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Bestandsaufnahme-PEP

„Wie ist mein Unterricht in Bezug auf X? Wie bewerte ich dies aus meiner
alltäglichen Praxis heraus? Was sagen meine Lernenden dazu?“

Beispiel aus DLL 1:


„Ich habe gelernt, dass Rituale die Funktion haben, dass sich meine
Lernerinnen und Lerner in der Unterrichtseinheit gut orientieren können.
Welche Rituale habe ich in meinem Deutschunterricht und mit welcher
Funktion setze ich sie ein? Kennen meine Lernenden diese Rituale? Wenn
ja, wie schätzen sie sie ein.“

Veränderungs-PEP
Oder denken Sie an eine Frage nach dem Muster:
„Wenn ich X tue, was passiert dann/was verändert sich in meinem
Unterricht?“

Beispiel aus DLL 6:


„Ich habe an mir beobachtet, dass ich meine Stunden immer nach einem
bestimmten Schema plane. Wie verändern sich die Lernaktivitäten und die
Lernergebnisse meiner Schülerinnen und Schüler, wenn ich einmal nach
dem Prinzip der Rückwärtsplanung vorgehe?“

Anwendungs-PEP
Eine dritte Möglichkeit wäre, zu fragen: „Wie lässt sich eine Lehraktivität /
ein Instrument / eine Rechercheaktivität, das/die in der DLL-Einheit
vorgestellt wird, in meinem Unterricht einsetzen und dafür vielleicht auch
modifizieren?“

Beispiel aus DLL 2:


„Ich bin doch skeptisch geworden, ob meine Lerngruppe sprachlich so
homogen ist, wie ich immer glaubte. Ich möchte mithilfe von
„Sprachenporträts“ erkunden, wie es um die sprachliche Vielfalt bestellt
ist, in der meine Lernenden leben.“

ANLEITUNG ZUR ERSTELLUNG VON BEOBACHTUNGSBÖGEN IN


PRAXISERKUNDUNGSPROJEKTEN
Mit Beobachtungsbögen kann man das Geschehen im Unterricht entweder global oder aber
auch fokussiert auf spezielle Fragestellungen hin beobachten. Beobachtungsbögen eignen sich
als Instrumente im Rahmen von Praxiserkundungsprojekten besonders dann,
 wenn andere Personen, z.B. eine Kollegin, Ihren Unterricht beobachten,
 wenn Sie bestimmte Aspekte des Unterrichts erkunden möchten, die zuverlässig
beobachtbar sind (z.B. die Aktivitäten der Lehrkraft/der Lernenden usw.),
 wenn Sie Details darüber wissen möchten, was im Unterricht geschieht,
 wenn Sie möchten, dass die Beobachtungen von Unterricht möglichst objektiv sind.
Für Beobachtungen im Rahmen von Praxiserkundungsprojekten eignet sich das vorbereitete,
detaillierte Beobachten besonders gut. Ganz gleich, welchem Typ PEP-Frage Sie nachgehen,
ob Sie
a. fokussieren, was im Unterricht geschieht / abläuft (z.B. Welche Rituale sind eingeführt und
zu welchem Zweck?)
b. erkunden möchten, was passiert, wenn Sie ein Detail Ihres Unterrichts verändern (Was
geschieht, wenn Sie Lernende dazu ermutigen, die Äußerungen der Mitschüler zu
kommentieren?), oder ob Sie
c. wissen möchten, wie Sie ein neues Instrument / Lehrverfahren / eine Lernaktivität umsetzen
können,

Sie möchten, dass eine zweite Person gezielt hinsieht und beobachtet. Dies können Sie über
einen Beobachtungsbogen steuern.
1. Notieren Sie zunächst die Frage zu Ihrem Praxiserkundungsprojekt!
2. Notieren Sie, was genau Sie mit Hilfe von Beobachtung herausfinden möchten.
3. . Entwickeln Sie einen Beobachtungsbogen, der durch Leitfragen genau diejenigen Aspekte fokussiert,
zu denen Sie Beobachtungen möchten.
4. Gestalten Sie den Beobachtungsbogen möglichst übersichtlich. Nehmen Sie nicht zu viele Aspekte auf,
vor allem, wenn die/der Kollegin/Kollege, die/der beobachtet, noch wenig Erfahrung im Beobachten
hat.
5. Sollten mehrere Aspekte beobachtet werden, gruppieren Sie diese nachvollziehbar im Bogen.
6. Sehen Sie hinter jedem Beobachtungsaspekt ein ausreichend großes Schreibfeld vor, in das konkrete
Beobachtungen eingetragen werden können.
7. Sehen Sie hier zwei Beispiele für Beobachtungsbögen (Ziebell/Schmidjell 2012,
Unterrichtsbeobachtung und kollegiale Beratung. Neu. Fernstudieneinheit 32. München:
Langenscheidt.)