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Eine origami-basierte Tragstruktur

Mit Faltkonstruktionen ein Zelt entwickeln

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Inhaltsverzeichnis

VORWORT VI

1. EINLEITUNG 1

1.1 FRAGESTELLUNG 1
1.2 ZIEL 1

2. VORGEHEN 2

2.1 INHALTLICH 2
2.2 METHODE 2

3. RECHERCHE 3

3.1 PAVILLON 3
3.2 ORIGAMI 3
3.3 BEISPIELE AUS DER NATUR 4
3.3.1 BUCHENBLATT 4
3.3.2 FÜNFHORNKÄFER 5
3.3.3 MUSKELN 6
3.4 ANWENDUNG IN DER WISSENSCHAFT 7
3.4.1 ROBOTIK 7
3.4.2 WELTRAUM 8
3.4.3 LEICHTBAU 8
3.4.4 ARCHITEKTUR 8

4. EXPERIMENTIERPHASE 10

4.1 FALTUNGEN 10
4.1.1 DIE PAPIERTEILUNG 10
4.1.2 VERDREHTER RING 11
4.1.3 Y-FALTUNG 12
4.2 MODELLE 12
4.2.1 MODELL A UND B 12
4.2.2 MODELL C 13

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5. GESTALTUNG DES EIGENEN PAVILLONS 15

5.1 BESPRECHUNGEN 15
5.1.1 MIT HERRN PROF. DR. JOSEPH SCHWARTZ 15
5.1.2 MIT HERRN VÖGE UND HERRN HAAS 16
5.2 EIGENE UMSETZUNGSSTRATEGIE 17
5.2.1 PROTOTYP 1 18
5.2.2 PROTOTYP 2 18
5.2.3 PROTOTYP 3 20
5.2.4 PROTOTYP 4 20
5.5.2 PROTOTYP 5 22
5.5.6 PROTOTYP 6 23
5.5.7 PROTOTYP 7 24
5.2.8 TABELLE 27
5.3 ENDPRODUKT 28
5.3.1 BAU 28
5.3.2 ANALYSE 30

6. FAZIT 33

6.1 RÜCKBLICK 33
6.2 AUSBLICK 34

7. QUELLENVERZEICHNIS 35

7.1 LITERATURVERZEICHNIS 35
7.2 QUELLEN DER ABBILDUNGEN 37

ERKLÄRUNG 40

8. ARBEITSJOURNAL 41

9. EXPERIMENTIERPHASE FALTUNGEN 46

10. WORKBOOK 57

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Miura-Ori-Muster 5
Abbildung 2 Fünfhornkäfer 5
Abbildung 3 Platzsparende Flügelkonstruktion 6
Abbildung 4 Sarkomere 6
Abbildung 5 Falt-Roboter für Noteinsätze 7
Abbildung 6 Starshade 8
Abbildung 7 Buckminster Fuller Kuppel 9
Abbildung 8 Lineare Unterteilung in16tel-Talfalten oder Bergfalten 10
Abbildung 9 16tel-Ziharmonikafalten 11
Abbildung 10 Verdrehter Ring zusammengefaltet 11
Abbildung 11 Verdrehter Ring offen 11
Abbildung 12 Y-Faltung 12
Abbildung 13 Modell A 13
Abbildung 14 Modell B 13
Abbildung 15 Look!Look!Look! 13
Abbildung 16 Modell C aus 300g/m2 Papier 14
Abbildung 17 Weiterentwicklung von Modell C 14
Abbildung 18 Modell A zusammengefaltet aus der Frontansicht 17
Abbildung 19 Modell A zusammengefaltet aus der schrägen Ansicht 17
Abbildung 20 Prototyp 1 18
Abbildung 21 Prototyp 1 Seitenansicht 18
Abbildung 22 Aufbau der geodätischen Kuppel 19
Abbildung 23 Prototyp 2 19
Abbildung 24 Prototyp 2 Seitenansicht 19
Abbildung 25 Prototyp 3 20
Abbildung 26 Prototyp 3 Seitenansicht 20
Abbildung 27 Ausschnitt (gelb) aus dem Parkettierungsmusters 21
Abbildung 28 Prototyp 4 22
Abbildung 29 Prototyp 4 Seitenansicht 22
Abbildung 30 Prototyp 5 23
Abbildung 31 Prototyp 5 Seitenansicht 23
Abbildung 32 Prototyp 6 24
Abbildung 33 Prototyp 6 Seitenansicht 24
Abbildung 34 Aufbau eines Innen- und Aussenzeltes 25

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Abbildung 35 Skizze des Bodens 25


Abbildung 36 Skizze des restlichen Zeltes 25
Abbildung 37 Prototyp 7 von der Längsseite 26
Abbildung 38 Prototyp 7 von der Breitseite 26
Abbildung 39 Erklärung zur Tabelle 1 27
Abbildung 40 Unerwünschte Falten 28
Abbildung 41 Boden 29
Abbildung 42 Moskitonetz 29
Abbildung 43 Einblick durch den offenen Eingang ins Innere 29
Abbildung 44 Innenseite der Hülle 30
Abbildung 45 Modell des Endprodukts 30
Abbildung 46 Karabinerhaken 31

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Überblick zu den Prototypen 1 bis 7 und des Endprodukts 27

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Vorwort

Bei der Wahl des Themas wusste ich von Anfang an, dass ich eine kreative Maturaarbeit
machen möchte. Ich liebe es, meine Ideen gestalterisch umsetzen zu können, was ich finde,
kommt zu kurz in unserer Ausbildung im Gymnasium. Der ganze Unterricht ist zu theoretisch
aufgebaut, ausser in meinem Lieblingsfach, bildnerisches Gestalten. Es reicht für mich nicht
nur die Theorie eines Themas, sondern ich möchte diese selber anwenden können. Deswe-
gen habe ich mich für eine praktische Arbeit entschieden. Um herauszufinden, ob Architektur
ein mögliches Studienfach für mich ist, wollte ich diesen Bereich abdecken. An Architektur
fasziniert mich zuerst die Analyse des sozialen, ökonomischen und ökologischen Umfeldes,
in welchem das Gebäude entstehen soll, und anschliessend die Bedürfnisse des Einzelnen,
sowie die Erwartung der Gesellschaft zu erfüllen. Das Umfeld bildet die Rahmenbedingun-
gen, nach denen man sich richten muss. Nach einem konkreten Thema gesucht, habe ich
angefangs in meinem eigenen Umfeld. Ich wohne in einer Parterrewohnung mit Garten in der
Stadt Zürich, wo es, wie in vielen Schweizer Städte, Wohnungsnot herrscht. Der Grund dafür
ist begrenzter Platz verglichen mit der grossen Nachfrage, unter anderem wegen des Bevöl-
kerungswachstums in den Städten, wodurch die Preise in die Höhe schiessen. Meine Fami-
lie, die aus meiner Mutter und mir besteht, mangelt es zum Beispiel an einem zusätzlichen
Zimmer für Gäste. Deswegen dachte ich an einen freistehenden Raum, der als Gästezimmer
dient. Ich wollte sogar ein Mini-Haus bauen, sodass der Gast auch ein eigenes Bad hat zu-
sätzlich zum Schlafplatz. Dieses Thema ist jedoch zu wenig autonom und konkret. Es exis-
tieren bereits Mini-Häuser, die sich mit dem Problem des Platzmangels befassen. Deren
Slogan ist es meistens, weniger ist mehr. Der Gedanke dahinter ist, zurück zum Minimalis-
mus zu finden, da wir uns heutzutage in einer Konsumwelt befinden, in der wir vieles, unnüt-
zes Besitzen. Darauf zu verzichten immer mehr zu kaufen und sich von alten Gegenständen
zu trennen, löst ein befreiendes Gefühl in uns aus. Als Beispiel dient einen fünften Winter-
mantel online zu bestellen, weil zwei davon ausser Mode sind, einer kaputt, der vierte zu
gross von der verstorbenen, geliebten Grossmutter. Anstelle einer weiteren Jacke im
Schrank, könnte man die zwei Mäntel ausser Mode spenden oder in einem Secondhand-
Laden geben, den kaputten wegwerfen und den der Oma, auf seine Kleidergrösse um
schneidern lassen.

Gerne möchte ich mich bei meinen Betreuern, Herrn Vöge und Herrn Haas, für begleitende
Beantwortung meiner Fragen während der ganzen Arbeit bedanken und die fachlichen In-
puts von Herrn Prof. Schwarz sowie den Austausch mit Jenny Christen. Dankbar bin ich
auch meiner Mutter für ihre Unterstützung, auch wenn es schwierig wurde.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

1. Einleitung

1.1 Fragestellung
Herr Haas, mein Betreuer und Kunstlehrer, brachte die Idee des Pavillons auf, basierend auf
japanischer Faltung, auch bekannt als jahrhundertealte Origamitechnik. Das Prinzip besteht
darin, Faltungen anzuwenden, um Materialen zu versteifen, zu bewegen und zu verstauen
(Werner, 2017). Verschiedene Beispiele finden sich in Natur und Forschung, auf die ich im
Theorieteil eingehen werde. Das Versteifen ermöglicht, dass mit wenig Material trotzdem
Stabilität gegeben ist, wodurch das Produkt erheblich leichter wird. Diese Eigenschaft des
Faltens soll es erleichtern, den Pavillon einfach auf- und abzubauen, da er grundsätzlich
weniger schwer sein wird, wie ein gewöhnlicher Pavillon ohne Faltungen. Meine Überlegung
dahinter ist, den Pavillon als Schlafunterkunft für Gäste zu verwenden, die zu meiner Aus-
gangsidee des Mini-Hauses als extra Raum zurückführt. Weil der Pavillon nur benutzt wird,
während Gäste zu Besuch sind, sollte er beweglich und verstaubar sein. Wenn kein Besuch
anwesend ist, würde ein nicht mobiler Pavillon unnötig Platz im Garten einnehmen. Aus die-
sem Grund sollte man ihn verstauen können, zum Beispiel im Keller. Alle genannten Überle-
gungen führten zu meiner Leitfragestellung:

„Wie kann ich einen Pavillon konstruieren, der als Schlafunterkunft dient, mobil ist, ab- und
aufzubauen und auf japanischer Falttechnik basiert?“

1.2 Ziel
Am Ende der Maturarbeit steht ein selbst gebautes Modell des designten Pavillons in einem
noch zu definierendem Massstab. Das Produkt sollte die drei Anforderungen der Leitfrage
weitgehend erfüllen. Der Pavillon sollte zudem resistent gegen Wind, Regen, Sonne und
Schnee sein. Die Schlafunterkunft besteht aus einem geschlossenen Raum mit Boden und
Dach, sowie einem Eingang. Um das Ziel zu erreichen ist meine Maturarbeit in einen theore-
tischen und praktischen Teil gegliedert. Der theoretische Teil beinhaltet die Begriffsklärung,
Beispiele aus der Natur und aktuelle Anwendungen in der Wissenschaft. Der praktische Teil
besteht aus der Dokumentation der Experimentierphase und der Gestaltung des eigenen
Pavillons.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

2. Vorgehen

2.1 Inhaltlich
Zuerst werde ich die Fragestellung meiner Arbeit genau definierten, sodass mein Ziel ver-
ständlich ist. Zum Einstieg geht es um die Begriffsklärung. Ich erkläre den Begriff “Pavillon“
und seine Abgrenzung zum “Zelt“. Als nächstes wird kurz die Geschichte der traditionelle
Origamikunst behandelt, um einen Überblick über Herkunft, Entwicklung und Verwendung zu
verschaffen. Beispiele aus der Natur und Anwendungen in verschiedenen Wissenschaften
veranschaulichen die heutige und zukünftige Wichtigkeit des Faltens.

In der Experimentierphase habe ich die grundlegenden Falttechniken erworben, da komple-


xe Faltungen auf den Grundprinzipien aufbauen und mir eine breite Auswahl ermöglichen.

In der Gestaltungsphase habe ich drei Abbildungen von Faltung, die für mein Modell in Frage
kommen, akkurat nachgefaltet. Bei allen drei überlegte ich mir, wie diese weiter entwickelt
werden könnten und wandelte meine Überlegungen in eigenen Prototypen um. Um eine
konkrete Vorstellung meines Modells zu entwickeln, führte ich ein Interview mit einem Statik-
experten. Die darauffolgende Besprechung mit meinen Betreuern führte zu einer konkreten
Vorstellung zur Umsetzung des fertigen Modells. Der letzte Schritt war der Bau des Modells
und dessen Weiterentwicklung im Kapitel Analyse.

2.2 Methode
Für die Recherche benutzte ich in der Regel das Internet, inklusive Artikel aus verschiede-
nen Fachzeitschriften. Die Grundlagen des Faltens entnahm ich allerdings dem Buch “Falt-
techniken“ von Paul Jackson und dazu überflog ich drei weitere Fachbücher nach Informati-
onen. Desweiteren interviewte ich Herrn Professor Schwartz, Departement für Architektur
der ETH Zürich.

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3. Recherche

In diesem Kapitel werde ich die wichtigsten Begriffe erklären sowie einige relevante Beispiele
und Anwendungen des Origami-Prinzips.

3.1 Pavillon
Das Wort “Pavillon“ stammt aus dem Französischen und findet seine Herkunft in der lateini-
schen Sprache. “Papilio“, lateinisch für Schmetterling, wird wegen der aufgespannten Flügel
des Insekts mit dem Zelt verglichen (1Duden, o. D.). Der Begriff Pavillon lässt sich wie folgt
definieren:

▪ „ein grosses, viereckiges (Fest-)Zelt


▪ ein Einzelbau auf einem Ausstellungsgelände
▪ ein kleines rundes oder mehreckiges, teilweise offenes und frei stehendes Gebäude
▪ ein zu einem grösseren Komplex gehörender, selbstständiger Bau
▪ als architekturhistorischen Begriff den vorspringenden Eckteil des Hauptbaus eines
Schlosses, vor allem im Barock“ (baublatt, 2012, S. 24)
Bis ins 19. Jahrhundert schmückte der Pavillon die Gartenanlagen des europäischen Adels.
Später wurde es üblich, diesen Bautyp in Ausstellungen als temporäre Architektur einzuset-
zen.

In der Regel besteht der Aufbau eines Zeltes aus einer Hülle aus textiler Membran, die von
einem Skelett aus Stäben und Seilen gestützt wird. Textile Membrane sind vor allem Stoffe,
Planen und Folien (1Wikipedia, 2017).

Mein Endprodukt könnte auch als Zelt bezeichnet werden, weil es gleich aufgebaut ist wie
ein Zelt. Die als erstes aufgelistete Definition des Pavillons kann gleich gesetzt werden mit
der Unterkategorie des Zeltes, nämlich des Festzelts. Wie der Name schon verrät, sind Fest-
zelte für Feste vorgesehen, wodurch die Grösse den vielen Besuchern angepasst werden
muss (2Duden, o.D.). In meinem Fall bietet das Endprodukt nur für zwei Gäste Platz. Deswe-
gen entfällt die Bezeichnung meines Zeltes als Festzelt.

3.2 Origami
Das Wort “Origami“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie “gefaltetes Pa-
pier“: “Oru“ heisst übersetzt “Falten“ und “Kami“ “Papier“. Die klassische Origamikunst hat
ihren. Ursprung in China. Erst Jahrhunderte später, im 9. Jahrhundert, erreicht das Wissen
Japan. Der heutzutage geläufige Name “Origami“ wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert von
den Japanern erfunden. Die traditionelle Kunst beschäftigt sich mit dem Falten von Figuren,
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wie Tieren, Menschen, Pflanzen und Objekten. Diese figürlichen Darstellungen werden aus
einem quadratischen Blatt Papier ohne Schneiden und Kleben erzeugt. Mit wenigen Faltun-
gen soll eine vereinfachte und suggestive Darstellung skizziert werden (Buri, o.D., S. 4). Die
Origami-Figuren besassen einst vor allem eine zeremonielle und religiöse Bedeutung. Ein
Beispiel für eine gängige zweidimensionale Grundfigur ist der Schmetterling, der in Japan als
Symbol für die intime Vereinigung und andauernde Liebe steht. Zunächst befasste sich nur
die reiche Oberschicht mit Origami, weil Papier bis zum Ende des europäischen Mittelalters
ein sehr wertvolles Gut war. Dank der einfacheren Papierherstellung sank der Preis, und
Origami wurde zur klassenübergreifenden Freizeitbeschäftigung. In dieser Zeit entstanden
die ersten Lehrbücher der japanischen Faltkunst. Vorher wurde die Technik ausschliesslich
von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Heutzutage wird diese Tradition in Kin-
dergärten und Grundschulen fortgesetzt, um den Kindern spielerisch den Sinn für Geometrie,
Geschicklichkeit und Genauigkeit beizubringen. Die Origami-Kunst steht weltweit vor einer
Weiterentwicklung und ist mittlerweile ein Beschäftigungsfeld für Intellektuelle und Untersu-
chungsfeld für Wissenschaftler (Diaz & Pawlak, 2012).

3.3 Beispiele aus der Natur


Die Natur hat lange vor den Menschen Verwendung für Faltungen gefunden. Durch die Evo-
lution, bekannt als Synonym für “Entfaltung“ (Werner, o.D., S.85), haben sich Lebewesen die
Vorteile des Faltens zu nutzen gemacht. Ich werde zur Erläuterung je ein Beispiel für Pflan-
zen, Tiere und Menschen vorstellen.

3.3.1 Buchenblatt
Bekanntlich wachsen Blätter jeden Frühling von neuem aus ihren Knospen. Dieser ausge-
klügelte Prozess lässt sich prima anhand eines Buchenblatts erläutern. Das Blatt besteht aus
einer dünnen Fläche, die an der unter Seite mit dem Substrat und dem Rest des Gewebes
verbunden ist. Die obere Fläche dehnt sich schneller aus als die untere, sodass sich das
Blatt krümmt, wie die Oberfläche eines Ballons. Energetisch würde dies sehr viel Energie
kosten, da sich der Untergrund stark zusammenziehen müsste. Die Lösung des Problems
sind viele kleine Faltungen auf beiden Seiten. Das Muster, welches durch diese Faltung ent-
steht, heisst Miura-Ori (1srf, 2017).

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Abbildung 1: Miura-Ori-Muster

3.3.2 Fünfhornkäfer
Der Fünfhornkäfer besitzt, wie die meisten Insekten, zwei Paar Flügel. Wenn sich das vorde-
ren Paar zur Seite schiebt, falten sich die hinteren Flügel auseinander. Vorher war das hinte-
re Flügelpaar zusammengeklappt, damit es Platz hat unter dem vorderen (1srf, 2017).

Abbildung 2: Fünfhornkäfer

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Abbildung 3: Platzsparende Flügelkonstruktion

3.3.3 Muskeln
Das Prinzip des Muskels beim Mensch basiert auf der Kontraktion und Entspannung, was
nichts anderes ist als das Zusammenfalten und Entfalten von Strukturen(Werner, o.D., S.
85). Zum Beispiel beim Hochheben des Unterarms zieht sich der Bizeps zusammen und der
Trizeps entspannt sich. Für diesen Vorgang sind die Faserbündel verantwortlich, die weiter-
hin in sogenannte Myofibrillen unterteilt sind. Sie bestehen aus winzig aneinandergereihten
Kammern, den Sarkomeren. Darin agieren vor allem zwei fadenförmige Proteine, Myosin
(rot) und Aktin (blau). Das Aktin bildet feste Anheftungsscheiben, zwischen denen das Myo-
sin liegt, welches durch Fäden an dem Aktin fixiert ist. Das Umklappen der Fäden kann als
Faltung gedeutet werden (Sportunterricht, o.D.).

Abbildung 4: Sarkomere
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3.4 Anwendung in der Wissenschaft


Nicht nur die Natur nützt die Eigenschaften des Faltens aus, sondern auch der Mensch ver-
sucht sich daraus einen Vorteil zu verschaffen. Dabei dient stets die Natur als Vorbild, von
der sich Forscher inspirieren lassen. Anwendungen finden sich in verschiedenen wissen-
schaftlichen Bereichen, wobei ich aus folgenden Wissenschaften je ein Beispiel nennen wer-
de: Die Robotik, der Weltraum, der Leichtbau und die Architektur.

3.4.1 Robotik
An der ETH Lausanne forscht ein Team im Maschinenbau an sogenannten Origami-
Robotern, die flach hergestellt werden und sich danach in ihre drei dimensionale Form falten
oder automatisch umgestaltet werden. Sie können einfache Aufgaben erfüllen. Die wichtigen
Vorteile sind der platzsparende Transport, die selbstständige Entfaltung, sowie die entfallen-
den Montagekosten. Zusätzlich verringert sich die Chance auf Fehler bei der Montage, weil
der Roboter keine zusätzlichen Komponenten, wie Schrauben und Muttern, benötigt. Wegen
dieser Vorteile sind die Roboter extrem günstig(2srf, 2017). Einsatzmöglichkeiten gibt es
nicht nur im Alltag, sondern auch in Katastrophengebieten als Rettungsroboter nach Erdbe-
ben. Die Roboter könnten unter den Trümmern in einer kleinen Öffnung eines Hohlraums
eingeführt werden und dort nach dem Entfalten nach Überlebenden suchen(3srf, 2014).

Abbildung 5: Falt-Roboter für Noteinsätze

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3.4.2 Weltraum
Die NASA arbeitet zur Zeit an einem riesigen Schirm, namens Starshade. Dieser soll ver-
packt ins Weltall geschickt werden, wo er sich auf eine Fläche von 9000m2 vergrössern
kann. Starshade blockiert die Strahlen der Sterne, sodass ein Teleskop weit entfernte
Exoplaneten aufspüren kann, die um die Sternen kreisen. Anfangs werden ausschliesslich
Prototypen aus Papier gefaltet. Das günstige Material ermöglicht es der NASA, viel Geld
einzusparen. Das Projekt soll 2020 lanciert werden(1srf, 2017).

Abbildung 6: Starshade

3.4.3 Leichtbau
Im Flugzeugbau versuchen Forscher die Origamitechnik zu nutzten, um leichtere, das heisst
Energie effizientere Flugzeuge herzustellen. Es werden Kernstrukturen gesucht für die
Sandwichanwedung. Eine Sandwichanwendung besteht aus zwei Deckmaterialien, die da-
zwischen einen gefalteten Kern haben. Im Alltag kennen wir dies von Kartons. Durch diese
Struktur wird das Material sehr stabil im Vergleich zu seinem geringen Eigengewicht. Als
Beispiel kann ein 0.01kg schweres Segment von einem Auto (1000kg) überfahren werden,
ohne dass es kaputt geht. Dieses Phänomen verdankt das Segment dem Muira-Ori-Muster,
wie beim Buchenblatt beschrieben. Ein weiterer Nutzen kann erzielt werden, indem man zwi-
schen den beiden Deckmaterialen Kabel verlegt oder eine Lüftung einbaut(1srf, 2017).

3.4.4 Architektur
Die geodätische Kuppel, entwickelt von Buckminster Fuller in der Mitte des 20. Jahrhundert,
zeichnet sich durch ihre Stabilität, Effizient und Leichtigkeit aus. Die Struktur wird in flache

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Dreiecke unterteilt, die wiederum in Fünf und Sechsecke zusammengefasst sind. Dieses
Prinzip ist weltweit in Form eines klassischen Fussballs verbreitet. Weiter weisst das Fulle-
ren, auch als Fussball-Molekül bekannt, diese Struktur auf(Futurum Domes, o.D.).

Abbildung 7: Buckminster Fuller Kuppel

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4. Experimentierphase

4.1 Faltungen
Gefaltet habe ich von Beginn meiner Arbeit mit Papier, weil dies die herkömmliche Art zu
falten ist. Das Material lässt sich einfach von Hand durch Falten in die dritte Dimension brin-
gen. Zudem ist es günstig. Die ersten Faltungen habe ich mit A-4 Format Kopierpapier (Ge-
wicht 80g/m2) erstellt. Anschliessend habe ich sie fotografiert und einige Notizen ins Work-
book zu jedem Produkt, etwa zu optischen Aspekten oder zu Schwierigkeiten, notiert. Insge-
samt sind 19 Produkte - aus dem Buch “Falttechniken“ - entstanden. Zuvor wusste ich nicht,
was mir gegen Ende klar wurde, nämlich welche Faltungen mich zu meinem Endprodukt
führen werden. Auf die relevanten Produkte werde ich im folgenden Abschnitt eingehen..

4.1.1 Die Papierteilung


Ein Papier exakt in gleich grosse Teile zu falten, ohne die Abstände abmessen zu müssen,
bildet eine wichtige Grundlage des Faltens. Ohne abzumessen ist dies nur möglich, wenn die
Anzahl der Teile eine Potenz von zwei ist, zum Beispiel 24=16.
Es gibt zwei Optionen einer Falte, entweder eine Talfalte oder eine Bergfalte. Wie der Begriff
“Talfalte“ selbsterklärend ausdrückt, handelt es sich um ein Tal, das durch eine Falte ent-
standen ist. Wenn eine Talfalte umgedreht wird, entsteht eine Bergfalte.

• Lineare Unterteilung in 16tel-Talfalten oder Bergfalten

Abbildung 8: Lineare Unterteilung


in16tel-Talfalten oder Bergfalten

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Weil alle Falten auf die gleiche Seite gefaltet sind, rollt sich das Papier zusammen.

• Lineare Unterteilung in 16tel-Ziharmonikafalten

Abbildung 9: 16tel-Ziharmonikafalten

Zieharmonikafaltung bedeutet, abwechselnd eine Tal- und Bergfalte. Das Resultat erin-
nert an eine Ziehharmonika, die der Faltung auch ihren Namen gibt.

4.1.2 Verdrehter Ring

Abbildung 10: Verdrehter Ring zu- Abbildung 11: Verdrehter Ring offen
sammengefaltet

Der verdrehte Ring besteht aus sechs aufeinander folgenden Parallelogrammen, die durch
Bergfalten unterteilt wurden. In jedem Parallelogramm sind jeweils diagonale Talfalten, aus
denen ein Sechseck beziehungsweise ein Ring entsteht.

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4.1.3 Y-Faltung
Die Y-Faltung erhält ihren Namen
durch den Buchstaben, der abwech-
selnd eine Berg- und Talfalte bildet.
Dadurch entstehen aus einer längslie-
genden Bergfalte abwechslungsweise
Berg- und Talfalten, also eine Umkehr-
faltung. Der eine Streifen in der Abbil-

dung 12 kann mit weiteren aneinander Abbildung 12: Y-Faltung


gereiht werden, wodurch ein Fischgrä-
tenmuster gebildet wird, auch bekannt als Muira-Ori-Muster.

4.2 Modelle
In einem nächsten Arbeitsschritt ging es darum, Faltungen zu finden, die einen Raum bilden.
Dafür braucht es Wände und ein Dach. Fündig wurde ich im Internet. Drei Modelle entstan-
den, die A, B und C genannt werden. Die Modelle versuchte ich, den Abbildungen auf der
jeweiligen Website nachzubauen.

4.2.1 Modell A und B


Beide Modelle basieren auf dem Prinzip des Mosaik Origami (Buri, o.D., S. 4). Dabei zeich-
net man ein reines zweidimensionales, geometrisches Muster auf ein Blatt Papier. Anhand
des Musters, der sogenannten Parkettierung, wird nachgefaltet, was dem Papier Räumlich-
keit, Stabilität und Festigkeit verleiht.

Modell A basiert auf der Diamantenfaltung. Das A-4 Papier wird längs in 8-tel unterteilt. Auf
der Rückseite wird diagonal gefaltet. Das Muster besteht aus gleichschenkligen Dreiecken,
da der gegenüberliegende Winkel der beiden gleich lagen Seiten identisch ist. (2Wikipedia,
2017)

Modell B hat die Hexagonalfaltung als Parkettierung. Diese entsteht, wenn sich die Diagonal-
falten nicht alle an einem Punkt treffen. Das hat zur Folge, dass sich Hexagone, der Fachbe-
griff für Sechseck, bilden.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Abbildung 13: Modell A Abbildung 14: Modell B

Das Produkt dieser Modelle ähnelt sich in der Form. Beide sind längs gekrümmt, wodurch
sie einem Tunnel gleichen. Sie unterscheiden sich jedoch in Höhe und Festigkeit. Die
Amplitude von Modell A ist grösser als jene von Modell B. Die geringere Krümmung bei Mo-
dell B verursachen die Sechsecke, das heisst die waagerechten Faltungen entlang der Län-
ge des Papiers. Modell A schneidet in der Festigkeit besser ab. Der Grund für die Instabilität
von B liegt darin, dass bei den Kreuzpunkten der Faltungen weniger Linien aufeinander tref-
fen. Bei der Hexagonfaltung von Modell B sind es drei gegenüber sechs bei der Diamanten-
faltung von Modell A. Anhand der genannten zwei Unterschiede geht Modell A als Sieger
hervor(Buri & Weinand, 2010).

4.2.2 Modell C
Bei Modell C liess ich mich von einem zeit-
genössischen Kunstprojekt mit dem Namen
“Look!Look!Look!“ inspirieren. Dabei wurde
ein Pavillon in Form einer Ananas für einen
Englischen Garten des 18. Jahrhunderts
konstruiert(Smith, 2017).

Abbildung 15: Look!Look!Look!

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Der Pavillon ist aus 15 gleichen Teilen aufgebaut, die der


Ananas die runde Form verleiht. Jeder einzelne Teil weisst
Y-Faltungen auf, dazwischen sind Talfalten. Der oberste Teil
des Kunstwerks, das Grüne einer Ananasfrucht, ist eine ra-
dial angeordnete Ziehharmonikafaltung. Meine Nachbildung,
Modell C, besteht - aus zeitlichen Gründen -nur aus neun
Teilen.

Abbildung 16: Modell C aus


2
300g/m Papier
Modell C hat rundherum Wände, weil es kreisförmig ausge-
richtet ist, jedoch fehlen Eingang und Dach. Das erst ge-
nannte Problem kann man lösen, indem man mindestens
eine untere Zacke herausschneidet, wie in Look!Look!Look!.
Ein Dach ist notwendig, um die Gäste vor Niederschlag zu
schützen. Daher habe ich Modell C weiterentwickelt. Anstatt
die oberen Zacken am Ende nach aussen zu falten, habe ich
diese weiter nach innen umgeklappt. Alle Zacken haben sich
in der Mitte getroffen.

Abbildung 17: Weiterentwicklung


von Modell C

Der Bau des Models verstösst gegen die Regeln des Origamis. Einerseits ist es, wie Modelle
A und B, auch nicht aus einem quadratischen Papier gefaltet. Andererseits musste das Pa-
pier zurechtgeschnitten und anschliessend zusammengeklebt werden.

Beim Erstellen der drei Modelle habe ich gelernt, dass das strikte Einhalten der Regeln des
Origamis mich in der Gestaltung zu fest einschränkt. Das heisst: Will man, wie ich, Funkti-
onsbauten erstellen, muss man sich ein Stück weit von dem Regelwerk absehen.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

5. Gestaltung des eigenen Pavillons

Im weiteren Verlauf meiner Arbeit ging es darum, eine konkrete Idee zu erhalten, wie mein
Endmodell aussehen soll. Zuerst entschied ich mich, welches der drei Modelle als Basis für
die Weiterentwicklung dienen wird. Vor der Umsetzung musste zudem geklärt werden, wel-
che Kriterien der Leitfrage schon erfüllt sind und welche noch nicht. Anschliessend versuchte
ich durch eine Mischung aus Berechnungen und ’Versuch und Irrtum’ einen Weg zu finden,
die noch offenen Fragen zu beantworten. In der letzten Phase baute ich mein Endprodukt,
welches ich hinterher analysierte.

5.1 Besprechungen
Die zwei Besprechungen halfen mir dabei, eine Entscheidung zu treffen, welches Modell ich
weiterentwickeln werde.

5.1.1 Mit Herrn Prof. Dr. Joseph Schwartz


Nach der Experimentierphase war mir noch nicht klar, wie die Modelle zu meinem selbst
gestalteten Endprodukt führen sollten. Daher suchte ich eine Beratung. Auf der Internetseite
der ETH fand ich den Statikexperten Professor Schwartz, den ich um ein Interview bat. Ich
erhoffte mir Klarheit für den weiteren Verlauf der Arbeit. Erfreulicherweise erhielt ich in der
folgenden Woche einen Termin. Aus der Besprechung nahm ich folgende hilfreiche Informa-
tionen mit:

• Es ist unerlässlich, seiner Leitfrage zu folgen. Diese hilft bei der Orientierung, indem sie
Ziele vorgibt.
• Bei der Konstruktion eines Bauwerks sollten stets sowohl allgemein menschliche Bedürf-
nisse als auch die Bedürfnisse der Menschen in den Vordergrund gestellt werden, die in
dem Bauwerk verkehren werden.
• Betreffend Stabilität des Pavillons gilt es, zwei wichtige Punkte zu beachten. Erstens soll
die Faltung möglichst viele Tetraeder enthalten, da dies die geometrisch, stabilste Form
ist. Ein Tetraeder besteht aus vier kongruenten gleichseitigen Dreiecken, sodass es vier
Endpunkte, vier Seitenflächen und sechs Seitenkanten hat(3Wikipedia, 2017). In Folge
dessen sollten Parallel verlaufende Linien vermieden werden. Zweitens fördert die Dop-
pelkrümmung im Gegensatz zur einfachen Krümmung die Stabilität. Ein Beispiel für eine
Doppelkrümmung ist eine Kuppel, eines für eine einfach Krümmung ein Tunnel.
• Ein professionelles Modell enthält immer massstabgetreue Menschenfiguren, damit die
Masse des realen Gebäudes visualisiert wird.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Aus diesen Informationen folgerte ich für Modell A, dass es zu wenig stabil ist, weil die Form
des Tetraeders und die Doppelkrümmung nicht gegeben sind.

Herr Schwartz gab zudem Rückmeldungen zu meinen drei Modellen. Er fand, dass die Mus-
ter von Modell A und B zu simpel seien und die Vielfalt der Gestaltung einschränken würden.
Sein klarer Favorit war Modell C. Bei einer raffinierten Konstruktion kann der Architekt für
jeden Aspekt der Gestaltung Gründe angeben. Begründungen sind zum Beispiel die Beant-
wortung der Leitfrage, der Stabilität, des Aufsatzes der Ananas.

Nach dem Interview war ich unsicher, was die nächsten Schritte zur Gestaltung des Endpro-
dukts sein sollten. Vielleicht hätte ich mich, statt Herrn Schwartz allgemein nach seiner Mei-
nung zu meinen Modellen und nach Verbesserungsvorschlägen zu fragen, auf konkrete wei-
terführende Fragen im Hinblick auf meine Ziele vorbereiten und ihm diese stellen sollen.

5.1.2 Mit Herrn Vöge und Herrn Haas


Wegen dieser Unsicherheit vereinbarte ich einen Termin mit meinen beiden Betreuern. Wäh-
rend der Besprechung stellte sich heraus, dass das Problem der fehlenden Doppelkrüm-
mung bei Modell A gelöst werden kann, indem die Enden der Längsseite zusammengenom-
men werden. Daraus entsteht eine Form, die mit einer Halbkugel vergleichbar ist. Dies ver-
leiht dem Pavillon sowohl Stabilität als auch eine Geschlossenheit des Raums. Zusätzlich
würden die Dreiecke der Paketierung von Modell A die Stabilität fördern. Zwar sind diese
gleichschenklig anstatt gleichseitig wie bei einem Tetraeder, trotzdem stabiler als parallel
verlaufende Linien. Solche parallelen Linien sind im Modell C beim Kontakt mit dem Unter-
grund auszumachen. Für die Herausforderung der Stabilität sah ich eine Lösung. In Folge
dessen kristallisierte sich Modell A als Grundkonzept für mein Endprodukt heraus. Nach der
Besprechung blieben noch folgende Fragen ungelöst:

1. Wie kann die Form der Halbkugel verändert werden, sodass die Kontaktfläche mit
dem Untergrund eine gerade Ebene bildet?
2. Welche Originalmasse hat der Pavillon?
3. Wie soll der Boden beschaffen sein, so dass er kein Wasser durchlässt?
4. Wo befindet sich der Eingang?
5. Wie wird das Ganze am Boden befestigt?
6. Wie kann der Pavillon auf und abgebaut werden?
7. Wie wird er verstaut?
8. In welchem Massstab soll das Endmodell gebaut werden?

Im nächsten Schritt meiner Arbeit versuchte ich, auf diese Fragen eine Antwort zu finden.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

5.2 Eigene Umsetzungsstrategie


Mein Vorgehen bestand in der Folge darin, basierend auf Muster von Modell A Prototypen zu
falten. Bei jedem neuen Prototyp sollte das Ziel sein, auf der Basis der bereits erfüllten Krite-
rien für die unerfüllten Lösungen zu finden. Einfachheitshalber werde ich von Problemen und
Lösungen sprechen, wenn es um die nicht erfüllten und erfüllten Kriterien geht. Die unten
stehende Tabelle ermöglicht einen Überblick über Masse und Entwicklung der Prototypen
eins bis sieben.

Vor dem Falten des ersten Prototyps entschied ich mich, ein Pavillon für ein bis zwei Perso-
nen zu gestalten, die darin lediglich schlafen. Die Originalmasse werden sich nach der Breite
und Länge eines Doppelbetts richten. Ein King-Size-Bett hat die Masse 160cm auf 200cm
und ein Grand-King-Size-Bett 180 cm auf 200 cm nach europäischen Standards. Der Pavil-
lon soll zudem etwas länger sein, ca. 50 cm, damit es am Kopfende Stauraum gibt, zum Bei-
spiel für das Gepäck der Gäste. Die Höhe sollte mindestens 90 cm betragen. Dieses Mass
ergab sich nach einem Selbstversuch. Aufrecht sitzend habe ich eine Höhe von 85.7 cm ge-
messen, bei einer Gesamtgrösse von 171.6 cm. Damit hatte ich die Originalmasse des End-
produkts bestimmt (tmasc, o.D.).

Auch hatte sich schon vor der Entwicklung der Prototypen die siebte Frage nach dem Ver-
stauen geklärt, als ich realisierte, dass sich Modell A sehr klein zusammenfalten lässt. Durch
Experimentieren gelang es mir, das A-4 Blatt in ein Fünfeck mit Länge 4.54 cm zu falten. Die
Länge entspricht den zwei gleichen Seiten des gleichschenkligen Dreiecks. Das Prinzip ist
das wie beim verdrehten Ring wie im Kapitel 4.1.2.

Abbildung 18: Modell A zusammengefaltet aus der Abbildung 19: Modell A zusammengefaltet aus der
Frontansicht schrägen Ansicht

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

5.2.1 Prototyp 1
Problem des Modells A: Die Kontaktfläche mit dem Boden war keine gerade Ebene.

Lösungsversuch: Ich fügte auf jeder Seite Rechtecke, gerundete Masse 5.3 cm mal 7.4 cm,
dazu. Diese Masse erhält man, wenn man ein 4-Format, Masse 21cm mal 29.7 cm (LED-
werkstatt, o.D.), in 16 Rechtecke teilt.

Beschreibung: Der Prototyp entsprach dem Massstab 1:10. Die Fläche, die den Boden be-
rührte, wurde unter die Kuppel geklappt. Die verschiedenen Masse der Länge, 29.3 cm und
21.6 cm, liegen daran, dass die zusammengenommenen Enden in die Unterseite der Kuppel
gelangen. Dieses unerwartete Ergebnis verursacht ein neues Problem. Die Höhe ist 8 cm
und somit zu niedrig. In der Mitte der länglichen Halbkugel mangelt es diesem Prototyp an
Stabilität.

Lösung: Das Problem der Kontaktfläche wurde mit diesem Prototyp gelöst, indem das über-
schüssige Papier nach innen gefaltet wurde.

Abbildung 20: Prototyp 1 Abbildung 21: Prototyp 1 Seitenansicht

5.2.2 Prototyp 2
Problem des Prototyps 1: Der Platz im Pavillon wurde kleiner, weil die Enden nach innen
klappten. Der Abstand vom Boden zur Decke war zu niedrig. In der Mitte war der Pavillon
instabil.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Lösungsversuch: Um das Problem der Stabilität zu lösen, wählte ich die stabilste geometri-
sche Form, die eines Tetraeder, der aus gleichseitigen Dreiecken besteht. Meine Idee war
es, diese Form in mein Parkettierungsmuster zu integrieren. Dabei wurde ich durch die geo-
dätische Kuppel inspiriert. Ihr Aufbau besteht in erster Linie nicht wie ursprünglich von mir
angenommen aus gleichseitigen Dreiecken, sondern hauptsächlich aus gleichschenkligen
Dreiecken mit den Winkeln 54° und 72°.
Das Problem ist allerdings, dass sechs
gleichseitige Dreiecke eine Ebene bilden,
60°×6=360°, und dadurch keine dreidi-
mensionale Form entstehen kann. Das
richtige Verhältnis und die Anordnung von
gleichschenkligen (orange) und gleichsei-
tigen (blau) Dreiecken bildet die geodäti-
sche Kuppel (Brefeld, 2006). Der Winkel
54° hat zur Folge, dass das Parkettie-
rungsmuster im ganzen grösser ist.
Dadurch erhoffte ich mir eine höhere

Amplitude. Abbildung 22: Aufbau der geodätischen Kuppel

Beschreibung: Das Produkt war im Massstab 1:10 gefaltet. Es ähnelte nicht mehr dem vor-
herigen Prototyp.

Lösung: Prototyp zwei fühlte sich sehr stabil an.

Abbildung 23: Prototyp 2 Abbildung 24: Prototyp 2 Seitenansicht

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

5.2.3 Prototyp 3
Probleme: Es sind noch immer die gleichen ungelösten Probleme, eingebüsster Platz, zu
geringe Höhe und Stabilität, weil sich Prototyp zwei als ungeeignet für mein Vorhaben her-
ausgestellte.

Lösungsversuch: Weil die Länge des Prototyps eins ungefähr dem erwünschten Original-
mass von 200 bis 250 cm entspricht, bin ich von ihm ausgegangen. Jedoch vergrösserte ich
die Breite, weil ich dadurch mehr Höhe gewinnen wollte. Als Ausgangslage wählte ich für das
Papier die Masse 42 cm auf 48 cm, wodurch Winkel Alpha 41° entstand.

Beschreibung: Das Produkt hatte den Massstab 1:10. Der Unterschied der Länge war noch
grösser, wie bei Prototyp eins. Die Höhe von 11.5 cm übertraf das gesetzte Minimum von 9
bzw. umgerechnet 90 cm. Die Festigkeit konnte nicht verglichen werden, da das Blatt ein
geringes Gewicht (80g/m2) als die anderen zwei Prototypen aufwies. Das Problem der unge-
raden Kontaktfläche trat erneut auf.

Lösung: Das Problem der Höhe konnte gelöst werden.

Abbildung 25: Prototyp 3 Abbildung 26: Prototyp 3 Seitenansicht

5.2.4 Prototyp 4
Bei den Prototypen vier und fünf holte ich mir Rat bei der Kunststudentin, Jenny Christen.
Dadurch erhoffte ich mir, zusätzliche Erkenntnis zur Veränderung der Prototypen zu erhal-
ten.

Problem des Prototyps 3: Die fünf Winkel, die durch das Zusammennehmen der Enden
entstanden, ergaben mehr als 180°. Diese konnten bis zu einem gewissen Punkt zusam-

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

mengedrückt werden, jedoch nicht so weit, dass sich eine gerade Ebene bildete. Das Prob-
lem der Festigkeit war noch immer ungelöst. Dazu kamen die eingestülpten Enden.

Lösungsversuch: Das Ziel war es herauszufinden, ob einige Probleme durch inexaktes


Arbeiten entstanden sind. Beim exakten Arbeiten hilft es, jede Faltlinie vorher einzuzeichnen
und sie dann mit der Rückseite des Skalpells einzudrücken. Den Massstab um die Hälfte zu
verkleinern, hatte einen praktischen Grund. Das Muster passte vom Format her auf ein A-4
Blatt. Allenfalls konnte der Prototyp zurechtgeschnitten werden, ohne den vorherigen zu zer-
stören.

Beschreibung: Der Massstab blieb 1:20. Der Teil der Fläche, der den Boden berührte, wur-
de umgeklappt. Die Kontaktfläche zum Untergrund war jetzt gerader, aber noch nicht 180°.
Die Mitte des Pavillons fühlte sich steifer an. Die Steifigkeit konnte verstärkt werden, indem
man die zwei breiten Seiten festhielt. Die längliche Seite war einerseits kurz, nämlich 10 cm,
andererseits mit ihren 16 cm verglichen im Originalmass von 320 cm sehr gross.

Lösung: Die Probleme der Kontaktfläche und Steifigkeit konnten verringert werden. Ersteres
verbesserte sich, indem die Enden mehrmals gegen innen umgeklappt wurden, wodurch sich
das Mittelstück verkleinerte. Dies gab dem Pavillon mehr Steifigkeit.

Abbildung 27: Ausschnitt (gelb) aus dem Parkettierungsmusters

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Abbildung 28: Prototyp 4 Abbildung 29: Prototyp 4 Seitenan-


sicht

5.5.2 Prototyp 5
Problem: Das Hauptproblem war, dass die Einstülpungen nach wie vor zu viel Platz im In-
nenraum wegnahmen. Zusätzlich waren die an den Boden grenzende Ebene ungerade und
die Festigkeit noch nicht optimiert.

Lösungsversuch: Das Hauptproblem könnte gelöst werden, indem man die Einstülpungen
wegschneidet. Der umgeklappte Teil des Papiers war überflüssig und konnte entfernt wer-
den. Beim Prototyp vier schien das Verhältnis von Länge und Breite der Ausgangslage ein
brauchbarer Ansatz. Die Winkel am Ende des Prototyps vier waren zu gross. Diese Winkel
hingen von Winkel Alpha im Parkettierungsmuster ab. Wenn dieses Muster sieben Reihen,
anstatt sechs, wie in Prototyp vier, besitzt, verkleinert sich Alpha.

Beschreibung: Der Pavillon wurde im Massstab 1:20 gefaltet. Überflüssiges wurde wege-
schnitten, sodass mehr Platz im Inneren entstand und geschlossen am Boden auflag. Zur
Kontaktfläche leistete Winkel Alpha mit seinen 37° auch einen Beitrag. Die Höhe des Pavil-
lons mass 4 cm. Sein Mittelstück verkleinerte sich. Beim Entfalten dieses Prototypens in sei-
ne 2-dimensionale Ausgangslage konnte ich erkennen, was ich alles weggeschnitten hatte.
Dadurch zeigte sich der Ausschnitt des Parkettierungsmusters, den es am Ende für die Aus-
führung des nächsten Prototyens brauchte.

Lösung: Das Potential des Innenraums konnte ausgeschöpft werden. Der Prototyp lag
überall gleichmässig am Boden auf. Die Festigkeit verbesserte sich noch mehr.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Abbildung 30: Prototyp 5 Abbildung 31: Prototyp 5 Seitenansicht

5.5.6 Prototyp 6
Problem des Prototyps 5: Die Höhe von 4 cm, was der Originalgrösse von 80 cm ent-
spricht, war zu niedrig.

Lösungsversuch: Winkel Alpha sollte nicht verändert werden, damit sich die gerade Ebene
an der Unterseite nicht verändert. Deswegen nahm ich die zurechtgeschnittene Ausgangsla-
ge des Prototyps fünf, ich vergrösserte aber gezielt die Breite der Reihen. Automatisch ver-
längerte sich dadurch das Parkettierungsmuster. Nach dem Zeichnen des Musters musste
ich den richtigen Ausschnitt für die Faltung ausschneiden.

Beschreibung: Der Prototyp entsprach dem Massstab 1:20. Die Anzahl der Reihen wurden
von sechs auf fünf verringert. Dadurch verkleinerten sich die Masse der Ausgangslage, je-
doch Breite und Länge der Rechtecke, die die Reihen bilden, waren grösser. Die Höhe des
Pavillons stieg dadurch auf 4.6 cm.

Lösung: Das Kriterium der Höhe wurde erfüllt.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Abbildung 32: Prototyp 6 Abbildung 33: Prototyp 6 Seitenansicht

5.5.7 Prototyp 7
Probleme: Ungelöst blieben noch die Fragen nach dem wasserdichten Boden und der Bo-
denbefestigungen sowie des Eingangs.

Lösungsversuch: Ich liess mich vom Aufbau eines Zeltes inspirieren. Dieses besteht übli-
cherweise aus einem Innen- und einem Aussenzelt. Das Innenzelt bildet einen geschlosse-
nen Raum, der aus zwei verschiedenen Materialien zusammengesetzt ist. Das eine Material
übernimmt die Funktion eines wasserundurchlässigen Bodens. Das andere muss wasser-
dampf- und luftdurchlässig sein. Das Aussenzelt umgibt das Innenzelt, berührt das Gewebe
von letzterem jedoch nicht, um ein trockenes Inneres zu garantieren. Beide Teile des Zeltes
werden mit Heringen am Boden befestigt. Der Boden des Innenzeltes muss einen minimalen
Abstand zum Aussenzelt haben. Dadurch kann der direkte Kontakt vom Gewebe des Innen-
mit dem Aussenzelt verhindert werden. Die Überlegung, wie und an welchen Punkten das
Innenzelt am Aussenzelt befestigt werden soll, musste vor dem Bau durchdacht werden. Ich
entschied mich für Garnmaschen auf der Innenseite der Hülle und Drahthaken am Innenzelt.
Bei der Frage, wo die Maschen angebracht werden sollen, muss auf die Krümmung des
Aussenzelts geachtet werden, damit das Gewebe des Innenzelts den Raum des Aussenzelts
optimal ausfüllt. Der Eingang sollte entstehen, indem eine der Längsseiten sowohl des In-
nen-, als auch des Aussenzeltes eingeschnitten wird.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Abbildung 34: Aufbau eines Innen- und Aussenzeltes

Beschreibung: Das Produkt baute ich in einem grösseren Massstab als der vorherige Proto-
typ, nämlich 1:10, sodass es einfacher war, kleinere Sachen, wie die Schlaufen auf der In-
nenseite des Zeltes zu befestigen. Das Innenzelt bestand aus zwei verschiedenen Plas-
tikeinkaufstüten, der Boden aus einem dickeren Plastik als der Rest. Den Boden verkleinerte
ich auf jeder Seite um 0.2 cm, um die Berührung mit dem Aussenzelt zu verhindern. Das
dünnere Plastik entsprach den Massen des Parkettierungsmusters, welches ich in verein-
fachter Form übertrug. Ich pauste nur die Verbindungspunkte des Musters durch, weil ich an
einigen von diesen Punkten die Haken befestigte. Das Mass der Längsseite des Bodens
beziehungsweise deren Umfang war identisch mit jenem des restlichen Innenzeltes, aber
nicht mit der Breitseite. Dort musste das Innenzelt zusammengenommen werden.

Abbildung 35: Skizze des Bodens Abbildung 36: Skizze des restlichen Zeltes

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

An den Ecken des Aussen- und Innenzeltes wurden Schlaufen befestigt, wo die Heringe in
den Boden gesteckt werden. Total wurden 18 Schlaufen und zehn Heringe gebraucht, weil
an den zwei Einstülpung der Breitseite des Aussenzelts keine Schlaufen angebracht sind.
Der Eingang wurde nur eingezeichnet, noch nicht eingeschnitten.

Lösung: Das entstandene Innenzelt löste das Problem des wasserdichten Bodens. Wie das
Innen- mit dem Aussenzelt sowie beide mit dem Untergrund befestigt werden, wurde geklärt.
Die Frage, wie man ins Zelt rein- und rauskommt, wurde beantwortet.

Abbildung 37: Prototyp 7 von der Längsseite

Abbildung 38: Prototyp 7 von der Breitseite

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

5.2.8 Tabelle
In der unteren Tabelle stehen wichtige Angaben zu den Prototypen und dem Endprodukt.

Proto- Mass- Gewicht Format der Aus- Anzahl Winkel Breite Länge Höhe
typ stab des gangslage in cm Reihen Alpha in cm in cm in cm
Papiers Breite Länge Breite × tan-1
Länge
1 1:10 160g/m2 31.5 44.5 6×6 35.26° 14.5 29.3/ 8
21.6
2 1:10 160g/m2 41.7 57 5×6 53.9°
2
3 1:10 80g/m 42 48 6×6 41.19° 17 32/17 11.5
2
4 1:20 80g/m 21 48 6×6 41.19° 8 16/8 4.9
2
5 1:20 80g/m 21 48 7×6 36.87° 8 11.5 4
6 1:20 80g/m2 17.5 23.3 5×5 36.87° 9 12/13 4.6
7 1:10 160g/m2 35 46.6 5×5 36.87° 18 24/ 9.6
26.6
End- 1:5 200g/m2 70 93.2 5×5 36.87° 36 48/ 18.1
produkt 53.2
Tabelle 1: Überblick zu den Prototypen 1 bis 7 und des Endprodukts

Illustration zur Tabelle: Die folgende Endprodukt dient als Beispiel zur Erläuterung der
Spalten „Format der Ausgangslage“, „Anzahl Reihen“ und „Winkel Alpha“.

Abbildung 39: Erklärung zur Tabelle 1

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

5.3 Endprodukt
Das Endprodukt unterscheidet sich von Prototyp 7 nur wenig. Die Aspekten Verhältnisse der
Ausgangslage, Boden und Innenzelt sind identisch, die Materialien waren andere und die
Herausforderung lag in den Details der Ausführung.

5.3.1 Bau
Als erstes beschloss ich, das Endprodukt in einem grösseren Massstab zu bauen, dies aus
dem gleichen Grund wie bei Prototyp 7. Das Arbeiten mit den Händen wird dadurch erleich-
tert. Das Aussenzelt besteht aus dickerem Papier, nämlich 200g/m2, was die Stabilität ver-
bessert. Ich zeichnete das Parkettierungsmuster vor, um anschliessend entlang der Linien
vorritzen zu können. Dabei musste darauf geachtet werden, nicht zu tief ins Papier einzu-
dringen, wodurch es hätte reissen können. Die Vorteile des Vorritzens bestehen darin, das
Muster exakter falten zu können; es verhindert zudem, dass unerwünschte Falten bei dicke-
rem Papier entstehen, wie bei Modell C.
Während bei den Prototypen die Enden
an der Breitseite mit Klebestreifen zu-
sammen gehalten wurden, benutze ich
beim Endprodukt zwölf Klettverschluss-
streifen. Die Streifen waren ca. 0.4 cm
breit und 11.5 cm lang. Durch den Klett-
verschluss ist es möglich, das Zelt schnell
auf- und abzubauen. Der Boden ist aus

zwei Schichten Plastiktüten zusammen- Abbildung 40: Unerwünschte Falten


gesetzt. Die untere besitzt an den Kanten
rechtwinklig zusätzlich einen Zentimeter, welcher den hochgeklappten Rand des Bodens
bildet. Auf diese Weise soll das Zelt auch bei heftigem Niederschlag trocken bleiben. Das
obere Plastikteil ist mit dem unteren verleimt und dient als Verstärkung. An jeder der zehn
Ecken brachte ich eine Schlaufe aus Garn an.
Gleichzeitig schnitt ich aus einem nicht mehr gebrauchten Moskitonetz die Umrisse des Aus-
senzelts in seiner zweidimensionalen Form heraus. Mit Draht markierte ich die Verbindungs-
punkte des Parkettierungsmusters auf dem Moskitonetz. Ausgenommen wurden die Stellen,
an denen das Netz mit dem Boden zusammengeklebt wird und wo der Eingang sein würde.
An der Innenseite des Aussenzelts brachte ich Schlaufen an den Verbindungspunkten an.
Zuerst klebte ich nur wenige Schlaufen an, weil ich hoffte, nur diese wenigen zu brauchen,
um das Innenzelt mit dem Aussenzelt zu verbinden. Das Moskitonetz hatte ich zuvor proviso-
risch mit Draht am Aussenzelt befestigt um herauszufinden, wie viele Haken es schlussend-

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

lich brauchen würde, um die Krümmung des Zeltes anzunehmen. Am Ende ergaben sich 21
Punkte.
Danach leimte ich das Netz am Rand des Bodens zusammen. Zuletzt fehlten noch die
Schlaufen am Aussenzelt, um die Heringe durchstechen zu können. Ich beschloss, Löcher in
die Ecken des Aussenzelts zu stechen, mit Ausnahme der beiden Ecken, an denen die Fal-
tungen zusammengenommen werden. An diesen beiden Seiten sind die sechs Schichten
Papier plus Klettverschluss im Weg.
Für den Eingang schnitt ich seine Form ins Aussenzelt, wobei die Verbindung mit der Hülle
oberhalb des Eingangs bestehen blieb. Das Problem der Schliessung und Öffnung ging ich
nicht an. Beim Innenzelt liess ich den Eingang weg, weil es nicht zwingend nötig war, da
man durch den Eingang des Aussenzeltes ins Innere des Zeltes schauen kann.

Die Heringe sind aus 2mm dickem Draht geformt. Das ganze Zelt steht auf einer stabilen
Styroporplatte, sodass die Heringe problemlos hineingestochen werden können. Neben dem
Endprodukt steht eine Frau im korrekten Verhältnis von Zelt und Mensch. Sie misst 33 cm,
was übertragen 165 cm ergibt. Diese Grösse entspricht gerundet dem Durchschnitt von
Frauen in der Schweiz von 164 cm (laenderdaten, o.D.).

Abbildung 41: Boden Abbildung 42: Moskitonetz

Abbildung 43: Einblick durch den offenen Eingang ins Innere

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Abbildung 44: Innenseite der Hülle

Abbildung 45: Modell des Endprodukts

5.3.2 Analyse
In der Analyse geht es darum, zu zeigen, wie das Endprodukt in groben Zügen angegangen
werden müsste, um eine Produktion anzudenken. Motiviert zu dieser Idee hat mich die Aus-
sicht, ein stabiles, originelles Zelt, ohne Stangen, rein durch Faltungen, zudem in einem klei-
nen Verpackungsformat herstellen zu können.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Aussenzelt: Den äussere Teil des Zeltes habe ich aus dickem Papier gebaut, was sich für
eine tatsächlich Nutzung eignet. Papier saugt Wasser auf, was es bei Regen feucht, weich
und schwer werden lässt. Die Konsequenz davon ist, dass die gewonnene Steifigkeit des
Faltens verloren geht, das Zelt würde zusammenbrechen. Eine Alternative zu Papier ist der
papierähnliche Kunststoff, Tyvek. Dieses Material erfüllt Anforderung, die ein Zelt erfüllen
muss(Zelt, o.D.). Es ist langlebig, robust, UV-resistent und temperaturbeständig. Im Selbst-
versuch wurde seine wasserabweisende Funktion, ab einer gewissen Dicke positiv getestet.
Systematischere Testungen wären vor einer Produktion nötig. Beispiele für Anwendungsge-
biete dieses Kunstoffs finden sich in der Architektur; zudem wird Tyvek für Abdeckungen
eingesetzt(materialarchiv, o.D.).

Innenzelt: Das Moskitonetz hat sich beim Modellbau bewährt, da man dank der nicht zu
engen Netzstruktur ins Innere des Zeltes schauen kann. Das Innenzelt müsste allerdings aus
einem widerstandsfähigeren Stoff bestehen. In der Zeltbranche ist es üblich Nylon, also Po-
lyamid, für Innenzelte zu verwenden. Dieser Kunststoff lässt den Wasserdampf im Inneren
entweichen, der wiederum am Aussenzelt kondensiert. Das Imprägnieren des Polyamids
verhindert zudem, dass das Kondenswasser wieder ins Innere des Zeltes gelangen
kann(Zelt, o.D.).

Zur Befestigung des Innenzelts an der


äusseren Hülle sind die Haken aus Draht
ungünstig, weil es lange dauert, diese an
den Schlaufen zu befestigen. Gewöhnlich
werden Haken, wie in Abbildung Nummer
46, gebraucht, wobei diese für mein Pro-
dukt nicht in Frage kommen. Der Unter-
schied besteht, darin dass bei einem regu-
lären Zelt das Innenzelt an Stäben befes-
tigt ist und in meinem Fall an Schnüren.
Schnüre sind im Gegensatz zu Stäben viel Abbildung 46: Karabinerhaken
biegsamer. Deswegen sollten die Haken
die Schnur ganz umschliessen, sodass sie nicht abfallen. Karabinerhaken würden diese
Funktion erfüllen, sie müssten allerdings leicht sein.

Boden: Der Boden sollte gegen mechanische Einflüsse, wie unerwünschte scharfe Steine
auf der Wiese, resistent sein. Genauso wichtig zu beachten ist, dass das Material zu 100%
wasserundurchlässig ist. Die Erhöhung des Bodens in meinem Endprodukt misst 1 cm, über-
tragen im Massstab 1:5, also 5 cm. Dieser Rand sollte höher sein, um verhindern zu können,
dass Wasser von der Seite eindringt.
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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Eingang: Der Eingang wurde im Endprodukt vereinfacht eingefügt. Die Verschliessung so-
wohl des Innenzeltes als auch des Aussenzeltes wäre mit einem wasserdichten Reisver-
schluss möglich. Heutzutage gibt es solche leichten und absolut wasserdichten Reisver-
schlüsse im Handel(ykk, o.D.).

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

6. Fazit

Meine Leitfrage konnte ich durch diese Arbeit beantworten. Dies mit Hilfe von Recherchen,
Lesen von Fachartikeln und -büchern, der Unterstützung meiner Betreuer, dem Interview mit
Prof. Schwartz, Üben von Faltungen, Entwicklung von sieben Prototypen, Reflexion der
Probleme und Angehen der Lösungen bis zu Produktion des Endprodukts.

6.1 Rückblick
Durch die Maturaarbeit habe ich gelernt, wie man anhand einer selbst entwickelten Leitfrage
systematisch, fundiert, strukturiert, reflektiert, experimentell und zielorientiert eine Aufgabe
angeht. Fundiert meint, dass ich mich in das Thema der Falttechniken, seine - wissenschaft-
lichen - Theorie und Anwendungen eingelesen und praktisch eingearbeitet habe. Ich habe
dadurch ähnliche Arbeiten kennengelernt und Ideen gesammelt. Das Ganze habe ich in ei-
nen Ablauf strukturiert und systematisch durchgearbeitet, d.h. durch Berechnungen, Versuch
und Irrtum und Reflexion.
Am Anfang waren mir einzig die Falttechnik und der Verwendungszweck meines Endproduk-
tes klar. Die Vorstellung, wie mein Endprodukt aussehen wird, fehlte. Es war eine Herausfor-
derung für mich, mit dieser Ungewissheit umzugehen. Während der Arbeit realisierte ich
aber, dass der Prozess schlussendlich zum Ziel führt. Auf diesem Weg habe ich Vertrauen
gewonnen. Es half mir, an meine Fähigkeiten zu glauben. So stellte ich mich etwa darauf ein,
dass ich im Anfang eher breit über das Thema gelesen habe und viele Falttechniken übend
kennenzulernen, was, retrospektiv betrachtet, indirekt zum Ziel führte. Es verlangte auch
Mut, Angefangenes loszulassen, wie zum Beispiel Modell C, das Ananas-Modell, welches
ich selbst weiterentwickelt hatte, verfolgte ich nicht mehr weiter. Erst am Schluss wurde mir
bewusst, dass aus jedem Arbeitsschritte eine Erkenntnis gewonnen werden kann. Manchmal
kann diese Erkenntnis heissen, dass das Gelesene aus verschiedenen Gründen nicht ver-
wendbar ist, jedoch das Thema, welches es beinhaltet, interessant zu erwähnen wäre. Fal-
tungen in der Medizin sind solch ein Aspekt, jedoch sind die bisherigen Forschungen noch
nicht für den Einsatz geeignet. Daher habe ich keine Anwendungsbeispiele aus der Medizin
beschrieben. Insgesamt nützte es, Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden zu lernen. Als
Beispiele nehme ich die 19 Faltungen, welche ich aus dem Buch “Falttechniken“ nachgefaltet
habe. Das Buch selbst beinhaltet über hundert verschiedene Faltungen, jedoch entschied
ich, dass die ersten beiden Kapitel des Buches am wichtigsten seien und die folgenden zu
fest ins Detail gehen würden.
Ich habe gelernt, aktuelle Grenzen zu akzeptieren. Diese Grenze bedeutete, dass ich keine
ausführlichen wissenschaftlichen Begründungen hatte, etwa eine Formel für den Einfluss des

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

Parkettierungsmusters auf die dreidimensionale Form des Zeltes. Es war mir zudem zeitlich
nicht möglich, herauszufinden, wie witterungstauglich mein Endprodukt ist. Eigentlich setzte
ich mir dies als eines von meinen Zielen.
Selbstkritisch kann ich festhalten, dass die Einhaltung meines anfänglichen Zeitplans den
Druck am Ende reduziert hätte. Es war eine Herausforderung, den Umfang aller Arbeiten zu
überblicken, Unerwartetes einzuplanen und den zeitlichen Aufwand realistisch einzuschät-
zen.
Ich habe mich gefreut, das Fazit zu schreiben, weil ich Eigenständigkeit und den Umfang
meiner geleisteten Arbeit realisiere und Vertrauen in mein strukturiertes und reflektiertes
Problemlösehandeln gewonnen habe. Last but not least merke ich, wie viele Erkenntnisse
ich gewonnen habe.

6.2 Ausblick
Die Analyse des Endproduktes gibt dem Leser oder der Leserin einen ersten Einblick in die
Weiterentwicklung des Zeltes, ein mögliches Potential, das ich im Ausblick am Beispiel des
Materials Tyvek aufgreifen möchte. Ein ungelöster Aspekt liegt darin, dass das Tywekblatt,
welches ich hatte, nicht wasserdicht war. Man müsste weiter abklären, welche Art von Tyvek
am meisten wasserundurchlässig ist. Allenfalls würde eine weitere Beschichtung, wie etwa
das Imprägnieren, garantieren, dass kein Wasser ins Innere des Zeltes gelangt. Ein weiterer
ungelöster Aspekt stellt sich, ob der Kunststoff Tyvek eine genügende Stabilität gegenüber
Witterungseinflüssen aufweist. Wenn Tyvek hinreichend witterungsbeständig ist, muss noch
geklärt werden, welches Gewicht er aufweisen darf und soll. Es bräuchte darauffolgend eine
Analyse, wie das Tyvek effizient zu verarbeiten ist, insbesondere seine Faltung. Zudem ent-
stehen wirtschaftliche Fragen, bis man das Zelt produzieren kann, die zu einer weiteren Ma-
turaarbeit führen würden.
Anhand dieses Ausblicks möchte ich zeigen, dass Fragen weitere Türen öffnen können.

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7. Quellenverzeichnis

7.1 Literaturverzeichnis
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Wien: Haupt Verlag.

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Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

Jackson, P. (2017): Schneiden und Falten. Oberflächen und Strukturen aus Papier. Bern,
Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 16. März 2018

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Three-Dimensional Microstructures Driven by Cell Traction Force. Abgerufen am
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entdecken-die-kunst-des-faltens

3
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ykk (o.D.): Kein Autor. Wasserfeste Verschlüsse. Aufgerufen am 15.12.2017 von


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Zelt (o.D.): Kein Autor. Welches Zeltmaterial ist am besten? Abgerufen am 15.12.2017 von
https://www.zelt.org/welches-zeltmaterial/

7.2 Quellen der Abbildungen


Abbildung 1: Konings, J. (2017). Miura-Ori-Muster. Abgerufen am 10.12.2017 von
https://wewanttolearn.wordpress.com/2014/11/11/miura-ori-based-curved-surface-origami-
structures/

Abbildung 2: Kein Autor (2017). Fünfhornkäfer. Abgerufen am 10.12.2017 von


http://www.wikiwand.com/en/Eupatorus_gracilicornis

Abbildung 3: Reich, S. & Rhein, D. (2017). Platzsparende Flügelkonstruktion. Abgerufen am


10.12.2017 von
https://bionicexperiments.wordpress.com/2012/04/26/fluegelkonstruktionen_insekten/

Abbildung 4: Kein Autor (2017). Sarkomere. Abgerufen am 10.12.2017 von


https://courses.lumenlearning.com/boundless-ap/chapter/control-of-muscle-tension/

Abbildung 5: Kein Autor (2017). Falt-Roboter für Noteinsätze. Abgerufen am 10.12.2017 von
https://www.srf.ch/wissen/technik/falt-roboter-fuer-noteinsaetze

Abbildung 6: Kein Autor (2017). Starshade. Abgerufen am 10.12.2017 von


https://en.wikipedia.org/wiki/New_Worlds_Mission

Abbildung 7: Kein Autor (2017). Buckminster Fuller Kuppel. Abgerufen am 10.12.2017 von
https://inhabitat.com/photos-biosphere-environmental-museum-resides-inside-a-buckminster-
fuller-masterpiece/

Abbildung 8: Herrmann, J-N. (2017). Lineare Unterteilung in16tel-Talfalten oder Bergfalten.


Foto. I-Phone.

Abbildung 9: Herrmann, J-N. (2017). 16tel-Ziharmonikafalten. Foto. I-Phone.


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Abbildung 10: Herrmann, J-N. (2017). Verdrehter Ring zusammengefaltet. Foto. I-Phone.

Abbildung 11: Herrmann, J-N. (2017). Verdrehter Ring offen. Foto. I-Phone.

Abbildung 12: Herrmann, J-N. (2017). Y-Faltung. Foto. I-Phone.

Abbildung 13: Herrmann, J-N. (2017). Modell A. Foto. I-Phone.

Abbildung 14: Herrmann, J-N. (2017). Modell B. Foto. I-Phone.

Abbildung 15: Kein Autor (2017). Look!Look!Look! Abgerufen am 26.09.2017 von


https://www.dezeen.com/2017/07/12/studio-morison-origami-pink-pineapple-pavilion-
berrington-hall-18th-century-garden-design-architecture-england/

Abbildung 16: Herrmann, J-N. (2017). Modell C aus 300g/m2 Papier. Foto. I-Phone

Abbildung 17: Herrmann, J-N. (2017). Weiterentwicklung von Modell C. Foto. I-Phone

Abbildung 18: Herrmann, J-N. (2017). Modell A zusammengefaltet aus der Frontansicht. Fo-
to. I-Phone

Abbildung 19: Herrmann, J-N. (2017). Modell A zusammengefaltet aus der schrägen Ansicht.
Foto. I-Phone

Abbildung 20: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 1. Foto. I-Phone

Abbildung 21: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 1 Seitenansicht. Foto. I-Phone

Abbildung 22: Kein Autor (2017). Aufbau der geodätischen Kuppel. Abgerufen am
10.12.2017 von http://www.brefeld.homepage.t-online.de/geodaetische-kuppeln.html

Abbildung 23: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 2. Foto. I-Phone

Abbildung 24: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 2 Seitenansicht. Foto. I-Phone

Abbildung 25: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 3. Foto. I-Phone

Abbildung 26: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 3 Seitenansicht. Foto. I-Phone

Abbildung 27: Herrmann, J-N. (2017). Ausschnitt (gelb) aus dem Parkettierungsmusters.
Foto. I-Phone

Abbildung 28: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 4. Foto. I-Phone

Abbildung 29: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 4 Seitenansicht. Foto. I-Phone

Abbildung 30: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 5. Foto. I-Phone


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Abbildung 31: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 5 Seitenansicht. Foto. I-Phone

Abbildung 32: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 6. Foto. I-Phone

Abbildung 33: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 6 Seitenansicht. Foto. I-Phone

Abbildung 34: Herrmann, J-N. (2017). Aufbau eines Innen- und Aussenzeltes. Foto. I-Phone

Abbildung 35: Herrmann, J-N. (2017). Skizze des Bodens. Foto. I-Phone

Abbildung 36: Herrmann, J-N. (2017). Skizze des restlichen Zeltes. Foto. I-Phone

Abbildung 37: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 7 von der Längsseite. Foto. I-Phone

Abbildung 38: Herrmann, J-N. (2017). Prototyp 7 von der Breitseite. Foto. I-Phone

Abbildung 39: Herrmann, J-N. (2017). Erklärung zur Tabelle 1. Foto. I-Phone

Abbildung 40: Herrmann, J-N. (2017). Unerwünschte Falten. Foto. I-Phone

Abbildung 41: Herrmann, J-N. (2017). Boden. Foto. I-Phone

Abbildung 42: Herrmann, J-N. (2017). Moskitonetz. Foto. I-Phone

Abbildung 43: Herrmann, J-N. (2017). Einblick durch den offenen Eingang ins Innere. Foto. I-
Phone

Abbildung 44: Herrmann, J-N. (2017). Innenseite der Hülle. Foto. I-Phone

Abbildung 45: Herrmann, J-N. (2017). Modell des Endprodukts. Foto. I-Phone

Abbildung 46: Kein Autor (2017). Karabinerhaken. Abgerufen am 10.12.2017 von


https://www.ebay.de/itm/10-x-DKB-Feuerwehr-Karabinerhaken-Kletterhaken-Karabiner-6-x-
60mm-Stahl-verzinkt/182727549432?hash=item2a8b6921f8:g:BocAAOSwHzBZm~Jr

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Erklärung

„Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen
als die angegebenen Hilfsmittel verwendet habe.

Alle wörtlichen und sinngemässen Übernahmen aus anderen Werken habe ich als solche
kenntlich gemacht.

Ich nehme ausserdem zur Kenntnis, dass meine Arbeit zur Überprüfung der korrekten und
vollständigen Angabe der Quellen mit Hilfe einer Software (Plagiaterkennungstool) geprüft
wird.“

Datum Unterschrift

40
1. Arbeitsjournal
Datum Arbeit Ergebnis/Schlussfolgerung
10. Juli Arbeitsplan Zeitliche und inhaltliche Orientierung über Ablauf und Arbeitsschritte
meiner Arbeit
11. Juli Buch “Falttechniken1”ausgeliehen, Buch Beide Bücher haben mit der Verarbeitung von Papier zu tun,
“Schneiden und Falten“ reserviert und spezifisch Faltungen
Workbook gekauft Im Workbook habe ich zeitnahe all meine Gedanken festgehalten
und Arbeitsschritte dokumentiert
16. Juli Buch “Von der Fläche zur Form“ gekauft Dieses Buch baut auf dem Buch “Falttechniken“ auf
drei Pause Ich war in den Ferien in den USA, um meine Gastfamilie und
Wochen Freunde zu besuchen
16. Aug. Elf Faltungen im 1. Kapitel des Buches Diese Faltungen bilden die Grundlagen für alle weiteren.
“Falttechniken“ nachgefaltet
17. Aug. Über den Künstler Ruedi Fluri, und Künstlerin Die beiden Künstler decken zu wenig mein Thema, um Genaueres
Kristina Wissling, recherchiert, die sich mit über deren Projekte zu lesen
Faltungen in der Architektur befassen.
17. Aug. Buch „Smart technology new design 2013“ Erster Teil befasst sich mit Mani-Folding, der Anwendungsbeispiele
ausgeliehen im Alltag und Forschung zeigt
18. Aug. 2. Kapitel des Buches “Falttechniken“ Klärung, welche Faltungen neu und relevant für meinen Pavillon
angeschaut sind
1
Genaue Angaben zu allen Büchern, siehe Quellenverzeichnis
41
18. Aug. Zaskias Maturaarbeit gelesen Beispiel dafür erhalten, was in einer – fächerüber-greifenden -
Maturarbeit verlangt wird und wie die „Wegleitung für Schülerinnen
und Schüler“ umgesetzt werden kann
22. Aug. Architekten und Werke im Internet Nur der japanische Expo-Pavillon in Hannover im Jahre 2000 von
recherchiert, die auf Falttechniken basieren, Shigeru Ban war für meine Arbeit interessant.
und auf Shigeru Ban, Otto Frei und
Buckminster Fuller gestossen.
25. Aug. Buch “Schneiden und Falten“ gelesen Wenige Informationen konnte ich brauchen, teilweise hilfreich.
29. Aug. Besprechung mit Herrn Haas und Herrn Vöge Protokoll verfasst.
2. Sept. Den Rest der Faltungen des Buches Gute Grundlage geschaffen, um konkret zur Faltung eines drei
“Falttechniken“ gefaltet dimensionalen Raumes überzugehen; für die konkrete Umsetzung
meiner Idee wichtig
15. Sept. “Smart technology new design 2013“ gelesen Verschiedene Beispiele detailliert analysiert, sodass ich auf einige
und das Wichtigste ‚rausgeschrieben zurückkommen kann, wenn ich mein Modell baue.
16. Sept. Drei Artikel aus dem Internet gelesen (Artikel Der erste über Zell-Origami befasst sich zu fest mit dem Bereich
1,2 und 3) Medizin. Der zweite enthält interessante Beispiele über die
Wichtigkeit des Origamis in der Wissenschaft. Der dritte enthält
hilfreiche Informationen zu Holztragwerken
18. Sept. Alle drei gelesenen Bücher zurück in die Kommentar zu den Büchern siehe oben
Bibliothek gebracht.
22. Sept. Im Internet über die Eigenschaft des Tyvek Material ist für mein Endprodukt geeignet. Firma Avila gefunden.
gelesen und eine Firma gesucht, die dieses
Material liefert
26. Sept Besprechung mit Herrn Haas und Herrn Vöge Protokoll verfasst
9. Okt. Skalpell, Wechselklingen, Schneideunterlage, Werkzeuge brauche ich, um Ausgangslagen und Faltungen zu
42
dickes Papier und 50cm Metalllineal gekauft verbessern
10. Okt. Zwei Artikel aus dem Internet gelesen (Artikel Der erste befasst sich ebenfalls mit Holztragwerken, wobei fünf
4 und 5) verschiedene Faltungen beschrieben werden, die alle einen
dreidimensionalen Raum bilden. Der zweite ist ein konkretes
Beispiel eines Pavillons, der auf Faltungen basiert
12. Okt. 3-D Faltung A und B gemacht 1:1 aus Artikel 3 kopiert, was mich für mein eigenes Modell inspiriert
13. Okt. 3-D Faltung C gemacht. Dabei Ananas 1 und Versucht, Konstruktion “Look!Look!Look!“ aus Artikel 5
Ananas 2 gefaltet. nachzubilden. Ananas 2 hat zudem ein Dach bekommen
18. Okt. Artikel 6 und 7 gelesen, die Herr Haas mir Artikel 6 zeigt sehr ausführlich, wo Faltungen überall vorkommen
empfohlen hat und angewendet werden. Das Projekt “TexFold“ ist ein ähnliches
Projekt wie meines. Hintergrund wichtig
18. Okt. Ideen für mein Endprodukt gesucht und Die Ananas hat nun ein Dach. Der Rest bleibt gleich. Die
skizziert Diagonalfaltung habe ich versucht als Stern mit fünf dieser
Faltungen zusammenzufügen. Bis jetzt klappt es nicht
19. Okt Ananas 3 gefaltet Dieses Produkt soll für meinen Pavillon tauglich werden, was ich mit
Hilfe des Professors Schwartz erreichen möchte
19. Okt E-Mail an Herrn Schwartz geschrieben Hoffe, er wird einem (zeitnahen) Interview zustimmen; falls nicht,
kann mir Herr Vöge vielleicht helfen
25. Okt 11.00-12:30 Interview mit Herr Schwartz Einblick in seinen Aufgabenbereich erhalten, Materialen EEoSS
siehe Workbook S. 34-37 (PDF), Tragwerkstruktur 3 und 4 (Link); erklärt, auf was man bei
einer Projektarbeit, insbesondere einem Modellbau achten muss.
Verwerfe Ananas-Modell
2. Nov Besprechung mit Herrn Haas und Herrn Vöge Zurück zur Zielfrage: Schlafunterkunft, mobile, japanische
Falttechnik
7. Nov Einstein Sendung “Der Origami-Code“ Aus meinen Notizen lassen sich neue und bereits für mich bekannte
geschaut Anwendungsbeispiele herauslesen; einige kannte ich schon aus
dem Buch “Smart technology new design“
7. Nov Mit Schreiben begonnen Wahl des Themas, Fragestellung und Ziel beschrieben
11. Nov Geschriebenes überarbeitet Die Rückmeldung von Herrn Haas integriert und auf die
Strukturierung geachtet
11. Nov Gliederung/Provisorisches Inhaltsverzeichnis als Orientierung
12. Nov Vorgehen meiner Arbeit schriftlich festgelegt Vorarbeiten beschrieben, da das Endmodell noch nicht klar
43
15. Nov Rückmeldung meiner Mutter zur Mehr Verständlichkeit - für eine aussenstehende Person
Verständlichkeit des Textes eingeholt
17. Nov Bis Punkt 3.2 geschrieben Mein Endprodukt kann sowohl als Pavillon, wie auch als Zelt
definiert werden. Bei der Recherche zu den Begriffsdefinitionen
erfahre ich, dass Origami ursprünglich aus China kommt
19. Nov Bis Punkt 3.4.1 geschrieben Bildmaterial zu finden ist eine Herausforderung, etwa eine gute
Qualität bzw. Auflösung zu finden und das Bezahlen für gute Fotos
20. Nov Bis Punkt 3.4.4 geschrieben Bin zufrieden mit meiner Theorie und gleichzeitig manchmal
unsicher, wie fest ich ins Detail gehen soll
25. Nov Prototyp 1 und 2 gefaltet und Artikel 12 zum Habe den Prototyp 1 von der 3-D Faltung/Modell A ein wenig
Aufbau der geodätischen Kuppel gelesen geändert. Wegen Stabilität an dem Prinzip des Tetraeders orientiert.
Dadurch auf Artikel 12 gestossen. Stabiler als Prototyp 1, aber
unpassende Form
26. Nov Prototyp 3 gefaltet, mit Tipps von Alle Informationen von Prototyp 1 und 2 genutzt. nach Diskussion
Kunststudentin Jenny Christen Prototyp 4 sind Prototyp 4 und 5 entstanden. Prototyp 5 wird mein
und 5 gefaltet Endprodukt
27. Nov Kapitel 4 geschrieben Bei den Faltungen (Kapitel 4.1) musste ich mir überlegen, welche
wichtig sind. Kapitel 4.2 zu den Modellen war leicht zu schreiben,
weil ich alles aus dem Workbook herleiten konnte
28. Nov Besprechung mit meiner Mutter Durch Fragen und Überarbeitung wurde der Text verständlicher
1. Dez Prototyp 6 gefaltet Dieser Prototyp ist abgeleitet von Prototyp 5; überlegt, wie das
Problem des Innenzelts gelöst werden kann
2. Dez Kapitel 5 geschrieben Herausforderung, was vom Interview mit Herrn Schwartz relevant für
den weitern Verlauf ist. Die Fragen im Kapitel 5.1.2 müssen präzise
formuliert werden, eine sinnvolle Struktur und Reihenfolge bilden
3. Dez Prototyp 7 gefaltet Der letzte Prototyp, sodass das Endprodukt einfacher zu bauen sein
wird
4. Dez Bis Kapitel 5.2.6 geschrieben Bei zunehmend neuen Aspekten ist es eine Heraus-forderung,
Übersicht und roten Faden zu behalten
5. Dez Besprechung mit meiner Mutter Gleiches Fazit, wie bei den letzten Überarbeitungen.
Verständlichkeit und Klarheit
7. Dez Besprechung mit Herrn Haas und Herrn Vöge Die Betreuer sind zufrieden mit meinem Aufbau der Arbeit und
44
Prototyp 6. Wichtig: formale Bearbeitung der Arbeit geklärt, wie
Workbook einscannen für den Anhang, Unterkapitel Fazit:
“Rückblick und Ausblick“
9. Dez Material für den Bau des Endprodukts Musste mir überlegen, mit welchen Materialen ich das Endprodukt
gekauft, Tabelle in Kapitel 5.2.8 erstellt baue, welche ich davon schon habe, wieder verwerten (sparsamer
Umgang mit Ressourcen) und wo ich die restlichen kaufen kann
Stelle mir die Frage, welche Informationen in die Tabelle müssen
10. Dez Bau des Endprodukts Schwierigkeit beim Bau: das Muster genau auf das Papier zu
zeichnen. Eine besondere Herausforderung ist es, das Innenzelt mit
dem Boden und an der Hülle (Faltungen) zu befestigen
11. Dez Kapitel 5.3.1 zum Bau des Endprodukts Arbeitsschritte, die zum Endprodukt führten, und aufgetretene
geschrieben Komplikationen beschrieben
13. Dez Quellenverzeichnis Die laufend notierten Quellen in Text eingefügt, kontrolliert und
Verzeichnis erstellt
14. Dez Einscannen des Workbook, Erstellen Veranschaulichung des Arbeitsprozesses durch Fotos zu den 19
Abbildungsverzeichnis und Titelblatt Faltungen und Workbook im Anhang
15. Dez Kapitel 5.3.2 zur Analyse des Endprodukts Vor- und Nachteile des Endprodukts. Es freut mich, das Fazit zu
und das Fazit geschrieben schreiben, weil ich den Umgang meiner eigenen Arbeit realisiere
und wie viele Erkenntnisse ich gewonnen habe
16. Dez Verzeichnisse, Korrektur und Überarbeitung Mehr Arbeit als erwartet
17. Dez Vier Arbeiten doppelseitig gedruckt und Die gebundenen Arbeiten sind für Herrn Vöge, Herrn Haas, den
gebunden, Text auf einem Stick als PDF- Korreferenten und die Schulleitung, die losen Blättern zum
Format korrigieren
18. Dez Geplante Abgabe Sekretariat: 8:30 Uhr Vier Exemplare, Stick und Modell abgegeben
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Jil-Nora Herrmann Maturitätsarbeit 17. Dez

9. Experimentierphase Faltungen

1. 16tel- Talfalten

2. 32tel-Talfalten

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3. 8tel-Ziehharmonikafalten

4. 16tel-Ziehharmonikafalten

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5. 32tel-Ziehharmonikafalten

6. 32tel-Ziehharmonikafalten, diagonale Faltung

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7. 8tel-Talfalten, radiale Teilung

8. 16tel-Talfalten, radiale Teilung

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9. 16tel Quadrat, Tal- und Bergfalten, radiale Teilung

10. 600-Gitter

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11. 300-Gitter

12. radiale Faltung aus zwei Bogensegmenten

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13. rhythmische Ziehharmonikafaltung

14. zusammengesetzte Ziehharmonikafaltung

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15. mehrstufig verdrehte Ringe

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16. radiale Achsen

17. Y-Faltung Winkel 45° und 135°

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18. Versuchung die V-Faltung aneinander zu falten

19. Y-Faltung Winkel 75° und 105°

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10. Workbook

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