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Andreas Ferch

Anthroposophie als frühe


Chronologiekritik
und okkulte Geschichtsforschung (1)
In diesem Beitrag geht es darum, die Frage nach Geschichte und ihrer Chronologie einmal mit der esoterischen Welt-
anschauung zu konfrontieren, wie sie Rudolf Steiner (1861-1925) begründet hat. Anthroposophie hat den Anspruch,
okkulte Geschichtswissenschaft zu sein und damit in Tiefen des Verständnisses einzudringen, wohinein die Schulwissen-
schaft nicht reicht. Folgende Fragen müssen behandelt werden: Was ist eigentlich Geschichte? Wie korrespondiert Geschichte
mit dem menschlichen Bewusstsein im Entwicklungsgang?

„Man kommt erst dann zu einer ge- ihnen dasjenige sucht, was einem zunächst Unterschiede und Wandel
schichtlichen Betrachtung, wenn man den nur geoffenbart wird: einen übersinnlichen im Bewusstsein
Menschen anknüpft an das Übersinnliche Vorgang im Weltgeschehen, in das die Men-
und in den geschichtlichen Tatsachen selbst „Es gehört zu den wichtigsten For-
nicht das sucht, als was sie sich zunächst schen eingeflochten sind.“ (Rudolf Steiner, schungsergebnissen Rudolf Steiners, dass er
äußerlich darbieten, sondern wenn man in 17.10.1918) als inneren Sinn des geschichtlichen

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Anthroposophie
Werdens die Fortentwicklung des mensch- spielsweise die Lebenden das Weiterle- Wenn der Chronologiekritiker Uwe
lichen Bewusstseins entdeckte. Wer davon ben der gefallenen Krieger in „Walhall“ Topper auf die Spuren des „Heiden-
ausgeht, dass die Menschen zu allen Zeiten verfolgen konnten. Sie erdachten oder tums“ hinweist, so kann damit im we-
dasselbe Bewusstsein hatten, wird nie zu ei- phantasierten dies nicht, sondern schau- sentlichen die nördliche Strömung iden-
nem wirklichen Verständnis des histori- ten und erlebten es. Der Tod hatte im tifiziert werden. Das Christentum war
schen Werdens vorstoßen können. Vor allen Norden nicht die trennende Wirklich- im Süden längst da, doch nördlich der
Dingen wird er nie begreifen können, was keit wie im Süden. Alpen dominierte zunächst noch die Er-
die antiken Völker eigentlich mit ihren Mys- Herbert Wimbauer schrieb zum zählkultur der Druiden und Barden,
terienstätten gewollt haben. Auch für den Dunkel der Geschichte des Nordens: dann der Alten und Weisen der Germa-
germanischen Raum muss man zugeben, „Weites Dunkel chronologisch-pragma- nen, deren Wissen den Charakter eines
dass gewisse Bräuche und Kulte unerklär- tischer Geschichtslosigkeit lagert über den elitären Weisheitsgutes hatte, das in Bü-
lich bleiben, wenn man nicht ein anderes Zeiten, ehe der Norden erstmals von Cae- chern nicht zu lesen ist. Die geschauten
Bewusstsein, eine völlig andersgeartete See- sar und Tacitus schriftliche Betrachtung Botschaften der Sterne und die erlebten
lenverfassung annimmt. Das Andersartige erfuhr, ehe dann Franken, Goten und Götter und Heroen der Mythen domi-
lag in der Fähigkeit, gewisse Regionen der Langobarden, durch die Berührung mit nierten noch bis ins hohe Mittelalter,
hinter der physischen Welt liegenden geis- südlicher Zivilisation dazu angeregt, ihre derweil im Süden längst der zählende,
tigen Welt schauend zu erleben. Was man gegenwärtige Geschichte chronologisch auf- messende und wägende Verstand seine
schaute, schlug sich in unzähligen Ge- zuzeichnen beginnen. Da erst tritt der daraus abgeleiteten Dogmen besaß. Sän-
schichten von Naturgeistern usw. nieder. Norden anfänglich in die Epoche eines er- ger und Dichter und ihre Geschichten
Es handelt sich dabei nicht um phantasie- denhistorischen Bewusstseins herein, die standen den Sophisten und werdenden
volle Erfindungen des Volkes, sondern um dem Süden eine ganze Kulturepoche zuvor „Journalisten“ und auch Fälschern mit
Rudimente eines sehr alten Hellsehens. längst gemäß war. Und diese Dunkelheit ihrer „Geschichtsschreibung“ gegenüber.
Was die alten Völker über ihre Götter er- wurde nur noch vermehrt, als die katholi- Der geistvolle Arianismus kennzeich-
zählten, war der Inhalt eines vorausgegan- schen Mönche – nicht die iroschottischen net die Verbindung des nordischen Geis-
genen Schauens. Erst mit dem heraufzie- – mit Stumpf und Stil ausrotteten, was an tes mit dem Christentum, wogegen sich
henden Intellekt kam Unsicherheit in die Erinnerungen im Norden sich fortzu- Athanasius und der katholische Augus-
religiösen Überlieferungen. Die nordische pflanzen suchte. Nur auf Irland und tinismus bald durchsetzten und das Ari-
Sagenwelt ist überreich an Gestalten, die zuletzt auf Thule selbst, dem fernen Is- anische bis heute als ketzerhaft gilt. Das
das Merkmal der unmittelbaren geistigen land, wohin die römische Macht lange wird durch die Fällung des Lebensbau-
Beobachtung an sich tragen. Die Germa- nicht reichte, erhielt sich manches Ältere.“ mes durch Bonifatius symbolisiert (siehe
nen glaubten nicht an ihre Götter, Riesen, (Nibelungen-Schicksal und germanisch-deut- dazu Rudolf Steiner, GA 51, 8.11.1904), wo-
Zwerge – sie sahen sie noch. Dann versiegt sches Wesen, Bollschweil 1986, S. 78) bei im Spenglerschen Sinne davon aus-
die Gabe des alten Hellsehens.“ Wir haben also wenige Informatio- gegangen werden kann – was oft gar
Dies schreibt Hans Gsänger in sei- nen über die alte nordische Kultur; nicht nicht einmal als Möglichkeit erwogen
nem Buch „Die Externsteine“ (Schaffhau- vordergründig, weil sie eine andere Re- wird - dass das druidische Mysterienwis-
sen 1985, S. 28) ligion hatte, sondern weil sie ein gänzlich sen im Laufe der Jahrhunderte seinerseits
Um die europäische Geschichte ab anderes Bewusstsein besaß, dem keine in die Degeneration gekommen ist, also
dem Mittelalter zu verstehen, ist es not- schriftliche Chronologie entsprach, und nicht nur von außen vernichtet wurde.
wendig, sich zweier unterschiedlicher weil sie starke Gegner hatte. Die iro- Es ist überhaupt eine generelle Schwie-
Hauptströmungen bewusst zu sein, die schottischen Missionare hatten ohne rigkeit: Echte Mysterien und ihre Kulte
Europa bilden: Die südlichen Völker Schwert Erfolg bei der germanischen hinterlassen im Äußeren keine direkten
Griechenlands, Italiens, Spaniens u.a. Seele. Die Nordvölker befanden sich ge- Spuren. Und zwar aus dem Grunde, weil
zeichnen sich durch eine Verstandeskul- wissermaßen in einer Art von „Wartekul- alles restlos Echte und Wahre vom ge-
tur aus, die sich infolge der Inhalte der tur“, bis sie ihrerseits mit dem vertraut wöhnlichen Leben her unmittelbar
Mythen von Prometheus, dem Golde- wurden, was der Süden längst sein Eigen niemals begreiflich sein kann und daher
nen Fließ und den Büchern Mosis erge- nannte. nur verzerrt, profaniert oder bekämpft
ben hat. Rudolf Steiner spricht für die- Die „Völkerwanderung“ durchbrach würde. Da aber doch im Laufe der Zeit
se Völker vom „Baum der Erkenntnis“. den Damm, und germanisches Leben jedes Mysterium den Weg ins Öffentli-
Diese gründeten Städte und gestalteten mischte sich mit griechisch-römischer che gehen muss, hinterlässt es erst in die-
die Welt. Dem gegenüber stehen die Weisheit. Um im Bilde zu sprechen: Die sem Stadium Artefakte und Spuren. Ein
Nordvölker, die in Wäldern lebten und Menschen des Südens tauchten über das ähnliches Problem verhindert richtige
aus der Natur das Elementarische Mittelmaß hinaus in die Materie, der Schlüsse gegenüber archäologischen Fun-
schöpften („Baum des Lebens“). Norden dagegen „schwebte“ über ihr. In den (siehe auch unten dazu): Die fortge-
Die Menschen sind deren Mythos der Verbindung beider Elemente haben schrittenen Menschen erhielten ihre
gemäß (die Edda) nicht aus Erde gewor- wir das Wesentliche des Fortgangs von Leiblichkeit lange „weich und bildsam“.
den, sondern aus dem Baum der Welten- der griechisch-römischen Kultur zur Ihre Knochen verwesten rasch. Man fin-
esche. Unterschiede der Mythen der „germanischen“, insbesondere ab dem det heute ausschließlich Knochen zu-
Völker entsprechen ebenso unterschied- 15. Jahrhundert. Das ist nun gerade die rückgebliebener, d.h. frühverhärteter
lichen Entwicklungen. Zeit, die auch die Chronologiekritiker Individuen. Es gibt keine andere Mög-
Als „barbarisch“ wurde der Norden hervorheben, wobei ihnen zufolge hier lichkeit echter Altertumsforschung als
aus der Sicht des Südens bezeichnet, das Christentum erst ein Machtfaktor die wahre Initiationswissenschaft, die ja
welcher seine intellektuelle Entwicklung wurde. Geschichte im Sinne des Festhal- genugsam seit 80 Jahren gearbeitet hat,
um tausend Jahre früher absolvierte, tens chronologischer Ereignisse war der siehe Literaturhinweise am Ende.
dafür aber im Gegenzug seine Geistin- Lebenskultur des Nordens fremd. Statt Uwe Topper verweist gerne auf Os-
nigkeit verlor. Die Nordleute dagegen der Wissenschaft kam es zur Blüte in der wald Spengler, der mittels der ihm zu-
hatten noch die alte, allerdings abklin- Kunst. Dem „historischen“ Bewusstsein gänglichen Kenntnisse Auf- und Nieder-
gende Fähigkeit des unmittelbaren hell- des Südens entsprach im Norden noch gang der Kulturen dargestellt hatte.
sehenden Wahrnehmens, weshalb bei- viel länger das mythische Bewusstsein. Spengler brachte durch scharfen Blick

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Anthroposophie
zum Ausdruck, was geschehen wird, Aber auch hier gilt: Das geschieht der Eigendrehung berücksichtigen, ist evi-
wenn die Europäer weitergehen wie nicht von außen durch irgendwelche ab- dent, dass die heutigen Begriffe von ,Tag’
bisher. Die rettende Alternative wurde strakten Geschichtsmächte, sondern es und ,Jahr’, ja sogar die größeren Rhythmen
in Gestalt der Anthroposophie abgewie- geschieht durch das einzelne Individu- des platonischen Weltenjahres, d.h. die
sen, auch von Spengler, weshalb er nur um. Ebenso bezeichnet Baldur nicht nur Wanderung des Frühlingspunktes durch
noch den Untergang Europas sehen die Sonnenkraft im Menschen, sondern den Tierkreis in etwa 25.920 Jahren, erst
konnte. Was eben hierbei unbeachtet auch eine Wesenheit auf der Engelstufe, in relativ späten Zeiten anwendbar sind.
bleibt, ist dasjenige, worauf auch mit von der erstere eben ausstrahlt. Wir kommen auf letzteren Rhythmus noch
diesem Beitrag insgesamt aufmerksam zurück. Aber auch ,Jahr’ und ,Tag’ sind
gemacht werden will: Auf die Bewusst- Anthroposophie als Begriffe, die in keiner Weise vom heutigen
seinsdimension in jedem Menschen so- Geschichtskritik Geschehen auf frühe Phasen der Entwick-
wie auf die spirituellen Mächte, die Es gibt einige Beispiele, welche die lung übertragen werden können, wenn
nicht nur in das geschichtliche Gesche- Anthroposophie als Geisteswissenschaft man den Phänomenen gerecht werden will.
hen eingreifen, sondern es auf ein be- als scharfe Chronologiekritikerin zeigt. Deshalb hat das Ausrechnen von so und
stimmtes Erdenziel hin lenken. Der le- „Es wird hohe Zeit, dass man aufhört, soviel Millionen oder Tausenden von Mil-
bendige Geist kann nicht aus Einzelge- die Dauer der Eiszeitkulturen auf 25, 60, lionen von ,Jahren’, die dieses oder jenes
schichten der Historie gewonnen wer- 72 oder gar 110 Jahrtausende zu schätzen. Geschehen der frühen Evolution zurücklie-
den, sondern nur aus dem wachen, Solche Annahmen schlagen jedem ge- gen oder gedauert haben soll, keinerlei Re-
schöpferischen Menschen, der zum schichtlichen Denken ins Gesicht und ma- alitätscharakter.“ (Günther Wachsmuth, Die
Geist durchdringt (siehe „Der Goetheanum- chen es völlig unmöglich, sich einen Über- Entwicklung der Erde. Kosmogonie und Erdge-
gedanke“, GA 36, darin vier Artikel Rudolf Stei- gang von der eiszeitlichen zur frühge- schichte, ein organisches Werden, Band II,
ners zu Oswald Spengler). schichtlichen Menschheit (seit dem 4. Jahr- Dornach, 1950, S. 77)
Dass Germanentum und das bis heu- tausend) vorzustellen. Da klafft eine viel Genug der Beispiele aus der anthro-
te entstellte Wesen des Christentums zu lange Zeitlücke.“ posophischen Sekundärliteratur („se-
keine Gegensätze sind, sich nicht wider- So schreibt ein über Geschichtsfra- kundär“ bezeichnet diejenigen Schrif-
sprechen, sondern wie die Glieder eines gen arbeitender Schüler Rudolf Steiners ten, die nicht von Begründer der Anthro-
Organismus sich nicht nur im Entwick- in seiner Übersichtsschrift „Siebentau- posophie stammen) der letzten Jahrzehn-
lungsgang geschichtlich verbunden hat- send Jahre Urgeschichte der Menschheit te, an denen die Chronologiekritik
ten, sondern sich auch heute im geistof- zwischen 12000 und 5000 v. Chr.“ (Sigis- bisher ebenso blind vorbeigegegangen ist
fenen Zeitgenossen verbinden können, mund von Gleich, Stuttgart 1950, 1969, 1987) wie die Schulwissenschaft, welche sie be-
das zeigt der vielleicht bedeutendste ger- Sigismund von Gleich weiß auch um kämpft. Die anthroposophische Ge-
manische Mythos in der Zusammen- „mannigfaltige Erdkatastrophen“, die es schichtskritik gilt nicht nur für die Vor-
schau mit dem zentralen Geschehen des früher gegeben hat, und die freilich für geschichte, sondern auch für die ge-
Christentums: Der Tod Baldurs ist tiefs- Chronologiefragen berücksichtigt wer- schichtliche Epoche.
ter Ausdruck altgermanischer Trauer um den müssen. Die letzte der größeren liegt Warum ignorieren Chronologie-
den Verlust ihres lichten Sonnengottes. aber nicht um 1350 (nach Christus), wie
Alle Wesen beweinen den Verlust. Doch heutige Chronologiekritiker mutmaßen,
kritiker die Anthroposophie?
sie wissen auch, dass der Verlust kein sondern früher. Uwe Topper sieht darin Wie kommt es, dass noch keiner der
ewiger bleiben wird. Baldur wird der die vierte seit dem Untergang der Atlan- Chronologiekritiker aus ihrer revisionis-
Hel entsteigen. Der Sonnengott Baldur, tis, die auch von ihm als die größte Ka- tischen Sicht heraus die Anthroposophie
von allen geliebt, Baldur werde wieder- tastrophe betrachtet wird. als doch stark chronologiekritisch gewür-
kehren. Dazu einige Wortlaute Rudolf Ernst Uehli schreibt in seinem Werk digt hat? Überall suchen Chronologiekri-
Steiners zur Erklärung der alten Bilder: „Atlantis und das Rätsel der Eiszeit- tiker doch sonst nach Belegen für diese
„Baldur [die Sonnenseherkraft] ist hin- kunst“: Thesen. Es liegt am esoterischen Cha-
untergesunken, und Nanna, die Menschen- „Zu den dringlichsten Erfordernissen, rakter der Wissenschaft Anthroposo-
seele, sie empfindet die Tragik des Versin- denen sich die Fachwissenschaft auf die phie, die doch immer wieder zu Unrecht
kens der alten Sonnenseherkraft. Jetzt ist Dauer nicht wird entziehen können, ge- für eine extravagante Religion gehalten
sie höchstens noch in den Willenskräften hört die Korrektur der Eiszeitchronologie wird. Es liegt ferner an ihrer vermeint-
vorhanden, verwandelt in das Weben der und damit auch der zeitlichen Abfolge des lichen Nichtnachprüfbarkeit und wo-
Willenskräfte. ... Baldur, der jetzt unten eiszeitlichen Kunstschaffens. Es dürfte für möglich an ihrem Wahrheitsanspruch,
weilt in Hels finsterem Reich, da in den jeden Einsichtigen naheliegend erscheinen, der mit einer gewaltigen Totalität, dazu
Menschen nur geblieben ist das Gold des dass die phantastischen Zeitangaben, wel- in einer befremdlich anmutenden, d.h.
Sinnenverstandes. In den heutigen Leibern che sich von Generation zu Generation ungewohnten Sprache vorliegt. Die Wur-
kann die Sonnenseherkraft nicht mehr wir- fortgepflanzt haben und in der Fachlitera- zeln der Zeitkritiker sind wohl zu sehr
ken, sondern nur in dem Unterbewusst- tur wie in populären Darstellungen sich aus dem jüdischen Umfeld erwachsen,
sein, der Hel. Anthroposophie ist die nötige weiter behaupten, einer gründlichen Revi- beeinflusst viel mehr durch die Schriften
`neue Rune´, die eigentliche Auferstehung sion unterworfen werden müssen und die des Alten Testamentes als durch die ent-
d er deutschen Sprache, die tot war.“ (GA bestehenden unrealen Vorstellungen durch wicklungsgemäße Fortführung im Neu-
161 „Wege der geistigen Erkenntnis und der Er- die Realität des kosmischen Rhythmus er- en Testament. Uwe Topper ist da eine
neuerung künstlerischer Weltanschauung“, setzt werden.“ (Vorwort zur zweiten Auflage Ausnahme, wie man seinem jüngsten
28.03.1906, S. 189) Stuttgart 1956, die Erstauflage erschien schon Buch („ZeitFälschung. Es begann mit der Re-
„Der Christus hat die Macht, 1936.) naissance. Das neue Bild der Geschichtsschrei-
wiederum aufzuwecken das [die Sonnen- Ebenso verweist Dr. Günther bung“, München, August 2003) entnehmen
seherkraft], was durch Baldurs Tod verlo- Wachsmuth unsere heutige Chronologie kann. Er erwähnt ein „Christusereignis“,
ren ist. Wie Baldur erschien durch Wind ins Reich der realitätsfernen Phantasie: welches man neben dem alttestamenta-
und Wogen, so erscheint auch der Chris- „Wenn wir die Änderungen der Stellung rische Zeichen berücksichtigen müsse.
tus.“ (GA 161, S. 213; zum ätherischen Chris- der Erdachse im Laufe der Evolution und Christoph Pfister aber beispielsweise
tuswirken in der Gegenwart siehe unten) die nur sehr allmähliche Beschleunigung lässt in seinen Schriften kaum Gespür

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Anthroposophie
für die religiöse Dimension erkennen. schen, doch alles persönliche Beimengen Angehörige des EFODON e.V. er-
Das gilt insbesondere für die Dimensi- oder Weglassen der Ganzheit dessen, forschten, so betrifft das die meteorolo-
on der Mystik wie für das irische bzw. was darin steht, beruht auf der Reife des- gischen Mysterien der Erde. Für die
iroschottische Christentum, dessen sen, der darin liest. So „übersahen“ Schulwissenschaft ist dies kaum nach-
Kenntnis wesentlich hilft, die Einseitig- insbesondere die führenden Theoso- weisbar. Schwerer bis unmöglich ist
keit der katholischen Konfession zu ver- phen zu Lebzeiten Rudolf Steiners die dann der Nachweis, dass es einen histo-
stehen und außerdem eine Brücke zur Wirkung des Christus und blieben meist rischen Jesus gegeben hat. Ein Heiland
Anthroposophie darstellt, die wiederum in buddhistischem, vorchristlichem ist in vielen Mythologien erwartet und
an das Keltische anknüpft. Auch Chris- Weisheitsgut befangen. Diese Nichtan- angekündigt worden. Ob Er nun auf Er-
toph Marx, Computerpionier und ein erkennung der Christustat führte später den wandelte, ist in der relativ jungen
Vater der deutschen Chronologiekritik, zur Herauslösung der Anthroposophie Geschichtswissenschaft umstritten. Was
der allerdings auch auf dem Katastro- aus der Theosophie. Die Kirche sah kann Anthroposophie, die abendländi-
phisten Velikovsky aufbaut, sieht nur bisher und sieht nach wie vor in der von sche, zunächst deutschsprachige esoteri-
Theaterspiele, wo im Verborgenen die einem (so anderen!) Christentum spre- sche Bewegung des 20. Jahrhunderts, zu
Mysterien stattfanden. Jesus und Maria chenden Anthroposophie stets etwas dieser Frage beitragen? Rudolf Steiner
sind da nur mehr Symbole für Planeten Gefährliches. sagte nun verblüffenderweise, der Hei-
etc. Dieses historische Verständnis ist zu Auch von daher gibt es Anlass für die land sei mit geschichtlichen Mitteln
eng. Dazu grundsätzliches von Rudolf Chronologiekritik, sich mit der „Geistes- nicht zu belegen, darauf käme es auch
Steiner: wissenschaft“ (von Rudolf Steiner als gar nicht an, darauf soll es gerade auch
„Die historischen Ereignisse fallen in anderer Begriff für Anthroposophie oft nicht ankommen. Gewissermaßen mit
einem gewissen Sinn auseinander. Man verwendet) zu befassen. So mancher An- arianischem Erkenntnismut behauptet
kann nicht im gewöhnlichen Sinn nur von satz der Chronologiekritiker hat ja gera- Rudolf Steiner, der einzelne Mensch,
Ursache und Wirkung sprechen und die de fruchtbare Impulse, das Altherge- jeder, kann dahin kommen, die Tatsache
Gegenwart nur wie eine Wirkung der Ver- brachte, bisher nie Hinterfragte unserer des Erdenlebens des Jesus Christus (und
gangenheit betrachten, insofern diese das- Gewohnheit infrage zu stellen, indem der vieles andere auch) übersinnlich zu
jenige enthält, was im Sinnenfälligen ge- Einzelne sich selber gegenüber ehrlich schauen, und zwar erst ab dem 20. Jahr-
funden werden kann. Man kommt erst Rechenschaft abgibt, was er ohne bloßes hundert. Zuvor konnten das nur die Ein-
dann zu einer geschichtlichen Betrachtung, Nachsagen aus eigener Erkenntnis geweihten. Die Tatsache, dass nur weni-
wenn man den Menschen anknüpft an das heraus über geschichtliche Vorgänge wis- ge dies heute bereits vermögen, soll
Übersinnliche und in den geschichtlichen sen kann. Dies, sowie die Aufdeckung nicht gegen diese Behauptung sprechen.
Tatsachen selbst nicht das sucht, als was sie deutlicher Fälschungen aus diversen Heinz Grill z.B., der das Gewaltige un-
sich zunächst äußerlich darbieten, sondern Ego-Macht-Interessen, sind doch unbe- ternahm, den alten asiatischen Yoga zu
wenn man in ihnen dasjenige sucht, was streitbar Schritte in die richtige Rich- verchristlichen – und daher von der Kir-
einem zunächst nur geoffenbart wird: Ei- tung. Doch die große Gefahr auf diesem che heftigst verfolgt wird (siehe sein Haupt-
Gebiet liegt darin, den Positivismus, den werk „Yoga und Christentum. Grundlagen zu
nen übersinnlichen Vorgang im Weltgesche- einer christlich-geistigen Meditations- und
hen, in das die Menschen eingeflochten Glauben an die Allmacht materialge-
Übungsweise“, Soyen 1998, 4. Auflage), bestä-
sind. Dann aber wird die Geschichte etwas stützter Forschung, zu verabsolutieren
und auf dasjenige im Erstellen eines neu- tigt die Aussagen Rudolf Steiners. Heinz
anderes als die Betrachtung der aufeinan- Grill sagt gar, man könne nicht anderer
derfolgenden Tatsachen; dann wird die Ge- en Geschichtsbildes zu verzichten, wor-
Meinung sein wie der Geistesforscher
schichte das, was ich nennen möchte eine in der Goethe-Forscher Rudolf Steiner
Rudolf Steiner oder etwa Sri Aurobindo,
Symptomatologie“. (Gesamtausgabe 73: seinen Auftrag ergriff, und worauf er
sofern diese etwas äußern.
Vortrag vom 17.10.1918: Die Ergänzung heuti- stets verwies: auf das Anknüpfen des Manches Beispiel einer durch Ru-
ger Wissenschaften durch Anthroposophie, Menschen an das Übersinnliche. Auch dolf Steiner schließlich eingetroffenen
Hervorhebung durch A. F.) die Radiästhesie (der Bereich Pendel und
Diese Symptome gelte es dann durch Voraussage gewisser Entwicklungslinien,
Wünschelrute) und ähnliche Disziplinen die nie in die Freiheit des Menschen ein-
wache Zeitgenossenschaft zu erkennen. sind nicht ohne weiteres damit gemeint;
Einige Beispiele folgen unten. greifen, lässt sich leicht erbringen. Dass
sie erreichen unter Umständen noch der Christus da gewesen ist, soll rein geis-
nicht einmal den Bereich des Lebendi- tig, wie mathematische Vorgänge, ein-
Anthroposophie als okkulte gen oder des Ätherischen, sondern meist
Geschichtsforschung sehbar sein. Dafür hat der Christus laut
nur sinnlich-„untersinnliche“ Grenzbe- Angaben Ru-dolf Steiners selbst gesorgt.
Schon auf der ersten Jahresversamm- reiche. Über dem Ätherischen liegt die Selbst der Apostel, der Europa das
lung der deutschen Sektion der Theoso- Seelendimension (Astralwelt) und der Christentum brachte, Saulus, hatte
phischen Gesellschaft am 18. Oktober Geist, aus dem heraus Rudolf Steiner zunächst keinen Glauben, dass der gro-
1903 in Berlin sagte der eigentliche „Ge- schöpfte, und wohin er all sein Schaffen ße Christus-Sonnengeist sich kreuzigen
schichtsrevisionist“ Rudolf Steiner be- ausrichtete. Anders gesagt: die „New- lassen kann und wurde erst durch ein
zeichnenderweise, dass seine künftige Age“-Methoden erreichen höchstens die rein geistiges Erlebnis vor Damaskus ei-
Aufgabe in der bereits lange bestehen- untersten Schichten der „Auren“ von nes Besseren belehrt. Dem muss nicht
den theosophischen Bewegung die „ok- Mensch und Natur, und selbst diese zwingend widersprechen, dass andere
kulte Geschichtsforschung“ sei (GA 34, meist subjektiv verzerrt. Das ist etwa so, später „Paulus“-Schriften fälschten. Wie
Lucifer-Gnosis, S. 535). Theosophie hatte wie wenn man von einem vielstimmigen der europäische Norden, so hat auch der
vor Rudolf Steiner damit nichts im Sin- Orchesterwerk nur einzelne der unters- Christus keine schriftlichen Dokumen-
ne. Diese okkulte Geschichtsforschung ten Basstöne hört – und danach die te erstellen lassen. Die Evangelien sind
wiederum ist zu finden in der sogenann- Komposition beurteilt (Es gibt selten Jahrzehnte später erst geschrieben wor-
ten „Akasha-Chronik“. Im Zentrum der Ausnahmen, wie z.B. die Forschungen den, sie sind kein Beweis und sollen auch
diversen Beziehungsgeflechte dieser For- von Barbara Brennan). nicht als solcher gelten. Nur der Chris-
schung ist die Lehre von Reinkarnation Wenn man etwa in keltischen Vier- tus selber ist der Beweis, zu dem jeder
und Karma. In der Akasha-Chronik le- eckschanzen Einrichtungen zur Beein- Mensch, welcher Religion er auch ange-
sen konnten und können viele Men- flussung des Wetters erkennen kann, was hört, sich selber erheben kann.

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Anthroposophie
Das „Grabtuch“ und andere Spuren schichten/ Auferstehungsbegebenheiten schehen. Dabei ist entscheidend, dass
mögen echt sein. Sie beweisen aber und anderes immer wieder auftauchen. sich an Karls Hof noch beide Strömun-
nicht wirklich, wer vor 2.000 Jahren so In Pfisters „Matrix“ gibt es die eine oder gen des Christentums befinden, wobei
gekreuzigt wurde. Dies kann nur der andere verblüffende Parallele der unter- mit der unterlegenen zugleich die neue
einzelne Mensch selber ergründen ler- suchten Namen, Zahlen und Epochen. Bewusstseinsentwicklung des Gralsge-
nen. Der hier geschilderte Christus ist Warum wird aber nicht der Frage nach- schehens in den Untergrund geht und
mehr als ein Religionsgründer der christ- gegangen, hier, etwa in der Namensge- erst im 12. Jahrhundert, dann aber sehr
lichen Religion. Er ist der Menschheits- bung der handelnden Persönlichkeiten, populär, eben exoterisch, Europa durch-
repräsentant wie auch tiefster Aspekt je- einen Ausfluss des Mysterienwissens flutet. Wie bei dem Christus, so ist es
der Menschenseele. In der historisch vorliegen zu haben? Eine Verschwörung auch mit den eigentlichen Gralsmysteri-
„christlich“ genannten Religion hat er von mächtigen Gruppen wird für mög- en, man findet in der äußeren Welt und
sich – lange vorbereitet - in der besonde- lich gehalten, wie aber steht es mit dem ihrer Wissenschaft natürlich nichts
ren Geographie Palästinas (siehe Andreas Faktor, von im guten Sinne verborgen davon, dennoch gibt es sie, und man
Suchantke, „Mitte der Erde“, Stuttgart 1988, so- wirkender Wissender im Hintergrund kann sich wie Parzival, oder später Faust,
wie vertiefend Kurt Jauch, Kosmisches Maß und des politisch-kulturellen Lebens? Wir auf den Weg machen. Diese Mysterien
Heiligtum. Kultgeometrie und ätherische Kräfte, kennen z.B. den wundersamen Merlin, bestehen gerade in ihrer Behütung.
Schaffhausen 2000), zunächst im Rahmen
der neben und meist hinter König Artus Wenn sie unzeitgemäß einer dazu
der jüdischen Religion mit dem damals seinen Einfluss geltend machte. Das aber noch empfangsunfähigen Welt verraten
weitest entwickelten Menschen Jesus ist nur ein Bild für den real existierenden werden, bricht der Weltenplan zusam-
von Nazareth bei der „Taufe“ durch Jo- Eingeweihten bestimmter Mysterien,
hannes verbunden. men. Aus diesem Grunde ist die Grals-
der durch einen weltlichen Herrscher in burg von „30 Meilen Geisterwald“ um-
An dieser Stelle soll gesagt werden, die öffentliche Welt eingeflossen ist. Im
dass es in diesem Aufsatz nicht darum geben (Wolfram von Eschenbach), die
alten Judentum war es im Prinzip nicht der Aufbrechende erst einmal selber be-
geht, die vielen auch voll berechtigten anders, dass dort „Propheten“ den Welt-
Probleme, die die Chronologiekritik wältigen muss. Es war Rudolf Steiner mit
menschen und später Königen den zu dem beginnenden 20. Jahrhundert, der
aufwirft, abzuhandeln oder gar zu lösen. beschreitenden Weg wiesen.
Zunächst einmal kann es nur darum ge- den Weg wies, wie der Gralsucher zum
Doch auch in der Geschichte der Ziel finden kann.
hen, den bislang unterschlagenen Faktor letzten 1200 Jahre kann der Begriff des
Anthroposophie überhaupt einmal zu Hroswitha von Gandersheim wird
„Übersinnlichen“ im Geschichtlichen z.B. von Uwe Topper für das 10. Jahr-
Papier und dadurch zu Gehör zu brin- konkret gefasst werden. Ein paar symp-
gen. hundert als zeitlich völlig deplatziert ge-
tomatische Beispiele sollen das veran-
Anthroposophie als schaulichen: schildert, untypisch für ihre Zeit. Die
gegenwärtige Mysterienweisheit Karl der Große ist für Chronologie- Umstände würden vielmehr für eine
kritiker unterschiedlicher Schulen als Schöpfung der Renaissance durch Con-
Wenn Chronologiekritik nun aber in rad Celtis um 1500 sprechen. Rudolf
beinahe allen ihren publizierenden Ver- Herrscher des beginnenden 9. Jahrhun-
derts nicht existent (Paradebeispiel He- Steiner gibt demgegenüber an, Hros-
tretern einen historischen Jesus mit sei- withas Seele sei der wiederverkörperte
ner Erlösungstat (worin die bestanden ribert Illig), oder aber er bezeichnet ei-
gentlich einen viel späteren Regenten Plato. Dies ist freilich zunächst direkt
haben mag, darüber und über alles ande-
re kann im Detail gesprochen werden) gleichen Namens. Für Rudolf Steiners schwer nachprüfbar, doch eine Erklä-
als Fabel hinstellt, so ist die Gefahr groß, Erkenntnis dagegen ist Karl eine ge- rung ihrer Unzeitgemäßheit - und
das Kinde mit dem Bade auszuschütten. schichtliche Gestalt, die in die Gralsmys- vielleicht auch ein Anlass, vorsichtig mit
Man spricht dort gerne vom Mysterien- terien vorbereitend hinführt (siehe dazu dem Urteil der Fälschung umzugehen.
das Grundlagenwerk Walter Johannes Steins (Siehe hierzu H. Krause-Zimmer, Hroswitha
theater der Antike, wonach Heilsge- von Gandersheim. Eine Karmastudie, Stuttgart
„Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral.
schichte sich nur auf der Schaubühne, Das neunte Jahrhundert, Stuttgart 1928“). Und 1995). Gefälscht oder erfunden sein kön-
also gar nicht, zugetragen haben soll. zwar ist der Germane Karl diejenige Ge- nen auch spätere Renaissanceerzeugnis-
Man hält sich irrtümlich am Abbild des stalt, die im 9. Jahrhundert den älteren
verborgen zugrunde liegenden Urbildes se, die früheren Gestalten nur zuge-
Nach-Ragnarök-Nordgeist im Zuge fort- schrieben werden.
fest und steigert sich dann auf rein ma- schreitender Entwicklung dem südlich-
teriellem Wege da hinein. Demgegen- Die Jungfrau von Orleans, Jeanne
lateinischen Geist unterworfen hatte. d´Arc (1412-1431), brachte durch ih-
über muss gesagt werden, dass alle Mys- Hier im neunten Jahrhundert bereitet
terien Übersetzungen ihrer Wahrheiten ren spirituell kämpferischen Einsatz den
sich das Verlassen der gemüthaften Keim der Unabhängigkeit Frankreichs
in Bild-, Mythen- und Kultus- („Thea- „Wartekultur“ der germanischen Seele
ter“) -form zur geistigen Stärkung und und Englands voneinander. Was die
vor, hinein in die immer intellektueller Legende von engelhafter Weisung die-
Sinngebung der Völker gestalteten. Das werdende Geschichtlichkeit des deut-
ist aber eine sekundäre Einrichtung. Die ses Auftrages zu berichten weiß, bestä-
schen Geistes, von dem man etwa ab tigte sich dem hellseherischen Blick
primäre tritt nirgends in den öffentli- dem 10. Jahrhundert sprechen kann (Das
chen Werdestrom ein, kommt also na- erläutert Rudolf Steiner ausführlich in GA 64
Rudolf Steiners, und zwar ohne jede Trü-
turgemäß als geschichtsbildender Faktor „In schicksaltragender Zeit“ und in 2 Vorträgen bung seines Bewusstseins, geschweige
nicht in Betracht. (So wenig wie Seele der GA 51, „Über Philosophie, Geschichte und denn durch Hypnose, Trance oder an-
und Geist der Menschen z.B. wägbar Kultur“). Gegenüber der Schulhistorie dere Hilfstechniken, mit denen heut-
sind, aber sehr wohl Tatenspuren hinter- aber wird Karl der Große durch die An- zutage versucht wird, hinter die äußere
lassen). throposophie in einen Kontext gestellt, Sinneswelt zu blicken, wobei mitunter
Es ist ein immer wiederkehrendes der ihn allerdings mit einem Gebiet in die irreführendsten Mitteilungen gege-
Element in der altehrwürdigen Mysteri- Verbindung bringt, welches die Wissen- ben werden.
entradition, dass manche Bildelemente schaft lediglich für eine Mythe hält und
wie eine Mutter mit ihrem Kind, ein ins in der Chronologiekritik auch keine
Wasser ausgesetztes Baby, Heilungsge- rechte Farbe bekommt: das Gralsge- (Teil 2 folgt im nächsten Heft)

EFODON-SYNESIS Nr. 6/2003 39