter, mit der vereinten.
„5. Der Provinzialgrofsmei- Grofslobcre einen Briefwechsel
ster kann in seinem Bezirke je- unterharte und dem Grofssecre-
der Loge oder jedem Bruder tair, entweder zur Zeit der
aufgeben, dafs sie entweder vor vierteljähr. Versammlung im,
ihm erscheinen, oder dafs jene M. März, oder noch früher,
die briefliche Urkunde der Ein- nen ausführlichen schriftlichen
setzung, sowie die Bücher, Bericht von seinen amtlichen
Schriften und Rechnungen, der Verrichtungen und von. dem
Loge, oder dieser sein en Logen- Zustande des Masonenthums in
mitgliedschein , vorlegen sol- seiner Provinz, nebst einer Liste
10
PROVI..>ZIAL. PROVINZIAL,

von den etwa seit seinem letz., sandigen Wohnsitz in der Pro«
ten Berichte eingesetzten Logen vinz haben."
und den "defshalb der vereinten „11. Der Proyinzialgrofsmei-
Grofsloge zu. erlegenden Gebüh- ster xnufs den Namen und den
ren (fees.), einsende." Aufenthaltsort seines Deputir-
„g. Er bt ermächtigt, einen. ten. allen Logen seines Bezirks;
Peputirtert und andere Grofs- sowie dem Grofssecretair, um.
beamten für seine Provinz zu Solches in das Register einzu-
bestellen, die aber im Bezirke tragen, binnen der Dauer eines
wollnen, und zu einer Loge des- Monats nach der Anstellung
selbene als, Beiträge leistende schriftlich bekannt machen und
(subscribings) Mitglieder gehö- zu gleicher Zeit genau angeben,
ren müssen, Sie sind berech- ob seine Absicht sey, dafs die,
tigt, iis ihrem besondern Bezir- Geschäfte der Provinz entweder
ke, nicht -aber" anderswo , zu. durch ihn selbst oder durch.
tragen- die Kleidung und zu ge- seinen Deputirten besorgt wer-
niefsen. alle Gerechtsame und den."
Vorrechte der Gl.ofsbeamten, „1.2. Wenn der Provinzial-
erlangen indes durch diese An- grofsmeister entweder stirbt,
tellung nicht die Mitgliedschaft oder seine Stelle niederlegt, oder
bei der vereinten GrofsIoge. derselben entweder einstweilen,
Auch kann der Provinzialgrofs. oder für immer, entsetzt wird :
meister, zu Besorgung der öco- so erlischt die Vollmacht sei-
n.ornischen. Angelegenheiten, nes Deputirten; und es kann
Grofssehaffner anstellen , die, keine" Provinzialgrofslogenver-
solange sie ihr Amt bekleiden, sammlung- gehalten werden, so-
Mitglieder der Pro vinzialgrofs lange nicht entweder der Pro--
loge sind, dennoch aber weder vinzsalgrofsineister wieder ein-
einen bleibenden Rang, noch gesetzt oder ein Nachfolger be-
Auszeichnung, in der Provinz, stellt worden ist."
erhalten." „13. Da der Provinzialgrofs-
„so. Um sich der regeln-01%i- xnesster sein Amt nach dem Wil-
gen Vollziehung. der 0 b liegen- len und Gutdünken des Grofs-
heiten des 'Provnizialgrofsmei- ni'-eisters verwaltet; und da die
sters zu vergewissern, und um Gewalt sowol des Deputirten,
den Nachtheilen vorzubeugen, als der Provinzialgrofsloge, ein
die aus det Vernachlässigung Ausilufs der dem Provsnzial-
derselben entstehen. müssen, grofsmeister verliehenen Macht-
Mag er seinen Deputirten be- vollkommenheit(authority) ist;
vollmächtigen, dafs er alle seine so xnufs Dieser oder Dessen De-
amtlichen Geschäfte in seinen,. putirter dafür verantwortlich
Namen verrichte, und ihn zu. seyn dafs die Provinzalgrofs-
diesem Zwecke vermittelst ei- loge 'die gesetzlichen
i Grunzen
nes von ihm unterzeichneten ihrer Gewalt nicht überschreite.
und mit seinem Siegel versehe- Er mufs daher über alle seine
nen Patents mit der erfoderli- amtlichen Verrichtungen rieh-
chen Gewalt, bis auf Widerruf, tize Protocolle (minutes) auf-
beleihen; der Deputirte xnufs nehmen lassen und solche erfo-
aber bei einer gesetzlich eisige- derlichen Falls dem Grofsinei-
setzten Loge als deren Meister ster oder der Grofsloge vorle-
-v-orschriftmäfsig gedient (regu- gen."
larly sertieci) und seinen be- Nun folgen p. 51 sequ.
PRMINZIAL.. PROVINZTAL. 147

noch tarchsiehende beson- besucht, den V6rsitz. Ist aber


dere lestimmungen wegen der Provinzialgrofsmeister ge-
genwärtig, so ist sein Platz zu
des depzitirten Dessen rechter und des Logen-
rfrofsineiste7-s. meisters zu Dessen linker Hand.
„ Da 'es äufserst wünscliens- Er ist nicht , vermöge seines
werth und für das Gedeihen der Amts, ein Mitglied der verein-
Zunft höchst erspriefslich ist, ten drofsloge, noch berechtigt,
dafs Personen von. -hohem Range die Kleidung eines Grofsbeam-
und Ansehen in ihien Grafschaf- ten aufserhalb seiner Provinz
ten das Amt eines Provinxial-- zu tragen."
grofsmeisters über sichAelimen Vergl. oben B. 1, S. 119,
so ist einem solchen-Beamten Sp. b, Z. 7 ff. von unten, bis
verstauet, einen Deputirten zu S. 120, Sp. b, u. B. 2, S.
342 f.,
bestellen, durch den, wenn er
dazu gehörig bevollmächtigt sowie den folgenden Arti-
w'Orden; alle seineamtlichen Ge- kel! Auch ist hierzu in den
schäfte besorgt werden können." „freyen Bemerkungen" ii.
„i. Der deputirte Provinzial- s. w. „von Cliliistian _Ro-
grofsmeister mufs zuvor in dem se," der 8te Abschnitt von
Amte eines . Meister bei einer den National- zond Provin-
regelmärsigen Loge gestanden
und. seinen Wohnsitz in der zialgrofsineisterthihnern der
Provinz haben. . Sein 'Name freyen 31aur'erey,S.133-149,
und Aufenthaltsort mafs von nachzulesen.]
dem Provinzialgrofsmeiseer
len Logen des Bezirks, sowie (E E.
dem Grofssecretair in London, GnossE) isdie von d e m
um Solches in das Register ein-
zutragen, binnen der Dauer ei- Sitz einer Grofsen Loge
nes Monats nach der Anstellung, entfernte, ihr
schriftlich bekannt gemacht Grofse Loge, welche, mit
werden,. Auch mufs zu glei- der Autorität [Machtvoll-
cher Zeit angegeben werden, kommenheit] der ersteren,
ob die Geschäfte der Provinz
entweder durch den Provinzial- die unmittelbare oberste Be-
grofsmeister oder durch Dessen hörde der einzelnen zu h. i-
Depütirten besorgt werden." rer Gerichtsbarkeit gehö-
„ Er verwaltet sein Ami renden Logen ausmacht. S.
bis auf 'Widerruf; und seine
den vorigen Artikel!
Vollmacht erlischt bei dem Ab-
sterben des Provinzial,grofsmei- [Hinsichtlich der Provin-
sters , oder wenn_ Dieser seine zialgrofslogen enthält die
Stelle niederlegt, oder Derselbe neueste Ausgabe der ,,Conr
entweder einstweilen, oder für
immer, entsetzt wird." sthutions'', p: 52-56, fol=
„5. Er ist mit dem ,Rane ei- gende Vorschriften. —
nes deputirten Grofs meisters „1. Die Provinzialgrorsioge
beliehen und hat, insofern nicht j eder Provinz mufs wenigstens
der Provinzialgrofsm eister ge- zweimal in jedem . Jahre von
genwärtig ist, in derjenigen dem ProvinzialgrofsMeister od.
Loge seines Bezirks, welche er Dess en Deputirten versammlet
*
148 PRÖVINZIAL. PROVINZIAL.
werden, von welch en Vers amm- „4. Da in verschiedenen Pro-
lungen. die Eine zugleich ein. vinzen die Erfahrung gelehrt
xnasonisches Fest seyn und ent- hat, dafs aus der Errichtung
weder am Feste Johannis des einer örtlichen zuwohlthätigeit
Täufers, oder an einem andern und andern masonis"chen Zwe-
Tage, den der Provinzialgrofs- cken. gewidmeten Nasse grofser
211 eister oderDessn D ep utirter Vortheil entspringt; so Wird
dazu. bestimmen, ,,gelialten wer-
den kann."
j ede Trovinzialgrofsloge er-
inächtigt, den Bezirkslogen auf-
„2. Die gegenwärtigen -lind zugeben, dafs sie Gelder zu die-
gewesenen Provin.zialgrofsbe- sem erwünschten Zwecke, au-
amten, so-vvie:die Logenmeister, fser den an die vereinte Grofs-
Aufseher uni{ alle•geweseneLo- loci-e zahlbaren Gebühren, ent-
gerim eister, ' inscsfe„rn sie Bey- richten sollen. Diese Zahlun-
träge leistende Mitglieder einer gen dürfen indefs den nachver-
Loge des Bezirks sind, gehören zeichneten Geldbetrag nicht
als Mitglieder iiir,Provinzial- überschreiten, als : vierteljähr-
grofsloge. Der Logenmeister lich 6 Groschen (i2e7ide) . von
und die Au42ier Sollen, wenn j edem beitragenden Mitgliede
sie gehörig-'eingeladen worden, einer Loge, 5 Schillinge von
bei den Versammlungen dersel- j edem Neuaufgenommenen, und.
ben. sich einfinden oder einige einen Schilling von jedem Mit-
vollkommen dazu passende Brü- gliede;das seit der letzten Zah-
der abordnen., um ihre Stellen lung sich einer Loge ang-eschlos-
zu vertreten. Zu Besorgung sen hat. Diese Art der _Besteue-
der öconomischen , Angele'gen- rung-, nach dem Verhältnisse
"leiten können Provinzialgrofs- der Mitgliederzahl,. darf unter
schaffner angestellt' Werden, die, k.einern Vorwande verändert
solange sie ihr Amt bekleiden, werden, wiewol die Summen
Mitglieder der Peovinzialgrofs- herabgesetzt, abgeändert oder
lop-,e sind, clenno9h . aber weder gänzlich in Wegfall gebracht
einen bleibenden Rang, noch werden können. So können
Auszeichnung, in.' der Provinz auch Logen in den Provinzen.
erhalteni.", in keinem Falle zu solchen Ge-
" 3. Die Pxovinzialgrofsloge b Uhren angehalten werden, wel-
hat die Macht,lYebengesetze che die stets von jeder Loge im.
(by-laies) ihrer innern Re- londner Bezirke bezahlten über-
gierung zu entwerfen, und Ver- steigen ; indem ihre Mitglieder
ordnungen zur Leitung der be- den Vortheil geniefsen', sowol
sonderen Logen in der Provinz an der hasse ihres Orts , als art
zu . geben, vorausgesetzt, dafs der allgemeinen Armenkasse in
i• .ei.ne derselben den Gesetzen. London, Theil zu haben."
und Constitutionen. der verein- „5. Die Provinzialgrofsloge
ten Grofsloge von England ent- kann hinsichtlich der .Anweri-
gegen, noch mit ihnen unver- dung dieser hasse solche Ver-
einbar, sey." *) anstaltungen, als sie für nöthig
erachtet, verfügen:"
*) Man sehe z. B. das „Constitu-
tions-Buch der Grorsen. Provin-
zial Lo&e von Hamburg und Pro-vinzialgrorsloge, den depu-
Nieder-Sachsen", dessen erster tirtenProvinzialgroihmeister und
Theil, S. 1-28, die Gesetze und die übrigen Provinzialgrol:sbe-
Verordnungen in Bezug auf den amten enthält.
Provinzialgrasmeister und die Anm. d. Herausg.
PROVINZIAL: PUBLICITÄT. 149
" 6. Die Provinzialgrofslog.e „9. Sollte übrigens der Pro-
soll jährlich einen Schatzmel- vinzialgrofsmeister die Mei-
ster erwählen, der ordnungma- nung der Provinzialgrofsloge
fsige Rechnung über Einnahme über eine Masonisae Maga
und. Ausgabe dieser .Fiasse zu o der Unregelmäfsigk- eit wel-
halten hat. Diese Rechnun.gen che in seiner Provinz vorke-
müssen bei jeder Versammlung kommen, erfodern. , so mufs sel-
der Provinzialgrofsloge vorge- b,ige die Sache vollständig er-
legt und jährlich. einmal abge örtern u4. ihre Meinung dar-
nommen, auch Abschriften da- filoter dein: PrOvinzialgrofsmei-
von an ,die Bezirkslogen ge- ster hinterbringen', Welchem
schickt werden.« die endliche Zraßoheisclung über-
sollen richtige Nah- lassen bleibt; es wäre denn, dafs
richten und PrO to colle von allen gegen eine solclae Entscheidung
Verliandl4gen der 121...C3vinizial- eine Berufung än die vereinte
grofsloge in ein dazu bestimm- Grofsloge einträte."]
tes Buch eingetragen und die- PRiiFITI,I. GEN (DIE.); S. 0—
ses erfoderlichen Falls von dem
Provinzialgrofsmeister dem' BEN.
Grofsmeister oder der -Grofs- PSiLTDONAIST.E. (DER); S.
loge vorgelegt werden." OB.DENSN.A.ME...
„8. Ia die Provinzialg, rofs-
loge ein Ausflufs der dem Pro- PUBLICITIT , oder Öl,—
vinzialgrofsmeister verliehenen' (DIE. F.REI.,
Machtvollkommenheit ist; so ivi.Aun.ERIscnE) IN DRITCU-
stehen ihr keine anderen, Ge- SCHRIFTEN. Über diesen
reelumme, als die hier.-angege-
Gegenstand ist oft und viel
benen, zu. [heraus folgt denn,
dafs eine Provinzialgrofsloge gestritten worden; wobei
nie anders , als mit Genehmi - die eine Partei sich auf den
gung. (sanction) des Provinzial - Maurereid, nach welchem
grofsmeisters oder Dessen De-1 weder durch Schrif, t , noch
putirten, zusammentreten kann,
-und dafs sie, zu seyn, aufhört, durch Bildnerei oder Worte,
wenn der Provinzialgrofsmei- das Geheimnifs der Freinialb-
ster entweder stirbt, oder seine rerei verrathen werden soll,
Stelle niederlegt oder derselben stützt und dagegen eifert,
entweder einstweilen, oder für die andere aber, sich auf
immer, entsetzt wird, solange
er nicht wieder eingesetzt oder die Beispiele selbst der äl-
ein Nachfolger angestellt wor- testen und strengsten Gro-
den ist ; worauf sie, .kraft der fsen Logen berufend, die-
Machtvollkommenheit Dessel- s' elbe unter gewissen
ben, wieder auf eine regelmii-
fsige Art zusammenberufen s chränkungen vertheidigt.
werden kann. Entweder der Zür Erö,rterung der Gründe,
Provinzialgrofsmeister, oder für und wider ist hier der
nach Befinden Dessen Deputir- Platz nicht. [S. den Art:
ter,, ist dafür verantwortlich, 1,11-EJLA. TU; verbunden mit
dafs die Provinzialgrofsloge
ihre gesetzlichen Geiechtsame den A.rtt.: .A>DERSOle , EID
nicht überschreite." uüd GEIIEIIVIVIS 'S, dann
150 PUBLUTTAT.. J'UBLICITÄL
S. 121, und B. S.256,260 letzten Sitzung. des Ausschusses
u . 317 f., auch B. 3, S. 100, für "Ras nis ch e Unterstützan.
gen (corninittee of charity), wel-
Note **)1 Ausführlich ha- che jetzt bestätigt wurden,
ben darüber ih're Meinung befind sich eine des Inhalts:
eröffnet Br. Fefsier in seinen „ „der Grofssecretair, Br. IIe-
„Sämmtl. Schriften über seltine, habe die Yleinupg des
PlVfrey", 2e S. 77 Ausschusses über ein an ihn ge-
brachtes ,Gesuch des 'Capitains
-106, und Er. Erlir, W.e.; George Smith, die amtliche' Ge.
dekind in dem Vorworte zur nehxnj.gung der Grafsloge für
ersten Sammlung der „Bau- ein Buch unter dem Titel „Der
stücke", S 1-17, verbun- g ebrauch und Mifsbraucli der
Vreixnasonei", das er herauszu-
den mit S. 215-227. Siehe geben:- sey, vermit-
auch die vorn Br. 1W-ofsdorf teln, erfodert ; worauf von dem
neu herausgegeb. Abb. des Ausschusse, nach reiflicher Er-
Prof. Stzive, (Freyberg 1811,) wägung " beschlossen worden
im Anizange, S. 86-111 u. sey , es möchte der Grofsloge
empfohlen werden, einer*sol-
124-139!] chen Druckschrift die Geneh-
migung zu versagen." "
[In der Sanction der neu Hierzu macht Noorthouck
en b Grofsloge, welche der
engl. die Anmerkung:
Bearbeitung der „Consti- „Da gegen das obengedachte
tutions von .21Toorthouck, Werk kein besondrer Einwand
p. V sequ. , vorgesetzt ist, vorgebracht worden,; so ist
heifst es nach der Empfeh- daraus der natürliche Schlufs
zu ziehen , dafs man die Ge-
lung dieser Ausübe nehmigung nach dem, allgemei-
„Wir verwerfen zugleich alle nen..Grandsatze versagte, dafs,
andere Druckschriften, welche in Betracht des blühenden Zu-
nicht mit der amtlichen Geneh- standes unserer Logen, worin
migung der Grofslo ge versehen .es nie , an regetmaiswer Unter-
sind, und warnen alle Brüder, weisung und angemessenen
sich weder mit dein Schreiben -Übungen ermangelt, für jeden
und Abdrucken, noch der Her- Bruder, der mit Eifer nach der
riugabe, irgend eines andern VermeLung seiner masoni-
Buchs über die Masonen oder schen -Fienntnisse strebt, neue
die Masonei zu befassen, und. Schriften über einen Gegenstand,
vor dem Gebrauche eines sol- -tvoriiber Biicher keine Belehrung
chen Buchs in den besondern geben können, unnäthig sind.
Logen, denen sie angehören; In der That, die Versuchungen
als -wershalb sie der Grafsloge zur Schriftstellerei haben seit
verantwortlich seyn sollen." dem 3. 1720, wo sogar alte Hand-
In gedachtem Werke wird. schriften vernichtet wurden,
p. 347 von den Verhandlun- damit sie nicht in einem ge-
druckten Constitutionenbuclie
gen der Grofsloge am 9. Apr. erscheinen möchten, eine selt.
1783 erzählt: same Umwälzung in den Mei-
„Unter den vorläufigen Be- nungen bewirkt; denn die
stimmungen (minutes) in der Hauptstoffe zum vorliegenden
PUBLICITÄT. PUBIAtitiÄT. 151

Werke” (der neuen Ausgabe lieh betrachtet und hiernach


des C.-Buchs), „vor deren Be- neugestaltet werfle'n könne,
kanntmachung man damals so
grofse Scheu trug, sind seitdem — damit „die gesellige Aus-
in mannichfaltigen Formen, übung der FlUrerei dereinst
vereinzelt, zum öffentlichen ebenso, allgemein, - als das
Verkehr * gebracht (retailed) Christenthum ,- werde —
-worden und haben vvunderli-
ehe Geisteserzeugnisse zur Fol- mufs der Unendlich grofse
ge gehabt, die man recht gut Nutzen der Publicität, als
hätte zurückhalten mögen, ohne Eines der besten Beförde-
dafs weder der Brüderschaft, runernittel heller Anschau-
110di dem schriftstellerischen.
b
ung, ailgeibeiner anerkannt
Ruhme ihrer Verfasser, ein em-
pfindlicher Nachtheil erwach- werden.
sen ware." — (Vergl. den Art.:, Hier noch einige Belege
PAYNE!) zu der Behauptung von
Die hier von N. erwähn- jenem Schwanken in den
te Umwälzung in den Mei- Meinungen! —
nunuen . ist doch seitdem 1) Der Verf. der Geheim-
noch nicht dahin gediehen, schrift: „ le lipre bleu", (5.
dafs über das Druckenlas- oben B. 1, S. 354!) spricht
sen freixnaurerischer Werke im Eingange, p. 1-3, über
feste Grundsätze wenigstens. die „publioite' littgraire
unter den freisinnigeren fait de la Fr. Mar. , le sujet
Brüdern angenommen, wä- en dtant ,d'une ianportance
ren und befolgt würden. assez grande, jaour 6tre ina-
Man lese die im Eingange partiaiernent examine 'sous
bemer1ten Abhandlungen ; tous les rapports," folgen-
und man wird finden, ars dermafsen. —
noch immer eine vorherr- „Sans 6gards aux serinents on
schende Ängstlichkeit in loix positives le droit social,
Verheimlichung von, For- naturel et moral seul oblige
men, dejä tont Franc - Malton ä ne
— -2- „unnütz einer Welt, rien entreprendre, et par COrIS
die, entwaclisen ihrem Gän- quent lt ne rien imprimer, gui
gelbande, .soit contre Ir. bist de l'ordre , ass
sich durch eignes Schweben iii en dünne uns icläe däsavan-
hält," tageuse. Par la meine raison
(s. s Götter Grie-
le devoir sacre de taut rnembre
chenlands !) d'une Loge est cle sie rien d6-
couvrir ou trahir d'une rnanik-e
den freien Blick des reifer quelconque de ce que la Loe
gewordenen Geistes hemmt. j age necessaire et utile detemr
Damit nun unser allgemein- cache'. — Les taces de corre-
rnenschliches Institut in um- sporidänce, d o cum eus actes,
altes etc. sont des proprietes ex-
fassender Beziehung auf die dusives et inviolables des Loges
Entwickelung der Mensch- et de l'association magonnique.
152 PUBLICITÄT. PUBLICITÄT.

Aucun atelier rndme n'a le droh pour 1 es profanes • que la.descrip«


de les cornmuniquer au public non des c6r6momes lii6rogly-
profane, par ,quelque voie que phes etc. Les raisonnements
cc soit. Dort. ii suit: ne peilvent 6'tre convs quepar
1 0 . que tous les rdsultats de im mitte; .et meme Papprenti
l'expg rience et cies re:flexions, qui ne comprendra rien de ce qui
ne ddvoilent point quellues usa- est tr'es clair au Compagnon,
ges secrets de pordre, on qui ne qui de son töte n'entendra pas
nuisent paS au droh de pro- ce que le Maitre comprend sans
priet6, ont une liberM de presse diflicultes."
znddlinie, puisque par cette seule 2) Er. Chemin- Dzipona,e
voie "'ordre et ses rnembres führt in der „Encyclopedie
peuvent etre instruits et n-16nie
publiquernent agendus; T. 1, p. 126-136,
2°. que dans de certaines bor- bittre Beschwerde darüber,
nes et avec de la prudence on da fs „ quelques honnries,
peut encore livrer a Pilnpres- aussi 6trangers ii resprit de la
sion les traits, loix et tont ce ma9onnerie que les Grands.
qui regarde la constitution so-
ciale, Phistoire de l'origine , les Inquisiteurs le sont lt res-
progrhs et les gvi,nemens reniar- prit de revangile," vermit-
quables de Z'ordre; telst eines Uhilaufschrei-
3°. qu'ap ec la plus stritte re- bens bei denn Grand Orient
ser.ve et la plus grande cireon-
spection on peut enfi.n permettre de France darauf angetra-
nmpression de tel acte., qui gen hätten, sein Werk in
prouperait l'infustice d'une ac- das Verzeichnifs der verbo.
tion , pour laquelle tenen Bücher zu setzen, (de
n'aurait dautre appel ou recours le znettre iel'irules,) und wirft
qu'au tribunal de Z'opinion de
tous les frel.res." — bei dieser Gelegenheit p.
„Les Loges dequel.ques pays 128 suiv. folgende Fragen
ont pour ces raisous ton de auf. —
vouloir soumettre l'impressioxt „Est-il bien vrainujourd'hui
des trait6s xnaonniques lt une que le secret sur ce qui se fait
c'ensure tr'op orthodoxe. Quel en rnavnnerie soit possible, et
peut en tre le r6sultat? Le nime avantageux? Tous les
ffere, qui, oubliant et ses de- bons i\laons ne regrettent-ils
voirs et ses serinents, a l'inten- pas vivernent que l'usage and-
tion de s'enrichir aux .d6pens que de ne den crire sur
d'un public curieux et avide, stitution hur ait derobe des
ne sollicitera jarnais de quelque connaissances pr6cieuses sur sen
Grande Loge que cc seit la sanc- origine et S111: les premi'eres op6-
tion au l'approbation dc son rations ? Et le Grand Orient
ouvraäe ; le Magen 6clair6, z616 lui-nArno ne viole-t-il pas tfes
et instruit au contraire ne vou- souventeette pretendue obliga.,
dra encore moins ab andonner tion du secret, en publiant par
son travail lt Porthodoxie la voie de V.impression le pro-
connique d'un fiere tinzor. — cis-verbal del taill6 de celles de
On poutajouter encore quetout ses sdanees, qui ont quelque so-
raisonnement sur la Fr. Mar. est lermitd, saus pallier le scandale
encore plus incompr6liensible des satyres g6n6ral.es, et xu'dniQ
PUBLICITÄT. PUBLICITÄT. 1,53

des . injures personnelles , grell tion ? Ne sait.9n,pas que tous


se permet contre des Maltons ceux, qui ont trait k la maqon-
dans des discours, oh ron parle nerie, n'ont gurre d'autres lec-
d'union et de concorde ? — teurs que des Ma9ons? Plaise
N'est-il pas absurde, da.nsP6tat h Dien que tous les Maons les
actuel des esprits et des lumie- lisent I Ii y en g arait, beaucoup,
res, au milieu de cette circala. qui seraient plus instruits."
fion facile, prompte et neees- „II est un fait peremptoire,
saire de toutes les id.6es, de vou- et !devant lequel tombent toutes
loir nous faire retrograder vers les objections — (contra facta
ces tems , oh l'on ne publiait non est argumenta2duni): c'est
neu pour trois fort bonnes rai- qu'en Angleterre et en Allema-
sous la premiere, parceque, gne, ole la maronnerie occupe
suivant les tems, les circonstan- les esprits beaucoup plus s grieu-
ces et les differens systemes ma. senzent qwerz France, ole elle est,'
onniques, les Mnorts avaient non pas un amusement fripole,
grand inter& de s'envelopper nzais eis vdritable culte, ole elle
des ombres du myseere; la se- est trhs respectable et trisre,spet.
conde, parceque, faute des se- tge,*) on apublie et l'on publie
cours de la typographie, les li- beaucoup d'ouvrages sur Pin-
vres ne pouvaient se repandre stitution. et de ce nonabre y
que lentement, difficilement et en a de periadiques."
avec beaucoup de frais; la troi- " La circulaire dit qu'un _Ha-
sibne parceque nos bons rm ne doit rien gcrire „sä= en
ayeux, et le's chevaliers surtout, avoir resu lapernzission erpresse
ne sa.vaienr pas lire." de sec clzefs Ugitiines (le Gr. Or.
Und nun eröffnet ei. sei- de France). — Cette plirase a
6t6 probablernent copiee dans
ne Meinung über das zu quelque cahier du quinziema
Verschweigende in diesen siecle. Elle est aujourd'hui
Worten: uns plaisanterie, dont les au.-
„Que doit-on, que peut_on teurs, s'il etait perulis de sus-
cacher actuellement dans la rrra. p ecter leur banne foi, pourraient
vnn. avec un soin religieux? etre accuses d'avoir voulu
— Deux clioses: 1 0 . les paro- calisen le Gr. Or. par Pixonie
les , signes cl attouc.‘henzens, et et le sarcasxne. En effet, lors-
taut ce qui pourrait javoriser que le ber ouvernement politique
l'introduction den profane dans est fond6 sur le liberalisme, le
les temples ; 2, 1 '. les to' rts indivi- gouvernement mavnn. ne les-
duels, qui doivent dtre juggs eic tera pas monacal; et le Gr. Or.
fanzille et y rester ensevelis. est trop sage, pour penser a en-
'Tod le reste est sous l'enzpire de chainer sa presse , lorsque la
l'opinion. Les erreurs meme du. constitution de l'etat veut
gouvernementmac, onnique doi- le sofft libre."
vent tre publides, afinque cette Hierauf erwähnt er, dals
opinion les apprdcie et les re- sich das Unilaufschreiben.
dretsse, pourvuqu'on ne se livre
jamais h des personnalites."
[1 Vgl. mit. aiesem lesileidenea
S.131-1:33 setzt er hinzu: Geständnisse die AnfSening_e12
, D'ailleurs, quel peut etre le des 13azot ohtely inIArt.: PA—
Bis, S.72, Sp. b, Z. 10 ff. v.u.., bis
'
Banger des auvrages ques. S, 73 , Sp. 413
154 l'UBLICITÄT. TUBLICITÄT.
auf den Ausspruch des Ad. est mauvaise? — Non, certes!
joint du Grand-Maitre b ei'tn Le Corps fait souvent de .haut
sottises , et cependant les indivi.
letzten Ordensfeste; „ que dus , qui le forment, sont
le depoir dun pon est de merzt respectables. Mais ceshom-
irapailler, d'obe;ir et de se znes regardent leurs fonction.s
taire," bezogen habe, nennt comme honorifiques; et elles
le sont en effet. Livrgs ä leurs
diesen A us s p ruc h „un axio- occupations civiles, ou au re-
nie gothique, qu'on citait ja- pos de la vie priv ge et d'una
dis a une a.ppren,tie rna,pon- douce aisance, ils d6sapprou-
ne," „une vieille maxi- vent chacun en particulier ce
rne, qu'aujourd'hui, dans les qui n'est pas dans les principes
d'une saine philosophie; mais
loges d'adoption bien com- gardent le silence dans les
poses, on ne se permet r gunions par la crainte, de se
plus d'exhumer des cahiers faire des ennemis, d' avoir des
-poudreux, eile doit dtre Zances i rompre , de troubler leur
pour jamais rong(.,,e par les tra7zquillith. Ainsi presque tout
se fait par l'influence dun sipe-
vers ," und fährt dann bis tit nombre qwon ne pourrait le
zu Ende fort: croire, si l'on ne connaissait ce
„Cette rarmime, qui chez une rggizne intgrieur."
nation dglicate" et 3) In der Loge: Johannes
galante devait n6cessairement der Epangelist zur Eintracht,
tornber en d g su g tud.e h 1'4-an" in Darmstadt, sind am 17.
des dames apprentics, peut bien.
xnoins encore etre appliqu g e ä Febr. 1817 zwei sehr ge-
des hommes rev*g tus des plus schätzte protestant. Geist-
hauts grades. Si l'on voulait liche und ein wackerer Ca.-
sdrieusement l'introduire dans nonicus von dem römisch-
la iin'y aurait
bient6tplus de i\Uvns en Fran- hathol. Glaubensbekenn.t-
ce. Quel est en effet le Fran- nisse gleichzeitig zu Frei-
ais, q, ui, jouissant dans l'ordre maurern aufgenommen wor-
politique des droits attacli gs lt den. - Dieser clenkwürdi-
la dignit g de l'homme, voudrait ge Fall veranlafste den da-
se soumettre dans la mapnn.
lt des principes dignes du Dey maligen Meister vom St.,
d'Aiger ? bat est si persuad6 Er. Frhriz. P072 iFedekind,
de la surprise faite lt la religion „Bruchstücke " von den
de PAdjoint du Grand-Maitre sinnigen Gebräuchen bei
que l'on se contente partout dieser Handlung und Das,
de rire des hommes lt vues gtroi-
res, qui ont abuse du peu d'habi- was dabei gesprochen wor-
tude, que cet illustre gnerrier a den, in einem Abdrucke
des terrnes mavnniques, pour von 40 SS. in 8: zu liefern.
lui souflier cette inconvenance. Auf dem Titel, der unten.
Ort demandera, conurient
est possible gu'il parte si mit dem Logenstempel
fausses rnesurt, s du G. Orient. sehen ist, stehn die Worte:
Est-ce que Lt co.wpusition en „Nur Manuscript für Frei-
:MBUMTAT. PUBLIGITÄT. 155

maurer; und S. 3 f. heifst "Da der hochw. gr. von We-


es : dekind in dem frühen). Abdru-
„Der Mstr. v. St. glaubt, dem. cke dieser Bruchstücke, zu
Begehren der vielen dabei an- ängstlich in der Bekanntma-
wesenden besuchenden Brüder" chung , mehre herrliche Zeich-
— „durch den Abdruck die- nungen" — (blöfs das hier S.
Ser Zeichnung Genüge leisten 7 f. stehende Gebet nach Eröff-
müssen, so sehr es ihm auch nung der Loge) — „uns *Vor..
bei seiner Ueberzeugung von den enthalten hat ; so hält sich
Gränzen maurerischer Publicität schon defswegen der Heraus-
leid thut, dafs er in der Besorg.= geber des Blüthenkranzes für'
nifs, es möchte etwa diese klei- verpflichtet, die Geschichte die-
ne Schrift in eine profane Hand ser Merkwürdigsten aller Auf-
fallen, nicht so ausführlich seyn nahmen hier zu erzählen; dann
kann, als er, es zu seyn, wünsch- g laubt er, noch, dafs ein so
te. Welcher Freimaurer beklagt höchst seltener Fall nicht hin-
nicht die Nothwendigkeit , Vieles länglich genug der maureh-
verschweigen zu müssen, welches, s chen Publicität preisgegeben
an sich betrachtet, jeder gute, ver- werden könne und verdiene;
in alle .maurerischen Schriften
tändige Mensch insofern wissen
könnte, als er es billigen m,ufs!" aufgenommen zu werden." —
Diefs möchten sich nun wol
Nichtsdestoweniger sind die Käufer solcher Schriften.
diese „Bruchstücke" noch- mit Recht verbitten. Es ist ge-
Mals abgedruckt worden, nug, zu: wissen, wo jene Bruc.h-
theils in den im offnen Buch- stücke zu finden sind.]
handel erschienenen „Bau-
stücken" des Brs. von We-
dekind , Samml. 1, S. [„Die mystischen
264, nebst jener Stelle (hier Sphinxe oder --hiero-
auf S. 233), übrigens aber glyphischen Tempel-
mit blofser Angabe der An- Wächter, die, ,vor den
faingsbuchstaben von ver- heiligen Hallen ru-
schiedenen im Lehrlings-. hend, der profanen
rituale vorkommenden Be- Neugierde den Zugang
h b
nennungen von Symbolen, versperren sollen,
theils neuerlich im 2ten B. scheinen seit einiger
des „maurer. Blüthenkran- Zeit wirklich versteint
zes von Franzfoseph liazenrc, und aufser alle Thä-
(Mannheim 5823, in gr. 8.) tigkeit gesetzt zu seyn.
S. 1-32, unter der Auf. Der T emp ei 12 at grofse
schrift: das Pest der Weihe. Bisse sind Bitzen he-
Er. Basen giebt, wie in dein k077b7lien; sind die keile
ersten besondern Abdrucke Sonne dringt überall
geschehen, die in den „Bau- in das geheimnifsvolle
stücken" nur angedeuteten Dunkel. Alles wird ge-
VVorte vonständig und äu- druckt; und nur die
fs ei-4, im Vorberichte S. 4; Ungew s h, e t de Pro-
156 PUBLICITÄT: PUBLICITÄT.

f anen, Was zsnter dem


Ferrathenen das Aech-
Gegenstand des gegenwärt.
Artikels. Da er aber aus
te sey, rettet das Aech- 48jähriger Bekanntschaft
t e." mit den Gesinnungen und.
Mit diesem Ausearu ehe Bedenklichkeiten sehr vie-
hebt der Aufsatz Freiniau- ler einflufsreicher Brüder
rerei, in der „Allgem. Zei- weifs, wie tief die Hehl-
tung" von 1804, Nro. 356, sucht bei denLogenmitglie-
S. 1421, an, dessen Verfas- dem in Deutschland noch
ser, swiewol nicht genannt, eingewurzelt ist; da er von
unverkennbar der allseitige Zeit zu Zeit hört und Hese;
Polyhistor jn Dresden ist. bis die Eiferer unter ihnen,
Der Herausgeber bekennt auf welche thei l s innere
sich im Allgemeinen zu überzeugung, theils starres
nachstehenden, im „Hespe- Festhalten an . dem Her-
rus", (herausg. von dem kömmlichen , sehr oft auch.
Hofrathe Andrei) ) auf d. J. blofser Eigensinn , hierar-
1824, Nr. 215s S. 860, von. chischer Geist und Anma-
Weichsel ausgespro- fsung, einwirken, an jedem
chenen Grundsätzen. - durch den Druck vervielfäl-
„Ohne OeJJentlichkeit ist über- tigten Erzeugnisse selbstän-
all pichts G-iründliehes. Mangel diger Wahrheitforschung in
an Öffentlichkeit kann nur Ein.-
seitigkeit und Nebenabsichten dem Gebiete der Masonei
begiinstigen, nie aber die Vor- Ärgernifs nehmen und dar-
theile einer wahrhaften unbe- über, gleich den steifsinni-
schränkten ÖfFentlichkeit erse- gen Rabbinen über die seit
tzen. Beschränkung der Offen>
einigen Jahren eingeführten
lichkeit beschränkt den An-
spruch, den der Geist auf den. Verbesserungen des israelit.
Geist hat ; sie entzieht der Wahr- Gottesdienstes Bann,Fluch
heit das Mittel, sich erkennbar und Zetergeschrei erheben:
zu» machen ; sie stellt das Uriheil so theilt er, um die in den
unter das 17orurtheil und kerkert
die allgemeine Thätiglieit der obigen Artikeln : Eidu. s. w.
Geister in die enge Hülle be- aufgestellten Gründe für die
schränkter Begriffe einzelner Rechtmäfsigkeit der frei-
Weniger ein." maurer. Schreibfreiheit zu
Ebenso denkt er auch, wie verstärken , zugleich aber
er bereits im Eingange des uni zu zeigen, dafs auch an-
Vorberichts zum vorigen dere verständige und gewis-
Bande, dann hier auf der senhafte Männer unter den
vorigen S. 151, und durch Eingeweihten und Nicht-
das ganze vorliegende Werk eingeweihten mehr oder we-
selbst, an den Tag gelegt niger seiner Meinung sind,
hat, in Hinsicht auf den hier verschiedene von ihm
PUBLICITÄr. PUBLICITÄT. 157

gesammlete Stellen aus ge- weifs 'einen Th.eil dei-, bald är-
druckten Büchern undBlät- gerlichen, bald lädierlithen,
schich Ven , de 'im Innern'die-
tern mit. ser Verbindungen', und . bei ih-
1) Aus der „Berlin. Mo- ren Directorien,' vorgefallen.
natsschrift", Febr. 1788, in. sind ; denn, Maurer selbst hiel-
ten es für nöthig,. die Binde des
dem Aufsatze: Geheinze Ge- Stills chweigens fallen zu lassen,
sellschaften, (S. 152-180,) und vor den 'Argen der ,Welt
S. 157. die Schwäche ihrer' Brüder auf-
„Ist je Publicität ehrenwerth; zudecken. Grofsentheils geschah
so ist sie es bei dieser Sache" aber Dieses -nicht aus Liebe zur
(der Materie von geheimen Ge,- Wahrheit und aus Eifer fürs
sellsch.), „die, wenn sie gut ist, Gute, sondern aus Persönlich-
Nichts dadurch verlieren kann, keiten und Privatabsichten.
dafs sie bekannt gemacht wird, Man griff. also - die Formen der
im entgegengesetzten Fall aber Systeme und. das Lächerliche
ihre schädliche Wirksamkeit in ihnen , liefs aber indefs
durch Bekanntmachung sehr die vielköpfige Hyder ruhig in.
vermindert sehen unufs. Die der Stille, und unter hochhei-
gesunde Luft eines Zimmers ligen Namen, fortschleichen.
wird nicht verdorben, wenn. Diese Hyder, die zwar vor dem
man die reine Aufsenluft hinzu- 1. 1773 schon wirksam genug
lids t ; aber die bösen Dünste ei- gewesen war, wandte aber erst,
nes verschlossenen Gemaches nachdem Papst Clemens XIV.
werden unschädlich und ver- sein Leben.' für das Beste der
schwinden, sobald man ,das menschlichen Gesellschaft durch
Fenster öffnet." Verwundung Eines ihrer inäch-
2) Im obigen Art.: Lite.- tigsten Häupter" -(durch. Auf-
hebung des, Ordens 'der Jesui-
ratur, sind auf S. 321 f. ei- ten) „aufgeopfert hatte, recht
nige Stellen aus dem Vor- ernsthaft und thätig alle ihra
berichte des Brs. 111zinter zu. verborgenen Firäfte an und.
dem dort angeführten „Ver- suchte, wo nicht ihr politisches
zeichnisse " ausgezogen und öffentliches Ansehen wie-
der zu bekommen, sich doch
worden. Hier noch andere wenigstens der Köpfe und Her-
aus Ebendess. Torberichte zen vieler Tausende zu bemäch-
zu der von ihm herausgeg. tigen , und eo wieder zu einem
„Authent. Nachricht" u. s. Theile derjenigen Gewalt zu g,e-
langen, die sie im Ganzen durch
w., (s. ob. B. 1, S. 24, Sp. a!) den Verlust der Beichtstühle
S. IV—X1 und der Erziehung der Jugend
„Seitdem die Maurerei in verloren hatte."
den. letzten 2o bis 25 Jahren" „Auf den Messen erschienen
(von.1787 an zurück) „gewis- nun theosophische, magische
sermafsen aus der Dunkelheit, und rosenkreuzerisch - chemi-
in der sie vorher lag, heraus- sehe Schriften in grofser Men-
gezogen ist, sind der verschie- ge, alle von einem Gehalt und
denen Systeme sehr Viele ge- Tone, der vielleicht die Nach-
worden. Ganz Deutschland welt an der 59 ge2riesenen. Phi-
kennt die Namen derselben und losophie und Aufklärung uns-
158 rumrcrnin PUBLICITÄT:
res Jahrhunderts irremachen dengeri., die sie 'nachher nicht
wird. Die Logen, in denen. wieder lösen konnten, lebten
vorher nur Freundschaft, Ver- im Taumel fort; oder, wenh
schwiegenheit und gesellige sie den Betrug einsahen : so,
Tugend. gepredigt wurde, er.- schwiegen sie und suchten nun
tönten nun von hohen mysti- in der Stille, durch Rath und.
schen VVorten ., ,dönen Nichts Ermahnungen, junge unerfahr-
fehlte, als —Mensch.enverstand. netr fuhr von dergleichenThor-
Die jungen Wfa-urer, voll von Leiten zurückzuhalten. ' Drauf
feurigem Eifer und glühender erschienen einzelne gute Schrif..
Einbildungkraft, liefsen. sich teil, Logenreden und Gedichte,
hinreifsen, glaubten -den hoch- in denen der wahre Geist -der
erleuchteten Rednern, wurden ächten Maurerei lebte. Mehre
betrogen und betrogenwieder Brüder suchten, . sich mit ver-
Andere. — Nun glaubte nian einten Kräften .dem .einbrechen,
an die Kraft derWorte•und For- den Strome des Übels zu wider-
meln, an Weihungen, an die in. setzen: aber, man schonte noch
der" [kathol.] Messe enthalte- immer • Diejenigen, die man,
nen Geheimnisse. Man suchte ui geachtet ihrer Thorheiten
durch künstLgemachtes Gold die und Verirrungen, für Brüder
Arznei, durch welche der Kör- erkannte, und denen man noch.
per zum Umgang mit vollkom- immer keine schlechten...A.b sich-
menen Geistern, ja , mit den ten zutrauen wollte. Endlich
vollkommensten selbst, zube- aber, da diese immer unge-
reitet und geweiht werdensoll.- scheuter fortfuhren, Thorheit
te. Man suchte die alten gnosti- und Unsinn zu lehren ; da Ab er-
scheu Systeme der Immanation olaube , blinder Gehorsam und
und Ernanation, die alte, von hierarchischer Despotismus mit
allen vernünftigen Theologen jedem Jahre mächtiger herein-
längst verworfene, mystische brachen; da die ehrwürdige u.
und allegorische Erklärung der menschenfreundliche Maurerei
bibel, dem gesunden Menschen- selbst zum Gesp ötte ward : dann.
verstande zum Hohn und Trotz; sahen Diejenigen, die es 'ernst-
wieddr hervor. Man fand so- lich und redlich mit der Wahr-
dann , dafs die gewöhnlichen heit, mit dem Wohle der
buchstäblichen. Erklärungen, menschlichen Gesellschaft und
und die auf diese gegründete mit dem Besten des . Ordens
Beliaion, zwar dem creineinen meinten , es endlich ein , dals
plan en der Unerleuchteten zur jede weitere Schonung höchst
Seligkeit hinreichend, den Ge- verderblich sey, und dafs es
weihten aber beiweitem nicht kein wirksameres Mittel gebe,
gen ügthuend, sey, und erschuf das Übel an der Wurzel selbst
eine disciplinam arcani, in wel- anzugreifen, als grofse
cher die mittleren Intelligen- tät. Durch diese Geifsel wer-
zen, Äonen, Aus- und Einflüsse den die Betrüger der öffentli-
die Hauptbestandtheile waren. chen Beschimpfung ausgesetzt
Der grase Haufe der FMaurer und zurück.geschreckt, die Be-
staunte und folgte schaaren-vvei. trogenen gewarnt, sich, solange
se; selbst vernünftige und ein- es noch Zeit ist, aus der Schlin-
sichtvolle Männer tiefsen sich ge herauszuziehen, das Pu.bli-
von dem glänzenden Elendwer. cum auf Dasjenige, was in sei-
Ke hinreifsen, traten in Verbin- ner Mitte vorgeht, aufmerksam
PUBLICITÄT. PTJBLICITÄT. 159
gemacht; und. die Ehre der gen .; und damit hatte es sein
wahren, weisen und tadellosen Bewenden ; oder es fand sich
Maurerei wird hierdurch. allein ein witziger Kopf, der“._
wieder hergestellt." — (Die „die Flachköpfe mit der Geisel
Fortsetzung s. unten im Art.: der Satyre züchtigte. — Also:
Geselisöhaft porn Ro S.E1MREISZ Maurer, und zwar Maurer mit
3) In dem „Reichs-An- Kopf und Herzen, müssen Hand.
anlegen , tun freimüthigen Un-
zeiger", Jahrg. 1798, Num. tersuchungen über die Maurerei
25, S. 265-267, steht ein freies Feld zu verschaffen. Soll-
Aufruf an Freimaurer, un- , te sie etwa , derselben nicht be-
terzeichnet: von, einem äch- dürfen ? oder sind bei ihr,diese
ten Maurer, worin sich fol- frei m ü thi gen Untersuchungen
vielleicht gar nicht zuläsig?
gende Stellen befinden. — — Religion und Wissenschaften
„In unseren Tagen, wo man haben ja vonjelier durch solche
über Alles laut seine Meinung Untersuchungen gewonnen! ist
sagt und (dem Himmel sey es so nicht auch. bei der Mau-
Dank!) fast überall sagen darf, rerei ? oder verträgt sie viel-
ohne Ketten, und Bann, und leicht gar keine nähere Beleuch-,
Inquisition fürchten zu müssen, tung? Das wäre doch wahr
— wo man überall es der Mühe lich. schlimm, da man es doch
werth achtet, lieber mit der den neuaufgenommenen Mit-
aufgesteckten Fackel der Ver- gliedern zur Pflicht macht, zu,
nunft das Terrain" [Grund und forschen und. nachzudenken, —
Boden] „ zu untersuchen, als (worüber denn ?) — und dürf-
sorglos in den finstern Regio- te wo1 kein günstiges Vorur-
nen" [Gefilden] „ des Aber- theil für's Ganze erwecken. So
glaubens umherzutappen, — irr gewifs auch diese grofse mora-
diesem folgerechten Zeitalter lische Gesellschaft die Achtung
mufs es wahrlich auffallend. eines jeden Rechtschaffenen ver-
scheinen, dafs man die Mau- dient, so verehrungwerth. ihre
rerei, diese vieldeutige und viel- Tendenz und. so gewifses ist,
gedeutete Composition" [Zu- dafs sich kaum ein schickliche-
sammensetzung „nicht mehr, res Vehikel" [Mittel] „finden
als bisher" [bis zum J. 1798] lassen möchte, uni Gern eingeist
„ geschah, zum Geenstande. und allgemeine moralische
freimüthiger und öffentlicher Gleichheit zu fördern, als die
Untersuchungen macht. Zwar Maurerei an die Hand giebt:
ist zu allen Zeiten genug über so kann doch auch selbst der
Maurerei geredet und gesch./ie., eifrigste Maurer nicht läugnen,
ben worden; man hat ihre Ten- dafs sich manche Inconsequenz‘4
deng so mannichfalti g4 , und ge- [Folgewidrigkeit] , „manches
wöhnlich so schief, b Zwecklose und manches mit
dafs sich, aufser dem richtigen dem Geiste unsres Zeitalters
Gesichtspuncte, der hier immer Unverträgliche im Orden be-
verfehlt wurde, kaum noch ir- findet, was dem Ganzen nicht
gend einer auffinden liefse, aus zum Vortheil gereicht und einer
welchem die Maurerei nicht be- Leitung und zvveckmärsigen
trachtet worden wäre." — Richtung recht sehr bedarf.
„Denkende Maurer und. Nicht- Wie seil Diefs aber bewirkt
maurer lächelten und schwie- werden'? Sind wo! die Buna,
160 •PUBLICITÄT. HTBLICITÄT.

hungert einzelner, heller sehen- bar; vielmehr ist sie ihrem ge-
der Brüder in den Logen, sind wissen Verfall alsdann nahe."
einzelne Reden, die in den Lo- 4) In einem gedruckten
gen vorgelesen, dann beklatscht,
danna n's Archiv niedergelegt Logenschreiben vorn 94e
und hiermit der Vergessenheit Juli 1821,, dessen ganzer In-
übergeben werden, dazu hin- halt von dem freisinnigen
reichend? — Ich zweifle sehr. Geiste seines Verfassers
Gewifs! nur Publicität, dieser
zeugt, wird erwähnt dafs dg
immer treue Leitstern der Ver-
nunft, dieses wirksame Präser- ei nige Logen wegen d, er Öf-
vativ" [Vorbauung.mittel] „vor fendichkeit einer früher an-
Aberklazzben zind *Schwärmerei, gektindigten maurerischen
wird hier erspriefsliche Dien.ste Zeitschrift Besorgnisse ge-
leisten. Diese Foderungen b
füllt der vor einigen Jahren äufsert hätten; worauf es
herausgekommene „Freidenker weiter heifst :
in der' Maurerei". ES. unten „ Man ist jedoch nunmehr
iien Art.: Rap‚otzkyn „Möchte gewifs überall darüber einver-
der Verf. eileses schätzbaren standen, dafs der Zweck und Geist
Buchs das vor einiger Zeit an- der Maurerei kein Geheimnirs
gekündigte Taschenbuch für ist und seyn soll, dafs vielmehr
F Nfrer" [s•ebendaselbstl] „mit durch Unmännliches Geheimthun
seinen Beiträgen unterstützen! dieMaurereiherabszewürdigt und
oder möchte wenigstens auf dadurch mancher denkende und
dem Herausgeber sein Geist gehaltvolle Mann abgehalten.
ruhen!" — „Zwar dürfte wird, uns beizutreten , wäh-
wol nicht jeder Maurer mit je- rend die Hoffnung, Geheimnisse
nem Buche zufrieden se yn und zu erfahren, oder 'die Neigung,
anufs es sich gestehn dafs der sich -wenigstens mit Geheim-
Verf. seinen Pinsel oft allzutief nissen zu brüsten, manche Neu-
in Galle taucht, wenn er die gierige, Eitle und Schwache
Inconsequenzen unserer heuti- anlockt, die nicht immer zeitig
t,-en
(, Maurer rügt." — „Bei genug als solche erkannt wer-
alle Dem hat er doch zum ver- den. Selbst das Mifstrauen
nünftigen Selbstdenken und mancher Staatsbehörden gegen
zu schätzbaren Betrachtungen dieses Institut, und die stren-
durch dasselbe Anlafs gegeben; gen Mafsregeln , die besonders
und es war ja wol einmal für an unsrer so bewegten Zeit von
einen grofsen Theil der Brüder Mehren derselben dagegen er-
hohe Zeit, dafs sie aus ihrem griffen werden, haben grofsen-
mechanischen Schlummer auf- theils nur darin ihren Grund.
geweckt wurden. Kurz! wo Würsten. sie, dafs unser Reich
die Wahrheit ohne Anfechtung nicht von dieser Welt ist, —
bleibt, da erkaltet auch der Ei- dafs wir es mit dem Menschen
fer für dieselbe. Eine Sache, nur als Mensch, nicht aber mit
die keinen Gegenstand zum seinen Verhältnissen als Staats-
Nachdenken, mehr darbietet, bürger, mit seiner Abkunft und
verliert auch ganz gewifs nach Herizanft, mit seinem Stand-
und nach alle Selbständigkeit; punct im bürgerlichen Leben,
und weitere Fortschritte sind noch mit andern zufälligen Din-
in derselben nicht mehr denk- gen, zu thun haben, — dafs nur
T'UBLICTTÄT. PUBLICITÄT. 161.

Der ein würdiges Glied des noch, als bisher, müfste jeder
Bundes ist, der nach dem Maurer darauf halten , sie nie
heren strebt und eben defswe.: ohne Noth aufser denLogen"zu'
gen nichts Heiligeres kennt, als erwähnen, damit das VOIIIT*
die gewissenhafte Beobachtung- theil, als ob wir geheime Zwe-
und Erfüllung aller ihm pb- cke hätten, dadurch, das der
liegend en Pflichten; — könnten Formen, die allein wir ver-
diese Behörden; sowie jeder, schweigen , gar nicht gedacht
der sich .um uns bekümmert, werde, umso leichter ausge-
uns ungesucht, aber auch ohne rottet werden möge."
Hehl,, in diesem Geiste spre-
chen , b erathen , beschliefs en 5) Au $ den „Erinnerun-
und handeln sehen : so wütden gen aus dem Leben Johann
bald alle ]3edenklichkciten und Gottfrieds von, Herder c; Th.
Besorgnisse, alle vorgefafsten
Meinungen .und Vorurtheile 1, (Tübingen 1820,) S. 98.
gegen die Maurerei, verschwin,. „Tierder's Gespräche über die
den; unsre Gesellschaft aber Freimaurerei in der „Adrastea"
würde sich durch eine solche sind nur der Anfang Dessen,
gegenseitige, ununterbrochene, was er hierüber mittheilen.
belehrende, belebende, entwi- wollte. Er suchte und samm-
ckelnde und veredelnde Berüh- lete dazu aus vielen Büchern,.
rung endlich wirklich zu einer „ „Der Orden, "" sagte er,
Gemeinde der Bessern über den „„müsse in unsrer Zeit am Lich-
ganzenErdkreis erheben, wäh- te des Tages offen und frei han-
rend sich die Logen jetzt oft dein; sein Einflufs werde da-
kaum dem Namen nach kennen: durch umso mehr gewinnen und
Ein höhererGeist,ein lebendige- ,Theilnehmer erwecken." " —
res Streben, würde dadurch in Das Gute, das übrigens der Ot-
den einzelnen Logen erweckt den noch jetzt, und besonders
werden, sich mehr oder weniger durch edle und thätige Vorste-
über jedes Mitglied derselben her, thut, war ihm stets ehr-
verbreiten und. die Maurerei würdig; es schmerzte ihn. aber
bcremrissermarsen
i
alsdann erst sehr, wenn er durch unvorsich-
recnt in's Leben treten." tige Aufnahme unwürdiger M.5.;,.
„Zur Verrätherin unserer glieder seine, ohnedem i'117
Symb ole soll jedoch die gedach- ser Zeitalter nicht mehr ganz,
te Zeit s chrift keinesweges wer- passende, Einrichtung verun-
den. Die,Formen und Gebräu- staltet und seine Wirksamkeit
ehe, die bei mauredsehen Zu- so sehr geschwächt sah."
sammenkünften beobachtet wer-
den', stehen fest und bedürfen 6) Bei Beurtheilung der
einer öffentlichen Erwähnung Schrift von Carl Gerber's
nreht. Sie mögen ferner, als
Schrift: „Die F1\Irey, be-
Schutzwehr gegen Unberufene,
als brüderliche Erkennungzei- trachtet in ihren möglichen
chen , als sinnvolle und sinnli- und riothwendigen Verhält-
che Erhcbungmittel, blofs -bei nissen zu dem Zeitalte ih-
verschlossenen Thüren in An- rer Gegenwart" , (Schmal-
wendung gebracht und nur bei
der Einweihung niitgetlieilt kalden,1821,) in der „Leipz.
werden. Ja, sogar strenger Lit. Zeit." v: 3. 1822 N 0.
11
.j PUBLICITÄT. PUBLICITÄT.

10, S. 77 f. ; sagt der Re- 7) In den „Ergänzungs-


censent blättern zur Jena. A. L. z.«
„ Wir gestehen , dafs wir auf d. J. 1823, Num. 65, ta-
von unsrem Zeitalter nicht so delt der Rec. von „Lindner's
schlimm denken; Als der Verf.; Mac-Benac", Sp. S. 132 f.,
denn zu allen Zeiten hat man. die Absicht des Vfs., „dar-
Wagen, wie die seinigen, aus- z'uthun, dafs die Jesuiten.
gesprochen. — Es gibt noch
Menschen genug, in welchen immer und immer den gröfs-
Glaube, Hoffnung und Liebe im ten Einflurs auf die Logen
ächten Sinne sich finden ; auch. gehabt hätten," und setzt
ist -Schwäche und Muthlosig- hinzu:
keit nichtgerade der herrschen- „Die deutsche Freimaurerei
de Fehler unsres Zeitalters, in wird nie Etwas von ihnen zu
welchem so gewaltige Firäfte fürchten haben , wenn sie —
in. Bewegung sind und um den. (Was auch in den neueren Zei-
Sieg miteinander ii„ngen. Ge- ten hier und da geschehen ,) —
ben wir aber 'auch. dem Verf. aus ihrem mystischen Dunkel
dafs seine Klagen gegrün- in's freie Leben hervortreten
det seyen, so zweifeln wir, und aufhören wird, aus Dir.-
dafs gerade eine Gesellschaft, gen, die durchaus keine Ge-
die sich hinter den Schleier des heimnisse sind und seyn dürfen,
Geheimnisses verbirgt, Hülfe Geheimnisse machen zu wollen.
schaffen könne. Unsre Zeit ver- Je offener sie ihre reinen Zwe-
langt in Allein, cke und ihre redlichen Absich-
was zum gesellschaftlichen Le- ten dem gesamrnten Publicum
ben der Menschen gehört. Sie vorlegt, urnso mehr wird sie
ist' daher inifstrauisph gegen. an Artung und Zutrauen ge-
Alles , was sich der Offentlich- winnen und eben dadurch ohne
keit entzieht und doch auf das Mühe und Anstrengung alle
öffentliche wirken will. Die Finsterlinge aus ihrem _Kreise
Freimaurer werden also, wenn
verscheuchen; denn diese kön-
sie 'selbst reich an. Erkenntnifs
nen nur im Dunkeln, nie aber
und Tugend sind, allerdings
ins. Sonnenlichte der Wahrheit
viel' Gutes im. Stillen und. im und Offentlichkeit, ihr schädli-
Einzelnen wirken können: soll
ches Wirkenn betreiben."
aberib.re Wirksamkeit in's Gro-
fse und Allgemeine gehen, so 8) Aus der altenburger
müsset sie an's Licht des Tages „Zeitschrift für FMrei"
heraustreten, damit Jedermann
'Wisse, wie er mit ihnen daran
B. 1, (1823,) H. 3, in den
sey, und Was er .von ihnen zu Briefen über das Geheimnils
erwarten habe. Dann werden der Maurerei, S. 301-303-
auch gern andere an Erkenntnifs „ Je offener sich die FMrei
und Tugend reiche Männer, die der Welt in ihrem wahren
aber das Geheimnifs nicht lie- Lichte darstellen wird, desto
ben und sich zu keinem unbe- schneller werden sich die Lo-
kannten Etwas verbindlich ma.- gen von schlechten oder unfä-
Oen wollen, mit ihnen zu dem- lug-en Mitgliedern reinigen ;
selben -wohlthätigen Zwecke desto sicherer werden sie ein.
tusainmenvvirkeii." Sain.nlelplatz der vor2üglich-
PUBLICITÄT. PUBLICITÄT. 163

sten Männer und Jünglinge weiser und besser zu Werden!


der Nation werden. Denn, so- öffentlich tim' er es kund, nach.
wie gegenwärtig die Meisten welchen Grundsätzen sein Be-
sieh in den FMrerverein auf- tragen, Leben und Wandel kön-,
nehmen lassen, um ihrer Eitel- ne beurtheilt werden ; und öf-
keit zu schmeicheln, oder in der fentlich erklär' er es , dafs alle
Absicht, zeitliche Vortheile zu Diejenigen, welche-nicht nach
erlangen, nutzbare Verbindun- diesen Regeln handeln, als im-
gen anzuknüpfen: ebenso wer- Achte und faule Glieder der Ge,-
den sie, wenn sie sich getäuscht seilschaftzu beurtheilenseyenl"
finden , aus Freunden der Brü- „Freilich würde bei dieser
derschaft Feinde derselben, ver- reine= Gestaltung der Logen,
schreien die FMrei als ein Spiel sich die Zahl der freieren Mau-
grofser Rinder, oder, im Fall rer um ein Grofses vermindern:
dergleichen Leute die Mehrzahl aber die wenigen übrigbleiben-
in einer L . oge ausmachen, — den werden nicht mit Worten,
(Was doch bisweilen stattfin- sondern in det That, an dein
det,) so würdigen sie dieses Baue des Tugendtempels arbei-
schöne und ernste Institut zu ten; und der Verein wird sich,
einem leeren Clubb herab , ja, die Achtung seiner Zeitgenos-
wol zu kostspieligen Schmau- sen versprechen dürfen ; die
sereien , denen , statt geselliger Brüderschaft wird dann , --(Was
Mäfsigkeit, Unmäfsigleit und sie seyn soll,) eine fortgesetzte
Trunkenheit vorsitzt." = Erziehunganstalt guter Men-
" Ist es dann zu verwundern, schen seyn ; und das Mifstrauers,
wenn Diejenigen, die höhere welches noch immer viele Re-
Begriffe vom Zweck der Mau- gierungen, blofs allein defsvve-
rerei haben, icli zurückziehen gen, weil sie, eine geheime Ge-
und die Besseren, die aufser der selischaft zu sey,n s-cheint, ge-
Brüderschaft sich befinden, da- gen sie hegen, wird von selbst
durch abschrecken , ihr beizu- wegfallen und sich in ein vä-
treten ? Sobald sich aber die terliches Wohlwollen verwan.
lichte und wahre Freimaurerei, dein."
die durchaus mit keiner Art von (
Geheimnijskriimerei Etwas zu 9) In dem „ Literatur.
schczjfen hat_, unverholen und. Blatte" (Beilage zum „I'Vfor-
ungeschmin k t, in ihrer irr- genblatte für gebild. Stän-
sprünglichen Reinheit öffent- de"
auf d. J. 18 94), Nr.29
lich darstellen wird, ebenso-,
bald werden sich alle des Mau- S. 85, hat der ungenannte
rernamens Unwürdige aus den Beurtheiler der freimaure-
imgen entfernen; und. bessere, Tischen . Taschßraiteratur,
edlere Menschen werden die (wahrscheinlich cler scharf,.
verlassenen Sitze einnehmen,
liarurn hinwecr mit allem. Ge- H o fratia.
heimthun, was vonjeher der g, u- seine Gedanken über „das
ien Sache so vielen Schaden ge- öffentliche Darstellen des'
bracht hat! Offentlich gestehe Geistes der IVIainerei " irt
es der Maurer dafs er defswe-
gen mit gleichdenkenden
' Män- nachstehender igafie ent.
nern und. Jünglingen in einen wickelt. —
engein Verein getreten ist, um , „Wenn nicht alle Zeichen'
164 PUBLICITÄT. PUBLICITÄT.
der Zeit trügen: so ist jetzt die etwas Andres : wie kann irgend
Zeit gekommen, wo dieFMrei ein Maurer sich rühmen, es zu.
offenherzig werden mufs, wenn besitzen, wenn er nicht etwa
sie bei Ehren bleiben will. Sie wahnwitzig ist und sich. selbst
kann es nicht mehr läugnen, — für den ikteister in Osten hält?
dafs ihr das Unglück wiederfah- Ist denn nicht sein ganzes Mau-
ren ist, neuerlich in mehr als rerthum ein fortdauerndes Be-
einem unruhigen Staate zu re- streben, dasselbe durch Anmi-
volutionairen Zwecken gemifs- lzerang zu finden, wie der Arith-
braucht worden zusen. v Die metiker die Wurzeln unvoll-
;Ausflucht, dafs Das nicht die kommener Quadratzahlen, und.
ächte FMrei gewesen. sey, dafs wie der Geometer die Quadra-
man mir die Hülle des Ordens, tur des Kreises? Es ist eine
nicht aber dessen. Geist, zu sol- offenbare Thorheit, von irgend
chen Zwecken. gemifsbraucht einem maurerischen Schriftstel-
habe, ist leer fürleden denken- ler zu erwarten, dafs er dieses
den liopf, solange der Orden Geheimnifs völlig enthüllen,
die Hülle nicht fallen Zäfst. d. h. aussprechen werde in
Denn, wenn das Verhüllte an verständlichen Worten. Das
sich schon den meisten Men- ist so unmöglich, als der Aus-
schen vercliichtig ist: wie will druck der Irrationalgröfsen in
derjenige Verhüllte, der durch Zahlen. Es ist gesichert durch
unzweifelhafte nat. sachen ver- sich selbst, dieses Geheimnifs;
dächtig geworden ist, dem Ver- denn, es ist entweder eine völ-
dachte ausweichen, ohne sich lig leere Hülle, oder ein wirk-.
der Welt zu enthüllen, — ganz liches Mysterium für die ge-
und Mine Torbehalt zu enthüllen? sammte Menschheit, übersinn-
Was wider eine solche Znt- lich, unergründlich, unaus -
hällung die sogenannten eifri- sprechlich., wie das der Trini -
gen Maurer einzuwenden pfle- tät und der Transsubstantiation.
gen, ist bekannt; aber es ist Aber. dergleichen Mysterien,
auch von Maurern und Nicht- sind nicht der Geist einer Reli-
maurern widerlegt; und die gion. Dieser ist erkennbar in
von Aufsen her andringende ihren practischen Lehren und
Nothwendigkeit macht es täg- in den Werken ihrer Bekenner.
lich -wirkungloser. Der wahre Er ist folglich darstellbar in
Freund der Maurerei kann da- Worten ; und so kann denn auch.
her kaum etwas Besseres für wol der Geist der Flurei dar-
den Orden thun, als dafs er — restellt werden, unbeschadet
enthülle. „ „Aber Was ?"" — des ewig problematischen My-
Das ist die schwereFrage! Das steriums, wenn nur der Dar-
Geheinznifs des Ordens ? — Das steller den dazu erfoderlichen
ist ,bala gesagt: aber — inso- Geist besitzt und vom Geiste
fern nicht blofs von den Formen des Ordens so Viel aufgefafst
die Rede' ist, welche die Gesell- hat, dafs es der Darstellung
schaft als einegeheime schliefsen werth ist." — Vergl. auch die
und zusammenhalten, Wer oben B 1, S. 175, Sp. b, bis S.
besitzt denn dieses Geheimnifs? 176, Sp. a, Z. 11, ausgezogene
'Wenn es überhiiipt kein andres Stelle!
ist, als das allgemeine Räthset
der moralischen 'Weltordnung, 4' 10) Über den oben B. 1,
Niemand auf .Erden und ist S. 330, erwähnten, vorn Br.
PUBLICITÄT; PUBLICITÄT. 165
Fefsler veranlafsten S chritt schen Ansichten", 1,
der Grafsloge .Royale York, (Leipzig 1825,) S. 141-143:
welcher die dort angeführte ,,Mit der Geheimnifskräme-
königl. Cabinetserklärung rei die früher im Orden be-
zur Folge hatte, läfst sich '
trieben wurde, will es nicht so
der biedere Vf. der „freien. recht mehr fort. Nur bei ei-
nigen Logen kann es noch-der ,
Bekenntnisse eines Vetera- Fall seyn, wo es viele Mitglie-
nen der Maurerei", (Leip- der von geringer Bildung gibt
zig 1824,) Br. von, Schütz, und Schlauköpfe an der Spitze
Hofrath in Zerbst, S. stehen ; denn, die Publicität hat
zu viel Licht aufgesteckt; und
105 f. so vernehmen. — defshalb sind die alten Maurer
„Ich billige es, dafs Eine der dagegen so ergrimmt, dafs sie
grofsen Logen in Berlin ihrem durchaus keine maurerische
Monarchen sowol Statuten, als Druckschrift leiden wollen, in.
Rituale, offen darlegte, um zu welcher die Maurerei nicht zu-
beweisen, dafs die Maurerei gleich als das Muster aller In-
dem Staate keineswegestzefähr- stitute geschildert und auf hohe
lich sey, — im Gegentheil ihm Geheimnisse hingedeutet wird.
nützlich, werden könne. Dieses Verschwände aber das Geheim-
offene Betragen mufste der Re- thun in der Gesellschaft, so bin
gierun gefallen; und der Mau.- ich sehr besorgt, sie Werde end-
rerbund war nun ihres Schutzes lich aus Mangel an Nahrung
g.ewifs. Allen Brüdern wollte untergehen müssen." —
freilich ein solches Benehmen „Wäre nicht der Egoismus die
keinesweges behagen ;" (man Grundursache jener Richtung
lese die „Beytrage zur Gesch. gewesen, so würden die Ver-
der Gr. Mutterloge Roy. York", brüderungen der ältesten, ältern.
Berlin 1798!) „denn, die Or- und neueren Zeiten kein sol-
thodoxen sagten: „ „ehe man ches geheinni gsvolles Dunkel
einen 'solchen Verra.th begehe, über ihre VVeisheit verbreitet
solle n-ian lieber die Logen haben. Die lichte Wahrheit Und
schliefsen," " — Doch! Das Preisbelt hüllt sieh nie in Dun-
ist nicht die allgemeine Mei- kel ; sie kann nicht schweigen;
nung; denn, alle Brüder, die sie nzufs sich offenbaren; aber
Fedanterei" (steife Anhänilic
h- der Stolz undSelbstdiinkel ver-
keit an gewissen Formen und bergen gewöhnlich ihr einge-
Ansichten) „ hassen und aus bildetes Guth."
Erfahrung wissen, wie nach-
theilig die Geheimnifskränzerei 11) Nach der oben am
j eder guten Sache vonjeher ge- Schlusse des Art.: IN" 011D-,-
wesen ist, billigen die Offenheit .A.unnIcA, bereits ausgezo-
in dergleichen Fällen und freuen genen Stelle fährt Br.
sich sogar, wenn Gelegenheit
erscheint, Vorurtheile zu be- 771a7Z72. S. 466 f. fort:
streiten, und durch Darlegung „Bücher, die man in unsern
der wahren Zwecke dieses Bun- Logenbibliotheken nur den
des 'die Gegner zu widerlegen." Hocherleuchteten in die Hände
geben würde, wie 2. B. „the,
Ebenderselbe Bruder äu- Freernasons Monitor" u. a. m.,
fsert..in seinen „rnaureri- sind dort, mit vorgedruckten
166 PUBLICITÄT. PUBLIC1TÄT.

..Empfehlungen n oiz maureriselzen der und Franzosen haben die


Oberbehörden, ins orenen Buch- Bahn det Publicität gebrochen;
handel zu haben. Die gröfste und es wird auf derselben Bahn
Publicität herrscht hierin viel- auch in Deutschland für die
leicht unter allen Staaten des ächte Maurerei mehr Heil ge-
festen Landes noch. in Frank- wonnen werden, als in dem so
reich; aber man übt sie hier oft mifsbrauchten Dunkel." —
freilich nicht aus reiner , auf (Das nun Folgende s. unten im
ureeschicl2tliche Forschung und Art.: Z WE C 0
klare Anschauung der Idee des
illaurerthums gegründeter Ue-
g sondern vielmehr
berzezzgün, [Schmerzliche Gefühle
nur aus einer, über alle Rück- mufs in dem das Für un d
sichten sich hinwegsetzenden, iFider der Meinungen ru-
nationalcharacteristischen Ei- hig und gründlich prüfen-
telkeit; daher denn auch, die
Schriften des verdienten Brs. den Bruder die Veranlas-
Lenoir" (s. oben diesen Art.!) sung erwecken, welche dem
„und einigevvenige andere aus- Herausgeber auch noch die-
genommen, die iibrigen, meist sen Abschnitt, als den Ge-
ohne alle Belehrung und höher
gensatz des vorigen, abnö--
strebende Tendenz, entweder
selbst nur wieder eine öffentli- thigt.
che Geheimthuerei, oder nicht In die altenburger „Zeit-
selten eine wirklich frivole schrift" auf d. J. 1824, 11.
Entweihung der Mauxerei, zum 2, 5. 152-229, hat Er.
Zwecke haben."
(s. diesen Artikel!) Ei-
f2) Endlich erklärt sich ner der neuem Hauptspre'-
der ungenannte Beurtheiler cher in der deutschen Frei-
der beiden vorigen Bände maurerbrüderschaft , eine
der „Encyclopädie" in den, Becension der beiden Jahr-
zu Zürich erscheinenden, gänge des „Journals für Frei-
„Europäischen Blättern ", znaurerei“ und des neuen,
M. October 1824, S. 53-56, Journals fiir dieselbe einrü-
beifällig darüber, dafs der cken lassen , worin er seine
Herausgeber „ die Ansich- Gedanken über die Grunzen
ten des aufgeklärtesten und der maurerischen Verschwie-
geistreichsten Historikers gen/zeit eröffnet *) 'und, wie-
und Publicisten der königl.
des Bruders Krause, *) Hierzu mufs an die merk-
durchgängig hat vorwalten würdige Aufserung dieses
lassen," und setzt sodann Bruders, welche in dem
hinzu: Anhange der vom Er. _Hofs-
dorf neu herausgeg. Ab-
„Auch. bedient er sich der handlung des Prof. Stuve,
Waffen dieses Mannes, um sich S. 178 , abgedruckt steht,
&gen die deutsche Geheimnifs- erinnert werden. ' Sie lau-
kranzerei vor dem Forivurfe des tet SO. —
Verraths zu Schützen. Engliin- „ Ich bin mit dem Er.
PUBLICITÄT. PUBLICITÄT. 167

wo]. er $.178 der Redaction wärt. Artikel er dem Her-


der neuen „ Zeitschrift " ausgeber ausdrücklichen
darüber, dafs sie alle Po- Auftrag ertheilt hat,) -
lemik aus ihrem Plane ent,.. „siebet dem Urtheile-
fernt hat, seinen Beifall zu sichtvoller und unparteii-
erkennen gibt , dennoch. scher Zeitgenossen und.
selbst mit grofser Erbitte- Nachkommen ruhig entge-
rung ( z. B. S. 172 f.) vor- gen; ja, er versichert vor
züglich gegen den Br. Krau- Gott, dafs ei; in Ansehung
se, zuerst ohne ihn zu nen- alles Dessen , was er die
nen , als Gegner auftritt, Freimaurerbrüderschaft be
dann ganz zuletzt (5. 228 f.) treffend, und zu i.hrm. Be-
ohne weitere Schonung sten, unternommen und aus-
den Ausspruch thut, dafs geführt hat , der 1J eberein-
„Herr Professor Krause s timJnung mit Wahrheit ,
von Rechtswegen aus dem. ' flicht und heckt so gewirs
P
Bunde ausgeschlossen wer- ist, als er Gottes gewifs
den mufste." und. als er sich sein selbst
Dieser Krause, zur Zeit bewufst ist." Vergl. -
Pripatdocent in Göttingen, „///ofsdoifs S.
hingegen, 'den G-rg Pell nicht 125-131, u. oben B. 2, S.
weiter als Mitbruder aner- 211 f., 214, 219 f. u. 227 f.!
kennen will, und der bis- Er. Grävell wirft sich in.
her den häufigen Verun- jenem Aufsatze gleich an-
glimpfungen und wirkli- fangs zum Richter der 77197
chen Verfolgungen, welche ralischen Handlungweise De:
er seit der Erscheinung der rer auf, die freisinniger, als'
„Kunsturkunden" hat er- er selbst, denken und bei
fahren müssen , Schweigen ib.ren Bestrebungen b]ors
und Dulden entgegensetzte, das Ganze des Ma,sonenth unrs,
siebet (so lautet wörtlich ohne kleinliche Rücksich-
die Erklärung, zu deren -ten auf das Logenwesen, im
Aufnahme in den gegen- Auge haben , und spricht
nur Behauptungen, die zu.p.,1.
Theil den innern Zusam-
rsclorf einverstanden, menhang vermissen lassen,
dafs die Geheimnifskriimerei
in der Maurerei eine Pest aus, ohne sie im Geringsten
und die _Publicität gut ist; mit Beweise/7, zu belegen.
nur rnufs diese nicht über- Es wird ihm auch daher der
trieben werden und . man Beifall Derer nicht zu Theil
nicht, wie ein Fieberkran-
'werden , die entschlossen
ker, aus unnatürlicher HitZe
in unnatürliche Ji1te fal- sind, Alles nur in eigner Ein-
len,"' sieht in die Griinde anzuneh-
16'8 13 UBLICITÄT. PUBLICITÄL
.
men. Diese nothwendige S. 166-168 erklärt Er.
Mühe, ihre den seinigen, Grävell:
entgegengesetzten Behaup- „Nür einzig Und allein, die
tungen zu bevväisen, haben Geheimhaltung des Rituals in
sich Diejenigen, welche er
b ekä mp ft , egeb en. menschlichen Zwecke, — aufs er
ihrem, sehr -unvollkommnen,
S. 158 4') sagt er: emblematischen Rituale, wo-
„Wer das Geheimni fs der Frei- durch die von dem Bunde zur
m aurerei noch nicht innegewor- Zeit nur erst unvollständig er-
kanntenHauptlehren., deren Ein.-
den ist, — Wer noch nicht er- sieht für jenen Zweck nothwen-
kannt hat, dars es mitnichten (lig ist, ebenfalls nur sehr un-
ein willkührliches Gesetz sey-, vollkommen versinnbildet wer-
den, — aufser ihrer sehr unvoll-
was dessen sorgfältige V.er kornlünen. Liturgie, und aufser
schweigun g den Bundesgliedern dem, durch den ideewidri-
gen Logendespotismus grölsten-
anbefiehlt, sondern das diese theils zurückgedrängten., Gu-
Wesen der
mi ten, was ihre in ‚den gedruck-
FMrei selbst begründet ist, so ten Constitutionenbüchern of-
fest darliegende Verfassung hat,
dafs jene von diesemunzer- noch irgend ein andres, der
trennlich ist, — der rühme sich. Menschheitwichtiges, theoreti-
doch nicht, dieses Wesen der sches oder practisches, inson-
derheit irgend ein Zehrkunstli-
FMrei zu kennen! Wie ausge- ehes oder erziehkunstliches, e-
lp reitete und gelehrte Nachrich- he in2nifs hege,— Das ha.benDie-
jenigen allerdings nicht gefun-
ten über die Geschichte des Or- den, wider welche Br.
dens er eingesammlet haben, hier spricht, und deren Bemü-
wie edel der Zweck, den er hungen er als geringfügig dar-
zustellen sucht, ob, sie gleich
der FMrei unterlegt, und wie mit dein Innersten des Logen-
lauter sein Bestreben seyn rnü, wesens lange Jahre hindurch
ge, durch die Verbreitung sei- practisch vertraut waren oder
sind. F.J. versichert zwar, ein.
ner Nenntnisse, und durch die solches Geheimnifs" dennoch ge-
Mittheilung der Früchte seiner funden zu haben, das sorgfältig
Forschungen, seinen Brüdern verschwiegen werden rniis s . e: —
und doch redet er hier davon! =
und der ganzen Menschheit Er hat also nicht geahnet, dafs
nützlich zu werden: — durCli von einem ächten Geheimnisse,
(wie z. B. von geheimen Artikeln
die einzige Thatsache des Fer:-.- bei Friedensschlüssen , ) nicht
aths irgend eines Tleeiles des einmal geredet werden — dars
ihm an p ertrauten Geheimnisses nicht einmal gesagt werden
durfte, dafs eins vorhanden ist,
beurkundet er, dafs seine Vor- und dafs, Wer es wirklich ver-
stellungen von der FMrdi un- steht, davon giinzlich zu schwei-
richtig sind, und dars er selbst gen , verpflichtet ist. Wer da.
weifs , wie es mit ächten Ge-
kein iichter FiNlier ist," **) heimnissen zugeht, wie sie er-
worben, wie für ihre Zwecke
gewirkt und wie sie mitgetheilt
werden, der würde, als Men-
") Die den hier folgenden Stellen sclsenkenner, schon aus der gan-
der Gravell'schen Recension un- zen. äufsern. Erscheinung des
tergesetzten Anmerkungen sind Freimaurervereins als Logenwe-
von dem Herausgeber zum grö- sen, wenn er es auch aus inne-
kern Theile aus der Handschrift rer, tiefer Kenntnifs dieses Bum-
des Brs. Krause, mit dem er dar- . des noch nicht , wüfste , mit ho -
über schriftlich und mündlich her Wahrscheinlichkeit vermu.-
(im M. Mai 1815) Rücksprache then. müssen, dafs diese Gesell-
genommen hat, entlehnt wor- schaft ein. lichtes Geheininifs
den. nicht verberge.
"*) D alseimaurerbrüder-
die Fr. Wer Krauses Abhandlung über
schaft , aufser ihrem allgemein- Geheimsey-n und Offenbarseyn (s.
PUBLICIT AZ. PUBLICITÄT. 1.69
allen seinen Theilen und mit al- stens bei dem feierlichenAcie,
lem Zubehör ist es, wozu jeder wobei, das Geheimnifs zu be-
Freimaurer sich anheischig ge- wahren , versprochen werden,
macht hat, und was ihm zur mufs , gar nicht vorkommen,
Pflicht gemacht worden ist. sondern es meistentheils dem
.Der Zweck, das Wesen oder das Eingeweihten selbst überlassen
Ziel der Maurerei kann kein Ge- bleibt, sich damit bekannt zu.
genstand der Geheimhaltung machen. '0 Soweit die Ge-
seyn, da sie in Dein, was dem
Eingeweihten im Bunde eröff-
net und zu seiner lienntnifs ge- *) Das geschah aus dem ganz na-
bracht wird, nirgends genannt türlichen Grunde, weil die Lo-
gen in Deutschland vor den Ar-
worden, noch ihm irgendwo beiten der Brüder ,Vogei, Bode,
untersagt wird, Dasjenige, was f\Ticolai, Schröder, Felsler,Schnei-
der und Krause nichts Brauch-
er selbst davon zu entdecken bares für die Geschichte der
vermag, offen zu legen. *) Brüderschaft aufzuweisen. hat-
„Die Ordensgesetze und die Ge- ten. Das Meiste aber, was etwa
in neuem Ritualen und in soge-
schichte desselben, insoweit die nannten. Instructionlogen tiber
letztere nicht selbst einen Theil die Geschichte der Brüderschaft
des Rituals ausmacht und im vorkömint , (VVas die alten
Rituale enthalten , ist in den.
Rituale vorgetragen wird, kön- Kunsturkk. " von Krause zu.
nen ebenso wenig ein Gegen- finden,) — Das haben die Urhe-
ber dieser Dinge erst aus d'e'n.
stand der angelob ten Vers chwie- Arbeiten der genannten Brüder
genheit seyn ; weil über die entlehnt und haben daher gar
letztere gar keine Mittheilung keine Befugnifs , auf eine ver-
bindende Weise fremdes Gei-
erfolgt und die ersteren wenig- steseigenth.um zu einen-1 Geheim-
nifs irgend einer Gesellschaft zu
machen. Wenn aber überhaupt,
oben B.1, S. 346, Sp. a !) versteht, wie Br. GriivelZ zugibt, die G- e-
das heifst, Wem der Inhalt der- schichte der Brüderschaft er-
selben nicht selbst ein Geheim- forscht und bekannt gemacht
nils ist, der wird vielleicht ge- werden darf: ,so kann auch
neigt seyn, ihrem Verfasser, der ein geschichtlicher Gegenstand.
Jahre lang sich bestrebt hat, die nichtde.rshalb weggelassen wer-
Geschichte und den Zustand der den, weil er in Ritualen und
ganz en Brüderschaft aus Urkun- Liturgieen enthalten ist, inso-
den und Ritualen, und aus dem. fern er für die Geschichte als
Umgange mit den anerkannt un- wesentlich befunden wird. —
terrichtetsten. Brüdern, kennen Man widerlege doch, wenn
zu lernen, auch eine Stimme 2-nan.'s sich getraut, die vorn Dr.
darüber zuzugestehen, ob die _Kraus e in der Vorrede zur deut-
PMrerbrüderschaft, aufs er den schen Ueb ers. von. Lawrie1 s ,Ge-
schichte" u. s. w, für eine frei-
soeben angeführten Eigenthüm- sinnige offenkundige inasoni-
lichkeiten, auch noch ein Ge- sehe Geschichtforschung aufge-
heirrinifs habe, oder nicht. Die- stellten Gründe!
ser Bruder hat aber offen der Vor einiger Zeit (s. oben. B. 1,
Mitwelt und Nachwelt s einZeug- S. 559, a! ) wurde die Be-
nifs abgelegt, dafs Die-fr nicht hauptung verfochten, „nur die
der Fall s er — Vergl. den Art.: Geschichte der Brüderschaft sey
Gehe imni fs ! ihr werthvolles Geheimnifs":
*) Soll „der Zweck, das Wesen wo war aber gründliche K ennt-
oder das Ziel der Maurerei" nirs einer solchen Geschichte in
dargelegt werden können und den Logen zu finden vor dein
dürfen, so würde daraus folgen, Erscheinen jener Arbeiten, ge-
dafs das angebliche Geheimnifs lehrter geschichtforscher der
weder der Zweck, noch das We- Brüder? Diese wurden indefs
sen, noch das Ziel der Maurerei verkehrtervveise des Verraths an
sey. Wenn nun aber, wie Br. der Brüderschaft beschuldigt,
Krause behauptet, gerade dieser die doch Das nicht hatte, son-
Zweck, dieses Wesen, dieses Ziel dern erst von ihnen erhielt, was
alles Geheimhalten ausschliefst ?— diese Brüder verrathen haben
170 PUBLICITÄT. PUBLIC1TÄT.

schichte des Bundes zurück- „Eingeringes Nachdenken


reicht, trifft man defshalb nir- lehrt, *) dafs die Freimaurerei
gends eine Spur, dals die Ten- kein andres Ziel haben könne,
de) z, die Statuten und die iiu- als welches in der Bestimmung.
fsere Geschichte desselben ge- der Menschheit ist, und wel-
heim gehalten worden wären; ches alle Menschen ebenso gut
vielmehr haben die ältesten Lo- verfolgen sollen, als die Frei-
gen in älterer und neuerer Zeit maurer. ]Das * Eigenthümliche
darüber sich offen erklärt und der Freimaurerei, das ihr gan-
ihre Erklärung in Schrift und
Druck von sich gegeben. Was sie
aber zu allen Zeiten sorgfältig bar in Br. Griiv eil' s Worten;
denn, würde noch eine andre
verschwiegen haben, sind die äufsere Anwendung, aufs er dem
Kittel, deren die Freimaurerei Rituale , von ihm für möglich
sich bedient, um auf die Bun- oder in den Logen wirklich ge-
achtet, so mürste er lehren,' darr
desglieder zu wirken und durch auch diese, nicht nur das Ritual,
eben diese Wirkung ihre Bestim- solle verheimlicht werden. Nun!
Das ist ein angebliches „ Ge-
mung zu erfüllen, also, da diese heimnifs”, dessen man jetzt
Mittel ziothwendig äufserlich leicht innewerden kann , zumal
anwendbar seyn müssen, ihr seitdem das ächte ursprüngliche
Ritual der Brüderschaft den.
Ritual." deutschen Logen durch die ge-
schichtlichen forsch Lugen der-
jenigen Brüder, deren Benehmen
sollen! — In jeder offenkundigen, Br. G7'. hier giinzl. verwirft, und,
Gesellschaft würde das Rech.ts- dem grörsten und besten Theile
widrige,Sinnlose, ja Lächerli- nach, aus gedruckt im offenen
che , dieser Beschuldigung zur Buchha IL d el vorhandenen
Schau stehen: aber innerhalb englischen Büchern, erst be-
kannt gemacht worden ist ; Das
einer geheimen Gesellschaft ist aber , was zuvor und nachher
es gar wol möglich , eine so die deutschen Logen als Ritual
schreiende Entstellung des ge- und. Liturgie ausübten, ist ein
schichtlichen Thatb estandes , nicht weniger leicht zu bemer-
wenigstens eine Zeitlang, bei. kendes „ Geheimnirs" 1 Nur ist
Unkundigen, welche, blofsen im Allgemeinen nicht einzusehn,
geh eimthu en d en Versicherun- wefshalb ein Ritual, das sich auf
gen zu folgen, gewohnt sind, jenen offenkundigen Zweck be-
Glaub en finde. zieht , geh eins gehalten werden.
.) Diese Mittel gibt 13r. Gr. nicht solle und dürfe, noch vielweni-
an inders hatte er, nachseinem ger aber, wefshalb es, vorausge-
eignen Grundsatze, Diefs wol setzt, da i:s es gehaltvollist, durch.
gedurft; denn, die Mittel, wel- die 0 ffenkundigkeit das Gering-
che eine Gesellschaft anwendet, ste an Wirksamkeit verlieren
um ihren Zweck zu erreichen, sollte. Vielmehr ins Gegentheil!
gehören ganz vorzüglich zu ih- — Man sehe nur, z. B. die Wirk-
rem /Tresen, worüber man sich, samkeit der offenkundigen Ri-
nach Grävell's Aeufserung, soll tuale und Liturp-,ieen der ver-
offen aussprechen dürfen. Zu- schiedenen Zweige der christli-
dem behauptet er ja oben be- chen Kirche ! -- Gewils! auch
stimmt, „nur das Ritual und sein das freimaurerische Ritual und
Zubehör " solle verheimlicht die Brüderschaft selbst würde
werden, das ist, wie er hier sagt., durch ganz reine Offenkundig-
„also, da diese Mittel nothwen- keit nur gewinnen.
dig äufserlich anwendbar seyn
müssen, ihr Ritual." Volglich *) Die hier folgende Declamation
darf auch über die Mittel selbst, wird Niemanden blenden, der,
ihrem innern Gehalte nach, of- statt eines geringen, vielmehr
fen geredet werden, nur allein ein tiefes Nachdenkensanwen-
nicht, sofern sie i;ufs, 'lieh an- det. — Es sind diefs lauter be-
wendbar sind. Was können das liebige , unerwiesene Behav-
aber für erspriersliche Mittel tungen, welche die vom Er. Cir.
seyn, deren ga7/ze aufserliche hier Angeklagten durch klare,
Anwendung im Rit nal ° besteht ? offen von ihnen dargelegte,
—Diese Behauptung liegt offen- Gründe für widerlegt achten.
PUBLICITÄT. PUELICITAT. 171

zes Wesen ausmacht, kann also Hinsichtlich der vom Er.


nur in den Mitteln bestellen, Griivell erwähnten Mittel
welche sie anwendet, um ihr
Ziel zu erreichen. Hierdurch. hier noch Folgendes ! —
allein unterscheidet ,sie sich Wenn denkende Bündes-
von allem Übrigen, was in der brüder bei näherer Prüfung.
Menschheit besteht, und muts dieser Mittel gewahr wer-
es für sich. behalten, weil es
ihr Eigenthurri ist; das ihr zu den, dafs Manche derselben
entreifsen Niemand befugt seyn entweder zweckwidrig, o der
und das sie selbst nicht aufge- nicht mehr zeitgemäfs, ei-
ben kann, ohne sich selbst auf- nige sogar tadelnswertb,
zugeben und zu vernichten. *)
sind: -Was erheischt dann
Sie muts daher von Jedem, -den
sie des Gebrauchs dieser Mittel ihr Pflichtgefühl? — Man
theilhaftig macht, das Gelübde antwortet : „das zu Rügen-
fodern, dieselben vor allen Un- de den brüderlichen Ober-
eingeweihten geheim zuhalten; b ehörden zu eröffnen, und
sie muts Jeden ihrer Sühne für
einen Muttermörder erklären zu erwarten , Was darauf
und so behandeln, **) der die- zu verfügen für gut befun-
ses Gelübde bricht." den werden wird."— Wenn
nun aber diese Behörden.
*) Der hier berührte Begriff des gen taub sind. ge--
Eigenthums in Sachen der 0-en freundliche Vorstellun-
Menschheit ist ein tieferer und
schwierigerer, als Br. Griivell gen ? Wenn sie tiefge-
vielleicht ahnete. schöpfte Belehrungen yer-
**) Ganz verwerflich wird jedes schmähen, —triftigen Grün-
unverdorbene Gemüth die Aeu-
fserung finden, wonach Br. Gr. den Aufserungen des"einge-
durch unbefugten Gebrauch ei-
nes Bildes bemüht ist, seinen wurzelten Vorurtheils, Aus-
Gegnern bei Unbesonnenen den flüchte des Eigensinns, -woi.
Hals und die Verachtung zuzu-
ziehen, -die einen „Muttermör- gar Trotz auf ein eingebil-
der" treffen. — Die Nachwelt
wird urtheilen, ob diese Brüder- detes Ansehen und auf
schaft gegen ihre eclelstep und Unfehlbarkeit, entgegense-
verdientesten Mitglieder sich so
benommen hat, dafs der bild- tzen? Nun dann ! so „mufs",
liche Ehrenname einer treuen
Mutter ihr gegebenwerden darf. wie Er. S. 170 sich
LTebrigens hat Gr. das Bild vom ausdrückt , „ die pertrags-
Mörder aus der 1-nstruction für
die Lehrlinge entlehnt, welche weise übernommene Verbind-
nunmehr in der Schrift: „Die lichkeit der hölzern Pflicht -
Drei St. Tolia.nnisgrad.e 'der gro-
lsen National- Mutter -Loge zu geopfert werden;" so darf
den drei Weltkugeln", (Leipzig
1825; 214 SS. in 8.) 33-74 ab-
gedruckt steht. Im zweiten Ab-
schnitte derselben : von gehei-
men Orden, heilst es S. 43 f. : ihren wesentlichen Character-
„Die Freimaurerei ist in derBe- zügen. — In drein Augenblicke,
deutung ein geheimer Orden, wo die Mauer des Stillscewei-
dafs sie ihre innere Verfassung, gens nie clerger issen würde, wäre
ihre Gebräuche, ihre Ceremo- sie vernichtet;, und der Verrä-
nien, ihre Sinnbilder und ihre ther, der sich niers zu Schulden.
Geschichte durchaus geheim kommen liefen, würde der Meu-
hält; und Diele ist Einer von chelmörder de.s. Bruderhundes."
172 PUBLICITÄT PUBLICITÄT.

und so soll der grofsen Ge- richtung und die Arbeiten


meine der allgemeinen Loge der Brüderschaft neuzuge-
auf Erden nicht länger ver- stalten , unbeachtet lassen,
schwiegen bleiben, dafs da sie nicht erwägen,
man im Innern eines Bun- dafs, —(wie Br. Gr. S. 179f.
des, welcher die Menschen selbst ganz richtig sagt,) —
einarider in Liebe näher der Bund, (nicht : „die
bringen soll, den höhern lichte Maurerei(( ; wie dort
Foderungen der Menschheit steht ; denn, -Wer wollte
nicht genügt, dafs man Mit- von dieser das hier Folgen-
tel*) braucht, die zum Theil de behaupten wollen?) „von.
entweder den Zu—'eck, weil Zeit zu Zeit der Reforma-
man ihn nur undeutlich er- tionen , wie alle menschli-
kennt, !ganz verfehlen oder che Einrichtungen, bedarf,
die herrliche Idee, die dem dafs er, wie Alles, was die
Vereine zum Grunde liegt, Zeit schafft und daher dem
verdunkeln. — (S. unter Wechsel der Zeiten ausge-
andern oben B. 1, 5. 464 f., setzt ist, gesäubert werden
ingl. S. 207-216, u. B. 2, mufs von dem, Schlechten,
5. 14u. 76!) was von 21qlsen, hineindringt,
Jene Behörden' und ihre und 1-'071 den abgestorbenen
Anhänger müssen daher für Best an dth eilen, deren Lebens-
die wahren Ferriither ans kraft nicht der des Ganzen
Bunde von gerechten Rich- gleich war."]
tern erklärt werden; da sie
die Mahnungen , die Ein-
D er Herausgeber schliefst
diesen Artikel mit den
40 Über diese Mittel der deut- Schlufsworten des im Ein-
schen Logen in neuerer Zeit
gange angeführten Vorworts
selbst zu urtheilen, ist das
Publicurn vollkommen in des Brs. von Wedekind
Stand gesetzt worden durch „Doch! wozu eine weitere
die ixn offnen Buchhandel Unterhaltung über einen Gegen-
erschienenen Schriften: a) stand , worüber der gesunde
„ System der Freyrnaurer Menschenverstand der Unbe-
Loge' Wahrheit 14,72d Einig- fangenen so leicht sich versieht
keit" u.s. w.; (s. oben den und die Befangenen nicht wol'
Art.: PRAG, S. 122, Sp. b!) aufzuklären sind! Aber, nur
b) „Sarsena"; (s. diesen Ar- noch einige Bannstralen mehr:
tikel!) c) „Die Freimaure- und der Geist der Zeit wird
rei in einer Nufs"; (Leip- dem Obscurantism keinen.
zig 1825; 72 55.. in 19;) Schlupfwinkel mehr im Heilig-
und nun vollends, seit dem thume der Freimaurerei gestat-
M. Juli 1825, d) die in der ten, sondern auch hier densel-
vorigen A/ tinerkang**) an- ben in seiner Blöfse kenntlich.
geführte Schrift. m achen. "
PULVER. PUNCTE. 1'73

PULVER (DAS). Sowie des Maurers , am östlichen


bei den französ. Tafellogen und des Aufsehers am west-
die Gläser cccnons ( s. oben lichen Fenster derLoge sey.
Ii...A.›IoNE) und die Bouteil- Dann he gst es weiterhin
len barriques genannt wer- (p. 42 seq.):
den: also bedient man sich „4o. Fr. Wieviele besondere
des Kunstausdrucks : Pul- (particular) Puncte gehören zu
einem Freimaurer?"
ver,, um die verschiedenen „„ A. Drei; Bruderschaft,
Getränke zu bezeichnen. Treue (ficlelity, Redlichkeit)
So heifst das Wasserschwa- und Verschwiegenheit.""
ches oder wejse,s, der Wein „41. Fr. Was stellen sie vor ?“
starkes PulPer, u. s. w. „„ A. Brüderliche Liebe,
Hüljleistung und Aufrich-
C„Le vin s'appelle pouclre rou- tigkeit (truth) unter allen
isre , l'eau — p. blanche, le cafj ächten Maurern."
—p. noire, la liqueur — p. forte, 42. Fr. Wieviele eigentliüm-
l'eau-de-vie — p. fulminante.fc liche (proper) Puncte?"
Aus dem „Manuel par .Bazot", " 4. Fünf; Fufs an Fufs,
(1819,) p. 156.] _Knie anKnie, Hand in Hand,
Herz an herz und Ohr an
[PUNCTE (DIE FÜNF) DER oh,cc cc
MAUREREI oder GENOSSEN- Ferner wird in Prichard'g
SCHAFT (Fellowship , Mit- Lehrlingsfragstücke, in der
boliedschaft,) ' beze i chnen die Antwort auf die 74ste Fra-
Grundlehren der Masonei. ge, der Punct . das Centrum,
'Was in dem neuengl. Urn, welches ringsherum der
Lehrlingsfragstücke nach Meister nicht irren kann, ge-
Browne von dem ersten, so- nennet, (vergl. oben B. 2,
wie von dem Haupt- und S. 331f.!) in dem Meister-
dem vorzüglichsten, Puncte fragstücke aber angeführt,
in der Masonei steht, ist dafs der erschlagene H is' Can
oben B. 2, S. 186 und 331f. durch die 5 Puncte der Ge-
nachzulesen. nossenschaft, als: „Hand
In der in den „HU." von in Hand, Fqfs an Fufs, Fran-
Krause, B. 1, Abth. 2, S. bcte an Prano-e
b ' Knie an Knie
32 ff., wieder abgedruckten und Hand zurr Bücken,“
Schrift: „Das entdeckte wieder aufgehoben worden
grofse Geheimnifs der Frei- sey, ohne weitere sinnbild-
maurer (the grand mystery of liehe Erklärung.
th,e Freemasons discoper'd)‘‘, Das Ausführlichere über
welche die älteste bekannte diese 5 Puncte in den Schrif-
Gestalt des neuengl. Lehr- ten : „Jachin and.Boas‘‘ und
lingsfrakstücks ist , wird. „the three distinctknocks",
zuerst erwähnt, dafs der s. oben B. 2, S. 412, Sp. b,
r unct— (bierStandpunct)— bis S. 413,_ Sp. ,I), ingl. die
174 PUNCTE. PUNCTE.

Stellen aus franz. Catechis- sre zur Seite ablenke. Ich will
420, Sp. b f., S. 567, vielmehr, jede selbstische Rück-
men S.
sicht vergessend, immer schnell
Sp. a, u. S.571, Sp. a, u. vgl. auf den Fürsen seyn, zu retten,
die Erklärung in den Schrif- zu helfen und thätiges Wohl-
teil: " Sarsena"u.s.w., S.155, wollen zu. beweisen' . einem noth-
la. „Die Drei St. Joh.-Grade leidenden Nebenmenschen,noch
der er g ro fs en L o g e zu den
d d re
drei vorzüglicher aber einem Bru-
Mason."
Weltkugeln", 5.168 f.!
„Drittens. Wenn ich dem
Endlich wercle-n in Brou,- allmächtigen Gotte meine heim-
ne's Meisterlection jene 5 lichen Anliegen vortrage, will
Puncte auf folgende Art ich. der Wohlfahrt eines Bru-
ng e g e b en.
angegeben. ders, wie meiner eignen, ge-
„ Ha n d in 'lad; ich grüfse denn, sowie die Stirn-
Sie als Bruder. Fufs an Pu/; men der Unmündigen - und Säug
ich wandle gleiches Schritts linge zum Throne der Gnade
(parallel) mit Ihnen. Knie an aufsteigen, so müssen auch
Knie, um zu zeigen, dafs wir ganz zuve zuverlässig die Seufz er
einen ewigen Gott verehren. eines Herzens voll Inbrunst hin-
ei
B rust Brust, zu z igen, auf zu den Wohnungen der Se -
a fs wir unsres Burumders erelaub-
dafs gelangen; wie es denn
te (lafpful) Geheimnis ge, wie auch gewifserfoderlich ist, dafs
unsere eignen , bewahren sol- wir für einander beten. "
len. Hand ihrer den Rücken, "Viertens. Eines Bruders Ge-
um zu zeigen, dafs wir einen heimnisse, die mir als solche
Bruder Mason , wenn wir ihn anvertraut werden, will ich
Defs würdig, finden, in allen bewahren, als wären sie meine
seinen löblichen Unternehmun- eigenen; denn, durch das Ver-
gen unterstützen sollen; voraus- radiert dieses mir Anvertrauten
gesetzt, dafs es geschehen könne, würde ich ihm . die gröfste Be-
ohne uns selbst oder unseren leidigung, die er nur in die-
Verwandten zu schaden." sem sterblichen Leben erfahren
Dieser Erklärung fügt kann, zufügen; ja, Diefs gliche
.73i-owrie p. 75 nachstehende, der Verworfenheit eines Meu-
chelmörders, der im Finstern
nicht chifrirte, Lobrede auf lauert, um seinen Gegner zu er-
diese 5 hin ctebei. dolchen, wenn dieser waffenlos
, „Erstens. Wenn eines BM-. und kPar nicht vorbereitet ist,
ders Bedürfnisse meine Hülfe auf einen Feind zu stofsen."
und Unterstützung erheischen: „Fünftens. Eines Bruders
so will ich immer bereit seyn, Character will ich in seiner
ihm , insofern ich ihn Defs Abwesenheit ebenso gut auf-
würdig finde, einen solchenBei- recht erhalten, als ich in sei-
stand zu leisten, um ihn vom zier Gegenwart thun würde.
Sinken zu retten, als weder mir Ich will, denselben weder un-
selbst , noch meinen Verwand- gerechterweise herabsetzen,
ten , nachtheilig seyn kann„" noch zugeben, dafs es von An-
„ Zweitens. Gemächlichkeit dem geschehe, wenn ich_es zu
(indolence) soll nie Ursache verhüten vermag.”
seyn, dafs ich meine Fufstritte „So sind wir durch die 5
anhalte, noch Zorn, dafs ich Puncte der Genossenschaft an-
PURPURBAND. PYTHAGORAS. 175

einandergegliedert in eine ein- langjährigen Reisen die Weis-


zige untrennbare Kette reiner heit der Agvpter und Indier
Zuneigung. , brüderlicher Lie- erlernet hatte, mit grofseu Seht-
be, Hülfeleistung und Aufrich- tzen des Geistes in's Vaterland
tigkeit." zurück. Doch! da Hirn Samos
S. zu diesem Artikel die unter des rolykraies Herrschaft
Erläuterungen des Bis'. weder Sicherheit für seine Per-
son, noch. die Aussicht, dem
Krause in den „KU.", B.1, Staate nützlich zu werden, ge-
Abth. 2, S. 409-416 u.468!] währte; so begab er sich bald
PURTIYR33ANDE (DER RIT- nach dem untern Italien, damals
Grofsgriechenlanri genannt. Die
TER VOM); S. VERTRAUTE Stadt Jcrotona ward sein Haupt-
DER ST. ANDREAS-LOGE. aufenthalt und der Mitterpunct
PYRON (JEAN-BArTISTE- seiner Thätigkeit. Die Men-
PIERREJULIEN) ehemali- schen durch. Aleysigkeit- und Ent-
ger Intendant der Domai- haltsamkeit zu dauernder Ge-
sundheit des Körpers zu führen,
nen des Grafen 1-'072 Artoisy und ihre Seele zu unerschütter-
gest. zu Paris im 3. 1818, lichem Gleichmuthe bei äufsern
war Mitgehülfe des Grafen Zufällen zu gewöhnen, sie von
Grasse- Tilly (s. diesen *Ar- den Fesseln der Sinne zu befreien
und zu Betrachtung und Erennt-
tikel!) und, als solcher, nifs der ewigen, unveränderli-
Grand- inspecteur - Gehgral chen Dinge geschickt zu machen,
und Seordtaire du Saint-Em- Das war es, wozu er die zahl-
pire dans le Sudprag/lie Conseil reich ihn umringenden, innig
du 33 e degre'. [Voir „Acta verbundenen Schüler, wech-
selnd , aurch. Gleichnifs, und
Latom." p. noty, T. 1, o. Bild , und, Spruch, zu erheben
221, 228 et 292 suiv.!] trachtete. Durch. seine Schüler
[PYTHAGORAS. Über 'die- gewann er auch Einflufs auf die
sen griechischen PhiZoso- Einrichtung und Verwaltung
der Freistaaten des untern
phen, oder Liebhaber der ; aber, dieser Einflufs auch
Weisheit, (wie er sich selbst war's, der ihm bald Neider er-
genannt haben soll, indem. weckte und ihn mit Vielen sei-
er erklärte, dafs der Name ner Anhänger in's Verderben
stürzte. Nach seinem Tode
eines Weisen (o-oc,d‘s ) nur verwandelten die KrGtoniateil
der Gottheit zukomme,) be- sein Haus in einen Tempel
merkte Br.- Gerhard Anton seinen Schülern ward er ein
vonliedern zum 266stenVerse VVunderthäter ; und alle schwu-
des ersten Gesanges seines ren bei seinem Namen und auf
sein Wort, als ob ein Gott es
Gedichts : „Jesus der Stif- geredet habe."
ter des Gottesreichs", B. 1,
oder B. 8 der „sänamtlichen In dem oben im -Artikel ;
Schriften", (1--Idnnov.1810,) HEINE.Icir VE., deutsch ge-
S. 267 f. lieferten Fragstüche wird
„Pythagoras, zu Samos gebo- behauptet (s. B. 2, S. 10r)
ren, kehrte, nachdem er auf „Pythap-,oras habe die Mau-
176 PYTHAGORAS. PYTHAGORAS.

rerei nach England ge- S. 1'78, verglichen mit S. 442,


bracht;" und in Lawrie'st Sp. n, Note *)l) „Essenerbund.
veranlafste, den Busebius und
„Geschichte" u. s. w. (deut- andere christliche Schriftsteller
sche Übers. S. 7) wird . er- sogar zu einer Gesellschaft der
wähnt: „Master Clinch habe ersten Christen machen; so
sich (in der „ Anthologia war es natürlich, dafs auch die,
hibern. for january, March, in der alten Geschichte nicht
unbewanderten,Geistlichen in
April and June 1794") mit England, welche den Freimau-
ausuezeichnetem
b Scharfsinn rerbrüdern höhere Lehre, Li-
und Gelehrsamkeit bemüht, turgie und Verfassung gaben,
dre
den U rs p ru ng der FM i ebenso gut die Pythagorazschen
Lehren und Verfassungen, als
von dem Institute des Pyth. die
essenischen Vitru9'sc7een
abzuleiten." S. auch die und stoischen, lerficksiciitig-
,,
„Encyclop. mritann.", p. ten."
640, verbunden mit p. 647 ' In „Da Bellermenrils ge-
seqq . , 5 . 31-34! Ge g en schichtlichen Nachrichten
diese Meinung erklärt sich a' us dem Alterthume über
Br. Kräuseln den Anrn.erkk. Essäer und Therapeuten",
zur Übers. der Lawridschen (Berlin 1822,) enthält der
„Geschichte", S. 349, fol- Abschnitt 3, 0. -, 9 eine
* aus.
g ndermafsen. —
b
e führliche Vergleichung der
„Pythagoras erkannte aller- Essäer mit den Pythago-
dings jene allgemeinmensclil. ..
Walirlieiren, welche das Wesen raern; der Verf. erklärt sich
der Lehre der FMrei ausma- jedoch nicht geneigt, ent-
eilen; ja, er 'ist der einzige weder auf eine unmittel-,
Mann, den die Geschichte auf- bare Ableitung' des einen
führt, der den grofsen Gedan- Bundes von dem andern,
ken fatste, einen Bund zu gleich-
förmiger und harmonischer oder auf einen unilüttelba-
Ausbildung der ganzen Men.. ren Zusammenhang unter-
scheunatur zu stiften. Selbst einander zu schliefsen, in
aus den auf uns gekommenen der Voraussetzun erdafs
Bruchstücken seiner Lehre und g3
seiner Einrichtung können Frei-' manche Dinge schon durch
maurer, als solche, 'Viel ler- die Natur der Sache und.
nen. Allein, gleichwol ist des Zwecks einander ähn-
die Freimaurerbrüderschaft keine lich werden.
stetige Fortsetzung oder stetig Noorthouck's Ausgabe des
angeknüpfte Umbildung des Py- b
thagorilisehen Bundes. Da aber neu engl. C onstitutio nen -
die christlichen Geistlichen und buchs enthält, in Uberein-
Cönobiten der ersten Jahrhun- stimmung mit ..einderson's
derte den 1Jythag,oras und sei- Ausgabe, (s. die deutsche
nen Band beinahe als christlich
betrachteten, wozu. sie der, Übers.: Frankf. a. M. 1783,
von ihm abstammende," (s. S. 81-87!) p. 41 Nach.ste-
oben B. 1, S. 175, Sp. b, und hendes. -
PYTHAGORAS. PYTilAGORAS. 177
„Pythagoras lebte 22 Jahre nen wir die innige Verbindung
unter den ägyptischen Priestern, unter den freien und angenom-
bis er im J. der Welt 548o von menen Masonen.")
cambyses nach Babylon und
Persien gesandt wurde, wo er
sich unter den chaldäischen Ma- [Bei der Unzuverlässig-
giern und babylonischen Juden keit, welche über die Her-
grofse Kenntnisse erwarb, und kunft, das Leben, die Rei-
kehrte 5489, in welchem Jahre sen, Schicksale und Lehren
Zorobabel's Tempel beendigt dieses für sein Zeitalter
wurde, nach Griechenland zu-
rück. Er ward nicht nur der sehr auzgezeichneten Man-
Gründer einer neuen Religion, nes herrscht,' müssen Die,
sondern auch einer Academie" denen daran liegt, genauer
[philosophischen Schule] „oder davon unterrichtet zu wer-
Loge von guten Geometern. den, auf die critischen Un-
Diesen theilte er jenen im-
schätzbaren Lehrsatz, (im „Eu- tersuchungen der deutschen.
clid", lib. propos. 47,) wel- Gelehrten, die darüber ge-
cher der gesammten Maurerei, schrieben haben, verwiesen
aus was für Stoffen und Stre- werden. Aufser dem am
cken [dirnensions — Ausmessun-
gen] sie auch bestehen mag, Schlusse des Art.: der Fy-
zum Grunde liegt, und von thagorgische BUND ange-
den Masonen, weil sie selbige führtenWerke Tiedenbann's,
für seine eigne Erfindung lug- sind hiernoch anzumerken:
ten , Dessen g ve77za (Zieh hab's 'äes Hofraths Meiners
gefunden!) genannt wird, als
ein Geheimmfs mit." — (Vgl. „Geschichte des Ursprungs,
oben B. 1, S. 585. Sp. b !) Fortgangs und Verfalls der
„Nach dem Tode des pyth. -VVissenschaften in Gr4-
wurde die Geometrie" [s. diesen chenland und Rom", B. 1,
Artikel!] das Lieblingsstudium
der Griechen ; und die Gelehrten (Lemgo, 1781, in gr. 8.)
unter ihnen wendeten die Grund- Buch 3: Geschichte der Py-
sätze derselben sowol bei mecha- thagoriiischen Gesellschaft,
nischen Arbeiten überhaupt, als und ihrer Verdienste unz die
insbesondere bei Werken aus »rissenschaften S. 178-602„
Stein oder Ziegeln, an; und
sowie die Maurerei mit der Einen Iesenswerthen Aus-
Geometrie gleichen Schritt zue aus diesem Abschnitte
hielt: also entstanden viele Lo- des gelehrten Werkes, mit
gen, besonders in den griechi- Angabe desselben, liefert
schen Republiken, wo Frei-
heit, Handel und Gelehrsam- der zweite Theil des „Ar-
keit blülieten, als: in Sicyon, chivs für Freimäurer und
Athen, Corinth und in den Rosenkreuzer", S. 222-269.
Städten Ioniens, bis sie endlich. (Im ersten Theile des „Ar-
ihre schönen dorischen, ioni- chivs", S. 150-173, steht
schen und corinthischen Bau-
ordnungen zu Stande brachten. die Übers. der Fertheidi-
Von diesem Zeitpunct an rech- gung des .Pythagoras von
J.2
178 PYTHAGORAS. PYTHAGORAS.

Naude'. S. oben 13. 1, S. 377, men, Gesellschaft," und S.


Sp. a!) — Jener Auszug ist 289-316 „Etwas über den,
von 5. 231, Z. 11 v. u. , an. Pythagoras und Dessen Leh-
bis zu Ende beinahe wört- re, nach Jamblich und An-
lich, ohne die Quelle nam- dern," worauf S. 316 -320
haft zu niachen, , in den die, aus der „FMrerbiblio-
„Ephemeriden der FMrei thekir, St. 1, S.166-168, ent-
in Deutschland auf das J. nommene, metrische Ubers.
5786", S. 99-118, wieder der goldnen Sprüche des Py-
abgedruckt worden. Mit rhagaras folgt. Zwei ande-
diesem Aufsatze stimmt hin- re Übersetzungen dieser
sichtlich des Inhalts und Sprüche- a) vom Dichter
der barstellung die, weiter Gleirn s. im „teutschen Mer-
unten im Auszuge folgende, kur vom J. 1775 ", S. 97-
Abhandlung des Ers. Kreil 106, und b) vom Er. Damb-
iiber die Geschichte des Py- mann, Hofrathe in Darm-
thagor. Bizn(les itn wiener stadt, s. in der folgenden
„Journale für FMrer " auf Schrift unter Nr. 5, S. 60
d. J. 1785, Qu. 1, S. 3-28, -63, und in der zweiten
ib erein. Sammlung der ,..,Eaustücke",
2) Des vorher genannten 5.367-371! S. übrigens über
Hofraths und Professors jene goldenen Sprüche, die
Tiedenz,ann „Geist der spe- wahrscheinlich erst in spä-
kulativen Philosophie von terer Zeit ihre Form erhiel-
Thales und Sokrates"-, .B. 1, ten, das Werk von Mr. Da-
(Marburg 1791; in 8.) 5tes cier,, Garde des livres du
Hauptstück, S. 67-138. Cabinet „La vie
3) Des Professors D. Ten- de Pytliagore, ses Symboles,
nemanri „Geschichte der ses vers dorez, et la vie
Philosophie"- , 13.1; (Leipz. d' Ilierocles", 2 Tonies ;
1'798; in gr. 8.) Abschnitt 3, Paris 1706; in 8. Der T. 2
S. 75-150. hat den Titel: „Les Com-
4) „Über geheime Wis- mentaires d'Hierocles sur les
senschaften, Initialionen vers clorez de Pythagore."
und neuere Verbindungen"-, 5) „ Der pythagoräische
13. 2, (Altenburg 1787,) S. Orden, die Ohskuranten-
155 -178 : Entwickelung ei- vereine in der Christenheit
niger Grundsiitze nach, den und die Freimaurerei in ge-
geheimen Lehrbeetreiz
e des genseitigen Verhiiltnissen.
.Pythagoras und aller , fichten Als Manuskript für FMrer
Liebhaber der Weisheit des von dem Freiherrn Georg von
Alterthams nebst Nachricht Wedekind." u. s. w. Leipz.,
s'on einer analytischen gehei- 1820. XVI u. 192.SS. in gr. 8.
PYTHAGORAS. PYTHAGORAS. 179

Von dieser Schrift sind oben hineingelegt haben. — Der


B. 1, S. 316-323, 343 und. Name eines Eingeweihten von
Theben bahnt ihm hierauf den
345 f. einige Stellen ausge- Weg zu den Priestern, Weisen
zogen worden. Eine griimd- und Grofsen der ganzen Welt,
liche Beurtheilung dersel- wo er hinkömmt."
ben vorn Er. Krause s. im Eine deutsche Umarbei-
„Hermes", St. 4 für das J. tung dieser Reisen führt
1820 ( oder No. VIII der den Titel: „Pythagoras und
ganzen Folge), S. -22! seine Zeitgenossen. Ein
Aufser diesen Werken ist dramatisches Gemälde der
6) zu erwähnen, dafs zu grauen Vorwelt"; 2 Tb.eile
Paris, an 7, in 6 Eden in gr. in 8. Chemnitz 1801.
8., mit Landcharten und Über einzelne Lehren.
Kupfern , erschienen ist des Pythagoras und der Py-
„Voyage de _Pythagore en tbagoräer s. oben B. 1, S.
Egypte, dans la Chaldge, 107, 109 f., 178 u. 439-442,
dans 1'Inde, en Crte, ?). Mar- dann:8. 2, S. 45, Sp. a, S.265,
seille , et dans les Gaules ; Sp. a, S. 355 f. u. 358, auch
suivi de ses bis politiques unter dem Art.: ZAHLEN !]
c.t. morales"; eine Nachbil-
dung der „Reisen des jün- [Als Gegenstück der oben.
gern ./Inacharsis , von Bar- B. 1, S. 163:181, geliefer-
thelemii‘, wovon der Recen- ten Schilderung des esseni-
sent in den „Götting. geb. schen Bundes, stehe hier,
Anz." v. 1799, St. 156, wegen der engen Verwandt-
S. 1553-1560, unter andern schaft beider Vereine, ein
sagt : -4-6istfindiger Auszug der
„In der zweiten Hälfte des auf der vorigen Seite 178,
ersten und dem grüfsten
des zweiten Buchs ist zusam- Sp. a, Z. 15 if., erwähnten
meng-etragen, Was von Ägypten Abb. des Brs. Kreil!
im Alterthume erzählt, gefabelt „Es wäre traurig, wenn die
und geträuxn t worden ; aberAlles Natur bei den unzähligen übeln,
übertrifft die Einweihung des womit sie unser Geschlecht zu
_Pythagoras in die Mysterien ringen nöthiget, nicht auch in
der Priester zu Theben, wohin ihrem mütterlichen Schoofse
er von den Priestern zu Helio- Trost, und Labnifs, und Waf-
polis und zu Memphis wegen. fen für uns bereitete ;, aber
der Religiongefieimnisse ver- glücklicherweise hat sie, wie
wiesen wird. Was nur je von. in den Tod den Keim zum Le–
Mysterien, Initien, Orden ge- ben , also auch in das Verderb-
sagt und gedichtet worden ist, nifs den Kein zur Reinigung ge-
findet man hier beisammen, zu- legt. Eben die Cul= des Men-
gleich. mit allem ivlystischen, schen, eben die Entwickelung
was jemals Schwärmer in die seiner gesellschaftlichen Anla-
Philosophie und Mythologie gen und Triebe, tben die Ver.-
12*
180 PYTHAGORAS. PYTHAGORAS.
feinerung und Vervielfältigung nem unserer scharfsinnigsten
seiner Bedürfnisse, der erschö- Schriftsteller *) zu bestätig-en,
pfende Genuas und die dadurch und dadurch zugleich den Ge-
geschwächte Generation, die sichtspu.nct auszustecken, aus
ihn 'um seine Gesundheit und. welchem Zweck und Verdienst
Stärke, um Muth. und Genüg- dieser von so Vielen verkann-
samkeit, um sein reines Blut ten Gesellschaft beurtheilt wer-
und seinen Biedersinn, ge- den xnufs!" —
bracht haben, die ihn zum „ „Die Errichtung der Pyth.a.
feigen, weichlichen und sie- goräischen Schule ist, meinem
chen Schwächling, und zum. Urtheile nach, das erhabenste
verschmitzten Selbstling, her- und weiseste System der Gesetz-
abwürdigen, — eben die ha- gebung, das jemals zur * Verede-
ben auch in ihm ‚Triebe und lung und Vervollkommnung
Fähigkeiten, und eine Gröfse unsres Geschlechtes erfunden
des Geistes , entfaltet, von de- worden, — ein System, das
nen Niemand gewufst hätte, ganz auf die reinste, uneigen-
dafs sie da wären. Die Tyran- nützigste Tugend gegründet
nei erweckte Retter des Vater- und auf die Glückseligkeit gan-
landes, die Unterdrückung edle zer Länder abgezielt war, das
Befreier, und das überhand- endlich nicht nur dem Geiste
nehmende Laster Tugendfreun- und Herzen seines Erfinders,
de, die, schon von. der Natur sondern der menschlichen Na-
verbunden, noch desto näher tur selbst, Ehre macht, aber
zusammentraten, die Bande ih- freilich nur bei einer, kleinen
rer Vereinigung desto, stärker Anzahl auserwählter Männer
anzogen und mit desto mehr ausgeführet werden konnte.
Gewalt und Nachdruck auf ihre Nach. den Ordensregeln, die
Landes und Zeitgenossen wirk- Pythagoras für sich und seine
ten , je gefährlicher und un- Freunde entwarf, konnte in.
gleicher der Kampf schien, den Denen, die darnach lebten, kei-
sie mit dem Laster aufzuneh-. ne Kraft und Anlage unentwi-
men hatten." dielt und keine Unart oder Ge-
„Zu allen Zeiten gab . es sol- brechen unbemerkt und unge-
che Bündnisse von Edelmitthi- schwächt bleiben. — Das Ge-
gen , deren Zweck war, den. setzbuch des Pythagoras, wenn
Uebeln, die der Menschengat- ich mich so ausdrücken darf,
tung in dem Gange ihrer Revo- war so vollständig, dafs nach
lution unaufhörlich aufstofsen, ihm keine Stunde des Lebens,
entgegenzuarbeiten, und die das man wachend zubringt, un-
Fehlgetretenen von den bin- ausgefüllt, keine Pflicht unbe-
rnigten Irrwegen des Selbstbe- stimmt und kein Gut oder Ver-
trugs auf den geraden, aber et- gnügen unabgewogen blieb.
was schrofferen, Steig wahrer Nach den ersten Hauptstücken
Menschenglückseligkeit zu- desselben, wurden zwar seine
rückzuführen. Aber ein solcher Freunde genauer unter sich,
Bund, wie der Pythagoriiische, - als mit ihren Mitbürgern, ver-
— (es sey mit Ehrerbietung für
den unsrigen gesagt!) — war,
soweit die Geschichte reichet,
keiner. Es sey mir erlaubt, .7kIeiners, in der vorher S. 177
angeführten „Geschichte", B.1.
Dieses mit einer Stelle aus Ei- S. O3 £.J
PYTHAGORAS. PYTHAGORAS. 181
einigt: allein nicht, uni sich ging und eine Zeitlang den
von diesen zu entfernen oder Inseln herumwanderte. Überall
ihnen entgegenzuwirken, son- suchte er sich mit den Priestern
dern, um mit verbundenen. und ihren geheimen Lehren
Kräften desto lebhafter und thä- und gottes dienstlichen Einrieb,
tiger an ihrer 'W-ohlfahrt arbei- tungen bekannt zu machen.
ten zu können. Eben diese Ge- Auch pflog er mit den g-röfsten.
setze bestimmten ferner ihre Männern seiner Zeit einen ver-:
treuesten und würdigsten Er- trauten Umgang. Mit so vie-
f aller zu Häuptern und Füh- ler Erfahrung und Menschen-
rern anderer Menschen , aber kenntnifs bereichert, versuchte
nicht, um Völker zu unterdrü- er sein Glück noch einmal zu
cken oder zu plündern, damit Samos. Man sagt, dafs ihm
sie allein geniefsen könnten, sein Vorhaben das zweite MaI
sondern, um mit ihrem eigenen ziemlich gelungen sey. Nichts-
Guthe und Blute die Freiheit, destoweniger verliefs er in der
Rechte und Sicherheit ihrer Folge , dennoch seine Vaterstadt,
Mitbürger zu schützen und alle vermuthlich, weil er einsah,
Diejenigen, die diesen nach- dafs der Same der Weisheit,
stellten, oder sie angriffen, ent- den er in Samos ausstreuete,
weder abzuhalten oder zu zer- nicht gedeihen würde. Er ging
nichten." " • also zu Schiffe, fuhr Griechen-
„Der Stifter dieses Bundes land vorbei, und landete in
war Pythagoras. ,Es ist ewig Unteritalien zu Iirotona, Einer
Schade, dafs uns die Geschich.- der volkreichsten und verderb-
te VQn diesem merkwürdigen, testen Städte dieses Landes. Der
Manne so wenig Zuverlässiges Ruf von seinen Reisen, seiner
aufbehalten hat. Was man von geheimen 'Weisheit und seiner
ihm mit Gewifsheit behaupten götterähnlichen Tugend berei-
kann, besteht darin. — Sein teten ihm allenthalben eine
Vaterland ist die Insel Samos ; günstige Aufnahme."
und sein Geburtjahr fällt unge- „Seine pers önlichen Natur-
fähr in das sechste Jahrhundert gaben benutzte er meisterlich.„
vor Christi Geburt, zwischen um die Achtung und die Auf-
die 45ste und. 52ste Olympiade. merksamkeit der Völker auf
In Pliönicien soll er vom Phe- sich zu ziehen und die hohe
rekycles unterrichtet und in die Idee eines Freundes der Götter-
Geheimnisse der Landesreligion und eines Wundermannes, wel-
eingeweiht worden seyn. Von- eire sie von ihm gefafst hatten, s
da ging er nach Ägypten, dem in ihrer Einbildungkraft zu
Sitze der alten Weisheit, nach. vollenden. Er war schön und
der Sitte damaliger Zeit. Auch grofs von Person, seine Stimme'
da nahm er an dem Institute lieblich und seineBeredtsamkeit
der Mysterien Theil. Von hinreifsend; seine Gesichtsbil-
Ägypten kehrte er nach Samos dung, voll Würde und Sanft-
zurück, in der Absicht, daselbst heit, gebot Ehrfurcht; kurz,
sein Talent geltend zu machen. die Natur schien ihm auf seine
_Allein, man fand an seiner sym- Stirn das Creditiv seiner Sen-
bolischen Lehrart, die er den dung geschrieben zu haben.
ägyptischen Priestern abgeborgt Aufserdem zog er aus den reli-
hatte, wenig 'Geschmack, so gi ösen Vorurtheilen -seiner Zeit
dafs er abermals auf Reisen alle die VortVeile, welche ex nä-
182 PYTHAGORAS. PYTHAGORAS.
thig hatte, um sein Ansehn auf und Unterricht. Diefs gab ihm
einen so hohen Grad zu brin- Gelegenheit, sie näher kennen
gen, dafs man darin eine Half- zu lernen, Talent und Herz bei.
quelle zur Ausführung grofser ihnen zu erforschen, ihre poli-
Entwürfe finde. Es wirft frei- tischen Verhältnisse und Ver-
lich ein unvortheilhaftes Licht bindungefi auszuspüren , und
auf einen Reformator, wenn sich an Diejenigen näher anzu-
man ihn, in Larve und Maske schliefsen, die er sich, ihres
v'exxnummt, seine Rolle spielen bewährten Characters wegen,
sieht: allein, man bedenke, dafs zu Gehilfen in der Ausführung
Pythagoras in diesem Puncte seiner grofsen Absicht auser-
das Beispiel aller grofsen Volks- sehen hatte. Diese Letzteren.
lehrer für sich hatte! Oder ar- beredete er, unter seiner Lei-
beiteten Zerduscht , Orpheus, tung und nach seiner Vorschrift
Moses , Numa u. ks. nach ei- o-em einschaftlich zusam m enzu-
nem andern Plane? — Auch leben, und sich miteinander auf
war Reine seiner Mafsregeln das Engste zu verbrüdern. So
überflüssig, um auf ein Volk, entstand der Pythagoräische
-Wie die hrotoner, zu wirken. Bund oder Orden, dessen fn-
Unteritalien, (damals hiefs es stitut den christlichen Asceten
Grolsgriecherdand und war mit dp: ersten Jahrhunderte das
einer Menge griechischer Co- Vorbild zu ähnlichen Verbin-
lonieen besetzt,) befand sich zu dungen und zur klösterlichen
den Zeiten des Pythagoras auf Lebensart gegeben hat."
dem Gipfel seines Wohlstandes. „Pj thagoras unterschied sich
Der Uberflufs hatte daselbst, und seine Freunde von dem
wie noch überall, ein gänzli- -of nen Volke durch eine be-
profanen
ches Sittenverderbnifs hervnr- Art langer weifser Klei-
gebracht. Die Künste der i:Tp- der von feiner ägyptischer Cat-
i o keit, die Verfeinerung der tunleinwand, die purpurroth
Wollust und die 'Weichlichkeit gestreift seyn mufste, nach dem.
der Sybariten, (Sybaris Vvar .Beispiele der ägyptischen Prie-
Eine der blühendsten Städte ster, denen gedachter Anzug ein
von Grofsgriechentand und die überaus ehrwürdiges Ansehen
Nebenbuhlerin von Krotona,) gab. In diese Cattunleinwand
— wurden zum, Sprüchworte." kleidete er seine Jün er nicht
„Unter einem solchen Volke nur bei ihrem Leben, g - sondern
schlug der VST eise von Samos auch nach ihrem Tode; — eine
seinen Sitz auf. Anfangs hielt ewohn hei t , die er von den.
er in den Übunghäusern , in. Orphischen Mysterien entlehn-
den Tempeln und auf dem Radh. te. Überhaupt sah _Pythagoras
hause, öffentliche Reden an das vorzüglich auf Reinlichkeit so-
Volk, an die Jugend, selbst an. wol in der Bedeckung des Lei-
den Senat und, auf dessen Ver- bes, als an dem ganzen Leibe
langen, an die Matronen der selbst. Seine Freunde mufsten
Stadt. Er bewirkte dadurch sich. daher oft baden, scheren
bei Vielen Einfalt in Sitten und und salben. Diefs that er theils
im Anzug-e und erhielt dafür der Gesundheit wegen ,
von dem Rathe ö ffentlicheDank- weil die Unreinigkeit Ekel und
bezeigung en. Nun drängte sich Grauen verursacht und den
Alles zu ihm. Jünglinge und Blick des zartsinnigen Grie-
Greise suchten seinen Umgang Ahen beleidigt hätte, theils auch,
PYTHAGORAS. PYTHAGORAS. 183
weil das Voll allenthalben, die Speisen bestand. Vor und nach-
äufserliche Reinlichkeit für ein demselben ward geopfert, zu.-
Sinnbild der innerlichen anzu- weilen auch gesungen. Mehr
nehmen, geneigt ist; wie man als zehn Brüder afsen, der grö-
an der Taufe der Juden und fsern Vertraulichkeit wegen,
Christen, an den Bädern der nicht miteinander. Der Jüng-
Mahomedaner und andern re- ste unter ihnen mufste nach der-
ligiösen. .A.bwaschungen sehen Tafel vorlesen; der Älteste aber
kann." hatte dabei den Vorsitz und
„Die Pythagoräer befolgten das Recht, die Gegenstände,
eine besondere Tagesordnung. worüber gelesen werden mufs-
Unmittelbar nach ihrem Erwa- te, zu bestimmen. Beim Aus-
chen wandelten sie. , ihre Leier einandergehn (Diefs geschah
am Arm, einzeln einsamen Hai- immer vor Sonnenuntergang)
nen oder Tempeln zu, um ihr — erinnerte der Alteste sie noch
Gemüth zu sammlen und ihre kurz an die wichtigsten Le-
Lebensgeister durch den Klang benspflichten, und an'die Haupt-
ihres Saitenspiels zu ermuntern. grundsätze des Ordens. ,Pytha-
Hierauf gingen sie in ihrer in- goras Schäler vergafsen nie,
nern Betrachtung Alles durch, den Tag so zu endigen, wie sie
was sie am vorigen Tage, oder ihn ängefangen hatten. Sie
auch schon seit längerer Zeit, überdachten nämlich , ehe sie
gethan oder gedacht hatten, und ihren Geist durch das Spiel ih-
bereiteten sich zu den Geschäf- xer Leier entspannten und, so
ten des Tages vor. Nach dem zu sagen, zur Ruhe einwiegten,
Spaziergange suchten sie ein- Alles , - was sie den Tag über
ander auf und widmeten die gesehen, gehört und gethan
Erstlinge ihrer verjüngten liräf- hatten."
te lehrreichen und bildenden „Man sieht es dieser Lebens-
Unterredungen. Dann folgten ordnung an , dafs dabei eine
körperliche Übungen. wobei tiefe Weisheit zum Grunde
sie sich salben und reiben lie- liegt. Durchaus ist das Ver-
[sen. Sie liefen, tanzten, ran- hältnifs von Ruhe und Arbeit,
gen, warfen nach Zielen u. s. w. von Essen und Trinken, von
-Dadurch schärften sie ihre Sin- Geistes - und Leibesübungen,
ne, nahmen in Gewandtheit so genau abgewogen, dafs Seele
und Stärke zu und befestig- und Leib nothwendig in einem..
ten ihre Gesundheit. 4ndessen Zustande der blähendsten Ge-
rückte die Stunde zum Mittags- sundheit und Stärke erhalten
mahl heran, das aber blors in werden mufsten. Die zwiefa-
Honig und Brod bestand. Nach che' Selbsterforschung am Mor-
-demselben wurden die öffentli- gen und Abend — welch ein
chen Angelegenheiten besorgt. vortreffliches Mittel, um zur
Abends wiederholten sie, zu Selbstlienntnifs, der Grundlage
zwei und drei umhervvandelnd, aller moralischen Verbesserung,
die Gegenstände ihrer Morgen- zu gelangen! Wie herrlich, ,um
gespräche, beschlossen mit ei- jeden Fehltritt, jeden Abweg,
nein kalten Bade und versamrn- gewahr zu werden, um -je-
leten sich sodann in gemein- dem Ansatze zur Untugend, er
schaftlichen Speisesälen zum mochte nun entweder aus ei-
Abendmahle, welches aus man- nein Temperamentsfehler, oder
nichfaltigen und nahrhaften aus Mangel an Vorsicht, her-
184 PYTHAGORAS. PYTHAGORAS.
rühren, vorzubauen, da es noch. ten diese die herrlichsten Mahl-
Zeit war! Welch eine unsrer- zeiten veranstalten und ihre
besserliehe Mafsregel, um Men- Tische mit den ausgesuchtesten
schen zur Bedächtlichkeit und Gerichten besetzen , alles Das
Verträglichkeit zu bilden ! aber blofs mit den Augen ge-
Welch eine meisterliche Runst- niefsen ; worauf es von ihren.
übung des Gedächtnisses !" Sclaven weggetragen und ver-
„Aufserdem richtete Pytha- zehrt wurde. So entzog er
goras sein vorzüglichstes Au- der Wollust allen Zunder und
genmerk auf die Mafsi bg keit, - zwang sie in die ihr von der
einmal, weil er überzeugt war, Natur ausgesteckten Gränzen
dafs es ungemein schwer hält, des Naturtriebes hinein. Ehe-
bei vielen Bedürfnissen, und liche Umarmungen gestattete
bei einer weichlichen und er; aber, weil er die Zeugung
schwelgerischen Lebensart, an des Menschen für Eines der
der Tugend nie zum Verräther wichtigsten Werke ansah, so
zu werden, und dann zweitens, befahl er seinen Freunden, in
um der herrschenden Üppig- dem Genusse der sinnlichen
keit seines Zeitalters entgegen- Liebe ein gewisses Maafs, ge-
zuarbeiten und seinen Freun- wisse Zeiten und gewisse Vor-
den zu. zeigen, dafs die Zufrie- sichtsregeln zu beobachten, und.
denheit des VVeisen nicht so nur mit ehrerbietiger Vorberei-
ganz vom Gaumen und dem tung dem heiligen Winke der
Unterleib abhänge, — dafs es Natur nachzugehen. Er war
eine für das Glück ihrer Mit- der Meinung, dafs die Völlerei.
menschen wohlfeilere Art gebe, eine wüste und unlautere Mi-
ihrer Tage froh zu werden, schung. des Samens hervorbrin-
und dafs man bei einem tadel- ge, und dafs also durch eine in
freien Wandel in dem engen einem solchen wilden Feuer
Exeise der Vertraulichkeit Freu- unternommene Begattung der
den schmecken könne, um die Grund zur Nichtswürdigkeit
man des 'Wohllebens gern ent- des künftigen Menschen gelegt
behrt. Darum lins er seine werde. Überhaupt aber sah
Jünger den Tag über weder er das Zeugunggeschäft für
Wein, noch Fleisch, noch war- schwächend an .und gebot da-
me Speisen, geninsen und ihr her, dafs sich Jünglinge vor
Abendmahl ,blofs unter der Auf- dem 2osten Jahre gar nicht, die
sieht älterer Brüder halten. älteren aber nur sehr selten,
Darum entfernte er von ihrem, damit abgeben sollten."
Tische alle wollüstigen Ge- „Nach der Mäfsigkeit lag, dem
richte. Nicht einmal Fische Bundesstifter Nichts so sehr am
gestattete er ihnen, verxnuth- Herzen, als wie er seine Ver-
lich, weil sie, wie Montesquieu trauten zur Gleichmüthigheit
anmerkt, die Reize zur thieri- im Glück und Unglück gewöh-
scheu Sinnenlust vervielfälti- nen könnte. Er glaubte, dafs
gen, vielleicht auch, weil sie der Tugendhafte, um bei sei-
nicht zum Opfern taugten; nem Vorsatze unerschüttert aus-
denn ihm lag äufserst ‚daran, harren zu können, eine gewisse
dafs er und seine Anhänger für Festigkeit des Geistes sich ei-
heilige, den Göttern eifrig die- geit machen und über äufsere
nende Männer gehalten wür- Zufälle erhaben seyn müsse.
den. Zu gewissen Zeiten naufs- Seine Ordensgenossen durften
PYTHAGORAS. PYTHAGORAS. 185
daher bei ihrer Freude niemals der Leidenden blind und bei
in ein wildes Jauchzen, oder dem Röcheln der Sterbenden
im Zorn in Verwünschungen, taub zu werden."
ausbrechen. Thronen, Winse- „Menschen, die so edel ge-
Iden, kriechende Schmeiche- bildet wurden und den Wertlz
leien, kreischende Drohungen ihrer Bildung einsahen, mufste
u. dergl. blieben ihnen fremd. nothwendig hie wärmste, rein,
Geschah es, dafs ein Anfänger s te An h än glichk ei t und :Erkenn t-
in diesem Puncte noch nicht lichkeit gegen den Urheber ih-,
völlig über sich selbst Herr res Glückes zur Natur werden;
war, so mufste er sich entfer- besonders wenn sie Dessen un-
nen, um die t..,Tbrigen nicht an- eigennützigen ,und erhabenen
zustecken; und er durfte nicht Absichten gewahr wurden, die
eher zu einer Handlung vor- alle dahin abziehen, sie zu ehr-
schreiten, als bis sich der innere würdigen Führern und Regie-
Sturm in seiner Seele gelegt renn von Völkern und Staaten
hatte. Diese Bemühungen, ihre zu machen, und dadurch in
Mienen, Geberden und Empfin- Sitten und Verfassung bei den
dungen in ihre Gewalt zu brin- ColonieenGrofsgriechenlands
gen, zielten keineswegs dahin eine Revolution zum allgemei-
ab , ihre Empfindsamkeit und nen Besten zu bewirken. in
Theiln eh mun g zu ersticken, dieser Absicht benutzte Pytha-
oder sich. einen steifen Ernst goras auch die Vorurtheile sei-
anzuzwingei, sondern blofs, ner Zeit. Darum lehrte er sei-
um ihrem Aufsern jene Ruhe ne Anhänger die Künste der
und Gelassenheit, und ihrem Priester und Götterdiener. Den
Gemüthe, aufser der Furcht- Gebrauch ihrer Heilmittel —
losigkeit und Standhaftigkeit, (sie trieben die Arzneikunde
eine gewisse Sanftheit und Mil- mit vielem Erfolge,) verban-
de, zu geben, welche sie zu ge- den sie mit Musik und Beschwö-
fälligen Gesellschaftern, eifri- rungen , die damals die Stelle
gen Freunden und versöhnli- der chemisch-magischen Hie-,
chen. Feinden machte. Diese TO glyphen unserer heutigen Me-
nannte Pythagoras die harmoni- diciner vertraten. Auch. lehr-
sche Stimmung der Seele und ten und wohnten sie fast in den
hielt sie für die Mutter der Be- Tempeln, besingen das Lob der
scheidenheit, Verschämtheit Götter, rühmten sich mit Göt-
und allgemeinen Menschenlie- tern, Dämonen und abgeschie-
be, die Rohheit des Herzens denen Seelen eines vertrauten.
hingegen für die Quelle des Umganges und weissagten da-
Übermutlis und derH ärte ge- her aus dem ,Fluge der Vögel,
-gen unsers Gleichen. Darum aus Traumbildern , die sie ge-
verbot er seinen Schülern, un- sehen, und nach Stimmen, die
schädliche Thiere , und umso- sie aus den Gräbern gehört ha-
viel mehr nützliche Geschöpfe, ben wollten."
zu beleidigen oder zu vernich- , So nahmen sie, Alles zu
ten; denn er wurste zu gut, Hülfe, was sie in den Augen
dafs , Wer die letzten Zuckun- des Volkes ehrwürdig machen
gen eines Thieres gleichgültig -konnte; weil sie wohl einsa-
ansehen oder sich gar zum Ver- heu,afs den rohen und aber-
crnü.-en machen kann , nicht gliblischen Menschen, de-
mehr fern ist, bei den Thränen ren Wohl sie arbeiteten, auf
186 PYTHAGORAS. PYTHAGORAS.

eine andere Art nicht beizu- ten beziehen. Der Oeconorniker


kommen sey." geschieht wol auch manchmal
„Der Pythagoräische Orden Erwähnung: aber sie scheinen.
war hauptsächlich in zwei in diesem Orden blofs Das ge-
Stämme abgetheilt, in den iiu- wesen zu seyn , was bei uns
f.serrt der Exoteriker und in den die Brüder Schatzmeister, oder
innern oder hölzern der Esote- vielleicht auch, was die Schaff-
riker. In dem äufsern Orden ner sind.“
befanden sich Die, welche noch. „Pythagoras ging in. der Aus-
näher geprüft werden mufsten, Wahl der Glieder seines Bundes
in dem Innern die Geprüften. sehr behutsam zu Werke. An-
Den Ersteren wurde, aufser der fänglich wurden die Anhal-
allgemeinen Tugendlehre, die tenden durchphysiognomisirt
Wahrheit und ihre Bestimmung (4vo-toyvalic5v,e1), wie Cellius
nur unter dem Schleier der sagt. Man untersuchte ihre
Symbole vorgelegt, den Letz- ganze Bildung, ihre Mienen,
tern hingegen völlig. enthüllt. Gebenden, Stellungen, ihre po-
Im innern Orden findet man litischen und Privatverhältnis-
Spuren von mehren Graden se, mit VVem sie umgingen,
Man findet erstens Mathemati- und wie sie sich gegen Eltern,
ker. Diese durften, nach dem. Hausgenossen und Freunde be-
GelZizis, reden, fragen, das Ge- trügen. Man beobachtete ihr
lernte aufschreiben und ihre Lachen, Reden und Schweigen,
Meinung darüber sagen.. Sie ihr Temperament und ihre Lei-
trieben • verschiedene Wissen- denschaften. Vorzüglich aber
schaften, als : die Arithmetik, wurde darauf Acht gegeben, ob
die Geometrie, die Gnomonik, Jemand anvertraute Geheim-
die Musik, kurz Alles, was man nisse verwahren könne, oder
damals unter der Benennung: ob er geschwätzig, unvorsich-
Acpt9.77,itocra zusammenfarste. — tig und leicht auszuforschen
Hatten sie 'diesen Grad gehörig sey. Entsprach der Anhaltende
durchgearbeitet, so wurden sie in allen diesen Beziehungen
in den zweiten der Theoretiker dem -Zwecke der Gesellschaft,
befördert. Hier wurden sie so wardihm Hoffnung gemacht,
durch die Betrachtung der Na- in dieselbe aufgenommen zu
tur und der Grundverhältnisse werden. Hierauf begann seine
selbständiger Urzahlen und Li- Prüfungzeit, das ist, man kün-
nien in das innere Heiligthum digte dem Suchenden die ize.,uv-
der Götterlehre und IVIenschen- 294aS (das Stillschweigen) an,
bestiramung eingeführt.— Der welches nach der Beschaffen-
letzte Grad des innern Ordens heit des Suchenden auf zwei,
.scheint der Grad der Politiker drei, auch fünf Jahre ausge-
gewesen zu beyn.. Sie waren dehnt wurde. Dieses Still-
bestimmt, als vollenden Men- schweigen ist nicht also zu.
schen 'die griechischen SAaten. verstehen, als wenn der zu Prü-
zu regieren, und ihnen Verfas- fende die besagte Zeit hindurch
sung . und Gesetze zu geben. gänzlich hätte stumm seyn müs-
Dieser Punct ist der glänzend- sen; sondern es war ungefähr
ste in der Geschichte der Py- Das , was in unsern Klöstern
thagoräer, auf den sich alle ihre das Noviziat ist. Pythagoras
Einrichtungen , Läuterungen, hatte nämlich bemerkt, ("ars
Wissenschaften und Fertigkei- die Kunst, zu schweigen; un-
PYTHAGORAS. PYTHAGORAS. 187
ter den Menschen ebenso selten, um seine Standhaftigkeit zu er-
als zur Ausführung gofser Ent- proben; und nun vereinigte er
würfe und überhaupt zur Klug- sich mit seinen älter. Brüdern.
heit unentbehrlich, ist. Ins- durch. das heiligste Gelübde ei-
besondere brachte es der Plan nes unverbrüchlichen Freund-
seines Instituts mit sich, dafs schaftbundes.*) Hatte aber der
sein Bund immer die wichtig- Leidende die Proben nicht aus-
sten Geheimnisse zu verwahren gehalten oder sich durch irgend>
haben sollte, so dafs das ganze ein grobes Vergehen unwürdig
Bestehen der Gesellschaft davon erracht, in den innern Kreis
abhing. Die Verschwiegenheit L r Geprüften einzutreten, so
mufste daher zu einem Haupt- ward ihm seine Einlage, und
zuge des Characters bei jedem. zwar, wie Einige (z. B. Jam-
angehenden Pythagoräer ausge- blichus in „vita Pytliag.," c. 17)
bildet werden , ehe man ihn. behaupten, doppelt zurückge-
mit Sicherheit in den innern Or- geben, er selbst aber für todt
den zulassen konnte. Ein Ne- erklärt und, zur Verewigung
benvortheil dieses Stillschwei- des Geschehenen , ihm , als ei-
gens war, dafs man dem Neu- nem Verstorbenen, ein Grab-
linge Mufse liefs , seinen Geist mal gesetzt."
zu sammlen , sich an das Nach- „Jetzt war der Aufgenomme-
denken und Selbsterforschen zu. ne ein Glied des innern Ordens ;
gewöhnen, und mit seinem In-
nern näher bekannt zu werden. *) „Die Behauptun.g: P7thagoras
Man that ferner an denselben. solle seine Schüler, und die Ge-
allerlei Fragen, suchte ihn oft nossen seines Bundes, einen Eid
haben ablegen lassen, ist nicht
zu verwirren, stellte ihm Alles' nur ungegründet, sondern sogar
auf Schrauben, vielleicht, weil das Gegentheil geschichtlich er-,
ihnen auch die künstliche Ge- wiesen ; denn, die Zeugnisse des
.A.lt erthums stimmen d.ahin..üb er-
schmeidigkeit und Gewandt- ein, dafs Pythagoras ,deb.
heit in Worten oft wichtige schwur gänzlich untersagte, viel-
Dienste leisten sollte, begegne- mehr seinen Schülern und Bund:-
genossen eine feierliche Versi-
te ihm kaltsinnig_Und oft selbst cherung bei den. Heiligthümern
mit Verachtung. Man übte sei- seiner Bundlehre ab/la1ln. _Py-
nen Scharfsinn und sein Talent thagoras schwur: „ „bei dem
Dreieck und Viereck, bei der
im Enträtliseln durch Symbole, Luft, die ich einathme, bei dem
denen man eine moralische Aus- Wasser, welches ich trinke." "
(Vid. Lucürn. in „vitar. auct.",
legung gab , wahrscheinlich, .Piutarch. „de opinionn. Pluloss."
weil es gefährlich gewesen seyn c. III, I. 1. Laert.
würde , noch iiicht ganz Ge- Nach andern Nachrichten be-
währte _Pythagoras seinen from-
prüfte durch den Schleier men und menschheitinnigen.
durchsehen zu lassen , in den Sinn dadurch, dafs er den Lid-
die Lehren und Absichten des schwar in das menschheitwür-s
dige Gelöbnifs : „ „bei den Rech-
innern Ordens gehüllt waren." ten des Menschengeschlechts und
— (Vergl. oben. B. S. 4241) dem gemeinsamen Loose der
Sterblichkeit (per /tuward, gene-
„Endlich rückte der Tag der ris jura atque ipsfics 79-Lortalitatis
Aufnahme heran. Nun wurde corisortia),‘"` umgestaltete. Die-
der Aufzunehmende, mit einem ses erzählt Eustathises bei der Ge-
legenheit, wo ./tchilles die Ile-
Priesterkleide angethan, den. rolde , welche die Cii;. :rsei„s ab-
schwersten Prüfungen unter- holen sollen, auf ähnliche Weise
worfen. Man brannte und zu Zeugen anruft."
Er. krause in den E. 2,
schnitt an seinem Leibe herum, .Abtb.. 2, S. (59 £ Note a).
188 PYTHAGORAS. PYTHAGORAS.

j etzt wurden ihm ihre Geheim-


nisse geofFenbaret; es ward um
alle öffentlichen Ämter mit
Männern aus ihrem Bunde,
ihn Licht. — Nun konnte er wenn es thunlich war, zu be-
frei wirken; denn er hatte ei- setzen, sich. einen Anhang -un-
, nen sichern Rückhalt. Alle ter dem Volke zu versch.affen,
standen für einen Mann, unter- wo sie konnten, geheime Nach-
stützten Jeden ihrer Brüder mit richten einzuholen, ihre Ent-
ihrem gesaxnmten Ansehn, mit würfe darauf zu bauen, ver-
ihrem Einflufs und, war es nö- schiedene Verhältnisse ihrer
thig, mit ihrem Vermögen." Glieder zu benutzen , und ih-
„So viele Läuterungen /nurs- ren Orden in den vornehmsten
ten die Pythagoräer durchge2 StädtenGrofsgriechenlands, und
gangen seyrt, ehe sie nach äen selbst in den Inseln, zu ver-
Grundsätzen ihres Ordensfähig breiten. Wirklich sah man in.
waren, zur Erreichung des gro- diesem Zeitalter überall Män-
fsen Zweckes desselben unmit- ner aus diesem Bunde an der
telbar mitzuwirken. Und die- Spitze der Regierung. Die be-
ser Zweck war — „ „Etwa. rühmtesten Feldherren, Staats-
durch gleifsnerische Scheinhei- männer, Gesetzgeber, Charon-
ligkeit die fromme Einfalt des das und. Zaleukus, waren Pytha-
Volkes um seine Habe zu be- goräer. In den Gerichtssälen,
trügen?" — Das kann nur im Radle, überall errangen sie
dieBrut des Aberglaubens, kön- sich ein Übergewicht. In dem
nen nur Mönchsorden. ‚„Oder Könobion zu Krotona (ihrem
vielleicht für sich und die Versammlunghause) wardnicht
Gesellschaft allein weise zu selten ingeheim über das Schick-
seyrx ?"" — Die wehre sal ganzer Nationen entschie-
verträgt die engen Schran- den. Das unverbrüchlichste
ken des Alleinzenusses nicht. Geheimnifs und' das genaueste
Eurz, ihr Institut zielte auf Einverständnifs sicherten al-
nichts Geringeres ab , als den. lenthalben ihre Schritte. Das
Sitten der Völkerschaften Grofs- berüchtigte eierüg 4a (er hat's
griechenlands , die so sehr in selbst gesagt) war, allem An-
Verfall gerathen waren, wieder scheine nach, blofs das Losung-
aufzuhelfen, nützliche Kennt- wort, durch das sie ihrer Par-
nisse zu verbreiten, gute, thä- tei zu erkennen gaben, wohin
tige Menschen zu bilden , ihr sie ihre Stimme geben sollten.
Glück auf Tugend zu gründen, Zu eben dieser Absicht dienten
die Tyrannen — (so hiefs man ihnen auch ihre Symbole, als
damals Alle, die die höchste welche den Eingeweihten die
Gdvalt widerrechtlich an sich. Stelle einer geheimen Sprache
rissen,) — zu vertreiben, Ein- vertraten, deren sie sich füglich
tracht und Friede unter allen. bedienen konnten, ohne von
Ständen herzustellen, und Frei-, Profanen verstanden zu werden.
heit und Eigenthum der Bär- Sie hatten auch noch andere
ger durch weise Gesetze, die Zeichen, woran sie sich gegen-
sie ihnen gaben, und durch eine seitig erkannten. Von der Art
z.'crernäfsigte Regierung, welche war, nach. Lucian's Zeugnisse,
j ene handhaben sollte , zu. si- das dreifache in sich selbst ver-
chern. Um diesen Zweck. zu schlungene Dreieck," (s. die-
erreichen, ninfste ihre erste sen Artikel!) „das einen Stern
Sorgfalt dahin gerichtet scyn, oder ein Fünfeck mit fünf hin-
PYTHAGORAS. PYTHAGORAS. 189
ausragenden kleinen Dreiecken. diese Kleider seinen Freunden
vorstellte. So nutzten sie Al- geben sollten, als eine Trieb--
les, um sich einen überwiegen- feder bei der Ausführung sei-
den Einflufs in alle öffentlichen nes Entwurfes benutzte. In-
Angelegenheiten Grofsgriechen- dessen war der dadurch entstan-
lands zu verschaffen." dene Nachtheil ungleich be-
„Wahr ist's, eine solche All- trächtlich er. Die Pythagoräer
gewalt ist gefährlich: aber nur konnten nun genau beobachtet
in den Händen Derer, die sie und ihre Anzahl und ihr-Ein-
mifsbrauchen. In der Hand Rufs genau ausgespürt werden.
des Weisen ist sie wohlthätig, Ein zweiter Fehler war, dafs
— zwar auch fürchterlich, aber sie Die vom ä.ufsern Orden,
nur dem Laster. Seht nun, das ist, die noch nicht ganz Be-
wozu Pythagoras SO durchge- währten, wissen liefsen, dafs
dachte Anstalten traf, wozu ein innerer Orden vorhanden
so ewählte
gewählteTalente und Clia- war. Sie hätten ihren Mann
ractere aufsuchte, warum er sie leiten und bilden, aber ihm.
mit so ängstlicher Sorgfalt so Nichts von einer engemVer-
künstlich pflegte, wozu eine so bindung oder höheren Graden
vollendete Tugend, eine solche entdecken sollen, ehe sie seiner
Genügsamkeit, Selbst - und gewifs waren und. er ihnen ein.
Men.sclienkenntnifs, Standhaf- hinlängliches Pfand sein.erTreue
tigkeit, lihigheit und Ver- und Anhänglichkeit - gegeben.
schwiegenheit nöthig war! — hatte. Natürlich mufste die
um zu verhindern, dafs die Ausschuiefsung von dem innern
Arznei, die er den Völkern Orden den _Ausgeschlossenen
reichen lassen wollte, in der erbittern; und darin fand auch,
Hand Derer, die sie reichen der Bund sein Grab. — Xy Jon,
sollten , nicht zu Gift würde. ein reicher Krotoner, ward ab-
Auch ward sie's nicht; und. gewiesen. Diefs schmerzte ihn
Grofsgriechenland. war glück- so sehr, dafs er auf Rache sann,
lich , solange dieser Bund be- die Pythagoräer bei'm Volke
stand." verdächtig machte, — (Was
„Bei dieser Weisheit, Macht, leicht geschah; denn Wer hält
Verschwiegenheit, und bei dem. sich an der Seite einer mächti-
gemeinnützigen Streben der Py- gen und verschwiegenen Gesell-
t.hagorä.er, schien das Bestellen schaft sicher?) — und ihnen
dieses Ordens auf Jahrtausende tyrannische und oligarchische
hinaus gesichert zu seyn Gesinnungen, ausschliefsenden
Pythagoras beging in der An- Eifer für das Wohl der Gesell-
lage seines Instituts zwei Feh- schaft und Verachtung aller
ler, die der Gesellschaft ihren Profanen andichtete. Dadurch
Einsturz bereiteten. Einmal. brachte er zuwege, dafs sich
unterschied er die Glieder des der Pöbel in lirotona zusammen-
Ordens durch eine besondere, rottete und die Pythagoräer
Aufsehen machende Kleidung; überfiel, eben als sie einer wich-
ein Fehler, worein die meisten tigen Berathschlagung wegen
politischen und religiösen Or- versammlet waren. Gegen Vier-
densstifter verfallen sind, und zig von ihnen wurden theils
der bei dem .Pythagoras noch erwürgt, theils verbrannt. Ei-
am Ersten entschuldigt werden nige entflohen und Pythagoras
kann, weil er das Ansehen, das mit ihnen. Die ' nicht nach
190 Pril lIA GOR CH. RAAJOTZE.T.

Griechenland hinüber gegangen Wohltliäter getödtet zu haben,


waren, samxnleten sich wieder und errichtete, um sein Unreclii
znRhe&,,riurn;.aber der unglück- wieder gut zu machen, densel-
liehe Schlag, der ihre Brüder beai öffentliche Denkmäler."
getroffen hatte, machte sie so. „Ihr, die ein hellerer Geist
schüchtern, dals sie zwar ihrer erleuchtet, denen ein wärme-
Lebensart und ihren Grundsä- res Herz für das Wohl der
tzen getreu blieben, aber keine Menschheit im Busen schlägt,
geschlossene oder geheime Ge- die ihr unter dem Schleier un-
sellschaft mehr ausmachten und seres Au fsenwerks ernsthaftere
sich aller öffentlichen Geschäfte Beschäftigungen und den Ein-
ganz entschlugen. Diefs ge– Rufs bemerket, den unser tun-
-schah um die loste Olympiade, bekanntes Fortwirken im Stil-
so dafs der Bund über 3o Jahre len auf die Pflege der Mensch-
nicht gewährt haben mag. Py- heit hat, Euch stelle ich die
thagora.s starb bald darauf. In Geschichte des Pythagoräischen
ganz Grofsgriechenland aber Bundes zum warnenden Bei-
entstand Aufruhr und Unruhe. spiel auf. Sie enthält vielen Stoff
Die Mifsvergnügten benutzten zum Nachdenken. Lernet aus
diesen Zeitpunct; und die Ver- dem Untergange der Weisesten
schwörung wider die Pythago- und Tugendhaftesten, die je die
xäer ward allgemein. Die Staa- Welt gekannt hat, vorsichtiger
ten wurden in ihren Grundfe- zu seyn, um ihrem Loose zu
sten erschüttert. Jahrhunderte entgehen!]
lang spürte man die Folgen.
Das Volk bereuete PYTIIAGORÄIS CII; s.
die Unei g ennützigsten seiner BUND.

Q.
QUADRAT (DA.S); S. VIER.« hole des Grades der Auser-
ECU. wählten, [v. „Manuel ma-
QUASTE (1)1£.); S. S CIINUR. 9onn.", p. 235, et les plan-
QUELLE (DIE) [la source ches XX et XXI !] ingl. ein.
d'eazt, qui filtre le gong des bedeutendes Wort in eini-
rochers ,] ist Eins der Sym.. gen anderen hohen Graden.

R.
RAB-13ANAIN (der Meister RADEIVLA CHER (JOHANN
der Bauleute); ein hebriii. Cour/Emus) ; [s. obeu den
sches in den höhen n Gra- Art. : NIEDERLANDEN, S.
den bedeutendes Wort. [V. 23, Sp. a
„Manuel rna 9 onn.'‘, p.109 n RAGOTZKY, CARL AU-
RAGOTZKY. RAGOTZKY. 191

GUST ,) rgest. am 5. Januar Niemand auf die Frage einge-


1823 ,, früher Prediger zu. lassen, Was die Freimaurerei
zur gegenwärtigen Zeit seyn
Nahrstedt, dann zu Sten- müsse, oder vielmehr, Was .sie
da1, zuletzt Superintendent werden müsse, wenn sie Das
und Oberprediger zu Calbe leisten sollte, was sie doch. in
an der Milde, war zuerst der Tliat leisten könnte. So-
Redner und nachher viele viel leuchtet einem Jeden ein,
dafs es ewig*) Schade sey, einer
Jahre hindurch Meister v. Verbindung der vorzüglichsten
St. der Loge: zur goldnen Männer in der cultivirten Welt
Eron,e, vorn Zinnendorfer zu. weiter Nichts, als zu my-
Systeme, zu Stendal und] stischen Untersuchungen über
unfruchtbare Gegenstände, und
hat sich durch folgende zu symbolischen VVortklaube-
Werke als freimaurerischen reien und Bilderspielen, zu nu-
Schriftsteller rühmlich be- tzen, und ihre ganze .Nutzllar-
kannt gemacht. — keit für die Menschheit in Au-
fserungen der Wohlthätigkeit
[1) „Unterhaltungen für zu setzen, wozu es doch eben-
denkende Freimaurer." B er- so wenig einer mysteriösen
lin, 1792; VIII u. 120 SS. Verbindung, als einer Auswahl
in 8.] der vorzüglichsten ii.ö.pfe , be-
dürfte. Vielleicht ist es unsern
2) Die oben im Art.: FREi- Zeiten vorbehalten, diese Frage
HEM', B.1, S. 254, Sp. a, an- mit Wirkung auf die Bahn zu.
geführte Schrift. bringen, eben weil sie für un-
sere Zeiten am Angemessensten
3) „Der Freidenker in der
ist; und wenn Dieses der Fall
Maurerei oder Freimüthige ist : so will ich wünschen, dafs
Briefe über wichtige Gegen- sie von Männern mag entschei-
stände in der Frei-Ntaure- dend beantwortet werden, die
rei. a Berlin, 1793; [XVI u. die Welt und die Menschheit
mit ihren Bedürfnissen, wo
311 SS. in 8. Eine 2te Aufl. möglich aber, noch in einem
-soll 1811 erschienen seyn. höhern Grade die Menschen
Der Verfasser, der sich in mit ihren Anlagen , Eräften,
diesem Buche, worüber das Meinungen, Widersprüchen u.
oben im Art.: PUBLICITÄT, s. w. , kennen. Diesen grofsen.
Zeitpunct will ich ruhig ab-
S. 160, Sp. a, gefällte Ur- warten ; und wenn er einst da
theil nachzulesen
nachzulesen ist, nicht ist, — wenn die Maurerei, Das
nannte, sagte in der Vor- zu werden, anfängt, was sie
rede: schon lange hätte seyn sollen:
„Wenn man Alles durchblät- reel wirksam für reelle Zwe-
tert, was über Maurerei ge- cke,**) dann will ich der matt-
druckt ist: so findet man mau-
rexische Träume in Menge; aber
bei den vielen Untersuchungen, {*) Im Buche steht zwar: wenig;
Was die Maurerei sey — seyn allein , Diers ist offenbar ein
Druckfehler.]
könnte — gewesen seyn möchte, [**) Vergl. hierzu Itagotzky's 4ten
u. s. vv., hat sich doch beinahe Brief in dem hier unter 4) anzu,
192 RAGOTZKY. RAGOTZKY.

Yerischen Welt zeigen, dafs Das; crlied des Bundes der Gr.
was sie jetzt als geheimnifs- Landesloge zu Berlin ver-
volle Symbole anstaunt, nur
eine symbolische Hülle hat und_ sichert hat, zu den ausge-
auf keine Geheimnisse, sondern zeichnetesten Logenmei-
auf Thätigkeit für Realitäten, stern jenes Bundes und er-
hinführt,, bis Wörter, aus warb sich durch seinen
denen man geheime Lehren k „Freidenker" grofse Ver-
' lauben will, nichts Mysteriö-
ses , sondern die einfachsten. dienste um denselben.
Grundregeln einer reellen Wirk- Schien man gleich, bei
samkeit für die Welt, enthal- dem Erscheinen des Buchs
ten; und ich will ihr jetzt schon die freisinnigen Aufserun-
allenfalls zum Voraus sagen,
ars sie dann Das, was sie jetzt een in demselben von Sei-
am Besten einzusehen glaubt, ten der obersten Behörde
am Wenigsten verstanden habe, nicht ganz zu billigen: so
— uid Dinge, die sie jetzt als widmete man ihnen doch
die wichtigsten Gegenstände alle Aufmerksamkeit und
der Maurerei betrachtet, ziem-
lich aus den Augen verlieren benutzte in der Folge die
wird." dort gegebenen Winke; wie
„Was die nachfolgenden Brie- Mehre der getroffenen Ein-
fe betrifft, so habe ich darüber richtungenbeweisen.— Ein.
nur soviel zu sagen: sie heut-
theilen , Was man bisher nur schöner Triumph der Publi-
'bestaunte ; sie raisonniren, wo cität !
man bisher ohne Untersuchung Ein gedrängter Auszug
glaubte ; — sie werden daher dieses „Freidenkers" steht
eine Lücke in der maurerischen
Literatur ausfüllen. An den in der „Frevm.äurer-Biblio-
Namen : Freidenker, wird sich. thek«, St. 7, S. 137-164.
j a Niemand stofsen.! Ein alter Bagotz1y war auch Mit-
Gottesgelehrter sagt ja schon, herausgeber
und noch dazu in einer „Wahr- 4) des schätzbaren )‚ Ta-
heit der christlichen Religion.
wider den Unglauben der Prei- schenbuchs für Freimaurer"
creisterei und der Naturalisten": (s. diesen Artikel !) (Cöthen,
" „ein Freidenker sey kein so bei Job. Aug. Aue, in 8.,
böses Geschöpf, als man sich. in Einbänden mit allegori-
gemeiniglich einbilde. Natur
und Schrift gäben ein Recht schen Figuren ,) in dessen
zum Selbst-denken und Selbst- ersten drei Bänden er Briefe
Prijen." " Umso weniger wird über intereseante Geg' enstän-
die Maurerzunft Etwas dagegen de in derMaurerei, als Nach-
haben."
trag des „Freidenkers" lie-
Bagotzky gehörte, wie
ferte. Dem ersten Bande
den Herausgeber ein Mit-
des „Taschenbuchs" ist das,
wie der Verleger im Vorbe-
führenden „ Taschenbuche auf richte versichert, wohlge-
J, 1798", S.153-168, und unten
den Art.: ZWECK ! troffene Bildnifs dieses den-
RAHMEN. RAMSAY. 193

kenden Bruders vorgesetzt mittelsten Raum ausfüllt, des-


worden. — Endlich er- sen 5 Kräfte das Heil der Men-
schen gefunden ; wie imserfünf-
schien: eckigter Stern zeuget. — Die
5) „Franz Hell, oder die "VVahrheit schuf sich Alles
Irrwege. Für Geweihte und gleich, in gleicher Wahrheit
Suchende. Herausgegeben und gleichem Lichte. Da aber
die Finsternifs kam und sich
von Karl August liagotzky.r‘
mit dem Lichte vermischen
(ebend. 1803.) 2 Th. in 8. wollte, da zog sich das Licht
mit 12 Kupfern. Bruclzstii- auf eine kleine Zeit zurück und
ehe aus inaurerischerb ward einem engern geheimen
Leben standen vorher im Kreise heiliger Verbrüderung
zu. Theil, bis seine Zeit voll-
2ten bis 6sten Bande des endet ist, bis es,z offenbar schei-
„Taschenbuch s".] nen und wirken wird von
RAHMEN (EIN VERZIER- Ewigkeit zu Ewigkeit. Die
Finsternifs, die das Licht mit
TEn, auch ZACKIGER), oder
seiner Unreinigkeit besudeln
eine dergleichen Einfassung, wollte, vermochte nun wol
[la houpe dentele'e, eest nicht, durch das Heiligthum
dire, „cordon ayant une zu dringen: aber, vermöge ih-
houpe i chacun de ses bouts ; rer List, gab sie äufsern glei-
chen Schein, um den Schwachen
hien de fraternitd, qui unit und Tliörigten zu verblenden;
tous les Ma9ons"; v. „Ma- und so wird es seyn und blei-
nuel, par Bazot cc p. 146!] ben, bis Alles geöffnet wird
uinschliefst die Zeichnung und das Licht offenbar worden
auf den Teppichen und wird vor der Finsternifs 'und geschie-
den.“ — 5. auch oben B. 2,
verschiedentlich durch die 5. 166!)
nöthige Vertheidigung der
RAIMITNDITS (BERNA.R-
Freimaurer gegen den Ein-
DITS); S. FABRL
flufs der äufseren Verhält-
nisse, gegen die Feinde der RALPH, Lord' %,1 072, Mount
Brüderschaft, gegen Laster Renner s. oben GIFFARD
u. s. w., durch die Verzie- RAMSAY (ANDREAS MI-
rung, deren jede Arbeit be- CHAEL), schottischer Baro-
darf, und sonst, symbolisch net und Doctor der Rechte,
erklärt. [In der „Frommen geb. 1686, gest. am 6. Mai
Erklärung" u. s. w. (s. oben 1743 zu St. Germain - en-
B. 1, S. 264, Sp. a !) S. 48-50 Laye. Den gröfsten Theil
folgendermars en. — seines Lebens hielt er sich
„Unsre Geheimnisse, die uns in Frankreich auf und mach-
zum Heil des Menschenge- te sich sogar zu seiner Zeit
schlechts führen concentriren als historischer Schriftstel-
sich auf einen .Punct. Nicht ler in der Sprache dieses
dem Lehrling, aber dem Leh-
rer, zur Richtung werden wir Landes einen gewissenNa-
näher geführt atü Den, der den men. Im J. 1709 wurde er
13
194 RAMSAY. RAMSAY.

von dem berühmten Fe'ndlon, zu. der Lebensgeschichte denk.


Erzbischoffe von Cambrai, würdiger Personen ", Th. 5,
(Halle 1785,) in der Vorrede,
verinocht„ zum römisch- S. 10-12, und in dem „Anhan.
katholischen Glaubensbe- ge einiger Nachrichten von dem
kenntnisse überzutreten, Ritter Earnsay", S. 326-329.
und war von 1724 an 6/,, 2) „Fr. Nicolai's Versuch"
Jahr lang zu Rom Erzieher u. s. w. , Th. 2, S. 926-236.
_Ebendess. „Bemerkungen"
der beiden Söhne des Prä- u. s. w., (Berl.18o6,) 5.142-148.
tendenten , Sohnes von Ja- 4) Der Aufgezogne Vor.
kob II., Könige von England. hang der Freymaurerey", (Frfr.
Hier legte er -vvahrschein- a. M. 1790,), S. 274 -522 u. 35o
lich den Grund zu seinem -353.
Plane , die Freimaurerei In diesen Stellen wird
mit neuen Rittergraden zu sich auf einen Discours von
bereichern. [Diese Grade ficansay,, ohne anzugeben,
sind diejenigen,' welche wo er zu finden ist, bezo-
nachher, wie Bonneville in cren und Eini b g es, was nicht
„la Ma9onnerie ecossoise", darin steht, daraus ange-
part. .2de,..p. 82, (oder im. führt. Es scheint daher
Th.2 der Ubers. S. ) an- angemessen , denselben aus
gibt, in dem oben B. 3, S. der „Lettre pbilosoph., par
30, Sp. a, angeführten Wer- Wir. de V***, (Voltaire)
ke : „Les plus secrets lYfy- „avec plusieurs pieces ga-
steres " etc., abgedruckt lantes" (d. obscimes) „et
worden sind.] nouvelles de 'differens Au-
Im J. 1728 [oder 1730] teurs nouvelle edition aug-
'wollte er in London sogar mentee de plusieurs pieces;
ein ganz neues maurerisches ä. Londres, Aux depens de
System stiften; Was ihm. la Compagnie," (1757 in 8.;
jedoch nicht gelingen auch eine and. Ausg. v.1795
te. Wiewol aber seine Be- in 12;) — einem Buche, wor-
mühungen weder in Eng- in ihn Niemand suchen wür-
land, noch in Frankreich, de, — hier, mit Weglassung
von unmittelbarem Erfolge einiger üb e l rflüssigen, aus
waren : so trug er doch da- lateinischen und französ.
durch aufserordentlich Viel Gedichten entnommenen
bei, dafs die nalchherigen Stellen, mitzutbeilen. Er
Apostel der höhern Grade ist dort p. 41-61 abgedruckt;
und templarischen Maure- und auf ihn folgen p. 61-64
rei leichter Gehör fanden. d i e oben B. 1, S. 421 f.,
[Hierzu sind nachzule-: stehenden 8 Statuts. — Ein.
sen : anderer Abdruck , mit ver-
1) „D. Büsching's Beyträge schiedenen kleinen Ände-
RAMSAY. B.AMSAY. 195
rungen im Styl, befindet litiques n'ont pd rendre leurs
sich, mit der Uberschrift: etablissernens durables. Quel-
ques sages qu'ayent 6te leurs
„Discours, prononcd par le loix, elles n'ont pil s'etendre
Grand-Maitre des Francs- dans tous les pays et dans tous
11/Iaons de France dans la les si'ecles. Comme elles n'a-
Grand-Loge assembMe so- vaient en vue que les victoires
lemnellement il. Paris, l'an et les conqu8tes , la violence
militaire et P616vation d'un
de la Franche-Ma9. 5740", peuple au-dessus d'un autre, el-
(also ohne Angabe des Vfs.,) les n'ont pd devenir universel-
in der oben E. 3, S. 24, Sp. les, ni convenir au go-tit, au
b f., an bcremerkten Samm- genie, aux inter8ts de toutes les
nations. La pliilantropie n'e-
lung: „la IVIuse IVlapinie", tait pas leur base. L'amour de
p. 113-120. Am Schlusse la patrie, mal entendu et pous-
macht der Herausgeber die s6 k l'exces, detruisait souvent
Note: dans ces republiques guerrreres
„Sans examiner plusieurs en.- l'amour de l'humanite en gene-
droits de ce Discours, tres con- Tal. Les hommes ne sont pas
venables d'ailleurs aux lieux, distingues essentiellement par
aux circonstances, et ä la per- la difference des langues, qu'ils
sonne, qui l'a prononce, on en parlent, des habits, qu'ils por-
retire cet avantagequ'on y trou- tent, des pays, qu'ils occupent,
ve le vrai bit de la vändrable xii des dignites, , dont ils sont
3?raternit4, une epoque consi- revetus. 'Le monde entier n'est
derable de son retablissement, qu'une grande .republique, dont
et de quel pays elle est repassee chaque nation est une famille
en France."] et chaque particulier un enfant.
.C'est pour faire revivre et re-
pandre ces anciennes maximes,
[„Discours prononce ä la re- prises dans la nature de l'hom-
ception des Free-Maqons *) par nie, que notre Societe fut eta-
Mr. de Ramsay, Grand-Orateur blie. Nous voulons reunir tous
de l'Ordre." les hommes d'un esprit eclaire
et d'une hure agreable, non
„ La noble ardeur, que Vous seulement par l'amour des beaux
montrez, Messieurs , pour en.- arts , xnais encore plus par les
trer dans le trs-ancien et tr'es- grands principes de vertu, oh
illustre Ordre des Francs-Ma- Pinteret de la confraternit6 de-
ons , est une preuve certaine vient celni du genre humain
que Vous possedez clejä. toutes entier, oh toutes les nations
les qualites necessaires, pour en peuvent puiser des connaissan-
devenir les mernbres. Ces qua- ces solides, et oh tous les sujets
lites sont la philantropie sage, des diff.erens royaurnes peuvent
la morale pure, le secret invio- conspirer sans jalousie, vivre
lable et le gorzi t des beaux arts." sans discorde et se cherir xnu-
„Lycurgue, Sole,n, .7\ruma et tuellement, sans renoncer h leur
tous les autres legislateurs po- patrie. Nos ancetres,' les Croi-
sgs, ra.ssembles de toutes les par-
[*) S. über diese Benennung oben
ties de la Chretiente dans la
B. 2, S. ae f. ! J Terre sainte, voulurent reunix
13 *
196 RAMSAY. RAIVISAY.
ainsi dans une seule confrater- et divines ; de Sorte que notre
'Lit les sujets de toutes les na- institut renferme toute la phi-
tions. Quelle obligatioxt ita- losophie des sentimens et toute
t-on pas ces homrnes supe- la theologie du coeur."
rieurs , qui, sans interet gros- „Comime une philosophie s6-
sier, sans 6couter l'envie natu- v'ere, sauvage, triste et rnisan-
relle de dominer, ont irnagin6 thrope degorite les hollimes de
un etablissement, dont le but la vertu, nos anc6tres, les Croi-
uniqu.e est la reu.nion. des esprits ses, voulurent la rendre aimable
et des CO CUTS , pour les rendre par raftrait des plaisirs inno-
meilleurs, et former dans la cens , d'une musique agreable,
suite des tems une nationspiri- d'une joie pure et d'une gaiet6
tuelle, oh, sans d.6roger aux di- raisonnable. Nos festins ne sont
vers devoirs., que la difference pas ce que le monde profane
des 6tats exige, on.creera un et Pignorant vulgaire s'imagi-
peuple nouveau, qui, compos6 nent. Tous les vices du coeur
-de plusieurs nations, les eil'nen- et de l'esprit en sont bannis, et
te= toutes en quelque sorte par Pirreligion et le libertinage,
les liens de la vertu et de la 1'incredulit6 et la debauche. Nos
s cience." repas ressemblent ä ces vertueux
„La seine morale est la Se- soupers d' Horace , Pon s'en-
conde disposition requise dans tretenait de taut ce quepouvait
notre soczete. Les ordresre- 6clairer Pesprit, perfectionner
ligieux furent etablis, pour ren- le coeur, et inspirer le goilt du
dre les hommes Chretzens par- vrai, du bon et du beau."
faits — les ordres militaires, „Nous bannissons de nos Lo-
p our inspire-r Pamour de la belle ges taute dispute, qui pourrait
gloire; l'Ordre des Free-Ma- alterer la tranquillit6 deresprit,
cons fut institu.6, pour former la douteur des moeurs, les sen-
des homes m et des hoxnmes ai- fimens d'arnitie, et cette har-
xna.bles, de bons citoyens et de monie parfaite, qui ne se trouve
bons sujets, inviolables dans que dans le retranchement de
leurs promesses, fidelesadora- raus les exc'es indecens et de
teurs du Dieu dc Pamiti6, plus toutes les P assions discordan-
amateurs de la vertu que des re- tes."
compenses. „Les obligations donc, que
„„.Folliciti servare fidem, san- fordre Vous impose, sant de
ctumgue vereri proteger Vos confferes par Vo-
ITumen amicitiae mores , tre autorit6, de les eclairer par
non munus, amare." " Vos lumi'eres, de les gdifiet par
,,Ce ni est pas cependant que Vos vertus, de les secourir dans
nous nous bornions aux versus leurs besoins, de sacrifier tont
purement civiles. Nous avons ressentiment person.nel, et de 1:C-
parzni nous trois especes de con- alereher taut ce qui peut con-
frb:es , des NO pices ou. des Ap- tribuer ä la paix, lt la concorde
prentis , des Compagnorzs ou des et ä Punion de la soci6t6."
Proft's, des Maitres ou. des Par- „Nous avons des 'secrats; ce
faits. Nous expliquons aux: sont des signes figuratifs et des
premiers les versus zuorales et. paroles saerees, qui composent
philantropes , — aux seconds un la,ngage tant6t rnuet et tan.-
Ies versus heroiques, — aux tät tres-eloquent, pour se com-
derniers les versus surhumaines inuniquer ä la, plus grande dis-
RAMSAY. RAMSAY. 197

tance, et pour reconnaitte nos lient, Vous sav'ez, Messieurs,


confferes, de quelque langue ou que les plus grandespeines sont
de quelque pays qu'ils soient. les remords de st con'science,
C'etaient, selon les apparences, la honte de la perfidie et l'ex-
des rnots de guerre, que les Croi- clusion de notre societe."
ses se donnaient les uns aux au- „Oui, Messieurs, les fameu-
tres pour se garantir des sur- ses Utes de Cerhs lt Eleusis, dont
prises des Sarrasins, qui se glis- parle Horace, aussi bien que cel-
saient souvent deguises panni les d'Isis en Egypte, de Minerve
eux, pour les trahir et les assas- lt Ath6nes, d'Uranie chez les.
siner. Ces signes et ces paroles Pheniciens et de Liane en Scy-,
xappellent le souvenir ou de tlüe, avaient quelque rapport
quelque partie de notre science, ä nossolernnites. On y cele-
ou de quelque vertu morale, brait' des xnysteres, ()ix se trou-
ou de quelque mystere dela foi." vaient plusieurs vestiges de ran-
Il est arrive chez nous ce cienne religion de Noe> et des
qui n'est gu'eres arrive dans au- Pa.triarches; (voyez „les moeurs
cune autre societe. Nos Loges des Sauvages du Tere Laffiteau,
ont et6 etablies et se repandent tom. 1, p.2210 ensuite on finis-
nujourd'hui dans toutes les na.- sait par les repas et les libations ;
tions policees ; et cependant mais, saus les exc'es, les debau-
dans une si nombreuse xnulti- ches et rintempexance, ()ix les
tude d'hornmes jarnais aucun payens tomberent peu h. peu.
confrb:e n'a trahi nos secrets. La source de toutes ces,infa.mies
Les esprits les 21us legers, les fut l'admission des personnes
plus indiscrets et les moins in- de l'un et de l'autre sexe aux
struits k se taire, apprennent assemblees noctutnes contre la
cette grande science aussitd t primitive institution. C'est
qu'ils entrent dans nette socie- pour prevenir de semblables
te. Tant ridee de runion. fra- abus que les fernnies sont ex-
ternelle a d'empire sur les es- clues de notre Ordre. Ce n'est
prits. Ce secret inviolable con- pas que nous soyons assez in-
tribue puissarninent 'a hier les justes pour reoarder le sexe
sujets de toutes les nations, et comme incapable de secret;
k rendre la communication des mais c'est parce ci ue sa presence
bienfaits facile et mutuelle entre ponrrait alterer insensiblexnent
eux. Nous en avons plusieurs la purete de nos maximes et de
exemples dans les annales de nos moeurs."
notre Ordre. Nos confrres, „La quatrilurie qualit6 requi-
qui voyageaient dans les diffe- se, pour entxer dans notre Or-
rens pays de l'Europe, s'etant dre, est le gotä des seienees utiles
trouves dans le besohl, se sont et des arts liberaux de toutes les
fait connaitre nos Loges, et esp'eces. Ainsi rOrdre exige de
aussit6t ils ont ete combles de chacun de Vous, de contribuer
tous les secours necessaires. par sa protection, par sa libe-
Dans le tems meme des guerres ralite , ou. par son travail lt un
les plus sanglautes, des illustres vaste ouvrage, auquel nulle
prisonniers ont trouve des fre- academie et nulle universit6
res, oh ils ne croyaient trouver ne peuvent suffire, parceque
que des ennemis." toutes les soci6tes particulVeres
„Si quelqu'un manquait aux etant composees d'un trs-petit
promesses solexnnelles, qui nous nombre d'hommes, leur travail
198 RAMSAY. RAMSAY.
ne peut pas embrasser un objet Ils etaient non- seulement d'ha-
aussi immense." bilcs architectes, qui voulaient
„Taus les Grands-Maltres en cönsacrer leurs talens et leurs
- Allemagne, en Angleterre, en biens k la construction des tem.
Italie et par taute l'Europe, ex- ples exterieurs ; mais aussi des
hortent tous les savans et tous Princes religieux et guerriers,
les artistes de la confraternite qui voulaient eclairer, edifier
dc s'unir, pour fournir les nm- et proteger les temples vivans
teriaux d'un Dictionnaire uni- du Tr'es-Haut. C'est ce que je
versal de tous les arts liberaux vais dernontrer, en Vous deve.
et de toutes les sciences utiles, loppant Porigine et l'histoire
la theologie et la politique seu.- de rOrdre."
les exceptees. On a dejh. corn- , Chaque famille, chaque re-
mence Ponyrage 'a Londres ; '
publiciue et chaque empire, dont
mais par la reunion de nos con- Porigme est perdue dans une
frb:es on pourra le porter k sa antiquite obscure, a sa fable et
perfection en peu d'annees. On sa verite, sa legende et son his.
y expliquera- non-seulement le toire, sa fiction et sa realite.
xnot techrzigue et son etymolo.- Quelques -uns font remonter
gie; mais on donnera encore notre Institution jusqu'auxtems
Phistoire de la science et de rart, de Salomon, da' Moise , des Pa.
ses grands principes et la ma- triarches, de .2Vo g rn "e'me. Quel-
niete d'y travailler. De cette ques-autres pretendent que no-
facon on reunira les lumi-eres tre fandateur fut le petit-
de tontes les nations dans um fils du Protoplaste, qui bätit la
seul ouvrage, qui sera comme p'rerrare yille, et Pappella de
un magasin general et une bi- son nom. Je passe rapidement
bliotheque universelle de ce sur cette originefabuleuse, pour
qu'il y a de beau, de grand, de venir ä notre veritable hütaue.
lumineux, de solide et d'utile Voici donc ce que j'ai pu re-
dans toutes les sciences natu.rel- cueillir Jans les tAs-anciennes
les et dans tous les aits nobles. annales -de Phistoire de la Gran-
Cet ou.vrage augmentera dans de-Bretagne,*) dans les actes du
chaque selon Paugrnen- Parlernent d'Angleterre, quiyar.
tation des lurnihes. C'est ainsi lent sou yent de nosprivileges,
qu'on repandra une noble emu- et dans la tradition vivante de la
lation avec le gotit des belles nation Britannique, qui a ete le
lettres et des bcaux arts dans centre et le siege de notre confra-
tonte l'Europe."*) tenni te depuis Ponzieme sicle."
„Le nom, de Frge-llfacons ne „Du tems des guerres sain.
doit donc pas etre pris dans un tes dans la Palestme plusieurs
sens littera1, grassier et mate- princes , seigneurs et citoyens
xiel , comme si nos instituteurs entrZ:rent en societe, firmt voeu
avaient ete de simples ouvriers de retablir les temples des Chre.
en pierre et en xnarbre, ou des tiens dans la Terre sainte, et
genies purement curieux, qui s'engaierent par serrnent lt ein-
voulaient perfectionner les arts. ployer lenr talens et leurs biens,
pour ramener Parchitecture lt sa
*) ,,Bien des gens ne se seront sans
cloute pas attendus trouver ici
l'origine du „Dictionnaire ency- [0) Hätte doch Rarnsay seine Quel-
clopgdique." len. angeführt t Auf sein Morse,
Note de rEditeur „de la Wort kann man ihm nicht glau-
Muse Maconne". ben.)
RAIVISA:1r. RAIVISAY. 199

primitive institution. ha con et dera en Ecosse, CnUSO de


vinrent de plusieurs signes an- l'intime alliance, qu'il y eut
ciens de mots symboliques, alors entre ces deux nations"
tires du fand de la religion, pour „JacquesLordSteward, d'Ecos-
se distinguer des in.ficleles, et se se, fut Grand-Maitre d'uneLage,
reconnaitre d'avec les Sarrasins. etablie (s. diesen
On ne communiquait ces signes Art.!) „dans PO uest d'Ecosse, en.
et ces paroles qu'ä ceux qui pro- ran 1286 , peu de tenis alyrs ,la
mettaient solemnellement, et mort d' Alexandre IH., Roi cl'E-
souvent meme aux pieds des cosse, et un an avant que Jean
autels, de ne les jamais reveler. Baliol rnontat sur le trtne.Co
Cette promesse sacree n'etait seigneur 6co ss ais regutFree-Mas-
done pas un serment execrable, sons dans sa Loge les Conttes de
comme on le debite , mais un Glocester et d' Ulster, seigneurs
lien respectable, pour unir les anglais et irlan.dois."
horrimes de toutes les nations „Peu ä peu. nos loges, nos
dans une mime confraternitip fites et nos solemnit6s furent
Quelque tems apres, notre negligees dans la pliipart des
dre s'unit avec les ehepoliers de pays , olles avaient 6t6 6ta-
St. Jean de J&usalem. Des-lors blies. Delä vierst le silence des
et depuis nos loges porthent le historiens de presque tous les
nom d'e Loges de St. Jean dans royaumes sur notre Ordre, Mors
tous les pays. Cette union se ceux de la Grande- Bretagne.
fit en inutation des Israelites, Elles seconserv'erent neanxnains
lorsqu'ils rebätirent le second. dans, toute leur splendeur parxni
temple. Pendant qu'ils mani- les Ecossais , ä qui nos rois"
aient d'une main la truelle et le [de France] „ conli'erent pen-
mortier, ils portaient de lautre dant plusieurs sicles, la Barde
P6p6e et le bouclier. („Esdras", de leurs sacrees personnes."
chap. 4, v. „Apfes les deplorables traver-
„Notre Ordre, par cons6- ses des croisades, le erisse-
quent, ne doit pas etre regarde Inent des armees chretiennes et
comme un renouvellement des le triomphe de Bendocdar, Sou-
Bacchanales, et une source de dan d'Egypte," [a. 1268] „pen-
falle dissipation, de libertinage dant la Imitreme et derni'ere
effiene et d'intemperance scan- croisade, le fils d'Ilenri
daleuse, mais comme an Ordre Roi d'Angleterre, le grand Prin-
moral, institue par nos ancC:- ce Edouard, voyant qu'il n'y
tres dans la Terre sainte, pour avant plus de suret6 paar ses
rappeller le souvenir des veri- confr'eres dans la Terre sainte,
tes les p lus sublimes, au milieu quancl le troupes ehredennes
des innoceris plaisirs de la so- s'en retiraient, les ramena tous;
ciete." —(Vgl. obenB. 2, S. 328, et cette colonie de fAres s'eta-
Sp. b f., u. unt. d. Art.: RITTER!) blit ainsi en Angleterre. Com-
„Les rois , les princes et les nie ce Prince 6tait don g de tou-
seigneurs, en revenant de la tes les qualites du coeur et de
Palestine dans leurs pays, y dta- Pesprit, qui forment les h6ros,
blirent des Lagos differentes. ii aima les beaux arts, 50 d.6cla-
Du tems des dernihes croisa- ra protecteur de notre Ordre,
des on voit djL plusieurs Lo- lui accorda plusieurs priViliges
.ges 6rig6es en Allemagne , en et franchises, et cres-lors les
ltalie, en Espagne, en France rnembres de cette confraternitd;
200 RAMSAY, RAMSAY.

prirent le nom de Francs-Ma- Barnsay gab unter andern


cons. Depuis ce tems la Grande- heraus: „Les voyages de
bretagne devint le siege de no-
tre scaence, la conservatrice de Cyrzts , avec im discours sur
nos loix, et la d6positaire de la Mythologie zuerst in
mos secrets. Les fatales discor- Paris 1727, (2 B. in 8.,) dann
des de religion, qui ernbrasse- umgearbeitet in London
reut et d6chiferent l'Europe
dans le seizibne firent 1730, in 4. Dieses Buch,
d6g6n6rer notre Ordre de la welches er für seinen Zög-
grandeur et de la noblesse de ling, den Ritter Stuart, Carl
son origine. On changea, on Eduard, schrieb, erschien.
deguisa ou l'on retrancha plu- später, französisch und eng-
sieurs de nos rits et usages, qui
6taient contraires aux prejug-6s lisch, unter dem Titel: „A
du. tenis. C'est ainsi que new Cyropaedia ; or the tra-
sieurs de nos confrhes vels of Cyrus; with a dis-
rent, coxnme les anciens Juifs, course on. the Theology et
l'espxit de notre et n'en
conserv'erent que la lettre et Mythology of the An-
P6corce." cients ; by Sr. Andrew
„Des isles Britanniques Pan- .11amsay ; a new edit. with
tique science commence re- many emendations et addi-
passer dans la France sous le tions ;" (London, 1760; 8.)
regne duplus aimable des Rois,"
[Louis XV.] „ dont PIzurrlailke und in mehren anderen Aus-
fait Paule de toutes les vertus, gaben ; auch in deutscher
sous leminiseere d'un Mentor," Sprache: a) „Des Ritters
[le Cardinal Flezzry;3 „qui a rea- liarnsay reisender Cyrusic u.
lis6 tont ce qu'on avait imagin6
de fabuleux. Dans ce tems heu- s. w., „von Johann Matthe-
reux, oi Pamour de la paix est sone(; }halb. 1728; in 8. b)
devenu la vertu des 1:16ros, la „Die Reisen des Cyru.s., eine
nation la plus spirituelle de moralische Geschichte"; u.
PEurope deviendra le centre
de l'Ordre elle repandra sur
nos ouvrages , nos statuts et [49 „Der Ritter Ranzsay hat
nos moeurs les gräces, la Mi. in seiner Abh. über die My-
catesse et le bon thologie der Alten vortreff-
1it6s essentielles dans un Ordre, lich bewiesen, dals man in.
dont la base est la sagesse , la den Mythologieen allerVöl-
force et la beautd du genie. C'est her die Lehren von. einem
dans nos Loges t Pavenir, com- höchsten Wesen'', von dem
nie dans des 6coles publiques, Zustande der Welt, von
que les Franais verrollt, sans dem geistigen Wesen des
voyager, les caractZ;res de tou- Menschen und von des-
tes les nations : et c'est dans ces sen wahrscheinlicher Fort-
meines Loges que les 6trangers dauer nach. dem Tode an.-
apprendront par experience, que trifft." — Aus der Einlei-
la Trance est la vraie patrie de tung zu dem Werke : „Über
tous les peuples: Patria gentis geheime Wissenschaften,
zurnanae." initiationen und neuere
Verbindungen", B.1, S. 8.]
RANDALL. RAVEI. 201
s. vv., „ aus dem Französ. genmerk nahm , als vielmehr
übers. von- Matthias Clau- durch die im Hintergrunde an-
dizts mit einer Vorrede des gedeutete Hoffnung, zu gehei...
mer Erkenntnifs zu gelangen,
Asmus «; Breslau 1780; 8.] angezogen wurde. vvar\
RANDALL ; 5. ANTRIM'. die Form nur das Mittel, diese
RANITKA (DER RITTER) ist fortzupflanzen, und die äufsere
Verfassung nur insoweit von.
der 69steGrad d. misphraim'- Werth, als dadurch etwas Hö-
schen Systems in Paris. heres und Geistiges erstrebt wer-
RAPIN THOICRAS (GA- - den sollte. In der nahen Ver-
BRIEL Piziti voiN), Obri - bindung mit dem Er. vonSchrii-
der trennten 'sich daher die
ster in k. preufsischen Dien- Wege dieser Beiden sehr oft in
sten, gest. am 17. Aug. 1807; ihren amtlichen Beziehungen ;
war ein sehr thätiges Mit- und es ist begreiflich, dafs Raven
glied des Directoriums der dem weltlichen Getreibe störend
entgegentreten, ja, am Ende
grasen Mutterloge: zu den
sich ganz davon trennen mufste.
drei Wettkugeln in Berlin,
Als Br. von Schröder nach
auch Meister v. St. der Loge :
Wetzlar ging, erhielt er die
zum flammenden Sterne. Direction des Priorats Ratze-
RATII (DER); S. CONSEIL. burg und den Auftrag, die Un-
RAVEN «(ERNST WERNER terhandlungen mit .den Cleri-
voN), Erbherr aufNossentin kern in Wismar zuJeiten. Uni
diese Zeit hielt sich der nach-
und Rahnenfelde im Meck- lierige Prediger Günther, im
lenburgischen , gest. im J. sächs. Erzgebirge, (im Orden
1787, war [Mitglied der Seraphinus a cruce czurea,) bei
Loge : zu den drei Sternen, ihm auf; und Beide wurden
in Rostock und] Einer der mit dein clexicalischen Systeme
befreundet und vertraut. ,.Auf
unbekannten Obern der den günstigen Bericht des Ers.
stricten Observanz. von Raven entschlofs, sich der
[In den J. 1763 u. 1764 reisete Heermeister von Hund, den Er.
er mit dem Er. Joachim Hein- von Prangen (s. diesen Artikel !)
rich von Schräder (s. diesen Ar- nach Wismar zu senden; der
tikel!) nach Jena und Alten- zunächst an den Br. von :Raven
berge, lernte dort den Baron gewiesen wurde und die Ver-
von Hund und die stricte Ob- einigung mit der clericalischen.
servanz kennen, ward unter Branche leitete, zu welcher Ra-
dem Namen : .Ernestus a Mar- ven nunmehr förmlich, unter
garita , zum Ritter geschlagen dein Namen : T/ieodosius aMar-
und zum Präfecten von Eck- garita, trat. — Im I. 1770, als
horst, sowie zum Commiss. Er. von Fegesack (s. dies. Am!)
Capit. Ratzeburg., ernannt. Er nach Stockholm reisete, wählte
war zwar dem Orden ganz er- man ihn zum Prior clericorum
geben und sehr thätig, zur Lei- und in dieser Eigenschaft schlofs
tung grofser Verhältnisse aber er am 27. März 1772 auf dem.
nicht geeignet; indem er nicht Convente zu liohlo das soge-
sowol die Gestaltung der neuen nannte pactum fundamentale
Ordnung der Dinge zum Au- mit den Mitgliedern der stuk-
202 RAVEN. RE CEPTICN.

ten Observanz ab ; nachdem die Seit dieser Zeit lebte liaven


beiden elericalischen Congre- ziemlich zurückgezogen, bis in
gationen zu Wismar und liö- sein hohes Alter, und widmete
nigsberg, welche letztere vom seine Zeit maurerischen For-
Br. Starck errichtet worden schungen, mehr aber noch der
war, sich vereinigt hatten. Alchemie und anderen verbor-
Im J. 1773 erschien er, genen Wissenschaften. Unter
Namen des damaligen Prinzen dem Namen: Arnoldus, gehörte
und nachherigen Grofs'herzogs er 1782 — 1785 einer hermeti-
Carl von Strelitz, der ihn seines schen Gesellschaft an.
ganz besondern Vertniuens wür- Von, seinen beiden Brüdern
digte , bei den Coriferenzen, war der mecklenburg. Land-
welche in Berlin vorn '13.-16. xath, unter dem Namen: Hie-
October zwischen den Depu- ronyirus a Leone stellato , Mit-
iirten der vereinigten Logen glied. des clericalischen Vereins
und den von dem damaligen und Vicekanzler des Capitels
Landesgrofsm eister , Landgra- in Wismar, nach Dessen Tode
das Archiv in die Hände des
fen Ludwig von Hessen-Darm- Brs. von BoM d. Art.!) kam.
stadt, und. der Grofsen Landes-
lege von Deutschland Abgeord- — Der zweite Bruder, Hofgez
neten gehalten, durch die aber, richtsassessor in Güstrow, führ-
bei der erofsen Verschiedenheit te als Cleriker den Namen:
der Ansichten und der Anhäng- Athanasius a Sphinge radiata,
lichkeit an vorgefafste. Ideen, und war Canonicus in expe-
einer Seits, und bei der Ver- ctantia.
schlossenheit und wenigen An- Aus der Gesch. der 1M-ei
näherung der andern Partei, in Mecklenburg vorn Br.
Nichts weiter erreicht wurde, lorhrn. von Nettelbladt in
als ein Übereinkommen wegen. dem parchimer „ Kalen-
des wechselseitigen Besuchs der der" auf d. 1824 U. 1825,
Logen und des freundlichen verbunden mit hand--
Vernehmens unter den Brü- schriftl. Nachrichten.].
dern. RAYMOND (ROBERT
Im 3. 1775 beitickte Raven Loni)), Baron, von Abbots-
den Convent in Braunschweig
und 1776 die von Cugonzos zu. Langley, Grofsmeister der
Wisbaden veranstaltete Ver- Grofsen Loge von England,
sammlung. Hier ward er durch von den modern Masons,
den Er. von 1Z6pert (s. d. Art.! ) vom Mai 1739 bis dahin
mit den Rosenkreuzern in Be- 1740. [Er. Wilhelm Gräme,
ziehung gebracht, — Auf dem
Convente zu Wolfenbüttel, im Dr. med. und Mitglied, der
1.778, erklärte er im Namen k. Gesellschaft derr-Wissen-
der Cleriker deren Trennung schaften, war sein Depu-
von der stricten Observanz, tirter.]
welche hauptsächlich durch die
Streitigkeiten des Brs. Baron RECEPTION ( DIE) zum
-von Krks (s. oben B. S.5911) Freimaurer. [Hier ist zum
ini Starck, und durch das M.ifs-a,
trauen und die Anfeindungen obigen Artikel: AUFNA TIME,
gegen die Cleriker, herbeige- Nachstellendes aus dem 2ten
führt worden war. Theile der neuesten Ausga-
RECEPTION. RECEPTION. 203
be der „Constitutions‘f v. J. ten nächsten Logenversamm-
1815, in dein Abschnitte lung bekannt gemacht worden.
vom Vorschlagen neuer Mit- Bei dieser Versammlung muls
der Mitgliedschein (das Certi-
glieder , und von dem Auf- ficat) seiner frühem Loge vor-
nehmen zum Lehrlinge, Ge- gelegt und die Entscheidung
sellen dna ',Meister (of propos- der Brüder durch. Kugelung in
ing menzbers , of making, Gewifsheit gesetzt werden."
passing , and raising), p. 88 4. Der in einer Loge einge-
weihte Bruder wird dadurch
-92, nachzuholen. — ihr Mitglied, ohne dafs es ei-
„Da unsre alte und ehrsame nes weitern Vorschlags oder
Brüderschaft ‚dadurch, dafs Per- der Kugelung bedarf, vorausge-
sonen, über die man entweder setzt, dafs er am Tage seiner
keine gehörige Auskunft gibt, Einweihung defshalb seinen
oder über deren Denk- und Sin- Wunsch ausdrücklich zu er-
nesart und Eigenschaften man kennen gibt."
keine vorgängige Erkundigung ”5. Niemand soll zum Mason
einzieht, als Mitglieder zuge- gemacht werden, wenn er nicht
lassen und als Ansuchende auf- zuvor bei einer Loge regelmii-
genommen, ingleichen dafs sie, fsig in Vorschlag gebracht und
ohne in den Graden, in welchen in der angesetzten nächsten
sie stehen, gehörigen Unter- regelmärsigen Logenversamm-
richt erhalten zu, haben, zu,Ge- lung die hugelung vorg-enom-
seilen und Meistern befördert xpen noch auch eher, als bis
werden , gar sehr in üblen Ruf sein 'Name, Beruf und Aufent-
gebracht und defshalb verun- haltsort allen Brüdern in der
glimpft wird; so ist festgesetzt schriftlichenEinladung bekannt
worden, dafs für die Zukunft gemacht worden. In dringen-
eine Übertretung oder Vernach- en Fällen wird hinsichtlich
lässigung; Eines der folgenden der Art, einen Ansuchenden
Gesetze die denselben entgegen vorzuschlagen , folgende Ab-
handelnde Loge dem Ausstrei- weichung von der Vorschrift
chen ans den Registern der gestattet. — Wenigstens Zwei
Grafsloge aussetzen in- von den Mitgliedern einer Lo-
dem Dringlichkeit (emergency) ge mögen dem Meister v. St.
keineswegs als Entschuldigung den Namen lt, s. w. desjenigen.
gelten kann." Ansuchenden, den sie in Vor-
„ Kein Bruder soll als schlag gebracht zu sehen wün.-
Mitglied einer Loge zugelassen schen, und die Umstände, wel-
werden, wenn nicht der regel- ehe die Dringlichkeit erhei-
mäfsige Vorschlag seinethalber schen, schriftlich eröffnen; und
in offener Loge vorhergegan- hierauf soll der Meister, wenn
gen, und nicht eher, als bis sich die Dringlichkeit ergibt,
sein Name, Geschäft und Auf- von gedachter Empfehlung je-
enthaltsort, sowie der Name des Mitglied seiner Loge, mit
und die Numer derjenigen Angabe des Namens, des Alters,
Loge, deren Mitglied er noch des Berufs und des Aufenthalts-
jetzt ist oder zuletzt war, oder benach-
orts jenes Ansuchenden,
worin er eingeweiht wurde, richtigen. Zugleich kann er
allen Mitgliedern in der schrift- eine Logenversammlung, je-
lichen Einladung zur angesetz- doch auf keinen kürzern Zeit-
204 RECEPTION. RECEPTION.

rutin , als von 7 Tagen nach „6. Niemand darf um einen


Erlassung der Einladung, anbe- geringem Preis , als drei Gui-
raurnen, uni die Fiugelung übet neen , mit Ausschlufs der Ein-
denAnsuchenden vorzunehmen. tragegebühren, zum Mason ge-
ist diese alsdann günstig für _macht werden ; es kann auch
ihn ausgefallen, so kann er in keine Loge, unter irgend einem
den ersten Grad der Masonei Vorwande, die Bezahlung, eines
eingeweiht werden. Der Mei- Theils dieser Suirime erlassen
ster soll, ehe noch die K.uge- oder gestanden. Das Mitglied,
lung vorgenommen wird , den das denAnsuchenden vorschlägt,
gedachten Vorschlag und die mufs der Loge wegen aller für
angegebene Dringlichkeit in die seine Einweihung zu entrich-
Protocolle der Loge eintragen tenden Gebühren verantwort.
lassen." lieh. seyn. Diefs ist indefs nicht
„4. Nicht mehr als fünf neue auf dienende Brüder auszudeh.
Brüder dürfen in irgend einer nen. Diese können von der
Loge an einem und demselben Loge, welcher sie Dienste lei-
Tage, noch auch irgend Jemand sten sollen , unter der Bedin-
vor dem Ablaufe seines 2isten sung eingeweiht werden, dafs
Lebensjahres , aufgenommen in ei nem s o lchen Fall e weder
werden, es sey denn, dafs ent- Gebühren, noch Vergütung,
weder der Grofsmeister,, oder genommen und dafs zuvor die
der Provinzialgrofsmeister, zur Berechtigung zur Ausnahme
Ausnahme berechtige." — (Nun vom Grofsmeister oder Provin-
folgt das oben B. i, S. 63, Aus.. zialgrofsmstr. erlangt werde."
gezogene : „Jeder Candidat" „7. Jeder Candidat soll bei
— „richten will." Hierauf seiner Einweihung feierlich
heilst es weiter :) versprechen , sich den Consti-
„NB. Fon solchen Erklärun- tutionen zu unterwerfen, und
gen «sind dem Grofssecretair Ab- sich nach allen Gebräuchen und.
.5. chriften zuzustellen.” Satzungen der Zunft, von de-
„5. Niemand kann in einer nen er zur schicklichen Zeit und
Loge zum Mason gemacht oder am schicklichen Orte Kennt-
ah Mitglied zugelassen werden, nifs erlangt, zu richten."
wenn bei der Kugelung drei „8. Keinem Candidaten soll
schwarze Kugeln zu seinem erlaubt seyn, an einem und
Nachtheile zum Vorschein k.om- demselben Tage mehr als einen
men. Einige Logen sind nicht einzigen Grad zu bekommen,
für eine solche Nachsicht und noch binnen eines kleinem n
verlangen vielmehr die einhel- Zwischenraums , als eines Mo-
lige Beistimmung der anwesen- nats , seitdem er den frühem
den Mitglieder; andere lassen Grad bekam ; noch soll er ei-
eine einzige schwarze Kugel, nen höhern Grad in der Maso-
und noch andere zwei, als ent- nei eher bekommen , als bis er
scheidend gelten. Es müssen in offener Loge eine Prüfung
daher die Nebengesetze (by- in Bezug auf den vorherge-
Iarys) einer jeden Loge in die- henden Grad überstanden hat.
ser Hinsicht zur Richtschnur Übrigens mag für einen Bruder
dienen. Finden sich aber drei im ersten Grade ein Certificat
schwarze Kugeln, so kann ein der Grofsloge besorgt werden ;
Solcher unter keinem Vorwan- und wenn er auf eine regelmä-
de zugelassen werden." feige Art in einen höhern Grad
RECEPTION. RECTIFfCIREN. 205

befördert worden, mag ihm ermächtigt wird, das edle Zu-


ohne Entgeld ein neues, gegen trauen der Brüder, zu denen ex
sein altes, gewähret werden." reiset, zu mifsbra.nchen, zum
Vorstehende Gesetze sind Nachtheile würdiger Männer,
die nach ihm die nämliche Stra-
durch einen Mifsbrauch bei fse ziehen. Man sollte daher
der Zulassung zum Maurer- einer solchen vorschnellen Will-
bunde veranlafst worden, fährigkeit, aus eigennützigen
welchen Noortliouck in der Absichten, nicht unbedachtsa-
im obigen Artikel: AUF- merweise Vorschub thun."
„Diese Bemerkungen bieten
TAU ra,r. theilweise über- sich ungesucht dar, werden.
setzten Note, am Schlusse durch. die Erfahrung gerecht-
p. 393 sequ., folgenderma- fertigt und können, da sie zu
fsen rügte. — allgemein sind, als dafs sie
„ Noch. Eins! Die Brüder- durch besondere Beziehung be-
schaft der Masonen zeichnet sich. leidigen sollten, von Nieman-
allenthalben dadurch aus, dafs den auf sich, gedeutet werden,
sie fremde Brüder, die entwe- der sich nicht bewufst ist, dafs
der auf Reisen begriffen sind entweder sein eignes Betragen,
oder sich bei ihnen niederlassen oder das seiner Loge, solche
wollen , gütig empfängt und Rügen verdient. Das zur Auf-
ihnen freundlichen Beistand lei- rechthaltung- einer jeden Loge
stet. Diefs gibt aber zu einem ausgeworfene Capital muts die-
andern Mifsbrauche Anlafs, aus sem Zwecke hinlänglich ent-
welchem nachtheilige Folgen sprechen, ohne dafs man auf
erwachsen." zufällige Zuschüsse rechnen
„Fällt es Einem , der irrt Be- dürfe; wodurch die Mitglieder
griffe steht, in ein entferntes in ihren Urtheilen irregeleitet
Land zu reisen, ein , dafs ein. werden möchten."]
Maurercertificat ein recht pas-
sendes allgemeines Empfehlung- REcrrxErrnA.nu (LE) est
schreiben seyn dürfte, so last „celui qui va passer par les
er sich durch einen Zweiten, enreuves;"* (voir „Manuel.
Dritten oder Vierten zur Auf- par Bazot“, 13. 157!) S.
nahme in Vorschlag bringen CANDIDAT.
und mufs nun an * einem und
demselben Abende durch alle RECTIFICIREN heifst, ei-
Grade hindurch gejagt werden,
weil seine Abreise auf den näch- nen in einer Winkelloge
sten Morgen bei guter Zeit an- Aufgenommenen in einer
gesetzt ist. Auf solche Weise regelmäfsig bestehenden,
entehrt eine Loge, indem sie Loge von Neuem aufneh-.
einer unbegründeten Empfeh-
lung traut, für die elenden Ein- men; indem man ihn näm-
trittsgebühren die Gesellschaft, lich der Kugelung nochmals
bekleidet einen ganz Fremden unterwirft und ihm, nach
mit einer Würde, von welcher einigen wenigen zwearnä-
derselbe keinen Begriff hat, und. fsigen Ceremonien, den
versieht ihn mit einer Beglau-
bigung, wodurch er, insofern Maurereid abnimmt, wo-•
er von niedriger Denkait ist, durch er jedem andern re-
206 RECTIFICIRT. REDNER.

gelrnäfsigen Maurer gleich 376, Sp. a, bemerkte An-


wird. hang folgt, der als der dritte
REC TIFICTES
IR SICTME; Theil des „Recueil" zu be-
s. Bitter der heiligen STADT. trachten ist.]
„B.ECUEIL R CIEUx DR Diefs ist Eines der aus-
LA IVI.A.9oNNEB.Ir. Anorlin- gebreitetesten. Bücher über
RAMITE. Contenant les Ca- das Ritual der Maurerei.
techismes des quatre pre- Es enthält ganz vollständig
/niers Grades" etc. „Par un das gegenwärtige französi-
Chepalier de tous les Ordres sehe System, sowie die gan-
Ma9onniques. 4 Philadel- ze Ma9onnerie d'Adoption.
phie chez PItilarithe , rue Ein gewisser Guillemain de
de l'Equerre, l'Aplomb." Saint Victor soll der Her-
1187. [Auf dem Schmutz- ausgeber davon seyn.
titel steht: „Prenriire par- REDEN ( CLAUS FRIED.•
tie. Nouvelle Mit., ornee RICE BARON v o >7), Berg-
de figures, 'corrigde , et aug- hauptmann auf dem Claus-
xnentde de plusieurs chan- thale, im Hanöverischen,
sons, etc." 144 pp. in 12. war Mitglied der höher n
„Seconde partie. Contenant Grade von der stricten
les trois points de la Maonn. servanz unter dem Ordens-
Ecoss., le Chevalier de VO- warnen: E ques a Filastro,
_
rient, et le vrai Rose-Croix, [und altschottischer Ober-
qui n'ont jamais dtd impri- meister der chur-hanöveri-
mds; Prdcddds des trois schen und westphälischen
Eins, et suivis du Noachite, Provinzen.]
ou le Chevalier Prussien, REDNER (DER) ist der
traduit de rillleinarid." (5. im Range unmittelbar nach.
oben- B. 3, S. 30, Sp. a!) den beiden Aufsehern fol-
167 pp. Eine frühere 'Aus- gende Logenbeamte. Seine
gabe , auch von 1787, mit Amtspflichten sind : durch
gröfsern Lettern, hat im zwechmäfsige Vorträge die
Tb. 1, aufser dem Titelbi., Brüder in den Versammlun-
IV und 115 SS. u. im Th. 2, gen zu unterrichten , bei
nach beiden Titelbi., 152 den Berathschlagungen ei-
SS. Die deutsche Übers.: ner Loge die Gesetze zu
„Vollständ. Sammlung der handhaben, herrn Mangel
ganzen Adon-Hiraxn it. Mau- eines vorbereitenden Ihn-
rerey cc u.s.w., Leipz, 1786, ders dessen Stelle zu vertre-
in 8., begreift auf den er- ten, u. s w.
sten 144 SS. nur den ersten [Anderson und Noorthouch
Theil des „Recueir c in sich ; erwähnen in ihren Ausgaben
worauf der oben B. 2, S. der „Constitu.tions" zuerst
REDNER. GINALD. 207

unter d. J. 1721, dafs am 24. der freien .7.111asonen zur Ver-


Juni, nach der Einsetzung einigung der beiden Groisio-
des Grofsmeisters, .Herzogs cen vonEncfland am 27. Dec.
von Montagne, vom Er. Des- 1813, (nach „Mofsdorf's
aculiers eine beredte Rede S. 233,) in der
,(oration) über die 1VIasonei Reihefolge der Grofsbean-t-
gehalten worden sey. Dann ten sowol zwei Grofscapel-
wird von Noorthouck nür lane von beiden Gro['slogen,
erst unter dem J. 1775, p. als auch einen abgeordnetem
314, berichtet, dafs bei dem Grofscapellan der Grofsloge
am 1. Mai gehaltenen Feste von der alten Verfassung. -
der Grofsloge „das seit ver- Eigentliche Redner im Sin-
schiedenen Jahren unbe- ne der deutschen und fran-
setzt gebliebene Amt eine s zösischen Logen gibt es ist
Grofscapellans erneuert wor- England nicht. - Vgl. die
den sey; indem der Grofs- „Kunsturkk." B. 2, Abth. 1,
meister geruhet habe, den S. 276, Note 1, und S. 410;
ehrwürdigen Dr. lVilhelin Note a I]
Todd zum Grofscapellan für B.EFORMIRTES SYSTEM;
das folgende Jahr zu bestel- S. Ritter der heiligen ST.A