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Neue Konzepte zur Rolle der Literatur im DaF und in der internationalen

Germanistik.

1. Einleitung: Diskussion über neue Konzepte zur Rolle und Funktion der
Literatur.

Die Diskussion zur neue Konzepte zur Rolle der Literatur im Rahmen des
Fachbereich Deutsch als Fremdsprache und der internationalen Germanistik ist
problematisch. Es liegt auf der Hand, dass die Bedeutung von Literatur im
Unterricht und beim Sprachenlernen weltweit immer größer wird. Die Zielsetzung
der Literatur ist in der internationalen Germanistik ganz anders als die Zielsetzung
der Literatur im DaF.

Wir sollen uns fragen, was Gegenstanden und Fragestellungen sein könnten, die
das Fach Deutsch als Fremdsprache leiten. Welche Materialien wären für den
Unterrichtsverlauf sinnvoll? Welche Texte wären für unsere Adressaten geeignet?

Wir sollen neue Konzepte zur Rolle der Literatur in Deutsch als Fremdsprache und
in der internationalen Germanistik interpretieren und auseinandersetzen, um auf
diese Frage antworten zu können.

2. Verschiedene Konzepte zur Rolle der Literatur im DaF und in der


internationalen Germanistik.

2.1. Literatur in Spannungsfeld zwischen DaF und internationaler


Germanistik bei Altmayer.

Bei Claus Altmayer gibt es Spannungen zwischen dem Fachbereich Deutsch als
Fremdsprache und der internationalen Germanistik. Während sich das Fach
Deutsch als Fremdsprache innerhalb des deutschsprachigen Raums in den letzten
Jahren mit der Kulturwissenschaft beschäftigt, umgekehrt dominiert die
Literaturwissenschaft in der internationalen Germanistik. Das führt zu Reibungen
und Spannungen zwischen beide Seiten. Ihre Fragestellungen und
Gegenstandsbereich sind unterschiedlich. In diesem Zusammenhang müssen wir
zwischen der Rolle der Literatur im Rahmen internationaler Germanistik und der
Rolle der Literatur in DaF-Kontexten unterscheiden. Entsprechend der neuen
Konzepte für Suzan Radwan finden wir die Erklärung. Im Rahmen eines
regulären Germanistikstudiums spielen die Textauswahl und das
literaturgeschichtlichen Hintergrundwissen keine Rolle, aber im vordergrund steht
die Frage nach dem Erwerb einer literarischen Kompetenz und der
Auseinandersetzung mit der ästhetischen Dimension des Texts. Im Gegensatz dazu
verhält es sich mit Rolle und Funktion von Literatur in DaF-Kontexten. Die
Fremdsprachendidaktik steht vor dem Dilemma, noch immer nach befriedigenden
und legitimierenden Antworten zu suchen auf die grundsätzlichen W-Fragen,die
jegliches Einsetzen von Arbeiten mit literarischen Texten betreffen: Warum
Literatur? Was für ein Literaturverständnis? Welche Texte? Wie und was
vermitteln? Welche Kompetenzen?
Claus Altmayer hat einen Vorschlag, um dieser Streit zu beenden.
Zusammenarbeit kann in dieser Situation also sowohl für das Fach Deutsch
als Fremdsprache als auch für die internationalen Germanistiken von hohem
Nutzen sein. Beide Seiten gehen davon aus, dass Literatur als
Kulturwissenschaft angesehen werden sollte. Dann können beide
Fachbereiche ihre Fragestellungen und Gegenstandsbereiche spezifisch
kulturwissenschaftliche Aspekte entwickeln und ergänzen.
2.2. Literaturunterricht für Anfänger bei Michael Dobstadt/Renate
Riedner und bei Suzan Radwan.

Michael Dobstadt, Renate Riedner sehen, dass die Sprache an uns handelt, wie
wir mit ihr handeln. Muttersprache ist und bleibt in diesem Sinne bis zu einem

gewissen Grade „Fremdsprache“ wie die „Fremdsprache“ als Form symbolischer


Kommunikation nie absolut fremd sein kann. Wer die Sprache beherrscht, ist reif
für die höheren Weihen der Literatur und deren Sprachspiele. Literatur für
Anfänger sowie für Fortgeschrittene ist sehr wichtig. Darüberhinaus sehen sie das
Paradox zwischen Fremd-und Eigenkultur. Nach Michael Dobstadt, Renate
Riedner ist es notwendig, das Verständnis von Sprache und Kultur zugrunde legen
muss. Die interkulturelle Sensiblisierung der Fremdkultur soll im Mittelpunker der
Fremdsprachenunterricht stehen, damit die Kommunikation gelingt. Die
gegewärtige Frage geht es darum, welche Themen, Materialien wir heutzutage im
Unterricht einsetzen können.

Bei Suzan Radwan stehen die Zielgruppe und Lernziele des Unterrichts im
Vordergrund. Literarische Texte im DaF Praxis hilft dabei, alle möglichen
Kompetenzen zu entwickeln. Diese Kompetenzen sind:

1. sprachliche Kompetenz .
2. interkulturelle Kompetenz.
3. kommunikative Kompetenzen.
4. literarische Kompetenz.

Gerade in der letzten Jahren wird verstärkt dafür plädiert, die in der DaF Praxis
weitgehend für sprachliche und kulturelle Lernziele funktionalisierte Literatur
ernster zu nehmen. Die Reflexion auf die spezifische literarische Qualität , also die
„Literarizität“ soll im vordergrund stehen, um die Literaturkompetenz beim
unseren Adressaten zu entwickeln, aber das muss für Lerner auf fortgeschrittenem
Sprachniveau entsprechend den „Europäischen Referenzrahmen“ beschränkt
bleiben muss . Es ist daher kein Zufall, dass im Europäischen Referenzrahmen für
Sprachen das Arbeiten mit literarischen Texten ab der Niveaustufe B2 vorgesehen
ist. Im Gegensatz dazu erheben sich in der Fremdsprachendidaktik Stimmen, die
für den Einsatz von literarischen Texten auch auf unteren Niveaustufen einer
wichtigen Bedeutung zukommt, aber Wir können die enorme Potentials von
Literatur für DaF in folgenden Punkten zusammenfassen:

1. Entwicklung der Fähigkeit zu kultureller Deutung mit dem Ziel der


Entwicklung einer umfassenden symbolischen Kompetez. Beim
unteren Niveaustufe steht die ästhetische Struktur der Texte im Hintergrund.
Im Mittelpunkt steht als vielmehr Lernziele wie die des Einübens
grammatischer Strukturen oder der Vermittlung von Landeskundlichen
Aspekten.
2. Der Einsatz von literarischen Texten für Anfängerniveau ist sehr sinnvoll,
aber vor allem müssen wir überlegen, welche Materialen, welche
Zielsetzung, welche Texte für unsere Adressaten geeignet.
3. Die Entwicklung der symbolischen Kompetenzen.

2.3. Ägyptische Germanistik im Zeitalter der Globalisierung:


Herausforderungen und Vorschläge.

Alya Khttab hat eine wichtige Meinung dafür. Angesichts der gegenwärtigen
weltweiten Herausforderungen wie Analphabetismus, Arbeitslosigkeit,
Fanatismus, Armut, illegale Migration, Menschenrechtsverletzungen, soziale
Ungerechtigkeit, wasser-und Nahrungsmittelmangel, Bürgerkriege,
Terroranschläge und nicht zuletzt Globalisierungsprobleme drängt sich die Frage
auf , wie lange es noch gerechtfertigt ist, dass im Germanistikstudium der kognitiv-
faktische Ansatz der Literaturvermittlung als Iʻ art pour lʻart hier in Ägypten
vertreten wird? Als Lehrende sollen wir uns überlegen, welchen praktischen
Nutzen unsere Studenten durch die Beschäftigung mit komplexen und abstrakten
Literaturtheorien erwerben. Heutzutage benötigen wir kritische Neubewertung der
Literatur. Wir benötigen Umdenkens und Umstrukturierens für unsere literarische
Texte. In einem sogenannten „Schwellenland“ wie Ägypten müssen wir uns
bemühen, gründlicher Studien und Forschungen zum Germanistikstudium, um
zeitgemäße Ziele, mutige Kriterien zur Auswahl von Lehr-und Lernmaterialien
sowie innovative didaktische Methoden zu erarbeiten.

Vorallem sollen unsere Ziele ins Auge gefasst werden. Neben der Sprachmittlung
sollten bestimmte Faktoren berüchsichtigt werden. Diese Faktoren zielen sich
darauf ab:

1. Interkulturelle Bildung
2. Sensibilisierung für spezifischkulturelle Verhaltensnormen
3. Befähigung zur Selbstreflexion
4. Vergleichkompetenzbildung
5. Interkultureller Kompetenzerwerb
6. ästhetische Erziehung
7. Erziehung zur die Literatur

Textauswahl: Literaturunterricht soll einen praktischen Nutzen enthalten. Wir


sollen Zielsprachenkulturelle und transkulturelle Texte behandeln. Im
Literaturunterricht soll solche Texte eingesetzt werden, die mehrfach adressiert
sind und solche Texte, die komparatistische Konzepte anbieten, die arabisch-
deutsche komparatistische Themenbehandlung darstellt. Die Anpassung der
literarischen Texte zur Zielgruppe sollen deshalb im Mittelpunkt stehen:

a. Die Angemessenheit der literarischen Texte an deren Bedürfnisse, Erfahrungen


und Identitäten
b. Die Befähung zum Verstehen und zur Interaktion die Lektüre
c. Der Einsatz der kommunikativen Lernmethode und Förderung der
individuellen Kreativität der Studierenden
d. Die Literaturunterricht sollte in diesem Sinne gestaltet werden, die Studenten
auf das Berufsleben vorzubereiten.
3. Vorschläge
3.1 Altmayer kam aus seinem Konzept mit dieser vorschläge:

1.Literatur und Literaturwissenschaft in DaF und internationaler


Germanistik: Literatur ist eine Quelle, mit deren Hilfe sich einzelne
kulturelle Muster erforschen und in der Lehre vermitten lassen.

2.Literatur –Kultur-Sprache:
literarische Texte gelten als andere Textsorten und haben auch Gebrauch
von Sprache. Diese literarische Texte haben eine bestimmte Funktion. Die
Literarizität gilt als eine wichtige Merkmale der Literatur und ihre wichtige
Beiträge zur Entwicklung einer symbolischen Kompetenz, wie sie im
Kontext des Fremdsprachenlernens heute mehr gefordert ist.

4. Forschungsperspektiven:
Diese neue Kulturwissenschaftliche Kontext generiert kreative
Forschungsfragen.
a. Kulturwissenschaftliche Forschung(kulturelle Muster- literarische
Themen zB Heimat, Ehre)
b. literaturwissenschaftliche Textanalyse „Literarizität“
c. empirische Forschung
d. didaktische orientierte Projekte zu bestimmte Kulturthemen bei
literarischen Texte.
3.2 Michael Dobstadt, Renate Riedner kamen aus ihrem Konzept mit
dieser Vorschläge:
1. Sie zielen darauf ab, literarische Texte auf allen Niveaustufen des
Fremdsprachenunterrichts nicht nur zu lesen, sondern der
literarische pöetische Moment und die literarische Form zu
berücksichtigen.
2. zentrale Aufgabe des Faches Deutsch als Fremdsprache umfasst
folgende Prinzipien:
a. Literarisierung des Fremdsprachenunterrichts zu entwickeln
b. literarisch-didaktische Konzepte zu fördern
Lekütrekompetenzen, Interpretationskompetenzen,
Deutungskompetenzen, Reflexionskompetenzen
3. Die Entwicklung von Konzepten für die Ausbildung von
zukünftigen DaF-Dozent /innen an den Universitäten.
4. Die Entwicklung von passenden Materialien für die
Lehrerfortbildung.

4.Fazit: Stellungnahme und Vorschläge.

Zweifellos ist die Beschäftigung mit den literarischen Texten bzw im DaF
Unterricht ist sehr nützlich. Aber die Art und Weise der Beschäftigung mit diesen
literarischen Texten im DaF haben einen großen Einfluss darauf, wie effektiv
unsere Adressaten etwas von diesen Texten lernen können. Literatur soll im DaF
Unterricht als Kulturwissenschaft angesehen und entwicklt werden. Ethik und
Moral als Probleme der Literatur und Literaturwissenschaft ändern sich nicht, aber
wir brauchen neue Zusammenhänge. Heutzutage ist es nicht genug die Epochen
der deutschen Literatur, literarische Gattungen und Strömungen der deutschen
Literatur zu studieren. Ist es nicht endlich an der Zeit, neue kreative Prespektive für
unsere Literaturunterricht zu geben. Es gibt verschiedene Faktoren, die der Lehrer
berücksichtigen muss, um kulturelle Themen im DaF einsetzen zu können

Diese Faktoren sind:

1. Zielgruppe.
2. Lernziele.
3. Lernmaterialien.
4. „Literarizität“ – kulturelle Muster und kulturelle Themen, um die literarische
Kompetenzen beim unseren Adressaten zu erhöhen.