Sie sind auf Seite 1von 88
7.2013 Juli ISSN 0944-5749 12,80 = C Unternehmermagazin für Holzbau und Ausbau Organ von Europäische

7.2013

Juli

ISSN 0944-5749

12,80 =C

7.2013 Juli ISSN 0944-5749 12,80 = C Unternehmermagazin für Holzbau und Ausbau Organ von Europäische Vereinigung

Unternehmermagazin für Holzbau und Ausbau

Juli ISSN 0944-5749 12,80 = C Unternehmermagazin für Holzbau und Ausbau Organ von Europäische Vereinigung des

Organ von

Europäische Vereinigung des Holzbaus
Europäische
Vereinigung des Holzbaus

Editorial Christoph Maria Dauner, Chefredakteur mikado 20 Jahre mikado – bitte lächeln! Zwanzig Jahre mikado

Editorial

Editorial Christoph Maria Dauner, Chefredakteur mikado 20 Jahre mikado – bitte lächeln! Zwanzig Jahre mikado –

Christoph Maria Dauner, Chefredakteur mikado

20 Jahre mikado – bitte lächeln!

Zwanzig Jahre mikado – wenn das kein Grund zum Lächeln ist. Von Anfang an brachte unser Magazin ein Lächeln auf die Gesichter der Holzbaubranche: Die Befürworter lächelten,

weil sie sich freuten, dass endlich ein zeitgemäßer medialer Ansatz gefunden war, um der Dynamik der Branche gerecht zu werden. Und die Gegner, weil sie für dieses Konzept nur ein müdes Lächeln übrig hatten. Die BDZ-Führungsspitze lächelte, weil sie früh die kommenden Informationsbedürfnisse ihrer Mitgliedsbetriebe

erkannt hatte und bediente. Die Redaktion lächelte, weil sie ein junges Marktsegment mit Riesenpotenzial informieren durfte. Seit zwanzig Jahren schreibt der Holzbau eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Sein Marktanteil legte Jahr für Jahr zu, seine technischen Lösungen wurden immer ausgefeilter und seine konstruktiven

Vorteile überzeugen inzwischen selbst skeptische Bauherren. Und diese Entwicklung geht kraftvoll weiter. Deshalb weicht das mikado-Team mit diesem Jubiläumsheft – wie so oft in den zurückliegenden zwanzig Jahren – vom Üblichen

ab und blickt nicht zurück, sondern konzentriert sich auf das, was die kommenden zwanzig Jahre bringen können. Eine große Gemeinsamkeit zeigte sich bei allen Expertenmeinungen während unserer Recherchen: Die Zukunft gehört denen, die an sie glauben. Am besten, Sie tun das auch die nächsten zwei Jahrzehnte mit einem Lächeln – und mit mikado!

Zielgruppen der Zukunft: mikadoplus zeigt, welche Kunden in den kommenden zwanzig Jahre mit welchen Bedürfnissen, Wünschen und Anforderungen auf die Holzbaubetriebe zukommen. mikadoplus gibt es diesmal für alle mikado-Leser, denn was wäre wichtiger als die Zukunft?

plus gibt es diesmal für alle mikado -Leser, denn was wäre wichtiger als die Zukunft? Ihr

Ihr

plus gibt es diesmal für alle mikado -Leser, denn was wäre wichtiger als die Zukunft? Ihr

FRANZ EBNER

FRANZ EBNER mikado 7.2013 Inhalt 20 Jahre mikado – Zukunft Holzbau Im Jahr 1993 erschien die

mikado 7.2013 Inhalt

FRANZ EBNER mikado 7.2013 Inhalt 20 Jahre mikado – Zukunft Holzbau Im Jahr 1993 erschien die

20 Jahre mikado – Zukunft Holzbau Im Jahr 1993 erschien die erste Ausgabe von mikado. Das 20-jährige Jubiläum ist ein guter Zeitpunkt, um kurz Rückschau zu halten auf 20 spannende Jahre Holzbau-

geschichte. Doch viel spannender ist der Ausblick auf die nächsten 20 Jahre. Dem widmet sich das Jubiläumsheft

und befragte prominente Holzbaupioniere.

das Jubiläumsheft und befragte prominente Holzbaupioniere. Seite 14 Thema des Monats: 20 Jahre mikado – Zukunft

Seite 14

Thema des Monats: 20 Jahre mikado – Zukunft Holzbau

14 Thema des Monats: 20 Jahre mikado – Zukunft Holzbau Boxenstopp in Hasselbach Einfamilienhaus einmal anders:

Boxenstopp in Hasselbach Einfamilienhaus einmal anders: Drei gleich breite und hohe, aber unterschiedlich lange Holzboxen kragen aus dem Hang aus und sind mit unterschiedlichen Nut- zungen versehen: Links außen eine Wohnbox, in der Mitte eine Arbeitsbox und rechts außen eine Schlafbox

machen das Einfamilienhaus besonders.

außen eine Schlafbox machen das Einfamilienhaus besonders. Seite 46 Sanierung und Ausbau 14 | Holzarchitektur Wo

Seite 46

Sanierung und Ausbau

14

|

Holzarchitektur Wo stand der Holzbau vor 20 Jahren, wo steht er heute und wo in 20 Jahren? Visionär Hermann Kaufmann spricht über Vorreiter in der Architektur, Bausysteme aus Holz und integrale Planung.

43

|

Innendämmung Bei der Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude im Erfurter Dichterviertel kam aufgrund der historisch wertvollen Fassaden eine Innendäm- mung zum Einsatz.

22

|

Tragwerke

 

Hermann Blumer sprach mit mikado über die Entwicklung des konstruktiven Holzbaus, wie er ihn

Architektur

heute einschätzt und welche Visionen er hat.

46

|

Einfamilienhaus Wohnen einmal anders: Drei gleich breite und

30

|

Bauphysik: Brandschutz Mit Holz wurde schon immer gebaut und Holz hat auch schon immer gebrannt: die Geschichte der Brandschutzvorschriften in Deutschland.

hohe, aber unterschiedlich lange Holzboxen kragen aus dem Hang aus und sind mit unterschiedlichen Nutzungen versehen: Rechts außen eine Wohnbox, in der Mitte eine Arbeitsbox und links außen eine

34

|

Bauphysik: Schallschutz

Schlafbox machen das Einfamilienhaus besonders.

 

Der Holzbau liegt im Trend, doch die Normung hinkt im Schallschutz deutlich hinterher. Es bleibt zu hoffen, dass bald ein umfassendes Regel- und

Zimmermeisterdach

Rechenwerk zur Verfügung steht.

60

|

Steildach Von der Randleistenmatte zum leistungsfähigen

38

|

Nachhaltigkeit Selten hat ein Begriff so schnell und tiefgreifend Karriere gemacht wie „Nachhaltigkeit“. In den ver- gangenen zwanzig Jahren erfreute er sich zuneh- mender Beliebtheit – vor allem im Baugewerbe.

Dämmsystem: Zwanzig Jahre Dach bedeuten zwanzig Jahre Veränderung – bei den gesetzlichen Vorschriften, den politischen Rahmenbedingungen, Wohnkomforts und Energiekosten – und die Chance, Gutes noch besser zu machen.

Zielgruppen der Zukunft mikado plus informiert zum 20-jäh- rigen Jubiläum alle mikado -Leser über Trends

Zielgruppen der Zukunft mikadoplus informiert zum 20-jäh- rigen Jubiläum alle mikado-Leser über Trends und Zielgruppen. Experten bestätigen: Der Holzbau hat eine große Zukunft vor sich. Seite 42

Der Holzbau hat eine große Zukunft vor sich. Seite 42 Ein Magazin der WEKA MEDIA GmbH

Ein Magazin der WEKA MEDIA GmbH & Co. KG

sich. Seite 42 Ein Magazin der WEKA MEDIA GmbH & Co. KG Fortbildung 64 | Forum

Fortbildung

64 |

Forum Bois Construction Beaune 2013 Auch in Frankreich ist der Holzbau gefragt. Das zeigte das starke Interesse am dritten „Forum Bois Construction“, das am 25. und 26. April 2013 in der burgundischen Stadt Beaune stattfand.

Holzwelten

74 |

Baumwipfelpfad Der Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald war bei seinem Bau der weltweit längste seiner Art und der erste, der sich als reine Holz- konstruktion nahtlos in den Baumbestand einfügt. Dahinter verbirgt sich eine planerische und hand- werkliche Meisterleistung.

Rubriken

3 |

Editorial

43

|

Verband aktuell

52

|

Produkte

58

|

Branchenführer

68

|

Unternehmen

78

| Vorschau/Impressum

Die richtfertige Lieferung –

morgens um 7:00, deutschlandweit!

Präzise, individuell, kostenbewusst: für Gewerbe-, Wohnungs- und Landwirtschaftsbau Die SCHNOOR-KVH-Nagelplattenbinder mit dem Minimaxprinzip:

• minimales Eigengewicht

• maximale Stabilität

• minimales Eigengewich t • maximale Stabilität Zentrale Werk Burg Tuchmacherweg 1 39288 Burg Telefon:

Zentrale Werk Burg Tuchmacherweg 1 39288 Burg

Telefon: 03921-9300-0

Telefax: 03921-9300-50

Tuchmacherweg 1 39288 Burg Telefon: 03921-9300-0 Telefax: 03921-9300-50 E-Mail: info-burg@schnoor .de www.schnoor.de 5

5

DARKo ToDoRoVIC ı PHoToGRAPHy ı ADRoK.NET

DARKo ToDoRoVIC ı PHoToGRAPHy ı ADRoK.NET kurz & bündig mikado -Interview Ausbildung schafft den Sprung nach

kurz & bündig

mikado-Interview

Ausbildung schafft den Sprung nach vorne

Gestern, heute, morgen: Die Arbeit des Zimmerers ist keinesfalls statisch, die Ausbildungsmöglichkeiten auch nicht. mikado sprach darüber mit Thomas Rothfuß, Leiter des Zimmerer Ausbildungs Zentrums und des Kompetenz Zentrums Holzbau & Ausbau.

mikado: Herr Rothfuß, im Ver- gleich zu heute: Was mussten die Zimmerer vor zwanzig Jah- ren können? Thomas Rothfuß: Vor zwanzig Jahren arbeiteten die Zimme- rer noch überwiegend mit den traditionellen handwerklichen Abbundtechniken. Die CAD-Ab- bundtechnik und die EDV zogen so langsam in die Betriebe ein – die ersten Abbundzentren ent- standen. Der Holzhausbau, z. B. der Holzrahmenbau, erlebte eine Renaissance. Zudem ent- wickelten sich weitere Holzbau- systeme und kamen Schritt für Schritt auf den Markt. Der Zim- merer bearbeitet – neben sei- nem damaligen Hauptsegment, dem Herstellen von Dachstühlen – auch noch häufig den Treppen- bau und Teile des Innenausbaus. Die Königsdisziplin, das Schif- ten, wurde häufig noch in der Abbundhalle gelebt. Der Betrieb löste auch komplizierte Dach- konstruktionen noch selbst in der Arbeitsvorbereitung und im Abbundbereich.

Wie sieht die Arbeit eines Zim- merers heute aus ? Heute arbeitet ein großer Teil der Holzbaubetriebe mit der EDV und lässt seine Abbund- aufgaben in den Abbundzen- tren fertigen oder hat selbst eine CAD-gesteuerte Anlage. Der Holzhausbau hat aktuell bundes- weit einen Anteil von über zwan- zig Prozent, der mehrgeschos-

Aufstockungsmaßnahmen bieten den Holzbaubetrieben interes- sante Beschäftigungsfelder. Natürlich müssen sich diese An- forderungen auch in der Aus- und Fortbildung des Berufsnach- wuchses und der Facharbeiter widerspiegeln. EDV-gestützter Holzhausbau, Vorfertigung und Modernisierung im Bestand sind im Zimmerer Ausbildungs Zen- trum (ZAZ) Biberach seit Jah- ren ein fester Bestandteil in der überbetrieblichen Lehrlingsun- terweisung und in den Fortbil- dungskursen zum Geprüften Po- lier und Zimmermeister.

management mit dem Abschluss „Bachelor of Engineering“ mög- lich. Des Weiteren bietet das ZAZ sowie das Kompetenz Zentrum Holzbau & Ausbau eine Reihe von Aus-, und Weiterbildungs- möglichkeiten in den Bereichen Restaurierung/Sanierung, Ener- gie, Holzhausbau, EDV-Abbund und Dachdeckerarbeiten an.

Wie intensiv wird das Angebot genutzt? Zwar sanken die Teilnehmerzah- len im Geschäftsjahr 2011/2012, doch die Weiterbildungs-Tage- werke konnten aufgrund der gut

„Breitbeil und Computer – diese Bandbreite wollen wir abdecken, das ist unser Mandat.“

sige Holzbau, aber auch der kommunale Bau mit Kindergär- ten und Schulen wächst ebenso wie das Segment Gewerbebau. Eines der wichtigsten Beschäfti- gungsfelder der Holzbaubetriebe seit Jahren ist die energetische Modernisierung von Gebäuden im Bestand – und zwar nicht nur beschränkt auf den Dachbe- reich. Die Fassade und das Schaf- fen von neuem Wohnraum durch

Welche Ausbildungsmöglich- keiten bietet das ZAZ an? Neben den Fortbildungskursen ist seit 2010 auch der duale Stu- diengang „Holzbau-Projektma- nagement“ (Biberacher Modell) in Kooperation mit der Hoch- schule Biberach Teil unseres An- gebotes. Hierbei ist eine paral- lele Ausbildung zum Zimmerer, Polier und Zimmermeister so- wie zum Ingenieur für Projekt-

besuchten Langzeitkurse sowie der mehrtägigen Seminare ge- halten werden. Den Zufrieden- heitsfaktor konnten wir in den vergangenen Jahren stetig stei- gern, indem wir immer ver- suchten, unseren Teilnehmern ein innovatives, praxisnahes und am Stand der Technik ausgerich- tetes Weiterbildungsangebot zu liefern. Die 2012 erlassene Auf- stiegsfortbildungsregelung mit

Die 2012 erlassene Auf- stiegsfortbildungsregelung mit Wasserkraft-Kompetenzzentrum Sechsgeschosser macht sich

Wasserkraft-Kompetenzzentrum

Sechsgeschosser macht sich lang

D as sechsgeschossige Wasserkraft- Kompetenzzentrum der Vorarlberger

Illwerke soll eines der größten Bürogebäu- de in Holzhybridbauweise der Welt wer- den. Die Illwerke errichten im Bereich des Betriebsgeländes in Rodund (Montafon) ein Gebäude, das künftig 265 Mitarbeitern einen modernen und hellen Arbeitsplatz bieten soll. Neben Büros, Besprechungs- zimmern und Kommunikationsräumen be-

herbergt das Bauwerk mit einer Länge von rund 120 m, einer Breite von rund 15 m und einer Höhe von rund 25 m ein Be- triebsrestaurant mit etwa 170 Sitzplätzen und ein Besucherzentrum. Als besonde- res architektonisches Highlight ragt der in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete Kubus südseitig rund 30 m über den Uferbereich des Pumpspeicherbeckens Rodund.

kurz & bündig den Modulen Vorarbeiter, Werk- polier, Geprüfter Polier und Zim- mermeister wird in

kurz & bündig

den Modulen Vorarbeiter, Werk- polier, Geprüfter Polier und Zim- mermeister wird in Biberach ausgezeichnet angenommen.

Wird das Angebot ausschließ- lich von der jungen Generation genutzt? Nein. Es kommt häufiger vor, dass auch die ältere Generation die umfassenden Weiterbildungs- möglichkeiten nutzt. Gerade bei den Vorarbeitern und Polieren werden diese Kurse auch von er- fahrenen Zimmerern belegt. Die- se qualifizieren sich dann gezielt weiter. Bei den Kursen Zimme- rer für Restaurierungsarbeiten und Restaurator im Zimmerer- handwerk und Gebäudeenergie- berater HWK konnten wir in den vergangenen Jahren auch Teil- nehmer der Generation 50 plus begrüßen, was uns sehr freut.

Mit Blick auf die Zukunft: Wie sollten die Ausbildungsmöglich- keiten für Zimmerer aussehen? Unser Angebot der Zukunft wird sich auf der Grundlage der bereits angebotenen Themenbereiche kontinuierlich an den Erforder- nissen der Betriebe orientieren. Die Bereiche Holzhausbau, Vor- fertigung, energetische Moderni- sierung, also die praktische Um-

energetische Moderni- sierung, also die praktische Um- ▴ Thomas Rothfuß, Leiter des ZAZ und des Kompetenz

Thomas Rothfuß, Leiter des ZAZ und des Kompetenz Zentrums Holzbau & Ausbau, stellt Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten vor

setzung der Bauphysik, werden wir weiter ausbauen. Für die be- stehenden Lehrgänge bieten wir verstärkt Updates an. Die Auf- stiegsfortbildung in der Bauwirt- schaft konnten wir mit den stark nachgefragten Vorarbeiter- und Polierkursen bereits zu 70 Pro- zent umsetzen. Es ist für uns ein ehrgeiziges Ziel, den Spa- gat des traditionellen Holzbau zum modernen Holzbau in un- serem Angebot abzubilden. An- ders ausgedrückt: „Breitbeil und Computer – das ist die abzude- ckende Bandbreite und unser Mandat.“

Herr Rothfuß, vielen Dank für das interessante Gespräch!

Herr Rothfuß, vielen Dank für das interessante Gespräch! Frage des Monats Alles untersteht dem Wandel der

Frage des Monats

Alles untersteht dem Wandel der Zeit. Wer wird in 20 Jahren Ihr Unternehmen leiten?

A) Meine Kinder.

B) Das stemme ich immer noch selbst.

C) Ich habe mein Unternehmen verkauft.

Stimmen Sie ab im Internet: www.mikado-online.de

Die Auswertung zu jeder Frage des Monats finden Sie online unter: www.mikado-online.de → Frage des Monats

online unter: www.mikado-online.de → Frage des Monats Die neue Generation Mehr Tageslicht . Mehr Komfor t.
online unter: www.mikado-online.de → Frage des Monats Die neue Generation Mehr Tageslicht . Mehr Komfor t.

Die neue

Generation

Mehr Tageslicht . Mehr Komfor t. Weniger Energieverbrauch. Bis zu * mehr Glasfläche
Mehr Tageslicht . Mehr Komfor t.
Weniger Energieverbrauch.
Bis zu
*
mehr
Glasfläche
t. Weniger Energieverbrauch. Bis zu * mehr Glasfläche * Im Vergleich zur bisherigen Fenster-Generation für die

* Im Vergleich zur bisherigen Fenster-Generation für die Größe C02.

DEUTSCHE MESSE

MIKADo

Mehr als nur Stein ROCKWOOL Steinwolle-Dämmung ist nichtbrennbar und kann die schnelle Ausbreitung von Feuer
Mehr als nur Stein
ROCKWOOL Steinwolle-Dämmung ist
nichtbrennbar und kann die schnelle
Ausbreitung von Feuer und Rauch
verhindern. Damit gewinnen wir Feuer-
wehrleute wertvolle Zeit, um Menschen
zu retten und ihr Hab und Gut in Sicher-
heit zu bringen.
Claus Larsen
Feuerwehrmann
Claus Larsen Feuerwehrmann www.steinwolle.rockwool.de kurz & bündig Ligna 2013 In Hannover gab’s

kurz & bündig

Feuerwehrmann www.steinwolle.rockwool.de kurz & bündig Ligna 2013 In Hannover gab’s Rekordzahlen M it 1637

Ligna 2013

In Hannover gab’s Rekordzahlen

M it 1637 Ausstellern aus 46 Ländern ist am 10. Mai 2013 die Ligna in Hannover zu Ende gegangen. Mehr als 40 Pro-

zent der Fachbesucher kamen 2013 aus dem Ausland nach Han- nover und damit mehr als zur Vorveranstaltung 2011. Mehr als 90 000 Fachbesucher aus 100 Ländern kamen zur Messe. Zudem stieg die Zahl der Besucher aus Nordamerika um 52 Prozent auf mehr als 3000. Effizienz war das inhaltliche Leitthema der Mes- se. Bei der Holzwerkstoff- und Furnierherstellung sowie bei der Massivholzverarbeitung zeigten Anbieter, wie das Zusammen- spiel von Erfindergeist und Hightech zu mehr Wettbewerbsfä- higkeit führt. „Cut your costs“ war dabei eine oft gehörte Devi- se. Auf der Handwerk, Holz & mehr diskutierten die Entscheider aus dem Handwerk den neuesten Stand der Technik. Ihr Inter- esse galt Maschinen, die die Produktivität erhöhen und damit den Ertrag verbessern. In diesem Jahr wurde auf der Handwerk, Holz & mehr der Bereich der Fensterfertigung noch stärker her- vorgehoben. Die nächste Ligna wird vom 11. bis 15. Mai 2015 in Hannover stattfinden. www.ligna.de

11. bis 15. Mai 2015 in Hannover stattfinden. www.ligna.de ▴ Schüler und Lehrer der Berufsschule Bad

Schüler und Lehrer der Berufsschule Bad Kissingen stellten auf der Sonderschau „Wonders in Wood“ das Berufsbild des Drechslers vor

Wir haben was gegen Lärm.

Besserer Schallschutz. Mehr Lebensqualität.

Besserer Schallschutz. Mehr Lebensqualität.

Knauf bietet Systemlösungen für jede Schallschutzklasse. Mit der Silentboard sogar High-End Schallschutz bis R w,r = 74 dB bei unter 18 0 mm Wanddicke. Im Neubau, im Holzbau, bei der Aufrüstung von Bestandsbauten. Wir haben was gegen Lärm. Knauf.

Im Neubau, im Holzbau, bei der Aufrüstung von Bestandsbauten. Wir haben was gegen Lärm. Knauf. www.knauf.de/schallschutz

IMU-INFoGRAFIK

* Roto Designo R8 Kunststoff

IMU-INFoGRAFIK * Roto Designo R8 Kunststoff kurz & bündig Energetische Sanierung Versprochen ist versprochen E ine

kurz & bündig

Energetische Sanierung

Versprochen ist versprochen

E ine dena-Studie beweist: Bei energetischen Sanierun- gen stimmen in der Regel die Resultate mit der Pla- nung überein. Die „Verbrauchsauswertung energieeffizi- enter Gebäude“ der Deutschen Energieagentur (dena) unter- suchte den Energieverbrauch von 63 hocheffizient sanier- ten Wohngebäuden. Diese 63 Projekte bilden die erforderli- che Basis für wissenschaftlich fundierte Ergebnisse. Bislang prägten vor allem Einzelbei- spiele die Diskussion. Den Fokus legte die Erhebung auf die Frage: Welche Maßnahme bringt Einsparungen in wel- cher Höhe?

Welche Maßnahme bringt Einsparungen in wel- cher Höhe? www.zukunft-haus.info → Gesetze, Studien, Verordnungen

www.zukunft-haus.info → Gesetze, Studien, Verordnungen

www.zukunft-haus.info → Gesetze, Studien, Verordnungen Baugenehmigungen Mehrfamilienhaus im Trend L aut

Baugenehmigungen

Mehrfamilienhaus im Trend

L aut Statistischem Bundesamt wurde im Jahr 2012 der Bau von 239 500 Wohnungen geneh-

migt –4,8 % mehr als im Jahr zuvor. Der Anstieg von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern fiel dabei mit +13,3 % deutlich höher aus als der Anstieg von Woh- nungen in Zweifamilienhäusern mit +3,6 %. Die Ge- nehmigungen für den Bau von Einfamilienhäusern gingen sogar um –5,8 % zurück. Ebenfalls zurück ging die Zahl der genehmigten Kubikmeter Raum bei den Nichtwohngebäuden: um –2,1 %.

www.destatis.de → Suche: Baugenehmigungen

» » » »
»
»
»
»

Die Roto Idee:

Für jeden das passende Energiesparfenster

» Die Roto Idee: Für jeden das passende Energiesparfenster Roto blueLine Thermo 2fach Verglasung Gute

Roto blueLine Thermo 2fach Verglasung

Energiesparfenster Roto blueLine Thermo 2fach Verglasung Gute Energieeffizienz Effektive Wärmedämmung Roto blueTec

Gute Energieeffizienz

Effektive Wärmedämmung

Verglasung Gute Energieeffizienz Effektive Wärmedämmung Roto blueTec 3fach Verglasung Hervorragende

Roto blueTec 3fach Verglasung

Hervorragende Energieeffizienz

Hohe Wärmedämmung

Hervorragende Energieeffizienz Hohe Wärmedämmung Roto blueTec Plus 3fach Verglasung » Höchste

Roto blueTec Plus 3fach Verglasung

» Höchste Energieeffizienz

» Optimale Wärmedämmung

HATJE CANTZ VERLAG

HATJE CANTZ VERLAG kurz & bündig Hartz-IV-Möbel Teuer war gestern H olz ist nur was für

kurz & bündig

Hartz-IV-Möbel

Teuer war gestern

VERLAG kurz & bündig Hartz-IV-Möbel Teuer war gestern H olz ist nur was für Schreiner und

H olz ist nur was für Schreiner und Zimmerer? Von we- gen. Van Bo Le-Mentzel hat eine Möbelserie erson-

nen, die auch Menschen mit zwei linken Händen nachbauen können. Harz-IV-Möbel heißt die Möbelserie, die er entwor- fen hat und deren Baupläne er kostenlos im Internet preis- gibt. Wer will, kann sie herunterladen, mit wenig Geld in den Baumarkt stiefeln, die benötigten Holzplatten, -bretter und -bohlen, Schrauben und Leim kaufen und sich dann ans Werk machen. Als Gegenleistung erwartet der Möbel- designer von seinen Nachahmern lediglich, dass sie online in Text und Bild erzählen, wie sie ihr eigenes Möbelstück selbst getischlert haben. Eine Anleitung gibt es beispiels- weise für den 24-Euro-Sessel. Er kostet 24 Euro und kann in 24 Stunden gebaut werden. Der Berliner Hocker ist eben- falls aus Holz. Zehn Euro, zehn Schrauben und zehn Minu- ten Bauzeit braucht es, um das Multifunktionsteil zu bau- en. Bezahlung für die Pläne will der Künstler nicht haben. Der Lohn, den er sich erhofft, ist ideell: Sein Aufruf im Netz, ihm ähnlich gute Ideen

zu schicken, kamen viele User nach. Das Ergebnis: das Buch „Hartz IV Moebel. com“ mit gesammelten Bauplänen und Materiallisten. Erhältlich ist das Buch unter www.hatjecantz.de.

www.hatjecantz.de. www.hartzivmoebel.de www.mikado-online.de WBS 140 - DIE ABBUNDMASCHINE FÜR DEN ZIMMERMANN VOLLE
www.hatjecantz.de. www.hartzivmoebel.de www.mikado-online.de WBS 140 - DIE ABBUNDMASCHINE FÜR DEN ZIMMERMANN VOLLE
www.hatjecantz.de. www.hartzivmoebel.de www.mikado-online.de WBS 140 - DIE ABBUNDMASCHINE FÜR DEN ZIMMERMANN VOLLE
www.hatjecantz.de. www.hartzivmoebel.de www.mikado-online.de WBS 140 - DIE ABBUNDMASCHINE FÜR DEN ZIMMERMANN VOLLE

WBS 140 - DIE ABBUNDMASCHINE FÜR DEN ZIMMERMANN

VOLLE BEARBEITUNGSFLEXIBILITÄT durch Integration des 9-fach Werkzeug- wechslers sowie den Einsatz von

5-Achstechnik

HOCHAUFLÖSENDES POSITIONIER- SYSTEM MIT PRÄSZISIONSFÜHRUNGEN

VERSCHNITTOPTIMIERUNG MIT EINEM NUTZUNGSGRAD VON BIS ZU 98%

Flexibles Arbeiten auf hohem Niveau - durch Lösungen von WEINMANN

Arbeiten auf hohem Niveau - durch Lösungen von WEINMANN WEINMANN Holzbausystemtechnik GmbH Forchenstr. 50 D-72813

WEINMANN Holzbausystemtechnik GmbH Forchenstr. 50 D-72813 St. Johann-Lonsingen Tel. +49 7122 8294-0 Fax +49 7122 829452-066 info@weinmann-partner.de www.weinmann-partner.com

kurz & bündig Sanierungskonfigurator Gut für’s Klima U m das Thema energetische Gebäudesanierung stärker ins

kurz & bündig

Sanierungskonfigurator

Gut für’s Klima

U m das Thema energetische Gebäudesanierung stärker ins

Blickfeld zu rücken, haben das Bun- desministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und das Bun- desministerium für Wirtschaft und Technologie einen „Sanierungskon- figurator“ gestartet. Das Internet-

Werkzeug richtet sich an private

gestartet. Das Internet- Werkzeug richtet sich an private Hauseigentümer und Mieter. Es un- terstützt sie dabei,

Hauseigentümer und Mieter. Es un- terstützt sie dabei, die energetische Qualität ihres Hauses bzw. ihrer Wohnung zu bewerten, und zeigt in einfachen Schritten Möglichkeiten zu deren Verbesserung auf. Der Bundes- minister für Verkehr, Bau und Stadt- entwicklung, Peter Ramsauer: „Der Konfigurator ist Teil unserer Kam- pagne ‚Gut für Sie, gut fürs Klima‘. Damit setzen wir unseren Kurs fort, die Energiewende mit Augenmaß in die Breite zu tragen und sinnvolle Sanierungen zu unterstützen. Das neue Werkzeug soll helfen, Interes- se an energetischen Sanierungen zu wecken und anschaulich von deren Vorteilen zu überzeugen. Unser Mot- to lautet: Erst denken und planen, dann sanieren!“ So geht es: Nach der Eingabe von Gebäudedaten und der Auswahl möglicher Sanierungs- maßnahmen erhält der Nutzer u.a. Informationen darüber, wie hoch die erreichte Energieeinsparung ist und um welchen Betrag die CO 2 -Emissi- on gemindert wird. Der Konfigurator steht im Internet: www.sanierungs- konfigurator.de. www.bmvbs.de

Holzbau und Forschung Verbindungstechnik Immer gut geschraubt Tragfähige Verbindungen mit selbstbohrenden
Holzbau und Forschung
Verbindungstechnik
Immer gut geschraubt
Tragfähige Verbindungen mit selbstbohrenden Holzschrauben sind aus dem Holz-
bau nicht mehr wegzudenken. Beim Einsatz der Verbindungsmittel muss der Verarbeiter
wissen, worauf es bei Konformitätsverfahren und der CE-Kennzeichnung ankommt.
◂ Schnelle,
reversible und
So ist’s richtig
statisch
wirksame Schraub
verbindungen
überzeugen und
ermöglichen
eine kosten-
günstige
Produktion von
Wand- oder
Deckenelementen
In der mikado-Ausgabe April 2013 hat sich im Beitrag „Immer gut
geschraubt“ über die CE-Kennzeichnung von selbstbohrenden
Holzschrauben ein Fehler eingeschlichen. In der Tabelle auf Seite 47
ist ein X zu wenig abgedruckt. Dabei handelt es sich ausdrücklich
um einen reinen Druckfehler und nicht um eine falsche Darstellung
der Autoren.
D en Einsatz und die Beschaf-
fenheit von Holzschrauben für
statische Zwecke regelte auf natio-
naler Ebene bislang die Norm DIN
1052:2008-12. Die Verwendbarkeit
von Schrauben, die sich in ihren Ei-
genschaften und ihren Anwendungs-
bereichen deutlich von der Norm un-
terscheiden, regeln die allgemeinen
bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ).
Sie dürfen eine Ü-Kennzeichnung
tragen, wenn die dafür notwendi-
gen Voraussetzungen erfüllt sind.
Im Zuge der Vereinfachung des
freien Warenverkehrs in Europa wur-
de am 21. Dezember 1988 die Richtli-
nie 89/106/EWG zur Angleichung der
Rechts- und Verwaltungsvorschriften
der Mitgliedstaaten über Bauproduk-
te (die sog. Bauproduktenrichtlinie
„BPR“) erlassen. Harmonisierte Nor-
men und europäische technische Zu-
lassungen sollten den freien Waren-
verkehr innerhalb der Europäischen
Gemeinschaft vereinfachen.
Die Richtlinie gilt nur für Produk-
te, die dauerhaft in Bauwerke ein-
gebaut werden. Die nationale Um-
setzung der Bauproduktenrichtlinie
erfolgte in Deutschland durch das
Bauproduktengesetz („BauPG“). Ziel
ist u. a. eine einheitliche Kennzeich-
nung der Bauprodukte, die sog. „CE-
Kennzeichnung“.
wurde die Norm EN 14592:2008
(Holzbauwerke - Stiftförmige Ver-
bindungsmittel – Anforderungen)
ausgearbeitet.
Die Praxis zeigte jedoch, dass die
ausgearbeitete Norm für moderne
selbstbohrende Holzschrauben nicht
anwendbar war. Aus den in der
Norm vorgegebenen Rohmaterialen
konnten z. B. keine leistungsfähigen
Schrauben für den modernen kons-
truktiven Holzbau gefertigt werden.
Abweichende Rohmaterialien konn-
ten nicht deklariert und durften daher
auch nicht verwendet werden.
Deshalb beantragten die führen-
den Hersteller von Schruaben pro-
duktspezifische europäische tech-
nische Zulassungen (ETA) für
selbstbohrende Holzschrauben. Die-
se wurden zwischenzeitlich von den
in der EOTA zusammengeschlossenen
Zulassungsstellen erteilt.
Europäische technische Zulassun-
gen bieten den Verarbeitern eine eu-
ropaweit einheitliche Bemessung und
Verwendung (sofern der Verwend-
barkeit nicht nationale Regelungen
entgegenstehen sollten). Durch die
CE-Kennzeichnung der Holzschrau-
ben nach ETA wird der Nachweis der
Handelbarkeit dokumentiert.
Qualität und Leistung lohnen sich
ETAs für Holzschrauben
Als harmonisierte Norm für stiftför-
mige Verbindungsmittel, denen auch
die Holzschrauben zuzuordnen sind,
Die von Baubehörden, Verarbeitern
und Bauherren gewohnte Sicherstel-
lung der Produktqualität für selbst-
bohrende Holzschrauben ist aktuell
auf europäischer Basis nur im Rah-
men einer CE-Kennzeichnung auf
Grundlage einer produktspezifischen
europäischen technischen Zulassung
(„System 2+“) zu erreichen.
▸▸ Weiter geht’s auf Seite 48 unten
46
So ist die Tabelle richtig:
mikado 4.2013
Gegenüberstellung der Aufgaben des Herstellers
System der Konformitätsbescheinigung
System 2+
System 3
Art der Bescheinigung
Produkt-
zertifizierung
Konformitätserklärung
durch den Hersteller
Erstprüfung (ITT)
X
des Produktes
Werkseigene Produktionskontrolle
(WPK)
X
X
Prüfung von Proben nach festgelegtem
Prüfplan
X
Erstprüfung (ITT)
X
des Produktes
Erstinspektion des Herstellwerks und
der WPK
X
Laufende Überwachung mit Beurtei-
lung und Anerkennung der WPK
X
Erteilung eines Zertifikates zur WPK
X
Aufgaben der
Aufgaben des
notifizierten Stelle
Herstellers

Laubholz

Design verschmilzt mit Nachhaltigkeit

D er American Hardwood Export Council (AHEC) hat auf der Möbelmesse Stock-

holm Furniture Fair das Projekt „Out of the Woods“ vorgestellt. Das Projekt – eine Zusam- menarbeit zwischen AHEC und dem Produkt- designprogramm des Royal College of Art (RCA) – eröffnet einen Ansatz für die Arbeit mit einem sehr alten Material: amerikanischem Laubholz. „Out of the Woods“ untersucht das kreative und ökologische Potenzial des Roh- stoffs, indem der gesamte Lebenszyklus jedes einzelnen Produkts unter die Lupe genommen wird. Im Rahmen des Projekts entwarfen RCA- Studenten funktionelle Stühle mit amerikani- schem Laubholz. Ziel war es, für jeden Stuhl einen präzisen Bericht über die Auswirkungen

während seines Lebenszyklus erstellen zu kön-

Auswirkungen während seines Lebenszyklus erstellen zu kön- nen. Die Berichte sind ein Beitrag zur laufen- den

nen. Die Berichte sind ein Beitrag zur laufen- den Forschungstätigkeit der AHEC und infor- mieren die Studenten darüber hinaus über die kompletten Umweltauswirkungen ihrer Ent- würfe und Materialwahl.

Den Fortschritt erleben.

Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und
Den Fortschritt erleben. Spezialmaschinen für den Holzumschlag Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und

Spezialmaschinen für den Holzumschlag

Liebherr bietet maßgeschneiderte Maschinen und Technologien für den Holzumschlag. Mit unseren Mobil- und Raupenbaggern, Radladern, Tele- ladern sowie Planier- und Laderaupen decken wir die unterschiedlichsten Anforderungen der holzverarbeitenden Industrie ab. Seit kurzem ergänzt der 272 PS starke LH 60 M Timber das umfangreiche Portfolio an Spezial- maschinen für den Holzumschlag.

Wir verlosen unter allen Teilnehmern unseres Holz-Gewinnspiels ein VIP- Wochenende für zwei Personen bei den Stihl ® -Timbersports ® Weltmeister- schaften in der Porsche Arena in Stuttgart vom 25. – 26. Oktober 2013.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Veranstalterin des Gewinnspieles ist die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH, Liebherrstraße 12, D-88457 Kirchdorf. Das Gewinnspiel ist Teil des Liebherr Holz-Gewinnspiels anlässlich der Ligna 2013.

Gewinnspiel Machen Sie mit vom 6. Mai bis zum 31. August 2013! Einfach im Web
Gewinnspiel
Machen Sie mit vom 6. Mai bis zum
31. August 2013! Einfach im Web unter
m.holz.liebherr.com
einsteigen oder QR-Code abfotografieren,
die Gewinnspielfrage beantworten und das
ausgefüllte Formular abschicken.
Viel Glück!

Liebherr-Hydraulikbagger GmbH D-88457 Kirchdorf Tel.: (0 73 54) 80-0 E-Mail: info.lhb@liebherr.com www.facebook.com/LiebherrConstruction www.liebherr.com

73 54 ) 80-0 E-Mail: info.lhb@liebherr.com www.facebook.com/LiebherrConstruction www.liebherr.com Die Firmengruppe

Die Firmengruppe

BRUNo KLoMFAR

TT 11

BRUNo KLoMFAR TT 11 Das Gemeinde- zentrum im Vorarlberger Ludesch (Baujahr 2006) gilt als Meilenstein des

Das Gemeinde-

zentrum

im Vorarlberger

Ludesch

(Baujahr 2006)

gilt als

Meilenstein des

modernen

Holzbaus

Thema des Monats Zukunft Holzbau

BÜRo KAUFMANN

BÜRo KAUFMANN Thema des Monats Zukunft Holzbau Holzarchitektur Vom Traum zur Realität Wo war der Holzbau

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Holzarchitektur

Vom Traum zur Realität

Wo war der Holzbau vor 20 Jahren, wo steht er heute und wo in 20 Jahren? mikado unterhielt sich mit Prof. Hermann Kaufmann über Vorreiter in der Architektur, Bausysteme aus Holz und die Notwendigkeit einer integralen Planung.

aus Holz und die Notwendigkeit einer integralen Planung. V or 20 Jahren hat man im Holz-

V or 20 Jahren hat man im Holz- bau hauptsächlich mit sicht-

baren Skelettkonstruktionen gebaut, erinnert sich Prof. Hermann Kauf- mann. Die Holzkonstruktionen da- mals wurden mit stabförmigen Ele- menten erstellt. Der Einsatz flächiger Elemente stand an den Anfängen:

„1985 wurden die ersten Holztafeln auf den Baustellen auf ein Skelett aufgebracht. Das war für uns der Be- ginn des Bauens mit Holztafelele- menten. In dieser Zeit begann das Thema der Vorfertigung. Gleichzeitig entstanden die ersten großen Hallen der Zimmereibetriebe, ausgestattet mit leistungsfähigen Krananlagen. Zusätzlich wurden Lkws mit großen Mobilkränen ausgerüstet“, erzählt Kaufmann. „Damals waren die Luft- dichtigkeit der Gebäudehülle und ex- treme Wärmedämmung kein Thema.

Unser Büro war den staatlichen An- forderungen immer zwei Stufen vor- aus. Aufgrund meiner eigenen Über- zeugung haben wir unsere Gebäude immer schon wesentlich besser ge- dämmt, als gefordert wurde. Die An- forderungen haben sich in den letz- ten Jahren stark gewandelt.“

Hallenbau: Wieder mehr Holz

Der Hallenbau war im Bereich Ge- werbe- und Industriebau mit gro- ßen Dimensionen bereits gut vertre- ten: „Meiner Erinnerung nach gab es damals mehr derartige Projekte als heute. Wir haben z. B. für Kauf- mann Holz AG gebaut und einige große Abbundhallen. Doch das ist ein ganz subjektives Bild, mir liegen keine aktuellen Statistiken vor. Mich wundert, warum heute im Hallenbau nicht mehr geschieht. Es gibt heute

wieder mehr Industriehallen, die mit Fertigbetonteilen gebaut werden“, sagt Kaufmann. „Das große Prob- lem beim heutigen Hallenbau sind nicht die Konstruktionen, sondern die Dach- und Wandflächen. Dort gibt es keine konkurrenzfähigen Pro- dukte aus Holz, die gegen die billigen Blechpaneele kostenmäßig bestehen können. Daher gibt es meiner Beob- achtung nach heute wenige Holzhal- len mit Holzfassaden, außer vielleicht in einem kleinen hochpreisigen Seg- ment“, fügt er hinzu.

Das Betriebs- gebäude der Allgäuer Küchen in Klaus (Vorarlberg) entstand 1985 und gilt als Beginn des Bauens mit

Holztafel-

elementen

Architektur: Vorreiter Vorarlberg

„Wenn man mit Holz arbeitet, ent- wirft man sehr diszipliniert, zum ei- nen, weil es das Material erfordert, und zum anderen, um den Holzbau

bezahlbar zu halten“, merkt Kauf- mann an. Das sei früher ähnlich ge- wesen wie heute. Denn wenn im Holzbau undiszipliniert gearbeitet werde, werde er sprunghaft teurer, ist sich der Vorarlberger Architekt sicher. Für differenzierte Formen müsse oftmals in konstruktive Maßnahmen investiert werden. „Ich kann nicht sagen, die Ar- chitektur hätte sich in den letzten 20 Jahren für uns grundlegend ge- ändert, denn wir haben immer einfa- che und klare Baukörper realisiert“, erklärt Kaufmann, „Vorarlberg ist meiner Meinung nach der Vorreiter des energieeffizienten Bauens. Die Vorarlberger Architektur zeigte sich immer schon in einfachen, klaren, kompakten und rationellen Bauten.

Architektur zeigte sich immer schon in einfachen, klaren, kompakten und rationellen Bauten. www.mikado-online.de 15

IGNACIo MARTINEZ

BÜRo KAUFMANN

T T

1

1

IGNACIo MARTINEZ BÜRo KAUFMANN T T 1 1 Thema des Monats Zukunft Holzbau Das entspricht der

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Das entspricht der dort gewachsenen Bautradition und das hat sehr gut mit dem Passivhaus-Gedanken zusam- mengepasst“, resümiert er. Die gestiegenen energetischen An- forderungen hätten gut in die kom- pakte Formensprache integriert wer- den können und stellten daher keine besonders schwierigen Herausforde- rungen dar. Man hätte sich lediglich noch um die Verbesserung der Ge- bäudehülle und die Integration der Lüftung kümmern müssen.

und die Integration der Lüftung kümmern müssen. ▴ Kaufmanns Merhrfamilien- haus Ölzbündt leitete 1997

Kaufmanns

Merhrfamilien-

haus Ölzbündt leitete 1997 den elementierten Holzbau ein

Vorgefertigte

Elemente

charakterisierten

die Baustelle

Das Holzbau- system, das in Ölzbündt zum Einsatz kam, fand nicht den Weg in den Wohnungs- markt

Wirtschaftlichkeit:

Bauen mit System

Kaufmanns Büro hat vor fast 20 Jah- ren begonnen, über Holzbausyste- me nachzudenken und bereits 1997 das mehrgeschossige Wohngebäude „Ölzbündt“ in Dornbirn fertiggestellt. Das Passivhaus leitete den Beginn ei- nes elementierten Holzbaus ein. „Mit diesem Objekt verbanden wir den Traum, dass man den Holzbau sys- tematisieren kann auch für Bauten,

die in größerer Anzahl erstellt wer- den sollten, wie z. B. Wohnbauten“, erklärt Kaufmann. „Wir hatten da- mals ein praktikables Baukastensys- tem entwickelt, das jedoch nie in grö- ßerer Serie verwirklicht wurde.“ Den Grund dafür sieht Kaufmann darin, dass das Bauen in Europa sehr klein strukturiert ist, besonders was die Abwicklung betrifft: Es gibt den örtlichen Architekten, den örtlichen Bauträger, den örtlichen Generalun- ternehmer. Diese Teams wickeln die Bauten ab. Daher gibt es keinen offe- nen Markt für Systeme. „Mit System- bauten in den Markt hineinzukom- men ist fast unmöglich. Das haben wir unterschätzt. In Österreich ist der Wohnbaumarkt, für den diese Systeme gedacht waren, viel kleiner als in Deutschland“, sagt er heute. Kaufmann erläutert: „Die Architek- ten wollen das Bauen immer wieder neu erfinden. Das ist ja grundsätz- lich nicht schlecht, aber das steht dem Gedanken einer Systematisie- rung entgegen. Unter einem Bau- system verstehe ich ein aufeinander abgestimmtes System von konstruk- tiven und raumbildenden Elementen, die unter festgelegten Prinzipien in- einandergefügt werden können. Ein Brettsperrholzelement ist für mich noch kein System, es ist ein Pro- dukt. Wirtschaftlich interessant wird ein System erst bei entsprechender Stückzahl.“

ist ein Pro- dukt. Wirtschaftlich interessant wird ein System erst bei entsprechender Stückzahl.“ 16 mikado 7.2013

BRUNo KLoMFAR

BRUNo KLoMFAR Thema des Monats Zukunft Holzbau Wohnbau: Holz in der Stadt 1998 arbeitete Kaufmann das

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Wohnbau: Holz in der Stadt

1998 arbeitete Kaufmann das System Ölzbündt für eine mehrgeschossige Wohnanlage in Wolfurt auf die Di- mensionen des örtlichen Zimmerer- Betriebes um. „Die heimischen Wohn- bauträger wollten nur Leistungen ausschreiben, die jeder Zimmermann

Die Wohnanlage Mühleweg entstand 2006 in Wien. Sie blieb eines der wenigen Holz-Großobjekte in dieser Stadt

anbieten kann“, sagt Kaufmann. „Das Wohnprojekt Mühlweg in Wien, ein sozialer Wohnbau mit 90 Wohnein- heiten, wurde 2006 fertiggestellt. Das Besondere daran war, dass die Stadt Wien als Auftraggeber dem Holzbau in der Stadt durch ein sehr großes Projekt mit fast 300 Wohneinheiten auf die Sprünge helfen wollte. Ich

11 0672-CPD-I 90
11
0672-CPD-I
90

hatte damals das Gefühl, beim Be- ginn einer neuen Entwicklung da- bei zu sein. Leider ist bis dato kein nennenswerter Trend entstanden, wie beispielsweise in Zürich, wo im öf- fentlichen Wohnungsbau vermehrt auf Holz gesetzt wird, aufgrund des Bekenntnisses zur 2000-Watt-Gesell- schaft“, erläutert Kaufmann.

90 Minuten Feuerwiderstand

LIGNATUR trägt über grosse Spannweiten

erreicht einen Feuerwiderstand REI90 mit Europäisch Technischer Zulassung

überzeugt das Auge mit sichtbaren Holzoberflächen

dämmt mit silence 12 die tiefen Töne

verwandelt mit Absorbern den Raum in einen Konzertsaal

ist mit einem DGNB-vorzertifizierten Bürobau auf Goldkurs

mit einem DGNB-vorzertifizierten Bürobau auf Goldkurs Interessiert? Rufen Sie uns an. +41 (0)71 353 04 10

Interessiert? Rufen Sie uns an. +41 (0)71 353 04 10 www.lignatur.ch

T T

1

1

T T 1 1 Thema des Monats Zukunft Holzbau Aktueller Schwerpunkt: Systeme mit Zukunft Den aktuellen

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Aktueller Schwerpunkt:

Systeme mit Zukunft

Den aktuellen Schwerpunkt sieht Kaufmann im systematisierten und elementierten Holzbau, der sich in der Vergangenheit leider nicht so stark wie gewünscht verbreitet hat. Pilotprojekt ist der LifeCycleTower (LCT) – der als achtgeschossiges Bü- rogebäude in Dornbirn realisiert wurde (www.hausderzukunft.at). Im Zentrum geht es um ein Holzfertig- teil-Baukastensystem zur Errichtung energieeffizienter Büro(hoch)häuser mit bis zu 20 Geschossen, das sowohl nachhaltig ist, als auch Kostensicher- heit während des gesamten Lebens- zyklus bietet. Hinter der Entwicklung steht mit RhombergBau ein Großun- ternehmen, das aus dem Massivbau kommt und gemerkt hat, dass ein Umdenken in der Bauindustrie in Be- zug auf Umweltentlastung notwen- dig ist, und zudem einen internatio- nalen Markt im Fokus hat.

Integrale Planung:

Zusammen zum Ziel

Aktuell plant Kaufmann gemeinsam mit dem Münchner Architekt Flori- an Nagler ein großes Gymnasium in Diedorf bei Augsburg in Holzbau- weise. „Dort haben wir den Auftrag zusammen mit einem integralen Pla- nungsteam erhalten. Das Team ist von vornherein bekannt und arbei- tet seit der Entwurfsphase permanent zusammen. Das war möglich, weil das Projekt – gefördert durch die Deut- sche Bundesstiftung Umwelt – als Forschungsprojekt gilt, womit eine direkte Vergabe an das Planungsteam möglich war. Dabei sollen Erkennt- nisse gewonnen werden bezüglich des integralen Planungsprozesses, der Umsetzbarkeit des Plusenergie- standards, der architektonischen und typologischen Konsequenzen eines neuen pädagogischen Konzeptes, der Sommertauglichkeit des Holz- baus und der Materialwahl aufgrund

Der LifeCycle- Tower in Dornbirn, 2012

fertiggestellt, setzt auf ein neues

Holzfertigteil-

Baukasten-

system, das

international

vermarktet

werden soll

BÜRo KAUFMANN
BÜRo KAUFMANN

der Vermeidung von Risikostoffen. Auch soll erforscht werden, wie der integrale Planungsprozess kompati- bel mit dem öffentlichen Vergabe- wesen gemacht werden könnte. Die immer höher werdenden Anforde- rungen an unsere Gebäude können nur mehr durch neue Planungspro- zesse und durch einen veränderten Bauprozess in Form eines wesentlich höheren Vorfertigungsgrades erreicht werden“, erklärt Kaufmann.

Großes Ziel: Kleiner Rucksack

Das Gemeindezentrum in Ludesch wurde 2005 mit einem ähnlichen An- satz wie in Diedorf bearbeitet. Auch dort wollten die Planer den ökologi- schen Rucksack so gering wie mög- lich halten. Heute gilt das Gemeinde- zentrum als Vorbild für öffentliches Bauen in Vorarlberg. Dort haben nicht die Kosten, sondern das ge- wünschte Ergebnis die Rolle gespielt.

Jörg Pfäffinger, Volkertshausen

THoMAS KNAPP, BÜRo KAUFMANN

BÜRo KAUFMANN

BÜRo KAUFMANN

THoMAS KNAPP, BÜRo KAUFMANN BÜRo KAUFMANN BÜRo KAUFMANN Thema des Monats Zukunft Holzbau ▴ Die IZM

Thema des Monats Zukunft Holzbau

KAUFMANN BÜRo KAUFMANN Thema des Monats Zukunft Holzbau ▴ Die IZM Illwerke in Rotund sind noch
KAUFMANN BÜRo KAUFMANN Thema des Monats Zukunft Holzbau ▴ Die IZM Illwerke in Rotund sind noch

Die IZM Illwerke in Rotund sind noch im Bau, es entstehen dort 10 000 m² Bürofläche mit standardisierten Holzelementen

◂▴ Das Gymnasium in Diedorf bei Augsburg ist ein Forschungsprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Hier war ein integrales Planungsteam möglich

T 1

T 1 Thema des Monats Zukunft Holzbau Interview „ Fit machen für systemisches Bauen“ „Ich bin

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Interview

Fit machen für systemisches Bauen“

„Ich bin überzeugt davon, dass größere objekte in Holz verstärkt nachgefragt wer- den“, startet Hermann Kaufmann in das Interview, „Die Branche muss sich fit machen für systemisches Bauen, um die wirtschaftlichen Anforderungen einhalten zu können.“

die wirtschaftlichen Anforderungen einhalten zu können.“ H olz kann nie mit Billigbauwei- sen konkurrieren: Einen

H olz kann nie mit Billigbauwei- sen konkurrieren: Einen Wohn-

bau in Massivbauweise mit WDVS und Plastikfenstern kann man nicht billiger erstellen. Aber bei der Forde- rung nach ökologischem Bauen, ge- paart mit hohem architektonischem Anspruch, sowie nicht zuletzt nach einem sinnlichen Anspruch an die Materialisierung – da kann das Holz mithalten, auch wenn es etwas mehr kostet. Kaufmanns Wunsch an die Zukunft ist, dass die Gesellschaft er- kennt, dass Bauen etwas Langfristi- ges ist und dass Investitionen in ein Gebäude sich auch danach richten müssen, auch wenn es anfänglich etwas teurer ist.

mikado: Herr Kaufmann, ist Holz der Baustoff der Zukunft? Kaufmann: „Wir müssen an un- sere Enkel denken und was sie mit dem heute verwendeten Baumateri- al anfangen werden. Holz kann man

verwendeten Baumateri- al anfangen werden. Holz kann man nachwachsenden Rohstoffe sind mei- ner Meinung nach noch

nachwachsenden Rohstoffe sind mei- ner Meinung nach noch nicht rich- tig bewertet im Vergleich zu anderen Baustoffen. Da wartet noch einige Arbeit bei den zuständigen Gremien auf die Branche.“

Prof. Hermann Kaufmann im Gespräch mit mikado-Autor Jörg Pfäffinger

„Die Nachfrage nach Holz im Bauwesen steigt deutlich.“

wiederverwenden oder es zumindest thermisch verwerten. In der Zukunft wird das Thema der nachwachsenden Rohstoffe immer stärker in den Fokus rücken. Das haben wir mit unserer Ausstellung „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ bereits thematisiert. Die Bewertung von Holz im Zusam- menhang mit der Nachhaltigkeit ist leider von Lobbyarbeit abhängig. Die wird von anderen Materiallob- bys professioneller bedient und be- herrscht. Holz und grundsätzlich alle

Die Angebote auf dem Holzbaumarkt sind sehr vielseitig. Wie verschafft man sich hier den Durchblick? „Auch mit viel Erfahrung ist es schwierig, im Holzbau einen Über- blick über die vielfältigen techni- schen Möglichkeiten zu erlangen. Es gibt zu viele unterschiedliche Pro- dukte und Materialien. Wenn man etwas fertig geplant hat, sagt einem oft das beauftragte Holzbauunter- nehmen, dass es das aber lieber an- ders ausführen möchte. Das bedeutet

oft, dass wir mit der Planung neu be- ginnen müssen. Das Problem beim Holzbau ist, dass wir zu wenig stan- dardisierte Systeme und Lösungen haben, um hohe Planungssicherheit zu gewährleisten.“

Es gibt doch aber Lösungen, die bereits zum Einsatz kamen? „Es gibt nach wie vor zu wenig stan- dardisierte Elemente, die Planungssi- cherheit für den Architekten und die Behörden bieten. Die Lösungen, die es gibt, sind an Firmen gebunden, die die Produkte für sich gesichert haben. Jeder Zimmermann und jede Holzbaufirma entwickelt ihre eige- nen Ausführungsdetails. Schauen Sie sich das Brettsperrholz an: Jede Fir- ma hat eigene Dimensionen und ei- gene Schichtaufbauten. Es kann sein, dass man ein Projekt, das mit einem bestimmten Brettsperrholztyp entwi- ckelt wurde, umplanen muss, wenn ein anderer Hersteller den Auftrag bekommt. So etwas passiert beim Be- ton nie. Das zeigt die aktuelle Pro- blematik des Holzbaus. Alles in al- lem fehlt dem Holz die Leitindustrie, die wie bei anderen Baustoffen alles koordiniert und Geld für Forschung und gemeinsame Information und Lobbyarbeit bereitstellt.“

In der Baubranche gibt es diverse Öko- Labels. Was halten Sie davon? „Die Politik hat die Energiewende be- schlossen. Sie wird auch eine Roh- stoffwende beschließen müssen und sie wird stärker in das Thema „Graue Energie“ eingreifen. Das ist die Chan- ce für verstärkten Holzeinsatz. Das Problem der bestehenden Zertifika- te ist, dass eine Vielzahl an Kriteri- en miteinander verglichen werden

Thema des Monats Zukunft Holzbau und es somit darauf ankommt, wie die Gewichtung vorgenommen wird.

Thema des Monats Zukunft Holzbau

und es somit darauf ankommt, wie die Gewichtung vorgenommen wird. Derzeit hat das Bauen mit nachwach- senden Rohstoffen viel zu wenig Ein- fluss auf das Gesamtergebnis. Es gibt viele zertifizierte Gebäude, die mich in Sachen Nachhaltigkeit nicht über- zeugen, daher stehe ich diesem The- ma sehr skeptisch gegenüber.“

Ist die Passivhaus-Technologie heute noch praxistauglich? „Ich bin im Laufe meiner Planungs- und Baupraxis vorsichtiger gewor- den, wenn es um das Thema der kon- trollierten Passivhaus-Lüftung geht. Sie zieht gerade bei großen Gebäu- den eine sehr komplexe Technik nach sich, die oft schwer zu handhaben ist. Dabei entpuppt sich die Steue- rung derartiger Systeme als großer Schwachpunkt. Die Tatsache, dass die wenigsten Bauten halten, was sie versprechen, macht hellhörig. Wahr- scheinlich ist die Herausforderung für die Zukunft, Ideen zu entwickeln, um von aufwendiger Technik wieder et- was wegzukommen. Für mich wäre das z. B. ein Passivhausstandard ohne Lüftungsanlage, also mit natürlicher Belüftung. Natürlich bleibt die Be- heizbarkeit von Gebäuden eine große zukünftige Herausforderung.“

Thema integrale Planung – sind wir heute weiter? „Die integrale Planung ist ein The- ma, das mit den derzeitigen Verga- besituationen nicht übereinstimmt. Bei öffentlichen Bauten wird vieles über Wettbewerbe vergeben. Dabei erhält ein Architekt mit einem weit ausgearbeiteten Projekt, das meist ohne integrales Planungsteam ent- wickelt werden konnte, den Auftrag. Erst danach wird das Planungsteam vollständig gebildet und alle müssen sich jetzt an dem bestehenden Kon- zept abmühen und es im schlimmsten Fall reparieren. Das ist ineffizient und führt zu den bekannten Frustrationen in der Planungsphase. Wenn dann in diesem Team aus Kostengründen noch Sonderplaner dazukommen, die unqualifiziert sind – was leider all- zu oft passiert –, dann kann sich je- der erklären, warum so viele Bauten misslingen.“

Herr Kaufmann, wie lautet Ihr Statement für die Zukunft? „Wir haben jetzt 15 Jahre über Ener- giesparen nachgedacht, die nächs- ten 20 Jahre werden von der Frage der Rohstoffe beherrscht werden. Es kommt die Rohstoffwende. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir ge- nügend Holz für unsere Bauaufgaben

bekommen. Es gibt europaweit einige gute Holzbaufirmen, aber leider auch solche, denen es nur um den schnel- len Profit geht. Die liefern schlechte Qualität und erweisen dem Holzbau damit einen Bärendienst. Das habe ich erlebt und es macht mir Sorgen. Auch sehe ich, dass uns die Nach- frage möglicherweise überrollen

„Dem Holz fehlt die Leitindustrie.“

besitzen. Es ist nicht intelligent, das Holz zu verbrennen. Die Nachfrage nach Holz im Bauwesen steigt deut- lich. Daraus ergibt sich ein riesiges Potenzial für den Holzbau. Wir merken aber auch, dass wir, wenn wir größere Objekte am Markt ausschreiben, zu wenige Angebote erhalten. Ein Beispiel ist die Behin- dertenwerkstätte in Landsberg, wo von zwölf vorangefragten eingela- denen Holzbauern nur zwei ein An- gebot abgegeben haben. Es gibt für derartige Größenordnungen offen- sichtlich nicht ausreichend Kapazi- tät. Es kann aber auch daran liegen, dass die Firmen zu wenig Vorlaufzeit

aber auch daran liegen, dass die Firmen zu wenig Vorlaufzeit Hermann Kaufmann wird – und das

Hermann Kaufmann

wird – und das ist gefährlich. Fir- men, die sich auf größere Projek- te vorbereitet haben, werden viel zu tun bekommen, ebenso Architekten und Ingenieure, die den Holzbau be- herrschen. Entscheidend für die nächsten Jahrzehnte wird aber sein, wie wir es schaffen, unsere bestehenden Bau- ten zu ertüchtigen, zu reparieren und zu revitalisieren. Da wird der größ- te Markt entstehen, da lohnt es sich, neue Konzepte mit nachwachsenden Rohstoffen zu entwickeln.“

Prof. Kaufmann, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Univ. Prof. DI Hermann Kaufmann wurde 1955 als Sohn einer alten Vorarlberger Zimmermannsfamilie geboren: Vater und Großvater hat- ten Zimmereibetriebe. Sein Großonkel war Gründer der Kaufmann Holz AG. Schon in jungen Jahren arbeitete Hermann Kaufmann in den

Ferien im elterlichen Betrieb. Nach der Matura folgte ein Architektur- studium an der TH in Innsbruck. Nach zahlreichen Ferienpraktika beim onkel Arch. Leopold Kaufmann absolvierte er 1978 bis 1982 ein Archi- tekturstudium an der TU in Wien. Nach seiner zweijährigen Tätigkeit

im Büro bei Prof. Dr. Dipl.-Ing. Arch. Ernst Hiesmayer in Wien gründete

Kaufmann 1983 sein eigenes Architektur-Büro mit Dipl.-Ing. Christian

Lenz in Schwarzach. Es folgte eine zeitweilige Bürogemeinschaft mit

DI Helmut Dietrich. Im Wintersemester 1995/96 war er als Dozent für

Holzbau an der Lichtensteinischen Ingenieurschule und im Sommerse- mester 1998 unterrichtete er als Gastprofessor an der TU Graz am Institut für Hochbau und Entwerfen. Im April 2000 war er Gastprofessor an der Universität Ljubliana und seit 2002 ist Kaufmann Professor an der TU München, Institut für Entwerfen und Bautechnik, Fachgebiet Holzbau.

Hermann Kaufmann hat zahlreiche richtungsweisende Holzbauten geplant und für seine Arbeiten 28 Preise gewonnen, darunter mehrmals den Vorarlberger Holzbaupreis, den Bayerischen Holzbaupreis 2010, den Staatspreis Architektur 2010 / Industrie und Gewerbe und den best archi- tects award (jew. 2008 und 2009). Der Ruf Vorarlbergs als Zentrum des Neuen Bauens wurde von Hermann Kaufmann maßgeblich mitgeschaffen.

T 2

T 2 Thema des Monats Zukunft Holzbau Tragwerke Auf die Präzision kommt es an Holz effizient

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Tragwerke

Auf die Präzision kommt es an

Holz effizient zu verarbeiten heißt, Verantwortung zu übernehmen. Hermann Blumer erzählt von der Entwicklung des konstruktiven Holzbaus, wie er den konstruktiven Holzbau einschätzt und welche Visionen er hat.

Holzbau einschätzt und welche Visionen er hat. ▴ Ausgereifte SJB.KEMPTER.FITZE AG Maschinen- technologie
▴ Ausgereifte SJB.KEMPTER.FITZE AG
▴ Ausgereifte
SJB.KEMPTER.FITZE AG

Maschinen-

technologie macht Bauwerke wie das Museum Centre Pompidou in Metz möglich

HERMANN BLUMER

HERMANN BLUMER

HERMANN BLUMER HERMANN BLUMER Thema des Monats Zukunft Holzbau W enn Hermann Blumer über die Entwicklung

Thema des Monats Zukunft Holzbau

W enn Hermann Blumer über die Entwicklung des konstrukti-

ven Holzbaus in den vergangenen

20 Jahren spricht, begibt er sich auf

eine rasante Fahrt durch die Tech- nik. Bereits 1984 hat er mit seinem Team die erste 3-Achsen-CNC-ge- steuerte BSB-Bohrmaschine gebaut. Das war der Anstoß für die Weiter- entwicklung einer 5-Achsen-Anla- ge, die 1991 als Lignamatik auf den Markt kam. „Damit konnten wir den Abbund effizienter gestalten. Wenn man vorwärts kommt, hat es meis- tens mit Technologie zu tun: Erst muss man etwas an den Werkzeu- gen verändern, damit das, was man im Kopf hat, realisiert werden kann. Das Entscheidende ist das Werkzeug“, sagt Blumer. Für die Holzbearbeitung galt damals, dass man sie nicht ex- akt ausführen konnte, weil das Holz nicht exakt genug war.

Exakte Holzbautradition

Dabei, sagt Blumer, habe der europä- ische Holzbau im 18. und 19. Jahr- hundert eine hohe Exaktheit gehabt, weil die Ausführenden ihr Handwerk beherrscht hätten. Doch vor allem nach dem 2. Weltkrieg sei die „Holz- murkszeit“ eingekehrt, meint der ge- lernte Zimmermann: „Das war der Kriechgang des konstruktiven Holz- baus. Auch die erste Entwicklung des Brettschichtholzes verlief wenig prä- zise, denn die Verbindungstechnik er- schien mir klobig“, sagt Blumer und weist darauf hin, dass sogar schon der traditionelle koreanische und ja- panische Massivholzbau vorbildlich genau gefügt gewesen sei.

Brettschichtholz löst Massivholz ab

Doch zurück zum Anfang der 1990er- Jahre. „Vorher war alles Handarbeit und jetzt kamen die ersten Ansätze der mechanischen exakten Bearbei- tung“, erinnert sich Hermann Blu- mer, wenn er nach den vergangenen

20 Jahren des konstruktiven Holz-

baus gefragt wird. Dabei bezeichnet er das „Vorher“ als vor 1990, bevor

er den „Blumer-System-Binder“ BSB entwickelt hatte.

Das Freizeitbad in Abtwil ist das erste Tragwerk, das Blumer mit Brettschichtholz gefertigt hat

Der Holzbau des 18. und 19. Jahrhunderts war sehr exakt ausgeführt

des 18. und 19. Jahrhunderts war sehr exakt ausgeführt Abtwil, dessen geschwungenes und hoch belastetes

Abtwil, dessen geschwungenes und hoch belastetes Fachwerktrag- werk ein räumlich geformtes Dach ergab, war für Blumer das Schlüs- selobjekt, das stark ausgestrahlt hat. Für das Tragwerk des Freizeitbades wurde alles in Brettschichtholz ge- fertigt – und nicht aus Massivholz, denn dieses hatte sich damals, erzählt Blumer, als unzuverlässig erwiesen. „Die neuen Verbindungen waren viel besser. Prof. Ernst Gehri – damals Oberassistent an der ETH (Eidgenös- sische Technische Hochschule) – sag- te, dass Konstruktionen wie in Abt- wil mit traditionellen Verbindungen in dieser Größenordnung gar nicht mehr möglich seien. Die tradierten Massivholzverbindungen hielten sich zwar noch lange, aber nicht mehr im

hielten sich zwar noch lange, aber nicht mehr im effizienten, konstruktiven Holzbau dieser

effizienten, konstruktiven Holzbau dieser Größenordnung“, führt Bau- ingenieur Blumer aus. Die bis da- hin gängigen Verbindungstechnolo- gien wie Nagelplatten, Bauschrauben oder Ringdübelverbindungen berei- teten den Holzbauern oft Schwierig- keiten. Der Aufwand für die Anferti- gung der Zeichnungen der statischen Berechnungen und Festigkeitsnach- weise war unwirtschaftlich hoch.

CNC erobert Abbundhallen

Blumer war bei der Datentechnologie von Anfang an dabei: Für das erste CNC-Programm programmierte er ei- nen Teil der Maschinenansteuerung selbst. Um die Ausführbarkeit für den Computer zu vereinfachen, blieb er bei denselben Stiftdurchmessern bzw. Stabdübelstärken mit variabler Län- ge, abgestimmt auf die Holzstärke. Er bevorzugte relativ dünne Stabdübel mit 6,3 mm Durchmesser, die dadurch immer denselben Abstand zueinander aufwiesen bzw. gleiche Lochbilder er- gaben. Die Kraftübertragung erfolg- te über gestanzte Knotenplatten von 5 mm Stärke in Stahl. Dazu wurden mit einem Multibohrkopf die Löcher ins Holz gebohrt und die vorgestanz- ten passenden Stahlbleche in Schlit- ze der Holzstäbe eingebracht. „Ich wollte, dass die Verbindung auf den Zehntelmillimeter passt. Dazu muss- ten wir eine neue Bohrtechnik ent- wickeln, mit hochtourigen Bohrern und eigens konzipierten Bohrspitzen.

ALLE BILDER DIESER SEITE: BLUMER LEHMANN AG

T 2

▴▸ 2005 erhielt die Präzisions- fertigung bei Blumer einen neuen Schub:

Er lernte den japanischen Star-Architekten Shigeru Ban kennen

„Das richtige Werkzeug ist entscheidend für die Realisierung.“

Mit ihm zusammen ent- wickelte Blumer das Trag- werk für das Golfhotel im süd- koreanischen yeoju

Trag- werk für das Golfhotel im süd- koreanischen yeoju Thema des Monats Zukunft Holzbau Die Bohrer

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Die Bohrer sind beim Einstechen ex- akt geführt. Gebohrt wird von bei- den Seiten des Holzes“, erklärt er. „Letztendlich konnten wir auf diese Weise ein ganzes Tragwerk in einer halben Stunde projektieren und die Daten auf die Maschine übertragen. Zusätzlich wurde das Holz mit Sen- soren und Abtastvorrichtungen ein- gemessen. Dort, wo die Bundkan- te ist, befindet sich der Reißboden“, erinnert sich Blumer, „von dort aus wird gearbeitet und wenn man im- mer von der gleichen Stelle ausgeht, wird es exakt. Auch bei den späteren Freiformen ist es dann ganz einfach. Man hat einen Reißboden, der in diesem Fall nicht mehr flach verläuft, und man

beiden diskutierten die damals neue Technologie eines CNC-gesteuerten Bearbeitungsarmes, der die Werkzeu- ge heranholt und das Holz von al- len Seiten bearbeitet, bohrt, schnei- det, schnitzt. „Auf der Rückfahrt von Hannover haben wir in Krüsis neuem Pkw auf der Autobahn mit manchmal bis zu 240 km/h in etwa sechs Stun- den die Lignamatik in den Grund- zügen konstruiert. Dabei kam uns der Geschwindigkeitsrausch durch- aus entgegen“, erinnert sich Blumer schmunzelnd. Die Maschine wurde mit entspre- chender Ansteuerungstechnik tat- sächlich gebaut. Sie ist auch heute noch aktuell und wird weiterent- wickelt. Blumers bahnbrechende

aktuell und wird weiterent- wickelt. Blumers bahnbrechende arbeitet mathematisch und hoch prä- zise aus diesem Bereich

arbeitet mathematisch und hoch prä- zise aus diesem Bereich heraus. Die- se Präzision erstreckt sich über die ganzen Bauabmessungen“, geht er ins Detail. Die 1991 realisierte CNC-Maschi- ne ist noch im Betrieb: Sie ist noch im Blumer-Standort Waldstatt (Ap- penzell) im Einsatz, und zwar bei der Firma Lignatur. Mitte der 1990er-Jahre traf Blumer auf der Hannovermesse auf Fritz Krü- si von dem gleichnamigen Schwei- zer Maschinenbau-Unternehmen. Die

Projekte in Metz und Korea sind alle auf dieser Maschine entstanden. Ab 1994 kam die Maschine in ähnlicher Form in anderen Betrieben für den CNC-Abbund immer öfter zum Ein- satz. 2005 erhielt die Präzisionsferti- gung bei Blumer einen neuen Schub:

Er lernte den japanischen Star-Archi- tekten Shigeru Ban kennen, mit dem er bis heute eng zusammenarbeitet. Dabei gingen Bans Architektur der Freiformen und Blumers CNC-Fer- tigung der Verbindungstechnologie eine spezielle Symbiose ein.

DIE WÄRMEDÄMMPLATTE DIE ES IN SICH HAT: AGEPAN ® THD STATIC Aussteifend Stabil Mittragend Ausgezeichnet
DIE WÄRMEDÄMMPLATTE DIE ES IN SICH HAT:
AGEPAN ® THD STATIC
Aussteifend
Stabil
Mittragend
Ausgezeichnet
mit dem
Schweighofer Preis!
GLUNZ
AG
Meppen
Z-9.1-725
Einfach, schnell und aussteifend. Als „Wärmedämmplatte, die mitträgt“ ist die
AGEPAN ® THD Static ein echtes Multitalent bei der Planung und Verarbeitung.
Ihr asymmetrisches Rohdichteprofil sorgt für außergewöhnlich hohe Stabilität
beim Einsatz in Dächern und Wänden.
hohe Stabilität beim Einsatz in Dächern und Wänden. AGEPAN ® SYSTEM c/o Glunz AG · Grecostraße
hohe Stabilität beim Einsatz in Dächern und Wänden. AGEPAN ® SYSTEM c/o Glunz AG · Grecostraße

AGEPAN ® SYSTEM c/o Glunz AG · Grecostraße 1 · D 49716 Meppen Tel. +49 (0) 3900 3 . 97412 · Fax +49 (0) 3900 3 . 9733 0 info@agepan.de · www.agepan.de

D 49716 Meppen Tel. +49 ( 0 ) 3900 3 . 97412 · Fax +49 (
D 49716 Meppen Tel. +49 ( 0 ) 3900 3 . 97412 · Fax +49 (
D 49716 Meppen Tel. +49 ( 0 ) 3900 3 . 97412 · Fax +49 (

TAMEDIA

BLUMER-LEHMANN AG

T T

2

2

TAMEDIA BLUMER-LEHMANN AG T T 2 2 Thema des Monats Zukunft Holzbau ▴ Neubau der Tamedia

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Neubau der Tamedia in Zürich

Zurück zu den Wurzeln mit der Technologie von heute

Shigeru Ban möchte zurück zu den Wurzeln des Holzbaus. Sichtbares Er- gebnis dafür ist der Neubau der Ta- media in Zürich, der im Sommer des Jahres bezogen wird. Das Bürohaus der Tamedia in Zürich besitzt eine vollkommen transparente Außen- haut aus Glas und innen ein sicht- bares Tragwerk aus Holz, das ohne Schrauben und Nägel zusammenge- steckt ist. „Heute sind wir mit unse- ren Technologien bei den Wurzeln

Das hölzerne Tragwerk des Tamedia-Neubaus bleibt komplett sichtbar

Der Regelknoten besteht aus einer durchlau- fenden Stütze zwischen zwei Zangen

aus einer durchlau- fenden Stütze zwischen zwei Zangen des Holzbaus ca. im 19. Jahrhun- dert angekommen.

des Holzbaus ca. im 19. Jahrhun- dert angekommen. Dazu kommen die aktuellen Freiformen, die wir heu- te dank grafischer Zeichenprogram- me und Berechnungsmöglichkeiten planen können. Es ist damit rela- tiv einfach geworden, Derartiges zu konstruieren“, sagt Blumer. Man sei mit dem Holzbau jetzt wieder dort, wo er als „Solitär glänzt“, aber dank der Technologie auch als „Partner auf Augenhöhe“ von Stahl und Be- ton wirken kann – auch in Bezug auf die Dauerhaftigkeit. Grundlage dafür sei die einzigartige Präzision

JÖRG PFäFFINGER
JÖRG PFäFFINGER

des konstruktiven Holzbaus. „Das hat weder der konstruktive Stahlbau noch der Massivbau im Moment zu bieten. Mit dieser Präzision hat der Holzbau jetzt ganz andere Perspek- tiven“, ist sich Blumer sicher. Und deswegen sei auch der mehrgeschos- sige Wohnbau in Holz – auch dank der offeneren Brandvorschriften und Entwicklungen bei den Schalldäm- mungen in den Decken – auf dem Vormarsch. Besonders die öffentli- chen Wohnbauunternehmen in der Schweiz favorisieren den Holzbau derzeit. Dass es mit Holz hoch hinaus geht, sieht er auch am 100 m hohen und damit weltweit höchsten Holz- aussichtsturm auf dem Berg Pyrami- denkogel in Kärnten.

In Holz denken lernen

Es geht Blumer beim Holzbau heu- te mehr um Themen wie Dauerhaf- tigkeit, Brandschutz, Schallschutz, Wärmedämmung – statisch und von der Festigkeit und der Schwingungs- anfälligkeit her sei das Material so leistungsfähig wie Stahl und Beton. Zusätzlich seien neu auf den Markt gekommene Holzwerkstoffe als Bal- ken und Platten dank industrieller Fertigung heute ein wesentlicher

BAUGENoSSENSCHAFT ZURLINDEN

BAUGENoSSENSCHAFT ZURLINDEN Thema des Monats Zukunft Holzbau JÖRG PFäFFINGER Bestandteil des modernen Holzbaus. „Die

Thema des Monats Zukunft Holzbau

JÖRG PFäFFINGER
JÖRG PFäFFINGER

Bestandteil des modernen Holzbaus. „Die Holzwerkstoffe Brettsperrholz, Brettschichtholz, Massivplatten und Mehrschichtplatten sind bald so kos- tengünstig wie Massivholz. Wenn man alles überdenkt, wird es mit die- sen formstabilen Baustoffen einfa- cher, exakt und dadurch wirtschaft- licher zu bauen als mit dem früher oft erst auf dem Bau nachtrocknen- den Massivholz. Ich habe es schon in den 1980er-Jahren vorausgesagt, dass diese Holzwerkstoffe einen Sie- geszug antreten werden. Und da- von sind wir heute nicht mehr weit

▴▸ Holz anstatt Beton:

Bei Topwall übernehmen die 10 cm dicken Holzbohlen als Außen- bzw. Innenwand eine Tragfunktion

Holzbohlen als Außen- bzw. Innenwand eine Tragfunktion entfernt. Parallel dazu gibt es Bewe- gungen „zurück zu

entfernt. Parallel dazu gibt es Bewe- gungen „zurück zu den Wurzeln“, also z. B. zum Blockbau. Das halte ich durchaus für richtig, denn damals waren diese Verfahren ja auch sehr gut. Eine Handvoll Unternehmen in Europa beherrschen diese Technolo- gien noch, auch wenn die damalige Handwerkskunst nur noch vereinzelt anzutreffen ist. Aber sie wird wieder- kommen, denn die jungen Leute ler- nen wieder das Denken und Hand- werken mit Holz. Das Wandsystem Topwall ist ein Schritt in diese Rich- tung – heute aber mit präziseren,

geraderen Balken, die die Montage erleichtern und beschleunigen. Zum Holzbau gehört eigentlich, dass wir das ganze Spektrum anbieten kön- nen“, sagt er.

Rekordbau in Biel

Und die Arbeit mit Shigeru Ban geht weiter: Der Neubau der Swatch in Biel soll die bisherigen Dimensionen von Freiform-Bauten sprengen. Die Planungen laufen. Mit der Fertig- stellung wird 2016 gerechnet.

Jörg Pfäffinger, Volkertshausen

DACH- UND WANDELEMENTE FÜR WIEDERVERKÄUFER PREISE DACH (18cm ): PREISE WAND (18cm ): ab 26,–
DACH- UND WANDELEMENTE
FÜR WIEDERVERKÄUFER
PREISE DACH (18cm ):
PREISE WAND (18cm ):
ab 26,– € ( einseitig OSB )
ab 55,– € (OSB, Zellulose, DWD)
ab 31,– € ( einseitig OSB )
ab 51,– € ( OSB, Zellulose, DWD)
FH Finnholz GmbH
|
www.fh-finnholz.de
|
Tel: +49(0)5483-7394-0

T 2

T 2 Thema des Monats Zukunft Holzbau Interview „ Unsere Branche muss Neues wagen“ Hermann Blumer

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Interview

Unsere Branche muss Neues wagen“

Hermann Blumer gilt als Pionier des konstruktiven Holzbaus. Der kreative Schweizer sprach mit mikado über den Holzbau und die Sinnsuche in der Gesellschaft und den Holzbau als Droge in der Architektur: Ein Gespräch über den Holzbau in 20 Jahren.

Architektur: Ein Gespräch über den Holzbau in 20 Jahren. mikado: Herr Blumer, wie geht es mit

mikado: Herr Blumer, wie geht es mit dem Holzbau weiter? Blumer: „Unsere Branche muss Neu- es wagen, um sich behaupten zu kön- nen. Der Holzbau könnte zeigen, wie man mit Nachhaltigkeit, Ideen und mit Technologie umgehen kann.“

Wo sitzt der Motor der Entwicklung? „Ich glaube in der gesellschaftlichen Sinnsuche. Jede Gesellschaft hat ir- gendwann das Ressourcenproblem so zu lösen, dass Rohstoffe so eingesetzt werden, dass sie auch für die nächs- ten Generationen nutzbar sind. Und das können wir beim Holz mit sei- ner Nachhaltigkeit voraussehen und berechnen. Und zwar so, dass dieses Gleichgewicht überall auf der Welt herrscht. Die Akzeptanz für den Bau- stoff Holz ist beim Menschen aus- geprägt, dazu müssen Sie nur Kin- dern zusehen, die mit Holzklötzen spielen.“

Ist Holz für den, der damit bauen will, leicht zu beherrschen? „Der Zugang zum Baustoff Holz ist ein anspruchsvoller. Holz ist ein auf den ersten Augenblick schwer be- herrschbarer Stoff. Die heutige prä- zise Fertigungstechnik mit Holz und das Wissen über seine Eigenschaften hat jetzt die Spitze erreicht. Wir ver- fügen über diverse Trümpfe. Was wir dringend benötigen, sind die Fähig- keiten der Praxis. Jetzt müssen wir in die Ausbildung investieren.“

Kommt die heutige Ausbildung dem An- spruch nach? „Ich glaube schon. Es gibt heute sehr viele Handwerker, Architekten und Ingenieure, die aus einer Ausbildung kommen, die Holz in das Zentrum

JÖRG PFäFFINGER
JÖRG PFäFFINGER

stellt. Diese Fachleute fühlen, dass sie die Zukunft vor sich haben.“

Herr Blumer, was sind Ihre Ausblicke und Wünsche für den Holzbau? „Die heutigen Holz-Technologien habe ich ja schon in den Achtziger- jahren vorausgesehen und ich habe mir diese Entwicklung gewünscht. Aber ich kann mein Bild der Zukunft jetzt nicht mehr weiter ausdehnen, denn was ich damals gesehen habe, wird wahrscheinlich auch in 20 Jah- ren nicht sehr viel anders sein. Wo- rüber wir heute noch nicht verfü- gen, ist das versteinerte Holz, also in der Kombination von Silikaten und Holz, von ins Holz eingelagertem Si- lizium. Das würde die Anwendbar- keit des Holzes enorm erhöhen. Es brennt nicht mehr, es wird dauer- haft, es ist weiter gut bearbeitbar. Diese Anpassungen der Fähigkeiten des Holzes und Systeme oder deren Aufarbeitung geschehen möglicher- weise in den nächsten 20 Jahren.

Hermann Blumer im Gespräch mit mikado-Autor Jörg Pfäffinger

Die Architektur ist heute im Auf- bruch zu weiteren Formen mit gro- ßer Kraft, das ist wie ein Spiel, fast wie eine Droge.“

Fällt bei diesen Superformen und Su- perstoffen noch genügend ab für den Serienbau, für den Wohnbau, für das Profane? „Metallische Baustoffe werden bald rarer und teurer. Für mich geht die Rohstofffrage in Richtung Kohlen- stoff- und Siliziumbasis, denn die- se Rohstoffe sind unerschöpflich. Und wenn Silizium und Kohlenstof- fe zusammenkommen, entsteht eine neue Welt. Zum Profanen: Das Sys- tem Topwall für den Wohnbau ist das Einfachste, was es gibt, einfa- cher noch als der Blockbau. Ich sehe überhaupt keine Gefahr für das Pro- fane, ich sehe sogar eine Stärkung des Profanen.“

Herr Blumer, vielen Dank für das inter- essante Gespräch!

Herr Blumer, vielen Dank für das inter- essante Gespräch! Hermann Blumer Hermann Blumer, Dipl. Bauing. ETH/SIA,

Hermann Blumer

Hermann Blumer, Dipl. Bauing. ETH/SIA, absolvierte eine Lehre als Zimmermann in Villars. Danach studierte er Bauingenieurwesen an der ETH Zürich, um später als wissenschaftlicher Assistent am Holz- baulehrstuhl der Universität Karlsruhe zu arbeiten. Seit 1971 ist Blumer Mitglied der Geschäftsleitung im väterlichen Betrieb der Blumer AG in Waldstatt, seit 2003 ist er Geschäftsführungsmitglied von Creation Holz in Herisau. Zu Blumers Referenz- bauten gehören das Centre Pompidou in Metz sowie der yeoju Golf Club. Zu seinen Erfindungen zählen unter anderem die BSB-Verbindungstechnik, Ligna- tur, Topwall und X-Floor.

Keine Angst vor Innendämmung:

Keine Angst vor Innendämmung: TecTem ® vertreibt den Heizkostenhorror. Die neue Innendämmung mit

TecTem ® vertreibt den Heizkostenhorror.

Die neue Innendämmung mit außergewöhnlichen Eigenschaften.

Vergessen Sie die alten Spukgeschichten, die Sie über Innendämmung gehört haben! Denn TecTem ® der KNAUF AQUAPANEL GmbH ist anders. Dieses innovative System zur Innendämmung ist zu 100 % natürlich, mineralisch, faserfrei und kapillaraktiv. Es benötigt keine Dampfbremse und verbindet Top-Dämmwerte mit aktivem Schimmelpilzschutz. Es ist also höchste Zeit, über Innendämmung neu nachzudenken. www.tectem.de

mit aktivem Schimmelpilzschutz. Es ist also höchste Zeit, über Innendämmung neu nachzudenken. www.tectem.de

PLEASUREoFART, ISToCKPHoTo.CoM

T 3

PLEASUREoFART, ISToCKPHoTo.CoM T 3 Thema des Monats Zukunft Holzbau Bauphysik: Brandschutz Holz muss nicht brennen Mit

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Bauphysik: Brandschutz

Holz muss nicht brennen

Mit Holz wurde schon immer gebaut und Holz hat auch schon immer gebrannt:

die Geschichte der Entwicklung von Brandschutzvorschriften im Holzbau in Deutschland.

von Brandschutzvorschriften im Holzbau in Deutschland. WERNER STRÖBELE, KATALoG UND AUSSTELLUNG ZUM STADTJUBILäUM
WERNER STRÖBELE, KATALoG UND AUSSTELLUNG ZUM STADTJUBILäUM „900 JAHRE REUTLINGEN“.
WERNER STRÖBELE, KATALoG UND AUSSTELLUNG ZUM STADTJUBILäUM „900 JAHRE REUTLINGEN“.

H olz – in unseren Breiten fast überall in ausreichendem Maße

verfügbar – kommt mindestens seit der Steinzeit als Baumaterial inten- siv zum Einsatz. Der Holzbau entwi- ckelte sich dabei über Pfahlbauhütten und Blockhausbauten zu Fachwerk- häusern mit Lehmausfachungen. So- wohl Gebäude auf dem Land als auch in den aufstrebenden Städten wurden überwiegend in Holz errichtet.

Holz als Baustoff in der Stadt

Mit dem Wachstum der Städte im Mittelalter stiegen der Platzman- gel und die Gefahr von Stadtbrän- den. Die Gebäude standen dicht an dicht und bestanden zu großen Tei- len aus Holz: Schindeldächer, höl- zerne Giebel, Fachwerkwände. Of- fenes Feuer zum Heizen, Kochen und Beleuchten war in den Häusern

Bild eines Stadtbrands von Reutlingen im Jahre 1726

überall anzutreffen. Menschen lebten auf engstem Raum und waren be- sonderen Bedrohungen und Belästi- gungen ausgesetzt. Brände konnten sich schnell ausbreiten und erfassten Nachbarräume und -gebäude. So ge- hörten Stadtbrände bis ins 19. Jahr- hundert zu den Erfahrungen, die na- hezu jeder Bürger ein oder mehrere Mal im Leben machte.

Maßnahmen gegen den Brand

Bauvorschriften beeinflussten seit früher Zeit besonders den Gebäude- bestand in den Städten. Die Vorkeh- rungen gegen Brände betrafen zu- erst hauptsächlich organisatorische Maßnahmen: Feuerwachen wur- den eingerichtet, die im Brandfall die Bevölkerung mit Feuerhörnern, Pfeifentrommeln oder Gewehrschüs- sen alarmierten; Löschkräfte, Lösch- geräte und Löschwasser wurden vor- gehalten, um ausgebrochene Brände rasch bekämpfen zu können. Vorbeugender – und damit bauli- cher Brandschutz – wurde überwie- gend erst seit dem 18. Jahrhundert in Bauvorschriften festgeschrieben. Sie dienten vor allem der Abwehr von Gefahren: Häuser waren so zu bauen,

30

30

mikado 7.2013

mikado 7.2013

REINHARD EBERL-PACAN

REINHARD EBERL-PACAN Thema des Monats Zukunft Holzbau dass sie nicht einstürzen konnten und einen gewissen Schutz

Thema des Monats Zukunft Holzbau

dass sie nicht einstürzen konnten und einen gewissen Schutz gegen die un- kontrollierte Ausbreitung von Brän- den boten. Neben Schornsteinen und Brandmauern wurden nach und nach Frontwände, Vorbauten und Dach- eindeckungen aus Stein oder Zie- gel statt Holz hergestellt; eine Folge von Brandschutzvorschriften und der zunehmenden Bedeutung der Städ- te, geschuldet auch dem gestiegenen Reichtum der Bürger und ihren Re- präsentationsbedürfnissen.

Holz baut Innenräume

Während Holz in der Außenansicht von Gebäuden zunehmend verdrängt wurde, spielte es im Innenausbau – Decken, Dachstühle, Treppen, Fenster und Türen – weiterhin eine wichtige Rolle. Die Bauordnungen zwischen 1880 und 1900 z.B. in München oder Berlin erlaubten Holzbalkendecken als „Abteilung der Gebäude in Stock- werke“, Wände aus „Fach- oder Rie- gelwerk“ (Holzfachwerk) oder „Holz- bau“ (Block- oder Bretterwände) sowie „nothwendige hölzerne Trep- pen“. Holzbauteile hatten z. B. an ei- ner typischen Mietskaserne – Vor- derhaus, Seitenflügel, Quergebäude mit fünf Geschossen und insgesamt vierzig Wohnungen – des steinernen Berlins aus der Zeit vor 1914 einen Anteil von ca. 20 %.

Stark im Siedlungsbau

Die Situation änderte sich grundle- gend in den 1920er- und 1930er- Jahren: Das Baugeschehen im Woh- nungsbau verlagerte sich aus den Stadtzentren in die Stadtrandgebie- te. Statt mehrgeschossiger Mietska- sernen der Gründerzeit wurden in der Regel zwei- bis dreigeschossi- ge Siedlungsbauten oder Kleinhäu- ser mit Gärten erstellt. Holz spielte bei den repräsentati- ven Großbauten der NS-Zeit keine wesentliche Rolle, gerne wurde je- doch im Siedlungsbau auf den Bau- stoff zurückgegriffen: „Der große Ei- sen- und Stahlverbrauch während der Kriegsjahre 1914 bis 1918 und die Energieknappheit führte im Bauwe- sen zwangsläufig zu einer häufigeren

Verwendung von Holz. (…) Parallel zu dieser Entwicklung errang der Holz- hausbau in der Siedlungsbewegung nach dem Ersten Weltkrieg eine hohe, moderne Qualität, was aber nur durch völlig neue Hausentwicklungen unter Mitwirkung der bekanntesten Archi- tekten möglich wurde. Ein Beispiel ist die Holzhaussiedlung Dresden-Hel- lerau, produziert von den Deutschen Werkstätten Hellerau nach Entwürfen des Architekten Karl Bertsch (1873- 1933). Trotzdem erreichte der Holz- hausbau keine marktrelevante Re- naissance“, schreibt Prof. Dr.-lng. Wolfgang Rug in seinem Rückblick auf 100 Jahre Holzbautechnik aus Anlass von „100 Jahre BDZ“.

1934: Die erste Brandschutznorm

Frühe

Bauvorschriften

aus Zürich,

Einsiedeln, 1400

Früher

Brandschutz:

St. Florian, der Schutzpatron gegen Feuer und Dürre

Das Bauen vor dem 1. Weltkrieg be- ruhte fast ausschließlich auf hand- werklichen Erfahrungen. Mit dem neuen Bauen der 1920er- und 1930er- Jahre hielten die ersten technischen Baubestimmungen (z. B. DIN-Nor- men) Einzug in das Baugeschehen. Die wichtigste Norm für den Brand- schutz, die DIN 4102, wurde 1928 als Entwurf (genauer Titel und Um- fang nicht mehr bekannt) und im August 1934 als Regelwerk vom Reichsarbeitsminister herausgege- ben. Die Norm regelte die Brennbar- keit, den Feuerwiderstand und die Prüfung von Baustoffen und Bau- teilen in drei Teilen und auf sieben Seiten. Baustoffe wurden eingeteilt in nicht brennbar, schwer brennbar

wurden eingeteilt in nicht brennbar, schwer brennbar und brennbar, Bauteile in feuerhem- mend, feuerbeständig

und brennbar, Bauteile in feuerhem- mend, feuerbeständig und hoch feu- erbeständig (DIN 4102:1934-08). Gleichzeitig wurden die Bestim- mungen zum Brandschutz in den Bauordnungen mehr und mehr spe- zifiziert. Insbesondere in den Bau- ordnungen für Großstädte, etwa für Berlin, wurde festgelegt, dass „bauli- che Anlagen … in allen Teilen feuer- beständig herzustellen“ sind, soweit keine Ausnahmen gewährt wurden. Diese Ausnahmen galten für Ein- familienhäuser, Kleinhäuser oder Mittelhäuser, aber auch für Holz- balkendecken mit nichtbrennbarer Verfüllung oder für unbelastete Scheidewände.

Gesundheits- und Luftschutz im Dritten Reich

Die Entwicklung setzte sich im Lau- fe des Dritten Reiches bis 1945 fort. Mit den Vorbereitungen zum 2. Welt- krieg unternahmen die Machthaber intensive Vorbereitungen zum Luft- schutz. Entsprechend dem 1937 er- lassenen Luftschutzgesetz wurde der öffentliche Brandschutz dem Luft- schutz sowohl organisatorisch als auch administrativ untergeordnet. Den Höhepunkt der Versuche, die bestehende Bebauung der Städte – überwiegend aus der Gründerzeit – unverbrennlich zu machen, bildete die „Verordnung zur Hebung der bau- lichen Feuersicherheit“ (VHbF) vom 20. August 1943. Mangels Bautä- tigkeit, in der die Forderung nach

(VHbF) vom 20. August 1943. Mangels Bautä- tigkeit, in der die Forderung nach www.mikado-online.de 31

EBERL-PACAN ARCHITEKTEN + INGENIEURE BRANDSCHUTZ

KADEN KLINGBEIL

ZEICHNUNG: SEBASTIAN KÜHNLEA

T 3

KADEN KLINGBEIL ZEICHNUNG: SEBASTIAN KÜHNLEA T 3 Thema des Monats Zukunft Holzbau Brandwänden (Brandmauern)

Thema des Monats Zukunft Holzbau

SEBASTIAN KÜHNLEA T 3 Thema des Monats Zukunft Holzbau Brandwänden (Brandmauern) in Ab- ständen von höchstens

Brandwänden (Brandmauern) in Ab- ständen von höchstens 30 m, massi- ven Decken oder Massivtreppen aus nichtbrennbaren Baustoffen umge- setzt werden konnte, begrenzte sich die Aktivität jedoch auf „Entrüm- pelungs-, Entlattungs- und Feuer- schutzmittel-Aktionen“.

Brandschutz in der Nachkriegszeit

Ebenso wie viele städtebauliche Vor- gaben – Auflockerung der Städte, Vorrang der Verkehrserschließung – wurden die brandschutztechnischen Erkenntnisse der Kriegszeit von Ge- setzgebern, Behörden und Architek- ten in der Nachkriegszeit weitgehend übernommen. Die erste Musterbau- ordnung (MBO) von 1960 und die neuen Bauordnungen (z. B. Bay- ern und Nordrhein-Westfalen 1962) enthielten u. a. die Forderungen nach feuerbeständigen Trennwänden, De- cken und Treppen in Gebäuden mit mehr als fünf Vollgeschossen. Die gleichzeitige Weiterentwick- lung der DIN 4102 durch neue Prüf- verfahren und die Schaffung von Zulassungsverfahren für neue Bau- produkte und Bauarten wiesen Holz- bauteilen die maximal mögliche Bau- teilqualität feuerhemmend zu, die meist nur bei Gebäuden mit bis zu vier Geschossen zulässig war. Eine weitere Einschränkung brach- te die Musterbauordnung von 1981,

die in § 17(3) Brandschutz festlegte:

„Feuerbeständige Bauteile müssen in wesentlichen Teilen aus nichtbrenn- baren Baustoffen bestehen.“ Die- se Anforderung galt bei Gebäuden mittlerer Höhe (Fußboden oberstes Geschoss max. 7 m über Gelände) für tragende Wände, Pfeiler und Stüt- zen (§ 25), Trennwände (§ 27), De- cken (§ 29) und die tragenden Tei- le notwendiger Treppen (§ 31). Die Oberflächen von Außenwänden die- ser Gebäude mussten mindestens schwerentflammbar hergestellt wer- den. Die Verwendung von Holz für diese Bauteile war damit auf Gebäu- de mit bis zu drei Geschossen be- schränkt.

Die Musterbauordnung von 2002 und die Gebäudeklassen

Eine wesentliche Neuerung brach- te die Musterbauordnung von 2002 (MBO 02), die das System der Gebäu- deklassen (GK) einführte und damit die bisherige Gliederung von Gebäu- den in solche geringer oder mittle- rer Höhe bzw. in Hochhäuser ablöste. Die Verwendung brandschutztech- nisch wichtiger Bauteile in feuer- hemmender Bauweise aus Holzbau- stoffen blieb zwar auf die GK 1 bis 3 (Gebäude bis max. 7 m über Gelän- de – vorher Gebäude geringer Höhe) beschränkt. Neu war jedoch die GK 4 (Gebäude bis max. 13 m über Ge- lände und Nutzungseinheiten von

Sicherer

Rettungsweg für

Holzbauten:

offener Treppen-

raum in

Stahlbeton

Holzfassade aus normal entflammbarem Baustoff. Sie ist in Gebäuden über drei Geschossen nur als Ab- weichung zulässig

über drei Geschossen nur als Ab- weichung zulässig max. 400 m²), bei der eine hochfeu- erhemmende

max. 400 m²), bei der eine hochfeu- erhemmende Bauweise für wesentli- che Bauteile erlaubt wurde. Die Bauteilqualität hochfeuerhem- mend (F60-AB) füllte hinsichtlich des Feuerwiderstands die Lücke zwischen feuerhemmend (F30-B) und feuer- beständig (F90-AB). Hochfeuerhem- mende Bauteile konnten nach § 26 (2) als „Bauteile, deren tragende und aussteifende Teile aus nichtbrennba- ren Baustoffen bestehen und die bei raumabschließenden Bauteilen zu- sätzlich eine in Bauteilebene durch- gehende Schicht aus nichtbrennbaren Baustoffen haben“ oder als „Bauteile, deren tragende und aussteifende Teile aus brennbaren Baustoffen bestehen

Hoch hinaus mit Holz

deren tragende und aussteifende Teile aus brennbaren Baustoffen bestehen ▸ Hoch hinaus mit Holz 32 mikado

DJD/DEUTSCHES KUPFERINSTITUT

DJD/DEUTSCHES KUPFERINSTITUT Thema des Monats Zukunft Holzbau und die allseitig eine brandschutz- technisch wirksame

Thema des Monats Zukunft Holzbau

und die allseitig eine brandschutz- technisch wirksame Bekleidung aus nichtbrennbaren Baustoffen (Brand- schutzbekleidung) und Dämmstoffe aus nichtbrennbaren Baustoffen ha- ben“ hergestellt werden. Die im Jahr 2004 eingeführte Mus- ter-Holzbaurichtlinie (M-HFHHolzR 04) definiert die brandschutztech- nisch wirksame Bekleidung näher:

Tragende Elemente aus Holz müs- sen mit einer nichtbrennbaren Be- kleidung geschützt werden, die eine Verfärbung oder gar Entzündung des Holzes für mindestens 60 Minuten verhindert (Klassifizierung K260). Voraussetzung für die Anwendung der Richtlinie ist, dass alle Dämm- stoffe aus nichtbrennbaren Baustof- fen bestehen und die Holzbauweise einen gewissen Grad der Vorferti- gung hat, z. B. Holztafel-, Holzrah- men- und Fachwerkbau. Sie gilt zwar für Brettstapeldecken, aber nicht für andere Holz-Massivbauweisen wie Brettstapel- oder Blockbauweise. Die Übernahme der Gebäudeklas- sen aus der MBO 02 in die nachfol- gend novellierten Landesbauordnun- gen (LBOs) – außer Rheinland-Pfalz (nur vier Gebäudeklassen) und Nord- rhein-Westfalen (keine Gebäudeklas- sen) – ermöglicht eine fast bundes- weite Bauweise der Gebäude in GK 4 nach der M-HFHHolzR 04. Die Praxis sieht jedoch anders aus: Die in der Richtlinie formulierten Anforderun- gen stellen einen erheblichen, teil- weise unrealistischen Aufwand für die Ausführung der Gebäude dar und machen sie unwirtschaftlich. In der Regel wird der Brandschutz für diese Gebäude – ebenso wie die Gebäude der GK 5 – über Abwei- chungen von der jeweiligen Landes- bauordnung und entsprechende an- lagentechnische Ersatzmaßnahmen (z. B. Brandmelde- oder Sprinkleran- lagen) nachgewiesen.

Trendwende in Sicht

Eine leichte Trendwende bei den Brandschutzbestimmungen zum Holzbau ist feststellbar. Ausgehend von den Bauordnungen der letz- ten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts hat sich – auch auf

Wirksame

Kompen-

sation: Sprinkler-

anlage

– auch auf ▸ Wirksame Kompen- sation: Sprinkler- anlage Grund umfangreicher Forschungen und Brandversuche –

Grund umfangreicher Forschungen und Brandversuche – durchgesetzt, dass „die simple Erkenntnis, dass Holz brennbar ist, … eben nicht al- leine ausschlaggebend für die Be- wertung eines Baustoffes im Brand- fall” ist (Kurt Klingsohr, Verfasser vieler Fachbücher über Brandschutz, 1982). Die MFHHolzR von 2004 war ein erster Schritt. Weitere, mutigere, müssen folgen. Bereits heute wer- den in Brandschutzkonzepten und -nachweisen brandschutztechnische Risiken von Holzbauten abseits der geltenden Bauvorschriften bewer- tet. Kompensationen sorgen dafür, dass die Schutzziele der Bauordnun- gen trotzdem erfüllt werden. Moder- ne Anlagentechnik wie Brandmelde-, Hausalarm- oder Kleinlöschanlagen leisten hier gute Dienste.

Ein Bauteil, das dem Feuer für 90 Minuten Widerstand bietet, kann – ggf. mit gezielt geplanten Kompensationen – feuerbeständig sein, egal aus welchem Baustoff es besteht (F90-B). Diese Erkenntnis hat sich bereits in der Schweiz durchgesetzt, aber auch in Baden-Württemberg: „Tra- gende oder aussteifende Bauteile, die feuerbeständig sein müssen, sind aus brennbaren Baustoffen zulässig, wenn der Feuerwiderstand dieser Bauteile dem feuerbeständiger Bauteile ent- spricht und diese Bauteile so her- gestellt und eingebaut werden, dass Feuer und Rauch nicht in andere Ge- schosse übertragen werden können. Das gilt nicht für Wände von not- wendigen Treppenräumen oder von Schächten.“

von not- wendigen Treppenräumen oder von Schächten.“ ▪ Der Autor Reinhard Eberl-Pacan, Dipl.-Ing. Architekt, ist

Der Autor

Treppenräumen oder von Schächten.“ ▪ Der Autor Reinhard Eberl-Pacan, Dipl.-Ing. Architekt, ist seit 1996

Reinhard Eberl-Pacan, Dipl.-Ing. Architekt, ist seit 1996 als freischaffender Architekt in Berlin tätig. Seine Ar- beitsschwerpunkte liegen im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes. 2007 bis 2011 besuchte er Fortbildungen der Architektenkammer Berlin und des EIPoS in Dresden zum Sachverständigen für den vorbeugenden Brandschutz und für die brandschutztechnische Bau- und objektüberwachung. Neben seinen Vortrags- und Moderatorentätigkeiten ist er als freier Redakteur für Brandschutz tätig und veröffentlicht in Fachzeitschriften zur Energieeinspa- rung, zum Holzbau und zum Brandschutz.Kontakt: www.eberl-pacan.de

Literaturliste zum Beitrag: www.mikado-online.de/Downloads

GETZNER WERKSToFFE GMBH

T 3

GETZNER WERKSToFFE GMBH T 3 Thema des Monats Zukunft Holzbau Schallschutz Endlich Ruhe im Karton Der

Thema des Monats Zukunft Holzbau

GETZNER WERKSToFFE GMBH T 3 Thema des Monats Zukunft Holzbau Schallschutz Endlich Ruhe im Karton Der

Schallschutz

Endlich Ruhe im Karton

Der Holzbau liegt im Trend, die Normung im Schallschutz hinkt hinterher. Es bleibt zu hoffen, dass die Forschung weitergeht und neue Erkenntnisse konsequent in die schalltechnische Normung einfließen, sodass dem Holzbau bald ein umfassendes Regel- und Rechenwerk zur Verfügung steht.

ein umfassendes Regel- und Rechenwerk zur Verfügung steht. ▴ Die Schwin- gungsisolierung sorgt in dem

Die Schwin- gungsisolierung sorgt in dem mehrgeschossigen Holzbau für ein Minimum an Schallübertragung

GETZNER WERKSToFFE GMBH

GUIDo DIETZ

GETZNER WERKSToFFE GMBH GUIDo DIETZ Thema des Monats Zukunft Holzbau H olzbau liegt im Trend: Vie-

Thema des Monats Zukunft Holzbau

H olzbau liegt im Trend: Vie- le Menschen möchten im Sin-

ne eines ökologischen und natürlich

geprägten Lebensumfelds in Gebäu- den wohnen und arbeiten, die vor- wiegend aus natürlichen Materiali- en und nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Als Materialien dafür bieten sich Holz und Holzwerkstoffe an. Mehrge- schossige Gebäude aus Holz entspre- chen den aktuellen baurechtlichen Anforderungen an Statik, Brand- schutz und Wärmeschutz. Lediglich beim Schallschutz gibt es hin und wieder Probleme. Die werden jedoch mit der zunehmenden Zahl von Forschungsprojekten immer ge- ringer und gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an.

Erste Schallschutznorm: Fünf Seiten sollen für Ruhe sorgen

Nach den Zerstörungen des 2. Welt- kriegs begann nach 1945 der Wie- deraufbau Deutschlands mit den vor- handenen Trümmern. Es wurde – wie bisher – in Massivbauweise gebaut. Aus Mangel an Beton und Stahl erhielten die meisten Gebäude Holz- balkendecken. Ungefähr in diese Zeit fällt das erstmalige Erscheinen von Hinweisen zum Schallschutz bei Holzbalkendecken. Offensicht- lich hatte die Reichsregierung trotz des Kriegszustands noch die Zeit, „Richtlinien für den Schallschutz im Hochbau“ zu erlassen: Am 18. April

den Schallschutz im Hochbau“ zu erlassen: Am 18. April ◂ „Elastischer Winkelverbinder ABAI“ für

„Elastischer

Winkelverbinder

ABAI“ für

Schallschutz im

Holzbau.

Die integrierte

Dämmschicht

verhindert

Schallbrücken

Klassischer

Aufbau

einer Holzbalken-

decke mit

Rohrmattenputz

1944 wurde die erste Ausgabe der DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) eingeführt. Anwendung fand diese Schallschutznorm jedoch erst nach dem Krieg.

Wiederaufbau: Deutschland steht auf Holzbalkendecken

Schon diese damals nur fünf Seiten umfassende Norm gab grundlegen- de Informationen zum Aufbau und zur Konstruktion von Holzbalken- decken – nach damaliger Auffassung ausreichend schalldämmend. Die Norm enthält im Abschnitt „Luftschall“ allerdings auch einen Hinweis darauf, dass die schalltech- nischen Eigenschaften von Holzbal- kendecken nicht ausreichend un- tersucht waren: „Bis zur weiteren Klärung der Schalldämmung von Holzbalkendecken …“ 1944 wurden übrigens noch die Holzbalkendecken als für den Tritt- schallschutz „im Allgemeinen besser“ angesehen – aufgrund der Tatsache, dass „der von Holzbalkendecken ab- gestrahlte Schall … ‚dumpfer klingt’ und deshalb vom menschlichen Ohr weniger unangenehm empfunden wird als der von Volldecken abge- strahlte Schall, der … ‚heller klingt’…“ Diese Ansicht dürfte sich inzwischen jedoch umgekehrt haben. Wandaufbauten aus Holz oder mit Holzelementen hatte die Schall- schutznorm von 1944 noch nicht be- rücksichtigt.

Neuauflagen: Norm behandelt Holzbauwände stiefmütterlich

Der Neuauflage der DIN 4109 aus dem Jahr 1962 enthält schon deut- lich mehr Informationen zum Schall- schutz im Holzbau: Im Blatt 3 sind Aufbauten für Holzbalkendecken be- schrieben und abgebildet, mit denen sich unterschiedliche Luft- und Tritt- schallschutzmaße erreichen lassen. Außerdem sind detaillierte Kennt- nisse zur Wirkung von schwimmend gelagerten Belägen (Dielen), schwim- menden Deckenaufbauten und fe- dernd abgehängten Unterdecken vor- handen. Die Ausgabe der DIN 4109 beschreibt erstmals Wände in Holz- ständerbauweise und bewertet sie schalltechnisch. In der dritten Ausgabe der Schall- schutznorm von 1989 lassen sich im Vergleich zur Ausgabe 1962 beim Schallschutz von Holzbalkendecken kaum Änderungen erkennen. Ledig- lich bei den klassischen Holzständer- wänden sind einige Konstruktionen mit Schalldämm-Maßen zu finden. Insgesamt behandelte die DIN 4109 den Holzbau kaum. Angaben zu Bau- teilen und Baukonstruktionen in Massivholzbauweise (z. B. Brettsta- peldecken oder Brettsperrholzkons- truktionen) sind bis heute weder in der DIN 4109 noch in Beiblättern zur Norm finden. Es bleibt abzuwarten, in welchem Umfang sie im Bauteil- katalog der künftigen DIN 4109 ent- halten sind.

abzuwarten, in welchem Umfang sie im Bauteil- katalog der künftigen DIN 4109 ent- halten sind. www.mikado-online.de

PRoF. DR.-ING. G. BERG, HILDESHEIM

T 3

PRoF. DR.-ING. G. BERG, HILDESHEIM T 3 Thema des Monats Zukunft Holzbau Forschung und Entwicklung: Abseits

Thema des Monats Zukunft Holzbau

G. BERG, HILDESHEIM T 3 Thema des Monats Zukunft Holzbau Forschung und Entwicklung: Abseits der Norm

Forschung und Entwicklung:

Abseits der Norm

Angesichts der Tatsache, dass eine baurechtlich verbindliche schall- technische Normung Holzbautei- le bis heute nur rudimentär erfasst, haben zahlreiche Institutionen Un- tersuchungen zum Schallschutz von Holzbauteilen durchgeführt. Ziel der Untersuchungen war es, schalldäm- mende Holzkonstruktionen zu ent- wickeln, die den Anforderungen des jeweiligen Standes der Technik im Hinblick auf den Schallschutz ent- sprachen. Beispielhaft sind hier die Forschungen der Deutschen Gesell- schaft für Holzforschung (DGfH), die Untersuchungen der Hochschule Ro- senheim und des ift Rosenheim im Bereich der Holzdecken zu nennen, die auf diesem Gebiet führend wa- ren und sind.

Schallschutzbroschüre: Holz- balkendecken wieder salonfähig

Im Mai 1999 gab die Entwicklungs- gemeinschaft Holzbau (EGH) eine Broschüre heraus, die wegweisenden Charakter für den Schallschutz von Holzbalkendecken hatte und noch heute in der Praxis zu Planungszwe- cken herangezogen wird. Die Bro- schüre beschreibt zum einen geprüfte Deckenaufbauten von Holzbalken- und Brettstapeldecken mit dem zu- gehörigen Norm-Trittschallpegel und

dem Schalldämm-Maß, zum anderen enthielt sie zum ersten Mal ein Be- rechnungsverfahren, das es erlaub- te, den zu erwartenden Norm-Tritt- schallpegel neuer Geschossdecken in Holzbauweise mit einer Unsicherheit von ±4 dB zu prognostizieren. Holz- balkendecken wurden dadurch wie- der „salonfähig“ und auch die Sanie- rung bestehender Holzbalkendecken konnte auf Grundlage der Daten aus der Broschüre nun mit spürbar hö- herer Planungssicherheit durchge- führt werden.

Forschungsprojekt: Prognose- verfahren macht Schule

Die Publikation wies darauf hin, dass im Zuge der europäischen Normung ein Rechenverfahren zu erwarten sei, das zahlreiche Eingangsparameter er- fordere. Diese lägen jedoch für Holz- konstruktionen noch nicht vor. Bemerkenswert ist, dass seitdem mit aller Konsequenz daran gear- beitet wird, dass diese Parameter für Holzkonstruktionen bei der Einfüh- rung der künftigen DIN 4109 – de- ren Rechenverfahren auf dem der DIN EN 12354 beruhen wird – zur Verfü- gung stehen. Im April 2005 veröffentlichte das ift Rosenheim einen Abschlussbe- richt zu einem Forschungsvorha- ben, der ein Prognosemodell auf Ba- sis der zukünftigen Rechenverfahren vorstellte. Gleichzeitig wurde dieses

Holzbalkendecke ohne Einschub oder Blindboden, nur mit Dielen- boden versehen

Die Holzbalken- decke ist vorbereitet zum Unterspannen. Gut zu erkennen sind die Bohlen und

Vollgewinde-

schrauben

Gut zu erkennen sind die Bohlen und Vollgewinde- schrauben Prognoseverfahren durch Messungen validiert. Im weiteren

Prognoseverfahren durch Messungen validiert. Im weiteren Verlauf entwi- ckelten die Wissenschaftler ein Re- chenverfahren, das es erlaubt, die Prognose des zu erwartenden Norm- Trittschallpegels nach dem künftigen Rechenverfahren für viele Kombina- tionen aus Decke, Deckenaufbau und flankierenden Wänden durchzufüh- ren. Das zugehörige Forschungspro- jekt soll voraussichtlich im Laufe die- ses Jahres abgeschlossen werden.

Massive Mehrgeschosser aus Holz: Entkopplung tut not

Bei mehrgeschossigen Holzbauten kommen zunehmend Holz-Massiv- bauweisen zum Einsatz. Brettsperr- holz hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Gebäude erhalten eine massive Tragstruktur, die anschließend be- kleidet wird oder sichtbar bleiben kann. Die massiven Tragstrukturen sind vergleichsweise leicht und so- mit schalltechnisch problematisch:

Zum einen ist die Luftschalldäm- mung nicht sehr hoch, zum ande- ren übertragen die leichten massiven Bauteile viel Körperschall. Deshalb sind zusätzliche Maßnahmen erfor- derlich, um die gewünschte Schall- dämmung zu erreichen. Hier hat sich eine schall- und schwingungstechnische Entkopp- lung der Bauteile als wirkungsvoll erwiesen. Um einen möglichst hohen

Thema des Monats Zukunft Holzbau Schallschutz zu erreichen, werden Wände und Decken mit elastischen Zwischenlagen

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Schallschutz zu erreichen, werden Wände und Decken mit elastischen Zwischenlagen voneinander getrennt. Als Befestigungsmittel kommen z. B. körperschallgedämmte Winkel oder Beilagscheiben zum Einsatz. Deren Einbau muss fachgerecht und sehr sorgfältig erfolgen.

Schalldämmmaßnahmen:

Kombinationen führen zum Ziel

Nach bisherigem Kenntnisstand las- sen sich in solchermaßen konstru- ierten Gebäuden in Kombination mit z. B. schwimmenden Estrichen, Un- terdecken oder leichten Wandvor- satzschalen Schalldämmungen errei- chen, die den Empfehlungen an den erhöhten Schallschutz gem. VDI 4100 (Ausgabe 2007) entsprechen. Damit ist ein großer Schritt zur Etablierung des Holzbaus auch im Mehrgeschoss- bau und Mehrfamilienhausbau getan, zumal sich die oben beschriebenen Rechenverfahren auch auf mehrge- schossige Gebäude in Holzbauweise anwenden lassen bzw. auch Untersu- chungen hierzu laufen.

Sonderverfahren: UHB-Decke verbessert Schallschutz

Ein Sonderverfahren zur schalltech- nischen Verbesserung stellt das sog. UHB-Verfahren (Unterspannte Holz- balkendecke) dar, das Prof. Dr.-Ing. Gerhard Berg an der HAWK Hildes- heim/Holzminden/Göttingen entwi- ckelt hat. Das mittlerweile patentierte

Verfahren beruht auf dem Ansatz, durch nachträglich mittels langer Vollgewindeschrauben unter die De- ckenbalken geschraubte Bohlen ein Fachwerk im Deckenbalken auszubil- den. Die Deckenbalken werden dazu vor dem Verschrauben mit einer Pa- tentstütze vorgespannt und die De- cke wird leicht überhöht. Nach Ablassen der Stütze bleibt eine Restspannung erhalten und die Schwingfreudigkeit der Decke wird reduziert. Damit einher geht ein Trag- fähigkeitszuwachs der Deckenkons- truktion, der dazu genutzt werden kann, eine federnd abgehängte Un- terdecke und gegebenenfalls ober- seitig einen schwimmenden Estrich aufzubringen, um die Schalldäm- mung der Decke zu erhöhen. Der Er- folg der Maßnahme hängt wesentlich von den additiven Schallschutzmaß- nahmen und von der flankierenden Schallübertragung über die Wände der Räume ab.

Forschung für Regel- und Rechenwerk im Holzbau

In den letzten gut 20 Jahren konn- ten aufgrund intensiver Forschung grundlegende Erkenntnisse über das schalltechnische Verhalten von Holz- bauteilen und deren Kombinationen gewonnen werden. Diese Kenntnis- se ermöglichen es, heute eine weit- gehend abgesicherte schalltechnische Planung von Neubauten in Holzbau- weise durchzuführen und Progno- sen zum erreichbaren Schallschutz in Abhängigkeit von der Bauweise zu erstellen. Angesichts einer wachsen- den Zahl von Holzbauten in Deutsch- land war das längst überfällig. Es bleibt zu hoffen, dass die For- schung weitergeführt wird und die Erkenntnisse konsequent in die zu- künftige schalltechnische Normung einfließen, sodass auch für Holzbau- ten bald ein umfassendes Regel- und Rechenwerk zur Verfügung steht.

umfassendes Regel- und Rechenwerk zur Verfügung steht. ▪ Der Autor Dipl.-Ing. (FH) Guido Dietze studierte

Der Autor

Regel- und Rechenwerk zur Verfügung steht. ▪ Der Autor Dipl.-Ing. (FH) Guido Dietze studierte Bauingenieurwesen an

Dipl.-Ing. (FH) Guido Dietze studierte Bauingenieurwesen an der Fachhochschule in Hildesheim und Bauphysik an der Hochschule für Technik in Stuttgart. Von 2002 bis 2013 war er in einem Ingenieurbüro in Schorndorf als Projekt- ingenieur für Bauphysik tätig und verwaltet seit 2009 eine Professur für Bauphysik an der HAWK in Hildesheim mit dem Schwerpunkt Bau- und Raumakustik. Er ist Autor von Fachbüchern und Fachbeiträgen und Referent bei Fachtagungen. Seit 2013 betreibt der Schallschutzexperte ein Ingenieurbüro für Akustik und Bauphysik in Hildesheim. www.dietze-bauphysik.de

ein Ingenieurbüro für Akustik und Bauphysik in Hildesheim. www.dietze-bauphysik.de www.mikado-online.de 37

BITTERBREDT.DE, SAUERBRUCH HUTToNBUSSE

BITTERBREDT.DE, SAUERBRUCH HUTToN

ANNETTE KISLING

T T

4

4

BITTERBREDT.DE, SAUERBRUCH HUTToN ANNETTE KISLING T T 4 4 Nachhaltigkeit Thema des Monats Zukunft Holzbau ▴

Nachhaltigkeit

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Das Umweltamt in Dessau aus dem Jahr 2005 hat nach wie vor Vorbildcharakter

Mit gesundem Menschenverstand

Selten hat ein Begriff so schnell und tiefgreifend Karriere gemacht wie der Begriff der „Nachhaltigkeit“. In den vergangenen zwanzig Jahren erfreute er sich zunehmender Beliebtheit – vor allem im Baugewerbe.

er sich zunehmender Beliebtheit – vor allem im Baugewerbe. ▴ Die Architekten verwirklichten umwelt- und
er sich zunehmender Beliebtheit – vor allem im Baugewerbe. ▴ Die Architekten verwirklichten umwelt- und

Die Architekten verwirklichten umwelt- und gesundheitsverträgliche Prinzipien

umwelt- und gesundheitsverträgliche Prinzipien ▴ Der Kontrast von Lärchenholzlamellen mit farbigen

Der Kontrast von Lärchenholzlamellen mit farbigen Glaselementen prägen die Fassade

mit farbigen Glaselementen prägen die Fassade ▴ Der geschwungene, mäanderförmige Hauptbau lebt von

Der geschwungene, mäanderförmige Hauptbau lebt von seiner lebhaften Farbgebung

BILDER DIESER SEITE: DEPPISCH ARCHITEKTEN

BILDER DIESER SEITE: DEPPISCH ARCHITEKTEN Thema des Monats Zukunft Holzbau D er Begriff der „Nachhaltigkeit“ hat

Thema des Monats Zukunft Holzbau

DEPPISCH ARCHITEKTEN Thema des Monats Zukunft Holzbau D er Begriff der „Nachhaltigkeit“ hat in den letzten

D er Begriff der „Nachhaltigkeit“ hat in den letzten Jahren eine

unglaubliche Karriere hingelegt. Das Wort taucht in jeder Rede über die Zu- kunft unserer Gesellschaft auf, dient Politikern als Wahlspruch, wird in den Leitungsgremien von Unterneh-

men diskutiert und ist ein Megathe- ma unter den Wissenschaftlern. Die ursprüngliche Verwendung des Be- griffs kommt aus der Forstwirtschaft. Daher denkt man beim nachhaltigen Bauen unweigerlich an Holz.

Trendwort mit Tradition

Nachhaltigkeit hat Wurzeln in allen Kulturen. Bereits die Indianer ha- ben „nachhaltig“ gelebt. Erste do- kumentierte Hinweise darauf lassen sich bei einem Irokesenstamm Ameri- kas finden, der von seinen Häuptlin- gen verlangte, Entscheidungen auch unter Berücksichtigung der Konse- quenzen für künftige Generationen zu fällen. In bäuerlichen Kulturen ist der Nachhaltigkeitsgedanke seit der

Das Bio-Hotel in Hohenbercha hat schon viele Preise gewonnen

Das Tragwerk besteht aus massivem Zirbenholz

Ein offener

Lauben-

gang erschließt

die Zimmer

▸ Ein offener Lauben- gang erschließt die Zimmer Antike eine Selbstverständlichkeit. In Europa lässt sich
▸ Ein offener Lauben- gang erschließt die Zimmer Antike eine Selbstverständlichkeit. In Europa lässt sich

Antike eine Selbstverständlichkeit. In Europa lässt sich der Gedanke des nachhaltigen Wirtschaftens vor allem in der Forstwirtschaft zurückverfol- gen. Bereits im 13. Jahrhundert gab es Vorschriften, die auf die nachhal- tige Verwendung des Rohstoffs Holz hinweisen. Im 18. Jahrhundert wurde Nach- haltigkeit als Grundsatz in der deut- schen Forstwirtschaft formuliert:

Die ersten niedergeschriebenen Ge- danken zur Nachhaltigkeit stammen von dem sächsischen Oberberghaupt- mann Hans Carl von Carlowitz. In seinem 1713 veröffentlichten Werk „Sylvicultura Oeconomica, oder Haußwirtschaftliche Nachricht und Naturgemäße Anweisung zur Wilden Baum-Zucht“ forderte er eine Form der Holzwirtschaft, bei der immer nur so viel Holz geschlagen wird, wie durch Wiederaufforstung nachwach- sen kann. In seinem Buch plädiert Carlowitz für eine Menge Maßnah- men, unter anderem die Verbesserung der Wärmedämmung beim Hausbau,

die Verwendung von energiesparen- den Schmelzöfen und Küchenherden, die planmäßige Aufforstung durch Säen und Pflanzen und nicht zu- letzt die Suche nach „Surrogata“ für das Holz. Die forstwirtschaftliche Nachhal- tigkeit ist kein eigenständiges Ziel, sie ist als Grundprinzip eines wirtschaft- lichen Forstbetriebes zu verstehen. Es beruht auf Langfristigkeit, Sozi- alpflichtigkeit, Ökonomie und Ver- antwortung. Beim Bauen gilt Nachhaltigkeit heute als Prämisse Nummer eins. Das hat sich in den letzten zwanzig Jah- ren besonders deutlich entwickelt. Ökologie ist zu einem Wertmaßstab geworden. In der Architektur diesen Maßstab anzulegen, ohne ihn nur über technische Daten zu definie- ren, ist nicht gerade einfach. Werden Städtebau und Soziales einbezogen, wird es noch komplexer. Inzwischen existieren viele Systeme zur Einord- nung und Zertifizierung. Doch rei- chen diese aus?

KLH UK LTD.; WAUGH THISTLEToN ARCHITECTS

T T

4

4

KLH UK LTD.; WAUGH THISTLEToN ARCHITECTS T T 4 4 Thema des Monats Zukunft Holzbau Architektur

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Architektur mit gesundem Menschenverstand

Professor Manfred Hegger beschrieb 2009 in einem Interview: „Nachhalti- ge Architektur kann man in wenigen Worten beschreiben. Sie ist ressour- censchonend und umweltfreundlich, wirtschaftlich in Bau und Betrieb, langlebig und anpassungsfähig. Sie wird hohen funktionalen, sozialen und gestalterischen Ansprüchen ge- recht. Sie wird sorgfältig und mit hohem Verantwortungsbewusstsein geplant und betrieben und besetzt räumlich gute Standorte. Nach all- gemeinem Verständnis könnte man also sagen: Architektur mit gesun- dem Menschenverstand. Ist sie also leicht zu verwirklichen? Keineswegs. Wie schwierig es wirklich ist, sol- chen „common sense“ in die Archi- tektur zu übertragen, demonstrieren Zertifizierungssysteme für das nach- haltige Bauen, wie etwa das DGNB- Gütesiegel (DGNB = Deutsche Ge- sellschaft für Nachhaltiges Bauen). Es zeigt sechs Themenfelder und be- nennt mehr als 60 Kriterien, hinter denen jeweils ausführliche Steckbrie- fe stehen. Offensichtlich wird, dass sich Architektur als soziale Kunst und

als Umweltgestaltung, das heißt über die Oberflächengestaltung hinaus, in Zukunft entwickeln muss, um dauer- haft betreibbare Gebäude zu schaffen und die Problematik des Klimawan- dels zu bewältigen.“

Nachhaltige Nachhaltigkeit

Der Architekt Matthias Sauerbruch von Sauerbruch Hutton aus Ber- lin bemängelt in einem Interview:

„Das Wort Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wird vielfach auch miss- braucht. In der Architektur versuchen wir, mit Zertifikaten, Energiepässen und Umweltengeln diesem Begriff beizukommen. Seine Interpretations- vielfalt macht ihn so begehrt, aber auch so fragwürdig: bei aller Ecolo- gical Correctness stellt sich in vie- len Fällen die Frage, wie nachhal- tig Nachhaltigkeit eigentlich ist. Der Klimawandel hat einen Paradigmen- wechsel in allen Bereichen der Ge- sellschaft eingeläutet. Auch das Bau- en und die Architektur müssen darauf reagieren. Es ist eine der spannenden Herausforderungen unserer Zeit, die Architektur in diesem Sinne neu zu definieren. Gleichzeitig müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir

müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir Thema des Monats in vielen Bereichen noch

Thema des Monats

in vielen Bereichen noch im Dunkeln tappen und unsere Experimente auch scheitern können. Wir müssen in die- sem Moment offen und kritisch blei- ben und darauf achten, dass wir nicht der Schwerkraft von Bürokratie und Technokratie allzu willig nachgeben. Nachhaltigkeit darf kein Trend sein, sondern muss sinngemäß ein nach- haltiges Thema bleiben. Beim Bauen können wir wahrscheinlich erst in 50 Jahren wirklich sagen, wie nachhal- tig ein Gebäude ist.“

KLH UK LTD.; WAUGH THISTLEToN ARCHITECTS
KLH UK LTD.; WAUGH THISTLEToN ARCHITECTS

Holz kehrt in die Städte zurück. Ein Beispiel dafür ist der Murray Grove Timber Tower in London

Der Neun- geschosser in London besteht aus Kreuzlagenholz

Vorbildliches Umweltbundesamt

Sauerbruchs Umweltbundesamt in Dessau, das er vor acht Jahren fer- tigstellte, hat Vorbildcharakter. Der Wettbewerb wurde im November 1997 ausgelobt, im Frühjahr darauf entschied sich die Jury einstimmig für den Entwurf. Er verbinde beson- ders überzeugend die funktionalen, städtebaulichen, architektonisch-äs- thetischen und ökologischen Anfor- derungen – und das unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit. Im Mai 2005 wurde der Neubau eingeweiht. Bei dem Modellprojekt verwirklichten die

B. BoRCHARDT, KADEN KLINGBEIL ARCHITEKTEN

B. BoRCHARDT, KADEN KLINGBEIL ARCHITEKTEN Thema des Monats Architekten umwelt- und gesund- heitsverträgliche Prinzipien.

Thema des Monats

Architekten umwelt- und gesund- heitsverträgliche Prinzipien. Sie ent- warfen einen geschwungenen, mäan- derförmigen Hauptbau. Der Kontrast von Lärchenholzlamellen im Bereich der Brüstungen mit farbigen Glas- elementen prägt die Fassaden des Hauses. Der großflächige Einsatz der horizontalen Holzlamellen verstärkt den Charakter des Bandes und steht für die Grundgedanken des ökologi- schen Bauens. Für Matthias Sauerbruch bedeutet nachhaltige Architektur, wenn we- niger wahrhaft mehr ist. Der Forde- rung nach Reduktion des CO 2 -Aus- stoßes muss Genüge getan werden. Ein Neubau soll so wenig nicht er- neuerbare Energie und Ressourcen wie möglich verbrauchen – sowohl bei der Produktion seiner Bauteile als auch während der Bauphase und später im Betrieb. Andererseits meint er, dass ein Ge- bäude nicht geliebt und gepflegt wer- den kann, wenn es nicht liebenswert ist. Historische Häuser entfachen die Emotionen vieler Menschen. Auch Neubauten müssen schön und gut ge- baut sein und darüber hinaus etwas Besonderes haben, damit sie Genera- tionen später noch geliebt werden.

Geliebte Hotels

Der erste siebengeschossige innerstädtische Holzbau in Berlin überzeugt mit schlanken Deckenelementen in Holzbeton- verbundbauweise

Geliebt wird sicher das vom Büro Deppisch entworfene Bio-Hotel im Apfelgarten. Für den Neubau in Hohenbercha erhielt der Architekt von der Wüstenrot-Stiftung den

erhielt der Architekt von der Wüstenrot-Stiftung den Gestaltungspreis. Da es Baukultur und Nachhaltigkeit in so

Gestaltungspreis. Da es Baukultur und Nachhaltigkeit in so hervorra- gender Weise vereint, wurde das Bio- Hotel auch mit dem BDA-Preis 2010 gewürdigt. Das Gästehaus lehnt sich mit seiner lang gestreckten Kubatur an die Gestaltungstypologie der orts- üblichen Scheunen an. Das Tragwerk des Gebäudes besteht aus massivem, unbehandeltem Zirbenholz. Die Zim- mer werden von einem offenen Lau- bengang erschlossen, der zur Straße hin mit einer transluzenten Lamel- lenfassade abschließt.

Holzbau im Vormarsch

Die Nutzung von Holzprodukten hat positive Auswirkungen auf den Aus- stoß von CO 2 -Emissionen. Die Her- stellung anderer Produkte verursacht oft mehr Emissionen. Holzprodukte können auch an ihrem Lebensende energetisch genutzt werden. Fossi- le Brennstoffe werden dadurch er- setzt, Baustoffabfälle vermieden. Im Produktionsprozess und beim Trans- port verbrauchen Holzprodukte kaum weitere Ressourcen. Indem sie die

So einfach. So gut. Sicherheit dank PAVATEX-System- lösungen für Dämmen und Dichten: p Einfache Planung
So einfach. So gut.
Sicherheit dank PAVATEX-System-
lösungen für Dämmen und Dichten:
p
Einfache Planung
p
Leichte Verarbeitung
p
Sichere Anwendung
www.pavatex.com

NoRMAN A. MÜLLER / CREE

NoRMAN A. MÜLLER / CREE

T 4

NoRMAN A. MÜLLER / CREE NoRMAN A. MÜLLER / CREE T 4 Thema des Monats Zukunft

Thema des Monats Zukunft Holzbau

Bindung des Kohlenstoffs um ihre Nutzungsdauer verlängern, wirken sie als Kohlenstoffspeicher. Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist von Wald bedeckt. Pro Jahr wach- sen rund 120 Mio. m3 dazu. Der Holz- verbrauch beträgt in etwa 80 Mio. und könnte nach Einschätzung der Experten auf 100 Mio. m3 anwach- sen. Der Vorrat der deutschen Wälder mit 3,4 Mrd. m3 war seit Jahrhunder- ten nicht mehr so groß.

Holz kehrt in die Städte zurück

Die Holzbauquote im Wohnungsbau ist auf 15 Prozent gestiegen. Als Auf- stockung oder Nachverdichtung kehrt der Holzbau vermehrt in die Stadt zu- rück. Eine neue Regelung der Bau- ordnung ermöglicht es, inzwischen bis zu fünf Geschosse zu bauen: Der erste siebengeschossige innerstäd- tische Holzbau von Kaden Kling- beil in Berlin überzeugt ökonomisch durch die schlanken Deckenelemente in Holzbetonverbundbauweise. Jede Wohneinheit hat einen individuell geplanten Grundriss. Möglich macht das die freitragende Deckenkonst- ruktion. Wegen des hohen Vorfer- tigungsgrades und der weitgehend

durchgängig trockenen Bauweise ging das Bauen rasend schnell. Das siebengeschossige Holzhochhaus ist ein ebenso eindrucksvolles Beispiel für den modernen Massivholzbau wie der neungeschossige Murray Gro- ve Timber Tower in London, der aus Kreuzlagenholz besteht, oder der in Österreich entwickelte LifeCycleTo- wer mit seinem vorgefertigten Bau- kastensystem aus Holz, der eine Höhe von 100 Metern erreichen kann.

Unschlagbarer Lebenszyklus

In Ökobilanzstudien von Gebäu- den schneiden Massivholzbauwei- sen besonders gut ab. In tragender und dämmender Funktion eingesetzt, weist der Baustoff bei Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eine Plus- energiebilanz auf. Bei einem Mas- sivholzgebäude kann theoretisch aus den im Holz enthaltenen Energiein- halten so viel Energie gewonnen wer- den, dass sie für die Herstellung und Errichtung von zwei bis drei gleichen Holzhäusern, inklusive der Herstel- lung und Errichtung aller anderen Baustoffe wie Fensterglas, Metall- verbindungen und anderer erforderli- cher Materialien, ausreichen würde.

und anderer erforderli- cher Materialien, ausreichen würde. Thema des Monats Ökologische Nachhaltigkeit ◂ Dass Hoch-

Thema des Monats

Ökologische Nachhaltigkeit

Dass Hoch- häuser nachhaltig sein können, zeigt der LifeCycle Tower one in Dornbirn

Der Acht-

geschosser in

Passivhaus-

standard zeigt viel Holz

Auch der Wiener Professor Georg W. Reinberg spricht bevorzugt von öko- logischer Architektur. Er versteht da- runter eine Architektur, die so gut in das Ökosystem eingebunden ist, dass sie dieses nicht belastet. In einem In- terview sagt er: „Es ist Architektur, die aus dieser prinzipiellen Idee der Zukunftsfähigkeit entwickelt wurde. Architektur, die etwas zu sagen hat und aus dem Inhalt des ökologischen Denkens eine neue, nämlich ökolo- gische Architektur entwickelt. Ein hoher ästhetischer Anspruch ist für mich direkt mit der Idee der ökolo- gischen Architektur verbunden. Wir sehen aus der Architekturgeschich- te, dass gute Architekten, die lan- ge wirksame, tatsächlich neue und ästhetisch hochwertige Architektur entwickelt haben, immer inhaltsbe- zogen und nicht rein formalistisch gearbeitet haben. Ich sehe wesentli- che gesellschaftliche und technische Neuentwicklungen. Das ökologische Denken entspricht einem neuen Welt- bild und neuen Wertvorstellungen und letztlich damit einhergehend auch einer neuen Ästhetik. Eine Äs- thetik, die nicht auf Vordergründiges und Oberflächliches Bezug nimmt, sondern ihren Formenreichtum und ihre Schönheit aus prinzipiellen öko- logischen Überlegungen herleitet.“ Für Reinberg ist die ökologische Architektur noch nicht voll entwi- ckelt. Auch in Zukunft muss auf For- schungsebene beständig weitergear-

beitet werden.

Cordula Rau, München

schungsebene beständig weitergear- b e i t e t w e r d e n .
Sanierung und Ausbau Sanierung und Ausbau Innendämmung Wohnen im Denkmal Bei der Sanierung der denkmalgeschützten

Sanierung und Ausbau

Sanierung und Ausbau

Innendämmung

Wohnen im Denkmal

Bei der Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude im Erfurter Dichterviertel kam aufgrund der historisch wertvollen Fassade eine Innendämmung zum Einsatz.

wertvollen Fassade eine Innendämmung zum Einsatz. Bauherr und Architekt wählten bei der Sanierung wegen der

Bauherr und

Architekt wählten

bei der

Sanierung wegen

der historisch

sehr wertvollen

Fassade eine

Innendämmung

Sanierung und Ausbau V iele Städte und Kommunen ver- fügen über „beste Wohnlagen“. Manche von

Sanierung und Ausbau

Sanierung und Ausbau V iele Städte und Kommunen ver- fügen über „beste Wohnlagen“. Manche von ihnen

V iele Städte und Kommunen ver- fügen über „beste Wohnlagen“.

Manche von ihnen müssen aber erst aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden. So wie das Dichterviertel in Erfurt: Ganze zwei Jahre dauerte die Entwicklung eines Gesamtkonzepts für die Revitalisierung der Gebäude- denkmäler sowie einer Neubebauung des angrenzenden Areals. Die Hand- werker rekonstruierten die teilweise zerstörten Stilelemente der Fassade aus dem 19. Jahrhundert originalge- treu. Während die zur Schillerstraße gelegenen Gebäude nach der Sanie- rung großflächig gewerblich genutzt und vermietet werden, entstanden in den restlichen Gebäuden Eigentums- wohnungen der Extraklasse.

Energetisch erneuert

Neben der rein architektonischen Rekonstruktion mussten die Hand- werker auch die größtenteils 4,60 m hohen Räume der Wohnungen wär- medämmtechnisch auf Stand brin- gen. Eine typische Wärmedämmung der Außenwände an der Fassade war aufgrund der Einstufung als Denk- mal und zur Erhaltung der historisch wertvollen Fassade ausgeschlossen. Deshalb entschieden sich der Bau- herr und der mit den Sanierungs- planungen befasste Architekt Dipl.- Ing. Hans-Georg Herb aus Erfurt für eine Dämmung der Außenwände von innen. Das Innendämmsystem

Das Dämmsys- tem lässt sich individuell an die Bedingungen in einem Altbau anpassen

Die Unter- konstruktion fixiert die Dämmung vollfächig an der Außenwand

▸▸ Anschließend

wird die

Dampfbremse

verlegt

und luftdicht

angeschlossen

wird die Dampfbremse verlegt und luftdicht angeschlossen „Ursa Click“ soll überall dort, wo eine energetische

„Ursa Click“ soll überall dort, wo eine energetische Sanierung mit her- kömmlichen Dämmsystemen nicht möglich ist, eine interessante Alter- native bieten.

Wirksamer Kern

Die

repräsentativen

Mehrfamilien-

häuser stammen teilweise aus der Kaiserzeit und standen seit 1997 leer

Kern des Systems ist ein Dämmstoff mit dem Bemessungswert der Wärme- leitfähigkeit von = 0,032 W/(m·K). Der wasserabweisend ausgerüstete Filz ist mit einem Glasvlies kaschiert. Das soll für mehr Formstabilität sor- gen und die raumhohe Verlegung der Dämmstoffbahnen erleichtern. Die Verlegung erfolgt vollflächig auf der bestehenden Wand. Fixiert wird der Dämmstoff mit patentierten, dreitei- ligen Clips. Der Kunststoffkopf wird nach der Dämmstoffverlegung auf die Gewindestangen gesteckt und

der Dämmstoffverlegung auf die Gewindestangen gesteckt und sorgt für ein System ohne Wärme- brücken. Geprüft und
der Dämmstoffverlegung auf die Gewindestangen gesteckt und sorgt für ein System ohne Wärme- brücken. Geprüft und
der Dämmstoffverlegung auf die Gewindestangen gesteckt und sorgt für ein System ohne Wärme- brücken. Geprüft und

sorgt für ein System ohne Wärme- brücken.

Geprüft und für gut befunden

Der Hersteller prüfte die Leistungsfä- higkeit des Dämmsystems auf unter- schiedlichen Wandaufbauten und auf deren Effektivität, bezogen auf die Dämmstoffdicke. Auf der Grundlage der Ergebnisse bieten die Leipziger das Außenwand-Innendämmsystem in den Dämmstärken 60 mm, 80 mm und 100 mm an. Um etwaige Funktionsstörungen durch Tauwasseranfall oder Schim- melpilzbildung auszuschließen, wur- de das System in zwei unterschiedli- chen Altbaukonstruktionen von der MFPA Leipzig geprüft. Dabei wählte das Institut Konstruktionen mit un- günstigen Rahmenbedingungen, wie z. B. eine Westwand mit sehr gerin- ger Mauerstärke, der Schlagregen- beanspruchungsklasse III und einer Dämmstoffdicke von 100 mm. Sowohl bei der Konstruktion des Ziegelmauerwerks als auch bei der Fachwerkwand ergab die hygro- thermische Simulation über mehrere Jahre keinen Hinweis auf Feuch- teschäden. Vielmehr beurteilte die MFPA Leipzig das System als feuch- tetechnisch völlig unkritisch. Für die Montage stellt der Her- steller eine komplette Verlegeeinheit für 100 m2 Innenwandfläche, jeweils teilbar in zweimal 50 m2, auf einer

URSA DEUTSCHLAND GMBH

URSA DEUTSCHLAND GMBH Sanierung und Ausbau Palette zusammen. Zu den besonde- ren Herausforderungen bei der Um-

Sanierung und Ausbau

Palette zusammen. Zu den besonde- ren Herausforderungen bei der Um- setzung der Außenwand-Innendäm- mung in den denkmalgeschützten Gebäuden im Erfurter Dichterviertel zählten die großen Rundbogenfens- ter, die reduzierten Raumendhöhen von 3,90 m sowie die zahlreichen Steckdosen und Anschlüsse in den Wänden, insbesondere in den als Kü- chen ausgebauten Räumen. Zum luftdichten Anschluss des Systems verklebten die Fachhand- werker zunächst das Dichtband ent- lang der anzubringenden U-Profi- le. Anschließend befestigten sie die dazugehörigen U-Profile luftdicht. Nach dem Anbringen der umlaufen- den U-Profile und der wandseitigen C-Profile montierten die Handwer- ker die Clips. Im nächsten Schritt wurde der Dämmfilz eingepasst und mittels Kunststoffkopf fixiert. Abschließend montierten die Verarbeiter die C- Profile, indem diese oben im Kunst- stoffkopf festgeklickt und plane- ben ausgerichtet wurden. Die hohen Raumhöhen erforderten exaktes Ar- beiten. Dank der Formstabilität des Dämmstoffkerns konnten die Dämm- bahnen schnell und mit einem gerin- gen Fugenanteil verlegt werden.

Nach

Abschluss der

Sanierungs-

arbeiten sind im Erfurter Dichterviertel hochwertige Wohnungen ent- standen

Dauerhaft luftdicht ist Pflicht

Nach Abschluss der Dämmarbeiten erfolgte die Verlegung der zum Sys- tem gehörenden Dampfbremse. An den Fensterlaibungen war es beson- ders wichtig, dass die Anschlussstrei- fen der Fensterrahmenprofile dauer- haft luftdicht mit der Dampfbremse verklebt wurden. Dazu mussten die Verarbeiter die Dampfbremse sauber in die Laibung hinein verlegen und anschließend entsprechend verkle- ben. Nur so konnten sie einen dau- erhaft luftdichten Anschluss sicher- stellen. Zum Schluss verschraubten die Handwerker die Trockenbauplat- ten auf die Ständerprofile des Sys- tems. Natürlich achteten die Fach- handwerker darauf, dass sie dabei die Dampfbremse nicht verletzten und die durchgehend geschlossene luft- dichte Ebene nicht beschädigten.

geschlossene luft- dichte Ebene nicht beschädigten. Wohnen im Denkmal Dank einer Kombination aus Wärme-

Wohnen im Denkmal

Dank einer Kombination aus Wärme- dämmkern, variablem Profilsystem und Dampfbremse des Außenwand- Innendämmsystems entstanden bei der Sanierung der denkmalge- schützten Gebäude im Erfurter Dich- terviertel moderne und hochwertig

Gebäude im Erfurter Dich- terviertel moderne und hochwertig Rund um die Innendämmung energetisch sanierte Eigentumswoh-

Rund um die Innendämmung

energetisch sanierte Eigentumswoh- nungen. Die handwerklich einwand- freie Ausführung, die attraktiven Grundrisse sowie die überaus inter- essante Lage in Erfurt sorgten dafür, dass die Wohneinheiten binnen kur- zer Zeit zur Eigennutzung verkauft werden konnten.

Sven-Erik Tornow, Köln

Bei der Planung bzw. dem Einbau einer Innendämmung ist auf folgende Punkte besonders zu achten:

Aufsteigende Feuchtigkeit vermeiden – funktionsfähige Vertikal- und Horizontalabdichtung

Ausreichender Schlagregenschutz – kein eindringender Regen in die Außenwand

Beseitigung von vorhandenen Schimmel- und Feuchteschäden sowie diffusionshemmender Anstriche vor Beginn der Montage

Herstellung einer luftdichten Ebene

Vermeidung der Hinterströmung des Dämmstoffes

Im Spezialfall Fachwerksanierung sind Dämmstoffstärken bis 60 mm möglich

Vorteile einer Innendämmung im System:

Alternative, wenn die energetische Sanierung der Gebäudehülle von außen nicht möglich ist, z. B. denkmalgeschützte Gebäude, Grenzbebauung, partielle Sanierung

Einfache Montage des Systems mit benötigten Systemkomponenten

Bauphysikalisch geprüftes System

Wärmebrückenfreier Systemaufbau, Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden erfüllt

Amortisationszeit i.d.R. weniger als drei Jahre

Raum- bzw. wohnungsweise Sanierung möglich

Unsichtbar und selbst- spannend: Glas übernimmt bei dem Gebäude eine aus- steifende Funktion
Unsichtbar und selbst- spannend: Glas übernimmt bei dem Gebäude eine aus- steifende Funktion
Unsichtbar und selbst- spannend: Glas übernimmt bei dem Gebäude eine aus- steifende Funktion

Unsichtbar und

selbst-

spannend: Glas übernimmt bei dem Gebäude eine aus- steifende Funktion

D ie Bauherren wünschten sich ein Gebäude aus Massivholz und viel

Glas. Holz auf Grund des besseren Raumklimas und der Oberfläche, Glas wegen der Helligkeit und des Ausblicks auf die umgebende Land- schaft. Das Grundstück befindet sich in Hasselbach, Niederösterreich, und hat eine starke Süd-West-Neigung. Ein optisches Highlight des Einfami- lienhauses ist die geometrische Auf- teilung der einzelnen Nutzungsbe- reiche. Drei gleich breite und hohe, aber unterschiedlich lange Holzbo- xen kragen aus dem Hang aus und sind mit verschiedenen Nutzungen versehen: rechts außen eine Schlaf- box, in der Mitte eine Arbeitsbox und links eine Wohnbox. Ein Gang verbindet die drei Nutzungsbereiche miteinander. Eine 3 m breite und 25 m lange Betonbox, die parallel zum Hang verläuft, dient als Funda- ment und als Auflager für die Holz- boxen. In der Betonbox befinden sich der Technikraum, der Abstell- raum, eine Sauna und ein Gästezim- mer. Schräge Stahlsäulen tragen den überstehenden Teil der Boxen. Der Wunsch, Vollholz als Decken- und Wandkonstruktion zu verwen- den, konnte im Großen und Ganzen erfüllt werden. Die Wände bestehen aus 13 cm dicken Brettsperrholzplat- ten, die Decken sind aus statischen Gründen Holzbalkendecken. Zudem wollten die Bauherren möglichst viel Transparenz und keine sicht- bare Diagonalaussteifung. Die Lö- sung: Mehrere Meter breite und hohe Glasscheiben machen das Haus zur gelungenen Aussichtsstation und übernehmen gleichzeitig eine aus- steifende Funktion. Alle Scheiben sind ausschließlich Fixverglasungen und mittels spezieller Profile an den massiven Holzwänden montiert.

Besonderes Merkmal des Einfamilienhauses sind die drei über den Hügel auskragende Boxen Architektur Architektur Der
Besonderes Merkmal des Einfamilienhauses sind die drei über den Hügel auskragende Boxen Architektur Architektur Der

Besonderes Merkmal des Einfamilienhauses sind die drei über den Hügel auskragende Boxen

ArchitekturArchitektur

Der rückseitige Ausgang führt zum haus- eigenen Weingarten
Der rückseitige
Ausgang
führt zum haus-
eigenen
Weingarten

Vor dem Haus befindet sich ein 45 m² großer Schwimmteich

rückseitige Ausgang führt zum haus- eigenen Weingarten Vor dem Haus befindet sich ein 45 m² großer
Architektur Erdgeschoss WC Kochbereich Bad WC Gang Vorraum Schrankraum Arbeitszimmer Essbereich Schlafzimmer
Architektur Erdgeschoss WC Kochbereich Bad WC Gang Vorraum Schrankraum Arbeitszimmer Essbereich Schlafzimmer
Architektur Erdgeschoss WC Kochbereich Bad WC Gang Vorraum Schrankraum Arbeitszimmer Essbereich Schlafzimmer
Architektur
Erdgeschoss
WC
Kochbereich
Bad
WC
Gang
Vorraum
Schrankraum
Arbeitszimmer
Essbereich
Schlafzimmer
Wohnbereich
Detailschnitt
Wandaufbau
3,0 cm
3,0 cm
16,0 cm
12,8 cm
Lärchenbohlen 3/3 cm
Lattung 3/5 (Hinterlüftung)
Gipskartonplatte
dazwischen Schwingbügel für
Lattung 3/5
Brettsperrholz 5-schichtig, geölt
Holzbalken
Kopfplatte für
über
Stahlstütze
Stützen
Stahlsäule
Detailschnitt
Fußbodenaufbau
3,0 cm
3,0 cm
5,0 cm
2,0 cm
26,0 cm
18,0 cm
3,0 cm
1,25 cm
Parkettboden
Lattung 3/5 (Fußbodenheizung)
Polsterholz 5/8
Gipskartonplatte
Styroporbeton
Stahlbetondecke
Lattung 3/5
1 Lage Gipskarton

Viel Licht

sorgt auch in der Schlafbox für ein ange- nehmes Verweilen
sorgt auch
in der
Schlafbox
für ein
ange-
nehmes
Verweilen

„Die Montage der Glaselemente ging äußerst einfach und zügig vonstatten.“

ging äußerst einfach und zügig vonstatten.“ Stützen, die die Boxen tragen, ragen aus dem Uferbereich

Stützen, die die Boxen tragen, ragen aus dem Uferbereich des Teichs

ging äußerst einfach und zügig vonstatten.“ Stützen, die die Boxen tragen, ragen aus dem Uferbereich des

FoToS © FRANZ EBNER

Ein Gang verbindet alle drei Holz- boxen miteinander. Er bietet zusätz- lichen Stauraum Die großen
Ein Gang verbindet
alle drei Holz-
boxen miteinander.
Er bietet zusätz-
lichen Stauraum
Die großen
Glaselemente
ermöglichen
einen freien Blick
nach draußen

Projekt:

Neubau eines Einfamilien- hauses in Hasselbach (A)

Bauweise:

Massivholzbauweise

Bauzeit:

August 2011 bis Juni 2012

Wohnnutzfläche:

209 m²

Energiebedarf:

48 kWh/(m²a)

Umbauter Raum:

1122 m³

Planung:

Architekt Schwarz A-1160 Wien www.architekt-schwarz.com

Ausführung Verglasungssystem:

Knapp GmbH A-3324 Euratsfeld www.knapp-verbinder.com

Produkte Stationärmaschine Sägen wird ganz leicht Die Paneelsäge „DWS 778“ von Dewalt ist für das
Produkte Stationärmaschine Sägen wird ganz leicht Die Paneelsäge „DWS 778“ von Dewalt ist für das
Produkte Stationärmaschine Sägen wird ganz leicht Die Paneelsäge „DWS 778“ von Dewalt ist für das

Produkte

Stationärmaschine

Sägen wird ganz leicht

Die Paneelsäge „DWS 778“ von Dewalt ist für das Zuschneiden von Holz- und Holz- werkstoffen für den Innenaus- bau, Messebau und das Verle- gen von Fußbodenpaneelen geeignet. Mit einem 1850 Watt starken Motor und ei- nem 250 mm Sägeblatt- durchmesser schafft die Maschine Schnitte in bis zu 305 mm brei- te oder bis zu 85 mm hohe Holzmaterialien. Mit den Abmessungen (450 × 600 × 470 mm) und dem niedrigen Gewicht von rund 17 kg lässt sich die Säge leicht auf Baustelle und Montage mitnehmen.

DEWALT Deutschland ı D-65502 Idstein Telefon 0 61 26/21 1 ı www.dewalt.de

Bauaufsichtliche Zulassung

So lässt sich’s kleben

Bauaufsichtliche Zulassung So lässt sich’s kleben Der „2K-EP Klebstoff GSA-Harz“ und der „GSA-Härter“

Der „2K-EP Klebstoff GSA-Harz“ und der „GSA-Härter“ der Neuen Holzbau AG haben eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für das Einkleben von Stahlstäben in Holzbaustoffe erhalten. Ge- genüber der DIN 1052-2008-12 können mit der Zulassung somit höhere Leistungen mit eingeklebten Ankern erreicht werden: Der Festigkeitswert für die Klebfuge zwischen Stahlstab und Bohrloch- wandung ist größer. Andererseits können die Rand- und Achs- abstände verkleinert werden. Um gute Leistungen zu erreichen, wird die statisch wirksame Klebfuge der Bohrlochachse zurück- versetzt. Zudem darf die Dehnung des Stahlstabs 2,4 ‰ nicht überschreiten. Der hohe Rechenwert ist nur für die Feuchtig- keitsklasse 1 möglich.

Neue Holzbau AG ı CH-6078 Lungern Telefon +41 (0) 41 67 9/70 80 ı www.neueholzbau.ch

Produkte Handbuch Planung mit System Binderholz Bausysteme hat für den Online-Auftritt ge- meinsam mit Saint

Produkte

Handbuch

Planung mit System

Binderholz Bausysteme hat für den Online-Auftritt ge- meinsam mit Saint Gobain Rigips Austria ein „Handbuch Massivholzbau“ erstellt. Die Anbieter möchten mit dem Handbuch Zimme-

rern, Architekten, Planern und Stati- kern ein Hilfsmittel zur Verfügung stel- len, mit welchem es dem Bauentschei- der möglich sein soll, in eine sofor-

tige Planung mit Brettsperrholz BBS einzusteigen. Das Handbuch Mas- sivholzbau ist mit allen 133 geprüften Aufbauten sowie 1200 gezeichneten Detailanschlüssen in einer Datenbank unter www.binderholz-bausysteme.com verfügbar.

Binderholz Bausysteme GmbH A-5400 Hallein ı Telefon +43 (0) 62 45 70 50 0/55-6 www.binderholz-bausysteme.com

+43 (0) 62 45 70 50 0/55-6 www.binderholz-bausysteme.com Akkupack Kleiner hält lange durch Länger schrauben,

Akkupack

Kleiner hält lange durch

Länger schrauben, bohren, sägen, schleifen, trennen – ganz ohne Kabel. Das soll der 5.2 Ah-Akkupack von Metabo leis- ten. Im Vergleich zu einem Akkupack mit 3 Amperestunden sollen Verarbeiter bis zu 75 % länger arbeiten können, ohne aufzuladen. Die Akku-Generation ist kompatibel mit allen Maschinen der 18-Volt-Familie. Eine Ultra-M-Technologie sorgt dafür, dass das Ladegerät die Daten des Akkupacks ausliest und das Pack damit genau und schonend geladen wird. Weiterer Vor- teil des Akkus: er ist bei Temperaturen von –15 bis +50 °C einsatzfähig.

Metabowerke GmbH D-72622 Nürtingen Telefon 0 70 22/72-0 www.metabo.de

Temperaturen von –15 bis +50 °C einsatzfähig. Metabowerke GmbH D-72622 Nürtingen Telefon 0 70 22/72-0 www.metabo.de
Temperaturen von –15 bis +50 °C einsatzfähig. Metabowerke GmbH D-72622 Nürtingen Telefon 0 70 22/72-0 www.metabo.de
Temperaturen von –15 bis +50 °C einsatzfähig. Metabowerke GmbH D-72622 Nürtingen Telefon 0 70 22/72-0 www.metabo.de
Temperaturen von –15 bis +50 °C einsatzfähig. Metabowerke GmbH D-72622 Nürtingen Telefon 0 70 22/72-0 www.metabo.de
Temperaturen von –15 bis +50 °C einsatzfähig. Metabowerke GmbH D-72622 Nürtingen Telefon 0 70 22/72-0 www.metabo.de
„Arbeitssicherheit und Qualität gehören für mich immer zusammen.“ Traugott Grundmann, Dachdeckermeister
„Arbeitssicherheit
und Qualität
gehören für mich
immer zusammen.“
Traugott Grundmann,
Dachdeckermeister
Kein Risiko der Arbeit! bei
Kein Risiko
der Arbeit!
bei
Unfälle Berufs- krankheiten der sind und vermeidbar. BG BAU Experten beraten und unterstützen Sie.
Unfälle
Berufs-
krankheiten
der sind und
vermeidbar.
BG BAU
Experten
beraten
und unterstützen
Sie.

Mehr zu unseren Leistungen:

Ergebnisse sind die besten Argumente! 30 Jahre Erfahrung 3D-CAD/CAM AVEVA Software GmbH Am Umweltpark 7
Ergebnisse sind die besten Argumente!
30 Jahre Erfahrung 3D-CAD/CAM
AVEVA Software GmbH
Am Umweltpark 7
44793 Bochum, Germany
Fon: +49(0) 234 964 17-0
www.bocad.com
Bochum, Germany Fon: +49(0) 234 964 17-0 www.bocad.com Produkte Gas-Setzgerät Sicher Nageln Das

Produkte

Gas-Setzgerät

Sicher Nageln

Das Gas-Direktbefestigungssystem „GX 90-WF“ von Hilti soll Holz-auf-Holz-Befestigungen im Holzbau und Fassadenbau ermögli- chen. Das Setzge- rät wird mit einem Luft-Gas-Gemisch betrieben, das mit- hilfe eines Akkus vermengt wird. Der 7,5 V Lithium-Ionen-Akku erlaubt bei normalen Hölzern bis zu 6000 Setzungen mit einer Ak- kuladung und ist durch einen Tiefschlaf-Modus gegen Tiefenent- ladung geschützt. Das Magazin fasst bis zu 75 Nägel mit einer Länge von 50 bis 90 mm. Für die nötige Sicherheit soll das Vermeiden von Stoßfeuer sorgen:

nötige Sicherheit soll das Vermeiden von Stoßfeuer sorgen: Das Gerät löst bei jedem einzelnen Nagel erst

Das Gerät löst bei jedem einzelnen Nagel erst durch separates Andrücken aus.

Hilti Deutschland AG ı D-86916 Kaufering Telefon 08 00/8 88 55 22 ı www.hilti.de

Kapp-Sägesystem

In die Tiefen vordringen

Bei der Holzbearbeitung sind Gehrungs- und Kappschnit- te häufig notwendig. Eine schnelle und präzise Alternative möchte Mafell mit dem Kapp-Sägesystem KSS bieten. Mit der „KSS 80/370“ stellt der Anbieter Verarbeitern eine mobile Ein- hand-Kappsäge zur Verfügung. Mit der Maschine sind nun auch Schnitttiefen von 82 mm auf der Schiene möglich. Mit dem Schwenksystem wird im Winkelbereich von 0° bis 45° eine Schnitttiefe von maximal 55,5 mm erzielt.

MAFELL AG ı D-78727 oberndorf/Neckar Telefon 0 74 23/81 20 ı www.mafell.de

55,5 mm erzielt. MAFELL AG ı D-78727 oberndorf/Neckar Telefon 0 74 23/81 20 ı www.mafell.de 54
Produkte Einspannstützen Holz setzt sich durch Den üblichen Beton- und Stahlstützen im Hallenbau erwächst ein

Produkte

Einspannstützen

Holz setzt sich durch

Den üblichen Beton- und Stahlstützen im Hallenbau erwächst ein starker Kon- kurrent: Schaffitzel Holzin- dustrie bietet eingespannte Stützen aus Brettschicht- holz an. Laut dem Anbie- ter sind sie ökologischer und geben ein angeneh- mes Raumklima. Techni- sche Vorteile der Stützen sind: Das verhältnismäßig geringe Gewicht erleichtert den Transport und die Mon- tage. Die Gesamtkonstruk- tion des Tragwerkes lässt sich schnell und durchge- hend montieren. Zudem sollen sich Wandbauteile an das Holz problemlos anschließen lassen. Zudem erfüllen die im Ingenieurholzbau verwendeten Holzquerschnitte eine Feuerwiderstandsklasse von F30.

Schaffitzel Holzindustrie GmbH & Co. KG D-74523 Schwäbisch Hall Telefon 0 79 07/98 70-0 ı www.schaffitzel.de

Hall Telefon 0 79 07/98 70-0 ı www.schaffitzel.de Fräswerkzeug Rundes Ding hat Biss Leitz hat mit

Fräswerkzeug

Rundes Ding hat Biss

Leitz hat mit dem „HeliCut Messerkopf“ ein Fräs- werkzeug für Abbundanlagen entwickelt. Der Messerkopf soll durch ausrissfreie Schnittqualität überzeugen: So- wohl im Gleich- und Gegenlauf als auch in der Längs-, Stirn- oder Querholzbearbeitung sollen keine Aussplitterun- gen an den Kanten auftreten. Dafür sorgen Verbesserun- gen an den Schneidkan- ten sowie bei der Messer- anordnung. Der Messer- kopf ist in den Durchmes- sern 85 bis 400 mm und in den Fräsbreiten 18 bis 120 mm erhältlich.

Leitz GmbH & Co. KG D-73447 oberkochen Telefon 0 73 64/950-0 ı www.leitz.org

DELTA® schützt Werte. Spart Energie. Schafft Komfort. Ich verarbeite DELTA®-
DELTA® schützt Werte. Spart Energie. Schafft Komfort.
Ich verarbeite
DELTA®-

MAXX POLAR,

weil Energiesparen ganz oben beginnt.

DDM Salvatore Battaglia Battaglia & Neuendorf, Breckerfeld Das hochleistungsstarke Steildach-Dämmsystem
DDM Salvatore Battaglia
Battaglia & Neuendorf,
Breckerfeld
Das hochleistungsstarke
Steildach-Dämmsystem
Unterschiedliche Ausführungen mit Mineralvlies- oder
Aluminium-Deckschicht sorgen für optimale U-Werte. Und
durch die einzigartige DELTA®-typische Kaschierschicht
mit robuster, rutschhemmender Oberfläche sowie durch
die integrierten Selbstkleberänder für die zuverlässige
Rundum-Verklebung ist eine zeit- und kostensparende
Verlegung sichergestellt.
www.doerken.de
P
R
E
M
I
U
M
-
Q
U
A
L
I
T
Ä
T
Produkte Dämmplatte Brennen war gestern Die „Georock MV“ von Rockwool ist eine nichtbrennba- re, wärmedämmende

Produkte

Dämmplatte

Brennen war gestern

Produkte Dämmplatte Brennen war gestern Die „Georock MV“ von Rockwool ist eine nichtbrennba- re, wärmedämmende

Die „Georock MV“ von Rockwool ist eine nichtbrennba- re, wärmedämmende Gefälledach-Dämmplatte aus Stein- wolle mit oberseitiger Mineralvlieskaschierung. Einsatz fin- det die Platte bei verklebten Dachaufbauten. Durch die Mi- neralvlieskaschierung soll ein sicherer Verbund mit allen verklebten oder verschweißten Dachabdichtungen möglich sein. Auf der Dämmplatte können Verarbeiter laut Herstel- ler sowohl Bitumenschweißbahnen direkt aufschweißen als auch zweilagige Abdichtungsvarianten mit einer selbstkle- benden Unterlagsbahn und thermischer Aktivierung auf- bringen. Bei vollflächiger Verklebung der Dachabdichtung kann die Platte bis zu einer Windlast von 3,60 kN/m² ein- gesetzt werden.

DEUTSCHE RoCKWooL Mineralwoll GmbH & Co. oHG D-45966 Gladbeck ı Telefon 0 20 43/40 80 ı www.rockwool.de

Klammergerät

Auf Abstand halten

ITW stellt mit dem „haubold Inliner DC“ ein Gerät vor, das im Bereich Fertighausindustrie und beim Holzrahmenbau bei der Verarbeitung von Gips-, Gipsfaser- und Holzwerk- stoffplatten einsetzbar ist. Mit einer Distanz-Kontrolle (DC) sowie einem Knopfdruck soll es möglich sein, Klammer- abstände von 40, 60, 80 und 120 mm bei manueller und Automatikauslösung im vorgeschriebenen Winkel von 30° genau einzustellen. Weiterhin erleichtern ein Visier bei der freien Führung auf der Holzrahmenkonstruktion und ein Anschlagbügel entlang der Plattenkante dem Anwender die Elementierung.

ITW Befestigungssysteme GmbH D-30966 Hemmingen Telefon 05 11/42 04-0 www.haubold-inliner-dc.de

ITW Befestigungssysteme GmbH D-30966 Hemmingen Telefon 05 11/42 04-0 www.haubold-inliner-dc.de 56 mikado 7.2013
ITW Befestigungssysteme GmbH D-30966 Hemmingen Telefon 05 11/42 04-0 www.haubold-inliner-dc.de 56 mikado 7.2013
Produkte Hohlfalzziegel Leichtgewicht trotzt Stürmen Klein, leicht und flexibel: Das sollen die drei Haupteigen-

Produkte

Hohlfalzziegel

Leichtgewicht trotzt Stürmen

Produkte Hohlfalzziegel Leichtgewicht trotzt Stürmen Klein, leicht und flexibel: Das sollen die drei Haupteigen-

Klein, leicht und flexibel: Das sollen die drei Haupteigen- schaften des Tondachziegels „Melodie“ von Creaton sein. Mit seinen Eigenschaften ist der Hohlfalzziegel vor allem im Denkmal- und Sanierungs- bereich oder auch bei der Ge- staltung kleinerer Dachflächen geeignet. Eine stark ausgepräg- te Verfalzung und ein Deck- längenspiel von etwa 35 mm erhöhen laut Hersteller die Fle- xibilität des kleinen Tondach- ziegels. Trotz des geringen Ge- wichtes von etwa 3 kg soll der Ziegel eine hohe Sturmsicher- heit gewährleisten. Der Dach- ziegel ist in den Farbtönen Naturrot, Kupferrot, Schieferton oder Anthrazit engobiert sowie Schwarz glasiert erhältlich.

CREAToN AG D-86637 Wertingen Telefon 0 82 72/86-0 www.creaton.de

Holzfaserplatte

Kugelsichere Außenhaut

Dach und Wand gut geschützt bei Hagelschlag: Dafür sol- len laut Anbieter die Systembausteine „Agepan DWD protect N+F“ (Hagelwiderstandsklasse 4) und „Agepan THD N+F“ (Hagelwiderstandsklasse 3) sorgen. Was den Schutz vor Ha- gelschäden angeht, so wurden die Vorteile der Systembau- steine von offizieller Seite bestätigt – mit einem Zertifikat des IBS (Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsfor- schung GmbH) aus Linz.

Glunz AG ı D-49716 Meppen Telefon 0 59 31/40 50 ı www.agepan.de

ı D-49716 Meppen Telefon 0 59 31/40 50 ı www.agepan.de www.mikado-online.de Steildachdämmung Bleiben Sie trocken,

Steildachdämmung

Bleiben Sie trocken, denn nass werden war gestern!

Bleiben Sie trocken, denn nass werden war gestern! puren ® PUR Unterdach Die geniale Aufsparrendämmung

puren ® PUR Unterdach Die geniale Aufsparrendämmung von puren ® mit der innovativen dop- pelten Verklebung wird in Sachen Wasserdichtheit den höchsten An- forderungen für Dämmsysteme gerecht. Jetzt hat Wasser keine Chance mehr, ganz egal wie flach geneigt ein Dach ist. Leicht zu verarbeiten und fach- lich korrekt!

ein Dach ist. Leicht zu verarbeiten und fach- lich korrekt! Erhöhte Regen- sicherheit geprüft von Holzforschung
ein Dach ist. Leicht zu verarbeiten und fach- lich korrekt! Erhöhte Regen- sicherheit geprüft von Holzforschung
ein Dach ist. Leicht zu verarbeiten und fach- lich korrekt! Erhöhte Regen- sicherheit geprüft von Holzforschung

Erhöhte Regen- sicherheit geprüft von Holzforschung Austria! Diffusionsoffen!

geprüft von Holzforschung Austria! Diffusionsoffen! Rengoldshauser Str. 4 88662 Überlingen Tel. +49 (0) 7551 80
geprüft von Holzforschung Austria! Diffusionsoffen! Rengoldshauser Str. 4 88662 Überlingen Tel. +49 (0) 7551 80

Rengoldshauser Str. 4 88662 Überlingen Tel. +49 (0) 7551 80 99–0 Fax +49 (0) 7551 80 99–20 info@puren.com

PURe technology!

mikado Holzbau-Branchenführer Baustoffe Abdichtungen Absturzsicherung Bauplanschutz Brettschichtholz Dämmstoffe PAVATEX

mikado Holzbau-Branchenführer

Baustoffe

Abdichtungen

mikado Holzbau-Branchenführer Baustoffe Abdichtungen Absturzsicherung Bauplanschutz Brettschichtholz Dämmstoffe PAVATEX

Absturzsicherung

Baustoffe Abdichtungen Absturzsicherung Bauplanschutz Brettschichtholz Dämmstoffe PAVATEX

Bauplanschutz

Baustoffe Abdichtungen Absturzsicherung Bauplanschutz Brettschichtholz Dämmstoffe PAVATEX Deutschland Hotline

Brettschichtholz

Abdichtungen Absturzsicherung Bauplanschutz Brettschichtholz Dämmstoffe PAVATEX Deutschland Hotline Technik + Verkauf
Abdichtungen Absturzsicherung Bauplanschutz Brettschichtholz Dämmstoffe PAVATEX Deutschland Hotline Technik + Verkauf

Dämmstoffe

Absturzsicherung Bauplanschutz Brettschichtholz Dämmstoffe PAVATEX Deutschland Hotline Technik + Verkauf Telefon +49
Absturzsicherung Bauplanschutz Brettschichtholz Dämmstoffe PAVATEX Deutschland Hotline Technik + Verkauf Telefon +49

PAVATEX Deutschland Hotline Technik + Verkauf Telefon +49 (0)7561 9855-0 Telefax +49 (0)7561 9855-30

Holzfaserdämmstoffe www.p av atex .d e ökologisch & zukunftsorientiert
Holzfaserdämmstoffe
www.p av atex .d e
ökologisch & zukunftsorientiert

Nagelplattenbinder

e ökologisch & zukunftsorientiert Nagelplattenbinder Nagelplatten- konstruktionen Nahezu jede architektonische
Nagelplatten- konstruktionen Nahezu jede architektonische Form realisierbar! KERSCHBAUM Triebweg 3, Buchheim 91593
Nagelplatten-
konstruktionen
Nahezu jede
architektonische
Form realisierbar!
KERSCHBAUM
Triebweg 3, Buchheim
91593 Burgbernheim
Tel.: (09847) 97 97-0
www.kerschbaum-haus.de
HAUS

H. Schröder GmbH

H. Schröder GmbH Nagelplattenbinder vielfältig einsetzbar für landwirtschaftliche Gebäude Hallen · Werkstätten
H. Schröder GmbH Nagelplattenbinder vielfältig einsetzbar für landwirtschaftliche Gebäude Hallen · Werkstätten
H. Schröder GmbH Nagelplattenbinder vielfältig einsetzbar für landwirtschaftliche Gebäude Hallen · Werkstätten
H. Schröder GmbH Nagelplattenbinder vielfältig einsetzbar für landwirtschaftliche Gebäude Hallen · Werkstätten

Nagelplattenbinder

vielfältig einsetzbar für landwirtschaftliche Gebäude Hallen · Werkstätten Bürogebäude · Schulen Wohnungsbau u.v.m.

Forstwiesenweg 8 ∙ 06925 Annaburg Tel. (035385) 20264 www.holzbau-hschroeder.de info@holzbau-hschroeder.de

Bauteile

Massivholz Decken- und Wandsysteme

Dübelholz

Brettstapel

• kein Verschnitt durch Giebel und Türöffnungen

• volle Querschnittstragfähigkeit/ Ausnutzung (Iy)

• ohne Leim und Nägel

• individuelle sichtbare Deckenstrukturen/Kombin.

• Holz-Beton-Verbund

KMH bausysteme Max-Eyth-Str. 25-27 89613 Oberstadion Tel. +49 7357/ 92 19 99-0 Fax +49 7357/ 92 19 99-9 info@kmh-bausysteme.de www.kmh-bausysteme.de

Oberstadion Tel. +49 7357/ 92 19 99-0 Fax +49 7357/ 92 19 99-9 info @ kmh-baus
99-9 info @ kmh-baus y steme.de www.kmh-bausysteme.de Massivholzplatten Decke, Dach, Wand Z-9.1-482 Tel. (0 82
Massivholzplatten Decke, Dach, Wand Z-9.1-482 Tel. (0 82 94) 80 24 07 • Fax. (0
Massivholzplatten
Decke, Dach, Wand
Z-9.1-482
Tel.
(0 82 94) 80 24 07
• Fax. (0 82 94) 80 24 08

Betriebsmittel

Fuhrpark

Langmaterial Anhänger Anhänger GmbH Tel. 07844 9187-0 www.ruku-rheinau.de
Langmaterial Anhänger Anhänger GmbH Tel. 07844 9187-0 www.ruku-rheinau.de
Langmaterial Anhänger
Anhänger GmbH
Tel. 07844 9187-0
www.ruku-rheinau.de

Montage-/Transporthilfen

07844 9187-0 www.ruku-rheinau.de Montage-/Transporthilfen Werkzeuge Plattenträger, Türheber, Kantenzwingen,

Werkzeuge

Plattenträger, Türheber, Kantenzwingen, Uni-Zwingen, Korpuszwingen, Gehrungszwingen Balkenzüge, Pressenputzer,

Plattenträger, Türheber, Kantenzwingen, Uni-Zwingen, Korpuszwingen, Gehrungszwingen Balkenzüge, Pressenputzer, Montagestützen

Tel. +43(0)5242-71235, Fax-DW 5 www.1atools-shop.at / www.schwaigertools.at

Dienstleistung

EDV

Alpha-Software Am Grabenweg 2 72516 Scheer Fon: +49-7572-3443102 Fax: +49-7572-3443104 info@alpha-software.eu
Alpha-Software
Am Grabenweg 2
72516 Scheer
Fon: +49-7572-3443102
Fax: +49-7572-3443104
info@alpha-software.eu
u.eeftwaros-ahpalw.ww
mikado Holzbau-Branchenführer TrimFox   bachinger software 3D-Abbundsoftware - schnell lernen -

mikado Holzbau-Branchenführer

TrimFox

TrimFox

 

bachinger software

3D-Abbundsoftware

- schnell lernen

- einfach konstruieren

- günstig mieten

Am Wimhof 20 D-94034 Passau Telefon: 0851/73337 Fax: 73388

Internet: www.trimfox.com

 
 

 
   
   

Internet: www.trimfox.com     Fassade Profilholz direkt vom Hersteller. Lärche »
Internet: www.trimfox.com     Fassade Profilholz direkt vom Hersteller. Lärche »
Internet: www.trimfox.com     Fassade Profilholz direkt vom Hersteller. Lärche »
Internet: www.trimfox.com     Fassade Profilholz direkt vom Hersteller. Lärche »

Internet: www.trimfox.com     Fassade Profilholz direkt vom Hersteller. Lärche »
Internet: www.trimfox.com     Fassade Profilholz direkt vom Hersteller. Lärche »
Internet: www.trimfox.com     Fassade Profilholz direkt vom Hersteller. Lärche »

Fassade

Profilholz direkt vom Hersteller. Lärche » Douglasie » Tanne » Fichte Säge- und Hobelwerk Josef
Profilholz direkt vom Hersteller.
Lärche » Douglasie » Tanne » Fichte
Säge- und Hobelwerk Josef Falter&Sohn
www.laerchenholz-falter.de
Holzbau Wählen Sie aus den Rubriken Baustoffe Ingenieurholzbau (z. B. Abdichtung, Absturzsi- Ihr Partner in
Holzbau
Wählen Sie aus den
Rubriken
Baustoffe
Ingenieurholzbau
(z.
B. Abdichtung, Absturzsi-
Ihr Partner in Sachen
HOLZLEIMBAU
cherung, Anstrichstoffe/Holz-
schutz, Bauholz, Bauplanschutz,
Bauplatten, BSH, Dämmstoffe,
Holzwerkstoffe, Klebstofftechnik,
Nagelplattenbinder, Verbin-
Beratung – Planung – Konstruktion – Statik
Lieferung BS-Holz, konstruktiv und gerade
dungsmittel, Vollholz)
Bauteile/-systeme
(z.
B. Fenster, Türen/Tore, Wand-
Tel 0 21 63 /89 88 - 0
www.derix.de
Tel 0 54 56 /93 03 - 0
www.poppensieker-derix.de
tafeln)
Betriebsmittel
(z.
B. Fuhrpark/Kräne, Gerüste/
Arbeitsschutz, Handmaschinen,
Messtechnik, Montage-/Trans-
porthilfen, Werkzeuge)
Dach + Fassade
Trockenbau
Dienstleistungen
Treppen
(z.
B. Abbund, Arbeitsvorberei-
tung, EDV, Unternehmensberater,
Literatur, Sägen/Fräsen)
Haustechnik
Holzbau
(z.
B. Dachstühle, Holzhäuser,
Ingenieurholzbau, Klassische
Zimmereiarbeiten)
Trockenbau
(z.
B. Gewerbehallen, Holz-/Glas-
Fassaden, Nagelplattenbauweise,
Schalungsbau, Treppen)
Ich möchte bei meinen Kunden immer präsent sein
und nutze die Möglichkeit des Eintrages.
Bestellung unter 0 82 33.23-71 35 oder per Fax -71 11
oder per E-Mail: Daniela.Bolleininger@weka.de
❑ Eintrag
45 × 30 mm
60,– €
pro Ausgabe
❑ Eintrag
45 × 40 mm
80,– €
pro Ausgabe
❑ Eintrag
45 × 50 mm
100,– €
pro Ausgabe
❑ Weitere Formate und Rubriken auf Anfrage
Bezugszeitraum mindestens 11 aufeinanderfolgende Ausgaben
Firma:
Name:
Straße:
PLZ/ort:
Tel./Fax:
E-Mail:
Zimmermeisterdach Dachwohnungen Zimmermeisterdach Dachwohnungen Dachwohnungen Unter Dach und Fach Zwanzig Jahre Dach

Zimmermeisterdach Dachwohnungen

Zimmermeisterdach Dachwohnungen

Dachwohnungen

Unter Dach und Fach

Zwanzig Jahre Dach bedeuten zwanzig Jahre Veränderung – bei den Vorschriften, politischen Rahmenbedingungen und Energiekosten – und die Chance, Gutes noch besser zu machen.

– und die Chance, Gutes noch besser zu machen. ▴ In den vergangenen 20 Jahren hat

In den vergangenen 20 Jahren hat das Leben unterm Dach deutlich an Qualität gewonnen

Zimmermeisterdach Dachwohnungen W ohnen unterm Dach ist keine Erfindung der Neuzeit, wenn- gleich es heute

Zimmermeisterdach Dachwohnungen

W ohnen unterm Dach ist keine Erfindung der Neuzeit, wenn-

gleich es heute viel behaglicher ist. Schon mit den ersten Stadtgrün-

dungen im 11. Jahrhundert nutz- ten die Menschen Räume unter dem Dach als Wohnräume – allerdings ohne eine Spur von Wärmeschutz. Wenn gedämmt wurde, dann erhielt die oberste Geschossdecke lediglich Lehm-/Strohwickel oder Sandschüt- tungen. Die Bedachungsmaterialien im ländlichen Bereich aus Torf, Reet oder Stroh boten zwar einen besse- ren Wärmeschutz, doch das Brand- risiko war enorm.

Wohnen unterm Steildach

Mit der 1850 beginnenden Indust- rialisierung veränderte sich in den rasch wachsenden Städten die Bau- weise. Der Massivbau verdrängte den bisher dominierenden Holzbau, nur die Dachkonstruktionen wurden wei- terhin in traditioneller Holzbauweise ausgeführt und das Dach zunehmend als zusätzlicher Wohnraum genutzt. Als Dämmung kamen feuchteemp- findliche und insektenfreundliche Naturmaterialien wie Torf oder Stroh zum Einsatz. Mit der 1952 eingeführten DIN 4108 „Wärmeschutz im Hochbau“ sollten Feuchtigkeit und Schimmel aus dem Haus verbannt werden. 1960 kam unter Punkt 4 „Grundlagen des Wärmeschutzes“ das Thema der Luft- dichtheit hinzu: Der Wärmeschutz eines Raumes ist abhängig von dem Wärmedurchlasswiderstand der um- schließenden Bauteile (Wände, De- cken), der Luftdurchlässigkeit dieser Bauteile (z. B. Fugen oder Spalten), vor allem derjenigen, die den Raum gegen Außenluft abschließen, und der Wärmespeicherung.

Ölkrise erzwingt Wärmeschutzverordnung

Den entscheidenden Schritt in Sa- chen Wärmeschutz erzwang die Öl- krise von 1973: Die Energiepreise stiegen extrem und die Regierung zwang per Gesetz Bauherren und Sanierer zum energiesparenden Bauen. Zwar war der 1977 in der

Bei all den Veränderungen, Vorgaben und Beschlüssen der vergangenen 20 Jahre hat der Bewohner des Dachgeschosses gewonnen

Wärmeschutzverordnung (WSVO) geforderte K-Wert (heute U-Wert) von ≤ 0,45 W/(m²k) für das Steildach nach heutigen Gesichtspunkten alles andere als anspruchsvoll, für dama- lige Verhältnisse stellte er jedoch ei- nen Meilenstein dar. Mit der nächs- ten Ölkrise 1979/80 und der WSVO von 1984 verschärfte sich die Vorga- be deutlich auf ≤ 0,30 W/(m²k). Erst 1995 folgte in der Diskussi- on um effiziente Energiesparmaß- nahmen bei Gebäuden die nächste Stufe der WSVO – jetzt Energieein- sparverordnung, kurz EnEV genannt. Speziell für kleine, den Markt domi- nierende Neubauten mit bis zu drei Vollgeschossen ist jetzt der U-Wert ≤ 0,22 W/(m²k) gefordert. In der Steil- dachsanierung blieb es bei ≤ 0,30 W/ (m²k). Der Gebäudebestand musste erst einmal auf dieses Niveau ge- bracht werden. Die EnEV 2009 brach- te schließlich die U-Wert-Vorgabe für das geneigte Altbaudach von U ≤ 0,24 W/(m²k).

Aufsparren- verdrängt Zwischen- sparrendämmung

Mit der Verschärfung der Vorgaben veränderten sich zwangsläufig auch die Dämm-Methoden und -Materi- alien. Dominierte vor wenigen Jah- ren noch die Zwischensparrendäm- mung den Markt, so verschob sich die Dämmmethode immer stärker

in Richtung einer Kombination von Zwischen- und Aufsparrendämmung und hin zur reinen Aufsparrendäm- mung. Die höheren Anforderungen an den Wärmeschutz hätten sonst immer stärkere Dämmstoffdicken erfordert. Doch im Altbau begren- zen vorhandene Sparrenhöhen die Dämmstoffdicke der Zwischenspar- rendämmung. Im Neubau ist es sinn- voll, aus Wirtschaftlichkeitsgründen das Thema Wärmebrücken von vorn- herein optimal zu lösen oder auszu- schließen.

Mit Systemen punkten

Um eine Zwischensparrendämmung wärmebrückenoptimiert auszufüh- ren, bietet sich die Kombination mit einer oberhalb der Sparren verlegten dünnen Dämmplatte als Lösung an. Noch besser ist es, die Wärmedäm- mung ganz auf die Sparren zu le- gen. Höhenbegrenzungen spielen bei der Aufsparrendämmung keine Rol- le, denn Wärmebrücken durch Spar- ren und Wände gibt es nicht, da die Dämmplatten als geschlossene Hau- be oberhalb angeordnet sind. Mit den neuen Dämmmetho- den und dem Anspruch an Effizi- enz und Wirtschaftlichkeit gab es zwangsläufig große Veränderungen bei den Dämmmaterialien. Die bis- her den Steildachmarkt dominieren- de Mineralfaser bekam mehr und

Vergleich zwischen Zwischensparrendämmung und Aufsparrendämmung

1
1

Sparren

2
2

Dämmung

3
3

Wärmeverlust über Sparren

2 2 3 1 1 75 % 100 % Zwischensparrendämmung Aufsparrendämmung
2
2
3
1
1
75 %
100 %
Zwischensparrendämmung
Aufsparrendämmung

PAUL BAUDER GMBH & Co. KG

PAUL BAUDER GMBH & Co. KG Zimmermeisterdach Dachwohnungen mehr Konkurrenz von Aufsparren- Dämmsystemen aus

Zimmermeisterdach Dachwohnungen

BAUDER GMBH & Co. KG Zimmermeisterdach Dachwohnungen mehr Konkurrenz von Aufsparren- Dämmsystemen aus

mehr Konkurrenz von Aufsparren- Dämmsystemen aus Polyurethan- Hartschaum oder Holzfasern. Hier wird sich der Trend zu komplexen Dämmsystemen weiter fortsetzen, denn ein Komplettsystem eines Her- stellers bietet zum einen Vorteile hin- sichtlich der Verträglichkeit der Ma- terialien untereinander, zum anderen lässt sich die Gewährleistung nur so zufriedenstellend lösen.

Luftdicht Bauen nach Norm

Historische Dächer: Dieses hier ist von innen mit Lehm verschmiert und gekalkt

Ein altes Strohdach

Mit der Einführung der DIN 4108 „Wärmeschutz im Hochbau“ kam auch das „Luftdichte Bauen“. Zwar gab es im Gegensatz zu heute noch keine Vorgaben an Luftwechselrate und Prüfverfahren, aber die Wichtig- keit des luftdichten Bauens war schon als eine Einflussgröße für einen guten Wärmeschutz klar beschrieben. Blower-Door-Tests als Prüfmetho- de und Vorgaben an die maximale Luftwechselrate wurden Bestandteile der DIN 4108-7 von 1998 und später als Planungsempfehlungen in Wort und Bild in die EnEV übernommen. Die neue Norm löste unzähli- ge Entwicklungen im Bereich von Dampfsperren und -bremsen, Klebe- bändern und Dichtmassen aus. Luft- dichtes Bauen war kein Fremdwort mehr, auch wenn die Umsetzung ins- besondere bei der Altbausanierung bis heute nicht immer einfach ist.

Heute kommen auf dem Dach zunehmend Dämmsysteme aus z.B.

Polyurethan-

Hartschaum oder

Holzfasern

zum Einsatz

aus z.B. Polyurethan- Hartschaum oder Holzfasern zum Einsatz Energetische Sanierung birgt großes Einsparpotenzial Doch

Energetische Sanierung birgt großes Einsparpotenzial

Doch nicht nur die gesetzlichen Vor- gaben wie WSVO/EnEV und Normen brachten Veränderungen – auch poli- tische Meilensteine und Katastrophen zwangen zum Umdenken: Der Welt- klimagipfel mit dem Kyoto-Protokoll von 1997 will den Ausstoß der Treib- hausgase weltweit beschränken, um die Ozonschicht nicht weiter zu schä- digen. Neben internationalen Verein- barungen legt 2007 auch das natio- nale Energie- und Klimaprogramm der Meseberger Beschlüsse fest, die Treibhausgase im Vergleich zu 1990

bis 2020 um mindestens 40 % zu re- duzieren. Derart hohe Ziele lassen sich nur durch eine enorme Reduk- tion des Energieverbrauchs erreichen. Und hier spielen Wohngebäude die entscheidende Rolle, denn im Gegen- satz zu Industrie und Verkehr ist hier das Einsparpotenzial am größten. Vergleicht man den Heizenergie- bedarf von rund 160 (ca. 16 Liter Öl) der zwischen 1900 und 1960 bzw. 140 KWh/m²/Jahr der 1960 bis 1990 errichteten Gebäude mit den nach 1990 gebauten mit ≤ 100 KWh/m²/ Jahr, so scheint das Einsparpotenzi- al auf den ersten Blick nicht beson- ders hoch zu sein. Bringt man nun die

scheint das Einsparpotenzi- al auf den ersten Blick nicht beson- ders hoch zu sein. Bringt man
Zimmermeisterdach Dachwohnungen Anzahl der Gebäude und die Tatsache ins Spiel, dass von den ca. 34

Zimmermeisterdach Dachwohnungen

Zimmermeisterdach Dachwohnungen Anzahl der Gebäude und die Tatsache ins Spiel, dass von den ca. 34 Mio.

Anzahl der Gebäude und die Tatsache ins Spiel, dass von den ca. 34 Mio. Wohngebäuden fast zwei Drittel vor 1990 errichtet wurden, so lässt sich sehr schnell das riesengroße Poten- zial dieses Bestands erkennen. Würde man alle Bestandsgebäude entspre- chend energetisch sanieren, könnte der Energieverbrauch Deutschlands bis 2050 halbiert werden! Auch die EU hat entschieden, dass Neu- und Altbauten energetisch deutlich aufgewertet werden müs- sen. „Die EU-Mitgliedstaaten müs- sen nach der neuen Verordnung bis zum 31. Dezember 2018 sicherstel- len, dass alle neu gebauten Gebäu- de so viel Energie erzeugen, wie sie gleichzeitig verbrauchen, etwa mit- tels Sonnenkollektoren oder Wär- mepumpen“, sagt der Beschluss von 2009 und gibt damit die weitere Rich- tung vor. Ab 2050 gilt diese Verord- nung auch für Bestandsgebäude. Das Niedrigst-Energie-Gebäude kommt. Es wird nur mit extrem gutem Wär- meschutz und entsprechender An- lagentechnik zu erreichen sein.

Energiewende auf dem Dach

Auch die viel diskutierte Energie- wende Deutschlands, 2011 ausge- löst durch die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima, geht in diese Richtung. Bis 2050 soll die Energieversorgung überwiegend aus

erneuerbaren Energien gedeckt wer- den. Diese Forderung nach dem Er- neuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist beim Blick auf Deutschlands geneig- te Dächer zu sehen: Solarthermie und Photovoltaik sind keine Exoten mehr. Sie tragen bei gleichzeitig ef- fizientem Wärmeschutz der darun- terliegenden Dächer gemeinschaft- lich viel zur Energieeinsparung und -gewinnung bei.

Viel besser wohnen unterm Dach

Bei all den Veränderungen, Vorgaben und Beschlüssen der letzten 20 Jah- re hat der Bewohner des Dachge- schosses gewonnen. Mit guter Wär- medämmung entsteht hochwertiger Wohnraum. Der Hausbesitzer ge- winnt hochwertigen Wohnraum für Nachwuchs oder Pflege, zur Vermie- tung oder fürs Hobby und steigert da- mit den Wert der Immobilie. Standen vor wenigen Jahren noch Farbe und Form des Bedachungsma- terials an erster Stelle des Beratungs- gesprächs zwischen Verarbeiter und Hausbesitzer, so geht es heute eher um die Frage, wie der Wärmeschutz verbessert und damit der Heizkosten- anteil reduziert werden kann. Als Fazit bedeuten zwanzig Jah- re Dach auch zwanzig Jahre Verän- derung und die Chance, Gutes noch besser zu machen.

Ekkehard Fritz, Stuttgart

Dachdeckung

aus Steinplatten

Abbundmaschine ROBO T- Drive www.hundegger.de
Abbundmaschine
ROBO T- Drive
www.hundegger.de
Fortbildung Wir formen die Zukunft Neu Für Möbelqualität im Holzbau Der speziell für Abbundanlagen ent-

Fortbildung

Wir formen die Zukunft

Fortbildung Wir formen die Zukunft Neu Für Möbelqualität im Holzbau Der speziell für Abbundanlagen ent- wickelte
Fortbildung Wir formen die Zukunft Neu Für Möbelqualität im Holzbau Der speziell für Abbundanlagen ent- wickelte

Neu

Für Möbelqualität im Holzbau

Der speziell für Abbundanlagen ent- wickelte HeliCut Messerkopf über- zeugt mit exzellenter Schnittqualität und hoher Wirtschaftlichkeit.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

Forum Bois Construction Beaune 2013

Holzbau auf Französisch

Der Holzbau in Frankreich ist gefragt. Das zeigte sich auch durch das starke Interesse am dritten „Forum Bois Construction“, das am 25. und 26. April 2013 in der burgundischen Stadt Beaune stattfand.

26. April 2013 in der burgundischen Stadt Beaune stattfand. ▴ Ralf Revedag, Architekturbüro Wilmotte, stellte den
26. April 2013 in der burgundischen Stadt Beaune stattfand. ▴ Ralf Revedag, Architekturbüro Wilmotte, stellte den

Ralf Revedag, Architekturbüro Wilmotte, stellte den Neubau des Fußballstadions in Nizza vor. Das Bauprojekt soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden

Das Bauprojekt soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden ▴ Richard Jussel, Blumer-Leh- mann AG, stellte das

Richard Jussel, Blumer-Leh- mann AG, stellte das 7-geschos- sige Tamedia-Gebäude in Zürich vor: ein Tragwerk aus Holz, aber ohne Schrauben und Nägel

vor: ein Tragwerk aus Holz, aber ohne Schrauben und Nägel ▴ Wolfgang Winter, TU Wien, führte

Wolfgang Winter, TU Wien, führte mit Erklärungen und Ver- gleichen einzelner Werkstoffe im Bereich Preis und Verwen- dung den Block Hybridbau ein

Ausrissfreies Schnittergebnis bei Gleich- und Gegenlauf sowie bei der Stirn- und Querholzbearbeitung, 4 Standwege durch wendbare Hartmetall-Messer für höchste Wirtschaftlichkeit und einfachstes Handling, Hohe Wuchtgüte durch Leicht- metalltragkörper.

Erleben Sie

Möbelqualität

im Holzbau

mit dem

neuen HeliCut

Messerkopf.

Möbelqualität im Holzbau mit dem neuen HeliCut Messerkopf. Mehr zum HeliCut Messerkopf Leitz GmbH & Co.

Mehr zum HeliCut Messerkopf

dem neuen HeliCut Messerkopf. Mehr zum HeliCut Messerkopf Leitz GmbH & Co. KG Leitzstraße 2 73447

Leitz GmbH & Co. KG Leitzstraße 2 73447 Oberkochen Tel. +49 7364 950-0 www.leitz.org

D as Forum Bois Construction war mehr denn je Treffpunkt

der französischen Holzbaubranche mit Schwerpunkt Ostfrankreich, dort wo sich der Holzbau statistisch gese- hen bisher am weitesten durchgesetzt hat. Das Vortragsprogramm war ganz auf die französischen Bedürfnisse zu- geschnitten. Denn auch in Frank- reich findet der Holzbau den Einzug in neue Marktsegmente wie den Ge- schossbau, öffentliche Bauten und den Objektbau. Die neuen gesetzli- chen Anforderungen überlappen sich oft auf eine so komplexe Weise, dass sie über die Beispielanalysen an ak- tuellen Bauobjekten erörtert wurden. Große Themenschwerpunkte des ers- ten Tages waren: Bauen für die Zu- kunft, ebenso heimische Holzarten, die Bauphysik mit neuen Bestimmun- gen und Konstruktionshilfen sowie die wirtschaftliche Sanierung.

Bauphysik im Holzbau

Neue Bestimmungen und Konstrukti- onshilfen bei der Bauphysik im Holz- bau waren die Schwerpunktthemen des zweiten Blocks: Stéphane Ha- meury vom Zentrum für Wissen- schaft und Technik bei Gebäuden referierte über „Neuerungen im Re- gelwerk von Brandschutzwänden“. In den Fokus stellte er hierbei eine Studie, die Versuche zur Feuerfes- tigkeit verschiedener Dämmmateria- lien und Verkleidungen beinhaltete. Um die „Weiterleitung und Eindäm- mung von Trittschall im Niedrig- frequenzbereich“ ging es beim Vor- trag von Madeleine Villenave vom Forschungsinstitut FCBA. Auch hier stand eine Studie im Mittelpunkt. Da- rin zusammengetragen wurden Mes- sungen von Dämmwerten bei Wän- den im Labor sowie Messungen in

MIKADo

MIKADo der Praxis. Der folgende Vortrag von Sylvain Boulet, ebenfalls vom For- schungsinstitut FCBA, drehte sich

der Praxis. Der folgende Vortrag von Sylvain Boulet, ebenfalls vom For- schungsinstitut FCBA, drehte sich um die „Bestimmung des Wandaufbaus in Bezug auf den winterlichen Wär- meschutz – Konstruktionsbeispiele unter Berücksichtigung der Wärme- brücken“. Studieninhalt dabei war die Bestimmung von Wärmedämmeigen- schaften von Gebäuden in Holzrah- menbauweise. Ganz um den „Hybridbau“ drehte sich der zweite Vortragsblock an Tag zwei. Architekt Gilles Beguin vom Architekturbüro SCP Beguin & Mac- chini referierte über die Überdachung einer Mautstelle auf der Autobahn Paris-Lille: Holz und Metall treffen

dort aufeinander und sollen sich da- bei gemeinsam in das Bild der Umge- bung einpassen. Für die geschwun- gene Dachform, die Stützen und den quer verlaufenden Fachwerkträger standen dabei der Stamm und das Blätterdach eine Baumes Modell.

Ein Ausblick in die Zukunft

◂▴