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Leben zwischen den Geschlechtern

Alles ist möglich

Liebe Leser, die „Frau mit Bart“ war in früheren Zeiten eine Jahrmarktsensation. Mitt- lerweile diskutiert

Liebe Leser,

die „Frau mit Bart“ war in früheren Zeiten eine Jahrmarktsensation. Mitt- lerweile diskutiert sogar die Hamburger Bürgerschaft über das Thema Intersexualität, der Deutsche Bundestag hat jüngst ein neues Transse- xuellengesetz verabschiedet. Und selbst bei Günther Jauch wird offen über das Leben jenseits der Geschlechtergrenzen gesprochen. Ganz all- mählich rückt das Thema in den Blickpunkt der öffentlichen Diskussion. Was treibt Menschen zu einer Geschlechtsangleichung? Was geschieht, wenn nach der Geburt keine eindeutige Zuschreibung möglich ist, weil die gängigen Schubladen nur Mann oder Frau zulassen? Wie reagiert die Gesellschaft, welchen Spielraum gewährt der Gesetzge- ber? hinnerk stellt in seiner Juli-Ausgabe drei Menschen vor, die abseits der Norm leben. Wir geben denen ein Gesicht, die im politischen Forderungsportfolio stets unter dem Begriff Transgender mit aufgeführt werden, aber selten in Erscheinung treten. Denn auch um sie geht es in der aktuellen CSD-Saison, wenn die zentrale Forderung lautet, den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung um die sexuelle Identität zu erweitern. Transsexuellen Männern und Frauen ist in Hamburg oft übel mitgespielt worden, nicht nur während des Nationalsozialismus. „Auch in der Bundesrepublik führte der Staat die Bekämpfung des ‚Trans- vestiten-Unweses' nahtlos fort“, schreiben Ulf Bollman und Bernhard Rosenkranz in ihrem neuen Buch zur Homosexuellenverfolgung in Hamburg. Und: „Paradox war, dass sich Damenimitatoren in der Adenauer-Ära einerseits großer Beliebtheit erfreuten und andererseits von der Sittenpolizei ver- folgt wurden.“ Die Szene, auch ihre käufliche Seite, hat sich bis heute auf dem Kiez gehalten. Vor- urteile, Unsicherheit und Ausgrenzung begleiten sie noch immer, und das gilt auch für jene, die nicht als Showgirls das Publikum amüsieren, sondern ein ganz unauffälliges, ja: normales Leben führen. Die Zeiten, in denen die „Frau mit Bart“ für Aufsehen sorgte, sind gottlob Geschichte. Von der Selbstverständlichkeit, mehr als zwei Geschlechter zu akzeptieren, sind wir dennoch weit entfernt. Intersexuelle und Transsexuelle bekommen dies oft brutal zu spüren. Ihr Kampf um gesellschaftli- che Anerkennung hat gerade erst begonnen.

Viel Spaß beim Lesen!

Stefan Mielchen

Chefredakteur

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Titel

Glücklich auf Umwegen: Wie leben trans- und intersexuelle Menschen? Wir stellen HamburgerInnen vor.

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Hamburg

Flashmob mit anderen Mitteln:

Eine private T-Shirtaktion soll den CSD noch bunter machen.

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Kultur

Er überschreitet ständig alle Grenzen:

Sacha Baron Cohen gibt im Kino die österreichische Volltunte Brüno.

editorial

Leserbriefe/Impressum

4

Stadtgeschichten

6

Titel

8

Hamburg

18

Mahlzeit

24

Kultur

26

Beautiful People

38

Szene

40

Programm

44

City Guide

58

Kleinanzeigen

68

Portfolio

70

Sex

72

Reise

74

Berlin

76

Fernsehen

78

Verlosung

80

Lange Reihe

82

7766
7766

Berlin

Kitschkunst: Eine große Retrospektive zeigt die Kitschkunst von Pierre et Gilles in der Hauptstadt.

redaktion@hinnerk.de

Hiergeblieben! Tipps für den Hamburger Sommer
Hiergeblieben!
Tipps für den Hamburger Sommer

Zu „Verfolgt“, hinnerk 05/09

60 Jahre ist es nun alt, unser schönes Land, und gratuliert sich quasi täglich per Jubeldokus auf fast allen Kanälen. Dass für Homosexuelle zumindest die Verfolgung noch 20 Jahre weiterging und „ihre“ Bundesrepublik eigentlich erst 40 Jahre alt ist, das ging meines Wissens in besagten Jubeldokus etwas unter. Dankenswerterweise widmet der hinnerk in der Maiausgabe diesem The- ma eine Titelstory. Und was passiert? Ein unsäglicher Kretin namens Mat- thias plärrt per Leserbrief los, dass er dieses im Jahr 2009 nicht mehr sehen, sondern lieber über „die schönen Sei- ten der Szene“ informiert werden möchte. Wenn er „ernsthafte politische Berichte lesen möchte“ (was er vermut- lich nie will), kauft er sich den Stern. Hat der Stern sich dieses Jahr um die schwulen Schicksale nach 1945 ge- schert ? Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht. Matthias, wahrscheinlich hast du gar nicht gecheckt, dass es nicht um Greuelverbrechen des Dritten Reiches ging, sondern um die Geschichte des Landes, in dem DU lebst ! Dass dir der ganze Nazi-Schnarch am Arsch vorbei- geht, ist grauenvoll, unverzeihlich. Dass du nicht einmal für die jüngste Ge- schichte deiner eigenen „Community“

Zu „Ole wird Schirmherr“, hinnerk.de

Sehr gut, dass endlich der Bürgermeister offizieller Schirmherr vom Hamburger CSD wird. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit in der Freien (!) und Hansestadt Hamburg. Gute Arbeit vom CSD-Team! Allerdings völlig unverständlich: das Rahmenprogramm! Was bitte haben Kim Fisher oder Orange Blue mit der queeren

Hamburger Kultur zu tun?

offen bist, kann das eigentlich auch nicht mehr toppen. Bist du vielleicht einer derjenigen, deren Gay-Romeo-Profil ein Foto ziert, wie du oben ohne vor dem Holocaust- Mahnmal rumpost? Wenn ja, dann wä- re dies vermutlich auch ein gutes Co- verfoto gewesen, hätte aber ein gewis- ses Satireverständnis der Leserschaft vorausgesetzt. Pfui!

KIM, PER EMAIL

CHRISTIAN

lision mit dem Artikel 6 GG, nach dem die Ehe unter dem besonderen Schutz desStaatessteht.Darausschließt das Bun- desverfassungsgericht, dass eine Un- gleichbehandlung der eingetragenen Lebenspartnerschaft zulässig ist. Das könnte es wohl nicht mehr, wenn die sexuelle Identität ausdrücklich im Arti- kel 3 aufgenommen würde. Schade, dass sich die LSU nicht besser mit dem Thema auseinandergesetzt hat und die ambitionierten Kampagnen von LSVD und Hamburg Pride unterstützt.

ROLAND ROTERMUND, HAMBURG PRIDE

Zu „Kleine Schritte“, hinnerk 06/09

In einem Interview gegenüber dem hin- nerk sagte der Chef der LSU, Ingo Pohl, dass er davon überzeugt sei, dass sich durch eine Änderung des Artikels 3 GG politisch überhaupt nichts ändern wür- de. Es stünde doch bereits im Grund- gesetz, dass vor dem Gesetz alle Men- schen gleich sind. Hat er sich einmal gefragt, warum denn wohl in Absatz 2 Männer und Frauen ausdrücklich gleichgestellt werden und in Absatz 3 des Artikels explizit die Merkmale Ab- stammung, Rasse, Sprache, Heimat, Herkunft und Glauben genannt sind? Das wäre doch dann auch überflüssig. Ist es aber nicht, denn die Grundrechte stehen in einem komplizierten Wechsel- wirkungsverhältnis. Und im Hinblick auf die sexuelle Identität besteht eine Kol-

Zu St. Georg allgemein

An einem Dienstagabend nach einem Treffen mit Freunden in St. Georg, wo ich auch wohne, befand ich mich noch auf dem Heimweg über den Hansa- platz in die Rostocker Straße. Es war kurz vor 22 Uhr und noch nicht ganz dunkel, als vor einer Kneipe eine Grup- pe von fünf jungen Männern heraus- trat, die auf mich zukamen und mich anhielten. Aus einer weiteren Kneipe kam ein junger Mann dazu, der dieser Gruppe offensichtlich bekannt war. Die- ser Mann hielt mich an der Jacke fest. Ich schaffte es mit Mühe, mich aus den Griffen zu lösen, da eben dieser junge Mann auch auf mich einschlagen wollte

und von der Gruppe noch angefeuert wurde. Ich schaffte es schließlich, nach Hause zu gelangen, blieb jedoch über den Vorfall so entsetzt (zumal es nicht der erste Überfall in dieser Gegend war), so dass es wirklich wünschens- wert wäre, wenn die Polizeipräsenz – gerade in bestimmten Teilen St. Georgs – verstärkt würde. Da mein Erlebnis keinen Einzelfall in diesem Stadtteil darstellt, sollten auch andere, die Ähn- liches erlebt haben, ohne Scheu und falsche Scham die Polizei kontaktieren, um auf ein durchaus bestehendes Pro- blem aufmerksam zu machen und es damit zu ermöglichen, St. Georg wie- der sicherer zu machen. H.S.

(VERFASSER IST DER REDAKTION BEKANNT)

Mein Hamburg

Für unsere neue Serie „Mein Ham- burg“ (ab Seite 20) suchen wir Hamburger, die abseits der schwul- lesbischen Epizentren St. Georg und St. Pauli leben und uns ihren Hei- matstadtteil vorstellen. Möchtest Du uns Dein Hamburg zeigen oder einen interessanten Einwohner empfehlen? Dann wende Dich an

redaktion@hinnerk.de

impressum

hinnerk Verlag Steindamm 11, 20099 Hamburg (040) 284115-0 Fax (040) 284115-80 redaktion@hinnerk.de anzeigen@hinnerk.de ISDN (040)284115-55 Herausgeber Peter Goebel (pege/-0) Redaktionsleitung Stefan Mielchen, V.i.S.d.P. (sm/-22) Redaktion (040) 284115- Philip Eicker (pe/-21) Axel Schock (as) Mitarbeiter dieser Ausgabe Ulf Ansorge, Torsten Bless, Torsten Dirk, Christoph Dompke, Johann Elle-Marten, Michael Ernst, Dino Heicker, Benedikt Hei- ming, Ricardo M., Ulf Meyer, Frank Landwehr,

Lukas Nimscheck, Björn Reinfrank, Andreas Thot, Eckhard Weber, Karl Mai (Foto), Step- han Pflug (Foto), Matt Piché (Foto), Claudia Schmidt (Foto), Martin Stiewe (Foto) Cover: Stephan Pflug Model: Danielle Maques

Grafik und Layout (040) 284115- Linda Lorenzen (-51) Anzeigenleitung Christian Kranz (-31) verantwortlich für Anzeigen

Anzeigenberatung (040) 284115- Oliver Kahler (-33) Christopher Schnoor (Azubi) (-34) Kleinanzeigen Nick Schmidt (Azubi) (040) 284115-0

Buchhaltung (Di + Fr 14-18 Uhr) (040) 284115- Andrea Bremer (-42) Belichtung und Druck Media Print, Westerrönfeld Vertrieb Cartel X (040) 39 90 27 71, Eigenvertrieb. hinnerk wird an ca. 250 Stellen in Hamburg und Norddeutschland kostenlos verteilt. Bankverbindung Hamburger Sparkasse, Konto 1251 124671, BLZ 20050550 Für hinnerk gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 3 vom 01.01.2009. Veranstaltungshinweise sind kostenlos. Alle Programmangaben sind ohne Gewähr. Für unverlangt eingesandtes Bild- und Text- material wird keine Haftung übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

wieder. Vervielfältigung, Speicherung und Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlages. Gerichtsstand ist Hamburg.

Redaktionsschluss 08/09: 17.07.2009 Anzeigenschluss 08/09: 17.07.2009

ist Hamburg. Redaktionsschluss 08/09: 17.07.2009 Anzeigenschluss 08/09: 17.07.2009 Auflage IVW-geprüft 4 hinnerk 07/09
ist Hamburg. Redaktionsschluss 08/09: 17.07.2009 Anzeigenschluss 08/09: 17.07.2009 Auflage IVW-geprüft 4 hinnerk 07/09

Auflage IVW-geprüft

Foto: Matt Piché

stadtgeschichten

In Echtzeit

Peter G. Dirmeier betreibt in Winterhude Hamburgs kleinstes Theater. Seine geheime Leidenschaft: „Verbotene Liebe“

Peter, du betreibst mit Silke RocaTheater. Seine geheime Leidenschaft: „Verbotene Liebe“ eines der kleinsten Theater Hamburgs. Wie kamt ihr dazu? Als

eines der kleinsten Theater Hamburgs. Wie kamt ihr dazu?

Als Schauspieler wird dir ja wahnsinnig viel reingeredet. Wir wollten einen Ort ha- ben, wo wir selbst entscheiden können, was wir wie mit wem machen. Deshalb be- antragen wir auch keine Subventionen oder Sponsorengelder. Das Echtzeit Studio macht uns nicht reich, aber glücklich!

Wie viele Zuschauer passen beiDas Echtzeit Studio macht uns nicht reich, aber glücklich! euch rein? Es hat sich bei etwa

euch rein?

Es hat sich bei etwa 30 Leuten eingepen- delt. Klingt klein, aber dann ist in dem frühe- ren Milchladen echt was los! In der Pause stehen dann alle draußen auf der Straße und rauchen. Das merken die Nachbarn natürlich und werden neugierig. Hier in Win- terhude funktioniert die Mund-zu-Mund- Propaganda noch.

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Eine Art Stadtteiltheater für

Winterhude?

Ganz genau, wir spekulieren nicht auf Publikum aus Ottensen. Das wäre organi- satorisch kaum zu leisten. Die Konkurrenz in Hamburg ist riesig. Wir machen jetzt bei der Hamburger Theaternacht mit – schau dir diese lange Liste mit Bühnen an: In die- sem Jahr sind über 35 Spielstätten dabei!

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Die Theaternacht ist im

September, im Juli macht ihr eure eigene Lange Nacht

Am 11. Juli feiern wir eineinhalb Jahre Echt- zeit. Da viele Leute gerne wiederkommen, wenn sie einmal bei freiem Eintritt rein- schnuppern durften, machen wir zweimal im Jahr einen Tag der offenen Tür.

Du hast früher Kindersendungenmachen wir zweimal im Jahr einen Tag der offenen Tür. wie „Bim Bam Bino“ moderiert. Warum

wie „Bim Bam Bino“ moderiert. Warum hast du die bequeme TV-Karriere aufgegeben?

Ich war fünf Jahre in dieser Mühle. Bei „Ta- baluga Tivi“ im ZDF habe ich nach drei Jahren bewusst die Segel gestrichen, weil Fernsehen so wahnsinnig schwerfällig ist. Da waren 80 Leute involviert, die dafür sorgten, dass jede Woche eine Sendung über den Bildschirm geht. Aber was ich so-

fort machen würde: bei „Verbotene Liebe“ mitspielen! Ich liebe diese Sendung.

Obwohl diese Schauspieler so„Verbotene Liebe“ mitspielen! Ich liebe diese Sendung. schlecht sind? Dass etwas im Fernsehen so aussieht, wie

schlecht sind?

Dass etwas im Fernsehen so aussieht, wie es aussieht, hat mit vielen Faktoren zu tun. Die Schauspieler sind dabei das kleinste Rädchen im Getriebe. Die Dialogautoren müssen an 5 Tagen in der Woche 25 Minu- ten füllen. Das kann holpern. Dann ist das

Bühnenbild so billig, dass die Wände wa- ckeln. Aber das zeigt dir, dass ja alles gar nicht so ernst gemeint ist. Und dann fehlt dem Regisseur einfach die Zeit, das alles interessant abzufilmen. Ich muss sagen:

Hut ab vor den Leuten, die das machen!

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und

ständig schwule Rollen

dazu erfinden.

Wie bei „Verbotene Liebe“! Die rennen

dann natürlich ständig in Boxershorts rum und liegen zusammen im Bett, aber es sieht schön aus. (lacht) Und die Kamera bleibt dran – das finde ich mutig. Und es sieht oft interessanter aus als bei Heteros, weil bei Männern wenigstens die Brust zu sehen sein darf. (lacht)

INTERVIEW: PHILIP EICKER

11.7., 20-24 Uhr, „Ein Kessel Buntes. Anderthalb Jahre Echtzeit Studio“, www.echtzeit-entertainment.de

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Robin war eine Frau, nun ist er schwul:

„Uneindeutig zu sein, ist für mich zu einem sehr alltäglichen Gefühl geworden.“

Frauen abschaffen. Männer auch.

Für ein glückliches Leben ist die strenge Aufteilung in zwei Geschlechter oft sehr hinderlich. hinnerk stellt drei Menschen vor, die nicht in die üblichen Schubladen passen

Mary hat mich schockiert. Als Teenager hat mich die

Damendarstellerin verfolgt, trat bei „Wetten, dass

auf und warb für Konfitüre. Ich war verwirrt. War sie Mann oder Frau? Die ausweichende Antwort meines Vaters hat mich noch wütender gemacht. Eine Tunte genügte, um mich aus der Fassung zu bringen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich als Heranwachsender Robin (Foto), Danielle oder Diana kennengelernt hätte. Die drei Menschen, die im Mittel- punkt unserer Titelgeschichte stehen, haben eines ge- meinsam: Sie passen aus sehr unterschiedlichen Grün- den nicht in die engen Schubladen „Mann“ und „Frau“. Ihre Erfahrungen zeigen: Sie leben glücklich zwischen den Geschlechtern. Für ein erfülltes Leben ist die strenge Aufteilung in zwei Geschlechter unerheblich und oft sogar sehr hinderlich. Darauf hinzuweisen ist dringend nötig. Im Juni erst hat der Bundestag eine

?“

große Chance vertan, die muffigen Geschlechter- Schubladen zu entlüften. In einer Nachtsitzung haben die Abgeordneten das verfassungswidrige Transse- xuellengesetz nur notdürftig instand gesetzt. Weit bes- ser wäre es gewesen, sie hätten das unzeitgemäße Gesetz gleich ganz abgeschafft. Statt Menschen von Geburt an einzusortieren, wäre es wichtiger, faire Rah- menbedingungen zu setzen, die jeden Einzelnen – ob männlich, weiblich, trans, zwitter oder sonstwas – bei seinem Leben in Freiheit unterstützen. Eine solche Re- form würde auch den etwa 100 000 Intersexuellen in Deutschland nutzen, die in ihrem Kampf gegen die oft unmenschliche Zuweisung eines Norm-Geschlechts ganz am Anfang stehen (siehe Seiten 14-15). Bis zum nächsten Reform-Anlauf werden Jahre vergehen. Eine lange Zeit, in der viele Menschen, durch starre Verordnungen in ihrer geschlechtlichen

Identität vom Staat so kontrolliert werden, als ob von ihnen eine Gefahr ausginge. „Ich merke auf jeden Fall, dass ich Aufmerksamkeit auf mich ziehe“, erzählt die amerikanische Performe- rin Vaginal Davis in der aktuellen Ausgabe des Queer- Magazins Hugs & Kisses. „Vielleicht liegt das daran, dass ich ein intersexueller Mensch bin, der als männ- lich identifiziert wird, aber trotzdem eine weibliche Aura hat. Besonders Babys scheinen das zu merken. Entweder hassen oder lieben sie mich. Niemand bleibt gleichgültig.“ Die Beobachtung hilft zu verstehen, warum Elder States-Queen Mary mich so wütend gemacht hat. Dabei hat sie nur über Fruchtaufstrich gesprochen. Offensichtlich ist es selbst für einen Schwulen nur schwer zu begreifen, wie schön ein Leben jenseits der Norm sein kann. PHILIP EICKER

Fotos: Stephan Pflug

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Passend gemacht

Aus Birgit wurde Robin: ein Transmann, der in der schwulen SM-Szene aktiv ist

Ein gewaltiger Bock ziert Robins Brust. Der 36-jährige Hamburger mag Schafe. In seiner Wohnung finden sie sich auf Postkarten, Bildern und als Stofftiere. Sein zweiter Freund war Schäfer. Damals hieß er noch Birgit, lebte im nordfriesischen Niebüll. Inzwischen ist Robin ein Transmann, lehrt Soziologie an den Uni- versitäten in Hamburg und Göttingen. Das Thema seiner Doktorarbeit: queere SM-Communities und ihre Praktiken. Mit hinnerk sprach Robin über Männ- lichkeit, Testosteron und schwulen Sex.

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Robin, bist du ein schwules Mädchen?

Nein, ich bin ein schwuler Mann. Schon in der ersten

Klasse bin ich immer in den Jungsgruppen gelandet, auch weil ich von den anderen so eingeteilt wurde. Ich hatte lange Zeit gar kein Verständnis dafür, weiblich zu sein, und dachte, dass ich später ein Mann werden würde. Die Pubertät war ein traumatisches Erlebnis für mich. Mit elf habe ich dann in der Bravo über die Band Bronski Beat gelesen. Die Jungs sprachen offen über ihr Schwulsein – und ich hatte zum ersten Mal das Gefühl: Das bin ich!

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Du hast vor vier Jahren mit einer

Hormontherapie begonnen. Warum?

Zuvor hatte ich schon fünf Jahre als Transmann ge-

lebt – ohne Körperveränderung. Ich wollte testen, ob ich als Mann leben kann. Anfangs wollte ich die The- rapie nur ausprobieren. Wenn ich sie nicht vertragen hätte, hätte ich sie sofort abgesetzt.

Wie nimmst du die Hormone?sie nicht vertragen hätte, hätte ich sie sofort abgesetzt. Jeden Morgen schmiere ich mir Testosteron-Gel auf

Jeden Morgen schmiere ich mir Testosteron-Gel auf die Oberarme. Die meisten Transmänner lassen sich alle drei Wochen eine Spritze geben. Mir ist es lieber, wenn ich das selber mache, als zum Arzt zu rennen.

Wie wirkt das Testosteron?lieber, wenn ich das selber mache, als zum Arzt zu rennen. Bei mir haben sich nach

Bei mir haben sich nach einigen Tagen sowohl Körper

als auch Stimmung verändert. Zuerst verteilt sich das Körperfett anders, wird an den Hüften weniger, und an den Schultern mehr. Dann wächst der Bart.

Deine Brust hast du dir verändern lassen, auf eine Genital-OPweniger, und an den Schultern mehr. Dann wächst der Bart. aber verzichtet. Vermisst du den Schwanz?

aber verzichtet. Vermisst du den Schwanz?

Nein. Das Testosteron hat auch den Effekt, dass sich die Klitoris zu einem Mi- kro-Penis entwickelt. Man kann dann Erektionen bekommen. Ohne OP hat man natürlich nach wie vor eine Vagina. Davon abgesehen: Jeder Operation geht eine Abwägung voraus. Durch die Brustveränderung kann man das Ge- fühl in den Brustwarzen verlieren. Das nimmt man in Kauf, wenn einem die Veränderung wichtig ist. Aber an meinen Genitalien lasse ich mir nicht rum- schnippeln. Dafür finde ich mein bisheriges Sexleben zu beglückend!

An meinen Genitalien lasse ich mir nicht rumschnippeln. Dafür finde ich mein bisheriges Sexleben zu beglückend!

Du hast Sex mit Männern. Wie reagieren die auf deinen Körper?Dafür finde ich mein bisheriges Sexleben zu beglückend! Meine Horrorvorstellung war immer eine Szene aus dem

Meine Horrorvorstellung war immer eine Szene aus dem Film „The Crying Game“: Als der Held merkt, dass er mit einer Transfrau im Bett ist, muss er sich übergeben. (lacht) Es ist ein riskantes Spiel, weil es für beide Seiten eine Wohlfühlgrenze gibt. Da gehört ein gewisses Vertrauen dazu. In der Regel zeige ich mich nicht gleich beim ersten Date nackt.

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So schüchtern? Du bist doch in der SM-Szene aktiv.

Inzwischen gehe ich in SM-Clubs, weil ich als Mann durchgehe. Beim SM-Sex kommt es darauf an, ob du Top oder Bottom bist. Wenn ich mit jemandem vereinbare, dass ich ihn auspeitsche, dann interessieren ihn meine Genitalien nur am Rande. Aber das Problem ist dadurch nur verschoben und kommt spä- testens dann auf, wenn es um Sex geht. Viele wissen gar nicht, dass man mit einem Umschnallschwanz auch Spaß am Genitalsex haben kann.

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Warum war es dir wichtig, deinen Körper zu vermännlichen?

Ich vertrete ja die These: Sobald man anfängt, das zu verstehen, ist man schon trans. (lacht) Mit 30 hat sich mein Körpergefühl nochmal verschlech- tert. Ich wurde weiblicher, meine Hüften runder. Damals habe ich entschie- den: Es hat keinen Sinn, in einem Körper zu bleiben, in dem ich mich nicht wohl fühle. Umgekehrt gilt: Je männlicher mein Körper wird, umso mehr fühle ich mich als ganzer Mensch!

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Du hast deinen Körper verändern lassen. Hast du Verständnis

für Menschen, die sich aus Schönheitsgründen die Brust richten lassen?

Das sehe ich nicht mehr so rigoros. Früher hätte ich gesagt: Wir müssen nicht die Körper, sondern die Schönheitsideale ändern! Aber was nützt uns ein po- litisches Ideal, solange wir nicht in einer idealen Welt leben? Vielleicht gäbe es auch weniger Transsexuelle, wenn unsere Gesellschaft ganz andere Ge- schlechtermöglichkeiten bereitstellte. Aber das kann keiner beurteilen, denn bisher ist sie streng in zwei Geschlechter unterteilt. INTERVIEW: PHILIP EICKER

Robin Bauer: „Ihre Eltern dachten, dass sie ein Junge wäre.“ Transsexualität und Transgender in einer zweigeschlechtlichen Welt, In: Tatjana Eggeling (Hg.):

Queer Lectures, Heft 7, Männerschwarm, 6 Euro

http ://queersm.gmxhome.de

die tanzsensation aus kuba!

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19.7. bis 9.8.2009

Deutsches Schauspielhaus in Hamburg lizt-alfonso.de

9.8.2009 Deutsches Schauspielhaus in Hamburg lizt-alfonso.de Mit freundlicher Unterstützung Präsentiert von der

Mit freundlicher Unterstützung

in Hamburg lizt-alfonso.de Mit freundlicher Unterstützung Präsentiert von der Schmidts TIVOLI Gastspiel GmbH

Präsentiert von der Schmidts TIVOLI Gastspiel GmbH

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Kein Etikett

Danielle Marques fasziniert im Pulverfass als Frau mit Schwanz. Sie selbst sieht sich vor allem: als Mensch

Danielle, jeden Tag kommenmit Schwanz. Sie selbst sieht sich vor allem: als Mensch Leute ins Pulverfass, um dich strippen

Leute ins Pulverfass, um dich strippen zu sehen. Bist du ein Sexsymbol?

(lacht) Nein, aber ich wäre gerne eins! Ich fühle mich begehrt, sowohl von Männern als auch von Frauen, und ich liebe das.

Was fasziniert das Publikum ansowohl von Männern als auch von Frauen, und ich liebe das. Frauen mit Schwanz? Ich glaube,

Frauen mit Schwanz?

Ich glaube, dass eine Transfrau die Libido anregt: Männer begehren sie wegen ih- res Geheimnisses, die Frauen wegen ih- rer Courage.

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Du nennst dich selbst

Transfrau?

Ich fühle mich wie ein Mensch ohne Markenetikett. Die Welt wird besser, so- bald wir aufhören, Menschen zu klassi- fizieren – egal ob nach Farbe, Rasse, Re- ligion, Glaube oder Geschlecht! Wir sind alle gleich.

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Wie hast du dich gefühlt, als du

aus der Narkose aufgewacht bist, und deine neuen Brüste zum er- sten Mal gesehen hast?

Es war wie in einem Traum. Ich hatte ja schon weibliche Formen. Die Brüste wa- ren das, was mir noch zur Erfüllung fehlte.

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Sind sie so, wie du sie dir

vorgestellt hast?

Ich finde meine Brüste schön. Sehr weib- lich, nicht zu groß und nicht zu klein. Ge- nau richtig für mich!

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Wie fand deine Familie die Idee

mit der Operation?

Meine Familie ist mit meiner Sexualität immer gut klargekommen. Ich habe ih- nen oft gesagt: Die Veränderung ist nur äußerlich, meine Seele bleibt immer die gleiche!

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Hattest du Angst vor der OP?

Ja, ich hatte Angst, nicht wieder aufzu- wachen. Ich habe Panik vor Operatio- nen.

Wolltest du jemals deinenwieder aufzu- wachen. Ich habe Panik vor Operatio- nen. Schwanz loswerden? Ja, darüber habe ich nachgedacht,

Schwanz loswerden?

Ja, darüber habe ich nachgedacht, als ich etwas jünger war. Und vielleicht werde ich nochmal darüber nachden-

ken, wenn ich etwas reifer bin. Es ist ein Schritt ohne Rückkehr, deshalb sollte er wohlbedacht sein. Es ist wie eine Wiedergeburt, ein Um-

gewöhnen an einen neuen Körper, an ein neues Leben. Aber im Moment ist mein Ge- schlecht mein ganzer Stolz:

Mein Mut, ein Wesen zu sein, weder Frau noch Mann, we- der gay noch hetero. Einfach

nur

ein Mensch!

Wie reagieren deinenoch Mann, we- der gay noch hetero. Einfach nur ein Mensch! Lover auf deinen Körper? Normalerweise

Lover auf deinen Körper?

Normalerweise drehen sie sich um und gehen – vor Scham oder Angst. Aber wenn sie mich kennenlernen, dann ändern sie ihre Mei-

nung. Es gibt gute und schlechte Menschen. Ich tra- ge meinen Teil dazu bei und zeige den Leuten, dass eine Transfrau Respekt verdient, so wie sie ist. Und dass wir ge- sellschaftsfähig sind!

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Was ist der größte

Unterschied zwischen Mann und Frau?

(lacht) Die Frau ist stark und zärt- lich. Der Mann ist mannhaft und ver- führerisch… Und die Transsexuelle ist eine Mischung aus Zärtlichkeit und

Verführung… Deshalb sind wir für Män- ner und Frauen so interessant!

INTERVIEW: PHILIP EICKER

Danielle Marques tritt bis Ende

September in Hamburg auf:

tägl. außer Fr, 20.30/23.30 Uhr, Sa auch 2.30 Uhr, Pulverfass

www.pulverfasscabaret.de

daniellemarques_show@hotmail.de

Kleinste Lösung

Der Bundestag verabschiedet eine notdürftige Reform des Transsexuellengesetzes

Seit seiner Einführung 1981 wurde das einst fort- schrittliche Transsexuellengesetz der Bundesrepu-

blik nicht mehr verändert. Dabei hat sich viel getan.

2008 urteilte das Bundesverfassungsgericht darum

zum dritten Mal: verfassungswidrig! Bis 1. August

2009 mussten verstaubte Paragrafen endgültig ge-

strichen werden. Transsexuellenverbände hofften bei dieser Gelegenheit auf eine umfassende Reform. Doch am 19. Juni verabschiedete der Bundestag nur die nötigsten Gesetzesänderungen. Künftig müssen sich Transsexuelle nicht mehr scheiden lassen, um ihren Personenstand zu ändern. Anders als sonst üblich wurde das neue Gesetz nicht mit Sachverständigen und Betroffenenverbän- den erarbeitet, sondern nur in den Fraktionen disku- tiert. Die Bundestagsabgeordnete Gisela Piltz (FDP) ist entsetzt: „Dieses Verfahren ist völlig inakzepta- bel und zeigt die Geringschätzung des Themas durch das Bundesinnenministerium.“ Dort argumentiert man mit Zeitmangel. „Die Entscheidung über weite- re Änderungen im Transsexuellenrecht bleibt der nächsten Legislaturperiode vorbehalten“, heißt es

lapidar im Antrag der Regierungsfraktionen. So bleiben die hohen Hürden: Für eine Änderung von „Herr“ zu „Frau“ oder umgekehrt verlangt der Gesetzgeber eine operative Geschlechtsangleichung und den Nachweis, „dauernd fortpflanzungsunfähig“ zu sein. Selbst bei der „Kleinen Lösung“ (nur Vorna- mensänderung) stehen Transsexuelle drei Jahre un- ter Beobachtung, müssen zwei unabhängige psy- chologische Gutachten vorlegen. Die strengen Vorschrifen entsprechen längst nicht mehr dem Stand der Wissenschaft. „Der Zwang zur Fortpflanzungsunfähigkeit ist unhaltbar“, urteilt An- nette Güldenring vom Institut zur Förderung der ge- schlechtlichen Vielfalt. Deutschland solle sich an Großbritannien orientieren. Dort ändern Transsexu- elle eigenverantwortlich ihren Personenstand, ein Vermerk beim Standesamt genügt. Haupthindernis für mehr Freiheit sind wie immer sicherheitspolitische Bedenken: Kriminelle könnten ein liberales Namensrecht missbrauchen, um unter- zutauchen. Aber im Zeitalter von DNA-Test und digi- talen Fingerabdrücken hält offenbar auch die Union

Foto: privat
Foto: privat

Transsexuellenaktivistin Annette Güldenring

dieses Argument nicht für belastbar: Trotz mehrfa- cher Anfragen wollte sich kein Abgeordneter der CDU/CSU-Fraktion gegenüber hinnerk zum neuen alten Transsexuellengesetz äußern.

LUKAS NIMSCHECK

Das MHC diskutiert in der Pride Week über das Transsexuellengesetz und das Verhältnis von Trans- und Homo-Community (Pride House 2./5.8., ) www.mhc-hamburg.de

und das Verhältnis von Trans- und Homo-Community (Pride House 2./5.8., ) www.mhc-hamburg.de hinnerk 07/09 13

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Forschungsobjekt

Diana Hartmann ist intersexuell. Ein Leben zwischen Erniedrigung, Offenbarung und Glück

Diana liebt Krawatten. Ihr heutiges Exemplar ist aus glänzend rotem Satin mit Blumenmuster. Zusam- men mit dem breiten, schwarzen Sakko und der dunklen Sonnenbrille wirkt sie ernsthaft, eher mas- kulin. „Sprechen ist immer besser als Gaffen“, lacht Diana, nimmt die Brille ab und setzt sich. Ihre sonore Stimme klingt angenehm, man hört der gebürtigen Fränkin gerne zu. Diana hat eine Krankheit, die nach ihrem Empfinden gar keine ist: das Androgenitale Syndrom, kurz AGS. Die 44-Jährige ist intersexuell, hat sowohl männliche, als auch weibliche Geschlechts- merkmale. „Ich sage dazu inzwischen: Zwitter.“ Bayern 1965. Diana ist das erste intersexuelle Baby in Aschaffenburg. Sie kommt mit einer Vagina und ei- nem sogenannten Mikropenis auf die Welt. Die Ärzte diagnostizieren AGS und raten ihrer Mutter, den Säugling sofort geschlechtlich anpassen zu lassen. Ein Kind müsse eindeutig männlich oder weiblich sein, um in der Gesellschaft bestehen zu können. Sie wollen den Penis operativ entfernen, später eine Hor-

montherapie verordnen. Diana soll künstlich zur Frau gemacht werden. Ihre Mutter lehnte den schweren Eingriff damals ab. Diana ist ihr dankbar. „Sie gab mir damit die Chance, mich später selbst für eine ge- schlechtliche Rolle zu entscheiden.“ Trotzdem bleibt die Intersexualität in ihrer Kindheit ein Tabu. Diana wird als Mädchen großgezogen und beginnt, ihr Geheimnis zu verstecken. „Es war besser für mich, als androgynes Mädchen aufzuwachsen, statt als weiblicher Mann.“ Sie leidet: Jeder Arztbe- such wird zur Erniedrigung, Diana zum Forschungs- objekt für Medizinstudenten: „Erst reißen sie dir die Beine auseinander, leuchten mit den Taschenlam- pen dazwischen und stecken kalte Metallinstrumente hinein. Dann wird das Genital vermessen.“ Im Alter von zwölf Jahren kommt Diana in die Pu- bertät, ihr Körper verändert sich. „Ich habe auf mei- ne geschlechtliche Offenbarung gewartet, doch die kam nicht.“ Das Testosteron in Dianas Körper zeich- net schroffe, männliche Züge. Die Gesichtszüge der

Teenagerin werden kantiger, die Stimme tiefer. Die erhoffte Weiblichkeit bleibt aus. Erst mit 17 setzt die erste Monatsblutung ein. „Ich dachte: Okay, ich habe halt Pech gehabt!“ Während ihre Klassenkameraden sexuell experimentieren, hält sich Diana zurück. Ihre Sexualität entwickelt sich trotzdem. „Irgendwann ist die Lust auf Sex größer, als die Angst davor.“ Diana grinst, nippt an ihrer Cola und erzählt vom ersten Mal. Auf dem Lesbenfrühlingstreffen in Hamburg ist es passiert. Ein bisexuelles Mädchen hält Diana für einen Jungen und spricht sie an. Die beiden landen im Bett und werden ein Paar. Aus Süddeutschland ziehen sie zusammen nach Ham- burg, wo die Beziehung schnell zerbricht. Seitdem ist Diana hier und lebt lange Jahre wahlweise als butche Lesbe oder als transsexueller Mann. Mit ihrem Aussehen lässt sie bewusst beide Möglich- keiten offen: „Transsexualität war eine gute Aus- rede, um das Wort Zwitter nicht in den Mund neh- men zu müssen.“

Erst vor vier Jahren wagt sie ihr Coming-out als Intersexuelle. Nach mehreren psychologischen Bera- tungsgesprächen fasst sie den Entschluss: „Ich muss einen Standpunkt beziehen.“ Diana wird auf einmal ernst und überlegt lange vor jedem Satz. Die Reak- tionen ihrer Mitmenschen haben wehgetan, enge Freundschaften sind zerbrochen. Sie holt tief Luft:

„Viele Lesben reagieren allergisch auf Frauen, die keine reinen Frauen sind. Da wird stark geschlechtlich getrennt. In der schwulen Szene ist es genauso.“

„Klofrauen laufen mir hinterher und bummern an die Tür“

Noch mehr Hürden lauern in der heterosexuellen Welt. Auf öffentlichen Toiletten kommt es häufig zur Konfrontation: „Mütter reißen ihre Kinder an sich, als würde ich ein Lagerfeuer aufstellen und Kinder- schenkel grillen. Ich gehe trotzdem nur auf‘s Frauen- klo, weil ich beim Pinkeln nicht stehen will.“ Inzwi- schen ist Diana selbstsicherer geworden, hat sich so- gar mit dem Wort Zwitter angefreundet. Heute schaut sie optimistischer in die Zukunft, lebt in einer glück- lichen Beziehung. Ist sie auch ein glücklicher Mensch? Diana wagt keine Antwort. Sie setzt ihre Sonnenbrille auf, biegt den schiefen Rahmen zurecht und besei- tigt die Tabakreste auf dem Tisch. „Mittlerweile finde ich das alles lustig.“ LUKAS NIMSCHECK

Gutes Genital

Hamburger Zwitter fordern Ende der Geschlechtszuweisung

Muss ein Mann einen Penis haben? Seit Ende April klärt der Hamburger Gesund- heitsausschuss solche Grundsatzfragen. Als erstes Landesparlament beschäftigt sich die Hamburger Bürgerschaft mit der medizinischen Behandlung von Zwittern. Die hatten eine Petition eingereicht. Bei einer ersten Anhörung am 29. April kam auch eine Studie des Hamburger In- stituts für Sozialforschung zur Sprache. Laut dieser ist die „Behandlungszufrie- denheit“ von intersexuellen Erwachsenen sehr gering: Nur ein Drittel der Befragten hielt die vorgenommenen Eingriffe für ge- glückt. Trotzdem kommen vier von fünf in- tersexuell Geborenen auf den OP-Tisch – schon als Kind, meist mehrfach. Der Arzt entscheidet, ob sie Mädchen oder Junge werden. Lucie Veith nennt das „Menschenver- suche“ und „Menschenrechtsverletzun- gen“. Die Vorsitzende des Vereins Inter- sexuelle Menschen forderte bei der An-

hörung ein Ende der Geschlechtsanglei- chungen. „Ich kenne kein falsches Geni- tal.“ Vor allem bei der Aufklärung von Pati- enten und Eltern versagt die Ärzteschaft offenbar komplett. Veith fordert Offenheit und mehr Information: Selbsthilfegruppen müssten unterstützt, überflüssige Eingriffe durch die Aufklärung von Geburtshelfern und Eltern vermieden werden. Diese wür- den dann zum Beispiel erfahren, dass ein Mann auch ohne sichtbaren Penis gut le- ben könne. Die Erfahrungsberichte von In- tersexuellen, so die Sexualforscherin Her- tha Richter-Appelt bei der Anhörung, hät- ten dazu geführt, „dass die Frage, was ist ein Mann, was ist eine Frau, neu überdacht werden muss“. Die Diskussion darüber hat in Hamburg gerade erst begonnen.

PE

15.7., 22.15 Uhr, RTL, Stern TV:

„Weder Mann noch Frau“

www.intersexuelle-menschen.net

gerade erst begonnen. PE 15.7., 22.15 Uhr, RTL, Stern TV: „Weder Mann noch Frau“ www.intersexuelle-menschen.net

gerade erst begonnen. PE 15.7., 22.15 Uhr, RTL, Stern TV: „Weder Mann noch Frau“ www.intersexuelle-menschen.net

gerade erst begonnen. PE 15.7., 22.15 Uhr, RTL, Stern TV: „Weder Mann noch Frau“ www.intersexuelle-menschen.net

titel

Wann bist du besonders

weiblich?

titel Wann bist du besonders weiblich? René (37), IT-Kaufmann: Wenn ich schnippisch bin und sage: „Siehste

René (37), IT-Kaufmann: Wenn ich schnippisch bin und sage: „Siehste wohl!“ Ich habe einen Hang zur Zickigkeit. Männliche Männer müssen nicht alles sofort kom- mentieren.

Männer müssen nicht alles sofort kom- mentieren. Hardy (30), Art Director: Wenn ich eine Creme-Lotion zum

Hardy (30), Art Director: Wenn ich eine Creme-Lotion zum Duschen ver- wende. Ein echter Mann benutzt nur Kernseife.

Duschen ver- wende. Ein echter Mann benutzt nur Kernseife. Jörg (25), Student: Wenn ich von oben

Jörg (25), Student: Wenn ich von oben herab angemacht werde, zum Bei- spiel in meinem Job als Verkäufer. Dann fühle ich mich zum Objekt degradiert.

als Verkäufer. Dann fühle ich mich zum Objekt degradiert. Mario (25), Soldat: Nie! Ich bin ein

Mario (25), Soldat: Nie! Ich bin ein Mann. Weiblich zu sein, kann ich mir bei der Marine nicht leisten. Und ich kenne auch keine divenhaften Kollegen.

leisten. Und ich kenne auch keine divenhaften Kollegen. Herbert (63), Beamter i. R.: Wenn ich unfreiwillig

Herbert (63), Beamter i. R.: Wenn ich unfreiwillig die Stimme hochnehme, wenn eine komische Frage kommt. Das merke ich in dem Moment gar nicht.

Fotos: Stephan Pflug
Fotos: Stephan Pflug

Thomas (30), Bankkaufmann: Beim Autofahren. Da bin ich unglaublich schlecht, kann nicht einparken und nix! Das stört mich manchmal, das gebe ich offen zu. Frank, Tankstellenpächter: Wenn ich mit Thomas zusammen bin, fühle ich mich immer besonders männlich. Wie jede ältere Dame verrate ich mein Alter nur ungern.

sich halten wolle“. Heute dagegen sind Ärzte und Hebammen in Deutschland verpflichtet, jedes Kind binnen

sich halten wolle“. Heute dagegen sind Ärzte und Hebammen in Deutschland verpflichtet, jedes Kind binnen einer Woche nach der Geburt als Mädchen oder Junge dem Standesamt zu melden.

Transfrau/Transmann nennen sich Transsexuelle selbst und verweisen damit auf ihr gefühltes Ge- schlecht, nicht auf das ursprünglich angeborene. Bei- spiel: Ein Transmann wurde als Bio-Frau geboren.

Transgender (lat.: jenseits bzw. engl.: Geschlecht)

Was ist was?

Trans- und Intersexualität: ein Überblick über die wichtigsten Begriffe

Bio-Frau/-Mann oder Cis-Frau/-Mann sind die in der Transgender-Bewegung üblichen Bezeichnun- gen für einen nicht-transidenten Menschen. Beispiel:

eine Frau, die als Frau geboren wird und sich als Frau fühlt.

Gender (engl.: Geschlecht) bezeichnet v.a. in den Geistes- und Sozialwissenschaften die sozialen Ge- schlechtsmerkmale eines Menschen (z. B. Kleidung) im Unterschied zu den biologisch-körperlichen.

Geschlechtsangleichung meint alle medizinischen Maßnahmen (Epilation, Hormongaben und chirurgi- sche Eingriffe), die den Körper einer/eines Trans- sexuellen dem gewünschten Geschlecht so ähnlich wie möglich machen sollen.

Intersexuelle weisen bei ihrer Geburt sowohl männ- liche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale auf. Die unterschiedlichen Formen von Intersexualität werden als Krankheit definiert und mit massiven medizinischen Eingriffen behandelt. Gegen diese Praxis hat sich eine Protestbewegung organisiert. Viele Intersexuelle verwenden auch die biologischen Begriffe Hermaphrodit oder Zwitter als selbstbe- wusste Eigenbezeichnung.

Das Allgemeine Landrecht für die preußischen Staaten trat 1794 in Kraft und akzeptierte, dass es Zwitter gibt. Mit Volljährigkeit sollte jeder Mensch selbst entscheiden, „zu welchem Geschlechte er

dient seit den 1990er Jahren der Transgender- Bewegung als Oberbegriff für alle Menschen, die aus dem ihnen zugewiesenen Geschlecht bzw. aus ihrer Geschlechtsrolle ausbrechen. Dabei wollen sie sich im Gegensatz zu Transsexuellen nicht auf eines der herkömmlichen Geschlechter festlegen.

Transsexuelle (lat.: jenseits bzw. Geschlecht) wech- seln im Laufe ihres Lebens durch eine Geschlechts- angleichung von ihrem bei der Geburt eindeutigen Bio-Geschlecht in das jeweils andere. Transsexua- lität wird seit den 1950er Jahren als Geschlechts- identitätsstörung medizinisch routinemäßig be- handelt. Nur wenige T. empfinden ihre sexuelle Iden- tität als krank. Allerdings führt die soziale Ausgren- zung von T. oft zu psychischen Leiden wie Depressio- nen oder Suchterkrankungen.

Transvestiten (lat.: jenseits bzw. sich kleiden) tragen gerne Kleider, die untypisch für ihr Geschlecht sind. Magnus Hirschfeld prägte den Begriff im frühen 20. Jahrhundert auf seiner Suche nach „sexuellen Zwi- schenstufen“. Mit den wachsenden medizinischen Möglichkeiten, das Bio-Geschlecht zu verändern, wurde zunehmend zwischen Transvestitismus und Transsexualität unterschieden.

Travestie ist Kunst: Ein Mensch verkörpert – meist zur Belustigung des Publikums – das andere Ge-

schlecht.

PHILIP EICKER

Mensch verkörpert – meist zur Belustigung des Publikums – das andere Ge- schlecht. PHILIP EICKER hinnerk

Foto: Stephan Pflug

hamburg

„Ich bin…“: Usch Overbeck und Nicole Dommes zeigen auf den T-Shirts Flagge.

Im Freundeskreis von Nicole Dommes und Usch Over- beck herrschte Unzufriedenheit mit dem CSD. Aus- tauschbar, beliebig und zu kommerziell sei er gewor- den. Und auch mit dem Abbild in den Medien moch- ten sie sich immer weniger identifizieren. Ein Kinobe- such änderte alles…

Usch, Nicole: Was genau verbirgt sichweniger identifizieren. Ein Kinobe- such änderte alles… hinter Eurer Aktion „Ich bin CSD“? Nicole: Wir sind

hinter Eurer Aktion „Ich bin CSD“?

Nicole: Wir sind eine Gruppe von Schwulen und Les- ben, die gerne auf dem CSD mitgehen möchten. Und wir möchten alle, die schon lange nicht mehr dabei waren, motivieren, das auch zu tun.

Das klingt nach Unzufriedenheit…lange nicht mehr dabei waren, motivieren, das auch zu tun. Nicole: Ich habe mich in den

Nicole: Ich habe mich in den letzten Jahren beim CSD nicht mehr wiedergefunden und wusste nicht mehr, wo ich mitgehen soll.

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Woran liegt das?

Usch: Der CSD ist austauschbar und beliebig gewor- den. Die Parade sieht aus wie der G-Move und man kann nicht mehr wirklich erkennen, wofür wir eigent-

lich stehen. Dann haben wir „Milk“ im Kino gesehen, und das hat uns total inspiriert!

In welcher Art?im Kino gesehen, und das hat uns total inspiriert! Usch: Wir haben gesagt: Wenn wir unzufrieden

Usch: Wir haben gesagt: Wenn wir unzufrieden sind, müssen wir was tun. Nur allein zu meckern bringt es ja auch nicht! Wir sind ganz „normale“ Lesben und Schwule, aber wir wollen in der Masse eben auch er- kannt werden.

Was ist die Idee hinter den T-Shirts?aber wir wollen in der Masse eben auch er- kannt werden. Nicole: Zu zeigen, dass man

Nicole: Zu zeigen, dass man lesbisch, schwul, queer – was auch immer ist. Und zu zeigen, wo in der Gesell- schaft man eingebunden ist. Usch: Homosexuelles Leben ist doch weit vielfältiger, als wir selbst uns das vorstellen können. Man findet uns überall. Die Aktion ist ein kleiner Hinweis darauf. Nicole: Wir haben etwas Gemeinsames, aber wir sind trotzdem alle ganz bunt und unterschiedlich!

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Was muss man tun, um Teil Eurer Aktion zu

werden?

Usch: Geht auf unsere Homepage, da wird alles genau

Du

bist

CSD

Flashmob mit anderen Mitteln: Eine private T-Shirt-Aktion soll die Stadt bunter machen

erklärt. Besorgt Euch ein T-Shirt in Eurer Lieblings- farbe und geht zu „Shirts & more“ im Mercado in Al- tona. Da arbeitet Christian, der die Logos bereithält und die T-Shirts bedruckt. Egal, was man ist – schwu- ler Tauchlehrer, lesbische Kammersängerin, Steuer- zahlerin und so weiter…

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Werden am 8. August tausende T-Shirt-

Träger durch Hamburg laufen?

Nicole: Also ich erwarte jetzt nicht die riesige Reso- nanz… Usch: Ich eigentlich auch nicht. Wir haben gedacht, wir machen das, um mit ein paar Freunden und Freun- dinnen etwas zusammen auf die Beine zu stellen. Dann kam die Idee mit der Website. Aber wir forcieren das nicht. Die Aktion kann klein bleiben. Und wenn sie groß wird – dann freuen wir uns!

INTERVIEW: STEFAN MIELCHEN

Bei „Shirts & more“ (Ottenser Hauptstraße 10) gibt‘s das passende Layout zum T-Shirt-Druck. Kontaktperson: Christian.

www.ichbincsd.de

www.hinnerk.de

Ole von Beust wird Schirmherr

LSVD übt Kritik am Ersten Bürgermeister: keine Unterstützung für Erweiterung des Grundgesetz-Artikels 3

Hamburgs Erster Bürgermeister hat die Schirmherrschaft über den CSD übernommen. „Schon Ole von Beusts Eröffnungsrede bei der Opening Gala im letzten Jahr erregte Aufsehen, hat- ten doch viele CSD-Teilnehmer und auch wir als Verein immer wieder das Fehlen des Ersten Bürgermeisters beim CSD bemängelt,“ erklärte der Vorsit- zende von Hamburg Pride, Lars Peters. Mit seiner Rede im letzten Jahr habe der Bürgermeister gezeigt, dass ihm die Community und der CSD wichtig seien. „In diesem Jahr folgt nun kon- sequenterweise die Schirmherrschaft und die Paradenteilnahme, über die wir uns sehr freuen“, so Peters. Der Schirm- herr wolle auch an der Demonstration am 8. August teilnehmen. Kritik an von Beust äußerte der Ham- burger Lesben- und Schwulenverband. Der LSVD fordert mit seiner „Aktion 3+“ eine Ergänzung des Gleichheitsar- tikels im Grundgesetz um die sexuelle

Foto: Martin Stiewe
Foto: Martin Stiewe

Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Lars Peters, Vorsitzender von Hamburg Pride.

Identität. „Wir haben Herrn von Beust angeschrieben und ihn gebeten, auch ein positives Votum zu leisten“, erklär- te Sprecherin Helga Braun. „Obwohl andere Bürgermeisterinnen und Bür- germeister unter anderem aus Berlin,

Bremen, Köln, Münster, Saarbrücken und Schwerin die Aktion 3+ unterzeich- net haben und auch mehrere CDU- Stadtoberhäupter dabei sind, fehlt Ole von Beust“, kritisiert sie und fragt: „Ist es dem Bürgermeister von Hamburg

gleichgültig, ob Lesben, Schwulen und Transgender in seiner Stadt auch un-

ter dem Schutz des Grundgesetzes ste-

hen?“

www.csd-hamburg.de

www.artikeldrei.de

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in seiner Stadt auch un- ter dem Schutz des Grundgesetzes ste- hen?“ www.csd-hambur g .de www.artikeldrei.de

hamburg

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Wurst und Honig

„Der Goldbekmarkt ist einer der wichtigsten Anzie- hungspunkte von Winterhude”, hat Mathias Wün- sche beobachtet. „Samstags gibt es eine Völkerwan- derung über den Mühlenkamp zum Markt. Hier kriege ich alles superfrisch: Obst, Käse, Wurst, Honig – und natürlich einen Espresso.” Seit fünf Jahren lebt der 39-Jährige in Winterhude – und hat es, wie er betont, noch keinen Tag bereut. „Diese Ecke von Hamburg lebt einfach. In zwei, drei Minuten bin ich in jedem Laden, den ich gerade brauche.”

Di, Do, Sa 8-13 Uhr, www.goldbekmarkt.de

Keine Extrem-Schicksen

Winterhude wirkt gediegen – genau das mag Mathias Wünsche an seinem Heimatstadtteil

„Wir leben recht zurückgezogen“, findet Mathias Wün- sche. Auf schwulen Partys sieht man ihn und seinen Freund André nur alle Jubeljahre. „Du kannst ja beim Ausgehen nicht zehnmal den selben Pulli anhaben“, wit- zelt er. „Da achten die Schwestern schon darauf!“ Lieber genießen die beiden die Ruhe ihrer Altbauwoh- nung in der Andreasstraße mit Blick auf den im Sommer üppig umgrünten Alsterkanal. „Wir wollten unbedingt eine Terrasse und einen offenen Kamin“, erzählt Mathias von der Wohnungssuche. In Winterhude haben sie beides gefunden, hier ist für Mathias das „Wohlfühlgefühl“ am größten. „Wir achten darauf, ein schönes Zuhause zu ha- ben“, betont der Finanzberater. Er schätzt die vielen Ein- kaufs- und Ausgehmöglichkeiten, darunter so boden- ständige wie das Eiscafé Enjoy It. „Ich mag das Eis dort sehr gerne, und es ist keine dieser Schicki-Micki-Eisdie- len.“ Bei aller Gediegenheit, die er und der Stadtteil zwi- schen Außenalster und Stadtpark ausstrahlen: Diesseits des Alsterkanals seien schlicht weniger „Extrem-Schick- sen“ unterwegs als im angrenzenden Eppendorf.

Eiscafé Enjoy It, Mühlenkamp 21

im angrenzenden Eppendorf. Eiscafé Enjoy It, Mühlenkamp 21 Schwules Winterhude Magnus Hirschfeld Centrum: Seit 25

Schwules Winterhude

Magnus Hirschfeld Centrum: Seit 25 Jahren

Hamburgs lesbisch-schwules Veranstaltungszentrum

mit eigenem Café.

Borgweg 8, www.mhc-hamburg.de

Stadtpark: Hamburgs grüne Lunge. Rund um den Blindengarten, zwischen Südring und Hindenburg- straße, liegt Hamburgs wichtigstes Cruising-Gebiet.

Echtzeitstudio: In einer belebten Einkaufsgegend betreibt Schauspieler Peter Dirmeier Hamburgs kleinstes Theater (siehe Seite 6).

Alsterdorfer Str. 15, www.echtzeit-entertainment.de

Friseur Antar: Lustiger Laden, solides Handwerk – ein Genuss für Haar und Herz.

Peter-Marquard-Str. 14, ww.friseur-antar.de

Edeka Niemerszein: Cruisen zwischen Joghurt,

Wurst und Tiefkühltruhe – in Stoßzeiten ein echter

gay hot spot.

Mühlenkamp 45, www.niemerszein.de

Gute Kontakte „Greta ist eine gute Kontakterin“, lobt Mathias seine Labradorhündin. Mit ihr an der

Gute Kontakte

„Greta ist eine gute Kontakterin“, lobt Mathias seine Labradorhündin. Mit ihr an der Leine hat er André kennen- gelernt. Zu zweit oder zu dritt gehen sie oft an der Alster Gassi – gerne flussaufwärts bis zur Eppendorfer Hoch- zeitskirche. Denn: „Um die Außenalster zu spazieren gleicht ja am Wochenende einem Hürdenlauf“, meint Mathias, „und schöne Häuser kann man auch in dieser Ecke bewundern.“

schöne Häuser kann man auch in dieser Ecke bewundern.“ Nordisch Ein perfekter Ort fürs zweite Frühstück:

Nordisch

Ein perfekter Ort fürs zweite Frühstück: Im hellen, nordisch reduzierten Ambiente des TH 2 fühlt sich Mathias wohl. „Auf dem Weg zum Markt mache ich hier Pause und schaue zu, wie alles vorbeiflaniert.“

www.th2.de

Quirlig

Bis zum Herbst hat Mathias am Mühlen- kamp gewohnt. Noch immer zieht es ihn in diese quirlige Ecke von Winterhude, um bei Butter Lindner nach „schönen Schleckereien“ oder am Poelchaukamp nach Postkarten zu stöbern.

www.lindner-esskultur.de

Texte: Philip Eicker, Fotos: Stephan Pflug
Texte: Philip Eicker, Fotos: Stephan Pflug
oder am Poelchaukamp nach Postkarten zu stöbern. www.lindner-esskultur.de Texte: Philip Eicker, Fotos: Stephan Pflug

hamburg

Rauchen verbieten?

Bis zur Sommerpause wollte die Bürgerschaft den neuen Nichtraucherschutz in Hamburg verabschieden. Noch streiten die Parteien. Soll das Rauchen in Kneipen und Clubs verboten werden? hinnerk diskutiert

Contra
Contra

Worum geht es denn überhaupt? Genau: um den Schutz der Nichtrau- cher. Und die sind nun weiß Gott umfas- send geschützt, denn es wird bekanntlich fast nirgendwo mehr geraucht. Alles, was über das zur Zeit geltende Nichtraucherschutzgesetz hinausginge, wäre eine Be- vormundung und Gängelung erwachsener Menschen. 90 Prozent aller Gastro- Betriebe sind komplett rauchfrei. Wenn in ein paar kleinen Bars jetzt noch ge- qualmt werden darf, ist das völlig in Ordnung. Da muss sich nun wirklich kein Nichtraucher reinsetzen, wenn er nicht will. Es kann ja nun auch nicht sein, dass geschätzte 40 Prozent der Bundes- bürger – die Raucher nämlich – den Rest ihres Lebensabends auf dem Bürger- steig und in Hauseingängen verbringen müssen. Die Regelung muss so aus- sehen, dass beide Seiten zu Ihrem Recht kommen, Raucher und Nichtraucher. Genau so funktioniert es auch in Spanien – es gibt eben beide Arten von Knei- pen. Und jeder geht dahin, wohin er will. Es wäre geradezu grotesk, wenn aus- gerechnet die Freie und Hansestadt Hamburg das schärfste Anti-Raucher-Ge-

setz der Bundesrepublik auflegt. Eine Stadt, die sich sonst gerne lauthals ihrer Liberalität rühmt. Das Rezept ist eigentlich ganz einfach: Raucherbars und Nichtraucherbars – und alle sind glücklich. Sollte es zu einem totalen Rauchverbot kommen, liegt der Verdacht sehr nahe, dass es sich um eine reine Erziehungsmaßnahme der Regierung handelt. Und wenn man das für nötig hält, soll man sich nicht wun- dern, wenn wir auch nicht mehr wählen gehen. Denn dann erklärt man uns für

unmündig.

ULF ANSORGE

Pro

Die schwule (wie die restliche) Welt geht nicht unter, wenn die Gastrono- mie konsequent rauchfrei wird. Oder hat man vom Dahinsiechen der Szeneläden in New York und San Francisco gehört, nur weil dort seit ein paar Jahren Rauchverbote gelten, die weltweit zu den strengsten zählen? Darben rund um die Lange Reihe etwa jene Läden, in de- nen nicht mehr gequalmt werden darf? Gehen die Schwulen in Skandinavien nicht mehr aus, weil den Rauchern hier der Erfrierungstod droht? Ein einheitliches Rauchverbot für Kneipen, Clubs und Restaurants ist zu- mutbar! Es steigert deren Qualität erheblich: eine bessere Luft schafft eine bessere Atmosphäre. Und es macht Sinn, weil es für rechtsverbindliche Klar- heit sorgt. Jede noch so kleine Ausnahmeregelung weckt sofort die Begehr- lichkeiten jener, die nicht von ihr profitieren. Das ist schon heute so, wo die bestehende Regelung tagtäglich außer Kraft gesetzt wird. Am Ende raucht dann wieder jeder, wo es ihm gerade passt. Und die Beteiligten treffen sich er- neut vor Gericht, bis niemand mehr durchblickt. Wenn etwas Staatsverdros- senheit schürt, dann das. Und warum? Weil die Politik feige kneift! Die Lobby der Tabakindustrie und der Gastroverbände ist mindestens so gewichtig wie die Angst vor dem Wähler groß ist. Dabei besteht die Mehrheit der Bevölkerung aus Nichtrauchern! Und die Mehrheit in den Parlamenten? Passivrauchen macht krank – nicht zuletzt all jene, die vom Kellnern leben müssen. Und dass ein verqualmter Club attraktiver sei als ein rauchfreier, kann man wohl nur als Raucher so sehen – oder als Wirt. Denn Rauchen stinkt, und Raucher stinken auch. Aber seit wann ist Stinken sexy? STEFAN MIELCHEN

Grüne Hoffnung René Gögge ist neuer Vorsitzender des schwullesbi- schen Netzwerkes der Hamburger Grünen, der

Grüne Hoffnung

René Gögge ist neuer Vorsitzender des schwullesbi- schen Netzwerkes der Hamburger Grünen, der QueerGAL. Er folgt damit Jörg Ebel, der aus persön- lichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzich- tet hatte. Der 23-jährige Arbeitsvermittler will sich vor allem für ein schwules Jugendzentrum und die Anliegen von Homosexuellen mit Migrationshinter- grund einsetzen. „Wir werden uns dafür engagieren, dass noch weitere Projekte umgesetzt werden. Ham- burg steht in der Homopolitik bundesweit wieder an der Spitze“, so Gögge.

Homopolitik bundesweit wieder an der Spitze“, so Gögge. Späte Ehrung Am 2. August um 15 Uhr

Späte Ehrung

Am 2. August um 15 Uhr wird ein Stolperstein für Anna Eismann genannt Hustedt in der Peterstraße 28 in der Neustadt enthüllt. Sie wurde im KZ Ausch- witz ermordet. Bei der Feier wird auch an alle ande- ren lesbischen NS-Opfer in Hamburg erinnert. Die Enthüllung nehmen die Lesbenaktivistin Prof. Dr. Ilse Kokula sowie Dr. Rita Bake von der Landeszentrale für politische Bildung vor. Bislang wurden in Ham- burg mehr als 250 homosexuelle Stolperstein-Bio- grafien erforscht.

www.hamburg-auf-anderen-wegen/stolpersteine

erforscht. www.hamburg-auf-anderen-wegen/stolpersteine Weniger ist mehr Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist in

Weniger ist mehr

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist in Hamburg erst- mals seit 2004 wieder gesunken. Nach Angaben des Robert-Koch-Institus wurden im vergangenen Jahr 179 HIV-Neudiagnosen gemeldet. Dies entspricht ei- nem Rückgang von 13 Prozent im Vergleich zum Vor- jahr (2007: 205) und ist der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Gesundheitssenator Dietrich Wersich (Foto, CDU) sieht dennoch keinen Grund zur Ent- warnung, „da Aids weiterhin nicht heilbar ist, vor- zeitig zum Tode führt und mit großem Behand- lungsaufwand verbunden ist.“

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Fleischeslust

Grillen & Chillen im Dips‘n‘Stix mitten auf dem Kiez

Keine Lust auf die üblichen Dramen am Grill? Ein- kaufen, alles mit an den Elbstrand, Stadtpark oder die Alsterwiesen schleppen, dann ewig warten bis der Grill in die Gänge kommt. Der, der die Grillzange als erster in der Hand hatte, legt sie an dem Abend meist auch nicht mehr aus der Hand. Hinterher das große Finale: Grill saubermachen und Müll entsorgen. Ent- spanntere Grillatmosphäre herrscht dagegen mo- mentan donnerstags im Dips‘n‘Stix auf der Reeper- bahn. Dort lässt sich die pralle Lust am Fleischgenuss ganz locker auf dem Balkon genießen, um den Grill kümmert sich ein Profi. Für 29,50 Euro gibt es ein komplettes Grill-Menü inklusive Begrüßungs-Prosecco mit Aperol. „So ein T-Bone-Steak bringt roh gut 650 Gramm auf die Waage. Das ist viel Fleisch, aber letztlich auch viel Knochen“, erklärt Christoph Wilson, Chef vom Dips‘n‘Stix, der die Idee zur Grill-Aktion hatte.

Bis das saftige Steak mit hausgemachter Teriyaki- Barbecue-Sauce fertig gegrillt ist, gibt es zum Auftakt ein paar – wenn auch nicht Barbecue-typische – Sushi- Häppchen. Das Steak kommt direkt vom Grill auf dem Balkon mit Ofenkartoffel und Sour Cream daher – mehr braucht‘s nicht – fanden auch die Schauspieler Joe und Sebastian, die sich für den hinnerk der Fleischlust hingaben. Und wenn dann der Grillmeister zum Schluss mit dem Brandeisen anrückt – keine Panik. Der will nur dem Dessert, der Crème brûlée, einen Karamell-Stem- pel aufdrücken. Anschließend kann man sich dann schon mal fürs Wochenende auf dem Kiez warmlau-

fen.

TEXTE UND FOTOS: CLAUDIA SCHMIDT

Grillen & Chillen im Dips‘n‘Stix: Do ab 20.30 Uhr, Spielbudenplatz 24-25. 3-Gänge-T-Bone-Menü:

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Chillen im Dips‘n‘Stix: Do ab 20.30 Uhr, Spielbudenplatz 24-25. 3-Gänge-T-Bone-Menü: 29,50 Euro www.dips-n-stix.de
Sündenfall Hamburgs erste Desserteria: Prinsessan Hamburg hat seine erste Dessert- bar, in der süße Menüs

Sündenfall

Hamburgs erste Desserteria: Prinsessan

Hamburg hat seine erste Dessert- bar, in der süße Menüs zelebriert werden. Der entscheidende Im- puls fürs Prinsessan kam Roman Witt in einem Café in New York. Das war im Herbst 2008. Dann ging alles ganz schnell: Zusam- men mit Matthias Althaus und Pascal Nagel schuf Witt innerhalb kürzester Zeit ein Uhlenhorster Kleinod. Nachmittags gibt es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Ab 18 Uhr kann man der Pâtissière dann in der offenen Küche beim Zusam- menstellen der Desserts zuschau- en. Alles ist selbst gemacht, nur

die Frühstücks-Croissants, die kommen aus Frankreich. „Das sind einfach die besten“, schwärmt Ro- man Witt, der selbst ein leiden- schaftlicher Hobbykoch ist. Die Dessertkreationen bestäti- gen die These, dass Essen wie gu- ter Sex sei: Strudel von der Mango, dazu ein Himbeer-Chili-Sorbet, flüssiger Schokoladen-Rosmarin- kuchen mit Kirschparfait – hier dürfen Süßschnäbel ungehemmt in Ekstase verfallen.

Prinsessan, Hofweg 63.

Di

- Fr 15 bis 23 Uhr; Sa 9 bis 24 Uhr;

So

10 bis 22 Uhr

www.prinsessan.de

Sa 9 bis 24 Uhr; So 10 bis 22 Uhr www.prinsessan.de Dessert-Prinzessinen: Roman Witt, Matthias Althaus

Dessert-Prinzessinen: Roman Witt, Matthias Althaus und Pascal Nagel (v.l.)

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Uhr; So 10 bis 22 Uhr www.prinsessan.de Dessert-Prinzessinen: Roman Witt, Matthias Althaus und Pascal Nagel (v.l.)
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Foto: Joseph Ilanes

kultur

Ausgemistet Placebo sind wieder da: mit neuem Drummer und neuem Album. Ein Gespräch über Brüderlichkeit,

Ausgemistet

Placebo sind wieder da: mit neuem Drummer und neuem Album. Ein Gespräch über Brüderlichkeit, alten Zynismus und junges Blut

Alles neu bei Placebo: Die Band hat gründlich aufge- räumt. Die beiden Gründungsmitglieder Brian Mol- ko und Stefan Olsdal haben sich von ihrem Drum- mer Steve Hewitt getrennt und steigen mit dem deutlich jüngeren Steve Forrest und ihrem neuen Studioalbum „Battle For The Sun“ in den Ring.

Im Grunde eures Herzens seid ihr Rocker,neuen Studioalbum „Battle For The Sun“ in den Ring. aber euer Album hat auch die eine

aber euer Album hat auch die eine oder an- dere Popnummer zu bieten…

Stefan Olsdal: Ich finde, dass die Band schon immer ein gewisses Gespür für Pop hatte. Da brauchst du dir nur mal die Bandbreite unserer Einflüsse anzu- schauen. Die reicht von ABBA bis Zappa. Und alles, was dazwischen liegt. Wir waren auch Fans von Blondie. Und wir mochten den etwas düstereren elektronischen Sound von Bands wie Depeche Mode. Wahrscheinlich halten uns viele Leute für traurige und triste Gestalten. In Wirklichkeit haben wir eine Menge Spaß und lachen viel. Für unser neues Album wollten wir einfach eine etwas freund- lichere Stimmung, farbenfroher, ohne Angst vor Pop.

Reflektiert die positivere Stimmung auchfreund- lichere Stimmung, farbenfroher, ohne Angst vor Pop. die wieder positivere Stimmung innerhalb der Band? Brian

die wieder positivere Stimmung innerhalb der Band?

Brian Molko: Absolut. Mit 15 oder 16 war mir klar:

Verdammt, ich will nicht zur Arbeit gehen, die Stech- uhr bedienen und mit Leuten arbeiten, die ich hasse. Ich will keinen Boss, erst recht keinen, den ich nicht respektieren kann. Was könnte schlimmer sein, als ein Typ, dem du am liebsten aufs Grab pissen wür- dest? Alles, was ich in meinem Leben gemacht habe, zielte darauf ab, mir eine Alternative zu suchen, die nur von Freude, Kameradschaft, Zusammengehörig- keit und Brüderschaft erfüllt ist. In einer Band kann es nur darum gehen. Aber wenn dir plötzlich deine ei- gene Kreation in den Arsch tritt und der Gedanke von Brüderschaft völlig den Bach runter geht, dann denkst du dir, ich habe mir meine eigene Hölle er- schaffen. Oder wie wir in unserer Placebo-Sprache sagen: Das ist definitiv nicht das Käse-Sandwich, das ich bestellt habe! (lacht)

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Du hast dich mit eurem früheren

Drummer Steve Hewitt zerstritten?

Brian Molko: Genau. Im Kontext einer Rockband hast

du die Macht, deine eigenen Gesetze zu erschaffen. Aber wenn alles in Schieflage gerät, wenn du der Person, die mit dir in der Band ist, noch nicht einmal mehr ins Gesicht sehen möchtest, stellst du alles in Frage. Als dann unser Vertrag mit der alten Platten- firma auslief, erkannten wir darin eine wunderbare Gelegenheit, ein paar mutige Entscheidungen zu tref- fen. Es fühlt sich jetzt alles ganz frisch, lebendig und wahrhaftig an. Steve kann uns noch etwas über den Rock‘n‘Roll beibringen. Und warum? Weil wir schon so verdammt zynisch und abgeklärt geworden sind, während er alles zum ersten Mal erfährt.

Stefan ist offen schwul, Brian bekennendgeworden sind, während er alles zum ersten Mal erfährt. bisexuell. Stört dich das, Steve? Steve Forrest:

bisexuell. Stört dich das, Steve?

Steve Forrest: Das ist für mich überhaupt kein Thema. Ihre Sexualität spielt für mich keine Rolle, das diskutieren wir nicht und ich denke noch nicht mal darüber nach. Du magst, was du magst. Das ge- nügt mir.

Brian, wie aufgeschlossen ist ein alterdarüber nach. Du magst, was du magst. Das ge- nügt mir. Rock‘n‘Roll-Zyniker bei der Frage von

Rock‘n‘Roll-Zyniker bei der Frage von kostenlosen Musikdownloads?

Brian Molko: Ich empfinde es immer noch als eine Frechheit, dass die Leute glauben, Musiker hätten ein derart tolles Leben, dass man sie nicht für ihre Ar- beit bezahlen müsste. Wie auch immer: Unsere Kon- zerte sind nicht kostenlos. Wenn du wissen willst, wie Stefan aussieht, wenn er schwitzt, musst du zu einem unserer Gigs kommen (lacht). Wenn du mich mit ge- platzter Hose sehen möchtest, was mir schon pas- siert ist, wenn du also einen Blick auf meine Unter- wäsche werfen möchtest, musst du unsere Show be- suchen (lacht).

Stefan, du hast heute Geburtstag, oder?

Da hättest du dir bestimmt auch etwas Netteres vorstellen können, als an so einem Tag Interviews zu geben …

Brian Molko: Der kommt schon noch auf seine Kos- ten. Er bekommt seinen Geburtstags-Fick später

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(lacht).

INTERVIEW: MICHAEL ERNST

Das Album „Battle For The Sun“ ist bei Pias erschienen. Mehr unter www.placeboworld.co.uk

N S T Das Album „Battle For The Sun“ ist bei Pias erschienen. Mehr unter www.placeboworld.co.uk

hinnerk 07/09

27

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kulturkultur kultur

387 Punkte zum Glück

Die „Fairytales“ des Grand-Prix-Siegers Alexander Rybak

„Ist Alexander Rybak schwul? Ist er Single? Ist er jüdisch? Ist er verliebt? Wo wohnt er? „Kaumhat man mal einen Eurovision Song Contest gewonnen, muss man

sich als Künstler mit solchen Fragen in Fan-Chats herumschlagen. Alexander Rybak wird‘s mit Fassung zu tragen wissen und zum Ausgleich ein we- nig seine Violine streichen. Schon lange konnte kein Grand-Prix-Teilnehmer durch seinen Sieg tatsächlich auch mit interna- tionalen Plattenverkäufen profitieren. Rybaks Gewinnersong „Fairytale“ hat es europaweit in die Top 10 geschafft und

auch das Album verkauft sich wie ge- schnitten Brot. Seine romantisch-verklär- ten, dennoch schmissig-poppigen Balla- den mit ihrer angenehm altmodischen Machart scheinen den derzeitigen euro- päischem Massengeschmack zu treffen. Für die Bonustracks hat er sich an den Proclaimers-Evergreen „500 Miles“ her- angemacht und liefert mit einem Instru- mental-Stück von Secret Garden eine Hommage an die norwegischen Grand Prix-Gewinner von 1995.

AXEL SCHOCK

Alexander Rybak: „Fairytales“ (EMI) myspace.com/alexanderrybak

genial ❚❚❚❚❚❚ ❚❚❚❚❚❚ mies

genial ❚❚❚❚❚❚ ❚❚❚❚❚❚ mies Easy Listening ❚❚❚❚❚❚ Klassik
Easy Listening ❚❚❚❚❚❚
Easy
Listening
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Klassik ❚❚❚❚❚❚
Klassik
❚❚❚❚❚❚
Pop ❚❚❚❚❚❚
Pop
❚❚❚❚❚❚
Ambient ❚❚❚❚❚❚
Ambient
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Geschwister Pfister „In the Clinic“ (Traumton)

In Hamburg wird man ihre neue Show erst im Februar 2010 sehen . Wer jetzt schon neugierig darauf ist, was die bul- garisch-schweizerische Wahlfamilie rund um Andreja Schneider, Christoph Marti und Tobias Bonn in ihrer Celeb- rity-Wellness-Entzugsklinik zumindest

musikalisch erwartet, kann sich mit der CD einstimmen. Auch „In the Cli- nic“ gehen wieder glamouröser Las Vegas-Sound, schmissiger Swing und schmalzige Popschnulze Hand in Hand. Wirklich überraschend ist die Cover- version von Laurie Andersons „Lan-

guage Is a Virus“; schön doof, aber mit viel Liebe im Detail interpretiert, der Trude Herr-Schlager „In der Spelunke Zur alten Unke“ und der Maria und Margot Hellwig-Schunkler „Kirchweih in Tschenstochau“. AXEL SCHOCK

www.geschwister-pfister.de

„Friedrich der Große und seine Musiker“ (musicaphon)

„Weibisch“ nannte sein Vater, der „Sol- datenkönig“ Friedrich Wilhelm I., die musikalischen Ambitionen Friedrichs II. Nur heimlich konnte er Querflöten- unterricht nehmen. Als der Alte da- hinterkam, tobte er und soll seidene Schlafröcke ins Kaminfeuer geworfen

habe. Später ließ er Friedrichs Freund Hans Hermann von Katte vor den Au- gen des Sohnes hinrichten. Nachdem zur Wahrung des heterosexuellen Scheins geheiratet wurde, hielt sich Friedrich zum Trost auf Schloss Rheins- berg und später in Sanssouci eine Hof-

kapelle. Das Duo Musical Delight, mit Dorothee Kunst an der Querflöte und Susanne Peuker an der Erzlaute brin- gen die Lieblingsmusik Friedrichs II. entspannt und frisch zu Gehör.

ECKHARD WEBER

www.musicaphon.de

a-ha: „Foot Of The Mountain“ (We Love Music/Universal)

Seit Ende 1983 dürfen sich Morten Har- ket, Magne Furuholmen und Pal Waak- taar-Savoy stolze Besitzer eines Plat- tenvertrags nennen. Und wie die Pet Shop Boys haben die Norweger gerade erst einen überraschend frisch daher- kommenden Hit („Foot Of The Moun-

tain“) gelandet. a-ha wäre nicht a-ha, wenn es auf dem dazu gehörigen Al- bum nicht die eine oder andere große Songperle zu entdecken gäbe: den ma- jestätischen Opener „The Bandstand“ etwa, das so gefühlvolle wie opulent arrangierte „Shadowside“ oder die

Selbstfindungs-Hymne „Mother Na-

ture Goes To Heaven“. Der Rest kommt dagegen bisweilen ein bisschen zu rou- tiniert und mitunter uninspiriert daher. Keine Großtat, aber noch immer guter

Pop.

www.a-ha.com

TORSTEN BLESS

Moby: „Wait For Me“ (Little Idiot/Ministry of Sound/Edel)

Gerade ein Jahr ist seit „Last Night”, dem fulminanten Soundtrack für eine Club-Nacht vom Vorglühen bis zum Chill-out, vergangen. Jetzt hat sich Moby nach eigenen Worten von allen (kommerziellen) Zwängen befreit und ein neues Album zu seinen Bedingun-

gen für sein neues Einmann-Label ein- gespielt. So ganz neu hat der New Yor- ker sein Klang-Rad nicht erfunden, dafür das Tempo kräftig gedrosselt. Gesampelte Vocals aus uralter Quelle („Study War“), ein sakral anmutender Chor auf „A Seated Night“ und viele

gefühlvolle Frauen-Vocals – alles schon mal da gewesen. Wer aber vor allem die langsamen, beinahe meditativen Songs seit „Play“ (1999) liebte, kommt hier auf CD-Länge auf seine Kosten.

TORSTEN BLESS

www.moby.com

Foto: Lee Broomfield
Foto: Lee Broomfield

Freundliche Queers

The Gossip über „männliche“ Musik und laute Frauen

The Gossip sind die bekannteste queere Band der Welt. Vor Kurzem ist ihr viertes Album „Music for Men“ erschienen.

Euer neues Album heißt „Music for Men“.Kurzem ist ihr viertes Album „Music for Men“ erschienen. Wie männlich ist man als „queere“ Band?

Wie männlich ist man als „queere“ Band?

Nathan Howdeshell: „Music for Men“ ist ironisch gemeint. Es geht uns da ja nicht so sehr um die Ka- tegorie „Mann“, als viel mehr darum, sie aufzulösen. So etwas wie Männer gibt es ja eigentlich gar nicht.

Nicht?So etwas wie Männer gibt es ja eigentlich gar nicht. Hannah Blilie: „Mann sein“ ist doch

Hannah Blilie: „Mann sein“ ist doch nur ein kulturelles Konzept. Ich sehe „männlicher“ aus als viele Jungs, die ich kenne, bin aber trotzdem kein Kerl. Beth Ditto: Ich finde die Idee, dass es so etwas wie weibliche oder männliche Musik geben könnte oder sollte, grotesk. Das ist doch eine Idee, die in Marketing- abteilungen geboren wurde, um Musik leichter ver- kaufen zu können. Es gibt Konzerte, auf die hauptsäch- lich Jungs gehen, aber männliche Musik ist das, was da gespielt wird, deswegen nicht.

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Aber sind etwa Metal und Rap nicht

klassisch männliche Stilrichtungen?

Hannah Blilie: Wenn du dir als Mann diesen engen Schuh anziehen willst, mach das ruhig. Beth und ich hören auch mal Metal und auch Rap. Als männlich wird

da die Lautstärke, die Aggressivität wahrgenommen und dass sich niemand dafür entschuldigt, laut und aggressiv zu sein. Das können Frauen aber genauso gut, wenn sie sich trauen. Sie sind dabei nicht weni- ger weiblich, weil Geschlecht, wie Schönheit, im Auge des Betrachters liegt.

Klingt das neue Album deswegen wie KylieGeschlecht, wie Schönheit, im Auge des Betrachters liegt. Minogue nach einer Hormontherapie? Beth Ditto: ( lacht

Minogue nach einer Hormontherapie?

Beth Ditto: (lacht) Was für ein hübscher Vergleich. Aber du hast schon recht, wir sind etwas verspielter als auf den letzten Alben, aber auch, weil wir ja immer bessere Musiker werden. Da werden die Möglichkeiten größer. Trotzdem ist das alles eigentlich immer noch Punk. Gitarre, Schlagzeug, meine Stimme, vielleicht ein bisschen Keyboard, fertig.

Seid ihr gern berühmt?meine Stimme, vielleicht ein bisschen Keyboard, fertig. Beth Ditto: Ehrlich gesagt, wenn ich nie wieder ein

Beth Ditto: Ehrlich gesagt, wenn ich nie wieder ein Fotoshooting machen müsste, wäre das auch in Ord- nung. Die Bekanntheit hilft einem dabei, Alben zu ver- kaufen, und Zeitschriften-Cover und große Interviews machen die Plattenfirma happy. Ich bin dadurch aber kein glücklicherer oder traurigerer Mensch.

INTERVIEW: JOHANN ELLE-MARTEN

www.thegossipmusic.com

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& STEFAN SCHMEIDLER
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www.optic-johannsen.de

kultur

Volltünte

Gnadenlos, entlarvend, komisch: Sacha Baron Cohen ist Brüno

Dieser Mann ist eine stetige Grenzüberschreitung. Sacha Baron Cohen („Borat“) inszeniert grandiose Komik und legt
Dieser Mann ist eine stetige Grenzüberschreitung.
Sacha Baron Cohen („Borat“) inszeniert grandiose
Komik und legt gleichzeitig gesellschaftliche Defizite
frei. Jetzt gibt er als Brüno die gnadenlose Karika-
tur eines Homosexuellen: tuntig, affektiert, anal-
fixiert bis zum Exzess. Weit lächerlicher aber sind
das tumbe Hinterwäldlertum und die Hilflosigkeit
jener, die es mit diesem schmerzbefreiten Komiker
und seinen modischen wie sexuellen Eskapaden zu
tun bekommen. Nicht die Schwulen werden in die-
sem Feuerwerk der Situationskomik vorgeführt,
sondern der Rest der Welt.
Cohen benutzt die Figur des schwulen öster-
reichischen Modejournalisten nicht, um die globale
Homophobie anzuprangern. Brüno zeigt mehr: Die-
ses fleischgewordene Klischee einer Volltunte
würde alles dafür geben, berühmt zu sein. Frei nach
Andy Warhols Credo, dass jeder Mensch danach
lechze, 15 Minuten Ruhm zu erlangen. Brüno strebt
nicht nur nach einem Viertelstündchen im Ram-
penlicht, er will der „größte Österreicher seit Adolf
Hitler“ werden. Hierfür ist er bereit, alles zu opfern
– auch seine (sexuelle) Identität. Der Besuch beim
Homo-Heiler offenbart jedoch die Aussichtslosig-
keit dieses Unterfangens…
In Zeiten, in denen Spielerfrauen sich nicht
scheuen, ihre Krebserkrankung nebst Chemo in der
Bild-Zeitung zu vermarkten oder Boris Becker seine
Hochzeit als Mittel der eigenen Verkaufsförderung
missbraucht, hält Brüno/Cohen lediglich den Spie-
gel vor. Auch, wenn er zuweilen den Bogen seiner
Albernheiten überspannt: die Realität ist noch weit
absurder!
STEFAN MIELCHEN
„Brüno“. Regie: Larry Charles. Mit: Sacha Baron Cohen,
Richard Bey, Ron Paul. Kinostart: 9. Juli
www.bruno-film.de

Artwork: Sarah Illenberger

Artwork: Sarah Illenberger Kunst für alle Eine Doku über das kurze Leben von Keith Haring Nichts

Kunst für alle

Eine Doku über das kurze Leben von Keith Haring

Nichts war vor ihm sicher. Straßenpflaster, U-Bahnhöfe, Fassaden, die Klo- wände des New Yorker Schwulenzentrums – überall hinterließ Keith Haring seine unverwechselbaren comicartigen Graffitis: Strahlenbabys, tanzende Männchen und bellende Hunde. Die Kunst war für Haring kein elitäres Gut, sondern für jedermann gedacht. Folgerichtig fanden seine Motive den Weg auf öffentliche Plätze wie auf T-Shirts und Tassen. Die Dokumentation der italienischen Filmemacherin Christina Clausen be- gibt sich auf die Spuren dieses sicherlich populärsten Künstlers der 80er Jahre. In der kurzen Schaffensperiode bis zu seinem Aids-Tod 1990 mit ge- rade einmal 31 Jahren hatte sich Haring fest in die Popkultur eingeschrieben. Anhand eines Gesprächs, das wenige Monate vor seinem Tod mit Keith Haring geführt worden war, sowie von Interviews mit Familienmitgliedern, Freunden und Weggefährten (darunter Yoko Ono, Andy Warhol und Kenny Scharf) schil- dert Christina Clausen den Werdegang Harings. Ihre klassisch linear gebaute Dokumentation liefert auf diese Weise einen leicht verständlichen Einblick in die Besonderheit seines Oeuvres. Sie lässt den Künstler als sinnlichen, le- bensfrohen und engagierten Menschen lebendig werden. Bis zuletzt von un- bändiger Arbeitswut und überschäumender Kreativität getrieben, bemalte er gleichermaßen Kinderspielplätze mit lus- tigen Motiven, kreierte Plakate für Aids-Akti- onsgruppen oder zeichnete auch mal lustige schwule Orgienszenen und Pimmelparaden. Darüber hinaus vergegenwärtigt Clausens Film aber auch die Veränderungen des ge- sellschaftlichen Klimas in der konservativen Reagan-Ära, mit denen sich Haring als schwu- ler, politisch aktiver Künstler in vielfacher Weise auseinandersetzen musste.

AXEL SCHOCK

„The Universe of Keith Haring“. Regie: Christina Clausen. F/I 2008, 95 min. Kinostart 23. Juli Fernsehausstrahlung 23. Juli, 22.45 Uhr, Arte www.haring.com/universe_of_haring/

Foto: mfa Filmverleih
Foto: mfa Filmverleih

SO GRÜN IST DEUTSCHLAND

Ein Umwelt-Lexikon von A-Z

Die neue Ausgabe jetzt am Bahnhofskiosk

www.greenpeace-magazin.de oder einfach anrufen 040/808 12 80-80. Auch im günstigen Abo mit exklusiven Prämien.

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Foto: Raimond Spekking

kultur

Tod in Köln

Jan Stressenreuter eröffnet mit „Aus Rache“ die neue lesbisch-schwule Krimireihe „Quer Crime“

Ein Mann wird mit zwei Messerstichen ermordet in sei- ner Wohnung aufgefunden. Der Meinung, dass dies in einer Großstadt an und für sich nicht besonders un- gewöhnlich ist, sind auch die beiden Ermittler. Jedoch:

Das schwule Opfer war sterbenskrank und hätte auch ohne die Messerstiche kein langes und glückliches Le- ben mehr zu erwarten gehabt. Die Nachbarn sind als Zeugen wenig hilfreich: In einer Wohngemeinschaft werden offenbar bewusstseinserweiternde Drogen ein- genommen, welche die Aussagen der Studenten we- nig glaubhaft erscheinen lassen. Eine der alten Damen im Haus ist so schwerhörig, dass sie selbst eine Orgie mit neunundneunzig männlichen Prostituierten nicht von dem Geräusch einer Toilettenspülung unterschei- den könnte. Der kugelrunde Kater des Toten dürfte zwar Augenzeuge des Mordes gewesen sein, das ist ihm allerdings, ganz nach Katzenart, völlig egal. Auch die Aussagen des Pflegedienstes sind kaum erhellend. Merkwürdig nur, dass der Tote dessen Dienste kurz vor seinem Tod aufgekündigt hat Aus dem anfänglich recht überschaubaren Tableau entwickelt der Autor mit unglaublicher Rasanz einen Strudel der Ereignisse, durch Hinzufügen immer neuer

Verdachtsmomente und immer neuer Personen. Der- art eingewoben in ein Netz von Fäden, von denen sich, den Regeln des Genres verpflichtet, einige als lose En- den erweisen, bleibt dem Leser wahrlich nichts ande- res übrig, als atemlos der Auflösung entgegenzufie- bern. Nach einigen äußerst erfolgreichen Beziehungsro- manen („Mit seinen Augen“) eröffnet Jan Stressen- reuter mit seinem ersten Krimi nun gemeinsam mit Corinna Waffenders‘ „Tod durch Erinnern“ die neue lesbisch-schwule Krimireihe „Quer Crime“ des Quer- verlages. „Aus Rache“, mit großen Geschick konstru- iert und stilistisch aus einem Guss, ist in der Rheinme- tropole angesiedelt und doch dankenswerter Weise frei von allen Klischees, in denen Köln-Romane mit schwuler Thematik für gewöhnlich ertrinken wie die Fliege im Honigglas: Keine Spur von Karneval, Kölsch und Klüngel und gottlob kein einziger CSD-Umzug! Die Kür in diesem Genre ist es, einigermaßen glaub- hafte Ermittler in den Plot zu integrieren. Auch in die- ser Beziehung bleiben keine Wünsche offen: Torsten Brinkhoff (homosexuell und allein lebend) und Maria Plasberg (heterosexuell und allein erziehend) sind zwar

keine ausgefeilten Charakterstudien (entre nous: Kri- mis mit ausgefeilten Charakterstudien sind meist ster- benslangweilig), aber eben auch keine Pappkamera- den, die manch eine Lektüre mörderischer Machen- schaften zum Missvergnügen machen. Das familiäre Umfeld der dominanten Kommissarin sorgt für zu- sätzliche Spannungsmomente und der der schwule Sympathieträger trifft sogar die Beziehung seines Le- bens – auch wenn diese ziemlich haarig ist. Was bleibt? Eigentlich nur der Wunsch, dass der Au- tor noch viele Fälle für sein unschlagbares Ermittler- team erfindet. Offenbar hat das Wünschen schon ge- holfen: Laut Angabe des Ver- lages schreibt Jan Stressen- reuter bereits an einem wei- teren Krimi mit der Schroffen und dem Schwulen. Es bleibt also spannend!

CHRISTOPH DOMPKE

Jan Stressenreuter:

„Aus Rache“. Querverlag, 431 Seiten, 12,90 Euro

C HRISTOPH D O M P K E Jan Stressenreuter: „Aus Rache“. Querverlag, 431 Seiten, 12,90
Foto: Filmmuseum München
Foto: Filmmuseum München

Schwule Liebe anno 1919: Richard Oswalds Film „Anders als die Anderen“

Tragische Liebe

Bill Forsters Roman „Anders als die Andern“

Der Titel wurde zum geflügelten Begriff: Anders als die Andern. Das taugte bis in die jüngste Vergangenheit als Überschrift für eine Reihe von Druckerzeug- nissen und Filmen über Masochisten, Sadisten, Transvestiten, Fetischisten, 14- jährige Mädchen und kleine Pinguine. Den Anfang machte jedoch 1904 Bill Forster (alias Hermann Breuer) mit seinem Roman „Anders als die Andern“, der vom schwierigen Coming-out eines jungen Homosexuellen handelt. Im Köln der Jahrhundertwende liebt der angehende Student Herbert Wolters den verzogenen Tertianer Ernst Mertens. Als die beiden einen Ausflug an die Mosel machen, streift den Älteren beim Nacktbaden die Ahnung, dass seine Ge- fühle nicht lediglich platonisch sind. Doch dauert es noch, bis er sich qualvoll zur Wahrheit durchringt: „O, er verstand jetzt! Er war anders als die andern, gehörte zu jenen Ausgestoßenen, – und doch schrie alles, seine ganze Seele dagegen. Es wollte nicht hinein in sein Fassungsvermögen, dass er schlechter sein sollte, wie die, welche ihre Liebe bekennen, sich ihrer freuen durften!“ Mutig versucht Herbert, sich seinen anders gearteten Mitmenschen zu offenbaren. Als er über- wiegend auf Ablehnung und Hohn stößt – gerade auch vom Geliebten –, wirft er sich am Aschermittwoch vor einen Zug. Ein tragisches Ende ist in schwulen Romanen dieser Zeit nicht unüblich, war doch die literarische Darstellung einer glücklich gelebten Homosexualität damals verpönt. Als ein Dokument der frühen schwulen Emanzipationsbewegung, in der der Autor, über dessen Leben insgesamt nur wenig bekannt ist, aktiv war, verdient „Anders als die Andern“ unbedingt Aufmerksamkeit. Und auch heute noch ver- mag Breuers psychologisch nicht ungeschickte Schil- derung des Erwachens einer Veranlagung und einer unglücklichen, weil einseitigen Liebe zwischen zwei Männern zu berühren.

DINO HEICKER

Bill Forster: „Anders als die Andern“. Männerschwarm Verlag, 432 Seiten, 20 Euro

die Andern“. Männerschwarm Verlag, 432 Seiten, 20 Euro V.i.S.d.P.: SPD Parteivorstand, Wilhelmstr. 141 , 10963

V.i.S.d.P.: SPD Parteivorstand, Wilhelmstr. 141, 10963 Berlin

Homosexualität allein macht auch nicht glücklich. Zu zweit schon.

Es gibt nichts Schöneres, als einen Menschen zu finden, den man von ganzem Herzen liebt und mit dem man sein Leben sicher und geregelt verbringen will. Die SPD wird sich deshalb weiter für die vollständige Gleichstellung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft von homosexuellen Partnern einsetzen. Damit sie nicht nur alle Pflichten, sondern auch endlich alle Rechte bekommen.

2001 hat die Regierung Schröder das Lebenspartnerschafts- gesetz auf den Weg gebracht. Auf Initiative der SPD wurde der Schutz vor Diskriminierung gesetzlich ausgebaut (AGG). 2008 haben wir mit der Reform des Erbschaftsrechtes einen ganz wichtigen weiteren Schritt erkämpft. Es wurde viel erreicht, aber es gibt noch viel zu tun:

Für mehr Respekt, Anerkennung und Gleichstellung.

Es wurde viel erreicht, aber es gibt noch viel zu tun: Für mehr Respekt, Anerkennung und

www.spd.de

mientus
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mientus
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kultur

Don Juan goes queer Molière-Komödie beim Sommertheater St. Georg Foto: Sommertheater
Don Juan goes queer
Molière-Komödie beim Sommertheater St. Georg
Foto: Sommertheater

„Und wenn du den Himmel nicht fürchtest, so fürchte den Zorn des Weibes!“ Nein, es ist nicht Pastor Detlev Gause, der seinen schwulen Schäfchen im lasterhaften Homo-Quartier diese Worte entgegenschleudert. Ob- wohl er alles Recht dazu hätte, schließlich ist er Haus- herr der St. Georgs-Kirche. In deren Hof startet am 3. Juli das Sommertheater zum mittlerweile achten Mal. Mit einer Komödie geht es in die neue Spielzeit. Hier- für haben sich die Schauspieler Ulf Albrecht und Ma- ximilian Ponader gemeinsam mit ihrer Regisseurin

Katharina Röther „Don Juan“ von Molière ausgesucht. Es ist der Titelheld, dem die Warnung vor dem Weiber- zorn gilt: Ein Don Juan lässt bekanntlich nichts anbren- nen Das Theatertrio will aus dem Stück kein reines He- terodrama machen – Stress um gebrochene Herzen kennen gerade in St. Georg schließlich auch die Schwu- len. Vielmehr soll die Parabel vom Archetyp des Ver- führers und Heuchlers als ein Spiel mit Geschlechter- klischees und Rollenzuschreibungen gestaltet werden

– Don Juan goes queer, wenn man so will. Durchaus klug und selbstreflektierend, doch mit raffinierter Las- terhaftigkeit und kultivierter Schamlosigkeit erobert und bricht Don Juan reihenweise Frauenherzen – lässt aber auch bisweilen seinem Diener Sganarell die Spra- che verschlagen. Dieser Don Juan, soviel ist sicher, kommt überraschend anders daher! SM

„Don Juan“, Sommertheater im Innenhof der St. Georgs- Kirche. Ab 3. Juli div. Wochenendtermine, jeweils 20 Uhr www.sommertheater-hamburg.de

jeweils 20 Uhr www.sommertheater-hamburg.de Tatort Toilette „Vincent River“: Ein Stück über

Tatort Toilette

„Vincent River“: Ein Stück über Homophobie

Ein junger Mann wird tot aufgefunden. Tatort: eine von schwulen frequentierte Toilette in London. Vincent River ist sein Name. Freund Davey, 17, sucht den Kon- takt zu Vincents Mutter Anita. Angeblich, weil er ihren toten Sohn gefunden hat. Davey erzählt von den Bildern, die ihm seitdem im Kopf herum gehen. Anita erzählt von den Anfeindungen der Nachbarn und muss sich am Ende eingestehen: Ihr Sohn war schwul, Opfer einer homophoben Attacke. Doch welche Rolle spielt Da- vey? Regisseur Peter Dorsch, der in Hamburg zuletzt am Thalia Theater und im Kul- turhaus Dreiundsiebzig gearbeitet hat, inszeniert „Vincent River“ im Rahmen des Festivals „Fringe Hamburg“. Iris Bettina Kaiser und Mathis Köllmann spielen in dem Stück von Philip Ridley, das am 13. Juli im Fundbureau Premiere hat.

„Vincent River“: 13. bis 15. Juli, jeweils 20.30 Uhr, Fundbureau, www.fringe-hamburg.de

Foto: Jorge V. Gavilondo
Foto: Jorge V. Gavilondo

Sommergäste

Lizt Alfonso: Tanztheater aus Kuba

Schmidts Tivoli holt den Sommer nach Hamburg: die kubanische Tanzcom- pagnie von Lizt Alfonso Dance Cuba. Die Gruppe besteht aus 17 Tänzerinnen und feiert weltweit Erfolge. Daheim in Havana ist sie seit fast zehn Jahren fest am Gran Teatro engagiert, tourt aber als erfolgreicher kultureller Exportschla- ger durch die Welt. Im Deutschen Schauspielhaus präsentiert Lizt Alfonso auf Einladung des Tivoli drei Wochen lang die Show „Fuerza y compás“: Flamenco, Ballett und moderner Tanz treffen hier auf spanische und afrokubanische Rhythmen – live von sechs Musikern begleitet. Choreografin Lizt Alfonso schafft es, unterschiedliche Tanzstile in einer berührenden und sinnlichen Show so überraschend wie raffiniert zu kombinieren. www.liztalfonso.de

Lizt Alfonso Dance Cuba: 19. Juli bis 9. August, Deutsches Schauspielhaus.

Cuba: 19. Juli bis 9. August, Deutsches Schauspielhaus. 01. AUGUST 2009 IN DEN FLIEGENDEN BAUTEN GLACISCHAUSSEE

01. AUGUST 2009

IN DEN FLIEGENDEN BAUTEN GLACISCHAUSSEE 4 ST. PAULI EINLASS 19:00 BEGINN 20:00

DIE GROSSE CSD OPENING GALA

U.A. MIT KIM FISHER(MODERATION)

ORANGE BLUE(MUSIK) SASCHA

KORF(COMEDY) TJ WHEELS(AKROBATIK)

SCHOLA CANTOROSA(MUSIK) WOLFGANG TREPPER(COMEDY)

TIGRIS(AKROBATIK) INA Z.(MUSIK)

COCO LORÈS(COMEDY)

25 € I32 € I39 €

EINLASS ZUR OPENING PARTY IST ENTHALTEN!

AB 01. JULI :

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(COMEDY) 25 € I 32 € I 39 € EINLASS ZUR OPENING PARTY IST ENTHALTEN! AB
(COMEDY) 25 € I 32 € I 39 € EINLASS ZUR OPENING PARTY IST ENTHALTEN! AB

kultur

CSD startet mit Gala

Comedy und viel Musik zur Eröffnung der Prideweek in den Fliegenden Bauten

Premiere für Hamburg: Erstmals findet die CSD-Gala in den Fliegenden Bauten auf St. Pauli statt. TV-Moderatorin Kim Fisher führt dort am 1. August durch eine bunte Mischung aus Comedy und Musik. Hauptact des Abends ist der Auftritt des Ham- burger Popduos Orange Blue („She‘s got that light“). Die Schola Cantorosa steu- ert schwulen Männergesang bei, während Diva Ina Z. (oben) mit ihren Chansons ein echter Hingucker werden dürfte. Bei der Eröffnungsgala wird Ole von Beust in diesem Jahr zwar nicht sprechen – für Heiterkeit ist dennoch gesorgt: Wenn Co- medien Wolfgang Trepper (rechts) einmal in Fahrt ist, weiß man, was eine he- terosexuelle Ruhrgebietsschnauze ist. Aus Köln unterstützt ihn Sascha Korf (links), der mit Trepper zwar nicht die sexuelle Identität teilt, aber die Trophäe: beide sind Sieger des Hamburger Comedy- pokals 2009. In der Tradition des Berliner Tuntentrash steht Coco Lorès, die mit dem Song „Kassler und Hornhaut“ Triumphe feierte. Ein Fest für die Augen dürften die Auf- tritte des Akrobaten Tigris sowie der TJ Wheels werden:

irrwitzige Jongliereinlagen und Pirouetten auf Rollschu- hen – in einer Halfpipe. Kim Fisher darf also durch ein wirklich reichhaltiges Programm führen, in dem auch politische Akzente nicht fehlen sollen. Im Anschluss startet die Eröffnungsparty in den Fliegenden Bauten (siehe nächste Seite). Karten zur Eröffnungsgala sind ab dem 1. Juli unter der Bestellhotline (040) 47 11 06 33 oder im Kyti Voo (Lange Reihe 82) erhältlich und kosten zwischen 25 und 39 Euro. Die Party ist im Ticketpreis inbegriffen. hinnerk verlost außerdem drei mal zwei Tickets für die Eröffnungsgala: einfach eine eMail mit dem Stichwort „CSD-Gala“ an verlosung@hinnerk.de senden (Einsendeschluss: 15. Juli).

Foto: M. Paul Schimweg Design: www.twotype.de

Zwei Partys zum Auftakt

Nach der CSD-Gala gleich aufs FriendShip!

Wer zum CSD-Auftakt nur feiern möchte, hat hierzu bei der After- Party in den Fliegenden Bauten Gelegenheit. Dort rocken die Krush Brothers (Chris Fleig & Sven Enzelmann) das Zelt. Die Tickets kosten 8 Euro (Vorverkauf bei Hein & Fiete, Blendwerk, Toom Peerstall, Män- nerschwarm, Lagerhaus, Kyti Voo und im Frauencafé Endlich) oder 10 Euro an der Abendkasse. Wir verlosen fünf mal zwei Tickets: eMail mit dem Stichwort „After-Party“ an verlosung@hinnerk.de senden (Ein- sendeschluss: 15. Juli). Und sonntags geht‘s nach dem Ausschlafen dann gleich weiter:

Barkassen Meyer lässt zum dritten Mal das FriendShip! in See stechen. Mit der MS Commodore und DJ Sunshine an Bord geht‘s am 2. August ab 17 Uhr an den Landungsbrücken los (Ablegen: 18 Uhr, Stop-Over: 21 Uhr). Special Guests sind in diesem Jahr die Jungs von Lexington Bridge (Foto rechts): die Boyband wird im Laufe der Fahrt auf dem Schiff auftreten. Tickets kosten 15 Euro (inklusive 5 Euro Spende für die Aids-Hilfe und Hamburg Pride). Sie werden bei Barkassen Meyer an den Landungsbrücken, bei der Aids-Hilfe oder direkt an Bord verkauft. Wir verlosen zwei mal zwei Tickets: eMail mit dem Stichwort „Friendship“ an verlosung@hinnerk.de senden (Einsendeschluss: 15. Juli).

verlosung@hinnerk.de senden (Einsendeschluss: 15. Juli). Bist Du SICHER ? Im Jahr 2008 haben die Syphilisinfektionen
verlosung@hinnerk.de senden (Einsendeschluss: 15. Juli). Bist Du SICHER ? Im Jahr 2008 haben die Syphilisinfektionen
verlosung@hinnerk.de senden (Einsendeschluss: 15. Juli). Bist Du SICHER ? Im Jahr 2008 haben die Syphilisinfektionen
verlosung@hinnerk.de senden (Einsendeschluss: 15. Juli). Bist Du SICHER ? Im Jahr 2008 haben die Syphilisinfektionen

Bist Du SICHER?

Im Jahr 2008 haben die Syphilisinfektionen unter schwulen und bisexuellen Männern in Hamburg um 33% zugenommen!

Achte auf Deinen Körper! Stellst Du Hautveränderungen oder Knötchen fest, kann es sich um eine Syphilisinfektion handeln. So eine Infektion kann aber auch unbemerkt erfolgen. Wenn Du häufig wechselnde Sexualpartner hast, dann kann ein Test Aufschluss geben, ob Du Dich infiziert hast. Eine unbemerkte Syphilisinfektion erhöht das Risiko sich mit HIV zu infizieren erheblich. Beraten und testen lassen kannst Du Dich auf Syphilis, HIV und Hepatitis A,B und C kostenlos und anonym jeden Dienstag und Donnerstag von 16 -18 Uhr bei Hein & Fiete, Pulverteich 21, Hamburg St. Georg. www.heinfiete.de

HEIN & FIETE Der schwule Infoladen
HEIN & FIETE
Der schwule Infoladen
Uhr bei Hein & Fiete, Pulverteich 21, Hamburg St. Georg. www.heinfiete.de HEIN & FIETE Der schwule
Uhr bei Hein & Fiete, Pulverteich 21, Hamburg St. Georg. www.heinfiete.de HEIN & FIETE Der schwule

beautiful people

beautiful people Katharina & Steve @ Familienkombinat Thomas & Klaus @ Willis am Rathaus Cem &

Katharina & Steve @ Familienkombinat

beautiful people Katharina & Steve @ Familienkombinat Thomas & Klaus @ Willis am Rathaus Cem &

Thomas & Klaus @ Willis am Rathaus

@ Familienkombinat Thomas & Klaus @ Willis am Rathaus Cem & Christian @ 136 Grad Michael

Cem & Christian @ 136 Grad

Klaus @ Willis am Rathaus Cem & Christian @ 136 Grad Michael & Olli @ Wunderbar

Michael & Olli @ Wunderbar

& Christian @ 136 Grad Michael & Olli @ Wunderbar Alex, Dennis & Thore @ Kir

Alex, Dennis & Thore @ Kir

& Olli @ Wunderbar Alex, Dennis & Thore @ Kir Benedikt @ Familienkombinat Christian @ Kir

Benedikt @ Familienkombinat

Alex, Dennis & Thore @ Kir Benedikt @ Familienkombinat Christian @ Kir Michael & Lars @

Christian @ Kir

Thore @ Kir Benedikt @ Familienkombinat Christian @ Kir Michael & Lars @ Willis am Rathaus

Michael & Lars @ Willis am Rathaus

Christian @ Kir Michael & Lars @ Willis am Rathaus Tan Mien @ Familienkombinat Michael &

Tan Mien @ Familienkombinat

& Lars @ Willis am Rathaus Tan Mien @ Familienkombinat Michael & Bernd @ Willis am

Michael & Bernd @ Willis am Rathaus

@ Familienkombinat Michael & Bernd @ Willis am Rathaus Christian @ Familienkombinat Ole @ Geburtstag 25

Christian @ Familienkombinat

& Bernd @ Willis am Rathaus Christian @ Familienkombinat Ole @ Geburtstag 25 Jahre Aidshilfe Hamburg

Ole @ Geburtstag 25 Jahre Aidshilfe Hamburg

Michael & Albert @ Willis am Rathaus André, Sven & Marco @ 136 Grad Pearcy

Michael & Albert @ Willis am Rathaus

Michael & Albert @ Willis am Rathaus André, Sven & Marco @ 136 Grad Pearcy &

André, Sven & Marco @ 136 Grad

@ Willis am Rathaus André, Sven & Marco @ 136 Grad Pearcy & Marc @ Gay

Pearcy & Marc @ Gay Factory

Sven & Marco @ 136 Grad Pearcy & Marc @ Gay Factory Chris & Benny @

Chris & Benny @ Wunderbar

& Marc @ Gay Factory Chris & Benny @ Wunderbar Daniel @ Wunderbar Sven @ Kir

Daniel @ Wunderbar

Gay Factory Chris & Benny @ Wunderbar Daniel @ Wunderbar Sven @ Kir Adriano & Stefan

Sven @ Kir

Chris & Benny @ Wunderbar Daniel @ Wunderbar Sven @ Kir Adriano & Stefan @ Familienkombinat

Adriano & Stefan @ Familienkombinat

Wunderbar Sven @ Kir Adriano & Stefan @ Familienkombinat Jörg & Ulf @ Wunderbar Arzu &

Jörg & Ulf @ Wunderbar

& Stefan @ Familienkombinat Jörg & Ulf @ Wunderbar Arzu & Göran @ Kir mehr partypics

Arzu & Göran @ Kir

mehr partypics auf www.hinnerk.de

Arzu & Göran @ Kir mehr partypics auf www.hinnerk.de Tobice @ Gay Factory Julius & Mark

Tobice @ Gay Factory

Kir mehr partypics auf www.hinnerk.de Tobice @ Gay Factory Julius & Mark @ 136° Fotos: www.karl-mai.de

Julius & Mark @ 136°

Fotos: www.karl-mai.de (12), Martin Stieve (12)
Fotos: www.karl-mai.de (12), Martin Stieve (12)

Maik & Marcel @ Gay Factory

szene

von stefan mielchen

Hossa!

Die Kiez wird wieder zur Schlagerhölle

Tony Marshall und Mary Roos sind dabei, und auch Frau Hoppe und DJ Sunshine lassen sich nicht lumpen: Am 11. Juli wird der Kiez zur Schlagerhölle. Vom Heili- gengeistfeld bis zu den Landungsbrücken feiert St. Pauli wieder ein einziges Festival der Liebe. Und während die einen genervt „Oh no no!“ ausrufen, heißt es bei der großen Mehrheit der Blumenkettenträger: „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten!“. Auch für die Homowelt haben die Interpreten aus den Siebzigern schon eine

beachtliche Weitsicht bewiesen: Bei Titeln wie „Das erste Mal tat‘s noch weh“, „Heut‘ Abend hab ich Kopfweh“ oder „Oh, wann kommst Du“ wird einem klar, warum der Schlagermove auch bei den

Die Truckparade beginnt um 15 Uhr am Heiligengeistfeld,

auf dem auch die Partyzelte platziert sind. In der Wunderbar starten Blumenmädchen Frau Hoppe und DJ Sunshine bereits um 20 Uhr in die Nacht. www.schlagermove.de

Schwulis so eine große Euphorie auslöst

o v e . d e Schwulis so eine große Euphorie auslöst Mehr Glamour im Radio

Mehr Glamour im Radio

Mehr Glamour, bitte! Nach zehn Sendejahren gibt es Veränderungen bei der „H-Null-Show“: Chefmoderatösin Dieter geht in den Ruhestand. Mit einer Verjüngungskur geht‘s dennoch weiter: QuotenHetin Yvette und Disco- Queen Charlotte präsentieren ab dem 11. Juli den „Glamour Club“ auf Tide 96,0 MHz/UKW als Warm-up für die Samstagnacht. Auf die Ohren gibt‘s künftig VocalHouse und die Classics der 90er – und natürlich Gewinne, Ge- winne, Gewinne! „Wir wollen dem Begriff Warm-up alle Ehre machen“ ver- spricht Daniel Köster alias Charlotte. Und das samstags zwischen 20 und 22 Uhr auch im Livestream auf www.tidenet.de

alias Charlotte. Und das samstags zwischen 20 und 22 Uhr auch im Livestream auf w w
Clowns und Helden Manege frei für den nächsten Electric Circus Mehr als 1000 Gäste stapelten

Clowns und Helden

Manege frei für den nächsten Electric Circus

Mehr als 1000 Gäste stapelten sich nach Veranstalterangaben am Pfingsmontag im Hühnerposten. Kein Wunder, denn übermäßig viele Gelegenheiten hat Hamburgs Partyszene derzeit nicht zu bieten – und der Circus hat sich mittlerweile als echtes Highlight etabliert. Am 18. Juli wird aus der Party eine Art Summeredition: Der Außenbereich bietet Pool, Sitzkissen, Softeis for free und jede Menge Feier- artisten. Die drei Tanzmanegen werden von Helden ihres Fachs beschallt, unter anderem von der „Frau mit Bart“ Roberta Jones sowie DJ Pascha & International Trained Bunnys. Wer im Zirkus-Outfit kommt, erhält einen Drink frei und muss sich nicht anstellen – fast entrance for dressed up people!

Seit fünf Jahren weiß der geneigte St. Georgia- ner: Wenn die Sandlieferung in der Danziger
Seit fünf Jahren weiß der geneigte St. Georgia-
ner: Wenn die Sandlieferung in der Danziger
Straße eintrifft, ist wieder Beachparty im Bellini!
Vom 3. Juli an wird bis zum CSD-Wochenende un-
ter Palmen und auf 500 Kilogramm Sand gefei-
ert. Special Drink in diesem Jahr ist der Caipi-
riska, bis 21 Uhr gibt‘s zudem eine Happy Hour
für ausgewählte Longdrinks. Und, na klar: Nicht
nur die Gäste sind sommerlich-fröhlich – auch die
Musik bietet Urlaubsfeeling pur.
Bellini goes Beach
the club Every Saturday in 2009 Juli DJ Jan Fischer | Foto: Patrick Mettraux
the club
Every Saturday in 2009
Juli
DJ Jan Fischer | Foto: Patrick Mettraux

SA 04.07. Miss Yonca - 1 st Shemale Djane & Alex Kay

Heroes Köln Pink Monkeys Düsseldorf

www.myspace.com/missyonca Butterfly Rec.

SA 11.07.

DJ Atomique

www.denfis.de

www.atomique.de

SA 18.07. DJ Philippe Lemot

Splash New York Match Club München

www.philippelemot.de

SA 25.07. DJ Jan Fischer & Fabrice Chantée

Europride/Circuit Party Zürich 136° Resident

www.janfischermusic.com gfish Booking Berlin

136° Resident www.janfischermusic.com gfish Booking Berlin www.136grad.com · Reeperbahn 136 · Hamburg 23 Uhr

www.136grad.com · Reeperbahn 136 · Hamburg 23 Uhr (Eingang neben der Ritze)

szene

Schwarzwaldmädel

Grenzgängerin: Shemale-Djane Miss Yonka im 136 Grad

Mit ihrem Aussehen könnte sie ganz selbstverständlich mit Germany‘s Next Topmodel in Konkurrenz treten. Doch Miss Yonka hat einen Aus-

Schon

früh bemerkte Yonka, im falschen Körper geboren worden zu sein. Durch ihre unangepasste Art wurde sie zur Außenseiterin und ent- schied sich zur Flucht nach vorne: Yonka zog aus dem Schwarzwald an den Bosporus – nach Istanbul, der pulsierenden Clubmetropole der Türkei. Im dortigen Nachtleben fand sie ihresgleichen und ent- deckte ihre Liebe zur dort gerade aufkommenden House-Music. Miss Yonkas Begeisterung ging über das übliche Clubber-Maß hinaus: sie

schlussgrund: sie ist eine Shemale, eine Frau mit Dingsda

wollte diese Musik leben und zu ihrem Lebensinhalt machen. Beruf aus Berufung – Miss Yonka wurde zur international gefragten DJane. Am 4. Juli beweist sie im 136 Grad, dass Grenzgänge in jeder Hinsicht

reizvoll sind.

www.136grad.de

Grenzgänge in jeder Hinsicht reizvoll sind. www.136grad.de Film & Cocktails Neuer Samstagsspaß auf dem Kiez: Vom

Film & Cocktails

Neuer Samstagsspaß auf dem Kiez: Vom 4. Juli an bezieht die Q-Movie-Bar jeden ersten Sams- tag im Monat im Kino B-Movie (Brigittenstraße 5) Quartier. Jeweils um 22 Uhr startet das Ki- noprogramm mit Qualitätsware kreuz und queer durch die schwule Filmwelt. Zum Start gibt‘s „Shortbus“ von John Ca- meron Mitchell zu sehen. Parallel öffnet die Q-Movie-Bar mit qualifizierten Drinks, so dass spätestens nach Filmende ein großes Quieken und Quatschen beginnen kann – mit einem Quantum Trost oder einem Quantum Spaß… Wer schnell ist: hinnerk verlost zwei mal zwei Tickets für die Premiere: eMail (bis 1. Juli) mit dem Stichwort Q-Tipp an verlosung@hinnerk.de

Die beiden Stempel auf meinem rechten Unter- arm sagen eigentlich alles: Janoschs kleiner Bär prangt über einem gruseligen, schwarzen Etwas mit Loch. Zwei Partys, zwei Stempel und die Frage: Kann Hamburg feiern? In der Bahn zur Altonaer Gayfactory studiere ich den knallbunten Flyer; Ein halbnackter Son- nenstudio-Indianer mit Lederkettchen schaut lasziv in die Kamera, trinkt Prosecco und wird dabei absurderweise von drei Steuerberatern beobachtet. Die Party selbst ist nicht so bizarr:

dünne Glitzerjungs mit dicken besten Freundin- nen, intellektuelle Daddys mit runden Brillen und natürlich: karierte Lesben in topmodernen Holzfällerhemden. Fasching für die Augen! Das absolute Grauen beginnt gegen ein Uhr mit einer schockierend schlechten Travestie- nummer. Moderatorin Muddi, mit dutzenden Karteikärtchen bewaffnet, ist leider vollkom- men talent- und witzlos und stottert ein außer-

ordentlich unkreatives Bühnenprogramm zu- sammen. Was hat sich Muddi bloß auf den Kärt-

zu- sammen. Was hat sich Muddi bloß auf den Kärt- Durch die Szene mit Lukas Nimschek

Durch die Szene mit Lukas Nimschek

chen vermerkt? „Subjekt, Prädikat, Objekt?“ Oder: „Nicht vergessen; Pimmelwitze?“ D-Jane Frau Hoppe ist wahrscheinlich mit Muddi ver- wandt. Sie legt konsequent Black, R‘n‘B- und Rapmusik auf. Erstaunlich, dass man mit diesem weitestgehend homophoben Musikgenre in der Szene derartig punkten kann. Als ich meiner Oma am Telefon vom Famili- enkombinat in Toms Dancehall erzähle, sagt sie: „Wenn da nur nackte Männer sind, dann

dürfen die sich auch nicht Familienkombinat nennen!“ Recht hat die Omi! Gegen halb vier ist die enge Location restlos mit halbnackten, kahlköpfigen Muskeltypen jenseits der 30 ge- füllt. Ein trockenes Durchkommen ist schier un- möglich. Musikalisch gibt es typische House- beats, teilweise Minimal-Electro. Ein kleiner Pluspunkt gegenüber der Gayfactory. Nach einer guten Stunde beschließe ich trotzdem die Flucht, da mich der Barkeeper auch nach mehrmaligem Rufen zwischen den Fleischbergen im Kettenhemd übersieht. Ich fühle mich klein, habe zu viele Haare und keinen Nasenring. Werde dem Familienkombinat im Namen meiner Oma antragen, familienfreund- licher zu werden. So!

Lukas Nimscheck ist 20, kam von Berlin nach Hamburg und durchstreift ab sofort für hinnerk das schwule Leben der Stadt - mit seinen Augen

hinnerk Programm

Tanzwut

„Rock the Ballet“ im Thalia-Theater

Schon im letzten Sommer begeisterten sie das Hamburger Publi- kum, das am Ende der Show euphorisch klatschte und trampelte. Auch in diesem Jahr sind die Jungs von „Rock the Ballet“ wieder in der Stadt: sechs Tänzer (und eine Tänzerin), eine junge und mehr- fach preisgekrönte Compagnie. Ihr Leiter, Rasta Thomas, ist einer der neuen Stars des amerikanischen Balletts, aufgrund seiner Viel- seitigkeit tanzt er aber auch in den großen Broadway-Shows. In „Rock the Ballet“ kombiniert die Truppe klassisches Ballett mit Hip Hop, Show- und Stepptanz sowie klassischen Broadway-Choreo- graphien. Ihr breit gefächertes Repertoire der Tanzstile dokumen- tiert sich auch in der Musik, nach der sie tanzen: auf der einen Seite Chansons und Broadway-Melodien, auf der anderen James Brown, Prince, Michael Jackson und Queen. Jeder Tanz erzählt eine Ge- schichte – einfühlsam und humorvoll, sinnlich und doch voller Power und Energie (Kartenverlosung: Seite 80).

28.7. bis 15.8., jeweils 20 Uhr, Sa und So auch 16 Uhr, Thalia-Theater www.rock-the-ballet.de

Juli

Vier Wochen Programm in Hamburg

www.rock-the-ballet.de Juli Vier Wochen Programm in Hamburg Spießerrutenlauf Spießer gibt es nahezu überall – und
www.rock-the-ballet.de Juli Vier Wochen Programm in Hamburg Spießerrutenlauf Spießer gibt es nahezu überall – und

Spießerrutenlauf

Spießer gibt es nahezu überall – und besonders gerne dort, wo man sie zunächst gar nicht vermutet. Damit man sich hier ein dickeres Fell zulegen kann, hat Illus- trator Uli Pforr eine Bilderserie zum Thema erstellt:

„Lass se reden“ heißt die Ausstellung in der Galerie „Auf Halb Acht“.

5. bis 26.7, Do-So 16.30 bis 19.30 Uhr, Hein-Hoyer-Str. 16

5. bis 26.7, Do-So 16.30 bis 19.30 Uhr, Hein-Hoyer-Str. 16 Folkmutter „Talkin‘ Bout A Revolution“: Diese

Folkmutter

„Talkin‘ Bout A Revolution“: Diese Hymne von Tracy Chapman ist 20 Jahre später noch aktuell – auch wenn die Revolution in Form eines schwarzen US-Präsiden- ten mittlerweile gekommen ist. Gemeinsam mit ihrer Band stellt die Folksängerin ihre neue CD „Our Bright Future“ auf der Stadtparkbühne vor.

12.7., 19 Uhr, Stadtpark, www.karsten-jahnke.de

vor. 12.7., 19 Uhr, Stadtpark, www.karsten-jahnke.de Nachwuchsbühne Das Theaterfestival „Kaltstart“ zeigt im

Nachwuchsbühne

Das Theaterfestival „Kaltstart“ zeigt im Juli auf der Schanze und dem Kiez 50 Nachwuchsproduktionen. Unter anderem das Stück „Die Reiherkönigin, Ein Rap“, in dem ein Popmusiker zum Schwulenstar ge- macht werden soll. Die Tanzproduktion „Wo-Man“ spielt wiederum mit den Geschlechtergrenzen.

13.-19.7., www.kaltstart-hamburg.de

Freiluftkino Es bleibt im Hamburger Sommer stets spannend. Doch wenn das Wetter mitspielt, wird das

Freiluftkino

Es bleibt im Hamburger Sommer stets spannend. Doch wenn das Wetter mitspielt, wird das Open-Air-Kino zum Megapicknick. Die Zeise-Kinos ha- ben sich wieder den Innenhof des Altonaer Rathauses als Spielstatte aus- gesucht, die Kollegen vom Streit‘s ziehen vor das Internationale Maritime Museum in der Hafencity und zeigen dort Filme im englischsprachigen Original ohne Untertitel. In Altona geht es am 22. Juli klassisch-bildungsbürgerlich zu: dann läuft Heinrich Breloers Thomas-Mann-Verfilmung „Buddenbrooks“ mit Armin Mueller-Stahl. Abba-Fans kommen am 25. Juli bei der beschwingten Komö- die „Mamma Mia!“ (Foto) mit Meryl Streep und Pierce Brosnan auf ihre Kos- ten. Alle Termine online unter www.zeise.de oder www.cinestar.de

Termine online unter www.zeise.de oder www.cinestar.de Geldkehlchen Es gibt sie erst seit vergangenem September,

Geldkehlchen

Es gibt sie erst seit vergangenem September, doch die „Martinis“ kennt mittlerweile selbst der Erste Bürgermeister. Beim Jubiläum der Hambur- ger Aidshilfe sangen sie sich zuletzt in die Herzen der Zuschauer. Am 3. Juli zeigt der Jugendchor im MHC noch einmal sein Programm „Money Ma- kes The World Go Round“, bevor die acht Sängerinnen und Sänger um Mar- tin Schneekloth im August dann bereits mit einer neuen Show starten.

3. 7., 21 Uhr, MHC, Borgweg 8, www.mhc-hamburg.de

Programmadressen Seite 57

Borgweg 8, www.mhc-hamburg.de Programmadressen Seite 57 01. AUGUST 2009 IN DEN FLIEGENDEN BAUTEN GLACISCHAUSSEE 4
Borgweg 8, www.mhc-hamburg.de Programmadressen Seite 57 01. AUGUST 2009 IN DEN FLIEGENDEN BAUTEN GLACISCHAUSSEE 4

01. AUGUST 2009

IN DEN FLIEGENDEN BAUTEN GLACISCHAUSSEE 4 ST. PAULI BEGINN 23:00

BAUTEN GLACISCHAUSSEE 4 ST. PAULI BEGINN 23:00 PRÄSENTIERT: DIE CSD OPENING P A R T Y

PRÄSENTIERT:

DIE CSD OPENING PARTY

DJS THE KRUSH BROTHERS

CHRISTOPHONIC (KIR, GOLDEN CUT, HÜHNERPOSTEN, TIVOLI) SVEN ENZELMANN (KIR, MANDARIN KASINO)

VVK 8 € I AK 10 €

AB 01. JULI MÄNNERSCHWARM, BLENDWERK,

LAGERHAUS, HEIN & FIETE, KYTI VOO,

TOOM PEERSTALL, CAFE ENDLICH

SOWIE WWW.TICKETMASTER.DE

MEHR INFOS:

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LAGERHAUS, HEIN & FIETE, KYTI VOO, TOOM PEERSTALL, CAFE ENDLICH SOWIE WWW.TICKETMASTER.DE MEHR INFOS: SUPPORTED BY:
22 hinnerk Programm
22
hinnerk Programm

Clubsounds

Die New Yorker Musik- und Clubszene hat einst die ganze Welt beeinflusst. Dann kam Bürgermeister Giuliani und führte eine strenge Linzenzpolitik ein. In Clubs ohne Genehmigung darf man heute nicht mal mehr mit dem Arsch wackeln. Julian Neville porträtiert in seinem Film „Lowlight“ das „saubere“ Nachtleben in der Metropole. Anschlie- ßend liest Tobias Rapp aus seinem Buch „Lost And Sound. Berlin, Techno und der Easyjetset“ über die exzessive Haupt- stadtkultur und ihre Protagonisten: Tän- zer und DJs, Musikproduzenten und Stadtplaner.

2.7., 20 Uhr, Haus 73, www.dreiundsiebzig.de

Museen, Galerien, Theater, Musicals

Deichtorhallen, Deichtorstr. 1, U/S Hbf. Tgl. 11-18 Uhr, Mo geschlossen.www.dreiundsiebzig.de Museen, Galerien, Theater, Musicals Nijinsky – Tanz der Farben Nijinskys Auge und die

Nijinsky – Tanz der Farben Nijinskys Auge und die Abstraktion. 100 Gemälde und Zeich- nungen desTänzers Nijinsky aus Anlass des 100. Jubiläums des Ballets Russes-Auftritts in Paris (bis 16.08.09)Nijinsky – Tanz der Farben

Herbert Tobias – Blicke und Begehren Umfassende Retrospektive (200 Exponate) über das Lebenswerk von Herbert Tobias (1924-1982) im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg (bis 16.08.09).

Kunsthalle Hamburg, Glockengießer Wall, U/S Hbf. Di, Mi, Fr, Sa, So 10-18 Uhr, Do 10-21 Uhr, Mo geschlossen.

Edward Hopper – Modern Life Sechs der bedeutendsten Gemälde Hoppers und Meister- werke aus dem Whitney Museum of American Art (New York) von Man Ray, Lyonel Feininger u.a. (bis 30.08.09)Edward Hopper – Modern Life

Bucerius Kunstforum, Rathausmarkt 2, U/S Jungfernstieg. Di, Mi, Fr, Sa, So 11-19 Uhr, Do 11-21 Uhr, Mo geschlossen.

Liebling, mein Herz lässt dich grüßen Ausstellung des Berliner Malers Alexander von Agoston. Bilder von Matrosen, Jünglingen und Landschaften (bisLiebling, mein Herz lässt dich grüßen

18.7.09)

Mi-Fr 16-19 Uhr, Sa 13-16 Uhr, UFO Kunstraum/ Projekthaus, Bahrenfelder Straße 322, S Altona

Tarzan Die Geschichte des Affenmenschen als Musical, nacher- zählt von Disney, durchkomponiert von Phil Collins. Wer keinen Schmusepop mag, kommt dank spektakulärer Artistik auf seine Kosten.Tarzan

Neue Flora, Stresemannstr. 163, U/S Holstenstraße. Di, Mi 18.30, Do, Fr 20, Sa 15 und 20, So 14 und 19 Uhr

TUI Operettenhaus, Spielbudenplatz 1, U St. Pauli. Di, Do, Fr 20, Mi 18.30, Sa 15 und 20, So 14.30 und 19 UhrDi, Mi 18.30, Do, Fr 20, Sa 15 und 20, So 14 und 19 Uhr Ich

Ich war noch niemals in New York Die Ohrwürmer von Udo Jürgens verpackt in eine hafen- stadtgerechte Musical-Story. Immerhin mit schwuler Nebenhandlung – denn dies ist ja ein ehrenwertes Operettenhaus!

König der Löwen Der Dauerbrenner im Theater im Hafen: Dank der Musik von Elton John und perfekter Disney-Inszenierung läuft das Ethno-Tier-Musical noch immer im „Ewigen Kreis„König der Löwen

Theater im Hafen, Norderelbstr. 6, U Landungsbrücken. Di, Mi 18.30, Do, Fr 20, Sa 15 und 20, So 14 und 19 Uhr

Mittwoch 1 Party 17.00 Generation Bar Happy Hour. Jeder Cocktail für 4,70 € 20.00 Slut

Mittwoch

1

Party

17.00

Generation Bar Happy Hour. Jeder Cocktail für

4,70

20.00

Slut Club Cheap and sexy wednesday. Halbe Getränkepreise bis 23 Uhr. Kein dresscode

22.00

Wunderbar Salute Ragazzi!

23.00

Kir Love Pop. Schwul-lesbische Party mit DJ Sven Enzelmann (Pop, Charts, Black, Indiepop und Rock)

Kultur

19.00

Schmidt Theater Karamba! Die 70er Jahre Schlager-Revue

19.00

Schmidts Tivoli Heiße Ecke. Das Kiez-Musical

19.30

Hamburgische Staatsoper Die Kameliendame. Ballett von John Neumeier nach dem Roman von Alexandre Dumas

20.00

Bucerius Kunstforum Modern Life. Das Bild der Stadt in der amerikanischen Malerei um Edward Hopper. Vortrag zur Ausstellung „Modern Life. Edward Hopper und seine Zeit“ (Ausstellung bis 30.08.09)

20.30

Planetarium Le voyage abstrait. Eine abstrak- te Reise in den Kosmos mit Soundpilot Raphael Marionneau

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Out im Job

Queer im Job und Out im Office? Welche Bedingungen herrschen in der Arbeits- welt für ein (nicht) offenes Leben als Schwuler oder Lesbe? Kurz vor dem CSD in Hamburg beschäftigt sich die Jugend der Gewerkschaft ver.di mit der Gleich- stellung und Anerkennung nicht-hetero- sexueller Lebensweisen am Arbeitsplatz. Willkommen sind Menschen aller sexuel- len Orientierungen, die den Erfahrungs- austausch suchen und sich über das Anti-Diskriminierungsgesetz oder Unter- nehmenskonzepte zum Thema Diversity informieren möchten.

3.-5.7., Movimento, Besenbinderhof 60, http://jugend.hamburg.verdi.de

Lust

13.00 Dragon Sauna 40 up. Ermäßigter Eintritt für Gäste über 40

Sauna 40 up. Ermäßigter Eintritt für Gäste über 40 20.00 Sexplosion Horny! Underwear-Party 20.00

20.00

Sexplosion Horny! Underwear-Party

20.00

Strictly Men Sex-Party. Oben oder unten ohne

Community

11.00

Aids-Hilfe Regenbogen-Kantine. Kochen und Essen in Gemeinschaft (mit Voranmeldung, bis 13 Uhr). Anschließend: NachTisch – Nachmittagstreff. Unterneh- mungen nach Lust und Laune MHC Lesbenberatung. (040) 2790049 (bis 19 Uhr) MHC Dancing Deerns. Susanne (0172) 4167069 MHC Schwulenberatung. 2790069 (bis 21 Uhr) Cafee mit Herz Spieltreff für Menschen mit HIV und Aids MHC Coming-Out Gruppe

17.00

18.30

19.00

19.00

19.00

19.30

MHC-Café FrauenLesben-Stammtisch

Sonstiges

19.00

Universität Wiwi-Bunker (Raum 0079) AG Queer Studies. Identitätskritische Jungen- arbeit und intersektionale Perspektiven

20.00

Tanzsalon Schwullesbischer Standardtanz. Infos bei Eike. 30036686

20.00

Neumeier. Frei nach Anton Tschechow Kulturhaus III&70 Unerhört Musikfilmfestival. „Lowlight“ Film über das Post 9-11-New York und das „sau- bere Nachtleben“ in Manhattan seit 2003. Anschließend Lesung aus „Lost and Sound“: Berlin, Techno und der Easyjet Schmidt Theater Karamba! Die 70er Jahre Schlager-Revue Schmidts Tivoli Heiße Ecke. Das Kiez-Musical Hamburger Engelsaal Die Drei von derTankstelle. Filmoperette von Richard Heymann Cafe Keese Quatsch Comedy Club. Club-Mix u.a. mit Matze Knop, Käthe Lachmann, Bernhard Westen- berger, Dittmar Bachmann und Nils Heinrich Kulturhaus III&70 Rushadub. „Mach dein Späng- chen ins Haar und begieß dich mit Honig“. Sofamusik aus Wien und anderswo mit Down- tempo,Trip Hop und Dopebeats Joghurteria Houffouet „Einfach nur leben“. Lesung des Autors UweTimm aus sei- ner „Geschichte von einem Menschen, der es verstand, aus seinem Alltag auszu- brechen“ B-Movie Chaostage – We Are Punks. Film über die chaotischen Realitäten zwischen Punks, Nazis und Bullen

20.00

20.00

20.00

20.00

20.00

20.00

22.00

23.00

Thalia Theater Nachtasyl My Darkest Star. Eine Reise durch das Songmaterial von Depeche Mode

Lust

13.00

Dragon Sauna Mix-Tag. Wellness und Erotik für gay, bi, hetero und Paare (bis 24 Uhr) Slut Club Sleazy and Easy. Naked Sex-

20.00

für gay, bi, hetero und Paare (bis 24 Uhr) Slut Club Sleazy and Easy. Naked Sex-

programm@hinnerk.de

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Menschenfreund

„Liebling mein Herz lässt Dich grüssen“:

Nein, es ist keine Schlagerrevue, sondern eine Ausstellung, die unter diesem Titel die Werke von Alexander von Agoston präsentiert. Er liebt Menschen, Seemän- ner allen voran, aber auch Knaben mit stattlichen Körpern, Frauen in Roben, Mädchen mit viel Seele. Daneben beein- druckt der Künstler mit seiner einfühl- samen Landschaftsmalerei, prächtigen Blumengemälden und den spontanen Impressionen, die Alexander von Agos- ton von seinen Reisen durch die USA und der ganzen Welt mitbringt.

4.-18.7., Mi-Fr 16-19 Uhr, Sa 13-16 Uhr, UFO Kunstraum/Projekthaus www.alexandervonagoston.de

 

Party bis 0 Uhr (Einlass 20-22 Uhr, ab 0 Uhr Barbetrieb)

Community

 

16.30

Lesbenverein Intervention Das Lesbentreff-Café.

18.00

MHC Lesbenberatung. 2790049 (bis 19 Uhr)

18.00

MHC-Café Lesbisch rund um die Welt. Offene interkulturelle Austauschgruppe

19.00

Cafe Hensel Schwuketten. Schwul- lesbischer Abend

19.00

Hein&Fiete Schwule Väter&Ehemänner

19.00

Lesbenverein Intervention Politische Aktionsgruppe. Diskutieren, Entwickeln und Planen

19.30

Aids-Hilfe Fühl Dich nicht allein. Selbst- hilfegruppe für Menschen, die erst kürzlich von Ihrer Infektion erfahren haben

19.30

Café Gnosa Stammtisch schwuler Lehrer.

19.30

MHC Kulturbeutel. Schwule Theatergruppe

Sonstiges

 

16.00

Hein&Fiete Anonyme HIV-Testsprechstun- de (bis 18 Uhr)

TV

11.40

Vox Die Nanny: Das Apartment (Sitcom, USA ‘93-’99)

15.35

Kabel1

King of Queens: Alles umsonst (Serie, USA ‘05)

22.25

3sat

Die Bettlektüre (Spielfilm, GB/NL/F ‘95)

22.30

Sat.1

Navy CIS: Blau wie Kobalt (Serie, USA ‘04-’05)

23.30

Das Erste Tagebuch eines Skandals (Spielfilm, GB/USA ‘06)

00.15

Timm Party in der Motzstrasse – Das lesbisch-schwule Stadtfest Berlin (Dokumentation, D ‘09)

Freitag

3

Party

17.00

Café Contrast Beck‘s Night. 2 for 1

19.00

Bellini Opening der Beach Party 2009. Das Bellini verwandelt sich mit 500 kg Sand und Stranddeko in einen Indoor-Beachclub (tgl. bis 9.08.09)

21.00

Generation Bar Big City Beats. Das Beste aus Rock, Pop, und R‘n‘B mit DJ Arno von Dannen

21.00

DJ Marco‘s Treff Longdrinknacht. Jeder Longdrink 4 Euro

21.00

Baladin Tanz am Freitag. Standard/Lateinabend

22.00

Toms Saloon Weekend-Starter

22.00

Wunderbar Rock ab! Mit DJ Frau Hoppe

22.00

Strictly Men

22.00

Good evening for all Slut Club

22.30

Community Friday. Stammtisch der Hanseatic Fetish Men Toom Peerstall Philly-Sound. Swing und Schlagerperlen mit Radiomoderator Mr. Philly

05.00

Location 1 Frühclub (mixed)

Kultur

19.30

Hamburgische Staatsoper

18.07.)

20.00

Die kleine Meerjungfrau. Ballett von John Neumeier frei nach Hans Christian Andersen Schmidt Theater

20.00

Karamba! Die 70er Jahre Schlager-Revue Schmidts Tivoli

20.00

Heiße Ecke. Das Kiez-Musical Cafe Keese

20.00

Quatsch Comedy Club. Club-Mix u.a. mit Matze Knop, Käthe Lachmann, Bernhard Westen- berger, Dittmar Bachmann und Nils Heinrich Projekthaus Hamburg

„Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“. Ausstellungseröff- nung der Bilder von Alexander von Agoston (Ausstellung bis

20.00

St. Georgs Kirchhof

Depeche Mode

20.45

Come on, Don! Die Geschichte des Don Juan. Sommertheater St. Georg Planetarium

21.00

The Cosmic Wall. A Monument to Pink Floyd unter der Sternen- kuppel in 360- Grad-Multi- media-Choreographie. Eine kosmische Hommage an Roger Waters, David Gilmour, Nick Mason und Richard Wright. MHC

23.00

Die Martinis. Ein Musicalstück mit demThema: Geld und wie man es bekommt Thalia Theater Nachtasyl

My Darkest Star. Eine Reise durch das Songmaterial von

Lust

13.00

Dragon Sauna Partnertag

von Lust 13.00 Dragon Sauna Partnertag 20.00 Sexplosion Nackt! Naked-Sex-Party Community

20.00

Sexplosion

Nackt! Naked-Sex-Party

Community

16.00

Lesbenverein Intervention

17.00

Golden Girls. Salon für die Lesbe ab 50 MHC

18.30

Boyfriends. Schwule Jugendgruppe für Jungs bis 19 Lesbenverein Intervention

19.00

Golden Girls – Die Neuen. Lesbentreff MHC

20.00

Belle Alliance. Schwullesbischer Chor Willi‘s am Rathaus GayTrekking. Stammtisch

Sonstiges

 

20.00

Tanzsalon

Schwullesbischer Standardtanz. Infos bei Eike. 30036686

20.00

Frauencafé endlich

Singletresen

TV

15.00

SWR Planet Wissen: Sex im Tierreich –Triebe oder Liebe? (Dokumentation, D ‘08)

22.20

Super RTL Die Nanny: Mein Date mit Elton John (Sitcom, USA ‘97)

22.25

3sat

Wonderland (Spielfilm, USA ‘03)

Samstag

4

Party

20.00

Willi‘s am Rathaus Best-Agers-Club! Die Party für alle zwischen 30 und 60 Jahren mit Pop, Disco, House und Soul

20.00

DJ Marco‘s Treff

Romeo sucht Romeo Single-

party. Prosecco für 0,99

21.00

Generation Bar Disco Night. Mit DJ Arno von Dannen

22.00

Slut Club

Slut Club Non Stop. Die Gay

Fetish-Party

22.00

Toms Saloon Cruise&Fun

22.00

Wunderbar

Muschipop. Mit DJane Shari

22.30

La Strada Musik istTrumpf. Schlager und mehr mit Mister Philly

22.30

Toom Peerstall Sündhaft gute Popmusik. Mit DJ DaMichi

Toom Peerstall Sündhaft gute Popmusik. Mit DJ DaMichi 23.00 Toms Dancehall Houseparty. Mit DJ X-Train 23.00

23.00

Toms Dancehall

Houseparty. Mit DJ X-Train

DaMichi 23.00 Toms Dancehall Houseparty. Mit DJ X-Train 23.00 136° 136° –The Club. Schwule Houseparty mit

23.00

136°

136° –The Club. Schwule

Houseparty mit DJ Miss Yonka (1st Shemale-DJ, Heroes Köln).

Warm Up: Alex Kay

05.00

Astoria Frühclub (mixed)

05.00

Location 1 Frühclub (mixed)

Kultur

15.00

Hamburger Kunsthalle Tanz der Farben: Nijinskys

Auge und die Abstraktion. Öffentliche Führung

hinnerk Programm
hinnerk Programm
und die Abstraktion. Öffentliche Führung hinnerk Programm Programmadressen Hamburg Seite 57 • Programm
hinnerk Programm
hinnerk Programm
09
09
hinnerk Programm 09 HEIN & FIETE Der schwule Infoladen 19.30 Hamburgische Staatsoper Sylvia. Drei choreografische
HEIN & FIETE Der schwule Infoladen
HEIN & FIETE
Der schwule Infoladen

19.30

Hamburgische Staatsoper Sylvia. Drei choreografische Gedichte über ein mythisches Thema

20.00

MHC Erben ist nicht leicht! Krimi- komödie mit derTheatergruppe Kulturbeutel

20.00

Schmidt Theater Karamba! Die 70er Jahre Schlager-Revue

20.00

Schmidts Tivoli Heiße Ecke. Das Kiez-Musical

20.00

Cafe Keese Quatsch Comedy Club. Club-Mix u.a. mit Matze Knop, Käthe Lachmann, Bernhard Westen- berger, Dittmar Bachmann und Nils Heinrich

20.00

St. Georgs Kirchhof Come on, Don! Die Geschichte des Don Juan. Sommertheater St. Georg

20.30

Planetarium Jean Michel Jarres AERO. Die größten Hits als 360-Grad Klang- und Bildlandschaften

22.00

B-Movie Q-Movie Bar im B-Movie. Film: Shortbus von John Cameron Mitchell. Anschließend Cocktailbar

00.00

Schmidt Theater Schmidt Mitternachtsshow

Lust

21.30

Strictly Men The Fetisch Night

05.00

Slut Club FrühFickClub. Kein Dresscode

06.00

Dragon Sauna Kostenloses Frühstück (bis 8 Uhr)

Community

 

16.00

Hein&Fiete Offener Samstags-Treff. Für Schwule jeden Alters

16.00

Lesbenverein Intervention Das Hoffest von Intervention. Mit vegetarischem Buffet, alk- freier Cocktailbar und der Ein- weihung der Kunstskulpturen

Sonstiges

 

08.50

Hauptbahnhof (vor dem DB Reisecenter) Radtour mit Startschuss von Kiel nach Rendsburg (Infos:

392460)

TV

13.10

EinsFestival Monte Carlo Story (Spielfilm, I ‘56)

22.10

Super RTL Freundinnen (Beaches) (Spielfilm, USA ‘88)

00.00

Kabel1 Boogie Nights (Drama, USA ‘97)

00.00

Das Erste Zeugin der Anklage (Spielfilm, USA ‘57)

04.35

Sat.1

Will & Grace: Wenn sich Frauen hauen (Sitcom, USA ‘02-‘03)

04.55

Sat.1 Will & Grace: Das dritte Rad (Sitcom, USA ‘01-‘02)

Sonntag

5

Party

22.00

Wunderbar Reste finden

Kultur

15.00

Hamburger Kunsthalle Tanz der Farben: Nijinskys Auge und die Abstraktion. Öffentliche Führung

15.00

Hamburger Engelsaal Komm ein bißchen mit nach Italien. Heitere Musikrevue der großen, alten Zeit des deutschen Schlagers

18.00

MHC Erben ist nicht leicht! Krimi- komödie mit derTheatergruppe Kulturbeutel

19.00

Schmidt Theater Karamba! Die 70er Jahre Schlager-Revue

19.30

Hamburgische Staatsoper Nijinsky. Ballett von John Neumeier

20.00

St. Georgs Kirchhof Come on, Don! Die Geschichte des Don Juan. Sommertheater St. Georg

22.00

B-Movie Empire St. Pauli – von Perlen- ketten und Platzverweisen. Gentrifizierung in St. Pauli:

Bewohner, Investoren, Künst- ler, Sozialarbeiter erläutern ihre Sicht auf den Wandel des Stadtteils. Film von Irene Bude und Olaf Sobczak

Lust

Lust 18.00 Slut Club Cocksucker Club. Einlass 18-20 Uhr. Dresscode: Nackt. (Ab 22 Uhr Barbetrieb) 19.00

18.00

Slut Club Cocksucker Club. Einlass 18-20 Uhr. Dresscode: Nackt. (Ab 22 Uhr Barbetrieb)

19.00

Strictly Men FFisten mit Klasse

Community

 

18.00

Basisgemeinde MCC

Gottesdienst

Sonstiges

 

09.00

Frauencafé endlich Frühstücksbuffet (bis 14 Uhr) Café Contrast Sonntags-Bruch (bis 14 Uhr)

10.00

TV

05.40

RTL 2 Zwei mal zwei (Komödie, USA ‘88) Comedy Central Little Britain (1+2) (Comedy, GB ‘03-‘07) WDR Christopher Street Day 2009 (Reportage, D ‘09)

21.40

00.00

Montag

6

Party

17.00

Generation Bar Happy Hour. Jeder Cocktail für

4,70

21.00

Strictly Men SmallTalk & More Wunderbar „Ficken“ zwei Euro. Start in die Woche

22.00

Lust

19.00

Dragon Sauna Kostenloses Pastabuffett (bis 21 Uhr)

Community

 

16.00

Lesbenverein Intervention Offener Ü-20Treff. Politische Diskussionen zu verschiedenen Themen MHC Die Kunstgruppe. Florian 42913755 MHC Schwulenberatung. 2790069 (bis 21 Uhr) MHC-Café Die Warmleuchter. Freizeit- gruppe für Schwule ab 30. Constantin 55583694 MHC Selbsthilfegruppe schwuler Alkoholiker MHC Gruppe für Schwule und Lesben mit Kinderwunsch MHC Schola Cantorosa. Männerchorprobe MHC-Café Schachgruppe Oase Leder Positiv. Offener Stammtisch für Schwule aus der Lederszene

19.00

19.00

19.30

19.30

19.30

19.30

19.30

20.00

TV

16.00

Vox Men in Trees: Eisbrecher (Serie, USA ‘07) BR Lebenslinien: Gerd und seine Männerfamilie

(Dokumentation, D ‘09)

20.15

Dienstag

7

Party

17.00

Generation Bar Happy Hour. Jeder Cocktail für

4,70

21.00

Strictly Men

SmallTalk & More

22.00

Wunderbar Zauberhaft. Selten. Schön. Blond

Kultur

19.30

Hamburgische Staatsoper Gastspiel des Ballet de Lorrai- ne. RussischeTanzszenen mit Gesang und Musik in zwei Teilen und vier Bildern Metropolis Giganten. Epische Familien- chronik mit ElisabethTaylor, Rock Hudson und James Dean (USA, ‘55) Altonaer Theater Herr Lehmann. Sympathischer Loser taumelt durch das West- Berlin der 80er. Nach dem Roman von Sven Wegener

19.45

20.00

20.00