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Doktorandenseminar 10,118,1.00: Forschungsmethodik I HS 2008 Prof. Dr. Roman Boutellier und Prof. Dr. Oliver Gassmann

Doktorandenseminar 10,118,1.00: Forschungsmethodik I HS 2008 Prof. Dr. Roman Boutellier und Prof. Dr. Oliver Gassmann

Was ist der Unterschied zwischen Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften, zwischen qualitativer und quantitativer Forschung?

Eingereicht von:

Frauke Rüther Universität St. Gallen Institut für Technologiemanagement

Dufourstrasse 40a CH-9000 St. Gallen Frauke.Ruether@unisg.ch 0041/79 224 7225

Thomas Wozniak Universität St. Gallen Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement Blumenbergplatz 9 CH-9000 St. Gallen Thomas.Wozniak@unisg.ch 0041/79 224 3416

St. Gallen, den 27. Oktober 2008

1.

Die Wissenschaft

Bis heute gibt es keine umfassende und vollständige Definition des Begriffes Wissenschaft. Trotzdem gibt es wesentliche Elemente, die mit dem Begriff Wissenschaft verbunden werden. Dazu gehören Erkenntnisgewinn, Begründung von Aussagen und ein Aussagen- System. Die Wissenschaft als Sammelbegriff unterscheidet eine Vielzahl von Disziplinen. Weit verbreitet ist die in Tabelle 1 dargestellte Unterscheidung zwischen Formal- und Realwissenschaften.

 

Realwissenschaften

 

Formal-

 

wissenschaften

 

Sozialwissenschaften

 

Naturwissenschaften

Mathematik

Rechts-

Soziologie

Psychologie

Wirtschafts-

Physik

Chemie

Biologie

wissen.

wissen.

Tabelle 1: Einteilung der Wissenschaft nach Disziplinen (Chmielewicz (1994)).

Die Formalwissenschaft hat keinen Bezug zu den tatsächlich auf der Welt auftretenden Phänomenen, sondern widmet sich der Analyse formaler Systeme. Realwissenschaften hingegen versuchen Erkenntnisse von realen Sachverhalten in der Natur oder in Beziehungen innerhalb sozialer Systeme zu gewinnen.

Im Folgenden wird zunächst auf den Unterschied zwischen Sozial- und Naturwissenschaften eingegangen. Anschliessend werden Unterschiede zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden herausgestellt. Im letzten Absatz werden die Implikationen dieser Unterschiede für den Dissertationsprozess erläutert.

2. Sozialwissenschaften versus Naturwissenschaften

Naturwissenschaften werden oft als die exakten Wissenschaften bezeichnet. Nach einem kurzen Überblick über wesentliche Aspekte der Naturwissenschaften erfolgt anschliessend eine Abgrenzung der Naturwissenschaften. Dabei wird explizit auf Unterschiede zu den Naturwissenschaften eingegangen.

2.1. Naturwissenschaften

Nach Ledoux (2002, S. 34) sind Naturwissenschaften definiert als „disciplines that deal only

using scientific methods.“ Dementsprechend schliessen

naturwissenschaftliche Disziplinen - wie beispielsweise Physik, Biologie oder Chemie - die Berücksichtigung von nicht-natürlichen, d.h. von Menschen beeinflussten, Phänomenen aus. Naturwissenschaften zielen auf eine funktional begründete Erklärung von gegenständlichen und objektiven Vorgängen in der Welt ab und beschränken sich dabei nur auf jene Teilaspekte der „Welt“ oder Wirklichkeit, die auch experimentierend untersucht werden können. Darin liegt Grenze und Stärke der Naturwissenschaft zugleich (Büchel, 1992).

with natural events [

]

Ziel der Naturwissenschaften ist das Auffinden von Gesetzmässigkeiten und damit die Erklärung von Vorgängen in der Natur. Methodisch bedienen sich die Naturwissenschaften dazu im Wesentlichen dem Experiment. In einem Experiment ist es dem Forscher möglich, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu überprüfen, in dem unabhängige Variablen kontrolliert und variiert werden können. Nach Popper (1935, in: Büchel, 1992) können einzelne Beobachtungen, bspw. im Rahmen von Experimenten, Naturgesetze nicht

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bestätigen, wohl aber widerlegen. Folglich geht es in der Naturwissenschaft um die Widerlegung (Falsifikation) und nicht um die Bestätigung von Hypothesen. Widerlegt das

Ergebnis eines Experiments eine Hypothese nicht, kann dies als Stützen der Hypothese und der entsprechenden Theorie aufgefasst werden. Andernfalls wäre die Theorie zu verwerfen. Ziel des Naturwissenschaftlers ist jedoch nicht das Verwerfen, sondern die Bestätigung einer Theorie. In diesem Sinne wird empirischen Widersprüchen zu einer Theorie zunächst mit Zusatzannahmen und Spezifikationen begegnet. Erst bei zu grossen Widersprüchen oder durch Finden einer grundlegend neuen Theorie ist eine alte Theorie widerlegt. Büchel (1992)

bezeichnet diese Auffassung von Lakatos als „wohl [

Beschreibung der tatsächlich praktizierten naturwissenschaftlichen Forschungsmethode.“

beste wissenschaftstheoretische

]

2.2. Sozialwissenschaften

Sozialwissenschaften heben sich eher durch eine gemeinsame Perspektive als durch einen einheitlichen Gegenstand ab. Diese Perspektive besteht in dem Erkennen bzw. der Untersuchung eines sozialen Aspektes in Gegenständen unterschiedlichster Art, wie bspw. „die menschliche Gesellschaft, gesellschaftliche Gruppen, einzelnen Individuen in ihren Beziehung zu anderen oder Einrichtungen und Institutionen von Gesellschaften sowie materielle und kulturelle Güter als Ausdruck des Zusammenlebens von Menschen“ (Bayer und Stölting, 1992, S. 302). Sozialwissenschaften zielen also auf Mechanismen von sozialem Handeln oder Verhalten ab.

Hinsichtlich der Methoden der Erkenntnis lassen sich u.a. erklärende und verstehende Ansätze unterscheiden. Ein erklärendes Vorgehen, insbesondere eine an den Naturwissenschaften angelehnte Suche nach ahistorischen (oder historisch invarianten) Gesetzmässigkeiten, erweist sich in den Sozialwissenschaften als sehr schwierig. Einerseits ist die Durchführung von Experimenten als eine den Naturwissenschaften immanente Methode in den Sozialwissenschaften unmöglich, da gesellschaftliche Rahmenbedingungen nicht kontrolliert werden können. Folglich können nur ohnehin ablaufende Prozesse oder bewusst induzierte Veränderungen verglichen oder gemessen werden. Andererseits erschwert die Komplexität gesellschaftlicher Zustände, den allumfassenden Erklärungsansatz konsistent durchzuhalten. Daher kann lediglich eine Konzentration auf theoretische Erklärungen für begrenzte Bereiche wie bspw. ökonomisches Wachstum oder Sozialisation erfolgen (Bayer und Stölting, 1992). Nach verstehenden Ansätzen zeichnen sich Menschen durch bewusste Intentionalität aus, d.h. soziale Beziehungen sind nur aus den Intentionen der sie gestaltenden Menschen einsichtig. Die bewusste Intentionalität unterscheidet die Gesellschaft vom Gegenstand der Naturwissenschaft. Wie die handelnden Menschen ihre Umwelt interpretieren ist Teil des Verstehensprozesses, da nur Interpretiertes auch handlungsrelevant ist. Durch sich historisch entwickelnde Interpretationen schaffen die Individuen die soziale Realität, „die so durchgängig historisch ist und keine ahistorischen Gesetzmäßigkeiten kennt.“ (Bayer und Stölting, 1992, S. 304) Die Richtigkeit von Interpretationen kann nicht bewiesen werden. Während der naturwissenschaftliche Forscher einer objektiven Realität aus direkt Beobachtbarem gegenüber steht, ist die Tätigkeit des interpretierenden Sozialwissenschaftlers der der untersuchten Handelnden prinzipiell gleich. Auch sozialwissenschaftliche Interpretationen sind zeitgebunden (Bayer und Stölting, 1992). Im Hinblick auf die Fähigkeit der Sozialwissenschaften, soziale Phänomene zu verstehen und zu erklären, schreibt Hayek (1979, S. 71): „We “understand” the way in which the result

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we observe can be produced, although we may never be in a position to watch the whole process or to predict its precise course and result.“

3. Qualitative versus quantitative Forschung

Bereits seit Anbeginn der Sozialwissenschaften besteht die Diskussion um die Begründung und Berechtigung quantitativer und qualitativer Methoden. Während in den 70er Jahren noch die quantitativen Verfahren, basierend auf naturwissenschaftlichen Methoden, dominierten, erfolgte in den letzten 20 Jahren die qualitative Wende (Mayring, 1989), der Trend hin zu qualitativen Erkenntnismethoden. Im Folgenden wird auf die unterschiedlichen Forschungsansätze eingegangen und kurz die neuere Entwicklung einer Kombination beider Ansätze beschrieben.

3.1. Erste Bewegung: Quantitative Forschungsmethoden

Quantitative Forschungsansätze können auch als theorie- und hypothesentestende Forschungsansätze bezeichnet werden. In der Sozialforschung umfassen quantitative Methoden die Verfahren, die zur Erhebung und nummerischen Darstellung von empirischen Sachverhalten verwendet werden. Auch statistische Auswertungen zur Unterstützung von Schlussfolgerungen werden zu den quantitativen Forschungsmethoden gezählt. In der quantitativen Forschung wird davon ausgegangen, dass das sozialen Leben mit einem Naturvorgang vergleichbar ist. Der Forscher als distanzierter und objektiver Beobachter versucht Regelmässigkeiten und Sozialstrukturen zu identifizieren, Beziehungen der Individuen untereinander zu messen und diese in Zahlen abzubilden (Lamnek, 2005). Zentrales Thema der quantitativen Sozialforschung ist das Erfüllen der klassischen wissenschaftlichen Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität. Um diese Gütekriterien zu erfüllen und einen repräsentativen Charakter zu erreichen, sind Stichproben grösser als in der qualitativen Forschung. Zudem hat die Generalisierbarkeit der Ergebnisse eine grosse Bedeutung (Wilson, 1982).

Der generelle Vorteil quantitativer Verfahren ist, dass Ergebnisse untereinander vergleichbar sind und systematische dargestellt werden können. Genau darauf baut aber auch die Kritik der quantitativen Sozialforschung auf. Kritiker weisen darauf hin, dass viele soziale Sachverhalte nicht numerisch darstellbar sind. Zudem verhindert der Anspruch der Objektivität und Generalität, dass die quantitative Sozialforschung sich auf die Befragten einstellt. So ist z.B. nicht immer sichergestellt, dass alle Befragten die Fragen gleich interpretieren (Mayring, 2002).

3.2. Zweite Bewegung: Qualitative Forschungsmethoden

Den rein quantitativen Forschungsmethoden, "ein Denken, das sich den Menschen und Dingen annähert, indem es sie testet und vermisst,…, ohne vorher den Gegenstand verstanden zu haben, seine Qualität erfasst zu haben" (Mayring, 2002, S. 9), wurden in den letzten 20 Jahren qualitative Forschungsmethoden gegenübergestellt. In der Sozialforschung umfassen qualitative Methoden die Erhebung nicht standardisierter Daten und deren interpretative, sinnverstehende und theoriebildende Auswertung (Lamnek, 2005). Diese Daten können z.B. durch offene Interviews oder aus Dokumenten (Tagebücher, etc.) erhoben werden. Die qualitative Forschung lehnt das naturwissenschaftliche Vorbild ab. Sie hat den Anspruch Lebenswelten aus Sicht der handelnden Menschen zu beschreiben. Damit ist der Charakter qualitativer Forschung eher subjektiv. Ziel ist es ein besseres Verständnis für

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soziale Wirklichkeiten, Abläufe und Strukturmerkmale zu erhalten. Da qualitative Forschung sensible zum Kontext ist und der verbale Zugang zu Daten eine grosse Rolle spielt, sind Stichproben eher klein gehalten.

An den qualitativen Forschungsmethoden wird vor allem kritisiert, dass sie die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität nicht erfüllt. Durch die geringen Stichprobengrössen und Subjektivität der erhobenen und interpretierten Daten wird dieser Forschungsmethode mangelnde Repräsentativität vorgeworfen (Mayring, 2002).

3.3 Dritte Bewegung: Kombination der Forschungsmethoden

Über die Beziehung der beiden Ansätze sagt Wilson (1982, S. 500) "qualitative and quantitative approaches are complementary rather than competitive methods [and the] use of a particular method […] rather must be based on the nature of the actual research problem at hand". Dies ist inzwischen allgemein akzeptiert und heute sind beide Forschungsrichtungen gleichwertige Methoden. Obwohl es immer noch starke Tendenzen gibt die qualitativen und die quantitativen Methoden zwei unterschiedlichen Methodenparadigmen zuzuordnen, sind Alleinvertreter in den letzten Jahren seltener geworden. Seit längerem wird versucht ein Konzept der Methodenintegration zu entwickeln. Bereits 1955 schlugen Barton und Lazarsfeld vor, qualitative Forschungsmethoden dafür zu nutzen um Hypothesen zu entwickeln und mit Hilfe von quantitativen Methoden diese Hypothesen zu testen. Ziel der Methodenkombination ist es, die Schwächen der einzeln verwendeten Forschungsmethoden zu kompensieren. Tashakkori und Teddlie (1998) sehen in einem kombinierten Forschungsansatz die dritte methodische Bewegung, welche den "Paradigmen-Krieg" früherer Zeiten beenden soll.

4. Implikation für die Dissertation

Die Wahl der Forschungsmethode im Dissertationsprozess ist massgeblich von dem bereits existierenden Wissen und Theorien über das anvisierte spezifische Forschungsfeld abhängig. Bestehen bereits Theorien über das anvisierte Forschungsfeld, können diese mittels quantitativer Methoden validiert werden. Dazu können gezielt empirische Daten gewonnen oder im Rahmen von Projekten gewonnene empirische Daten verwendet werden. Zusätzlich können bestehende Theorien erweitert, und diese Erweiterung empirisch mittels quantitativer Methoden überprüft werden. Ist das anvisierte Forschungsfeld jedoch eher „Neuland“, so ist dieses zunächst mittels qualitativer Verfahren zu erschliessen. Beispielhaft kann die Stärke der Wirkung einer Determinante auf ein Phänomen erst gemessen werden, wenn sowohl Determinante und Phänomen bekannt als auch deren Beziehung theoretisch erklärt sind. In diesem Zusammenhang werden qualitative Verfahren wie bspw. Case Studies als theoriebildende Methoden eingesetzt. Im Rahmen einer Dissertation können folglich bestehende Theorien mittels neuer empirischer Daten und unter Anwendung quantitativer Methoden validiert, Theorieerweiterungen mittels quantitativer Methoden validiert, oder mittels qualitativer Verfahren Beiträge zur Theoriebildung geleistet werden.

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Kommentiertes Literaturverzeichnis

Barton, A.H. und P.F. Lazarsfeld (1955), Some functions of qualitative analysis in social research, in: Frankfurter Beiträge zur Soziologie I, S. 321-361, Frankfurt, Europäische Verlagsanstalt. Der Artikel gilt als einer der ersten, der versucht qualitative und quantitative Forschung zu kombinieren.

Bayer, O. und F. Stölting (1992), Sozialwissenschaften, in: Seiffert H. und G. Radnitzky (Hrsg.), Handlexikon zur Wissenschaftstheorie, S. 302-313, München, Ehrenwirth. In diesem Beitrag wird ein guter Überblick über verschiedene Aspekte der Sozialwissenschaften gegeben. Dabei werden an vielen Stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit den Naturwissenschaften aufgezeigt, was dem Leser ein umfassenderes Verständnis von sowohl den Sozial- als auch den Naturwissenschaften ermöglicht.

Büchel, W. (1992), Naturwissenschaften, in: Seiffert, H. und G. Radnitzky (Hrsg.), Handlexikon zur Wissenschaftstheorie, S. 222-231, München, Ehrenwirth. Dieser Beitrag behandelt ausschliesslich Aspekte der Naturwissenschaften und gibt einen entsprechenden Überblick. Zu empfehlen ist die komplementäre Lektüre des Beitrags über die Sozialwissenschaften aus gleichem Sammelwerk.

Chmielewicz, K. (1994), Forschungskonzeptionen der Wirtschaftswissenschaft (2. Aufl.), Stuttgart, Poeschel. Das Buch beleuchtet aus wissenschaftstheoretischer Sicht die besonderen Kennzeichen der Wirtschaftswissenschaft und die verwendeten Forschungskonzeptionen und ist ein gut verständlicher Einstieg in die wissenschaftstheoretischen Aspekte der Wirtschaftswissenschaft.

Flick, U. (2006), Qualitative and Quantitative Research (Kapitel 3), in: An Introduction to Qualitative Research (3. Ed.), S. 32-43, London, SAGE Publications. In diesem Kapitel setzt sich der Autor intensive mit Unterschieden und Beziehungen der beiden Forschungsmethoden auseinander und beschreibt diverse Kombinationsmöglichkeiten und ihre Verwendung.

Hayek, F. A. (1979), The-Counter Revolution of Science, Studies on the Abuse of Reason, Chapter 4: The Individualist and “Compositive” Method of the Social Sciences, S. 61-76. Hayek geht in diesem Beitrag auf die Unterschiede zwischen Natur- und Sozialwissenschaften ein. Dabei stellt er insbesondere auf die Verhältnisse von Forscher zu untersuchtem Phänomen und von kleinsten Elementen des zu untersuchenden Phänomens zum Phänomen ab. Sehr anschaulich beschreibt er beispielhaft die Problematik der Sozialwissenschaften mit der Sprache der Naturwissenschaften. Er schliesst mit der aus sich der Problematik der Sozialwissenschaften ergebenden Konsequenz, dass Sozialwissenschaften lediglich das Prinzip der Entstehung eines Phänomens erklären, nicht aber dessen präzises Resultat voraussagen können.

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Lamnek, S. (1995), Qualitative Sozialforschung, Band 1, Methodologie, 3. Auflage, Weinheim, Beltz, PsychologieVerlagsUnion. Das Buch zeigt Schwachstellen der quantitativen Forschung auf um danach die Methodologie (u.a. Theorien und Hypothesen, Gütekriterien und Auswertung und Analyse) der qualitative Forschung anhand vieler Beispiele zu erläutern. Kurz eingegangen wird auch auf eine Kombination beider Methoden.

Ledoux, S. F. (2002), Defining Natural Sciences, in: Behaviorology Today, Vol 5, No 1, S.

34-36.

In diesem Beitrag argumentiert Ledoux, dass Behaviorologie eine Naturwissenschaft ist. Dies fusst auf einer Definition von Naturwissenschaften, die nach seiner Meinung die Abgrenzung von Naturwissenschaften zu anderen Disziplinen wie keine andere erfasst. Demnach verbindet naturwissenschaftliche Disziplinen, dass sie ausschliesslich natürliche Ereignisse untersuchen und die Berücksichtigung von nicht natürlichen Ereignissen immer ausschliessen.

Mayring, P. (2002), Einführung in die Qualitative Sozialforschung- Eine Anleitung zu qualitativem Denken, 5. Auflage, Weinheim/ Basel, Belt Verlag. Das Buch gibt eine leicht verständliche Einführung in Hintergründe, Entwicklungen und Methoden der qualitativen Forschung.

Mayring, P. (1989), Die qualitative Wende: Grundlagen, Techniken und Integrationsmöglichkeiten qualitative Forschung in die Psychologie, in: Schönpflug, W. (Hrsg.), Bericht über den 36. Kongress der DGfPs in Berlin, S. 306-313, Göttingen, Hogrefe. Der Artikel beschreibt die qualitative Wende in der sozial Forschung und zeigt kurz mögliche Anwendungsmöglichkeiten auf.

Tashakkori, A. und Charles Teddlie (1998), Mixed Methodology- Combining Qualitative and Quantitative Approaches, Thousand Oaks, SAGE Publications. Das Buch geht auf den Paradigmenstreit ein und zeigt auf, warum und wie die Methoden komplementär verwendet werden können.

Wilson, T.P. (1982), Qualitative oder quantitative Methoden in der Sozialforschung, in:

Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Vol. 34, S. 487-508. In einer Gegenüberstellung der beiden Methoden versucht der Autor die Merkmale der Methoden darzustellen und ihre Verkürzungen und Schwächen zu identifizieren.

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